Der neueste völkermörderische Angriff der Türkei auf Christen und andere Minderheiten

Raymond Ibrahim, 5. Januar 2023 (The Stream)

Viele im Westen haben von den schweren Gräueltaten gehört, die die Jihadisten desIslamischen Staats im Irak und Syrien (ISIS) an den religiösen Minderheiten im Fruchtbaren Halbmond beging, besonders an Christen und Jesiden. Mehrere westliche Regierungen stuften diese Gräueltaten – zu denen Massaker, Kreuzigungen, Folter und Sexsklaverei gehörten – später als Völkermord ein.

Heute sind sich jedoch nur wenige bewusst, dass dieselben völkermörderischen Gräuel gegen genau dieselben religiösen Minderheiten weitergehen, die am meisten unter ISIS in Nordsyrien litten – diesmal durch niemand anderen als eine weitere muslimische Kraft mit Kalifen-Anspruch: die Türkei unter der Führung von Recep Tayyip Erdoğan.

Vom 20. bis 25. November 2022 führte die Türkei 2.500 Angriffe – Luftwaffe, Mörser, Drohnen, Artillerie usw. – mehrere Meilen tief hinter Syriens nördliche Grenze durch. Das von der Autonomen Verwaltung von Nord- und Ostsyrien (AANES) beherrschte Gebiet ist zufällig auch das, in der die meisten der früher verfolgten religiösen Minderheiten der Christen, Jesiden und Kurden leben.

Während der Operation Krallenschwert genannten Operation tötete die Türkei 48 Menschen, verletzte Dutzende und zerstörte oder beschädigte 2.300 zivile Häuser und Gebäude, darunter ein Kinderkrankenhaus, ein Gesundheitszentrum, ein Kraftwerk, unentbehrliche Öl- und Gasverarbeitungsbetriebe, entscheidende Getreidetürme und eine Großbäckerei.

Save the Persecuted Christians hielt fest: „Die Türkei scheint sich darauf zu konzentrieren der Zivilbevölkerung Lebensmittel, Wärme und Wasser entziehen zu wollen, während der Winter einsetzt. Sie warf sogar Bomben auf Zeltlager, in denen Überlebende früherer Invasionen untergebracht sind“, außerdem half sie ISIS-Terroristen aus dem Gefängnis zu entkommen.

Tödliche türkische Angriffe sind weitergegangen, die Genocide Watch veranlasste am 7. Dezember 2022 einen Genocide Emergency Alert (Völkermord-Notfallwarnung) auszugeben:

Diese militärischen Angriffe des Regimes von Recep Tayyip Erdoğan sind Teil einer breiteren türkischen Politik der Vernichtung der kurdischen und assyrischen [christlichen] Völker im nördlichen Syrien und dem Irak. Die Türkei hat Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit begangen, darunter Bombenangriffe, Artilleriebeschuss, Folter und außergerichtliche Tötungen. Die Angriffe sind Teil der türkischen Völkermord-Politik gegenüber den Kurden, Christen und Jesiden.

Anders als die von ISIS in derselben Region begangenen Gräuel erhielten diese jetzt von der Türkei begangenen allerdings null Aufmerksamkeit der westlichen „Mainstream-Medien“ – nicht zuletzt, weil die Türkei NATO-Mitglied ist und daher anscheinend vor Kritik abgeschirmt wird.

Zum Glück schweigen andere nicht. In einem aktuellen Webinar mit dem Titel „Ist das Völkermord? Die Türkei beschießt Syriens Christen, Jesiden und Kurden“ diskutierte ein Expertenforum von Save the Persecuted Christians und lieferte Beweise für das, was sie alle als das „völkermörderische“ Handeln der Türkei gegen Christen, Jesiden und Kurden und andere ethnisch-religiösen Minderheiten in Nordsyrien bezeichneten und boten Beweise, außerdem wie die USA und die internationale Gemeinschaft darauf reagieren sollte.

Der Moderator des Webinars, Frank Gaffney, Leiter des Center for Security Policy, begann damit, dass er diese Entwicklungen Erdoğan zuschrieb, „der sich für den neuen Kalifen hält“ und „der sich der Wiedererrichtung des osmanischen Kalifats sowie der Durchsetzung der Scharia, der obersten Doktrin des Islam“ verschrieben hat, die „für Christen besonders unterdrückerisch“ ist.

Die meisten, wenn nicht sogar alle Podiumsteilnehmer stimmten verschiedenen Punkten zu und betonten sie, darunter:

Die erklärte Absicht der Türkei für ihre Aggression in Nordsyrien – heißt eine „Sicherheitszone“ entlang seiner Südgrenze zu Syrien zu schaffen – ist ein Vorwand und eine Ausrede für ihre wahre Motivation: „die religiösen und ethnischen Minderheiten zu beseitigen“, sagte Charmaine Hedding, Präsidentin des Shai Fund. Zu Erdoğans Bodentruppen, fügte sie hinzu, gehören ehemalige Jihadisten von ISIS, Al-Qaida und Tahrir al-Schams, die „massive Menschenrechtsverletzungen begehen und eine Agenda zur Schaffung eines Kalifats haben; sie werden religiöse Minderheiten in dieser Gegend ausrotten“.

Was die Türkei in Nordsyrien tut, ist laut der Rechtsdefinition der internationalen Gemeinschaft für diesen Begriff nicht nur ein Völkermord, sondern die Fortsetzung einer alten Politik. Der Diskussionsteilnehmer Gregory Stanton (Präsident von Genocide Watch) machte geradeheraus geltend: „Die  Türkei ist eine völkermörderische Gesellschaft… Die Türkei hat in der Geschichte so viele Völkermorde betrieben“, anscheinend mit einer Feindseligkeit besonders gegenüber einer Gruppe: „Sie [die Türkei] ist seit vielen Jahrhunderten christenfeindlich gewesen und hat versucht so viele Christen wie möglich abzuschlachten.“

Hedding stimmte zu: „Dieser Völkermord ist ein Muster, das wir sehen und es ist gewiss nichts Neues… Was wir erleben werden, ist das Ende der Christenheit und einiger Jesiden in dieser Gegend, wenn wir der Türkei erlauben damit davonzukommen. Es wird eine humanitäre Krise geben.“ Hedding fügte an: „Für die, die sagen ‚mit uns nicht!‘ oder ‚Nie wieder!‘- hier ist es, es passiert erneut.“

Vergangenheit und Gegenwart: Türkische Vertreibungen und Todesmärsche von Christen und anderen Minderheiten.

Die derzeitigen Opfer der Türkei – besonders Christen und Jesiden – sind tragischerweise die Nachkomment der früheren Opfer der Türkei, die sie auf den Todesmärschen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ebenfalls „völkermordete“. Lauren Homer, Präsidentin des Law and Liberty Trust erklärte, dass Nordsyrien genau der Bereich ist, wo die Osmanen vor mehr als einem Jahrhundert zahllose Christen abschlachteten. Die, gegen die sie sich jetzt richtet, sind ihre Nachkommen. Genauso verfolgt die Türkei das Ziel „zu beenden, was sie angefangen hat“, sagte Hedding und „Hunderttausende Menschen zu vertreiben, um die Demografie in Nordsyrien neu zu gestalten und zweitausend Jahre Geschichte auszulöschen.“

Was die Türkei Christen und anderen Minderheiten in Nordsyrien antut, ist Teil eines viel größeren Plan alle Nachkommen der ehemaligen christlichen Untertanen des osmanischen Reichs zu säubern, einschließlich derer Armeniens und Griechenlands, die beide unter den Türken Völkermorde erlebten und die jetzt erneut von der Türkei „als Teil ihrer Völkermord-Politik“ ins Ziel genommen werden, um Stanton zu zitieren. „Sobald erklärt wurde, dass ISIS besiegt war“, betonte Homer, „begann die Türkei genau die Leute anzugreifen, die ISIS bekämpften und besiegten“, heißt: die Kurden und andere religiöse Minderheiten, die die AANES bildeten.

Das jüngste militärische Handeln der Türkei in Afrin wurde auch als sinnbildlich für die Völkermord-Kampagne dieses Staates hervorgehoben. Dort flohen hunderttausende Christen und Jesiden, selbst als die Türken „sie [Christen und Jesiden] wie von Tür zu Tür gehend die Tiere hetzten“, sagte Hedding.

Es gab eine „jihadistische Fatwa gegen diese Völker“, sagte  Homer, der damit bestätigte: „Die Türkei hat dieselben Ziele wie ISIS, die darin bestehen aus all diesen Bereichen radikalisiert islamistische Staaten zu machen.“ Am Ende zerstörten sie 18 von 19 jesidische Tempel; Afrins jesidische Bevölkerung ist inzwischen seit 2014 um 90 Prozent geschrumpft. Was Christen angeht, so sind sie alle, rund tausend Familien, vor diesem jüngsten jihadistischen Vorstoß geflohen.

Kino Gabriel, ein (assyrischer) Christ und Leiter des Syrischen Militärrats, bot ein einzigartige Perspektive „von vor Ort“. Er betonte, dass der Krieg gegen die Christen in Syrien im Lauf der Jahre viele Formen angenommen hat und in der modernen Zeit bis zur Umsetzung der Arabisierung durch die Al-Assad-Dynastie zurückreicht, in der die Christen von 25 Prozent der syrischen Bevölkerung 1950 auf 12 Prozent 2010 zurückging, eine Zahl, die nach ISIS und jetzt mit der Türkei nur noch weiter abnahm, die, daran erinnerte er die Zuschauer, „ein großer Anhänger der Muslimbruderschaft und sogar dieser radikalsten Lager ist“.

Die Podiumsteilnehmer stimmten alle überein, dass die beste Möglichkeit voranzukommen darin besteht, dass die USA, die „alle alle Karten in der Hand  haben“, die Türkei als NATO-Partner zur Unterlassung aufruft. Während die Türkei ihre NATO-Mitgliedschaft ausnutzen kann und das auch tut, um mit Mord davonzukommen, erklärte Stanton, dass die USA deren Mitgliedschaft leicht aussetzen könnten, was wahrscheinlich ausreichen würde, damit die Türkei beschließt, dass ihr neuer Völkermord das nicht wert ist.

Nadine Maenza, die Präsidentin des International Religious Freedom Secretariat, betonte ihrerseits wiederholt, dass US-Unterstützung für AANES unerlässlich ist, da sie das einzige geeignete und demokratische Bollwerk zum Schutz der religiösen Minderheiten unter ihrer Zuständigkeit sind.

Israel: Schutzort für Christen; Bevölkerungswachstum und Religionsfreiheit

Christen stellen knapp unter 2% der israelischen Bevölkerung

Benjamin Weinthal, Fox News, 18. Januar 2023

Jerusalem – Während das Leid der Christen in der Region drastisch zugenommen hat, nahm die Bevölkerung der israelischen Christen 2021 um 2 Prozent zu, so ein Bericht, der von Israels Zentralem Amt für Statistik (CBS – Central Bureau of Statistics) im Dezember.

Die Veröffentlichung der neuen Daten fiel mit Weihnachten zusammen und zeigte, dass etwa 185.000 Christen in Israel leben und 1,9 Prozent der Bevölkerung des Landes ausmachen.

„In Israel ist die Zahl der Christen stabil, weil es dort Religionsfreiheit gibt“, sagte Pastorin Petra Heldt, eine führende christliche Wissenschaftlerin, die seit 40 Jahren in Israel lebt, gegenüber Fox News Digital. „Für mehrheitlich muslimische Länder in der Region gilt das nicht.“

Eine Taufe in Qasr al-Yahud am Jordan in Israel. Laut biblischer Tradition ist das die Stelle, an der Jesus getauft wurde. (Foto: Shalev Shalom ZTPS)

Christliche Gemeinschaften im gesamten Nahen Osten sind geschrumpft oder sogar verschwunden. Vor dem amerikanischen Einmarsch in den Irak 2003 lebten im Land 1,5 Millionen Christen. Die uralte christliche Gemeinschaft ist inzwischen auf geschätzte 200.000 bis 300.000 in einer Gesamtbevölkerung von mehr als 40 Millionen geschrumpft.

Fox News Digital berichtete vor kurzem von einem britischen Regierungsbericht, in dem es heißt: In der Islamischen Republik Iran „reicht es aus nur Christ zu sein, um verhaftet zu werden“.

Das Regime des Iran hat einen Feldzug zur Verfolgung evangelischer Christen und Katholiken geführt.

Heldt betonte, dass es in Israel „absolute Glaubensfreiheit“ gibt und sich das von Ländern wie der Türkei unterscheidet, wo Christen „verfolgt werden und eine schwere Zeit haben. Dasselbe gilt für den Irak“, erklärte sie.

Eine im Jordantal in Israel organisierte Taufe (Foto: Shalev Shalom/TPS)

Das Bild ist in Israel nicht völlig rosig, aber Beobachter behaupten, das verblasst im Vergleich zu den Nachbarländern. Im Januar verwüsteten zwei Teenager-Verdächtige einen christlichen Friedhof in Jerusalem. Der Anschlag wurde vom israelischen Außenministerium verurteilt, das ihn eine „unmoralische Tat“ und „einen Affront für die Religion“ nannte.

Jerusalems anglikanischer Erzbischof Hosam Naoum bezeichnete das als ein „eindeutiges Hassverbrechen“. Das britische Konsulate sagte, es sei nur der jüngste einer ganzen Reihe von Angriffen auf die christliche Gemeinschaft in der heiligen Stadt Jerusalem.

Heldt sagte, die israelische Regierung betreibe die Strafverfolgung für die Schändung der Grabsteine. „In mehrheitlich muslimischen Ländern wäre das [Strafverfolgung] nicht der Fall“, fügte sie hinzu.

Die israelische Polizei kündigte Montag an, dass Anklagen gegen zwei Teenager wegen der mutwilligen Zerstörung von 28 Grabsteinen auf dem protestantischen Friedhof des Bergs Zion erhoben wird.

Heldt sagte, dass es den „Mord an und die Verfolgung von Christen in Nigeria und Ägypten in Israel nie gegeben hat“. Radikale Islamisten haben angestrebt die sich abmühende koptisch-christliche Gemeinde in Ägypten und die nigerianischen >Christen in den muslimisch dominierten nördlichen Regionen Nigerias auszulöschen.

Pastor Saleem Shalash von der Kirche Heim des Königs Jesus in Nazareth wiederholte das, was Pastorin Heldt über die Bedeutung der Religionsfreiheit in Israel sagte. „Als arabischer Pastor würde ich es vorziehen in Israel zu leben“, sagte Shalash. „Die Freiheit, die wir in Israel haben, haben wir in den besten arabischen Ländern nicht.“

Pastor Saleem Shalash von der Kirche Heim des Königs Jesus in Nazareth in Israel (Foto: Pastor Saleem Shalash)

„Wir können unseren Glauben ohne Verfolgung ausüben. Und wenn es Verfolgung gibt, können wir die Polizei rufen und sie wird uns beschützen.“

Pastor Shalash dient einer Gemeinde von 100 in Nazareth, von dem man glaubt, dass Jesus als Kind dort Zuhause war. Nazareth hat die größte arabisch-christliche Bevölkerung (21.000), Haifa folgt mit 16.700. Jerusalem folgt mit 12.900 arabischen Christen an dritter Stelle.

In Antwort auf einen Bericht, dass die christliche Bevölkerung in Israel zunahm, sagte Shalash: „Das ist eine gute Nachricht.“

Die Herausforderung, der sich die christliche Gemeinschaft in Israel gegenüber sieht, merkte er an, ist eine im Vergleich mit den anderen Religionsgemeinschaften niedrigere Geburtenrate. „Sie [die Christen] haben keine großen Familien“, sagte Shalash. „Normalerweise haben Christen zwei oder drei Kinder.“

Hareidische (ultraorthodoxe) Juden in Israel haben eine Geburtenrate von 6,64 Kindern pro Frau, so Zahlen der israelischen Regierung. Säkulare jüdisch-israelische Frauen haben ein Geburtenrate von 1,96 Kinder.

Pastor Shalash sagte, eine der großen Herausforderungen, der Israels christliche Gemeinschaft gegenüber sieht, ist eine niedrige Geburtenrate. (Foto: Pastor Saleem Shalash)

Es gibt zwar bei einigen Juden und Muslimen in Israel radikal-religiöse Strömungen, sagte Shalash, aber „man kann zusammenleben. Man kann Juden, Christen, Muslime und Drusen finden, die in Harmonie ohne Verfolgung leben und ihren Glauben leben.“

Open Doors ist eine internationale NGO, die sich der Rettung verfolgter Christen widmet; sie veröffentlichte Dienstag einen Bericht, in dem eine Reihe Länder aus dem Nahen Osten und Nordafrikas aufgeführt werden, die zu den Top Ten der Staaten gehören, „in denen Christen sich der schwersten Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt sehen“, so der Bericht.

Der Iran wurde auf Platz 8 eingestuft, der Jemen auf Platz 3. Das kommunistische Nordkorea wurde als schlimmster Verfolger benannt und Somalia auf Platz 2 geführt.

Die Palästinensergebiete steht in der Open Doors-Untersuchung von 76 Ländern, in denen Christen verfolgt werden. Die Palästinensergebiete wurden auf Platz 57 geführt. Israel ist nicht auf der Liste.

Lisa Pearce, Interim-CEO von Open Doors US, sagte in einer Erklärung gegenüber Fox News Digital: „Die anhaltende politische und sozio-ökonomische Krise macht vielen Menschen im Gazastreifen und der Westbank zu schaffen. Für viele arabisch-christliche Familien gibt es große Belastungen und viele beschlossen wegzugehen, wenn sie die Chance haben. Wie Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden und ohne sonderliche Aussichten auf Arbeit haben  viele christliche Eltern das Gefühl, sie haben kaum eine andere Wahl, wenn ihre Kinder eine Zukunft haben sollen.“

Die Abnahme der Zahl der Christen in den palästinensisch kontrollierten Gebieten in Teilen der Westbank und im Gazastreifen ist im Lauf der Jahre regelmäßig dokumentiert worden.

Im Oktober twitterte Edy Cohen, ein israelischer Experte für arabische Angelegenheiten, Videoaufnahmen eines Angriffs von Palästinensern auf eine Kirche im östlichen Bethlehem in der Westbank.

Touristen besuchen die Geburtskirche in Bethlehem, 16. Nov. 2021 (Foto: AP Foto/Nasser Nasser)

Khaled Abu Toameh, der Reporter der Jerusalem Post für Palästinenser-Angelegenheiten, berichtete über die Verhaftung des evangelischen Pastors Johnny Shahwan durch die palästinensische Autonomiebehörde (PA) im März, weil der für Normalisierung mit dem „zionistischen Gebilde“ (Israel. Die PA inhaftierte Shahwan 40 Tage lang, weil er sich mit einer Reihe von Abgeordneten der Knesset (Israels Parlament) traf und sie schloss seine Pfarre, Beit Al-Liqa in Bei Jala.

Fox News Digital schickte Presseanfragen an die palästinensische Autonomiebehörde, hatte aber bis zum Druck keine Antwort bekommen.

Israels lebendige christlich-religiöse Geschichte hat amerikanisch-christliche Studenten für Besuche attraktiv gemacht. Am 9. Januar feierte Passages, ein Programm, das christliche College-Studenten nach Israel bringt, seinen 10.000. Teilnehmer. „Wir befinden uns in einem einzigartigen Augenblick in der Geschichte, in dem Juden und Christen zum ersten Mal zusammenkommen können und positive und wirkungsvolle Erfahrungen schaffen können“, sagte Rivka Kidron, Mitgründerin von Passages.

„Jetzt  können Juden und Christen mehr denn je um unsere gemeinsamen Werte zusammenkommen und für das einstehen, was in dieser Welt richtig ist. Leider nimmt der Antisemitismus zu und ich denken, wir brauchen einander und ich denke, wir brauchen einander mehr als je zuvor. Ich fühle mich sehr gesegnet in diesem Moment hier zu sein und hier zu leben und ich teile das mit Ihnen.“

Passages ist ein Programm, das christliche College-Studenten nach Israel bring (Foto: Mattanah DeWitt)

Passages sagte, es „bietet christlichen College-Studenten mit Führungspotenzial einen frischen und innovativen Ansatz das Heilige Land zu erfahren.“

Passages sagt, es habe 450 Teilnehmer aus Schulen wie dem Hillsdale College, der Florida State University und der Oklahoma Baptist University.

„Die Teilnehmer begegnen den Wurzeln ihres biblischen Glaubens aus erster Hand und stehen dem modernen Wunder Israel direkt gegenüber, bekommen Möglichkeiten bei ihrer Reise mit zusätzlichem Führungstraining Erfahrungen zu sammeln, mit dem Ziel ihren christlichen Glauben zu stärken und Freundschaftsbrücken zur jüdischen Gemeinschaft zu bauen“, vermerkt Passages in einer Pressemitteilung.

Zu Heiligabend bricht in Ägypten Gewalt gegen Kirche aus

Raymond Ibrahim, 72. Dezember 2022 (Coptic Solidarity)

Als im Westen Heiligabend gefeiert wurde, randalierten in Ägypten Muslime und griffen am 24. Dezember eine Kirche an.

Das große „Verbrechen“ der Kirche bestand darin, dass sie versucht hatten ihr baufälliges Kirchendach zu reparieren, was die drakonischen, christenfeindlichen Diktate des islamischen Rechts (der Scharia) widerspricht, das in Artikel 2 der ägyptischen Verfassung verankert ist.

Zwei Jahre zuvor begann das Dach der Kirche der heiligen Jungfrau und Anba Samuel in Abis al-Thawra, einem Dorf in den Außenbezirken von Alexandria, zu zerfallen und ins Gebäude zu stürzen. Bei zumindest einer Gelegenheit kollabierten Teile des Dachs nach schwerem Regen und verletzte mehrere Kirchgänger (Bild oben). Nach zwei Jahren der Appelle an die Behörden, um eine Genehmigung zu bekommen „das Dach zu reparieren und das Leben der Gottesdienstbesucher zu retten“, erhielt die Kirche endlich die Genehmigung.

Das ist die einzige Kirche in einer Gegend, die mehrere Dörfer und Weiler abdeckt, die rund christlichen Familien dient. 1979 gebaut, ist sie bereits stark überfüllt (und daher ein „Sicherheitsrisiko“, wie viele Kirchen, die in letzter Zeit in Ägypten „Feuer gefangen“ haben). Daher hatten die Kopten während des Antragsverfahrens auch die Genehmigung zur Erweiterung der Kirche gestellt.

Die Behörden lehnten das ab, gaben nur die Genehmigung zur Reparatur des Daches – und selbst das war der lokalen muslimischen Bevölkerung zu viel; sie randalierte und war Steine auf die Kirche, auf einzelne Kopten und auf die Dacharbeiter. Sie legten auch Feuer und einem christlichen Bauernhaus direkt neben der Kirche.

Der Grund für die muslimische Wut ist, dass die Scharia anordnet, dass nicht nur keine neuen Kirchen auf vom Islam erobertem Gebiet (wie Ägypten) gebaut werden, sondern bereits bestehende Kirchen niemals repariert werden dürfen. Natur und Zeit bereits bestehende Kirchen beseitigen zu lassen wird als eine Art „Toleranz“ betrachtet – eine, in die gleichwohl niemals eingegriffen werden darf, in diesem Fall mit der Ausbesserung des Daches.

Die Mob-Gewalt von Heiligabend reicht aus, damit die Polizei und die Staatssicherheit eingriffen, den Mob zerstreuten und die Ruhe wiederherstellten. Sie ließen auch Bewachung um die Kirche zurück.

Wie üblich, wurde keiner der (muslimischen) Angreifer oder Anstifter festgenommen. Stattdessen wurden alle Arbeiten am Dach unter dem Vorwand der „Beruhigung der Lage“ eingestellt. Aufgrund von Präzedenzfällen fürchten die Kopten allerdings, dass diese „vorläufige“ Einstellung eine dauerhafte sein wird.

Letzten Endes hat sich dieses Szenario in Ägypten unzählige Male abgespielt: Wann immer einer Kirche legalisiert oder repariert wird – oder es nur das Gerücht gibt, sie würde legalisiert oder repariert – toben lokale Muslime und greifen Christen an. Die Behörden reagieren regelmäßig mit dem Appeasement der Randalierer und der Versiegelung der „beleidigenden“ Kirchen unter dem Vorwurf, dass sie in der Region „Sicherheitsrisiken“ darstellen.

Die Zeit wird zeigen, ob das Gesetz einmal mehr vor der muslimischem Mob-Herrschaft einbrechen wird oder ob sich für die Kirche der Jungfrau und Anba Samuel in Ägypten ein Anschein von Gerechtigkeit durchsetzen wird.

Weihnachtszeit: Wenn der Westen Appeasement betreibt und der Islam metzelt

Raymond Ibrahim, 20. Dezember 2022 (The Stream)

Geköpfter Weihnachtsmann – typisches Bild, verbreite von „Extremisten“ in der christlichen Weihnachtszeit

Einer der abscheulichsten Aspekte des sogenannten Krieges gegen Weihnachten ist westliches Appeasement gegenüber muslimischen Empfindlichkeiten.

Betrachten sie die Ereignisse in Schweden, wo seit Jahrhunderten der Tag der Heiligen Lucia gefeiert wird. Laut der Britannica ist

der Tag der Heiligen Lucia ein in Schweden, Norwegen und den Schwedisch sprechenden Gegenden in Finnland am 13. Dezember gefeiertes Lichterfest zu Ehren der Heiligen Lucia… Das Fest beginnt mit einer Prozession, angeführt vom Lucia-Beauftragten, dem weiß gekleidete junge Mädchen, die erleuchtete Kränze auf ihren Köpfen tragen und in weiße, schlafanzugähnliche Kostüme gekleidete Jungen folgen, die traditionelle Lieder singen. Das Fest begeht den Anfang der Weihnachtszeit in Skandinavien und soll während der dunkelsten Zeit des Jahres Hoffnung und Licht bringen.

Das ist vorbei. Mindestens eine Schule in Schweden hat die Feier kompromittiert, um ihre muslimischen Schüler zu beschwichtigen. Ein schwedischer Bericht (englische Übersetzung hier) besagt:

Erwarten Sie Weihnachtsmänner, Sternsinger und Lebkuchenmänner in der Lucia-Prozession? Nicht an der Mariehemskolan (Schule der heiligen Maria) in Umeå. Dort wurde beschlossen, dass die etwa 40 Kinder im Alter von 7 bis 10, die an der Lucia-Prozession teilnehmen, das ohne die traditionellen Elemente der Lucia-Feier tun werden. Der Grund dafür ist, dass muslimische Kinder letztes Jahr nicht an dem Fest teilnahmen, weil ihren Eltern die Verbindung zwischen der Feier und Weihnachten nicht behagte… Die Kinder werden auch keine traditionellen Lucia-Lieder singen. Der Chorleiter sagt, dass in den letzten Jahren viele Kinder ausgeschlossen waren, weil schwedische Schulen sich so stark auf das Lucia-Fest konzentrierten und es sei „so unglaublich traditionell christlich“.

Beachten Sie, dass der Chorleiter es so aussehen lässt, als wären die muslimischen Kinder „ausgeschlossen“ worden, obwohl in Wirklichkeit sie bzw. ihre Eltern diejenigen waren, die sich für die „Ausschließung“ entschieden.

Jetzt von allen Weihnachts-/christlichen Insignien befreit, postete die Marienschule ein Bild einer der aktuellen und höchst „verwässerten“ Lucia-Proben – das ein sehr junges muslimisches Mädchen in vollem, schwarzem Hijab zeigte.

So sieht der laufende „Beitragt“ des Islam in Schweden aus. Seit der skandinavische Staat seine Türen für Multikulturalismus und Migration öffnete – deren überwiegende Mehrheit muslimisch gewesen ist – haben die gewalttätigen Verbrechen um 300% und Vergewaltigungen um 1.472% zugenommen. (Diese Zahlen basieren auf einem Bericht aus dem Jahr 2015; weil die muslimische Migration im Verlauf von fast acht Jahren weiter sprunghaft angestiegen ist, sind diese Statistiken wahrscheinlich schlimmer geworden.)

Abgesehen von einem exponentiellen Anstieg des Chaos löscht die zunehmende muslimische Bevölkerung, wie die aktuelle Entwicklung bezeugt, langsam aber sicher Schwedens indigene Kultur und ehemals christliches Erbe aus – sie wird „gecancelt“. In diesem Fall basiert ihr Erfolg allerdings komplett auf der bereitwilligen Kooperation Schwedens.

Schweden ist natürlich symbolisch für den Westen insgesamt. Ausdrucksformen für Weihnachten, insbesondere Krippenszenen, werden überall im Westen unterdrückt, um Muslime zu beschwichtigen. Ein paar Beispiele kommen aus Großbritannien (hier und hier), Italien (hier und hier), Deutschland (hier und hier) und Belgien (hier und hier).

In New York City wurde öffentlichen Schulen schon seit 2002 erlaubt die religiösen Symbole aller Religionen – einschließlich des Sterns und des Halbmonds des Islam – auszustellen, außer denen des Christentums, wobei das Verbot der Krippenszene besonders betont wurde.

Es lohnt sich auch festzuhalten, dass nicht wenige dieser Westler, die solche Selbstunterdrückung betreiben, sich als „Christen“ identifizieren – darunter auch der Papst.

Was all dieses Appeasement besonders abscheulich macht, ist, dass es von allen Nichtchristen ausgerechnet die Muslime waren, die – weit entfernt davon sich für solches „Feingefühl“ zu revanchieren – die Weihnachtszeit oft nichts anderes ankündigt als einen Anstieg der Verfolgung von christlichen Minderheiten in der gesamten muslimischen Welt.

Während Weihnachten 2015 habe ich zum Beispiel Wert darauf gelegt für einen Artikel Vorfälle von Verfolgung genau zu verfolgen und zusammenzutragen. Ein paar Beispiele:

  • USA: Muslimische Terroristen griffen eine Weihnachts-Party in San Bernardino an; dabei wurden 14 Menschen getötet, darunter eine Christin aus dem Iran, die glaubte, sie sei durch ihre Ankunft in Amerika erfolgreich der Verfolgung entkommen.
  • Nigeria: Muslimische Terroristen von Boko Haram schlachteten am Weihnachtstag 16 Christen ab, darunter Kinder. In anderen Jahren hat die Jihadistengruppe am Weihnachtstag auf mehrere gedrängt voll besetzte Kirchen Bombenanschläge verübt oder sie abgebrannt. Einer der tödlichsten Anschläge ereignete sich 2011, als die Jihadisten während der Weihnachtsmesse eine katholische Kirche bombardierten, wodurch 39 Menschen getötet und hunderte verletzt wurden.
  • Philippinen: Muslimische Terroristen metzelten an Heiligabend zehn Christen nieder, um „ein Statement abzugeben“.
  • Irak: An Heiligabend warfen islamische Terroristen Bomben auf zehn Häuser und eine Abtei eines christlichen Dorfes.
  • Bethlehem: Am Geburtsort des Christentums und Schauplatz der Krippe bewarfen Muslime einen christlichen Leiter; an einer anderen Stelle setzten sie einen öffentlichen Weihnachtsbaum in Brand.
  • Belgien: „Allahu akbar“ brüllende Muslime setzen in Brüssel einen großen öffentlichen Weihnachtsbaum in Brand.
  • Bangladsch: Die Mitternachtsmesser zu Weihnachten wurde aufgrund heftiger Terrordrohungen abgesagt.
  • Indonesien: Die Weihnachtsmesse wurde abgesagt, obwohl starke Sicherheitsmaßnahmen – Personalstärke 150.000 – infolge von Terrordrohungen überall um Kirchen stationiert waren.

Mancher mag argumentieren, dass die meisten dieser Beispiele das Werk von Terroristen oder andere „Extremisten“ waren – dass wahre Muslime Christen willkommen heißen.

Im Gegenteil. Während derselben Weihnachtszeit gingen die Behörden mehrere muslimischer Staaten „hart gegen Weihnachtsfeiern vor“.

Im Iran wurden 10 Christen, die still die Geburt Christi in einem Haus feierten, am Weihnachtstag verhaftet, in Ketten gelegt und abgeführt. Darüber hinaus verboten die Regierungen dreier anderer muslimischer Staaten – Brunei, Tadschikistan und Somalia – Weihnachten formell unter Androhung von langen Gefängnisstrafen. Die Verbote beinhalteten das Feiern der Geburtsgeschichte bis das Aufstellen von Bäumen, sich wie der Weihnachtsmann anzuziehen und/oder Geschenke zu machen. Die islamischen Kleriker von Brunei fassten die allgemeine Begründung zusammen: „Religiöse Symbole wie Kreuze, das Anzünden von Kerzen, Weihnachtsbäume aufzustellen, religiöse Lieder zu singen, Weihnachtsbotschaften zu schicken … sind gegen den islamischen Glauben.“

Obwohl die Beispiele oben nur aus einem einzigen Jahr stammen (2015), erlebt jede Weihnachtszeit davor und danach dieselbe Verfolgung durch Muslime. Zum Beispiel werden christliche Arbeiter in Amerikas großem „Freund und Verbündeten“ Saudi-Arabien, wenn sie verdächtigt werden, das sie – wie ein saudischer Beamter sich einmal beschwerte – „sich verschwören Weihnachten zu feiern“, verhaftet und bestraft.

Weihnachten 2022 ist noch nicht da und die islamische Feindlichkeit gärt bereits. Vor ein paar Tagen sägte in Frankreich ein Muslim einen Weihnachtsbaum ab, der von offiziellen Vertretern von Lormont in der Stadt aufgestellt worden war; ein paar Tage davor „terrorisierte“ ein Muslim in der italienischen Stadt Sora „alle“ Teilnehmer der Feier zur Entzündung eines Weihnachtsbaums. Damit der „religiöse Aspekt“ – heißt islamische Motivation – nicht übersehen wird, brüllten beide Muslime den uralten Kriegsruf des Islam: „Allahu Akbar!“.

Wenn das die Art ist, wie einige muslimische Minderheiten auf die öffentlichen Weihnachtssymbole  in westlichen Staaten reagieren, wo sie „Gäste“ sind, wie könnten sie wohl reagieren, wenn sie sich „zuhause“ fühlen, heißt in der muslimischen Welt selbst? Nun, in Tadschikistan, einem vermeintlich „säkularisierten“ Staat, die selten mit „Radikalismus“ in Verbindung gebracht wird, schrie ein Muslim „Ungläubiger!“ und erstach einen anderen jungen Mann – einfach deshalb, weil er als Weihnachtsmann gekleidet war. In Jordanien wurde ein Mann von der Polizei verhaftet, weil er sich als Weihnachtsmann angezogen hatte.

So sieht die beklagenswerte – wenn nicht ausgesprochen widerwärtige – Lage aus. Im Westen, wo Muslimen alle möglichen Arten von Zugeständnissen gemacht werden – angefangen mit dem Geschenk der Migration aus der Dritten in die Erste Welt – wird Weihnachten zunehmend unterdrückt, damit sie nur ja nicht beleidigt werden. Derweil gibt es in der Weihnachtszeit in der muslimischen Welt nur eine Steigerung der Verfolgung christlicher „Ungläubiger“.

Obwohl beides schlimm ist, sollte der Unterschied (der hier umfänglicher diskutiert wird) nicht übersehen werden: Weihnachten wird im Westen nicht wegen der Muslime angegriffen, sondern wegen einheimischer westlicher Elemente, die den christlichen Feiertag und alles, für das er steht, hassen. Statt ehrlich zu sein, nutzen sie jedoch die Muslime als Schachfiguren und Vorwand.

Das ist übrigens mit allem der Fall, wo Menschen im Westen gesagt wird, sie müssten es im Namen der „Inklusivität“ unterdrücken – angefangen bei ihrer Religion. Am Ende geht es bei dieser Übung in Selbstunterdrückung nicht darum Minderheitengruppen entgegenzukommen, sondern die westliche Zivilisation von innen heraus zu sabotieren.

Der unausgesprochene Völkermord an Christen in Nigeria

Raymond Ibrahim, 15. November 2022 (The Stream)

Wussten Sie, dass überall im Subsahara-Afrika – in Nigeria, Mosambik, der Zentralafrikanischen Republik, Mali, der Demokratischen Republik Kongo – Muslime seit vielen Jahren Christen terrorisieren und abschlachten.

Es ist auch keinerlei Hoffnung in Sicht: Probleme, die nicht ehrlich angegangen werden können, sind dazu verdammt auf ewig fortzubestehen.

Auftritt der sogenannten „Mainstream-Medien“. Soweit es sie angeht ist die Verfolgung von Christen in Afrika ein Nebenprodukt wirtschaftlicher und territorialer Missstände.

Ein Bericht, der den Titel „Wie Armut und Korruption überall in Afrika antreiben“ trägt, ist zeichenhaft. Nach Anführung eines Vorfalls, bei dem „Jihadisten“, die mit dem Islamischen Jihad verbunden sind, Dutzende niedermetzelten, besteht er darauf, dass solche Terroranschläge, die „überall auf dem afrikanischen Kontinent zunehmen“, eine „Folge von Armut, neuen wie alten heimischen Missständen sind…“

Das ist das Argument der Mainstream-Medien gewesen und sie halten daran fest – egal, dass es Berge an widersprechenden Beweisen gibt.

Nehmen wir den wenig bekannten Völkermord an den Christen in Nigeria. Laut eines Berichts vom August 2021 sind seit dem ernsthaften Beginn der islamischen Unruhen um Juli 2009 mehr als 60.000 Christen entweder bei Überfällen ermordet oder entführt worden; man hat sie nie wiedergesehen. Während desselben Zeitraums wurden annähernd 20.000 Kirchen und christliche Schulen von „Allahu Akbar“ brüllenden Muslimen abgefackelt und zerstört.

Nach Angaben der jüngsten Berichterstattung von World Watch List wurden 79 Prozent aller wegen ihres Glaubens getöteten Christen in Nigeria getötet, insgesamt 4.650.

Wer genau steckt hinter dieser Travestie? Hauptsächlich zwei Gruppen. Erstens ist es Boko Haram, Nigerias führende Terrorgruppe, deren voller Name „Sunnis für [islamische] Verbreitung und Jihad“ bedeutet. Ihre Spitzname „Boko Haram“ bedeutet „westliche Bildung ist eine Sünde“ (nicht „Wir töten, weil wir arm sind“). Ihr erklärtes Ziel ist die Gründung eines reinen Scharia-Staates und die brutale Unterwerfung oder Abschlachtung der Christen Nigerias.

Die andere Gruppe, die in den letzten Jahren sogar noch mehr Christen terrorisiert und abgeschlachtet hat als Boko Haram, sind die muslimischen Fulani-Hirten, die regelmäßig Dörfer von Christen überfallen und diese niedermetzeln. Auch sie handeln aufgrund von Jihad-lehren und Hass auf Christen.

Bedenkt man, dass im Durchschnitt in Nigeria jeden Tag 13 Christen wegen  ihres Glaubens abgeschlachtet werden, dann ist es fast sinnlos jeden einzelnen Vorfall aufzuführen. Die an dieser Tragödie Interessierten können meine Reihe „Muslim Persecution of Christians“ verfolgen, in der ich die wichtigsten Vorfälle der Verfolgung zusammentrage, die jeden Monat rund um die Welt in Erscheinung treten. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass Nigeria dabei dominiert. Hier sind nur ein paar wenige davon, die im September 2022 auftraten:

  • 1. September: Muslimische Fulani-Hirten hackten 6 Christen mit Macheten zu Tode.
  • 11. September: Muslime ermordeten einen Christen, als sie einen Pastor entführten und seine Frau verletzten.
  • 18. September: Muslimische Fulani töteten drei Christen bei einem Überfall auf ein christliches Dorf, „nachdem sie in den letzten drei Wochen mindestens 22 andere in derselben Gegend massakrierten“.
  • 21. September: Weitere Macheten schwingende muslimische Hirten massakrierten 15 Christen bei einem mitternächtlichen Überfall auf zwei christliche Dörfer.
  • 23. September: Muslimische Fulani überfielen vorwiegend christliche Dörfer in derselben Region des Staates Benue. „Diese Angriffe der Hirten haben Dutzende Christen tot und mehrere weitere mit Wunden durch Schüsse und Macheten zurückgelassen“, sagte ein Einwohner.
  • 17. September: Während eines Gebets die ganze Nacht hindurch drangen muslimische Fulani ein und entführten Dutzende Christen. Weniger als eine Woche zuvor wurden 60 andere Christen derselben Konfession in einer anderen Region des Landes entführt.
  • 4. September: Bewaffnete entführten Dutzende Christen aus der Kirche, darunter den Sohn des Pastors.

In Reaktion auf diese und andere Angriffe hieß es in einer aktuellen Äußerung der Southern Kaduna Peoples Union:

Es gibt immer noch keine Atempause für christliche Gemeinschaften … weil Terroristen, Jihadisten, Banditen und bewaffnete Hirten weiter christliche Gemeinden ausplündern und vernichten…

Die Gräueltaten gehen in der Tat nonstop vor sich. Gerade erst laut eines Berichts vom 27. Oktober mit dem Abschlachten von 15 weiteren Christen – zumeist Frauen und Kinder, als sie nachts schliefen. Die muslimischen Fulani schnitten einer Christin auch ziemlich sadistisch die Brüste ab.

Trotz all dem bleibt der amerikanische „Mainstream“ entschieden dabei den Jihad als Nebenprodukt von „Ungleichheit“ und „Armut“ zu beschreiben, um Bill Clinton zu zitieren, als er einst erklärte, was „all diesen Kram antreibt“ (der „Kram“ war ein Verweis auf den Völkermord an den Christen in Nigeria).

In ihrem Streben allem und jedem statt der Realität die Schuld zu geben, ist selbst der Klimawandel ins Mainstream-Arsenal der Gründe aufgenommen worden, die den Jihad gegen Christen antreiben. Nachdem muslimische Fulani rund 50 Christen massakrierten, während sie am Pfingstsonntag (5. Juni 2022) friedlich in ihrer Kirche beteten, gab der Präsident von Irland, Michael Higgins eine Erklärung aus, die genau diese absurde Behauptung erhob.

Aber wie eine nigerianische Nonne, Schwester Monica Chikwe, einmal feststellte: „Es ist hart nigerianischen Christen zu sagen, dies sei kein Religionskonflikt, weil das, was sie sehen, komplett in schwarz gekleidete Fulani-Kämpfer sind, die ‚Allahi Akbar‘ skandieren und ‚Tod den Christen‘ brüllen.“ Oder wie die Christian Association of Nigeria einst fragte: „Wie kann es ein [säkularer oder wirtschaftlicher] Zusammenprall sein, wenn eine Gruppe [Muslime] andauernd angreift, tötet, verstümmelt, vernichtet und die andere Gruppe [Christen] wird ständig getötet, verstümmelt und ihre Gotteshäuser werden zerstört?“

Das vielleicht Allerschlimmste ist die Reaktion der Administration Biden gewesen. 2020 setzte Trump Nigeria auf die Liste der Länder von besonderer Sorge des Außenministeriums – das heißt, Staaten die Verstöße gegen die freie Religionsausübung betreiben oder tolerieren. Unter Biden entfernte das Außenministerium allerdings Nigeria – diesen Staat, in dem alle zwei Stunden Christen getötet werden – von der Liste.

Es muss gar nicht gesagt werden, dass viele Beobachter das Außenminister wegen dieses unerwarteten Schritts hart kritisiert. Sean Nelson, Rechtsberater von Global Religious Freedom für ADF International, hielt fest:

Der Aufschrei, weil das Außenministerium Nigeria den Status eines Landes besonderer Besorgnis aufgrund der Verletzung der freien Religionsausübung genommen hat, ist absolut berechtigt. Es wurden keine Erklärungen dafür gegeben, die diese Entscheidung rechtfertigen könnten. Wenn überhaupt, dann hat sich die Lage in Nigeria im vergangenen Jahr verschlimmert. Tausende Christen sowie auch Muslime, die den Zielen der Terroristen und Milizgruppen widersprechen, werden ins Visier genommen, getötet und entführt und die Regierung ist schlicht nicht bereit diese Gräueltaten zu stoppen… den Status eines Landes besonderer Sorge für Nigeria wirl die zunehmend autoritäre Regierung dort nur ermutigen.

Zufällig und was man ihm positiv anschreiben sollte, fragte Trump einmal geradeheraus den nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari (dem, darauf bestehen viele nigerianische Offizielle, Obama half an die Macht zu bringen): „Warum bringt ihr Christen um?“

Wie auch immer, sieht die aktuelle Lage so aus: Gegen die christliche Bevölkerung Nigerias ist ein Jihad von Völkermord-Ausmaß erklärt worden – und ist seitdem in mehrere weitere Subsahara-Staaten übergeschwappt – während amerikanische Medien und die US-Regierung Nigerias Probleme in rein ökonomischen begriffen darstellen, die der Realität trotzen.

Die Unfähigkeit die einfachen Tatsachen zu akzeptieren; die Unfähigkeit ideologische oder existenzielle Motive zu berücksichtigen, einzig materielle Motive (Geld, Land usw.) zu sehen; die fast instinktive Schlussfolgerung, dass muslimische Gewalt klarer Nachweis für einen legitimen Missstand ist – all das sitzt derart im vorherrschenden Paradigma – von den Mainstream-Medien bis zu Mainstream-Politikern – und alle vergiften die westliche Zivilisation von innen und erodieren ihren Einfluss und die Fähigkeit von außen zu handeln.

Es bedeutet auch, dass für die meisten amerikanischen Medien und Politiker Schwarzes Leben keine Rolle spielt – zumindest nicht, wenn sie Christen sind und ihr Leben von Muslimen beendet wird.

Qatar sagt muslimischen Migranten, sie sollen ihre Gastgeberländer hassen

Raymond Ibrahim, 9. November 2022

Der folgende Text wurde von Selwyn Duke für The New American geschrieben:

„Beiß nicht die Hand, die dich füttert“, lautet ein uralter weiser Rat. Dieser Rat ist de, US-„Verbündeten“ Qatar allerdings abhanden gekommen, da es in nichtislamischen Ländern lebenden Muslimen empfiehlt ihre „ungläubigen“ Gönner zu hassen.

Das berichtet Raymond Ibrahim, ein Autor, Forscher und Senior Fellow am Gatestone Institute, der fließend Arabisch spricht.

Die „Anti-Ungläubigen“-Weisung findet sich im weithin gelesenen Islamweb.net, von dem Ibrahim sagt, es wird vom Golf-Emirat Qatar finanziert und geleitet wird. Die Weisung besagt: „Jeder Muslim, der in einem nichtmuslimischen Land lebt, ist verpflichtet seinem angenommenen Staat und ihre ‚ungläubigen‘ Bürger zu hassen (obwohl sie von ihnen Leistungen erhalten)“, schreibt Ibrahim.

Die Aufforderung „kommt in der Form einer Fatwa (ein islamisch genehmigter Erlass) namens „Bedingungen, die den Wohnort in ungläubigen Nationen legitimieren“ (alle Übersetzungen in diesem Artikel meine eigenen)“, informiert Ibrahim. „Zusammen mit dem ‚Erhalt und der Aufrechterhaltung seines Islam‘, der „ersten Bedingung‘ für einen jeden Muslim, der unter Nichtmuslimen lebt, ist, dass sie ‚Feindseligkeit und Hass für die Ungläubigen‘ empfinden“, zitiert der Autor die Fatwa.

„Das trifft zufälligerweise auf die Millionen muslimischer Migranten zu, die freiwillig nach Westeuropa einwandern und es fluten“, fährt Ibrahim fort. „Wenn sie ihren Islam ernst nehmen, sind sie verpflichtet die Nationen zu hassen und ihnen gegenüber illoyal zu sein, die sie willkommen heißen und ihnen unentgeltlich Essen, Unterkunft und Gesundheitsversorgung bieten.“

Iskamweb.net rechtfertigt seine Vorschrift zur Undankbarkeit mit dem Koran: „Du findest keine Leute, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben und denjenigen Zuneigung bezeigen, die Allah und Seinem Gesandten zuwiderhandeln, auch wenn diese ihre Väter wären oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Sippenmitglieder [Sure 58,22]“, berichtete Ibrahim, der auch den Koranvers angab.

„O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu Schutzherren! Sie sind einer des anderen Schutzherren. Und wer von euch sie zu Schutzherren nimmt, der gehört zu ihnen“, heißt es un einem zweiten Vers. „Gewiss, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.“ [Sure 5,51]

Ibrahim sagt uns weiter: Nach dem „Zitat Mohammeds in einem Sahih (authentischem) Hadith, der besagt: ‚Wer auch immer ein Volk liebt, gehört zu ihnen“, schließt die Fatwa mit der Aussage: ‚Die Feinde Allahs zu leben gehört zu den größten Gefahren für einen Muslim, denn sie zu lieben erfordert mit ihnen zu kooperieren und ihnen zu folgen oder zumindest sie nicht abzulehnen – deshalb sagte der Prophet: Wer immer ein Volk liebt, gehört zu ihm.‘“

Das bedeutet, so Ibrahim, dass jemand schon ein Feind Allahs ist, einfach nur, weil er kein Muslim ist.“

Der Forscher hebt zusätzlich hervor, dass diese Lehre im Islam alles andere als eine randständige Vorstellung ist, sondern Mainstream. Hier ist bemerkenswert, dass Qatar kein Kamele hütendes Hinterland ist, sonder mit dem dritthöchsten Pro-Kopf-Inlandsprodukt der Welt und dem dritthöchsten Menschheitsentwicklungs-Index der arabischen Welt prahlt.

Die Lehre ist nicht neu. Islamisches Denken teilt die Welt in zwei Zonen; die erste ist Dar al-Islam, dort herrschen Muslime und es sie wird als „Gebiet des Friedens“ angesehen. Die andere ist Dar al-Harb oder nichtmuslimisches Land – was als „Gebiet von Krieg oder Chaos“ eingestuft wird.

Die frühen Vereinigten Staaten erlebten ein Musterbeispiel dieser Mentalität; sie wurden, wie andere nichtmuslimischen Länder im Orbit des Dar al-Islam, von den Berber-Piraten Nordafrikas bedroht. Bedenken Sie z.B. die Antwort des Gesandten von Tripoli in London, Botschafter Sidi Haddsch Abdrahaman, die er 1785 auf die Frage gab, warum sein Volk „Krieg gegen Staaten führt, die ihnen nichts getan haben.“

So berichtete Thomas Jefferson damals: „Der Botschafter antwortete uns, dass es in den Gesetzen ihres Propheten gründete, das es in ihrem Koran geschrieben stand, dass es ihr Recht und ihre Pflicht  sei, gegen alle Staaten, die zugeben, dass ihre Obrigkeiten Sünder seien, Krieg zu führen, wo immer sie zu finden seien und alle zu Sklaven zu machen, die sie gefangen nehmen können.“

Was wir hier sehen ist also der Unterschied zwischen Marketing und Zutaten-Etikett. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie von der Qatar-Story in den Mainstream-Medien gehört haben, die uns eine verzerrte Sicht auf die Wirklichkeit vermitteln („Muslime sind unschuldige Opfer des westlichen Imperialismus!“) Aber ehrliche Araber, die fließend Arabisch sprechen, die übersetzen, was nahöstliche muslimische Quellen tatsächlich sagen, zeichnen ein anderes Bild.

Abgesehen von Ibrahim ist Dr. Mudar Zahran ein weiteres gutes Beispiel; er ist ein jordanischer Führer der Oppositionskoalition, der in Großbritannien im Asyl lebt. Bei seiner Warnung vor der massiven muslimischen Migration nach Europa als „weiche islamische Eroberung des Westens“ sagte er 2015: „Ich muss ehrlich sagen: Sie lesen arabische Magazine und arabische Zeitungen und sie reden darüber. ‚Gute Arbeit! Jetzt werden wir Europa erobern.‘“

Es ist jedoch einfach einen Feind zu erobern, der einen Hang zum Selbstmord hat. Um mit einem alten Sprichwort zu spielen: Ein Narr und seine Zivilisation werden bald getrennt sein,

Ägyptens institutionalisierte Diskriminierung seiner koptisch-christlichen Bürger

Raymond Ibrahim, 11. Oktober 2022 (Coptic Solidarity)

Der Präsident der Universität Kairo, Mohammad Uthman al-Khoscht, ernannte vor kurzem 31 neue  Direktoren, stellvertretenden Direktore, Manager und Wissenschaftler, die eine Reihe von Abteilungen führen sollen, darunter die für Landwirtschaft, Ingenieurswesen, Krankenpflege, Zahnmedizin, statistische Forschung und Afrika-Studien.

Obwohl die Kopten – Ägyptens uransässigste, christliche Bevölkerung – irgendetwas zwischen 10 und 20 Prozent der Bevölkerung stellen, befindet sich bemerkenswerterweise unter diesen neuen Angestellten der Universität Kairo nicht ein einziger Christ. Alle sind Muslime.

Die Bedeutung dieser Nachricht liegt weniger darin, dass es in Ägypten Diskriminierung von Christen gibt – was inzwischen mehr als offensichtlich sein sollte – sondern dass sie anscheinend jede einzelne Facette der ägyptischen Gesellschaft durchdringt.

So berichtete im Juni die in Washington ansässige Coptic Solidarity (CS), eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich auf die Notlage der Kopten Ägyptens konzentriert:

Derzeit hat Ägypten rund 135 Botschafter auf Posten im Ausland und rund 20 Generalkonsuln (im Verwaltungsrang eines Botschafters).

Im Verlauf der letzten Wochen waren wir bei Coptic Solidarity in der Lage einen Überblick über die Namen von 128 Botschaftern und 16 Generalkonsuln zu bekommen. Die Schlussfolgerungen stimmen mit früheren Erhebungen überein, die wir in den letzten 20 Jahren durchgeführt und in Datenbanken ägyptischer Botschafter und Generalkonsuln festgehalten haben, die von Coptic Solidarity erstellt wurde. Obwohl Kopten die indigenen christlichen Einwohnern Ägyptens zumindest 10 Prozent der ägyptischen Bevölkerung stellen – und daher für mindestens 10 Prozent des diplomatischen Corps 10 Prozent stellen sollten.

  • Für keine wichtige westliche Hauptstadt (Washington, London, Paris, Bonn, Rom, Ottawa usw.) wurden Kopten ins Amt ernannt.
  • Für keine wichtige nichtwestliche Hauptstadt (Tokio, Beijing, Moskau, Delhi usw.) wurden Kopten ins Amt ernannt.
  • Für keine internationale Organisation wurden Kopten ernannt.
  • Für kein arabisches oder muslimisches Land wurden Kopten ernannt.
  • Nirgendwo wurden Kopten als Generalkonsul ernannt.

Genauso wurden am 3. März in einem Versuch Ägyptens, Fortschritte bezüglich Frauen zu demonstrieren, 98 Richterinnen vereidigt, die juristische Positionen in Ägyptens Staatsrat übernehmen. Das wurde als wichtige und nie da gewesene Entwicklung betrachtet; seit seiner Gründung vor 75 Jahren hat nicht eine einzige Frau auf dem Podium des Gerichts des Staatsrats gesessen – und jetzt sind es 98. Und doch ist keine einzige Christi dabei – wieder trotz der Tatsache, dass die Kopten zwischen 10 und 20% der Bevölkerung des Staates stellen, was nahelegt, dass zumindest 10 der 98 wegen angemessener Repräsentation Kopten sei müssten.

Oder betrachten Sie den Präsidentenerlass für neue stellvertretende Staatsanwälte. Von 516 Neueinstellungen sind dürftige fünf – also weniger als 1% – Kopten. Der Erlass wurde von niemand geringerem als Präsident al-Sisi unterschrieben, dessen Lobby-Agentur in Washington DC mit seinen Bemühungen um Sicherstellung von „Leistungsgesellschaft im öffentlichen Dienst“ prahlt.

Solche offene Diskriminierung besteht sogar in weniger „formellen“ Umfeldern. Nehmen wir zum Beispiel Fußball – in Ägypten eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung. Wie Aid to the Church in Need in einem Bericht im Februar 2022 festhielt,

machen Christen rund 15% der Bevölkerung Ägyptens aus und sind so fußballverrückt wie ihre muslimischen Nachbarn, aber es gibt nicht einen einzigen Kopten in der Nationalmannschaft… Es gibt keine offiziellen Statistiken zur Zahl der Kopten in Ägypten, aber Schätzungen variieren zwischen 10 und 20 %… Die Tatsache, dass keine Kopten, egal welcher Denomination, im Fußball auf Spitzenniveau und damit in der Nationalmannschaft vertreten sind, schmerzt.

Oder wie die Präsidentin von Coptic Solidarity, Frau Caroline Doss Esq., feststellte:

Sport soll von allen betrieben werden. Es ist unvorstellbar, dass kein einziger koptischer Athlet ausreichend qualifiziert ist für Ägypten im Sport anzutreten, insbesondere wenn man bedenkt, dass Ägypten das Land mit der vierzehntgrößten Bevölkerung der Welt mit mindestens 15 Millionen Kopten ist. Sie müssen handeln, um dieser religiös motivierten Diskriminierung ein Ende zu setzen.

Derart weit verbreitete Diskriminierung von Kopten beschränkt sich nicht nur auf die ägyptische Politik. Westliche Elemente, darunter solche, die mit der Bekämpfung von Diskriminierung beauftragt sind, neigen dazu das zu ignorieren; zumindest behandeln sie sie nicht auf dieselbe Weise, wie sie es im umgekehrten Fall tun würden – wenn ein christlicher Staat muslimische Minderheiten offen diskriminieren würde.

Bezüglich des letzten Beispiels hat CS verschiedene Briefe und Berichte (zu mehreren wird hier verlinkt) an mehrere zuständige Sportkomitees geschickt, darunter vor allem die FIFA in Zürich, die 1904 gegründet wurde, um internationale Wettbewerbe zu leiten. Es heißt die FIFA nimmt Diskriminierung sehr ernst. Aber wie CS feststellte:

CS berichtete als erstes dem Internationalen Olympischen Komitee und der FIFA im August 2016 erst über weit verbreitete Diskriminierung koptischer Athleten in Ägypten. Keine der beiden Organisationen reagierte, bis europäische Nachrichtenmedien 2018 im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft Geschichten zum Thema veröffentlichten. Ein FIFA-Mitarbeiter kontaktierte schließlich CS mit der Anfrage nach weiteren Informationen – zwanzig Monate nachdem die ursprüngliche Beschwerde verschickt wurde.

CS kam dem nach, aber bis heute hat die FIFA wenig, wenn überhaupt etwas unternommen, , um diese Diskriminierung aufzuheben.

Genauso gehörten der ägyptischen Mannschaft bei den letzen olympischen Sommerspielen in Tokio 141 Athleten an: Einer davon – 0,7 Prozent – war Kopte. Die Beschwerde von CS beim IOC fiel auf taube Ohren.

Vor Kurzem besuchte der IOC-Präsident, was dem Ganzen anscheinend die Krone aufsetzte, Ägypten, wo er die Bewerbung des Landes um die Sommerolympiade lobte. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass er bei den Obrigkeiten jemals das Thema der Diskriminierung aufbrachte.

Kurz gesagt: Während tatsächliche, gewalttätige und mörderische Verfolgung der Christen Ägyptens nicht ungewöhnlich ist, durchzieht ihre institutionalisierte und offen Diskriminierung jeden Aspekt der ägyptischen Gesellschaft.