Die EU lügt über das Völkerrecht

Elder of Ziyon, 9. September 2021

Der offizielle Twitter-Account der Delegation der Europäischen Union bei den Palästinensern postete:

Wir verfolgen mit Sorge die Selbstdemontage eines Hauses gestern in Batn al-Hawa/Silwan in Ostjerusalem, die 9 Familienmitglieder obdachlos machte. Siedlungsaktivitäten, einschließlich Zwangsräumungen und Abrisse in Ostjerusalem, sind gemäß dem interanationalen Recht illegal und untergraben die Friedensaussichten.

Lassen sie uns annehmen, dass Teile Jerusalems gemäß dem Völkerrecht „besetzt“ sind. Verletzt Israel dieses Recht, wenn es Gesetze gegen illegale Bautätigkeit durchsetzt?

Natürlich nicht. Die Genfer Konventionen sind eindeutig:

Artikel 64: Die Strafgesetze des besetzten Gebietes bleiben in Kraft, außer wenn sie durch die Besetzungsmacht endgültig oder vorübergehend außer Kraft gesetzt werden, weil sie eine Gefahr für die Sicherheit dieser Macht oder ein Hindernis bei der Anwendung des vorliegenden Abkommens darstellen. Unter Vorbehalt dieser letzteren Erwägung und der Notwendigkeit, eine wirksame Justizverwaltung zu gewährleisten, sollen die Gerichte des besetzten Gebietes fortfahren, alle durch die erwähnten Gesetze erfassten Vergehen zu behandeln. Immerhin kann die Besetzungsmacht die Bevölkerung des besetzten Gebietes Bestimmungen unterwerfen, die unerlässlich sind zur Erfüllung der ihr durch das vorliegende Abkommen auferlegten Verpflichtungen, zur Aufrechterhaltung einer ordentlichen Verwaltung des Gebietes und zur Gewährleistung der Sicherheit sowohl der Besetzungsmacht als auch der Mitglieder und des Eigentums der Besetzungsstreitkräfte oder -verwaltung sowie der durch sie benützten Anlagen und Verbindungslinien.

Artikel 65: Die durch die Besetzungsmacht erlassenen Strafbestimmungen treten erst dann in Kraft, wenn sie veröffentlicht und der Bevölkerung in ihrer Sprache zur Kenntnis gebracht worden sind. Sie können keine rückwirkende Kraft haben.

Artikel 66: Die Besetzungsmacht kann die Angeklagten im Falle einer Verletzung der von ihr kraft Artikel 64 Absatz 2 erlassenen Strafbestimmungen vor ihre nichtpolitischen und ordnungsmäßig gebildeten Militärgerichte stellen, unter der Bedingung, dass diese im besetzten Gebiet tagen. Die Rechtsmittelgerichte sollen vorzugsweise im besetzten Gebiet tagen.

Artikel 67: Die Gerichte dürfen nur jene Gesetzesbestimmungen anwenden, die vor der Begehung der strafbaren Handlung gegolten haben und in Übereinstimmung mit den allgemeinen Rechtsgrundsätzen stehen, insbesondere mit dem Grundsatz, dass die Strafe der Schwere des Vergehens angemessen sein soll. Sie haben in Betracht zu ziehen, dass der Angeklagte kein Staatsangehöriger der Besetzungsmacht ist.

Tatsächlich rissen die Jordanier von 1949 bis 1967 nicht nur Häuser in Jerusalem und andernorts ab, sondern sie vertrieben zwangsweise Palästinenser aus Gebieten, die sie für andere Zwecke haben wollten. Aus The Palestinian refugees in Jordan, 1948-1957 by Avi Plascov:

Der Stadtrat von Jerusalem wurde von der Entscheidung der Regierung-UNRWA, das Lager Mu’askar im jüdischen Viertel der Altstadt an eine andere Stelle in Anata, ein paar Kilometer weit weg, zu verlegen, entbunden. Die Stelle, die für ihre Wiederansiedlung ausgesucht wurde, war zumeist Juden gehörendes Land; daher würde der Transfer nicht auf Kosten der Einheimischen erfolgen, noch würde es Problem wegen beschlagnahmtem Land geben. Darüber hinaus würde den Flüchtlingen zu zeigen, dass sie immer noch jüdisches Land besetzen, ihnen vielleicht etwas Befriedigung und eine Art handfeste Sicherheit verschaffen, während das neue Lager Schuafat zu nennen Flüchtlinge anziehen würde, es zu einem gesunden Viertel zu machen, in dem viele Villen gebaut werden. Trotzdem lehnten es die meisten Flüchtlinge ab umzuziehen, da sie fürchteten sowohl ihre Einkommensquelle – den Markt und die Touristen – als auch die Gelegenheit am zweitheiligsten Ort [sic] muslimischer Gläubiger zu beten zu verlieren. Folglich musste die Armee sie zwangsweise in ihr neues Lager verlegen, was sich bis 1965 hinzog.

Einen weiteren UNRWA-Regierungs-Plan gab es im Raum Ramallah, wo acht Konzentrationen von Flüchtlingen aufgebrochen und ihnen eigenes Land gegeben wurden. Die Regierung wollte sie nahe des Senderstandorts, weg von der Einfahrt in die Stadt, wieder ansiedeln. Es gab zudem keine Politik zum Bau neuer Lager oder inoffizielle zu übernehmen, weil Flüchtlingskonzentrationen ausgedünnt werden sollten.

Der Stadtrat war allerdings darauf bedach die Flüchtlinge zu verlegen und versprach, er würde für sanitäre Anlagen sorgen und dafür die Verantwortung übernehmen und die Miete für das erste Jahr übernehmen, wonach die Regierung sie zahlen würde. UNRWA stimmte zu. Die alten Häuser, die die Stadt verunstalteten, sollten abgerissen und die viele Nichtflüchtlinge von der Polizei in ihre jeweiligen Dörfer evakuiert werden.

Das ist das jordanische Recht, das Israel „erbte“ und das auf früheren britischen und osmanischen Gesetzen gründete.

(Zufälligerweise sollte auch Jordanien Häuser von Regimegegnern abreißen, wobei es sich auf britische Vorschriften verließ, die dem Militär gestatteten das Haus eines jeden abzureißen, der der Gewalt verdächtig war, was in der Palestine Defence (Emergency) Regulation 119 [Palästina Notfallverteidigungsvorschrift 119] stand.)

Kurz gesagt: Wenn Israel Jerusalem legal annektiert, dann kann es seine eigenen Baugesetze anwenden. Wenn Israel Teile Jerusalems besetzt hält, ist es verpflichtet die früheren Baugesetze anzuwenden, die den Abriss illegal erstellter Bauwerke bewilligt.

Die Behauptung der EU, dass Israel illegal handelt, wenn es bestehende Baugesetze durchsetzt, ist komplett falsch.

Muslimische Archäologen verwirrt von Überresten eines mysteriösen antiken Tempels unter der Al-Aqsa-Moschee

The MidEast Beast, 7. August 2021

Jerusalem – Unter dem Tempelberg arbeitende Archäologen haben eine Entdeckung gemeldet, die möglicherweise schneller die Geschichte umschreiben könnte als ein Schulbuch in Texas. Das Team muslimischer Archäologen begann die Arbeit um den Haram esch-Scharif (Tempelberg) vor einige Monaten und es scheint so, als hätten sie einen absolut einmaligen Fund gemacht.

„Es scheint so, dass das Edle Heiligtum über einem viel älteren Bauwerk errichtet wurde“, verkündete Teamleiter Dr. Yousef Muhamad. „Wir waren aber nicht in der Lage die Ursprünge der Ruinen festzustellen. Wir haben überall nach Antworten zu den antiken Erbauern gesucht. Haben Leute in der Moschee gefragt, die den Koran durchsahen und sahen im History Channel nach antiken Aliens.
Auf Grundlage dieser Recherchen lautet derzeit unsere beste Vermutung derzeit, dass der antike Tempel eine Moschee war, die von einer Art proto-muslimischer Gruppe gebaut wurde … oder von Außerirdischen, die die Erde vor mehreren Millionen Jahre gebaut wurde“, sagte Dr. Muhamad. „Wir sind zu diesem Schluss gekommen, nachdem wir die Tatsache einbezogen haben, dass zwischen der Zeit der Kanaaniter und der muslimischen Eroberung der Region niemand dort gelebt hatte.“

Das Team plant seine Expedition in der Hoffnung fortzusetzen, die Geheimnisse dessen zu entschlüsseln, was sie einfach „Die Verlorene Moschee, die Allah aus irgendeinem Grund unter der Al-Aqsa versteckt hat“ genannt haben. Dr. Muhamad informierte The MidEast Beast, den antiken Tempel zu verstehen sei von höchster Bedeutung, denn: „Das wird mit Sicherheit Einblick in den Aufstieg des Islam in der Region liefern und könnte uns sogar erlauben die Wurzeln des Islam selbst zu verstehen. Wir wollen wissen, wer den Tempel baute. Was geschah mit ihm? Und warum sind diese Leute nicht mehr da? Zweifelsohne wird, was immer wir finden, sicherlich die Sache eines historischen muslimischen Monopols in der Region stärken.“

Palästinenser glauben, Britannien stahl ihnen Big Ben

Elder of Ziyon, 20. August 2021

Diese Story wurde früher dieses Jahr veröffentlicht, aber ich habe sie verpasst, aber sie ist zu gut um sie nicht zu teilen:

Vor weniger als zwei Jahren behauptete die offizielle Nachrichten-Internetseite der Fatah (die Partei von Präsident Mahmud Abbas) von der palästinensischen Autonomiebehörde, dass das, was man heute als Londons Big Ben kennt, ursprünglich ein Glockenturm war, der am Hebron-Tor (heute allgemein als Jaffa-Tor bekannt) in Jerusalems Altstadt stand.

Nach Angaben der Fatah-Internetseite wurde der Glockenturm 1909 vollendet, als Jerusalem noch unter osmanischer Herrschaft stand. Nachdem die Briten die Kontrolle über die Stadt übernahmen und ihr Mandat einrichteten, befahlen sie den Abbau des Glockenturms (was stimmt) und transportierten ihn ab, zuerst zu einem anderen Teil Jerusalems, dann später nach London (das stimmt nicht), wo er schließlich am Nordende des Palasts von Westminster gestellt wurde.

Big Ben wurde 1859 gebaut, fünfzig Jahre bevor der Glockenturm vom Jaffa-Tor gebaut wurde.

Daniel Greenfield gab eine detaillierte Beschreibung des osmanischen Glockenturms in Palästina, den zu lesen sich lohnt.

Die Behauptung findet sich überall in arabischen Medien. Hier setzte Schehab News sie nebeneinander, als ob das etwas beweisen würde:

Es gibt ein kleines Problem mit der Größe. Der gesamte Jaffa-Tor-Glockenturm war fast 13 Meter hoch, während Big Ben 96 Meter hoch ist. Allein das Ziffernblatt von Big Ben ist 7 Meter hoch, was bedeutet, dass es, wenn man es auf den Boden stellt, mehr als die Hälfte des gesamten Turms vom Jaffa-Tor hinauf reicht!

Und gebaut wurde der Mechanismus des Glockenturms vom Jaffa-Tor in … Deutschland. Er ist nach keinem Sinn des Wortes „palästinensisch“. Die Vorstellung, dass die Briten so beeindruckt von diesem kleinen Uhrenturm waren, dass sie ihn abbauten und nach England verschifften, ist in etwa so wahnhaft egozentrisch, wie es übler nicht geht.

(Anmerkung heplev: Big Ben ist nicht der Glockenturm, sondern die größter der darin befindlichen 5 Glocken.)

Der US-Affenzirkus von „Palästina“ in Jerusalem

Wenn das US-Außenministerium darauf besteht, dass ein als Abteilung getarntes Konsulat notwendig ist, warum es nicht in Ramallah oder Bethlehem einrichten?

Yisrael Medad, Israel National News, 20. August 2021

Jerusalem (iStock)

Ich war etwas betroffen einen Tweet der Abteilung Palästinenserangelegenheiten (PAU) zu lesen, die Teil der US-Botschaft in Jerusalem ist; darin wurde das Ziel verkündet „Ziele der US-Politik über Partnerschaften und Öffentlichkeitsarbeit bei Palästinensern in Jerusalem, der Westbank und Gaza“ zu verbessern.

Der Tweet informierte uns, dass der Chef der Abteilung, George Noll, die unabhängige Nachrichtenagentur Ma’an besuchte, um direkt von Journalisten über ihre Arbeit informiert zu werden, über die Herausforderungen, denen sie sich gegenüber sehen.

Noll, Absolvent des Messiah College in Pennsylvania und mit Berufungen auf diplomatische Posten in Südkorea, Deutschland, Belarus, Russland, Norwegen und der Türkei, der sich auf transatlantische Beziehungen mit Fokus auf Wirtschaftsfragen und Energiepolitik spezialisiert hat, ist erst knapp mehr als ein Jahr auf seinem jetzigen Posten. Mir ist nicht bekannt, dass er direkte Kontakte mit in Judäa und Samaria lebenden Juden hat (und ich habe nachgeforscht). Die Feiern zum 4. Juli waren dieses Jahr eingeschränkt und ich denke nicht, dass überhaupt irgendwelche Vertreter aus Judäa und Samaria (Jescha) eingeladen waren.

Übrigens ist der Facebook-Account der Abteilung, anders als der bei Twitter, weit aktiver und dort kann man zum Beispiel erfahren, dass Noll am 29. Juli die Bäckerei Nischan in Bir Zeit sowie das al-Nayzak Haus der Wissenschaften in Bir Zeit besuchte, dass das American House in Jerusalem seine Türen am 4. August wieder öffnete, dass Noll am 10. Juni das Auguste Viktoria-Krankenhaus besichtigte, „um die historische Unterstützung der Vereinigten Staaten für das Krankenhaus-Netzwerk Ostjerusalems zu betonen“ und dass Noll sich am 13. April mit der stellvertretenden UNRWA-Generalkommissarin Leni Stenseth nach der Ankündigung traf, dass die Vereinigten Staaten $150 Millionen zur Unterstützung der Arbeit der UNRWA zur Verfügung stellen wird.

Was ich nicht fand war ein Verweise auf Hady Amar [den stellvertretenden US-Außenminister für Israel und die Palästinensergebiete – heplev], jemand, an dessen Verbleib sogar Said Arikat der Korrespondent von Al-Quds in Washington, sehr interessiert ist. Die offizielle Internetseite hingegen brachte über Amar die Information, dass er

„zu Besuch ist, um sich mit einer großen Bandbreite an israelischen und palästinensischen Repräsentanten der Zivilgesellschaft und des Privatsektors zu treffen“.

Diese „Bandbreite“ schloss keine in den Gemeinden in Judäa und Samaria lebenden Juden ein. Keine Vertreter von fast einer halben Million Juden.

Aber kommen wir zu diesem Besuch bei Ma’an zurück.

Nachdem ich Ma’an mehr als ein Jahrzehnt folge und über deren Veröffentlichungen blogge, bin ich der Ansicht, dass es sich um ein Propagandainstrument handelt, das eine nicht objektive propalästinensische Agenda puscht. Seine Medienethik ist unprofessionell. NGO-Monitor veröffentlichte 2007 einen Bericht, mit dem festgestellt wurde, dass Ma‘an

„mit einer Reihe hoch politisierter palästinensischer NGOs verbündet ist, deren Aktivitäten zur Dämonisierung Israels beitragen … die palästinensische Verweigerungshaltung unterstützen und hoch verzerrte Geschichte spiegeln, die zum Konflikt beitragen … Zusätzlich verwendet Ma’an den Begriff ‚Apartheid‘, Anschuldigungen ‚ethnischer Säuberung‘ und Verweise auf Terrorismus als Widerstand.“

Ich kann gar nicht erwarten, dass Noll Bet El und die Redaktionsbüros von Arutz Scheva (Israel National News) – nicht dass die beiden vergleichbar sind – oder Tel Schilo besucht, um mehr über die 3.000 Jahre Geschichte der Juden in diesem Land zu erfahren.

So wie ich viele Male gebloggt hatte, als es das Jerusalemer Konsulat noch gab, bevor es vom früheren Präsidenten Donald Trump, Außenminister Mike Pompeo und dem US-Botschafter in Israel David Friedman aufgelöst wurde, kam der verantwortliche offizielle Vertreter nie, um eine jüdische Gemeinde zu besuchen.

Dieser offizielle Vertreter der USA gestatte außerdem weder in Judäa und Samaria lebenden jüdischen Studenten Fördergelder zu beantragen, wie denen arabischer Ethnie tun können, noch die Teilnahme dort lebender Juden an geförderten Kunst-, Kultur-, Musik-, Sportveranstaltungen und noch nicht einmal die an unpolitischen Naturschutzbelangen.

Besuche waren darauf beschränkt, dass politische Beamte Informationen und Meinung in Erfahrung brachten. Kein offizieller Vertreter kam, um unsere Weintrauben zu ernten, über unsere historischen Pfade zu wandern oder an irgendeinem der Feste teilzunehmen, wie sie es bei der arabischen Bevölkerung machten. Selbst das Hebräische wurde zum Opfer. Aber der frühere Generalkonsul Donald Blome hatte Erzeugnisse aus dem Gazastreifen serviert, um für das Potenzial von dessen Landwirtschaft zu werben. Fairerweise machte Minister Pompeo einen Sonderbesuch in der Winzerei Psagot, um dessen Wein zu probieren.

Das Konsulat agierte praktisch als Instrument von Politik, die die Teilung Jerusalems förderte, die Israelis in der Gegend als zweitklassig behandelte, während es den Arabern exklusive Vorzüge und Vorteile verschaffte und insgesamt die Idee nur der einen politischen Lösung am Leben hält – die von zwei Staaten. Israel muss nicht über Frieden verhandeln.

Um das klar zu sagen: Die aktuelle Administration hat alles Recht ihre eigenen außenpolitischen Richtlinien und Ziele zu setzen. Sie hat das Recht die Beamten des US-Außenministeriums anzuweisen in diesem Zusammenhang mit diesen Zielen zu arbeiten. Andererseits würde ich hoffen, dass die Karrierebeamten des Außenministeriums ihren Vorgesetzten regelmäßig berichten ob die Ergebnisse vor Ort angemessen und vielversprechend sind. Ich würde auch hoffen, dass sie sogar Vorschläge machen, wie die aktuelle Politik verbessert oder sogar korrigiert werden kann.

Es macht keinen praktischen Sinn die Anwesenheit von fast 500.000 Juden ignorieren, die in dem Gebiet leben, das früher illegal vom haschemitischen Königreich Jordanien besetzt war. Zumindest könnte ihr Input das strategische Denken seitens der Leute im Büro für Nahostangelegenheiten des Außenministeriums in Washington aufbessern.

Die jüdischen Einwohner zu ignorieren ist nicht nur grob und rücksichtslos, sondern scheint auch im Einklang mit den Mutmaßungen der palästinensischen Autonomiebehörde übereinzustimmen. Diese Mutmaßungen lauten, dass Juden keine legalen Rechte gemäß des territorialen Völkerrechts haben, die als Gegend der wiederhergestellten nationalen Heimat betrachtet wird und gewiss kein Recht auf „dichte Besiedlung“, wie garantiert wurde. Tatsächlich würde es wohl einer vorbestimmten Zukunft arabischer Apartheidbräuche Glaubwürdigkeit sowie eine weitere Runde ethnischer Säuberungen und der erneuten Teilung Jerusalems verschaffen. Darüber hinaus würde Israels Sicherheit auf Grundlage der Ergebnisse der Abkoppelung vom Gazastreifen 2005 von einem territorialen Abzug extrem negativ betroffen werden.

Wenn das Außenministerium darauf besteht, dass das als Abteilung getarnte Konsulat notwendig ist, wie argumentiert wurde, warum es dann nicht in Ramallah oder Bethlehem einrichten? Wie viele normale arabische Einwohner der palästinensischen Autonomie können überhaupt einfach Jerusalem betreten? Es gibt viele weitere potenzielle Nutzer eines Konsulats außerhalb von Jerusalem.

Die Vereinigten Staaten sollten in Jerusalem keine Spiele spielen.

Palästinensische Medien behaupten, es gab nie ein jüdisches Viertel in Jerusalem

Elder of Ziyon, 15, August 2021

Safa News berichtet von einer „geheimen“ israelischen Ausgrabung in der Altstadt Jerusalems, von der sie behaupten, sie gefährde die Al-Aqsa und drohe Jerusalem zu „verjuden“.

Vor mehreren Tagen begannen die Besatzungsbehörden neue, geheime Ausgrabungen unter der westlichen Seite des Al-Buraq-Platzes durchzuführen, der zu den Vierteln Al-Scharaf und Al-Mughrabi im Alten Jerusalem führen und einen integralen Teil der Al-Aqsa-Moschee bildne.

„Haret al-Scharaf“ ist ein islamisches Viertel im Alten Jerusalem mit einer Fläche von 133 Dunam; es liegt direkt am Magharebia-Viertel. 1967 riss die Besatzung rund 70% seines Gebiets ab und beschlagnahmte den Großteil der verbleibenden Gebäude, vertrieb 3.000 Palästinenser aus ihren Quartieren und änderten seinen Namen in „Jüdisches Viertel“.

Das ist für die neu, die vor 1948 im Jüdischen Viertel lebten.

Es stimmt, dass die Altstadt seit vor der osmanischen Zeit ein Viertel namens Haret al-Scharif hatte, dazu eine Menge anderer Viertel, die nicht mit den vier Vierteln übereinstimmen, die in Karten des Westens Ende des 19. Jahrhunderts populär wurden. Aber schon im 16. Jahrhundert gab es ein Haret el-Yahud nahe des Zionstors. (Karten aus diesem Artikel von 1992 in Middle Eastern Studies.)

Aber das Viertel Haret el-Yahud hatte sich bereits im 19. Jahrhundert durch Haret al-Scharaf ausgedehnt, weil mehr Juden in die Altstadt zogen.

Aber moderne Antisemiten hassen Juden so sehr, dass sie es ablehnen einzugestehen, dass es ein Haret el-Yahud gab; sie können Internetseiten finden, die diese Absurditäten zeigen.

Wie es war, gab es jede Menge Juden, die außerhalb des Jüdischen Viertels lebten. 32% der jüdischen Familien lebten im muslimischen Viertel und mindestens einer der Nachbarschaften dieses Viertels – die al-Wad-Nachbarschaft nordwestlich des Tempelbergs – war bei der Volkszählung von 1905 mehrheitlich jüdisch.

Jerusalem selbst war seit Mitte des 19. Jahrhunderts mehrheitlich jüdisch. Der Wunsch heute die Anwesenheit von Juden in Jerusalem auszulöschen beweist, dass die Palästinenser weiter antisemitisch sind.

Ein Tagebuch aus dem belagerten Jerusalem

„Ich bin sehr durstig und es gibt nicht einen einzigen Tropfen Wasser im Haus. Ich muss auf die Straße hinunter gehen, vielleicht werde ich etwas zu trinken finden und daher muss ich das Schreiben unterbrechen.“ Ein kurzer Blick in Menachem Zvi Kadaris Tagebuch der Belagerung, einem Einwohner der Altstadt während Israels Unabhängigkeitskrieg.

Matan Barzilai, the LIbrarians, 28. Mai 2019

יומנו של מנחם צבי קדרי (Tagebuch von Menachem Zvi Kadari)

Heute erfuhren die Einwohner, dass die Front in Jerusalem ein neuer schwerer Schlag traf: Die Altstadt ist gefallen … die Verteidiger kapitulierten nach einem halben Jahr des Widerstands und heldenhafter Verteidigung, als wenige gegen viele standen, ohne Waffen und Ausrüstung angesichts eines gut ausgerüsteten Feindes. Es ist in der Tat interessant, dass der Fall der Altstadt keinen so traurigen Eindruck auf die Stadt machte wie vorherige schwere Schläge (Gush Etzion, Scheik Jahrrah usw.), als ob es sogar ein gewissen Gefühl der Erleichterung gab: Endlich ist es vorbei, die Frauen und Kinder wurden verschont, die meisten Verteidiger blieben ebenfalls am Leben, auch wenn sie einige Zeit in Gefangenschaft verbringen werden; Gott sei Dank auch dafür – so denkt mehr oder weniger ein einfacher Jerusalemer.

Mit diesen Worten beschreibt Menachem Zvi Kadari einen der schwierigsten und verzweifeltesten Augenblicke im Kampf um Jerusalem während des Unabhängigkeitskrieges. Der 23 Jahre alte, in Ungarn geborene Kadari, der an der Hebräischen Universität Bibel und Hebräisch studierte, schrieb ein Tagebuch, in dem er die Abfolge der Ereignisse die Zeit der Belagerung der Altstadt hindurch ausführlich beschrieb. In klarer und schöner Handschrift liefert er auf der Rückseite kleiner Karteikarten, begleitet von zierlichen Bildern einen anschaulichen und authentischen Bericht der öffentlichen Meinung der Menschen der belagerten Altstadt und aus diesen Karten werden bunte und faszinierende Charaktere Jerusalems lebendig. Hier sind einige davon:

An der Ecke der HaRav Koot-Straße sah ich plötzlich den alten Mann aus dem Jemen an der Mauer sitzen und mit erstaunlichem Eifer aus dem heiligen Zohar lesen; für ihn bleibt alles gleich, er saß und las hier schon vor der Belagerung und macht das in der Zeit der Gefahr weiter, durch den heftigsten Beschuss hindurch und sitzt selbst jetzt noch da.

Die Jungs im Studentenheim auf der Jaffa-Straße hatten eine private Wäscherin, eine kurdische Frau, die immer kam, um die Wäsche zu holen und zwei Tage später gab sie sie sauber und ordentlich zurück. […] Jedes Mal, wenn sie von jungen Leuten hörte, die starben, schien ihr Herz zu sinken. Sie hat keine eigenen Kinder, aber alle Jugendlichen Jerusalem sind ihre und sie fühlt den Schmerz und die Trauer über den Verlust eines jeden einzelnen von ihnen […] Als wir sie fragten: „Wann wirst du die saubere Wäsche bringen“, antwortete sie, wobei sie aufblickte: „Kann heute sagen, wann ich kommen werde? Gott weiß, wann ich in der Lage sein werde zu kommen.“ […] Das letzte Mal, ein paar Tage vor dem Waffenstillstand, nahm sie die Wäsche, brachte sie aber nicht wieder … eine niederträchtige Granate traf sie … ihr Mann brachte unsere saubere Wäsche, die ihre eigenen Hände uns nicht mehr hatten bringen dürfen … Hier in Jerusalem haben wir viele Opfer gehabt; alle sind in Erfüllung ihrer Pflichten gefallen, wer bei der Verteidigung, wer bei der Arbeit? … Mögen Sie unsere Sünde wiedergutmachen!

(Eintrag vom 15. Juni 1948)

Am 8. August, während der zweiten Pause in den Kämpfen, sieht Kadari:

Vier junge Männer mit Bärten und Schläfenlocken, gekleidet in Kaftane und Biberhüte, gehen vor mir her die Straße entlang – sie waren Hareidim der Naturei Karta – und das war ein wahrlich seltsamer und ungewöhnlicher Anblick: Sie hielten Gewehre in den Händen! […] Kann das wirklich wahr sein? Auf den Straßen der Stadt Jerusalem paradieren junge Männer in chassidischer Kleidung mit Schusswaffen und anderen Vernichtungswaffen! Wer hätte beten können, dass so etwas jemals geschieht?

Aber über die Personen hinaus beschreibt Kadari am besten, wie Jerusalem zwischen Verzweiflung und Hoffnung wechselt. Er erzählt von den auf die Großmächte gerichteten Augen, die Zwiespältigkeit der Straße Jerusalem gegenbüer den Angeboten von UNO-Vermittler Graf Folke Bernadotte, den Reaktionen der arabischen Länder, der Lebensmittelrationierung und den angespannten Stunden des Wartens – auf Brot und Nahrung, aber noch mehr – au fNachrichten und Information über das, was im Rest des Lands vor sich ging. So beschreibt er z.B. seine eigene trostlose Lage, während er von der Mitteilung aus Tel Aviv berichtet:

Dieser Sabbat war besonders ereignisreich, ein historischer Tag in der jüdischen Geschichte: Der Staat Israel wurde ausgerufen und sofort on Amerika und 38 anderen Ländern anerkannt. Ja, es gibt bei jeder Münze zwei Seiten: Die Armeen der arabischen Länder begannen ihre Invasion aus allen Richtungen und es gibt bereits bittere Konsequenzen: Sie haben mehrere Siedlungspunkte erobert […] die Schlacht im Gush Etzion ist komplett vorüber. Der gesamte Bereich ist erobert und die Kämpfer gefangen genommen worden. Oh! Zehn Jahre harter Arbeit haben sich in Rauch aufgelöst! Drei Siedlungen der religiösen Kibbuz-Bewegung, auf die die Augen der Jugend in der Diaspora gezogen wurden, wurden von der Karte gewischt […] Oh, was ist über uns hereingebraochen!“ („Ich bin sehr durstig und es gibt nicht einen Tropfen Wasser im Haus. Ich muss zur Straße hinuntergehen, vielleicht werde ich etwas zu Trinken finden und muss daher aufhören zu schreiben.“)

(Eintrag vom 16. Mai 1948)

Eintrag aus dem Tagebuch Kadaris

Die Belagerung der Altstadt dauerte bis zum 11. Juni; während dieser Zeit gab es einen furchtbaren Lebensmittelmangel („die Brotrationen wurden hundertfünfzig Gramm gekürzt und in wenigen Tagen wird werden sie auf hundert Gramm pro Person reduziert; na ja, das ist echter Hunger, aber man kann noch ein wenig mehr leiden!“ [6. Juni] Nach dem Ende der Kämpfe in Jerusalem verbesserte sich die Lage erheblich („im Tausch für Arbeit zahlen sie vierzig Grusch zusammen mit täglichelm Frühstück und Abendessen. Mit diesem Arrangement habe ich bereits nach nur zwei Tagen in der Lage gewesen meine Gürtelschnalle zu lockern und ich kann mich nicht mehr über Hunger beklagen“. [25. Juni]

Aus den Seiten von Kadaris Tagebuch tritt nicht nur existenzielle Notlage aus, aber auch seine persönlichen Gedanken über seine Zukunft und Studien, die vom Krieg unterbrochen wurden. Er nahm an politischen Treffen und kulturellen Konferenzen teil, beschäftigte sich mit Dingen der Sprache („Heute Nachmittag beschloss ich nach Hause zu gehen, trotz der Gefahr von Beschuss – sie haben bereits ein neues Wort für das Konzept: hafgaza [Beschießung]; das ist wohl der Jerusalem-Spirit!“) Und hin und wieder besucht er die Jerusalemer Häuser seiner Lehrer Gerschom Scholem, Mosche Zvi Segal und andere. Eines der Themen, die sich durch sein Journal ziehen, ist die zunehmende Lücke zwischen Tel Aviv, der Stadt, in der gerade der Staat ausgerufen worden war, und Jerusalem, das sich in Belagerung befindet:

Aus den Zeitungen erscheint es wahrlich so, dass es in Tel Aviv immer noch Leben gibt, trotz allem. Erst heute wurde der Öffentlichkeit verboten an den Strand zu gehen; die Theater und Kinos arbeiten wie immer […], nur in Jerusalem sitzen wir seit Monaten auf Wache an der Front. Als erstes wird die Stadt Jerusalem auf die Probe gestellt. Vielleicht wird sie die erste sein, die erlöst wird?

(Eintrag vom 9. Juni 1948)

Die Institutionen des jungen Staates und die IDF (die bis zum Tag davor die „Haganah“ war), sind in Tel Aviv konzentriert, währ end Jerusalem den Untergrundkämpfern wohlwollend ist. Mit Ausbruch der Kämpfe steckte Kadari, der in Tel Aviv heimisch war, in Jerusalem fest und das Tagebuch hindurch beschreibt er Versuche nach Hause zurückzukehren. Seine Beschreibung einer der berühmtesten Affären der Zeit – die Schüsse auf das Irgun-Schiff Altalena, als es sich der Küstenstadt nähertet, ist mit einer Dosis Rassismus vermischt:

Es gibt explosive Nachrichten von der internationalen Front: Die Irgun, die erkärte sich der Haganah anzuschließen und sich komplett den Regierungsinstitutionen zu fügen, brachte ein Waffenschiff für sich selbst und begann es zu entladen, mit der eindeutigen Absicht den Waffenstillstand zu verletzen […] Das Leben dieser Leute ist Krieg, Krieg um des Krieges willen. Interne Gefahr erwartet den Jischuw, Gott bewahre uns vor diesen Tunichtguten und fahrlässigen Abenteurern. […] Kein Wunder, dass die meisten Mitglieder von Irgun und Lehi aus den sephardischen Gemeinden kommen und wenn dem so ist, ist klar, woher der Fanatismus und blinde Enthusiasmus für ihre Tun kommt, sei es gut oder schlecht.

(Eintrag vom 23. Juni 1948)

Kadaris Tagebuch endet mit seiner Abreise nach Tel Aviv am 18. August. Nachdem die Kämpfe endeten, nahm er seine Studien an der Universität wieder auf. Kadari legte 153 seine Dissertation vor und wurde später Dozent an der Bar Ilan Universität. 1971 wurde er Rektor der Universität und Mitglied der Akademie für Hebräische Sprache. 1999 erhielt er den Israelischen Preis für das Studium der Hebräischen Sprache.

“The opinion of a simple Jerusalemite” (Die Meinung eines einzelnen Jerusalemers)

Menachem Zvi Kadari starb 2011. Sein persönliches Archiv wurde vor kurzem in der Nationalbibliothek hinterlegt und beinhaltet neben diesem Tagebuch faszinierende Dokumente über die Untergrund-Rettungsaktionen, an denen er sich in Ungarn und Rumänien nach der Besetzung durch die Nazis beteiligte, außerdem Entwürfe seiner Forschungspapiere und Vorträge sowie persönliche Dokumente und Korrespondenz.

Kadaris komplettes Tagebuch wird im Archiv der Nationalbibliothek Israels aufbewahrt.