Als der „Held“ der Türkei 800 Christen köpfte, weil sie den Islam ablehnten

Raymond Ibrahim, 14. August 2020

Die Kathedrale von Otranto beherbergt die Überreste von 800 enthaupteten Christen.

Die rituelle Enthauptung von 800 Christen am 14. August 1480, die es ablehnten den Islam anzunehmen, wirft viel Licht auf zeitgenössische Fragen zum anhaltenden Konflikt zwischen dem Islam und dem Westen.

Hintergrund: Als er 1453 Konstantinopel brandschatzte, war der osmanische Sultan Mohammed erst 21 Jahre alt – was bedeutet, dass noch viele Jahrzehnte Jihad vor ihm lagen. Er setze die Expansion in den Balkan fort und marschierte in seinem Bestreben seine Pferde auf dem Altar der Petrus-Basilika zu füttern – muslimische Prophetien erklärten, dass „wir Konstantinopel erobern werden, bevor wir Rom erobern“ – in Italien ein und eroberte 1480 Otranto. Mehr als die Hälfte der 22.000 Einwohner wurden massakriert, 5.000 in Ketten verschleppt.

Um seine „Großzügigkeit“ zu demonstrieren, bot Sultan Mohammed 800 in Ketten gelegten christlichen Gefangenen die Freiheit an – unter der Bedingung, dass sie alle den Islam annehmen. Stattdessen entschieden sie sich geschlossen gemäß der Worte eines der ihren zu handeln: „Meine Brüder, wir haben gekämpft, um unsere Stadt zu retten; jetzt ist es an der Zeit um unsere Seelen zu kämpfen!“

Wütend, dass seine Einladung verschmäht wurde, befahl Mohammed am 14. August die rituelle Enthauptung dieser 800 Unglücklichen auf einer Hügelkuppe (die in der Folge „Hügel der Märtyrer“ genannt wurde). Ihr Erzbischof wurde unter dem Spott und „Allahu Akbar!“-Triumphgeschrei langsam in zwei Hälften gesägt. (Die Skelettteile einiger dieser trotzenden Christen wurden aufbewahrt und sind bis heute in der Kathedrale von Otranto zu sehen.)

Jetzt überlegen Sie, wie dieses Ereignis mit den aktuellen Realitäten in Zusammenhang steht.

Erstens: Wann immer islamische Einzelne oder Organisationen Gewalt gegen Nichtmuslime verüben – und den Islam als ihre Motivation anführen – wird uns auf der Stelle das Gegenteil gesagt, dass sie einfache Kriminelle und Psychopathen seien und dass ihr Handeln „nichts mit der Wirklichkeit des Islam zu tun hat“.

Es waren jedoch keine Allerwelts-„Muslime“, die auf dem Hügel der Märtyrer Gräueltaten begingen, sondern der, der praktisch der Führer des sunnitischen Islam war, der Sultan selbst, der immer eine Meute muslimischer ulema – Kleriker, Gelehrte und Muftis – um sich hielt, um ihn zu leiten und seine Entscheidungen bezüglich der Ungläubigen zu bestätigen (einschließlich des Massakers an denen, die den Islam ablehnen).

Zufälligerweise ist Mohammed II. für die Türkei und ihren Präsidenten Erdoğan ein Held, der vor kurzem die Hagia Sophia in eine Moschee umwidmete, zum Teil um den mörderischen Sultan zu ehren.

Auch Otranto war keine Anomalie. Im Verlauf von fast 14 Jahrhunderten sprachen und handelten offizielle Führer und Sprecher des Islam – von Sultanen und Kalifen bis zu ulema und Scheiks – immer nur wie der Islamische Staat (oder umgekehrt).

Ebenfalls interessant zu überlegen ist, wie oft selbst damals, vor mehr als einem halben Jahrtausend, westliche Staaten es vorzogen Nichtwahrhabenwollen und Wunschdenken zu betreiben, statt sich mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen oder ihren belagerten Glaubensgeschwistern zu helfen. Entsprechend rügte kurz nach dem Massaker von Otranto Papst Sixtus IV. den gleichgültigen Westen.

Lasst sie nicht glauben, dass sie vor Invasion geschützt sind, diejenigen, die sich in einiger Entfernung vom Kriegsschauplatz befinden! Auch sie werden sich unter das Joch beugen und vom Schwert gefällt werden, außer sie treten vor und treffen den Eindringling. Die Türken haben die Auslöschung des Christentums geschworen. Ein Waffenstillstand den Sophistereien! Jetzt ist nicht die Zeit zu reden, sondern zu handeln und zu kämpfen!

Solche Klagen waren nicht ungewöhnlich. Fast ein Jahrhundert später, 1565, segelte eine massive islamische Armada zu der kleinen Insel Malta um sie zu belagern; Papst Pius IV., der versuchte eine Armee aufzustellen, klagte, dass der König von Spanien „sich in die Wälder zurückgezogen hat und Frankreich, England und Schottland von Frauen und kleinen Jungen regiert werden“.

Schließlich und heute nicht viel anders, war zwar eine Menge Menschen im Westen ignorant gegenüber dem, was der Islam tut, aber eine Minderheit war sich dessen immer bewusst, auch aus historischer Perspektive. Bedenken Sie Sebastian Brants (geb. 1457) Narrenschiff, ein satirisches Gedicht zur allmählichen Natur des Fortkommens des Islam gegenüber einer „schlafenden“ Christenheit:

Unser Glaube war stark im Orient / Er herrschte in ganz Asien / In Maurenländern und in Afrika / Aber heute [seit dem 7. Jahrhundert] sind diese Länder für uns weg… / Wir gehen alle schlafend zugrunde / Der Wolf ist ein den Stall gekommen / und stiehlt die Schafe der heiligen Kirche / Während der Schäfer schlafend liegt / finden dich vier Schwestern unserer Kirche / sie sind von der patriarchalischen Art / Konstantinopel, Alexandria, Jerusalem, Antiochia / Aber sie sind verloren und geplündert / und bald wird der Kopf [Rom] wird angegriffen.

Wie der Fortbestand des Gedichtes nahelegt, sahen gelehrte Europäer die Geißel der Osmanen als jüngste in einem Kontinuum des islamischen Terrors: denn während die Araber die „ersten Truppen der Heuschrecken“ waren, die „um das Jahr 630 erschienen“, um einen zeitgenössischen englischen Geistlichen zu zitieren, sind „die Türken, eine Vipernbrut, schlimmer als ihre Eltern … die Sarazenen, ihre Mutter“.

Gleichermaßen sind die heutigen jihadistischen Organisationen – der Islamische Staat, Al-Qaida, Boko Haram, Hamas, Hisbollah, al-Schabaab et. al. – die jüngste „Vipernbrut“, die vom immerwährenden Jihad ausgebrütet wurde.

Die historischen Teile dieses Artikels sind Auszüge aus und dokumentiert in Ibrahims „Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West“.

Hass auf dem Spielfeld: Antisemitismus im Sport

Gideon Ben-Zvi, HonestReporting, 23. August 2020

Sport ist ein großer Einiger, schafft Gelegenheiten für Kontakte von Menschen aus einer breiten Vielzahl von Hintergründen. Doch obwohl das relativ wenig berichtet wird, erfahren jüdische Sportler in der großen Welt des Sports Antisemitismus und in einigen Fällen grassiert dieser.

Von München in die muslimische Welt

Antisemitismus wird zwar heiß diskutiert, besonders weil er die erhitzte Debatte um das Wesen und die Politik des Staates Israel verbindet, aber er ist auch im Sport ein Phänomen. Das vielleicht bekannteste Beispiel ist der von Palästinensern geführte Terroranschlag auf die Olympischen Spiele in München 1972, bei dem 11 israelische Athleten getötet wurden. Seitdem hat sich Antisemitismus im Sport verbreitet, weil reiche Länder mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung im Nahen Osten und Asien begonnen haben internationale Veranstaltungen auszurichten.

Zu den Beispielen der Schikane gegen israelische Sportler gehören:

  • 2019: Die Regierung von Malaysia verweigerte der israelischen Para-Schwimmmannschaft Visa, wodurch ihre Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Japan diesen Sommer verhindert wurde.
  • 2019: Der iranische Judo-Weltmeister Seed Mollai verlor absichtlich einen Kampf gegen den niedriger gesetzten Ruslan Mussajew aus Kasachstan, um einen Kampf gegen den israelischen Judoka Sagi Muki zu vermeiden.
  • 2018: Die Anwesenheit der israelischen Mannschaft bei einem Jugend-Handballturnier in Doha löste Forderungen aus, die Qataris sollten ihre Kinder aus dem Turnier nehmen. Allgemeiner nutzen große Teile der Bevölkerung die sozialen Medien, um sich von der Teilnahme Israels an vielen internationalen Wettkämpfen in Qatar zu distanzieren.

Bruria Bigman, Sprecherin des israelischen Olympischen Komitees gibt an: „Israelische Athleten haben unter etlichen Fällen von Diskriminierung und Ausgrenzung gelitten. Das Israelische Olympische Komitee verurteilt diesen Trend, der der Internationalen Olympischen Charta widerspricht.“

Leider beschränkt sich dieser Versuch israelische Sportler zu boykottieren nicht auf den Nahen Osten.

Nicht nur in der muslimischen Welt, nicht nur gegen Israelis

Antisemitismus im Sport ist ein weltweites Phänomen. Zu den jüngsten Beispielen gehören:

  • Ein bekannter Sportkommentator in Griechenland beschuldigte den amerikanisch-israelischen Trainer David Blatt wegen der umstrittene Niederlage seiner Athener Mannschaft zu lügen, weil er jüdisches Blut hat.
  • Der ehemalige Basketballspieler Cody Decker sagte, Antisemitismus „grassiert überall im Sport“. In einem aktuellen Interview beschrieb Decker mehrere Vorfälle aus seiner Karriere, bei denen er herausgepickt wurde, weil er Jude ist und von Fans und Mannschaftsmitgliedern mit judenfeindlichen Beleidigungen bedacht wurde.
  • 2011 verklagte Jason Bailey, ein amerikanischer Eishockey-Profi, die Anaheim Ducks aus der NHL; er sagte aus, dass die Trainer des angegliederten Teams hätten ihn antijüdischen Schikanen ausgesetzt.

Bekannter sind Beispiele, in die europäische Fußballfans verwickelt sind. Ein Bericht des britischen Parlaments mit dem Titel „Antisemitismus im europäischen Fußball: Wunde im schönen Spiel“ kam zu dem Schluss, dass Hooligans in einer Reihe von Ländern wiederholt antisemitische Gesten, darunter den Nazigruß und hasserfüllte Parolen gegen Juden verwendet haben.

Kann Hass aus dem Sport vertrieben werden?

Auf einer Konferenz zu Antisemitismus im Sport im Jahr 2019 stimmten mehrere Experten überein, dass Hassreden hauptsächlich über das Internet in den Mainstream eingebracht wird. Insbesondere das Aufkommen der sozialen Medien ist eine Wende gewesen. Vor kurzem haben Berichte Licht darauf geworfen, wie Verschwörungstheorien, Rassismus, Fanatismus und Antisemitismus sich auf Online-Plattformen gezeigt haben. Zum Beispiel können in einige Fällen Dutzende Millionen Menschen mit einem einzigen Tweet erreicht werden.

Nach Angaben der Anti-Defamation League hat es in den letzten Monaten eine beträchtliche Zunahme antisemitischer Posts in sozialen Medien gegeben. Aus diesem Grund gibt es einen wachsenden Chor, der fordert, dass die Technologiegiganten eine klare Definition dessen annehmen, was Antisemitismus ist und verhindern, dass solche Inhalte verbreitet werden.

Tibi Galis, Executive Director des Auschwitz Institute for Peace and Reconsiliation hat gewarnt, dass Massengräuel mit einfachen Dingen wie Hassreden bei Sportveranstaltungen beginnen.

„Sport ist oft der erste Ort, an dem wir Erscheinungsformen gefährlichen Redens hören“, sagte er. „Die Frage lautet: ‚Wie können wir das sportliche Umfeld zu einem besseren machen?‘“ Zum Glück haben sich Sportstars gegen Vorurteile geäußert. Das Fehlen massiver Empörung in Reaktion auf aktuelle Vorfälle antisemitischer Tweets und Postings von Prominenten aus Sport und Unterhaltung ist sehr beunruhigend.

Der erste Schritt Antisemitismus anzupacken – im Sport und andernorts – besteht eindeutig darin ihn zu benennen. Nur dann kann er effektiv bekämpft werden. Aus diesem Grund sollten die Social Media-Giganten erwägen eine robustere Antisemitismus-Definition anzunehmen und ihre Politik für Hassreden energisch aufrecht zu erhalten.

Bis dahin werden die Antisemiten weiter punkten.

Hagia Sophia: Türkische Märchen und Historische Fakten

Raymond Ibrahim, 15. Juli 2020

Millionen orthodoxer und andere Christen in aller Welt waren entweder schockiert, wütend und/oder traurig, als sie vor kurzem erfuhren, dass die Türkei gerade die Umwandlung des Museums Hagia Sophia – ursprünglich als orthodoxe Kathedrale gebaut und ein Jahrtausend lang so genutzt – in eine Moschee genehmigt wurde.

In einer langen Rede zur Begründung dieser Entscheidung, die er persönlich herbeiführte, sagte der türkische Präsident Erdoğan Folgendes:

Die Eroberung Istanbuls [Konstantinopels] und die Umwandlung der Hagia Sophia [Griechisch für „Heilige Weisheit“] in eine Moschee gehört zu den glorreichsten Kapiteln der türkischen Geschichte. Am 29. Mai 1453 betrat der [osmanische] Sultan Mohammed II. die Stadt nach einer langen Belagerung und begab sich direkt in die Hagia Sophia. Als die Byzantiner im Inneren der Hagia Sophia voller Angst und neugierig ihr Schicksal erwarteten, betrat Mohammed die Hagia Sophia, versicherte den Menschen, dass sie ihr Leben und ihre Freiheiten behalten würden… Dann sagte er den ersten adhan [Gebetsruf] auf. Damit beurkundete er seine Eroberung. Dann führte er in einer Ecke der Hagia Sophia zwei Dankbarkeits-Kniefälle aus. Mit diesem Schritt demonstrierte er, dass er die Hagia Sophia zu einer Moschee gemacht hatte… Die Kuppeln und Wände dieses großartigen Ortes der Anbetung schwangen seitdem 481 Jahre lang mit Gebeten und tabirs [„Allahu Akbar“-Rufen] mit [bis sie 1934 zum Museum wurde].

Eine solch andächtige Nacherzählung  ist nur geringfügig hagiographischer als die Haltung führender türkischer Historiker wie Professor Selim Akdogan. Auf Al-Jazira bestand er kürzlich darauf, dass Sultan Mohammed die Hagia Sophia eigentlich von den eroberten christlichen Kirchgängern „gekauft“ habe.

Ist diese rosige Wiedergabe korrekt? Glücklicherweise müssen wir uns nicht auf türkische Propaganda verlassen; wir haben Primärquellen, die genau beschreiben, was die Türken und Sultan Mohammed nach der Eroberung Konstantinopels und seiner Hagia Sophia 1453 taten. (Alle in der folgenden Schilderung verwendeten Zitate wurden zeitgenössischen Quellen entnommen, zumeist von Augenzeugen, wie sie in Kapitel 7 von Sword and Scimitar dokumentiert sind.)

Als sie am 29. Mai 1453 erst einmal in der Stadt waren, „gaben die wütenden türkischen Soldaten kein Pardon“:

Als sie ihr Massaker veranstaltet hatten und es keinen Widerstand mehr gab, waren sie erpicht darauf zu plündern und durchstreiften die Stadt, stahlen, plünderten, töteten, vergewaltigten, nahmen Männer, Frauen, Kinder, alte Männer, junge Männer, Mönche, Priester, Menschen aller Arten und in allen Zuständen… Es gab Jungfrauen, die aus unruhigem Schlaf aufwachten und diese Räuber mit blutigen Händen und wutverzerrten Gesichtern über sich stehend vorfanden… [Die Türken] zerrten sie, rissen sie, entehrten sie, vergewaltigten sie an den Kreuzungen und ließen sie sich den furchtbarsten Verbrechen unterwerfen… Zarte Kinder wurden brutal von den Brüsten ihrer Mütter gerissen und Mädchen wurden erbarmungslos fremden und furchtbaren Einheiten gegeben und eintausend andere furchtbare Dinge geschahen…

Weil tausende Bürger geflohen waren und sich in der Hagia Sophia versteckten, bot die uralte Basilika eine exzellente Sklavlenernte, sobald ihre Türen mit Äxten aufgeschlagen waren. „Einer der Türken sah nach der gefangenen Person, die am wohlhabendsten zu sein schien, ein zweiter bevorzugte ein hübsches Gesicht unter den Nonnen… Jeder räuberische Türke war erpicht darauf seine Gefangene an einen sicheren Ort zu bringen und dann zurückzukehren, um sich einen zweiten und einen dritten Preis zu sichern… Dann konnte man lange Ketten Gefangener die Kirche und ihre Heiligtümer verlassen sehen, die wie Vieh oder Schafherden getrieben wurden.“

Manchmal bekämpften sich die Sklavenhalter bis zum Tod wegen „irgendeiner wohlgeformten jungen Frau“, auch wenn viele der letzteren es „vorzogen sich in die Brunnen zu werfen und zu ertrinken, statt den Türken in die Hände zu fallen“.

Nach dem sie die Hagia Sophia, eine der größten und ältesten Kirchen der Christenheit – zur Zeit ihrer Eroberung fast tausend Jahre alt – in Besitz genommen hatten, „betrieben die Invasoren alle Arten von Widerwärtigkeiten darin, machten sie zu einem öffentlichen Bordell“. Auf „ihren heiligen Altären“ inszenierten sie „Perversionen mit unseren Frauen, Jungfrauen und Kindern“, darunter mit „der Tochter des Großfürsten, die sehr schön war“. Sie wurde gezwungen „sichmit dem Kruzifix unter ihrem Kopf auf den Großaltar der Hagia Sophia zu legen und sich dort vergewaltigen zu lassen“.

Als Nächstes „paradierten sie das [Haupt-] Kruzifix [der Hagia Sophia] in verhöhnender Prozession durch ihr Lager, schlugen Trommeln vor ihm, kreuzigten Christus erneut mit Bespucken und Gotteslästerungen und Flüchen. Sie setzten ihm eine türkische Mütze auf und riefen spöttisch: „Seht, der Gott der Christen!“

Praktisch alle anderen Kirchen in der alten Stadt erlitten dasselbe Schicksal. „Die Kreuze, die auf den Dächern oder an den Wänden der Kirche angebracht waren, wurden herabgerissen und auf ihnen herumgetrampelt.“ Die Eucharistie wurde auf den Boden geworfen; heiligen Ikonen wurde das Gold genommen, sie wurden „auf den Boden geworfen und getreten“. Bibeln wurde die goldene oder silberne Beleuchtung genommen, bevor man sie verbrannte. „Ikonen wurden ausnahmslos den Flammen übergeben.“ Patriarchengewänder wurden Hunden auf die Hüften gelegt; Priestergewänder wurden auf Pferde gelegt.

„Überall war Unglück, jeder wurde von Schmerz berührt“, als Sultan Mohammed schließlich groß in die Stadt einzog. „In jedem Haus gab es Wehklagen und Weinen, Schreie an den Kreuzungen und Trauer in allen Kirchen; das Stöhnen Erwachsener und die Schreie der Frauen begleiteten Plünderung, Versklavung, Aufteilung und Vergewaltigung.“

Der Sultan ritt zur Hagia Sophia, stieg vom Pferd und ging hinein, „bestaunte den Anblick“ der großen Basilika. Nachdem sie von ihren Kreuzen, Statuen und Ikonen gesäubert war – Mohammed höchstpersönlich kippte ihren Hauptaltar um und trampelte darauf herum – befahl er einem Muezzin die Kanzel zu besteigen und „ihre abscheulichen Gebete erklingen zu lassen. Dann stieg dieser Sohn des Frevels, dieser Vorreiter des Antichristen, auf den heiligen Tisch, um seine eigenen Gebete von sich zu geben“, womit er „aus der Großen Kirche in einen heidnischen Schrein für seinen Gott und seinen Mahomet machte.“

Um seinen Triumph abzurunden ließ Mohammed die „elenden Bürger Konstantinopels“ während den abendlichen Feiern vor seine Männer schleifen und „befahl, dass zur Belustigung viele von ihnen in Stücke gehackt werden“. Der Rest der Bevölkerung der Stadt – volle fünfundvierzigtausend – wurden in Ketten gelegt, um als Sklaven verkauft zu werden.

So viel zu Erdoğans Behauptung, dass Sultan Mohammed „den Menschen ihrer Leben und Freiheiten versicherte“ oder dass die Hagia Sophia ordentlich „gekauft“ wurde.

Auf jeden Fall ist dies die Geschichte, die Millionen Türken rühmen. In den bereits erwähnten Worten Erdoğans, ihres Präsidenten: „Die Eroberung Istanbuls und die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee gehören zu den prächtigsten Kapiteln der türkischen Geschichte.“

Wenn Eroberung, unfassbare Gräueltaten und Vergewaltigungen, die Schändung der Kirchen – alle im Namen des Jihad begangen – „die prächtigsten Kapitel der türkischen Geschichte“ sind, dann fragt man sich, wie die Ruhmes-Zukunftspläne der Türkei aussehen.

Anmerkung: Zitierte Auszüge in der obigen Schilderung sind dem Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West, entnommen.

Mit Hass indoktriniert: Palästinensische Schulen sind typisch muslimische Schulen

Raymond Ibrahim, 24. Juli 2020

Palästinensische Schulkinder mit Hass zu indoktrinieren und gegen die Existenz Israels zu sein grassiert, stellte eine gerade durchgeführte Studie fest, nachdem fast 400 Schulbücher und mehr als 100 Lehrerhandbücher untersucht wurden, die das Bildungsministerium der palästinensischen Autonomiebehörde zwischen 2013 und 2020 ausgegeben hat.

Nach Angaben des Autors Dr. Arnon Groiss vom Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center hat diese Bildung der Aspekte:

[1] Delegitimierung der Existenz des Staates Israel und die Anwesenheit von Juden im Land Israel, einschließlich der Ablehnung der Existenz von jüdischen heiligen Stätten im Land Israel; [2] Dämonisierung Israels und der Juden: „Der zionistische Feind“ ist gemäß der Beschreibung in den Schulbüchern insgesamt böse und stellt eine existenzielle Bedrohung für die Palästinenser dar, die als ultimative Opfer beschrieben werden, ohne gemeinsame Verantwortung für den Konflikt; und [3] Heranabildung zu einem gewalttätigen Kampf zur Befreiung des Landes Israel (Palästina) ohne Bildung zu Frieden und Koexistenz. In keinem der PA-Schuldbücher ist irgendeine Aufforderung zur friedlichen Lösung des Konflikts oder irgendeine Erwähnung der Koexistenz mit Israel zu finden.

Ein ausgesprochen religiöses Element durchdringt weiterhin die palästinensischen Ansichten zu Israel, soweit sie sie nicht sogar dominiert. Nach Angaben eines früheren Berichts zu diesem Thema, ebenfalls von Groiss, werden „Juden außerhalb des Konflikts auch im religiösen Kontext dämonisiert. Sie werden als seit Beginn an korrupte Nation und als Feinde des Islam seit den frühesten Tagen dargestellt.“

Unter Anführung des Koran und anderer islamischer heiliger Schriften lehren palästinensische Schulbücher: „Die Korruption der Kinder Israel auf Erden war der Grund für ihre Vernichtung und wird es sein“; und obwohl er mit ihnen verbündet war, war sich Mohammed „der Hinterlist und Verschwörungen der Juden bewusst“.

Darüber hinaus „islamische traditionelle Ideale des Jihad und des Märtyrertums werden verherrlicht und ihnen einen besondere Rolle im Befreiungskampf zugewiesen. Tatsächlich gibt es eine Sprachübung, die zu Märtyrertum besonders ermutigt.“

Dass palästinensische Schulkinder dazu indoktriniert werden Juden zu hassen scheint zwar eine Besonderheit des israelisch-palästinensischen Konflikts zu sein – heißt, es mag als Produkt von Politik und Missständen erscheinen – aber tatsächlich ist es Teil eines größeren Trends: Schulbücher in einer Vielzahl anderer muslimischer Staaten lehren ebenfalls Hass auf „andere“ – selbst diejenigen, die weit von einer Position entfernt sind Muslime zu „unterdrücken“ werden in Wirklichkeit von diesen unterdrückt.

2018 zum Beispiel gab die US-Kommission für internationale religiöse Freiheit eine Erklärung aus, in der es hieß, es sei „enttäuschend, in saudischen Schulbüchern aufhetzerische Inhalte zu finden, von denen man vorher annahm, dass sie entfernt worden seien“. Die Kommission „entdeckte Inhalt, der für Gewalt und Hass auf religiöse Minderheiten und andere wirbt“, oft in Verbindung zur islamischen Doktrin der „Loyalität und Feindseligkeit“, die von Muslimen auf Grundlage des Koran (z.B. Sure 60,4) verlangt zu lieben, was Allah liebt und zu hassen, was Allah hasst – wozu „Ungläubige“, also Nichtmuslime, gehören.

Ein gesonderter Bericht, veröffentlicht von Human Rights Watch im Jahr 2017, berührte den Indoktrinationsprozess: „Schon im ersten Schuljahr werden Schüler in saudischen Schulen Hass auf alle gelehrt, die als einen anderen Glauben habend oder einer anderen Denkschule angehörig wahrgenommen werden … Die Lektionen in Hass werden mit jedem folgenden Jahr verstärkt.“ Weiter Besorgnis erregend ist, dass solche hasserfüllten Texte nicht auf saudische Schulen begrenzt sind, sondern weiterhin weithin in Madrassen in der ganzen Welt, einschließlich in den USA, verbreitet werden.

Schulen in Pakistan lehren ihre Kinder weiterhin „Christen und andere religiöse Minderheiten zu hassen“, stellte ein Bericht aus 2017 fest.

Statt Hass-Material zu verringern und von religiösem Extremismus abzubringen [wie die Regierung es nach einem besonders tödlichen islamischen Terroranschlag auf eine Schule versprach, bei der im Jahr 2014 132 Schüler getötet wurden] scheint das Gegenteil zu geschehen, wobei der Trend zu einem noch einseitigeren Lehrplans zuzunehmen scheint und in Pakistans öffentlichen Schulen noch mehr religiöser Extremismus gelehrt wird.

Ein pakistanisch-christlicher Leiter sagte 2019, dass religiöse „Minderheiten als Ungläubige betrachtet und in Schulbüchern negativ dargestellt werden, die Vorurteile gegen Minderheiten propagieren.“ Deswegen:

Geben viele Minderheiten ihren Kindern islamische Namen, damit sie nicht als Christen ausgesondert zu potenziellen Zielen für Diskriminierung in Grund- und Mittelschulen sowie auf Oberschulebene werden… in vielen Fällen werden Minderheiten angehörende Schüler in öffentlichen Schulen misshandelt.“

Auch Schulbücher in der Türkei dämonisieren Nichtmuslime. Eine ehemalige Muslima, die zum Christentum konvertierte, sprach aus eigener Erfahrung, als sie erklärte, dass „ihre Meinung von Christen sehr schlecht war, wegen all der Dinge, die sie und andere in einer muslimischen Gesellschaft über Christen gelehrt wurden“. Nach Angaben der Konvertitin, die heute in den USA lebt und das Pseudonym Cerya Little angenommen hat, „ist eine christenfeindliche Gesinnung ein großer Teil der nationalen Identität, deshalb steht jeder oder alles, was Christliches propagiert, automatisch unter Verdacht“.

Schulbücher lehrten sie, dass „es die Christen waren, die das Land und die Reichtümer der muslimischen Welt plündern wollen“ und dass Türken nur damit reagierten „zu verteidigen, was rechtlich ihres war“. (In Wirklichkeit besteht die heutige Türkei aus Gebieten, die mehr als ein Jahrtausend christlich waren, bevor sie im Namen des Jihad brutal erobert wurden.)

„Alles wird verwendet, um die Christen wie Verbrecher aussehen zu lassen“, sagte sie und fügte hinzu: „Das ist in allen muslimischen Ländern dasselbe.“

Und das ist der Punkt. Wenn palästinensische Schulkinder indoktriniert werden Israel und Juden zu hassen, weil sie „ihnen das Land gestohlen“ hätten und sie überhaupt unterdrücken, was erklärt dann die Tatsache, dass andere Kinder überall in der islamischen Welt ebenfalls indoktriniert werden andere Nichtmuslime zu hassen, insbesondere entrechtete christliche Minderheiten, die, weit davon entfernt über Muslime zu „herrschen“, jetzt von ihnen verfolgt werden?

Die Antwort – das im Islam tiefsitzende Gefühl von Herrenmenschentum und Hass auf „den anderen“ – sollte offensichtlich sein.

Stattdessen hilft Hass auf entmachtete religiöse Minderheiten tatsächlich zu erklären, warum Israel derart verunglimpft wird. Wenn, wie es muslimischen Kindern gelehrt wird, Ungläubige immer zu ihren Füßen legen müssen – „Muslime sind die Herren Jerusalems und keine Stimme soll höher sein als ihre Stimme [dort]“, lehren palästinensische Texte – dann wird wohl nur kriegerische Empörung übrig bleiben, wo immer Muslime sich unter der Obrigkeit von „Ungläubigen“ befinden.

In der Corona-Krise: Tot den „dreckigen“ Christen, Liebe für „reine“ Muslime

Raymond Ibrahim, 6. April 2020 (FrontPage Magazine)

Salim Masih, bevor er infolge der Folter starb, der er wegen „Verschmutzung“ muslimischen Wassers unterzogen wurde.

Die islamische Weltsicht – selbst in Bezug auf Dinge wie eine Seuche (d.h. den Coronavirus) – basiert im Wesentlichen auf einer Gegensätzlichkeit: Alles und jedes nicht Islamische ist böse, dreckig, muss gemieden, gehasst und bekämpft werden („jihad“); alles Islamische ist gut, sauber, muss begrüßt und dafür muss gekämpft werden.

Ein christlicher Jugendlicher fand das vor kurzem auf die harte Tour heraus. Saleem Masaih (22) wurde gefoltert und getötet, weil er in Pakistan Wasser aus dem Brunnen seines Arbeitgebers nutzte. Empört beschuldigten die Muslime ihn ein „dreckiger Christ“ zu sein, der „das Wasser verschmutzt hatte“. Eine Reihe gleichermaßen erboster Muslime, die daran Anstoß nahmen, „schworen ihm eine Lektion zu erteilen“, sie „schleppten ihn zu ihrer Rinderfarm, wo sie ihm die Hände fesselten, seine Füße zusammenketteten und ihn fortgesetzt mit Stöcken und Eisenstangen folterten“. Bevor er infolge seiner schweren Wunden starb, erzählte Saleem seiner Familie, dass er „nur gefoltert wurde, weil er Christ war“. Was den Arbeitgeber angeht, bestand der darauf, dass er kein Verbrechen begangen hatte; es war immerhin der ermordete Christ, der „das Verbrechen begangen hatte ihr Wasser zu verunreinigen“, sagten seine muslimischen Mörder und daher war diese Strafe – Folter und Tod – „gerechtfertigt“.

Gewalttätige und mörderische Ausbrüche von Muslimen, wo immer „dreckige“ Christen Wasser ersterer trinken oder nutzen, sind nicht unüblich. Allein in Pakistan wurde Javed Anjum, ein weiterer junger Christ, getötet, nachdem er in eine Falle gelockt und volle fünf Tag lang gefoltert wurde, weil auch er die Frechheit hatte Wasser aus einer Madrassa zu trinken. Und dann gibt es natürlich einen überaus berüchtigten Fall von Christenverfolgung in Pakistan, den von Asia Bibi: Sie wurde angegriffen, geschlagen, fälschlich der Blasphemie beschuldigt und entsprechend ein Jahrzehnt lang inhaftiert – alles, weil auch sie, damals Arbeiterin auf einer Farm, muslimisches Wasser getrunken hatte.

Das ist weniger ein pakistanisches als vielmehr ein islamisches Phänomen. Dr. Abdulla Badr – ein ägyptischer-muslimischer Gelehrter mit Abschluss von der al-Azhar Universität und ehemaliger Professor für islamische Exegese – erklärte einmal während einer auf Video aufgezeichneten Konferenz, dass er derart „angewidert“ von Christen ist, dass er, sollte ein Christ seine Tasse berühren, nicht daraus trinken würde: „Ich werde so angeekelt, Mann, ich kann ihren Geruch nicht ausstehen … Ich mag sie nicht, das ist meine Entscheidung. Und sie ekeln mich an; ihr Geruch, ihr Aussehen, alles. Ich verspüre Ekel, Ekel!“

Badr fügte hinzu, dass er einmal in Ägypten ein Geschäft  betrat, um Essen zu kaufen, aber als er die Kreuze und christliche Ikonen an der Wand sah und begriff, dass der Inhaber Christ war, gab er das Essen auf der Straße sofort weg.

Vergleichen Sie solches Verhalten mit muslimischem Verhalten gegenüber ihren Glaubensbrüdern; da ist nichts zu „ekelhaft“, anscheinend weil ein Muslim niemals etwas verschmutzen kann. Tatsächlich ermutigen derzeit Muslime andere Muslime miteinander in körperlichen Kontakt zu treten, trotz weltweiter Ängste sich mit COVID-19 anzustecken. „Von einem anderen Muslim gegessenes Essen zu teilen führt zu Shifa (Heilung) und nicht zu Corona“, erklärte gerade ein muslimischer Mann in den sozialen Medien. „Der Islam lehrt uns, dass Händeschütteln Liebe verbreitet, nicht den Coronavirus“, sagte ein anderer. (Behalten Sie im Hinterkopf, dass Hände schütteln auf Mitmuslime beschränkt bleiben sollte; gemäß eines recht bekannten Hadith ordnete Mohammed an, dass Muslime den Gruß Salaam nicht Juden und Christen entbieten, sondern sie stattdessen in enge Seitengassen drängen sollten.)

Andernorts in der islamischen Welt protestieren Muslime gegen die Idee einer vorübergehenden Schließung von Moscheen, weil ganz klar nichts, was mit dem Islam und besonders mit islamischem Gottesdienst zu tun hat sie krank machen kann. Folglich haben „radikale schiitische Kleriker im Iran ihren Druck auf Ayatollah Ali Khamenei erhöht die größten heiligen Stätten des Staates offen zu halten – wo die Schreine zu küssen und zu berühren üblich ist; damit befindet sich das islamische Regime in einer heiklen Lage, nachdem einer der prominentesten Ärzte warnte, dass Millionen an der chinesischen Coronavirus-Infektion sterben könnten“.

Ein anderer Bericht von Breitbart hält fest, dass „Online-Videos auftauchten, die zeigen, wie Gläubige Schreine ablecken und küssen, um zu zeigen, dass sie keine Angst davor haben, sich während des eskalierenden Coronavirus-Ausbruchs in der Islamischen Republik zu infizieren“. Hussein Ravazadah, dessen Titel „Experte zu iranisch-islamischer Medizin“ lautet, gibt an: „Wir sind nach Qom gekommen, in die Moschee und zu privaten Treffen, wir werden jedermann küssen. Wir werden uns mit jedem treffen.“ Breitbart fährt fort: „Irans heilige Orte ziehen Schiiten aus der ganzen muslimischen Welt zu Pilgerreisen an, womit sie wahrscheinlich den Virus über die gesamte Region verbreiten.“

Wenn Muslime des Iran so überzeugt sind, dass nichts an ihrem Glauben oder den Gläubigen jemals Seuchen verbreiten kann, dann sollte es nicht überraschen, dass Muslime in praktisch jedem Staat, in dem die Obrigkeit vorläufig Versammlungen in Moscheen verboten hat, ebenfalls protestieren. In Bangladesch „schrien zehntausende Muslime auf … während sie den Behörden trotzten, um öffentliche Massengebetsversammlungen zu veranstalten, gerade zu dem Zeitpunkt, als die südasiatischen Staaten die ersten Toten der globalen Pandemie berichteten.“ Bilder dieser gewaltigen Zahlen zeigen dicht gedrängte Muslime, die praktisch übereinander stolpern.

In Ägypten erzählte der salafistische Kult-Scheik Mustafa al’Adawi Muslimen: „Lasst die Politiker nicht auf diese Weise über euch bestimmen, die Obrigkeit sind Säkularisten, die die Religion [Islam] ohnehin nicht lieben und das als Vorwand benutzen. Geht überall mit Leuten auf der Straße beten, selbst im Dreck, denn die Erde ist eine Moschee [wörtlich: ein masjid, ein Ort zum Knien] und ihr Boden ist rein“, zitierte er Mohammed in einem Hadith.

All das – sowohl die irrationalen Aversion gegen „Ungläubige“ wie die irrationale Akzeptanz von Mitmuslimen, selbst in Zeiten endemischer Krankheit – spiegelt diese eine Doktrin, aus der alle Uneinigkeit entsteht, al-wala‘ w’al bara, die wechselnd als „Loyalität und Feindschaft“ oder „Liebe und Hass“ übersetzt wird: „Alles und jedes Islamische muss geliebt werden, darauf gehofft werden, ihm geholfen werden und natürlich darf man keine Angst davor haben; alles und jedes Nichtislamische muss gehasst, verachtet, abgelehnt und ihm entgegengewirkt werden. Wie inzwischen offensichtlich sein sollte, wird, obwohl die physischste und deutlichste Erscheinungsform dieser Doktrin der Jihad ist, praktisch alles in der muslimischen Weltsicht von dieser Doktrin gefärbt – Gut oder Schlecht gründet ausschließlich auf seiner Affinität zum Islam oder deren Fehlen.

„Auf den (ungläubigen) Boten schießen“

Raymond Ibrahim, 23. Juni 2020

Ob es stimmt oder nicht, wenn Sie das „Falsche“ über den Islam sagen, dann sind Sie schuldig – selbst wenn Sie nur zitieren, was Muslime selbst sagten.

Bedenken Sie den aktuellen Fall von Professor Nicholas Damask, den Vorsitzenden der Fakultät für Politikwissenschaften am Scottsdale Community College in Arizona. Letzten Monat, nachdem sein Studenten Muhammad Sabra in sozialen Medien Quiz-Fragen teilte, die er als „Abneigung gegen den Islam“ empfand, erhielt der Professor eine Fülle an Online-Morddrohungen gegen sich und seine Familie sowie Kritik seitens des Colleges.

Die Dinge wandten sich schließlich zu Damasks Gunsten; sein Interim-Kanzler entschuldigte sich öffentlich für „die unausgewogene Weise, wie das gehandhabt wurde und unsere fehlende volle Berücksichtigung des Rechts unseres Professors auf akademische Freiheit“.

Für diejenigen aber, deren Kernauftrag sich darum dreht die freie Meinungsäußerung zum Islam zu unterdrücken – insbesondere „CAIR“ – ist das inakzeptabel. Entsprechend verkündete das Council on American Islamic Relations am 3. Juni, dass es eine Klage gegen das College einreicht. Der einleitende Absatz für CAIRs Presseerklärung folgt:

Während eines Kurses zu Weltpolitik an dem College mit einem Modul zu „islamischem Terrorismus“ verurteilte Professor Nicholas Damask wiederholt den Islam als eine Religion, die definitiv Terrorismus lehrt. Der Professor erklärt auch, dass friedliche Interpretationen des Islam falsch sind: „Behauptungen, der Islam werbe nicht für Krieg oder Gewalt können weder theologisch noch historisch begründet werden.“

Die einzigen Lektüren des Kurses sind Artikel, die von den antiislamischen Extremisten Raymond Ibrahim und Walid Phares geschrieben wurden.

CAIR lügt von Anfang an: Sie behaupten, dass Studenten verpflichtet waren einen „Artikel“ zu lesen, den ich schrieb; tatsächlich mussten sie einen Auszug aus einem von Al-Qaida auf Arabisch geschriebenen Buch lesen. Ich habe es lediglich übersetzt und zum Teil des The Al Qaeda Reader gemacht. Darüber hinaus sind, obwohl Al-Qaida-Führer Ayman Zawahiri den fraglichen Ausschnitt schrieb, die meisten Worte direkte Zitate aus dem Koran, von Mohammed und dem Konsens islamischer Gelehrter (oder ulema).

Und diese Worte – und so viele weitere wie diese, die von Muslimen im Verlauf von fast vierzehn Jahrhunderten geäußert wurden – machen eines überdeutlich klar: „Tötet die Götzenanbeter [Nichtmuslime], wo immer ihr sie findet“, um Sure 9,5 zu zitieren; „nehmt sie gefangen, belagert sie und wartet auf sie an jedem Ort, um sie zu überfallen. Aber wenn sie Buße tun, Gebet einführen und zakat geben [d.h. wenn sie sich dem Islam unterwerfen und Muslime werden], dann lasst sie ihres Weges ziehen.“

Allerdings war CAIR selbst – ein nicht angeklagter Mitverschwörer beim größten Terroristen-Finanzierungsfall der US-Geschichte, der trotzdem weiterhin ungehindert die freie Meinungsäußerung terrorisieren darf – Teil eines aussagekräftigen Dokuments, das dem Gericht als Beweis vorgelegt wurde; darin wurde erklärt, dass Islam-Aktivismus „in Amerika eine Art großer Jihad ist, um die westliche Zivilisation von innen heraus zu eliminieren und zu vernichten und sein elendes Haus durch ihre eigene Hand und die Hände der Gläubigen zu ‚sabotieren“.“

Dieses Ziel ist nicht erreichbar, solange die wahren Worte und Lehren des Islam die amerikanische Öffentlichkeit erreichen. Das Problem für CAIR besteht jedoch darin, dass der offene Versuch die Worte Allahs (den Koran), die Worte seines Propheten Mohammed (die Hadithe) und die Worte der meistverehrten ulema des Islam zu zensieren – die drei wichtigsten Quellen des Islam, aus denen aller Hass kommt – Verdacht erregt, selbst bei den Naiven: Was genau wollen Muslime zu den heiligsten und verehrteste Schriften des Islam um alles in der Welt verbergen?

Also griffen sie auf Plan B zurück: Beschuldige den Boten. Wenn jemand, besonders ein Nichtmuslim, auch nur die (intrinsisch problematischen) Worte des Islam zitiert, werden Amerikas islamische Subversive entweder behaupten, dass er sie absichtlich verzerrt, um den Islam zu diffamieren oder dass diese Worte seine eigenen seien – daher CAIRs aktuelle Lüge, dass ein von Al-Qaida geschriebenes Traktat in Wirklichkeit ein von mir geschriebener „Artikel“ sei.

Hier ist ein weiteres ungeheuerliches Beispiel dieser Taktik. Ein paar Wochen vor den Verzerrungen von CAIR veröffentlichte die Anti-Defamation League (ADL) – eine weitere Gruppe, die freie Meinungsäußerung hasst und als Antihass-Verfechter umherstolziert – einen Artikel mit dem Titel „Islamophobes React to Coronavirus Pandemic with Anti-Muslim Bigotry“ (Islamophobe reagieren auf Corona-Pandemie mit blindem antimuslimischem Eifer). Darin hieß es offen: „Während sich der Coronavirus weiter ausbreitet, propagieren amerikanische muslimfeindliche Ideologen eine Reihe von Verschwörungen, die Angst schüren sollen.“ Dann kommt dies:

Der Islamophobe Raymond Ibrahim … schrieb in einem Post vom 1. April, Muslime würden „andere Muslime ermutigen in Kontakt miteinander zu kommen“ und „protestieren gegen die Vorstellung einer vorübergehenden Schließung von Moscheen“; hinzugefügt wurde, dass Muslime glauben „nichts, das mit dem Islam in Verbindung steht und besonders islamische Gottesdienste können sie krank machen“ … Raymond Ibrahim versucht in seinem FrontPage Mag-Artikel vom 1. April mit Covid in Verbindung stehende antimuslimische Rhetorik zu unterstützen, indem er behauptet, Muslime hingen theologischen Doktrinen an, die „irrationale Antipathie gegenüber ‚Ungläubigen‘ fördern, wodurch Muslime eher bereit sind die Seuche an Nichtmuslime zu verbreiten.

Interessanterweise nutzt die ADL zwar in ihrem Artikel mehrere Hyperlinks, verfehlt es aber einen Link zu meinem angeblich problematischen Artikel „vom 1. April“ zu setzen, auf den ständig verwiesen wird. Der Grund ist klar: Die ADL will nicht, dass ihre Leser den eigentlichen Artikel konsultieren und damit erkennen, dass es für alle „meine“ Aussagen Quellen gibt und zu den Worten von in Pakistan, Ägypten, dem Iran und sonstwo lebenden Muslimen Verbindungen haben.

Das Muster ist klar (zumindest für diejenigen, die Augen zu sehen und Ohren zum Hören haben): Muslime sagen es und Nichtmuslimen wird angelastet, dass sie das wiedergeben.

Wie und warum Muslime sich zum Islam selbst betrügen

Raymond Ibrahim, 12. Mai 2020

Scheik Ahmed al-Tayeb und Papst Franziskus

Ägyptens führender muslimischer Kleriker Scheik Dr. Ahmed al-Tayeb – auch bekannt als „der Wolf im Schafspelz“ von Papst Franziskus – behauptete vor kurzem eine nachweisbare Unwahrheit. Am 30. April 2020 erklärte der Großimam der angesehensten Universität der islamischen Welt, Al Azhar, während seiner Fernsehsendung, die jedes Jahr im Ramadan kommt und von Millionen in Ägypten und der arabischen Welt gesehen wird: „Der Islam strebt nicht nach Krieg oder Blutvergießen und Muslime wehren sich nur, um sich zu verteidigen.“

Dies ist natürlich eine Bestätigung der großartigen Schlussfolgerung, die bei einer kürzlich abgehaltenen Megakonferenz erreicht wurde, die sich der Suche nach Lösungen für „Extremismus“ widmet – und sie damit zum Gespött macht. In Ägypten von der Al-Azhar unter Teilnahme führender Repräsentanten aus 46 muslimischen Staaten veranstaltet, setzte al-Tayeb der zweitägigen Konferenz die Krone auf, indem er erklärte:

Jihad steht im Islam nicht synonym für Kampf; vielmehr ist der Kampf, der vom Propheten Mohammed und seinen Gefährten praktiziert wurde, nur einer seiner Typen; und das geschieht zur Abwehr der Aggression der Aggressoren gegen die Muslime, anstatt um die zu töten, die die Religion beleidigen, wie die Extremisten es behaupten.

Natürlich widersprechen solche Behauptungen mehr al einem Jahrtausend sowohl gut dokumentierter islamischer Lehre als auch islamischer Geschichte. Angefangen mit Mohammed – dessen spätere Kriege schwerlich defensiv, sondern Überfälle waren, die ihn und seine Anhänger stärken und im Ansehen über die Nichtmuslime erheben sollten – und unter den ersten „gerechten“ Kalifen und praktisch allen folgenden Sultanen und Herrschern bestand Jihad aus Überfällen, Abschlachten, Versklavung und im Idealfall der Eroberung von Nichtmuslimen, die die Einladung zur Annahme des Islam ablehnten. Man muss sich nur eine Landkarte der muslimischen Welt heute ansehen und erkennen, dass die riesige Mehrheit von all dem – der gesamte Nahen Osten, Nordafrika, die Türkei, Zentralasien im Osten bis nach Pakistan und darüber hinaus – durch gewalttätige Eroberung im Namen des Jihad in Besitz genommen wurde.

Statt aber Al-Tayeb einfach als weiteren Lügner abzutun, der versucht Gesicht zu wahren, lohnt es sich festzustellen, dass auf einer tiefer gehenden Ebene etwas anderes abgeht, wenn Muslime einander gegenüber darauf bestehen – in beiden Fällen sprach Al-Tayeb nicht zu Westlern, sondern zu anderen Muslimen – dass Jihad defensiver Natur ist.

Fakt ist, dass die überwältigende Mehrheit der Muslime, selbst die Terroristen, sich wie die meisten Menschen darauf festgelegt hat, sich und ihre Religion als „die Guten“ zu betrachten. Von daher gibt es eine implizite Übereinkunft zwischen ihnen ihre Religion immer mit angeborenen Konzepten von Gerechtigkeit darzustellen. Das hat verursacht, dass sie alles Erdenkliche tun, wie der aktuelle Fall nahelegt.

Zum Beispiel werden historische islamische Eroberungen in Arabisch oder anderen muslimischen Sprachen niemals als „Eroberungen“ bezeichnet; stattdessen sind sie futuhat – buchstäblich „Öffnungen“, durch die das Licht des Islam eintreten kann (oder fatah im Singular, wie die Palästinensergruppe sich bezeichnenderweise nennt). In diesem Zusammenhang erfolgte jeder Einfall in ein Land oder dessen Eroberung durch Muslime „selbstlos“, um widerspenstigen Ungläubigen den Islam zu bringen, die einfach, weil sie dem Islam Widerstand leisten, als die Aggressoren betrachtet werden.

Damit will gemäß einem Artikel mit dem Titel „The Wisdom of Jihad“ (Die Weisheit des Jihad), veröffentlicht von Islam Question and Answer (Islam – Frage und Antwort) der Jihad nicht „nur und einfach Nichtmuslime töten“; vielmehr „werden die Kuffar [Nicht-Muslime oder Ungläubige], die wir bekämpfen, selbst vom Jihad profitieren. Wir mühen uns gegen sie und bekämpfen sie, damit sie in die Religion Allahs eintreten, was Ihm genehm ist, was zu ihrer Rettung in dieser Welt und im Jenseits führen wird“.

Von daher ist zu verstehen, warum sogar sadistische Massenmörder und Pädophile wie der osmanische Sultan Mohammed (oder „Mehmet“) II. in der islamischen Geschichtsschreibung als „Mohammed der Öffner“ bekannt ist – denn es war er, der 1453 den widerstrebenden Bewohnern Konstantinopels das Licht des Islam brachte.

Dr. Ahmed ’Abdu Maher, ein ägyptischer Wissenschaftler und politischer Aktivist, verspottete einmal diese muslimische Logik in einem Video, in dem er eine hypothetische Frage stellte. Was, wenn Donald Trump – statt die Immigration aus ein paar terroristischen (zumeist muslimischen) Staaten zu verbieten und dafür als „Rassist“ verurteilt zu werden – der „selbstlosen“ Anschauung des Islams folgen und amerikanischen Muslimen Dreierlei zu Auswahl geben würde: Entweder ihr konvertiert zum Christentum oder ihr zahlt Jizya und lebt als Bürger zweiter Klasse oder ihr sterbt?

Wäre das rassistisch oder nicht? Wäre er ein Terrorist oder keiner? Wie können wir dann, wenn man bedenkt, dass wir in unserer islamischen Rechtsprechung, die ihr uns lehrt und von der ihr uns sagt, dass alle Imame übereinstimmen, dass die islamischen Öffnungen [d.h. Eroberungen] die Art sind, wie der Islam verbreitet wird? Diesem Wort „Öffnungen“ [futahat] gegenüber müssen wir sensibel sein! Diese islamischen Öffnungen bedeuten Schwerter und Töten.

Die islamischen Öffnungen, durch die Häuser, Festungen und Territorien verwüstet wurden, sind Teil eines Islam, dem zu folgen ihr uns motivieren wollt. Also frage ich, o Scheik, o Führer dieses oder jenes islamischen Zentrums in New York, würden Sie es mögen, wenn das Ihrer Frau und Ihrer Tochter angetan würde? … Dass Ihre Tochter [als Sklavin] an diesen Kämpfer geht oder Ihr Sohn an jenen Kämpfer, ein Fünftel [der Beute] an den Kalifen und so weiter? Ich meine: Ist das nicht das, was Sie als die Scharia Allahs bezeichnen?

Maher – dieser nominelle Muslim, der die hässlichen Realitäten der historischen Eroberungen des Islam erfasst hat – ist jedoch und leider in der muslimischen Welt ein seltenes Gut. Ein amerikanischer Islam-Historiker formulierte es so:

Die Eroberungen wurden von Anfang an als einer der unanfechtbaren Beweise für den Islam betrachtet. Sie zu bestreiten oder zu kritisch zu untersuchen – was in der muslimischen Welt erst noch geschehen muss – wird für Muslime, besonders Arabisch sprechende Muslime, sehr schmerzhaft werden. An jedem Punkt … hat, wenn Muslime versucht haben den militanten Jihad zugunsten des inneren, spirituellen Jihad aufzugeben… die Erinnerung an die Eroberungen und die Notwendigkeit sie zu rational zu machen, diese Bemühung überwältigt. Das Problem dürfte in dem Unwillen liegen sich der Tatsache zu stellen, dass die Eroberungen prinzipiell ungerechtfertigt waren. Sie waren keine „Befreiung“ und sie waren von den nicht muslimischen Völkern nicht gewünscht; sie wurden durchlitten und schließlich akzeptiert. [Understanding Jihad, S. 167]

Führer des Islam wie der Großimam al-Tayeb – den westlichen Mainstream kann man ebenfalls hinzurechnen – sind darauf festgelegt Muslime bezüglich der Vergangenheit des Islam (und daher der Gegenwart) zu täuschen. Und es wundert wenig; der „durchschnittliche“ Muslim, der die von der hässlichen Realität der Vergangenheit des Islam erfährt, fällt im Herzen oft von ihm ab, bleibt nur dem Namen nach Muslim.

Mit anderen Worten: Das Problem ist nicht nur, dass viele im Westen zum Islam und seiner Vergangenheit getäuscht werden; hunderte Millionen „normale“ Muslime werden ebenfalls getäuscht – und das aus genau demselben Grund.