„Motiv ungeklärt“ – Medien im Scheinwerferlicht

Das Verbrechen endete nicht mit einem brutalen Massenmord an Juden in Zentralisrael, sondern ging mit der verzerrten Berichterstattung weiter. Die Medien müssen aufhören wissentlich irreführende Schlagzeilen zu verwenden, wenn es um Israel geht.

David E. Kaplan, Lay of the Land, 13. Mai 2022

Es begann als Tag zum Feiern; es endete als Tag der Trauer.

Am Ende von Israels 74. Unabhängigkeitstag, nach einer Welle an Terroranschlägen im ganzen Land und wiederholten Drohungen palästinensischer Terrororganisationen wegen des Tempelbergs in Jerusalem, gingen zwei Beil schwingende Terroristen auf Randale in einem zentralen Park in der weitgehend ultraorthodoxen Stadt Elad in Zentralisrael.

Auch noch mit einem Messer in ihrem „Spitzen“-Arsenal griffen die beiden ideologisch aufgeladenen Terroristen an, hackten drei Väter zu Tode, was 16 Kinder zu Waisen machte, verletzten weitere sieben Personen, drei davon schwer. Ein Mann, der den Notdienst United Hatzalah anrief, war zu hören, wie er in sein Telefon schrie:

„Hier ist so viel Blut… das sind Wunden von einem Beil.“

Die örtliche israelische Polizei hatte kein Problem zu bestätigen, dass es sich bei dem Vorfall um einen Terroranschlag handelte.

Den internationalen Medien war eine solche Leichtigkeit nicht zuteil; sie unternahmen alles, um zunächst die palästinensische Identität der Angreifer zu verschleiern sowie den Versuch zu unternehmen Israel in den Massenmord an seinen eigenen Bürgern hineinzuziehen.

Schnell aus dem sprichwörtlichen Raster kam France 24 mit einer neutralen Eilmeldung am Fuß meines Fernsehbildschirms:

„Israel – israelische Medien sagen 3 Tote, mindestens 6 Verletzte bei Massen-Messerstechen bei Tel Aviv; Motive unklar“

Keine Hinweise zur eindeutigen Identität der Täter oder der Opfer, was es den Zuschauern überlässt zu mutmaßen, dass es sich um eine „kriminelle Handlung“ handeln könnte!

Die Schlagzeile endete dann mit:

„Motiv unklar“

Motiv unklar?

Meine Frau war nicht weniger wütend; sie schrie reflexhaft in einem Ausbruch:

„Das ist so, als würde man sagen, im Holocaust wurden 6 Millionen getötet. Sie wurden nicht getötet, sie wurden ERMORDET.“

Das Motiv für die Ausschreitungen in Elad war jedem Israeli, Juden und Araber klar, aber den französischen Journalisten, die über den palästinensischen Terroranschlag, die Täter berichteten, erschien das Motiv als Rätsel.

Die französische Abkoppelung: FRANCE 24 Nachrichten, dass das Motiv der Beilmörder an Juden in Elad war „UNKLAR“.

Wahrscheinlicher ist: Sie wollten das vom Sender präferierte Narrativ nicht verderben!

Um nicht ausgestochen zu werden, ging Al-Jazira auf teuflische Weise noch weiter. Zufrieden damit die Täter in seiner Berichterstattung nicht zu identifizieren, auch nicht einmal nahezulegen, dass es sich entweder um Terror oder Massenmord handelte, schickte der Sender aus Qatar beim Bericht, dass 3 Israelis „zu Tode gehackt“ wurden, seiner Schlagzeile schaurig voraus:

„Zahlt den Preis“

Was für ein kalter, herzloser und berechnender Bericht eines Senders; als wäre es für diese Familien wohlverdient, dass ihnen das Leben von Massenmördern von Massenmördern entrissen wurde. Al-Jazira beschreibt diese Mörder nicht als „Mörder“ oder „Terroristen“, sondern als „Angreifer“, deren Tun verstanden oder vergeben werden sollte, weil der wahre Verbrecher ISRAEL ist, das im Rest der Schlagzeile als räuberischer „Jäger“ beschrieben wird, weil es versuchte die „Angreifer“ festzunehmen.

Der nächste Sender, den ich wählte, war die BBC, die die mörderischen Ausschreitungen mit Beilen gegen Zivilisten neutral als „Angriff“ bezeichnete. Ohne Verwendung von Adjektiven zur Beschreibung des Horrors des Anschlags versäumte es die Schlagzeile jegliche Aufmerksamkeit auf die Identität der Mörder zu lenken, außer sie als „Angreifer“ zu beschreiben.

Verdacht eines Terroranschlags. BBC-Bericht zur Jagd auf „Angreifer“, nicht Killer, Mörder oder Terroritsen.

VON ELAD NACH JENIN

Andere Stadt, andere Einstellungen!

Vergleichen Sie Al-Jaziras Berichterstattung über den vorsätzlichen Anschlag auf Juden in Elad mit dem tragischen Tod der Nahost-Korrespondentin Shireen Abu Akley, die in einer Konfliktsituation ins Kreuzfeuer geriet. Tödlich von einer Kugel getroffen, deren Quelle unbestimmt bleiben.

Angesichts der pausenlosen Berichterstattung dieses unglücklichen Todes einer einzigen Journalistin könnte einem die Frage verziehen werden, wo die Berichterstattung über seit dem 24. Februar (dem Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine) rund 20 getöteten und 13 verletzten Journalisten ist. Währen dieser unberechtigten Invasion verschwanden drei Journalisten und acht Journalisten, darunter vier Frauen, wurden entführt. Wo ist die Berichterstattung – oder Sorge – gewesen und wer von all denen, die protestieren, kann überhaupt einen Namen nur eines dieser Journalisten nennen?

Jetzt vergleichen Sie die jeweilige Wortwahl von ein paar der Schlagzeilen-Berichte von Al-Jazira nach dem Tod ihrer Journalistin in Jenin:

„SHIREEN ABU AKLEY … SIE TRUG PRESSEHELM UND -JACKE UND TROTZDEM ODER DESWEGEN WURDE SIE ANGESCHOSSEN UND GETÖTET“

– Al-Jazira nimmt ohne Beweise an, dass Israel die Journalistin erschoss und weil sie als „Presse“ erkannt wurde, tötete Israel sie vorsätzlich – mit anderen Worten: ermordete sie!

– Ein folgender Bericht von Al-Jazira lautete:

Es war kein Mord. Al-Jazira-Reporterin Shireen Abu Akleh, die tragischerweise während deines Feuergefechts zwischen israelischen Streitkräften und palästinensischen Bewaffneten in Jenin von einer Kugel getötet wurde (Foto: Reuters/Imad Creidi)

Es gibt keine Erklärung dazu, dass israelische Soldaten während einer gefährlichen Operation in Jenin waren, um in einer Zeit die Ruhe wieder herzustellen, in der israelische Zivilisten ihr Leben bei Terroranschlägen überall in Israel verloren haben, von denen viele in Jenin geplant und eingefädelt wurden. Al-Jazira hielt es für angebracht die israelische Militäraktion als „israelischen Terrorismus“ zu bezeichnen.

Wenn es irgendeinen Zweifel an der glasklaren Einseitigkeit von Al-Jazira gegeben hätte, beachten Sie den folgenden Schlagzeilen-Bericht, in dem der Sender ungeniert das Narrativ schildert, das er seinem weltweiten Publikum präsentieren will:

„SHIREEN WURDE VON EINER REGIERUNG ERMORDET, DIE BEDINGUNGSLOSE FINANZIERUNG DURCH DIE USA ERHÄLT.“

Al-Jazira agierte jetzt als Richter und Jury. Zwar wurde von al-Jarmak TV die ursprüngliche Autopsie von Shireens  Leiche durch den palästinensischen Leichenbeschauer Dr. Ryan al-Ali vom Pathologischen Institut an der a-Najah-Universität in Nablus zitiert, dass „nicht festgestellt werden kann, ob [Al-Jazira-Journalistin Shireen Abu Akleh von israelischem Feuer oder durch eine palästinensische Kugel getötet wurde], aber Al-Jazria machte Israel für ihren Tod verantwortlich, indem es sagte, sie sei „vorsätzlich“ von den Soldaten beschossen worden.

„Wir verurteilen dieses abscheuliche Verbrechen, das die Medien davon abhalten soll ihre Botschaft auszuführen und wir machen die israelische Regierung und die Besatzungsstreitkräfte für ihren Tod verantwortlich“, schrieb der Sender auf twitter; er fügte hinzu:

„Wir rufen die internationale Gemeinschaft zur Verurteilung auf und dazu die israelischen Besatzungsstreitkräfte für die vorsätzliche Tötung unserer Kollegin Shireen Abu Akleh zur Verantwortung zu ziehen.“

Richter, Jury und jetzt auch Henker – das ist Al-Jazira.

In der medialen Berichterstattung vernachlässigt ist die höchst beunruhigende Haltung der palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die es ablehnt die Kugel, die die Journalistin traf, von Israel untersuchen zu lassen, um eine ballistische Analyse durchzuführen. Sie hat die Anfrage nach einer gemeinsamen Untersuchung entschieden abgelehnt.

Warum?

Weil es nicht darum geht die Wahrheit herauszufinden, sondern Israel international in Verruf zu bringen. Das wurde heute von PA-Chef Mahmud Abbas bei Abu Aklehs Beerdigung offenbart, wo er sagte:

„Wir werden Israel vor den Internationalen Strafgerichtshof bringen, wir trauen ihnen nicht.“

Die Killer, die in Elad drei Israelis abschlachteten, wurden von Al-Jazira als „Angreifer“ bezeichnet, während Israel automatisch, ohne jeden Beweis, nicht nur für den Tod der Journalistin verantwortlich gemacht, sondern auch beschuldigt wird sie „ermordet“ zu haben. Mitschuldig an diesem „Mord“ sind laut Al-Jazira die USA wegen ihrer „BEDINGUNGSLOSEN FINANZIERUNG“ des jüdischen Staates.

Unstrittig ein Terroranschlag. Familie und Freunde trauern bei der Beerdigung von Boaz Gol, der beim Terroranschlag in Elad in Zentralisrael getötet wurde. (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Worauf all das hinausläuft, ist der ausdrückliche Antisemitismus in den Medien, wobei Al-Jazira das Rudel anführt.

Zwar glaubten einige Sender, die Motive der Judenkiller in Elad seien „UNKLAR“, aber es wird zunehmend KLAR, dass einer der wichtigsten Aspekte des mediengetränkten Konflikts zwischen Juden und Arabern auch der am wenigsten berichtete ist:

Die Presse selbst

„Eleven Days in May“: Antiisraelische Propaganda in einem Kino in Ihrer Nähe

Adam Levick, CAMERA UK, 10. März 2022

Der Blogger Jonathan Hoffman hat eine detaillierte Rezension zu Eleven Days in May geschrieben, einem Film, der als „Hommage an die (im Krieg des letzten Jahres) in Gaza getöteten Kinder“ beschrieben wurde und der in den britischen Medien weitgehend positiv rezensiert wurde. Der Film wird in Kinos in London und dem gesamten Vereinten Königreich gezeigt.

Hoffman führt wichtige Fakten zu den Umständen um den Tod der palästinensischen Kinder an, die im Film ausgelassen werden. „Eleven Days in May“ ist eine Propagandaarbeit, die den Kontext des Hamas-Terrors auslässt, ihre Verwendung menschlicher Schutzschilde sowie der gesamten Gleichgültigkeit der Terrororganisation gegenüber palästinensischem Leben. Erinnern wir uns, dass nicht ein einziges palästinensisches Kind gestorben wäre, hätte die Hamas nicht beschlossen am 10. Mai eine völlig unprovozierte Raketensalve auf Jerusalem zu schießen – einen Krieg zu beginnen, von dem sie wussten, dass sie ihn verlieren würden und der in Tod und Zerstörung in dem von ihnen regierten Gebiet zur Folge haben würde.

Hier sind die wichtigen Auszüge aus Hoffmans Eintrag:

Besondere Momente und vorsätzliche Auslassungen [im Film] über die Kinderopfer

Danke der unbezahlbaren Open Source-Recherche des Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Centers gibt es beträchtliches Material, um die Lücken zu füllen, die von dem Film hinterlassen werden. Ich nutzten diesen Linke auch, um die Schreibweise der Namen zu korrigieren (die ich in einem dunklen Kino niederschrieb). Ich folge demselben chronologischen Ansatz wie der Film.

Mohammad Saber Ibrahim Suleiman (Alter: 15 oder 16) starb am 10. Mai bei einem Luftangriff der IDF östlich von Jebalia. Er war Hamas-Mitglied. Ein Video zeigt ihn in einer Uniform des militärischen Zweigs der Hamas beim Waffentraining. In einem weiteren Foto ist er zu sehen, wie er ein Gewehr hält (Twitter-Accout @DigFind_, 1. Juni 201). Trotz seiner Jugend war er offensichtlich ein Agent der Issedin al-Qassam-Brigaden.

Mohammad Saber Ibrahim in einem Video in Uniform des militärischen Zweigs der Hamas beim Waffentraining (Twitter-Account @DigFidn_, 1. Juni 2021)

Die vier Kinder al-Masri (Rahaf, 10; Yazan, 2; Marwan, 6, Ibrahim, 11) wurden in Beit Hanoun von Terroristen-Raketen getötet, die zu kurz flogen – nicht von der IDF. Dasselbe gilt für Hussein Munir Hussein Hamas (11) und Ibrahim Hassanian (16).

Am 11. Mail starb Lina Iyad Fathi Sharir (15) zusammen mit ihren Eltern. Ihr Schwester Mana Iyah Fathi Sharir (2) wurde ebenfalls getroffen und starb am 18. Mai. Der Film versäumt es zu zeigen, dass sie bei einem Angriff auf ihren Vater Iyad Fathi Feyeq Sharir starben – dem Kommandeur der Panzerbekämpfungseinheit der Hamas im Gazastreifen.

Der Film erzählt uns, dass am 12. Mail Baschar Ahmad Samour (17) „alleine angeschossen wurde, als er Wasser abstellen wollte“. Wir sehen seine Leiche; er starb nahe des Zauns im der Region Khan Junis. Aber uns wird nicht gesagt, dass er für die Fatah agierte.

Am 13. Mai starb Khaled imad Khaled Qanou (17). Seine Mutter redet von ihm und sein Vater wird in Tränen gezeigt. Aber uns wird nicht gesagt, dass die Mudschaheddin-Brigaden, der militärische Zweig der Mudschaheddin-Bewegung im Gazastreifen, ein Traueranzeige für ihn veröffentlichte, in der es hieß, er sei 20 Jahre alt und einer der Aktiven aus ihren Reihen. (Telegram-Kanal der Mudschaheddin-Brigaden, 13. Mai 2021)

Khaled Imad Khaled al-Qanu‘ (Telegram-Kanal der Mudschaheddin-Brigaden, 13. Mai 2021)

Am 13. Mai starb Ibrahim Mohammed Ibrahim al-Rantisi (6 oder 7 Monate alt). Sein Bruder wir dabei gezeigt, wie er eine Trauerrede für ihn hält. Aber uns wird nicht gesagt, dass Ra’ed  Ibrahim Khamis Azara al-Rantisi (sein Vater? Sein Bruder?), gegen den sich der Angriff im Viertel Al-Junya von Rafah richtete, laut sozialen Medien ein Akteur des militärischen Arms der Fatah war (Twitter-Account von Abu Obeidaal-Filistini, 14. Mai 2021). Die Internetseite der Issedin al-Qassam-Brigaden bezeichnete ihn als „Hamas-Schahid“ (Website der Iss al-Din Qassam Brigaden).

Am 14. Mai, informiert uns der Film, starben drei Kinder der Familie al-Attar: Amira (6), Islam (8) und Mohammed Zain (9 Monate). Wir sehen eine Schwester, die für sie die Trauerrede hält und das Gesicht eines der toten Kinder berührt. Uns wird nicht gesagt, dass sie auf der Straße starben, die die Viertel Al-Salatin und Al-Atatra in Bei Lahia verbindet, die bei einem Luftangriff auf Hamas-Tunnel angegriffen wurde – die Tunnel, die dazu genutzt wurden nach Israel einzudringen, um Morde zu begehen  und um Waffen zu verstecken, die zum Töten von Israelis bestimmte waren.

Am 15. Mai starben vier Kinder der Familie Hatab: Yamen (5), Bilal (9), Yousef (10 oder 11) und Miriam (7). Sie starben im Flüchtlingslager Al-Schati. Uns wird nicht gesagt, dass sie die Kinder des Hamas-Akteurs Alaa Abu Hatab waren. Es gibt Fotos von Kindern die im Meer nahe am Strand spielen.

Der Film erzählt uns, dass ebenfalls am 15. Mai Osama (?Huseina) al-Hadidi (4) starb und dass sie ein „Gehinleiden“ hatte. Uns wird erzählt, dass sie „Tomaten liebte“. Drei andere Kinder der Familie al-Hadidi starben ebenfalls: Abdurrahman (7 oder 8), Suheib (12) und Yahya (10). Aber uns wird NICHT erzählt, dass auch sie bei dem Angriff auf den Hamas-Akteur Alaa Abu Hatab starben (s. oben).

Am 16. Mai, wird uns erzählt, wurden 18 Kinder bei Angriffen auf Gaza-Stadt getötet (mein Hinweis: die höchste Zahl an Kinderopfern für alle der elf Tage der Operation).

Uns wird erzählt, dass 8 Kinder der Familie Al-Qulaq starben (darunter Qusai, 6 Monate alt) (dazu ihre Mutter und ihr Vater) und 4 Kinder der Familie Al-Auf, darunter Tala (12 oder 13). Was uns nicht erzählt wird ist, dass sie bei Angriffen auf Terrortunnel starben, durch die Gebäude auf der Al-Wahda-Straße einstürzten.

Uns wird erzählt, dass Tawfiq Ayman Tawfiy Abu al-Auf (16 oder 17) starb. Und dass er gut in Naturwissenschaften war und Arzt werden wollte. Aber nicht, dass er bei demselben Vorfall starb. Wir sehen die Leichen der Kinder.

Zain Riad Hasan Schkuntna (2) starb ebenfalls bei diesem Vorfall. Ebenso seine Schwester Lana (6). Wir sehen die Großmutter bei der Trauerrede.

Lesen Sie hier in diesem Zusammenhang CAMERAS ausführliche Analyse zur ungeheuerlichen Fehl-Berichterstattung der New York Times zu Kinderopfern  während des Krieges.

Schließlich empfehlen wir denen, die einen ausführlichen und sorgfältigen Forschungsbericht zum Krieg im Mai 2021 sowie den zu dem Konflikt führenden Ereignissen dringend das Buch „Gaza Conflict 2021“ von Jonathan Schanzer.  Sie können sich ein Interview ansehen, das wir mit Schanzer über sein Buch führten:

Nein, Masafer Yatta ist keine uralte arabische Gemeinde. Es wurde gebaut, um Israel Land zu stehlen.

Elder of Ziyon, 8. Mai 2022

Hier ist die Art, wie Rashida Tlaib den Antisemiten Mohammed El-Kurd zum Urteil des Obersten Gerichtshofs in Sachen Masafer Yatta von letzter Woche zitiert:

Rashida Tlaib: Leute lieben es zu sagen, dass die Unterdrückung der Palästinenser kompliziert ist – ist sie nicht. Es ist ein illegales militärisches Besatzungsgericht, das mit Zwang 1.000 Palästinenser vertreibt, um ihr Land zu stehlen und die gesamte ethnische Zusammensetzung der Region zu verändern. Das ist ein Kriegsverbrechen.

El-Kurd sagt weiter, dass 2.400 Menschen in den 22 „uralten“ Dörfern von Masafer Yatta leben. (Die aktuelle Bevölkerungszahl beträgt etwa 1.200 in 8 bis 11 Außenposten.)

Die Rubrik „Geschichte“ von Wikipedia  zu Masafer Yaffa ist sehr dürftig und bewusst vage. Hier ist die gesamte dort angeführte Geschichte vor 1967:

1881 vermerkte der Palestine Exploration Fund (PEF) die folgenden Orte: Shảb el Butm, was „der Sporn der Terebinthe“ bedeutet. Tuweil esch Shîh, was „der Gipfel des Kamms der Artemis“ heißt, Kh. el Fekhît, was „die Ruine der Kluft“ heißt und Kh. Bîr el ‘Edd, was „Die Ruine des immerwährenden Brunnens“ bedeutet.

In Kh. Bîr el‘ Edd vermerkte der PEF „Spuren von Ruinen und Zisternen“, während sie in Kh. el Fekhît „Spuren von Ruinen und einer Höhle“ festhielten.

Der Survey of Western Palestine des Palestine Exploration Fund war ein akribisches Unterfangen, mit dem jedes Dorf, jede Moschee, jede Zisterne, jede Höhle, jeden Obstgarten und jede antike Weinpresse aufgelistet wurden, die in der gesamten Region zu sehen waren. Hier ist ihre Legende zu ihren Karten. Während sie in der Legende nicht erwähnt werden, zeigen ihre anderen Karten, dass bewohnte Gegenden rosa gefärbt sind und die exakten Grenzen der Dörfer und Städte zeigen.

Hier ist eine Landkarte der Gegend von Masafer Yatta, in der ich die vier in dem Wikipedia-Artikel erwähnten „Orte“ hervorgehoben habe.

Es gibt keinen Hinweis auf irgendwelche Bewohnung. Zwei von ihnen bestehen aus Ruinen (wie in dem Artikel detailliert beschrieben) und die anderen beiden sind Schlagwörter für Gelände. Der PEF verzeichnete kein weiteres Dorf oder Obstplantage oder Ackerland; tatsächlich gibt es keinen Hinweis auf irgendwelche Bewohner. Alle sind Wüste und ausgetrocknete Wadis.

So viel zur Lüge, dass Palästinenser seit Generationen dort gelebt haben.

Was ist mit der jüngeren Vergangenheit?

Dieser Artikel des Guardian (zu dem auf Wikipedia verlinkt wird) behauptet, dass Ariel Sharon in den 1980-er Jahren sagte, er wolle eine IDF-Schießbahn einrichten, um die damals dort befindlichen Einwohner zu vertreiben.

Laut dem Protokoll eines  Ministertreffens von 1981 schlug der damalige Landwirtschaftsminister, später Premierminister, Ariel Sharon vor in Zone 918 eine Schießbahn mit der ausdrücklichen Absicht zu schaffen örtliche Palästinenser aus ihren Häusern zu vertreiben.

Das ist dann tatsächlich 2020 eine Schlagzeile bei Ha’aretz:

40 Jahre altes Dokument offenbart Ariel Sharons Plan 1.000 Palästinenser aus ihren Häusern zu vertreiben.
Das Protokoll eines Ministertreffens von 1981 deutet an, dass Sharon, der später Israels Premierminister werden sollte, vorschlug Land der Westbank der israelischen Armee zuzuteilen; einziger Zweck war, Palästinenser aus ihren Häusern zu zwingen.

Aber der Artikel selbst führt nichts von einer Vertreibung existierender Einwohner an. Darin steht, dass Sharon die Migration zu illegalen palästinensischen Außenposten stoppen wollte, die sich in der Gegend ausbreiteten:

Das Dokument – Protokoll des Treffens eines Ministerkomitees für Siedlungsangelegenheiten – deutet an, dass Ariel Sharon, der damals Landwirtschaftsminister war, vorschlug das Land in den südlichen Hebron-Bergen den Israelischen Verteidigungskräften für scharfes Schießtraining zugewiesen wird. Sharon erklärte, er wolle, dass das Militär das Land infolge „der Ausweitung der arabischen Dörfer aus den Bergenheraus“ nutzt.

Er schickte seinen Bemerkungen voraus: „Ich möchte den Vertretern des Generalstabs sagen, wir wollen euch weitere Übungsgelände anbieten. Weitere Übungsgelände müssen nahe an der Grenze liegen, zwischen dem Fuß der Hebron-Berge und der Wüste Judäas. Angesichts des Phänomens – der Ausbreitung der arabischen Dörfler am Berghang hin zur Wüste.“

Sharon fügte an: „Wir haben ein Interesse an der Erweiterung und Vergrößerung der Schießbahnen dort, um diese Bereiche, die für uns so unverzichtbar sind, in unserer Hand zu behalten… Viele weitere Bereiche für Übungen könnten hinzugefügt werden und wir haben großes Interesse daran, dass die Armee dort vor Ort ist.“ Ein Vertreter der IDF sagte in Reaktion: „Wir würden uns freuen das zu  haben.“ Später in dem Treffen wurde beschlossen, dass der Berater des Landwirtschaftsministers für Siedlungsangelegenheiten sich mit Vertretern der IDF treffen und ihnen die Orte zeigen sollte, die für zusätzliche Schießbahnen bestimmt werden sollten, „um die Bereiche in unserer Hand zu behalten“.

Die schlichte Bedeutung ist, dass die Bereiche bereits unter israelischer Kontrolle waren, aber wie heute betrieben die Palästinenser Landraub, indem sie Außenposten an strategischen, leeren Gegenden bauen, um Juden davon abzuhalten dorthin zu ziehen. (Und Juden tun genau dasselbe, wenn sie Außenposten entgegen israelischem Recht bauen.)

Das ist genau das, worüber der Oberste Gerichtshof urteilte – dass es keine Beweise für in dem Bereich der Schießbahn 918  lebende Araber gab, bevor diese eingerichtet wurde, wie auch die Jerusalem Post berichtet:

Das Urteil erklärte weiter, dass der die Palästinenser vertretende Anwalt es versäumt hatte ausreichende Beweise dafür vorzulegen, dass die palästinensischen Hirten das Land genutzt hatten, bevor die fraglichen 3.000 Hektar 1980 zur Schießbahn erklärt wurden.

Palästinensische Aktivisten können argumentieren, dass die Schießbahn dafür gebaut wurde, um Araber daran zu hindern in leeren Gebieten von Area C illegal zu bauen, die rechtlich Israel untersteht. (Ich sehe keinen Grund, warum nicht.) Sie argumentieren, heute gebe es legal oder nicht legal dort Wohnende und diese hätten das Recht nicht geräumt zu werden.

Aber sie haben keine Belege, dass es sich um vorher bestehende Dörfer handelt. Im Gegenteil, es gibt lauter Hinweise, dass Palästinenser vorsätzlich und illegal in die Schießbahn zogen, um in Area C Land zu rauben.

Die Lügen sind überall. Die israelische Regierung und die IDF leisten bei der Verbreitung der Wahrheit echt schlechte Arbeit.

Keine Terroristen mehr: Wie AFP dem Palästinensischen Islamischen Jihad eine extreme Runderneuerung verpasste

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 27. April 2022

Der ein Video begleitende Artikel liest sich wie ein Vorspann für einen Hollywood-Film:

In einer „Tunnelstadt“ unter dem sandigen Boden des südlichen Gazastreifens bereiten sich palästinensische Militante auf den nächsten Konflikt mit Israel vor, während Spannungen in Jerusalem zu eskalieren drohen.

An der Oberfläche gibt es keine Spur der unterirdischen Gänge.

Nur dass dies kein Blockbuster mit großem Budget ist – es handelt sich um eine Beschreibung der Terrortunnel, die von den Al-Quds-Brigaden, dem bewaffneten Arm der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Jihad (PIJ), durch die globale Nachrichtenagentur Agence France Presse (AFP).

Leute, die AFPs anschaulichen Bericht über maskierte Militante lesen, die durch ausgeklügelte unterirdische Gänge – als mit „elektrischem Licht, einem Lüftungssystem und Telefonkabeln ausgerüstet“ beschrieben – streifen, würden nie vermuten, dass sie in Wirklichkeit von einer Gruppe lesen, die für einige der schlimmsten Terror-Gräuel in Israels Geschichte verantwortlich ist.

Tatsächlich hat die im gesamten Westen geächtete Gruppe zahlreiche furchtbare Anschläge gegen unschuldige israelische Bürger verübt, darunter den Selbstmord-Bombenanschlag im Restaurant Maxim, bei dem 22 Menschen getötet wurden; den Selbstmord-Anschlag an der Megiddo-Kreuzung im Jahr 2002, bei dem 17 Menschen getötet wurden; und den Bombenanschlag auf das Schwarma-Restaurant in Tel Aviv, bei dem 11 Tote zurückblieben.

Trotz all dem tauchen die Worte „Terror“ oder „Terrorist“ im gesamten Artikel nicht ein einziges Mal auf.

Der Text liest sich, als ob der Journalist auf einen aufregenden Ausflug in den Untergrund mitgenommen worden wäre, durch die Schächte, die vom PIJ genutzt werden, um Anschläge auf den jüdischen Staat begonnen werden. Der Autor beschreibt die Szene sogar als „Medientour“:

Ein Vertreter des Islamischen Jihad sagte AFP während einer Medientour, dass die Bewegung sowohl defensive als auch offensive Tunnelsysteme hat.

Das Letztere „wird genutzt um israelische Soldaten gefangen zu nehmen, israelische Bodenoffensiven zurückzuschlagen und verschiede Tätigkeiten auszuüben“, sagte der Kommandeur.

Man kann nur spekulieren, ob der Journalist eine Tour durch das ehemalige ISIS-Bollwerk Raqqa in Syrien auch auf so bizarre Weise beschreiben würde.

Das den Artikel begleitende Video, das als eigene Story gepostet wurde, präsentiert eine genauso glamouröse Beschreibung der PIJ-Aktivitäten.

Es gibt jedoch etwas Kritik in dem geschriebenen Text – die für Israel reserviert ist. Der Artikel legt nahe, dass der jüdische Staat irgendwie zum Handeln des PIJ eingeladen hat, indem er eine Blockade des Gazastreifens aufrecht erhält, die Terroranschläge verhindern soll:

Die Einwohner des Gazastreifens, eines eingeengten, belagerten Küstengebiets, Heimat für 2,3 Millionen Menschen, haben die lange Erfahrung die Tunnel seit 2007 zu nutzen, als Israel eine lähmende Blockade als Reaktion auf die Machtübernahme der Hamas im Streifen verhängte.

Zurück zum Umstyling des PIJ. Der Autor versucht an einem Punkt die die Tunnel nutzenden Militanten menschlicher zu machen; dazu verweist er darauf, dass das Netzwerk auch zum Einschmuggeln einer Leckerei von „Kentucky Fried Chicken“ genutzt wird.

Derweil wird Israels stichhaltige Sorge wegen des gewaltigen Ausmaßes der Tunnel subtil als bloße „Ängste“ darüber abgetan, wie sie genutzt werden könnten.

Israelische Kommandeure fürchten, dass Militante solche Tunnel verwenden könnten, um israelisches Personal oder Zivilisten zu ergreifen, die sie dann als Druckmittel für Gefangenenaustausche nutzen.

Tatsächlich unterlässt es AFP die Tatsache zu erwähnen, dass Tunnel wie diese für die Entführung von Israelis genutzt wurden, darunter die Verschleppung des IDF-Soldaten Gilad Shalit durch die Hamas.

Hinsichtlich der jüngsten Unruhen, die Israels Hauptstadt in Aufruhr versetzen, zitiert AFP ausführlich zahlreiche Terroristen, was der weltweit agierenden Nachrichtenagentur erlaubt die nachweislich falsche Beschuldigung zu verkünden, die Al-Aqsa-Moschee sei durch Israel bedroht.

Der Artikel baut auf dieser falschen Darstellung auf, um dann die Möglichkeit eines weiteren Konflikts mit Israel als ausgemachte Sache darzustellen, die wegen der bereits erwähnten angeblichen Gefahr, der sich das muslimische Heiligtum ausgesetzt sieht, irgendwie gerechtfertigt sei:

In kurzem Abstand von einem der Tunneleingänge sitzt eine Gruppe Kämpfer plaudernd unter den Bäumen.

„Wir haben Anweisungen erhalten zu mobilisieren und in hoher Alarmbereitschaft zu sein, um die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem zu verteidigen“, sagte einer.

„Die Raketen sind in hoher Alarmbereitschaft und wir warten auf die Entscheidung der Führung.“

AFP spielte zudem die Terroranschläge herunter, die bisher im letzten Monat das Leben von 14 Israelis [bis zum Zeitpunkt der Übersetzung stieg die Zahl auf 19] gefordert haben, wozu auf nur „zwei tödliche Angriffe in der israelischen Küstenstadt Tel Aviv“ verwiesen wird. Tatsächlich hat es auch Anschläge in den Städten Beer Sheva, Hadera und Hebron gegeben, wie HonestReporting ausführlich geschrieben hat [und seitdem weitere in Bnei Brak, Ariel und Elad].

Das ist nicht das Einzige, was bagatellisiert wird.

Die Mob-Gewalt an der Moschee, die auf dem Tempelberg gebaut ist, bei der mit Felsbrocken, Molotowcocktails und anderen Waffen bewaffnete Palästinenser zu Krawallen aufriefen, wird schlicht als Serie „wütender Demonstrationen“ bezeichnet, die „Durchgreifen der Polizei“ veranlasste.

Der Text von AFP erfüllt nicht das, was man von einer führenden Nachrichtenagentur der Welt erwarten kann. Ihr blauäugiger Bericht zum PIJ verklärt das erklärte Ziel der Gruppe: die Auslöschung des jüdischen Staates.

Wir ermutigen unsere Leser die AFP – höflich, aber bestimmt – zu kontaktieren, um darum zu bitten diesen Text vom Netz zu nehmen.

Arabischsprachige Medien tun nicht einmal mehr so als seien sie nicht antisemitisch

Elder of Ziyon, 25. April 2022

Vor ein paar Jahren waren die arabischsprachigen Medien ein wenige vorsichtiger darin offensichtlichen Antisemitismus zu vermeiden ausdrücklichen Hass auf Juden hinter der Gegnerschaft zu „Besatzung“ zu verbergen.

Aber zwischen den Abraham-Vereinbarungen und der wettstreitenden Hetze wegen des Tempelbergs ist dieser Vorwand weggefallen. Sie verbergen ihren Hass auf Juden nicht länger dahinter sie als „Zionisten“ oder „Besatzer“ zu bezeichnen.

Ein paar Beispiele aus den letzten Tagen:

Ahmed Salama schreibt in der jordanischen Ammon News: „Die Juden könnten glauben, dass eine Vereinbarung hier, ein Tanz mit einem Araber da und das Beleuchten einer Stätte mit dem Davidstern bedeutet, dass das Judentum sich hervorgetan hat und die Nation Mohammeds geschändet wurde…. Unsere Cousins, die Söhne Jakobs, machen sich selbst zu schaffen, indem sie die Palästinenser demütigen und in die Heiligkeiten seines Heiligtums einbrechen. Diese Arroganz, mit der die Juden all diese Arroganz an den Tag legen und diese Obszönität hat nur eine einzige Erklärung: dass die Juden keine Nation und kein Staat sein können…“

Fayez el-Fayez schreibt in Al-Rai, dass die Juden immer gelogen haben, seit die Söhne Jakobs ihren Vater wegen des Schicksals Josefs belogen. Er sagt dann weiter: „Die Juden zögern nicht Frauen und Kinder zu töten.“

Amin Mahmoud schreibt in Rai al-Youm: „Die Zionisten haben es fortgesetzt mehr von ihren historischen Behauptungen zu veröffentlichen, besonders von denen, die mit Mythologie in Verbindung stehen, die durch keinerlei wissenschaftliche Belege anerkannt wird, so wie ihre Behauptung – zum Beispiel – dass es eine ‚jüdische Nation‘ gibt, die über die Zeitalter bestanden hat und dass Juden eine gemeinsame historische Vergangenheit haben … Aber eine simple Reflexion zu diesen Äußerungen, besonders des Spruchs von der ‚jüdischen Nation‘, der den Anspruch erhebt, dass diese Nation ‚zweitausend Jahre lang auf Zion gewartet und geblickt hat, um dorthin zurückzukehren‘, zeigt uns, dass dieser Spruch nur in die größten Fälschungen der Aufzeichnungen der Menschheitsgeschichte gezählt werden kann.“

Auf derselben Seite betreibt Abdel Hamid Fajr Sallum auch Tempelleugnung: „Es muss betont werden, dass die Al-Aqsa nicht auf dem (angeblichen) Tempel Salomos gebaut wurde und alle Dokumente und historischen Beweise widerlegen diese Dialektik der Juden.“

Yasar Khasawneh zitiert in Rum Online zustimmend den jordanischen Premierminister mit den Worten: „Wir sind auf der Seite des palästinensischen Widerstands gegen die Juden, die die Al-Aqsa-Moschee schänden.“

Ein Dringlichkeitstreffen der Liga Arabischer Staaten in Amman rief Israel auf die Juden davon abzuhalten in der Al-Aqsa-Moschee zu beten und warnte, dass dies „eine krasse Verletzung der Gefühle der Muslime.“

Der offene Antisemitismus ist in die arabischen Medien zurückgekehrt.

Verzerrungen und israelfeindliche Einseitigkeit westlicher Medien

Für die BBC, den Guardian und Reuters ist der Terrorist, der 3 Israelis tötete, lediglich ein „Angreifer“

Joseph Puder, FrongPage Mag, 22. April 2022

Man kann die einseitige Propaganda in den palästinensischen Medien verstehen. Ihr Konflikt mit Israel lässt sie den jüdischen Staat verteufeln. Was ist aber mit der israelfeindlichen Einseitigkeit und Verdrehung der Fakten durch viele westliche Medien? Sie können Fakt von Fiktion nicht unterscheiden und sie haben die Freiheit sich in Israel überallhin zu begeben, mit Zugang zu Menschen und Ereignissen, aber ihrer Berichterstattung fehlt Genauigkeit und sie schmeckt nach Voreingenommenheit.

Medienorgane wie Reuters, der Guardian und die BBC – um nur ein paar zu nennen – vermeiden bewusst Worte wie „Terror“ und „terroristisch“, wenn sie über den jüngsten Terroranschlag eines palästinensischen Arabers auf unschuldige israelische Zivilisten in einer Bar in der Dizengoff-Straße in der Innenstadt von Tel Aviv am Freitag, 7. April berichten. Das löste wütende Reaktionen des israelischen Außenministeriums gegenüber den oben genannte Medien wegen der vorsätzlichen Auslassung des Wesens des Anschlags und der Identität des terroristischen Angreifers aus, der drei junge Israelis ermordete und zwölf weitere verletzte.

Die BBC-Schlagzeile berichtete aus Israel, dass ein „palästinensischer Schütze nach einem tödlichen Angriff in einer Bar in Tel Aviv getötet wurde“. Er wurde nach einer gewaltigen Fahndung nach einem Anschlag auf eine Kneipe mit zwei Toten gefunden, sagt die Polizei.“ In diesem YouTube-Video der BBC bezeichnet der Sprecher den palästinensischen Terroristen schlicht als „Schützen“. Von der BBC wird kein Motiv die das Tun des Terroristen angegeben, obwohl klar war, dass er von einem jihadistischen Drang israelische Juden zu töten motiviert war, mit derselben Motivation der vorherigen drei Terroranschläge in Beer Sheva, Hadera und B’nei Brak. Die BBC versäumte es die Opfer als israelische Juden zu identifizieren.

In keiner der folgenden elf Überarbeitungen ihrer Schlagzeilen, auch nicht im Rest des Artikels, verwendete die BBC die Worte „Terror“ oder „Terrorist“, um den terroristischen Mörder Ra’ad Hazem aus Jenin zu definieren… Stattdessen wurde dem Publikum an verschiedenen Punkten gesagt, es handele sich um einen „Schusswaffenangriff“ oder eine „Schießerei“ eines palästinensischen Schützen und manchmal einen „palästinensischen Angreifer“. Offenbar erscheinen die von der BBC selektiv angewandten Redaktionsrichtlinien zur Verwendung von Sprache, die Worte Terror, Terrorismus und Terrorist ausschließlich in der Beschreibung von Terrorbekämpfung durch und Zitaten von offiziellen Vertretern Israels.

Reuters World twitterte zum Terroranschlag: „Israelische Kräfte erschossen Palästinenser nach Angriff auf Bar in Tel Aviv“. Dieser verzerrte Bericht war noch schlimmer als der der BBC. Nirgendwo wird erwähnt, dass drei Israelis von dem „Palästinenser“ ermordet und viele weitere verletzt wurden oder welches Motiv er für die Morde hatte. Darüber hinaus legt der Tweet von Reuters seinen Schwerpunkt auf „israelische Kräfte“ und es gibt keinen Hinweis darauf, wer in der Bar in Tel Aviv angegriffen und getötet wurde.

Der britische Guardian übertitelte seinen Artikel mit „Israelische Kräfte töten Palästinenser nach Schüssen in Bar in Tel Aviv mit zwei Toten“. Erboste Israelis fluteten die sozialen Medien, empört von der Schlagzeile des Guardian. As Ergebnis änderte der Guardian seine Schlagzeile in „Israel: Zweit Tote nachdem ein bewaffneter Schütze das Feuer in einer Bar in Tel Aviv eröffnete.“ Einmal mehr identifiziert die Schlagzeile weder den „bewaffneten Schützen“ noch die israelischen Opfer.

Das israelische Außenministerium war nicht zufrieden mit der kleinen Veränderung der Schlagzeile des Guardian und versuchte den fehlenden Professionalismus der Zeitung herauszustellen. Die Botschaft an die Zeitung lautete „Worte haben Folgen“ und wenn Fehler gemacht werden, ist es unerlässlich, dass das Medium sie sofort korrigiert.

Der Sprecher des israelischen Außenministeriums twitterte in Reaktion auf die Weigerung der BBC die Worte „Terror“ und „Terrorist“ zu verwenden, was nahelegt, dass die BBC, wenn sie nicht in der Lage ist eine Person, die Israelis ermordete (nur weil sie Israelis waren) als Terroristen zu bezeichnen, seinem Tun Legitimität verleiht.

Wie ihre britischen Kollegen verwendeten CNN, NPR, Washington Post und die New York Times dasselbe von Reuters gelieferte Drehbuch und verzichteten darauf den palästinensischen Killer als Terroristen zu bezeichnen. Die New York Times verwendete, wie die britischen Medien, den Begriff „besetzte Gebiete“, um Judäa und Samaria zu beschreiben, was für die linksliberale Presse typisch ist. Obwohl die New York Times mehr Details brachte, lautete ihre Schlagzeile: „Palästinenser, der 2 in Tel Aviv tötete, wurde nach Fahndung erschossen.

Die israelfeindliche Einseitigkeit in den westlichen Medien kann in die Zeit des Sechstage-Kriegs 1967 zurückgeführt werden, als Israel von den Medien aus einem sprichwörtlichen „David“ in einen „Goliath“ verwandelt wurde. Für viele in den liberalen Medien müssen Juden Opfer sein, keine Sieger. Mitgefühl gab es für die toten Juden des Holocaust, aber nicht der lebenden israelischen Juden von heute, die gegen alle Wahrscheinlichkeiten überlebt haben und aufgeblüht sind. Das demokratische und jüdische Israel war in der Lage materiellen und militärischen Erfolg zu erzielen, was seitens einiger Reporter und Redakteure alte antisemitische Sprachbilder wieder hervorriefen, getrieben von Neid und Feindseligkeit. Die säkularen, globalistischen Medieneliten in Amerika und Europa nehmen die Idee eines jüdischen Staates übel, haben aber kein Problem mit 22 arabisch-muslimischen Staaten und 57 Staaten (der Organisation der Islamischen Konferenz) unter dem Banner des Islam.

Viele Reporter und Redakteure ignorieren ganz klar die Geschichte des Nahen Ostens und die meisten sprechen nicht die Sprachen des Nahen Ostens (Arabisch, Persisch, Türkisch und Hebräisch). Als Ergebnis wird man selten in einem Artikel über den israelisch-palästinensischen Konflikt lesen, der die Tatsache erwähnt, dass die palästinensischen Araber im November 1947 Selbstbestimmung ablehnten, als die UNO für die Teilung Palästinas in zwei souveräne Staaten stimmte: einen arabischen Staat und einen jüdischen Staat. Das war die zweite Gelegenheit für arabische Palästinenser ihre Selbstbestimmung geltend zu machen. Die erste hatten sie ein Jahrzehnt zuvor, als die britische Peel-Kommission zum selben Schluss kam: dass es zwei getrennte Staaten für Juden und Araber in Palästina geben muss.

Die palästinensischen Araber wiesen in den Folgejahren viele weitere Gelegenheiten zurück. Die Oslo-Vereinbarungen und der Gipfel von Camp David im Juli 2000 hätten den Palästinensern einen eigenen Staat geben können. Stattdessen entschied sich Arafat für eine blutige Intifada. 2008 machte der israelische Premierminister Olmert gegenüber Mahmud Abbas sogar noch größere Zugeständnisse als Premier Ehud Barak sie gegenüber Arafat machte. Dennoch lehnten Palästinenserführer weiter die Eigenstaatlichkeit ab, indem sie zu Kompromiss und Frieden Nein sagten. Ganz ähnlich wie 1947 wollten sich Palästinenserführer lieber auf die Vernichtung des jüdischen Staates konzentrieren, als für einen nationalen Rahmen (Staat) zu sorgen, in dem ihr Volk gedeihen könnte. Wohlstand für Palästinenser ist im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen oder in der PA in Ramallah nicht zu finden, wo Autoritarismus, Korruption und Menschenrechtsverletzungen die Regel sind. Israel wird von Hamas und der PA-Führung als Sündenbock benutzt, um die eigene Missherrschaft zu vertuschen. Wundert es, wenn die palästinensischen Medien, Moscheen und Schulen Hass auf Israel und die Juden predigen und ihre jungen Leute dazu aufhetzen Israelis zu töten, dass Killer wie Ra’ad  Hazem unschuldige Israelis ermorden, die sich in einer Bar in Tel Aviv entspannen?

Eine beträchtliche Anzahl westlicher Medienorgane und ihrer Führung haben den Erfolg von jüdischen Menschen übelgenommen und jetzt missgönnen sie der israelischen Demokratie, so unvollkommen sie auch sein mag, den Erfolg und den Wohlstand. Das ständige Lied vom „besetzten palästinensischen Territorium“, das viele dieser Medien singen, ist offenkundig falsch und irreführend. Der verstorbene Eugene Rostow, ehemaliger Dekan der juristischen Schule der Yale University und ehemaliger außenpolitischer Staatssekretär der Administration Lyndon Johnson machte deutlich, dass Israel einen genauso guten Anspruch auf die Westbank-Gebiete hat wie die Palästinenser. Das werden Sie allerdings in Berichten der BBC, von NPR oder der New York Times nirgendwo finden.

Der einfachste Weg für die heutigen Reporter und ihrer Redakteure besteht darin einen Underdog und einen Rüpel auszusuchen. In den Augen der „politisch korrekten“ Eliten in den westlich-liberalen Medien sind die Palästinenser „braune Menschen“ und daher automatisch die Underdog-„Opfer“. Daher lautet ihre zugrundeliegende, pervertierte Erkenntnis, dass „weiße“ israelische Streitkräfte „einen Palästinenser erschossen“ und der palästinensische Terrorkiller lediglich ein „palästinensischer Angreifer“ ist und kein widerwärtiger terroristischer Mörder.