Warum die USA die Kriegsregeln verwerfen

Daniel Pipes, New York Post, 22. Juli 2003

„Seit den Ereignissen vom 11.9.“, beobachtet Amerikas beherrschender Philosoph zum 11. September, „hat sich die politische Debatte in den USA hauptsächlich auf eine Gruppe von Problemen konzentriert – den radikalen Islam und den Krieg gegen den Terrorismus, den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern und Massenvernichtungswaffen in den Händen von Saddam Hussein im Irak.“

Wir fühlen, dass diese drei Probleme miteinander verbunden sind, notiert Harris in einem Artikel auf TechCentralStation.com; aber wir können nicht so ganz herausfinden, wie. Er schlägt eine subtile Verbindung zwischen diesen scheinbar grundverschiedenen Fragen vor – und das ist explizit nicht ihre gemeinsame muslimische Identität. Sie hat vielmehr mit ihrer unverdienten Macht zu tun.

„Alle vorherigen Bedrohungen in der Menschheitsgeschichte hatten ein gemeinsames Element. Sie wurden von historischen Gruppen ausgeübt, die – physisch wie kulturell – Waffen geschaffen hatten, die sie nutzten, um ihre Feinde zu bedrohen.“ Staaten erzielten Macht durch ihre eigene Arbeit und Opfer, durch die Entwicklung ihrer eigenen Wirtschaft, Ausbildung ihrer eigenen Truppen und Aufbau ihres eigenen Waffenarsenals.

Dasselbe kann nicht über die Bedrohung gesagt werden, die von der muslimischen Welt ausgeht.

Al Qaida zerstört Flugzeuge und Gebäude, die sie selbst nicht zu bauen in der Lage wären. Die Palästinensische Autonomiebehörde ist auf jedem Gebiet gescheitert, außer beim Töten von Israelis. Saddam Husseins Irak wurde gefährlich, weil er mit Geld aus dem Westen überschüttet wurde, um Öl zu bezahlen, das die Irakis weder entdeckt noch gefördert hatten.

Wie hat es dieses Trio trotz seiner generellen Inkompetenz geschafft, den Verlauf des Geschehens zu führen, als wären sie Mächte im traditionellen Verständnis?

Harris antwortet, dass die Ursache dieser Anomalie die ist, dass der Westen nach einem strikten Regelwerk spielt, während er Al Qaida, den Palästinensern und Saddam Hussein erlaubte ohne Regeln zu spielen. WIR halten uns nach den Standards des über die Jahrhunderte verfeinerten zivilisierten Umgangs zurück; SIE betreiben maximale Rücksichtslosigkeit.

Hätten die Vereinigten Staaten in gleicher Weise auf den 11. September reagiert, erzählt mir Harris, wären die heiligen Stätten des Islam zerstört worden. Wären die Israelis dem Arafat-Modell des Blutrünstigkeit gefolgt, gäbe es jetzt in der Westbank und im Gazastreifen keine Palästinenser mehr. Hätte sich der Westen gegenüber dem Irak verhalten, wie es der Irak gegenüber Kuwait tat, wäre das irakische Staatswesen lange annektiert und seine Ölreserven konfisziert worden.

Während das moralisch lobenswert ist, argumentiert Harris, hat es einen hohen und weiter steigenden Preis, dass der Westen auf die muslimische Rücksichtlosigkeit nicht mit gleicher Rücksichtslosigkeit antwortet. Es erlaubt den muslimischen politischen Extremisten der verschiedenen Sorten die Fantasie, dass sie ihre Macht erworben hätten, während diese in Wirklichkeit ausschließlich aus der total zivilisierten Zurückhaltung des Westens erwächst.

Dieses Durcheinander lässt die muslimischen Extremisten sich in dem Fehler schwelgen, dass ihre Erfolge eine höhere Tugendhaftigkeit oder sogar Gottes Hilfe bedeuten. Sie nehmen im Gegenteil die Zurückhaltung des Westens als ein Zeichen seiner Dekadenz wahr. Solche Fantasien, macht Harris geltend, nähren sich aus sich selbst, führen zu immer wahnsinnigerem und gefährlicherem Verhalten. Westler sorgen sich um die Sicherheit von Stromnetzen, Computerfehlern und Wasser-Reserven; kann ein atomarer Angriff auf eine westliche Metropole so weit entfernt sein? Mit anderen Worten: Westliche Zurückhaltung isoliert dessen Feinde von den verdienten Konsequenzen ihrer Taten und ermutigen so unabsichtlich ihr schlechtes Verhalten.

Für den Westen bedeutet die Umkehr dieses Prozesses weit rauere Mittel als er zu benutzen vorzieht. Harris, Autor eines weit denkenden Buches über diese allgemeine Frage, das Anfang 2004 bei Free Press heraus kommt, besagt, dass das Alte Europa und die meisten Analysten es versäumt haben, die Erfordernis des Wechsels zu begreifen. Allerdings hat die Bush-Administration das herausgefunden und hat auf mehrere Arten begonnen hat ungerührt einen grundlegenden Bruch mit den Beschränkungen der Vergangenheit durchgeführt:

  • Präventiv vorgehen: Ausschalten von Führungs-Fantasten (den Taliban, Saddam Husseins, Yassir Arafats), bevor sie mehr Schaden anrichten können.
  • Wiederherstellen: Ihr Staatswesen abbauen, dieses dann mit zivilisierten Richtlinien wiederherstellen
  • Durchsetzung von zweierlei Maß: Handle aufgrund der Voraussetzung, dass es der US-Regierung allein „gestattet ist, Gewalt gegen andere anzuwenden, die keine Gewalt benutzen dürfen.“

Kurz gesagt: Bis die, die Harris die „islamischen Fantasten“ nennt, nach den Regeln spielen, muss Washington bereit sein, wie sie zu handeln: ohne Regelwerk.

Dieser Appell an Amerika, weniger zivilisiert zu handeln, wird bei manchen Anstoß erregen; aber er bietet eine überzeugende Erklärung für die innere Logik von Amerikas harter, neuer Außenpolitik.

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„Es ist Amerikas Fehler!“

Die „Frachtkult“-Mentalität

John Derbyshire, National Review Online, 14. Juni 2002 (heute nur noch hier)

Wenn man etwas öffentlich über den Nahen Osten schreibt, bekommt man eine Menge Leserpost. Nach einer Weile fängt man an Trends in diesen Antworten festzustellen – Trends, die sehr suggestiv darüber sind, wie Menschen denken und welche Gefühle sie bei großen Dingen haben.

Wenn ich selbst über den Nahen Osten schreibe, mache ich normalerweise irgendwo mittendrin eine Pause um herauszustellen, warum Araber als Einzelne generell nicht besser oder schlechter sind als einzelne Engländer, Amerikaner oder Ungarn, die arabische Gesellschaft aber nie einen Hang zu rationaler Politik hat und keine Anzeichen zeigt, ihn jemals zu haben. Daher ist jedes einzelne arabische Land entweder eine finstere Theokratie oder eine säkulare „Volksrepublik“ unter der Knute eines zynischen Gangsters.

Es gibt eine Antwort, die ich von arabischen Lesern in diesem Zusammenhang relativ oft bekomme. Sie liest sich mehr oder weniger so: „Was erwarten Sie? Natürlich ist die arabische Welt politisch rückständig. Ihr Amerikaner habt diese Regime eingesetzt! Ihr erhaltet sie! Das Volk von Saudi Arabien usw. würde diese fürchterlichen, despotischen Herrscher liebend gerne los werden, aber ihr Amerikaner lasst das nicht zu! Wenn die Saudis versuchen sollten, ihre Monarchie zu stürzen und eine Regierung des Volkes einzusetzen, würden die USA alles unternehmen, das zu unterbinden! Das ist alles Amerikas Fehler!“

Als erstes muss über diese Argumentation gesagt werden, dass eine Reihe intelligent klingender Araber (und Pakistanis und passende andere) das glauben – ich bekomme jede Woche ein halbes Dutzend E-mails diesen Inhalts. Das Zweite, das gesagt werden muss, ist, dass dies als These in den Politikwissenschaften nicht mehr einen Hundepups wert ist.

Es ist tatsächlich so, dass Demokratie in der arabischen Welt wahrscheinlich nicht im Interesse der USA ist. Es gibt gute Gründe zu glauben, dass jede arabische Demokratie rasch in Faschismus degenerieren würde und dass die arabischen Herrscher, obwohl sicher widerlich, im Ganzen den USA und unseren Interessen weniger feindselig gegenüber stehen als die arabischen Menschen insgesamt – natürlich weniger als die politisch organisierte Opposition in Ägypten, Saudi Arabien, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, vielleicht sogar im Irak. In Palästina natürlich auch. Die derzeitige Unbeliebtheit Yassir Arafats in seinem Volk z.B. scheint aus der Ansicht zu stammen, dass er nicht antisemitisch und antiamerikanisch genug ist, um sie zufrieden zu stellen.

Nichtsdestotrotz ist es wahr, dass ein entschiedener Versuch des Volkes eines jeden Nahost-Staates sein pro-amerikanisches Regime zu stürzen mit Sicherheit Erfolg haben würde. Sagt Ihnen der Begriff „Schah des Iran“ etwas? Wenn eine Nation den Zeitpunkt der Revolution erreicht, gibt es sehr wenig, das eine Macht von außen tun kann, um den Verlauf der Dinge zu ändern, wenn es nicht in der Art Stalins im Europa der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg geschieht oder der Römer im Palästina des ersten Jahrhunderts: mit absoluter Rücksichtslosigkeit. Sei es nun positiv oder negativ: so sind die USA nicht. Das kann von außen Stehenden nicht aufgezwungen oder gemanagt werden, wenn es nicht besondere Umstände sind wie die im Nachkriegs-Japan. Wenn das Volk von Syrien oder Pakistan entschieden eine verfassungsbestimmte Regierung haben wollten, dann könnten die USA oder irgendjemand anderes nichts dagegen ausrichten. Genauso beim Gegenteil: Wenn sie nicht entschieden dafür sind, dann kann sie ihnen niemand geben. Und wir schon gar nicht.

Warum scheinen dann so viele Menschen zu glauben, dass „alles der Fehler Amerikas“ ist? Ich denke, da laufen mehrere Dinge ab.

Eines ist, dass wir eine Vater-Nation sind: groß, stark, reich und dominant. Viele in der Welt stehen in einer ähnlichen Beziehung zu den USA wie ein schwieriger Teenager zu seinem Vater. Es sind nicht nur unsere Größe, unser Reichtum oder unsere Stärke, die sie verrückt machen; es ist bereits unsere pure Existenz, die sie kaum ertragen können, das Wissen, wie sehr sie von uns abhängen. Ich bin ein selbstbestimmtes Wesen! Ich habe einen eigenen Willen! Ich kann die Zukunft sehen – ich bin TEIL DER Zukunft – und du wagst es, mir im Weg zu stehen?!?! Im Fall der arabischen Welt wird diese Haltung wahrscheinlich durch das oft beobachtete Phänomen des verwöhnten arabischen, männlichen Heranwachsenden vervielfacht, der von seinen weiblichen Verwandten abgöttisch geliebt wird, auf dem die Hoffnungen der Familie liegen.

Eine andere Sache, so denke ich, ist die, dass ein reichlich großer Teil der arabischen Welt in einer Art Frachtkult-Mentalität gefangen ist. Frachtkulte kamen während des Zweiten Weltkriegs in den melanesischen Inseln des Südpazifik auf. Die Völker dieser Orte sahen, wie die Amerikaner und Briten kamen und Landestreifen für Flugzeuge bauten. Als dann die Landestreifen gebaut waren, begannen mit Fracht beladene Flugzeuge zu kommen. Die Melanesier schlossen daraus, was angesichts ihres Kenntnisstands nicht unvernünftig war, dass, wenn sie Landebahnen bauten, Flugzeuge auch zu ihnen kommen und gleichermaßen Fracht bringen würden. Also hackten sie behelfsmäßige Landebahnen aus dem Dschungel und bauten Modelle von Kontrolltürmen aus Gras und Schlamm. Dann setzten sie sich hin und warteten darauf, dass die Frachtflugzeuge kämen.

Einen Geschmack des Frachtkults bekommt man in einer Reihe von Dritte-Welt-Ländern. Amerika hat Wolkenkratzer. Amerika ist reich und stark. Lasst uns Wolkenkratzer bauen – dann werden wir auch reich und stark! Der Gedanke, dass der Reichtum und die Stärke in Gewohnheiten, Vereinbarungen, Gesetzen, Freiheiten, Traditionen und Gedankenmustern, Verhalten und Verbindungen ihre Wurzeln haben und dass die Wolkenkratzer ein zufälliges Nebenprodukt sind, wird nicht besonders gut verstanden.

Die kommunistische Welt war dem auch sehr ähnlich – und ist es noch, wo sie überlebt. In Pjöngjang gibt es haufenweise breite Boulevards und bombastische Gebäude. Nur gibt es keinen Verkehr, der die Boulevards nutzen könnte und die Menschen, die die Gebäude bevölkern, wenn sie sich die Mühe geben zur Arbeit zu erscheinen, sind zerlumpt und hungern. Als aber die Boulevards geplant und die Gebäude gebaut wurden, glaubten die Menschen wahrscheinlich, dass der Reichtum und die nationale Stärke – die Fracht! – unvermeidlich folgen würden.

Südlich der Sahara war der Frachtkult in den 1960-er und 1970-er Jahren sehr akut, nachdem die Kolonialmächte abzogen. Jede neue Nation schaffte sich eine Airline, ein Universitätssystem, eine Reihe von Superautobahnen, ein prestigeträchtiges Industrieprojekt, eine Verfassung. Seht ihr, wir sind genauso wie ein europäisches Land! Genau wie Amerika! Jetzt muss die Fracht kommen! Nur: kam sie nicht. Die Prestige-Projekte sind vom Busch geschluckt worden, Gras wächst in den Rissen der Autobahnen, die Verfassung wurde von Präsident auf Lebenszeit Klepto Bandido auf den Müll geworfen und eine Rebellenarmee schlägt ihre Zelte in der Universitätsbibliothek auf, wobei sie die Bücher als Brennstoff zum Kochen benutzt.

Als ich in den frühen 1980-er Jahren in China lebte, bestaunte ich all die sinnlose Schauspielerei, die dort ablief. Sie hatten ein „Parlament“, das niemals über irgendetwas debattierte, „Zeitungen“ ohne Nachrichten, „Gerichtsverhandlungen“, wo nichts verhandelt wurde, weil das Urteil im Vorfeld beschlossen wurde. „Warum das alles?“, fragte ich mich. Ich begann eine Ahnung davon zu bekommen, was die Antwort darauf war: Weil Amerika diese Dinge hatte. Seht, wie reich, wie erfolgreich sie sind! Deshalb müssen wir diese Dinge auch haben. Dann werden wir reich und erfolgreich sein, wie Amerika! (Als Bertrand Russel über seinen Besuch in Russland 1920 berichtete, sagte er, dass das Ziel Lenins und seiner Bolschewiken war: „Russland so zu industrialisieren und amerikanisch zu machen wie möglich.“)

In meiner pessimistischen Stimmung glaube ich, dass verfassungsgemäßes Regieren eine Art glücklicher Zufall ist, über den Völker von Zeit zu Zeit auf gut Glück stolpern, vielleicht einmal in einem Jahrtausend. Die Engländer lösten das irgendwie in der Frühmoderne und trugen es in ihre Kolonien, die das verbesserten. Die römische Republik unternahm eine Zeit lang einen recht guten Versuch darin, bis gerade die Erfolge ihres Systems ihren Herrschaftsbereich zu groß machten, als dass das System ihn noch in den Griff bekam. Ähnlich die antiken Griechen. Ein paar verstreute andere Orte – Westeuropa, Japan, Indien, Taiwan – sehen aus, als ob sie die richtige Vorstellung haben. Ich würde nicht sagen, dass ihr Zugriff darauf immer sehr fest ist, aber wenigstens ein paar Jahrzehnte werden ihre Parlamente debattieren, ihre Richter richten, ihre Zeitungen Nachrichten bringen. Aber der größte Teil der Welt, einschließlich der gesamten arabischen Welt, ist in politischer Dunkelheit versunken, die der natürliche Zustand der Menschheit ist. Die Völker dort wissen, dass ihnen etwas fehlt, aber sie können nicht heraus finden, was zum Teufel das ist. Wir bauen Landebahnen und die Kontrolltürme und die Hangars – schaut! Warum kommt die Fracht nicht?

Das muss Amerikas Fehler sein.

Nach Netanyahus Unterstützung für die Kurden benennt Palästina sich in „Kurdistan II“ um

The Mideast Beast, 2. Oktober 2017

Unter Zitierung der Unterstützung des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu für „die legitimen Bemühungen des kurdischen Volks zur Erlangung eines eigenen Staates“ sagen Palästinenserführer, dass sie wieder die Eigenstaatlichkeit anstreben, sondern ihr Land „Kurdistan II“ nennen werden.

„Nach acht Jahren des Verschiebens ernsthafter Diskussionen über die Gründung eines Staates beginnen wir uns zu fragen, ob Bibi überhaupt an legitime politische Rechte glaubte“, sagte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas dem Mideast Beast. „Wie sich herausstellt, war es lediglich unser Name, der die Dinge aufhielt.“

Nachdem der türkische Präsident und Held der Palästinenser Recep Tayyip Erdoğan die kurdische Unabhängigkeit lautstark ablehnte, folgten die die Kurden ihrem Beispiel und kündigten an, dass sie jetzt ihren neu ausgerufenen Staat „Palästina B“ nennen würden.

Gedankenverlorenes Territorium – Bericht: Kompetenter kurdischer Staat wird Instabilität herbeiführen, palästinensischer Terrorstaat ist völlig in Ordnung

PreOccupied Territory, 24. September 2017

Der Nahe Osten ist nicht an kompetente Verwaltungen gewöhnt; es wäre unverantwortlich so etwas einzuführen.

Mossul, 24. September – Anlaysten aus einem Kader an Staaten und Instanzen, die die fließende, chaotische Lage im Nahen Osten beobachten, sind zu dem Schluss gekommen, dass die Gründung eines unabhängigen, einheitlichen Staats für die Kurden, wo sie schon eine de facto-Autonomie genießen und die Fähigkeit geeigneter Autonomie und Verwaltung demonstriert haben, würde eine destabilisierenden Faktor in die Region bringen, während ein von Stammeswesen, korrupten, von der Unterdrückung anderer Meinungen besessenen Despoten regierter Palästinenserstaat nur als stabilisierender Faktor dienen könnte.

Die Vereinigten Staaten, die Türkei, der Iran, der Irak, die Vereinten Nationen, Syrien und eine Unzahl anderer haben ihre Missfallen bezüglich der Vorstellung der Souveränität für die Kurden angemeldet; die Kurden sind eine ausgeprägte ethnische Gruppe, die unter einer Unmenge Regime von außen gelitten hat und die Unabhängigkeit anstrebt. Gleichzeitig haben dieselben Gruppierungen und Länder an der Gründung eines souveränen Staats für die Palästinenser gearbeitet, einer Nation, die in den 1960-er Jahren ausgearbeitet wrude, die in den mehr als zwei Jahrzehnten Selbstregierung wenig bis keine Fortschritte hin zur Einrichtung guter Regierungsführung, demokratischer Institutionen, Zivilgesellschaft, Transparenz oder anderer Faktoren gemacht hat, die irgendwie die Weisheit der Fortsetzung eines solchen Weges  demonstrieren würden. Beim Erklären der unterschiedlichen Haltungen vermerken Experten, dass die kompetente Verwaltung durch die Kurden eine aufkommende Ordnung in der Region untergraben, während ein korrupter, Terrorismus propagierender Palästinenserstaat sie stärken würde.

Bei der Erklärung des Unterschieds deuten Analysten auf mehrere Schlüsselfaktoren. „Erstens muss man begreifen, dass der Nahe Osten nicht an kompetente Verwaltung gewöhnt ist“, insistierte ein Akademiker, der hart zu versuchen schien nicht dem iranischen Außenminister Javad Zarif mit Groucho-Brille, Nase und Schnurrbart zu ähneln. „Es wäre unverantwortlich so etwas einzuführen. Sehen Sie sich nur das Chaos an, das die Zionisten angerichtet haben, indem sie auch nur eine Andeutung echter Regierung gebracht haben. Die Völker dieser Region leisten solchen fremden, kolonialen Ideen weiterhin Widerstand.“

„Korruption, Völkermord, Herrschaft über andere Völker, gewalttätige Unterdrückung eines jeden Zeichens einer unabhängigen Bewegung – da sind Werte, die in diesem Teil der Welt Zuhause sind“, argumentierte eine Gruppe unparteiischer UNO-Delegierter aus Staaten, die von irakischem Öl abhängig sind, von der Türkei bedroht werden oder mit einer Geschichte des gewalttätigen Umgangs mit den Kurden. „Man kann kein Volk belohnen, das versucht Unabhängigkeit zu durchzusetzen – was andere ermutigen würde und das wäre ein Rezept für die Katastrophe. Solange man nicht über die Palästinenser redet. Für die ist das in Ordnung. Nein, keine Frage, fürchte ich. Es ist nicht gestattet dieses internationale Dogma anzuzweifeln. Wer man das tut, dann läuft man Gefahr, dass die von Petrodollars finanzierten Institutionen plötzlich ihre Unterstützer verlieren.“

Offizielle UNO-Landkarte von Israel zeigt keine Landeshauptstadt

Aussie Dave, Israellycool, 12. September 2017 (und Daniel Pipes, National Review online, 12. September 2017)

Jawohl, ich kann nicht glauben, dass das erst jetzt entdeckt worden zu sein schient. Daniel Pipes schrieb am 12. September auf National Review online:

Viele Medien-Schwergewichte – die BBC, Agence France Presse, der Guadian, die New York Times, die Washington Post, CTV – tun so als ob Tel Aviv die Hauptstadt Israels ist. Selbst das Weiße Haus hatte unter Obama hatte Schwierigkeiten dahinter zu kommen, wo diese Hauptstadt liegen könnte.

Die kartografische Sektion der Abteilung Friedenserhaltungsoperationen der Vereinten Nationen (United Nations‘ Depmartment of Peacekeeping Operations – UNDPO) geht allerdings einen Schritt weiter als sie alle. Wenn Amateure so tun als sei Tel Aviv Israels Hauptstadt, so behaupten die Profis von UNDPO, dass Israel überhaupt keine Hauptstadt hat.

Das ist zumindest Schlussfolgerung der Landkarte, die UNDPO (mit Datum vom Januar 2004, aber von mir erst heute entdeckt) ins Netz stellte; sie hat ein eindeutiges Symbol (einen fünfzackigen Stern in einem Kreis) für das, was sie als „nationale Hauptstädte“ bezeichnet. Die komplette Landkarte können Sie hier anklicken.

Ein genauer Blick auf die Gesamtkarte zeigt, das Damaskus und Amman beide diesen fünfzackigen Stern haben, während das für keine Stadt in Israel der Fall ist, insbesondere weder Jerusalem noch Tel Aviv.

Ich würde nur eines hinzufügen: Dies scheint eine offizielle Landkarte der UNO zu sein – obwohl sie aus dem Jahr 2004 stammt. Wenn Sie auf die Raumbezogene Informationsseite der UNO gehen (ehemals die kartografische Sektion) und in dem Drop-Down-Menue „Israel“ auswählen, werden sie auf die Landkarte geleitet.

Auch wenn man „UN Map Israel“ (UNO-Landkarte Israel) googelt, ist sie das erste Ergebnis.

Obwohl es die UNO ist, bin ich doch etwas überrascht, dass sie nicht Tel Aviv als unserer Hauptstadt auswiesen, wie es all die anderen „coolen Typen“ tun.

Daniel Pipes kommentierte:

(1) Schon der Begriff „nationale Hauptstadt“ impliziert, das die nationale Regierung über ihre Hauptstadt entscheidet. Nur Israel hat dieses Privileg nicht.

(2) Es kann bei niemandem einen Zweifel geben, wo die Hauptstadt Israels liegt. Sollte eine Erinnerung nötig sein: Hier ist Israels Parlament, es heißt „Knesset“; Jerusalem ist der Sitz des Souveräns des Landes.

Israels Parlament, die Knesset. Liegt. In. Jerusalem.

(3) Diese kleine Landkarte bietet nur einen weiteren Belegt der Irrealität, die in den Vereinten Nationen vorherrscht.

historische Fotos aus Israel: Indische Soldaten, die halfen Jerusalem zu befreien

gefunden auf Pictue a Day:

Vor 100 Jahren kämpften indische Soldaten auf Seiten der Entente, auch im Nahen Osten, 95.000 an der Sinai-Palästina-Front. Etwa 10 Prozent von ihnen fielen. Eine große Zahl von ihnen waren Muslime, die sich bis auf Einzelfälle nicht von der türkischen Propaganda verführen ließen die Fronten zu wechseln. General Allenby, der Oberkommandierende der britischen und alliierten Truppen in Siani/Palästina schätzte die indisch-muslimischen Truppen genug, um sie in seinen Berichten gesondert zu erwähnen. Sein Respekt für die indischen Soldaten zeigt sich u.a. in seinem Salut bei ihrem Einzug in Jerusalem:

Im nächsten Bild bewachen indische Ulanen türkische Gefangene (Jerusalem im Dezember 1917):

Indisch-muslimischen Soldaten wurde die Sicherheit auf dem Tempelberg übertragen. Hier stehen sie an der Omarmoschee (Felsendom) Wache:

In Jerusalemer Viertel Talpiot gibt es einen Friedhof für die gefallenen indischen Soldaten:

UNRWA bietet kostenlos Bildung, Unterkunft, medizinische Versorgung – aber die Palästinenser wollen mehr

Elder of Ziyon, 15. September 2017

Besteht der Sinn von Hilfe darin Menschen zu helfen eigenständig zu werden oder darin, dass sie erstarren und immer abhängiger werden?

Die Antwort sollte klar sein, aber für die UNRWA besteht im Letzteren.

UNRWAs ursprüngliche Absichten waren nobel – sie sollte befristet sein, bis die obdachlosen Araber von 1948 Häuser und Staatsbürgerschaft finden konnten – aber innerhalb von nur ein paar wenigen Jahren verwandelte sie sich in eine Wohlfahrtseinrichtung und ermutigte die Menschen nicht länger dazu Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.

Die arabischen Empfänger von UNRWA-Hilfe ihrerseits fanden, sie hätten ein Recht auf diese umfangreichen Unterstützungsleistungen – kostenlose medizinische Dienste, kostenlose Unterkünfte, kostenlose Schulbildung, die auf viele Weise besser sind als in den umgebenden arabischen Staaten. Und im Verlauf der Zeit, so wie die UNRWA größer wurde, hatten die das Gefühl, dass Arbeitsplätze ebenfalls ein Recht seien. Fast alle UNRWA-Beschäftigen sind palästinensische Araber.

Letzte Woche gab es im Gazastreifen einen Protest gegen die UNRWA – weil die Fake-Flüchtlinge forderten, dass nicht ihre eigene Hamas-de-facto-Regierung ihre Versorgung übernimmt und nicht die PA sich um ihre Bedürfnisse kümmert, sondern dass die Welt weiterhin alles finanziert, was sie fordern. Gratis.

Sie könne zwei ihrer Forderungen in Englisch sehen:

Die wahre Frage lautet: Warum nimmt die Zahl der „Flüchtlinge“ jedes Jahr zu? Weil sie in doppelter Hinsicht keine echten Flüchtlinge sind: Zum einen, weil sie die Nachkommen von heimatlosen Personen sind und zum zweiten, weil sie in den Grenzen des britischen Mandats Palästina leben und Flüchtlinge per Definition außerhalb ihres Landes leben!

Kostenloser Strom! Eine neue Forderung, die die Welt bezahlen soll.

Bedürftige Menschen sollten Hilfe erhalten. Aber nicht auf ewig. UNRWA hat ihren Nutzen um 50 Jahre überschritten und es ist längst überfällig deshalb etwas zu unternehmen, außer die Welt will nie endende palästinensische Klagen finanzieren – auf ewig.