Alles Nazis!

gefunden auf Facebook (Daniel Seaman) (s. auch Israel National News):

Weil Netanyahu ein Foto mit seinem Hund veröffentlicht hat, setzt Yigal Sarna, linker israelischer Jouranlist, ihn mit Hitler gleich. Wow! Seht euch mal all diese Nazis an!

Sarna_NaziReaganRonald Reagan
Sarna_NaziChurchillWinston Churchill
Sarna_NaziObama1
Sarna_NaziObama2Barack Hussein Obama
Sarna_NaziClintonBill Clinton
Sarna_NaziNixonRichard Nixon
Sarna_NaziFDRFranklin D. Roosevelt
Sarna_Nazi_xTheodore (Teddy) Roosevelt

 

 

Facebook hat Sorge: Das könnte Leute beleidigen

Jews for Judaism, Facebook, 9. April 2015

FB_Auschwitz-beleidigt

Es scheint so, dass jemand sich bei Facbook über dieses Foto meiner Tochter am KZ Auschwitz beschwerte. Als ich es auf Facebook einstellte, schrieb ich:

Meine Tochter Miriam Ciss war heute im Konzentrationslager Auschwitz. Meine Mutter Helena und Tante Dolly überlebten Auschwitz-Birkenau. Das ist nur eines der staunenswerten Fotos, die sie aufnahm. Schabbat Shlom und Frohes Pessach.

Was ist nicht schrieb: dass die Nazis abgesehen von meinen Eltern und der Tante die gesamte Familie meines Vaters wir auch meiner Mutter ermordeten.

Nun, gestern erhielt ich die folgende Benachrichtigung von Facebook:

„Ihr Foto wurde nicht entfernt, weil es unsere Community-Standards nicht verletzt, aber es wurde als instinktlos markiert, weil es andere vor den Kopf stoßen könnte.“

Was denken Sie?

Julius Ciss
Executive Director,
JEWS FOR JUDAISM (Canada)
VISIT: http://www.jewsforjudaism.ca/
FACEBOOK: http://www.facebook.com/jewsforjudaismcanada
YOUTUBE: http://www.youtube.com/user/JewsforJudaismCanada

Facebook findet Antisemitismus ganz in Ordnung!

Heute postete ein Facebook-User, dass Juden auch schonmal getötet werden müssen, weil sie Ungläubige sind. Er wurde Facebook wegen Hassbotschaft gemeldet. Der Beschwerdeführer bekam eine Antwort:*

FB-Antisemitismus-kein-problem

Merke: Judenhass und Judenmord ist nicht verwerflich! Jedenfalls nicht bein einem Zuckerberg und wenn Muslime das von sich geben!

* Der Eintrag auf Facebook wurde inzwischen entfernt (s. Kommentare)

Bei der ZEIT leiden sie unter Begriffsverwirrung oder Antisemitismus

DIE ZEIT online schreibt in der Rubrik Ausland unter der Überschrift „Hayat Boumeddiene soll in Syrien sein“ (Zeitstempel: 11. Januar 2015, 00:01 Uhr) gleich zweimal etwas Seltsames; unter der Überschrift steht in den Kurzinfos zum Text:

Israels Premier fordert seine Landsleute zur Heimkehr auf.

ZEITonline2015-01-11
DIE ZEIT online, 11. Januar 2015, 00:001 Uhr

 

Und im Text heißt es dann noch einmal:

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu rief derweil seine Landsleute zum Auswandern auf.

ZEITonline2015-01-15_2

Netanyahu rief seine Landsleute auf? Die Israelis kann er nicht gemeint habe, die will er nicht gerne außerhalb Israel leben sehen. Dann waren es wohl die französischen Juden, die er meinte – das geht ja auch aus dem Kontext hervor. Dann stellen sich aber Fragen:

Heißt das, dass Benjamin Netanyahu Franzose ist?

Oder heißt es, dass die Juden in Frankreich keine Franzosen sind?

Wenn die ZEIT von den französischen Juden als „Landsleute Netanyahus“ schreibt, unterstellt sie klassisch antisemitisch, dass die französischen Juden keine Franzosen und dem (französischen) Staat gegenüber nicht loyal sind. Schomal darüber nachgedacht, Redaktion der ZEIT?

Der Fall des Harald Doornbos und des blutigen Schuhs

The New Antisemite, 19. Dezember 2014

Dies ist die Geschichte eines blutigen Schuhs:

Wikipedia erklärt: Es handelt sich um

Einen blutdurchtränkten Kinderschuh in einem Einkaufszentrum in der südisraelischen Stadt Aschkelon, nachdem am 14. Mai 2008 eine von palästinensischen Militante im Gazastreifen verschossene Raketen in einem Einkaufszentrum explodierte und mehrere Israelis verletzte, darunter ein Kind und eine Frau und Dutzende weitere Israelis.

Nach dem Taliban-Angriff auf eine pakistanische Schule begann das Bild um die Welt zu gehen, als wäre es aus Peschawar. BBC Trending postete sogar eine Mitteilung darüber, mit der gewarnt wurde, dass es der Schuh eines israelischen Kindes war.

Der niederländische Journalist Harald Doornbos sah die Warnung offensichtlich nicht, denn er twitterte, dass das Bild nicht aus Peschawar war, sondern aus dem Gazastreifen.

TNA-Schuh-tweet0Dieses Bild, das durch die sozialen Medien geht, ist nicht von dem Anschlag auf die Schule in Peschawar, sondern aus dem Gazastreifen von diesem Sommer: pic.twitter.com/XfklDw4aSC
Harald Doornbos (@HaraldDoornbos) 16. Dezember 2014

Und hilfreicherweise sagt er uns, wie er zu diesem Schluss kam. Er führte eine Google-Bildsuche dazu durch und Google schlug vor, er suche nach „tote Kinder in Gaza“ und bot ihm nur pro-palästinensische, antiisraelische Seiten an, die die Lüge verbreiten, dieses Bild sei aus dem Gazastreifen.

TNA-Schuh-tweet1Dieses Bild ist aus Israel. Es wurde Medien gezeigt, nachdem eine Rakete aus dem Gazastreifen ein Einkaufszentrum in der Stadt Aschkelon traf.

TNA-Schuh-tweet2Diese Umkehrsuche über Google images sagt Gaza: https://t.co/4Z0SUXABQN

Als ich eine eigene Suche nach dem Bild durchführe, schlägt Google vor, ich suche nach „israel palestine peace“ und verlinkt mich zu dem Wikipedia-Artikel, der erklärt, woher das Bild kommt. Und wenn ich dieselbe Suche von Doornbos‘ Ergebnissen durchführe, bekomme ich „isis killing children“, was mich auf verschiedene anti-IS-Seiten führt.

Die Sache ist die: Google baut ein Profil seiner Nutzer auf. Liest du gerne etwas über Käsekuche, wir es die auf Käsekuchen-Seiten führen. Verbringst du deine Zeit mit dem Surfen auf Antiisrael-Seiten? Rate mal, was es dir zeigen wird.

Doornbos liebt in einer selbstgemachten Blase und erkennt das nicht einmal. Er glaubt, wenn er googelt, dann durchsucht er das gesamte Internet und bekommt die Story wirklich von allen Seiten. Aber in Wirklichkeit spiegelt Google einfach ihm nur seine eigene Einseitigkeit.

Und das ist die tragische Seite der ganzen Geschichte.

Gedankenverlorenes Territorium: YNet beschränkt antireligiöse Artikel auf 8 pro Woche

Preoccupied Territoriy, 3. Dezember 2014

Tel Aviv, 3. Dezember – Die populäre Internet-Nachrichtenseite YNet kündigte heute an, dass sie während des anstehenden Wahlkampfs die Zahl der Artikel, die Religion und religiöse Menschen einprügeln, auf ein wenig mehr als einen pro Tag begrenzen wird.

Premierminister Benjamin Netanyahu entließ gestern zwei seiner Top-Kabinettsmitglieder, womit Wahlen fast unausweichlich wurden. Der Anlauf auf Landesweite Wahlen sieht die neuen Medien mehr Hetze gegen die Religiösen betreiben als sonst, aber das Management von YNet fürchtet einen Overkill und wird eine Quotenpolitik umsetzen, bis die Wahlen vorbei sind. In der Zwischenzeit werden nicht mehr als 8 Hass auf religiöse Juden anzettelnde Artikel pro Woche veröffentlicht werden.

Die Limits werden nur auf verdrehte Berichterstattung zu tatsächlichen Nachrichten angewendet werden, nicht auf Meinung oder Analyse. Damit wird zwar kaum verborgener Hass auf religiöse Juden und religiöse Rituale mit einem Mindestmaß an Zurückhaltung ausgegeben, die Veröffentlichung wird aber weiterhin Kolumnisten oder Kommentare von außen bringen, die bis zum Rand mit antireligiösen Vorurteilen angefüllt sind.

Das Prinzip heißt Ausgewogenheit, sagt YNet-Chef Api Koress. „Unsere Leser sind im Verlauf der Jahre anspruchsvoller geworden und erkennen, wenn wir uns allzu sehr anstrengen“, erklärt er. „Wir haben immer noch unsere wöchentliche Kolumne von Ruchama Weiss, die die Quellen verzerrt und nackte Polemik gegen das rabbinische Establishment und die rabbinische Tradition betreibt. Aber es wird weniger Konzentration auf neue Artikel an sich zu Möglichkeiten geben Hareidim und andere religiöse Juden so negativ wie möglich darzustellen.“

Als Beispiel führte Koress eine Geschichte von letzter Woche über einen Mann aus dem Norden des Landes an, der unter dem Verdacht sexuellen Missbrauchs von Kindern festgenommen wurde. „In der Vergangenheit hätten wir automatisch die Tatsache erwähnt, dass er Hareidi war oder Kippah trug, wenn das der Fall war; bei jemandem mit keinen offensichtlich religiösen Accessoirs oder Kleidung würden wir schlicht nichts dazu sagen. Jetzt haben wir das zurückgefahren, denn die wachsende Weltlichkeit des YNet-Publikums bedeutet, dass es weniger Toleranz für offenen Hass dieser Art in den Nachrichten gibt.“

Andere israelische Publikationen denken über ähnliche Taktiken nach. „Wir haben darüber nachgedacht, sind aber noch nicht sicher, in welche Richtung wir gehen werden“, sagte Shabtai Tzvi, der Präsident von NRG, der die Internetseite von Ma’ariv betreibt. „Es gibt immer Kompromisse zwischen dem, was die Öffentlichkeit will – auf die Leute einzudreschen, die anders sind und deren Festhalten an Tradition den Ethos der säkularen Öffentlichkeit, sofortiger Befriedigung und Mutwilligkeit nachzugehen – und unsere Reporter loszuschicken, um über andere Nachrichten zu berichten, die wichtig sein könnten.“ Tzvi lehnte es ab näher auszuführen, woraus diese anderen Nachrichten bestehen könnten.

Die Redakteure von Ha’aretz experimentierten anfangs des Jahres kurz mit einer Deckelung antireligiöser Hetze und analysieren immer noch die Ergebnisse. „Wir hatten weniger Bedenken zu Kompromissen mit der journalistischen Integrität als die anderen großen Tageszeitungen, da wir in erster Linie eine Interessenvertretungsgruppe sind und Nachrichtenquelle zu sein erst an dritte oder vierter Stelle steht“, sagte Verleger Aluf Benn. „Wir reagieren direkt auf die Marktkräfte – unsere Agenda wird in erster Linie vom Vorstand des New Israel Fund bestimmt, der unsere Politik nicht von Woche zu Woche vorschreibt. Das läuft eher allgemein und allmählich. Wir hatten Handlungsspielraum bei dem Versuch unsere antireligiösen Artikel auf bis zu 35 pro Woche zu beschränken, aber wir sehen nicht, dass es während des gesamten Wahlkampfs Zustimmung zu weniger als das gibt. Damit würde man einfach zu viel aufgeben.“