Juden tanzen an Hanukka, arabische Medien berichten „Siedler führen provokative Tänze auf“

Elder of Ziyon, Dec. 2, 2021

Es gibt in arabischen Medien in den letzten zwei Tagen Dutzende Artikel, die die identische Schlagzeile (und einen weitgehend identischen Text) haben: „Siedler führen in der Altstadt von Jerusalem provokative Tänze auf“.

Jüdische Siedler setzten heute Abend (Mittwoch) ihre provokativen Tänze auf der Bab al-Wad-Straße in der Altstadt des besetzten Jerusalem fort.
Und Quellen in Jerusalem berichteten, dass Siedler die Altstadt in Gruppen stürmten und den vierten Tag hintereinander provokative Tänze auf der Bab al-Wad-Straße vollführten.

Hier sind die „provokativen“ Tänze (Video im Originaltext).

Sie singen Hanukka-Lieder.

Es lohnt sich noch einmal zu betonen, was diese Schlagzeilen bedeuten.

Die palästinensischen Medien glauben, dass jüdische Feiern nicht einfach Feiern sind, sondern gezielt veranstaltet werden, um die Gefühle palästinensischer Araber zu provozieren. Das ist eine Kombination aus Antisemitismus (Juden nutzen ihre Feiertage nur dazu Menschen weh zu tun) und Egozentrismus (Juden verbringen ihre gesamte Zeit damit an Palästinenser zu denken).

Aber sie sagen auch, dass all diese Juden „Siedler“ sind, was heißt, dass sie erst gar nicht nach Jerusalem oder in den Nahen Osten gehören.

Dieser Judenhass ist derart beherrschend, dass die Leute sich nicht einmal die Mühe machen ihn anzuprangern. Aber dieses Durchdrungen sein ist das Problem: Die Palästinenser ewrdne mit Antisemitismus aufgezogen, Antisemitismus in ihren Medien, in ihren Schulen, in ihren Familien.

Zu sagen, jüdische Feiern tatsächlich durchgeführt werden, um andere zu verletzen, ist Antisemitismus. Und so sieht die Schlagzeile auf Dutzenden palästinensischer Nachrichtenseiten von heute aus.

Deutsche Medienlüge

Heute Morgen erschoss ein arabischer Terrorist in der Altstadt von Jerusalem einen Menschen und verletzte drei weitere.

Polizisten vor Ort konnten den Terroristen stoppen, indem sie ihn erschossen.

Wie wird darüber berichtet? Die Rheinische Post lässt wissen, wer Mörder ist (während der österreichische Standard korrekt titelt):

Und? Wundert sich wirklich noch jemand, wenn von den Mainstream-Medien gerne als Lügenpresse gesprochen wird?

Ja, die israelische Polizei hat einen sogenannten Palästinenser erschossen. Aber so, wie die Rheinische Pest das da geschrieben hat, ist es ein Fall von „Mit der Wahrheit lügen“.

Dass es bei einer deutschen Zeitung auch anders geht, zeigt DIE WELT:

Wieder mal ist die „Springer-Presse“ anständiger als andere, z.B. auch das ZDF:

Oder auch BILD – huch, noch ein Springer-Presse-Produkt:

Update: Gegen Mittag war die Meldung bei der Rheinischen Post korrigiert:

Jetzt werden im Titel weder Täter noch Opfer genannt – aber das Bild zeigt israelische Uniformen. Auch eine Botschaft. Wenigstens ist dann unter dem Bild eine korrekte Beschreibung der Situation.

International sind übrigens so einige Schlagzeilen auch nicht besser als in Deutschland.

Und dann fragt sich noch, ob unsere Medien stolz darauf sind, die gleiche Art von Schlagzeilen zu produzieren wie iranische Staatsmedien:

Israelische Truppen schossen auf einen Palästinenser in der Altstadt von al-Quds und töteten ihn.

Waqf warnt, Israel unterzieht Kinder Gehirnwäsche, damit sie glauben die Tempel hätten exisitert

Elder of Ziyon, 18. November 2021

Der Stiftungsrat für Islamische Angelegenheiten und Heiligtümer in Jerusalem, den man als Waqf kennt, warnte heute: „Die Inszielnahme der Al-Aqsa-Moschee durch extremistische jüdische Gruppen hat mit der von dem sogenannten Bildungskomitee in der Knesset veröffentlichten Entscheidung Schulen, die dem israelischen Bildungsministerium angeschlossen sind, zu überzeugen die gesegnete Al-Aqsa-Moschee in Bildungsreisen jüdischer Schüler einzubeziehen ein Gefahrenniveau erreicht.“

In der Erklärung hieß es, die Entscheidung sei getroffen worden, „um die Zahl der jüdischen Störungen in der gesegneten Al-Aqsa-Moschee zu stärken und die Vorstellung des angeblichen Tempels in entstehenden Gemütern zu festigen.

JA, sie warnen davor, dass israelische Schulen Kindern Gehirnwäschen unterziehen, so dass sie glauben, dass die jüdischen Tempel existieren.

Die Waqf bekräftigte, dass der Tempelberg, ein Ort, den Muslime Bait nennen, eine rein islamische Moschee ist, die allein Muslimen gehört und keine Teilung oder Partnerschaft akzeptiert.

An einem Ort, den sie Bait al-Maqdis nennen, nach dem hebräischen Beit HaMikdash, was Heiliger Tempel bedeutet.

Die antisemitische Waqf sagt weiter: „Die Behauptung von Nichtmuslimen, dass die gesegnete Al-Aqsa-Moschee Teil ihres Erbes sei, ist eine falsche und verleumderische Behauptung, um sie zu stürmen und die historische, religiöse und juristische Situation zu stören, die dort eine lange Zeit lang bestanden hat.“

Die Gruppe sagte auch, dass Israel versucht in der Region in religiöse Kriege auszulösen. Und direkt danach ruft sie alle arabischen und muslimischen Staaten auf einen judenreinen Tempelberg zu unterstützen.

Medien beschuldigen Israel Jerusalems „Status Quo“ zu verletzen; schauen bei Auslandsregierungen weg, die das tatsächlich tun

Gidon Ben-Zvi, HonestReporting, 11. November 2021

Praktisch ohne internationale Berichterstattung unternehmen Länder vom Iran über die Türkei bis zu Jordanien Initiativen, die Israels Souveränität über Jerusalem, der Hauptstadt des jüdischen Staats, schwächen sollen. Prominente Nachrichtenmedien haben diese Realität ignoriert und stattdessen Israel ständig als den brüchigen „Status quo“ in der heiligen Stadt gefährdend dargestellt (siehe hier, hier, hier und hier).

Mit der Fehlcharakterisierung von Israels Kampf zum Schutz seiner Bürger in Jerusalem als angebliche Misshandlung örtlicher Palästinenser geben große Nachrichtenmedien Gruppen und Regierungen Carte Blanche, die danach streben Israels legitime Ansprüche auf die Stadt zu untergraben.

Und wenn diese Auslands-Einflüsse – die in Wirklichkeit Provokationen sind – nicht angegangen werden, könnte das einmal mehr Gewalt an Brennpunkten zur Folge haben.

Jordanische Einmischung in Jerusalem

Israelische Medien berichteten diese Woche, dass in Jordanien eine Spendenkampagne mehrere Millionen Schekel erbrachte, angeblich um Häuser alter palästinensischer Einwohner Jerusalems zu renovieren, insbesondere von solchen, die nahe des Tempelbergs leben.

Allerdings erklärte Majed Al-Tabbaa, der Präsident der jordanischen Ingenieursvereinigung, die die Initiative anführt, ihren Zweck so:

„Die Kampagne ist Jordaniens Antwort auf die Balfour-Erklärung, die es den israelischen Besatzungsbehörden erlaubte eine nationale Heimstatt auf palästinensischem Land zu errichten.“ Er [Al-Tabbaa] sagte, das Projekt spiegele nicht nur die Haltung der Ingenieursvereinigung, sondern die des „gesamten jordanischen Volks“ und repräsentiere die „Gefühle der Einwohner gegenüber der Al-Aqsa-Moschee“.

Die führenden Medienorgane der Welt versäumten es über ein solch problematisches Projekt zu berichten, obwohl sie reflexhaft weiter die palästinensische Gewalt auf dem Tempelberg herunterspielen. Das Verständnis der Medien für die Realität ist derart verzerrt, dass die New York Times am 24. August eine Story über jüdisches Gebet auf dem Tempelberg brachte, in der nicht einmal erwähnt wurde, dass dieser Ort der heiligste des Judentums ist.

Die Ambitionen der Türkei in Jerusalem

Die Machenschaften Jordaniens sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Während des von den Terrorgruppen des Gazastreifens initiierten, elf Tage dauernden Konflikts forderte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu konkrete Maßnahmen, die Israel abschrecken und die Hamas unterstützten. Insbesondere drängte Cavusoglu die islamische Welt eine internationale Steitmacht nach Jerusalem zu schicken.

Tatsächlich hat die Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sich schon seit Jahren in die politischen und sozialen Angelegenheiten Jerusalems eingemischt. Zu diesen subversiven Aktivitäten gehört die Finanzierung – in einer Größenordnung von mehr als $40 Millionen – von Reisen palästinensischer Jugendgruppen zu radikal-islamischen Konferenzen in der Türkei und dass Palästinenser mit Bussen nach Jerusalem gekarrt werden, um jüdische Besucher des Tempelbergs zu belästigen.

Als Ergebnis sind überall in Ost-Jerusalem türkische Flaggen zu sehen. Fotos des extrem israelfeindlichen und offen antisemitischen Erdoğan zieren Geschäfte in der gesamten Altstadt.

Angriffe von PA, Hamas auf Israels Souveränität

Während des Konflikts im Mai stellten die Medien fast uniform und falsch die Aggression der Hamas als Reaktion auf Bemühungen der israelischen Polizei dar, massive „Proteste“ von Palästinensern in Jerusalem, auch auf dem Tempelberg, niederzuschlagen. Tatsächlich drohten der politische Hamas-Chef Ismail Haniyeh und der Militärkommandeur der Terrorgruppe, Muhammad Deif, in Jerusalem Chaos und Verwüstung zu verursachen, wenn die israelische Regierung die gerichtlich angeordnete Räumung arabischer Familien aus besetzten, Juden gehörenden Häusern in Ost-Jerusalems Viertel Scheik Jarrah/Schimon HaTzadik ausführt.

Wie von HonestReporting berichtet, wies Haniyeh palästinensische Einwohner von Scheik Jarrah an den Kompromiss des israelischen Obersten Gerichtshofs abzulehnen, der den gärenden Disput gelöst hätte; Grundlage für die Anweisung war, Israel sei „ein illegales Gebilde auf unserem [palästinensischen] Land“.

Derweil forderten die Palästinensischen Nationalen und Islamische Kräfte – eine Koalition, zu der die Hamas, die Volksfront zur Befreiung Palästinas und der Palästinensische Islamische Jihad gehören – ebenfalls, dass der Vorschlag des Gerichts abgelehnt wird.

Gleichzeitig wurden durch die palästinensische Autonomiebehörde, die von den Medien ständig und fälschlich als gemäßigte Organisation dargestellt wird, Vereinbarungen zwischen Ramallah und Jerusalem durch politische Aktivitäten in der gesamten Hauptstadt Israels verletzt. In der weit verbreiteten Berichterstattung über Scheik Jarrah wird nicht gesagt, dass es offiziellen PA-Vertretern, die die palästinensischen Familien ebenfalls unter Druck setzten den Kompromiss abzulehnen, verboten ist „Bedrohung und Einschüchterung von Einwohnern Jerusalems zu betreiben“.

Darüber hinaus fordern vom israelischen Parlament verabschiedete Inlands-Gesetze, dass die PA erst eine Erlaubnis erhalten muss, wenn sie im souveränen Israel mit „Aktivitäten mit politischer oder Regierungs-Eigenschaften“ aktiv sein will.

Tendenziöse Berichterstattung normalisiert palästinensische Ablehnung von Koexistenz

Indem über das Untergraben der Stabilität Jerusalems durch externe Kräfte nicht berichtet wird, die an Israels Souveränität über die Stadt kratzt, haben die Medienorgane entscheidenden Kontext eines komplexen Problems gelöscht.

Das vielleicht bedeutendste Ergebnis dieses journalistischen Vergehens ist, dass man der PA die Verweigerung durchgehen lässt. Denn während viele darauf bestehen, dass Jerusalem im Fall eines Friedensabkommens zwischen Israel und den Palästinensern geteilt werden muss, macht Ramallah keinen Unterschied zwischen den östlichen und westlichen Teilen der Stadt.

2020 machte Mahmud al-Habbasch, einer der Berater von PA-Präsident Mahmud Abbas, in einem Fernsehinterview deutlich, dass „Jerusalem und Palästina“ befreit werden und „uns allein gehören wird“.

Die Weigerung der Medien irgendetwas davon zu berichten hat den Angriff auf Israels Souveränität über seine Hauptstadt praktisch legitimiert.

Die anhaltende Manipulation des „Status quo“ durch Akteure des Auslands und die offensichtliche Vertuschung ihrer Verbündeten in den Medien hat der Koexistenz erheblichen Schaden zugefügt.

Neu entdeckte Dokumente jemenitischer Olim bezeugen jüdisches Leben in Jerusalems Kfar HaSchiloach

Aryeh Savir, Tazpit News Agency/The Jewish Press, 28. Oktober 2021

Dokumente aus dem jemenitischen Dorf in Kfar Schiloach.

Vor kurzem wurden jemenitischen Olim gehörende Originaldokumente aus den 1880-er Jahren entdeckt und bekannt gemacht, die in Kfar HaSchiloach lebten. Diese Dokumente sind packende Zeugnisse jüdischen Lebens in dem Dorf, das direkt vor den Mauern der Altstadt von Jerusalem liegt.

Die jüdische Präsenz in Kfar HaSchiloach geht bis 1881 zurück, als jemenitische Juden nach Jerusalem kamen und eine Gemeindschaft gründeten, auf deren Höhepunkt sie fünf Synagogen betrieben und sie rund 160 Familien stellten.

Nachdem ihr mehrere Jahre arabische Gewalt und Angriffe begegneten, war die Gemeinschaft 1939 schließlich gezwungen den Bereich zu verlassen; die Synagogen wurden von muslimischen Angreifern geschändet.

Israel stellte 1967 die Einheit seiner Hauptstadt wieder her und die Juden begannen vor etwa 20 Jahren in den Bereich zurückzukehren, ein Grundstück nach dem anderen zurückzuerwerben, darunter einige der Synagogen.

Die neu entdeckten Dokumente waren Teil eines Anwesens, das von Mazal Cohen zurückgelassen wurde, einem Mitglied der Familie Tabbi; sie kämpfte im Palmach und war für Israels Unabhängigkeitstag 2017 einer der Kandidaten für die Entzündung eines Feuers. Übergeben wurden sie von ihrem Sohn Ronen Cohen an Gadi Bashari, den Vorsitzenden des Öffentlichkeitsrats von Kfar HaSchiloach und Mitglied des Vorstands der Direktoren des Zionistischen Archivs.

Cohen erinnerte sich, dass er, als er sich um seine verstorbene Mutter in deren letzten Monaten ihres Lebens kümmerte, über „eine pralle Tasche zusammengefalteter, vergilbender Dokumente“ stolperte.

„Ich trennte den Stapel Dokumente bedächtig; dazu gehörten einige Bilder, die ein Licht auf die Geschichte der Familie Tabib im jüdischen Dorf Schiloach und das Leben der Gemeinschaft dort warfen. Diese Offenbarung verband mich und meine Familie mit meinen Großeltern und der jemenitischen Gemeinschaft der Olim, die zusammen mit den Pionieren der Ersten Aliyah kamen und sich im Dorf Schiloach niederließen“, erklärte er.

Eines der Dokumente ist Mazals Geburtsurkunde, unterschrieben vom Mukhtar (Vorsteher) des jemenitischen Dorfs, Aharon Maliach. Ein weiteres Dokument enthält Einzelheiten zu den Steuerzahlungen der Familie an den Dorfrat und die britische Mandatsregierung.

Bei einem weiteren Dokument aus dem Jahr 1942 handelt es sich um eine Bestätigung von Maliach, offenbar zur Vorlage bei der britischen Polizei; die Polizei verhinderte, dass die jemenitischen Juden das Dorf nach seiner Evakuierung 1938 betraten. Die Bestätigung wurde Mazals Vater Schlomo Tabib ausgestellt, der das Dorf betreten wollte, um Eisen und Holzdielen aus seinem Haus abzubauen, damit er sie als Baumaterial verwenden konnte.

Ein weiteres Dokument aus dem Jahr 1951 bestätigt die Existenz einer antiken jemenitischen Thora-Rolle, die Schlomo Tabib aus Aden im Jemen mitbrachte und an ein Mitglied seiner Familie weitergab, die in diesen Jahren ebenfalls aus dem Jemen kam, damit sich um sie gekümmert und sie erhalten wird.

Kopien der Dokumente werden dem Archiv des Öffentlichkeitsrats übergeben und im Besucherzentrum der antiken Synagoge Ohel Schlomo im Dorf Schiloach ausgestellt.

Bashari sagte aufgeregt: „Seit Jahrzehnten sind diese Dokumente im Haus der Verstorbenen aufbewahrt worden. Diese vielen Zeugnisse für jüdisches Leben im Dorf sind so packend, weil sie auf handfeste Weise die Verbindung zwischen den beiden Generationen erneuern: den ursprünglichen Einwohnern von Kfar HaSchiloach und uns, die ihre Fußstapfen treten und ihren Weg und ihr Erbe fortsetzen.“

Die Dokumente „werden zukünftigen Generationen viele neue Aspekte der Geschichte des Dorfes zeigen, das am Fuß der Davidstadt und der Altstadt von Jerusalem existierte“, sagte er.

Cohen gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Dokumente, „die in der gewellten Raschi-Schrift geschrieben und von denen einige noch nicht entziffert worden sind, anderen einen Teil der Geschichte dieser erstaunlichen Gemeinschaft aufdecken und ihr den Respekt zollen können, die sie verdient.“

„Ein Denkmal und ein Name“: Die Geschichte des Holocaust-Museums Yad Vashem

Ruby Kwartz, HonestReporting, 14. Oktober 2021

Zu Angela Merkels letzter Reise nach Israel als deutsche Bundeskanzlerin gehörten Besuche einer Reihe wichtiger Stätten. Das möglicherweise wichtigste Ziel auf ihrem zweitätigen Reiseplan war Yad Vashem – Das Welt-Gedenkzentrum für den Holocaust in Jerusalem.

Die deutsche Leiterin hat Reue wegen des Nazi-Völkermords an rund sechs Millionen Juden während des Zweiten Weltkriegs zum Ausdruck gebracht, insbesondere 2008 bei ihrer Rede vor der Knesset, dem israelischen Parlament. Während dieser Rede erklärte Merkel: „Die Schoah [Holocaust] erfüllt uns Deutsche mit Scham. Ich verbeuge mich vor den Opfern. Ich verbeuge mich vor allen, die den Überlebenden halfen.“

Merkels Besuch beim Denkmal, das für jede politische Führungsperson der Welt ins Protokoll gehört, der nach Israel kommt, dient als Erinnerung an die Bedeutung von Yad Vashem – für Juden genauso wie für Nichtjuden.

Buch Jesaja Kapitel 56, Vers 5: Wurzeln von Yad Vashem

Die Idee Yad Vashem als Gedenkstätte für die im Zweiten Weltkrieg ermordeten Juden in Israel zu gründen zu gründen wurde erstmals bei einem Treffen des Jüdischen Nationalfonds im September 1942 vorgestellt. Die Diskussion wurde von frühen Berichten angestoßen, dass Juden in von den Nazis besetzten Ländern verfolgt und unterdrückt werden. Damals waren sich die Teilnehmer des Treffens des ganzen Ausmaßes der in Europa ablaufenden Schrecken nicht voll bewusst.

Foto: Valley2city

Nach dem Krieg wurde 1945 der Plan für eine Holocaust-Gedenkstätte erneut bei einem Treffen in London diskutiert, das einen provisorischen Vorstand aus zionistischen Führungskräften einrichtete. Im Februar 1946 eröffnete Yad Vashem seinen Hauptsitz in Jerusalem, dazu ein Büro in Tel Aviv.

Das „Yad Vashem-Gesetz“ wurde von der Knesset 1953 einstimmig verabschiedet, fünf Jahre nach der Gründung des Staates Israel. Es bildete die Behörde für das Gedenken an die Holocaust-Märtyrer und -Helden und gründete Yad Vashem als Weltzentrum für das Holocaust-Gedenken.

Das Gesetz betraute Yad Vashem mit der Verantwortung des Gedenkens, der Dokumentation, Forschung und Bildung zum Holocaust, wobei sich besonders auf die Erinnerung der Menschen, Familien und Orte konzentriert wird, die während des Kriegs verloren gingen.

Das Gesamtziel bestand darin sicherzustellen, dass die Umgekommenen nicht vergessen werden.

Der Name Yad Vashem, der übersetzt „ein Denkmal und ein Name“ bedeutet, wurde einem Bibelvers im Buch Jesaja (56,5) entnommen: „Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal, ich gebe ihnen einen Namen, der mehr wert ist als Söhne und Töchter: Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals ausgetilgt wird.“ Dieser Vers umfasst den Auftrag von Yad Vashem als Institution; der darin besteht den Opfern der Schoah zu gedenken und die Erinnerung an sie zu bewahren. Zusammen mit diesen Zielen schuf Yad Vashem eine „Halle der Namen“,  um die Namen aller Opfer des Holocaust aufzuzeichnen, damit ihre Leben niemals aus der Erinnerung gelöscht werden können.

„Den Einzelnen in die Augen blicken“: Museum der Geschichte des Holocaust

Foto: Dennis Jarvis: Israel-06229 – Yad Vashem

Das Museum der Geschichte des Holocaust ist das zentrale Element des 45 Morgen Grundstücks von Yad Vashem auf dem Har HaZicharon (Berg der Erinnerung). Das Museum wurde von dem prominenten israelischen Architekten Mosche Safdie entworfen und 2005 nach zwei Jahrzehnten Planung und Bau eröffnet.

Das Museum der Geschichte des Holocaust ist entlang eines langen Korridors angelegt und enthält zehn Ausstellungsräume, die sich chronologisch vom Anfang des Aufstiegs der Nazis an die Macht in Deutschland bis zur Befreiung der Todeslager und den Folgen des Kriegs fortbewegt; am Ende befindet man sich in der Halle der Namen. Jeder Raum enthält zahlreiche Artefakte, darunter persönliche Besitztümer, politische Propaganda und Zeugenaussagen.

Avner Shalev, der ehemalige langjährige Vorstand des Museums, wollte, dass die neue Ausstellung sich weniger als Darstellung einer Reihe von Ereignissen anfühlt, sonder mehr so, als würden die Besucher „den Einzelnen in die Augen blicken“.

Triumph über den schlimmsten Völkermord der Menschheitsgeschichte

Foto: Dennis Jarvis: Israel-06258 – Yad Vashem

Architekt Safdie ermutigt nicht zu einer einzigen Interpretation dessen, was der Aufbau des Museums symbolisiert, drängt die Menschen stattdessen dazu ihre eigene Bedeutung aufgrund dessen abzuleiten, was es ihnen persönlich sagt.

Aber der 180 Meter lange, dreieckige Tunnel der eng und dunkel beginnt und dann im Verlauf des Ausstellungsfortschritts allmählich weiter und heller wird – Ergebnis der Prismen-Oberlichter, die über die ganze Länge des Museums verlaufen – ruft Gefühle der Hoffnung auf Überleben des jüdischen Volks und des Triumphs über den schlimmsten Völkermord der modernen Menschheitsgeschichte hervor.

Die Tatsache, dass der Ausgang des Museums zu einem beeindruckenden Blick auf Jerusalem führt, wird von vielen ebenfalls als Verkörperung der Zukunft des jüdischen Volks gesehen, zusammen mit der Idee, dass die Existenz eines jüdischen Staats verhindern wird, dass solche Gräueltaten noch einmal geschehen.

Undendliche Zahl an Lichtern: das Kinder-Denkmal

Foto: Bgabel bei wikivoyage

Das KinderDenkmal ist eine weitere aufrüttelnde Ausstellung, ebenfalls von Safdie entworfen. Eine kurze Fußstrecke vom Hauptgebäude des Museums ist das Kinder-Denkmal aus einer unterirdischen Höhle gehauen worden, was Dunkelheit und Still verleiht. Der einzige Inhalt in dem Denkmal ist eine einzelne Kerze in der Mitte des Raumes. Es fällt auf, dass die Vielzahl der Spiegel, die die Wände säumen, den Anschein von einer unendlichen Zahl an Lichtern erweckt, was die 1,5 Millionen jüdischen Kindern symbolisiert, die im Holocaust ermordet wurden.

Zusätzlich zur visuellen Darstellung hören die Besucher einen subtilen Unterton düsterer Musik neben einer Tonaufzeichnung, die die Namen, das Alter und Herkunftsland jüdischer Kinder vorliest, die während des Krieges verloren gingen.

Das Kinder-Denkmal wurde von den Holocaust-Überlebenden Abe und Edita Spiegel vorgeschlagen und finanziert, deren zweieinhalb Jahre alter Sohn Uziel im KZ Auschwitz ermordet wurde. Ein Steinporträt Uziels steht am Eingang zur Denkmalshöhle, geformt nach dem einzig erhaltenen Bild, das die Spiegels von ihrem Sohn hatten.

Eine Zeit für Gebet: Die Synagoge von Yad Vashem

Die Synagoge von Yad Vashem fungiert als Ort, an dem Menschen entweder privat beten können, um die zu betrauern, die verloren gingen oder um an einem traditionellen jüdischen Gottesdienst teilzunehmen. Ein prägendes Merkmal der Synagoge besteht darin, dass sie 31 verschiedene Judaika beinhaltet, die erhalten und aus Europa hergebracht wurden, darunter vier Thora-Bögen. Anders als die weit überwiegende Mehrheit der Judaika aus Synagogen und Häusern in ganz Europa wurden diese Dinge nicht zerstört. Damit dienen sie als Erinnerung an den „außergewöhnlichen Überlebenswillen des jüdischen Volks, sich zu erinnern und wieder aufzubauen“, so die Worte des früheren Museumsvorsitzenden Shalev.

Mehr als 27.000 Gerechte unter den Völkern

Foto: צילום: ד”ר אבישי טייכר

Als Teil des Yad Vashem-Gesetzes von 1953 hat das Museum die Pflicht die Nichtjuden zu ehren, die ihr Leben riskierten, um Juden zu ermöglichen der Verfolgung durch die Nazis zu entkommen. Diese Menschen sind als Gerechte unter den Völkern bekannt und mehr als 27.000 wurden von Yad Vashem als solche anerkannt.

Ihrer wird in Yad Vashem mit Bäumen gedacht, von denen jeder einer Person oder Organisation gewidmet ist, die Juden half den Holocaust zu überleben. Die Bäume wurden rund um den Museumskomplex gepflanzt. Einige Namen sind auch in die Ehrenmauer im Garten der Gerechten unter den Völkern eingraviert. Ihre Namen stehen zudem in der Enzyklopädie der Gerechten unter den Völkern zur Verfügung, zu denen auch mehrfache Ehrungen für verschiedene Gruppen von Menschen gehören, die ihre Sicherheit und Freiheit  opferten, um anderen zu helfen zu überleben.

Dokumentation der Schoah: Das Archiv von Yad Vashem

Das Archiv von Yad Vashem ist die größte Sammlung an Dokumenten und Artefakten aus der Schoah. Wegen der fortgesetzten Bemühungen von Historikern und Archivaren nimmt die Menge an erworbenen Informationen über das Leben von  Juden, die die Nazis zu überleben, ständig zu.

Das Archiv beherbergt Millionen Artefakte aus dem Holocaust, darunter Dokumente, Fotografien, schriftliche Zeugenaussagen und physische Gegenstände. Zusammen haben diese zu einem besseren Verständnis der verschiedenen Wege geführt, über die Menschen versucht haben den Holocaust zu überleben. Das Archiv erlaubt es auch, der Umgekommenen angemessen zu gedenken.

Ein beträchtlicher Teil des Archivs ist digitalisiert worden und für die Öffentlichkeit frei online zugänglich.

4.800.000 Namen

Eine der Kernaufgaben von Yad Vashem – der Namen jedes einzelnen Opfers des Holocaust zu gedenken – manifestiert sich in der Gründung der Zentralen Datenbank der Namen der Opfer der Schoah. Sie enthält mehr als 4.800.000 Namen, von denen viele als Ergebnis von Zeugenaussagen offenbart wurden, die von Freunden und Familien der Opfer eingereicht wurden.

Foto: Yad Vashem, Holocaust Museum, Jerusalem – Halle der Namen _ Noam Chen_ IMOT

Die Namen werden im letzten Raum des Museums gezeigt, der als Halle der Namen bekannt ist, dem wohl bewegendsten Teil des Museums. Die Decke der Halle bildet ein 10 Meter hoher Kegel, der sich dem Himmel entgegenstreckt und mehr als 600 Bilder und Fragmente von Dokumenten zeigt, die mit den Opfern des Holocaust in Verbindung stehen. Als Ergebnis wird die Darstellung im Wasserbecken gespiegelt, was eine Atmosphäre der Besinnung und Trauer um die Menschen  schafft, deren Namen nie gefunden werden und die nicht persönlich in das Mahnmal integriert werden können.

Die Seiten mit den Zeugenaussagen, die Informationen zu jedem Opfer der Schoah bieten, säumen die Wände auf einer Reihe Regale, von denen einige in der Hoffnung ergreifend leer geblieben sind, dass weitere Namen entdeckt und der Datenbank hinzugefügt werden. Auf diese Weise wird eines Tages eines jeden Opfers gedacht werden.

Nie wieder

Die Institution Yad Vashem betreibt die Internationale Schule für Holocaust-Studien, um sicherzustellen, dass die Menschen überall auf der Welt, Juden wie Nichtjuden, eine umfassende Bildung zur Schoah erhalten können. Yad Vashem ist das Heim für das Lerncenter der Schule, das es Besuchern ermöglicht interaktiv verschiedene historische Themen und die moralischen Fragen zu erforschen, die der Holocaust aufwirft.

Seit der Gründung von Yad Vashem hat es bahnbrechende Arbeit zum Gedenken an die Opfer des Holocaust geleistet, wobei es sicherstellte, dass solche Tragödien niemals vergessen oder bagatellisiert werden. Yad Vashem steht an vorderster Front von Holocaust-Gedenken und -Bildung und repräsentiert die Kraft des jüdischen Volks die schlimmsten vorstellbaren Umstände zu überleben, während es geeint und hoffnungsvoll in die Zukunft sieht.

An einem normalen Freitag besuchen heute mehr Muslime die Al-Aqsa als jemals unter muslimischer Herrschaft

Elder of Ziyon, 5. November 2021

Es ist Freitag, was heißt, dass Zehntausende Muslime den Tempelberg besuchen werden, wie sie das an jedem Freitag tun.

Hier ist ein Bild davon, wie es an einem Freitag im Oktober aussieht, wenn 50.000 Muslime zu Gebet kommen.

Muslimische Medien berichten typischerweise von 40.000 bis 50.000 Besuchern an jedem Freitag. Selbst während COVID gab es jede Woche zehntausende Besucher, wenn der Berg geöffnet war.

Soweit ich das sagen kann, beuschen unter jüdischer Herrschaft an einem typischen Freitag mehr Muslime den heiligsten Ort des Judentums als jemals zuvor sogar in der Geschichte an muslimischen Feiertagen unter muslimischer Herrschaft.

Ich habe nach Fotos oder Beschreibungen gesucht, die die Zahl der Muslime schätzen, die den heiligen Ort auch während muslimischer Feiertage besuchten; es gibt zwar einige Beschreibungen, die „tausende“ Betende erwähnen, aber nie habe ich einen Bericht über „Zehntausende“ gesehen, wie die Stätte sie heutzutage in jeder einzelnen Woche erlebt.

Der Brief eines britischen Einwohners Jerusalems im Manchester Guardian vom 23. November 1937 bestreitet die Behauptung, dass 10.000 Muslime den Mufti um den Tempelberg trugen, indem darauf hingewiesen wurde, dass der Haram esch-Scharif lediglich vielleicht einmal im Jahr so viele Muslime anzieht.

Die einzige Zeit, in der Mengen an muslimischen Betenden auf den Haram esch-Scharif drängen, ist an einem Freitag und das heißt den Bogen stark zu spannen, wenn man sagt, dass 10.000 Muslime an einem gewöhnlichen muslimischen Sabbath in den Bereich der Moschee kommen. Wahrscheinlich ist, dass solch große Mengen (10.000 ist eine eher steile Zahl für eine Menschenmenge) während Nebi Musa kommen, aber kaum zu irgendeiner anderen Zeit im Jahr.

1922 lebten in Jerusalem nur 13.000 Muslime und 1948 waren es 40.000 (verglichen mit mehr als 300.000 heute), daher währen 40.000 Besucher zu jeder Zeit unter muslimischer Herrschaft eine astronomische Besucherzahl gewesen.

Heute lässt Israel an Freitagen im Ramadan rund 200.000 Muslime Jerusalems heiligste Stelle besuchen.

Ich bin in meiner Behauptung zuversichtlich , dass heute, an einem typischen Freitag, mehr Muslime den Ort besuchen werden, an israelischen Wachen vorbeigehen, als sie es zur jeder Zeit zuvor in den gesamten 1.200 Jahren muslimischer Kontrolle Jerusalems jemals machten.

Der Kontrast dazu, dass Muslime Juden den Besuch des Tempelbergs oder der Patriarchenhöhle unter ihrer Herrschaft nicht zuließen, könnte nicht auffälliger sein.

Niemals in der Geschichte hat es für alle Religionen so freien Zugang zu heiligen Stätten gegeben wie unter jüdischer Herrschaft; aber dennoch beschuldigte die UNO Israel diese Woche erneut „rassischer und ethnischer Diskriminierung“.

Wir leben wahrlich in „1984“, wo Ignoranz Macht ist.