Echte Juden vs. echte Palästinenser

Judean Peoples Front, Israellycool, 15. Juni 2017

Ein der Haupttaktiken, die die BDS-Bewegung nutzt, um ihren zugrundeliegenden Judenhass zu verbergen, besteht darin auf die wenigen antizionistischen Juden zu zeigen, die sie unterstützen; das ist dann der „Beweis“, dass sie nicht wirklich antijüdisch sind, nur antiisraelisch oder gegen Besatzung. Sie halten diese Randminderheit der Juden als den einzig „echten Juden“ hoch, während der Rest von uns, der Israel Existenzrecht als jüdischer Staat unterstützt, Blender oder „falsche Juden“ sind.

Aber wie der Rest der BDS-„Logik“ ist diese Argumentation nur akzeptabel, wenn es um Juden geht und keinesfalls, wenn es um Araber, Palästinenser oder Muslime geht. Sollte ein Jude sagen, dass der Islamische Staat die einzig wahren Muslime sind (in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Muslime gegen den IS sind), würde er der Islamophobie beschuldigt. Würd ein Israeli sagen Terrorunterstützer seien die einzig wahren Palästinenser, würde er des Rassismus beschuldigt, obwohl 46% Selbstmord-Bombenanschläge unterstützen, 67% Messeranschläge unterstützen und 89% Raketenangriffe auf israelische Zivilisten unterstützen. Aber wenn die BDS antizionistische Juden (eine sehr kleine Minderheit) als einzig wahre Juden hochhält, dann ist für manche der angeführte Grund akzeptabel.

Es wäre niemals in Ordnung einen Muslime anzugreifen, indem man ihm ein Bild einer ISIS-Gräueltat schickt und sagt: „Das ist der wahre Islam.“ Dennoch sind BDS und ihre Blau-und-weiß-wascher-Freunde von der Jüdischen Stimme für Frieden in Palästina absolut glücklich genau dasselbe mit Juden zu tun.

Wenn also das nächste Mal jemand Ihnen eine Bild der Naturei Karta (die kaum ein paar tausend Mitglieder zählt) twittert, dann twitter Sie doch direkt zurück:

(eingedeutscht von heplev)

LAW-Lügen

heplev, 24. August 2002

Die Internetseite „lawsociety.org“ listet in tabellarischer Form die „palästinensischen Toten“ der Intifada auf. Betreiber ist die palästinensische „Menschenrechtsorganisation“ LAW, die ab und zu einmal etwas gegen Arafats Praktiken zu Papier bringt, sich aber hauptsächlich damit beschäftigt, die „Verbrechen“ der israelischen Armee zu verbreiten.

Die Tabellen von LAW sind sehr interessant. Ihr Aufbau:
– Opfer-Nummer
– Name
– Alter
– Status (Zivilist oder Angehöriger der Ñnationalen Sicherheitskräfteì (NSF)
– Datum des Totes
– Herkunft (Wohnort)
– Ursache des Todes
– Verursacher des Todes
– Umstände des Todes

Bei der bei weitem überwiegenden Anzahl der Toten ist als Status „Zivilisten“ eingetragen.

Bei vielen „Angehörigen der nationalen Sicherheitskräfte“ steht „getötet bei Eindringen der Armee in Palästinensergebiete“ – was außer Acht lässt, dass das wohl Kämpfe zwischen diesen „Sicherheitskräften“ und der Armee waren, nicht einfach so ein Umbringen des Palästinensers, wie es die Tabelle erscheinen lässt.
Außerdem steht bei vielen Opfern, sie seien durch „wahlloses Schießen“ der israelischen Armee getötet worden. Das darf mehr als angezweifelt werden, da die israelische Armee nicht wahllos schießt, sondern einen sehr plausiblen Grund zum Schießen hat und in der Regel auf Beschuss antwortet.
„Aktivisten“, die seit Langem wegen ihrer terroristischen Aktivitäten gesucht werden, werden ebenfalls als „Zivilisten“ bzw. „NSF“ (Angehörige der nationalen Sicherheitskräfte) geführt, ohne Bezugnahme auf ihre Terroraktionen.

Am 07.04.2002 wie am 10.04.2002 starben dieser Liste zufolge bei zwei „Invasionen“ der Israelis in Nablus ausschließlich Zivilisten – obwohl einer der Getöteten (sogar laut der Liste!) „Stabsoffizier“ im Rang eines Oberst war! Wie geht das zusammen?

Die folgenden krassen Einzelbeispiele sind auch insofern interessant, als ich mich auf die Informationen der Tabelle beziehe und keine Zusatzinformationen „von außen“ hinzu nehme (z.B. Angaben der israelischen Armee); einzige Ausnahme ist der Fall der beiden UN-Beobachter, die bei Hebron ermordet wurden:

Opfer Nr. 1497: Fadi AlíIjel, 18, Zivilist aus dem AlíAmíari Flüchtlingslager in Ramallah, am 17.7.02 getötet von der israelischen Armee: Er hielt ein 40cm-Rohr und schlug mit der Wand darauf, um zu zeigen, dass es nicht gefährlich ist. Das Rohr explodierte.
(Original: Was holding a 40cm-pipe and hit it with the wall to prove it’s not dangerous and it blew up in his face)

Hm: Mit der Wand auf das Rohr schlagen? War wohl eher umgekehrt. Aber warum explodierte das Rohr? Hatten die Israelis es heimlich mit Sprengstoff gefüllt, während der Mann es in der Hand hielt? Wie kann die israelische Armee für den Tod des Mannes verantwortlich sein, wenn er seine Harmlosigkeit beweisen will und dabei explodiert das harmlose Teil?

Opfer Nr. 1483: Jiryes Al Dalu, 72, Zivilist aus Ramallah, am 6.7.02 getötet von der israelischen Armee. Todesursache: Einatmen von Gas.

Dabei handelt es sich wohl um eine weitere Verleumdung, dass Israel Giftgas gegen Palästinenser einsetzt. Dieser Schwachsinn wird seit Jahren von Palästinensern verbreitet, ohne dass sie Belege dafür vorlegen oder entsprechende pathologische Untersuchungen erlauben.

Opfer Nr. 1445: Ibrahim Ammur, 20, aus Anza, Jenin Mitglied der nationalen Sicherheitskräfte, getötet von der israelischen Armee, während er auf dem Weg von der Arbeit zurück nach Ramallah versuchte am Al-Hamra-Kontrollposten vorbei zu schleichen.

Wieso versuchte er sich vorbei zu schleichen? Da muss er wohl etwas zu verbergen gehabt haben oder er wollte sich illegal an dem Posten vorbei bewegen; beides ist verdächtig. Er ist mit Sicherheit gewarnt worden, sich zu ergeben, bevor auf ihn geschossen wurde.

Opfer Nr. 1442: Mohammed Hamzeh, 21, Zivilist aus Kufur Sur, Tulkarem, geötet von der israelischen Armee am 14.6.2002 nach einer Verfolgungsjagd. Er hatte auf einen Siedler eingestochen.

Toller „Zivilist“ – jeder, der mit einer Waffe einen Menschen angreift, ist laut Genfer Konventionen kein Zivilist mehr, wenn er nicht in Selbstverteidigung handelt.

Opfer Nr. 1423: Mohammed Sunawbar, 26, Zivilist, getötet am 29.05.02 von einer Patrouille der israelischen Armee in der Nähe der Siedlung Al Aghwar.

Was wohl da gemacht hat? Wie kommt die böse Armee nur darauf, auf ihn zu schießen? Wie hat er sich da verhalten, als er angerufen wurde, damit man ihn kontrolliert. Wahrscheinlich ist, dass die Aufzeichnungen der israelischen Armee zeigen, dass bei ihm Waffen und Sprengstoff gefunden wurde. Sehr zivil!

Opfer Nr. 1394: Hassan Abu Jazar, 55, Zivilist aus Rafah, Gaza; am 5.5.02 durch Gewehrschüsse in den Kopf getötet von der israelischen Armee, während er das Flüchtlingslager mit Artillerie beschoss, erlag Verletzungen vom 1.5.02.
(Originaltext: Todesursache: Gunshot in the head. Todesumstände: Killed while shelling the refugee camp due to injury inflicted on 1/5/2002)

Jetzt wird’s interessant:
Wurde er von Gewehrschüssen getötet oder durch den Artilleriebeschuss?
Wie kann er Wunden vom 1.5. erliegen, wenn er während der Beschießung am 5.5. getötet wurde?
Hat er das Flüchtlingslager beschossen, wie das aus der letzten Zelle der Tabelle zu lesen ist? Oder wie soll das verstanden werden?
Die Organisation verfügt über Leute mit exzellenten Englisch-Kenntnissen. Entweder widersprechen sie sich hier selbst oder sie wollen falsche Fährten legen!

Opfer Nr. 1391: Khalaf Al Najajrah, 40, Zivilist aus Nahaleen, Bethlehem; getötet von der israelischen Armee durch einen Gewehrschuss in die Brust. Schuss/erschossen aus der Geburtskirche, Ehemann und Vater von 9 Kindern.
(Originaltext: Shot from church of the Nativity, a husband of two and father of nine)

Und wieder Widersprüche: Wenn er aus der Geburtskirche heraus erschossen wurde, dann warís nicht die Armee. Wenn er sich in der Geburtskirche aufhielt, dann war er von der Armee eindeutig als Terrorist identifiziert worden ñ sonst hätten die Israelis nicht geschossen.

Opfer Nr. 1382: Abed Ismail, 10, Zivilist aus Irtas, Bethlehem. Getötet durch die israelische Armee am 1.5.2002 durch Schrapnelle bei einer Explosion einer verdächtigen Leiche, von der man glaubt, dass sie Überreste eines Israelis waren.
(Originaltext: Todesumstände: Explosion of suspected body thought to be Israeli remains)

Wie soll das verstanden werden? Da liegt eine verdächtige Leiche. Der Junge nähert sich ihr. Sie explodiert.
Wäre mir neu, dass die Israelis ihre Leichen irgendwo liegen lassen, sie mit Sprengstoff präparieren und dann detonieren lassen, wenn jemand sich ihr nähert!

Opfer Nr. 1374: Nidal Iweida EIbayyat, 29, Angehöriger der nationalen Sicherheitskräfte. getötet am 29.4.02 in Bethlehem durch die israelische Armee. Er wurde von einer Gewehrkugel getroffen, die durch das Fenster der Geburtskirche drang. Er war ein Kader der Al Aksa-Märtyrerbrigaden, der in der Kirche gefangen gehalten wurde.

Interessant: Al Aksa-Märtyrer-Angehöriger (für Terror zuständig!) und Angehöriger der Nationalen Sicherheitskräfte. Er war ein Terrorist, kein Zivilist! Und er wurde in der Kirche gefangen gehalten? Von wem, von der israelischen Armee, die draußen davor stand?

Opfer Nr. 430 (?): Iyyad Hamadneh, 22, Zivilist aus Nablus, getötet am 22.4.02 bei bewaffneten Zusammenstößen. Er war örtlicher Führer der Izz Al Deen Al Qassam military party of Hamas in Nablus.

Einen Führer der örtlichen Terrortruppe der Hamas in Nablus als Zivilist zu führen, ist schon eine bodenlose Unverschämtheit!

Opfer NR. 385 (?): Hassan Al Namsan, 26, Angehöriger der NSF aus Gaza; getötet von der israelischen Armee in Bethlehem durch zwei Schüsse in die Brust, als er im Hof der Geburtskirche Dienst tat.

Was für einen Dienst tat er denn im Hof der Geburtskirche, während sich Terroristen dort verschanzten und die Israelis alle Palästinenser aus der Gefahrenzone gebracht hatten? „Dienst“ konnte er dort nur tun, wenn er zu den Terroristen gehörte, die die Kirche besetzten. Also gehörte er dazu. Außerdem sollte man einmal nachhaken, ob dieses ÑDienst tunì Schüsse auf israelische Soldaten beinhaltete!

Die feisteste Lüge kommt aber noch:

1/194 Katrine Berruex (25), International Investigator, 26/3/2002, Switzerland
Gunshot in various parts of the body
Israeli army
An International investigator killed with his (sie war weiblich!) Turkish colleague in their car when shot while crossing Beit Kahel Bridge

2/195 Turtuq Cengiz Tytunc (38), International Investigator, 26/3/2001, Turkey
Gunshots in various parts of the body
Israeli Army
An International investigator and deputy head of operations killed with his Swiss colleague in their car when shot while crossing Beit Kahel Bridge

Beide UN-Beobachter der TIPH wurden laut Aussage des schwer verletzt überlebenden Beobachters durch einen Palästinenser (in pal. Polizeiuniform) mit einer AK-47 erschossen, der mitten auf der Straße stand. Trotzdem behauptet LAW (wie Arafat & Co.) weiter, die israelische Armee habe die Beobachter erschossen (angeblich aus einem Militärposten oberhalb der Straße heraus) und führt sie als „palästinensische“ Opfer!

Wie glaubwürdig sind also die Angaben dieser Organisation?

Ich denke, die Frage erübrigt sich!

Nicht wirklich frei

Europäische Demokratien schicken Dutzende Millionen Euros, um die israelische Gesellschaft und Politik zu manipulieren

Gerald M. Steinberg, Jerusalem Post, 13. April 2010

Zweiundsechzig Jahre nach der Wiedergeburt der Souveränität, die 2000 Jahren Exil und Machtlosigkeit folgte, kämpft der jüdische Staat immer noch um wahre Unabhängigkeit. Über die völkermörderischen Drohungen der iranischen Führung und ihrer Stellvertreter hinaus geben europäische Demokratien Dutzende Millionen Euros, Pfund und Kronen aus, um die israelische Gesellschaft und Politik zu manipulieren. Dieses weitgehend versteckte europäische Geld, mit dem so genannte „zivilgesellschaftliche“ Organisationen wie B’Tselem, Yesh Din, Ir Amim, das Public Committee Against Torture, Peace Now und Dutzende weitere finanziert werden, untergräbt die jüdische Souveränität und das Recht unsere Zukunft selbst zu bestimmen.

Mit diesen ihnen zur Verfügung stehenden großen Geldsummen haben diese selbst ernannten Führer dieser vom Ausland finanzierten Nichtregierungs-Organisationen (angemessen als GONGOs bekannt) oft größeren Einfluss als gewählte Volksvertreter. Sie bestimmen oft die politische Agenda, werben in der Knesset und der UNO für ihre Ziele und dominieren die mediale Diskussion über Israel.

Zum Beispiel leistet B’Tselem hinter der Fassade der Zivilgesellschaft und unter Nutzung europäischer Steuergelder sowie Spenden aus dem New Israel Fund von seinen Büros in London und Washington intensive Lobbyarbeit in Unterstützung der Blutschuld-Verleumdungen des Goldstone-Berichts. Parallel wirbt die selbst ernannte Coalition for Women for Peace für Boykotte, De-Investitionen und Sanktionen, um israelischen Firmen zu schaden. Und eine Hand voll Einzelpersonen von Breaking the Silence (BTS) erhielt eine Einladung durch ganz Europa zu reisen (alle Kosten wurden übernommen), um Journalisten, „Intellektuellen“ und linken Politikern zu erzählen, dass Israel – und nicht die Hamas oder die Hisbollah – der wahre „Kriegsverbrecher“ ist. BTS-Filme wurden auch als Teil der Aktivitäten zur Israel Apartheid Week im letzten Monat an allen möglichen Universitäten gezeigt.

In dieser Form europäischen Neokolonialismus pushen diese Gruppen die von ihren Mäzenen erkorene Politik, während mit Themen, die für die Israelis eine zentrale Rolle spielen, kurzer Prozess gemacht wird. Das Ergebnis: Nur wenige Berichte von „Menschenrechts“-Gruppen handeln von Gilad Shalit, Frauen als Opfern arabischer Ehrenmorde oder anderen Fragen, die in der europäischen Agenda fehlen.

Diese Gelder erlauben den GONGOs nicht nur die Wahrnehmung Israels im Ausland, sondern auch den israelischen Diskurs zu manipulieren. Beim Obersten Gerichtshof werden viele der Fälle, die mit den Kernfragen von Krieg und Frieden, Menschenrechten und Sicherheit verbunden sind, gerade von den GONGOs vorgebracht, die den Großteil ihrer Gelder von europäischen Regierungen erhalten. Mit diesen riesigen Ressourcen bestellen diese Organisationen Anwälte an und betreiben massive Medien-Kampagnen. Auf diese Weise erfreuen sich Gruppen wie B’Tselem und die Association for Civil Rights in Israel im Rechtssystem der unfairen Vorteile von „Wiederholungsklägern“.

Eine Reihe israelischer Regierungs-Anwälte erhielten von diesen eng ideologisierten Gruppen während ihrer Ausbildung Stipendien. Und einige einflussreiche Journalisten sind ebenfalls eng mit den vom NIF und europäischen Regierungen finanzierten NGOs verbandelt. Es würde nicht überraschen, den Einfluss dieser NGOs bei der ideologischen Bildung von Anat Kamm festzustellen; sie behauptete IDF-„Kriegsverbrechen“ aufzudecken, als sie geheime Militärdokumente kopierte und an einen Journalisten weitergab.

Doch trotz der Macht, die diese Gruppen ausüben, wissen weder die Israelis noch die Europäer, wer die Entscheidungen trifft, wie dieses Geld verteilt wird, um die palästinensische Sichtweise zu fördern, Israelis als Kriegsverbrecher zu dämonisieren und die öffentliche Diskussion zu manipulieren. Ungenannte Beamte in Brüssel, London, Stockholm, Oslo, den Haag, Madrid, Barcelona, Paris und andernorts in Europa kontrollieren relativ große Summen ohne öffentliche Rechenschaftsberichte. Jedes Jahr verkündet die Europäische Union hohe Beihilfen unter dem Banner der „Partnerschaften für den Frieden“, dem „Europäischen Instrument für Demokratie und Menschenrechte“ und anderen Programmen, aber die entscheidenden Details werden oft vor der Öffentlichkeit verborgen. In den einzelnen Staaten werden Programme und Haushalte, die zur Hilfe für Menschenrechte geschaffen wurden, an radikale NGOs umgeleitet, die dieselben antiisraelischen Agenden fördern.

Die Standarderklärung lautet, diese europäischen Gelder spiegelten die Unterstützung für Frieden und gegen „Besatzung“. Die USA, insbesondere unter Barack Obama, hat ähnliche Ziele, versucht aber nicht sie aufzuzwingen, indem sie die israelische Gesellschaft und Politik unterhalb der Tischplatte manipuliert oder indem sie israelische Gruppen nutzt, um für Goldstone zu werben. Mit der Ablehnung, jegliche signifikanten Aspekte ihres Entscheidungsfindungsprozesses offen zu legen, verletzt die EU übrigens ihre eigenen Transparenz-Regeln.

Er erste Schritt, um Israels verloren gegangene Unabhängigkeit wiederzugewinnen, besteht darin, der Öffentlichkeit diese Information zu geben. Um das zu erreichen, hat eine Gruppe Knesset-Abgeordneter aus einer Reihe von Parteien einen Gesetzesentwurf eingebracht, der finanzielle Transparenz verlangt – insbesondere bezüglich Geldern, die von Regierungen des Auslands stammen.

Doch Geheimhaltung bedeutet auch Macht; und die NGO-Vertreter am Empfängerende haben eine Desinformations-Kampagne auf die Beine gestellt, die genau diese Transparenz verhindern soll. Der Gesetzesentwurf wird hysterisch als „größte Einzelbedrohung für die israelische Gesellschaft seit ihrem Beginn“ dargestellt. Die NGOs fürchten, wenn sie ihren politischen Aktivitäten die Finanzierung durch Auslandsregierungen hervorheben, könnte sie da in den Augen der israelischen Gesellschaft diskreditieren.

Genau diese öffentliche Debatte ist für Unabhängigkeit und Souveränität zentral und steht in scharfem Gegensatz zu Entscheidungen, die von anonymen europäischen Beamten getroffen werden, die heimlich Gelder aus Steuereinnahmen austeilen. NGO-Vertreter behaupten auch, das vorgeschlagene Gesetz sei unnötig und unter den bestehenden Regularien bestünde bereits Transparenz. Wenn das der Fall wäre, würden sie nicht große Werbeflächen schalten und Ströme an panischen E-Mails verschicken.

Nach 62 Jahren Unabhängigkeit gibt es immer noch viel Raum für Verbesserungen. Einige Aspekte werden viele Jahre brauchen, aber andere, wie die Beendigung der übertriebenen und heimlichen Einflussnahme auf israelische Kernentscheidungen durch Auslands-Regierungen, sind zu Greifen nahe.

EU-finanzierte palästinensische „Menschenrechts“-Gruppe befürwortet Terror und die Ermordung israelischer Zivilisten

Itamar Marcus und Barbara Crook, Palestinian Media Watch Bulletin, 9. September 2005 (Link existiert nicht mehr)

Das Palestinian Centre for Human Rights (PCHR) stellt sich selbst als legitime Menschenrechts-Organisation dar. Sie wird international auch als solche wahrgenommen und erhält Gelder von der Europäischen Kommission, Irland, Dänemark, Norwegen, der Ford Foundation und anderen (Liste folgt unten).

Die Untersuchung von Äußerungen der PCHR durch Palestinian Media Watch zeigt jedoch ein alarmierendes Muster der Verteidigung von Terroristen und ihren Aktivitäten auf. Zwei kürzlich erfolgte Presseerklärungen, eine aus dieser Woche, eine aus dem letzten Monat, tadeln die Terrorgruppen wegen ihrer Nachlässigkeit bei der Umsetzung des Terrors gegen Israel – allerdings nur, weil ihre auf israelische Zivilisten zielenden militärischen Aktivitäten von zivil besiedelten palästinensischen Gebieten ausgeführt wurden, was palästinensische Opfer zur Folge hatte.

Schlimmer noch: PCHR geht über die Unanständigkeit des Ignorierens israelischer Opfer dieser oft tödlichen Terrorangriffe hinaus – durch wurden im letzten Jahr drei israelische Kinder unter vier Jahren und andere Zivilisten getötet. Obwohl diese Angriffe gegen israelische Zivilisten gerichtet sind, unterstützt PCHR ausdrücklich die Vorstellung der Fortsetzung der „militärischen Aktivitäten“, so lange die Terroristen ihre Abschussstellen so wählen, dass palästinensische Opfer vermieden werden.

Letzten Monat starteten palästinensische Terroristen Raketenangriffe gegen Zivilisten in der israelischen Stadt Sderot. Dieser Terrorangriffe schlugen fehl. Eine Rakete traf ein palästinensisches Krankenhaus, eine andere traf ein Haus; sie tötete ein palästinensisches Kind und verletzte neun weitere.

Als Antwort gab die PCHR eine langatmige Presseerklärung, in der sie die Terroristen kritisierte – nicht, weil sie Raketen gegen israelische Zivilisten schoss, sondern wegen ihrer „wiederholten Fehler“; d.h. sie trafen palästinensische Zivilisten statt israelische Zivilisten.

Darüber hinaus ging die selbst ernannte „Menschenrechts“-Organisation so weit ausdrücklich den fortgesetzten Terror gegen Zivilisten fortzusetzen. Im Schluss-Absatz nannten sie, statt diese Angriffe zu verurteilen, durch die israelische Kinder getötet worden sind, Bedingungen für solche Anschläge: Zukünftige Angriffe sollten von akzeptablen Stellen aus geführt werden:

Das PCHR … ruft sie auf [„den Widerstand“] davon Abstand zu nehmen jegliche militärischen Aktivitäten aus oder aus der Nähe von zivilen Gebieten zu starten…“

Die PCHR-Praxis den Terroristen, deren Raketen ausschließlich auf Zivilisten abgeschossen wurden, als „Widerstandskämpfer“ zu bezeichnen, ist genauso unangemessen für eine Gruppe, die „Menschenrechte“ verteidigt.

Diese Woche ging das genauso weiter, als die Explosion eines Waffenlagers der Hamas, das sich in einem Wohngebiet befand, vier palästinensische Zivilisten tötete. Die PCHR-Erklärung endete mit einer weiteren Äußerung, die den Terror befürwortet:

„PCHR erinnert die palästinensischen Widerstandsgruppen an ihre Pflichten bezüglich des Schutzes der Zivilisten und ruft sie auf von jeglicher militärischer Aktivität innerhalb oder in der Nähe von Wohngebieten Abstand zu nehmen…

Die PCHR verurteilt ebenfalls die Anwendung von Gewalt und Waffen, um Wut und Frust auszudrücken.“

Die Gesamtbotschaft der PCHR ist als, dass Terrorangriffe auf israelische Zivilisten akzeptierbarer „Widerstand“ sind – so lange sie von abseits palästinensischer Zivilisten aus erfolgen und so lange durch sie nur Israelis sterben. In Übereinstimmung mit dieser Ideologie drückt keine einzige der Presseerklärungen der PCHR-Internetseite eine Verurteilung für einen Raketenangriff auf, der zivile Ziele getroffen und israelische Zivilisten, einschließlich kleiner Kinder, getötet hat.

Untersuchungen von Palestinian Media Watch haben ebenso festgestellt, dass PCHR Nachrichten fälscht, damit sie in ihre antiisraelische politische Agenda passen.

Ein Beispiel dafür ist die Presseerklärung vom 16. Juli, ausgegeben, nachdem Israel drei palästinensische Terroristen tötete. Während alle drei palästinensischen Tageszeitungen die Toten als Mitglieder der Hamas oder des Islamischen Jihad identifizierten, berichtete das PCHR in seiner Presseerklärung, dass es nur Israel sei, das ihre Mitgliedschaft in den „Widerstandsgruppen“ „behaupte“. „Die IOF [Israeli Occupation Forces] erklären“, dass sie „zum militärischen Flügen der Hamas gehören“.

Die Verdrehung erlaubt dem PCHR die wahre Identität der Terroristen zu unterschlagen und seine irreführende Behauptung zu unterstützen Israel schieße auf „Zivilisten“. Die Überschrift ihrer Presseerklärung betonte diese Lüge: „IOF [Israeli Occupation Forces] eskalieren Angriffe auf zivile Ziele.“

Zusätzlich wirft die Definition des PCHR von Hamas und des Islamischen Jihad – Gruppen, die sich auf Selbstmordterror gegen Zivilisten spezialisieren und die auf den Terrorlisten Amerikas und europäischer Länder stehen – als „Widerstandsgruppen“ weitere Fragen bezüglich des Status des PCHR als legitime „Menschenrechts“-Organisation auf.

Nachrichten zu fälschen, um Israel zu verleumden, ist nicht palästinensisches Menschenrecht, sondern palästinensische Propaganda. Terroristen anzuweisen palästinensische Zivilisten zu schützen, während weiter Raketen abgeschossen und andere Angriffe auf Israelis ausgeführt werden, ist keine Verteidigung der Menschenrechte, sondern Verteidigung von und Werbung für Terror.

Europäische und amerikanische Spender

Ihre Internetseite zeigt auf, dass das PCHR von den folgenden europäischen Institutionen finanziert wird:

  • Die Europäische Kommission
  • Die schwedische Abteilung der International Commission of Jurists
  • Oxfam Niederlander
  • Christian Aid (Großbritannien)
  • Dänische Kirchenhilfe
  • Ireland Aid
  • Die königlich-dänische Vertretung bei der PA
  • Die Vertretung Norwegens bei der PA

Zu den Spendern aus den USA gehören:

  • Die Ford Foundation
  • Der Open Society Fund
  • Grassroots International

Das PCHR hat beim UN-Wirtschafts- und Sozialrat einen „Besonderen Berater-Status“.

Dies scheint ein weiteres Beispiel für die wachsende Zahl dokumentierter Fälle zu sein, bei denen gut meinende westliche Organisationen palästinensische Projekte und Organisationen finanzieren, die entweder direkt oder indirekt Terroristen bewerben, unterstützen oder ehren.

PCHR Presseerklärungen

Die PCHR-Presseerklärung dieser Woche, ausgegeben nach der Explosion des Waffenlagers, kommt zu diesem Schluss:

„PCHR bleibt tief besorgt angesichts der fortgesetzten Lagerung von Sprengstoffen in zivilen Siedlungsgebieten durch die palästinensischen Widerstandsgruppen; dies gefährdet das Leben palästinensischer Zivilisten und verletzt ihr Lebensrecht.“
[PCHR-Presseerklärung, 6. September 2005]

Dem folgt eine Ermahnung an die „Widerstandsgruppen“, keine „militärischen Operationen“ in oder um zivile Gebiete zu unternehmen:

“Das PCHR verurteilt solche Taten scharf und bleibt tief besorgt wegen der wiederholten Fehler beim Abschuss dieser Raketen, dass [palästinensisch] zivile Gebiete getroffen und Zivilisten gefährdet wurden. Das PCHR erinnert die palästinensischen Widerstandsgruppen auch an ihre Verantwortung bezüglich des Schutzes der Zivilisten, dass sie das internationale Recht einhalten; es ruft sie auf von der Ausführung jeglicher militärischer Aktivitäten aus oder aus der Nähe von zivilen Gebieten Abstand zu nehmen.“
[PCHR-Presseerklärung, 3. August 2005]

Schlussfolgerungen

Das westlich finanzierte Palestinian Centre for Human Rights ist an der antiisraelischen Hass-Propaganda beteiligt, fälscht Nachrichten um Israel zu verleumden, weist Terroristen zu akzeptablen Orten an, von denen aus sie israelische Zivilisten ermorden können, und verurteilt palästinensische Raketenangriffe, weil sie ihre israelischen Ziele verfehlten und statt dessen Palästinenser töteten. Die Organisationen, die dieses Zentrum in dem Glauben fördern, sie trügen zur Sache der Menschenrechte bei, finanzieren in Wirklichkeit Terror-Werbung und müssen die Verantwortung für die Folgen teilen.

Propaganda der üblen Sorte (2002)

Aus palästinensischen Medien und von palästinensischen Politikern werden gerne Gräueltaten der Israelis in die Welt posaunt, von dieser aber nicht erzählt. Die Palästinenser glauben es wohl. Ob die westlichen Medien und Politiker glauben, dass die Unsinns-Dinge nicht berichtet werden sollten, deshalb aber die nicht so abstrusen Dinge glaubwürdiger werden? Es scheint so, denn vieles, was die PA-Medien oder -Offiziellen von sich geben, wird bei uns als Tatsache abgedruckt oder ausgestrahlt, nicht als palästinensische Behauptung (egal, wie heftig z.B. die israelische Armee das dementiert, was die PA ihnen vorwirft). Hier kommen die schwachsinnigsten Sachen und dicksten Lügen, die die PA im Laufe der Zeit von sich gegeben hat (chronologisch rückwärts aufgelistet).


PA-Verleumdung: Jüdische Religion betrachtet Araber als zwischen den Stufen des Juden und des Affen stehend

von Itamar Marcus, Palestinian Media Watch

Eine grundlegende Lehre des Antisemitismus und Rassismus der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ist es, die Juden und die jüdische REligion als von Natur aus böse zu definieren. Im folgenden Text verleumdet ein palästinensischer Minister zum ersten Mal das jüdische Volk durch die Behauptung, dass der Mord an Arabern zur Lehre des Zionismus gehöre. Er degradiert dann das Judentum dadurch, dass er sagt, die Tötung von Arabern durch Zionisten stamme direkt aus der jüdischen Religion, weil das Judentum die Araber als untermenschlich betrachte – „die Stufe zwischen den Juden und den Affen“.

Es folgt die Erklärung des palästinensischen Versorgungsministers Abd El-Aziz Shahin in einem Interview des palästinensischen Fernsehens:

„Seit dem 19. Jahrhundert ist der Geist des Zionismus auf dem Töten von Arabern aufgebaut. Sie wollen nicht einen einzigen Araber auf palästinensischem Boden haben. Das ist eine Sache, die jeder Zionist in sich trägt, ob er nun rechts außen ist, in der politischen Mitte oder ein Linker. Grund ist die zionistische Erziehung. In ihrern religiösen Schulen lernen sie, dass sie das auserwählte Volk Gottes sind und wir die anderen. Wir werden als auf der Stufe zwischen den Juden und den Affen betrachtet. Das ist die Grundlage der jüdischen Religion. Und daher kommt die Tötung der Araber in Palästina.“
Palestinian TV, 12. Dezember 2002


Palästinensische Opfer der Intifada

Die Internetseite „lawsociety.org“ listet in tabellarischer Form die „palästinensischen Toten“ der Intifada auf http://www.lawsociety.org/Intifada2000/list.htm. Betreiber ist die palästinensische „Menschenrechtsorganisation“ LAW, die ab und zu einmal etwas gegen Arafats Praktiken zu Papier bringt, sich aber hauptsächlich damit beschäftigt, die „Verbrechen“ der israelischen Armee zu verbreiten.

Die Tabellen von LAW sind sehr interessant. Ihr Aufbau:
– Opfer-Nummer
– Name
– Alter
– Status (Zivilist oder Angehöriger der „nationalen Sicherheitskräfte“ (NSF)
– Datum des Todes
– Herkunft (Wohnort)
– Ursache des Todes
– Verursacher des Todes
– Umstände des Todes

Bei der bei weitem überwiegende Anzahl der Toten ist als Status „Zivilisten“ eingetragen.

Bei vielen „Angehörigen der nationalen Sicherheitskräfte“ steht „getötet bei Eindringen der Armee in Palästinensergebiete“ – was außer Acht lässt, dass das wohl Kämpfe zwischen diesen „Sicherheitskräften“ und der Armee waren, nicht einfach so ein beliebiges Umbringen des Palästinensers, wie es die Tabelle erscheinen lässt.
Außerdem steht bei vielen Opfern, sie seien durch „wahlloses Schießen“ der israelischen Armee getötet worden. Das darf mehr als angezweifelt werden, da die israelische Armee nicht wahllos schießt, sondern einen sehr plausiblen Grund zum Schießen hat und in der Regel lediglich auf Beschuss antwortet.

„Aktivisten“ (=Terroristen), die seit Langem wegen ihrer terroristischen Aktivitäten gesucht werden, werden ebenfalls als „Zivilisten“ bzw. „NSF“ (Angehörige der nationalen Sicherheitskräfte) geführt, ohne Bezugnahme auf ihre Terroraktionen.

Am 07.04.2002 wie am 10.04.2002 starben dieser Liste zufolge bei zwei „Invasionen“ der Israelis in Nablus ausschließlich Zivilisten – obwohl einer der Getöteten (sogar laut der Liste!) „Stabsoffizier“ im Rang eines Oberst war! Wie geht das zusammen?

Die folgenden krassen Einzelbeispiele sind auch insofern interessant, als ich mich auf die Informationen der Tabelle beziehe und keine Zusatzinformationen „von außen“ hinzu nehme (z.B. Angaben der israelischen Armee); einzige Ausnahme ist der Fall der beiden UN-Beobachter, die bei Hebron ermordet wurden:

Opfer Nr. 1497: Fadi Al’Ijel, 18, Zivilist aus dem Al’Am’ari Flüchtlingslager in Ramallah, am 17.7.02 getötet von der israelischen Armee: Er hielt ein 40cm-Rohr und schlug mit der Wand darauf um zu zeigen, dass es nicht gefährlicht ist. Das Rohr explodierte. (Original: Was holding a 40cm-pipe and hit it with the wall to prove it’s not dangerous and it blew up in his face)
Hm: Mit der Wand auf das Rohr schlagen? War wohl eher umgekehrt. Aber warum explodierte das Rohr? Hatten die Israelis es heimlich mit Sprengstoff gefüllt, während der Mann es in der Hand hielt? Wie kann die israelische Armee für den Tod des Mannes verantwortlich sein, wenn er seine Harmlosigkeit beweisen will und dabei explodiert das harmlose Teil?

Opfer Nr. 1483: Jiryes Al Dalu, 72, Zivilist aus Ramallah, am 6.7.02 getötet von der israelischen Armee. Todesursache: Einatmen von Gas.
Dabei handelt es sich wohl um eine weitere Verleumdung, dass Israel Giftgas gegen Palästinenser einsetzt. Dieser Schwachsinn wird seit Jahren von Palästinensern verbreitet, ohne dass sie Belege dafür vorlegen oder entsprechende pathologische Untersuchungen erlauben.

Opfer Nr. 1445: Ibrahim Ammur, 20, aus Anza, Jenin Mitglied der nationalen Sicherheitskräfte, getötet von der israelischen Armee, während er auf dem Weg von der Arbeit zurück nach Ramallah versuchte am Al-Hamra-Kontrollposten vorbei zu schleichen.
Wieso versuchte er sich vorbei zu schleichen? Da muss er wohl etwas zu verbergen gehabt haben oder er wollte sich illegal an dem Posten vorbei bewegen; beides ist verdächtig. Er ist mit Sicherheit gewarnt worden, sich zu ergeben, bevor auf ihn geschossen wurde.

Opfer Nr. 1442: Mohammed Hamzeh, 21, Zivilist aus Kufur Sur, Tulkarem, geötet von der israelischen Armee am 14.6.2002 nach einer Verfolgungsjagd. Er hatte auf einen Siedler eingestochen.
Toller „Zivilist“ – jeder, der mit einer Waffe einen Menschen angreift, ist laut Genfer Konventionen kein Zivilist mehr, wenn er nicht in Selbstverteidigung handelt.

Opfer Nr. 1423: Mohammed Sunawbar, 26, Zivilist, getötet am 29.05.02 von einer Patrouille der israelischen Armee in der Nähe der Siedlung Al Aghwar.
Was er wohl da gemacht hat? Wie kommt die böse Armee nur darauf, auf ihn zu schießen? Wie hat er sich da verhalten, als er angerufen wurde, damit man ihn kontrolliert. Wahrscheinlich ist, dass die Aufzeichnungen der israelischen Armee zeigen, dass bei ihm Waffen und Sprengstoff gefunden wurde. Sehr zivil!

Opfer Nr. 1394: Hassan Abu Jazar, 55, Zivilist aus Rafah, Gaza; am 5.5.02 durch Gewehrschüsse in den Kopf getötet von der israelischen Armee, während er das Flüchtlingslager mit Artillerie beschoss, erlag Verletzungen vom 1.5.02. (Originaltext: Todesursache: Gunshot in the head. Todesumstände: Killed while shelling the refugee camp due to injury inflicted on 1/5/2002)
Jetzt wird’s interessant:
Wurde er von Gewehrschüssen getötet oder durch den Artilleriebeschuss?
Wie kann er Wunden vom 1.5. erliegen, wenn er während der Beschießung am 5.5. getötet wurde?
Hat er das Flüchtlingslager beschossen, wie das aus der letzten Zelle der Tabelle zu lesen ist? Oder wie soll das verstanden werden?
Die Organisation verfügt über Leute mit exzellenten Englisch-Kenntnissen. Entweder widersprechen sie sich hier selbst oder sie wollen falsche Fährten legen!

Opfer Nr. 1391: Khalaf Al Najajrah, 40, Zivilist aus Nahaleen, Bethlehem; getötet von der israelischen Armee durch einen Gewehrschuss in die Brust. Schuss/erschossen aus der Geburtskirche, zweifacher Ehemann und Vater von 9 Kindern. (Originaltext: Shot from church of the Nativity, a husband of two and father of nine)
Und wieder Widersprüche: Wenn er aus der Geburtskirche heraus erschossen wurde, dann war’s nicht die Armee. Wenn er sich in der Geburtskirche aufhielt, dann war er von der Armee eindeutig als Terrorist identifiziert worden – sonst hätten die Israelis nicht geschossen.

Opfer Nr. 1382: Abed Ismail, 10, Zivilist aus Irtas, Bethlehem. Getötet durch die israelische Armee am 1.5.2002 durch Schrapnelle bei einer Explosion einer verdächtigen Leiche, von der man glaubt, dass sie Überreste eines Israelis waren. (Originaltext: Todesumstände: Explosion of suspected body thought to be Israeli remains)
Wie soll das verstanden werden? Da liegt eine verdächtige Leiche. Der Junge nähert sich ihr. Sie explodiert.
Wäre mir neu, dass die Israelis ihre Leichen irgendwo liegen lassen, sie mit Sprengstoff präparieren und dann detonieren lassen, wenn jemand sich ihr nähert!

Opfer Nr. 1374: Nidal Iweida ‚Ibayyat, 29, Angehöriger der nationalen Sicherheitskräfte; getötet am 29.4.02 in Bethlehem durch die israelische Armee. Er wurde von einer Gewehrkugel getroffen, die durch das Fenster der Geburtskirche drang. Er war ein Kader der Al Aksa-Märtyrerbrigaden, der in der Kirche gefangen gehalten wurde.
Interessant: Al Aksa-Märtyrer-Angehöriger (für Terror zuständig!) und Angehöriger der „nationalen Sicherheitskräfte“. Er war ein Terrorist, kein Zivilist! Und er wurde in der Kirche gefangen gehalten? Von wem, von der israelischen Armee, die draußen davor stand?

Opfer Nr. 430 (?): Iyyad Hamadneh, 22, Zivilist aus Nablus, getötet am 22.4.02 bei bewaffneten Zusammenstößen. Er war örtlicher Führer der Izz Al Deen Al Qassam military party of Hamas in Nablus.
Einen Führer der örtlichen Terrorabteilung der Hamas in Nablus als Zivilist zu führen, ist schon eine bodenlose Unverschämtheit!

Opfer NR. 385 (?): Hassan Al Namsan, 26, Angehöriger der NSF aus Gaza; getötet von der israelischen Armee in Bethlehem durch zwei Schüsse in die Brust, als er im Hof der Geburtskirche Dienst tat.
Was für einen Dienst tat er denn im Hof der Geburtskirche, während sich Terroristen dort verschanzten und die Israelis alle Palästinenser aus der Gefahrenzone gebracht hatten? „Dienst“ konnte er dort nur tun, wenn er zu den Terroristen gehörte, die die Kirche besetzten. Also gehörte er dazu. Außerdem sollte man einmal nachhaken, ob dieses „Dienst tun“ Schüsse auf israelische Soldaten beinhaltete!

Die feisteste Lüge kommt aber noch:

1 194 Katrine Berreux 25 International Investigator 26/3/2002 Switzerland Gunshots in various parts of the body Israeli army An International investigator killed with his (sie war weiblich!) Turkish colleague in their car when shot while crossing Beit Kahel Bridge
2 195 Turtuq Cengiz Toytunc 38 International Investigator 26/3/2002 Turkey Gunshots in various parts of the body Israeli army An International investigator and deputy head of operations killed with his Swiss colleague in their car when shot while crossing Beit Kahel Bridge

Beide UN-Beobachter der TIPH wurden laut Aussage des schwer verletzt überlebenden dritten Beobachters durch einen Palästinenser (in pal. Polizeiuniform) mit einer AK-47 erschossen, der mitten auf der Straße stand. Sie hatten sich ihm deutlich durch Vorzeigen ihrer Ausweise und durch Rufen zu erkennen gegeben. Trotzdem behauptet LAW (wie Arafat & Co.) weiter, die israelische Armee habe die Beobachter erschossen (angeblich aus einem Militärposten oberhalb der Straße heraus) und führt sie als „palästinensische“ Opfer!

Wie glaubwürdig sind also die Angaben dieser Organisation?

Ich denke, die Frage erübrigt sich!


Offizielle palästinensische Erklärungen nennen Israels Durchsuchung der Geburtskirche „Kriegsverbrechen“ (11. Mai 2002)

[IMRA-Kommentar: Nachdem die palästinensischen Terroristen, die sich in der Geburtskirche verschanzt hatten, evakuiert wurden, baten die Priester in der Kirche die Armee, die Kirche nach Sprengsätzen zu durchsuchen, die die Terroristen hinterließen. Die Armee fand 40 Sprengsätze, die in der Kirche versteckt waren.]

Eine offizielle palästinensische Erklärung
http://www.wafa.pna.net/EngText/11-05-2002/page002.htm

Ramallah, 11. Mai 2002 – Wafa (offizielle PA-Nachrichtenagentur) – Die Kriegsverbrechen der Invasionskräfte der israelischen Besatzungsstreitkräfte gehen in den palästinensischen Bevölkerungszentren immer noch weiter, indem sie alle vorhandenen Waffensysteme gegen Zivilisten und Immobilien einsetzen, einschließlich des jüngsten Kriegsverbrechen der Invasion der Geburtskirche.

Bethlehem: Die kriminellen israelischen Besatzungstruppen haben ein weiteres Kriegsverbrechen begangen, als sie die Heiligkeit der internationalen Aktivisten, die sich in der Geburtskirche befanden, verletzten, indem sie hinein drangen und sie [die Kirche] durchsuchten, unter Missachtung der strengsten Proteste der Priester und Mönche; sie besudelten das Asyl der heiligsten Stätte der Christen der Welt, dann verhafteten sie 11 US-amerikanische, kanadische und europäische Staatsbürger.

B’Tselems jährliche Opferzahlen sind fragwürdig

Tamar Sternthal, CAMERA, 3. Januar 2007

Wie Tod und Steuern ist garantiert, dass B’Tselem am Ende des Jahres die palästinensischen und israelischen Opferzahlen veröffentlicht, genauso die begleitende Presseerklärung. Und unvermeidbar werden Journalisten pflichtbewusst die Feststellungen von B’Tselem berichten, manchmal korrekt, manchmal aber nicht.

Und während die Veröffentlichung der Statistik sicher ist, sind ihre Genauigkeit und die dahinter stehenden Methodologie es definitiv nicht. Allerdings warten wir noch immer darauf, dass einer der Mainstream-Journalisten die Zahlen von B’Tselem hinterfragt.

Viele Journalisten berichten begierig, wie viele der getöteten Palästinenser Zivilisten waren. In gewissem Maße kommt B’Tselem dem nach; in ihrer Presseerklärung vom 28. Dezember verkündeten sie beispielsweise: „Im vergangenen Jahr waren wir Zeugen einer Verschlechterung der Menschenrechtslage in den besetzten Gebieten, besonders bezüglich der zunehmenden Anzahl getöteter Zivilisten und der Zerstörung von Häusern und Infrastruktur im Gazastreifen.“

Wie aber kann B’Tselem eine Feststellung zu Zivilisten treffen, wenn ihre eigenen Listen palästinensischer Opfer keine Zivilisten identifiziert? Stattdessen identifiziert B’Tselem die meisten (wenn auch nicht alle) Opfer wie folgt: „Getötet während der Teilnahme an Feindseligkeiten“ oder „Nahm bei Tötung nicht an Feindseligkeiten teil“. B’Tselem fällt eine bewusste Entscheidung festzuhalten, ob Opfer zu Zeit ihres Todes an Kämpfen beteiligt waren und davon abzusehen sie als Zivilisten oder Nichtzivilisten zu bezeichnen. B’Tselem-Sprecherin Sarit Michaeli bestätigte diese Politik letztes Jahr telefonisch gegenüber CAMERA.

Warum weicht dann die Presseerklärung der Organisation von dieser Politik ab und gibt Erklärungen bezüglich der Zahl getöteter Zivilisten im Gazastreifen ab, wenn B’Tselem palästinensische Zivilisten nicht länger zählt?

Geschichte

Noch bis 2002 führte B’Tselem getrennte Listen von getöteten „palästinensischen Zivilisten“ an. In vielen Fällen war diese Bezeichnung völlig unangemessen. Wie CAMERA 2002 dokumentierte, schloss die lose Definition des Begriffs „Zivilist“ zahllose Palästinenser mit ein, die getötet wurden, während sie gerade dabei waren Israelis anzugreifen, einschließlich der Eröffnung des Feuers auf einer Bat Mitzva-Feier in Hadera, wobei sechs Menschen getötet und 35 verletzt wurden, die Detonation von Bomben, Eindringen in israelische Gemeinden und die Tötung oder Verletzung von deren Einwohnern, sowie Kämpfe mit israelischen Soldaten. B’Tselem hat danach diese Politik eingestellt – vielleicht angesichts der Kritik von CAMERA; aber ist die jetzige Praxis irgendwie glaubwürdiger? CAMERA überprüfte die Details von B’Tselem zu einem großen Teil der im Dezember und November 2006 Getöteten, um das herauszufinden.

Eine Überprüfung dieser zwei Monate ließ zwei Warnlampen aufleuchten:

  1. In vielen Fällen identifiziert B’Tselem Einzelpersonen als zum Zeitpunkt ihres Todes nicht in Feindseligkeiten verwickelt, selbst wenn es gegenteilige Informationen gab.
  2. Unter denen, die als zum Zeitpunkt ihres Todes nicht an Feindseligkeiten beteiligt identifiziert wurden, gehörten Terroristen, die regelmäßig in die Planung und Ausführung gewalttätiger Angriffe verwickelt waren. Diese Personen irgendwie mit Zivilisten zu verbinden – sei es in einer Presseerklärung von B’Tselem oder durch Journalisten – ist falsch.

I) Auf welcher Grundlage entscheidet B’Tselem, ob jemand „an Feindseligkeiten teilnahm“ oder nicht?

In einer Reihe von Fällen bleibt B’Tselem dabei, dass Zivilisten nicht an Feindseligkeiten beteiligt waren, obwohl die Umstände des Todes strittig oder unklar sind. Beispiele:

1) B’Tselem berichtet, dass Mohammed Mahmud Rajab a-Jarjawi (19), der am 23. November in Beit Lahiya getötet wurde, „nicht an Feindseligkeiten teilnahm, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Er wurde auf dem Weg nach Hause getötet, nach Gebeten, die um 5 Uhr morgens endeten.“ Die Internetseite der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an allerdings berichtete an diesem Tag (von BBC Worldwide Monitoring zur Verfügung gestellt):

Unser Gaza-Korrespondent berichtete, dass ein israelisches Aufklärungsflugzeug eine Rakete auf eine Gruppe bewaffneter palästinensischer Widerstandsmänner abschoss, die sich eindringenden israelischen Panzern östlich von Beit Lahiya entgegen stellten. Einer der Männer, Mohammed Jarjawi (19), wurde getötet und viele andere verletzt.

2) B’Tselem berichtet, dass Tha’ir Hassan ‚Abed al-Masir (16), am 18. November in Beit Lahiya, nördlicher Distrikt des Gazastreifens, getötet wurde. Zusatzinformation: Er wurde getötet, als er auf dem Land der Familie arbeitete.

3) B’Tselem berichtet ebenfalls, dass am selben Tag Sa’id Salem Suleiman Hajaj (20), in al-Qaraya al-Badwiya Maslakh, nördlicher Distrikt des Gazastreifens, getötet wurde. Nach dem Bericht „nahm er nicht an Feindseligkeiten teil, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet auf dem Weg zur Arbeit, er wusste nicht, dass sich Soldaten in der Gegend aufhielten“.

Nach Angaben von AFP war er aber ein Mitglied einer palästinensischen Terrorgruppe und könnte bewaffnet gewesen sein:

Said Hahjaj (20), Mitglied der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas wurde in Umm Nasser getötet, an der nördlichen Grenze, sagte die DFLP.

Thaer al-Masry (16) wurde später im selben Dorf in den Kopf geschossen, sagte medizinische Quellen…

Die Armee, die seit Freitag als Teil des Feldzugs zum Stopp der täglichen Raketensalven gegen den jüdischen Staat im nördlichen Gazastreifen operiert, sagte, beide Opfer waren bewaffnet. („Zwei Tote in Gaza, nachdem die UNO auf ein Ende der Gewalt drängt“).

4) Gleichermaßen berichtet B’Tselem, dass Mohammed Salamah Hussein Hamidan, getötet am 16. November im Flüchtlingslager Ein Beit al-Maa im Distrikt Nablus, „nicht an Feindseligkeiten teilnahm, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet während einer Operation der Armee, als er in seinem Haus neben dem Fenster stand.“

Nach Angaben von Agenturberichten zum Vorfall könnte Hamidan, Mitglied der Volksfront für die Befreiung Palästinas, allerdings bewaffnet gewesen sein, als der getötet wurde. AFP berichtet:

Mohammed Hmeidan von der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) wurde am Fenster seiners Hauses im Lager Ein Beit Elma nahe der nördlichen Stadt Jenin zweimal in die Brust getroffen, sagten Quellen.

Palästinensische Sicherheitsquellen und Zeugen sagten gegenüber AFP, der 25-jährige Militante, der auf Israels Fahndungsliste steht, wurde von einem Scharfschützen der Armee getötet.

Ein Sprecher der Armee sagte, Soldaten, die im Flüchtlingslager operierten, waren von Palästinensern unter Feuer genommen worden. „Sie identifizierten einen bewaffneten Mann und eröffneten auf ihn das Feuer“, sagte er.

AP berichtet ebenfalls:

Verwandte sagten Mohammed Ahmedan (25) stand auf der Veranda seines Hauses im Flüchtlingslager al-Ein bei Nablus, von wo aus er die israelischen Militäroperationen beobachtete, als er zweimal getroffen und getötet wurde. Sie sagten Ahmedan war unbewaffnet.

Die Armee sagte aber eine erste Untersuchung des Vorfalls ergab, dass Soldaten einen bewaffneten Mann identifiziert und auf ihn geschossen hatten.

Auf welcher Grundlage akzeptiert B’Tselem die Version eines Familienmitglieds statt der Armee als Fakt?

5) B’Tselem behauptet, dass Wahib Musieh Nayer a-Dik, getötet am 14. Dezember 2006 in Kafr a-Dik

nicht an Feindseligkeiten teilnahm, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet als er den antiken Palast in Kafr a-Dik restaurierte. Soldaten, die an den Ort kamen, behaupteten, dass von dort aus Steine auf sie geworfen wurden. Einer der Soldaten schoss auf ihn, als er die Tür des obersten Stockwerks des Palastes öffnete.

AP berichtet allerdings über den Vorfall wie folgt:

Der Palästinenser-Vertreter sagte, der Mann warf Steine auf zwei Jeeps der Armee, die gegen Donnerstagmittag in das Dorf Kufr al-Dik fuhren, als er von Schüssen der Soldaten getroffen wurde. Er wurde in der Brust verwundet und starb auf dem Weg ins Krankenhaus, sagten sie.

AFP berichtet:

Der Bauarbeiter Wahib Misleh (25) wurde in der Brust und am Arm getroffen, nachdem israelische Soldaten das Feuer auf Steinewerfer im Dorf Kafr Al-Didk eröffneten, sagten sie. Zeugen sagen, er gehört nicht zu denen, die Steine warfen.

Die Armee sagte, Soldaten hätten auf eine Person gefeuert, die vom Dach eines Gebäudes einen Betonblock auf die Truppen werfen wollte.

Es gibt widersprüchliche palästinensischeQuellen dazu, ob a-Dik zum Zeitpunkt seines Todes an die Feindseligkeiten beteiligt war. Die israelische Armee besteht darauf, dass er zum Zeitpunkt seines Todes an der Gewalt beteiligt war. Wie kann B’Tselem dann definitiv erklären, dass er nicht an den Feindseligkeiten beteiligt war?

Interne Widersprüche

6) Bezüglich Mohammed (‚Eid) Amin Mahmud Ramaheh schreibt B’Tselem in den Details:

Der 27-jährige Einwohner des Flüchtlingslagers Ein Beit al-Maa im Distrikt Nablus, getötet am 14.12.2006 im Flüchtlingslager Ein Beit al-Maa im Distrikt Nablus durch Gewehrfeuer. Nahm nicht an Feindseligkeiten teil, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet aus kurzer Entfernung, als er von seinem Auto weglief, als eine getarnte Einheit versuchte ihn zu verhaften. Er war bewaffnet.

Nach einer Presseerklärung der IDF:

Die Soldaten errichteten eine Straßensperre, um Ramaha aufzuhalten, aber wenn Ramahas Fahrzeug ankam, umfuhr er die Sperre und kollidierte mit einem anderen Fahrzeug, wodurch eine Reihe Zivilisten verletzt wurde. Als die Soldaten auf Ramahas Fahrzeug zugingen, eröffneten er und einer seiner Männer das Feuer auf sie. Die Soldaten erwiderten das Feuer und töteten die beiden, die mit einer M-16 und einer Handfeuerwaffe bewaffnet waren.

B’Tselem selbst erkennt zwar an, dass Ramaheh „bewaffnet“ war und die IDF berichtet, dass er das Feuer eröffnete, widerspricht doch der Bericht [von B’Tselem] seiner eigenen Beschreibung, indem er Ramaheh als jemanden kategorisiert, der nicht an den Feindseligkeiten beteiligt war, als er getötet wurde.

7) In einem weiteren Beispiel für interne Widersprüche bei einem palästinensischen Opfer, das in die Kategorie des „zum Zeitpunkt seines Todes nicht an Feindseligkeiten beteiligt“ schreibt B’Tselem, das der 14-jährige Jamil Abd al-Karim Jamil al-Jabaji, getötet am 3. Dezember im Flüchtlingslager Askar „nicht an Feindseligkeiten beteiligt warGetötet, als er Steine auf Soldaten warf.“ Geworfene Steine können tödlich sein und solche potenziell tödliche Waffen zu werfen stellt die Teilnahme an Feindseligkeiten dar.

II) Beteiligung an Feindseligkeiten vor dem Tod

Viele Journalisten – und selbst der Schreiber der Presseerklärungen von B’Tselem – lassen die Schlüsselkennzeichen der derzeitigen Politik der Organisation zur Beschreibung vermissen, ob Opfer zum Zeitpunkt ihres Todes an Feindseligkeiten beteiligt waren oder nicht. Bericht wie dieser der BBC vom 29. Dezember gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein Palästinenser, der getötet wird, während er nicht an Kämpfen teilnimmt, ein Zivilist ist. Es gibt jedoch viele Fälle palästinensischer Kämpfer – diejenigen, die regelmäßig Raketen schießen, Bomben vorbereiten, Selbstmordbomber losschicken, Waffen schmuggeln oder israelische Soldaten in Kämpfe verwickeln – die von israelischen Soldaten getötet werden, während sie sich nicht mitten in den feindseligen Aktivitäten befinden. Am 8. November zum Beispiel tötete die IDF ‚Alaa a-Din Jamil Khamaiseh und Salim Yussef Mahmud Sa’id (Abu al_Heija) in al-Yamun im Distrikt Jenin. B’Tselem schreibt, sie „waren nicht an Feindseligkeiten beteiligt, als die getötet wurden“. Bezüglich des Ersten fügt B’Tselem wenigstens hinzu: „Getötet, während er während der versuchten Verhaftung nach Flüchtigen in einem Auto saß.“ Gleichermaßen muss B’Tselem Anerkennung gezollt werden, dass es bezüglich Abu al-Heija anfügt, er sei „von Israel gesucht“. Nach Angaben des Palestinian Center for Human Rights waren beide Mitglieder der Al Aksa-Märtyrerbrigaden – die von Israel, den USA und der EU wegen der Durchführung von Selbstmord-Bombenanschlägen und anderen gewalttätigen Anschlägen auf Israelis als Terrororganisation bezeichnet wird – und sollten daher nicht als Zivilisten eingestuft werden.

In der Tat versäumt es B’Tselem konsequent zu erwähnen, ob ein solches Opfer Mitglied einer Terrororganisation ist oder nicht. Ein solcher Fall ist Mohammed Ramaha (Beispiel 6 von oben), der Kopf der Tanzim im Flüchtlingslager Ein Beit Ilma. Nach Angaben einer Erklärung der israelischen Verteidigungskräfte vom 14. Dezember

war Ramaha an Terroranschlägen und an versuchten Anschlägen im Raum Nablus und an Israels Heimatfront beteiligt. Rahama plante während der jüngsten Feuerpause weiter Selbstmord-Anschläge. Er plante einen Selbstmord-Bombenanschlag in der unmittelbaren Zukunft, der von Terroristen im Gazastreifen geleitet und finanziert wurde. Ein 8 kg schwerer Sprengsatz, der gestern bei Nablus abgefangen wurde, war von Rahama und Mitgliedern seiner personellen Infrastruktur vorbereitet worden und sollte bei einem Selbstmord-Bombenanschlag genutzt werden.

B’Tselem widerspricht also nicht nur der eigenen Darstellung, wenn man erklärt, dass Rahama „zum Zeitpunkt seines Todes nicht an Feindseligkeiten beteiligt“ war, sondern die Organisation vertuschte auch die Tatsache, dass Rahama ein Tanzimführer war, der an einer Vielzahl von Terroranschlägen beteiligt war. Beide Punkte haben offensichtlich Gewicht bei der Frage, ober Rahama als „Zivilist“ betrachtet werden kann oder nicht. Dasselbe kann über die zweifache Verzerrung bezüglich Said Hahjui (Beispiel 3 von oben) gesagt werden.

Schlussfolgerung

Auf B’Tselem kann man sich als vertrauenswürdige Quelle zu Zahlen zu palästinensischen zivilen Opfern nicht verlassen. Genauso wenig können die der Organisation gelieferten Details der Umstände des Todes von palästinensischen Opfern als genau betrachtet werden. Gerald Steinberg, Redakteur von NGO-Monitor, führt an: „Der ‚Heiligenschein’ schützt die NGOs vor derselben Art von Verantwortlichkeit, die sie von anderen verlangen.“ Journalisten sollten davon Notiz nehmen und über die Zahlen von B’Tselem mit gesunder Skepsis berichten, statt B’Tselem zu erlauben jedes neue Jahr mit Falschheiten und Verdrehungen einzuläuten.