Wer waren die arabischen Flüchtlinge von 1948?

Yoram Ettinger, Israel HaYom, 3. Juni 2016

Im Gegensatz zur gängigen „Weisheit“ waren die meisten Araber im britischen Mandat Palästina – und die meisten der 320.000 arabischen Flüchtlinge von 1948 – zugezogene Arbeiter und Nachkommen der muslimischen Einwanderer aus der gesamten arabischen Welt von 1831 bis 1947. Damals verleitete Britannien zu arabischer Immigration und blockte jüdische Immigration ab.

Damit schwoll die arabische Bevölkerung von Haifa von 1880 bis 1919 von 6.000 auf 80.000 an, hauptsächlich durch eingewanderte Arbeiter. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verstärkte die Nachfrage nach arabischer Arbeitskraft seitens des Militärs des britischen Mandats und seiner Zivilbehörden.

Darüber hinaus wurden arabische Migranten vom Osmanischen Reich als Arbeiter geholt und dann vom britischen Mandat, damit sie an wichtiger zivilen und militärischen Infrastruktur-Projekten arbeiten. Legale und illegale arabische Migranten wurden auch vom Wirtschaftswachstum angezogen, das die jüdische Gemeinschaft seit 1882 generierte.

Nach Angaben eines Berichts der britischen Peel-Kommission von 1937 (der im bahnbrechenden Buch „Palestine Betrayed“ von Prof. Ephraim Karsh vorgestellt wird) „lag die Zunahme der arabischen Bevölkerung in den gemischten Städten Haifa, Jaffa und Jerusalem von 1922 bis 1931 jeweils bei 86%, 62% und 37%, während sie in rein arabischen Städten wie Nablus und Hebron nur 7% betrug; in Gaza ging sie um 2% zurück.“

Ungeachtet gelegentlicher arabischer Auswanderung aus dem britischen Mandat Palästina – infolge innerarabischen Terrorismus, der ein im Nahen Osten endemisches Merkmal ist – löste die beträchtliche Welle arabischer Einwanderung zwischen 1831 und 1947 eine dramatische Zunahme der arabischen Bevölkerung von Jaffa (17-fach), Haifa (12-fach) und Ramle (5-fach) aus.

Das wichtige Buch „From Time Immemorial“ von Joan Peters besagt: „Die Volkszählung von 1931 [dokumentierte] mindestens 23 verschiedene, von Muslimen benutzte Sprachen, dazu weitere 28 von christlichen Arabern verwendete – insgesamt 51 Sprachen. Die Nichtjuden in Palästina führten als Geburtsorte mindestens 24 verschiedene Länder an.“

1917 gehörten zur „arabischen“ Bevölkerung von Jaffa mindestens 25 Nationalitäten, zumeist waren es Ägypter, aber auch Syrer, Jemeniten, Perser, Afghanen, Inder und Belutschen. Der British Palestine Exploration Fund dokumentierte eine Ausbreitung ägyptischer Viertel im Raum Jaffa: Abu Kabir, Sumeil, Scheik Munis, Salame, Fejia, usw. Hunderte ägyptische Familien ließen sich auch weiter im Inneren des Landes nieder, in Arara, Kafr Qasim, Tayibe und Qalansawe.

Die Eroberung des Landes Israel durch Ägyptens Mohammed Ali von 1831 bis 1840 wurde durch einen Strom ägyptischer und sudanesischer Migranten gefestigt, die sich zwischen Gaza im Süden, Tulkarm im Zentrum und dem Hule-Tal im Norden niederließen. Sie folgten den Spuren tausender Ägypter, die vor 1831 Ägypten verließen, um sich der Wehrpflicht zu entziehen und sich in Akko niederließen.

1865 dokumentierte der britische Reisende H. B. Tristram in „The Land of Israel: A Journal of Travels in Palestine“[1] ägyptische Migranten im Tal von Beit Schean, Akko , Hadera, Netanya und Jaffa.

Nach Angaben einer Ausgabe der syrischen Tageszeitung La Syrie vom 12. August 1934 „kamen 30.000 bis 36.000 syrische Migranten aus der Region Hauran allein während der letzten Monate nach Palästina“. Das Vorbild des Hamas-Terrorismus, Izzedin al-Qassam, der Juden im britischen Mandat Palästina terrorisierte, war Syrer, ebenso wie Fawzi al-Qawuqji, der bedeutendste arabische Terrorist im britischen Mandat Palästina während der 1930-er und 1940-er Jahre.

Libysiche Migranten siedelten in Gedera, südlich von Tel Aviv. Algerische Migranten entkamen der französischen Eroberung von 1830 und siedelten in Safed neben Syrern und jordanischen Beduinen in Tiberias. Tscherkessische Flüchtlinge, die vor russischer Unterdrückung flohen (1878) und Muslime aus Bosnien, Turkmenistan und dem Jemen (1908) diversifizierten die arabische Demografie westlich des Jordan weiter.

Dies ungewöhnliche arabisch-muslimische demografische Vielfalt zeigt sich in beliebten israelisch-arabischen Familiennamen, die eine Ableitung aus ihren Herkunftsländern sind: al-Masri (Ägypten), Al-Obeidi (Sudan), Al-Lubnani (Libanon), Halabi (Syrien), Al-Mughrabi (Marokko), Al-Dschazair (Algerien), Al-Yamani (Jemen), Al-Afghani (Afghanistan), Al-Hindi (Indien), Al-Hijazi (Saudi-Arabien), Al-Bagdadi (Irak), Buschnak (Bosnien), Khamis (Bahrain), Turki (Türkei) usw.

Aryah Avneri, ein wegbereitender Historischer der arabischen und jüdischen Migration, schätzte, dass es 1554 205.000 Muslime, Christen und Juden in Palästina gab, dann 275.000 im Jahr 1800 und ein ungewöhnlich starker Amstieg auf 532.000 im Jahr 1890, ein Resultat forcierter arabischer Einwanderung.

Mark Twain schrieb 1869 tatsächlich: „Von allen Ländern mit öder Landschaft muss Palästina, glaube ich, der Gipfel sein… Die Berge sind kahl. … Die Täler sind hässliche Wüsten. … Palästina ist öde und reizlos.“

Folglich sind die Araber, entgegen dem Mythos der arabischen Flüchtlinge von 1948 – die Israel delegitimieren wollen – nicht seit undenkbaren Zeiten im Land gewesen; keinem palästinensischen Volk wurde je sein Land geraubt; es gibt keine Grundlage für einen arabischen „Anspruch auf Rückkehr“; und die meisten der 320.000 arabischen Flüchtlinge – die von der arabischen Invasion Israels 1948 und ihrer Kollaboration mit dem Einmarsch geschaffen wurden – waren Immigranten aus jüngerer Zeit und Fremdarbeiter (aus benachbarten arabischen Staaten) im Land Israel.

[1] Das Land Israel: Ein Tagebuch der Reisen in Palästina

Jerusalem-Tag 2016

von Arye Shalicar:

Heute, vor genau 49 Jahren begann der 6-Tage-Krieg. Der Name kommt daher, da der Krieg 6 Tage anhielt und am Ende das kleine, gerade mal 19 Jahre junge Israel, als Sieger hervorging gegen seine Widersacher, in erster Linie Ägypten, Syrien und Jordanien.
Dieselben Widersacher gehörten auch 1947/48 zu einer Anzahl Ländern, die alles daran setzten, das neu gegründete Israel basierend auf dem Teilungsplan der UNO im November 47, zu vernichten und die „Juden ins Meer zu treiben“. Jedoch wie im Jahre 1967 ohne Erfolg.
Ein dritter und letzter Anlauf im Jahr 1973 brachte den arabischen Nachbarn Israels wiederum nichts außer eine erneute Niederlage und unnötiges Blutvergießen.
Seitdem hat sich einiges verändert.
Mit Ägypten und Jordanien hat Israel mittlerweile seit vielen Jahren gute Beziehungen und insbesondere in Sicherheitsangelegenheiten einen guten Austausch. Syrien versinkt im Bürgerkrieg mit knapp 500.000 Toten in den letzten 5 Jahren und schätzungsweise 7 Millionen Flüchtlingen, die insbesondere in Jordanien, Libanon und der Türkei in Flüchtlingslagern leben, sowie in Europa.
Eine Anzahl an Terrororganisationen, unter anderem Hisbollah, Hamas, Al Qaeda, ISIS, haben Gebiete unter ihrer Kontrolle größer als manch Bundesland, mit einem größeren Waffenarsenal als einige europäische Länder und werden im Nahost-Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten von den Größmächten in der islamischen Welt aufeinander gehetzt. So bekämpfen sich Muslime in Syrien, Irak, Libanon, Jemen, Bahrein, Gaza und in einem Dutzend anderer Länder.
Und was ist mit Israel?
Israel steht fest wie ein Fels in der Brandung und wartet auf ein wenig mehr Ruhe in dieser aggressiven Nachbarschaft, um dann hoffentlich auch in der Lage zu sein anderen Ländern und Völkern im Nahen Osten näher zu kommen.
Heute vor 49 Jahren standen wir vielen Gefahren gegenüber. Auch heute werden wir an fast allen Grenzen herausgefordert und müssen wachsam bleiben.
Obwohl sich einiges verändert hat, hat sich eine grundlegende Sache nicht verändert. Es gibt weiterhin Länder und Organisationen um uns herum, die auch nach fast 70 Jahren der Unabhängigkeit Israels, und knapp einem halben Jahrhundert nach dem 6-Tage-Krieg, weiterhin das Ziel verfolgen, uns bis auf den letzten Juden aus unserer Heimat zu vertreiben.
Das hat 1948 nicht funktioniert.
Das hat 1967 nicht klappen sollen.
Und es wird auch weder in naher noch ferner Zukunft dazu kommen, dass Israel und allen voran die IDF in einem Konflikt sich eine Niederlage erlauben können.
Uns bleibt somit nichts anderes übrig als uns weiterhin für einen Schlagaustausch vorzubereiten, mit der tiefen Hoffnung, dass bestimmte Nachbarn endlich aus der Vergangenheit lernen werden und sich gegen Krieg und für Frieden mit Israel entscheiden werden.

Euer Arye

Ein Video zum Krieg der Wunder (in Englisch):

Und eines von der Kotel – der „Flaggentanz“ zum  Jerusalem-Tag (auch wenn kaum welche wirklich tanzen, weil der Platz dafür nicht vorhanden ist):

Foto des Tages: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Nahen Ostens

Thomas von der Oster-Sacken, Facebook, 1. Mai 2016

Man könnte es für moderne Kunst halten. Titel: „Der Osten in der Vergangenheit, der Gegenwort und der Zukunft.“

Es handelt sich um einen üblichen Stromverteiler in Suleymaniah. Das ist keine Kunst, sondern die Realität, die die Vergangenheit, der Gegenwort und der Zukunft des Nahen Ostens zeigt.

Suleymania-electric

Fasziniert von der Aussicht

Der Nasa-Astronaut Jeff Williams teilte auf Facebook kurz vor Pessah ein Foto, das er aus der Internationalen Raumstation machte und kommentierte es:

Endlich haben wir einen Sonntag (kein Frachttransporter dieses Wochenende!) mit etwas Zeit für uns selbst, um die Aussicht aus dem Fenster zu genießen. Jedes Mal, wenn wir darüber fliegen, bin ich von dieser Aussicht fasziniert, bedenkt man, dass sie die weit überwiegende Mehrheit der biblischen Geschichte beinhaltet. Mein Vater – Geschichtslehrer in der High School – vermittelte mir eine Liebe und Wertschätzung für Geschichte und ich habe ein besonderes Verständnis für diese Geschichte. „… denn mein ganzes Denken gilt deinen Zeugnissen.“ (Psalm 119,99, Bruns-Übersetzung) Es ist ein guter Ruhetag hier über dem Planeten!

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Nennt es einen Völkermord an Christen

Clifford May, The Washington Times, 17. März 2016

In der jemenitischen Hafenstadt Aden griffen Anfang des Monats Islamisten ein katholisches Heim für mittellose alte Menschen an. Die Militanten, von denen man glaubt, dass sie Soldaten des Islamischen Staats sind, schossen auf den Wachmann; dann betraten die Einrichtung, wo sie die alten Menschen und ihre Pflegekräfte niederschossen, darunter vier Nonnen. Mindestens 16 Personen wurden ermordet.

Solche Gräueltaten werden nicht länger als große Nachrichtenereignisse betrachtet. Die meisten Diplomaten betrachten sie – oder tun sie ab – als „gewalttätigen Extremismus“, eine Formulierung, die ohne Erklärung beschreibt. An amerikanischen Universitäten sind „Aktivisten“ zutiefst besorgt wegen „Warnungen vor Auslösern“ und „Mikroaggressionen“. Massaker an Christen in muslimischen Ländern scheinen sie im Gegensatz dazu überhaupt nicht zu beunruhigen.

Aber Ehrlichkeit ist wichtig – oder sollte es sein. Und Genauigkeit ist eine Voraussetzung für solide Gestaltung von Politik. Das Christentum wurde im Nahen Osten geboren. Die Christen haben – nicht ohne Schwierigkeiten – seit mehr als eintausend Jahren unter muslimischen Imperien, Kalifaten und Diktatoren im Nahen Osten überlebt. Heute werden sie von selbsterklärten Jihadisten im Nahen Osten ausgerottet. Das ist Völkermord.

Kongressabgeordnete haben Präsident Obama aufgerufen diese Begriff nicht später als am 17. März zu verwenden – ein Stichtag, von dem Sprecher der Administration heute sagen, er könne nicht eingehalten werden, weil eine juristische Überprüfung noch nicht beendet wurde. Die juristische Definition von Völkermord: „Taten, die mit der Absicht eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als Ganzes oder zum Teil zu vernichten.“

Das Haus erhöhte den Druck ein wenig, als es am Montag mit 393 zu 0 Stimmen eine Resolution verabschiedete, die den „Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit“ verurteilte, die sich gegen Christen, Jesiden, Kurden und andere religiöse und ethnische Minderheiten richten. „ISIS ist des Völkermords schuldig und es ist an der Zeit, dass wir die Wahrheit zu ihren Gräueltaten beim Namen nennen“, sagte der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Repräsentantenhauses, Ed Royce. „Ich hoffe die Administration und die Welt werden dasselbe tun, bevor es zu spät ist.“

Eine zweite, am Montag verabschiedete Resolution des Hauses fordert ein internationales Tribunal das Regime Baschar Assad in Syrien zur Verantwortung zu ziehen, das Mandant sowohl des Iran als auch Russlands und für zahlreiche und entsetzliche Kriegsverbrechen verantwortlich ist.

Es sollte nicht unbemerkt bleiben, dass die „Säuberung“ uralter christliche Gemeinschaften au sder muslimischen Welt einem historischen Augenblick der Vertreibung selbst der noch älteren jüdischen Gemeinschaften aus denselben Ländern folgt. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust wurden Juden im gesamten Nahen Osten intensivierter Verfolgung unterworfen.

Mancher wir argumentieren, dass diese eine Reaktion auf Israels Unabhängigkeitserklärung war. Aber wäre das beste Argument gegen eine Wiedergeburt des jüdischen Staates nicht gewesen zu demonstrieren, dass er nicht gebraucht wurde – dass mehrheitlich muslimische Länder niemals Völkermord unterstützen würden, wie es so viele Europäer gemacht hatten? Dass Toleranz sich auch auf Juden und andere Minderheiten erstreckt?

Fast eine Million Juden floh bald aus dem Irak, Ägypten, Libyen, Jemen und anderen Ecken der Region. Bald darauf stellten diese jüdischen Flüchtlinge und ihre Nachkommen mehr als die Hälfte der Bevölkerung Israels – des einzigen Staats im Nahen Osten, der heute Minderheitenrechte garantiert; des einzigen Staats im Nahen Osten, der heute eine wachsende christliche Bevölkerung hat.

Trotzdem (oder vielleicht zum Teil deshalb) hoffen Israels Nachbarn immer noch es zu vernichten. Letzte Woche startete der Iran testweise zwei ballistische Raketen. Auf der gesamten Länge der einen stand auf Hebräisch und Persisch geschrieben: „Israel muss vom Angesicht der Erde gewischt werden.“

Man muss es den Jihadisten lassen: Sie sind offen zu dem, was sie glauben und was sie vorhaben. Osama bin Laden sprach regelmäßig von der Verpflichtung „jüdische und christliche Kreuzuzügler“ zu bekämpfen.

Den Jihad als Verteidigung zu rechtfertigen ist eine clevere – wenn auch kaum originelle – Taktik. 1996 schrieb bin Laden in seiner ersten Al-Qaida-Fatwa, mit der er den Vereinigten Staaten den Krieg erklärte, vom „erbitterten jüdisch-christlichen Feldzug gegen die muslimische Welt“; er drängte die Muslime „den aggressiven Feind zurückzuschlagen, der die Religion und die Welt korrumpiert. Nichts verdient, nach dem Glauben, höhere Priorität, wie die religiösen Gelehrten es erklärt haben.“

Nein, Amerika, Israel und Europa befinden sich nicht mit dem Islam im Krieg. Aber ja, es gibt diejenigen innerhalb der islamischen Welt, die entschlossen sind Christen, Juden, Jesiden, Hindus, Buddhisten und andere zu töten – „die größeren Kuffar“ nannte bin Laden sie, ein verhöhnender Begriff für die, die den Islam nicht als die einzig wahre Religion annehmen.

Soldaten könnten mit mehr Leidenschaft kämpfen, wenn sie ihre Feinde hassen oder sie zumindest als weniger denn menschlich betrachten. Aber Ayatollah Ruhollah Khomeini, der die Islamische Revolution des Iran von 1979 anführte und Irans aktuelle Herrscher inspirierte, war nicht allein damit das Abschlachten von Nichtmuslimen als Akt der Freundlichkeit zu betrachten. „Wenn man einem Ungläubigen erlaubt in seiner Rolle als Verführer der Erde weiterzumachen, wird das Leiden des Ungläubigen nur noch immer schlimmer werden“, sagte er 1984. „Wenn man den Ungläubigen tötet und das ihn vom Begehen seiner Untaten abhält, wird sein Tod für ihn ein Segen sein.“

Daher dürften die Mörder der alten Männern und Frauen, Krankenpflegern und Nonnen in Aden – einer Stadt, die nach Eden benannt wurde – ihre Opfer nicht verachtet oder sie für solche Missstände wir die Kreuzzüge, die Niederlage des Osmanischen Reichs und den Zusammenbruch des Kalifats oder die Invasion des Irak verantwortlich gemacht haben. Sie werden gedacht haben, dass sie ihnen – und der Welt – einen Gefallen tun.

Das Journalisten, Diplomaten, Akademiker und politische Entscheidungsträger diese Realität anerkennen – DAS wären Nachrichten. Dass Herr Obama anerkennt, wie der Kongress ihn drängt, dass Christen in muslimischen Ländern heute Völkermord erleben, wäre ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich hatte Unrecht – es gab wirklich ein palästinensisches Volk

Elder of Ziyon, 13. Januar 2014

Mea culpa.

Jahre historischer Forschung auf diesem Blog sind von einem kurzen, aber brillanten Blogeintrag bei Mondoweiss – von Mondo höchstpersönlich – völlig nutzlos gemacht worden. Hier ist der gesamte Einrag:

Erfundenes Volk mit seiner erfundenen Währung, nicht wahr, Newt?
@Mondoweiss: Münze aus Palästina, datiert von 1927

Ich hatte keine Ahnung, dass es eine Münze gab, auf der „Palästina“ stand! Das beweist, dass die heutigen Palästinenser 1927 einen freien und unabhängigen Staat hatten!

Nun, ein paar Einwohner Palästinas mochten die Vorstellung einer palästinensischen Währung nicht und ihre Führer riefen dazu auf sie zu boykottieren und weiter das ägyptische Pfund zu benutzen – aber glücklicherweise unterstützten anderer Palästinenser, die weiter nach vorne dachten, die Idee und sie wurde zur offiziellen Währung Palästinas.

Weitere Forschung zum Thema, nachdem meine Augen nicht weiter von Propaganda geblendet waren, zeigt, dass diese vorausdenkenden Palästinenser in ihrem Streben zum Aufbau eines Staates hier nicht aufhörten. Nein, sie bauten weitere palästinensische Institutionen auf.

Zum Beispiel absolvierte der internationale palästinensische Fußballverband, von der FIFA anerkannt, in den 1930-er Jahren fünf internationale Spiele. Leider gewannen sie nur eins, 5 zu 1 gegen den Libanon. Die Tore wurden von palästinensischen Spielenr Herbert Meitner (2), Avraham Schneiderovitz, Gaul Machlis und Werner Kaspi geschossen.

Das Time Magazine brachte 1937 einen Sonderbericht zum Eröffnungskonzert des Palestine Symphony Orchestra. Der Artikel beginnt mit: „Als der volle palästinensische Mond letzte Woche eines Abends über Tel Aviv schwebte … begannen Tausende sich in Anlagen der Levante-Messe zu begeben. Dort füllten sie den Italienischen Pavillon bis zum letzten Platz, um zu hören, wie der große Arturo Toscanini Palästinas erstes bürgerliches Orchester bei seinem ersten Auftritt zu hören.“ Ja, die Palästinenser von 1937 waren kultiviert und liebten klassische Musik. 1934 wurde in New York sogar eine palästinensische Oper aufgeführt.

Es gab natürlich auch palästinensische Briefmarken. Diese zeigt eine uralte palästinensische heilige Stätte in Bethlehem. (Leider ist sie heute nicht zu sehen, weil es eine hässliche hohe Mauer gibt, die sie in eine Festung verwandelt.)

Die Palästinenser arbeiteten hart, um Touristen nach Palästina zu locken, damit sie stolz ihr Land zeigen konnten.

Dieselben Palästinenser schufen auch regionale Messen, um ihre Produkte zu zeigen und mit ihren arabischen Nachbarn Handel zu treiben.

Die Palästinenser nahmen 1939 sogar als Aussteller an der Weltausstellung in New York teil.

Es gab eine Zeitung namens Palestine Post, genauso das frühere Palestine Bulletin, das vom damals prominentesten Journalisten geschrieben wurde.

Meine Recherche stellte ferst, dass Palästinenser nicht nur im 20. Jahrhundert aktiv waren, sondern schon Jahrtausende lang dort gewesen waren. Dieser Eintrag aus einer Enzyklopädie beschreibt die verblüffende und enzyklopädische Arbeit palästinensischer Forschung aus dem 4. und 5. Jahrhundert n.Chr., die von Hunderten der intelligentesten Menschen in Palästina, das als palästinensischer Talmud bekannt ist. Auf diese Arbeit haben sich Gelehrte des Nahen Ostens und Europas durch Zeitalter hindurch bezogen. Alleine diese eine Arbeit zeigt, wie stark die Verbindungen zwischen Palästinensern und ihrem Land ist.

Es gibt jede Menge weitere Beispiele vor wissenschaftlicher Forschung zur antiken Kultur Palästinas. Hier zum Beispiel ist ein Buch aus dem 19. Jahrhundert über die Bräuche und Traditionen Palästinas im Verlauf der Zeitalter.

Insgesamt gibt es eine gewaltige Menge an Beweisen und Literatur, die allesamt beweisen, dass es durch die Jahrhunderte ein Volk gegeben hat, das in Palästina lebte, sowie ihre Verwandten, die sich danach sehnten aus der Diaspora nach Palästina zurückzukehren. Im 20. Jahrhundert wurden sie der westlichen Welt als Palästinenser bekannt. Diese Menschen reichen von den Gewöhnlichen über Geistliche bis zu Politikern; sie versuchen immer das Land ihrer Vorfahren zu verbessern, das ihnen heilig ist. Sie vergaßen Palästina nie und als sie die Chance erhielten, ergriffen sie die Gelegenheit ihren Staat im Land Palästina aufzubauen.

Es gibt aber auch Außenstehende, die nach Palästina eindrangen. Sie kamen in Wellen. Manche ließen sich dort nieder, manche zogen weiter, aber keiner von ihnen ist dort so lange gewesen wie die Palästinenser, die dort ursprünglich waren. Sie verfolgten das Volk oft, das als Palästinenser bezeichnet wird, sowohl die Einheimischen Palästinas als auch ihre Cousins, die kamen, um sich ihnen anzuschließen. Sie bezeichneten sich nie selbst über was Münzen, Briefmarken und Orchester als Palästinenser. Dennoch erhebt diese andere Gruppe, die sich selbst Südsyrer oder einfach Araber nannte, heute Ansprüche die wahren Palästinenser zu sein!

Von allen Völkern der Welt sind die Palästinenser, die es am meisten verdienen dort zu leben, die, die die stärksten uralten historischen Verbindungen zum Land haben; sie sind die Leute, die härtesten daran arbeiteten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Palästina einen modernen Staat aufzubauen- gegen den Willen der Invasoren. Diese Palästinenser haben eine ununterbrochene Kette aus Geschichte und Kultur von ihren dort in antiken Zeiten lebenden Vorvätern bis heute. Die palästinensischen Menschen, die daran arbeiteten ihren Staat zu bauen, sind dieselben, die es am meisten verdienen dort zu leben – aus einer historischen wie rechtlichen und moralischen Perspektive.

Jeder moderne, liberale Mensch muss die Menschenrechte dieses einheimischen palästinensischen Volks auf Leben in Frieden und Sicherheit in dem Land unterstützen, in dem es gelebt hat und in dem zu leben es sich durch die Zeitalter hindurch sehnte.

Ja, es war ein geografischer Bereich, der 2000 Jahre lang Palästina genannt wurde. Das mag nicht der sein ursprünglicher Name gewesen sein, aber die Einwohner, die sich die Zeiten hindurch am stärksten mit ihm identifiziert haben, sind diejenigen, die das wahre palästinensische Volks sind.