Wandmalereien in Talpiot

The Jewish Press, 26. November 2018 (Fotos: Hadas Parush/Flash90)

Wandmalereien auf Gebäuden in Talpiot, Jerusalem; sie wurden als Teil des Mauern-Festivals gemalt.

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Die Davidstadt und das Problem der Teilung Jerusalems

Archäologische Funde widerlegen weiterhin palästinensische Versuche jüdische Geschichte zu leugnen. Aber ohne die jüdische Präsenz vor Ort würden all diese kostbaren Altertümer auf dem Müll landen.

Jonathan S. Tobin, JNS.org, 3. April 2019

Diejenigen, die weiterhin die historischen Fakten zum jüdischen Jerusalem leugnen, erhielten diese Woche weitere schlechte Nachrichten. Archäologen, die im Bereich der Davidstadt in Jerusalem arbeiten, zeigten einige ihrer neuesten Funde, darunter eine Bulle (ein kleines Siegel), die auf das sechste Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und damit vor die Zerstörung des ersten Tempels durch die Babylonier datiert werden kann.

Dieses besondere Stück wurde im letzten Herbst in der Davidstadt gefunden, einem Gebiet direkt außerhalb der heutigen Altstadtmauern Jerusalems, das aber Stätte der biblischen Hauptstadt des Königreichs Judäa war. Das Siegel trägt eine Inschrift, die feststellt, dass es „Natan Melech, Diener des Königs, gehörte“.

Die Bedeutung des kleinen Siegels liegt in der Tatsache, dass sein Eigentümer in 2. Könige als Beamter erwähnt wird, der im Dienst König Josiahs stand, der vor rund 2.600 Jahren lebte und starb. Als solches ist es ein weiterer in der zunehmenden Liste von Belegen, die in Ausgrabungen an der Davidstadt gefunden wurden und die beweisen, dass die in der Bibel geschilderten Geschehnisse des davidischen Königtums in historischen Fakten wurzeln, nicht in religiöser Fiktion.

Das ist aus zwei Gründen wichtig.

Einer ist, dass damit Behauptungen der Palästinenser widerlegt werden, die die jüdische Geschichte und die Verbindungen des jüdischen Volks zum Land bestreiten, insbesondere zu Jerusalem.

Zweitens setzt es die fortgesetzte Kontroverse um die Ausgrabungen in der Davidstadt und das Recht der Juden, in dieses Gebiet zu ziehen, in Kontext.

Wie Bari Weiss in einem ausgewogenen Text in der Sunday New York Times am vergangenen Wochenende vermerkt, sind die Archäologen seitens der palästinensische Autonomiebehörde und örtlichen arabischen Bewohner so unwillkommen wie die Juden, die herkamen, um in diesem Teil der antiken Stadt zu leben.

Während die Bedeutung des dort gefundenen Schatzes nicht zu bestreiten ist, betrachten Israels Kritiker die Grabung als etwas eher Politisches denn Geschichte. Mit der Entwicklung des Orts in einen Geschichtspark ist die City of David Foundation als Siedlergruppe verdammt worden, die mehr die Absicht hat Israels Zugriff auf einen Teil der Stadt zu festigen, der vom Großteil der Welt nicht als Teil Israels anerkannt wird.

Wie die Altstadt und die Westbank, so besetzte Jordanien von 1948 bis 1967 illegal den Bereich der Davidstadt. Die palästinensischen Araber, die in diesem Umfeld lebten, betrachten Juden als fremde Eindringlinge, obwohl fast alles Grundeigentum in dem Bereich vor der Gründung des Staates Israel Juden gehört oder gehörte. Obwohl niemand sie aus ihren Heimen vertreibt, fühlen sie sich zunehmend von einem Zustrom an Juden in das Viertel bedroht, die heute nach Angaben der Times ein Sechstel der Bevölkerung vor Ort ausmachen. Darüber hinaus nehmen sie die Entwicklung des archäologischen Parks bitter übel und betrachten die dort gemachten Entdeckungen als Beleidigung ihrer Überzeugungen, dass Jerusalem und all seine heiligen Stätten ausschließlich den Arabern gehören.

Ihre Märchen über diesen Versuch die physischen Beweise des jüdischen Jerusalems – wie der Tempelberg selbst und die Westmauer – als entweder gefälscht oder islamischer Natur zu behandeln, sind von Palästinenserführern wie Yassir Arafat und seinem Nachfolger Mahmud Abbas, dem Leiter der palästinensischen Autonomiebehörde, bestärkt worden.

Kritiker der City of David Foundation sind gegen diese Aktivitäten, weil sie glauben, dass der Bereich Teil eines zukünftigen Palästinenserstaats sein soll. Sie sagen, dass die Entwicklung der Stätte und die Grabungen Teil eines Versuchs sind, die erneute Teilung Jerusalems zu verhindern, die es der palästinensischen Autonomie ermöglicht ihre Hauptstadt dorthin zu legen.

Viele Israelis glauben immer noch im Prinzip an die Idee einer Zweistaaten-Lösung, wenn auch nicht annähernd so viele wie in der Vergangenheit, denn es fehlt ein glaubwürdiger palästinensischer Friedenspartner. Aber die Anstrengungen die Arbeit in der Davidstadt zu delegitimieren zeigt zwei grundlegende Probleme des Konzepts auf, sobald es auf eine sensible Stelle angewendet wird. Wenn die jüdischen Rechte an einem Ort bestritten werden, an dem König David und seine Nachkommen ihr antikes Königreich regierten, dann können sie überall im Land bestritten werden. Und das zu tun, dem haben die Palästinenser sich verschrieben. Ihre Anstrengungen die Davidstadt oder auch die Westmauer als mit jüdischen Mythen verbunden zu behandeln, statt als den Beginn der jüdischen Zivilisation, ist untrennbar mit ihrer Weigerung verbunden die Legitimität eines jüdischen Staates anzuerkennen, egal, wo dessen Grenzen gezogen werden könnten.

Es kann auch nicht argumentiert werden, dass die Palästinenser bei einer Zweistaaten-Lösung das Vertrauen gegeben werden kann die heiligen Stätten als solche zu schützen.

Erst diese Woche tauchten Beweise auf, dass antike Gräber im Raum Jericho – Territorium, das von der palästinensischen Autonomie regiert wird – von lokalen Arabern geplündert werden. Das ist in den gesamten Gebieten ein gewöhnliches Vorkommnis; das uralte jüdische Erbe der Region wird von Leuten systematisch zerstört, die auf Profit aus sind oder deren Hauptziel darin besteht die in Hülle und Fülle vorhandenen Beweise für die uralten jüdischen Verbindungen zu diesem Land auszulöschen.

Tatsächlich gibt es kein besseres Beispiel für solchen Vandalismus als den Tempelberg selbst, wo die muslimische Waqf, die den Ort verwaltet, archäologische Beweise in massivem Ausmaß verwüstete. Wir kennen das Ausmaß des Schadens aufgrund der Arbeit der Freiwilligen, die den Schutt durchsieben und bei ihrer Arbeit vor Ort viele wichtige archäologische Funde entdeckt haben, die aufzeigen, dass die jüdischen Ursprünge des Berges böswillig als Müll weggeworfen wurden.

Die einzige Möglichkeit das Erbe der Davidstadt zu schützen, besteht darin sicherzustellen, dass sie und der Rest Jerusalems unter der ungeteilten israelischen Obrigkeit verbleiben, mit dem Recht der Juden ungehindert in ihrer uralten Hauptstadt zu leben. Jede andere Lösung ist kein Weg zum Frieden, sondern etwas, das die Geschichtsleugner der PA nur weiter dazu ermutigt ihren Krieg gegen die jüdische Geschichte weiterzuführen.

Lebensgefahr!

Kay Wilson, Facebook, 2. April 2019

Den letzten Satz muss man sich mal reinziehen! (Deshalb habe ich ihn hervorgehoben.)

Vor ein paar Wachen traf ich zwei entzückende junge, muslimische Damen, als ich mit den Hunden draußen war. Wir unterhielten uns ein wenig und sie hatten etwas Angst vor meinem „grimmig“ dreinblickenden Welpen Munchkin. Sie sagten mir, sie sucht nach Arbeit, weil sie Geld sparen und studieren wollten. Wir tauschen unsere Telefonnummern aus und gestern riefen sie an, um sie sagen, sie könnten putzen. Ich freue mich gar nicht, dass ich nichts bezahlen muss.

Sie machten eine tolle Arbeit. Es dauerte nicht lang, bis sie sich mit dem Hund super anfreundeten. Sie freuen sich auf mehr Arbeit im Raum Jerusalem. Sie sprechen Arabisch und Hebräisch. Wenn jemand Arbeit für diese liebevollen, hart arbeitenden reinen Seelen hat, möge er bitte den getaggten Razan Abu Laban anrufen. Wer keine Arbeit hat: Ich bin sicher, sie würden einen Like oder ein paar ermutigende Worte zu schätzen wissen. Auf ihren Wunsch hin kann ich das Bild leider nicht posten, weil es ihr Leben in Gefahr bringen würde.

Kay ergänzte später:

Ich traf meine beiden entzückenden muslimischen Pflegedamen heute; eine praktizierend, die andere nicht. Auf ihre Bitte hin postete ich ein Foto bei mir auf Facebook, weil sie von mir Hilfe haben wollten nach Arbeit zu suchen. 20 Minuten später bat mich eine, aus Angst um ihr Leben, dass ich es löschen sollte. Ja, der Islam ist Freiheit.

Das Goldene Tor – Sha’ar Harachamim auf dem Tempelberg

Israel Daily Picture, 20. Februar 2019

Das Goldene Tor (Sha’ar Harahamim, Gnadentor) in der Altstadtmauer von Jerusalem hat am Yom Kippur, dem jüdischen Versöhnungstag, besondere Bedeutung. Wäre das Tor offen, würde es direkt auf den Tempel-Platz führen. Das Äußere des Tores würde sich zum Kidrontal und den dahinter liegenden Ölbergs öffnen. In talmudischer Literatur war das Tor auch als Schuschan-Tor bekannte, weil es in östlicher Richtung (zur persischen Stadt Schuschan) liegt und vielleicht auch wegen der Rolle, die vom persischen König Kyros bei der Rückkehr der Juden nach Jerusalem nach dem babylonischen Exil spielte.

Das Goldene Tor, betrachtet vom Tempelplatz aus (1860)

Gemäß jüdischer Tradition nahm ein Botschafter (in der Regel ein Priester) am Yom Kippur ein Opferlamm vom Tempel mit durch das Tor in die Wüste. Die Reinigungszeremonie Rotes Kalb involvierte ebenfalls ein Opfer durch das Tor im Osten hin zum Ölberg zu bringen.

Das Innere des Goldenen Tores. Stammen die Säulen vom Tempelgebäude? (1900)

Anders als die meisten anderen Tore Jerusalems war das Goldene Tor ursprünglich mindestens ein Jahrtausend zuvor gebaut, als Süleiman der Prächtige die Mauern Jerusalems 1540 wieder aufbaute. In der Tat glauben einige Archäologen, dass das ursprüngliche Tor, das auf den Bau des Herodes oder sogar die Zeit Nehemias (440 v.Chr.) zurückgeht, heute noch unter dem aktuellen Tor besteht. Vielleicht wegen der großen religiösen Bedeutung des Tores für Juden und Christen als der Route des Messias nach Jerusalem hinein wird angenommen, dass Suleiman das Tor versiegelte und den Bau eines muslimischen Friedhofs vor dem Tor erlaubte.

Von hebräischer Schrift auf den inneren Wänden der Torkammer wird angenommen, dass sie von jüdischen Pilgern vor mindestens 1.000 Jahren hinterlassen wurden. (s. Studie von Shulanit Gera, Catedra, auf Hebräisch.)

Die von „Abraham“ in die Mauer geritzten Schriftzeichen.
Diagramm der beiden Ebenen des Goldenen Tores (mit Erlaubnis der Biblical Archeological Review)
Der antike unterirdische Bogen und die Knochengrube. (James Fleming)

Die Theorie eines antiken Tores erhielt 1969 Unterstützung, als ein Archäologie-Student namens James Fleming das heutige Tor untersuchte. Plötzlich gab der vom Regen vollgesogene Boden unter ihm nach und er fand sich in einer Knochengrube wieder, die sich auf einem anderen Tor 8 Fuß unter der Oberfläche befand. Fleming fotografierte diese Entdeckung. Als er am nächsten Tag zurückkam, war das Grab von den islamischen Aufsehern des Friedhofs mit einer Zementplatte versiegelt worden.

Vielleicht stammen die Knochen sogar aus dem Jahr 625 n.Chr., als eine jüdische Revolte die Perser gegen die Byzantiner unterstützte. Angeführt von Benjamin von Tiberias und seiner Arm kontrollierten die Juden die Stadt mehrere Jahre lang, möglicherweise stellten sie sogar die religiösen Bräuche auf den Ruinen des Tempels wieder her. Die Zeit war gekennzeichnet von Abschlachten, das von allen Seiten begangen wurde.

Wer den Status quo untergräbt

Nadav Shragai, Israel HaYom, 24. Februar 2019

Die Palästinenser4 in Jerusalem erzielten den Sieg, den sie am Freitag anstrebten: Muslimische Gottesdienstbesucher drängten in den Bereich des Goldenen Tores auf dem Tempelberg, der seit 2003 wegen dortiger Hamas-Aktivitäten gesperrt war.

Die Polizei akzeptierte die Realität, um weit verbreitete, gewalttätige Zusammenstöße zu vermeiden; sie nahm Dutzende fest, aber solange nichts geschieht, um die Geschichte rückgängig zu machen, bildet der palästinensische Schachzug einen weiteren Schritt in ihrer Jahre dauernde Kampagne die Status quo auf dem Tempelberg zu untergraben, zumeist zugunsten der Palästinenser und zum Nachteil der Juden. Zwei neue Moscheen sind in den Ställen Salomons am Ort der alten Al-Aqsa-Moschee gebaut worden; Einschränkungen dazu, wann und wo Juden der Besuch auf dem Tempelberg erlaubt wird und seit Jahren gibt es fast keine Durchsetzung von Antiquitätengesetzen zu Planungs- und Bauarbeiten. Jetzt haben sie sich auf das Goldene Tor konzentriert.

Der jüngste kalkulierte Schritt wurde von der der Waqf-Kontrolle initiiert, zu der in ihrer neuen, radikaleren Aufmachung Scheik Ikrama Sabri gehört, ein ehemaliger Mufti von Jerusalem und heute Mitglieder der Muslimbruderschaft sowie ein Verbündeter des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan; außerdem Raed Saleh, Führer des verbotenen nördlichen Arms der Islamischen Bewegung. Neben Sabri gehören dem erweiterten Rat eine Reihe offizieller Vertreter der Fatah-Bewegung und der palästinensischen Autonomiebehörde an.

Das ist für Israel eine Wende zum Schlechten. Die Jordanier haben Gegner der israelischen Hegemonie auf dem Tempelberg im Waqf-Rat installiert; Der Waqf-Rat ist das jordanische Verwaltungsgremium, das den Tempelberg und seine Moscheen leitet. Hinter dem Zug steckt ein Ziel: Den USA und Israel soll klargemacht werden, dass dem Status quo auf dem Tempelberg nicht zugestimmt wird, der in Vereinbarungen mit Israel verankert ist; das soll eingeschränkt werden. Was den Jordaniern Angst macht und sie dazu veranlasste diesen ungewöhnlichen Schritt zu gehen, waren Berichte, dass US-Präsident Donald Trumps Friedensplan, der auch den Status von Jerusalem berührt, zu einer pan-islamischen Verwaltung des Tempelbergs aufruft, bei der weitere arabische Länder – darunter Saudi-Arabien – beteiligt wären. Saudi-Arabien kontrolliert bereits die beiden heiligsten Orte des Islam, die Städte Mekka und Medina.

Das Ziel der jordanischen Botschaft ist der Bereich um das Goldene Tor, das bereits Ort für Konflikt gewesen ist. Die Polizei setzte illegalen muslimischen Beerdigungen vor dem Tor ein Ende; zudem gab es dort Rangeleien mit der israelischen Antikenbehörde darüber, was mit den uralten Holzbalken nahe des Goldenen Tores geschehen sollte, von denen einige auf die Zeit des ersten und zweiten Tempels zurückgehen und die vom Dach der Al-Aqsa-Moschee entfernt wurden, nachdem diese 1927 durch ein Erdbeben niedergerissen wurde. Die Balken hatten Jahre lang in der Nähe des Goldenen Tores gelegen, waren den Elementen ausgesetzt.

Jerusalem vernahm die Botschaft, aber es sieht so aus, als sei es zu spät. Der neue Waqf-Rat und die Hamas verbreiten Lügen, Israel plane den Bau einer Synagoge im Goldenen Tor. Sie sind entschlossen den Bereich in das muslimisches Gebetsgebiet auf dem Berg zu annektieren, das ständig ausgeweitet wird. Die erste Schlacht, die am Freitag stattfand, ging an sie. Wir können eine weitere Runde erwarten.