Foto des Tages: Quneitra

Pierre Rehov, Facebook, 19. August 2016

Auf dem Foto sehen wir Quneitra auf dem Golan, von der israelischen Grenze aus gesehen. Einmal dort kann man Mörser und Maschinengewehre hören und sich vorstellen, wie viele Al-Nusra-Typen von der Hisbollah getötet wurden, während Hisbollah-Typen von Da’isch getötet werden, während Da’isch-Typen von Assads Streitkräften getötet werden und so weiter… Sie haben keine Ärzte, keine Krankenhäuser und wenn Zivilisten verletzt werden, kommen sie an die israelische Grenze und bitten um Hife – die von Israel großzügig zur Verfügung gestellt wird. Bisher haben wir 2.800 Syrer behandelt.

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Wie der Islam das Christentum aus der Geschichte löschte

Raymond Ibrahim, 24. April 2016 (PJ Media)

Während die Christenheit weiter physisch aus dem Nahen Osten beseitigt wird, ist weniger bekann, dass ihre historische Rolle und Präsenz ebenfalls aus dem Gedächtnis gelöscht wird

Letzten Monat tauchte ein Video auf, das zeigt, wie Mitglieder des Islamischen Staats Hunderte christlicher Schulbücher, viele davon mit großen Kreuzen geschmückt, in ein großes Lagerfeuer warfen. Ein Bericht formulierte es so: ISIS verbrannte christliche Schulbücher im Versuch alle Spuren der Christenheit aus der uralten Region von Mossul zu löschen, wo das Christentum einst Jahrhunderte vor dem Aufstieg des Islam blühte.

Wie üblich ist ISIS ein ultimatives Beispiel für die maßgebende Herangehensweise von ISIS. Das wurde während einer vor kurzem auf einer Konferenz in Amman (Jordanien) bestätigt, die vom Jerusalem Center for Political Studies veranstaltet wurde. Während ihrer Präsentation sagte Dr. Hena al-Kaldani, eine Christin: „Es gibt ein vollständige Löschung der arabisch-christlichen Geschichte der vorislamischen Ära“, „viele historische Fehler“ und „ungerechtfertigte historische Sprünge in unserem jordanischen Lehrplan“. „Schulbücher für das 10. Schuljahr lassen jede Erwähnung von christlicher oder Kirchengeschichte in der Region aus.“ Wo immer das Christentum erwähnt wird, vermehren sich Auslassungen und Fehldarstellungen, einschließlich der Darstellung der Christenheit als westliche (heißt: „fremde“) Quelle der Kolonisierung, sagte Al-Kaldani.

Natürlich haben christliche Minderheiten im gesamten Nahen Osten – nicht nur in Jordanien – lange schon angegeben, dass die in den öffentlichen Schulen gelehrte Geschichte gewohnheitsmäßig das christliche Erbe der Region unterdrückt, während der Islam aufgebauscht wird (wobei auch gelogen wird).

„Es klingt absurd, aber Muslime wissen mehr oder weniger gar nichts über Christen, obwohl sie einen großen Teil der Bevölkerung stellen und sogar die ursprünglichen Ägypter sind“, sagt Kamal Mougheeth, ein pensionierter Lehrer in Ägyten: „Ägypten war sechs oder sieben Jahrhunderte [vor der islamischen Invasion um 640] christlich. Das Traurige ist, dass die Geschichtsbücher viele Jahre lang von Kleopatra zur muslimischen Eroberung Ägyptens sprangen. Das christliche Zeitalter war weg. Verschwunden. Ein enormes schwarzes Loch.“[1]

Das stimmt perfekt mit dem überein, was, wie ich mich erinnere, meine Eltern – Christen aus Ägypten – mir über ihre Erfahrungen in der Schule vor mehr als einem halben Jahrhundert erzählten: Hellenismus, Christentum oder die koptische Kirche – eintausend Jahre vorislamischer Geschichte Ägyptens – wurde praktisch nicht erwähnt. Die Geschichte begann mit den Pharaonen, bevor sie ins siebte Jahrhundert sprang, als die arabischen Muslime Ägypten für den Islam „öffneten“. (Wo immer Muslime nichtmuslimisches Territorium erobern, bezeichnet islamische Heiligengeschichte das als euphemistisch als eine „Öffnung“ (fath), nie als „Eroberung.

Sharana Yousif Zara, ein Politiker mit Einfluss im irakischen Bildungsministerium stimmt dem zu: „Es ist dasselbe bei der Lage im Irak. Es gibt fast nichts über uns [Christen] in unseren Geschichtsbüchern und was es dort gibt, ist völlig falsch. Es steht nichts davon darin, dass wir vor dem Islam hier waren. Die einzigen erwähnten Christen sind aus dem Westen. Viele Iraker glauben, wir seien hierher gezogen. Aus dem Westen. Dass wir in diesem Land Gäste waren.“[2]

Zara dürfte überrascht sein zu erfahren, dass im Westen ähnliche Ignoranz und historischer Revisionismus vorherrschen. Obwohl Christen in der Tat in den meisten arabischen Ländern die meisten indigenen Einwohner sind, werde ich oft gefragt – von gebildeten Menschen – warum Christen „beschlossen“ sich im Nahen Osten unter Muslimen niederzulassen, wenn letztere sie so schlecht behandelten.

Auf jeden Fall hat die pseudohistorische Herangehensweise des Nahen Ostens an das Christentum Generationen lang erfolgreich muslimische Schüler dazu indoktriniert der Christenheit zu misstrauen und sie zu hassen, die regelmäßig als nicht organisches, parasitisches Überbleibsel betrachtet wird, das von westlichen Kolonialisten zurückgelassen wurde (obwohl, wie erwähnt, das Christentum etwa 600 Jahre länger in der Region ist als der Islam).

Das erklärt auch eine der bittersten Ironien des Islam: Eine ganze Menge der heutigen Christen im Nahen Osten werden von Muslimen – einschließlich der Variante ISIS – verfolgt, deren eigene Vorfahren verfolgte Christen waren, die zum Islam konvertierten, um ihr Leiden zu beenden. Mit anderen Worten: Muslimische Nachkommen verfolgter Christen schlachten heute ihre christlichen Cousins ab. Christen werden zum Teil als „fremde Verräter“ angesehen, weil viele Muslime die Herkunft ihrer eigenen Christen nicht kennen.

Infolge solch eingegrabenen Revisionismus sind muslimische „Wissenschaftler“ in der Lage höchst dubiose und unhistorische Thesen zu verbreiten, wie man in Dr. Fadel Solimans Buch Copts: Muslims Before Muhammad[3] aus dem Jahr 2011 sieht. Darin wird behauptet, in der Zeit der muslimischen Eroberung Ägyptens sei die überwiegende Mehrheit der Ägypter nicht, wie Muslime und westliche Geschichte lange gelehrt hat, Christen gewesen, sondern prototypische Muslime oder muwahidin, die von europäischen Christen unterdrückt wurden: Daher ging es bei der islamischen Invasion Ägyptens in Wirklichkeit darum Mitmuslime zu befreien.

Selbstverständlich hat kein Historiker je behauptet, dass Muslime in Ägypten eindrangen, um „Protomuslime“ zu befreien. Stattdessen stellen muslimische Chronisten, die unsere Primärquellen zum Islam schrieben, die „Öffnungen“ offen und erfrischend als das dar, was sie waren – Eroberungen, reichlich versehen mit Massakern, Versklavung und Verdrängung von Christen und der Zerstörung tausender Kirchen.

Letztlich sollte uns der historische Ansatz der muslimischen Welt bezüglich des Christentums bekannt sein. Betreibt nicht der Westen dieselbe Täuschung? In beiden Fällen wird das Christentum dämonisiert und seine Geschichte von seinen alles an sich reißenden Feinden verdrängt: im Westen von jeder Menge „Ismen“ – darunter Linksradikalismus, moralischer Relativismus und Multikulturalismus – und mi Nahen Osten vom Islam.

[1] Zitat aus: Klaus Wvel: The Last Supper: The Plight of Christians in Arab Lands (Das letzte Abendmahl: Die bedrängte Lage der Christen in arabischen Ländern)

[2] ebenda

[3] Kopten: Muslime vor Mohammed

Wer waren die arabischen Flüchtlinge von 1948?

Yoram Ettinger, Israel HaYom, 3. Juni 2016

Im Gegensatz zur gängigen „Weisheit“ waren die meisten Araber im britischen Mandat Palästina – und die meisten der 320.000 arabischen Flüchtlinge von 1948 – zugezogene Arbeiter und Nachkommen der muslimischen Einwanderer aus der gesamten arabischen Welt von 1831 bis 1947. Damals verleitete Britannien zu arabischer Immigration und blockte jüdische Immigration ab.

Damit schwoll die arabische Bevölkerung von Haifa von 1880 bis 1919 von 6.000 auf 80.000 an, hauptsächlich durch eingewanderte Arbeiter. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verstärkte die Nachfrage nach arabischer Arbeitskraft seitens des Militärs des britischen Mandats und seiner Zivilbehörden.

Darüber hinaus wurden arabische Migranten vom Osmanischen Reich als Arbeiter geholt und dann vom britischen Mandat, damit sie an wichtiger zivilen und militärischen Infrastruktur-Projekten arbeiten. Legale und illegale arabische Migranten wurden auch vom Wirtschaftswachstum angezogen, das die jüdische Gemeinschaft seit 1882 generierte.

Nach Angaben eines Berichts der britischen Peel-Kommission von 1937 (der im bahnbrechenden Buch „Palestine Betrayed“ von Prof. Ephraim Karsh vorgestellt wird) „lag die Zunahme der arabischen Bevölkerung in den gemischten Städten Haifa, Jaffa und Jerusalem von 1922 bis 1931 jeweils bei 86%, 62% und 37%, während sie in rein arabischen Städten wie Nablus und Hebron nur 7% betrug; in Gaza ging sie um 2% zurück.“

Ungeachtet gelegentlicher arabischer Auswanderung aus dem britischen Mandat Palästina – infolge innerarabischen Terrorismus, der ein im Nahen Osten endemisches Merkmal ist – löste die beträchtliche Welle arabischer Einwanderung zwischen 1831 und 1947 eine dramatische Zunahme der arabischen Bevölkerung von Jaffa (17-fach), Haifa (12-fach) und Ramle (5-fach) aus.

Das wichtige Buch „From Time Immemorial“ von Joan Peters besagt: „Die Volkszählung von 1931 [dokumentierte] mindestens 23 verschiedene, von Muslimen benutzte Sprachen, dazu weitere 28 von christlichen Arabern verwendete – insgesamt 51 Sprachen. Die Nichtjuden in Palästina führten als Geburtsorte mindestens 24 verschiedene Länder an.“

1917 gehörten zur „arabischen“ Bevölkerung von Jaffa mindestens 25 Nationalitäten, zumeist waren es Ägypter, aber auch Syrer, Jemeniten, Perser, Afghanen, Inder und Belutschen. Der British Palestine Exploration Fund dokumentierte eine Ausbreitung ägyptischer Viertel im Raum Jaffa: Abu Kabir, Sumeil, Scheik Munis, Salame, Fejia, usw. Hunderte ägyptische Familien ließen sich auch weiter im Inneren des Landes nieder, in Arara, Kafr Qasim, Tayibe und Qalansawe.

Die Eroberung des Landes Israel durch Ägyptens Mohammed Ali von 1831 bis 1840 wurde durch einen Strom ägyptischer und sudanesischer Migranten gefestigt, die sich zwischen Gaza im Süden, Tulkarm im Zentrum und dem Hule-Tal im Norden niederließen. Sie folgten den Spuren tausender Ägypter, die vor 1831 Ägypten verließen, um sich der Wehrpflicht zu entziehen und sich in Akko niederließen.

1865 dokumentierte der britische Reisende H. B. Tristram in „The Land of Israel: A Journal of Travels in Palestine“[1] ägyptische Migranten im Tal von Beit Schean, Akko , Hadera, Netanya und Jaffa.

Nach Angaben einer Ausgabe der syrischen Tageszeitung La Syrie vom 12. August 1934 „kamen 30.000 bis 36.000 syrische Migranten aus der Region Hauran allein während der letzten Monate nach Palästina“. Das Vorbild des Hamas-Terrorismus, Izzedin al-Qassam, der Juden im britischen Mandat Palästina terrorisierte, war Syrer, ebenso wie Fawzi al-Qawuqji, der bedeutendste arabische Terrorist im britischen Mandat Palästina während der 1930-er und 1940-er Jahre.

Libysiche Migranten siedelten in Gedera, südlich von Tel Aviv. Algerische Migranten entkamen der französischen Eroberung von 1830 und siedelten in Safed neben Syrern und jordanischen Beduinen in Tiberias. Tscherkessische Flüchtlinge, die vor russischer Unterdrückung flohen (1878) und Muslime aus Bosnien, Turkmenistan und dem Jemen (1908) diversifizierten die arabische Demografie westlich des Jordan weiter.

Dies ungewöhnliche arabisch-muslimische demografische Vielfalt zeigt sich in beliebten israelisch-arabischen Familiennamen, die eine Ableitung aus ihren Herkunftsländern sind: al-Masri (Ägypten), Al-Obeidi (Sudan), Al-Lubnani (Libanon), Halabi (Syrien), Al-Mughrabi (Marokko), Al-Dschazair (Algerien), Al-Yamani (Jemen), Al-Afghani (Afghanistan), Al-Hindi (Indien), Al-Hijazi (Saudi-Arabien), Al-Bagdadi (Irak), Buschnak (Bosnien), Khamis (Bahrain), Turki (Türkei) usw.

Aryah Avneri, ein wegbereitender Historischer der arabischen und jüdischen Migration, schätzte, dass es 1554 205.000 Muslime, Christen und Juden in Palästina gab, dann 275.000 im Jahr 1800 und ein ungewöhnlich starker Amstieg auf 532.000 im Jahr 1890, ein Resultat forcierter arabischer Einwanderung.

Mark Twain schrieb 1869 tatsächlich: „Von allen Ländern mit öder Landschaft muss Palästina, glaube ich, der Gipfel sein… Die Berge sind kahl. … Die Täler sind hässliche Wüsten. … Palästina ist öde und reizlos.“

Folglich sind die Araber, entgegen dem Mythos der arabischen Flüchtlinge von 1948 – die Israel delegitimieren wollen – nicht seit undenkbaren Zeiten im Land gewesen; keinem palästinensischen Volk wurde je sein Land geraubt; es gibt keine Grundlage für einen arabischen „Anspruch auf Rückkehr“; und die meisten der 320.000 arabischen Flüchtlinge – die von der arabischen Invasion Israels 1948 und ihrer Kollaboration mit dem Einmarsch geschaffen wurden – waren Immigranten aus jüngerer Zeit und Fremdarbeiter (aus benachbarten arabischen Staaten) im Land Israel.

[1] Das Land Israel: Ein Tagebuch der Reisen in Palästina