„Rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „Tyrann“: Ungarns Premierminister verleumdet, weil er über den Islam die Wahrheit sagte

Raymond Ibrahim, 15. Juni 2021

Die Kritik am ungarischen Premierminister Viktor Orbán nimmt wieder zu, da die Nation dabei ist nächsten Monat die Präsidentschaft der Visegrad-Gruppe zentraleuropäischer Staaten zu übernehmen. Nach Angaben eines aktuellen Berichts hat „Großbritanniens Regierung Kommentare von Viktor Orbán über Muslime und Migranten am Vorabend eines bilateralen Treffens zwischen dem ungarischen Führungspolitiker und dem britischen Premierminister Boris Johnson verurteilt. In einer Erklärung sagte No. 10 Downing Street, dass Orbáns Kommentar von 2018 gegenüber einer deutschen Zeitung über ‚muslimische Invasoren‘ und seine spätere Beschreibung von Migranten als ‚Gift‘ ‚polarisierend und falsch‘ sind.“

In Wirklichkeit besteht Orbáns ultimatives Motiv darin seinen Staat gegen die Verbrechen und Probleme zu sichern, die von muslimischen Migranten mitgebracht werden. Schon 2015 legte er auf dem Höhepunkt der muslimischen Massenmigration nach Europa seine Logik deutlich dar:

Die [in Europa] ankommenden [Migranten] sind in einer anderen Religion erzogen worden und repräsentieren eine radikal andere Kultur. Die meisten von ihnen sind keine Christen, sondern Muslime. Das ist ein wichtiges Problem, denn Europa und die europäische Identität wurzeln im Christentum. … Wir wollen Frankreich, Belgien und andere Länder nicht kritisieren, aber wir glauben, dass jedes Land das Recht hat zu entscheiden, ob es eine große Zahl Muslime in seinem Land haben will. Wenn sie zusammen mit ihnen leben wollen, dann können sie das. Wir wollen das nicht und ich denke, wir haben das Recht zu entscheiden, dass wir keine große Zahl muslimischer Menschen in unserem Land haben wollen. Wir mögen die Folgen nicht, die eine große Zahl muslimischer Gemeinden mit sich bringt, die wir in anderen Ländern sehen und ich erkenne keine Grund dafür, dass irgendjemand anderes uns zwingt Wege eines Zusammenlebens in Ungarn zu schaffen, die wir nicht haben wollen…

Der Premierminister beschwor dann die Geschichte – und nicht auf politisch korrekte Weise (nämlich indem er Christen verurteilte und Muslime reinwusch), sondern entsprechend der Realität:

Ich muss sagen, wenn es darum geht mit muslimischen Gemeinden zusammenzuleben, dann sind wir die einzigen, die Erfahrung haben, denn wir hatten die Möglichkeit diese Erfahrung 150 Jahre lang zu durchleben.

Orbán bezog sich auf die Eroberung und Besetzung Ungarns durch den Islam von 1541 bis 1699. Damals grassierten islamischer Jihad, Terrorismus und Christenverfolgung.

In der Tat fand an genau diesem Tag in der Geschichte, am 15. Juni 1389, die entscheidende Schlacht vom Kosovo statt: Die eindringenden muslimischen Türken trafen im Kosovo auf eine Koalition aus Serben, Ungarn, Polen und Rumänen und die vernichtend geschlagen wurde. Danach wurden große Teil von Südosteuropa, einschließlich Ungarns, und Teile des heutigen Russland von den Türken erobert, besetzt und terrorisiert – manchmal auf Arten, die die Gräueltaten des Islamischen Staats wie Kinderspiel wirken lassen. (Denken Sie an Köpfungen, Kreuzigungen, Massaker, Sklavenmärkte und Vergewaltigungen, die die Kennzeichen des IS geworden sind – nur in weit größerem Ausmaß und über Jahrhunderte hinweg.)

Trotzdem sind solche Geschichte und die von ihr vermittelten Lektionen für westliche „Progressive“ bedeutungslos. So spottet der Guardian in einem Artikel mit der Überschrift „Ungarn ist von Viktor Orbáns Regierung ein Armutszeugnis ausgestellt worden“ und bagatellisierte die Haltung des Premierministers:

Ungarn hat eine Geschichte mit dem osamischen Reich und damit zaubert Orbán. Das osmanische Reich schlägt zurück, warnt er. Sie wollen die Macht übernehmen. Ungarn wird nie wieder dasselbe sein! … Daher die Strippe; daher die Armee; daher von heute an der Ausnahmezustand; daher die heftige, erbarmungslose Rhetorik des Hasses. Weil es das ist, was es von Anfang an gewesen ist: reine, krasse Feindschaft und Verleumdung.

Gleichermaßen beschwerte sich die Washington Post, nachdem sie eingestand, dass Ungarn einst von den Osmanen besetzt war – wenn auch ohne jegliche Erwähnung der Erfahrung der Gräuel: „Es ist irgendwie bizarr zu glauben, diese ziemlich weit zurückliegende Vergangenheit aus Kriegsherren und rivalisierenden Imperien würden beeinflussen, wie ein Staat des 21. Jahrhunderts mit Bedürfnissen von Flüchtlingen umgeht.“

Unfähig oder eher nicht willens die Kontinuität der Geschichte des Islam mit dem Westen anzuerkennen – viele Muslime in Europa, einschließlich Migranten, behalten die Feindschaft ihrer Vorfahren gegen „Ungläubige“ bei – fallen die sogenannten „Mainstream-Medien“ auf Vorgaben zurück: Sie beschuldigen Orbán, er sei ein „Rassist“, „Ausländerfeind“, ein Mann „voller Hassrede“ und Europas „schleichender Diktator“. Der Guardian klang wie der Mafiaboss der Linken, als er ihn schlicht zum „Problem“ erklärte, das „ gelöst“ werden müsse.

Wenn das die Art ist, wie mit Politikern umgegangen wird, die ehrlich reden und Politik umsetzen, die ihre Staaten sicher machen, ist es da nicht verwunderlich, dass so wenige Politiker sich damit behelligen das zu tun?

Wie man sich eigenständig informieren kann – verlässlich

Twitter wird es nie zugeben, aber Internetseiten, die nicht genehm sind, werden gerne  mal in einen „Shadowban“ gesteckt. Facebook agiert ähnlich.

Twitter, Facebook und YouTube (Google) legen Wert darauf, Accounts zu sperren, denen vorgeworfen wird, sie würden gegen die Regeln der Plattformen verstoßen – natürlich ohne das konkret zu benennen und zu belegen und ohne Möglichkeit, diese auch noch einzufordern. Dazu durfte ein User gerade selbst die entsprechende Erfahrung mit Einträgen aus meinem Blog machen. Das war noch harmlos im Vergleich zu anderen Usern, deren Konten komplett gesperrt bis gelöscht wurden.

Solche Erfahrungen machen deutlich, dass uns über soziale Plattformen eher einseitige Informationen vermittelt werden. Twitter gibt ja offen zu, dass in Sachen Corona gelöscht wird, was nicht genehm ist. Twitter hat US-Präsident Trump zensiert, nachdem ihn zu sperren – auch mit juristischen Mittel bzw. deren Androhung – gerade noch verhindert werden konnte. Es haben aber nicht alle so viel Glück wie Trump.

Bei Facebook wurde von einigen mehr oder weniger Prominenten über Klagen dafür gesorgt, dass ihre Inhalte wieder freigegeben wurden. Seltsamerweise fast immer nur bei Nutzern, die konservativ-aufklärerisch tätig sind und linke Machenschaften offenlegen; oder die von extremistischen und nicht ganz so extremistischen Muslim-Aktivisten. Die ach so sozialen Medienplattformen gehen massiv gegen alles und jeden vor, der vom aktuellen politischen Mainstream nicht gewünscht ist und argumentativ dagegen hält.

Jetzt beschreibt ein ehemaliger Muslim, dass er auf YouTube, twitter und Facebook gesperrt wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass er eine enorm große Anhängerschaft verliert, neu ist, dass diese gleich bei allen dreien der Fall ist. Kian hat es sich zur Aufgabe gemacht, über den Islam aufzuklären. Er kann das aus seiner eigenen Erfahrung und dem, was er früher glaubte, sehr kompetent machen. Dass der Islam (und viele Muslime) dabei nicht gut wegkommen, versteht sich wohl von selbst. Das passt aber nicht in die heutige Zeit, denn Aufklärung dieser Art kann so wahr und korrekt sein, wie sie will, sie wird nicht akzeptiert und soll unterdrückt werden.

Nun ist es leider so, dass die meisten Internetnutzer sich über diese Plattformen informieren. Sie wissen nicht – oder wollen nicht wissen – wie sie desinformiert sie sind, weil ihnen ganze Batterien an  Informationen vorenthalten werden. Twitter, YouTube und Facebook gerieren sich mindestens so einseitig wie die Mainstream-Medien und behaupten auch noch das im Namen der Meinungsfreiheit zu tun.

Aber was sollte der interessierte Nutzer tun, um sich trotzdem umfangreich und vielfältig zu informieren?

Es gibt (leider?) nur eine Möglichkeit: Wann immer man auf eine Seite trifft, die interessant ist, sollte man sie abonnieren – per E-Mail. RSS-Feed oder indem man den Link in seinen Favoriten speichert und diesen regelmäßig anklickt.

Das ist inzwischen das einzige Mittel, nicht von den Informationen abgeschnitten zu werden, die außerhalb dessen liegen, was in den gängigen Medien gebracht und propagiert wird. Alternative Medien sind eine unverzichtbare Ergänzung zu dem, was uns allenthalben vorgesetzt wird, wenn wir uns selbst ein Bild machen wollen, was wir glauben können und was nicht. Und wir sind darauf angewiesen, uns selbst zu informieren. Weder unsere „Traditionsmedien“ noch die „sozialen“ Medien sind bereit, uns diese Möglichkeit zu bieten.

„Islamophobie“-Karikaturen aus der arabischen Welt

Raymond Ibrahim, 26. April 2018

Während manche im Westen sich ein Bein ausreißen, um nicht „islamophobisch“ zu sein oder den Islam zu kritisieren – und muslimische Staatsobehäupter und die OIC den Westen wegen Islamophobie beschimpfen – erhalten Sie unten eine Vorstellung der Art von Karikaturen, die regelmäßig in arabischsprachigen Medien erscheinen (meine [R. Ibrahims] Übersetzungen stehen jeweils unter dem Bild):

Der Mann links ist als „moderater Muslim“ gekennzeichnet (und repräsentiert die Muslimbruderschaft); er sagt: „Bevor er dich abschlachtet, lass mich dir sagen, dass er nicht für den wahren Islam steht.“

Ganz oben sagt der Mann mit dem Turban dem anderen: „Wer immer [an Allah/an den Islam] glauben oder nicht glauben will, ist frei das zu tun.“

Der Mann antwortet: „Ich entscheide mich, nicht zu glauben.“

„Falsche Entscheidung“, sagt der Turban-Mann und schneidet ihm den Kopf ab.

Im ersten Bild (rechts) ruft der Mann: „Der Islam ist eine Religion des Mitleids und des Friedens!“

Im nächsten Bild (links) sehen, wir, was er sagen wird: „Welcher Hurensohn sagt jetzt etwas anderes?“

Oben: „Wer von euch möchte, dass die Scharia durchgesetzt wird?“

Mitte: „Wer von euch möchte in einem Staat leben, der die Scharia durchsetzt?“

Unten: „Wer von euch möchte in Europa oder Amerika leben?“

Ein afrikanischer Jihadist (stellt jemanden von Boko Haram, Al-Schabaab und ähnliches dar), maßregelt eine verhungernde Dorfbewohnerin: „Es ist verboten die von der UNO gelieferten Lebensmittel zu essen, die sind ungläubig!“

Die Frau antwortet: „Und die Handgranate in deiner Hand, die von Ungläubigen gebaut wurde – die ist erlaubt?“

Der dänische „Karikaturenstreit” (2) – Der Streit ist ein Kulturkampf, geht nicht um Karikaturen

Jonah Goldberg, townhall.com, 8. Februar 20o6

Hört auf von den Karikaturen. Es geht nicht um die Karikaturen.

Die Krawalle und Demonstrationen im gesamten Nahen/Mittleren Osten und Westeuropa (auch wenn sie hier in den USA noch nicht stattfinden) wegen einiger Karikaturen des muslimischen Propheten Mohammed haben parallel dazu im Westen einen intellektuellen Aufstand um die Natur der Rede- und Ausdrucksfreiheit ausgelöst. Viele Experten und Redakteure haben fieberhaft daran gearbeitet, dies als eine Debatte über die Richtigkeit des Abdrucks von Karikaturen zu halten. Einige Nachrichtenmedien ändern ihr Vorgehen so, dass sie „religiöse“ Empfindlichkeiten in der Zukunft nicht mehr kränken.

Die Anführungszeichen um das Wort „religiöse“ sollte alles sagen. Wir reden nicht über „Religion“. Wir reden von einer ganz bestimmten Religion – dem Islam. Glaubt wirklich irgendjemand, dass das Abbrennen dänischer Botschaften und Forderungen nach der „Abschlachtung“ der Verantwortlichen durch muslimische Protestierende tatsächlich die BBC oder der New York Times gelehrt haben evangelikalen Christen oder orthodoxen Juden gegenüber höflicher zu sein? Glaubt irgendjemand wirklich, dass arabische Zeitungen – oft in Staatseigentum – aufhören werden Bilder von Juden als Babykillern und hakennasigen Verschwörern aus der Nazizeit zu recyceln, weil sie zu der aufgeklärten Meinung gekommen sind, dass Worte verletzen können? Wenn man bedenkt, dass eine iranische Zeitung gerade einen Wettbewerb für die beste Holocaust-Karikatur ausgeschrieben hat, erscheinen die Chancen gering. Abgesehen davon: Warum sollte der Holocaust wegen etwas heruntergespielt werden, was eine dänische Zeitung gemacht hat? (Zu einem gewissen Teil bekommt diese Antwort die Ehre: „Es ist immer nützlich auf den Juden herumzuhacken.“)

Ich persönlich finde nicht, dass die Karikaturen sonderlich gut waren. Sie scheinen auch aus dem Wunsch heraus veröffentlicht worden zu sein Muslime zu beleidigen. Die Redakteure und viele, die sonst noch die Zeitung Jyllands-Posten verteidigen, sagen, sie hätten beweisen müssen, dass in Dänemark durch Muslime ein Klima der Angst erzeugt wurde. Sie bewiesen, dass es Muslime gab, die bereit waren ein Klima der Angst erzeugen, indem sie diese Muslime beleidigten. Sie waren erfolgreich.

Aber die Frage der „Beleidigung“ ist ebenfalls eine Ablenkung. Nehmen wir an, dass die Veröffentlichung der Karikaturen nur von dem Wunsch motiviert war die Muslime zu beleidigen – oder wenigstens einige Muslime. Was ändert das daran, wie wir die Ereignisse betrachten sollten? Wenn ich meinen Nachbarn unnötig beleidige, sollte ich mich schämen. Wenn er als Antwort mein Haus niederbrennt und droht meine gesamte Familie umzubringen, wen interessiert dann noch, was ich vorher gesagt habe? Es gibt die Forderung eines weltweiten islamischen Boykotts dänischer Produkte wegen etwas, das eine unabhängige Zeitung in einer freien Gesellschaft machte. (Der Boykott sollte den Verkauf dänischen Schinkens nicht treffen, Gott sei Dank.)

Überreaktionen gibt es gewöhnlich wegen etwas Größerem. Die Pointe an der Metapher des „Strohhalms“ ist die, dass kleine Dinge unverhältnismäßige Reaktionen auslösen können. Ein muslimischer Demonstrant in Großbritannien hielt ein Schild hoch, auf dem stand: „Zur Hölle mit der Freiheit!“ Glauben wir wirklich, dass eine Hand voll Karikaturen in Dänemark ihn von einem Jefferson-Demokraten in einen Jihadisten verwandelten? War der Träger des Schildes „Köpft die, die den Islam beleidigen“ bis vor Kurzem ein Pazifist?

Vielleicht, aber nur vielleicht, hatten diese Typen etwas auf dem Tisch, lange bevor sie von diesen Karikaturen auch nur gehört hatten.

Es scheint offensichtlich, mir zumindest, dass dies die Geräusche sind, die mit dem Zusammenprall von Zivilisationen daher kommen. Letztes Jahr verursachte die (falsche) Story der Newsweek, dass amerikanische Vernehmungsbeamte Korane die Toilette hinunter spülten tödliche Krawalle in Afghanistan. In Paris randalieren Muslime – oder drohen damit – gegen alles Mögliche von Schülerinnen ohne Kopftuch bis zu nicht genügend halal (erlaubtem) Brie. In der ganzen Welt leiden Muslime unter einer Mixtur aus legitimen Klagen und einem enormen Minderwertigkeitskomplex. Muslimische – und besonders arabische – Regierungen haben ein starkes Interesse daran derartige Dinge zu schüren, denn sie lenken von den eigenen, korrupten Regimen ab. Und die muslimische „Straße“ scheint jedes Mal darauf hereinzufallen.

Genauso auch große Teile der westlichen Presse. Sicher, es geht um die Meinungsfreiheit, aber es geht ebenso um viel mehr. Journalisten lieben es von der Pressefreiheit zu reden. Aber sie mögen nicht über die enorme Last auf den Schultern der muslimischen Welt zu reden und sie hassen es wirklich den „unterdrückten“ Völkern irgendetwas Beleidigendes zu sagen.

Das Außenministerium anzuprangern, weil es diese Karikaturen kritisiert, macht nur dann Sinn, wenn man diese Situation durch ein sehr enges Prisma betrachtet. Die US-Regierung kämpft einen konventionellen Krieg in zwei muslimischen Staaten und einen geheimen und diplomatischen „globalen Krieg gegen den Terror“, der die ganze weltweite muslimische Welt einbezieht. Mir gefällt auch nicht, wie die USA auf Dänemark herumhacken, aber wir sollten wenigstens erkennen, dass die Regierung Bush ein größeres Bild im Hinterkopf hat als die, die finden, dass es nur um ein paar Karikaturen geht.

Warum Medien und Amtsträger „Allahu Akbar“ falsch übersetzen

Muslimführer „wollen , dass die wahre Bedeutung der Redewendung im Dunklen bleibt“

Art Moor, WoldNetDaily, 2.November 2017

Video von Sayfullo Saipov, nachdem er am 31. Oktober 2017 mit einem Mit-Laster über einen Fahrradweg in Lower Manhattan gefahren sein und acht Personen getötet sowie 12 verletzt haben soll.

Als Dienstag die furchtbare Sondermeldung kam, dass der Fahrer eines Mietlasters von Home Depot in New York City Fußgänger und Radfahrer niedergefahren hatte, kam den meisten Amerikanern natürlich der Begriff „Terrorismus“ in den Sinn.

Als Berichte aufkamen, dass Zeugen den Täter „Allahu Akbar“ schreien hörten, gestanden selbst Gesetzeshüter, die normalerweise zögern solchen Vorfällen das Etikett Terrorismus zuzuweisen, ein, dass sie sich mehr als einen tragischen Unfall ansahen.

„Allahu Akbar“ ist eine arabische Redewendung, die für diese Zeit nach dem 9/11 von Bedeutung geworden ist, doch in der Folge des Anschlags von Dienstag, bei dem acht Personen getötet und ein Dutzend verletzt wurden, wurde sie von einem Amtsträger nach dem anderen und einem Nachrichtenorgan nach dem anderen falsch übersetzt, die darauf bestanden sie bedeutet „Gott ist groß“.

Eine exakte Übersetzung – und das bestätigt selbst Google Translate – lautet „Allah ist der Gröte“ oder wörtlich: „Allah ist größer“, wie in: Der Gott Alah ist größer als alle anderen Götter.

Die Interpretation ist wichtig, argumentiert der Islamexperte Robert Spencer, den sie macht klar, dass die Bedrohung, der sich die westliche Zivilisation gegenüber sieht, in einem historischen Dogma globaler Eroberung ihre Wurzeln hat.

„‘Gott ist groß‘ ist eine nichtssagende, fromme Äußerung. „Allah ist größer“ ist eine Erklärung von Vorherrschaft und Überlegenheit und des Siegs über die Ungläubigen“, sagte Spencer gegenüber WND.

„Ersteres ist nur ein Ausdruck, Letzteres eine Kriegserklärung und eine des Sieges in diesem Krieg“, sagte Spencer, der Direktor von Jihad Watch und Autor von 17 Büchern über den Islam.

In voller Kenntnis der Angst, die „Allahu Akbar“ bei Amerikanern hervorruft, brachte die New York Times am Donnerstag einen Artikel mit der Überschrift „‘Allahu Akbar!’ An Everyday Phrase, Tarnished by Attacks.“ (‚Allahu Akbar‘, eine Alltags-Redewendung, auf die Anschläge getrübt worden sind.)

Times-Reporter Eric Nagourney übersetzte die Redewendung auf typische Weise falsch, als er schrieb: „Die arabische Redewindung, die einfach ‚Gott ist groß‘ bedeutet, ist, so scheint es, inzwischen mit Terror verknüpft.“

CNNs Jake Tapper übersetzte sie nach dem Anschlag von Dienstag falsch, als er kommentierte: „Allahu Akbar“ ist „wird manchmal unter den wunderbarsten Umständen gesagt“.

TApper, der mit Fox News-Moderator Sean Hannity wegen dieses Kommentars in ein Gefecht auf Twitter geriet, sagte einem Gast seiner Sendung „The Lead“: „Der arabische Anfeuerungsruf ‚Allahu Akbar‘, Gott ist groß, wird manchmal unter den wunderbarsten Umständen gesagt. Und allzu oft hören wir ihn in Momenten wie diesen.“

„Harmloser Ausdruck“

Nagourney von der Times vermerkte jüngste Beispiele dafür, dass Terroristen bei Anschlägen „Allahu Akbar“ brüllen, darunter der verdächtige Sayfullo Saipov vom Dienstag. Aber er schrieb, für den Durchschnittsmuslim „ist Allahu Akbar ein so gewöhnlicher Spruch, dass es absolut nicht wert ist das zu hervorzuheben“.

Er zitierte einen Religons- und Politikwissenschaftler der arabischen Welt, H. A. Hellyer, der sagte: „Es ist ein ziemlich harmloser Ausdruck.“

H. A. Hellyer

Der in London beheimatete Hellyer sagte, wen er mit seiner Familie spazieren geht, dann kommen manchmal Fremde auf ihn zu und sagen „Allahu akbar“!

Nagourney stellte fest: „Viele Westler mögen es heutzutage kaum glauben, aber Herr Hellyer fährt da nicht vor Angst zusammen.“

„Ich gehe mit meinen Kindern spazieren“, sagte Hellyer, „und jemand sagt: ‚Oh, die sind aber süß! Allahu akbar.‘ Und ich witzele: ‚Danke – hören Sie jetzt auf mit meinen Kindern zu reden.“

Spencer erklärte gegenüber WND, warum Establishment-Medien wie die New York Times damit davonkommen, ständig Fehlübersetzungen der Wendung zu veröffentlichen.

„Sie können auf die Ignoranz der meisten ihrer Leser zählen, auf den stillschweigenden Beifall von Muslimführern, die die wahre Bedeutung der Wendung verschleiert sehen wollen, sowie auf die Zusicherung, dass keiner ihrer Kollegen sie für diese Ungenauigkeit zur Rechenschaft ziehen werde, weil die Wahrheit ‚islamophobisch‘ sein würde“, sagte er.

Gefragt, ob es irgendeinen muslimischen Führer oder Wissenschaftler geben oder nicht geben würde, den die Times interviewen könnte, der die Dinge richtigstellen könnte, antwortete Spencer: „Nicht dass ich wüsste.“

Omar Ahmad, Gründer und früherer Vorsitzender von CAIR

Führer amerikanischer islamischer Organisationen wie das prominente Council on American-Islamic Relations (CAIR) mit Sitz in Washington haben Erklärungen islamischer Überlegenheit abgegeben. WND fand beträchtliche Beweise dafür, um die Behauptung eines Reporters zu stützen, dass CAIR-Mitgründer Omar Ahmad Muslimen bei einem Treffen in der San Francisco Bay Area sagte, der Islam „ist nicht in Amerika, um mit anderen Religionen gleichgestellt zu sein, sondern um dominant zu werden“, und der Koran „sollte die höchste Autorität in Amerika sein und der Islam die einzige anerkannte Religion auf der Erde“. CAIR-Sprecher Ibrahim Hooper sagte 2003 in einem Interview mit Michael Medved: „Wenn Muslime jemals die Mehrheit in den Vereinigten Staaten stellen, dann kann man sicher davon ausgehen, dass sie die US-Verfassung durch islamisches Recht ersetzen werden, da die meisten Muslime glauben, dass Gottes Gesetz menschgemachten Gesetz überlegen ist.“

„Allahs Vormachtstellung über alle anderen Gottheiten“

„Allahu Akbar“ nur als „‚Gott ist groß‘ zu übersetzen nimmt der Wendung ihren entscheidenden Aspekt der Vormachtstellung Allahs über alle anderen Gottheiten“, schrieb Yigal Carmon vom Middle East Media Research Institute (MEMRI) am Mittwoch.

Carmon zitierte MEMRIs Analyse vom Oktober 2016 zu Allahu Akbar, die erklärte, wie und warum die Wendung im Westen falsch verstanden und falsch übersetzt wid.

Der Bericht bestätigte: „Konzepte aus einer Sprache in eine andere zu übersetzen ist ein schwieriges Unterfangen. Konzepte zu übersetzen, die in der Zielsprach keine Entsprechung haben, ist noch schwieriger. Religiöse Konzepte für eine Kultur zu übersetzen, in der die Religion aufgehört hat eine zentrale Rolle im Leben des Einzelnen und in der Gesellschaft zu spielen, ist das Schwierigste überhaupt.“

Die Ka’aba in der Al-Haram-Moschee während des Beginns der jährlichen Pilgerfahrt Haddsch im November 2001

Einer der Gründe für solche Falschübersetzungen, sagt MEMRI, „ist die Tatsache, dass in der modernen westlichen Welt der Kampf um Vormachtstellungen unter Religionen fast komplett eingestellt worden ist, bis zu dem Punkt, dass er, wo es ihn noch gibt, gewaltfrei ist.“

„Daher fehlt Erklärungen religiösen Glaubens, die einen kontinuierlichen Kampf um göttliche religiöse Vormachstellung verkörpern, eine moderne religiös/kulturelle konzeptionelle Basis, durch die sie im Westen verstanden werden kann; folglich fehlt ein linguistisches Äquivalent.“

Die amerikanischen Medien, sagte MEMRI, „sehen sich dem Risiko gegenüber bei der Übersetzung dieser islamischen Konzepte nicht verstanden zu werden und ziehen es vor eine ungefähre Übersetzung zu bieten, obwohl es durch diese von Haus aus fehlleitet.“

Der Bericht bestätigte, dass „Allahu Akbar“ im Verlauf der Jahrhunderte ebenfalls von nichtreligiösen Muslimen in den Mund genommenen wird, sogar von christlichen Arabern.

Aber das hat eine Vielzahl von Bedeutungen befördert und eine „Übersetzung sollte immer den Kontext, den Sprechenden und seine Absicht spiegeln“.

Sayfullo Saipov

Was in den US-Medien oft geschieht, sagte MEMRI, „ist, wenn Allahu Akbar von einem Jihadisten gesagt wird, dann wird es übersetzt, als sei es von einem nicht religiösen Muslim oder einem christlichen Araber gesagt worden“.

„Das ist absolut falsch“, hieß es im MEMRI-Bericht. „Und wenn solche Falschübersetzungen immer wieder stattfinden, ob vorsätzlich oder aus Ignoranz, dann hat das eine zutiefst rechtfertigende Fehldarstellung des Konzepts und seiner kulturellen und religiösen Bedeutung zur Folge.“

Der Begriff Allahu Akbar, sagte MEMRI, verkörpert „den Kampf um die Vorherrschaft des Islam, Allahs und der wahren Gläubigen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; tatsächlich und symbolisch; militärisch, kulturell oder mittels Naturgewalten, die von Allah kontrolliert und dirigiert werden.

Er ist der Schlachtruf und die Hymne dieses Kampfs um die Vorherrschaft. Ein Sieg der Muslime ist ein Sieg des Islam und des Monotheismus und er ist Allahs Sieg über die falschen Göter.“

Der arabische Satz „la ilaha illa Allah“ wird von den Medien ebenfalls oft missverstanden; sie geben ihn als „Es gibt keinen Gott außer Gott“ wieder statt „Es gibt keinen Gott außer Allah“.

Die Erklärung der Vormachtstellung Allahs in diesem Satz schafft einen logischen Trugschluss, stellte MEMRI fest, „der an die Unsinn-Verse von Lewis Carroll erinnert.“

Der Bericht erzählt „den Kampf zur Etablierung der Vormachtstellung des monotheistischen Islam über die heidnischen Götzen Mekkas im siebten Jahrhundert“:

Damals war es ein Kampf um Vormachtstellung über andere Religionen, einschließlich monotheistischer, auf der Arabischen Halbinsel, der die Vertreibung der Nichtmuslime aus Mekka zur Folge hatte, wie es in der Zusammenstellung der Hadithe im Namen des Propheten Mohammed weitergegeben ist: „Ich werden die Juden und die Christen von der Halbinsel vertreiben“ – eine Verbannung, die bis heute gegen nichtmuslimische religiöse Institutionen in Kraft ist. Später war es ein Kampf gegen andere religiöse Reiche wie die Perser und die Byzantiner.

„Wenig echte Bedeutung“

Die Story der Times vom Donnerstag sagte „die Wendung ist auch – zum Betrübnis vieler Muslime – von Jihadisten aufgenommen worden, die behaupten der Islam rechtfertige ihre Anschläge im Namen Gottes auf unschuldige Zivilisten“.

Der arabische Gelehrte Hellyear aber, berichtete die Times, „wies jedoch darauf hin, dass das am Ende wenige echte Bedeutung hatte.

Die Menschen mögen die Schlagzeile über den Anschlag lesen und sagen: ‚*Oh, er sagte Allahu Akbar‘, das hat also eine Bedeutung‘“, sagte Hellyer. ‚Nun, wahrscheinlich bedeutet es, dass er glaubt es bedeute etwas – aber das sollte nicht bedeuten, dass jeder, der Allahu Akbar sagt, plötzlich kurz davor steht eine Gewalttat zu verüben. Weit gefehlt.“

Nagourney sprach auch mit Mohamed Andeel, einem ägyptischen Karikaturisten und Autor, der, wie der Reporter schrieb, „sich fragt, ob es das wert ist Nichtmuslime die wahre Bedeutung von Allahu Akbar zu lehren.“

Andeel asgte: „Wenn man Leuten sagt, sie sollten keine Angst vor etwas haben, dann werden sie im Grunde lernen vor etwas anderem Angst zu haben.“

Facebook, Twitter, YouTube löschen Material von beliebtem Ex-Muslim auf Arabisch, das den Islam kritisiert

Robert Spencer, 19. September 2017

Hier ist noch mehr davon, wie die Giganten der sozialen Medien stetig alles Material im Keim ersticken, das den Islam mit einem kritischen Auge betrachtet. Judentum, Christenheit, Hinduismus, Buddhismus sind allesamt Freiwild, aber der Islam ist tabu, da unserer moralisch Überlegenen daran arbeiten dem Westen die Scharia-Blasphemiegesetze aufzubürden.

„Mein Dilemma mit FAcebook und YouTube auf Arabisch“ – Bruder Rachid, 18. September 2017

Als ehemaliger Muslim, der mehr als ein Jahrzehnt lang Moderator einer Fernsehsendung war, verlasse ich mich inzwischen mehr als je zuvor auf die sozialen Medienplattformen, um mit meinem Publikum in Kontakt zu treten. Meine Sendung „DaringQuestions“ (gewagte Fragen) wird per Satelliten-Fernseehn (über Alhayat TV) von Millionen Zuschauern überall in der Welt gesehen (hauptsächlich in Arabisch sprechenden Gemeinschaften). Meine Sendung ist bei Muslimen beliebt, weil sie höchst umstritten ist. Ich bringe viele mutige Fragen zum islamischen Glauben auf und entlarve die Gefahren von einigem in der islamischen Doktrin. Ich präsentiere auch Zeugnisse von Ex-Muslimen, die den Islam verlassen haben und erlaube ihnen ihre Erfahrungen mitzuteilen, um die anderen zu stärken und zu ermutigen das auch zu tun. Um dem Publikum und der breiteren weltweiten muslimischen Gemeinschaft weitere Möglichkeit zu geben sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, werden diese Fragen und Zeugnisse auf meinen beiden Haupt-Internetseiten „BrotherRachid.com“ und „IslamExplained.com“, sowie in sozialen Medien wie Facebook und YouTube eingestellt. Allerdings verhängen muslimische Regierungen Einschränkungen und schwere Zensur und meine Internetseiten sind in vielen muslimischen Ländern wegen des von mir präsentierten Materials oft nicht zugänglich; es nutzt kritisches Denken für die Auseinandersetzung mit islamischer Doktrin. Als Ergebnis sind die sozialen Medienplattformen zunehmend eine ausschlaggebende Möglichkeit für mich, die muslimische Welt zu erreichen und die Zensur zu umgehen, die muslimische Länder am von mir vorgestellten Material üben.

Ich sehe mich allerdings einem Dilemma gegenüber, das angesprochen und er gesamten Welt offengelegt werden muss. Der arabische Inhalt wird bei den Giganten der sozialen Medien – z.B. Facebook und YouTube – vorwiegend von Muslimen überwacht (da die Mehrheit der Arabisch Sprechenden Muslime sind). Diese Firmen haben Büros in den Vereinigten Arabischen Emiraten und geben ihrem Arabisch sprechenden Personal die Befugnis jegliches Material zu löschen und zu blockieren, das ihren Grundsätzen nicht passt. Diese Befugnis wird jedoch missbraucht, wenn jeder Kanal oder jede Seite, die den Islam kritisiert oder gegensätzliche Auffassungen zum Islam vertritt, blockiert, gelöscht oder entfernt wird., während die Facebookseite von Alhayat – dem Kanal der meine Sendung ausstrahlt – ebenfalls ohne jegliche Erklärung gelöscht wurde, was dafür sorgte, dass der Kanal alle Gelder verlor, die er für Werbung ausgegeben hatte, abgesehen von weiteren Schäden. Mein YouTube-Kanal (der ebenfalls Millionen Aufrufe gesammelt hatte) wurde einmal wegen „Verletzung der Richtlinien“ entfernt. Gott sei Dank erhob ich gegen die Entfernung Einspruch und erklärte den Verantwortlichen in den USA die Einzelheiten und bin seitdem in der Lage gewesen meinen Kanal zurückzubekommen. Meine Facebook-Posts sind viele Male entfernt worden und ich werde regelmäßig blockiert, so dass ich nichts einstellen kann, weil ein Post angeblich „nicht den Facebook-Richtlinen entspricht“. Es wird keine weitere Erklärung geboten. Manchmal wird sogar mein eigenes Bild gemeldet und entfernt, weil es Copyright-Rechte verletzt! Vor kurzem postete ich ein Cover meines Buch auf Französisch; der Post wurde entfernt, weil er gegen „Facebook-Richtlinien“ verstieß, aber niemand konnte mir erklären, wie ein Buch, das legal veröffentlicht und bei Amazon verkauft wird, Facebook-Richtlinien verletzen kann.

Ich denke, Facebook und Twitter müssen überarbeiten, wie ihr arabischer Inhalt gehandhabt wird – es gibt hier keine Ausgewogenheit. Muslime kritisieren das Christentum überall und ihre Facebookseiten und YouTube-Kanäle haben keinerlei Probleme welcher Art auch immer; aber Christen, Atheisten und Ex-Muslime wie ich selbst sehen sich riesigen Herausforderungen gegenüber, weil sie den Islam auf Arabisch in sozialen Medien kritisieren. Unsere Seiten werden in unfairer Weise gelöscht, unsere Posts werden zu Unrecht entfernt und unsere Konten werden blockiert oder entfernt. Wir hatten geglaubt, dass bei sozialen Medien um freie Meinungsäußerung geht, aber leider schein es so zu sein, dass muslimische Zensur selbst in den sozialen Medien überhand nimmt. Wir sind nicht einmal in der Lage uns auf Plattformen wie Facebook und YouTube zu äußern.

Anmerkung: Meine Sendung und meine Einträge werben niemals für Hass oder Gewalt gegen Muslime; ich betone immer, dass ich den Islam als Doktrin kritisiere und Muslime wie alle anderen menschlichen Wesen liebe.

Zum Judenhass in Europa

vgl. auch: http://www.verteidigt-israel.de/Zum%20Judenha%DF%20in%20Europa.htm

Ein französisches Gericht wies am 20. November 2002 eine Klage ab, den Verkauf von Oriana Fallacis Bestsellerbuch „Die Wut und der Stolz“ zu verbieten, von dem Kritiker sagen, es schüre Hass gegen Muslime. Die 73-jährige Oriana Fallaci ist eine ehemalige Widerstandkämpferin gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg und Kriegsberichterstatterin, die besonders für ihre kompromisslosen Interviews mit Politikern der ganzen Welt bekannt ist.

Oriana Fallaci ist seit Jahrzehnten die berühmteste Journalistin in Europa. Am 17. April 2002 hat sie in der italienischen Zeitschrift „Panorama“ folgenden, sehr polemischen Artikel veröffentlicht, gerichtet gegen die Einseitigkeit, mit der der israelisch-palästinensische Konflikt in den Medien und der Öffentlichkeit in Europa betrachtet wird, was zu einer neuen, gefährlichen Welle von Antisemitismus geführt hat.

Auf Englisch erschien der Artikel mehrfach bei renommierten Zeitschriften, u.a. auch am 3.12.02 im Frontpage Magazine. Deutsche Übersetzungen von Fallacis Artikel sind in Auszügen auf mehreren Internetseiten zu finden, die vollständigste unter der oben angeführten URL von verteidigt-israel.de. All diese Artikel waren unvollständig oder enthielten sprachliche Fehler. Daher habe ich mir die Freiheit genommen, anhand der mir vorliegenden englischen Texte die bisherigen Übersetzungen zu ergänzen und (meines Erachtens) zu verbessern. – heplev

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Ich finde es beschämend, dass es in Italien eine Prozession von als Selbstmordattentätern angezogenen Leuten geben kann, die wüste Beschimpfungen gegen Israel ausstoßen, Bilder von führenden israelischen Personen tragen, auf deren Stirn sie das Hakenkreuz gemalt haben, die Menschen aufhetzen die Juden zu hassen. Und die ihre eigene Mutter in einen Harem verkaufen würden, um die Juden erneut in Vernichtungslagern zu sehen, in den Gaskammern, in den Öfen von Dachau und Mauthausen und Buchenwald und Bergen-Belsen, und so weiter.

Ich finde es beschämend, dass die Katholische Kirche es einem Bischof, der sogar eine Wohnung im Vatikan hat, einem heiligen Mann, der in Jerusalem mit einem Arsenal von Waffen und Sprengstoff ertappt wurde, der Geheimfächern seines heiligen Mercedes versteckt war, dass sie es diesem Mann erlaubt an dieser Prozession teilzunehmen und sich vor dem Mikrophon zu stellen und im Namen Gottes den Selbstmordattentätern zu danken, die die Juden in Pizzerien und Supermärkten töten. Diese als Märtyrer zu bezeichnen, „die in den Tod gehen wie auf eine Party“.

Ich finde es beschämend, dass sie in Frankreich, dem Frankreich von „Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit“, Synagogen niederbrennen, Juden terrorisieren und ihre Friedhöfe schänden. Ich finde es beschämend, dass die Jugendlichen in Holland und Deutschland und Dänemark mit der Kaffieh paradieren, so wie Mussolinis Avantgarde mit dem Knüppel und den faschistischen Abzeichen herumstolzierten.

Ich finde es beschämend, dass an fast allen Universitäten Europas palästinensische Studenten Antisemitismus nähren und fördern. Dass man in Schweden gefordert hat, dass der Friedensnobelpreis, der Shimon Peres 1994 verliehen wurde, zurückgenommen werde und man diesen der Taube mit dem Olivenzweig – also Arafat – allein zugespricht.

Ich finde es beschämend, dass die ehrwürdigen Mitglieder des Komitees, einem Komitee, das (allem Anschein nach) eher politische Couleur als Verdienste in Betracht zieht, eine solche Forderung überhaupt in Betracht ziehen und sogar eine Antwort darauf formulieren. In der Hölle ehrt der Nobelpreis den, der ihn nicht erhalten hat.

Ich finde es beschämend (wir sind zurück in Italien), dass staatliche Fernsehsender zum wieder auflebenden Antisemitismus beitragen, indem sie Tränen nur für die palästinensischen Toten vergießen während sie gleichzeitig die israelischen Toten herunterspielen und diese in unwilligem Ton unter den Teppich kehren. Ich finde es beschämend, dass sie in ihren Debatten die respektvollen Gastgeber spielen für Halunken mit Turban oder Keffieh, die gestern Hymnen über das Massaker in New York sangen und heute Hymnen über das Abschlachten in Jerusalem, in Haifa, in Netanya, in Tel Aviv singen.

Ich finde es beschämend, dass die Presse dasselbe tut, dass sie darüber empört, dass israelische Panzer die Geburtskirche in Bethlehem belagern, aber nicht darüber empört, weil in derselben Kirche 200 palästinensische Terroristen, schwer bewaffnet mit Maschinengewehren, Munition und Sprengstoff (unter ihnen sind auch verschiedene Führer der Hamas und der al-Aqsa-Brigaden), nicht unwillkommene Gäste der Mönche sind (die dann Mineralwasserflaschen und Honigkrüge von den Soldaten genau jener Panzer entgegennehmen).

Ich finde es beschämend, dass angesichts der Zahl der seit Beginn der zweiten Intifada getöteten Israelis (412) eine angesehene Tageszeitung es angemessen fand mit Großbuchstaben zu unterstreichen, dass mehr Menschen [in Israel] durch Autounfälle umkommen (600 im Jahr).

Ich finde es beschämend, dass der „Osservattore Romano“, die Zeitung des Papstes – ein Papst der vor nicht allzu langer Zeit in der Klagemauer einen Entschuldigungsbrief an die Juden hinterließ – ein Volk des Vernichtungskrieges beschuldigt, das millionenfach von Christen, von Europäern, vernichtet wurde. Ich finde es beschämend, dass diese Zeitung den Überlebenden jenes Volkes (Überlebende, die immer noch ihre auf den Arm tätowierte Nummer tragen) das Recht abstreitet zu reagieren, sich zu verteidigen, sich nicht erneut ausrotten zu lassen.

Ich finde es beschämend, dass im Namen von Jesus Christus (einem Juden, ohne den sie alle arbeitslos wären), die Priester unserer Gemeinden oder Sozialzentren oder was auch immer sie sind, ungeniert flirten mit den Mördern jener Menschen in Jerusalem, die nicht zum Essen ausgehen können, sich keine Pizza oder einen Karton Eier kaufen können, ohne in die Luft gesprengt zu werden.

Ich finde es beschämend, dass sie sich auf die Seite genau derjenigen stellen, die den Terrorismus begonnen haben, uns an Bord der Flugzeuge, auf den Flughäfen, bei Olympischen Spielen, töten und die sich heute damit unterhalten westliche Journalisten töten. Indem sie sie erschießen, entführen, ihnen die Kehle durchschneiden, sie enthaupten. (Es gibt jemanden in Italien, der seit der Veröffentlichung von „Die Wut und der Stolz“ dasselbe gerne bei mir tun würde. Er zitiert Verse aus dem Koran und ruft seine „Brüder“ in den Moscheen und in der Islamischen Gemeinde auf, mich zu züchtigen. Mich zu töten. Oder eher mit mir zusammen zu sterben. Da er jemand ist, der gut Englisch spricht, werde ich ihm auf Englisch antworten: „F… you.“)

Ich finde es beschämend, dass fast die gesamte Linke, jene Linke die es vor 20 Jahren einem ihrer Gewerkschaftsparadeure erlaubte (im Stil einer Mafia-Warnung) einen Sarg vor der Synagoge von Rom zu platzieren, den Beitrag der Juden im Kampf gegen den Faschismus vergisst. Ein Kampf, der auch von Carlo und Mello Rossini geführt wurde, von Leone Ginzburg, von Umberto Terracini, von Leo Valiani, von Emilio Sereni, von Frauen wie meine Freundin Anna Maria Enriques Agnoletti, die am 12. Juni 1944 in Florenz erschossen wurde, von 75 der insgesamt 335 Menschen, die in der Fosse Ardeatine getötet wurden, von den unzähligen anderen unter Folter oder im Kampf oder durch Erschießungskommandos Getöteten. (Die Kameraden, die Lehrer meiner Kindheit und meiner Jugend).

Ich finde es beschämend, dass teilweise durch die Schuld der Linken – oder eher hauptsächlich durch die Schuld der Linken (denken Sie an die Linke, die ihre Parteitage eröffnet, indem sie dem PLO- Vertreter Beifall spendet, dem Anführer der Palästinenser in Italien, die die Vernichtung Israels wollen) -Juden in italienischen Städten wieder einmal Angst haben. Und in französischen Städten und in holländischen Städten und deutschen Städten und dänischen Städten ist es genauso. Ich finde es beschämend, dass Juden zittern, angesichts des Vorbeizugs von als Selbstmordattentätern angezogenen Halunken, so wie sie in der Kristallnacht zitterten, der Nacht in der Hitler die Jagd auf die Juden frei gab.

Ich finde es beschämend, dass in Gehorsam gegenüber der dummen, abscheulichen, unaufrichtigen und für sie extrem vorteilhaften Political Correctness die gewöhnlichen Opportunisten – oder, besser gesagt: die gewöhnlichen Schmarotzer – den Begriff Frieden ausnutzen. Dass in Namen des Wortes „Frieden“, das inzwischen noch verkommener ist als die Worte „Liebe“ und „Menschlichkeit“, sie lediglich einer Seite für ihre Hass und ihre Bestialtität die Absolution erteilen. Dass im Namen eines Pazifismus (soll heißen: Konformismus), der an die singenden Grillen und Possenreißer abgegeben wurde, die Pol Pots Füße zu küssen gewohnt waren, Menschen von ihnen aufgehetzt werden, die verwirrt oder genial oder eingeschüchtert sind. Dass sie sie austricksen, sie korrumpieren, sie um ein halbes Jahrhundert zurückwerfen in die Zeit des gelben Sterns auf dem Mantel. Diese Scharlatane, die sich genauso viel um die Palästinenser scheren, wie ich mich um die Scharlatane schere. Nämlich überhaupt nicht.

Ich finde es beschämend, dass sich viele Italiener und viele Europäer als ihren Flaggenträger den Herrn – so soll es höflich gesagt sein – Arafat ausgesucht haben. Diese Null, die Dank des Geldes der saudischen Königsfamilie den Mussolini ad perpetuum spielen kann und in seiner Megalomanie glaubt, er würde als der George Washington von Palästina eingehen. Dieser ungrammatikalische Schuft, der, als ich ihn interviewte, unfähig war einen vollständigen Satz zusammen zu bekommen, ein artikuliertes Gespräch zu führen. Das zusammenzufügen, es zu schreiben, zu veröffentlichen, kostete mich enorme Mühe und ich gelangte zu der Schlussfolgerung, dass sich im Vergleich zu ihm sogar Ghaddafi wie Leonardo da Vinci anhört. Dieser falsche Krieger, der immer wie Pinochet in Uniform herum läuft, nie Zivil trägt und doch trotz allem nie an einer Schlacht teilgenommen hat. Krieg ist etwas, wohin er andere an seiner Stelle schickt, immer geschickt hat. Das sind die armen Seelen, die an ihn glauben. Dieser aufgeblasene Inkompetente, der das Staatsoberhaupt spielt, verursachte das Scheitern der Camp David-Verhandlungen, Clintons Vermittlung. Nein-nein-ich-will-Jerusalem-für-mich-allein. Dieser ewige Lügner, der nur dann einen Moment aufrichtig ist, wenn er – ganz privat – Israel das Existenzreicht verweigert und der, wie ich in meinem Buch sage, alle fünf Minuten sich selbst widerspricht. Er spielt immer ein doppeltes Spiel, lügt selbst, wenn man ihn fragt, wie spät es ist, so dass man ihm niemals trauen kann. Nie! Von ihm wird man immer systematisch betrogen. Dieser ewige Terrorist, der nur das eine kann: ein Terrorist zu sein (während er immer in Sicherheit bleibt) und der während der 70-er Jahre, als ich ihn interviewte, sogar die Terroristen der Baader-Meinhof-Gruppe ausbildete. Und mit ihnen 10-jährige Kinder. Arme Kinder. (heute bildet er sie dazu aus Selbstmordbomber zu werden. Einhundert Baby-Selbstmordbomber werden gerade gemacht: 100!). Dieser Wendehals, der seine Frau in Paris leben lässt, die wie eine Königin bedient und verehrt wird, und sein Volk im Elend hält. Er holt sie nur aus dem Dreck, um sie in den Tod zu schicken, um zu töten und zu sterben, so wie die 18-jährigen Mädchen, die sich mit dem Schicksal ihrer Opfer die Gleichberechtigung verdienen. Und trotzdem lieben ihn viele Italiener, tatsächlich. So, wie sie Mussolini liebten. Und viele andere Europäer tun dasselbe.

Ich finde es beschämend und ich sehe in all dem das Aufkommen eines neuen Faschismus, eines neuen Nazismus. Ein Faschismus, ein Nazismus, der noch grausamer und widerlicher ist, weil er von jenen betrieben und gefördert wird, die scheinheilig als Gutmenschen, Progressive, Kommunisten, Pazifisten, Katholiken oder eher Christen posieren und die die Frechheit haben, jeden, der, wie ich, die Wahrheit hinausschreien, als Kriegshetzer abzustempeln. Ich sehe es, ja, und ich sage dazu das Folgende: Ich bin nie sanft gegenüber der tragischen und shakespeareschen Figur Sharon gewesen („Ich weiß, Sie sind gekommen, um sich einen weiteren Skalp für Ihren Gürtel zu holen“, murmelte er, beinahe traurig, als ich 1982 zu einem Interview mit ihm ging.) Ich habe oft Meinungsverschiedenheiten mit den Israelis gehabt, hässliche, und in der Vergangenheit habe ich die Palästinenser sehr oft in Schutz genommen. Vielleicht mehr, als sie es verdienten. Aber ich bin auf der Seite Israels, ich bin auf der Seite der Juden. Ich bin auf ihrer Seite, so wie ich es als junges Mädchen in der Zeit war, als ich mit ihnen zusammen kämpfte und als die Anna Marias erschossen wurden. Ich verteidige ihr Recht zu existieren, sich zu verteidigen, sich nicht ein zweites Mal vernichten zu lassen. Und vom Antisemitismus vieler Italiener, vieler Europäer angewidert, bin ich beschämt von dieser Schande, die mein Land und Europa entehrt. Das ist bestenfalls keine Gemeinschaft von Staaten, sondern eine Truppe vieler Pontius Pilati. Und selbst, wenn alle Bewohner dieses Planeten anders denken sollten, würde ich weiter so denken.