Wann waren Sie das letzte Mal in Jerusalem?

The Real Jerusalem Streets, 4. Dezember 2019

Jerusalem, Israel.

Wann waren Sie das letzte Mal in Jerusalem?

Es ist ein Wunder, wie die Dinge sich im Verlauf der letzten Jahre verändert haben.

Oh, der Verkehr, der Straßenbau, der Straßenbahnbau in jede Richtung, so viel geschieht auf einmal, es ist kaum zu glauben.

Die Kräne von der Baustelle der Nationalbibliothek, nachts angestrahlt, heben sich gegen den Nachthimmel ab, zusammen mit der Saitenbrücke, ein Anblick farbenfroher Lichter.

Baukräne und Baumaterialien füllen den Bereich nahe der Straßenbahnlinie der Jaffa Road.

Das ist der Anblick in die andere Richtung, zum Zentralen Busbahnhof, mit alten Gebäuden und Kränen.

Auf dem Machane Yehuda-Markt sind das tägliche Brot

und die jungen, Ball spielenden Männer ein vertrauter Anblick.

Aber das Gebäude, das die alte Jaffa Road überragt – meine Güte, was für ein Gegensatz zu den Tagen der Vergangenheit.

Nur während der letzten Woche in Jerusalem:

Der alte Davidturm war voller digitaler neuzeitlicher ZERO ONE-Kunst.

Die Biennale Jerusalem 2019 ging am Van Leer-Institut und einem Dutzend weiterer Ort zu Ende.

Es gab das 11. Manofim Jerusalem Festival für  zeitgenössische Kunst.

Es wurden große und kleine Erntedank-Dinner veranstaltet. Ein Zelt am Alten Bahnhof bewirtete 1.000 „Einsame Soldaten“ de IDF und einige US Marines.

Gleichzeitig veranstaltete das Bloomfield Wissenschaftsmuseum am Alten Bahnhof eine „Kleine Macher“-Messe, um zukünftige Wissenschaftler und ihre Familien zu anzuspornen.

FEM-JLM wurde im Jerusalem WeWork gestartet, um Unternehmerinnen zu ermutigen ins Feld der Technologie zu gehen. Es gibt eine Menge Arbeit für mehr Frauen in STEM.

Präsident Reuven Rivlin war Gastgeber der israelischen Medaillen-Gewinner der Internationalen Physik-Olympiade, die im Sommer in Tel Aviv stattfand. Sehen Sie, dass alles Männer sind?

Der Präsident begrüßte jeden der jungen Männer.

Hoffentlich wird es in der Zukunft auch junge Frauen geben.

Der 3. Dezember 2019 war der Internationale Dag für Personen mit Behinderung.

Es gab Schilder und Veranstaltungen, die die ganze Woche über überall in Jerusalem stattfanden.

Sich in Jerusalem zu bewegen ist für die mit Behinderungen wie auch die ohne nicht einfach.

Dieses Auto konnte nur mit wenigen Zentimetern Platz durch diese enge Straße fahren.

Der nächste blieb allerdings stecken.

Man weiß nicht, wann oder wo in Jerusalem was als nächstes geschehen wird.

Das sehr Alte gegen das sehr Neue, in Jerusalem ein ständiges Thema.

So viel mehr.

Aber genug für jetzt, nur diese Fotos aus dem, was diese Woche geschah.

Jerusalem in Israel, wo selbst Graffiti auf den alten Mauern nicht wie irgendwelche anderen sind.

„Besetztes palästinensisches Territorium, einschließlich Ostjerusalem“

First.One.Through, 18. November 2019

Die Vereinten Nationen stellten einmal mehr ihre Gegnerschaft zum jüdischen Staat und zu Fakten zur Schau.

Am 11. November 2019 veranstaltete die UNO-Vollversammlung eine Abstimmung zum Tagesordnungspunkt des „Sonderkomitees zu Politik und Entkolonialisierung“ zu Israel. Es verwies auf den „Staat Palästina“ als einen der Verfasser der Resolution, eine kuriose Besonderheit, da die UNO-Vollversammlung dem „Staat Palästina“ 2012 nur Beobachterstatus gewährte und nicht als einen offiziellen Staat, der Resolutionen vorlegen darf.

Der Punkt „Israelische Praktiken, die die Menschenrechte des palästinensischen Volks in den Besetzten Palästinensischen Gebieten, einschließlich Ostjerusalem beeinträchtigen“ verweist zwanzigmal auf Ostjerusalem als eine faktische Einheit und eine, die von Israel besetzt ist. Es war eine doppelte Merkwürdigkeit, das „Ost-Jerusalem“ zwischen1949 und 1967 nur einen kurzen Moment der Zeit als Sache eines Krieges existierte und dass die Gesamtheit von Groß-Jerusalem und Groß-Bethlehem NIE palästinensisches Territorium sein sollte.

Corpus Separatum

Die Vereinten Nationen stimmten mit Resolution 181 (29.11.1947) für die Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat und forderte sie erneut in Resolution 194 (11.12.1948). Diese Zweistaatenlösungen forderten ausdrücklich die Abtrennung von Groß-Jerusalem und Groß-Bethlehem in eine international verwaltetes „corpus separatum“, eine eingeständige Einheit.

Anhang B des Friedensplans der UNO von 1947 zeigt das Corpus Separatum aus Groß-Jerusalem und Groß-Bethlehem

Zwar stimmten die Juden für die Resolutionen, aber die Arber lehnten sie ab und begannen einen Krieg zur Vernichtung des jüdischen Staates. Am Ende des Krieges kontrollierte Israel den westlichen Teil Jerusalems und den Scopus-Berg, während die Araber alles andere kontrollierten, einschließlich des östlichen Teils Jerusalems und Groß-Bethlehem, wo sich alle Stätten befanden, die dem Judentum, der Christenheit und dem Islam heilig sind.

Corpus Separatumg (orange Linie) geteilt in einen jordanischen Bereich in Weiß und einen israelischen Bereich in Blau.

Nach dem Krieg, am 9. Dezember 1949, verabschiedete die UNO-Vollversammlung die Resolution 303, die einmal mehr erklärte, „dass Jerusalem unter eine dauerhafte internationale Ordnung gestellt werden sollte, die angemessene Garantien zum Schutz der heiligen Stätten ins Auge fassen sollte.“ Die Araber lehnten auch diese Lösung ab und Jordanien annektierte das gesamte Corpus Separatumg (s. Karte oben) und verbat Juden jeglichen Zugang zu ihren heiligen Stätten in „Ost-Jerusalem“. Diese Situation blieb bestehen, bis die Jordanier (und die Palästinenser, denen jordanische Staatsbürgerschaft gewährt wurde) Israel im Juni 1967 einmal mehr angriffen und die Kontrolle über das von ihnen illegale eroberte Land verloren.

„Ost-Jerusalem“ repräsentiert einen Grundsatz, den die Vereinten Nationen Jahrzehnte lang ausdrücklich ablehnte: Eine arabisch kontrollierte Stadt, die Juden verbot in der Stadt zu leben und ihre heiligen Orte zu besuchen und dort zu beten. Dass die Vereinten Nationen „Ost-Jerusalem“ als „besetztes palästinensisches Territorium“ bezeichnen ist sowohl eine Ablehnung der Geschichte als auch Anerkennung eines antisemitischen Credo.

Jerusalem nach den Feiertagen – was jetzt?

The Real Jerusalem Streets, 6. November 2019

Was gibt es in Jerusalem nach den Feiertagen Neues?

Blickt man auf das letzte Jahr zurück, scheint vieles gleich zu sein.

Die Universitäten sind wieder im Semester.

Eine Rakete aus dem Gazastreifen traf ein Haus in Sderot.
Die Familie war glücklicherweise sich in der Lage in den Sicherheitsraum zu begeben und wurde köperlich nicht verletzt.

Winterwolken schweben über Jerusalem und der Altstadt, hier von Mischkenot Scha’ananim aus gesehen.

Die Feiertage sind vorbei, aber Tourbusse reihen sich entlang belebter Straßen auf, kommen und gehen am Zion-Tor.

Die jährliche Jerusalemer „Häuser von innen“ fand Ende Oktober statt.

Das Schild wurde am Eingang zum alten Lepra-Krankenhaus aufgehängt, einer von 200 Orten, die für die Öffentlichkeit offen war.

Aber heute ist es ganz anders, nicht wie bei der ersten Tour vor neun Jahren, als es eine Ruine war.

Vor neun Jahren machte der Tomatenpreis Schlagzeilen, dieses Jahr ist es die Butterknappheit.

Jupiter war direkt am Mond. Verrückt – dieses Foto erhielt auf Facebook hunderte Likes.

Erstaunlich. Faszinierend, was in den sozialen Medien Aufmerksamkeit erhält.

Der Neumond und haufenweise Konferenzen beginnen mit dem Ende der Feiertage.

Die Herzl-Konferenz für Zionismus der Gegenwart „Von der Vision zur Wirklichkeit“ fand zum ersten Mal statt.

Die Eröffnung fand auf dem Herzl-Berg statt, in der Nähe von Herzls letzter Ruhestätte; dabei wurde der Grabstein angstrahlt.

Der ehemalige US-Senator und Vizepräsidentschafts-Kandidat Joe Lieberman war beim Eröffnungsprogramm dabei, wobei er erwähnte, dass er Kinder und Enkel hat, die Aliyah machten.

Dr. Stanley Fisher war ein weiterer Redner im Programm, zusammen mit Präsident Reuven Rivlin.

Das Jahrestreffen der Jewish Agency Board of Governors begann mit einer nüchternen Anmerkung mit einem eindringlichen Video, das an die letztes Jahr in Pittsburgh Ermordeten erinnerte.

Premierminister Benjamin Netanyahu sprach zum Jewish Agency Board of Governors im Begin-Zentrum.

Es gab Sicherheitsmaßnahmen für den Premierminister, diesmal bekam ich ein Foto, wie sie sie abbauten.

Im Waldorf Astoria gab es starke Sicherheitsmaßnahmen. Aber anders als bei den meisten Veranstaltungen ließen die Sicherheitsleute die Gäste bei der KKF-JNF-Gala nahe genug heran, um den ehemaligen kanadischen Premierminister Stephen Harper neben den Netanyahus zu fotografieren. Das neue KKL-JNF-Besucherzentrum im Hule-See-Park ist Harper zu Ehren gewidmet.

Obwohl er mit dem Regierungs- und Wahldrama beschäftigt ist, war Präsident Rivlin Gastgeber eines Sondertreffens zu Antisemitismus im Beit Hanasi, der Residenz des Präsidenten.

Der US-Sondergesandte zur Beobachtung und Bekämpfung von Antisemitismus Elan Carr nahm daran teil.

Zum Podium gehörten Großbritannien (Lord Eric Pickles), Frankreich (Frederic Potier), Deutschland (Dr. Felix Klein) und die Europäische Kommission (Katharina von Schurbein). Der Konsens lautete, dass Bildung der Schlüssel zur Bekämpfung von Antisemitismus ist. Ansichten, die einst als randständig galten, werden an  Universitäten zum Mainstream und verbreiten sich. Das Problem ist kein jüdisches, sondern eines der Menschheit.

Das Bibelland-Museum Jerusalem zeigte wichtige Funde einer Ausgrabung in Beit Schemesch. Zwar weiß niemand genau, wer der „ruhmreiche Märtyrer“ war, aber die Grabung legte eine byzantinische Kirche frei, angefüllt mit Glasstücken und Steinlampen.

Am Eröffnungsabend kamen geladene Gäste um die Ausstellung zu sehen und Experten zu hören.

Ein beliebtes Ausstellungstück war dieses Stück Marmor, vielleicht der „Sitz“ eines hohen Kirchenvertreters oder Spenders.

Wer wusste, dass Spender vor hunderten Jahren Namen auf Gedenktafeln in Kirchen hatten?

Am 11. November ist der Internationale Tag der Wissenschaftszentren und Wissenschaftsmuseen.

Achten sie auf freien Eintritt im Bloomberg Science Museum, auch Ende November wieder.

Das jährliche Klavier-Festival im Jerusalem Theater findet vom 13.-16. November statt.

Das erste wird aber das jährliche internationale Animation-Festival in Jerusalem sein – AniNation.

Naturwissenschaftliche und technische und Start-up-Konferenzen – es ereignet sich immer mehr auf den Straßen Jerusalems!

Zu Ehren des Aliyah-Tags, der diese Woche gefeiert wird, ist es Zeit ein altes Lieblingsfoto zu teilen.

Es rücken keine Regierung oder Wahlen näher.

Jahre der Raketen aus dem Gazastreifen.

Schwere Drohungen aus dem Libanon und dem Iran.

Jordanien – ein sehr kalter Friedenspartner.

Der Berufsverkehr erreicht albtraumhaftes Niveau.

Wunder in unserer Zeit

Am Yisrael Chai.

Sukkot-Highlights aus Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 23. Oktober 2019

Der Herbst in Jerusalem in Israel ist zu Ende.

Montagabend waren die Straßen Jerusalems vom Alten Bahnhof über die Kotel, der Westmauer, bis zum Gur Hassidic Center und an Dutzenden anderer Orte voller Live-Musik und Zehntausende tanzten mit Thora-Rollen zum Hakafot Schniot.

Touristen bereiteten sich auf die Heimreise vor, während Jerusalemer Herbstblumen in voller Blüte stehen.

Im ersten Jahr der Präsidentschaft von Reuven Rivlin gab es zum Offenen Haus an Sukkot keine Schlange auf der Straße vor dem Beit Hanasi, der Residenz des israelischen Präsidenten.

Dieses Jahr kamen 8.000 Menschen. Für viele war es das erste Mal innerhalb der normalerweise geschlossenen Tore.

Das Thema in der öffentlichen Sukkah des Präsidenten lautete „Israelische Weintrauben“.

Dieses Jahr waren Fässer mit Wein in der Sukkah, aber es wurden keine Proben angeboten. Künstliche Weintrauben hingen von der Decke der Sukkah. Eine große Schubkarre vor der Sukkah war mit einer Reihe Trauben gefüllt, die aufgegessen wurden, bevor ich daran dachte ein Foto davon zu machen.

MK Zeev und Maria Elkin waren für die Zwischentage des Laubhüttenfestes früh im Beit Hanasi.

Zu den Aktivitäten für Kinder gehörte das Herstellen einer Bar Kochba-Münze, was vom Bibel Lands Museum Jerusalem gesponsert war.

Als Präsident Rivlin erschien, wurde er von den Medien umringt.

Menschenmengen befanden sich sowohl inner- als auch außerhalb des Hauptsaals

in der großen Sukkah

sowie draußen auf dem hinteren Rasen.

Menschenmengen. Kontrolle der Menschenmengen. Gesperrte Straßen. Das alles sind Konstanten der Feiertage in Jerusalem geworden.

Selbst spät am Abend sind tausende Besucher, die in die Altstadt gehen oder sie verlassen, ein üblicher Anblick an Sukkot.

In ihre beste Feiertagsgewänder gekleidete Familien sind Tag und Nacht auf dem Weg zum Jaffa-Tor.

Die Western Wall Heritage Foundation verkündete, dass während des Monats 2,5 Millionen Menschen die Kotel (die Westmauer) besuchten.

Vielleicht nicht der beste, aber sicherlich der größte Etrog (Paradiesapfel), den ich sah; er hatte die Größe des Kopfes eines Mannes.

Die enorme Sukka am Kikar Safra, dem Platz an der Stadtverwaltung, hieß die Öffentlichkeit willkommen.

Kostenlose Live-Konzerte zogen Menschenmengen an mehreren Abenden zum Kikar Safra.

Es gab eine lange Liste diverser kostenloser und Spenden sammelnder Konzerte und Veranstaltungen in Jerusalem.

Tag und Nacht hießen die Laubhütten entlang der Straßenbahngleise auf der Jaffa Road die Müden und Hungrigen willkommen.

Für die Feiertagsbesucher war ein Jerusalem-Fest war angesetzt worden.

Das 11. Manofim Jerusalem Festival für zeitgenössische Kunst eröffnet bald,

gefolgt im November vom Oud-Festival, das im 20. Jahr stattfindet.

Die 4. Jerusalem-Biennale, die am 10. Oktober eröffnete, geht bis in den November weiter.

Bei dieser Veranstaltung für zeitgenössische Kunst gibt es 14 Schauplätze, 200 Künstler und 500 Arbeiten.

ich werde mit einem weiteren Blick auf die Sukka enden, die Rabbi Yitzchok Moully aus spiegelndem Plexiglas als Außenwände am Heichal Schlomo baute.

Es gibt so viele Fotos von der Jerusalem-Biennale, dass ich sie in einem eigenen Eintrag einstellen muss. Dieser folgt bald.

Es geschieht so viel über die Sukkot-Feiertage, es läuft viel mehr auf Jerusalems Straßen.

Feiertagssaison in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 8. Oktober 2019

Was für ein wunderbares Wochenende im Viertel!

Die Straßen von Jerusalem in Israel waren gesäumt mit Herbstblumen, die in Farben platzten.

Nach einem überraschenden Regen am Schabbat ist die Luft unter einem blauen Himmel klar.

Die Straßen von Jemin Mosche sind noch herrlicher als üblich.

Ich hoffe, alle Touristengruppen wussten die Schönheit zu schätzen, als sie unterwegs waren.

Nach so vielen Malen im Beit Hanasi, der Residenz des israelischen Präsidenten, bemerkte ich zum ersten Mal die Granatäpfel, die direkt bei Theodor Herzl wachsen.

Was für ein Blick von dem neuen Aussichtspunkt über dem Tal des Kreuzes!

Schana tova! „Ein gutes neues Jahr!“, heißt es auf den Schildern über Jerusalems Straßen.

Musik am Sultanteich, Musik am Kikar Safra und musikalische Selichot und Lieder an so vielen Orten.

Zehntausende füllten vor Yom Kippur den Platz vor der Kotel, der Westmauer und den gesamten Bereich für die jährlichen Mitternachts-Selichot.

Im sechsten Jahr war Präsident Rivlin Gastgeber eines Selichot-Gottesdienstes mit Musik. Jedes Jahr größer, hatte diese Veranstaltung 500 Gäste im rückwärtigen Garten direkt an der Synagoge.

IDF-Soldaten, Schüler in vormilitärischen Programmen und Mitglieder der täglichen morgendlichen Gebetsgruppe waren alle eingeladen.

Musik vor den Selichot-Gebeten mit Shai Tsabari und Akiva Tourgeman.

Die Menge klatschte und sang oft mit.

Große Bildschirme zeigten denen draußen, was in der Synagoge ablief und der Präsident kam ebenfalls heraus.

Am Ende des Gottesdienstes und Gesangs war es kurz vor Mitternacht.

Yom Kippur beginnt dieses Jahr in der Nacht zum 8. Oktober und geht bis zur Abenddämmerung am 9. November.

Nach Angaben von IDI-Gutachten planen 60,5% der jüdischen Israelis an Yom Kippur zu fasten, ein beträchtlicher Rückgang von 73%, die es 1994 waren.

Nur etwa ein Viertel der jüdischen Israelis (23%) planen alle an Gottesdiensten in der Synagoge teilzunehmen.

Aber die Straßen sollten ruhig sein, ohne Busse, Züge oder Fahrzeuge, nur Fahrräder sollten unterwegs sein.

Neue Schilder sind zur Feiertagssaison in Jerusalem aufgehängt.

Es finden zu viele Konzerte und Aktivitäten statt, um sie hier aufzulisten.

Der Jerusalem-Umzug mit tausenden internationaler Teilnehmer und hunderten farbenfroher Kostüme werden die Straßen von Jerusalem füllen.

Es geschieht so viel in Jerusalem in Israel in dieser Feiertagszeit.

Muslimführer bestreitet jüdische Rechte in Jerusalem vor Repräsentanten des Vatikan

Elder of Ziyon, 4. Oktober 2019

Am Donnerstag besuchten die Repräsentanten des Vatikan für die östlichen Kirchen Leonard Sandri und Fracesco Patton den Tempelberg/das Al-Aqsa-Gelände.

Kardinal Sandri hielt eine Rede, in der er die Position des Vatikan zu Jerusalem betonte, darunter dieses Zitat von Papst Franziskus vom letzten März:

Wir glauben es ist wichtig die Heilige Stadt Jerusalem als gemeinsames Erbe der Menschheit zu erhalten und vor allem für die Gläubigen der drei monotheistischen Religionen, als einen Treffpunkt und Symbol friedlicher Koexistenz, an dem gegenseitiger Respekt und Dialog kultiviert werden.
Mit diesem Ziel vor Augen müssen der besondere multireligiöse Charakter , die geistliche Dimension und die eigene kulturelle Identität Jerusalems erhalten und gefördert werden.
Wir hoffen daher, dass den Gläubigen der drei monotheistischen Religionen in der Heiligen Stadt die volle Freiheit des Zugangs und das Recht eines Jeden seinen eigenen Gottesdienst zu feiern gewährt wird, damit in Jerusalem von seinen Gläubigen das Gebet zu Gott, dem Schöpfer von allem, für einen zukünftigen Frieden und Brüderlichkeit auf der Erde aufgerichtet wird.

Scheik Mohammed Azzam Al-Khatib Al-Tamimi, Generaldirektor der Waqf und der Al-Aqsa-Moschee, antwortete mit einer antiisraelischen Äußerung, die zudem jegliche jüdische Verbindung zu Jerusalem leugnete:

Ich danke der franziskanischen Delegation in Jerusalem, der Delegation des Vatikan, für diesen Besuch und für Ihre Solidarität mit der Behörde der Waqf in Jerusalem, die wegen der fortgesetzten historischen israelische Verletzung der Al-Aqsa-Moschee eine schwierige Zeit erlebt.
Das heutige Treffen hat eine historische Bedeutung und wir können sagten, dass es früheren Besuchen des Obersten Pontifex Franziskus bei unserem Grundbesitz (Waqf) und unserer Al-Aqsa-Moschee folgt und er ist eine klare und feierliche Botschaft auf Grundlage der christlich-muslimischen Koexistenz und Ihre fortgesetzte Unterstützung zum Erhalt des historischen Status quo in islamischen und christlichen Schreinen gemäß den Vereinbarungen, die vor der Besetzung Jerusalems 1967 eingerichtet wurden.
Das Modell der friedlichen islamischen und christlichen Koexistenz in Jerusalem hat 1.400 Jahre angehalten, aber leider können wir nicht vergessen, sondern verurteilen die Kriege und Angriffe gegen Gotteshäuser, gegen die Gläubigen und die unschuldigen Einwohner der Heiligen Stadt und betrachten diese Taten als Anomalie in der Geschichte Jerusalems.

Dann macht er es noch schlimmer:

Wir nutzen die Gelegenheit dieses Treffens um unser Festhalten an den Prinzipien des Omar-Paktes, der die Form der christlich-muslimischen Beziehung auf der Grundlage einrichtete, dass die Al-Aqsa-Moschee ausschließlich Gebetsort für die Muslime ist, so wie die Grabeskirche das für die Christen ist.

Dieser Pakt, auf Arabisch als „al-‘Uhda al-‘Umariyya“ bekannt, ist bezüglich seiner Authentizität in Frage gestellt; es gibt viele Versionen. Die scheinbar zuverlässigste Version, von Al-Tabari festgehalten, beinhaltet:

Dies ist die Zusage der Sicherheit [aman], die der Diener des Gottes, Omar, der Kommandeur der treuen Gläubigen, dem Volk von Jerusalem gegeben hat. Er hat ihnen Sicherheit für sich selbst, ihren Besitz, ihre Kirchen, ihre Kreuze, den Kranken und Gesunden der Stadt zugesichert, für alle ihre Rituale, die zu ihrer Religion gehören. Ihre Kirchen werden nicht von Muslimen bewohnt werden, noch werden sie zerstört werden. Weder sie noch das Land, auf dem sie stehen, auch nicht ihr Kreuz, nicht ihr Landbesitz werden beschädigt werden. Sie werden nicht zwangskonvertiert. Kein Jude wird mit ihnen in Jerusalem leben.*

Wenn Al-Tamimi sich auf Omars Versprechen an die Christen bezieht, löscht er weiter jüdische Geschichte aus.

Die Vertreter des Vatikans sind natürlich zu höflich, um bei einer Zeremonie gegen den auseindeutigen Antisemitismus des Repräsentanten der Waqf zu protestieren, die die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Religionen feiert sollte. Die Juden den Wölfen zum Fraß vorzuwerfen ist ein kleiner Preis, der dafür bezahlt wird.

Oh und arabische Nachrichtenseiten berichten über Tamimis Worte, als würde der Vatikan dem zustimmen.

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* Gehörte der antisemitische Teil wirklich zu Omars Zusicherung? Tamimi scheint das so zu sagen. Islamicity in den USA argumentiert, es habe nicht so sein können, zerstört dann aber Tamimis Beharren auf muslimische Exklusivität für den Tempelberg!

Es gibt in dem Vertrag zwar eine Klausel bezüglich des Bannes der Juden aus Jerusalem, aber deren Authentizität ist umstritten. Einer der Führer von Omar in Jerusalem war ein Jude namens Kaab al-Ahbar. Omar erlaubte Juden weiterhin auf dem Tempelberg und an der Klagemauer zu beten, während die Byzantiner ihnen alle solche Aktivitäten verboten. Damit steht die Authentizität der Klausel zu den Juden in Frage.

Andere Quellen sagen, dass Omar Jerusalem niemals besuchte, sondern Zeugen sahen, dass Juden auf den Tempelberg gelassen wurden und sogar halfen den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee zu bauen.