Das christliche Erwachen gegenüber der Heiligkeit des Tempelbergs bringt prophezeihtes „Haus des Gebets für alle Nationen“ näher

Adam Aliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 20. Juni 2017

sie bringe ich zu meinem heiligen Bergund erfülle sie in meinem Bethaus mit Freude. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer finden Gefallen auf meinem Altar, denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt.
(Jesaja 56,7)

Bisher ist der blutige Kampf um den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden ausgetragen worden, aber ein neues Erwachen bei einigen Christen zu dessen Bedeutung schafft eine sich verschiebende vormessianische Wirklichkeit an dem bereits brisanten Ort. Der sich entwickelnde Status der Christen auf dem Tempelberg zeigte sich vor ein paar Wochen in einer muslimisch-christlichen Konfrontation, die beinahe in Gewalt endete.

Der Showdown auf dem Tempelberg involvierte Nate Waller, den Leiter der Aktionen von Hayovel, einer Organisation, die christliche Freiwillige nach Israel bringt, um biblische Prophetie zu erfüllen, indem sie in Weinbergen in Samaria arbeiten. Als regelmäßiger Besucher des Tempelbergs ist Wallers Verbindung zu dem Ort ein zunehmend wichtiger Teil seines Glaubens – und er glaubt, dass andere Christen das auch so sehen sollten.

„Als ich anfing den Tempelberg zu besuchen, verstand ich die Heiligkeit des Ortes nicht“, sagte Waller gegenüber Breaking Israel News. „Ich ging dort überall hin, wie all die anderen christlichen Touristen. Ich ging an die Stelle, wo genau der Tempel stand, etwas, das Juden nicht tun dürfen.“

Durch seine enge Arbeit mit religiösen Juden begann Waller die Bedeutung des Ortes zu begreifen.

„Im Allgemeinen glauben Christen, dass Gottes Anwesenheit den Tempelberg seit der Zerstörung des Tempels verlassen hat“, erklärte Waller. „Von den Juden beginne ich jetzt gerade zu verstehen, dass dies immer noch der Ort des Namens Gottes ist und Sein Name nicht entfernt worden ist.“

Diese theologische Entwicklung hatte praktische Folgen für Waller. Während seines Besuchs Anfang des Monats mied Waller bewusst die Stelle des früheren Tempels, die Juden wegen ihrer Heiligkeit verboten ist. Christliche Touristen sind unbegleitete Touren über den Tempelberg allgemein erlaubt und müssen keinen vorgegebenen Weg folgen, anders als Juden, die von jordanisch-islamischen Waqf-Wächtern streng beobachtet werden und auf einer vorgegebenen, eingeschränkten Route bleiben müssen, die um heilige Bereiche herumführt, die durch das jüdische Gesetz untersagt sind.

„Ich möchte den Juden folgen, damit ich  nicht in die heiligen Bereiche abkomme, aber die Waqf-Wächter wurden dadurch wütend“, erklärte Waller. „Sie kümmerten sich nicht um mich, als ich wie jeder andere christliche Tourist hinaufging und den Ort als nichts Besonderes missachtete. Aber als ich die Heiligkeit des Ortes anerkannte, begannen sie mich wie einen Juden und Feind zu behandeln.“

Zwischen den Waqf-Wächtern und Wallers Gruppe begann sich eine Konfrontation zu entwickeln. Die islamische Behörde alarmierte die israelische Polizei, die Waller und seine Gruppe zwang den Weg durch den Bereich zu nehmen, den Juden als heilig und tabu betrachten.

Waller versteht, dass diese spirituelle Verbindung zum Tempelberg besonders ist und von den meisten Christen nicht geteilt wird.

„Eines im Judentum, das die Christenheit ablehnt, war der Tempel. Als wir den verloren, verloren wir einen machtvollen Kontaktpunkt mit Gott. Das Christentum lehrt, dass der Tempel in uns ist und dass stimmt. Aber dieser innere Tempel zieht uns zum Tempel in Jerusalem.

Das Christentum muss diese Verbindung wieder herstellen. Der Tempel ist notwendig, damit Gott unter uns verweilen kann.“

Der christliche Zionist glaubt, dass diese sich entwickelnde Beziehung zum Tempelberg eine unentbehrliche Seite des Christentums.

„Aus biblischer Sicht ist der Tempelberg das Zentrum von allem“, bekundete Waller. „Als Christ ist ein Haus des Gebets für alle Nationen eine wichtige Lehre, besonders unter den ersten Christen.“

Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker sein. (Jes. 56,7)

Obwohl der Tempelberg im Neuen Testament erwähnt wird, spielt der Tempelberg im Christentum keine integrale Rolle, wie es im Judentum der Fall ist. Trotzdem is die Zahl der Christen, die den Ort besuchen, auf über 200.000 im Jahr angestiegen.

„Ich glaube, das ist eine Wiedererweckung des Haus des Gebets für alle Nationen“, spekulierte Waller. „Ich glaube, einer der Gründe, dass der Tempel nicht gebaut worden ist, besteht darin, dass die Nationen nicht bereit sind. Das Haus des Gebets für alle Nationen kann nicht kommen, wenn die Nationen nicht dafür bereit sind, es zu aufzunehmen.“

Ein paralleler Prozess findet bei Juden statt. Trotz polizeilicher Einschränkungen hat sich die Zahl der besuchenden Juden in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Am Jerusalemtag im Mai stiegen mehr als 1.000 Juden hinauf zur heiligsten Stätte des Judentums.

 

Yaakov Hayman, der Vorsitzende der Tempelberg-Bewegung, ermutigt diese Erweckung und betrachtet sie als etwas, das einen bedeutenden Ort im Dritten Tempel haben wird.

„Alle Gebete, die nicht an Götzen gerichtet sind, sind auf dem Tempelberg willkommen“, sagte Hayman und fügte eine vernünftige Bedingung an: „Jeder, der nicht dagegen ist, dass jemand anderes auf den Tempelberg geht, sollte auf den Tempelberg gehen.“

Derzeit sind Muslime die einzigen, denen es gestattet ist an der Stätte zu beten, die allen drei abrahamitischen Religionen heilig ist. Juden und Christen ist das Mitbringen jeglicher Religiönse Gegenstände auf den Berg verboten und sie werden von den Sicherheitskräften genau beobachtet, für den Fall von Zeichen, die ein Wort oder eine Gebetsbewegung andeuten.

Haymans Organisation hat eine Klage beim obersten israelischen Gerichtshof eingereicht, um diese Vision eines Hauses des Gebets für alle Nationen Wirklichkeit werden zu lassen.

„Es ist erschreckend, dass in der heutigen Zeit Menschen daran gehindert werden überall zu beten, besonders auf dem Tempelberg“, klagte Hayman.

(Foto: Blick auf den Tempelberg; heplev, 2004)

Die Araber wollen Israel immer noch vernichten

Daniel Pipes, The Wall Street Journal, 18. Januar 2002

Im vergangenen Juni strahlte das palästinensische Fernsehen einen Gottesdienst in einer Moschee in Gaza aus, in der der Imam, Ibrahim Madi, folgende Erklärung abgab: „So Gott will, wird dieser Unrechtsstaat Israel ausradiert werden, dieser Unrechtsstaat USA wird ausradiert werden, dieser Unrechtsstaat Großbritannien wird ausradiert werden.“

Bei den in letzter Zeit einmal mehr aufgedeckten Bemühungen der Palästinenser, ihr Waffenarsenal aufzustocken und bei ihren hartnäckig durchgeführten Anschlägen auf israelische Zivilisten, fühlt man sich an die freundliche Predigt des Scheichs erinnert. Der jüngste Anschlag letzte Nacht fand in einer Festhalle statt, als ein Palästinenser Handgranaten benutzte, um fünf Israelis zu töten und mehr als dreißig zu verletzten – weitaus weniger, als es der Fall gewesen wäre, wäre der Sprengstoff, den der Terrorist am Körper trug, wie geplant explodiert.

Und während die Lage der Amerikaner und der Israelis völlig unterschiedlich erscheinen können, erinnern uns Scheich Madis Bemerkungen daran, dass die Kräfte des militanten Islam sie als sehr ähnlich ansehen. Wenn also eine Erinnerung daran gebraucht wird, dass der Krieg gegen den Terrorismus über den Feldzug in Afghanistan hinaus geht, bieten die Palästinenser eine starke Gedächtnisstütze an. Die Herrschaft des militanten Islam in Afghanistan mag jetzt Geschichte sein, der militante Islam ist es aber nicht.

Osama bin Laden erklärte vor Jahren den Jihad gegen alle Christen und Juden, während sein Freund Mullah Omar, der Taliban-Diktator, öffentlich von der „Zerstörung Amerikas“ redete, von der er hoffte, dass sie „innerhalb einer kurzen Zeitspanne“ statt finden würde. Dass die Führer des militanten Islam Israel dasselbe wünschen, dürfte kaum neu sein. Der mächtigste unter ihnen, Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, rief kürzlich dazu auf, dass „dieses Krebsgeschwür eines Staates aus der Region entfernt wird“.

Es gibt sicher Unterschiede der Lage. Der Jihad gegen die USA ist neuer, weniger weit fortgeschritten und weniger von den nicht militanten islamischen Elementen unterstützt. Aber besonders jetzt, wo die USA formal den Krieg gegen den Terrorismus erklärt hat, wächst die Gemeinsamkeit der beiden Staaten.

Soweit es den Status als Nation unter Beschuss betrifft, ist Israels in seinem Lernprozess bereits weiter fortgeschritten. Der Versuch, den jüdischen Staat zu vernichten, wird seit seinem Entstehen 1948 unternommen. Seit mehr als einem halben Jahrhundert hat die Mehrheit der Araber darauf bestanden, im Staat Israel eine befristete Erscheinung zu sehen, einen Feind, von dem sie erwarten, dass sie ihn irgendwann überflüssig machen können und den Juden erlauben – im günstigsten Fall – als unterdrücktes Volk in „Palästina“ zu leben. Im schlimmsten Fall, wer weiß?

Als Israel gegründet wurde, nahmen die Araber ganz ungezwungen an, sie würden es zerstören. Aber Israel machte etwas richtig. 45 Jahre lang verteidigte sich der Staat mit einer Zähigkeit und Entschlossenheit, die die Araber bis 1993 ins Schwanken brachten. Das war der Augenblick, in dem Israel seinen Vorteil hätte ausnutzen müssen, um ein für allemal sein Existenzrecht anerkannt zu bekommen.

Statt dessen machten die Israelis das, was sich als historischer Fehler des Nachlassens erwies. Anstatt den Sack zu zu machen, boten sie ihren beiden Hauptfeinden – den Syrern und den Palästinensern – einen vorteilhaften Handel an.

Wie voraus zu sehen war, ging der Schuss nach hinten los: Anstatt als weitsichtige strategische Zugeständnisse angesehen zu werden, die darauf abzielten, die Konflikt zu beenden, wurden sie als Signale der Demoralisierung Israels interpretiert. Das Resultat waren erneuerte arabische Hoffnungen, Israel mit Waffengewalt zerstören zu können und ein heftiger Anstieg der Gewalt. Mit anderen Worten: Die Diplomatie belebte unabsichtlich die arabischen Träumen von der Vernichtung des jüdischen Staates.

Offensichtlich schädigt diese Mauer arabischer Ablehnung Israel, verweigert ihm das Angebot als normale Nation zu leben, setzt seine Bevölkerung mörderischen Angriffen aus und zwingt es, harte Schritte gegen seine Nachbarn zu unternehmen. Aber Israel gedeiht trotz dieser Angriffe, ist stolz auf seinen hohen Lebensstandard, eine demokratische Politik und eine vor Leben sprühende Kultur.

Die große Ironie ist, dass die Araber den höheren Preis für ihren destruktiven Trieb zahlen. Die arabische Zentrierung darauf, dem jüdischen Staat schaden zu wollen, hindert ein talentiertes und würdevolles Volk daran, sein Potential auszuschöpfen. Es bedeutet, dass sie es vernachlässigen ihren eigenen Lebensstandard zu verbessern, den eigenen politischen Prozess zu beginnen oder die Herrschaft des Gesetzes zu erreichen. Das Resultat ist offensichtlich: Araber sind weltweit führend im Anteil der Diktaturen, Schurkenstaaten, gewalttätigen Konflikte und der Militär-Ausgaben.

Die Araber dazu zu bringen, sich mit der Existenz Israels abzufinden, ist einfacher gesagt als getan. Aber es ist und bleibt die einzige Lösung. Nur eine solche Änderung der Einstellung wird den Jahrhunderte alten Konflikt beenden, es Israel erlauben Normalität zu erlangen und den Arabern eine Chance geben, auf dem Weg in die Moderne voran zu kommen.

Aber diese Interpretation des arabisch-israelischen Konflikts bürdet den Arabern die Last auf, woran wir in dieser Zeit nicht unbedingt gewöhnt sind. Der normale Menschenverstand hat sich so weit verschoben, dass selbst Israelis dazu neigen, arabische Akzeptanz Israels als vollendete Tatsache anzusehen und damit die Last zu handeln – in Form von Zugeständnissen (Übergabe der Golan-Höhen, Teilen von Jerusalem usw.) – Israel aufbürdet. Wenn aber diese Haltung 1993 glaubwürdig war, so beweisen doch die heutigen aufhetzerischen Reden und die Trommelschläge der Gewalt, dass es sich um eine Fata Morgana gehandelt hat.

Israel hat nun die nicht beneidenswerte Aufgabe die Araber zu überzeugen, dass ihre Zerstörungsträume fehl schlagen werden. In Aktionen umgesetzt bedeutet das Entschlossenheit und Zähigkeit. Es bedeutet gefürchtet zu werden, nicht geliebt. Der Vorgang wird weder zu Hause angenehm noch international populär sein. Aber welche Wahl gibt es? Der Fehlschlag des Osloer Verhandlungsprozesses zeigte nichts so sehr wie, dass Versuche einer schnellen Lösung dazu verdammt sind, fehl zu schlagen.

Den Konflikt auf diese Weise zu verstehen hat tief gehende Konsequenzen. Es bedeutet, dass die Welt draußen, die immer darauf bedacht ist, den arabisch-israelischen Konflikt zu lösen, am meisten dadurch helfen kann, dass sie einfach mit der Grundtatsache der arabischen Ablehnung Israels klar kommt. Sie muss Israels missliche Lage anerkennen; tolerieren, dass es genötigt ist, hart zu sein; und die Araber unter Druck setzen, einen grundsätzlichen Kurswechsel vorzunehmen.

Von vielen Regierungen, sogar der amerikanischen, verlangt dieser Ansatz eine Abkehr von der derzeitigen Politik eines Durchbruchs unter der Voraussetzung von Zugeständnissen Israels. Eine solche Umkehr der Politik wird nicht einfach zu erreichen sein, aber sie ist beinahe Vorbedingung für jeden, der die Beendigung des arabisch-israelischen Konflikts wirklich ernst nimmt.

Der Antisemitismus des syrischen Präsidenten Bashar Assad

Arutz-7 Radio berichtete am 6. Mai 2001 wie andere Quellen auch von einer Rede des syrischen Präsidenten beim Papstbesuch unter dem Titel:

OFFIZIELLER SYRISCHER ANTISEMITISMUS

Syriens Präsident Bashar Assads gestrige offizielle Willkommens-Ansprache an Papst Johannes Paul II. beinhaltete eindeutig antisemitische Sätze. Die Rede zeigt, dass Antisemitismus in der offiziellen syrischen Presse keiner zufälligen Natur ist, sondern Teil der stetigen Politik der Regierung. Im Folgenden Auszüge aus Assads Willkommensrede:

„… (Sie, der Papst, verkörpern) den Gipfel der Verantwortung zur Bewahrung dieser Werte [Liebe, Toleranz und Gleichheit der Menschen untereinander], besonders [da] es diejenigen gibt, die beständig versuchen, alle Völker immer wieder auf die Reise der Leiden und Qualen zu schicken. Deshalb werden unsere Brüder in Palästina ermordet und gefoltert, die Gerechtigkeit wird vergewaltigt und als Ergebnis davon sind Gebiete im Libanon, der Golan und Palästina von denen besetzt worden, die sogar das Prinzip der Gleichheit töteten, als sie behaupteten, dass Gott ein Volk geschaffen habe, das über alle anderen Völker erhoben sei. Wir sehen sie aggressiv gegen moslemische und christliche heilige Stätten in Palästina vorgehen… Sie versuchen, alle Prinzipien göttlichen Glaubens mit derselben Mentalität, in der sie Jesus betrogen und folterten und genauso versuchten, den Propheten Muhammad zu verraten…“1

Assad zitierte außerdem einige ewige Wahrheiten, hatte aber offenbar irregulären Gebrauch dafür im Hinterkopf:

„Die Anwendung himmlischer Lehren braucht den Widerstand gegen solche, die sie ablehnen. Gleichheit bedeutet, dass der Umgang mit anderen Völkern nicht von psychologischen Komplexen oder Behauptungen der Erhabenheit über andere Völker bestimmt sein sollte. Gerechtigkeit bedeutet die Wiederherstellung der Rechte für diejenigen, die sie verdienen. Land und Häuser im Libanon, Syrien und Palästina gehören ihren Eigentümern. Das bedeutet auch die Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat. Liebe bedeutet, keine Araber aus Hass zu töten und Kinder nicht zu lehren, Groll gegen andere zu hegen. Wahrheit wird umgesetzt, indem man nicht zeitgenössische und historische Fakten verdreht und auch nicht Rechte und Geschichte behauptet, die jeder Grundlage entbehren.“2

Der syrische Präsident merkte weiterhin an, dass der Islam keinen Unterschied zwischen den Völkern mache – außer, sie seien nicht „gottesfürchtig“:

„Der Islam breitete sich in der Welt aus, indem er Gerechtigkeit, Liebe und Gleichheit der Menschen vertrat, ohne Unterschied zwischen dem einen oder anderen außer durch Gottesfurcht.“3

Anmerkungen heplev:

1 – klare Bedeutung: Nach seiner Definition ist Israel ein Volk, das nur auf Mord und Totschlag aus ist, keinerlei Gesetz kennt und jedes Prinzip der Menschheit mit Füßen tritt. Verlogener geht es nicht, denn:
Die Zerstörung heiliger Stätten kann man Israel nicht anlasten, im Gegenteil: Die Araber zerstören (vor allem jüdische) heilige Stätten (s. das Josephsgrab). Seit 1967 hat Israel z.B. den offen Zugang aller Glaubensgemeinschaften zu den Heiligtümern z.B. in Jerusalem garantiert, was vorher von den Jordaniern verhindert wurde. Assad lügt hier sehr offensichtlich; diese Lügen sind in unseren Medien aber nicht berichtet worden.
Assad versucht außerdem, die antijüdischen „christlichen“ Gefühle des Mittelalters und der schlimmsten antisemitischen Exzesse wieder zu beleben, indem er versucht, die Christen gegen die „Mörder ihres Messias“ aufzuhetzen!

2 – Israel lehrt nicht den Hass auf die Araber, aber in den arabischen Staaten gehört die Lehre des Hasses auf die Juden weiterhin zum Lehrplan! Assad kehrt die Tatsachen um.
Von arabischer Seite werden historsiche Fakten verleugnet (Holocaust, jüdische Beziehung zum Tempelberg usw.; der Begriff des „historischen Palästina“ ist geschichtlich nicht haltbar).
Ich würde ihn gerne fragen, wie er zur Rückkehr der jüdischen Flüchtlinge der späten 1940-er Jahre (nach der Gründung des Staates Israel) in ihre „Heimatländer“ steht, aus denen sie ohne Hab und Gut vertrieben wurden – werden sie von den entsprechenden Vertreibern auch entschädigt?

3 – Der Islam breitete sich mit Schwert und Krieg aus; er bietet objektive Gerechtigkeit nur gegen Moslems, alle anderen müssen sich vor allem der Knute der Scharia in einer Weise beugen, von der sie – wegen des „falschen“ Glaubens – so benachteiligt, dass sie ihren Glauben nicht offen leben dürfen, ihre wirtschaftlichen Existenzgrundlage praktisch so gut wie entzogen bekommen und fast jeder Verleumdung wehrlos gegenüber stehen.

Der Papst hat sich bei seiner Rede an die vorbereiteten Allgemeinfloskeln gehalten. Er ist in keinem Punkt den Ungeheuerlichkeiten des Diktators entgegen getreten. Warum?

Nichts ist erfolgreicher als Niederlagen

Daniel Pipes, Jerusalem Post, 28. Februar 2001 (mit Ergänzungen)

Heute vor genau 10 Jahren endete die irakische Eroberung Kuwaits mit einem totalen Misserfolg. Man erwartete, dass der irakische Präsident Saddam Hussein bald die Kontrolle über den Irak verlöre, aber ein Jahrzehnt später ist er weiterhin fest im Sattel.

Wie konnte er das schaffen? Tariq Aziz, eines von Saddams wichtigsten Sprachrohren, deutete noch vor dem Kriegsausbruch im Januar 1991 an, warum sein Herr sich keine Sorgen machte. Regime des Nahen Ostens, so sagte Aziz dem US-Außenminister James Baker, sind nie „in einen Krieg mit Israel oder Vereinigten Staaten gegangen und haben dabei politisch verloren“. Das ist zwar etwas übertrieben (arabische Führer zahlten einen Preis für die Niederlage gegen Israel 1948/49), aber Aziz hat im Prinzip recht: Eine militärische Niederlage schadet einem nahöstlichen Herrscher in der Regel nicht. Statt dessen leugnet er die Katastrophe auf dem Schlachtfeld und blüht politisch auf.

Einige Beispiele:

Suezkrise 1956: Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser erlitt durch die Briten, Franzosen und Israelis eine demütigende militärische Schlappe, bestand aber darauf, einen Sieg errungen zu haben. Ihm wurde weitgehend geglaubt. Das Ergebnis war, dass diese Episode „ihn politisch und moralisch stärkte“, schreibt Shukri Abed von der University of Maryland; sie half Nasser, die dominierende Figur der arabischen Politik zu werden.

Sechs-Tage-Krieg 1967: Die katastrophale Niederlage durch die Israelis veranlasste Nasser dazu, seinen Rücktritt anzubieten, aber die Ägypter antworteten mit massiven Straßendemonstrationen, die ihn aufforderten, an der Macht zu bleiben (was er tat). Syriens Verteidigungsminister von 1967, Hafez Assad, machte weiter und wurde Präsident seines Landes.

Die Schlacht von Karama 1968: Yassir Arafats Fatah verlor ihren ersten größeren bewaffneten Zusammenstoß mit den Israelis, behauptete aber gesiegt zu haben.

Belagerung von Beirut 1982: Arafat verwandelte einen demütigenden Rückzug aus Beirut in einen politischen Sieg, indem er betonte, dass die Israelis 88 Tage benötigten um ihn zu besiegen, weit länger, als sie für den Sieg über andere arabische Streitkräfte brauchten.

Heute erinnert man sich an diese Ereignisse als glorreiche Siege. Die Hamas erzählte z.B. ein paar Jahre später, dass die Palästinenser 1982 Israel „demütigten“ und „seine Entschlossenheit brachen“.

Was erklärt aber dieses überraschende Muster? Drei Aspekte des muslimischen Lebens helfen, das aufzuklären.

 

  • Ehre hat monumentale Bedeutung; sie zu erhalten bedeutet mehr, als wirklich etwas zu erreichen. Hussein Sumaida, ein Exil-Iraker, erklärt Saddams Motive dafür, dass er sich 1991 gegen den Großteil der Welt stellte: „Sieg oder Niederlage spielten keine Rolle. Wichtig war, eine gute Show zu liefern und die Herzen der glühenden arabischen Welt zu gewinnen.“
  • Fatalismus bietet muslimischen Herrschern eine Möglichkeit, keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Es war alles eine Frage des Schicksals, was konnten wir schon tun? As’ad Abu Khalil von der California State University stellt fest, dass arabische Führer in Zeiten der Niederlage typischerweise die Haltung übernehmen, dass „Menschen keinerlei Einfluss oder Auswirkungen auf ihre Taten oder Pflichten haben. Nur Gott handelt.“ Sich auf diese „Unvermeidbarkeit des Schicksals“ zu berufen entledigt die arabischen Regime und Armeen ihrer Verantwortung. Dieses Muster, merkt er korrekt an, „ist so typisch geworden, dass man es voraussehen kann“.
  • Verschwörungstheorien dominieren derart, dass bei jeder Konfrontation mit dem Westen (einschließlich Israels) angenommen wird, dass der Westen dadurch die Herrscher vernichten und ihre Länder erobern will. Die Ägypter glauben z.B. weitgehend, dass die britischen und französischen Regierungen 1956 planten Nasser zu eliminieren und Ägypten zu besetzen. Als diese vernichtenden Folgen nicht eintraten, kam sein bloßes Überleben einem überwältigenden Sieg gleich.

Einen Feind auf dem Schlachtfeld zu schlagen, ist nicht genug, um im Nahen Osten zu gewinnen; der Herrscher und sein Regime muss ebenfalls eliminiert werden. Die politischen Auswirkungen für den Irak sind offensichtlich.

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Ergänzungen:

28. August 2006: Hassan Nasrallahs Starstatus im Nahen Osten, nachdem er nach allen objektiven Maßstäben den Krieg mit Israel verloren hat, passt genau in dieses Muster. Lee Smith stellt die Kontinuitäten in „The Real Losers: Hezbollah’s Hassan Nasrallah admits that the war was a mistake“ heraus. (Die wahren Verlierer: Hisbollahs Hassan Nasrallah gesteht ein, dass der Krieg ein Fehler war.)

19. November 2012: Barry Rubin führt in „The Israel-Hamas War and the Suicide Strateby: How Arab Forces Expect to be Weak, Start Losing Wars and Still Hope to Win” (Der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah und die Selbstmordstrategie: Wie arabische Streitkräfte erwarten schwach zu sein, beginnen Kriege zu verlieren und immer noch hoffen zu gewinnen) ähnliche Punkte wie die meinen an. Was er die „Selbstmordstrategie“ nennt, beinhaltet, dass ein Führer denkt: „Ich werde einen Krieg anfangen, den ich nicht gewinnen kann, um eine Situation zu schaffen, in der die andere Seite meine Infrastruktur zerstört und mein Volk tötet. Dann werde ich militärisch verlieren, aber die Schlacht gewinnen. Wie?“ Rubin listet dann drei Elemente auf:

  • Ich tötet ein paar Leute der anderen Seite und füge ihr etwas Schaden zu. Da sie schwächer und weniger mutig sind als ich, werden sie aufgeben. Je länger der Krieg dauert, desto wahrscheinlicher werden sie nach einer Ausstiegsmöglichkeit suchen, selbst wenn dazu gehört, dass sie viele Zugeständnisse zu machen. Terrorismus gegen ihre Zivilisten einzusetzen verstärkt diese Taktik.
  • Mit dem Leiden und der Vergrößerung des Leidens durch Nutzung allgemein verständnisvoller westlicher Medien werde ich dafür sorgen, dass die andere Seite Mitleid mit mir hat und sich gegen die eigenen Führungspolitiker stellt, die dann als herrisch, blutrünstig und imperialistisch hingestellt werden.
  • Das Gespenst von Krieg, Leiden und besonders zivilen Opfern wird die „internationale Gemeinschaft“ dazu bringen Druck auf meine Gegner auszuüben, damit sie klein beigeben, den Kampf beenden (selbst wenn ich ihn auf niedrigerer Ebene weiterführe), mich überleben lassen und mir Vorteile verschaffen.

Während diese Strategie „oft gegen westliche Gegner oder Israel funktioniert hat“, vermerkt Rubin, „wird sie gegen andere Araber oder den Iran nicht funktionieren, denn für diesen Kräfte könnte nichts gleichgültiger sein als wie viel Schaden und wie viele zivile Opfer sie verursachen“.

Feiern eines vorgetäuschten Hamas-Sieges

November 2012: Die Israelischen Verteidigungskräfte mögen viele der Hamas-Führer exekutiert, ihre Infrastruktur zerschlagen und den Gazastreifen ins Schwanken gebracht haben, aber – wie man es von ihr kennt – hat die Hamas am Tag nach Inkrafttreten eines Waffenstillstands einen Feiertag ausgerufen. Nicht nur das, sondern sie hat den 22. November zu einem Tag erklärt, der fortan jedes begangen werden soll: „Wir fordern jedermann auf zu feiern, Familien von Märtyrern, die Verwundeten und die, die Häuser verloren haben zu besuchen.“ Die Feierei war derart ernst, dass ein Mensch von Schüssen in die Luft getötet und drei verletzt wurden.

Der offizielle Fatah-Vertreter Bassam Zakrneh fordert auf seiner Facebookseite: „Meine Brüder, wenn der Tod von 163 Märtyrern, einschließlich des Führers Ahmed Jabari, mit Tausenden Verletzten und der Zerstörung aller [Regierungs-] Institutionen als Sieg betrachtet wird, was um Gottes Willen ist dann eine Niederlage?“

  1. Juli 2014: Ich betrachte dieses Thema einmal mehr in „Warum will die Hamas Krieg?“ Der Schlüsselabschnitt:

Die Hamas-Führer agieren recht rational. Regelmäßig (2006, 2008, 2012) entscheiden sie sich Krieg gegen Israel zu führen, im vollen Bewusstsein, dass sie diesen auf dem militärischen Schlachtfeld verlieren, aber in der Erwartung, dass sie auf der politischen Ebene gewinnen werden. Israelische Führungspolitiker nehmen umgekehrt an, dass sie militärisch gewinnen, aber politisch eine Niederlage einstecken werden – schlechte Presse, Resolutionen der Vereinten Nationen und so weiter.

11. September 2014: Der ägyptische Analytiker Abdel-Moneim Said nimmt dieses Thema in „Victory and defeat“ (Sieg und Niederlage) auf. Er beginnt mit der Erinnerung an seine Zeit bei einer Studentenzeitung nach dem furchtbaren ägyptischen Verlust im Sechstage-Krieg: „Zu meiner großen Überraschung stellte ich fest, dass eine ganze Menge meiner Kollegen bei dieser Zeitung glaubten, wir hätten den Krieg von 1967 gewonnen!“ Wie konnte das sein?

Die Logik sah so aus: Der Zweck der israelisch-amerikanischen Aggression bestand darin den ruhmreichen Präsidenten und das sozialistische System in Ägypten zu stürzen, da aber der Präsident immer noch an der Macht ist, nachdem das Volk ihn mit Massendemonstrationen unterstützte und seiner weisen Führung am 9. und 1. Juni und angesichts dessen, dass das sozialistische System immer noch bestand, hatte der Feind seine Ziele nicht erreicht. Also hatten wir gewonnen!“

Leider, fährt er fort, „blieb die oben beschriebene allgemeine Linie unverändert und viele arabische Revolutionskräfte nutzen sie weiterhin“. Said bietet liefert Beispiele:

Nach dem Krieg zur Befreiung von Kuwait entschied der irakische Präsident Saddam Hussein, er habe „die Mutter aller Schlachten“ gewonnen. Immerhin bestand das Ziel des Krieges darin ihn und sein Regime zu stürzen. Da er und sein Regime immer noch da waren, waren er und sein Regime siegereich [aus dem Krieg] hervorgegangen. …

Scheik Hassan Nasrallah wandte dieselbe Logik auf den Krieg zwischen dem Libanon und Israel im Sommer 2006 an. Solange er persönlich und seine Gruppe Hisbollah überlebten, konnte er uneingeschränkten Krieg geltend machen.

Selbst Präsident Bashar al-Assad glaubt, er könne sich zum Sieger erklären, bevor die Schlacht auch nur zu Ende ist. Befindet er nicht immer noch mit seiner Partei, seiner Clique und seinem Clan dort im Herzen Syriens?

Dann wendet er diese Logik auf die Kämpfe vom Juli/August 2014 zwischen der Hamas und Israel an:

Wenn eine Seite 2.100 Tote hat, tausende weitere Verletzte, ein Großteil ihrer zivilen Infrastruktur und ihre Tunnel zerstört werden und ein beträchtlicher Teil ihrer militärischen Kapazitäten dezimiert werden, weil die qualifizierten Kommandeure dafür getötet wurden, während die andere Seite 72 Tote und zwei Verwundete als Verluste hat und bei den Störungen durch Hunderte, die von Zeit zu Zeit in Bunkern Zuflucht suchen mussten, dann können die Ergebnisse des jüngsten Kriegs im Gazastreifen kaum als palästinensischer Sieg gutgeschrieben werdne. Dennoch haben Hamasführer In Übereinstimmung mit der erwähnten Logik ihren Sieg proklamiert.

Es herrscht die Meinung, dass das israelische Ziel war die Hamas zu eliminieren und das Schießen von Flugkörpern zu beenden. Daher sollten die Palästinenser, solange sowohl die Hamas als auch die Flugkörper weiter existieren, angesichts dieses dröhnenden Sieges jubeln. Natürlich zog niemand auch nur ein einziges palästinensisches Ziel in Betracht, das mit der Befreiung der besetzten Gebiete (wofür, sollte man annehmen, es Waffen, Flugkörper und Tunnel gibt) zu tun hat. Die Frage, ob die Schlacht der Befreiung auch nur eines einzigen Quadratmeters des besetzten Landes gewonnen wurde, ist nicht aufgebracht worden.

Wir feierten den Sieg, weil der Feind es nicht schaffte seine Ziele zu erreichen, wie wir sie definiert haben. Was unsere Ziele angeht, wurde es von Anfang an als selbstverständlich angesehen, dass sie nicht in unserer Gleichungen von Krieg und Frieden eingehen würden.

Echte Juden vs. echte Palästinenser

Judean Peoples Front, Israellycool, 15. Juni 2017

Ein der Haupttaktiken, die die BDS-Bewegung nutzt, um ihren zugrundeliegenden Judenhass zu verbergen, besteht darin auf die wenigen antizionistischen Juden zu zeigen, die sie unterstützen; das ist dann der „Beweis“, dass sie nicht wirklich antijüdisch sind, nur antiisraelisch oder gegen Besatzung. Sie halten diese Randminderheit der Juden als den einzig „echten Juden“ hoch, während der Rest von uns, der Israel Existenzrecht als jüdischer Staat unterstützt, Blender oder „falsche Juden“ sind.

Aber wie der Rest der BDS-„Logik“ ist diese Argumentation nur akzeptabel, wenn es um Juden geht und keinesfalls, wenn es um Araber, Palästinenser oder Muslime geht. Sollte ein Jude sagen, dass der Islamische Staat die einzig wahren Muslime sind (in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Muslime gegen den IS sind), würde er der Islamophobie beschuldigt. Würd ein Israeli sagen Terrorunterstützer seien die einzig wahren Palästinenser, würde er des Rassismus beschuldigt, obwohl 46% Selbstmord-Bombenanschläge unterstützen, 67% Messeranschläge unterstützen und 89% Raketenangriffe auf israelische Zivilisten unterstützen. Aber wenn die BDS antizionistische Juden (eine sehr kleine Minderheit) als einzig wahre Juden hochhält, dann ist für manche der angeführte Grund akzeptabel.

Es wäre niemals in Ordnung einen Muslime anzugreifen, indem man ihm ein Bild einer ISIS-Gräueltat schickt und sagt: „Das ist der wahre Islam.“ Dennoch sind BDS und ihre Blau-und-weiß-wascher-Freunde von der Jüdischen Stimme für Frieden in Palästina absolut glücklich genau dasselbe mit Juden zu tun.

Wenn also das nächste Mal jemand Ihnen eine Bild der Naturei Karta (die kaum ein paar tausend Mitglieder zählt) twittert, dann twitter Sie doch direkt zurück:

(eingedeutscht von heplev)