Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30.05.2015)

Sonntag, 24.05.2015:

Die Fatah verspricht weiter die Vernichtung Israels: „Was mit Gewalt genommen wurde, wird mit Gewalt zurückgewonnen.“ Das Bild dazu: das „ganze Palästina“, einschließlich des dann nicht mehr existenten Israel.

Die Fünfte Kolonne: Ein Führer der Islamischen Bewegung in Israel ließ wissen, dass ein „ausgewachsener Krieg“ zwischen den israelischen Arabern und der Regierung Netanyahu nur eine Frage der Zeit sei. Netanyahu lasse den israelischen Arabern „keine andere Wahl als den bewaffneten Kampf“. Die Israelis würden einen religiösen Krieg gegen die Araber führen.

Montag, 25.05.2015:

Friedenswille der Fatah: In ihren Nakba-Botschaften forderte die Fatah Terrorismus als EINZIGEN Weg den GESAMTEN Staat Israel zu übernehmen.

Freitag erlebte der oberste islamische Richter von Jordanien, wie Juden sich auf dem Tempelberg fühlen, wenn sie von Arabern belästigt werden: Als er (zusammen mit dem jordanischen Minister für Waqf-Angelegenheiten) die Al-Aqsa zu den Freitagsgebeten besuchte, sollte eigentlich die Predigt dort halten. Ein islamistischer Trupp forderte lautstark seinen (und der jordanischen Delegation) Abgang. Sie waren wütend, weil die Jordanier friedlich kamen, statt mit einer Invasionsarmee zur Eroberung Jerusalems.

Juden lieben Jerusalem – Araber benutzen es, um die Welt zu erpressen

Elder of Ziyon, 19. Mai 2015

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu sagte am Jerusalem-Tag: „Dies ist unsere Hiemat und wir werden hier bleiben.“

Die Reaktion von Mahmud Abbas ist entlarvend.

Sager er, Jerusalem sei muslimisch? Sagte er, es sei arabisch? Sagte er, Bibi irre sich?

Nein. Statt auf Rechte Anspruch zu erheben, wie sehr er die Stadt liebt, die von den Arabern völlig ignoriert wurde, wenn sie sie unter ihrer Kontrolle hatten, entschied er sich sprachliche Erpressung zu betreiben.

Präsident Mahmud Abbas‘ Sprecher Nabil Abu Rudeineh sagte der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA am Montag, es werde weder Frieden noch Stabilität im Nahen Osten geben, solange die Palästinenser nicht Ostjerusalem als ihre Hauptstadt beanspruchen können.

Nicht nur kein Frieden in Israel – kein Frieden (oder Stabilität!) im gesamten Nahen Osten!

Wenn naive Westler behaupten, es gebe eine Verbindung zwischen dem israelisch-arabischen Konflikt und der Stabilität im gesamten Nahen Osten, dann eifern sie den ständigen Erpressungsdrohungen der palästinensisch-arabischen Führer an die Welt nach.

Warum Westler den ausdrücklichen Erpressungsdrohungen so genannter „moderater Friedensmacher“ nachgeben, ist wahrscheinlich eine Frage, die von Psychologen besser beantwortet werden kann.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.05.2015)

Sonntag, 17.05.2015:

Umfrage: 92% der israelischen Juden sagt, dass Jerusalem die ewige Hauptstadt Israels ist.

Nach Angaben der PA ist diese dabei die Anklage gegen Israel vor dem ICC fertigzustellen und will sie nächsten Monat vorlegen.

Montag, 18.05.2015:

Friedenswille der PA: „Vom Fluss bis zum Meer gehört alles uns.“ Schreibt die Fatah auf der Hauptseite ihrer Internetseite.

Der Zoll verhinderte an einem Übergang in den Gazastreifen, dass 40 Taucheranzüge in den Gazastreifen geschmuggelt werden konnten; mit diesen hätten Hamas-Terroristen weitere Anschläge übers Meer ausführen können.

Arbeitsunfall: Ein Hamas-Terrorist starb, als der Tunnel einstürzte, den er im nördlichen Gazastreifen nach Israel baute.

Dienstag, 19.05.2015:

Es gibt Presseberichte, dass Israel und die Hamas in Europa geheime Gespräche führen. Die PA-Terroristen sind deswegen besorgt. Die Hamas sagt nichts dazu. Israel dementiert.

Und wenn Frau Mogherini sich noch so sehr auf den Kopf stellt und mit dem Schwanz wedelt – es wieder klare Worte aus Ramallah: Es wird keine Verhandlungen mit Israel geben (weil ja angeblich Netanyahu nicht an Frieden interessiert ist.)

Benjamin Netanyahu hat zwar Silvan Shalom als Beauftragten für Gespräche mit der PA ernannt, behält sich aber das letzte Wort und die Verantwortung für die Verhandlungen vor.

Die nächste Lügen-Anleihe: Die PA behauptet Israel führe an „palästinensischen“ Häftlingen heimlich medizinische Experimente durch. Die Juden sind halt doch Nazi – und Mengele ist ein toller Vorwurf…

Mittwoch, 20.05.2015:

Heckmeck:
– Der UNO-Sondergesandte Nikolai Mladenow forderte Israel auf die Bautätigkeit in Judäa und Samaria einzustellen sowie weitere Schritte zu unternehmen, um die Verhandlungen mit der PA wieder aufzunehmen. Der UNO-Generalsekretär werde sich mit der neuen Regierung in Verbindung setzen, um realistische Optionen für die Rückkehr zu sinnvollen Verhandlungen hin zu einer Zweistaatenlösung zu erkunden. (Israel soll also ins Blaue hinein Vorleistungen erbringen, während Abbas sich nicht einmal bemühen muss, sondern wieder alles auf einem Silbertablett serviert bekommen soll.)
– Premierminister Netanyahu hat in einem Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Mogherini betont, dass er die Zweistaatenlösung unterstützt. (Was ihm natürlich von den Friedenshetzern nicht geglaubt wird.)

Sinai:
– Die Ägypter haben die Pufferzone am Gazastreifen in einigen Bereichen auf 3km Tiefe vergrößert.

Donnerstag, 22.05.2015:

Friedensbeweise – PA-Fernsehmoderator: „Israel ist ein Krebsgeschwür. Juden sind Wucherer. Sie kontrollieren die Medien, die Presse, die Ressourcen,…“

Mal hüh, mal hott, was die Termine angeht: Jetzt sagen sie von der PA, sie würden dem ICC am 25. Juni 2 Klagen gegen Israel vorlegen.

Der gestern getötete Autoterrorist wurde von seiner Familie heute eingewickelt in eine Hamas-Flagge beerdigt.

Entgegen allen Wünschen von Sepp Blatter (der wünscht, statt Tacheles zu reden und auf den Tisch zu hauen) ist der Palästinensische Fußballverband nicht bereit die Beziehungen zum israelischen Gegenüber irgendwie wieder in Ordnung zu bringen. „Es wird keine Kompromisse geben“, heißt es seitens der Araber.

Freitag, 22.05.2015:

Saeb Erekat: Die neue israelische Regierung ist „rassistisch“ – tönt ein Antisemit…

Noch ein Antisemit: Izzat al-Rischak vom Hamas-Politbüro giftete über eine Entscheidung der israelischen Regierung, Büros nach Jerusalem zu verlegen. Die Verlegung „in das besetzte Jerusalem“ widerspräche internationalen Entscheidungen. Jerusalem werde am Ende palästinensisch sein – und „frei von Juden“.

Mahmud Abbas in Jordanien: Die Palästinenser wollen gerechten Frieden, aber Israel verhindere das mit physischer Gewalt und „Sieldungsbau“. Es sei an der Zeit für einen Zeitplan zur Beendigung der Besatzung. (Von Verhandlungen hält der Typ halt nichts.) Natürlich steht nur Israel einem Friedenshandel im Weg, weil es seine militärische Besatzung perpetuiert und Siedlungen ausweitet.

Samstag, 23.05.2015:

Die Hisbollah hat libanesischen Medien ihr riesiges Tunnelnetzwerk für den (nächsten) Krieg gegen Israel gezeigt. Der Tunnelbau wird rund um die Uhr fortgesetzt.

Ein Beispiel einer Zeugenaussage von „Breaking the Silence“

4. Mai 2015, Elder of Ziyon (cross-posted mit Politisches.ch)

Heute hat die Linke Gruppe “Breaking the Silence” einen Bericht darüber herausgegeben, wie schlimm die IDF während des Gaza-Krieges war.

Wie üblich haben die Geschichten keinen Kontext und keine Details, weshalb es schwierig ist zu wissen, was genau passiert ist.

Aber ich bin zu BTS gegangen und habe mir die Zeugenaussagen von Gaza vom letzten Jahr angesehen. Hier ist die erste, die ich sah:

Da gab ein paar Male, da war es einfach zu viel und ich musste etwas sagen. Denn in zwei Monaten der Kämpfe machen Menschen Fehler, Fehler passieren. Es ist unser gutes Glück, und ich meine sowohl als Nation als auch die IDF, dass es da ein paar Menschen gibt, die aufstehen und sagen: “Moment mal, hier passiert etwas Schlechtes.” Ich erinnere mich an einen Zwischenfall, bei dem es von Seiten der höheren Ränge in Bezug auf den Willen zur Eröffnung des Feuers eine gewisse Laxheit gab und glücklicherweise trat jemand vor und sagte etwas.

Um was geht es in dieser Geschichte?
Ein Militanter wurde beobachtet, er wurde beschuldigt und war auf dem Weg zu einem Treffen mit anderen Militanten. Und auf dem Weg dahin traf er auf eine andere Person, die begann, neben ihm her zu laufen. Und in dem Moment, wo sich ihre Wege anglichen — trotz der Tatsache, dass das total gegen die Regeln war — wurde auch der zweite Kerl verdächtig und keiner wusste, woher er aufgetaucht war. Man konnte ihn also nicht einfach ‘trocken’ Verdacht erheben. Und in diesem Fall gab es Leute, die sagten, “Moment mal, das ist nicht gut.” Und am Ende wurde der Schlag nicht ausgeführt, er wurde nicht durchgeführt. Was ich zu sagen versuche ist, dass manchmal die Befehlshaber weiter oben Fehler machen und ich war während des Zwischenfalls anwesend, als es gestoppt wurde. Ich kann nicht sagen, ob es Zwischenfälle gab, wo es nicht gestoppt wurde, aber nach meinem Dafürhalten gab es Fälle, in denen Verdächtigungen entgegen den Regeln erhoben wurden.

Es wurde also jemand, der neben einem Militanten herlief, fast unabsichtlich getötet und am Ende wurde er es doch nicht, weil sich jemand dagegen aussprach.

Zeigt das nicht, wie übel die IDF ist.

Vermutlich zeigt dies, dass die Einsatzregeln der IDF zu großzügig sind. Abhängig vom Wert des Ziels hätte die IDF gemäß des Kriegsvölkerrechts beide von ihnen töten können ohne die geringste Sorge, dass es ein Kriegsverbrechen sein könnte oder gar unmoralisch.

Akiva Bigman hat letztes Jahr sich bei Mida viele weitere Zeugenaussagen angeschaut und er war gleichermaßen unbeeindruckt. Jede Geschichte, die er las, zeigte entweder nichts Falsches, ger­ingfügige Probleme, oder Dinge, die überall passieren können, wo es um menschliche Interaktionen geht – oder im schlimmsten Fall problematische Episoden, die den Kontext der Gefahr, der die Soldaten zum Zeitpunkt der Entscheidung ausgesetzt waren, nicht beschrieb.

Ich sehe weitere Geschichten, die genauso unwichtig sind. Doch BTS und ihre Sponsoren wissen, dass die meisten Leute sich nicht die Mühe machen, die Geschichten selber zu lesen, die oft die Moral der IDF zeigen, sondern sie werden nur die reißerischsten lesen, die von Ha‘aretz handverlesen wurden.

Wenn irgendeine andere westliche Armee eine ähnliche Initiative wie BTS hätte, dann wären die Chancen groß, dass sie viel schlimmer abschneiden würden.

Und doch wird “Breaking the Silence”, wie so viele andere NGOs, von der EU mit der Absicht finanziell unterstützt Israel und nur Israel zu prügeln.

Denn irgendwo muss man ja anfangen. Und wenn Israel dein Ziel ist, dann muss man anscheinend da aufhören, wo man angefangen hat.

(Sehen Sie auch NGO-Monitor)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (03.-09.05.2015)

Montag, 04.05.2015:

Friedenserziehung der PA: Ein Tischtennisturnier ehrt einen Terroristen, der die Mörder von 6 Juden losgeschickt hat; der Fatah-Marathon ehrt den Erzterroristen Abu Jihad, der hinter den Morden an 125 Juden steckt.

Die IDF verhinderte in den letzten Monaten mehrfach Versuche aus Ägypten Material zum Waffen- und Raketenbau in den Gazastreifen zu schmuggeln, hauptsächlich über den Übergang Nitzana.

Eine Gruppe in Jerusalem lebender arabischer Journalisten betreibt eine Internetseite, die die jüdische Geschichte des Tempelbergs bestreitet.

Mittwoch, 06.05.2015:

Die Hamas rekrutiert in Malaysia palästinensische Studenten, um mit Paraglidern Anschläge in Israel auszuüben. Die Studenten werden dort mit den Fluggeräten ausgebildet.

Donnerstag, 07.05.2015:

Hat jemand etwas anderes erwartet? Kaum ist die Koalitionsbildung in Jerusalem abgeschlossen, tönt Saeb Erekat, diese sei „gegen Frieden“.

Der EU-Botschafter in Israel ließ wissen, dass es bei den EU-Ländern zunehmende Verzweiflung angesichts fehlender Fortschritte im Friedensprozess gibt. Es sei zwar klar, dass „auch die Palästinenser Verantwortung für den Stillstand tragen“, aber die EU könne Schritte wie den Bau von Siedlungen nicht akzeptieren, die die Lage „zurückwerfen“. Die EU erwartet von der neuen Regierung den diplomatischen Prozess voranzutreiben. (Was natürlich bezüglich der PA-Araber von der EU nicht zu hören ist…)

Nach Abschluss der Regierungsbildung in Jerusalem will sich UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon damit beschäftigen, wie der Friedensprozess wieder in Gang gesetzt werden kann.

Freitag, 08.05.2015:

IDF-Soldaten berichten, dass sie angewiesen wurden, Terroristen, die dabei sind Brandsätze oder Steine auf Autos zu werfen, nicht zu töten; sie sollen auf die Beine schießen.

Samstag, 09.05.2015:

Donnerstag wurden 900 neue Wohneinheiten in „Ost-Jerusalem“ angekündigt. Die EU reagierte prompt mit der Behauptung, das sei illegale Bautätigkeit.

Die Fünfte Kolonne: Ein arabischer Knesset-Abgeordneter behauptete, Netanyahus Regierung sei eine Gefahr für die Araber Israels und drohte damit, diese würden sich „dem globalen Kampf“ gegen Israel anschließen.

Palästinenser behaupten Juden stahlen ihnen Schakschuka

Elder of Ziyon, April 27, 2015

Letzte Woche lud der israelische UNO-Botschafter Ron Prosor UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon zu Schakschuka ein, das sie von einem israelischen Food Truck in Manhattan holten, der Shuka Truck heißt.

Natürlich brachte das die ständig empörten palästinensischen Araber auf.

Palestine Today schreibt, dass das Gericht „seit uralten Zeiten aus dem besetzten Palästina stammt und sich verbreitete, so dass es eines der wichtigsten Gerichte wurde, das man in der arabischen Welt kennt.“

Die palästinensisch-arabische Küche ist Ziel von israelischem Diebstahl. Israel beansprucht für sich viel palästinensisch-arabische Küche wie Hummus und Falafel.

Es sollte betont werden, dass die Besatzung auch behauptete, dass palästinensische Tracht und Kopfbedeckungen sowie der kanaanitische Schekel rein jüdisches Erbe ist.

Dr. Riad al-Astal, Geschichtsprofessor an der Universität von Gaza, bestätigte, dass jüdische Gruppen sich große Mühe gibt die Welt zu überzeugen, dass sie die rechtmäßigen Eigentümer in der arabischen Region sind, besonders des palästinensischen Landes, indem sie Fakten verdrehen und Erbe zu ihren Gunsten verfälschen.

Dr. Astal sagte, der Kampf mit der Besatzung um Erbe ist nicht weniger gefährlich als die Besatzung des Landes und erfordere eine klare Strategie, um diese Diebstähle zu thematisieren, internationale Gremien wie die UNESCO aufzufordern die Frage des gefälschten Erbes anzugehen.

In Wirklichkeit stammt das Gericht aus Nordafrika, nicht aus der Levante. Juden aus Tunesien und Libyen brachten es mit, als sie aus diesen toleranten arabischen Ländern vertrieben wurden. Botschafter Prosor behauptete nie, dies sei ein jüdisches oder aus Israel stammendes Gericht.

Also sind die einzigen Leute, die die Kultur anderer stehlen, wie üblich, „Palästinenser“. Ich frage mich, was die nordafrikanischen Gemeinschaften davon halten.

San Remo: Der vergessene Meilenstein

Wie kann es Frieden und Aussöhnung geben, wenn fundamentale historische und juristische Fakten nicht anerkannt werden?

Salomon Benzimra, Israel National News, 26. April 2015

Vor 95 Jahren versammelten sich Premierminister, Botschafter und weitere Würdenträger aus Europa und Amerika an der italienischen Riviera. Journalisten aus aller Welt berichteten von der anstehenden San Remo-Friedenskonferenz und den großen Erwartungen, die die internationale Gemeinschaft nur ein Jahr, nachdem der Pariser Friedenskonferenz die politische Landkarte Europas am Ende des Ersten Weltkriegs festgelegt hatte, in diese Veranstaltung setzte.

Am Sonntag, 25. April 1920, verabschiedete der Oberste Rat der Alliierten Mächte (Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan, die USA agierten als Beobachter), die Resolution von San Remo – ein Dokument von 500 Worten Länge, das die zukünftige politische Landschaft des Nahen Ostens aus dem nicht mehr bestehenden Ottomanischen Reich absteckte.

Diese Resolution führte dazu, dass drei Mandate erteilt wurden, wie sie Artikel 22 der Vereinbarung des Völkerbunds definierte. Die zukünftigen Staaten Syrien-Libanon und Irak entstanden aus zweien dieser Mandate und wurden zu ausschließlich arabischen Staaten. Im dritten Mandat allerdings erkannte der Oberste Rat die „historische Verbindung des jüdischen Volkes zu Palästina und die Grundlage für die Wiederherstellung ihrer nationalen Heimstatt in diesem Land“ an, während die „bürgerlichen und religiösen Rechte“ der nichtjüdischen Bevölkerung gewährleistet wird.

In der Folge begrenzten die Briten die jüdische Heimstatt in Palästina auf den Bereich westliche des Jordan und gestatteten, dass Ostpalästina schrittweise von den Haschemiten verwaltet wurde. Die territoriale Expansion in den Osten ließ dann das Königreich Transjordanien entstehen, das 1950 in Jordanien umbenannt wurde.

Die Bedeutung der Konferenz von San Remo bezüglich Palästinas kann nicht überbewertet werden:

  • Zum ersten Mal in der Geschichte wurde Palästina zu einer juristischen und politischen Einheit;
  • Das jüdische Volk wurde als nationaler Nutznießer des den Briten in Palästina für die Dauer des Mandats übergebenen Treuhandgebiets anerkannt – eine „heilige Aufgabe der Zivilisation“, wie es die Satzung des Völkerbunds angab;
  • Die Balfour-Eklärung von 1917 – die die Gründung einer nationalen jüdische Heimstatt in Palstäina „mit Wohlwollen betrachtete“ – sollte jetzt „in Kraft gesetzt“ werden und wurde damit bindendes internationales Recht;
  • De jure wurde die Souveränität für Palästina dem jüdischen Volk verliehen, obwohl sie bis zum Auslaufen des Mandats 1948 in der Schwebe gehalten wurde;
  • Die Bedingungen der Resolution von San Remo wurde in den Vertrag von Sèvres integiert und blieb im endgültig ratifizierten Vertrag von Lausanne von 1923 unverändert;
  • Die Araber erhielten entsprechende nationale Rechte in allen verbleibenden Teilen des Nahen Ostens – mehr als 96% des früher von den ottomanischen Türken regierten Gebiets.

Die Konferenz von San Remo wurde als wichtiger historischer Meilenstein freudig begrüßt. In der gesamten Welt wurden Feiern veranstaltet; dabei marschierten Zehntausende in London, New York und Toronto. Doch die Araber Palästinas, angeführt vom Mufti von Jerusalem, waren heftig gegen jegliche Form einer nationalen jüdischen Heimstatt – ein Vorbote der gewalttätigen arabischen Verweigerungshaltung, die bis heute die Existenz Israels bedroht.

Während der Nahost-Friedensprozess seit mehr als zwei Jahrzehnten andauert, ist es erstaunlich, dass San Remo und das folgende Mandat für Palästina kaum erwähnt worden sind. Ist das Absicht? Ist es eine bloße Auslassung? Wie könnte es Frieden und Versöhnung geben, ohne dass fundamentale historische und juristische Fakten anerkannt werden?

Die Nahost-Diplomatie hat sich oft auf „konstruktive Mehrdeutigkeit“ verlassen, ein Konzept, das von Henry Kissinger einmal eingeführt wurde, um den Dialog offen zu halten und zu vermeiden, dass als problematisch angesehen Kernfragen diskutiert wurden. Im laufenden Friedensprozess brachte die sprachliche Mehrdeutigkeit keine konstruktiven Ergebnisse. Im Gegenteil: Schicht um Schicht wurden Verfälschungen und grobe Unwahrheiten über die ursprüngliche Mehrdeutigkeit von „Land für Frieden“ aufgetürmt.

Als der Begriff der „Besatzung“ Fuß fasste, wurde er alsbald in „illegale Besatzung“ umgemünzt, dann in „brutale Unterdrückung“ und schließlich in „Apartheid“, die im internationalen Recht ein Verbrechen gegen die Menschheit ist. Beschreibt erst einmal korrumpierter Sprachgebrauch eine verzerrte Wirklichkeit und die Verzerrung verbreitet sich, wird Denken korrumpiert und jedes daraus entstehende Handeln ist zum Scheitern verurteilt.

Gedenken an die Konferenz von San Remo sollte mehr sein als ein bloßes Erinnern. Es mahnt uns daran die juristische Reichweite der bindenden Entscheidungen zu bedenken, die 1920 getroffen wurden und sicherzustellen, dass wir keine unvereinbaren Positionen hegen, wenn politische Zweckmäßigkeit mit im internationalen Recht unangreifbar verankerten Rechten aufeinanderprallen, nämlich die erworbenen Rechte des jüdischen Volkes an seinem angestammten Land. Kein Wunder, dass die palästinensische Autonomiebehörde – fest entschlossen das „zionistische Gebilde“ zu eliminieren, wie es in der PLO-Charta ausbuchstabiert ist – die Bestimmungen der Resolution von San Remo hassen, die sie als Wurzel einer Katastrophe ansehen, die von „zionistischen Banden“ dirigiert wurde.

In Wirklichkeit gleichen die Resolution von San Remo und die nachfolgenden Klauseln des Mandats Palästina einem Vertrag, dem jeder einzelne der 52 Mitgliedsstaaten des Völkerbundes beitraten und den sie ausführten, dazu die Vereinigten Staaten, die an einen 1925 ratifizierten, gesonderten Vertrag mit Großbritannien gebunden sind.

Wenn Sie also das nächste Mal etwas von „Besatzung der Westbank“ hören und ihren angeblich „illegalen Siedlungen“ hören – eine fast tägliche Erscheinung im Diskurs der palästinensischen Araber und ihrer Helfer – dann sollten Sie sich daran erinnern, dass dieses Territorium, wie der Rest Israels, dem jüdischen Volk 1920 rechtmäßig zurückgegeben wurde und sein rechtlicher Titel international garantiert und niemals seitdem widerrufen wurde. Jede Verhandlung über die Erzielung eines dauerhaften Friedens sollte auf diese Grundlage gestellt werden.

Zu guter Letzt markiert San Remo das Ende der längsten Kolonisationsperiode der Geschichte. Nach 1.850 Jahren fremder Besatzung, Unterdrückung und Verbannung durch eine Abfolge fremder Mächte (Römer, Byzantiner, sassanidische Perser, Araber, Kreuzfahrer, Mamelucken und ottomanische Türken) wurde die Nation Israel im April 1920 wiedergeboren, was den Weg für die Ausrufung des Staates Israel 28 Jahre später ebnete. Diese Befreiung von Fremdherrschaft sollte normalerweise von all den progressiven Eliten gefeiert werden, die traditionell jede nationale Freiheitsbewegung unterstützt haben. Aber dem ist nicht so – aus Gründen, die über jede Vernunft hinwegsetzen.