Kiefern-Verleumdung

Elder of Ziyon, 26. November 2016

Antiisraelische und arabische Internetseiten veröffentlichen den Kommentar des antisemitischen Gilad Atzmo zu den Bränden in Israel, in dem er die Brände – wem sonst? – den Juden zur Last legt. Insbesondere macht er die Kiefern dafür verantwortlich, die der Jewish National Fund pflanzte:

Israels ländliche Landschaft ist vollgestopft mit Kiefern. Diese Bäume sind für die Region neu. Die Kiefern wurden Anfang der 1930-er Jahre vom Jüdischen Nationalfond (JNF) in Palästina eingeführt; es handelte sich um einen Versuch „das Land zurückzugewinnen“. Bis 1935 hatte der JNF 1,7 Millionen Bäume auf einer Gesamtfläche von 1.750 Morgen Land gepflanzt. Im Verlauf von 50 Jahren pflanzte der JNF mehr als 260 Millionen Bäume, weitgehend auf beschlagnahmtem Palästinenserland. Das alles machte er in einem verzweifelten Versuch die Trümmer der ethnisch gesäuberten Palästinenserdörfer und ihrer Geschichte zu verbergen.

Im Verlauf der Jahre unternahm der JNF einen kruden Versuch palästinensische Zivilisation und Vergangenheit auszulöschen, versuchte aber auch Palästina wie Europa aussehen zu lassen. Der palästinensische Naturwald wurde ausgerottet. Gleichermaßen wurden die Olivenbäume entwurzelt. Die Kiefern nahmen ihre Platz ein. Im südlichen Teil des Carmel nannte die Israelis einen Bereich „Kleine Schweiz“. Inzwischen ist nicht mehr viel von er „kleinen Schweiz“ übrig geblieben.

… Ungeachtet seiner nuklearen Fähigkeiten, seiner kriminellen Armee, der Besatzung, des Mossad und seiner Lobby überall auf der Welt scheint Israel verletzbar zu sein. Es ist verheerend vom Land entfremdet, das es als sein eigenes beansprucht und zu pflegen vorgibt. Wie die Kiefer sind der Zionismus, Israel und der Israeli in der Region fremd.

Die Kiefer, die der JNF so viele Jahre lang pflanzte, ist die Aleppo-Kiefer, pinus halepensis (in Israel als Jerusalem-Kiefer bekannt). Sie ist im gesamten Mittelmeerraum zu finden, von Marokko bis Syrien. Der JNF wählte diesen Baum nicht, um Israel wie Europa aussehen zu lassen; diese Lüge wird von Mondoweiss nachgeplappert. Einheimische Aleppokiefer-Wälder gibt es auf dem Karmel und in Galiläa.

Zudem wurden Kiefern in Palästina von Reisenden im 19. Jahrhundert beobachtet. In der von The Popular Cyclopædia of Biblical Literature 1856 steht:

Die große Zypresse gibt es nur in Palästina, wird von Menschen in Gärten und auf Friedhöfen sowie anderen offenen Plätzen in den Städten kultiviert. Aber als Spontangewächs des Landes finden wir auf den Gipfeln und Hügelketten den Walnussbaum, die Baumerdbeere, den Lorbeerbaum usw., während auf den ehemals bewaldeten Höhen verschiedene Kiefernarten, kleine und große, immer noch die Stellung behaupten.

Was besonders den Carmel betrifft, so schreibt die Jewish Encyclopedia von 1907, er sei „von Helmeichen und Kiefern bedeckt“.

Damit hat Atzmon auf gewisse Weise recht: Juden sind in der Region genauso einheimisch wie die Aleppokiefer.

Die Gaza-Krise und die monströse Reaktion darauf

Melanie Phillips, 6. Juli 2006 (The Jewish Press, 12. Juli 2006)

Vorbemerkung: Die von Phillips beschriebene Medien-Reaktion kann im Großen und Ganzen auch auf Deutschland übertragen werden. Und das Grundproblem der selbsthassenden Juden, die von der pro-palästinensischen Seite herangezogen werden, kennen wir auch. Man muss sich nur ansehen, wie Leute wie Uri Avnery, Mosche Zimmermann und Felicia Langer von unseren Medien hofiert werden, dann sind die abschreckenden Beispiele, wenn auch noch sehr unvollständig, deutlich vor Augen.
Selbst gemessen an den Standards der britischen Schwätzer-Klasse spottet die Reaktion auf die Krise in Gaza jeder Beschreibung. Übel wollende Lügen sind zu einer pathologischen Abkehr von der Wirklichkeit mutiert.

Erinnern wir uns an die Zusammenhänge. Israel wird wegen der Besetzung des Gazastreifens verurteilt, von der gesagt wurde, dass sie „Verzweiflung“ und „Frust“ schaffe, die die Gewalt gegen Israels verursache. Israel zog aus dem Gazastreifen ab. Mit dem Tag des Rückzugs begannen die Palästinenser Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel zu schießen. Diese Raketen haben für einige Todesfälle und Verletzte gesorgt. Mehr als 1000 sind seit dem Rückzug abgefeuert worden. Jetzt haben zwei Raketen Aschkelon getroffen; eine von ihnen schlug auf einem Schulhof ein, der zufälligerweise gerade leer war. Dies bildet, wie Ze’ev Schiff von Haaretz feststellte, „eine unzweideutige Einladung der Hamas zum Krieg dar“.

Über praktisch keinen dieser Angriffe ist in Großbritannien berichtet worden.

Die Palästinenser haben ein riesiges Waffenarsenal in den Gazastreifen geschmuggelt und Tunnel nach Israel gegraben. Wenn sie es nicht schon haben, ist es nur eine Frage der Zeit, bevor sie chemisches oder biologisches Material in die Hände bekommen, mit dem die Waffen noch weiter aufgerüstet werden können. Für die Palästinenser hat der Rückzug aus dem Gazastreifen die Gelegenheit gebracht ihren Krieg gegen Israel hochzufahren. So weit war das immer gut vorhersagbar (einschließlich von Menschen wie meiner selbst, die den Abzug als das geringere zweier furchtbarer Übel unterstützten). Da Israel den Gazastreifen nicht länger besetzte, sollte – denen, die das vorher nicht glaubten – durch diese Angriffe nach dem Abzug klar gewesen sein, dass der Krieg der Palästinenser keiner zur Befreiung, sonder zur Auslöschung ist (wie sie so hilfreich in der palästinensischen Nationalcharta wie auch der Charter der Hamas verkündeten).

Praktisch nichts davon ist in Großbritannien berichtet worden.

Erst der Stoßangriff auf Israel durch den Tunnel, die Tötung der israelischen Soldaten, die Entführung von Unteroffizier Shalit und der folgende Mord an einem israelischen Jugendlichen in der Westbank führte schließlich dazu, das Israel antwortete. Es hat sich zwei Monate Zeit gelassen, das zu tun. Und wie antwortete es? Es zerstörte zwei Brücken und eine Elektrostation – und die britischen Medien schrien sofort los, dies seien Kriegsverbrechen und „kollektive Bestrafung“, obwohl bis zu diesem Zeitpunkt praktisch kein Palästinenser getötet worden war.

Heute eskalierten die Kämpfe und damit die Verluste. Das ist der unvermeidbare Preis eines Krieges, der Israel erklärt wurde. Zivilisten, die bedauerlicherweise getötet werden, sind Opfer, weil die Männer des Terrors sich unter ihnen positionieren und die palästinensische Bevölkerung damit als menschliche Schutzschilder benutzen, wie dieser kleine Ausschnitt aufzeigt.

Das wird in den britischen Medien nicht berichtet. Statt dessen wird Israels Verteidigung – und die davon verursachte, augenfällige Schwierigkeit, dass es praktisch unmöglich ist sich zu verteidigen, ohne dass Zivilisten zu Schaden kommen, weil die Hamas die palästinensische Zivilgesellschaft in ein Basislager für den Krieg verwandelte – monströserweise als illegitime Aggression dargestellt. Im heutigen „Guardian“ beschwert sich der unsägliche Jonathan Steele, dass die „Belagerung von Gaza“ die „Prinzipien der Verhältnismäßigkeit verletzt“.

Die Palästinenser töten zwei Soldaten und nehmen einen gefangen und als Antwort werden Elektrizitätswerke in die Luft gejagt, Abwasser- und Wassersysteme zum Stoppen bringen, Brücken werden zerstört, Überschallknalle ängstigen Kinder Tag und Nacht und all dies wird einer hungrigen Bevölkerung zugefügt, die in dem, was effektiv ein riesiges offenes Gefängnis ist, belagert wird.

Ein „offenes Gefängnis“? Der Gazastreifen hat eine offene Grenze zu Ägypten. „Kinder geängstigt“? Nicht ein Wort von Steele über die israelischen Kinder, die traumatisiert sind, weil sie unter permanenten Raketenangriffe aus dem Gazastreifen leben. „Ein hungriges Volk“? Wenn sie Waffen aus Ägypten nach Gaza schmuggeln können, wie kommt es, dass sie keine Lebensmittel haben? Sie sind nicht zu hungrig um Raketen auf israelische Schulen abzufeuern und Krieg gegen Israel zu führen, einfach weil es das Verbrechen begeht weiterhin zu existieren. Die Gehässigkeit von Steeles verdrehter Analyse ist einfach atemberaubend.

Ob der ultimative Plan ist alle Palästinenser so in den Hunger zu treiben, dass sie nach Ägypten, Jordanien und noch weiter weg fliehen, oder nur Gaza als Gefängnis für die Arbeitslosen und die Westban als einen Haufen Bantustans zu behalten, Israel macht sich über jede UNO-Resolution zum Konflikt lustig.

Auf diese Weise verwandelt er Israel wegen dessen Versuch sich und das Leben seiner Staatsbürger gegen Menschen zu verteidigen, die sich einem ausgesprochen völkermörderischen Projekt verschrieben haben, in einen wilden und tyrannischen Aggressor.

Aber solch verdrehtes Denken ist nichts im Vergleich zu jüdischem Selbsthass. Steele greift auf einen wahrhaft Ekel erregenden Text von Gideon Levy zurück, der in Ha’aretz schreibt:

Es ist nicht legitim 750.000 Menschen den Strom abzudrehen. Es ist nicht legitim 20.000 Menschen aufzufordern aus ihren Häusern zu fliehen und ihre Städte in Geisterstädte zu verwandeln. Es ist nicht legitim in den syrischen Luftraum einzudringen. Es ist nicht legitim eine halbe Regierung zu kidnappen und ein Viertel des Parlaments. Ein Staat, der solche Schritte unternimmt, ist nicht länger von einer Terrororganisation zu unterscheiden.

Was Levy im Endeffekt sagt, ist, dass es für Israel nicht legitim ist sich zu verteidigen. Das zu tun ist offensichtlich „Terrorismus“. Er und Ha’aretz haben damit (und nicht zum ersten Mal) denen eine potente Waffe ausgehändigt, die Levys Heimatland vernichtet sehen wollen. Eine gleichermaßen abscheuliche Rolle wird von gewissen britischen Juden in der Linken gespielt. In der heutigen „Times“ unterschrieben Hunderte britischer Juden eine ganzseitige Anzeige, bei der sich einem der Magen umdreht; in dieser griffen sie ebenfalls auf Gideon Levys Artikel zurück und sagten:

Wir sehen mit Erschrecken die kollektive Bestrafung der Menschen von Gaza.

Sehen Sie, diese Juden sehen nicht mit Erschrecken die kollektive Bestrafung durch Massenmord und Raketenangriffe, die von den Palästinensern den Israelis seit einem halben Jahrhundert wegen des Verbrechens überhaupt zu existieren auferlegt wird. Nein, sie sehen mit Erschrecken – und verleumden weiterhin – Israels Versuch sich zu verteidigen; in ihrem verdrehten Hirn wird das zum

Verwendung seiner enorm überlegenen Militärmacht, um ein ganzes Volk zu terrorisieren.

So werden die Bombenanschläge, das Bombardement mit Raketen, die Kriegserklärungen und die Völkermord-Absichten ignoriert, durch die Israel von den Palästinensern terrorisiert wird. Israel, das größte Opfer systematischen Terrors zur Auslöschung, wird als seine Peiniger terrorisierend dargestellt – einfach, weil es sich zu verteidigen versucht. Die Unterschreiber wiederholen Levy’s verdrehten Vorwurf Israel verschleppe „regelmäßig Palästinenser aus ihren Häusern“. Das scheint eine Anspielung auf die Verhaftung verschiedener Hamas-Terroristen durch Israel zu sein, die Mitglieder dessen sind, was lachhaft die palästinensische „Regierung“ genannt wird – genauer gesagt: einer Terrororganisation, die von den Leuten gewählt wurde, um ihre erklärte Absicht so viele Juden wie möglich zu ermorden, auszuführen. Damit wird die Verhaftung von Leuten wegen terroristischer Verbrechen im moralischen Paralleluniversum des Gideon Levy und der Unterschreiber bei der „Times“ selbst zu „Terrorismus“. Vom Gesetz gedeckte Verhaftungen werden als „Entführungen“ hingestellt. Diese Leute sind nicht dumm – zu den Unterschreibern gehören Prominente aus der britischen Kulturlandschaft – aber das ist moralische Geistesschwäche. Kollektive Bestrafung? Eher kollektiver Selbsthass.

Gaza ist eine Krise für Israel. Die Anzeige in der “Times“ ist eine Krise des britischen Judentums.

 

Ja, Fotos lügen

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 22. Juni 2006

Als eine Explosion an einem Strand des Gazastreifens diesen Monat einige Palästinenser tötete, dachten die internationalen Medien nicht einen Moment nach, recherchierten oder stellten Fragen zum Vorfall. Sie stürzten sich drauf. Auf Israel.

Während das Bild eines Mädchens, das über der Leiche ihres toten Verwandten trauerte, weltweit verbreitet wurde und auf die Titelseiten von Zeitungen wie der New York Times kam, gab es wenig Zweifel darüber, wer für ihr und das Leid aller Palästinenser verantwortlich zu machen war: die israelischen „Besatzer, deren Brutalität einmal mehr das Leben arabischer Unschuldiger gefordert hatte.

Das einzige Problem dieser Story wie so vieler anderer, die diesem Konflikt entstammen, ist, dass ihre Grundannahme nicht richtig ist. Granatensplitter, die einigen der bei dem Vorfall Verwundeten entnommen wurden, die in israelischen Krankenhäusern behandelt wurden, und weitere Faktoren zeigten, dass die israelischen Streitkräfte nicht verantwortlich waren.

Aber die Fakten zählten selbst einige Tage später wenig, als die leichtgläubigen Medien die üblichen, schrillen Vorwürfe von Palästinenser-Sprechern und ihre linken Verbündeten aus Nichtregierungs-Organisationen zu Israel vor Ort für bare Münze nahmen.

Die Wahrheit spielt keine Rolle

Der Kontext dieser Story, der eine palästinensische Qassam-Raketenoffensive gegen israelische Städte war, von Territorium das der jüdische Staat im letzten Sommer verlassen hatte, wurde weit gehend ignoriert. Dass die Auseinandersetzungen selbst ein direktes Ergebnis der Entscheidung eines Teils der Palästinenserführung war, weiter Gewalt auszuüben statt Friedensverhandlungen zu führen, ging im Aspekt des „menschlichen Interesses“ der palästinensischen Opfer verloren.

Seit sie Israel als prinzipiell im Unrecht befindlich verstanden, selbst wenn es Orte beschoss, von denen Raketen auf sein Territorium abgeschossen wurden, scheinen viele in den Medien zu handeln, als sei es in Ordnung den Mythos auf Kosten der Wahrheit zu verbreiten.

Klingt das alles bekannt? Sollte es. Die Story vom Strand von Gaza war nur die jüngste Wiederholung desselben Szenarios, das wir alle schon gesehen haben. Wir hatten dasselbe, als ein palästinensischer Junge namens Mohammed al-Dura angeblich von israelischen Scharfschützen in den Armen seines Vaters am Beginn der zweiten Intifada im Herbst 2000 ermordet wurde, während er in Wirklichkeit durch palästinensisches Gewehrfeuer getötet wurde.

Und dasselbe Szenario wurde im Frühjahr 2002 gespielt, als viele in den Medien die Lüge über ein Massaker an arabischen Zivilisten in Jenin während einer Gegenoffensive der israelischen Armee nach einer Welle palästinensisch Selbstmord-Bombenanschläge kauften. Selbst die UNO musste schließlich akzeptieren, dass auch dies falsch war.

Warum passiert das immer weiter? Wie kommt es, dass die Bilder und die Fakten so weit von einander entfernt zu sein scheinen, wenn es um Israel geht? Für eine glaubwürdige Antwort auf diese Fragen gibt es keine bessere Stelle zum Nachsehen als ein Buch, das letztes Jahr mit wenig Tamtam vorgestellt wurde: „The Other War: Israelis, Palestinians and the Struggle for Media Supremacy“ (Der andere Krieg. Israelis, Palästinenser und die Kampf um die Vorherrschaft in den Medien) der Journalistin Stephanie Gutmann.

Gutmann, deren Buch von den meisten Mainstream-Medien wie nicht anders zu erwarten ignoriert wurde, verbrachte die meiste Zeit der zweiten Intifada als Mitglied der arbeitenden Presse und sah aus der Nähe, wie sich alles abspielte. Das Ergebnis ist ein schlankes Buch, das ein Lese-Muss für jeden ist, der verstehen möchte, warum so viele in den Medien dieselben Fehler immer und immer wieder begehen.

Wie Gutmann berichtet, ist im Alter des 24/7-Nachrichtenzyklus des Internet und reiner Nachrichten-Kanäle im Fernsehen der Einsatz in dieser Sache nie höher gewesen. „Wenn du die Weltmedien dominieren kannst und die Meinung der Welt auf deine Seite ziehst“, schreibt sie“, kannst du deinen Feind besiegen.“

Das ist eine Weisheit, von der sie sagt, dass „ein Meister der Manipulation der Medien“ wie der verstorbene Yassir Arafat nur zu gut verstand. Und mit 350 dauerhaft in Jerusalem anwesenden Auslands-Nachrichtenbüros, die jeden Tag bis zu 900 Artikel produzieren, gibt es eine Menge Medien, die man manipulieren kann. Diejenigen, die bereit waren die Lüge über Gaza, al-Dura oder Jenin zu glauben, machten das, weil sie glauben sie würden den Konflikt begreifen, denn „sie vertrauen der BBC und der Times“ und denken: „Die Bilder, die sie auf CNN sehen, lügen nicht.“

In ihrer Einleitung erklärt Gutmann: „Ich habe dieses Buch geschrieben, weil die Menschen offensichtlich daran erinnert werden müssen, dass Bilder lügen – Die zweite Intifada wurde der Öffentlichkeit als Serie von Bildern erklärt – Bilder, die uns nicht die Wahrheit bringen.“

Der gesamte Kurs des palästinensischen Terrors gegen Israel, der die letzten Jahre wütete, gründete darauf die Medien zu benutzen, um die Unterstützung Israels Zuhause wie im Ausland zu untergraben. In der Tat, schreibt sie, „ist es unmöglich eine Analyse der zweiten Intifada von der Medienberichterstattung zu trennen“. Der Punkt ist: Hat eine Seite erst einmal ihre Sichtweise als die von Reportern und Redakteuren akzeptierte etablieren können, ist nicht wirklich wichtig, was tatsächlich passierte.

Das klassische Beispiel dafür war ein gefeierter Fehler der New York Times, bei dem die Zeitung ein Bild von Associated Press abdruckte, von dem gesagt wurde es zeige einen israelischen Soldaten, der auf dem Tempelberg einen blutenden palästinensischen Jugendlichen verprügelt. Wie die Times herausfinden musste, war der Jugendliche in Wahrheit ein amerikanischer Jude, der von Arabern angegriffen wurde. Der Soldat, von dem den Lesern der Times erzählt wurde, dass er den Jungen prügelte, war in Wirklichkeit ein israelischer Polizist, der ihn vor dem Mob rettete, der ihn lynchen wollte.

‚Freud’sche Fehlleistung“

Auf der Suche nach einer Erklärung für diesen schlampigen Journalismus vergleicht Gutmann den Fehler mit einer „Freud’schen Fehlleistung, die etwas über die Zeitung verrät: die Vorurteile und Annahmen zum Konflikt, die das Denken der meisten Redakteure bestimmt.“

Jeder dieser symbolischen Taktlosigkeiten, die die tollpatschige Behandlung des Konflikts durch die Mainstream-Medien kennzeichnen, widmet Gutmann ein Kapitel. Darin zerlegt sie die al-Dura-Story, den Jenin-Mythos, wie auch die furchtbare Geschichte des Versagens des größten Teils der Medien über den Lynchmord an zwei israelischen Soldaten durch einen palästinensischen Mob in Ramallah zu berichten.

Selbst wenn sie mit offensichtlichen Manipulationen zur Produktion von Gräuelgeschichten über die Israelis konfrontiert wurden oder mit der Wahrheit über palästinensische Terrortaktiken, zogen es viele Journalisten bei ihrer Arbeit in Jerusalem vor die falschen Mitteilungen der Palästinenser als glaubwürdig zu behandeln. Und sie verachteten ehrliche Israelis. Sogar dann, wenn sich die Beweise direkt vor ihrer Nase befanden.

Gutmann gibt weiter, dass ein europäischer Reporter ihr gegenüber gestand, er würde die Geschichte eines Selbstmord-Bomberjungen nicht berichten, der gefangen genommen wurde, bevor er seine Bombe zünden konnte, weil er das Gefühl hatte, dass „die Israelis versuchten das auszuschlachten“. Die Ausnutzung eines Kindes, das die Palästinenser als Menschenopfer zu benutzen versuchten, schien ihn nicht zu beunruhigen.

Gutmann schließt mit einer hoffnungsvollen Bemerkung, in der sie voraus sagt, dass Blogs und alternative Medienquellen das „imperiale Medienmonopol“ untergraben und Verantwortlichkeit in einen Berufsstand bringen, der diese verzweifelt benötigt.

Ich hoffe, sie hat recht, aber angesichts der Art, wie antizionistische und antiamerikanische Verschwörungstheorie-Bekloppte diese alternativen Ressourcen nutzen, um die Wahrheit genau so stark zu untergraben wie die Lügner von Jenin, teile ich diesen Optimismus nicht.

Inzwischen würden die allgemeine Öffentlichkeit und die Journalisten gut daran tun ihre warnende Erzählung einer Geschichte zu lesen, die weiterhin falsch aufgefasst wird – und sie todernst zu nehmen.

The Stars and Spites*

Melanie Philips, 27. April 2005 (nicht mehr online)

Der “Independent” (Abonnement nötig, vergesst es) entschied sich heute ein selbstsüchtiges und abstoßendes Interview von Robert Fisk mit Stephen Walt (vom Mearsheimer/Walt-Aufsatz über ‚Die jüdische Lobby in Amerika’) mit einem Bild der amerikanischen Flagge zu illustrieren, in dem die Sterne der Union durch Davidsterne ersetzt wurden. Die Überschrift dazu: „The United States of Israel?“

Das Bild stellt die Behauptung auf, dass Amerika von den Juden geleitet ist. Als solches ist es nur eine Variante der Theorien jüdischer Verschwörungen, die lange ein charakterisierendes Merkmal antijüdischer Vorurteilte ist. In diesen herunter gekommenen Zeiten ist diese besondere bildliche Ausdruck, der einst jede Veröffentlichung, die ihn gedruckt hätte, als rassistisch oder einen Nazi-Paria hätte behandeln lassen, ein allgemeiner Diskussionspunkt der Mainstream-Medien geworden, weil es jetzt Israel ist, das wie ein naziartiger Paria behandelt wird; und so werden boshafte Verleumdungen gegen Juden als fairer Kommentar angesehen. (Das Bild ruft das berüchtigte Titelbild „Koschere Verschwörung“ des „New Statesman“ in Erinnerung, in dem ein Davidstern eine britische Flagge durchstieß; und auch weitere Illustrationen des „Independent“, die fast identisch sind.) David T. in Harry’s Place stellt das Bild aus dem „Independent” neben fast identische von Neonazi- oder anderen rassistischen Internetseiten. So viel zu unseren antirassistischen, multikulturellen Medien.

Mit solch ungeheuerlicher Unaufrichtigkeit versucht Walt in dem Interview sich der vernichtenden und zahlreichen Auseinandernahme der wahrlich jämmerlichen Abwesenheit von Wissenschaftlichkeit seines Papiers und angesichts klarer Beweise für Vorurteile zu entziehen und vorzugeben, dass es lediglich darauf hinwies, dass es eine israelische/jüdische Lobby in Amerika gebe, genauso, wie es zahllose andere Lobbys gibt. Aber natürlich war das ganz und gar nicht die Stoßrichtung des Papiers. Wäre es so, hatte es sich nicht die jüdische/israelische Lobby für eine besonders skrupellose Untersuchung als eine ausgesucht, die außergewöhnliche Macht und Einfluss in der amerikanischen Außenpolitik hat. Die Behauptung ist nicht wahr, genauso wenig wie die vielen über Israels Verhalten gemachten Äußerungen nicht wahr sind. Amerika unterstützt Israel, weil es a) meint, dass das in Amerikas Interesse ist und b) so viele Amerikaner evangelikale Christen sind, für die Israel eine besondere (und für Juden nicht immer angenehme) Bedeutung hat.

Die Vorstellung, dass Amerikas Juden mehr Einfluss auf die Politik der USA hatten als die arabische Öl-Lobby sie hatte, ist natürlich lächerlich. Wie jeder, der vor einem Publikum amerikanischer Juden an der Ost- oder Westküste gesprochen hat, schnellstens feststellt, provoziert die Unterstützung Bushs oder des Kriegs im Irak eine feinselige Reaktion, da die amerikanischen Juden in ihrer überwiegenden Mehrheit demokratisch stimmen (und die Partei unterstützen, die meistens Israel gegenüber lauwarm ist), Ansichten über Bush haben, die nicht druckbar sind und nicht allgemein den Krieg im Irak unterstützten. Ja, amerikanische Juden haben eine Lobby gebildet. Aber die Vorstellung, dass sie beispiellose Macht über die US-Regierung haben und eine unheilvolle Verschwörung bilden, die sich über Jerusalem und Washington erstreckt, existiert nur in der Phantasie derer, für die die Juden eine Art Problem darstellen.

Aber es gibt noch einen Extra-Dreh. Seit der Aufsatz von Mearsheimer/Walt behauptete, Kennzeichen der jüdischen Lobby sei ihre unaufhörliche Benutzung des Vorwurfs des Antisemitismus, wann immer Israel kritisiert werde (eine Behauptung, die regelmäßig fällt, aber trotzdem eine eklatante Lüge ist) – und damit im Effekt die „Verbrechen“ Israels deckt – ist die Folge gewesen jede Identifizierung antijüdischer Vorurteile damit so zu bezeichnen, selbst da, wo dieses Vorurteil so akut und offenkundig ist wie im Mearsheimer/Walt-Papier.

Auf diese Weise wird der Jude, der die verleumderische Behauptung einer einzigartig mächtigen jüdischen Lobby bei ihrem richtigen Namen des antijüdischen Vorurteils nennt, dafür genutzt die Macht genau dieser jüdischen Lobby zu demonstrieren, womit bewiesen wird, dass die Verleumdung überhaupt keine Verleumdung ist, sondern wahr. So seufzt Walt in Fisks Artikel wegen der Unausweichlichkeit, dass seine Behauptung einzigartiger Macht der jüdischen Lobby den Vorwurf antijüdischen Vorurteils provozieren würde – womit er die Wahrheit seiner eigenen Behauptung beweise. Daraus folgt, dass kein Protest durch Juden gegen antijüdische Vorurteile erfolgen kann – wenigstens da, wo es Israel betrifft – ohne, dass dies gesagt wird, um zu demonstrieren, dass das angebliche Vorurteil in Wirklichkeit nicht mehr als die frisch offen gelegt Wahrheit ist. Quod erad demonstrandum.

Also ist ein perfekter Kreis geschlossen und die Juden sehen sich nun einer boshaften Wahl gegenüber: Nennen sie das Kind beim Namen, mit dem die Verleumdungen benutzt werden, um sie zu verunglimpfen und Israel als einziges für Delegitimierung auszusuchen, wird unausweichlich eine Antwort zu weiterer Verunglimpfung führen; oder entscheiden sie sich diese schädigenden Folgen mit Schweigen zu entgegnen, womit sie der Bigotterie ihren widerlichen Sieg erlauben? Nett, nicht? Hat es in der Geschichte dieses Planeten je ein Volk gegeben, das permanent auf diese Art in einem infernalischen Schraubstock zwischen Baum und Borke des Hasses gefangen war?

Eine einfache Frage aber an all die Leser des „Independent“ und andere, die wirklich, ehrlich glauben, dass die Juden einen finsteren globalen Einfluss von kosmisch Schwindel erregenden Ausmaßen ausüben: Wenn ihr Einfluss so riesig ist, wie kommt es dann, dass sie – einzigartig in der Welt – in einem 50-jährigen Überlebenskampf gegen Leute fest stecken, die fest entschieden sind sie auszulöschen, die eine große Zahl von ihnen ermordete und die kein Zeichen erkennen lassen, dass sie jemals damit aufhören, was zu einem großen Teil der unerbittlichen Gleichgültigkeit, Ambivalenz oder dem Hass zu verdanken ist, die ihnen in der ganzen Welt entgegen schlagen und von der berichtet wird, dass sie dort besagten kosmischen Einfluss ausübt? Was für eine Art zweiteiliger, mächtiger Lobby ist das?

Ein alter Witz könnte das erklären: Zwei jüdische Gefangene, die in einem sowjetischen Arbeitslager verhungern, lesen einen Artikel von Robert Fisk darüber, wie die Juden Amerika kontrollieren (okay, hier habe ich mir ein wenig Freiheit genommen). Der erste Jude strahlt und sagt: „Was für ein wunderbarer Artikel! Ich kann gar nicht darauf warten, den seinen nächsten zu lesen! Er ist definitiv mein Lieblingsschreiber!“

Sagt der zweite Jude: „Bist du von allen guten Geistern verlassen? Dieser Artikel ist eine Monströsität! Wie kannst du so etwas sagen?“

“Weil“, sagt der erste, „wenn ich lese, was er schreibt, lässt es mich für einen Moment glauben, dass wir Juden die Welt beherrschen.“


* Eine Anspielung auf die „Stars and Stripes“, die US-Flagge. Auf Deutsch müsste man übersetzen: „Von Sternen und Boshaftigkeiten“

 

„Nur Überdruss kann in Nahost Frieden bringen“

Dass auch wohl meinende Kommentare richtig falsch liegen können, zeigt dieser Artikel von Walter Laqueur in DIE WELT. Er strotzt vor Missverständnissen und falschen Vorstellungen dessen, was im Nahen Osten abläuft und wie die Geschichte des Nahen Ostens aussieht.

Zehn Beobachtungen zum Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern
Walter Lacqueur, DIE WELT, 18. März 2002 (nicht mehr online)

Originaltext Kommentar
Washington – Die Gewalt im Nahen Osten nimmt kein Ende, und es ist noch keineswegs ausgemacht, wann die blutige Reihe aus Schlägen und Gegenschlägen unterbrochen werden. Zehn Beobachtungen könnten helfen, die Auseinandersetzung zu verstehen und den Konflikt vielleicht sogar zu beenden.
1. So unmenschlich es auch klingen mag: Die Phase der Gewalt wird erst dann beendet sein, wenn beide Seite so viele Opfer zu beklagen haben, dass sich die Erkenntnis durchsetzt, nur über Gespräche ein Ende des Konfliktes zu erzielen. Weder Israelis noch Palästinenser haben diesen Punkt bislang erreicht. Der Autor scheint zu vergessen, dass auch eine Seite so geschwächt sein könnte, dass sie endlich einsieht, dass sie ihre Ziele aufgeben muss. Es kann durchaus einen Sieg-Frieden geben – das ist (leider) der normale Zustand.
2. Alle Bemühungen von außen, die Kämpfe zu beenden, werden keinen oder nur einen kurzfristigen Erfolg haben. Dennoch ist die Ausweitung des Konfliktes zu einem Krieg eher unwahrscheinlich. Kaum ein Staat der Region ist an einer Eskalation interessiert. Darüber hinaus bemühen sich die meisten arabischen Staaten, alles zu vermeiden, was zu einer Schwächung ihrer eigenen Macht führen würde. Ein Krieg mit Israel aber brächte sie. Nur Irak und Iran haben ein gezieltes Interesse daran, einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu verhindern. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass Teheran oder Bagdad deswegen erwägen, einen Krieg gegen Israel vom Zaun zu brechen. Hier stimme ich dem Autor vollkommen zu.
3. Die Palästinenser haben einen entscheidenden Fehler begangen: Sie haben 1947 den Beschluss der Vereinten Nationen abgelehnt, einen eigenen Staat zu gründen. Die Folgen sind bekannt: Krieg gegen Israel, Sieg des jüdischen Staates, Hunderttausende von Flüchtlingen, die ihre Heimat verlassen mussten, um sich unter jordanische, ägyptische und später israelische Herrschaft zu begeben. Die arabischen Staaten ihrerseits taten nichts, um die Flüchtlinge aufzunehmen. Anstelle die Palästinenser im eigenen Land zu integrieren, steckte man sie in Flüchtlingslager. Der Gaza-Streifen, der heute im israelischen Einflussgebiet liegt, ist ein Ergebnis dieser Politik, und es ist nicht verwunderlich, dass gerade er den Boden für Terroristen und Selbstmordattentäter bietet. Den Fehler haben nicht die Palästinenser begangen – sie gab es damals noch nicht! Den Fehler begingen die Araber/arabischen Staaten, die sich daraufhin alles einverleibten, was sie vom ehemaligen Mandatsgebiet nicht den Juden überlassen mussten.
Die Formulierung „die ihre Heimat verlassen mussten“ ist missverständlich. Es hört sich an, als seien sie dazu von den Israelis gezwungen worden. In diesem Zusammenhang MUSS unbedingt darauf hin gewiesen werden, dass die „Flüchtlinge“ von der arabischen Seite zum Verlassen des Gebiets angestachelt, teilweise auch gezwungen wurden; der von Israelis „vertriebene“ Anteil an Flüchtlingen ist verschwindend gering.
4. Der entscheidende Fehler auf israelischer Seite wurde 1967 nach Ende des Sechs-Tage-Krieges begangen. Damals versäumte Israel, die eroberten Gebiete sofort wieder zurückzugeben. Zwar weigerten sich die arabischen Staaten nach dem Sechs-Tage-Krieg mit Israel zu verhandeln, immerhin aber begannen sie zu begreifen, dass sie den jüdischen Staat auf absehbare Zeit nicht mehr zerstören konnten. Dieser Lernprozess, der mehrere Jahre dauerte, hätte von Israel durch die Rückgabe des Gaza-Streifens und Westjordanlandes verkürzt werden können. Stattdessen aber erlaubte die israelische Regierung, Siedlungen zu gründen, ohne dass dies notwendig gewesen wäre. Die Siedlungen sollten, so hoffte man damals, die Sicherheit Israels erhöhen. In Wirklichkeit jedoch stellten sie von Anfang an eine untragbare Belastung für die israelische Armee dar. Mehr als das: Die Herrschaft über die Palästinenser in jenen Gebieten wirkte sich politisch verheerend aus. Denn in den besetzten Gebieten litt der demokratische Charakter des jüdischen Staates, von seinem Ansehen in der Welt ganz zu schweigen. Die Erfahrung aus dem Sinaikrieg (Rückzug aus den eroberten Gebieten mit den entsprechenden Folgen: militärischer Aufbau und erneute Kriegsvorbereitung durch Ägypten) spricht bezüglich eines Rückzugs aus dem Westjordanland nach dem Sechs-Tage-Krieg eine andere Sprache. Im Übrigen scheint der Autor zu meinen, dass es dann eine „Rückgabe“ an die Palästinenser gegeben hätte. Das wage ich zu bezweifeln. Und die PLO kämpfte zu dieser Zeit nicht um einen eigenen Staat, sondern für die Vernichtung Israels (was sie bis heute nicht aufgegeben hat!). Und ob die Jordanier und Ägypter die Gebiete den erst kurz vorher erfundenen „Palästinensern“ überlassen hätten, steht in den Sternen.
Die Schlussfolgerung, die Herrschaft über diese Gebiete wirkte sich verheerend aus, ist nur eine – aber nicht unbedingt die richtige. Denn die Verheerung stellte sich real erst mit der Rückkehr der PLO in die Autonomiegebiete ein – ab da nahm der Terror zu und die Hetze wurde ins Unermessliche gesteigert. Der Westen und die israelische Linke haben Israel mit den Verträgen von Olso ein Kuckucksei ins Nest gelegt, das sich verheerend auswirkt.
5. Viele Israelis lehnten die Siedlungspolitik ihrer Regierung ab, gerieten nach dem Sieg im Sechs-Tage-Krieg und dem sich ausbreitenden, oft religiös motivierten Nationalismus aber zunehmend in die Enge. Die Idee, die eroberten Landesteile aufzugeben, wurde politisch immer brisanter. Aber nicht nur deshalb – es war vor allem auch die Erfahrung aus dem Krieg von 1956. Israel musste davon ausgehen, dass die „Drei Nein“ der Araber galten. Bisher gelten sie bei den meisten weiter – und wie ernst es Ägypten und Jordanien mit dem Frieden meinen, den sie jeweils unterzeichnet haben, kann man u.a. an den Lehrplänen und Schulbüchern feststellen: Sie erziehen zum Hass auf Israel!
6. Besonderen Schaden richtete das israelische Verhalten im Umgang mit Jerusalem an. Der Gedanke, die Hauptstadt vollständig unter israelische Kontrolle zu bringen, führte nicht nur zu einem dauernden Konflikt mit den Palästinensern, sondern auch zu einer Konfrontation mit der gesamten islamischen Welt. Vor dem Sechs-Tage-Krieg war den Israelis die Idee fremd, Jerusalem vollständig unter die eigene Herrschaft zu stellen. Erst mit dem Erstarken der religiös-chauvinistischen Kräfte wurde der Glaube an ein vereintes Jerusalem unter jüdischer Herrschaft Teil der offiziellen Ideologie. Mehr allerdings auch nicht. Bis heute ist Jerusalem eine geteilte Stadt. Wie gerechtfertigt diese Konfrontation ist, wagt der Autor nicht zu erörtern. Dass der Hass der Araber sie verblendend gegen Israel hetzen lässt, spielt offensichtlich keine Rolle. Dass nach 1967 jedermann Zugang zu den Heiligtümern auf dem Tempelberg hatte, während er bis 1967 judenfrei gehalten wurde, anscheinend auch nicht. Das hat aber mächtig dazu beigetragen, dass Israel ihn nicht wieder aufgeben wird – zurecht! Von der offiziellen israelischen-jüdischen Ideologie zu reden, die hetzerische, arabische aber außer Acht zu lassen und eine objektive Abwägung der beiden vorzunehmen, sollte gerade von einem wohl meinenden Schreiber nicht vergessen werden! Der Unterschied der Behandlung des Tempelbergs vor und nach 1967 darf erst recht nicht außen vor gelassen werden. Wäre es umgekehrt gewesen, dann würden die jüdischen religiösen Gebäude auf dem Tempelber von den Arabern sofort geschleift und durch Moscheen ersetzt worden sein. Israel hat nicht so gehandelt, sondern den Moslems sogar die Verwaltung des Tempelbergs überlassen. Großzügiger kann man kaum sein. Das alles wieder in den Zustand von vor 1967 zurück zu versetzen, ist nicht erforderlich, sondern wäre ein fataler Fehler.
7. Über Jahrzehnte hinweg hörten die Palästinenser von ihren Führern, dass eine Lösung des Konfliktes mit Israel nur erreicht werden könne, wenn alle Flüchtlinge zurückkehren könnten. Als ob das in einem kleinen, dicht bewohnten Staat möglich ist! Doch niemand innerhalb der palästinensischen Elite wagte es, diese bittere Wahrheit aussprechen. Jahrzehnte lang hörten die „Palästinenser“ nicht, die Lösung sei nur erreichbar mit einer Rückkehr aller Flüchtlinge – sondern nur mit der Auslöschung des „zionistischen Gebildes“!
Die „bittere Wahrheit“ nicht auszusprechen hat wohl weniger damit zu tun, dass es niemand wagte, sondern dass es vor allem keiner wollte. Das Thema war auch nicht mehr so exponiert auf der Tagesordnung, bis Arafat die Angebote Baraks in den Wind schlug. Damals brauchte er einen Grund um „Nein“ sagen zu können und holte das angebliche „Rückkehrrecht“ aus dem Hut. Es wird gezielt eingesetzt. Es wäre nicht so schwer gewesen, wie der Autor meint, über Jahrzehnte hinweg – oder auch nur über die letzten 10 Jahre hinweg – den Palästinensern klar zu machen, dass ein eigener Staat in der „Westbank“ und dem Gazastreifen ausreichen kann. Aber es wurde in Schulen, Medien, öffentlichen Reden immer nur gezielt das Gegenteil verkündet – trotz aller Friedensschwüre.
8. Viele Israelis gehen noch immer davon aus, dass sie die besetzten Gebiete behalten könnten. Und auch die Mehrheit der Palästinenser glaubt, ein plötzliches Verschwinden des jüdischen Staates sei noch möglich. Der fundamentalistische Islam macht ihnen bis heute weis, dass es keinen Frieden mit den Juden geben kann. Doch selbst der Prophet Mohammed erklärte sich bereit, mit seinen Feinden einen Waffenstillstand zu schließen – eine Tatsache, die viele Vertreter des „Heiligen Krieges“ nicht gerne hören. Es ist leider nicht nur der fundamentalistische Islam, sondern fast alle islamischen Kräfte. Und weshalb ein Waffenstillstand ausreichen soll, ist nicht so recht einzusehen. Waffenstillstand bedeutet, das vorläufig nicht geschossen wird – eine Vorbereitung der nächsten Runde. Der Krieg kann aber jederzeit wieder aufgenommen werden. (Na ja, einen Frieden kann man auch jederzeit wieder brechen.)
Im Übrigen hat der Autor offenbar keine Ahnung von der Art des Waffenstillstands, die der Prophet des Islam schloss. Es handelte sich nicht um wirklichen Frieden, sondern „Hudna“ – den vorläufigen Waffenstillstand, der nur deshalb vereinbart wurde, weil der Feind zu stark war; sobald aber der Herr Mohammed sich stark genug fühlte, brach er den Friedensvertrag ohne Vorwarnung und vernichtete seine Feinde. Da braucht es nicht der Vertreter des „Heiligen Krieges“, um festzustellen, dass ein Waffenstillstand den Israelis nicht genügen kann – ein einfacher Friedensschluss mit den Arabern übrigens auch nicht! Es sind viel mehr Garantien und tatkräftige Maßnahmen des Westens nötig, nicht die leeren Worte, die Israel bis 1967 immer zu hören bekam und denen niemand mehr folgte, als sich die arabischen Nachbarn daran machten, den Staat einmal mehr anzugreifen.
9. Wie viel Leid ist noch nötig, um zu Verhandlungen zu kommen? Eine Aussage darüber ist gegenwärtig nicht möglich. Denn das tägliche Leben geht trotz der Gewalt auf beiden Seiten seinen gewohnten Gang. Die Geschichte lehrt, dass beide Parteien nur in Erwartung eines totalen Zusammenbruchs die Gespräche wieder aufnehmen werden. Wie recht er hat! Darauf läuft es hinaus: Wer bricht zuerst zusammen? Das hört sich allerdings anders an als der Punkt 1.
10. Lässt sich eine Waffenruhe durch die USA oder Europa erzwingen? Bislang sind weder Amerikaner noch Europäer gewillt, sich wirklich zu engagieren. Dies nämlich würde bedeuten, 50.000 bis 80.000 Soldaten in die Region zu entsenden, verbunden mit einer Aufbau- und Entwicklungshilfe für den Gazastreifen in Milliardenhöhe. Bislang aber ist die vom Nahen Osten ausgehende Gefahr nicht so groß, dass Washington oder Brüssel ein solches Engagement wagen würden. Mit anderen Worten: Amerika wie Europa sind nicht dazu bereit, einzugreifen. Ohne diesen Willen wird eine Waffenruhe nicht einmal eine Woche halten.

 

„Funkhaus Wallraffplatz“, 09.03.2002

Am 9.3.02 wurde in der Sendung „Medien im Gespräch“ eingeladen, mit zwei Korrespondenten des WDR über die Berichterstattung aus dem Nahen Osten zu diskutieren. Ich bin zwar durch gekommen, wurde aber nicht zurück gerufen. Daher eine Hörer-Reaktion an den WDR:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am heutigen Samstag luden Sie in Ihrer Sendung „Funkhaus Wallraffplatz“ zu einer Diskussion über die Berichterstattung aus dem Nahen Osten ein. Nachdem mich ein Freund auf den heutigen Inhalt Ihrer Sendung aufmerksam gemacht hat, habe ich sie eingeschaltet und mich auch bei Ihrer Aktions-Hotline gemeldet. Leider wurde ich nicht zurück gerufen. Deshalb hier eine ausführliche Stellungnahme zu den Dingen, die in dieser Sendung Thema waren und besprochen wurden.

Grundsätzlich halte ich Ihre Berichterstattung über Israel für absolut einseitig zugunsten der Palästinenser. Die Sendung hat das einmal mehr belegt. Die Auswahl Ihrer Gesprächspartner am Telefon spricht für sich – es handelte sich weitgehend um Menschen, die die von Ihnen verbreiteten Berichte und Positionen als gut oder zu wenig gegen Israel gerichtet ansehen. Die wenigen Stimmen, die sich kritischer in der anderen Richtung äußerten, sind sehr harmlos gewesen. Ich weiß von mindestens zwei Personen, die weitaus mehr dazu beigetragen hätten, die von Ihnen aber nicht zurück gerufen wurden. Warum? Haben die bei ihrem Anruf so gute Argumente gebracht, dass ihre Korrespondenten dem nicht hätten Stand halten können? Eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit Ihres Senders war also nicht wirklich erwünscht.

Frappierend war der Inhalt der Gespräche. Es sollte ja wohl um die Berichterstattung aus dem Nahen Osten gehen. Ihre Korrespondenten haben ihre jeweilige einseitige Haltung klar zum Ausdruck gebracht, als sie die Palästinenser ausschließlich als das unterdrückte und seiner Rechte beraubte Volk darstellten. Von dieser Position gehen sie aus und das bestimmt ihre Berichterstattung. Sie waren wenigstens so ehrlich zuzugeben, dass eine „neutrale“ Berichterstattung nicht möglich ist. Aber sie behaupteten immer noch, ausgewogen zu berichten. Ich widerspreche dem.

Ihre Korrespondenten – wie auch die von Ihnen zugelassenen Hörer/Anrufer – haben sich praktisch ausschließlich mit israelischen „Verbrechen“ bzw. „Untaten“ befasst. Premierminister Sharon wurde massiv für die Zustände verantwortlich gemacht. Die Massaker der Falangisten von 1982 wurden wieder aufgeführt. Es wurde von israelischen Maßnahmen gegenüber der Presse geredet. Alles ausschließlich negativ bis auf die Tatsache, dass in Israel Pressefreiheit herrscht (dass das auf palästinensischer Seite anders aussieht, wurde nicht einmal angedeutet!). Abgesehen davon, dass die Widerrechtlichkeit der israelischen Maßnahmen gegenüber den Palästinensern nicht gegeben ist, gibt es gewichtige Gründe für das, was Israel in den letzten 35 Jahren getan hat – Gründe, die einer Überprüfung durchaus stand halten!

Aber diese Gründe wurden geflissentlich außen vor gelassen.

Ihre Korrespondenten behaupteten, es sei kaum noch möglich mehr zu tun als die Toten auf beiden Seiten zu zählen. Das spiegelt sich leider in Ihrer Berichterstattung generell. Nur: Es ist nicht wahr. Die Zusammenhänge, unter denen Menschen umkommen/getötet werden, können durchaus – auch in sehr kurzen Meldungen – dargestellt werden. Sie unterlassen dies aber.

Von Ihren Korrespondenten wurde – nicht nur in dieser Sendung – nicht ein einziges Wort dazu gesagt, welche Verantwortung die Palästinenser an der Situation tragen. Dem überkritischen Umgang mit Premierminister Sharon auf der einen Seite steht ein völliges Auslassen der Person Arafats und seiner Verbrechen gegenüber. Dass dieser Vater des Terrorismus sich in den letzten 40 Jahren nicht einen Millimeter auf Israel zu bewegt hat, es sei denn aus taktischem Kalkül, um eine bessere Ausgangsposition für den nächsten Schlag zu bekommen, findet bei Ihnen und den beiden Herren keinerlei Erwähnung. Dass Israel mit Kontrollen Attentaten vorbeugen MUSS, wird verschwiegen (statt dessen werden sie als Unterdrückungsmaßnahme gebrandmarkt). Dass die Nervosität der israelischen Soldaten an den „Grenzübergängen“ durch palästinensische Übergriffe ohne Ende verursacht und sicher gerechtfertigt ist, fällt unter den Tisch. So, wie Ihr Korrespondent sich ausdrückte, könnte man meinen, das liege an der Schießwütigkeit der Soldaten!

Sie zählten auf, dass Israel Verpflichtungen aus Verträgen nicht nachgekommen sei. Dabei plappern Sie die palästinensische Propaganda nach – merken Sie das überhaupt? -, die es inzwischen geschafft hat, dass die eigenen Verpflichtungen bezüglich dieser Verträge unter den Tisch fallen gelassen werden. Eine ausgewogene Berichterstattung – und ein ausgewogenes Gespräch in Ihrer Sendung – hätte das mit aufrollen müssen. Dazu waren Sie aber offensichtlich nicht bereit – weder ihre Korrespondenten noch die Personen, die die Anrufer durchgestellt haben.

Wo bleibt da Ihr Versuch der Ausgewogenheit? Er ist schlichtweg nicht vorhanden!

Es wurde von einem Hörer auch die Auswahl der Gesprächspartner in der Berichterstattung angesprochen. Dieser sprach sich dafür aus, dass mehr Menschen wie Uri Avneri zu Wort kommen sollten. Ihre Korrespondenten wiesen richtigerweise darauf hin, dass Herr Avneri nur einen marginalen Anteil der israelischen Bevölkerung repräsentiert und es auch andere Gesprächspartner in genügender Auswahl gibt. Was dabei verschwiegen wird: Ihre israelischen Gesprächspartner – zumindest, soweit sie ihre Positionen ausführlich darlegen können, ohne dass man mit aggressiver Nachfragetechnik ihre Darstellung massiv in Frage stellt – sind zum größten Teil aus dem gleichen politischen Lager und unterstützen vor allem die Palästinenser.
Meine kritische Äußerung über die Auswahl der Gesprächspartner zum „Jahrestag“ des Beginns der derzeitigen Terror-„Intifada“ wurde von der Redaktion des WDR2-Mittagsmagazins mit dem stolzen Hinweis darauf beantwortet, dass man israelische Experten wie Uri Avneri und Moshe Zimmermann regelmäßig zu Wort kommen lässt. Deren einseitige, pro-palästinensische Haltung wird von Ihnen gerne und regelmäßig verbreitet, also nicht – wie Ihre Korrespondenten andeuteten – ihrem Einfluss angemessen. Wirkliche Darstellung der Regierungsposition ist beim WDR unverhältnismäßig stark unterrepräsentiert.

Insgesamt ist Ihre Berichterstattung unverhältnismäßig einseitig, denn sie fokussiert sich auf das Problem des Unterdrückers Israel gegen die unterdrückten Palästinenser. Die ideologische Gleichschaltung der Palästinenser, ihre systematische Aufhetzung gegen Israel und gegen den Frieden durch Arafats Propagandamaschine (Printmedien, Radio, Fernsehen) und Bildungssystem wird unterschlagen und nicht berücksichtigt. Die arabische Strategie, dem Westen gegenüber Friedensaufrufe zu verkünden, den eigenen Leuten gegenüber aber zum Jihad aufzurufen und das „Märtyrertum“ der Selbstmord-Terroristen zu verherrlichen, scheint Ihnen völlig zu entgehen. Damit erweisen Sie dem journalistischen Berufsstand alles andere als Ehre.

Phoenix „dokumentiert“

Freitag, 25. November 2004:
Auge um Auge, Zahn um Zahn
Das Feilschen der Agenten
Film von Hubert Seipel – Phoenix, 20.15 – 21.00 Uhr

Die Dokumentation beginnt mit einer drastischen Fehldarstellung: Es wird explizit behauptet – und durch den ganzen Film hindurch immer wieder wiederholt – dass die Israelis Hisbollah-Mitglieder (in dubiosen und illegalen Aktionen) nur deshalb gefangen nehmen, um sie als Verhandlungsmasse benutzen zu können. Dass die gefangen Genommenen Terroristen sind – aktiv oder im Hintergrund – die nichts als die Vernichtung Israels predigen und leben, ist offensichtlich. Dass Israel diese aus dem Verkehr ziehen will, ebenfalls, damit sie „entschärft“ werden. Nur dem Autor dieses Films nicht. Dass ausgerechnet die Hisbollah umgekehrt Israelis entführt und umbringt, um damit ihre Leute in israelischen Gefängnissen freizupressen, wird – natürlich? – mit keinem Wort erwähnt. Da hat die Hisbollah auf einmal aus völlig unerfindlichen Gründen (ach nein, die Israelis sind ja ständig in aggressivem Kampf gegen die Hisbollah tätig, da kommt die dann automatisch dazu) drei tote israelische Soldaten in der Hand, die sie austauschen können. Dass die gezielt in eine Falle gelockt und umgebracht wurden – und das auch noch unter den Augen der UN-Schutztruppen, die das filmten und die Information nicht herausrückten (!) – darf nicht erwähnt werden, es würde das Bild verzerren, das gemalt wird.

Aber diese Art der Darstellung passt ins Bild: „Mehrfach ist Israel im Nachbarland einmarschiert – ‚aus Sicherheitsgründen’, sagen die Militärs.“ Unverschämter kann man die Tatsachen kaum noch auf den Kopf stellen, ohne explizit auch noch im Wortlaut zu lügen. Denn die Gründe für den „mehrfachen Einmarsch“ werden wieder verschwiegen: den Terrorkrieg der PLO – und später der Hisbollah – gegen Israel. Der Zuschauer muss zu dem Eindruck gelangen: Israel hat aggressiv und expansiv gehandelt, die Araber wehren sich nur. Dieser Eindruck wird den ganzen Film hindurch vermittelt. Da werden zu israelischem Handeln Adjektive gewählt, die einen eindeutig negativen Touch haben; da wird am Ende gesagt, dass Israels Arroganz und Handeln die Aufklärung des Schicksals von Ron Arad verhinderte. (Die vollmundige Behauptung der Ankündigung der Sendung, das Schicksal Arads stehe vor der Aufklärung ist damit auch erledigt.) Aber umgekehrt kein Wort der Kritik oder auch nur der angedeuteten moralischen Wertung des Handelns von Hisbollah oder Iran. Nach dem, was man in diesem Film „erfährt“, ist einzig Israel schuld an allem, was da im Nahen Osten schief geht. Israel ist aggressiv, Israel ist skrupellos und damit basta.

Das ist Geschichtsklitterung reichlich übler Sorte. Dieser Film ist es nicht wert, dass man ihm Beachtung schenkt; wenn man alle Wertungen heraus nimmt, gibt es ein paar interessante Einblicke in die Versuche des BND zu vermitteln und in die Arroganz der iranischen Staatsführung, die sich beleidigt gab und entsprechend böse reagierte, als ein deutsches Gericht ein auf eindeutigen Beweisen beruhendes Urteil fällte. Und darüber hinaus, wie verbohrt verzerrend in deutschen Medien dafür gesorgt wird, dass im Nahost-Konflikt nur ja keiner auf die Idee kommt, dass die Israelis nicht die Täter sind, sondern die Opfer.