„Menschenrechtsexperte“ der von der EU finanzierten Al-Haq unterstützt und lobt Judenmord

Elder of Ziyon, 30. Januar 2023

Ende 2021, als Israel Al-Haq und mehrere andere palästinensische NOGs für illegal erklärte, kam die Reaktion von „Menschenrechts“-Gruppen sofort und heftig. Amnesty und Human Rights Watch bezeichneten den Schritt als „unverschämten Angriff auf Menschenrechte“ und verwiesen auf ihre Mitglieder las „Verteidiger von Menschenrechten“. Die New York Times nannte sie „Menschenrechtsgruppen“ , genauso AP. Die UNO gab ein Statement von 17 „Experten“ aus, die das „einen Frontalangriff auf die palästinensische Menschenrechtsbewegung und auf Menschenrechte überall“ bezeichneten.

Wie üblich hat Israel recht und die „Experten“ liegen falsch.

Darf ich Ihnen Isam Abdeen vorstellen, einen „Verteidiger der Menschenrechte“? Obwohl unklar ist, ob er noch dort arbeitet, war er der Leiter der Lokalen und Regionalen Interessenvertretung von Al-Haq, als Israel diese als Terrororganisation einstufte und seine Papier befinden sich immer noch auf deren Seite. Stand letzten Sommer wurde er als Rechtsberater für die Al-Haq-Stiftung beschrieben.

Abdeen, der als einer der prominenteren palästinensischen Menschenrechtsaktivisten betrachtet wird, verteidigte den Mord an sieben Juden vor einer Synagoge in Neve Yaakov am Freitagabend.

Seine unmittelbare Reaktion auf seiner Facebook-Seite bestand in der Aussage: „Die Schüsse des Sohns der Hauptstadt im besetzten Jerusalem sind laut Völkerrecht legitim und bedürfen keiner Rechtfertigung.“

Abdeen ging darauf in einem ganzen Artikel näher ein; darin schrieb er: „Was im besetzten Jerusalem geschah, dass ein heiliger junger Mann der  Hauptstadt, alleine, einen Akt des Widerstands auf palästinensischem Land seiner Eltern und Vorfahren (dem besetzten Jerusalem) beging, ist eine legitime Tat laut humanitärem Völkerrecht, Menschenrechts-Recht und Dutzenden von UNO-Resolutionen, die alle in den Topf der ursprünglichen Rechte der Völker bei der Bestimmung ihres Schicksals einfließen; und er ist ein legales Argument gegenüber der Welt.“

Zivilisten zu ermorden ist laut Völkerrecht unter allen Umständen illegal. Die gesamte Vierte Genfer Konvention soll Zivilisten in Kriegszeiten schützen. 2004 wies UNO-Generalsekretär Kofi Annan das Argument der Terroristen und ihrer Anhänger ab: „Es gibt an der Tatsache von Besatzung nichts, das Zivilisten ins Visier zu nehmen und zu töten rechtfertigt.“

Dieser „Verteidiger der Menschenrechte“ von Al-Haq unterstützt direkt den Mord an Juden, befürwortet ihn und lobt das.

Und dieser Befürworter von Judenmord bildet auch noch andere Menschenrechts-Profis aus!

Es kann keine groteskere Perversion der Menschenrechte geben als einen „Menschenrechts-Anwalt“, der andere lehrt, dass Menschen zu ermorden nicht nur erlaubt, sondern auch noch lobenswert ist.

Und das ist das, was Amnesty International und Human Rights Watch und die UNO unterstützen.

Al-Haq wird von der Europäischen Union, Norwegen, Irland, Italien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Deutschland und Spanien finanziell unterstützt. Sie hat meines Wissens nie einen Terroranschlag auf Juden verurteilt. Sie hat Verbindungen zur Terrororganisation PFLP, die Kindersoldaten rekrutiert und sie einer Gehirnwäsche unterzieht – ein weiterer Verstoß gegen die Menschenrechte, die die Gruppe nie verurteilt hat.

Und jetzt preist eines ihrer prominentesten Mitglieder direkt den Mord an unschuldigen Zivilisten.

Die einzige Art, wie das als Menschenrechtsorganisation verstanden werden kann, ist Jude als untermenschlich anzusehen.

Diese Scheinheiligkeit zu entlarven ist das Wichtigste, was zur Bekämpfung von Terror unternommen werden kann. In diesem Sinne haben die Medien bezüglich ihrer grundlegendsten Verantwortung versagt.

Terroristen, Bomben, Feuergefechte und Drohnen: Die heißen Fakten, die die Medien zur Verhaftungsaktion in Jenin ignorieren

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 26. Januar 2023

Das israelische Militär begab sich Mittwochabend in die Terrorhochburg Jenin, um eine Verhaftungsaktion durchzuführen, die darauf abzielte Militante des Islamischen Jihad festzunehmen, die einen unmittelbar bevorstehenden Terroranschlag geplant hatten.

In einer Erklärung sagte die ID, sie sei in das Flüchtlingslager der Stadt in der Westbank eingedrungen und haben Sprengstoff verwendet, um die Militanten aufzustöbern, die sich in einer Wohnung versteckten, die von einer der Terrorzellen der Gruppe genutzt wurde.

Israelische Soldaten gerieten unter schweres Feuer; der lokale Zweig des Islamischen Jihad bestätigte, dass seine Mitglieder in der Gegend Waffen abfeuerten und Bomben zündeten.

Die Palästinenser sollen Berichten zufolge eine IDF-Drohne abgeschossen haben.

Laut lokalen Berichten wurden zwischen 9 und 13 Palästinenser während der Auseinandersetzungen getötet, darunter mindestens fünf Terroristen.

Die Version der Ereignisse, wie sie von der Agentur Agence France Presse (AFP) – eine der größten Nachrichtenagenturen der Welt – hatte hingegen absolut keine Ähnlichkeit mit den feststehenden Tatsachen.

Der im Guardian abgedruckte Text mit der Schlagzeile „Palästinenser sagen, neun bei israelischem Überfall auf Flüchtlingslager in Jenin getötet“, beginnt so:

Bei einem Überfall auf das Flüchtlingslager Jenin in der besetzten Westbank wurden neun Palästinenser getötet, darunter eine alte Frau, haben offizielle Vertreter der Palästinenser gesagt. Sie beschuldigten die Streitkräfte auch des Einsatzes von Tränengas auf der Kinderstation eines Krankenhauses.

Das Gesundheitsministerium sagte, zusätzlich zu den neun Toten seien zahlreiche Personen verletzt worden.

In einer separaten Äußerung sagte der palästinensische Gesundheitsministerin Mai al-Kaila: „Besatzungskräfte stürmten das Regierungskrankenhaus in Jenin und feuerten vorsätzlich Tränengasbehälter in die Kinderstation.“

Sie beschrieb die Lage in dem Flüchtlingslager als „kritisch“ und sagte, israelische Streitkräfte verhinderten, dass Krankenwagen zu den Verletzten durchkamen.

Bilder des palästinensischen Terroristen Izz Edin Salahat, der bei einer israelischen Terrorbekämpfungs-Aktion starb, als die IDF einen Trupp des Islamischen Jihad festnahm.
Die Terroristen planten zahlreiche große Terroranschläge.
Werden die Medien diese Details berichten?

Erstens gibt es absolut keine Beweise, die nahelegen, dass israelische Soldaten eine Kinderstation im Krankenhaus mit Tränengas beschossen, auch nicht, dass die IDF verhinderte, dass Krankenwagen Einzelne erreichten, die während des Schusswechsels verletzt wurden.

Zweitens wird an keiner Stelle in dem gesamten Artikel der Grund für die Anwesenheit der IDF in Jenin erwähnt. Tatsächlich taucht der Name des Islamischen Jihad nicht ein einziges Mal auf, genauso wenig die Tatsache, dass es einen kurz bevorstehenden Terroranschlag gab, der die Aktion überhaupt erst auslöste.

Drittens und noch ungeheuerlicher, werden die Umstände, unter denen es die Toten gab, in dem Artikel nicht ansatzweise angeführt. Diese lauten: Die IDF reagierte auf schweren Beschuss von Militanten, die zudem Sprengstoff zündeten, der für einige der Toten verantwortlich gewesen sein dürfte.

Stattdessen fühlte AFP sich für berechtigt den Sprecher von PA-Präsident Mahmud Abbas zu zitieren, der die haarsträubende Behauptung aufstellte, die Verhaftungsaktion sei Teil eines Musters, wie Israel „vor den Augen der gesamten Welt Massaker“ begehe.

Der Zugriff in Jenin erfolgte einzig aus dem Grund eine Terror-Gräueltat zu verhindern – warum fällt es AFP derart schwer das und andere relevante Fakten zu berichten?

Einzigartig böse: Jenin und der Holocaust-Gedenktag

First One Through, 27. Januar 2023

Im November 2005 beschlossen die Vereinten Nationen den Jahrestag der Befreiung der wenigen überlebenden Juden des Todeslagers Auschwitz in Polen am 27. Januar 1945 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag zu erklären. An diesem Tag sagte UNO-Generalsekretär Kofi Annan, dass der Holocaust etwas „einzigartig böses ist, was nicht einfach der Vergangenheit übergeben und vergessen werden darf“.

Die Realität lautet, dass die Gier auf jüdisches Blut sehr stark Teil der Gegenwart ist.

Im Dezember 2022 veröffentlichte das Palestinian Center for Policy and Survey Research (PCPSR – Palästinensische Zentrum für Politik- und Umfrage-Forschung) seine jüngste Meinungsumfrage. Sie zeigte einen dramatischen Anstieg in der Zahl der Westbank-Araber, die dafür sind israelische Juden zu töten. Die Lücke in der Gier nach jüdischem Blut zwischen Arabern des Gazastreifens und der Westbank war der Geringste seit der zweiten Intifada / dem Zwei-Prozent-Krieg.

Die Ergebnisse der PCPSR-Umfrage waren deprimierend. Sie zeigten palästinensischen Unterstützung für Terrorismus gegen israelische Juden und die Ablehnung einer friedlichen Lösung des arabisch-israelischen Konflikts. Insbesondere zeigten die Araber lebhafte Unterstützung für neue Terrorgruppen, die in Jenin entstehen und eine Reihe tödlicher Anschläge innerhalb Israels begangen hatten.

Am Vorabend des Holocaust-Gedenktages, an dem die Welt vorgibt #NeverAgain zu begreifen, begannen die Israelischen Verteidigungskräfte eine Aktion zur Festnahme mehrerer Terroristen in Jenin, die Terroranschläge begangen hatten und weitere planten. Die IDF eliminierte erfolgreich mehrere Terroristen, als die Araber das Feuer auf die Soldaten eröffneten; sie verließen Jenin ohne eigene Verluste. Laut Berichten arabischer Medien wurden zwei Westbank-Zivilisten getötet.

Rund zwölf Stunden zuvor töteten US-Streitkräfte einen Top-Führer des Islamischen Staats und zehn weitere Kämpfer bei Angriffen in Somalia, ohne amerikanisch Soldaten verlieren. Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, dass die Terroristen „für die Förderung der zunehmenden Präsenz von ISIS in Afrika und für die Finanzierung der Operationen der Gruppe weltweit, einschließlich Afghanistans verantwortlich war“.

Und nur ein paar Stunden vor dem US-Angriff sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres: „Terrorismus bleibt eine globale Geißel – und ein Affront für die Menschheit, auf jeder Ebene. Er hat Auswirkungen auf alle Altersgruppen, Religionen und Nationalitäten.“ Was die amerikanischen und israelischen Angriffe gegen den Terrorismus in der Tat hervorhoben.

Aber es gibt einen wichtigen Unterschied.

Guterres wies darauf hin, dass Terrorismus „eine globale Geißel ist“, die Auswirkungen auf alle Religionen und Nationalitäten hat. Lloyd George erwähnte, dass der Islamische Staat eine Basis „in Afrika aufbaut … weltweit, auch in Afghanistan“.

Aber palästinensische Terrororganisationen sind nur hinter den Juden her und die Mehrheit der palästinensischen Gesellschaft unterstützt sie. Diese Terroristen sind keine radikale Randgruppe, sondern repräsentieren eine Mainstream-Stimmung. Mit diesem Wunsch wurde ein Holocaust-Leugner bei den letzten palästinensischen Wahlen ins Präsidentenamt gewählt und wird bei den nächsten wahrscheinlich einen Terroristen zum Präsidenten wählen.

Viele bestreiten diese Wirklichkeit aktiv. Wir geben vor, dass auf Juden zu zielen „der Vergangenheit übergeben“ wurde und die gelegentlichen Terroranschläge in Israel Teil einer „globalen Geißel“ sind, die „ihre Heimat im luftleeren Raum findet“, wie Guterres meint.

So ist es nicht. Er gründet in einem perversen Antisemitismus.

Während wir der 6 Millionen von den Nazis und ihren Kollaborateuren ermordeten Juden gedenken, lasst uns das „einzigartig Böse“ nicht vergessen, das darin bestand, dass Juden systematisch zur Auslöschung ins Visier genommen wurden. So war es in Europa in den 1940-er Jahren und es bleibt heute so bei palästinensischen Arabern im heiligen Land.

Ein widerwärtiger palästinensischer Terroranschlag, gefolgt von widerwärtigen Reaktionen

David Lange, Israellycool, 28. Januar 2023

Freitagabend kann am jüdischen Sabbat ein palästinensisch-arabischer Terrorist vor der Synagoge Ateret Avraham im Jerusalemer Viertel Neve Yaakov an und eröffnete das Feuer auf Menschen, die dort unterwegs waren; er ermordete sieben und verletzte drei weitere.

Die bisher [Stand Samstag] identifizierten Opfer sind (von links nach rechts) Ascher Natan (14), Rafael Ben Eliyahu (56) und Eli und Natali Mizrahi (48 und 45) – mögen die Erinnerung an sie auf immer ein Segen sein.

Ich hörte von dem mörderischen Tun heute [Samstag] Morgen in der Synagoge, als ein guter Freund, der normalerweise ganz vorne sitzt, sich hinten neben mich setzte, direkt an einem Fenster. Ich dachte, er wolle angesichts des anormal warmen Wintermorgens frische Luft schnappen. Er vertraute mir an, dass er von dem Terroranschlag hörte und in der Lage sein wollte zu sehen, wer unsere Synagoge betritt, nur für den Fall, dass … (er ist bewaffnet).

Wie üblich, wenn Juden von kaltblütigen Terroristen ermordet werden, zeigt sich das Böse der Welt von selbst. Wie die vielen feiernden palästinensischen Araber:

und unsere sogenannten „Friedenspartner“ von der PA, die sagte, sie „machen die israelische Besatzungsregierung voll und ganz für die gefährliche Eskalation verantwortlich, die die Situation wegen ihrer Verbrechen erreicht hat.“

Aber die widerwärtigen Reaktionen beschränkten sich nicht auf die palästinensischen Araber.

Zum Beispiel blamierte sich Amnesty International mit einer Reihe von Tweets, die mit einer Verurteilung des Terroranschlags begann, der „niemals gerechtfertigt werden kann“ … bevor er mit dem Töten von (zumeist terroristischen) palästinensischen Araber dieses Jahr gleichgesetzt wurde, gefolgt von Attacken auf uns wegen sogenannter „Apartheid“:

Wir bei Amnesty sind entsetzt von tödlichen Anschlag auf israelische Zivilisten gestern Abend in Neve Yaakov, einer Siedlung in der besetzten Westbank, bei dem 7 Menschen getötet und 3 verwundet wurden. Vorsätzlich Zivilisten anzugreifen zeigt Verachtung der Menschlichkeit und ist nie zu rechtfertigen.
Wir sind zudem besorgt wegen Vergeltungsmaßnahmen gegen Palästinenser. Von israelischen Kräften sind 2023 bereits mehr als 30 Palästinenser getötet worden und gestern Abend gab es weitere Angriffe und weitreichende Verhaftungen.
Aufstachelung zu Angriffen auf Zivilisten gießen Öl ins Feuer, das jeden verbrennt. Um Zivilisten zu beschützen, muss es bedeutende Rechenschaftspflicht geben – auch für das Verbrechen der Apartheid. Straflosigkeit führt zu weiterem Blutvergießen.

Die Israel-Hasserin Ariel Gold machte für den Anschlag die „Verzweiflung“ der palästinensischen Araber verantwortlich, ebenso, dass Kahanisten in unserer Regierung sitzen, „die die Erinnerung an Baruch Goldstein anbeten“.

(Fürs Protokoll: Die weit überwiegende Mehrheit der israelischen Gesellschaft – einschließlich meiner Wenigkeit – war von Goldsteins mörderischen Tat angewidert und wir erlebten keine feiernden Juden wie die oben gezeigten feiernden palästinensischen Araber.)

Der unechte Journalist und echte Antisemit CJ Werleman machte ebenfalls Israel für den Anschlag verantwortlich; er behauptete, es „bringt seine Bürger gewollt in Gefahr“.

Die heutigen Schüsse brachten Polizei auf die Straßen einer illegalen jüdischen Siedlung im BESETZTEN Ostjerusalem, was heißt, dass Israel einen Großteil der Verantwortung trägt, weil es seine Bürger gezielt in Gefahr bringt und sie als Bauern in seiner Kampagne zur ethnischen Säuberung benutzt.

(Für mich klingt das so, als denke er, israelische Bürger nahe palästinensischen Arabern leben zu lassen, bringe Israelis in Gefahr. Also ist er ein Fanatiker gegen palästinensische Araber wie gegen Juden.)

In einer progressiven Nachrichtensendung, zu der er als Kommentator eingeladen war, setzte der antisemitische Jude Richard Silversteinden Terroranschlag in Kontext“, wobei der Kontext unsere Aktionen sind, die im Tod von zumeist Terroristen geendet haben. Er bezeichnete unser Handeln als „abscheulicher“ als dieses Abschlachten unschuldiger Juden an einem Gotteshaus.

Die Israelhasserin und ehemalige Journalistin Jennine Khalik klagte über die Berichterstattung zum Gemetzel in den Medien, während sie es im Grund rechtfertigte; sie bezeichnete es als „entmenschlichend“ zu erwarten, dass die „Palästinenser stumm bleiben und sich Jahrzehnten erbarmungslosen Gewalt, Brutalität und Morden unterwerfen“.

Aber so widerlich diese Reaktionen waren, die Antisemitin Suhair Nafal feierte das mörderische Blutbad auch noch:

„Lang lebe der Widerstand“

Updates

28.01.2023, 21 Uhr: Im Gegensatz zum Bösen von oben gibt es Fadi, einen palästinensisch-arabischen Muslime aus Beit Hanina, der für den Magen David Adom als Sanitäter arbeitet und der Erste war, der am Ort des Anschlags ankam:

Der erste Sanitäter an der Ateret Avraham-Synagoge in Jerusalem nach dem furchtbaren Anschlag war Fadi, ein palästinensischer Muslim aus Beit Hanina.
Hier ist das, was er den Medien zu seinen Gefühlen als Einwohner Jerusalems zu diesem tragischen Abend sagte.

28.01.2023, 21:32 Uhr: Die Abgeordnete Rashida Tlaib machte ein „beide Seiten“ daraus:

Heute Abend werden viel zu viele Familien gebrochen zu Bett gehen, ohne ihre Lieben. Wenn es keine sofortige Deeskalation gibt, werden, fürchte ich, zahllose weitere Familien dasselbe Schicksal erleiden.

aber nicht vor diesem noch entsetzlicheren Tweet:

Ich mag die einzige Palästinenserin im Kongress sein, aber ich werde nie aufhören die Leute daran zu erinnern, dass unser Land [die USA] ein Apartheidregime finanziert, das palästinensische Kinder und Familien tötet. Wir ehren die Opfer des Massakers von Jenin, indem wir die Wahrheit über die Apartheid-Regierung sagen.
darunter der Tweet von Noura Ereakt: Israel hat in 26 Tagen  29 Palästinenser ermordet. Der gestrige Angriff auf Jenin war ein Massaker. Wer wird die Palästinenser schützen? [Er nennt also palästinensische Tote bei einem Angriff von Terroristen mit Schusswaffen aus dem Hinterhalt auf israelische Soldaten ein Massaker an Palästinensern… – heplev]

28.01.2023, 22:45 Uhr: Leute, der Israel-Hasser Ayman Mohyeldin von NBC

Nur eine Erinnerung, da die westlichen Medien anfangen vordringlich und ausgiebig über die Angriffe in Jerusalem zu berichten, bei denen mindestens 8 Israelis getötet wurden, dass 2023 30 Palästinenser (9 allein am Donnerstag) getötet worden sind.

28.01.2023, 23:05: Dieser Tweet der Israel-Hasserin Mariam Barghouti ist anscheinend keine Parodie:

Der Anschlag in Jerusalem wird fälschlich als einer dargestellt, der sich in einer Synagoge ereignete. Dieses Detail ist eine Form der Desinformation, der den emotionalen Aspekt von Nachrichtenproduktion ausnutzt.
Die Schüsse ereigneten sich auf einer Straße einer illegalen Siedlung bei Jerusalem, Never Yaakov.

Nachtrag:

Inzwischen sind alle Todesopfer des Anschlags von Neve Yaakov bekannt:

Der Bombenanschlag auf das King David Hotel

Varda Meyers Epstein (Judean Rose), Elder of Ziyon, 19. Oktober 2022

Beim Bombenanschlag auf das King David Hotel am 22. Juli 1946 wurden 91 Menschen getötet. Fünfzehn davon waren Juden. Einer davon war mein 28-jähriger Cousin Yehuda Yanovsky. Er war an dem Tag ins Hotel gegangen, um seine ehemaligen Kollegen zu seiner Verlobungsfeier einzuladen, die an dem Abend stattfinden sollte.

Yehuda hatte als Angestellter für die Briten gearbeitet, eine Tatsache, die ihn in den Augen vieler in der Familie zu einer geschmähten Person machte. Sie betrachteten ihn als Verräter, anders als seine Tante Leah, die nach Amerika reiste und bei ihrer Rückkehr unter ihren Kleidern Waffen für Etzel schmuggelte. Yehuda kümmerte das nicht. Er hatte sich an die Briten gehängt, bis zu dem Punkt, dass Yehuda sich nach einigen Jahren an seinem Schreibtisch im King David freiwillig zur Royal Air Force gemeldet hatte. Als er jetzt aus dem Krieg nach Hause kam, war er gerüstet seine Liebste zu heiraten.

Es sollte nicht sein.

Yehuda Yanovsky, 1918 – 1946

Das war jedoch nicht der Fehler der Etzel (Irgun Tzvai Leumi). Angeführt von Menachem Begin hatte die von Ze’ev Jabotinsky gegründete paramilitärische Organisation alles in ihrer Macht stehende getan die Opferzahl zu minimieren. Es wurden Warnanrufe bei der Palestine Post (heute die Jerusalem Post) gemacht, beim französischen Konsulat und bei der Rezeption des Hotels, 22 Minuten vor der Explosion der Bombe. Die Palestine Post berichtete hinterher von der Warnung an die Polizei. Das französische Konsulat, das sich direkt neben dem Hotel befand, beherzigte die Warnung und öffnete, wie angewiesen die Fenster, damit sie bei der Druckwelle nicht zerbrachen. Etzel selbst trieb die Hotelangestellten in die Küche und scheuchte sie aus der Tür, zehn Minuten vor der Explosion der Bombe. Aber wer immer an diesem Tag die Telefonzentrale besetzte, entschied sich die Warnung zu ignorieren und als Ergebnis starben an diesem Tag 91 Menschen, darunter mein Cousin Yehuda.

Liste der Opfer, Palestine Post, 24. Juli 1946

Ab diesem Tag sollte Menachem Begin von der israelischen Linken für immer als „dieser Terrorist“ gebrandmarkt sein. Auch die Likud-Partei, die Begin gründete und die heute von Benjamin Netanyahu geführt wird, wurde (und wird es bei einigen noch immer) als Partei von Terroristen betrachtet. Außerhalb Israels lieben es die israelfeindlichen Truppen, auf den Bombenanschlag auf das King David Hotel als perfektes Beispiel für jüdischen Terror zu deuten, von dem sie sagen, er unterscheide sich nicht von arabischem Terror, außer dass die teuflischen Juden in den Augen der Welt damit durchkommen.

Von den Briten gesucht; Menachem Begin oben links

Man könnte versucht sein die schiere Zahl der arabischen Terroranschläge (und der dazugehörigen Opfer) als das anzuführen, was sie von dieser einzelnen Episode eines jüdischen Bombenanschlags auf ein Hotel unterscheidet. Aber das ist nicht das, was den Unterschied ausmacht. Denn während die Antisemiten gerne vorgeben, der Anschlag auf das King David Hotel unterscheide sich nicht von, sagen wir, den arabischen Bombenanschlägen auf Busse in der ersten Intifada oder dem Massaker in der Pizzeria Sbarro, täuschen sie doch niemanden. Aber machen Sie, zählen sie die Toten vom Bombenanschlag auf das King David Hotel auf, wie Sie wollen, aber kein arabischer Terrorist hat jemals einen Juden vorab vor einem Anschlag gewarnt. Niemand sagte Malki Roth, sie solle ihre Pizza stehenlassen und wegrennen. Anders als Menachem Begins Etzel, die mehreren Parteien zahlreiche Warnungen zukommen ließ und das Hotelpersonal in Sicherheit brachte.

Menachem Begin war kein Terrorist [das kann man anders sehen – heplev]. Die Briten waren die Terroristen. Sie kehrten Hebron und Safed den Rücken, als arabische Terroristen unschuldige Männer, Frauen und Kinder ermordeten, darunter den Cousin meines Ehemannes, Jacob Wexler. Sie inhaftierten Juden und henkten sie, wenn sie versuchten sich gegen arabischen Terror zu verteidigen.

Wenn doch nur die Welt sich um ihre eigenen Dinge kümmern und die Juden in Ruhe lassen würde.

Aber das wird sie nicht und machte sie nicht. Und so beschloss der Etzel eine Machtdemonstration zu veranstalten. Und eine Demonstration – wenngleich mit der Zerstörung eines Wahrzeichen-Gebäudes – wäre es geworden, wäre der Anruf beim Hotel nicht ignoriert worden. In seinem Buch „The Revolt: Story of the Irgun“ [Der Aufstand: Die Geschichte der Irgun] zitiert Begin einen Vertreter der Briten, der es ablehnte das Gebäude zu räumen: „Wir lassen uns von Juden nichts befehlen.“

Aber das ist die Einstellung, der Juden bei den Briten schon lange begegneten. Schon 1929 wurde Rabbi Yaakov Slonim aus Hebron auf der Straße von Arabern mit Messern und Steinen angegriffen, als Juden hilflos aus ihren Fenstern zusahen.

Ein Augenzeuge berichtete:

Eine jüdische Frau, die sich im Haus des Rabbiners befand, wagte es zum britischen Polizeichef zu gehen (der den Mob mit anstachelte) und bettelte ihn an den Rabbi zu retten. Seine Antwort lautete: „Das ist nichts für eine dumme jüdische Frau. Geh nach Hause und bleib da. In der Regel sind die Juden an diesen Dinge Schuld.“

Obwohl das auf Englisch gesagt wurde, hörte es der Mob und wurde dadurch ermutigt.

Die Tochter des Rabbi, Rivka Slonim, überlebte das Pogrom und berichtete, was dann geschah:

Schon bald, nachdem mein Vater und ich uns in unserem Haus einschlossen, erschien unser Nachbar Abu-Shaker auf seinem weißen Pferd.

Er band sein Pferd an und setzte sich auf unsere Türschwelle. Durch das, was er uns sagte – dass die britische Polizei den Krawallmachern half, beiseite ging, wenn der Mob jüdische Häuser stürmte und die Bewohner niedermetzelte – wussten wir, unsere letzte Stunde geschlagen hatte.

Nach dem Massaker führten die Briten eine Schau auf, indem sie eine Untersuchung durchführen.

Das vom britischen Colonial Office geschickte Untersuchungskomitee akzeptierte nur Zeugenaussagen von Arabern sowie vom berüchtigten Polizeichefs Cafferata und vom Gouverneur Abdullah Kardos.

Juden waren nicht zugelassen, um dem Komitee ihre Version vorzulegen, mit der Ausnahme von Rabbi Yaakov Slonim, dem Vater des ermordeten E.D. Slonim.

Rabbi Slonim berichtete die Ereignisse der zwei Tage in Hebron, vom Mord an mindestens 67 Juden, der Zerstörung von schätzungsweise 80 Thora-Rollen und der Verantwortung der Obrigkeit, insbesondere von Cafferata und Kardos, die es versäumten das Pogrom zu verhindern. Das Komitee wies die Zeugenaussage von Rabbi Slonim zurück.

Am 15. Oktober 1929 begannen die Gerichtsverhandlungen gegen die Mörder. Scheik Marka, der Anführer des Mobs in Hebron, erhielt eine zweijährige Gefängnisstrafe, die in Hausarrest geändert wurde und alles „verpuffte“.

Zwei der vier, die Rabbi Meir Schmuel Castel ermordeten, wurden aufgrund „fehlender Beweise“ freigesprochen. Die beiden anderen wurden zum Tode verurteilt. Die Verfahren waren eine Show für die Galerie. Fast alle Mörder blieben unbestraft und behielten, was sie geplündert und gestohlen hatten. Das trieb die jüdische Gemeinschaft in eine tiefe Depression. Die klar positive Haltung der Briten gegenüber den Killern war offensichtlich. Für die meisten der Verfahren wurde nicht einmal ein Termin anberaumt…

…Die britische Reaktion auf das Pogrom bestand darin rund 1.000 Juden aus Hebron zu vertreiben.

Das geschah unter britischer Zuständigkeit in Hebron. Unter ihrer Aufsicht wurde die „Stadt der Vorväter“ 1929 zu einer judenreinen Zone. Erst 1967 waren die Juden in der Lage zurückzukehren.

Auch die britische Mittäterschaft bei den Krawallen in Hebron und in Safed 1929 wurde durch britische Gefühle gegenüber der jüdischen Bevölkerung des Mandats Palästina anschaulich gemacht. Die Briten waren den Arabern gegenüber nachsichtig, aber verachteten die Juden, verhöhnten und verfolgten sie. Was in Hebron geschah, war ein sehr großer Teil der Beweise – Beweise britischen Hasses auf die Juden, über die sie herrschten. Denn im Grunde halfen die Briten den Arabern bei ihrem Versuch die Juden aus einer kompletten jüdischen Stadt zu räumen – der Stadt, die bis heute die Überreste der jüdischen Vorfahren beherbergt.

Warum sollte irgendjemand mit auch nur oberflächlichem Verständnis davon, wie es für die unter diesen Leuten lebenden Juden in ihrem eigenen Land war, sich vorstellen, dass sie einfach den Mund halten und es schlucken – einfach kuschen und sterben, weil die Juden für die Briten, wie so viele andere Antisemiten, nur so viel wie Ungeziefer waren.

Das Grab von Yehuda Yanovsky, Friedhof auf dem Ölberg in Jerusalem

Für einige Juden – stolze Juden wie Menachem Begin – war das unmöglich. Kein Jude sollte auf jüdischem Boden so behandelt werden, so leben müssen. Die Machtbalance geriet aus dem Gleichgewicht. Also legte Etzel eine Bombe in einem Gebäude. Doch zuerst sagten sie den Leuten, sie sollten es verlassen: den Menschen im Haus und den Leuten nebenan im französischen Konsulat. Etzel gab vorab der englischsprachigen Zeitung eine Information über den Bombenanschlag und evakuierte persönlich die Mitarbeiter des Hotels.

Es sollte niemand verletzt werden. Aber die Briten glauben nicht, dass die Juden das schaffen würden. Also versäumten sie es, das Gebäude zu verlassen und sich zu retten. Sie versäumten es auch, die Information an andere in dem Gebäude weiterzugeben, die ihnen gegenüber loyal waren, Leuten wie meinem Cousin Yehuda, der eindeutig die falsche Wahl getroffen hatte.

Das ist kein Terror. [Kann man anders sehen – heplev] Das sind dumme Leute, die die Juden so sehr hassten und unterschätzten, dass sie das Gebäude nicht verließen, das mit der Bombe gesprengt werden sollte, nicht einmal bei einer Vorabwarnung.

Wenn jemand kommt, um dich per Telefon zu warnen, dir genau sagt, was passieren wird, wenn und er dir jede Menge Zeit lässt wegzugehen – das ist kein Terror. Es ist einmal mehr so, dass die Welt es ablehnt sich um ihren eigenen Kram zu kümmern und die Juden in Ruhe zu lassen. Besonders innerhalb der Grenzen von Eretz Israel.

Schämen sich die Israelis, dass frühere israelische Premierminister Führer der Terrorgruppen Irgun und Lehi waren, besonders weil jeder einzelne palästinensisch-arabische Führer in Vergangenheit und Gegenwart Führer einer Terrorgruppe war.
Varda Epstein: Ihre Definition ist mangelhaft. Welcher arabische Terrorist hat jemals Opfer angerufen und gewarnt, bevor eine Bombe gezündet wurde, wie es Eztel vor der Bombenexplosion im King David machte, in der Hoffnung, die Briten würden das Gebäude evakuieren? Die Briten ignorierten die Warnung. Ein Cousin von mir (jüdisch und Einheimischer Jerusalems) wurde von dieser Bombe getötet und ich weiß, wer verantwortlich war. Hinweis: Es war nicht Etzel.

Ein arabischer Terrorist ist nicht im Geschäft, um eine Show zu veranstalten. Statt die Opferzahlen möglichst gering zu halten, zielt er darauf ab sie zu maximieren. Und natürlich besteht der größte Vorteil des arabischen Terroristen im Überraschungselement.

Arabische Terroristen kommen durch Fenster und töten kleine Mädchen wie Hallel Yaffa Ariel. Sie sprengen Pizzerien und töten kleine Mädchen wie Malki Roth. Sie platzen in Häuer und enthaupten Babys wie die drei Monate alte Hadas Fogel. Sie richten ihre Gewehre auf Babys, die im Park in ihren Kinderwagen schlummern wie die 10 Monate alte Schalvehet Pass. Sie rammen sich an Bushaltestellen in Babys in ihren Kinderwagen und töten sie wie die drei Monate alte Chaya Zissel Braun.

Und sie warnen nie jemanden. Weil der gesamte Sinn des Terrors darin besteht zu terrorisieren. Was das ist, das Yehuda Yanovsky Ihnen als erstes sagen würde, wäre er heute noch am Leben. Mein Cousin war kein Opfer „jüdischen Terrors“, sondern der Verachtung der Briten für das jüdische Volk.

Sieben unangenehme und kaum berichtete Fakten zum Olympia-Massaker von München

Elder of Ziyon, 5.September 2022

Der 5. September war der 50. Jahrestag der Münchener Olympia-Geiselkrise von 1972 und des Massakers, bei dem 11 israelische Sportler getötet wurden.

Es gibt eine Reihe Details zu dem Vorfall, die nicht die Öffentlichkeit bekommen, die sie verdienen.

Eines davon ist, dass der Terroranschlag von Mahmud Abbas finanziert wurde, dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde. Der Drahtzieher des Anschlags von München, Mohammed Daoud Oudeh (Abu Daoud), sagte, dass sowohl Yassir Arafat als auch Mahmud Abbas ihm Glück wünschten und küssten.

Das zweite ist, dass deutsche Sicherheitsvertreter drei Wochen vor dem Anschlag Tipps der deutschen Botschaft in Beirut über einen palästinensischen Informanten erhielten und nichts unternahmen, um den Anschlag zu verhindern.

Die dritte unangenehme Tatsache ist, dass die palästinensischen Terroristen in München Hilfe von deutschen Neonazis hatten. Damals wurde angenommen, dass deutsche Linke beteiligt gewesen waren, aber in diesem Fall verbündeten sich die Palästinenser mit Nazis.

Ein weiteres Detail ist, dass die Organisation, die die Verantwortung für den Anschlag übernahm, immer noch als Schwarzer September bezeichnet wird, es sich aber um die Fatah handelte. Der Schwarze September war eine Fassade für die Fatah, um sich öffentlich vom Terror zu distanzieren. Abu Daoud wurde in arabischen Medien 1972 mit der Aussage zitiert: „Es gibt keine Organisation Schwarzer September. Die Fatah verkündet ihre eigenen Operationen unter diesem Namen, damit die Fatah nicht als direkt Ausführende der Operation erscheint.“ Die US-Regierung bestätigte das  in einem Memo von 1972.

unterstrichen: Dieser Abriss sollte auf keine Weise der CIA zugeschrieben und wegen der extremen Sensitivität der Information sollte er nur mündlich weiteregegeben werden.

Die Entführer waren nicht einfach Profis, die versuchten einen Gefangenenaustausch einzufädeln. Sie waren blutrünstig und als sie den Gewichtheber Youssef Romano töteten, kastrierten sie ihn vor seinen Mannschaftskameraden.

Die sechste und fast unglaubliche Tatsache zu München ist, dass das, was mit den drei überlebenden Terroristen nach dem verpfuschten Rettungsversuch am Münchener Flughafen geschah. Sie wurden weniger als zwei Monate nach dem Anschlag freigelassen, bevor sie vor Gericht gestellt wurden und zwar im Austausch für Geiseln aus dem entführten Lufthansa-Flug 615.

Aber diese Entführung war laut glaubwürdigen Berichten, von Deutschen eingefädelt worden, die mit der Fatah konspirierten, um das Problem die Terroristen ins Gefängnis zu stecken und vor Gericht zu stellen los zu sein.

Im Jahr 2000 veröffentlichte der Guardian einen Artikel, in dem geschrieben wurde:

Dem Schwarze September, eine palästinensische Terrorgruppe, die 1972 bei den Olympischen Spielen in München 11 israelische Sportler tötete, wurde von der deutschen Regierung erlaubt zwei Monate später einen Passagier-Jet zu entführen, eine „Verschleierungsgeschichte“ für die Freilassung der drei vor Ort gefangen genommenen Bewaffneten.

Laut „Ein Tag im September“ – einer für den Oscar nominierten Dokumentation, die in Großbritannien im Mai öffentlich  Premiere hat – deutete Bonn der Terroristengruppe an, es werde ihre Forderungen erfüllen, sollte ein bestimmtes Flugzeug – in dem sich keine Frauen und Kinder befanden – entführt werden. Die Deutschen waren interessiert daran die drei inhaftierten Terroristen freizulassen, damit der Schwarze September seine Drohungen nicht wahr macht eine  Reihe von Bombenanschlägen und Entführungen zu verüben.

Am 29.Oktober 1972 – nicht einmal acht Wochen nach dem Anschlag von München – wurde eine Boeing 727 der Lufthansa auf dem Weg von Damaskus in Syrien nach Frankfurt von zwei Terroristen entführt, als sie Beirut verließ. An Bord befanden sich nur 11 Passagiere, allesamt männlich. Dem Piloten wurde gesagt, er solle nach München fliegen und die Forderungen der Terroristen wurde an Bonn weitergeleitet. Innerhalb von Stunden gab der deutsche Kanzler Willy Brandt nach und die drei Männer wurden übergeben. Die Israelis wurden nicht konsultiert.

Und erst letzten Monat berichtete TheJC:

„Wir haben Dokumente gefunden, die erklären, dass die deutsche Regierung die palästinensische Terrororganisation bat die Entführung eines deutschen Flugzeugs zu fingieren, um in die Lage versetzt zu werden sie freizulassen – und damit sie das einen Monat nach dem abscheulichen Terroranschlag machten, wurden den Palästinensern 9 Millionen Dollar gezahlt“, berichtete der niederländische Anwalt Carry Knoops-Hamburger, einer aus dem Team, das mit der deutschen Regierung wegen Entschädigungen für die Familien der Opfer mit der deutschen Regierung verhandelte, gegenüber The Jc.

Die letzte unangenehme Tatsache zum Massaker von München ist, dass es in palästinensischen Medien und von offiziellen Vertretern der Palästinenser, einschließlich Abbas selbst, heute immer noch als „heldenhaft“ gepriesen wird. Es ist offensichtlich, warum Abbas sich für den Anschlag nicht entschuldigte, als er von einem Reporter im letzten Monat danach gefragt wurde – weil er ihn immer noch als eine Leistung betrachtet, nicht als Quelle für Verlegenheit.

Die Zusammenfassung des Massakers durch die AFP z.B. erwähnte nicht einmal eine dieser Tatsachen.

Der verbockte Anschlag, der den Ersten Libanonkrieg auslöste

Der gescheiterte Anschlag auf das Leben von Botschafter Shlomo Argov führte zu einer der kompliziertesten und schwierigsten Episoden in Israels Geschichte

Zack Rothbart, the Librarians, 17. August 2022

Botschafter Shlomo Argov und Ruinen aus dem Libanonkrieg (Argov-Foto veröffentlicht in Hadaschot, 6. Juli 1984 / Libanon-Foto: Emanuel Dudai. Aus der Dan Hadani Collection, The Pritzker Familiy National Photography Collection in der Nationalbibliothek Israels)

Das Dorchester Hotel in London – eines der protzigsten weltweit. Jahrzehnte im Besitz von modernen Sultanen und Nahost-Magnaten, ist das Dorchester ein beliebter Treff kultureller Ikonen von Hitchock bis Streisand. Prinz Philip, der Duke of Edinburgh, veranstaltete hier einen legendären Junggesellen-Abschied vor seiner Hochzeit mit der zukünftigen Queen Elizabeth II.

Der britische Premierminister Harold Wilson und seine Frau Mary mit dem israelischen Premierminister Levi Eschkol und dessen Frau Miiriam im The Dorchester, März 1965 (Foto: lizenzfrei)

Das Dorchester befindet sich so weit entfernt von den schlammigen Wäldern des Südlibanon, wie es möglich ist, doch dort begann der Erste Libanonkrieg. Gewissermaßen.

Eines Abends im Juni 1982 versammelten sich Dutzende Diplomaten im Dorchester zu einem jährlichen Gala-Event. Vor Mitternacht verließ Shlomo Argov – der eloquente, in Jerusalem geborene und in Georgetown und an der LSE ausgebildete israelische Botschafter beim Vereinten Königreich – das Hotel und war auf dem Weg zu seinem Wagen.

Momente zuvor hatte ein Treffen in der Männertoilette des nahe gelegenen Hotels Hilton stattgefunden, das die Geschichte des Nahen Ostens verändern würde. Dort holte Marwan al-Banna eine braune Tasche hervor, die er aus seinem Auto geholt hatte. Er zeigte eine polnische W.Z.63 Maschinenpistole mit zwei Magazinen Munition und übergab sie seinem Kameraden Hussein Sa’id.

Sa’id verließ das Hotel gegen 23 Uhr und wartete nervös vor einem BMW-Schaufenster; er ging los, als Argov sich zu seinem Volvo begab, schoss auf ihn und floh.

In The Master Terrorist: The True Story Behind Abu Nidal gibt der Journalist Yossi Melman, der über den fehlgeschlagenen Mord und die folgenden Gerichtsverfahren berichtete, einen Bericht aus erster Hand über die Ereignisse, wie sich Colin Simpson an den Abend erinnert, der für Argov abgestellte Leibwächter:

„Er bückte sich leicht und wollte gerade in den Wagen steigen. Als er seinen Kopf hineinsteckte, hörte ich hinter mir ein Geräusch. Der Botschafter fiel auf den Gehweg. Ich blickte auf ihn hinab und sah, was eine extrem schwere Verletzung zu sein schien.“

Simpson verfolgte Sa’id, schoss ihm direkt unter das Ohr, aber nicht bevor auf ihn selbst geschossen wurde, wobei eine der Kugeln des Angreifers knapp seinen Kopf verfehlte. Laut Melman „fand die Polizei später heraus, dass die Maschinenpistole auf Einzelschüsse eingestellt war, sonst wäre Simpson wahrscheinlich mehrere Male von den 24 Kugeln getroffen wurde, die sich noch in dem Magazin befanden.“

Argov hatte weniger Glück. Eine Kugel ging direkt durch sein Gehirn. Er war Monate lang im Koma und sollte den Rest seines Lebens gelähmt bleiben; er verbrachte Jahrzehnte bettlägerig, hauptsächlich in Jerusalems Hadassah-Krankenhaus.

Botschafter Victor Harel, der eng mit Argov zusammenarbeitete, erinnerte sich an ihn als einen „diplomatische Giganten“, Jerusalemer in der siebten Generation, der nach seiner Verletzung in Israels Unabhängigkeitskrieg weiter kämpfte, einer der höchstgeschätzten Aktivposten des Außenministeriums wurde. Argov wurde Berichten zufolge von Premierminister Menachem Begin für den Posten in London handverlesen, obwohl die beiden gegnerischen politischen Lagern angehörten. Solch eine Entscheidung, kurz nach Begins historischem Aufstieg an die Macht nach Jahrzehnten in der politischen Wüste, deutete das Vertrauen und den Respekt an, den Argov sich als Mann verdient hatte, dessen Dienst für sein Land seine persönliche politische Ideologie ersetzte.

Der israelische Botschafter Shlomo Argov (hier 1979 auf dem Weg zum Buckingham Palace zur Vorlage seiner Beglaubigung, wurde in London von einem Schützen schwer verletzt. Argov wurde mit Kopfwunden eilig ins Krankenhaus gebracht und befand sich nach einer Gehirnoperation in kritischem Zustand.

Gegenschlag und Terroristen

Innerhalb von Stunden nach dem Mordversuch wurde eine Krisensitzung des israelischen Kabinetts mit einem Beschluss beendet elf PLO-Ziele im Libanon zu beschießen, zwei davon in Beirut. In dem Treffen betonte Begin sehr deutlich die Dringlichkeit zu handeln. Nach Angaben des Militärhistorikers Shimon Golan, dem Autor des bis heute umfangreichsten Werks über den Entscheidungsfindungsprozess auf höchster Ebene während des Krieges, bestimmte Begin, dass „Israel nicht abwarten konnte einen Bericht von Scotland Yard zu erhalten [was die organisatorische Zugehörigkeit der Terroristen betrifft]; es musste ohne Verzug, am selben Tag, im Zentrum des internationalen Terrors im Libanon zuschlagen…“

IDF-Generalstabschef Rafael „Raful“ Eitan empfahl die ursprünglich geplanten Ziele zu treffen. Begin akzeptierte die Empfehlungen und betonte, dass Israel darauf achtgeben musste zivile Opfer zu vermeiden, während es auf die unvermeidliche Reaktion vorbereitet sein musste, einschließlich PLO-Angriffen auf israelische Zivilisten.

Laut offiziellen Quellen und Dokumenten entnommenen Berichten, einschließlich der von Golan und Melman weitergegebenen, gab es bei dem Treffen an diesem Morgen keinen größeren Widerstand, Streit oder hitzige Diskussionen. Interessanterweise und obwohl dem damaligen Verteidigungsminister Ariel Sharon weitgehend der Entwurf und das Durchsetzen der Pläne für den Libanon-Krieg zugeschrieben wird, befand dieser sich damals in Rumänien und war in diesem kritischen Augenblick nicht einmal anwesend.

Vergeltungs-Raketen kamen kurz nach den ersten Luftangriffen und die Diskussion der israelischen Führung verschob sich davon, wie man reagiert, auf den günstigsten Zeitpunkt um eine Bodenoffensive zu beginnen. Der folgende Krieg, der als Operation Frieden für Galiläa oder der Erste Libanonkrieg bekannt ist, führte unter anderem zu Dezimierung der PLO-Kräfte im Libanon und ihrer Vertreibung nach Tunis.

Der Flughafen Beirut wurde von israelischen Streitkräften eingenommen – 21. Juni 1982. (Foto: Dan Hadani). Aus der Dan Hadani Collection, Teil der Pritzker Family National Photography Collection in der Nationalbibliothek Israels

Dennoch hatte die PLO nichts mit dem Angriff auf Botschafter Shlomo Argov zu tun. Am Tag nach dem Mordversuch hatte Schin Bet-Chef Avraham Shalom der israelischen Führung bereits berichtet, dass die Täter wahrscheinlich zur sogenannten Abu Nidal-Organisation (ANO) gehörten, einer rivalisierenden palästinensischen Terrorgruppe, die erpicht darauf war die PLO zu Fall zu bringen.

Raful Eitan stichelte bekanntlich: „Abu Nidal, Abu Schmidal. Wir müssen die PLO angreifen!“

Die ANO wurde von Sabri Khalil al-Banna gegründet, dem Nachkommen einer der reichsten Familien des Mandats Palästina, der besser als „Abu Nidal“ bekannt war; die Gruppe beging rund um die Welt Dutzende Entführungen, Morde, Mordanschläge und andere Terroranschläge, beginnend in den 1970-er Jahren, weitgehend nach Gutdünken ihres stürmischen Führers. Obwohl die ANO israelische und jüdische Menschen und Orte angriff, richteten sich die meisten ihrer Anschläge gegen Palästinenser oder andere Araber, insbesondere Diplomaten, Journalisten und verschiedene Personen des öffentlichen Lebens.

„Er glaubte nicht an Religion oder Ba’athismus oder Marxismus oder sonst irgendetwas“, erzählte einmal ein Bekannter von Abu Nidal dem Autor einer Biografie des Terroristen Patrick Seale. „Die Schusswaffe war seine Ideologie und seine Ideologie war die Schusswaffe.“

Man glaubt, dass dieses Foto von Abu Nidal und einem nordkoreanischen Militäroffizier in Nordkorea aufgenommen wurde. Es wurde 1974 in einer libanesischen Zeitung veröffentlicht und dann wieder in der Ausgabe der israelischen Zeitung Hasahot vom 11. September 1986. Aus der digitalen Sammlung der Nationalbibliothek Israels.

Fragen und Verschwörungen

Fast ein Jahr lang vor dem Mordversuch war die israelisch-libanesische Grenze nach einer von den USA vermittelten Vereinbarung zwischen Israel und der PLO überwiegend ruhig gewesen. Dennoch setzte Letztere ihre Anschläge gegen Israel und israelische Ziele international fort. Israels politisches und Verteidigungsestablishment stimmte allgemein zu, dass der Libanon nicht weiter als Ausgangspunkt für die PLO dienen konnte und tatsächlich waren detaillierte Pläne für den als „Operation Oranim“ bekannten Einmarsch bereits lange vor dem fehlgeschlagenen Mordversuch und die folgende Bodenoffensive fertig; sie wurden von Parteien in der Knesset bis auf eine mit überwältigender Mehrheit genehmigt.

IDF-Soldaten auf ihrem Weg in den Libanon, 6. Juni 1982 (Foto: Yosi Elmakis). Aus der Dan Hadani Collection, Teil der Pritzker Family National Photography Collection at the Nationalbibliothek Israels.

Der genaue Grund, dass Abu Nidal beschloss an diesem Abend im Juni 1982 Argov in London anzugreifen, bleibt schwer fassbar, aber viele Theorien, einschließlich einer, die weitgehend von Abu Nidals palästinensischen Feinden verbreitet wird, haben nahegelegt, er habe für den Mossad gearbeitet und den Mordversuch befohlen, um Israel eine Rechtfertigung für den Angriff auf die PLO im Libanon zu geben.

In einem seltenen Interview wurde Abu Nidal einmal vom Spiegel gefragt, warum er den Anschlag befahl, insbesondere angesichts der Tatsache, dass dieser letztlich – und recht vorhersehbar – zu Israels Einmarsch in den Libanon führte. In charakteristisch paranoider Weise antwortete der Terrorführer:

„Der zionistische Botschafter in London war einer der Köpfe und Gründer des israelischen Geheimdienstes, des Mossad. Wir griffen den Botschafter an, als er gerade eine wichtige Rolle beim Mossad in Europa übernommen hatte. Unsere Kämpfer handelten überaus korrekt in Begrifflichkeiten meines strikten Befehls keinen anderen Botschafter zu schädigen.“

Er gab zu, dass damals „jeder Blinde die zionistischen Pläne für den Einmarsch im Libanon sehen konnte“, obwohl er die Rolle des Mordversuchs bei der Initiierung des Krieges kategorisch abstritt: „… in meinen Augen ist es nicht bewiesen und es stimmt nicht, dass der Anschlag auf das Leben des Botschafters der Funke war, der den Krieg auslöste.“

Während die Erklärung, Abu Nidal sei selbst eine israelische Marionette fast mit Sicherheit die Erfindung seiner politischen Rivalen ist, sind die Motive hinter dem Argument wahrscheinlich nicht so weit von der Wahrheit entfernt. Nach Angaben vieler, darunter Ze’ev Schiff und Ehud Ya’ari, altgedienten israelischen Journalisten und Co-Autoren von Israel’s Lebanon War, wurde der Anschlag von Abu Nidal in enger Koordination mit den irakischen Behörden befohlen, um einer Reihe strategischer Ziele zu dienen.

Erstens wussten sie, dass der Mord wahrscheinlich zu einem erheblichen israelischen Angriff auf die PLO im Libanon führen würde – etwas, das nach Abu Nidals Geschmack und zu seinem Nutzen war. Der Irak hatte zudem ein klares Interesse daran, dass Israel den Libanon angreift, nicht zuletzt, weil das die syrischen Streitkräfte schwächen oder zumindest von der irakischen Grenze ablenken würde.

In The Master Terrorist nennt Melman das irakische Szenario „extrem glaubwürdig“. Er fügt hinzu, dass die Iraker, die sich damals internen Konflikten gegenüber sahen und in dem langen und blutigen Iran-Irak-Krieg steckten – den sie verloren – ein weiteres Interesse daran hatten den israelischen Angriff zu provozieren.

„Wenn die Israelis tatsächlich einmarschierten, konnte der Irak einen Waffenstillstand fordern oder einseitig erklären, während er an die Notwendigkeit muslimischer und arabischer Solidarität gegen den zionistischen Feind appellierte.“

Der Irak machte genau das, verkündete: „Wir glauben an die dringende Notwendigkeit all unsere Energie und Ressourcen auf eine Konfrontation mit der zionistischen Aggression gegen die arabische Welt, das palästinensische Volk und den Libanon zu richten.“

Dummerweise für Saddam Hussein widmete niemand – einschließlich der Iraner – dem Vorschlag viel Beachtung.

Hinterher

Obwohl der Mordversuch natürlich einigen Interessen Abu Nidals diente, konnte er nicht im Voraus gewusst haben, wie die Folgen für seine eigenen Organisation und besonders ihre Aktivitäten in London sein würden.

Die Angreifer, darunter Abu Nidals Cousin Marwan al-Banna, wurden schnell gefasst und später vor Gericht gestellt und verurteilt. Während der Ermittlungen kamen einige Einzelheiten zur Planung und Umsetzung des Anschlags ans Licht. Der ausdrückliche Befehl den Anschlag an diesem Abend zu verüben kam nicht vor dem Nachmittag desselben Tages, als Na’if Rosan, einer der Angreifer, einen Anruf in einer öffentlichen Telefonzelle vor seiner Wohnung im Londoner Viertel Kensington annahm und Instruktionen von einem „Genossen al-Sayf“ erhielt. Rosan wies al-Banna und Hussein Sa’id an sich mit ihm im Hotel Hilton zu treffen, wo er ihnen sagte, dass Argov, der sich zu diesem Zeitpunkt immer noch im Dorchester unter die Leute mischte, an diesem Abend ihr Ziel war. Er gab Sa’id die Schusswaffe, der führte den Anschlag aus, während Rosan und al-Banna in der Nähe herumlungerten.

Alle drei wurden innerhalb weniger Stunden gefasst.

Die Polizei fand in al-Bannas Hostelzimmer eine Liste von 300 Namen – die meisten davon israelische und britische jüdische Persönlichkeiten und Organisationen, darunter der Oberrabbiner von Großbritannien Sir Immanuel Jakobovits, der Vorstandsvorsitzende des Jewish Chronicle und eine lokale Chabad-Schule, samt der Autokennzeichen der Fahrzeuge, die zum Transport ihrer Schüler verwenden. Die Adressen der Botschaften von Jordanien, Marokko, Saudi-Arabien, Ägypten, Kuwait und den VAE standen ebenfalls auf der Liste.

Die Botschaft Saudi-Arabiens in London (Foto: Prebano66 / CC BY-SA 2.0)

Laut eines von Melman angeführten Verhör-Protokolls erklärte al-Banna, als er zum Zwecks der Liste und den zugehörigen Informationen befragt wurde: „Wir wollten diesen Institutionen und Orten die Maske abziehen. Wir wissen, dass viele davon eigentlich Fassaden für den Mossad sind, den israelischen Geheimdienst oder potenzielle Zentren für den israelischen Geheimdienst. Wir wollten nur ihre wahre Identität offenlegen und veröffentlichen, um die Araber vor diesen Leuten und Orten zu warnen…“

Zu arabischen diplomatischen und anderen Institutionen auf der Liste sagte al-Banna: „Es gibt viele Gruppen, die scheinbar auf unserer Seite stehen, aber in Wirklichkeit gegen uns sind, so wie Saudi-Arabien.“

Der Staatsanwalt in diesem Fall, der das Verfahren als die „Bagdad-Connection“ bezeichnete, gab zu, dass viele Fragen offen blieben, behauptete aber: „Wir haben es geschafft ein Fenster – wenn auch nur ein kleines – in die geheime Welt dieser terroristischen Geheimorganisation zu öffnen.“

Die Verhaftungen und Urteile markierten praktisch das Ende aller größeren ANO-Aktivitäten auf britischem Boden, obwohl die Organisation weiterhin Terror säte und etwa ein weiteres Jahrzehnt lang hauptsächlich jordanische, palästinensische, israelische, jüdische und andere Institutionen und Persönlichkeiten weltweit ins Visier nahm. 1984 versuchte Abu Nidal sogar Königin Elizabeth II. während ihres Besuchs in Amman zu ermorden.

Trotzdem hatte die Zeit nach dem Mordversuch an Argov natürlich beträchtliche Folgen für Abu Nidals Aktivitäten in Großbritannien und international, die nichts mit dem Konflikt im Libanon zu tun hatten, die nie man ganz verstehen werden wird.

Aus einer umstandsgegebenen historischen Perspektive scheint recht klar zu sein, dass es früher oder später einen Krieg im Libanon gegeben hätte, auch wenn Shlomo Argov nicht angeschossen worden wäre. Vielleicht ist das der Grund, warum die historische Rolle des fehlgeschlagenen Mordversuchs als Funke, der den Krieg auslöste, in den vergangenen vier Jahrzehnten weitgehend ignoriert worden ist.

Das zugespitzte Ereignis wurde natürlich auch sehr schnell durch den Krieg selbst und seine sofortigen und langfristigen Auswirkungen überschattet, einschließlich der tausenden Toten und zerrütteten und ruinierten Leben.

Obwohl anfangs überwältigend populär, sollte der Krieg am Ende israelische Truppen fast 20 Jahre im Libanon belassen, ein Vakuum schaffen, das seitdem von der Hisbollah gefüllt wurde und die bedeutendste Antikriegs-Bewegung in der Geschichte Israels aufkeimen zu lassen. Einiges von dem Gefühl wurde durch Begins politische Feinde verstärkt und ausgenutzt, doch die Tatsache bleibt, dass die Volksbewegung gegen den Krieg und zugunsten bewusster Kriegsdienstverweigerung in Israel nie in diesem Ausmaß zu sehen gewesen war. Der Konflikt spaltete das Land und, so sagten viele, hat seitdem das Vertrauen in gewählte und militärische Amtsinhaber getrübt.

Israelische Reserve-Kampfsoldaten demonstrieren gegen die Besetzung des Libanon, Juli 1984 (Foto: Yoni Salinger). Aus der Dan Hadani Collection, Teil der Pritzker Family National Photography Collection in der Nationalbibliothek Israels.

Etwa ein Jahr nach dem versuchten Mord und dem Ausbruch des Krieges, gab Argov selbst – physisch gelähmt, aber intellektuell scharfsinnig – erstmals öffentlich seinen persönlichen Gedanken zum Krieg Ausdruck, als er einen kurzen Brief an einen engen Freund diktierte. Er betrauerte den enormen Verlust an Leben und verglich den Krieg mit dem existenziell zwingenden Sechstage-Krieg 15 Jahre zuvor. Argov legte eine Kritik an Israels politischer und militärischer Führung vor, während er diplomatisch davon absah Namen zu nennen.

Hätten die Planer des Krieges vorher mehr über die möglichen politischen Folgen nachgedacht, argumentierte Argov, „hätten sie das Leben hunderter unserer besten Söhne gerettet.“

Vom Krankenhausbett, wo er die nächsten zwei Jahrzehnte schmachten sollte, argumentierte Argov:

„Wir sind eine Nation, die wenig menschliche Ressourcen hat. Wir haben nicht die Fähigkeit in der Hoffnung Experimente durchzuführen, dass eines davon gut gehen wird. Selbst wenn eines von ihnen erfolgreich ist – was ist Gutes an amputierten Armen und Beinen?“

Er beklagte die Tatsache, dass in Israel in seiner kurzen Geschichte aufgrund der Entscheidungen seiner Nachbarn ständig und gerechtfertigt durch das Schwert leben musste; Argov betonte die immerwährende Sehnsucht nach Frieden, der für Israel „mehr als für jede andere Nation keine inhaltsleere Parole ist, sondern der höchste Kern und eine Wahrheit des Lebens“.

Argovs Rolle beim Ausbruch des Libanonkriegs war nicht entscheidend. Aber im Nachhinein gab es vielleicht keinen geeigneteren Auslöser für diesen tragischen und verwirrenden Konflikt, als dass die „falsche“ Terrororganisation einen Anschlag auf einen Mann verpatzte, der in einer Zeit eine toxische politische Kluft überbrückte, als nur wenige andere das taten.