Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26.07.-01.08.2015)

Sonntag, 26.07.2015:

Die Fünfte Kolonne: Arabische Knesset-Abgeordnete verurteilten den Besuch von Minister Uri Ariel auf dem Tempelberg; dieser heize die gesamte Region auf. Mit seiner Provokation (das einfache Betreten des Plateaus ist Provokation!) wolle er den Status quo verändern.

Die jordanische Regierung hat die Gewalt auf dem Tempelberg verurteilt – d.h. den Polizeieinsatz, nicht die Mordversuche und Waffenlagerung der Araber, sondern die friedlichen jüdischen Besucher, die den Tempelberg „stürmten“ und „die Heiligkeit der Al-Aqsa beschädigten“. (Wer schädigt die Heiligkeit? Ich würde sagen die, die den Ort so aussehen lassen!)

Die PA lässt wieder verkünden: Israel „verjudet“ Jerusalem, schafft falsche Geschichte und zerstört arabisch-muslimisch-palästinensische Geschichte. Die Palästinenser waren „Jahrhunderte vor den jüdischen Religion“ in Jerusalem, Israelis „stehlen Geschichte und Geografie“; die „Judaisierungs-Krake frisst die palästinensisch historischen Stätten“.

Heckmeck:
– Nach Informationen der Times of Israel sollen Israel und die PA in Amman Gespräche zwischen niedrigrangigen Vertretern führen.

Montag, 27.07.2015:

Die Fünfte Kolonne: Scheik Raed Saleh von den israelisch-arabischen Salafisten fordert von den Muslimen in Jerusalem und Umgebung, dass sie den Tempelberg gewaltsam „erobern“.

Die PA droht mal wieder: Wenn Israel weiterhin auf dem Tempelberg eskaliert, wird das schlimme Konsequenzen haben. (Man beachte: Wenn arabische Terroristen Juden angreifen, ist das Eskalation durch Israel!)

Ein muslimischer „Geistlicher“ lehrte arabische Kinder auf dem Tempelberg-Plateau Juden zu hassen und Märtyrertum und Terror zu betreiben – und die israelische (!) Polizei steht daneben und lässt ihn gewähren. Es brauchten einen arabischen Passanten, der dem Typen die Meinung geigte!

Pure Hetze: Die PA fährt aktuelle wieder eine Kampagne, dass es die jüdischen Tempel nie gab und die „Palästinenser“ schon Jahrhunderte vor den Juden in Jerusalem waren.

Auch der arabische MK Masud Ganaim behauptete im Interview mit dem Armee-Radio, dass es nie jüdische Tempel in Jerusalem gab. Außerdem seien nicht die Steine werfenden Araber, sondern die Juden das Problem.

Ein Hamas-Hetzer kündigte an, dass die Araber sich die „Angriffe“ der Juden auf die Al-Aqsa-Moschee nicht weiter gefallen lassen würden, man werde sie nicht weiter beschädigen lassen. (Auf den Fotos zu den Vorfällen von gestern sind keine Schäden an der Moschee zu erkennen, nur Schutt, den die Steinewerfer hinterließen.)

Dienstag, 28.07.2015:

Hassan Narallah wieder ganz moderat: „Das Krebsgeschwür Israel“ muss ausgelöscht werden.

Einige arabische Knesset-Abgeordnete (mehr als die Hälfte der Fraktion) trafen sich auf dem Tempelberg mit Vertretern der Waqf, um gegen jüdische Besucher auf dem Plateau zu protestieren. Dazu tauchte ein Video auf, das MK Ahmed Tibi zeigt, der fordert, jüdische Besucher auf dem Tempelberg müssten „entfernt“ werden.

Mittwoch, 29.07.2015:

Das Distriktgericht von Jerusalem wies eine Forderung der Polizei ab, zwei jüdischen Jugendlichen den Zutritt zum Tempelberg für 60 Tage zu unterlassen. Einem der Jugendlichen war vorgeworfen worden, er habe auf dem Plateau ein Schofar blasen wollen und einen Polizisten geschlagen (Letzteres erwies sich als Lüge). Das Gericht entschied, dass es keine Grundlage gibt das Blasen des Schofars zu untersagen. Dem zweiten Jugendlichen wurde vorgeworfen mit Tefillin (Gebetsriemen) auf den Tempelberg gehen zu wollen; auch dafür das zu verbieten gibt es keine Grundlage. Die Behauptung der Polizei, der Jugendliche habe während seiner Verhaftung einen Polizisten gebissen, wurde durch Videoaufnahmen widerlegt. (Es kann sein, dass er den Polizisten später biss.)

Der EU-Botschafter in Israel sieht die Zweistaatenlösung durch Baugenehmigungen in Beit-El gefährdet. Ebenso sieht er den Abriss illegaler arabischer Bauten in Susiya als Gefahr für den Frieden.
Herr Ban meint auch, er müsse die Baugenehmigungen in Beit-El als „unverantwortlich“ verurteilen – und darin auch gleich solche für Jerusalem einschließen.
Die PLO kann natürlich nicht anders und bezeichnet die Baugenehmigungen als „Kriegsverbrechen“.

Durch eine Explosion in einer Terroristenbasis der PFLP im Libanon wurden 7 PalAraber verletzt. Die PFLP behauptet, das sei ein israelischer Luftangriff gewesen. Ein Mitglied libanesischer Sicherheitskräfte sagte aber, dass die Ursache wohl eine Rakete war, die von Syrien aus geschossen wurde.

Heckmeck:
– Nach Angaben aus der PA soll Zypern eine Initiative zur Wiederbelebung des Friedensprozesses gestartet haben.

Donnerstag, 30.07.2015:

Nach Angaben arabischer Medien flog Israel gestern nicht einen, sondern zwei Angriffe auf Ziele in Syrien. Das syrische Regime redet israelischer Unterstützung für Terroristen und dem Mord an Zivilisten (merke: Terroristen sind für Araber immer Zivilisten, außer sie bekämpfen das eigene Regime).

Heute fand in Jerusalem die Gay Pride-Parade statt. Ein hareidischer Jude stach dabei sechs Personen nieder. Es stellte sich heraus, dass er einen solchen Anschlag schon vor 10 Jahren begangen hatte und gerade erst seine Strafe abgesessen hatte. Er hatte sich vor der Absperrung und den intensiven Sicherheitskontrollen in ein Geschäft begeben und wurde deshalb nicht kontrolliert. (Informationen per E-Mail von Ulrich Sahm) Die Tat wird in Israel einhellig verurteilt.

Was sind lebenserhaltende Maßnahmen? Wenn Israel sie durchführen will, sind sie „Lizenzen zum Töten“, behaupten die Terroristen, nachdem die Knesset ein Gesetz verabschiedete, dass die Gefängnisärzte Häftlinge zwangsernähren dürfen, wenn ein Gericht die Maßnahme bestätigt, damit der Gefangene sich nicht zu Tode hungert.

Freitag, 31.07.2015:

Wegen des Brandanschlags fordert die EU in Person von Frau Mogherini „Null Toleranz“ und „volle Rechenschaft“. (Zweierlei Maß: So deutlich wird von den arabischen Terroristen nichts verlangt. Zudem wird der Eindruck vermittelt, man müsse Israel dazu anhalten, das zu tun – was Unsinn ist, denn im Land selbst wird volle Aufklärung erwartet!)
Mahmud Abbas schießt wieder über das Ziel hinaus, aber dem ist ja alles recht, was irgendwie danach klingt, dass Israel als Ganzes böse ist: Er will, dass Israel wegen des Anschlags vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt wird.

Ein Einwohner von Kiryat Malachi wurde festgenommen, nachdem er in einem Facebook-Eintrag beklagte, dass der Messerstecher-Terrorist bei der Schwulenparade gestern „nicht etwas effektiver“ gewesen ist.
Der Täter selbst gab heute an, dass er staatliche Institutionen Israels nicht anerkennt, weil sie „nicht entsprechend der Thora handeln“ (wobei das in seinem Fall ganz bestimmte Auslegungen der Thora sind).

Wie fing das heute an?

Yisrael Medad, My Right Word, 26. Juli 2015

Es gab heute, am Fastentag des neunten Av, auf dem Tempelberg muslimische Gewalt.

Wie fing das an?

WAFAs Nachrichtenseite:

Der Zutritt von Siedlern provozierte Moscheebesucher, die sich versammelten, um den Ort zu verteidigen, was Zusammenstöße mit der Polizei ankurbelte, die den Siedlern Schutz bot.

Von Arutz-7s Internetseite:

Die Jerusalemer Polizei erhielt Informationen von arabischen Jugendlichen, die sich am Samstagabend in der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg einschlossen. Die jungen Terroristen sammelten Steine, Holzbretter und Feuerwerkskörper, sie machten im Innern der Moschee sogar Molotowcocktails, im Versuch eine Angriff auf die Polizeikräfte zu führen und jüdische Besuche auf dem Tempelberg am Tischa B’Av zu stören.

Bei YNet:

Gewalt auf dem Tempelberg am Tischa B’Av:

Polizeieinheiten auf ihrem Weg in die Al-Aqsa-Moschee, wo mit Steinen und Feuerwerkskörpern ausgestattete arabische Jugendliche sich über Nacht verbarrikadierten; Polizisten verletzt; Krawall aufgelöst.

Die Distriktpolizei von Jerusalem erhielt Informationen, dass einige Jugendliche sich über Nacht in der Moschee verbarrikadiert und Steine, Bretter und Molotowcocktails gesammelt hatten, mit denen sie mit der Polizei streiten und die Besuche von Juden auf dem Tempelberg stören wollten, die zu Tischa B’Av zum Beten kamen. Tisch B’Av ist ein jährlicher Gedenktag zur Erinnerung an die Zerstörung des ersten und des zweiten Tempels in Jerusalem.

Die Jugendlichen, von denen einige maskiert waren, bauten Barrikaden, um zu verhindern, dass die Tür in die Moschee geschlossen wird; dazu nutzten sie Schuhregale, Eisenstangen und Seile.

Als eine Einheit Polizisten sich der Moschee näherte, warfen die Jugendlichen Steine und schossen mit Feuerwerkskörpern. Von Kommandeur Moshe Edri geführte Polizisten und Grenzpolizisten betraten den Komplex, als die Randalierer in die Moschee entkamen und Dutzende Steine und Betonblöcke warfen.

Die Polizei begann die Barrikaden am Eingang zur Moschee zu beseitigen, wobei einige von den Steinen und Feuerwerkskörpern verletzt wurden. Sie schafften es sich den Weg hinein zu bahnen und schlossen die Moschee.

Und Sie glauben arabischen Quellen?

UPDATE (27.07.2015):
Freundlicherweise stellen die Terroristen gerne selbst Videobeweismaterial zur Verfügung. Dieses hier zeigt, was VOR der Ankunft der Polizei an der Al-Aqsa-Moschee los war:

Das israelische Außenministerium hat den Ablauf der Ereignisse veröffentlicht:
Ereignisse auf dem Tempelberg am Tischa B’Av

Ein Vorfall, den Amnesty in seiner „Gaza Platform“ nicht berichten wird

Elder of Ziyon, 22. Juli 2015

Wie wir gesehen haben kopiert Amnesty sklavisch jeden Vorfall, der in der Tageszeitung Al-Mezan und den Berichten von PCHR über den Krieg vom letzten Sommer berichtet wird, einschließlich falscher spontaner Beurteilungen ob die Opfer Zivilisten waren; dem fügen sie oft falsche Informationen in ihrer Datenbank hinzu, um Israel zu verdammen.

Tatsächlich wurde ein heutiger Tweet über einen Vorfall, bei dem jeder Israel beschuldigte in ein Krankenhaus geschossen zu haben, in dieser Datenbank zweimal gezählt; in Amnestys Datenbank, mit der sie israelische „Kriegsverbrechen“ beweisen wollen, wurden diese Menschen also mehr als einmal als Opfer gezählt (Vorfall IDs: 2422 und 2345).

UPDATE:

Sie versäumen es außerdem zu erwähnen, dass nicht das Krankenhaus das Ziel war, sondern ein Lager Panzerbekämpfungs-Flugkörper, die die Hamas in der Nähe versteckt hatte – und die die Ursache der Schäden sein könnten.

Aber hier ist ein von PCHR berichteter Vorfall, den Amnesty nicht erwähnte und der sowohl PCHRs als auch Amnesty Einseitigkeit zeigt

Etwa um 16:45 Uhr am Montag, 28. Juli 2014 schlug ein Projektiv nahe einer Reihe palästinensischer Kinder ein, die im nördlichen Teil des Flüchtlingslagers Al-Shati, westliche von Gaza Stadt spielten und das Fest Id Al-Futur feierten. Dadurch wurden 10 Kinder und ein alter Mann, der gerade vorbeiging, getötet: Yousef ‘Abdul Rahman Hassouna (11) Mahmoud Hazem Shubair (12), Ahmed Hazem Shubair (10), Jamal Saleh ‘Olayan (8), Baraa’ Akram Miqdad (7), Mohammed Nahidh Miqdad (13), Mohammed Mahmoud Abu Shaqfa (7), Mohammed ‘Emad Baroud (10), Ahmed Jaberr Wishah (10), Mansour Rami Hajjaj (14) und Subhi ‘Awadh al-Hilu (63). Eine Außendienstlerin von PCHR kam 20 Minuten nach dem Vorfall vor Ort an, als Krankenwagen die Evakuierung der Verletzten und der Leichen der Opfer beendete. Sie berichtete, dass das Projektil auf der Straße vor einem Lebensmittelladen einschlug, wo eine Reihe Kinder spielten. Sie berichtete weiter, dass die hohe Zahl der Opfer und die umfangreichen Schäden in dem Bereich unterscheiden sich nicht vom Ergebnis israelischer Angriffe aus den letzten Tagen.

Natürlich war es eine Rakete des Islamischen Jihad, die diese Kinder tötete.

So räumt der Davis-Bericht ein:

Die Kommission erhielt Informationen von NGOs, die Recherche vor Ort durchführen, sowie von einer UNO-Quelle, die Informationen sammelte, die darauf hindeuten, dass die Explosion von einer fehlgeschossenen palästinensischen Rakete herrührte. Jemand von ihnen inspizierte die Stelle nach dem Angriff und kam zu dem Schluss, dass die Folgen der Explosion auf dem Boden nicht von einer israelischen Raketen oder Artilleriegranate verursacht sein konnte; die NGO deutete zudem an, dass Augenzeugen berichteten, sie hätten unmittelbar nach dem Angriff Rettungsteams gesehen, deren Mitglieder nicht die Verwundeten einsammelten, sondern die Überreste der Waffen einsammelten und räumten. Zusätzlich deuteten zwei Journalisten, die mit der Kommission sprachen, ebenfalls an ,dass die Angriffe von fehlgeschossenen palästinensischen Raketen verursacht wurden. Einer von ihnen sagte, dass Hamas-Mitglieder sofort nach dem Vorfall an die Stelle gingen und die Trümmer wegräumten. Der andere sagte, er sei von den örtlichen Behörden daran gehindert worden an den Angriffsort zu gehen.

Die Kommission stellte fest, dass es glaubwürdige Informationen gibt, die auf den Schluss deuten, dass eine fehlgeschossene palästinensische Rakete die Quelle dieser Explosion war. Angesichts der Schwere des Falls, bei dem 11 Kinder und 2 Erwachsene an einem mit Zivilisten gedrängt vollen Platz getötet wurden, sowie den Vorwürfen, die örtlichen Behörden könnten versucht haben die Beweise für die Ursache des Vorfalls zu verstecken, sollten alle betreffenden palästinensischen Behörden eine gründliche Untersuchung des Falls durchführen, um die Herkunft und Umstände des Angriffs festzustellen.

Also muss dieser Vorfall, bei dem 11 Kinder im Gazastreifen während des Kriegs getötet wurden, natürlich aus der Gaza Platform genommen werden – aber ihr Tod fördert Amnestys Ziel der Diffamierung Israels nicht.

Amnesty überbietet Hamas dabei Gazaner „Zivilisten“ zu nennen

Elder of Ziyon, 21. Juli 2015

Amnesty Internationals „Gaza Platform“ lässt einen recht einfach sehen, dass die Datenbasis dazu wertlose ist. Hier ist die Gesamtsumme der Menschen, von denen Amnesty sagt, es habe sie mit seiner „Recherche“ als getötet dokumentiert und wie viele davon Zivilisten sind:

Amnesty behauptet, dass sie Dokumentationen von PCHR und Al-Mezan zu 1.991 Totden haben, von denen 1.667 Zivilisten sind – und nur 234 Militante.

Aber Amnesty weiß, dass das eine Lüge ist. Sie selbst haben die (ebenfalls falschen) Zahlen der UNO als amtlich getwittert:

Das sind 205 Menschen, von denen dieses „Forschungsmittel“ behauptet sie seien Zivilisten und die in Wirklichkeit Militante sind – selbst nach Angaben der UNO!

Das ist eine große Diskrepanz, die von der Tatsache noch vergrößert wird, dass Amnesty nur in der Lage war 1.991 Tote zu dokumentieren (von denen auch noch einige doppelt vorhanden sind). Letztlich sagt die UNO, dass 65% der (insgesamt 2.251) Todesopfer Zivilisten waren, während Amnestys bizarres Instrument 84% angibt!

Noch unglaublicher ist, dass die Hamas zugegeben hat, dass 400 ihrer Mitglieder getötet wurden. Der Islamische Jihad gestand 135 ein. Das sind 200 mehr zugegebene militante Tote als Amnestys Anwendung so überzeugt berichtet. (Beide Zahlen sind übrigens weit zu niedrig.) Die Gaza Platform ist bezüglich ihrer Todesopfer-Statistik einseitiger als die Terrorgruppen selbst.

Die Realität, wie sie vom Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center dokumentiert wurde, sieht so aus, dass (auf Grundlage ihrer neuesten Zahlen) rund 51% der Getöteten Zivilisten waren, eine spektakulär niedrige Zahl für Kämpfe in Städten, in denen die Terroristen sich verstecken und von Wohnhäusern und Moscheen und Schulen aus kämpfen.

Das beweist einmal mehr – als wenn das nötig wäre – dass die Gaza Platform auf fehlerhaften, voreingenommenen Daten gründet.

Europa kehrt zum „Friedensprozess“ zurück

Elliott Abrams, Council on Foreign Relations, 22. Juli 2015

Syrien fällt auseinander und es gibt Millionen syrische Flüchtlinge in Jordanien, dem Libanon und der Türkei. ISIS bedroht Syrien, Jordanien, den Libanon und den Irak – er ebenfalls auseinander fällt. Der neue Atom-Deal mit dem Iran wird der Islamischen Republik $150 Milliarden Bargeld liefern und die Aufhebung der Sanktionen wird den Revolutionsgarden noch mehr Geld bringen. ISIS und andere Jihadisten sind zunehmend im Sinai aktiv. Die Hamas hat einen festen den Gazastreifen fest im Griff.

Wie sieht die Reaktion der Europäischen Union auf all diesen Bedrohungen aus? Sie konzentriert sich auf den einzigen Aspekt der Nahost-Angelegenheiten, der im Moment ruhig ist und interveniert auf Wegen, die die Ruhe wahrscheinlich verringern und weitere Turbulenzen schaffen. Sie haben es vermutlich schon erraten: frisch vom großen und historischen Sieg beim Atomdeal mit dem Iran zurück, wendet man sich jetzt wieder der israelisch-palästinensischen Lage zu.

Die außenpolitische Chefin der EU, Federica Mogherini, sagte: „Wir müssen ein Rahmenwerk aufbauen – regional wie international – das zu einem positiveren Umfeld für den Beginn des Prozesses führen kann.“ Anscheinend ist ihr noch nicht aufgefallen, dass den Iran zu ermutigen und zu bereichern kein großartiger Weg ist ein „positiveres Umfeld“ zu schaffen. Genauso wenig gilt das dafür, Israel wieder mal wegen Bautätigkeit in Siedlungen anzugreifen, wie es die EU am Montag einmal mehr machte, als sie erklärte, sie sei „bereit erneut aktiv zu werden … um die Realisierbarkeit der Zweistaatenlösung zu schützen“. Das ist eine versteckte Drohung mit Sanktionen gegen Israel.

Zufälligerweise hat es diesen Monat in Israel eine lautstarke Diskussion um die Einschränkungen der Bautätigkeit in den Siedlungen gegeben, die die Regierung Netanyahu erlassen hat. Siedlerorganisationen haben deswegen geheult und die Regierung heftig angegriffen. Doch es scheint, Frau Mogherini und ihre Kollegen sind diesbezüglich total ignorant, genauso wie gegenüber den Folgen ihres Iran-Deals auf Israels Bereitschaft weitere Sicherheitsrisiken einzugehen.

Frankreich hat von einer neuen Resolution des UNO-Sicherheitsrats geredet, die Fortschritte hin zu einer Friedensregelung fordert und einen Zeitplan festlegt. Das Wall Street Journal berichtete, Frankreichs Außenminister Laurent Fabius habe gesagt, der Friedensprozess liege „auf dem Totenbett“, denn: „Die Lage ist schlecht“. Er zog den Schluss: „Europa muss den beiden Seiten helfen Initiativen zu ergreifen und aus dieser Sackgasse herauszukommen.“. Europäische Führungspolitiker haben darüber diskutiert das Quartett, das aus der UNO, Russland, der EU und den USA besteht, durch einen neuen Mechanismus zu ersetzen.

Das wäre sinnvoll, gäbe es den geringsten Hinweis, dass es deshalb keinen Fortschritt im „Friedensprozess“ gegeben hat, weil die Mechanismen des Quartetts versagt haben. Vielleicht arbeitet es zu langsam oder dringt nicht genug durch oder irgendetwas in der Richtung. Aber das stimmt nicht und eindeutig wird jeder neue Mechanismus, der nur die EU, aber nicht die USA beinhaltet, wenig Einfluss haben. Es scheint auch so, dass den EU-Führungspolitikern die Geschichte des letzten Jahrzehnts unbekannt ist. In diesem Jahrzehnt sagte der PLO-Vorsitzende Mahmud Abbas erst Nein zu Olmerts Friedensangebot nach der Konferenz von Annapolis; dann lehnte Abbas Verhandlungen mit Israel ab, die Außenminister Kerry und Präsident Obama verabreden wollten.

Darüber hinaus gibt es überhaupt keinen Grund zu glauben, dass die beiden Parteien in Grundfragen wie denen der Flüchtlinge und Jerusalems sich irgendwo näher sind als vorher. In den letzten Jahren haben sich natürlich ein paar Dinge verändert, aber die werden eine Vereinbarung nur schwerer erreichbar machen. Die Vermehrung der Terrorgruppen um ISIS und Al-Qaida macht einen Rückzug der IDF aus der Westbank für Israel und Jordanien noch gefährlicher – aber auch für die Palästinenser. Abbas‘ fortgeschrittenes Alter macht es noch weniger wahrscheinlich, dass er einen großen Satz macht und irgendeine Vereinbarung unterschreibt; und während die Jahre seit den letzten palästinensischen Wahlen verstreichen (Abbas wurde 2005 für vier Jahre gewählt), hat er immer weniger Legitimität solche Entscheidungen zu treffen.

Die europäische Entscheidung, in ihren Bemühungen auf einem umfassenden israelisch-palästinensischen Friedensabkommen zu bestehen, sind töricht und werden zu nichts führen. Mit vielleicht einer Ausnahme: Es scheint wahrscheinlich, dass sie Israel für ihren Fehlschlag verantwortlich machen werden, also wird der Versuch zu vermehrter Kritik der EU-Regierungen an Israel führen.

Sieht man sich den Nahen Osten von heute an, sollte offensichtlich sein, dass die arabischen Regierungen, so die von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien, nicht nach diesen Bemühungen der EU schreien sondern anerkennen, dass der israelisch-palästinensische Konflikt für ihre eigenen Sicherheitsbedürfnisse und Albträume marginal ist. Nur die EU besteht blind weiter darauf, dass er eine zentrale Rolle spielt. Für die sunnitischen arabischen Regierungen sieht Israel wie ein Verbündeter gegen die Jihadisten und gegen den Iran aus. Vielleicht kann dieser neue europäische Versuch nicht abgewendet werden, aber er wird nichts Positives erreichen. Stattdessen wird er ein weiteres Beispiel für die Art Wunschdenken zu internationaler Sicherheit werden, das die EU-Diplomatie abschütteln muss, um jemals wirklich effektiv werden.

Geschichte umschreiben: Gaza

RealJStreets, Israellycool, 19. Juli 2015

Die Welt hat zugesehen, wie ISIS antike Altertümer zertrümmert. Berichte von Zerstörungen sind aus dem Irak, Nimrod, Niniveh und anderen Orten gekommen. Die Zerstörung kostbarer Artefakte im Museum von Mossul durch den Islamischen Staat hat Archäologen und Historiker-Gemeinschaften in Bestürzung versetzt.

Allerdings versucht nicht nur der Islamische Staat die Geschichte des Nahen Ostens neuzuschreiben. Die arabische Propagandamaschine ist stark damit beschäftigt Pallywood-Produktionen zu schaffen, die Israel dämonisieren und langsam Jahrtausende alte Beweise jüdischer Präsenz in „Palästina“ zu beseitigen.

Ich sage jüdischen Präsenz in „Palästina“, weil es damals, als Juden in Kfar Darom lebten, noch keinen „Israel“ genannten Staat und es kein arabisches Volk namens „Palästinenser“ gab.

Diese jüdischen Siedler von Kfar Darom waren nicht die ersten Juden im Gazastreifen. Die Bibel verweist in ihrem Vortrag der Geschichte der jüdischen Patriarchen auf das Gebiet.

Durch die Jahrhunderte hindurch behielten Jude ihre Verbindung zum Land am Meer. Es steht geschrieben, dass die Hasmonäer-Könige eine jüdische Siedlung bauten, um Handeskarawanen dort unterzubringen.

Der Talmud und die Mischna geben Hinweise auf eine jüdische Synagoge.

Der antike und unschätzbare Mosaikboden dieser Synagoge in Gaza wurde jedoch zerstört.

Ariel Sharon war im Wiederbesiedlungsprojekt des Gazastreifens aktiv. Dann, einige Jahrzehnte nach der Tatsache, entfernte Sharon in seiner Rolle als Premierminister Israels jeden einzelnen jüdischen Einwohner. Bis vor nur zehn Jahren gab es eine jüdische Präsenz im Gazatreifen, doch als die Juden ihn verließen, verloren Araber ihre Jobs und Einkommen. Die Hamas wurde als Herrscher gewählt. Abertausende Raketen wurden auf Israel geschossen. Und immer noch verdammt die Welt die israelische Besatzung.

Ryan Bellerose hat zu den Rechten der Juden an Israel als einheimischem Volk hier auf Israellycool geschrieben.

Aber mehr und mehr Menschen glauben der umgeschriebenen Geschichte, die aus der arabischen Propagandamaschine kommt.

Die Regierung Palästinas gab Yosef am 26. Oktober 1922 eine provisorische Bescheinigung seiner palästinensischen Staatsbürgerschaft. Er war einer der vielen Juden, die Ende des 19. Jahrhunderts geboren wurden und im Gazastreifen lebten.

Werden sie mit der Zerstörung der Beweise des jüdischen Volks im Gazastreifen die Geschichte erfolgreich neu schreiben?

Fotos und Video: The Gush Katif Museum in Nitzan
Update (22.07.2015): Foto des Staatsbürgerschafts-Fotos

 

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.07.2015)

Montag, 20.07.2015:

Seit dem Shalit-Deal haben damals freigelassene Terroristen 6 Israelis ermordet.

Eine mit dem IS verbundene Gruppe droht der Hamas mit Raketenschüssen auf Israel, sollten ihre Leute nicht von der Hamas freigelassen werden.

Die Gesetzesvorlage für härtere Strafen für Steinewerfer hat die erste Lesung in der Knesset durchlaufen.

Heckmeck:
Die EU versucht mal wieder die „Friedensgespräche“ in Gang zu bringen. Dazu will Frau Mogherini internationale Unterstützung zusammenbringen.

Dienstag, 21.07.2015:

Am Abend verabschiedete die Knesset das Gesetz für härtere Bestrafungen von Steinwurf-Terror in zweiter und dritter Lesung. 69 MKs stimmten dafür, 17 dagegen. Für Steine werfen gibt es jetzt bis zu 5 Jahre Gefängnis. Einige arabische Abgeordnete äußerten sich heftig gegen das Gesetz.

Die Hamas höhnt, Israel werde nie Informationen über den gefallenen und von ihr entführten Soldaten Oron Shaul erhalten und prahlt mit Israelis „Hilflosigkeit“.

Mittwoch, 22.07.2015:

Die beiden jüdischen Brüder, die im November einen Brandanschlag auf eine bilinguale (arabisch-hebräische) Schule verübten, wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Ein dritter Täter wird sein Urteil später erhalten.

Während der letzten Monate haben Undercover-Polizeieinheiten in Judäa und Samaria 23 pal-arabische Verdächtige auffliegen lassen, die wegen Waffenschmuggel, Waffenherstellung und Drogenschmuggel festgenommen wurden. Die Polizei zeigte jetzt die Ergebnisse der Durchsuchungen und Festnahmen.

Ein arabisches Dorf östlich von Ramallah feierte Montagabend ein großes Fest – anlässlich der Ermordung von Malachi Rosenfeld, der seinen Schusswunden vom 29. Juni erlag. Die Terroristen, die den Anschlag verübten, stammen aus dem Dorf.

Die Waqf in Jerusalem verkündete offiziell (wieder einmal), dass Juden keinerlei Rechte am Tempelberg hätten. Dieser habe „immer schon“ ausschließlich dem Islam gehört. Juden, die den Tempelberg besuchen, schänden diesen.

Sicherheitspersonal am Übergang Kerem Shalom entdeckte in einem LKW mit alten Elektrogeräten ein in einem Kühlschrank verstecktes, auseinandergebautes Motorrad, das in den Gazastreifen geschmuggelt werden sollte. Die Einfuhr von Motorrädern ist untersagt, weil Terroristen diese häufig für Terroranschläge und weitere illegale Aktivitäten nutzen; die Hamas hat bei verschiedenen Aktionen während des Kriegs im letzten Jahr ebenfalls Motorräder benutzt. Seit Jahresbeginn wurden 250 Versuche verhindert illegale Waren in den Gazastreifen zu schmuggeln.

Donnerstag, 23.07.2015:

Die Polizei nahm vier weitere Verdächtige fest, die an dem Lynchmord an einem verletzten Syrer in einem Krankenwagen auf dem Golan beteiligt gewesen sein sollen.

Die Terroristen von Hamas und DFLP bezeichnen die härteren Strafen für versuchten Mord durch Steinwürfe als „faschistischen organisierten Terror“. Ausgerechnet.

Freitag, 24.07.2015:

Hamas-Grande Mussa Abu Marzuk fordert Terror, bis die „Besatzung beseitigt ist“; er nannte Mörder von israelischen Zivilisten „Helden“ und „den Stolz der Nation“. Die Anschläge auf Juden seien eine Verpflichtung durch die Religion und das Vaterland, jeder, der sich selbst respektiert, müsse stolz darauf sein.

Samstag, 25.07.2015:

Hamas hat wieder ein Sommerlager eröffnet. 25.000 PalAraber erhalten militärisches Kampftraining.