PA-Zeitung: Juden schüren die Flammen des Bösen, provozieren Kriege, kontrollieren die Finanzmärkte und die Medien und dominieren die US-Politik

Itamar Marcus und Barbara Crook, Palestinian Media Watch Bulletin, 1. November 2006 (nicht mehr online)

Al-Hayat Al-Jadida, die offizielle Zeitung der Palästinensischen Autonomiebehörde, veröffentlichte letzte Woche einen boshaft antisemitischen Artikel, der viele der klassischen antisemitischen Verleumdungen sowie „Modernisierungen“ beinhaltete:

– Juden fangen Kriege an, darunter den Krieg im Irak, um die Macht und Kontrolle der Juden zu verstärken
– Juden sind die dominante Kraft in der Politik der USA
– Juden kontrollieren die internationalen Finanzen
– Juden kontrollieren die internationalen Medien

In dem Artikel argumentiert Mohammed Khalifa, Kolumnist aus den Vereinigten Arabischen Emirate, dass die USA planen die Länder der Welt von einer einzigen Zentralregierung in New York aus zu kontrollieren. Die Juden, die jedes Schlüsselelement in den USA, einschließlich der Aktienmärkte, der Medien und er internationalen Finanzmärkte, dominieren oder kontrollieren, haben ihre „Gewohnheit“ genutzt internationale Kriege zu beginnen, um diese US-Kontrolle zu festigen.

Die Juden, sagt Khalifa, begannen den Krieg im Irak als ersten Schritt dahin, „die anderen arabischen Staaten zur freiwilligen Aufgabe ihres eigenen Willens zu zwingen“. Diese Taktik werde aber letztlich fehl schlagen, zum Dritten Weltkrieg führen und das Ende der westlichen Kultur darstellen.

Wichtig ist dabei die Feststellung, dass Al-Hayat Al-Jadida nicht von der Hamas-Regierung kontrolliert wird, sondern vom Büro des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas.

Es folgen die wichtigsten Abschnitte:

Durch den Fall der ehemaligen Sowjetunion 1991 wurden die USA die einzige Supermacht in der Welt, wodurch die Vorstellung des „Neuen amerikanischen Zeitalters“ verkündet wurde. Die in den [Nerven-]Zentren der amerikanischen Nation eingepflanzten Juden schufen Theorien zu dieser Idee, die sie übernahmen. Der Begriff gründet auf der Tatsache, dass die gesamte Welt mit dem Siegel der Amerikanisierung gestempelt werden muss und dass alle Länder der Welt von einer Regierung regiert werden werden, die in New York sitzt…

Es gibt einen einzigen globalen Aktienmarkt; der hat seinen Sitz in New York und wird von Juden kontrolliert. Dieser Aktienmarkt leitet die Währungsmärkte der gesamten Welt, bestimmt den Goldpreis und letztlich die verschiedenen Währungen der Welt…

Um diese Idee umsetzen zu können, war es nötig Kriege zu initiieren [wörtlich: zu zünden], denn Kriege sind nach der Gewohnheit der Juden das einzige Mittel, das ihren sehnlichen Wunsch nach Veränderung herbeiführen kann. Die Kriege entwurzeln die Gegner, wie sie es im Ersten und Zweiten Weltkrieg taten; hätten diese Kriege nicht statt gefunden, hätten die USA nicht die Welt übernommen und die Juden hätten das Zentrum dieser Dominanz nicht erreicht. Daher sind Kriege sehr entscheidend und um die Initiierung von Kriegen zu rechtfertigen tauchte die Theorie des „Zusammenpralls der Zivilisationen“ von Samuel Huntington auf, die besagt, dass das jetzige Jahrhundert einen Kampf der Zivilisationen der Welt erleben wird, da die westliche Zivilisation auf die islamische und die buddhistische Zivilisation prallen wird. Die amerikanischen Medienkreise, die mit der zionistischen Lobby verbunden sind, nahmen es auf sich diese Theorie zu propagieren, die sich überall hin ausbreitete und alle Nationen in einem intensiven Gefühl der Angst zurück ließ…

In diesem Augenblick fanden die Ereignisse des 11. September 2001 statt; diese wurden als Rechtfertigung für den Beginn globaler Unterwerfungskriege benutzt. Das erste ausgewählte Ziel war Afghanistan, weil behauptet wurde, dass diejenigen, die die Angriffe vom September ausführten, von dort kamen… Die Invasion wurde mit der Theorie des „Gerechten Krieges“ gerechtfertigt, obwohl Afghanistan keine unmittelbare Bedrohung für die USA war…

Als die Invasion Afghanistans einmal erfolgreich durchgeführt war, begannen die Juden die Invasion des Irak mit der Behauptung, dass dieser eine ernsthafte Gefahr für die nationale Sicherheit Amerikas darstelle. Die jüdische Propaganda spielte eine große Rolle dabei die irakische Gefahr zu übertreiben, bis der Irak als Monster da stand, das die Welt zu schlucken drohte. Die USA begannen die Invasion des Irak als nächsten Schritt in ihrem Projekt der globalen Kriege vorzubereiten… sie eroberten den Irak und vernichteten die irakische Nation und die Juden glaubten, dass sie mit der Zerstörung des Irak die arabischen Nationen zu voller und freiwilliger Aufgabe ihres Willens zwingen würden. Aber die folgenden Ereignisse enttäuschten sie, da der [bewaffnete] Widerstand im Irak ausbrach, der ihre Beherrschungspläne komplizierte und ihre Hoffnung begrub einen neuen, pro-israelischen Irak zu schaffen…

Die Schlussfolgerung ist, dass die Rolle der Juden bei der Stärkung des Hangs zum Bösen und sein Feuer zu schüren und Kriege zu provozieren, wie den Krieg gegen den Irak, unweigerlich den Fall der amerikanischen Militärmacht verursachen wird. Wenn diese Macht fällt, wird das das Ende der westlichen Zivilisation bedeuten und den Anfang des Dritten Weltkriegs, der alles auslöschen und nichts übrig lassen wird, was das Ende des amerikanischen Imperiums als Supermacht zur Folge haben wird.

Fotos: Unkraut auf dem Tempelberg

Elder of Ziyon, 28. Mai 2017

Diese Foto des Tempelbergs aus dem Jahr 1967 wrude diese Woche im Zusammenhang mit dem 50. Jahrestag der Befreiung Jerusalems veröffentlicht.

Die „drittheiligste Stätte des Islam“ war, während sie unter muslimischer Kontrolle stand, angefüllt mit – Unkraut.

Niemand kam zu Besuch. Niemand kümmerte sich.

Ich hatte das Phänomen des Unkrauts auf dem Tempelberg unter osmanischer Herrschaft bereits dokumentiert (und ein Video erstellt).

Ich habe zudem einige weitere Fotos des Tempelbergs unter jordanischer Herrschaft, die zeigen, wie wenige Menschen ihn tatsächlich besuchten, anders als die tausende Muslime die heute täglich kommen.

Mitte der 1950-er Jahre:

1960:

Die einzige Zeit, in der Muslime sich um Jerusalem sorgen, ist dann, wenn Juden (oder Christen) es kontrollieren.

Als Muslime es kontrollierten, gibt es so gut wie keine Pilgerreisen. Der gesamte Komplex war zumeist leer und heruntergekommen.

Muslime hielten ihre „drittheiligste Stätte“ oder „erste Qibla“ nicht in Ehren. Und diese Fotos beweisen das.

LAW-Lügen

heplev, 24. August 2002

Die Internetseite „lawsociety.org“ listet in tabellarischer Form die „palästinensischen Toten“ der Intifada auf. Betreiber ist die palästinensische „Menschenrechtsorganisation“ LAW, die ab und zu einmal etwas gegen Arafats Praktiken zu Papier bringt, sich aber hauptsächlich damit beschäftigt, die „Verbrechen“ der israelischen Armee zu verbreiten.

Die Tabellen von LAW sind sehr interessant. Ihr Aufbau:
– Opfer-Nummer
– Name
– Alter
– Status (Zivilist oder Angehöriger der Ñnationalen Sicherheitskräfteì (NSF)
– Datum des Totes
– Herkunft (Wohnort)
– Ursache des Todes
– Verursacher des Todes
– Umstände des Todes

Bei der bei weitem überwiegenden Anzahl der Toten ist als Status „Zivilisten“ eingetragen.

Bei vielen „Angehörigen der nationalen Sicherheitskräfte“ steht „getötet bei Eindringen der Armee in Palästinensergebiete“ – was außer Acht lässt, dass das wohl Kämpfe zwischen diesen „Sicherheitskräften“ und der Armee waren, nicht einfach so ein Umbringen des Palästinensers, wie es die Tabelle erscheinen lässt.
Außerdem steht bei vielen Opfern, sie seien durch „wahlloses Schießen“ der israelischen Armee getötet worden. Das darf mehr als angezweifelt werden, da die israelische Armee nicht wahllos schießt, sondern einen sehr plausiblen Grund zum Schießen hat und in der Regel auf Beschuss antwortet.
„Aktivisten“, die seit Langem wegen ihrer terroristischen Aktivitäten gesucht werden, werden ebenfalls als „Zivilisten“ bzw. „NSF“ (Angehörige der nationalen Sicherheitskräfte) geführt, ohne Bezugnahme auf ihre Terroraktionen.

Am 07.04.2002 wie am 10.04.2002 starben dieser Liste zufolge bei zwei „Invasionen“ der Israelis in Nablus ausschließlich Zivilisten – obwohl einer der Getöteten (sogar laut der Liste!) „Stabsoffizier“ im Rang eines Oberst war! Wie geht das zusammen?

Die folgenden krassen Einzelbeispiele sind auch insofern interessant, als ich mich auf die Informationen der Tabelle beziehe und keine Zusatzinformationen „von außen“ hinzu nehme (z.B. Angaben der israelischen Armee); einzige Ausnahme ist der Fall der beiden UN-Beobachter, die bei Hebron ermordet wurden:

Opfer Nr. 1497: Fadi AlíIjel, 18, Zivilist aus dem AlíAmíari Flüchtlingslager in Ramallah, am 17.7.02 getötet von der israelischen Armee: Er hielt ein 40cm-Rohr und schlug mit der Wand darauf, um zu zeigen, dass es nicht gefährlich ist. Das Rohr explodierte.
(Original: Was holding a 40cm-pipe and hit it with the wall to prove it’s not dangerous and it blew up in his face)

Hm: Mit der Wand auf das Rohr schlagen? War wohl eher umgekehrt. Aber warum explodierte das Rohr? Hatten die Israelis es heimlich mit Sprengstoff gefüllt, während der Mann es in der Hand hielt? Wie kann die israelische Armee für den Tod des Mannes verantwortlich sein, wenn er seine Harmlosigkeit beweisen will und dabei explodiert das harmlose Teil?

Opfer Nr. 1483: Jiryes Al Dalu, 72, Zivilist aus Ramallah, am 6.7.02 getötet von der israelischen Armee. Todesursache: Einatmen von Gas.

Dabei handelt es sich wohl um eine weitere Verleumdung, dass Israel Giftgas gegen Palästinenser einsetzt. Dieser Schwachsinn wird seit Jahren von Palästinensern verbreitet, ohne dass sie Belege dafür vorlegen oder entsprechende pathologische Untersuchungen erlauben.

Opfer Nr. 1445: Ibrahim Ammur, 20, aus Anza, Jenin Mitglied der nationalen Sicherheitskräfte, getötet von der israelischen Armee, während er auf dem Weg von der Arbeit zurück nach Ramallah versuchte am Al-Hamra-Kontrollposten vorbei zu schleichen.

Wieso versuchte er sich vorbei zu schleichen? Da muss er wohl etwas zu verbergen gehabt haben oder er wollte sich illegal an dem Posten vorbei bewegen; beides ist verdächtig. Er ist mit Sicherheit gewarnt worden, sich zu ergeben, bevor auf ihn geschossen wurde.

Opfer Nr. 1442: Mohammed Hamzeh, 21, Zivilist aus Kufur Sur, Tulkarem, geötet von der israelischen Armee am 14.6.2002 nach einer Verfolgungsjagd. Er hatte auf einen Siedler eingestochen.

Toller „Zivilist“ – jeder, der mit einer Waffe einen Menschen angreift, ist laut Genfer Konventionen kein Zivilist mehr, wenn er nicht in Selbstverteidigung handelt.

Opfer Nr. 1423: Mohammed Sunawbar, 26, Zivilist, getötet am 29.05.02 von einer Patrouille der israelischen Armee in der Nähe der Siedlung Al Aghwar.

Was wohl da gemacht hat? Wie kommt die böse Armee nur darauf, auf ihn zu schießen? Wie hat er sich da verhalten, als er angerufen wurde, damit man ihn kontrolliert. Wahrscheinlich ist, dass die Aufzeichnungen der israelischen Armee zeigen, dass bei ihm Waffen und Sprengstoff gefunden wurde. Sehr zivil!

Opfer Nr. 1394: Hassan Abu Jazar, 55, Zivilist aus Rafah, Gaza; am 5.5.02 durch Gewehrschüsse in den Kopf getötet von der israelischen Armee, während er das Flüchtlingslager mit Artillerie beschoss, erlag Verletzungen vom 1.5.02.
(Originaltext: Todesursache: Gunshot in the head. Todesumstände: Killed while shelling the refugee camp due to injury inflicted on 1/5/2002)

Jetzt wird’s interessant:
Wurde er von Gewehrschüssen getötet oder durch den Artilleriebeschuss?
Wie kann er Wunden vom 1.5. erliegen, wenn er während der Beschießung am 5.5. getötet wurde?
Hat er das Flüchtlingslager beschossen, wie das aus der letzten Zelle der Tabelle zu lesen ist? Oder wie soll das verstanden werden?
Die Organisation verfügt über Leute mit exzellenten Englisch-Kenntnissen. Entweder widersprechen sie sich hier selbst oder sie wollen falsche Fährten legen!

Opfer Nr. 1391: Khalaf Al Najajrah, 40, Zivilist aus Nahaleen, Bethlehem; getötet von der israelischen Armee durch einen Gewehrschuss in die Brust. Schuss/erschossen aus der Geburtskirche, Ehemann und Vater von 9 Kindern.
(Originaltext: Shot from church of the Nativity, a husband of two and father of nine)

Und wieder Widersprüche: Wenn er aus der Geburtskirche heraus erschossen wurde, dann warís nicht die Armee. Wenn er sich in der Geburtskirche aufhielt, dann war er von der Armee eindeutig als Terrorist identifiziert worden ñ sonst hätten die Israelis nicht geschossen.

Opfer Nr. 1382: Abed Ismail, 10, Zivilist aus Irtas, Bethlehem. Getötet durch die israelische Armee am 1.5.2002 durch Schrapnelle bei einer Explosion einer verdächtigen Leiche, von der man glaubt, dass sie Überreste eines Israelis waren.
(Originaltext: Todesumstände: Explosion of suspected body thought to be Israeli remains)

Wie soll das verstanden werden? Da liegt eine verdächtige Leiche. Der Junge nähert sich ihr. Sie explodiert.
Wäre mir neu, dass die Israelis ihre Leichen irgendwo liegen lassen, sie mit Sprengstoff präparieren und dann detonieren lassen, wenn jemand sich ihr nähert!

Opfer Nr. 1374: Nidal Iweida EIbayyat, 29, Angehöriger der nationalen Sicherheitskräfte. getötet am 29.4.02 in Bethlehem durch die israelische Armee. Er wurde von einer Gewehrkugel getroffen, die durch das Fenster der Geburtskirche drang. Er war ein Kader der Al Aksa-Märtyrerbrigaden, der in der Kirche gefangen gehalten wurde.

Interessant: Al Aksa-Märtyrer-Angehöriger (für Terror zuständig!) und Angehöriger der Nationalen Sicherheitskräfte. Er war ein Terrorist, kein Zivilist! Und er wurde in der Kirche gefangen gehalten? Von wem, von der israelischen Armee, die draußen davor stand?

Opfer Nr. 430 (?): Iyyad Hamadneh, 22, Zivilist aus Nablus, getötet am 22.4.02 bei bewaffneten Zusammenstößen. Er war örtlicher Führer der Izz Al Deen Al Qassam military party of Hamas in Nablus.

Einen Führer der örtlichen Terrortruppe der Hamas in Nablus als Zivilist zu führen, ist schon eine bodenlose Unverschämtheit!

Opfer NR. 385 (?): Hassan Al Namsan, 26, Angehöriger der NSF aus Gaza; getötet von der israelischen Armee in Bethlehem durch zwei Schüsse in die Brust, als er im Hof der Geburtskirche Dienst tat.

Was für einen Dienst tat er denn im Hof der Geburtskirche, während sich Terroristen dort verschanzten und die Israelis alle Palästinenser aus der Gefahrenzone gebracht hatten? „Dienst“ konnte er dort nur tun, wenn er zu den Terroristen gehörte, die die Kirche besetzten. Also gehörte er dazu. Außerdem sollte man einmal nachhaken, ob dieses ÑDienst tunì Schüsse auf israelische Soldaten beinhaltete!

Die feisteste Lüge kommt aber noch:

1/194 Katrine Berruex (25), International Investigator, 26/3/2002, Switzerland
Gunshot in various parts of the body
Israeli army
An International investigator killed with his (sie war weiblich!) Turkish colleague in their car when shot while crossing Beit Kahel Bridge

2/195 Turtuq Cengiz Tytunc (38), International Investigator, 26/3/2001, Turkey
Gunshots in various parts of the body
Israeli Army
An International investigator and deputy head of operations killed with his Swiss colleague in their car when shot while crossing Beit Kahel Bridge

Beide UN-Beobachter der TIPH wurden laut Aussage des schwer verletzt überlebenden Beobachters durch einen Palästinenser (in pal. Polizeiuniform) mit einer AK-47 erschossen, der mitten auf der Straße stand. Trotzdem behauptet LAW (wie Arafat & Co.) weiter, die israelische Armee habe die Beobachter erschossen (angeblich aus einem Militärposten oberhalb der Straße heraus) und führt sie als „palästinensische“ Opfer!

Wie glaubwürdig sind also die Angaben dieser Organisation?

Ich denke, die Frage erübrigt sich!

Palästinenserlüge des Tages: „Der am längsten einsitzende Häftling ist ein Palästinenser“

Elder of Ziyon, 12. Mai 2017

Eine der prominenteren (angeblich) Hungerstreikenden ist Karim Younis (59), ein Terrorist, der 1980 Avraham Bromberg ermordete. Er wurde ursprünglich 1983 zu lebenslänglicher Gefängnisstrafe verurteilt, aber Shimon Peres wandelte die Strafe in 40 Jahre Haft um.

Er ist einer von einer Hand voll palästinensischen Häftlingen, die seit der Zeit vor Oslo einsitzt.

Heute berichten arabische Medien, dass Younis infolge des Hungerstreiks schwächer wird. Aber sie fügen als Detail hinzu, dass Younis der am längsten einsitzende Häftling der Welt sei.

Natürlich ist das eine Lüge. Die 34 Jahre, die er bisher abgesessen hat, kommen nicht einmal in die Nähe der am längsten einsitzenden Häftlinge der Welt, von denen mehrere bereits seit mehr als 60 Jahren im Gefängnis sind. Francis Clifford Smith ist seit fast 67 Jahren im Gefängnis, fast doppelt so lange wie Younis.

Aus irgendeinem Grund wollen die Palästinenser immer als Rekordbrecher bekannt sein. Vom „einzigen Volk der Welt, das unter militärischer Besatzung lebt“ bis zur „größten Flüchtlingsbevölkerung der Welt“ lügen sie, übertreiben und erfinden Dinge, nur im Rampenlicht zu bleiben – ein Rampenlicht, dass sie Jahrzehnte lang hatten und dessen Glühbirne unaufhaltsam durchbrennt.

Arafats Hütchen-Spiel: Er verspricht Reformen, verschafft sich aber mehr Macht; er verspricht Frieden, umwirbt aber Hamas und Jihad und beruft alte Freunde in alte Positionen

Michael Widlanski, The Media Line – E-mail-Nachrichten, 5. Juni 2002

Wenn Yassir Arafat jemals seinen Job als Chef der PLO, der Fatah-Bewegung und der Autonomiebehörde aufgibt, dann – zeigen die letzten Tage – hat er eine große Zukunft als erstklassiger Hütchenspieler am Straßenrand, wo er schnelles Reden und schnelle Hände nötig sind.

In den letzten zehn Tagen hat Arafat auf drei Gebieten Versprechungen gemacht, Ernennungen durchgeführt und Gesten gezeigt:

*– Reform der palästinensischen Politik-Maschine und Entfernung der Korruption;
*– Wiederverpflichtung zum Friedensprozess mit Israel
*– und neue Gesichter in die Palästinenserführung zu bringen.

Tatsächlich aber hat der 70-jährige Führer genau das Gegenteil getan, darunter:

*– Alle wirklichen Maßnahmen für nationale oder kommunale Wahlen nach hinten zu schieben und die Verfassung einer palästinensischen Verfassung oder grundlegenden Gesetzeswerks auf unbestimmte Zeit zu vertagen;
*– schnelle Aktionen, um mögliche Rivalen rauszudrängen und noch mehr Macht in seinen eigenen Händen zu konzentrieren, indem die Anzahl der palästinensischen Sicherheitsdienste von vierzehn auf zwei bis vier zu reduzieren;
*– einen Busenfreund als Koordinator der nationalen Sicherheitskräfte einzusetzen;
*– und er drängt die islamischen Terrorgruppen Hamas und Islamischer Jihad, in seine Regierung einzutreten.

„Arafat verkauft den Amerikanern und Israelis Gebrauchtwaren. Er beruft alte Freunde in alte Positionen“, behauptet Dr. Gai Bekhor, ein Experte für palästinensische Politik und das palästinensische Rechtssystem und bezieht sich dabei auf Arafats Wahl von General Abdel-Razek al-Yehyeh als Koordinator der Sicherheitskräfte. „Er (al-Yehyeh) ist bereits Koordinator, als Vermittler; er war das schon immer“, sagte Bekhor, Autor des „PLO-Lexikon“, einem biographischen „Adressbuch“ führender Palästinenser.

Bekhor merkt an, dass der 73-jährige al-Yehyeh der ehemalige Kommandeur der PLO-Streitkräfte im Exil vor den Friedensgesprächen mit Israel war. „Er ist seit Jahren an Arafats Seite gewesen und stellt für diesen keine Bedrohung dar.“

Ein weiterer Geheimdienst-Experte sagt, dass al-Yehyeh auch in den von Israel erbeuteten Dokumenten eine herausragende Stellung einnimmt; das zeigt, dass er immer über (Geld-) Transfers und die Gelder für militärische Einsätze informiert war. (Vgl. die Beiträge von The Media Line über die Dokumente aus dem Orient-Haus, die von Arafat unterschriebene Anweisungen an al-Yehyeh zeigen.)

Zusätzlich haben israelische Beamte gesagt, dass sie al-Yehyeh erwischt haben, wie er seine diplomatische Immunität für vom Irak finanzierte Waffen zwischen Teilen der palästinensisch regierten Gebiete ausnutzte.

Das ist aber nicht das einzige Zeichen, dass Arafats neue Ernennungen und Gesten nicht einzig der Verfolgung demokratischer Reformen und des Friedensprozesses dienten. „Die Palästinenser-Führung drängt die Hamas-Bewegung und den Islamischen Jihad, der neuen Regierung beizutreten“, erklärte Arafats Radio „Voice of Palestine“ am Dienstag (4. Juni). Aber die palästinensischen Zeitungen Al-Ayyam und A-Hayyat al-Jadida sagten, die beiden islamischen Terrorgruppen würden vermutlich nicht Arafats neuer Regierung beitreten, obwohl sie vermutlich einen „strategischen Dialog“ mit Arafat führen werden.

Im gleichen Zeitraum hat Arafat auch keine Befehle gegeben, die Terroroperationen seiner eigenen Fatah-Bewegung einzustellen, insbesondere nicht den Selbstmord-Einheiten, die als „Brigaden der Märtyrer von Al-Aqsa“ bekannt sind.

Gleichzeitig hat Arafat aber den ihn besuchenden Diplomaten – wie den Außenministern Deutschlands und Kanadas – erzählt, dass er sich dem Friedensprozess mit Israel neu verschrieben habe.

Die palästinensischen Staatsmedien erzählten der arabischen Zuhörerschaft heute ebenfalls, dass Arafat einen weiteren Terroristenführer, Ahmad Sa’adat, aus dem Gewahrsam in Jericho frei lassen wolle, diese aber nicht tun könne, weil er befürchtet, das Israel ihn töten wird.

Sa’adat, Kopf der PFLP, befahl letzten Oktober die Ermordung des israelischen Tourismusminister Rehavam Ze’evi, wie auch verschiedener anderer terroristischer Anschläge auf Israelis. Arafat wurde von einem Gericht in Gaza praktisch „angewiesen“ den Terrorführer Sa’adat frei zu lassen. Arafats Sprecher sagt, das sei ein weiteres Zeichen palästinensischer „Reformen“.

Der israelische Experte Bekhor sagt aber, dass dies nur ein zynischer Versuch Arafats war, zwei amerikanische diplomatische Ziele gegeneinander auszuspielen: „Reformen“, symbolisiert durch ein „unabhängiges Gericht“, gegen den Verbleib eines populären Palästinenserführers in Haft. „Zu sagen, Arafat habe zu tun, was ein Gericht ihm sagt, ist lächerlich, denn Arafat sagt den Richtern, was sie zu sagen haben“, merkt Bekhor an, der gerade ein zweites Buch über das palästinensische Rechtssystem fertig gestellt hat.

Persönliche Loyalität und nicht irgendein geschriebenes Gesetz, so sagt er, dürfte wohl die stärkste Kraft innerhalb der palästinensischen Autonomiebehörde bleiben.

Sari Nusseibeh (1) – Palästinensische Doppelzüngigkeit

Aus Motti Morells PR Ambassador Letter #36:

Dürfen wir bekannt machen: der höfliche, zivilisierte und mit guten Manieren ausgestattete Professor Sari Nusseibeh

Die Tatsache ist nicht neu, dass palästinensische Führungsfiguren auf Englisch von Frieden und Toleranz reden, auf Arabisch aber von Hass und Heiligem Krieg.

Wir sind geehrt, Professor Sari Nusseibeh in diese Liste ausgezeichneter Redner der Doppelzüngigkeit aufzunehmen.

Er wird seit Langem als einer der wenigen Friedensführer der Palästinenser gepriesen und hat zahlreiche Bewunderer unter den gut meinenden Israelis, die ihn als die große palästinensische Hoffnung für den Frieden ansehen. Daher ist es Pflicht, die Botschaften genauestens zu untersuchen, die er auf Arabisch liefert.

1. Prof. Nusseibeh ruft zu einer Unterbrechung von Selbstmordanschlägen auf Zivilisten auf – aber nicht aus moralischen, sondern aus taktischen Gründen:

Zeit: 22. Juni 2002
Ort: Al Ayam, palästinensische Tageszeitung
Form: Eine Anzeige, die von der EU bezahlt und von Sari Nusseibeh und einem Dutzend anderer unterschrieben wurde.
Text:
„Wir, die Unterzeichner,
gegründet auf die glühende Verteidigung der Zukunft unserer gerechten nationalen Ziele und den Schutz der Ehre unseres nationalen Kampfes und unsere mutige Intifada, die als Terrorismus verunglimpft wird, erheben unsere Stimme und verlangen eine Unterbrechung der Bombardierungen israelischer Zivilisten innerhalb Israels. Die bittere Erfahrung lehrt uns, dass diese Handlungen Sharon ein Alibi verschafft haben und weiter verschaffen werden, das Eindringen und die Morde fortzuführen. Mehr noch: Diese Aktionen behindern die Aufzucht und Entwicklung einer Widerstandsbewegung gegen die Besatzung und die Siedlungen in Israel.“

Die Bedeutung des Textes:

Uns ist egal, wenn ihr weiterhin israelische Zivilisten in der Westbank und im Gazastreifen ermordet. Aber sie innerhalb von Israel zu bombardieren, gibt uns schlechte PR. Präsident Bush beginnt, von uns die Nase voll zu haben und die öffentliche Meinung in der Welt beginnt uns Terroristen zu nennen und sich gegen uns zu wenden.

Mehr noch: Während der Operation „Schutzschild“ verlangte die Welt von Israel sich auf der Stelle zurückzuziehen. (Wir verlangten von euch damals nicht, dass ihr aufhört, denn diese Taktik funktionierte offensichtlich.) Diesmal drang Sharon in unsere Städte ein, um den Terror einzuschränken und die Welt sagt ihm nicht, er solle damit aufhören. Daher sollten wir vorläufig besser von Selbstmordanschlägen Abstand nehmen.

Und weiter: Diese Selbstmordanschläge stehen im Moment unseren Bemühungen im Wege, eine Widerstandsbewegung unter den israelischen Arabern aufzubauen, die als Fünfte Kolonne dienen sollen.

2. Nur 4 Tage später drückt Prof. Nusseibeh live im Fernsehen Bewunderung und Ermutigung für die Terroristen und ihre Mütter aus

Zeit: 29. Juni 2002
Ort: Al Jazira Fernsehprogramm
Form: Eine Podiumsdiskussion mit Prof. Sari Nusseibeh, Haled Mash’al (Führer des politischen Flügels der Hamas), Um Nidal (Mutter des Hamas-Terroristen Mohammed Farkhat, der am 3. März 2002 in das israelische Dorf Atzmona eindrang und sieben Israelis ermordete; seine Mutter Um Nidal ermutigte ihren Sohn zu der Selbstmordmission und erschien auch in einem Abschiedsvideo am Abend des Anschlags, bei dem sie ihren Sohn in den Tod schickt).

Nusseibeh sagt: „Wenn ich die Worte Um Nidals (der Mutter des Terroristen) höre, dann erinnere ich mich an den ehrenvollen Vers (im Koran), der besagt, dass ‚das Paradies unter den Füßen der Mütter liegt‘.

Aller Respekt gehört dieser Mutter. Er gehört jeder palästinensischen Mutter und jeder palästinensischen Frau, die ein Krieger des Heiligen Krieges in diesem Land ist. Ich möchte nicht politische Erklärungen und politische Kommentare mit dem Respekt vermischen, den jeder Palästinenser für jeden Jihad-Kämpfer empfindet…“

Zugunsten seiner arabischen Hörer bemüht sich der ehrwürdige Professor eilig um die deutliche Unterscheidung zwischen seinen politischen Erklärungen (die er in untadeligem Englisch abgibt) und seinen wirklichen Gefühlen zu Jihad und Terroranschlägen (die er auf Arabisch äußert)…

Um jedes Missverständnis mit der arabischen Zuschauerschaft auszuschließen, bezog sich Prof. Nusseibeh auch auf die Anzeige, die er vier Tage vorher in Al Ayam unterzeichnete. Er erklärt:

„In unserem (Kommuniqué) bezogen wir uns auf diese Art des Märtyrertums, die bewaffneten Operationen mit Sprengstoff [gegen Zivilisten in Israel]… I wünsche zu betonen, dass wir diese [Operationen] nicht verurteilen… Wir riefen als Bruder zu Bruder dazu auf, diese Frage zu bedenken… damit der Nutzen und der Schaden untersucht werden, den diese Operationen gegen Zivilisten in Israel uns verschaffen.“

Der volle Text der Worte Nusseibehs auf Arabisch ist auf der Al Jazira-Internetseite zu finden:
http://www.aljazeera.net/programs/open_dialog/articles/2002/7/7-2-1.htm

Zusätzlich wiederholt Prof. Nusseibeh auf der arabischen Nachrichten-Internetseite Albawaba seine Erklärung, dass „das Kommuniqué, das ich mit hunderten anderer unterschrieb, klar ist. Wir wandten uns nicht an unsere Brüder in den verschiedenen Widerstandsbewegungen, um sie zu strafen oder zu verurteilen oder den Widerstand als Terror darzustellen oder für illegal zu erklären. Keines dieser Worte tauchte in dem Kommuniqué auf… Unser Ziel war es, eine Botschaft zu vermitteln, dass es notwendig ist, den Nutzen der Operationen innerhalb Israels im Zusammenhang mit den Zielen, die wir erreichen wollen, noch einmal zu prüfen.“

NOCH EINMAL ZU PRÜFEN. Sehen Sie? NOCH EINMAL ZU PRÜFEN. Wir sagten nie ein Wort dagegen, so lange die Operationen Ergebnisse brachten. Aber nun, wo uns diese Taktik Feuer durch die Weltmedien bringt, sollten wir den Nutzen vielleicht noch einmal prüfen.
Prof. Nusseibehs frühere Äußerungen sollten ebenfalls in Betracht gezogen werden.

1991 verbrachte er Zeit im Gefängnis, weil er Informationen über Ziele für den Raketenbeschuss an irakische Quellen lieferte.

Er erschien im Dezember 2001 im Al Jazira-Fernsehen. Dort unterstützte er das palästinensische „Rückkehrrecht“ und die „Phasen“-Strategie, die schließich zur Auslöschung Israels führen soll.

Seit Oslo zogen es unglaublich viele Israelis vor, Arafats Aufrufe zur Zerstörung Israels auf Arabisch nicht zu beachten, bis sie der bitteren Wirklichkeit gegenüber standen. Sogar Yossi Sarid sagte in einem Interview in Ma’ariv vor einem Monat: „Wenn es einen Fehler gibt, den ich bedauere, dann den, als ich Erziehungsminister war und wir Belege dafür erhielten, dass die Schulbücher der Autonomiebehörde Hass und Aufhetzung fördern und ich es vorzog, das nicht zu beachten. Wir hofften, dass am Ende alles gut wird.“

Sicher wird es jetzt immer noch Frieden liebende Israelis geben, die über Nusseibeh sagen, was sie gestern über Arafat sagten: „Aber er muss die palästinensischen Extremisten beschwichtigen…“ oder: „Das ist doch nur palästinensische Rhetorik, deswegen muss man sich keine Sorgen machen…“

Nach mehr als 500 unschuldigen israelischen Opfern sollten wir uns aber Sorgen machen. Wir sollten lieber glauben, was diese Herren auf Arabisch sagen, nicht dem, was sie auf Englisch sagen.

Vielleicht gibt es einen Palästinenser, der wirklich Frieden mit Israel will. Aber der muss noch gefunden werden.

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Motti Morell

Mit großem Dank an Suzanne Davis und Yoni für das Material.