Der Krieg gegen die Geschichte

Clifford D. May, Israel HaYom, 16. November 2016

„Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“ Das war, wie Sie sich vielleicht erinnern, die Parole des totalitären Staats, den sich George Orwell in seinem klassischen Roman „1984“ ausdachte.

Heute operationalisieren verschiedene Gruppen Islamisten – die wir als diejenigen definieren können, die sich dem islamischen Herrenmenschentum verschrieben haben – dieses Konzept; sie versuchen die geschichtlichen Aufzeichnungen zur Unterstützung ihrer totalitären Ambitionen zu modifizieren.

Sechs Monate vor dem Anschlag vom 11. September 2011 befahl Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar die Zerstörung der antiken Buddhas von Bamiyan in Afghanistan. Warum? Weil diese monumentalen Statuen Erinnerungen an eine Zeit waren, als das Land nicht islamisch war.

2012 zerstörte Ansar Dine, eine JIhadistengruppe, die mit Al-Qaida verbunden ist, die uralten Schreine, Gräber und Moscheen in Timbuktu. Warum? Weil diese für eine Version des Islam standen, der in afrikanischer Kultur „mariniert“ ist – und daher als irrgläubig angesehen wurde.

Am berüchtigtsten hat der Islamische Staat das religiöse und historische Erbe Syriens und des Irak demontiert, Stätten wie einen Tempel in Palymar, der dem kanaanitischen Gott Baal gewidmet war, christliche Kirchen in Niniveh und von Muslimen, deren Interpretation der heiligen Schriften von der der Möchtegern-Kalifatsbauer abweicht, zerstört.

UNESCO, die UNO-Agentur, deren angeblicher Auftrag die Förderung der Weltkultur ist, hat eine weniger bewegliche, aber vielleicht nicht weniger effektive Herangehensweise an diesen Krieg gegen die Geschichte gewählt. Die Absicht besteht darin nachzuweisen, dass Jerusalems heiligste Stätten den Muslimen gehören und dass Juden und Christen keine gültigen religiösen und historischen Ansprüche an dieser antiken Stadt haben – niemals hatten, niemals haben werden.

Eine Resolution diesbezüglich wurde von sieben mehrheitlich muslimischen Staaten zugunstend er Palästinenserführer gestützt und letzten Monat von UNESCO-Mitgliedern verabschiedet. Nur die USA, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Litauen und Estland stimmten dagegen. Sechsundzwanzig Länder entschieden sich für Enthaltung – als würden sie die Wahrheit nicht kennen oder als sei die Wahrheit etwas ohne Konsequenzen.

Einige prominente Einzelpersonen haben ihre Stimme dagegen erhoben. Selbst Irina Bokova, die Generaldirektorin der UNESCO, sagte, die Abstimmung habe die Verantwortung der Organisation verletzt „die Trennungen zu überbrücken, die dem Charakter Jerusalems als Stadt vieler Religionen schaden“.

Ein Sprecher von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte: „Das geteilte Erbe dreier monotheistischer Religionen der heiligen Stätten sollte nicht infrage gestellt werden.“

Mehr als drei Dutzend Mitglieder des US-Kongresses, Republikaner wie Demokraten, verurteilten die Resolution. „Weltgremien haben nicht das Recht Geschichte umzuschreiben“, sagte die Abgeordnete Alcee Hastins (Demokratin aus Florida). Steny Hoyer (Dem., Maryland) nannte die Resolution „einen gefährlichen Versuch die Geschichte auszulöshen“. Der Abgeordnete Red Lieu (Dem., Kalifornien) nannte sie „tollwütig antisemtisch und antichristlich“. Der Abgeordnete Peter Roskam (Rep., Illinois) erkannte sie als „drastische Verletzung des internationalen Religionsfriedens“.

Im letzten Monat kündigten PA-Vertreter zudem eine „Kampagne entschuldigt euch für Balfour“ an, ein eigener, aber zugehöriger Versuch der Manipulation der Geschichte. Um Ihre Erinnerung anzustoßen: Die Balfour-Erklärung war ein diesen Monat vor 99 Jahren geschriebener Brief des britischen Außenministers Lord Arthur Balfour, der das Recht des jüdischen Volks auf Selbstbestimmung in einem Teil seines angestammten Heimatlandes anerkannte.

Sie wurde vom Völkerbund, der damaligen internationalen Gemeinschaft, übernommen. Die PA und ihre Verbündeten behaupten nun, die Balfour-Erklärung sei ein „Verbrechen“ gewesen – und fordern eine Entschuldigung.

In Wahrheit gab die Balfour-Erklärung progressiven Ansichten Ausdruck. Jahrhunderte lang wurde der Großteil des Nahen Ostens vom osmanischen Reich regiert. Doch der türkische Sultan Mehmed VI. machte den Fehler sich im Ersten Weltkrieg mit den Deutschen zu verbünden. Nicht lange nach dem Ende dieses Konflikts sollte sein einst mächtiges Reich von den siegreichen Briten und Franzosen aufgelöst werden.

Sie waren keine Heiligen, aber sie waren bereit Völkern Autonomie zu gewähren, die lange Untertanen der Osmanen waren. Die Balfour-Erklärung sprach auch von den „Bürger- und religiösen Rechten der bestehenden nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina“.

Drei Jahre später gab der Völkerbund Großbritannien ein Mandat zur Regierung von Palästina. Die östlichen drei Viertel dieses Territoriums wurden zu dem, was heute das Haschemiten-Königreich Jordanien ist. Andere neue arabischen Staaten auf ehemals unter dem osmanischen Joch befindlichen Gebiete sind der Libanon, Syrien, der Irak und Saudi-Arabien.

1947 schlug die UNO die Gründung zweier Staaten im westlichen Palästina vor – eines arabischen und eines jüdischen. Die Anführer der palästinensischen Juden akzeptierten diese Zweistaatenlösung. Die Führer der palästinensischen Araber (sie hatten den Namen „Palästinenser“ noch nicht als den ihren und nur ihren übernommen) lehnte sie. Im Jahr darauf griffen Jordanien, Ägypten, Syrien, der Libanon und der Irak den frisch gebackenen jüdischen Staat an.

Der Konflikt endete nicht mit einer Friedensvereinbarung und Grenzen, sondern nur mit einem Waffenstillstand und Waffenstillstandslinien – Linien, die von 1949 bis 1967 hielten, als Israel einen weiteren Verteidigungskrieg gegen seine Nachbarn führte, einen, der damit endete, dass Israel den Ägypten den Gazastreifen und Jordanien die Westbank einschließlich Jerusalems abnahm.

Das sollte nicht vergessen werden. Während der Jahre der jordanischen Besatzung waren Juden aus Jerusalems Altstadt verbannt und sie durften nicht an der Westmauer beten. Zahlreiche jüdische religiöse Stätten in Jerusalem wurden geschändet oder zerstört.

Und jetzt begrüßt ein UNO-Gremium eine verfälschte Version der Vergangenheit dieser Stadt, während die palästinensische Autonomiebehörde die Balfour-Erklärung – eine Erklärung zur Unterstützung eines vielfältigen Nahen Ostens – als Straftat darstellt.

Das endet hier nicht. Die Palästinenser sollen heute darüber nachdenken die UNESCO aufzufordern, sie solle verlangen, dass die Israelis ihnen die Schriftrollen vom Toten Meer übergeben, fast 1.000 religiöse Texte, zumeist in Hebräisch und Aramäisch, die auf die Zeit des Zweiten Tempels zurückgehen.

Man ist versucht zu sagen: „Man kann das nicht erfinden.“ Aber natürlich kann man das. Orwell tat es. Die Frage ist, ob wir seitdem etwas gelernt haben.

Die Kriege des Islam: Die Schiiten sind am Drücker

Elder of Ziyon, 3. November 2016

EoZ-Fan Miki sah bei Mida diesen Artikel in Hebräisch und übersetzte ihn

Die Kriege des Islam: Die Schiiten sind dran

Dr. Mordechai Kedar

In dem Kampf, der seit mehr als tausend Jahren tobt, waren die Sunniten immer das dominierende Segment des Islam. Der Zusammenbruch der arabischen Nationalstaaten, der Rückzug der USA und die Stärkung des Islam verändern das Kräftegleichgewicht, wobei viel Blut vergossen wird.

Erleben wir, wie sich die Räder der Geschichte drehen? Vielleicht. In dem furchtbaren Krieg zwischen Sunniten und Schiiten hatten Erstere immer die Oberhand. Heute scheint sich die Situation allerdings zu verändern.

Als Mohammed, der Prophet des Islam, im Jahr 632 die Augen für immer schloss, begann uners seinen Verwandten der Kampf um seine Nachfolge. Sein Cousin Ali Ibn Abi Talib, der auch Mohammeds Schwiegersohn war, nachdem er dessen Tochter Fatima heiratete, beanspruchte die Herrschaft für sich und dass Mohammed ihm die Nachfolge versprochen hatte. Die anderen Kandidaten bestritten seine Ansprüche und zwangen ihn zu 24 Jahren Kampf, bevor ihm er Aufstieg schließlich gelang und er 656 n.Chr. der vierte Kalif wurde.

Doch selbst dann hatte er nur eine kurze Pause. Der Gouverneur von Damaskus – Mu’awiyah Ibn Abu Sufian – verriet ihn sechs Jahre später. 661 wurde Ali ermordet und Mu’awiyah wurde der 5. Kalif. Die Söhne Alis setzten den Kampf fort und der neue Kalif wehrte sich heftig. 680 wurde Alis Sohn Hussein ermordet und sein Kopf in Damaskus zur Schau gestellt. Die Muslime, die Ali und seine Nachfolger unterstützten, sind die Schiiten; und die, die die Leute unterstützten, die sie verdrängten und seine Nachfolge beendeten, sind die Sunniten.

Dieser 1.384 alte Kampf sind in die Geschichte, die Philosophie und die Politik des Islam eingewoben. Der Kampf findet in vielen Arenen statt, von den heiligen Schriften zu den Gebeten, vom Religionsgesetz bis zu den Namen von Menschen. Aber am meisten findet er dem richtigen Schlachtfeld statt. Diese Kämpfe kosteten vielen Millionen Muslimen das Leben, wobei die gegenseitigen Massaker während verschiedener Zeiträume stattfanden.

Der Niedergang der Sunniten

Der Krieg zwischen dem Irak unter Saddam Hussein und dem Iran unter dem Schiiten Khomeini,d er von 1980 bis 1988 dauerte, kostete rund einer Million Menschen das Leben und verletzte viele weitere Millionen. Der Kampf geht heute mit voller Gewalt auf verschiedenen Schauplätzen weiter: Syrien, Irak, Jemen, Libanon, Pakistan, Afghanistan usw. Saudi-Arabien hat heute die Führung der sunnitischen Welt, der Iran führt die Schiiten.

Rund 85% der Muslime weltweit sind Sunniten, was die Schiiten zu einer Minderheit von 15% macht. Dieser Zustand hatte zum Ergebnis, dass die Sunniten normalerweise die Gewinner waren und die Kontrolle hatten, während die Schiiten besiegt sind, beten und hoffen, dass sie eines Tages sich ihr Los eines Tages ändert. Der elende Zustand der Schiiten sorgte dafür, dass sie sich „al-Mustadafin“ nannten – ein Begriff aus dem Koran, der „die Erniedrigten der Erde“ bedeutet. Sie beteten und hofften, dass sich die Gezeiten ändern und sie die Oberhand gewinnen würden.

In den letzten Jahren scheint es so, als seien die schiitischen Gebete erhört worden. Die Revolution im Iran 1979 gab den religiösen Führern der Schiiten ein großes und reiches Land, von dem aus sie ihre Revolution in den Rest der Welt exportieren können. Sie machten das, indem sie Propaganda, Bildung, Geld und Bücher in jedes Land schickten, in dem Schiiten leben, was darauf abzielt ihre antisunnitischen Emotionen zu stärken. Als die Herzen erst einmal bereit waren, folgten bald Waffen, Munition und militärische Ausbildung nach. Wo immer möglich, bauten Schiiten das Potenzial auf die Regierung zu übernehmen.

Die Welt hat das gesehen. Andere Länder verstanden die Pläne der Ayatollahs zur Kontrolle, entschieden sich aber zu ignorieren, was sie sahen. Sie machten das, weil Öl und Gas ein stärkerer Motivator waren als alle anderen Überlegungen, darunter die Sicherheit ganzer Länder und der Zustand des Friedens in der Welt. Unter dem wachsamen Auge der Welt entwickelte der Iran Raketen, Panzer, Schusswaffen und Kampfflugzeuge, chemische und biologische Waffen und sogar Atomwaffen. Es gab Versuche die militärische Expansion des Iran aufzuhalten, aber die Freunde des Iran im Sicherheitsrat – Russland und China – stellten sicher, dass er seine Übernahme der islamischen Welt ohne Unterbrechung fortsetzen kann.

2003 stürzten die USA den größten und gefährlichsten Feind der Schiiten, Saddam Hussein.

Die Ayatollahs betrachteten das als Bestätigung, dass Allah auf ihrer Seite ist, ihnen die Hilfe der Weltmächte gab – Russlands im Sicherheitsrat und der USA im Irak. Die Ayatollahs setzten ihr Atomprogramm trotz der gegen sie verhängten Sanktionen fort; ihr Durchhaltewille, in Verbindung mit der unsoliden US-Außenpolitik hat die Atomvereinbarung von 2015 herbeigeführt. Die Milliarden Dollar, die die Ayatollahs seitdem erhielten und die gut in die verschiedenen Killing Fields des gesamten Nahen Ostens investiert worden sind, haben den Ayatollahs gezeigt, dass sich die Straße an die Spitze der Welt unter ihren Füßen liegt.

95.000 iranische Kinder wurden während des Kriegs zwischen Iran und Irak verletzt oder getötet. (Quelle: Wikimedia Commons)

Mit Hilfe der westlichen Welt und ihrem Krieg gegen Saddam Hussein schafften es die Schiiten den Sunniten den Irak abzuringen. Heute ringen sie mit Hilfe der christlichen Russen Syrien seiner sunnitischen Mehrheit ab. Die Schiiten massakrieren die sunnitische Bevölkerung gnadenlos, wie wir in den letzten Monate in Fallujah, Ramadi, Haleb und dem Jemen sehen konnten und rücken heute auf Mossul vor, der Finanzhauptstadt des Irak.

In den letzten zwei Jahren kontrollierte der sunnitische „Islamische Staat“ Mossul, schlachtete Schiiten um sich herum ab. Während die Stadt jetzt belagert wird, schärfen de Schiiten ihre Messer, bereit für Generationen an Übergriffen ihre Rache am Islamischen Staat und allen sunnitischen Bürgern zuüben.

Ein kulturelles Klima der Gewalt

Es ist sehr traurig zu sehen, dass ein etwa 1.400 Jahre alter Konflikt immer noch Ströme an Blut in diesem Teil der Welt vergießt. Der Kampf ist entsetzlich, weil er keine Grenzen kennt – weder geografisch noch moralisch – und weil alles im Vorhinein bekannt ist: Es ist klar, dass es in Mossul ein Massaker geben wird. Die Frage lautet nur, wie groß es sein wird: Dutzende? Hunderte? Tausende? Zehntausende? Bisher weiß man das nicht, aber ich habe keinen Zweifel, dass es ein Massaker geben wird.

Man sollte erwarten, dass Menschen, die alternativen Lebensstilen ausgesetzt wurden, ihr Verhalten anpassen würden. Selbst wenn die Iraker nicht in Europa leben, sehen sie doch fern, hören Radio, lesen Bücher du Zeitungen und hatten jede Menge Gelegenheit zu sehen, wie Menschen an Orten wie den USA und Europa leben. Ihnen wurden die materiellen Vorteile und das Glück gezeigt, die man verfolgen kann und die in westlichen Ländern erreicht wurden. Darüber hinaus nehmen Menschen des Nahen Ostens, wenn sie an andere Orte reisen – egal, ob zu Besuch oder um dorthin zu ziehen, im Großen und Ganzen die Gewohnheiten ihrer Gastgeberländer. Es gibt immer Ausnahmen, wie wir in Deutschland während der Neujahrsfeiern sehen konnten, aber die meisten arabischen Migranten haben kein Problem damit neues Verhalten zu übernehmen, was nahe legt, dass es kein genetisches oder Rassenproblem gibt.

Das Problem erhebt sein Haupt, wenn sie in ihrem Heimatland sind, mit ihrer Kultur der Gewalt und der Ausrottung von Feinden. Hier überleben nur die Stärksten und der Schwache befindet sich in der Tat in einer verzweifelten Lage. Hier werden Konflikte nicht gelöst – sie werden verankert und werden so lange fortgesetzt, wie beide Seiten existieren. Hier wird ein Konflikt gelöst, wenn eine Seite aufgibt, klein beigibt oder ausgelöscht wird.

Und hier versucht Israel zu überleben. Das ist keine einfache Aufgabe. Einerseits ist Israel eine Insel westlicher Kultur und eine vollständige Demokratie, was bedeutet, dass es mit seinen Feinden nicht so umgehen kann, wie die einander behandeln; andererseits werden die Juden in Israel, wenn Israel sich entsprechend der Moralvorstellungen verhält, die in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg vorherrschte, ganz schnell einen Fußtritt zurück nach Europa zurück erhalten.

Das ist ein komplexes Dilemma und in der israelischen Öffentlichkeit tobt die Diskussion dazu. Sie wird so lange weiter gehen, solange Israel um seine Existenz im Nahen Osten kämpft – wegen der Kluft zwischen der Kultur, die wir sein wollen, und dem, was wir tun müssen.

Oriana Fallaci und der muslimische Verhüllungsterror

Oriana Fallaci interviewte 1979 Ruhollah Khomeini. Das Interview hätte sie nicht beginnen können, hätte sie keine Tschador getragen, das iranische Frauenverhüllungs-Machtmittel. Während des Interviews zog sie das Teil aus (ohne dass es deshalb negative Folgen gegeben hätte). Ihre Worte:

oriana-fallaci-tschador

(gefunden auf Facebook)

Nissans Quotes and Notes Corner: Mickey Maus bald Mitglied von Al-Qaida?

Nissan Ratzlav-Katz, 21. September 2008

Als Veterean der Analyse des Nahen Ostens sehe ich voraus, dass sich Ärger zwischen Saudi-Arabien, dem Iran und der Hamas zusammenbraut. Es könnte richtig böse werden, möglicherweise historisch so schwerwiegend wie die sunnitisch-schiitische Trennung. Ich fürchte um die internationale Stabilität, Freunde. Und alles wegen ein paar imaginären Mäusen.

Es scheint so, als habe Saudi-Arabien einen direkten, aggressiven und nie da gewesenen Angriff gegen die Hamas begonnen. Ich zögere sogar, das aufzubringen, aus Angst weltweit Krawalle auszulösen. Aber egal, es wird sowieso Krawalle geben…

Dank MEMRI wissen wir, dass der saudische Kleriker Mohammed al-Munajid eine Fatwa gegen Mickey Maus und Jerry ausgegeben hat. Auf Al-Majd TV sagte er am 27. August 2008:

„Nach dem islamischen Gesetz ist die Maus eine abstoßende, korrumpierende Kreatur. Wie, denken Sie, betrachten Kinder heutzutage Mäuse – nach Tom und Jerry? Selbst Kreaturen, die von Natur aus, aus der Logik und nach dem islamischen Gesetz abstoßen sind, sind zu wundervoll geworden und werden von Kindern geliebt. Selbst Mäuse. Mickey Maus ist ein beeindruckender Charakter, auch wenn nach dem islamischen Gesetz Mickey Maus in jedem Fall getötet werden sollte.“ (Das von MEMRI zur Verfügung gestellte und übersetzte Video kann hier angesehen werden: http://www.memritv.org/clip/en/1850.htm)

Wenn Sie nicht verstehen, wieso dies ein Angriff auf die männliche und islamische Ehre der Hamas sein kann, nun, dann heißt das einfach, dass Sie es nicht geschafft haben die nahöstliche Denkart zu verstehen. Also passen Sie gut auf.

Wenn Mickey Maus getötet wird, was ist dann mit Farfour? Ja, Farvour – diese von der Hamas geschaffene jihadistisch-muslimische Herrenmenschen-Maus, die von den Kindern im gesamten Gazastreifen so geliebt wird. Sehen und lesen Sie von Farfour, dem Mickey Maus-Doppelgänger, hier: http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/122365

Und wie üblich, tragen die iranischen Gelehrten unsere Diskussion einen Schritt weiter, mit überaus scharfsinniger und scharfer Analyse. Dank Professor Hasan Bolkhari wissen wir jetzt, dass die Hamas in Wirklichkeit einem jüdischen Komplott zum Opfer gefallen ist, mit der die Welt korrumpiert und Mäuse akzeptabel gemacht wird.

Prof. Bolkhari erklärte klar: „Die Juden wurden erniedrigt und ‚dreckige Mäuse’ genannt. Tom und Jerry wurde gemacht, um die Wahrnehmung der Mäuse durch die Europäer zu verändern.“ (Der Videobeweis dieses ruchlosen jüdischen Komplotts ist hier zu sehen: http://www.memritv.org/clip/en/1049.htm)

Wie wird dieser furchtbare, furchtbare Konflikt zwischen diesen rechtgläubigen muslimischen Parteien enden? Ich weiß es nicht sicher, aber seien wir ehrlich: Meistens endet das damit, dass sie sich gegenseitig über ein paar hundert Jahre hinweg einfach gegenseitig umbringen.

Also können sich ganz klar Jerry, Mickey und Farfour, wenn sie im Nahen Osten überleben sollen, nicht erlauben, dass ihre Ehre auf diese Weise besudelt wird. Ich sage die Bildung der Mausjaheddin-Brigaden innerhalb der kommenden Wochen voraus. Mit der Zeit könnten sie sich mit der Al-Qaida zusammen tun und „Al-Qaida in the Wainscoting“ (AQWA – Al-Qaida in der Holzverkleidung) werden, wild entschlossen zum heiligen Krieg für die Nagetier in aller Welt.

PS: Wenn ich so darüber nachdenke: Farfour wurde letztes Jahr von israelischen Spionen getötet. Also, Moment mal: Heißt das, dass die Juden endlich Anerkennung dafür bekommen, dass sie dem Islam eine gute Tat übten, wie sie in Saudi-Arabien praktiziert wird? Ich bin völlig verwirrt.