Es ist die Religion, Dummkopf

Man kann keine Kompromisse mit Leuten zu schließen, die glauben, dass Allah ihnen den Marschbefehl gegeben hat das islamische Imperium wiederherzustellen. Für sie ist Israel ein Krebsgeschwür im Körper des Islam, das herausgeschnitten werden muss.

Mitchell Bard, Israel HaYom, 30. Juli 2021

Ich dachte über die verleumderische Gleichsetzung Israels mit dem Afrikander-Südafrika nach und mir fiel auf, dass die Entkräftungen, einschließlich der meinigen, ein zentrales Argument aussparen. In Südafrika betrachteten die Afrikander das Land als das ihre – die Schwarzen waren minderwertig und dass sie über sie herrschen konnten. Im Gegensatz dazu erkennen die Israelis palästinensische Ansprüche auf Teile des Landes an, betrachten sie nicht als minderwertig und wollen nicht ihre Herren sein. Tatsächlich sind es die Palästinenser, die glauben, das Land gehöre ihnen, dass sie den Juden überlegen sind und dass sie das Leben von Juden kontrollieren sollten.

Genauer gesagt sind es nicht alle Palästinenser, sondern Islamisten wie die Hamas und der Palästinensische Islamische Jihad. Das, nicht Streit um Siedlungen oder Jerusalem, ist die Wurzel des Konflikts, die bis in die 1920-er Jahre zurückverfolgt werden kann. Wenn es eine Person gibt, die mehr als jeder andere für die letzten 100 Jahre Kämpfe verantwortlich ist, dann ist es der Mufti von Jerusalem, der den ersten Präzedenzfall für einen heiligen Krieg schuf. Der Mufti wollte islamisches Land von den Juden säubern und stachelte Muslime gegen Juden auf, indem er Gerüchte verbreitete, die Juden würden die Al-Aqsa-Moschee zerstören (die Verleumdung „Al-Aqsa ist in Gefahr“), was Krawalle provozierte, die z.B. 1929 zum Massaker an 67 Juden in Hebron führte.

Während Muslime manchmal prahlen, wie gut Juden in der islamischen Welt behandelt wurden und sogar Juden von einem mythischen „Goldenen Zeitalter“ in Spanien reden, lautet die Wahrheit, dass Juden bestenfalls als Bürger zweiter Klasse behandelt wurden. Darüber hinaus ist es für Islamisten unvorstellbar, dass irgendein Gebiet dem jüdischen Volk gehören könnte oder dass Juden über Muslime herrschen.

Ehemalige Diplomaten und andere gescheit Redende, die vom Frieden zwischen Israelis und Palästinensern reden, lehnen es ab die religiöse Grundlage des Konflikts anzuerkennen. Die Arabisten befürworten Politik, die umzusetzen sie nicht in der Lage waren, weil Diplomatie ineffektiv ist, wenn es um den Umgang mit radikalen Muslimen geht, wie wir an unserer fehlgeschlagenen Politik gegenüber dem Iran gesehen haben (was Diplomaten aber nicht eingestehen wollen).

Mitglieder des Zweistaaten-Fanclubs ignorieren, was die Palästinenser sagen und tun, wenn es ihrer messianischen Vision widerspricht. Was, glauben sie, meinen die Palästinenser, wenn sie skandieren „From the river to the See, Palestine must be free“? Warum, glauben sie, zeigen ihre Logos und Landkarten ein Israel ersetzendes Palästina? Warum, glauben sie, werden Juden beschuldigt eine Bedrohung für den Tempelberg zu sein?

Die Islamisierung des Konflikts spiegelt sich in der Bereitschaft der Palästinenser Sprengstoff an ihre Körper zu schnallen und sich zusammen mit Männern, Frauen und Kindern zu sprengen, im Glauben, sie würden damit den Islam verteidigen, den Willen Allahs auszuführen und für ihr Tun im Jenseits belohnt werden. Sie haben kein Interesse an israelischen Zugeständnissen, Koexistenz oder sogar Unabhängigkeit; sie haben sich der Vernichtung Israels verschrieben.

Die Familien dieser „Märtyrer“ werden als Teil des Ansporn-Programms „Geld für Mord“ von der PA entlohnt. Man muss nicht erfolgreich Juden töten, der Versuch allein garantiert einen Zahltag für diejenigen, die jetzt in israelischen Gefängnissen sitzen.

Es ist wichtig festzuhalten, dass die religiöse Untermauerung des Konflikts sich nicht nur in der Überzeugung der Hamas und des PIJ spiegelt, sondern auch der angeblich säkularen PLO. Bei einer Ansprache vor Muslimen in einer Moschee in Südafrika sagte Yassir Arafat: „Ihr müsst kommen und den Jihad zur Befreiung Jerusalems, eures kostbaren Heiligtums, kämpfen.“ 1996 sagte Arafat einer Menschenmenge in Bethlehem: „Wir kennen nur ein Wort: Jihad, Jihad, Jihad.“ 2002 erklärte Arafat erneut: „Ja, Brüder, mit unseren Seelen und unserem Blut erlösen wir dich, o Palästina. … Dies ist ein heiliges Band. Wir sind für diese Pflicht bereit. Allah ist groß! Ehre sei Allah und seinem Propheten. Jihad, Jihad, Jihad, Jihad, Jihad!“

Von Israel gefangen genommene oder getötete Terroristen werden als Märtyrer für den Islam betrachtet. Der bewaffnete Arm der Fatah sind die Al-Aqsa-Brigaden. Mahmud Abbas ist kein Islamist, aber seine Wiederholung der Verleumdung die Al-Aqsa sei in Gefahr wiederholt den Mufti von vor einem Jahrhundert.

Seit Jahren behaupten die Palästinenser ihr Ziel sei ein „säkularer demokratischer Staat“ in Palästina. Diese Parole war für westlichen Konsum bestimmt und sie ist derart absurd, dass sie sich selten darum kümmern sie in ihrer Propaganda noch zu verwenden. Die Vorstellung eines demokroatischen Palästinenserstaates (Abbas befindet sich im 17. Jahr seiner vierjährigen Amtszeit) ist weit hergeholt; die Idee eines säkularen Staates befindet sich jenseits aller Vorstellungsmöglichkeiten. Entwürfe einer palästinensischen Verfassung erklären den Islam zur offiziellen Religion eines jeglichen zukünftigen Staates.

Lassen Sie mich deutlich sein: Der Krieg findet nicht zwischen dem Islam und Judentum oder dem Islam und Israel statt. Der Beweis dafür ist, dass muslimische Staaten Frieden mit Israel geschlossen haben. Das ist kein Widerspruch, denn diese Länder – Ägypten, Jordanien, Marokko, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate – sind am wenigsten fundamentalistisch und ihre Führer fürchten die Islamisten ebenfalls. Die lautesten Gegner des Friedens mit den Juden sind die Muslimbruderschaft und der Iran. Saudi-Arabien könnte die Beziehung zu Israel noch normalisieren, weil Mohammed bin Salman versucht das Land zu mäßigen und zu modernisieren, aber das Königreich wird von der puritanischen Wahhabi-Islamsekte dominiert und von Saudis finanzierte Schulen (einschließlich einer ein Virginia) haben z.B. lange gelehrt, dass am Jüngsten Tag die Bäume sagen werden: „Oh Muslim, oh Diener Allahs, hier versteckt sich ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn.“

Der Konflikt mit den Palästinensern kann nicht gelöst werden, solange ihre Führer von einer religiösen statt einer politischen Agenda getrieben werden. Man kann keine Kompromisse mit Leuten schließen, die glauben, dass Allah ihnen den Marschbefehl gegeben hat das islamische Imperium wiederherzustellen und es dann – im Idealfall – weltweit auszudehnen. Für Sie ist Israel ein Krebsgeschwür im islamischen Körper, das herausgeschnitten werden muss. Israel kann jede einzelne Siedlung abbauen, sich auf die Waffenstillstandslinien von 1949 zurückziehen und den Zionismus für tot erklären, aber das würde sie nicht zufriedenstellen.

Überrascht es dann, dass die Palästinenser 1937, 1939, 1947, 1949 bis 1967, 1979, 2000 und 2008 Gelegenheit für Eigenstaatlichkeit abgelehnt haben?

In Bill Clintons Präsidentschafts-Wahlkampf 1992 lautete der Werbespruch: „Es ist die Wirtschaft, Dummkopf.“ Der Slogan war in der Einsicht konzipiert worden, dass der Konflikt zwischen Israel und den Palästinenser ein ähnliches Mantra annehmen sollte: „Es ist die Religion, Dummkopf.“

Der gefahrvolle Weg vom Muslim zum Christen

Daniel Pipes, National Interest, 12. Juli 2021

„In den letzten dreißig Jahren – und besondres im Verlauf der letzten sieben bis zehn Jahre – sind mehr Muslime zum Glauben an Jesus Christus gekommen als zu jeder anderen Zeit in der Menschheitsgeschichte“, schrieb Joel Rosenberg 2008 und das Tempo hat sich seitdem erhöht. Uwe Siemon-Netto bestätigte 2016, dass „ein globales Phänomen im Gang ist: Muslime konvertieren in jedem Teil der Welt scharenweise zu verschiedenen christlichen Denominationen“. Tatsächlich haben christliche Missionare sogar einen Namen und eine Abkürzung für sie: Muslim-background believers (Gläubige mit muslimischem Hintergrund) oder MBBs.

Warum gibt es diesen Trend, wie sehen die Zahlen dazu aus und was sind die Folgen?

Hintergrund

„Als ich zur Tür lief,
musste ich den Weg zurück finden
zu dem Ort, wo ich vorher war
„Entspann dich“, sagte der Portier
„Wir sind nur auf Empfang programmiert
Du kannst zu jeder beliebigen Zeit auschecken,
aber du kannst niemals weggehen!“
aus: Hotel California, The Eagles

Historisch bedeuteten fast alle Konversionen, dass Christen Muslime wurden, nicht umgekehrt. Der Islam ist 1.400 Jahre lang das „Hotel Californa“ der Religionen gewesen („Du kannst zu jeder beliebigen Zeit auschecken, aber du kannst niemals weggehen!“), da er seinen Anhängern verbietet sich zu Atheisten oder zu Mitgliedern eines anderen Glaubens zu erklären, was aus islamischer Sicht auf dasselbe hinausläuft. Diese Haltung geht auf die Ursprünge der Religion zurück (ein Hadith zitiert Mohammed: „Wer immer seine Religion ändert, töte ihn.“) und den Islam zu verlassen ähnelt dem Gefühl zum Feind überzulaufen und kommt damit Hochverrat gleich. Zusätzlich hat als richtiger Muslim zu leben einen machtvollen sozialen Aspekt, man ist Teil der Aufrechterhaltung der gemeinschaftlichen Solidarität.

Mohammad Ali Taheri, Gründer des Interuniversalen Mystizsmus (Erfaan-e Halghe), einer im Iran gegründeten New Age-Version des Islam

Entsprechend sehen sich abtrünnige Muslime überall der Ablehnung durch ihre Familien, soziale Ächtung und Arbeitsverlust ausgesetzt; in mehrheitlich muslimischen Ländern könnte zusätzlich die Regierung sie verfolgen, inhaftieren, foltern und töten. Skeptische Muslime sind daher historisch überwiegend innerhalb der Grenzen des Islam geblieben; selbst neue Religionen, die sich vom Islam ableiten (die Drusen, Nusayri/Alawi, Aleviten, Babi und Baha’i) machten anfangs dasselbe und behielten lange eine trübe Beziehung zu ihm bei. Das Muster hält sich bis heute, z.B. beim Interuniversalen Mystizismus (Erfan-e Halghe), einer New Age-Version des Islam, der im Iran von Mohammad Ali Taheri gegründet wurde.

Als Ergebnis wurde historisch nur ein Rinnsal an Muslimen zu Christen. Eine Rechnung des Kirchenhistorikers David Garrison findet 5 Bewegungen von Muslimen zu Christentum vor dem 20. Jahrhundert und 69 solche Bewegungen allein in den ersten 12 Jahren des 21. Zumindest einige der ersten 5 Bewegungen traten unter Zwang auf oder um besimmte Vorteile zu erhalten. Die bekannteste davon waren die Moriscos im Spanien des 16. Jahrhudnerts, die unter Druck durch ihre katholischen Herrscher konvertierten. Bei seltenen Anlässen konvertierten gesamte Gemeinschaften, um Vorteile zu erhalten, wie ich früher schon einmal erklärte.

Im Rusland des siebzehnten Jahrhunderts führte eine Vorschrift, dass Nichtchristen keine Leibeigenen haben durften, zum Übertritt reicher Tataren, darunter den Vorfahren solcher Berühmtheiten wie dem Musiker Sergei Rachmaninoff, dem Dichter und Historiker Nikolay Karamzin und dem Romanautor Iwan Turgenjew. Um das Jahr 1700 konvertierten einige Herrscherfamilien der sunnitischen Muslime im Libanon zum Christentum, um ihr politisches Ansehen zu steigern.

Ägyptens Herrschaft über Syrien 1831 – 1841 war eine Zeit der Massenverpflichtung zum Militärdienst, in der „jeder geeignete syrische Muslim in die ägyptische Armee eingezogen wurde“. Yvette Tahamy erklärt:

Das kam bei der lokalen Bevölkerung nicht gut an. … Während einige Syrer beschlossen aus dem Land zu fliehen oder sich zu verstümmeln, um den Wehrdienst zu vermeiden, wandten sich andere an die Missionare und eklärten ihre Bereitschaft ein Bekenntnis zum Christentum abzulegen, da Christen gegen die Zahlung einer Befreiungssteuer vom Wehrdienst ausgenommen waren. Die amerikanisch-protestantischen Missionare wurden mit Anfragen überschwemmt, Drusen und andere in ihre Kirche aufzunehmen.

(Zum Leidwesen der Konvertiten schlug diese List fehl, denn sie wurden „unabhängig davon eingezogen, ob ihre Konversion echt oder vorgetäuscht war“.)

Zehn Muslime begegnen Christus

Dieselbe Unlust hielt bis vor kurzem an. Beim Besuch im Sudan im Februar 1972 wohnte ich bei einem amerikanischen Missionar, der seit zwanzig Jahren in Khartoum gelebt hatte, lehrte und diskrete Sonntagsgottesdienste veranstaltete. Aber er gewann in der ganzen Zeit nur fünf Konvertiten, das macht einen alle vier Jahre. Gleichermaßen berichtet ein amerikanischer Missionar im Buch Ten Muslims Meet Christ (Zehn Muslime begegnen Christus) aus dem Jahr 1984 die Geschichte der spärlichen Ergebnisse seiner Missionsarbeit im Iran.

Bekehrten-Zahlen

MBBs sind notorisch schwierig zu quantifizieren; das liegt an ihrer Zurückhaltung und sogar Verstellung. Es gibt aber immerhin einige erstaunliche Schätzungen. Duane Alexander Miller und Patrick Johnstone schätzten die Gesamtzahl der MBBS 2010 auf fast 10 Millionen, was eine fünfzigfache Zunahme gegenüber den weniger als 200.000 Konvertiten fünfzig Jahre zuvor darstellt. Berichte weit verbreiteter Übertritte von Muslimen zum Christentum kommen aus so unterschiedlichen Regionen wie Algerien, Albanien, Syrien und Kurdistan. Zu Ländern mit den größten indigenen Zahlen gehören Algerien mit 380.000, Äthiopien mit 400.000, der Iran mit 500.000 (gegenüber nur 500 im Jahr 1979), Nigeria mit 600.000 und Indonesien mit verblüffenden 6.500.000 (infolge einzigartiger Umstände). Nach Angaben von Andrew van der Bijl und Al Janssen gibt es „sogar Christen in Medina und Mekka“.

In Ägypten informiert mich eine koptische Quelle, „konvertierten große Anzahlen Muslime nach dem Aufstand von 2011 und nachdem die Muslimbrüder an die Macht kamen zum Christentum. Die koptische Kirche bezeichnete den Islamisten-Präsidenten Mohammed Morsi als den ‚großen Evangelisten‘ und hörte auf die Konvertiten zu zählen. Gehen Sie in irgendeine Kirche und Sie werden mit großer Sicherheit ehemalige Muslime finden, besonders Frauen, die dorthin gehen.“

Am dramatischsten erklärte in einem vielzitierten Interview im Fernsehsender Al-Jazira im Dezember 2000 der Direktor von Libyens Companions‘ Lighthouse for the Science of Islamic Law (منارة الصحابة للعلوم الشرعية, Manaratas-Sahaba li’l-‘Ulum ash-Shar’iya), Ahmad al-Qat’ani, ohne Beweise vorzulegen, dass jährlich 6 Millionen Muslime zum Christentum konvertieren. Er berichtete, dass die muslimische Bevölkerung Afrikas von knapp über der Hälfte auf nur noch ein Drittel zurückgegangen sei und stellte das Verschwinden des Islam aus Subsahara-Afrika in Aussicht. Vielleicht übertreibt er, um Spenden zu sammeln, aber seine Zahlen haben weite Verbreitung gefunden.

Pastorin Dr. Buli Francis-Dehqni, die anglikanische Bischöfin von Chelmsford in England

Auch im Westen leben MMBs, wobei die Vereinigten Staaten bei weitem die meisten (450.000) und Bulgarien in Europa die meisten (45.000) beherbergen. Seit 2014 findet in der Kathedrale von Liverpool ein wöchentlicher Gottesdienst in persischer Sprache statt (er wird „Sepas“ genannt), der von einem Dekan muslimischer Herkunft geleitet wird; die anglikanische Bischöfin von Chelmsford in England ist eine im Iran geborene Tochter eines Konvertiten. Die Konversion von Muslimen hat die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin innerhalb von zwei Jahren von 150 auf fast 700 Personen vergrößert. Es wurden neue Institutionen gegründet, so das Pars Theological Centre in London, das es seit 2010 gibt, „um die iranische Kirche durch Ausbildung einer neuen Generation von dienenden Leitern auszurüsten und zu mobilisieren, um die Kirche führen und die Persisch sprechende Welt zur Ehre Gottes umzuwandeln“.

Vage und abweichende Zahlen legen nahe, dass zwar niemand eine zuverlässige Vorstellung von der Zahl muslimischer Konvertiten zum Christentum hat, die Menge aber groß ist. Christen feiern dieses Phänomen; Joel Rosenberg lobt es als „die Kirche wird im Land ihrer Geburt wahrlich wiederhergestellt“.

Warum Muslime Christen werden

Duane Miller vermekrt, dass „Christus-Konvertiten aus dem Islam vom Islam oft genauso vertrieben werden, wie sie zu Christus oder dem Christentum hingezogen werden“. Konzentriert man sich hier nur auf die Faktoren, die Muslime ausdrücklich zum Christentum treiben, stellt man fest, dass deren Liste lang ist.

Träume und Visionen, besonders von Jesus, ziehen vermutlich rund ein Viertell der MBBs an. Mike Ansari, ein iranischer Konvertit, berichtet, dass viele Menschen „tatsächlich Träume und Visionen von einem strahlenden, weiß gekleideten Mann haben, lange bevor wir ihnen von Jesus erzählen“. Dabrina Bet Tamraz hält fest, dass iranische Konvertiten einander oft fragen: „Hast du den weiß gekleideten Mann gesehen, hast du Jesus gesehen?“ Der Leiter der Presbyterianischen Kirche in Pakistan merkte an, dass afghanische Imame hunderte Kilometer weit reisten, um mit ihm die Bibel zu studieren. Auf die Frage, was sie veranlasste das zu tun, antwortete der Pfarrer: „Träume! Christus eschien ihnen im Schlaf und wies sie an hierher zu kommen, um die Wahrheit zu hören.“ Und in Colorado berichtet Pastor George Naeem, der Unterricht auf Arabisch über Radio und Internet hält, dass „praktisch alle [seine Schüler] nach Träumen kamen“.

Michael Stollwerk (nicht der Alphornbläser)

Michael Stollwerk erzählt von der Zeit nach einem Gottesdienst in der Kathedrale von Wetzlar: „Ich stand am Ausgang, immer noch in vollem Ornat und verabschiedete die Gottesdienstbesucher, als eine verschleierte Frau an mich herantrat. Ich fummelte durch einen Schlitz in meinem Talar, um mein Portmonnaie herauszuholen, weil ich dachte, sie sei eine Bettlerin. ‚Nein, nein‘, sagte sie. ‚Ich habe nur eine Frage: Sind Sie hier der Imam?‘ Ich antwortete: ‚Nun, auf eine gewisse Weise bin ich das – ich bin der Pastor.‘ Sie fuhr fort: ‚In diesem Fall sind Sie der richtige Mann. Gotthat mir in einem Traum befohlen zu der großen Kirche am Marktplatz zu gehen und den Imam nach der Wahrheit zu fragen.‘“ Sie wurde ein paar Monate später getauft. Siemon-Netto, der diese Geschichten erzählt, fährt fort:

Als nächstes hörte ich ähnliche Vorfälle von einem lutherischen Theologen, den Imame mitten in der Nacht in Ägypten aus demselben Grund durch seine Hintertür besuchten; ich hörte von einem katholischen Missionar, der in Algerien gearbeitet hatte, von einem Baptisten, dessen überraschende Besucher ihm erzählten, dass Christus ihnen in ihren Zelten in Saudi-Arabien erschienen war. Ein anglikanischer Priester sprach von Hunderten persischer Frauen, die nach Träumen an geheimen Bibelstunden in Teheran teilnehmen. Pastor Gottfried Martens in Berlin schätzte, dass mindestens zwei Drittel seiner persischen und afghanischen Konvertiten den Anweisungen einer „Lichtgestalt“ gefolgt waren, die sich ihnen als Jesus aus der christlichen Bibel vorstellte und nicht der „Isa“ aus dem Koran.

Nabeel Quereshi, ein pakistanischer MBB, erklärte dieses gemeinsame Muster mit Verweis auf den Islam: „Träume sind das einzige Mittel, über die ein Durchschnittsmuslim erwartet etwas direkt von Gott zu hören.“

Muslime, die aufgeschlossen genug sind die Bibel zu lesen, tendieren dazu von ihrem Kontrast zum Koran beeindruckt zu sein, besonders ihre Betonung der Liebe. Wasef erklärt: „Wenn sie die Bibel lesen, verändert sie das auf der Stelle. Das ist besser als jedes Gespräch oder jede Diskussion. Wenn ich mich hinsetze und mit Muslimen spreche, ist alles, was ich sage, aus der Bibel.“

Es gibt unter Muslimen ein weit verbreitetes Gefühl, das sogar von Forschung gestützt wird, die Muslime in Auftrag geben, dass Christen sich besser verhalten als Muslime, dass sie sich ironischerweise islamischer verhalten. In einem Interview von 2014, das mehr als 400.000-mal auf YouTube angesehen wurde, erklärt eine komplett verhüllte Frau, die ihren Namen als Shadya Sabir Hussein angibt, öffentlich im ägyptischen Fernsehen, dass sie „den Islam hasst“ und plant Christin zu werden; Grund sind die vielen Morde, die die Muslime begehen. Ein irakischer Gelehrter vermerkte, dass Probleme im Irak „viele unserer jungen Leute veranlasst haben zum Christentum zu konvertieren, nachdem sie den islam als terroristische Religion verunglimpften“. Die Krise Algeriens in den 1990-er Jahren hatte einen ähnlichen Effekt: all diese Toten im Namen des Islam führten viele dazu zu erklären: „Das Christentum ist Leben, der Islam ist Tod“.

Der Islamische Staat im Irak und Syrien (ISIS) hat druch seine Brutalität diesen Trend verstärkt. Omar, ein Verwalter der protestantischen Kirche, sagt aus: „Die meisten der Brüder hier konvertierten oder kamen zur Kirche als Ergebnis dessen, was ISIS ihnen und ihren Familien antat.“ Jasmin, ein Mechaniker, wurde von ISIS 2016 sechs Monate lang ins Gefängnis gesteckt, weil er die Grundlagen des Islam nicht kannte; während dieser Zeit zwang ihn ISIS den Koran zu lesen und folterte ihn: „Nachdem ich mit meinen eigenen Augen Zeuge ihrer Brutalität wurde, begann ich meinen Glauben infrage zu stellen.“ Er besuchte eine Kirche und „es dauerte nicht lange, bis ich entdeckte, dass das Christentum die Religion war, nach der ich suchte.“

Themen von Frieden und Gewalt spielen in den Geschichten der Übertritte eine große Rolle. Mark Durie informiert mich: „Nach meiner Erfahrung sind viele Mulsime aus mehrheitlich muslimischen Ländern stark traumatisiert und innerer Frieden ist ein ständiges Thema.“ Irans Geheimdienstminister Mahmud Alawi bestätigte das, als er die Motive der Konvertiten infrage stellte: „Wir suchen nach einer Religion, die Seelenfrieden gibt.“ Sadegh, heute Johannes, begann an seinem Glauben zu zweifeln, als er im Iran an der Universität studierte: „Ich stellte fest, dass die Geschichte des Islam sich völlig von dem unterschied, was uns in der Schule gelehrt wurde. Vielleicht, dachte ich, war er eine Religion, die mit Gewalt begann? Eine Religion, die mit Gewalt begann, kann Menschen nicht zu Freiheit und Liebe führen. Jesus Christus sagte: ‚Die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.‘ Das änderte meine Meinung.“

Persönlicher Kontakt mit Christen, die rechtschaffen leben, hat in den Bekehrungsgeschichten regelmäßig eine Rolle gespielt. Mohammed Eghtedarian wohnte sechs Tage lang bei einem Priester, was diesem die Möglichkeit gab ihm die Frage zu stellen, die sein Leben veränderte: „Hast du Frieden und Freiheit im Islam?“

Dann gibt es die praktischen Günde für Konversion. Dass der Islam und Muslime hinter dem Rest der Welt herhinken lässt einige Muslime sich w ünschen dadurch voran zu kommen, dass sie sich dem Christentum anschließen; sie haben das Gefühl sich damit dem modernen Team anzuschließen.

Schließlich kann der Übertritt aus der Erwartung materiellen Gewinns heraus erfolgen. Londons Daily Telegraph berichtet, dass einige „Rice Christians“ im Libanon „sagen, sie konvertierten, um von der großzügigen Hilfe  zu profitieren, die von christlichen Wohlfahrtsorganisationen verteilt wurden“ und erzählt die Geschichte von Ibrahim Ali, einem verarmten Syrer, dem die anglikanische Kirche Gottes in einem Vorort von Beirut „ein Bett, zwei warme Mahlzeiten am Tag und eine kleines monatliches Gehalt unter der Bedingung anbot, dass er ihren wöchentlichen Bibelstunden teilnimmt“. Ali erklärt, dass er aus praktischen Gründen konvertierte, so auch andere.

Bemerkungen

Vater Zakariya Botros

Drei Gedanken zum Prozess der Konversion. Erstens: Obwohl einige christliche Sprecher (Zakariya Botros, Jay Smith und David Wood) den Islam kritisieiren, hat das beschänkten Nutzen dabei für Muslime attraktiv zu sein. Jill Nelson paraphrasiert Waser: „Öffentliche Diskussionen zwischen Muslimen und Crhisten sind keine effektiven Mittel der Evangelisation und christliche Literatur ist in der Regel auch ineffektiv. … Erklärungen wie die von prominenten evanglischen Leitern, die den Islam als ‚böse‘ bezeichnen und die Mohammed kritisieren, haben auch die Tendenz Muslime vom  Christentum fernzuhalten.“ Victor Atallah vom Middle East Reformed Fellowship stimmt zu: „Wir müssen aufpassen Mohammed nicht zu verurteilen, sondern ihm vergeben.“

Zweitens: Traditionelle Missionierungsversuche von Westlern wie die Versorgung mit Bildung und die Kranken zu behandeln spielen eine überraschend unbedeutende Rolle dabei Konvertiten zu gewinnen. Radio- und Fernsehsendungen, manche gegründet und geleitet von MBBs, haben sie weitgehend ersetzt, darunter Radio Monte Carlo, SAT-7 International, METV, High Adventure Ministries, Voice of Christ Media und Middle East Reformed Fellowship. Eine algerische Zeitung erklärte die Rolle dieser Sender in Kabylie, der stärksten Berber (oder Amazigh)-Region Algeriens:

Die Gläubigen, die wir trafen, haben die Informationen bestätigt, die aus ihrer Sicht eine wichtige Rolle bei der Legitimierung christlicher Lehren gespielt haben. Wie Saïd – der zugab, viel Radio Monte Carol und besonders dessen bliebte Sendungen in Amazigh zu hören. Was Slimane angeht, so erklärte er: „80 Porzent der Gründe, die mich zum Crhistentum trieben, kamen von Radio Monte Carlo.“ Es gibt auch weitere Radiosender wie „Micracle Channel“ (SAT-7) und die meisten Gläubigen bestätigten, dass sie diese Sender höhren, die die christliche Botschaft in die Welt ausstrahlen.

Länderspezifische Sender iwe Aghapy TV für Ägypten oder Elam Ministries, Iran Alive Ministries, Mohabat TV und Nejat TV für den Iran haben ebenfalls einen beträchtlichen Effekt. Ansari erklärt über Mohabat TV: „Es scheint, dass ungefähr 16 Millionen Iraner innerhalb der letzten 12 Monate eine oder mehrere unserer Sendungen im Satellitenfernsehen und auch auf ihren mobilen Geräten angeschaut haben. Das sind umgerechnet etwa 20 Prozent der Bevölkerung des Iran.“

Drittens: Wenn Auslandsmissionare den ersten Funken lieferten, so treiben MBBs einen Großteil der aktuellen Evangelisierung von Muslimen voran. Das Christentum ist bei Gläubigen seiner Heimatregion wieder dynamisch geworden.

Fromme Betrüger

Manche Muslime konvertieren taktisch aus praktischen Gründen, besonders um in den Westen auswandern zu können. Ein Pastor der Church of God zitiert verzweifelte Muslime, die ihm sagen: „Taufe mich einfach, ich werde an wen auch immer glauben, einfach um hier wegzukommen.“ National Public Radio paraphrasiert Şebnem Köşer Akçapar von der Koç-Universität in Istanbul dahingehend, dass „nur wenige der Flüchtlinge echte Konvertiten sind. Andere nutzen die religiöse Verfolgung als Möglichkeit in den Westen zu kommen.“ Aiman Mazyek, Kopf des Zentralrats der Muslime in Deutschland, reagiert mit heftiger Skepsis auf die wachsende Zahl der muslimischen Konvertiten zum Christentum.

Einmal im Westen hat der Übertritt zwei Vorteile. Er kann die Aufenthaltsgenehmigung ermöglichen, da Regierungen (wie immer ihre theoretische Neutralität aussieht) manchmal christlichen Migranten den Vorzug geben; und es macht die Rückführung schwieriger, weil die Migranten Zuahause der Gefahr der Verfolgung wegen Verlassens des Islam ausgesetzt werden. So stellt Volker Kauder aus der Leitung der CDU heraus: „Sobald jemand dem Islam abgeschworen hat, egal ob er authentisch oder nicht zum Christentum konvertierte, kann er wegen Abfall vom Glauben verfolgt werden. Wenn es um politische Verfolgung geht, dann kümmert die Verfolgenden die Glaubwürdigkeit eines Übertritts nicht.“

Persische und deutsche Flugblätter in den Kirchenbänken der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitskirche in Berlin, September 2016 (© Daniel Pipes)

Entsprechend haben mehr als ein paar wenige Konvortiten fragwürdige spirituelle Referenzen. Rick Robinson von der United Pentecostal Church in der Türkei akzeptiert, dass viele seiner Gemeindeglieder vielleicht nicht als wirklich ernste Gläubige zu ihm kommmen: „Es könnten sogar einige dabei sein, die nur für den Flüchtlingsstatus mit der Hilfe anfangen.“ Gottfried Martens, der Persisch sprechende Pastor der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitskirche in Berlin, gibt zu, dass er nicht weiß, welche Konvertiten überzeugt sind und welche taktisch: „Ich weiß, es kommen – immer wieder – Menschen hierher, weil sie eine Art Hoffnung bezüglich ihres Asylantrags haben.“ Vesam Heydari, ein Mitglied dieser Kirche, gesteht ein: „Die Mehrheit der Iraner hier konvertieren nicht aus Glauben. Sie wollen nur in Deutschland bleiben.“ Die Gemeinde von Pastor Hugo Grevers in Leipzig besteht zu einem Drittel aus ehemaligien iranischen Muslimen; er gibt zu: „Es gab Gelegenheiten, da waren wir sehr, sehr enttäuscht. Wir unterstützten sie Jahre lang, sie hatten die Gerichtsverhandlung und einen positive Antwort – und am selben Tag trennten sie sich von uns.“ Aber er stellt fest, dass es nur wenig völlig falsche Übertritte gibt, besonders seit Pastoren Protokolle zu Identifizierung von Betrügern eingeführt haben.

Generell sollte man die Zahl der Betrüger nicht überschätzen. Berlins Martens beobachtet, dass „es im Moment wirklich eine Art christliches Erwachen im Iran in ziemlich großer Dimension gibt. Menschen, die zu uns kommen haben bereits diese Kontakte mit Hauskirchen und mussten deshalb fliehen.“

Muslimische Anschuldigungen

In Sorge wegen „einer christlichen Welle“, beobachtet Joel Rosenberg, „werden Muslimführer nervös und wütend.“ Sie konzentrieren sich auf fromme Betrüger und beschulidgen alle Konvertiten die Religion wegen persönlicher Vorteile zu tauschen – wegen Finanzen, einer Arbeit oder einem Visum. Das hat den praktischen Vorteil sowohl MBBs zu diskreditieren als auch sich selbst zu entlasten. Solche Vorwürfe sind besonders in Örtlichkeiten wie dem nördlichen Irak und Algerien üblich, wo Übertritte von Kurden und Berbern ungewöhnlich zahlreich sind.

Bald nach der von den USA angeführten Invasion des Irak 2003 warnte Abdallah al-Turki, Generalsekretär der Muslim World League, dass „nichtmuslimische Organisationen“ (heißt christliche Missionare) den Irak betreten hätten, „um ihre Aktivitäten unter dem Mantel humanitärer Hilfe zu beginnen“ und warnte vor „den Gefahren, die sich daraus für Muslime ergeben“. Ahmed al-Shafie von der Union mulimischer Gelehrter in Sulaymaniye (Irak) verurteilte einen angeblich geheimden Zustrom christlicher Missionare: „Wir verurteilen diese skandalöse Tat gegen den Islam und die Muslime, die demonstriert, dass es versteckte Hände mit ausländischen Absichten gibt, die daran arbeiten die Gesellschaft dieses Landes zu zerstören.“ Eine weitere muslimische Persönlichkeit in Sulaymaniye wiederholte die Anschuldigung 2007: „Missionare nutzen die harte wirtschaftliche Lage, die diese Jugendlichen in diesen Bereichen erfahren, da sie arbeitslos und fast depressiv sind. In einigen Fällen wollen die Jugendlichen ins Ausland gehen und [Konversion zum Christentum] ist ein einfacher Weg ihren Traum zu erreichen, weil sie sagen können, dass sie bedroht werden und eine sichere Zuflucht brauchen.“

Mohammed Aissa vom algerischen Religionsministerium

2006 behauptete, Mohmmed Aissa, ein Vertreter der algerischen Religionsministeriums, christliche Missionare würden Muslime mit solchen Angeboten locken und „von der Verwirrung Jugendlicher profitieren, um sie zu bekehren“. (Er hielt auch fest, dass „zahlreiche Jugendliche Buße tun, zum Islam zurückkehren“.) Im selben Jahr verabschiedete Algeriens Regierung ein Gesetz, dass jedem verbietet, „einen Muslim zu drängen oder zu zwingen oder zu verführen zu einer anderen Religion zu konvertieren“, was mit 2 bis 5 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von €5.000 bis €10.000 bestraft wird. Zwei muslimische Konvertiten zum Christentum wurden 2008 unter diesem Gesetz zu zwei jahren Gefängnis und €5.000 Geldstrafe wegen „Missionierung und illegaler Praktizierung einer nicht-islamischen Religion“ verurteilt.

Als Christ leben

MBBs zu gewinnen ist die Hälfte des Kampfes; sie dazu zu bringen Christen zu bleiben die andere Hälfte. Eine Studie von Julia Sianturi zu Rückkehrern in den Islam in Indonesien stellte mehrere Faktoren fest, die ihr Handeln antreiben:

Starke Bindung zu ihrer Familie und tiefe islamische Wurzeln scheinen die führenden Hauptursachen für ihre Entscheidung zu sein zum Islam zurückzukehren. Diskriminierung durch die umgebende Gemeinschaft und die Göttlichkeit Jesu könnten Einfluss auf ihre Entscheidungsfindung haben. Und ihre Enttäuschung gegenüber der pastoralen Ethik lassen Bedenken wegen ihrer Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Kirche und des Christentums durch die MBBs aufkommen.

So groß diese Schwierigkeiten sind, Andrew van der Bijl und Al Janssen geben zu, dass „ mindestens die Hälfte aller muslimischen Konvertiten [zum Christentum] zum Islam zurückkehren.“ Um das Thema anzugehen schrieb Duane Miller ein Buch mit Ideen, wie nie da gewesene Zahlen an MBBs „ein neues und willkommen heißendes Heim“ geboten werden kann.

Konvertiten, die Christen bleiben, sehen sich verschiedenen herausfordernden Alternativen gegenüber:

1. Sie können ihre Konversion verschweigen, indem sie sie komplett verheimlichen und weiter mit der Erscheinung und den Gewohnheiten eines Muslims auftreten. Viele, hält Nelson fest, ziehen weiter „traditionelle muslimische Kleidung an, um die Konsequenzen ihrer Konversion zum vermeiden“. In einige Fällen scheinen sie sobar die Unzahl islamischer Bräuche und Rituale beizubehalten. Aber das bedeutet Leiden durch tiefe Einsamkeit und moralisches Versagen. Der Druck kann unerträglich werden.

2. Sie können die Glaubenswechsel verkünden (oder sich einem engen Verwandten oder Freund anvertrauen, der, von der Nachricht empört, das Vertrauen des Konvertiten missbraucht), was dazu führt, dass die Welt der MBBs auf den Kopf gestellt wird. Sie sehen sich unablässigem und manchmal gewalttätigem Druck von Familie, Gesellschaft und Regierung, einem Gefühl der Isolation und Einkommensverlust ausgesetzt. Sie können ihre muslimische Identität nicht verlassen. Sei könnten zwangsweise wegen Geisteskrankheit behandelt werden. Wenn nur ein Ehepartner konvertiert, können Ehen aufgelöst und der Kontakt zu den Kindern verloren werden. In mehrheitlich muslimischen Ländern lehnen Behörde es typischerweise ab Übertritte vom Islam weg anzuerkennen, was die MBBs rechtlich als Muslime gefangen bleiben lässt; weibliche Konvertiten, die nur Mitmuslime heiraten dürfen, weil ihre Personalausweise sie als Mulime führen, sind darauf beschränkt männliche MBBs zu heiraten. Ironischerweise meiden als Christen Geborene die MBBs und etablierte Kirchen lehnen sie ab, weil sie vorsichtig sind und nicht beschuldigt werden wollen an ihrem Übertritt beteiligt zu sei und entsprechend bestraft zu werden. Ein Priester drückte es auf grausame Weise so aus: Konvertiten „müssen über ihren Glauben an unseren Herr schweigen, sonst werden alle leiden.“

3. Umzug in eine andere Stadt, um einen Neustart als als Christen Geborene zu haben, bedeutet die Familie zurückzulassen, eine neue soziale Beziehung zu beginnen und ein ruhiges Leben zu gewinnen, während man Angst davor hat erkannt oder entlarvt zu werden.

4. In nicht mehrheitlich muslimische Länder auszuwandern mag wie die perfekte Lösung aussehen, ist es aber nicht. Jenseites der Strapazen sein Leben neu aufzubauen, in der Regel mit einer neuen Sprache, kann sich islamischer Druck selbst dort unerbittlich fortsetzen. Einige MBBs haben weiter Angst vor den Regierungen in ihrer Heimat und leben daher in „einer Atmosphäre, die mit überwältigendem Misstrauen befrachtet ist“. Ein Konvertit hält fest: „Vielleicht ist jemand innerhalb der Kirche einer von ihnen.“ Entsprechend „sind Flüchtlinge darauf bedacht sich von anderen fernzuhalten und enthüllen niemals Informationen über ihre Fälle oder die Details ihres Lebens in der Heimat“. Frauen sehen sich besonderen Problemen gegenüber. Das European Centre for Law and Justice (Europäisches Zentrum für Gesetz und Recht) stellt zu Frankreich fest: „Einem beträchtlichen Anteil der konvertierten Frauen wird mit Zwangsverheiratung gedroht, in die Herkunftsländer ihrer Eltern zurückgeschickt zu werden oder ausgesondert zu werden, solange sie nicht zum Islam zurückkehren. In unregelmäßigen und zunehmend seltenen Fällen werden Konvertiten von Islamisten gelyncht und sogar getötet.“ Folglich gehen die Angst und Einsamkeit weiter.

Fazit

Beträchtliche freiwillige Übertritte von Muslimen zum Christentum laufen auf eine historische Neuheit hinaus, die eine ehrwürdige Unausgewogenheit verändert, in der der Islam fast ausnahmslos Gäubige auf Kosten der Christenheit abwarb. Diese Wende hat möglicherweise große Folgen dafür, wie Muslime sich selbst und ihre Religion betrachten; das aus den Einweg-Konversionen stammende traditionelle Selbstvertrauen gilt nicht mehr. Wird etwas anderes es ersetzen? Oder wird diese Verwundbarkeit das muslimische Vertrauen untergraben? Die Konsequenzen sind tiefgreifend.

Konversionen zum Christentum wiederum machen einen Teil eines großen Schritts weg vom Islam aus; einen, der auch Konversionen zu anderen Religionen (besonders zum Zoroastrismus bei Kurden und Hinduismus bei Indern; auch Judemtum und Buddhismus ziehen Konvertiten an) sowie die Annahme von Götterglaube und Atheismus einschließt. Zusammen stellen diese miteinander in Zusammenhang stehenden Trends eine selten bemerkte, aber bedeutsame Entwicklung dar, die weit geht, um den weithin festgestellten islamistischen Aufschwung des letzten halben Jahrhunderts zunichte zu machen, die diesen Aufschwung sogar rückgängig machen könnte.

„Islamophobie“ ist zu einem Mittel geworden Islamkritiker zum Schweigen zu bringen.

Kritik ist nicht dasselbe wie Diskriminierung

Robert Spencer, Jihad Watch, 6. Mai 2021

„Islamophobie existiert genauso wie Antisemitismus. Sie ist jedoch ein politisches Mittel geworfen die Islamkritiker zum Schweigen zu bringen. Kritik, egal an welcher Religion, ist nicht dasselbe wie Diskriminierung ihrer Anhänger.“

Ich bin nicht sicher, dass „Islamophobie“ existiert, das hängt davon ab, wie sie definiert wird und das geschieht selten. Aber der Rest dieser anonymen Stellungnahme trifft ins Schwarze und ist das, was sich seit Jahren sage. Allerdings haben das mit der Hamas verbundene Council on American-Islamic Relations (CAIR) und seine Verbündeten derzeit den Sieg davongetragen. Es wird für selbstverständlich gehalten, dass Kritik am Islam, Widerstand gegen Jihad-Gewalt und Scharia-Unterdrückung „Rassismus“, „Fanatismus“, „Islamophobie“ ist. Aber weil dies eine Revolte gegen die Realität und ein Sieg fadenscheiniger Propaganda ist, wird das gewiss nicht so bleiben.

„Ist Islamphobie ein Mittel der Politik geworden?“; WION, 4. Mai 2021

Pakistans Premierminister Imran Khan forderte am Dienstag die Organisation der Islamischen Kooperation (OIC) auf Islamphobie und die falsche Gleichsetzung des Islam mit Radikalisierung und Terrorismus entschieden entgegenzutreten.

Islamophobie existiert genauso wie Antisemitismus. Sie ist jedoch ein politisches Mittel geworfen die Islamkritiker zum Schweigen zu bringen. Kritik, egal an welcher Religion, ist nicht dasselbe wie Diskriminierung ihrer Anhänger.

Die Regierung Pakistans hat beschlossen, dass es keinen Kompromiss mit dem umstrittenen Blasphemie-Gesetz des Landes geben kann, nur Tage nachdem das Europa-Parlament eine Resolution beschloss, die eine Überprüfung von Islamabads Eignung für die Handelspräferenzen (GSP+) in der Folge einer „alarmierenden“ Zunahme der Anwendung von Blasphemie-Beschuldigungen im Land.

Premierminister Imran Khan sagte, die Verunglimpfung islamischer Grundsätze und religiöser Persönlichkeiten, die unter dem Mantel des Rechts auf freie Meinungsäußerung fälschlich gerechtfertigt werde, verletzt die Gefühle von 1,5 Milliarden Muslimen weltweit.

Allerdings versäumt Pakistan es seinen „Allwetterfreund“ China zu dessen Ausbeutung der uigurischen Muslime in Konzentrationslagern zu hinterfragen.

Das Europaparlament verabschiedete in seiner letzten Sitzung am Donnerstag einen Beschluss, in dem von Pakistan gefordert wird Raum für Religionsfreiheit zu lassen und drängte die EU-Obrigkeit den GSP+-Status Pakistans angesichts der zunehmenden Zahl der Blasphemie-Fälle zu überprüfen.

Pakistans Blasphemie-Gesetze widersprechen, nach Inhalt wie Anwendung, Pakistans Menschenrechts-Verpflichtungen das Recht auf Leben, Gedanken-, Gewissens- und Religions- oder Weltanschauungsfreiheit, Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung, Gleichheit vor dem Gesetz zu respektieren, Schutz vor Diskriminierung und das Recht auf Leben zu schützen…

Die Türkei preist einen massenmordenden, pädophilen Sklavenhändler – versucht sie auch ihm nachzueifern?

Was der „Held“ eines Volks über dieses aussagt.

Raymond Ibrahim, FrontPage Mag, 10. Juni 2021

Dieser Tage beschäftigt Kirchen zu Moscheen zu machen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan ganz enorm. Am Freitag, 4. Juni, sprach er während der Eröffnung einer Moschee in der Stadt Zonguldak vom türkischen Vermächtnis der Eroberung und Umwandlung der Hagia Sophia [in eine Moschee]. In seinen eigenen Worten: „Die Wiedereröffnung der Hagia Sophia als Moschee ist wichtig, da das ein Vermächtnis der Eroberung ist.“

Damit haben wir hier, während der Westen sich darin überschlägt jegliche „Eroberung“, die seine Vorfahren begangen haben könnten – zum Beispiel die „Eroberung der Amerikas“ durch den „völkermordenden“ Kolumbus – den Präsidenten der Türkei, der die gewalttätigen Eroberungen durch seine muslimischen Vorfahren preist. Die Bedeutung dieser Gegensätzlichkeit und was sie für die Zukunft bedeutet, muss anerkannt werden.

Nehmen Sie als Fallbeispiel Erdoğans Haltung gegenüber den größten Jihadisten der Geschichte – Männer, deren grauenhafte Taten ISIS beschämen würden. Letzten Sommer feierte Erdoğan wiederholt, während er seinen Erlass zur Umwandlung der Hagia Sophia – die ein Jahrtausend lang als größte Basilika des östlichen Christentums diente – in eine Moschee, Sultan Mohammed al-Fatah („der Eroberer“, 1432 bis 1481) wegen der gewaltsamen Umwandlung des christlichen Konstantinopels ins islamische Istanbul.

Bedenken Sie jedoch: Sultan Mohammeds einzige Rechtfertigung für die Eroberung Konstantinopels bestand darin, dass der Islam die Unterwerfung der „Ungläubigen“ fordert, in diesem Fall Christen. Er hatte keine andere „Beschwerde“ als diese. Als er Sultan wurde, schwor er tatsächlich „beim Gott ihres falschen Propheten, beim Propheten, dessen Namen er trug“, schrieb ein verbitterter christlicher Zeitgenosse rückblickend, „er sei ihr [der Christen] Freund und würde sein ganzes Leben ein Freund und Verbündeter Konstantinopels bleiben“. Obwohl sie ihm glaubten, nutzte er „die gemeinsten Künste von Heuchelei und Täuschung“, schrieb Edward Gibbon. „Auf seinen Lippen war Frieden, aber er hatte Krieg im Herzen.“

Während dieser Belagerung Konstantinopels ermahnte er seine muslimische Armee regelmäßig mit Jihad-Ideologie, unter anderem mit dem Loslassen jeder Menge Predigten, in denen er schrie:

Kinder Mohammeds, seid guter Stimmung, denn morgen werden wir so viele Christen in unseren Händen haben, die wir verkaufen, zwei Sklaven für eine Dukate und wir werden so reich sein, dass wir alle aus Gold sind und von den Bärten der Griechen werden wir Leinen für unsere Hunde machen und ihre Familien werden unsere Sklaven sein.

„Erinnert euch an die Versprechen unseres Propheten zu gefallenen Kriegern im Koran“, mahnte der Sultan höchstselbst: „Der Mann, der im Kampf stirbt, wird körperlich ins Paradies gebracht und wird mit Mohammed in Anwesenheit von Frauen, schönen Knaben und Jungfrauen speisen.“

Die Erwähnung von „schönen Knaben“ war nicht nur ein genauer Verweis auf das Versprechen des Koran (z.B. Suren 52,24, 56,17 und 76,19); Mohammed war ein berüchtigter Pädophiler. Dass er Jacob Notaras – ein schöner 14-jährigen Sohn eines Edelmanns in Konstantinopel, den Mohammed zwang sein persönlicher Lustknabe zu werden, bis er entkam – versklavte und vergewaltigte, war nur eine der niederträchtigsten. Der Sultan erstach einen weiteren christlichen Jungen, der „den Tod der Schändung vorzog“.

Nach seiner Eroberung und Schändung der Hagia Sophia ließ Mohammed die „elenden Bürger Konstantinopels“ während der abendlichen Feiern vor seine Männer zerren und „befahl, dass viele von ihnen in Stücke gehackt werden, um damit [seine Leute] zu unterhalten“. Der Rest der Bevölkerung der Stadt – bis zu 45.000 – wurde in Ketten weggeschleppt, um als Sklaven verkauft zu werden.

Das ist der Mann, den die Türkei und ihr Präsident ehren – einschließlich ihm eine der größten und ältesten Kirchen der Christenheit im letzten Jahr wieder zur Siegesmoschee zu widmen. Mohammed al-Fatah ist auch nicht der einzige Terrorist, der geehrt wird: so erklärte Erdoğan in einer seiner Reden:

Die Eroberung Istanbuls [Konstantinopels] und die Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee gehören zu den ruhmreichsten Kapiteln der türkischen Geschichte… Die Auferstehung der Hagia Sophia repräsentiert unsere Erinnerung voller Höhepunkte unserer Geschichte, von [der Schlacht von] Badr bis Manzikert, von Nikopolis bis Gallipoli [alles jihadistische Siege] … Die Wiederherstellung der Hagia Spohia wird von allem Respekt und Engagement vor all unseren Vorfahren gefordert, von Alp Arslan [dem islamischen Sieger von Manzikert, der den Weg zur Eroberung von Kleinasien öffnete und zehntausende Christen massakrierte oder versklavte] über Mohammed al-Fatah, bis zu Abdulhamid [der von 1894 bis 1896 bis zu 300.000 Armenier im Namen des Jihad abschlachtete]. Die Wiederauferstehung der Hagia Sophia … ehrt Mohammed al-Fatahs Eroberungsgeist… So Allah will, werden wir ohne Pause oder Zögern weiter diesen heiligen Weg gehen, bis wir unser letztes Ziel erreichen. [Hervorhebung hinzugefügt]

Die Botschaft könnte nicht deutlicher sein: In der Türkei dominiert die jihadistische Ideologie, zumindest in ihrer Führung. Bei Nachbarvölkern einzumarschieren und sie zu erobern – nicht wegen irgendwelchen Grolls, sondern weil sie keine Muslime sind – mit all den begleitenden Gräueltaten, Vergewaltigungen, Zerstörungen und Massensklaverei ist offenbar das Ideal, das wiederaufgenommen werden soll, sobald der Sonnenuntergang westlicher Macht vollendet ist.

Derweil bleibt, weil die Amerikaner es gewohnt sind zu sehen, wie Statuen der Helden ihrer eigenen Nation umgestürzt werden – aus keinem anderen Grund, als dass sie weiß und/oder christlich und daher von Natur aus schlecht waren – die Bedeutung der Worte Erdoğans und sein Lob für Mohammed den Eroberer – der als asiatischer Muslim weiter vor westlicher Kritik immun ist, schließlich wäre das „rassistisch“ – von ihnen auf ewig unbemerkt.

Kirchen in Ägypten: Schikanierte Inseln in einem Meer von Moscheen

Raymond Ibrahim, 3. Juni 2021 (Coptic Solidarity)

Nach Angaben eines arabischsprachingen Berichts vom 19. Mai 2021 kündigte Ägyptens Ministerium für Stiftungen gerade an, dass in dem nordafrikanischen Staat seit September 2020 1.413 Moscheen – davon waren 1.315 brandneu – eröffnet wurden.

Diese Ankündigung unterstreicht die Doppelstandards, die Christen und Muslime in Ägypten erwarten können. Denn insofern als Moscheen sich überall im Staat verbreiten, ist der Bau neuer oder auch nur die Renovierung alter Kirchen für Kopten wie Zähne ziehen.

Nach Angaben einer detaillierten Studie des Autors Adel Guindy „gibt es eine Kirche pro 5.800 orthodoxen Kopten“; das zwingt viele Christen „für Gottesdienste (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und regelmäßige Messen) weite Entfernungen außerhalb nach ihrer eigenen Städte zurückzulegen“. Andererseits gibt es auf Grundlage der Zahl der Moscheen in Ägypten (114.000 im Jahr 2016, heute sind es mehr) und Ägyptens geschätzter muslimischer Bevölkerung für etwa alle 700 Muslime eine Moschee. Mit anderen Worten: Selbst nach Ausgleich des Verhältnisses zwischen Muslimen und Christen gibt es immer noch etwa acht Moscheen pro Kirche. Die Diskrepanz könnte nicht deutlicher sein.

Wie Coptic Solidarity in einem Bericht von 2019 feststellten, „wendet die ägyptische Regierung nicht ein einziges Gesetz auf gleiche Weise für den Bau und die Reparatur von Moscheen, Kirchen und Synagogen an“. In der Tat prahlte die ägyptische Regierung Ende 2016 – um die Zeit, als an der Kathedrale St. Petrus in Kairo eine Bombe gelegt wurde, mit der 25 koptische Gottesdienstbesucher getötet und als mehrere andere Kirchen von den Behörden geschlossen wurden – damit, dass jede Woche 10 neue Moscheen eröffnet wurden und mehrere Milliarden ägyptische Pfund zur Eröffnung tausender weiterer zugewiesen wurden. Gleichermaßen wird Al-Azhar, die „größte Autorität für theologische und islamische Angelegenheiten“, komplett von der Regierung subventioniert (13 Milliarden ägyptische Pfund im Jahr 2018 – $726 Millionen US-Dollar).

Im Gegensatz dazu wird jedes christliche Gotteshaus in Ägypten von seiner (oft verarmten) Gemeinde ohne jegliche Regierungshilfe unterhalten; darüber hinaus, führt der CS-Bericht fort, „hat die ägyptische Regierung die Schließung zahlreicher Kirchen in direktem Gesetzesbruch geschlossen“; und während „die ägyptische Regierung Imame ernennt und ihre Gehälter zahlt, erhalten christliche und andere Glaubensleiter keine Vergütung durch die Regierung.“

Warum ein solcher Doppelstandart existiert, ist auf Artikel 2 der ägyptischen Verfassung zurückzuführen: „Der Islam ist die Religion des Staates … Die Prinzipien der islamischen Scharia sind die Hauptquelle der Gesetzgebung.“ Zufällig ist die islamische Scharia gegenüber nichtmuslimischen Gotteshäusern entschieden feindselig; streng interpretiert verbietet die Scharia den Bau oder die Renovierung von Kirchen in Ägypten. Obwohl das Gesetz nicht strikt durchgesetzt wird, lebt sein „Geist“ – der Feindschaft gegenüber Kirchen in Ägyptens breiter Masse – weiter.

Somit gibt es bei den Gelegenheiten, wo christliche Beharrlichkeit die Bürokratie des „Jihad“ überwindet und eine Genehmigung für eine Kirche beschafft worden ist, den muslimischen Mob, mit dem man fertig werden muss. Sobald lokale Muslime Wind davon bekommen, dass eine Kirche in ihrem Viertel anerkannt wird, bilden diese große Mobs – typischerweise nach den Freitagsgebeten, wenn der Imam sie aufstachelt – sie randalieren, greifen Christen an und manchmal töten sie sie und zünden ihre Häuser und/oder die fraglichen Kirchen an. Dann ziehen die lokalen Behörden, von denen einige dem Mob helfen oder ihn decken, um die Lage zu entschärfen, die für die Kirche anstehende Genehmigung prompt zurück, weil sie angeblich für das Dorf eine „Sicherheitsgefährdung“ darstellt.

„Ein Großteil der muslimischen jungen Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren aus unserem Dorf und aus der Nähe versammelten sich vor unserem Kirchengebäude, brüllten „Allahu Akbar“ und skandierten feindselige Parolen gegen Kopten und die Kirche wie ‚Wir wollen keine Kirche in unserem islamischen Dorf‘“, erinnerte sich Moheb, ein Mitglied einer der geschlossen Kirchen in Luxor.“ Sie versuchten die Vordertür einzudrücken … aber wir versperrten sie von innen. Wir riefen sofort die Polizei, die kam und die Demonstranten zerstreute, aber sie unternahmen nichts, um jemanden festzunehmen. Dann schlossen sie das Kirchengebäude, versiegelten es und stellten eine Wache davor.“

In Reaktion auf diese Schließung äußerte Gamil Ayed, ein örtlicher koptischer Rechtsanwalt, typische christliche Gefühle: „Wir haben nicht gehört, dass je eine Moschee geschlossen oder dass darin Gebet gestoppt wurde, weil sie keine Genehmigung hatte. Ist das Gerechtigkeit? Wo ist die Gleichberechtigung? Wo ist die Religionsfreiheit? Wo ist das Recht? Wo sind die staatlichen Institutionen?

Zwei Monate, bevor die acht Kirchen geschlossen wurden, wurde eine andere nahe gelegene Kirche unter identischen Umständen gesperrt. „Es gibt in unserem Dorf etwa 4.000 Christen und wir haben jetzt keinen Ort, an dem wir beten können“, reagierte der örtliche Einwohner Rafaat Fawzy. „Die nächste Kirche ist … 15km weit weg. Es ist schwierig in diese Kirche zu gehen und zu beten, besonders für die Alten, die Kranken und die Kinder.“

Auch er fuhr mit dem Stellen derselben Fragen fort, die Millionen Christen in Ägypten auf dem Herzen haben: „Welche Rechte haben wir? Es gibt sieben Moscheen in unserem Dorf und Muslime können überall frei beten, aber wir werden daran gehindert unseren religiösen Riten an einem einfachen Ort auszuüben, von dem wir geträumt haben. Ist das Gerechtigkeit? Wir werden in unserem eigenen Land unterdrückt und für uns gibt es keine Rechte.“

Ein paar Tagen nach der Schließung der Kirchen in Luxor griffen Muslime Christen in Al-Minya an, weil sie „Einwände gegen die Anwesenheit einer Kirche in der Gegend“ hatten; drei Christen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.

All diese Angriffe gab es, muss erwähnt werden, zwei Jahre nachdem Ägyptens groß angepriesenes „Kirchengesetz“ 2016 beschlossen wurde, das die Einschränkungen für Kirchen verringern sollte, das aber in Wirklichkeit „die christliche Minderheit in Ägypten diskriminiert“, so ein Zitat von Human Rights Watch.

Die vielen Schwierigkeiten, denen Ägyptens Christen im Kontext von Gottesdiensten begegnen, sind nur eine von etlichen Verletzungen ihrer Menschenrechte. Ob ihre Töchter entführt und zwangsweise zum Islam konvertiert und verheiratet werden oder ob sie dank der Lehren in oft mit der Regierung verbundenen Moscheen und Universitäten dämonisiert und gehasst werden: Christen haben in Ägypten schlicht nicht dieselben Menschenrechte, die Muslime haben.

Hagia Sophia: Ein wahres „Zentrum des Wissens über den Islam“

Raymond Ibrahim, 31. Mai 2021

Im letzten Sommer wandelte die türkische Obrigkeit die Hagia Sophia („Heilige Weisheit“) – die ursprünglich als eine der großartigsten Kathedrale der Christenheit gebaut wurde und ein Jahrtausend lang als solche wirkte – (wieder) in eine Moschee um. An diesem Freitag, 24. Juli 2020 (den viele östliche Christen heute als „Trauertag“ erachten), trafen sich Muslime im Innern der entweihten Kirche, wo sie von einem ein Schwert schwingenden Imam bei krampfartigen „Allahu Akbar“-Rufen angeführt wurden.

Die Türken, angefangen mit ihrem Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, haben diese kulturelle Aneignung als  ihr „Recht“ dargestellt. Imam Ali Erbas, der Präsident für religiöse Angelegenheiten der Türkei, ist noch weiter gegangen; kürzlich behauptete er: „Das Ziel aller unserer Moscheen und besonders der Hagia Sophia, ist es Zentren des Wissens über den Islam zu werden.“

So sei es. Da der Jahrestag der türkischen Eroberung Konstantinopels und seiner Hagia Sophia gerade hinter uns liegt (29. Mai 1453), wollen wir auf das zurückkommen, was an diesem Tag geschah – ein Tag, der wahrhaftig viel „Wissen über den Islam“ vermittelt, nicht zuletzt, weil wir Primärquellen-Dokumente haben, die genau beschreiben, was die Türken taten, insbesondere in und  um die Hagia Sophia. (alle im folgenden Bericht zitierten Texte wurden aus zeitgenössischen Quellen bezogen, zumeist Augenzeugenberichte; exakte Verweise sind in Kapitel 7 von Sword and Scimitar zu finden.)

Als sie erst einmal nach Konstantinopel eingedrungen waren, „gaben wütenden türkischen Soldaten kein Pardon“:

Als sie massakriert hatten und es keinen Widerstand mehr gab, waren sie versessen darauf zu plündern und schweiften durch die Stadt, stahlen, entkleideten, brandschatzten, töteten, vergewaltigten, nahmen Männer, Frauen, Kinder, alte Männer, junge Männer, Mönche, Priester, alle möglichen Menschen in allen möglichen Zuständen gefangen … Es gab Jungfrauen, die aus unruhigem Schlaf erwachten, um diese Räuber über sich stehend zu sehen, mit Blut an den Händen und Gesichtern voll bitterer Wut… die Türken schleiften sie fort, zerrissen sie, zwangen sie, entehrten sie, vergewaltigten sie an Straßenkreuzungen und brachten sie dazu sich den furchtbarsten Gewalttaten zu unterwerfen… Zarte Kinder wurden brutal von der Brust ihrer Mütter gerissen und Mädchen wurden erbarmungslos fremden und furchtbaren Verbänden gegeben und tausend andere furchtbare Dinge geschahen.

Weil tausende Bürger fliehen mussten und sich in der Hagia Sophia versteckt hatten, bot die uralte Basilika eine ausgezeichnete Ernte an Sklaven, sobald ihre Türen mit Äxten eingeschlagen waren:

Ein Türke suchte nach der Gefangenen, die die reichste zu sein schien, ein anderer bevorzugte ein schönes Gesicht unter den Nonnen… Jeder raublustige Türke war begierig seine Gefangene an einen sicheren Ort zu verbringen und dann wiederzukehren, um sich einen zweiten und einen dritten Preis zu sichern … Dann waren lange Reihen Gefangener zu sehen, die die Kirche und ihre Schreine verließen und wie Vieh oder Schafherden getrieben wurden.

Manchmal kämpften die Sklaventreiber miteinander bis zum Tod wegen „einer wohlgeformten jungen Frau“, während viele von diesen es „vorzogen sich in die Brunnen zu stürzen und zu ertrinken statt den Türken in die Hände zu fallen“.

Nachdem sie die Hagia Sophia in Besitz genommen hatten – die zur Zeit ihrer Eroberung tausend Jahre lang als Kathedrale gedient hatte – betrieben die Eindringlinge „darin alle Arten von Widerwärtigkeit, machten sie zu einem öffentlichen Bordell“. Auf „ihren heiligen Altären“ vollführten sie „Perversionen mit unseren Frauen, Jungfrauen und Kindern“, darunter der „Tochter des Großfürsten, die sehr schön war“. Sie wurde gezwungen sich „auf den großen Altar der Hagia Sophia zu legen, ein Kreuz unter ihrem Kopf und wurde dann vergewaltigt“.

Als nächstes „paradierten sie das Hauptkruzifix [der Hagia Sophia] in höhnischer Prozession durch ihr Lager, schlugen davor Trommeln, kreuzigten Christus erneut unter Bespucken und Blasphemie und Flüchen. Sie setzten ihm eine türkische Mütze auf den Kopf und schrien höhnisch: ‚Seht auf den Gott der Christen!“

Praktisch alle anderen Kirchen der uralten Stadt erlitten dasselbe Schicksal. „Die Kreuze, die auf die Dächer oder an die Wände der Kirchen gesetzt waren, wurden herabgerissen und auf ihnen wurde herumgetrampelt.“ Die Eucharistie wurde „zu Boden geworfen und getreten“. Bibeln wurden ihrGold oder Silber genommen, bevor sie verbrannt wurden. „Ikonen wurden ausnahmslos den Flammen übergeben.“ Patriarchengewänder wurden Hunden um die Hüfte gelegt; Priestergewänder wurden auf Pferde gelegt.

„Überall gab es Ungemach, jeder war von Schmerz berührt“, als Sultan Mohammed schließlich groß in die Stadt einzog. „Es gab Klagen und Weinen in jedem  Haus, Schreien an den Straßenkreuzungen und Leid in allen Kirchen; das Stöhnen der erwachsenen Männer und die gellenden Schreie der Frauen begleiteten Plünderung, Versklavung, Trennung und Vergewaltigung.“

Der Sultan ritt zur Hagia Sophia, stieg ab und ging hinein und „bestaunte den Anblick“ der großen Basilika. Nachdem er sie von ihren Kreuzen, Statuen und Ikonen reinigen ließ – Mohammed selbst stieß den Hauptaltar um und trampelte darauf herum – befahl er einem Muezzin auf die Kanzel zu steigen und „ihre widerwärtigen Gebete“ ertönen zu lassen, schrieb ein verdrossener Christ. „Dann stieg dieser Sohn des Frevels, dieser Vorläufer des Antichrist auf den Heiligen Tisch, um seine eigenen Gebete auszustoßen“, womit er „aus der großen Kirche einen heidnischen Schrein für seinen Gott und seinen Mahomet machte“.

Um seinem Triumph die Krone aufzusetzen ließ Mohammed die „elenden Bürger von Konstantinopel“ während der Abendfestlichkeiten vor seine Männer schleifen und befahl, dass „viele von ihnen in Stücke gehauen werden, als Unterhaltung“. Der Rest der Bevölkerung der Stadt – nicht weniger als 45.000 – wurde in Ketten weggeschleppt, um in österliche Gefangenschaft verkauft zu werden.

So sieht das „Wissen über den Islam“ aus, das die Erfahrungen der Hagia Sophia vermittelt.

Die Dinge bezüglich der Eroberung von Konstantinopel richtigzustellen, wie es dieser Artikel getan hat, ist heute doppelt wichtig, da Google und Big Tech sich wie die Türken dem Verbergen der Wahrheit widmen. Bevor die Türkei die Hagia Sophia gewaltsam in eine Moschee umwandelte, erbrachte eine Google-Suche nach dem Datum „29. Mai“ – einem Tag, der Jahrhunderte vor Pearl Habor „Schmach brachte“ –zahlreiche Suchergebnisse zur muslimischen Eroberung von Konstantinopel; heute sind es nur sehr wenige.

Gedankenverlorenes Territorium: Iran hofft Israel greift nicht die Landeplätze für die Bargeldpaletten aus den USA an

„Sie würden offensichtlich kein amerikanisches Flugzeug beschießen oder das Flugzeug eines verbündeten Landes – das ist eher unser Ding.“

PreOccupied Territory, 6. Mai 2021

Teheran, 6. Mai – Offizielle Vertreter der Islamischen Republik äußerten diese Woche ihre Sorge, dass ihre Anlagen für den Empfang des erwarteten Geldregens an harter Währung von der Administration Biden bessere Sicherheits- und Verteidigungsmaßnahmen benötigen, für den Fall, dass der jüdische Staat beschließt diese Einrichtungen zu beschießen, um Teheran der Möglichkeit zu berauben diese Lieferungen anzunehmen.

Quellen innerhalb der Luftfahrtabteilung des iranischen Transportministeriums sagten einem Reporter am Mittwoch bei einem Hintergrundgespräch, dass das Regime zwar mindestens eine Lieferung von Dutzenden, wenn nicht hunderten Millionen Dollar in Bargeld erwartet, so wie es unter der Administration Obama vor dem Atomdeal von 2015 geschah; diesmal erwarten sie, dass Israel nicht willfährig solche happigen Ressourcen sicher ankommen lassen wird. Die Offiziellen erwarten, dass Israel eine oder mehrere Landeplätze der Bargeld-Paletten angreift, Valuta, die der Iran dafür nutzen wird die hegemonialen Ambitionen der islamischen Republik und seine direkte Unterstützung des internationalen Terrorismus zu fördern.

„Wir wissen, dass die Biden-Leute dieselben sind wie die Obama-Leute“, erklärte ein Beamter. „Wir wissen, dass sie, aus welchen naiven, fehlgeleiteten oder verzerrten Gründen auch immer, unseren Weg zu Atomwaffen legalisieren und ebnen wollen, als würden sie Frieden bringen, was, wie ich vermute, eintreten wird, sobald wir das zionistische Gebilde vernichten und die Gelassenheit eingeläutet haben, von der jeder weiß, dass sie herrschte, als es kein zionistisches Gebilde gab – ich meine, das ist wie grundlegende Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Biden-Leute wollen uns den Hintern küssen und werden uns für dieses Privileg bezahlen. Soweit es uns angeht, ist das eine Win-Win-Situation in dem Sinne, dass wir zweifach gewinnen: Wir können unser Atomwaffenprogramm behalten UND wir können unsere Reichweite in der Region ausweiten und damit praktisch den Irak, Syrien und den Jemen kontrollieren, dazu den Gazastreifen und Teile von Afghanistan.

Aber wir wissen auch, dass die Israelis ihre eignen Operationen hochfahren, um unsere Ziele zu vereiteln“, gab der Beamte zu. „Also müssen wir voraussehen, dass sie versuchen werden die eingehenden Bargeld-Paletten abzufangen. Sie würden offensichtlich kein amerikanisches Flugzeug beschießen oder ein Flugzeug eines mit den Amerikanern verbündeten Landes, also würden sie es nicht abschießen – das ist sowieso eher unser Ding – aber sie könnten in der Lage sein zu verhindern, dass die Flüge überhaupt stattfinden, indem sie alle einschlägigen Landebahnen mit Kratern versehen oder alle Gabelstapler im Land zerstören oder so etwas. Wir müssen paranoid sein. Sie haben jeden empfindlichen Militärapparat kompromittiert. Moment mal, ist dieses Mikrofon ein Sturmgew…“