Der Mossad öffnete die Schleusen des Himmels

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 26. Februar 2015 (direkt vom Autor)

Der israelische Geheimdienst Mossad hat schon weltweit einzigartige Meisterleistungen vollbracht. Er hat Haie abgerichtet, um Touristen bei Scharm A Scheich aufzufressen und so die ägyptische Wirtschaft zu schädigen. Verdächtig beringte Adler und Singvögel spionierten in Libanon, in der Türkei und Saudi Arabien. Und nach Gaza wurde Kaugummi verkauft, das entweder die Männer zu Sexmonstern oder sie unfruchtbar machte, je nach dem, was gerade passte.

Und vor einer Woche haben die Israelis nicht-existente Staudämme geöffnet, um den Gazastreifen zu überfluten. Denn im Gazastreifen kann man sich nicht vorstellen, dass Regen vom Himmel fällt und zwar so viel, dass Teile des Gazastreifens auf ganz natürlichem Wege unter Wasser gesetzt werden. Obgleich in Gaza Abwasserrohre nicht instand gehalten worden sind oder gar nicht existieren, glauben die Palästinenser fest daran, dass böswillige israelische Agenten in den Wolken stehen und dort die Dämme zielgenau öffnen, damit der ganze Gazastreifen möglichst ins Mittelmeer weggeschwemmt werde. Das ist natürlich offizielle Politik, nachdem Jitzhak Rabin gesagt hat: „Ich wünschte, der Gazastreifen würde im Mittelmeer versinken.“

Der gleiche Vorwurf kam schon im Dezember 2013 auf, als schwere Unwetter Israel mit Schnee bedeckten und Tel Aviv im Wasser versank. Damals hat der „angesehene“ deutsche Hydrologe Clemens Messerschmidt behauptet, dass Israel entlang der Grenze zu Gaza Staudämme errichtet habe, um den Gazastreifen unter Wasser zu setzen. Niemand hat bisher solche Dämme gesichtet oder gar fotografiert. Messerschmidt lebt und arbeitet seit 16 Jahren in den besetzten palästinensischen Gebieten und ist zunehmend mit hydropolitischer Analyse und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt.

Nach dem jüngsten Unwetter vor einer Woche haben die israelischen Stellen reagiert und offiziell erklärt, dass es solche Dämme nicht gebe. In der Folge haben Al Dschesira und die britische Zeitung Guardian ihre Märchengeschichten korrigiert und die Behauptung zurückgenommen.

Doch es kommt noch besser: An die Öffentlichkeit vom südafrikanischen Geheimdienst durchgestochene Geheimdienstpapiere des Mossad berichten über weitere Meisterleistungen des Mossad. So haben israelische Agenten im feindseligen Sudan entlang der Ufer des Nils Pflanzen gesetzt, die so viel Wasser schlucken, dass sie den Nil austrocknen könnten. Ägypten solle verdursten. Für den Mossad habe das israelische Ministerium für Wissenschaft und Technologie eine namentlich nicht genannte Geheimpflanze gezüchtet. (Man stelle sich vor, die Franzosen würden mit solchen Pflanzen den Rhein trocken zu legen.)

Al Jazira und der Guardian, die auch schon die Staudämme vor Gaza erfunden haben, halten diese Wasser-saufende Pflanze offenbar für bare Münze: „falls die Geschichte wahr ist, würde sich der Mossad abscheulicher Taktiken bedienen“. Man könnte wohl eher den südafrikanischen Geheimdienst „abscheulicher Taktiken“ bezichtigen, mit Märchen den Mossad zu verunglimpfen.

Schlagzeilen in aller Welt machte die „Entdeckung“ des südafrikanischen Geheimdienstes, wonach der Mossad den Befürchtungen von Premierminister Benjamin Netanjahu zur iranischen Atombombe widerspreche. Bei genauem Hinschauen stellt sich heraus, dass es da keine Widersprüche gibt. Aber die Behauptung passte halt in die verbreitete Ansicht, dass Netanjahu mit seiner Angst vor einer Atombombe aus Teheran „maßlos übertreibe“.

Weiter hieß es, dass die EL AL für „illegale Aktivitäten“ benutzt werde.

In israelischen Medien wurde aus dem Report teilweise genüsslich zitiert, aber mit dem Hinweis, dass die Beziehungen zwischen Mossad und Südafrikas Geheimdienst seit einem Jahrzehnt stark abgekühlt seien. Es sei unwahrscheinlich, dass die Israelis ausgerechnet Pretoria derartige Informationen zugespielt hätten.

Dammbruch, Teil 2: Weitere Damm-Lügen

heplev:

Die pal-arabische Lüge von den israelischen Staudämmen und der absichtlichen Überflutung Gazas. (Veröffentlicht auf Medien-BackSpin; Teil 1 ebenfalls dort)

Ursprünglich veröffentlicht auf Medien BackSpin:

Simon Plosker, HonestReporting, 24. Februar 2015

Verlogene Vorwürfe von Palästinensern, dass Israel im Süden Dämmer geöffnet hatte, die Gaza überfluteten, erschienen in einer Reihe von Medienorganen, darunter AFP, Al-Jazira, RT, Ma‘an, und Xinhua. Es wurde durch die auf von den israelischen Behörden gegenüber HonestReporting bestätigte Tatsache, dass es in Israels Süden keine Staudämme gibt, nachgewiesen, dass die Story eine Lüge war. (Siehe Dammbruch: Palästinensische Lüge entlarvt)

AFP als eine der Mainstream- und angeblich glaubwürdigen Medienorgane, entfernte sein Video zum Bericht. Die anderen Internetseiten gehören Nachrichtenorganisationen, deren Glaubwürdigkeit fragwürdig ist und an die Ränder des professionellen Journalismus gehören. Es war daher extrem enttäuschend zu sehen, dass die Daily Mail (Version im Cache kann hier angesehen werden), eine der meist gelesenen Internet-Nachrichtenseiten der Welt, die Story auf Grundlage eines Berichts von Al-Jazira veröffentlichte.


Daily Mail online: Hunderte Palästinenser obdachlos, nachdem Israel Staudamm öffnet und Häuser flutet……

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Zweierlei Maß

DryBones, 19. Februar 2015

Die New York Times ist ein wunderbares Beispiel für das antiisraelische zweierlei Maß am Werk:

NYTimes-Foto zum Angriff Ägyptens:


Ein Mann im südlichen Ägypten betrauert eine Gruppe ägyptischer Christen, die von einem libyschen Zweig der Gruppe Islamischer Staat geköpft wurden.

NYTimes-Foto zum jordanischen Angriff:

König Abdallah (links) kondoliert Donnerstag in Karak, Jordanien Safi al-Kasasbeh, dem Vater des Oberleutnants Moaz al-Kasasbeh.

NYTimes-Bericht zu einem israelischen Angriff:

Israelisch Soldaten patrouillieren Sonntag den israelische besetzten Sektor der besetzten Golanhöhen.
Ein israelischer Hubschrauberangriff in Syrien tötete am Sonntag Hisbollah-Kämpfer, darunter den Sohn des ermordeten Kommandeurs der Gruppe, Imad Mughniyeh, sagte die Hisbollah, während ein über den Vorfall informiertes Mitglied den Angriff als provokativen Schritt Israels beschrieb.

Foto der Woche: ein Lügen-Selfie

Pallywood – und alle machen mit, jedenfalls so lange, bis die Korrekturen niemanden mehr erreichen:

Der pal-arabische Rapper Tamer Nafar stellte Selfie ins Netz, zu dem er behauptete, es zeige ihn, wie er vor zwei israelischen Polizisten floh, die ihm Übles wollten. Es verbreitete sich rasend schnell. Der SPIEGEL teilte diese Behauptung ungeprüft direkt vom Facebook-Account des Schützen. Dann stellte sich heraus, dass alles gestellt war, die angeblichen Polizisten Bandkollegen des Musikers. Die Richtigstellung kam erst sehr viel später und bei weitem nicht so brüllend wie das Foto selbst. (Inhalte und Bild übernommen von boasinfo)

 

selfie-fake_pallywood-auf-spiegel

Aber mal ganz ehrlich: Welcher Mensch, der tatsächlich auf der Flucht vor gewalttätigen anderen ist, würde auf diese Art noch ein Selfie machen können? Mit ein wenig gesundem Menschenverstand hätte jeder merken müssen, dass hier etwas nicht stimmt!

Aktuelles Pallywood aus Hebron

Israel National News, 20. Januar 2015

Beim jüngsten „Pallywood“-Vorfall legt eine ältere Araberin, die von IDF-Soldaten aus Sicherheitsgründen aus einem Geschäft in Hebron evakuiert wurde, eine Show für Linksextreme hin, die die Räumung filmten.

Der Laden wurde evakuiert, nachdem von ihm aus ein Brandsatz auf Häuser von Juden in Hebron geworfen wurde. Die örtlichen Araber, die wussten, wann die Soldaten eintreffen würden, um den Laden zu räumen, luden linke Aktivisten und Journalisten ein, um die Räumung zu dokumentieren.

In dem Video kann man die ältere Frau weinen sehen, während ihre Tochter sie instruiert, wie sie vor den Kameras „weinen“ soll. Als die Frau zu weinen beginnt, sieht man allerdings, wie die Tochter zur Seite tritt und die Journalisten und Fotografen angrinst.

Szenen zum Zweck der Legitimierung Israels zu stellen ist eine in der Palästinensischen Autonomie derart gewöhnliche Taktik, dass die Industrie als „Pallywood“ bekannt wurde.

Der berühmteste und erfolgreichste jemals gemachte Pallywood-Film war der, in dem ein arabischer Junge – Mohammed a-Durah – 2000 in die Nähe eines Feuergefechts im Gazastreifen platziert wurde und man es so aussehen ließ, als sei er von IDF-Soldaten erschossen worden. Verspätete Ermittlungen ergaben, dass die auf a-Durah abgegebenen Schüsse von Arabern kamen.

Ein weiteres berühmtes Pallywood-Video tauchte Ende 2012 auf und zeigte eine 13-jähriger Palästinenserin, die bei Nabi Saleh Soldaten „ins Gesicht ging“ und eine beträchtliche Zeit damit verbrachte sie zu verfluchen, wobei sie sich heiser schrie; gelegentlich schlug sie sie auch. Gleichzeitig filmten Erwachsene rundherum den Vorfall in der Erwartung, dass der Soldat die Nerven verlieren würde. Das Mädchen wurde später in der Türkei geehrt und durfte mit dem damaligen türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan frühstücken.