Beurteilt den Islam nicht aufgrund der Taten von ein paar wenigen Muslimen

Sagte der muslimische Lieblings-Scheik von Papst Franziskus

Raymond Ibrahim, FrontPage Mag, 25. Juli 2022

Scheik Ahmed al-Tayeb – einer der einflussreichsten Muslime der Welt, dem so viele Führer des Westens, einschließlich Papst Franziskus, vertrauen und zuhören, sagte vor kurzem, während er „Islamophobie“ anprangerte:

Wir machen weder die christliche Religion, noch Christus [Friede sei mit ihm], noch Moses [Friede sei mit ihm] für die furchtbaren Massaker an Muslimen verantwortlich, die von Gläubigen anderer Religionen verübt wurden. Wir etikettieren keine Religion mit Terrorismus, Gewalt oder Brutalität. Wir sind uns des gewaltigen Unterschieds zwischen den Lehren einer Religion und den Religionsvermittlern äußerst bewusst.

Obwohl der einen hervorragenden Punkt anspricht – die Notwendigkeit zwischen religiösen Lehren und den sie Praktizierenden zu unterscheiden – unterstützt das nicht sein ultimatives Argument, dass der „Islam Gewalt unter Menschen jeglicher Religion ablehnt“.

Es stimmt, Menschen allerlei religiöser Hintergründe, darunter Juden und Christen, haben einige ziemlich entsetzliche Dinge getan und werden sie wahrscheinlich weiter tun. Genauso stimmt, dass ihre Religionen nicht mit ihren schlechten Taten verwechselt oder dafür verantwortlich gemacht werden kann.

Leider für al-Tayeb lassen sich jedoch eine Reihe „problematischer“ Aktivitäten von Muslimen direkt auf gewisse islamische Lehren und Erbe zurückführen. Dazu gehören Angriffe auf und/oder Tötung von Abgefallenen (als Muslime Geborene, die den Islam verlassen möchten) sowie von „Gotteslästerern“ (jeder, der sich kritisch über den Islam äußert); die Behandlung von Frauen als Eigentum, die Zulässigkeit von Polygamie (bis zu vier Ehefrauen) und Kinderehe; systematische Diskriminierung von allem Nichtmuslimischem (z.B. religiöse Minderheiten, Kirchen usw.); und natürlich Jihad – bewaffneter Krieg gegen Nichtmuslime um die gesamte Welt unter islamische Herrschaft zu bringen.

Dem kann man nicht entkommen: Die oben angeführten Aktivitäten, die den Werten der modernen Welt direkt entgegenstehen, werden in islamischen Texten gefördert und das sogar in moderner islamischer Literatur; sie werden in der gesamten Vergangenheit und Gegenwart der muslimischen Welt aktiv zur Schau gestellt.

Am schlimmsten ist, jedenfalls im Kontext dieses Artikels, dass ausgerechnet Scheik Ahmed al-Tayeb weiß, dass das wahr ist. Immerhin lehrt die von ihm geleitete Institution, die Al-Azhar-Universität in Ägypten, all diese Dinge in ihrem Fächerkanon.

So sagte Scheik Mohammed Abdallah Nasr, ein Gelehrter für islamisches Recht und Absolvent der al-Azhar, live im Fernsehen einmal auf die Frage, warum seine Alma Mater es ablehnt den Islamischen Staat als unislamisch zu verurteilen:

Das kann sie nicht. Der Islamische Staat ist ein Nebenprodukt des Programms der Al-Azhar. Kann also die al-Azhar sich selbst als unislamisch verurteilen? Die al-Azhar sagt, es muss ein Kalifat geben und dass es für die muslimische Welt verpflichtend ist [es zu gründen]. Die al-Azhar lehrt das Gesetz des Glaubensabfalls und die Abgefallenen zu töten. Die al-Azhar ist gegenüber religiösen Minderheiten feindlich eingestellt und lehrt Dinge wie keine Kirchen zu bauen etc. Die al-Azhar stützt die Institution der Jizya [von religiösen Minderheiten Tribut zu nehmen]. Die al-Azhar lehrt Leute zu steinigen. Kann die al-Azhar sich als unislamisch verurteilen?

Wie in diesem Artikel diskutiert, haben viele andere al-Azhar-Insider die islamische Universität genau die gleichen Dinge vorgeworfen.

Auf jeden Fall kann man von hier aus eine weitere Behauptung besser verstehen, die al-Tayeb während seiner Verurteilung von „Islamophobie“ aufstellte. Er sagte:

Bis jetzt haben wir nie etwas von Christenphobie, Judenphobie, Buddhismusphobie oder Hinduismusphobie gehört. Ich glaube, dass keine Zeitung oder Sender oder Fernsehsendung im Westen oder im Osten es wagt über eine Phobie gegenüber irgendeiner anderen Religion oder Überzeugung zu sprechen.

Natürlich tun sie das nicht. Der Grund ist: Während Leute wenig Grund haben das Christentum, das Judentum, den Buddhismus oder den Hinduismus zu fürchten, haben sie aus den oben erklärten Gründen guten Grund den Islam zu fürchten.

Das ist exakt der Grund, warum es „Islamophobie“ gibt, während es keine „Christenphobie, Judenphobie, Bhuddismusphobie oder Hinduismusphobie“ gibt.

EU finanziert Islamisten, von denen Saudi-Arabien und die Emirate sich längst abgewandt haben

Dexter Van Zile, Focus on Western Islamism (Middle East Forum), 28. Juli 2022

Die Europäische Union und zahlreiche weitere Regierungsinstitutionen auf dem Kontinent propagieren den Islamismus, indem sie Wohlfahrtsorganisationen mit Wurzeln in der Muslimbruderschaft finanzieren. Damit unterstützen sie offiziell eine Bewegung, die von prominenten Führern des Nahen Ostens aufgegeben worden sind. Sie unterstützen auch einen Bewegung, die für die Zivilgesellschaft in Europa eine ernsthafte Bedrohung darstellt, darunter „die Behinderung der Integration von Minderheiten, Aufstachelung zu Konflikt zwischen ethnischen Gruppen, Schüren von Hass und Ausbrüten von Terrorismus“, erklärt ein Bericht, der im Juli vom schweizerischen Global Influence Operations Report (GIOR) veröffentlicht wurde.

GIOR untersucht „intransparente“ Versuche die öffentliche Meinung in Demokratien durch Staatsakteure wie die Türkei oder transnationale Organisationen wie die Muslimbruderschaft zu beeinflussen. GIORs aktueller Bericht, der sich auf Organisationen konzentriert, die von Aktivisten der Muslimbruderschaft gegründet oder geführt werden und als „Globale Muslimbruderschaft (GMB)“ bezeichnet werden, erklärt, dass Regierungsstellen solchen Organisationen seit 2004 rund €80 Millionen gegeben haben.

Die Ironie dabei ist, dass dieses Geld an eine Bewegung geht, an deren Niedergang Regierungen im Nahen Osten wie Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate arbeiten. „In den Jahren nach den Terroranschlägen vom September 2001 wurde den Netzwerken der GMB zunehmen Aufmerksamkeit gewidmet. „Es wurde allgemein angenommen, dass die Finanzierung solcher Netzwerke aus Golfquellen kam – insbesondere aus Saudi-Arabien und den VAE. Seit dieser Zeit sind beide Länder jedoch harsch gegen alles vorgegangen, was mit der Muslimbruderschaft (MB) zu tun hat was die Frage aufwirft, wie diese Netzwerke derzeit finanziert werden.“

Die Antwort lautet, dass sie zum Teil von europäischen Regierungen finanziert werden, wobei die EU der schlimmste Übeltäter ist; sie hat GMB-Organisationen in Frankreich, Deutschland, Irland, Italien und Großbritannien von 2004 bis 2020 €50 Millionen gegeben.

Islamic Relief Worldwide (IRW), das vom US-Außenministerium 2017 wegen „entsetzlichem Antisemitismus und Verherrlichung von Gewalt“ seitens ihrer Führer verurteilt wurde, ist der größte Empfänger der Großzügigkeit der EU und hat von 2007 bis 2020 fast €33,4 Millionen erhalten, trotz ihrer bekannten Verbindungen zur MB.

2004 beschrieb Hani El-Banna, einer der Gründer von IRW, Hassan Al-Banna, den Gründer der Muslimbruderschaft, als „ein Phänomen wie Nelson Mandela und Mohammed Ali“. IRWs Direktor Heschmat Khalifa, der auch im Verwaltungsrat saß, wurde im Juli 2020 zum Rücktritt gezwungen, nachdem die Times of London aufdeckte, dass er 2014 auf Facebook „Juden als die ‚Enkel von Affen und Schweinen‘ bezeichnete und Ägyptens Präsident einen „zionistischen Zuhälter“ nannte.

Im folgenden Monat trat der gesamte Vorstand von IRW zurück, nachdem entdeckt wurde, dass Almoutaz Tayara, der Mann, den sie als Ersatz für Khalifa ausgesucht hatten, nach Angaben der Times of London Führer der Hamas als „große Männer, die auf den ‚göttlichen und heiligen Ruf der Muslimbruderschaft antworteten“, beschrieben hatte.

Die EU, die auf eine Anfrage nach einem Kommentar nicht reagierte, gab von 2007 bis 2012 auch €15 Millionen an das European Network Against Racism (ENAR), obwohl dessen Direktor Michael Privot 2008 bestätigte, dass er ein ehemaliges Mitglied der Muslimbruderschaft war und „in führenden Positionen mehrerer Organisationen diente, die mit der GMB verbunden sind“, gibt GIOR an.

Eine der Organisationen, die Privot führte, war das Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO), das von der EU fast €290.000 erhielt. Ein FEMYSO-Führer war in der Vergangenheit Ibrahim Zayat, ein prominenter Muslimaktivist in Deutschland, der enge Verbindungen zu Führern der Muslimbruderschaft in Ägypten hat.

In seinem 2010 erschienenen Buch The Muslim Brotherhood in the West berichtete Lorenzo Vidino, dass Zayat ein Mitglied des Bundestags verklagt hatte, das ihn „‚einen Offiziellen der Muslimbruderschaft‘ nannte, aber das Gericht lehnte seine Klage ab“.

Benjamin Weinthal, ein Nahost-Analyst in Jerusalem, sagte, mit seinen Geldern hat die EU geholfen die islamistische Ideologie zu legitimieren.

„Die öffentlichen Gelder, die in Organisationen der Muslimbruderschaft gepumpt wurden, zeigen, dass die große Sympathie und Toleranz für die Muslimbruderschaft fraglos eine Aura des Respekts schafft“, sagte er. „Das ist höchst gefährlich.“

Philippe Karsenty, ein ehemaliger gewählter Amtsträger und prominenter Intellektueller in Frankreich, sagt, dass Europäer dem Handeln öffentlicher Bediensteter auf dem Kontinent mehr Aufmerksamkeit schenken müssen.

„Diese Geldgaben entmutigen moderate Muslime ihre Ansichten zu äußern, weil sie die zunehmende Sichtbarkeit von Muslimen erhöhen, die die Ansichten der Muslimbruderschaft verteidigen“, sagte er.

Der GIOR-Bericht erzählt eine vertraute Geschichte von offiziellen Vertretern westlicher Demokratien, die islamistische Wohlfahrtsorganisationen finanzieren, von denen antidemokratische Agenden propagiert werden. Das Middle East Forum hat zahlreiche Vorfälle dokumentiert, bei denen islamistische Organisationen in den USA, viele davon mit Verbindungen zur Muslimbruderschaft oder Jamaat-e-Islami, in der Lage gewesen sind von bundesstaatlichen und Bundesbehörden öffentliche Gelder zu erlangen. Der GIOR-Bericht ist einen langen Weg gegangen, um diese Story aufzudecken, wie sie sich in Europa abspielt, zumindest in Bezug auf die Muslimbruderschaft, aber es muss mehr getan werden, insbesondere in Bezug auf islamistische Einflussnahme-Operationen, die von Organisationen aus Südasien betrieben werden, ganz besonders von der Jamaat-e-Islami.

Bloß nicht rasieren!

gefunden auf Facebook:

Ein türkischer 🇹🇷 Imam warnt,

Männer ohne Bart würden bei anderen Männern „wuschige Gedanken“ auslösen.

Denn diese sähen aus wie Frauen.

Wer sagt dem Imam dass er schwul ist? 😂

(Der Mulim unten links: Lass dir einen Bart wachsen. Du könntest mich schwul machen.
Der Unrasierte rechts: Nö.)

Iran stinkig, wenn Muslime zugeben, dass der Holocaust stattfand

Elder of Ziyon, 7. Juli 2022

Irans Ahl al-Bayt Nachrichtenagentur (ABNA), eine schiitische Nachrichtenseite, deren Ansichten die der iranischen Führung nachäffen, berichtet, dass die saudische Obrigkeit Mohammed bin Abdul-Karim al-Issa, Generalsekretär der Muslimischen Weltliga, nominiert, um die Predigt und das Gebet am Tag Arafa in der Namirah-Moschee in Mekka zur diesjährigen Haddsch auszuführen.

Das hat die Iraner verärgert.

Warum?

Es ist bemerkenswert, dass Al-Issa im Zusammenhang mit dem Gedenken an den „Holocaust“ das sogenannte jüdische Völkermordlager in Polen besuchte, „Auschwitz“.

Der Account „Israel in Arabic“, das mit dem Außenministerium des israelischen Feindes verbunden ist, hatte ein Video von Al-Issa veröffentlicht, wie er „eine Delegation leitet, um in Auschwitz in Mitgefühl für die toten Juden zu beten“.

Das Foto zum Artikel zeigt Al-Issa, der eine Plakette von einem Juden empfängt.

Das Wort Israel oder Zionist gibt es in diesem Artikel nicht. Irans Problem mit Al-Issa ist, dass er Mitgefühl für Millionen tote Juden zeigte.

Erinnern Sie sich daran, wenn der Iran und seine nützlichen Idioten von Anhängern das nächste Mal behaupten, der Iran sei nicht antisemitisch, sondern lediglich antiisraelisch. Es ist ziemlich offensichtlich, dass es für den Iran keinen Unterschied zwischen den beiden gibt.

UPDATE: Es ist nicht nur der Iran. Eine Fatwa gegen al-issa ist erneut in Umlauf gebracht worden; darin wird er als vom muslimischen Glauben Abgefallener bezeichnet – weil er einmal Christen und Juden als „Brüder“ bezeichnete. Die Fata eines 87-jährigen saudischen Gelehrten besagt, dass Juden und Christen Ungläubige und Feinde Allahs sind und es frevelhaft ist sie als „Brüder“ zu nennen.

Genauso hat Al-Hassan bin Ali Al-Kettani, der Präsident der Liga Maghrebinischer Gelehrter und Mitglied der Liga Muslimischer Gelehrter die Ernennung verurteilt.

Die eklatante Scheinheiligkeit der Islam-Apologien

Mücken aussieben, aber Kamele schlucken

Raymond Ibrahim, FrontPage Mag, 23. Mai 2022

Ein Video in arabischer Sprache zeigt einen muslimischen Kleriker, der anspricht, wie Terroristen islamische heilige Schriften „missbrauchen“, um Nichtmuslime zu töten; das ist ein ideales Beispiel der Heuchelei muslimischer Apologien.

Während seiner Predigt sagte Scheik Samir Haschish – der die Bombenanschläge auf koptische Kirchen in Ägypten ansprach, die im Lauf der Jahre hunderte Tote hinterlassen haben – dass diejenigen Muslime, die Kirchen angreifen und Ungläubige töten, oft einen sahih hadith (eine Äußerung, die Mohammed zugeschrieben und für authentisch gehalten wird) zitieren, in dem der Prophet sagte: „Ein Muslim darf nicht aufgrund des Berichts eines kafir [Nichtmuslims oder Ungläubigen] getötet werden.“ Nachdem er sagte, dass der Hadith das unverblümte Gemetzel an Nichtmuslimen nicht rechtfertigt, legt er dar:

Der Hadith selbst ist natürlich authentisch… Der Hadith bedeutet jedoch nicht, dass wer auch immer, ohne Grund, irgendjemanden vom Volk des Buches [Christen und Juden] tötet, recht gehandelt hat. Überhaupt nicht – der Hadith sagt das nicht; er sagt nicht, dass diejenigen, die das tun Recht haben. Der Hadith schließt lediglich die Todesstrafe als mögliche Strafe aus. Mit anderen Worten: Der Muslim, der einen Nichtmuslim ohne Grund tötet – ist er im Unrecht oder nicht? Er ist im Unrecht. Soll er bestraft werden oder nicht? Er muss bestraft werden – aber nicht mit dem Tod. Lasst ihn irgendwie bestraft werden, aber tötet ihn nicht. Warum? Wegen dem, was der Hadith sagt. Der Prophet sagte: „Ein Muslim darf nicht aufgrund der Aussage eines kafir [Ungläubigen] getötet werden.“ Warum? Weil deren Blut nicht gleich ist. Das Blut des Muslims gilt mehr. Nennt es Rassismus oder was immer ihr wollt, aber natürlich ist das Blut des Muslims übergeordnet. Das steht nicht zur Debatte. [eigene Übersetzung – R.Ibrahim]

Bemerkenswert daran ist, dass der Scheik zwar behauptet, Radikale würden den Hadith verdrehen, er würde etwas sagen, das er nicht sagt – dass jeder Muslim, der irgendeinen Ungläubigen tötet, von Bestrafung ausgenommen ist – was der Hadith wirklich sagt – dass das Leben eines Muslim wertvoller ist als das Leben eines Nichtmuslims – aber wenig besser und möglicherweise schlimmer ist.

An Details wird herumgemäkelt, während das Grundproblem ignoriert wird – heißt: „Mücken aussieben, aber Kamele schlucken“, um Christus zu zitieren (Matthäus 23,24) – ist zunehmend das, wie muslimische Kleriker den Islam von der Gewalt und Intoleranz trennen, die in seinem Namen begangen werden.

Bedenken Sie zum Beispiel, wie ein fachkundiger muslimischer Gelehrter der Versklavung und Vergewaltigung nichtmuslimischer Frauen Glanz verleihen wollte. Bei der Diskussion von Sure 4,3, die sich auf ungläubige Kriegsgefangene als „Besitz“ bezieht, erklärte Suad Saleh, eine Professorin für islamische Doktrin an der Al-Azhar-Universität in Ägypten, korrekt, dass „weibliche Kriegsgefangene ‚dir gehören‘. Um sie zu demütigen, werden sie Eigentum des Armeekommandeurs oder eines Muslim und er kann genauso Sex mit ihnen haben, wie mit seinen Ehefrauen.“

Aber dann sprach die Al-Azhar-Professorin weiter, als sei das wahre Problem nicht die  Institutionalisierung der Sexsklaverei durch den Islam, sondern wie manche Muslime diese zum Nachteil des Images des Islam missbrauchen. Sie sagte:

Einige [muslimische] Opportunisten und Extremisten, die nur dem Islam schaden, sagen: „Ich werde eine Frau aus Ostasien [als Sexsklavin] unter dem Status der ‚Besitztümer der rechten Hand‘ herbringen. Und mit der Zustimmung meiner Ehefrau werde ich dieser Frau ein Zimmer im Haus zuteilen und werde mit ihr als Sklavin Sex haben.“ Das ist Unsinn. Das wird vom Islam überhaupt nicht verordnet. Der Islam sagt, dass eine Frau entweder eine Ehefrau oder eine Sklavin ist. Legitim besessene Sklavinnen sind Teil der Kriegsgefangenen.

Was Ägyptens Professorin Saleh, Scheik Haschish und viele andere Gelehrte offenbar nicht begreifen, ist: Inhärent ungerechte Gesetze – solche, die die sexuelle Versklavung von Frauen erlauben, weil sie keine Muslime sind oder dass unter der Annahme zu handeln, dass der Wert menschlichen Lebens auf ihrem Status als Muslime oder Nichtmuslime gründet – werden immer „missbraucht“.

Zum Beispiel heißt es in Sure 2,256, dass es im Islam keinen Zwang gibt. Doch weil andere Koranverse Muslime auffordern zu hassen (Sure 60,4; 3,28) und zu Krieg gegen Christen und Juden aufrufen (Sure 9,29), ist es nur natürlich, dass Zwangskonversionen in Vergangenheit und Gegenwart üblich gewesen sind. Immerhin kann für die Hölle bestimmte Ungläubige dazu zu zwingen den Islam anzunehmen als altruistische Tat rational gemacht werden. Darüber hinaus hilft es den Islam mächtig zu machen, was immer etwas Gutes ist. So erklärte ein Menschenrechts-Bericht bei der Diskussion ungezügelten sexuellen Missbrauchs und erzwungener Konversion christlicher Mädchen in Pakistan:

Die dunkle Seite der Zwangskonversion zum Islam beschränkt sich nicht nur auf die religiösen muslimischen Gruppen, sondern involviert auch die kriminellen Elemente, die Vergewaltigung und Entführung betreiben und dann ihre abscheulichen Verbrechen rechtfertigen, in dem sie die Opfer zwingen zum Islam konvertieren. Die muslimischen Fundamentalisten gewähren diesen Kriminellen freudig Unterschlupf und benutzen die Ausrede, dass sie ihrer heiligen Sache die Zahl der Muslime zu vergrößern einen großen Dienst erweisen (Hervorhebung hinzugefügt).

Genauso heißt es in Sure 9,29, dass Krieg gegen die Völker des Buchs erst enden kann, wenn Letztere zustimmen Tribut (jizya) an ihre muslimischen Herrscher zu zahlen. Und sie zahlten, deutlich mehr als ein Jahrtausend lang, bis die Praxis dank europäischen Drucks während der  Kolonialzeit formell abgeschafft wurde. Verfechter sagen, Sure 9,29 bedeutet, dass Christen und Juden die Jizya an Repräsentanten des islamischen Staats zahlen müssen, nicht an irgendeinen Muslim. Heute betrachten jedoch Kriminelle mit muslimischem Hintergrund, die mit den Grundlagen von Sure 9,29 vertraut sind – dass Ungläubige bekämpft werden müssen, bis sie zahlen – Christen und andere Minderheiten in ihrer Mitte als Sparschweine: Sie können beliebig ausgeraubt, geplündert und entführt werden, um Lösegeld zu erpressen – manchmal sogar nach Zahlung des Lösegelds getötet werden – wie die koptischen Christen Ägyptens bezeugen können.

So erklärte einst ein muslimischer Kleriker und Empfänger von Sozialleistungen in Großbritannien, der die britischen Steuerzahler als „Sklaven“ bezeichnete:

Wir nehmen die Jizya, die ohnehin unser haq ist [Arabisch für „Anteil“ oder „Recht“]. Die normale Situation ist übrigens  Geld vom kafir [Ungläubigen] zu nehmen, nicht wahr? Das ist also die normale Situation. Sie geben uns das Geld – sie arbeiten, geben uns das Geld. Allahu Akbar. Wir nehmen das Geld.

Kurz gesagt: Das Problem ist weniger, dass einige Muslime fälschlich glauben, sie würden keine Strafe verdienen, wann immer sie „minderwertige“ Ungläubige töten – sondern dass islamische heilige Schriften überhaupt lehren, dass muslimisches Blut nichtmuslimischem Blut „überlegen“ ist; das Problem ist weniger, dass manche Muslime die Regeln des Islam zu sexueller Versklavung ungläubiger Frauen nicht streng befolgen – sondern dass der Koran überhaupt erlaubt nichtmuslimische Frauen zu versklaven; das Problem ist weniger, dass manche Muslime den Auftrag des Korans ignorieren, dass es keinen Zwang im Glauben geben soll – sondern dass er überhaupt zu Feindschaft und Krieg gegen Nichtmuslime auffordert; das Problem ist weniger, dass manche Muslime den Regeln des Islam, wer das Recht hat die Jizya von den Ungläubigen einzusammeln, nicht strikt befolgen – sondern dass er die finanzielle Erpressung von Nichtmuslimen überhaupt erlaubt.

Es ist kein Trost zu erfahren, dass islamische heilige Schriften fehlinterpretiert werden, um diese Ungerechtigkeit zu fördern, wenn ihre richtige Interpretation diese Ungerechtigkeit tatsächlich erlaubt.

Raserei wegen jüdischem „Komplott“ zur Übernahme der Al-Aqsa-Moschee

Palästinenser erreichen neue Ebene der Hysterie

Hugh Fitzgerald, FrongPage Mag, 22. Juni 2022

Eine sichere Möglichkeit, wie die Palästinenserführung zu einem israelfeindlichen Rausch im eigenen Volk aufpeitschen können, ist zu behaupten, Israel habe die Absicht den Status quo auf dem Tempelberg zu ändern, indem es Juden erlaubt auf dem Berg zu beten, etwas, das die israelische Regierung immer verboten hat. Israel wird auch vorgeworfen, dass eine zunehmende Zahl Juden den Tempelberg besucht und die Stunden und Tage erweitert werden, zu denen Besuche erlaubt sind, alles als Teil eines teuflischen Plans die Al-Aqsa zu übernehmen, zu zerstören und an ihrer Stelle den Dritten Tempel zu bauen.

Das jüngste Beispiel solcher Hysterie und die Drohung mit einem „Religionskrieg … zur Auslöschung von allem“ steht hier: „Palästinenser versprechen ‚Religionskrieg, der alles auslöschen wird‘, wenn Juden auf dem Tempelberg beten“ (von Nan Jacques Zilberdik, Algemeiner, 17. Juni 2022):

Israels Handeln in Jerusalem wird zu einen „Religionskrieg führen … der die USA, Europa und die gesamte Welt erreichen wird“ und „wird alles auslöschen“. Das sind Drohunen, die von offiziellen Sprechern und Beratern des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, kommen.

Doch all diese Warnungen und Drohungen der PA gründen auf Verleumdungen und Lügen.

Die Verleumdung, Israel plane die Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee, um an ihrer Stelle einen jüdischen Tempel zu bauen, ist eine der wirksamsten und langjährigsten Verleumdungen der PA.

Wenn Israel die Al-Aqsa-Moschee zerstören wollte, hätte es 55 Jahre Zeit gehabt das zu tun. Tatsächlich hätte es den meisten Sinn gemacht sie sofort nach dem Ende des Sechstage-Kriegs zu zerstören, als die Palästinenser von der katastrophalen arabischen Niederlage traumatisiert waren. Aber statt die Al-Aqsa zu zerstören, riss sich Israel ein Bein aus den Arabern entgegenzukommen; dazu setzte Verteidigungsminister Mosche Dayan ein komplettes Verbot jüdischen Gebets auf dem Tempelberg und strikte Begrenzungen dazu ein, wann Juden den Berg besuchen können – nur vier Stunden am Tag und nur fünf Tage die Woche – während Muslime weiter in der Lage waren ihn zu jeder Tageszeit und Woche zu besuchen. Es sind Juden, nicht Muslime, die vom israelischen Staat kräftig eingeschränkt worden sind.

Als Vorspiel zu diesem angeblichen israelischen Plan behauptet die PA, dass Israel auch eine „Aufteilung entsprechend Bereichen und Zeiten“ auf dem Tempelberg vorbereitet, was die PA als „nur den Muslimen gehörend“ definiert. Die angebliche Teilung würde Juden und Muslimen erlauben an der Stätte an separaten Orten und zu separaten Zeiten zu beten. Das würde eine Veränderung in dem darstellen, was als der sogenannte „Status quo“ an dem Ort wahrgenommen wird, was de facto so interpretiert wird, dass es heißt Juden werde nur erlaubt den Tempelberg zu betreten, aber dort keine individuellen oder gemeinsamen Gebetet auszuführen.

Aber das ist eine Lüge. Der ehemalige israelische Führungspolitiker Benjamin Netanyahu aht oft erklärt, dass die israelische Regierung nicht die Absicht hat den Status quo zu verändern.

Im Juli 2021 bestätigte der israelische Premierminister Naftali Bennett, dass „es keine Veränderung des Status quo gibt“.

Es gibt keinen Plan, wie die Araber behaupten, die Besuchsstunden für Gebet zwischen Juden und Muslimen aufzuteilen. Keine israelische Regierung hat die Stunden verändert, zu denen Juden zu Besuch kommen dürfen. Nämlich: 7:30 bis 10:30 Uhr und 12:30 bis 13:30. Darüber hinaus gibt es keine „Gebetsstunden“ für Juden; solches Gebet ist verboten, seit Israel die Altstadt im Sechstage-Krieg in Besitz nahm.

Ungeachtet dessen präsentiert die PA „die Aufteilung nach Zeiten“ den Palästinensern als tatsächlichen israelischen Plan und als drohende Gefahr für die Al-Aqsa-Moschee. Wie von Palestinian Media Watch dokumentiert, hat die Verleumdung viele Terroranschläge angetrieben und von den Palästinensern als „Verteidigung der Al-Aqsa“ gerechtfertigt worden sind.

Die „Bedrohung der Al-Aqsa“, wenn auch in der Realität nicht existent, wird heraufbeschworen, wann immer die Palästinenserführer die Spannungen verschärfen wollen. Sie ist auch der sicherste Weg zu Terroranschlägen durch die aufzustacheln, die entsprechend zur Verteidigung Der Al-Aqsa“ aufgepeitscht worden sind.

Vor Kurzem wurde die Verleumdung im offiziellen PA-Fernsehen wiederholt:

Der offizielle Moderator des PA-Fernsehens: „Seit dem Juni-Krieg (d.h. dem Sechstage-Krieg 1967) – wir reden von seinem 55. Jahrestag – gibt es [israelische] Absichten die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören und den angeblichen Tempel zu bauen und das ist nicht nur eine Teilung nach Zeiten und Bereichen, die der Al-Aqsa-Moschee widerfahren wird.“
[Offizielles PA-Fernsehen, 6. Juni 2022]

Vor kurzem drohte einer von Mahmud Abbas‘ Beratern, dass fortgesetzte Besuche von Juden auf dem Tempelberg zusammen mit einer Aufteilung von Gebetszeiten für Juden und Muslime zu etwas wie dem dritten Weltkrieg führen wird.

„Ahmed al-Ruweidi, Berater für Jerusalem-Angelegenheiten des PA-Präsidentenbüros, sagte, dies würde „einem Angriff auf eine Milliarde Muslime weltweit gleichkommen“ und zu einem „Religionskrieg“ führen, der „die gesamte Welt erreicht“:

„Er betonte, sollten die Einmärsche und Angriffe [d.h. Besuch durch Juden] auf die Al-Aqsa-Moschee weitergehen und wenn Israel versucht eine Aufteilung [zwischen Juden und Muslimen] nach Gebetszeiten zu verhängen, dann wird das einem Angriff auf eine Milliarde Muslime weltweit gleichkommen – was die Knospen eines Religionskriegs bedeutet…“

Er fügte hinzu: „Der Religionskrieg wird nicht an den Grenzen der Region und den Grenzen des palästinensischen Volks aufhören, sondern die USA, Europa und die gesamte Welt erreichen.“

Ahmed al-Ruweidi behauptet, jede noch so kleine Veränderung am Status quo auf dem Tempelberg werde einen Weltkrieg mit „einer Milliarde Muslime“ in Gang setzen (eine merkwürdige Geringsetzung, denn Muslime neigen dazu ihre Anzahl zu übertreiben), einen Krieg, der sich nach „in die USA, nach Europa und in die gesamte Welt“ ausbreiten wird. Dieser weltweite Flächenbrand, wird uns erzählt, kann von „jeglicher Veränderung“ ausgelöst werden – einer Handvoll Juden, denen erlaubt wird still zu beten, könnte ausreichen eine Milliarde Muslime aufzupeitschen gegen die Ungläubigen in den Krieg zu ziehen.

Nabil Abu Rudeina, ein weiterer PA-Topvertreter, stellvertretender Premierminister für Information und offizieller Spreche von Abbas‘ Präsidentenbüro, hat ebenso damit gedroht, dass Beuche von Juden auf dem Tempelberg zu „Religionskrieg führen, der alles auslöschen wird“.

Wieder: Es wird wegen einer Handvoll Juden, die still den heiligsten Ort des Judentums besuchen, wo ihnen eingeschränkt gestattet wird in der Eingrenzung des Bergs herumzugehen, mit einer weltweiten Katastrophe gedroht.

Nabil Abu Rudeina sagte, die täglichen Einbrüche extremistischer Juden in die gesegnete Al-Aqsa-Moschee und ihre Plätze seien zu einer Invasion geworden und nicht zu einem Besuch. Er fügte hinzu, dass sie verurteilt werden und inakzeptabel sind.

Es gibt keine „täglichen Einbrüche“ von Juden in die Moschee; jüdische Besucher halten sich von der Moschee deutlich entfernt. Die Al-Aqsa-Moschee wird hier bewusst mit den 35 Morgen Gelände um die Al-Aqsa verschmolzen, das den gesamten Tempelberg abdeckt, wohin Juden umhergehen dürfen. Die israelische Polizei betritt die Moschee einzig bei akuter Verfolgung von Muslimen, die Felsbrocken und Sprengsätze vom Tempelberg auf jüdische Betende an der Westmauer darunter warfen oder wenn Muslime innerhalb der Moschee Felsbrocken und Sprengsätze auf jüdische Besucher des Tempelbergs werfen.

Abu Rudeina betonte, dass der rechtliche und historische Status quo an der Al-Aqsa-Moschee bewahrt werden muss und er warnte, dass fortgesetzte Invasion aus dem Konflikt einen Religionskrieg machen würde, der sich auf alles ausdehnen wird. [WAFA, offizielle PA-Nachrichtenagentur, 6. Juni 2022]

Der Status quo ist erhalten worden; er ist kein Thema. Es gibt keine „fortgesetzte Invasion“ durch Juden, sondern eine Handvoll, die für ein paar Stunden erschienen, fünf Tage die Woche, ohne Gebetstücher oder Tefillin und denen verboten ist auch nur einen Silbe Gebet zu äußern. Mit „fortgesetzte Invasion“ bezieht sich Abu Rudeina auf die Tatsache, dass am Jerusalem-Tag 2.600 Juden den Tempelberg besuchten, eine Zahl, die er mit Entsetzen sieht. Aber diese Zahl jüdischer Besucher, beträchtlich größer als an den meisten sonstigen Tagen, war nichts im Vergleich zu den 100.000 Muslimen, die regelmäßig zum Gebet auf dem Tempelberg erschienen, die Moscheen bis an die Grenzen ihrer Kapazität füllen und auf die Promenade überschwappen. Bei einigen Gelegenheiten, so wie an Eid al-Fitr, erreicht die Zahl der jüdischen Besucher sogar 250.000; jüdische Besucher bringen es in ihren höchsten Anzahlen auf wenig mehr als 1% der Zahl der Muslime, die an Feiertagen auf dem Tempelberg erscheinen. Welche Invasion durch Juden soll das sein?

Religiöse offizielle Vertreter der PA wiederholen oft, dass die Al-Aqsa-Moschee „nur für Muslime da ist“, genauso der PA-Mufti, de höchste religiöse Autorität in der PA:

Der PA-Mufti von Jerusalem und Prediger an der Al-Aqsa-Moschee, Scheik Mohammed Hussein, sagte von der Saladin-Kanzel [Al-Ayyubi] in der südlichen Moschee: ‚Die Al-Aqsa-Moschee gehört nur den Muslimen und wir werden keiner Partnerschaft oder Teilung zustimmen. Die Maßnahmen der Besatzung werden keine rechtlichen Auswirkungen haben und die Moschee mit all ihren Teilen in ihrer Gesamtheit von 144 Dunam … gehört den Muslimen.‘“

Die Israelis stimmen nicht zu, dass der heiligste Ort des Judentums, an dem 586 v.Chr. der erste Tempel und 70 n.Chr. der zweite Tempel zerstört wurden, „nur den Muslimen gehört“. Er hat fast 3.000 Jahre im Zentrum des jüdischen religiösen Lebens gestanden. Aber glauben sie, trotz Scheik Mohammed Husseins Befürchtungen, dass die Al-Aqsa-Moschee einzig den Muslimen gehört? Nur sehr selten betritt die Polizei – niemals jüdische Besucher – die Moschee, um diejenigen festzunehmen, die entweder jüdische Besucher an der Westmauer angriffen und dann hinein fliehen oder es wurden aus dem Inneren der Moschee heraus Felsbrocken und Sprengsätze auf jüdische Besucher auf dem Tempelberg selbst geworfen.

Angesichts solch empörender Behauptungen und Drohungen sollte die israelische Regierung vielleicht ihre Politik des Entgegenkommens ändern, wie sie von Mosche Dayan 1967 abgesteckt wurde und jüdischen Besuchern erlauben still Gebete zu sprechen, mit der klaren Verständigung, wenn solche Drohungen mit einem „Vernichtungskrieg“ weitergehen oder wenn die Palästinenser weiterhin Felsbrocken und Sprengsätze auf jüdische Betende an der Westmauer und auf jüdische Besucher auf dem Tempelberg werfen, die Regierung ihre Politik ändern wird und Juden erlaubt auf dem Tempelberg offen ihre Gebete zu sprechen. Je mehr die Palästinenser mit „Auslöschung“ drohen, oder je mehr sie jüdische Besucher angreifen, desto mehr muss ein Widerstand der Israelis geben. Juden auf dem Tempelberg Gebete sprechen zu lassen ist etwas, das die Welt greifen und mit dem sie sympathisieren kann. Die Menschen werden fragen: „Warum sollte Juden nicht erlaubt werden an ihrem heiligsten Ort zu beten?“

In der Tat, warum sollten sie es nicht dürfen?

Die Verfolgung von Christen in der Türkei hört nie auf

Uzay Bulut, Jihad Watch, 9. Juni 2022

Wie können christliche Familien, von denen die meisten Nachkommen der Überlebenden des Völkermords an Christen von 1913 bis 1923 in der Türkei sind, weiter überleben? Wie viel Respekt und Toleranz werden ihnen von der muslimischen Gesellschaft und Regierung in der Türkei gezollt?

Ein aktueller Vorfall, der sich gegen assyrisch-christliche Einheimische in der Kirche Mor Gevargis in einem Dorf in der Provinz Mardin richtete, gibt uns eine deutliche Antwort.

Am 6. Juni wurde in der Kirche Mor Gevargis in einem Dorf in der Probinz Mardin zum ersten Mal in hundert Jahren nach dem Völkermord an den Assyrern ein Gottesdienst gefeiert. Die Renovierung der Kirche wurde 2015 von der Stiftung Assyrische Antike Mardin begonnen.

Am Tag der Eröffnungsfeier der renovierten Kirche griff eine Gruppe von 50 Muslimen das Haus der einzigen assyrisch-christlichen Familie im Dorf an, mit der die Gruppe einen Grundstückstreit hatte. Das Haus der Familie wurde Berichten zufolge mit Steinen, Stangen und Waffen angegriffen. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Die Aggressoren setzten dann die Weizenfelder der Familie in Brand. Das Feuer wurde gelöscht, bevor es außer Kontrolle geriet und die Gendarmerie traf Sicherheitsvorkehrungen um die Felder.

Während des Angriffs hatte die Familie Gäste, darunter den Metropoliten von Mardin, Mor Filüksinos Saliba Özmen, den Hilfspriester Gabriel Akyüz und den Priester des Midyat Mor Jacob-Klosters Daniel Savcı.

Assyrer und Syrer sind in Mardin und der weiteren Region Tur Adin im Südosten der Türkei indigene Völker. Heute gibt es nur noch rund 15.000 Assyrer in der Türkei und ihr Bevölkerungskollaps ist das Ergebnis von Völkermord und Jahrzehnte langer Verfolgung.

Nachdem die Türken im 11. Jahrhundert Kleinasien und Tur Abdin eroberten, wurden die Assyrer – zusammen mit anderen Christen und Juden – zu Dhimmis, unterdrückten Untertanen eines islamischen Staates, die ihr Leben mit hohen Jizya-Steuern erkaufen mussten.

So hält Eli Kavon, ein rabbinischer Autor und Lehrer fest:

Unter dem Dhimmi-Status durften Juden und Christen keine Waffen tragen, durften nicht missionieren, wurde ihnen nicht erlaubt in Häusern zu leben, die höher als die der Muslime sind, durften ihre Rituale nicht öffentlich durchführen, durften nur auf Eseln und nicht auf Pferden reiten, durften keine neuen Kirchen oder Synagogen bauen und mussten eine jährliche Kopfsteuer zahlen. Zusätzlich mussten sie charakteristische Kleidung tragen, die sie von den Muslimen unterschied.

Trotz der systematischen Unterdrückung, behielten Assyrer und andere Christen im Osmanischen Reich Jahrhunderte lang eine starke demografische Präsenz in der Region – insbesondere durch ihre Kirchen.

Die Verfolgung der Christen kulminierte während des Völkermords von 1913 bis 1923, während dem alle Christen der osmanischen Türkei – Assyrer, Armenier und Griechen – das Ziel waren. Die Assyrer nannten den Völkermord „seyfo“, was in ihrer Sprache „Schwert“ bedeutet, weil die meisten Opfer mit Schwertern massakriert wurden.

Professor Joseph Yacoub dokumentiert den Völkermord in seinem bahbrechenden Buch von 2016, „Year oft he Sword: The Assyrian Christian Genocide, A History“ (Das Jahr des Schwertes: Der Völkermord an den assyrischen Christen – eine Geschichte):

Der Völkermord an den Armeniern von 1915 ist gut dokumenteirt. Viel weniger bekannt ist der türkische Völkermord an den Assyrern, Chaldäern und syrischen Christen, der gleichzeitig in ihren angestammten Heimat in und um das antike Mesopotamien stattfand – heute die Türkei, der Iran und der Irak. Der Beginn des Ersten Weltkriegs gab den Jungtürken und der osmanischen Regierung die Gelegenheit die Assyrer in einer Serie von Massakern und Gräueltaten auszulöschen, die dem Volk zugefügt wurden, deren Kultur Jahrtausende alt ist und deren Sprache – Aramäisch – von Jesus gesprochen wurde. Systematische Tötungen, Plünderungen, Vergewaltigung, Entführungen und Deportationen zerstörten zahllose Gemeinschaften und schufen eine riesige Flüchtlingsdiaspora. Bis zu 300.000 assyrisch-chaldäisch-syrische Menschen wurden ermordet und eine weit größere Anzahl ins Exil gezwungen. Dem „Jahr des Schwertes“ (Seyfo) 1915 gingen Jahrtausende lang andere Angriffe auf die Assyrer voraus und das spiegelt sich in aktuellen Ereignissen, nicht zuletzt durch die vom Islamischen Staat begangenen Misshandlungen.

Joseph Yakoub, dessen Familie ermordet und zerstreut wrude, hat eine fesselnde Auswahl an Augenzeugenberichten und weiteren Berichten zusammengestellt, die ein Licht auf diesen ‚verborgenen Völkermord‘ werfen. Leidenschaftlich und doch verlässlich in seiner Recherche offenbart sein Buch eine wenig bekannte menschliche und kulturelle Tragödie. Ein Jahrhundert nach dem assyrischen Völkermord befindet sich das Schicksal dieser christlichen Minderheit in der Schwebe.“

In Mardin und Teilen der weiteren Region in der Osttürkei lebten bis in die 1990-er Jahre noch ansehnliche assyrische Gemeinden; damals eskalierte der Krieg zwischen dem türkischen Militär und der PKK (Kurdischen Arbeitspartei). Die Assyrer gerieten zwischen die Fronten und mussten ihre historische Heimat verlassen, als ihre Dörfer vom türkischen Militär niedergebrannt oder evakuiert wurden. Die Assyrer waren auch von ihren muslimischen Nachbarn angegriffen und verfolgt worden, viele davon Kurden.

2017 dokumentierten die Menschenrechtsaktivisten Ayşe Günaysu und Meral Çıldır Geschichten der Beschlagnahme assyrischen Landes und der Verfolgung von Assyrern in Tur Abdin, der historischen assyrischen Heimat im Südosten der Türkei.

In einem Artikel mit der Überschrift „In der Kirche, ganz allein“ schrieb Günaysu 2017, dass eine assyrische Nonne in der Kirche Mor Dimet im Dorf Zaz in Mardin auf sich selbst gestellt den Angriffen, Drohungen und Schikanen Widerstand leistete. Trotz all der extremen Schwierigkeiten, denen sie sich gegenüber sah, lehnte die Nonne es ab ihre Kirche und ihr Dorf zu verlassen, hielt Günaysu fest.

Männer in zwei oder drei Autos führen oft zur Kirche und parken davor, sagte die Nonne. Manchmal warten sie dort oder steigen aus ihren Autos und gehen um die Kirche, schlagen an die Tür, schreien „Allahu akbar“ [Allah ist größer], brüllen der Nonne Flüche zu und sagen ihr, sie solle verschwinden.

Die Nonne sagte: Eines Abends brüllten sie mich an: „Allahu akbar, allahu akbar, du, die Tochter des kafir [Ungläubigen], du, deren Allah wir f***ten, wir kamen her, um dir den Kopf abzuschlagen. Verschwinde, sofort!“

Die Nonne wollte gerade die Gendarmerie rufen, änderte aber ihre Meinung in letzter Minute, weil sie dachte, die Soldaten würden verletzt werden, wenn Auseinandersetzungen zwischen ihnen ausbrechen sollten. Sie rief sie am Morgen und die Soldaten antworteten mit der Frage, warum sie nicht am Abend angerufen hatte.

Eines Tages kamen sie wieder und warteten lange außerhalb der Kirche. Sie gingen herum und schlugen an die Tür, brüllten und fluchten: „Was tust du hier? Die hast diesen Ort besetzt, aber das ist unser Land. Verschwinde!“

Die Nonne antwortete: „Ihr seid Muslime. Ich bin Christin. Ich bin eine Nonne. Das ist mein Dorf. Meine Kirche. Ich gehe nicht weg.“

Diese Belästigungen, Flüche, Drohungen und Schläge an die Tür finden seit Jahren statt, sagte die Nonne. Zum Beispiel fragten die Ortsansässigen des Dorfes, als der Priester des Dorfes, Abuna Yakup, außerhalb angehalten und verprügelt wurde, sie nicht einmal: „Was passiert hier? Brauchst du irgendetwas?“

Dann ging sie mehrfach zur Polizeiwache. Und die Staatsanwälte nahmen ihre Aussage auf. Ihr wurde gesagt, dass sie Wachleute brauche, aber ihr wurden keine zur Verfügung gestellt. Die Angreifer konnten nicht ermittelt werden, weil die Nonne ihr Aussehen nicht beschreiben konnte.

Dann erinnert sich die Nonne mit Tränen in den Augen: „Die prominenten Mitglieder eines [kurdischen] Stammes gingen zu dem Priester, Abuna Yakup, um ihn zu verprügeln und selbst, als er noch im Bett lag, zerrten sie an seinem weißen Bart.“

Die Nonne hatte drei Hunde, die sie beschützten. Zwei wurden von „unbekannten Angreifern“ erschossen. Sie fand sie blutüberströmt. Der dritte ist weiter verschollen.

In den 1990-er Jahren terrorisierten die von der Regierung bezahlten kurdischen „Dorfwächter“ die assyrischen Dorfbewohner. Sie erklärten offen: „Wir sind der Allah dieses Ortes. Wir sind der Staat, der Richter und der Staatsanwalt.“

Für die Assyrer wurde es unmöglich ihr Land zu bestellen oder Landarbeiter einzustellen. Physische Angriffe, Verletzungen, Landpfändungen, Schikane, Entführung von Assyrern und illegale Beschlagnahme von Grundstücken machten ihnen das Leben unerträglich.

Isa Acan, Leiter der Dorfentwicklungsvereinigung von Zaz, der in Hamburg lebt, sagte:

Verfolgung und Gesetzlosigkeit sind seit dem Seyfo (Völkermord) weiter gegangen. Sie billigen das. Täten sie das nicht, würden Tonnen unserer landwirtschaftlichen Produkte nicht illegal von Leuten geerntet, die kein Recht darauf haben. Und sie hätten nicht unsere Eichen und Mandelbäume in unseren Wäldern und Privatland nicht abgesägt und zerstört. Sie haben unsere Weinberge mit hunderten Quadratmetern niedergebrannt – natürlich erst, nachdem sie unsere Trauben pflückten!

Acan beschäftigte bis 2015 trotzdem Arbeiter, die auf seinen Feldern die Ernte einbrachten. Aber konnte das nicht länger tun, weil seine Arbeiter bedroht wurden. Diejenigen, die ihn bedrohten, nutzen heute seine Felder, ernten sie ab und übernahmen ihr Einkommen. Sie ließen sich in assyrischen Häusern nieder und verklagten sogar die wahren Eigentümer dieser Häuser, sagten: „Diese Stellen gehören uns.“

Acan erstellte eine Liste von Familien, die illegal assyrische Felder nutzen und legte sie dem türkischen Konsulat in Hamburg, dem Gouverneursbüro in Mardin und den Distriktgouverneur von Midyat vor, reichte zahllose Klagen gegen sie ein. Druck, Drohungen und physische Angriffe gehen jedoch weiter und aus den Klagen ist nichts geworden.

Sein Anwalt sagte: „Wir können durch die Klagen nichts erreichen, weil wir keine Zeugen finden können, die zu diesen Verbrechen aussagen. Die Leute haben Angst bei Gericht als Zeugen auszusagen.“ Der Anwalt fügte hinzu, dass sie nicht in der Lage waren einen Zeugen für das Gericht zu finden, nachdem Acan und der alte Priester Abuna Yakup auf der Straße erwischt und verprügelt wurden.

Zu den Versuchen assyrisches Land zu übernehmen gehört:

  • Land mit gefälschten Eigentumsurkunden beschlagnahmen
  • Assyrer verklagen, die wahren Eigentümer dieser Ländereien, damit ihr Land übernommen werden kann
  • Wenn sie damit scheitern, klagen sie erneut mit anderen Namen (als andere Antragsteller)
  • Wenn alle Anstrengungen scheitern, wendet man sich an das Staatssekretariat des Finanzministeriums und das Wälder-Ministerium in Ankara und sorgt dafür, dass diese Institutionen Assyrer verklagen. Wenn das Finanzministerium und das Waldministerium dieses Land oder Grundstücke nehmen, werden die Kläger versuchen sie später von diesen Institutionen zu bekommen.

Günaysu hielt fest, dass das Kloster Deyr Hadad oder Mor Aho teilweise in Ruinen liegen, aber die Kirche bleibt in gutem Zustand. Die Ruinen und die Kirche sind allerdings mit Löchern übersäht, die Schatzjäger gegraben haben. Und direkt neben der Kirche wurden illegal andere Gebäude gebaut.

Eine der Möglichkeiten assyrisches Land an sich zu reißen besteht im Bau von Moscheen, Häusern oder Gesundheitszentren direkt neben Kirchen. So können die Ortsansässigen später behaupten ein Recht an assyrischen Dörfern oder heiligen Stellen zu haben und mit der Zeit enden diese Stellen dann im Eigentum von Muslimen.

Das Gebäude in dem Bereich, in dem das Kloster Deyr Hadad sich befindet, und die es umgebende Mauer demonstrieren einen weiteren Versuch sich assyrisches Eigentum anzueignen. Nachdem die Behörden den Bau für illegal befanden, suchten die Assyrer Hilfe bei der damaligen kurdischen Stadtverwaltung von Mardin und Midyat. Beide behaupteten, sie seien für illegale Bauten nicht zuständig, also bleiben das illegale Gebäude und die Mauer in Verletzung der Rechte der assyrischen Eigentümer stehen. Die Assyrer, mit denen Günaysu und Çıldır sprachen, sagten, dass ihre Erwartungen in ähnlichen Situationen von kurdischen politischen und zivilgesellschaftlichen Organisationen nicht erfüllt wurden.

Günaysu berichtete auch von der Geschichte eines weiteren assyrischen Dorfes, das extrem hohem Druck und Verfolgung ausgesetzt war und in den 1990-er Jahren evakuiert wurde: Ein kurdischer Stamm, der die regierungsfeindliche HDP (Volksdemokratische Partei) unterstützt, und ein weiterer Stamm, der die AKP (Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung) unterstützt, befanden sich in einer jahrelangen „Blutfehde“. Aber als das Generaldirektorat des Grundbuchamts und Katasters in das Dorf kamen um die Landeigentümer zu registrieren, setzten diese beiden Stämme ihre Feindseligkeiten aus, trafen ein Abkommen und registrierten sich selbst als Eigentümer des assyrischen Landes.

In einem weiteren Dorf taten sich der Bürgermeister der regierenden AKP und der Leiter der regierungsfeindlichen HDP zusammen und reichten Klage gegen die assyrischen Dorfbewohner ein, so dass das assyrische Land an den Staatssekretär des Finanzministeriums übergeben wurde – damit sie das Land später für sich selbst einnehmen konnten.

Günaysu schrieb:

Die Geschichte hat sie [die Assyrer] etwas gelehrt. Es ist üblich [für Muslime unterschiedlicher politischer Neigungen] sich gegen Christen zusammenzutun, wenn es christliches Grundeigentum aufzuteilen gilt.

Die Nonne sagte: „Ich bin aus dem Dorf Hah. Der Name meiner Mutter war Nebite. Mein Vater war Isa. Er starb 1981. Sie nahmen uns aus dem Dorf und zerstreuten uns über die Welt. Dann zog ich mit meinen fünf Geschwistern und meiner Mutter nach Schweden. Ich blieb dort fünf Jahre lang. Aber ich mochte das Leben in Europa nicht. Ich sagte: ‚Ich will zurück in mein Land. Ich beschlosse zurückzukehren und Nonne zu werden. Ich widmete mein Leben den Kirchen. Ich kehrte 2001 mit Vater Yakup hierher zurück. Es gab hier keine Assyrer mehr. Als wir zurückkamen, benutzten sie [die Ortsansässigen] den Boden unserer Oliven- und Feigenbäume als Toiletten. Abwasser strömte in die Friedhöfe unserer Heiligen. Und sie hatten Toilettenwasser ins Innere unserer Kapelle geschüttet. Die Enkleistra [Ort der Abgeschiedenheit] war mit Abwasser gefüllt. Seit wir hierher zurückgekehrt sind, haben ihre Beleidigungen und Flüche nie aufgehört.“

Ab dem 7. Juli 2017 gingen Çıldır und Günaysu in assyrische Dörfer in Tur Abdin – Zaz, Dayro Daşlibo (Çatalçam), Der Kube (Karagöl), Hah (Anıtlı), Bsorino (Haberli), Sare (Sarıköy) und Kafro (Elbeğendi) und sprachen mit assyrischen Priestern, Lehrern und anderen Ortsansässigen.

Günaysu schrieb: „Wir sahen überall die Spuren des Seyfo [Völkermords an den Assyrern]. In den verlassenen, ruinenhaften Kirchen, Klöstern, Häusern, die von Schatzsuchern mit Löchern übersät wurden. Ein Assyrer sagte mir: ‚Um all das zu erzählen, müssen die Steine sprechen, denn es gibt keine Assyrer mehr, die Leute sind getötet worden.‘“

Der Völkermord an den Assyrern geht in der Türkei weiter – über Druck und die Verfolgung von Assyrern. Ihre Dörfer wurden in den 1990-er Jahren zwangsevakuiert. Seit 2002, als ein paar von ihnen aus Euorpa in ihrer Dörfer und Städte zurückkehrten, sind sie ständig angegriffen worden. Im Januar 2020 z.B. wurde das assyrische Paar Hurmuz Diril (71) und Simoni Diril (65) von unbekannten Angreifern in ihrem Dorf Meer im der Provinz Şirnak in der Südost-Türkei entführt. Die verwesenden Überreste von Simoni wurden zwei Monate nach der Entführung von einem ihrer Söhne in einem Fluss nahe ihres Hauses gefunden. Hurmuz wird weiter vermisst.

„Seyfo [der Völkermord an den Assyrern] hat nie geendet“, sagten Assyrer Günaysu. „Nicht in den 1920-ern, 1930-ern, 1940-ern, 1950-ern und bis heute nicht.“

Sie sagten:

Nach dem Seyfo [Völkermord] wurden mehr Assyrer ermordet als während des Völkermords. Sie wurden überall ermrodet. Als sie die Straße entlang gingen, bei der Arbeit auf ihren Feldern, während sie ihre Tiere grasen ließen oder ihre Ernten einbrachten. Sie ermordeten uns, sagten: „Lasst uns sie töten, damit ihre Grundstücke uns gehören können.“

Es waren nicht „nur“ Morde. Entführung von Mädchen, Leute werden auf der Straße angehalten und schwer verprügelt, verletzt und ihre Felder, Häuser, Wälder und anderes Eigentum übernommen, sie werden bedroht, schikaniert und einschüchtert.

Die Assyrer sagten:

Sie [die Muslime] haben ihre eigenen Wälder. Dennoch kommen sie immer in unsere Wälder und schlagen unsere Bäume. Wir sagen Ihnen: „Wenn ir arm seid, sagt es uns einfach; wir können euch helfen. Aber stehlt nicht.“ Aber nein, sie schlagen weiter unsere Bäume. Denn das Eigentum der kafir [Ungläubigen] ist für sei halal [erlaubt]. Wenn Leute vom Verwaltungsrat des Grundbuchamts zur Inspektion in unsere Gebiete kommen, werden sie von bewaffneten Männern der anderen Seite begleitet. Die Assysrer sagen: „Das ist unser Land.“ Sie antworten: „Sagt das nicht. All das gehört Allah.“

Die Assyrer, deren antike Vorfahren eine der größten Zivilisationen der Welt gründeten, werden immer noch drangsaliert und unterdrückt – in einem NATO-Mitgliedsstaat, der Türkei.

Der US-Diplomat a.D. Alberto Miguel Fernandez schrieb über den jüngsten Angriff auf die assyrische Familie im Mardin:

Jede assyrisch-christliche Familie ist eine zuviel. Irgendwie sind „Diversität, Toleranz und Minderheiten willkommen heißen“ nur Parolen und Politik, die im Westen anzuwenden sind. Nicht in der Türkei.