Jerusalem früher und heute (10)

BAC.org – Das heutiges Gebäude des Keren HaYesod:

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Das Gebäude, das die vorstaatlichen nationalen Institutionen beherbergte, war als Zentrum der jüdischen Verwaltung im Land Israel bekannt. Am 11. März 1948 schaffte es ein arabischer Fahrer, der beim Konsulat der USA in Jerusalem angestellt war, eine Autobombe im kommunalen Innenhof zu zünden. Die Exposion tötete 12 Menschen und verletzte fast 40 weitere.

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Foto der Woche – solche Araber gibt es viel zu wenige

The Jewish Press, 22. Juli 2016

Haled Abu Mokh, ein israelisch-muslimischer Araber, wurde letzte Woche von anderen Arabern angegriffen, weil er ein Profilbild mit Israels Flagge auf Facebook postete. Haled, der in einem Hotel in Jerusalem arbeitet, wurde von einem arabischen Kollegen erwischt, wie er auf seiner Facebookseite surfte und der andere begann ihn zu verfluchen und zu bedrohen. Am Ende der Schichte folgte ihm dieser Araber auf der Straße und warf ihm einen Stein an den Kopf. Haled fiel zu Boden und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er mit mehreren Stichen genäht wurde…

Haled wurde in Israels Fernsehsender Kanal 20 eingeladen, wo er der Moderatorin Rinat Spivak erzählte, dass er diese Reaktionen gewohnt ist.

„Diese Reaktionen sind normal, wo immer es solche extremistischen Araber gibt, aber die werden mich nicht brechen.“

„Warum sollte ich Angst haben?“, antwortete er auf die nächste Frage der Moderatorin. „Wir sollten keine Angst vor ihnen haben, sie sollten Angst vor mir haben. Ich gehe den richtigen Weg. Ich wurde hier geboren, ich öffnete meine Augen hier und sah die Flagg des Landes. Es gab keine Palästinenserflagge, wo ich geboren wurde. Der Davidstern, das bin ich, das ist, wie meine Mutter mich aufzog.“

Haled machte außerdem klar: „Niemand wird mich zum Schweigen bringen! Das stärkt nur meine Entschlossenheit dieses wunderbare Land zu lieben und ich bin nicht allein. Es gibt weitere Araber in diesem Land, die nicht bereit sind in Angst zu leben. Es ist traurig, dass es so viele Leute gibt, die nicht begreifen, was Demokratie ist; sie leben eine gewalttätige und barbarische Realität. Welche Art Zukunft werden sie haben?“

 

Die israelischen Olympioniken für Rio 2016

The Real Jerusalem Streets, 20. Juli 2016

Diesen Sommer sind
Jerusalems Straßen im Zentrum bedeckt
mit (displays) aus verschiedenen Ländern.

Dabei ist die brasilianische Flagge besonders beliebt.

Prince aus Ligne in Belgien,
der Tourist der Woche,
sagte RJS, seine Frau kommt aus Brasilien.

Die Olympischen Spiele 2016 finden
vom 5. Bis 21. August in Rio (Brasilien) statt.
Reuven Rivlin verabschiedete die Teilnehmer
mit einem präsidialen Empfang im Bei Hanasi,
seiner offiziellen Residenz.

Der Botschafter aus Brasilien nahm zusammen mit

Mitgliedern der israelischen Olympiamannschaft teil.

Auch die Teilnehmer der Paralympischen Spiele 2016,
die vom 7. Bis 18. September in Rio stattfinden,
wurden auf dem Empfang geehrt.

Würdenträger posierten lächelnd mit Sportministerin Regev
für die Kamera.

Die größte Mannschaft der Geschichte Israels reist nach Rio.
Jeder Athlet hat eine eindrucksvolle Geschichte
von Einsatz und Training zu erzählen,
wie das Ziel erreicht werden soll.

Das Publikum steht auf, wenn der Präsident den Raum betritt,
bis auf die paralympischen Sportler, die im Rollstuhl sitzen.

Eine Frau hatte ein besonderes Lächeln.

Sie sah wunderschön aus, nachdenklich, entschlossen.
Ich fragte mich, wie ihre Geschichte aussieht.
Nach der Veranstaltung fand ich es heraus.

Pascale Bercovitch lebte als 17-jährige in Frankreich.
Sie rutschte auf Eis aus, als sie zur Schule eilte, um eine Prüfung abzulegen
und ein Zug überfuhr sie. Beide Beine waren abgetrennt.

Trotzdem machte sie Aliyah,
diente freiwillig in der Armee;
heiratete und gründete eine Familie.

48 Sportler treten in Rio 2016 in
verschiedenen Sportarten an.
Pascale Bercovitch
bestreitet ihre dritten Paralympics,
sie fährt Kajak.
Als wäre das für die beidseitig Amputierte nicht genug,
war sie bei ihren ersten Paralympics 40 Jahre alt.

Jeder einzelne Sportler hat eine beeindruckende Geschichte.
Jeder paralympische Sportler hat eine Geschichte.
Ich hatte über eine Frau mit einem strahlenden Gesicht
und einem großen Lächeln gestaunt,
hätte mir aber nie eine solche Geschichte vorstellen können.
Ihre positive Haltung zeigt uns, wie man
in olympischer Größenordnung Erfolg haben kann.

Alles Gute für Pascale
und all die anderen Sportler,
die sich auf den Weg nach Brasilien machen.

Folgen Sie dem Team Israel.

Die Woche des Jerusalem Film Festival

The Real Jerusalem Streets, 13. Juli 2016

Sommer in Jerusalem
und seit mehr als 30 Jahren

hat das Jerusalem Filmfestival
tausende Filme gezeigt.

Dieses Jahr werden zum ersten Mal
Filme im Gan Ha’atzmaut,
dem Unabhängigkeitsgarten,
im Wilf-Garten.

Die Sicherheitsvorkehrungen sind so streng,
dass ich nicht näher herankam ohne eine Eintrittkarte zu kaufen.

Aber die Hauptveranstaltungen werden in der Regel
in der Cinematheque gezeigt
wo endlich zum ersten Mal

behinderte Kinobesucher ohne Stufen Zugang haben,
indem sie diesen neu gebauten Aufzug nutzen.

ich finde, es lohnt sich auch nur wegen der Aussicht hinzugehen.

Der Eröffnungsabend des Festivals
wurde allerdings im Teich des Sultans veranstaltet.

Selbst der Davidturm, der nicht sonderlich weit weg ist,

erscheint vor der Größe dieses Bildschirms im Freien klein.

Sport- und Kulturministerin Miri Regev
gehörte zu den Rednern.

Sondergast war der Regisseur und Filmstar

Quentin Tarantino, der von Bürgermeister Nir Barkat
vor der Filmvorführung einen Sonderpreis erhielt.

Der Star des Films Emma Suarez,

stand auf der Bühne und nahm Blumen entgegen.

So viele Momente gab, in denen Tarantino zu sehen war,
nehme ich an, dass Emma durch Jerusalem gehen konnte ohne bemerkt zu werden.

Am selben Abend erhielt
der israelische Sänger Idan Raichel eine besondere Ehre
vom B’nai Brith World Center in Anerkennung
der Förderung der Beziehungen zwischen Israel und der Diaspora.
Ich habe ihn umgeben von kreischenden Fans gesehen
die sich darum bemühten nahe genug an ihn
heran zu kommen, um ein Selfie zu machen,
aber als Idan den Saal betrat,

war ich die einzige, die herüber kam.

Wenigstens nachdenm er seine Urkunde bekam,

bekam er mehr Beachtung.

Andere Menschenmengen, andere Reaktionen.
Miri Regev wurde während ihrer Rede von einige im Publikum
am Teich des Sultans ausgebuht.

Aber im Jerusalem-Theater, drei Tage später,

bei der offiziellen Feier zum Gedenken an
40 Jahre seit Entebbe

saß Miri Regev mit den Honoratioren in der ersten Reihe.

Als das Programm zu Ende war,

wurde sie von Gratulanten umringt
die Fotos mit ihr machen wollten.

Als das emotionale und gut gemachte Programm
sich dem Ende näherte

glaubte ich zu sehen, dass der Premierminister auf seine Uhr sah.
Der Außenminister von Ägypten war auf dem Weg,
um mit Netanyahu zu Abend zu essen.

Für manche konnte es diese Woche

nichts Wichtigeres geben als die Fußball-Europameisteraschaft
im Fernsehen.

Abends wurden im Alten Bahnhof und
in der Altstadt eintrittsfrei Filme gezeigt,
als das Filmfestival zu Ende ging.

Vielleicht geht es nur mir so,
aber einfach deshalb zu den Mauern der Altstadt zu gehen,
um sie im Sonneuntergang betrachten,
ist wunderbar.