Menschliche „Irrtümer“: Durban, Jenin, Gaza

Gerald M. Steinberg, National Review, 25. Juli 2002

Der versehentliche Tod einer Reihe von palästinensischen Kindern in Folge des israelischen Schlags gegen das Gebäude, in dem sich der Hamas-Terroristenführer Salah Shehadeh mitten in Gaza Stadt versteckte, war ein tragischer Fehler. Aber von dem Chor, der sich aus der selbst ernannten „internationalen Gemeinschaft“ zusammen setzt – der UNO, den Medien, den Menschenrechtsorganisationen und europäischen Schreibtisch-Diplomaten – stellt sich Israels Versuch der Selbstverteidigung als moralisches Verbrechen größten Ausmaßes dar. Sollte jemand weitere Belege ethischer Verderbtheit brauchen – diese Verurteilungen zeigen sie.

In der ganzen Aufregung wird bequemerweise die Tatsache ignoriert, dass dieser Unfall hätte vermieden werden können, wenn palästinensische Terroristen sich nicht in dicht bewohnten Gebieten verstecken würden. Der Schlag gegen Shehadeh wird als gewollter Angriff auf Zivilisten dargestellt, während er eine Verteidigungsmaßnahme Israels war, das weiterhin versucht, das Leben seiner Bürger zu schützen. Der Fehler, der zu den zivilen Toten führte, war ein taktischer: der Gebrauch einer 1000kg-Bombe statt einer kleineren und präziseren Waffe.

Viele Journalisten handelten mit pathetischer Vorhersagbarkeit und ignorierten (wie auch die Diplomaten, die diese Mythen nachplappern) in ihren Berichten aus Gaza die Gründe hinter der israelischen Entscheidung – nämlich die von Shehadeh und anderen in Arafats Reich lebenden Terroristen verübten Untaten. Im Gegensatz zu diesem moralischen Verbrechen ist die palästinensische Massenterror-Kampagne in den letzten zwei Jahren völlig auf gezielten Angriffen aufgebaut, die israelische Kinder töten sollten. Und doch hat sich die meiste Zeit Europa und der Rest der schicken „internationalen Gemeinschaft“ auf die Seite der Mörder gestellt und die hunderte Opfer verurteilt.

Die Unfähigkeit zu unterscheiden zwischen Aggressoren ohne Rücksicht auf menschliches Leben und den Verteidigern, deren Ziel es ist, die Heiligkeit des Lebens zu schützen, macht die grundlegende moralische Fehlleistung unserer Zeit aus. Dasselbe Geschrei setzte automatisch ein, als alliierte Bomben im Krieg gegen Saddam Hussein fehl gingen (soll heißen: als Zivilisten getötet wurden, die unterhalb einer Militäreinrichtung untergebracht waren); in Serbien, beim Versuch, den Kosovo gegen Milosevic zu verteidigen; und wieder in Afghanistan nach bin Ladens Megaterror-Anschlägen vom 11. September. Präsident Bushs uncharakteristischer Entschluss in die Verurteilungen Israels einzustimmen, war durchsichtig und nicht unbedingt gut überlegt, kam er doch nur wenige Wochen, nachdem ein amerikanischer Luftangriff in Afghanistan fehl schlug und Dutzende von Hochzeitsgästen tötete. Die moralische Last für den Verlust unschuldigen Lebens haben in all diesen Fällen die Terroristen und ihre Unterstützer zu tragen, einschließlich denen, die die ideologische Unterstützung, Gelder und Unterschlupf liefern.

Gleichzeitig haben die UNO und ihre loyalen Verbündeten unter den Menschenrechts-Supermächten (wie z.B. Human Rights Watch) eindeutig nichts aus ihrer Blamage von Jenin gelernt. Dort wurde ihr Eifer offenkundig, der palästinensischen Propagandamaschine zu folgen und Israel zu dämonisieren. Im Fall Jenins wurde das israelische Militär verurteilt, weil es Risiken einging (die es das Leben von 23 israelischen Soldaten kosteten), indem es Bodentruppen einsetzte um die terroristischen Netzwerke zu zerstören, die in den UN-Flüchtlingslagern Immunität suchten. Als die israelische Luftwaffe gegen den Hamas-Führer in Gaza geschickt wurde, setzte das Geschrei nicht einen Moment aus. Mit anderen Worten: Was immer Israel tut und wie immer es handelt, um Terrorismus vorzubeugen, Verurteilung wird mit Sicherheit auf dem Fuß folgen.

Diese Gruppen nutzten die Tragödie in Gaza sofort aus, um die Erinnerungen an das falsche Gebrüll von „Massaker“ und „Kriegsverbrechen“ und den eifrigen Wiederholungen der palästinensischen Lügen auszulöschen. Die makabere Szene des UN-Repräsentanten Terje Larsen, wie er von Studio zu Studio lief und immer wieder den „Gestank des Todes“ eines Massakers anführte, das nie stattgefunden hatte, wird nun wiederholt. Und vorhersagbar verurteilte die UN-Menschenrechtszarin Mary Robinson die israelische Unmoral, weniger als ein Jahr nachdem sie dem Fiasko der UNO in Durban vor stand – einem Festival des überflüssigen Einprügelns auf Israel und Feiern des Antisemitismus unter der verlogenen Verkleidung des Antirassismus. Diese Gruppen oder Einzelpersonen haben es nicht geschafft, ein Fünkchen Glaubwürdigkeit zu bewahren.

Und doch wird Israel, trotz dieser [behaupteten] ethischen Verdorbenheit, eine ernste Untersuchung der fatalen Entscheidung durchführen, die zu dieser Tragödie führte. Moral wird nicht von denen bestimmt, die am lautesten schreien oder die Lügen mit der größten Frequenz wiederholen, sondern durch Personen und Nationen, die einem Verhaltenskodex folgen, der gegenüber Klischees und zynischer Manipulation immun ist.

(Dieser Artikel ist als Reaktion auf die Folgen des tödlichen Angriffs auf Salah Shehadeh zu verstehen; s. dazu auch die Einträge zu Shehadeh im Bereich „Palästinenser“)

Warum Israel den Medienkrieg verliert

Eine dreimonatige Untersuchung deckt die eigentlichen Gründe für die Sympathien der Medien gegenüber den Palästinensern auf.

David Margolis, The Jewish Week, 20. Juli 2001 (übersetzt von Daniel Marcus)

Mitte April 2001 zerriss ein „Arbeitsunfall“ in einer Bombenfabrik, den palästinensische Sprecher fälschlicherweise als israelischen Raketenangriff bezeichneten, das Hauptquartier der Force 17 in Ramallah. Als Medienleute am Schauplatz erschienen und sich an ihre Arbeit machten, beschlagnahmte palästinensisches Sicherheitspersonal auf harte Art und Weise die Filme der Fotografen und Kameraleute.

„Sie machten sehr deutlich“, sagte Mark Lavie von der „Associated Press“, dass jeder, der Widerstand leistet, „keinen glücklichen Tag haben würde“.

Das Ergebnis war, dass keine Bilder der Explosion auf den Fernsehbildschirmen erschienen. Einige Nachrichtenagenturen machten sich nicht einmal die Mühe, über die Beschlagnahmung des Filmmaterials zu berichten. Doch die falsche Behauptung, es hätte ein israelischer Raketenangriff stattgefunden, hielt sich in den nächsten ein bis zwei Tagen in den Medienberichten.

Wenn man das Meer von einzelnen Vorfällen betrachtet – sehen dann solche angehäuften Versäumnisse und Nuancen wie eine systematische Voreingenommenheit der Medien zu Israels Ungunsten aus? Beeinflussen einzelne Medien die Nachrichten gezielt zum Vorteil der palästinensischen Seite? Oder ist die anti-israelische Voreingenommenheit der Medien ein Mythos und die Reporter sind nur unter ständigem Druck, die ersten bei der Sendung der aktuellsten Nachrichten zu sein und ihr Bestes zu geben, um schnell wechselnde und sehr emotionale Ereignisse zu erklären?

Eine dreimonatige Untersuchung der ausländischen Presse in Israel zeigt, dass einige ausländische Korrespondenten ihre persönlichen Sympathien in die Nachrichten einbringen. Bedrohlicher für die genaue Berichterstattung ist jedoch der Erfolg der palästinensischen Autonomiebehörde, durch Einschüchterung von Journalisten und Manipulation des journalistischen Prozesses sicher zu stellen, dass ihre Version der Ereignisse auf westlichen Fernsehbildschirmen und in dortigen Zeitungen dominiert.

Unterdessen liefern Israels Bemühungen, die Nachrichten zu vermitteln – unwirksame Bemühungen, wie selbst Ariel Sharons Medienchef bestätigt – einen weiteren Grund dafür, warum Israel den Medienkrieg zu verlieren scheint.
Behinderung und Einschüchterung

Nach Augenzeugenberichten waren palästinensische Polizisten und Demonstranten während des Lynchmordes an zwei israelischen Soldaten am 12. Oktober 2000 in Ramallah eifrig darauf bedacht, das Ereignis von den Weltmedien fernzuhalten und haben deshalb Journalisten geschlagen, getreten und sogar mit Messern bedroht, um deren Filmmaterial zu beschlagnahmen. Eine örtliche Photographin einer großen amerikanischen Tageszeitung wurde von der palästinensischen Polizei daran gehindert, nach den Morden den Freudentanz der Menge aufzuzeichnen. Unheilverkündend fügt sie an, dass es „meine Sicherheit gefährden würde, wenn ich mit Namen genannt werde“. Wie viele andere Journalisten, die für diesen Artikel befragt wurden, bat sie deshalb, ihren Namen nicht zu erwähnen.

Als die Aufzeichnung einer italienischen Nachrichtencrew nach dem Lynchmord weltweit übertragen wurde, schrieb der italienische Journalist Ricardo Cristiano – der anscheinend besorgt war, dass er mit der Crew in Verbindung gebracht werden könnte – einen Entschuldigungsbrief an Al Hayat, die offizielle Zeitung der PA, in dem er versprach, die journalistischen „Regeln“ der PA zu „respektieren“.

Im März 2001 herrschte eine angespannte Atmosphäre, belastet durch Verdächtigungen und Feindschaft. Marwan Barghouti, der Führer der PA-Tanzim-Miliz, schickte die dringende Warnung an israelische Journalisten, dass sie getötet werden könnten, falls sie den Gazastreifen betreten würden. Seit diesem Zeitpunkt bleiben israelische Journalisten entweder zuhause oder sie gehen sicher, dass sie von Palästinensern begleitet werden, die gute Beziehungen haben.

Barghouti kündigte außerdem jedem Palästinenser, der mit israelischen Nachrichtenleuten kooperieren würde, an, dass er Schaden nehmen werde und erhöhte damit die Gefahr für palästinensische Journalisten, die sowieso schon lange dadurch, dass ihre Berichterstattung einem hohen Offiziellen missfallen oder als schädlich für die palästinensische „Sache“ betrachtet werden könnte, unter impliziter oder expliziter Bedrohung gelebt haben.

In Kürze: die palästinensische Kampagne der Medienkontrolle durch Gewalt oder Drohungen war zwar nicht neu, ist jedoch inzwischen wesentlich intensiver geworden. Da die Kampagne weitgehend auf Journalisten vor Ort beschränkt ist, wird sie von Journalisten im Ausland im allgemeinen übersehen. Weil der Medienkrieg weniger ein Krieg mit Worten als vielmehr mit Bildern ist, sind ausländische Printjournalisten tatsächlich diejenigen, die den Druck am wenigsten zu spüren bekommen. Und wenn sie ihn bei dieser oder jener Gelegenheit doch bemerken, zucken sie in der Regel mit den Achseln, da sie ihn als für die Nachrichten unbedeutend und wirkungslos betrachten.

Das bedeutet jedoch nicht, dass palästinensische Einschüchterung nur ein lokales Thema ist. Das ist es ganz und gar nicht. Da der Prozess der Sammlung von Nachrichten und deren Verbreitung an westliche Medien nun hauptsächlich von palästinensischen Journalisten durchgeführt wird, haben deren Verbündete und der auf sie ausgeübte Druck eine entscheidende Wirkung darauf, wie die Nachrichten aus Israel weltweit berichtet werden.

Die palästinensische Autonomiebehörde hat gemäß des Committee for the Protection of Journalists (CPJ, zu Deutsch: Komitee für den Schutz der Journalisten) „die Kritiker in der lokalen Presse durch willkürliche Verhaftungen, Drohungen, physischen Missbrauch und die Schließung von Absatzmärkten für Medien mundtot gemacht“ und dadurch die meisten palästinensischen Journalisten aus Furcht zur Selbstzensur getrieben.
Es ist eine Situation wie bei der Mafia, sagt ein palästinensischer Journalist

„Es ist eine Situation wie bei der Mafia“, bestätigt ein palästinensischer Journalist und zitiert andere Journalisten, die „sogar durch ranghohe Beamte wie (den Kommandanten des präventiven Sicherheitsdienstes der Westbank Jibril) Rajoub und Barghouti bedroht und geschlagen und zum Ziel von Morddrohungen geworden waren. Und sie erzählen niemandem davon“, fügt er hinzu, weder ihren Arbeitgebern noch professionellen Organisationen, denn jede Beschwerde würde die Gefahr, in der sie stehen, nur vergrößern. Und wenn Offizielle dadurch berührt werden, könnte es außerdem ihren Arbeitsplatz kosten.

Die 220 Mitglieder der „Foreign Press Association“ (zu Deutsch: Ausländische Pressevereinigung) haben die palästinensischen Einschüchterungen auf Journalisten weder untersucht noch irgendwelche Aktionen dagegen unternommen. Ein ausländischer Korrespondent schnaubt deswegen vor Wut: „Die FPA hat von der PA noch längst nicht genug bekommen.“

Bill Orme, Korrespondent der New York Times und Mitglied des FPA-Vorstandes, überwacht die Probleme der Pressefreiheit und des Pressezutritts – „nicht der Voreingenommenheit der Presse“, fügt er schnell hinzu. Er bestätigt, dass die FPA noch nicht in das Thema der Einschüchterungen „eingestiegen“ ist. „Wir sind eine Mitgliederorganisation, wir reagieren auf Beschwerden“, erklärt er. Solange die FPA keine Beschwerden hinsichtlich der Einschüchterungen erhält, ignoriert sie dieses Thema.

Gewalt gegenüber Journalisten geschieht jedoch nicht nur auf der palästinensischen Seite. Beinahe zwei Dutzend Journalisten -die meisten von ihnen Palästinenser- wurden von israelischen Soldaten getroffen. Unter ihnen auch Ben Wedeman vom CNN, der in Gaza am Rücken verwundet wurde. Einige sind schwer verletzt worden. In nur einem oder zwei Fällen resultierte die Untersuchung der IDF darin, den Täter zu ermitteln und zu bestrafen.

Journalisten wollen dort sein, wo etwas geschieht – sie wollen sehen, wie die Kugel aus dem Gewehrlauf kommt

Rana’an Gissin, Premierminister Ariel Sharons Berater in Sachen Auslandspresse und Öffentlichkeitsarbeit, sagt, das Problem sei, die Journalisten „wollen dort sein, wo etwas geschieht – sie wollen sehen, wie die Kugel aus dem Gewehrlauf kommt“. Weil sie in der Schusslinie arbeiten ist es für die Soldaten schwierig, sie von den anderen zu unterscheiden, sagt er.

Gemäß des CPJ haben israelische Sicherheitskräfte und Siedler Journalisten geschlagen, die über politische Gewalt berichten und in manchen Fällen haben israelische Soldaten zugesehen. Paul Adams vom BBC berichtet, dass seine Kameramannschaft in Elon Moreh, einer Westbank-Siedlung, von Juden hart angepackt und dass die Reifen seines Wagens aufgeschlitzt worden waren. (Adams wurde auch von Palästinensern in Bethlehem zusammengeschlagen und er und seine Kameramannschaft waren gezwungen zu fliehen. Über das Ereignis in Elon Moreh wurde in einer Sendung des BBC berichtet, über dasjenige in Bethlehem nicht.)

Während die FPA ihr Schweigen bezüglich palästinensischer Einschüchterung auf Journalisten aufrecht erhält, protestiert sie heftig mit Briefen an hohe Regierungsbeamte gegen die israelische Gewalt gegenüber Journalisten. Keiner der interviewten Journalisten glaubt jedoch, dass Schießereien von israelischen Soldaten die Politik der israelischen Regierung repräsentiert oder dass Soldaten sie beschießen, weil sie Journalisten oder gar weil sie Individuen sind.

Israelische Offizielle bedrohen auch keine Journalisten. Sie ergreifen keine Sanktionen gegen diejenigen, deren Berichterstattung ihnen missfällt und sie üben keine Kontrolle aus über das, was die Journalisten schreiben.

Dies sind jedoch genau die Methoden, die der palästinensischen Autonomiebehörde geholfen haben, eine Menge von dem festzulegen, was Amerikaner und Europäer als „Nachrichten aus Israel“ sehen und lesen.

Das Produzieren von Nachrichten

Als der palästinensische Aufstand weiter wütete, wurden die Worte, die darüber geschrieben und besonders die Bilder, die darüber gezeigt wurden, zum größten Teil von Palästinensern geformt.

Wie kam eine solch außergewöhnliche Situation zustande?

Diejenigen israelischen Journalisten, die noch in palästinensische Gebiete gehen, gehen sicher, dass sie von Palästinensern begleitet werden, deren Beziehungen zu Sicherheitsdiensten sie schützen können.

„Doch wenn Sie von so jemandem begleitet werden, sind Sie in dem, was Sie sehen und was Sie berichten können, eingeschränkt“, zeigt Khaled Abu Toameh, ein palästinensischer Reporter für israelische, amerikanische und arabische Medien auf. „Es ist in etwa so wie in Syrien oder im Irak, wo Sicherheitsleute ständig ausländischen Journalisten folgen.“

Ausländische Journalisten -viele von ihnen gehen gar nicht an den Ort des eigentlichen Geschehens- sind im allgemeinen auf die Informationen der palästinensischen Lokalreporter angewiesen.

„Die palästinensischen Lokalreporter füttern die ausländische Presse mit Material, das für die PA akzeptabel ist“, sagt Abu Toameh. Ein Journalist, fügt er hinzu, ist „vollkommen in ihren Händen.“

Ausländische Journalisten sind auch auf palästinensische Helfer angewiesen, die „Fixer“ genannt werden. Sie kennen die Sprache, garantieren leichten Zugang zu wichtigen Personen und Ereignissen und arrangieren alles, was ein Reporter braucht, angefangen von einem Fahrer bis hin zu einem Übersetzer. Diese „Fixer“ sind keine professionellen Journalisten. Sie sind oft mit einer politischen oder mit einer Sicherheitsgruppe verbündet – Teil ihres Jobs ist es, ihre Ansicht aufzudrängen.

Was die Bilder angeht, so sind 80 Prozent der Kameraleute, die in der PA arbeiten, Palästinenser. So schätzt eine Journalistin einer holländischen Agentur und folgert: „Demnach stammen die Bilder mit all ihrem Pathos und Drama von der palästinensischen Seite.“
95 Prozent der Bilder werden von palästinensischen Filmcrews geliefert

Ihre Schätzung ist zu niedrig. Ehud Ya’ari, ein Veteran unter israelischen Kommentatoren, schätzt, dass „über 95 Prozent“ der Bilder, die an ausländische und israelische Sender geliefert werden, von palästinensischen Filmcrews kommen.

In einem kürzlich erschienen Artikel im „Jerusalem Report“ schrieb Ya’ari, dass die Palästinenser nun tatsächlich die Berichterstattung über die Intifada kontrollieren. Die meisten Informationen, die aus der Gegend kommen, wurden -egal welcher Art sie sind- von Palästinensern gefiltert oder in erster Linie von Palästinensern zusammengestellt.“

In Kürze: Nachrichten aus Israel werden von Menschen geliefert, die der PA gegenüber loyal sind und Angst vor ihr haben.

„Sie trauen sich einfach nicht, etwas zu filmen, das für die PA peinlich sein könnte“, beendet Ya’ari seinen Artikel. „Somit sind die Kameras darauf ausgerichtet, die Schandflecken der israelischen Armee zu zeigen, sie sind niemals auf palästinensische Schützen gerichtet. Und sie sind sorgfältig darauf bedacht, eine besondere Art Großaufnahmen von der Situation vor Ort zu bringen.“

Ya’ari selbst geht nicht in palästinensisches Gebiet. Doch Abu Toameh tut dies. Und er nennt Ya’aris Analyse „200 Prozent korrekt“.

Doch sind die ausländischen Korrespondenten -Journalisten, die am oberen Ende der Karriereleiter stehen- so träge oder so leicht für dumm zu verkaufen, dass sie die Propaganda als Wahrheit akzeptieren?

Ohne Zweifel gibt es einige, die so sind. Doch Fiamma Nirenstein, Korrespondentin der italienischen Tageszeitung „La Stampa“, bietet eine andere Theorie dafür, warum Korrespondenten Israel so oft teilnahmslos gegenüber stehen. Die Journalisten, so nimmt sie an, sind Opfer ihrer eigenen, nahezu einheitlichen „Vorlieben“, die Ereignisse innerhalb eines linken, pro-palästinensischen und oftmals unrealistisch romantischen Rahmens zu betrachten.

Das heißt, viele Korrespondenten akzeptieren, was aus palästinensischen Quellen kommt, weil sie von sich aus dazu neigen, die Ereignisse in ähnlicher Form darzustellen.

Die Denkweise des Journalisten

„Ein ausländischer Journalist, der behauptet, er sei ‚objektiv‘, ist entweder langweilig oder ein Lügner“, erklärt Sam Kiley von der London Times. „In diesem Konflikt gibt es eine Menge Wahrheiten.“

Viele stimmen darin überein, dass die ausländische Presse nicht objektiv ist. Doch wenn dies so ist, warum sehen so viele Korrespondenten anscheinend die gleiche Wahrheit? „Sie haben das Gefühl, den Palästinensern helfen zu müssen“, sagt Nirenstein.
Die Korrespondenten leugnen ihr persönliches Urteil nicht

„Mein Mitgefühl gilt den Opfern“, sagt einer und meint damit die Palästinenser. „Die Juden nutzen ihre Geschichte, die Zeit ihrer Verfolgung, um bei den Amerikanern und Europäern Mitleid zu erregen“, sagt ein anderer, ebenfalls ganz im Vertrauen.

Conny Mus vom holländischen Fernsehn nennt als zentralen Punkt „die Tatsache, dass eine mächtige Armee all ihre Macht benutzt um eine kleinere Streitmacht zu vernichten.“ Mus behauptet kontinuierlich, dass die Presse „ein exaktes Bild“ der Ereignisse bietet und dass pro-israelische Leser nur deshalb denken, die Nachrichten seien verzerrt, weil sie „nicht wissen, was auf der palästinensischen Seite geschieht“.

Bis zu einem gewissen Grad hat er Recht – auch bei exakten Berichten über die Fakten sehen Juden Israel oftmals nicht gern in einem schlechten Licht. Kritiker der Medien nehmen manchmal nur Anstoß an dem, was sie als „pro-palästinensische“ Berichte bezeichnen, weil sie nicht wollen, dass ihre eigenen Ansichten in Frage gestellt werden.

Doch ein Bericht kann exakt sein und trotzdem die Pointe nicht richtig übermitteln. Ein Beispiel: ein Artikel kann die Zahl der palästinensischen Opfer hervorheben, kann das Zählen der Leichen zum objektiven Maßstab machen. Es wird jedoch nicht darauf hingewiesen, dass die israelischen Toten zum größten Teil unschuldige Zivilisten sind und keine bewaffneten Aufständischen und Terroristen. Viele Journalisten berichten nur über Israels „Eroberung“ der Westbank und weisen niemals darauf hin, dass diese Eroberung in einem Verteidigungskrieg gegen Jordanien erfolgte und dass die Palästinenser dort niemals souverän waren.

Andrea Levin von „Camera“, einer energischen und manchmal schrillen Gruppe von Medienbeobachtern, weist darauf hin, dass Reporter „über eine Geschichte berichten und dabei die Mikroprobleme zwar korrekt erfassen, jedoch die Makroprobleme vollkommen falsch verstehen können.“
Journalisten romantisieren die Palästinenser als David, der gegen den israelischen Goliath kämpft, als ob die Unterdrückten allein per Definition die Guten sind

Nirenstein erlebt ihre Kollegen als solche, die die Palästinenser als David romantisieren, der gegen Goliath kämpft, als ob die Unterdrückten schon allein per Definition die Guten sind. Sie schreibt in der Januarausgabe 2001 des „Commentary Magazine“, dass dieses Romantisieren die Journalisten -die sie als „bilderstürmerisch, flott, ironisch, praktisch alle einer Meinung“ charakterisiert- auf der falschen Seite der Kulturkluft zwischen „westlicher und östlicher Zivilisation, zwischen Demokratie und Diktatur, zwischen jüdisch-christlicher Welt und der Welt des Islam“ platziert.

Die journalistische Denkweise kann auch durch das entstehen, was ein amerikanisch-israelischer Journalist als „massive Ignoranz“ tadelt.

Viele Journalisten haben wenig oder keine Vorbereitungszeit, bevor sie nach Jerusalem und Ramallah geschickt werden. Vor Ort müssen sie ihr Wissen während der Arbeit aufholen, wobei sie es oftmals von anderen ausländischen Korrespondenten übernehmen.

„Wir sind sehr oberflächlich“, bestätigt Dr. Jörg Bremer von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf entwaffnende Art und Weise. „Wann haben wir Zeit ein Buch zu lesen, wenn wir jeden Tag die Nachrichten zusammenstellen müssen?“
Schwarz-Weiß-Denken und Ignoranz

Dieser Mangel an Vorbereitung führt beinahe zwangsläufig dazu, dass Korrespondenten die Schablone eines anderen Ereignisses auf eine Situation mit völlig unterschiedlicher Geschichte und Besonderheit legen. Mike Hanna beispielsweise, der Chef des CNN-Büros in Jerusalem, wurde von der Romanautorin Naomi Ragen und von anderen dahingehend charakterisiert, die Situation in Israel durch seine 20 Jahre als Korrespondent in Südafrika ebenfalls in Termini von „schwarz und weiß“ zu sehen – als Unterdrücker und Unterdrückte.

Doch Probleme journalistischen Urteilsvermögens und persönlicher Sensibilität sind eine Sache. Dahinter lauert die umfassendere Frage, ob die Sympathie der Reporter zu ungerechter Voreingenommenheit führen kann – und ob dann aus Voreingenommenheit entschlossene Manipulation der Nachrichten wird.

Beunruhigende Vorfälle von falscher und ungenügender Berichterstattung sind im Überfluss vorhanden. Gruppen von Medienbeobachtern haben die New York Times, die Los Angeles Times, die London Times, die Washington Post, CNN, Sky News, Reuters, BBC und andere Medien beschuldigt, Nachrichten mit dem Ziel veröffentlicht zu haben, palästinensische Vergehen zu minimieren und israelische hervorzuheben, um die Sympathien für Israel zu verringern oder um Israel als Aggressor aussehen zu lassen. Den Medien wurde auch zur Last gelegt, sie ignorierten Artikel, die entscheidende Zusammenhänge für das Verständnis der Fakten vor Ort liefern, wenn diese Artikel die Palästinenser in einem weniger guten Licht zeigen.

Solche, in großem Maße ignorierte Themen sind z. B. Berichte über palästinensische Rot-Kreuz-Ambulanzen, die Steine und Molotowcocktails zu Flammpunkten transportieren; das gezielte Benutzen palästinensischer Zivilisten als Deckung für palästinensische Kämpfer; der Ansporn der Palästinenser, an gewalttätigen Demonstrationen teilzunehmen, ja, sogar Bustransporte von Kindern zu solchen Demonstrationen; die Inszenierung von „spontanen Demonstrationen“ für eine optimale Berichterstattung in den Medien (und das Scheitern der Reporter, diese Demonstrationen als das, was sie sind, nämlich Inszenierungen, zu beschreiben). In den palästinensischen (und anderen arabischen) Medien gibt es auch endlose Hasstiraden gegen Juden und Israelis, die viele Korrespondenten und deren Redakteure sehen, die sie jedoch erstaunlicherweise als irrelevant für den nationalen Konflikt, über den sie berichten, betrachten.
Eigene Ansichten werden als Fakten verbreitet

Viele Medien verbreiten außerdem als Fakten, was eigentlich ihre eigenen Ansichten der politischen Fragen in diesem Disput sind. „Independent“ und CNN nennen z. B. die israelischen Siedlungen routinemäßig „illegal gemäß internationalem Gesetz“, obwohl diese Angelegenheit längst nicht geklärt ist. Die Nachrichtenagentur Reuters, deren Büro in Jerusalem von einem hohen Prozentsatz palästinensischer Journalisten besetzt ist, bezieht sich auf Gilo, ein Viertel, das in die Stadt Jerusalem eingemeindet wurde, als „Siedlung“ und kommt damit der radikal palästinensischen Meinung nach.

Reflektieren solche Dinge politische Voreingenommenheit? Journalistische Nachlässigkeit? Kenntnismangel des historischen Zusammenhangs, der dieser ganzen Kultur innewohnt? Einen zu kurzen Einblick in die bittere „andere Seite der Geschichte“? Oder soll die unausgewogene Berichterstattung internationaler Sendenetze, wie CNN und BBC, sogar dazu dienen, in arabische und moslemische Medienmärkte „vorzudringen“?

Das Weltbild der Journalisten dringt durch die Abendsendungen im Fernsehen und durch die Morgenausgaben der Zeitungen nach außen. Nachrichtenkonsumenten können nicht wissen, dass sie eine voreingenommene Geschichte bekommen – selbst wenn sie sich daran erinnern, dass jede Geschichte, die oft genug wiederholt wird, gleich der überhäufenden Werbung ihre Spuren in der öffentlichen Meinung hinterlassen wird.

Die Qualität der israelischen Aufklärungsarbeit

Doch es ist nicht nur der Fehler der anderen. Wenn Israel den ernst zu nehmenden zweiten Krieg der Berichterstattung durch die Medien verliert, so muss man auch die traurige Unzulänglichkeit seiner eigenen „Hasbara“ -seine Anstrengungen, die eigene Politik zu erklären- tadeln. Dies ist ein Problem, das seit vielen Jahren diskutiert wird, das man jedoch nicht effektiv angegangen ist.

Wenn sie fachsimpeln, dann singen ironischerweise sogar überzeugte, pro-israelische Journalisten Loblieder auf die PA. „Ein Edelstein in den Händen der Medien“, sagt David Bedein, dessen Agentur für Medienressourcen in Israel im allgemeinen dem israelischen Anrecht Geltung trägt. Bedein lobt besonders die Zugänglichkeit und Offenheit der PA.

Matthew Kelman, ein Korrespondent für USA Today, sagt über die PA, „es ist ein Vergnügen, sich mit ihr zu befassen. Ihre Amtsträger bieten Hilfe an, sie sind umgänglich, sie gewähren einfachen Zugang, sie sind freundlicher und herzlicher als die Israelis – und sie haben bessere Geschichten.“

Niemand sagt so etwas über den israelischen Medienapparat. Im Gegenteil, wenn das Mikrofon abgeschaltet ist, stimmen die Berichterstatter darin überein, dass Israel „keinen schlechteren Job“ an Aufklärung tun könnte, wie es jemand in Worte fasste.
Schlechtes und stockendes Englisch

„Die Sprecher wissen nicht, wie man in eine Kamera spricht“, sagt er ärgerlich, „sie haben schlechte Englischkenntnisse, sie erscheinen oft in Uniform, was den Anschein erweckt, als seien sie Teil des Problems, und sie benutzen bombastische, selbstgerechte Ausdrücke.“

Ein anderer nennt israelische Medien-Offizielle „stachelig“ und klagt: „Sie rufen nicht zurück, sie selektieren die Informationen, die sie geben, manchmal geben sie auch gar keine Informationen weiter, selbst, wenn sie sie haben.“

Ein dritter erzählt von einem sinnbildlichen Treffen mit einem Pressereferenten des Ministeriums, der sich weigerte, ihm Informationen für einen Artikel zu geben und für diese Weigerung eine entsprechende Anordnung des Gerichtshofes aufführte. Ein paar Tage später las er die Information in einer hebräischen Wochenzeitung. „Der Pressereferent wusste nicht einmal, dass diese Anordnung aufgehoben worden war“, schnaubte er.

Gründe für die Unwirksamkeit der israelischen Aufklärungsarbeit sind Budgetkürzungen, besonders bei der Pressestelle der Regierung; sture, interne Machtkämpfe zwischen dem Büro des Premierministers, der Pressestelle der Regierung und einzelnen Ministerien; Überarbeitung; Arroganz und schlichte Inkompetenz. „Israel realisiert diesen Effekt nicht“, seufzt ein Reporter.

„Unsere Geschichte zu verbreiten, ist sehr komplex. Deren Geschichte ist wesentlich einfacher zu handhaben“, protestiert der Medienchef des Premierministers, Rana’an Gissin. Er gibt zu, dass Israels Aufklärungsarbeit unter „technischen Problemen“ leidet, inklusive ungeeigneter Sprecher. Doch er verspricht, nun „schicke ich Leute, die etwas vermitteln können“ und er sagt, dass er weitere Änderungen vorgenommen hat, um Israels Position im Medienkrieg zu verbessern.

Das mag nicht genügen. Während die Pressestelle der israelischen Regierung jeden Presseausweis für einen neuen Journalisten debattiert und jeden Korrespondenten sich selbst überlässt, bieten die Palästinenser ein großes Netzwerk an Hilfe an, sagt Steven Rosenberg, Herausgeber des Boston Jewish Advocate.

„Wenn Hintergrundinformationen, Photos, Interviews und Kurzmitteilungen reichlich zur Verfügung gestellt werden“, weist Rosenberg auf, „ist das Leben eines Journalisten wesentlich einfacher.“ Solche Anleitungen können auch helfen, des Reporters Verständnis für die Ereignisse, über die er schreibt, in die eine oder in die andere Richtung zu formen.

Israels derzeitigem Außenminister Shimon Peres wird der berühmte Satz nachgesagt, dass eine gute Politik keine Hasbara braucht, während einer schlechten Politik mit Hasbara nicht geholfen werden kann.

Dies mag für eine perfekte Welt gelten. Was jedoch den Kampf im Medienkrieg betrifft, scheint Israel noch nicht realisiert zu haben, dass es nicht in einer perfekten Welt lebt.

(Dieser Text wurde ursprünglich für die Internetseite NahostFocus.de übersetzt)

Beschießen israelische Soldaten gezielt Journalisten?

Zum Tod eines italienischen Journalisten in Ramallah

1.) 12.03.2002 – Pressekonferenz des Obersten Gal Hirsch
zum Eindringen und den Maßnahmen der israelischen Armee in Ramallah

In dieser Pressekonferenz gab Oberst Hirsch bekannt, dass Kampfzonen von Journalisten nicht betreten werden sollten und die Armee sie als tabu für Journalisten betrachtet. Anschließend kam folgende Frage eines Journalisten (aus dem Zusammenhang könnte es jemand von Israel Radio gewesen sein):

Frage: Warum können wir unser Leben nicht riskieren und nach Ramallah gehen, wann wir wollen? Das ist unser Job und wir werden dafür bezahlt.
(heplev: Das spricht ja wohl für sich! Am nächsten Tag wurde ein italienischer Fotograf erschossen, ein französischer Journalist schwer verwundet.)
Antwort: In Bezug darauf, dass Sie Ihr Leben riskieren: Wir von der IDF wurden von Ihnen, den Journalisten, wegen der israelischen Politik gegenüber den Medien angegriffen. Das kann so nicht weiter gehen. Letzte Nacht kamen Journalisten in einem Hotel in Süd-Ramallah unter Feuer. Wir sind für Sie verantwortlich und haben uns entschieden, Sie aus Sicherheitsgründen dort nicht hingehen zu lassen.
(heplev: Während also einerseits die Journalisten sich beschweren, dass sie in Kampfzonen stark gefährdet sind und Schaden erleiden könnten, wollen zumindest einige nicht einsehen, dass die israelische Armee dem schließlich entgegen tritt und sie von diesen Zonen ausschließen möchte.)
2.) 13. März 2002 – ICEJ-newsletter (verschickt am 14. März 2002)
Ausländische Journalisten überfluten Israel trotz des Todes eines Fotografen

Weil man spürt, dass das internationale Interesse sich immer stärker auf die Region richtet, während die Gewalt kein Zeichen zeigt, dass sie abebben wird, strömen ausländische Journalisten nach Israel, trotz des Todes eines italienischen Freelance-Fotografen in den Kämpfen in Ramallah am Mittwoch.

Nach Angaben des israelischen Pressebüros der Regierung (GPO) sind in den letzten 10 Tagen rund 300 ausländische Journalisten nach Israel eingereist, rund 500 innerhalb des letzten Monats. GPO-Direktor Danny Siman sagte, die Zahl der ausländischen Journalisten hier sei nun höher als die Zahl derer, die kamen, als die Intifada im September 2000 begann.

All das trotz des Todes von Raffaele Ciriello am Mittwoch. Der 42-jährige italienische Fotoreporter wurde durch Feuer aus einem israelischen Panzer während Zusammenstößen in Ramallah getötet. Er arbeitete für die italienische Tageszeitung Corriere della Sera und war selbst kurz vor seinem Tod neben PLO-Chef Yassir Arafat stehend fotografiert worden.

Ein Zeuge des Schusswechsels, der Journalist Amedeo Ricucci, sagte, er und sein Kollege seien am Morgen palästinensischen Bewaffneten durch das Zentrum von Ramallah gefolgt, als ein israelischer Panzer hinter einer Straßenecke hervor kam. Er sagte, die Soldaten auf dem Panzer feuerten mit einem Maschinengewehr ohne Warnung aus ca. 150m Entfernung und trafen Ciriello. Er wurde von sechs Kugeln im Bauch getroffen, während er über die Übernahme Ramallahs durch die israelische Armee berichtete. Man nimmt an, dass er der erste Journalist ist, der in den eineinhalb Jahren der intensiven israelisch-palästinensischen Kämpfe getötet wurde.

Später berichtete Ricucci dem italienischen Fernsehsender RAI 1, dass es im Nachhinein so aussieht, dass die bewaffneten Palästinenser, denen sie folgten, sich die Ankunft des Panzers durch Zeichen ankündigten. Er fügte auch hinzu, dass er nach dem Feuerstoß aus dem Maschinengewehr des Panzers sah, dass ein bewaffneter Palästinenser hinter ihnen auf die Straße getreten war.
(heplev: Was den Feuerstoß des Panzers deutlich erklärt. Die Israelis hatten nicht den Journalisten ins Visier genommen, sondern Bewaffnete gesehen und auf diese geschossen. Kein Wunder, dass der dazwischen stehende Journalist entweder als zu den Terroristen gehörend vermutet wurde oder schlichtweg ins Kreuzfeuer geriet.)

Ein französischer Fotograf wurde auch als in Ramallah verwundet gemeldet; dabei wird behauptet, er wurde von Querschlägern zweimal im Bein getroffen, während eine andere Version besagt, dass er von einer kleinen Bombe verwundet wurde, die von Palästinensern gelegt wurde, um die vorrückenden israelischen Truppen aufzuhalten. Er wurde zur Behandlung in ein israelisches Krankenhaus gebracht.

Wegen der erwarteten schweren Kämpfe in Ramallah und Beschwerden der Journalisten, dass sie unter Feuer gerieten, schloss die Armee die Presse von der Berichterstattung über die Kämpfe dort aus, was bedeutet, dass alle Reporter in der Stadt sich in militärischem Sperrgebiet befanden. Kommandeur Oberst Benjamin Gal Hirsch sagte den ausländischen Journalisten in einer Pressekonferenz am Dienstag, dass Ramallah für sie tabu sei. Er machte darauf aufmerksam, dass eine Fernsehkamera auf der Schulter einer Person aus der Entfernung leicht mit einer Antipanzer-Waffe verwechselt werden kann.

Die israelische Armee drückte ihr Bedauern über den Tod von Ciriello aus wie auch über die Verletzungen des französischen Fotografen, betonte aber, dass die Untersuchung nicht ergeben habe, wer die Schüsse in beiden Vorfällen abgegeben habe.
3.) 14. März 2002 – Zeugenbericht:
Ein Augenzeuge der Verwundung des französischen Fotografen in Ramallah sagt, er wurde von einer Bombenexplosion verletzt, nicht von israelischem Feuer.

Bericht auf: http://www.idf.il/english/announcements/2002/march/14.stm#6

Zusammenfassung:
Der Zeugenbericht eines Kollegen des verwundeten französischen Fotografen gegenüber Oberstleutnant Rafowicz wurde von der IDF gefilmt. Darin beschreibt der Journalist anhand einer selbst gezeichneten Kartenskizze, wo genau er, ein weiterer Kollege und der Franzose sich aufhielten, wer verwundet wurde, wo sich Palästinenser aufhielten und wie sich diese verhielten, in welche Richtung sie schossen. Er beschrieb, wie eine Explosion zwischen Mülleimern einen der Palästinenser tötete, die nicht von einem Geschoss (z.B. eines Panzers oder von einer Rakete) stammen konnte, sondern eine Bombe gewesen sein musste. Eine weitere, gleichartige Explosion ließ einen anderen Palästinenser in die Luft fliegen; die Druckwelle der Explosion ging in Richtung Straße und verwundete den französischen Fotografen. Auch viele andere Menschen auf der Straße wurden durch diese Explosion verwundet.

Der Journalist sagte, er sei sich zu 99% sicher, dass es sich um eine Bombe handelte.
4.) Arafat ehrt den getöteten italienischen Journalisten

Ramallah, 15.03.2002
Seine Exzellenz, Präsident Arafat, ordnete in einem präsidialen Erlass an, dass der italienische Journalist Rafaele Ciriello als Märtyrer anzusehen ist, weil der starb, während er seinen Pflichten nach ging, über die israelische Aggression gegen unser Volk zu berichten.

Kommentar IMRA:
Es bleibt unklar, ob er sich damit auch für die Jungfrauen im Paradies qualifiziert hat.


Die arabische Presse ficht es nicht an, was an Hinweisen vorliegt, dass die IDF nicht für den Tod des Italieners und die Verletzung des Franzosen verantwortlich gemacht werden kann.


5.) Jordan Times, 15.03.2002
Kommentar: Israel muss Buße tun

Mehr als 50 Journalisten wurden in den letzten 10 Monaten des palästinensischen Aufstands von israelischem Feuer verwundet. [Anmerkung: Die „Intifada“ dauert seit 17 Monaten an, es wurden 47 Journalisten verwundet. In den meisten Fällen ist nicht klar, wessen Feuer dafür verantwortlich war.]

Aber nicht ein einziger israelischer Soldat wurde dafür zur Verantwortung gezogen, dass er auf Nachrichtenmänner und Frauen geschossen hat. Es hat nicht einen einzigen ernsthaften Versuch gegen, solche kriminellen Aktionen zu stoppen. Das Ergebnis sind zunehmende Angriffe auf Mitglieder der Presse in den letzten Tagen, wobei die israelischen Besatzungstruppen den italienischen Journalisten Raffaele Ciriello töteten und einen Franzosen und einen Ägypter verwundeten.
[Anmerkung IMRA: Es hat keine Angriffe auf die Presse gegeben. Es gibt erhöhte militärische Aktivität und die Presse besteht darauf, militärisches Sperrgebiet zu betreten.]

Die Rechtfertigungen, die Israel in dem Versuch, diese Angriffe zu erklären, angeboten hat, sind armselig und nicht überzeugend. Das offizielle Schweigen und das Fehlen ernsthafter Untersuchungen der Vorfälle deuten darauf hin, dass die israelische Regierung etwas zu verbergen hat. Kameras haben den Hass eingefangen, den viele in den israelischen Besatzungstruppen gegen Journalisten hegen. Das lässt die Schlussfolgerung nicht gerade weit hergeholt erscheinen, dass israelische Soldaten ausländische Korrespondenten, die über die palästinensische Intifada berichten, gezielt beschießen.
[Anmerkung IMRA: Das ist sehr wohl weit hergeholt. Ausländische Korrespondenten können nicht von anderer Presse unterschieden werden. Wenn Journalisten gezielt beschossen würden, würde die Zahl der Getöteten und Verwundeten sehr viel größer sein.]

Die internationalen Medien haben die Verbrechen offen gelegt, die die israelischen Soldaten an hilflosen und unbewaffneten Palästinenser begangen haben. Das gefiel den Befürwortern der Besatzung nicht sonderlich. Viele in Israel haben daher die Überbringer der Botschaft verurteilt. Andere töten sie.
[Anmerkung IMRA: Der getötete Fotograf befand sich im Umfeld bewaffneter Hamas-Typen. Israelische medizinische Hilfe konnte ihn wegen der Intensität des Kreuzfeuers nicht erreichen.]

Israel ist seit Jahren mit Mord davon gekommen.
[Anmerkung: Es war der erste getötete Journalist. Das kann man nicht „jahrelangen Mord“ nennen.]

Die Jordan Times betrauert seinen (Ciriellos) Tod.
[Anmerkung: Das ist höhnisch. Mit diesem Toten lässt sich wieder Stimmung gegen Israel machen, gegen alle Fakten. Die Jordan Times bedauert ihn vielleicht ein wenig, ist aber andererseits für die Gelegenheit überaus dankbar, Israel ein weiteres Opfer anhängen zu können, für das eher die Palästinenser verantwortlich sind!]

Welche Gewaltspirale?

Raphael Israeli, Jerusalem Post, 21. März 2002

Die Dynamik der palästinensischen Welle der Gewalt ist derart manipuliert worden, dass die Opfer zu Aggressoren und die Täter zu Opfern werden.

Dass die Palästinenser und die anderen Araber dieser Verdrehung zustimmen würden, ist nicht ungewöhnlich. Das ist für sie Gewohnheit des letzten halben Jahrhunderts und entspricht dem arabischen Sprichwort: „Er schlug mich und brüllte und fing ganz schnell an sich zu beschweren“ (darabni wa-baka, sabakni was-ishtaka).

Westliche Medien sollten allerdings offener gegenüber logischen Argumenten und Tatsachen sein. Es ist für die Medien z.B. offensichtlich, dass, da Israel den jetzigen Krieg nicht erklärte und angesichts der Tatsache, dass es vor seinem Ausbruch keine Belagerungen, Straßensperren, Panzer, Tote gab, die Medien natürlich kein Interesse an all diesen unangenehmen Begleiterscheinungen der Feindseligkeit hatten.

Mehr noch: Nach dem Anschlag auf das Dolphinarium, bei dem 21 Teenager in die Luft gejagt wurden, als sie etwas Spaß haben wollten, hielt sich Premierminister Ariel Sharon einen Monat lang zurück und übte einen Monat lang keine Vergeltung in der „Hoffnung, dass Zurückhaltung Stärke bedeuten“ würde; aber die Palästinenser entschieden sich, gewalttätige Angriffe weiter zu führen und erklärten sogar offen, dass ihre Verpflichtung, dies weiter zu tun, unabhängig davon sei, was die Israelis tun oder nicht tun würden.

Als die Opferzahlen nicht akzeptierbare Höhen erreichten und die Gesellschaft nach Schutz schrie, musste Sharons Regierung handeln und eine Politik der systematischen Vergeltung setzte ein – die der von Yassir Arafat diametral entgegen stand. Reporter selbst müssen erkennen, dass, während die palästinensischen Terrorangriffe darauf abzielen, möglichst viele unschuldige Zivilisten mit „Islamikaze“-Bombern zu töten, deren mit Nägeln und Schrauben gespickte Bomben die quälende Wirkung maximieren sollen, Israel gegen die Täter dieser Akte Vergeltung übt, wenn ihnen ihre Tat misslingt oder gegen ihre Befehlsgeber, die sich hinter Moscheen, Kirchen und Schulen verstecken oder in Flüchtlingslagern Immunität suchen.

Mit anderen Worten: Es wurden nicht nur auf die Kriminellen selbst gezielt, sondern höchste Aufmerksamkeit darauf gelegt, die Kollateralschäden gegenüber Unschuldigen so gering wie möglich zu halten.

Aber die Presse berichtete über die israelische „Invasion“ der Flüchtlingslager, wo diese Mörder sich verstecken und ihre Waffenlager vergrößern, als ob Israel sich entschieden hätte, einfach einen Angriff auf unschuldige Zivilisten zu führen.

Wären die Israelis an einem leichtfertigen Töten interessiert gewesen, wie es ihnen oft von den Medien vorgeworfen wird, müssten sie ihre Jungs nicht in Feindesland schicken und ihr Leben gefährden; sie könnten sich gemütlich in ihre Positionen in Israel setzen und die palästinensischen Städte mit einem Bruchteil ihrer Artillerie und ihrer Luftwaffe bombardieren, ohne irgendein Risiko einzugehen.

Und natürlich hätten die während der Aktionen erbeuteten Waffen erst gar nicht dort gewesen sein dürfen. Von der Autonomiebehörde wurde aber nichts getan, diese zu beschlagnahmen, ganz im Gegenteil: Arafat hat versucht mehr illegale Waffen herein zu schmuggeln (durch die Karine-A und die Tunnel von Ägypten). Aber es wird nicht als Auslöser für die israelischen Aktionen berichtet, dass die Beschlagnahmung dieser Waffen das Ziel war – Maßnahmen, die mit erstaunlich wenigen bis keinen Opfern bei den Palästinensern durchgeführt wurden.

Israelische Artillerie, Panzer und Luftmacht werden in palästinensischen Gebieten benutzt, aber nicht um die Zahl der Opfer in die Höhe zu treiben; statt dessen wird die Luftwaffe dafür benutzt palästinensische Positionen und Gebäude, die gewöhnlich leer sind, nachts zu zerstören. Die Panzer werden eingesetzt, um israelische Opfer in Feindesland so gering wie möglich zu halten, nicht um Opfer bei den Palästinensern zu verursachen. Aber für die Reporter vor Ort scheint Grundbesitz mehr wert zu sein als menschliches Leben; und der Anblick israelischer Truppen, die hinter den Tätern des Terrorismus herlaufen um sie zu verhaften, verhören und vor Gericht zu stellen (statt sie in Stücke zu schießen), erscheint ihnen unerträglich.

Es ist sehr viel einfacher kritisch zu sein als Recht zu haben. Was würde jeder einzelne dieser Reporter vorschlagen, wenn seine Landsleute tagtäglich den selben Schrecken ausgesetzt wären? Zurückhaltung wurde ausprobiert und schlug fehl; die Mörder gezielt ins Visier zu nehmen, wurde von denselben Reportern als „Morde“ bezeichnet, die jetzt Israels Eindringen in die Lager kritisieren, mit denen die Mörder gefangen und der Gerechtigkeit zugeführt werden sollen; die Beantwortung der unaufhörlichen Anschläge wird von ihnen als „Gewaltspirale“ angesehen; leere Gebäude zu zerstören, wird als „übermäßige Gewalt“ verurteilt. Was ist in ihren Augen „angemessene Gewalt“? Getarnte Soldaten zu schicken um unschuldige Palästinenser auf Plätzen und in Cafes in Nablus und Hebron in die Luft zu jagen, wie die es in Jerusalem und Kfar Saba tun? Auge um Auge? Ist das in ihren Augen eine zivilisierte Antwort?

Unter diesen andauernden barbarischen Anschlägen auf die israelische Bevölkerung in zivilisierte Weise zu agieren, bedeutet entweder zu verlangen, dass die Täter und ihre Befehlsgeber von der Autonomiebehörde verhaftet werden oder ihre Auslieferung zu verlangen, damit in Israel juristische Maßnahmen gegen sie ergriffen werden können. Aber die Palästinenser weigern sich das eine wie das andere zu tun.

Israel bleibt nur übrig, selbst zu agieren und in diesem Prozess schmerzlichen, aber unabsichtlichen Kollateralschaden zu verursachen oder aber nichts zu tun, was zu mehr Terrorismus ermutigt, als wir ihn bisher erlebt haben.

Proportional hat Israel dieser Gewalt mehr Opfer zu verdanken als die USA am 11. September (350, was umgerechnet für die USA 17.000 ergäbe). Trotzdem und angesichts der Tatsache, dass es für uns ein Kampf ums Überleben ist – etwas, das die Amerikaner nicht einmal ansatzweise erfahren mussten – hat Israel viel weniger Schaden und Opfer verursacht als die Amerikaner in Afghanistan.

Aber dieselben europäischen Medien verdammen Israel andauernd, während sie den Amerikanern gegenüber blind sind. So lange die europäischen Medien nicht verkünden, dass es nicht die Tötungen und Zerstörungen sind, die wichtig sind, sondern wer sie verursacht, sollten sie lieber ihre unfaire Behandlung Israels noch einmal überdenken.

(Der Autor ist Professor für Islam und den Nahen Osten an der Hebrew University in Jerusalem.)

Anmerkung heplev:
Ich habe weniger den Eindruck, dass die europäischen Medien gegenüber den von den Amerikanern verursachten Schäden in Afghanistan blind sind; eher, dass das ggf. ähnlich, wenn auch nicht genauso kritisch den USA weinerlich und heuchlerisch vorgeworfen wird, während die von den Taliban verursachten Schäden und Gräuel zwar bekannt sind und ansatzweise berichtet werden, aber der amerikanische Ansatz nicht genehm ist. Im Endeffekt wird eher ein ähnlich, wenn auch nicht ganz so stark verzerrtes Bild der Kämpfe dort bevorzugt wie in Israel.

Foto: Bilder lügen nicht…

gefunden auf Facebook:

Bilder lügen nicht

Das Beitragsfoto wurde heute, am 15.12 2016, von deutschen Medien als News verkauft.
In Wahrheit ist es kalter Kaffee von vor 2 Wochen. Ich habe mal die Bildunterschriften der Veröffentlichungen hinzugefügt.

Es ist wahr, dies sind die Bildüberschriften des gleichen Fotos!

28.11.2016 Al Jazeera. „Zur Zeit belagertes Viertel im Aleppo Katastrophen Gebiet“

06.12.2016 Tagesspiegel „Aleppo gleicht in weiten Teilen einer Geisterstadt“

13.12.2016 Yan Safak (türkischer „neue Morgendämmerung) syrische Regierungskräfte führen Zivilisten zur Erschießung.

14.12.2016 rtve Spanien „Syrische Familie unter den Trümmern von Gebäuden in Ost Aleppo.

14.12.2016 ägyptische Elnada News „Inhaftierung von etwa 1000 an einem iranischen Kontrollpunkt in Aleppo“

15.12.2016 Yahoo Frankreich „Verwirrung und Panik in Aleppo, wo Zivilisten noch nicht evakuiert worden“

15.12.2016 Zeit online „Die Situation in Aleppo ist katastrophal, Nahrung und Medikamente werden dringend benötigt“

aleppo_medienfoto

YouTube ist herrlich … das werden Sie nie glauben

Paula R. Stern, A Soldier’s Mother, 27. November 2016

Sie werden nie glauben, was man auf YouTube finden kann… Ich ging auf die Suche nach etwas Bestimmten. Hab’s noch immer nicht gefunden, fand aber diese und genieße die Suche.

Das erste ist ein Video von Obama, der die Stufen der Air Force One hinaufeilt und sich dann umdreht und Bill Clinton sagt, er solle voran machen. Das Flugzeug befindet sich auf der Piste in Israel. Sie haben gerade die Teilnahme an der Beerdigung von Shimon Peres beendet und Obama will eindeutig da raus. Und da geht Bill, spricht mit Israelis, dankt ihnen, verabschiedet sich und Obama bemüht sich nicht einmal Freundschaft vorzutäuschen…

Und dann war da dieses hier… das ist das, was man „jemanden mit indirekter Kritik verfluchen“ – ein nettes Kompliment mit lausigen Erklärungen und regelrechten Manipulationen, damit Israel in schlechtem Licht gesehen wird… hier sind meine Warnungen/Kommentare, die man sich durch den Kopf gehen lassen sollte, während man sieht, wie sie einem sagt, wie das Leben in Israel wirklich ist (und wenn Sie fertig sind, lesen Sie bitte diesen Eintrag, den ich vor Jahren darüber schrieb, wie das Leben in Israel tatsächlich ist. (Video unter den Kommentaren)

Kommentare:

Ein weiterer fehlerhafter und schiefer Bericht von Network Seeker … ein paar Beispiele: Das Land schaltet ab um auszuruhen, um den jüdischen Sabbat zu feiern – nun ja, einige tun das – so wie ich es mache, aber in Tel Aviv gibt es keine Ruhe.

Aber genauer gesagt gibt es in jedem Land der Welt ein Wochenende und man schreibt es nicht religiöser Erpressung zu… Warum also suggerierst du, weil UNSER Wochenende Freitag und Samstag ist, statt Samstag und Sonntag, dass WIR von der Religion erpresst werden? Du wirst Probleme haben öffentlichen Nahverkehr zu finden, aber wenn du es dir leisten kannst, dann kannst du in ein Taxi steigen? Ernsthaft?

Und wie das Leben in Israel ist, dazu gehört die Tatsache, dass einige Gebäude Sabbat-Aufzüge haben, die, das MUSS die blonde Dame herausstellen, für einige bequem ist, aber allen anderen Aufwand schafft. Erstaunlich! Männliche und weibliche Israelis müssen 2 bzw. 3 Jahre im Militär dienen – nun,  da hast du etwas falsch verstanden, in Wirklichkeit sind es 3 bzw. 2 Jahre, wenn man das richtig herum anführt … und seit ein paar Monaten sind es weniger als drei Jahre für die Jungs (ich muss es wissen, da mein jüngster Sohn jetzt in der Armee ist).

Heulende Luftangriffssirenen legen mehrmals am Tag los? Hm, okay, aber du könntest vielleicht mal deine Hörfähigkeit überprüfen lassen.

Du wirst drei Meter tiefe Löcher sehen, wenn du also über eine Bombe stolpern solltest, könntest du sie da rein werfen? OMG, das ist urkomisch! Ich habe nie ein drei Meter tiefes Loch gesehen, bin nie über eine Bombe gestolpert und todsicher würde ich sie nicht aufheben und in ein Loch werfen, wenn ich eine sähe!

Familie ist in Israel wichtig und mit deiner Familie in Kontakt zu bleiben wird in Israel hoch geschätzt – und das wäre auch wahr, aber das Bild, das sie zeigen, ist ein ultraorthodoxer Mann, umgeben von rund 20 männlichen Kindern – eine weitere Manipulation. Tatsächlich gibt es Frauen in unseren Familien, die gebären genauso oft Mädchen oder fast so oft wie Jungen.

Und unserer Offenheit darüber zu sprechen, wie es uns mit unseren Familien geht und wie eine Scheidung uns dazu geführt hat eine Nation von Unternehmern zu werden? Wie zum Teufel haen sie diesen Übergang gemacht?

Video:

Kiefern-Verleumdung

Elder of Ziyon, 26. November 2016

Antiisraelische und arabische Internetseiten veröffentlichen den Kommentar des antisemitischen Gilad Atzmo zu den Bränden in Israel, in dem er die Brände – wem sonst? – den Juden zur Last legt. Insbesondere macht er die Kiefern dafür verantwortlich, die der Jewish National Fund pflanzte:

Israels ländliche Landschaft ist vollgestopft mit Kiefern. Diese Bäume sind für die Region neu. Die Kiefern wurden Anfang der 1930-er Jahre vom Jüdischen Nationalfond (JNF) in Palästina eingeführt; es handelte sich um einen Versuch „das Land zurückzugewinnen“. Bis 1935 hatte der JNF 1,7 Millionen Bäume auf einer Gesamtfläche von 1.750 Morgen Land gepflanzt. Im Verlauf von 50 Jahren pflanzte der JNF mehr als 260 Millionen Bäume, weitgehend auf beschlagnahmtem Palästinenserland. Das alles machte er in einem verzweifelten Versuch die Trümmer der ethnisch gesäuberten Palästinenserdörfer und ihrer Geschichte zu verbergen.

Im Verlauf der Jahre unternahm der JNF einen kruden Versuch palästinensische Zivilisation und Vergangenheit auszulöschen, versuchte aber auch Palästina wie Europa aussehen zu lassen. Der palästinensische Naturwald wurde ausgerottet. Gleichermaßen wurden die Olivenbäume entwurzelt. Die Kiefern nahmen ihre Platz ein. Im südlichen Teil des Carmel nannte die Israelis einen Bereich „Kleine Schweiz“. Inzwischen ist nicht mehr viel von er „kleinen Schweiz“ übrig geblieben.

… Ungeachtet seiner nuklearen Fähigkeiten, seiner kriminellen Armee, der Besatzung, des Mossad und seiner Lobby überall auf der Welt scheint Israel verletzbar zu sein. Es ist verheerend vom Land entfremdet, das es als sein eigenes beansprucht und zu pflegen vorgibt. Wie die Kiefer sind der Zionismus, Israel und der Israeli in der Region fremd.

Die Kiefer, die der JNF so viele Jahre lang pflanzte, ist die Aleppo-Kiefer, pinus halepensis (in Israel als Jerusalem-Kiefer bekannt). Sie ist im gesamten Mittelmeerraum zu finden, von Marokko bis Syrien. Der JNF wählte diesen Baum nicht, um Israel wie Europa aussehen zu lassen; diese Lüge wird von Mondoweiss nachgeplappert. Einheimische Aleppokiefer-Wälder gibt es auf dem Karmel und in Galiläa.

Zudem wurden Kiefern in Palästina von Reisenden im 19. Jahrhundert beobachtet. In der von The Popular Cyclopædia of Biblical Literature 1856 steht:

Die große Zypresse gibt es nur in Palästina, wird von Menschen in Gärten und auf Friedhöfen sowie anderen offenen Plätzen in den Städten kultiviert. Aber als Spontangewächs des Landes finden wir auf den Gipfeln und Hügelketten den Walnussbaum, die Baumerdbeere, den Lorbeerbaum usw., während auf den ehemals bewaldeten Höhen verschiedene Kiefernarten, kleine und große, immer noch die Stellung behaupten.

Was besonders den Carmel betrifft, so schreibt die Jewish Encyclopedia von 1907, er sei „von Helmeichen und Kiefern bedeckt“.

Damit hat Atzmon auf gewisse Weise recht: Juden sind in der Region genauso einheimisch wie die Aleppokiefer.