Was nicht gesagt werden darf, beweist das, was man nicht sagen darf

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Jungfrauen hoffen, sie werden nicht mit dem Loser-Terroristen vom Times Square enden

The Mideast Beast, 13. Dezember 2017

Jungfrauen im gesamten Paradies beten, dass Akayed Ullah, der am Montag nahe des New Yorker Times Square eine an seiner Brust befestigte Rohrbombe zündete, seine Verletzungen überlebt und kein Märtyrer wird, nachdem er damit scheiterte, dass Ungläubige tötet.

Weil das Scharia-Recht vorschreibt, dass jeder, der für den Islam kämpfend stirbt, mit 72 Jungfrauen belohnt wird, wird Ullah, der dem IS Treue schwor, Anspruch auf sein Kontingent hat, sollte er seinen Verletzungen erliegen. Nach seinem armseligen Anschlag, bei dem seine Selbstmord-Bombenweste vorzeigt explodierte und Umstehenden nur geringfügige Verletzungen zufügte, stellte IS-Kalif Abu Bakr al-Baghdadi klar, dass alle Märtyrer ihre Jungfrauen erhalten werden, egal wie traurig und unfähig sie sein mögen.

„Hört, ich bin nicht sonderlich glücklich über einen Idioten, der seinen Jihad nicht einmal lange genug durchhalten kann, um auch nur einen einzigen Juden oder Kreuzritter zu töten, unseren Namen fallen lässt“, sagte  Baghdadi The Mideast Beast. „Aber Regel ist Regel.“

Bei den Jungfrauen, die The Mideast Beast interviewte, kam das nicht gut an.

„Ich bin mein ganzes Leben lang rein geblieben, damit ich die Ewigkeit mit einem tapferen Krieger wie Saladin oder Yassir Arafat verbringen kann“, rief eine schöne junge Jungfrau. „Wenn ich beim Jihadisten Mr. Bean hängen enden sollte, dann gibt es keinen Allah.“

Warum Medien und Amtsträger „Allahu Akbar“ falsch übersetzen

Muslimführer „wollen , dass die wahre Bedeutung der Redewendung im Dunklen bleibt“

Art Moor, WoldNetDaily, 2.November 2017

Video von Sayfullo Saipov, nachdem er am 31. Oktober 2017 mit einem Mit-Laster über einen Fahrradweg in Lower Manhattan gefahren sein und acht Personen getötet sowie 12 verletzt haben soll.

Als Dienstag die furchtbare Sondermeldung kam, dass der Fahrer eines Mietlasters von Home Depot in New York City Fußgänger und Radfahrer niedergefahren hatte, kam den meisten Amerikanern natürlich der Begriff „Terrorismus“ in den Sinn.

Als Berichte aufkamen, dass Zeugen den Täter „Allahu Akbar“ schreien hörten, gestanden selbst Gesetzeshüter, die normalerweise zögern solchen Vorfällen das Etikett Terrorismus zuzuweisen, ein, dass sie sich mehr als einen tragischen Unfall ansahen.

„Allahu Akbar“ ist eine arabische Redewendung, die für diese Zeit nach dem 9/11 von Bedeutung geworden ist, doch in der Folge des Anschlags von Dienstag, bei dem acht Personen getötet und ein Dutzend verletzt wurden, wurde sie von einem Amtsträger nach dem anderen und einem Nachrichtenorgan nach dem anderen falsch übersetzt, die darauf bestanden sie bedeutet „Gott ist groß“.

Eine exakte Übersetzung – und das bestätigt selbst Google Translate – lautet „Allah ist der Gröte“ oder wörtlich: „Allah ist größer“, wie in: Der Gott Alah ist größer als alle anderen Götter.

Die Interpretation ist wichtig, argumentiert der Islamexperte Robert Spencer, den sie macht klar, dass die Bedrohung, der sich die westliche Zivilisation gegenüber sieht, in einem historischen Dogma globaler Eroberung ihre Wurzeln hat.

„‘Gott ist groß‘ ist eine nichtssagende, fromme Äußerung. „Allah ist größer“ ist eine Erklärung von Vorherrschaft und Überlegenheit und des Siegs über die Ungläubigen“, sagte Spencer gegenüber WND.

„Ersteres ist nur ein Ausdruck, Letzteres eine Kriegserklärung und eine des Sieges in diesem Krieg“, sagte Spencer, der Direktor von Jihad Watch und Autor von 17 Büchern über den Islam.

In voller Kenntnis der Angst, die „Allahu Akbar“ bei Amerikanern hervorruft, brachte die New York Times am Donnerstag einen Artikel mit der Überschrift „‘Allahu Akbar!’ An Everyday Phrase, Tarnished by Attacks.“ (‚Allahu Akbar‘, eine Alltags-Redewendung, auf die Anschläge getrübt worden sind.)

Times-Reporter Eric Nagourney übersetzte die Redewendung auf typische Weise falsch, als er schrieb: „Die arabische Redewindung, die einfach ‚Gott ist groß‘ bedeutet, ist, so scheint es, inzwischen mit Terror verknüpft.“

CNNs Jake Tapper übersetzte sie nach dem Anschlag von Dienstag falsch, als er kommentierte: „Allahu Akbar“ ist „wird manchmal unter den wunderbarsten Umständen gesagt“.

TApper, der mit Fox News-Moderator Sean Hannity wegen dieses Kommentars in ein Gefecht auf Twitter geriet, sagte einem Gast seiner Sendung „The Lead“: „Der arabische Anfeuerungsruf ‚Allahu Akbar‘, Gott ist groß, wird manchmal unter den wunderbarsten Umständen gesagt. Und allzu oft hören wir ihn in Momenten wie diesen.“

„Harmloser Ausdruck“

Nagourney von der Times vermerkte jüngste Beispiele dafür, dass Terroristen bei Anschlägen „Allahu Akbar“ brüllen, darunter der verdächtige Sayfullo Saipov vom Dienstag. Aber er schrieb, für den Durchschnittsmuslim „ist Allahu Akbar ein so gewöhnlicher Spruch, dass es absolut nicht wert ist das zu hervorzuheben“.

Er zitierte einen Religons- und Politikwissenschaftler der arabischen Welt, H. A. Hellyer, der sagte: „Es ist ein ziemlich harmloser Ausdruck.“

H. A. Hellyer

Der in London beheimatete Hellyer sagte, wen er mit seiner Familie spazieren geht, dann kommen manchmal Fremde auf ihn zu und sagen „Allahu akbar“!

Nagourney stellte fest: „Viele Westler mögen es heutzutage kaum glauben, aber Herr Hellyer fährt da nicht vor Angst zusammen.“

„Ich gehe mit meinen Kindern spazieren“, sagte Hellyer, „und jemand sagt: ‚Oh, die sind aber süß! Allahu akbar.‘ Und ich witzele: ‚Danke – hören Sie jetzt auf mit meinen Kindern zu reden.“

Spencer erklärte gegenüber WND, warum Establishment-Medien wie die New York Times damit davonkommen, ständig Fehlübersetzungen der Wendung zu veröffentlichen.

„Sie können auf die Ignoranz der meisten ihrer Leser zählen, auf den stillschweigenden Beifall von Muslimführern, die die wahre Bedeutung der Wendung verschleiert sehen wollen, sowie auf die Zusicherung, dass keiner ihrer Kollegen sie für diese Ungenauigkeit zur Rechenschaft ziehen werde, weil die Wahrheit ‚islamophobisch‘ sein würde“, sagte er.

Gefragt, ob es irgendeinen muslimischen Führer oder Wissenschaftler geben oder nicht geben würde, den die Times interviewen könnte, der die Dinge richtigstellen könnte, antwortete Spencer: „Nicht dass ich wüsste.“

Omar Ahmad, Gründer und früherer Vorsitzender von CAIR

Führer amerikanischer islamischer Organisationen wie das prominente Council on American-Islamic Relations (CAIR) mit Sitz in Washington haben Erklärungen islamischer Überlegenheit abgegeben. WND fand beträchtliche Beweise dafür, um die Behauptung eines Reporters zu stützen, dass CAIR-Mitgründer Omar Ahmad Muslimen bei einem Treffen in der San Francisco Bay Area sagte, der Islam „ist nicht in Amerika, um mit anderen Religionen gleichgestellt zu sein, sondern um dominant zu werden“, und der Koran „sollte die höchste Autorität in Amerika sein und der Islam die einzige anerkannte Religion auf der Erde“. CAIR-Sprecher Ibrahim Hooper sagte 2003 in einem Interview mit Michael Medved: „Wenn Muslime jemals die Mehrheit in den Vereinigten Staaten stellen, dann kann man sicher davon ausgehen, dass sie die US-Verfassung durch islamisches Recht ersetzen werden, da die meisten Muslime glauben, dass Gottes Gesetz menschgemachten Gesetz überlegen ist.“

„Allahs Vormachtstellung über alle anderen Gottheiten“

„Allahu Akbar“ nur als „‚Gott ist groß‘ zu übersetzen nimmt der Wendung ihren entscheidenden Aspekt der Vormachtstellung Allahs über alle anderen Gottheiten“, schrieb Yigal Carmon vom Middle East Media Research Institute (MEMRI) am Mittwoch.

Carmon zitierte MEMRIs Analyse vom Oktober 2016 zu Allahu Akbar, die erklärte, wie und warum die Wendung im Westen falsch verstanden und falsch übersetzt wid.

Der Bericht bestätigte: „Konzepte aus einer Sprache in eine andere zu übersetzen ist ein schwieriges Unterfangen. Konzepte zu übersetzen, die in der Zielsprach keine Entsprechung haben, ist noch schwieriger. Religiöse Konzepte für eine Kultur zu übersetzen, in der die Religion aufgehört hat eine zentrale Rolle im Leben des Einzelnen und in der Gesellschaft zu spielen, ist das Schwierigste überhaupt.“

Die Ka’aba in der Al-Haram-Moschee während des Beginns der jährlichen Pilgerfahrt Haddsch im November 2001

Einer der Gründe für solche Falschübersetzungen, sagt MEMRI, „ist die Tatsache, dass in der modernen westlichen Welt der Kampf um Vormachtstellungen unter Religionen fast komplett eingestellt worden ist, bis zu dem Punkt, dass er, wo es ihn noch gibt, gewaltfrei ist.“

„Daher fehlt Erklärungen religiösen Glaubens, die einen kontinuierlichen Kampf um göttliche religiöse Vormachstellung verkörpern, eine moderne religiös/kulturelle konzeptionelle Basis, durch die sie im Westen verstanden werden kann; folglich fehlt ein linguistisches Äquivalent.“

Die amerikanischen Medien, sagte MEMRI, „sehen sich dem Risiko gegenüber bei der Übersetzung dieser islamischen Konzepte nicht verstanden zu werden und ziehen es vor eine ungefähre Übersetzung zu bieten, obwohl es durch diese von Haus aus fehlleitet.“

Der Bericht bestätigte, dass „Allahu Akbar“ im Verlauf der Jahrhunderte ebenfalls von nichtreligiösen Muslimen in den Mund genommenen wird, sogar von christlichen Arabern.

Aber das hat eine Vielzahl von Bedeutungen befördert und eine „Übersetzung sollte immer den Kontext, den Sprechenden und seine Absicht spiegeln“.

Sayfullo Saipov

Was in den US-Medien oft geschieht, sagte MEMRI, „ist, wenn Allahu Akbar von einem Jihadisten gesagt wird, dann wird es übersetzt, als sei es von einem nicht religiösen Muslim oder einem christlichen Araber gesagt worden“.

„Das ist absolut falsch“, hieß es im MEMRI-Bericht. „Und wenn solche Falschübersetzungen immer wieder stattfinden, ob vorsätzlich oder aus Ignoranz, dann hat das eine zutiefst rechtfertigende Fehldarstellung des Konzepts und seiner kulturellen und religiösen Bedeutung zur Folge.“

Der Begriff Allahu Akbar, sagte MEMRI, verkörpert „den Kampf um die Vorherrschaft des Islam, Allahs und der wahren Gläubigen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; tatsächlich und symbolisch; militärisch, kulturell oder mittels Naturgewalten, die von Allah kontrolliert und dirigiert werden.

Er ist der Schlachtruf und die Hymne dieses Kampfs um die Vorherrschaft. Ein Sieg der Muslime ist ein Sieg des Islam und des Monotheismus und er ist Allahs Sieg über die falschen Göter.“

Der arabische Satz „la ilaha illa Allah“ wird von den Medien ebenfalls oft missverstanden; sie geben ihn als „Es gibt keinen Gott außer Gott“ wieder statt „Es gibt keinen Gott außer Allah“.

Die Erklärung der Vormachtstellung Allahs in diesem Satz schafft einen logischen Trugschluss, stellte MEMRI fest, „der an die Unsinn-Verse von Lewis Carroll erinnert.“

Der Bericht erzählt „den Kampf zur Etablierung der Vormachtstellung des monotheistischen Islam über die heidnischen Götzen Mekkas im siebten Jahrhundert“:

Damals war es ein Kampf um Vormachtstellung über andere Religionen, einschließlich monotheistischer, auf der Arabischen Halbinsel, der die Vertreibung der Nichtmuslime aus Mekka zur Folge hatte, wie es in der Zusammenstellung der Hadithe im Namen des Propheten Mohammed weitergegeben ist: „Ich werden die Juden und die Christen von der Halbinsel vertreiben“ – eine Verbannung, die bis heute gegen nichtmuslimische religiöse Institutionen in Kraft ist. Später war es ein Kampf gegen andere religiöse Reiche wie die Perser und die Byzantiner.

„Wenig echte Bedeutung“

Die Story der Times vom Donnerstag sagte „die Wendung ist auch – zum Betrübnis vieler Muslime – von Jihadisten aufgenommen worden, die behaupten der Islam rechtfertige ihre Anschläge im Namen Gottes auf unschuldige Zivilisten“.

Der arabische Gelehrte Hellyear aber, berichtete die Times, „wies jedoch darauf hin, dass das am Ende wenige echte Bedeutung hatte.

Die Menschen mögen die Schlagzeile über den Anschlag lesen und sagen: ‚*Oh, er sagte Allahu Akbar‘, das hat also eine Bedeutung‘“, sagte Hellyer. ‚Nun, wahrscheinlich bedeutet es, dass er glaubt es bedeute etwas – aber das sollte nicht bedeuten, dass jeder, der Allahu Akbar sagt, plötzlich kurz davor steht eine Gewalttat zu verüben. Weit gefehlt.“

Nagourney sprach auch mit Mohamed Andeel, einem ägyptischen Karikaturisten und Autor, der, wie der Reporter schrieb, „sich fragt, ob es das wert ist Nichtmuslime die wahre Bedeutung von Allahu Akbar zu lehren.“

Andeel asgte: „Wenn man Leuten sagt, sie sollten keine Angst vor etwas haben, dann werden sie im Grunde lernen vor etwas anderem Angst zu haben.“

Den Feind beim Namen nennen

Daniel Pipes, New York Post, 17. August 2004

In einem erstaunlichen Eingeständnis sagte George W. Bush neulich: „Wir haben dem Krieg gegen den Terror eigentlich einen falschen Namen gegeben. Er sollte Kampf gegen ideologische Extremisten genannt werden, die nicht an freie Gesellschaften glauben und zufällig Terror als Waffe benutzen, um das Bewusstsein der freien Welt zu erschüttern.“

Dieses wichtige Eingeständnis folgt wachsender Kritik an dem fehl leitenden Begriff „Krieg gegen den Terror“ (wie kann man eine Taktik bekämpfen?) und ersetzt ihn durch den genaueren des „Kriegs gegen ideologische Extremisten“. Mit dieser Veränderung kann die Schlacht der Ideen beginnen.

Wer genau sind aber diese ideologischen Extremisten? Präsident Bush muss sie im nächsten Schritt beim Namen nennen.

Tatsache ist, dass er sich seit dem 11. September gelegentlich offen zu ihrer Identität geäußert hat. Bereits im September 2001 beschrieb er den Feind als „eine Randerscheinung des islamischen Extremismus“, der versucht „Christen und Juden zu töten, alle Amerikaner zu töten und der keinen Unterschied zwischen Soldaten und Zivilisten, einschließlich Frauen und Kindern macht“. Dieser islamische Extremismus ist auch Erbe „all der mörderischen Ideologien des zwanzigsten Jahrhunderts“, einschließlich „Faschismus, Nationalsozialismus und Totalitarismus.“

Im Januar 2002 wurde Präsident Bush noch genauer und fügte an, dass die terroristische Unterweltgruppen wie Hamas, Hisbollah, den Islamischen Jihad und Jaish-i-Mohammed“ einschließt. Im Mai 2002 stellte er heraus, dass eine „neue totalitäre Bedrohung“ existiert, deren Anhänger „durch ihren Hass definiert sind: sie hassen … Juden und Christen und alle Muslime, die nicht ihrer Meinung sind“ (voraus gesetzt sie sind Muslime). Diese Anhänger, sagte er, fühlen sich ermächtigt „im Namen einer falschen religiösen Reinheit“ zu töten.

Ein Jahr später, im Mai 2003, lieferte der Präsident Details zu den Zielen der Islamisten; er stellte fest, dass „neunzehn üble Männer – Stoßtrupp einer Hass erfüllten Ideologie – Amerika und der zivilisierten Welt eine Ahnung von ihren Zielen vermittelten. Sie stellten sich vor – wie es Ramzi Binaldschib ausdrückte, der Al-Qaida-Führer, dem vorgeworfen wird die Operation am 11.9. geleitet zu haben – dass der 11. September der ‚Anfang vom Ende Amerikas‘ sein würde.“

Die Terrorakte der letzten zwei Jahrzehnte, führte Bush im April 2004 an, sind das Werk fanatischer, politischer Ideologen, die „im Mittleren Osten und darüber hinaus die Tyrannei haben wollen. Sie wollen Frauen unterdrücken und verfolgen. Sie wollen den Tod von Juden und Christen und jedem Muslim, der Frieden dem theokratischen Terror vorzieht.“

Letzten Monat benutzte Bush zum ersten Mal den Begriff „islamische Militante“, vielleicht die bisher deutlichste Bezugnahme auf die islamistische Bedrohung; da sagte er, dass die Benevolcence International Foundation, eine so genannte islamische Wohlfahrtsorganisation aus Illinois, habe bis zu ihrer Schließung „Geld an islamische Militante weiter geleitet“.

Wenn man diese Kommentare in ein einzelnes Statement zusammenfasst, zeigt sich, wie Präsident Bush – und damit die gesamte US-Regierung – den Feind sehen: Eine falsche Doktrin islamischer Reinheit inspiriert eine totalitäre Ideologie der Macht und Dominierung. So erbarmungslos und mörderisch sie ihre Ziele verfolgt, erinnert sie an die Ideologien der Nazis und der Kommunisten. Die Extremisten, die diese Doktrin vertreten, betrachten Amerika als Haupthindernis für das Erreichen ihrer Ziele. Um Amerika zu besiegen, streben sie erst einmal Washingtons Rückzug aus der Außenwelt an. Letztendlich hoffen sie, dass sie den Zusammenbruch Amerikas herbeiführen, wie es ist. Um das zu erreichen sind sie bereit, jede beliebige Zahl an Amerikanern umzubringen.

Das ist eine gute Beschreibung des Islamismus, seiner Mentalität, Vorgehensweise und dazu benutzten Mittel. Sie zeigt auch, dass Präsident Bush die feine Unterscheidung zwischen persönlichem islamischem Glauben und der politischen Ideologie des Islamismus (oder militanten Islam) zieht.

Damit geht er mit dem konform, was eine Reihe muslimischer Führer sagten, darunter sogar einige Saudis. Nach Terroranschlägen in Riyadh im Mai 2003 schrieb Innenminister Prinzi Naif öffentlich diese Gewalt „Ideologie“ und „fanatischen Ideen“ zu. Und wenn Naif – selbst ein Islamist – das Problem letztlich nicht den Gewaltakten zuschreibt, sondern den hinter diesen stehenden Ideen, dann brauchen Amerikaner sich sicher nicht zurückhaltender zu äußern.

Präsident Bush hat bereits darauf angespielt, dass die Vereinigten Staaten sich der Konfrontation mit der dritten totalitären Ideologie stellen müssen. Jetzt muss er diese Ideologie beim Namen nennen. Ich hoffe, er wird sich mit einer Gruppe hervorragender antiislamistischer Muslime aus dem In- und Ausland umgeben und formell verkünden, dass Amerika die Führung im Krieg gegen den Islamismus annimmt.

Nur mit solcher Bestimmtheit kann die zivilisierte Welt anfangen den Weg zum Sieg über diese jüngste Manifestation der Barbarei zu gehen.

Die Beziehungen zwischen den USA und Saudi Arabien sind ein Skandal

Daniel Pipes, National Interest, Winter 2002/2003

„Bezüglich der saudisch-amerikanischen Beziehungen, sollte das Weiße Haus das ‚Weiße Zelt‘ genannt werden.“
Mohammed Al-Khilewi, ein saudischer Diplomat, der in die USA überlief.[1]

Betrachten Sie die beiden symbolischen Augenblicke in der Beziehung zwischen den USA und den Saudis, die einen Besuch der beiden Führer des jeweiligen Landes einschlossen. Im November 1990 reiste Präsident George H.W. Bush mit seiner Frau und hochrangigen Kongress-Abgeordneten zu Thanksgiving an den Persischen Golf, um die in Saudi Arabien zusammen gezogenen 400.000 Soldaten zu besuchen, die er dorthin schickte, um das Land vor einer irakischen Invasion zu schützen. Als die saudischen Behörden erfuhren, dass der Präsident vor hatte vor dem festlichen Thanksgiving-Essen zu beten, protestierten sie; Saudi Arabien kenne nur eine Religion, sagten sie, und das sei der Islam. Bush gab nach und er und sein Tross begingen den Feiertag auf der USS Durhamì, einem Amphibien-Frachter, der in internationalen Wassern ankerte.

Im April 2002, als Kronprinz Abdullah von Saudi Arabien, praktisch Herrscher des Landes, vor einer Reise durch Texas stand, um Präsident George W. Bush zu besuchen, sprach eine Vorausgruppe mit dem Flughafen-Manager in Waco (dem Flughafen, der auch die Ranch des Präsidenten in Crawford bedient) und „sagten ihm, sie wollten keine Frauen auf dem Vorfeld und sagten auch, es sollten keine Frauen Funkverkehr mit dem Flugzeug führen.“[2] Die FAA (die US-Luftfahrtbehörde) in Waco kam dieser Forderung nach und gab sie an drei weitere FAA-Stationen auf der Reiseroute des Kronprinzen weiter, die sie auch befolgten. Als sie dann zur Sache befragt wurden, schlossen sich die FAA und das Außenministerium zusammen und leugneten glatt, dass es je eine saudische Forderung nach nur männlichen Fluglotsen gab.

Die Bedeutung dieser Vorfälle ist deutlich genug: Amerikas Beamte verbeugen sich vor saudischen Bräuchen und die Offiziellen Amerikas in den USA tun es genauso. Und das ist nicht nur eine Frage der Reise-Etikette; es gibt parallele amerikanische Unterwürfigkeit bei Themen wie Energie, Sicherheit, Religion und persönlichem Status. Die Saudis bestimmen routinemäßig die Bedingungen der bilateralen Beziehung. Seit Jahrzehnten haben sich US-Regierungsdienste in stetigen Mustern der Ehrerbietung gegenüber saudischen Wünschen ergangen; sie haben derart viele ungewöhnliche und unnötige Zugeständnisse gemacht, dass man den Eindruck gewinnt, es habe ein Wechsel stattgefunden, bei dem beide Seiten vergessen, wer von ihnen die Großmacht und wer der weniger Starke ist. Ich werde diese Behauptung zuerst dokumentieren, dann eine Erklärung dafür anbieten und mit einer politischen Empfehlung enden.

Unterwürfigkeit auf niedrigem Niveau

Die Akzeptanz saudischer Normen durch die US-Regierung wird beim Umgang mit Frauen, Kindern, praktizierenden Christen und Juden besonders deutlich.

Frauen

Eine typische Abaya

Die US-Regierung akzeptiert die Ungleich-Behandlung von Frauen in Bezug auf Saudi Arabien, die sie sonst nie dulden würde. Zwei Beispiele der jüngeren Zeit zeigen das auf.

Beginnend 1991 verlangte das US-Militär von seinem in Saudi Arabien stationierten weiblichen Personal schwarze Abayas (die alles von Kopf bis Fuß bedecken) zu tragen. (Das macht Saudi Arabien zum einzigen Land der Welt, wo von US-Militärpersonal erwartet wird, religiös begründete Kleidung zu tragen.) Darüber hinaus mussten die Frauen in Fahrzeugen auf dem Rücksitz Platz nehmen und von einem Mann begleitet werden, wenn sie die Basis verließen.

1995 initiierte Oberstleutnant Martha McSally, die ranghöchste Pilotin der US Air Force, eine Beschwerde innerhalb des Systems, um diese diskriminierende Behandlung zu beenden. Sie drückte das so aus: „Ich bin in der Lage, Führungspositionen einzunehmen und Kampfeinsätze über Feindgebiet zu fliegen. Und trotzdem muss ich, wenn ich die Basis verlasse, die Schlüssel einem Mann mit niedrigerem Rang übergeben, auf dem Rücksitz sitzen und ein muslimisches Gewand anlegen, das erniedrigend und demütigend ist.“[3] Da sie im System keinen Erfolg hatte, wandte McSally sich Anfang 2002 mit einer Klage vor Gericht an die Öffentlichkeit. Ihre Beschwerde zeigt die Verletzungen freier Meinungsäußerung, der Trennung von Kirche und Staat und der Geschlechter-Diskriminierung auf. (Für männliches Militärpersonal gibt es nicht nur keinerlei vergleichbare ihnen auferlegte Vorschriften; ihnen ist es ausdrücklich verboten saudische Kleidung zu tragen; von Frauen, die nicht dem Militär angehören und für die US-Regierung in Saudi Arabien arbeiten, wird ebenfalls nicht erwartet, dass sie eine Abaya tragen.[4]

Nachdem McSally ihre Klage eingereicht hatte, antwortete das Verteidigungsministerium mit einer Änderung der Vorschriften für Verhalten außerhalb der Basis; dann nahm es seine Politik in zwei anderen Fragen zurück (dass sie auf dem Rücksitz sitzen und dass sie männliche Begleitung haben müssen). Das waren allerdings weitgehend kosmetische Änderungen, da Frauen immer noch „stark empfohlen“ wird den alten Regeln zu folgen, um den „Gefühlen der Gastgebernation“ Rechnung zu tragen. Die US-Regierung kauft weiterhin Abayas und gibt sie aus. McSally argumentierte, dass die vom Verteidigungsministerium „stark empfohlenen“ Abayas die alten Verhältnisse weiter führten, da Frauen, die nicht die saudische Kleidung trugen, fürchteten ihrer Karriere zu schaden; daher hat sie ihre Klage aufrecht erhalten. Schließlich stimmte das Repräsentantenhaus im Mai 2002 einstimmig dafür, dem Pentagon zu verbieten „formell oder informell“ Frauendienstgrade zu drängen Abayas zu tragen und verbot dem Pentagon Abayas für Soldatinnen zu kaufen. (Der Senat hat in dieser Sache noch nichts unternommen.)

Die schwache Politik der ausführenden Organe gegenüber Frauenrechten hat auch Einfluss auf private Institutionen, die ebenfalls Frauen diskriminieren. US-Geschäftsleute und Diplomaten in Riyadh

sagen, dass die größten US-Firmen in Saudi Arabien – Exxon Mobil, Chevron Texaco und Beoing – keine Frauen beschäftigen. Verschiedene andere US-Firmen, darunter Citibank, Saks Fifth Avenue, Philip Morris und Procter & Gamble, haben Frauen im Personal, aber sie arbeiten in Büros, die sie von Männern trennen, wie es [saudischer] Brauch ist. Die Saudis legen keine Einstellungspraktiken für die mehr als 100 US-Firmen offen, die in Saudi Arabien Geschäfte betreiben, aber amerikanische Geschäftsleute sagen, nach ihrem Kenntnisstand folgen alle Firmen den saudischen Sitten, damit sie ihre Investitionen nicht gefährden.

Ein westlicher Diplomat beschwert sich, dass amerikanische Geschäftsleute leere Entschuldigungen benutzen, so die Forderungen örtlicher Gesetze, dass es keinen Platz für die Frauen gibt sich zu setzen oder zur Toilette gehen und schließt daraus, dass „es genauso ist, wie es in Saudi Arabien war“.[5]

Kinder

Das Muster saudischer Väter, die Kinder aus den USA nach Saudi Arabien entführen und sie dann dort mit voller Zustimmung der saudischen Behörden festhalten, betrifft mindestens 92 Kinder von amerikanischen Müttern und saudischen Vätern, vielleicht viel mehr. In jedem dieser herzzerreißenden Fälle hat sich das Außenministerium mit einer Schwäche verhalten, die an Speichelleckerei grenzt. Um auf den Punkt zu kommen: Es hat das saudische Recht anerkannt, das dem Vater die fast absolute Kontrolle über den Bewegungsfreiraum und die Aktivitäten seiner Kinder und seiner Ehefrau (oder seinen Frauen) gibt. Das Ministerium hat keine echten Bemühungen unternommen den saudischen Behörden ihr Missfallen zu diesen Fällen zu signalisieren, geschweige denn energische Bemühungen zu unternehmen die Kinder, die gegen den Willen ihrer amerikanischen Familien festgehalten werden, zu befreien.

Hier drei Fälle, die im Juni 2002 im Repräsentantenhaus bei einer vom Abgeordneten Dan Burton aus Illinois organisierten Anhörung herausgestellt wurden:

Alia (geb. 1979) und Aisha (geb. 1982) al-Geshayan, zwei Mädchen, die in den USA geboren und 1986 von ihrem Vater Khalid al-Geshayan unter Missachtung gerichtlicher Anweisungen nach Saudi Arabien entführt wurden. Bis zum letzten August war ihnen nicht erlaubt Saudi Arabien zu verlassen und ihre Mutter, Pat Roush konnte sie in den vielen Jahren nur wenige Minuten besuchen. Beide Kinder sind inzwischen erwachsen und beide wurden verheiratet; als Frauen können sie das Land nicht ohne den Schutz ihrer männlichen Wächter verlassen – erst der ihres Vater, nun die ihrer Ehemänner.[6] Ein US-Botschafter in Saudi Arabien (Walter Cutler) versuchte die Kinder loszubekommen, wurde aber vom Außenministerium angewiesen, in dieser Auseinandersetzung „unparteiisch zu bleiben“, wonach die Bemühungen um Hilfe aufhörten.[7] Ein zweiter Botschafter (Hume Horan) brachte die Frage vor einem ranghohen saudischen Beamten auf, fand sich dann aber bald von seinem Posten abgerufen, weil die Saudis sich beschwerten. Ein dritter Botschafter (Roy Mabus) erdachte einen Plan, wie die Familie Ghesahyan unter Druck gesetzt werden könnte die Kinder frei zu geben; aber nach seiner Abreise wurden alle Schritte, die er unternommen hatte, zurück genommen.

Raschid (geb. 1976) und Amjad (geb. 1983) Radwan sind ein Junge und ein Mädchen, die in den USA geboren wurden und mit ihren Eltern 1985 nach Saudi Arabien zogen. Nachdem ihr Vater, Nizar Radwan, sich von ihrer Mutter, Monica Stowers, 1986 scheiden ließ, lehnte er eine Erlaubnis ab, dass die Kinder das Land mit ihr verlassen. Stowers verließ das Land für vier Jahre und kam 1990 wieder, um ihre Kinder zurück zu holen. Im Dezember des Jahres bekam sie sie zu fassen und alle drei flüchteten in die amerikanische Botschaft, wo Stowers verzweifelt Hilfe suchte, um ihre Kinder außer Landes zu bringen. Stattdessen befahl der Generalkonsul den Marines, Mutter und Kinder vom Grundstück zu schaffen. Kurz darauf wurden die Kinder zu ihrem Vater zurück gebracht, ihre Mutter kam ins Gefängnis. Raschid als Mann konnte Saudi Arabien verlassen, was er 1996 tat; seine Schwester bleibt dort eingesperrt, während sie erwachsen wird.

Yasmine Shalhoub (geb. 1986), ein in den USA geborenes Mädchen, wurde 1997 von ihrem Vater nach Saudi Arabien entführt. Als die Mutter, Miriam Hernandez, Pläne entwickelte, Yasmine aus ihrer Gefangenschaft zu holen, machte die amerikanische Botschaft deutlich, dass sie keinerlei Hilfe gegen die Wünsche des Vaters leisten würde. Auf sich allein gestellt fand Hernandez einen Weg, Yasmine 1999 herauszuschmuggeln; sie ist zurück in den USA – aber nicht Dank der Hilfe ihrer diplomatischen Vertreter.

In allen drei Fällen – und in vielen anderen wie diesen – hat die US-Regierung es jedes Mal versäumt sich für die Rechte ihrer schwächsten Bürger einzusetzen.

Christen

In Saudi Arabien unterwirft sich die US-Regierung den Beschränkungen christlichen Lebens, was sie überall sonst in der Welt absolut inakzeptabel fände – beginnend damit, dass der US-Präsident Thanksgiving nicht im Königreich feiert, wie oben erwähnt wurde. Den hunderttausenden amerikanischer Soldaten in Saudi Arabien war im Dezember 1990 nicht erlaubt, formelle Weihnachtsgottesdienste auf ihren Basen auf saudischem Boden zu feiern; erlaubt waren ihnen lediglich „moralische C-Wort-Dienste“, die an Orten abgehalten wurden, wo sie für die Welt draußen unsichtbar waren, so in Zelten und Kantinen. Ziel war, dass kein Saudi unter dem Wissen leiden sollte, dass Christen gerade beteten.[8]

1990/91 konnten die Soldaten wenigstens feiern, ein Privileg, dass normalerweise Amerikanern, die in Saudi Arabien offiziell geschäftlich tätig sind, nicht zugestanden wird. Timothy Hunter, ein 1992-95 in Saudi Arabien stationierter Bediensteter des Außenministeriums (eine rare Quelle für Informationen aus dem US-Establishment in Saudi Arabien und einer, der für seine Aktivitäten, mit denen er auf die Praktiken aufmerksam machte, Repressalien erleiden musste) sollte die „Dienstags-Vorträge im Generalkonsulat in Jeddah beobachten und koordinieren“ – in Wirklichkeit die katholische Katakombe.“[9] (Gottesdienste in Jeddah, erklärt er, fanden am Dienstag statt, nicht am Sonntag, wegen der geringen Zahl der Priester und weil sie sonntags anderorts sein müssen.) In einem Artikel im Middle East Quarterly beschreibt Hunter die Methoden, die zu nutzen er angewiesen war, um katholische Gläubige vom Hingehen abzuhalten, wie auch die noch schlechteren Optionen, denen sich Protestanten gegenüber sehen:

Wenn katholische Amerikaner die Erlaubnis erhalten wollten zum Gottesdienst zu gehen, sollte ich ihre telefonischen Anfragen entgegen nehmen und sie abwehren, indem ich vorgab, nichts von den „Dienstags-Vorträgen“ zu wissen. Nur, wenn eine Person immer wieder anrief und darauf bestand, dass eine solche Gruppe existierte, sollte ich mich mit ihr treffen und ein Gefühl für ihre Glaubwürdigkeit bekommen… In meiner Zeit dort ließen wir nie jemanden zu… Mein persönlicher Umgang war auf Katholiken beschränkt. Später erfuhr ich, dass andere – Protestanten, Mormonen und Juden – jegliche Zuflucht auf dem Konsulatsgrundstück verwehrt wurde… Nicht-katholische Amerikaner wurden an das britische Konsulat verwiesen, das nicht-katholische Gottesdienste veranstaltete und größere Anzahlen von Katholiken zuließ. Aber die Gottesdienste der Briten waren voll, was den meisten amerikanischen Gläubigen nur die Wahl ließ, Gottesdienste auf saudischem Boden zu halten, wodurch sie sich möglichen gewalttätigen Angriffen der Mutawa [der gefürchteten saudischen Religionspolizei] aussetzten.[10]

Juden

Bezüglich Juden ist die Frage nicht die Freiheit auf Religionsausübung in Saudi Arabien; es ist eine Frage, überhaupt in das Königreich hinein zu kommen. Zu verschiedenen Gelegenheiten über viele Jahre hinweg, haben US-Regierungsinstitutionen jüdische Amerikaner von Positionen in Saudi Arabien ausgeschlossen. Hunter erklärt, dass ein Protokoll von der US-Botschaft in Jeddah und dem saudischen Außenministerium unterschrieben wurde, das verbietet, dass Juden nach Saudi Arabien geschickt werden; als Folge davon vermeidet es das Außenministerium, jüdische Bedienstete dauerhaft nach Saudi Arabien zu schicken.[11] Ausgewählte hochrangige Diplomaten jüdischer Herkunft können kurz das Land in offiziellen Angelegenheiten besuchen, aber in Hutners dreijähriger Erfahrung wurde „keinem jüdisch-amerikanischer Diplomaten der niederen oder der mittleren Ebene erlaubt zum Dienst im Königreich abgeordnet zu werden“. Er schreibt:

Als ich (1993) im Washingtoner Verwaltungsamt für die „Nahost- und Südasien-Abteilung“ des Außenministeriums arbeitete, war es die Pflicht der Personalchefs des Außenamtes, alle Beamten zu überprüfen, die sich für den Dienst im KSA [Königreich Saudi Arabien] bewarben und jüdische Beamte mit dem Buchstaben J neben ihrem Namen zu „markieren“, damit die Auswahl-Kommissionen keine jüdischen Diplomaten für den Dienst im KSA aussuchten.

Ich wurde unterrichtet, dass es ein diplomatisches Protokoll zwischen den USA und KSA gab, das „viele Jahre“ zurück ging und in dem die beiden Regierungen vereinbarten, dass keinem amerikanisch-jüdischen US-Diplomaten erlaubt würde in KSA stationiert zu werden. Die KSA-Regierung hatte ihren Widerstand gegen die Abordnung von jüdischen US-Diplomaten ausgedrückt, da sie glaubte, alle Juden, egal welcher Nationalität, könnten als israelische Spione angesehen werden. Mir wurde gesagt, dass die US-Regierung der Annahme der ksa-Regierung nicht widersprochen hatte. Ich erklärte dem Büro des Generalinspekteurs des Außenministeriums, dass die Existenz eines solchen Protokolls ein Hinweis auf illegale Aktivitäten war, da keine vertragliche Vereinbarung ausgeführt werden darf, die nicht die Zustimmung des US-Senats hat.[12]

Die Folgen des Boykotts der Juden durch die US-Regierung ist gelegentlich ans Licht gekommen. Kongress-Anhörungen von 1975 enthüllten die Tatsache, dass das Ingenieur-Korps der US-Armee und seine Subunternehmer jüdisches (und schwarzes) Personal von Projekten in Saudi Arabien ausschloss.[13] Das Finanzministerium veröffentlichte 1976 Richtlinien, die US-Firmen dabei halfen Anti-Boykott-Maßnahmen zu umgehen, die gerade Gesetz geworden waren. In jüngerer Vergangenheit verpflichtete die US-Regierung in Vorbereitung der Verteidigung zu einer Klage, die Boeing gegen sie einreichte, die CACI Inc.-Commercial aus Virginia, die ein Team ausschickte, das Dokumente in Saudi Arabien auf Mikrofilm aufnehmen sollte; die Erledigung der Aufgabe sollte mehrere Monate in Anspruch nehmen. In einem von der US-Luftwaffe im November 1991 einberufenen Treffen informierte Oberst Michael J. Hoover, oberster Rechtsanwalt des Air Force Material Command, die Vertreter des Justizministeriums und CACI-Inc.-Commercial, dass Juden oder Menschen mit jüdischen Nachnamen nicht als Teil des Aufnahmeteams nach Saudi Arabien einreisen konnten. Auf dieser Grundlage erstellte David Andrew (für das Aufnahme-Projekt zuständiger hochrangiger Angestellter von CACI Inc.-Commercial) und bearbeitete Jane Hadden Alperson (Büro für Rechtshilfe, zivile Abteilung, Justizministerium, Fall-Manager für das Mikrofilm-Projekt) einen „Operationsplan“, in dem der Bereich „Überprüfungs- und Auswahl-Prozess“ folgenden Text enthielt:

Wegen der kulturellen Unterschiede zwischen Juden und Muslimen in der Region wird kein Jude oder Personal mit jüdischem Nachnahmen wird als Teil der Teams zum Erwerb der Dokumente ausgesandt… Nach saudischen Regeln darf es keinen Reisepass mit israelischem Stempel geben.

Als das Justizministerium und CACI Inc.-Commercial das Team für Saudi Arabien anheuerte, „wurde mindestens einer Person ein Platz aufgrund seiner Religion oder seiner nationalen Herkunft vorenthalten“.

Nachdem es eine Beschwerde der Anti-Defamation League anhörte, führte das Büro für Antiboykott-Einhaltung des Wirtschaftsministeriums eine Untersuchung durch, die (ungewöhnlich lange) eineinhalb Jahre dauerte. Das Büro erreichte am 27. Februar 1997 eine Einigung, in der CACI Inc.-Commercial und die Schlüsselpersonen jeder Institution (Hoover, Alperson, Andrew) vereinbarten, die Vorwürfe gegen sie durch Vergleich zu regeln. Den Personen wurden Strafbefehle auferlegt und CACI-Commercial zahlte $15.000. Hoover erhielt außerdem einen Verweis. Die Luftwaffe und das Justizministerium „stimmten der Einführung von Maßnahmen zu, die verhindern sollten, dass ähnliche Ereignisse sich wiederholten.“[14] All dies kommentierten die New York Daily News beißend: „Die Air Force und das Justizministerium entschuldigten sich und versprachen, sich entsprechend dem Gesetzt zu verhalten. Das ist beruhigend, denn das Justizministerium soll schließlich das Gesetz hoch halten.“[15]

Im Fall der Frauen folgen private Organisationen dem Beispiel der Regierung. Juden auszuschließen mag eine Verletzung von US-Gesetzen sein, die besagen, dass „US-Firmen sich nicht auf die Gebräuche oder örtlichen Vorlieben und Stereotype eines Landes berufen können, um Diskriminierung gegen US-Bürger zu rechtfertigen“, aber das kommt trotzdem vor.[16] Bis 1959 besaß die Arabian American Oil Co. (ARAMCO) eine Ausnahmegenehmigung vom Antidiskriminierungsgesetz des Staates New York und dufte Stellenbewerber fragen, ob sie Juden waren, weil Saudi Arabien es ablehnte Juden ins Land zu lassen. Als dieses Arrangement 1959 angegriffen wurde, verurteilte der Oberste Gerichtshof des Staates New York höhnisch diese Praxis. Er sagte ARAMCO: „Dient euren arabischen Herren woanders, aber nicht im Staat New York“ und wies die Antidiskriminierungs-Kommission an, die Entscheidung gegen ARAMCO durchzusetzen.[17]

World Airways, die prahlen, dass sie „Pilger aus mehr muslimischen Ländern ins islamische Heilige Land bringt als jede andere Airline der Welt“, wurde 1975 angeklagt, weil sie eine „Bestätigung über Kirchen-Mitgliedschaft oder einen Taufbeleg oder einen Beleg über die Eheschließung in einer Kirche“ von Angestellten verlangte, die nach Saudi Arabien reisten.[18]  Ungefähr zur gleichen Zeit schloss Vinnel Corporation Personal mit „Kontakt oder Interesse“ an Ländern aus, die vom Königreich nicht anerkannt waren.[19]

1982 verklagten zwei Anästhesisten (Lawrence Abrams und Stewart Linde) ihren Arbeitgeber, das Baylor College of Medicine, wegen Diskriminierung, weil sie aufgrund ihres Judentums von einem Austauschprogramm mit dem König Faisal-Krankenhaus in Saudi Arabien ausgeschlossen wurden. Der Fall ging vor Gericht und das US-Appellationsgericht für die Fünfte Instanz stimmte 1986 mit den Ärzten überein und befand, dass „das College absichtlich Juden aus seinem Förder- und Ausbildungs-Austauschprogramm mit dem Faisal-Krankenhaus ausschloss.“ Das Gericht argwöhnte, dass Baylors Verhalten zumindest teilweise „von seinem Wunsch motiviert war, die Beziehungen zu seinen lukrativen saudischen Spendern nicht zu gefährden“.[20]

Andere Fragen

Die Bundesregierung beschwichtigt Riyadh, wenn sie „übergenau mit der saudischen Zensur kooperiert“, die Post für Amerikaner prüft, die im Königreich leben:

Post für US-Militär und offizielle Regierungsangestellte kommt mit US-Militär-Transporten ins Königreich und amerikanische Beamte folgen saudischen Wünschen, indem sie Weihnachtsbäume und -dekorationen und andere Symbole des Feiertags beschlagnahmen und beseitigen. Sie beschlagnahmen und vernichten Weihnachtskarten, die (meist nicht offiziell tätigen) Amerikanern geschickt werden, die ihre Post über ein saudisches Postfach erhalten und reißen sogar US-Briefmarken von Umschlägen, wenn darauf religiöse Szenen abgebildet sind.

Es ist dann wenig überraschend von Ron Mayfield, Jr. zu hören, der acht Jahre lang für das Army Corps of Engineers, ARAMCO und die Raytheon Corp. in Saudi Arabien arbeitete, dass während seiner Arbeit für Raytheon die Postzensoren ein Foto seiner Großmutter an ihrem 95. Geburtstag konfiszierten, weil dieses Bild dem (gelegentlichen) saudischen Verbot der Abbildung von Frauen entgegen läuft. Etwas weiter ausholend erinnert sich Mayfield:

Bei meiner ersten Tour nach Saudi Arabien, als ich für das US Army Corps of Engineers arbeitete, wurde allen Amerikanern befohlen alle Aufkleber und Fotos der amerikanischen Flagge zu entfernen… Bei meinem letzten Arbeitgeber, der Abwehrraketen für die Saudis liefert, kamen Beamte auf einer Inspektion herum und befahlen die Entfernung aller Familienfotos von Ehefrauen und weiblichen Kindern… Der Zoll durchsuchte die Brieftasche eines Freundes und konfiszierte ein Foto seiner Frau in kurzen Hosen.[21]

Das Jeddah-Büro des früheren US Information Service, einer Agentur, die mit der Darstellung der offiziellen amerikanischen Sichtweise und der Zurückweisung feindseliger Berichte beauftragt war, war „beinahe komplett durch nicht-US-Bürger aus dem Nahen Osten besetzt, von denen viele amerikanischen Werten und amerikanischer Politik gegenüber nicht freundlich eingestellt waren“, berichtet Hunter. Es „machte z.B. keine Anstalten, gegen die systematischen, weit verbreiteten Unwahrheiten über die amerikanische Gesellschaft in den saudischen Medien vorzugehen.“[22] Die öffentliche Bibliothek hatte keine Bücher, die mit dem Königreich kritisch umgehen oder andere Bände, die als „zu sensibel“ für die saudische Gesellschaft angesehen wurden (wie z.B. Fragen der Familiengesundheit). Die einzigen Bücher, die Jüdisches berührten, so berichtet er, war „ein kleines jüdisches Kochbuch“ und eine große Anzahl antisemitischer Wälzer, darunter die „Protokolle der Weisen von Zion“.[23]

Die schwache Politik der US-Regierung kann noch in weiteren Bereichen gesehen werden: Sie kämpft nicht dafür, dass US-Forscher oder Medien Zugang zum Königreich erhalten; sie ficht die saudische Ablehnung amerikanischer Forscher für archäologische Ausgrabungen nicht an; und sie bietet kärgliche Hilfe für unglückliche Amerikaner, die in die Mühlen des saudischen Rechtssystems geraten (für so unbedeutende Dinge wie eine verbeulte Stoßstange).

Im Gegensatz dazu – und das ist ein reichhaltiges eigenes Thema – überschlagen sich das Außenministerium und andere Behörden für das Königreich; sie unternehmen z.B. alles, um die Einzelheiten der saudischen Investitionen in den USA geheim zu halten. Und wenn in den USA lebende saudische Staatsbürger mit dem Gesetz in Konflikt geraten (das sind gewöhnlich Klagen wegen verschiedener Formen von Pöbeleien, sexueller Belästigung und Sklavenhaltung), erhalten sie oft diplomatische Immunität um Gerichtsverfahren zu vermeiden und werden dann schnellstens aus dem Land gebracht. Z.B. wurde ein ehemaliger US-Botschafter in Riyadh von seinen saudischen Chefs im April 1982 nach Miami geschickt, um einen saudischen Prinzen davor zu bewahren ins Gefängnis zu kommen, weil er sich mit der Polizei anlegte; der Ex-Botschafter beschaffte ihm im Nachhinein diplomatische Immunität. Oder nachdem Prinzessin Buniah al-Saud, eine Nichte König Fahds, eine Anklage wegen Körperverletzung drohte, weil sie in ihrem Haus in Orlando (Florida) ihr indonesisches Zimmermädchen eine Treppe hinunter warf, wurde dem Zimmermädchen bequemerweise vom Außenministerium ein Visum für die Rückkehr in die Vereinigten Staaten verweigert, um gegen die Prinzessin auszusagen. Spektakulärer war die Flugzeugladung von bin Ladens, die die USA sofort nach dem 11. September 2001 verlassen durften, bevor Beamte der US-Polizeibehörden sie vernehmen konnten.

Es ist auch bemerkenswert, dass diese Beispiele, obwohl auf Einzelpersonen beschränkt und nicht direkt die hohe Politik betreffend, mehr als symbolische Bedeutung haben, denn sie bestimmen den Ton, mit potenziell großen Folgen. Im Endeffekt begünstig die US-Regierung einen immensen Angriff auf den amerikanischen Lebensstil durch die islamischen Sitten Saudi Arabiens. McSally, die Kampfpilotin, erklärt, dass der Zwang zum Tragen einer Abaya, die Forderung, dass sie begleitet werden muss und auf dem Rücksitz Platz zu nehmen hat, echte psychologische Auswirkungen auf das militärische Leben in den US-Basen in Saudi Arabien hat – was darauf hinaus läuft, dass Frauen weniger wert und den Männern untergeordnet sind.[24]

Unterwürfigkeit auf hoher Ebene

Dieselbe Unterwürfigkeit, die auf der persönlichen Ebene und der der kleinen Dinge und existiert, trifft auch auf der höheren Stufe der internationalen Politik zu. Einige Beispiele:

* Öl-Produktion und -Embargo: Die saudische Öl-Politik 1973/74 verursachte den schlimmsten wirtschaftlichen Niedergang seit der Großen Wirtschaftskrise; ihr wurde mit Beschwichtigung und Schlichtung begegnet, ohne auch nur den Hauch von mutigerem Handeln.

* Das Fehlen bei der Kooperation zum Finden der Mörder von Amerikanern: Amerikanische Beamte akzeptierten 1995 demütig, dass das Königreich die des Mordes an fünf Amerikanern in Riyadh (dubios) Verdächtigten hinrichtete, bevor US-Polizeibeamte sie verhören konnten. Ein Jahr später war die Antwort bezüglich der fehlenden saudischen Kooperation bei der Untersuchung des Mordes an amerikanischen Soldaten an den Khobar-Türmen ähnlich milde. Nach dem 11.9. wurde es sogar noch schlimmer; ein Beobachter drückte es so aus: „Die Kooperation der Saudis mit unseren Anstrengungen, die Finanzierung der Al Qaida zu verfolgen, scheint irgendwo zwischen minimal und nichts zu liegen.“[25]

* Die Verbreitung des militanten Islam: „Saudisches Geld – offizielles wie nicht offizielles – steckt hinter viel der extrem-islamischen Rhetorik und Handeln in der heutigen Welt“, merkt der Abgeordnete Ben Gilman (aus New York) an, der damals Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses war.[26] Der Anschlag vom 11. September 2001 erfolgte auf der Grundlage saudischer Ideologie, saudischen Personals, saudischer Organisation und saudischer Finanzierung – aber die US-Regierung gab kein Zeichen, dass sie ihre Politik gegenüber Riyadh überdenken würde, geschweige denn die Idee aufzubringen, die Saudis auf Schadensersatz und Strafen zu verklagen.

* Die Institutionen des militanten Islam in den USA: Die US-Behörden sind bezüglich der Finanzierung dieser Organisation nachlässig gewesen. Erst im März 2002 z.B. machten sich Bundespolizisten auf, 16 harmlos wirkende, saudisch finanzierte Einrichtungen wie die „Graduate School of Islamic and Social Sciences“ in Leesburg, Virginia zu stürmen. Dieses Problem ist weit verbreitet und nicht behoben, wie ein Zeitungskommentar aus Kanada andeutet:

Viele Terroristen und Terror-Rekruten erhalten den ersten Geschmack für islamischen „Tod-dem-Westen“-Extremismus von einem wahhabistischen Imam oder Zentrumsleiter in Virginia oder London, oder vermutlich aus Hamilton oder Markham [in Kanada], deren Gehaltscheck im saudischen Königreich geschrieben wird. Es mag nicht nötig sein, Saudi Arabien der Achse des Bösen hinzuzufügen oder in es einzufallen. Aber es wird nötig sein der saudischen Verbreitung von Extremismus entgegen zu treten, wenn der Krieg gegen den Terrorismus gewonnen werden soll.[27]

* Der arabisch-israelische Konflikt: Die Regierung Bush hat den Anschein erweckt, dass der Abdullah-Plan zur Lösung des Konflikts ein seriöser Vorschlag ist, obwohl er doch nicht nur offenkundig lächerlich ist (weil er verlangt, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht), sondern auch anstößig (indem er deutlich eine demographische Überwältigung Israels vorsieht). Statt nicht überzeugende diplomatische Spiele mit Riyadh zu spielen sollte die Regierung betonen, dass Hass erfüllte Rhetorik und Subvention von Selbstmord-Bombern ein sofortiges Ende gesetzt werden müssen.

* Menschenrechte und Demokratie: Das normale US-Engagement für diese Ziele scheint zu schwinden, sobald es Saudi Arabien betrifft. Die vom Königreich unterschriebenen Verpflichtungen zum Schutz des Individuums werden praktisch ignoriert; genauso in Fragen wie Rechtsstaatlichkeit, Rede- und Versammlungsfreiheit, Reisefreiheit, Frauenrechte und Religionsfreiheit.

* Beleidigungen und Drohungen werden geschluckt: Ein berühmter Fall aus den 1970-ern, als Henry Kissinger an einem Staatsbankett teilnahm, das zu seinen Ehren von König Faisal gegeben wurde, gab den Ton an. Kissinger erinnert sich, wie der König ihn informierte, dass

Juden und Kommunisten jetzt parallel arbeiteten, zusammen, um die zivilisierte Welt, wie wir sie kennen, zu untergraben. Faisal schien meine [jüdische] Herkunft vergessen zu haben – oder mich taktvoll einer Sonderkategorie zuzuordnen – und bestand darauf, dass der doppelten Verschwörung der Juden und Kommunisten ein für alle Mal ein Ende gesetzt werden müsste. Der Außenposten dieser Verschwörung im Nahen Osten war der Staat Israel, vom Bolschewismus dort hingesetzt mit dem Hauptziel, Amerika und die Araber auseinander zu bringen.

Kissinger widersprach Faisal nicht, sondern tat sein Bestes um der ganzen Sache aus dem Weg zu gehen, indem er dem König mit einer Frage über die Kunst im Palast antwortete.[28]

Kronprinz Abdullah schrieb im August 2001 an Präsident Bush, dass

eine Zeit kommt, da die Völker und Nationen sich trennen. Wir befinden uns an einer Kreuzung. Es ist für die USA und Saudi Arabien Zeit ihre unterschiedlichen Interessen zu überdenken. Regierungen, die nicht den Herzschlag ihres Volkes fühlen und darauf reagieren, werden das Schicksal des Schah des Iran erleiden.[29]

Dieser aggressiven Erklärung wurde nicht mit Vorwürfen begegnet, sondern mit Beschwichtigung. Und im April 2002 warnte eine saudische Führungspersönlichkeit, dass das Königreich überlegen würde, sich Amerikas schlimmsten Feinden anzuschließen: Wenn die Staatsräson es erfordert, dass „wir uns an die Rechte bin Ladens stellen, dann wird das so sein; wenn zur Linken [von Libyens Regent Muammar] Gaddafi, dann wird es so sein; oder wenn es bedeutet, dass man nach Bagdad fliegen und Saddam wie einen Bruder umarmen muss, dann wird das so sein.“[30] Diese Erklärung machte in der US-Presse Furore, hatte aber keine sichtbaren Auswirkungen auf die Politik. Noch verblüffender sind die Berichte von dem folgenden Gipfeltreffen, die darauf hindeuteten, dass Abdullah Bush warnte, wenn er nichts Substanzielles bezüglich des arabisch-israelischen Konflikts bekäme, „unsere zwei Länder getrennte Wege gehen werde“.[31]

Eine Sache des Gebens und Nehmens

Links das übliche Starbucks-Logo; rechts das saudische ohne Frauenbild.

Was steht hinter diesem Muster der Unterwürfigkeit? Wo bleibt die normalerweise robuste Verfolgung der US-Interessen? Es ist eine Sache, wenn private Firmen alles tun, um die Saudis zufrieden zu stellen (Starbucks in Saudi Arabien hat die weibliche Figur ihres Logos entfernt), aber warum gibt die US-Regierung dem Königreich in so vielen Fragen und auf so einzigartige Weise nach?

„Öl“, ist wahrscheinlich die bevorzugte, üblichste Erklärung, aber sie ist nicht stichhaltig. Erst einmal hat die US-Regierung nie vor einem der wichtigen Öllieferanten gekatzbuckelt, wie sie das gegenüber Saudi Arabien tut. Zweitens: Als 1945 ein sterbender Franklin D. Roosevelt einen alternden König Ibn Saud traf, ging dem ein dauerhaftes Geschäft voraus, durch das Riyadh Öl und Gas an die Vereinigten Staaten und die Welt liefert und Washington für die Sicherheit Saudi Arabiens sorgt. Weil dieses Geschäft für die Saudis bedeutender ist als für die Amerikaner – Überleben gegen Energieversorgung – kann Öl nicht erklären, warum die US-Seite ständig als Bittsteller aufgetreten ist.

Ein weiterer möglicher Faktor ist der Hang vieler Amerikaner danach zu streben, die Gewohnheiten anderer Völker und religiösen Überzeugungen zu tolerieren, was im Fall Saudi Arabiens solche Fragen beinhaltet wie die Verhüllung von Frauen, öffentliche Hinrichtungen und das Fehlen auch nur jeglichen Vorgebens demokratischer Regierungsweise. Aber das Fehlen der Entsprechung durch die saudische Seite, seit Jahrzehnten, lässt die Vermutung nahe liegen, dass etwas anderes als ein Geist der Offenheit am Werk ist; egal, wie liberal, niemand kann eine solch einseitige Beziehung über so lange Zeit ertragen, wenn sich das nicht irgendwie auszahlt.

Ein Hinweis darauf, wieso es sich lohnt, ist die voraus eilende Qualität einiger Handlungsweisen der US-Regierung. Beachten Sie zwei Fälle: Die Forderung, dass weibliches Militärpersonal die Abaya trägt, wurde von Amerikanern, nicht von den Saudis auferlegt; Letztere brachten die Frage nicht einmal auf. Das saudische Recht verlangt von Westlern nur, dass sie sich konservativ kleiden, nicht, dass sie saudische Kleidung tragen. Genauso ergab die Untersuchung der Anweisung der Luftwaffen-Rechtsabteilung, dass Juden vom Dienst in Saudi Arabien auszuschließen sind, „keine Belege, dass die Beschränkung von der Regierung Saudi Arabiens extra gewünscht wurde, gefordert wurde oder überhaupt bekannt war.“[32]

Das gleiche Verhalten gibt es bei privaten Institutionen. Wieder sollte man zwei Fälle bedenken: Im ARAMCO-Fall von 1959 stellte sich heraus, dass die Ölfirma von der saudischen Regierung nicht gezwungen wurde Juden auszuschließen, aber trotzdem so handelte, aufgrund dessen, was das Gericht „informelle Erklärungen von niederen Mitarbeitern des Außenministeriums“ nannte.[33] Gleicherweise befand das Urteil bezüglich des Baylor College of Medicine, dass, während College-Vertreter die jüdischen Ärzte über Probleme mit dem Erhalt der Visa für Juden informierte, „Bayler nie auch nur ernsthaft versuchte, das ‚Problem‘ anzugehen“, was das Gericht zu dem Schluss führte, „die Glaubwürdigkeit dieser Angaben“ in Zweifel zu ziehen. Das Gericht fand ebenfalls keine Beweise, die die Behauptung des Colleges untermauerten, dass die Aversion gegenüber jüdischen Ärzten in Saudi Arabien „die tatsächliche Haltung der saudischen Regierung repräsentierten“. Im Gegenteil: Das Gericht schloss, dass der namhafte Kanzler der Schule, Michael E. DeBakey, es bis 1983 unterließ, 2eine maßgebliche Erklärung zur Haltung der Saudis2 einzuholen, mehr als ein Jahr, nachdem die Ärzte ihre Klage eingereicht hatten. Es merkte an, dass es 2keine Belege gab, dass Baylor auch nur versuchte die offizielle Haltung der saudischen Regierung zu dieser Frage festzustellen“.[34]

In allen vier Fällen schrieb ein Amerikaner in einer Autoritätsposition voreilig Vorschriften nieder, von denen er glaubte, dass die Saudis deswegen zufrieden sein würden – aber ohne das mit ihnen zu klären, geschweige denn von ihnen aufgefordert zu sein, gerade diese Schritte zu unternehmen. Warum gibt es ein solches Verhaltensmuster? Was könnte Regierungs- und Krankenhauspersonal dazu veranlassen, den Saudis so vorzugreifen?

Der saudische Botschafter in den USA, Prinz Bandar bin Sultan, deutete hilfreich eine Antwort in einer Erklärung an, mit der er mit seinem Erfolg prahlte, Freundschaften mit einflussreichen Amerikanern zu pflegen. „Wenn der Ruf aufgebaut wird, dass die Saudis für ihre Freunde sorgen, wenn diese einen Posten verlassen“, merkte Bandar einmal an, „dann würden Sie überrascht sein, wie viele noch bessere Freunde man hat, die gerade erst ihr Amt antreten.“[35] Das ist praktisch ein Eingeständnis, dass Bestechung stattfindet; es ging so weit zu erklären, weshalb die gewöhnlichen Gesetze, Regularien und Rechte keine Anwendung finden, wenn Saudi Arabien beteiligt ist. Hume Horan, selbst ehemaliger US-Botschafter im Königreich, ist die große und edle Ausnahme zu dieser Regel. Er sagt über seine früheren Kollegen:

Es hat einige Leute gegeben, die sich wirklich von den Saudis bezahlen lassen; sie arbeiten als Berater und Gutachter. Prinz Bandar ist sehr gut darin, Beziehungen wie diese zu pflegen und voran zu bringen. Geld wirkt Wunder. Und wenn man eine große Menge davon hat und dazu auch noch einen königlichen Titel, dann ist es amüsant zu sehen, wie einige Amerikaner vor einem ausländischen Potentaten zerfließen, nur weil er Prinz genannt wird.

Die übertriebene Unterstützung saudischer Interessen durch den ehemaligen Botschafter James E. Akins (der arabische Regierungen kritisiert hat, weil sie mit Washington nicht härter umgingen und verzweifelte, weil Araber nicht ihr Geld aus US-Banken abzogen) hat dazu geführt, dass er gelegentlich als „arabischer als die arabischen Offiziellen“ beschrieben wurde.[36]

James W. Akins, US-Botschafter in Saudi-Arabien (rechts) mit dem saudischen König Faisal und Außernminister Henry A. Kissinger bei einem Treffen in Riyad im März 1975.

Verschiedene Berichte über die Karrieren ehemaliger US-Botschafter in Riyadh nach ihrem Dienst verursachen fragende Blicke. Steven Emerson charakterisierte ihr Verhalten als „verinnerlichte, offen von Eigeninteresse gelenkte Kriecherei“.[37] Die „National Review“ befindet, dass die Zahl derer, „die nun die pro-saudische Linie vertreten, Aufsehen erregend ist“ und schließt, dass „kein anderer Posten solch reiche Dividenden ausschüttet, sobald man ihn verlässt, voraus gesetzt, man ist bereit ein öffentlicher und privater Anwalt der saudischen Interessen zu werden.“[38] Eine Analyse der „National Post“ sah sich fünf ehemalige Botschafter an und befand, dass „sie ein gutes Leben für sich heraus geschlagen haben, indem sie ihre eigenen Landsleute beleidigen, während sie für eines der korruptesten Regime der Erde arbeiten.“ Wenn man die Augen schließt, während man ihnen zuhört, „könnte man glauben, wer da redet sei Inhaber eines saudischen Passes.“[39]

Ein Bericht der „Washington Post“ vermittelt eine Idee von der Natur der „reichen Dividenden“, die von ehemaligen Beamten eingesteckt werden:

Amerikaner, die mit den Saudis in offizieller Funktion gearbeitet haben, bleiben diesen oft verbunden, wenn sie ihr Amt abgeben, angefangen beim ehemaligen Präsidenten George H.W. Bush, der gegen Bezahlung Reden in Saudi Arabien gehalten hat, seit er aus dem Amt schied, bis hin zu vielen ehemaligen Botschaftern und Militärs, die im Königreich stationiert waren. In einigen Fällen sind diese Verbindungen lukrativ. Walter Cutler, der zweimal als US-Botschafter in Saudi Arabien diente, führt heute das Meridian International Center in Washington, eine Organisation, die internationales Verständnis durch Bildung und Austausch propagiert. Saudische Spender sind für das Zentrum „sehr hilfreich“ gewesen, sagte Cutler. [Edward] Walker, früherer stellvertretender Außenminister und für Nahost-Fragen zuständig, ist Präsident des Middle East Institute in Washington, das für Verständigung mit der arabischen Welt wirbt. Sein Verwaltungsrats-Vorsitzender ist der ehemalige Senator Wyche Fowler, Botschafter in Ryadh während der zweiten Clinton-Amtszeit. Saudische Beiträge betrugen 200.000 Dollar des 1,5-Millionen-Budgets für das letzte Jahr, sagte Walker.[40]

Das ist auch kein neues Problem. Viele Ex-Mitarbeiter Washingtons sind vom Königreich ausgezahlt worden, nicht nur eine Schar früherer Botschafter, sondern auch Leute wie Spiro T. Agnew, Jimmy Carter, Clark Cliffort, John B. Connally und William E. Simon.[41]

Schlussfolgerung

Der Kern des Problems ist also ein allzu menschliches: Amerikaner in hohen Positionen beugen die Regeln und brechen aus persönlicher Gier mit den Standards der Politik. So betrachtet beginnen die drei Hauptziele der US-Regierung in Saudi Arabien aus Hunters Bericht Sinn zu machen: das saudische Regime zu stärken, der saudischen königlichen Familie zu schmeicheln und US-Exporte zu erleichtern. All das passt in die Rubrik „den Saudis gefallen und das festigen“. Ebenso Hunters Kommentar, dass „die US-Mission derart mit nicht zu ihrem Dienst gehörenden Pflichten – Unterhaltungspakete für hochrangige Besucher, Alkohol-Verkauf, das Gepäck von besuchenden VIPs zu versorgen“ – dass sie kaum Zeit hat sich den ordentlichen Aufgaben einer Botschaft zu widmen. Genauso passt die lange Liste an hochrangigen Ex-Offiziellen in das Muster, die Saudi Arabien während seines Aufenthalts besuchten und „für die Feste gegeben und die mit Medaillen und Geschenken in geschlossenen Veranstaltungen mit dem saudischen Monarchen überhäuft wurden.“[42]

Diese Kultur der Korruption im Exekutivbereich macht diesen ziemlich unfähig mit dem Königreich Saudi Arabien in der weitsichtigen und uneigennützigen Weise umzugehen, wie es die US-Außenpolitik erfordert. Das bürdet dem Kongress die Verantwortung auf, die Dinge in Ordnung zu bringen. Die massive, präventive Bestechung amerikanischer Beamter erfordert dringend Aufmerksamkeit. Es müssen Schritte unternommen werden, die sicher stellen, dass das hier dokumentierte saudische Drehtür-Syndrom illegal gemacht wird. Das könnte meinen, dass für einen Zeitraum von zehn Jahren oder mehr, nachdem ein Beamter umfassenden Kontakt mit dem Königreich Saudi Arabien hatte, keine Gelder aus dieser Quelle erhalten darf. Nur auf diese Weise können US-Bürger wieder das Vertrauen in diejenigen ihrer Beamten zurückgewinnen, die mit einem der wichtigsten Staaten der Welt zu tun haben.

 

[1] Zitiert in: „Statement by Patricia M. Roush before the Committee on Government Reform, U.S. House of Representatives“, 12. Juni 2002, S. 3.

[2] Ein leitender Angestellter des Flughafens von Waco, zitiert im ÑDallas Morning Newsì, 27. April 2002

[3] Fox News, 1. März 2002

[4] CNN, 25. April 2002

[5] USA Today, 13. Mai 2002

[6] Der Unwille des Außenministeriums, für US-Bürger einzustehen, die in Saudi Arabien festgehalten werden, wurde im August 2002 hervorgehoben: Genau in dem Augenblick, als der Abgeordnete Burton ein Kongress-Delegation nach Riyadh anführte, um die Freilassung entführter Amerikaner zu veranlassen, tauchten die Schwestern Ghesahyan in London „zu Ferien“ auf und trafen sich mit einem amerikanischen Konsulats-Beamten, aber nicht in der US-Botschaft, sondern in einem Luxushotel, in dem es von mächtigen Saudis und ihren amerikanischen Bediensteten nur so wimmelte. Dort sagten sie sich angeblich von den USA und ihrer Mutter los, als sie sogar Osama bin Laden priesen. Das Außenministerium wies Beschuldigungen zurück, dass die Schwestern während dieses Treffens genötigt wurden oder unter Zwang handelten oder zu irgendeiner Zeit während ihres Aufenthalts in London gestanden hätten. Und das trotz der fragwürdigen Rolle des Übersetzers, der großen Möglichkeit, dass die Saudis das Gespräch belauschten (und der Wahrscheinlichkeit, dass die Schwestern das wussten) und obwohl die US-Diplomaten es versäumten sie über ihr Recht zu informieren, als amerikanische Staatsbürgerinnen frei reisen zu können, ohne Ausreisevisa oder vorherige Erlaubnis von irgendjemand anderem.

[7] Zitiert in „Statement by Patricia M. Roush“, S. 17

[8] Das Außenministerium erinnert an die Operation „Desert Storm“ etwas anderes – als eine Zeit „amerikanisch-saudischer Kooperation in den Bereichen der kulturellen Übereinstimmung“. Hier ist die entsprechende Vorstellung von Ausgewogenheit: „Das US-Militär gab generellen Befehl aus, dass der Konsum von Alkohol verboten war und setzte Regeln für Verhalten außer Dienst und Kleidung. Saudi Arabien passte sich der US-Kultur und ihrer militärischen Verfahren an, indem sie allen US-Soldatinnen erlaubt, im gesamten Königreich in ihren unterschiedlichen Rollen zu dienen – ein wichtiger Schritt in einer immens patriarchalischen Gesellschaft.“ S. „Background Note: Saudi Arabia“.

[9] Zu Hunter s. Martin Edwin Andersen: ÑWhistle-blowers keep the faithì, in: ÑInsightì, 11. Februar 2002

[10] Timothy N. Hunter: „Appeasing the Saudis“, Middle East Quarterly, März 1996

[11] Briefe an den Autor vom 24. und 25. Juni 2002

[12] Briefe an den Autor vom 9. Juni 2002

[13] Steven Emerson: The American House of Saud: The Secret Petrodollar Connection, New York (Franklin Watts), 1985, S. 70

[14] Office of Antiboycott Compliance, Department of Commerce: „CACI/USAF/DOJ/Hoover/Alperson/Andrew“. Zu einem weiteren Fall, der nicht weiter verfolgt wurde, s. Journal of Commerce, 7. März 1997

[15] New York Daily News, 10. März 1997

[16] Jordan W. Cowman: U.S. companies doing business abroad must follow U.S. and host country labor employment laws. New Jersey Law Journal, 4. August 1997. Natürlich kommen solche Fälle auch in anderen Ländern auf. „Eine Tochter der Manitoba Telephone System (MTS) wurde in den 1980-er Jahren in eine Kontroverse verwickelt, als bekannt wurde, dass eine Vertragsklausel für die Modernisierung des saudischen Telefonsystems den Ausschluss jüdischer MTS-Beschäftigter verlangte.“ (The Gazette, Montreal, 7. Februar 2001)

[17] 19 Misc. 2d 205; 190 N.Y.S.2d 218; 1959 N.Y. Misc

[18] Emerson: The American House of Saud, S. 69

[19] ebenda

[20] 805 F.2d 528; 1986 U.S.App.

[21] Roanoke Times, 17. Februar 2002

[22] Hunter: Appeasing the Saudis

[23] Brief an den Autor, 24. Juni 2002

[24] Washington Post, 1. Januar 2002

[25] Michael Barone, U.S. News & World Report, 3. Juni 2002

[26] Associated press, 22. Mai 2002

[27] Edmonton Journal, 31. Mai 2002

[28] Henry Kissinger: Years of Upheaval. Boston, 1982, S. 661

[29] Wall Street Journal, 29. Oktober 2001

[30] New York Times, 25. April 2002

[31] Vertrauliche Quellen, April 2002

[32] Office of Antiboycott Compliance, Handelsabteilung

[33] 19 Misc. 2d 205; 190 N.X.S2d 218; 1959 N.Y. Misc.

[34] 805 F.2d 528; 1986 U.S. App.

[35] Washington Post, 11. Februar 2002

[36] Emerson: The American House of Saud, p. 250

[37] Emerson: The American House of Saud, p. 263

[38] Rod Dreher: Their Men in Riyadhî. National Review, 17. Juni 2002

[39] Matt Welch: Shilling for the House of Saud. The National Post, 24. August 2002

[40] Washington Post, 11. Februar 2002

[41] Emerson: The American House of Saud, Kapitel 7, 13, 19

[42] Hunter: Appeasing the Saudis