Der Tempelberg – von David gekauft

König David zahlte den vollen Preis für den Tempelberg. Weder er noch sein Nachkommen haben ihn je an jemand anderen verkauft.

(Idee: aus Facebook)

 

Das Goldene Tor – Sha’ar Harachamim auf dem Tempelberg

Israel Daily Picture, 20. Februar 2019

Das Goldene Tor (Sha’ar Harahamim, Gnadentor) in der Altstadtmauer von Jerusalem hat am Yom Kippur, dem jüdischen Versöhnungstag, besondere Bedeutung. Wäre das Tor offen, würde es direkt auf den Tempel-Platz führen. Das Äußere des Tores würde sich zum Kidrontal und den dahinter liegenden Ölbergs öffnen. In talmudischer Literatur war das Tor auch als Schuschan-Tor bekannte, weil es in östlicher Richtung (zur persischen Stadt Schuschan) liegt und vielleicht auch wegen der Rolle, die vom persischen König Kyros bei der Rückkehr der Juden nach Jerusalem nach dem babylonischen Exil spielte.

Das Goldene Tor, betrachtet vom Tempelplatz aus (1860)

Gemäß jüdischer Tradition nahm ein Botschafter (in der Regel ein Priester) am Yom Kippur ein Opferlamm vom Tempel mit durch das Tor in die Wüste. Die Reinigungszeremonie Rotes Kalb involvierte ebenfalls ein Opfer durch das Tor im Osten hin zum Ölberg zu bringen.

Das Innere des Goldenen Tores. Stammen die Säulen vom Tempelgebäude? (1900)

Anders als die meisten anderen Tore Jerusalems war das Goldene Tor ursprünglich mindestens ein Jahrtausend zuvor gebaut, als Süleiman der Prächtige die Mauern Jerusalems 1540 wieder aufbaute. In der Tat glauben einige Archäologen, dass das ursprüngliche Tor, das auf den Bau des Herodes oder sogar die Zeit Nehemias (440 v.Chr.) zurückgeht, heute noch unter dem aktuellen Tor besteht. Vielleicht wegen der großen religiösen Bedeutung des Tores für Juden und Christen als der Route des Messias nach Jerusalem hinein wird angenommen, dass Suleiman das Tor versiegelte und den Bau eines muslimischen Friedhofs vor dem Tor erlaubte.

Von hebräischer Schrift auf den inneren Wänden der Torkammer wird angenommen, dass sie von jüdischen Pilgern vor mindestens 1.000 Jahren hinterlassen wurden. (s. Studie von Shulanit Gera, Catedra, auf Hebräisch.)

Die von „Abraham“ in die Mauer geritzten Schriftzeichen.
Diagramm der beiden Ebenen des Goldenen Tores (mit Erlaubnis der Biblical Archeological Review)
Der antike unterirdische Bogen und die Knochengrube. (James Fleming)

Die Theorie eines antiken Tores erhielt 1969 Unterstützung, als ein Archäologie-Student namens James Fleming das heutige Tor untersuchte. Plötzlich gab der vom Regen vollgesogene Boden unter ihm nach und er fand sich in einer Knochengrube wieder, die sich auf einem anderen Tor 8 Fuß unter der Oberfläche befand. Fleming fotografierte diese Entdeckung. Als er am nächsten Tag zurückkam, war das Grab von den islamischen Aufsehern des Friedhofs mit einer Zementplatte versiegelt worden.

Vielleicht stammen die Knochen sogar aus dem Jahr 625 n.Chr., als eine jüdische Revolte die Perser gegen die Byzantiner unterstützte. Angeführt von Benjamin von Tiberias und seiner Arm kontrollierten die Juden die Stadt mehrere Jahre lang, möglicherweise stellten sie sogar die religiösen Bräuche auf den Ruinen des Tempels wieder her. Die Zeit war gekennzeichnet von Abschlachten, das von allen Seiten begangen wurde.

Wer den Status quo untergräbt

Nadav Shragai, Israel HaYom, 24. Februar 2019

Die Palästinenser4 in Jerusalem erzielten den Sieg, den sie am Freitag anstrebten: Muslimische Gottesdienstbesucher drängten in den Bereich des Goldenen Tores auf dem Tempelberg, der seit 2003 wegen dortiger Hamas-Aktivitäten gesperrt war.

Die Polizei akzeptierte die Realität, um weit verbreitete, gewalttätige Zusammenstöße zu vermeiden; sie nahm Dutzende fest, aber solange nichts geschieht, um die Geschichte rückgängig zu machen, bildet der palästinensische Schachzug einen weiteren Schritt in ihrer Jahre dauernde Kampagne die Status quo auf dem Tempelberg zu untergraben, zumeist zugunsten der Palästinenser und zum Nachteil der Juden. Zwei neue Moscheen sind in den Ställen Salomons am Ort der alten Al-Aqsa-Moschee gebaut worden; Einschränkungen dazu, wann und wo Juden der Besuch auf dem Tempelberg erlaubt wird und seit Jahren gibt es fast keine Durchsetzung von Antiquitätengesetzen zu Planungs- und Bauarbeiten. Jetzt haben sie sich auf das Goldene Tor konzentriert.

Der jüngste kalkulierte Schritt wurde von der der Waqf-Kontrolle initiiert, zu der in ihrer neuen, radikaleren Aufmachung Scheik Ikrama Sabri gehört, ein ehemaliger Mufti von Jerusalem und heute Mitglieder der Muslimbruderschaft sowie ein Verbündeter des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan; außerdem Raed Saleh, Führer des verbotenen nördlichen Arms der Islamischen Bewegung. Neben Sabri gehören dem erweiterten Rat eine Reihe offizieller Vertreter der Fatah-Bewegung und der palästinensischen Autonomiebehörde an.

Das ist für Israel eine Wende zum Schlechten. Die Jordanier haben Gegner der israelischen Hegemonie auf dem Tempelberg im Waqf-Rat installiert; Der Waqf-Rat ist das jordanische Verwaltungsgremium, das den Tempelberg und seine Moscheen leitet. Hinter dem Zug steckt ein Ziel: Den USA und Israel soll klargemacht werden, dass dem Status quo auf dem Tempelberg nicht zugestimmt wird, der in Vereinbarungen mit Israel verankert ist; das soll eingeschränkt werden. Was den Jordaniern Angst macht und sie dazu veranlasste diesen ungewöhnlichen Schritt zu gehen, waren Berichte, dass US-Präsident Donald Trumps Friedensplan, der auch den Status von Jerusalem berührt, zu einer pan-islamischen Verwaltung des Tempelbergs aufruft, bei der weitere arabische Länder – darunter Saudi-Arabien – beteiligt wären. Saudi-Arabien kontrolliert bereits die beiden heiligsten Orte des Islam, die Städte Mekka und Medina.

Das Ziel der jordanischen Botschaft ist der Bereich um das Goldene Tor, das bereits Ort für Konflikt gewesen ist. Die Polizei setzte illegalen muslimischen Beerdigungen vor dem Tor ein Ende; zudem gab es dort Rangeleien mit der israelischen Antikenbehörde darüber, was mit den uralten Holzbalken nahe des Goldenen Tores geschehen sollte, von denen einige auf die Zeit des ersten und zweiten Tempels zurückgehen und die vom Dach der Al-Aqsa-Moschee entfernt wurden, nachdem diese 1927 durch ein Erdbeben niedergerissen wurde. Die Balken hatten Jahre lang in der Nähe des Goldenen Tores gelegen, waren den Elementen ausgesetzt.

Jerusalem vernahm die Botschaft, aber es sieht so aus, als sei es zu spät. Der neue Waqf-Rat und die Hamas verbreiten Lügen, Israel plane den Bau einer Synagoge im Goldenen Tor. Sie sind entschlossen den Bereich in das muslimisches Gebetsgebiet auf dem Berg zu annektieren, das ständig ausgeweitet wird. Die erste Schlacht, die am Freitag stattfand, ging an sie. Wir können eine weitere Runde erwarten.

Jerusalem früher und heute (33)

gefunden auf Facebook und eingedeutscht: Was ein Wechsel der Verantwortlichen machen kann…

1967 waren die Jordnanier dort (illegal) zuständig, deren Soldaten da auch durch das Bild marschieren. Es zeigt auch das berüchtigte Mughrabi-Viertel, das abgerissen wurde (und schon von den Jordaniern zum Abriss vorgesehen war). Heute ist vom Schutt und Verfall nichts mehr zu sehen, den die Araber nicht nur angerichtet hatten, sondern auch nicht aufräumten.