Die künstliche Empörung wegen der „Annexion“

Victor Rosenthal, Abu Yehuda, 21. Mai 2020

Annexion. Das Wort wird mit einer Giftigkeit ausgespuckt, dass man glauben möchte, damit werde Massenmord beabsichtigt. Von Mahmud Abbas über Jordaniens König Abdallah bis zur Europäischen Union und Justin Trudeau fließen die Verurteilungen, Warnungen und Drohungen immer weiter. Und natürlich hat Joe Biden auch etwas dazu zu sagen gehabt.

Ein paar Worte zur Realität hinter der sogenannten „Annexion“: Für den Anfang wird nichts annektiert. Die israelische Regierung vertritt die annehmbare Position, dass sie in Judäa und Samaria gemäß des Völkerrechts der Souverän ist; und man kann nichts annektieren, das einem bereits gehört. Aber Moment, sagen Sie, praktisch die gesamte Welt widerspricht, wie Quellen wie die BBC und die New York Times bis zum Erbrechen betonen. Leider für sie und die Palästinenser, mit denen sie mitfühlen, ist das Völkerrecht weder ein Beliebtheitswettbewerb noch einer Mehrheitsabstimmung in der UNO-Vollversammlung unterworfen. Es ist durchaus möglich, dass die Regierung Israels recht hat und „praktisch die gesamte Welt“ unrecht. Dies ist kein Artikel darüber, aber wenn Sie Interesse haben, ist hier ein guter.

Die Regierung bezeichnet das als „Ausweitung des israelischen Zivilrechts“ und das, weil derzeit die Teile von Judäa und Samaria, die nicht unter der Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) stehen, unter einer Militärregierung stehen (das ist der Fall, egal, ob die Einwohner Israelis oder Palästinenser sind).

Diejenigen, die sich so heftig über den Vorschlag aufregen, sagen auch gerne, „Israel plant die Westbank zu annektieren“. Die korrekte Formulierung lautet, dass Israel vorschlägt sein Zivilrecht auf bestimmte Teile von Judäa und Samaria auszuweiten, in denen jüdische Gemeinden bestehen, außerdem auf den größten Teil des Jordantals mit Ausnahme von Jericho mit seiner großen arabischen Bevölkerung. Es ist wichtig festzuhalten, dass fast keine Araber in den in Frage kommenden Gebieten leben. Diesen wird die volle israelische Staatsbürgerschaft angeboten, so wie den Arabern Jerusalems – oder denen von Haifa oder Jaffa.

Das Jordantal ist immer als ein Gebiet betrachtet worden, das bei einer dauerhaften Festlegung von Grenzen unter israelischer Kontrolle bleiben muss, weil es für Israels Verteidigung unentbehrlich ist. Keine „Zweistaatenlösung“, die dies nicht anerkennt, würde jemals akzeptiert werden. Und genauso wenig eine, die die ethnische Säuberung von Juden und die Vernichtung ihrer Gemeinden in Judäa und Samaria beinhaltet.

Der Furor wegen „der Annexion“ ist eine Ausrede, um Israel und den Trump-Plan zu attackieren, der der erste wirkliche Durchbruch in diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts ist, seit die unseligen Oslo-Vereinbarungen ihn institutionalisiert haben.

Die Palästinenser haben ein Paradigma zum Konflikt übernommen, in dem Israel komplett schuldig ist. Gerechtigkeit, sagen sie, erfordert, dass wir „ihr“ Land verlassen – Fakt ist, das sie, wenn man sie fragt, sagen, dass dies alles zwischen Fluss und Meer einschließt; sie glauben, sie seien großzügig, indem sie nur Judäa und Samaria fordern (zumindest im Moment). Aber dieses Paradigma ist falsch. Tatsächlich sind wir diejenigen, die überaus großzügig gewesen sind, indem wir ihnen wiederholt große Teile des Landes anboten, Angebote, die zurückgewiesen wurden, weil sie nicht klar genug einen Weg zu einem arabischen Staat im gesamten Land boten.

Mahmud Abbas sagt, er wolle eine „Zweistaatenlösung“ und „Annexion“ würde das unmöglich machen. Aber Abbas hat „Zweistaatenlösung“ immer so verstanden, dass das „einen praktisch kompletten Abzug aus Judäa und Samaria bedeutet“, einschließlich der Vertreibung aller Israelis aus diesen Gebieten. Er stellt sich auch die Verwirklichung eines Rückkehrrechts (ein erfundenes Konzept, das im Völkerrecht nicht auftaucht) für die Millionen Nachkommen für die arabischen Flüchtlinge von 1948 vor. Er akzeptiert nicht, dass selbst der Teil Israels, der nach einer „Lösung“ in jüdischen Händen verbleiben würde, ein „jüdischer Staat“ oder „der Staat des jüdischen Volkes“ wäre; tatsächlich hat er mehrfach gesagt, dass es kein jüdisches Volk gibt. Daher ist es nicht falsch Abbas‘ zwei Staaten als einen ausschließlich arabischen Staat und einen multiethnischen Staat zu beschreiben, der bald eine arabische Mehrheit haben würde.

Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Palästinenser ihr Paradigma und ihre gleichzeitigen Forderungen aufgeben, und schon gar nicht, solange sie von der PLO und der Hamas geführt werden.

Der Trump-Plan ist der Rahmen, in dem Israel heute agiert; er erkennt an, dass die traditionelle Zweistaaten-Idee ein Rohrkrepierer ist, weshalb zahllose Verhandlungsrunden gescheitert sind. Daher fordert er keine palästinensische Zustimmung, bevor der Prozess in Gang gesetzt wird, der zu dauerhaften, anerkannten Grenzen für Israel und zu Autonomie (wenn auch keiner vollen souveränen Eigenstaatlichkeit) für die Palästinenser führt. Das ist für die Palästinenser inakzeptabel, einfach weil er es ihnen unmöglich macht ihre eigentlichen Ziele zu verwirklichen, die sie nur auf Arabisch aussprechen: Israel durch einen arabischen Staat zu ersetzen.

Offizielle Vertreter der Europäischen Union und der Administration Obama akzeptierten das palästinensische Paradigma, obwohl sie – zumindest für die Öffentlichkeit –auch sagen, dass sie Israels Sicherheit und Existenzrecht befürworten. Damit wiederholen sie als Mantra ständig „Zweistaatenlösung“. Diese Haltung ist ins sich widersprüchlich.

Joe Binden, der Präsident der USA werden möchte, befürwortet ebenfalls eine „Zweistaatenlösung“ und ist gegen „Annexion“. Das muss er: Andernfalls würde er den linken Flügel der Basis der Demokraten verlieren sowie auf dieselbe Seite gestellt werden wir sein Kontrahent. Ich weiß nicht, wie er persönlich zur Existenz eines jüdischen Staats steht, sollte er sich diese Frage jemals gestellt haben oder ob er überhaupt tatsächlich Vorstellungen hat, die darüber hinaus gehen Präsident werden zu wollen. Aber ich weiß, dass er sich den Versuchen der Administration Obama hingegeben hat Israel unter Druck zu setzen.

Schon im Mai 2010, als Biden Israel besuchte – Obama selbst entschied sich Israel bis zu seiner zweiten Amtszeit zu meiden, zuvor war er in rund 33 Länder gereist – berichtete die von der EU finanzierte Organisation Peace Now den Amerikanern, dass ein Regionalkomitee einen vorbereitendem Schritt einem bestehenden Plan zum Bau von Wohnungen für religiöse Juden in Ramat Schlomo unternommen habe, einem Viertel in Jerusalem außerhalb der Grünen Linie; 200 weitere Wohneinheiten sollten hinzugefügt werden. Der Plan beinhaltete insgesamt etwa 1.600 Wohnungen.

Biden verurteilte die Ankündigung scharf, insistierte aber: „Es passt nichts zwischen die Vereinigten Staaten und Israel, wenn es um Israels Sicherheit geht.“ Nach seiner Rückkehr in die USA intensivierte die Administration allerdings die Attacken auf Israel und Außenministerin Hillary Clinton beschimpfte Netanyahu in einem erbosten, 43-minütigen Telefongespräch, in dem sie Israel beschuldigte die USA und Biden persönlich beleidigt zu haben, machte Israel für die Verhinderung von Verhandlungen mit den Palästinensern verantwortlich und forderte weitere Zugeständnisse an die Palästinenser, einschließlich der Freilassung von Terror-Häftlingen, um „Vertrauen aufzubauen“.

Wie der heutige Aufruhr wegen der „Annexion“ gab es eine künstliche Empörung, einen internationalen Auflauf gegen Israel wegen seiner hartnäckigen Unnachgiebigkeit. Der Unterschied besteht darin, dass der amerikanische Präsident heute uns unterstützt statt die Anklage gegen uns anzuführen. Heute wird leicht das Jahr 2010 vergessen, als es so aussah, als würde der Druck von Washington für gefährliche, sogar selbstmörderische Zugeständnisse niemals nachlassen.

Übrigens wurden bis 2018 in Ramat Schlomo keine neuen Häuser gebaut; dann wurden rund 500 Wohnungen gebaut. Das Versprechen von 1.600 neuen Wohneinheiten, das Biden und Obama 2010 so verärgert, wird erst jetzt erfüllt.

Eine weiterer interessanter Artikel zur Annexion“ bei audiatur online

Ein Leitfaden für die Verwirrten: Was bedeutet Israels Schritt mit der Souveränität?

Wo wird Israel seine Souveränität anwenden? Was wird der Preis dafür sein? Und warum ist der Trump-Plan besser als die früheren Vorschläge?

Ariel Kahana, Israel HaYom, 19. Mai 2020

US-Präsident Donald Trump schüttelt Premierminister Benjamin Netanayhu die  Hand. (Foto: Kobi Gideon/GPO)

Die Friedensvision der Administration Trump hat eine ganze Menge an Gerüchten dazu geschaffen, ob Israel seine Souveränität auf bestimmte Bereiche in Judäa und Samaria ausweiten wird. Die Richtlinien der neuen Regierung legen fest, dass dies bereits am 1. Juli passieren könnte. Aber worüber genau reden wir?

Was bedeutet die Anwendung der Souveränität?

Israel hat Judäa und Samaria seit ihrer Eroberung im Sechstagekrieg von 1967 als umstrittene Gebiete betrachtet. Wenn es seine Souveränität auf bestimmte Bereiche ausweitet, würden sie zu israelischem Territorium werden.

Wie wendet man Souveränität an?

Grundsätzlich mit Hilfe eines Kabinettsbeschlusses oder eines Gesetzes der Knesset, das festlegt, dass die Gesetze des Staates Israel in diesen Gebieten gelten. In einem weiteren Schritt könnte Israel ankündigen, dass es diese Gebiete nicht länger als umstritten ansieht, sondern als Teil Israels.

Wo wird die Souveränität angewendet?

Der Trump-Plan gewährt Israel 30% von Judäa und Samaria. Ein Kartierungskomitee arbeitet daran die genauen Grenzen zu skizzieren. Wahrscheinlich würde die Souveränität im Jordantal und den israelischen Gemeinden in Samaria, der Region Binyamin, im Gush Etzion und am Berg Hebron angewendet. Die zu diesen Gemeinden führenden Straßen werden ebenfalls als Teil Israels definiert werden.

Ist die Souveränität für Israel gut?

Verglichen mit dem, was andere US-Administrationen vorgeschlagen haben, gibt es keinen Zweifel, dass der Trump-Plan besser ist (z.B. behält Israel gemäß diesem Plan 30% statt 5% von Judäa und Samaria). Israelische Sicherheitsexperten glauben, dass fortgesetzte israelische Präsenz im Jordantal Teil eines jeden Deals sein muss und eine überwältigende Mehrheit der Israelis und der Entscheidungsträger stimmen der Anwendung der Souveränität zu. Manche machen sich Sorgen, dass der Schritt den Friedensverträgen mit Jordanien und Ägypten schaden würde.

Ist das für Israel kostenlos?

Nein. Israel wird zustimmen 70% von Judäa und Samaria gemäß des Friedensplans abzugeben und Land im Negev zu tauschen, um den Gazastreifen substanziell zu erweitern. Israel wird auch der Gründung eines Palästinenserstaats in dem Gebiet, das es verlässt,  zustimmen, dazu der Einrichtung einer palästinensischen Hauptstadt in Ostjeruslem. Zusätzlich wird Israel der Entlassung palästinensischer Häftlinge zustimmen, mit Ausnahme von Mördern oder solchen, die versuchten zu morden. Und Israel wird einem vierjährigen Siedlungsbaustopp in vielen Gemeinden in Judäa und Samaria zustimmen.

Warum ist dann der Trump-Plan besser als vorherige Pläne?

Anders als Pläne der Vergangenheit macht Trumps Vision alle Gewinne der Palästinenser von einer langen Liste fundamentaler Schritte zu Versöhnung abhängig. Dazu gehört eine komplette Einstellung antiisraelischer Hetze und ein Ende der Zahlungen an Terroristen sowie die Aufgabe juristischer Schritte gegen Israel beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Der US-Botschafter in Israel David Friedman formulierte es gegenüber Israel HaYom so: Israel wird „mit dem Palästinenserstaat leben müssen, wenn die Palästinenser Kanadier werden. Und wenn die Palästinenser Kanadier werden, sollte alle eure Probleme sich verflüchtigen.“

Wird der Schritt zur Souveränität warten müssen, bis die Palästinenser Kanadier werden?

Nein. Präsident Trump sagte, das Kartierungskomitee wird „die Konzept-Landkarte in eine detailliertere und kalibriertere Darstellung umsetzen, damit Anerkennung sofort erreicht werden kann… Und die Vereinigten Staaten werden israelische Souveränität über das Territorium anerkennen, das meine Vision als Teil des Staates Israel vorsieht“. Botschafter Friedman hat auch gesagt, dass dies innerhalb mehrerer Wochen durchgeführt werden kann.

Wird Israel diesen Schritt bald tun?

Das hängt von Israel ab. Premierminister Benjamin Netanyahu unternimmt alle vorbereitenden Schritte und wenn er das tut, wird Präsident Trump ihm grünes Licht geben.

Soll nicht Trump das entscheiden?

Trump kann immer Druck ausüben, aber er hat bereits seine Zustimmung gegeben. Viele in seiner Administration würden jeden israelischen Schritt in dieser Sache unterstützen, darunter sein Vizepräsident, sein Stabschef, sein Außenminister und sein Botschafter in Israel. Die Position seines leitenden Beraters und Schwiegersohns Jared Kushner wird höchstwahrscheinlich beträchtlichen Einfluss haben, aber er konzentriert sich jetzt mit größter Wahrscheinlichkeit auf die Erholung der US-Wirtschaft nach der Koronavirus-Krise. Es liegt in Trumps politischem Interesse, dass Israel diesen Schritt geht, weil viele in seiner Basis aus der evangelikalen Rechten kommen und sehr für diesen Schritt sind. Wahrscheinlich würde Trump wollen, dass das vor den Präsidentschaftswahlen im Herbst stattfindet.

Warum ist die Linke gegen den Plan?

Natürlich birgt das Risiken, weil jeder in dieser Arena unternommene Schritt viele sensible Themen berührt. Wenn die Souveränität ausgeweitet wird, könnte das in Krawallen resultieren. Jordanien hat gewarnt, es könnte die Beziehungen zurückschrauben. Europäische Länder und höchstwahrscheinlich die EU selbst werden aufgebracht sein und Israel wirtschaftlich bestrafen. Israel könnte sich wegen dieses Zugs auch juristischen Herausforderungen gegenüber sehen. Somit könnte der Schritt eine Gegenreaktion aus Ländern in der Region und andernorts auslösen.

Was gewinnt Israel dann durch diesen Schritt?

Die Souveränität auszuweiten wird zum ersten Mal seit Gründung des Staates 1948 erlauben Israels Grenzen eindeutiger festzulegen. Zusätzlich sind viele der Prinzipien des Trump-Plans für Israel bei weitem besser als das, was andere Pläne geboten haben. Er fordert keine Zwangsräumung von Siedlern und gibt den Palästinensern vier Jahre positiv zu reagieren und „kanadisch“ zu werden. Wenn sie ihre Uneinsichtigkeit weiter treiben, ist es möglich dass die USA laut Plan vier Jahre weiter Israel weiteres Territorium übernehmen lassen.

Sind die Araber wirklich empört über diesen Schritt?

Nein. Die arabische Welt gibt Lippenbekenntnisse zu den Palästinensern ab, obwohl sie von ihnen die Nase voll hat. Selbst einige Jordanier finden, wenn das Jordantal Teil Israels wird, wäre gut für das Königreich, aber sie haben Angst das zu laut zu sagen. Ägypten und viele arabische Staaten haben die Vision Trumps willkommen geheißen und sich nicht dem Chor der Kritiker und den Drohungen des jordanischen Königs Abdallah angeschlossen.

Werden Jordanien oder Ägypten ihren Friedensvertrag mit Israel aufkündigen?

Ein solches Szenario ist unwahrscheinlich. Ägypten hat sich zum Souveränitätsproblem nicht wirklich geäußert. Jordaniens König hat von einem Schritt geredet, der einen Zusammenprall mit Israel auslöst und er könnte seinen Botschafter abziehen oder sogar die Vereinbarung Gas aus Israel zu beziehen aussetzen. Aber den Friedensvertrag mit Israel aufzukündigen wird Jordanien mehr schaden als Israel und zu einer wütenden Reaktion der USA führen. Also wird der König, auf seine Weise, versuchten zwischen der erbosten Straße einerseits und Israel sowie den USA andererseits zu lavieren, wie er es früher schon gemacht hat.

Kann der Prozess über eine lange Zeit in Phasen erfolgen?

Nein. Die Amerikaner wollen, dass der Schritt zur Souveränität auf einen Schlag erfolgt.

Wie wird das ablaufen?

Das werden wir am Ende des Sommers wissen.

Gedankenverlorenes Territorium: Waqf sagt, Israel stört Al-Aqsa-Gebete, so dass sie Allah nicht erreichen

PreOccupied Territory, 10. Mai 2020

Offizielle islamische Vertreter, die die heiligen Stätten auf dem Tempelberg verwalten, beschuldigten den jüdischen Staat heute in der Gegend elektronische Geräte aufgestellt zu haben, die verhindern, dass die täglichen, fünfmaligen Gebete bis zu Himmel gelangen, wo Gott sie hört.

Der Waqf-Repräsentant Ayama Faqhedd griff verbal die israelischen Sicherheitskräfte der Stadt an und behauptete sie hätten überall um das Plateau Sender installiert, die Gebetssignale aus der Al-Aqsa-Moschee blockieren. Faqhedd erhob den Vorwurf während der Diskussion der theologischen Frage, wie Allah den fortgesetzte Reichtum und Erfolg der bösartigen Juden zulassen kann, während die frommen Muslime sich ihm unterwerfen.

„Einer von mehreren Ansätzen zu dieser Frage involviert umfassende jüdische Niedretracht“, erklärte er. „Die vom Teufel hervorgebrachten Juden versuchen natürlich unsere gerechten Gebete zu blockieren. Wie sonst können wir unsere anhaltende beschämende Unfähigkeit erklärten, diese schwachen Nachkommen von Affen und Schweinen aus dem Dar al-islam zu verdrängen, trotz unserer weit überlegenen Zahl, überlegenen Tugenden und überlegenen Ölreserven? Wenn wir die die allwissende Gottheit nicht bitten uns zu helfen, wie kann er wissen, was wir wollen? Und wenn die Juden verhindern können, dass unsere Wünsche das göttliche Ohr erreichen, wie soll Allah jemals wissen, was wir erbeten haben? Es muss irgendeine Technologie der Juden sein, von denen sie immer prahlen, dass sie sie entwickelt haben.“

Online zirkulierten am späten Mittwochabend in palästinensischen sozialen Meiden Berichte über mysteriöse Geräte an verschiedenen Stellen innerhalb der Jerusalemer Altstadt, wobei mindestens ein User Bilder eines Hydranten teilte, den er als Signal-Blockierer bezeichnete. Antworten auf den Post und seine Kopien auf Twitter, Facebook und Instagram nahmen das größtenteils für bare Münze, vielleicht einer von zehn äußerte Skepsis darüber, ob das Bild das behauptete Störgerät darstellt.

„Lasst uns keine voreiligen Schlüsse ziehen“, mahnte einer zu Vorsicht. „Ich meine, natürlich machen die Juden das, ich glaube nur nicht, dass das das von ihnen dafür verwendete Gerät ist. Wahrscheinlich Drohnen oder sowas.“ Andere User überhäuften diesen mit Beschimpfungen und Morddrohungen dafür, dass er Zweifel an irgendeinem Element der gerechten Sache äußerte.

Israelische Sicherheitsvertreter bestritten Wissen zu Störaktivitäten. „Vielleicht sind es einfach unsere dreckigen Füße, die den heiligen Ort entweihen“, schlug einer vor, womit er auf Kommentare des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas aus dem Jahr 2018 über Juden verwies, die in respektvollem Schweigen über den Tempelberg gehen. „Ihr wisst,, das könnte den Weg der muslimischen Gebete zu Allah unterbrechen. Ein Ort, an dem Mohammeds Pferd eines nachts landete, muss wirklich sehr empfindlich auf Störungen wie die Existenz von Juden reagieren.“

Die hundert Jahre alten Lektionen aus einem Pogrom in Jerusalem

Bei den Nebi Musa-Unruhen, die letzte Woche vor 100 Jahren stattfanden, wurden fünf Juden getötet, hunderte wurden verletzt und ein Muster für Jahrzehnte antijüdischer Feindseligkeit geschaffen.

Sean Durns, MOSAIC, 14. April 2020

Eine antizionistische Demonstration am Damaskustor in Jerusalem, 8. März 1920 (Wikipedia)

Für Juden ist der Monat April derart mit Gedenktagen vollgestopft – vom Exodus aus Ägypten bis zum Aufstand im Warschauer Ghetto – dass es leicht ist einen zu verpassen, besonders dieses  Jahr, in dem die Coronavirus-Pandemie so viel Aufmerksamkeit aufsaugt. Aber selbst, wenn das nicht so wäre, könnte einem vergeben werden am 14. April den hundertsten Jahrestag des Ausbruchs der Nebi Musa-Unruhen in Jerusalem übersehen zu haben. Benannt sind die Unruhen nach dem muslimischen Fest zur Erinnerung an die Geburt von Moses; an diesem begannen sie, die Unruhen hinterließen 5 tote Juden, 211 Verletzte und mindestens zwei vergewaltigte Frauen.

Mit einem Jahrhundert Abstand erscheint es, dass vieles vom arabischen Antagonismus gegen die Juden sich nicht verändert hat. Wenn wir uns um die politischen Interessen der Unruhen, die Art und Weise, wie sie angestiftet wurden und ihre Folgen kümmern, können wir ähnliche Elemente der antijüdischen Strategie erkennen, wie sie seitdem eingesetzt wurden. Mein Ziel anlässlich dieses 100-jährigen Jubiläums ist es nicht, eine leidenschaftslose Zusammenfassung der Ereignisse zu liefern, sondern die Geschichte der Affäre als Kontext für die heutigen Verteidiger Israels anzubieten, damit sie wiederkehrende Muster im Verhalten ihrer Gegner identifizieren können.

Um diese Episode zu verstehen, müssen wir sie zuerst in den richtigen Kontext stellen. Das Land an der Ostküste des Mittelmeers hat bis zu dessen Auflösung im Ersten Weltkrieg zum osmanischen Reich gehört. Bei der Vorausplanung für die Zeit nach dem Krieg gab die britische Regierung im November 1917 die Balfour-Erklärung aus, die „in Palästina die Gründung einer nationalen Heimstatt für das jüdischen Volk“ forderte – aber dann einen vagen geografischen Bereich definierte.

Natürlich war Großbritannien nicht die einzige politische Macht, die Pläne für das Land schmiedete. Innerhalb der arabischen Welt flossen die Debatten darüber, was mit ihm zu tun wäre, in zwei Hauptmeinungen zusammen: eine malte sich Palästina als Teil eines ägyptischen Sultanats aus, vielleicht weiter unter osmanischer Herrschaft; die andere wünschte die Gründung eines Königreichs Syrien, zu dem nicht nur Palästina, sondern auch der moderne Libanon und Jordanien gehören sollte. In Jerusalem, zitiert der Historiker Simon Sebag Montefiore einen Jerusalemer Soldaten namens Ihsan Turjman (dessen Kriegstagbuch später unter dem englischen Titel Year of the Locust veröffentlicht wurde), der sich ein ägyptisches Fürstentum vorstellte, zu dem nicht nur Palästina, sondern auch der Hedschas gehört – die Region an der Ostküste des Roten Meeres, die derzeit von Saudi-Arabien regiert wird. Im Gegensatz dazu war Khalil Sakakini, ein griechisch-orthodoxer Schriftsteller und Aktivist, der sich für ein arabisches kulturelles Wiedererwachen einsetzte und später Anhänger des Dritten Reichs war, ein lautstarker Parteigänger der syrischen Option.

Für Araber auf beiden Seiten der Debatte war eines klar: Die Balfour-Erklärung mit ihrer Zustimmung zu jüdischen nationalen Ansprüchen ging gar nicht. Weniger klar war die Bedeutung des absichtlich vagen Begriffs „jüdische Heimstatt“ in der Erklärung, aber es war offenkundig, dass, was immer sie bedeutete, die langjährige Beziehung zwischen den Juden und den sie Jahrhunderte lang über sie herrschenden Nichtjuden verändert würde – eine Veränderung, die die meisten arabischen Führer als inakzeptabel erachteten.

Einen Monat vor Ausbruch der Unruhen in Jerusalem hatte sich am 8. März 1920 Feisal, der dritte Sohn des Großscherifs von Mekka und Führer des von den Briten geführten und finanzierten „Arabischen Aufstands“ gegen die Osmanen, in Damaskus selbst zum König von Syrien gekrönt. In der Hoffnung die Gunst der Briten zu gewinnen hatte Feisal im Juni 1918 dem Zionistenführer Chaim Weizmann gesagt, er unterstütze die Balfour-Erklärung. Seine Unterstützung war nicht von langer Dauer. Der verstorbene Diplomat und Schriftsteller Conor Cruise O’Brien hielt fest: „Sobald Feisal und seine Anhänger in der zweiten Hälfte des Jahres 1919 erkannten, dass die Briten seinen Anspruch auf den Thron in Damaskus nicht wirklich stützten, lebte [sein früherer] Anspruch auf ein vereintes Syrien einschließlich Palästinas wieder auf und der panarabische Nationalismus nahm eine pansyrische und sehr militante Wende.“ Zu den ersten Handlungen als König gehörte eine Erklärung, die Frankreich und Großbritannien aufforderte sich aus dem westlichen und südlichen Syrien zurückzuziehen, also aus den Gebieten, in denen heute der Libanon und Israel liegen. Er schuf und versammelte sogar einen „Allgemeinen syrischen Kongress“, der natürlich seine Ansprüche unterstützte. Seine Hoffnung war, den europäischen Mächten einen funktionierenden Staat zu präsentieren, dem sie im Nachhinein ihre Zustimmung geben konnten.

Während Feisal damit beschäftigt war diese Intrigen zu spinnen, blieb Palästina unter der Kontrolle der Britisch Occupied Enemy Territory Administration (OETA), einer Militärregierung, die im Oktober 1918 eingesetzt wurde. Viele führende OETA-Beamte unterstützten Feisal in seinem Anspruch nicht nur auf das eigentliche Syrien, sondern auch auf Palästina. Für einige schien Feisal Syrien zu geben der beste Weg zu sein die Briten zu stärken und die französischen Planungen in dem Gebiet zu vereiteln; Palästina in den Handel einzubringen würde helfen seinen Erfolg zu garantieren. Andere stützten Feisal eben um Balfour zu untergraben – vielleicht aus praktischen Überlegungen heraus, aus Feindschaft den Juden und dem Zionismus gegenüber oder einer Kombination daraus.

Damit strebte die OETA an Feisal darin zu unterstützen London ein fait accompli in der Form eines „Vereinten Syrien“ unter seiner Herrschaft zu präsentieren. Bereits Anfang 1919 stellte der Zionistenführer Wladimir Jabotinsky fest: „Die palästinensischen Behörden handeln auf eine Weise, die den Arabern eindeutig sagt, dass die [Balfour-] Erklärung nicht erfüllt werden muss.“

Unter diesen Umständen zettelte eine Gruppe arabischer Pro-Feisal-Aktivisten Aktionen auf der Straße an; damit hofften sie eine fortlaufende intra-arabische und intra-britische Debatte über das Schicksal Palästinas zu beeinflussen. Am 4. April 1920, auf dem Höhepunkt des Nebi Musa-Festivals, für das zehntausende Pilger jährlich in die Gegend strömten, begannen anonyme arabischsprachige Aushänge in Jerusalem aufzutauchen, in denen es hieß: „Die Regierung ist auf unserer Seite, [der britische General Edmund] Allenby ist auf unserer Seite, tötet die Juden; es gibt keine Strafe dafür Juden zu töten.“ Dann, wie der amerikanische Experte für Außenpolitik Bruce Hoffman es in seinem Buch Anonymous Soldiers 2015 dokumentierte:

hatte sich bis zum Vormittag eine große Menschenmenge vor dem Jaffa-Tor versammelt. Aufgestachelt von tendenziösen Rednern aus dem nahe gelegenen Arabischen Verein, begann die Menge den arabischen Reim zu skandieren „Palästina ist unser Land, die Juden sind unsere Hunde!“

Haddsch Amin al-Husseini – den die Briten im Jahr darauf zum Großmufti von Jerusalem ernennen sollten – hielt ein Bild von Feisal hoch und rief: „Das ist unser König!“ Andere in der Menge proklamierten: „Feisal ist unser König!“ Der Zeitungsredakteur und enthusiastische arabische Nationalist rief: „Wenn wir unsere Kraft nicht gegen die Zionisten wenden und gegen die Juden, werden wir sie nie los werden.“ Die rasende Menge begann zu brüllen: „Wir werden das Blut der Juden trinken.“ Die beiden Zutaten – vollgepackte Straßen und glühende Aufwiegelung – ließen die Flammen aufgehen. Das Pogrom hatte begonnen.

Tausende Araber rannten durch die Straßen Jerusalems, warfen Steine auf Juden, zerstörten Thora-Rollen, setzten eine Jeschiwa und mehrere Häuser in Brand, brachen in Gebäude ein, plünderten und so weiter. Sie machten das vier Tage lang, vom 4. bis 7. April, ohne dass die britische Obrigkeit bis zum Ende sonderlich eingriff. Als die Unruhen vorbei waren, waren fünf Juden und vier Araber tot und hunderte weitere Juden verletzt, einige lebensgefährlich.

Die Zionistenführer waren empört. Vorher hatten mehrere Sorge angesichts der zunehmend angespannten Lage zum Ausdruck gebracht – nur um zu erfahren, dass ihre Bedenken abgetan wurden. Als das Blutvergießen ausbrach, wandte sich Jabotinsky an den Militärgouverneur von Jerusalem Ronald Storrs und forderte die Erlaubnis Mitglieder der Haganah zu bewaffnen; die Haganah war eine gerade gegründete jüdische Verteidigungsorganisation, die eingesetzt werden sollte, um Leben und Besitz zu schützen. Storrs lehnte ab. Britische Truppen verboten sogar Mitgliedern der Haganah den Zutritt zur Altstadt, wo sie ihre jüdischen Glaubensgeschwister verteidigen wollten.

Einige jüdische Führer, darunter Jabotinsky und andere von der zionistischen Rechten, interpretierten die britische Reaktion auf Nebi Musa als Beweis für Vertrauensbruch. Sie zweifelten jetzt daran, dass die Briten sich weiter der Balfour-Erklärung verpflichtet betrachteten und ihre Zweifel sollten in den folgenden Jahren weiter zunehmen.

Tatsächlich begnadigte der neue Zivilgouverneur Herbert Samuel nach den Unruhen sowohl Husseini und Aref, als auch Jabotinsky, dem zusammen mit neunzehn jüdischen Verteidigern illegaler Waffenbesitz vorgeworfen wurde und als Geste der „Objektivität“ zunächst dieselbe Verurteilung wie Husseini erhielt. Und wie erwähnt versuchten die Briten später Husseini zu beschwichtigen, indem sie ihn zum Großmufti und Führer des Obersten Muslimrats ernannten – Ouvertüren, die er dadurch vergalt, dass er sich mit Hitler verbündete.

Ein Präzedenzfall war geschaffen. Den Nebi Musa-Unruhen folgte in der Zeit der britischen Herrschaft weitere antijüdische Gewalt, die in der Revolte von 1936-1939 gipfelte und die dann 1947 erneut hochkam.

Was Feisals Traum eines „Großsyrien“ angeht, sollte er nie Wirklichkeit werden. Französische Streitkräfte setzten ihn am 25. Juli 1920 ab und danach gingen Syrien und der Libanon den einen Weg, Jordanien und Palästina einen anderen. In der Folge sollten viele seiner Anhänger dazu kommen einen eigenen Palästinenserstaat als das einzige praktikable Gegenmittel zum Zionismus zu betrachten.

Aber dieser verspätete und freiheitsliebende Wunsch nach einem unabhängigen palästinensischen Staat war nicht die Inspiration für die antijüdische Gewalt, die vor 100 Jahren geschah. Bei dem Versuch arabische Gewalt im Nahen Osten zu verstehen, egal ob in jüngerer Zeit oder in der Vergangenheit, greifen westliche Analysten in der Regel auf vorhersagbare Klischees zurück: Unruhen sind das Resultat von Unmut, Unterdrückung, Armut oder vielleicht „uraltem Hass“; wo an den Unruhen Palästinenser beteiligt sind, sind sie auch das Ergebnis enttäuschter nationaler Bestrebungen. Manchmal haben diese Klischees wahre Elemente, aber meistens verschleiern sie mehr als die erhellen, besonders wenn sie mit der gleichermaßen fehlgeleiteten Tendenz kombiniert werden arabische Politik einzig durch das Prisma westlicher oder israelischer Politik zu betrachten.

Im Fall der Nebi Musa-Unruhen passt keine dieser Erklärungen. Soweit nationale Bestrebungen involviert waren, hatten sie nichts mit palästinensischer Eigenstaatlichkeit und alles mit der Eingliederung der palästinensischen Araber nach Großsyrien zu tun. Beschuldigungen über Misshandlungen passten genauso wenig in die Aufstachelung, von der sie ausgelöst wurden. Stattdessen waren die Unruhen erstens ein Versuch die arabische Meinung zu beeinflussen, indem Unterstützung der syrischen, nicht der ägyptischen Lösung gezeigt wurde. Zweitens, und das ist wichtiger, sollten sie die britische Meinung in dieselbe Richtung beeinflussen.

Wenn heute der Palästinensische Islamische Jihad oder Hamas Raketen auf Israel feuern oder Mahmud Abbas von der palästinensischen Autonomiebehörde Jerusalemer Araber zu Gewalt aufhetzt, hat die unmittelbare Ursache viel mehr mit interner palästinensischer Politik zu tun als mit allem anderen. Die relativ verhaltene Reaktion auf Amerikas Entscheidung seine Botschaft nach Jerusalem zu verlegen zeigt, wie stark Westler die Bedeutung ihrer Entscheidungen übertreiben.

Das heißt aber nicht, dass internationale Akteure überhaupt keinen Einfluss haben und das bringt uns zur zweiten Lektion aus den Nebi Musa-Unruhen: Wenn mächtige Persönlichkeiten Antizionisten dazu ermutigen zu glauben, ihre Sache könnte Erfolg haben, ist das Ergebnis davon oft das Vergießen jüdischen Blutes. Durch ihren offenkundigen Mangel an Einsatz für die Bestimmungen der Balfour-Erklärung signalisierte die lokale britische Obrigkeit den arabischen Führern, dass ein paar unangenehme Störungen ausreichen dürften in London die Nadel der Waage zu bewegen. Die Mandatsregierung machte dann alles noch schlimmer, indem sie „Ausgewogenheit“ demonstrierte, was darauf hinauslief denen, gegen die, die zu Gewalt anstifteten und die, die versuchten sich dagegen zu verteidigen, dieselben Strafen zu verhängten – und dann alle begnadigten.

Als wäre das nicht schlimm genug belohnten die Briten Husseini auch noch für seine Rolle, indem sie den Posten des Großmuftis von Jerusalem schufen und ihn mit diesem ehrten. Er kam nicht ohne Berechtigung zu dem Schluss, dass das Risiko für das Anzetteln von Pogromen gering war und griff daher 1929 und erneut von 1936 bis 1939 auf diese Taktik zurück. Erst der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überzeugte die Briten, dass sie keine weiteren Unruhen tolerieren könnten und dass es unumgänglich war energisch dagegen vorzugehen.

Die Parallelen zur jüngeren Geschichte sind klar. Wenn die sogenannte internationale Gemeinschaft – also Europa, manchmal gemeinsam mit den USA – ihre Bereitschaft signalisiert Israel unter Druck zu setzen, es solle Zugeständnisse machen, egal wie die Palästinenser sich verhalten, dann sendet die Reaktion, mit rhetorischer „Ausgewogenheit“ auf Terrorismus zu reagieren und Aufstachelung zu Gewalt zu vergeben oder zu übersehen eine klare Botschaft, dass Terrorismus, Korruption, Uneinsichtigkeit und Antisemitismus sie kaum etwas kostet.

Es ist sogar noch schlimmer, wenn westliche Staaten den schlimmsten Akteuren Ehren verleihen, wie es die Briten mit Husseini machten und als Yassir Arafat 1974, nur zwei Jahre nach dem Massaker von München^, eingeladen wurde vor der UNO zu sprechen. Arafat war 1993 in Oslo das gekrönte Haupt des geplanten Palästinenserstaats und dann wurde ihm 1994 der Friedensnobelpreis verliehen. Palästinenserführer haben daher allen Grund zu dem Schluss zu kommen, wie vor einem Jahrhundert auch, dass „es für das Töten von Juden keine Strafe gibt“. Und Mahmud Abbas hat zwar weniger Blut an seinen Händen als Arafat, aber seine regelmäßige und durchaus gut dokumentierte Aufstachelung zu Unruhen, Messeranschlägen und Auto-Rammanschlägen haben seinem Ansehen in den diplomatischen Kreisen Europas nicht geschadet.

Diese Warnungen werden aus den Nebi Musa-Unruhen von 1920 gezogen. Die Folgen unserer Versäumnisse ihnen gemäß zu handeln sind nur allzu offensichtlich.

Leute, die Israel beschuldigen die Palästinenser zur hassen, projizieren ihren eigenen Hass

Elder of Ziyon, 28. April 2020

Ah, psychologische Projektion. Eines meiner Lieblingsthemen in den frühen Jahren des Blogs und gilt immer noch für arabische Araber Israels.

Heute twitterte Ali Abunimah von Electronic Intifada:

Es gibt kein nachlassen in Israels brutaler, rassistischer Belagerung von zwei Millionen Palästinensern im Ghetto Gazastreifen. Derweil gibt es Palästinenser, die Schutzausrüstung anfertigen, um das Leben von Israelis zu retten.

Wie der Artikel, den er verlinkt, zeigt, würden Textilfabriken im Gazastreifen – die ihre Exporte nach Israel stetig erhöhten, weil Israel die Einschränkungen für die Exporte aus dem Gazastreifen in den letzten Jahren lockerte – gezwungen zu schließen, als die Pandemie zuschlug. Rund 6.000 Arbeiter verloren ihre Jobs.

Seitdem haben israelische Modefirmen sich gedreht und die Fabriken im Gazastreifen gebeten mit von Israelis gelieferten Materialien Schutzmasken zu nähen. (Die PA ordert ebenfalls Masken von den Fabriken im Gazastreifen.“

Die Fabrikbesitzer im Gazastreifen freuen sich, dass sie hunderte Menschen wieder beschäftigen können. Die Arbeiter freuen sich, dass sie einen Job haben. Aber Ali Abunimah ist nicht glücklich, weil die Israelis rassistisch sind und ihre Hilfe für die Gazaner nur Teil ihres Rassismus ist.

Nee, es ist nicht Israel, das Menschen grundlos hasst. Es sind Leute wie Abunimah, die das tun.

Ebenfalls vor kurzem veröffentlichte Ha’aretz eine „Rezension“ von Faouda, die von einem Palästinenser namnes George Zeidan geschrieben wurde. Einiges an seiner Kritik zur Genauigkeit trifft zu 100% zu und ich bin ein wenig überrascht, dass der Regisseur und die Autoren nicht ordentlich recherchierten. Aber dann schrieb er dies:

Das führt mich zum größten Problem mit der Show. Bei jeder Chance, die sich ihnen bietet, stellen die Autoren die israelischen Kommandosoldaten als persönlich und operationell prinzipientreu dar, die sich enorm um den Schutz der Zivilisten im Gazastreifen sorgen, keine Mühen scheuen ihr Versprechen gegenüber der Familie des palästinensischen Informanten zu erfüllen, der sie unterstützte. Sei werden nicht gezeigt, wie sie auf jede palästinensische Frau oder jedes palästinensische Kind schießen oder töten.

Es ist also unrealistisch, dass die die Undercover-Agenten im Gazastreifen spielenden Schauspieler das Wort „habibti“ gegenüber einer jungen Frau benutzen, die sie zufällig treffen, aber es wäre realistisch, dass sie ihr Tarnung auffliegen lassen, indem sie manchmal willkürlich Frauen und Kinder ohne Grund ermorden? Weil Zeidan und Ha’aretz natürlich wissen, dass das die Wahrheit ist.

Zeidan führt sogar Beweise an!

Aber das ist Faudas Krieg gegen die Wahrheit. Alle Daten zeigen, dass das Gegenteil stimmt. Nach Angaben des UNO-Büros zur Koordination Humanitärer Angelegenheiten (OCHA) wurden in Bezug auf nur einen der Konflikte zwischen Israel und Hamas, dem Gaza-Krieg von 2014, 2.251 Palästinenser getötet, davon waren 1.462 Zivilisten, 551 Kinder und 299 Frauen wurden getötet. Die Israelis müssen die ungeschminkte Wahrheit wissen: das ihre Armee für die Tötung all dieser Zivilisten verantwortlich ist und sie müssen die Kluft zwischen diesen Todesfällen, die Täter und Faudas Fantasie-Soldaten anerkennen.

Nun, bis auf die Tatsache, das viele der getöteten Kinder menschliche Schutzschilde für ihre terroristischen Verwandten waren, wenn auch einige versehentlich von sekundären Explosionen und solchen Dingen getötet wurden.

Zeidan stellt israelische Soldaten – heißt: die meisten Israelis – als blutrünstige und eifrige Killer dar; Grundlage dafür ist die armselige Berichterstattung über den Krieg vor 6 Jahren. Er hat Israels Bilanz der Vermeidung ziviler Opfer in städtischen Gebieten nicht mit der anderer Armeen in der Geschichte vergleichen. Er „weiß“ einfach, dass Israelis willkürlich Frauen und Kinder ohne Grund ermorden.

Was bedeutet, dass Zeidan dessen schuldig ist, was er den Israelis zu sein vorwirft – jemand, der eine Gruppe Menschen ohne Grund und ohne Beweise hasst, einfach so.

Projektion läuft.

Der Coronavirus und 7 Gründe, warum es keine „Belagerung des Gazastreifens“ gibt

Honest Reporting, 30. März 2020

Besonders in einer Zeit, in der der Coronavirus ein beträchtliches Verbreitungsrisiko für die palästinensische Bevölkerung des Gazastreifens darstellt, ist die von der Hamas kontrollierte Enklave erneut in den Nachrichten. Und damit liegt ein neuer Fokus auf den Problemen, denen sich Gazas unzureichend ausgestattetes Gesundheitssystem gegenüber sieht. Einige Medien machen dafür offen israelische Einschränkungen für den Gazastreifen verantwortlich, die es gibt, um den Hamas-Terrorismus gegen Israel zu entschärfen. Diese Einschränkungen werden oft als „Blockade“ bezeichnet. Manche gehen sogar noch weiter und reden von einer „Belagerung des Gazastreifens“.

Das Wort „Belagerung“ ist besonders gefühlsbeladen und wird von Israels Gegnern ständig verwendet, manchmal auch von Mainstream-Medien, z.B. dem Economist:

Die „Gaza wird belagert“-Mentalität der Medien

Wortwahl ist wichtig. Irreleitende Begrifflichkeiten ist eine unserer acht Kategorien von Medien-Einseitigkeit. Wir stellen fest, dass Wortwahl nur allzu oft zur Beförderung von Propaganda genutzt wird. Die Medien müssen Vorsicht walten lassen, wenn sie sich bewusst dafür entscheiden bestimmte Begriffe, passende Nomen oder fremde Worte zu übernehmen (oder zu vermeiden).

Die lexikalische Definition einer Belagerung lautet:

Umstellen einer Stadt oder Festung, um deren Bevölkerung durch Aushungern zur Aufgabe zu zwingen.

(englisch, übersetzt:) Die Handlung oder der Prozess einen befestigten Ort auf eine Weise zu umstellen und anzugreifen, dass er gegen Hilfe und Nachschub isoliert wird; Zweck des Tuns ist es den Widerstand der Verteidiger zu schwächen und damit die Einnahme möglich zu machen.

Hier finden Sie sieben Gründe, warum die Lage des Gazastreifens weit von dieser Definition entfernt ist.

  1. Israel will den Gazastreifen nicht besetzen. Israel zog seine Soldaten und seine Zivilbevölkerung mit der Abkoppelung von 2005 aus dem Gazastreifen ab. Wollte Israel den Gazastreifen wieder erobern, müsste es das Territorium belagern, und dann beträchtliche militärische Mittel einsetzen um ihn wieder einzunehmen.
  2. Eine Belagerung ist ein militärischer Akt. Aber wer greift hier eigentlich wen an? Alle israelischen Militäroperationen seit dem Abzug aus dem Gazastreifen waren eine Reaktion auf tausende Raketen, die von palästinensischen Terrororganisationen auf israelische Bevölkerungszentren geschossen wurden.
  3. Fakt ist, dass Israels Blockade eine Verteidigungsmaßnahme ist, mit der seine Bevölkerung vor Terroristen geschützt werden soll, indem diese Terroristen daran gehindert werden nach Israel hineinzukommen, Waffen in den Gazastreifen zu schmuggeln oder Material in die Hände zu bekommen, das zur Herstellung von Waffen genutzt werden kann. Tatsächlich ist der Hauptgrund für die Blockade des Gazastreifens sowohl durch Israel als auch durch Ägypten die Bedrohung durch den Waffenschmuggel der Hamas.
  4. Unter was für einer Art von „Belagerung“ kann der Gazastreifen stehen, wenn der „Belagerte“ seine Bevölkerung aufruft, nicht ins Ausland zu reisen? Das Hamas-Gesundheitsministerium hat im März 2020 tatsächlich angesichts des drohenden Coronavirus die Palästinenser im Gazastreifen gedrängt nicht ins Ausland zu reisen. „Wir rufen alle Bürger auf, den Gazastreifen nicht zu verlassen – außer es ist absolut notwendig – um ihr Wohlerlgehen zu wahren“, sagte das Ministerium in einer Erklärung. Weitere Beweise, dass Reisen von Menschen, wenn auch beschränkt auf diejenigen mit Genehmigungen israelischer Behörden und den paar hundert täglich zugelassenen über den ägyptischen Übergang Rafah, immer noch möglich sind.


Ein Gesundheitsmitarbeiter mit Schutzmaske geht durch eine Quarantänezone, die vom palästinensischen Gesundheitsministerium im Gazastreifen eingerichtet wurde, um Einreisende am Übergang Rafah zu Ägypten als Teil der Bemühungen gegen einen Ausbruch des Coronavirus zu testen – 16. Februar 2020 (Foto: Said Khatib/AFP via Getty Images)

  1. Ist es eine „Belagerung“, wenn Israel eine Verwaltungsorganisation hat, die der Arbeit mit der örtlichen palästinensischen Bevölkerung gewidmet ist? Die Coordination of Goverment Activities in the Territories (COGAT) hat eine Koordinations- und Verbindungsverwaltung (CLA) für den Gazastreifen, die daran arbeitet der örtlichen palästinensischen Bevölkerung bei einer großen Bandbreite von Bereichen zu helfen. Dazu gehören:
  • Import und Export von Waren.
  • Koordinierunbg der Passage von Palästinenser nach Israel und ins Ausland (hauptsächlich aus wirtschaftlichen und medizinischen Gründen)
  • Ermöglichung der Passage internationaler Delegationen und Entwicklungshelfer.
  • Förderung von Projekten unter der Leitung der internationalen Gemeinschaft (z.B. Bau von Schulen, medizinischen Zentren, Gemeindezentren, Wohnungsbau) und Hilfe in den Bereichen Landwirtschaft, Verkehrswesen, Industrie und Handel.
  1. Der effektivste Weg ein Territorium zu belagern bestünde darin die Strom- und Wasserversorgung zu kappen. Stattdessen liefert Israel jedes Jahr mehr als 125 Megawatt Strom in den Gazastreifen, was mehr als die Hälfte der Stromversorgung darstellt. Darüber hinaus liefert Israel jedes Jahr rund 10 Millionen Kubikmeter Wasser.
  2. Die Bevölkerung auszuhungern oder ihr grundlegende humanitäre Güter oder Medikamente vorzuenthalten würde ebenfalls eine effektive Belagerung darstellen. Dennoch hat es keine Blockierung von Grundnahrungsmitteln, Medikamenten und anderen humanitären Gütern in den Gazastreifen gegeben. Seit die Hamas an die Macht kam, passieren fast jeden Tag mit diesen Vorräten beladenen LKW die Grenze mit Israel. Es hat keine Berichte über Hunger oder Gesundheitsepidemien im Gazastreifen gegeben.

Hier ist ein Blick auf die Zahlen zu dem, was 147.540 LKW 2017 über COGAT in den Gazastreifen lieferten:

  • 383.440 Tonnen Baumaterial
  • 744 Tonnen Lebensmittel
  • 111 Tonnen (Koch-)Gas
  • 038 Liter Dieseltreibstoff
  • 696 Liter Benzin
  • 044 Tonnen medizinische Ausrüstung
  • 154 Fahrzeuge

Darüber hinaus sind seit dem Gazakrieg von 2014 mehr als 6,5 Millionen Tonnen Baumaterial in den Gazastreifen gebracht worden, um Häuser, Straßen, öffentliche Einrichtungen und andere Infrastruktur zu bauen.

Die Bewegungsfreiheit von Menschen und Material ist zwar, um Terrorismus zu verhindern, eingeschränkt, doch ist die israelisch-ägyptische Blockade des Gazastreifens letztendlich nicht als „Belagerung“ zu bezeichnen. Das Überleben der Hamas selbst hängt davon ab, das Leid der Gazaner Israel anzuhängen, um so vom eigenen Versagen abzulenken. Leider gibt es nur allzu viele, darunter einige Medien, die dieses Narrativ nur allzu bereit glauben.

Israel hat nicht den Wunsch die Menschen des Gazastreifens leiden zu sehen und tut alles, was ihm möglich ist, die eigenen Sicherheitsbedürfnisse mit den humanitären Anforderungen der Palästinenser auszugleichen. Der Gazastreifen wird nicht „belagert“.

Nakba-Tag: Warum flohen die Araber 1948 und die Juden nicht?

Elder of Ziyon, 15. Mai 2019

Die meisten Araber, die 1948 aus ihren Häusern flogen, gingen aus Angst vor dem Krieg, bevor sie auch nur einen einzigen zionistischen Soldaten gesehen hatten. Selbst die Historiker der Neuen Welle stimmen bei, dass die Welle der arabischen Flucht bis Juni 1948 von Angst vor Krieg ausgelöst wurde und dass es zu diesem Zeitpunkt keine Vertreibungen gab.

Interessant ist, dass die erste Welle der Flüchtenden im Dezember 1947 und Januar 1948 die Reichen waren; viele der Führer waren bis zum Juni weg. Die gesamte Sozialstruktur der Araber in Palästina brach zusammen und als die Araber sahen, dass ihre Führer sie im Stich ließen, gingen auch sie weg.

Aus Wikipedia:

Nach Angaben von Efraim Karsh sind im April 1948 „rund 100.000 Palästinenser, zumeist aus den wichtigen urbanen Zentren Jaffa, Haifa und Jerusalem sowie aus Dörfern in den Küstenebenen weggegangen. Innerhalb eines Monats verdoppelten sich die Zahlen beinahe; und bis Anfang Juni, … waren 390.000 Palästinenser fortgegangen.“ 30.000 Araber, zumeist Intellektuelle und Mitglieder der sozialen Elite waren in den Monate nach der Genehmigung des Teilungsplans aus Palästina geflohen, was die soziale Infrastruktur Palästinas aushöhlte. Ein Artikel im Time Magazine vom 10. Mai 1948 stellte fest: „Ein britischer Offizieller in Jerusalem sagte letzte Woche: ‚Die gesamte Effendi-Klasse ist weg. Es ist bemerkenswert, wie viele der Jüngeren sich plötzlich entscheiden, dass dies eine gute Zeit sei ihre Studien in Oxford fortzusetzen…“

Obwohl die Frage rhetorisch erscheint, sollte sie gestellt werden: Warum verschwand die arabische Sozialstruktur in Erwartung der Kämpfe und die jüdische blieb intakt? Die Juden hatten natürlich Angst und denen, die von Arabern gefangen genommen wurden, wurde keine Gnade gezeigt, wie Joseph Schechtman schrieb:

Die arabische Kriegsführung gegen die Juden in Palästina … war immer von willkürlichen Tötungen, Verstümmelung, Vergewaltigung, Plünderung und Brandschatzung gekennzeichnet. Dieser Angriff auf die jüdische Gemeinde 1947/48 war brutaler als je zuvor. Bis die arabischen Armeen Israel schon am Tag seiner Geburt am 15. Mai 1948 überfielen, wurde keinem Juden, der Araber in die Hände fiel, Pardon gegeben. Verletzte wie Tote wurden verstümmlt. Jedes Mitglied der jüdischen Gemeinschaft wurde als Feind betrachtet, der gnadenlos zu vernichten ist.

Dennoch blieben die Juden und die Araber flohen. Warum?

Der offensichtliche Grund lautet, dass die die Juden nirgendwo anders hin konnten. Israel war ihr Heim und seine Nachbarn hätten sie ermordet. Sie hatten keine andere Wahl.

Die Araber hatten eine Wahl. Viele der arabischen Familien waren nicht mehr als ein Jahrhundert in Palästina gewesen und praktisch all muslimischen Araber konnten ihre Familiengeschichte, die Züge durch den Nahen Osten von ihren Ursprüngen in Arabien oder dem Jemen oder Ägypten, zurückverfolgen. Die Vorstellung separater arabischer Nationen war noch neu – das Osmanische Reich kontrollierte den Nahen Osten bis zum Ende des Ersten Weltkriegs nur drei Jahrzehnte zuvor – und die Araber betrachteten die gesamte Region als ihre Heimat, nicht „Palästina“. Palästina war für sie einfach eine weitere arabische Region und ihre Bande dazu war nicht sonderlich stark.

Andererseits nahmen sie an, dass sie ohne Probleme in andere arabische Länder umziehen konnten. Wer hätte ahnen können, das sie nicht in der Lage sein würden sich in die Länder ihrer Mitaraber zu integrieren? Die Vorstellung, dass sie die anstehenden Jahrzehnte lang staatenlos sein würden, war unvorstellbar.

Die Juden hatten keine Wahl. Die Juden mussten um ihr Land kämpfen oder bei dem Versuch sterben. Obwohl die meisten Juden gerade erst gekommen waren, waren ihre psychologischen Bande zu Eretz Yisrael weit stärker als die der Araber Palästinas, deren Führer beim ersten Zeichen von Schwierigkeiten flohen.

Auf gewisse Weise war 1948 ein Test, um zu sehen, welche Bevölkerung das Land am stärksten haben wollte.

Es gibt einen Grund, dass die meisten arabischen Kämpfer nicht aus Palästina waren. Die Idee eines gewaltigen Sieges, die romantische Vorstellung die Juden zu besiegen und zu massakrieren war in der muslimischen Welt stark und zog Abenteurer und Jihadisten an. Aber die eigentlichen arabischen Einwohner des Landes wollten einfach ihr Leben als Araber– nicht als Palästinenser;  als die sich kein einziger von ihnen identifizierte, sondern als Araber – führen. Diejenigen, die gegen die Juden kämpften, verteidigten ihre eignen Dörfer und Städte, hatten aber kein Interesse daran ein „Palästina“ zu verteidigen, mit dem sie sich nie identifizierten.

Einige arabische Staaten waren erbost, dass die Männer Palästinas zu ihnen flohen und die Flüchtlinge mussten zur Rückkehr und zum Kampf gezwungen werden.

Am Ende waren die arabischen Bande zu ihrer angeblichen Heimat weit schwächer als die der „kolonisierenden“ Juden. Die Sieger waren die, die das Land stärker haben wollten.

Menschen, die das Land lieben, laufen nicht bei der ersten Gelegenheit weg. Menschen, die das Land lieben, bleiben und kämpfen darum.

Das ist der Grund, warum die Juden blieben und die Araber flohen. Das ist der Grund, dass die Juden ihren eigenen Staat in ihrer historischen Heimat weit mehr verdienen als die Araber einen weiteren Staat auf einem winzigen Flecken der riesigen arabischen Welt verdienen.