Die israelische Demokratie braucht keine (Nach-) Hilfe

Die Geschichte hat gezeigt, dass Israel mehr als fähig ist seine Menschenrechtsprobleme anzugehen. Es braucht keine Hilfe, besonders nicht von Gruppen, die keine moralische Grundlage haben, auf dem sie stehen können.

Dan Schueftan, Israel HaYom, 2. November 2021

Der israelische Journalist und mein Freund Yaaron London hat mir wiederholt eine Herausforderung gestellt. Nach meinen Bemerkungen zum Druck der US-Administration zur Förderung von Menschenrechten in der Region schrieb er: „Versuche, dir mit derselben Entschlossenheit und Integrität, die deine Schriften charakterisieren, vorzustellen, wie Israel sich verhalten würde, wenn es kein Menschenrechtsorganisationen gäbe oder wenn internationale Gruppen wegsehen würden. Was würde in den besetzten Gebieten passieren, in den Verhörzimmern, Gefängnissen, Gerichten, Olivenhainen und in der Armee?“

Ich habe kein Problem mir vorzustellen, wie Israel sich in einem solchen Fall verhalten würde.

Die Vereinten Nationen sind nicht in der Lage glaubwürdig und ehrlich in  Sachen Demokratie und Menschenrechte zu urteilen. Schließlich ist ihre Zusammensetzung selbst undemokratisch und ihr „Menschenrechts“-Rat weit Führer aus den widerwärtigsten Regimen und Einzelpersonen auf, die davon besessen sind Israel zu verleumden.

In der Vergangenheit wurden Menschenrechtsgruppen von eindrucksvollen und fairen Personen geleitet, so wie Ruth Gavison, die ein Gründungsmitglied der Association for Civil Rights in Israel war; oder Robert Bernstein, der Human Rights Watch gründete. Beide Organisationen waren damals patent.

Seitdem sind sie allerdings von Puristen, Radikalen und Einzelnen, die Israel hassen und den israelisch-palästinensischen Konflikt als einen eindimensionalen „Opfer vs. privilegierte Weiße“-Situation betrachten, als Geiseln genommen worden. Bernstein selbst entlarvte 2009 solche Verfälschungen innerhalb von HRW.

Wären diese Organisationen offen, demokratisch und fair geblieben, was Menschenrechte angeht, könnten sie zur Gesellschaft beigetragen haben. Ohne eine solche Ausgewogenheit und Verlässlichkeit ist ihr Beitrag marginal.

Eine unvoreingenommene Untersuchung einiger der ernstesten Menschenrechtsvorfälle Israels zeigt, dass die Organisationen nichts Bedeutendes dazu beitrugen, dass die Regierung diese Probleme angeht und behebt.

1956, nach dem Massaker von Kafr Qasim, kam die Scham und die von der Regierung geäußerten Verurteilung nicht über lokale oder ausländische Menschenrechtsgruppen oder durch internationalen Druck.

Verteidigungsminister Ariel Sharon wurde 1983 unabhängig von äußerem Druck aus dem Amt gedrängt, als er es 1982 versäumte die Massaker von Sabra und Schatila zu verhindern, bei dem christlich-libanesische Kräfte hunderte Palästinenser abschlachteten.

Der Sicherheitsdienst Schin Bet entließ 1984 seine Leiter, nachdem zwei palästinensisch Busentführer von Angehörigen des Dienstes hingerichtet wurden. Das war auch nicht Resultat von äußerem Druck.

In diesen und anderen entscheidenden Momenten agierte Israels Demokratie über die öffentliche Meinung, die Legislative, die Medien, die Knesset, innerhalb des Rahmens der Gewaltenteilung. Nichts davon verhinderte und konnte auf Grundlage menschlicher Erfahrung schwere Abweichungen vom von einer multikulturellen Gesellschaft geforderten Verhalten nicht verhindern. Aber sie bewiesen, dass Lektionen gelernt, Täter bestraft und Fehlverhalten verurteilt werden können. Wären Menschenrechtsorganisationen in ihrem Umgang damit fair gewesen, hätten sie zu diesem Prozess ebenfalls beitragen können.

US-General Norman  Schwarzkopf wurde während des Golfkriegs von 1991 gefragt, wie er den Krieg ohne Frankreich führen würde. „Ohne Frankreich in den Krieg zu ziehen ist wie ohne Akkordeon auf die Jagd zu gehen“, sagte er. Dasselbe gilt für Israel und die Menschenrechtsorganisationen, die wir heute kennen.

Gedankenverlorenes Territorium: Palästinensische NGOs mühen sich mit dem Konzept ab nicht zu Mord aufzustacheln

„Als ich sie bat das Konzept des ‚keine Israelis töten‘ zu erklären, sahen sie mich an, als sei ich derjenige, der Unsinn redet.“

PreOccupied Territory, 2. November 2021

Ramallah, 2. November – Zivilgesellschaftliche Gruppen, die für die palästinensische Unabhängigkeit arbeiten, gestanden heute Schwierigkeiten ein zu verstehen, dass Spender und Diplomaten darauf bestehen, dass zu den Aktivitäten dieser Organisationen kein aktives Betreiben von Gewalt gehört, bei der israelische Juden sterben werden.

Zusätzlich dazu, dass sie Israel pauschal verurteilten, weil es Aktivitäten „zum Schweigen bringt“ oder „unterdrückt“, die Menschenrechte hochhalten sollen, verrieten Sprecher mehrerer NGOs, die Israel letzte Woche als Fassadenorganisationen für die Terrorgruppe Volksfront zur Befreiung Palästinas anführte, dass die fraglichen Organisationen neben ähnlichen, die in der gesamten palästinensischen Gesellschaft agieren, dass es sie verwirrt, wenn Europäer oder andere Auslands-Geldgeber Unbehagen über die Gleichsetzung toter Israelis mit einem freieren Palästina zum Ausdruck bringen.

„Ich meine, was sonst wäre der Weg zur Befreiung?“, wunderte sich Sufa Schubaki, deren Gruppe Frauen stärken will, um eine palästinensische Mutter nachzuahmen, deren sechs Söhne alle lange Gefängnisstrafen für die Versuche Juden zu töten absitzen. „Wenn ich sie bitte das Konzept des ‚keine Israelis töten‘ zu erklären, dann sehen sie mich an, als wäre ich diejenige, die Unsinn redet. Meine Herren, ihr habt die Idee eingeführt; ihr müsst es erklärten. Von mir kann nicht erwartet werden etwas Fremdes zu begreifen, ohne zu begreifen, worum es geht.“

Andere Vertreter ließen ähnliche Verwirrung hören. „Wir haben Jahrzehnte lang die Erlösung unseres Heimatlandes durch Blut und Feuer verherrlicht“, sinnierte Schawan Jabarin, Mitglied des Beraterstabs von Human Rights Watch, der auch Führer der in tödliche Terroranschläge verwickelten PFLP ist. „Das ist nichts Neues, das unsere Spender und Geldquellen gerade erst entdecken. Also schulden sie uns eine Erklärung dafür, was es an der palästinensischen Unabhängigkeit ist, dass sie zögern gutzuheißen. Wenn sie sich nicht hinter die Befreiung Palästinas durch die Auslöschung jedes einzelnen Juden zwischen Fluss und Meer stellen können, dann verstehe ich nicht, was sie wollen.“

„Es ist nicht so, als hätten die Europäer je ein Problem mit toten Juden gehabt“, fügte er an. „Wir nehmen nur auf, was sie liegen ließen. Es wäre der Gipfel der Heuchelei, würden sie behaupten, es würde sie jetzt tatsächlich interessieren. Entweder sie tun so, als stünden wir wirklich auf derselben Seite, dann müssen sie die Heuchelei aufgeben; oder es ist ihnen wirklich ernst und in diesem Fall macht es einfach keinen Sinn. Übrigens: Eine palästinensische Befreiungsbewegung, die nicht zum Ziel hat zu erstechen, zu verbrennen, zu köpfen, zu zertrampeln, niederzuknüppeln, zu vergasen, zu erdrosseln, zu erschießen, zu sprengen, zu zerstückeln oder Juden sonstwie zu beseitigen – wie würde die denn dastehen? Es ist ein sich selbst widersprechender Begriff, eine ontologische Unmöglichkeit. Genauso könnte man Matzen ohne das Blut nichtjüdischer Kinder backen.“

Ken Roth von HRW hat das Wort „Apartheid“ dieses Jahr 129-mal benutzt, um Israel zu beschreiben – und nie bei einem anderen Land. Ja, das ist Antisemitismus.

Elder of Ziyon, 4. Oktober 2021

Der Chef von Human Rights Watch, Ken Roth, verwendete 2019 achtzehnmal das Wort „Apartheid“, um Israel zu beschreiben; im Vergleich dazu nutzte er es fünfmal für Myanmar und einmal für China.

2020 verwendet Roth den Begriff „Apartheid“ zur Beschreibung Israels 22-mal; für Myanmar dreimal und für China einmal.

2021 hat Roth den Begriff auf Israel 129-mal benutzt – und ihn für kein anderes Land auch nur ein einziges Mal verwendet, seit er den Begriff im Januar zum ersten Mal benutzte.

Die „Apartheid“-Behauptung ist lächerlich. Darüber hinaus bedeutet Roths Besessenheit damit, ausschließlich Israel mit diesem Begriff anzustreichen, dass Human Rights Watch beschlossen hat, dass einzig Israel des Verbrechens der Apartheid schuldig ist – und Myanmar und China lassen sie 2021 alles durchgehen.

HRWs Definition von „Apartheid“, wenn sie auf Israel angewandt wird, bedeutet wenig mehr als „Diskriminierung“ – etwas, für das sich so ziemlich jeder Staat auf der Erde auf irgendeine Weise schuldig macht.

Das, obwohl Muslime in vielen europäischen Ländern unter diskriminierenden Gesetzen leiden, die Israel nicht hat. Obwohl Palästinenser unter arabischer Herrschaft schlimmer leiden, als sie es unter jüdischer Herrschaft tun.

Die Lüge „Zionismus ist Apartheid“ wurde, wenig überraschend, von Stalinisten in die Welt gesetzt – von Leuten, die ihren Antisemitismus nicht verbergen.

Dass HRW Israel als einzigartig böse aussondert, ist nichts weniger als obsessiv – und dass der Begriff seit Januar gegen keinen anderen Staat benutzt wird, beweist, dass diese Besessenheit nichts mit Israels Verbrechen zu tun hat, sondern mit HRWs tieferliegendem Judenhass.

Wie die EU und die USA israelfeindlichen NGOS erlauben in der UNO zu gedeihen

Die israelfeindliche Durban-Konferenz fand vor zwei Wochen statt; dort starteten NGOs eine Kampagne zur Delegitimierung Israels.

Olga Deutsch, Jerusalem Post, 4. Oktober 2021

Demonstranten schwenken israelfeindliche Plakate vor der Eröffnungssitzung der Durban-Konferenz, 31. August 2001. (Foto: Reuters)

Am 22. September beging die UNO den 20. Jahrestag seiner berüchtigten Durban-Konferenz und des bösartigen NGO-Forums. Dort starteten NGOs eine heute noch laufende Kampagne zur Delegitimierung Israels durch „Lawfare“, Boykott, De-Investition und Sanktionen sowie weitere Formen politischer Kriegsführung. Die Veranstaltung zum Jahrestag fügte der dringend nötigen Diskussion über antisemitische Angriffe auf den Staat Israel durch politisierte NGOs, die Menschenrechte und universelle Werte zu fördern behaupten, einiges hinzu.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten hat NGO Monitor daran gearbeitet NGO-Geldgeber und andere Interessenvertreter im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts zur Verantwortung zu ziehen. Wir haben mächtige NGOs wie Human Rights Watch und Amnesty International, die am Antisemitismus in Durban mitschuldig waren, bezüglich ihrer Attacken auf den jüdischen Staat entlarvt. Das NGO-Netzwerk gibt seine Ressourcen für die Dämonisierung Israels aus, auf Kosten der Konzentration der Aufmerksamkeit für ungeheure Menschenrechtsverletzungen. Und Human Rights Watch führt die unmoralische Kampagne zur Ausnutzung der Apartheid Südafrikas zur Dämonisierung Israels.

Wir haben auch die dringende Notwendigkeit für eine lange überfällige Überprüfung dessen hervorgehoben, wie Auslandshilfe in der Westbank und dem Gazastreifen durch palästinensische NGOs verwaltet wird. Das Fehlen von Transparenz und eines Rechenschafts-Mechanismus, insbesondere bei europäischen Geldgebern, hat es palästinensischen NGOs erlaubt ihre Aufträge zu missbrauchen und ungehinderten Zugang zu Regierungs-Etats zu genießen. Beträchtliche Geldmengen sind zu Terror, Antisemitismus und politischer Kriegsführung gegen Israel abgeleitet worden.

Insbesondere fand NGO Monitors Recherche heraus, dass von 2011 bis 2019 allein die Europäische Union Zuschüsse von mindestens €38 Millionen an NGOs gewährte, die mit der Volksfront zur Befreiung Palästinas verbunden sind, und diese ist von der EU und den USA als Terrororganisation ausgewiesen.

Einige dieser NGOs haben auch eine Schlüsselrolle bei vielen einseitigen Resolutionen des UNO-Menschenrechtsrats gegen Israel sowie den Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs zu Kriegsverbrechens-Vorwürfen gegen Israel inne. Vor kurzem warben palästinensische NGOs intensiv für den fehlgeschlagenen Versuch US-Gelder für Israels Verteidigungssystem Eiserne Kuppel zu blockieren.

Demonstranten protestieren vor der Eröffnungssitzung der Weltkonferenz gegen Rassismus (WCAR), auch bekannt als die Durban-Konferenz (Foto: Mike Hutchings/Reuters)

Weitere Beweise kamen 2019, als der Sicherheitsdienst Shin Bet ein mit der PFLP verbundenes Netzwerk aus NGO-Mitarbeitern in der Westbank aufdeckte. Zu den Verhafteten gehörten ranghohe NGO-Vertreter, denen vorgeworfen wurde 2019 den Bombenanschlag ausgeführt zu haben, bei dem die 17-jährige Rina Schnerb ermordet wurde. In den folgenden 18 Monaten durchsuchte der Shin Bet zwei Büros des PFLP-Netzwerks und schloss weitere zwei.

Angesichts dieser und anderer Entdeckungen und ausgelöst von NGO Monitors Recherche eröffneten Belgien, die Niederlande und die Europäische Union Ermittlungen. Die EU beauftragte den Europäischen Betrugsbekämpfungsdienst, der Betrug, Korruption und schweres Fehlverhalten innerhalb europäischer Institutionen untersuchen soll, mit einleitenden Ermittlungen zur mutmaßlichen Umleitung von EU-Entwicklungsgeldern an die PFLP.

Diese Überprüfungen sind wichtige Schritte zu mehr Beaufsichtigung und Rechenschaftlichkeit. Aber was wirklich gebraucht wird ist eine echte und kritische Debatte zur falschen Präsentation dieser Organisationen als Repräsentanten der „Zivilgesellschaft“. Wie können die Spender positive Ergebnisse vor Ort erzielen, ohne Dämonisierung und Gewalt zu fördern oder zu ermöglichen?

Selbst US-Organisationen wie USAID, die eine striktere Antiterror-Politik haben, bleiben hinter den Erwartungen zurück Sicherheit für ihre Gelder zu gewährleisten. Wie ein Bericht des Rechnungshofs (GAO) vom März 2021 betont, ist gesunde Politik nur so effektiv wie ihre Umsetzung. Bei der Überprüfung der Einsätze von USAID in der Westbank und dem Gazastreifen für den Zeitraum 2015 bis 2019 stellte der GAO fest, dass die Organisation nicht immer sicherstellte, dass Empfänger ordentlich und auf zeitgemäße Weise zu möglichen Terrorverbindungen überprüft werden.

Ähnlich demonstrierte eine USAID-Beihilfe von $723.405 für World Vision im Jahr 2014, „mit der der Region des Blauen Nils im Sudan Lebensmittelsicherheit, sanitäre Ausrüstung und Gesundheitsdienste gebracht werden sollte“, unzureichende Überprüfungsprozesse. Um diese Dienste zu liefern, ging World Vision einen Vertrag mit der Islamic Relief Agency aus dem Sudan ein. Die ISRA wird aufgrund von Aktivitäten zur Terrorfinanzierung, darunter Osama bin Laden und Hamas, auf der Sanktionsliste des Büros für die Kontrolle von Auslandsaktiva des Finanzministeriums geführt.

Da die US-Regierung über den Nita M. Lowey Middle East Partnership for Peace Act die Abgabe von $250 Millionen an palästinensische zivilgesellschaftliche Projekte vorbereitet, sind Verfahren, die eine ordnungsmäße Überprüfung, Transparenz und Rechenschaftspflicht sicherstellen, von größter Bedeutung.

Jahre lang haben NGOs die Aura der Unfehlbarkeit genossen, die ihnen von Regierungen, UNO-Vertretern und Journalisten verliehen wurde, die ihre Motive, Taktiken oder Behauptungen selten hinterfragen. Dieser „Heiligenschein-Effekt“ hat NGOs erlaubt direkten Einfluss auf die Erschaffung und Umsetzung von Regierungspolitik und den Agenden internationaler Organisationen zu nehmen.

Solange keine geeignete Überprüfungs- und Rechenschaftsmechanismen eingeführt werden, laufen die USA Gefahr, dass ihre Hilfe, wie in Europa, von NGOs missbraucht wird, die in Terror, Antisemitismus und kontraproduktive Kampagnen verwickelt sind.

So wie wir europäische Offizielle seit Jahren gedrängt haben, fordern wir vom Kongress und dem Außenministerium die Realität des Einflusses der NGOs zu untersuchen, insbesondere was Hilfen und Menschenrechte angeht. Mit der Ausweitung des Radius der Rücksprache mit Projektbeteiligten und Experten, einschließlich wahrer Repräsentanten der Zivilgesellschaft, kann die US-Regierung anfangen diese Ungerechtigkeiten zu bereinigen.

Die Verfasserin ist Vizepräsidentin und Mitglied des Expertenteams von NGO Monitor. 2008 erhielt sie den Preis für Internationale Führerschaft des American Jewish Committee und hat ranghohe Positionen im Privatsektor in Europa und Israel ausgefüllt, seit sie 2009 Aliyah machte.

Unschuldige Opfer oder Terrorunterstützer: Wissen die EU und die UNO, dass sie Stipendien für die Kinder von Terroristen unterstützen?

Maurice Hirsch, Palestinian Media Watch, 8. Oktober 2021

Ein Werbeflugblatt für einen Kurs einer international finanzierten palästinensischen NGO zeigt, wie die palästinensische Autonomiebehörde und die palästinensischen NGOs internationale Geldgeber missbrauchen, indem sie sie dazu übertölpeln, vordergründig Würdiges zu finanzieren, womit aber gleichzeitig Terror unterstützen.

Palestinian Media Watch befürwortet zwar, dass die Europäische Union und die UNO Ausbildungskurse für Palästinenser finanzieren, aber es entsteht das Problem, dass sie mit Kursen, die volle Stipendien für die Kinder von inhaftierten und toten Terroristen anbieten, Terroristen für deren Verbrechen belohnen.

Ein neues Flugblatt, das der stellvertretende Sekretär des Zentralkomitees der Fatah Sabri Saidam, ehemaliger Bildungsminister und Berater für Kommunikations- und  Informationstechnologie des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas, postete, wirbt für das Programm einer digitalen Akademie für wissenschaftliche Innovation (DASI), das von der palästinensischen NGO Al-Nayzak betrieben wird.

Nach Angaben des Flugblattes können zwar Kinder von normalen, gesetzestreuen palästinensischen Familien Anspruch einen Preisnachlass von bis zu 65% erhalten, aber Kinder von „Märtyrern und Gefangenen“ haben Anspruch auf ein volles Stipendium. Mit anderen Worten: Kinder von Terroristen und Mördern – seien sie inhaftiert, freigelassen oder tot (sogenannte „Märtyrer“) – werden belohnt und können kostenfrei studieren.

Text des Bildes: „Beeile dich, registriere dich unter folgendem Link:

Dasi.ps/register“

Mit der Möglichkeit ein volles Stipendium für die Kinder von Märtyrern und Gefängnissen zu erhalten.

Und ein Nachlass von bis zu 65% für den Rest der Empfänger.“

[Facebook-Seite des stellvertretenden Sekretärs des Fatah-Zentralkomitees Sabri Saidam, 18. September 2021]

Das bedeutet, dass Safa, die Tochter von Abdallah Bargouhti, einem inhaftierten palästinensischen Terroristen, der wegen der Ermordung von 67 Menschen bei zahlreichen Terroranschlägen, und die Kinder von Marwan Barghouti, seinerseits wegen seiner Rolle bei der Ermordung von 5 Menschen, schlicht deshalb Anspruch auf Sonderprivilegien haben, weil ihre Väter Massenmörder sind. Wenn du das Kind von Marwan Al-Qawasmi oder Amer Abu Aischeh bist – den zwei Terroristen, die 2014 drei israelische Teenager entführten und ermordeten und die die dann während Israels Versuch sie zu verhaften selbst getötet wurden – dann würdest du ebenfalls Sonderprivilegien erhalten.

Um es prägnant auszudrücken: Es lohnt sich das Kind eines Terroristen zu sein.

Während allgemein bekannt ist, dass die PA jedes Jahr hunderte Millionen von Schekeln/Dollar/Euros für Gehälter, Zuschüsse und die Familien toter Terroristen ausgibt, ist weniger bekannt, dass die EU und die UNO an der Bereitstellung dieser Leistungen beteiligt sind.

Der von Abbas-Berater Saidam beworbene Kurs wird von der palästinensischen NGO Al-Nayzak durchgeführt. Die Internetseite von Al-Nayzak zeigt stolz, dass zu ihren Geldgebern die UNICEF (die UNO-Organisation, die dafür zuständig ist humanitäre und Entwicklungshilfe für Kinder weltweit zur Verfügung zu stellen), UNRWA (die UNO-Organisation, die einzig den palästinensischen Flüchtlingen gewidmet ist), UNOPS (die UNO-Organisation, die sich der Umsetzung von Projekten des UNO-Systems für internationale Finanzinstitutionen, Regierungen und anderer Partner weltweit widmet), UNDP (das UNO-Entwicklungsprogramm, das technische und Investitions-Kooperation fördert, um Menschen zu helfen sich ein besseres Leben aufzubauen), die EU und andere gehören.

Al-Nayzak identifiziert sich selbst als „palästinensische gemeinnützige Organisation“, die Zentren in „Jerusalem, Ramallah, Gaza, Hebron und Nablus“ hat, ist aber tatsächlich bei der NGO-Registratur in Israel angemeldet.

Diese Wirklichkeit wirft die Frage auf: Sind die UNO und die EU unschuldige und unwissende Opfer der PA und der palästinensischen NGO oder wissen sie, dass ihr Geld verwendet wird, um die Kinder von Terroristen zu begünstigen und damit, wenn auch indirekt, zu helfen den palästinensischen Terror gegen Israel und Israelis zu fördern, dazu anzuspornen und ihn zu belohnen?

2017 enthüllte PMW, dass die palästinensische NGO „Women’s Affairs Technical Committee“ (WTAC – Technisches Komitee für Frauenfragen) ein Jugendzentrum für Frauen nach Dalal Mughrabi benannt hatte, die terroristische Mörderin, die den tödlichsten Anschlag in der Geschichte Israels angeführt hatte; das Gebäude des Zentrums war eine gemeinsame Initiative der NGO, der PA, der UNO und der norwegischen Regierung.

Am Tag der Veröffentlichung des PMW-Berichts forderte die norwegische Regierung ihr Geld zurück und nur Tage später verurteilte die UNO das Tun der NGO.

Da die UNO-Gelder bereits von palästinensischen NGOs missbraucht worden sind, sollte man annehmen, dass die UNO seitdem strenge Vorbehalte für Gelder eingeführt hat, um zu verhindern, dass UNO-Fonds wieder von NGOs zum Zwecke der Förderung oder Verklärung von Terror und Terroristen missbraucht werden.

Mit Beginn des Finanzjahrs 2020 fügte die EU eine grundlegende Antiterror-Vorbedingung für all ihre externe NGO-Finanzierung ein. Um Anspruch auf Gelder zu haben, müssen die Nutznießer von Zuschüssen jetzt sicherstellen, dass EU-Gelder nicht über sie an von der EU als Terrororganisationen eingestufte Gruppen gehen.

Nach der Einführung dieser Vorkehrung berichtete PMW, dass mindestens eine palästinensische NGO, nämlich DCI-Palestine – eine Organisation, mit dokumentierten Verbindungen zur Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), die internationale als Terrororganisation eingestuft wird – seitdem die Terrorbekämpfungs-Bedingungen der EU zurückwies und auf die EU-Hilfe verzichtet.

Vor der Veröffentlichung dieses Berichts schrieb PMW an den UNO-Generalsekretär, das Büro des UNO-Sonderkoordinators für den Frieden im Nahen Osten, UNICEF, UNRWA, UNOPS, UNDP und die EU und fragte, warum diese eine palästinensische NGO unterstützen, die zu Terror anstachelt, dafür wirbt und ihn belohnt. Keiner von ihnen entschied sich zu antworten.

Da sie nicht auf unsere private Korrespondenz reagierten, ruft PMW die betreffenden UNO-Organisationen und die EU öffentlich auf die Verwendung ihrer Gelder für Sonderprivilegien für die Kinder von Terroristen zu verurteilen. Kinder sind zwar unschuldig und sollten nicht für den Terror ihrer Eltern bestraft werden, aber internationale Gremien sollten keine Botschaft an die palästinensische Gesellschaft schicken, dass Kinder von Terroristen eine Vorzugsbehandlung gegenüber anderen Kindern verdienen, insbesondere deshalb, weil ihre Eltern Terroristen waren. PMW fordert die UNO und die EU überdies auf sofort alle Spenden an die palästinensische NGO Al-Nayzak einzustellen.

Rakete, die am ersten Tag des Konflikts im Mai sechs Kinder im Gazastreifen tötete, kam aus einem Untergrund-Raketenbunker der Hamas

Elder of Ziyon, 6. Oktober 2021

Yasan al-Masri (2)

Am ersten Tag des Kriegs im Mai berichtete die israelfeindliche NGO DCI-P:

Sechs palästinensische Kinder und zwei Erwachsene wurden bei einer dritten Explosion getötet, die sich gegen 18 Uhr in Beit Hanun, rund 800 Meter westlich des Grenzzauns am Gazastreifen ereignete. Zu den Getöteten gehörten Rahaf Mohammed Attalla al-Masri (10) und ihr Cousin Yazan Sultan Mohammed al-Masri (2), die Brüder Marwan Jussef Attalla al-Masri (6) und Ibrahim Jussef Attalla al-Masri (11) sowie Hussein Munir Hamad (11) und der 16-jährige Ibrahim Abduallah Mohammed Hassanain, so vom DCIP gesammelte Informationen. Als sich die Explosion ereignete, sollen Mitglieder der Familie al-Masri Weizen auf dem Feld vor ihrem Haus geerntet haben und ihrer Kinder spielten in der Nähe, so die vom DCIP gesammelten Informationen.

Das DCIP hat die Ursache dieser Tode noch nicht bestätigt. Zur Zeit des Vorfalls wurden israelische Drohnen und Kampfflugzeuge im Luftraum berichtet und palästinensische bewaffnete Gruppen schossen selbstgebaute Raketen nach Israel. Das DCIP wird diese Vorfälle weiter untersuchen, um die verantwortlichen Seiten festzustellen und zu identifizieren.

Der Abschussort der Hamas-Rakete, die diese Familie tötete, darunter 6 Kinder, ist identifiziert worden:

Die Rakete kam aus einer unterirdischen Raketenabschussrampe der Hamas mit 10 Silos. Sie flog 7,5km bis Beit Hanun, wo sie die Familie al-Masri tötete.

Die Silos befanden sich direkt neben einer Moschee im Viertel Scheik Radwan.

Das geschah um 18 Uhr am 10. Mai, entweder vor oder innerhalb von Minuten irgendeines israelischen Luftangriffs auf den Gazastreifen.

Obwohl Defense for Children International glaubte, dies könnte eine „selbstgebaute“ Rakete gewesen sein, beschloss Human Rights Watch Monate später nach einer fingierten „Ermittlung“, dies sei ein israelischer Flugkörper gewesen.

Am 10. Mai nahe der Stadt Beit Hanun schlug eine israelisch gelenkte Rakete bei vier Häusern der Familie al-Masri ein und tötete 8 Zivilisten, darunter 6 Kinder.

HRW gründete seine Lügen auf „Augenzeugen“, die sagten, die Rakete sei aus Osten gekommen und es beschloss, auf Grundlage seiner Experten, die buchstäglich nichts über Waffen wissen, dass es eine israelische Antipersonen-Rakete war.

So läuft das – die Hamas tötet Kinder im Gazastreifen und Israel wird dafür die Schuld gegeben.

Durban IV: Das Hassfest der UNO

Die Durban-Teilnehmer sagten nichts zu palästinensischen Bombenanschlägen oder den Opfern; für die selbsternannten Führer der internationalen Moral haben Israelis keine Menschenrechte.

Gerald M. Steinberg, Israel HaYom, 22. September 2021

Vor zwanzig Jahren kam die Menschenrechtsgemeinde der Welt nach Durban in Südafrika zu einer Konferenz, die einberufen wurde, um Rassismus und Diskriminierung zu beseitigen. Diese Veranstaltung fand nur ein paar Tage nach einem palästinensischen Terroranschlag in Jerusalem statt, bei dem in einer Pizzeria voller Teenager Israelis und junge Familien getötet  und verstümmelt wurden. Aber die Tausende selbsterklärter Menschenrechtsaktivisten in Durban erwähnten weder den Anschlag noch die Opfer; für sie haben Israelis keine Menschenrechte. Stattdessen konzentrierten sich die Diplomaten, UNO-Vertreter und Führer der mächtigen Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) darauf Israel und den Zionismus zu dämonisieren.

Durban war die Blaupause für den Antisemitismus des 21. Jahrhunderts. Die Union Arabischer Anwälte verteilte Karikaturen von Juden, von deren Zähnen Blut tropfte und Delegierte lasen Ausgaben der Fälschung Die Protokolle der Weisen von Zion auf. Gut organisierte Massenaufmärsche durch die Straßen mit Plakaten, die „Zionismus ist Rassismus“ verkündeten, wurden von Reden begleitet, die Israels „Apartheid“ brandmarkten. Arafat und seine Chefpropagandistin Hanan Aschrawi wurden eingeflogen, um israelische „Apartheid“ zu verurteilen.

Der Plan Durban zu kapern wurde Monate zuvor bei einer Vorbereitungskonferenz der UNO in Teheran erstellt. Dort wurde die Strategie Israel mit dem Südafrika der Apartheid gleichzusetzen, in einen ausgewachsenen Kriegsplan entwickelt. Die Abschlusserklärung und das Aktionsprogramm der NGOs, in Teheran verfasst, war eine Strategie für politischen Krieg. Israel wurde als „rassistischer Apartheidstaat“ bezeichnet, schuldig des „Völkermords“ und „rassistischer Verbrechen an den Palästinensern“. Sie forderten, dass alle Länder Politik für „die völlige Isolation Israels als Apartheidstaat“ einführen.

Unmittelbar nach Durban gingen dieselben NGOs und UNO-Verbündeten dazu über die Strategie umzusetzen. Human Rights Watch führte die anderen Gruppen nach jeder israelischen Reaktion auf Terror bei Beschuldigungen der Kriegsverbrechen an, egal ob dieser Terror von der Hamas im Gazastreifen oder von der Hisbollah aus dem Libanon kam.

Der NGO-Krieg von Durban ist 20 Jahre lang fortgesetzt worden, einschließlich der Flut an jüngsten „Berichten“ zur „Apartheid“-Lüge. Der von Europa finanzierten Organisationskampagne für Boykotte, die sich gegen israelische Universitäten und Firmen, Athleten und Kulturveranstaltungen richten, schließen sich oft Kirchengruppen mit klassisch antisemitischen Agenden unter dem Banner von BDS (Boykott, De-Investitionen und Sanktionen) an.

Der ständige Trommelschlag von Durban hat beträchtlich zu gewalttätigen, antisemitischen Angriffen weltweit beigetragen. Aktuelle Statistiken aus den USA, Großbritannien und europäischen Ländern heben den Hass heraus, der gegen Juden und jüdische oder israelische Ziele gerichtet ist.

Trotzdem bleibt das Durban-Rahmenwerk auf der ständigen UNO-Tagesordnung. Die als Durban IV bekannten eintägigen Veranstaltungen in der UNO-Vollversammlung wurden einberufen, damit offizielle Vertreter und angegliederte NGOs ihre Erfolge in diesem Krieg des Hasses feiern können. Positiv ist für sie zu sagen, dass Präsident Biden und die Führungspolitiker Kanadas, Großbritanniens und einer Reihe weiterer europäischer Regierungen die Teilnahme ab.

Aber der Antisemitismus und die Besessenheit mit Israel werden weitergehen, unter der Fassade der Menschenrechte. Heute, wie 2001, unterstützen viele, die behaupten im Namen der Moral und des Gesetzes zu sprechen, die Täter unmenschlicher Brutalität und löschen die Opfer von Terror und Ungerechtigkeit aus. Das ist 20 Jahre danach das Vermächtnis von Durban.