Was Auslandsregierungen unternehmen, um israelische Kinder einer Gehirnwäsche zu unterziehen

Abi Abelow, Israel Unwired, 28. Februar 2021

Das betrifft eigentlich nicht nur israelische Kinder, sondern Lehrer und Verwaltung innerhalb des Systems sind ebenfalls gefährdet.

Teaching Israeli Children to Hate Israel

Es reicht linken Organisationen nicht, dass Israels Feinde Israel hassen, sondern sie wollen auch israelische Kinder einer Gehirnwäsche unterziehen Israel zu hassen. Und zwar so sehr, dass sie das Bildungssystem in Israel für den Versuch nutzen, progressive, antiisraelische Werte zu inspirieren und Antizionismus zu lehren.

Es sollte sofort klar sein, dass das schädigend ist. Sie wollen lehren, dass der Holocaust ein universaler Völkermord war. Das ist unmoralisch und falsch. Sie wollen lehren, dass es Israelis, die in Sderot – Südisrael – unter Terrorismus und Raketenangriffen der Hamas leiden, genauso geht wie den Leuten im Gazastreifen. Gaza ist ein Zentrum für Terrorismus. Diese unschuldigen Leute, die tatsächlich im Gazastreifen leiden, leiden unter der Hamas und der „palästinensischen“ Autonomiebehörde – nicht unter Israel.

Wir müssen uns um die Zukunft unserer Kinder kümmern. Wir müssen uns sicher fühlen können sie zur Schule zu schicken um zu lernen. Sie sollten die Wahrheit lernen und Liebe für das jüdische Volk und die jüdische Heimat.

Wie können es Auslandsregierungen wagen sich in Israels Bildungssystem einzumischen und Organisationen zu bezahlen, damit sie Kindern irgendetwas anderes beibringen?

Shurat HaDin: „Dem ICC fehlt die rechtliche Zuständigkeit und Kompetenz.“

„Dem ICC fehlt sowohl die juristische Zuständigkeit als auch die Kompetenz, um über die Rechte der Seiten des israelisch-palästinensischen Konflikts zu urteilen“, sagt Gründerin von Shurat HaDin.

Arutz Sheva- Redaktion, 6. Februar 2021

Nitsana Darshan-Leitner (Shurat HaDin)

Die juristische Organisation Shurat HaDin reagierte am  Samstagabend auf die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC), die den Weg bereitet, dass gegen Israel wegen „Kriegsverbrechen“ ermittelt wird.

In der Reaktion der Organisation sagte Nitsana Darshan Leitner, Gründerin und Präsidentin von Shurat HaDin: „Mehr als sechs Jahre lang haben wir vor der Gefahr gewarnt, die in Den Haag lauert. Wir haben wiederholt die Neutralität des ICC getestet, indem wir zahlreiche Klagen gegen abscheuliche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit einreichten, die von Vertretern der palästinensischen Autonomiebehörde und anderen begangen wurden – nur um komplett ignoriert zu werden.

Wir lesen die einseitige Vorlage der Anklägerin – die Geschichte und Recht verzerrt, um das palästinensische Narrativ zum Konflikt zu akzeptieren und Terror gegen israelische Männer, Frauen und Kinder zu ignorieren. Wir haben unsere Vorlagen vor Gericht gebracht.

Noch einmal: Wir sind ignoriert worden, uns wurde keine sachliche Antwort auf die Schreie der israelischen Opfer und der jüdischen Gemeinden gegeben, die aus ihren Heimen gezwungen wurden und die wir vertraten

Nicht wird die Tatsache verändern, dass dem ICC sowohl die juristische Zuständigkeit als auch die Kompetenz fehlt, um über die Rechte der Seiten des Konflikts zu urteilen und dass seine Entscheidung gestern sowohl Fakten als auch das Recht missachtet. Wir sind weit davon entfernt das letzte Wort in dieser Frage gesprochen zu haben. Wir werden weiterhin für die Rechte Israels, israelischer Soldaten und der Opfer des palästinensischen Terrors eintreten. Nichts wird uns aufhalten, bis die Wahrheit triumphiert.

Welche „Apartheid“? Arabischer Israeli verreißt von Medien verbreitete Verleumdung

Yakir Benzion, United With Israel, 18. Januar 2021

Yoseph Haddad ist ein stolzer christlich-arabischer Israeli, normalerweise ein glücklicher Mensch und voller Leben, aber letzte Woche änderte sich seine Stimmung zu Wut, als er aufwachte und feststellen musste, dass er plötzlich ein Bürger zweiter Klasse geworden war.

„Als B’Tselem-Direktor Hagai El-Ad, ein Jude, entschied, dass ich, meine arabische Familie und meine arabischen Freunde alle unter einem Apartheid-Regime leben, sagten er und seine Organisation uns praktisch, dass sie uns als Bürger zweiter Klasse betrachten“, schrieb Haddad am Sonntag in einem Leitartikel in der Zeitung Israel HaYom.

„Letzte Woche wachte ich eines Morgens Zuhause in Nazareth auf und musste erstaunt feststellen, dass ich unter einem rassistischen Apartheid-Regime lebe, dessen einziger Zweck darin besteht‚ die Überlegenheit einer Gruppe Menschen – der Juden – zu propagieren und zu fortbestehen zu lassen. Ich rieb mir die Augen, las den Artikel genauer und beruhigte mich, sobald ich erkannte, dass die Berichte auf einem weiteren Bericht der linken NGO B’Tselem beruhten“, sagte Haddad.

„Das Problem ist, dass dieser Bericht sich in Windeseile rund um die Welt verbreitete und die Propaganda funktioniert. B’Tselem, das sich als Menschenrechts-Organisation präsentiert, ist tatsächlich als Organisation mit klarer politischer Haltung bekannt, die im Widerspruch zu Israels Haltung steht“, sagte Haddad.

„Wie können die es wagen zu sagen, ich, ein arabischer Israeli, der zusammen mit jüdischen Soldaten in den israelischen Verteidigungskräften diente und Manager für hunderter jüdischer Beschäftigter ist, würde unter einem Apartheid-Regime leben?“, fragte er. „Wie kann irgendjemand sagen, unsere Gesellschaft lebe unter einem Apartheid-Regime, wenn sich unter uns Ärzte, Richter und sogar Abgeordnete befinden?“ Er fügte hinzu, dass der Chef der größten Bank in Israel Araber ist, Samer Hadsch-Yehia.

Aus Haddad (35) wurde ein Sozial-Aktivist, nachdem er schwer verwundet wurde, während er 2006 im Libanon-Krieg als IDF-Kampfoffizier diente. Er gründete eine gemeinnützige Organisation namens „Gemeinsam füreinander bürgen“ für Israelis und Araber; diese arbeitet dafür den arabischen Sektor enger an die israelische Gesellschaft heranzubringen und zur Beteiligung junger israelischer Araber im Land zu ermutigen.

„B’Tselem hat bereits den Rekord für Scheinheiligkeit gebrochen, aber Israel mit einem Apartheid-Regime gleichzusetzen … ist nicht nur eine verzerrte Lüge, sondern auch eine Beleidigung all der Südafrikaner, die tatsächlich Apartheid durchlebten. Das ist Geringschätzung für und zynische Ausnutzung des Konzepts“, sagte Haddad.

„Ich stehe nicht hier und behaupte, dass in Israel alles perfekt ist. Einige Dinge müssen in Ordnung gebracht werden und wie. Aber zeigen Sie mir ein Land, wo alles perfekt ist. Ich sehe mich bei unseren Nachbarn um und danke Gott, dass ich im Staat Israel geboren wurde, der einzigen Demokratie im Nahen Osten“, sagte er.

„Es stimmt, die arabische Minderheit in Israel sieht sich Herausforderungen gegenüber, so wie es mit anderen nationalen Minderheiten in anderen Ländern der Fall ist. Doch während Minderheiten aller Art überall im Nahen Osten – schiitische Muslime, sunnitische Muslime, Jesiden, Kurden und natürlich die Christen – verfolgt werden, ist der Staat Israel das einzige Land, das Minderheiten gleiche Rechte und die Möglichkeit ihre Zukunft zu beeinflussen gewährt“, vermerkte er.

„B’Tselem, forciert eure Agenden nicht auf unsere Kosten“, sagte er.

„Zu meiner Freude wird Israel wahrscheinlich das erste Land sein, das aus der Corona-Krise herauskommt und in ein paar Monaten können Leute aus der ganzen Welt in der Lage sein herzukommen und sich selbst anzusehen, wie Apartheit in Israel aussieht. Dann werden sie in der Lage sein zu hören, dass auf dem Markt in Nazareth Hebräisch und Arabisch gesprochen wird; sie werden in Jaffa Moscheen, Kirchen und Synagogen nebeneinander sehen und die Koexistenz des israelischen Mosaiks überall im Land sehen. Und vielleicht, nur vielleicht, wird ihr Besuch hier bei ihnen den Wunsch wecken unter einem Apartheid-Regime zu leben“, witzelte er.

Karikatur: B’Tselem auf Spendensuche

Elder of Ziyon, 13. Januar 2021

Diese Kariaktur ist eine Reaktion auf B’Tselems neue Intiative Israel als „Apartheidstaat“ und hat dazu eine brandneue Internetseite mit Animationen.

Ich kenne B’Tselems volles Budget nicht, die Spenden aus den USA liegen um die $450.000 im Jahr.

Judenfeindliche COVID-Theorien an der Spitze der schlimmsten Ausbrüche von Antisemitismus

„Antisemiten haben Juden für die Pest im Mittelalter bis zur Spanischen Grippe im Ersten Weltkrieg die Schuld gegeben“ und heute geben sie Juden auch die Schuld für COVID-19.

Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 29. Dezember 2020

In diesem auf Telegram am 15. März geteilten Bild wird der Coronavirus als Trojanisches Pferd der „globalistischen“ Juden dargestellt. (Foto: ADL/zur Verfügung gestellt)

Die Menschenrechtsorganisation Simon Wiesenthal Center (SWC) verkündete am Dienstag ihre Liste der Top Ten der Ausbrüche von Antisemitismus und Antiisraelismus des Jahres 2020, wobei allerlei Verschwörungstheorien, die Juden für die COVID-19-Pandemie die Schuld geben, ganz vorne liegen.

„Seit den frühesten Stadien der Pandemie im Februar 2020 haben Rechtsextreme auf allen Plattformen der sozialen Medien Juden und asiatische Amerikaner für den Virus verantwortlich gemacht“, schreib das Center; dabei zitierte es das Beispiel eines „Postings mit einem Bild, das den Titel ‚Holocough‘ [Holo-Husten] trug und das drängte: ‚Wenn du den Defekt hast, umarme jemanden. Verbreite die Grippe auf jeden Juden.‘“

Das Center sagte: „Antisemiten haben Juden für die Pest im Mittelalter bis zur Spanischen Grippe im Ersten Weltkrieg die Schuld gegeben. In den 1930-er Jahren verglich Nazi-Propaganda Juden mit Ungeziefer, das Seuchen verbreitete.“

Der zweite Platz ging an die soziale Medien-Plattform Telegram. „Neonazis, weiße Rassisten und viele andere gehen auf Telegram, einer Plattform mit wenig bis keinen Regeln oder Moderation der Inhalte. Die mörderische Atomwaffen Divison, ihr Nachfolger, der National Socialist Order [Nationalsozialistische Orden], die extremistische The Base, die Boogaloo Movement, die gewalttätige Nordische Widerstandsbewegung, die in vier skandinavischen Ländern am Yom Kippur jüdische Institutionen angriff, haben alle auf Telegram ein Zuhause gefunden“, schrieb das SWC und fügte hinzu: „Hamas und andere islamistische Terroristen mit Hass- und Gewalt-Agenden haben ebenfalls aktive Feeds, die auf ihre Feinde schießen.“

Louis Farrakhan, Führer der Nation of Islam, sicherte sich Platz drei. Sein Eintrag war beschriftet: „Pate des Hasses verbreitet Judenhass an neue Generationen.“ Er behauptete, Juden hätten versucht ihn mit „verstrahlten Samen“ zu vergiften.

Der vierte Platz ging an die Linksextremen und die Rechtsextremen in den USA für ihre „Schändungen, Brandstiftungen, gewalttätigen Angriffen auf Synagogen, während die Amerikaner von den Unruhen nach dem Tod von Floyd George erschüttert sind“. Das SWC schrieb: „Synagogen in Los Angeles und Oakland, Kalifornien und Kenosha (Wisconsin) wurden nach den Black Lives Matter-Protesten und den Tötungen von George Floyd und Jake Blake ins Visier genommen.“

Das klerikale Regime des Iran gewann Platz fünf, weil der ehemalige Oberste Revolutionsführer des Iran, Ayatollah Khomeini, die Endlösung der Nazis ins Feld führte.

In dem Eintrag hieß es: „Zur Verteidigung des [ehemaligen] Revolutionsführers benutzte Außenminister Mohammad Javad Zarif eine antisemitische Verleumdung, die von MEMRI dokumentiert wurde: ‚…Wie sieht unsere Lösung aus? Der ehrenwerte Führer [Kahmenei] hat die Lösung zum Ausdruck gebracht. Wir reden nicht davon die Kikes [Persisch: Johud] ins Meer zu werfen oder von einem militärischen Angriff oder Selbstmordoperationen. Der Führer hat gesagt, wie die Lösung aussieht und sie ist den Vereinten Nationen vorgelegt worden. Unsere Lösung ist eine Volksabstimmung..‘“

Das SWC sagte: „Deutschland und andere wichtige europäische Länder mit starken wirtschaftlichen Verbindungen zum Iran bleiben nach Khameneis Holocaust-Leugnung und Völkermord-Drohungen gegen das jüdische Volk stoisch still.“

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Verbot jüdischen rituellen Schlachtens von Tieren wurde an Nummer sechs aufgeführt. „In einem Schritt, der an die Nazi-Zeit erinnert, bestätigte das EU-Gericht das Schächt-Verbot während der Antisemitimus ein Niveau erreicht, das seit vor dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zu sehen war.“

Deutsche Kulturorganisationen, ein führender deutscher Diplomat, die Jungsozialisten und drei deutsche Bundestagsabtgeordnete belegten den siebten Platz. „Die deutsche Elite startet einen umfassenden Angriff, um die antisemitische BDS zu relegitimieren“, schrieb das SWC.

BDS ist die Abkürzung für die Kampagne Boycott, De-Investitionen, Sanktionen gegen Israel.

„Nach einem Jahr geheimer Treffen attackierte die sogenannte Vereinigung von Kulturinstitutionen, die aus mehr als zwei Dutzend der deutschen Who’s Who bestehen – darunter das Goethe-Institut, die Kulturstiftung des Bundes, das Deutsche Theater Berlin, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Berliner Filmfestspiele und das Einstein-Forum – den BDS-Beschluss des Bundestags als Verletzung der freien Meinungsäußerung.“

Der Abschnitt fährt fort: „All das mag helfen zu erklären, warum drei Bundestagsabgeordnete weiter die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft (DPG) unterstützen, die ebenfalls für BDS wirbt. Die sozialdemokratische MdB Aydan Özogus und der Grünen-MdB Omid Nouripur unterstützten 2013 eine parlamentarische Initiative zur Unterstützung der Etikettierung jüdischer Produkte aus der Westbank und seines proiranischen Regimes; sie machten das zusammen mit der Linken-MdB Christine Buchholz, die den ‚Widerstand‘ der Hisbollah gegen Israel verteidigt hat.“

Der Eintrag zu den MdBs fügte hinzu: „Sie alle sind taub für Proteste deutscher jüdischer Holocaust-Überlebender und Gemeindeleiter. Ihre Unterstützung geht sogar nach einer DPG-Reise-‚Kunst‘-Ausstellung weiter, zu der das Terroristen-Mantra der Forderung nach einem Ende Israels gehört, ‚From the river to the sea, Palestine will be free.‘“ (Vom Fluss bis zum Meer wird Palästina frei sein.)

Das SWC sagte, dass „die angesehene SPD-Jugendorganisation Sozialistische Jugend einen Solidaritätsbeschluss für den Jugendarm der Fatah, der Hauptfraktion der PLO, als ‚Schwesterorganisation‘ fasste. Bild berichtete, dass einige Demonstranten bei einer Demonstration der Fatah-Juden im Jahr 2018 Sprengstoffgürtel-Attrappen trugen und Parolen mit der Forderung nach Israels Vernichtung riefen.“

Platz acht ging an die „University of Illinois“ und ihr Versagen dem Hass entgegenzutreten und jüdische Studenten zu verteidigen, was fünf Jahre zurückgeht. Ein ranghoher Vertreter der Universität entfernte eine jüdische Studentin aus einer studentischen Wahlkommission, weil sie „jüdisch ist; ich musste sie ausschließen, weil sie parteiisch ist‘. Letztes Jahr gehörte zum Diversitäts-Training ‚Palästina und der große Marsch der Rückkehr: Palästinensischer Widerstand gegen 70 Jahre israelischen Terror.‘“

Die University of Southern California wurde ebenfalls auf Platz 8 gesetzt. „USC-Studenten führten eine aggressive Kampagne ‚IMPEACH MY ZIONIST **S‘. Jüdische Lehrende fanden sich an der UI nicht zugunsten jüdischer Studenten zusammen, aber die Säuberung dreier jüdischer Studenten aus hohen Gremien der Studentenvertretung an der University of Southern California (USC) spornten dutzende jüdischer Lehrender an, öffentlich Zionisten und den Zionismus zu verteidigen.“

Die gemeinnützigen Demokratischen Sozialisten Amerikas sicherten sich den neunten Platz, weil ihr „Partei-Fragebogen die antisemitische BDS und ein Verbot in den jüdischen Staat zu reisen einschließt“.

Der zehnte Platz ging an Daniel Jadue, den Bürgermeister von Recoleta, ein Teil der chilenischen Hauptstadt Santiago.

Jadue, Mitglied der kommunistischen Partei, könnte für das Präsidentenamt kandidieren wollen. Das SWC schrieb: „Unter Verwendung von städtischen Geldern zur Finanzierung von pro-BDS- und antiisraelischen Aktivitäten schoss Bürgermeister Jardue mit bösartigen Verleumdungen gegen die jüdische Gemeinde, die an die Protokolle der Weisen von Zion erinnern.“

Moderne „progressive“ Antisemiten machen jetzt Israel für hohe Diabetes-Raten bei den Palästinensern verantwortlich

Elder of Ziyon, 28. Dezember 2020

Das Lajee Center, eine NGO mit Sitz im UNRWA-Lager Aida, schrieb in ihrem Newsletter für Dezember:

Am 19. November präsentierten 1for3 und das Lajee Center ein Webinar zum Umgang mit chronischen Erkrankungen in Konfliktsituationen, an dem Dr. Bram Wispelwey, Direktor von Health for Palestina, der Gemeinde-Gesundheitshelfer (CHW) Ashghan Awais, Asmaa Rimawi, eine Medizinstudentin und Forscherin für Health for Palestine sowie 1for3-Direktor Nidal Al-Azraq vortrugen. Sie legten Daten einer zweijährigen Studie vor, die bedeutende Verbesserungen bei Diabetes infolge des Programms der Gemeinde-Gesundheitshelfer aufzeigten. Palästinenser in den Flüchtlingslagern Aida und Azza leiden stark unter Diabetes und Bluthochdruck. Dr. Wispelwey stellte die Verschlechterung der Gesundheit der Palästinenser in den Kontext der Siedler-Kolonisierung; zu diesem Zweck stellte er die Gewalt der militärischen Besatzung vor und verglich die Gesundheitslager der Palästinenser mit der der indigenen und schwarzen Menschen, die vom Siedler-Kolonialismus in den USA geschädigt wurden. Darüber hinaus hat die Region des Nahen Ostens und Nordafrikas derzeit die höchsten Diabetes-Raten der Welt. Während die ältere Generation der Palästinenser niedrigere Raten hat als der Rest der Region, weisen Palästinenser im mittleren Alter höhere Raten auf. Die Raten für Diabetes in der Westbank sind zweimal so hoch wie die weltweit und mehr als zweimal so hoch wie die Rate in Israel.

Das Video des Seminars zeigt, wie Dr. Wispelwey rund 16 seiner 18 Minuten damit verbringt über seine Theorien zu sprechen, dass Israel dafür verantwortlich ist, dass die Palästinenser höhere Diabetes-Raten haben, wofür er die Verantwortung allem von der „Naqba“ über Tränengas bis hin zu den Oslo-Vereinbarungen gibt.

Womit er nicht viel Zeit verbrachte, war die Tatsache, dass die gesamte arabische Welt hohe Diabetes-Raten aufweist.

Hier ist eine Karte, die ihre Verbreitung im Jahr 2019 zeigt.

Die Verbreitung in den Palästinensergebieten ist ungefähr die gleiche wie in Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und den VAE. Sie ist für die gesamte Region ein Riesenproblem.

Leiden diese Länder unter „Siedler-Kolonialismus“? Hatten sie eine „Naqba“?

Dr. Wispelwey ging auf die Bar Ilan-Universität im Negev. Aber ob er Jude ist oder nicht: Sein Teil des Seminars war praktisch antisemitisch; er machte Israel für Dickleibigkeit bei den Palästinensern  und fehlende körperliche Bewegung verantwortlich, die zu Diabetes führen, einem Problem, das in der gesamten Region endemisch ist und nichts mit Israel zu tun hat.

Alice Rotchild, Ärztin: Palästinenser in den Flüchtlingslagern Aida und Azza leiden unter hohen Rakten an Diabetes und Bluthochdruck. Dr. Wispelwey setze die Verschlechterung der Gesundheit der Palästinenser in den Kontext von Siedler-Kolonialismus, dazu stellte er die Gewlat der militärischen Besatzung dar und verglich  die Gesundheitslage der Palästinenser…

Palästinenser züchten jede Menge Obst und Gemüse für den einheimischen Gebrauch; Israel dafür verantwortlich zu machen, das sie Junkfood essen ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie die „progressive“ Linke die Palästinenser infantilisiert und ihnen keine Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen gibt.

Die Ironie besteht darin, dass das Seminar ein relativ einfaches und kostengünstiges gemeinschaftsbasiertes Gesundheitsprogramm zeigte, das die Verbreitung und das Sterberisiko von Diabetets beträchtlich reduzieren kann – was erst einmal die These zunichte macht, dass israelisches Handeln dafür verantwortlich ist

Die wichtigste Erkenntnis derer, die das Seminar ansahen, besteht darin, dass es in Israels liegen soll, dass die Palästinenser Grundlegendes für ihre eigene Gesundheit tun.

Ja, Israel für die schlechten Gesundheitsentscheidungen der Palästinenser verantwortlich zu machen, ist antisemitisch.