Ein Blick zurück auf die erste katastrophale „Zweistaatenlösung“

Victor Sharpe, The American Thinker, 12. Januar 2017

Die erste Zweistaatenlösung schuf vor 97 Jahren das neue arabische Gebilde namens Transjordanien, das sich über 89.000 Quadratkilometer oder fast vier Fünftel des ehemaligen Mandats Palästina erstreckte. Sofort wurde Juden verboten in diesem neuen arabischen Gebiet zu leben und daher ist es historisch korrekt zu sagen, dass Jordanien Palästina ist.

Kurz vor 12 in seiner armseligen Amtszeit im Weißen Haus stach Barack Hussein Obama sein Messer tief in das Herz des umkämpften jüdischen Staates.

Mit der von Präsident Obama und Außenminister Kerry dirigierten, erschreckend antiisraelischen Verabschiedung der Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats wurde die Schuld für den israelisch-palästinensischen Konflikt fälschlich an das leichte Ziel weitergegeben: Israel und die sogenannten „Siedlungen“.

Vor dem Sechstagekrieg von 1967 gab es keine „Siedlungen“; damals überlebte der jüdische Staat einen weiteren arabischen Völkermord-Krieg und befreite den umkämpften Staat von den 16 bis 24 km frei lassenden Waffenstillstandslinien von 1947, die Israels damaliger Außenminister Abba Eban die Auschwitz-Linien nannte.

Der Konflikt mit der arabischen und muslimischen Welt oder den sogenannten Palästinensern begann nicht 1967. Um seine Ursprünge in vollem Umfang zu verstehen, müssen wir bis in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts zurückgehen.

1920 wurde Großbritannien vom Völkerbund die Verantwortung für die Beaufsichtigung des Palästina-Mandats gegeben, das den ausdrücklichen Auftrag hatte in diesem Territorium eine nationale jüdische Heimstatt wiederaufzubauen.

Der Völkerbund schuf eine Reihe Artikel im Einklang mit der ursprünglichen Absicht der Balfour-Erklärung vom 29. November 1917. In letzter Minute wurde allerdings vom britischen Kolonialbüro ein neuer Artikel eingeführt: der Artikel 25.

Es wurde offenkundig, dass Aufnahme dieses Artikels Großbritannien direkt ermöglichte 1921/22 das gesamte riesige Territorium östlich des Jordan abzuschneiden und es den arabischen Haschemiten zu geben. Das Gebiet, das Transjordanien und von Emir Abdallah geführt werden sollte.

Britische Offizielle behaupteten, dass das Geschenk des Mandats Palästina östlich des Jordan Dank an die Haschemiten für ihren Beitrag war die Türken zu besiegen. T.S. Lawrens beschreib allerdings die Rolle Haschemiten spöttisch als „die Nebenvorstellung einer Nebenvorstellung“.

Ironischerweise erhielten die Briten beim Sieg über das osmanisch-türkische Reich, das das geografische Palästina 400 Jahre lang beherrscht hatte, von der jüdischen Nili-Untergrund weit mehr Hilfe.

Das war die erste Teilung Palästinas, die erste Zweisaatenlösung; sie schuf vor 97 Jahren das neue arabische Gebilde namens Transjordanien, das sich über 89.000 Quadratkilometer oder fast vier Fünftel des ehemaligen Mandats Palästina erstreckte. Sofort wurde Juden verboten in diesem neuen arabischen Gebiet zu leben und daher ist es historisch korrekt zu sagen, dass Jordanien Palästina ist.

1923 spalteten die britischen und französischen Kolonialmächte dann noch den nördlichen Teil des Mandats Palästina ab. Großbritannien rannte die Golanhöhen (mit ihren antiken biblisch-jüdischen Wurzeln) ab und übergab es dem französisch besetzten Syrien.

Die von dem britischen Außenminister Lord Balfour abgegebene Balfour-Erklärung sah nie vor, dss der Jordan die östliche Grenze des wiederhergestellten jüdischen Heimatlandes sein würde.

Schon am 19. September 1919 wetterte die Londoner Times in einem Editorial: „Der Jordan wrid nicht als Ostgrenze Palästinas funktionieren. … Palästina muss eine gute militärische Grenze östlich des Jordan haben… Unsere Pflicht als Mandatsmacht besteht darin das jüdische Palästina nicht zu einem kämpfenden Staat zu machen, sondern zu einem, der in der Lage ist ein kraftvolles und unabhängiges Leben zu führen.“

Während es den Rest des Mandats Palästina bis 1947 verwaltete, schränkte Großbritannien jüdische Immigration und Landkauf massiv ein, während es bei der massiven, illegalen arabischen Zuwanderung aus den benachbarten, stagnierenden arabischen Gebieten in das Territorium wegsah.

Großbritanniens jämmerliche Bilanz des Appeasement der Araber auf Kosten des jüdischen Schicksals auf dem verbleibenden winzigen Territorium gipfelte im berüchtigten Weißbuch von 1939, das die jüdische Zuwanderung auf nur 75.000 Seelen für die nächsten fünf Jahre begrenzte. Diese drakonische Politik, wie sie unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kam, war der Todesstoß für Millionen Juden, die versuchten vor der Auslöschung durch Nazideutschland zu fliehen.

Großbritanniens Missmanagement des Mandats führte schließlich zum UNO-Teilungsplan von 1947. Die Jewish Agency akzeptierte diese zusätzliche Zerstückelung dessen, was ihnen von der versprochenen jüdischen nationalen Heimstatt im Mandat Palästina übriggeblieben war.

Sie tat dies, um dem überlebenden jüdischen Rest des Holocaust und für Hunderttausende jüdischer Flüchtlinge, die überall in der arabischen Welt aus ihren Heimen vertrieben wurden, einen Zufluchtsort zu bieten. Im Gegensatz dazu lehnten die arabischen Regime den Teilungsplan ab. Damals wie heute gingen sie gegen die Existenz eines unabhängigen jüdischen Staates vor.

Israel wurde 1948 offiziell als souveräner Staat wiedergeboren und seine 600.000 Juden kämpften darum den massiven arabischen Angriff zu überleben, der den jüdischen Staat ausmerzen sollte.

1948 schloss sich Transjordanien, heute umbenannt in das Königreich Jordanien, den anderen arabischen Staaten beim Einmarsch in den jüdischen Staat an, vertrieb die jüdischen Einwohner aus Ostjerusalem und der Altstadt, annektierte das biblische und angestammte jüdische Kernland Judäa und Samaria und benannte es in Westbank um. Nur Großbritannien und Pakistan erkannten die illegale Annexion an.

Neunzehn Jahre später erklärten die arabischen Staaten wieder ihre bevorstehende Absicht Israel zu vernichten. Im Sechstagekrieg vom Juni 1967 befreite Israel in einem entscheidenden Krieg jüdische und christliche heilige Stätten in Jerusalem, Judäa und Samaria von Jordanien.

Israel bot törichterweise in der Hoffnung auf vollen und dauerhaften Frieden an, dem Haschemiten-Regime in Jordanien das gerade befreite Judäa und Samaria abzugeben. Doch die Arabische Liga, die sich im August 1967 in Khartum traf, verkündete die berüchtigten Drei Nein: Nein zu Frieden mit Israel, Nein zu Verhandlungen mit Israel, Nein zur Anerkennung Israels.

In diesem verbleibenden schmalen, 64km breiten Streifen Territorium für den jüdischen Staat (wenn man Judäa und Samaria einschließt) fordert die Welt nun die Gründung eines arglistigen arabischen Staates, der Palästina genannt werden soll – einen Staat, den es in der gesamten aufgezeichneten Geschichte niemals gegeben hat.

Hier haben wir also die nächste sogenannte Zweistaatenlösung, die das zerstückelt, was von Israel übrig ist und Hunderttausende jüdische Einwohner aus ihren Häusern, Dörfern und Bauernhöfen vertreiben wird – was eine feindliche Welt herabsetzend als „Siedlungen“ bezeichnet. Warum? Weil Juden, genau wie in Jordanien, nicht erlaubt werden wird auf muslimisch-arabischem Gebiet zu leben, während Araber frei bleiben in Israel zu leben.

Die schneidende Tragödie ist, dass die nächste Zweistaatenlösung für das jüdische Volk nur Vorbote einer weiteren Endlösung – der Euphemismus des deutschen Nazi-Regimes für den Holocaust – sein dürfte.

Tatsache ist, dass dies kein Disput um Grenzen ist. Es handelt sich um einen Religionskrieg und die Araber werden, solange die überwältigende Mehrheit muslimisch bleibt, niemals die Existenz eines nichtmuslimischen Staates auf Territorium akzeptieren, das sie im Namen Allahs erobert haben.

Vor fast siebenundneunzig Jahren wurde die ursprüngliche Zweistaatenlösung in Schande verordnet. Die aus dem Amt scheidende Obama-Administration und das gegenwärtige Außenministerium, könnten sich, so wie sie von ihrer Antiisraelfeindschaft verzehrt sind, gewiss nicht weniger um solche historische Richtigkeit scheren.

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eine Grafik dazu:

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Obama, der Sicherheitsrat, Muslime und Alinsky

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In den vielen Reaktionen auf Präsident Obamas Entscheidung, dass die USA sich bei der antiisraelischen Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats enthalten, sind zwei Schlüsselaspekte seiner Haltung kaum erwähnt worden.[1] Der erste betrifft eine wichtige Motivation für die Entscheidung, die zweite seine Taktik.

Die Präsidentschaft Obamas war die ganze Zeit hindurch von regelmäßigem Reinwaschen des aus Teilen der muslimischen Welt kommenden Terrorismus gekennzeichnet. Während seiner ersten Auslandsreise sagte er 2009 in Kairo, er würde eine Beziehung zu den Muslimen in aller Welt aufbauen, die „auf gegenseitigem Interesse und gegenseitigem Respekt gründet“.[2] Diese Erklärung war zu vage formuliert, als dass damals schon jeder verstanden hätte, dass für Obama gegenseitiger Respekt auch bedeutete, bei mit dem Islam in Verbindung stehenden Terrorismus in Teilen der muslimischen Welt wegzusehen. Während dieser Reise besuchte er mit Ägypten und Saudi-Arabien zwei nicht demokratische muslimische Staaten, aber nicht Israel, den einzigen demokratischen Staat in der Region und Langzeit-Verbündeten der USA.

Daniel Pipes stellt heraus, dass Hussein als zweiter Vorname ausschließlich Muslimen gegeben wird. Pipes erwähnt auch, dass Obama vier Jahre lang in einem vollständig muslimischen Milieu in Indonesien unter der Aufsicht seines muslimisch-indonesischen Stiefvaters Lolo Soetoro lebte.[3] Diejenigen, die ihn in Indonesien kannten, betrachteten Obama als Muslim. Als solcher war er auch in der Grundschule angemeldet.[4] Obwohl er später zum Christentum konvertierte, gibt es viele Zeichen seines Widerwillens sich der ideologischen Gewalt zu stellen, die aus mehreren islamischen Gesellschaften kommt.

2011 entzog Obama nach Jahrzehnten einem amerikanischen Verbündeten, dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, die Unterstützung, womit er den Aufstieg der fanatischen Muslimbruderschaft ermöglichte.[5] Die Washington Times behauptete 2015, dass die Politik der Administration zur Unterstützung der Muslimbruderschaft für Reformen im Nahen Osten und Nordafrika in einem klassischen Dokument mit dem Titel Presidential Study Directive-11 umrissen wurde.[6] Eine Sprecherin des nationalen Sicherheitsrats des Weißen Hauses lehnte einen Kommentar ab. Die Muslimbruderschaft wurde 2014 von den Regierungen der amerikanischen Verbündeten Saudi-Arabien, Ägypten und Vereinigte Arabische Emirate zur Terrororganisation erklärt.[7]

Obama verbot die Verwendung der Begriffe „Islam“, „Jihad“, „radikal-islamischer Terrorismus“ und „radikaler Islam“ in US-Sicherheitsdokumenten.[8] Er entislamisierte sogar die Bewegung Islamischer Staat mit den Worten: „ISIL ist nicht islamisch. Keine Religion billigt das Töten Unschuldiger.“[9] Die Beurteilung dessen, was wann im Einklang mit dem Islam steht oder nicht, sollte von muslimischen Theologen bestimmt werden, nicht von einem christlichen amerikanischen Präsidenten.

Obamas Haltung gegenüber dem palästinensischen Terrorismus steht weitgehend in Übereinstimmung mit seinem Reinwaschen ideologischer Gewalt, die aus Teilen des Islam weltweit kommt. Er sprach nicht über die Tatsache, dass die Hamas 2006 bei den einzigen palästinensischen Parlamentswahlen die Mehrheit der Sitze erhielt. Diese Partei wirbt in ihrer Charta für den Völkermord an allen Juden. Das Höchste, das Obama in einem Interview mit Jeffrey Goldberg im The Atlantic zu sagen sich überwinden konnte, war, dass die Palästinenser „kein einfacher Partner“ sind.[10] So redet dieser demokratische Präsident über Menschen, die von Massenmord nur absehen, weil sie nicht in der Lage sind, ihr völkermörderisches Ziel zu erreichen.

Was die Taktik der Enthaltung angeht: Obama war einige Jahre lang „Community Organizer“ in Chicago. Die Organisation, für die er arbeitete, war das Developing Community Project, das vom Denken Saul Alinskys, eines Radikalen aus Chicago, beeinflusst war.[11] Dessen Ansatz war ein fast geschäftsmäßiger. Er suchte den effektivsten Weg die korrupte Lokalregierung, diskriminierende Unternehmen und „Slum Lords“ anzugreifen.

Die aktuelle Enthaltung der USA bei der Abstimmung zu Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats passt in Alinskys Geisteshaltung der minimalen Anstrengung zur maximalen Schädigung der anderen Seite. Der Unterschied besteht darin, dass Alinsky seine oft extremistischen Methoden gegen korrupte Institutionen und Ausbeuter anwandte, Obama aber gegen einen demokratischen Verbündeten.

[1] http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-12-26/what-does-un-vote-on-israeli-settlements-mean-and-what-s-next

[2] http://www.whitehouse.gov/the-press-office/remarks-president-cairo-university-6-04-09

[3] http://de.danielpipes.org/5422/bestaetigt-barack-obama-war-praktizierender

[4] http://de.danielpipes.org/12231/obama-muslimische-kindheit

[5] http://nationalinterest.org/feature/obama-wrecked-us-egypt-ties-12573

[6] Studienrichtlinie des Präsidenten – http://www.washingtontimes.com/news/2015/jun/3/inside-the-ring-muslim-brotherhood-has-obamas-secr/

[7] ebenda

[8] http://www.haaretz.com/news/obama-bans-terms-islam-and-jihad-from-u-s-security-document-1.909

[9] http://www.youtube.com/watch?v=pwp8qKvE-0g

[10] http://www.theatlantic.com/international/archive/2016/06/obama-radical-islam/487079/

[11] http://www.nytimes.com/2008/07/07/us/politics/07community.html

Es ist mehr als Terror

Über die Wahrnehmung des Krieges gegen Israel

Yaffa Ganz, Isarel National News, 3. Juli 2003 

Israel und die arabischen Staaten befinden sich nicht länger im Krieg: „Terror und Gewalt“ ist in den Medien und im internationalen Sprachgebrauch der neueste Slogan für die vergangenen 55 Jahre Kampf im Nahen Osten. „Terror“ ist gewöhnlich das, was die Araber anrichten; „fortgesetzte Gewalt“ ist die jüdische Antwort. Zwei gleich hässliche Seiten einer fehlerhaften Münze.

Aber im Konflikt im Nahen Osten geht es nicht um Terror oder Gewalt. Das ist das unglückselige Ergebnis, nicht die Ursache. Und Israel kämpft nicht gegen Terror. Es kämpft um sein Überleben und um sein Existenzrecht als jüdischer Staat in seiner alt hergebrachten, historischen, universell anerkannten, nie aufgegebenen Heimat.

Das derzeit favorisierte Heilmittel unseres ewigen Marsches zum „Frieden“ ist die Roadmap, der jüngste einer Reihe von Plänen den jüdischen Staat aufzuteilen, zu schwächen, zu verstümmeln oder auf andere Art und Weise handlungsunfähig zu machen.

Seit der Balfour Declaration 1917 haben wir eine dauernde Parade von Vorschlägen und Aktivitäten erlebt – Teilungspläne, Grenzen, die wieder und wieder neu gezogen wurden, militärische Zusammenstöße, komplette Kriege, Waffenruhen, Waffenstillstandslinien, Resolutionen, nicht enden wollende Konferenzen und nun die Hudna (wir werden sehen, wie lange die dauern wird…). Alle wurden ersonnen, um den ultimativen Frieden im Nahen Osten zu erlangen. Es gab die Peel Kommission in den 30-er Jahren; den Teilungsplan der UNO; die Resolutionen 181, 194 und 242; den Rogers-Plan; die Konferenzen von Genf und Madrid und die viel umworbenen Oslo-Vereinarungen. Scharm-el-Scheik, Wye, Camp David, Taba – alle waren sie Gastgeber für Friedens- und Problemlösungs-Versammlungen. Kissinger, Reagen, Schultz, Baker, Ross, Clinton, Tenet, Zinni, die Saudis und nun Präsident Bush haben alle ihre vereinte Weisheit beigesteuert, leider Gottes vergeblich.

Das einzige, was jeder einzelne dieser Pläne, Vorschläge, Teilungen und Vereinbarungen mit den anderen gemein hatte, ist, dass jeder einzelne weitere israelische Rückzüge, Beschränkungen und Aufgaben mit sich brachte, kompensiert natürlich durch unveräußerliche internationale Garantien und Versprechen auf Unterstützung in der Zukunft. Die Araber akzeptierten oder unterzeichneten eine ganze Reihe dieser Vereinbarung und fuhren dann prompt fort, sie zu verletzen, zu brechen, darauf herumzutrampeln und jede einzelne von ihnen zur Farce zu machen. Wie im Fall der gegenwärtigen Hudna sind arabische Vereinbarungen mit dem Feind ein zeitweiser, taktischer Schachzug. Gerede von einer „Zweistaaten-Lösung“ ist ein Schritt in Richtung eines judenreinen Nahen Ostens. Ihr Krieg gegen die Juden ist keine politische Lage, die Kompromiss und Lösungsvorschläge zulässt; es geht in diesem Krieg um Sieg oder Tod, ein ehrbarer und historischer arabischer Lebensstil.

Als die jüdische Besiedlung Palästinas 200 Jahre vor der Gründung des jüdischen Staates zuzunehmen begann, als Palästina eine weit abgelegene Provinz des osmanischen Reichs war und die arabische Bevölkerung Palästinas (zu dem damals auch Transjordanien gehörte) sehr gering war und weit verstreut lebte, griffen die Araber trotzdem jedes Zeichen jüdischer Besiedlung an, führten Krieg gegen sie, terrorisierten, schlachteten sie ab, bestahlen sie und taten ihr Möglichstes, sie zu vernichten. Und trotzdem war diese Besiedlung das, was einen von Armut geschlagenen, trostlosen, leeren Landstrich in ein Land verwandelte, in dem Milch und Honig fließt.

Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beschrieben Franklin Roosevelt und Winston Churchill einen Prozess massiver arabischer Einwanderung nach Palästina.

Wo kamen sie her – all diese Immigranten – und warum tauchten sie plötzlich auf? Sie kamen aus den Ländern der Umgebung, weil die jüdische Besiedlung in Palästina ein neues und lebendiges wirtschaftliches Umfeld geschaffen hatte.

Und je mehr neue arabische Immigranten ankamen, desto mehr protestierten sie gleichzeitig gegen die jüdische Anwesenheit. Ihr nicht endender Krieg wurde in dieser Zeit vor der Staatsgründung und vor dem „Terror“ (!) „Anschläge“ oder „Pogrome“ genannt und ihre wahllosen Morde und Zerstörungen sind seitdem ohne Unterbrechung weiter gegangen – außer wenn wir sie selbst unterbrachen. Sie töteten und zerstörten vor der jüdischen Unabhängigkeit, bevor es ein „Flüchtlingsproblem“ gab, vor den 1967 erweiterten Grenzen, vor der Vereinigung Jerusalems und bevor es irgendwelche verstreuten Siedlungen oder Außenposten in der leeren, windigen Landschaft in Judäa und Samaria gab.

Nebenbei gesagt, die Araber sind das einzige Volk in der Welt, dessen „Flüchtlingsproblem“ seit 55 Jahren andauert, über drei bis vier Generationen hinweg. Sie sind die einzigen Flüchtlinge der Welt, die nie aussterben, die nie von der UN-Flüchtlingsliste gestrichen werden und die einzigen, die nicht in anderen Ländern aufgegangen sind, trotz eines riesigen „Mutterlandes“ Arabien mit seinen 22 Staaten, dreihundert Millionen Menschen (die fast alle eine gemeinsame Kultur, Sprache und Religion teilen), unendlicher Weiten leeren Landes und unbeschreiblichem Reichtum und Ressourcen. Auf UNRWA-Postern wurden die arabischen „Flüchtlinge“ als „Überlebende“ dargestellt. Das sind sie in der Tat.

Israel muss sich nicht bloß einer Gruppe – oder Gruppen – von isolierten Terroristen erwehren. Es muss mit einer kompletten Kultur von Gewalt, Hass, Blutfehden, Diebstahl und Ausweichen jeglicher Verantwortlichkeit klar kommen, die in muslimischen Ländern und muslimischer Kultur heimisch ist. Sogar „modernere“ arabische Staaten wie Ägypten oder Jordanien befinden sich ständig in der Gefahr, wieder in soziales Chaos und die blutige Vorstellungswelt islamischer Kriegsführung abzugleiten. Sie war brutal und ist es immer noch.

Die Araber führten Krieg mit den Juden, bevor es überhaupt den Gedanken einer arabisch-palästinensischen Nation oder eines entsprechenden Staates gab. Palästinenser waren die Juden Palästinas; die Araber waren einfach Araber – Teil des großen, arabischen Pan-Arabien – einer großen, zusammenhängenden arabische Nation, die sich über den ganzen Nahen Osten erstreckte und die gesamten, hoch homogenen arabischen Landstriche und ihre Bevölkerung umfasste. Und obwohl kleine Anzahlen Juden und Christen im Status der Dhimmis (ein Status der Semi-Dienstbarkeit, wie sie im Koran für Nicht-Muslime vorgeschrieben wird) leben mochten, waren Ungläubige (d.h. alle Nicht-Muslime) unwillkommen. In ihrem heiligen Krieg gegen die Juden erkennen die Araber keine Unschuldigen an, keine Nicht-Kombattanten, keine Frauen, keine Kinder. Alle sind der Feind; ganz Palästina ist heilige, „arabische“ Erde, und diese Erde muss judenrein sein.

Tatsächlich sind bereits aus einem großen Teil des Nahen Ostens die Juden entfernt worden. 850.000 verließen die arabischen Länder oder wurden 1948 systematisch aus den arabischen Ländern hinaus gezwungen; der Rest wanderte bald darauf aus. Statt der großen, blühenden und antiken Gemeinschaften bleiben nur ein paar winzige Überreste in wenigen Ländern wie Marokko, dem Iran oder Ägypten übrig (von denen alle nervös, gefügig, vorsichtig und verängstigt sind). Was Hitler in Europa nicht schaffte, hat der Islam im Nahen Osten erreicht.

Hitler hatte seine Endlösung; der Jihad wird die Länder des Islam reinigen, von Südostasien über den fruchtbaren Halbmond und Afrika bis zur Straße von Gibraltar, von Ägypten und dem Sinai im Süden bis zur Türkei, Südrussland und dem Balkan im Norden.

Das klingt verrückt? Arabische Führer aller Schattierungen erklären und deklamieren das in ihren täglichen Radio- und Fernsehsendungen, in ihrer Presse, in ihren Schulbüchern, in ihren Reden. Sie sagen es öffentlich, laut und deutlich, in allen Sprachen, aber hauptsächlich auf Arabisch. Ihre englischen Verkündigungen sind gedämpfter, berücksichtigen westliche Sensibilitäten. Aber lesen Sie einige Zeitungen auf Arabisch; hören Sie einigen wenigen Predigten in den Moscheen der ganzen Welt zu; setzen Sie sich in die Madrassas, die sich in der westlichen Welt ausbreiten, wo Millionen arabischer Kinder den Islam studieren. Oder – verbringen Sie ein paar Wochen in Israel und zählen Sie die Mörsergeschosse auf ruhige, zivile Zentren, die Schüsse auf nicht damit rechnende Unschuldige auf Autobahnen und die Selbstmord-Bomber, wo immer sie eindringen können.

Kürzlich wurde Anjem Choudary, der Führer von Al Muhajiroun in Großbritannien (einer islamischen Gruppe) von Ori Golan für die Jerusalem Post interviewt. Das Interview erschien in der Jerusalem Post vom 27. Juni 2003. Herr Choudary erklärte öffentlich und unverfroren: „In Israel gibt es keine Zivilisten. Sie müssen berücksichtigen, dass sie muslimisches Land besetzen.“ [Anmerkung d. Autorin: Er bezog sich ausdrücklich auf das gesamte Land Israel, nicht nur die 1967 eroberten Gebiete.]

Einschließlich Babys und alten Frauen??? Im Land sind diese Leute die Besatzer und Aggressoren und Teil der Grausamkeiten, die, so weit es uns betrifft, genauso schlimm, wenn nicht schlimmer sind als Nazideutschland.

Ist der Islam eine friedliche Religion? Nein, das können wir nicht sagen, weil die Wurzeln des Wortes Islam nicht „Frieden“ ist, sondern „Unterwerfung“ – komplette Unterwerfung unter den Schöpfer.

Was ist mit dem Briten, der den Selbstmordanschlag in Tel Aviv ausgeübt hat? Man muss sich freuen, wenn Mit-Muslime ihre Pflichten erfüllen. Es ist eine sehr noble Sache? Er wird ins Paradies eingehen.

Obwohl diese Dinge öffentlich in England ausgesprochen – und veröffentlicht – wurden, findet es der Westen immer noch schwierig (wenn nicht unmöglich) in diesen Begrifflichkeiten zu denken. Aber sollte es je einen heiligen Krieg gegeben haben, dieser ist es. Als solcher muss er nicht mit Stahl gekämpft werden, sondern mit Glauben. Die Araber glauben das. Das ist der Grund, warum ihre Selbstmordbomber so begierig darauf sind, sich in die Luft zu sprengen. Sie sind sicher, dass Allah auf sie wartet, um sie am Tor ins Paradies zu begrüßen. Und die, die sich nicht in die Luft jagen, stehen daneben und applaudieren. Der Rest der Welt spricht darüber, den Terrorismus zu bekämpfen, Frieden zu fördern, Grenzen zu ziehen, Vereinbarung zu unterschreiben. Der Westen tendiert dazu zu denken, dass alles sauber kontrolliert, geregelt und rational in Ordnung gebracht werden kann. Aber das ist Selbsttäuschung. Gewalt muss mit Gewalt begegnet, Feuer mit Feuer bekämpft, dem Bösen mit Gutem begegnet und verbogenem, mörderischem Glauben muss mit der Wahrheit entgegen getreten werden.

Amerika wachte nach dem 11.9. auf, entwickelte aber einen Tunnelblick. Obwohl endlich sensibilisiert für die möglichen Gefahren für das amerikanische Wohlergehen, scheint Präsident Bush zu denken, dass Gefahren für Israel ein geringeres Problem darstellen.

Dabei ist überhaupt Israels Existenz der Grund und die Rechtfertigung für arabischen Hass und Gewalt. Sogar die gut meinenden Völker der Welt werden nicht lange zustimmen, wegen eines winzigen Landstreifens in einem ständigen Alarmzustand und auf der Kippe zu einem Krieg zu leben. Der Preis für Israels Existenz könnte als zu hoch gewertet werden. Nationen werden sich fragen, was wichtiger ist: 300 Millionen Muslime zu beruhigen oder 4 bis 5 Millionen Juden zu schützen, bloß, weil deren Heimat in der falschen Nachbarschaft liegt? Und das Ergebnis wird sein, die Juden zu zwingen den jüdischen Staat einmal mehr um des „Friedens“ willen zur Kapitulation zu zwingen. Israel ist immerhin das ewige Opferlamm. Wenn die Alternative Weltkrieg heißt, ist ein winziger jüdischer Staat überflüssig.

Was soll dann getan werden? Gibt es eine Lösung des nie endenden arabischen Hasses und Kampfes?

Ja. Dies ist ein Jihad – ein heiliger Krieg – wir müssen ihn mit heiligen Waffen kämpfen. Wenn das jüdische Volk zu seinen grundlegenden Wahrheiten zurückkehrt, zu seiner Torah und zu seinem Land; wenn es versteht, wer es ist, warum es hier ist, die Bedeutung des Landes Israel begreift; wenn sich die Menschen zusammenschließen, nach Hause kommen und ihre historische Rolle und Aufgabe erfüllen, wird eine grundlegende Verschiebung in der kosmischen Konfiguration und der internationalen politischen Szene statt finden. Es gibt einen Gott und Er hat ebenfalls etwas zu den menschlichen Angelegenheiten zu sagen. Aber Er wartet darauf, dass die Menschheit den Ball ins Rollen bringt.

In der Zwischenzeit ist es an uns allen – und besonders am jüdischen Volk – die Standarte der Wahrheit und Gerechtigkeit in einer Welt voller Falschheit hoch zu halten und das Böse zu bekämpfen. Hitler war kein Märchen. Den Schrecken, den erzeugte, gab es wirklich und er musste besiegt werden.

Eines Tages werden unsere Schwerter tatsächlich zu Pflugscharen werden. Der Krieg wird vorbei sein und echter Friede – nicht ungerechte, aufgezwungene Kapitulation einer unschuldigen Nation – wird vollmächtig regieren. Bis dahin werden wir uns weiter anstrengen – und beten.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21. Januar 2017)

Sonntag, 15.01.2017:

Die Ermittlungen ergaben: 71 der 80 Brände, die Israel vor eineinhalb Monaten heimsuchten, waren Brandstiftungen. (Wer etwas abfackelt, kann dann nicht behaupten es gehöre ihm!)

Israel vereitelte im letzten Jahr 1.226 Schmuggelversuche an Übergängen zum Gazastreifen.

Die Terroristen sind mit er Abschlusserklärung des Pariser Gipfels vordergründig zufrieden. Vordergründig – denn sie riefen gleichzeitig drängelnd dazu auf, dass ein „Staat Palästina“ sofort anerkannt wird.

Montag, 16.01.2017:

Mahmud Abbas droht schon wieder damit die Anerkennung Israels wieder zurückzunehmen. Dabei ist Israel von den PalArabern nie wirklich anerkannt worden.

Salman Elherfi, der Repräsentant die PA in Frankreich, behauptete, die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem sei ein Verstoß gegen das Völkerrecht, weil diese dann auf „besetztes Gebiet“ gestellt und damit die Annexion dieses Gebiets durch Israel anerkannt würde. Da die USA ihre Botschaft eindeutig nach „West“-Jerusalem verlegen würde, zeigt diese Aussage, dass die PalAraber GANZ Jerusalem als ihr Territorium beanspruchen. (Und von unseren Medien und Politik ignorieren das einfach.)

Wegen der Stromkrise (-knappheit) demonstrierten Araber im Gazastreifen. Die Hamas griff durch, auch mit scharfen Waffen; 20 Demonstranten sind verhaftet worden. Gleichzeitig drohte sie Raketen auf Israel zu schießen, das für die Krise und die Wut der Bürger verantwortlich macht.

Was Anekdoten beweisen

1) Itamar Marcus, 29. Juni 2003:
Palestinian Media Watch berichtet einen weiteren solchen Widerspruch, der nachdenklich machen sollte:

Einleitung:
Die Palästinenser stellen israelische Gefängnisse in ihren Medien als Folterkammern für palästinensische Gefangene dar. In einem Interview im PA-Fernsehen gab Ahmed Jabara, der Terrorist, der wegen der Ermordung von 14 Menschen in Jerusalem im Jahr 1975 27 Jahre im Gefängnis saß und als Geste guten Willens letzten Monat entlassen wurde, unabsichtlich ein Bild der einzigartigen Wohltätigkeit, die in israelischen Gefängnissen erlebt werden kann.

Der Interviewer fragte Ahma Jabara die Härten und Folter in dem israelischen Gefängnis zu beschreiben, damit „die Zuschauer wenigstens ein wenig das Leiden und die Elend der Gefangenen nachfühlen kann“. Jabara antwortete mit zwei widersprüchlichen Erklärungen. Zuerst behauptet er, dass die israelischen Gefängnisse genauso schlimm sieen wie Nazi-Lager. In seiner Beschreibung der Natur dieses „naziartigen“ Übels war das schlimmste Beispiel, das er anführen konnte: „zu jeder Zeit konnten die Israelis in unsere Räume stürmen und uns untersuchen.“ Später in dem Interview ging er noch weiter in der beschreibung der exzellenten Bedingungen in israelischen Gefängnissen, als er erwähnte, dass palästinensische Gefangene sogar eine Ausbildung durch israelische Universitäten erhalten können!

Es folgt das Gespräch im PA-TV:

Frage: „Beschreiben Sie die Bedingungen der Gefangenen, damit die Zuschauer wenigstens ein bischen das Leiden und Elend der Gefangenen nachempfinden können.“
Jabara: „Ich würde gerne der Führung unserer arabischen und islamischen Nation sagen, dass wir in Lagern leben, in denen es nicht weniger Leiden gibt als in den Nazilagern in Deutschland. Es ist Fakt, dass zu jeder Zeit Israelis in unsere Räume stürmen und uns untersuchen konnten…
Und als palästinensische Gefangene sind, Allah sei Dank, mehr als 200 von uns von der Hebräischen Universität und der Ben Gurion-Universität angenommen worden und unser Bruder Hischam Abd al-Razak (PA-Minister für Gefangene) bezahlt die Studiengebühren… Sogar in den Gefängnissen studieren wir und wir blicken auf die Zukunft und leben hoffnungsvoll.“
PA TV, 23. Juni 2003

Jetzt fehlt nur noch, dass die lügnerischen Nazi-Vergleiche zu Israel bei uns weiter durch die Medien gehen

2) Nissan Ratzlav-Katz, 1, Juni 2003:

Manchmal enthüllt eine kleine Anekdote, eine kurze, auf so viele Arten wenig bemerkenswerte Nachricht, mehr Wahrheit als der furchtloseste Bericht des investigativen Journalismus. Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte, dann sind die folgenden Bilder mindestens eine Dissertation über die wahre Natur des israelischen Krieges gegen den Terrorismus wert.

Ahmed Abu Sukkar, jüngst (am 3. Juni) aus einem israelischen Gefängnis als „Goodwill-Geste“ entlassen, damit die „Road Map“ gestartet werden kann, gab eine sehr aufschlussreiche Erklärung ab. Als einfacher Fußkrieger im arabischen Terrorkrieg gegen die Juden war er weder weise noch sprachgewandt genug zu vermeiden, der authentischen arabischen Haltung zum Terrorismus Ausdruck zu verleihen. „Wir sind keine Mörder. Wir sind keine Kriminellen. Wir sind Menschen, die Frieden und Freiheit wollen“, sagte er während einer Feier bei PLO-Führer Yassir Arafat in Ramallah. Abu Sukkar erklärte später zuversichtlich gegenüber der versammelten Presse und in Englisch: „Sie sagten, wir seien Terroristen, aber wir haben nie jemanden außerhalb von Palästina getötet.“

PLO-Mitglied Abu Sukkar hat vielleicht „nie jemanden außerhalb von Palästina getötet“, aber er tötete viele Menschen in Jerusalem. Am Freitag, dem 4. Juli 1975 ließ Abu Sukkar einen mit Sprengstoff gefüllten Kühlschrank auf dem Zion-Platz in der Hauptstadt Israels explodieren, wodurch 13 Menschen umgebracht und mehr als 70 verletzt wurden. Unter den Toten waren zwei Kinder und unter den Verwundeten zwei Amerikaner. Die PLO unter der Führung von Yassir Arafat übernahm die Verantwortung. Der Terrorist, der die „Kühlschrank-Bombe“ zündete, wurde letzte Woche in Kalandiya, südlich von Ramallah, von jubelnden Massen begrüßt. „Abu Sukkar, der Kostbare! Abu Sukkar, der Held!“, skandierten sie.

Abu Sukkars Offenheit enthüllt – wieder einmal – genau das, was die Fatah-Führer Abu Mazen und Yassir Arafat meinen, wenn sie sagen, dass sie gegen Terrorismus sind. Die PLO und, in Erweiterung dieser, die Palästinensische Autonomie sind natürlich gegen Terrorismus – in Oklahoma City. Menschen in Israel zu töten ist allerdings überhaupt kein Terrorismus.

Der „Kühlschrank-Anschlag“ fand in einem Israel statt, das noch nicht von den Oslo-Fantasien geblendet war. In einer Ansprache an die Knesset erklärte der damalige Premierminister Yitzak Rabin: „Der Mord dient uns als Warnung, damit wir uns nicht in Illusionen über die Absichten der Terror-Organisationen verstricken… Wir müssen strikt der Politik folgen, nicht mit ihnen zu verhandeln. Wir müssen zu ihnen in der einzigen Sprache reden, die sie verstehen, der Sprache des Schwertes.“ Ein anderes Knesset-Mitglied der Arbeitspartei, Aharon Yariv, kommentierte: „Es ist nötig, die Gefahr deutlich zu machen, die in der Schaffung eines palästinensischen Staates liegt…“

Wenn die Pressekonferenz von Abu Sukkar Licht auf arabisches Verhalten wirft, dann wirft ein anderer Vorfall der jüngsten Vergangenheit Licht auf israelisches Verhalten.

Am 1. Juni 2003 wurde eine Einwohnerin des von der PA kontrollierten Jericho von der Grenzpolizei verhaftet, nachdem sie die Umgebung des Jerusalemer Tempelbergs mit einer großen Tasche betrat und schrie: „Allahu akbar!“ (Allah ist größer) und: „Ich werde mich in die Luft sprengen!“ Polizisten nahmen die Frau fest, ohne dass ihr etwas zustieß. Wie sich heraus stellte, trug sie keine Bombe bei sich; sie sagte aber, sie hoffte erschossen zu werden, um dem Missbrauch durch ihr Elternhaus zu entkommen. Die Möchtegerne-Selbstmörderin muss reichlich enttäuscht gewesen sein, als sie entdeckte, dass all die Geschichten über die schießwütigen Juden falsch waren, die ihr von den Medien der Autonomie eingetrichtert worden sind. Die arme Frau machte alles, was ihr möglich war: sie trug eine verdächtige Tasche bei sich, sie schrie das muslimische Äquivalent für „Bomben los“ und, nur um sicher zu gehen, dass die israelischen Wehrpflichtigen sie verstanden, machte sie ihre Absicht sie zu töten klar. Und all das nutzte nichts.

Das sind dieselben Israelis, die hinter dem „Massaker“ von Jenin stecken?

Amerikanische Soldaten im Irak schossen bei Najaf auf sieben unbewaffnete Zivilisten und töteten sie, als das Fahrzeug, mit dem sie fuhren, an einer militärischen Straßensperre nicht anhielt. Würden diese Soldaten gewartet haben, um herauszufinden, ob die Frau am Tempelberg eine Selbstmordattentäterin war oder einfach nur Selbstmord gefährdet?

Ein ähnlich aufschlussreicher Vorfall ereignete sich Ende März 2002, als Nachum Barnea, Kolumnist der bedeutenden israelischen Tageszeitung Yediot Aharonot, nach Ramallah fuhr, um Hussein a-Scheikh zu interviewen, den Regionalkommandeur von Yassir Arafats Fatah-Organisation. A-Scheikh war zusammen mit dem inhaftierten Marwan Barghouti für eine Reihe von Terrorangriffen in Jerusalem verantwortlich. In dem Interview mit Barnea sagte A-Scheik, dass er nicht da war, als israelische Truppen auf der Suche nach ihm sein Haus in Ramallah stürmten. Er war zu dieser Zeit mit Bewaffneten der Fatah unterwegs, aber er rief sofort seine Familie an.

„Habt keine Angst“, sagte der Fatah-Führer seinen verängstigten Kindern, „die Soldaten werden euch nichts tun.“

Das muss seinen armen Nachwuchs mächtig verwirrt haben, so, wie er durch Arafats Fernsehen und Radio auf „Märtyrertum“ durch die „Kinder mordende israelische Armee“ gepolt waren. In einem Satz, mit seinen eigenen Worten, gab Hussein A-Scheikh das zu, was alle arabischen Propgandisten als Wahrheit kennen: Die israelische Armee hält einen moralischen Standard durch, der weitaus höher ist als der ihrer arabischen Feinde. PLO-Führer wie A-Scheik haben es gewollt auf Schulen abgesehen, auf Kinder, die draußen spielen, Jugendliche auf Geburtstagsfeiern und Babys in ihren Kinderwagen. Als dann die Nachrichten über solche Anschläge die arabischen Städte in Judäa, Samaria und Gaza erreichten, füllten sich die Straßen mit Menschen, die die Massaker feierten. Und trotzdem kann ein Terrorführer im Fall von israelischen Soldaten seinen Kindern zuversichtlich sagen: „Habt keine Angst, die Soldaten werden euch nichts tun.“

Ein ähnlich stilles Anerkenntnis der hohen moralischen Standards der israelischen Armee wird jedes Mal abgegeben, wenn Freiwillige aus dem Westen sich als „menschliche Schutzschilde“ für arabischen Terroristen oder Eigentum in Judäa, Samaria und Gaza anbieten. Ein Schild ist nur brauchbar, wenn er den schützen kann, der ihn benutzt. Durch ihre Handlungen demonstrieren die westlichen „Schilde“ ihre Überzeugung, dass Juden zögern werden, Nicht-Kombattanten in Gefahr zu bringen, selbst bei Antiterror-Operationen. Sie wissen sehr gut, welche Seite des arabisch-israelischen Konflikts sich um Menschenleben sorgt und welche nicht. Das ist der Grund, dass sie nicht in Betracht ziehen würden, als menschliche Schutzschilde gegen das Gewehrfeuer auf Gilo, in Jerusalem oder in israelischen Cafés oder in israelischen Bussen zu dienen. Sie wissen sehr gut, dass ihre arabischen Alliierten sich in keiner Weise um unschuldige Nicht-Kombattanten kümmern, sondern in Wirklichkeit gerade solche Unschuldige zur Vernichtung aussuchen.

Besetzungen

Nissan Ratzlav-Katz, Israel National News, 26. Mai 2003

Einige Besetzungen sind gleicher als andere

Die Präambel der von den USA gesponserten Road Map zum Frieden im Nahen Osten, gerade von der israelischen Regierung, wenn auch mit Vorbehalt, akzeptiert, beinhaltet einen Bezug zu israelischer „Besetzung“, die 1967 begann, als Israel die Herrschaft über Judäa, Samaria und Gaza in den Schoß fiel. Präsident George W. Bush, der sich als mehr oder weniger konsequenter Typ erwiesen hat, war ziemlich geradeaus und offen über das, was ihm vor einem Jahr durch den Kopf ging. In seiner wichtigen Rede vom 24. Juni 2002 bezüglich des arabisch-israelischen Konflikts sagte Präsident Bush: „Israelische Siedlungsaktivität in den besetzten Gebieten muss aufhören.“

Dr. Arieh Eldad, Knesset-Mitglied der weit rechts stehenden Nationalen Einheitspartei, schrieb letzten Monat einen Brief an den amerikanischen Botschafter in Israel, Daniel Kurtzer, in dem er das umriss, was er als grundsätzliche Fehler der Road Map ansieht. In seinem Brief schreibt Dr. Eldad: „Der Begriff ‚Besetzung’ kann auf Gebiet nicht zutreffen, das schon unter jordanischer Besatzung stand und dessen Status rechtlich umstritten und unbestimmt war. Bereits diese falsche Definition der fraglichen Gebiete untergräbt … viel von der rechtlichen Basis der in der Road Map enthaltenen Vorschläge.

Premierminister Ariel Sharon seinerseits hat die amerikanischen Forderungen zu einem Einfrieren der Bautätigkeit und des Wachstums in jüdischen Gemeinschaften in Judäa, Samaria und Gaza abgelehnt. „Ich nenne sie nicht ‚Siedlungen’, sondern Gemeinden“, sagte Sharon während des jüngsten Besuchs von US-Außenminister Colin Powell in der Region und fügte hinzu: „Wir zwingen junge Mütter auch nicht zu Abtreibungen.“

Während wir alle einen Traum vom Frieden zwischen Arabern und Juden in Israel haben und während vernünftige Leute über die endgültige Form, die dieser Frieden annehmen wird, streiten können, gibt es keinen Grund, warum Juden als Vorbedingung zu seiner Erreichung davon ausgeschlossen werden sollten, ein normales Leben zu führen – einschließlich der Erweiterung ihrer Städte in Judäa, Samaria und Gaza. Die Forderung, dass Juden – und man merke an, ausschließlich Juden, nicht Araber – die Bautätigkeit in den Gebieten, die seit 1967 unter israelischer Kontrolle sind, einstellen sollten, beeinträchtigen den Ausgang der Verhandlungen. Es setzt voraus, dass das endgültige Arrangement eine Form des Transfers von Juden aus ihren Heimen in Judäa, Samaria und Gaza beinhalten wird. Ob das so ist oder nicht – und in welchem Ausmaß –, ist noch Teil des Streits zwischen beiden Seiten, trotz der jüngsten Erklärung von Premierminister Sharon über die Notwendigkeit „das Land zu teilen“.

Was die Ungerechtigkeit der amerikanischen Forderung vergrößert, ist, dass man es als Gegenstück dazu ansieht, dass die PLO gezwungen wird, ihren Terror gegen Israel einzustellen. Das bedeutet, dass es als genauso ungeheuerlich angesehen wird, dass Juden auf Land, das vor 1967 Staatseigentum war und es jetzt noch ist, ihren Dingen nachgehen, wie, dass arabische Terroristen unschuldige Zivilisten in Bussen, Autos, auf den Straßen und an Festhallen ermorden. Das ist eine orwell’sche Gleichung: Leben heißt Töten.

Weiterhin verschleiert die zwanghafte Konzentrierung auf Israels Kontrolle über Judäa, Samaria und Gaza – fälschlicherweise als „Besetzung“ bezeichnet – die weitaus heimtückischere, tatsächliche Besetzung, der nicht entgegen getreten wird, der eines ehemals souveränen Staates im Norden Israels.

Die syrische Besetzung des Libanon begann 1975 unter dem Vorwand einer bewaffneten syrischen Intervention, um einen von der PLO angestifteten Bürgerkrieg zu unterdrücken; sie weitete sich aber aus und vertiefte sich lange, nachdem die PLO durch Israel und freie libanesische Truppen zwischen 1982 und 1985 aus dem Libanon vertrieben wurde. Am 13. Oktober 1990 war die syrische Besetzung komplett, als syrische Soldaten den Präsidentenpalast bei Baabda unter ihre Kontrolle brachten. „Seit diesem Schicksalstag wurde der Libanon als Filiale im Besitz des syrischen Regimes betrieben“, erklärt Muhammed Mugraby, Rechtsanwalt und Menschenrechts-Verfechter aus Beirut. Es ist weitgehend bekannt, dass jede Regierungsentscheidung, jede militärische Initiative, jeder diplomatische Zug und jeder Wirtschaftsplan der libanesischen Regierung dem syrischen Veto unterworfen ist – wenn es nicht schon von Anfang an eine syrische Weisung ist. Bis heute, berichten im Westen lebende Exil-Libanesen, leiden die libanesischen Christen unter Einschüchterung, Einkerkerung und weitgehender Diskriminierung durch das Marionettenregime der Syrer.

Syrien hat den Libanon komplett übernommen. Es benutzt libanesisches Territorium, um seine terroristische Stellvertreter-Armee, die Hisbollah, zu betreiben; es benutzt den Libanon für Drogenhandel; es beutet die Ressourcen des Libanon für seine eigenen Zwecke aus; es hat eine Regierung seiner Gnaden eingesetzt; und es benutzt die Polizeistaats-Taktiken, um die Opposition auszuschalten. Und trotz all dem gibt es gerade einmal drei UNO-Resolutionen, die man als Aufruf zur Beendigung der syrischen Besetzung des Libanon auslegen kann.

Warum gibt es keine Road Maps für die Beendigung der syrischen Besatzung des Libanon? Wo ist die „Operation Freiheit für Libanon“? Ist nicht die offene Übernahme und die totale Unterjochung einer vorher schon bestehenden nationalen Souveränität mehr aktive, internationale Verurteilung und diplomatische Aktivität wert, als eine jüdische Familie, die ein Kinderzimmer an ihr Haus in Gaza baut?