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Das israelische Modell zur Bekämpfung des Terrorismus durch „einsame Wölfe“

Mike Smith, Israel National News, 28. Juli 2016 (übersetzt von Cora)

Israelische Behörden haben sich einer Welle an Anschlägen einsamer Wölfe durch palästinensische Araber gegenüber gesehen; sie sagen, sie haben Fortschritte bei der Identifizierung möglicher Attentäter im Voraus gemacht, eine Herausforderung, der sich jetzt auch westliche Staaten gegenüber sehen.

Die letzten Anschläge in Europa und den Vereinigten Staaten haben die Aufmerksamkeit erneut auf einsame Angreifer gelenkt und was man tun könne, um sie aufzuhalten oder deren Auswirkungen zu reduzieren.

Während die Herausforderung solche Angriffe gänzlich zu verhindern geradezu unmöglich scheint, sagen israelische Experten, dass ein Alarmsystem, das die Überwachung sozialer Medien, grundlegende Menschenkenntnisse und andere Mittel beinhaltet, geholfen hätten, Blutvergießen zu verhindern oder wenigstens zu reduzieren.

Allerdings seien solche Bemühungen immer begrenzt, sagen die Analysten.

Dennoch meinen die israelischen Behörden, die seit Oktober entwickelten Methoden hätten sich als brauchbar erwiesen.

„Wir erkannten, dass wenn wir drei oder vier Profile zusammensetzten, die meisten Angreifer sich innerhalb dieser bestimmten Linien der Profile befanden“, erklärte ein israelischer Militärangehöriger, der sich anonym dazu äußerte.

Das Alarmsystem

Das israelische Militär hat ein Alarmsystem entwickelt, welches jene, die als potentiell gefährlich angesehen werden, markiert, erklärt ein Beamter.

Es basiere auf der Analyse der Angreifer seit Oktober, einschließlich ihrer Hintergründe, wo sie sich entschlossen haben zu handeln und ihrer Aktivitäten in den Tagen zuvor.

Mit dieser reduzierten Namensliste entscheiden die israelischen Behörden, wie sie mit der Situation umzugehen haben.

Die Reaktion kann ein ganzes Bündel an Strategien umfassen, so Beobachtung, das Gespräch mit den Eltern oder Arrest, wenn festgestellt wird, dass die Person das Gesetz durch einen Aufruf zur Gewalt gebrochen hat, erklärt der Beamte.

Sicherheitsmaßnahmen werden in Gebieten, die als potentielles Ziel gesehen werden, verstärkt.

In den letzten Monaten hat die Anzahl der Angriffe allgemein ständig abgenommen, wiewohl man glaubt, dass dies auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist.

Die israelischen Behörden meinen, es sei schwierig eine genaue Anzahl von Angriffen durch einsame Wölfe anzugeben, die durch ihre Bemühungen verhindert worden seien. Aber ein Militärbeamter verwies auf einen Fall als Beispiel.

Der Beamte berichtete, dass ein palästinensisches Mädchen, dessen Alter mit 17 angegeben wurde, sich im März in einem Taxi mit einem Messer auf dem Weg zu einem israelischen Grenzübergang befand, als sie geschnappt und verhaftet wurde.

Er berichtete, das Mädchen hätte Streit mit seinen Eltern gehabt und war selbstmordgefährdet, wahrscheinlich wollte sie die Soldaten angreifen um auf diese Weise als Märtyrerin zu sterben.

„Das war einer der Gründe, warum wir sie ausgespäht haben“, erklärte er.

Die militärische Analyse der Angreifer zeigt, dass die meisten 24 Jahre alt oder jünger waren und 90% von ihnen waren männlich, berichtete er.

Von den 80 bis 90 Angreifern von Oktober bis Januar war Selbstmord bei 40% ein Motiv.

Die Terrorwelle kann nicht komplett aufgehalten werden.

Einige Experten meinen, diese Art der Analyse und der weiteren Bearbeitung, wie sie das israelische Militär vornimmt, sowie die Hilfe von Algorithmen und das Einkreisen von Gesprächen in den sozialen Medien, kann Wirkung zeigen und auch anderswo eingeführt werden.

„Natürlich kann dadurch nicht die Welle an Terror in Israel oder an anderen Orten komplett aufgehalten werden“, meint Daniel Cohen, ein Experte für Cyberterrorismus im israelischen Institut für Sicherheitsstudien.

Derlei Einsätze müssen von etwas begleitet werden, das er „Kampagnen der entgegengesetzten Berichte“ nennt, also positive Nachrichten, die versuchen junge Menschen davon zu überzeugen, dass sie eigentlich nicht sterben oder einen Angriff ausführen wollen.

Solche Kampagnen sollten mit wirtschaftlichen Möglichkeiten oder Sport verbunden werden, meint Cohen.

Andere haben Bedenken, dass der Überwachung zu viel Vertrauen geschenkt wird.

„Beobachtungslisten und Überwachung geben ein falsches Gefühl der Sicherheit, sie versorgen die Verantwortlichen mit Informationen, nachdem ein Angriff geschehen ist, doch sie sorgen weder für Abschreckung noch das Abbrechen vor einem Anschlag,“ meint die in den USA beheimatete Sicherheitsberatungsfirma The Soufan Group in einem Kommentar, nachdem ein alter Priester in Frankreich von Jihadisten am letzten Dienstag ermordet worden war.

„Eine Überwachung ist extrem schwierig und kostet viel Zeit und Personal und ist nur bei einem Bruchteil der wachsenden Fälle von Terrorverdächtigen in Frankreich machbar.“

Begreift eigentlich keiner Gaza?

Daled Amos, Elder of Ziyon, 5. September 2017

Damals, 2005, war die Mutter aller Lösungen für das Problem Gazastreifen Israels Abkoppelung von ihm.

Die wohlwollenden Meinungen damals illustrierten – im Rückblick – wie unzureichend die Abkoppelung und der Gazastreifen verstanden wurden, besonders von den am meisten respektierten Experten.

Landkarte des Gazastreifens. (Herkunft: CIA World Factbook; Quelle: Wikipedia)

Ab 15. August 2005 schrieb Roger Simon über die Verantwortung von Abbas nach dem Abbau der Siedlung und dem Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen:

Wenn aber die Ereignisse ohne einen größeren Patzer weitergehen, wird der Ball allzu bald in Mohammed Abbas‘ Feld landen. Der Gazastreifen wird seine Spielwiese sein und er wird mit der Hamas und dem Islamischen Jihad befassen müssen. Ich beneide ihn nicht… Wir pflegten über unser eigenes Feld zu sagen: „Gibt nichts zurück!“

Natürlich lebt Israel direkt neben seinem „Spielfeld“ Gazastreifen und Israelis sind diejenigen, die unter der Tatsache leiden, dass es kein „Zurückgeben“ gibt. Es war die Abkoppelung, die die Stadt Sderot so berühmt machte. Und zum Synonym von Hamas-Raketenangriffen.

Am 19. August 2005 schrieb Charles Krauthammer, nach dem Abzug aus dem Gazastreifen wird die Abschreckung die Palästinenser dazu bringen die Raketen stillzulegen:

Israel sollte ankündigen, dass fortan jede von palästinensischem Territorium geschossene Rakete sofort eine mechanische automatische Reaktion auslösen wird, bei der mit fünf israelischen Raketen zurückgeschossen wird. Es wird kein menschliches Eingreifen dabei geben. Jede palästinensische Rakete, die in Israel einschlägt, wir sofort Sensoren auslösen und voreingestellte Gegenangriffe auslösen. Jeder palästinensische Terrorist, der eine Rakete losschießt, wird wissen, dass er sechs schießt: eine palästinensische und fünf israelische.

Israel sollte entscheiden, wie diese fünf für die Reaktion programmiert werden sollten. Vielleicht drei, die auf den Abschussort und die direkte Umgebung zielen und zwei auf eine Liste vorher festgelegter wurden und strategischer Aktivposten der palästinensischen Milizen.

… Ist Israel einmal aus, gibt es keine Möglichkeit die Raketen zu demontieren. Abschreckung ist alles, was es gibt. Nach nur ein paar wenigen israelischen Demonstrationen „nicht massiver Vergeltung“ werden die Palästinenser ihre terroristischen Raketenschützen stilllegen. [Hervorhebung hinzugefügt]

Abgesehen von der Tatsache, dass eine solche Lösung haltlos ist: In den frühen Jahren der palästinensischen „Demokratie“ überschätzten viele, wie weit freie Wahlen ein Land bringen können, das sich aus freiem Willen entscheidet Terroristen zu ihren Führern zu wählen.

Am 20. August schrieb John Derbyshire von „The Corner“ der National Review, dass die Abkoppelung einen Gaza-Staat schaffen würde, der einen Sinn für Verantwortung bringen würde, der die palästinensische Aggression drosseln würde:

Die Araber sollten deswegen sehr besorgt sein. Wenn ich einfach ein Staat bin und du einfach ein Staat bist, dann könnten wir einen Krieg anfangen, wie Staaten das tun, wenn es irgendeinen der traditionellen Definitionen eines casus belli gbit.

Israel hat Kriege gegen Jordanien, Ägypten und Syrien gekämpft; aber es hat nie einem Krieg gegen Palästina geführt. Wie würde ein israelisch-palästinensischer Krieg aussehen? Wäre ich ein palästinensischer Araber, würde ich hoffen, das nie herauszufinden.

Mit westlichem Einfluss und Druck, der zur Verfügung steht, um Israel dauerhaft im Zaum zu halten, ist es fragwürdig, wie viel Angst palästinensisch-arabische Führer tatsächlich haben.

Natürlich war nicht jeder blind. Nathan Sharansky erkannte die Folgen der Abkoppelung. In einem Interview in der Ausgabe des Middle East Quarterly vom Winter 2005 zeigte Sharansky, dass er wusste, was kommen wird:

MEQ: Sind Sie prinzipiell gegen den Gaza-Abkoppelungsplan oder haben Sie Sorge wegen seiner praktischen Umsetzung?

Sharansky: Fragen zu Prinzipiellem und zu praktischen Dingen sind für mich immer miteinander verbunden. Ich war gegen den Abkoppelungsplan, nicht weil ich glaubte, wir sollten im Gazastreifen bleiben, sondern weil einseitige Zugeständnisse Gaza in einen Brückenkopf für einen terroristischen Staat verwandeln könnte. Wenn sich eine palästinensische Demokratie entwickeln würde, dann würde ein Palästinenserstaat nicht gefährlich sein. Wie ich vor vielen Jahren sagte, ist es sehr wichtig, dass der Tiefe unserer Zugeständnisse der Tiefe der Demokratie auf der anderen Seite entsprechen sollte. Wäre die Abkoppelung mit demokratischen Reformen verbunden, würde ich absolut für den Plan sen. Aber ich lehne jeden Plan ab, der Territorium für Terror freigibt. [Hervorhebung hinzugefügt]

Natan Saransky (Foto: Nathan Roi – The Jewish Agency for Israel; Quelle: Wikipedia)

Krauthammer schrieb am 2. Dezember 2005 vom erstaunlichen jüngsten Fortschritt in der Entschärfung des arabisch-israelischen Disputs:

… der Gaza-Abzug war ein Erfolg. Auf israelischer Seite wurde er mit bemerkenswerter Geschwindigkeit und ohne jeglichen sozialen Aufruhr und innere Unruhen erreicht, die vorhergesagt worden waren. Was die Palästinenser angeht, so wurde ohne jegliches Trara gerade ihr erster Staat aus der Taufe gehoben. Sie haben politische Unabhängigkeit für 1,3 Millionen ihrs Volks, Souveränität über den gesamten Gazastreifen und zum ersten Mal eine Grenzen mit der Außenwelt (den Übergang Rafah zu Ägypten), den sie kontrollieren.

… Als Resultat lässt Israels regionale Isolation nach, da islamische Länder von Pakistan über Qatar bis Marokko offen ihre Beziehungen erweitern oder intensivieren, während antiisraelische Verweigerer wie Syrien und die Hisbollah isoliert sind und sogar namentlich vom UNO-Sicherheitsrat verurteilt werden.

Wie kam das zustande? Durch israelischen Unilateralismus und dass die Palästinenser erwachen wurden.

Dann lässt Krauthammer selbst den Ballon platzen und gibt zu, dass es ausschließlich um Israels militärische Fähigkeiten geht und weder um israelische Zugeständnisse noch palästinensisches Erwachsenwerden:

Es ist nicht so, als würden viele Gazaner die Romanze mit dem revolutionären Terrorismus und Jihad nicht fortsetzen wollten. Aber sie haben nicht länger die Mittel. Der Trennzaun macht es fast unmöglich Anschläge in Israel zu verüben. Und auf israelische Städte geschossene Raketen wird mit israelischen Vergeltungs-Artilleriesalven begegnet, die die Raketenschützen zuhause eher unbeliebt machen. Ein ähnliches Gleichgewicht wird in der Westbank erreicht, wenn der Zaun nächstes Jahr vollendet wird.

All das zeigt, dass man hinterher immer klüger ist. Und das ist gut – bedenkt man, dass die Genauigkeit von Experten-Vorhersagen einer Rate von 50:50 nicht einmal nahe kommt.

Zum Beispiel kommen die Leute, die über die Lage angeblich richtig gut Bescheid wissen, selbst heute immer noch mit leeren Händen daher.

Letzte Woche erklärte Trumps Nahost-Gesandter Jason Greenblatt, die PA muss in Gaza herrschen. Die Hamas hat darin versagt den Grundbedürfnissen der Menschen gerecht zu werden:

Jason Greenblatt, der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump für den israelisch-palästinensisch Friedensprozess, sagte am Mittwoch, die palästinensische Autonomiebehörde müsse „wieder anfangen ihre Rolle in der Verwaltung des Gazastreifens zu übernehmen“, angesichts des Schadens, den die Hamas dem Land dort zugefügt hat. Greenblatt äußerte dies während einer Tour entlang des Grenzgebiets zwischen Israel und dem Gazastreifen mit IDF-Generalmajor Yoav Mordechai, dem Koordinator der Regierungsaktivitäten in den Gebieten.

Seltsam, dass es in dem Artikel keine Erwähnung von Abbas durch Greenblatt gibt.

Der Artikel hält ebenfalls fest, dass Obama dasselbe versuchte, nach dem Gazakrieg von 2014 auf eine Lösung des UNO-Sicherheitsrats zur Wiedereinsetzung der PA im Gazastreifen drängte. Aber daraus wurde nichts – weil sowohl die Israelis als auch die Palästinenser das ablehnten.

Ist es da verwunderlich, dass die Mainstreammedien im Westen diese Story ignorierten?

Man sollte doch wohl Abbas schwache Bilanz zum Gazastreifen in Betracht ziehen.

Obwohl er im Oktober 2004 zum Vorsitzenden der PLO und dann im Januar 2005 mit 66% der Stimmen zum Präsidenten gewählt wurde, war Abbas‘ Popularität bis Ende 2005 an einem derart niedrigen Punkt angelangt, dass es Gerüchte gab er würde zurücktreten. Symbolisch für diese fehlende Kontrolle war schon damals seine Unfähigkeit die aus dem Gazastreifen nach Israel geschossenen Qassam-Raketen zu stoppen.

Abba sagte sogar, die aus dem Gazastreifen auf Israel geschossenen Qassam-Raketen seien „Israels Problem“ und das er nicht vorhabe einzugreifen. „Lasst die Israelis sich darum kümmern“, sagte er.

Es überrascht nicht, dass ein Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research im Juli 2017 feststellte, dass 62% der palästinensischen Araber wollen, dass Abbas zurücktritt.

Und Trumps Gesandter plädiert für eine Rückkehr der PA-Kontrolle über den Gazastreifen?

Die beste Analyse, die ich jemals zur Situation im Nahen Osten hörte, war die von George Will. Vor Jahren sagte er, als er das Problem des arabisch-israelischen Konflikts ansprach, das sein kein Problem, das sein ein Schlamassel. Der Unterschied zwischen Problem und Schlamassel, sagte er, liege darin, dass ein Problem eine Lösung hat.

Als Trump andeutete, er sei bereit die beiden Seiten die Dinge selbst in Ordnung bringen zu lassen und er würde das unterstützen, egal ob eine Zweistaatenlösung oder etwas anderes dabei herauskäme – da war das ein anderer und notwendiger Ansatz.

Trumps Kehrtwende ist weder für die beteiligten Seiten noch für die USA gut.

Während der Zeit der Unbesonnenheit 2005 konnte man den idyllischen Optimismus verstehen, der Politiker wie Experten Frieden am Horizont sehen ließ.

Heute hat die Administration Trump keine Ausrede.