Als der Koran Juden mit Eseln verglich

Elder of Ziyon, 10. September 2021

Akhbaten.com, eine in Ägypten und Syrien populäre arabische Nachrichtenseite, hat einen Artikel, der einen Koranvers erklärt:

Das Gleichnis derer, denen die Thora auferlegt wurde, und die ihr dann nicht nachlebten, ist wie das Gleichnis eines Esels, der Bücher trägt. Übel steht es um Leute, die Allahs Zeichen leugnen. Und Allah weist dem Volk der Frevler nicht den Weg. (Sure 62,5)

Der Artikel erklärt, dass genauso, wie ein Esel Bücher trägt, aber ihren Inhalt nicht versteht, so sind ie Juden mit einer Thora belastet, die sie nicht verstehen. Nur Muslime tun das.

Soweit ist das nur ein weiteres Beispiel dessen, wie man in arabischen Medien tagtäglich Beispiele für Antisemitismus finden kann.

Aber die den Vers erklärende Person versteht den Vers genauso wenig wie der Autor des Koran.

Die Geschichten des Koran kommen oft nicht aus der Thora selbst, sondern auch aus rabbinischen Quellen. Ihr Autor war mit rabbinischen Geschichten aus der Midrasch und dem Talmud vertraut.

Dieser bestimmte Vers scheint auf eine berühmte Midrasch zu verweisen, deren erster Teil jedem jüdischen Schulkind vertraut ist. Als Gott die Thora geben wollte, ging er zuerst zu den anderen Nationen und bot sie ihnen an. Sie fragten: „Was steht darin?“, und Gott antwortete: „Du sollst nicht töten“ oder stehlen oder Ehebruch begehen und die Nationen lehnten ab, indem sie sagten, eine dieser Sündern seiten Teil ihrer nationalen Kultur. Als Gott hingegen zu Israel kam, fragten sie nicht, was darin stand, sondern akzeptierten sie rückhaltlos.

Der zweite Teil der Midrasch sagt: „Das ist so wie ein Mann, der seinen Esel und seinen Hund zum Getreidespeicher schickte, wo fünfzehn Se’ah [Korn] auf den Esel geladen wurden und drei Se’ah auf den Hund. Der Esel ging und der Hund ließ [vor Erschöpfung] die Zunge heraushängen. Er warf ein Se’ah ab und legte es auf den Esel und machte dann dasselbe mit dem zweiten und mit dem dritten. So akzeptierte Israel die Thora, zusammen mit ihren Kommetnaren und Einzelheiten. Sogar diese sieben Gebote, die die Noahiden nicht einhalten konnten  und beiseite legten, nahm Israel auf und akzeptierte sie.“

Die Rabbiner selbst verglichen die Juden mit einem Esel, aber als Kompliment! Der Koran nahm diese Geschichte und kehrte sie ihn eine Beleidigung der Juden – eine Beleidigung nicht nur für ein muslimisches Publikum, sondern auch für ein gebildetes jüdisches Publikum!

Dieser Text vermerkt auch, dass ein späterer Koranvers die Juden direkter mit dem Heraushängen der Zunge des Hundes in dieser Midrasch vergleicht. (Er zeigt, dass die Verse, die die Midrasch kommentiert, einer der „Beweise“ dafür ist, die Muslime anführen, dass Mohammed auf die Thora anspielt.)

Die wahre Lektion aus 9/11 ist keine Geschichte über Islamophobie

Die Entschuldigung der ADL, weil ihr ehemaliger Direktor gegen eine Moschee am Ground Zero war, ist eine weiterer Art den Jahrestag zu verwenden, um das Narrativ über den Anschlag zu ändern.

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 12. September 2021

Einer der seltsamsten Aspekte Amerikas nach dem 9/11 ist der Drang so vieler das Narrativ zum Anschlag von vor 20 Jahren zu ändern. Daran werden wir erinnert durch der bizarren Entscheidung der Anti-Defamation League des Anschlags auf Amerika zu gedenken, indem der Beschluss der Organisation überdacht wird gegen den Bau eines islamischen Zentrums im Schatten der eingestürzten Twin Towers des World Trade Centers zu sein.

Unmittelbar nach dem Terroranschlag war klar, was passiert war. Al-Qaida, eine von Osama bin Laden geführte radikal-islamische Terrororganisation, trug ihren Kampf gegen den Westen in die USA und töteten fast 3.000 Amerikaner. Ob es Ihnen gefällt oder nicht, eine Variante des Islam, die auf beträchtliche Unterstützung und Sympathie extremistischer Gläubiger zählen konnte, zwang den Westen zu erkennen, dass er, ob es uns gefällt oder nicht, sich in einem Krieg gegen diese Kräfte befand.

Präsident George W. Bush und der Rest der Regierung sowie die amerikanischen Medien und die Unterhaltungsindustrie unternahmen alles um herauszustellen, dass der Konflikt nur mit den Radikalen bestand, die Amerika angegriffen hatten, nicht mit allen Muslimen. Aber fast sofort wurde damit begonnen ein Gegen-Narrativ zum 9/11 vorzutragen. Nach dieser Lesart ging es in der wahren Geschichte nicht um diejenigen, die die Gräueltaten begingen, ihre Ideologie und die Art, wie sie mit anderen gefährlichen Gruppen verbunden waren, die moderate arabische Regierungen stürzen und die Krieg gegen die Existenz des Staates Israel führen wollten. Stattdessen war für einige das Wichtigste am 9/11, er würde einen Anstieg der Islamophobie verursachen.

Obwohl es wenig oder gar keine Beweise dafür gab, wurde das Märchen, es habe eine Gegenreaktíon gegen Muslime in Amerika gegeben, von einem Großteil der Mainstream-Medien und anderen, die behaupten für Bürgerrechte einzutreten, akzeptiert. Zu den Führern dieser Bemühung gehörte das Council of American-Islamic Relations (CAIR), eine Gruppe, die ihre Ursprünge darin hatte als Fassade in den USA Spendengelder für Hamas-Terroristen zu sammeln.

In diesem Zusammenhang wurde 2010 ein Versuch unternommen in Lower Manhatten an der Stelle eines der Gebäude, das von Trümmern des einstürzenden World Trade Centers getroffen wurde, eine Moschee zu bauen. Aus der Sicht elf Jahre später war der Versuch mehr eine PR-Nummer einer Muslimgruppe als ein realistisches Projekt. Aber er provozierte damals eine massive Auseinandersetzung.

Es bestritten zwar nur wenige Extremisten das Recht jeder religiösen Gruppe ein Gotteshaus oder ein Gemeindezentrum da zu bauen, wo sie will, aber die Idee genau diese Stelle – buchstäblich in den Spuren des Anschlags – in eine große islamische Einrichtung umzuwandeln, erboste Familien der Opfer und die öffentliche Meinung in einer Stadt, die immer noch von den Gräueln des 11. September traumatisiert waren. Abe Foxman, damals der Direktor der Anti-Defamation League, lehnte den Bau der Ground Zero-Moschee in einem mutigen Schritt ab; völlig zurecht bezeichnete er den Plan als unsensible Geste, die mehr tun würde religiösen Konflikt zu schüren als die Stadt zu heilen, wie seine Befürworter unaufrichtig behaupteten.

Linke Meinung stützte das Projekt und diejenigen, die Foxman zustimmten, dass der Plan unangemessener Natur war, wurden als islamophob verunglimpft, während das Märchen einer muslimfeindlichen Gegenreaktion wiederbelebt und als Tatsache statt als Fiktion behandelt wurde. Trotzdem scheiterte der Plan in der Umsetzung und bisher war er nur eine polarisierende Fußnote in der Geschichte des 9/11.

Aber am Vorabend des 20. Jahrestags der Anschläge war die nie entstandene Moschee am Ground Zero wieder in den Nachrichten.

Der Grund ist ein von Jonathan Greenblatt, Foxmans Nachfolger bei der ADL, geschriebenes Op-Ed. Er führt die Verpflichtung der Juden an, vor Yom Kippur ihre Sünden wieder gut zu machen und deshalb entschuldigt sich Greenblatt dafür, dass seine Organisation sich gegen die Ground Zero-Moschee stellte, was seiner Behauptung nach fehlgeleitet war und half Fanatismus zu schüren. Der frühere Mitarbeiter der Administrationen Clinton und Obama recycelt nicht nur das Märchen von der muslimfeindlichen Gegenreaktion, sondern auch die arglistige Behauptung, das Verbot der Immigration aus fünf mehrheitlich muslimischen Staaten, die Terrorbrutstätten waren, sei ein von der Administration Trump eingeführtes „Muslimverbot“.

Er behauptet, dass er helfen wollte Unterstützung für afghanische Flüchtlinge aufzubauen; damit ist klar, dass der wichtigste Aspekt jeden Gedenkens an den 11. September nicht darin besteht an den Anschlag in Amerika zu erinnern, wer ihn verübte und warum oder gar die Familien der Opfer zu trösten. Aus seiner Sicht – und der vieler anderer Linker – besteht der wichtigste Aspekt der Anschläge in angeblichem Rassismus und religiösem Eifer, für den die Anschläge als Ausrede dienen.

Greenblatts Islamophobie-Polemik passt in die Argumente zu kritischer Rassentheorie und Geschichte wie dem „1619 Projekt“ der New York Times, die versuchen die Amerikaner glauben zu machen, ihre Nation sei hoffnungslos rassistisch. Aufgrund der Art, wie er versucht den Jahrestag des 9/11 sich um mythische Islamophobie und nicht um islamistischen Terror drehen zu lassen, ist das aber besonders beleidigend.

Obwohl Greenblatt behauptet FBI-Statistiken würden seine Behauptungen muslimfeindlicher Gegenreaktionen stützen, beweist ein Blick in die Daten der letzten 20 Jahre genau das Gegenteil. Die Zahl der Angriffe auf Muslime ist niedrig geblieben, auch wenn vorübergehend Spitzen auftraten. Den ganzen Zeitraum über zeigen die Zahlen, dass die überwiegende Mehrzahl religiös begründeter Angriffe sich gegen Juden richtete, nicht gegen Muslime.

Während Greenblatt das Lieblings-Steckenpferd der Linken reitet, wird der Jahrestag andernorts für andere Zwecke benutzt.

In Afghanistan und anderen Orten, an denen Islamisten herrschen, wird der 11. September kein Tag der Trauer und der Gelegenheit zum Reden über Islamophobie sein. Es ist kein Zufall, dass die Taliban – die Islamistengruppe, die die Terrorgräuel der Al-Qaida beherbergte – ihre neue Regierung an diesem Tag einführen werden. Sie glauben bewiesen zu haben, dass diejenigen, die die USA früher oder später angreifen werden, mit genügend Geduld eine Demokratie überdauern werden, der der Wille fehlt sich ihnen in einem lange hingezogenen Kampf zu widersetzen.

Wie Michael Pregent, ein strategischer Analyst und Kriegsveteran beim Hudson Institute sagte: Afghanistan wird jetzt wieder als Basis für islamistische Radikale eröffnen. Zwar haben vier aufeinander folgende Administrationen beider politischer Parteien zu dieser Katastrophe beigetragen, aber die untaugliche Entscheidung der Administration Biden ihrem afghanischen Verbündeten den Stecker zu ziehen und das Land praktisch diesem Feind zu überlassen, wird helfen andere für verschiedene islamistisch-radikale Terrororganisationen zu rekrutieren. Sie wird zudem den Iran ermutigen – ein Schurkenregime, das Biden auch unbedingt beschwichtigen will – an seinem Ziel des Erwerbs von Atomwaffen festzuhalten.

Das wird amerikanische Verbündete wie Israel weniger sicher machen und die Chancen eines regionalen Kriegs erhöhen. Es wird auch – im Gegensatz zum Glauben vieler Amerikaner sowohl der Rechten wie der Linken, die denken, der Konflikt im Nahen Osten könne ignoriert werden, soweit Amerikaner nicht länger dort stationiert sind – es absolut möglich machen, dass zukünftige Angriffe näher an Zuhause stattfinden statt in Kabul.

Diese grausamen Fakten sollten an diesem traurigen Jahrestag an oberster Stelle stehen. Stattdessen versuchen Greenblatt und andere Linke das Thema zur Islamophobie zu wechseln. Im Rückblick ging es bei der Kontroverse um die Ground Zero-Moschee um die Art, wie radikale Gruppen wie CAIR mit Hilfe der linken Medien versuchten das Narrativ zum 9/11 zu verändern, um die Amerikaner von einer mächtigen Bedrohung abzulenken, während sie sie in selbstzerstörerischem und verlogenem Gespräch über Vorurteile versinken zu lassen. Trotzdem: Wer hätte vor 10 Jahren geglaubt, dass die ADL, die Gruppe, die mit der Verteidigung der Juden gegen die Ideen und die Leute hinter dem 9/11 beauftragt ist, diesem schändlichen Versuch ihren beträchtlichen Einfluss zur Verfügung stellen würde?

Der ewige Jihad

Verstehen, was wirklich in Afghanistan geschah

Raymond Ibrahim, FrontPage Mag, 2. September 2021

Obwohl der 15. August 2021 als das Datum, an dem die Taliban Afghanistan zurückeroberten, für immer als Schande bleiben wird, war das Datum 13 Jahrhunderte lang wegen eines anderen Ereignisses berühmt – weil Konstantinopel das Kalifat am 15. August 718 besiegte. Diese zwei Ereignisse, durch genau 1.303 Jahre getrennt, sind zwar äußerst unterschiedlicher Natur – nicht zuletzt weil der Islam 718 verlor, während er 2021 gewann – aber sie bestätigen beide den einen unwiderstehlichen Punkt, den der verträumte Westen sich zu Herzen nehmen sollte: Die Hartnäckigkeit des islamischen Jihad – diese unnachgiebige Schlange des Krieges, die immer auf ihre Zeit wartet, selbst wenn sie dazu viele Jahrhunderte lang aufgerollt bleibt, bevor sie zuschlägt.

Betrachten Sie das erste Ereignis. 718 schlug das Oströmische Reich („Byzanz“) auf dramatische Weise die Araber zurück. Es war ein solch spektakulärer Sieg und die muslimischen Verluste waren derart hoch, dass sich die Kalifate viele Jahrhunderte lang nicht wagten einen weiteren Vorstoß gegen die Mauern Konstantinopels zu unternehmen.

Anders ausgedrückt: Viele Jahrhunderte lang nach dem Jahr 718 hätte jeder, der in Konstantinopel lebte, gedacht – und es wäre gerechtfertigt gewesen so zu denken – dass die islamische Bedrohung, wie immer sie andernorts aussah, deutlich hinter ihm liegt.

Und doch war sie Anfang des 15. Jahrhunderts – 700 Jahre nachdem die Menschen von Konstantinopel gedacht hatten, sie würden vom Jihad nichts mehr sehen – wieder da, belagerte sie und die Stadt fiel schließlich am 29. Mai 1453 an den Islam.

Bedeutender ist: Diejenigen, die Konstantinopel 1453 belagerten und eroberten, hatten wenig mit denen zu tun, die es im achten Jahrhundert belagerten. Damals waren es Araber unter dem Omajjaden-Kalifat mit seinem Zentrum in Damaskus. Diejenigen, die Konstantinopel tatsächlich eroberten, waren Türken, Adrianopel (heute Edirne) war ihre Hauptstadt.

Oberflächlich gibt es keine Verbindung oder Kontinuität zwischen denen, die im achten Jahrhundert die Eroberung versuchten, und denen, die Konstantinopel im fünfzehnten Jahrhundert eroberten – außer natürlich eine: Beides waren Muslime und beide artikulierten ihre Feindschaft gegenüber Konstantinopel und die Notwendigkeit es zu erobern in eindeutig jihadistischen Begriffen: Wie jeder andere Ungläubige hatte das christliche Königreich zwei Alternativen: sich dem Islam zu unterwerfen – was es ablehnte – oder zu kämpfen.

So lag der Jihad zwar im achten Jahrhundert am Boden, aber er war doch nie ausgezählt. Er wartete ab, während Imperien aufstiegen und stürzten und offenbarte sich schließlich wieder in Gestalt der jüngsten Neuankömmlings auf der Bühne der Eroberung der Welt, den Türken (die, was die Ironie noch steigert, den Jihad stärker verehrten und praktizieren als ihre arabischen Vorgänger).

So betrachtet waren Konstantinopels Todfeind niemals wirklich die Araber oder die Türken; es war der Islam, der, während er in den Jahrhunderten dazwischen Hochs und Tiefs erlebte, seine Anhänger – zuerst Araber, dann Türken – zu existenziellen Feinden machte, die sich dem Abschlachten und der Unterwerfung von Ungläubigen hingeben, wann immer das möglich ist.

Bedenken Sie jetzt, welchen Bezug diese „uralte“ und „ferne“ Geschichte zu den jüngsten Ereignissen hat. 2005, auf der Höhe des US-Siegs in Afghanistan, als sowohl Al-Qaida als auch die Taliban so gut wie ausgerottet waren, wurde Ayman al-Zawahiri (der aktuelle Führer der Al-Qaida) zum Status der beiden Organisationen gefragt, die im Einsatz verloren gegangen waren. Seine folgende Antwort hat sich nach dem 15. August 2021 als wahr erwiesen:

Jihad auf dem Weg Allahs ist größer als jeder Einzelne oder Organisation. Er ist ein Kampf zwischen Wahrheit und Falschheit, bis Allah, der Allmächtigte, die Erde und diejenigen, die auf ihr leben, übernimmt. Mullah Mohammed Omar und Scheik Osama bin Laden – möge Allah sie vor allem Übel schützen – sind lediglich zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen Wahrheit [Islam] und Falschheit [Nicht-Islam] über die Zeit hinausgeht (Al Qaeda Reader, S. 182, Hervorhebung hinzugefügt)

Bedenken Sie ebenso, was Mohammed Arif Mustafa, ein Talibankommandeur, erst letzte Woche sagte:

Eines Tages werden die Mudschaheddin den Sieg haben und das islamische Gesetz wird nicht nur nach Afghanistan kommen, sondern in die ganze Welt. Wir haben keine Eile. Wir glauben, er wird eines Tages kommen. Der Jihad wird nicht vor dem letzten Tag enden. [Hervorhebung hinzugefügt]

Bedenkt man den Zustand der Welt, die aktuelle militärische und wirtschaftliche Dominanz des Westens und die allgemeine Schwäche der muslimischen Welt, dann klingen solche Behauptungen sicherlich lachhaft. Wie gesehen hat die Zeit hingegen eine Art die Tische zu drehen und was einst unmöglich schien unmittelbar bevorstehend zu machen.

Kurz gesagt: Solange der Islam existiert, mag der Jihad am Boden liegen, aber er ist niemals ausgezählt. Es mag Jahre dauern, Jahrzehnte und Jahrhunderte; sein Name und seine Gestalt mögen sich seit den arabischen Kalifaten des achten Jahrhundert über die türkischen Sultanate des fünfzehnten Jahrhunderts bis zu der lockeren Mischung aus ISIS, Al-Qaida, Taliban, Hamas, Hisbollah, Boko Haram, al-Schabaab usw. des 21. Jahrhunderts verwandeln und verändern – aber er ist immer vorhanden, oft schlummernd, ja, jedoch immer bereit bei der ersten sich ergebenden Gelegenheit zuzuschlagen.

Wie wird er genannt werden, welche Gestalt und welche neuen Überfälle wird er in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten wird er annehmen?

US-Abzug aus Afghanistan macht globalen Terrorismus stark

Im gesamten Nahen Osten hat die Erfahrung bewiesen, dass Rückzüge nur die Motivation von Jihadisten-Gruppen stärkt.

Dore Gold, Israel HaYom, 30. August 201

In einer atemberaubenden Äußerung letzten Freitag, mit der er seine Rückzugsentscheidung verteidigte, behauptete Präsident Joe Biden, dass Al-Qaida aus Afghanistan „weg“ sei. Das offenkundige Problem mit dieser Behauptung lautet, dass Biden die Unterstützung des amerikanischen Sichereitsestablishments fehlt, um das zu sagen. Eine Stunde nachdem Biden sprach, erklärte John Kirby, Pressesekretär des Verteidigungsministeriums: „Wir wissen, dass Al-Qaida in Afghanistan präsent ist.“

Ein Bericht des Verteidigungsministeriums an den Kongress vom 17. August erklärt deutlich: „Die Taliban hielten ihre Beziehung zu Al-Qadia aufrecht, boten der Terrorgruppe in Afghanistan eine sichere Zuflucht.“ Ungefähr zur selben Zeit entließen die Taliban 5.000 Häftlinge vom Fliegerhorst Bagram, zu denen aktive Mitglieder von Al-Qaida und dem Islamischen Staat gehörten.

Es gab auch in der westlichen Allianz keinen Konsens zu diesem Thema. Der britische Premierminister Boris Johnson warnte, dass westliche Staaten sich vereinen müssen, um zu verhindern, dass Afghanistan einmal mehr ein Zufluchtsort für internationale Terror-Organisationen wird. Es gab auch regelmäßig Berichte aus dem UNO-Sicherheitsrat, die sich diese Frage ansahen. Im zwölften Bericht ihres Beobachterteams wurde festgehalten, dass „ein beträchtlicher Teil der Führung von Al-Qaida in der Grenzregion von Afghanistan und Pakistan wohnhaft ist“.

Die Präsenz von Al-Qaida wurde nicht nur an der Grenze bestätigt. Der Bericht fährt fort: „Große Zahlen Al-Qaida-Kämpfer und andere extremistische Elemente aus dem Ausland, die sich den Taliban anschlossen, befinden sich in Afghanistan.“ Er macht auch deutlich, dass das keine randständigen Elemente von Al-Qaida sind, sondern der „Kern ihrer Führung“.

Großbritanniens Verteidigungsminister Ben Wallace bestätigte ebenfalls, dass Al-Qaida „vermutlich zurückkommen wird“. Er verweist auf einen UNO-Bericht, der erklärt, Al-Qaida sei in15 afghanischen Provinzen präsent ist. Er ist sich zudem der Tatsache bewusst, dass viele im Westen Afghanistan als „failed state“ betrachten und hält fest, dass Failed States dazu neigen Hauptsitz für Terrororganisationen zu werden.

Der Direktor des britischen Inlands-Geheimdienstes MI5 warnte im Juli, dass Al-Qaida anstreben wird seine Trainingseinrichtungen in Afghanistan wieder einzurichten, sobald sich die Gelegenheit ergibt. Verbündete des deutschen Kanzlerin Angela Merkel im Bundestag verurteilten Bidens Entscheidung sich so schnell aus Afghanistan abzuziehen.

Was bewog also den Drang der USA den militärischen Abzug zu beschleunigen? Viele in Washington verwiesen auf die Vereinbarung zwischen den Taliban und der Administration Trump vom Februar 2020 zum Abzug aller Auslandskräfte aus Afghanistan.

Die Vereinbarung machte allerdings den Abzug von der Umsetzung ihrer Verpflichtungen seitens der Taliban abhängig, Al-Qaida nicht zu erlauben afghanisches Territorium gegen amerikanische Streitkräfte zu benutzen. Teil 2 der Vereinbarung beinhaltet die Verpflichtung der Taliban „jede Gruppe oder Einzelperson, darunter Al-Qaida, daran zu hindern afghanischen Boden zu nutzen, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten oder ihrer Verbündeten zu bedrohen.“

Es gab zudem eine darunterliegende Annahme, die im Westen üblich war. Abzug, so wurde gehofft, würde die Feindseligkeit der Taliban und ihrer Verbündeten reduzieren. Das war aber eine Fehlinterpretation dessen, was die Jihadistengruppe motivierte. Al-Qaida wurde formell gegründet, nachdem die Sowjetunion sich aus Afghanistan zurückzog und sie sich bestätigt fühlten. Abzug stärkt im gesamten Nahen Osten die Motivation dieser Gruppen. Tatsächlich erklärte ein im Juni 2021 dem Sicherheitsrat vorgelegter Bericht der UNO deutlich, dass „trotz Erwartungen verringerter Gewalt 2020 (das Jahr der Vereinbarung der Taliban zum Rückzug) als das gewalttätigste jemals von der UNO in Afghanistan aufgezeichnete war…“

Die israelische Erfahrung war identisch: Als die IDF sich einseitig aus dem Gazastreifen in Übereinstimmung mit dem Abkoppelungsplan der israelischen Regierung zurückzog, gewann die Hamas die Palästinenserwahlen und nahm den Gazastreifen von der Fatah in Besitz. Raketenangriffe auf Israel nach dem Gaza-Abzug nahmen um 500% zu. Um die Kräfte der Jihadisten zu besiegen war es notwendig den Abzug mit einem Handeln zu begleiten, das keinen Zweifel daran lässt, dass das, was ihnen geschah für sie eine Niederlage war. Aber es scheint nicht so, als hätte Präsident Biden eine solche Strategie verfolgt, was den Westen mit einer mächtigter gemachten Al-Qaida zurücklässt, die in den kommenden Jahren bekämpft werden muss.

40 Jahre den Islam verkennen

Wann wird die Zeit sein dem zuzuhören, was die Jihadisten uns über ihre im Glauben gründende Feindschaft und Ambitionen erzählen?

Bruce Thornton, FrontPage Mag, 26. August 2021

Das Debakel in Afghanistan ist die erste und tonangebende Folge der spektakulären Inkompetenz des außenpolitischen Teams Biden. Einen festen Termin zum Abzug festzulegen war an sich bereits ein Fehler, der den Taliban signalisierte, dass alles, was sie tun mussten, war uns zu sagen, was wir hören wollten und dann abzuwarten; aber Truppen abzuziehen und die Luftwaffenbasis Bagram aufzugeben, bevor unsere Bürger evakuiert wurden, war vorsätzlich dumm. Das ließ die afghanische Armee wehrlos zurück und überließ den Himmel dem Feind. Das gleiche gilt dafür den Taliban Milliarden an fortschrittlichen Waffen zu hinterlassen. Es ist keine Frage, dass Bidens Name für immer mit einem der schlimmsten militärischen Fehler der Nachkriegsjahre verbunden bleiben wird.

Aber ein älterer Fehler bereitete die Bühne für üble Entscheidungen, die den modernen Jihadismus seit vierzig Jahren stärken – das Versagen die wahre Natur des Islam zu begreifen, wie er seit 1.400 Jahren in Praxis und Doktrin dokumentiert ist. Im Ergebnis haben wir eine illusorische Politik falscher Paradigmen betrieben.

Der erste Fehler war die iranische Revolution 1978/79 und die Entführung unserer Botschaftsmitarbeiter im November 1979 falsch gelesen zu haben. Jimmy Carters untauglicher Reaktion folgte das abgestandene Narrativ antikolonialen Widerstands gegen unsere eigennützige Missachtung der Bestrebungen nach nationaler Selbstbestimmung, politischer Freiheit und Menschenrechte. Unser Verbündeter, der Schah des Iran, fiel trotz der geostrategischen und wirtschaftlichen Bedeutung des Iran Carters naivem Glauben zum Opfer, dass „moralische Prinzipen“ und „Idealismus“ bedeutender seien als militärische Kampfbereitschaft und ein realistischer Wille Gewalt anzuwenden, um unsere nationalen Interessen und Verbündeten zu schützen. Von diesem Paradigma fehlgeleitet, hielt Carter Unterstützung für den Schah zurück; er nahm an, dass ihn eine säkulare Koalition ersetzen würde.

Gefangen im Paradigma neoimperialistischen Widerstands gegen Bewegungen nationalistischer Selbstbestimmung, versäumte Carter es die wahren Ursprünge der iranischen Revolution zu begreifen. In Wirklichkeit war die Revolution ein religiöses Phänomen, eine Antwort auf die Modernisierungs- und Säkularisierungspolitik des Schah wie der Emanzipation der Frauen und den Schutz von Minderheiten wie Juden und Bahai. Ayatollah Khomeini, der Pate der Revolution, machte sein Motiv 1963 deutlich, als er sagte, das Regime des Schah sei „fundamental gegen den Islam selbst und die Existenz einer religiösen Klasse eingestellt“.

Carters Denken fehlt die historische Rolle des Jihad in islamischen Reformbewegungen. Khomeinis Predigten und Bücher, letztere von unseren Sicherheitsdiensten verworfen, waren klar, was die religiöse Verpflichtung zur Schaffung einer politisch-sozialen Klassenordnung auf Grundlage des Islam und des Scharia-Rechts angeht. Nach der Machtübernahme im Iran artikulierte Khomeini die gewalttätige Natur des Jihad: „Der Islam ist für die Ungläubigen eine Religion des Blutes, aber für andere eine Religion der Führung.“ Und sein Ziel ist eine Religion des globalen Triumphs des Islam: „Wir werden unsere Revolution in die ganze Welt exportieren. Bis der Ruf ‚Es gibt nichts Gutes außer Allah‘ überall in der Welt erklingt, wird Jihad sein.“ Solche Äußerungen stimmen mit Koranversen wie „Erschlagt die Götzendiener, wo immer ihr sie findet“, oder „Bekämpft die, die nicht an Allah glauben“, oder „Oh ihr Gläubigen! Bekämpft die Ungläubigen, die in eurer Nähe sind und lasst sie eure Härte finden“, oder „Tötet sie, wo immer ihr sie findet“.

Keine dieser historisch ehrwürdigen Doktrinen scheint in die Gemüter unserer außenpolitischen Experten vorgedrungen zu sein. Nationale Selbstbestimmung und Reformen zur Einrichtung von auf westlichen Prinzipien – Menschenrechte, Trennung von Kirche und Staat, konfessionelle Toleranz, gleiche Rechte für Frauen – gründenden Regierungen wurden zum Ziel unserer Einmischung im muslimischen Nahen Osten.

Diese Überzeugung wurde stärker und nahm nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einen missionarischen Eifer an; dieser Kollaps wurde als Sieg für die westlichen „Regeln auf Grundlage einer internationalen Ordnung“, weltweitem Freihandel, liberaler Demokratie und Menschenrechten interpretiert, von denen angenommen wurde, dass sie allesamt als von allen unterschiedlichen Völkern und Kulturen gewünscht sind. Diese „neue Weltordnung“, wie George H.W. Bush sie nannte, erhielt in den jihadistischen Anschlägen vom 11. September 2001 ihre Antwort, in denen ein Jahrzehnt Anschläge der Al-Qaida auf unsere militärischen Aktivposten und Personal im Ausland gipfelte.

George Bush Jr. reagierte ähnlich mit der Förderung universaler liberaler Demokratie als Antwort auf die Beharrlichkeit des Jihadismus: „Die Vereinigten Staaten müssen Freiheit und Gerechtigkeit verteidigen, weil diese Prinzipien für alle Völker überall richtig und wahr sind. … Amerika muss fest für die nicht verhandelbaren Forderungen der menschlichen Würde einstehen: Rechtstaatlichkeit, Grenzen für die absolute Macht des Staates, freie Meinungsäußerung, freie Religionsausübung, gleiches Recht, Respekt für Frauen, religiöse und ethnische Toleranz und Respekt vor Privateigentum“, wie er 2002 in der Strategie für Nationale Sicherheit schrieb. In seiner Rede zu seiner zweiten Amtseinführung bekräftigte er diesen wilsonartigen Idealismus, den er mit der nationalen Sicherheit verband: „Das Überleben der Freiheit in unserem Land hängt zunehmend vom Erfolg der Freiheit in anderen Ländern ab. Die größte Hoffnung auf Frieden in unserer Welt ist die Ausweitung der Freiheit überall in der Welt.“

Diese naiven Verallgemeinerungen ignorierten oder beschönigten die wesentliche Natur des Islam, die wir in 14 Jahrhunderten Doktrin und Praxis sehen können. Ibn Khaldun, Schriftsteller des späten 14. Jahrhunderts und einer der größten islamischen Historiker und Philosophen, schrieb in Muqaddimah: „In der muslimischen Gemeinschaft ist der heilige Krieg eine religiöse Pflicht, wegen des Universalismus des muslimischen Auftrags und der Verpflichtung jeden zum Islam zu konvertieren, entweder durch Überzeugung oder mit Gewalt.“ Wenn wir muslimische Gruppen wie die Taliban, Al-Qaida, den Islamischen Staat, die Mullahs des Iran oder andere sehen, wie sie in Treue zu diesem traditionellen religiösen Befehl töten und sterben, dann ist es gefährliche Blindheit seitens westlicher Säkularisten zu behaupten, es gebe keine Verbindung zwischen dem Islam und Jihad-Terrorismus.

Doch das ist genau das, was wir schon seit der Administration Clinton tun, als seine Außenministerin Madeline Albright den Islam als „ein Glaube, der Beratung ehrt, Frieden wertschätzt und als eines seiner grundlegenden Prinzipien die ihm innewohnende Gleichheit aller, die ihn annehmen“ bezeichnete. Befragen Sie die verängstigten Frauen in Afghanistan, die verzweifelt den brutalen, auf der Scharia gründenden Gepflogenheiten der Taliban zu entkommen versuchen, zu den Vorstellungen in „innewohnender Gleichheit“. Bill Clinton fuhr denselben Kurs, als er das „tiefste Sehnen aller – in Frieden zu leben“ des Islam behauptete, ein Anspruch, der von 14 Jahrhunderten islamischer Invasion, Besatzung, Plünderung und Versklavung widerlegt wird – alles vom Koran, den Hadithen und muslimischer Rechtslehre und Philosophen wie Ibn Khaldun gerechtfertigt.

Genauso frönte George W. Bush solch ahistorischen Rechtfertigungen: Die „Lehren“ des Islam, verkündete er, „sind gut und friedvoll und diejenigen, die Böses im Namen Allahs begehen, lästern den Namen Allahs.“ Aber was er als „Böses“ bezeichnete, sind für fromme Muslime wie Khomeini oder Osama bin Laden oder die Taliban heilige Pflichten zur Erfüllung des Willens Allahs, damit die ganze Welt den Islam, die einzig wahre Religion, annimmt. Es zeugt von westlicher Arroganz frommen Muslimen zu sagen, was ihre heiligen Schriften tatsächlich aussagen.

Mit einer solchen Tiefe historischer Ignoranz ist es kein Wunder, dass Bushs Versuche eine liberale Demokratie mit westlichen Vorstellungen von individuellen Rechten zu schaffen in Afghanistan auf unfruchtbaren Boden fielen; oder dass Barack Obama und jetzt Joe Biden erpicht darauf sind einen Deal mit Mitgliedern eines Glaubens abzuschließen, der historisch solche Verhandlungen und Verträge mit Ungläubigen als zeitlich begrenzte Zweckdienlichkeiten betrachtet, die verletzt oder verworfen werden können, wenn sie ihr von Mohammed befohlenes Ziel erreicht haben Jihad zu führen „bis der Schrei ‚Es gibt keinen Gott außer Allah‘ in der ganzen Welt erklingt“.

Dieses nutzlose Versagen der Vorstellungskraft, diese Unfähigkeit eine andere Kultur und einen anderen Glauben mit deren eigenen Begriffen zu betrachten, statt sie umzuformen, um unsere eigenen aufzudrücken, ist ein wichtiger Faktor bei dem Desaster in Afghanistan: Tausende Amerikaner sind praktisch Geiseln, Milliarden an Bewaffnung in den Händen eines eingeschworenen Feindes, das amerikanische Prestige zugunsten des Iran, Russlands und Chinas beschädigt und NATO-Verbündete brüskiert. Und vergessen Sie nicht die tausende Afghanen, von denen viele ihren Glauben reformieren und sich mit der Moderne aussöhnen wollten, jetzt aber die Ziele schrecklicher Rache sind.

Die Wahrheit über den traditionellen Islam zu verstehen ist keine Verurteilung eines jeden der 1,6 Milliarden Muslime. Abermillionen von ihnen haben es zweifelsohne geschafft treue Glaubende zu bleiben ohne die sakralisierte Gewalt islamsicher Doktrin und Bräuche zu befürworten. Aber wir wissen nicht, welcher Teil der Ummah – der globalen muslimischen Gemeinschaft – in diese Kategorie gehört. Die Hauptverantwortung unserer Regierung ist der Schutz der Sicherheit und Interessen unserer Bürger und das bedeutet, dass wir weiter auf die muslimischen Traditionalisten konzentriert bleiben müssen, die sehr klar zu diesen Überzeugungen stehen, die unsere Führungspolitiker als ein „Kapern“ des Glaubens oder „Irrlehren“ einer abtrünnigen Minderheit marginalisieren.

Nach 20 Jahren Fehlschlägen in Afghanistan ist es vielleicht an der Zeit dem zuzuhören, was die Jihadisten uns über ihre auf dem Glauben basierende Feindschaft und Ziele sagen. Vielleicht können wir dann den fehlgeleiteten Idealismus vermeiden, der unsere Sicherheit und Interessen gefährdet und tausende muslimischer Reformer einem grausamen Schicksal überlassen hat.

Jetzt gibt es sogar von den Wissenschaften Beweise für islamische Aggression

Raymond Ibrahim, 12. August 2021

Zusammen mit islamischer Doktrin und Geschichte kann man jetzt die Wissenschaften der Liste der Dinge hinzufügen, die islamische Aggression nachweisen.

Ancestry.com, eine Firma, die ein Netzwerk genealogischer und historischer Aufzeichnungen betreibt und DNA-Abstammungskits anbietet, bestätigte gerade, was die Geschichte bereits weiß: Die meisten der Bewohner der Türkei sind keine Türken, sondern vielmehr Nachkommen christlicher Völker, zumeist Griechen, die deutlich mehr als ein Jahrtausend in Anatolien lebten, bevor die Türken dort eindrangen; sie konvertierten aber infolge der drei Alternativen, die der Islam bietet (Konversion, Jizya/Unterwerfung oder Tod).

Wie man erwarten könnte, sind viele Türken, die dazu tendieren eifrig für ihr Erbe einzutreten, empört angesichts der Feststellung, dass ihre Vorfahren keine erobernden Türken, sondern eroberte Ungläubige waren. Diese Erkenntnis unterstreicht auch einen grausamen Kreislauf, den ich früher schon diskutiert habe: Die meisten der Muslime, die heute die indigenen Christen in ihrer Mitte verfolgen – und die Türken gehören dazu – sind selbst Nachkommen von Christen, die zum Islam konvertierten, um selbst nicht mehr verfolgt zu werden.

Man fragt sich, wie lange es dauert, bis DNA-Studien eine weitere, noch weniger schmeichelhafte Tatsache offenbaren: Die Blutlinie erobernder Muslime – darunter die Türken – wird weiter durch das Blut europäischer Konkubinen, Sexsklavinnen verfälscht, von denen viele Millionen im Verlauf der Jahrhunderte von Türken, Tataren, Berber-Korsaren und allerlei anderen muslimischen Völkern importiert wurden. Die historischen Aufzeichnungen dazu sind eindeutig.

Ein Beispiel: 1438 war Bartolomeo de Giano, ein italienischer Franziskaner Zeuge türkischer Sklavenzüge im gesamten Balkan. Aus Ungarn wurden 300.000 versklavt und „innerhalb weniger Tage weggeschafft“, schrieb er; aus Serbien und Transsylvanien wurden 100.000 „in Eisenfesseln weggeführt, die hinten an Pferde gebunden waren … Frauen und Kinder wurden von Hunden ohne Gnade oder Gottesfurcht wie Herden getrieben. Wenn eine von ihnen langsamer wurde, aus Durst oder Schmerz nicht in der Lage war weiterzugehen, O Herr Jesus!, sie beendete auf der Stelle ihr Leben hier in Qualen, in der Mitte durchgeschnitten.“

Ein Historiker hält fest: „Die massive Versklavung slawischer Bevölkerungen während dieser Zeit war sogar Anlass für unser Wort ‚Sklave‘: in Bartolomeos Zeit bedeute Sklave zu sein Slawe zu sein.“

Gleichermaßen schreibt der griechische Historiker Doukas (1400 – 1462) Folgendes über den Palast des osmanischen Sultans Bayezid:

Dort konnte man sorgfältig ausgesuchte Jungen und Mädchen finden, mit schönen Gesichtern, süße junge Jungs und Mädchen, die stärker als die Sonne schienen. Welchen Nationen gehörten sie an? Sie waren Byzantiner [Griechen], Serben, Wallachen, Albaner, Ungarn, Sachsen, Bulgaren und Lateiner … Er selbst [Sultan Bayezid] gab sich unablässig, bis zur Erschöpfung Vergnügungen hin, betrieb Ausschweifungen mit diesen Jungen und Mädchen.

Europäische Sklaven waren nicht nur, wie einige dieser Abschnitte nahe legen, für Vergnügungen da; Muslime pflanzten sich auch regelmäßig mit ihnen fort. Selbst dieser eine Türke, der von Erdoğans Türkei am meisten gefeiert wird – Bayezids Enkel Mohammed II, der Eroberer Konstantinopels – wurde war das Kind einer christlichen Sklavin. Das änderte die Tatsache nicht, dass er ein erklärter Feind des Christentums ist – der „Vorläufer des Antichristen“, wie er beschrieben wurde.

Darüber hinaus erklärt Darío Fernández-Morera, Autor von „Der Mythos des andalusischen Paradieses“:

Der Einfluss der christlichen Sklaven auf islamischem Land war so, dass viele der Omajjaden-Herrscher des islamischen Spanien, als Söhne von Sexsklavinnen, blaue Augen und blonde oder rote Haare hatten; und der Gründer der „arabischen“ Nasriden-Dynastie von Granada wurde wegen seines rötlichen Haars und Barts al-Hamar genannt, „der Rote“. … Die Arabistin Celia del Moral beobachtete, dass im omajjadischen Al-Andalus die begehrtesten und daher teuersten Sexsklavinnen Blonde und Rothaarige aus den nördlichen christlichen Regionen waren,

Fakt ist, dass gemäß Berechnungen des spanischen Arabisten Julian Ribera wegen der ständigen sexuellen Interaktionen mit europäischen Sklavinnen die genetisch arabische Komponente jeder Generation von Omajjaden-Herrschern halbiert wurde, so dass der letzte Omajjade, Hischam II. (976 – 1013) nur noch zu etwa 0,09 Prozent Araber war.

Das war auch kein Phänomen, das sich auf die muslimischen Eliten – Kalifen, Sultane, Emire und so weiter – beschränkte, weil die sich „gut besetzte“ Harems leisten konnten. Natürlich sind sie es, deren Taten aufgeschrieben wurden, denn es sind sie – die Herrscher, nicht die einfachen Muslime – von denen die Chronisten schrieben. Dennoch macht die Geschichte deutlich, dass europäische Sexsklavinnen, abhängig von Zeit und Ort, dem Durchschnittsmuslim reichlich zur Verfügung standen.

So erfahren wir, dass die Sklavenmärkte von Adrianopel (Edirne), früher die osmanische Hauptstadt, derart mit europäischem Fleisch überflutet waren, dass Kinder für Pfennige verkauft wurde, „eine sehr schöne Sklavin wurde gegen ein Paar Stiefel getauscht und vier serbische Sklaven wurden gegen ein Pferd gehandelt“.

Genauso gilt: Wenn man bedenkt, dass im 16. Jahrhundert „Algerien vor christlichen Gefangenen wimmelte und allgemein gesagt wurde, dass ein christlicher Sklave kaum ein fairer Handeln gegen eine Zwiebel war“, dann war es kein Wunder, dass Ende des 18. Jahrhunderts europäische Beobachter festhielten, dass „die Einwohner von Algiers einen eher weißen Teint haben“.

Wird ancestry.com oder eine ähnliche Organisation jemals diese andere ungeschminkte Tatsache bezüglich muslimischer Blutlinien über DNA darlegen? Unwahrscheinlich.

Das zitierte Material dieses Artikels wurde dem Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West entnommen und ist dort dokumentiert.

Muslimisches Durchhaltevermögen vs. westliche Kurzsichtigkeit: Die wahre Lektion aus Afghanistan

Raymond Ibrahim, 17. August 2021

Osama bin Laden, Mullah Muhammad und Aymon al-Zawahiri

In einem Interview aus dem Jahr 2005 wurde al-Qaidas Ayman al-Zawahiri zum Status von Osama bin Laden, dem damaligen Führer von al-Qaida, und Mullah Omar, dem damaligen Führer der Taliban gefragt – der beiden Männer, die am stärksten in die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf die USA verwickelt waren (bin Laden für die Planung, Omar dafür die logistische Hilfe und Zuflucht zur Verfügung stellte).

Es waren vier Jahre vergangen, seit die USA in Afghanistan einmarschiert waren, die Taliban stürzten und Jihadisten aller Couleur in die Flucht geschlagen hatten; und es gab eine ganze Weile nicht einen einzigen Pieps, weder vom Führer der al-Qaida noch vom Führer der Taliban.

Al-Zawahiris Antwort, die ich für mein Buch The Al-Qaida Reader (2007) übersetzte, ist mir immer im Gedächtnis geblieben. Er sagte:

Jihad auf dem Weg Allahs ist größer als jeder Einzelne oder jede Organisation. Es ist ein Kampf zwischen Wahrheit und Lüge, bis Allah, der Allmächtige die Erde und die auf ihr leben übernimmt. Mullah Muhammad Omar und Scheik Osama bin Laden – möge Allah sie vor allem Übel schützen – sind lediglich zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen der Wahrheit [Islam] und Lüge [Nichtislam] die Zeit überschreitet. (S. 182, Hervorhebung hinzugefügt)

Beachten Sie die Anwendbarkeit – wenn nicht gar prophetische Natur – dieser Antwort im Licht der aktuellen Entwicklungen: Vor zwanzig Jahren marschierten die USA – die einzige Supermacht der Welt – in Afghanistan ein, einem der schwächsten und ärmsten Länder; sie arbeiteten ihre Feinde schnell ab und schlugen ihre Zelte auf, betrieben Nation-Building und importierten „Demokratie“; und schließlich eliminierten sie ihre Erzfeinde, Osama bin Laden und Mullah Omar.

Für viele sorglose westliche Beobachter war es ein uneingeschränkter und durchschlagender US-Sieg.

Und doch … und doch haben die USA zwei Jahrzehnte, Milliarden US-Dollar und tausende amerikanischer Soldatenleben später nichts, was sie vorweisen können, sondern Afghanistan wird eine viel größere Bedrohung werden als je zuvor (nicht zuletzt, weil die Taliban – eine „radikalmuslimische“ Gruppe, die gerade das „islamische Emirat“ Afghanistan ausgerufen hat – amerikanische Waffen und Ausrüstung im Wert von Milliarden eroberten).

Was ging schief? Vielleicht kann der folgende Gegensatz – der eher Diktum – helfen: Während Muslime eine langfristige, geduldige Sicht auf die Geschichte haben, haben Westler eine sehr kurze, kurzsichtige Sichtweise; Muslime behalten ihre Gepflogenheiten bei und warten in Momenten der Niederlage auf den richtigen Augenblick („Wir mögen am Boden liegen – solange wir nicht tot sind, sind wir immer noch im Spiel“), Westler hingegen erkennen dem Vorübergehenden zu viel Bedeutung zu – besonderen Errungenschaften oder Markern in Zeit und Raum.

Ein konkretes Beispiel: Die wilde Euphorie, die die Medien nach dem Tod von Osama bin Laden 2011 im Sturm eroberte. Damals erklärte CNNs Sicherheitsanalyst Peter Bergen: „Bin Laden zu töten ist das Ende des Kriegs gegen den Terror. Wir können das jetzt sozusagen ankündigen.“ Bergen bestand darauf, dass die „ikonische Natur von bin Ladens Persönlichkeit“ nicht ersetzt werden kann und riet weiter: „Es ist an der Zeit weiterzugehen.“

Ein weiterer CNN-Analyst, Fareed Zakaria, versicherte uns: „Das ist ein gewaltiger, verheerender Schlag für al-Qaida, die bereits vom Arabischen Frühling verkrüppelt ist. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass dies im wahrsten Sinne des Wortes das Ende von Al-Qaida ist.“

Und doch … und doch ist ein ganzes Jahrzehnt nach bin Ladens Tod nicht nur sein ursprünglicher Rückzugsort, ein von den Taliban beherrschtes Afghanistan, wieder aktiv, sondern auch al-Qaida.

Warum? Zitieren wir wieder Ayman al-Zawahiri, den Führer der Terrororganisation: „Mullah Muhammad Omar und Scheik Osama bin Laden … sind nur zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen Wahrheit [Islam] und Lüge [Nichtislam] die Zeit überschreitet.

Tötet diesen oder jenen Jihadisten; erobert dieses oder jenes muslimische Land; unterstützt diese oder jene Regierung und importiert diese oder jeden westliche Ideologie oder Art zu regieren – solange der Islam gesund und munter ist, wird auch die „Reise des Jihad“ weiter gehen, selbst wenn er ein unmerklicher Puls unter der Oberfläche ist, der sich nur dann  offenbart, wenn die richtige Zeit gekommen ist.

Darauf können Sie immer wetten.