Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26.04.-02.05.2015)

Sonntag, 26.04.2015:

Der Araber, der gestern in Jerusalem die vier Polizisten überfuhr, konnte festgenommen werden.

Montag, 27.04.2015:

Ein populärer pal-arabischer Sänger schwört die Gemeinde wieder mal ein: Safed, Tiberias, Akko und Haifa sind „palästinensische Städte“. (Also: Israel beseitigen)

Die Polizei gibt inzwischen zu, dass der Bus auf der Straße 443 durch einen von Arabern geworfenen Molotowcocktail in Brand geriet.

Zwei der vier toten Bombenleger von Sonntag waren Söhne eines drusischen Terroristen aus Majdal Schams.

Al-Jazira behauptet die israelische Luftwaffe habe erneut an der syrisch-libanesischen Grenze angegriffen. Die IDF bestreitet dies; wahrscheinlich wurde der Angriff von syrischen Rebellen ausgeführt.

Hamasführer Ahmed Yussef ließ wissen, dass unter europäischer Vermittlung „Gespräche“ der Terroristen mit Israel stattfinden.

Israelische Araber haben für morgen zu einem Generalstreik aufgerufen. Als Grund wird die israelische Praxis angegeben, Häuser von Terroristen abzureißen. (Eine Praxis, die schon länger nicht mehr durchgeführt wird, auch wenn es immer wieder ins Gespräch gebracht wird.)

Westliche Gleichgültigkeit gegenüber der palästinensischen Kultur des Hasses

Ari Lieberman, FrontPageMag, 15. Dezember 2014

Vor kurzem ist ein schockierendes, verstörendes Video aufgetaucht, das das wahre und bösartige Gesicht des palästinensischen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit offenlegt. Das vom Middle East Media Research Institute (MEMRI) bereitgestellte Video zeigt einen bärtigen Scheik, der eine anscheinend spontane Predigt zu den Juden hält. (Worüber kann man sonst schon reden?) Veranstaltungsort ist die Al-Aqsa-Moschee, die von denen, die die „Religion des Friedens“ praktizieren, als ihre drittheiligste Stätte nach Mekka und Medina betrachtet wird.

Die Rede selbst ist angefüllt mit qualvollem Antisemitismus von der Art, die selbst die Redakteure der New York Times erröten lassen würde. Der Scheik beschreibt, dass die Juden die widerlichsten Charakterzüge haben, dass sie für das Töten der „Propheten“ verantwortlich waren, dass sie versuchten Mohammed zu ermorden, dass die Zeit für ihre „Abschlachtung bevorsteht“, dass sie „ohne Erbarmen“ abgeschlachtet werden und natürlich gibt es das routinemäßige „Juden sind Affen und Schweine“-Ding.

Interessanterweise erwähnt der Redner die Sehnsucht nach palästinensischer Eigenstaatlichkeit oder Unabhängigkeit nicht einmal. Stattdessen spricht er von der Gründung des „islamischen Kalifats“. „Oh Allah“, erklärt er, „beschleunige die Gründung des Staates des Islamischen Kalifats“ und schimpft weiter: „Oh Allah, beschleunige den Treueschwur des muslimischen Kalifats.“ Er rotzt diese letzte Äußerung dreimal zu „Amen!“-Rufen der großen, zustimmenden Menge, die sich um ihn versammelt.

Diese Kommentare, die im Westen (zumindest bei einigen) zu Entsetzen und Ekel eintragen würde, sind unter Palästinensern fast banal. Ein ähnliches Video mit ein anderen Redner einige Tage vorher am selben Veranstaltungsort vermittelte sogar identische Geisteshaltung; dieser drückte Bewunderung für den Islamischen Staat aus und rief zum Mord an Juden und der Vernichtung Amerikas auf.

Kehliger Antisemitismus ist im Gewebe der palästinensischen Gesellschaft tief verwurzelt und verwoben. Trotz ihrer unbedeutenden Zahlen glauben 78% der Palästinenser, dass Juden für die meisten Kriege der Welt verantwortlich sind und kolossale 88% glauben, dass Juden die Weltmedien kontrollieren; noch mehr glauben, dass Juden in der Geschäftswelt zu viel Macht ausüben.

Ein Großteil der Verantwortung dafür kann direkt Mahmud Abbas‘ palästinensischer Autonomiebehörde vor die Tür gelegt werden, die die palästinensische Bevölkerung einer steten Kost von Hass erfüllter, judeophobischer Rhetorik durch staatlich kontrollierte Medien und Bildungsinstitutionen unterwirft. Dies ist derart gut verwurzelt, dass der Prozess der Deprogrammierung, sollte er jemals versucht werden, Genrationen brauchen, um es umzukehren.

Einige Schuld trifft allerdings auch die Obama-Administration und die Europäische Union, die weiterhin die PA mit einer endlosen Zufuhr an Steuergeldern ohne irgendeine Form von Rechenschaftspflicht versorgen. Westliches Geld wird offen benutzt, um den Hass-Apparat der PA mit Geldmitteln zu versehen, die an Institutionen fließen, die Antisemitismus propagieren und zu Terrorismus ermutigen.

Einige westliche Medienorgane sind ebenfalls mit Schuld am Fortbestehen der palästinensischen Hass-Kultur. Die New York Times z.B. berichtet regelmäßig und eifrig sogenannten „Price Tag“-Vandalismus; eine von fast allen Israelis einhellig verurteilte und energisch von israelihcsen Behörden strafrechtlich verfolgte Praktik, die aber selten, wenn überhaupt, die Art boshafte Hassrede umfasst, wie sie in den oben angeführten Videos zu sehen ist.

Von dieser Art schädlichen Redenweise inspirierte Hassverbrechen werden ebenfalls routinemäßig ignoriert. Dieser Punkt wird der verstörende Fall von Asher Palmer hervorgehoben, einem amerikanischen Staatsbürger, der zusammen mit seinem Sohn, einem Säugling, ermordet wurde, als ein von einem Palästinenser geworfener Stein durch die Windschutzscheibe seines Autos krachte und ihn direkt im Gesicht traf. Die New York Times ignorierte die grauenhaften Morde und erwähnte ein paar Tage später den Vorfall nur nebenbei im Zusammenhang mit einem Vergeltungs-„Price Tag“-Anschlag auf eine Moschee. IN der verdrehten Redaktionspolitik der New York Times war ein anscheinend von Juden begangener Akt des Vandalismus nötig, um ein Schlaglicht auf den entsetzlichen Mord an Asher Palmer und seinem kleinen Sohn durch die Hand von Arabern zu werfen.

Die Praxis des Ignorierens solcher Heimtücke entstammt zum Teil der Tatsache, dass die New York Times ein gewisses Narrativ auf Kosten der Fakten präsentieren will, was teilweise einer systematischen Unfähigkeit einiger westlicher Medien entstammt, an die Araber einen westlichen Standard bezüglich Anstand und Moral anzulegen. Damit wird arabischer Antisemitismus – dieselbe Art Antisemitismus, wie sie in Europa vor etwa 75 Jahre praktiziert wurde – entweder ignoriert oder bloßen kulturellen Unterschieden zugeschrieben.

In der Tat macht sich die New York Times inzwischen nicht einmal die Mühe die Tatsache zu verbergen, dass sie scheinheilig zweierlei Maß anwendet, wenn es um Berichterstattung über palästinensisch-arabischen Rassismus und Hassreden geht, wie ein vielsagender Austausch zwischen dem Chefredakteur der Kommentarseite Matt Seaton und Tamar Sternthal, einer Direktorin des Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America (CAMERA) bezeugt.

Die Art Giftigkeit wird selten in den Videos in Englisch für westliches Publikum zum Ausdruck gebracht. Nur die krassesten davon teilen öffentlich ihre Gefühle über Juden – und übrigens auch den Westen – mit. Doch hinter verschlossenen Türen ist das eine ganz andere Sache. Gruppen wie MEMRI, CAMERA, Palestinian Media Watch (PMW) und viele andere machen eine ausgezeichnete Arbeit beim Entlarven der Niedertracht, die sich nur kurz unter der Oberfläche verbirgt. Das Problem ist, dass es niemanden zu kümmern scheint. Auch vor 75 Jahren kümmerte es niemanden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.04.2015)

Sonntag, 19.04.2015:

Aus Anlass des Holocaust-Gedenktags hatte die offizielle PA-Zeitung auch ein paar Nettigkeiten parat: Es gab zwischen ein und zwei Millionen jüdische Opfer; das Ziel der zionistischen Bewegung während des Holocaust waren: 1) finanzielle und politische Erpressung der europäischen Staaten, 2) die Juden drangsalieren, damit sie in den ethnisch säubernden Staat Israel einwandern, 3) das Leid der Juden zu vergrößern, um das Mitgefühl der Welt auszuschlachten.

Die UNO hat keine Belege dafür, dass in den Gazastreifen geliefertes Baumaterial für andere als zivile Zwecke verwendet wird. (Na ja, die kriegen ja auch nicht mit, dass die Terroristen Raketen und andere Waffen in UN-Einrichtungen lagern…)

Montag, 20.04.2015:

Während der letzten 12 Monate wurden 31 Israelis bei Terroranschlägen getötet. (In den 12 Monaten davon nur 2.)

Ein Soldat wurde verhaftet, nachdem er den Tempelberg verließ; beim Verlassen des Plateaus soll er seinen Kopf leicht geneigt haben, wie viele es aus Respekt beim Verlassen z.B. einer Synagoge tun.

Dienstag, 21.04.2015:

Sinai: Ägypten meldet, dass seit März 69 Tunnel zerstört wurden.

Die PA und ihr Chef Mahmud Abbas aalen sich zum israelischen Gefallenen-Gedenktag in Terror-Verherrlichung; Abbas persönlich ehrte im Verlauf des letzten Monats „erste“ Terroristen (daruter der 1. „Märtyrer“, der 1. Gefangene, die 1. Gefangene).

Der im letzten Sommer von drei Juden ermordete arabische Jugendliche wurde auf die Gedenktafel für die Terroropfer auf dem Herzl-Berg in Jerusalem gesetzt. Seine Familie forderte allerdings, dass er wieder entfernt wird; sie betrachten sich nicht als Israelis.

Der Araber, der neulich mit seinem Auto an einer Bushaltestelle mehrere Menschen rammte (einer starb noch am selben Tag, die andere ist immer noch in kritischem Zustand), gab zu, dass er „Juden töten“ wollte.

Mittwoch, 22.04.2015:

Premierminister Netanyahu mahnt die PalAraber: Hört auf Terror zu verherrlichen, das wird euch keinen Frieden bringen.

Eine christliche Schule in den Palästinensergebieten schickte einige ihrer Schüler auf einen Schulausflug nach Yad Vashem. Dafür erntet sie jetzt heftige Kritik; das PA-„Bildungsministerium“ verlangte von der Schulleitung sogar eine Rechtfertigung für den Ausflug.

Sport-/Fußball-Jihad: FIFA-Chef Blatter reist demnächst los, um israelische und palarabische Führungspersönlichkeiten zu treffen, damit eine Abstimmung über den PA-Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA zu vermeiden. Jibril Rajoub „hofft“ darauf, dass Blatter die Israelis überzeugen kann alle Restriktionen gegen palästinensische Athleten aufzuheben und den palästinensischen Verband als Gleichen zu behandeln. Er werde nichts weniger akzeptieren, sonst werde der Antrag nicht aufgegeben. (Sch…. drauf, dass Israel nur Terroristen und stark Terrorverdächtigen Beschränkungen auferlegt. Die Juden dürfen keine Gründe haben…)

Freitag, 24.04.2015:

Die Hamas hat signalisiert, dass nicht sie für den Raketenangriff von Donnerstag verantwortlich ist und daran arbeitet die Verantwortlichen ausfindig zu machen; von israelischen Sicherheitskreisen wird trotzdem die Hamas als verantwortlich betrachtet.

Ein Hamas-Abgeordneter offenbarte, wie viel die PA inhaftierten Terroristen zahlt. Die Summe, die den Familien von „Märtyrern“, bei ihren Aktionen verletzten Terroristen und inhaftierten Terroristen gezahlt wird, beläuft sich auf monatlich 150 bis 160 Millionen US-Dollar.

Der ehemalige Kommandeur des Abschnitts Süd sagte, dass die Hamas definitiv einen weiteren Krieg gegen Israel vorbereitet. Da die Hamas die Bevölkerung im Gazastreifen vernachlässigt, baut sich Druck auf, der einen weiteren Krieg praktisch zwingend zur Folge haben wird.

Neue Satellitenbilder zeigen, dass die Hisbollah im Libanon eine Start-/Landebahn gebaut hat, die offenbar für (vom Iran gelieferte) Drohnen gedacht ist.

Samstag, 25.04.2015:

Zu den Angriffen der Luftwaffe in Syrien gibt es weiter unklare Berichte. Es soll zwei Angriffe gegeben haben, der zweite am Freitag; dieser soll Hisbollah-LKWs mit Raketen beschossen haben. Der erste Angriff soll am Mittwoch stattgefunden und einen Toten gefordert haben.

Der Sprecher der jüdischen Gemeinschaft in Hebron sagt, dass der Angriff an der Patriarchenhöhle durch die Aufhetzung durch anarchistische, antisemitische Organisationen provoziert wurde. Kurz vor dem Angriff wurde eine Gruppe israelischer Wanderer von einer Gruppe Anarchisten angegriffen. Solche Aktionen gäbe es ständig.

Foto der Woche – ein Ort gelebten Antisemitismus

Bundestag

Es gibt im Bundestag ein Programm „Internationale Parlamentsstipendium“ (IPS), mit dem junge Hochschulabsolventen aus 41 Staaten jeweils 5 Monate lang in einem Abgeordnetenbüro arbeiten und Erfahrungen in parlamentarischer Arbeit sammeln können. Dieses Jahr wurden die Teilnehmer erstmals entsprechend ihrer Herkunftsregionen zusammengefasst. Damit landeten die israelischen Teilnehmer bei den zentralen Veranstaltungen in einer Gruppe mit Libanesen und Palästinensern. Die waren alles andere als erfreut. Sie lehnten es ab, neben Israelis auf einer Bühne zu erscheinen. Das änderte sich auch nicht, als beschlossen wurde, dass die Vertreter dieser drei Staaten von solchen aus sieben weiteren Nationen begleitet würden. Die Boykotteure verlangten, dass die Israelis zuerst ein Dokument unterzeichnen, mit dem die „Illegalität“ der Besatzung, angebliche Kriegsverbrechen an Palästinensern und weiteres anerkannt wird.

Die IPS-Führung drohte anfangs damit, die Araber würden aus dem Programm geworfen, knickten dann aber ein, so dass die Araber mit anderen Arabern zusammen gingen, die Israelis isoliert und allein auftreten mussten.

Einer der israelischen Delegierten äußerte gegenüber dem Fernsehsender Kanal 10, dass er sich im Namen seiner Großeltern schämte, die den Holocaust überlebten und sie nur geblieben seien, weil bestimmte Parlamentsmitglieder ihren Ekel angesichts dieser Entscheidung ausgedrückt hätten.

—–

Gerd Buurmann hat sich sehr treffend dazu geäußert.

Gedankenverlorenes Territorium: Hamas rüstet Verteidigungssystem Menschliche Kuppel nach

Hamas hält beträchtliches Reservoir an Menschen, mit denen sie ihr Low-Tech-System bestückt

PreOccupied Territory, 14. April 2015

Gaza Stadt, 14. April – Militärbeobachter berichten, dass die Hamas, die militant islamistische Bewegung, die den Gazastreifen betreibt, ihr Menschliche Kuppel-System nach einem strapaziösen Krieg mit Israel im letzten Sommer wieder aufzubauen und zu verbessern scheint.

Menschliche Kuppel bot während der 51 Tage Krieg sowohl Abschreckung vor bestimmten israelischen Angriffen als auch massive Ausnutzung durch den Medienapparat der Hamas durch Nutzung von Bildern der Toten und Verletzten nach Angriffen, die einen zivilen Blutzoll forderten. Das System wurde sogar zur vorrangigen Offensivwaffe der Hamas, die mit Hilfe internationaler Sympathisanten und Nachrichtenorganisationen sehr effektiv genutzt wurde.

Satelliten und andere Überwachungsdaten deuten darauf hin, dass die militanten Organisation ihre Reparatur und Aufwertung des Systems fast abgeschlossen hat; anders als technisch fortschrittlichere Ausrüstung benötigt sie keine Teile und Maschinen, die derzeit in dem Küstenstreifen Mangelware sind. Menschliche Kuppel braucht nur Menschen, vorzugsweise Frauen und Kinder, die strategisch in, nahe oder auf Gebäuden von militärischem Wert sind; Beobachter sehen keine Knappheit an Menschen im Gazastreifen, bei denen Kinder in unverhältnismäßig großem Anteil vorhanden sind. Militäranalysten sehen, dass die Hamas sowohl die Zahl als auch die Schwere der Opfer dieser taktischen Aktivposten verbessert, um den Schaden als Hebel zu benutzen, um Israel politisch zu schaden und damit zusätzliche Zugeständnisse abzupressen.

Während die Hamas in den mehreren früheren Kriegen mit Israel Menschliche Kuppel-Einheiten lediglich in der Nähe von Kämpfern, Lagern, Tunneln oder Bunkern positionierte und dann darauf wartete, dass Israel sie beschießt und Opfer fordert, erwarten Analysten, dass die Organisation im nächsten Krieg nicht darauf warten wird, dass auf hereinkommende IDF-Flugkörper oder -Geschosse Zivilisten töten. Stattdessen wird die Hamas, gestärkt durch die Eile der internationalen Medien israelische Schuld für alle Opfer im Gazastreifen, selbst die durch von der Hamas fehlgeschossenen Raketen, zu akzeptieren, selbst auf diese Zivilisten schießen und den Medien dann einfach sagen, dass Israel das war.

Eine solche Taktik, sagte Analyst Hugo Menschschild, zielt darauf das Tempo der politischen Auswirkungen von Menschliche Kuppel zu forcieren, um authentische militärische Aktivposten einzusparen. Zwar gibt es Verbesserungen beim Raketenarsenal der Hamas und der unterirdischen Infrastruktur, aber der Zugang zu echter militärischer Ausrüstung bleibt eingeschränkt. „Raketen, Sprengstoff und Schusswaffen müssen eingeschmuggelt werden, aber die Menschen sind Eigengewächs“, erklärt Menschschild.

Die Analyse der zur Verfügung stehenden Daten deuten an, dass zwar fast die Hälfte der Bevölkerung des Gazastreifens von fast 2 Millionen gerne auswandern würde, sie aber effektiv davon abgehalten werden, das in beträchtlicher Anzahl zu tun. Israel bewahrt eine hermetisch abgeschlossene Grenze entlang der nördlichen und östlichen Seite des Gazastreifens aufrecht und gestattet nur bestimmten Arbeitern, Patienten und Waren den Grenzübertritt. Im Süden hat Ägypten den Streifen blockiert und begonnen die Schmuggeltunnel zu zerstören, die einst das Territorium mit dem Sinai verbanden und behauptet, die Hamas unterstützten die dortigen islamistischen Guerillas. Das lässt das Mittelmeer im Westen als möglichen Ausgang übrig, aber nur wenige Gazaner sind bereit die Risiken einzugehen, die eine Seereise nach Europa beinhaltet und die auf der sie von Schmuggler ausgesetzt oder ausgeraubt werden können. Von daher behält die Hamas ein beträchtliches Reservoir an Menschen, mit denen sie ihr Low-Tech-System ausstatten kann.

Schuldzuweisungen und die Wirklichkeit

Omer Dostri, Israel HaYom, 6. April 2015

In einem Interview mit der Zeitung Kul al-Arab aus Nazareth in der letzten Woche erklärte PA-Präsident Mahmud Abbas, wenn der israelisch-palästinensische Konflikt nicht gelöst werden sollte, dann würde der heute im gesamten Nahen Osten zu sehende Terrorismus und Extremismus seinen Weg nach Israel finden.

Indem er das sagte, versuchte Abbas die Illusion zu schaffen, dass den Stillstand des Friedensprozesses Israels Fehler ist und nicht das Resultat seiner eigenen Renitenz sowie einem verdrehten Bild, in dem der zunehmende globale Jihad und Fundamentalismus direkt mit dem israelisch-arabischen Konflikt verbunden sind. Doch trotz Abbas‘ manipulativer Bemerkungen hat die Wirklichkeit genau das Gegenteil demonstriert. Sein hinterlistiger Aufruf zu Verhandlungen – nachdem er derjenige war, der die letzte Runde der Friedensgespräche verließ und die davor auch – und seine Pseudo-Moderatheit knallen volle Kanne vor die Wand er Realität.

Das Institut Palestinian Media Watch zeigte erst vor einer Woche, dass der offizielle Fernsehsender der PA sich entschloss einen Videoclip auszustrahlen, in dem ein Schüler fordert Juden zu töten („Wir werden die Juden bekämpfen, sie töten und sie überwinden.“) Das ist natürlich nicht die einzige Hetze. Letztes Jahr organisierte das PA-Bildungsministerium eine Sportveranstaltung zu Eren des ägyptischen Dichters Hisham al-Gakh, nachdem dieser ein Gedicht las, das folgende Worte enthält: „Mein Feind, Zion, Satan mit einem Schwanz.“ Der Leiter des palästinensischen Sportbehörde schloss sich an, indem er ein Tischtennis-Turnier zu Ehren der Terroristin Dalal Mughrabi sponserte, die 1978 beim Küstenstraßen-Massaker mitmachte, bei dem 37 Israelis getötet wurden.

Abbas‘ Versuch den globalen Jihad mit den israelisch-arabischen Konflikt zu verbinden scheitert, wenn er mit der Wirklichkeit konfrontiert wird. In den letzten Tagen haben Berichte gesagt, die Gruppe Islamischer Staat habe große Teil des palästinensischen Flüchtlingslagers Yarmuk in Syrien erobert und bereits Dutzende Palästinenser hingerichtet, die in Syrien oder einem der Nachbarstaaten keine Staatsbürgerschaft erhalten hatten; diese Verweigerung war Teil des Versuchs dieser Länder das palästinensische „Rückkehrrecht“ am Leben zu erhalten. Es ist klar, dass, wenn Muslime Muslime abschlachten – selbst Palästinenser, die in der panarabischen Gesellschaft als Opfer betrachtet werden – das nichts mit Israel zu tun hat.

Abbas lügt ohne mit der Wimper zu zucken und bleibt bei seinen Anstrengungen den Staat Israel und seinen politischen Chef zu delegitimieren und zu dämonisieren. Diese Versuche werden ihm wahrscheinlich nicht helfen, insbesondere jetzt, wenn die Welt sieht, dass der israelisch-arabische Konflikt nicht der Nexus aller Missstände der Welt ist.

Man gewinnt den Eindruck niemand außer ein oder zwei israelischen Zeitungen Abbas mehr ernst nimmt, nicht einmal arabische Staaten, die mit geringfügig wichtigeren Dingen beschäftigt sind.

Derweil beweisen einfache Fakten und die Wirklichkeit immer wieder, dass Abbas trotz der Behauptungen des linken Lagers kein „Partner“ für ein Friedensabkommen ist. Ganz im Gegenteil: Abbas tut alles, um eine echte Lösung des Konflikts zu blockieren, während er Aufstachelung schafft und „Volkswiderstand“ schafft, was Code für Terroraktivitäten unter Nutzen von kleinen Waffen ist.

Bis in der Palästinenserführung ein echter Wandel stattfindet, wird die diplomatische Lage wahrscheinlich dieselbe bleiben. Und wenn wir uns ansehen, was in den Ländern rund um uns herum geschieht, sind die Palästinenser vielleicht klug genug sich zu entscheiden nichts zu tun, das die Hamas oder den Islamischen Staat hereinholen könnte. Es ist also völlig verständlich, dass ihre aktuelle Führung Däumchen dreht und jedem echten Angebot ein Friedensabkommen zu erzielen ausweicht. Das ist eine für beide Seiten gute Situation.

Neue Restriktionen der Hamas – Obst verrottet an der Grenze von Gaza

Elder of Ziyon, 14. April 2015

Diese Welt wäre eine andere, wenn NGOs 10% so viel Anstrengungen auf die Rolle der Hamas beim Elend im Gazastreifen verwenden würden, wie sie es für die falschen Beschuldigungen an Israel tun.

Heute gibt es wieder eine Story, die NGOs wie Gisha ignorieren werden (außer dieser Eintrag beschämt sie so sehr, dass sie sie widerstrebend erwähnen).

Die Hamas erhebt im Gazastreifen gerade eine neue Steuer auf Obst; sie verlangt 100 Scheckel pro Tonne. Das Ergebnis: Die Obsthändler sind nicht bereit Erzeugnisse zu importieren, die sie nicht verkaufen können.

20 LKW Obst stecken wegen dieser Entscheidung seit gestern am Übergang Kerem Shalom fest.

Die Hamas hat früher schon die Einfuhr von Obst direkt eingeschränkt.