Ali Abunimah sehnt sich nach einem kiefernfreien Palästina

Petra Marquart-Bigman, Elder of Ziyon, 28. November 2016

Gerade konzentrierte sich Elder of Ziyon in seinem Eintrag Kiefern-Verleumdung auf einen Kommentar des berüchtigten Antisemiten Gilad Atzmon, der die in vielen Teilen Israels letzte Woche wütenden Waldbrände als die Rache der Natur an den bösen zionistischen Bemühungen beschrieb „Palästina wie Europa aussehen zu lassen“, indem angeblich nicht einheimische Kiefern gepflanzt werden. Nun, wie EoZ zeigte, sind Kiefern in der Region heimisch – was Atzmons triumphierende Schlussfolgerung zunichte macht: „Wie die Kiefer sind der Zionismus, Israel und der Israeli in der Region fremd.“

Aber Atzmons ingorante Tirade war nicht einmal originell: Die Behauptung, dass Zionisten Kiefern pflanzten „um Palästina wie Europa aussehen zu lassen“, ist bei antiisraelischen Aktivisten ziemlich beliebt und ist z.B. auch in einem langatmigen Artikel bei „Electronic Intifada“ (EI) aus dem Jahr 2010 zu finden, in dem Max Blumenthal sich hämisch über das vernichtende Feuer auf dem Carmel freute: „die nicht einheimischen Bäume des JNF waren für die Umwelt in Palästina schlecht geeignet“ und „brannten in der trockenen Hitze wie Zunder“. Es war unvermeidlich, dass Blumenthal später den EI-Artikel für „Goliath“, seine Dämonisierung Israels in Buchform, wieder aufbereitete.

Zu den in Israel letzte Woche wütenden Brände warb Ali Abunimah prompt wieder für Blumenthals Artikel von 2010, wobei er die Behauptung betonte, dass das „zionistische Regime Wälder pflanzte, um Spuren der Palästinenser auszulöschen“.

In einem weiteren Tweet hielt Abunimah dafür, dass „Israels Nutzung von ‚Waldpflanzung‘ mit schlecht geeigneten Baumarten zur Eroberung palästinensischen Landes ist die Wurzel aller Brände“ ist. Er verlinkte zu einem JTA-Artikel, den er anscheinend nicht gelesen hatte: In dem Artikel stand nichts davon, dass Israel „schlecht geeignete Baumarten“ pflanzte, sonder im Gegenteil: Der JNF-Direktor für Waldwirtschaft wurde zitiert, wie er „diese Pionier-Kiefern“ dafür pries, dass sie „eine wundervolle Arbeit für die erste Generation“ leisteten. Der Artikel erwähnt zudem ausdrücklich die „Aleppo-Kiefer, die auch als Jerusalem-Kiefer bekannt ist“ – also hätte Abunimah, der immerhin behauptet Palästinenser zu sein, feststellen können, dss die Kiefer nicht nach einem Ort in Europa benannt wurde…

Aber Abunimah bestand darauf, dass „Brände in ‚Israel‘ vom Pflanzen nicht einheimischer Kiefern durch europäische Siedler und katastrophales zionistisches Land-Mismanagement verursacht“ sind; er verhöhnte sogar Jack Mendel, einen Journalisten der britischen Jewish News: „‘Journalist‘ @mendelpol glaubt ich erfinde die Fakten zu zionistischen Kolonisatoren, die Palästina mit hoch entzündlichen, nicht einheimischen Kiefern füllen.“

Nun, wenn Abunimah sich die Mühe gemacht hätte den von ihm so hilfreich verlinkten JTA-Artikel zu lesen, dann hätte er gewusst, dass seine „nicht einheimischen Kiefern“ nach der inzwischen so unglücklichen syrischen Stadt Aleppo benannt wurde und er könnte tatsächlich auch etwas über „Land-Mismanagement“ erfahren haben:

„Seit Jahrhunderten war die Gegend von einem Flickwerk an gedrungenem, dichtem, niedrigen Wald bedeckt, besonders in den einheimischen Waldgebieten auf dem Karmel, Galiläa und den judäischen Hügeln. Aber zur Zeit, als die frühen zionistischen Siedler ankamen, war ein Großteil des Waldlandes dezimiert worden, weil er im Verlauf der Jahre als Feuerholz, Baumaterial, Weideland für ihre Ziegen und Schafe und in der osmanischen Zeit auch für Bahngleise verwendet wurden.“

Lassen Sie mich hinzufügen, dass ich nicht glaube irgendjemand würde jemals Abunimah beschuldigen, er erfinde Fakten – seine Bilanz ist klar: Er erfindet immer Lügen über den „zionistischen Kolonisator“. Wie es sich trifft, offenbarten die diesmal von ihm erfundenen Lügen sein mangelndes Wissen zum historischen Palästina, von dem er behauptet, es sei sein Heimatland.

Da aber Abunimah der Sohn eines ranghohen jordanischen Diplomaten ist und vermutlich manchmal seine Familie in Jordanien besucht, habe ich einen Vorschlag: Wenn er sie das nächste Mal besucht, könnte er einen Familienausflug zum Waldschutzgebiet Dibeen planen, einem „unberührten Lebensraum für Kiefern und Eichen“, der „Aleppo-Kiefern“ haben soll, die „zu den ältesten und größten des Königreichs gehören“. Nach Angaben eines Reiseführers ist es eher klein, aber trotzdem „ein hübsches Ziel für Frieden und Stille“ – wie wär’s Ali Abunimah? Um sich einzustimmen, könnten Sie die entsprechende Seite im „Magic Jordan“ nachlesen, die vermerkt, dass zum Dibeen-Wald die „einheimische Aleppo-Kiefer“ gehört und der „repräsentativ für die Wildnis ist, die einst einen großen Teil des nordwestlichen Jordanien bedeckte“.

Zugegeben, die Fotogallerie der Seite bietet einige Ansichten des Schutzgebiets, die genauso aussehen wie diese Orte in Israel, das monströs böse Zionisten aus öden Hügeln in „kleine Schweizen“ verwandelten – und es ist ein deprimierender Gedanke, dass manche Leute sich wünschen könnten das alles niederzubrennen, nur weil es nicht in ihre ignoranten Vorstellungen eines ursprünglich öden Palästina passt.

Pro-Palästinenser versus Keine-Palästinenser: Es gibt eine andere Möglichkeit

Sheri Oz, Israel Diaries, 2. November 2016 (mit Update vom 17.11.2016)

Ein einzigartiger Vorschlag – werdet das neueste indigene Volk der Welt. Mit anderen Worten: Palästinensische Araber, ihr könnte eure eigene Zukunft schreiben. Ich glaube nicht, dass ihr euch das traut. Oder ihr könnt euch weiter in der Aufmerksamkeit sonnen, die euch gewährt wird, wenn ihr auf der euch vor Jahren von euren arabischen Brüdern aufgezwungenen Opferrolle besteht, die auf eurer eingebildeten Vergangenheit beruht.

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Die Pro-Palästinenser wollen einen einzigen Staat „zwischen Fluss und Meer“ sehen; mit anderen Worten: Sie wollen, dass Israel aufhört zu existieren. Die Keine-Palästinenser bestreiten den palästinensischen Arabern das Recht ihre eigene Identität zu definieren. Ich bin ein „Okay, ihr wollt Palästinenser sein aber mögt das nicht“-Mensch. Wenn ihr wirklich einen Namen haben wollt, der Unterwerfung und Versagen symbolisiert, dann ist das euer Vorrecht; aber bedeutet das, dass ihr wirklich ein Versagervolk sein müsst?

Das Pro-Palästinenser-Argument

Pro-Palästinenser haben versucht die Welt zu überzeugen, dass die palästinensischen Araber im Land Israel indigen sind – sie sagen, dass sie die Nachkommen der ursprünglichen Kanaaniter sind, die Original-Philister oder sogar der ursprüngliche Homo sapiens, der schon Äonen im Land siedelte, bevor Abraham seinen ersten Atemzug auf der Erde tat. Das sind alles lächerliche Behauptungen, die nicht stichhaltig sind.

Dass die palästinensischen Araber solche Möglichkeiten überhaupt nahelegen ist so, als würden sie sich selbst ins Knie schießen. Denn wäre das wahr, dann würde es bedeuten, dass die Araber in der von der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) regierten Gegend leben überhaupt keine Araber wären und daher jeden Anspruch darauf, Teil der arabischen Welt (oder „Uma“) zu sein zunichte gemacht wäre. Und ich glaube nicht, dass sie sich wirklich von ihren ruhmreichen arabischen Wurzeln lösen wollen, auch nicht ihre Mitgliedschaft in einer der derzeit einflussreichsten ethnischen Gruppen der Welt aufgeben, selbst wenn dieser Einfluss heute weitgehend destruktiv ist.

Das Keine-Palästinenser-Argument

Keine-Palästinenser nutzen das Argument, dass es in der gesamten Geschichte nie einen souveränen palästinensisch-arabischen Staat gab und dieser daher auch kein Recht hat in Zukunft zu existieren. Sie reden davon, dass Palästina im Römischen Imperium eine jüdische Provinz war und später ein Mandatsgebiet, das nach dem Ersten Weltkrieg von Großbritannien verwaltet wurde. Keine-Palästinenser reden wie ein Wasserfall darüber, dass es nie eine palästinensische Münze, Flagge, Zeitung usw. gab, außer denen die unter dem britischen Mandat so hießen und mit Symbolen des Judentums in hebräischer, arabischer und englischer Schrift geschmückt waren. Das sind alles wahre Fakten, die zeigen, dass Palästina ursprünglich auf eine Region verwies, die mit Juden in Verbindung steht.

Aber diese historische Wahrheit hat in der gegenwärtigen Situation wenig Bedeutung, außer als Hintergrund, denn die Zukunft wird nicht VON der Vergangenheit entschieden, sondern von Entscheidungen, die HEUTE getroffen werden und auf eine Vereinbarung gründen oder – dämonisch – auf Versuchen die Vergangenheit umzuschreiben oder einfach zu ignorieren.

Ich fordere die Palästinenser heraus ihre eigene Zukunft zu schreiben

Die unter der PA lebenden Araber haben heute eine einzigartige Gelegenheit an der Hand. Ich weiß nicht, ob sie mutig genug sind sie zu nutzen, aber sie haben die Gelegenheit sich in die neuste (quasi-) indigene Bevölkerung der Erde zu verwandeln.

Eine indigene Bevölkerung ist eine, die ihre Kultur, Spiritualität, Sprache und Traditionen in einem bestimmten geografischen Raum hat entwickeln sehen, der für das Volk heilige Bedeutung hat. Das shcleißt die Araber aus, die die Gegend des Mandats Palästina kolonisierten, so wie es die Römer ausschließt, deren Imperium der arabischen Eroberung vorausging, ebenso die Osmanen, die nach den Arabern kamen. Wenn eine römische Taube sich auf einem Ast niederließe und Palästina für sich reklamierte, kann man nur hoffen, dass sie aus der Gegend hinausgelacht wird. Aber die Araber haben, wie die Juden, eine langfristige, kontinuierliche Präsenz im Land (Araber offensichtlich für eine weit kürzere Zeit als die indigenen Juden), was zur aktuellen Verwirrung seitens derer führt, die die Geschichte der Region ignorieren oder die diese Geschichte vorsätzlich ignorieren.

Die Seiten der Geschichte wimmeln von Geschichten über die Gründung und den Untergang indigener Völker rund um den Globus. Einige sind komplett ausgelöscht, andere wie die Samen im nördlichen Skandinavien sind vom Aussterben bedroht. Viele indigene Völker kämpfen heute um Anerkennung ihrer Rechte sich in ihrem uralten Heimatland selbst zu regieren; dabei hat Israel Vorbildcharakter dafür, wie uralte indigene Völker ihr Land regieren können. Angesichts des Durcheinanders der Geschichte indigener Völker gibt es keinen Grund, dass in der heutigen Ziet keine NEUEN indigenen oder quasi-indigenen Völker entstehen sollten.

Arabische Führer nutzten in ihrem Krieg gegen Israel die, die von der UNRWA als palästinensische Flüchtlinge eingestuft wurden. Unter Ablehnung sie auf arabischem Land wieder anzusiedeln zogen sie es vor sie in Flüchtlingslagern in Jordanien, Syrien, dem Libanon schmachten zu sehen – und sogar in Gaza und Judäa & Samaria (J&S, alias Westbank), selbst nachdem die PA die Verwaltung der umstrittenen Gebiete übernahm. Auf diese Weise benutzten sie – und machen das weiter – einige ihrer eigenen Umma als menschliche Bewaffnung gegen die verhassten Juden. (Ihre eigene PA-Führung benutzt sie als Milchkühe, um internationale Hilfsgelder in die eigenen Taschen umzuleiten.) Damit machten Araber von außerhalb der Region Araber des ehemaligen britischen Mandats Palästina zu einer eigenen Bevölkerungseinheit und eine neue palästinensisch-arabische Identität war geboren.

Würden die palästinensischen Araber ihre Karten richtig ausspielen, könnten ihnen diese Missstände ihnen einen Weg zu einem Leben in Selbstachtung und Würde eröffnen … und vielleicht Souveränität. Es ist sogar möglich, dass die palästinensischen Araber inzwischen zwei getrennte Völker geworden sind – das von Gaza und das von J&S.

Während die palästinensischen Araber Religion und Sprache mit der arabischen Umma gemeinsam haben (der Anteil der Christen ist heute unbedeutend – ein weiteres Thema, aber jenseits des Bereichs dieses Artikels), bedeutet das nicht, dass sie ihre Identität als etwas zementieren können, das sie vom Rest der Araber absetzt. Sie müssen sich zur Natur ihrer Verbundenheit zum Land entscheiden: Liegt sie darin das Land weiter als Kriegszone zu betrachten, um das Blut toter Juden aufzusaugen, oder können sie eine einzigartige Beziehung zum Land entwickeln, die nichts mit irgendjemandem außer ihnen zu tun hat?

Das bedeutet, dass sie an sich selbst als Volk glauben müssen, das sich von der größeren arabischen Welt absetzt und nicht als eine Einheit von Märtyrern, die für die allgemeine arabische Ehre kämpfen, um von den anderen arabischen Ländern subsumiert zu werden, sobald die Aufgabe erledigt ist. Das würde die Bühne für die Entwicklung einer bestimmten selbst gemachten Kultur  bereiten, – einschließlich ihrer Beziehung zu ihrer eigenen Religoin und mit den religiösen Stätten, die sie mit Juden und Christen teilen.

Das würde wahrscheinlich die Bühne für „Bürger“-Krieg zwischen ihnen und anderen Arabern bereiten, die einen solchen Schritt nicht passiv hinnehmen würden. Die Neuen Palästinenser würden feststellen, dass Israel in den Schlachtreihen auf ihrer Seite stünde und sie damit eine eindrucksvolle Streitmacht auf ihrer Seite haben. Das ist eine Art Pro-Palästinenser, die die Welt noch nicht gesehen hat und es würde alle aktuellen sogenannten Pro-Palästinenser beschämen.

Das hängt alles von der Wertekultur ab, die sie entwickeln wollen. Wollen die palästinensischen Araber sich als eine gesunde Gesellschaft mit wachsender Wirtschaft auszeichnen, die einen Beitrag zur Menschheit leistet oder ziehen sie es vor mit einer Kultur vermählt zu bleiben, die ihre eigenen Leute verschlingt, indem sie sie losschickt, um Juden mit Messern zu stechen, mit Autos zu rammen und sich zu sprengen – und das für das Hirngespinst einer Belohnung mit 72 Jungfrauen im Paradies?

Sie haben die Wahl und die können nur sie treffen. Sie MÜSSEN sich einfach entscheiden ganz allein ihre Zukunft umzuschreiben.

Glaube ich, dass sie das tun können oder dass sie es überhaupt wollen? Nicht sehr wahrscheinlich, finde ich. Und selbst wenn die Antwort „ja“ lauten würde, wie lange würde es dauern, bis ich ihnen traue? Eine sehr lange Zeit. Aber ich sage niemals nie. Und die Herausforderung steht.

Mauer-Bauer (11) – Libanon

The Jewish Press, 20. November 2016

Die Sicherheitsmauer soll Konflikte zwischen PA-arabischen Einwohnern und den libanesischen Streitkräften verhindern.

Bauarbeiter begannen in der Woche vor dem 20. November mit dem Bau einer Sicherheitsmauer um das „Flüchtlingslager“ Ain al-Hilweh im Libanon. Die Heimat tausender Araber und ihrer Nachkommen aus Judäa und Samaria, die 1948 und 1967 flohen, liegt südlich der Hafenstadt Sidon.

Die Mauer wird vier Observatiosposten haben und wurde gemeinsam mit allen Fraktionen innerhalb der Gemeinschaft geplant. Dennoch waren die Einwohner empört, als die ersten Blöcke aufgestellt wurden. Sie gaben ihrem Frust in sozialen Medien Ausdruck und nannten das Projekt eine „Mauer der Schande“.

Der Krieg gegen die Geschichte

Clifford D. May, Israel HaYom, 16. November 2016

„Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“ Das war, wie Sie sich vielleicht erinnern, die Parole des totalitären Staats, den sich George Orwell in seinem klassischen Roman „1984“ ausdachte.

Heute operationalisieren verschiedene Gruppen Islamisten – die wir als diejenigen definieren können, die sich dem islamischen Herrenmenschentum verschrieben haben – dieses Konzept; sie versuchen die geschichtlichen Aufzeichnungen zur Unterstützung ihrer totalitären Ambitionen zu modifizieren.

Sechs Monate vor dem Anschlag vom 11. September 2011 befahl Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar die Zerstörung der antiken Buddhas von Bamiyan in Afghanistan. Warum? Weil diese monumentalen Statuen Erinnerungen an eine Zeit waren, als das Land nicht islamisch war.

2012 zerstörte Ansar Dine, eine JIhadistengruppe, die mit Al-Qaida verbunden ist, die uralten Schreine, Gräber und Moscheen in Timbuktu. Warum? Weil diese für eine Version des Islam standen, der in afrikanischer Kultur „mariniert“ ist – und daher als irrgläubig angesehen wurde.

Am berüchtigtsten hat der Islamische Staat das religiöse und historische Erbe Syriens und des Irak demontiert, Stätten wie einen Tempel in Palymar, der dem kanaanitischen Gott Baal gewidmet war, christliche Kirchen in Niniveh und von Muslimen, deren Interpretation der heiligen Schriften von der der Möchtegern-Kalifatsbauer abweicht, zerstört.

UNESCO, die UNO-Agentur, deren angeblicher Auftrag die Förderung der Weltkultur ist, hat eine weniger bewegliche, aber vielleicht nicht weniger effektive Herangehensweise an diesen Krieg gegen die Geschichte gewählt. Die Absicht besteht darin nachzuweisen, dass Jerusalems heiligste Stätten den Muslimen gehören und dass Juden und Christen keine gültigen religiösen und historischen Ansprüche an dieser antiken Stadt haben – niemals hatten, niemals haben werden.

Eine Resolution diesbezüglich wurde von sieben mehrheitlich muslimischen Staaten zugunstend er Palästinenserführer gestützt und letzten Monat von UNESCO-Mitgliedern verabschiedet. Nur die USA, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Litauen und Estland stimmten dagegen. Sechsundzwanzig Länder entschieden sich für Enthaltung – als würden sie die Wahrheit nicht kennen oder als sei die Wahrheit etwas ohne Konsequenzen.

Einige prominente Einzelpersonen haben ihre Stimme dagegen erhoben. Selbst Irina Bokova, die Generaldirektorin der UNESCO, sagte, die Abstimmung habe die Verantwortung der Organisation verletzt „die Trennungen zu überbrücken, die dem Charakter Jerusalems als Stadt vieler Religionen schaden“.

Ein Sprecher von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte: „Das geteilte Erbe dreier monotheistischer Religionen der heiligen Stätten sollte nicht infrage gestellt werden.“

Mehr als drei Dutzend Mitglieder des US-Kongresses, Republikaner wie Demokraten, verurteilten die Resolution. „Weltgremien haben nicht das Recht Geschichte umzuschreiben“, sagte die Abgeordnete Alcee Hastins (Demokratin aus Florida). Steny Hoyer (Dem., Maryland) nannte die Resolution „einen gefährlichen Versuch die Geschichte auszulöshen“. Der Abgeordnete Red Lieu (Dem., Kalifornien) nannte sie „tollwütig antisemtisch und antichristlich“. Der Abgeordnete Peter Roskam (Rep., Illinois) erkannte sie als „drastische Verletzung des internationalen Religionsfriedens“.

Im letzten Monat kündigten PA-Vertreter zudem eine „Kampagne entschuldigt euch für Balfour“ an, ein eigener, aber zugehöriger Versuch der Manipulation der Geschichte. Um Ihre Erinnerung anzustoßen: Die Balfour-Erklärung war ein diesen Monat vor 99 Jahren geschriebener Brief des britischen Außenministers Lord Arthur Balfour, der das Recht des jüdischen Volks auf Selbstbestimmung in einem Teil seines angestammten Heimatlandes anerkannte.

Sie wurde vom Völkerbund, der damaligen internationalen Gemeinschaft, übernommen. Die PA und ihre Verbündeten behaupten nun, die Balfour-Erklärung sei ein „Verbrechen“ gewesen – und fordern eine Entschuldigung.

In Wahrheit gab die Balfour-Erklärung progressiven Ansichten Ausdruck. Jahrhunderte lang wurde der Großteil des Nahen Ostens vom osmanischen Reich regiert. Doch der türkische Sultan Mehmed VI. machte den Fehler sich im Ersten Weltkrieg mit den Deutschen zu verbünden. Nicht lange nach dem Ende dieses Konflikts sollte sein einst mächtiges Reich von den siegreichen Briten und Franzosen aufgelöst werden.

Sie waren keine Heiligen, aber sie waren bereit Völkern Autonomie zu gewähren, die lange Untertanen der Osmanen waren. Die Balfour-Erklärung sprach auch von den „Bürger- und religiösen Rechten der bestehenden nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina“.

Drei Jahre später gab der Völkerbund Großbritannien ein Mandat zur Regierung von Palästina. Die östlichen drei Viertel dieses Territoriums wurden zu dem, was heute das Haschemiten-Königreich Jordanien ist. Andere neue arabischen Staaten auf ehemals unter dem osmanischen Joch befindlichen Gebiete sind der Libanon, Syrien, der Irak und Saudi-Arabien.

1947 schlug die UNO die Gründung zweier Staaten im westlichen Palästina vor – eines arabischen und eines jüdischen. Die Anführer der palästinensischen Juden akzeptierten diese Zweistaatenlösung. Die Führer der palästinensischen Araber (sie hatten den Namen „Palästinenser“ noch nicht als den ihren und nur ihren übernommen) lehnte sie. Im Jahr darauf griffen Jordanien, Ägypten, Syrien, der Libanon und der Irak den frisch gebackenen jüdischen Staat an.

Der Konflikt endete nicht mit einer Friedensvereinbarung und Grenzen, sondern nur mit einem Waffenstillstand und Waffenstillstandslinien – Linien, die von 1949 bis 1967 hielten, als Israel einen weiteren Verteidigungskrieg gegen seine Nachbarn führte, einen, der damit endete, dass Israel den Ägypten den Gazastreifen und Jordanien die Westbank einschließlich Jerusalems abnahm.

Das sollte nicht vergessen werden. Während der Jahre der jordanischen Besatzung waren Juden aus Jerusalems Altstadt verbannt und sie durften nicht an der Westmauer beten. Zahlreiche jüdische religiöse Stätten in Jerusalem wurden geschändet oder zerstört.

Und jetzt begrüßt ein UNO-Gremium eine verfälschte Version der Vergangenheit dieser Stadt, während die palästinensische Autonomiebehörde die Balfour-Erklärung – eine Erklärung zur Unterstützung eines vielfältigen Nahen Ostens – als Straftat darstellt.

Das endet hier nicht. Die Palästinenser sollen heute darüber nachdenken die UNESCO aufzufordern, sie solle verlangen, dass die Israelis ihnen die Schriftrollen vom Toten Meer übergeben, fast 1.000 religiöse Texte, zumeist in Hebräisch und Aramäisch, die auf die Zeit des Zweiten Tempels zurückgehen.

Man ist versucht zu sagen: „Man kann das nicht erfinden.“ Aber natürlich kann man das. Orwell tat es. Die Frage ist, ob wir seitdem etwas gelernt haben.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.11.-3.12.2016)

Sonntag, 27.11.2016:

Zahlen zum Feuer-Terrorismus: Seit Beginn der Brände in der letzten Woche
– wurden 75.000 Menschen evakuiert
– etwa 600 Menschen nicht in ihre Häuser zurückgelassen
– ca 10.131 Ar Land vernichtet
– mehr als 1.800 Häuser in 14 Landkreisen beschädigt
– mehr als 1.600 Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung eingesetzt
Mehr als 100 Feuerwehrleute aus dem Ausland wurden bei der Brandbekämpfung eingesetzt, darunter 69 aus Zypern, 30 aus den USA und 24 von der PA.
– unter den bisher 39 festgenommenen Brandstiftern sind 18 israelische Araber.

Rund 25.000 Juden begaben sich über das Wochenende zum Patriarchengrab in Hebron, um dort zu beten. Anlass war eine Feier des Lebens der Matriarchin Sarah.

Einer der Hamas-Führer prahlte wieder, dass die Terroristen jede Menge Raketen haben, mit denen sie Tel Aviv und Orte nördlich davon beschießen können.

Montag, 28.11.2016:

Mahmud Abbas hat Hamas und den Palästinensischen Islamische Jihad zum Fatah-Kongress eingeladen, der ab Mittwoch stattfinden soll. Vor einer Woche noch hatte die Hamas bestritten, dass es eine solche Einladung gibt.

Dienstag, 29.11.2016:

Nachdem die 2000 Brände gelöscht sind (und während sie noch tobten), setzten die PalAraber und israelische Araber  ihre Terrorangriffe auf Juden fort (unvollständige Zusammenfassung von Montag):
– Bei Kiryat Ono wurde ein Blendgranate auf ein Auto geworfen.
– Am Bahnhof von Yehoschua ging ein Egged-Bus in Flammen auf
– In Schuafat wurden von Arabern wieder Steine geworfen.
– Zwei Linienbusse wurden bei Efrat mit Steinen beworfen. (Eine Windschutzscheibe ging zu Bruch.)
– Auf derselben Straße wurden Autofahrer mit Felsbrocken beworfen.
– Bei Rahat in Südisrael wurde ein Linienbus mit Steinen beworfen.
– Bei Ofra wurde ein IDF-Posten angegriffen.

Heckmeck:
– Zum „Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ mahnte Ban Ki-moon, dass die Aussichten für eine Zweistaatenlösung des israelisch-palästinensischen Konflikts rasch schwinden. Siedlungsbau und der Abriss von (illegalen) Häusern würden die israelische Demokratie untergraben. Und die Uneinigkeit der Palästinenser sei lähmend. (Kritik am Terror? Fehlaneige!)

Mittwoch, 30.11.2016:

Vor drei Tagen brach mal wieder ein Hamas-Tunnel (an der Grenze zu Ägypten) ein und begrub 4 Hamasniks. Eine saudische Quelle macht die Ägypter für den Einsturz verantwortlich; diese pumpen Wasser in gefundenen Tunnel.

Die Brandermittler, die einen großen Brand bei Nataf (nahe Jerusalem im Israel von vor 1967) untersuchen, fanden Überreste eines Molotowcocktails, der offensichtlich aus dem nahe gelegenen PA-Gebiet geworfen worden war.

Hacker störten Dienstag zeitweise die Sendungen der israelischen Fernsehkanäle 2 und 10. Etwa eine halbe Minute lang waren auf den Bildschirmen Bilder muslimischer heiliger Stätten zu sehen, im Hintergrund wurden muslimische Gebete abgespielt; dazu kamen Bilder der aktuellen Brände und die Worte „Allah ist groß“ (in Hebräisch).

Donnerstag, 01.12.2016:

Der Fatah-Kongress hat Mahmud Abbas für die nächsten fünf Jahre wieder zum Vorsitzenden gewählt. In seiner Dankesrede gelobte der geliebte Führer: Ich werde Israel niemals als jüdischen Staat anerkennen. So viel zur Friedensbereitschaft des „Friedenspartners“.

Yuval Steinitz, israelischer Minister für Infrastruktur, Energie und Wasserressourcen bezeichnete Mahmud Abbas als „Israels Feind Nummer 1“.

Freitag, 02.12.2016

Die israelische Polizei hat inzwischen 39 der Brände der letzten Woche genauer untersucht. 29 davon waren auf jeden Fall Brandstiftung. Dazu gab es Dutzende Stellen, an denen versuchte Brandstiftung nicht in einen Flächenbrand ausartete.

Samstag, 03.12.2016:

Haifa wird nach den Bränden ein dreitägiges arabisches Lebensmittelfest veranstalten, an dem arabisch-muslimische, arabisch-drusische, arabisch-christliche und jüdische Köche kulinarische Schätze der Region vorstellen werden. Die Veranstalter versprechen sich davon eine Stärkung des Zusammenhalts der Bevölkerung.

Wem gehört das Land?

Ruth Isaac, Facebook, 25. November 2016

Wem gehört das Land? Dem, der jubelt, wenn es verbrannt wird oder dem, der das Feuer gelöscht sehen will?

Einige Teile der arabischen Welt feiern jetzt, wo Israel brennt, genauso, wie sie es bei den Anschlägen vom 9/11 taten. Und völlig zurecht ziehen eine Menge Leute den Vergleich zu König Salomos Urteil darüber, wessen Baby es war – das der Frau, die es gerne töten lassen wollte oder der Frau, die wollte, dass das Kind lebt. Ich sage immer: Was kann man da verwechseln? Die Antwort ist sehr einfach. Die wahre Mutter und der wahre Hüter des Landes würde es immer schützen wollen.