Was die Medien euch nicht über Israel erzählen

Evelyn Gordon, 27. Juli 2015

Haben Sie sich je gefragt, warum so viele Juden das demokratische Israel als hoffnungslos rassistisch ansehen, dann bedenken Sie bitte dies: Knessetmitglied Robert Ilatov machte letzten Donnerstag verständlicherweise Schlagzeilen, als er erklärte, Araber, die es ablehnen die Nationalhymne „Hatikva“ zu singen, sollten nicht zu Richtern ernannt werden. Viele bekannte englischsprachige israelischen Nachrichtenseiten machten sich nicht einmal die Mühe die prompte, kompromisslose Zurückweisung dieser Ansicht durch Justizministerin Ayaelet Shaked zu erwähnen; Sie werden z.B. nicht ein Wort ihrer Antwort im Bericht von Ha’aretz finden, während die linke Internetseite +972 sie als „schwache Gegenerklärung“ abtat, wobei sie die bedeutendsten Teile ihrer Äußerung ausließen.

Shakeds Antwort ist nicht nur wegen ihrer Position wichtig, sondern weil sie selbst keine sentimentale Linke ist; sie ist die stellvertretende Parteivorsitzende der zionistischen Partei Jüdisches Haus, die rechte Flanke dessen, was die Medien routinemäßig eine „Hardliner“-Regierung nennen. Und genau das ist der Punkt: Während Extremisten immer die Schlagzeilen bekommen, wird die Zurückzweisung ihrer Ansichten vom Mainstream ignoriert – selbst wenn die Ablehnung so umfassend ist, dass sie die Führung der rechtesten Partei in der Mitte-Rechts-Koalition einschließt.

Zugegeben, Ilatovs Ansichten können als belanglos abgetan werden; der Hinterbänkler aus der Opposition gab seine Äußerung ab, direkt nachdem die Knesset ihn als eines der neu Mitglieder des Ausschusses zur Auswahl von Kandidaten für Richterposten auswählte. Die gegensätzlichen Ansichten der anderen acht Mitglieder – und besonders Shakeds, die die Vorsitzende ist – sollten als nicht weniger Bedeuten angesehen werden, wenn man Israels Charakter beurteilt.

Shaked bestätigte in ihrer Reaktion den von Richter Salim Joubran vom Obersten Gerichtshof während seiner Vereidigungszeremonie verwendeten Kompromiss: Arabische Richters sollten zur Nationalhymne aufstehen, denn Staatsbeamte müssen die Symbole des Staates respektieren; man sollte aber nicht von ihnen verlangen, dass sie mitsingen, wenn sie sich nicht mit dem Text identifizieren können, in dem es immerhin nur darum geht, dass Juden sich nach Zion sehnen. „Ein Richter muss während der Nationalhymne stehen, aber ich werde nicht darauf sehen, ob er die Worte der Hatikva von sich gibt oder nicht“, sagte sie.

Sie unterstützte auch die Bedeutung die fachliche Qualifikation der Justiz aufrecht zu erhalten. „Ein Richter muss vor allem anderen entsprechend seiner Fähigkeiten und der Kriterien für das Amt ausgewählt werden“, betonte sie. Schließlich unterstrich sie die Bedeutung davon arabische Richter im System zu haben: „Die Tatsache, dass wir arabische Richter haben, ist etwas Bewundernswertes in einem Land, in dem 20 Prozent der Bevölkerung aus Minderheiten besteht.“

Mit anderen Worten: Die stellvertretende Parteichefin einer der rechtesten Parteien, die auch noch Justizministerin ist, sagte genau das, was sie bezüglich arabischer Empfindlichkeiten, arabischer Repräsentierung in staatlichen Institutionen und Professionalismus in der Justiz sagen sollte. Aber Linke, die ihre Nachrichten aus Ha’aretz und #972 beziehen, werden das nie wissen; wenn er diese Bericht liest, wird ein wohlgesinnter Linker legitimerweise zu dem Schluss kommen, dass in Israel antiarabische Extremisten ohne Gegenwehr herumlaufen.

Dasselbe gilt für weitere wichtige Nachrichten aus der letzten Woche: Zwei Brüder, die letztes Jahr die Jerusalemer „Hand in Hand“-Schule anzündeten, wurden zu 24 bzw. 30 Monaten Gefängnis verurteilt (das Strafmaß spiegelt die Tatsache, dass der Anschlag kein Leben gefährdete, da er während der Nacht erfolgte). Die Brandstiftung machte weltweit Schlagzeilen als Beweis für Israels „Rassismus“. Aber wie viele internationalen Medien machten sich die Mühe die Tatsache zu berichten, dass die Täter gefasst, verurteilt und ins Gefängnis geschickt wurden?

Das ist kein unwichtiges Detail. Kein Land der Erde hat es je geschafft Hassverbrechen auszumerzen; damit liegt der Unterschied zwischen einer anständigen Gesellschaft und einer intoleranten nicht darin, ob solche Verbrechen in Erscheinung treten, sondern wie die Gesellschaft darauf reagiert. Werden die Täter vergöttert und auf freiem Fuß bleiben – wie es z.B. bei palästinensischen Terroristen der Fall ist? Oder werden sie durchgängig verurteilt, vor Gericht gebracht und schwer bestraft?

Israel gehört in die zweite Kategorie: Nicht nur wurde die Brandstiftung damals einhellig verurteilt, sondern die Täter sitzen jetzt im Gefängnis. Aber weil der Anschlag im Ausland Schlagzeilen machte, das folgende Urteil aber entweder ignoriert wurde oder nur eine beiläufige Erwähnung fand, bleibt der Eindruck des Gegenteils zurück: dass Israel ein Ort ist, wo Hass-Verbrechen toleriert werden.

Weder Israel noch seine Unterstützer können die Medienberichterstattung ändern. Aber linke Juden, denen Israel etwas bedeutet, können und müssen ihre Mitmenschen über das verzerrte Bild aufklären, das diese Berichterstattung vermittelt. Denn Israel wegen seiner Minderheit an Extremisten zu verurteilen, während man nie die Bemühungen der sie bekämpfenden Mehrheit anerkennt, ist nicht „liebevolle Strenge“; das ist pure Unaufrichtigkeit.

Deutsche Schulbücher und antiisraelische linke Eliten

Evelyn Gordon, 12. Juli 2015

Der Meinungsforscher Frank Luntz löste diese Woche mit einer Umfrage kurzzeitig Schockwellen aus, die die unterirdische Sicht auf Israel zeigt, die Meinungsführer der Demokraten haben. Unter anderem wird Israel von 47 Prozent für rassistisch gehalten, nur 32 Prozent stimmen dem nicht zu; und satte 76 Prozent sagen, Israel habe zu viel Einfluss auf die US-Außenpolitik. In Wahrheit sollte das für alle, die diese antiisraelischen Meinungen kennen, inzwischen nicht mehr neu sein, da ihr küssender Cousin, der Antisemitismus, vorrangig die Domäne der linken Eliten ist. Ich habe schon über eine deutsche Studie geschrieben, die zeigt, dass die gebildeten Eliten, weniger die rechtsextremen Ränder, der Quell des Antisemitismus in diesem Land sind; erst letzten Monat stellte eine weitere Studie fest, dass das auch für antiisraelische Einstellungen gilt. Und der Grund dafür geht über die offensichtliche Tatsache hinaus, dass Antisemitismus und Antiisraelismus zusammenhängen.

Der Hintergrund der neuen deutschen Studie ist eine Reihe von Umfragen, die schockierende Grade an antiisraelischen Stimmungen bei gewöhnlichen Deutschen zeigt: 35 Prozent zum Beispiel „setzen israelische Politik gegenüber den Palästinensern mit der Nazipolitik gegenüber den Juden gleich“. Angesichts der viel gepriesenen „besonderen Beziehung“ zwischen Deutschland und Israel werfen solche Befunde offensichtliche Fragen dazu auf, wie so viele Deutsche solche verzerrten Ansichten entwickelten.

Also entschied sich eine Gruppe deutscher und israelische Forscher deutsche Schulbücher zu analysieren, um zu sehen, was genau deutsche Schulen ihre Schüler lehren. Sie untersuchten 1.200 Schulbücher der Fächer Geschichte, Geographie und Sozialwissenschaften aus fünf Bundesländern und kamen zu dem Schluss, dass diese Bücher Israel fast ausschließlich als militaristische, kriegslüsterne Gesellschaft darstellen.

Israels robuste Demokratie, Respekt für Menschenrechte und weitere Errungenschaften kommen in diesen Büchern nicht vor. Die Illustrationen bestehen aus „tendenziösen und einseitigen fotografischen Darstellungen“ israelischer Soldaten, die Palästinenser bedrohen oder Gewalt gegen sie verüben.

„Besatzung und Siedlungen“ werden als Haupthindernis für den Frieden dargestellt; die Tatsache, dass sowohl Israelis als auch Palästinenser Ansprüche auf das Land haben, bleibt unerwähnt und palästinensischer Terror bekommt einen Freifahrtschein oder – wie der Bericht es ausdrückt – die meisten Autoren finden es „schwer, unmissverständlich palästinensische Gewalt gegen israelische Zivilisten als Terrorakte zu bezeichnen“.

Kurz gesagt: Es ist keine Überraschung, dass so viele Deutsche so negativ über Israel denken, denn das ist genau das, was sie in der Schule gelehrt werden. Stimmt, die Schulbücher vergleichen Israel nicht direkt mit den Nazis, aber der Vergleich benötigt für die Absolventen dieser Schulen keinen großen logischen Sprung  immerhin ist für einen Deutschen Nazideutschland das paradigmatische Beispiel einer militaristischen, kriegslüsternen Gesellschaft. Sagt man als Schülern erst einmal, dass Israel eine militaristische, kriegslüsterne Gesellschaft ist, kommt die Nazi-Analogie von ganz alleine.

Wer aber schreibt die Schulbücher, die diesen Schülern eine solch verzerrte Sicht auf Israel geben? Hinweis: Es sind nicht die Neonazi-Skinheads. Es sind die linken Eliten.

Das bringt uns zu der Frage, warum linke Eliten das einzige Land des Nahen Ostens derart hassen, in dem, wie Julie Burchill einmal schrieb, zu leben jeder von ihnen „ertragen könnte“. Die Antwort kann man im Kommentar „eines hochrangigen europäischen Diplomaten“ aus dem letzten Monat zu einem scheinbar nicht damit im Zusammenhang stehenden Thema finden: der anstehenden britischen Volksabstimmung über den Verbleib in der Europäischen Union: „Der Nationalstaat ist ein sehr altes Konept und vielleicht haben die Briten nicht voll erkannt, dass es ein wenig veraltet sein könnte“, erklärte der Diplomat. Und das, so habe ich bereits festgestellt, ist des Pudels Kern: Im Dogma der modernen linken Eliten ist der Nationalstaat passé.

Die Tatsache, dass der größte Teil der Welt immer noch aus Nationalstaaten besteht, stellt dieses Dogma nicht in Frage; immerhin kann man von umnachteten Regimen nicht erwarten, dass sie diese Ebene der Aufklärung bereits erreicht haben. Israel jedoch ist eine starke Kampfansage für das Dogma: Es ist ein modernes, westliches, demokratisches, die Menschenrechte respektierendes Land, das sich trotzdem stolz zum Nationalstaat des jüdischen Volkes proklamiert.

Und es gibt nur eine Art, wie linke Eliten die kognitive Dissonanz dieses Falls lösen, ohne ihr geschätztes Dogma zu opfern: indem sie Israel opfern. Oder mit anderen Worten: Indem sie es als rassistisches, kriegslüsternes, geistig umnachtetes Land beschreiben, das sich nicht von all den unaufgeklärten Nationalstaaten unterscheidet.

Wie fing das heute an?

Yisrael Medad, My Right Word, 26. Juli 2015

Es gab heute, am Fastentag des neunten Av, auf dem Tempelberg muslimische Gewalt.

Wie fing das an?

WAFAs Nachrichtenseite:

Der Zutritt von Siedlern provozierte Moscheebesucher, die sich versammelten, um den Ort zu verteidigen, was Zusammenstöße mit der Polizei ankurbelte, die den Siedlern Schutz bot.

Von Arutz-7s Internetseite:

Die Jerusalemer Polizei erhielt Informationen von arabischen Jugendlichen, die sich am Samstagabend in der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg einschlossen. Die jungen Terroristen sammelten Steine, Holzbretter und Feuerwerkskörper, sie machten im Innern der Moschee sogar Molotowcocktails, im Versuch eine Angriff auf die Polizeikräfte zu führen und jüdische Besuche auf dem Tempelberg am Tischa B’Av zu stören.

Bei YNet:

Gewalt auf dem Tempelberg am Tischa B’Av:

Polizeieinheiten auf ihrem Weg in die Al-Aqsa-Moschee, wo mit Steinen und Feuerwerkskörpern ausgestattete arabische Jugendliche sich über Nacht verbarrikadierten; Polizisten verletzt; Krawall aufgelöst.

Die Distriktpolizei von Jerusalem erhielt Informationen, dass einige Jugendliche sich über Nacht in der Moschee verbarrikadiert und Steine, Bretter und Molotowcocktails gesammelt hatten, mit denen sie mit der Polizei streiten und die Besuche von Juden auf dem Tempelberg stören wollten, die zu Tischa B’Av zum Beten kamen. Tisch B’Av ist ein jährlicher Gedenktag zur Erinnerung an die Zerstörung des ersten und des zweiten Tempels in Jerusalem.

Die Jugendlichen, von denen einige maskiert waren, bauten Barrikaden, um zu verhindern, dass die Tür in die Moschee geschlossen wird; dazu nutzten sie Schuhregale, Eisenstangen und Seile.

Als eine Einheit Polizisten sich der Moschee näherte, warfen die Jugendlichen Steine und schossen mit Feuerwerkskörpern. Von Kommandeur Moshe Edri geführte Polizisten und Grenzpolizisten betraten den Komplex, als die Randalierer in die Moschee entkamen und Dutzende Steine und Betonblöcke warfen.

Die Polizei begann die Barrikaden am Eingang zur Moschee zu beseitigen, wobei einige von den Steinen und Feuerwerkskörpern verletzt wurden. Sie schafften es sich den Weg hinein zu bahnen und schlossen die Moschee.

Und Sie glauben arabischen Quellen?

UPDATE (27.07.2015):
Freundlicherweise stellen die Terroristen gerne selbst Videobeweismaterial zur Verfügung. Dieses hier zeigt, was VOR der Ankunft der Polizei an der Al-Aqsa-Moschee los war:

Das israelische Außenministerium hat den Ablauf der Ereignisse veröffentlicht:
Ereignisse auf dem Tempelberg am Tischa B’Av

Die Wahrheit zu Susiya

(weiter aktualisiert, 24.07.2015)
Sar Shalom, Israel Thrives, 23. Juli 2015

Da die New York Times auf einer Op-ed-Seite heute ein Flehen von Nasser Nawaja an Israel veröffentlicht, ihn nicht aus seinem Haus in Susiya zu werfen, ist es an der Zeit die Wahrheit über Susiya zu wiederholen. Das palästinensische Narrativ behauptet, sie lebten dort, seit sie 1948 aus Israel vertrieben wurden und sich 1986 erneut einer Ausweisungsdrohung gegenüber sahen. Dieses Luftbild aus dem Jahr 1999 zeigt aber, dass es bis zu diesem Zeitpunt keine dauerhafte Sieldung in Susiya gab.

Susiya_Aerial-Photo-Susiya-area-1999

Seit damals entschied sich Salam Fayyad das palästinensische Territorium zu erweitern, indem man Fakten in Area C schafft. Das zu gehört, dass Palästinenser aus dem nahe gelegenen Dorf Yatta in Susiya Zelte aufschlugen, die PA mobile Wassertanks lieferte und mit Unterstützung der EU unter den Zelten dauerhaftere Gebäude aus dem Boden schossen. Das Ergebnis dieser Fakten schaffenden Aktivitäten kann man in diesem Luftbild aus dem Jahr 2013 sehen; der rote eingekreiste Bereich ist der, der sich auf den beiden Fotos verändert hat.

Susiya_Aerial-Photo-Susiya-Area-2013

Mehr Informationen bekommen sie in diesem Video von Regavim, der Organisation, die die Fotos oben zur Verfügung stellte.

In der Jerusalem Post schreibt Ari Briggs über den Bereich Susiya:
Fakt ist, dass der von den Landbesetzern eingenommen Bereich nur als Weideland genutzt wurde. Plia Albek, Landexpertin der Regierung, dokumentierte 1982 einiges Privatland in dem Bereich und bestätigte es als reines Agrarland. Der Anthropologe Yaacov Havakook erforschte die Gegen in den 1980-er Jahren, als er dort mehrere Jahre lang lebte. Als Experte gab er Zeugnis: „Die Araber lebten nie dauerhaft in diesen Höhlen… Die Höhlen sind nur als vorübergehende Behausung für Hirten gedient, die zwei Wochen bis einen Monat im Jahr während der Weidesaison hierher kamen.“
Elder of Ziyon ist den Behauptungen nachgegangen, es habe eine Jahrhunderte alte arabische („palästinensische“) Siedlung Susiya (Susiya al-Qadima) gegeben, die der 1983 gegründeten jüdischen Siedlung lange voraus ging und auf alten Landkarten zu finden sei.
Eine solche Bezeichnung war vor dem 21. Jahrhundert nicht zu finden. Einige alten Landkarten, die er fand, geben ein Susiya an, aber Reiseberichte zeigen, dass niemand dort lebte, sondern es nur Ruinen gab (Quellen vor dem 19. Jahrundert).
Landkarten aus den 1940-er Jahren erwähnen kein Dorf dort.


Regavim
schreibt über Susiya:

Ein Jahrunderte altes Dorf? Nicht wirklich! Die Behauptung, dass dies ein arabisches Dorf ist, das über Jahrhunderte existierte, ist völlig falsch. Nach Angaben Reisender des 19. Jahrhunderts und aus Bestandsaufnahmen der Dörfer und Bevölkerung der britischen Mandatsbehörden 1945, die alle Dörfer in der Gegend und sogar einige der Bewohner namentlich erwähnen, gibt es keinen Hinweis auf die Existenz eines Dorfes namens Susiya, außer als antike archäologische Stelle. Dieses felsige Land, auf dem ein illegales Lager errichtet wurde, diente als Weideland. In diesen Tagen, nur während den Weidemonaten, boten die Höhlen in der Gegend zeitweise den Hirten des Dorfes Yatta Schutz vor Räubern, wilden Tieren und schlechtem Wetter. Luftbilder belegen, dass es an diesem Ort vor dem Jahr 2000 nie eine Siedlung gab, außer 4 oder 5 Bauwerken, die in den späten 1909-ern illegal gebaut wurden.

Jüdische Geschichte: Bei den archäologischen Ausgrabung an der antiken Stätte wurde eine antike jüdische Siedlung gefunden, die aus dem 4 bis 9. Jahrhundert unserer Zeitrechnung stammt. Forscher geben an, dass dies eine blühende jüdische Gemeinde war, die Hunderte Jahre lang nach der Zerstörung des Zweiten Tempels existierte und am Ende der byzantinischen und Anfang der arabischen Periode ihre stärkste Entwicklung erlebte. Vor Ort entdeckten sie eine große Synagoge, rituelle Bäder, Häuser, Gemeinschaftsgebäude und weitere Bauwerke. Darüber hinaus wurden 1986 dort 277 Dunam zur Einrichtung einer archäologischen Grabungsstätte zugewiesen; seit damals ist es den Hirten verboten die Höhlen zu nutzen. Anfangs kamen die Hirten während der Weidezeit hin und stellten für die Zeit, in der ihre Tiere dort grasten, Zelte auf, aber in den letzten zehn Jahren hat die Familie Nawaja versucht dauerhafte Kontrolle über den Bereich zu erlangen.

Keine Vertreibung – die Räumung von Landbesetzern. Recherche in den Bevölkerungsregistern der Zivilverwaltung eigt auf, dass der Mehrheit der in dem illegalen Lager befindlichen Familien Häuser in Yatta gehören. Die Familie Najawa, die in Yatta lebt, ergriff Kontrolle über Land, das ihr nicht gehört. Damit reden wir nicht davon Leuten von ihrem Land zu verdrängen, sondern von der Zwangsräumung illegaler Landbesetzer, die unter Verletzung des Rechts Dutzende Bauwerke aufgestellt haben.

s. auch:
Die israelische Linke und der Mythos des „palästinensischen“ Susiya
Europäische Gelder hinter Kampagne zur Auslöschung von antiker jüdischer Stadt
Die Tagesschau hat wieder zugeschlagen
‘Ancient Arab Susiya‘ – The Town That Never Was
The ‚Palestinian village‘ of Susya is neither Palestinian nor a village

Malakhi Moshe Rosenfeld ist das neueste Opfer der Übersetzer von Ha’aretz

CAMERA, 16. Juli 2015

In drei fehlerhaften Übersetzungen dieser Woche machte die englische Ausgabe von Ha’aretz falsche Angaben zu palästinensischen und israelischen Todesfällen. Bei der ersten Fehlübersetzung blies die englische Ausgabe von Ha’aretz die Zahl der palästinensisch Opfer auf. In der heutigen, zweiteiligen Fehlübersetzung – der zweiten innerhalb einer Woche – ignoriert die englische Ausgabe zwei israelische Opfer (einer Getöteter, eine schwer Verletzte) bei zwei getrennten Terroranschlägen.

Auf Englisch ist der getötete Rosenfeld nur verletzt

Malakhi Moshe Rosenfeld war einer von vier Israelis, die am 29. Juni bei Schvut Rachel in der Westbank aus einem vorbeifahrenden Auto heraus angeschossen wurde Wie Ha’aretz selbst berichtete, waren seine Verletzungen tödlich und er starb schon am nächsten Tag.


Überschrift: Israeli erliegt nach Schüssen in der Westbank seinen Verletzungen

Über seinen Tod sagte der Artikel des letzten Monats:

Ein Israeli starb am Dienstag infolge seiner tödlichen Verletzungen, die er einen Tag zuvor nahe der Siedlung Shvut Rachel in der Westbank bei einem Anschlag aus einem fahrenden Auto heraus erlitt.

Malakhi Moshe Rosenfeld (26) und drei weitere wurden bei dem Anschlag verletzt; die anderen Opfer erlitten mittelschwere Verletzungen. Rosenfeld wurde in den Rumpf geschossen und zur Operation die Nacht über in das Shaare Zedek Medical Center gebracht, wo er später seinen Wunden erlag.

Ein Artikel in der heutigen englischen Ausgabe der Ha’aretz – sowohl im Druck wie online – verweist auf den Anschlag vom 29. Juni, berichtet aber nur von vier Verletzten, wobei die Tatsache ignoriert wird, dass Rosen getötet wurde („Israeli soldier wounded in West Bank stabbing attack“). Der Artikel gab ursprünglich an:

Vor zwei Wochen wurden vier Personen bei einem Schießanschlag nahe der Westbank-Siedlung Shvut Rachel aus einem fahrenden Auto heraus verletzt.

Der hebräische Original-Artikel berichtete jedoch korrekt (CAMERAs Übersetzung):

Vor ungefähr drei Wochen gab es einen Schieß-Anschlag aus einem vorbeifahrenden Auto heraus auf der Eilon-Straße in Richtung der Siedlung Shvut Rachel. Malakhi Moshe Rosenfeld (26) aus der Siedlung Kochav Hashachar wurde schwer verletzt und starb am nächsten Tag. Drei weitere Personen wurden leichter verletzt.

CAMERA veranlasste eine Richtigstellung von Ha’aretz

In Reaktion auf Mitteilungen von CAMERAs Israel-Büro heute Morgen korrigierten die Ha’aretz-Reakteure den Artikel. Der Online-Artikel gibt jetzt richtig an: „Vor zwei Wochen wurde bei Schüssen aus einem vorbeifahrenden Auto nahe der Siedlung Shvut Rachel in der Westban ein Mensch getötet und drei verletzt.“ Zusätzlich ist der folgende Hinweis an die Leser zur Richtigstellung lobenswert, der am Fuß des Artikels stand:

Dieser Artikel wurde am 16. Juli 2015 ergänzt, um die Tatsache einzubeziehen, dass Malakhi Moshe Rosenfeld, der bei dem Anschlag am 29. Juni verletzt wurde, einen Tag später seinen Wunden erlag.

Englisch-Übersetzer lassen zweites israelisches Opfer fallen

Doch Rosenfeld ist nicht das einzige israelische Opfer des fortgesetzten Phänomens „Ha’aretz, beim Übersetzen verloren“ in diesem speziellen Artikel. Während die hebräische Ausgabe von zwei palästinensischen Messerangriffen berichtete, die letzten Monat ein Opfer in Jerusalem forderte, ignoriert die englische Ausgabe einen der Anschläge und sein Opfer, eine schwer verletzte Soldatin.

Der Auszug aus der hebräischen Ausgabe zu den zwei palästinensischen Anschlägen, die zwei israelische Opfer forderten, folgt (Übersetzung durch CAMERA):

Vor einem Monat gab es zwei Messerangriffe: Ein Grenzpolizist wurde bei einem Stichangriff am Damaskustor in der Altstadt von Jerusalem lebensgefährlich verletzt. Der Angreifer wurde angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Am selben Tag stach eine Palästinenserin auf der Hebronstraße, nahe Bethlehem, auf eine Soldatin ein und wurde schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei folgte der Terrorist, der auf den Grenzpolizisten einstach, diesem, ls der auf dem Weg von seiner Basis zu seinem Wachdienst im Bereich des Damaskustores war. Er griff ihn von hinten und stach ihm in den Hals. Der Polizist schaffte es zu reagieren und schoss den Terroristen an; diese wurde schwer verletzt.

Im Gegensatz dazu ignoriert die englische Ausgabe sowohl im Druck als auch online – wo Platz kein Problem ist – den Angriff auf die Soldatin.

Die englische Ausgabe erwähnt nur einen der Messerangriffe des letzten Monats in Jerusalem:

Letzten Monat wurde ein israelischer Grenzpolizist bei einem Stichangriff am Damaskustor in Jerusalem lebensgefährlich verletzt. Der Beamte wurde in den Hals gestochen, schaffte es aber den Angreifer anzuschießen, bevor er kollabierte.

CAMERA hat die Redakteure von Ha’aretz gedrüngt die Information zum Anschlag auf die Soldatin auch auf Englisch einzufügen. Bisher haben sie das nicht getan.

Wer sind die Übersetzer von Ha’aretz?

Wer sind diese Ha’aretz-Übersetzer, die es in ein paar kurzen Tagen schaffen sowohl die Zahl palästinensischer Opfer aufzublasen und über israelische Opfer lückenhaft zu berichten? Die Manipulation der Opferzahlen auf beiden Seiten des Konflikts, die diese Woche stattfand, entspricht den mehr als zwei Dutzend früheren Beispielen von „Ha’aretz, beim Übersetzen verloren“, bei denen Übersetzer falsche Informationen zu Israel einbringen und palästinensische Gewalt oder andere Verbrechen herunterspielen oder weglassen.

Die Redakteure bei Ha’aretz sind zwar beim Richtigstellen der problematischen Übersetzungen nach der Tatsache absolut gewissenhaft gewesen, aber die Frage bleibt: Welche Schritte wird Ha’aretz unternehmen, um Fehlübersetzungen zu eliminieren oder zumindest zu minimieren, die sie beständig in eine Richtung kippen? Werden die konkreten Übersetzer, die für die falsche Berichterstattung zu den Opfern der letzten Woche verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen? Wird Ha’aretz anfangen die Namen der Übersetzer jedes ihrer Berichte zu veröffentlichen, da sie bisher die Namen der Reporter (deren Werk von den Übersetzern regelmäßig verpfuscht wird) enthalten? Oder werden sie zumindest eine Liste aller ihrer Übersetzer für die Ha’aretz-Internetseite veröffentlichen, wie es mit den Redakteuren und Autoren geschieht?

Werden diese Dinge nicht angegangen, dann lautete die nächste, unausweichliche Frage: Welches israelische Opfer palästinensischen Terrors wird das nächste Opfer der Übersetzer von Ha’aretz sein?

BBC Watch: Doucet von der BBC erklärt, warum über den Jemen weniger berichtet wird als über den Gazastreifen

CAMERA, 15. Juli 2015

Da die Zahl der Todesopfer im Jemen die vom letzten Jahr im Gazastreifen überschritten hat, lohnt es sich den Unterschied darin festzustellen, wie Nachrichten zum Jemen verglichen mit denen zum Gazastreifen im letzten Sommer präsentiert werden. Ausgesprochen nicht vorhanden im sachlichen, nicht gefühlsbetonten Bericht zum Jemen sind die Amateur-Ansichten von BBC-Journalisten zum „internationalen Recht“ und die Vorwürfe von Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschheit, Kollektivbestrafung und gewollter Beschießung von Zivilisten, die die Berichterstattung der BBC zum Gazastreifen im letzten Sommer kennzeichneten.

BBC-Korrespondentin Lyse Doucet erklärt auch, warum Gaza so viel mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Jemen, obwohl die Zahl der zivilen Toten im Jemen die im Gazastreifen übersteigt. Doucet twittert: „Der Jemen verdient mehr Berichterstattung. Andere Fragen der Zugänglichkeit, Sicherheit usw. Ihr Argument ist vermerkt. Versuchte hinzukommen + werde wieder versuchen.“ (Klicken Sie den Link zu BBC Watch, um sich den BBC-Bericht und die Original-Tweets zwischen CAMERA und BBC-Korrespondentin Doucet anzusehen.)

Das BBC-Publikum würde zweifellos sehr interessieren mehr Einzelheiten darüber zu hören, wieso der Zugang in den Gazastreifen einfacher ist und die Bedingungen für die Berichterstattung dort sicherer sind.

Aber natürlich ist es nicht nur die Masse der Berichterstattung, die die BBC-Berichte des Konflikts vom letzten Sommer in zwischen Israel und dem Gazastreifen von der Berichterstattung des laufenden Konflikt im Jemen unterscheidet: Der Unterschied im Ton der Berichte ist ebenfalls bemerkenswert. Sehen Sie sich den folgenden Artikel bei BBC Watch zu einer Diskussion zum Vergleich der BBC-Berichterstattung zu zivilen Opfern im Jemen um im Gazastreifen an.

Jordanische Medien empört, dass Ramadan-Serie Juden nicht dämonisiert

Elder of Ziyon, 16. Juli 2015

Die antisemitische Autorin

Ich habe die beliebte ägyptische Ramadan-Fernsehserie „Jüdisches Viertel“ erwähnt. Diese Serie ist virulent antisemitisch, aber sie behandelt ägyptische Juden als normale Menschen, die in den 1950-er Jahren loyale Bürger waren.

Das verursachte einige Kontroversen und zwang die Schauspieler, die jüdische Rollen spielten, sich dafür zu verteidigen und zu betonen, dass sie in der Tat Israel hassen.

Dennoch haben die ägyptischen Medien die Serie unterstützt, die nach einer populären Filmdokumentation namens „Die Juden Ägyptens“ aufgezogen ist, die ebenfalls nostalgisch auf die Zeit zurückblickt, in der Ägypten viele in die Gesellschaft integrierte Juden hatte und wie diese aus dem Land gezwungen wurden.

Syrien hat auch eine beliebte, über mehrere Jahre laufende historische Ramadan-Serie; diese heißt Bab Al-Hara. Sie spielt in den 1930-er Jahren, vor der syrischen Unabhängigkeit und folgt einer Reihe Clans in Damaskus. Juden sind zwar nicht im Fokus der Serie, aber sie zeigt sie als normale Mitglieder der syrischen Gesellschaft. Dieses Jahr – dem siebten der Serie – konzentrierte sie sich weit mehr auf den jüdischen Teil von Damaskus.

Das macht einer Autorin in JordanZad schwer zu schaffen. In einem explizit antisemitischen Artikel sagt Samaher Abdullah Assaaida, diese Serie rufe zur „Normalisierung“ mit dem Feind auf. Sie zitiert den Koran dazu, dass Juden nicht vertraut werden kann und sagt, die Serie übertünche, wie bohaft die Juden in Wirklichkeit seien. Sie ist empört, dass in der Serie ein Rabbiner zu guten Beziehungen zwischen Juden und Muslimen aufruft, während die Juden in Wirklichkeit Pläne gegen Muslime aushecken und die Serie wasche ihr historisches Böses in Syrien rein.

„Der Drehbuchautor und der Regisseur der Serie und diejenigen, die sie unterstützen, vergaßen, dass Juden nicht Teil der menschlichen Zivilisation sind, sondern nur eine einzige Botschaft haben: die Botschaft der Verderbtheit auf der Erde und der Verbreitung schlimmer Ideen und obszöner Kultur“, sagt Assaaida.

Sie sorgt sich zudem darum, dass muslimische Kinder aufwachsen und als Ergebnis der Serie Juden heiraten können wollten; dazu beklagt sie die Tatsache, dass die Serie nicht sauber zensiert wurde.