Der Ursprung des Land für Frieden

Paul Schindman, HonestReporting, 25. März 2020

Land für Frieden ist das zentrale Mantra in der Jahrzehnte dauernden Suche nach der Lösung des Konflikts zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn gewesen.

Im Kontext des israelisch-arabischen Konflikts kam das Konzept erstmals 1947 in der diplomatischen Arena der Vereinten Nationen auf. UNO-Resolution 181, besser bekannt als der Teilungsplan, forderte die Zuteilung von Land für die friedliche Gründung zweier Länder – eines jüdischen und eines arabischen.

Die Resolution 181 wurde von den Juden akzeptiert, aber von den Arabern abgelehnt, die den Krieg erklärten, um die Gründung des jüdischen Staates zu verhindern. Obwohl die UNO damit scheiterte 181 in Kraft zu setzen, war diese erste diplomatische Lösung für den Konflikt die ursprüngliche Zweistaaten-Lösung, ein Konzept, das erst wieder in der Folge des Sechstage-Kriegs von 1967 in Mode kam.

Diplomatische Schlüsselsemantik

In den 1960-er Jahren tendierte die Welt dazu vom „arabisch-israelischen“ Konflikt in Begriffen des winzigen jüdischen Staates zu sprechen, der von seinen arabischen Nachbarn umgeben und zahlenmäßig gewaltig unterlegen war. Dieser Konflikt kulminierte 1967, als arabische Länder es nicht schafften ihr Ziel die Juden ins Meer zu treiben zu verwirklichen. Das Ergebnis des Sechstage-Kriegs war ein militärischer Sieg Israels und die Eroberung der Westbank von Jordanien, der Sinai-Halbinsel von Ägypten und der Golanhöhen von Syrien.

Sir Hugh Foot, alias Lord Caradon, der britische US-Botschafter, der die Resolution 242 schrieb

Nach dem Krieg gab es große diplomatische Anstrengungen, deren Ergebnis was die Schaffung eines neuen Standards war, als die UNO einstimmig die Resolution 242 des Sicherheitsrats beschloss. Ihre Formulierung wurde sorgfältig gestaltet, um die Resolution für alle Seiten annehmbar zu machen und beinhaltete den Schlüsselsatz: „Abzug israelischer bewaffneter Kräfte aus Gebieten, die es im jüngsten Konflikt besetzte.“

Das kurze, aber sehr bedeutende Dokument wurde zum Grundstein zukünftiger Verhandlungen. Diejenigen, die mit den semantischen Nuancen der Resolution 242 nicht vertraut sind, ändern die Formulierung in „die Gebiete“ und kommen fälschlich zu dem Schluss, dass das alle Gebiete bedeutet. Der Autor der Resolution, der britische Diplomat Sir Hugh Foote, auch bekannt als Lord Caradon, betonte jedoch ausdrücklich, dass die Mitglieder des Sicherheitsrats Resolution 242 in genauer Kenntnis der gezielten Formulierung einstimmig verabschiedeten.

Es wäre falsch gewesen zu fordern, dass Israel auf seine Positionen vor dem 4. Juni 1967 zurückkehrte, weil diese Positionen nicht wünschenswert und künstlich waren“, sagte Caradon.

Land für Frieden in der Praxis

Seit 1967 hat es mehrere israelische Rückzüge von Land gegeben, das von seinem Militär besetzt war; die bemerkenswertesten waren:

  1. Der Friedensvertrag mit Ägypten (1979): Nach dem historischen ersten Friedensvertrag mit einem arabischen Nachbarn beseitigte Israel über drei Jahre hinweg seine 18 Siedlungen und drei IDF-Basen in einem stufenweisen Abzug aus der strategisch wichtigen Sinai-Halbinsel, die im Krieg von 1967 erobert worden war. Die zwei Länder haben seitdem in Frieden gelebt, was sogar bis zu militärischer Kooperation im Kampf gegen islamischen Terrorismus im Sinai ging.
  2. Friedensvertrag mit Jordanien (1994): Die zwei Seiten lösten einige unwichtige Grenzprobleme und Jordanien entband sich selbst von jeglichen Souveränitätsansprüchen an der Westbank. Israel pachtete einige Bereiche im Jordantal, aber die beiden lösten alle Ansprüche auf Land. Das endete Ende 2019, als Amman es ablehnte, die Pacht zu verlängern.

Die Verträge mit Ägypten wie auch Jordanien erwähnen ausdrücklich, dass Resolution 242 die Grundlage des Friedens ist.

Ägpytens Präsident Anwar Sadat, US-Präsident Jimmy Carter und der israelische Premierminister Menachem Begin feiern nach er Unterzeichnung des israelisch-ägyptischen Friedensvertrags 1979.

Einseitiger Abzug führt nicht zu Frieden

Friedensaktivisten und Diplomaten haben wiederholt das Argument angeführt, Frieden zwischen Israel und den Palästinenser könnte erreicht werden, „wenn nur Israel einfach die besetzten Gebiete verlässt“.

Ähnliche Argumente wurden Ende des 20. Jahrhunderts mit Aufforderungen an Israel erhoben sich aus dem Libanon zurückzuziehen, in der „Hoffnung“, dass das Ergebnis darin bestehen würde „bei der Verhandlung von Friedensverträgen voran zu kommen“.

Zwei schlichte Beispiele beweisen den Trugschluss des Arguments:

Bewaffnete Kräfte der IDF kehren 1985 nach Israel zurück. (Foto: Nati Harnik über das GPO)

1. Rückzug aus dem Südlibanon (2000): Als die zweite Intifada tobte, befahl Premierminister Ehud Barak den Rückzug der IDF aus dem Libanon. Israels Krieg im Libanon begann 1982 in Reaktion auf Terroranschläge von libanesischem Territorium aus und ein Versagen von Recht und Ordnung, als der Bürgerkrieg im Libanon tobte.

Statt des Ziels der UNO, dass die Regierung im Libanon „ihre Streitkräfte im gesamten Südlibanon stationiert“ wurde das Land von der vom Iran bewaffneten und finanzierten Terrororganisation Hisbollah übernommen. Die Hisbollah lehnte es in der Folge ab die zahnlose Resolution 1701 des UNO-Sicherheitsrats umzusetzen, die ihre Entwaffnung und Übernahme in die libanesische Armee forderte.

Gestärkt von Israels Abzug sollte die Hisbollah Jahre später eine Schlüsselrolle dabei spielen, dem syrischen Diktator Bashar Assad zu helfen den Bürgerkrieg brutal niederzuschlagen, der damit begann, dass unbewaffnete syrische Zivilisten demonstrierten, um mehr Menschenrechte zu fordern.

„Der einseitige Abzug aus dem Libanon gab dem Image Israels tatsächlich einen Schub in der internationalen Arena, schadete aber Israels Image in der Region stark“, schrieb Schmuel Even vom Institute for National Security Studies (INSS) in Tel Aviv. Ohne Verhandlungen zwischen beiden Seiten, sagt Even, wurde erwartet, dass „der Rückzug eine neue politische Realität schaffen würde, die den Friedensprozess vorantreibt“. Die neu geschaffene Realität jedoch „stärkte die Gegner des Friedens in der Region“.

2. Der Abzug aus dem Gazastreifen (2005): Unter der Regierung von Premierminister Ariel Sharon, bekannt als entschiedener Rechter und der „Bulldozer“, der den Siedlungsbau vorantrieb, zog Israel eigenmächtig seine Siedlungen und Armeebasen aus dem Gazastreifen ab und übergab der palästinensischen Autonomiebehörde die volle Kontrolle. Sharon erklärte: „Es gibt keinen palästinensischen Partner, mit dem man friedlich einer Regelung näher kommen kann“ und daher muss Israel einseitig handeln, um den Konflikt mit den Palästinensern anzugehen.

Innerhalb von zwei Jahren vollführte die Terrororganisation Hamas einen Militärputsch und übernahm die Macht. Die Hamas bleibt ihrem Ziel verpflichtet militärische Gewalt anzuwenden, um Israel durch einen islamisch-palästinensischen Staat zu ersetzen. Der Gazastreifen steht wegen der Bedrohung durch Waffenschmuggel unter Blockade.

Israels Rückzug aus dem Land im Gazastreifen hatte das Gegenteil von Frieden zur Folge: Es hat mehrere von der Hamas initiierte Kriege gegeben. Die Hamas machte sich nicht nur das Konzept des „Land für Frieden“ nicht zu eigen, die Militärdiktatur, die den Gazastreifen mit eiserner Faust führt, lehnt den Friedensprozess entschieden ab und wird vom Iran gestützt, der wiederholt die „totale Auslöschung“ Israels fordert.

Auf der Klos C gefundene Waffen in Eilat am 10. Mai 2014 ausgestellt.

Die israelischen Abzüge aus dem Libanon und dem Gazastreifen beweisen den Denkfehler, ein einfacher Abzug Israels würde die „Hoffnung“ von Diplomaten erfüllen und zum Frieden führen. Bislang erfordert erfolgreiches Land für Frieden staatliche Akteure, ohne Anzeichen dafür, dass nichtstaatliche Akteure die Möglichkeit haben das Konzept zu erfüllen.

Land für Frieden und die Zweistaatenlösung

Es ist wichtig festzuhalten, dass „Land für Frieden“ 1967 Frieden mit Jordanien, Ägypten und Syrien bedeutete, aber nicht mit einem unabhängigen Palästinenserstaat. Damals war die Palästinensische Befreiungsorganisation kein staatlicher Akteur; sie rief zur Vernichtung Israels auf sowie es durch einen Palästinenserstaat zu ersetzen. Die Resolution 242 forderte lediglich eine „gerechte Regelung des Flüchtlingsproblems“. Es gab nichts von einer Zweistaatenlösung, von der erst wieder geredet wurde, als Geheimgespräche zu den Oslo-Vereinbarungen führten.

Die Realität des 21. Jahrhunderts sieht so aus, dass der arabisch-israelische Konflikt verblasst. Das Konzept Land für Frieden war ein integraler Teil des Friedens, den Israel mit seinen zwei vormals kriegslüsternen Nachbarn hat. Die dritte Schlüsselpartei, Syrien, verbleibt in einem Zustand des Chaos und der Instabilität, verzehrt von seinen internen Problemen – Frieden mit Israel steht nicht auf der Tagesordnung. 1981 beschloss Israel in Anerkennung der Ablehnung vor Frieden durch Syriens Diktator Hafez Assad ein Gesetz, dass auf den Golanhöhen israelisches Recht angewendet werden soll. Das ist noch keine Annexion, aber für Land für Frieden mit Syrien war die Tür durch die Kombination aus dem Zusammenbruch Syriens und der Anerkennung israelischer Souveränität durch die Vereinigten Staaten dort zugeschlagen.

Andere arabische Länder einschließlich Marokko und vieler Golfstaaten haben informelle Verbindungen zu Israel. Sei drängen offen auf Kooperation, womit sie selbst anerkennen, dass Land für Frieden angesichts der gegenwärtigen Situation mit den Palästinensern nicht funktionieren wird. Die meisten arabischen Länder haben ihre antiisraelische Rhetorik erheblich zurückgeschraubt und legen nur Lippenbekenntnisse zur Standardaufforderung nach „israelischem Rückzug aus besetzten Gebieten“ ab.

Während ehemalige Feinde sich Israel annähern verwandelt sich der Konflikt von einem regionalen in einen, der regelmäßiger der israelisch-palästinensische genannt wird. Ein größeres Hindernis für Frieden ist nicht Israels Bockigkeit gegenüber Land für Frieden, sondern die eingegrabene Trennung zwischen der von der Fatah kontrollierten palästinensischen Autonomiebehörde in der Westbank und dem von der Hamas beherrschten Gazastreifen. Geteilte palästinensische Herrschaft macht Fortschritte bei Friedensbemühungen unmöglich.

„Die Ereignisse der letzten Jahre haben die Bedeutung territorialen Abzugs als einen eine Vereinbarung voranbringenden Schritt erodiert“, schrieb Zaki Shalom vom INSS. „Die Formel ‚Land für Frieden‘, seit den Oslo-Vereinbarungen im Staat Israel ein Mantra, verlor bei vielen seine Wirkung und Praktikabilität…“

Schlussfolgerung

Angesichts der komplexen Natur des Konflikts kann der Friedensprozess nicht auf ein simples Mantra „Land für Frieden“ heruntergeschraubt werden.

Das Konzept gilt, wenn zwei Seiten in gutem Glauben verhandeln, wie es mit Ägypten und Jordanien der Fall war. Aber Friedensbemühungen benötigen auch einen Verhandlungspartner, der sowohl in der Westbank als auch dem Gazastreifen Schritte zum Frieden machen und umsetzen kann.

Die Krise der gespaltenen palästinensischen Führung besteht seit 2007. Solange diese Sackgasse bestehen bleibt, wird Land für Frieden allerdings ein Rohrkrepierer sein.

Grundlegende Fakten des Nahen Ostens

Wie Nahost-Realitäten das anormale (für den Nahen Osten normalen) Verhalten der Palästinenser spiegeln

Barry Shaw, 4. Februar 2020 (per E-Mail; Israel National News)

Der Nahe Osten wird von den folgenden innermuslimischen Merkmalen geprägt: keine innermuslimische friedliche Koexistenz, Unberechenbarkeit, Instabilität, religiöse und ethnische Fragmentierung, gewalttätige Intoleranz, Terrorismus und Subversion, vom Islam getriebene Ziele und Werte (einschließlich der Nichtakzeptanz eines „ungläubigen“ Gebildes innerhalb des „Wohnsitzes des Islam“.

Der größte Teil des Nahen Ostens wird nicht von dem Wunsch getrieben den Lebensstandard zu verbessern, sondern durch religiöse/ideologische Visionen.

Zugeständnisse, Appeasement und Gesten ermutigen sie zu mehr Aggression und Terrorismus.

Die Annahme, dass ein Palästinenserstaat effektiv entmilitarisiert und ent-terrorisiert sein könnte, sollte vor der Bilanz der Palästinenser beurteilt werden. Die Oslo-Vereinbarungen von 1993 und der Abzug aus dem Gazastreifen von 2005 sollten die Palästinenser entmilitarisieren und ent-terrorisieren; im Gegenzug dafür sollte es dramatisch erhöhte politische und wirtschaftliche Vorteile geben. Stattdessen intensivierten beide Begebenheiten den Terrorismus auf dramatische Weise.

Es gibt eine direkte Korrelation zwischen dem Grad palästinensischer Souveränität und dem Grad des palästinensischen Terrorismus. Zum Beispiel bot Jordanien den Palästinensern 1968 bis 1970 eine beispiellose Operationsplattform. Infolgedessen lösten sei einen Bürgerkrieg aus, versuchten das pro-amerikanische Haschemitenregime zu stürzen.

Während der 1970-er Jahre initiierten sie eine Serie von Bürgerkriegen im Libanon.

Im August 1990 kollaborierten die Palästinenser bei Saddam Husseins Invasion ihres Aufnahmelandes (Kuwait), was die Golfkriege von 1991 und 2003 auslöste.

Nach Israels Abzug aus dem Gazastreifen brach ein palästinensischer Bürgerkrieg aus und die Hamas riss die Macht an sich, unterdrückte jegliche Opposition, zerstörte die von Israel zurückgelassenen landwirtschaftlichen und Gemeinschaftsprojekte und machte aus dem Gazastreifen ein Netzwerk an Terrorbasen, um die Menschen zu Gewalt zu indoktrinieren und tausende Raketen auf israelische Bevölkerungszentren zu schießen.

Die Annahme, den Palästinensern Territorium zu überlassen um eine friedliche Basis für Eigenstaatlichkeit und Wohlstand zu entwickeln, ist zu einem klassischen Oxymoron und furchtbaren diplomatischen Fehler geworden.

Die Palästinenser sind nicht wegen der Größe des jüdischen Staates erregt, sondern wegen seiner bloßen Existenz. Auf allen Seiten der palästinensischen politischen Kluft fordern sie die „Befreiung Palästinas vom Fluss bis zum Meer“, die Vernichtung Israels.

Es lohnt sich, sich arabischer Stimmen der Vergangenheit zu erinnern. Sie sind heute noch so wichtig wie vor Jahrzehnten, als sei ausgesprochen wurden.

Im Oktober 1994 rieten Jordaniens militärische Befehlshaber ihren israelischen Gegenüber: „Die Palästinenser neigen dazu, das, was sie morgens unterschreiben, abends schon zu brechen.“ Sie fügten hinzu: „Ein Palästinenserstaat westlich des Jordan würde das pro-amerikanische Haschemiten-Regime östlich des Flusses dem Untergang weihen.“

Der ehemalige ägyptische Präsident Hosni Mubarak: „Jordaniens König Hussein will keinen Palästinenserstaat; Ägypten, Saudi-Arabien und die VAE sorgen sich nicht um die Palästinenser…“

Der ehemalige ägyptische Präsident Anwar Sadat (reg. 1970-1981): „Will ich einen Palästinenserstaat? Warum sollte ich einen weiteren sowjetischen Stützpunkt und ein weiteres Mitglied der Verweigerungsfront haben wollen?“ („No More War“)

Israelische Fördermaßnahmen und die fehlende globale Gegenreaktion

1948/49 rief Israels erster Premierminister David Ben Gurion einseitig die Souveränität über Westjerusalem und große Teile des Negev und Galiläas aus, gegen Widerstand aus den USA und weltweit.

Nach dem Sechstage-Krieg von 1967 einte Israels Premierminister Eschkol die Stadt Jerusalem, ungeachtet des Widerstands der USA weltweit.

Die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) zerstörten einen Atomreaktor, der 2007 in der nordwestsyrischen Provinz Deir al-Zor gebaut wurde.

Im Dezember 1981 machte Israels Premierminister Menachem Begin israelisches Recht auf den Golanhöhen geltend, trotz brutalen Drucks durch die USA, einschließlich der Aussetzung eines wichtigen strategischen Paktes.

Im Juni 1981 zerstörte Israel den Atomreaktor des Irak, ungeachtet brutaler US-Opposition. Begins einseitiges Handeln ersparte den USA im Januar 1991 eine atomare Konfrontation.

Es liegt in Israels unabdingbarem Interesse sowohl das Jordantal als auch einen Großteil des Territoriums in Judäa und Samaria zu annektieren, einschließlich aller Höhen, die den zentralen, schmalen, niedrig gelegenen Küstenstreifen Israels beherrschen.

Diese Fakten sind offensichtlich und wesentlich, um die Sicherheit der Bürger Israels zu gewährleisten, wenn nicht gar des Rests des Nahen Ostens, der – wie dieser Artikel beweist – weiterhin ein Strudel ethnischer, Stammes- und religiöser Gewalt bleibt.

Israel unternimmt Schritte, um Häftlinge vor dem Coronavirus zu schützen – genau das, was die PLO NICHT will

Elder of Ziyon, 22. März 2020

Letzten Mittwoch habe ich berichtet, dass Palästinenserführer, einschließlich Mahmud Abbas, Mohammed Schtayyeh und Saeb Erekat sich an internationale Organisationen wenden und Druck auf Israel fordern, es solle einseitig palästinensische Häftlinge und Terroristen freilassen; dabei behaupten sie fälschlich, Israel verhalte sich gleichgültig gegenüber deren medizinischen Bedürfnissen und biete Häftlingen kein Säuberungsmaterial.

Jetzt zitiert Ma’an eine israelische Sendung und sagt, der israelische Gefängnisdienst habe einen umfassenden Plan, um die Bedrohung durch Infektion der Häftlinge in den Gefängnissen anzugehen und sei sich der Gefahren voll bewusst eine Bevölkerung im Gefängnis zu haben.

Strikte Sterilisation und Desinfektion wird in allen Gefängniszellen, Gefängnisabteilungen und Gemeinschaftsorten vorgenommen.

An alle Häftlinge in allen Abteilungen ist Material zur Sterilisation, Reinigung und Desinfektion ausgegeben worden, ebenso an das Personal, das die Aktivitäten beaufsichtigt.

Außerdem ist in jedem Gefängnis ein Team eingerichtet worden, dessen konkreter Auftrag darin besteht die regelmäßigen Reinigungen beibehalten werden.

Israel kann keinen Dank seitens der palästinensischen Autonomiebehörde oder der Hamas erwarten, die es aus PR-Gründen offenbar vorziehen würden, dass es einen Ausbruch der Krankheit gibt.

Letzte Woche wurde in den sozialen Medien, der palästinensischen Autonomiebehörde und dann der Hamas ein Gerücht verbreitet, dass vier Häftlinge sich den Virus eingefangen haben und Israe musste – zusammen mit der PA – ankündigen, dass das nicht stimmt. Fakt ist, dass vier Häftlinge im Verdacht stehen, in Kontakt mit jemandem gewesen zu sein, der krank wurde, daher wurden die vier, die keine Symptome haben, unter Quarantäne gestellt.

Das hält die Hasser nicht davon ab lächerliche Gerüchte zu verbreiten, wie das, der israelische Gefängnisdienst sagte den Häftlingen, sie sollten Socken als Masken verwenden.

Das US-Außenministerium erwähnte in einem Pressebriefing, dass die US-Botschaft in Jerusalem hervorhob, das „die Palästinenser und die Israelis ausgezeichnete Kooperation und Austausch zu COVID-19 haben“. Es gab letzte Woche auch in Al-Monitor einen Artikel über diese Kooperation.

Die Araber skandierten immer, dass es Palästina nicht gibt

Daniel Swindell, The Times of Israel, 23. Januar 2020

Landkarte von Syrien im Ottoman Cedid Atlas von 1803. Auf Arabisch lautet der mittelgroße Text: „Syrien“. Unten links steht auch „Palästina“. Beachten Sie, dass die Form von Syrien als ein Territorium gezeichnet wurde, das sich von der modernen Türkei bis nach Gaza erstreckt und es gibt keine auf der Karte gezogene Grenzlinie gibt, die Palästina als eigenes Territorium markiert. Das ist, was die Araber meinten, als sie behaupteten Palästina gebe es nicht als von Syrien getrenntes eigenes Territorium.

Die Students for Justice in Palestine sind berühmt für ihre Parole „From the River to the Sea, Palestine Will be Free.“ Der Spruch bedeutet, dass Palästina sich vom Jordan bis zum Mittelmeer erstrecken soll. Er bedeutet, dass die Grenzen Israels beseitigt und durch neue Grenzen ersetzt werden sollen und dass Israel beseitigt und durch ein neues Land ersetzt werden soll. Einfach gesagt ist es ein Aufruf zur Beseitigung Israels und es durch ein neues Land namens Palästina zu ersetzen. Allerdings skandierten die Araber, bevor sie anfingen zu skandieren „From the River to the Sea, Palestine Will be Free“, dass es Palästina nicht gibt.

Für den modernen Leser könnte es schwierig sein zu verstehen, warum die Araber skandieren sollten, dass Palästina nicht existiert, sondern behaupten, dass sie ihre Wurzeln in der Geschichte des osmanischen Reiches haben. Das Reich war enorm groß, seine Hauptstadt befand sich in Istanbul. Das Territorium erstreckte sich über die modernen Grenzen der Türkei, Syriens, des Libanon, Jordanien und Israel. Auf der Höhe des Imperiums verliefen die Grenzen sogar bis in Teile des modernen Ägypten, Saudi-Arabien und den Irak hinein.

Während der Zeit des osmanischen Reiches erstreckte sich die Vorstellung von Syrien von der Grenze der Türkei bis nach Gaza; das bedeutet, zum älteren Konzept von Syrien gehörte das Territorium des modernen Israel. Das Territorium des Reichs war so groß, dass es in kleinere Sektionen geteilt werden musste, um regiert werden zu können. Die Verwaltungsteile des Reichs wurden Wilajet genannt, zu dem Bereich gehörte eine Provinz mit eigenem Gouverneur. Ein Wilajet war in kleinere Bereiche unterteilt, die Sandschak hießen. 1872 wurde Jerusalem zu einem unabhängigen Verwaltungssitz gemacht. Jerusalem unterstand direkt Istanbul statt Damaskus. Der Distrikt umfasste Jerusalem, Hebron, Jaffa, Beer Sheva und Gaza. Während der späten osmanischen Zeit wurde der Sandschak Jerusalem mit dem Sandschak Akka (Akko) und dem Sandschak Nablus als „Südsyrien“ bezeichnet.

135 n.Chr. benannten die Römer die Region Judäa in „Palestina“ um, also war der Name seit der Zeit der Römer im Umlauf und manchmal wurde Südsyrien Palästina genannt. Der Titel war lediglich ein Verweis auf eine allgemeine geografische Region, ähnlich dem Begriff „Mittlerer Westen“ hatte sie keine rechtlichen Grenzen. Nach dem Fall des Reichs strebte die zionistische Bewegung danach einen Teil des Landes aus dem herauszuschneiden, was Südsyrien gewesen war, um dort einen Staat zu schaffen. Der Historiker Daniel Pipes erklärt: „Für den Anfang war die Abgrenzung eines Territoriums namens ‚Palästina‘ 1918 ein zionistischer Erfolg; hätten die Juden die britische Regierung nicht bedrängt eine solche Einheit zu schaffen, hätten die Arabisch Sprechenden der Gegend sich weiter als in Großsyrien lebend oder als arabische oder muslimische Nation betrachtet; es hätte schlicht kein arabisches Gefühl für Filastin gegeben.“ Die Araber jedoch wollten die Juden daran hindern einen Staat zu schaffen, also versuchten die Araber die Juden daran zu hindern einen Teil aus Südsyrien herauszunehmen, indem sie behaupten Palästina habe nicht als von Syrien getrenntes Territorium existiert.

1919 erklärte Musa Kazim Al-Husseini, der Leiter des Stadtrats von Jerusalem: „Wir fordern nicht von Syrien abgetrennt zu werden.“ Mit dem Ziel eines vereinten Syrien und Jerusalem in einem Land wurde eine Gruppe namens Der Arabische Verein gegründet. Haddsch Amin al-Husseini war der Präsident des Clubs und später sollte er Großmufti von Jerusalem werden. Dr. Pipes umreißt die Ziele des Arabischen Vereins in seinem Buch „Greater Syria: The History of an Ambition“ (Großsyrien: Die Geschichte eines Traums). Wieder wollten sie, weil Südsyrien auch manchmal Palästina genannt wurde, verhindern, dass Südsyrien von Nordsyrien abgetrennt wurde: Das bedeutet, dass sie die die Gründung von Palästina als anerkannte legaler Einheit verhindert wollten. Stattdessen wollten sie, dass Syrien ein Land bleibt, das sich vom Taurus-Gebirge in der Südtürkei bis hinunter nach Rafah im Gazastreifen erstreckte.

1919 schickte der Arabische Verein einen Brief an den britischen Militärgouverneur von Jerusalem, in dem erklärt wurde, dass Syrien eine Einheit sei, die sich vom Taurus-Gebirge im Süden der Türkei bis nach Rafah im Gazastreifen erstreckt. Die Araber erklärten auch, sie seien bereit zu sterben, um die Gründung von Palästina zu verhindern. In ihrem Brief stand: „Südsyrien bildet einen Teil des Vereinten Syrien; es fängt am Taurus-Gebirge an und erstreckt sich bis nach Rafah. Seine Abtrennung tolerieren wir unter keinen Umständen und wir sind zudem durchaus vorbereitet uns zu seiner Verteidigung zu opfern.“ Von 1918 bis 1919 skandierte der Arabische Verein „Einheit, Einheit vom Taurus bis Rafah, Einheit, Einheit“. Der Spruch bedeutete, dass sich Syrien von der südlichen Grenze der modernen Türkei bis hinunter nach Gaza erstreckte. Im Grunde war der Arabische Verein wie eine frühe Version von Students for Justice in Palestine, nur skandierten sie, dass es Palästina nicht gibt.

Students for Justice in Palestine skandiert: From the River to the Sea, Palestine Will be Free!

Der Arabische Verein skandierte diese Idee: Von der Türkei bis Gaza gibt es Palästina nicht!

1936 wurde eine neue Gruppe gebildet; sie nannte sich Hoher Arabischer Rat. Während derselben Periode schickten die Briten Lord Peel, um die Möglichkeit der Teilung des Landes zu untersuchen, um einen unabhängigen jüdischen und einen unabhängigen arabischen Staat zu schaffen. Die Peel-Kommission traf sich mit dem Generalsekretär des Hohen Arabischen Rats, Awni Abd al-Hadi, der als Zeuge aussagte: „So etwas wie ein Land Palästina gibt es nicht. ‚Palästina‘ ist ein Begriff, den die Zionisten erfanden. Es gibt in der Bibel kein Palästina. Unser Land war Jahrhunderte lang Teil von Syrien. ‚Palästina‘ ist uns fremd. Es ist der Zionismus, der es einführte.“ Einfach ausgedrückt: Der Repräsentant des Hohen Arabischen Rats erklärte die Idee einer Nation Palästina als von zionistischer Propaganda geschaffen.

Von 1918 bis 1937 sagten die arabischen Führer der britischen Regierung, dass:

  • Palästina als von Syrien abgetrenntes Territorium nicht existiert.
  • Palästina immer Teil von Syrien gewesen ist.
  • Die örtlichen Araber bereit seien für die Verhinderung der Gründung Palästinas zu sterben.
  • Palästina von zionistischer Propaganda geschaffen wurde.

Lassen Sie das einfach mal sacken: Einmal erzählen die arabischen Führer der britischen Regierung, dass Palästina von zionistischer Propaganda geschaffen wurde. Nach der Gründung Israels wechselten die Araber dann die Taktik und behaupteten, dass Palästina immer schon als eigenes Territorium existierte, es habe immer den Palästinensern gehört. Damit habe die internationale Gemeinschaft nicht das Recht es den Juden zu geben. Die Palästinenser sind dadurch eine einzigartige Gruppe Leute, weil sie die Behauptung dazu ändern, welches Land ihnen gehört, damit sie zu der Form passt, wie das Land den Juden gehört. Warum wurde daher die moderne Parole: „From the River to the Sea, Palestine will be Free“ aus einer früheren arabischen Parole abgeschrieben, die besagte: „Einheit, Einheit, vom Taurus-Gebirge nach Rafah, Einheit, Einheit.“ Beide Parolen haben dasselbe Ziel – den jüdischen Staat zu vernichten.

Raketen aus dem Gazastreifen: Mehr als eine „Unannehmlichkeit“

Simon Plosker, HonestReporting, 26. Februar 2020

Eine israelische Mutter schützt während eines Raketenalarms im Kibbuz von Kfar Aza im südlichen Israel am 7. Januar 2009 ihre Kinder. (Foto: Jack Guez/AFP via Getty Images)

Stellen Sie sich vor Sie leben in New York City und  alle paar Wochen würden sprengstoffhaltige Projektive willkürlich aus New Jersey über den Hudson River geschossen. Wie würden Sie damit umgehen von solch einem Angriff im Freien überrascht zu werden? Was wäre mit Ihren Kindern? Würden Sie tief und fest schlafen, in dem Wissen, dass Sie mitten in der Nacht von einer Sirene aufgeweckt werden könnten, die Ihnen 15 Sekunden gibt, um  in den Schutzraum oder in einen Luftschutzbunker zu gelangen?

Seit 2001 haben Palästinenser tausende Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf israelische Gemeinden im Süden des Landes und manchmal darüber hinaus geschossen. Die israelischen Opfer sind zwar im Verhältnis zur Zahl der geschossenen Raketen gering gewesen, das ist aber nicht fehlender Motivation seitens der palästinensischen Terroristen geschuldet, die versuchen so viel Tote und Verletzte wie möglich zu verursachen.

Aber die Wirkung solcher Angriffe geht über das Potenzial physischer Schäden hinaus. Die Störung des Lebens von Israelis unter der ständigen Bedrohung ist greifbar, ganz zu schweigen von den psychologischen Auswirkungen, insbesondere auf Kinder.

„Selbst gebastelte Raketen“?

Die Medien spielen die Bedrohung aufgrund der irreführenden Beschreibung der Gaza-Raketen als „selbst gebastelt“ herunter. Die bekannteste, die Qassam-Raketen, sind selbst gebaut, aber nur in dem Sinne, dass sie vor Ort unter Verwendung groben Materials und in die Gefechtsköpfe gepackten Sprengstoffs produziert werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie weniger tödlich sind. Qassams, denen Genauigkeit und ein Leitsystem fehlen, können nur ungezielt auf Bevölkerungszentren gefeuert werden. Mit ihrer begrenzten Reichweite wurden und werden Qassams auf Städte und Gemeinden an der Grenze des Gazastreifens wie Sderot geschossen.

Terroristen des Islamischen Jihad tragen eine Qassam-Rakete; Gaza, 31. Mai 2006 (Foto: Said Khatib/AFP via Getty Images)

Im Verlauf der Jahre haben die palästinensischen Terrororganisationen aber ihr Arsenal mit anspruchsvolleren Raketen nachgerüstet, darunter Katjuschas, WS-1Bs, Grads, vor Ort gefertigten „M-75“ und iranischen Fjar-5-Raketen; damit brachten sie den größten Teil der Bevölkerung Israels in Reichweite.

Der Iran hat eine wichtige Rolle in der finanziellen Unterstützung von Hamas und Islamischem Jihad gespielt, genauso bei Versuchen Waffen, einschließlich verbesserter Raketen, in den Gazastreifen zu schmuggeln. Die Blockade des Gazastreifens durch die Israelis und die Ägypter besteht in erster Linie, um solchen Schmuggel zu verhindern.

Diese Raketen bedrohen den Großteil der Bevölkerung Israels.

Wirtschaftliche Auswirkungen und Störung des Lebens

Israels Süden wird als Teil seiner wirtschaftlichen Peripherie angesehen. Ein großer Teil der Bevölkerung, insbesondere in Städten wie Sderot, gehört zum Sektor des mittleren bis niedrigeren Einkommens der Gesellschaft. Selbst wenn Einwohner die Gegend verlassen wollten, wird ihre Möglichkeit das zu tun von den viel höheren Immobilienpreisen in den anderen Landesteilen erschwert. Die Sicherheitslage macht es beträchtlich schwieriger zu einem Preis zu verkaufen, der hoch genug ist, dass man es sich leisten kann irgendwo anders etwas zu kaufen.

Für die Kibbuzim und Moschawim in der Gegend hat Gemeinschaft Priorität. Aber die Möglichkeit diese Gemeinden wachsen oder zumindest sich erhalten zu sehen hängt davon ab, dass man entweder neue Mitglieder gewinnt oder die nächste Genration davon abhält in andere Teile des Landes wegzuziehen. Während dieses Gemeinschaftsgefühl und die unglaubliche Belastbarkeit der Einwohner weitgehend gehalten haben, setzt die Situation sie enormen Belastungen aus.

Unter der Raketenbedrohung zu leben hat starke Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft. Während Industrie von billigerem Land angelockt werden kann, werden viele das Risiko für zu hoch halten. Ohne lokale Industrie gibt es weniger lokale Arbeitgeber. Wenn die lokale Bevölkerung mit niedrigem Einkommen leben muss oder sogar arbeitslos ist, sind die lokalen Kommunen nicht in der Lage ausreichend Steuern einzunehmen, um den Einwohnern qualitativ gute Dienste bieten zu können. Gleichermaßen sind die Kommunen für ihre Haushalte auf Steuern aus Geschäften angewiesen.

Im November 2019, während eines besonders intensiven Raketen-Trommelfeuers, traf eine Rakete ein Matratzenlager in der Hollandia-Fabrik in Sderot. Sie löste einen Großbrand aus. Mehrere Löschzüge wurden gerufen, um den Brand zu bekämpfen, aber ihre Bemühungen wurden durch ständige Raketenalarme behindert, die die Feuerwehrleute zwangen ihre Aktivitäten einzustellen und selbst Schutz zu suchen.

Israelische Feuerwehrfahrzeuge löschen am 12. November 2019 eine brennende Fabrik in Sderot, nachdem sie von Raketen getroffen wurde. (Foto: Ahmad Gharabli/AFP via Getty Images)

CEO Avi Barssessat sagte israelischen Medien, das 4000 Quadratmeter große, einsturzgefährdete Gebäude sei voller auslieferungsfertiger Produkte gewesen.

„Ich bin von dieser Situation schwer getroffen“, sagte Barssessat. „Es stimmt, dass ich nirgendwo blute, aber der Schaden ist riesig. Ich bin am Boden zerstört davon zu sehen, dass mein Lebenswerk in Flammen aufgeht.“

Obwohl Maßnahmen wie die Eiserne Kuppel, Warnsirenen, Schutzräume und Bunker den Schaden und Verlust an Leben minimiert haben, hat schon eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete das Potenzial extreme Störungen des Alltags zu verursachen. Schon die Sirene selbst ist Auslöser dafür, dass Einwohner alles liegen und stehen lassen und Deckung suchen, manchmal mit lediglich 15 Sekunden Vorwarnzeit. Schulkinder verlassen ihren Unterricht; Bürokräfte rennen in den Schutzraum; Kunden liegen in Geschäften auf dem Boden und hoffen das Beste.

Jedes von Raketenfeuer verursachte Aufflammen von Gewalt kann noch weit größere Störungen auslösen. Im Februar 2020 wurden zum Beispiel innerhalb von zwei Tagen fast 100 Raketen aus dem Gazastreifen geschossen, was das IDF-Heimatfrontkommando veranlasste eine Reihe vorsorglicher Direktiven für das südliche Israel auszugeben: Schulen wurden geschlossen, große Versammlungen im Freien untersagt, landwirtschaftliche Arbeiten nahe der Grenze zum Gazastreifen eingeschränkt, Straßen gesperrt und Zugverkehr eingestellt. Als Resultat der vorsorglichen Schulschließungen bleiben 55.000 Schüler zuhause.

Psychologisches Trauma

Die Einwohner des Südens leben seit fast zwei Jahrzehnten mit der Bedrohung durch Raketen aus dem Gazastreifen. Die Zahl der Toten ist in dieser Periode zwar relativ niedrig gewesen (hauptsächlich dank der israelischen Maßnahmen zum Schutz seiner Bürger), aber die Auswirkungen auf die mentale Gesundheit der dort Lebenden ist fühlbar gewesen.

Yehudit Spanglet, Spezialistin für posttraumatische Erfahrungen sprach gegenüber der Jewish Press im Juni 2019 über die Situation in Sderot:

Es gibt fraglos hunderte Menschen in Sderot und Südisrael, die in einem Zustand ständigen Traumas leben. Nicht nur infolge der fallenden Raketen, sondern auch durch das Donnern des Verteidigungssystems Eiserne Kuppel, das Gott sei Dank die meisten einfliegenden Raketen abschießt. Die lauten Explosionen am Himmel können in den Ohren einer Person lange nach dem Angriff noch ein Echo klingen lassen.

Viele Traumaopfer leben in Angst, selbst während längerer Waffenstillstandsphasen. Als nach dem Angriff vom letzten Donnerstag verkündet wurde, niemand sei verletzt worden, habe ich gelacht. Jedes Mal, wenn die Sirenen heulen und Menschen in Deckung rennen müssen, wird der Traumaschaden der vorherigen Angriffe verstärkt.

Als ich einmal zu Besuch in Sderot war, wurde die Stadt angegriffen. Draußen auf der Straße, nicht weit entfernt vom Haus meiner Tochter, stand eine erstarrte Frau, starrte in den Himmel. Ihr Hals war in Angst „eingefroren“, als die Sirene Alarm gab. Bevor sie einen Bunker erreichen konnte, explodierte die Rakete, scheinbar über ihrem Kopf.

Ihr Ehemann wollte sie nicht nach Aschkelon ins Krankenhaus bringen. Langsam ging sie nach Hause, ihr Kopf immer noch starr nach oben gerichtet. Als sie wieder Zuhause war, nachdem ich eine halbe Stunde mit ihr gesprochen hatte, lösten sich ihre Halsmuskeln schließlich und ihr Körper entspannte sich.

Die Auswirkungen auf Kinder sind noch deutlicher ausgeprägt. 2015 stellte eine Studie fest, dass 40% der Kinder in Sderot Angstsymptome und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) haben, darunter Trennungsängste, Rückfälle in frühkindlicheres Verhalten, Schlafstörungen, die Entwicklung neuer Ängste und Wutausbrüche. Die Jerusalem Post berichtete:

Selbst in Kriegszeiten befindet sich das Niveau an PTBS bei Kindern landesweit zwischen 7 und 10 Prozent, erklärte Prof. Ruth Pat-Hrenczyk. „Die anhaltende Lage in Sderot verursacht PTBS in einer Rate, die drei- bis viermal höher liegt als im Rest des Landes“, sagte sie.

Ähnliche Studien haben im Verlauf der Jahre noch höhere Raten an Kindern mit PTBS festgestellt, die in Grenzgemeinden leben, die unter Raketenfeuer aus dem Gazastreifen und damit verbundener Gewalt litten. Dass die Rate etwas abgenommen hat belegt die Widerstandskraft dieser Gemeinden und die Tatsache, dass regelmäßige Ausbrüche von Gewalt normal geworden sind – eine Situation, die in jedem anderen Land der Welt mit Verantwortung für den Schutz seiner Bürger als inakzeptabel angesehen würde.

Leider werden sich die Einwohner des Südens Israels, da sich kaum so etwas wie eine Lösung am Horizont abzeichnet, in der Zukunft wahrscheinlich vieler Gaza-Raketen gegenüber sehen. Was den Gazastreifen angeht, so lautet die Frage nur, ob, nicht wann der nächste Ausbruch oder Krieg kommt.

„Auf ein Ziel können die Palästinenser sich einigen: die Juden aus Palästina beseitigen“

Elder of Ziyon, 27. Februar 2020

In einem Op-Ed in Palestine Today beginnt Dr. Wailid al-Qattati mit einer Anekdote, die auf viele Weisen die gesamte palästinensische Erfahrung symbolisiert.

Als er in El-Arisch im Sinai (das damals unter israelischer Kontrolle stand) zur Schule ging, als Junge in den 1970-ern, fragte ihn ein Lehrer: „Bist du Staatsbürger oder Flüchtling?“ Qattati verstand die Frage nicht, also formulierte der Lehrer das anders: „Bist du Ägypter oder Palästinenser?“ Qattati antwortete ihm: „Ich bin Palästinenser.“ Da sagte er: „Das heißt, du bist ein Flüchtling.“

Qattati sagt, das habe großen Eindruck auf ihn gemacht und gab ihm einen Grund Israel dafür zu hassen, dass es ihn zum Flüchtling gemacht hatte. Aber warum, wenn er in El-Arisch lebte, war er kein ägyptischer Staatsbürger? Warum behandelte sein Lehrer ihn anders als die anderen Schüler?

Warum gibt es keine Wut gegenüber der arabischen Welt, weil sie die Palästinenser zu anderen machte?

Doch es gibt sie nicht. Stattdessen gibt es Antisemitismus.

Der Großteil des Artikels ist ein Appell an die Palästinenser zur Revolution zurückzukehren und zu einer Kultur der Revolution in ihren Medien, mit Liedern, die Märtyrertum und Gewalt verherrlichen. Qattati ist aufgebracht, weil viele Palästinenser diesen Revolutionsgeist aufgegeben zu haben scheinen.

Allerdings, so schließt er, gibt es etwas, das allen Palästinensern gemein ist: „Zumindest können wir – die Palästinenser – uns auf ein Ziel verständigen: die jüdischen Siedler außer Stande zu setzen unter uns zu leben und nicht in der Lage zu sein in Palästina zu bleiben.“

Er kann ohne Angst vor Widerspruch sagen, dass alle Palästinenser alle Juden in „Palästina“ loswerden wollen.

Spannend, dass keine arabische Briefmarke vor 1967 Jerusalem erwähnte

Elder of Ziyon, 10. Februar 2020

Der Oman hat gerade eine Briefmarke ausgegeben, die den Slogan trägt: „Al-Quds – Hauptstadt Palästinas“.

Es hat im Verlauf der Jahre in arabischen Ländern Dutzende ähnlicher Briefmarken gegeben, oft mit Bildern des Felsendoms.

Aber wann ging das los?

Die erste arabische Briefmarke, die Jerusalem als Motiv hatte, kam aus Jordanien und dann 1969 aus verschiedenen anderen arabischen Ländern als Steuer zur Bezahlung der Restaurierung der Al-Aqsa-Moschee, nachdem ein geistesgestörter Christ dort Feuer gelegt hatte.

Aber vor 1967 hatte keine einzige arabische Briefmarke Jerusalem zum Thema. (Saudi-Arabien brachte auf einer Marke von 1965 die Kaaba).

Briefmarken erzählen eine Menge über die Prioritäten der Staaten. Vor 1967 gab es jede Menge arabische antiisraelische Briefmarken. Aber kein arabischer Staat hatte das Gefühl, Jerusalem sei es wert gedacht zu werden – bis die Juden dort die Kontrolle übernahmen.