Die unglaublichen Täuschungen des Islam offen gelegt

Der Bombenanschlag in Liverpool im Kontext.

Vorbemerkung: Ich persönlich kenne viele ehemalige Muslime, die heute Christen sind. Dieser Text kann und will lediglich eine Warnung sein, dass auch das beschriebene Problem nicht aus dem Blick gerät, wie es bei der Kirchengemeinde in Liverpool war.

Raymond Ibrahim, 29. November 2021

Am 14. November 2021 zündete nahe des Haupteingangs des Liverpool Women’s Hospital in England ein Mann einen improvisierten Sprengsatz. Er allein starb, allerdings wurde auch der Taxifahrer, der ihn dorthin gebracht hatte, verletzt. Obwohl er die Sache vermasselt hatte, kamen die Ermittler zu dem Schluss, dass es sich um einen Terroranschlag handelte, der Monate lang geplant wurde.

Emad al-Swealmeen (32), der fragliche gescheiterte Terrorist, war ein geborener Muslim, der 2014 in Großbritannien ankam und Asyl beantragte, wobei er behauptete aus Syrien geflohen zu sein. Es stellte sich heraus, dass er aus dem Irak oder Jordanien kam und sein Asylantrag wurde abgelehnt.

Bald danach konvertierte Emad formell zum Christentum: 2015 wurde er getauft und 2017 in der Kathedrale von Liverpool konfirmiert. Obwohl es üblich ist, dass muslimische Migranten vorgeben Christen zu sein, um Asyl zu erhalten – aufgrund ihrer allerdings irrtümlichen Annahme, dass westliche Staaten Christen natürlich eher willkommen heißen – sagen die ihm nahe stehenden Christen, dass sein Übertritt aufrichtig war.

So sage ein Kirchenmitarbeiter in Liverpool, der Al-Swealmeen einmal bei sich unterbrachte, er glaubte, dieser sei ein „echter Christ“ … Gemeindemitglieder der Emmanuel-Kirche in Fazakerley in Liverpool, die Al-Swealmeen von 2017 bis 2019 besuchte, er sei „ein engagierter Christ“ gewesen, der Kuchen zum Kirchenverkauf backte. Pfarrer Mike Hindley sagte, Al-Swealmeen … war „ein wirklich netter Kerl“.

Nach Angaben eines Sprechers der Kathedrale, wo al-Swealmeen getauft und konfirmiert wurde,

hat die Kathedrale von Liverpool robuste Prozesse für die Feststellung entwickelt, ob jemand eine echte Hingabe zum Glauben hat. Dazu gehören die Forderung regelmäßiger Teilnahme an einem anerkannten christlichen Grundkurs. Wir erwarten von jemandem, dass er mindestens zwei Jahre eng mit der Gemeinde verbunden ist, bevor wir überlegen einen Asylantrag zu unterstützen.

Gleichermaßen argumentierte ein Sprecher der Church of England, ihr Klerus würde niemanden taufen, ohne zuerst „überzeugt zu sein, dass derjenige, der die Taufe möchte, vollständig begreift, was sie bedeutet… Wir sind uns keiner Beweise bewusst, die eine weit verbreitete Korrelation zwischen Konversion zum Christentum oder sonst einem Glauben und Missbrauch des Asylsystems nahelegt.“

Hier aus wird das Problem deutlich: Wenn al-Swealmeen ein echter Christ war – und jeder scheint zuzustimmen, dass er das war – was motivierte ihn einen Terroranschlag zu planen und auszuführen?

Die Argumente dener, die überzeugt waren, er sei ein wahrer Christ, reichen von Behauptungen, er leide an einer Geistesstörung bis zu Behauptungen, das Christentum propagiere nicht weniger als der Islam „Märtyreraktionen“ (hier widerlegt). Andere argumentieren, dieser Übertritt sei tatsächlich ernst, aber er haben ihn später bereut und versucht ihn damit abzubüßen, dass er ein jihadistischer „Märtyrer“ wurde.

Wenige sind hingegen bereit in Betracht zu ziehen, dass er von Anfang an vorgetäuscht haben könnte Christ geworden zu sein. Immerhin: Wer würde Jahre damit verbringen sich als etwas zu tarnen, was er nicht ist – regelmäßig in die Kirche gehen, beten, die Bibel lesen und insgesamt echten Glauben zum Ausdruck zu bringen – sogar Kuchen für Kirchenverkäufe zu backen?

Das Problem mit dieser Haltung ist, dass sie das Ausmaß nicht in Betracht ziehen, zu dem manche Muslime bereit sind auf sich zu nehmen, um ihre ungläubigen Feinde zu täuschen – besonders wenn ihnen die Abschiebung aus den Wohltaten des Lebens bei den Ungläubigen droht.

Die Geschichte bietet ein besonders geeignetes Beispiel. 1492 wurde Granada, die letzte muslimische Bastion in Spanien, erobert. Seinen Muslimen wurden zunächst milde Bedingungen gewährt, einschließlich dem Recht ins Ausland zu reisen und den Islam frei zu praktizieren. Aber wann immer sich die Gelegenheit ergab begannen sie viele schwer niederzuschlagende Aufstände – mehrere, „die Steinigungen, Zerstücklung, Enthauptung, Pfählung und Christen bei lebendigem Leibe zu verbrennen beihalteten“ – und konspirierten regelmäßig mit muslimischen Kräften des Auslands (z.B. den osmanischen Türken) im Versuch Spanien zurück zum Islam zu unterwandern.

Die spanische Krone gab schließlich ein Edikt aus, dass Muslime entweder zum Christentum konvertieren – und damit ihre jihadstische Feindschaft abstreifen – oder die Halbinsel verlassen müssen. In Reaktion nahm die gesamte Bevölkerung von Granada – hunderttausende Muslime – offen das Christentum an, sie blieben aber heimlich Muslime. Öffentlich gingen sie zur Kirche und tauften ihre Kinder; Zuhause sagten sie den Koran auf, predigten unsterblichen Hass auf die Ungläubigen und ihre Verpflichtung Spanien dem Islam zu unterwerfen. Und all diese Täuschung wurde von den Fatwas führender islamischer Kleriker legitimiert.

Ein Historiker erklärt die Mühen, die diese „Moriscos“ – dass sind muslimische Konvertiten zum Christentum, die immer noch „maurisch“ oder islamisch waren – unternahmen, um die Christen zu täuschen:

Damit ein Morisco als guter Christ durchging, brauchte es mehr als eine einfache Erklärung diesbezüglich. Es erforderte eine ununterbrochene Aufführung mit hunderten individueller Äußerungen und Handeln unterschiedlicher Arten, von denen viele wenig damit zu tun haben Ausdruck von Gaube oder Ritual zu sein. Verstellung [taqiyya] war eine institutionalisierte Praxis maurischer Gemeinschaften, zu denen regelmäßige Verhaltensmuster gehörten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Trotz dieser aufwändigen Maskerade bekamen die Christen das zunehmend mit: „Mit Erlaubnis und Lizenz, die ihre verfluchte Sekte ihnen gestattete“, führte ein frustrierter Spanier im 17. Jahrhundert an, „konnten sie ohne zu sündigen äußerlich jede Religion vortäuschen, solange sie ihre Herzen trotzdem ihrem falschen Hochstapler von Propheten widmeten. Wir sahen so viele von ihnen, die starben, während sie das Kreuz verehrten und gut von unserer katholischen Religion sprachen, die aber innerlich ausgezeichnete Muslime waren.“

Kurz gesagt: Generation um Generation Muslime gab vor in Spanien vorbildliche Christen zu sein und als solche zu leben – obwohl sie nichts als Hass für das Christentum und Christen empfanden – und alles, um vor Ort zu bleiben und Spanien für den Islam zurückzuerobern.

Muslime unternehmen auch keine solch großen Täuschungen, um Ausweisungen zu entgehen. Manche setzten sie ausschließlich für mörderische Zwecke ein. 2013 wurde zum Beispiel ein Mordkomplott gegen einen christlichen Pastor in der Türkei aufgedeckt; 14 muslimische Verdächtige, darunter mindestens drei Frauen, wurden verhaftet. Nach Angaben des betroffenen Pastors Emre Karaali „besuchten zwei von ihnen mehr als ein Jahr lang unsere Kirche und waren wie Familie“. Eine wurde sogar getauft. In Wirklichkeit „hatten diese Leute unsere Kirche infiltriert und sammelten Informationen über mich, meine Familie und die Kirche und bereiteten einen Anschlag auf uns vor“.

So betrachtet erscheint die Vorstellung, dass Emad al-Swealmeen getauft wurde und einige Jahre zur Kirche ging, um Asyl zu erhalten – und dann sein wahres Gesicht zeigte, indem er nach der Ablehnung komplett in den Jihadistenmodus wechselte – gar nicht so weit hergeholt.

Waqf warnt, Israel unterzieht Kinder Gehirnwäsche, damit sie glauben die Tempel hätten exisitert

Elder of Ziyon, 18. November 2021

Der Stiftungsrat für Islamische Angelegenheiten und Heiligtümer in Jerusalem, den man als Waqf kennt, warnte heute: „Die Inszielnahme der Al-Aqsa-Moschee durch extremistische jüdische Gruppen hat mit der von dem sogenannten Bildungskomitee in der Knesset veröffentlichten Entscheidung Schulen, die dem israelischen Bildungsministerium angeschlossen sind, zu überzeugen die gesegnete Al-Aqsa-Moschee in Bildungsreisen jüdischer Schüler einzubeziehen ein Gefahrenniveau erreicht.“

In der Erklärung hieß es, die Entscheidung sei getroffen worden, „um die Zahl der jüdischen Störungen in der gesegneten Al-Aqsa-Moschee zu stärken und die Vorstellung des angeblichen Tempels in entstehenden Gemütern zu festigen.

JA, sie warnen davor, dass israelische Schulen Kindern Gehirnwäschen unterziehen, so dass sie glauben, dass die jüdischen Tempel existieren.

Die Waqf bekräftigte, dass der Tempelberg, ein Ort, den Muslime Bait nennen, eine rein islamische Moschee ist, die allein Muslimen gehört und keine Teilung oder Partnerschaft akzeptiert.

An einem Ort, den sie Bait al-Maqdis nennen, nach dem hebräischen Beit HaMikdash, was Heiliger Tempel bedeutet.

Die antisemitische Waqf sagt weiter: „Die Behauptung von Nichtmuslimen, dass die gesegnete Al-Aqsa-Moschee Teil ihres Erbes sei, ist eine falsche und verleumderische Behauptung, um sie zu stürmen und die historische, religiöse und juristische Situation zu stören, die dort eine lange Zeit lang bestanden hat.“

Die Gruppe sagte auch, dass Israel versucht in der Region in religiöse Kriege auszulösen. Und direkt danach ruft sie alle arabischen und muslimischen Staaten auf einen judenreinen Tempelberg zu unterstützen.

„Ja, aber“ – Entlarvung des Kerns der Verteidigung des Islam

Raymond Ibrahim, 15. November 2021

„Ja, aber…“ Das ist das, was inzwischen den Kern aller muslimischen Apologetik repräsentativ geworden ist. Wann immer eine islamische Doktrin oder Prinzip beschuldigt wird Hass, Gewalt, Frauenfeindlichkeit usw. zu propagieren, eilen seine Verteidiger herzu und argumentieren: „Ja, ein paar Muslime verdrehen diese Lehrer für ihre Ziele, aber die Doktrin lehrt in Wirklichkeit etwas anderes.“

Zum Beispiel bot der muslimische Kleriker Usama Hasan in seiner Verteidigung der taqiyya, die Täuschung erlaubt – ob unter eingeschränkten oder breiten Umständen ist strittig – die folgende „ja, aber“-Erklärung:

Es stimmt, dass hartgesottene islamistische Terroristen wie der Al-Qaida und ISIS-Unterstützer Usman Kahn, der in der Fishmongers‘ Hall zwei Menschen ermordete [nachdem er vorgab „rahbilitiert“ zu sein], das Prinzip der taqiyyah missbrauche, um ihrer Sache zu dienen. Aber der Vorwurf, dass alle Muslime generell religiös verpflichtet sind zu lügen und das routinemäßig tun, ist sowohl gefährlich als auch unwahr.

Aber wie soll der Ungläubige wissen, welcher Muslime „das Prinzip der taqiyyah missbraucht“ und welcher nicht, insbesondere da nicht wenige Muslime überzeugt sind, dass der Islam ihnen erlaubt zu lügen und zu täuschen – solange das zu tun als Hilfe für die Förderung der Sache des Islam gesehen werden kann (auf Grundlage des Einsatzes von Täuschung durch ihren eigenen Propheten)? Mit anderen Worten: Das wahre Problem ist nicht, dass „hartgesottene islamistische Terroristen“ diese oder jene muslimische Doktrin „missbrauchen“, sondern vielmehr, dass solche Lehren fundamental unethisch sind und als solche seit den frühen Anfängen des Islam immer dazu geeignet waren „missbraucht“ zu werden.

Bedenken Sie z.B. dieses arabischsprachige Video eines muslimischen Klerikers in Ägypten, der anspricht, wie Terroristen islamische heilige Schriften „missbrauchen“, um das Töten von Nichtmuslimen zu rechtfertigen. Er sprach besonders den Bombenanschläge auf koptisch-orthodoxe Kirchen an, die in den letzten Jahre Dutzende christliche Gläubige in Ägypten den Tod brachten.

In seiner Predigt sagte Scheik Samir Haschisch, dass diejenigen Muslime, die Bomben gegen Kirchen richten und Ungläubige töten, oft einen Sahih-Hadith (eine Äußerung, die Mohammed zugeschrieben und als authentisch angesehen wird), wo der Prophet sagte: „Ein Muslim darf nicht aufgrund des Berichts eines kafir [eines Nichtmuslim oder Ungläubigen] getötet werden.“ Nachdem er sagte, dass der Hadith nicht das uneingeschränkte Gemetzel an Nichtmuslimen rechtfertigt, legte Haschisch genauer dar:

Der Hadith selbst ist natürlich authentisch… Aber der Hadith bedeutet nicht, dass wer auch immer ohne Grund irgendjemanden aus den Völkern des Buchs [Christen und Juden] tötet, das mit Recht getan hat. Der Hadtih schließt einfach die Todesstrafe von den möglichen Bestrafungen aus. Mit anderen Worten: Der Muslim, der einen Nichtmuslim ohne Grund tötet – hat er Unrecht oder nicht? Er hat Unrecht. Muss er bestraft werden oder nicht? Er muss bestraft werden – aber unter Ausschluss der Todesstrafe. Lasst ihn verurteilt werden, aber tötet ihn nicht. Warum? Wegen dem, was der Hadith sagt. Der Prophet sagte: „Ein Muslim darf nicht aufgrund des Berichts eines kafir [Ungläubigen] getötet werden.“ Warum? Weil sein Blut nicht gleich ist. Das Blut des Muslim ist höherwertig. Nennt es Rassismus oder wie immer ihr wollt, aber natürlich ist das Blut des Muslim höherwertig. Das steht nicht zur Diskussion. [meine eigene Übersetzung]

Beachten Sie, dass der Scheik zwar geltend macht, dass Radikale den Hadith verdrehen, um etwas zu sagen, was er nicht sagt – dass jeder Muslim, der einen Ungläubigen tötet, von jeder Bestrafung ausgenommen ist – was der Hadith aber wirklich sagt – dass das Leben eines Muslim wertvoller ist als das Leben eines Nichtmuslims – wenig besser und möglicherweise gar schlimmer ist.

Oder betrachten Sie, wie eine weitere gebildete muslimischer Gelehrte versuchte der Versklavung und Vergewaltigung nichtmuslimischer Frauen Glanz zu verleihen. Während sie Sure 4,3 diskutierte, die über ungläubige Kriegsgefangene als „Eigentum“ berichtet, erklärte Suad Saleh, eine Professorin für islamische Doktrin an der Al-Azhar-Universität in Ägypten, korrekterweise, dass „weibliche Kriegsgefangene ‚diejenigen sind, die euer Eigentum sind‘. Um sie zu demütigen, wurden sie zum Eigentum der Armeekommandeure oder eines Muslim und er kann Sex mit ihnen haben, wie er Sex mit seinen Frauen hat.“

Aber dann fuhr die Al-Azhar-Professorin damit fort so zu sprechen, als sei das wahre Problem nicht die Institutionalisierung der Sexsklaverei durch den Islam, sondern eher, wie manche Muslime sie zum Nachteil des Images des Islam missbrauchen. Sie sagte:

Manche [muslimische] Opportunisten und Extremisten, die nur dem Islam schaden, sagen: „Ich werde eine Frau aus Ostasien bringen, [als Sexsklavin] unter dem Status des ‚Besitzes der rechten Hand‘. Und mit der Zustimmung meiner Frau werde ich dieser Frau einen Raum in diesem Haus zuweisen und werde Sex mit ihr als Sklavenmädchen haben.“ Das ist Unsinn. Das wird vom Islam gar nicht angeordnet. Der Islam sagt, dass eine Frau entweder ein Ehefrau oder eine Sklavin ist. Sklaven in legitimem Besitz kommen von Kriegsgefangenen.

Was Ägyptens Professorin Saleh, Scheik Haschisch und viele andere Gelehrte offensichtlich nicht begreifen, ist, dass inhärent ungerechte Gesetze – solche, die die sexuelle Versklavung von Frauen aus dem einfachen Grund erlauben, dass sie Nichtmuslime sind oder unter der Annahme agieren, dass der Wert menschlichen Lebens auf ihrem Status als Muslime oder Nichtmuslime gründet – immer „missbraucht“ werden.

Sure 2,256 besagt zum Beispiel, dass es im Islam keinen Zwang gibt. Aber weil andere Koranverse Muslime aufrufen Christen und  Juden zu hassen und Krieg gegen sie zu führen (Sure 60,4, 3,28, 9,29), ist es nur natürlich, dass in Vergangenheit und Gegenwart Zwangskonversionen üblich waren. Immerhin kann für die Hölle bestimmte, sozial entrechtete Ungläubige dazu zu bringen den Islam anzunehmen als selbstlose Tat rational gemacht werden. Darüber hinaus hilft es den Islam mächtig zu machen, was immer etwas Gutes ist. So erklärte ein Menschenrechtsbericht bei der Diskussion zügellosen sexuellen Missbrauchs und Zwangskonversion christlicher Mädchen in Pakistan:

Die dunkle Seite der Zwangskonversion zum Islam ist nicht nur auf die religiösen Muslimgruppen beschränkt, sondern involviert auch kriminelle Elemente, die Vergewaltigung und Entführung betreiben und dann ihre abscheulichen Verbrechen damit rechtfertigen ihre Opfer zwangsweise zum Islam zu konvertieren. Die muslimischen Fundamentalisten freuen sich diesen Kriminellen Unterschlupf zu bieten und nutzen die Ausrede, dass sie ihrer heiligen Sache der Vermehrung der Muslimbevölkerung einen großen Dienst erweisen. (Hervorhebung hinzugefügt)

Genauso sagt Sure 9,29-29, dass Krieg gegen Völker des Buches nur Enden kann, wenn Letztere zustimmen ihren muslimischen Herren Tribut (jizya) zu zahlen. Und sie zahlten in der Tat, mehr als ein Jahrtausend lang, bis die Praxis dank europäischen Drucks in der Kolonialzeit formell abgeschafft wurde. Apologeten sagen, dass Sure 9,29 bedeutet, Christen und Juden  müssen die Jizya an Repräsentanten des islamischen Staats zahlen, nicht einfach irgendeinem Muslim. Heute hingegen betrachten Kriminelle mit muslimischem Hintergrund, die mit den Grundlagen von Sure 9,29 vertraut sind – dass Ungläubige bekriegt werden müssen, bis die zahlen – Christen und andere Minderheiten in ihrer Mitte als Sparschweine: Sie sind Freiwild für Raub, Plünderung und Entführung um Lösegeld zu erpressen – manchmal sogar getötet zu werden, nachdem Lösegeld gezahlt wurde – wie die koptischen Christen in Ägypten bezeugen können.

Ein muslimischer Kleriker und Sozialhilfeempfänger in Großbritannien formulierte es so, als er britische Steuerzahler einmal zu „Sklavenerklärte:

Wir nehmen die Jizya, die ohnehin unser haq ist [Arabisch für „Lohn“ oder „Recht“] ist. Die normale Situation ist übrigens die, Geld von den kafir [Ungläubigen] zu nehmen, nicht wahr? Das ist also die normale Situation. Sie geben uns das Geld – ihr arbeitet, gebt uns das Geld, Allahu Akbar. Wir nehmen das Geld.

Kurz gesagt: Das Problem ist weniger, dass manche Muslime die Doktrin der taqiyya „missbrauchen“ – sondern eher, dass eine Doktrin, die Lügen und Täuschung sakralisiert, überhaupt existiert; das Problem ist weniger, dass einige Muslime fälschlich glauben, dass sie keine Bestrafung verdienen, wann immer sie „minderwertige“ Ungläubige töten – sondern dass islamische heilige Schriften überhaupt lehren, dass muslimisches Blut „höherwertig“ ist als nichtmuslimisches Blut; das Problem ist weniger, dass manche Muslime nicht streng den Regeln des Islam zu sexueller Versklavung von Ungläubigen-Frauen folgen – sondern dass der Koran überhaupt erlaubt nichtmuslimische Frauen zu versklaven; das Problem ist weniger, dass manche Muslime den Auftrag des Koran ignorieren, dass es keinen Zwang in der Religion gibt – sondern dass er überhaupt Feindschaft und Krieg gegen Nichtmuslime fordert; das Problem ist weniger, dass manche Muslime nicht den Regeln des Islam dazu folgen, wer das Recht hat von Ungläubigen die Jizya einzusammeln – sondern dass er überhaupt die finanzielle Erpressung von Nichtmuslimen zulässt.

Es ist kein Trost zu erfahren, dass islamische heilige Schriften falsch interpretiert werden, um diese Ungerechtigkeit zu fördern, wenn ihre wahre Interpretation in Wirklichkeit genau diese Ungerechtigkeit erlaubt.

Der vergessene Kreuzzug des Christoph Columbus gegen den Jihad

Raymond Ibrahim, 14. Oktober 2021

Ein weiterer Columbus Day ist gekommen und vorbei. Obwohl er mit den üblich Denunzierungen und erbostem Wokeismus wegen des angeblichen „Völkermords“ durch den italienischen Entdecker gegen Einheimische „gefeiert“ wurde, gab es eine einflussreiche Stimme, die Columbus verteidigte: Am 11. Oktober unterzeichnete Floridas Gouverneur Ron DeSantis eine Proklamation, aus der hier ein Auszug folgt:

Columbus steht als einzigartige Persönlichkeit in der westlichen Zivilisation da, der Mut, Risikobereitschaft und Heldentum angesichts enormer Widrigkeiten veranschaulicht; als Visionär, der die Möglichkeiten der Erforschung über die Grenzen Europas hinaus sah; und als Gründervater, der die Grundlagen für das legte, was eines Tages die Vereinigten Staaten von Amerika werden sollte, die des Columbus Day damit gedenkt, dass sie ihren Bundesdistrikt [den Zusatz zu Hauptstadt] nach ihm benannten.

Das stimmt zwar alles, aber Columbus steht für und ist eine Erinnerung an etwas anderes, das heute wenig bekannt, wenn nicht gar komplett vergessen ist: Er war zu allererst, ein Kreuzzügler – ein bekennender Feind des Jihad; bei seinen Forschungsreisen ging es in erster Linie darum die islamischen Sultanate zu umgehen und letztlich zu kontern, die Europa umgaben und terrorisierten – nicht darum Gewürze zu finden.

Als er geboren wurde, befand sich der damals mehr als 800 Jahre alte Krieg mit dem Islam – oder eher die Verteidigung gegen den Jihad – auf einem Allzeithoch. 1453, als Columbus 2 Jahre alt war, brandschatzten die Türken endgültig Konstantinopel, ein mit Gräueln überfrachtetes Ereignis, das die Christenheit in ihrem Innersten erschütterte.

Im Verlauf der folgenden Jahre fuhren die Muslime damit fort tief in den Balkan vorzudringen, hinterließen dabei viel Tod und Zerstörung, wobei Millionen Slaven versklavt wurden. (Ja, die zwei Worte sind etymologisch verwandt und das aus genau diesem Grund.)

1480, als er 29 Jahre alt war, schafften die Türken es sogar in Columbus‘ Heimat Italien einzudringen, wo sie in der Stadt Otranto 800 Christen rituell köpften – und ihren Erzbischof durchsägten – weil sie es ablehnten den Islam anzunehmen.

Das war der Kontext, in dem Spaniens Monarchen Ferdinand und Isabella – selbst bekennende Kreuzzügler, besonders die Königin, die 1492 die Jahrhunderte dauernde Reconquista Spaniens mit der Befreiung Granadas vom Islam abschloss – Columbus in ihre Dienste nahmen.

Sie finanzierten seine ehrgeizige Reise im Versuch – wie des der Historiker Louis Bertrand ausdrückte – „einen endgültigen und entschiedenen Kreuzzug gegen den Islam über die westindischen Inseln“ zu beginnen. (Das ging natürlich in die Hose und gipfelte in der zufälligen Entdeckung der Neuen Welt.)

Viele Europäer waren überzeugt, dass sie, wenn sie nur die Völker östlich des Islam erreichen konnten – die, wenn sie nicht christlich, zumindest „noch nicht von der mohammedanischen Plage infiziert“ waren, um es mit Papst Nikolaus V. (gest. 1455)) zu sagen – den Islam zwischen sich zerquetschen könnten. (Der Plan war Jahrhunderte alt und verband die Legende des Priesterkönigs Johannes, dem angeblichen christlichen Monarchen, der im Osten regierte und eines Tages nach Westen marschieren würde, um die Christenheit durch die Vernichtung des Islam zu rächen.)

All das geht klar aus Columbus‘ Briefen hervor: In einem verweist er auf Ferdinand und Isabella als „Feinde der elenden Sekte des Mahommet“, die „entschlossen sind mich in Regionen der Indien zu schicken, um zu sehen [wie die] Menschen dort bei den Kriegsbemühungen helfen können].“ In einem weiteren Schreiben an die Monarchen, nachdem er die Neue Welt erreichte, bietet Columbus an eine Armee „für den Krieg und die Eroberung Jerusalems“ auszuheben.

Spanien und Columbus waren auch nicht die ersten, die diese Strategie umsetzten; sobald Portugal 1249 vom Islam geräumt worden war, begann sein Militär ins muslimische Afrika vorzudringen. „Die große und alles überragende Motivation hinter der explosiven Energie und dem expansiven Intellekt von Prinz Heinrich dem Seefahrer [geb. 1394]“, schreibt der Historiker George Grant, „war der schlichte Wunsch das Kreuz zu nehmen – um das kämpfende Schwert über Afrika zu tragen und damit eine neues Kapitel im heiligen Krieg der Christenheit gegen den Islam zu eröffnen.“ Er begann all diese Entdeckungsreisen, weil „er danach strebte zu wissen, ob es in den dortigen Teilen irgendwelche christlichen Prinzen gab“, die „ihm gegen die Feinde der Glaubens helfen würden“, schrieb ein Zeitgenosse.

Macht all das Columbus und in Erweiterung Ferdinand und Isabella – ganz zu schweigen von der gesamten Christenheit – zu „Islamophoben“, wie die wenigen modernen Kritiker, die den islamischen Hintergrund der Reise des Columbus erwähnen, es oft zum Vorwurf machen?

Die Antwort lautet: Ja – aber nicht in der Art, wie das Wort heute verwendet wird. Während das griechische Wort phobos immer „Angst“ bedeutet hat, impliziert seine Verwendung heute „irrationale Angst“. Bedenkt man jedoch, dass der Islam fast tausend Jahre vor Columbus die Christenheit wiederholt angriff, bis zu dem Punkt, dass er drei Viertel von dessen ursprünglichem Territorium schluckte, darunter Jahrhunderte lang Spanien; dass die jüngste Wiederholung des Islam in Gestalt der osmanischen Türken, in der Zeit von Columbus in der Verheerung des Balkan und des Mittelmeers bestand; und dass der Islam selbst Jahrhunderte nach Columbus den Westen immer noch terrorisierte – 1683 mit 200.000 Jihadisten auf Wien marschierte und Amerika in seinen ersten Krieg als Nation provozierte – ist schon die Andeutung, dass historische christliche Angst vor dem Islam „irrational“ sei, selbst der Gipfel des Irrationalen.

An einem normalen Freitag besuchen heute mehr Muslime die Al-Aqsa als jemals unter muslimischer Herrschaft

Elder of Ziyon, 5. November 2021

Es ist Freitag, was heißt, dass Zehntausende Muslime den Tempelberg besuchen werden, wie sie das an jedem Freitag tun.

Hier ist ein Bild davon, wie es an einem Freitag im Oktober aussieht, wenn 50.000 Muslime zu Gebet kommen.

Muslimische Medien berichten typischerweise von 40.000 bis 50.000 Besuchern an jedem Freitag. Selbst während COVID gab es jede Woche zehntausende Besucher, wenn der Berg geöffnet war.

Soweit ich das sagen kann, beuschen unter jüdischer Herrschaft an einem typischen Freitag mehr Muslime den heiligsten Ort des Judentums als jemals zuvor sogar in der Geschichte an muslimischen Feiertagen unter muslimischer Herrschaft.

Ich habe nach Fotos oder Beschreibungen gesucht, die die Zahl der Muslime schätzen, die den heiligen Ort auch während muslimischer Feiertage besuchten; es gibt zwar einige Beschreibungen, die „tausende“ Betende erwähnen, aber nie habe ich einen Bericht über „Zehntausende“ gesehen, wie die Stätte sie heutzutage in jeder einzelnen Woche erlebt.

Der Brief eines britischen Einwohners Jerusalems im Manchester Guardian vom 23. November 1937 bestreitet die Behauptung, dass 10.000 Muslime den Mufti um den Tempelberg trugen, indem darauf hingewiesen wurde, dass der Haram esch-Scharif lediglich vielleicht einmal im Jahr so viele Muslime anzieht.

Die einzige Zeit, in der Mengen an muslimischen Betenden auf den Haram esch-Scharif drängen, ist an einem Freitag und das heißt den Bogen stark zu spannen, wenn man sagt, dass 10.000 Muslime an einem gewöhnlichen muslimischen Sabbath in den Bereich der Moschee kommen. Wahrscheinlich ist, dass solch große Mengen (10.000 ist eine eher steile Zahl für eine Menschenmenge) während Nebi Musa kommen, aber kaum zu irgendeiner anderen Zeit im Jahr.

1922 lebten in Jerusalem nur 13.000 Muslime und 1948 waren es 40.000 (verglichen mit mehr als 300.000 heute), daher währen 40.000 Besucher zu jeder Zeit unter muslimischer Herrschaft eine astronomische Besucherzahl gewesen.

Heute lässt Israel an Freitagen im Ramadan rund 200.000 Muslime Jerusalems heiligste Stelle besuchen.

Ich bin in meiner Behauptung zuversichtlich , dass heute, an einem typischen Freitag, mehr Muslime den Ort besuchen werden, an israelischen Wachen vorbeigehen, als sie es zur jeder Zeit zuvor in den gesamten 1.200 Jahren muslimischer Kontrolle Jerusalems jemals machten.

Der Kontrast dazu, dass Muslime Juden den Besuch des Tempelbergs oder der Patriarchenhöhle unter ihrer Herrschaft nicht zuließen, könnte nicht auffälliger sein.

Niemals in der Geschichte hat es für alle Religionen so freien Zugang zu heiligen Stätten gegeben wie unter jüdischer Herrschaft; aber dennoch beschuldigte die UNO Israel diese Woche erneut „rassischer und ethnischer Diskriminierung“.

Wir leben wahrlich in „1984“, wo Ignoranz Macht ist.

Wie der Islam Christus verstümmelt

Raymond Ibrahim, 2. November 2021

Der Islam beansprucht Abraham, Moses und Jesus nicht nur; er beansprucht offensichtlich auch postbiblische Personen wie den Heiligen Georg. Das erklärt ein aktueller Artikel in My London, dessen wahrer Zweck es offenbar ist „Gemeinsamkeiten“ von Christen und Muslimen zu beteuern. So erfahren wir, dass sich „am Tag des Heiligen Georg, der in der östlichen Christenheit am 6. Mai begangen wird, Muslime im Raum Nazareth der christlichen Verehrung des Heiligen anschließen“.

Das Judentum findet ebenfalls seinen Weg in diesen Artikel religiösen Synkretismus: „Nach Angaben einiger Sufi-Traditionen sind der [hebräische] Prophet Elias, Al-Khidr [eine Figur aus dem Koran] und er Heilige Georg alle ein und dieselbe Person. Sie glauben, Elias erschiene zu verschiedenen Zeiten in der Menschheitsgeschichte unter unterschiedlichen Namen, um heimgesuchten Gläubigen in Krisenzeiten zu helfen.“

Der gesamte Artikel ist ein Zeugnis der weit verbreiteten Überzeugung, weil Judentum, Christentum und Islam viele gleiche Persönlichkeiten aufweisen, Verständigung zwischen den frei Glauben nicht nur einfach sei, sondern das natürlichste ist, was man tun kann.

In dieser Kalkulation fehlt die allerwichtigste Tatsache, nämlich dass der Islam mit biblischen Personen nicht so umgeht, wie das es Christentum tut. Christen akzeptieren die hebräische Bibel (das „Alte Testament“), wie sie ist. Sie fügen nichts hinzu, nehmen nichts weg und verzerren die Berichte über die Patriarchen nicht, auf die die Juden sich stützen.

Umgekehrt stützt sich der Islam zwar auch auf Personen aus dem Alten und Neuen Testament – wegen des Gewichts des Altertums, das an ihre Namen gebunden ist – gestaltet sie aber auf eine Weise neu, die ihn selbst bestätigt und das Judentum wie das Christentum ungültig macht. Das verbrennt Brücken eher statt sie zu bauen.

Bedenken Sie zum Beispiel den Umgang des Islam mit Jesus (im Koran „Isa“). Der Islam bestreitet nicht nur vehement, dass Christus der Sohn Gottes ist, sondern ein neues Buch über islamische Quellen unterstreicht unabsichtlich die Tatsache, dass „Isa die Antithese Jesu“ ist – sein Doppelgänger.

Obwohl das Buch Muslim Sources of the Crusader Period (Muslimische Quellender Kreuzritter-Zeit) der Professoren James E. Lindsay und Suleiman Mourad jede Menge wichtiger Dokumente aus dieser Ära enthält, darunter erstmalige Übersetzungen, sind die Schriften von Ibn ‘Asakir (1105-1175) – ein einflussreicher islamischer Gelehrter, der auch die populären Vierzig Hadithe für die Aufstachelung zum Jihad – über Jesus, basierend auf etablierten Hadithen, für unser Thema relevant. Von Anfang bis Ende nutzt Ibn ‘Asakir, wie alle anderen muslimischen Gelehrten vor und nach ihm, Jesus, um den Islam zu bestätigen und den von Christus begründeten tatsächlichen Glauben für ungültig zu erklären.

Nach Angaben dieser muslimischen Berichte wird Jesus in der Tat zurückkehren – christliche „Brückenbauer“ zum Islam können sich darüber freuen – aber nur um „die Kreuze zu brechen, die Schweine zu schlachten, die Jizya-Steuer für Nichtmuslime zu beenden, Krieg gegen die Völker des Buchs (d.h. Juden, Christen, Zoroastrier usw.) und anderes Gesetzwidriges zu führen…“ (S. 158) Kurz gesagt: Der Jesus des Islam scheint ein Jihadist auf Augenhöhe mit ISIS zu sein.

Hier eine Auswahl aus Ibn ‘Asakris „Biografie“ von Jesus/‘Isa (aus Muslim Sources of the Crusader Period):

Er zitiert Mohammed mit der Behauptung, wer immer bereit ist ihn – Mohammed – Christi gleichzustellen sowie dem ältesten christlichen Glaubensbekenntnis (1. Kor. 15,3-7) zu bestreiten, wird in den Himmel kommen.

Wer immer bezeugt, dass es keinen Gott außer Allah gibt, alleine und ohne Partner, und dass Mohammed Sein Diener und Bote ist und dass Jesus Sein Diener und Bote ist, der Sohn Seines Dieners, Sein Wort, das er Maria gab und ein Geist von Ihm, den wird Allah dafür, dass er das sagt, ins Paradies lassen (S. 159).

Wenn eine Frau zu Jesus sagt: „Gesegnet ist der Leib, der dich gebar und die Brust, an der du gesäugt wurdest“, antwortete ein schockierter Jesus: „Nein, sondern gesegnet ist der, der den Koran liest und dem folgt, was darin steht.“ (S. 159)

In mehreren dieser Hadithe scheint Mohammed die Absicht zu haben sich selbst Jesus gleichzustellen. So auch, als seine Kinderbraut Aischa den Propheten fragt: „Wenn Ich länger lebe als du, würdest du mir erlauben neben dir beerdigt zu werden?“ „Nein“, antwortet Mohammed, „an diesem Ort ist nur Raum für mein Grab, für Abu Bakrs Grab [Mohammeds Gefährte und Nachfolger bzw. der erste Kalif], für ‘Omars Grab [Mohammeds Gefährte und der zweite Kalif] und für das Grab von Jesus, dem Sohn von Maria“ (S. 160).

In einem weiteren Bericht sagt Mohammed: „Die biblischen Propheten sind Geschwister gleicher Abstammung. Ich und Jesus sind Geschwister, weil er mich prophezeite und es gibt keine Propheten zwischen mir und ihm“ (S. 161).

In noch einem Bericht stellt Ibn ‘Asakir Jesus als hinter moch einem anderen Kalifen (Muawiya I.) betend dar: Dann, „nachdem Jesus sein Gebet beendet, wird er seine Lanze nehmen, auf den Antichrist zugehen und ihn töten. Dann wird Jesus sterben und die Muslime werden ihn waschen und beerdigen“ (S. 161).

So sieht die Transformation – oder Mutation – aus, der Jesus in der muslimischen Tradition unterzogen wurde. Und von Christen wird erwartet, dass sie dies als mögliche „Brücke“ zum Islam betrachten, als Quelle der „Gemeinsamkeiten“?

Zufällig ist das dasselbe wie bei anderen biblischen Persönlichkeiten. Bedenken Sie Abraham (Ibrahim), nach dem die gesamte „abrahamitische“ Bewegung benannt ist. Während Juden und Christen sich auf andere Aspekte Abrahams konzentrieren – erstere sehen ihn als ihren fleischlichen Patriarchen, letztere als ihren Patriarchen im Glauben oder im Geist (s. z.B. Gal. 3,6) – verlassen sie sich beide auf denselben wörtlichen Bericht Abrahams, wie er in Genesis (1. Buch Mose) zu finden ist.

Im muslimischen Bericht hingegen wird der Hass eingeführt und veranschaulicht, den Muslime für Nichtmuslime haben müssen: „Ihr habt doch ein schönes Vorbild in Ibrahim“, informiert Allah die Muslime in Sure 60,4: „und denjenigen, die mit ihm waren, als sie zu ihrem Volk sagten: ‚Wir verleugnen euch, und zwischen uns und euch haben sich Feindschaft und Haß auf immer offenkundig gezeigt, bis ihr an Allah allein glaubt.‘“

Tatsächlich ist dieser Vers DER Eckstein-Vers, den alle „radikalen“ Muslime, besonders die des Islamischen Staats, als Beweis anführen, dass Muslime alle Nichtmuslime hassen müssen. Mit anderen Worten: Weit entfernt davon als Brücke zwischen Islam und Judentum und Christentum zu dienen, lehrt Abraham die Muslime, sie müssen Juden und Christen hassen.

Man kann immer so weiter machen: Gemäß islamischen Traditionen ist Maria, die Mutter Christi, Mohammeds „Ehefrau“ im Himmel – noch eine weitere Darstellung, die die kaum „Brücken“ zu schlagen scheint, besonders nicht zu Katholiken.

Hier haben wir sicherlich etwas Seltsames: Wenn gewisse Leute – nämlich Weiße – sich, sagen wir, die oberflächliche Kleidung anderer Menschen „aneignen“ oder sich so kostümieren, dann wehe! Alles ist Übel. Aber wenn der Islam sich etwas aneignet und die zentralen Personen zweier Religionen (Judentum und Christentum) komplett pervertiert, sollen Juden und Christen sich dabei gut fühlen, es als Gelegenheit für „Aussöhnung“ mit dem Iran betrachten. Interessant, wie das läuft.

Um es klar zu sagen: Die muslimische Aneignung und folgende Verstümmelung biblischer Personen ist eine Quelle von Problemen, nicht für Lösungen. Das ist einzig säkulares Denken, das sich nicht über die oberflächliche Tatsache erheben kann, dass drei Religionen dieselben Personen beanspruchen – und sie deshalb letztlich „miteinander auskommen“ müssen – die sie nicht begreifen und nie begreifen werden. Der Artikel zum Heiligen Georg in My London – der übermäßig viel Menge Zeit damit verbringt Witze über das Trinken in Kneipen zu reißen – ist ein perfektes Beispiel.

Der Völkermord an den Armeniern: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft?

Das Massaker an 1,5 Millionen Christen war letztlich ein heftiges Segment eines uralten und fortdauernden Kontinuums.

Raymond Ibrahim, 8. September 2021 (Doc Emet Productions)

Am 24. April 2021 wurde Joe Biden zum ersten amtierenden US-Präsidenten, der formell den Völkermord an den Armeniern anerkannte. Worum ging es bei diesem Völkermord und welche Bedeutung hat er heute?

Das Genocide Education Project [Bildungsprojekt Völkermord] bietet eine Zusammenfassung dieses tragischen Ereignisses, das sich während des Ersten Weltkriegs abspielte, nämlich von 1915 bis 1917:

Mehr als eine Million Armenier starben als Ergebnis von Hinrichtungen, Verhungern, Krankheiten, der brutalen Umwelt und körperlichem Missbrauch. Ein Volk, das seit fast 3.000 Jahren in der östlichen Türkei lebte [mehr als doppelt so lange wie die eindringenden islamischen Türken Anatolien besetzt hatten, das man heute als „Türkei“ kennt] verlor seine Heimat und wurde im ersten groß angelegten Völkermord des zwanzigsten Jahrhunderts tiefgreifend dezimiert. Anfang 1915 gab es rund zwei Millionen Armenier in der Türkei; heute sind es weniger als 60.000… Trotz der gewaltigen Menge an Beweisen, die auf die historische Realität des Völkermords an den Armeniern deutet – Berichte von Augenzeugen, offiziellen Archiven, fotografischen Beweisen, die Berichte von Diplomaten und die Aussagen von Überlebenden – ist die Leugnung des Völkermords an den Armeniern von nachfolgenden Regimen in der Türkei ab 1915 bis heute weiter gegangen.

Die Beweise sind in der Tat überwältigend. Schon 1920 hörte Resolution 359 des US-Senats Augenzeugenberichte zu „Vergewaltigung, Verletzung, Folter und Tod, die ihre unvergesslichen Erinnerungen in hundert schönen armenischen Tälern und der Reisende in der Region ist selten frei von Beweisen dieses gewaltigsten Verbrechens aller Zeiten.“

In ihren Memoiren Ravished Armenia beschreibt Aurora Mardiganian, wie sie vergewaltigt und in einen Harem gesteckt wurde (in Übereinstimmung mit den Kriegsregeln des Islam). Anders als tausende anderer armenischer Mädchen, die nach ihrer Schändung weggeworfen wurden, schaffte sie es zu entkommen. In der Stadt Malatia sah sie 16 gekreuzigte chirstliche junge Frauen: „Jedes der Mädchen war lebend an ihr Kreuz genagelt worden“, schrieb sie, „Nägel durch ihre Füße und Hände, nur ihr Haar wehte im Wind, bedeckte ihre Körper.“ (Solche Szenen wurden im Dokumentarfilm Auction of Souls von 1919 festgehalten, der sich in Teilen auf Mardiganians Memoiren stützt.)

Kurz gesagt: Dass die Türken im Ersten Weltkrieg einen vorsätzlichen Völkermord an den Armeniern inszenierten und ausführten, ist – für diejenigen, die sich noch um Fakten kümmern – eine unbestrittene Tatsache, ungeachtet dessen, wer ihn anerkennt und wer nicht (die Türkei selbst verkörpert die zweite Kategorie).

Trotzdem gehen die von den Türken an den Armeniern begangenen Gräueltaten weit über den Völkermord an den Armeniern hinaus. Fakt ist, dass es angemessener ist letzteres nicht als Einzelereignis zu betrachten, sondern als besonders heftiges Segment eines uralten und andauernden Kontinuums.

Der Völkermord vor dem Völkermord

Der anfängliche Völkermord an den Armeniern begann etwas mehr als tausend Jahre früher, als muslimische Stammesangehörige erstmals begannen in ein damals viel größeres Armenien zu strömen und es in das zu verwandeln, was es heute ist: der östliche Teil der modernen Türkei.

1019 „drang mit dem ersten Erscheinen der blutrünstigen Bestien die brutale Nation der Türken nach Armenien ein … und metzelte die christlichen Gläubigen gnadenlos mit dem Schwert nieder“, schreibt Matthäus von Edessa (gest. 1144), ein führender Chronist für diese Zeit. Drei Jahrzehnte später gingen die Überfälle praktisch nonstop weiter. 1049 erreichte der Gründer des Seltschuken-Reichs, Sultan Tughril Bey (regiert von 1037 bis 1063) die nicht ummauerte Stadt Arzden westliche des Vansees und „übergab die gesamte Stadt dem Schwert, was heftiges Gemetzel verursachte, ganze hundertfünfzigtausend Menschen“.

Nach der gründlichen Plünderung der Stadt befahl er, dass sie – einschließlich der 800 Kirchen – in Brand gesetzt und in eine Wüste verwandelt wird. Arzden war „voller Leichen“ und niemand „konnte die zählen, die in den Flammen umkamen“. Achthundert Ochsen und vierzig Kamele waren nötig, um die gewaltige Beute hinauszukarren, zumdeist aus den Kirchen Arzdens geholt. „Wie hiervon berichten, mit einer von Tränen erstickten Stimme?“, fährt Matthäus fort, von den vielen abgeschlachteten Armeniern, die „ohne Gräber zurückgelassen“ und „Beute der Aas-Bestien wurden, dazu „der Exodus der Frauen … die mit ihren Kindern in die Sklaverei und zu ewiger Knechtschaft verurteilt wurden! Das war der Anfang der Unglücksserie Armeniens“, klagt der Chronist, „also hört diesem melancholischen Vortrag zu.“

Andere Zeitgenossen bestätigen die Zerstörung, die Arzden heimsuchte. „Wie ausgehungerte Hunde“, schreibt Aristakes (gest. 1080), ein Augenzeuge; die Türken „warfen sich auf unsere Stadt, umzingelten sie und drängten hinein, massakrierten die Männer und mähten alles nieder wie Schnitter in den Feldern, machten die Stadt zu einer Wüste. Ohne Gnade verbrannten sie alle, die sich in den Häusern und Kirchen versteckt hatten.“

Elf Jahre später, während der türkischen Belagerung von Sabastia (dem heutigen Sivas) im Jahr 1060 wurden 600 Kirchen zerstört und „viele [weitere] Jungfrauen, Bräute und Damen wurde in Gefangenschaft geführt.“ Ein weiterer Überfall auf armenisches Territorium erlebte „viele und zahllose Menschen, die [zu Tode] verbrannt wurden.“ Die Gräuel sind zu zahlreich, als dass Matthäus sie noch erzählen könnte und er resigniert in Klagen:

Wer kann das Geschehen und die ruinösen Ereignisse berichten, die über die Armenier kamen, denn alles war mit Blut bedeckt… Wegen der großen Zahl der Leichen stank das Land und ganz Persien war angefüllt mit unzähligen Gefangenen; so betrank sich die gesamte Nation der Bestien am Blut.

Dann belagerte von 1064 bis 1065 Tughrils Nachfolger, Sultan Mohammed bin Dawud Chagrhi – der Nachwelt als Alp Arslan bekannt, einer der meistgefeierten Helden der mordernen Türkei – Ani, die befestigte Hauptstadt Armeniens, damals eine große und bevölkerungsreiche Stadt. Das donnernde Bombardement der Belagerungsmaschinen Mohammeds ließ die gesamte Stadt erbeben und zahllose zu Tode erschrockene Familie werden in den Erinnerungen als zusammengedrängt und weinend beschrieben.

Einmal eingedrungen begannen die Türken – Berichten zufolge bewaffnet mit zwei Messern in jeder Hand und einem weiteren im Mund – „gnadenlos die Einwohner der Stadt abzuschlachten … und ihre Leichen aufeinander zu häufen… Unzählige und zahllose Jungen mit aufgeweckten Gesichtern und schöne Mädchen wurden zusammen mit ihren Müttern weggeschafft.“

Nicht nur etliche christliche Quellen dokumentieren die Plünderung der armenischen Hauptstadt – eine zeitgenössische hält bündig fest, dass Mohammed „durch Massaker und Feuer aus Ani eine Wüste machte“ – das tun auch muslimische Quellen, oft in apokalyptischen Worten: „Ich wollte die Stadt betreten und mit meinen eigenen Augen sehen“ erklärte ein Araber. „Ich versuchte eine Straße zu finden ohne über die Leichen gehen zu müssen. Aber das war unmöglich.“

So gewinnt man eine Vorstellung davon, wie die armenisch-türkischen Beziehungen begannen – fast ein Jahrtausend vor dem Völkermord an den Armeniern 1915 bis 1917. Die Türken setzten die Armenier in den Jahrhunderten dazwischen natürlich weit mehr aus – Sultan Abdulhamid massakrierte von 1894 bis1896 bis zu 300.000 Armenier im Namen des Islam – aber das sollte als kurzer Blick in die Vergangenheit reichen.

Ein heiliger Hass

Zwar sind menschliche Eroberungszüge so alt wie die Zeit selbst, aber warum war die anfängliche türkische Eroberung Armeniens derart überschwemmt mit überzogen grausamen Tagen? Die Antwort lautet, dass für die Türken und andere muslimische Völker die Eroberung „der anderen“ mit einem frommen Grundprinzip durchtränkt ist – einer Ideologie, die eine notwendige Zutat für sadistischen Hass und seinen natürlichen Höhepunkt ist: Völkermord. Juden und Christen wurde gelehrt, dass Mord und Vergewaltigung „Sünde“ ist, genau das nahm für die bereits raublustigen Türken eine edle und heilige Rolle an, solange ihre Opfer Nichtmuslime waren, was sie von Haus aus zu Feinden machte – „Ungläubige“, für die das islamische Recht fordert, dass sie getötet, unterworfen oder versklavt werden müssen.

So schrieb Gregory Palamas, ein Geistlicher, der von den Türken gefangen genommen wurde, 1354: „Sie leben vom Bogen, dem Schwert und Ausschweifungen, finden Vergnügen daran Sklaven zu nehmen, widmen sich Mord, Plünderung, Beute … und sie begehen nicht nur diese Verbrechen, sondern sie glauben sogar – was für eine Verirrung – dass Gott ihnen das absegnet!“ Die Armenier waren sich schon bewusst, was die türkische Feindschaft antrieb: „Sie griffen uns wegen unseres christlichen Galubens an und sie sind erpicht darauf den christlichen Glauben auszulöschen“, erklärte ein David, ein armenischer Stammesführer, seinen Landsleuten während der Invasionen der Muslim im elften Jahrhundert.

Genauso vielsagend ist, dass der brutalste Umgang immer für diejenigen reserviert war, die sichtbar ihr Christentum verkünden. Während der erwähnten Plünderung von Arzden „verbrannten die muslimischen Invasoren Priester, die sie in den Kirchen gefangen nahmen und metzelten diejenigen nieder, die sie außerhalb fanden. Sie gaben den nicht Toten Schweinefleisch-Stücke in die Hände, um uns zu beleidigen“ – Muslime halten das Schwein für unrein – „und machten sie zu Objekten von Gespött für alle, die sie sahen.“

Gleichermaßen wurden während der Einnahme von Ani Geistliche und Mönche „verbrannt, während andere bei lebendigem Leib von Kopf bis Fuß enthäutet wurden“, schreibt Matthäus. Jedes Kloster und jede Kirche – davor war Ani als „die Stadt der 1001 Kirchen“ bekannt – wurde geschändet und in Brand gesetzt. Ein eifersüchtiger Jihadist kletterte auf die Hauptkatedrale der Stadt „und riss das schwere Kreuz herunter, das auf der Kuppel stand und warf es zu Boden.“ Das aus reinem Silber gefertigte, zerbrochene, „mannshohe“ Kreuz – und jetzt symbolisch für die Macht des Islam über die Christenheit – wurde als Trophäe in das heutige Aserbaidschan geschickt, um dort eine Moschee zu schmücken.

Der Völkermord an den Armeniern und Religion

Trieb dieselbe frühe muslimische Feindschaft gegen „Ungläubige“ auch den Völkermord an den Armeniern 1917 bis 1917 an? Leider hat der Westen seit diesem Vorkommnis in der Regel durch eine einzige, säkulare Weltanschauung artikuliert, das einzig Faktoren wie Territorialstreit und Nationalismus berücksichtigt. Dieser Ansatz hat zwar einen gewissen Wert, projiziert aber auch ausnahmslos westliche Motivation auf enorm andere Völker und Projekte.

Tatsächlich war es die religiöse Identität der Armenier, die letztlich zum Völkermord an ihnen führte. Das wird von der oft übersehenen Tatsache unterstrichen, dass die Türken, zusammen mit der Tötung von 1,5 Millionen Armeniern im Ersten Weltkrieg auch schätzungsweise 750.000 Griechen und 300.000 Assyrer – alles Christen – systematisch massakrierten. So fragte ein Professor für Armenien-Studien rhetorisch: „Wenn er [der Völkermord an den Armeniern] eine Fehde zwischen Türken und Armeniern war, wie erklärt sich dann der gleichzeitig von den Türken an den christlichen Assyrern verübte Völkermord?“ Aus türkischer Sicht war das hauptsächliche Gemeinsame von Armeniern, Assyrern und Griechen, dass sie alle christliche „Ungläubige“ und daher existenzielle Feinde waren.

Der Völkermord als solcher kann als Höhepunkt des Jihad des Osmanischen Reichs gegen seine christliche Bevölkerung betrachtet werden. Nach Angaben des Buchs Year of the Sword: The Assyrian Christian Genocide [Das Jahr des Schwertes: Der assyrisch-christliche Völkermord] aus dem Jahr 2017 „wurde die Politik der ethnischen Säuberung von pan-islamischem und religiösem Fanatismus geschürt. Christen wurden als Ungläubige [kafir] betrachtet. Der Aufruf zum Jihad, am 29. November 1914 erlassen und aus politischen Gründen inszeniert, war Teil des Plans … sie zu kombinieren und über das Land der Christen hinwegzufegen und sie auszulöschen.“ So wie mit Armeniern und Greichen erzählen Augenzeugen-Berichte vom Ausstechen von Augen bei Assyrern und der Gruppenvergewaltigung ihrer Kinder auf Kirchenaltären – Kennzeichen von jihadistischem Sadismus. Nach Angaben von Schlüsseldokumenten war all dieses Teil eines „osmanischen Plan zum Auslöschen der Christen der Türkei“.

Was das Argument angeht, dass all diese völkermörderischen Gräueltaten, weil sie während des Ersten Weltkriegs stattfanden, letztlich ein Spiegel genau dessen waren – Krieg mit all seinen tödlichen Zerstörungen – so sieht die Realität anders aus. Krieg war nur ein Faktor, weil er für die Türken der Deckmantel war um das zu tun, was sie ohnehin schon lange tun wollten. Nach Beschreibung der Massaker als „administrativer Holocaust“ stellte Winston Churchill korrekt fest: „Die Gelegenheit [Erster Weltkrieg] bot die Lichtung des türkischen Bodens von einer christlichen Rasse.“ Oder mit den klaren Worten von Talaat Pascha, dem de facto-Führer des osmanischen Reichs während des Völkermords an den Armeniern von 1915 bis 1917: „Die Türkei nutzt den Krieg, um seine internen Feinde, d.h. die indigenen Christen, gründlich zu beseitigen, ohne dabei von äußerer Intervention gestört zu werden… Die Sache ist geklärt. Es gibt keine Armenier mehr.“

Der Krieg in Nargony-Karabach

Leider deuten aktuelle Ereignisse an, dass die Türken, weit davon entfernt Reue wegen des Völkermords an den Armeniern zu zeigen, diese immer noch mit völkermörderischer Absicht betrachten.

Im Oktober 2020 brach zwischen Armenien und seinem anderen muslimischen Nachbarn Aserbaidschan ein Krieg um das umstrittene Gebiet aus, das wir als Nagorny-Karabach kennen. Obwohl es tausende von Jahren armenisch und als Artsakh bekannt war und nach der Auflösung der UdSSR überwiegend armenisch blieb, wurde es Aserbaidschan zugewiesen, was Probleme verursachte und in dem aktuellen Krieg gipfelte. (Siehe: „15 Artsakh War Myths Perpetuated By Mainstream Media – 15 Kriegsmythen zu Artsakh, die von den Mainstream-Medien perpetuiert werden.)

Die Türkei schloss sich rasch ihren Religionsbrüdern in Aserbaidschan an und führte den Krieg gegen Armenien wohl sogar an, obwohl der Streit sie eindeutig nicht betraf. So fragte Nikol Paschinyan, Armeniens Premierminister, am 1. Oktober 2020 rhetorisch: „Warum ist die Türkei 100 Jahre nach der Auflösung des Osmanischen Reichs in den Südkaukasus zurückgekehrt?“ Seine Antwort: Um den Völkermord an den Armeniern fortzusetzen.“

Unter anderem finanzierte die Türkei „Jihadistengruppen“, die die Scharia duchsetzen, um den französischen Präsidenten Macron zu zitieren, die in Syrien und Libyen agiert hatten – einschließlich der Hamza-Division, die auf Seiten der Muslimbruderschaft steht und nackte Sexsklavinnen in Gefängnissen hielt – um die Armenier zu terrorisieren und abzuschlachten.

Einer dieser gefangenen Söldner gestand, dass ihm „eine monatliche Vergütung von $2.000 für den Kampf gegen die ‚Kafir‘ in Artsakh versprochen wurde, dazu 100 Dollar extra für jeden geköpften Kafir.“ (Kafir, oft als „Ungläubiger“ übersetzt, ist Arabisch für jeden Nichtmuslim, der es verfehlt sich dem Islam zu unterwerfen, was sie automatisch zu Feinden macht.)

Neben anderem ISIS-artigen Verhalten, das von dieser islamischen Söldner-Koalition aus Türken und Aserbaidschanern begangen wurde, folterten sie eine Intellektuelle, behinderte 58-jährige Frau bis zur Unkenntlichkeit, indem sie ihr sadistisch die Ohren, Hände und Füße abhackten, bevor sie sie schließlich hinrichteten. Ihre Familie konnte sie nur über ihre Kleidung identifizieren. Gleichermaßen zeigt Videomaterial getarnte Soldaten, die einen alten armenischen Mann überwätligen und zu Boden zwingen, der schreit und sie um Gnade anfleht, bevor sie ihm lässig die Kehle mit einem Messer durchschneiden. Bei einem Vorfall – und wie es im Verlauf der Zeiten unzählige Male geschehen ist – stand ein Jihadist auf einer armenischen Kirche, nachdem deren Kreuz abgebrochen wurde und brüllte triumphierend „Allahu Akbar“.

Zufälligerweise und wie man hätte erwarten können, teilt Aserbaidschen die islamische Feindlichkeit der Türkei gegenüber Armeniern. Nach Angaben eines Berichts vom 27. März 2021, wurden im Verlauf von nur zwei Wochen mindestens drei armenische Kirchen in der Region Nagorny-Karabach verwüstet oder zerstört – obwohl im November ein Waffenstillstand erklärt wurde. Videoaufzeichnungen zeigen aserbaidschanische Truppen, die eine der Kirchen betraten, lachten, spotteten, traten und darin befindliche christliche Gegenstände verunstalteten, darunter ein Fresko des letzten Abendmahls. Die Flagge der Türkei taucht auf den Uniformen aserischer Soldaten auf, was diesen Staat weiter hineinzieht. Als sie herankommen, sagt einer der Soldaten: „Lasst uns jetzt in die Kirche gehen, dort werde ich Namaz verrichten.“ Namaz ist ein Bezug auf muslimisches Gebet; wenn Muslime in nichtmuslimischen Tempeln beten, werden diese Tempel sofort zu Moscheen. In Reaktion auf dieses Video veröffentlichte Arman Tatoyan, ein armenischer Menschenrechtsaktivist, eine Erklärung:

Der Präsident Aserbaidschans und die Obrigkeit des Landes haben seit Jahren eine Politik des Hasses, der Feindschaft, ethnischen Säuberung und des Völkermords gegenüber Armenien, die Bürger von Armenien und dem armenischen Volk eingeführt. Die türkische Obrigkeit hat dasselbe getan oder offen zur selben Politik ermutigt.

Zum Beispiel sagte er, dass Aserbaidschans Präsident Alijew Anfang März stolz erklärte: „Die junge Generation ist mit Hass auf den Feind aufgewachsen“. Mit Feind meinte er Armenier.

Ein angeborener Hass

Der erwähnte Hass, der immer ein Vorläufer von Völkermord ist, ist in der modernen Türkei überall offensichtlich. Man muss nur der religiös aufgeladenen Tirade eines Türken dazu zuzuhören, dass alle Armenier „Hunde“ sind und dass jeder, der in der Türkei gefunden wird, für eine Idee abgeschlachtet werden sollte:

Was macht ein Armenier in meinem Land? Entweder der Staat wirft sie raus oder wir töten sie. Warum lassen wir sie leben? … Wir werden sie abschlachten, wenn es an der Zeit ist… Das hier ist türkischer Boden. Wie können wir osmanische Enkel sein? … Das Volk der Türkei, das Ehre, Würde hat und Allah muss die Köpfe der Armenier in der Türkei abschneiden. Es ist für jeden unehrenhaft einen Armenier zu treffen und ihn nicht zu töten… Wenn wir Menschen sind, lasst uns das tun – lasst es uns für Allah tun… Jeder, der  zuhört: Wenn du Allah liebst, bitte verbreite dieses Video von mir an alle…

Genauso sagte eine Frau in Antwort auf eine Frage, die zufällig befragte Passanten in der Türkei auf der Straße gestellt wurde– „Wenn Sie etwas ungestraft tun können würden, was würden Sie tun?“ – vor der Videokamera: „Was ich tun würde? 20 Armenier köpfen.“ Dann blickte sie direkt in die Kamera und lächelte, wobei sie mit dem Kopf nickte.

Mancher dürfte argumentieren, dass diese beiden genannten Beispiele nur Indizien sind – heißt, sie spiegeln türkische Wut, die durch den Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan herbeigeführt wurde. Aber wenn das der Fall wäre, was hat das mit der Tatsache zu tun, dass der türkische Hass und Gewalt gegen Armenier Jahre vor den Nagorny-Karabach-Konflikt zurückreicht?

Beachten Sie ein paar Beispiele – die alle vor dem aktuellen Konflikt auftraten und daher keine Verbindung dazu haben – ohne besondere Sortierung:

2013 wrude eine 85-jährige Armenierin in ihrer Wohnung in Istanbul erstochen. Nur für den Fall, dass irgendjemand das Motiv missverstehen könnte, ritzte der türkische Mörder ein Kreuz in ihre nackte Leiche. Nach Angaben des Berichts „markiert dieser Angriff den fünften auf alte armenische Frauen (eine hat ein Auge verloren) in den letzten zwei Monaten.“ In einem Fall wurde eine achtzigjährige armenische Frau von einem maskierten Mann auf den Kopf geboxt und, nachdem sie auf den Boden kollabierte, wiederholt getreten.

Am Sonntag, 23. Februar 2019 wurden drohende Graffiti-Botschaften auf der Haupteingangstür der Armenischen Kirche der Heiligen Mutter Gottes in Istanblu gefunden. Das armenische Patriarchat von Konstantinopel sagte in einer Erklärung: „Es wurden rassistische und Hass-Reden sowohl in Englisch als auch in Arabisch geschrieben, die sagte: Ihr seid erledigt!“ Ein armenisches Parlamentsmitglied twitterte: „Jedes Jahr werden jede Menge Hass-Attacken gegen Kirchen und Synagogen ausgeführt. Nicht nur die Täter, sondern auch die Menschen, die hinter ihnen stehen, sollten angesprochen werden. Vor allem sollte die Politik, die den Hass produziert, beendet werden.“

Im August 2020 wurden ein armenischer Friedhof und eine Kirche geschändet. Nach Angaben des Berichts „wurden die Überreste aus den Gräbern geholt und die Knochen der Verstorbenen wurden überall verstreut“ (hier gibt es Bilder).

Am 22. Mai 2020 kletterte ein Mann am hellichten Tag auf den Zaun einer historischen armenischen Kirche in Istanbul, riss ihr Metallkreuz ab und warf es zu Boden, was auf einem Überwachungsvideo eingefangen wurde. Zwei Wochen zuvor brach ein weiterer Türke in die Heiligkreuz ein, eine historische armenische Kathedrale in der Osttürkei; er sagte die adhan auf – das islamische Gebet, das traditionell von Moscheen ausgerufen wird, durchsetzt mit „Allahu Akbar“-Rufen.

An diesem Punkt scheint es zunehmend so, dass, wenn es den völkermörderischen Hass der Türkei auf Armenier betrifft, Religion nicht nur ein Faktor ist, sondern der entscheidende Faktor. Dies zeigt sich offensichtlich darin, dass so, wie die Türkei einen Völkermord gegen andere Christen außer den Armeniern beging – insbesondere Griechen und Assyrer – sich auch die zeitgenössische türkische Feindschaft gegen alle Christen, nicht nur Armenier, richtet. Bedenken Sie die folgenden Beispiele, die nichts mit Armeniern zu tun haben und die vor dem Nagorny-Karabach-Konflikt auftraten.

2009 brach eine Gruppe junger Türken – darunter der Sohn eines Bürgermeisters – in einen Bibelverlag in Malatya ein. Sie fesselten seine drei christlichen Angstellten, folterten sie sadistisch Stunden lang und schlachteten sie schließlich ab; einer von ihnen war Deutscher. „Wir machten das nicht für uns, sondern für unsere Religion“, sagte einer der Beschuldigten später. „Lasst das den Feinden unserer Religion eine Lehre sein.“ Sie wurden später alle aufgrund einer Formalität freigelassen.

Ende 2019 stach ein 16-jähriger muslimischer Junge einem koreanischen christlichen Evangelisten mehrmals ins Herz; der 41 Jahre alte Ehemann und Vater starb kurz darauf. Monate zuvor wurde ein „86 Jahre alter Grieche in seinem Haus mit gefesselten Händen und Füßen ermordet aufgefunden“; Berichten zufolge wurde er „gefoltert“.

2019 schlugen zwei muslimische Männer einen christlichen Teengar auf der Straße, nachdem sie feststellten, dass er ein Kruzifix um den Hals trug. Die Protestantische Kirchenvereinigung sagte in Reaktion drauf: „Dieser Angriff ist das Ergebnis des zunehmenden Hasses auf Christen in der Türkei. Wir laden Regierungsvertreter ein gegen Hassreden zu handeln.“

Viel üblicher als die gezielten Schläge gegen oder das Töten von Christen – aber nicht weniger repräsentativ für den Hass – sind Angriffe, die mit Kirchen zu tun haben. Als ein Mann 2018 das Feuer auf die katholische Kirche der Heiligen Maria in Trabzon eröffnet, war das nur der jüngste von mehreren Anschlägen auf diese Kirche. Nur Wochen zuvor wurde eine improvisierte Bombe in ihren Garten geworfen; 2016 verwüsteten „Allahu Akbar“ brüllende Muslime die Kirche, auch mit Vorschlaghämmern; 2011 wurde die Kirche ins Visier genommen und wegen ihrem sichtbaren Kreuz bedroht; und 2006 wurde ihr katholischer Priester, Andrea Santoro, erschossen, während er beim Gottesdienst betete.

Ebenfalls mit „Allahu Akbar“-Rufen und „für die Al-Aqsa-Moschee wird Rache genommen“ warf ein weiterer Muslim 2015 einen Molotowcocktail auf die orthodoxe Kirche Aya Triada in Istanbul, was sie teilweise in Brand setzte. Bei einem weiteren Vorfall schlugen und traten 2016 vier Türken an die Tür der Agape-Kirche in der Schwarzmeer-Region – wieder mit „Allahu Akbar“-Rufen, mit denen sie ihre jihadistischen Motive bewiesen.

2014 störte eine zufällige Bande einen Taufgottesdienst in Istanbul. Sie drängten sich in die Kirche, brüllten Obszönitäten; einer bedrohte mit einem Messer die Anwesenden. „Das ist nicht das erste Mal und es wird nicht das letzte Mal sein“ antwortete ein lokaler Christ.

Ende 2019 waren Christen in der Kirche des Heiligen Paulus in Antalya versammelt; ein Mann, der Beleidigungen brüllte und die Gottesdienstbesucher physisch bedrohte, sagte, er würde „großes Vergnügen daran haben Christen zu vernichten, da er sie als eine Art Parasitentum an der Türkei betrachtete“.

Einer der alarmierendsten Vorfälle ereignete sich 2015: Volle 15 Kirchen erhielten Morddrohungen wegen „Leugnung Allahs“. „Pervertierte Ungläubige“, hieß es in einem Schreiben, „Die Zeit, da wir eure Hälse treffen, kommt bald. Möge Allah die Ehre und das Lob erhalten.“ „Drohungen sind für die protestantische Gemeinde, die in diesem Land lebt, nichts Neues; sie wollen ihrer Kinder hier groß ziehen“, kommentierte ein Kirchenleiter.

Im März 2020 wurden auf nur einem christlichen Friedhof in Ankara rund 200 zerstörte Grabsteine gefunden. Getrennt davon, aber etwa zur gleichen Zeit, zerbrachen Schänder ein Kreuz vom Grab einer kürzlich verstorbenen Katholikin; nur Tage davor wurde ihr Beerdigungsgottesdienst von „Allahu Akbar“-Schreien unterbrochen.

Bei der Diskussion all dieser Anschläge auf alles und jedes Christliche – Menschen, Gebäude und sogar Gräber – machte der türkische Journalist Seyfi Genç dafür ein „Milieu des Hasses“ verantwortlich:

Aber dieses hasserfüllte Umfeld kam nicht aus dem Nichts. Die Samen dieses Hasses werden verbreitet, angefangen in Grundschulen, über vom nationalen Bildungsministerium gedruckte Bücher, die Christen als Feinde und Hochverräter darstellen. Die Indoktrination geht über Zeitungen und Fernsehsender weiter, die auf einer Linie mit der Staatspolitik liegen. Und natürlich schüren die Predigten in Moscheen und das Gerede in Kaffeehäusern diesen Hass weiter.

All das ist eine Erinnerung daran, dass die Hauptzutat – religiös inspirierter Hass – die zum Völkermord an Christen (Armeniern, Griechen, Assyrern) von 1915 bis 1917 führte, nicht nur gesund und munter ist, sondern zunimmt – und zweifellos darauf wartet umgesetzt zu werden, sobald sich die nächste Gelegenheit bietet.

In seiner Stellungnahme zum Gedenktag an den Völkermord an den Armeniern am 24. April 2021 sagte Präsident Biden: „Jedes Jahr an diesem Tag gedenken wir den Leben all derer, die in der osmanischen Zeit beim Völkermord an den Armeniern starben und verpflichten uns erneut zu verhindern, dass solch eine Gräueltat jemals wieder geschieht.“ [Hervorhebung hinzugefügt]

Das klingt zwar vielversprechend, aber bis die Zeit kommt, dass die Wurzel des Völkermords an den Armeniern – die Wurzel für die anhaltende Verfolgung hunderter Millionen von Christen heute –erkannt und angegangen wird, müssen alle derartigen Behauptungen der Wachsamkeit als bloßes Theater betrachtet werden.