Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (01.-07.03.2015)

Sonntag, 01.03.2015:

Die PA und die Fatah singen ein neues Lied: Von „Israel ist schlimmer als die Nazis“ sind sie auf „Israel ist schlimmer als der Islamische Staat“ gewechselt.

Montag, 02.03.2015:

Die PA will laut PLO im April Anzeigen/Klagen gegen Israel vor den ICC bringen.

In seiner Rede bei der AIPAC-Konferenz in den USA sagte Netanyahu, dass Jerusalem niemals geteilt werden wird.

Ein hochrangiger Militärkommandeur der Hamas prahlte am Montag damit, dass seine Terrorgruppe ihr Raketenarsenal für den nächsten Konflikt mit Israel ausbaut.

Der Palästinensische Islamische Jihad prahlt damit (und die BBC hat die Bilder), dass er an der Grenze des Gazastreifens zu Israel Tunnel wieder gebaut und versteckter Abschussrampen eingerichtet hat.

Dienstag, 03.03.2014:

Ein Magistratsgericht stellte fest, dass Juden erlaubt sein muss auf dem Tempelberg zu beten.

Die Polizei öffnete die Straßen zu den Orten Itamar und Alon Moreh in Samaria für die Nutzung durch PalAraber. Diese Öffnung war schon früher vorgesehen, aber durch die Entführung und Ermordung der drei jüdischen Jugendlichen im Sommer auf Eis gelegt worden. Der Rat der Einwohner von Samariah ist wütend.

Die PA hat angekündigt, ab sofort Geldstrafen für Häftlinge in israelischen Gefängnissen (die als Schadensersatzzahlungen an Terroropfer geleistet werden sollen) zu ignorieren, statt zu bezahlen (wie es vertraglich festgelegt ist). Begründung: „Opfer sollten nicht für die Verteidigung ihrer Rechte zahlen müssen.“

Mittwoch, 04.03.2015:

Mahmud Abbas verkündete, er sei bereit sich mit jedem, der die Wahl (in Israel) gewinnt, an den Verhandlungstisch zu setzen.

Die Grenzpolizei hat seit gestern (Dienstag) in einer Operation bisher über 200 illegal im Land befindliche PA-Araber festgenommen. Einige der Festgenommenen wurden vom Shin Bet wegen Verwicklung in Terroraktionen befragt; mehrere weiter wegen krimineller Aktivitäten. Es wird aber davon ausgegangen, dass die überwiegende Mehrheit der Illegalen nur zur Arbeitssuche nach Israel kam.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28.02.2015)

Sonntag, 22.02.2015:

Nabil Sha’ath droht jetzt auch damit, dass die PA die Sicherheitskooperation mit Israel aufkündigen wird, sollten die einbehaltenen Gelder nicht überwiesen werden. (Nach dem Antrag der PA auf Mitgliedschaft beim Internationalen Strafgerichtshof fror Israel die für die PA eingesammelten Steuergelder ein.)

WAFA und andere Terroristen-Medien „berichten“ Israel habe riesige Mengen Wasser in den Gazastreifen gepumpt, um dort Häuser unter Wasser zu setzen. Mehr als 50 Häuser seien in den von den Israelis eingeleiteten Fluten versunken und eine wichtige Straße musste gesperrt werden. (Das Wetter spielt natürlich überhaupt keine Rolle, dafür aber der mysteriöse Damm, den es schon in den letzten Jahren nicht gab.)

Montag, 23.02.2015:

Die Terroranschläge in Jerusalem haben seit Oktober abgenommen, ihre Zahl ist aber immer noch sehr hoch.

Der Shin Bet hob im Januar in Hebron eine Terrorzelle aus, die eine Serie an Terroranschlägen plante, darunter auch Selbstmord-Bombenanschläge.

Knessetsprecher (Parlamentspräsident) Yuli Edelstein sagte in einer Ansprache bei der Jerusalem-Konferenz, dass er zwar ein Friedensabkommen mit der PA/PLO in den nächsten Jahren nicht für möglich hält, aber die Idee die arabische Bevölkerung „aus Israel hinauszutransferieren“ keine Option ist und von den Juden nicht ernsthaft erwogen wird. Juden und Araber müssten schlicht lernen miteinander zu leben.

Die Israel Electric Company hatte ihre Drohung wahr gemacht und wegen der unbezahlten Stromrechnungen die Lieferungen eingestellt – jedenfalls für zwei Stunden am Tag, eine Stunde am Vormittag, eine weitere am Abend.

Dienstag, 24.02.2015:

Auf dem Golan wird Israel eine Betonmauer bauen, um die zunehmenden Hinterhalt-Angriffe auf Soldaten (und Zivilisten) zu reduzieren und der zunehmenden Bedrohung durch den IS zu begegnen.

Die PA macht anscheinend jetzt ernst: Der Boykott der Waren von fünf israelischen Firmen soll tatsächlich durchgesetzt werden; Einheiten zur Durchsetzung des Boykotts wurden losgeschickt, um Geschäfte in Ramallah nach verbotenen Waren zu durchsuchen. Von offizieller Seite wurde angekündigt, dass dies nur der erste Schritt auf dem Weg zum Boykott aller israelischen Waren sei.

Mittwoch, 25.02.2015:

Auf dem Tempelberg initiierten Islamisten ein kostenloses Frühstücksbuffet für Muslime. Damit sollen möglichst viele Muslime motiviert werden zur Al-Aqsa-Moschee zu kommen, um gegen Juden auf dem Tempelberg zu protestieren. Mit dem Frühstück verstoßen sie allerdings gegen ein ausdrückliches Urteil des Obersten Gerichtshofs, das festlegte, in welchen Bereichen auf dem Tempelberg gegessen werden darf und wo nicht. Das Buffet findet in einem Bereich statt, in dem das Essen verboten ist.

Donnerstag, 26.02.2015:

Dutzende Grenzpolizisten sowie IDF-Soldaten und Beamte der Distriktpolizei Samria-Judäa führten in den letzten Tagen eine intensive Operation durch, um von Steinwürfen abzuschrecken. Die Aktion wurde mit Gründung einer Sondereinheit begonnen, die verstärkt patrouilliert, zusätzliche Checkpoints einrichtet und vorbeugende Schritte unternimmt.

Mehrere Dutzend Aktivisten des „Price Tag Forum“ – das gegen diese Art von Anschlägen ist – nahmen an einer Demonstration vor dem griechisch-orthodoxen Seminar in Jerusalem teil, auf das gestern ein Brandanschlag verübt wurde.

Freitag, 27.02.2015:

Abbas‘ „Nationale Sicherheitskräfte“: Ganz Israel ist „Palästina“.

Schüler aus dem Gazastreifen protestierten in Rafah gegen die Schließung des Übergangs nach Ägypten… für die sie Israel verantwortlich machen.

Samstag, 28.02.2015:

Dutzende arabische Israelis demonstrierten in Wadi Ara gegen den Besuch von Tzipi Livni und Isaac Herzog vom „Zionistischen Lager“. Die Araber bezeichneten die linken Politiker als „rechtsextreme Feinde“, die „Blut an ihren Händen haben“.

Ein Schneemann-Terrorist auf dem Tempelberg

Elder of Ziyon, 20. Februar 2015

Sehen Sie sich an, wie respektvoll Muslime mit dem heiligsten Ort der Juden umgehen:

Mit all den Schneebällen auf den Armen und am Boden scheint das eine Feier des Werfens von Steinen auf Juden zu sein.

Das ist besonders abstoßend, wenn man bedenkt, dass das das Terroropfer Adele Biton – schwer verletzt durch geworfene Steine – diese Woche starb.

UPDATE: Hier noch weiterer Respekt, der heute Morgen gezeigt wurde:

Vor zwei Jahren bevorzugten sie Schnee-Raketen:

Mehr Schnee denn je zuvor

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 20. Februar 2015 (direkt vom Autor)

Der älteste lebende Jerusalemer hat sich noch nicht zu Wort gemeldet. Aber gewiss würde er sagen: „So viel Schnee habe ich hier noch nie erlebt“. Zwar gab es in den vergangenen Jahren einige Schneestürme in der Heiligen Stadt. Aber diesmal haben die Meteorologen tatsächlich einen Volltreffer gelandet.

Berge von Schnee haben die Stadt weiß angemalt. Erst nachdem wir die Satellitenschüssel vom Schnee befreit haben, konnten wir aus dem Fernsehen erfahren, dass kaum noch eine Straße im Lande befahrbar ist. Die Autobahnen hinauf ins verschneite Jerusalem sind nur noch mit Kettenfahrzeugen zu bewältigen. Am Toten Meer ist die einzige Straße von Nord nach Süd wegen Überschwemmungen gesperrt. Und sogar bei Dimona und in Mitzpe Rimon in der südlichen Wüste können Kinder Schneemänner bauen, ein wahrlich ungewöhnlicher Anblick.

Auf unserer Terrasse haben wir auf dem großen Tisch eine 23 cm hohe weiße Haube gemessen. Dabei wohnen wir schon jenseits der Wasserscheide in der „Wüste“. In der Stadt oder in noch höher gelegenen Gebieten Jerusalems, über 900 Meter hoch über dem Meeresspiegel, dürfte der Schneesturm in der Nacht zum Freitag sogar noch mehr Schnee hinterlassen haben.

Während man in Deutschland Gewitter wohl eher nur im Sommer kennt, blitzt und kracht es gewaltig in den aus Sibirien kommenden Schneewolken, die über die Türkei und Zypern bis in den Libanon, nach Syrien, Israel und Jordanien vorgestoßen sind. Bis Samstag soll der Spuk mit „Schnee auf Kamelhöckern“ – wie ein Reporter aus der Wüste im Süden berichtete – schon wieder vorüber zu sein.

Der Schnee hat auch einen Vorteil. Wenn man ihn wegschaufelt, ist er in Bodennähe gelb gefärbt. Das sind die Reste eines schweren Sandsturms, der vor etwa einer Woche von der Sahara kommend einen lebensgefährlichen gelben „Nebel“ über das Land legte. Die Sicht während dieses Sandsturms war so schlecht, dass zeitweilig die meisten Flugplätze im Lande gesperrt werden mussten. Mit dem tauenden Schnee wird dann hoffentlich auch der immer noch allgegenwärtige Sand weggespült werden.

Wer in einem festen Haus mit guter Zentralheizung sitzt, kann sich zwar kaum vor die Haustür begeben. Unausdenkbar sind jedoch die Zustände in den Flüchtlingslagern im Libanon und im Norden Jordaniens, wo Hunderttausende Syrer in Zelten ausharren, ohne sich wärmen zu können.

Wer dennoch Jerusalem verlassen will oder muss, hat Probleme. Sonderbusse fahren durch die Außenviertel zum zentralen Busbahnhof und von dort nach Malcha. Da wartet die Eisenbahn. Eigentlich sollte sie stündlich in Richtung Tel Aviv fahren. Aber die Weichen sind eingefroren oder zugeschneit. Deshalb fährt die Bahn bestenfalls alle zwei Stunden oder wenn der Zug voll ist, hieß es in den Nachrichten.

Problematisch ist auch eine Fahrt zum Hospital. Die Stadtverwaltung hat Bagger bereitgestellt und bei der Hilfsorganisation Jad Sarah seien Kettenfahrzeuge der Armee bereitgestellt worden. In dringenden Fällen müssen Schwangere und infarktgefährdete Patienten mit einem Truppentransporter ins Krankenhaus gebracht werden. Alle israelischen Medien haben die große Politik und den unerquicklichen Wahlkampf völlig vergessen. „Ein Land im Sturm“ ist das einzige Thema. Und dabei werden vor allem jene Straßen und Städte aufgezählt, die von der Außenwelt abgeschnitten sind.

© Ulrich Sahm; Bilder: http://www.usahm.de/Sahm/Schnee/page_01.htm (auch unten eingestellt)

Ein paar Daten:
2 bis 2,5m Schnee auf dem Hermon
So gut wie alle Straßen auf dem Golan und in Galiläa gesperrt
- Im Negev wurde u.a. die Straße von Dimona nach Yeruham gesperrt.
Mehr als 60 Personen (darunter Kinder und Schwangere) steckten im Grabmal von Rabbi Shimon Bar Yochai am Berg Meron über Nacht fest.
– Die Autobahnen und Schnellstraßen nach Jerusalem waren gesperrt.

Weitere Bilder:

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Die Fotos von Ulrich Sahm:

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Der Anstieg der Schneedecke im Zeitraffer:

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21.02.2015)

Sonntag, 15.02.2015:

Tony Blair (offizieller Gesandter des Nahost-Quartetts) besuchte den Gazastreifen. Er warnte vor einem „weiteren Ausbruch“ in den PA-Gebieten. Diese Warnung scheint sich allerdings an die Hamas zu richten. The Times of Israel berichtet aber auch, dass Blair Ägypten und Israel aufforderte die Handelseinschränkungen für den Gazastreifen aufzuheben. Der Gazastreifen sollte nicht vom Rest der Welt und dem Rest der Palästinensergebiete getrennt sein. (Der Mann glaubt immer noch, wenn es den Menschen im Gazastreifen wirtschaftlich besser geht, würde der Konflikt enden…)

Nett: Die US-Regierung wird Israel nicht weiter über die Gespräche mit dem Iran informieren. Das soll wohl eine „Bestrafung“ dafür sein, dass Netanyahu vor dem Kongress reden wird.

Benjamin Netanyahu soll vorhaben die Patriarchenhöhle in Hebron zu besuchen. Fatah und Hamas „warnen“: Das sei eine „ernste Eskalation“. Der „Kriminelle Netanyahu“ wird vor den Folgen der „Stürmung und Schändung“ der „Ibrahimi-Moschee“ gewarnt.

Montag, 16.02.2015:

Mahmud Abbas‘ Fatah droht mit Raketenangriffen und dem „Ende von Israel“.

Dienstag, 17.02.2015:

Der oberste religiöse Führer der PA behauptet die Al-Aqsa-Moschee sei von Israel „bedroht“ und erneuert die Aufrufe, die im Oktober/November zu einer Terrorwelle führten. Angeblich will Israel jetzt schon wieder den Tempel bauen, „auf den Ruinen der gesegneten Al-Aqsa-Moschee“. Und Abbas‘ Berater für Religionsfragen fordert, dass die UNESCO Israel davon abhalten muss „das humanitäre Erbe in Jerusalem zu zerstören“.

Mittwoch, 18.02.2015:

Vor etwa zwei Jahren wurde die kleine Adele Biton durch einen Steinfwurf-Anschlag von Arabern extrem schwer am Kopf verletzt. Sie musste viele Operationen durchmachen, lag fast ein Jahr im Koma und behielt erhebliche Schäden. Diese schwächten sie so sehr, dass sie jetzt eine Lungenentzündung nicht überlebte; sie wurde 4 Jahre alt. Heute wurde sie beerdigt. Die Terroristen haben also auf Umwegen ihr Ziel des Judenmordes doch noch erreicht.

Donnerstag, 19.02.2015:

Mahmud Abbas‘ Fatah – die „Friedenspartner“ – pries drei japanische (kommunistische) Terroristen, die 1972 in Israel 24 Menschen (8 Israelis, 16 Touristen) ermordeten und mehr als 70 verletzten, als „Kämpfer für Palästina“ in einem Internet-Post, der auch das Denkmal für die Terroristen in Beirut zeigt.

Tony Blair hatte anscheinend eine unverschämte Frage gestellt: Ob die Hamas eine Islamistengruppe oder an Frieden interessiert ist. Die Hamas nahm das zum Anlass, ihm vorzuwerfen, er stelle „neue Vorbedingungen für den Wiederaufbau des Gazastreifens“.

Montag, 23.02.2015:

Die Terroranschläge in Jerusalem haben seit Oktober abgenommen, ihre Zahl ist aber immer noch sehr hoch.

Der Shin Bet hob im Januar in Hebron eine Terrorzelle aus, die eine Serie an Terroranschlägen plante, darunter auch Selbstmord-Bombenanschläge.

Knessetsprecher (Parlamentspräsident) Yuri Edelstein sagte in einer Ansprache bei der Jerusalem-Konferenz, dass er zwar ein Friedensabkommen mit der PA/PLO in den nächsten Jahren nicht für möglich hält, aber die Idee die arabische Bevölkerung „aus Israel hinauszutransferieren“ keine Option ist und von den Juden nicht ernsthaft erwogen wird. Juden und Araber müssten schlicht lernen miteinander zu leben.

Die Israel Electric Company hatte ihre Drohung wahr gemacht und wegen der unbezahlten Stromrechnungen die Lieferungen eingestellt – jedenfalls für zwei Stunden am Tag, eine Stunde am Vormittag, eine weitere am Abend.

Muslime empört von dem Wort „Tempelberg“

Elder of Ziyon, 13. Februar 2015

Von der offiziellen PA-Nachrichtenagentur WAFA:

Die israelische Stadtverwaltung von Westjerusalem stellte Mittwoch ein Schild auf, auf dem in Bezug auf das nahe gelegene Gelände der Al-Aqsa-Moschee „Tempelberg“ stand.

Das nahe dem Al-Nather-Tor des Geländes aufgestellte Schild wurde in drei Sprachen beschriftet: Hebräisch, Arabisch und Englisch.

Juden bezeichnen diesen Ort als „Tempelberg“ und behaupten, er sei der Ort zweier jüdischer Tempel, die in uralten Zeiten zerstört wurden. Der Ort ist Heimat der drittheiligsten Moschee des Islam und beherbergt das Gebäude der Al-Aqsa-Moschee und des Felsendoms.

Die von Jordanien geleitete Waqf, die die Verwaltungshoheit über das Gelände hat, sagte, das Aufstellen des Schildes mit dem jüdischen Begriff „Jüdischer Tempel“ statt des international anerkannten islamischen Begriffs Al-Aqsa-Moschee ist nichts anderes als ein Versuch die heilige Stätte und die Stadt Jerusalem zu „verjuden“.

Nur eine kleine Erinnerung: Er wurde viele Jahrhunderte vor der Geburt von Mohammed Tempelberg (Har HaBayit) genannt.

Aber offenbar leben wir in einer posthistorischen Zeit, in der Dingte wie die Abfolge von Ereignissen ein zionistisches Komplott.

Die Davidstadt gegen die Propagandamaschinerie

Im Kampf um Jerusalem ist Archäologie der Schlüssel

Moran Shirazi, Israel National News, 21. Januar 2015

Während die politischen Schlagen im nationalen Kampf zwischen den Juden und Arabern Israels weiter toben, findet eine andere Schlacht hinter den Kulissen statt, außerhalb der Augen der Öffentlichkeit. Seit Jahren hat die Archäologie eine zunehmend entscheidende Rolle im Kampf zweier gegnerischen nationalen Narrative gespielt; während aber israelische Archäologen und die Israelische Antiken-Behörde (IAA) daran gearbeitet haben islamische Stätten zu erhalten, haben islamische Behörden alles ihnen mögliche unternommen, um jeden Beweis einer historischen jüdischen Verbindung zum Land Israel zu bestreiten und zu vernichten, besonders in der Stadt Jerusalem.

In der politischen Arena reichen Angriffe auf israelische archäologische Praxis in Jerusalem sogar viele Jahre zurück. 1974 wurde die UNESCO von den arabischen Staaten gezwungen für Sanktionen gegen israelische Grabungen in Jerusalem zu stimmen und Israel die Mitgliedschaft in der Europa-Regionalgruppe der Organisation zu verweigern. Obwohl Israel 1977 wieder aufgenommen wurde, ging die Einseitigkeit der UNESCO weiter, darunter dass das Rahelgrab zu einer Moschee erklärt wurde und selbst, dass Israel archäologische Stätten in Judäa und Samaria auf die Liste seines nationalen Erbes setzte, wurde verurteilt.

In ihren eigenen archäologischen Praktiken entfernt der islamische Waqf ständig immense Mengen an Schutt vom Tempelberg und lädt ihn ab, der unbezahlbare Überreste antiker jüdischer Relikte enthält. Derweil wandelte er die inneren Zwischenräume in Moscheen. Muslimische „Gräber“ tauchen auf einmal an umstrittenen Grundstücken in Jerusalem auf und es wurden sogar Bemühungen unternommen archäologische Artefakte im Boden sicherzustellen, dass sie illegal erlangtes palästinensisches Eigentum seien.

Gleichzeitig hilft die internationale Linke bei der arabischen Propagandakampagne.

Zum Beispiel bringt eine Google-Suche zum Begriff „Judaization of Jerusalem“ (Verjudung Jerusalems) mehr als 100.000 Ergebnisse; das mag sich zwar auf jeden Versuch beziehen zu demonstrieren, dass Juden ein historische Verbindung zu Jerusalem haben, es verweist aber öfter auf jegliche Veränderung der politische, demografischen, wirtschaftlichen, architektonischen oder anderen Aspekte Jerusalems, die als in Israels Interesse interpretiert werden können. In der Suche nach Bestätigung des ersten liegt die Macht der Archäologie und es gibt heute vielleicht keinen wichtigeren Ort dafür als die Davidstadt in Jerusalem.

Die Davidstadt

Die Davidstadt wird weithin als der Ort der Geburt Jerusalems betrachtet, wo vor 3.000 Jahren König David die Stadt von den Jebusitern eroberte und seine Hauptstadt auf dem errichtete, was bald ein israelitisches Reich an den Ausläufern des Berges Moriah werden sollte. Dieser Teil Jerusalems liegt aber heute im arabischen Viertel Silwan, außerhalb der Mauern der Altstadt, in „Ostjerusalem“, einem großen Bereich, der nach dem Krieg von 1967 in die Stadt und den Staat Israel annektiert wurde, der aber von der internationalen Gemeinschaft nicht als israelisch anerkannt worden ist.

Diese Lage macht jegliche Entdeckung in dem Bereich aus archäologischer Perspektive enorm wichtig, ganz abgesehen von ihren sozialen und politischen Folgen. Es ist kein Zufall, dass zwar die Davidstadt unter dem Schutz der Israel Nature and Parks Authority steht, diese besondere Stelle aber tatsächlich von Elad verwaltet wird, einer privaten Nichtregierungs-Organisation, die sicherstellt, dass jede Entdeckung ordnungsgemäß erhalten wird.

Im Verlauf der Jahre haben dazu der vor 2000 Jahren während der Zeit des König Herodes gebaute Teich Siloah gehört, der als zentraler Treffpunkt für die Jerusalem-Pilger diente, die in die Stadt kamen, um an den drei wichtigsten jüdischen Feiertagen den Tempelberg zu besuchen: Pessah, Sukkot (das Laubhüttenfest) und Schawuot (das Wochenfest 50 Tage nach Pessah); die Herodes-Straße, die den Teich Siloah mit dem Tempelberg vergand und als Hauptdurchgangsstraße für alle Pilger und Besucher Jerusalems diente; der Hiskia-Tunnel, der von König Hiskia im Jahr 701 v.Chr. 500m unter der Davidstadt gebaut wurde, um Jerusalems Wasserquellen zu schützen, die Gihon-Quelle der eindringenden Assyrer (2. Chronik 32, 2-4); antike jüdische Staatsmünzen, juristische Dokumente und weiteres. Jede Entdeckung ist ein authentisches Zeugnis der Präsenz des jüdischen Volks in ihrer ewigen Hauptstadt seit undenkbaren Zeiten.

Wie können sie helfen? Besuchen Sie die Internetseite der Davidstadt und sehen Sie sich das Geschäft der Davidstadt an, dessen einzigartige Kunstwerke von den tatsächlichen Entdeckungen während dieser Ausgrabungen inspiriert und gestaltet wurden.