Das Problem ist nicht der Islamische Staat, sondern islamischer Hass

Raymond Ibrahim, 10. Mai 2017 (FrontPage Magazine)

Eine Lüge verbirgt die Wahrheit. Und hässliche, aber verborgene Wahrheiten haben nie eine Chance eingestanden, angegangen und gebessert zu werden. Wegen dieser einfachen Binsenwahrheit hat eine der größten Lügen unserer Zeit – dass im Namen des Islam begangene Gewalt nichts mit dem Islam zu tun hat – einen eigentlich schwachen Islam zur Geißel der modernen Welt gemacht, ohne das es ein Zeichen der Erleichterung am Horizont gibt.

Daher ist es nützlich die von den Lügnern in Regierung, Medien und akademischer Welt verwendeten Hauptstrategie zu entlarven: 1) die arttypischen, aber chronischen täglichen Berichte über muslimische Gewalt gegen Nichtmuslime rund um den Globus werden ignoriert; 2) nur spektakuläre muslimische Gewalt werden angesprochen, die dann, weil sie fast immer von professionellen Jihadistengruppen begangen werden, als begrenzte, zeitweilige, örtliche Probleme dargestellt werden können: Besiegt diese bestimmte „Terrorgruppe“ und das Problem verschwindet.

Als Beispiel brachten Sie bitte die islamischen Angriffe auf christliche Kirchen. Letzten Monat, als zwei ägyptische Kirchen mit Bomben angegriffen wurden, was zu 51 Toten Gläubigen führte, stellte jedermann rasch heraus, dass etwas namens „ISIS“ – das natürlich „nichts mit dem Islam zu tun hat“ – dafür verantwortlich war.

Ostersonntag 2016 wurden fast 5.000km von Ägypten entfernt in Pakistan rund 70 Christen bei einem Bombenanschlag getötet, der sich ausdrücklich gegen Osterfeiern richtete. Damals wurde uns erzählt, dass etwas namens „Taliban“ – hat ebenfalls nichts mit dem Islam zu tun – dafür verantwortlich war.

Derweil werden rund 5.000km westlich von Ägypten, in Nigeria, Christen ebenfalls angegriffen. Dort sind 11.500 Cristen getötet und 13.000 Kirchen zerstört worden. Nach Angaben der offiziellen Darstellung ist etwas namens „Boko Haram“ dafür verantwortlich. Das ist eine weitere Gruppe, die gewohnheitsmäßig an Weihnachten und Ostern Kirchen bombardiert; eine weitere Gruppe, von der uns erzählt wird, das sie „nichts mit dem Islam zu tun hat“, sondern ein begrenztes, zeitweiliges und örtliches Problem ist: Besiegt sie und das Problem verschwindet.

Das Problem besteht nicht nur darin, dass die Lügner in den Medien, der Regierung und der akademischen Welt es ablehnen die Zusammenhänge herzustellen und darauf bestehen jede der erwähnten Gruppen als eigene, eingeschränkte Gruppe mit unterschiedlichen „politischer“ oder „territorialer“ Motivation zu behandeln – wovon nichts mit dem Islam zu tun hat. Das größere Problem ist: Gewöhnliche Muslime, die nicht „ISIS“, „Taliban“, „Boko Haram“ oder „Al-Qaida“ genannt werden, begehen ähnliche Taten – und das regelmäßiger – obwohl dies von den Großen Medien selten erwähnt wird, damit die Leute nicht anfangen die Zusammenhänge herzustellen.

Folglich sind, obwohl ISIS den Bombenanschlag vor Ostern auf eine Kirche für sich beanspruchte, sind es gewöhnliche ägyptische Imame, „die der Öffentlichkeit über Lautsprecher Hass und Gewalt gegen Christen predigen“; es sind gewöhnliche Muslime, die „alle zwei oder drei Tage“ Christen verfolgen; gewöhnliche Muslime, die Muslime randalieren und töten, wann immer ein Gerücht aufkommt, dass eine Kirche gebaut werden soll oder dass ein junge Kopte Mohammed „lästerte“ oder dass ein Christ mit einer muslimischen Frau ausgeht. Kurz gesagt: Es sind gewöhnliche Muslime – nicht ISIS – die dafür sorgen, dass Ägypten der schlimmste Staat des 21. Jahrhunderts ist, um dort als Christ zu leben.

Gleichermaßen sind es, auch wenn die Taliban die Osterbomben von 2016 für sich reklamieren, gewöhnliche Muslime, die in Pakistan Christen fast täglich diskriminieren, verfolgen, versklaven, vergewaltigen und ermorden, was diesen Staat zum viertschlimmsten der Welt macht, um dort als Christ zu leben. Und obwohl Boko Haram immer für die spektakuläreren Anschläge auf Christen und ihre Kirchen verantwortlich gemacht wird, sind es gewöhnliche Muslime, einschließlich muslimischer Fulani-Hirten, die Nigeria zum zwölftschlimmsten Staat macht, um dort als Christ zu leben.

Das ist das wahre Problem. Während die Medien die Terrorgruppen als Verantwortliche für besonders spektakuläre Anschläge nennen mögen, werden wenige zugeben, dass Muslime allgemein überall in der Welt ähnliche Gewalttaten und Intoleranz gegen Nichtmuslime betreiben. In der Tat sind Muslime – aller Rassen, Nationalitäten, Sprachen und soziopolitischen und wirtschaftlichen Hintergründe, kaum nur „Terrorgruppen“ – verantwortlich für die Verfolgung von Christen in der 50 schlimmsten Staaten der Welt dafür Christ zu sein. Entsprechend ist, was „extremistische“, „terroristische“ und „militante“ Gruppen tun, nur die auffällige Spitze des Eisbergs dessen, was Muslime überall auf der Welt tun. (S. die Berichte „Muslim Persecution of Christians[1], die ich seit Juli 2011 jeden Monat zusammenstelle und die die pausenlose Diskriminierung, Verfolgung und Blutbad bezeugen. Jeder monatliche Bericht enthält Dutzende Gräueltaten, von denen die meisten rund um die Uhr berichtet würden, würden sie von Christen an Muslimen verübt.)

Es ist es wert wiederholt zu werden: Die Medien decken den Islam nicht nur, indem sie vorgeben, die von islamischen Gruppen gegen Nichtmuslime verübten spektakulären Anschläge seien begrenzt, lokal und überaus unbedeutend, „haben nichts mit dem Islam zu tun“. Sie decken den Islam, indem sie nicht über die tagtägliche Verfolgung von nicht muslimischen Erfahrungen durch die Hände gewöhnlicher Muslime – muslimischer Einzelpersonen, muslimischer Mobs, muslimischer Polizei und muslimischer Regierungen (einschließlich Amerikas engster „Freunde und Verbündeter“) – und kaum nur muslimische „Terroristen“. Sie wagen es nicht die Zusammenhänge herzustellen und ein ganzheitliches Bild anzubieten, das dies nicht nur diese oder jene Gruppe anklagt, sondern den Islam allgemein.

Entsprechend muss die Welt weiterhin unter islamischer Aggression leiden. Diese Lügen haben nict nur erlaubt, dass in der muslimischen Welt zahllose Unschuldige in Vergessenheit verfolgt wurden, sondern sie haben erlaubt, dass dieselbe Verfolgung in Amerika und Europa Einzug hält, in jüngster Zeit über Massenimmigration.

Die Tatsache bleibt: Eine hässliche Wahrheit muss erst einmal eingeräumt werden, bevor sie behoben werden kann. Es mag schwer sein eine hässliche Wahrheit zuzugeben – dass der Islam, nicht der „radikale Islam“ Hass auf und Gewalt gegen Nichtmuslime fördert – aber alles darunter wird einfach nur weiter die Lüge nähren, hießt: weiterhin Jihad und Terror nähren.

Kurz gesagt: Das Problem besteht weniger im „Islamischen Staat“; es besteht im islamischen Hass. Ersterer ist nur eine der vielen zweitweise vorhandenen und historischen Erscheinungsformen des Letzteren, der als integraler Teil des Islam Zeit und Raum überschreitet.

[1] Verfolung von Christen durch Muslime

Beendet die Türkifizierung!

Dry Bones, 11.Mai 2017

Das heutige Istanbul war die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches. Am 29. Mai 1453 wurde es einer türkischen (osmanischen) Armee besetzt, die in sie eindrang. 1930 wurde in der Türkei ein Gesetz beschlossen und umgesetzt, durch das die Stadt Konstantinopel offiziell in Istanbul umbenannte. Die Hagia Sophia war eine christliche Kirche, die an dem Tag, als die Stadt besetzt wurde (29. Mai 1453) in eine osmanische Moschee umgewandelt wurde.

Hintergrund: Der Präsident der Türkei hat gerade mal wieder ein Tirade losgelassen, in der er die Muslime aufforderte sich gegen die „unerträgliche Besetzung Jerusalems“ durch die Juden zu wehren. „Jeder Tag, den Jerusalem besetzt ist, ist für uns ein Affront.“

Na, dann sollten wir das zu Konstantinopel mal genauso halten…

 

Zu Arafats Rede vom 15. Mai 2002 (3)

Yassir Arafat hielt am 15. Mai 2002 eine weithin beachtete Rede. In dieser Rede – so berichteten unsere Medien – kündigte er Reformen in der PA und Wahlen an. Das wurde besonders hervor gehoben. Aber was hat er tatsächlich gesagt? (Abgesehen davon, dass er in der Folgezeit vor allem darauf hinwies, dass Wahlen nur stattfinden könnten, wenn die Israelis abziehen – als wenn das etwas miteinander zu tun hätte!). Joseph Farah zieht – aus gegebenem Anlass – Vergleiche zur Frühgeschichte des Islam.

Die Lehre aus Hudabiyyah

Joseph Farah, WorldNetDaily, 23. Mai 2002

Schnell pries Präsident Bush Yassir Arafats Gelöbnis von Reformen und Wahlen zum Palästinensischen Legislativrat.

Meine Vermutung ist, dass die Administration die Übersetzung von Arafats sich breit windender Rede gar nicht las.

Ja, Arafat übernahm „volle Verantwortung“ für alle Fehler, die er machte.
Ja, Arafat rief zu politischen Reformen durch seine Autonomiebehörde auf.
Ja, er versprach neue Wahlen abzuhalten.
Ja, er stellte sogar die Möglichkeit in Aussicht, einen Frieden mit Israel zu erreichen.

Aber hier kommt der Rest der Geschichte. Lassen Sie mich erklären, warum all das im Kontext von Arafats Ansprache bedeutungslos ist.

Der „Frieden“, den Arafat mit seinem Volk diskutierte, wurde nur als „strategische Option“ diskutiert. Ich möchte erklären, was er unter „Frieden“ mit Israel versteht und was er stets meint, wenn er diesen Begriff benutzt.

Arafat zitiert als sein Vorbild für diesen „Frieden“ – wie er es so oft während seiner blutigen Karriere getan hat – den Vertrag, den Mohammed mit dem Stamm der Qureish in Mekka im 7. Jahrhundert in Hudabiyyah schloss. „Lasst uns aus der Sorge um die nationale und pan-internationale Solidarität mit unserem Volk und unserer Sache an die Schlichtungsvereinbarung von Hudabiyyah denken“, sagte Arafat der Gruppe am 15. Mai.

Vielleicht haben Sie nie etwas von Hudabiyyah gehört. Aber wenn Sie Arafats Anspielung darauf nicht kennen, können Sie das islamische Prinzip nicht verstehen, das er seinem neuesten Fall von Doppeldeutigkeit vertritt.

Hudabiyyah ist eine klein Oase zwischen Mekka und Medina, wo Mohammed eine Schlacht der frühen Jahre des Islam führte. Als er sah, dass er die Schlacht verlieren würde, unterschrieb Mohammed ein strategisches 10-Jahres-Friedensabkommen mit dem Stamm der Qureish, die in Mekka lebten. Zwei Jahre später, als seine Streitkräfte stärker waren und die Mekkaner sicher und unaufmerksam lebten, marschierte Mohammed in die Stadt ein und eroberte sie.

Das ist das als Takiya bekannte Prinzip des Islam: das Recht, einen falschen Frieden vorzugeben, wenn du schwach bist, um deinen Feind zu schlagen, wenn du stark genug bist.

Das ist die einzige Vorgehensweise, die in Arafats „Friedens“-Begriff steckt. Das ist immer das einzig gültige Prinzip in seinem Begriff von „Frieden“ gewesen.

Arafat zitiert Hudabiyya immer und immer wieder als Muster seiner besonderen Art des falschen Friedens.

Am 18. April 1998 wurde Arafat in einem Interview im ägyptischen Fernsehen zu seinem Anteil an den Vereinbarungen an den Oslo-Vereinbarungen – genau die Grundlage aller Verhandlungen zwischen Israelis und Arafat seit 1993. Er zitierte Hudabiyyah.

Kurz nach Unterzeichung der Oslo-Vereinbarungen 1993 hielt Arafat in Südafrika eine Rede auf Englisch. Er führte Hudabiyyah an. Man kann seine Rede selber in einer Video-Dokumentation hören, die exklusiv durch das WorldNetDaily Online Store verkauft wird.

Das ist der kranke, verdrehte arabische Witz, den die westliche Welt einfach nicht begreift.

Arafat machte am 15. Mai jedem, der sich die Mühe machte, sein Arabisch zu übersetzen klar: „Die öffentliche Meinung der Palästinenser und der Araber haben den Schluss gezogen, dass diese Operationen [Terrorismus] nicht unseren Zielen dient und hetzt nur zahlreiche große Teile der internationalen Gemeinschaft gegen die USA auf. … Diese Operationen verursachen einen Streit. Ich rufe diesen hochverehrten Rat auf, diese Sache zu besprechen, die jetzt in unserer palästinensischen und arabischen Umgebung kontrovers behandelt werden.“

Und jetzt kommt der entscheidende Satz: „Lassen Sie uns an den Waffenstillstand von Hudabiyyah denken.“

„Was wir wollen, sind wahre Freiheit und volle Unabhängigkeit im unabhängigen Staat Palästina, mit dem heiligen Jerusalem als Hauptstadt, ob ihnen das gefällt oder nicht“, lachte er. „Die, die das nicht mögen, können gehen und aus dem Toten Meer trinken.“

Ein paar Mitglieder des Rats verbesserten ihn: „Aus dem Meer in Gaza.“

„Nein, das Tote Meer ist bitterer“, witzelte er.

Nach 40 Jahren Arafat sollte man denken, dass die Welt seine Possen durchschauen würde. Ich muss leider sagen, dass die USA zu denen gehört, die immer noch von dieser Strategie des Betrugs getäuscht werden.

Warum Islamisten und Faschisten Christen verfolgen

Raymond Ibrahim, 28. April 2017 (FrontPage Magazine)

Seine Studie des Center for Studies on New Religions (Zentrum zum Studium neuer Religionen) in Europa bestätigte gerade, dass „Christen weiterhin die am stärksten verfolgten Gläubigen der Welt sind; im letzten Jahr [2016] wurden mehr als 90.000 Anhänger Jesu getötet.“ Das ergibt rechnerisch einen Toten alle sechs Minuten. Die Studie stellte zudem fest, dass 600 Millionen Christen weltweit wegen der Ausübung ihrer Religion verfolgt wurden.

Welche Gruppe neigt am stärksten dazu weltweit Christen zu verfolgen? Die Antwort darauf wurde durch eine weitere aktuelle Studie klar; sie stellte fest, dass von den zehn Staaten weltweit, in denen Christen die schlimmste Verfolgung erleiden, neun islamisch sind, auch wenn das schlimmste – Nordkorea – das nicht ist.

Was ist an Christen, das aus einigen Leuten, mehrheitlich Muslimen, das Schlimmste zutage fördert? Drei Hauptgründe fallen einem da ein, obwohl es mehr gibt:

  • Das Christentum ist die zahlenmäßig größte Religion der Welt. Es gibt praktisch überall rund um den Globus Christen, auch in einem Großteil der muslimischen Welt. Darüber hinaus sind Muslime, weil eine ganze Menge des vom Islam im Verlauf der Jahrhunderte eroberten Territoriums ursprünglich christlich war – darunter der gesamte Nahe Osten, die Türkei und Nordafrika – immer noch mit Resten des Christentums konfrontiert. Allein in Ägypten, das vor der islamischen Invasion das Zentrum des frühen Christentums war, verbleiben mindestens 10 Millionen Christen. Kurz gesagt: Allein wegen ihrer schieren Anzahl ist es wahrscheinlich, dass Christen in der muslimischen Welt mehr unter dem Islam leiden als andere „Ungläubige“.
  • Die Christenheit ist der „Verkündigung des Evangeliums“ (wörtlich: die gute Botschaft) Keine andere große Religion – weder Buddhismus noch Hinduismus oder Judentum – hat diesen missionarischen Standpunkt. Diese Religionen tendieren zu decken sich mit bestimmten Ethnien und bestimmten einheimischen Örtlichkeiten. Die einzige andere Religion, die hat, was als missionarisches Element beschrieben werden kann, ist der Islam selbst. Weil das Christentum die einzige Religion ist, die Muslime aktiv mit den Wahrheiten ihrer eigenen Botschaft in Frage stellt, ist es auch die Religion, der am stärksten vorgeworfen wird zu missionieren, was unter dem islamischen Gesetz verboten ist. Und mit dem öffentlichen Aussprechen von Lehre, die der Mohammeds wiederspricht – einschließlich der Kernbotschaft des Christentums – kollidieren die Christen auch mit den Blasphemie-Gesetzen des Islam. Daher gehen Muslime, die zu anderen Religionen übertreten – und dafür bestraft werden, manchmal mit dem Tod – zum Christentum.
  • Das Christentum ist die für Märtyrertum exemplarische Religion. Von Anfang an – beginnend mit Jesus und gefolgt von seinen Jüngern und zahllosen anderen der frühen Kirche – sind viele Christen bereit gewesen lieber den Tod hinzunehmen, als aufzuhören das Evangelium zu verbreiten – oder, schlimmer dem Glauben abzuschwören; das war in der Antike durch die Hand des heidnischen Römischen Imperiums offensichtlich und im Mittelalter (und der Moderne) durch die Hand der Muslime und anderer Verfolger. Praktisch keine andere Religion ermutigt ihre Anhänger dazu lieber den Tod zu begrüßen als dem Glauben zu entsagen. So sagt Christus: „Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen“ (Matth. 10,33; s. auch Lukas 14,33), lehrt der Islam Muslime Mohammed zu verheimlichen und sogar in der Öffentlichkeit zu verleugnen, statt zu sterben. Zudem genehmigen andere Religionen und Sekten Verstellung, um das Leben ihrer Anhänger zu erhalten. Ein Missionar des 19. Jahrhunderts beobachtete, dass im Iran der „Bahaismus Gefallen an Taqiyya [Verbergen des Glaubens] als Pflicht findet, das Christentum jedoch öffentliche Bekundung fordert; und damit ist es in Persien weit leichter ein Bahai zu werden als ein Christ.“[1]

Natürlich zielen die unterdrückerischen Gesetze des Islam auf Mitglieder aller Religionen. Viele freimütige muslimische Abgefallenen im Westen, die niemals zum Christentum konvertierten, müssen ihre Hinrichtung fürchten, sollten sie je ihren ehemaligen Glaubensbrüdern in die  Hände fallen. Sie befinden sich aber heute hier, gesund und munter im Westen und warnen uns, genau deshalb, weil sie die spirituellen Wahrheiten des Islam nicht in Frage stellten, als sie in seinem Schatten lebten – und warum hätten sie das tun sollen? Wenn das Leben auf das Jetzt beschränkt ist, wie es in der säkularen Weltanschauung der Fall ist, warum es riskieren, besonders wenn keinen Staub aufzuwirbelt, wie es viele „moderate Muslime“ tun, es einem retten wird?

Seit seinen Anfängen ist es in der Tat der Hang des Christentums es abzulehnen sich zu fügen, das Faschisten und Herrenmenschen aller Couleur – vom antiken Römischen Imperium (von dem das Wort faschistisch abgeleitet ist) bis zum Nordkorea von heute – dazu gebracht hat Christen zu verfolgen. Letztere haben eine lange Geschichte der Ablehnung zu schweigen und die Art von Lippenbekenntnissen abzulegen, die alle anderen bereits sind zu geben, um klarzukommen.

Genauso, wie Jesus Pilatus ärgerte, indem er es ablehnte einige Worte auszusprechen, die sein Leben retten würden – „Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht, dich zu kreuzigen?“, fragte der fassungslose Prokurator (Joh. 19,10) – seine Jünger und zahllose andere Christen der Antike trotzten dem Römischen Imperium, was mehrere Imperatoren dazu veranlasste das anzustoßen, was, zumindest bis jetzt, für die schlimmste Verfolgen von Christen in der Geschichte gehalten wird; und heute trauern zahllose Christen der Moderne und werden folglich – von Nordkorea bis in jede Ecke der muslimischen Welt – aus genau denselben Gründen von ihren totalitären Herren bestraft.

[1] Samuel M. Zwemer: The Law of Apostasy in Islam: Answering the Question Why There are so Few Moslem Converts, and Giving Examples of Their Moral Courage and Martyrdom. London (Marshall Brothers) 1916, S. 25.