Acht Dinge, die Sie über die Kotel und den Tempelberg wissen müssen

Inspiration from Ziyon, 31. Mai 2019

Es gibt viele Fehlvorstellungen zum Tempelberg, der Kotel und der Al-Aqsa-Mosche. Verwirrung und noch mehr Konflikt können ausgeräumt werden, wenn man die Fakten deutlich macht!

Hier sind 8 Dinge, die Sie über den für das jüdische Volk heiligsten Ort der Erde wissen müssen:

1. Was ist für Juden der heiligste Ort der Welt?

Lautet Ihre Antwort „die Klagemauer“ (Westmauer, Kotel)? Wenn ja, dann ist das ein Fehler, den leider viele Leute machen!

Kotel bedeutet auf Hebräisch wörtlich „Mauer“. Diese Mauer ist so wichtig, dass es unnötig wurde zu benennen, welche Mauer das ist, es ist DIE Mauer. Gleichzeitig ist sie nicht an sich wichtig, sondern durch die Nähe zu dem, was wirklich wichtig ist – der Tempelberg.

Der heiligste Ort der Erde ist für Juden der Tempelberg im Herzen Jerusalems.

2. Warum ist der Tempelberg dem jüdischen Volk heilig?

Es steht geschrieben:
Wie der Nabel im Zentrum des menschlichen Körpers sitzt
so ist das Land Israel der Nabel der Welt…
gelegen im Zentrum der Welt
und Jerusalem im Zentrum des Landes Israel
und das Heiligtum im Zentrum Jerusalems
und der heilige Ort im Zentrum des Heiligtums
und di Lade im Zentrum des heiligen Orts
und der Grundstein vor dem heiligen Ort
weil die Welt dort gegründet wurde.
(Midrasch Tanchuma aus der Römerzeit)

Es wird geglaubt, dass der Grundstein die Grundlage ist, die Gott nutzte um die Welt zu schaffen. Um diesen Stein herum wurde der Tempel gebaut und innerhalb des Tempels, auf dem Grundstein, wurde die Bundeslade platziert. Das ist die Quelle der Heiligkeit des Tempels und seiner Bedeutung für das Judentum.

Jüdische Quellen identifizieren diesen Felsen auch als den in der Bibel erwähnten Ort, wo Isaak gebunden wurde, wo Abraham Gottes Test absolvierte, um zu sehen, ob er bereit war seinen Sohn zu opfern. An diesem Ort hörten Menschenopfer für Gott als legitimer Brauch auf zu existieren und schon vor den Zehn Geboten übernahm das Judentum die moralische Führung der Welt.

3. Sagt man Kotel, Klagemauer oder Westmauer?

„Klagemauer“ ist ein allgemein verwendeter, höchst beleidigender Begriff, eine uralte Form der Delegitimierung der jüdischen Geschichte durch Herabsetzung jüdischen Leides angesichts des Verlustes des antiken jüdischen Tempels, den die Römer im Jahr 70 zerstörten. Es ist der Begriff von Nichtjuden, die Israel besetzten, über den Schmerz der Juden spotteten, die weinend an der Kotel, der Westmauer standen, die die einzige Mauer ist, die vom antiken Tempel in Jerusalem stehen gelassen wurde. (Sie ist noch nicht einmal einen Mauer der eigentlichen Tempelbauwerks, sondern eine Stützmauer des Geländes.)

Während der Zeit der christlichen Römerherrschaft über Jerusalem (ca. 324-638) war Juden der Zutritt zu Jerusalem komplett verboten, außer um Tischa B’Av zu feiern, den nationalen Trauertag für den ersten und den zweiten Tempel; an diesem Tag weinten die Juden an dem heiligen Ort. Der Begriff „Klagemauer“ wurde daher fast ausschließlich von Christen verwendet und in der Zeit der nichtjüdischen Kontrolle zwischen der Einrichtung der britischen Herrschaft 1920 und dem Sechstagekrieg 1967 wiederbelebt. Dieser abwertende Begriff verhöhnt den Schmerz des jüdischen Volks im Sinne von: „Jetzt legen diese Juden wieder los, sie weinen wieder.“

Kotel ist das auf Hebräisch verwendete Wort und bedeutet schlicht „Mauer“. Die Wahl dieses Begriffs deutet die Bedeutung des Bauwerks in der jüdischen Seele an – diese eine übriggebliebene Mauer ist so bedeutend, dass es nicht notwendig ist im Einzelnen anzuführen, von welcher Mauer da gesprochen wird. DIE Mauer. Es ist zwar nicht die Mauer selbst, die heilig ist, es war der Tempel und was auf dem Berg stand, das heilig war. 2000 Jahre, Exil und viele furchtbare Erfahrungen in dieser Zeit haben nicht ausgereicht um das jüdische Volk die Bedeutung des Tempels vergessen zu lassen.

Die Mauer hat an Bedeutung zugenommen, weil sie alles ist, was vom Tempel übrig ist und weil den Juden das Recht auf dem Tempelberg zu beten verweigert wurde (und weiterhin verweigert wird). Die Kotel wurde kostbar, weil sie der Ort war, wo Juden dem für das jüdische Volk Allerheiligsten auf Erden am nächsten kommen konnten.

„Westmauer“ ist eine faktische Beschreibung der Mauer. Die Kotel ist die westliche Stützmauer des Tempels und es absolut vernünftig sie als solche zu beschreiben.

4. Wussten Sie, dass es einen egalitären Gebetsbereich an der Kotel gibt (Ezrat Yisrael)?

Ezrat Yisrael wurde eröffnet, um die Bedürfnisse verschiedener Juden abzugleichen, die unterschiedlich beten wollten, um allen Freiheiten nach eigenem Dafürhalten für Gebet zu ermöglichen, ohne diejenigen zu beunruhigen, die von unterschiedlichen Arten zu beten vor den Kopf gestoßen sind.

Der egalitäre Abschnitt ist zu allen Tages- und Nachtzeiten geöffnet, genauso wie der bekanntere traditionelle Bereich. Männer und Frauen können gemeinsam frei beten. Frauen haben die Freiheit nach Wunsch laut zu singen und aus der Thora zu lesen, wenn sie das möchten. Anders als im traditionellen Bereich der Kotel gibt es in Ezrat Yisrael Tische mit Sonnensegeln, damit Menschen in der Thora lesen können ohne in der glühenden Sonne stehen zu müssen.

Ein zusätzlicher Bonus ist, dass Ezrat Yisrael sich inmitten einer archäologischen Stätte befindet, wo man Überreste aus der Zeit des Tempels sehen kann, was es einfacher macht sich vorzustellen in der Zeit von damals zu sein, als der Tempel noch stand!

5. Wussten Sie, dass der größte Teil der Kotel unter der Erde und nur durch die Kotel-Tunnel zugängig ist?

Im Verlauf der Jahrhunderte begrub ein natürlicher Aufbau archäologischer Schichten einen Großteil der Kotel. Ausgrabungen haben Einsicht in die Pracht des Bauprojekts der antiken jüdischen Tempel gegeben. Innerhalb der Tunnel kann man die Kotel entlang gehen, die Größe der Steine bewundern, aus denen die Mauer gebaut ist und sogar in das eintreten, was einst ein Freiluft-Straßenmarkt war, der sich heute komplett unter der Erde befindet.

An einem Punkt in den Tunneln werden sie vermutlich Frauen an dem Ort beten sehen, der sich direkt gegenüber des Grundsteins befindet – man müsste durch die Mauer gehen, um dorthin zu kommen.

Die Ausgrabungen werden fortgesetzt und je mehr Arbeit erledigt wird, desto mehr von unserer Vergangenheit in der Antike wird aufgedeckt. Wenn Sie in Jerusalem sind, dann verpassen Sie die Tunnel-Tour nicht!

6. Wann wurde der Tempelberg dem Islam heilig?

Interessanterweise wird Jerusalem im Koran überhaupt nicht erwähnt! Jerusalem wurde im Islam nicht aus religiösen Gründen wichtig, sondern es diente als politische Notwendigkeit. Lesen Sie hier mehr von der Geschichte des Islam und des Tempelbergs.

7. Was ist die Al-Aqsa-Moschee?

Die meisten Leute halten die Moschee mit der goldenen Kuppel für die Al-Aqsa, die Moschee, über die Muslime diskutieren, wenn es um die Wichtigkeit des Tempelbergs geht. Das stimmt aber nicht. Die Moschee mit der goldenen Kuppel heißt Felsendom, weil sie über dem Grundstein gebaut wurde, der gemäß der jüdischen Tradition der heiligste Ort der Welt ist. Die Al-Aqsa-Moschee ist ein niedriges Gebäude mit grauem Dach, das südlich des Felsendoms ebenfalls auf dem Tempelberg steht.

Während Juden, wo immer sie sich auf der Welt befinden, sich dem Grundstein zuwenden, beten Muslime mit Blickrichtung Mekka. Das bedeutet, dass Muslime, die auf dem Tempelberg beten, dem Grundstein dabei ihre Kehrseite zuwenden.

8. „Apartheid“ auf dem Tempelberg

Obwohl der Staat Israel 1948 gegründet wurde und Juden Jerusalem 1967 wiedervereinten, ist es Juden (und Christen) bis heute nicht erlaubt auf dem Tempelberg zu beten. Die Besuchszeiten für Juden sind äußerst eingeschränkt.

Sonntag bis Donnerstag (beachten Sie, dass Juden der Besuch am Sabbat nicht gestattet ist!):
Sommer: April bis September von 8.30 bis 10.30 und von 13.30 bis 14.30 Uhr
Winter: Oktober bis März von 7.30 bis 10.30 und 12.30 bis 13.30 Uhr

Nichtmuslime betreten den Tempelberg nur durch das Mughrabi-Tor (über dem traditionellen Frauenbereich der Kotel). Beim Betreten werden Nichtmuslime von israelischen Polizisten durchsucht und gewarnt keinerlei religiöse Gegenstände zu benutzen oder irgendetwas zu tun, das als Gebet betrachtet werden könnte: Man darf keine Bibel herausholen, seine Augen schließen oder still im Herzen beten, sich vor dem Felsendom verbeugen oder irgendwelche rituellen Zeichen der Trauer zeigen.

Im Gegensatz dazu ist der Tempelberg für Muslime zu allen Tages- und Nachtzeiten über Tore zugänglich, die nur Muslime benutzen dürfen. Beim Betreten werden sie nicht durchsucht.

Die Definition von Apartheid lautet: zwei getrennte gesetzliche Regelungen für dieselben Leute. Der Tempelberg ist der einzige Ort in Israel, an dem Israelis anderen Gesetzen unterworfen werden, die auf der Grundlage gelten, ob jemand Muslim oder Jude ist.

(Der Originalartikel wurde ursprünglich hier veröffentlicht.)

Werbeanzeigen

Jerusalem nach Schawuot – Festival-Saison

The Real Jerusalem Streets, 12. Juni 2019

Die Zeit scheint zu fliegen in Jerusalem in Israel.

In Jerusalem gehen ein Feiertag und große Veranstaltunge geht ins nächste über.

Yom Yerushalayim, der Jerusalem-Tag, mit seinen zahlreichen Veranstaltungen ist vorbei.

Nur ein paar übriggebliebene Zeichen und wehende Fahnen verbleiben.

Italiener waren zu einem Gipfel internationaler Reiseblogger hier und posierten im Alten Bahnhof.

Sie bemerkten nicht, dass die farbenfrohen Schatten für die Jerusalemer Pride Parade waren.

Bevor der Umzug begann, nahe des Startpunktes am Liberty Bell-Park, sah ich diese Gruppe Sicherheitsleute sich für die Nachmittagsgebete versammeln.

Das American Center ist nachts immer noch mit Regenbogenfarben erleuchtet.

Zu Schawuot gab es zehntausende Besucher in Jerusalem. Synagogen und Straßen waren Tag und Nacht gefüllt. In diesem Foto können Sie ein paar hundert Vorträge und Kurse angeboten wurden.

Obwohl es das Israel-Festival heißt, wird das Jahrzehnte alte Festival an verschiedenen Veranstaltungsorten in Jerusalem abgehalten. Dieses Jahr läuft s vom 30. Mai bis 15. Juni mit genug Programm, um eine Einlage in der Zeitung zu füllen.

Ich möchte eine Produktion des Elad-Theaters vorstellen, die im Museum für Naturgeschichte stattfindet.

Das war der Haupteingang, in den früheren Tagen der Proteste zur Rettung des Naturmuseums.

Als ich die Treppenstufen vom Parkplatz bei Emek Refraim hinaufging, die Sonne ging unter, waren die Lampen am Jerusalemer Museum der Naturgeschichte an.

War da immer ein Teich auf dem Grundstück? Sicher gab es kein besonderes Catering.

Das Naturmuseum war am besten für seine großen lebenden Schlangen und Schildkröten bekannt.

Aber vor Ort war an diesem Abend ein Tisch für Bankett-Gäste gedeckt. Dinner, Tanz zu Live-Musik und Shakespeares Romeo und Julia standen für diese Veranstaltung des Israel Festival auf dem Menü.

Hier war Julia für den Maskenball auf dem Balkon des Naturmuseums.

In der Eröffnungsszene legte das Publikum Masken an und vermischte sich mit den Schauspielern. Nach Drinks kam die Party mit begeisterten Produktions-Extras in Gang.

Romeo und Julia trafen sich auf dem Ball, aber die Hauptszenen wurden gespielt, als das Publikum mit dem gelieferten Essen und mehr Wein dinierte.

Die Schauspieler nutzten den gesamten Bereich, einschließlich der Tische. Es gab keine schlechten oder hinteren Plätze. Es gab während der gesamten hebräisch Adaption des Barden Interaktionen mit dem Publikum.

Shakespeare wird in israelischen Schulen nicht regelmäßig gelehrt. Sollten Sie also das Ende dieser berühmten Geschichte nicht kennen, werde ich mit einem Foto der Kampfszene enden.

Der Schauplatz und das Wetter waren fabelhaft. Es war eine großartige Produktion, obwohl ich weder das Essen noch die Getränke probierte. Ich hoffe, das ist nicht die letzte Produktion dieser Art.

Aber sobald das Israel Festival vorbei ist, beginnt das Tzamid-Festival, Künste ohne Grenzen.

Die Design-Woche im Hansen-Haus sieht größer aus als je zuvor.

Und die jährliche Schawua Hasefer, die Hebräische Buchwoche, beginnt heute Abend am alten Bahnhof.

Ich versuchte ein Foto der neuen Schilder auf der anderen Seite nahe des Eingangs zum Parkplatz zu bekommen. Aber eine übermäßig pflichtbewusste Wache wollte mich nicht nahe genug heran, nachdem ich den ganzen Weg bis dorthin gelaufen war.

Schulabschlussfeiern und Aufführungen zum Schuljahresende, eine Pressekonferenz der International Freedom im Jerusalemer Presse-Club und eine Kamera-Veranstaltung zu Antisemitismus in den Mainstream-Medien fanden allesamt gestern Abend statt, zusammen mit einen Konzert im Davidturm für das Israel Festival.

Und bald kommt das jährliche Jerusalemer Lichterfest.

Auf diesen Straßen von Jerusalem geschehen erstaunliche und vielfältige Dinge.

Mehr Romeo und Julia – das letzte Abendmahl – Fotos hier.

Die Al-Aqsa-Moschee des Koran steht nicht in Jerusalem

Mordechai Kedar, Shemitta Rediscovered, 25. Juli 2018

Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Lügner müssen ein gutes Gedächtnis haben.“ Der Grund ist klar: Ein Lügner muss sich an seine eigenen Lügen und wem er sie erzählte erinnern, um sich nicht selbst zu widersprechen und seine Verlogenheit zu offenbaren. Diese Regel gilt auch für wichtige Themen. Jerusalem zum Beispiel, dessen Heiligkeit für sunnitische Muslime auf einer späten und politischen Interpretation eines Koranverses gründet, während sie für schiitische Muslime nur die drittheiligste Stadt ist, nachrangig gegenüber Mekka und Medina (heute die Stadt Nadschaf im Südirak).

Frühe islamische Quellen erklären, dass die „Al-Aqsa-Moschee“ (wörtliche Bedeutung: die entfernte Moschee) im Koran nur einmal erwähnt wird und eine von zwei Moscheen in der Nähe von Ji’irrana war, einem Dorf zwischen Mekka und Taaf auf der Arabischen Halbinsel (heute Saudi-Arabien). Eine der Moscheen hieß „al-Masjid al-Adna“, was „die nahe Moschee“ bedeutet; die andere hieß „al-Masjid al-Aqsa“, die „entfernte Moschee“. Wenn der Koran auf die Al-Aqsa-Moschee verweist, wenn der den Mythos der Nachtreise des Propheten Mohammed von der „heiligen Moschee“ in Mekka zur Al-Aqsa erzählt, der „entfernten Moschee“, dann bezieht sich das auf die Moschee in Ji’irrana.

682 n.Chr., fünfzig Jahre nach Mohammeds Tod, rebellierte Abd Allah Ibn al-Zubayr, der starke Mann von Mekka, gegen die Omajjaden, die in Damaskus herrschten und erlaubte ihnen nicht der Haddsch nach Mekka nachzukommen. Da die Haddsch-Pilgerreise eine der fünf Säulen des Islam ist, waren sie gezwungen Jerusalem als ihre Alternative für den Ort der Pilgerreise zu wählen. Um die Wahl Jerusalems zu rechtfertigen, schrieben die Omajjaden die im Koran erzählte Geschichte um, verlegten die Al-Aqsa-Moschee nach Jerusalem und fügten als Zugabe das Märchen der Nachtreise Mohammeds zur Al-Aqsa hinzu. Das ist der Grund, dass die Sunniten Jerusalem heute als ihre drittheiligste Stadt betrachten.

Der schiitische Islam, der vom Omajjaden-Kalifat gnadenlos verfolgt wurde, akzeptierte die Falschmeldung des heiligen Jerusalem nicht, was der Grund dafür ist, dass die für Schiiten zweitheiligste Stadt Nadschaf im Irak ist, der Grabesort des Schiiten-Gründers Ali bin Abi Talib. Viele der Ältesten der Schiiten – iranische und von der Hisbollah – begannen Jerusalem erst nach der Rebellion Khomeinis 1979 als heilig zu bezeichnen, um die Sunniten davon abzuhalten sie zu beschuldigen, sie seien dem Zionismus gegenüber zu sanft.

Die erste Lüge ist in diesem Fall die fadenscheinige Behauptung, die „entfernte Moschee“ befinde sich in Jerusalem.

Auf die erste wurden weitere Lügen gehäuft, wobei die hauptsächliche Verdrehung der Tatsachen der genaue Ort der sogenannten Al-Aqsa-Moschee ist, die bis vor gar nicht kurzer Zeit das Gebäude mit der silbernen Kuppel am Südende des Tempelbergs war.

Der gesamte Bereich des Tempelbergs ist als al-Haram al-Scharif bekannt – „der heilige und edle Ort“ – aber nach dem Sechstage-Krieg gab es eine Veränderung, als jüdische Stimmen zu hören waren, insbesondere die des Oberrabbiners von Haifa, Rav Sche’er Yaschuw HaCohen; er forderte die Errichtung einer Synagoge auf dem Berg. Unmittelbar nach dem Krieg sagte auch IDF-Oberrabbiner Schlomo Goren, dass er religiöse Veranstaltungen auf dem Tempelberg feiern wollte. Man hatte das Gefühl, dass die muslimische Welt keinen Einspruch erheben werde, da die Al-Aqsa-Moschee sich am Südrand des Geländes befindet und die Synagoge sich nicht in der Nähe befinden würde.

Das Ergebnis war allerdings, dass die Muslime beschlossen zu verkünden, dass die im Koran erwähnte Al-Aqsa sich nicht nur auf die Moschee am Südende des Geländes bezieht, sondern der Name für den kompletten Bereich des Tempelbergs ist, womit sie den ursprünglichen Namen al-Haram al-Scharif aufgaben. Mein Kollege Professor Yitzchak Reiter diskutierte das Thema ausführlich in seinem Buch „From Mecca to Jerusalem and Back“ aus dem Jahr 2005. Die Umbenennung des Tempelbergs ist eindeutig eine Ente, wobei zwei Dokumente, eins davon bekannt, eines weniger bekannt, die Wahrheit offenbaren.

Die bekanntere Quelle ist ein 1924 von niemand Geringerem als dem offenen Antisemiten (und späteren guten Freund Hitlers) Mufti Haddsch Amin al-Husseini erstelltes Heft, das in den Jahren nach seiner Veröffentlichung häufig neu aufgelegt wurde. Dr. Daniel Tassel aus Lexington (Massachusetts) gab mir ein 1930 gedrucktes Original; für diese Großzügigkeit bin ich äußerst dankbar. Der Titel des Hefts lautet „Ein kurzer Führer zum Haram al-Scharif – Jerusalem“. Beachten Sie, dass der Bereich nicht Al-Aqsa genannt wird. Die Al-Aqsa-Moschee erscheint in dem Heft als Kapitel, nach dem Kapitel über den Felsendom, dem Gebäude auf dem Gelände mit der goldenen Kuppel. Es ist klar, dass die Al-Aqsa-Moschee für Haddsch Amin al-Husseini, den Mufti von Jerusalem, schlicht ein Gebäude am Südrand des Geländes ist, denn genau das ist sie.

Das weniger bekannte der beiden Dokumente ist eines, das ich gerade bei meinem Freund Chaim Steinberger Zuhause in New York fotokopierte. Chaim hat eine große Sammlung an Landkarten des Landes Israel und er zeigte mir eine gewöhnliche jordanische Touristen-Landkarte von Jerusalem, die 1965 erstellt wurde, zwei Jahre vor dem Sechstagekrieg von 1967. Zur gleichen Zeit war Ostjerusalem immer noch vom haschemitischen Königreich Jordanien besetzt, während die gesamte Welt schwieg und kein einziges Wort gegen seine völlig illegale Besetzung von sich gab. Die Karte wurde von einem Jordanier namens Abd al-Rahman Rasses gezeichnet, der als offizieller Landvermesser arbeitete und von der haschemitischen Tourismusbehörde Jordaniens autorisiert war. Sie trägt die Worte: „empfohlen und genehmigt von der offiziellen jordanischen Tourismusbehörde“.

Eine Durchsicht der Karte zeigt, dass der Tempelberg-Komplex 1965 immer noch „al-Haram al-Scharif“ genannt wurde, dass er auf dem „Berg Moriah“ stand und dass die „Al-Aqsa-Moschee“ einfach ein Gebäude am Südende des al-Haram al-Scharif“ war. Mit anderen Worten: Dreißig Jahre vor dem Friedensabkommen zwischen Israel und dem Königreich Jordanien bezeichneten die Jordanier die Al-Aqsa als nichts weiter als ein Gebäude am Südrand des al-Haram al-Scharif, der wiederum auf dem Berg Moriah gebaut war.

Die Lügner des Islam entschieden sich die Al-Aqsa „auszuweiten“ – deren wahrer Standort in Wahrheit in der arabischen Wüste liegt – um den gesamte Bereich des Tempelbergs zu umfassen, aber erst nachdem die Juden den Ort ihrer Tempel im Sechstagekrieg vom Juni 1967 befreiten. Schließlich könnten die Juden auf dem Tempelberg unter der Leitung von Rabbi Goren und She’er Yaschuw HaCohen eine Synagoge bauen wollen.

Beispielsweise sagte Scheik Ikrama Sabri, 1994 bis 2006 der Mufti von Jerusalem, in einer Rede am Freitag, 4. Januar 2002 Folgendes (meine Hinzufügungen in Klammern – M.K.): „O ihr Muslime (überall in der Welt), wenn wir von der gesegneten Al-Aqsa-Moschee reden, meinen wir eine Moschee, deren Bereich 144 Dunam groß ist (die Größe des al-Haram al-Scharif insgesamt), einschließlich der Mauern, der al-Burak-Mauer (die Westmauer), der Wege, der Hallen, Eingänge und Plätze, zusätzlich zu dem Teil, der überdacht ist (dem Gebäude am Südende), dem Teil, der antik ist (unter der Überdachung) und dem Grundstein (unter dem Felsendom), der Gebetsstätte Marwani (Ställe Salomos), alles ist Al-Aqsa…“

Eine weitere Lüge, die von derselben Landkarte aufgedeckt wird, folgt dieser auf dem Fuß. Sie betrifft die Stelle des jüdischen heiligen Tempels. Ich habe eine ganze Menge Freitagspredigten auf Arabisch angehört, die ich leider nicht aufgezeichnet habe, darunter einige, in denen der Prediger behauptete, der al-Haykal al-Maz’um – „der angebliche (jüdische) Tempel“ – habe nie in Jerusalem gestanden. Ein Prediger behauptete, er befand sich auf dem Berg Sinai und in einem anderen Fall sagte der Prediger, er sei auf dem Berg Gerzim bei Nablus, wo „die Samaritaner die authentischen jüdischen Traditionen bewahren“. Die jordanische Landkarte straft jeden dieser islamischen Redner Lügen.

Man fragt sich, warum die Al-Aqsa-Moschee für die Muslime eine solche Bedeutung hat und warum sie ihr solche Berühmtheit zuteilen, dass sie als eines der Grundprinzipien ihres Glaubens akzeptiert wird. Die Antwort liegt in der Tatsache, dass der Islam sich als Religion definiert, die nicht in die Welt kam um in Frieden mit den ihm vorausgehenden Religionen Judentum und Christentum zu leben, sondern als universale Religion, die dazu gedacht ist sie auszulöschen und die Welt zu erobern. Der Islam betrachtet sich selbst als „Din al-Haqq“, die wahre Religion und Judentum und Christentum als „Din al-Batil“, die falschen Religionen. Die Muslime haben Angst, dass die Rückkehr des jüdischen Volks in sein Land, seine Städte und an den Ort seiner Tempel dem Judentum den Status einer lebendigen, aktiven und wahren Religion gewähren wird, was eine theologische Bedrohung für die schiere Existenz und den Daseinsgrund des Islam darstellt.

Das ist der Grund, dass alle jüdischen Aktivitäten auf dem Tempelberg, besonders jüdisches Gebet, sie in Wut versetzt und sie werden alles tun, auch Tatsachen verdrehen und offen lügen, um zu verhindern, dass die Juden an die Orte zurückkehren, von denen aus sie vor fast 2.000 Jahren ins Exil getrieben wurden. Das ist es, was den Konflikt um Jerusalem zur Grundlage eines theologischen Kampfs macht, dessen Quelle die Unfähigkeit der muslimischen Welt ist die Geschichte und religiösen Rechte von nicht muslimische Gläubigen anzuerkennen, die nach Maßgabe des Islam allesamt dafür vorgesehen sind zu verschwinden.

Alle anderen Aspekte des Konflikts – nationalistische, politische oder rechtliche – sind Tarnschichten, die den wahren Disput zwischen Israel und seinen Nachbarn, den theologischen, verbergen sollen.

Heute, wo wir mit dem Beginn einer Rückkehr nach Zion gesegnet sind, erinnern wir an die Zerstörung der Tempel und die Zerstreuung unseres Volkes unter die Nationen der Welt. Wir können mit eigenen Augen sehen, dass die Rückkehr des jüdischen Volkes in sein Land, in seine Hauptstadt und an die Stelle der heiligen Tempel vielen und besonders unseren muslimischen Nachbarn verhasst ist. Die aufkommende Frage lautet, ob wir weiter mit den muslimischen Unwahrheiten zum Tempelberg leben müssen – nachdem wir unser Land und die Hauptstadt erfolgreich von islamischer Besatzung befreit haben – oder ob wir sie über das informieren sollten, was wir durchaus wissen, aber versuchen zu verdrängen: dass es unsere Vorfahren waren, die vor 3.000 Jahren hier waren und den einen Gott anbeteten, währen ihre Vorfahren heidnische Stämme in der saudischen Wüste waren, die Wein tranken, ihre Töchter lebendig begruben und Götzen anbeteten.

Wenn wir uns selbst und unserem Erbe genug Respekt erweisen und für unsere Rechte einstehen, werden sie uns respektieren und in Frieden lassen.

Möge das jüdische Volk bald mit der völligen Erlösung gesegnet sein.

Video: Eine wunderbare Botschaft der Hoffnung von einem Juden und einer Muslima in Jerusalem

United With Israel, 7. Mai 2019

Am Samstagabend, als Raketen aus dem Gazastreifen ins südliche Israel geschossen wurden, gab es aus Jerusalem ein starkes Statement zum Glauben an die Menschheit durch einen Juden und eine Muslima, die sich zusammentaten, um Leonard Cohens „Hallelujah“ zu singen.

In schweren Zeiten BRAUCHEN wir Videos wie dieses (Video von Facebook):

Der Status quo, den es auf dem Tempelberg nie gab

Elder of Ziyon, 8. April 2019

Ha’aretz hat einen Artikel zu einer Fotoausstellung, die Bilder des Tempelbergs seit dem Beginn der Fotografie zeigt. Diese ist im Museum der David-Zitadelle in Jerusalem zu sehen. (Den Artikel finden Sie kostenlos hier.)

In dem Artikel heißt es:

In den (auf 1967) folgenden Jahren wurde der Tempelberg von zahllosen Israelis fotografiert, die über den Ort spazierten. In diesen Jahren schien die Waqf die derzeitigen, sogenannten „Sittsamkeits“-Regeln nicht hochzuhalten. Viele Männer und Frauen sind zu sehen, wie sie in Shorts herumgehen, manchen halten Souvenirs in Händen oder Taschen mit Einkäufen aus der Altstadt.

In den 70-ern wurde der Ort vom Fotografen Mula Eshet als Set für Modefotos von Gottex genutzt. In der Ausstellung ist ein Mannequin in einem blauen Kleid vor dem Hintergrund der blauen Verzierungen des Felsendoms fototgrafiert worden – eine heute kaum vorstellbare Szene.

Diese Details zeigen, dass es den „Status quo“ des Tempelbergs, der von der jordanischen Waqf angeblich gehalten wird, nicht existierte. Die Einschränkungen für Israelis und Juden beim Besuch des Ortes, die es heute gibt, sowohl was Kleidung als auch das Tragen von Taschen angeht, gab es nicht.

Noch eins zu dem Foto des Mannequins von 1976.

Ich habe gelegentlich vermerkt, dass der Felsendom im Verlauf der Jahrhunderte mit Unkraut übersät gewesen ist. Man würde eher nicht erwarten, dass mit einer muslimischen heiligen Stätte so umgegangen wird. Hier ein Beispiel aus den 1950-er Jahren:

Das Bild mit dem Gottex-Mannequin zeigt, dass sich sogar noch 1976 Unkraut seinen Weg durch das Pflaster bahnte.