Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17. – 23. September 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 17.09.2017:

Die PA verkündete, dass Abbas am Mittwoch eine „wichtige Rede“ vor der UNO-Vollversammlung halten werde, die „Charakteristika der nächsten Phase definieren wird“.

Die Hamas hat angekündigt ihre Regierung im Gazastreifen aufzulösen, damit die Regierung in Ramallah ungehindert im Gazastreifen agieren kann. Außerdem soll es allgemeine Wahlen geben, über die jetzt verhandelt wird. Der UNO-Sondergesandte für den Nahost-Friedensprozess heißt den Schritt willkommen.

Montag, 18.09.2017:

Der PA-„Informationsminister“ verkündete, dass es bezüglich des „Rückkehrrechts“ der Palästinenser keine Konzessionen geben wird.

Friedenspartner Fatah: Ein Sprecher der Fatah rief die Hamas auf Israel nicht anzuerkennen; die Fatah werde das auch niemals tun. Der bewaffnete Widerstand (Terror), der Volkswiderstand (Terror) und alles andere seien auch legitim, sagte er.

Mahmud Abbas sagte, ein Treffen mit Trump sei sinnlos, solange der sich nicht der Zweistaaten-Lösung verpflichtet. Lege dieser sich nicht darauf fest, sei das „lächerlich“.

Dienstag, 19.09.2017:

Das PA-Fernsehen strahlte noch einmal eine Lüge von vor einigen Jahren aus – getarnt als „Predigt“ – nach der der ehemalige israelische Premierminister Ariel Sharon sich zum Geburtstag die Ermordung von 10 arabischen Kindern „bis zum Ende des Jahres“ wünschte. Dieser Hassprediger ist letztes Jahr von Mahmud Abbas zum Dekan des Al-Azhar-Instituts ernannt worden, das Schüler auf Studien an der Al-Azhar-Universität in Ägypten vorbereitet.

Shin Bet, Polizei und Grenzpolizei hoben eine Terrorzelle in Silwan aus, deren Mitglieder allesamt in „Ost“-Jerusalem wohnen. Acht Araber wurden festgenommen. Sie nannten sich „Geist von Silwan“.

Mahmud Abbas kündigte in New York an, dass er die Sicherheitskooperation mit Israel nicht wieder aufnehmen wird. Genauso wenig wird er die Zahlungen für die Terror-Häftlinge und ihre Familien einstellen.

Das „Sonderangebot“, illegale Waffen straffrei abgeben zu können, haben nur 3 israelische Araber wahrgenommen. Das Angebot endete heute.

Mittwoch, 20.09.2017:

Drei Araber aus Jericho und Kuseife wurden wegen zahlreicher Diebstähle landwirtschaftlicher Gerätschaften, eines Traktors und einer Viehherde festgenommen.

Was auch sonst: Mahmud Abbas, der Mann, der sich an keinerlei Recht hält, behauptet vor der UNO-Vollversammlung Israel würde sich über das Recht stellen. (Und es lasse keinen Raum für einen Staat Palästina.) Dazu forderte er von der UNO einen „Zeitrahmen“, innerhalb dessen die UNO die „Besatzung“ beenden müsse. Außerdem warnte er Israel davor aus dem Konflikt einen Religionskrieg zu machen – während die PalAraber das längst erledigt haben.
Aber was will man von einem Mann erwarten, der behauptet er habe Friedensinitiativen angenommen, während Israel sie alle abgelehnt habe – während er selbst ständig alles blockierte, was nicht 150% seinen Forderungen entspricht, die er absichtlich ständig höher schraubte?
Israels UNO-Botschafter Danny Danon hatte völlig recht, als er Abbas‘ Rede Lügen nannte.

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Jerusalem: Gut und schlecht, heiß und laufend

Sharon A., The Real Jerusalem Streets, 13. September 2017

Jerusalem hat eine September-Hitzewelle.

Für mich ist das nicht so gut,
ich beschwere mich viel und fahre das Tempo herunter.
Aber alles ist immer noch gut in Schuss
und Jerusalem ist emsiger denn je.

Ich weiß nicht, ob diese errichteten Arrangements die Hitze mögen
oder ob sie gut oder schlecht sind,
aber dieses neue Blumenarrangement befindet sich in der Nähe der Montefiore-Windmühle

Ich kam daran auf dem Weg zum Jerusalemer Presseclub vorbei,

um Dr. Michael Borchard zu hören, den Direktor der Konrad-Adenauer-Stiftung,
der von einer Studie der Meinungen von Israelis über die EU berichtete.

Die Schlussfolgerung:
Gute und schlechte Nachrichten, aber so ziemlich dasselbe.
Wirtschaftsmissionen, Handelsmissionen und Delegationen aus Übersee
schienen überall zu sein, ständig.

Vor kurzem waren US-Kongressmitglieder im King David Hotel

und diese Woche führte der Gouverneur von Iowa, Kay Reynolds,
eine Mission der Wirtschaftentwicklungsbehörde nach Israel.

Die Leute aus Iowa gehören zu den nettesten Menschen,
hier traf sich eine Gruppe, um etwas über Bio-Startups mit Sitz in Jerusalem zu hören.
Die erstaunlichen Innovationen suchen nach US-Kooperation, um zu wachsen.

Aber neben „zurück zur Schule“
passiert noch viel mehr auf den Straßen.

Auf der Emek Refaim-Straße gab es eine weitere Gebrauchtwarenmesse.

Kulna, Teil von Mekudeschet, ein Festival verschiedener Veranstaltungen
der Jerusalemer Kultursaison,
wurde in den Mitchell-Gärten aufgebaut.

Wer früh ankam, hatte die Option Sitze
Essen und Getränke zu kauen,

wobei die Mauern der Altstadt auf der anderen Straßenseite den Hintergrund bildeten.

Eine arabische Familie kam früh, um einen guten Platz zu bekommen

und ein großer Teil des Programms brachte arabische Musik

Amman ist 71km von uns entfernt, informierte uns ein Dia.

Wie immer waren Notfallmediziner vor Ort.

Aber obwohl hunderte, vielleicht 2.000 Personen da waren,
gab es keine Berichte über Verletzte oder Notfälle in der Menge.

Schilder waren entlang des Wegs in den Park zum
allerersten Jerusalem-Lauf für Frauen,

aber nicht jeder sah diese Warnungen, dass große Straßen gesperrt wurden.

Sicherheitsleute überprüften ihre Standorte
für die 5km- und 10km-Rennen.

Frauen und Mädchen kamen von überall her, um zu laufen.
Ich versuchte eine dieser Wasserflaschen zu nehmen,
aber sie fühlte sich so heiß an, das ich sie zurückstellte.

Nach Einbruch der Dunkelheit begannen die Frauen
und ein paar Männer zu laufen.

Hier haben wir die Gewinnerin über 10km

und meine Freundin, die die 5km-Strecke gewann,
lächelte bereits auf dem Weg zur Startlinie.

Ich liebe es, wenn Leute  vorbeilaufen und „Sharon“ rufen.

Wenn Sie wissen, wer winkt, lassen Sie es mich bitte wissen.

Einer meiner Lieblingsläufer

war dieser süße kleine Junge.

Sein Vater stand mit dem Kinderwagen direkt hinter mir und filmte.

Diese Plakate erzählen von Veranstaltungen mit Live-Musik

und besonderen Musiknächten auf dem Platz der Stadtverwaltung namens

Öffnung der Tore des Gebets

mit jahreszeitlichen Liedern zu den Hohen Feiertagen.

Es geschieht so viel auf den Straßen Jerusalems,
wenn es jetzt nur etwas abkühlen würde, damit wir es genießen können.

Aber wenigstens beschwert sich niemand darüber, dass es dieses Jahr nicht regnet
und ich schätze mal, dass auch das gut sein könnte.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (10. – 16. September 2017)

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Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 10.09.2017:

Premierminister Netanyahu gab bekannt, dass der Shin Bet im Juli und August mehr als 70 Terroranschläge verhindert hat. Der Shin Bet-Chef selbst gab an, dass seit Jahresbeginn 2017 200 Terroranschläge verhindert wurden.

Die Hamas kauft in Ägypten Diesel, um die Energiekrise im Gazastreifen zu erleichtern. Sie weigerte sich bisher die Kosten zu tragen und behauptete die PA müsse das tun; weil das nicht passiert, haben sie sich eine „unabhängige Quelle“ gesucht.

Der Imam der Al-Aqsa-Moschee, Ikrama Sabri, verurteilte, dass das Waqf-Büro auf dem Tempelberg als Teil des Kampfs gegen den arabischen Terror geschlossen wurde. Diese Entscheidung sei „null und nichtig“. Er will aber nicht Klage dagegen einreichen, weil das „die Anerkennung Israels“ bedeute und „die Preisgabe der Al-Aqsa an die Gerichte der Besatzer“ darstelle.

Ein 18-jähriger Jude wurde jetzt angeklagt; er hatte einen Araber angegriffen, der eine (jüdische) Kollegin begleitete. Er und zwei Begleiter hatten erst geglaubt, der Araber sei mit der Jüdin liiert und bedrohten ihn mit einem Messer, als er sagte, er sei ein Kollege. Außerdem hatten sie den Mann geschlagen und getreten.

PA-Geheimdienstler verhafteten Mohammed Jabar aus Hebron; er hatte vor einer Woche den Knessetabgeordneten Rabbi Yehuda Glick zum Zuckerfest bewirtet.

Ein PA-Gericht hat den Blogger, der wegen Kritik an Mahmud Abbas festgenommen wurde, gegen Kaution wieder freigelassen.

Der israelische Geheimdienst berichtet, dass die Hamas sich im Libanon mit der Hisbollah zusammentut und mit Hilfe des Iran sich nördlich der israelischen Grenze organisiert.

Montag, 11.09.2017:

Die Gouverneurin von Ramallah pries mal wieder „Märtyrer“ und ihr „wohlduftendes Blut“. Sie besuchte „Märtyrer“-Familien und lobte sie.

Fatah-Führer verliehen der Mutter dreier berüchtigter Terroristen des Palästinensischen Islamischen Jihad, die von Israelis bei Terroranschlägen getötet wurden, einen Preis.

Justizministerin Ayeled Shaked forderte Restaurantbesitzer auf keine Illegalen zu beschäftigen, sondern stattdessen Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis einstellen sollen.

Dienstag, 12.09.2017:

Abbas-Berater Mahmud al-Habbasch beschrieb den US-Botschafter in Israel und die Amerikaner im Allgemeinen als von „einem satanischen Trieb“ motiviert; sie hätten „alle Moral verloren“.

Wegen eines Manövers in Israel haben Hisbollah und die UNO ihre Bereitschaftsstufe erhöht.

Mittwoch, 13.09.2017:

Es heißt, dass Ägypten es ablehnt zwischen Israel und der Hamas in Sachen Gefangenengespräche zu vermitteln.

Die PA provoziert weiter und ist wohl nicht mehr davon abzubringen ihre Mitgliedschaft in UNWTO, der Welt-Tourismus-Organisation der UNO zu beantragen. Allerdings wurde aufgrund des Drucks von Israelfreunden jetzt die Abstimmung um zwei Jahre verschoben.

Donnerstag, 14.09.2017:

Eine Dokumentation im PA-Fernsehen dämonisiert Israel in einem Lied als „Kopf der Schlange“. Das Lied fordert auf „die Zionisten“ anzugreifen.

Samstag, 16.09.2017:

Ägypten soll einen neuen Vorschlag für einen „Gefangenenaustausch“ zwischen Hamas und Israel vorgeschlagen haben. Für Informationen über die gefangen gehaltenen Israelis und die Leichen zweier israelischer Soldaten soll Israel die Leichen von 39 PalAraber, darunter 19 Hamas-Terroristen übergeben. Nach Erhalt der Informationen soll Israel arabische Häftlinge freilassen, die nach ihrer Freilassung im Tausch gegen Gilad Shalit wieder festgenommen wurden. Danach sollen Israel und die Hamas in „ernsthafte indirekte Verhandlungen“ über den Austausch von Gefangenen eintreten. (Von Israel wie von der Hamas gibt es bisher keine Stellungnahmen hierzu.)

historische Fotos aus Jerusalem (21) – Eisenbahn

gefunden auf Picture a Day (alle Fotos, soweit nicht anders vermerkt, aus den Archiven des Osmanischen Reichs):

Der Bau von Eisenabhnlinien in Palästina begann 1890. Der Bahnhof von Jerusalem wurde am 26. September 1892 eingeweiht.  Das osmanische Archiv enthält die folgenden Fotos der Bahnhöfe in Jerusalem. Die Qualität und die Auflösung vieler der Fotografien sind bemerkenswert.

Vorbereitungen für die Einweihung des Bahnhofs von Jerusalem 1892. Beachten Sie die Yemin-Mosche-Windmühle im Hintergrund.
Würdenträger bei der Einweihung des Bahnhofs von Jerusalem, 1892.
Ansicht des Bahnhofs von der Front des Gebäudes, 1890.
Ein anderer Blickwinkel auf den Bahnhof von Jerusalem, 1900 (Library of Congress)
Eine Darstellung der Eröffnung des Bahnhofs von Jerusalem, 1892.
Die Gleise mit größerer Spurweite werden im Bahnhof Jerusalem gelegt, ca. 1918 (NSW State Library)