B’Tselems jährliche Opferzahlen sind fragwürdig

Tamar Sternthal, CAMERA, 3. Januar 2007

Wie Tod und Steuern ist garantiert, dass B’Tselem am Ende des Jahres die palästinensischen und israelischen Opferzahlen veröffentlicht, genauso die begleitende Presseerklärung. Und unvermeidbar werden Journalisten pflichtbewusst die Feststellungen von B’Tselem berichten, manchmal korrekt, manchmal aber nicht.

Und während die Veröffentlichung der Statistik sicher ist, sind ihre Genauigkeit und die dahinter stehenden Methodologie es definitiv nicht. Allerdings warten wir noch immer darauf, dass einer der Mainstream-Journalisten die Zahlen von B’Tselem hinterfragt.

Viele Journalisten berichten begierig, wie viele der getöteten Palästinenser Zivilisten waren. In gewissem Maße kommt B’Tselem dem nach; in ihrer Presseerklärung vom 28. Dezember verkündeten sie beispielsweise: „Im vergangenen Jahr waren wir Zeugen einer Verschlechterung der Menschenrechtslage in den besetzten Gebieten, besonders bezüglich der zunehmenden Anzahl getöteter Zivilisten und der Zerstörung von Häusern und Infrastruktur im Gazastreifen.“

Wie aber kann B’Tselem eine Festellung zu Zivilisten treffen, wenn ihre eigenen Listen palästinensischer Opfer keine Zivilisten identifiziert? Stattdessen identifiziert B’Tselem die meisten (wenn auch nicht alle) Opfer wie folgt: „Getötet während der Teilnahme an Feindseligkeiten“ oder „Nahm bei Tötung nicht an Feindseligkeiten teil“. B’Tselem fällt eine bewusste Entscheidung festzuhalten, ob Opfer zu Zeit ihres Todes an Kämpfen beteiligt waren und davon abzusehen sie als Zivilisten oder Nichtzivilisten zu bezeichnen. B’Tselem-Sprecherin Sarit Michaeli bestätigte diese Politik letztes Jahr telefonisch gegenüber CAMERA.

Warum weicht dann die Presseerklärung der Organisation von dieser Politik ab und gibt Erklärungen bezüglich der Zahl getöteter Zivilisten im Gazastreifen ab, wenn B’Tselem palästinensische Zivilisten nicht länger zählt?

Geschichte

Noch bis 2002 führte B’Tselem getrennte Listen von getöteten „palästinensischen Zivilisten“ an. In vielen Fällen war diese Bezeichnung völlig unangemessen. Wie CAMERA 2002 dokumentierte, schloss die lose Definition des Begriffs „Zivilist“ zahllose Palästinenser mit ein, die getötet wurden, während sie gerade dabei waren Israelis anzugreifen, einschließlich der Eröffnung des Feuers auf einer Bat Mitzva-Feier in Hadera, wobei sechs Menschen getötet und 35 verletzt wurden, die Detonation von Bomben, Eindringen in israelische Gemeinden und die Tötung oder Verletzung von deren Einwohnern, sowie Kämpfe mit israelischen Soldaten. B’Tselem hat danach diese Politik eingestellt – vielleicht angesichts der Kritik von CAMERA; aber ist die jetzige Praxis irgendwie glaubwürdiger? CAMERA überprüfte die Details von B’Tselem zu einem großen Teil der im Dezember und November 2006 Getöteten, um das herauszufinden.

Eine Überprüfung dieser zwei Monate ließ zwei Warnlampen aufleuchten:

  1. In vielen Fällen identifiziert B’Tselem Einzelpersonen als zum Zeitpunkt ihres Todes nicht in Feindseligkeiten verwickelt, selbst wenn es gegenteilige Informationen gab.
  2. Unter denen, die als zum Zeitpunkt ihres Todes nicht an Feindseligkeiten beteiligt identifiziert wurden, gehörten Terroristen, die regelmäßig in die Planung und Ausführung gewalttätiger Angriffe verwickelt waren. Diese Personen irgendwie mit Zivilisten zu verbinden – sei es in einer Presseerklärung von B’Tselem oder durch Journalisten – ist falsch.

I) Auf welcher Grundlage entscheidet B’Tselem, ob jemand „an Feindseligkeiten teilnahm“ oder nicht?

In einer Reihe von Fällen bleibt B’Tselem dabei, dass Zivilisten nicht an Feindseligkeiten beteiligt waren, obwohl die Umstände des Todes strittig oder unklar sind. Beispiele:

1) B’Tselem berichtet, dass Mohammed Mahmud Rajab a-Jarjawi (19), der am 23. November in Beit Lahiya getötet wurde, „nicht an Feindseligkeiten teilnahm, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Er wurde auf dem Weg nach Hause getötet, nach Gebeten, die um 5 Uhr morgens endeten.“ Die Internetseite der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an allerdings berichtete an diesem Tag (von BBC Worldwide Monitoring zur Verfügung gestellt):

Unser Gaza-Korrespondent berichtete, dass ein israelisches Aufklärungsflugzeug eine Rakete auf eine Gruppe bewaffneter palästinensischer Widerstandsmänner abschoss, die sich eindringenden israelischen Panzern östlich von Beit Lahiya entgegen stellten. Einer der Männer, Mohammed Jarjawi (19), wurde getötet und viele andere verletzt.

2) B’Tselem berichtet, dass Tha’ir Hassan ‚Abed al-Masir (16), am 18. November in Beit Lahiya, nördlicher Distrikt des Gazastreifens, getötet wurde. Zusatzinformation: Er wurde getötet, als er auf dem Land der Familie arbeitete.

3) B’Tselem berichtet ebenfalls, dass am selben Tag Sa’id Salem Suleiman Hajaj (20), in al-Qaraya al-Badwiya Maslakh, nördlicher Distrikt des Gazastreifens, getötet wurde. Nach dem Bericht „nahm er nicht an Feindseligkeiten teil, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet auf dem Weg zur Arbeit, er wusste nicht, dass sich Soldaten in der Gegend aufhielten“.

Nach Angaben von AFP war er aber ein Mitglied einer palästinensischen Terrorgruppe und könnte bewaffnet gewesen sein:

Said Hahjaj (20), Mitglied der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas wurde in Umm Nasser getötet, an der nördlichen Grenze, sagte die DFLP.

Thaer al-Masry (16) wurde später im selben Dorf in den Kopf geschossen, sagte medizinische Quellen…

Die Armee, die seit Freitag als Teil des Feldzugs zum Stopp der täglichen Raketensalven gegen den jüdischen Staat im nördlichen Gazastreifen operiert, sagte, beide Opfer waren bewaffnet. („Zwei Tote in Gaza, nachdem die UNO auf ein Ende der Gewalt drängt“).

4) Gleichermaßen berichtet B’Tselem, dass Mohammed Salamah Hussein Hamidan, getötet am 16. November im Flüchtlingslager Ein Beit al-Maa im Distrikt Nablus, „nicht an Feindseligkeiten teilnahm, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet während einer Operation der Armee, als er in seinem Haus neben dem Fenster stand.“

Nach Angaben von Agenturberichten zum Vorfall könnte Hamidan, Mitglied der Volksfront für die Befreiung Palästinas, allerdings bewaffnet gewesen sein, als der getötet wurde. AFP berichtet:

Mohammed Hmeidan von der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) wurde am Fenster seiners Hauses im Lager Ein Beit Elma nahe der nördlichen Stadt Jenin zweimal in die Brust getroffen, sagten Quellen.

Palästinensische Sicherheitsquellen und Zeugen sagten gegenüber AFP, der 25-jährige Militante, der auf Israels Fahndungsliste steht, wurde von einem Scharfschützen der Armee getötet.

Ein Sprecher der Armee sagte, Soldaten, die im Flüchtlingslager operierten, waren von Palästinensern unter Feuer genommen worden. „Sie identifizierten einen bewaffneten Mann und eröffneten auf ihn das Feuer“, sagte er.

AP berichtet ebenfalls:

Verwandte sagten Mohammed Ahmedan (25) stand auf der Veranda seines Hauses im Flüchtlingslager al-Ein bei Nablus, von wo aus er die israelischen Militäroperationen beobachtete, als er zweimal getroffen und getötet wurde. Sie sagten Ahmedan war unbewaffnet.

Die Armee sagte aber eine erste Untersuchung des Vorfalls ergab, dass Soldaten einen bewaffneten Mann identifiziert und auf ihn geschossen hatten.

Auf welcher Grundlage akzeptiert B’Tselem die Version eines Familienmitglieds statt der Armee als Fakt?

5) B’Tselem behauptet, dass Wahib Musieh Nayer a-Dik, getötet am 14. Dezember 2006 in Kafr a-Dik

nicht an Feindseligkeiten teilnahm, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet als er den antiken Palast in Kafr a-Dik restaurierte. Soldaten, die an den Ort kamen, behaupteten, dass von dort aus Steine auf sie geworfen wurden. Einer der Soldaten schoss auf ihn, als er die Tür des obersten Stockwerks des Palastes öffnete.

AP berichtet allerdings über den Vorfall wie folgt:

Der Palästinenser-Vertreter sagte, der Mann warf Steine auf zwei Jeeps der Armee, die gegen Donnerstagmittag in das Dorf Kufr al-Dik fuhren, als er von Schüssen der Soldaten getroffen wurde. Er wurde in der Brust verwundet und starb auf dem Weg ins Krankenhaus, sagten sie.

AFP berichtet:

Der Bauarbeiter Wahib Misleh (25) wurde in der Brust und am Arm getroffen, nachdem israelische Soldaten das Feuer auf Steinewerfer im Dorf Kafr Al-Didk eröffneten, sagten sie. Zeugen sagen, er gehört nicht zu denen, die Steine warfen.

Die Armee sagte, Soldaten hätten auf eine Person gefeuert, die vom Dach eines Gebäudes einen Betonblock auf die Truppen werfen wollte.

Es gibt widersprüchliche palästinensischeQuellen dazu, ob a-Dik zum Zeitpunkt seines Todes an die Feindseligkeiten beteiligt war. Die israelische Armee besteht darauf, dass er zum Zeitpunkt seines Todes an der Gewalt beteiligt war. Wie kann B’Tselem dann definitiv erklären, dass er nicht an den Feindseligkeiten beteiligt war?

Interne Widersprüche

6) Bezüglich Mohammed (‚Eid) Amin Mahmud Ramaheh schreibt B’Tselem in den Details:

Der 27-jährige Einwohner des Flüchtlingslagers Ein Beit al-Maa im Distrikt Nablus, getötet am 14.12.2006 im Flüchtlingslager Ein Beit al-Maa im Distrikt Nablus durch Gewehrfeuer. Nahm nicht an Feindseligkeiten teil, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet aus kurzer Entfernung, als er von seinem Auto weglief, als eine getarnte Einheit versuchte ihn zu verhaften. Er war bewaffnet.

Nach einer Presseerklärung der IDF:

Die Soldaten errichteten eine Straßensperre, um Ramaha aufzuhalten, aber wenn Ramahas Fahrzeug ankam, umfuhr er die Sperre und kollidierte mit einem anderen Fahrzeug, wodurch eine Reihe Zivilisten verletzt wurde. Als die Soldaten auf Ramahas Fahrzeug zugingen, eröffneten er und einer seiner Männer das Feuer auf sie. Die Soldaten erwiderten das Feuer und töteten die beiden, die mit einer M-16 und einer Handfeuerwaffe bewaffnet waren.

B’Tselem selbst erkennt zwar an, dass Ramaheh „bewaffnet“ war und die IDF berichtet, dass er das Feuer eröffnete, widerspricht doch der Bericht [von B’Tselem] seiner eigenen Beschreibung, indem er Ramaheh als jemanden kategorisiert, der nicht an den Feindseligkeiten beteiligt war, als er getötet wurde.

7) In einem weiteren Beispiel für interne Widersprüche bei einem palästinensischen Opfer, das in die Kategorie des „zum Zeitpunkt seines Todes nicht an Feindseligkeiten beteiligt“ schreibt B’Tselem, das der 14-jährige Jamil Abd al-Karim Jamil al-Jabaji, getötet am 3. Dezember im Flüchtlingslager Askar „nicht an Feindseligkeiten beteiligt warGetötet, als er Steine auf Soldaten warf.“ Geworfene Steine können tödlich sein und solche potenziell tödliche Waffen zu werfen stellt die Teilnahme an Feindseligkeiten dar.

II) Beteiligung an Feindseligkeiten vor dem Tod

Viele Journalisten – und selbst der Schreiber der Presseerklärungen von B’Tselem – lassen die Schlüsselkennzeichen der derzeitigen Politik der Organisation zur Beschreibung vermissen, ob Opfer zum Zeitpunkt ihres Todes an Feindseligkeiten beteiligt waren oder nicht. Bericht wie dieser der BBC vom 29. Dezember gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein Palästinenser, der getötet wird, während er nicht an Kämpfen teilnimmt, ein Zivilist ist. Es gibt jedoch viele Fälle palästinensischer Kämpfer – diejenigen, die regelmäßig Raketen schießen, Bomben vorbereiten, Selbstmordbomber losschicken, Waffen schmuggeln oder israelische Soldaten in Kämpfe verwickeln – die von israelischen Soldaten getötet werden, während sie sich nicht mitten in den feindseligen Aktivitäten befinden. Am 8. November zum Beispiel tötete die IDF ‚Alaa a-Din Jamil Khamaiseh und Salim Yussef Mahmud Sa’id (Abu al_Heija) in al-Yamun im Distrikt Jenin. B’Tselem schreibt, sie „waren nicht an Feindseligkeiten beteiligt, als die getötet wurden“. Bezüglich des Ersten fügt B’Tselem wenigstens hinzu: „Getötet, während er während der versuchten Verhaftung nach Flüchtigen in einem Auto saß.“ Gleichermaßen muss B’Tselem Anerkennung gezollt werden, dass es bezüglich Abu al-Heija anfügt, er sei „von Israel gesucht“. Nach Angaben des Palestinian Center for Human Rights waren beide Mitglieder der Al Aksa-Märtyrerbrigaden – die von Israel, den USA und der EU wegen der Durchführung von Selbstmord-Bombenanschlägen und anderen gewalttätigen Anschlägen auf Israelis als Terrororganisation bezeichnet wird – und sollten daher nicht als Zivilisten eingestuft werden.

In der Tat versäumt es B’Tselem konsequent zu erwähnen, ob ein solches Opfer Mitglied einer Terrororganisation ist oder nicht. Ein solcher Fall ist Mohammed Ramaha (Beispiel 6 von oben), der Kopf der Tanzim im Flüchtlingslager Ein Beit Ilma. Nach Angaben einer Erklärung der israelischen Verteidigungskräfte vom 14. Dezember

war Ramaha an Terroranschlägen und an versuchten Anschlägen im Raum Nablus und an Israels Heimatfront beteiligt. Rahama plante während der jüngsten Feuerpause weiter Selbstmord-Anschläge. Er plante einen Selbstmord-Bombenanschlag in der unmittelbaren Zukunft, der von Terroristen im Gazastreifen geleitet und finanziert wurde. Ein 8 kg schwerer Sprengsatz, der gestern bei Nablus abgefangen wurde, war von Rahama und Mitgliedern seiner personellen Infrastruktur vorbereitet worden und sollte bei einem Selbstmord-Bombenanschlag genutzt werden.

B’Tselem widerspricht also nicht nur der eigenen Darstellung, wenn man erklärt, dass Rahama „zum Zeitpunkt seines Todes nicht an Feindseligkeiten beteiligt“ war, sondern die Organisation vertuschte auch die Tatsache, dass Rahama ein Tanzimführer war, der an einer Vielzahl von Terroranschlägen beteiligt war. Beide Punkte haben offensichtlich Gewicht bei der Frage, ober Rahama als „Zivilist“ betrachtet werden kann oder nicht. Dasselbe kann über die zweifache Verzerrung bezüglich Said Hahjui (Beispiel 3 von oben) gesagt werden.

Schlussfolgerung

Auf B’Tselem kann man sich als vertrauenswürdige Quelle zu Zahlen zu palästinensischen zivilen Opfern nicht verlassen. Genauso wenig können die der Organisation gelieferten Details der Umstände des Todes von palästinensischen Opfern als genau betrachtet werden. Gerald Steinberg, Redakteur von NGO-Monitor, führt an: „Der ‚Heiligenschein’ schützt die NGOs vor derselben Art von Verantwortlichkeit, die sie von anderen verlangen.“ Journalisten sollten davon Notiz nehmen und über die Zahlen von B’Tselem mit gesunder Skepsis berichten, statt B’Tselem zu erlauben jedes neue Jahr mit Falschheiten und Verdrehungen einzuläuten.

„Kollektive Bestrafung im Gazastreifen und Sderot – eine Einordnung

Amir Isseroff, ZioNation, 2. Juli 2006

Während im Gazastreifen die Spannung wegen der Entführung (Gefangennahme?) eines israelischen Soldaten steigt, steigt auch der Druck auf Israel: „Der ganze Aufstand wegen eines einzelnen Soldaten!“ „Die Menschen im Gazastreifen leiden unter kollektiver Bestrafung!“ Der UNO-Sicherheitsrat, gleichgültig gegenüber dem Schicksal der unter Raketenangriffen leidenden Israelis, entführten und ermordeten israelischen Kindern oder von Terroristen entführten israelischen Soldaten, macht verdächtige Geräusche. Wieder einmal wird Israel als große und böse „Besatzungs“-Macht dargestellt, obwohl keine israelische Soldaten den Gazastreifen besetzen.

Es ist unglaublich, wie kurz das menschliche Gedächtnis ist. Die Stadt Sderot und ihre Nachbarn sind einem sich verstärkenden Blitzkrieg von immer tödlicheren Qassam-Raketen ausgesetzt. Erinnern Sie sich jetzt? Tagtägliche Luftangriffe, Raketen auf Kindergärten, Raketen auf Schulen, Raketen, die in der Nähe des Hauses des Verteidigungsministers einschlagen. Die Raketen haben bereits 9 Menschen getötet und sie werden weiter größer und gefährlicher. Ein „verbessertes“ Modell schlug am 29. Juni in der Stadt Aschkelon ein. Hier ist das, worum es bei der israelischen Aktion im Gazastreifen wirklich geht:

Qassam-Raketen, die im westlichen Negev einschlugen, nach Monaten gelistet:

September 2005
November 2005
Dezember 2005
Januar 2006
Februar 2006
März 2006
April 2006
Mai 2006
Juni 2006
12
8
4
16
0
49
64
46
89

Die letzten vier Monate sind für die Menschen in Sderot die Hölle gewesen. Wenn in Ihrer Stadt innerhalb eines Monats 89 Raketen einschlügen, was würden sie von Ihrer Regierung erwarten? Es stimmt, Israel hat eine Tradition „nie jemanden zurückzulassen“. Sogar um Körperteile unserer Soldaten zurückzubekommen, hat Israel Dutzende Gefangene eingetauscht, darunter gefährliche. Keiner dieser Austausche wurde je während einer Terroroperation durchgeführt. Israel würde nie das Leben so vieler seiner Soldaten in Gefahr bringen oder des Gefangenen, wenn es nur um die Rückgabe von Gilad Shalit ginge. Jeder weiß das, einschließlich derer, die behaupten, dass Israel „kollektive Bestrafung“ der Palästinenser des Gazastreifens betreibe. Gerüchte über eine bevorstehende israelische Invasion gingen schon eine ganze Weile um, bevor Gilad Shalit entführt oder „gefangen genommen“ wurde. Es ist übrigens interessant, dass man den amerikanischen Soldaten, der im Irak von Aufständischen gefangen wurde, als „entführt“ bezeichnet wird, während die nicht israelischen Medien als „gefangen genommen“ bezeichnen, als hätten die Hamas-Gangster eine legitime Armee.

Was das Elend der Menschen im Gazastreifen angeht, so beschwerte sich die BBC, dass diese ein bitteres Schicksal erwartet. Die Zeitung Al-Quds al-Arab allerdings schrieb am 26. Juni die Wahrheit, wenn auch nicht für westliche Augen und Ohren:

Quellen im Gazastreifen bestätigten gestern, dass es … in der Bevölkerung Freude gab wegen der Qualität der von den Al-Qassam-Brigaden, den Volkswiderstands-Komitees und der Armee des Islam durchgeführten Operation, das zwei israelische Soldaten und zwei Männer des Widerstands das Leben kostete und die Entführung eines israelischen Soldaten zur Folge hatte.

Augenzeugen sagten gestern, dass die Freude auf den Gesichtern Hunderter von Menschen in Rafah offensichtlich war, nachdem sie von der vom palästinensischen Widerstand durchgeführten Operation hörten. Sei deuteten an, dass Hunderte Menschen einander gratulierten und einige Süßigkeiten an die Bewohner verteilten, um ihrer Freude Ausdruck zu geben.

„If you’re happy and you know it, clap your hands“ – sie lieben es, wenn ein Plan funktioniert. Al-Quds al-Arabi führte ebenfalls an, dass die Mutter eines der bei der Aktion getöteten Terroristen sagte:

Heute feiere ich die Hochzeit meines Sohnes mit dem Wertvollsten im Leben, Allah. Die Menschen sollten zu mir kommen und mir zum Märtyrertum meines Sohnes Mohammed gratulieren. Ich opferte, was meinem Herzen und Gott das Liebste war, ich bin absolut zufrieden und ehrlich in dem, was ich sage. Er sagte mir, ich möge ihm vergeben.
[Auf der Seite des Originals ist hierzu ein Link in Arabisch angegeben.]

In Israel freut man sich nicht. Wir sind nicht glücklich über die „Gefangennahme“ von Gilad Shalit oder die Tötung von fünf Menschen in Sderot oder die Ermordung von Eliyahu Asheri. Wir werden nicht glücklich sein, so lange die Morde und die Gewalt weiter gehen. Wir sind nicht glücklich über die bevor stehende Wiederbesetzung des Gazastreifens, wenn das das ist, was geschehen wird; und wir sind nicht glücklich, wenn die Palästinenser im Dunkeln feiern müssen, weil ihre Transformatoren von der israelischen Armee zerstört wurden. Wir wollen ihre Feiern nicht verderben. Aber wenn das getan werden muss, wird es getan werden.

Mussa Mohammed Abu Marzuk ist in der zweithöchsten Position der politischen Führung der Hamas im syrischen Exil. Er soll ein „milder“ Politiker sein, kein blutrünstiger General. Er sagte dem „Spiegel“:

„Egal, was passiert, die Gewalt wird nie aufhören.“

Der Chef der israelischen Luftwaffe, Generalmajor Eliezer Shkedy, ist ein Mann des Militärs. Er soll einer der schlimmsten zionistischen Kriegstreiber sein, die den Palästinensern im Gazastreifen Kollektivstrafen auferlegen, so kann man von der BBC hören. Zum einigem Entsetzen israelischer Falken sagte er der Jerusalem Post:

Wenn wir wissen, dass [der Terrrist] seinen Sohn an der Hand hält, werden wir nicht schießen. Selbst, wenn der Terrorist gerade dabei ist eine Qassam abzuschießen und die Qassam uns töten soll. Wir werden nicht schießen. Das sollten Sie wissen. Und das ist etwas Beängstigendes.

Ich bin sehr stolz auf das, was wir tun. Ich finde, das ist bisher nicht da gewesen. Ich bin stolz auf unsere Moral. Ich bin stolz auf unsere operationalen Fähigkeiten.

Letztlich besteht unsere Stärke nicht nur aus militärischer Macht. Die ist Teil unserer Stärke. Die Stärke des jüdischen Volkes im Staat Israel und dem Land Israel ist in erster Linie unsere große moralische Stärke. Alles andere kommt daher.

Ein informativer Unterschied zwischen dem Hamas-„Politiker“ und dem israelischen General. Fall irgendjemand glaubt die Hamas werde gewinnen, hier die Pointe des Interviews mit Shkedy:

Unsere Abschreckungsfähigkeit, unsere Existenz? Ich denke, dass wir bis ans Ende der Zeiten hier sein werden.

Herr Marzuk, merken Sie sich das.

Raketen schließen die Grenze

David Frankfurter, 6. März 2006

Die Schließung von Grenzübergängen zwischen Gaza und Israel verursacht nicht zu leugnendes menschliches und wirtschaftliches Leid.

Diese Übergänge haben sich als für Israel sehr schwer zu kontrollieren erwiesen und wurden regelmäßig als Schmuggelstellen für die Infiltration durch Terroristen und ihre tödlichen Waffen nach Israel benutzt. Das Problem wurde letztes Jahr durch die Festnahme von Wafa al-Bass am Erez-Checkpoint lebhaft hervorgehoben. Sie wurde von den Al Aksa-Märtyrerbrigaden der Fatah geschickt und hatte 20 Pfund Sprengstoff in ihre Unterwäsche eingenäht, um sich im Soroka-Krankenhaus in Beer Sheva im Süden Israels selbst in die Luft zu jagen. Sie wollte sich mit Mitpatienten und den palästinensischen und israelischen Ärzten töten, die ihr viele Monate lang halfen sich von schweren Brandwunden aus einem Unfall zu erholen.

Seit Neuestem konzentriert man sich auf die Schließung der Grenze bei Karni, das in der Nähe der Felder liegt, von denen das Raketen-Sperrfeuer auf Israel von örtlichen „militanten“ Palästinensern ausgeht. Israel sagt außerdem, dass konkrete Informationen zu Anschlägen auf diesen Übergang vorliegen und hat den Hinweis gegeben, dass der Alternativ-Übergang Kerem Shalom am Dreiländereck mit Ägypten eine Alternativ-Route ist.

Israel sagt, dass die PA diese Alternative aus „nicht substanziellen Gründen“ abgelehnt hat, vermutlich, um das Leiden in Gaza als Mittel im Propaganda- und physischen Krieg gegen Israel zu nutzen. Israel hat deutlich gemacht, dass, sobald die Bedrohung der Sicherheit und der Beschuss vorbei sind, Karni wieder geöffnet werden kann. Über das Wochenende wurde ein weiterer Schwarm Geschosse nach Israel geschickt, von denen einer das Elektrizitätswerk in Aschkelon traf, das auch Strom nach Gaza liefert.

Letzten Donnerstag berichtete Al-Jazira.net über die Schließung der Grenze.

Das unkontrollierte Sperrfeuer mit Raketen, das aus dem Gazastreifen nach Israel kommt, wird durch den Sender als nur „selten Opfer verursachend“ verniedlicht. Er verunglimpft auch Israels Versprechen den Grenzübergang wieder zu öffnen, sobald die Ruhe wieder hergestellt ist. Während die Kriegshandlungen weiter gehen, wird von Israel gesagt, es würde „Versprechen brechen“ und „kollektiver Bestrafung“ frönen.

Wird die Propaganda erst einmal weggelassen, dann wird selbst aus dem Al-Jazira-Bericht klar, dass Israel legitime und legale Schritte unternimmt, um seine Bürger und seine Grenzen zu schützen. Diese Schritte verursachen umgekehrt der palästinensischen Zivilbevölkerung unvermeidbar schwere Belastungen. Wenn die Qassam-Raketen und der Terror gestoppt werden, kann man die Grenzen wieder öffnen. Palästinensische landwirtschaftliche Produkte können rasch und ohne Probleme wieder durch und kommen zügig auf die internationalen Märkte, was den Wohlstand der Palästinenser verbessert.

Wie die Weltbank immer wieder betont hat, liegt die Verantwortung bei der palästinensischen Führung, die ihren Verpflichtungen aus der Roadmap nachkommen muss, die Anschläge auf israelische Zivilisten zu verhindern. Israel hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es sofort reagiert, indem es Einschränkungen des Verkehrs von Waren und Menschen erleichtert und den palästinensischen Landwirten Zugang zum Markt erlaubt.

Abgesehen von der Logik wie man sich gegenüber einem Volk und Regime verhält, das von sich selbst erklärt mit dir im Krieg zu sein, muss gefragt werden, ob die Palästinenser wirklich erwarten, dass Israel seine Grenzen für das ungezügelte Risiko der Rückkehr zu Selbstmord-Bombern öffnet, wie es in den letzten Jahren war – was jedes Mal passierte, wenn es solchen guten Willen zeigte.

Was hier zu fehlen scheint sind verantwortlicher Journalismus, der die Not des Durchschnitts-Palästinensers heraushebt – und die Verantwortung direkt dorthin gibt, wo sie richtigerweise hin gehört: an die palästinensische Führung der letzten 10 Jahre, die die Gleichgültigkeit der westlichen Politiker ausgenutzt hat, um auf Kosten der palästinensischen Bevölkerung riesige Summen ihrer Steuergelder dafür zu nutzen einen Terrorkrieg gegen israelische Zivilisten zu führen.

Die Medien entdecken Religion in Sicherheitsfragen. Manchmal.

FirstOneThrough, 10. Februar 2017

Mehrere Nachrichten beschrieben Präsident Donald Trumps Vorschlag der vorläufigen Nichtaufnahme von Flüchtlingen aus vom Krieg zerrissenen Ländern als „Muslim-Verbot“. Die Medien führten die „sieben mehrheitlich muslimischen Länder“ an und hoben die Religion dieser Länder hervor.

Warum?

Es gibt auf der Welt etwa 50 mehrheitlich muslimische Länder. Das bedeutet, dass es viele weitere mehrheitlich muslimische Länder gibt, die NICHT von Trumps Erlass betroffen sind.

Was die sieben Länder – Syrien, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan, Iran und Irak – gemeinsam haben, sind instabile Regierungen. Syrien und der Jemen sind in Bürgerkriege verstrickt. Libyen und der Irak sind Failed States, die von Terroristen übernommen worden sind. Somalia und der Sudan sind Kombinationen aus beidem.

Und der Iran ist der führende staatliche Terrorsponsor der Welt (direkt vor Syrien und dem Sudan).

Warum also sagen die Medien nicht, dass diese sieben Länder Failed States sind, auf kein Verlass ist, dass sie die Bürger auf Sicherheit hin überprüfen? Es ist nicht so, als hätten die Medien in der Diskussion von Religion in Sachen amerikanischer Sicherheit eine Geschichte.

2014 entschloss sich die Obama-Administration, nachdem eine von palästinensisch-arabischen Terroristen geschossene Rakete in der Nähe des Flughafens von Tel Aviv einschlug, die Flüge aus den USA einzustellen. Sie strich ausschließlich die Flüge nach Israel, obwohl in verschiedenen Ländern Flugzeuge abgeschossen worden sind, darunter in der Ukraine, Russland, Indonesien und Ägypten. Richtig abgeschossen; nicht nur eine Rakete, die in der Nähe eines Flughafens einschlug und minimalen Schaden anrichtete.

Diskutierten die Medien, ob das Verbot verfassungswidrig oder ungerechtfertigt war? Stellten sie heraus, dass es muslimische Terroristen waren, die auf den israelischen Flughafen schossen? Dass Obama ein Verbot gegen das einzige mehrheitlich jüdische Land der Welt verhängte? Gingen überall in den USA Protestierende gegen das Verbot auf die Straße?

Nein, nein, nein und nein.

Offizielle Vertreter Israels protestierten laut. Ephraim Sneh, General im Ruhestand und stellvertretender Verteidigungsminister Israels, kritisierte die Entscheidung die Flüge einzustellen scharf. Er sagte, es sei ein Traum der Hamas-Führung Israel von der Welt draußen abzuschneiden. Eine Belohnung der Terroristen.

Doch praktisch niemand – außer dem Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg – äußerte wegen des Verbots Empörung. Bloomberg machte mehr als seien Empörung zu äußern – er flog sogar trotz des Verbots nach Israel.

Die Medien und die Demokraten kamen schon vor langer Zeit zu dem Schluss, dass Trump ein „erbärmlicher“ Rassist sei. Sie haben der Welt seit Jahren gesagt, sie sollte sich vor „Islamophobie“ in Acht nehmen und die größte Bedrohung der Sicherheit Amerikas komme von den Rechten.

Daher muss, wenn ein Rassist (Trump) muslimischen Flüchtlingen Schaden zufügt (das muss Islamophobie sein), die Religion laut hinausgerufen werden. Wenn aber ein friedliebender Linker (Obama) Israel Schaden zufügt (das gemäß den Mainstream-Medien nie wirklich unschuldig ist), dann gibt es keinen Bedarf über Religion (das mehrheitlich jüdische Land) oder Antisemitismus (den Obama überhaupt nicht hegen kann) zu reden.

Dieses voreingenommene Narrativ von kein Antisemitismus/echte Islamophobie und linker Reinheit/republikanischem Rassismus wird gewiss nicht aufhören.

„Besatzung“ gegen „Völkermord“

Dmitry Radyshevsky, 21. März 2004 (direkt vom Autor)

Ein Freund von mir, israelischer Journalist, wurde kürzlich in eine amerikanische Radiosendung eingeladen, um die Lage im Nahen Osten mit einem Kollegen, Amerikaner arabischer Abstammung, zu diskutieren. Wie so viele solcher Debatten war dies eine für die jüdische Seite verlorene Sache. Alle Fakten zu Terrorismus, die monströse „hasst-die-Juden-Propaganda“ in palästinensischen Schulen, Medien und Moscheen, alle Zahlen und Statistiken und Zitate wurden durch ein einziges Wort seines Gegners zunichte: „Besatzung“. Und das Publikum stimmte zu: Terror ist schrecklich, aber er ist durch diese fiese Besatzung verursacht.

Tausende antiisraelischer Propaganda-Macher haben das Rezept gut gelernt, das vom KGB entwickelt und von europäischen und amerikanischen PR-Firmen für PLO-Kunden aufgenommen wurde: für den Westen ist das Wort „Besatzung“ ein absolutes Negativum und kann (mit begleitenden Begriffen wie „Recht auf Selbstbestimmung“ und „Kampf um Unabhängigkeit“) dazu benutzt werden, um alle Tatsachen zu übertrumpfen.

Können die Verteidiger Israels ein magisches Wort finden, das „Besatzung“ aussticht? Es müsste ein einzelnes Wort sein – ein Wort der Wahrheit, um die Legionen an Lügen zu besiegen.

Es gibt ein solches Wort. Es heißt „Völkermord“.

1948 versuchten fünf arabische Armeen den israelischen Staat noch im Embryo-Stadium zu erdrücken. Nur Tage vor der Invasion verkündete Azzam Pascha, Generalsekretär der Arabischen Liga: „Dies wird ein Auslöschungskrieg sein, ein monumentales Massaker, von dem man reden wird wie von den mongolischen Massakern und den Kreuzzügen.“

1967 erklärte Nasser nur ein paar Tage vor dem Krieg: „Unser Hauptziel ist die Vernichtung Israels.“ Syriens Assad gab das Echo: „Es ist Zeit, einen Vernichtungskrieg in Angriff zu nehmen.“ Dieselben Gefühle wurden 1973 geäußert.

Nur die Angst vor einer weiteren schweren Niederlage oder durch Israels Atomwaffen ausgeschnipst zu werden haben seitdem den Irak, den Iran, Ägypten und Syrien von neuen Versuchen abgehalten.

Und dennoch wächst die satanische Besessenheit mit der „Vernichtung des Namens Israels“ im Islam weiter. Arabische Landkarten zeigen weiterhin kein Israel und nach 55 Jahren Entmenschlichung und Dämonisation der Juden in der arabischen Propaganda und im arabischen Erziehungssystem sind die psychologischen Grundlagen für einen neuen Völkermord gelegt.

Die klare und gegenwärtige Gefahr eines neuen jüdischen Holocaust – nicht bloß die zahnlose Verurteilung des Terrorismus – sollte das Thema der israelischen Delegation bei ihrer Präsentation aller Völkermord-Konferenzen der Welt sein.

Nur durch Israels militärische Abschreckungsfähigkeit ist dieser neue Völkermord nicht zustande gekommen. Der Schlüssel dazu ist die Aufrechterhaltung der vollen militärischen Kontrolle über Judäa, Samaria und Gaza, die minimale territoriale Tiefe, um im Falle eines Angriffs die Reserven zu mobilisieren und die Palästinenser davon abzuhalten, direkt in das Herz Israels vorzustoßen.

Damals, 1967, kam der amerikanische Generalstab zu dem Schluss: In dem Augenblick, in dem die islamische Welt glaubt, dass Israels Eindämmungskapazitäten nicht mehr da sind, wird sie einen Angriff beginnen.

Daher muss Israel permanente militärische Kontrolle über das winzige Land Israel (0,12% der Landmasse des Nahen Ostens) haben, um einen neuen Holocaust zu verhindern.

Jedermann mit einem Überrest westlicher, jüdisch-christlicher Moralvorstellungen muss zugeben, dass die jüdische Militärpräsenz in Judäa und Samaria ein akzeptabler Preis für die Verhinderung eines Holocaust ist.

Wer das Besatzung nennen will, bitteschön. Besatzung ist ein akzeptabler Preis für die Verhinderung eines Holocaust.

Die Besatzung rettet das Leben von 5 Millionen Juden. Darüber hinaus rettet sie 4 Millionen Arabern das Leben, die im Land Israel leben und die mit zugrunde gehen würden, wenn die islamischen Horden wieder versuchen Israel zu vernichten. (Die arabische Welt kümmert das nicht: Anwar Sadat, verstorbener Friedensnobelpreis-Gewinner, pflegte zu sagen: Jeder islamische Staatsmann kann ein paar Millionen seiner Untertanen opfern um Israel von der Erdoberfläche zu radieren.)

Weiterhin dient die Besatzung der Rettung der gesamten Menschheit vor einem nuklearen Armageddon, denn dies wird eintreten, sollten die islamischen Führer, bewaffnet mit Massenvernichtungswaffen, versuchen den jüdischen Staat zu vernichten.

Vom Pharao bis Hitler sind die Juden durch Holocausts gegangen. Und wir werden weder Arafat, noch Mubarak oder die Ayatollahs das Vergnügen lassen, das fortzusetzen.

Nur die Besatzung Deutschlands beendete Hitlers Völkermord. Die ganze Welt akzeptierte das als einzigen Weg zur Rettung. Wenige Antisemiten würden so schamlos sein zu behaupten, dass einer Besatzung immer ein Völkermord voraus gehen sollte.

Erinnern wir uns: Das Wort heißt Völkermord.

Kontrollstellen verhindern Völkermord.

Israelische Soldaten in arabischen Dörfern verhindern Völkermord.

Die „rassistische Trennmauer“ verhindert Völkermord.

Wenn die Europäer, deren Eltern am Holocaust teilnahmen oder Beihilfe dazu leisteten, so besorgt um das Wohlergehen der Palästinenser sind, dann sei ihnen eine weitere Wahrheit gegeben: Die Besatzung ist ihre einzige Hoffnung auf ein normales Leben. Bis zu Arafats Rückkehr aus Tunis waren alle lebenswichtigen Daten der unter der israelischen Besatzung schmachtenden Palästinenser – Lebenserwartung, Kindersterblichkeit, Bildung, Einkommen, freie Presse – unvergleichlich höher als sie es nun nach 10 Jahren unter der palästinensischen Autonomiebehörde sind.

Darüber hinaus ist die Besatzung die einzige Chance der islamischen Welt, sich von der Besatzung durch die unheiligen Kräfte zu befreien, die die islamische Theologie und das Alltagsleben übernommen haben. Wenn die Palästinenser von Israel aufgeklärt werden, werden sie Agenten des Wechsels in der islamischen Welt werden; wenn nicht, dann werden sie der Stoßtrupp des Jihad bleiben, was zur Zerstörung der Zivilisation und ihrer selbst führen wird.

Aber wie, die Israelis – nicht die Europäer – müssen hauptsächlich die Berechnungen anstellen. Wir müssen zugeben, dass wir im Tor von Auschwitz stehen und uns weigern beiseite gestoßen zu werden. Sie nennen unseren Überlebenswillen „Besatzung“. Lasst sie. Nie wieder werden wir ihrem Willen uns zu töten nachgeben. Auch dem Willen unserer eigenen Masochisten, einen Friedhofsfrieden zu bekommen, oder dem der Europäer, eine Konkubine in einem islamischen Harem zu sein, werden wir nicht nachgeben. Wir werden zum Gegenangriff über gehen und wir werden uns durchsetzen, denn unser Gott ist der Gott der Lebenden, die die „Besatzung“ dieses Lichts in der Welt ausbreiten werden. Der entscheidende Wechsel zum Positiven in diesem Krieg wird hier im Herzen Israels stattfinden. Er wird mit einer Veränderung in unseren Herzen beginnen – wenn wir nicht länger um „Frieden“ nachsuchen, für den wir mit Land bezahlen müssen; wenn wir die Verantwortung für dieses Land und das Volk übernehmen, dem Gott erlaubt hier zu bleiben – den Palästinensern – hin zur wirklichen Besatzung, deren teuflischer Auftrag die Vernichtung der Juden ist.

Ein Außenseiter wartet auf einen Meister

Beth Goodtree, Israel Insider, 8. Januar 2004 (Link: Arutz-7)

Gesucht: Eine mutiger Mensch aus dem liberalen Welt-Establishment, der einen ewig ingorierten Außenseiter zum Meister macht.

Anforderungen: Dieser Meister muss willig sein, Fakten zu recherchieren, wie man sie in genauen historischen Berichten findet und sie ständig und immer wieder der heutigen Medienmaschine zu vorzuhalten. Dieser Meister muss die mentale, emotionale und geistige Stärke haben, gegen den Status quo anzugehen und die Wahrheit zu suchen, die vom Establishment und der so genannten „Neuen Weltordnung“ so bequem und bösartig verdeckt worden ist. Dieser Meister muss bereit sein als David gegen einen modernen Goliath der Macht, des Geldes und der großen Öl-Interessen anzugehen.

Lohn: Der Lohn übertrifft die kühnsten Träume. Der Meister wird in die Geschichte eingehen als mutiger Einzelgänger, der es wagte, gegen die etablierte und selbstgefällig blinde, liberal denkende Gemeinschaft aufzustehen und deren bequeme Haltung opferte, um einen wahren Außenseiter gegen überwältigende Umstände zu unterstützen. I wage zu behaupten, dass über diese Person sogar Filme gedreht, Lieder komponiert und Bücher geschrieben würden. Es würde vermutlich sogar ein paar Statuen von ihm in der Welt verteilt geben. Wer immer diese Arbeit schafft, wird unsterblich und idealisiert werden, so lange unsere Gesellschaft existiert.

Auftraggeber: Der Auftrag gebende Außenseiter hat eine unbestreitbare und dokumentierte Geschichte – bis in die aktuelle Gegenwart – der ideale Kandidat für einen Außenseiter-Status zu sein. Dieser Auftraggeber erleidet tägliche und nicht zählbare Erniedrigung, die von andauernder Leugnung seiner Eingeborenen-Rechte als einheimisches Volk bis hin zu ständigen Versuchen, ihn als ganzes Volk auszulöschen geht.

Die Medien stellen diese Auftraggeber/Opfer dauernd als Aggressor dar, bei jeder mörderischen Attacke gegen sie, während die Völkermord betreibenden Mörder als noble Kämpfer hingestellt werden, die mutig so genannte „aggressive“ Frauen, Kinder, Alte usw. abschlachten, die so alltäglichen Dingen nachgehen, wie etwas zu essen, in die Schule zu gehen, auf er Fahrt von Zuhause zur Arbeit zu sein, sogar beim Gebet.

Geschichtlich gesehen ist der Auftraggeber das älteste etablierte und gut dokumentierte Eingeborenen-Volk des Planeten. Trotzdem wird der Auftraggeber unermüdlich als neu angekommener Usurpator in seinem einzigen Heimatland dargestellt, trotz der Tatsache, dass das am meisten verkaufte Buch dieses Planeten Beweis für die uralten Verbindungen der Klienten zu ihrer Heimat ist. Als einige Eingeborene in Neuguinea im Zweiten Weltkrieg zum Umzug gezwungen wurden, verweigerte ihnen am Ende des Krieges niemand die Rückkehr in die Heimat. Aber unser Klient, von dessen Volk viele gezwungen waren ihre Heimat während Völkermord-Kampagnen gegen sie zu verlassen, sieht sich nun der Verweigerung seines Rückkehrrechts gegenüber, sogar der Leugnung, dass ihre Heimat ihnen seit Beginn der Aufzeichnung der Geschichte gehörte.

Aber die Leugnung der Recht des Auftraggebers an seiner Heimat ist nicht das Schlimmste. Der Klient hat die dubiose Ehre, das erste Volk zu sein, das je versklavt wurde. Seit mehr als zwei Jahrtausenden ist dieser Auftraggeber das Opfer systematischer Völkermord-Kampagnen gewesen. Dazu gehört die gegenwärtige, boshafte, gut finanzierte große-Öl-Kampagne, sie zum jetzigen Zeitpunkt auszulöschen – von nicht weniger als einem Sechstel der Bevölkerung dieses Planeten. Das ist über eine Milliarde Menschen, die an einer Minderheit Völkermord verüben will, die so klein ist, dass sie nicht einmal Wert ist ein Stückchen vom Kuchen der UNO abzubekommen.

Der Auftraggeber hat gelitten und leidet weiter – unter jeder Erniedrigung und Herabsetzung, die ein bösartiger Aggressor erfinden kann. Sogar sein Name und seine Geschichte sind gestohlen worden, untergraben und beansprucht vom Feind. Es ist so, als wäre die Bezeichnung „Native Americans“ von den Siedlern der Neuen Welt den „native Americans“ abgenommen worden, die dann behaupteten, sie wären die wirklichen „Native Amerikans“, während ihre Kinder auf Land geboren wurden, das sie den ursprünglichen Einwohnern gestohlen hatten.

Und während jedermann weiß, dass die Native Americans wirklich die erste Gruppe waren, die Amerika bewohnte, obwohl sie nur mündliche Traditionen haben statt einer geschriebenen Geschichte, hat unser Auftraggeber Beweise in der geschriebenen Geschichte, wie auch archäologische Ausgrabungen, die seine Ansprüche auf sein Land belegen, die nichtsdestotrotz geleugnet werden. Der Klient hat die Erniedrigung erlitten, dass seine heiligen Begräbnis-Artefakte als Urinale und Straßenpflaster verwendet wurden, während eine gleichgültige Welt stillschweigend zustimmte. Sogar während dies hier geschrieben wird, sind diejenigen, die unseren Außenseiter auslöschen wollen, detailliert dabei, ausgelassen die unbezahlbaren und unersetzlichen Artefakte seiner heiligsten Stätte auszugraben und zu entfernen. Und all das wird mit der Zustimmung der „etablierten“ Welt getan.

Und als wäre die Leugnung der Eingeborenen- und Einheimischen-Rechte nicht genug, werden die Menschen des Auftraggebers heftig und systematisch in vielen der Länder angegriffen, in die sie flüchteten, um die große Zahl der Genozid-Kampagnen zu überleben. Schulkinder in Frankreich müssen sich verkleiden, damit sie nicht von Teenager-Banden ihrer Feinde überfallen und erbarmungslos verprügelt werden. In vielen Ländern Europas, wie andernorts auch, werden ihre Häuser und Geschäfte systematisch abgebrannt. In zumindest einem Land ist die bloße Zugehörigkeit zu unserem Auftraggeber genug, die Todesstrafe zu erhalten. In vielen Ländern haben die Angehörigen des Klienten nicht einmal annähernd gleiche Rechte. Ihnen werden Grundrechte vorenthalten wie Landbesitz, in bestimmten Berufen zu arbeiten und sogar Religionsfreiheit. Internationale Staatsmänner haben es als „das kleine Sch…land“ bezeichnet oder Dinge gesagt wie: „F* sie, sie stimmen sowieso nicht für uns.“

Nie ist eine andere Gruppe im Lauf der Geschichte derart kontinuierlich gedemütigt, erniedrigt und fast bis zur Vernichtung gejagt worden. Nie ist eine andere Gruppe derart falsch dargestellt oder über sie derart gelogen worden. Nie ist eine andere Gruppe das Ziel weltweiter Verschwörung zur Auslöschung eines ganzen Volks gewesen, dessen einziges Ziel es war, in Frieden in der ursprünglichen Heimat zu leben. Dies ist ein Volk, das mehr zu den Künsten, Wissenschaften und zur Religion einer anderen Gruppe beigetragen; sie hat im Gegenzug um nichts gebeten als die Erlaubnis zu überleben und zu gedeihen.

Der Auftraggeber, den ich meine, sind die ursprünglichen Palästinenser, die als einzige seit tausenden von Jahren als Palästinenser bezeichnet wurden. Die derzeitigen Demütigungen begannen, als ein Ägypter namens Mohammed Abdel Rahman alQudwa al-Husseini seinen Namen in Yassir Arafat änderte, einen Mob arabischer Unerwünschter um sich sammelte, deren Heimatländer sich wegen ihres mörderischen Verhaltens weigerten, sie zurückzunehmen und sie in „Palästinenser“ umbenannte.

Die Original-Palästinenser und die einzigen mit einem wahren historischen, ethnischen und religiösen Anspruch auf das Land Palästina ist das hebräische Volk, die Juden.

Also: Gibt es in der liberalen, gleichgültigen Welt irgendwelche Helden, die bereit sind, gegen das große Öl, die internationalen Verschwörungen und die gut geschmierte, finanziell gut ausgestattete Genozid-Kampagne zu kämpfen? Wenn ja, dann melde dich um des letzten Außenseiters willen, bevor es zu spät ist.

Für die, die nicht glauben, dass die PLO und die PA Terror fördern

Elder of Ziyon, 26. Januar 2017

Die New York Times berichtet:

Die Trump-Administration bereitet Executive Orders vor, die den Weg für eine drastische Reduzierung der Rolle der Vereinigten Staaten in den Vereinten Nationen und weiteren internationalen Organisationen bereiten würden; außerdem würde damit ein Prozess beginnen, mit dem bestimmte Arten multilateraler Verträge überdacht und möglicherweise aufgekündigt werden.

Die ersten beiden Entwürfe der Anordnungen mit dem Titel „Auditing and Reducing U.S. Funding of International Organizations“ (Überprüfung und Reduzierung von US-Geldern für Internationale Organisationen), die die New York Times erhalten hat, fordert die Beendigung der Finanzierung jeglicher UNO-Organisationen oder anderer internationaler Körperschaften, auf die eine oder mehrere Kriterien zutreffen.

Diese Kriterien schließen Organisationen ein, die der palästinensischen Autonomiebehörde oder der PLO volle Mitgliedschaft geben oder Programme unterstützen, die Abtreibungen oder jegliche Aktivitäten finanzieren, die Sanktionen gegen den Iran oder Nordkorea umgehen. Der Entwurf fordert zudem die Beendigung der Finanzierung einer jeden Organisation, die „von  einem Staat kontrolliert oder beträchtlich beeinflusst wird, der Terrorismus fördert“ oder für die Verfolgung marginalisierter Gruppen oder systematischer Verletzung von Menschenrechten verantwortlich ist.

Wir wissen, dass Terror-Apologeten das attackieren mit der Behauptung attackieren werden, dass die PLO und die PA keine Terrorgruppen sind.

Nur um sicherzustellen, dass sie auf dem aktuellsten Informationsstand sind, gibt es hier einen Screenshot der offiziellen PLO-Internetseite, die einen Teil eines Videos zeigt, den sie zu Ehren des Jahrestages des Todes von Ali Salameh, der „roten Prinzen“ haben; dieser war der Anführer der Terrorgruppe Schwarzer September, die hinter dem Olmypia-Massaker von München steckte.

Ich hatte bereits gezeigt, dass die PA öffentlich um Salameh trauert.

Doch dieses Video beginnt mit Fotos vieler anderer terroristischen „Märtyrer“ aus vielen Terrorgruppen, nicht nur der Fatah. Zum Beispiel wird PFLP-Gründer George Habasch gezeigt, der für zahlreiche Flugzeugentführungen in den 1970-er verantwortlich war.

Auf dem Ehrenplatz direkt neben Yassir Arafat (dem Gründervater des modernen Terrorismus) gehört dem Gründer der Hamas, Scheik Yassin. Egal, was Jimmy Carter glaubt, die Hamas wird heute allseits als Terrorgruppe begriffen.

Ja, die PLO fördert Terror. Nur weil der Westen sich daran gewöhnt hat ihnen seit einigen Jahrzehnten Geld zu schicken, ändert das nichts an der Tatsache.

Jeder objektive Beobachter würde wissen, dass der oslo-Friedensprozess durch die Entscheidung der PLO im Jahr 2000 einen Krieg gegen israelische jüdische Zivilisten anzufangen, statt Frieden auszuhandeln, praktisch abgebrochen wude.

Es ist mehr als tragfähig damit aufzuhören die PLO so zu behandeln, als sei sie ein ehrenwertes Mitglied der Weltgemeinschaft – es ist zwingend notwendig.