Niederlande: Das Wiederaufblühen der Entstellung „Tier-Holocaust“

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die Zahl der Vorfälle von Verdrehung des Holocaust hat in den letzen Jahren rapide zugenommen. Das wird kaum erkannt, denn diese Entwicklung wird von keiner Organisation nachverfolgt. Eines von vielen Motiven, das Jahrzehnte lang immer wieder auftauchte, ist die Behauptung eines „Tier-Holocaust“. Das ist der Vergleich bzw. die Gleichsetzung der Massenschlachtung von Tieren für den Verzehr mit den Massentötungen von Juden durch Deutsche und ihre Partner in der Schoah. Vieles der Kritik an industrieller Landwirtschaft und Schlachten ist gerechtfertigt. Tiere zu vermenschlichen öffnet aber die Tür für einen höchst fehlerhaften Diskurs. Was Tieren geschieht mit der Geschichte von Holocaustopfern gleichzusetzen, spiegelt eine deformierte Gesinnung.

Der in Südafrika geborene Nobelpreisträger J. M. Coetzee schrieb über den Holocaust und erklärte, es sei ein „‚fürchterliches Verbrechen menschliche Wesen wie Bestandteile eines industriellen Prozess zu behandeln‘. Und dieser Schrei hätte einen Nachsatz verdient: ‚Was für ein furchtbares Verbrechen – wenn ich es mir recht überlege – ein lebendes Wesen wie einen Bestandteil eines Industrieprozess zu behandeln.“[1]

Die Tierrechte-Organisation People for the Ethical Treatment of Animals (PETA – Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) hat die Tier-Holocaust-Deformation seit Jahrzehnten propagiert. 1983 behauptete PETA-Gründerin und Direktorin Ingrid Newkirk, dass Tiere Menschen ähnlich seien. Sie erklärte: „Eine Ratte ist ein Schwein, ist ein Junge und 6 Millionen Menschen starben in Konzentrationslagern, aber dieses Jahr werden 6 Milliarden Masthähnchen in Schlachthöfen sterben.“[2]

2003 organisierte PETA eine Ausstellung mit dem Titel „Der Holocaust auf unserem Teller“. Die britische Tageszeitung Guardian schrieb: „Sie stellt grauenvolle Bilder von Menschen in Konzentrationslagern neben verstörende Bilder von Tieren auf Bauernhöfen. Ein Foto zeigt einen ausgemergelten Mann direkt neben dem einer verhungernden Kuh. Ein weiteres zeigt einen Stapel nackter menschlicher Wesen direkt neben das Bild eines Haufens Schweinekadaver… Andere Bilder vergleichen Kinder hinter Stacheldraht mit Bildern von Schweinen, die sich hinter Gittern befinden; Menschenmengen mit Vieh, das in Transporter getrieben wird; und dicht in Schlafkojen gepackte Menschen mit Hühner in einer Legebatterie.“[3] Nach massiver Kritik entschuldigte sich Newkirk.

Im August 2017 wurde die Tier-Holocaust-Verfälschung in den Niederlanden wiederbelebt. Roos Vonk, Professorin der Sozialpsychologie an der ehrbaren Universität Radboud in Nijmegen, schrieb einen Artikel mit dem Titel „Die Bio-Industrie mit dem Holocaust zu vergleichen ist gar nicht so eigenartig.“ Sie behauptete, dass man inmitten „eines groß angelegten industriellen Holocaust“ an Tieren lebe. Vonk schrieb zudem: „Man läuft Gefahr fälschlich antisemitisch oder rassistisch genannt zu werden, wenn man mit tausenden Schweinen zwischen Metall- und Beton gefüllten Industriehallen mit Konzentrationslagern vergleicht.“[4]

Die landesweit publizierte Tageszeitung NRC Handelsblad hatte keine Einwände zur Veröffentlichung dieses Artikels samt seines den Holocaust verzerrenden Titels und Inhalts. Vonk kam allerdings mit ihrem Missbrauch nicht einfach davon. Der Journalist Fritz Barend reagierte in der Zeitung Parool; er erklärte: „Es war einfach die Böswilligkeit Vonks aufzuzeigen… jedes Kind kann den Unterschied zwischen Menschen und Tieren begreifen. Tiere verhalten sich immer noch wie ihre Vorfahren vor Tausenden von Jahren.“

Barend fügte hinzu: „Professorin Vonk betrachtet es hoffnungsvoll als ein Zeichen der menschlichen Zivilisation, dass sie während ihres Eisprungs nicht gleich vom ersten Passanten angefallen wird.“ Er schloss, dass Vonk implizit wie explizit seine von den Nazis ermordeten Großeltern mit gemästeten Schweinen gleichsetzt und schreibt: „Vonk macht aus meinen Großeltern im Schutz der Universität Radboud ohne Skrupel Schweine.“[5]

Vonk twitterte darauf, Barend habe „sich in seine Opferrolle verzogen“. Das war eine klassische Bekundung zur Abwehr von Kritik, die unter anderem von Holocaust-Verzerrern genutzt wird. Nachdem die Universität eine Presseerklärung ausgab, mit der sie Vonks Vergleich als „unnötig und verletzend“ befand und „bedauerte, dass so viele Menschen davon verletzt worden waren“. Sie sagte auch, dass das Management der Universität mit Vonk gesprochen hatte und sie ihnen zustimmte.

In einer weiteren landesweiten gelesenen Tageszeitung, De Volkskrant, erinnerte die Journalistin Elma Drayer an Vonks heftige Fehltritte der Vergangenheit. 2011 war diese Radboud-Professorin Mitautorin eines Forschungspapiers, das zu dem Schluss kam: „Menschen, die Fleisch essen, sind wissenschaftlich nachgewiesenermaßen asozialer, egoistischer, werden weniger geliebt und sind einsamer als Vegetarier.“ Nach der Veröffentlichung wurde entdeckt, dass einer ihre Mitautoren, Diederik Stapel, Professor für Sozialpsychologie an der Universität Tilburg, sämtliche experimentellen Daten gefälscht hatte, auf denen die Abhandlung gründete.

Während Stapel seine Professur entzogen wurde, kam Vonk mit einem Tadel der Universität Radboud wegen Leichtfertigkeit davon. Zwei Jahre später war Vonk von der Haltung des niederländischen Wirtschaftsministers Henk Kamp zur Schiefergas-Förderung irritiert. Vonk twitterte, sie „würde ihm am liebsten auf die Schnauze hauen“. Das führte zu einem weiteren Gespräch mit den Leitern ihrer Universität. Das Ergebnis war ein von Vonk geschriebener Entschuldigungsbrief an Minister Kamp. Drayer schrieb, dass diejenigen, die die Universität Radboud leiten, nicht begriffen hätten, dass jemand, der ihrer Institution dreimal in sechs Jahren Schande bringt, nicht Forscher ist, sondern Aktivist.[6]

Es ist kein Zufall, dass sich in den Niederlanden ein Skandal entwickelte und dass Vonks Artikel in einer landesweit publizierten Zeitung veröffentlicht wurde. Die Werbung für Tierrechte hat im Land ein absurdes Niveau erreicht.[7] In Reaktionen an die Zeitung fand Vonk eine Reihe von Befürwortern.[8] Während der nationalen Debatte vor ein paar Jahren darüber, ob rituelles Schlachten ohne Betäubung verboten werden sollte, wurde klar, dass die Mehrheit der Niederländer sich leichter mit dem eingebildeten Gedankengut einer Kuh identifizieren kann als mit einem Juden, der nur Koscheres isst.

Im niederländischen Parlament hat die Partei für die Tiere fünf der 150 Sitze. Selbst der britische Schriftsteller George Orwell, der die Satire Animal Farm (Farm der Tiere) schrieb, hätte eine solche Entwicklung nicht vorhersagen können. Wir werden niemals wissen, ob er sich darüber in seinem Grab angesichts dieser grotesken Realität kaputt lacht.

[1] http://www.smh.com.au/news/opinion/exposing-the-beast-factory-farming-must-be-called-to-theslaughterhouse/2007/02/21/1171733846249.html

[2] James M. Jasper and Dorothy Nelkin, The Animal Rights Crusade (New York: Free

Press, 1992), 47.

[3] http://www.theguardian.com/media/2003/mar/03/advertising.marketingandpr

[4] www.nrc.nl/nieuws/2017/08/21/bioindustrie-vergelijken-met-de-holocaust-is-niet-zo-raar-12616148-a1570596

[5] www.parool.nl/opinie/-mijn-grootouders-zijn-geen-varkens~a4515725/

[6] www.volkskrant.nl/opinie/elma-drayer-hoogleraar-roos-vonk-is-geen-wetenschapper-maar-een-activist~a4516664/

[7] http://www.volkskrant.nl/opinie/dieren-in-opmars-joden-op-terugweg-in-nederland~a2447684/

[8] http://www.gelderlander.nl/nijmegen-e-o/radboud-universiteit-neemt-alweer-afstand-van-roos-vonk-om-vergelijking-bio-industrie-met-holocaust~a2e5ed5b/

Advertisements

BDS demaskieren: Eine neue Methode zur Bekämpfung der Bewegung ist aufgekommen und sie funktioniert

Von Radioheads eiserner Weigerung sich von Antiisrael-Advokaten unter Druck setzten zu lassen bis zum Bestseller “BDS for Idiots” trumpft der Kampf gegen die Bewegung auf.

Barry Shaw, The Jerusalem Post, 15. Juli 2017

Rod Steward kommt vor seinem Konzert in Tel Aviv am 13. Juni 2017 in Israel an. (Foto: LIOR KETER)

Nachdem der BDS-Bewegung Jahrzehnte lang ein freies Spielfeld überlassen wurde, auf dem sie ihre Beschuldigungen gegen Israel spinnen konnte, ist ein Trend erkennbar, der etwas gegen das Wirrwarr ihres Narrativs erreicht. Langsam aber sicher werden Fortschritte gegen die radikalen Beschuldigungen gemacht, die gegen den jüdischen Staat abgefeuert wurden.

Die alte Taktik Israel als Start-up Nation zu kennzeichnen, ist nur von begrenztem Wert. Welchen Nutzen hat das Lob der Wunder von Waze, wenn die andere Seite die negative emotionale Bildsprache eines zionistischen Staates als Kindermörder und brutale Besatzer nutzt? Stattdessen fasst eine neue Strategie Fuß. Nehmt Israel aus der Gleichung heraus. Richtet den Scheinwerfer auf unsere Feinde. Konzentriert euch auf die Botschaft und den Charakter unserer Gegner von der BDS. Zielt au diejenigen, die Israel und die Juden angreifen und kontert direkt gegen sie. Entlarvt sie und entlarvt ihre Scheinheiligkeit und Lügen.

Die antiisraelischen BDS-Befürworter sind in einer Falle gefangen, die sie selbst aufgestellt haben, nämlich dem Mangel an Argumenten und oft tief sitzendem Antisemitismus, der sie antreibt.

Der Kampf ist eingetreten und es sind rasche Fortschritte gemacht worden. Ein Teil der Offensive beinhaltet die Nennung und das Anprangern der BDS-Feinde Israels. Dies wird oft über die sozialen Medien gemacht, so der Internetseite Canary Mission, die Einzelpersonen und Gruppen dokumentiert, die Hass auf Israel Juden an US-Universitäten propagieren. Ihre Seite katalogisiert Personen und Gruppen, indem sie ihre Namen und Standorte auflistet, zu welcher radikalen Gruppe sie gehören, welche Rolle sie spielen und eine ausführliche Beschreibung des negativen Handelns oder von ihnen gemachten Äußerungen. Zu ihren Profilen gehört normalerweise ein Porträtfoto. Oft beinhaltet das Profil der Person auch ihre Präsenz in den sozialen Medien.

In der Vergangenheit übten Unterhaltungspersönlichkeiten oft in der Kulturwelt Einfluss aus. Vor kurzem ist ihre radikale Einseitigkeit offengelegt worden und sie werden zunehmend ignoriert. Ein Beispiel dafür ist Roger Waters mit seinem „Pink Floyd“-Ruhm. Einst eine Ikone des BDS wurde er zur Lachnummer, von Künstlern verrissen, die seine Forderungen an sie Israel zu boykottieren ignorierten. Aerosmith wurden bald von Radiohead, Rod Steward und die Pet Shop Boys mit Auftritten vor riesigem Publikum in Israel gefolgt.

Nachdem er Radiohead Monate lang unter Druck setzte, verprügelte Thom Yorke von der Band Radiohead Waters mit einem vernichtenden Interview im Rolling Stone fertig, indem er ihm sagte: „Es ist völlig respektlos davon auszugehen, dass wir entweder zu falsch informiert oder zu zurückgeblieben sind, um eigene Entscheidungen zu treffen.“

Yorke fuhr fort: „Ich fand es als extrem bevormundend, richtig ärgerlich, dass ein Künstler, den ich respektiere, glaubt, wir seien nach all den Jahren nicht in der Lage eine eigene moralische Entscheidung zu treffen.“

Radioheads moralische Entscheidung bestand darin nach Israel zu komme und ihre multikulturellen Fans zu unterhalten.

Charles Asher Small, der Gründer des Institute for the Study of Global Antisemitism and Policy (ISGAP – Institut zur Beobachtung von weltweitem Antisemitismus und Politik) an der McGill University, sagte Teilnehmern der jährlichen IDC Herzliya Conference, dass seine NGO mit der Dokumentation „Wish Your Weren’t Here“ (Ich wünschte, du wärst nicht hier) arbeitet, die zeitgenössischen Antisemitismus und die BDS-Bewegung untersucht. Er weist auf Waters‘ Geschichte antijüdischer Bildsprache hin, zu der gehört, dass er bei seinen früheren Konzerten einen Ballon in der Form eines Schweins mit Davidstern und Dollarzeichen auf dessen Körper schweben ließ, dazu seine Gleichsetzungen Israels mit den Nazis. Eine neue ISGAP-Webseite ruft als Vergeltung zum Boykott der Konzerte von Waters auf. Die Internetseite wednontneedrogerwaters.com (wir brauchen Roger Waters nicht) fordert die Leute auf eine Petition zu unterschreiben, die andere drängt aus Protest seine Konzerte zu meiden.

„BDS for Idiots“, 2016 ein Bestseller-Buch, drängte Anti-BDS-Aktivisten Israel aus der Gleichung zu nehmen, wenn mit BDS-Aktivisten diskutiert wird und sich stattdessen auf das BDS-Narrativ zu konzentrieren. Das Buch weist darauf hin, dass wir uns in einem intellektuellen Jiu-Jitsu-Kampf befinden, in dem unsere Anti-BDS-Aktivisten die Schwachpunkte der BDS finden müssen, von denen es viele gibt; sie müssen effektiv genutzt werden, um ihre Argumente effektiv aus dem Gleichgewicht zu bringen und letztlich zunichte zu machen.

Das Buch beschreibt ausführlich die offenkundigen Fakten, wie diejenigen, die vorgeben propalästinensisch zu sein, dabei ertappt werden sich nicht wirklich um palästinensisches Leben zu kümmern, ihm sogar Schaden zuzufügen.

Belege dafür wurden klar, als BDS-Proteste dazu führten, dass SodaStream seine Fabrik von Mischor Adumim in Judäa und Samaria in den Negev verlegte, was hunderte palästinensischer Arbeiter in die Arbeitslosigkeit schickte. Palästinensisches Leben wurde geschädigt, aber die BDS betrachtete das als Sieg.

Vor kurzem fanden SodaStream und die israelische Regierung eine Möglichkeit, wie die palästinensischen Arbeiter mi Bussen in die neue Fabrik in Rahat gebracht werden können, damit sie wieder eingestellt und mit ihren jüdischen und beduinischen Kollegen wiedervereint werden können.

Dieser Fall illustriert eindeutig, wer Schaden zufügt und wer sich um palästinensische Arbeiter sorgt. Er entlarvt die verlogene Botschaft der BDS.

Proisraelische Gruppen sind angesichts der Entdeckung überrascht gewesen, wie einfach es ist die BDS aufzuhalten, indem man in die Offensive geht.

In Spanien habe Angel Mas und seine proisraelische juristische Organisation ACOM mehrere von spanischen Städten unternommene BDS-Aktionen aufgehoben, indem sie gegen Entscheidungen von Stadträten zum Boykott von Israel klagten. Dazu gehören La Guardia, der Madrider Bezirk Rivas Vacia, der Bezirk Olesa in Barcelona, Campezo und Valencia.

Wenn BDS in Spanien besiegt wird, dann wegen Angel Mas und ACOM.

Die Anwendung örtlicher Gesetze hat den UK Lawyers for Israel (UKLFI) zahlreiche Erfolge eingebracht; dabei handelt es sich um eine Freiwilligengruppe britische Anwälte, die gegen BDS-Beschlüsse von Studentenorganisationen an verschiedenen britischen Universitäten vorgingen, indem sie Campus-Verwaltungen benachrichtigten, dass die Umsetzung von Forderungen der BDS-Studenten zum Boykott Israels sie in schweren Rechtsbruch der britischen Gesetze für Wohlfahrtseinrichtungen bringen würden, was ihren Gemeinwohlstatus gefährden würde, durch den sie Regierungsgelder erhalten. Zu den britischen Universitäten, an denen BDS-Beschlüsse dank UKLFI zu zahnlose Abstimmungen wurden, zählen das Kings College, City University, SOAC, University College London, Warwick, York Brunel und East Anglia.

Das Trustte Boad of Edinburgh University hob eine BDS-Entscheidung auf, nachdem die Israel Engagement Society der Universität mit juristischer Unterstützung der UK Lawyers for Israel intervenierte. UKLFI half außerdem der proisraelischen Studenteninitiative Stand With Us UK dabie die Bath University dazu zu bringen BDS abzulehnen.

UKLI hilft individuellen Studenten und Gruppen Antisemitismus zu kontern, den sie an Universitäten oft seitens hasserfüllter BDS-Aktivisten erfahren.

Die juristischen Anti-BDS-Aktiviten von UKLFI beschränken sich nicht auf Universitäten. Jonathan Turner, der Gründer von UK Lawyers for Israel, sagte gegenüber The Jerusalem Report, dass seinen juristische Freiwilligengruppe mit Hilfe weiterer Spender und Freiwilliger weit mehr tun könnte.

Gilad Erdans Strategic Affairs Ministry schloss sich der gemeinsamen Herangehensweise gegen die an, die Israel delegitimieren wollen. Im Juni startete der Dienst die neue informative Internetseite 4IL.org.il, die Karikaturen und kurze Videos beinhaltet, mit denen BDS-Lügen entlarvt werden.

Amerikanische Städte und Bundesstaaten müssen gegen BDS zurücktreten. Im Mai wurde Nevada der 20. US-Bundesstaat, der ein Gesetz beschloss, mit dem BDS illegal gemacht wurde. Dieser Erfolg war die Frucht des Ausschusses Christliche Verbündete, einer amerikanischen Gruppe, die sich der Stärkung der Beziehungen zwischen Christen und Israel widmet, sowie der juristischen Expertenarbeit von Prof. Eugene Kontorovich über die Israel Allies Foundation.

Das ergab sich nach einem zufälligen Treffen von Kontorovich und Alan Clemmons, einem Abgeordneten des Bundesstaatsparlaments South Caroline. Bei einem Besuch in Israel traf Clemmons den Eigentümer von AL Solutions, einer Firma, die von BDS betroffen war. Diese israelische Firma hatte eine Fabrik in Clemmons‘ Bundesstaat eröffnet.

Clemmons erkannte schnell den finanziellen Schaden, den BDS seinem Staat finanziell wie gesellschaftlich zufügen konnte, sollte dem Tun der BDS Arbeitslosigkeit folgen. Clemmons sagte über sein Treffen mit Kontorovich: „Hier war einer hellsten Köpfe der Welt, was das Angehen der BDS unter der US-Verfassung betrifft.“

Sein Staat war ein früher Initiator von Anti-BDS-Gesetzgebung. Quer durch Amerika und weltweit muss BDS auf lokaler, städtischer und staatlicher Ebene demaskiert und geächtet werden.

Echte Juden vs. echte Palästinenser

Judean Peoples Front, Israellycool, 15. Juni 2017

Ein der Haupttaktiken, die die BDS-Bewegung nutzt, um ihren zugrundeliegenden Judenhass zu verbergen, besteht darin auf die wenigen antizionistischen Juden zu zeigen, die sie unterstützen; das ist dann der „Beweis“, dass sie nicht wirklich antijüdisch sind, nur antiisraelisch oder gegen Besatzung. Sie halten diese Randminderheit der Juden als den einzig „echten Juden“ hoch, während der Rest von uns, der Israel Existenzrecht als jüdischer Staat unterstützt, Blender oder „falsche Juden“ sind.

Aber wie der Rest der BDS-„Logik“ ist diese Argumentation nur akzeptabel, wenn es um Juden geht und keinesfalls, wenn es um Araber, Palästinenser oder Muslime geht. Sollte ein Jude sagen, dass der Islamische Staat die einzig wahren Muslime sind (in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Muslime gegen den IS sind), würde er der Islamophobie beschuldigt. Würd ein Israeli sagen Terrorunterstützer seien die einzig wahren Palästinenser, würde er des Rassismus beschuldigt, obwohl 46% Selbstmord-Bombenanschläge unterstützen, 67% Messeranschläge unterstützen und 89% Raketenangriffe auf israelische Zivilisten unterstützen. Aber wenn die BDS antizionistische Juden (eine sehr kleine Minderheit) als einzig wahre Juden hochhält, dann ist für manche der angeführte Grund akzeptabel.

Es wäre niemals in Ordnung einen Muslime anzugreifen, indem man ihm ein Bild einer ISIS-Gräueltat schickt und sagt: „Das ist der wahre Islam.“ Dennoch sind BDS und ihre Blau-und-weiß-wascher-Freunde von der Jüdischen Stimme für Frieden in Palästina absolut glücklich genau dasselbe mit Juden zu tun.

Wenn also das nächste Mal jemand Ihnen eine Bild der Naturei Karta (die kaum ein paar tausend Mitglieder zählt) twittert, dann twitter Sie doch direkt zurück:

(eingedeutscht von heplev)