Die Mega-Antisemiten der Welt

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In den letzten Jahrhunderten war es kein Problem die führenden Antisemiten der Welt zu erkennen. Hinsichtlich des klassischen religiösen Antisemitismus dominierte die katholische Kirche diese Art von Hass zu verbreiten. Über Generationen hinweg wurden Juden beschuldigt für den Tod von Gottes behauptetem Sohnes Jesus verantwortlich zu sein. Das war eine Lüge. Nur die Römer konnten – während ihrer Besatzung Judäas – jemanden zum Tode verurteilen und dann die Hinrichtung ausführen.[1]

Zusätzlich dazu Menschen für etwas verantwortlich zu machen, das ihre Vorfahren getan haben – und diesem Fall nicht taten – ist eine Vorgehensweise, die Hass propagiert, bei systematischer Anwendung für jede Gesellschaft Gift. Später schlossen sich einige protestantischer Führer den antisemitischen Hetzern an; unter den Schlimmsten von ihnen ragte Martin Luther besonders heraus.[2] [3]

Auf dieser Infrastruktur extremer christlicher Hetze gegen Juden entwickelte sich im 19. Jahrhundert eine zweite Art des klassischen Judenhasses: ethnischer/nationalistischer Antisemitismus. Auf diesem Gebiet war Deutschland konkurrenzlos, als es – mit Hilfe europäischer Verbündeter – den Holocaust ausführte.

In den ideologisch zerstückelten Gesellschaften von heute gibt es viele und weit gestreute Quellen des Antisemitismus. Aus dieser Vielfalt stechen einige antisemitische Täter und Vorfälle durch das, was sie tun oder sagen und wer sie sind, heraus. Diese Hetzer zu identifizieren bietet eine Perspektive für die Schwere ihrer Taten.

Zu wichtigen Bereichen dieses Problems gehören muslimischer Antisemitismus, rechter und linker Antisemitismus sowie Antiisraelismus.

Eine im Jahr 2003 gehaltene Rede des malaysischen Premierministers Mohammed Mahathir sticht durch ihren Hass auf Juden und die weit verbreitete Zustimmung dazu heraus. Er sprach bei der Eröffnung des zehnten Gipfels der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Putrajaya in Malaysia.

Mahathir erklärte die Beziehungen zwischen Muslimen und Juden zu einer weltweiten Konfrontation. Er sagte: „1,3 Milliarden Muslime können nicht von ein paar Millionen Juden besiegt werden.“ An dem Treffen nahmen Führungspolitiker aus 57 Ländern teil, die fast die gesamte muslimische Welt repräsentierten. Sie spendeten seiner Rede Beifall.[4]

Muslimischer Mega-Antisemitismus ist völkermörderisch. Die Führer des Iran propagieren offen Völkermord am jüdischen Staat. Sie sind zudem verantwortlich für den größten Terroranschlag auf Juden nach dem Zweiten Weltkrieg, der 1994 im AMIA-Gebäude in Buenos Aires stattfand.[5] Neben ihnen propagieren die Hamas und die Hisbollah völkermörderischen Antisemitismus.[6] [7]

Darüber hinaus wurden in diesem Jahrhundert alle ideologischen Morde an Juden in Europa, bei denen die Täter bekannt sind, von Muslimen begangen. Nichts ist dem extremen Hass auf Juden und Israel vergleichbar, der aus Teilen der muslimischen Gemeinschaft kommt. Es gibt keine anderen Staatsoberhäupter, rechte wie linke, die für weltweiten völkermörderischen Antisemitismus oder eine totale Konfrontation mit Israel und Juden werben.

So unerfreulich rechter Antisemitismus im aktuellen Umfeld des Hasses ist, es überragt jedoch keine Mega-Organisation die anderen. Die griechische Bewegung Golden Morgenröte ist nie an die Macht gekommen. Einige ihrer Führer befinden sich im Gefängnis und Griechenland ist kein Land mit sonderlichem Einfluss.[8] Ungarns Jobbik versucht moderater zu werden, um weitere Wähler zu gewinnen.[9] [10]

Der dritte Typ des Antisemitismus ist der Antiisraelismus. In der extremen Linken kann man viele finden, die gerne sehen würden, dass Israel verschwindet. Das kann nur über Völkermord geschehen.

Eine wichtige linke Gedankenströmung ist die, dass die Welt in Unterdrücker und Unterdrückte zu teilen ist. Die Unterdrücker sind allesamt weiß, einschließlich Israel und der Juden. Diese Leute ignorieren bewusst die leicht erkennbare Wahrheit, dass die meisten in diesem Jahrhundert in bewaffneten Konflikten getöteten Menschen von anderen Muslimen ermordete Muslime sind. Diese Gruppe antisemitischer Linksextremisten besteht nicht aus Staatsoberhäuptern und hat nicht viel Einfluss.

Bei den Mainstream-Linken finden wir in einer Vielzahl sozialistischer Parteien extreme Hetzer gegen Israel. Das derzeit übelste Beispiel im Westen ist die von Jeremy Corbyn geführte britische Labour Party, die möglicherweise die nächsten Parlamentswahlen gewinnen könnte. Labour ist aber weit davon entfernt von Antisemiten beherrscht zu werden. Gleichzeitig beschönigt die Mehrzahl der Parteimitglieder den Antisemitismus.[11]

Die drei wichtigsten sozialistischen Führungspolitiker; die Israel mit den Nazis auf eine Stufe stellten, sind tot: der schwedischen Premierminister Olof Palme,[12] der griechische Premierminister Andreas Papandreou[13] und der französische Präsident François Mitterand.[14]

Die Medien sind eine weitere wichtige Quelle linken Antisemitismus, der seinen Hass vorwiegend auf Israel konzentriert. Einer der niederträchtigsten Antisemiten war der deutschen Literatur-Nobelpreisträger Günther Grass. Dieser linke Schriftsteller war in seiner Jugend Mitglied der Waffen-SS.[15] 2012 behauptete er, Israel wolle mit Atombomben Völkermord am iranischen Volk zu begehen.[16] Er muss gewusst haben, dass das Gegenteil die Wahrheit war. Die Führer des Iran hatten Israel regelmäßig mit Auslöschung gedroht.

Wenn ein Nobelpreisträger die Chance hatte im Konkurrenzkampf der Mega-Antisemiten Erfolg zu haben, dann wäre auch der portugiesische Schriftsteller Jose Saramago ein Kandidat. Er setzte die am stärksten florierende palästinensische Stadt Ramallah mit Auschwitz gleich.[17]

Grass wurde erst zum Mega-Antisemiten, als sein Hass-Gedicht enorme Öffentlichkeit erhielt, weil sechs europäische Mainstream-Zeitungen mit Millionen Lesern es veröffentlichten. Das waren die deutsche Süddeutsche Zeitung,[18] die italienische La Repubblica,[19] der britische Guardian,[20], die spanische El Pais,[21] die dänische Politiken[22] und die norwegische Aftenposten.[23]

Man könnte auch nach dem zeitgenössischen christlichen Antisemitismus fragen. 1965 gab der Vatikan das Dokument Nostra Aetate aus, die Erklärung der Beziehungen der Kirche zu nicht christlichen Religionen.[24] Diese Äußerung reduzierte den katholischen Antisemitismus enorm.

Beträchtlicher antisemitischer Hass, der sich hauptsächlich auf Israel konzentriert, aber auch manchmal auf Juden, kommt aus Teilen der protestantischen Welt. Es ist jedoch schwierig sehr wichtige christliche Gruppen mit extremen Positionen zu finden. Der Ökumenische Rat der Kirchen (Weltkirchenrat) hetzt gegen Israel.[25] [26] Zwei liberale amerikanische protestantische Konfessionen werben für BDS. Die Zahl der Mitglieder beider Kirchen – der Presbyterianischen Kirche[27] und der United Church of Christ[28] – sind rückläufig und es wird erwartet, dass sie weiter zurückgehen. Mehrere östliche Kirchen können ebenfalls als Propagandisten von Judenhass erwähnt werden.[29] Man sollte jüdische antiisraelische Organisationen und Einzelpersonen nicht vergessen.[30] Glücklicherweise ist ihr Einfluss zu gering, als dass sie es in die erste Liga des Antisemitismus schaffen könnten.

Schließlich gibt es noch diejenigen, die die palästinensischen Völkermord-Befürworter unterstützen. Unter diesen stechen die Vereinten Nationen und mehrere der ihr angeschlossene Organisationen heraus.[31]

[1] jcpa.org/article/the-origins-of-christian-anti-semitism/

[2] http://www.momentmag.com/martin-luthers-anti-semitic-legacy-500-years-later/

[3] http://jcpa.org/article/historical-roots-anti-israel-positions-liberal-protestant-churches-2/

[4] http://www.jcpa.org/jl/vp506.htm

[5] http://www.nbcnews.com/news/latino/anniversary-remembering-argentina-s-jewish-center-bombing-n611551

[6] http://www.theguardian.com/world/2005/oct/27/israel.iran

[7] https://www.timesofisrael.com/hezbollah-leader-rallies-shiites-with-highly-sectarian-speech/

[8] https://www.theguardian.com/world/2013/oct/03/golden-dawn-leader-jailed-nikos-michaloliakos

[9] https://www.huffingtonpost.com/entry/how-hungarys-right-wing-parties-are-trying-to-reform_us_58f4fc35e4b04cae050dc97d

[10] http://www.haaretz.com/world-news/europe/head-of-hungarys-jobbik-denounces-partys-anti-semitic-ways-1.5628831

[11] https://besacenter.org/perspectives-papers/uk-labour-antisemitism/

[12] Per Ahlmark: Det ar demokratin, dumbom! Stockholm (Timbro) 2004, S. 307.

[13] http://www.nytimes.com/1982/06/26/world/israelis-assail-greek-leader-for-likening-them-to-nazis.html

[14] http://www.nytimes.com/1982/08/11/world/begin-hints-that-mitterrand-remark-paved-way-for-terrorists-attack.html

[15] http://www.spiegel.de/international/nobel-prize-author-guenter-grass-i-was-a-member-of-the-ss-a-431353.html

[16] http://www.theguardian.com/books/2012/apr/04/gunter-grass-poetry-attack-israel

[17] http://jcpa.org/article/holocaust-inversion-the-portraying-of-israel-and-jews-as-nazis/

[18] http://www.theguardian.com/books/2012/apr/05/gunter-grass-israel-poem-iran

[19] http://ricerca.repubblica.it/repubblica/archivio/repubblica/2012/04/04/una-poesia-contro-israele-ultima-provocazione.html?refresh_ce; Günter Grass, “Quello che deve essere detto,” La Repubblica, April 4, 2012

[20] https://www.theguardian.com/books/2012/apr/05/gunter-grass-israel-poem-iran

[21] https://elpais.com/internacional/2012/04/03/actualidad/1333466515_731955.html

[22] https://politiken.dk/kultur/fakta_kultur/art5415477/Dokumentation-L%C3%A6s-G%C3%BCnter-Grass-dig

[23] https://www.aftenposten.no/meninger/i/QoBnx/Det-som-ma-sies

[24] http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_decl_19651028_nostra-aetate_en.html

[25] http://www.economist.com/erasmus/2017/03/12/the-world-council-of-churches-clashes-with-israel-over-a-ban-on-boycotters

[26] http://www.camera.org/article/the-world-council-of-churches-supports-christian-anti-zionist-in-jerusalem/

[27] http://www.jpost.com/Christian-News/Pro-BDS-Presbyterian-church-set-to-lose-400000-members-444376

[28] http://www.ngo-monitor.org/reports/united-church-of-christ/

[29] http://www.jpost.com/Opinion/Op-Ed-Contributors/Middle-Eastern-Christians-and-anti-Semitism

[30] http://israelandtheacademy.org/wp-content/uploads/2016/06/progressive_jewish_thought.pdf

[31] http://www.gatestoneinstitute.org/7813/israel-moral-equivalence

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Malaysia. Die Rückkehr des antisemitischen Premierministers

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Der zweiundneunzigjährige Mohamad Mahathir ist aus der Rente zurück, gewann die malaysischen Parlamentswahlen und wurde wieder Premierminister des Landes. Er hat eine lange Geschichte extrem antisemitischer Äußerungen. Eine sticht besonders heraus, weil er sie bei einer Versammlung fast aller muslimischen Länder tätigte. Sowohl Mahathirs Äußerungen als auch die internationalen Reaktionen darauf sind einer Erinnerung wert. Sie bieten viel Einsicht in das, was seitdem mit muslimischen Staaten und Gemeinschaften, wie auch den komplexen Einstellungen westlicher Demokratien ihnen gegenüber geschehen ist.

Im Oktober 2003 fand in Putrajaya in Malaysia das Zehnte Gipfeltreffen der Organisation der Islamischen Zusammenarbeit (OIC) statt. An ihr nahmen die Führer von 57 Ländern teil. Mahathir, damals Premierminister von Malaysia, griff in seiner Willkommensrede das jüdische Volk und den Westen an.

Mahathir stellte die Beziehungen zwischen Muslimen und Juden als weltweite, frontale Konfrontation dar. Er sagte: „1,3 Milliarden Muslime können nicht von ein paar Millionen Juden besiegt werden. Es muss einen Weg geben. Und wir können einen Weg nur finden, wenn wir anhalten, um nachzudenken, unsere Schwächen und unsere Stärken auswerten, planen, Strategien entwerfen und dann den Gegenangriff führen. An und für sich sind wir sehr stark. 1,3 Milliarden Menschen können nicht einfach aufgerieben werden. Die Europäer töteten sechs Millionen von 12 Millionen Juden. Aber heute beherrschen die Juden die Welt über Stellvertreter. Sie bringen andere dazu für sie zu kämpfen und zu sterben.“

Mahathir fuhr fort: „Wir haben es mit Menschen zu tun, die denken. Sie erfanden und propagierten erfolgreich den Sozialismus, den Kommunismus, die Menschenrechte und die Demokratie, damit sie zu verfolgen falsch erscheinen würde und sie gleiche Rechte wie die anderen genießen können. Damit haben sie heute die Kontrolle über die mächtigsten Länder gewonnen und diese winzige Gemeinschaft ist eine Weltmacht geworden. Wir können sich nicht allein mit Muskeln besiegen. Wir müssen auch unser Hirn benutzen.“[1] Die Kernaussage in Mahathirs Rede ist eine Mutation der extrem antisemtischen, zaristischen Fälschung Die Protokolle der Weisen von Zion.

Mit Verweis auf den Westen sagte Mahathir: „Wir sind alle Muslime. Wir alle werden unterdrückt. Wir alle werden gedemütigt. Wir kontrollieren 50 der 180 Länder der Welt.“ Man erkennt hier die Mythologie der weit verbreiteten muslimischen Opfer-Kultur. Viele muslimische Einwohner ölreicher Länder sind extrem reich. Wenn ein Teil der Muslime dort gedemütigt sind, dann durch andere Muslime.

Noch schlimmer ist, dass in den vergangenen Jahrzehnten Hunderttausende Muslime von anderen Muslimen ermordet wurden, zum Teil in Kriegen zwischen muslimischen Ländern. Der Iran-Irak-Krieg in den 1980-ern ist ein Beispiel dafür. Darüber hinaus sind viele Hunderttausende bei Bürgerkrieg und inneren Unruhen umgekommen. So sieht die anhaltende Realität in Syrien und dem Jemen aus.

Die Bedeutung dessen, was 2003 geschah, geht weit über die Äußerung eines muslimischen Hetzers hinaus. Die Washington Post verwies auf die stehenden Ovationen, die Mahathir für seine Rede erhielt: „Zu Mahathirs Claqueuren gehörten Saudi-Arabiens Kronprinz Abdallah, Pakistans Präsident Pervez Muscharraf, unser Mann in Afghanistan Hamid Karzai und sogar Russlands Wladimir Putin, der die große muslimische Minderheit seines Landes vertrat. … Was aber große Teile der islamischen Welt korrumpiert und schwächt sind nicht Juden in New York oder Tel Aviv, sondern ihre eigenen eigennützigen und unfähigen Führungen – sprich: einige genau der Leute, die aufstanden und die Rede bejubelten.“[2]

Die EU veranstaltete zur Zeit der OIC-Konferenz ebenfalls ein Gipfeltreffen. Dort wurde vorgeschlagen, dass in das neunzehnseitige Abschlussdokument eine Verurteilung der Äußerungen Mahathirs aufgenommen werden sollte. Nach Angaben von Ha’aretz stellte der Entwurf fest: „Seine inakzeptablen Kommentare behindern all unsere Bemühungen die interethnische und religiöse Harmonie zu fördern und haben in einer anständigen Welt keinen Platz. Derartige falsche und antisemitische Bemerkungen sind für Muslime genauso beleidigend wie für andere.“[3]

Trotz ihrer bewegten Vergangenheit gegenüber den Juden konnten die Europäer kein Einvernehmen für eine feste Verurteilung finden. Der französische Mitte-Rechts-Präsident Jacques Chirac war gegen diese Worte, ebenso der sozialistische griechische Premierminister Costas Simitis. Und das trotz der Tatsache, dass Mahathir ohne Proteste der Führer der muslimischen Länder einen Generalangriff auf alle Juden geritten hatte.

Es wurde daraufhin beschlossen, dass der italienische Präsident des EU-Rats auf dessen Internetseite eine Erklärung einstellen würde. Darin hieß es, dass die EU „die von Präsident Mahathir abgegebenen Kommentare missbilligt“. Ebenfalls hießt es: „Solche Worte behindern all unsere Bemühungen die interethnische und religiöse Harmonie zu fördern und haben in einer toleranten Welt absolut keinen Platz.“ Dem sollten Jahre schwacher europäischer Reaktionen auf extrem antisemitische Hetze durch Muslime folgen.

Allerdings lockte Mahathir Chirac in eine Falle. Er dankte ihm für die Blockierung der Erklärung des EU-Gipfeltreffens, die seine Rede missbilligte. Chirac wollte nicht öffentlich als jemand bloßgestellt werden, der extremen Antisemitismus billigt. Er antwortete Mahathir: „Ihre Bemerkungen zur Rolle der Juden provozierte in Frankreich und weltweit starkes Missfallen.“

Klare Worte gab es aus den Vereinigten Staaten. Präsident George W. Bush traf Mahathir ein paar Tage später auf dem Asien-Pazifik-Gipfel in Bangkok. Er sagte ihm, seine Worte seien „falsch und polarisierend“ und fügte hinzu: „Sie stehen in eklatantem Widerspruch zu allem, was ich glaube.“[4] [5] Mahathir bestritt jedoch, dass Bush ihn zurechtgewiesen hatte.

Mahathir hatte sich auch schon früher extrem antisemtisch geäußert. Westliche Medien erinnerten anlässlich dieser OIC-Rede 2003 an einige dieser Äußerungen. 1986 erklärte Mahathir bei einem Treffen der Blockfreien Staaten: „Die Vertreibung der Juden aus dem Heiligen Land vor 2000 Jahren und die Unterdrückung der Juden durch die Nazis haben sie nichts gelehrt. Wenn überhaupt, dann hat das aus den Juden genau die Monster gemacht, die sie in ihrem Propagandamaterial so rundheraus verurteilen. Sie sind die Schüler des verstorbenen Dr. Goebbels gewesen.“[6]

1997 behauptete Mahathir, seine Regierung habe Angst, dass die Juden planten Malaysias Wirtschaft sowie die anderer muslimischer Länder zu vernichten.[7] Auf der Weltwirtschaftskonferenz in Davos machte Mahathir 1999 die jüdische Verbindung für Asiens Wirtschaftsprobleme verantwortlich.

Die extremsten Hetzer gegen Juden und Israel kommen seit langem aus der muslimischen Welt. Muss man das anhand eines einzelnen Beispiels demonstrieren, dann ist dafür Mahathirs Rede von 2003 samt dem Applaus, den er von den politischen Führern der muslimischen Länder dort erhielt, bestens geeignet.

[1] http://www.smh.com.au/articles/2003/10/20/1066502121884.html

[2] http://www.washingtonpost.com/archive/opinions/2003/10/21/return-to-wannsee/aecded6d-7405-44b4-ac06-59a18c5c8602/?utm_term=.931c6f01b416

[3] Sharon Sadeh, Yoav Stern, and Amiram Barkat, „EU Condemns Malaysian PM’s Remarks on Jews, But No Apology is Forthcoming,“ Ha’aretz, October 19, 2003

[4] http://edition.cnn.com/2003/WORLD/asiapcf/southeast/10/16/oic.mahathir/

[5] http://www.nytimes.com/2003/10/21/world/malaysia-talk-attacking-jews-draws-bush-ire.html

[6] http://www.nysun.com/editorials/anti-semitism-with-a-purpose/77919/

[7] http://www.agi.or.jp/user03/926_174.pdf

Ein Tag im Ramadan (9)

Zumeist aus aus Jihad Watch

11 . Juni 2018:

Afghanistan: In Kabul ermordete ein Selbstmordbomber 12 Menschen; mehr als 30 wurden verletzt.

Judäa: Am Patriarchengrab in Hebron wurde ein Sprengsatz gefunden.

13. Juni 2018:

Bangladesch: Ein säkularer Autor und Verleger wurde von Muslimen aus einem Geschäft geschleift und erschossen.

14. Juni 2018:

Südafrika: Ein Muslim stach vor einer Moschee auf Moscheebesucher ein, nachdem er die Nacht dort im Gebet verbracht haben soll. Es gab 2 Tote und mehrere Verletzte. Dann stellte ihn die Polizei und die Polizisten wurden von ihm angegriffen. Sie schossen, er ist tot.

15. Juni 2018:

USA: In einer Stadt in Maine griff ein muslimischer Migranten-Mob 3 Männer mit Knüppel, Stöcken, Steinen und Ziegeln an; einer wurde lebensgefährlich verletzt.

Niger: Der nigerianische Bundesstaat Niger hat Lizenzen zum Ausschank von Alkohol widerrufen. Der Verkauf von Alkohol ist jetzt komplett verboten.

Frankreich: Die Polizei vereitelte einen Anschlag auf einen Swinger-Club in Paris; die muslimischen Attentäter wollten „Homosexuelle angreifen“.

Ägypten: „Allahu Akbar“ brüllende Muslime bewarfen Christen mit einem Hagel aus Ziegeln und Steinen. Außerdem plünderten sie die Häuser/Grundstücke der Christen. Anlass war, dass ein Trupp Muslime vor den Augen der Christen nackt badeten und diese sich bei ihnen darüber beschwerten.

Nigeria: In Zentralnigeria töteten muslimische Hirten 2 Christen und verletzten einen weiteren, die von einem Gottesdienst nach Hause gingen.

Geschichte: Ein Perser des 15. Jahrhunderts, der eine Biografie über den Mongolenführer Tamerlan schrieb, stellte fest: Der Koran sagt, die höchste Ehre, die ein Muslim erlangen kann, besteht darin Krieg gegen die Feinde seiner Religion zu führen. Mohammed riet dazu.“

Die drei „Ansprüche“ des Islam auf Jerusalem

Raymond Ibrahim, 4. Juni 2018 (PJ Media)

Kalif Omar betritt Jerusalem, nachdem er es in Verhungern und Seuchen getrieben hat.

Ein islamischer Prediger, der vor kurzem im offiziellen PA-Fernsehen auftrat, gab all die üblichen wütenden Bemerkungen von sich, die Muslime oft machen, wenn es um Israels Existenzrecht geht, besonders im Zusammenhang ihres Anspruchs auf Jerusalem. Obwohl seine Kommentare dem sorglosen westlichen Zuhörer nahelegen könnten, dass Jerusalem „eigentlich“ und als Sache universaler Gerechtigkeit den Muslimen gehört, sind sie enorm mit religiösen und historischen Verweisen gespickt – keiner davon in Übereinstimmung mit westlichen Vorstellungen universaler Rechte und Gerechtigkeit – die nur Muslime verstehen.

Das wird besonders in der prägnanten Behauptung des Klerikers deutlich, Jerusalem sei „ein religiöses, Scharia- und historisches Recht der Muslime und für niemand sonst außer ihnen“.

Warum ist Jerusalem ein „religiöses“ Recht der Muslime? Weil die islamische Tradition lehrt, dass ein einer Nacht im Jahr 610 Mohammed – auf wundersame Weise auf einem pferdeähnlichen übernatürlichen Wesen (al-Buraq) fliegend – dorthin flog und betete.

Warum ist Jerusalem ein „Scharia“- oder rechtliches – Recht der Muslime? Weil entsprechend aller Interpretationen islamischen Rechts – der Scharia – ein Territorium, das für das Licht des Islam „geöffnet“ wurde, von da an auf ewig dem Haus des Islam oder Dar al-Islam gehört.

Was zum dritten „Recht“ führt – dass Jerusalem ein „historisches Recht der Muslime ist und von niemandem sonst außer ihnen“. Im Jahr 637 „öffneten“ – sprich muslimische Araber eroberten Jerusalem – eine oft vergessene Erzählung, die besonders Licht auf muslimische Ansprüche auf Jerusalem wirft.

Nach dem die syrischen Territorien des oströmischen Reich Jahre lang überfallen worden waren, stellte Kaiser Heraclius eine gewaltige Armee auf und kämpfte im August 636 am Fluss Yarmuik gegen die Muslime (diese ausschlaggebende Schlacht wird im ersten Kapitel meines neuen Buchs Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West geschildert). Die Muslime besiegten die christliche Armee und befanden sich im November vor der Heiligen Stadt und belagerten sie. Die erhaltene Predigt ihres eingegrabenen Patriarchen Sophronius fängt diese Zeit ein:

Warum greifen uns die Truppen der Sarazenen an? Warum hat es so viel Zerstörung und Plünderungen gegeben? Warum gibt es unaufhörliche Ergüsse menschlichen Blutes? Warum verschlingen die Vögel des Himmels menschliche Leichen? Warum sind Kirchen abgerissen worden? Warum wird das Kreuz verhöhnt? Warum wird Christus … von heidnischen Mündern gelästert? … Die rachsüchtigen und Gott hassenden Sarazenen, die Abscheulichkeiten der Verwüstung, die uns von den Propheten eindeutig vorhergesagt wurden, überrennen die Orte, die ihnen nicht erlaubt sind, plündern Städte, verheeren Felder, brennen Dörfer nieder, legen Feuer an den heiligen Kirchen, überrennen die heiligen Klöster, bekämpfen die gegen sie aufgestellten byzantinischen Armeen und heben die Trophäen des Krieges hoch und reihen Sieg an Sieg.

Es lohnt sich festzuhalten, dass der Mehrzahl der von zeitgenössischen Christen geschriebenen Beschreibungen der Invasoren diese auf die gleiche Weise beschrieben wir Sophronius – nicht als Männer, nicht einmal als kompromisslose Männer, in einem religiösen Auftrag, wie spätere muslimische Quellen behaupten, sondern als gottlose Barbaren, die kamen, um alles zu vernichten was heilig ist. Um die Zeit von Yarmuk beschrieb Maximus der Bekenner (geb. 580) die Invasoren als „wilde und ungezähmte Bestien, allein deren Form menschlich ist, die kommen, um unsere zivilisierte Regierung zu fressen.“ Wegen der Neigung der Muslime für die Schändung von Kirchen und auf jedem Kreuz, jeder Ikone und jedem Abendmahl, das ihnen begegnete, „herumzutrampeln, zu verhöhnen, in Brand zu setzen und zu zerstören“, beschrieb sie Anastasius vom Sinai (geb. 630) als „vielleicht noch schlimmer als die Dämonen“.

Jedenfalls kapitulierte Jerusalem nachdem es mehrere Monate abgeriegelt und auf Verhungerte und Seuchengeplagte reduziert wurde im Frühjahr 637. Die Eroberung der Heiligen Stadt reichte Kalif Omar, um aus Medina zu Besuch zu kommen. Dort sah er die Grabeskirche, einen von Konstantin (ca. 3139 gebauten massiven Komplex über der Stelle der Kreuzigung und Beerdigung Christi. Beim Betreten der heiligsten Stätte des Christentums – gekleidet in verdreckte Kleidung aus Kamelhaar und teuflisch vorspiegelnd, um einen Christen zu zitieren, so das Sophronius, der zusah, bitter bemerkte: „Das ist sicher das Gräuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel sprach, als er an dem heiligen Ort stand.“ (Man kann seine Exegese kaum tadeln, da das griechische Wort aus der Septuaginta, das oft als „Verwüstung“ übersetzt wird, wörtlich „Wüste“ bedeutet und daher lange als Hinweis auf die Araber betrachtet wurde.)

Kurz gesagt beruht der gesamte muslimische Anspruch auf Jerusalem auf diesen drei Elementen:

  1. Eine religiöse – oder für westliche Empfindlichkeiten: mythische – Geschichte von Mohammed, der auf einem Zauberpferd dorthin flog;
  2. Ein von Muslimen gemachtes, rassistisches Gesetz – die Antithese von universalem Gesetz, nämlich die Scharia – die natürlich auf Seiten der Muslime gegen die Ungläubigen ist;
  3. Eine brutale, blutige, historische Eroberung.

Diese Themen werde unter Muslimen wiederholt angeführt. In der erwähnten Predigt im PA-Fernsehen fügte der Kleriker hinzu, dass, auch wenn sie sich so verhalten, Juden „nicht das Recht auf Arroganz, Tyrannei und Besatzung haben“. Beachten Sie seine Beschwerde, dass „Arroganz, Tyrannei und Besatzung“ nicht immer schlecht sind, sondern das Juden „kein Recht haben“ sich so zu verhalten. Schließlich und wie gesehen gehört dieses „Recht“ den Muslimen und „niemandem sonst außer ihnen“. Ihr Recht (die Scharia) erlaubt es ihnen zu „besetzen“, was immer sie einnehme können und verachtenswerten Ungläubigen mit „Arroganz und Tyrannei“ zu behandeln.

Der islamische Prediger endete mit der Aussage, dass Muslime Jerusalem wieder einnehmen werden, „wenn nicht friedlich, dann mit Gewalt“ und beschwor „Allah die Juden [zu] vertreiben“. Egal, wie leidenschaftlich solche Worte dem nichtmuslimischen Beobachter scheinen mögen, sie befinden sich nicht in Übereinstimmung mit einem Volk, das das Gefühl hat, ihm sei gemäß universalen Empfindlichkeiten Unrecht zugefügt worden, sondern eher mit einem, das mythische und rassistische Empfindlichkeiten hegt.

Ein Tag im Ramadan (8)

Zumeist aus aus Jihad Watch, 10 . Juni 2018:

Oregon (USA): Ein muslimischer Food Trucker beschimpfte eine Schwarze und griff sie an, weil sie versuchte mit Kleingeld zu bezahlen.

Indien: Ein Muslim rezitierte Koran-Verse und tötete sein vierjährige Tochter als „heiliges Opfer“ für Allah.

Frankreich: Ein Muslim tötete seine fünfjährige Tochter. Er rechtfertigte das damit, dass er ohne zu essen die Nerven verloren habe.

Somalia: Muslime ermordeten eine US-Soldaten, verletzten vier weitere bei einem Feuergefecht.

Indien: Ein Muslimführer verkündete, der Ramadan sei der fromme Monat des Jihad und des Tötens. Er sammelte deshalb Geld für den „Jihad im Kaschmir“.

Ein Tag im Ramadan (7)

Zumeist aus aus Jihad Watch, 7 . Juni 2018:

Indonesien: Muslime erzwangen die Schließung einer evangelischen Kirche. Sie behaupteten, die Behörden hätten eine ungültige Baugenehmigung ausgegeben. Eine andere Kirchengemeinde im selben Distrikt musste siebenmal umziehen.

Geschichte: Der Fatimiden-Kalif Al-Amir bi-Ahkamillah gab ein Edikt aus, das bestimmte, von Nichtmuslimen müsse die Jizya eingeholt werden, damit sie herabgewürdigt und gedemütigt werden, so dass der Islam verherrlicht wird.

8. Juni 2018:

Afghanistan: 80 Mädchenschulen sind infolge Bombendrohungen des Islamischen Staats geschlossen worden.

Geschichte: Abd al-Rahman III., 912 – 961, Omajjaden-Kalif von Córdoba, ließ 100 „Barbaren“ (Christen) abführen und öffentliche köpfen, „um die Gefühle der Gläubigen zu lindern“.