Hamas-Umweltminister schwört die Reifenverbrennungen bis 2030 um 20% zu verringern

The MidEast Beast, 27. September 2019

Foto: taz

In einer der ambitioniertesten Initiativen gegen den Klimawandel hat der Hamas-Umweltminister Ahmet al-Buluti feierlich geschworen die Emissionen beim Verbrennen von Reifen bis 2030 um 20% zu senken.

„Wir müssen alle unseren Teil dazu beitragen der Realität der globalen Erwärmung entgegenzutreten und diese Ziele werden ein wichtiger Schritt zur Reduzierung unserer CO2-Bilanz sein“, sagte al-Buluti in einer Pressekonferenz. „Bis 2050 hoffen wir die Emissionen vom Reifen verbrennen zu halbieren, weil alle Nationen Opfer bringen müssen, um sicherzustellen, dass unser Planet bewohnbar bleibt.“

Während die Ziele der Hamas bis heute die aggressivsten sind, ist der Gazastreifen nur eine von vielen Nahost-Regierungen, die versuchen Emissionen zu reduzieren. Syrien hat den Übergang von CO2-intensiven Flächenbombardments zu CO2-freiem Saringas begonnen, während der Islamische Staat dabei ist das Verbrennen von Gefangenen bei lebendigem Leib auslaufen zu lassen und durch Enthauptungen zu ersetzen.

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Wie Muslime aus Jerusalem eine heilige Stadt des Islam machten

Ägypter identifieziren sich mit den Pharaonen und Syrer und Libanesen mit den Phöniziern, also entschieden die palästinensischen Araber sich zu behaupten zu den Jebusitern zu gehören, einem ausgestorbenen Stamm, der in Jerusalem lebte, bevor es von den Juden erobert wurde.

Dr. Alex Grobman, Israel National News, 2. Juni 2019

Präsident Donald Trumps historische Entscheidung vom 6. Dezember 2017 Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, hat einen Sturzbach negativer und positiver Reaktionen ausgelöst. Der wesentliche Punkt in Trumps Äußerung lautet:

„Heute erkennen wir das Offensichtliche an. Was macht eine Hauptstadt aus; wann wurde Jerusalem Israels Hauptstadt; wie sieht die jüdische Beziehung zu Jerusalem aus; wie übernahm Jerusalem eine solch bedeutende Position im Islam?

Die National Geographic Society definiert eine Hauptstadt als „eine Stadt, in der die Regierung einer Region verortet ist. Dort stehen die Regierungsgebäude und die Regierungsführer arbeiten dort.“ Gemäß dieser Definition ist Jerusalem Israels Hauptstadt. Die Knesset, Israels gesetzgebender Regierungszweig, der Oberste Gerichtshof und die offiziellen Residenzen des Premierministers und des Präsidenten befinden sich in Jerusalem.

Jerusalem ist Israels ewige Hauptstadt

Als König David Jerusalem ca. 1.000 v.Chr. zu Israels Hauptstadt machte, wurde Jerusalem zum Zentrum der Souveränität der jüdischen Nation. Die jüdische Geschichte hindurch ist die Stadt Israels Hauptstadt geblieben. Die Zentralität Jerusalems für Juden spiegelt sich in ihren täglichen Gebeten, Feiertagen, Ritualen und leidenschaftlichem Anflehen Gottes zu seiner Wiederherstellung.

Für Rabbi Joseph B. Soloveitchik hat Jerusalem seine Heiligkeit nie verloren. Rabbi Abraham Joschua Heschel erklärte, wie der Zionismus „aus der Erinnerung, aus Ritual und Gebet, aus Glauben an die Verheißung, aus Loyalität gegenüber den biblischen Geboten nie die eigene Herkunft zu vergessen, unsere Verbindung, nie die Hoffnung auf Zion und Jerusalem aufzugeben“ geboren wurde.

Bei Hochzeiten, an den freudigsten Ereignissen des eigenen Lebens, sagen Juden Psalm 137 auf: „Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, dann soll mir die rechte Hand verdorren.“

Wie, wann und warum entwickelte sich Jerusalem dann zu einer wichtigen muslimischen Stadt?

Der Historiker Daniel Pipes weist darauf hin, dass Jerusalem im Koran, in muslimischen Gebeten nie erwähnt wird, niemals Hauptstadt eines souveränen muslimischen Staates wurde oder Zentrum muslimischer Kultur oder Forschung war. Es kam auch nicht viel politische Bedeutung aus Jerusalem.

Im Gegenteil dazu erscheint Jerusalem in der Thora 669-mal auf und Zion (das allgemein Jerusalem oder zu anderen Gelegenheiten das Land Israel bezeichnet) 154-mal, zusammen also 823 Male.

Wie wandelte sich der Status von Jerusalem von einer vernachlässigten oder fast unbedeutenden heiligen Stadt zu einem ansehnlichen Teil des arabisch-muslimischen Lebens, fragt der Historiker Yitzak Reiter. Im Islam ist die Heiligkeit eines Ortes nicht statisch. Die Hierarchie der Heiligkeit während der formgebenden Jahre kann sich als Ergebnis politischer und sozialer Umstände verändern.

Der Historiker Mosche Gil erklärt, dass Jerusalem in den frühen Jahren des Islam Iliya genannt wurde. Muslime nutzten den Namen Iliya noch im zehnten Jahrhundert. Es war auch als Medinat Beyt al-Maqdis, Stadt des Tempels bekannt. Die Araber begannen erst im elften Jahrhundert den Namen Al-Quds, den arabischen Namen für Jerusalem, zu nutzen. Die Stadt wurde für Muslime erst in der Omayyaden-Zeit (661-750) heilig. Bis dahin war sie nur Juden heilig.

Die Verwandlung Jerusalems in eine muslimische heilige Stadt begann, nachdem Kalif Abd al-Malik den Felsendom auf dem Tempelberg baute, der vier Jahre später, 692, vollendet wurde, schreibt Gil. Der Bau der al-Aqsa-Moschee, die von Abd al-Maliks Söhnen ebenfalls auf dem Tempelberg gebaut wurde, dauerte rund zehn Jahr, von 706 bis 717.

Der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee

Einmal fertiggestellt, zogen der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee tausende Muslime auf dem Weg nach Mekka an, übertrugen auf sie eine religiöse und spirituelle Qualität. Im Gegenzug wurden Traditionen um diese heilige Stätte geschaffen, die mit dem Koran und den Hadithen [muslimischen Traditionen von Erklärungen und Entscheidungen, die angeblich von Mohammed selbst stammen] in Verbindung stehen. Gemäß dem Hadith trug der Engel Gabriel Mohammed nach Jerusalem, von wo er in den Himmel aufstieg.

Schließlich wurde die gesamte Stadt Jerusalem für den Islam heilig. Eine umfangreiche Literatur der Mohammed zugeschriebenen Traditionen, die man als Lobrede für Jerusalem kennt, wurde produziert. Die Heiligkeit der Stadt fordert, dass Muslime an diesen Heiligtümern beten. Ein Gebet in Jerusalem zu sprechen wurde gemäß einer Berechnung 500-mal mehr wert als an jedem anderen Ort. Jerusalem, Mekka und Medina waren die drei Orte, die Mohammed den Koran gaben.

Jerusalem würde der Ort sein, an dem alle Moscheen sich am Ende der Tage versammeln werden und wo die Trompete für die Wiederauferstehung der Toten geblasen wird. Auch Palästina garantierte Lob, weil der Koran es als geheiligtes Land bezeichnet.

Arabische Quellen streiten über den Zweck dieser prachtvollen Gebäude. Mehrere Zwecke sind vorgeschlagen worden: Abd al-Malik wollte die Aufmerksamkeit von Mekka nach Jerusalem umlenken, als er regierte; sie sollten die religiöse Bedeutung Jerusalems für Muslime zeigen; sie sollten die christlichen Kirchen und Klöster an Schönheit übertrumpfen und damit die Überlegenheit des Islam vermitteln. Eine aktuelle Studie betont, das Ziel habe darin bestanden die Juden und Christen zu beeinflussen Muslime zu werden.

Reiter vermerkt, dass dreihundert Jahre nach Ende der Omayyaden-Zeit die Ayyubiden (12./13. Jahrhundert) Jerusalems Ansehen stärkten, während Muslime den Krieg gegen die Kreuzritter vorbereiteten. Zur Zeit der Kreuzritter dominierten Juden und Christen die Einwohnerschaft in Palästina. Die arabischen Stämme lebten in den Grenzgebieten.

Nachdem die Briten Palästina im Ersten Weltkrieg eroberten, überhöhte Haddsch Amin al-Husseini, der Mufti von Jerusalem, die Bedeutung der Al-Aqsa-Moschee und Jerusalem in Reaktion zur vermeintlichen Bedrohung durch den Zionismus.

Am Ende des Sechstage-Kriegs 1967, fügt Reiter an, schufen palästinensische Araber neue Mythen, indem sie lange vergessene islamische Traditionen, Interpretationen und Überzeugungen zu den Moscheen wiedereinführten. Diese neu definierten Mythen halfen muslimisch-religiöse Leidenschaften zu entzünden, um die Herrschaft über Ostjerusalem und die heiligen Stätten wiederherzustellen.

„Al-Aqsa in Gefahr“

Das führte zur Strategie „Al-Aqsa ist in Gefahr“, obwohl der Tempelberg unter der Kontrolle der muslimische Waqf steht. Reiter fügt an, dass es zur Hervorhebung der Notwendigkeit die Moschee schützen zu müssen folgendes gibt: Besuche der Moschee als Teil einer politischen Pflicht sowie als religiöse Verantwortung, Sonderkonferenzen und zahlreiche Predigten, in denen die Al-Aqsa und Jerusalem im Vordergrund stehen; und Kundgebungen sowie politische Proteste.

Teil des Versuchs besteht darin die religiöse Verbindung der Juden zu Jerusalem, der Kotel und besonders zum Tempelberg zu leugnen. Versuche alle Spuren des Tempels zu vernichten, werden tams al ma’alem genannt, Arabisch für „löschen der Zeichen“, gibt Mordechai Kedar an, ein führender Experte für arabisch-islamische Gruppen.

Vortäuschung einer historischen Vergangenheit für die palästinensischen Araber

Erfundene Geschichte ist ein weiterer Teil dieses Plans. Die Ägypter identifizieren sich mit den Pharaonen und die Syrer und die Libanesen mit den Phöniziern, also beschlossen die palästinensischen Araber, obwohl sie von der Arabischen Halbinsel stammen, zu behaupten Teil der Jebusiter zu sein, eines untergegangenen kanaanitischen Stammes, der in Jerusalem lebte, bevor es von den Juden erobert wurde.

Die palästinensischen Araber behaupten auch eine Verbindung zu Saladin zu haben, dem Gründer der Ayyubiden-Dynastie, die Jerusalem von den Kreuzrittern befreite. Ein zukünftiger Saladin, glauben sie, wird Jerusalem von den „neuen Kreuzrittern“ „befreien“ – den Juden, die Jerusalem regieren.

Einen letzte Anmerkung

Der Konflikt zwischen Israel und den palästinensischen Arabern ist ein Religionskrieg, der zu endlosen Kommissionen, Konferenzen und Übereinkommen geführt hat, die auf der wahnhaften Annahm beruhen, man könne mit Leuten verhandeln, die glauben Juden seien Ungläubige, die ihr Land stahlen.

Kedar erklärt: „Der religiöse Grund wurzelt im Konzept des Islam von sich selbst als einem Glauben, dessen Auftrag es ist sowohl dem Judentum als auch dem Christentum ein Ende zu setzen und alles, was einst jüdisch oder christlich war, zu erben: Land, Gotteshäuser und Menschen.“

Jerusalem ist tausende Jahre lang die heiligste Stadt des jüdischen Volkes gewesen. Einen frohen Jerusalem-Tag!

Palästinensischer Historiker, der jüdische Verbindung zu Jerusalem leugnet, gibt mehr oder weniger zu, dass es eine palästinensische Identität vor 1967 nicht gab

Elder of Ziyon, 28. August 2019

Im Juni sagte Nazmi al-Jubeh, Lehrbeauftragter für Geschichte und Archäologie an der Universität Birzeit bei einer UNO-Konferenz in Genf, es gebe keine wissenschaftlichen Belege, die Juden mit Jerusalem in Verbindung bringen.

Das ist der Zustand der palästinensischen akademischen Welt.

Ich fand aber einen weiteren Artikel Jubehs, offenbar aus dem Jahr 2006; darin diskutiert er die palästinensische Identität und während er darauf besteht, dass diese echt ist, sagen seine das stützenden Belege etwas anderes.

Auszüge:

Das palästinensische Volk unterscheidet sich nicht von anderen Völkern in Großsyrien (Bilad al-Sham). Die Palästinenser sind das Ergebnis angesammelter ethnischer, rassischer und religiöser Gruppen, die einst in diesem Landstrich lebten, ihn eroberten, besetzten und hindurchzogen. Kriege und Invasionen haben in keiner Periode der Geschichte die lokale Bevölkerung komplett ersetzt; sie haben der lokalen Identität eher etwas hinzugefügt, sich mit ihr vermischt und sie neu geformt. Das palästinensische Volk sind die Kanaaniter, die Philister, die Jebusiter, die Assyrer, die Babylonier, die Ägypter, die Aramäer, die Griechen, die Römer, die Byzantiner, die Araber, die Türken, die Kreuzritter und die Kurden, die einst Palästina besiedelten, eroberten, besetzten oder einfach durchzogen.

Die Frage lautet, ob die Palästinenser ihre Identität auf eine andere Weise reflektieren könnten, als sie das jetzt tun. Ich finde, die Antwort lautet ja. Diese künstliche Teilung von Großsyrien wurde dem Volk aufgezwungen. Hätte es kein Sykes-Picot-Abkommen gegeben, dann bin ich nicht sicher, dass das palästinensische Volk einen unabhängigen Staat als Gefäß seiner Identität gewählt hätte. … Die Vorstellung eines unabhängigen Palästinenserstaates wurde erst vor kurzem aufgebracht; eigentlich hat die palästinensische Nationalbewegung den Konflikt immer als einen „arabisch-israelischen“ vermarktet und nicht als einen „palästinensisch-israelischen“. Die Idee eines unabhängigen Palästinenserstaats wurde 1973 nach dem Oktoberkrieg aufgebracht, mit besonderen internationalen, regionalen und nationalen politischen Entwicklungen; 1974 wurde die Idee zum Mittel des politischen Programms der PLO. Seitdem und bis heute (ich weiß nicht, wie lange) ist das palästinensische Leben komplett dementsprechend organisiert worden.

Mit der Gründung der PLO und den verschiedenen Widerstandsorganisationen, hauptsächlich in den 1960-er Jahren, durchlief die palästinensische Identität einen intensiven Politisierungsprozess. Die PLO ging über ihre nationale und regionale Bedeutung hinaus und erreichte überall in der Welt weitere Kreise. Mit der PLO wurde die palästinensische Identität „revolutionär“ oder zumindest als solche bezeichnet. Die Palästinenser wurden ein junger Mann/eine junge Frau mit Keffiye auf dem Kopf und einem Maschinengewehr in der Hand. Die PLO sah sich einer komplizierten Herausforderung gegenüber, nämlich wie man eine Nation eint und wie man eine gemeinsame Identität eines Volks entwickelt, das unter verschiedenen politischen Regimen und in verschiedenen sozio-ökonomischen Kontexten lebt, jordanisch, ägyptisch, israelisch, zusätzlich zu regionalen und internationalen Diasporas. Die PLO implementierte genau genommen unterschiedliche politische, kulturelle und soziale Programme und arbeitete sehr hart daran vis-a-vis einer arabischen Identität eine nationale Identität zu stärken, zu formen, umzuformen und zu entwickeln, mit dem Ziel eine kämpfende Nation zu entwickeln, die Freiheit anstrebt. Das war Mitte der 1960-er Jahre ein Träumer-Ansatz, aber er führte zu sehr konkreten Ergebnissen. Der gemeinsame politische Anspruch, der nicht leicht aufrechtzuerhalten war und mit der sie Menschen ums ich sammelten, wurde effektiv genutzt. Dieser Anspruch wurde das wichtigste Mittel beim Formen der jetzigen „palästinensischen Identität“. … Diese harte Arbeit führte auch zur Anerkennung des palästinensischen Volks, zuerst durch die Araber und dann langsam durch den Rest der internationalen Gemeinschaft.

Obwohl andere Teile dieses Aufsatzes anderes behaupten, gibt er mehr oder weniger zu, dass es bis in die 1970-er Jahre, als die PLO es praktisch schuf, kein palästinensisches Volk gab – weder selbstidentifziert noch von außen anerkannt. Und seine Beschreibung der palästinensischen Identität vor den 1960-ern deutet für sie nichts Einzigartiges oder Unterschiedliches verglichen mit der größeren arabischen Identität der Region an. Doch seine verdünnten eigenen Kriterien gehen nicht weiter als die „Delaware-Identität“ sein würde – ein Haufen Leute, die zufällig in einer Region lebten, aber keine einzigartigen Charakteristika haben.

Juden und Araber gemeinsam gegen die Nazis

Die ersten drei Jahre des Zweiten Weltkriegs kämpften, aßen, trainierten Juden und Araber gemeinsam, wurden gemeinsam gefangen genommen und töteten gemeinsam, sagt Professor Mustafa Abbasi. Während diese Brüderlichkeit nach dem Krieg versandete, „gibt sie uns einen Silberstreif der Hoffnung für die Zukunft“.

Nadav Shragain, Israel HaYom, 7. August 2019

Arabische Einwohner Jerusalems versammeln sich für eine Einschreibung ins Militär vor der Altstadt. (Foto: Library of Congress)

Eines Tages entdeckte Professor Mustafa Abbasi aus dem Dorf Jisch in Obergaliläla völlig zufällig ein Familiengeheimnis. Abbasi hatte sich laut gewundert, wieso fünf Jahre zwischen dem Geburtsdatum seiner Mutter und dem ihrer jüngeren Schwester lagen. Dann hörte er zum ersten Mal, dass sein Großvater, Said Abbasi, fünf lange Jahre weg von Zuhause verbracht hatte, weil er im Zweiten Weltkrieg als Freiwilliger in der britischen Armee diente, an der Seite jüdischer Freiwilliger gegen die Nazis kämpfte.

Erst später, nachdem er Forscher geworden war und sich in das Thema vertiefte, erfuhr Abbasi, wie weit verbreitet das Phänomen gewesen war: Tausende Araber und Juden aus dem Mandat Palästina hatten Seite an Seite gegen die Naziplage gekämpft.

Radwan Said aus Kafr Kana erzählte Abbasi, dass er als Scharfschütze gedient und bei Kämpfen in Italien drei Nazisoldaten getötet hatte.

Abbasi sprach mit den Ältesten in seinem Heimatdorf Jisch. Einer, Zaki Jubran, bekämpfte die Nazis zusammen mit seinem Bruder.

Abbasi sollte schließlich Listen mit mehr und mehr Arabern entdecken, die als Freiwillige der britischen Armee an der Seite von Juden kämpften – aus Jaffa, Jerusalem, Safed, Jenin und Nablus. Allein Tiberias, eine Stadt, in der Juden und Araber viele Jahren lang friedlich miteinander lebten, stellte hunderte arabischer Freiwilliger. Hunderte arabische Kämpfer verloren ihr Leben. Andere wurden gefangen genommen. Und noch mehr sind mehr als 70 Jahre danach immer noch vermisst.

Das ist eine historisch Episode, die selten diskutiert wird. Sie passt nicht in die verschiedenen Narrative zur Geschichte des jüdisch-arabischen Konflikts vor oder nach den Kriegsjahren. Abbasis Forschung offenbart, dass dies sicher kein vorübergehendes „Phänomen“ war. Er schreibt über den gemeinsamen jüdisch-arabischen Kriegsdienst in einem ausführlichen Artikel der jüngsten Ausgabe von Katedra, dem ältesten akademischen Journal zu Land of Israel-Studien, veröffentlicht von Yad Izhak Ben-Zvi. Er könnte daraus vielleicht ein Buch machen.

Insgesamt dienten rund 12.000 Araber aus dem Mandat Palästina während des Zweiten Weltkriegs freiwillig in der britischen Armee, etwa die Hälfte der Anzahl der jüdischen Freiwilligen, die sich anschlossen. Hunderte palästinensischer Kämpfer wurden gefangen genommen. Ungefähr 300 fielen im Kampf. Die Beziehungen zwischen den jüdischen und arabischen Freiwilligen waren zumeist gut. Die Führer des jüdischen Jischuw, Chaim Weizmann und David Ben-Gurion, ließen schließlich die jüdischen Freiwilligen aus der gemischten Einheit nehmen, um die berühmte Jüdische Brigade zu bilden, die dann später eine entscheidende militärische Grundlage für den Unabhängigkeitskrieg von 1948 bot. Die Führern hatte die Vorstellung nie gemocht, dass Juden und Araber aus dem Mandat Palästina gemeinsam dienten und es gab zudem auf der arabischen Seite reichlich Leute, die dagegen waren.

Zur damaligen Zeit war die arabische Bevölkerung im vorstaatlichen Israel gespalten zwischen den Husseinis unter dem Großmufti Haddsch Amin al-Husseini – einem Partner der Nazis – und dem Naschaschibi-Clan, der offen die Briten unterstütze und gute Beziehungen zur jüdischen Bevölkerung unterhielt. Die Jahre der arabischen Revolte (1936 – 1939), die al-Husseini nur wenige Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg anführte, machten es den Arabern nicht leicht sich für die britische Armee zu melden.

Abbasi glaubt, die arabischen Freiwilligen waren keine Überraschung.

„Etwa 60% [der Araber] unterstützten die Briten und waren Gegner der Husseinis. Ein großer Teil war pro-jüdisch und pro-britisch und sogar bereit zu Kompromissen und dafür den Teilungsplan zu akzeptieren. Im Gegensatz zu dem, was uns fälschlich in der Schule gelehrt wird, verehrten nicht alle von ihnen den Mufti Husseini. Tatsächlich war es die jüdische Seite, die versuchte und schließlich Erfolg damit hatte die Partnerschaft aufzubrechen, weil die zionistische Bewegung eine stärkere nationale Agenda hatte. Ben-Gurion und seine Freunde forderten eine jüdische Streitkraft, die unter einem jüdischen Symbol und einer jüdischen Flagge kämpft und nicht in gemischten Einheiten und die bekamen sie schließlich“, sagt Abbasi.

Das Middle East Command

Abbasis Arbeit demonstriert, dass viele Freiwillige von finanzieller Not motiviert waren. In der ersten Hälfte des Jahres 1940 wurde die Hilfstruppe gegründet, die als „grabende Streitkraft“ bekannt war. Die Grabenden arbeiteten zumeist unter dem Kommando von Major Henry Cater. In den Zügen gab es sowohl Araber als auch Juden. Die Kommandeure waren Briten. Eine britische Propaganda-Kampagne, die die Zunahme der Zahl arabischer Freiwilliger zum Ziel hatte, zeigte die Vorsteher arabischer Orte und Dorfführer. In Abu Dis, Hebron, Jenin, Kafr Qaddum und Jerusalem wurden Kundgebungen veranstaltet. Der bekannte ägyptische Autor Abbas Mahmud Al-Aqqad sagte in einer Sendung von Radio Palestine: „Der Krieg findet zwischen den von England repräsentierten menschlichen, erhabenen Werten und den von den Nazis repräsentierten Mächten der Dunkelheit statt.“

Am 2. April 1941 versammelten sich 6.000 Menschen im Hule-Tal. Die Konferenz wurde vom Führer des Tals, Kamal Hussein al-Youssef, organisiert und der Bürgermeister von Safed, Zai Kaddoura, nahm daran teil. Nach einem Festmahl stimmten die Würdenträger des Hule-Tals zu jungen Arabern zu erlauben sich in der britischen Armee zu verpflichten und applaudierten König George VI.

In den ersten Monaten des Jahres 1942, als sich die Lage der Alliierten an der Nordafrika-Front verschlechterte, begannen die britischen Behörden auch arabische Frauen anzuwerben. Im Mai 1942 wurde eine weitere große Konferenz veranstaltet, diesmal in Tulkarem und der Bürgermeister erinnerte die Anwesenden daran, wie brutal die Italiener – die mit den Nazis verbündet waren – die Libyer behandelten.

Abbas stellte fest, dass die meisten arabischen Freiwilligen junge Leute aus Dörfern waren. Einwohner der Städte, die sich einer höheren Lebensqualität erfreuten, waren weniger begeistert von Militärdienst in einem fernen Land. Trotzdem meldeten sich einige „Stadt-Jungs“. Zu diesen gehörten hunderte Dock-Arbeiter aus Jaffa, die ihre Arbeit verloren, als der Handel während der arabischen Revolte abnahm.

Auf der von Abbasi gefunden Liste der Vermissten und Toten stehen die Namen vieler prominenter städtischer Araber-Familien. Obwohl viele Freiwillige durch Geld motiviert waren, gab es solche, die aus ideologischen Gründen anmusterten, weil sie gegen das Nazi-Ideal einer Herrenrasse waren und an die Briten und ihre Werte glaubten.

„Die meisten jungen Leute, die in die Armee gingen, kamen aus der städtischen Oberklasse und waren gebildete Leute, beeinflusst von britischer Bildung und Kultur. … Als die Italiener Tel Aviv und Jaffa und Haifa bombardierten, wurden hunderte getötet, Juden wie Araber“, vermerkt Abbasi.

Abbasi hat auch entdeckt, dass mehrere Dutzend Juden und Araber zusammen an der Seite tausender britischer und ägyptischer Soldaten im Juli 1942 in der ersten Schlacht von El-Alamein kämpften. Die britische Achte Armee schaffte es den Vormarsch der Streitkräfte von General Erwin Rommel aufzuhalten und fügte ihnen schwere Verluste zu. Ein paar der Freiwilligen nahm auch an der alliierten Invasion in der Normandie im Sommer 1944 teil.

Juden und Araber aus dem Mandat Palästina kämpften gemeinsam in Italien und Griechenland gegen die Nazis. Sie dienten in Transport-, Logistik-, medizinischen und Ingenieurseinheiten. Am 6. August informierte der britische Kriegsminister Anthony Eden das Parlament darüber, dass die britische Armee innerhalb ihrer Infanterie eine arabische und dann eine jüdische Brigade aufstellen würde.

Als der Januar 1942 anbrach, hatte das Infanteriekorps 18 Züge, sieben arabische (einen aus Transjordanien) und 11 jüdische. Es gab insgesamt 4.041 arabische und 10.000 jüdische Freiwillige aus Palästina in der britischen Infanterie. Mitglieder des 401. Zugs nahmen an Befestigungsarbeiten teil und legten Eisenbahnschienen in Frankreich, womit sie halfen die deutschen Truppen aufzuhalten. Zu diesem Zug gehörten 250 Araber und 450 Juden. Als sie nach Palästina zurückkehrten, wurden sie vom Hochkommissar als Helden willkommen geheißen.

Juden und Araber dienten auch gemeinsam in der Einheit des Middle East Commando, zu dem 240 Juden und 120 Araber gehörten, in einem Team unter britischen Kommandeuren. Die Freiwilligen dieser Einheit wurden strapaziösem physischen Training und langen Märschen unter schwierigen Bedingungen unterzogen. Ende 1940 nahmen Mitglieder der Einheit am ersten britischen Angriff in der westlichen Wüste teil und durchbrachen die italienischen Linien in Bardia an der ägyptisch-libyschen Grenze. Im Winter 1941 kämpfte die Einheit erbitterte Schlachten gegen die Italiener.

Eine der weiblichen arabischen Freiwilligen ist in der Zeitung Falastin abgebildet (Foto: Falastin, Archiv)

Fast 200 arabische Frauen aus Palästina dienten im Women’s Auxiliary Corps und in der Women’s Auxiliary Air Force. Die für die Zuweisung der jüdischen und arabischen Aufgaben für die Frauen zuständige Person war Audrey Cheety, die gewarnt wurde, sie habe einen gefährlichen Job übernommen. Insgesamt 60 Frauen durchliefen die Grundausbildung. Nur vier waren Araberinnen, aber Cheety schaffte es sie in die Offiziersausbildung zu bringen, nachdem sie palästinensische Frauenorganisationen so ausschimpfte, dass sie die Kriegsanstrengungen unterstützten.

Die Zeitung „Falastin“ hängte sich ebenfalls in die Kriegsanstrengungen hinein und veröffentlichte Artikel und Bilder von weiblichen Freiwilligen in Uniform, so Rahel Schaherazade aus Jerusalem. Die meisten weiblichen arabischen Freiwilligen kamen aus Städten.

Eine der bemerkenswerten weiblichen Freiwilligen war Anastasia (Asia) Halabi, die als Fahrerin diente und dann Offizierin wurde. Sie war die Schwester der Jerusalemer Künstlerin Sophie Halabi. Die Mutter der Schwestern war Russin und ihr Vater war Araber. Nach 1948 diente sie weiter als Verbindungsoffizierin zwischen der jordanischen Armee und der UNO in Jerusalem.

Dass Araber und Juden eng zusammen dienten, führte zu einem ironischen Fehler, der ein paar Jahre später in Ha’aretz berichtet wurde. Schahab Hajaj, eine Araberin, die in die britische Armee eintrat, wurde von den Deutschen gefangen genommen und starb 1943. Bis heute wird Hajaj auf dem Herzl-Berg in Jerusalem als gefallener israelischer Soldatin gedacht. Jemand nahm an, dass sie Jüdin war.

Gefragt, ob es möglich ist, dass nach dem Krieg dieselben Juden und Araber, die als Kameraden mit den Briten gekämpft hatten, einander im Unabhängigkeitskrieg von 1948 bekämpft haben könnten, sagt Abbasi: „Das ist definitiv möglich.“

„Eine Menge arabischer Freiwilliger schloss sich später der jordanischen Legion an. Die Jordanische Legion, wissen wir, kämpfte 1948 gegen die Juden“, sagt er.

Abbasi betont jedoch, dass er keine Belege gefunden hat, dass das tatsächlich geschah, abgesehen von Geschichten, die er hörte, allerdings nicht aus erster Hand.

Ein anderer Historiker, Prof. Mustafa Kabha, zitiert Forschung der libanesischen Historikerin Bian Nowihad al-Hut in ihrem Buch „The Palestinians – a People Dispersed“ [Die Palästinenser – ein zerstreutes Volk]. Al-Hut gründete ihre Ergebnisse auf Forschung, die die Palästinensische Befreiungsorganisation durchführte. Sie zählte drei arabische und eine aus Juden und Arabern bestehende Kommando-Einheiten, die mit den alliierten Streitkräften in Frankreich kämpften.

Abbasi sagte, obwohl er sich der persönlichen Seite des Themas bewusst ist, ist das nicht der Grund, dass er es erforscht.

„Das ist ein weit verbreitetes Phänomen, bei dem Juden und Araber sich auf derselben Seite stehend fanden. In unserem Land suchen die Leute immer nach Gründen sich zu trennen und Konflikt zwischen Juden und Arabern zu schüren. Ich glaube, dass Geschichte Menschen einander näher bringen kann, gemeinsame Kapitel ausfindig machen, Ereignisse, die uns verbinden. Auch die gibt es.

Es sind leider nicht viele. Aber es gibt sie und ich dachte, dass nichts mehr verbinden könnte, als diese Partnerschaft und das Band der Kameradschaft. Dieses Kapitel der Geschichte hat einen Auftrag – Herzen zu öffnen und nicht nur Kämpfe und Feindschaft zu begehren. Bei allem nötigen Respekt für die nationalen Narrative: Menschen sind wichtiger“, sagt Abbasi.

„Wir treffen uns an diesem historischen Punkt. In den ersten drei Jahren des Zweiten Weltkriegs kämpften, aßen, trainierten Juden und Araber miteinander, wurden gemeinsam gefangen genommen und töteten gemeinsam. Das gibt uns einen Silberstreif der Hoffnung für die Zukunft. Es sind Begebenheiten gutnachbarlicher Beziehungen, gemeinsamer Geschäftsprojekte, gemischter Städte und als Historiker, Muslim und arabischer Bürger des Staates Israel bin ich froh, dass ich das Privileg hatte eine dieser Zeiten offenzulegen. Natürlich fordert es mehr, tiefer gehende Forschung.“

In der Tat ist der Reichtum der Forschung zur Zeit des britischen Mandats, die tausenden Freiwilligen aus Palästina – Juden und Araber, die in gemischten Einheiten und in getrennten dienten – fast völlig vergessen worden. In seiner Arbeit zitiert Abbasi aus den Tagebüchern des Journalisten und Pädagogen Taher al-Fatiani und des Jerusalemer Schriftstellers Subhi Guscha, der die Gefühle der arabischen Gesellschaft und die Streitigkeiten aufzeichnete, die innerhalb dieser wegen des freiwilligen Dienstes in der britischen Armee und des Kämpfens an der Seite von Juden tobten.

Prof. Yoav Gelber hat festgestellt, dass nach dem Fall von Kreta und Griechenland im April 1941 1.600 Soldaten aus Palästina gefangen genommen wurden, darunter 400 Araber. Yitzhak Ben-Aharon, damals ein Führer der Arbeitspartei, gehörte dazu. Später sollte Ben-Aharon die Geschichte zu erzählen, wie die Juden und Araber sich in den Gefangenenlagern zusammenschlossen. Yosef Almogi, ein ehemaliger Minister, beschreibt in seinen Memoiren die ungewöhnliche „Zusammengehörigkeit“, die zwischen den Gefangenen erzwungen wurde.

Abbasis Forschung endet mit einer weniger positiven Anmerkung. Die positive Atmosphäre, sagt er, „und die zeitweilige Nähe zwischen den Briten und den Arabern und zwischen den Arabern und den Juden hörte auf. Die schwierigen Zeiten, die unmittelbar nach dem Krieg begannen, haben dieses besondere Kapitel in der Geschichte des Landes vergessen lassen.