Deutschland, wach auf! Weißt du, welche Holocaust-Leugnung du finanzierst?

Itamar Marcus, Palestinian Media Watch, 20. September 2022

Warum bezahlt Deutschland PA-Lehrer, um Holocaust-Leugnung zu lehren, von der Bundeskanzler Olaf Scholz sagte, sie „empöre“ ihn und sei „unsäglich… unerträglich und inakzeptabel“?

Bundeskanzler Olaf Scholz:
„Ich bin empört über die unsäglichen Bemerkungen des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas [der sagte, Israel habe „50 Holocausts“ begangen]. Gerade für uns Deutsche ist jegliche Relativierung des Holocaust unerträglich und inakzeptabel.

Der Leiter der PA-Lehrergewerkschaft – der 60.000 Lehrer vertritt – finanziert von Deutschland und der EU, über von Israel verübte „Holocausts“:

  • „Am palästinensischen Volk wurden Massaker verübt, die schlimmer sind als der Holocaust“.
  • „Der palästinensische Holocaust ist nicht zu Ende… tägliche Massaker sind ein Holocaust, der sich jeden Tag erneuert… sie versucht unserem palästinensischen Volk anzutun, was sie [den Juden] in Deutschland antaten.“
  • „Das palästinensische Volk ist auch Massakern unterzogen worden, mehr als die Juden es in Deutschland erlebten.“
  • „Abbas ist der sachkundigste Mensch zum Denken der Besatzung (d.h. Israel) und des Denkens des Zionismus, weil er [eine Arbeit] über den Vergleich zwischen Zionismus und Nationalsozialismus schrieb.“
  • „Abbas schrieb über Nationalsozialismus und Zionismus, das sie zwei Seiten ein und derselben Medaille sind.“

Das oben aufgeführte Hassreden wurden von Saed Erziqat, dem Leiter der Allgemeinen Gewerkschaft der palästinensischen Lehrer im PA-Fernsehen verbreitet und ist weit widerwärtiger als die Verleumdung des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas, „Israel hat 50 Holocausts begangen“. Bundeskanzler Olaf Scholz sagte, er sei „empört“ von Abbas‘ „unsäglicher … unerträglicher und inakzeptabler“ Äußerung. Jetzt ist Abbas‘ Hassrede im offiziellen PA-Fernsehen wiederholt und verstärkt worden und in einen Brief geschrieben worden, der im Auftrag von 60.000 palästinensischen Lehrern geschrieben wurde, deren Gehälter von Deutschland und der EU bezahlt werden. Das ist das, was palästinensische Lehrer zu glauben gelehrt wird und was palästinensische Kinder von ihren Lehrern lernen – und Deutschland finanziert das.

Ironischerweise finanzieren Deutschland und die EU PA-Lehrer besonders, weil die Spender nicht wollen, dass ihr Geld an Hass- und Terrorförderung der PA geht. Nachdem Palestinian Media Watch US-amerikanischen und europäischen Geldgebern der PA Dokumentationen vorlegte, dass die PA ihre Spendengelder für die Bezahlung von Terror-Häftlingen verwendet, stellten viele Länder die Finanzierung des allgemeinem Budgets der PA ein, um keine Terrorgehälter zu finanzieren. Zu den Projekten, die die EU und Deutschland zu finanzieren sich entschieden, gehörten die Gehälter der PA-Lehrer, im Denken, das sei ein sicherer, nicht terroristischer und nicht mit Hass in Verbindung stehender Beitrag.

Aber jetzt hat Saed Erziqat, Leiter der Allgemeinen Gewerkschaft der palästinensischen Lehrer der PA, der 60.000 Pädagogen vertritt, aufgedeckt, dass die Lehrergewerkschaft eine Hass-Ideologie zu Holocaust-Relativierung übernommen hat. Erziqat verteidigte Abbas‘ „50 Holocaust“-Verleumdung. Der Führer der Lehrergewerkschaft setzte wiederholt Israel mit den Nazis gleich; er sagte, was Israel den Palästinensern angetan hat, sei „schlimmer als der Holocaust selbst“:

Der Generalsekretär der Allgemeinen Gewerkschaft der palästinensischen Lehrer Saed Erziqat: „Ein Segen seiner Ehren, [PA-] Präsident Mahmud Abbas, Er ist der eine, der über Nationalsozialismus und Zionismus schrieb, dass sie zwei Seiten ein und derselben Medaille sind… Als seine Ehren, der Präsident in [Deutschland] über [50 palästinensische]  Holocaust[s] sprach, bestritt er nicht, was dem Gebilde – und den Juden in Deutschland – geschah, stattdessen versuchte er zu zeigen, dass das palästinensische Volk auch Massakern unterzogen worden ist, mehr als die Juden in Deutschland erfuhren … Wir in der Gewerkschaft der palästinensischen Lehrer schickten einen Brief an die deutsche Lehrergewerkschaft, dass es Massaker gibt, die dem palästinensischen Volk widerfuhren, was schlimmer war als der Holocaust selbst.“

Moderator: Und jetzt geschieht, nicht 1945.

Erziqat: Ja. Der palästinensische Holocaust hat nicht geendet. Die täglichen Maßnahmen der Besatzung (d.h. Israels) sind ein Holocaust, der sich jeden Tag erneut abspielt… Sie versucht unserem palästinensischen Volk anzutun, was sie den Juden in Deutschland antaten… Er [Abbas] ist der sachkundigste Mensch zum Denken über die Besatzung und dem Denken zum Zionismus, weil er [eine Arbeit] über den Vergleich von Zionismus und Nationalsozialismus schrieb. Daher ist er die Person, die am besten die Bedeutung von diesem Narrativ für die Welt versteht.“ [offizielle PA-TV-Sendung Thema des Tages“, 20. August 2022]

Abbas‘ Verleumdung auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin wurde von Olaf Scholz letzten Monat [erst einen Tag später! – der Übers.] klar und deutlich verurteilt:

„Ich bin zutiefst empört über die unsäglichen Aussagen des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas. Gerade für uns Deutsche ist jegliche Relativierung des Holocaust unerträglich und inakzeptabel.“ [Bundeskanzler Scholz‘ twitter-Account, 17. August 2022]

Palestinian Media Watch hat dem deutschen Außenministerium und der EU geschrieben und gefordert, dass sie alle Finanzierung und Kooperation mit dem PA-Bildungsministerium einstellen, bis der antisemitische Leiter der Lehrergewerkschaft von seinem einflussreichen Posten über die palästinensischen Lehrer entfernt ist. Zusätzlich muss die Gewerkschaft gleichermaßen die Verleumdungen und in ihrem Namen verbreitete antisemitische Hassrede verurteilen, den an die deutsche Lehrergewerkschaft geschickten Brief zurücknehmen und erklären, dass sie alle verleumderischen Nazi-Vergleiche zu Israel ablehnt. Um eine Wiederholung zu verhindern, wäre es darüber hinaus weise, wenn die europäischen und deutschen Geldgeber die Einbeziehung korrekter Holocaust-Bildung in den PA-Lehrplan fordern würden.

Die Internationale Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) hat den Nazi-Israel-Vergleich als Beispiel für Antisemitismus definiert: „Vergleiche der aktuellen Politik Israels mit der Politik der Nazis“ [zu ziehen]. Deutschland gehört zu den Ländern, die die Definition der IHRA übernommen haben.

Wenn Deutschland weiter bedingungslos die PA-Lehrer finanziert, wird es den Bundeskanzler zum Gespött und seine Verurteilung von Abbas gegenstandslos machen. Deutschlands wiederholte Behauptungen Antisemitismus, Holocaust-Leugnung und Holocaust-Relativierung zu bekämpfen würden damit zu leerer Heuchelei.

Beispiele für Material in israelisch-arabischen Schulbüchern, die die Palästinenser als beleidigend betrachten

Elder of Ziyon, 19. September 2022

Heute befinden sich arabische Schulen in Israel im Streik, weil Israel versucht hat sie dazu zu ermutigen den israelischen arabischen Lehrplan statt des antisemitischen palästinensischen Lehrplans einzusetzen. Israel bietet Schulen, die das israelische Curriculum übernehmen, zusätzliche Gelder, aber es ist nicht vorgeschrieben; viele Schulen übernehmen es.

Arabische Medien behaupten fälschlich, das israelische Curriculum werde arabischen Schulen in Jerusalem „aufgezwungen“.

Scheik Ikrama Sabri, der Prediger der Al-Aqsa-Moschee, sagte tausenden Gottesdienstbesuchern am Freitag: „Die Scharia erlaubt nicht den israelischen Lehrplan zu lehren und wer immer ihn lehrt, ist voller Sünde und genauso jeder, der ihn zu lehren unterstützt und wer immer seinen Sohn oder seine Tochter zu der Schule schickt, die diesen Lehrplan lehrt.“

Shehab News und andere zeigten Beispiele des höchst beleidigenden Materials in israelisch-arabischen Schulbüchern.

Seien Sie auf den Schock vorbereitet!

Die Länder, die unsere Heimat umgeben

„Es gibt verschiedene Religionen in Israel, aber alle beten den einen Gott an.“

„Der Sabbat ist ein heiliger Tag für die Juden und die Klagemauer ist einer der heiligsten Ort für die Juden.“

„Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, wo sich die Knesset, die Ministerien, der Oberster Gerichtshof und andere Regierungsinstitutionen befinden.“

Die Palästinenser sind aufgebracht wegen Materials, das zu Toleranz ermutigt. Und kein Wunder. Vergleichen Sie dieses Material mit dem von der PA ausgegebenen, das lehrt:

„Jihad für Allah zur Befreiung Palästinas ist für jeden Muslim eine private Verpflichtung.“

„Die Verpflichtugnen gegenüber der Al-Aqsa-Moschee: Sie schützen und verteidigen, die Besatzung verjagen, Jihad führen und als Märtyrer sterben, um sie zu befreien.“

„Es ist das Recht eines jeden Volks, das sich in fremder Gefangenschaft befindet, bewaffnete Kräfte für seine Freiheit, Unabhängigkeit und sein Recht auf Selbstbestimmung einzusetzen.“

„Es ist meine Pflicht mein Vaterland zu verteidigen und es nicht zu vernachlässigen; es mit Blut, Besitz und den kostbarsten Dingen, die wir haben, zu erlösen.“

„Die Juden sind Fremde in diesem Land und Palästina gehört nur seiner arabisch-muslimischen Bevölkerung.“

Es gibt in dem Palästina, von dem die Kinder gelehrt werden, sie sollten ihr Blut dafür vergießen, keinen Platz für Juden.

Es gibt eine direkte Linie von diesem Lehrmaterial zum Terrorismus. Und das ist das, wofür sie eigentlich kämpfen.

Muslimische Archäologen verwirrt von Überresten eines mysteriösen antiken Tempels unter der Al-Aqsa-Moschee

The MidEast Beast, 7. August 2021

Jerusalem – Unter dem Tempelberg arbeitende Archäologen haben eine Entdeckung gemeldet, die möglicherweise schneller die Geschichte umschreiben könnte als ein Schulbuch in Texas. Das Team muslimischer Archäologen begann die Arbeit um den Haram esch-Scharif (Tempelberg) vor einige Monaten und es scheint so, als hätten sie einen absolut einmaligen Fund gemacht.

„Es scheint so, dass das Edle Heiligtum über einem viel älteren Bauwerk errichtet wurde“, verkündete Teamleiter Dr. Yousef Muhamad. „Wir waren aber nicht in der Lage die Ursprünge der Ruinen festzustellen. Wir haben überall nach Antworten zu den antiken Erbauern gesucht. Haben Leute in der Moschee gefragt, die den Koran durchsahen und sahen im History Channel nach antiken Aliens.
Auf Grundlage dieser Recherchen lautet derzeit unsere beste Vermutung derzeit, dass der antike Tempel eine Moschee war, die von einer Art proto-muslimischer Gruppe gebaut wurde … oder von Außerirdischen, die die Erde vor mehreren Millionen Jahre gebaut wurde“, sagte Dr. Muhamad. „Wir sind zu diesem Schluss gekommen, nachdem wir die Tatsache einbezogen haben, dass zwischen der Zeit der Kanaaniter und der muslimischen Eroberung der Region niemand dort gelebt hatte.“

Das Team plant seine Expedition in der Hoffnung fortzusetzen, die Geheimnisse dessen zu entschlüsseln, was sie einfach „Die Verlorene Moschee, die Allah aus irgendeinem Grund unter der Al-Aqsa versteckt hat“ genannt haben. Dr. Muhamad informierte The MidEast Beast, den antiken Tempel zu verstehen sei von höchster Bedeutung, denn: „Das wird mit Sicherheit Einblick in den Aufstieg des Islam in der Region liefern und könnte uns sogar erlauben die Wurzeln des Islam selbst zu verstehen. Wir wollen wissen, wer den Tempel baute. Was geschah mit ihm? Und warum sind diese Leute nicht mehr da? Zweifelsohne wird, was immer wir finden, sicherlich die Sache eines historischen muslimischen Monopols in der Region stärken.“

Was Auslandsregierungen unternehmen, um israelische Kinder einer Gehirnwäsche zu unterziehen

Abi Abelow, Israel Unwired, 28. Februar 2021

Das betrifft eigentlich nicht nur israelische Kinder, sondern Lehrer und Verwaltung innerhalb des Systems sind ebenfalls gefährdet.

Teaching Israeli Children to Hate Israel

Es reicht linken Organisationen nicht, dass Israels Feinde Israel hassen, sondern sie wollen auch israelische Kinder einer Gehirnwäsche unterziehen Israel zu hassen. Und zwar so sehr, dass sie das Bildungssystem in Israel für den Versuch nutzen, progressive, antiisraelische Werte zu inspirieren und Antizionismus zu lehren.

Es sollte sofort klar sein, dass das schädigend ist. Sie wollen lehren, dass der Holocaust ein universaler Völkermord war. Das ist unmoralisch und falsch. Sie wollen lehren, dass es Israelis, die in Sderot – Südisrael – unter Terrorismus und Raketenangriffen der Hamas leiden, genauso geht wie den Leuten im Gazastreifen. Gaza ist ein Zentrum für Terrorismus. Diese unschuldigen Leute, die tatsächlich im Gazastreifen leiden, leiden unter der Hamas und der „palästinensischen“ Autonomiebehörde – nicht unter Israel.

Wir müssen uns um die Zukunft unserer Kinder kümmern. Wir müssen uns sicher fühlen können sie zur Schule zu schicken um zu lernen. Sie sollten die Wahrheit lernen und Liebe für das jüdische Volk und die jüdische Heimat.

Wie können es Auslandsregierungen wagen sich in Israels Bildungssystem einzumischen und Organisationen zu bezahlen, damit sie Kindern irgendetwas anderes beibringen?

Viele deutsche Schulbücher stellen Israel negativ dar

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Je mehr Studien zu Antisemitismus in Deutschland erscheinen, desto düsterer wird das Bild. Das ist das Ergebnis der vielen Facetten des Schürens von Hass gegen Juden und Israel im Land. Eine neue Studie spricht die strukturellen Elemente des Antisemitismus in deutschen Schulen an.[1] Ihre Autoren sind Samuel Salzborn vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin und Alexandra Kurth von der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Die beiden Universitäten veröffentlichten die Studie, die sie als „Bestandsaufnahme“ bezeichnen, gemeinsam.

Eine wesentliche Analyse der Studie lautet, dass verfälschende Schulbücher ein entscheidendes Problem sind. Viele davon sind propalästinensisch und antiisraelisch. Diese Unzulänglichkeiten sind eines der Schlüsselthemen der Studie. Sie zitiert oft eine deutsch-israelische Schulbuch-Kommission, die von 2010 bis 2015 Schulbücher zu Geografie, Geschichte und Politik in den beiden Ländern untersuchte.[2]

Der Teil der Studie zu Schulbüchern betrifft drei Themen. Das erste behandelt die Frage, ob und wie Antisemitismus diskutiert wird.[3] Die Autoren erklären, dass die Schoah in vielen Schulbüchern nur als einer von einer Vielzahl an Aspekten des Nationalsozialismus erwähnt wird. Dadurch, dass Antisemitismus ausschließlich mit Nationalsozialismus verbunden wird, wird die Verbindung mit der langen Vorgeschichte des Schürens von Hass auf Juden sowie die des Antisemitismus nach dem Holocaust kleingeredet.

Mit dem Hass auf Juden auf diese Weise umzugehen, führt zu einer weiteren Fehldarstellung. Es wird der Eindruck vermittelt, dass Antisemitismus ausschließlich zur politischen Rechten gehört. Selbst dort wird er hauptsächlich als historisches Ereignis betrachtet. Das kaschiert den Antisemitismus in der politischen Linken und im Mainstream der Gesellschaft. Die Autoren betonen, dass Antisemitismus nicht nur ein jüdisches Problem ist, sondern das der Antisemiten. Solcher Hass kann nicht aus der Geschichte und Kultur des Judentums erklärt werden, sondern nur durch die Projektionen der Antisemiten auf die Juden.

Das zweite problematische Thema mit Bezug auf deutsche Schulbücher ist die Art, wie das Judentum dargestellt wird. Salzborn und Kurth bestätigen, dass es entscheidend ist, die Geschichte, Kultur und Religion des Judentums als Teil europäischer und deutscher Geschichte sowie der Gegenwart des Landes darzustellen. Sie glauben, dass man ignorante Jugendliche auf diese Weise gegen Vorurteile immunisieren kann, bevor sie sich ihrer bewusst werden.[4]

Das dritte Thema betrifft die Darstellung Israels in deutschen Schulbüchern. Das ist umso wichtiger, als der gegenwärtige Antisemitismus sich in erster Linie gegen Israel richtet. Die Autoren halten fest, dass Israel oft nur im Kontext des Konflikts mit den Palästinensern erwähnt wird. Sie fügen hinzu, dass es Fälle fehlerhafter Darstellung von Namen in Geografiebüchern gibt. Ebenso werden militärische Reaktionen auf palästinensischen Terrorismus oft als genauso problematisch wie der Terrorismus dargestellt. Es wird kaum einmal erwähnt, dass Israel die einzige Demokratie im Nahen Osten ist, eine pluralistische Gesellschaft, ein Land aus Immigranten und relevant für wichtige Technologien in der Welt. Die deutsch-israelische Kommission betonte, dass Israel in Schulbüchern als facettenreiche Gesellschaft dargestellt werden sollte und nicht mit einseitigen Vorurteilen gegen das Land.[5]

Ein Schlüsselkriterium, das deutsche Schulbücher erfüllen sollten, ist der „Beutelsbacher Konsens“. Dieser besagt, dass umstrittene Themen als solche genannt werden sollten. Stattdessen wird Israel jedoch oft einzig negativ und die Palästinenser einzig positiv dargestellt. Die Autoren der Studie führen ein Beispiel suggestiver Fragestellung in den Büchern an: ob Schüler die Zerstörung von Häusern „vermeintlicher“ Täter von Selbstmord-Anschlägen befürworten. Die zum Zitieren verwendeten Anführungszeichen bei „vermeintlich“ sind Teil der Frage im Buch. Die Autoren fragen sich, ob es nicht nützlich wäre ein besonderes Schulbuch zu Antisemitismus zu erstellen.[6]

All das ist nicht neu. Das Thema wurde bereits 2011 in einem Artikel von Gideon Böss in der Tageszeitung Die Welt behandelt. Er trug den Titel „Veraltet, verdreht und völlig einseitig“. Er schrieb, dass die drei großen deutschen Schulbuchverlage Cornelsen, Westermann und Klett Israelis als Täter und Palästinenser als Opfer darstellten.[7]

Die deutschen Behörden bekämpfen Antisemitismus und publizieren diese Bemühungen. Gleichzeitig propagieren sie Antisemitismus. Zwei dieser negativen politischen Aspekte sind durchaus bekannt. Einer betrifft die Zuwanderungspolitik. Die Regierungen der beiden führenden Parteien – Christdemokraten und Sozialdemokraten – haben Zuwanderer aus muslimischen Ländern willkommen geheißen, unter denen sich hunderttausenden Antisemiten befinden. Ein zweiter wichtiger Aspekt der antisemitischen Politik Deutschlands ist die enorm antiisraelische Bilanz bei den Abstimmungen des Landes in der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Die aktuelle Studie offenbart einen dritten Bereich: die Genehmigung von Schulbüchern, die Israel negativ und die Terrorismus belohnende und korrupte Palästinenser positiv darstellen.

Andere Kapitel der Studie gehen die Probleme mit Schülern an, die schlechten Informationen, die Lehrer während ihrer Ausbildung zu Themen wie dem Nationalsozialismus und der Schoah erhalten,[8] das Versagen von Schulleitern und Schulaufsichtsbehörden.

Die Autoren erklären, dass die Probleme des Antisemitismus in Schulen manchmal nicht auf pädagogische Weise gelöst werden können. Sie schließen nicht aus, dass Schulleiter in bestimmten Fällen die Polizei rufen sollten, um zu intervenieren.[9]

Die Zahl jüdischer Schüler an deutschen Schulen beläuft sich höchstens auf ein oder zwei von tausend. Die Tatsache, dass eine bestimmte Studie den Problemen einer so kleinen Minderheit gewidmet werden musste, ist nur ein weiterer Hinweis darauf, wie gestört die deutsche Gesellschaft gegenüber Juden ist.

[1] http://www.tu-berlin.de/fileadmin/i65/Dokumente/Antisemitismus-Schule.pdf

[2] ebenda, S. 40

[3] ebenda, S. 34

[4] ebenda, S. 10

[5] ebenda, S. 36

[6] ebenda, S. 41

[7] www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13619194/Veraltet-verdreht-und-voellig-einseitig.html

[8] ebenda, S. 21

[9] ebenda, S. 14