Kirchen in Ägypten: Schikanierte Inseln in einem Meer von Moscheen

Raymond Ibrahim, 3. Juni 2021 (Coptic Solidarity)

Nach Angaben eines arabischsprachingen Berichts vom 19. Mai 2021 kündigte Ägyptens Ministerium für Stiftungen gerade an, dass in dem nordafrikanischen Staat seit September 2020 1.413 Moscheen – davon waren 1.315 brandneu – eröffnet wurden.

Diese Ankündigung unterstreicht die Doppelstandards, die Christen und Muslime in Ägypten erwarten können. Denn insofern als Moscheen sich überall im Staat verbreiten, ist der Bau neuer oder auch nur die Renovierung alter Kirchen für Kopten wie Zähne ziehen.

Nach Angaben einer detaillierten Studie des Autors Adel Guindy „gibt es eine Kirche pro 5.800 orthodoxen Kopten“; das zwingt viele Christen „für Gottesdienste (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und regelmäßige Messen) weite Entfernungen außerhalb nach ihrer eigenen Städte zurückzulegen“. Andererseits gibt es auf Grundlage der Zahl der Moscheen in Ägypten (114.000 im Jahr 2016, heute sind es mehr) und Ägyptens geschätzter muslimischer Bevölkerung für etwa alle 700 Muslime eine Moschee. Mit anderen Worten: Selbst nach Ausgleich des Verhältnisses zwischen Muslimen und Christen gibt es immer noch etwa acht Moscheen pro Kirche. Die Diskrepanz könnte nicht deutlicher sein.

Wie Coptic Solidarity in einem Bericht von 2019 feststellten, „wendet die ägyptische Regierung nicht ein einziges Gesetz auf gleiche Weise für den Bau und die Reparatur von Moscheen, Kirchen und Synagogen an“. In der Tat prahlte die ägyptische Regierung Ende 2016 – um die Zeit, als an der Kathedrale St. Petrus in Kairo eine Bombe gelegt wurde, mit der 25 koptische Gottesdienstbesucher getötet und als mehrere andere Kirchen von den Behörden geschlossen wurden – damit, dass jede Woche 10 neue Moscheen eröffnet wurden und mehrere Milliarden ägyptische Pfund zur Eröffnung tausender weiterer zugewiesen wurden. Gleichermaßen wird Al-Azhar, die „größte Autorität für theologische und islamische Angelegenheiten“, komplett von der Regierung subventioniert (13 Milliarden ägyptische Pfund im Jahr 2018 – $726 Millionen US-Dollar).

Im Gegensatz dazu wird jedes christliche Gotteshaus in Ägypten von seiner (oft verarmten) Gemeinde ohne jegliche Regierungshilfe unterhalten; darüber hinaus, führt der CS-Bericht fort, „hat die ägyptische Regierung die Schließung zahlreicher Kirchen in direktem Gesetzesbruch geschlossen“; und während „die ägyptische Regierung Imame ernennt und ihre Gehälter zahlt, erhalten christliche und andere Glaubensleiter keine Vergütung durch die Regierung.“

Warum ein solcher Doppelstandart existiert, ist auf Artikel 2 der ägyptischen Verfassung zurückzuführen: „Der Islam ist die Religion des Staates … Die Prinzipien der islamischen Scharia sind die Hauptquelle der Gesetzgebung.“ Zufällig ist die islamische Scharia gegenüber nichtmuslimischen Gotteshäusern entschieden feindselig; streng interpretiert verbietet die Scharia den Bau oder die Renovierung von Kirchen in Ägypten. Obwohl das Gesetz nicht strikt durchgesetzt wird, lebt sein „Geist“ – der Feindschaft gegenüber Kirchen in Ägyptens breiter Masse – weiter.

Somit gibt es bei den Gelegenheiten, wo christliche Beharrlichkeit die Bürokratie des „Jihad“ überwindet und eine Genehmigung für eine Kirche beschafft worden ist, den muslimischen Mob, mit dem man fertig werden muss. Sobald lokale Muslime Wind davon bekommen, dass eine Kirche in ihrem Viertel anerkannt wird, bilden diese große Mobs – typischerweise nach den Freitagsgebeten, wenn der Imam sie aufstachelt – sie randalieren, greifen Christen an und manchmal töten sie sie und zünden ihre Häuser und/oder die fraglichen Kirchen an. Dann ziehen die lokalen Behörden, von denen einige dem Mob helfen oder ihn decken, um die Lage zu entschärfen, die für die Kirche anstehende Genehmigung prompt zurück, weil sie angeblich für das Dorf eine „Sicherheitsgefährdung“ darstellt.

„Ein Großteil der muslimischen jungen Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren aus unserem Dorf und aus der Nähe versammelten sich vor unserem Kirchengebäude, brüllten „Allahu Akbar“ und skandierten feindselige Parolen gegen Kopten und die Kirche wie ‚Wir wollen keine Kirche in unserem islamischen Dorf‘“, erinnerte sich Moheb, ein Mitglied einer der geschlossen Kirchen in Luxor.“ Sie versuchten die Vordertür einzudrücken … aber wir versperrten sie von innen. Wir riefen sofort die Polizei, die kam und die Demonstranten zerstreute, aber sie unternahmen nichts, um jemanden festzunehmen. Dann schlossen sie das Kirchengebäude, versiegelten es und stellten eine Wache davor.“

In Reaktion auf diese Schließung äußerte Gamil Ayed, ein örtlicher koptischer Rechtsanwalt, typische christliche Gefühle: „Wir haben nicht gehört, dass je eine Moschee geschlossen oder dass darin Gebet gestoppt wurde, weil sie keine Genehmigung hatte. Ist das Gerechtigkeit? Wo ist die Gleichberechtigung? Wo ist die Religionsfreiheit? Wo ist das Recht? Wo sind die staatlichen Institutionen?

Zwei Monate, bevor die acht Kirchen geschlossen wurden, wurde eine andere nahe gelegene Kirche unter identischen Umständen gesperrt. „Es gibt in unserem Dorf etwa 4.000 Christen und wir haben jetzt keinen Ort, an dem wir beten können“, reagierte der örtliche Einwohner Rafaat Fawzy. „Die nächste Kirche ist … 15km weit weg. Es ist schwierig in diese Kirche zu gehen und zu beten, besonders für die Alten, die Kranken und die Kinder.“

Auch er fuhr mit dem Stellen derselben Fragen fort, die Millionen Christen in Ägypten auf dem Herzen haben: „Welche Rechte haben wir? Es gibt sieben Moscheen in unserem Dorf und Muslime können überall frei beten, aber wir werden daran gehindert unseren religiösen Riten an einem einfachen Ort auszuüben, von dem wir geträumt haben. Ist das Gerechtigkeit? Wir werden in unserem eigenen Land unterdrückt und für uns gibt es keine Rechte.“

Ein paar Tagen nach der Schließung der Kirchen in Luxor griffen Muslime Christen in Al-Minya an, weil sie „Einwände gegen die Anwesenheit einer Kirche in der Gegend“ hatten; drei Christen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.

All diese Angriffe gab es, muss erwähnt werden, zwei Jahre nachdem Ägyptens groß angepriesenes „Kirchengesetz“ 2016 beschlossen wurde, das die Einschränkungen für Kirchen verringern sollte, das aber in Wirklichkeit „die christliche Minderheit in Ägypten diskriminiert“, so ein Zitat von Human Rights Watch.

Die vielen Schwierigkeiten, denen Ägyptens Christen im Kontext von Gottesdiensten begegnen, sind nur eine von etlichen Verletzungen ihrer Menschenrechte. Ob ihre Töchter entführt und zwangsweise zum Islam konvertiert und verheiratet werden oder ob sie dank der Lehren in oft mit der Regierung verbundenen Moscheen und Universitäten dämonisiert und gehasst werden: Christen haben in Ägypten schlicht nicht dieselben Menschenrechte, die Muslime haben.

„Muslimische Historiker bestätigen durchgehend jüdische Verbindungen zu Jerusalem“

Ein neues Buch, das vor dem Jerusalem-Tag veröffentlicht wurde, beschreibt, wie das muslimische Narrativ über die jüdische Verbindung zum Tempelberg verfälscht.

Nadav Shragain, Israel HaYom, 10. Mai 2021

Das Buch Islam, Jews and the Temple Mount (Islam, Juden und der Tempelberg) wird in der muslimischen Welt für einigen Aufruhr sorgen. Es stellt eine umfassende Liste früher islamischer Quellen dar, die den historischen jüdischen Anspruch auf Jerusalem anerkennen, im Gegensatz zu modernen muslimischen Religionsführern, die – im Zusammenhang mit dem arabisch-israelischen Konflikt – jede jüdische Verbindung zum Tempelberg bestreiten und das Argument fördern, es habe nie ein jüdischer Tempel dort gestanden.

54 Jahre nach der Vereinigung Jerusalems und der Etablierung israelischer Kontrolle über die Altstadt halten Professor Yitzhak Reiter und sein Co-Autor Dvir Dimant dem vorherrschenden muslimischen Narrativ einen Spiegel vor.

Nach Angaben des Buchs bestreiten islamische Führer kanonische muslimische historische Arbeiten, die bis ins 7. Jahrhundert n.Chr. nach dem Tod des Propheten Mohammed zurückreichen und erklären, dass der Grund, dass der Islam dazu kam den Grundstein im Zentrum des Felsendoms als heilig zu betrachten infolge des Wissens entstand, dass der jüdische Tempel dort stand.

Professor Yitzhak Reiter

Es ist alles da. Muslimische Quellen beschreiben immer wieder die Geschichte auf dieselbe Weise wie jüdische Quellen es tun: Der Bau des ersten Tempels auf dem Grundstein durch König Salomon; seine Zerstörung durch den babylonischen König Nebukadnezar; das babylonische Exil; die Erlaubnis des persischen Kaisers Kyros des Großen, dass die Juden nach Jerusalem zurückkehren und den zweiten Tempel bauen; und dessen Zerstörung durch den römischen Kaiser Titus.

Darüber hinaus bestätigen nicht nur die angesehensten Historiker des Islam die jüdische geschichtliche Zeitleiste, sondern sie betonen auch, dass der Grund dafür, dass Jerusalem und der Tempelberg im Islam als heilig angesehen werden, darin besteht, dass diese Orte auch im Judentum als heilig galten. Das entstammte der Ansicht des Islam als Fortsetzung des Judentums, sowie des Patriarchen Abraham und anderer Persönlichkeiten in den heiligen Schriften.

In ihrem Buch stellen Reiter, Experte für Islam-, Nahost- und Israelstudien, und Dimant, Absolvent des Shalem Center in Jerusalem und Forschungsassistent am Truman Institute for Peace Research, jüdische und islamische Quellen Seite an Seite vor und zeigen die unbestreitbare Ähnlichkeit der beiden auf.

Islam, Jews and the Temple Mount zeigt, dass muslimische Quellen bis zur Balfour-Erklärung von1917 die jüdische Verbindung zu Jerusalem nicht bestreiten, sondern sie zeigen sie systematisch auf und bestätigen sie. 1967 jedoch, als Israel im Sechstage-Krieg die Kontrolle über die Altstadt übernahm, nahm das Narrativ eine dramatische Wende und jede jüdische Verbindung zum Tempelberg zu bestreiten wurde zum verbreiteten Argument.

Von da an kehrten Muslime einer unermesslichen und reichhaltigen islamischen Literatur den Rücken, die die jüdische Verbindung zum Tempelberg bestätigt.

Im 10. Jahrhundert n.Chr. beschrieb Muhammad ibn Jarir al-Tabari, vielleicht einer der bekanntesten und respektiertesten Historiker der religiösen muslimischen Welt, wie Gott den König David davon abhielt den Tempel zu bauen, weil er Blut an seinen Händen hatte und die Aufgabe daher seinem Sohn Salomon zugeteilt wurde. Seine Beschreibung ist fast identisch zu der in der jüdischen Quelle, dem Buch der Chroniken.

Im 11. Jahrhundert beschrieb Abu Bakr Muhammad ibn Ahmad al-Wasiti, der als Prediger der Al-Aqsa-Moschee diente, dass König Salomon Probleme hatte die Tore des Tempels zu öffnen und es nur schaffte, nachdem er im Gebet den Namen seines Vaters erwähnte. Die Geschichte steht fast Wort für Wort im babylonischen Talmud.

Palästinenser beten vor dme Felsendom (Foto: Reuters/Ammar Awad)

Im 14. Jahrhundert vermerkte auch der arabische Historiker Ibn Khaldun in seinem kanonischen Werk Muqaddimah, dass König Salomon im vierten Jahr seiner Regierung den Tempel baute. Seine Beschreibung der Einweihung des Tempels ist identisch zu der in 1. Könige 6.

Im 15. Jahrhundert erwähnte dann der Historiker Mujir al-Din aus Jerusalem, dass der Tempel von König Salomon gebaut wurde, ebenso viele andere nach ihm. Fast immer war die Beschreibung in muslimischen Quellen ähnlich der der heiligen Schriften der Juden.

Das Wichtigste, sagten Reiter und Dimant gegenüber Israel HaYom, „ist, dass der Al-Aqsa-Komplex oder wie die Juden ihn nennen, der Tempelberg, vom [modernen] Islam als Stelle der beiden jüdischen Tempel und, noch wichtiger, Salomons Tempel anerkannt wird“.

„Der Islam hat die jüdische und christliche Tradition diesbezüglich übernommen und im Mittelalter versuchte er nicht die Tatsache zu bestreiten, dass der Felsendom die Fortsetzung von Salomons Tempel symbolisiert. Man könnte so weit gehen zu sagen, dass der Islam stolz darauf war“, sagten sie.

„Einige Forscher stellten sogar fest, dass bestimmte Bräuche und Zeremonien während der Omajjaden-Dynastie, die außerhalb des Felsendoms und sogar in dessen Inneren stattfinden, denen ähnelten, die im jüdischen Tempel stattfanden.“

Dimant fügte hinzu, dass eine der besten Quellen, die man sich ansehen kann, wenn man etwas über das traditionelle muslimische Narrativ bezüglich der jüdischen Verbindung zum Tempelberg lernen will, das heiligste Buch des Islam ist: der Koran.

Die Quellen, die wir in dem Buch anführen, haben eine besondere Bedeutung darin, dass sie sich nicht mit Geschichte befassen. Das zeigt, wie tief verwurzelt das Thema der beiden Tempel und der Israeliten bei Koran-Kommentatoren war.“

Reiter, der an dutzenden diplomatischer Treffen zwischen Israelis und Arabern teilnahm, sagte, dass er oft Palästinenser und Muslime aus Jordanien, Ägypten und anderen arabischen Ländern traf, die überzeugt waren, dass die Juden die Geschichte des ersten und des zweiten Tempels nach der Gründung des modernen Staates aus politischen und nationalen Gründen erfunden hätten.

„Darüber hinaus wurde mir klar, dass ranghohe arabische öffentliche Führer und Akademiker oft mit ihren historischen Quellen nicht vertraut waren, die Jahrhunderte lang den jüdischen Tempel in Jerusalem und die Geschichte der Israeliten in Jerusalem und dem Land Israel beschrieben“, sagte er.

Frage: Wie reagieren diese Intellektuellen, wenn Sie Ihnen erstmals diese Geschichte mitteilen?

„Viele gaben zu, dass sie [das] nicht wissen, aber es gibt auch Intellektuelle, Akademiker, die diese Bücher in ihren Regalen stehen haben. Sie sagen mir im privaten Gespräch, dass das, was [der ehemalige Vorsitzende der PLO Yassir] Arafat seinerzeit sagte, dass es in Jerusalem nie einen Tempel gab, Unsinn ist. Gleichzeitig erklären sie, dass sie im gegenwärtigen Stand des Konflikts öffentlich nicht dem akzeptierten akademischen Narrativ zustimmen können, das auch das jüdische Narrativ ist. ‚Wir müssen unseren Mund halten‘, sagten sie“, erklärte Reiter.

Frage: Wie geht der Islam mit dem offensichtlichen Widerspruch zwischen seinem aktuellen Argument um, das den am meisten respektierten historischen Quellen widerspricht?

„Das wird geleugnet. Ausgeblendet. Es gibt Verlegenheit. Ich zeigte arabischen Studenten, die ich unterrichte, das Manuskript. Was mich verblüffte, war, dass es keine Reaktionen gab. Niemand sprach sich dafür oder dagegen aus. Niemand sagte, das sei wahr oder es sei falsch. Einfach komplettes Schweigen. Ich schickte auch einem Freund in der jordanischen Königsfamilie eine Kopie, der zum Konflikt um den Tempelberg auf dem Laufenden gehalten werden wollte. Auch er schweigt derzeit.“

Die Al-Aqsa-Moschee (Getty Images)

Über die Jahre machte die israelische Regierung, wenn es um Verhandlungen um Jerusalem ging, keinen Gebrauch von den Quellen, die Reiter und Dimant in ihrem Buch anführen.

„Das Ziel war eine diplomatische und politische Debatte beizubehalten, ohne den religiösen Aspekt hineinzubringen“, erklärte Reiter, der drei israelischen Premierministern als stellvertretender Berater für arabische Angelegenheiten diente – Menachem Begin, Yitzhak Shamir und Shimon Peres.

Begin fragte mich einmal nach dem genauen Vers im Koran, der sagt, dass das Land Israel dem Mose verheißen wurde“, erinnert sich Reiter. „Aber dann stellten wir fest, dass einer der Kommentatoren des Koran erklärte, obwohl die jüdische Nation mit dem Heiligen Land verbunden ist, verdienen sie es nicht; Grund ist die Sünde des goldenen Kalbes.“

Frage: Glauben Sie, nachdem sie jetzt diese Quellen zusammenstellten und die Information zur Verfügung stellen, dass israelische Diplomaten sie nutzen werden?

„Unser Ziel ist es, den Diskurs quellenbasierter zu machen. Das ist sehr heikel. Wir wollen niemanden vor den Kopf stoßen. Das Buch ist Sprengstoff und Offizielle werden nicht danach drängen es zu verwenden. Wir sollen nicht, dass das Buch eine Quelle von Konflikt wird, sondern den Diskurs umgestalten und mit einem Aspekt bereichern, der ihm bisher völlig fehlt“, sagte Dimant.

Frage: Die Verbindung zwischen Islam und Judentum – wie weit reicht die zurück?

„Zufälligerweise las ich letzte Woche eine Biographie Mohammeds, die einige Jahrzehnte nach seinem Tod geschrieben wurde. Der Prophet, heißt es in dem Buch, traf sich mit Stammesführern aus der Stadt Medina, die mit Juden studiert hatten und sich oft mit Juden trafen. Er fragte sie über die Juden und ihren Glauben aus und sie sagten ihm unter anderem, dass Juden an einen einzigen Gott glauben“, sagte Reiter.

„Die Verbindung zwischen Islam und Judentum bestand von Beginn des Islam an. Der Islam hat sich immer als Fortsetzung des Judentums betrachtet. Der Koran ist voller Geschichten von [jüdischen] Propheten. Die Sure Yussuf im Koran ist fast identisch mit der Geschichte von Josef und seinen Brüdern im ersten Buch Mose. Und das ist nur ein einziges Beispiel“, fügte er hinzu.

Reiter und Dimant erklärten, dass der moderne Islam weit weniger stolz auf seine jüdische Ursprünge ist und sich oft große Mühe gibt sie zu verbergen. Der moderne Islam hat zudem archäologische Ausgrabungen auf dem Tempelberg verboten und nutzt das Fehlen bedeutender archäologischer Entdeckungen auf dem Berg – was das Ergebnis des Verbots ist – um seine Leugnung jeglicher jüdischer Verbindung zu Jerusalem oder die Existenz der Tempel zu untermauern.

Reiter und Dimant listen in ihrem Buch mehrere Typen von „Leugnern“ auf: diejenigen, die behaupten, dass der jüdische Tempel überhaupt nicht im Land Israel stand, sondern auf der Arabischen Halbinsel; diejenigen, die überzeugt sind, dass Abraham, König David und König Salomon keine Juden, sondern Persönlichkeiten des Islam waren; und diejenigen, die glauben, dass der traditionelle Islam ein Satz unausgewogener, erfundener Traditionen ist, der von Juden verändert wurde, die zum Islam konvertierten und die Religion mit ihren eigenen Inhalten beeinflussten.

Einige zeitgenössische Führer, erklärten Reiter und Dimant, erkennen an, dass es einmal einen jüdischen Tempel auf dem Berg gab, aber behaupten, er sei ein kleines Gebäude, das nicht lange stand und die Juden daher an der Stelle heute kein Recht haben. Nach ihnen haben die Juden von heute keine Verbindung zu diesen Israeliten.

Für viele Muslime „ist das Judentum das Rückgrat des Zionismus und sie betrachten die Religion als Bedrohung für den Islam und die Al-Aqsa-Moschee und sie beschlossen diese Bedrohung dadurch anzugehen, dass sie die muslimische Geschichte einerseits und die Geschichte der Juden andererseits neu schrieben.“

Frühe islamische Quellen, schlossen Reiter und Dimant, „akzeptierten die jüdische Tradition und ihre Spanne über hunderte Jahre ganz oder fast ganz, fast von den frühesten Tagen des Islam bis ins 20. Jahrhundert.

Wir behaupten, dass die, die die jüdische Verbindung zum Tempelberg aufgrund politischer Absichten bestreiten, ungewollt die islamische Geltung der Al-Aqsa und des Felsendoms untergraben, ebenso die Glaubwürdigkeit grundlegender, in Arabisch geschriebener Quellen, die die Klassiker des Islam und seiner Kultur und Identität sind.“

Einige unerwartete Unterstützungs-Botschaften für Israel

David Lange, Israellycool, 16. Mai 2021

Auf Reddit posten Menschen Unterstützungsbotschaften für Israel, darunter von Orten, die man nicht erwarten würde.

Zum Beispiel Syrien:

Wurde dazu gehirngewaschen Juden zu hassen und üble Leute als yahud (Juden) zu bezeichnen, seit ich ein kleines Kind war. Bei den aktuellen Ereignissen stellte ich mich gegen die Welle und versuchte aktiv zu Israel zu recherchieren, mein Respekt für Israel ging in den Himmel. Unterstützung aus Syrien

Pakistan:

und Ägypten:

Hier gibt’s mehr davon.

Islamischer Staat führt „Missstände“ an, beansprucht Opferstatus gegenüber abgeschlachteten Christen

Raymond Ibrahim, 4. Mai 2021

Der Islamische Staat im Sinai richtete vor kurzem eine weiteren Christen auf Video hin. In einem vor der Hinrichtung aufgenommenen Clip „gestand“ der ermordete Kopte Nabil H. Salama (62) sein Verbrechen: die einzige Kirche in Bir al-Abd im Sinai gebaut zu haben – eine Kirche, die angeblich „mit dem Krieg der ägyptischen Armee und des Geheimdienstes gegen den Islamischen Staat kooperiert“.

Obwohl Salama sein „Geständnis“ er nach Folter bot – nachdem ihm die Vorderzähne aus dem Mund gehauen wurden – ist die Anklage, koptische Kirchen würden aktiv und ruchlos dran arbeiten die islamische Ordnung zu untergraben, unter Ägyptens Islamisten weit verbreitet, die ständig in absurde Richtungen abgleiten.

So erschien schon 2010 Mohammed Salim al-Awwa, der ehemalige Generalsekretär der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter, mit einer hemmungslosen Tirade auf Al-Jazira und beschuldigte die Kopten nicht mit dem ägyptischen Militär zu „kooperieren“, sondern „Waffen und Munition in ihren Kirchen und Klöstern zu lagern“ – auch noch aus Israel importiert, „dem Herzen der Sache der Kopten“ – und „sich darauf vorzubereiten Krieg gegen Muslime zu führen“. Er warnte, wenn nichts unternommen würde, werde „das Land brennen“ und stachelte die Muslime auf „der Stärke der [koptischen] Kirche entgegenzuarbeiten“.

In Wirklichkeit sind alles, das jemals „brennt“, koptische Kirchen durch die Hände der Muslime – so, als nach dem Sturz von Mohammed Morsi von der Muslimbruderschaft fast 70 Kirchen angegriffen und viele zerstört wurden. Ganz zu schweigen von all den koptischen Kirchen, auf die von Terroristen Bombenanschläge verübt wurden, wodurch jede Menge christliche Gottesdienstbesucher getötet wurden. Um nur ein paar der bedeutendsten Vorfälle anzuführen: Am Palmsonntag 2017 wurden zwei koptische Kirchen bombardiert und 50 Gottesdienstbesucher getötet; am Sonntag, 11. Dezember 2016 wurde noch eine Kirche bombardiert und mindestens 27 Gottesdienstbesucher getötet; an Silvester 2011 wurde eine weitere Kirche bombardiert und 23 Christen getötet; und an Heiligabend 2010 wurden sieben Christen erschossen, als sie ihre Kirche verließen.

Tatsache ist, dass muslimische Terroristen dafür berüchtigt sind alle möglichen Vorwände zu liefern – von denen viele ans Absurde grenzen – um ihre feigen Anschläge auf und Morde an Christen innerhalb und außerhalb Ägyptens zu rechtfertigen. Der Islamische Staat führte „Umut“ an, um die grausige Abschlachtung von 21 Christen – 20 Kopten und einen Ghanaer – 2015 am Strand von Libyen zu rechtfertigen. Ein Artikel in Dabiq, dem Online-Magazin des Islamsichen Staats auf Englisch, mit der Überschrift „Rache für die von den koptischen Kreuzrittern Ägyptens verfolgten Muslimat [muslimischen Frauen]“ behauptete, die 21 Christen seien aus „Rache“ für zwei koptische Frauen abgeschlachtet worden, die schon 2010 und gemäß islamischer Propaganda, von Ägyptens koptisch-orthodoxer Kirche gezwungen worden seien ihren Übertritt zum Islam zu widerrufen und zum Christentum zurückzukehren.

Der verstorbene koptische Papst Schenuda III., der damals fast 90 Jahre alt war und sich nicht mehr bewegen konnte, wurde tatsächlich als „US-Agent, Entführer und Folterer muslimischer von der Christenheit konvertierter Frauen“ dargestellt; die Christen „horten Waffen in Klöstern und Kirchen um Krieg gegen die Muslime zu führen und Ägypten zu spalten, damit sie einen koptischen Staat schaffen können“.

Der Islamische Staat führte auch die Bombenanschläge auf die Kirche Unserer Lieben Erlöserin in Bagdad als Produkt der „Rache“ für dieselben angeblich zwangsweise zum Christentum zurückkonvertierter Frauen in Ägypten an. Damals hatten bewaffnete Jihadisten die Kirche im Irak während eines Gottesdienstes gestürmt und wahllos das Feuer eröffnet, bevor sie ihre Selbstmordwesten zündeten, die „mit Kugellagern gefüllt waren, um so viele Menschen wie möglich zu töten“. Fast 60 Christen – einschließlich Frauen, Kindern und sogar Babys (hier gibt es Bilder der Folgen) – wurden niedergemetzelt.

Diese Strategie des „Mach die Opfer verantwortlich“ ist auch nicht auf Ägypten beschränkt. Nur Tage nach einer Serie von Bombenanschlägen, die Sri Lanka am Ostersonntag 2019 erschütterten und bei der 359 Menschen getötet wurden, sagte ein nachgeordneter Verteidigungsminister, der Anschlag „sei Vergeltung für den Angriff auf Muslime in Christchurch“, wo ein Australier rund 50 Muslime in zwei Moscheen in Neuseeland getötet hatte.

Zwei Punkte strafen alle solche Behauptungen islamischer „Rache“ aufgrund von „Missständen“ Lügen:

Erstens: Was hatten die irakischen Christen der Kirche Unserer Lieben Erlöserin oder der geköpften Ghanaer mit den eingebildeten Verbrechen der koptischen Kirche zu tun? Eigentlich: Was haben Christen im Nahen Osten, Afrika und Asien mit dem säkularen Westen zu tun? Wann immer letzterer Muslime vor den Kopf stößt –ob durch die Veröffentlichung von Karikaturen oder durch militärische Operationen in Afghanistan – „antworten“ Muslime damit, dass sie die christlichen Minderheiten in ihrer Mitte terrorisieren. Was genau haben Ostern feiernde Christen in Sri Lanka mit einem weißen Terroristen in Neuseeland zu tun? Außerdem: Wenn der Anschlag vom Ostertag eine Art Vergeltung war, was erklärt dann die Tatsache, dass Muslime praktisch jedes Ostern Bomben auf Kirchen werfen (gerade erst in Indonesien)?

Was uns zu zweiten Punkt führt: Seit wann brauchen islamische Terroristen, die regelmäßig Hass gegen andere predigen, jemals einen Grund oder einen Vorwand, um das Leben von Nichtmuslimen, allen voran den Christen, zu vermiesen? Zum Beispiel habe ich sein Juli  2011 monatlich die „Verfolgung von Christen durch Muslime“-Berichte zusammengestellt (die beim Gatestone Institute veröffentlicht werden). In praktisch jedem dieser monatlichen Berichte bombardieren, verbrennen oder verbieten Muslime Kirchen und terrorisieren Christen allgemein. Sollen wir ernsthaft glauben, dass das alles infolge von muslimischem „Missständen“ durch entmachtete christliche Minderheiten in ihrer Mitte geschieht?

Tatsächlich ließen selbst beim jüngsten Mord, dem an dem Kopten Nabil Salama im Sinai, seine Mörder, vielleicht versehentlich, die Wahrheit hinter ihrer Feindschaft raus. In seinem Hinrichtungsvideo erscheint Salama auf seinen Knien, hinter ihm stehen drei Männer, Gewehre in der Hand. Der in der Mitte beginnt eine typische jihadistische Tirade: „Allen Preis Allah, der seinen Sklaven [den Muslimen] befahl zu kämpfen und die Ungläubigen zu demütigen“ – dieser letzte Teil wird gesagt, während der Terrorist verächtlich auf den gefesselten und knienden Mann vor sich deutet – „bis sie die Jizya zahlen, während sie sich vollkommen unterdrückt fühlen.“

Das ist natürlich eine Umschreibung von Sure 9,29, die Muslimen befiehlt Jihad gegen die „Völker des Buchs“ – Christen und Juden – zu führen, bis sie Tribut zahlen und sich vollkommen unterdrückt fühlen. Beachten Sie: Der Koran führt keinerlei Missstände gegen Christen und Juden an – außer natürlich die Tatsache, dass sie Christen und Juden sind, Ungläubige, die die Autorität Mohammeds ablehnen und daher der Feind sind.

Kurz gesagt: Alle von diesen Muslimen, die die bereits entrechteten religiösen Minderheiten in ihrer Mitte terrorisieren, angeführt werden, sind falsch und sollen ihre ansonsten feigen und grausamen Taten „legitimieren“.

Die Lüge, die Jerusalem in Brand setzt

„Die Al-Aqsa ist in Gefahr“ wird herausgeschleudert, um religiösen Terrorismus anzuwerfen, wenn die nationale Motivation verweht. Derweil erlaubt Israel, dass das unfassbare Zugeständnis, das es 1967 machte, als selbstverständlich betrachtet wird.

Nadav Shragai, Israel HaYom, 9. Mai 2021

Rund 20 Jahre nach den Krawallen vom Oktober 2002 auf dem Tempelberg und den unvergessenen Äußerungen des damaligen Führers der Partei Ra’am, MK Abd al-Malik Dahamsche, er wäre „bereit der erste Schahid zu sein, der die Al-Aqsa verteidigt“, geben beide Arme der Islamischen Bewegung in Israel – der legale Südliche Zweig wie auch der verbotene Nördliche – heute Ähnliches von sich.

Alles ist koordiniert: Die ideologische Linie ist die der Muslimbruderschaft. Die Operation vor Ort und die Aufstachelung werden von der Hamas, der Islamischen Bewegung und einigen Arabern in Ostjerusalem erledigt. Die palästinensische Autonomiebehörde ist wie üblich mit dabei. Das ist dieselbe Achse, die während der Krise um die Metalldetektoren aktiv war. Es handelt sich um dieselbe Achse, die während der aktuellen Schlägereien am Damaskustor einsetzte. Es ist auch jetzt dieselbe Achse. Das Ziel ist, den Konflikt auf religiöse Linien zu schieben, nachdem die nationalistische Frage sich als für einen Flächenbrand unzureichend erwies. Der Weg das zu tun läuft über dieselbe alte Lüge: „Die Al-Aqsa ist in Gefahr.“

Manchmal handelt es sich um eine wahnhafte Behauptung, Israel plane die Moscheen auf dem Tempelberg abzureißen. Manchmal ist es eine niederträchtige Behauptung, Israel plane angeblich am Status quo auf dem Tempelberg herumzubasteln, wenn genau das Gegenteil wahr ist: Die Muslime sind diejenigen, die den Status quo gewaltig umstoßen.

Aber diese Geschichten haben vor langer Zeit aufgehört nur Propaganda und Aufstachelung zu sein. Sie sind Ersatz für Terrorismus und Katalysator für Terroranschläge, Krawalle und jetzt einen Halbaufstand geworden, dessen Zweck darin besteht Israels Zugriff auf und Souveränität über die Altstadt von Jerusalem und den Tempelberg zu schwächen.

Die neue Gleichung, die Hamas versucht zu konstruieren, ist eine, in der Israel in Jerusalem im Tausch für Ruhe abgibt, sowohl in der Stadt selbst als auch in Judäa und Samaria und dem Gazastreifen. Diese Formel, ob es nun um den Tempelberg oder das Viertel Scheik Jarrah/Schimon HaTzadik geht oder um den Bau im Viertel Har Homa, sollte mit strenger Hand niedergeschlagen werden. Die Hamas betrachtet jedes Zugeständnis in Jerusalem oder überhaupt als Schwäche und Ermutigen, um die Krawalle, den Terror sowie Aufwiegelung und mehr zu intensivieren.

Die Öffentlichkeit in Ostjerusalem, arabische Israelis und die Araber in Judäa, Samaria und dem Gazastreifen sind versiert darin die Fiktion der „Al-Aqsa in Gefahr“– und der angeblich nötigen Verteidigung – einzusetzen, um politische und nationale Zwecke durchzusetzen. Der Vater der Verleumdung und des religiösen Terrorismus in Israel war der Großmufti Haddsch Amin al-Husseini. Sein Nachfolger ist Scheik Raed Saleh, derzeit im Gefängnis, wie er es verdient. Salehs Verbündete und Schüler sind diejenigen, die jetzt Jerusalem und den Tempelberg in Flammen setzen.

Zur „Al-Aqsa ist in Gefahr“-Koalition, die in den letzten Jahren Terrorismus hervorbrachte, gehören auch die Islamische Bewegung in Israel, einige arabische Knesset-Abgeordnete, die PA und ihre Sprecher, alle Arme der PLO, die Fatah, der türkische Führer Recep Tayyip Erdoğan, die Hamas, der Palästinensische Islamische Jihad, die Hisbollah, der Iran, Syrien sowie Mitglieder des Blocks, der sich mit der moderaten arabischen Welt in Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien und den Golfstaaten sowie Indonesien identifiziert. Seit Jahren haben deren Mitglieder versucht sich einander bei der Aufstachelung und im Radikalismus auszustechen, weil schon das Thema anzurühren ihnen in den Augen ihres jeweiligen Publikums und ihren Kreisen Vertrauenswürdigkeit gibt.

Der Diskurs, in den der radikale Islam die Welt wie auch uns [die Israelis] zieht, fokussiert sich fast ausschließlich auf den heiligen Status des Tempelbergs für Muslime. Niemand erinnert die Welt an das enorme, unglaubliche Zugeständnis zum Berg, das Israel bereits gemacht hat, schon 1967, als es ihn in die Hände einer rivalisierenden Religion, des Islam, gab, für den er nur der drittheiligste Ort ist, was den Rechten der Juden dort massiven Schaden zufügte.

Aus irgendeinem Grund ist diese Tatsache, die nun wirklich schwer zu akzeptieren ist, etwas geworden, das für selbstverständlich gehalten wird, was es aber nicht sein sollte. Es gibt nirgendwo auf der Welt ein solches Beispiel eines anderen Zugeständnisses wie dieses in Beziehungen zwischen den Religionen, aber Israel spielt es herunter, als sei das nie geschehen.

Die „Intoleranz und Feindschaft“, die Muslime gegenüber Nichtmuslimen zeigen, ist nicht neu – sie ist 1.400 Jahre alt

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 29. Dezember 2020

Der palästinensische Christ Bischara Bahbah zeichnet ein düsteres Bild des Schicksals der Christen im von der Hamas beherrschten Gazastreifen, aber gleichzeitig beschreibt er eine unverbesserlich optimistische Version davon, wie palästinensische Christen in den von der PA beherrschten Teilen der Westbank leben. In dieser Version verstehen Christen sich mit ihren muslimischen „Freunden und Nachbarn“ hervorragend. Die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Als Teil seines Versuchs den Umgang mit Christen in der PA reinzuwaschen verweist Bahbah auf den Pakt Omars als „garantiertes Recht und buchstabierte Verpflichtungen“ für Christen in einem mehrheitlich muslimischen Land. Er behauptet: „Der Pakt repräsentiert in erster Linie die Verpflichtung von Muslimen, Religion und Eigentumsrecht von Christen und Juden zu respektieren und zu schützen.“ Viele Gelehrte glauben, dass der Pakt Omars eine spätere Fälschung ist, aber wie immer die Wahrheit lautet, wann und von wem er verfasst wurde: Es ist kaum eine Verpflichtung von Muslimen die Religion und die Eigentumsrechte von Nichtmuslimen zu „respektieren und zu schützen“. Stattdessen ist er eine erschöpfende Liste dessen, was Nichtmuslime tun müssen, wenn sie in einem muslimischen Gemeinwesen am Leben und fähig bleiben wollen ihren Glauben zu leben.

Hier ist die Liste:

  • Verbot des Baus neuer Kirchen, Gebetsstätten, Klöstern oder einer neuen Zelle. Es war auch verboten neue Synagogen zu bauen.
  • Verbot des Wiederaufbaus zerstörter Kirchen bei Tag oder bei Nacht, nicht in ihrem eigenen Viertel, nicht derer, die in Vierteln von Muslimen liegen.
  • Die Gebetsstätten von Nichtmuslimen müssen eine niedrigere Höhe haben als die niedrigste Moschee des Ortes.
  • Die Häuser von Nichtmuslimen dürfen nicht höher sein als die Häuser von Muslimen.
  • Verbot ein Kreuz an Kirchen anzubringen.
  • Muslimen muss es jederzeit erlaubt sein Kirchen (zum Schutz) zu betreten, Tag und Nacht.
  • Die Verpflichtung, dass der Ruf zum Gebet durch eine Glock oder eine Art Gong (Nakos) leise sein muss.
  • Verbot, dass Christen und Juden ihre Stimmen bei Gebetszeiten erheben.
  • Verbot nichtmuslimische Kinder den Koran zu lehren.
  • Christen wurde verboten ihre Religion öffentlich zu zeigen oder in der Öffentlichkeit, auf der Straße oder den Märkten mit Muslimen mit christlichen Büchern oder Symbolen gesehen zu werden.
  • Umzüge an Palmsonntag und Ostern wurden verboten.
  • Beerdigungen müssen in aller Stille erfolgen.
  • Verbot der Beerdigung von nichtmuslimischen Toten in der Nähe von Muslimen.
  • Verbot ein Schwein neben einem muslimischen Nachbarn aufzuziehen.
  • Christen wurde verboten Muslimen alkoholische Getränke zu verkaufen.
  • Christen wurde verboten Spionen Deckung oder Unterkunft zu gewähren.
  • Verbot Lügen über Muslime zu erzählen.
  • Verpflichtung Muslimen gegenüber Achtung zu zeigen. Wenn ein Muslim sitzen möchte, sollten Nichtmuslime von ihren Sitzen aufstehen und sie dem Muslim anbieten.
  • Verbot des Predigens zu Muslimen im Versuch sie vom Islam wegzukonvertieren.
  • Verbot der Verhinderung des Übertritts einer Person zum Islam, die konvertieren will.
  • Das Erscheinungsbild der Nichtmuslime muss sich von dem der Muslime unterscheiden: Verbot des Tragens der Qalansuwa (eine von Beduinen getragene Art Kuppel-Kopfbedeckung), des Beduinen-Turban (Amamh), muslimischer Schuhe und Sasch an der Taille. Was ihre Köpfe angeht, so war es verboten das Haar seitlich zu kämmen, wie es muslimischer Brauch ist; und sie wurden gezwungen das Haar vorne am Kopf zu schneiden. Nichtmuslime dürfen die arabisch-muslimische Art zu reden nicht beginnen, noch dürfen sie die Kunyas (arabische Beinamen wie „Abu Khattib“) annehmen.
  • Verpflichtung Nichtmuslime durch Stutzen des Stirnhaares am Kopf zu identifizieren und dadurch, dass sie sich immer in derselben Art kleiden, wohin auch immer sie gingen, wobei der Zunnar (eine Art Gürtel) um die Taille gebunden wurde. Christen mussten blaue Gürtel oder Turbane tragen, Juden gelbe Gürtel oder Turbane. Zoroastrier mussten schwarze Gürel oder Turbane tragen und Samaritaner rote Gürtel oder Turbane.
  • Verbot Tiere auf die muslimische Art zu reiten und Verbot mit einem Sattel zu reiten.
  • Verbot der Annahme eines muslimischen Ehrentitels.
  • Verbot arabische Inschriften auf Siegel zu gravieren.
  • Verbot des Besitzes jeglicher Waffen.
  • Nichtmuslime mussten einen vorbeikommenden muslimischen Reisenden mindestens drei Tage lang beherbergen und verpflegen.
  • Nichtmuslimen war verboten einen muslimischen Gefangenen zu kaufen.
  • Verbot Sklaven zu nehmen, die Muslimen zugewiesen wurden.
  • Wenn ein Nichtmuslim einen Muslim schlägt, wird sein Dhimmi-Schutz aufgehoben.
  • Im Gegenzug wird ein muslimischer Herrscher christlichen Gläubigen, die die Regeln des Paktes befolgen, Sicherheit bieten.

Wer glaubt, wenn er diese Liste liest, dass im heutigen „Palästina“ (d.h. Gazastreifen und PA-Gebiete) der Omar-Pakt „in erster Linie die Verpflichtung der Muslime die religiösen und Eigentumsrechte von Christen und Juden zu respektieren und schützen darstellt? Es handelt sich um eine Liste, die Christen nachdrücklich auf ihren permanent untergeordneten Platz verweist, wo sie sich strikt an Dutzende Regeln halten müssen, die ihren niedrigen Status gegenüber Muslimen betonen und wenn nicht, dann verlieren sie ihre Sicherheit, was heißen kann, dass sie getötet werden dürfen. Natürlich werden die meisten dieser Einschränkungen nicht länger aufgebürdet, aber die vor langer Zeit geschaffene Atmosphäre – das heißt eine Einstellung muslimischer Verachtung für Christen, die schon so lange andauert wie der Islam selbst existiert – bleibt und erklärt, warum Christen in muslimischen Ländern niemals als Gleiche behandelt werden, sondern immer noch einer Menge Behinderungen und Drohungen unterworfen werden. Denken Sie daran, wie Christen in Pakistan, in Nigeria, in Ägypten, im Iran alle in Angst vor muslimischen Nachbarn leben. Und wie könnten muslimische Einstellungen anders ein, angesichts dessen, dass der Koran sie lehrt, sie seien „die besten Menschen“ (Sure 3,110), während Nichtmuslime „die abscheulichsten aller Geschöpfe“ sind?

Ich erinnere mich, als ich in der Altstadt von Jerusalem aufwuchs, gehörte der Ramadan zu unseren Lieblingsfeiertagen. Wir teilten Essen mit unseren muslimischen Nachbarn; wir sahen uns gemeinsam die besten arabischen Seifenopern an; und wir liebten es die Stimme des Mussaher zu hören, der Person, die vor dem Sonnenaufgang herumging um die Leute zu wecken, damit sie essen konnten, bevor das Fasten beginnt. Und ich erinnere mich an die guten Wünsche unserer muslimischen Freunde und Nachbarn, wenn wir Weihnachten feierten.

Bishara Bahbah mag angenehme Kindheitserinnerungen an sein Aufwachsen in einem gemischten Viertel haben, wo die Christen Ramadan-Mahle mit Muslimen teilten und Muslime an Weihnachten ihren christlichen Freunden „gute Wünsche“ ausrichteten, aber er spielt das zu sehr hoch. Solche Anekdoten beweisen nur, dass manche Muslime, die er kannte, bereit waren die koranischen Verfügungen gegen das Anfreunden mit Christen und die Regel, dass sie die religiösen Feiertage der Ungläubigen – selbst einen Gruß – nicht anzuerkennen zu verletzten. Aber er weiß mit Sicherheit, dass es hunderte Millionen Muslime gibt, die nicht so entgegenkommend sein würden und dass sie es sind, die sich islamisch korrekt verhalten, nicht diese „muslimischen Freunde und Nachbarn“ aus der Kindheit, die an Weihnachten Gutes wünschten.

Hamas, ich sage euch, wir palästinensische Christen sind immer ein integraler Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft gewesen. Wir sind ein fester Bestandteil des Gefüges des Landes. Wir lieben unser Land und unsere Nation mehr, als ihr es jemals tun werdet. Ihr dient einer fremden Macht, dem Iran, schmuggelt nutzlose Waffen ein und schießt sie auf Befehl eurer Herren ab.

Bishara liegt nicht falsch damit die Hamas mit dem Iran zu verbinden, der ihr heute Geschosse und Raketen zur Verfügung stellt. Aber sein wiederholtes Bestehen darauf, dass „palästinensische Christen immer ein integraler Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft gewesen sind“, ist Wunschdenken. Wären sie immer ein „integraler Bestandteil“ der palästinensischen Gesellschaft gewesen, wären sie nicht die Objekte so vieler Angriffe auf Kirchen, Pastoren, treue Christen gewesen. Sie würden die PA-Gebiete und den Gazastreifen nicht in solchen Zahlen verlassen.

Eure eifernde Haltung gegenüber den palästinensischen Christen disqualifiziert euch als legitime politische Partei der palästinensischen Politik. Euer Fanatismus brachte Intoleranz und Feindschaft in unser Volk. Komme, was da wolle, wir werden das Volk des Gazastreifens – Muslime wie Christen – aus euren despotischen Klauen befreien. Diejenigen, die euch unterstützen, werden als Verräter ausgestoßen werden. Ihr habe allen Anschein der Legitimität in den Augen des palästinensischen Volks und der Welt verloren. Ihr repräsentiert nichts  außer eurem erbärmlichen Selbst.

Es ist eine Schande, dass es keine Landbrücke zwischen der Westbank und dem Gazastreifen gibt, die es den palästinensischen Sicherheitskräften erlauben würde in den Gazastreifen zu marschieren und ihn gewaltsam von dem Krebs namens Hamas zu befreien. Und diejenigen, die euch unterstützen und finanzieren und die, die euch ausbilden und eure Führer beherbergen sind genauso schuldig wie ihr.

Lasst es jedem eine Lehre sein, der versucht palästinensische Christen zu beleidigen, auszugrenzen oder herabzusetzen, ob nun von innen oder von außen: Der Tag wird kommen, an dem die Palästinenser – Muslime und Christen und viele Menschen weltweit – den Gazastreifen von euch und eurer Tyrannei befreien.

Und Übrigens: Frohe Weihnachten.

Bishara Bahbah beliebt es zu glauben, es sei nur die Hamas, die es geschafft hat die warmen Beziehungen zwischen palästinensischen Christen und Muslimen zu ruinieren. Die „Intoleranz und Feindseligkeit“, die Muslime gegenüber Nichtmuslimen zur Schau stellen, ist nicht neu – sie ist 1.400 Jahre alt. Sein fantastischer Glaube – unter der Annahme, dass er sich tatsächlich selbst davon überzeugt hat – dass palästinensische Muslime und Christen immer glänzend miteinander ausgekommen sind, bis die Hamas kam diese historische Harmonie im Gazastreifen zu verderben, ist falsch. Es gibt viele Fakten, die eine andere Geschichte der christlich-muslimischen Beziehungen erzählen.

Hier sind ein paar dieser Fakten:

Nablus war vor 40 Jahren Heimat von mehr als 3.000 Christen; heute sind in der Stadt gerade 700 übrig.

Tulkarm hatte vor 30 Jahren eine Gemeinschaft von 2.000 Christen; heute zählt sie 12 Familien. „Wir bereiten uns darauf vor ins Ausland zu ziehen, an einen Ort, an dem wir ein besseres Leben führen können, sagte Reverend Dahoud Dimitry, Leiter der griechisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Georg, die im September 2006 nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen niedergebrannt wurde.

Die christliche Bevölkerung Bethlehems ist auf 14% der Bevölkerung gefallen, von 85% in den 1950-er Jahren und 40% 1997. Die Christen in dieser Stadt haben die Belagerung der 1.400 Jahre alten Geburtskirche, des Geburtsortes Jesu, durch 100 dem PA-Vorsitzenden Arafat treu ergebene Milizionäre im Jahr 2002 nicht vergessen. Die muslimischen Terroristen hielten Dutzende Christen als Geiseln, darunter Priester und Nonnen; sie schändeten Bibeln, leerten die Kirchenkasse und setzen Teile der Jahrhunderte alten Kirche in Brand. Der frühere Bürgermeister der Stadt, Hanna Nasser, hat unverblümt vorausgesagt: „Es gibt keine Zukunft für Christen in Bethlehem.“

Reverend Tomey Dahoud, Leiter der griechisch-orthodoxen Kirche in Taubus, einer Stadt nahe Jenin, hat gesagt: „Das islamische Volk will uns töten. Das ist ihr Prinzip und Glaube. Sie wollen keine Christen in diesem Land. Sie wollen unsere Namen nicht hören; sie wollen uns nicht sehen. Das ist die Realität.“ Auf seine Kirche wurde bei Krawallen im September 2006 ein Brandbomben-Anschlag verübt.

Sogar in Ramallah, das als liberalste Stadt unter palästinensischer Kontrolle gilt, sind Drohungen gegen Christen alltäglich. Pastor Isa Bajalia, ein evangelisch arabisch-amerikanischer Pastor, der seit 1991 mit Frau und Sohn in Ramallah lebte, wurde wiederholt von einem offiziellen Fatah-Vertreter der Tanzim-Milizen bedroht. Der Beamte forderte $30.000 zu seinem Schutz. Aufgrund der Drohungen war Bajalia gezwungen nach Jerusalem zu fliehen, wo er unter israelischer Herrschaft sicher lebt.

Die Beziehungen zwischen palästinensischen Christen und Muslimen haben sich – trotz dem, was Bishara Bahbah uns glauben machen will – nicht nur im Gazastreifen, sondern auch unter PA-Herrschaft stetig verschlechtert.

Bahbah hat recht mit der Behauptung, dass die Situation für Christen im Gazastreifen besonders heikel ist, seit die Hamas im Januar 2006 die Kontrolle übernahm; die Scharia, das islamische Recht wurde verhängt. Angriffe auf Christen wurden alltäglich. Es hat mehrere Bombenanschläge auf Kirchen und auf die Schule Zahwa Rosary außerhalb von Gaza Stadt gegeben. Aber er hätte auch zugeben müssen, dass die Position der Christen in den PA-Gebieten und überall in der muslimischen Welt schwierig, bedenklich und an einigen Orten untragbar ist.

Hätte Bishara Bahbah es gewagt die Wahrheit zu sagen, dann hätte er etwas wie das hier geschrieben:

„Ich erinnere mich daran, dass ich in meiner Kindheit mit meinen muslimischen Nachbarn in Jerusalem gut auskam. Glücklicherweise waren sie aus toleranten Familien, die es ablehnten den Geboten des Koran zu folgen sich nicht mit Christen oder Juden anzufreunden. Ich hatte Glück, denn es gibt bestimmt sehr viele Muslime, die nicht so tolerant sind, wie die Drohungen und Angriffe auf unsere Pastoren, Kirchen und einzelne Christen überall in von der PA beherrschten Gebieten und noch heftiger im Gazastreifen deutlich machen. Und in jeder einzelnen Gemeinde, in der es Christen gab – in Nablus, Tulkarm, Taubus, Ramallah und besonders in Bethlehem – ist ihre Zahl beständig zurückgegangen, sie haben unbestreitbare Beweise der Bedrängung und Verfolgung erlitten.

Es stimmt jedoch, wenn die Umstände für Christen in der Westbank schlecht sind, dann sind sie im von der Hamas regierten Gazastreifen viel schlimmer. Von 5.000 Christen im Jahr 2006 sind heute noch 750 übrig. Dort ist die Scharia eingeführt worden. An christlichen Kirchen und mindestens eine christlichen Schule sind Bomben gelegt worden. In ein paar Jahren wird es im Gazastreifen keine Christen mehr geben, was das bezeugt, was sie erleiden mussten und das führte dazu, dass sie am Ende alle fliehen. Einige von ihnen gehen ins Ausland, nach Kanada oder Australien. Einige finden Zuflucht in Israel, das der einzige Ort im Nahen Osten ist, wo Christen ihre Religion frei ausüben können; ihre Sicherheit wird von der Regierung garantiert.“

Das ist das, was Bishara Bahbah hätte schreiben sollen. Aber hätte er sich je erlauben können diese Wahrheiten von sich zu geben? Ach Unsinn.

Der Völkermord an den Armeniern geht weiter

Raymond Ibrahim, 24. April 2021 (Gatestone Institute)

Ein muslimischer Terrorist schreit „Allahu Akbar“ vom Kirchturm einer armenischen Kirche, nachdem er das Kreuz abschlug.

Am 24. April, ist der Gedenktag für den Völkermord an den Armeniern, 106 Jahre nach Beginn des Völkermords, als die osmanischen Türken während des Ersten Weltkriegs ungefähr 1,5 Millionen Armenier massakrierten.

Die meisten objektiven Historiker, die das Thema untersuchten, stimmen unmissverständlich überein, dass es sich um einen vorsätzlichen, geplanten Völkermord handelte. Das Genocide Education Project gibt an:

Mehr als eine Million Armenier starben infolge von Hinrichtungen, Hunger, Krankheiten, der rauen Umwelt und körperlichen Missbrauchs. Ein Volk, das fast 3.000 Jahre lang in der östlichen Türkei lebte [mehr als doppelt so lange wie die eingedrungenen islamischen Türken Anatolien besetzt hatten, das wir heute als „Türkei“ kennen], verlor seine Heimat und wurde mit dem ersten groß angelegten Völkermord des 20. Jahrhunderts gewaltig dezimiert. Zu Beginn des Jahres 2015 gab es in der Türkei rund 2 Millionen Armenier; heute sind es weniger als 60.000…

Trotz der gewaltigen Menge an Beweisen, die die historische Realität des armenischen Völkermords aufzeigt, trotz Augenzeugenberichten, offiziellen Archiven, fotografischen Belegen, den Berichten von Diplomaten und den Zeugenaussagen Überlebender ist die Leugnung des Völkermords an den Armeniern seit 1915 durch folgende Regime der Türkei bis heute weitergegangen.

Die Türkei hat nicht nur wiederholt die Täterschaft für den Völkermord an den Armeniern bestritten; sie scheint fest entschlossen ihn wieder neu loszutreten, gerade erst indem sie Aserbaidschan hilft Krieg gegen Armenien im Zusammenhang mit dem Streit um Nagorny-Karabach zu führen, der Ende 2020 einmal mehr ausbrach.

So stellte Armeniens Premierminister Nikol Paschinyan im Oktober 2020 fest: „Warum ist die Türkei 100 Jahre [nach Auflösung des osmanischen Reichs] wieder in den Südkaukasus zurückgekehrt? Um den Völkermord an den Armeniern fortzusetzen.“

Während dieses aktuellen Konflikts, der sie nicht betraf, finanzierte die Türkei die Scharia aufzwingende „Jihadistengruppen“ und schleuste Geld an sie, sagte der französische Präsident Macron; diese Gruppen hatten in Syrien und Libyen agiert – einschließlich der der Muslimbruderschaft nahe stehenden Hamza-Division, die nackte Sexsklavinnen im Gefängnis hielt – um Armenier zu terrorisieren und abzuschlachten.

Neben anderem Verhalten wie ISIS wurde eine intellektuelle, behinderte, 58-jährige Armenierin von diesen Söldnern und aserbaidschanischen Partnern „bis zur Unkenntlichkeit gefoltert“, indem ihr die Ohren, Hände und Füße abgehackt wurden, bevor man sie ermordete. Ihre Familie konnte sie nur noch anhand ihrer Kleidung identifizieren.

„Die Armenier werden“ nach Angaben eines Berichts vom Dezember 2020, „brutal behandelt“ und haben „Territorium an jihadistische Nachbarn verloren, bevor sie einem von Russland durchgesetzten Waffenstillstand zustimmten … Bevor sie die sogenannte Waffenstillstandsvereinbarung verletzten, machten die türkischen Muslime in Aserbaidschan das, was Mohammed gebot: sie köpften Christen.“

Der Bericht verlinkte ein Video von Soldaten in Tarnkleidung, die einen zappelnden, alten armenischen Mann überwältigten und zu Boden brachten, bevor sie ihm lässig mit einem Messer die Kehle aufschlitzten.

„Aserbaidschan hat Armenien beschuldigt das Friedensabkommen zuerst verletzt zu haben“, führt der Bericht fort, „aber Beobachter vermerken, dass die einzige Provokation, die die Muslime brauchen, um Armenier anzugreifen, deren fortbestehende Existenz ist.“

Rhetorik gegen „Ungläubige“ unterstreicht diese Ansicht. Ein gefangen genommener Terrorist gestand, dass ihm „eine monatliche Zahlung von $2.000 für den Kampf gegen ‚Kafir‘ in Artsak versprochen wurde und 100 Dollar extra für jeden geköpften ‚Kafir‘.“ (Kafir oft als „Ungläubiger“ übersetzt, ist Arabisch für Nichtmuslime, die es versäumten sich islamischer Obrigkeit zu unterwerfen, was sie automatisch zu Feinden macht, die Sklaverei oder den Tod verdienen.)

Genauso wurden armenische Kirchen, die unter aserbaidschanische Kontrolle kamen, geschändet – trotz Versprechen der Obrigkeit sie zu schützen. Bei einem Vorfall wurde ein Soldat – es ist unklar, ob eine Aseri oder ein Jihad-Söldner aus Syrien oder dem Irak – gefilmt, wie er auf einer Kirche steht, deren Kreuz abgebrochen war und triumphierend „Allahu akbar!“ brüllt. Aserbaidschanische Streitkräfte beschossen und zerstörten auch die Kirche Heiliger Retter, eine armenische Kathedrale mit Kultcharakter, die „1888 geweiht, aber während des Massakers an Armeniern der Stadt durch Aserbaidschaner im März 1920 beschädigt wurde und über Jahrzehnte verfiel.“

Weniger weit zurück wurden nach Angaben eines Berichts vom 29. März 2021 im Verlauf von nur zwei Wochen mindestens drei armenische Kirchen in der Region Nagorny-Karabach von aserbaidschanischen Kräften verwüstet und zerstört – obwohl im November ein Waffenstillstand ausgerufen wurde. Videobilder der Schändung einer dieser Kirchen zeigen, wie aserbaidschanische Truppen das christliche Gotteshaus betreten und dann lachend, höhnend christliche Gegenstände darin treten und entstellen, darunter ein Fresko des letzten Abendmahls. Die Flagge der Türkei taucht auf den Uniformen der aserbaidschanischen Soldaten auf, was weiter die Beteiligung der türkischen Regierung impliziert. Als sie sich nähern, sagt einer der muslimischen Soldaten: „Lasst uns in ihre Kirche gehen, wo ich namaz machen werde.“ (namaz ist ein Hinweis auf muslimische Gebete; wenn Muslime in nichtmuslimischen Tempeln beten, werden diese sofort zu Moscheen.) In Reaktion auf dieses Video gab Arman Tatoyan, ein armenischer Menschenrechtsaktivist eine Erklärung aus:

Der Präsident von Aserbaidschan und die Behörden des Landes setzen seit Jahren eine Politik des Hasses, der Feindschaft, der ethnischen Säuberung und des Völkermords gegen Armenien, Bürger Armeniens und das Volk Armeniens um. Die türkische Obrigkeit hat dasselbe gemacht oder offen zu derselben Politik ermutigt.

Als Beispiel sagte er, dass Aserbaidschans Präsident Alijew Anfang März stolz erklärte: „Die jüngere Generation ist mit Hass auf den Feind aufgewachsen“, womit er die Armenier meinte.

Solcher Hass, der der Vorläufer für Völkermord ist, scheint überall offenkundig zu sein. Man muss nur der Tirade eines türkischen Mannes in einem Video zuhören, der alle Armenier als „Hunde“ bezeichnet und dass jeder in der Türkei Gefundene abgeschlachtet werden sollte, um eine Idee des Antriebs zu bekommen, der diesen Hass schürt:

Was macht ein Armenier in meinem Land? Entweder der Staat vertreibt ihn oder wir töten ihn. Warum lassen wir sie am Leben? … Wir werden sie abschlachten, wenn die Zeit reif ist. … Dies ist türkischer Boden. Wie sind wir osmanische Enkel? … Das Volk der Türkei hat Ehre, Würde und Allah muss die Köpfe der Armenier in der Türkei abschneiden. Es ist entehrend für jeden, Armenier zu treffen und nicht zu töten. … Wenn wir Menschen sind, lasst uns das tun – lasst es uns für Allah tun. … An jeden, der zuhört: Wenn du Allah liebst, verbreite bitte dieses Video von mir an alle…

Genauso antwortete vor kurzem eine Frau in Reaktion auf eine Frage, die zufälligen Straßen-Passanten in der Türkei gestellt wurde – „Wenn Sie mit etwas davonkommen könnten, was würden Sie tun?“ – auf Video: „Was ich tun würde? 20 Armenier köpfen.“ Dann sah sie direkt in die Kamera und lächelte, während sie mit dem Kopf nickte.

Ein Großteil dieses völkermörderischen Hasses überrascht nicht, bedenkt man, dass Schulbücher der öffentlichen türkischen Schulen weiterhin Armenier – de facto Christen allgemein sowie Juden – dämonisieren, wie eine Studie feststellte.

Wenn die Türken, die vom Konflikt zwischen Armeniern und Aserbaidschan nicht betroffen sind, sollte es nicht überraschen, dass unzählige Aserbaidschaner das auch tun. Folglich ist es für Nurlan Ibrahimow, Leiter des Pressedienstes des Fußballklubs Qarabab in Aserbaidschan so: „Wir [Aserbaidschanis] müssen alle Armenier töten – Kinder, Frauen, die Alten. Wir müssen sie ohne Unterschied töten. Kein Bedauern, kein Mitleid.“

Entsprechend ist es gut heute, am Gedenktag für den Völkermord an den Armeniern, nicht nur an das zu erinnern, was damals geschah, sondern auch an das, was eindeutig vorbereitet wird noch einmal zu passieren.