Jerusalem vom Lag Ba’Omer zum Yom Yeruschalayim

The Real Jerusalem Streets, 17. Mai 2017

In Jerusalem in Israel begannen nach Schabbat einige Freudenfeuer,
andere begannen Sonntagabend und Montag.

Lag Ba’Omer schien dieses Jahr weniger intensiv zu sein.
Manche verstecken sich vor dem Rauch im Haus und schließen die Fenster
und ich war eine davon.

Montagmorgen hatten viele Kinder keine Schule,
was ein großartiges Timing für einen eintrittsfreien Museumstag war.

Obwohl es Montag warum und windig war,

machte dieser Vater mit seinen Kindern eine Fahrradtour.

Abends sah ich in unserer Umgebung weniger Feuer brennen,

aber diese Aschestellen sahen nach einer Party am Abend zuvor aus.

Keine Berichte von ernsthaften Schäden sind immer gut
und die Sirenen diese Woche waren nicht alle wegen schlechter Nachrichten zu hören.

Der Premierminister der Ukraine kam mit seiner lautstarken Kolonne vorbei.

Beit Hanasi, die Residenz des israelischen Präsidenten,
war wie üblich mit Gästen aus dem In- und Ausland beschäftigt.

Montag wurde Geschichte geschrieben,

als die erset Qadi (Scharia-Richterin)
von Justizministerin Ayelet Schaked vereidigt wurde.

Am Dienstag legten dann neue Botschafter in Israel

ihre Beglaubigungsschreiben vor; der Erste an diesem Tag war der von Thailand.

Das Israelische Polizeiorchester spielte Nationalhymnen, allerdings

erhielt selbst der neue spanische Botschafter nur minimale Aufmerksamkeit.

Die meisten Kameras konzentrierten sich auf den neuen US-Botschafter David Friedman,

wie er Präsident Rivlin sein Beglaubigungsschreiben überreichte.

Als die Hatikva gespielt wurde, begann Friedman zu singen,
aber nach ein paar Worten hörten seine Lippen auf sich zu bewegen.

Diese roten Warnschilder säumen die Straßen,
auf Hebräisch und auch auf Englisch.
US-Präsident Donald Trump wird nächste Woche kommen.
Dann werden wir gesperrte Straßen und aufgehaltenen Verkehr erleben.

Diese Woche bereitet sich Jerusalem auf 50 Jahre Wiedervereinigung vor;
es gibt besondere Jerusalem-Fahnen,

auf verschiedene Weisen und an verschiedenen Orten!,
dazu Musik, die bis spät in die Nacht spielt.

Yom Yeruschalayim, der Jerusalem-Tag

ist am 24. Mai 2017, dem 28. Iyar.

Die Hauptveranstaltung ist für den 21. Mai um 20.30 Uhr angesetzt,
hier an den Mauern der Altstadt,
aber wir werden einen US-Präsidentenbesuch haben.

So viele Feste, Besucher und Veranstaltungen,
man kann dem kaum folgen,
also bleiben Sie dran, um mitzubekommen,
was als nächstes auf den Straßen von Jerusalem geschieht.

Von Israels Unabhängigkeitstag zum Jerusalem-Tag

The Real Jerusalem Streets, 10. Ma 2017

Die Feiern zu 69 Jahren Israel nahmen viele Formen an.
Die Überflüge am Yom Ha’atzmaut, dem Unabhängigkeitstag,
sind ein jährlicher Liebling.

Dieses Jahr war ich im Gan Sacher, dem Sacher-Park, um aufzunehmen,
wie vier Flugzeuge durch den Himmel kreuzten, Kehren flogen und sich herabstürzten.

Ein Blog mit der Überschrift Outrageous (Unverschämt) wurde
am 11. Mai 2011 zur schlechten Lage für Körperbehinderte Einzelne
in Jerusalem (Israel) eingestellt.
Ausgelöst wurde der Eintrag durch die erbärmlichen Bedingungen
im Gan Sacher am Yom Ha’atzmaut.
Zehntausende Menschen und keine anständigen Toiletten,
lange Schlangen und keine Einrichtungen für Behinderte.

Aber im Frühling 2014 war Bautätigkeit im Gang,

neue Toiletten (stille Örtchen oder „OO“) wurden gebaut.

Da ich mehrfach wieder dorthin gegangen bin um das zu überprüfen,
freue ich mich berichten zu können,
dass dieses Jahr am Nachmittag des Yom Ha’atzmaut die
Damen-Toiletten nicht nur verfügbar

Sondern auch sauber und mit Vorräten an Papier und Seife ausgestattet waren.

Die Geschwindigkeit war in der Luft zu sehen,
aber am Boden spielt sich vieles oft viel langsamer ab.

Dieses Jahr wird der Yom Yeruschalayim, der Jerusalemtag,
mit all den Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr
vom ersten offiziellen Besuch des US-Präsidenten Donald Trump
in den Schatten gestellt.

Das King David Hotel wird von allen anderen Gästen geräumt,
damit die Entourage des Präsidenten Platz findet,
wie es auch für frühere Besuche von US-Präsidenten gemacht wurde.

Für die Leute vor Ort ist es keine Freude,
wenn wichtige Straßen in der Umgebung gesperrt werden.

Dafür bietet der Davidturm

einigen Spaß; am Mittwoch, 24. Mai 2017, gibt es
freien Eintritt von 12 Uhr Mittag bis 18 Uhr.

Neben der Eröffnung der neuen Ausstellung „50 Jahre, 50 Gesichter“
sind Aktivitäten für Kinder und Führungen geplant.

Theateraufführungen und Live-Musik werden für Unterhaltung sorgen.

Schauen Sie nach weiteren Jongleuren auf der Stadtmauer,
Königen David und Salomon und Herodes werden auftauchen.

Bürgermeister Nir Barkat soll die Öffentlichkeit von 15.30 Urh bis 17 Uhr begrüßen.

Es geschieht immer reichlich auf den Straßen Jerusalems.

Einige der faszinierendsten Fotos aus Israels Unabhängigkeitskrieg

Aussie Dave, Israelliycool, 3. Mai 2017

Gestern feierten wir Israels Unabhängigkeitstag (Yom Ha’atzmaut), der der israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948 gedenkt (wir feiern nach dem hebräischen Datum).

Das ist zwar ein freudiger Anlass, aber mancher mag vergessen, dass nach der offiziellen Beendigung des britischen Mandats und der Entstehung des Staates Israel schon am nächsten Tag die arabischen Nachbarstaaten, einschließlich Ägyptens, Jordaniens und Syriens, einfielen und angriffen. Und während wir zwar siegten, gab es hohe Kosten: 6.373 unseres Volks (rund 1% seiner damaligen Bevölkerung) wurden getötet (darunter etwa 2.000 Holocaust-Überlebende) und 1.500 jüdische Einwohner wurden aus der Altstadt von Jerusalem vertrieben (wir kehrten erst nach der Wiedereroberung im Sechstage-Krieg 19 Jahre später zurück).

Hier einige der bemerkenswertesten Fotos, die während dieses Krieges aufgenommen wurden.

Offizierin, die das Trainingslager Chen des Frauenkorps befehligte, demonstriert den Gebrauch eines Gewehrs. (A?)

Während des Unabhängigkeitskriegs 1948 erhält eine Frau Grundausbildung im Granaten werfen. (David Rubinger)

Chassidische Soldaten kämpfen im Unabhängigkeitskrieg (aus der „Bild-Geschichte des jüdischen Volks“ von Nathan Ausubel).

Ein junger Mann und eine junge Frau, Mitglieder der Haganah – 1948 (Dmitri Kessel)

Ein typisches junges Mitglied der Haganah – 1948 (Dmitri Kessel)

Rachel Levy (7), ein jüdisches Mädchen, fließt aus einer Straße mit brennenden Gebäuden, als die Araber nach der Kapitulation Jerusalem plündern – 18. Mai 1948 (John Phillips)

Jüdische Familien verlassen die Altstadt durch das Zionstor – Juni 1948 (John Phillips)

Ein sephardischer Rabbiner diskutiert die Kapitulationsbedingungen des jüdischen Viertels mit Soldaten der Arabischen Legion – Juni 1948 (John Phillips)

Ein alter jüdischer Mann sitzt nach der Kapitulation der Stadt Jerusalem (Israel) auf der Straße – Juni 1948 (John Phillips)

Der Bürgermeister des jüdischen Viertels „Muhktar“ Weingarten wird von arabischen Soldaten zum Hauptquartier der Arabischen Legion eskortiert – Jerusalem, Juni 1948 (John Phillips)

Ein gefangen genommener jüdischer Soldat sitzt zwischen zwei Angehörigen der Arabischen Legion – Jerusalem (Israel), Juni 1948 (John Phillilps)

In Tel Aviv werden Sandsäcke gefüllt – Juni 1948 (Frank Scherschel)

Ein Machlanik (Freiwilliger aus dem Ausland) während Israels Unabhängigkeitskrieg. (Foto: Beit Hatfutsot)

Das 72. Kommando-Bataillon, bestehend aus Machalniks (Foto: Beit Hatfutsot)

Israelische Soldaten auf der Route 7 nach Jerusalem im Juni während des Unabhängigkeitskriegs

Ariel Sharon mit einem Sten-Gewehr als junger Kommandant in der Alexandroni-Brigade der frischgebackenen israelischen Armee.

[hier ist im Original ein weiteres Foto zu sehen, das nicht verlinkt werden konnte:
Ein am 5. Juli 1948 veröffentlichtes Foto zeigt Repräsentanten der Juden und der Araber, die mit einem UNO-Delegierten (links) konferieren, während sie eine Landkarte studieren, um Erntebereiche im palästinensischen Niemandsland zwischen den beiden Armeen festzulegen.]

Soldaten der 8. Brigade der IDF (Zoltan Kluger)

Menschen fliehen während eines Luftangriffs vom Ufer; der genaue Ort ist nicht bekannt – Mai 1984 (Frank Scherschel, LIFE Pictre Collection/Getty Images)

Ausgebrannter Bus, kurz nach der Gründung des Staates Israel, genauer Ort ist unbekannt – Mai 1948  (Frank Scherschel, LIFE Pictre Collection/Getty Images)

Israelische Polizisten treffen einen jordanischen Legionär nahe des Mandelbau-Tors an der Waffenstillstandslinie, die von 1949 bis Juni 1967 durch Jerusalem verlief (Foto wurde kurz nach dem Unabhängigkeitskrieg aufgenommen).

Das Beste vom Yom HaZikaron und vom Yom Ha’atzmaut in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 3. Mai 2017

Jerusalem in Israel war, wie gewöhnlich zu den Yoms,
überladen mit Veranstaltungen,
viele davon dieses Jahr im Vorgriff auf 50 Jahre

Wiedervereinigung Jerusalems beeinflusst.
Israelische Flaggen wurden an den Seiten von Gebäuden aufgehängt.

Diese befinden sich am Eingang des Israel Museum,
wo die Kuppel des Schreins des Buches zu sehen ist.

Yom HaZikaron, der israelische Gedenktag
für gefallene Soldaten und Terroropfer,
begann Sonntagabend mit den Gedenkfeiern in ganz Israel.
und waren begleitet von Gebeten, Reden und Gedenkflammen.

Die im Fernsehen live übertragene offizielle Staatsfeier
wurde an der Kotel, der Westmauer (Klagemauer) abgehalten,
wo Präsident Reuven Rivlin das Gedenklicht anzündete.

Eine vom Lone Soldier Center zur Erinnerung an Michael Levin gesponserte
Gedenkfeier fand am Givat HaTachmoschet, dem Ammunition Hill, statt,
wo es 1967 tödliche Kämpfe zur Verteidigung Jerusalems gab.
Das englischsprachige Programm wurde live gestreamt
und von mehr als 16.000 Menschen weltweit angesehen.

Den ganzen Montag über besuchten zehntausende Israelis Friedhöfe.

Dieser Friedhof hat viele Gräber aus der Zeit von 1948 bis 1950,
den ersten Jahren, in denen Juden wegen der jordanischen Besatzung
nicht auf den Ölberg gehen konnten, um Stellen zu finden,
an denen sie ihre Toten beerdigen konnten.

Am Yom HaZikaron betete ein Mann an einem Grab.

Eine kleine israelische Flagge mit schwarzer Schleife
und ein kleiner Bund Blumen, yizkor, erinnert


an die, die zu jung im Krieg starben.

Der Friedhof liegt direkt neben dem Harel-Garten

und der Gedenkmauer, wo dieser einsame Kranz niedergelegt wurde.

Geht man um die Gedenkstätte herum, dann sieht man,

dass der Gush Etzion 16 Kilometer von der Kinostadt und
dem israelischen Obersten Gerichtshof und Regierungsbüros liegt.

Zehntausende kamen während des Tages
zum Militärfriedhof auf dem Herzlberg und
gedachten derer, die durch Krieg und Terror verloren wurden.

Die Menge dünnte am Ende des Tages aus

und alle machten sich vom Militärfriedhof auf dem Herzlberg aus auf den Heimweg.

Aber als die Sonne unterging, gingen
auf einem anderen Teil des Herzlbergs,

auf dieser riesigen Bühne die Lichter an,
die den Yom Ha’atzmaut, den Unabhängigkeitstag, feierten.

Dieses Jahr wurden zum ersten Mal zwei Nichtisraelis ausgesucht,
die die Ehre hatten eine der zwölf Gedenkflammen zu entzünden,
Rabbi Marvin Hier und Michael Steinhardt,

die man hier sieht, bevor das offizielle Programm begann.
Die Darbietung wurde live im Fernsehen übertragen und von tausenden angesehen,

aber wer im Fernsehen zusah, konnte nicht sehen, wie der Feuerkreis
entfernt wurde, der in einer Aufführung genutzt wurde.
Es handelte sich um ein Spektakel mit festgelegten Ritualen.

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat brach mit der Tradition,
als er sich Knessetsprecher Yuli Edelstein anschloss,
um die offizielle Flamme des israelischen Unabhängigkeitstages anzuzünden.

Sitze erhielt man gegen Aufpreis, die Flaggen schwenkende,
jubelnde Menge brauchte nicht viel Ermunterung.

Neben den zwei Amerikanern wollte ich Rabbanit Chana Henkin sehen,
die die Ehre hatte eine der zwölf Kerzenanzündenden zu sein,
eine für jeden Stamm Israels.

Dr. Ahmed Eid, ein arabischer Arzt, war ein weiterer Geehrter.

Das Programm beinhaltete Lieder und Militärfahnen.

Für dieses Bild hätte kein Sitz auf der Tribüne gereicht,

nur diese Kamera am Kran schaffte das.

Hinterher dauerten die Feiern die ganze Nacht,
an viel zu vielen Stellen, um sie aufzulisten,
mit Gebeten, Liedern und Tanz.

Am nächsten Tag wurden im Beit Hanasi, der Präsidentenresidenz,

morgens 120 herausragende Soldaten geehrt,

und am Nachmittag kamen ganze Reihen Diplomaten,

zusammen mit einem jungen Präsidentenenkel,
um Israel ihren Respekt zu erweisen und dem Premierminister
und dem Präsidenten zuzuhören, die zum Thema „nächstes Jahr in Jerusalem“ sprachen.

Während die Köpfe von Konsuln und Militär des Auslands am Beit Hanasi waren,

befanden sich tausende Israelis im Gan Sacher, dem Sacher-Park.

Die meisten der Grünflächen überall im Land waren voller Israelis.

Im Radio wurden überfüllte Straßen in die Parks des JNF angekündigt.

Diese Familie brachte ein Sofa in den Gan Sacher,
was eine Art ist sein Feiertags-mangal, Barbeque zu machen, sich Zuhause zu fühlen.

Ich weiß, das wird viel zu lang,
aber es gab so viel mehr,
wie den Bibelwettbewerb, kostenlosen Eintritt in Museen und Aufführungen,
Festessen und diese IDF-Überflüge und Kunststücke.

Israel ist mit 69 Jahren,
wie Präsident Rivlin es sagte, als Land jung,
ständig bedroht und wiederholt angegriffen,
hat aber so viel erreicht.

Also fand

von Gedenkfeiern zur Unabhängigkeit
in Jerusalem jede Menge statt.