Araber behaupten weiter, es gebe keine Beweise für jüdische Geschichte in Jerusalem

Elder of Ziyon, 14. Mai 2019

Ein Stein mit Inschrift, entdeckt 1968 von Bejamin Mazar; Inhalt: „lebelt hatkiya – für den Trompetenplatz. Er gehört in die Zeit des zweiten Tempels. (Foto: Israel Museum, Wikimedia Commons)

Eine der absonderlichsten Lügen, die man oft in arabischen Medien findet, ist die Behauptung, s gebe keinen Hinweis auf jüdische Geschichte in Jerusalem und dass die Bande zwischen Juden und Jerusalem allesamt jüngeren Datums und gefälscht sind.

Ich habe viele Artikel gesehen, darunter einen von heute von AlGhad.tv, die als Tatsache angeben, dass israelische Archäologen in Jerusalem nie auch nur einen einzigen Stein gefunden haben, der Zeugnis von einer jüdischen Stadt dort gibt.

Jüdische Archäologen stimmten einhellig überein, dass es keinen jüdischen Einfluss in Jerusalem gibt, obwohl die israelischen Besatzungsbehörden Jahre mit der Suche nach jüdischen Monumenten in der Stadt verbrachten, durch Ausgrabungen in den Außenbezirkn der Stadt, um ihr Jüdischsein zu beweisen … Die Ergebnisse der Ausgrabungen, die seit 1964 bis heute in Jerusalem stattfanden, bestätigten die Fakten, dass alle historischen und archäologischen Stätten Kirchen, Moscheen, Häuser, Schulen, Klöster sind … Keine Spur der Herrschaft von David oder Salomon oder den Königen der Kinder Israels ist innerhalb der Mauern Jerusalems zu finden.

Dieses Thema ist schon eine Weil vorhanden. 2016 schrieb ein Kolumnist  in der offiziellen PA-Zeitung:

All ihre Nachrichten sind ein Verbrechen oder Lügen .. Ich fordere sie täglich heraus, mir ein jüdisches archäologisches Überbleibsel aus Jerusalem zu bringen oder uns einen Felsbrocken vom angeblichen Tempel zu zeigen.

Die Ironie ist: Sie sagen das im Kontext davon, dass Juden Geschichte erfinden.

Selbst Yassir Arafat behauptete in Camp David, dass die jüdischen Tempel nicht in Jerusalem standen, sondern in Nablus.

Selbst die Araber wissen, dass sie lügen. Jede Menge muslimischer Literatur vor 1967 gibt offen die Existenz des jüdischen Tempels in Jerusalem zu.

Es gibt nicht einen einzigen israelischen Archäologen, der bezweifelt, dass die beiden jüdischen Tempel in Jerusalem standen, selbst die, die sagen, dass das Königreich Davids viel kleiner war als die Bibel sagt. Ha’aretz schrieb 2015:

Gab es einst einen großen jüdischen Tempel auf Jerusalems Tempelberg? Ja. Wird das von irgendeinem Wissenschaftler ehrlich infrage gestellt? Nein, sagen Archäologen, die ihr Leben mit dem Studium Jerusalems verbracht haben. „Ich fühle mich dumm, das auch nur kommentieren zu müssen“, sagt Dr. Yuval Baruch, ein führender israelischer Archäologe, der Jerusalem seine ganze Karriere hindurch studierte. „Beweise zu fordern, dass die Tempel auf dem Berg standen, ist wie zu Beweise zu fordern, dass die alten Steinmauern um Jerusalem, die bis heute stehen, ein antiken Steinmauern warn, die Jerusalem umgaben“, fügt er hinzu.

So verdeutlichte Prof. Israel Finkelstein, ein weltbekannter Experte zu Archäologie in Jerusalem, in einer E-Mail an Ha’aretz: „Es gibt keine wissenschaftliche Denkschule, die die Existenz des ersten Tempels bezweifelt.“
Konkrete Funde, die definitiv aus der Zeit der Tempel stammen, gibt es zuhauf, sagt Prof. Gabriel Barkay von der Bar-Ilan Universität, ein Archäologe, der viele Jahre mit Arbeit in Jerusalem und insbesondere im Bereich des Tempelbergs verbrachte.

„Zwei Exemplare von Inschriften, die es Nichtgläubigen verbieten in den Tempel zu gehen, sind auf dem Tempelberg gefunden worden, worüber Josephus schrieb. Diese Inschriften befanden sich auf der Trennmauer, die den zweiten Tempel umgab und Nichtjuden daran hindert das Innere des Tempel-Vorhofs zu betreten“, sagt Barkay und fügte hinzu, dass beide in antikem Griechisch geschrieben waren. Der „Warnstein“, der sich im Archäologischen Museum in Istanbul befindet, warnt Nichtjuden vor den Gefahren den heiligen Tempel zu betreten. Es gab weitere, ähnliche Inschriften in Latein, sagte er.

Ein weiterer Stein mit der Inschrift, „für den Trompetenplatz“, wurde 1968 an der Südwestecke des Tempelbergs gefunden. „Es ist bekannt, dass an den Ecken des Tempelbergs Trompeten geblasen wurden, um die Ankunft des Sabbat und anderer Tage zu verkünden“, erklärt Barkay. Josephus, der antike Historiker kurzlebiger Loyalitäten, erklärt, dass es für einen Tempelpriester üblich war, „mit dem Klang der Trompete nachmittags auf dem Zugang zu stehen und am folgenden Abend am Ende, wie jeden siebten Tag.“ Der Stein befindet sich heute im Israel Museum.

Weitere konkrete Beweise bestätigen Jerusalems Einzigartigkeit in Sachen religiöser Heiligung. „Die antike Stadt Jerusalem zur Zeit des ersten Tempels war eindeutig ein Zentrum ritueller Verehrung“, sagt Baruch, der den Bereich Jerusalem der israelischen Antikenbehörde leitet. „Die rund um den Tempelbergbereich gefundenen hunderte Mikwen [rituelle Reinigungsbäder] und die dort gefundenen, aus Stein gefertigte jüdische Artefakte zeigen, dass Jerusalem mindestens bis zur Zerstörung des Tempels eine ‚ir mikdasch‘ [heilige Stadt] war, wo das, was zählt, das Gotteshaus ist. Athen und Olympia waren auch so.“

Ein relativ neuer Zusatz zu dieser Lüge ist die Vorstellung, dass die antiken Juden nicht nach Israel kamen, sondern in den Jemen, der wahre Land sein soll, das sie eroberten und dass ihr Jerusalem dort sei.

Es braucht keine Psychologie-Experten, um zu begreifen, dass die Araber das Gefühl haben, sie müssten die jüdische Geschichte bestreiten, um jüdische Rechte an Jerusalem zu bestreiten. Die Wahrheit ist nicht wichtig; nur das Narrativ zählt.

Ein Papyrus-Fragment, das ins siebte Jahrhundert v.Chr. zurückgeht, ist die früheste nichtbiblische Quelle, die Jerusalem auf Hebräisch erwähnt. Menahem Kahana/Agence France-Presse – Getty Images

 

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Von Zion nach San Remo und weiter

Solange Israels Feinden erlaubt wird 3.000 Jahre kontinuierlicher jüdischer nationaler Geschichte in Israel und Jerusalem zu übertünchen, wird echter Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarn ein Luftschloss bleiben

Daniel Krygier, MiDA, 29. April 2019

Palästinensische Protestler werfen Steine auf israelische Soldaten. (Foto: Flash90)

Vor fast einem Jahrhundert fand in Italien im April 1920 die internationale Konferenz von San Remo statt. Während dieser Konferenz erkannte die internationale Gemeinschaft, angeführt von den siegreichen Alliierten des Ersten Weltkriegs, die nationalen und historischen Rechte in seinem angestammten Heimatland Israel an. Die Bedeutung dieser weithin vergessenen Konferenz kann nicht übertrieben werden. Israels Feinde verfälschen die Geschichte durch falsche Darstellung Israels als „fremdem, imperialistischen Implantat“ und eine „Entschädigung für den Holocaust“. In Wirklichkeit war die Anerkennung der historischen und nationalen Rechte des jüdischen Volks in Israel Teil einer weiteren antiimperialistischen neuen Weltordnung, die von US-Präsident Woodrwo Wilson nach dem Ersten Weltkrieg geführt wurde.

Diese neue Weltordnung erkannte die nationalen und politischen Rechte von Nationen weltweit an. Dieselbe arabische Welt, die regelmäßig als „Opfer des Imperialismus“ dargestellt wurde, gewann ironischerweise von der San Remo-Konferenz weit mehr als das jüdische Volk. Dieselbe internationale Gemeinschaft, die die Rechte des jüdischen Volks auf sein historisches Heimatland anerkannte, erkannte arabische politische Unabhängigkeit über den größten Teil des Nahen Ostens an, einschließlich Syriens und des Irak. Gleichzeitig sahen internationale und arabische Führer keinen Konflikt zwischen der Wiedergründung eines winzigen jüdischen Staates im Land Israel und die Gründung benachbarter, riesiger arabischer Staaten. Emir Faisal, der Kopf des arabischen Königreichs Hedschas, hießt die Rückkehr des jüdischen Volkes in seine angestammte Heimat willkommen:

„Wir Araber, besonders die gebildeten unter uns, blicken mit größter Sympathie auf die zionistische Bewegung… Wir werden den Juden ein herzliches Willkommen Zuhause wünschen… Wir arbeiten zusammen an einem reformierten und überarbeiteten Nahen Osten. Unsere beiden Bewegungen ergänzen einander. Die Bewegung ist national, nicht imperialistisch. Es gibt in Syrien Platz für uns beide. Tatsächlich glaube ich, dass keiner ohne den anderen Erfolg haben kann.“

Vor nur einem Jahrhundert begriff die internationale Gemeinschaft eine fundamentale Wahrheit, die heute weitgehend verloren gegangen ist: „Palästina“ ist der von den Römern verhängte Begriff für die historische Heimat des jüdischen Volkes, Judäa. Damals gab es keine Aufrufe einen „palästinensisch“-arabischen Staat zu gründen, weil weder Araber noch irgendjemand sonst sich einer solchen „Nation“ bewusst war. Örtliche Araber identifizierten sich entweder als Syrer oder als Teil der größeren arabischen Welt.

In einem Zeitalter jedoch, in dem historische Fakten zunehmend außer Mode geraten, werden falsche, orwellsche „Narrative“ als „Wahrheiten“ bereitwillig aufgegriffen. In einem aktuellen Op-Ed in der New York Times schrieb deren ehemaliger Autor und Magazin-Redakteur Eric Copage, dass Jesus „höchstwahrscheinlich ein palästinensischer Mann war“. Diese vorherrschende antiisraelische „narrative“ Fiktion ist integraler Bestandteil der breiten, von links geführten Identitätspolitik. IN dem Text mit dem Titel „Als schwarzes Kind in Los Angeles konnte ich nicht verstehen, warum Jesus blaue Augen hatte“ übertüncht Copage Jesu jüdische Identität zugunsten der Parteinahme für die Lieblingsopfer aus der Dritten Welt der globalen Linken – muslimische Araber, die ideologische Gegner schon der bloßen Existenz Israels sind. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Jesus blond war und blaue Augen hatte, aber Jesus wurde trotzdem als Jude im römisch besetzten Judäa geboren. Der verstorbene PLO-Chefterrorist Yassir Arafat verbreitete vor Jahrzehnten das Märchen von Jesus als „Palästinenser“. Das Ziel dieses machtvollen, antisemitischen Geschichtsrevisionismus ist einfach: 3.000 Jahre kontinuierlicher jüdischer Geschichte und Anwesenheit im Land Israel zu übertünchen.

Jahrzehnte lang haben viele westliche „Liberale“ die Palästinensisch Befreiungsorganisation (PLO) als ultimative „Freiheitsorganisation“ gepriesen, die sich gegen die „zionistische Besatzung“ stellt. In Wirklichkeit schuf der sowjetische KGB die Terrororganisation PLO während des Kalten Krieges als Propagandamittel gegen Israel und den Westen. In einer ironischen historischen Wendung wird die PLO – ein gewalttätiges Vorzeigekind des kommunistischen Imperialismus des Kalten Krieges – immer noch von der globalen Linken als Symbol des „Antiimperialismus“ umklammert.

Die Welt hat sich im vergangenen Jahrhundert seit der Konferenz von San Remo 1920 dramatisch verändert. Während die „palästinensisch“-arabische politische Identität neu und oberflächlich ist, behaupten viele linke Kritiker, dass Israel und das jüdische Volk sich der internationalen Gemeinschaft bei ihrer Anerkennung anschließen müssen. Das Denken hinter diesem Argument lautet, dass während des letzten Jahrhunderts weltweit viele neue nationale Identitäten aufgekommen sind. Das stimmt zwar, aber „Palästinensertum“ unterschiedet sich deutlich von allen anderen neu aufkommenden politischen Ansprüchen. Das Hauptproblem mit dem „Palästinensertum“ ist, dass es linguistisch, kulturell und religiös nicht von der übrigen muslimisch-arabischen Welt zu unterscheiden ist. Dasselbe gilt für andere junge, künstliche politische Konstrukte wie Jordanien, Syrien oder den Irak. In einem Interview im offiziellen PA-Fernsehen im Jahr 2017, das mit dem hundertsten Jahrestag der Balfour-Erklärung zusammenfiel, gab der arabische Historiker Abd Al-Ghani Salameh zu, dass es 1917 kein „palästinensisches Volk“ gab.

„Vor dem Balfour-Versprechen (d.h. der Erklärung), als die Osmanen herrschten (1517 – 1917), gab es keine politischen Grenzen Palästinas, wie wir sie heute kennen und es gab nichts, das palästinensisches Volk genannt wurde…“

Während praktisch alle anderen alte und neue nationale politische Ansprüche weltweit sich auf die Entwicklung einer positiven Eigenidentität konzentrieren, hat „Palästinensertum“ sich überwältigend über eine totale Ablehnung des jüdischen Volks, aufgezeichnete jüdische Geschichte und die Existenz eines jüdischen Nationalstaats innerhalb welcher Grenzen auch immer definiert. Solange Israels Feinden erlaubt wird 3.000 Jahre kontinuierlicher nationaler jüdischer Geschichte in Israel und Jerusalem zu übertünchen, wird echter Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarn ein Luftschloss. Entgegen aller Erwartungen stellte der Zionismus die jüdische nationale Freiheit in Israel wieder her. In einer Zeit, in der Nationalstaaten angegriffen werden, ist der Zionismus eine machtvolle Kraft, die die vielversprechende Zukunft des jüdischen Volks mit seiner stolzen, uralten Vergangenheit verbindet.

Sie wollen siegen. Wir auch?

Vic Rosenthal, Abu Yehuda, 9. Mai 2019

Anfang der Woche schrieb ich einen langen Artikel, in dem ich erklärte, warum mit dem Gazastreifen zu tun zu haben eine schwierige Aufgabe ist und beschrieb in allgemeinen Begriffen eine Lösung (kurze Antwort: ein massiver Schlag die Hamas zur Entwaffnung zu zwingen, gefolgt von einer „leichten“ militärischen Besatzung).

Ich dachte, diesmal – immerhin haben wir ausnahmsweise eine amerikanische Administration auf unserer Seite – wäre es anders, diesmal würde die IDF es durchziehen und mehr tun als nur „das Gras zu mähen“. Bibi redete taff, bewaffnete Kräfte wurden an die Grenze verlegt und immerhin hatten wir rund 690 Raketen, $14 Millionen Schäden und vier tote Israelis verkraften müssen.

Aber ich lag falsch. Wir haben kaum das Unkraut gejätet; der IDF wurde befohlen die Kämpfe vor den Feiern zum Gefallenengedenktag und dem Unabhängigkeitstag diese Woche und dem Eurovisions-Gesangswettbewerb zu beenden, der nächsten Dienstag in Tel Aviv beginnt. Insbesondere wird berichtet, dass die IDF gezwungen wurde „die Angriffe auf die Lagereinrichtungen der Langstreckenraketen aufzugeben“, was mir erstaunlich kontraproduktiv erscheint, wenn man die Störung der Veranstaltung in Tel Aviv und Jerusalem verhindern will.

Es wurde eine Art Waffenstillstand erzielt, was vermutlich bedeutet, dass Israel den Transfer von Millionen Dollar von Qatar an die Hamas unterstützt und wer weiß, was noch an Konzessionen.

Regierungsvertreter bestanden darauf, dass für ihre Entscheidungen nichts weniger wichtig ist, als der ESC. Aber natürlich gab es nichts Wichtigeres.

Bibi und die andren sehnen sich absolut danach Israel als ein fortschrittliches Land im Stil Europas oder Nordamerikas zu präsentieren, ein Land, wo (vielleicht anders als das Europa oder Amerika von heute) die Chance auf Terrorismus oder Krieg winzig ist und wo wir ganz selbstverständlich massiv überhöhte Spektakel wie den ESC veranstalten.

Das stimmt nicht. Wir sind ein kleines Land, das sich seit 1948 im Krieg befindet, wo auf einander folgende Regierungen es nachlässig gefährlichen Terror-Stellvertretern unserer Feinde erlauben an unseren Grenzen zu florieren und wo Terrorismus und das Aufflammen von Gewalt regelmäßig stattfinden. Wir sind auch nicht ganz das Land der Ersten Welt, das wir sein wollen (das können Sie in den ärmeren Vierteln unserer Städte sehen, der sogenannten „Peripherie“).

Bekommen Sie das Gefühl, ich glaube, wir haben die falschen Prioritäten? Da liegen Sie richtig.

Die Hamas und der Islamische Jihad begreifen den Grund für unsere Abneigung uns mit ihnen zu beschäftigen: weil wir einen Mehrfrontenkrieg fürchten, weil wir keinen befriedigenden Plan für den Gazastreifen zu haben scheinen, wenn die Hamas zusammenbricht und weil wir nicht durch Terrorismus während des oder gegen den ESC in Verlegenheit gebracht werden wollen. Also stellten sie ihre Forderungen und wir gaben nach. Nennen Sie das Erpressung oder nennen Sie es Jizya, aber sie haben bekommen, was sie wollten.

Die Einwohner von Sderot und anderen Gemeinden am Gazastreifen sind bemerkenswert geduldig, während es immer und immer wieder so läuft. Es geht seit Jahrzehnten so: Die ersten Raketen wurden 2001 auf Sderot geschossen und die Angriffe nahmen an Häufigkeit zu, nachdem Israel 2005 aus dem Streifen abzog und noch mehr nach dem Hamas-Putsch 2007. Alle paar Monate wird das Leben der Einwohner massiv gestört. Ihre Kinder – die seit ihrer Geburt in Unsicherheit leben – leiden unter PTBS. Es ist bemerkenswert, dass so wenige Familien geflohen sind. Wie lange können wir von ihnen noch erwarten Geduld zu haben? Natürlich ist es schwer einen fairen Preis für ein Haus in der Region zu bekommen, also haben viele von ihnen vielleicht nicht nur das Gefühl verängstigt zu sein, sie haben das Gefühl in der Falle zu sitzen.

Und die Konfliktzone wird größer, da die Hamas und der Islamische Jihad ihre Raketen verbessern und die Reichweite vergrößern. Es waren einmal nur Sderot und die lokalen Kibbuzim und Moschawim; heute ist es genauso oft Aschkelon, wo es zwei der vier Toten – Ermordeten – dieser Woche gab. Sie haben Raketen, die Tel Aviv oder Jerusalem erreichen können, obwohl es davon weniger gibt. Heute noch.

Die Regierung sagt uns, dass es, ja, schrecklich ist, besonders für diejenigen, die Familienmitglieder verloren haben; aber es ist nicht existenzbedrohend. Und schauen Sie, wie viele Menschen jedes Jahr bei Verkehrsunfällen getötet werden. Derweil gibt es so viele Gründe, dass jetzt nichts getan werden kann; aber wir haben einen Plan und der wird bald umgesetzt werden.

Nein. Es reicht. Die grundlegendste Verpflichtung einer Regierung gemäß dem Gesellschaftsvertrag besteht darin seine Bürger zu schützen und sie tut das nicht. Sagen Sie mir nicht, dass es unmöglich ist. Warum sind die Barbaren von Hamas und Islamischem Jihad in der Lage uns gedanklich zu überlisten, uns in eine Falle zu locken, der wir nicht entkommen können? Haben wir die falschen Generäle? Die falsche Regierung? Sind all die schlauen Menschen in der High-Tech beschäftigt? Besteht das Problem, wie manche sagen, darin, dass jeder Kommandeur einen Rechtsanwalt an seiner Seite haben muss? Wir sind stärker, wir haben eine Luftwaffe, die die qualitativ beste der Welt ist, wir haben eine Flotte an Drohnen, Panzern, die besten Waffen der Welt. Warum können wir das nicht beheben?

Nun, hier ist ein möglicher Grund. Er wird von dieser aktuellen Nachricht illustriert.

Dienstagabend beginnt Israels Gedenktag für die 23.741 gefallenen Soldaten und die Terroropfer mit einer Zeremonie in Jerusalem. Es handelt sich um ein für Israelis tief bewegendes Ereignis, da es nur wenige Familien gibt, die keinen Freund oder Familienmitglied im Krieg oder durch Terror verloren haben.

Eine Organisation namens „Kombattanten für Frieden“ (CFP – Combatants for Peace) organisierte einen „Alternativen Gedenktag“, bei dem sowohl Israelis als auch Palästinenser aus den Gebieten, die Verwandte im Konflikt verloren haben, zusammen trauern. CFP wird fast ausschließlich aus dem Ausland finanziert, vom amerikanischen New Israel Fund sowie deutschen und schweizerischen Gruppen.

Die Folgerung: Es gibt keine moralischen Unterschiede. Jemand, der dabei erschossen wird, wie er versucht einen beliebigen Juden auf der Straße zu erstechen, ist in dem Konflikt Opfer, genauso wie der Jude, den er ersticht. Der Palästinenser, der getötet wird, wenn er in Leute rast, die an einer Bushaltestelle warten, verdient denselben Respekt wie diejenigen, die er ermordet.

Es überrascht nicht, dass viele Israelis es obszön finden, gefallene Soldaten, Polizisten und Terroropfer mit den palästinensischen Terroristen gleichzusetzen, die sie ermordeten. Premierminister Netanyahu lehnte einen Antrag auf Einreisegenehmigungen für Palästinenser ab, um für die Zeremonie ins Land zu kommen. Er führte Sicherheitsgründe an, aber ich habe den Verdacht, dass er das Gefühl hatte, die nationale Selbstachtung erfordere das.

Der Oberste Gerichtshof überstimmt in Reaktion auf eine Petition von CFP den Premier und befahl der Regierung 100 Genehmigungen auszustellen.

Die Mitglieder der Hamas und des Islamischen Jihad wollen siegen. Sie wollen Juden töten und den jüdischen Staat beseitigen. Sie wollen das von ganzem Herzen.

Wollen wir so sehr überleben, wie sie uns vernichten wollen?

Lektionen aus der fehlgeschlagenen „Gaza-Initiative“ von 1949

Col. (Res.) Dr. Raphael G. Bouchnik-Chen, BESA Center Perspecitves Paper Nr. 1.134, 7. April 7 2019

Palästinensische Flüchtlinge 1948 (Foto via Wikimedia)

Zusammenfassung: Vor siebzig Jahren, als die arabisch-israelischen Friedensgespräche in einer Sackgasse steckten, wurde eine bahnbrechende und kreative diplomatische Initiative erörtert, um mit dem Schicksal des Gazastreifens und seinen palästinensisch-arabischen Flüchtlingen klarzukommen. Diese US-Initiative war ein ernsthafter Versuch eine Regelung zwischen Ägypten und Israel zustande zu bringen, während etwas zur Lösung des palästinensischen Flüchtlingsproblems beigetragen wurde. Obwohl sie als Fehlschlag endete, bot sie wertvolle Lektionen.

Es wird weithin erwartet, dass eines der Hauptthemen, die von Donald Trumps anstehendem „Deal des Jahrhunderts“ angesprochen werden, die Teilung von PA in der Westbank und Hamas im Gazastreifen ist. Auch während der Formulierung der Oslo-Vereinbarungen wurden Versuche unternommen einen Weg zu finden, wie der mögliche Palästinenserstaat mit einer terrestrisch-physischen Verbindung umgesetzt werden kann, um die Passage vom Gazastreifen in die Westbank zu ermöglichen. Der israelische Außenminister Shimon Peres war zentral an diesen Bemühungen beteiligt.

Diese Idee wird jedoch von der Hamas nicht begrüßt; sie hatte sich auf reichlich mehr eingeschossen. Die gewalttätigen und provokativen wöchentlichen Krawalle entlang der israelischen Grenze zum Streifen, organisiert von der Hamas, werden unter der Parole „Marsch der Rückkehr“ veranstaltet, dem palästinensischen Standard-Euphemismus für die demografische Unterwanderung Israels. Obwohl sie als Terrororganisation eingestuft ist, gewinnt die Gruppe diese PR-Kampagne gegen Israel. Internationale Sympathie für die Hamas nimmt korrespondierend mit dem Anstieg der Opferzahlen an der Grenze zu.

Die Hamas hat ihre Kriegslust gegen Israel durch systematische, gut geplante Terroroffensiven eskaliert, die jede Menge Brandsatz-Ballons verwendeten, womit sie das Risiko einer weiteren Runde der Feindseligkeiten vergrößerte. Ägypten handelt als indirekter Vermittler zwischen Israel und der Hamas, um weiteres Absinken in einen ausgewachsenen Konflikt zu vermeiden.

Angesichts dieser Umstände ist es nützlich über eine bahnbrechende diplomatische Initiative zum Schicksal des Gazastreifens und seiner Flüchtlinge nachzudenken, die vor 70 Jahren während der von der UNO geleiteten arabisch-israelischen Friedensgespräche in Lausanne lanciert wurde. Die Initiative bietet Lektionen, die heute noch von Bedeutung sind.

Die Grundidee war ein Vorschlag den Gazastreifen und seine arabische Bevölkerung in Israel einzugliedern. Das war die Vision von David Ben-Gurion, der den Gazastreifen als letztlich autonom werdenden Staat wie Luxemburg betrachtete.

Die Logik hinter dieser Initiative gründete auf zwei Faktoren: 1) Ägypten wollte den Gazastreifen nicht annektieren, den es während des Kriegs von 1948 besetzt hatte; es hatte keinerlei Wunsch dessen palästinensisch-arabischen Flüchtlinge als volle ägyptische Staatsbürger zu absorbieren; 2) Israel sorgte sich um eine potenzielle militärische Bedrohung infolge Ägyptens fortgesetzter Besetzung des Streifens in enger Nähe zu israelischen Bevölkerungszentren.

In ihrem Buch Unprotected Palestinians in Egypt since 1948 (Schutzlose Palästinenser in Ägypten seit 1948) aus dem Jahr 2009 hebt Dr. Oroub el-Abed Ägyptens doppelte Sicht auf die Palästinenser hervor:

Mit Beginn der Unterzeichnung der Waffenstillstandsvereinbarung im Februar 1949 hatte Ägypten zwei „unterschiedliche“ palästinensische Bevölkerungen unter seiner Kontrolle: Die geringe Bevölkerung, die es geschafft hatte in Ägypten zu bleiben und die Bevölkerung des von Ägypten verwalteten Gazastreifens, die massiv durch einen Zustrom von mehr als 200.000 Flüchtlingen aus anderen Bereichen Palästinas massiv zunahm. Die Voraussetzung sie getrennt zu halten bestand darin, beträchtlichen Einfluss auf die ägyptische Politik gegenüber beiden Gemeinschaften zu haben.

Unter Hinweis auf den ägyptischen Widerwillen die Flüchtling im Gazastreifen anzunehmen, vermerkt El-Abed:

Es hat nie die Frage gegeben den Palästinensern die ägyptische Staatsbürgerschaft zu gewähren, also stand es nie zur Debatte, dass Ägypten den Gazastreifen annektiert, wie Jordanien es mit der Westbank getan hatte.

Die Gaza-Initiative wurde von Jacob Tovy (2003) in einem akademischen Artikel und später von Shlomo Nakdimon in Ha’aretz (Juli 2014) diskutiert, aber das Thema hat in Israel, in der arabischen Welt oder bei den Palästinensern nie viel Aufmerksamkeit bekommen.

Die umfassendste Übersicht zu der Initiative wurde von Neil Caplan in seiner Buchserie Futiel Diplomacy (Vergebliche Diplomatie; 1977) erstellt. Caplan betrachtet den Plan aus der amerikanischen, der israelischen und der ägyptischen Perspektive. Er hatte Zugang zu einer Menge offizieller Protokolle und diplomatischer Depeschen und seine Herangehensweise war objektiv und ausgewogen.

Die Schlüsselfigur hinter der Gaza-Initiative war Mark Erthridge, der US-Repräsentant bei der PCC (Palestine-Conciliation Commission = Palästina-Schlichtungskommission), der bei den Gesprächen in Lausanne den internationalen Schirm lieferte. Die offizielle israelische Position lautete: „Sollte die Annektierung des Gazastreifens durch den Staat mit all seinen Einwohnern vorgeschlagen werden, wird unsere Antwort positiv sein.“ Israel machte der PCC am 20. Mai 1949 einen konkreten Vorschlag, der sich darauf konzentrierte den Gazastreifen zu übernehmen und damit „einen beträchtlichen Beitrag für eine Lösung des Flüchtlingsproblems“ zu leisten.

Am 4. Juni informierte das Außenministerium der US-Delegation in Lausanne, dass die amerikanische Regierung die Eingliederung des Gazastreifens nach Israel als Teil einer territorialen Regelung mit Ägypten zustimmen würde, vorausgesetzt das könne durch Verhandlungen mit und dem vollen Einverständnis der ägyptischen Regierung erreicht werden und unter der Voraussetzung, dass Ägypten territorialen Ausgleich gemäß der Formel des Präsidenten (dem „Jessup-Prinzip“) erhielt, sollte Ägypten dies wünschen.

Die Schlüsselidee der USA war die Verhandlungen über das Schicksal der Flüchtlinge mit territorialen Fragen zu verknüpfen. Während die Israelis sich auf territoriale Fragen konzentrierten, gab die arabische Delegation dem Flüchtlingsproblem Priorität. Die Gaza-Initiative war ein konkreter Versuch eine Kombinationslösung zu finden.

Der amerikanische Chargé d’Affaires in Kairo, Jefferson Patterson, dachte, dass „Ägypten im Verlauf zukünftigen Feilschens bereit sein könnte, den Gazastreifen abzugeben“, zusammen mit der „Flüchtlingslast“. Die offene Frage war der Ausgleichsparameter – d.h. das quid pro quo. Obwohl das für die Israelis und Amerikaner eine Tauschformel war – den Streifen für einen Teil des Negev – wurde deutlich gemacht, dass die Ägypter heftig gegen den Plan waren.

Ein US-Versuch sich mit den Briten zusammenzutun, um auf Ägypten Druck auszuüben, schlug fehl. Kairo bestand darauf als Ausgleich ein großes Territorium zu erhalten, eine Verbindung vom Gazastreifen über Beer Sheva zum Toten Meer zu schaffen. Das hätte zur Folge gehabt den gesamten Negev abzugeben – mit anderen Worten: mehr die Hälfte seines Gesamtterritoriums, einschließlich der Stadt Eilat.

Trotz dieses Konflikts vertrat US-Außenminister Dean Acheson weiter die Ansicht, dass der Gaza-Vorschlag eine „Grundlage für Diskussionen zwischen Ägypten und Israel“ war, die „wahrscheinlich den Weg für eine endgültig Regelung zwischen Israel und Ägypten“ führt und damit „einen entscheidenden Schritt zu einer Gesamtlösung für Palästina darstellt“. Ein US-Diplomat verwendete stärkere Begriffe und erklärte, dass „der Gazastreifen-Vorschlag vielleicht der Schlüssel war, mit dem das Gesamtproblem gelöst werden könnte“.

Die Amerikaner glaubten, dass Ägyptens harte Reaktion auf den Gaza-Vorschlag, wie sie von Außenminister Ahmed Muhammad Khaschaba zum Ausdruck gebracht wurde, in Wirklichkeit Verhandlungstaktik war. Grund dafür war Khaschabas Erklärung, Ägypten „würde es nicht ablehnen ernsthaft über jeden Plan nachzudenken, der als humanitäre Maßnahme geschaffen und empfänglich dafür sei einer Gegend oder Situation Stabilität zu bringen sei“. Ägypten, das fürchtete, die Flüchtlinge im Gazastreifen würden von Israel in der Wüste Negev kaltgestellt, gab Sorge bezüglich deren Sicherheit und Wohlergehen Ausdruck.

Um die Ägypter von der Kooperation zu überzeugen, wies Acheson auf die ungewisse Zukunft der Finanzierung der Flüchtlingshilfe hin, von der die meiste von amerikanischen Wohlfahrtsorganisationen kam. Die Idee war der Hinweis darauf, dass die wirtschaftliche Last der Handhabung des Wohlergehens der Flüchtlinge im Gazastreifen einzig Ägyptens Problem sein würde, ungeachtet dessen eigener Überbevölkerung und Armut.

Sobald die Amerikaner einmal die Rolle des Vermittlers übernahmen und von der Gaza-Initiative schwärmten, wurden die Israelis vorsichtiger und begannen als diplomatische Taktik zu zögern. Abba Eban, der israelische Botschafter bei der UNO, betonte die Notwendigkeit „jegliches Anzeichen von Eifer für Gaza“ zu vermeiden. Er hatte das Gefühl, Israel sollte überlegen „territorialer Anpassung“ an der Grenze Sinai-Israel zuzustimmen – vorausgesetzt, dass das nicht Eilat einschließt, das unter keinen Umständen aufgegeben werden sollte.

Der israelische Delegationsleiter in Lausanne, Walter Eytan, hatte keine Illusionen zum Preis, der von Israel verlangt werden würde. Er beschrieb das Dilemma, dem sich Israel auf diese Weise stellte: „Wenn Israel die guten Aufgaben der Amerikaner ablehnt, dann sind wir diejenigen, die keinen Frieden wollen. Wenn wir ja sagen, verlieren wir Eilat.“

Die tiefgreifenden israelisch-amerikanischen Meinungsverschiedenheiten über die Notwendigkeit territorialer Kompensation gegenüber Ägypten mit einer Betonung auf die Gegend von Aqaba, um eine Landbrücke zwischen Ägypten und Jordanien zu schaffen, signalisierte das Abklingen der Gaza-Initiative. Das Außenministerium hatte von Anfang an deutlich erklärt, dass territoriale Kompensation für Ägypten und vielleicht auch für Jordanien, erforderlich sein würde. Israel ließ seine absolute Gegnerschaft zu jeder derartigen territorialen Kompensation wissen.

Mosche Scharett, der israelische Außenminister, kritisierte indirekt Washingtons Enthusiasmus für die Gaza-Initiative. In einer Rede vor der Knesset (15. Juni 1949) fragte er: „Warum überhaupt sollten die arabischen Staaten Anrecht auf territoriale Kompensation haben?“ Mit Hinweis auf die amerikanische (und britische) Rolle bei der Förderung des Gaza-Plans, erklärte er: „Wer immer, bewusst oder unbewusst, die arabischen Staaten ermutigt zu glauben, dass sie vielleicht Erfolg damit haben könnten, von Israel territoriale Zugeständnisse zu erpressen und mit Hilfe politischen Drucks zu bekommen, was sie durch einen Aggressionskrieg nicht erreichten, wird der Sache des Friedens im Nahen Osten nicht dienen.“ Scharett fügte an: „Ein besonderes Wort der Warnung muss gegen alle erneuerten Versuche ausgesprochen werden, dem Staat Israel den südlichen Teil des Negev zu rauben.“

Parallel dazu kritisierte ein hochrangiger ägyptischer Diplomat energisch den israelischen Wunsch weiteres Gebiet in Besitz zu nehmen und drückte Überraschung aus, dass die US-Regierung eine solche Maßnahme als konstruktiven Vorschlag betrachten könnte. Für Kairo war die Gaza-Initiative nichts anderes als ein israelisches Komplott, um „einen direkten Tausch Territorium gegen Flüchtlinge“ zu ermöglichen.

Ende 1949 wurde die Gaza-Initiative von den U SA und den regionalen Akteuren praktisch aufgegeben. Sie bleibt jedoch der erste und einzige Versuch sich ernsthaft mit dem Problem der palästinensisch-arabischen Flüchtlinge beschäftigen. Die israelische Bereitschaft mehr als 100.000 Flüchtlinge als Teil einer bilateralen Abmachung mit Ägypten „wieder anzusiedeln“, wurde nie erneuert. Der offizielle Standpunkt Israels zum Flüchtlingsproblem bleibt fest: Den Flüchtlingen muss das Rückkehrrecht in das souveräne Territorium Israels verweigert werden.

Obwohl die Gaza-Initiative nur eine kurze und unproduktive Episode in der Geschichte der israelisch-ägyptischen Beziehungen ist, kann sie amerikanische diplomatische Bemühungen zum Finden einer Lösung für das palästinensische Flüchtlingsproblem immer noch profitabel informieren. Unter anderen Aspekten sollte die Aufmerksamkeit auf diese Elemente gerichtet werden:

  • Die selektive Verwendung finanzieller Hilfen für die Palästinenser als Hebel zum Erreichen diplomatischer Ziele. Präsident Trumps Entscheidung die US-Hilfe für die PA zu kappen und den jährlichen Beitrag der USA zur UNRWA zu reduzieren, sind Mittel die Palästinenser in Bezug auf den aufkommenden „Deal des Jahrhunderts“ unter Druck zu setzen.
  • Die Annahme, dass Israel zu einer amerikanischen diplomatischen Initiative nicht „nein“ sagen wird. Diese Haltung wurde von Walter Eytan gegenüber dem Gaza-Vorschlag durchaus beschrieben. Er formulierte es so: „Ich glaube nicht, dass die Amerikaner eine Vermittlung vorgeschlagen hätten, noch dass sie die Ägypter dazu hätten bringen können sie zu akzeptieren, wenn nicht von Anfang an klar gewesen wäre, dass wir gezwungen werden sollten diese territorialen Zugeständnisse zu machen.“
  • Die Amerikaner erwarteten, dass bilaterale Verhandlungen über den Rahmen der Arabischen Liga als Kollektiv hinaus möglich waren. Das ist der Grund, dass Washington voll damit beschäftigt war für die Gaza-Initiative zu werben. Es sagte voraus, dass der Vorschlag zu einer „Diskussionsgrundlage für Ägypten und Israel“ würde, die, so glaubte man, „wahrscheinlich den Weg für eine endgültige israelisch-ägyptische Vereinbarung ebnet“.

Man fragt sich, wie die demografische Gleichung in Israel heute aussehen würde, hätte der Staat 1949 mehr als 150.000 palästinensische Araber in sein winziges souveränes Territorium aufgenommen. Andererseits: Wäre die Gaza-Initiative erfolgreich gewesen, hätten die folgenden israelisch-ägyptischen Kriege vermieden werden können.

Wer verweigerte den Palästinensern einen unabhängigen Staat? Nicht Israel.

Ein aktueller Text in der New York Times spricht nicht nur Bände über die Ignoranz und stumpfsinnigen Natur der Israelkritik, die die Zeitung verströmt, sondern auch über die intellektuellen Schwätzer und das außenpolitische Establishment, die ihr Denken zum Nahen Osten den Seiten dieser Zeitung entnehmen.

Jonathan S. Tobin, JNS.org, 22. April 2019

Nach Angaben der New York Times lässt die Wiederwahl von Premierminister Benjamin Netanyahu palästinensische Familien „kein Licht am Ende des Tunnels“ sehen.

Ein am Montag auf der Titelseite der Zeitung veröffentlichter Artikel konzentrierte sich auf die Verzweiflung, die palästinensische Familien angesichts der Sackgasse im Friedensprozess fühlen. Sie wissen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde, die ihre Städte, Dörfer und Orte regiert, ist furchtbar korrupt und unfähig ein Friedensabkommen mit Israel zu erzielen. Und sie begreifen, dass Israelis kein Vertrauen mehr in die Friedensaussichten haben als sie es haben.

Der Text zeigt, dass manche Palästinenser die Ideologie überdenken, die einen hundert Jahre langen Krieg gegen den Zionismus anheizte. Aber sie verfehlen es eine grundlegende Tatsache zu erwähnen, die die aktuelle Situation definiert: Die Palästinenserführung hat wiederholt Kompromisse abgelehnt, die ihnen die Eigenstaatlichkeit gegeben hätten, die zu wollen sie behaupten. Es ist interessant, dass die New York Times nirgendwo in dem 1.000 Worte langen Artikel diese Tatsache vermerkt.

Dies Auslassung spricht nicht nur Bände über die Ignoranz und die stumpfsinnige Natur der Israelkritik, die die Zeitung verströmt, sondern auch die über die intellektuellen Schwätzer und das außenpolitische Establishment, die ihr Denken zum Nahen Osten den Seiten dieser Zeitung entnehmen.

In der Westbank lebende Araber haben guten Grund ihren aktuellen Führern zu misstrauen. In ein paar wenigen Momenten seltener Klarheit zur Lage, die nur nebenher erwähnt werden, geben einige der Quellen des Textes zu, dass für sie das Leben vor dem Oslo-Prozess besser war, der die PA schuf.

Seit sie 1995 die Macht in den Gebieten übernahm, hat die PA autonom und tyrannisch die arabischen Einwohner von Judäa und Samaria so regiert, dass sie abweichende Meinungen unterdrückt. Dina Teeti, eine Palästinenserin, die in den USA Abitur machte und studierte, drückt es so aus: Die PA lehrt die Menschen „nichts zu hinterfragen“. Sie lernte kritisches Denken erst bei ihrem Studium im Ausland.

Andere stellen heraus, dass es die Sicherheits-Checkpoints und die Trennungsbarriere vor Oslo nicht gab, daher hatten sie weit mehr Bewegungsfreiheit. In dem Artikel bleibt unerwähnt, warum es diese Checkpoints und den Zaun gibt. Sie wurden erst durch die Gewaltwellen nötig, die den Israelis durch die palästinensischen Terroranschläge zugefügt wurden, die aufkamen, nachdem Israel die Kontrolle der Westbank und des Gazastreifens an die PLO abgegeben hatte, nicht vorher.

Die während  die Palästinenser die ihnen zur Verfügung stehenden Optionen abwägen, gibt es eine Reihe anderer Dinge, die in dieser Analyse ihrer Lage fehlen.

Das erste Problem ist die Charakterisierung der Rede Netanyahus israelisches Recht auf die Siedlungen anzuwenden, um den Palästinensern Land für einen Staat zu entziehen. Das stimmt nicht. Es würde ihnen den größten Teil der Westbank und den Gazastreifen lassen, selbst wenn alle Siedlungen statt nur die Blocks entlang der Grenze und um Jerusalem übriggelassen würden.

Wichtiger ist aber, was in dem Artikel komplett ausgelassen wurde. Ausgelassen wurde jegliche Erwähnung der Tatsache, dass die ganze Geschichte des Konflikts hindurch, einschließlich der Zeit, bevor die Westbank 1967 unter israelische Kontrolle kam oder der Geburt es Staates Israel 1948, palästinensische Araber wiederholt jeglichen Kompromiss abgelehnt haben, der einen jüdischen Staat dulden würde, selbst wenn solch ein Kompromiss auch einen unabhängigen Staat für sie selbst bedeutet hätte.

Verschiedene Vorschläge zur Teilung des britischen Mandats Palästina wurden währen dieser Zeit vorgelegt und jeder einzelne wurde sowohl von der örtlichen arabischen Führung sowie dem Rest der muslimischen Welt abgelehnt. Darunter war der UNO-Teilungsplan von 1947, der zwei Staaten vorschlug, einschließlich eines winzigen jüdischen, der keinen Teil von Jerusalem enthielt. Stattdessen entschieden sie sich für einen Krieg, der hunderttausende Araber dazu brachte aus ihren Heimen zu fliehen, in der vergeblichen Hoffnung, sie würden zurückkehren, sobald die Juden vertrieben wurden.

Genauso wenig gab es 1949 bis 1967 sonderlich Lärm um die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaats, als Ägypten den Gazastreifen kontrollierte und Jordanien Judäa, Samaria und die Altstadt von Jerusalem illegal besetzte.

Aber wenn das für die Palästinenser oder die Reporter und Redakteure bei der Times immer noch zu viel alte Geschichte ist, wie kommt es dann, dass sie Ereignisse der letzten 20 Jahre ihrer Aufmerksamkeit entgingen?

Der ehemalige Premierminister Ehud Barak und der damalige US-Präsident Bill Clinton boten PA-Präsident Yassir Arafat 2000 in Camp David einen unabhängigen Palästinenserstaat im Gazastreifen, fast der gesamten Westbank und einen Teil Jerusalems an. Er sagte zu diesem Angebot Nein, ebenso zu einem weit großzügigeren; er reagierte mit einem Zermürbungs-Terrorkrieg, der als Zweite Intifada bekannt ist. Arafats Nachfolger Mahmud Abbas wies dann 2008 einen noch besseren Deal zurück und lehnte es während der acht Jahre, als US-Präsident Barack Obama Israel eindrosch und das diplomatische Spielfeld zugunsten der Palästinenser neigte.

Es ist ermutigend, dass mindestens einige Palästinenser bereit sind damit zitiert zu werden, dass sie „Frieden wählen“. Aber das zu tun erfordert mehr als die Wahrheit zum moralischen Konkurs der von der Fatah beherrschten PA oder der den Gazastreifen regierenden Hamas-Islamisten einzugestehen. Es erfordert eine Bereitschaft die Legitimität eines jüdischen Staates zuzugeben und ein Gefühl der nationalen Identität aufzugeben, das bis heute untrennbar mit einem hundert Jahre alten Krieg gegen den Zionismus und die Juden verbunden ist.

Die Palästinenser müssen anerkennen, dass Israel niemals durch Terrorismus oder Diplomatie erobert werden kann und dass eine Einstaatenlösung, mit der sie hoffen konnten aus ihm einen weiteren mehrheitlich arabischen Staat machen, ein Rohrkrepierer ist. Sie müssen auch akzeptieren, dass es keine Massenzwangsräumung von hunderttausenden Juden aus Jerusalem oder den Siedlungen geben wird. Würden sie das tun, dann könnte die palästinensische Eigenstaatlichkeit möglich sein. Wenn sie aber nicht die Führer oder die Politik, die sie aktuell so in der Luft hängen lassen, nicht ändern können, dann können sie niemanden deswegen Vorwürfe machen als sich selbst, dazu ein internationales außenpolitisches Establishment, das einfach genauso bereit ist historische Fakten zu ignorieren, wie die New York Times.

Blaukäppchen – ein Soldat erzählt von den Kindern am Gazastreifen

Yahya Mahamid, Lay of the Land, 20. April 2019

Er dient an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen: Yahya Mahamid, ein arabisch-muslimischer Soldat, schreibt seine Beobachtungen auf, wie es ist, auf die Randalierer zu starren, die die Hamas ermutigt hat die Grenze zu durchbrechen. Diese Krawalle finden seit März 2018 statt.

Ich sitze mit dem Rücken zur Metall-Barriere, nehme mir eine Sekunde Zeit um meinen Helm zu richten, als ich plötzlich einen lauten Knall gegen die Barriere höre.

Es hat begonnen. Die wöchentlichen Freitags-Krawalle an der Gaza-Grenze.

Ich richte meine Kevlarweste, atme tief ein und stehe auf, um einen Blick auf die andere Seite zu werfen – während ich die ganze Zeit versuche so viel von meinem Körper wie möglich in Deckung zu halten.

Ich bin geschockt von dem, was ich sehe: Mütter, die Hand in Hand mit ihren Kindern unterwegs sind. Ja, das sind Kinder, nicht älter als 10 bis 13 Jahre, die zu den wöchentlichen Protesten kommen, als wäre das eine normale Freitagsaktivität.

Grauen im Gazastreifen: Welche Eltern ermutigen ihre eigenen Kinder sich in Gefahr zu begeben?

Unsere Befehle sind klar. Respekt für Menschenleben und die Reinheit unserer Waffen. Das ist nicht neu – immerhin ist das der IDF-Ethikkodex, den wir befolgen und so haben wir immer agiert.

Ich nehme mein Scharfschützen-Zielfernrohr und beginne die Menge nach irgendetwas abzusuchen, das verdächtig nach Bomben und Schusswaffen aussieht. Als ich durch mein Fernrohr sehe, beginne ich den vertrauten Geruch von verbrannten Reifen wahrzunehmen. Ich weiß, dass bald Tränengas folgen wird, also setze ich meine Gasmaske auf und betrachte den Wahnsinn, der sich vor meinen Augen versammelt.

Die Erwachsenen, ich nehme an die Mütter und Väter, sitzen auf dem grasgrünen Hügel und genießen kalte Getränke und Imbisse, während ihre Kinder in Richtung Sicherheitszaun rennen, Steine und alles Mögliche, das sie in die Hände bekommen können, auf uns Soldaten werfen.

Ein Felsbrocken trifft die Barriere.

Ich gehe in Deckung, nachdem ein weiterer Felsbrocken die Barriere trifft. Ich hätte schwören können, dass diese Felsbrocken fast so schnell fliegen wie meine Kugel. Ich reichte meine Schutzbrille und werfe einen kurzen Blick hinüber; wir können es uns nicht leisten, dass die Sicherheitsbarriere beschädigt wird. Das könnte katastrophale Folgen haben.

Die Gewalt eskaliert.

Ich stehe wieder auf, um einen Blick auf die Menge zu werfen, die ein Hasstumor auf Steroiden anwächst und plötzlich höre ich eine Explosion. Ich sehen wieder durch mein Zielfernrohr, während ich durch die schwarze und graue Masse sehe.

Ich sehe ihn.

Er sitzt, gekleidet mit einem blauen Kapuzenpullover, sieht direkt zu mir. Ich betrachte ihn durch mein Zielfernrohr, um einen genaueren Blick zu haben und er sitzt einfach da, sieht mich direkt an, als starre er in meine Seele. Er ist nicht älter als zehn Jahre.

Freitags-Wahnsinn: Typischer Freitag mit Jugendlichen, die von der Hamas dazu gedrängt werden so nahe wie möglich an den Grenzzaun zu gelangen.

Ich werde seinen Gesichtsausruck nie vergessen, als hätte er eine Million Fragen im Kopf, so wie er nicht auf das Geschrei, Tränengas, verbrannte Reifen und die elektrisierte, von Hass erfüllte Atmosphäre reagiert.

Er sitzt einfach da, schaut mich an, als wolle er mich fragen: „Wann wird dieser Wahnsinn aufhören?“

Ich sehe ihn an, winke und gebe ihm ein OK-Zeichen, in der Hoffnung meinen ersten Freund im Gazastreifen zu finden.

Vielleicht kann aus diesem Hässlichen etwas Positives entstehen.

Er steht auf und schenkt mir ein unschuldiges Lächeln und winkt. Ich lächle zurück. Eine weitere Bombe folgt sofort danach – diesmal über uns und wir bekommen die Anweisung uns in Deckung zu begeben.

Ich sehe ihn nicht wieder, aber ich hoffe, die Lage wird sich für uns beide eines Tages bessern.

Ich nennen ihn Blaukäppchen.

Über den Autor: Yahya Mahamid ist ein ehemaliger Lehrender für Stand With Us. Dieser nach eigenen Angaben „muslimisch-arabische Zionist“ dient derzeit in der IDF.

25 Jahre nach Oslo: Der Elefant im Raum

Ist es muslimischen Palästinensern möglich mit Israel Frieden zu schließen?

Robert L. Meyer, FrontPageMag, 17. April 2019

Vorbemerkung des Autors: Ich habe den Islam mehr als fünf Jahre lang studiert, weil ich wissen wollte, was sogenannte „islamistische“ oder „radikale“ Muslime gegen Juden, Israel und den Westen antreibt. Ich verstehe das jetzt. Der folgende kurze Artikel legt die Argumente dar, warum „Land für Frieden“ unter dem Islam schlicht unmöglich ist, aufgrund von Sure 2,191- und es ist dieser Grund (und die Ignoranz westlicher und israelischer Diplomaten und Unterhändler diesbezüglich), die es muslimischen Palästinensern unmöglich gemacht hat und weiter machen wird Frieden mit Israel zu schließen. Diese palästinensische Haltung ist von den obersten religiösen Fürhern der Palästinenser bestätigt worden, die bekräftigt haben, dass GANZ Palästina eine heilige islamische Waqf (Arabisch: eine unveräußerliche religiöse Schenkung gemäß islamischem Scharia-Recht) ist und daher „nicht einmal ein Millimeter“ davon aufgegeben werden darf. Der Artikel ist von einer Reihe Islamexperten überprüft und auf seine Richtigkeit hin bestätigt worden.

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Es sind jetzt mehr als 25 Jahre seit im Oktober 1993 die Oslo-Vereinbarungen unterschrieben wurden. Doch in den vielen veröffentlichten Kommentaren und Berichten zu diesem Jubiläum und dem Versagen der Seiten zu einer endgültigen Zweistaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu kommen ist nirgendwo ein israelischer Politiker oder Journalist zu finden, der die leiseste Ahnung der massiven Auswirkungen des Islam auf die Beeinflussung und Motivation der angeblichen Friedenschaffenden bei den Palästinensern hat.

Der Islam ist in der Tat der „Elefant im Raum“ (das Offensichtliche).

Der Koran erklärt in Sure 2,191: „Vertreibt sie von dort, von wo immer sie euch vertrieben.“

Islamische Gelehrte haben diesen Vers durchgängig so interpretiert, dass Land, das durch Eroberung oder anders einmal islamisch wurde, auf ewig islamisch bleibt und dass Muslime jede nichtmuslimische Regierung vertreiben muss, die in einem Land die Macht übernimmt, das einmal unter islamischer Herrschaft stand.

Kalif Omar eroberte Jerusalem und Palästina im Jahr 637 n.Chr. und das Land Israel blieb (mit Ausnahme der 188 Jahre der Kreuzritterzeit von 1099 bis 1187) bis zum September 1923 unter islamischer Herrschaft; damals begann das britische Mandat. Für Muslime ist Palästina seit seiner Eroberung durch den Islam 637 „muslimisches Land“.

Darüber hinaus ist diese Haltung von Mahmud Al-Habbasch untermauert und bestätigt worden; al-Habbasch ist Berater des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas für Islam und zudem der oberste Scharia-Richter der palästinensischen Autonomiebehörde (PA):

Mahmud Al-Habbasch betonte, dass gemäß dem islamischen Scharia-Recht das gesamte Land Palästina ein waqf ist (d.h. eine unveräußerliche religiöse Schenkung gemäß dem islamischen Recht) und ein gesegnetes Land, von dem verboten ist auch nur einen Millimeter zu verkaufen, zu verschenken oder Die Besatzung zu ermöglichen.

[Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-lJadida, 22. Oktober 2014; Übersetzung: Palestinian Media Watch (PMW)]

Siehe auch die Erklärung PA unten, übersetzt aus dem arabischen Original:

Jeder, der glaubt, das sie Nation ihr Palästina oder ihr Jerusalem verkauft hat, bildet sich nicht nur etwas ein. Jeder, der glaubt, dass ein Tag kommen wird, an dem die Nation einen Zoll oder Millimeter des gesetzten und geheiligten Landes Palästina verkauft ist reine Einbildung. Die gesamte Nation sagt, was [PA-] Präsident Mahmud Abbas sagt: ‚Der Palästinenser, Araber, Muslime und Christen, die auch nur einen Zoll von Jerusalem preisgeben, ist noch nicht geboren und wird nie geboren werden.‘“

[Offizielles PA-Fernsehen, 20., April 2018; Übersetzung: PMW]

Der derzeitige Mufti der palästinensischen Autonomie, Mohammed Hussein, hat dieselbe Haltung bekräftigt:

Palästina, dazu gehört Jerusalem, ist Waqf-Land und es ist durch Scharia-Gesetz verboten es preiszugeben oder die Eigentums-Übertragung auf seine Feinde zu erleichtern, denn es ist Teil des öffentlichen islamischen Eigentums. Besitz über islamisches Territorium oder Teil davon Feinden zu übertragen ist ungültig und stellt Hochverrat dar.

[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 13. April 2018; Übersetzung: PMW]

Bitte beachten Sie, dass die palästinensische Autonomiebehörde dieselbe Sichtweise spiegelt, die in der Hamas-Charta dargelegt ist (Artikel 11):

Die Islamische Widerstandsbewegung [Hamas] glaubt, dass das Land Palästina ein islamisches waqf ist, geweiht für zukünftige Generation muslimische Generationen, bis zum Tag des Jüngsten Gerichts. Es oder jeder Teil davon darf nicht vergeudet werden; es oder kein Teil davon darf nicht aufgegeben werden.

Aus diesen Gründen ist der Austausch von muslimischem „Land für Frieden“ mit Israel unter dem Islam schlicht unmöglich. Hat irgendjemand in Israel je diesen Punkt bemerkt oder darüber nachgedacht – oder sind wir so ignorant dem Islam gegenüber, dass es nie angemessen in Betracht gezogen und bewertet worden ist?

Der Koran Sure 2, Vers 191 wird von Shimon Peres gegenüber 2015 einmal erwähnt. Er antwortete: „Nein. Sie haben Unrecht. Wir schlossen Frieden mit Ägypten. Wir schlossen Frieden mit Jordanien.“

Shimon Peres hatte Recht – und Unrecht.

Vor der Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten im März 1979 bestand der ägyptische Präsident Anwar Sadat auf seiner erklärten Forderung – die auch erfüllt wurde – „jeden Quadratzentimeter des Sinai zurückzuerhalten“. Das geschah ungeachtet der ursprünglichen Verhandlungsposition Israels nach einer fortgesetzten israelischen Beobachtungspräsenz in Scharm el-Scheik und den westlichen Bergen des Sinai und Beibehaltung sowohl der von Israel entwickelten Tourismusorte Taba und Yamit nahe Eilat auf dem Sinai.

Nachdem der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten unterzeichnet wurde, konnte Sadat zum ägyptischen Volk zurückkehren und zurecht behaupten, dass er „jeden Quadratzentimeter“ des von Ägypten verwalteten muslimischen Landes zurückbekommen hatte.

Der Fall Jordanien ist noch interessanter und erhellender.

In einem zweistufigen Manöver, das im Juni 1988 begann, gab König Hussein alle jordanischen Ansprüche an Judäa und Samaria auf, die im jordanischen Wunschdenken „Westbank“ (Westufer des Jordan) genannt wurde. Sechs Jahre später, im Oktober 1994, unterschrieben Israel und Jordanien einen Friedensvertrag.

Es hatte aber ein ernstes Problem gegeben: Israel besetzte seit dem Juni 1967 drei Bereich jordanisches Land: die winzige „Friedensinsel“ mitten im Jordan und zwei Felder, die zu israelischen Siedlungen in der Arava, südlich des Toten Meeres gehörten.

In Anhang 1A und 1B des Friedensvertrags wurde das gelöst: Israel erkannte die volle jordanische Souveränität über all dieses Land an. Jordanien stimmte zu, dass Israel das Land auf dieselbe Weise weiter „nutzen“ konnte, wie vorher, für einen „rollenden“ Zeitraum von 25 Jahren, außer das wird von Jordanien mit einer einjährigen Vorlaufzeit aufgekündigt (was Jordanien Ende Oktober 2018 tat).

Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags konnte König Hussein dem jordanischen Volk gegenüber richtigerweise den Anspruch erheben, dass er jeden Quadratzentimeter des jordanisch verwalteten muslimischen Landes zurückgeholt hatte.

Was das Land Israel/Palästina selbst angeht, das „vom Fluss bis zum Meer“ reicht, überließen die Arabische Liga und Jordanien es Palästinenserpräsident Yassir Arafat und der Palästinensischen Befreiungsorganisation als einziger Instanz, die darüber mit Israel verhandeln und das lösen sollte.

Was machten Yassir Arafat und sein Nachfolger Mahmud Abbas?

Bei den Verhandlungen in Camp David im Juni 2000 zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Barak und Yassir Arafat bot Israel an 97% von Judäa und Samaria den Palästinensern abzugeben; Arafat verblüffte Barak und Präsident Bill Clinton damit, dass er nie ein Gegenangebot machte. Warum? Weil er das nicht tun konnte: Der Koran (Sure 2,191) erlaubte es nicht. Allah sagt, dass muslimisches Land niemals den Kuffar (Ungläubigen) überlassen werden kann; darauf steht der Tod. Das die Palästinenser israelische Souveränität über irgendeinen Teil palästinensischen Landes anerkennen was unmöglich. Muslimische Palästinenser hätten das nie akezptiert und Arafat wäre von seinen eigenen Leuten ermordet worden.

Nachdem die Verhandlungen in Camp David gescheitert waren, wurde Arafat von einem arabisch-israelischen muslimischen Journalisten auf Arabisch gefragt, warum er die Verhandlungen verlassen habe. „Weil die Israelis uns nicht 100% geben wollten!“, antwortete er. Der Koran verfügt, dass Arafat ganz Palästina zurückholt, angefangen mit der sogenannten „Westbank“. Er hatte nicht die Freiheit es anders zu machen.

Sieben Jahre später war es bei den Verhandlungen zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auf der Konferenz in Annapolis im November 2007 genau dasselbe: Ehud Olmert machte den Palästinensern ein sehr großzügiges Angebot von 97% von Judäa und Samaria, wobei Jerusalem kreuz und quer zerschnitten wurde, eine Landverbindung zwischen dem Gazastreifen und Judäa und Samaria geschaffen wurde und sogar einige palästinensischen Flüchtlingen die Rückkehr nach Israel gestattet wurde.

Aber wie reagierte Abbas? Auch er machte kein Gegenangebot. Warum? Weil er das nicht tun konnte (Sure 2,191). Der Koran verbot die Anerkennung israelischer Souveränität über jeglichen Teil muslimisch-palästinensischen Landes, muslimische Palästinenser würde das nie akzeptieren und Abbas wäre von den Palästinensern ermordet worden.

Gemäß dem Koran ist den Palästinensern befohlen ALLES palästinensisch-muslimische Land „vom Fluss bis zum Meer“, ein heiliges waqf unter dem Scharia-Recht zurückzuholen. Das Konzept des israelisch verwalteten muslimischen Landes (d.h. Anerkennung der Souveränität des Staates Israel über jeglichen Teil von Palästina) ist im Islam nicht möglich.

Ist Ihnen jemals aufgefallen, dass palästinensische Ansprüche immer in auf Land baiseenden Begriffen wurzeln? Sie sprechen von der „Besatzung“ ihres Landes, davon von den Israelis 1948 aus Palästina „vertrieben“ worden zu sein und ihr gesamtes Land „vom Fluss bis zum Meer“ zurückzugewinnen. Das oberste Gesetz der palästinensischen Autonomie macht Landverkäufe von Palästinensern an Juden zur Straftat, die mit dem Tod bestraft wird. Mohammed gab auf seinem Todesbett einen Befehl „die Juden und Christen aus der Arabischen Halbinsel zu vertreiben und niemanden außer Muslimen dort zu behalten“. Die Hamas–Krawalle an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen finden im Gedenken an den „Tag des Landes“ statt. Lässt irgendetwas davon etwas klingeln?

In den Oslo-Vereinbarungen versprachen die Palästinenser den Staat Israel innerhalb der „Grünen Linie“ anzuerkennen und die PLO-Charta entsprechend zu abzuändern. Das haben sie nie getan. Sie können und wollen das nicht tun, ohne gegen Allahs Gebot in Sure 2,191 zu verstoßen.

Wenn man an die tausenden Stunden Verhandlungen von Israel, den USA und anderen internationalen Unterhändlern denkt, die seit Oslo versuchen eine Endvereinbarung mit den Palästinenser zu einer „Zweistaatenlösung“ zu finden, dann erinnert das an das „Spiegel-Prinzip“.

Israelische, amerikanische und andere Politiker und Unterhändler glauben weiter, dass sie mit „dem Mann im Spiegel“ verhandeln, d.h. jemandem, der wie sie auf eine westliche, säkulare Weise denkt, ohne Rücksicht auf vorherrschende religiöse Faktoren.

Manche Kommentatoren erklären, dass die Führung der Palästinenser, angefangen mit Yassir Arafat, säkular ist. In dem Maß, wie das stimmen könnte, spielt es keine Rolle. Das palästinensische Volk ist gewiss nicht säkular. Eine vom Jerusalem Media and Communication Centre durchgeführte Umfrage, die am 6. August 2018 veröffentlicht wurde, wollte von den Palästinensern in Judäa und Samaria (der „Westbank“) und dem Gazastreifen wissen: „Spielt Religion im Allgemeinen eine wichtige Rolle in Ihrem Leben?“ Die Antwort lautete in der Westbank zu 96,8% „Ja“, im Gazastriefen zu 99,2% „Ja“.

Israelische und amerikanische Unterhändler verhandeln nicht mit „dem Mann im Spiegel“ wie sie selbst es sind, sondern mit religiösen Palästinensern muslimischen Glaubens. Ein wenig mehr harte Kenntnisse über den Islam, der der „Elefant im Raum“ ist, würde helfen die Palästinenser als von ihren eigenen, ernst genommenen religiösen und kulturellen Imperativen getrieben zu begreifen, die das genaue Gegenteil derer der Israelis und Amerikaner sind.