historische Fotos aus Jerusalem (34)

gefunden auf City of David:

Menschen beten an Jerusalems Westmauer, zwischen 1898 und 1946 (Foto: Library of Congress)
Menschen beten an Jerusalems Westmauer (Kotel), 1890. (Foto: Underwood Underwood)
Frauen beten an Jerusalems Westmauer, zwischen 1900 und 1920 (Foto: American Colony)
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Geheimnisse, Robotertechnik, Warten und Timing in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 20. Juni 2018

Timing.

Wie oft schon habe ich gesagt: “Timing ist alles!”

Der Premierminister ist in Tel Aviv und hält seine Innovationsrede bei einer Cybersecurity-Konferenz. Ich denke, ich kenne das Meiste auswendig, besonders sein Beispiel zu Agrartechnik, bei der israelische Drohnen eine einzelne durstige Pflanze auf dem Feld wässern können.

In Jerusalem in Israel in Israel füllen Konferenzen zu Gesundheit, Gesellschaft und mehr zahlreiche Hotels.

Letzte Woche war Sicherheitsminister Gilad Erdan Gastgeber internationaler Führungspersönlichkeiten bei einem Heimatschutz-Forum im Orient Hotel.

Was für einen Unterschied eine Woche ausmacht! Letzte Woche musste ich die Leiterin der US-Delegation recherchieren.

Minister Gilad Erdan hörte zu, als die Chefin der US Homeland Securty, Kirstjen Nielsen sprach.

Ich könnte wetten, die genoss die israelische Konferenz mehr als gestern Abend in Washington von Protestierenden aus einem mexikanischen Restaurant verfolgt zu werden.

Neben hunderten Polizisten und internationalen Vertretern nahmen auch die Leiter der israelischen Sicherheitsinstitutionen teil.

Einige der Folien waren streng geheim, aber dies fand ich interessant und teilenswert.

Zu Raum Nr. 2 war der Zutritt verboten. Aber diese 3D-Drucker liefen für alle sichtbar.

Der israelische Präsident Reuven Rivlin war anwesend, sprach ein paar Minuten und war in Nullkommanichts wieder unterwegs.

Eine Schande, dass er verpasste, wie von den Druckern diese Schlüsselanhänger hergestellt wurden.

Sei sagen mir, dass als nächstes 3D-Schokolode entwickelt wird. Das wäre mal etwas, auf das zu warten sich lohnt.

Zum Thema Timing und Warten: Es gibt zwei sehr kurze Videos, die ich schon längst teilen wollte.

Die Meister der Studenten-Robotermeisterschaften waren im Beit Hanasi, der Residenz des israelischen Premierministers, im Raum für den Empfang offizieller Würdenträger, um ihren Gewinnerbeitrag vorzustellen.

Oje, das bin ich bei dem vergeblichen Versuch leise zu sein.

Eine Demonstration wie lange sich ein paar angespannte Sekunden – weniger als eine Minute – anfühlen können.

Aber hier haben Sie es, nach einer kurzen Verzögerung: Der Roboter wirft den Ball genau so, wie es beabsichtigt war.

Angespannt? Zeit für die internationale Yoga-Woche.

Für diejenigen, die kein Hebräisch lesen können: Das orange Plakat in der Mitte verkündet, dass vom 17. bis 22. Juni Yoga-Woche ist.

Das Poster „Großer Traum“ links ist eine besondere Veranstaltung zu Ehren des Internationalen Yoga-Tags mit Musik und geschmückten Yoga-Matten im Hinnmom-Park nahe der Altstadtmauer.

Ein weiterer diese „du weißt nie, was du als nächstes findest“ zu Jerusalems Straßen.

Innovationen und Technik. Die große Sache heute Abend sind die WeWork Creator-Auszeichnungen in der Arena. Von den 1300 zum Wettbewerb eingereichten Videos werden 10 Finalisten auf der Bühne sein, um tausende Teilnehmer zu repräsentieren, die mit kostenlosen Shuttle-Bussen aus dem ganzen Land für Essen, Unterhaltung und mehr kommen. Vielleicht werde ich nächste Woche mein Video einstellen.

Draußen auf den Straßen gibt es eine einfache Annehmlichkeit.

In Würdigung der einfachen Dinge: Neue weiße Streifen sind aufgemalt worden, um Fußgängern an belebten Kreuzungen die Querung eine Menge viel sicherer machen.

Aufgemalte weiße Streifen, damit alle die Übergänge sehen können: Wie viele Male sind Autos in letzter Zeit an mir vorbeigebraust, als ich darauf wartete die Straße überqueren zu können.

Rauch und Staub standen in der Luft, als dieses Gebäude wie geplant abgerissen wurde. Alte Jerusalemer Gebäude werden abgerissen, um in der Nähe der Eingänge zur Stadt Platz für den Bau neuer Türme zu machen.

Wir warten weiter auf den Schnellzug nach Tel Aviv.

Die Bautätigkeiten gehen aber weiter … und weiter.

Wie immer geschieht etwas Neues auf den Straßen Jerusalems.

Aus Jerusalem: Bildung eint und stärkt

The Real Jerusalem Streets, 13. Juni 2018

Eine weitere unglaubliche Woche ein Jerusalem in Israel, in der Zehntausende die Hotels füllten und ihre Busse sich durch die Straßen Jerusalems kämpften.

Im Beit Hanasi, der Residenz des israelischen Präsidenten, wurde der Einheitspreis verliehen. Mit der Gescher-Stiftung und dem Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat, den Familien Fraenkel, Ifrach und Schaar wurden diese Auszeichnungen vor vier Jahren initiiert.

Die Familien der drei ermordeten Teenager Eyal, Yifrach und Naftali sel.A. wollten einen sinnvollen Weg finden ihre Wertschätzung für die Einheit und Unterstützung auszudrücken, die sie während dieser schwierigen Tage erfuhren.

Das Programm wurde in der Haupthalle veranstaltet und dazu gehörten Musik und Unterhaltung; die Familien und Preisträger füllten den Raum.

Boca, Florida erhielt den Preis für jüdisches Engagement, Einheit in jüdischer Bildung. Vertreter aus Florida kamen nach Jerusalem, um ihre Auszeichnung in Empfang zu nehmen.

Andere Gewinner waren Läufer ohne Grenzen, das TEC Center, Koolulam und ein besonderer Weltweit-Preis ging an Birthright (eine Organisation, die jungen Juden in der Diaspora Israelreisen ermöglicht).

Drei Videoclips gehörten zum Schabat Schalom-Gruß der letzten Woche. Sie können HIER angesehen werden.

Kurz nachdem ich das Beit Hanasi verließ, gab es eine weitere Veranstaltung im Garten von OneFamily.

An diesem Abend waren Fotos mit dem ehemaligen Bürgermeister von New York, Rudi Giuliani, sehr gefragt.

Giuliani war zur Zeit der Terroranschläge des 11. September Bürgermeister. Er sprach darüber, wie man mit Terroropfern umgehen sollte und betonte die gute und wichtige Arbeit von OneFamily bei der Hilfe für Terroropfer in Israel.

Nicht alle seine Anmerkungen wurde als politisch korrekt angesehen, aber hier ist ein kurzes Video zu Arafat und der PLO.

Das Beit Hanasi war, wie üblich, die ganze Woche über ein rühriger Ort. Der präsidiale Garten war für zahlreiche internationale Gäste bereit.

Die Führung des American Jewish Committee (AJC) stellte sich sehr höflich auf um hineinzugehen. Soll ich zugeben, dass ich lächelte, und die andere Türe benutzt, um an der Schlange vorbeizukommen?

Auf der Abschluss-Plenarsitzung des AJC betonte eines der Gesichter Israels – Ahlalm Alsana – in ihren Ausführungen die Bedeutung der Bildung.

Für Ortsansässige fand im Alten Bahnhof wieder die jährliche Schawua HaSefer, die hebräische Buchwoche statt. Wie in jedem Jahr standen tausende Bände zum Verkauf und zogen Jung und Alt an.

Eine aus Freiwilligen bestehende Schüler-Theatergruppe trat für Familien auf, die sich vor der Öffnung der Eingangstore sammelten.

Nach ihrem Auftritt bedeckte Konfetti den Boden und der Schauspieler/Maler arbeitete wieder an seiner Staffelei.

Auf jeden Fall eine weitere „du wirst nie wissen, was du vorfindets“-Szene.

Man weiß nie, was man bei diesen Aufführungen am Ende des Schuljahres sehen wird, die im Juni die Terminpläne füllen. Mega-Events mit professionellen Inszenierungen und Beleuchtung, dauern bis spät in den Abend – für Grundschulen. Interessant, weil Oberschul-Abschlussfeiern im Vergleich mit denen in den USA so unauffällig sind.

Das neue Orient Hotel war die Szenerie für ein Galadinner, mit dem das 80. Lebensjahr von Rabbi Adin Steinsaltz und dem Beitrag des Steinsaltz Center zur Bildung begangen wurde.

Bei welchem anderen Galadinner gibt es eine Wand an eindrucksvollen Büchern, die ein einziger Mensch geschrieben hat?

Rabbi Steinsaltz wurde von seinem Sohn und Enkel in den vollen Bankettsaal eskortiert.

Der beliebte Sänger Avraham Fried hatte einen kraftvollen Auftritt.

Hauptredner war Rabbi Lord Jonathan Sacks, der über Macht und Wissen sprach.

Um mit etwas Inspiration zu enden, nehmen Sie sich zwei Minuten und hören einem kurzen Clip seiner aufschlussreichen Ausführungen zu:

Es geschieht so viel in Jerusalem.

Das Israel Festival ist zu Ende. Die Jerusalem Design Week hat begonnen.

Dann beginnt am 27. Juni eine weitere Woche des alljährlichen Lichterfestes in der Altstadt.

Aber in dieser Woche gab es ein alles in den Schatten stellendes Thema: Bildung ist der Schlüssel.

Bildung sollte ein Geburtsrecht für Jedermann sein, nicht nur für die Privilegierten.

Am Yisrael Chai.

Die Apartheid in Jerusalem beenden

First One Through, 10. Juni 2018

Vertreibung. Ausgrenzung. Diskriminierung.

Das sind furchtbare Taten, besonders gegen Zivilisten, die nur in ihrer heiligsten Stadt leben und beten wollen.

Aber sie sind in einer der großartigsten Städte der Welt Realität – Jerusalem.

Als der Völkerbund (Vorläufer der Vereinten Nationen) 1922 im Heiligen Land einen Ort für Juden und Araber schaffen wollten, machte er klar, dass alle Seiten ihren Bräuchen entsprechend frei leben und Gottesdienst feiern sollten, wie es in Artikel 15 festgelegt wurde:

Das Mandat soll dafür sorgen, dass es vollständige Gewissensfreiheit und die freie Ausübung aller Formen von Gottesdiensten gibt, nur der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Moral unterliegend, für alle sichergestellt. Keine Diskriminierung welcher Art auch immer, darf zwischen den Einwohnern Palästinas aufgrund von Rasse, Religion oder Sprache stattfinden. Keine Person darf aus Palästina nur aufgrund seiner religiösen Überzeugungen ausgegrenzt werden.

Die Vereinten Nationen versuchten sicherzustellen, dass es freien Zugang und Gebet geben wird, als es 1947 die Sache der Palästinenser aufnahm. Die UNO planten die Städte Jerusalem und Bethlehem unter ein „corpus separatum“ zu stellen, einem internationalen heiligen Becken, das weder Teile eines jüdischen noch eines arabischen Staates sein würde. Während die jüdischen Zionisten den Plan akzeptierten, lehnten die Araber ihn ab und zogen in den Krieg, um Israel zu vernichten, sobald es sich im Mai 1948 zu einem unabhängigen Staat erklärte. Bis zum ende des Krieges 1949 beanspruchte Jordanien ganz Bethlehem und die östliche Hälfte Jerusalems, einschließlich der heiligsten Stätten des Judentums für sich, während Israel die westliche Hälfte Jerusalems einnahm.

Das UNO-Corpus Separatum Großjerusalem und Groß-Bethlehems

Die Israelis gaben allen 160.000 Nichtjuden in Israel die Staatsbürgerschaft, aber die Jordanier führten eine ethnische Säuberung von allen Juden westlich des Jordan und ganz Ostjerusalems durch.

Im April 1950 annektierten die Jordanier die Altstadt Jerusalems, Bethlehem und das gesamte Westufer des Jordan in einem Schritt, der von fast der gesamten Welt nicht anerkannt wurde. Die Araber stellten Stacheldraht und Blockaden auf und verhinderten, dass irgendein Jude die Altstadt Jerusalems betrat oder besuchte, einschließlich der heiligen Stätten – der Kotel (Westmauer) und dem jüdischen Tempelberg.

1954 setzten die Jordanier ihr diskriminierendes Progamm fort und gewährten den Menschen der Westbank und Ostjerusalems die Staatsbürgerschaft, ausdrücklich DENEN DIE KEINE JUDEN WAREN:

Diese arabische Politik der Vertreibung, Ausgrenzung und Diskriminierung sollte bis zum 10. Juni 1967 in Kraft bleiben.

So wie die Jordanier Israel 1948 angriffen, sollte es 1967 wieder sein. Und genauso wie Israel bei seinem Unabhängigkeits-Verteidigungskampf 1948/49 mehr Land einnahm, sollte es mehr von dem Land erobern, das ihm durch das Völkerrecht 1922 zugewiesen wurde.

Am Ende des Sechstagekrieges wurden die arabischen Erlasse zur Vertreibung und Ausgrenzung aufgehoben und Juden zogen erneut in ihre heiligste Stadt ein, erbauten die zerstörten Synagogen wieder und nahmen die Gebete an der Kotel wieder auf.

Der Schandfleck der Diskriminierung besteht in Jerusalem allerdings immer noch, da die Regierung Israels die Verwaltungskontrolle über den jüdischen Tempelberg 1967 an die jordanische Waqf übergab; es war der Versuch einen Frieden zu schmieden. Bis heute verbietet die Waqf Juden weiter das Gebet am heiligsten Ort des Judentums.

Am 10. Juni 1967 begann zwar der Prozess des Abbaus der Apartheid in Jerusalem, aber es liegt immer noch ein langer Weg vor uns.

Die Kotel in der Altstadt von Jerusalem (Foto: First One Through)

 

Die drei „Ansprüche“ des Islam auf Jerusalem

Raymond Ibrahim, 4. Juni 2018 (PJ Media)

Kalif Omar betritt Jerusalem, nachdem er es in Verhungern und Seuchen getrieben hat.

Ein islamischer Prediger, der vor kurzem im offiziellen PA-Fernsehen auftrat, gab all die üblichen wütenden Bemerkungen von sich, die Muslime oft machen, wenn es um Israels Existenzrecht geht, besonders im Zusammenhang ihres Anspruchs auf Jerusalem. Obwohl seine Kommentare dem sorglosen westlichen Zuhörer nahelegen könnten, dass Jerusalem „eigentlich“ und als Sache universaler Gerechtigkeit den Muslimen gehört, sind sie enorm mit religiösen und historischen Verweisen gespickt – keiner davon in Übereinstimmung mit westlichen Vorstellungen universaler Rechte und Gerechtigkeit – die nur Muslime verstehen.

Das wird besonders in der prägnanten Behauptung des Klerikers deutlich, Jerusalem sei „ein religiöses, Scharia- und historisches Recht der Muslime und für niemand sonst außer ihnen“.

Warum ist Jerusalem ein „religiöses“ Recht der Muslime? Weil die islamische Tradition lehrt, dass ein einer Nacht im Jahr 610 Mohammed – auf wundersame Weise auf einem pferdeähnlichen übernatürlichen Wesen (al-Buraq) fliegend – dorthin flog und betete.

Warum ist Jerusalem ein „Scharia“- oder rechtliches – Recht der Muslime? Weil entsprechend aller Interpretationen islamischen Rechts – der Scharia – ein Territorium, das für das Licht des Islam „geöffnet“ wurde, von da an auf ewig dem Haus des Islam oder Dar al-Islam gehört.

Was zum dritten „Recht“ führt – dass Jerusalem ein „historisches Recht der Muslime ist und von niemandem sonst außer ihnen“. Im Jahr 637 „öffneten“ – sprich muslimische Araber eroberten Jerusalem – eine oft vergessene Erzählung, die besonders Licht auf muslimische Ansprüche auf Jerusalem wirft.

Nach dem die syrischen Territorien des oströmischen Reich Jahre lang überfallen worden waren, stellte Kaiser Heraclius eine gewaltige Armee auf und kämpfte im August 636 am Fluss Yarmuik gegen die Muslime (diese ausschlaggebende Schlacht wird im ersten Kapitel meines neuen Buchs Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West geschildert). Die Muslime besiegten die christliche Armee und befanden sich im November vor der Heiligen Stadt und belagerten sie. Die erhaltene Predigt ihres eingegrabenen Patriarchen Sophronius fängt diese Zeit ein:

Warum greifen uns die Truppen der Sarazenen an? Warum hat es so viel Zerstörung und Plünderungen gegeben? Warum gibt es unaufhörliche Ergüsse menschlichen Blutes? Warum verschlingen die Vögel des Himmels menschliche Leichen? Warum sind Kirchen abgerissen worden? Warum wird das Kreuz verhöhnt? Warum wird Christus … von heidnischen Mündern gelästert? … Die rachsüchtigen und Gott hassenden Sarazenen, die Abscheulichkeiten der Verwüstung, die uns von den Propheten eindeutig vorhergesagt wurden, überrennen die Orte, die ihnen nicht erlaubt sind, plündern Städte, verheeren Felder, brennen Dörfer nieder, legen Feuer an den heiligen Kirchen, überrennen die heiligen Klöster, bekämpfen die gegen sie aufgestellten byzantinischen Armeen und heben die Trophäen des Krieges hoch und reihen Sieg an Sieg.

Es lohnt sich festzuhalten, dass der Mehrzahl der von zeitgenössischen Christen geschriebenen Beschreibungen der Invasoren diese auf die gleiche Weise beschrieben wir Sophronius – nicht als Männer, nicht einmal als kompromisslose Männer, in einem religiösen Auftrag, wie spätere muslimische Quellen behaupten, sondern als gottlose Barbaren, die kamen, um alles zu vernichten was heilig ist. Um die Zeit von Yarmuk beschrieb Maximus der Bekenner (geb. 580) die Invasoren als „wilde und ungezähmte Bestien, allein deren Form menschlich ist, die kommen, um unsere zivilisierte Regierung zu fressen.“ Wegen der Neigung der Muslime für die Schändung von Kirchen und auf jedem Kreuz, jeder Ikone und jedem Abendmahl, das ihnen begegnete, „herumzutrampeln, zu verhöhnen, in Brand zu setzen und zu zerstören“, beschrieb sie Anastasius vom Sinai (geb. 630) als „vielleicht noch schlimmer als die Dämonen“.

Jedenfalls kapitulierte Jerusalem nachdem es mehrere Monate abgeriegelt und auf Verhungerte und Seuchengeplagte reduziert wurde im Frühjahr 637. Die Eroberung der Heiligen Stadt reichte Kalif Omar, um aus Medina zu Besuch zu kommen. Dort sah er die Grabeskirche, einen von Konstantin (ca. 3139 gebauten massiven Komplex über der Stelle der Kreuzigung und Beerdigung Christi. Beim Betreten der heiligsten Stätte des Christentums – gekleidet in verdreckte Kleidung aus Kamelhaar und teuflisch vorspiegelnd, um einen Christen zu zitieren, so das Sophronius, der zusah, bitter bemerkte: „Das ist sicher das Gräuel der Verwüstung, von dem der Prophet Daniel sprach, als er an dem heiligen Ort stand.“ (Man kann seine Exegese kaum tadeln, da das griechische Wort aus der Septuaginta, das oft als „Verwüstung“ übersetzt wird, wörtlich „Wüste“ bedeutet und daher lange als Hinweis auf die Araber betrachtet wurde.)

Kurz gesagt beruht der gesamte muslimische Anspruch auf Jerusalem auf diesen drei Elementen:

  1. Eine religiöse – oder für westliche Empfindlichkeiten: mythische – Geschichte von Mohammed, der auf einem Zauberpferd dorthin flog;
  2. Ein von Muslimen gemachtes, rassistisches Gesetz – die Antithese von universalem Gesetz, nämlich die Scharia – die natürlich auf Seiten der Muslime gegen die Ungläubigen ist;
  3. Eine brutale, blutige, historische Eroberung.

Diese Themen werde unter Muslimen wiederholt angeführt. In der erwähnten Predigt im PA-Fernsehen fügte der Kleriker hinzu, dass, auch wenn sie sich so verhalten, Juden „nicht das Recht auf Arroganz, Tyrannei und Besatzung haben“. Beachten Sie seine Beschwerde, dass „Arroganz, Tyrannei und Besatzung“ nicht immer schlecht sind, sondern das Juden „kein Recht haben“ sich so zu verhalten. Schließlich und wie gesehen gehört dieses „Recht“ den Muslimen und „niemandem sonst außer ihnen“. Ihr Recht (die Scharia) erlaubt es ihnen zu „besetzen“, was immer sie einnehme können und verachtenswerten Ungläubigen mit „Arroganz und Tyrannei“ zu behandeln.

Der islamische Prediger endete mit der Aussage, dass Muslime Jerusalem wieder einnehmen werden, „wenn nicht friedlich, dann mit Gewalt“ und beschwor „Allah die Juden [zu] vertreiben“. Egal, wie leidenschaftlich solche Worte dem nichtmuslimischen Beobachter scheinen mögen, sie befinden sich nicht in Übereinstimmung mit einem Volk, das das Gefühl hat, ihm sei gemäß universalen Empfindlichkeiten Unrecht zugefügt worden, sondern eher mit einem, das mythische und rassistische Empfindlichkeiten hegt.