Corona-Zustände

The Jewish Press, 15. März 2020

Jerusalems Stadtzentrum und der Schuk Machane Yehuda-Markt in Jerusalem, normalerweise am Samstagabend voller Leben, sind verriegelt und leer, weil die Menschen in Selbstisolation gehen, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern.

Ist Jerusalem eine heilige islamische Stadt?

Es besteht ein großer Unterschied zwischen einer Stadt, die in den Augen Gottes heilig ist und einer, heiligen islamischen Stadt

Mohamad Tawhidi, The Jerusalem Post, Jan. 26, 2019

Der Heilige Koran sagt klar, dass das Heilige Land, Jerusalem, der jüdischen Nation des Mose, den Israeliten, gehört. (Foto: zur Verfügung gestellt)

Jerusalem ist Heimat von rund 400.000 Muslimen, aber ist es eine gemäß dem Islam heilige Stadt?

Das ist eine Frage, die die Mehrheit der Muslime in der politischen und akademischen Welt versucht zu umgehen, einfach deshalb, weil sie eine recht ungemütliche Diskussion eröffnet. Fakt ist: Ein Muslim, der eine solche Frage stellt, könnte sich schweren Konsequenzen ausgesetzt sehen; zum Beispiel könnte die Gesellschaft seinen/ihren Glauben infrage stellten.

Bis 2014 war ich ein Islamist, der das jüdische Volk verabscheute, offen dafür Krieg gegen es zu führen. Heute jedoch habe ich viele Freunde unter jüdischen Glaubensführern. Dieser Wandel war nicht politisch, er war eher theologisch. Kurz gesagt, begann ich bestimmte Behauptungen infrage zu stellen, die mir von meinen Lehrern und der muslimischen Gemeinschaft beigebracht worden waren. Ich begann mich zu fragen: Gehört Jerusalem wirklich dem Islam und den Muslimen?

Um diese lebenswichtige Frage zu beantworten, müssen wir untersuchen, wie Städte gemäß dem Islam heilig werden.

Heilige Städte im Islam

Die Menschheitsgeschichte hindurch ist jede Religion mit einem Gebiet in Verbindung gestanden, das geheiligt, respektiert und verehrt worden ist. Der Islam ist da nicht anders. Es gibt im Islam zehn heilige Städte, darunter Mekka, Medina, Qom, Kerbela und Nadschaf – aufgrund deutlicher Verse im Koran, die ihre Herrlichkeit bestätigen oder aufgrund von Aussagen des Propheten Mohammed, der den Muslimen ihre Erhebung bestätigt.

Es gibt einen großen Unterschied dazwischen, dass eine Stadt in den Augen Gottes heilig ist und dass sie eine heilige islamische Stadt ist. Beispielsweise werden alle Prophetengräber, Geburtsorte und Gegenden, wo Wunder stattfanden, als im Islam heilig betrachtet, aber sie sind keine ausdrücklich islamischen Orte. Ein heiliger islamischer Ort ist einer, an dem ein bedeutendes islamisches Ereignis stattgefunden hat, entweder durch Allah oder durch den Propheten Mohammed.

Jerusalem in islamischen heiligen Schriften

Der Heilige Koran erklärt sehr klar, dass das Heilige Land, Jerusalem, der jüdischen Nation des Moses, den Israeliten gehört.

„Und wie Moses zu seinem Volke sprach: «O mein Volk, besinnt euch auf Allahs Huld gegen euch, als Er aus eurer Mitte Propheten erweckte und euch zu Königen machte und euch gab, was Er keinem anderen (Volke) auf der Welt gegeben.“ (Ab Sure 5,20)

Dieser Vers macht auch deutlich, dass Gott „(dieses Land) niemandem in der Welt gegeben hat“ außer der jüdischen Nation.

Aus diesem Vers und weiteren mit ähnlichem Inhalt erkennen wir, dass Jerusalem eine gemäß Gott heilige Stadt ist, aber sie ist keine heilige islamische Stadt, denn Tatsache ist, dass ihre Heiligkeit vor der Existenz des Islam festgesetzt wurde.

Nach dem Entstehen des Islam, im Jahr 621 unserer Zeitrechnung, wird geglaubt, dass der Prophet Mohammed eine übernatürliche und spirituelle nächtliche Reise zur Al-Aqsa-Moschee (der fernen Moschee) unternahm. Dieses Ereignis wird im Koran in den folgenden Versen berichtet: „Preis Ihm, Der bei Nacht Seinen Diener hinweg führte von der Heiligen Moschee zu der Al-Aqsa (Fernen) Moschee, deren Umgebung Wir gesegnet haben, auf dass Wir ihm einige Unserer Zeichen zeigen. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allsehende.“ (Sure 17,1)

Zwei entscheidende Dinge müssen zu den oben angeführten Versen thematisiert werden:
1. Dass der Prophet Mohammed an einen Ort reiste, mach diesen nicht „islamisch“.
2. Es gibt wenig Belege, dass die „Al-Aqsa-Moschee“ sich tatsächlich in Jerusalem befindet und es gibt eine große Zahl Muslime, die glauben, dass „die Ferne Moschee“ eine Anspielung auf eine Moschee in den Himmeln ist, nicht auf der Erde; infolge der Tatsache, dass die heutige Al-Aqsa-Moschee zu Lebzeiten des Propheten Mohammed nicht existierte, ist es für ihn unmöglich sie besucht zu haben.

Jahrhunderte vor dem Propheten Mohammed sind Botschafter des Judentums wie des Christentums nach Jerusalem gekommen, um ihre heiligen Schriften zu predigen. Daher kann es nicht historisch genau sein zu sagen, dass Mohammed vor ihnen den Islam nach Jerusalem brachte.

Bis zum Umzug Mohammeds nach Medina im Jahr 622 und der offiziellen Gründung des Islam dort, war der Islam eine Minderheitsreligion, verglichen mit den beiden fest etablierten Religionen des Judentums und des Christentums. Außerdem änderten die Bürger Jerusalems, die zum Islam konvertierten, nur ihren Glauben, nicht die gesamte Geschichte der Stadt.

Daher behaupten weder die islamischen heiligen Schriften noch die Geschichte, dass Jerusalem eine heilige islamische Stadt ist.

Jerusalem trifft auf den Islam

Im Mai 632 unserer Zeitrechnung ernannte der Prophet Mohammed Osama ibn Said zum Kommandeur seiner Armee, um in einer vereinbarten Schlacht in Palästina auf die Römer zu reagieren.

Am nächsten Tag machte sich Osama mit seiner Expedition auf den Weg, aber dann erfuhr er, dass Mohammed gestorben war und kehrte deswegen nach Medina zurück. Kalif Abu Bakr befahl Osama dann seine Armee auf 3.000 Männer zu verstärken und die Einwohner des Königreichs Moab und das von den Byzantinern gehaltene Darum anzugreifen und so viele zu töten oder gefangen zu nehmen, wie möglich, was Osama tat.

Dieses Ereignis beweist, dass es bis zum Ableben des Propheten Mohammed keine Muslime dort in dem Landstrich gab, den wir heute als Palästina kennen und dass es von den byzantinischen Römern bewohnt war.

Der Prophet Mohammed hätte auch keinen Krieg gegen eine Stadt voller Muslime geführt. In Wirklichkeit kam der Islam als Religion offiziell im Jahr 636 nach Palästina, vier Jahre nach dem Tod Mohammeds und während der Herrschaft von Omar, de, zweiten Kalifen des Islam.

Das islamische Kalifat führte einen Angriff auf Jerusalem aus, das von den byzantinischen Römern regiert wurde. Die Stadt wurde ab dem November dieses Jahres vier Monate lang belagert. Nach vier Monaten Entbehrungen und Gemetzel übergab der orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Sophronius, im Jahr 637 die Stadt dem Kalifen Omar. Als der Kalif Omar erkannte, dass der Islam in der Region immer noch eine Minderheit war, führte er das System der Jizyah ein, mit dem er Christen und Juden zwang dem islamischen Kalifat eine Steuer zu zahlen.

Nach einem Massaker an den Bürgern Jerusalems kam unser Kalif Omar nach Jerusalem, um seine Statthalter zu ernennen. Dann baute er, was wir heute als die „Al-Aqsa-Moschee“ kennen, von der viele Muslime fälschlich glauben, sie sei vom Propheten Mohammed gebaut worden.

Die Jerusalemer Moschee mit der goldenen Kuppel ist den Muslimen als „Qubbat al-Sakhrah“ (Felsendom) bekannt und wurde 691 von der Omajjaden-Dynastie vollendet, dem nachfolgenden islamischen Kalifat. Für Muslime wäre es wohl nicht zulässig, in der Al-Aqsa-Moschee und im Qubbat al-Sakhrah zu beten, wenn diese auf überfallenem und besetztem Land errichtet wurden.

Im neunten Jahrhundert beherrschte die Fatimiden-Dynastie, ein schiitisch-islamisches Kalifat, große Bereiche Nordafrikas. Sie waren auch Terroristen, die in Palästina eindrangen und in Jerusalem Christen massakrierten, weil die sich auf die Seite der Römer von Byzanz stellten, die versucht hatten, ihr Land zurückzuerobern. Der berüchtigte Kalif des Fatimiden-Kalifats Al-Hakim verursachte der gesamten Region großen Schaden, tötete sogar Johann VII., den Patriarchen von Jerusalem, eine Provokation, die den Grundstein für den ersten Kreuzzug legte. Infolge der Niederlage der Kreuzritter wurden Muslime zur Mehrheit, durch das Schwert und nicht durch den Stift.

Bis dahin war die gesamte Mittelmeerküste Palästinas erobert worden, gefolgt von einer Reihe Massaker am christlichen Volk und einem Völkermord, der sich bis nach Damaskus und Beirut ausbreitete. Der Islam wurde in Palästina bis zum 9. Jahrhundert zur etablierten Religion und wurde während der Mameluken-Ära zwischen 1250 und 1516 zur Mehrheitsreligion der Region.

Daher kamen wir Muslime nicht als Prediger nach Palästina und konvertierten seine Nation zu Muslimen. Wir ermordeten ihre Führer und führten Serienmassaker aus, geführt von terroristischen sunnitischen wie von schiitischen islamischen Kalifen. Die Bürger Palästinas mögen zum Islam konvertiert sein, aber Palästina kann keinesfalls als muslimisches Land betrachtet werden. Natürlich kann man diese Haltung bestreiten, aber Fakt ist, dass die Juden lange, selbst bevor das Christentum aufkam, in diesem Land waren. Ihre uralten kulturellen Verbindungen bleiben ungebrochen, so wie es jedes Pessah gesagt wird: „Nächstes Jahr in Jerusalem.“

Unsere arabisch-muslimischen Vorfahren kamen als Eroberer aus ihren Wüsten und nicht als Lernende, nicht als Führende, nicht um bei anderen Führung zu suchen. Sie glaubten, dass sie ausreichend Wissen und Weisheit hatten und dass sie nichts von anderen lernen mussten. Diese Illusion meiner Glaubensbrüder besteht bis heute fort, trotz der Tatsache, dass die Welt sich verändert hat.

Beunruhigende Ereignisse in der islamischen Geschichte

Andererseits verstehe ich den muslimischen Kampf um Jerusalem nicht. Islamisches Recht verbietet streng sich zu erleichtern, während man in Richtung Mekka blickt. Tatsächlich sind Toiletten in allen islamischen Ländern und den meisten muslimischen Häusern so angelegt, dass man nicht Richtung Mekka blickt; der Grund ist Respekt für die heilige Stadt. Dennoch berichtet Bukhari, dass unser Prophet Mohammed sich absichtlich und wiederholt erleichterte, während er in Richtung Mekka gewandt war, obwohl er sich stattdessen auch in eine andere Richtung hätte wenden können.

Macht es Sinn, dass Palästinenser für Jerusalem sterben, wenn ihr geliebter Prophet es vorzog, seinen Darm in dessen Richtung zu entleeren?
Ob Palästina jüdisches Land ist oder ob Israel ein Staat ist, sind zwei völlig verschiedene Diskussionen. Ein Muslim mag Israel als Staat ablehnen, aber er kann die Tatsache nicht abstreiten, dass die gesamte Region, einschließlich Palästinas, faktisch jüdisches Land ist.


Der Autor ist ein im Iran geborener australisch-schiitischer Imam und Präsident der Islamic Association of South Australia.

Spannend, dass keine arabische Briefmarke vor 1967 Jerusalem erwähnte

Elder of Ziyon, 10. Februar 2020

Der Oman hat gerade eine Briefmarke ausgegeben, die den Slogan trägt: „Al-Quds – Hauptstadt Palästinas“.

Es hat im Verlauf der Jahre in arabischen Ländern Dutzende ähnlicher Briefmarken gegeben, oft mit Bildern des Felsendoms.

Aber wann ging das los?

Die erste arabische Briefmarke, die Jerusalem als Motiv hatte, kam aus Jordanien und dann 1969 aus verschiedenen anderen arabischen Ländern als Steuer zur Bezahlung der Restaurierung der Al-Aqsa-Moschee, nachdem ein geistesgestörter Christ dort Feuer gelegt hatte.

Aber vor 1967 hatte keine einzige arabische Briefmarke Jerusalem zum Thema. (Saudi-Arabien brachte auf einer Marke von 1965 die Kaaba).

Briefmarken erzählen eine Menge über die Prioritäten der Staaten. Vor 1967 gab es jede Menge arabische antiisraelische Briefmarken. Aber kein arabischer Staat hatte das Gefühl, Jerusalem sei es wert gedacht zu werden – bis die Juden dort die Kontrolle übernahmen.

Palästinensisches Propaganda-Eigentor des Tages

David Lange, Israellycool, 16. Februar 2020

Die antiisraelische Propagandaseite Quds News Network hat dies auf ihrer Facebook-Seite gepostet:

Ansicht des Damaskustors im besetzten Jerusalem im Jahr 1950.

Damit postete sie unbeabsichtigt etwas Wahres.

Das Damaskustor Jerusalem waren 1948 bis 1967 von Jordanien illegal besetzt, also wurde es 1950 tatsächlich als „besetztes“ Jerusalem betrachtet.

Natürlich war das nicht die Intention von QNN, denn die Palästinenser jammerten in dieser Zeit nicht über „Besatzung“, als Jordanien Judäa und Samaria sowie Ägypten den Gazastreifen besetzt hielten.

Lustig, wie das läuft, oder?

Palästinenser sagen jetzt, ihr wichtigster Schrein ist – die Westmauer!

Elder of Ziyon, 9. Februar 2020


Dieser Ausschnitt stammt vom Anfang eines Artikels auf der Internetseite der Fatah; darin wird jegliche jüdische Verbindung zu Jerusalem bestritten, dafür wird behauptet, es gebe uralte palästinensische Bande.

„Hunderte Millionen Muslime überall auf dem Globus haben keinen Zweifel, dass Palästina seit Ewigkeiten arabisch und dass Jerusalem seine ewige Hauptstadt ist … und dass Palästina ohne Jerusalem keinen Sinn macht, Jerusalem ohne die Al-Aqsa-Moschee keinen Sinn macht, die Al-Aqsa-Moschee ohne die Al-Buraq-Mauer keinen Sinn macht…“

Die „Al-Buraq-Mauer“ ist das, wie die Palästinenser die Kotel, die Westmauer erst seit dem vergangenen Jahrhundert genannt haben. Davor gab es keinen Konsens dazu, welche Mauer um den Tempelberg die sein sollte, an der Mohammed angeblich seine Nachtreise begann, obwohl Hinweise stark auf die Südmauer mit ihrem Doppeltor hindeuten, wie es 1932 von Charles D. Matthews beschrieben wurde:

Die Beweise von Muqaddasi (985 n.Chr.), einem Bürger Jerusalems, spricht fraglos für die südliche Position. Muqaddasi spricht von den „Zwei Toren des Propheten“, Babai an-Nabi, auf eine Art, die die Identifikation mit dem Doppeltor recht positiv macht. Die Beschreibung von Nasir-i-Khusrau, einem persischen Historiker, der Jerusalem 1047 n.Chr. besuchte, ist recht fesselnd. Er sagt (zitiert vom englischen Forscher Le Strange in dessen sehr vorzüglichen Buch „Palestine Under the Moslems“, S. 178): „So eins (Tor) wird Bab an-Nabi genannt (oder Tor des Propheten) – Friede und Segen sei mit ihm; es öffnet sich hin zum Qiblah-Punkt, nach Süden (gegen Mekka) … Der Prophet  … ging in der Nacht seines Aufstiegs in den Himmel über Edle Heiligtum durch diese Passage, denn das Tor öffnet sich auf die Straße von Mekka.“ Was könnte klarer sein?  Und das von einem Einwohner Jerusalems und angesehenen Historiker!

Auf die eine oder andere Art würde kein Muslim je sagen, dass die Buraq-Mauer heiliger sei als die Al-Aqsa-Moschee. Zu sagen, dass die Moschee ohne die Kotel keine Bedeutung hat – der eine Ort, den Juden Jahrhunderte lang verehrt haben, als ihnen der Besuch auf dem Tempelberg selbst verboten war – ist ein eindeutiger Beweis, dass das gesamte palästinensische Narrativ eine Serie an Lügen ist.

Gibt es deutlichere Belege, dass der gesamte palästinensische Anspruch nicht dazu dient irgendwelche historischen oder juristischen Rechte aufrecht zu erhalten, sondern jüdische Rechte zu zerstören? Buchstäblich jeder jüdische Schrein im Heiligen Land wird von Palästinenser als der ihre beansprucht, ein Mordszufall. Und sie haben lautstark gesagt, dass auch die Kotel ihnen gehört, das palästinensische Fernsehen erzählte seinen Zuschauern gerade erst, dass die Palästinenser ihre Rechte an dem Ort mit ihrem Leben verteidigen müssen.

Der Rest des Fatah-Artikels ist mit solchen Lügen angefüllt, wie in diesem Abschnitt im ersten Absatz, wo es heißt: „Die Geschichte beweist, dass Palästina mit seiner Hauptstadt Jerusalem arabisch ist, bevor der erste Jude (Josua Ben-Nun) seinen Fuß darauf setzte.“ Die Palästinenser behaupten jetzt, sie würden von den Jebusitern abstammen, einem Stamm, für dessen Existenz außer in den jüdischen Schriften keinerlei Beweise existieren und für die es keinen Beweis gibt, dass sie Araber waren.

Über die offensichtliche Tatsache hinaus war Jerusalem nicht die Hauptstadt irgendeiner anderen Nation außer Israel/Judah und ein „Palästina“ gab es nie.

Jerusalem vor 1967: Ein Blick auf Landkarten von beiden Seiten der Grenze

Zu Ehren des Jerusalem-Tags lädt die Eran Laor Cartographic Collection ein einen Blick auf die Landkarten zu werfen, die die Stadt vor ihrer Wiedervereinigung definierten.

David Cohen, the Librarians, 30. Mai 2019
Das alte und das neue Jerusalem. Karte 1955 veröffentlicht von Steinmatzky.

Neunzehn Jahre lang war die Stadt Jerusalem zwischen Israel und Jordanien geteilt. In dieser Periode sahen Karten der Stadt krass anders aus, als wir sie heute kennen. Ein kurzer Blick auf Touristenkarten, kommerzielle Landkarten und sogar Karten in Zeitungen, die auf beiden Seiten der Grenze veröffentlicht wurden, offenbart das Ausmaß dieser Unterschiede.

Touristenkarte des jordanischen Jerusalem von 1961 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

„Tote Zone“ – was liegt jenseits der Grenze?

Innerhalb jeder Landkarte gibt es immer eine Art Abstraktion oder Filterung bestimmter Einzelheiten entsprechend der Informationen, die der Kartenmacher der Zielgruppe zu vermitteln versuchte (oder die er vermitteln sollte). Das geilt besonders für Touristenkarten, die durch ihre Natur im Inhalt selektiv sind und nicht unbedingt dem genauen Detail oder Maßstab verpflichtet sind.

Auf diese Weise werden die Grenzen eines kartografierten Gebiets festgelegt werden. Jedes Gebiet, das für die Absicht der Karte nicht relevant ist, wird gewöhnlich, wenn überhaupt, ein einfacher und knapper Weise beschrieben. Wir können an den Karten des geteilten Jerusalem sehen, wie sich das auslebt. In den meisten dieser Karten gibt es keinen Hinweis darauf, was jenseits der Grenze liegt. Es gibt nur eine „tote Zone“, die von einer einzigen, gleichbleibenden Farbe gekennzeichnet ist und alle Details zu Straßen oder Gebäuden auslässt. In einige Fällen gibt es spärliche Anmerkungen, die Details wie Waffenstillstandslinien, entmilitarisierte Zonen, Transittore und Niemandsland angeben.

Jordanische Touristenkarte der Altstadt von Jerusalem, 1960 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Israelische Karte von 1958, die das Bild der vorigen Karte vervollständigt (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Es ist interessant zu sehen, wo die israelischen und jordanischen Landkarten einander widersprechen, sowie wo die Karten übereinstimmen. Jede von ihnen präsentiert eine andere Seite der Stadt, wobei die Trennung zwischen ihnen verläuft.

Ein faszinierendes Beispiel dafür ist eine jordanische Touristen-Karte von 1964. In ihr können wir sehen, wie die technischen Elemente der Kartografie wie die Verwendung von Farben, hilft eine geopolitische Realität auszudrücken. Das „besetzte Gebiet Jerusalems“ wird an der Peripherie der Karte rote markiert, Niemandsland grau und die entmilitarisierte Zone auf dem Skopusberg lila.

Jerusalem, Jordanien – das Heilige Land (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Neuberechnung der Richtung

Blickt man fünfzig Jahre später zurück, kann die Untersuchung dieser Karten ein Gefühl der Illusion und Desorientierung schaffen.

Eine israelische Touristenkarte von Westjerusalem aus den späten 1950-er Jahren orientierte die Landkarte mit dem Osten nach oben, statt der standardmäßigen Nordorientierung.

Andererseits scheint das Heilige Land auf einer jordanischen Touristenkarte der späten 1960-er Jahre Grenzen und Aspekte zu haben, die der israelischen Definition radikal widersprechen.

Jerusalem von Norden nach Süden. Tel Aviv 1957 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).
Jerusalem als Teil von  Jordanien. Jordanische Karte 1964 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Auf anderen Karten werden beide Seiten der Stadt detailliert dargestellt, wobei die Grenzlinie in der Mitte hervorgehoben ist. Diese Karten waren gestaltet, um Touristen ein vollständiges Bild der Stadt zu geben, wurden aber den neuen politischen Realitäten entsprechend angepasst, die nach dem Waffenstillstand im  November 1948 geschaffen wurden.

Eine Bildkarte von Jerusalem, ausgegeben 1955 von Steimatzky, war mit der Trennlinie bedruckt, die Jerusalem durchkreuzte. Das war keine neuen Karte von Jerusalem, sondern eine Neuveröffentlichung einer Karte, die erstmals rund ein Jahrzehnt zuvor veröffentlicht wurde.

Das alte und das neue Jerusalem, Steimatzky 1955 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Eine jordanische Touristenkarte, die 1952 in Jerusalem veröffentlicht wurde, zeigt ebenfalls die gesamte Stadt Jerusalem mit einer hindurch verlaufenden Grenzlinie. Sie zeigt jeweils entmilitarisierte Zonen als „von der UNO kontrollierte Gebiete“ sowie „jüdisch kontrolliertes Territorium“ und „Niemandsland“.

Jerusalem in deiner Handfläche, 1952 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Zu guter Letzt wurde am 14. Mai 1950 eine Sonderkarte für die Jerusalemer Leser von Ma’ariv zu Ehren des zweiten Jahrestages der Kämpfe um die Stadt gedruckt. Die Karte befand sich auf der Rückseite, zeigte die Stadt, ihre heiligen Stätten, die Hauptstraßen und die Grenzlinien.

Die eingelegte Karte in der Jerusalem-Ausgabe von Ma’ariv vom 14. Mai 1950 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Weitere faszinierende historische Landkarten finden Sie beim Besuch der Internetseite der Eran Laor Cartographic Collection.

Das Größte und Beste von Hanukka

The Real Jerusalem Streets, 30. Dezember 2019

Jerusalem in Israel ist zu Hanukka ein sehr besonderer Ort.

Dieses Jahr gab es, mehr als in den vergangenen Jahren, mehr Touristen und mehr, was man machen konnte.

Es wurden neue Veranstaltungen geplant, obwohl einige durch Regen ins Wasser fielen.

Während der achte Tag zu Ende geht, hier ein paar Lieblingsbilder der größten und besten Ereignisse in Jerusalem.

Jerusalemer Papierläden waren lange vor Hanukka bereit, mit allem, was man für Tisch und Party braucht.

Die Jerusalemer Bäckereien boten Sufganiyot zu tausenden an, eine starke Steigerung.

Vor dem Beit Hanasi, die Residenz des israelischen Präsidenten, gab es eine große Hanukkia (Hanukka-Menorah), die jeder sehen konnte.

Es gab Dutzende Hanukkiot an Straßenecken.

Rund um Jerusalem und die Welt stellten Lubawitsch-Chabad-Emissäre eine Hanukkia an öffentlichen Plätzen auf.

Diese nahe dem Beit Hanasi stand am Schneurshon-Platz am dritten Abend von Hanukka.

Diese Hanukkia-Menoren haben heute alle möglichen Stilee und Formen, aber diese Art von Hanukkia wurde vom alten Lubawitscher Rebbe bevorzugt.

In der Mamilla-Einkaufszone in Jerusalem wurde acht Tage lang eine große angezündet.

Große Menschenmengen kommen nach Jerusalem zum Anzünden und Live-Musik und kostenlose Sufganiyot.

Jerusalems Mamilla-Einkaufszone die meisten Abende war voller Touristen und Feiertags-Feiernden.

Musiker an mehr als einer Stelle, sogar eine Frau mit einer Handpuppe, die ein Video machte, unterhielten die Feiertagsbesucher in der Mamilla-Einkaufszone.

Zwischen den Zehntausenden Menschen, die sie füllten, drängelten, für Sufganiyot anstanden, fanden diese arabischen Frauen einen ruhigen Tisch in einem Café in der Mamilla.

Jerusalems Altstadt ist ein jährliches „Bestes von Hanukka“. Nahe des Jaffa-Tors waren Schilder für besondere Veranstaltungen aufgestellt worden.

Licht-Projektionen einer Hanukkia wurden auf die Mauer des Davidturms projiziert.

Am Abend wurden in der Altstadt  große wie auch

bescheidenere Hanukkiot vor den Häusern angezündet. Diese vier waren in besonderen Kästen an der Steinmauer montiert.

Diese große Hanukkia wurde wieder neben der Kotel, der Westmauer, platziert.

Ich versuchte eine klare Sicht zu bekommen, aber Männer und Jungen posierten dort ständig für Fotos.

Die Menschenmenge auf dem Platz vor der Kotel war Tag und Nacht eindrucksvoll.

Aber von Menschen gefüllt oder nicht, es wurden Hochzeitsfotos gemacht. Während der geschäftigen Feiertage fanden viele Hochzeiten statt, die mit internationalen Gästen gefeiert wurden.

Eine Möglichkeit eine Sicht auf die Kotel und die Umgebung zu bekommen, ist das Gebäude Aisch HaTorah. Dieser Frohes-Hanukka-Bär befand sich am Eingang zur Dachterrasse.

Auf einer Straße im Jüdischen Viertel gab es sogar eine Hanukkia auf einem Fahrrad.

Wenn man sorgfältig hinsah, dann gab es eine weitere auf dem Touristenzug der Altstadt.

Diesen Zug zu nutzen kostet Geld, aber die Shuttle-Busse vom Alten Bahnhof waren kostenlos.

Sie könnten das Einzige in Jerusalem sein, das pünktlich ist, zur vollen Stunde und alle 20 Minuten.

Aber sie halten nicht und sie fahren vom Alten Bahnhof direkt zum Tor, das der Kotel am nächsten ist.

Mir taten die Touristen aus England leid, die das zu spät feststellten und weit weg von der Stelle gebracht wurden, wohin sie wollten.

Am Alten Bahnhof gab es eine neue Attraktion. Jump Up eröffnete vor den Feiertagen.

Durch die stark verregnete Hanukka-Tage und schulfrei sollte Jump Up ziemlich betriebsam sein.

Die große Begeisterung dieses Jahr zu Hanukka! Ein weiteres Wunder. Der Schnellzug von Tel Aviv nach Jerusalem lief. Es dauerte 10 Jahre. Aber die Fahrt dauerte 32 Minuten!

Noch etwas Begeisterndes für Einwohner Jerusalems: eine Stunde kostenlos parken! Dieses Schild wurde auf dem Hauptgebäude der Stadtverwaltung unter dem Büro des Bürgermeisters aufgestellt.

Ist kostenloses Parken vielleicht nicht das Erste, woran dieser Autofahrer denkt?

Dieser orange Lamborghini passte gut zur Graffiti-Kunst.

Könnte er das teuerste Hanukka-Geschenk von allen sein?

Große Schilder für ein neues Lichterfest zu Hanukka wurden im gesamten Stadtzentrum aufgestellt.

Dieses Lichterfest leuchtete auf dem noch zu eröffnenden Toleranz-Museum.

Auf der anderen Seite gab es eine neue, überlebensgroße Hanukkia mit Musik.

Die Kerzen einer schlichteren Hanukkia in einem Geschäft des Mahane Yehuda-Marktes brannten.

Draußen hielt der Regen die Menschen fern und machten die Straßen nass.

Aber drinnen war das Restaurant voll und das Anzünden der Kerzen verstärkte die Wärme der Party-Atmosphäre.

Auf allen möglichen Zusammenkünften in Jerusalem, wie dieser Einweihung des Studio of Her Own, einem Frauen-Kunstzentrum, wurden Kerzen angezündet.

Oh, dieser erste Biss am ersten Abend

oder das erste Licht am ersten Abend.

Die Griechen sind lange weg.

Die Römer des Cardo sind lange weg.

Aber die Straßen Jerusalems und die Menschenmengen in der Mamilla an Hanukka waren gut in Form.

Weit mehr geschah während Hanukkah auf den Straßen Jerusalems.

Ich hoffe, Sie genossen ein paar Höhepunkte und dieses größte Feiertags-Lichterfest von Jerusalem.

Erinnern Sie sich an die Lieblingsbilder vom letzten Jahr?

Viele sind genauso, Sie können sie HIER sehen.