Deutsche Medien berichten über einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen auf Tel Aviv

Die Terroristen im Gazastreifen haben am späten Abend des 14. März den Konflikt wieder einmal weiter eskaliert. Zwei Raketen wurden auf den Großraum Tel Aviv geschossen. Beide richteten zum Glück – ganz entgegen der Absichten der Terroristen – keinen Schaden an. Die deutsche Qualitätsjournaille berichtet. Drei Beispiele:

Ein Wunder bei der Süddeutsche Zeitung: Die Reihenfolge des Geschehens stimmt schon in der Schlagzeile und den Inhaltspunkten darunter!

Natürlich beschäftigt sich die SZ zuvörderst mit dem israelischen Gegenschlag  und weidet diesen aus, bevor es ein klein wenig (unvollständige) Info zum arabischen Terrorismus gibt. Zitat:

Die israelischen Streitkräfte bestätigten auf Twitter Angriffe auf mehrere „terroristische“ Ziele, machten zunächst aber keine näheren Angaben dazu.

Wie gehabt: Israelische Angaben werden durch die Wiedergabeart in der Zeitung in Zweifel gezogen, die Anführungszeichen signalisieren dem Leser: Pass auf, hier kommt was, das nicht stimmt. Im Gegensatz dazu werden arabische Angaben teilweise zwar als solche gekennzeichnet, aber nicht gewertet – womit sie als glaubhaft etikettiert sind.

Und dann muss das Ganze am Ende garniert werden. Zuerst mit Informationen aus 2014 sowie den „teilweise gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze“ (Hervorhebung: heplev), die natürlich ausschließlich mit den Opferzahlen aus dem Gazastreifen versehen sind; und zusätzlich mit einem Verweis auf einen anderen Artikel: Frauen im Nahost-Konflikt. „Es gibt keine Träume in Gaza“.

Es kann ja nicht sein, dass Israel das Opfer ist, die Araber müssen Opfer sein, nicht Täter.

BILD agiert ähnlich: Die Schlagzeile ist grundsolide, faktisch, genauer als in der SZ.

Auch danach folgt viel ausführliche Information über den israelischen Gegenschlag (von den Terroristen übernommen), bevor ein Video aus Tel Aviv während des Raketenangriffs der Terroristen samt Abwehrfeuer folgt und dann ein paar sehr kurze erläuternde Zeilen dazu.

Den Vogel schießt einmal mehr die tagesschau ab. Auf ihrer Internetseite findet sich die politisch passende/gewollte Desinformations-Schlagzeile:

„Im Gazastreifen“ fliegen Raketen. Sonst nicht? Die Inhaltsbeschreibung gibt zwar die Reihenfolge richtig wieder (Angriff auf Tel Aviv, Reaktion Israels), aber auch dort finden sich die üblichen Vokabeln, die Israel als Täter und schlimmer als die Terroristen darstellen: „holte umgehend zum Vergeltungsschlag aus und flog Angriffe“. Die Juden können ja nichts anderes als Rache nehmen und überreagieren. Zum Beispiel dadurch, dass „mehrere Ziele“ im „Gazastrafen“ bombardiert wurden. Tel Aviv wurde nicht bombardiert. Und ob „Gazastrafen“ ein harmloser Tippfehler ist, darüber könnte mancher gerne spekulieren.

Natürlich darf auch bei der tagesschau nicht fehlen, dass die israelische Kategorisierung der Ziele im Gazastreifen in Anführungszeichen gesetzt wird, um sie in Zweifel zu ziehen. Dass es „mindestens 4 Explosionen“ gegeben hat, „davon eine besonders schwere in der Stadt Gaza“, gibt dem Ganzen auch wieder den Anstrich der Übertriebenheit der israelischen Reaktion. Was sind 4 Explosionen, eine davon besonders schwer, schon gegen zwei harmlose Raketen?

Und auch hier wieder die Garnierung mit einer Rechtfertigung für den Terror durch das Einklinken eines Links zu einer „Zusatzinformation“:

Die Opfer sind die Araber. Nicht die Israelis. Die Juden sind die Täter. Das wird dem Medienkonsumenten-Michel auch bei Eskalationen durch die Terroristen immer schön eingehämmert.

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Wann ist ein Journalist kein verlässlicher Augenzeuge?

Wer qualifiziert sich als verlässlicher Zeuge, der Licht auf ein dusters oder unbegründete, bestimmte Ereignisse in einem heftig umstrittenen Konflikt wirft? Insbesondere: Wer qualifiziert sich als verlässlicher Zeuge, wenn es um gewalttätige Zusammenstöße an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen geht?

Tamar Steinthal, JNS.org, 20. Dezember 2018

Trotz der jüngsten Erosion des öffentlichen Vertruaens in die Medien betrachaten vermutlich viele Leser Journalisten als vertrauenswürdige Augenzeugen. Journalisten sind verpflichtet sich über ihre persönlichen oder nationalen Interessen zu erheben und Ereignisse unvoreingenommen zu berichten.

Wenn also ein Bericht in den Nachrichten einen Augenzeugen zitiert, der Journalist ist, dann hat dessen Aussage mehr Gewicht als die eines durchschnittlichen Beobachters.

Doch was, wenn dieser Journalist, in seiner Muttersprache und Englisch lesenden Nachrichtenkonsumenten nicht bekannt, was, wenn die Quelle Terroranschläge lobt, bei denen unschuldige Betende während ihrer Gebete massakriert werden?

Ist dieser angebliche Augenzeuge glaubwürdig?

Das sind keine hypothetischen Fragen.

Am 11. Dezember berichtete das von der Hamas betriebene Gesundheitsministerium des Gazastreifens, der 4-jährige Ahme Abu Abed starb, nachdem er bei Protesten an der Grenze zu Israel am Freitag zuvor von israelischem Gewehrfeuer verletzt wurde. Das Ministerium hat eine auffallende Geschichte die Verantwortung für Kinder-Todesfälle Israel anzulasten und dann später zurückzurudern, wenn mehr Informationen autauchen.

Vielleicht mit dieser Geschichte im Hinterkopf berichtete Agence France Presse verhalten über Abu Abed: „Es war nicht klar, warum das Kind zu den Grenzprotesten mitgenommen wurde und s gab keine unabhängige Bestätigung der Umstände.“

Die Associated Press („Gaza officials: 4-year-old boy dies from Israeli fire“) ihrerseits versuchte offenbar ein paar weitere Informationen einzufügen, als sie berichtete: „Der Journalist vor Ort, Hassan Islaieh [sic] sagte Dienstag, der Junge war bei seinem Vater und Dutzenden weiterern Protestlern, als er am Freitag von Geschosssplittern getroffen wurde. Er sagte, der Junge sei etwa 20 Meter vom Zaun enternt gewesen.“

Nach Angaben von Electronic Intifada ist Isleih „ein Kameramann von Quds TV“, das an die Hamas angeschlossen ist. Wenn das stimmt, dann kann Isleih kaum eine unabhängige Bestätigung der Behauptungen der Hamas anbieten. AP gab keine Informationen über Isleihs Zugehörigkeit weiter, weder über die berufliche noch die ideologische.

Ein Überblick zu seinem Twitter-Konto offenbart, dass Hassan Isleih sich offen mit der politischen Plattform der Hamas und ihrem Antisemitismus identifiziert, der Terroristen preist und Freude über die Ermordung unschuldiger und unbewaffneter Israelis bekundet.

Auf Twitter preist Isleih die Täter des Har Nof-Massakers, bei dem im November 2015 fünf Zivilisten während des Gebets in einer Synagoge und ein Polizist ermordet wurden: „Die Moscheen des Gazastreifens verkündet Allahu Akbar, während sie unser Volk segnen und unsere Ummah [die arabische Nation/die Gemeinschaft der muslimischen Gläubigen] mit dem erlesenen Akt des Märtyrertums in Jerusalem, es gibt Gebiet im Gazastreifen und Rafah, die aus Freude über das Ereignis Süßigkeiten verteilen.“

Würde die Associated Press einen israelischen Medienschaffenden , der Baruch Goldsteins Massaker an unschuldigen muslimischen Betenden preist, als glaubwürdige Quelle zur Untermauerung eines israelischen Vorwurfs über palästinensische Strafwürdigkeit betrachten?

Isleih bekundete auch Freude und Zufriedenheit über die Ermordung der Zivilisten Nehemia Bennett und Aharon Lavie, die in Jerusalems Altstadt erstochen wurden. Als Kommentar ihrer Beerdigungen im Oktober 2015 twitterte er: „Jammern und Weinen während der Zeremonien der bei dem Messerangriff getöteten Zionisten von gestern durch den Märtyrer-helden Mohannad Al-Halaby „#Ein Anblick, der die Herzen erleichtert“ – In Reaktion auf die Beerdigungen der Zivilisten Nehemia Bennett und Aharon Lavie

Nicht nur tote Juden löst hasserfüllte Kommentare des Reporters aus dem Gazastreifen aus. Im Oktober 2016 beschwerte sich Isleih über die Zahl der Juden, die ihm in den sozialen Medien folgen: „Ich habe jetzt jede Menge Kommentare von Juden auf meiner Facebook-Seite, zu den Bildern und den Live-Berichten er Bombardierungen, die Seite bekommt jetzt viele Anzeigen, möge Gott uns helfen.“

Isleih lehnt Israels Rechtmäßigkeit ab, bezeichnet es verschiedentlich mit Anführungszeichen („Israel“) oder als „zionistisches Gebilde“, dessen Journalisten „die Medien der Feinde“ sind.

Es überrascht daher nicht, dass er auch jüdische Geschichte bestreitet; im Mai 2018 twitterte er: „Die angeblichen ‚Tempelorganisationen‘, die sogenannten, fordern ihre Helfer auf in nie da gewesenen Zahlen an der Stürmung der gesegneten Al-Aqsa-Moschee zum sogenannten ‚Jahrestag der Einigung Jerusalems‘ (der Naksa) teilzunehmen.“ [Anmerkung CAMERA: Es ist auf Arabisch eine normale Hinzufügung zum Wort „Tempel“ implizieren, dass es diesen nie gab.] Palästinensische Propagandisten bezeichnen den Tempelberg besuchende Juden als „Stürmung der Moschee“.

In den letzten Tagen twitterte Isleih einen Aufruf zur Gewalt; er schrieb im Dezember 2018: „Baut euch aus Olivenbäumen eure Steinschleudern/ verteidigt euer Land/ Werdet wütend für eure Alqa und Ehre/ werft Steine auf euren Feind, habt keine Angst/ euer Volk ist standhaft direkt an euren Wurzeln/ Morgen Jeruslaems“.

Während Redakteure dürft nichts von diesen Informationen als für die Glaubwürdigkeit des Journalisten für relevant halten, ihre Leser aber sehr wohl.

Die Glaubwürdigkeit eines Journalisten wird durch die Tatsache weiter kompliziert, dass es, anders als in anderen Berufen wie Jura oder Medizin, keine formellen beruflichen Kriterien gibt, um sich als Journalist zu qualifizieren. Als Ergebnis davon können selbst Terroristen Journalisten sein und haben das fälschlich behauptet.

Wenn Presseorgane ihren Lesern Transparenz bezüglich ihrer Quellen verweigern, haben Nachrichtenkonsumenten recht auf der Hut zu sein, was die Glaubwürdigkeit von Journalisten angeht, die als Augenzeugen zitiert werden.

Vorweihnachtliche ZDF-Lügenpropagandashow am 23. Dezember 2018

Arye Sharuz Shalicar, Facebook, 23. Dezember 2018 [Anmerkungen in Klammern, kursiv gestellt, von mir]

Der ZDF -Jahresrückblick aus Israel ist an Unprofessionalität kaum zu überbieten.
In 7 Punkten kurz erklärt:

1. Mit keinem Wort werden Hunderte Rakete erwähnt, die von der Terrororganisation Hamas im Laufe des Jahres aus dem Gazastreifen nach Israel abgefeuert wurden und teilweise Häuser trafen und zerstörten. Auch Dutzende Quadratkilometer an verbrannter Erde auf israelischer Seite wegen Terrordrachen und Ballons aus Gaza haben keinen Platz gefunden in dieser “Analyse”.

2. Die auf mehreren internationalen Terrorlisten geführte Hamas wird als “palästinensische Organisation” relativiert/nett geredet. Nicht einmal, dass es sich hierbei um Radikalislamisten handelt spielt eine Rolle. Man möge sich vorstellen ein deutscher Sender würde eine ähnliche Herangehensweise bei ISIS haben. Unvorstellbar.

3. Der Gazastreifen wird brutal von den Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad regiert. Zu behaupten, dass “zivilgesellschaftliche Organisationen” zu Demonstrationen aufgerufen hätten und die Hamas dann irgendwann später auf den rollenden Zug aufgesprungen sei, ist an Naivität oder Realitätserfindung kaum zu überbieten. [Ist aber gewollt, um Israel zu verleumden.]

4. Mit keinem Wort werden die 4 Hisbollah-Terrortunnel erwähnt, die aus dem Libanon nach Israel hineingebuddelt worden sind, mit dem Ziel Terrorkommandos nach Israel hineinzuschmuggeln, um laut Nasrallah den “Galil [Galiläa] zu erobern”.

5. Das Wort “Iran” kommt nicht ein einziges Mal vor. Auch nicht Russland, Syrien, Revolutionsgarden, Quds-Brigaden, Hisbollah, ISIS oder schiitische Söldner. Dafür aber die USA, Ungarns Orban und die Saudis. Entweder alle oder keinen. Nur die eine Seite schlecht reden, alle anderen aber komplett rauslassen ist ein unvollständiges Bild liefern und das sollte nicht das ZDF-Niveau sein. [Ist es aber leider – schon lange!]

6. Die ermordeten Juden vom Terroranschlag im Industriegebiet Barkan am 7.10.2018, Kim Levengrond und Ziv Hagbi, WAREN WEDER SIEDLER NOCH SOLDATEN! Es ist eine absolute Frechheit palästinensischen Terror zu relativieren, indem alle Juden als Siedler und Soldaten “deligitimiert”werden.

7. Es war ein relativ friedliches Jahr für israelische Verhältnisse, ohne lang andauernde Kriegssituationen und das, obwohl um Israel herum Tausende Muslime und nicht-Muslime dieses Jahr von Muslimen abgeschlachtet, gefoltert und vergewaltigt wurden.
Durch den Abzug der Amerikaner aus Syrien, der verzweifelten Lage der Hamas in Gaza und der bloßgestellten Hisbollah, die eine ihrer wichtigsten strategischen Waffen (Tunnel nach Israel) verloren hat, besteht eine relativ große Chance, dass 2019 kein besseres Jahr wird. Und man sollte nicht ausblenden, dass 2019 Wahljahr ist in Israel…

Dieser Bericht spiegelt eine verdrehte Realität wieder, relativiert Terror und Terrororganisationen, lässt zentrale Fakten und Spieler komplett aus und bezeichnet ermordete Juden als Siedler und Soldaten, das alles mit nur einem Ziel: dem deutschen Zuschauer am Vorweihnachtsabend die bösen, bösen, bösen Juden zu liefern.

Euer Arye

[Das ZDF ist das Paradebeispiel für die Nahost-Berichterstattung der deutschen Medienlandschaft – lückenhaft bis zum Geht-nicht-mehr, um eine einseitige Darstellung zu erzielen, die auch noch als Qualitätsjournalismus verkauft wird. Das ist seit inzwischen Jahrzehnten zu beobachten; wer die Augen aufmacht, kennt es nicht (mehr) anders. Diese Leute sollten ganz heftig den Mund halten, wenn ihnen „Lückenpresse“ bis „Lügenpresse“ vorgehalten wird, denn das sind äußerst exakte Beschreibungen dessen, was hier journalistisch geschieht!]

Was will uns die Tagesschau damit sagen?

Die UNO-Vollversammlung hat am 6. Dezember einen Resolutionsvorschlag der USA vorliegen gehabt, mit dem die Hamas und ihr Terror gegen israelische Zivilisten verurteilt werden sollte.

Die Arabische Liga brachte einen Entschluss zu Abstimmung ein, mit dem für die von den USA vorgelegte Resolution eine Zweidrittelmehrheit nötig sein solle. Dieser Vorschlag wurde mit knapper Mehrheit angenommen (zuerst hieß es, mit 1 Stimme Mehrheit, später dann mit 3 Stimmen Mehrheit). Das war ein zulässiger, äußerst seltener Schritt. Aber damit war auch klar, dass der US-Beschluss verhindert werden konnte.

Und so geschah es dann auch. Die von den USA vorgelegte Resolution bekam 87 Ja-Stimmen, 58 Nein-Stimmen und 32 Staaten enthielten sich. Einige waren auch abwesend. Das heißt, dass zwar eine relative Mehrheit für die Resolution gefunden wurde, es fehlte aber die Zweidrittelmehrheit – und weniger als die Hälfte konnte sich dazu durchringen eine Terrororganisation Terroristen zu nennen bzw. ihren Terror zu verurteilen.

Das sagt schon einiges über die UNO aus. Und zwar nur Schlechtes.

Noch schlimmer ist dann die deutsche Medienlandschaft in Gestalt der tagesschau.de. Hier wird wieder typisches Trump-Bashing ebenso betrieben, wie eine Verharmlosung der Hamas.

Nikki Haley wollte kurz vor ihrem Abgang „noch einmal auf den Tisch hauen“ – mit anderen Worten: Das, was die da machte, war nicht ernst zu nehmen, Selbstaufplusterung, überflüssig und unredlich. Eher ungehörig.

Die Resolution sei einseitig, behauptet das Qualitätsmedium. Wann wäre das nicht einseitig gewesen? Wenn Israel mit dafür verurteilt worden wäre, dass die Hamas seine Zivilbevölkerung terrorisiert? Wenn Terrormaßnahmen wie die Brand-/Sprengdrachen und –Ballone, über die die ARD ohnehin nicht berichtet, außen vor gelassen worden wären? Wenn Israel dafür verantwortlich gemacht worden wäre, dass die Hamas ihren Völkermord nicht verwirklichen kann?

„Resolutionen des Gremiums sind anders als die des Sicherheitsrats allerdings rechtlich nicht bindend“, schreiben sie zu Haleys Bemerkung, die Resolution sei ein – und das wird in Anführungszeichen gesetzt – essenzieller Schritt hin zu einem Frieden. Also bezeichnen sie Haleys Aussage als Blödsinn. Warum? Weil eine Aufforderung zur Einstellung des Terrors keinen Frieden möglich macht? Weil damit die „Weltgemeinschaft“ der Hamas nicht die Gelbe Karte gezeigt hätte? Oder eher, weil nach Meinung der tagesschau.de Israel die Alleinverantwortung für Frieden im Nahen Osten zugewiesen werden muss?

Wann haben diese Qualitätsmedienmacher jemals auf die Bedeutung der Beschlüsse der Vollversammlung hingewiesen, wenn es gegen Israel ging?

Übrigens: Sie sagte nicht, die Resolution sei ein essenzieller Schritt hin zum Frieden. Sie fragte ausdrücklich die Araber: Ist der Hass so groß? Ist der Hass auf Israel so groß, dass Sie eine Terrororganisation verteidigen? Eine, die dem palästinensischen Volk direkt Schaden zufügt? Ist es nicht Zeit, das loszulassen? Damit wahrer Frieden und Sicherheit in der gesamten Region einkehren kann: Ist es nicht an der Zeit, dass beide Seiten das loslassen? Um des Frieden willens und um dieser Institution [UNO] willen dränge ich meine Kollegen mit allem Respekt die Resolution der Vereinigten Staaten zu unterstützen.

Mit anderen Worten: Die tagesschau.de verzerrt, was Haley gesagt hat – und lügt daher diesebezüglich.

Wie sehr es den Superjournalisten gegen den Strich geht, wenn sich jemand auf die Seite Israels stellt, zeigen sie im letzten Absatz ihres Pamphlets:

Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen übernommen. Unter Präsident Donald Trump fahren die USA bei den UN einen stark pro-israelischen Kurs. Aus dem UN-Menschenrechtsrat und der Kulturorganisation Unesco stiegen sie unter dem Vorwurf antiisraelischer Tendenzen aus. Zudem erkannten sie Jerusalem als Israels Hauptstadt an, verlegten ihre Botschaft dorthin und strichen Hilfsgelder in Millionenhöhe für Palästinenser. Trotz dieser umstrittenen Maßnahmen hat Trump für Anfang 2019 einen Plan für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern angekündigt.

Ja, das geht gar nicht. Merkt man schon am missbilligenden Duktus des Textes. Die Weltregierung UNO ist heilig, die darf nicht kritisiert werden, auch nicht ihre Unterabteilungen. Und schon gar nicht darf das Mantra infrage gestellt werden, wie der Nahost-Konflikt zu lösen ist. Deshalb müssen die Terrorbanden weiter alimentiert werden, muss Israel seiner Rechte beraubt werden. Den Palästinensern die Leviten lesen und einen Friedensplan ankündigen widerspricht sich bei den Herrschaften der aktuellen Kamera tagesschau.

Dass sie selbst die Einseitigkeit par excellence sind, werden sie natürlich bis mindestens zum Mond von sich weisen. Dass sie mit ihrer Einseitigkeit ausschließlich gegen Israel unter die IHRA-Definition von Antisemitismus fallen könnten, werden sie mehr als empört zurückweisen. Wie alles, was sich diesbezüglich an berechtigter Kritik gegen sie richtet. Sie sind deutsche Journalisten. Volkserzieher. Meinungsvorgeber. Hofberichterstatter. Und das ist ihrer Meinung nach gut so. Auch wenn sie diese Begriffe natürlich bestreiten. Wie alles, was sie entlarvt.

Der Weg eines Geschosssplitters: Eine nebensächliche Geschichte, die keine Schlagzeilen machte

Am späten Montagabend (12.11.) zerstörte eine Rakete das Haus einer Familie in der Stadt Netivot in Südisrael. Dies ist nicht diese Story.

David Horovitz, The Times of Israel, 13. November 2018

Hadashot TV-Reporter Mosche Nussbaum in einem Haus in Netivot, das von einem Geschosssplitter einer von der Hamas geschossenen Rakete getroffen wurde; 12. November 2018 (Hadashot TV News)

Am späten Montagabend, dem Höhepunkt der jüngsten Runde wahllosen Raketenfeuers der Hamas und anderer islamistischer Terrorgruppen im benachbarten Gazastreifen nach Israel hinein, schaffte es eine Rakete durch Israels bemerkenswertes Verteidigungssystem Eiserne Kuppel und landete direkt auf einem Haus in der Arbeiterstadt Netivot im Süden.

Wie Reporter Mosche Nussbaum und sein Kamerateam von Hadashot TV News dokumentierten, verursachte die Rakete frappante Schäden. Sie ließ die Decke in den Schlafzimmern einstürzen, schlug ein großes Loch in eine Außenwand, verwüstete das Wohnzimmer, zerstörte Möbel, verletzte den Familienhund, dessen Blut immer noch auf dem Boden war, als das Fernsehteam herein kam.

Die Story spielte Montagabend in israelischen Fernsehnachrichten eine wichtige Rolle, obwohl sie international – nicht überraschend – wenig Wirkung hatte, weil glücklicherweise niemand getötet wurde.

[an dieser Stelle zeigt der Originalartikel den Fernsehbericht]

Obwohl Netivot kaum 25km von der Mitte Gazas entfernt liegt und damit ein Hauptziel für Hamas-Raketenfeuer ist, hat dieses Viertel der Stadt, berichtete Nussbaum, keine städtischen Bunker. Und genau diese Häuser wurden gebaut, bevor vorgeschrieben wurde einen armierten „versiegelten Raum“ in Wohnhäuser einzubauen, in den Israelis in den Sekunden nach dem Heulen der Sirenen eilen können, um vor Raketenangriffen Zuflucht zu suchen.

Für die Familie in Netivot,deren Haus bei diesem Angriff zerstört wurde, wie auch für viele andere wie sie, besteht daher die einzige Option darin, wenn die Sirenen heulten „sich auf den Boden zu legen, ihre Hände über den Kopf zu legen und um ein Wunder zu beten und zu hoffen“, berichtete Nussbaum. „Das ist heute hier geschehen: ein Wunder.“ Ihr Haus wurde zerstört, aber die Familie, abgesehen vom Hunde, kam unversehrt davon.

Das hier ist aber nicht die Geschichte über dieses Haus.

Später am Montagabend begaben sich Nussbaum und sein Team an eine andere Stelle – die des Nachbarhauses, nur 20 oder 30 Meter weiter.

Dieses Haus wurde nicht direkt getroffen. Vielmehr flog ein Stück der Rakete, die das andere Haus zerstörte, weg und traf dieses Haus, in der die Familie Edri lebt – Eltern und ihre zwei kleinen Kinder.

Hadashot TV-Reporter Mosche Nussbaum zeigt, wo der Geschosssplitter einer von der Hamas gefeuerten Rakete die Wand eines Hauses in Netivot durchschlug; 12. November 2018 (Hadashot TV News)

Nussbaum fand,  es sei es wert israelischen Zuschauern zu zeigen, als Teil einer besonderen Mini-Kriegsnachrichten-Sendung, die Hadashot um 23 Uhr sendete: den Weg eines einzelnen Stücks eines Geschosses, um zu unterstreichen, wie viel Zerstörung die Raketen aus dem Gazastreifen anrichten können.

Hadashot TV-Reporter Mosche Nussbaum zeigt, wo ein Stück einer von der Hamas geschossenen Rakete durch einen Kühlschrank in einem Haus in Netivot drang; 12. November 2018 (Hadashot TV News)

Wie er es zeigte und schilderte, drang dieses einzelne Stück Geschoss über die Ecke ihres Schlafzimmers in das Haus der Edris ein, hinterließ ein kleines Loch in der Wand bei einem Hochzeitsfoto, das dort hängt.

Es flog direkt durch den Raum, an einem kleinen, weißen Kinderbettchen vorbei, in dem ihre acht Monate alte Tochter auf ihrem Minnie-Maus-Kissen schläft und durch die Wand in die Küche.

Es krachte von hinten in ihren Kühlschrank und vorne wieder heraus, quer durch die Küche und in den Ofen. Dort ging ihm dann endlich die Puste aus.

Hadashot TV-Reporter Mosche Nussbaum zeigt, wo ein Geschosssplitter einer von der Hamas geschossenen Rakete in einem Haus in Netivot in einen Ofen einschlug und stoppte; 12. November 2018 (Hadashot TV News)

Kein direkter Treffer. Ein einzelnes Stück Geschosssplitter.

Wie ihre Nachbarn haben auch die Edris keinen versiegelten Raum. Normalerweise bleiben auch sie Zuhause und hoffen und beten, wenn die Raketenwarnung kommt. Montagabend flohen sie; Nussbaum sagte nicht, wohin. „Das hat sie offensichtlich gerettet“, merkte er zum Ende an.

[im Originalartikel befindet sich hier das Video des Berichts]

Dieser kurze Bericht (auf Hebräisch) über den Weg eines Geschlosssplitters dauerte kaum 70 Sekunden. Er wurde in den Hauptnachrichten des Senders nicht wiederholt. Er verdiente sich keine eigene Story auf der Internetseite von Hadashot und er wurde von anderen hebräischen Medien nicht aufgegriffen.

Und man kann das durchaus verstehen; es handelt sich um einen nebensächlichen Bericht; niemand wurde verletzt, es gibt nicht viel zu sehen, gehen Sie weiter.

Dafür grub ein Mitarbeiter von Hadashot mir freundlicherweise das Video am Dienstagnachmittag aus, damit ich es zeigen und für jeden– heißt: fast jedermann – darüber schreiben konnte, der es Montagabend im Fernsehen nicht sah.

Warum? Nun, wie der unerschütterliche Nussbaum vermerkte: „um das Ausmaß des Schadens deutlich zu machen“, den sogar ein einziger Splitter einer Rakete anrichten kann.

Ein Foto, das Sie in den Mainstream-Medien nicht sehen werden

Aussie Dave, Israellycool, 25. Oktober 2018

Das Foto unten zeigt den 7-jährigen Israeli Yonatan Regev aus dem Kibbuz Mefalsim auf seinem Fahrrad, wie der vor einem Feuer davon fährt, das von einem Brandsatz-Ballon aus dem Gazastreifen verursacht wurde. Es wurde von dem 13-jährigen Uriya Kabir aufgenommen, der im selben Kibbuz lebt und soll in den sozialen Medien viral gegangen sein.

Ich habe es nicht gesehen; wenn es also viral ging, dann vielleicht in WhatsApp-Gruppen in Israel. Und es ist mit Sicherheit von irgendeinem der Mainstream-Medien aufgeschnappt worden, die zu beschäftigt damit sind zu zeigen, wie palästinensische „Demonstranten“ (heißt: Randalierer) verletzt und manchmal getötet werden – natürlich ohne den Kontext der gewalttätigen Aktivitäten, die sie betreiben oder wie sie sich selbst in Gefahr bringen.

Wir hören von den Brandsatz-Ballons, aber bei der Art und Weise, wie darüber berichtet wird, muss man glauben, dass sie eher eine Belästigung sind als sonst etwas. Natürlich, manche haben berichtet, dass tausende Morgen israelisches Land verbrannt wru den, aber dies Berichte kommen zumeist von israelischen Medien.

Dieses Foto zeigt, wie die Feuer das Leben so vieler Israelis beeinträchtigen, sogar bis zu dem Punkt, dass sie ihr Leben bedrohen. Und anders als die palästinensischen Randalierer kümmern sich die Israelis – wie die jungen Yonatan Regev und Uriya Kabir – ihren eigenen Kram, versuchen ihr Leben zu leben.

Bitte verbreiten Sie diesen Eintrag und das Foto, damit mehr Menschen da draußen die Realität der  Lage begreifen und nicht nur die verzerrte Version der Mainstream-Medien.