Palästinensisch-arabische Flüchtlinge – wessen Verantwortung?

Yoram Ettinger, Israel HaYom, 13. Mai 2016

Der erste US-Botschafter in Israel, James McDonald, schreibt in seinem Buch „My Mission in Israel“[1] (veröffentlicht 1951, S. 174-176): „Die Flüchtlinge lagen in der Verantwortung [der arabischen Führer] als Ergebnis eines Krieges, den sie anfingen und verloren. … Die meisten arabischen Regierungen zeigen kein wirkliches Interesse an den Flüchtlingen.“

Die in Zypern sitzende (auf Arabisch sendende) British Near East Broadcasting berichete am 3. April 1949: „Der Hohe Arabische Rat ermutigte die Flucht der Flüchtlinge aus ihren Häusern.“ Der Oberkommandierende der arabischen Streitkräfte, Fawzi al-Qawuqji, ein bekannte Nazi-Kollaborateur, drohte im August 1947: „Sollten die UNO falsch abstimmen [um einen jüdischen Staat zu grünen], werden wir einen totalen Krieg beginnen … Mord, Untergang, Ruin.“ Am 24. November 1947 drohte der amtierende Vorsitzende des palästinensischen Hohen Arabischen Rats, Jamal al-Husseini: „Palästina wird von Feuer und Blut verzehrt werden, wenn die Juden auch nur irgendeinen Teil davon bekommen.“

Die Saga der arabischen Flüchtlinge von 1948/49 ist systematisch aufrechterhalten, verzerrt und missbraucht worden – von den Arabern, den Vereinten Nationen allgemein und der UN Relief and Works Agency im Besonderen – um Israel zu entmenschlichen.

Anders als die 320.000[2] arabischen Flüchtlinge von 1948/49 – die von der palästinensischen Autonomiebehörde, der Palästinensischen Befreiungsorganisation und den arabischen Regimen auf dem Altar der Delegitimierung Israels geopfert wurden – sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs rund 100 Millionen Flüchtlinge aus Europa, Asien und Afrika in ihren Aufnahmeländern integriert worden.

300.000 Palästinenser wurden zudem 1991 aus Kuwait vertrieben, nachdem sie mit Saddam Husseins Invasion des Staates kollaborierten; 200.000 Palästinenser flohen wegen ihrer engen Verbindungen zum Regime Assad aus Syrien; und 50.000 Palästinenser flohen aus dem Irak, aus Angst vor Rache wegen ihres Bündnisses mit Saddam. Niemand von ihnen löste UNO-Resolutionen, weltweite Identifikation und atemberaubende Finanzhilfen aus, wie es bei den arabischen Flüchtlingen von 1948/49 der Fall war.

Entsprechend der Zeugenaussage von Generalleutnant Alexander Galloway, dem UNRWA-Direktor in Jordanien, bei einer Anhörung vor den Nahost-Ausschuss des Senats in Washington am 25. Mai 1953, wollen „die arabischen Staaten das Flüchtlingsproblem nicht lösen. Sie wollen es als Waffe gegen Israel behalten. Arabische Führer pfeifen darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.“

Genau genommen war Jordanien der einzige arabische Staat, der die UNO-Resolution 413 vom 26. Januar 1952 anerkannte, die einen mit $200 Millionen ausgestatteten Dreijahresplan von UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjold vorschlug, um die palästinensischen Flüchtlinge in ihren arabischen Aufnahmeländern zu integrieren. Am 3. Januar 1950 sagte UNO-Generalsekretär Trygve Lie: „Die Flüchtlinge werden in den Ländern, die sie unterbringen, ein unabhängiges Leben führen… Die Flüchtlinge werden nicht länger von einer internationalen Organisation betreut werden.“ Wie die New York Post allerdings am 11. Juni 1959 berichtete, argumentierte Dr. Elfan Rees, ein Berater des Weltkirchenrats zu Flüchtlingen, dass wegen arabischer Irreführung und Drucks „die UN Relief and Works Agency (UNRWA) die toten und Nichtflüchtlinge durchfüttert“.

UNRWA wurde am 8. Dezember 1949 als vorübergehende Organisation gegründet, die zwei bis drei Jahre arbeiten sollte; sie wurde aber zu einer dauerhaften, der größten UNO-Organisation, die überbesetzt ist und einen Pensionsfond von $1 Milliarde aufweist und als gegen Israel zielender Dolch benutzt wird. UNRWA versorgt ausschließlich palästinensische Flüchtlinge; sie beschäftigt 30.000 Personen; demgegenüber beschäftigt das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) 6.400 Personen, die sich um 60 Millionen Flüchtlinge kümmern. Das UNHCR lässt den Flüchtlingsstatus erlöschen, während die UNRWA den Status der Flüchtlinge verewigt und verschärft und ihre Zahlen aufbläht.

Im Gegensatz zum UNHCR, der sich an die UNO-Flüchtlingskonvention von 1951 hält – der Flüchtlingsstatus wird nicht an die Nachkommen vererbt – wendet die UNRWA den Flüchtlingsstatus ohne ernsthafte Prüfung auf Araber (einschließlich Fremdarbeiter) an, die sich nur zwei Jahre vor dem Krieg von 1948 in Palästina aufhielten. 1978 und 1986 ließ die UNRWA israelische Angebote scheitern die Neuansiedlung und Ausbildung/Umschulung arabischer Flüchtlinge im Gazastreifen, Judäa und Samaria mitzufinanzieren.

2012 wählten die UNRWA-Beschäftigten mit den Hamas-Terroristen verbundene Kandidaten auf 25 von 27 Sitze der Gewerkschaftsvorstände, die zehntausend UNRWA-Arbeiter repräsentieren. Darüber hinaus wurden UNRWA-Einrichtungen 2014 von der Hamas in ihrem Krieg gegen Israel genutzt.

Die amerikanischen Steuerzahler finanzieren 33% des UNRWA-Budgets.

Hätten die arabischen Länder 1948 darauf verzichten in das neu gegründete einzumarschieren und hätten die israelischen Araber darauf verzichtet mit der Invasion zu kollaborieren – die von der islamischen Doktrin getrieben war, dass der gesamte Nahe Osten gottgewollt und ausschließlich den Muslimen gegeben war – dann hätte es 1948/49 weder Krieg noch 820.000 jüdische Flüchtlinge aus arabischen Landen und 320.00 arabische Flüchtlinge gegeben. Hätten die Araber israelische Angebote zur Ansiedlung und Berufsausbildung arabischer Flüchtlinge angenommen, wäre kein einziger Flüchtling übrig geblieben.

Fakt ist, dass das authentische, schurkische und sadistische Wesen der palästinensischen Autonomiebehörde und anderer arabischer Regime – und ein Schlüsselhindernis für friedliches Koexistenz – von ihrer Hass-Erziehung und Gegnerschaft zur Ansiedlung arabischer Flüchtlinge gespiegelt wird. Sie wollen die Kampagne zur Delegitimierung, Entmenschlichung und schließlichen Beseitigung des „ungläubigen“ jüdischen Staates nicht untergraben.

135 n.Chr. benannte das römische Reich Judäa zu Palästina um – eine Ableitung von Philistäa/Philister, die keine Araber waren, sondern ein griechischer Seefahrerstamm aus der Ägais – womit der Versuch unternommen wurde das Judentum aus dem menschlichen Gedächtnis zu löschen. 2016 wird die Saga der arabischen Flüchtlinge von 1948/49 dramatisch verdreht,a ls Mittel zum Auslöschen des jüdischen Staates.

[1] Mein Auftrag in Israel

[2] 800.000 Araber im Israel vor 1967 vor dem Krieg von 1948/49; 170.000 am Ende des Krieges; 100.000 wurden durch Israels Geste der Familienzusammenführung aufgenommen; 100.000 Araber der Mittel- und Oberschicht verließen das Land vor dem Krieg und integrierten sich in die benachbarten arabischen Länder 50.000 Migrantenarbeiter kehrten in ihre arabischen Herkunftsländer zurück; 50.000 Beduinen schlossen sich ihren Stämmen in Jordanien und im Sinai an; 10.000 waren Todesopfer, 320.000 Flüchtlinge.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (29. Mai – 4. Juni 2016)

Sonntag, 29.05.2016:

PA-„Premierminister“ Hamdallah besuchte Samstag eine Schule in Beit Izja, nordwestlich von Jerusalem. Dabei ehrte er einen Teenager-Terroristen, der beim Versuch Juden zu ermorden den Tod fand.

Araber legten am Sabbat in Samaria mehrere Feuer, die jüdische Ortschaften schaden sollten.

Montag, 30.05.2016:

Die Polizei konnte die jugendlichen Terroristen ermitteln und festnehmen, die am 10. Mai ältere Frauen mit Messern angriffen und zwei verletzten. Zwei der Terroristen waren schon früher verhaftet worden, der dritte wurde jetzt ermittelt.

Heckmeck:
– Während Mahmud Abbas die Franzosen wegen deren „Friedens“-Initiative bauchpinselt, fordert die PFLP zum „massenhaften Kampf“ dagegen auf. Sie wollen keinen Frieden aufgezwungen bekommen, sondern die Juden vernichten.

Dienstag, 31.05.2015:

Das Innenministerium hat einen Prozess eingeleitet, um einem Araber die israelische Staatsbürgerschaft zu entziehen, der mit seinem Auto einen Terroranschlag verübte, dann ausstieg und auf Passanten einstach; insgesamt verletzte er vier Juden.

Eine große Mehrheit von 78% der jüdischen befürwortet die Annexion von Ma’ale Adumim nach Israel.

Seht mal, all die Kriegsverbrechen!

Elder of Ziyon, 23. Mai 2016

New York, 18. Mai:

Eine Ermittlung wird in Midtown fortgesetzt, nachdem Polizisten sagen, dass ein ein Messer schwingender Mann Mittwochmorgen an der Ecke 49. Straße/8th Avenue von Beamten angeschossen und getötet wurde.

Omaha, 30. Mai:

Der Messer schwingende Verdächtige, der von der Polizei bei dem Versuch ihn an der 165. Straße Ecke West Maple Road am Freitagmorden in Gewahrsam zu nehmen lebensgefährlich verletzt wurde, ist gestorben. Er wurde als der 31 Jahre alte Joshua Beebee identifiziert.

Brooklyn, 8. Mai:

Ein 27 Jahre alter Mann wurde zweimal angeschossen, nachdem er sich Sonntagabend in Brooklyn angeblich mit einem Dolch in der Hand zwei Polizisten näherte.

Jacksonville (Florida), 14. Mai:

Die Polizei von Jacksonville schoss auf einen Mann, von dem sie sagt, er habe sie mit einem macheteartigen Messer sowie eine dolchartigen Messer

Los Angeles, 1. Mai:

Die Polizei von Los Angeles schoss am Samstagabend in Panama City auf einen Mann und tötete ihn, nachdem er mit einem Messer in der Hand auf zwei Polizisten losging, sagten die Behörden.

Citrus Heights (Kalifornien), 20. Mai:

Eine fast siebenstündige Pattsituation endete Donnertagabend, als die Polizei einen Mann erschoss, der sich in einer Wohnung in Citrus Heights verbarrikadierte, sagte die Polizei.

Wausau (Wisconsin), 1. Mai:

Ein Polizeibemater von Wausau erschoss am Samstagabend einen Mann, der ein Messer schwang, gab Wausau Police Patrol Captain Matt Barnes am Sonntagmorgen bei einer Pressekonferenz an.

Temecula (Kalifornien), 5. Mai:

Polizisten in Temecula erschossen einen Mann, der sich ihnen mit einem Messer näherte, sagte das Büro des Sheriffs am Donnerstag.

House of Charity (Washington), 28. April:

Donnerstag wurde ein Mann vor dem House of Charity getötet; die Polizei schoss auf ihn, nachdem er mit einem Messer auf Beamte zuging und sie drängte „tötet mich, tötet mich“, sagten Zeugen.

All das geschah nur innerhalb des letzten Monats und ist keine vollständige Liste der Fälle, bei denen Polizisten routinemäßig auf Menschen schossen, die „nur“ mit Messern bewaffnet waren.

Heute, am 23. Mai, meldete die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA:

Das Komitee der Häftlinge und ehemaligen Häftlinge sagte in einem am Sonntag veröffentlichten Bericht, dass 85 Prozent der Palästinenser, die von Israel seit Anfang 2015 getötet wurden – 179 Palästinenser – in außergerichtlichen Hinrichtungen im Feld getötet wurden.

Darin wurde gesagt, dass israelische Streitkräfte Palästinenser „kaltblütig“ hinrichteten; die angegebenen Gründe sein pure Vermutungen; es wird gesagt, dass Streitkräfte als Richter und Henker agierten.

Der Bericht besagte, dass die Mehrheit der getöteten Palästinenser aus sehr kurzer Entfernung in Tötungsabsicht getötet wurden.

Er beschrieb die Aufrufe israelischer Politiker Palästinenser zu töten statt sie festzunehmen als „Kriegsverbrechen“ und außergerichtliche Morde, was, wie er bestätigte, die Prinzipien der Universalen Erklärung der Menschenrechte verletzt, die Vierte Genfer Konvention und das Statut von Rom des Internationalen Strafgerichtshofs.

Es ist an der Zeit Klage nach dem internationalen Recht gegen jedes Polizeipräsidium in den USA zu erheben, weil auf Messer schwingende Verdächtige geschossen wird.

Es ist der Tag des internationalen zweierlei Maß gegen Israel, der jeden Tag gefeiert wird, an dem die Sonne aufgeht.