Warum sorge ich mich nicht um die Palästinenser?

John Derbyshire, 9. Mai 2002

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine provozierende Stellungnahme, die nicht geteilt werden muss (die ich so auch nicht teile), die aber in ihrer Offenherzigkeit und Ehrlichkeit sicher einige sehr bedenkenswerte Punkte aufzählt, die man sich zu Herzen nehmen sollte.

 

Warum sorge ich mich nicht um die Palästinenser? Es ist natürlich falsch von mir, mich nicht zu kümmern. Es kann nicht gerade lustig sein, ein Palästinenser zu sein. Ihr oder eure Eltern oder eure Großeltern liefen im Krieg von 1948 um ihr Leben. Ihr – und/oder sie, daneben eine Generationen von Onkeln, Tanten, Geschwistern und Cousins – seid seitdem in verwahrlosten Flüchtlingslagern zusammengedrängt worden und lebt von Gaben der UNRWA. Es gibt keine Wirtschaft, die es wert ist, an ihr teilzuhaben. Eure Führer gewannen für euch in Oslo eine Art von stückweiser, halbherziger Autonomie, aber die funktionierte nicht, ihr wisst nicht genau, wieso. Nichts wurde wirklich besser und die Israelis haben sowieso alles zerschlagen. Die anderen Araber hassen euch (eine wenig bekannte Tatsache des politischen Lebens des Nahen Ostens, die aber von meinem Kollegen David Pryce-Jones bestätigt wurde, der die Araber besser kennt als jeder andere). Die Lage sieht schlecht aus und ihr seid in Verzweiflung versunken. Sollte ich mich nicht um euch sorgen?

Sicher, persönlich sympathisiere ich in diesem Konflikt mit Israel. Das ist mein Recht als frei denkender Mensch. Ich bin aber doch ein Christ, nicht wahr? Sollte ich nicht etwas christliches Erbarmen für die armen, leidenden Palästinenser haben? Fragen Sie nicht, wem die Stunde schlägt usw., usw.

Nun, ich denke, ich sollte das haben, aber um ehrlich zu sein: Ich habe das nicht. Warum nicht? Warum mache ich mir keine Sorgen um die Palästinenser? Die Antwort ist KEINE der folgenden:

* Ich dusche gerne mit Juden.
* Palästinenser haben dunkle Haut und ich bin Rassist.
* Mein ursprünglicher Name war Derbstein.
* Mein britisches Blut kocht vor Scham wegen des verlorenen Empire.
* Ich bin ihr Lakai oder versuche mich bei den Juden einzuschmeicheln, die die US-Medien beherrschen.
* Ich bin ein grausamer, hartherziger Frömmler.

Die Antwort ist auch nicht gerade Mitleidsmüdigkeit. Das kommt der Wahrheit aber recht nahe. Ich bin mir eines gewissen Anteils an Mitleidsmüdigkeit in Bezug auf die Welt als Ganzes bewusst und das überträgt sich auf die palästinensische Sache.

Neulich hatte ich die deprimierende Erfahrung, nacheinander Stephen Kotkins wunderbar betiteltes „Mülleimerstan“ in der New Republic vom 15. April und dann Helen Epsteins „Mosambik: Auf der Suche nach der versteckten Ursache von AIDS“ in der New York Review of Books am 9. Mai zu lesen. Der erste Artikel war ein langer, verschachtelter Überblick über sechs Bücher zu den Schicksalen verschiedener Teilstücke der ehemaligen UdSSR in den Jahren seit diese zerfiel. Der zweite versucht zu entdecken, warum eine verschlafene, ländliche Region in Mosambik, die von einem freundlichen Völkchen bewohnt wird, das traditionell lebt, eine so hohe Rate an AIDS-Fällen hat.

Kotkins Überblick über die ehemaligen sowjetischen Kolonien – die Ukraine, Moldawien, die zentralasiatischen und kaukasischen Republiken usw. – ist haarsträubend. Grundsätzliche Merkmale der Landschaft dort sind schlimmster wirtschaftlicher Zusammenbruch, „bandenartige Gewalt unter den Staatsministern“, steigender Islam-Faschismus und die Flucht großer Teile der Bevölkerung. (Ein Drittel der arbeitsfähigen Bevölkerung von Moldawien ist geflohen. Ich habe gerade einen anderen Bericht über dieses unglückliche Land gelesen. Ein beispielhaftes Zitat: „Experten schätzen, dass seit dem Zerfall der Sowjetunion zwischen 200.000 und 400.000 Frauen in die Prostitution verkauft worden sind – vielleicht bis zu zehn Prozent der Bevölkerung.“) Kotkin schreibt wunderbar über diese entsetzliche Lage, die sich über die gesamten südlichen und westlichen Sümpfe der alte UdSSR erstreckt und beleuchtet seinen Bericht mit bemerkenswerten Einzeilern wie: „Die Ukraine hat ihren Staat bekommen und isst ihn auch auf.“

Helen Epsteins Stück über Mosambik erzählt von genauso schlimmen Zuständen. Das grundlegende Problem, entdeckte sie, ist dieses: „Diese Menschen sind so arm…, dass Sex Teil ihrer Wirtschaft geworden ist. In einigen Fällen ist er praktisch die einzige Währung, über die sie verfügen.“ Die Männer sind Monate lang weg um in den südafrikanischen Minen zu arbeiten – wo sie sich, natürlich, mit Prostituierten trösten. Die zurückgelassenen Frauen überleben so gut es geht – oft, indem sie die Geliebte eines der wenigen Männer vor Ort werden, die sich das leisten können. Warum sind sie alle so arm? Weil Mosambik von Korruption, Stammeskriegen und dummer Wirtschaftspolitik zugrundegerichtet worden ist.

Was für eine Welt! Man kann nur eine bestimmte Menge dieses Zeugs lesen, bevor man sich abzuwenden beginnt. Was in aller Welt kann jemand deswegen zu unternehmen hoffen? All die einfachen Erklärungen für die Schrecken, die einen großen Teil unseres Planeten beflecken, sind verbraucht worden. Wir wissen jetzt, dass es weder der Fehler der Kolonisation ist, noch des Neokolonialismus oder des Kapitalismus oder des Sozialismus. Es liegt einfach daran, wie diese Orte sind. Sie können mit der Moderne aus irgendeinem kulturellen Grund nicht umgehen, den wir nicht verstehen und mit dem wir nicht umgehen können.

Das ist der Zusammenhang, in dem ich die Palästinenser sehe. Die Palästinenser sind Araber und die Araber, was auch immer sie an mittelalterlichen Leistungen vollbracht haben (soweit ich das beurteilen kann, bestanden diese Errungenschaften hauptsächlich aus einem Weitergeben – „arabische“ Ziffern z.B. kommen aus Indien), sind politisch hoffnungslose Fälle. Wer kann das widerlegen? Schauen Sie sich die letzten gut 50 Jahre an, seit die Kolonialmächte abzogen. Was haben die Araber erreicht? Was haben sie aufgebaut? Wo in der arabischen Welt gibt es die Spur oder einen Funken von Demokratie? Von einer Verfassung? Von Gesetzen, die unabhängig von den Launen des Herrschers sind? Frei von Nachforschungen? Von öffentlicher Diskussion? Wo in unserem Haushalt gibt es einen Gegenstand, auf dem „Made in Syria“ steht? Araber können individuell sehr charmant und fähig sein und in freien Gesellschaften wie den USA gute Leistungen bringen. Es gibt mindestens zwei Nobelpreise der jüngeren Vergangenheit, die mit arabischen Namen verbunden sind. Kollektiv aber, als Nationen, sind die Araber ohne Hoffnung.

All das trifft auf die Palästinenser zu. Ich habe einige meiner prägenden Jahre in Hong Kong verbracht – einem öden Felsen mit Null natürlichen Ressourcen, unter fremder Besatzung, bis an den Rand gefüllt mit Flüchtlingen vor der Mao-Tyrannei. Die Menschen dort logierten nicht in UNRWA-Lagern oder machten Selbstmord-Abstecher zur Villa des Gouverneurs. Sie handelten, bauten, spekulierten, stellten Dinge her, arbeiteten – mit dem Ergebnis, dass Hong Kong heute eine glitzernde, moderne Stadt ist, gefüllt mit gut angezogenen, gut ausgebildeten, gut genährten Menschen, die stolz auf das sind, was sie gemeinsam erreicht haben und mit einem höheren Lebensstandard als die Briten ihn haben. Wenn, nach den Oslo-Vereinbarungen – oder auch in den 20 Jahren der jordanischen Besatzung – die Palästinenser diesen Weg eingeschlagen hätten, ihre Fantasien von Rache und Massaker beiseitegeschoben hätten und sich statt dessen auf den Aufbau von etwas konzentriert hätten, das es Wert ist, es zu haben, dann könnte ich Respekt vor ihnen haben. So, wie es ist, habe ich den nicht.

Das einzig halbwegs Sympathische, das ich über die Palästinensern sagen kann, ist, dass die UNRWA mit Sicherheit ein Teil des Problems gewesen ist. Wenn man auf die Internetseite der UNRWA geht, wird man erkennen, wie stolz sie sind, die palästinensischen Flüchtlinge seit 1948 mit Lebensmitteln versorgt, sie eingekleidet, ihnen ein Dach über dem Kopf, sie ausgebildet und versorgt zu haben… dann ihre Kinder… und ihre Enkelkinder. Die Zahl der Menschen, für die die UNRWA sorgt, ist von 600.000 im Jahre 1948 auf heute fast 4 Millionen angestiegen. Wie ich das verstehe, ist der Hauptimpuls einer Bürokratie und besonders einer Wohlfahrts-Bürokratie die Konsolidierung und Ausdehnung ihres Geltungsbereichs sowie eine ständiger Anstieg der Zahl ihrer „Kunden“; aber das ist unsinnig. Die guten Menschen von Hong Kong sollten jeden Abend auf Knien ihrem Gott danken, dass es in der Kolonie 1949 keine UNRWA gab. Da fällt mir ein: Dasselbe sollten die deutschen und osteuropäischen Flüchtlinge tun, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Westeuropa strömten. (Ich habe irgendwo die Zahl von 14 Millionen gesehen – die Sudetendeutschen allein waren 3 Millionen. Wo sind die Geschwüre, die man Lager nennt? Wo sind die Selbstmord-Bomber?)

Auch wenn ihr Leben nicht durch die Versorgung einer riesigen Wohlfahrts-Bürokratie vergiftet worden wäre, bezweifle ich, dass die Palästinenser sich zusammengerissen hätten. Keiner der Araber hat das gemacht. Wo immer man sich in der arabischen Welt umsieht, findet man Elend, Despotismus, Grausamkeit und Hoffnungslosigkeit. Politisch ist das Beste, das ihnen gelungen ist, die Art lateinamerikanischer Ein-Parteien-Kleptokratie in Ägypten und Jordanien. Das sind die Spitzen der politischen Erfolge der Araber in ihrer Unabhängigkeit, unter Regierung des eigenen Volks. Die Norm ist schlichtweg Gangstertum mit Banditen wie Assad, Gaddafi oder Saddam am Ruder. Es scheint nichts mit der Religion zu tun zu haben: die säkularen Staaten (Irak, Syrien) sind genauso schrecklich wie die religiösen wie Saudi Arabien. Für diese Leute gibt es keine Hoffnung. Wir sollen alle die Idee eines palästinensischen Staates unterstützen. Warum? Wir wissen ganz genau, wie das aussehen würde. Warum sollten wir uns einen weiteren Banditen-Willkürstaat wünschen, der der arabischen Sammlung der Beschämungen hinzu gefügt wird und sich damit beschäftigt Terroristen herzustellen, die hierher kommen und Amerikaner in ihren Büros abschlachten? Ich will keinen Palästinenserstaat haben. Ich denke, ich wäre verrückt, wenn ich das wollte.

Was sind eigentlich die möglichen Szenarien der palästinensischen Zukunft? Ich denke, das erschöpft sich in der folgenden Liste:

  1. Ein unabhängiger Staat unter Arafat oder einem gleichwertigen Gauner.
    2. Militärische Besatzung durch Israel.
    3. Rückeingliederung in eine jordanisch-palästinensische Nation.
    4. Eine Art UN-Treuhänderschaft.
    5. Ausweisung aus der Westbank und Gaza, die dann nach Israel eingegliedert werden.

Der erste Punkt ist das, was alle wollen sollen. Wie ich bereits angedeutet habe, möchte ich das nicht. Und ich kann auch nicht begreifen, warum das sonst jemand sollte. Außer den Palästinensern, denke ich: Wenn sie sich danach sehnen, von unmoralischen Ganoven regiert zu werden (was sie nach Umfragen anscheinend tun), dann, denke ich, haben sie ein theoretisches Recht, ihre Wünsche erfüllt zu bekommen – aber warum sollte der Rest von uns angesichts der Gefahren, denen uns das aussetzt, erlauben, dass das passiert? Der zweite Punkt könnte eine Zeit lang funktionieren, aber die Israelis würden über kurz oder lang die Nase davon voll haben und dann würden wir zu einer der übrigen Möglichkeiten übergehen. Punkt 3 würde uns auf die Pseudo-Stabilität von vor 1967 zurückwerfen, ist aber bei den Jordaniern äußerst unbeliebt – und schauen Sie sich an, was 1967 passierte! Bei Punkt 4 läuft den UNRWA-Bürokraten unzweifelhaft der Speichel, aber wie bei Punkt 1 kann man kaum etwas erkennen, das dem Rest der Welt etwas nützt. Stecken wir nicht schon genug Geld an Wohlfahrtszahlungen für unsere eigenen Leute?

Was dann nur Punkt 5 übrig lässt: Ausweisung. Ich beginne zu glauben, dass dies die beste Option ist. Ich bin dabei auch nicht der Einzige. Da gibt es Dick Armey, republikanischer Führer im Repräsentantenhaus, mit dem Chris Matthews in „Hardball“ sprach:

MATTHEWS: Gut, nur zur Wiederholung: Sie glauben, dass die Palästinenser, die jetzt in der Westbank leben, von dort weggehen sollten?

ARMEY: Ja.

Wenn ich von der „besten Option“ rede, dann meine ich nicht „die beste für die Palästinenser“. Ich glaube nicht, dass sie irgendwelche guten Optionen haben. Als Araber sind sie nicht in der Lage eine rationale Politik zu gestalten; ihre Zukunft ist also vermutlich hoffnungslos, egal, was passiert. Ihre Optionen sind die, die ich oben angeführt habe: von Gangstern regiert zu werden, von Israelis oder Jordaniern oder von Wohlfahrts-Bürokraten. Oder woanders zu leben, unter der gütigen Herrschaft ihrer arabischen Brüder. Würde die Ausweisung für die Palästinenser hart sein? Ich denke, das würde sie. Würde sie härter sein als die Optionen 1 bis 4? Das bezweifle ich. Gebe ich ein fliegendes Falafel für die eine oder andere Möglichkeit? Nein, nicht wirklich.

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Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28. Oktober 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 22.10.2017:

Die PA strich die Vorführung eines libanesischen Films, nachdem Aktivisten wegen der „Normalisierung“ des Regisseurs mit Israel zum Boykott aufforderten. Der französisch-libanesische Regisseur hatte es gewagt einen Teil seines Films in Israel zu drehen. Der Libanon hatte den Film verboten und den Regisseur zeitweise festgesetzt, sich aber auch entschieden ihn zum Wettbewerb bei den Oscars einzureichen.

Offizielle Vertreter des Verteidigungsministeriums sind der Meinung, dass die gestern auf den Golan geschossenen Raketen mit Absicht geschossen wurden. Es steht ihrer Meinung nach eine beträchtliche Eskalation dort bevor.

Montag, 23.10.2017:

Ein Moderator des PA-Fernsehens setzte Netanyahu mit Hitler gleich.

Mindestens 10 Mitglieder einer keinen Jihadistengruppe, die mit dem Islamischen Staat in Verbindung gebracht wird, wurden bei einem Luftangriff in Syrien getötet. Es besteht der Verdacht, dass der Angriff von der israelischen Luftwaffe durchgeführt wurde.

Wenn Diplomaten in die Irre gehen, geben sie immer weiter Gas

Daniel Pipes, New York Post, 6. Mai 2002

Was ist die instinktive Reaktion auf einen Fehlschlag? Natürlich die Anstrengungen zu verdoppeln.

Hat man sich verirrt? Nur nicht zugeben – man müsst ja anhalten um herauszufinden, was falsch gelaufen ist, vielleicht sogar die Erniedrigung erleben, jemanden nach der Richtung fragen zu müssen. Stattdessen gibt man einfach Gas und fährt schneller – damit wird man die verlorene Zeit wieder gut machen.

Das kann man auch in der Politik beobachten. Schulen, die in schlimmer Verfassung sind? Pumpt mehr Geld in das bestehende Schlamassel. Verläuft ein Krieg nicht nach Wunsch? Gebt den Generalen, die versagt haben, mehr Soldaten. Die palästinensisch-israelische Krise? Verstärkt die Diplomatie, die versagt hat und das Schlamassel erst hat entstehen lassen.

Den letzten Punkt wollen wir untersuchen. Vor zehn Jahren stand es um die Dinge zwischen den Arabern und Israel nicht gut; aber sonderlich war es auch nicht. Israels Härte erlaubte die Erreichung von ein Bisschen Akzeptanz durch seine arabischen Nachbarn, wie sie durch Anwar Sadats Reise nach Jerusalem 1977 symbolisiert war.

Um 1993 überzeugte die israelische Führung sich selbst, dass die Araber die Existenz eines souveränen jüdischen Staates vollständig akzeptierten, also änderten sie ihr Vorgehen radikal. Weil sie glaubten, dass sie ihre Existenz nicht länger in Frage gestellt sahen, zeigten sie ihre freundlichere Seite in der Hoffnung, dass die Diplomatie solche zweitrangige Dinge wie Grenzen, den Status von Jerusalem und die Flüchtlinge regeln und damit den arabisch-israelischen Konflikt beenden könnte.

Eine schöne Idee, die allerdings fehl schlug. Indem sie Israels Bereitschaft zu verhandeln als ein Zeichen seiner Verwundbarkeit ansahen, antworteten die Araber nicht mit dem erwarteten guten Willen, sondern mit Gewalt. Statt mehr Akzeptanz für Israel zu erreichen, ´ließ die Diplomatie es die Anerkennung verlieren, die es vorher erlangt hatte.

Israels Antwort auf dieses Desaster? Ganz im Sinn der zeitgeistigen Mode trat es aufs Gaspedal, bot den Palästinensern immer großzügigere Bedingungen an. Es erhielt im Gegenzug immer mehr Gewalt.

Die Gewalt nahm bis Ende 2000 derart alarmierende Ausmaße an, dass die Israelis ihren Ansatz überdenken mussten. Sie schlossen, dass ihre Zugeständnisse bezüglich der Grenzen, Jerusalems und der Flüchtlinge nutzlos seien, sogar kontraproduktiv, so lange die Palästinenser den Staat Israel zu zerstören suchten.

Als die Israelis ihre Sinne wieder beisammen bekamen (und zu ihrer Politik der Härte und Abschreckung von vor 1993 zurückkehrten) bestand die Bush-Administration darauf, die fehl geschlagene Politik der Kompromisse über zweitrangige Dinge weiter voran zu treiben. Die abwärts führende Kurve des letzten Jahrzehnts schein in keiner Weise ihren Glauben in die Diplomatie erschüttert zu haben.

Das erklärt, warum die Bush-Administration immer noch mit Gedanken wie diesen warm hält:

* Ein hochrangiger Regierungsvertreter: „Das Gewicht der arabischen Welt liegt nun auf einem Frieden mit Israel.“

* Ein anderer Regierungsvertreter: „Der Kern des Ansatzes des Präsidenten ist der, dass angesichts des Fehlverhaltens [des Vorsitzenden der Autonomiebehörde] Arafats und andere, viele weitere Spieler ins Spiel gebracht werden müssen.“

* Ein gut informierter Artikel der Washington Post: „Bushs Plan scheint zu sein Sharon zu überzeugen, dass die Vereinigten Staaten seine Sicherheit garantieren werden, wenn schon nicht mit amerikanischen Soldaten, dann mit der Schaffung eines palästinensischen Staates, mit dem Israel leben kann.“

* Der Sprecher des Weißen Hauses versicherte Israel, dass Washington diesem palästinensischen Staat „richtig Geld“ opfern würde.

* Was diese Erklärung voraus setzt ist, dass Diplomatie plus Kompromisse den arabisch-israelischen Konflikt lösen können.

Das könnte plausibel sein – wenn wir nicht gerade seit 1993 hätten zusehen können, wie solch allzu schlaue Diplomatie dazu führte, dass eine schlechte Situation sich in eine Krise wandelte.

Muss die US-Regierung ihre falsche Politik des vergangenen Jahrzehnts wiederholen? Sollte sie darauf bestehen dies zu tun, dann könnte diesmal aus einer Krise ein richtiger Krieg werden.

Statt dessen sollte Washington die Wurzeln des arabisch-israelischen Konflikts suchen und diese angehen. Diese haben mit den derzeit diskutierten Dingen nichts zu tun – Israels Grenzen, ein Palästinenser-Staat, arabische „Flüchtlinge“ oder wirtschaftliche Verbesserungen.

Sie haben vielmehr mit etwas zu tun, das fast nie in offiziellen Kreisen erwähnt wird, denn das ist eine unangenehme Tatsache, die Politiker lieber vermeiden würden: die beharrliche arabische Ablehnung der Existenz Israels. Diese Ablehnung lag hinter dem arabischen Angriff auf Israel 1948 und aller Gewalt seitdem, einschließlich der derzeitigen Kampagne der Selbstmord-Attentate.

Wenn die Bush-Administration sich nützlich machen will, dann sollte sie die Wirklichkeit der arabischen Ablehnung ansprechen. Das würde nicht eine leichte Abänderung der gegenwärtigen Politik bedeuten, sondern die Übernahme eines komplett anderen Ausblicks:

* Eindeutig auf der Seite Israels zu stehen um den Arabern zu signalisieren, dass ihr Traum der Zerstörung Israels aussichtslos ist.

* Schritte zu unternehmen, um arabischer Gewalt gegen Israel zu verhindern.

* Arabisch-israelische Verhandlungen zu verhindern, bis die Araber klar und konsequent zeigen, dass sie mit der Existenz Israels wirklich ins Reine kommen.

Nur wenn die US-Regierung den Bankrott der derzeitigen Vorgehensweise anerkennt – arabische Ablehnung durch Kompromisse spitzfindig zu umgehen – könnte sie die viel schwierigere Arbeit angehen, die Quellen des arabisch-israelischen Konflikts direkt anzugehen.

Natürlich heißt das, vom Gas zu gehen und nach der Richtung zu fragen.

Tanzende Juden machen Araber wahnsinnig – wie sie das immer tun

Elder of Ziyon, 15. Oktober 2017

Der Anblick tanzender religiöser Juden macht einige Araber wahnsinnig.

2015 tanzten religiöse Juden im Flughafen von Amman, vermutlich um eine anstehende Hochzeit zu feiern.

Im letzten Dezember tanzten jüdische Geschäftsleute in Bahrein mit ihren arabischen Gastgebern, was eine Unmenge an Kritik aus der arabischen Welt verursacht.

Im April berichteten arabische Medien über einige jüdische Jungendliche, die am Damaskustor tanzten.

Jetzt haben wir Juden im Patriarchengrab in Hebron, die während des Laubhüttenfestes tanzen.

Der Tweet, der diesen Vorfall auf Arabisch veröffentlichte, warf ein: „Zionisten tanzen in der Ibrahimi-Moschee, aber die Herrscher der Araber wollen Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde.“ Weil es natürlich furchtbar ist, wenn Juden an ihrem zweitheiligsten Ort tanzen; und das wäre mit Sicherheit nicht erlaubt, wenn Muslime das Sagen hätten.

Wie es tausend Jahre lang vor 1967 der Fall war.

Komemntare zum Tweet drücken Trauer aus Zeugen eines solche deprimierenden Spektakels zu sein. Und nein, sie bezogen sich nicht auf den Tanzstil des Auf- und Abspringens auf der Stelle (obwohl manche Kommentierende das mit dem Tanzen nach Art der Salafisten verglichen).

Aus Bethlehem: Mitri Rahebs Lügenimperium

Dexter Van Zile, The Jerusalem Journal, 10. Oktober 2017

Warum argumentiert der Bethlehemer Pastor Mitri Raheb, dass die heutigen Juden „ein erfundenes Volk“ seien, um dann auf den Tempelberg zu marschieren, was implizit die Ermordung von zwei Israelis dort feiert?

Dreizehn Tage, nachdem palästinensische Terroristen zwei israelische Polizisten auf Jerusalems Tempelberg ermordeten, besuchte der lutherische Pfarrer Mitri Raheb den Tatort um zu feiern. Er feierte nicht den Anschlag an sich, sondern die Massenproteste, die die israelische Regierung überzeugte Metalldetektoren zu beseitigen, die sie nach dem Morden am Tempelberg installierte.

Raheb postete eine Videomontage seines Besuchs der All-Aqsa vom 27. Juli 2017, zwei Tage nach dem Anschlag. Die auf YouTube gepostete und auf twitter und Facebook gesendete Montage zeigt Raheb, wie er Arm in Arm mit anderen palästinensischen Pastoren steht und Muslimführern vor der Al-Aqsa-Moschee Respekt zollt. In einem zu dieser Montage führenden Tweet erklärte Raheb, dass sein Besuch an der Al-Aqsa – wo viele Imame regelmäßig Hass gegen Juden von sich geben – eine „unvergessliche Nacht … Demonstration des Glaubens an den Raum des Reichs und christlich-muslimischer Einheit als Mittel des kreativen Widerstand“ sei. In Reaktion erklärten Rahebs Fans den lutherischen Pastor aus Bethlehem zu einem palästinensischen „Nationalschatz“.

Die meisten christlichen Friedenschaffenden würden es als schlecht ansehen jubelnde Zurschaustellung von Solidarität mit einer politischen Regierung zu betreiben, die gegen Juden gerichtete Gewalt und hass als einigende Agenda nutzt, aber Raheb hat Zurschaustellungen wie diese schon Jahre lang gezeigt. Aus Rahebs Perspektive als antiisraelischer Agitator und Anerkennung suchender Dhimmi war sein Besuch der Al-Aqsa ein überwältigende Erfolg. Er bot ihm eine Gelegenheit jihadistische Gewalt mit Schleiern „kreativem Widerstand“ und interreligiöser „Einheit“ von Christen und Muslimen zu verschleiern – vergiss, dass die von ihm gerühmte Einheit in Verachtung für Juden und ihren Staat wurzelt.

Rahebs Rhetorik reichte fast aus die Menschen vergessen zu machen, dass das Drama um die Metalldetektoren auf dem Tempelberg mit palästinensischen Terroristen begann, die aus kurzer Distanz auf zwei arglose israelische Polizisten schossen – einen davon der Vater eines neu geborenen Babys – und sie töteten. Wenn Hail Stawi und Kaamil Snaan nicht von zwei Mördern überfallen worden wären, die ihnen auf dem Tempelberg auflauerten, wären überhaupt keine Metalldetektoren installiert worden, es hätte keine Proteste gegeben und Raheb hätte keinen „kreativen Widerstand“, den er feiern könnte.

Das ganz Drama um die Metalldetektoren und die Morde, die zum Akt ihrer Installation führten, wurzelte nicht in einem Wunsch nach Freiheit oder Selbstbestimmung für die Palästinenser, sondern in der einenden Agenda antijüdischen Hasses, die das Spektakel von Rahebs Besuch – und dass er in den sozialen Medien eine Kampagne fuhr, die die Aufmerksamkeit darauf lenkte – morbide und gruselig machte. Als Pastor hätte er den Hass betrauern sollen, der das Drama antrieb, an dem er sich beteiligte, aber hier schürte er die Flammen – auf demselben Steinpflaster, wo der Anschlag sich entfaltete.

Statt den Versuch zu unternehmen die antiisraelische Feindseligkeit zu dämpfen und infrage zu stellen, die unverantwortliche palästinensische Eliten benutzt haben, um Jahrzehnte lang an der Macht zu bleiben, stellt sich Raheb damit in eine Reihe, um bei den korrupten, autoritären Kleptokraten gut angeschrieben zu bleiben, die die Westbank kontrollieren.

Das ist eine gute Arbeit, wenn man sie bekommt. Wegen seiner Verbindungen und der Nützlichkeit für die palästinensische Autonomiebehörde ist Raheb in der Lage gewesen in der Westbank so etwas wie ein Imperium aufzubauen. Zusätzlich dazu viele Jahre als Pastor der Lutherischen Weihnachtskirche in Jerusalem zu dienen (ein Posten, den heute Munther Isaac inne hat), ist Raheb der Gründer und Präsident des Diyar-Konsortiums, eines eingetragenen Vereins, der Menschen in der Westbank soziale Dienste bietet. Er ist außerdem Gründer und Präsident des Dar al-Kalima-Universitätskollegs für Kunst und Kultur in Bethlehem, das oft als drittgrößter Arbeitgeber in Bethlehem beschrieben wird.

Ein Imperium wie dieses – zu dem ein medizinisches Zentrum, ein Kulturzentrum und ein Verlagshaus gehören – kann in der Westbank nicht ohne die Unterstützung der PA aufgebaut werden, die nicht Kosten kommt.

Infolge seiner unternehmerischen Gepflogenheiten war Raheb in der Lage das Kolleg auf Land zu gründen, das lutherischen Missionaren aus Deutschland gehörte und das die Briten im Ersten Weltkrieg beschlagnahmten. Das Land fiel letztlich in den Zuständigkeitsbereich der PA unter der Führung von Yassir Arafat. Raheb trat mit Plänen an Arafat heran, die von einem berühmten Architekten vorbereitet waren und erbat das Land zurück, damit er sein Kolleg beginnen konnte.

„Mit etwas Überredungskunst waren wir es uns möglich mindestens sechs Morgen dieses Landes zurückzubekommen“, erzählte Raheb 2016 einem amerikanischen Publikum. „Arafat sagte: ‚Okay, du musst beweisen, dass das erste Gebäude gebaut und in Betrieb! Ist, weil viele Leute dieses Stück Land haben wollen.‘ Es ist wirklich Land erster Klasse.“ Heute hat das Kolleg fünf Gebäude.

Um das Kolleg und andere Institutionen in Bethlehem zu unterstützen hat Raheb einen Stiftung in den USA gegründet, die Bright Stars of Bethlehem. Von 2009 bis 2015 sammelte die Stiftung insgesamt $5,5 Millionen, die Rahebs Imperium an gemeinnützigen Vereinen halfen der drittgrößte private Arbeitgeber in Bethlehem zu werden.

Wie alle Imperien propagiert das von Raheb eine Geschichte, die seine Existenz sich selbst und seinen Kernbestandteilen gegenüber legitimiert, die in diesem Fall aus Befürwortern der Vernichtung Israels in der palästinensischen Gesellschaft und antizionistischen Aktivisten in Nordamerika und Europa bestehen.

Raheb braucht die Unterstützung beider Gruppen, um sein Imperium in der Westbank zu erhalten. Die erste Gruppe – Israelhasser in der palästinensischen Gesellschaft – erlaubt ihm als Christ in der Westbank zu wirken; die zweite Gruppe – Israelhasser im Westen – bietet ihm die Gelder, die er braucht, um sein Imperium finanziell aufrechtzuerhalten. Beide Gruppen nutzen antiisraelische Feindseligkeit als Instrument, um in ihrer jeweiligen Gesellschaft Status zu erreichen und beizubehalten. Raheb gibt ihnen einfach die Geschichte, die sie brauchen, um ihre Feindseligkeit zu rechtfertigen.

Ein wichtiger Aspekt seiner Geschichte, die bei seinem Besuch auf dem Tempelberg zur Schau gestellt wurde, besteht darin, dass israelische Gewalt gegen die Palästinenser hervorgehoben und verurteilt wird, während palästinensische Gewalt ignoriert oder hinter einem Schleier sprachlicher Beschönigungen und Vernebelung versteckt wird. Dieses Narrativ ist schon eine ganze Weile das Alltagsgeschäft palästinensisch-christlicher Propaganda gewesen-.Naim Ateek, der Gründer von Sabeel, war ein früherer (wenn auch nicht der erste) Lieferant dieser Geschichte, die Raheb seit Jahren vorträgt.

Dieses Narrativ wird in Rahebs Buch aus dem Jahr 2004 klar offenbar; es heißt Bethlehem Besieged: Stories of Hope in Times of Trouble [Bethlehem hinter Mauern: Geschichten der Hoffnung aus einer belagerten Stadt]. In diesem Text erzählt der Pastor von Bethlehem die Geschichte der israelischen Invasion der Westbank im Jahr 2002, die am 2. April des Jahres begann. Er redet von den Panzern, Schützenpanzern und Hubschraubern, die Israel in die Westbank schickte und er beschreibt die Zerstörung, die an der Kirche angerichtet wurde, in der er Pfarrer war.

Schön und gut. All das ist ein legitimer Teil der Geschichte. Die Gemeinschaft, der zu dienen Raheb aufgerufen ist, litt als Ergebnis der Invasion. Raheb ist ihr Pastor und will ihre Geschichte erzählen.

Aber in seinem Buch verfehlt es Raheb irgendwo den Selbstmord-Bombenanschlag im Park Hotel in Netanya zu erwähnen, bei dem während einer Pessahfeier dreißig Israelis getötet und 140 weitere verletzt wurden. Er versäumt es auch seinen Lesern zu erzählen, dass achtzig Israels (zumeist Zivilisten) bei palästinensischen Selbstmordanschlägen getötet und ind en Wochen vor Israels Eindringen in die Westbank mehr als fünfunddreißig Zivilisten durch Schusswaffengebrauch getötet wurden. Israels Invasion 2002 war eindeutig eine Folge dieser Anschläge, aber Raheb erwähnt sie nicht einmal.

Solch einseitige Aussagen, die Teil eines kalkulierten Versuchs sind Israel als böse und die Palästinenser als völlig unschuldig darzustellen, waren ein wichtiger Faktor der erfolgreichen Kampagne die beratenden Gremien der Presbyterianischen Kirche der USA und der United Church of Christ zu überzeugen Entscheidungen zu treffen BDS-Beschlüsse gegen Israel zu fassen. Rahebs Aussage ist auch in Europa gefragt, wo er für seine Arbeit eine Reihe von Preise erhielt; diese Arbeit wird von den Leuten, die ihm diese Auszeichnungen verliehen,  als „friedenstiftend“ beschrieben.

Rahebs Glaubwürdigkeit in der Welt des progressiven Christentums im Westen ist etwas, das im Licht der radikalen Rhetorik betrachtet werden sollte, die er nutzt, um das jüdische Volk und seine Verbindung zu Israel zu delegitimieren.

Auf der Christus am Checkpoint-Konferenz von 2010 erklärte Raheb, dass der moderne Staat Israel „das Rom der Bibel repräsentiert, nicht das Volk des Landes“ und wenn ein DNA-Test an ihm selbst, König David und Benjamin Netanyahu  vorgenommen würde, es Gemeinsamkeiten bei ihm und König David geben würde, aber keine bei Netanyahu, denn der „stammt aus einem osteuropäischen Stamm, der im Mittelalter zum Judentum übertrat“.

Mit anderen Worten: Die Juden aus Europa, die den modernen Staat Israel gründeten, sind keine echten Juden, weil sie eine Gruppe sind (üblicherweise als „Khasaren“ bezeichnet), die vor Jahrhunderten zum Judentum konvertierte und daher keine Verbindung zum Land Israel hat. Das ist übler Stoff direkt aus dem Handbuch für antisemitische Propaganda, die von Typ wie David Duke[1] und anderen verbreitet werden. Und doch betrachten progressive Christen im Westen Raheb als „Friedensstifter“.

Mumpitz.

Rahebs Antijudaismus – und das ist er – wird auch in seinem Buch Faith in the Face of Empire: The Bible Through Palestinian Eyes (Glaube unter imperialer Macht: Eine palästinensische Theologie der Hoffnung) aus dem Jahr 2015 deutlich zum Ausdruck gebracht. In diesem Buch tut Raheb alles in seiner Macht stehende, um die Juden aus der christlichen und jüdischen Geschichte wegzuschreiben und durch die Palästinenser zu ersetzen. „Jesus war ein nahöstlicher palästinensischer Jude“, schreibt er zu Beginn seines Buches.

Also wirklich: Nein.

Jesus war ein jüdischer Jude, geboren nicht in „Palästina“ (ein Wort, das von den Römern genutzt wurde deutlich nach seiner Kreuzigung um eine Region zu beschreiben. Das ist kein unschuldiger Anachronismus seitens Rahebs, sondern Teil einer anhaltenden Strategie den Juden ihre Geschichte in der Region wegzunehmen und die Palästinenser an ihre Stelle zu setzen.

Raheb wird an einer entscheidenden Passage des Textes offenkundig. Nachdem er Shlomo Sands Buch The Invention of the Jewish People [Die Erfindung des jüdischen Volkes] beschwor, um zu argumentieren, dass die Juden ein erfundenes Volk sind, behauptet Raheb, dass die Palästinenser die ursprünglichen Einwohner des Landes sind; er behauptet, dass

„die Einheimisches im Land zu Fremden gemacht worden sind, um Raum für ein erfundenes Volk zu machen, das das Land besetzt.“

Mit solchen Argumenten schenkt Rabeb den palästinensischen Bemühungen Glauben, die die jüdischen Verbindungen zum Land Israel und zum Tempelberg bestreiten.

Warum führt Raheb solche Argumente an? Weil er das muss. Es ist Teil seines Jobs.

Er muss ein Imperium leiten.

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[1] ehemaliger Chef des Ku Klux Klan