Was Facebook nicht mag

gefunden auf Facebook: Die Userin schrieb etwas über Islamisten (nicht den Islam als Ganzes). Das haben die Zuckerberger entfernt. Fragt sich nur: Auf Initiative ihres obersten Meinungsmonopolisten oder wurde die Nutzerin gemaasregelt?

Facebook.Hassreden

 

Was ein Selfie über die Verhältnisse sagen kann

Auf der Seite der Times of Israel schreibt Will T.G. Miller in seinem Blog über eine junge Muslima in Belgien, die von einigen linkslastigen (US-) Medien als Heldin der Eintracht und des Friedens gefeiert wurde. Sie hatte sich bei einer Demonstration in Antwerpen demonstrativ im Kopftuch vor Demonstranten für das Verbot islamischer Kopfbedeckungen (oder doch nur die Vollverschleierung?) gestellt und in Siegerpose ein Selfie gemacht, das (nicht nur) in den sozialen Medien die Runde machte und ihr als Vorbild für „Frieden und Liebe“ Lob einbrachte. Ihr Verhalten zeigt einen gewissen Mut und soll bewundert werden.

Schon bald stellte sich allerdings heraus, wie friedliebend und für Zusammenleben die junge Frau tatsächlich ist. Sie sagte zwar im Interview mit der BBC, dass sie mit dem Foto zeigen wollte, „dass wir zusammenleben können, nicht nebeneinander, sondern miteinander“; was die Medien aber nicht herausfinden wollten, was, dass sich Toleranz und Miteinander nicht auf Juden bezieht. Für Juden gilt:

Hitler tötete nicht alle Juden, er ließ ein paar übrig. Damit wir wissen, warum er sie tötete. A*löcher.
Sch*juden, wollaah, ich hasse sie so sehr.

Seitdem versuchte sie ihre antisemitischen Hass-Tweets zu löschen, schließlich löschte sie ihren Twitter-Account komplett, aber die waren bereits reichlich dokumentiert worden. Doch das soll hier nicht das Thema sein. Millers Aufruf die westlichen Medien endlich für ihre Ignoranz und ihr Weißwaschen von muslimischem Hass zur Verantwortung zu ziehen, möchte ich allerdings eindeutig weiterempfehlen.

Mir ist ein anderer Aspekt der Selfie-Affäre aufgefallen. Die Frau hat sich vor Demonstranten gestellt, die gegen die Verschleierung stellten. Sie hat das im Kopftuch getan. Sie hat damit den Demonstranten vorgeführt, dass sie deren Ansichten entgegen tritt.

Was wäre geschehen, wäre die Situation umgekehrt gewesen? Nehmen wir eine beliebige Kundgebung von Muslimen, die irgendetwas fordert – mehr Rechte für Muslime oder die Trennung die Möglichkeit der Nichtteilnahme von Mädchen am Schwimmunterricht oder… Wir können auch beliebige Demonstrationen wie die zum „Al-Quds-Tag“ nehmen. Was geschieht dort mit Leuten, die irgendwo am Rand eine abweichende Meinung demonstrieren?

Wir kennen das. Im Ruhrgebiet wurde derart randaliert, dass die Polizei eine Wohnung stürmte (die Wohnungstür aufbrach), um eine Israelfahne abzuhängen. Israelfreunde werden angegriffen, wenn sie am Rande einer Demonstration eine Fahne zeigen. Während der letzten Jahre hatten die Organisatoren der „Al-Quds“-Tage alle Hände voll zu tun, um ihre Leute davon abzuhalten auf Andersdenkende loszugehen.

Stellen wir uns also vor, die junge Frau sei keine Muslima vor Anti-Kopftuch-Demonstranten, sondern eine beliebige Person mit einem Davidstern oder einem Kreuz um den Hals vor einem Trupp Demonstranten, die gegen Islamkritik demonstrieren. Was wäre wohl geschehen? Hätte diese Person ein siegessicheres Selfie aufnehmen können? Eher nicht. Wenn doch, wie hätten die Leute im Hintergrund wohl ausgesehen? Hätten sie so ruhig und abgeklärt da gestanden, wie die Leute im Hintergrund der Kopftuch-Frau? Mit Sicherheit nicht.

Was sagt uns das? Es sagt uns, wer für freie Meinungsäußerung steht und wer nicht. Unsere Gesellschaft – vielleicht nicht unbedingt die Leute, vor die die Selfie-Frau getreten ist, das weiß ich nicht. Aber sicher ist, dass die „Kollegen“ der jungen Frau mit der freien Meinungsäußerung „weniger tolerant“ umgehen, als die, vor denen sie demonstrierend hinstellte. Noch sind wir eine freie Gesellschaft, die aber leider nur mit einer Sorte Kritik umzugehen weiß – den anderen gegenüber wird sie zunehmend intolerant und restriktiv. Es gibt gerechtfertigte Kritik, die inzwischen nicht mehr geduldet wird, weil die Kritisierten sie nicht haben wollen, nicht damit umgehen können und mit Gewalt darauf reagieren. Statt die zu maßregeln, die nicht in der Lage sind sich mit Kritik auseinanderzusetzen und sie auszuhalten, werden die Kritiker untergebuttert und kriminalisiert.

Und DAS erzählt uns dieses Selfie einer boshaften muslimischen Antisemitin, die eben NICHT die Heldin ist, zu der sie linkslastige, Probleme ausblendende Medien zu machen versuchen.