In der Folge eines tödlichen Brandanschlags

This Onging War, 31. Juli 2015

Eine furchtbare Nachricht. Berichte über ein totes Baby, eine am Boden zerstörte Familie, Hinweise auf einen hämischen Angreifer und erste Zeichen der Rechtfertigung. Das ist ein Szenario, das wir von innen heraus miterlebt haben.

Es ist zwar noch zu früh, als dass jemand sicher sein kann, was geschehen ist, aber zwei Punkte stechen sofort heraus:

  • In all den Jahren (und diese Woche ist es genau 14 Jahre her) seit unsere Tochter ermordet wurde, haben nicht einen einzigen Eintrag – Artikel, Tweet oder Rede – auf Arabisch gefunden, der diesen Anschlag im Zentrum Jerusalems oder die Morde verurteilte. Wir sagen nicht, dass es keinen gegeben hat und wir erheben keinen Anspruch auf vollständiges Wissen. Aber wir suchen ständig danach (wie wir hier, hier und an weiteren Orten vermerkten) und haben sie nicht gefunden – und wir möchten diesbezüglich sehr gerne falsch liegen. Andererseits gibt es ein endloses Angebot des Gegenteils (leicht zu finden – es ist nicht notwendig sie hier wieder noch einmal einzustellen) in Kommentarspalten, auf Twitter und Facebook und YouTube.
  • Keine Gesellschaft ist frei von Menschen mit Herzen, nie, nirgends. Was eine von anderen unterscheidet, ist wie die Gesellschaft damit umgeht. Bezweifelt irgendjemand, dass eine Fahndung im Gang ist, es ein Gerichtsverfahren, eine Inhaftierung geben wird und Abscheu bei den Menschen auf unserer Seite geben wird?

Und einiges an Spekulation. Es ist (gelinde gesagt) unwahrscheinlich, dass, wer immer diese furchtbare Tat beging und am Ende zur Rechenschaft gezogen wird, als „Gefangener“ beschrieben wird, den die Polizei wegen seiner/ihrer „Widerstandsaktivität“ „entführte“. Oder dass von Demonstranten Poster hochgehalten werden, mit denen seine/ihre sofortige Freilassung gefordert wird. Was immer an selbstrechtfertigenden Argumenten durch den/die Täter heute oder später zum Ausdruck gebracht werden wird, wird von Israels mit Mainstream Verachtung beiseitegeschoben werden.

Insgesamt wissen wir, welcher der beiden Gesellschaften, der beiden Wertesystem, die hier Seite an Seite leben, zugerechnet werden wollen.

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Auf Facebook geht ein Bild von dem Messeranschlag rund, das den mörderischen Fanatiker in Aktion zeigt:

Anschlag2015-07.31Weitere gibt es z.B. hier.

Möge er nie wieder die Freiheit erleben.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.07.2015)

Montag, 20.07.2015:

Seit dem Shalit-Deal haben damals freigelassene Terroristen 6 Israelis ermordet.

Eine mit dem IS verbundene Gruppe droht der Hamas mit Raketenschüssen auf Israel, sollten ihre Leute nicht von der Hamas freigelassen werden.

Die Gesetzesvorlage für härtere Strafen für Steinewerfer hat die erste Lesung in der Knesset durchlaufen.

Heckmeck:
Die EU versucht mal wieder die „Friedensgespräche“ in Gang zu bringen. Dazu will Frau Mogherini internationale Unterstützung zusammenbringen.

Dienstag, 21.07.2015:

Am Abend verabschiedete die Knesset das Gesetz für härtere Bestrafungen von Steinwurf-Terror in zweiter und dritter Lesung. 69 MKs stimmten dafür, 17 dagegen. Für Steine werfen gibt es jetzt bis zu 5 Jahre Gefängnis. Einige arabische Abgeordnete äußerten sich heftig gegen das Gesetz.

Die Hamas höhnt, Israel werde nie Informationen über den gefallenen und von ihr entführten Soldaten Oron Shaul erhalten und prahlt mit Israelis „Hilflosigkeit“.

Mittwoch, 22.07.2015:

Die beiden jüdischen Brüder, die im November einen Brandanschlag auf eine bilinguale (arabisch-hebräische) Schule verübten, wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Ein dritter Täter wird sein Urteil später erhalten.

Während der letzten Monate haben Undercover-Polizeieinheiten in Judäa und Samaria 23 pal-arabische Verdächtige auffliegen lassen, die wegen Waffenschmuggel, Waffenherstellung und Drogenschmuggel festgenommen wurden. Die Polizei zeigte jetzt die Ergebnisse der Durchsuchungen und Festnahmen.

Ein arabisches Dorf östlich von Ramallah feierte Montagabend ein großes Fest – anlässlich der Ermordung von Malachi Rosenfeld, der seinen Schusswunden vom 29. Juni erlag. Die Terroristen, die den Anschlag verübten, stammen aus dem Dorf.

Die Waqf in Jerusalem verkündete offiziell (wieder einmal), dass Juden keinerlei Rechte am Tempelberg hätten. Dieser habe „immer schon“ ausschließlich dem Islam gehört. Juden, die den Tempelberg besuchen, schänden diesen.

Sicherheitspersonal am Übergang Kerem Shalom entdeckte in einem LKW mit alten Elektrogeräten ein in einem Kühlschrank verstecktes, auseinandergebautes Motorrad, das in den Gazastreifen geschmuggelt werden sollte. Die Einfuhr von Motorrädern ist untersagt, weil Terroristen diese häufig für Terroranschläge und weitere illegale Aktivitäten nutzen; die Hamas hat bei verschiedenen Aktionen während des Kriegs im letzten Jahr ebenfalls Motorräder benutzt. Seit Jahresbeginn wurden 250 Versuche verhindert illegale Waren in den Gazastreifen zu schmuggeln.

Donnerstag, 23.07.2015:

Die Polizei nahm vier weitere Verdächtige fest, die an dem Lynchmord an einem verletzten Syrer in einem Krankenwagen auf dem Golan beteiligt gewesen sein sollen.

Die Terroristen von Hamas und DFLP bezeichnen die härteren Strafen für versuchten Mord durch Steinwürfe als „faschistischen organisierten Terror“. Ausgerechnet.

Freitag, 24.07.2015:

Hamas-Grande Mussa Abu Marzuk fordert Terror, bis die „Besatzung beseitigt ist“; er nannte Mörder von israelischen Zivilisten „Helden“ und „den Stolz der Nation“. Die Anschläge auf Juden seien eine Verpflichtung durch die Religion und das Vaterland, jeder, der sich selbst respektiert, müsse stolz darauf sein.

Samstag, 25.07.2015:

Hamas hat wieder ein Sommerlager eröffnet. 25.000 PalAraber erhalten militärisches Kampftraining.

Alberto Nismans mysteriöser Tod und die antisemitischen Äußerungen der argentinischen Präsidentin

Manfred Gerstenfeld interviewt Gustavo Perednik (direkt vom Autor)

Im Januar 2015 wurde der 51-jährige argentinische Staatsanwalt Alberto Nisman, einen Tag bevor er vor argentinischen Parlamentariern eine Anklage der Präsidentin und weiterer Regierungsbeamter vorlegen sollte, tot in seiner Wohnung aufgefunden; er hatte eine Schusswaffe in der linken Hand. Nisman beschuldigte die Regierungsvertreter mit der iranischen Regierung zu konspirieren, von der man wusste, dass sie die Terroranschläge in Buenos Aires 1992 und 1994 verübt hatte.

Nismans Tod erregte weltweit Aufmerksamkeit. Viele glauben, der argentinische Geheimdienst sei an der Ermordung beteiligt, während andere mit Verbindungen zur Regierung darauf bestehen, dass es sich um Selbstmord handelt – allerdings ein merkwürdiger, denn die Waffe war geliehen, obwohl Nisman selbst eine Waffe besaß und obwohl er Rechtshänder war.

Gustavo Perednik
Gustavo Perednik

Dr. Gustavo Perednik ist Autor von fünfzehn Büchern zu Juden und der Moderne. 2009 veröffentlichte er ein fiktionalisiertes Buch über das Leben Alberto Nismans in spanischer Sprache, das zum Bestseller wurde und 2014 ins Englische übersetzt wurde.[1]

Nisman war der oberste Ermittler zum Bombenanschlag vom 18. Juli 1994 auf das AMIA/DAIA-Gebäude der jüdischen Gemeinde in Buenos Aires. Ein Hisbollah-Terrorist fuhr sein mit Hunderten Kilogramm Sprengstoff beladenes Auto direkt in das Gebäude. Es war der schwerste Anschlag auf Juden im Ausland seit dem Zweiten Weltkrieg. 85 Menschen wurden getötet und Hunderte verletzt. Bei einem früheren Terroranschlag vor der israelischen Botschaft in Buenos Aires im März 1992 starben mehr als zwanzig Menschen und mehr als zweihundert wurden verletzt.

Nismans Arbeit als Staatsanwalt begann 1997. 2001 entschied er sich die Polizisten zu freizulassen, die fälschlich der Mitwirkung an dem Terroranschlag beschuldigt wurden und das gesamte Verfahren als Rahmen zu entlarven den Iran reinzuwaschen. Der zuständige Bundesrichter und die übrigen Staatsanwälte wurden wegen falscher Handhabung des Falles abgesetzt und Nisman blieb mit der vollen Verantwortung der Leitung des UFI – einer Ermittlungseinheit von dreißig bis fünfzig erstklassigen Professionellen – zurück.

Perednik fügt an: 2007 besuchte Nisman Israel und hielt Vorträge am Jerusalem Center for Public Affairs, in der Knesset und weiteren Institutionen. In einem Interview mit Ihnen, Manfred, erklärte Nisman, dass sie unter seiner Aufsicht sogar 300 Millionen Telefongespräche untersuchen mussten, die von 1991 bis 1994 getätigt wurden. Einige dieser Gespräche legten eine Verbindung zwischen den beiden Bombenanschlägen offen.

2008 forderte Nisman die Verhaftung und Vernehmung des ehemaligen Präsidenten Carlos Menem, der von 1989 bis 1999 im Amt war, als die Bombenanschläge stattfanden. Nisman beschuldigte Menem der Vertuschung.

Nisman hatte viele Leibwächter. Er fürchtete um sein Leben, war aber entschlossen die Wahrheit herauszufinden. Ich hatte viele Jahre lang engen Kontakt zu ihm. Ich merkte, wie sich seine persönliche Haltung gegenüber dem Judentum entwickelte, besonders seit seinem Besuch in Israel.

2009 ordnete das Oberste Gericht Argentiniens die Wiederaufnahme weiterer Ermittlungen zum Anschlag an. Ein paar Monate später forderte Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirschner, eine Peronistin, vor den Vereinten Nationen Irans Zusammenarbeit bei den Ermittlungen, da die Regierung in Teheran nie auch nur eine der Anfragen der UFI beantwortet hatte.

Im Januar 2013 unterzeichneten Argentinien und der Iran eine „Absichtserklärung“, die aus der Forderung nach Gerechtigkeit eine politische Verhandlung machte. Eine gemeinsame argentinisch-iranische „Wahrheits“-Kommission wurde geschaffen, um den Bombenanschlag auf das AMIA zu untersuchen – man kann sagen, dass dies ein Fall war, in dem die Opfer und die Terroristen zusammen arbeiteten. Die jüdische Gemeinde protestierte heftig, denn diese Annäherung an den Iran würde zur Beerdigung des gesamten Falls führen. Die Kommission wurde schließlich 2014 vom Obersten Gericht für verfassungswidrig erklärt. Kirschner kämpft immer noch gegen diese Entscheidung und versucht außerdem die Richter abzusetzen, die bei ihrem Plan den Iran reinzuwaschen nicht mitzogen.

Vor seinem Tod bot Nisman Kirschner offen die Stirn. Ein paar Tage bevor seine Leiche gefunden wurde, hatte Nisman die Präsidentin und ihren Außenminister Hector Timerman beschuldigt einen heimlichen Handel mit der iranischen Regierung abgeschlossen zu haben, der das Ziel hatte die iranischen Täter vor Strafverfolgung zu schützen. Kurz bevor Nisman die Beweise argentinischen Abgeordneten vorlegen sollte, „beging er Selbstmord“.

Es gibt Belege, dass ein großer Teil der von Nisman gesammelten Beweise in seiner Wohnung vernichtet wurde, bevor die Kugel ihn tötete. Seine Exfrau und Bundesrichterin Sandra Arroyo Salgado forderte, dass der Staatsanwalt, der den Tod Nisman untersucht, ersetzt wird. Das wurde verweigert. Zusätzlich wurde von Regierungsbeamten eine Rufmordkampagne gegen Nisman betrieben.

Derweil hat es auch für das argentinische Judentum Konsequenzen aus dieser Affäre gegeben. Die nächsten Präsidentschaftswahlen finden im Oktober 2015 statt. Kirschner kann nicht antreten, weil sie bereits die maximal möglichen zwei Amtszeiten im Amt war. Im April twitterte sie eine Anschuldigung, die von den Protokollen der Weisen von Zion inspiriert gewesen zu sein scheint. Ihr Kommentar behauptete, Nisman, einige amerikanische Juden und örtliche jüdische Leiter würden mit Finanzkräften der Welt konspirieren, um Regierungen überall in der Welt zu destabilisieren – einschließlich der ihren. Im Juli 2015 sagte Kirschner einer Klasse 10-jähriger Schulkinder: „Um die finanzieller Gier und den Wucher gegen Argentinien zu verstehen, sollten sie Der Kaufmann von Venedig lesen.

Die Washington Post forderte in einem Leitartikel eine internationale Ermittlung des Todes Nismans. Dort sind sie überzeugt, dass das Thema vom argentinischen Justizsystem niemals sauber ermittelt wird, weil es von der derzeitigen Regierung zunehmend politisiert wird.

Perednik schließt: Aus den argentinischen Juden und Juden allgemein sind Sündenböcke gemacht worden, wenn es um die Notwendigkeit geht die öffentliche Aufmerksamkeit von den Vergehen und dem Versagen der Regierung abzulenken. Das ist eine klassische Geschichte, nicht wahr?

[1] To Kill Without A Trace- A Prequel to 9/11 – Iranian bombs in Buenos Aires. Kanaka (Mantua Books) 2014.

Im Namen Allahs

Paula Stern, Israel National News, 2. Juli 2015 (übersetzt von Cora)

Dieser Artikel wurde zuerst vor zwei Tagen der Times of Israel angeboten. Etwas mehr als vier Stunden später antwortete diese mir, wie folgt:

to_editor sagte am 30. Juni 2015 um 1:51
Dieser Artikel wird nicht zur Veröffentlichung freigegeben, da er nicht den Richtlinien gegen Beleidigungen entspricht.

Zwei Tage später haben sie mir immer noch nicht gesagt, was sie genau beleidigend finden. Da sie den Artikel nicht drucken wollen, bitte ich euch, dass ihr ihn über Facebook, Twitter und eure Freunde verbreiten wollt.

Im Namen Allahs

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, bewarfen Palästinenser gestern einen Bus voller Kinder mit Steinen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, näherte sich eine Palästinenserin einer jungen israelischen Frau und stach ihr in den Hals. (Nach genauerer Bekanntgabe war die junge Frau 19 Jahre alt und trug Uniform, was zeigte, dass sie ihrem Land damit dient, dass sie heilige Stätten beschützt, die von den benachbarten Arabern mit Steinen, Molotowcocktails etc. angegriffen werden.)

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurden vier junge israelische Männer auf dem Heimweg von einem Fußballspiel angegriffen. Einer ringt um sein Leben, die anderen drei wurden ebenfalls verletzt, werden aber wieder genesen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurden Dutzende in Tunis und Jemen ermordet.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurde in Paris ein Mann geköpft und der Mörder machte ein Selfie mit dem Leichnam um seinen Stolz über die Tat zu zeigen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurde ein Krankenwagen angegriffen; der Fahrer überlebte nur knapp die 19 Schüsse, die auf, rund um und in das Gefährt geschossen wurden. Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt kein Patient darin.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurde die Jeshiva meines Sohnes in Ramle allein in der letzten Woche drei Mal angegriffen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, wurden heute morgen Molotowcocktails in ein jüdisches Viertel in Jerusalem geworfen.

Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen, zeigen Muslime rund um die Welt weder Gnade noch Barmherzigkeit im heiligen Monat Ramadan.

Was mich aber wirklich wütend macht, sind zwei Dinge.

Erstens, dass niemand erstaunt ist. So ist das nun mal in jedem Ramadan, wird mir gesagt. Jeden Ramadan erkläre ich Neueinwanderern, die über den Anstieg der Angriffe schockiert sind, das ist halt Ramadan.

Das zweite ist, die absolute Ironie, dass der Papst genau in dem Monat, in dem er eilig einen palästinensischen Staat anzuerkennt, der gar nicht existiert, der keine Grenzen hat, der keine Verantwortlichkeit kennt, keine Wahlen – nichts!

Die Vereinten Nationen verurteilen eiligst Israel, wobei sie all die lebensrettenden Maßnahmen ignorieren, die wir im letzten Jahr während der Operation Fels in der Brandung ergriffen haben. Israel, das niemals damit gedroht hat, atomare Waffen einzusetzen, wird von der Regierung Obamas verraten indem sie mit dem Iran verhandelt und auf ein Abkommen drängt, das nur den Erhalt einer solchen Bombe sicherstellt … und mit deren Einsatz sie jetzt schon drohen, obwohl sie sie noch gar nicht haben.

Wir retteten Leben, indem wir die Bewohner des Gazastreifens mit Flugblättern, Durchsagen und Textnachrichten warnten. Indem sie all diese Maßnahmen ignorierten, legt der idiotische Bericht der UN-Menschenrechtskommission nahe, dass die Drohung der Hamas, Tel Aviv auszuradieren, genügend Warnung sei und es gereiche IHNEN zur Ehre, nicht uns.

Eine Flottille segelt an Ägypten vorbei, das den Schlüssel zu einer Seite Gazas hat und verlangt von Israel die Aufhebung der Blockade. Und auf dem Schiff: Kameras und Handys – das nennt man humanitäre Hilfe?

Ist es in einer Welt, die auf dem Kopf steht und mitunter irrsinnig ist, überhaupt verwunderlich, dass Muslime begeistert morden und glauben, damit den Namen Allahs, des Barmherzigen und Gütigen zu ehren?

Doch heute morgen, immer noch zornig und verzweifelt über die Angriffe der letzten Nacht, dämmerte mir Erleuchtung. Es ist gar nicht so, wie wir immer dachten – dass uns die Welt hasst, als Israelis, als Juden. Der Anstieg der antisemitischen Angriffe in New Jersey auf 27%, in der gesamten USA auf 21%, auf 23% in den Niederlanden und die noch schlimmeren Zahlen aus den verschiedenen europäischen Ländern, werden eindeutig missverstanden.

Was ist passiert? Ich sah eine Facebooknachricht meines jüngsten, adoptierten, Sohnes, der gerade in Italien Urlaub macht. Er schrieb, dass er auf einem Konzert in einem „…scheiß alten Kolosseum in Verona“ gewesen war. „Die ätzendsten 2 ½ Stunden meines Lebens.“

Atzendsten 2 ½ Stunden … nun, mein Chaim liebt einiges … er liebt das Reisen, liebt gute Weine und Bier (genauso wie ich, auch wenn ich nicht so viel trinke) und er liebt Musik. Nicht die Art von Musik, die ich liebe, aber eben auch Musik. Also meint ätzend hier wohl gut. Also so, wie das schlecht schlecht hieß und zu gut wurde.

Der hebräische Satz „chaval al ha´sman“ meinte ursprünglich etwas, das reine Zeitverschwendung sei; jetzt bedeutet es, dass es toll, dass es seine Zeit wert war. Anscheinend ist der Höhepunkt einer Reise ein Konzert, das einen krank macht.

Also ist es nicht die Welt, die uns missversteht, sondern vielmehr unsere Interpretation ist falsch. Vielleicht bedeutet Barmherzigkeit nicht wirklich Erbarmen und Gnade nicht, dass man freundlich und nachgiebig ist.

Vielleicht lobt die UNO nicht die Hamas und vielleicht erkennt der Islam, dass ein Gott, der jene ehrt, die morden, köpfen, sprengen, schießen, erstechen und steinigen, nicht wirklich Gott sein kann.

Zuviel zum Nachdenken, wenn ich derart wütend bin. Ich ziehe es vor, Englisch so anzuwenden, wie es eigentlich gemeint ist. Gerade wenn ich müde und zornig bin.

Die UNO ist scheinheilig und voreingenommen. Allah ist weder gnädig noch barmherzig. Einer Frau in den Hals zu stechen ist barbarisch, einen Mann zu köpfen ist Terrorismus. Auf einen Krankenwagen zu schießen ist grausam und auf vier junge Männer zu schießen ist feige und kriminell.

Und hoffentlich war das Konzert überwältigend!

Für eure Gebete: Die Namen der Verwundeten lauten:

  • Chananya ben Shula
  • Shai ben Nili
  • Yair ben Shoshana

Und bitte, G´tt, schick Trost und Liebe an die Familie von Malachi Moshe ben Eliezer, der ermordet wurde. Er ist nun ein Engel und sein Name ist auf ewig eingeschrieben. Möge er über seine Familie und Israel wachen.

G´tt, bitte wache über sie, heile sie und tröste jene Familien, die an der Seite ihrer Söhne sitzen. Möge diesen jungen Männern eine rasche und vollständige Heilung gegeben werden und mögen jene, die all jene, oben aufgezählten, Angriffe ausführten, rasch und vollständig vor den höchsten aller Richter gebracht werden.

Möge der G´tt Israels fortfahren uns in diesen anstrengenden Tagen des Ramadans seine Barmherzigkeit zu zeigen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (29.06.-11.07.2015)

Montag, 29.06.2015:

Das schwedische Terrorschiffchen lief von der Marine eskortiert in den Hafen von Aschdod ein.

Dienstag, 30.06.2015:

Die Hamas sprach bezüglich der jüngsten Terroranschläge von einer „qualitativen Verbesserung“.

Nach dem erfolgreichen und einem verhinderten Terroranschlag vom Vortag strich Israel sämtliche Erleichterungen für Araber aus den Palästinensergebieten aufgehoben. (Ulrich Sahm, per E-Mail)

Der Shin Bet sagt, dass die Zahl der Terroranschläge seit 2012 um 50% zugenommen hat.

Mittwoch, 01.07.2015:

Nach dem Terror im Süden hat Israel alle Reisegenehmigungen für Araber IN den Gazastreifen gestrichen.

Donnerstag, 02.07.2015:

Der PA-„Außenminister“ al-Maliki beschuldigt Israel vor Verhandlungen mit den Terroristen wegzulaufen.

Bei einem „Gedenken“ an den vor einem Jahr ermordeten arabischen Jugendlichen forderten die Demonstranten eine „3. Intifada“.

Freitag, 03.07.2015:

Die PA ließ 50 Hamas-Mitglieder festnehmen und elektronische Ausrüstung beschlagnahmen.

Die Hamas behauptet sie habe Israel mit dem Krieg vom letzten Jahr in gegenseitiges Nichtstun gezwungen.

Samstag, 04.07.2015:

Mahmud Abbas pries den bei einem Terroranschlag mit Steinen von Soldaten getöteten junge Araber im Gespräch mit seinen Eltern.

Sonntag, 05.07.2015:

Der Tempelberg war wieder einmal für jüdische Besucher gesperrt.

Weil die Terroranschläge enorm zugenommen haben, beantragen mehr und mehr Einwohner Jerusalems Waffenbesitzrecht.

Dienstag, 07.07.2015:

Die Hamas soll nach Angaben von Fatah-Sprecher Osama Qawasmi mit Israel über einen 10-jährigen Waffenstillstand verhandeln.

Ein Vertreter der Hamas sagte, die Gruppe habe kein Interesse an neuen Kämpfen mit Israel, man wolle die Ruhe erhalten.

Ismail Haniyeh behauptet Israel ab der Hamas zugesichert den Gazastreifen nicht anzugreifen.

Mittwoch, 08.07.2015:

Die Straße 12 entlang der Grenze zu Ägypten wurde wieder für den Verkehr freigegeben.

Der PA-„Botschafter“ in Chile sagte bei einer Rede, die „Palästinenser“ würden die Juden nicht hassen – es gebe sie ja nicht. Dazu zitierte er die Protokolle der Weisen von Zion.

Abdullah Barghouti verbüßt in Israel 67-mal lebenslängliche wegen Terrormorden. Die PA-Nachrichtenagentur Ma’an pries den Terroristen als Helden.

Ein Hamas-Vertreter gelobte, man werde weiterhin auch in Judäa und Samaria agieren, um „ganz Palästina zu befreien“ (heißt: Terror treiben).

Donnerstag, 09.07.2015:

Die Hamas bezeichnet die beiden gefangenen Israelis als „Soldaten“. (Der eine ist geistig behindert und war nie in der IDF; über den anderen ist nichts bekannt.)

Außerdem prahlt die Terrorgruppe zum Jahrestag des letzten Kriegs mit Israel mit ihren Raketen.

Der Minister für innere Sicherheit hat angeordnet, dass der Sender Palestine ’48 geschlossen wird; der voll unter der Kontrolle der PA befindlicher Sender hatte als Zielpublikum die arabischen Staatsbürger Israels. Dass der Sender innerhalb von Israel agiert, verletzt die Oslo-Abkommen.

Freitag, 10.07.2015:

Am Rahelgrab setzen Terroristen vermehrt Steinschleudern ein, um Sprengsätze über eine Mauer auf Jeschiwa-Schüler und Besucher zu schießen.

Die Hamas fordert, dass Israel Terror-Häftlinge freilässt, um überhaupt erst über die entführten Israelis zu verhandeln.

Samstag, 11.07.2015:

Die Hamas tönt: Die israelischen Medien werden dafür sorgen, dass die Terrorgruppe „die israelischen Gefängnisse leert“. Sie bezog sich damit auf Druck auf die Regierung wegen der in den Gazastreifen entführten Israelis.

Foto der Woche: Was für ein Heldenmut!

… ist natürlich zynisch gemeint – gefunden auf Facebook:

Jerusalem_arabischeHeldenhaftigkeit

Die Straßenbahn in Jerusalem ist ein beliebtes Ziel der Steinewerfer – kostet sie nichts, nicht mal Mut, weil ja das Ding vorbeifährt. Und es wird schöne Schaden angerichtet, gefreut wird sich besonders, wenn dann noch Fahrgäste verletzt wurden. Alles im Namen … nee, Helden sind was ganz anderes, nicht diese Möchtegernmörder aus dem sicheren Hinterhalt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (21.-28.06.2015)

Sonntag, 21.06.2015:

Der arabische MK Basel Ghattas will sich auf das Terrorschiffer-Boot begeben und droht Israel mit Gewalt, sollte das Schiffchen aufgebracht werden.

Was auch sonst? Die Hamas applaudiert begeistert dem Attentäter von heute.

Montag, 22.06.2015:

Die Fünfte Kolonne: Die „Vereinte Arabische Liste“ in der Knesset machte Dampf für die Terrorschiffer von der aktuellen Gaza-Flottille. Israels Blockade sei ein Verbrechen, ließen sie wissen und tönten, dass sie die Mitfahrt von MK Ghattas auf dem Terrorschiffchen unterstützen.

Dienstag, 23.06.2015:

Israel returnierte 19 konfiszierte Fischerboote in den Gazastreifen.

Es befinden sich mal wieder arabische Terrorhäftlinge in israelischen Gefängnissen im Hungerstreik. Ein arabischer Knessetabgeordneter drohte Ärzten, die überlegen, diese Häftlinge zwangszuernähren mit Mord.

Die aktuellen Terrorschiffer sind sich ziemlich sicher, dass Israel sie wegen internationalen Drucks nicht abfangen wird.

Mittwoch, 24.06.2015:

Die IDF hat den Soldaten Oron Shaul für tot erklärt; seine Leiche (sowie die eines weiteren Soldaten) hatte die Hamas nie freigegeben. Jetzt behaupten die Terroristen, der Soldat sei noch am Leben.

Eine Umfrage zeigt, dass nur noch 51% der Israelis die Zweistaatenlösung unterstützen (letztes Jahr waren es noch 61%). 54% sind dagegen, die „Siedlungen“ alle abzureißen (38% sind dafür). 56% der PalAraber sagen, Israel plane Judäa und Samaria zu annektieren und die Araber zu vertreiben.

Mahmud Abbas hat offenbar alle israelischen „Ramadan-Zugeständnisse“ abgelehnt und sorgt dafür, dass die PalAraber sie nicht wahrnehmen.

Die Hamas hat neue Fotos von Terroristen veröffentlicht, die in den Tunneln des Gaza-Grenzgebiets trainieren.

Donnerstag, 25.06.2015:

Jordanische Medien sind verärgert, dass die israelische Botschaft gegen ihr boshaftes Preisen von Palästinenser-Terror protestiert. Al-Dustur schimpft, die Israelis würden unbewaffnete Unschuldige ermorden, sie von ihrem Land vertreiben und ihre heiligen Städten schänden.

Die Fünfte Kolonne: Die arabischen Knesset-Abgeordneten blieben der Rede von Bundestagspräsident Lammert im israelischen Parlament fern. Der Besuch des Bundestagspräsidenten sei ein „diplomatisches Ereignis“ und diene israelischer Propaganda. Daran wollten sie sich nicht beteiligen.

Eine Drohne aus dem Gazastreifen drang in den israelischen Luftraum ein und stürzte ab, bevor die IDF entscheiden konnte, ob sie sie abschießt oder nicht.

Die PA hat offiziell die ersten Dokumente gegen Israel beim ICC eingereicht.

Ein arabischer Mob randalierte an der Quelle, an der letzte Woche ein 25-jähriger Israeli ermordet und sein Freund verletzt wurde. Offenbar versuchten die Araber die historische Quelle trockenzulegen.

Die PA veranstaltet in Abu Dis bei Jerusalem ein Jugend-Fußballturnier. Die Mannschaften des Turniers sind nach „Märtyrern“ (terroristischen Mördern von Juden) benannt, einer davon der Terrorist, der im Herbst versuchte Yehuda Glick zu erschießen.

Samstag, 27.06.2015:

Der Islamische Jihad droht damit den Waffenstillstand im Gazastreifen zu beenden, sollte Terrorführer Khader Adnan bei seinem Hungerstreik sterben. (Aber den Mann zu retten, wollen sie Israel genauso wenig erlauben…)

Sonntag, 28.06.2015:

Die Fatah-Terroristen zeigten stolz einem iranischen Reporter einen Tunnel im Gazastreifen, den sie gebaut haben. Er soll 3 km lang sein. Und sooo friedlich…!

Während der letzten zwei Wochen hat es auf dem Ölberg 90 Grabschändungen gegeben. Außerdem gab es 300 Vorfälle mit Steinwürfen in „Ost“-Jerusalem.

Ein Hamas-Führer bestätigte indirekte Gespräche mit Israel, um die Spannungen zu senken.