Internationale NGOs: der neue Feudalismus

Seit 1960 ist eine neue feudal-koloniale Elite aufgestiegen. Sie war erstmals durch fehlende Bildung in den neuen Staaten notwendig geworden, die in Asien und Afrika geboren wurden.

Seth J. Frantzman, The Jerusalem Post, 27. November 2016

Werden Kinder in Haiti befähigt oder in permanenter Verarmung gehalten?
(Foto: REUTERS)

Vor kurzem ging ein Mann namens Sherzad Mosa in Erbil, der Hauptstadt der Kurdenregion im Irak, in eine Bar und war überrascht zu hören, dass eine Frau sie als „NGO-Bar“ beschrieb. Mosa wunderte sich auf Facebook, dass Hunderttausende Flüchtlinge in der Kurdenregion leben und „Kinder und Frauen“ leiden, während „200 NGOs mehr als 1.600 Ausländer haben, die für sie arbeiten, denen mehr als $10.000 im Monat gezahlt wird und die in den besten Hotels wohnen“. Andere kommentierten in seinem Thread, dass NGO-Mitarbeiter in brandneuen Fahrzeugen umherfahren und nur ein paar Stunden mit den Flüchtlingen verbringen und dann zurück in ihre Hotels fahren.

Was diese Männer gesehen hatten, war nur ein Bruchteil einer neuen Art von Feudalismus, an dem Regierungen, NGOs, internationale Organisationen und in geringerem Maß Medien und Akademiker beteiligt sind.

Den Versuch zu unternehmen das Ausmaß davon zu beziffern, ist wie die Parabel des Elefanten im Raum.

Jeder streift einen Teil des feudalen Imperiums, ist aber nicht in der Lage das Ganze zu sehen.

Als ich in den Palästinensergebieten arbeitete, liefen mir im Verlauf der Jahre diese Art NGO-Mitarbeiter und Mitglieder der UNO und EU-Regierungspersonal über den Weg. Ihre SUV-Flotten füllten die Sraßen und ihre Arbeiter verdienten das Zehnfache der örtlichen Löhne. Wenn sie unter sich waren, witzelten sie über die Arbeit, die sie machten. Ein Deutscher, der an Themen zu palästinensischen Wahlen arbeitete, gab zu, dass das ein Geldsegen ist. Es würde nie Wahlen geben, sagte er: „Aber ich verdiene hier gutes Geld und bekomme etwas für meinen Lebenslauf.“ Ein Mann, den wir trafen und der einen Abschluss in Politikwissenschaften hatte, war irgendwie zu einem „Sicherheitsexperten“ einer internationalen Organisation geworden, erstellte „Einschätzungen“ zu Bedrohungen im Gazastreifen. Organisationen wie die „Temporary International Presence in Hebron“ (TIPH – Vorübergehende Internationalen Präsenz in Hebron) ist nicht vorübergehend; sie besteht seit Jahrzehnten und zahlt Gehälter an Europäer, die ihre Wochenende, wie ihre Fahrzeuge beweisen, damit verbringen sich in Lokalen in Jerusalem oder Tel Aviv zu vergnügen. Die neuen Kolonisten bezeichnen sich selbst als „Internationale“.

Der alte Kolonialismus, der bis zu den 1960-er Jahren größtenteils sein Ende fand, war seinem Wesen nach ausbeuterisch und diktatorisch. Er ersetzte örtliche Eliten durch Eroberung mit Kolonialoffizieren und parasitären Klassen an Europäern, die in Herrenhäusern lebten und einen Lebensstandard genossen, der für die kolonisierten Völker unerreichbar war. Das ist in jeder Beschreibung des Lebens im britischen Raj oder französischen Indochina erkennbar.

Aber seit 1960 ist eine neue feudalartige Kolonialelite aufgekommen. Anfangs war sie durch fehlende Bildung in den neuen Staaten erforderlich, die in Asien und Afrika entstanden. In einer ironischen Wendung wurde genau die Bildung, die die kolonialen Imperien den Einheimischen verweigert hatten, der Daseinsgrund für zumeist Westler, die an Ort in Afrika oder Asien zurückkehrten, um die Lücken zu füllen, Infrastrukturprojekte zu leiten oder Schulen zu bauen und Bildung zu schaffen. Ein Kolonialismus wurde durch einen anderen ersetzt, der von einem scheinbar gutartiger Art war. Nach fast 55 Jahren davon ist es wichtig die Frage zu stellen, was es bedeutet, wenn die örtlichen Eliten aus UNO-Organisationen, NGOs und anderen bestehen, die mit westlichen, zumeist weißen Eliten aus Europa und Nordamerika besetzt sind.

Läge das Interesse bei Bildung, dann sollte man erwarten, dass an Orten wie Afrika ein Prozess der Indigenisierung erwarten, bei den hochrangige Stellen und gut bezahlte Posten nicht von Außenstehenden besetzt sind, sondern von zunehmend ausgebildeten Einheimischen. Doch wir sehen das nicht. An Orten wie Haiti sehen wir Generationen von NGOs, die aus Haiti Kommenden exorbitante Gehälter zahlen, um örtlichen Menschen zu helfen. Faktisch ist das, was passiert ist, die Schaffung eines neuen Kolonialreichs, personell besetzt von derselben Oberklasse an Westlern, die früher die hohen Ränge der Kolonialverwaltungen besetzten.

„Für das Imperium arbeiten“ ist mit „bekomme einen Job bei einer NGO“ ersetzt worden.

Das könnte man „gemeinnützig“ nennen, aber sind große Profite involviert. Der „Dritten Welt“ zu helfen ist nicht die selbstlose Aufgabe, die es zu sein scheint, sondern ein Schlüsselteil eines Systems, das sich dazu entwickelt hat Gehälter von Spendern an die Kollegen zu verschieben. Im Wesentlichen bleibt fast alles für Projekte in der Dritten Welt ausgegebene Geld in der Ersten Welt. Es gibt keinen Transfer von Reichtum in den globalen Süden, sondern es gibt Gehälter, die Europa beginnen und in Europa bleiben.

Eine Fallstudie über internationale NGOs von Bill Morton zu Entwicklungskooperation, in der er internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) analysierte, stellte fest: „Sie liefern mehr und mehr Hilfe an Entwicklungsländer als je zuvor.“ Sie haben „Erträge, die zusammen 2011 mehr als $11,7 Milliarden ausmachten, 40 Prozent mehr als 2005. NGOs repräsentieren eine führende Präsenz in vielen sich entwickelnden Ländern.“

Sie sind ein „zunehmend einflussreicher Faktor bei politischen Prozessen und in der weltweiten Führung von Hilfe“. 2011 hatten nach Angaben der Studie Organisationen wie Save the Children ein massives Einkommen von $1,4 Milliarden, während World Vision International $2,79 Milliarden erhielt und Ärzte ohne Grenzen (MSF – Medecins Sans Frontieres) $1,24 Milliarden zur Verfügung hatte.

MSF zum Beispiel liefert Informationen zu seinen lokalen Budgets für einzelne Länder.

2012 sagte die Organisation, dass sie in Guatemala 23 Mitarbeiter hatte, von denen 20 vor Ort angestellt wurden und drei Internationale waren. Dieselbe Seite sagt, dss sie 437.000 Euro an die 20 Örtlichen und 159.000 an die 3 Internationalen zahlte.

Ein Bericht im Telegraph stellte fest, dass leitende Angestellte der größten Wohlfahrtsorganisation Großbritanniens mehr Gehalt erhielten als der Premierminister.

„Sechsstellige Gehälter bei Großbritanniens 14 führenden Auslandshilfs-Organisationen sind im Verlauf der letzten drei Jahre um fast 60 Prozent gestiegen“, heißt es in dem Bericht. Man fand heraus, dass diese Leiter von „gemeinnützigen Organisationen“, darunter Save the Children, mehr als $200.000 im Jahr verdienen.

Wenn echte Löhne für Durchschnittsmenschen in einem Großteil der Welt stagnieren (die Löhne in Großbritannien sanken von 2009 bis 2014 nach Angaben von Business Insider um 2%), warum erhalten dann NGOs und ihre internationalen Angestellten – was zumeist Westler bedeutet –  mehr als je zuvor, höhere Gehälter als je zuvor? Das stille Ergebnis ist die Schaffung einer neuen Feudalklasse gewesen. Die Welt der NGOs ist sehr undurchsichtig, oft nicht gebunden an übliche Regeln zu Einstellungsverfahren und Vetternwirtschaft. Diese Organisationen haben wenig treuhänderische Verantwortung und Antidiskriminierungsregeln gelten für sie oft nicht auf dieselbe Weise wie es in der Geschäftswelt der Fall ist.

Die Spender aus dem Ausland haben riesigen Einfluss auf kleine, arme Länder. Es liegt in ihren Interesse Länder von ihrer Hilfe abhängig zu machen, als Krücke und um Grunddienstleistungen an sie auszulagern. Ein Artikel auf TheDiplomat.com zu Kambodscha schloss: „Die Bereitschaft von NGOs für die Regierung in Bereichen zu übernehmen, wo die Politik immer noch schwach ist, schafft die erste Wahl von Kambodschas Besten und Klügsten das Risiko, dass die Fähigkeiten der Regierung selbst kompromittiert wird.“ Je mehr „Kunden“ eine Hilfsorganisation lokal hat, desto mehr kann sie Zuhause Geld einfordern, desto mehr Internationale kann sie einstellen.

Würden wir die Internationalen testen, die hohe Gehälter von NGOs beziehen, würden wir feststellen, dass die meisten aus den wohlhabendsten Klassen des Westens kommen. Sie haben enge Beziehungen zu denselben Regierungsministerien, die sie finanzieren. Sie nutzen Gelder von Steuerzahlern als Vermögenstransfer an die Wohlhabendsten.

Arbeit in „Entwicklungshilfe“ ist hilft Punkte für den Lebenslauf aufzubauen, um an anderen Stellen in Regierungsdiensten zu arbeiten oder umgekehrt. Das Interesse dieser Feudalklasse besteht darin die Größe dieser Budgets immer weiter auszubauen, innerhalb wie außerhalb der Regierung.

Ein globaler Süden ohne die Notwendigkeit sich auf Hilfe und Wohltätigkeit zu verlassen, würde einen gewaltigen finanziellen Verlust für eine große Anzahl betuchter Bürokraten und ihre Kinder darstellen, deren Abschluss an prestigeträchtigen Privatschulen ihnen ein Gleis in die Berufstätigkeit garantiert.

Auf der Ebene der Elite gibt es ein erstaunliches Fehlen an Vielfalt. Die Netzwerke, die die Kolonialzeit dominierten, herrschen heute noch vor; dieselben Namen, dieselben Familien. Soziale Mobilität, die in einigen Berufen eingesickert ist, hat im „öffentlichen“ wie im „gemeinnützigen“ Sektor nicht zugenommen. Wir können die Art sehen, auf die diese Feudalklasse sich über ihre Selbstdefinition im Ausland mit „nur NGO“-Bars, -Hotels und –Clubs abgeschottet hat.

Wie sieht der Unterschied zu alten „nur Europäer“ oder „nur Weiße“-Gesellschaften des 19. Jahrhunderts aus? Wenn man mit der dauerhaften Verarmung von Menschen Geld verdienen kann, dann gibt es keinen Ansporn Grund diese zu lindern. Die übermäßigen Lobreden auf Fidel Castro übers Wochenende, die Bewunderung für seine Verelendung Kubas, so dass Einheimische nur $20 im Monat verdienen können, kommt aus derselben westlichen Clique, die zunehmend von der Armut und Not der Dritten Welt lebt. Nach Angaben der Weltbank wurden 2014 $160 Milliarden für Auslandshilfe ausgegeben (2000 waren es $50 Milliarden) und die Summe stiegt jedes Jahr, ohne Beweise für Nachhaltigkeit oder Wachstum in den Empfängerländern. „Auslandshilfe schient nachteilige Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum in Entwicklungsländern zu haben“, war eine der Schlussfolgerungen eines Aufsatzes, der die Wirtschaften von Entwicklungsländern im Zeitraum von 1986 bis 2007 untersuchte („The effect of foreign aid on economic growth in developing countries“ von E.M. Elanayake und Dasha Chatrna).

Haiti ist ein Paradebeispiel. Es gibt 10.000 NGOs, die in Haiti 80% der Regierungsdienste bereitstellen. NPR und ProPublica deckten auf, dass das Rote Kreuz $200.000 für Gehälter für im Ausland Lebende vorhält, während der ranghöchste haitische Ingenieur $42.000 für ein Projekt erhielt. Nathalie Baptiste, die einen Artikel zu dem Thema schrieb, argumentierte, dass „Nichtregierungsorganisationen mit örtlichen haitianischen Gruppen Partnerschaften bilden sollten, was zu wirklich nachhaltiger Entwicklung führen wird“.

Länder hätten versuchen können diesen Prozess der Abhängigkeit von einem neuen Feudalismus zu verlangsamen, indem sie verlangen, dass einheimische Arbeitskräfte nicht nur eine Mehrheit der Beschäftigten stellen müssen, sondern auch gleiche Löhne erhalten. Spenderländer könnten den Prozess des Eingrabens dieser Elite reduzieren, indem sie dieselbe Vielfalt und Fördermaßnahmen in NGOs fordern, die in anderen Bereichen der Gesellschaft gefordert werden.

Das Problem ist: Wenn man sich diese Welt der reichen im Ausland Lebenden und die mit ihnen verbundenen NGOs und Regierungen, ihre raffinierten Public Relations, zunehmenden Budgets, in die Höhe schießende Entlohnung und gefälligen Medien und Akademiker als eine Form des Neofeudalismus betrachtet, kann erkennt man, dass es nicht um „Partnerschaften“ geht. Es geht um Kolonialismus.

Fast 60 Jahre nachdem er endete, ist er wieder da.

Ironischerweise sind die, die in behaupten gegen Imperialismus zu sein und Castro bewundern, die größten Erben seines Vermächtnisses.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (20.-26. November 2016)

Sonntag, 20.11.2016:

Auf einer Parade in der Altstadt von Jerusalem wurde am Freitag Hamas-Flaggen gezeigt. Die Polizei konnte zwei Personen festnehmen.

Die Polizei von Jerusalem gab die Festnahme zweier arabischer Jugendlicher aus Jerusalem bekannt; die beiden hatten auf Facebook zu Gewalttaten aufgerufen. In dem Zusammenhang wurde auch ein 32-jähriger Araber festgenommen.

Montag, 21.11.2016:

Die Untersuchungshaft eines PA-Journalisten, dem Mitgliedschaft in der PFLP vorgeworfen wird, wurde erneut verlängert. Er wurde am 23. April festgenommen.

Heckmeck:
– Frankreich wird den geplanten „Friedensgipfel“ verschieben, vielleicht sogar absagen. Grund ist die US-Präsidentenwahl und die Signale, die aus den USA kommen.

Dienstag, 22.11.2016:

PA-TV lehrt Kinder: Israel und die USA ermordeten Arafat, „weil er bis zum letzten Atemzug die Kinder seines Volks verteidigte, im Krieg wie im Frieden, diplomatisch und mit dem Gewehr.“

Mittwoch, 23.11.2016:

Ein Kleriker der Al-Aqsa-Moschee sagt die Muslime sollten sich in Pakistan Atomwaffen besorgen und damit Israel vernichten.

Angesichts mehrerer, teilweise recht großer Brände, bei denen sogar Feuerbekämpfungsflugzeuge aus dem Ausland aushalfen, wird die Polizeipräsenz im öffentlichen Raum verstärkt, um Brandstiftungen zu verhindern.

Donnerstag, 24.11.2016:

In Israel gibt es eine ganze Menge, teilweise sehr heftiger und großer Flächenbrände. Einige Staaten haben schon ihre Flugzeuge zur Feuerbekämpfung nach Israel geschickt. In Haifa wurden ganze Stadtviertel evakuiert, auch einige jüdische Orte in Judäa und Samaria sowie Um el-Fahm im Norden Israels wurden geräumt. Mindestens die Hälfte der Brände scheinen durch Brandstiftung entstanden zu sein. Palästinenser und weitere Araber feiern in sozialen Medien die Brände mit dem Hashtag „Israelisburning“ (Israel brennt). U.a. wird auch behauptet, dass sei göttliche Vergeltung dafür, dass ein Gesetz beschlossen werden soll, mit dem die Lautstärke von muslimischen Gebetsrufen über Lautsprecher heruntergefahren würde.

WAFA (die regelmäßig lügende PA-Nachrichtenagentur) behauptet „israelische Siedler“ aus Yitzhar bei Nablus/Schechem hätten Brände gelegt und die Brände gefeiert.

Die Polizei nahm 2 Araber fest, die unter Verdacht stehen Anfang des Monats israelische Autofahrer an der Altstadt angegriffen zu haben.

Heckmeck:
– Die PA stellt wieder Vorbedingungen: Gespräche gibt es nur, wenn Netanyahu allen „Siedlungsbau“ einstellt und die französische Friedensinitiative annimmt.

Anmerkungen zu den Bränden:
Barry Shaw: Fernsehsender im Ausland berichten, die in Israel tobenden Brände wurden vom Wetter verursacht.
Bitte sagt ihnen, dass Jordanien, der Libanon und Ägypten dasselbe Wetter haben und dort keine Brände an verschiedenen Stellen gleichzeitig ausbrechen.
Bedeutender ist: Diese Brände brachen nicht in von palästinensischen Arabern besetzten Gebieten aus. Diese Brände wurden nicht von der Natur oder durch Nachlässigkeit verursacht.
Paula R. Stern: 60.000 – inzwischen mehr als 75.000 Menschen wurden wegen MEHR ALS 300 Fällen von Brandstiftung aus ihren Heimen in Israel evakuiert… TERRORISMUS gegen das Land und das Volk Israel.
Haifa und die Universität wurden geschlossen. Feuer brennen hier seit drei Tagen … Dutzende Häuser und Wohnungen sind zerstört worden.
Zwei Tankstellen sind in Reichweite von Feuern.
Bisher sind mehr als 50% dieser Feuer sind BESTÄTIGTE Brandstiftung … Terror – in den letzten drei Tagen mehr als DREIHUNDERT Terroranschläge in Israel.

Die PA hat nach Aussage von Benjamin Netanyahu Hilfe bei der Bekämpfung der Brände angeboten. YNet berichtet, dass 4 Feuerwehrwagen der PA in Haifa helfen.

Freitag, 25.11.2016:

Die jüdische Fünfte Kolonne: Der Mitgründer von Peace Now, Prof. Avraham Goldblum, postete auf seiner Facebook-Seite, dass Premierminister Netanyahu hinter den Brandstiftungen steckt, weil er von eigenen Skandalen ablenken wolle.

Samstag, 26.11.2016:

Heute waren 29 Löschflugzeuge in Israel aktiv; sie kommen auch aus mehreren anderen Ländern, weil Israel gar nicht so viele Flugzeuge hat. 39 Personen wurden bisher wegen Verdacht auf Brandstiftung festgenommen.

Christliche „Friedensstifter“ wirbt für Judenhass im gelobten Land

Dexter Van Zike, American Thinker, 11. November 2016

Yusef Daher, Geschäftsführer des Jerusalem Interchurch Center (Foto: Facebook)

Die meisten Menschen begreifen, dass eine Karikatur mit einem hakennasigen Juden zu werben, der von einem gekreuzigten Jesus getreten wird, etwas ist, das niemand tun sollte. Aber einer, der das Memo nicht bekam, ist Yusef Daher, der Geschäftsführer des Jerusalem Interchurch Center (JICC), einer christlichen, „Frieden stiftenden“ Institution mit Sitz in der Heiligen Stadt.

Daher, der offenbar auch als Touristenführer im Heiligen Land arbeitet, postete die Karikatur im Januar 2016 als sein Facebook-Titelfoto. Das Bild zeigt Jesus, der einen hakennasigen israelischen Soldaten (der natürlich eine Kippa trägt), während er gleichzeitig glückselig ein junges, wahrscheinlich palästinensisches Kind anstarrt, das respektvoll mit gesenktem Kopf und den Hände auf dem Rücken am Fuß des Kreuzes steht.

Das ist nicht das einzige Mal, dass Daher die Kreuzigung Jesu‘ beschwor, um Israel zu dämonisieren. In einem Anfang November 2016 veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Zwischen Balfour und Pontius Pilatus“ verkündete Daher, die Palästinenser sein als Ergebnis der Gründung Israels und der Forderung der internationalen Gemeinschaft nach einer Zweistaatenlösung gekreuzigt wurden. In genau diesem Artikel erklärte er, dass „die Torah nicht auf Liebe und echter Gerechtigkeit gründet“.

Dahers Verwendung des Kreuzes zur Dämonisierung Israels erinnert leider an die von Reverend Dr. Naim Ateek dargebotene Botschaft. Ateek ist ein berüchtigter Antizionist, der während der zweiten Intifada erklärte: „Das Kreuzigungssystem der israelischen Regierung agiert täglich. Palästina ist der Ort des Schädels geworden.“

Natürlich ist das auf Dahers Facebook-Seite gepostete Bild antisemitisch, aber es ist auch eine Entweihung des christlichen Glaubens. Jesus bot Worte der Vergebung, als er am Kreuz hing und forderte seine Jünger auf sich um einander zu kümmern. Zu keinem Zeitpunkt wird Jesus in den Evangelien als jemand beschrieben, der eine Hand (oder einen Fuß) in Wut gegen jemanden hob.

Dennoch bleibt das Bild zum Zeitpunkt, da dies geschrieben wird, weiter öffentlich sichtbar auf Dahers Facebook-Seite, zusammen mit einer Reihe weiterer beunruhigender Bilder, die palästinensische Gewalt und Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat zu verherrlichen scheinen.

Beispielsweise zeigt ein Bild (am 25. Oktober 2015 auf Dahers Facebook-Seit gepostet) der Palästinenserflagge, die Israel, die Westbank und den Gazastreifen bedeckt. Logischerweise weist das Unterstützung der Vernichtung des jüdischen Staates und seine Ersetzung durch einen Palästinenserstaat hin. Dass ein sogenannter christlicher „Friedensstifter“ solche einen Aufruf unterstützt ist unfassbar, aber das hat Daher getan.

Ein weiteres, am 15. Oktober 2015 auf Dahers Facebook-Seite gepostetes Bild zeigt palästinensische Männer, die Keffiyehs tragen, um ihre Gesichter zu verbergen, während sie eine Steinschleuder handhaben, bereit eine Art Ziegel oder Stein zu schleudern. Es gibt keine das Bild begleitenden Kommentare, aber offensichtlich glaubt Daher, diese Art von Verhalten sei lobenswert.

Sind nicht genug Menschen als Ergebnis der Konfrontationen zwischen palästinensischen Steinewerfern und israelischen Soldaten gestorben? Hat das Heilige Land nicht genug Konflikt erlebt, dass Daher solche Verhalten verurteilt – statt es zu vergöttern? Offenbar nicht.

Was dies alles noch schockierender macht: Das JICC, wo Daher arbeitet, wird vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK, auch „Weltkirchenrat“) und dem Middle East Council of Churches (MECC) unterstützt, zwei Institutionen, die mit der Förderung des christlichen Evangeliums und der Sache des Friedens im Nahen Osten beauftragt ist.

Werden der ORK und der MECC einschreiten und Daher anweisen die Bilder aus dem Internet zu entfernen und sich für seine üble Polemik gegen Israel zu entschuldigen? Oder werden diese Institutionen nichts tun und dem Geschäftsführer des Jerusalem Church Center gestatten weiterhin in einer bereits angespannten Umgebung für Hass und Verachtung zu werben?

Nissans Notes and Quotes Corner: Peace Now und Hetze

Nissan Ratzlav-Katz, 31. August 2008

Unsere Hana Levi Julian berichtete letzte Woche: “Peace Now-Kopf zieht wegen Sabbat-Botschaft von Rabbi in den Krieg“. Es scheint so, dass Peace-Now-Generalsekretär Yariv Oppenheimer plant dem Generalstaatsanwalt eine Petition vorzulegen, in der verlangt wird, dass gegen Rabbi Yisrael Rosen Klage wegen „Hezte und Aufruf zu Mord“ erhoben wird. Der Rabbi bezeichnete Mitglieder von Peace Now als „Informanten“, die in einem auf der Torah gründenden Rechtssystem durchaus der Todesstrafe unterworfen werden könnten.

Abgesehen von der Frage der freien Meinungsäußerung, dem Recht Meinungen zu theoretischen Rechtsfragen anzubieten und dem Gesetz des Staates Israel, das für „Handlungen, die dazu vorgesehen sind Territorium aus der Staatsgewalt des Staates Israel zu entfernen“ die Totdesstrafe verlangt – abgesehen von all dem, gibt es noch Folgendes:

Der bekannte Schriftsteller Amoz Oz, einer der Gründer von Peace Now, schrieb: „Die Siedlungsbewegung ist „eine messianische Junta, isoliert und grausam, ein Haufen bewaffneter Gangster, Kriminelle gegen die Menschlichkeit, Sadisten, Pogromisten und Mörder, die aus einer dunklen Ecke des Judentums kamen… aus den Kellern der Bestialität und Verunglimpfung… um eine durstige und geistesgestörte Anbetung blutiger Herrschaft zu verursachen.“ (8. Juni 1989, Yediot Aharonot, auf Grundlage der Rede von Oz am Vorabend vor einer Menge von Peace Now-Demonstranten in Tel Aviv)

Prof. Zeev Sternhal forderte Panzer, um die jüdische Stadt Ofra zu zermalmen – als Teil eines Bürgerkriegs, der von Kräften der Antisiedlerbewegung begonnen würde (Maariv, 1988).

Wir können schlecht Peace Now für Sternhals Schwachsinn verantwortlich machen, aber ein weitere Peace Now-Veteran, der Künstler Yigal Tumarkin, sagte zu Sternhals Vorschlag: „Mein wahrer Beitrag wäre mir eine Maschinenpistole zu greifen, statt einen Füller und Bleistift, und sie zu töten.“ (Hadashot, 28. September 1988)

Ich nehme mal an, mit “sie” meint Tumarkin nicht Sternhal und seine Helfer.

Dann gibt es da noch die prominente Peace Now-Aktivistin und Knessetmitglied für die Meretz-Partei, Naomi Chazan. Auf einem Trefen der Humanist Judaism Federation im Jahr 1992 sagte sie: „Nur wenn wir Erfolg damit haben diese furchtbar schlimme Sache loszuwerden, die Übernahme unseres Lebens durch die schwarzen Teufel, können wir alles Gute im Staat aufziehen.“

Ich nehme mal an, dass sie mit „schwarze Teufel“ nicht die schwarz gekleideten Richter des Obersten Gerichtshofs meinte.

Und bis Ariel Sharon ein Auftragnehmer für einen Teil der Politik von Peace Now wurde, nannte man ihn wegen seiner Rolle als Verteidigungsminister in der Leitung des „Frieden für Galiläa“-Kriegs im Libanon 1982 einen Mörder.

Es möge mir fern liegen über Beschimpfungen zu jammern (anders als unsere Freunde bei MEND), aber vielleicht ist die neueste Drohung von Peace Now mit einer Klage einer der Fälle, wo der Topf den Tiegel „schwarzer Teufel“ nennt.

 

Nissans Notes and Quotes Corner: Die Brunnen vergiften

Nissan Ratzlav-Katz, 4. Juli 2008

Hier ist wieder etwas aus der Grabbelkiste der Geschichte und wie sich das auf die derzeitigen Ereignisse auswirkt:

Im Januar 2003 berichtete WAM, die Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate, dass das in den Emiraten beheimatete Zayed Centre for Coordination and Follow-Up ein Buch mit dem Titel „Israel’s Water Security“ (Israels Wasser-Sicherheit) veröffentlichte; dieses „beschäftigte sich mit dem Konflikt, der aus den israelischen Plänen und expansionistischen Entwürfen aufkam“. Das Buch versucht „die Auswirkungen dieser Pläne auf die Sicherheit der Araber zu analysieren“, berichtete WAM.

Nach dem Vermerk, dass die Wassersicherheits-Politik Israels lediglich eine Tarnung für „expansionistische Pläne“ sei, stellt die Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate die Schlussfolgerung des Zayed Centre vor: „Israel leidet keine Wasserknappheit wie andere Länder in seiner Nachbarschaft. Es hofft lediglich das Problem zu eskalieren, um daraus Nutzen zu ziehen und seine Hegemonie und Kontrolle über die natürlichen Ressourcen, einschließlich des Wassers, in der Region zu rechtfertigen.“ Die einzige Antwort, schließt WAM in dieser Frage, ist „ein kollektives arabisches Handeln, um diesen Plänen entgegenzutreten.“

Was hat das mit 2008 zu tun? Ich frage mich, ob B’Tselem sich an diesem „kollektiven arabischen Handeln“ bewusst beteiligt oder nur zufällig. B’Tselem behauptete: „Der chronische Wassermangel ist zu einem großen Teil das Ergebnis der diskriminierenden Politik Israels bei der Verteilung der gemeinsamen Wasser-Ressourcen in der Westbank und den Grenzen, den Möglichkeiten der palästinensischen Autonomiebehörde zum Bohren von neuen Brunnen auferlegt.“

Es gab einmal die Verleumdung, dass die Juden die Brunnen vergifteten; heute besteht sie darin, dass die Juden die Brunnen verhindern.

Sagte ich „Verleumdung“?

Auf Israel National News wurde berichtet:

„Mekorot, die nationale Wasserversorgungsgesellschaft, stritt Vorwürfe der Gruppe B’Tselem ab, dass Israel eine diskriminierende Wasserpolitik gegenüber arabischen Dörfern in Judäa und Samaria betreibe. Die Firma berichtete, dass sie diesen Gegenden mehr Wasser zur Verfügung stellt als nach den Oslo-Vereinbarungen verlangt.

Mekorot sagte, es liefere 500 Millionen Kubikmeter pro Jahr in arabisch kontrollierte Gebiete von Judäa und Samaria, was 30 Prozent mehr ist als nach den derzeitigen Vereinbarungen verlangt ist. Das bedeutet, dass Israel 80 Prozent des von diesen arabisch kontrollierten Bereichen benötigten Wassers liefert. Die Nationale Wasserbehörde antwortete, dass Knappheiten in diesen Gegenden von der schlechten durch die PA gebauten Infrastruktur und örtlichen Wasserdieben herrührt.“

Und das während der Woche von Parshat Chukat, die die Rolle des Wassers für die Juden während ihres Zugs durch die Wüste Sinai betont.


Einige Informationen mehr zur Wasser-Lage in den Paläestinensergebieten findet sich auch (größtenteils auf Englisch; aber bitte in die Kommentare sehen) bei der Bloggerin Beer7: Hatte ich schon erwaehnt, dass wir ein Jahr der Duerre erleben?
In den Kommentaren wird auch auf einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema in einem weiteren Blog verwiesen, den man sich in Ruhe durchlesen sollte.

Die Lieferanten hasserfüllter Propaganda aufhalten

First One Through, 28. September 2016

Propaganda ist seit Jahrhunderten ein wichtiges Mittel der Kriegsanstrengungen gewesen. Heute gibt es einen wachsenden Konsens sich den für die Förderung von Terror genutzten Menschen und Maschinen entschlossen entgegenzustellen, genauso wie die Anstrengungen die Terroristen selbst auszumerzen.

Nazi-Deutschland

Nazi-Deutschland löschte vor und während des Zweiten Weltkriegs Millionen Zivilisten aus, die es als unerwünscht betrachtete. Historiker haben lange über die Gründe nachgedacht, warum so viele Deutsche und andere Europäer sich gegen ihre Mitbürger wandten und schrieben einiges der Erkenntnis einer effektiven Nazi-Propagandamaschinerie zu.

Während Adolf Hitler der Führer der Nazi-Partei war, die den Bemühungen zur Ermordung von Juden, Zigeunern und anderen anführte, was es sein Propaganda-Spezialist Joseph Goebbels, der die Anstrengungen anführte die Deutschen gegen die Juden zu sammeln, einschließlich Aktionen, um die Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg als Opfer erscheinen zu lassen und Juden als Untermenschen, die die Reinheit der Arier aushöhlen. Seine Darstellung der Juden in Werbung und Film half die Öffentlichkeit zu blenden und die Meinung gegen die Juden zu drehen.

Zitat: „Propaganda funktioniert am besten,
wenn die, die Manipuliert werden, sich sicher sind,
dass sie aus eigenem, freiem Willen handeln.“*

Heute gilt der Islamische Staat/ISISI als tödlichste Terrororganisation, die im Nahen Osten tausende tötet. Er hat viele Videos erstellt und veröffentlicht, die seine Barbarei zeigen, die er nutzt, um aus aller Welt Soldaten zu rekrutieren.

US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat ihre Sorge über die terroristische Bedrohung durch ISIS in mehreren Debatten geäußert, auch zu seiner Online-Propaganda:

Wir müssen auch bei der Online-Bekämpfung von ISIS einen besseren Job machen; dort rekrutieren sie, dort radikalisieren sie. Und ich glaube nicht, dass wir alles tun, was wir tun können. Wir müssen mit dem Silicon Valley zusammenarbeiten. Wir müssen mit unseren Experten in unserer Regierung zusammenarbeiten. Wir müssen stören, wir müssen es mit ihnen in der Arena der Ideen aufnehmen, die leider die Gemüter der anfälligen Menschen verschmutzen und einfangen. Wir müssen als diesen Krieg gegen ISIS aus der Luft, auf dem Boden und online, im Cyberspace führen. (7. September 2016)

Die Kommentare Clintons schienen wie ein Online-Kampf zu sein: ein Kampf im Internet gegen eine Online-Bedrohung.

Allerdings schienen ihre Kommentare während der Diskussion am 26. September 2016 Clinton ihre Drohung gegen diejenigen zu verstärken, die daran beteiligt sind die boshafte Propaganda zu erstellen:

Und ich würde auch alles Mögliche tun, um ihre Führung auszuschalten. Als ich Außenministerin war, war ich an einer Reihe Bemühungen beteiligt die Al-Qaida-Führung auszuschalten, darunter natürlich die Ausschaltung von Bin Laden. Und ich glaube, wir müssen auch Baghdadi nachstellen, das zu einem unserer Organisationsprinzipien machen. Denn wir müssen ISIS besiegen und wir müssen alles tun, was wir können, um ihre Online-Propagandabemühungen zu unterbrechen.

Diese Kommentare schienen Clintons Wunsch zu vermitteln diese ISIS-Mitglieder physisch anzugreifen, die die Propaganda produzieren. Sie verband die Tötung von Terroristen mit dem Online-Kampf. Das war eine wichtige Verschärfung des Kampfs gegen terroristische Propaganda durch eine Politikerin.

Zivilisten haben sich ihrerseits an die Gerichte gewandt, um die Verbreitung von Terrorpropaganda online zu blockieren. Im Januar 2016 gab es eine Klage gegen Twitter und im Juni 2016 wurden auch Facebook und Google wegen der Verbreitung von ISIS-Videos verklagt. Diese Seiten hatte nichts mit der Herstellung oder dem Einstellen der Videos zu tun, wurden aber angegriffen, weil sie die Propaganda nicht löschten, womit sie den bösartigen Botschaften ermöglichten weltweit verbreitet zu werden.

Die Aufstachelung zu Gewalt und Terror findet sich an vilen Orten über die sozialen Medien und den Irak hinaus.

Die palästinensischen Araber

Zwischen den ersten beiden Präsidenten-Debatten sprach Premierminister Benjamin Netanyahu vor der UNO-Vollversammlung. In seinen Anmerkungen stellte er die skandalöse Aufstachelung zu Gewalt und Antisemitismus fest, die in der palästinensisch-arabischen Gesellschaft verbreitet ist:

Hier haben wir jetzt die Tragödie, denn sehen Sie, die Palästinenser sind nicht nur in der Vergangenheit gefangen, ihre Führer vergiften die Zukunft.

Ich möchten, dass Sie sich einen Tag im Leben eines 13-jährigen palästinensischen Jungen vorstellen. Ich werde ihn Ali nennen. Ali wacht vor der Schule auf, er geht zum Training einer benannten Fußballmannschaft, die nach Dalal Mughrabi benannt ist, einer palästinensischen Terroristin, die für die Ermordung einer Busladung von 37 Israelis verantwortlich ist. In der Schule nimmt Ali an einer vom palästinensischen Bildungsministerium geförderten Veranstaltung teil, die Baha Alyan ehrt, die letztes Jahr drei israelische Zivilisten ermordete. Auf seinem Weg nach Huase sieht Ali eine turmhohen Statue, die erst vor ein paar Wochen von der palästinensischen Autonomie aufgestellt wurde, um Abu Sukar zu ehren, der eine Bombe im Zentrum von Jerusalem zündete und damit 15 Israelis tötete.

Wenn Ali nach Hause kommt, macht er das Fernsehen an und sieht ein Interview mit einem ranghohen Palästinenserbeamten, Jibril Rajub, der sagt, wenn er eine Atombombe htäte, würde er sie noch am selben Tag über Israel zünden. Dann macht Ali das Radio an und er hört Sultan Abu al-Einein, den Berater von Präsident Abbas, wie er die Palästinenser drängt, ich zitiere, „die Kehlen von Israelis aufzuschlitzen, wo immer ihr sie findet“. Ali sieht auf Facebook nach und sieht einen aktuellen Post von Präsident Abbas‘ Fatah-Partei, die das Massaker an 11 israelischen Athleten bei den Olympischen Spielen in München eine „Heldentat“ nennt. Auf YouTube sieht Ali eine Clip von Präsident Abbas höchstpersönlich, der sagt: „Wir heißen jeden Tropfen Blut willkommen, der in Jerusalem vergossen wird.“ Originalton.

Beim Abendessen fragt Ali seine Mutter, was geschehen würde, wenn er einen Juden tötet und in ein israelisches Gefängnis kommt. Sie sagt ihm dies: Sie sagt ihm, dass ihm monatlich Tausende Dollar von der palästinensischen Autonomiebehörde bezahlt werden. Sie sagt ihm sogar, je mehr Juden er tötet, desto mehr Geld bekommt er. Oh: Und wenn er aus dem Gefängnis kommt, würde Ali ein Arbeitsplatz bei der PA garantiert.

Meine Damen und Herren,
all das ist Wirklichkeit. Es geschieht jeden Tag, die ganze Zeit. Leider steht Ali für Hunderttausende palästinensischer Kinder, die jeden Moment, jede Stunde mit Hass indoktriniert werden.

Das ist Kindesmissbrauch.

Stellen Sie sich vor, Ihr Kind würde dieser Gehirnwäsche unterzogen. Stellen Sie sich vor, was nötig ist, damit ein Junge oder Mädchen aus dieser Kultur des Hasses ausbricht. Manche tun es, aber viel zu viele tun es nicht. Wie kann irgendjemand von uns erwarten, dass junge Palästinenser Frieden unterstützen, wenn ihre Führer ihre Gemüter gegen den Frieden vergiften?

„Wo immer ihr einen Israeli seht, schlitzt ihm die Kehle auf.“

In er palästinensischen Autonomiebehörde und einem Großteil der Gesellschaft ist terroristische Propaganda weit verbreitet.

Hat die Welt der Rede Netanyahus zugehört, seinen Äußerungen zu den Fakten und dass er den palästinensisch-arabischen Antisemitismus und ihre Propaganda offenlegte?

Nein. Sie plapperte das palästinensisch-arabische Argument von den Siedlungen nach: „Das Quartett betonte seine feste Opposition zur fortgesetzten Siedlungsaktivität, die ein Hindernis für den Frieden ist; es drückte seine tiefen Sorge aus, das die Forcierung des Siedlungsbaus und ihre Ausdehnung … die Durchführbarkeit der Zweistaatenlösung aushöhlt.“ Nichts darüber, dass arabische Propaganda ein Friedenshindernis ist.

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Hasserfüllte Propaganda führt direkt zu Gewalt und Terrorismus. Abhängig davon, wo diese Propaganda gepostet ist, kann sich diese Botschaft wie ein Flächenbrand weltweit ausbreiten.

In Teilen der Welt gibt es Führungspolitiker, die bereit sind anzutreten und gegen die giftige Verseuchung zu kämpfen. Leider nicht bei den Vereinten Nationen, wo deren Füher Ban Ki-moon aktiv propagiert, dass die Terrorgruppe Hamas Teil der Regierung der palästinensischen Autonomie werden soll.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass Menschen die Vereinten Nationen verklagen – so wie Menschen Facebook und Twitter verklagen – weil sie palästinensisch-arabischer, antisemitischer Propaganda eine Bühne geben.
* In den Zitatensammlungen im Internet habe ich das nur so gefunden:
Das ist das Geheimnis der Propaganda; den, den die Propaganda fassen will, ganz mit den Ideen der Propaganda zu durchtränken, ohne dass er überhaupt merkt, dass er durchtränkt wird.

Die belgische BDS-Verbindung entwirren

Gerald Steinberg, The Times of Israel (blogs), 21. September 2016

Am 9. September kam Brigitte Herremans am Ben-Gurion-Flughafen an; sie wollte eine „alternative Tour“ politischer Aktivisten leiten, wie sie das schon oft gemacht hatte. Aber diesmal wurde der höflich klingenden belgischen Aktivistin nicht das üblicherweise automatische Touristenvisum gegeben. Stattdessen, so berichtet sie selbst, wurde ihr die Einreise kurzerhand verweigert und sie zurückgeschickt.

Brigitte Herremans ist auf vielerlei Weise typisch für westeuropäische Führer von BDS- und Dämonisierungskampagnen. Ihr offizieller Titel lautet „Politische Beamtin für den Nahen Osten bei Broederlijk Delen (BD), was „brüderlich teilen“ bedeutet – eine einflussreiche und halboffizielle belgische, flämisch-katholische Hilfsorganisation. (Sie spielt eine ähnliche Rolle in einer weiteren katholischen NGO, Pax Christi.) BD behauptet Armut und Ungleichheit zu bekämpfen, indem man mit lokalen Organisationen zusammenarbeitet; sie ist allerdings von einer radikal politischen Agenda befleckt, zu der die intensive Dämonisierung Israels gehört. Aus dem von den belgischen Steuerzahlern zur Verfügung gestellten €6 Millionen gehen €264.000 an politische Projekte in „Israel/Palästina“, die nichts mit Hilfe zu tun haben. Das ist Herremans radikales Mini-Imperium.

Die unverhohlen antiisraelische Agenda und das Palästinenser zu Opfern machende Narrativ spiegelt die westeuropäische Norm, einschließlich starker christlich-theologischer Echos und einer gönnerhaften neokolonialen Beziehung zu den Palästinensern. BD erklärt auf seiner Internetseite: „Anders als das palästinensische Volk hat das israelische Volk mehr als 60 Jahre einen eigenen Staat, gegründet auf 78% des historischen Palästina“, ein Standard-Slogan, der die Geschichte der Kriege, des Terrorismus und des Hasses ausradiert. Herremans ist keine Terroristin – sie wiederholt die sanfte Form der Kriegsführung und in diesem Geist hielt BD im Mai 2016 eine Veranstaltung zu „Friedlicher Widerstand in Palästina und Israel“. „Widerstand“ ist das Ziel – nicht Frieden und Sicherheit auf Grundlage von gegenseitiger Anerkennung und Kompromiss.

Wie viele europäische politische Krieger begrüßt Herremans die Soft-Power-Angriffe von BDS und ihre Organisation nahm an „Trading Away Peace“ (2012) teil, einer wichtigen NGO-Kampagne, die bei der EU und einzelnen europäischen Regierungen Lobbyarbeit leisteten, um Wirtschaftssanktionen gegen Israel zu verhängen. Unter vielen anderen Beispielen schrieb Herremans 2013 einen Artikel, der der Nakba gedachte (der palästinensischen Version des Kriegs von 1948). Darüber hinaus trifft sich das von ihr betriebene (jedenfalls bis sie nach Hause geschickt wurde) „Alternative Tours/Political Tours“ ausschließlich mit Gruppen, die Israel dämonisieren und für den Konflikt komplett die „Besatzung“ seit 1967 verantwortlich machen. Israelis, einschließlich der Opfer palästinensischen Terrors, werden getilgt („unsichtbare andere“) und die Teilnehmer werden von jeglichem Kontakt zur Wirklichkeit abgeschirmt, die Fragen zum Narrativ aufwerfen könnte. Als Ergebnis kommen sie nach Hause und haben lediglich eine Seite gesehen und gehört und sind bereit an BDS-Kampagnen teilzunehmen und sie zu führen.

Parallel dazu füttert diese Agenda Hass auf Israel und Juden in Europa; sie wird durch Gelder radikaler NGOs unterstützt und verstärkt. Broederlijk Delen lässt €40.000 pro Jahr an Zochrot fließen, eine antizionistische Randgruppe, die für das sogenannte palästinensische „Rückkehrrecht“ als Teil eines „Einstaatensystem“ eintritt, die den Staat Israel eliminieren würde. Eine weitere NGO, die als „Defense vor Children International – Palestine“[1] bekannt ist, erhielt 2014 €40.000 – die für BDS und für eine hinterhältige Kampagne genutzt wurden, die danach strebt die Wahrnehmung Israels durch falsche oder völlig verzerrte Vorwürfe weiter zu vergiften, die Minderjährige involvieren (von denen viele für Terror und Gewalt ausgenutzt werden). Andere politische NGOs mit ähnlichen Agenden, darunter Breaking the Silence, Adalah und Gischa, erhalten Gelder von Broederlijk Delen.

Bei diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die israelischen Grenzbehörden Herremans nicht als Touristin betrachteten, sondern als radikale Führerin eines politischen Krieges und – wie es in anderen westlichen Demokratien üblich ist – ihr ein Visum verweigerten.

Bei ihrer Rückkehr nach Belgien lieferte Herremans sofort weitere Beweise ihrer tief sitzende Feindschaft. In einem Interview im flämischen Radio 1 am 12. September wiederholte Herremans ihre Unterstützung von „Sanktionen gegen Israel“ und forderte, dass israelische Bürger, die nach Belgien kommen (echte Touristen, keine Akivisten) „Befragungen“ unterzogen werden. Im selben Interview wurde sie nach Berichten gefragt, die einen Anstieg des Antisemitismus in Belgien zeigen; Herreman beschuldigte „Israels Verbündete“ den Grad an Antisemitismus „aufzublasen“, um „von seinem Umgang mit den Palästinensern abzulenken“. Dem Standarddrehbuch folgend wurde Herremans von Michael Freilich kritisiert, dem Chefredakteur der jüdischen Zeitung Joods Aktuel; und sie wurde von Emmanuel Stein verteidigt, einem Mitglied der linksextremen Gruppe Eine andere Jüdische Stimme; dieser schrieb ein Op-Ed in der Tageszeitung De Morgen, in dem er sagte, er „schäme sich zutiefst“ wegen Freilichs Worten.

Auf Facebook erklärte Herremans: „Ich hatte die Möglichkeit einer Abschiebung erahnt, da Israel seine Anstrengungen intensiviert Dissens und Menschenrechtsaktivismus in Palästina und Israel und im Ausland zu unterdrücken…“ Ihr Twitter-Konto was aktiv mit einer Serie von Angriffen auf die israelische Demokratie, was weiter ihren ständigen politischen Aktivismus demonstriert, der für den wirtschaftlichen Niedergang des Staates Israel befürwortet.

Sie postete zudem ein Bild der antizionistischen Randgruppe Naturei Karta, einer Gruppe, die oft als „koschere“ Bestätigung zur Werbung für die Dämonisierung Israels genutzt wird, während Kritik mit krassem Antisemitismus begegnet wird, begleitet von der Behauptung „In der jüdischen Gemeinschaft gibt es jede Menge Visionen von #Israel. Zivilisierte Unstimmigkeiten sind ein Segen.“

Der Fall Brigitte Herremans und Broederlijk Delen ist ein Beispiel für die Gefahren und Folgen davon radikalen Ideologen öffentliche Gelder anzuvertrauen, die dazu genutzt werden Konflikt und Hass zu schüren. Vielleicht wird Israels Weigerung sie die Fassade der Touristin zu benutzen, um für diese Kampagne zu werben, eine lange überfällige Veränderung auslösen, die erlaubt, dass die von belgischen Bürgern zur Verfügung gestellten Gelder für positive Ziele verwendet werden.

[1] Verteidigung von Kindern International-Palästina