Dieses Jahr zu Pessah in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 25. April 2016

Pessah in Israel,
das Wetter ist warm und es wird wärmer.
Hunderttausende Israelis strömen an die Strände,
in Parks und auf Naturpfade.
Andere kommen nach Jerusalem,
zur Altstadt und der Kotel;
die Westmauer ist wie immer beim
Priestersegen, dem Birchat Kohanim, brechend voll.

Es gibt allerdings dieses Jahr neue Attraktionen auf den Straßen
rund um die Ben Yehuda-Straße und die Bereiche der Einkaufszentren.

Das hier ist mir etwas zu realistisch,
nachdem ich Stunden in der Küche verbrachte,
um das besondere Feiertagsessen zu bereiten.

Rund um die Kunstwerke wurden Sperren aufgestellt,
also passen Sie auf, wo Sie langlaufen.

Ein weiteres Werk die Straße hinab war
die Zeichnung einer Fußgängerbrücke über einen Teich.

Wenn es auf der Straße zu heiß wird – es kommt eine Hitzewelle –
dann ist der Rückzug in die Museen eine sehr beliebte Option.

Wie jedes Jahr während der Pessah-Feiertage
haben Kinder in den meisten Museen freien Eintritt.

Die neue Ausstellung des Israel-Museum ist „Pharaoh“.
Ich hoffe, ich bin bald wieder dort, um einen zweiten Blick darauf zu werfen.

Es ist die letzte Chance für die Ausstellung „Rivers of Babylon
im Bible Lands Museum von Jerusalem.

Der Eintritt in die Ausstellung „Besondere Uhren“ im Islamischen Museum
ist für alle frei.

Eine für Familien teure Attraktion ist das
GreekPicNic im Gan Sacher, dem Sacher-Park.
Dorthin will ich morgen gehen.

Im Park mit dem angekündigten Picknick ist das Mitbringen von Lebensmitteln nicht erlaubt,
was zu heißen Diskussionen auf Facebook führt.
Ich erinner mich, dass mir von Sicherheitspersonal
wegen Pessach in einem israelischen Krankenhaus Essen abgenommen wurde.
Die Lebensmitteleinschränkungen zu Pessach sind streng,
selbst wenn man sagt, dass es „Pessach-koscher“ ist.

Jetzt zurück in die Küche,
ein großes Familientreffen ist für heute geplant.

Wie lange, glauben Sie, werden diese Nusskekse überleben?

Farbenfrohe Schilder säumen die Straßen Jerusalems;

sie wünschen allen „Frohes Pessah“:

Moadi’im l’simcha.

Jerusalem früher und heute (03)

Israel – photos and information pre/after 1948, 16. Januar 2016

160116 Jerusalem_Sultan's-Pool

Der Teich des Sultans ist ein uraltes Wasserbecken westlich des Zionsbergs in Jerusalem. Er geht vermutlich auf die Zeit des Herodes zurück; mancher glaubt, er sei der von Josephus erwähnte Schlangenteich. In der Zeit der Hasmonäer wurde das Wasser über den unteren Aquädukt in den Teich geleitet. Der neueste Aufbau erfolgte durch den osmanischen Sultan im 17. Jahrhundert.

Heute ist hier ein Freilufttheater.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30.04.2016)

Sonntag, 24.04.2016:

Verlogener geht’s mal wieder kaum: Bei der Unterzeichnung des Klima-Deals in New York behauptet Mahmud Abbas, die Israelis würden mit ihren Siedlungen die Umwelt zerstören. Ausgerechnet der PA-Chef, dessen Truppen Kläranlagen verhindern, dessen „Verwaltung“ die Müllabfuhr nicht auf die Reihe bekommt usw. – der wirft denen Umweltvernichtung vor, die es geschafft haben Wasser zu sparen, die Wüste zum Blühen zu bringen und die umwelttechnisch weltweit führend sind!

Reservesoldaten berichten, dass die IDF sie daran hindert mit den lokalen Sicherheitseinheiten in Judäa und Samaria zu trainieren.

Anscheinend weil Terroranschläge befürchtet werden, hat es am zweiten Tag des Pessach kaum Besucher in der Jerusalemer Altstadt gegeben.

Offizielle Predigt eines Imams im PA-Fernsehen: Der Imam rief zum Völkermord auf und forderte von Allah „die boshaften Juden“ zu „bestrafen“ – alle Juden.

Die mit zwölf Jahren jüngste Terroristin wurde nach zweieinhalb Monaten wieder freigelassen, nachdem ihre Strafe (ursprünglich 6 Monate) schon zweimal gekürzt wurde. Sie erhielt einen Heldenempfang.

Der stellvertretender Führer der (verbotenen) Islamischen Bewegung in Israel hat in einem Interview wieder behauptet Netanyahu wolle während Pessah die Al-Aqsa-Moschee erobern. (Ein klarer Versuch zu „Widerstand“, also Gewalt und Terror aufzustacheln.)

Montag, 25.04.2016:

Wegen der „Zusammenstöße“ zwischen der IDF und Einwohnern von Bani Naim bei Hebron wurde dieses komplett blockiert. Die relative Ruhe hat Israel veranlasst die Blockade aufzuheben.

Jordanien warnte Israel vor „gefährlichen Konsequenzen“, wenn es weitere „Invasionen“ von Juden auf dem Tempelberg gibt. In der Note war von „Einbrüchen durch Siedler und Besatzungskräfte“ und „Verstößen der israelischen Besatzungskräfte“ die Rede, die „einen Bruch internationaler Konventionen“ darstellten. Israel müsse „verhindern, dass israelische Siedler und Besatzungskräfte den Bereich der heiligen Moscheen betreten“.

Zu Pessach strömten am dritten Tag von Pessah mehrere Zehntausend Juden nach Hebron, vor allem zur Patriarchenhöhle.

Im Gazastreifen wurde wieder in Palästinenser wegen angeblicher Kollaboration mit Israel verurteilt (ausnahmsweise nicht zum Tod, sondern „nur“ zu 12 Jahren Gefängnis).

Der Shin Bet nahm am Wochenende einen palästinensischen Journalisten fest. Er gehört der PFLP-Terrororganisation an und wird unter Terrorverdacht festgehalten.

Meinungsumfrage bei den jungen PalArabern: Unterstützung für Messerangriffe ist hoch; Verhandlungen mit Israel werden den Konflikt nicht beenden; immer weniger Unterstützung einer Zweistaatenlösung.

Dienstag, 26.04.2016:

Fest in einem Kindergarten im Gazasteifen: Die lieben Kleinen spielen Terroristen, lassen „israelische Soldaten“ „Palästinenserinnen“ ermorden und bringen dann Juden um. Das ganze Gehirnwäsche-Szenario erinnert an Hinrichtungen des Islamischen Staats.

Der Wahlkampf zu den Studentenwahlen in der PA wird von der Fatah mit antiisraelischen Motiven geführt. Aktuell werden Poster mit einem blutigen Messer und „Palästina“ anstelle von Israel plakatiert.

Die israelischen Geheimdienste versuchen eine Gruppe ISIS-Terroristen auf der syrischen Seite der Grenze auf dem Golan aufzuspüren, die im Verdacht stehen Chemiewaffen in die Hand bekommen zu haben, die sie gegen Israel einsetzen wollen.

Die IDF begleitete hunderte Juden bei einem seltenen Besuch des Grabes von Othniel Ben Kenaz, dem ersten Richter der Israeliten nach Josua. Das Grabmahl befindet sich im „arabischen“ Hebron und ist deshalb normalerweise nicht zugänglich. Die IDF ermöglichte den Besuch wegen der Pessah-Feiertage.

Mittwoch, 27.04.2016:

Die IDF präsentierte Daten, die zeigen, dass die Hamas sich im Sinai mit dem Islamischen Staat zusammengetan hat. Hamas überweist den IS-Terroristen Geld und bildet sie aus, hilft bei der Kommunikation und bietet medizinische Hilfe.

Der PA-„Botschafter“ bei der UNO stellte Israel in einer Pressekonferenz mit Nazideutschland auf eine Stufe. Israelische Streitkräfte in Judäa und Samaria würden wie die Nazis bei der Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto vorgehen, behauptete er.

708 Nichtmuslime besuchten heute den Tempelberg, davon waren 530 Touristen.

Kommandeure der IDF in Judäa und Samaria erwarten die nächste Terrorwelle – und die wird ihrer Meinung nach nicht mit Messern, sondern mit Bomben verübt werden.

Donnerstag, 28.04.2016:

Die PLO lässt wissen, dass der gestrige Terroranschlag eines Geschwisterpaares gar kein Anschlag war, sondern die Soldaten die beiden einfach erschossen, als sie spazieren gingen und die Messer hinterher dazu gelegt hätten.

Die Hamas forderte dazu auf das Blut der Terroristen rächen, die gestern am Checkpoint Qalandiya erschossen wurden.

Jerusalems Gazellental städtischer Wildpark holt sich den Preis

Jerusalems neuester, preisgekrönter Wildpark ist eine Insel der Ruhe in einer Stadt, in der Kultur brummt

Hana Levi Julian, The Times of Israel, 8. April 2016

Foto: Yuvalr / Wikimedia Commons

Es ist ein Park wie kein anderer in der heiligen Stadt Jerusalem – und zwar so anders, dass die Stadtverwaltung für diese überwältigende Insel städtischer Ruhe den Designer-Preis 2016 erhielt.

Der Preis kam von Ot Haltzuv, einem Konsortium aus Designern und Architekten. Sie wurden alle zweifellos vom Zauber der Gazellen verführt.

Man kann über eine Holzbrücke auf eine Insel spazieren, um die Vögel zu beobachten; oder sich an einen Teich setzen und über den Wellen im Wasser meditieren. Es ist still und friedlich.

Der Park erstreckt sich über 250 Dunam (250.000 Quadratmeter) Land und enthält fünf natürliche und künstliche Teiche. Es gibt zudem zwei Fließgewässer und Bereiche, in denen man Vögel und andere kleine Lebewesen wie Streifenhörnchen und ähnliche beobachten kann – eine künstliche Insel, die über Holzbrücken erreicht werden kann.

Es gibt Dutzende wilder Gazellen, frei umherstreifen; nach ihnen ist der Park benannt.

Dieser Vorgehensweise, die sonst nirgendwo in Israel angewandt wird, betont die Bedeutung eine „grüne Lunge“ zu schaffen, die aus natürlicher Vegetation besteht. Der Park beherbergt eine Vielzahl an Tieren und Vögeln, an der sich alle Einwohner wie auch Besucher aus Israel und dem Ausland erfreuen sollen.

„Das Leitprinzip des Parks ist revolutionär, was öffentliche Orte in Städten in Israel angeht – ein Naturschutzgebiet in der Mitte Jerusalems“, sagte Bürgermeister Nir Barkat bei der Eröffnung des Parks im letzten Monat. „Das Gazellental ist eines der größten und wichtigsten Projekte Jerusalems der letzten Jahre; es repräsentiert vor allem die Einbeziehung der Gemeinschaft in der Stadt und die Macht gemeinsamen Brainstormings und Planens des Rathauses und der Einwohner. Für uns repräsentiert das Gazellental die Richtung, in die wir die Stadt bringen möchten: Jerusalems grüne Räume zusammen und in Partnerschaft mit der Allgemeinheit und mit der Unterstützung von vieler städtischer Körperschaften wie möglich zu entwickeln, um die Umwelt zu verbessern und Jerusalems natürliche Aktivposten zu schützen.“

Wenn sie in Israel sind und nach etwas suchen, das Sie in den Tagen während Pessach besuchen wollen, dann versuchen Sie in den neuen Gazellenpark in Jerusalem zu gehen. Er befindet sich in der Südwestecke der Stadt, am Fuß der Schnellstraße 50 (Begin Boulevard) und Pat-Kreuzung.

Sie werden nicht enttäuscht sein.