Zur Geschichte der Al-Aqsa-Moschee

twitter, 20.02.2021

Das ist die Aqsa im Jahr 1880. Seit drei Jahrhunderten kein Imam und kein muslimisches Geld zu Wiederaufbau. Palästina.

Denkmal für jüdische Flüchtlinge in Jerusalem

Point of No Return, 26. Januar 2021

Zum ersten Mal wird in Jerusalem ein Denkmal für die 850.000 Juden errichtet, die gezwungen waren arabische Länder zu verlassen. Es wird erwartet, dass das Projekt diese Woche die endgültige Genehmigung des Bürgermeisters erhalten wird.

Die Inschrift wird lauten: „Mit der Geburt des Staates Israel wurden mehr als 850.000 Juden gezwungen arabische Länder und den Iran zu verlassen. Diese verzweifelten Flüchtlinge wurden in Israel willkommen geheißen. Die Knesset hat festgelegt: der 30. November ist der jährliche Gedenktag von Weggang und Vertreibung.“

Das Denkmal ist von der Jewish American Society for Historic Preservation gespendet worden, unterstützt von der Stadt Jerusalem und der World Sephardi Federation.

Ein Modell des Denkmals

Jerry Klinger von der Jewish American Society for Historic Preservation sagt, er hat die vorläufige Genehmigung für den Standort dieses großen Projekts in Jerusalem erhalten.

Auch wenn das Denkmal nicht direkt nach Jerusalem ausgerichtet ist, wird es an der Haas-Promenade in Talpiot stehen, mit einer beeindruckenden Sicht auf die Altstadt.

„Es wird Spitzen-Sichtbarkeit und Bedeutung haben“, sagt Klinger. „Das ist in Israel nie gemacht worden. Das war lange, lange überfällig.“

Die Gruppenskulptur gründet auf diesem Foto mit Kultstatus, das inzwischen die Flucht und Vertreibung der Juden aus arabischen Ländern symbolisiert. Das Foto zeigt eine Familie jemenitischer Juden, die 1949 den ganzen Weg zur Hafenstadt Aden zu Fuß ging, die der Ausreisepunkt nach Israel war.

Seltene Fotos, die direkt nach der Wiedervereinigung Jerusalems aufgenommen wurden

Nationalbiliothek Israels („Land of Israel“), 6. November 2017

Im Sechstage-Krieg von 1967 kam die gesamte Stadt Jerusalem unter Israels Kontrolle, einschließlich der Altstadt und der Westmauer. Diese Bilder fingen die Emotionen des Tages ein, der direkt darauf folgte…

Jeder – Männer, Frauen und Kinder, Soldaten und Zivilisten, alle wollten die allerheiligsten Stellen mit eigenen Augen sehen. Die Fotografen von damals verstanden die historische Bedeutung des Augenblicks und machten das Meiste daraus. Sie schossen Bild um Bild, fingen die hunderttausende Besucher ein und dokumentierten die, die zur Westmauer kamen. Sie dokumentierten auch die Beseitigung des Schutts, der die Mauer umgab und den Beginn der Arbeit am Vorplatz, die bald darauf begannen, der die Stelle als Pilgerort kennzeichnete.

In diesen ersten Tagen nach dem Krieg kamen die Führer des jüdischen Staates an die Mauer um zu beten, darunter Präsident Zalman Shazar, der darauf bestand nach Jerusalem zu fahren, bevor der Krieg vorüber war und sogar einen Stahlhelm aufsetzte. David Ben-Gurion kam an dem Tag zur Mauer, nachdem der Krieg als vorüber erklärt wurde.

Die Fotos in dem Album wurden von der Agentur IPPA aufgenommen, die vom Fotografen Dan Hadani gegründet wurde. Die Dan Hadani-Sammlung, die das Leben und die Zeit des Staates Israel und die israelische Gesellschaft und Kultur des zwanzigsten Jahrhunderts dokumentiert, beinhaltet etwa eine Million historischer Fotografien. Sie wurde von der Nationalbibliothek Israels im September 2016 erworben.

Die Woche vor Hanukka in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 6. Dezember 2020

Stellen Sie sich vor: Die Sonne schien heute Morgen über den Straßen Jerusalems.

Nach einem trüben Schabbat mit grauem Jerusalemer Himmel und leichtem Regen am Nachmittag, mit Überschwemmungen in einigen Teilen Israels waren die Wärme und der hellblaue Himmel höchst willkommen. Egal, wie flüchtig – und jetzt zurück zum Grauen und Kalten.

Die Wolken spiegeln sich in „Die auf den Kopf gestellte Welt“ im Israel Museum.

Das Israel Museum öffnete wieder, weil die Coronavirus-Einschränkungen sich änderten und kleine Gruppen ins Museum gelassen werden konnten.

Die Pfade durch die Natur nahe des Israel Museums sind satt grün geworden.

Das ist nicht im Jerusalem-Wald, sondern Minuten unterhalb des Israel Museums oberhalb des Tals des Kreuzes.

Weil die Naturwege beliebter geworden sind, war es Zeit auf die Straßen Jerusalems zurückzukehren, um zu sehen, was los ist.

Ein Lieblingszeichen für Hanukka in Jerusalem sind die Straßenlaternen.

Diese neuen stehen an der Herzog-Straße, aber ich muss sie noch nachts eingeschaltet sehen.

Es ist interessant, dass die Jerusalemer Laternen entlang der King David-Straße sich von anderen unterscheiden.

Wie üblich waren die Feiertagsdekorationen am CVJM angebracht.

Es war traurig so viele Geschäfte an der Straße leer und unvermietet zu sehen.

Vielleicht keine schlechte Idee, die King David-Straße für Reparaturen zu sperren. Schilder informieren die Öffentlichkeit – denn nächstes Jahr wird die King David-Straße gesperrt und die Busse umgeleitet.

Wenigstens sind die Fahrer auf der King David-Straße informiert worden, kleinere Jerusalemer Straßen mit Bauarbeiten sind einfach so gesperrt worden.

Autos fahren hinein und müssen umdrehen und eine andere Route suchen.

Das Jerusalem Theater ist immer noch geschlossen; alle Auftritte erfolgen online, aber draußen auf dem Vorplatz sind Sitzbereiche mit sozialem Abstand vorhanden.

Das 29. Jerusalemer Puppentheater-Festival wird vom 13. bis 17. Dezember online stattfinden, dazu am Eisenbahntheater im Liberty Bell Park.

Das neue Theater sah allerdings letzte Woche nicht so aus, als wäre es für Auftritte bereit.

Schilder für das 37. Jerusalemer Film-Festival, das vom 10. bis 20. Dezember läuft, wurden aufgestellt. In den Tagen von Live-Veranstaltungen fand dieses Festival im Sommer statt.

Die Cinematheque am Aufzug-Zugang war am Freitag still.

Das ist eine Lieblingsansicht der Altstadt über den Sultan-Teich hinweg, die ich Besuchern Jerusalems gerne zeige. Die Szene war so eindrucksvoll wie immer.

Präsident Rivlin wird an der Eröffnungsfeier des Jerusalem Film Festival teilnehmen, die mit begrenzter Teilnehmerzahl in der Jerusalem Cinematheque stattfindet und online übertragen wird.

In der Vergangenheit fand die große Eröffnung am Sultan-Teich mit internationalen VIPs und einem israelischen Publikum auf den mehrere Stockwerke hohen Zuschauertribünen statt.

Im Hinon-Tal gab es sich ändernde Farben unterhalb der Cinematheque, aber selbst bei dem angenehmen Wetter gab es dort wenige Leute.

Mit wenigen, wenn überhaupt statfindenden Live-Veranstaltungen sind die Werbetafeln mehrere Wochen leer gewesen. Lebenslauf-Veranstaltungen von Hochzeiten und Beerdigungen sind wegen des Coronavirus live gestreamt worden, aber für Familien mit neugeborenen Babys gab es Werbung für besondere Geburtsräume für frisch gebackene Mütter.

Dann wurden diese Woche neue Schilder aufgestellt.

Am 22. Dezember 2020 finden in Jerusalem für acht Gemeinderäte Kommunalwahlen statt, verschoben aus dem November und nur fünf Jahre zu spät: Homat Schmuel, Gonenim, Ginot Ha’ir, Baka, Beit Safafa, Pisgat Ze’ev, Bayit Vegan und Eschkolot.

Der 30. November war das ausgesuchte Datum zur Erinnerung an die aus arabischen Ländern vertriebene Juden. Ein interessantes, weniger bekanntes Jerusalemer Museum, das Worldwide North Africa Jewish Heritage Center, ist zur Zeit geschlossen, war aber letztes Jahr ein interessanter Ort für die Jerusalemer Biennlae. Letztes Jahr? Vom Gefühl her vor ewigen Zeiten!

Die Kunst-, Kultur- und Musik-Festivals sind von der COVID-19-Pandemie nachteilig betroffen. Aber die Proteste nahe der Residenz des Premierministers in Jerusalem haben sich entlang der Straße seit Monaten häuslich eingerichtet.

Der Paris-Platz hat neue Schilder und ist tagsüber ruhiger. Das Kings Hotel und andere Jerusalemer Hotels sind geschlossen. Es ist traurig diese Balkon-Blumenkästen mit toten Pflanzen statt leuchtend roten Blumen, die die Gäste begrüßen, zu sehen.

Geht man am Haus der Familie Netanyahu vorbei, so sieht man eine neue Wachpersonal-Kabine dort stehen. Es sieht so aus, als könnte der Premierminister planen in der Zukunft in eine andere Straße Jerusalems zu ziehen.

 

Ich bezweifle, dass sie denselben Vorgarten haben wirde, sondern ein bisschen farbenfrohen Corona-Humor, einen maskierten Gartenzwerg.

Wer hätte sich letztes Jahr an Hanukkah irgendetwas davon vorstellen können?

Also zurück zur Natur, um Ihnen die sich beeindruckend verändernde Jerusalemer Skyline unter einem pastellfarbenen Himmel …

…sowie pralle weiße Wolken an einem strahlenden Dezemberhimmel zu zeigen.

Es war eine großartige Zeit, um vor den Winterregen in den Gan Sacher, den Sacher-Park, und auf die Straßen Jerusalems zu gehen.

Kaum zu glauben, dass Donnerstagabend Hanukkah beginne.

Passt auf euch auf und bleibt gesund.

Lasst uns hoffen, dass wir nächstes Jahr in Jeruslaem alle Feiertage zusammen begehen können.

Sah so der erste Tempel aus?

Ein wunderschönes Buch mit einer Sonderwidmung von Baron Edmond de Rothschild zeigt uns die Korridore des Tempels in Jerusalem

Amit Naor, the Librarians, 24. Februar 2020

Im Lager der Stadtverwaltung der nordisraelischen Stadt Rosch Pina lag Jahre lang ein einzigartiges Buch, dessen kunstvolle Illustrationen und französischer Text von allen ignoriert wurden. Es würde immer noch dort liegen, wäre nicht eines Tages die Archivarin der Stadt, Hanna Chopin, darüber gestolpert. Sobald sie anfing die Seiten durchzublättern, wusste Chopin sofort, dass sie ein sehr besonderes Buch in Händen hielt.

Wie besonders ist dieses Buch genau? Soweit wir wissen, gibt es auf der ganzen Welt nur fünf dieser Art. Ein Exemplar befindet sich im berühmten Louvre in Paris, ein weiteres in den Schatzkammern der Familie Rothschild, ein drittes ist hier in der Sammlung Eran Laor in der Nationalbibliothek Israels zu finden. Das vierte ist in Rosch Pina du das fünfte findet sich in der Stadt Zichron Ya’akov.

Die seltenen Bücher wurden den jüdischen Siedlungen von Rosch Pina und Zichron Ya’akov von Baron Edmond de Rothschild Ende des 19. Jahrhunderts geschenkt. Man weiß nicht, ob es weitere Exemplare gibt, die anderen jüdischen Landwirtschaftssiedlungen geschenkt wurden, die der Baron gründete. Hier erzählen wir die Geschichte des Exemplars, das sich derzeit im Archiv von Rosch Pina befindet. Das Buch beinhaltet die folgende Widmung: „Gewidmet der Kolonie Rosch Pina von Sir Baron Edmond de Rothschild, Paris, 21. September1898.“ Es ist unklar, warum die Geschenke geschickt wurden oder zu welcher Gelegenheit. Fakt ist: Wir wissen sehr wenige über diese Bücher. Wir können Ihnen jedoch sagen, dass das Buch, nachdem es in seinem heruntergekommenen Zustand von Frau Chopin in Rosch Pina gefunden wurde, 2013 im Labor der Nationalbibliothek mit Hilfe des Büros des Premierministers restauriert wurde. Später wurde es wieder ins Archiv von Rosch Pina gebracht, wo es bis heute verblieben ist.

Was ist so besonders an diesem Buch, das es so wichtig macht es zu restaurieren und erhalten? Nun, zuerst gilt allgemein: Wenn Baron Rothschild es dir geschenkt hat, dann ist es vermutlich eine gute Idee es in gutem Zustand zu halten und es sogar stolz auszustellen, nur für den Fall, dass er beschließt vorbeizukommen. Zweitens ist es, wie bereits erwähnt, eine einzigartige Arbeit, von der es weltweit nur eine Hand voll gibt. Und zuletzt beinhaltet das Buch anschauliche Illustrationen des bedeutendsten architektonischen Baus der jüdischen Geschichte: des Tempels.

Ein Blick von oben – der Tempel und der Tempelberg, zur Verfügung gestellt von Archiv von Rosch Pina.

Das Buch wurde von zwei französischen Wissenschaftlern geschrieben: Charles Chipiez und George Perrot. Chipiez war Architekt und Architekturhistoriker; Perrot war Archäologe. Sie schrieben gemeinsam eine Reihe von Büchern, die sich der Geschichte der antiken Welt widmeten: Assyrien, Persien, Ägypten, Rom, Griechenland und natürlich – Judäa und seine Umgebung. Die meisten ihrer Erkenntnisse zum jüdischen Tempel – der für sie ein architektonischer Meilenstein in der Weltgeschichte war – wurden in einem 1889 in Frankreich gedruckten Buch veröffentlicht, „Le Temple de Jerusalem et la Maison de Bois-Liban“ (Der Tempel von Jerusalem und das Haus des Libanon-Waldes). Rotschild, der ein besonderes Interesse an Jerusalem und dem Tempel hatte, entdeckte das Buch, als es bei einer Ausstellung in Paris gezeigt wurde und kaufte sofort eine Reihe Exemplare, die ihren Weg in die Bauernkolonien im Land Israel fanden, die ihm so sehr am Herzen lagen.

Aufstieg zum Tempel, zur Verfügung gestellt vom Archiv von Rosch Pina.
Sicht aus verschiedenen Winkeln, zur Verfügung gestellt vom Archiv von Rosch Pina.

Das Highlight des Buches ist sein Anhang – große, prachtvolle Illustrationen des Tempels und des „Haus des Libanon-Waldes“, gebaut von König Salomo wie es im Ersten Buch Könige steht. Das erste Kapitel von Chipiez‘ und Perrots Buch beschreibt die Geschichte des Tempels, die ihn umgebenden Gebäude und die örtliche Topografie. Im zweiten Kapitel erklären die Autoren, welche Quellen sie nutzten, um das Erscheinungsbild des Tempels zu wiederzugeben. Das dritte Kapitel beschreibt den Tempel selbst gemäß der Verse aus dem Buch Hesekiel und das vierte und letzte Kapitel beschreibt das, was die Autoren für den Palast des Königs von Judäa halten (den Palast des Libanon-Waldes) – nach ihrem eigenen Wissen. Die Autoren nahmen zudem Skizzen der architektonischen Elemente wie Säulen, Kuppeln und Hauptstädte auf.

Das Haus des Libanon-Waldes, zur Verfügung gestellt vom Archiv von Rosch Pina.

Dr. Smadar Sinai, eine Historikerin und die Direktorin der Rosch Pinal Restaurations-Gesellschaft, sagt, Baron Rothschild habe ein besonderes und verständliches Interesse an Jerusalem und dem Tempel gehabt. Nach Angaben von Dr. Sinai entstammte dies seiner traditionellen jüdischen Bildung sowie dem wachsenden Interesse am wissenschaftlichen Studium der Bibel während des späten 19. Jahrhunderts. Andere Belege legen nahe, dass der Baron auf den Ruinen des Tempels eine „Halle“ bauen wollte und von Architekten sogar Pläne erwarb, um moderne und antike Elemente in den Bau eines großen Gebäudes zu integrieren. Der türkische Sultan lehnte das ambitionierte Projekt aus offensichtlichen Gründen ab.

Die „Halle“ im Tempel, zur Verfügung gestellt vom Archiv von Rosch Pina.

Träumte Rotschild wirklich davon den Tempel an seiner Originalstelle wiederherzustellen? Hatte er vor architektonische Anweisungen für den Bau des dritten Tempels zu veröffentlichen? Mochte er das Buch einfach wegen seiner einzigartigen Kunst? Derzeit kennen wir die Antworten auf diese Fragen nicht. Aber dank des Archivs von Rosch Pina und der Projekts Archivnetzwerk Israel können wir das Buch heute immer noch genießen.

Wer das Archiv von Rosch Pina und das ganze Buch auf der Internetseite des Archivnetzwerks Israel möchte, kann das hier tun.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit dem Archiv von Rosch Pina und mit der Hilfe seines Direktors Yehoshafat Pop erstellt.