Keine Aufstachelung auf twitter? Nicht, wenn es um Israel geht

Das soziale Mediennetzwerk hat Trump dauerhaft blockiert, aber Ayatollah Khameneis Account, der zur Vernichtung Israels aufruft, ist noch da und ihm geht es gut.

Nissan Tzur, Israel National News, 9. Januar 2021

Twitter (Foto: ISTOCK)

Während Twitter die permanente Verbannung von Präsident Trump aus „Angst vor fortgesetzter Aufstachelung zu Gewalt“ verkündete, stellt sich heraus, dass die Accounts von Einzelnen, die das soziale Mediennetzwerk gegen Menschen oder Gruppen nutzen, die sie als „minderwertig“ betrachten, darunter einige, die zur Vernichtung des Staates Israel und des jüdischen Volks aufrufen, weiter ihre Botschaft mit wenig oder gar keiner Zurückhaltung verbreiten.

Irans „oberster Revolutionsführer“, Ayatollahl Ali Khamenei, nutzt z.B. seinen Account regelmäßig, um Israel, den USA und anderen westlichen Ländern zu drohen.

In einem Tweet aus 2018, der weiterhin auf seinem Account steht, drohte der „oberste Revolutionsführer“ Israel zu vernichten; er schrieb: „Unsere Haltung gegen Israel ist dieselbe, die wir immer eingenommen haben. Israel ist ein bösartiges Krebsgeschwür in der Region Westasiens, das entfernt und ausgemerzt werden muss. Das ist möglich und es wird geschehen.“

Letzten Juli veröffentlichte Khamenei einen Post, mit dem er schwor für die Ermordung des Quds Force-Generals Qassem Suleimani im Januar des Jahres Rache zu nehmen.

Im Mai letzten Jahres bekräftigte Khamenei seinen Aufruf zur Vernichtung des jüdischen Staates.

2014 twitterte Irans „oberster Revolutionsführer“ einen Neun-Punkte-Plan, in dem er die Mittel zur Beseitigung Israels explizit aufführte.

Nicolas Maduro, der systematischer Menschenrechtsverletzungen beschuldigte Diktator Venezuelas, ist ein weiterer Führer eines Schurkenregimes mit einem aktiven Twitter-Account, der Botschaften zur Unterstützung von Kommunismus und Hass auf die USA verschickt.

Medienorgane, die die chinesische Kommunistische Partei vertreten, sind ebenfalls dafür bekannt ihre Botschaft über Twitter zu verbreiten. Zum Beispiel twitterte People’s Daily, das als Haupt-Propagandaapparat der chinesischen Regierung gilt, im letzten November: „Alle verfügbaren Beweise deuten darauf hin, dass der Coronavirus nicht aus Wuhan stammt, sondern über importierte Tiefkühl-Lebensmittel und ihre Verpackungen nach China kam.“

Andere hoch umstrittene Persönlichkeiten wie der ehemalige NFL-Star O.J. Simpson, der wegen der Ermordung seiner Ex-Frau und ihres Partners 2008 angeklagt und wegen Raub und versuchter Entführung zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, betrieben weiterhin ohne Unterbrechung Twitter-Accounts.

Sogar der radikale Prediger der Nation of Islam, Louis Farrakhan, der weithin als der boshafteste Antisemit der Welt gilt, sowie der bekannte Neonazi Richard Spencer ziehen weiterhin Nutzen aus der Plattform und verbreiten ihre Botschaft über sie.

Bewirbt sich da einer für die Liste der schlimmsten Antisemiten 2021?

In der FAZ vom 2. Januar sinniert Timo Frasch über Politiker und ihr Verhältnis zur Kamera. Dabei fällt ihm im Zusammenhang mit Verabschiedungen nach Interviews folgendes ein:

Auf eine Geste jedoch wird man nicht so schnell festgenagelt wie auf ein freundliches Wort, das, wenn es zwischen Journalist und Politiker fällt, im Volk schnell Mutmaßungen weckt, dahinter verberge sich ein zionistischer Kinderschänderring. (Hervorhebung hinzugefügt.)

In dem gesamten Text fällt auf, dass a) nur „C“-Politiker (negativ) angeführt werden und es b) ansonsten zu nichts eine Beziehung gibt, das hier das Einbringen von „zionistisch“ irgendwie rechtfertigen könnte. Es gibt keinerlei Beziehung zu irgendetwas, wodurch „Kinderschänderring“ mit einem ideologischen, ethnischen oder sonstigen Adjektiv versehen werden müsste.

Da darf die Frage gestattet sein, wieso dieses Adjektiv – „zionistisch“ – hier verwendet wurde.

Sollte dem mehr oder weniger vielleicht geneigten Leser dazu einfallen, dass Kinderschänderringe offenbar etwas Zionistisches – also Jüdisches – sind? Dass Kinderschänderringe von Zionisten/Juden betrieben werden? Wo sind diese zionistischen Kinderschänderringe bisher aufgedeckt worden? Oder arbeiten sie im Geheimen und wurden bisher nicht entdeckt? Oder gar von den Behörden ignoriert, weil die Juden diese so im Griff haben wie die Banken und die Politik? Mir ist bisher kein solcher „zionistischer Kinderschänderring“ bekannt, auch keine Berichterstattung über einen solchen. Muss an der jüdischen Weltverschwörung liegen…

Hätte Herr Frasch nicht „muslimische Kinderschänderringe“ schreiben können? Oder zumindest „islamistische Kinderschänderringe“? Schließlich gibt es dafür in Großbritannien Beispiele zuhauf. Dann hätte das wenigstens einen Bezug zur Realität, wenn auch nicht zur deutschen Politik in ihrem Verhältnis zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aber das geht natürlich nicht, Islamophobie ist so verpönt, dass die britischen Behörden Jahre lang die Augen vor den „asiatischen“ Kinderschändern verschlossen. Da kann ein deutscher Redakteur nichts schreiben, was zwar der Realität näher kommt als „zionistischer Kinderschänderring“, aber absolut politisch nicht korrekt ist.

Auch ein „lipperländer Kinderschänderring“, alternativ „ostwestfälischer Kinderschänderring“ (Stichwort Lügde) durfte anscheinend nicht sein. Dabei haben wir im eigenen Land ausreichend skandalös agierende Leute. Warum also nicht? Stigmatisierung der dortigen Bevölkerung, die nicht geht?

Nein, wenn schon, dann müssen Juden herhalten. Das geht immer, auch im Erfinderland des Holocaust dürfen Juden heutzutage wieder (oder immer noch?)  stigmatisiert werden. Das geht, kein Problem. Da regen sich nicht viele auf, die paar Juden, die sich vielleicht mucken, fallen nicht ins Gewicht, die regen sich ja sowieso ständig wegen irgendwelchem Antisemitismuskrams auf. Dabei wissen wir doch alle, dass Antisemitismus exklusiv Rechtsextremen gehört und in der Geschichte bekämpft werden muss.

Wahrscheinlich müssen wir Herrn Frasch auch noch dankbar sein, dass er uns so gut demonstriert hat, dass der Antisemitismus so mitten in der Gesellschaft „angekommen“ (oder nie weg gewesen?) ist bzw. festsitzt, dass ein Redakteur der Frankfurter Allgemeine Zeitung sich eine solche Ungeheuerlichkeit leisten kann.

Simon Wiesenthal Center, bitte merken Sie Herrn Timo Frasch schonmal für 2021 vor!

PS: Bis zum Schreiben dieses Textes habe ich lediglich auf twitter zwei Reaktionen gefunden, hoffentlich folgen weitere; bei Herrn Frasch, der seinen Kommentar natürlich verlinkte, gab es bisher auch keine kritischen Kommentare:

Abrechnung mit ÖR Programm ist nicht neu. Übel ist, wenn für die Darstellung schlechten Programms Juden oder Israel hinhalten müssen.
@FAZ @TimoFrasch beschreibt angebliche qualitative Mängel als „zionistischer Kinderschänderring“. Antisemitischer geht kaum!

Ist „zionistischer Kinderschänderring“ als Kraftausdruck angebracht, @faznet, @FAZ_NET? Oder ist @TimoFrasch einfach ein [INSERT Kraftausdruck]? Worte schaffen Feindbilder. Sie bleiben hängen. Daher sollten wir auf unsere Sprache achten! https://m.faz.net/aktuell/politi

Wie man sich eigenständig informieren kann – verlässlich

Twitter wird es nie zugeben, aber Internetseiten, die nicht genehm sind, werden gerne  mal in einen „Shadowban“ gesteckt. Facebook agiert ähnlich.

Twitter, Facebook und YouTube (Google) legen Wert darauf, Accounts zu sperren, denen vorgeworfen wird, sie würden gegen die Regeln der Plattformen verstoßen – natürlich ohne das konkret zu benennen und zu belegen und ohne Möglichkeit, diese auch noch einzufordern. Dazu durfte ein User gerade selbst die entsprechende Erfahrung mit Einträgen aus meinem Blog machen. Das war noch harmlos im Vergleich zu anderen Usern, deren Konten komplett gesperrt bis gelöscht wurden.

Solche Erfahrungen machen deutlich, dass uns über soziale Plattformen eher einseitige Informationen vermittelt werden. Twitter gibt ja offen zu, dass in Sachen Corona gelöscht wird, was nicht genehm ist. Twitter hat US-Präsident Trump zensiert, nachdem ihn zu sperren – auch mit juristischen Mittel bzw. deren Androhung – gerade noch verhindert werden konnte. Es haben aber nicht alle so viel Glück wie Trump.

Bei Facebook wurde von einigen mehr oder weniger Prominenten über Klagen dafür gesorgt, dass ihre Inhalte wieder freigegeben wurden. Seltsamerweise fast immer nur bei Nutzern, die konservativ-aufklärerisch tätig sind und linke Machenschaften offenlegen; oder die von extremistischen und nicht ganz so extremistischen Muslim-Aktivisten. Die ach so sozialen Medienplattformen gehen massiv gegen alles und jeden vor, der vom aktuellen politischen Mainstream nicht gewünscht ist und argumentativ dagegen hält.

Jetzt beschreibt ein ehemaliger Muslim, dass er auf YouTube, twitter und Facebook gesperrt wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass er eine enorm große Anhängerschaft verliert, neu ist, dass diese gleich bei allen dreien der Fall ist. Kian hat es sich zur Aufgabe gemacht, über den Islam aufzuklären. Er kann das aus seiner eigenen Erfahrung und dem, was er früher glaubte, sehr kompetent machen. Dass der Islam (und viele Muslime) dabei nicht gut wegkommen, versteht sich wohl von selbst. Das passt aber nicht in die heutige Zeit, denn Aufklärung dieser Art kann so wahr und korrekt sein, wie sie will, sie wird nicht akzeptiert und soll unterdrückt werden.

Nun ist es leider so, dass die meisten Internetnutzer sich über diese Plattformen informieren. Sie wissen nicht – oder wollen nicht wissen – wie sie desinformiert sie sind, weil ihnen ganze Batterien an  Informationen vorenthalten werden. Twitter, YouTube und Facebook gerieren sich mindestens so einseitig wie die Mainstream-Medien und behaupten auch noch das im Namen der Meinungsfreiheit zu tun.

Aber was sollte der interessierte Nutzer tun, um sich trotzdem umfangreich und vielfältig zu informieren?

Es gibt (leider?) nur eine Möglichkeit: Wann immer man auf eine Seite trifft, die interessant ist, sollte man sie abonnieren – per E-Mail. RSS-Feed oder indem man den Link in seinen Favoriten speichert und diesen regelmäßig anklickt.

Das ist inzwischen das einzige Mittel, nicht von den Informationen abgeschnitten zu werden, die außerhalb dessen liegen, was in den gängigen Medien gebracht und propagiert wird. Alternative Medien sind eine unverzichtbare Ergänzung zu dem, was uns allenthalben vorgesetzt wird, wenn wir uns selbst ein Bild machen wollen, was wir glauben können und was nicht. Und wir sind darauf angewiesen, uns selbst zu informieren. Weder unsere „Traditionsmedien“ noch die „sozialen“ Medien sind bereit, uns diese Möglichkeit zu bieten.

Gewalttätiger Antisemitismus bei amerikanischen Antirassismus-Demonstrationen

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Bei mehreren Demonstrationen gegen Einschränkungen der Freiheit wegen der Corona-Pandemie in Deutschland gab es antisemitische Vorfälle. Das Eindringen von Judenhass, der nichts mit etwas Jüdischem oder Israelischem zu tun hat, ist bei westlichen Massenprotesten in den letzten Jahrzehnten eine regelmäßige Erscheinung gewesen. Jetzt ist eine noch üblere Veranschaulichung dieses Phänomens aufgetaucht: Die gewalttätige Bekundung von Antisemitismus während der antirassistischen Proteste in den Vereinigten Staaten nach dem Mord an George Floyd durch einen Polizisten in Minneapolis.

Mehrere der Demonstrationen waren von Brandstiftungen und Plünderungen begleitet. Einige der schlimmsten Gewalttaten fanden in Los Angeles statt. Verschiedene jüdische Läden im Viertel Fairfax wurden zerstört. Eine Vielzahl jüdischer Institutionen wurde beschädigt, darunter Synagogen und eine Schule. Eine Statue von Raoul Wallenberg wurde mit antisemitischen Parolen beschmiert.[1] In Richmond (Virginia) wurden der Reformgemeinde Beit Ahaba von Randalierern die Fenster eingeschlagen.[2] Synagogen anzugreifen ist eine antisemitische Tat.

Zahlreiche Kommentatoren haben Aspekte des Antisemitismus in den Demonstrationen herausgestellt. In der britischen Tageszeitung Telegraph schrieb Zoe Strimpel: „Doch an der Seite derer, die friedlich protestieren, befinden sich Kriminelle, die im Namen der sozialen Gerechtigkeit plündern. Einige davon tun es im Namen des Antirassismus – wie oben gesehen – und einige im Namen des Antifaschismus. Rädelsführer der Antifaschisten ist die widerliche Gruppe Antifa.

Während die Antifa über Juden hinaus geht, scheint es so, dass Menschen, die vorgeben ‚Antifaschisten‘ oder ‚Antirassisten‘ zu sein, über kurz oder lang anfangen sich wie die niedrigsten Kriminellen und Rüpel zu verhalten und eine Sache als Vorwand für Vandalismus und Zerstörung zu benutzen … Es ist von bemerkenswerter Ironie, dass es da, wo die Antifa sich ist, Antisemitismus gibt.“[3]

Melanie Phillips stellte die seltsame Einstellung vieler jüdischer Organisationen heraus. Sie schrieb, dass 130 Organisationen in einer Stellungnahme des Jewish Council of Public Affairs sagten, sie seien „empört von dem Tod Floyds, erklärten ‚Solidarität‘ mit den Gemeinschaft der Schwarzen und forderten ‚ein Ende‘ des ‚systematischen Rassismus‘.“ Phillips merkte an: „Sie protestieren nicht gegen die ausdrücklich gegen Synagogen und jüdische Geschäfte gerichteten Angriffe.“ Phillips bezeichnete Black Lives Matter als „antiweiße, antikapitalistische und antijüdische Hassgruppe.“[4]

Die amerikanische Bewegung Black Lives Matter will die Verfehlungen berichtigen, die in Vergangenheit und Gegenwart an afroamerikanischen Bürgern begangen wurden. Ihr 40.000 Worte starkes Manifest beschuldigt Israel an den Palästinensern Völkermord begehen, etikettiert Israel als „Apartheid-Staat“ und schloss sich mit der BDS-Bewegung in der Forderung nach totalem akademischem, kulturellen und Wirtschaftsboykott des Landes zusammen. Solche Forderungen wurden gegen keinen anderen Staat erhoben.[5]

In einem Blog der Zionist Organization of America sprach auch Daniel Greenfield die Haltung der jüdischen Organisation an; er schrieb: „Man sollte glauben, dass der hasserfüllte Vandalismus an acht jüdischen Institutionen und ein Mob, der Beleidigungen brüllte, nachdem er jüdische Geschäfte demolierte, zu einer Art aussagekräftiger Antwort führen würde. Aber das wäre die optimistische Sichtweise von Menschen, die das ungebrochene Maß an Feigheit und Beschwichtigung nicht erlebt haben, das das Leben jüdischer Institutionen auf praktisch jeder Ebene umfasst.[6]

Palästinenser und Propalästinenser sprangen ebenfalls auf die Krawalle auf. A. J. Caschetta schrieb: „In der Zeit, in der George Floyd getötet wurde … – am Montag, 25. Mai – war es unausweichlich, dass sein Tod von der BDS-Bewegung manipuliert wurde. Am nächsten Tag twitterten BDS und Palestine Solidarity-‚Arbeitsgruppe‘ der Democratic Socialists of America, dass „die Polizeigewalt, die heute in Minneapolis stattfindet, direkt aus dem IDF-Handbuch stammt … US-Polizisten trainieren in Israel.‘“[7]

Der Guardian druckte einen Artikel seines Korrespondenten Oliver Holmes unter dem Titel Palestine Lives Matter. „Dass Israel einen autistischen Mann tötete, zieht Vergleiche mit den USA an.“ Der Artikel bezog sich auf die Tötung eines unbewaffneten Palästinensers durch die israelische Polizei, die ihn irrigerweise für einen Terroristen hielt. Das führte zu einer Entschuldigung des israelischen Verteidigungsministers. Auf diese Tragödie verwiesen palästinensische, israelische und US-Aktivisten fälschlich als Beispiel dessen, was sie als ähnliche Gleichgültigkeit zum Leben von Palästinensern und Schwarzen in Israel und den USA geltend machen.“[8]

Adam Levick von CAMERA reagierte: „Holmes geht weiter als nur die zwei Vorfälle zu notieren, indem er Narrative befördert, die unter Antzionisten und Antisemiten üblich sind und nahelegen, dass der israelisch-palästinensische Konflikt einer zwischen rassistischen „Weißen“ (Israelis) und unterdrückten „Farbigen“ ist.[9]

Levick fügte hinzu, dass Holmes den israelischen Journalisten Gideon Levy zitiert und ihn als eine der prominentesten Stimmen gegen die Besatzung im Land bezeichnet. Levick kommentiert: „Levy ist aber nicht nur eine Stimme ‚gegen die Besatzung‘. Er ist ein Antizionist, der eindringlich suggeriert, der Zionismus sei ein inhärent rassistisches Unterfangen – Rhetorik, die gemäß der IHRA-Arbeitsdefinition als antisemitisch betrachtet wird. Heißt: Levy ist ein israelischer Jude, der von stramm linken Publikationen wie dem Guardian dazu benutzt wird hasserfüllte Auffassungen vom jüdischen Staat zu legitimieren.“[10]

Micha Danzic schrieb im Jewish Journal: „Unmittelbar nach dem schrecklichen Tod von George Floyd erlebten wir, dass furchtbare Bilder in zahlreichen antiisraelischen Accounts in sozialen Medien gepostet wurden, mit denen versucht wurde Israel mit seinem Tod in Verbindung zu bringen. Einige waren unverhohlene Fälschungen – so ein Bild eines chilenischen Polizisten mit seinem Knie auf dem Hals einer Person – aber einer Bildbeschreibung, die fälschlich angab, das sei ein israelischer Soldat. Andere hatten die Form von Karikaturen, die einen Soldaten mit dem allgegenwärtigen Davidstern auf dem Arm, mit dem Knie auf dem Hals eines Arabers in Keffiyeh, direkt neben dem Bild eines Polizisten wie Derek Chauvin [dem Polizisten, der Floyd tötete] mit dem Knie auf dem Hals eines Afroamerikaners.“[11]

Das Palestinian Museum in Woodbridge (Connecticut) postete eine Zeichnung des palästinensischen Künstlers Waleed Ayyoub, das das Gedenken an George Floyd ehrte und palästinensische Solidarität mit der afroamerikanischen Gemeinschaft in ihrem Kampf gegen Rassismus und Ungerechtigkeit zum Ausdruck brachte. Floyd wurde mit einer Keffiyeh vor dem  Hintergrund der palästinensischen Flagge dargestellt.[12]

Auch in der Vergangenheit ist die Tötung eines Schwarzen durch amerikanische Polizei von schwarzen Anti-Israel-Hetzern missbraucht worden. A. J. Caschetta schreibt, dass die Parallele zwischen amerikanischen Schwarzen und Palästinensern eingeführt wurde, als „Ferguson in Missouri der ‚Ground Zero‘ für Demonstrationen gegen die Polizei wurde. Die Krawalle brachen aus, nachdem der Polizist Darren Wilson aus Ferguson den Afroamerikaner Michael Brown erschoss. Nach Browns Tod gab die offizielle Internetseite der BDS-Bewegung eine Erklärung aus, in der „große Solidarität mit der afroamerikanischen Gemeinschaft in Ferguson (Missouri)“ ausgedrückt wurde.[13]

2016 nutzte die Universitätsprofessorin, Hetzerin gegen Israel und militante amerikanische Schwarzenaktivistin Angela Davis den Tod von Michael Brown für denselben Zweck. Sie veröffentlichte ein Buch mit Reden und Interviews. Obwohl der größte Teil des Buches sich mit anderen Dingen beschäftigt, gab sie ihm den Titel: Freedom is a Constant Struggle: Ferguson, Palestine and the Foundations of a Movement.[14]

Die aktuelle große Antirassismus-Debatte und -Demonstrationen stellen eine Herausforderung für jüdische Organisationen dar. Sie müssen auf einem schmalen Grad zwischen der Identifikation mit dem Kampf der schwarzen Gemeinschaft gegen Rassismus – solange er friedlich verläuft – und der Aufdeckung des Antisemitismus in der Bewegung Black Lives Matter balancieren.[15]

[1] www.jta.org/2020/06/02/united-states/los-angeles-jews-take-stock-after-george-floyd-protests-batter-local-institutions

[2] www.jpost.com/diaspora/us-antisemitism-envoy-condemns-ransacking-of-synagogues-in-la-protests-629991

[3] ebenda

[4] www.melaniephillips.com/victim-culture-tears-jewish-moral-norms6343-2/

[5] http://www.tabletmag.com/sections/news/articles/from-left-to-right-jewish-groups-condemn-repellent-black-lives-matter-claim-of-israeli-genocide

[6] https://zoa.org/2020/06/10440646-the-los-angeles-pogrom-that-no-jewish-organization-will-talk-about/

[7] www.jns.org/opinion/an-american-intifada/

[8] www.theguardian.com/world/2020/jun/01/palestinian-lives-matter-israeli-police-killing-of-autistic-man-draws-us-comparison

[9] https://camera-uk.org/2020/06/02/guardian-exploits-george-floyd-killing-to-vilify-israel/?fbclid=IwAR33hwg04_3zjQ8rWaigjGkR8Z4xNfLJu7-26OQ1nx0jm3WH23nrlN6guys

[10] ebenda

[11] https://jewishjournal.com/commentary/opinion/317074/we-should-not-have-choose-between-advocating-for-black-lives-and-fighting-against-anti-semitism/

[12] http://www.facebook.com/PalestineMuseum.US/photos/a.132412804028008/624793984789885/?type=3&theater

[13] www.jns.org/opinion/an-american-intifada/

[14] Freiheit ist ein ständiger Kampf: Ferguson, Palästina und die Gründung einer Bewegung – www.amazon.com/Freedom-Constant-Struggle-Palestine-Foundations/dp/1608465640

[15] https://jewishjournal.com/commentary/opinion/317074/we-should-not-have-choose-between-advocating-for-black-lives-and-fighting-against-anti-semitism/

Die (US-) Demokraten führen Krieg

Vorbemerkung: Am Mittwochabend, 3. Juni, hörte ich von einer Bekannten die Bemerkung „ein Trump, der sich den Weg zu einer Kirche freischießen lässt“. Sie war richtig erbost über Trumps übles Verhalten. Mal abgesehen davon, dass ich auch in deutschen Medien bis dahin nichts von Schüssen gehört hatte, wollte ich wissen, ob ich irgendwo auf Deutsch Informationen bekomme, was tatsächlich dort ablief. Unisono wurde davon „berichtet“, dass Trump mit Tränengas und Knüppeln friedliche Demonstranten „beiseite räumen“ ließ. Das kann man auch ganz anders sehen und dabei ein paar Fakten weitergeben, die hier immer ausgelassen werden.

Eine große Partei schließt sich dem Feind an.

David Horowitz, FrontPage Magazine, 3. Juni 2020

Die Demokratische Partei befindet sich mit Amerika im Krieg. Das ist die deutliche Botschaft der Reaktionen der Demokraten auf die Krise, die unsere Nation im Verlauf der letzten sechs Monate verschlingt, aus unseren Straßen Kriegsgebiete gemacht und kleine Geschäftsgemeinschaften zerstört hat, die das Lebensblut unseres Systems sind. Als das Land im Januar von einem tödlichen Virus aus China angegriffen wurde, attackierten die Demokraten die Bemühungen des Präsidenten ihn an der Grenze aufzuhalten, dann machen sie ihn für die 100.000 Toten verantwortlich, die folgten. Allerdings kontrollierten demokratische Gouverneure das Gesundheitssystem aller wichtigen Zentren der Zerstörungen durch Covid-19 und waren zu 100% verantwortlich für alle fehlgeschlagene Politik.

Als der Präsident im Mai versuchte die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, erließen demokratische Gouverneure drakonische Erlasse zur Verhaftung von Einzelpersonen, die ihre „Social Distancing“-Verfügungen dadurch verletzten, dass sie in Parks spazieren gingen, an Stränden lagen und – am schlimmsten – versuchten ihre Friseurläden und -Salons wieder in Gang zu bringen. Als eine direkte Konsequenz dieser verhängten Schließungen verloren 40 Millionen Amerikaner ihre Jobs. Für viele von uns war das Ziel der Demokraten klar: Die Wirtschaft sollte abstürzen und die Folgen dem Präsidenten angehängt werden. Das wurde zum Dauerthema ihrer politischen Äußerungen und Werbung.

Diese aufwieglerischen Attacken der Demokraten auf den Oberkommandierenden mitten im Krieg gegen einen unsichtbaren Feind behielten allerdings einen Deckmantel der Plausibilität, durch die Ungewissheiten, die den Virus und wie er sich verbreitet, umgeben. Die Maske wurde fallen gelassen, als infolge der furchtbaren Ermordung George Floyds Unruhen ausbrachen. In deren Schlepptau füllten sich Amerikas Straßen mit massiven Menschenmengen und, wie sich herausstellte, mit innerstaatlichen Terroristen. Diese Terroristen, angeführt von der kommunistischen Organisation Antifa, nutzten die Proteste als Tarnung für gewalttätige und hasserfüllte Angriffe auf gewöhnliche Bürger und ihre Geschäfte. Als diese Angriffe ins Abfackeln von Innenstädten und die Verwüstung armer Gemeinden eskalierten, wurde die Scheinheiligkeit der Demokraten und ihre wahren Absichten unvermeidlich deutlich.

Praktisch das gesamte Chaos konzentrierte sich auf von Demokraten kontrollierte Bundesstaaten und Städte. Dieselben Bürgermeister, die örtliche Geschäftsleute und gewöhnliche Bürger wegen Versammlung in Gruppen von mehr als zehn Personen ins Gefängnis steckten, blieben vollkommen still, als sich Mengen aus tausenden Menschen bildeten, um ihre Städte auseinanderzunehmen. Derweil wurde von diesen demokratischen Gouverneuren und Bürgermeistern kein einziges Wort dazu geäußert, keine einzige Verhaftung vorgenommen, um diese Protestler und Randalierer davon abzuhalten die Verordnungen zum Social Distancing zu verletzten, die sie genutzt hatten, um in der Woche zuvor noch Kirchen und Gotteshäuser zu schließen. Während Geschäfte, Wohnhäuser und sogar Polizeiwachen von gewalttätigen Radikalen abgefackelt wurden, während gewöhnliche Bürger terrorisiert wurden, zögerten demokratische Gouverneure ihre Nationalgarden zu mobilisieren und die Krawalle abzuwürgen.

Dieses Widerstreben wurde zum aktiven Widerstand, als sie den Appellen des Präsidenten trotzten eine Maßnahme zu treffen, die nötig ist, um die Terroristen aufzuhalten und Recht und Ordnung in unseren Städten wiederherzustellen. Einer der Furcht einflößensten Anblicke in all dem Chaos war die direkte Bedrohung, die Terroristen für das Weiße Haus darstellten. Tausende Randalierer und anderer Protestler sammelten sich vor dem Weißen Haus.

Was machten die Protestler überhaupt am Weißen Haus? Der Präsident hatte den Mord an George Floyd verurteilt und unmittelbar nach dem Ereignis dessen Familie angerufen. Es gab im gesamten Land keinen Politiker oder öffentliche Person, der den Mörder-Polizisten verteidigte. Warum bedrohten diese Menschenmengen das Weiße Haus und griffen den Secret Service an – der infolge der gewalttätigen Angriffe bereits fünfzig Verletzte zu beklagen hatte? Jeden Abend in der Woche davor hatte der „friedliche Protest“ sich in gewalttätige Angriffe auf Gesetzeshüter und die Umgebung gekehrt. Und Nacht um Nacht unterließ es der demokratische Bürgermeister von Washington die Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, die nötig sind, um die Straße vor dem Weißen Haus zu einem für die Mitglieder unserer Regierung, einschließlich des Präsidenten, zu einem sicheren Ort zu machen.

Am Sonntag, 31. Mai, legte der Mob vor dem Weißen Haus in der 200 Jahre alten St. John’s-Kirche Feuer. Der Präsident hatte die Nase voll von der Unterstützung, die demokratische Gouverneure und Bürgermeister dem Aufstand und der Gewalt geben, also entschied er sich zu einem mutigen Schritt. Am Montag, 1. Juni zog er eine überwältigende Anzahl Nationalgardisten zusammen und forderte eine frühe Sperrstunde, um die Straßen zu räumen und den aufrührerischen Gouverneuren und Bürgermeistern zu demonstrieren, was sie zu tun haben. Die Nationalgarde trieb den wütenden Mob – Protestler und Terroristen – vom  Weißen Haus weg und brachte dann gingen der Präsident und Schlüsselmitglieder seines Kabinetts zur Kirche hinüber.

Jeder Amerikaner, der sich um sein Land und seinen Präsidenten sorgt, der diesen Gang sah, hielt den Atem an, unsicher, ob der Präsident und sein Kabinett angegriffen und womöglich ermordet werden würde. Doch kaum waren sie damit fertig, verhöhnten CNN und die demokratischen Medien den Präsidenten und schufen das neue Gesprächsthema der Demokraten: Trump hatte der Nationalgarde befohlen Tränengas zu verwenden, um eine Gruppe friedlicher Protestler anzugreifen, um seinen Narzissmus für einen Fototermin zu füttern. Als ob Donald Trump einen Fototermin bräuchte und als hätten die friedlichen Protestler im ganzen Land nicht systematisch den schwarz gekleideten Antifa-Terroristen Schutz geboten, die überall Unheil anrichteten. Als würde die Verwendung von Tränengas nicht die Bedrohung offenlegen, die eine Menschenmenge darstellt, die bereit ist Sperrstunden vor dem Weißen Haus zu übertreten und den Repräsentanten der Polizei abhält Widerstand leistet, die sie dreimal aufgefordert hatten den Ort zu verlassen.

Zusammen mit Joe Biden, Nancy Pelosi, Chuck Shumer und dem demokratischen Bürgermeister von Washington DC verurteilte Senatorin Elizabeth Warren das Handeln des Präsidenten, was in der Parteilinie zusammengefasst ist: „Der Präsident der Vereinigten Staaten beschießt friedliche Demonstranten mit Tränengas, um den Weg für eine sinnlose Gelegenheit für ein Foto außerhalb des Weißen Hauses frei zu machen – direkt nachdem er schwor das Militär gegen das eigene Volk zu mobilisieren. Leben und unsere Demokratie sind in Gefahr.“ Leben und  unsere Demokratie sind definitiv in Gefahr. Aber die Gefahr kommt aus einer Demokratischen Partei, die sich mit dem eigenen Land im Krieg befindet und bereit ist einer Terror-Macht, der Antifa, zu helfen und sie aufzuhetzen, die sich die Zerstörung des Landes zum Ziel gesetzt hat.

Fakten-Checker von Facebook – inkompetent oder böswillig?

Nachricht von Facebook:

 

 

Das führte zu folgender Nachricht:

Das ist interessant. Besagtes Foto ist das hier:

Die Begründung dafür, das seien Fake News lautet also, zwei der drei Texte würden den Jungen erwähnen. Ja, was denn sonst? Da steht in dem einen das Wort Portugal mit drin, in noch einem steht das Wort Portugal – und schon ist das Fake News? Haben die die Inhalte überprüft oder nur nach „Portugal“ geguckt? Offenbar Letzteres. Wenn in einer Information gesagt wird, dass der Junge in Portugal starb, in einer weiteren, dass geschrieben wird, er sei in Portugal und zwei anderen Ländern gestorben, dann kommt „Portugal“ zweimal vor.

So sieht also die Qualität der „Faktenprüfer“ von dpa aus, die von Facebook herangezogen werden. Wir werden verarscht ohne Ende!