Keine Ausnahmen

David Parsons, ICEJ Word from Jerusalem (März/April 2002, nicht im Internet)

Während die Welt in den Nachwehen des 11. September weiter mit der Geißel des Terrorismus ringt, ist die arabisch-islamische Welt wegen ihres zerrissenen Ansehens immer mehr in die Defensive gegangen. Muslimische Führer bestehen mehr denn je darauf, dass es westliche Politik und Materialismus sind, die Terror hervor bringen. An den 19 Selbstmordpiloten sind Hollywood und die (US-)Armeejeeps in Saudi Arabien schuld.

Aber vor allem wird Israel dafür verantwortlich gemacht. Ja, dieses in den Nahen Osten eingepflanzte „Krebsgeschwür“, gegen das das winzige palästinensische Volk so heldenhaft kämpft. Die Palästinenser, so wird uns erzählt, sind betreiben nicht Terrorismus, sondern einen legitimen „Widerstand gegen Besatzung“. Und es wird alles versucht dafür zu sorgen, dass dies als weithin sichtbares, vertragliches Zeichen von den Vereinten Nationen in internationales Recht gegossen wird. Damit würde Terrorismus weltweit „kriminalisiert“, mit dem Vorstoß der islamischen Welt dahingehend, dass eine Ausnahme für gegen Israelis verübte Gewalt ausformuliert wird.

In seiner so aufdringlich beworbenen Rede vom 16. Dezember tadelte PLO-Chef Yassir Arafat die Welt dafür, dass sie „unsere legitimen Bestrebungen nach Befreiung als Terrorismus“ bezeichnet. Und obwohl Arafat „terroristische Aktivitäten“ in seiner Rede bannte, weiß die palästinensische Öffentlichkeit sehr genau, dass die PLO „Terrorismus“ immer in einer Art definierte, die ihren eigenen „Widerstand gegen die Besatzung“ ausschloss. Mit anderen Worten: Alles bleibt möglich.

Aber schauen wir uns doch einmal an, wem die Palästinenser da „Widerstand leisten“. Wer sind die „Besatzer“, die sie in so einzigartiger Weise abschlachten dürfen?

Seit Arafats Rede sind über 30 Israelis in wüsten Schießereien, Beschuss von Straßen und Selbstmord-Bomben umgekommen. Einer der ersten Akte des „Widerstands“ bestand in der Ermordung von drei Beduinen und einem arabischen Christen, die alle stolz in Uniformen der israelischen Armee dienten.

Nur Tage später wurde ein arabischer Christ in einem Anschlag bei Jenin zu Tode „widerstanden“, als er medizinisches Versorgungsmaterial an Palästinenser verteilte, die nicht aus ihren Dörfern heraus kamen. Obwohl das Fahrzeug dieses „Besatzers“ ein großes Roter-Halbmond-Symbol trug, hatte es doch auch israelische Nummernschilder; und das machte es zum Ziel. Nicht lang danach wurde ein weiterer israelischer Araber an derselben Stelle schwer verwundet, als er für die Palästinenser im Auftrag der linksextremen Menschenrechtsgruppe B’tselem unterwegs war. Sein Verbrechen, einmal mehr: gelbe, israelische Nummernschilder.

Die Palästinenser haben in den letzten Wochen auch einer außergewöhnlich hohen Zahl von weiblichen, alten und behinderten „Besatzern“ „Widerstand geleistet“:

Eine 41-jährige zweifache Mutter wurde getötet, als sie in Givat Ze’ev tanken wollte, während sie mit ihrer Tante zu einer Hochzeit fuhr.

Eine 40-jährige Frau und ihre 11-jährige behinderte Tochter wurden als Geiseln genommen und in ihrem Haus im Jordantal getötet.

Eine hervorragende 25-jährige Jura-Studentin wurde von arabischen Teenagern erstochen, als sie mit ihrem Freund im „Friedenswald“ in Jerusalem spazieren ging.

Eine 78 Jahre alte ukrainische Einwanderin wurde erschossen, als sie nachts mit ihrem Sohn in der Nähe von Ariel nach Hause fuhr. Sie hatte erst kürzlich heraus gefunden, dass die Rote Armee sie mit einer Medaille für heldenhaften Dienst als Sanitäterin während der Belagerung von Stalingrad im Zweiten Weltkrieg ausgezeichnet hatte.

Eine andere ältere Frau, Überlebende des Massakers an Juden von Hebron im Jahre 1929, wurde von Fatah-Schützen in den Straßen von Jerusalem nieder gestreckt. Bei demselben Vorfall wurde auch eine zweite Frau getötet.

Zwei Soldatinnen wurden erschossen, als sie in einer Konditorei in Beersheva saßen. Eine lässt eine Zwillingsschwester zurück. Die andere hatte gerade ihre Mutter wegen Brustkrebs verloren und versuchte mit ihrer Trauer zurecht zu kommen, indem sie einen Film über das Leben ihrer Mutter drehte.

Ein 81-jähriger Mann, der von der ersten palästinensischen Selbstmord-Bomberin im Zentrum von Jerusalem getötet wurde, war in der Nähe derselben Stelle von britischen Soldaten in den 1940-er Jahren zusammengeschlagen worden. Er hatte im Alter angefangen zu malen und starb, als er auf dem Heimweg von seinem Malkurs Materialien für sein Hobby kaufen wollte.

Sechs israelische Zivilisten starben, als sie die Bat-Mitzvah eines 12-jährigen Mädchens in Hadera feierten.

Die vielleicht traurigste Geschichte handelt von dem 71-jährigen Avi Boaz, einem freundlichen Mann, der wegen Kinderlähmung an einer Krücke humpelte. Vor wenigen Wochen beerdigte der Architekt im Ruhestand seine Frau, die einem Krebsleiden erlegen war. Dann kam er zurück, um unter seinen arabischen Freunden in Beit Jala zu leben und zu arbeiten, wo der amerikanische Jude seit 20 Jahren eine geliebte Person war. Aber Avi wurde von muslimischen Milizangehörigen vor den Augen palästinensischer Polizisten entführt, ins benachbarte Beit Sahour gebracht und mit 19 Kugeln aus kürzester Entfernung durchsiebt. Sein verstümmelter Körper wurde in einen nahe gelegenen Obstgarten geworfen.

Das sind keine Widerstands-Taten, sondern purer Terrorismus – und sogar diese Bezeichnung erscheint angesichts solcher Brutalität zu schwach. Sie demonstrieren schmerzhaft, dass die Palästinenser nicht nur einfach darauf aus sind, die „Besatzung“ zu beenden, sondern die Juden aus dem ganzen Land Israel auszurotten, „vom Fluss bis zum Meer“. Es ist Teil einer langen, grausamen Kampagne der ethnischen Säuberung und die Welt sollte sich dagegen sträuben, es anders zu sehen – ganz zu schweigen davon, es zu legalisieren.

Der Halimi-Mord und Frankreichs geistige Gesundheit

Manfred Gerstenfeld und Irena Kuruc (direkt vom Autor)

Am 4. April 2017 wurde die 66-jähirge Jüdin Sarah Halimi von dem 27 Jahre alten Kada Traoré ermordet. Er brach mitten in der Nacht in ihre Wohnung ein. Traoré folterte Halimi und warf sie hinterher aus dem Fenster ihrer Wohnung im vierten Obergeschoss im Viertel Belleville im nördlichen Paris.

Zeugen hörten, wie Traoré, ein Muslim afrikanischer Herkunft, „Allahu Akbar“ (Allah ist größer) brüllte, während er sein Verbrechen beging.[1] Traoré hatte Halimi gegenüber in der Vergangenheit schon viele antisemitische Äußerungen getätigt; dabei bezeichnete er sie und ihre Verwandten als „dreckige Juden“.[2] Die Behörden versuchten den antisemitischen Charakter des Mordes herunterzuspielen.[3] Sie behaupteten, der Mörder sei geistig krank, obwohl er keine derartige Geschichte hat. Die Mainstream-Medien ignorierten dieses religiös motivierte Verbrechen.

Gilles-Willam Goldnadel, ein Anwalt, der Halimis Familie vertritt, verurteilte, was er „die ‚systematische Psychiatrisierung‘ radikalislamisch-antisemitischer Morde“ nannte.[4] Am Anfang dieses Jahrhunderts hatte der französische Soziologe Shmuel Trigano bereits eine ähnliche Haltung der Behörden des Landes offengelegt.

Ende 2000 und Anfang 2001 gab es in Frankreich einen riesigen Ausbruch antisemitischer Gewalt. Fast alle Täter waren Immigranten aus muslimischen Ländern bzw. deren Nachkommen. Trigano berichtete, dass die antisemitische Gewalt von Presse wie Behörden weitgehend unberichtet blieb. Er fügte hinzu, es gab überzeugende Hinweise, dass die jüdische Gemeinschaft von der sozialistischen Regierung Jospin aufgefordert wurde der vermehrten antijüdischen Aggression keine große Öffentlichkeit zu geben. Als Grund wurde angeführt, das zu tun könnte die Lage anheizen. Die französische Regierung wollte einen damals schon illusorischen „sozialen Frieden“ bewahren.[5]

Der Ausdruck „sozialer Frieden“ ist in einem solchen Zusammenhang eine beschönigende Umschreibung für das Ignorieren oder Reinwaschen antisemitischer Aggression durch Muslime. Eine gerade durchgeführte Studie zu Antisemitismus in sieben europäischen Ländern kam zu dem Schluss: „Verfügbare Täterdaten legen nahe, dass in Westeuropa Einzelpersonen mit muslimischem Hintergrund unter den Tätern antisemitischer Gewalt herausstechen, anders als in Russland, wo rechtsextreme Täter vorherrschen. Untersuchungen zu Einstellungen bestätigen dieses Bild insofern, als antisemitische Haltungen bei Muslimen weit stärker verbreitet sind als in der der allgemeinen Bevölkerung Westeuropas.“[6]

Trigano erwähnte auch einen Fall des Versteckens der Wahrheit zu einem mit Ideologie verbundenen Mord ohne Bezug zu Juden: „2002 wurde der stellvertretende Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Beziers von einem Muslim ermordet. Die offizielle Geschichte lautete, dass der Mörder ein Geisteskranker war.“ Später beschuldigte der Bürgermeister der Stadt den Innenminister Daniel Vaillant, dieser habe der Stadtverwaltung diese Version aufgezwungen. Der Bürgermeister sagte, nach dem Mord kam Vaillant nach Beziers und unterbreitete die Geschichte des Geisteskranken als „offizielle Wahrheit“. Trigano fügte hinzu: „Später wurde bekannt, dass die französischen Geheimdienste entdeckt hatte, dass der Mörder mit Al-Qaida in Verbindung stand.“[7]

2003 wurde der jüdische Discjockey Sebastien Selam von seinem muslimischen Freund aus Kindertagen und Nachbarn Adel Amastaibou getötet. Medizinische Experten befanden den Mörder für geistesgestört. Als die Richter diese Schlussfolgerung akzeptierten, verhinderte der Befund ein Gerichtsverfahren, in dem Antisemitismus in beträchtlichen Teilen der französisch-muslimischen Gemeinschaft hätte diskutiert werden können.

Richard Prasquier, damals Vorsitzender der Dachorganisation der französischen Juden CRIF, verfolgte den Fall. Er sagte, es sei skandalös, dass Amastaibou in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert wurde, er aber die Erlaubnis hatte deren Gelände an Wochenenden zu verlassen. Prasquier sagte: „Die Ärzte glaubten, es wäre gut für seine psychische Verfassung nach Hause zurückzukehren, zogen aber nie die Gesundheit und Sicherheit der Familie des Opfers, der Familie Selam, in Betracht.“[8]

2006 wurde der junge Jude Ilan Halimi entführt und 24 Tage lang gefoltert, bevor er getötet wurde. Seine Entführer, angeführt von Youssouf Fofana, nannten sich die „Barbaren-Bande“. Als 2009 sein Verfahren begann, rief Fofana „Allahu Akbar“. Als seine Identität gab er „arabisch-afrikanischer Aufstand der barbarisch-salafistischen Armee“ an.[9]

2012 tötete Mohammed Merah, ein französischer Muslim algerischer Herkunft, vor ihrer Schule Otzar Hatorah in Toulouse einen jüdischen Lehrer und drei Kinder. Etwas zuvor im selben Monat hatte er drei französische Soldaten ermordet. Später veröffentlichte sein Bruder Abdelghani Merah ein Buch, in dem er beschrieb, dass ihre Eltern sie zu fanatischen Antisemiten erzogen hatten. Er schrieb, seine Schwester Souad und sein Bruder Abdelkader seien ebenfalls extreme Antisemiten.[10] Als Mohammed Merah bei einem Schusswechsel mit der französischen Polizei getötet wurde, gab es keinen konkreten Grund ihn für geisteskrank zu erklären.[11]

2015 ermordete der afrikanische Muslim Amedy Coulibaly im Pariser Supermarkt Hyper Cacher vier Juden. Er wurde später von Sicherheitskräften getötet.[12]

Eines hat sich allerdings geändert: Anders als zu Beginn dieses Jahrhunderts schweigen die Juden nicht länger. Im Viertel Belleville fand ein Marsch zum Protest gegen das Schweigen der Medien statt.[13] Eine Reihe Intellektueller, einige von ihnen Nichtjuden, veröffentlichte eine Erklärung zum antisemitischen Wesen des Mordes an Halimi.[14]

CRIF-Präsident Francis Kalifat veröffentlichte ein Op-Ed im Figaro, in dem er schrieb: „Es gibt Beweise dafür, dass dies ein Paradebeispiel für einen antisemitischen Mord ist. Dieses abscheuliche Verbrechen ist nicht als das anerkannt worden, was es ist.“ Er fügte hinzu, dass Halimi „aus dem absolut einzigen Grund ermordet wurde, dass sie Jüdin war“. Kalifat schrieb auch, dass er weiterhin Druck auf die Behörden ausüben werde, bis die Wahrheit ans Licht kommt.[15]

Frankreich ist das Land mit der zahlenmäßig und prozentual größten Anzahl an Muslimen in Westeuropa. Eine weithin zitierte Pew-Studie aus dem Jahr 2010 schätzt, dass Frankreich 4,7 Millionen Muslime hat. Bei einem Bevölkerungsanteil von 7,5 Prozent bedeutet das, dass das Land die größte muslimische Bevölkerung in Westeuropa hat.[16] Viele französische Juden erkennen, dass sich die wichtigsten antisemitischen Probleme, denen sie in Frankreich begegnen, durch eine Kombination aus dem Hass und der Aggression seitens eines großen Teils der muslimischen Präsenz mit dem fehlenden Willen der Behörden sich der Wahrheit zu stellen ergeben. Damit handelt es sich für das französische Judentum eher um strukturelle als um zufällige Probleme.[17]

Es gibt im Land 751 Gebiete, die von den Franzosen als „sensitive städtische Zonen“ bezeichnet werden.[18] Ein Teil davon sollte besser „No-Go-Areas“ genannt werden. Trigano sagte damals, dass Antisemitismus ein Barometer zum Messen der Perversität der französischen Gesellschaft ist.[19] Der neue französische Präsident Emmanuel Macron hat versprochen in Frankreich viel zu verändern. Was er sagt ist ambitioniert. Angesichts des Mordes an Halimi und dem, was danach kam, könnte sich Macron auch einige Gedanken über die geistige Gesundheit Frankreichs machen.

[1] www.liberation.fr/france/2017/06/06/meurtre-sauvage-a-paris-demence-ou-antisemitisme_1574941; www.gatestoneinstitute.org/10513/france-islamic-antisemitism

[2] www.lefigaro.fr/vox/politique/2017/05/22/31001-20170522ARTFIG00202-g-w-goldnadel-ce-que-revele-l-indifference-vis-a-vis-de-la-mort-de-sarah-halimi.php

[3] www.jpost.com/Diaspora/French-intellectuals-decry-cover-up-of-Jews-slaying-by-Muslim-neighbor-496393

[4] www.jpost.com/Jerusalem-Report/In-a-state-of-fear-492154

[5] http://www.jcpa.org/phas/phas-26.htm

[6] http://www.hlsenteret.no/publikasjoner/digitale-hefter/antisemittisk-vold-i-europa_engelsk_endelig-versjon.pdf

[7] http://www.jcpa.org/phas/phas-26.htm

[8] http://www.jpost.com/Magazine/Features/Two-sons-of-France-166298

[9] http://www.dailymail.co.uk/news/article-1175046/Trial-begins-French-gang-barbarians-accused-killing-young-Jew-24-day-torture.html

[10] http://www.independent.co.uk/news/world/europe/how-my-hate-filled-family-spawned-merah-the-monster-8307341.html

[11] http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/france/9157126/Toulouse-siege-as-it-happened.html

[12] www.lemonde.fr/police-justice/article/2015/11/07/attentats-de-paris-les-messages-du-commanditaire-au-tueur-de-l-hyper-cacher_4805099_1653578.html

[13] http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2017/04/09/01016-20170409ARTFIG00193-marche-blanche-a-paris-en-hommage-a-une-femme-defenestree-par-un-voisin.php

[14] www.lefigaro.fr/vox/societe/2017/06/01/31003-20170601ARTFIG00316-l-appel-de-16-intellectuels-que-la-verite-soit-dite-sur-le-meurtre-de-sarah-halimi.php

[15] www.lefigaro.fr/vox/societe/2017/06/25/31003-20170625ARTFIG00156-francis-kalifat-pour-sarah-halimi-je-ne-me-tairai-pas.php

[16] www.pewresearch.org/fact-tank/2016/07/19/5-facts-about-the-muslim-population-in-europe/

[17] www.jpost.com/Opinion/The-structural-uneasiness-of-French-Jews-494417

[18] http://sig.ville.gouv.fr/Atlas/ZUS/

[19] http://www.jcpa.org/phas/phas-26.htm

Ein neuer antisemitischer Mythos in der arabischen Presse: Die Anschläge vom 11. September wurden von den Juden verübt

MEMRI, 8. Januar 2002 (inzwischen Teil dieses Eintrags)

Einführung:

Seit dem 11. September haben die arabischen Medien behauptet, dass Juden die Terroranschläge auf New York und Washington verübt hätten. Dieser neue Mythos wird von hochrangigen öffentlichen Persönlichkeiten und Kolumnisten in der Regierungs- und nicht-Regierungspresse in arabischen Ländern verkündet.

In dem Versuch, die Verantwortung für die Anschläge von den arabisch-muslimischen Verdächtigen abzulenken, haben die Medien eine Reihe von Vorschlägen zur Identität der Täter in Umlauf gebracht, die meistens auf ihrer Sicht beruhte, wer motiviert war, die Anschläge auszuüben und wer davon profitierte. Untersucht wurde auch die Frage, wer die Fähigkeiten hatte, eine solche Operation durchzuführen.

In den in diesem Bericht untersuchten Artikeln zeigen die Schlussfolgerungen direkt auf die Juden. Diese Schlussfolgerungen werden von verschiedenen Arten von Beweisen unterstützt, verstärkt durch abgenutzte, lange „bestätigte“ antisemitische Mythen. Auf diese Weise stellen die Zeitungen Schuld fest, unterstützen ihre Anschuldigungen, verurteilen und verhängen in einem Fall eine Strafe – Vernichtung „wie durch Hitler“.

I. Es waren keine Araber, alle Beweise gegen sie sind gefälscht

Viele Schreiber in der arabischen Presse missachten die Berichte von FBI und Medien über die Identität der Verbrecher und bleiben unerschütterlich dabei, dass kein Araber dafür verantwortlich war. Raed Salah, Kopf der islamischen Bewegung in Israel, schrieb im Sprachrohr der Bewegung, Saut Al-Haqq Wa-Al-Hurriyya, es verwirre, dass „Passagierlisten der beiden Fluggesellschaften (American Airlines und United Airlines), deren Flugzeuge in das Pentagon und das World Trade Center flogen, nicht einen einzigen Araber enthielten. Trotzdem veröffentlichte das FBI die Namen von 19 arabischen Passagieren und behauptete, dass sie die Entführer der vier Flugzeuge waren.“ [1]

Der palästinensische Kolumnist Khlail Al-Sawahri schrieb in der PA-gesponsorten Tageszeitung Al-Ayyam, dass der Brief, den die Flugzeugentführer hinterließen, gefälscht war. „Verbreitet wird er aus dem Kreis der Orientalisten, die sich bemühen, das Bild der arabischen Muslime zu besudeln. Sie fingen mit Geschichtsverfälschungen an, indem sie verabscheuungswürdig die Geschichten der Prophetie fälschten und sich selbst zuschrieben (und erst später der islamischen Geschichte) und fuhren mit modernen Filmen fort, besonders amerikanischen, in denen Hollywood versuchte die Araber als Diebe, Terroristen, Banditen, als niederträchtig, schmutzig usw. darzustellen.
(heplev: Hier wird wieder der Behauptung gefrönt, dass der Islam älter ist als Mohammed und vor das Judentum zurück geht!)

Die Sicherheitsapparate, die die Inhalte der Black Box des ägyptischen Flugzeugs fälschten, das [im Oktober 1999] vor der Küste von New York abstürzte und Flugkapitän Al-Batouti zum Selbstmord-Attentäter machten, sind dieselben, die [jetzt] behaupten, dass die Black Boxen der anderen Flugzeuge [der Anschläge vom 11. September] zerstört und verbrannt seien – wobei sie gleichzeitig behaupten, dass sie „sichere und unversehrte“ Briefe gefunden hätten[, die die Terroristen zurück ließen]. (heplev: Diese Briefe wurden nicht in den Trümmern sondern im Mietwagen der Verbrecher gefunden.)

Außerdem wurde das Testament, das im Gepäck des Ägypters Muhammad Atta gefunden wurde, offensichtlich gefälscht – wie kann ein Mann, der plant, sich selbst in einer Operation in die Luft zu jagen, die Eisen und Stein schmilzt, „sich in seinem Testament auf die Behandlung seines Körpers und seiner rituellen Waschungen konzentrieren, wenn er weiß, dass sein Körper zu Asche und überall verstreut sein wird.“[2]

II. Die möglichen nicht-arabischen Verdächtigen

Einige der zitierten Schreiber waren mit der Zurückweisung der Möglichkeit, dass Araber die Anschläge ausgeführt haben könnten, nicht zufrieden und viele boten ihre eigenen Listen der Verdächtigen an. Al-Ayyam-Kolumnist Tallal Ouqal von der Palästinensischen Volksbefreiungsfront (PFLP) schlug vor, dass die Amerikaner weit weg vom Nahen Osten suchen sollten und schrieb: „Warum kann das Motiv nicht aus einer historischen Abrechnung aus dem Zweiten Weltkrieg sein? Warum kann der Hintergrund [des Anschlags] nicht Protest derer sein, die durch die Globalisierung geschädigt sind? Wir sahen die Stärkung ihres Kampfgeistes bei den Schlachten in Seattle, Genua und Athen. Warum kann das Motiv nicht mit denen verbunden werden, die vom Raketenabwehrsystem geschädigt sind?“[3]

Im selben Ton schrieb der Kolumnist Abd Al-Jabbar Adwan in der arabischen Londoner Zeitung Al-Shar Al-Awsat, die in saudischem Besitz ist: „Es ist bekannt, dass die amerikanische Regierung vor hat, das Raketenabwehrschild-Projekt voran zu treiben. China, Russland und verschiedene andere europäische Staaten sind dagegen und ihre Meinung interessiert Präsident Bush nicht.“[4]

Kolumnist Hassan M. Yussef schrieb in der regierungseigenen syrischen Zeitung Tischrin: „Es besteht die Möglichkeit, dass dies ein [Akt] uralter Vergeltung war. Die USA erklärten Japan den Krieg – und benutzten erstmals die Atombombe gegen Hiroshima und Nagasaki. [Die Bombe] tötete mehr als 221.983 Japaner und das war die Ursache der japanischen Niederlage und das Ende des Krieges 1945.“[5] (heplev: Geschichte ist nicht seine Stärke: Die Japaner begannen den Krieg in Pearl Harbor; es waren zwei Bomben, die die beiden Städte vernichteten.)

Einige deuten auf die amerikanische Regierung. Zum Beispiel brachte der Kolumnist Samir Atallah von Al-Sharq Al-Awsat die Möglichkeit auf, dass die Anschläge auf die USA das Produkt einer Verschwörung waren, die von Präsident George W. Bush angeführt wurde und erklärt sein Urteil so: „George W. Bush war der Präsident, der die wenigste Unterstützung aller US-Präsidenten der Geschichte hatte. Er gewann die Wahlen mit einer hauchdünnen Mehrheit, mit der man in keiner Dorfrats-Wahl in Südägypten gewonnen hätte. Seine Präsidentschaft wurde von Anfang an in Zweifel gezogen. Es wurde gesagt, dass die armselige Art, wie er im Weißen Haus einzog, die amerikanische Nation teilen würde. Es wurde gesagt, er sei es nicht wert [Präsident zu sein], dass er ein Mann ist, den es nicht interessiert, was in der Welt passiert; ein Mann, der den Namen des Präsidenten von Pakistan nicht kennt.

Aber nach dem 11. September ist George W. Bush der erste Präsident seit Roosevelt, der beide Parteien hinter sich hat, ohne Opposition. Er ist der erste Präsident in der Geschichte der USA, „der eine unbegrenzte finanzielle, politische und militärische Unterstützung erhält und sie so rasch vom Kongress genehmigt bekam.“[6]

Die arabische Jerusalemer Wochenzeitung Al-Manar brachte einen Artikel von Dr. Abdallah Al-Sheikh, in dem der Autor behauptete, dass CIA und FBI für die Anschläge vom 11. September verantwortlich waren. Al-Sheikh bot die folgenden Beweise an: „Wie man weiß, verwandelten sich die amerikanischen Sicherheitsapparate im Laufe der Zeit in mächtige Institutionen mit Einfluss in den politischen, wirtschaftlichen, sozialen und wissenschaftlichen Ebenen und können nicht ignoriert werden. Ähnlich bauten sie Verbindungen nach dem sogenannten Überlebensmodell auf, dem bürokratischen Modell. Dieses Modell besagt, dass nach der Einrichtung einer Institution – und besonders einer amerikanischen Sicherheitsinstitution – deren oberste Priorität ihr Überleben ist, selbst, wenn das dazu führt, dass sie mit Satan zusammenarbeitet. Das ist das vorherrschende Modell der mächtigsten Geheimdienste der Welt, angeführt vom amerikanischen CIA und FBI. Die Operation selbst [d.h. die Anschläge] sind charakteristisch für Operationen dieser Apparate.“[7] (heplev: Das FBI ist also ein Geheimdienst?)

Kolumnist Mussa Hawamdeh schreibt für die regierungseigenen jordanische Zeitung Al-Dustour und erklärt: „Wir alle wissen, dass es extremistische religiöse Gruppen in den USA gibt, die glauben, dass die Wiederkehr des Messias nahe ist und die die Amerikaner von allen menschlichen Verbrechen reinigen wollen. Darunter gibt es auch die, die daran glauben, dass sie durch Selbstmord und durch Bestrafung der menschlichen Rasse ins Paradies kommen. Massenselbstmorde ganzer Gruppen sind immer vorgekommen.“[8] (heplev: Aber keine von diesen Gruppen hat sich so gegen den Staat gerichtet, dass Massenmord begangen wurde.)

Die populärste Sichtweise unter den arabischen Kolumnisten, die in diesem Bericht betrachtet werden, ist aber die Möglichkeit, dass Israel, der Weltzionismus, der Mossad oder einfach „die Juden“ diese Anschläge ausführten.

III. Israel/der Mossad/der Weltzionismus/die Juden waren es

Der syrische Außenminister Mustafa Tlass, Autor des Buches „Die Matzen von Zion“ – einem Buch, das die unrühmliche Blut-Verleumdung im Damaskus von 1840 als reales Ereignis darstellt – behauptete während eines Treffens mit einer Delegation vom British Royal College of Defense Studies in Damaskus, dass der Mossad das Einrammen der beiden entführten Flugzeuge in das WTC als Teil einer jüdischen Verschwörung plante.[9]

Der frühere ägyptische Botschafter in Afghanistan, Ahmad Al-Amrawi, erzählte Al-Istiqlal, dem Sprachrohr des palästinensischen Islamischen Jihad, dass die zionistische Bewegung und amerikanische Geheimdienst-Organiationen die Anschläge planten. Er sagte, das zweifache Ziel sei gewesen, Israel aus der derzeitigen Krise heraus zu holen und den USA die Tür zu öffnen, die Ölreserven am Kaspischen Meer zu übernehmen, um so die volle Kontrolle über die größten Ölquellen der Welt zu gewinnen.[10]

Der libanesische Drusenführer Walid Jumblatt sagte Al-Ayyam, er dachte „es war eine große Geheimdienst-Operation, hinter der der Mossad und die amerikanischen Geheimdienste stecken könnten; das Ziel war, einen neuen Krieg in der Region anzuzetteln, um sie zu verarmen und zu erobern.“[11]

Scheich Muhammad Gameia, früher Repräsentant der Al-Azhar Universität in den USA und Imam des Islamischen Kulturzentrums und seiner Moschee in New York City, erzählte der inoffiziellen Internetseite der Al-Azhar Universität, http://www.lailatalqadr.com, in einem umfassenden Interview: „Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die Juden den größten Gewinn an einer solchen Explosion haben.“[12]

Der Kolumnist Ahmad Al-Musallah von Al-Dustour schrieb: „Was passierte, ist das Werk des jüdisch-israelisch-amerikanischen Zionismus und das Handeln des großen zionistisch-jüdischen Geistes, der die Welt wirtschaftlich, politisch und durch die Medien kontrolliert.“[13]

Rakan Al-Majali, ein weiterer Al-Dustour-Kolumnist, schrieb: „Es ist offensichtlich, dass Israel von dieser blutigen, verabscheuungswürdigen und schrecklichen Terror-Aktion profitiert und noch mehr Gewinn sucht, indem es die Araber und Muslime beschuldigt, sie durchgeführt zu haben. Nur Israel fürchtet nicht, dass die Juden als Hintermänner dieser Operation entdeckt werden – wer innerhalb oder außerhalb der USA würde es wagen sie zu beschuldigen, weil jeder ihnen zugefügte Schaden ein Reden von einem neuen Holocaust bedeuten würde? Sie sind mehr als jeder andere in der Lage, ein von ihnen begangenes Verbrechen zu verbergen und sie können sicher sein, dass niemand sie fragen wird, was sie getan haben.“[14]

Die libanesische Holocaust-Leugnerin Dr. Hayat Al-Huweiek Atiya präsentierte die Theorie, die sich auf Stellungnahmen, die von einem arabischen Beamten gemacht – oder auch nicht gemacht – wurden. In Al-Dustour schrieb sie: „Vielleicht werden einige glauben, dass ich halluziniere, wenn ich von jüdisch-zionistischen Händen hinter dem schrecklichen Ereignis rede, das die USA traf. Aber in einem langen Interview mit dem Repräsentanten der Arabischen Liga in Paris für den [ägyptischen] französischsprachigen Fernsehkanal Al-Nil unterließ [dieser] es, direkt die Juden zu beschuldigen, weil er so etwas als Offizieller nicht tun kann, bevor eine Untersuchung das heraus findet, aber er implizierte es.“[15]

Jihad Jbara schrieb in der regierungseigenen jordanischen Zeitung Al-Rai: „Warum sollte man nicht annehmen, dass zionistische Organisationen das verbrachen, damit Israel die Al Aksa-Moschee zerstören könnte, während die Welt damit beschäftigt war, was in Amerika passierte?“[16]

Im Iran wunderte sich der Majlis-Vorsitzernde (im Parlament) Mahdi Karrubi, ob die schuldigen Parteien „aus dem Land Afghanistan gekommen sind oder ob die Zionisten in Israel die Terror-Operation geplant hatten, um die Gesichter der Muslime zu schwärzen – oder ob die [Terror-] Operationen in Amerika sich innerhalb Amerikas vereinigt haben und einen Zustand erreichten, wo Selbstmord-Attentäter gebraucht wurden.“[17]

Die englischsprachige iranische Zeitung Teheran Times schlug vor, die schuldigen Partein dadurch zu identifizieren, dass man die Kriterien benutzt, wer von einer solchen Tat profitieren würde. Nach der Zeitung sind „die einzigen, die von einer Tat profitieren, die dazu dient, die islamischen Bewegung zu diskreditieren und zu dämonisieren, die Zionisten und gewissen anti-islamische Elemente des Westens.“[18]

IV. Die Präsentation von „Beweisen“ zum Fall

In einem Versuch ihre Beschuldigungen der Juden zu untermauern, brachten die Schreiber die folgenden Argumente:

A) Jüdische Beschäftigte wurden gewarnt, am 11. September nicht zur Arbeit im WTC zu kommen

Diese Behauptung, von den arabischen Medien schnell als unbestreitbare Tatsache anerkannt, war der herausragendste „Beweis“, dass die Juden an den Anschlägen beteiligt waren. Der syrische Botschafter in Teheran, Turky Muhammad Saqr, sagte auf einer Konferenz im iranischen Außenministerium: „Syrien hat Belege für die Verwicklung des zionistischen Regimes in die Anschläge auf die USA am 11. September dokumentiert“, und dass „4.000 im WTC beschäftigte Juden, die vor dem Angriff nicht zur Arbeit erscheinen, deutlich die zionistische Beteiligung an diesen Anschlägen bestätigen.“[19] Die konservative iranische Zeitung Kayhan bezog sich auch auf diese „Tatsache“: „Es ist bekannt, dass 4.000 Juden im WTC in New York arbeiteten und dass diese Leute an diesem Tag nicht zur Arbeit kamen.“[20] Raed Salah schrieb in Saut Al-Haqq Wa-Al-Hurriyya: „Ein passender Weg wurde gefunden, die 4.000 Juden, die jeden Tag in den Twin Towers arbeiten, zu warnen, damit sie am 11. September 2001 nicht auf der Arbeit waren. Das ist wirklich das, was passierte! Waren 4.000 Juden zufällig abwesend oder gab es einen anderen Grund? Gleichzeitig erreichte die 2.000 Muslime, die täglich in den Twin Towers arbeiteten keine Warnung und daher gab es hunderte von muslimischen Opfern.“[21] Dieselben Zahlen wurden auch in einem Artikel des syrischen Kolumnisten Mutaz Al-Khattib zitiert, der in Al-Hayat schrieb, 4.000 Juden seien zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht im WTC-Gebäude gewesen.[22]

Dr. Gamal Ali Zahran, Kopf der politikwissenschaftlichen Fakultät der Suezkanal-Universität in Ägypten, schrieb in der ägyptischen regierungseigenen Zeitung Al-Ahram: „Im WTC arbeiteten tausende von Juden in Finanz- und Aktienmärkten, aber keiner von ihnen war am Tag des Vorfalls da. Von den 6.000 Getöteten, 65 Nationalitäten aus 60 Ländern, war kein einziger Jude!!“[23] Ägyptens Scheich Gameia sagte der inoffiziellen Internetseite der Al-Azhar Universität: „In den Nachrichten in den USA wurde gesagt, dass 4.000 Juden am Tag des Vorfalls nicht zur Arbeit kamen.“[24]

Al-Manar gab weitere Details weiter: „Die Untersuchung dieser Anschläge begann nicht mit dem richtigen Ansatz, sondern wurde von der öffentlichen Meinung fortgeschwemmt, die von den amerikanischen Medien geformt wurde, die von den Juden kontrolliert wird. Warum informierten sie die Juden nur drei Tage vor den Anschlägen, dass ihre Dienste nicht mehr benötigt wurden? Warum verkündeten sie riesige Verluste im Technologie-Sektor, in dem die meisten Beschäftigten Juden sind, mit Büros im Handelsgebäude [WTC] – was ließ die Juden den Ort verlassen? Warum hatte sich das Gerücht unter den Juden verbreitetet, dass die angegebene Zeit für die Ausführung des Anschlags‘ ein freier Tag war?“[25]

Ein Bericht des Hizbollah-Fernsehsenders Al-Manar – der nach einigen Quellen das Gerücht aufgebracht haben soll, dass die Juden am 11. September nicht zur Arbeit im WTC gekommen waren – sagte, dass, als bekannt wurde, dass ein Anschlag auf das WTC in New York statt gefunden hat, die internationalen Medien, besonders die israelischen Medien, den Vorfall ausgebeutet und begonnen hätten, die 4.000 Israelis zu betrauern, die in den zwei Türmen arbeiteten. Danach hatte es keine Erwähnung dieser Israelis mehr gegeben, als klar wurde, dass sie an diesem Tag nicht einmal zur Arbeit gekommen waren.[26]

Der Kolumnist Hilmi Al-Asmar schrieb in Al-Dustour: „Nach weniger als zwei Stunden der 1anik des roten September‘ wurden Ankündigungen wie Raketen aus Israel abgefeuert – Ankündigungen, die auf den Wunden der Opfer tanzten, zu denen nur zwei Israelis gehörten, obwohl die Türme in Manhattan eine Vielzahl von jüdischen Firmen und Institutionen einschlossen.“[27]

B) Die US-Behörden verhafteten Juden, die über die Katastrophe „jubelten“[28] (heplev: Es wurden 5 Israelis verhaftet, deren Visa abgelaufen waren; der Verdacht der Verwicklung in die Anschläge verflüchtigte sich nach wenigen Stunden.)

Scheich Gameia behauptete, die US-Nachrichtenquellen berichteten, dass die „Polizei eine Gruppe Juden verhaftete, die in den Straßen zur Zeit des Vorfalls jubelten“ und erklärte, dass die Nachricht unmittelbar nach ihrer Sendung vertuscht wurde.[29]

Raed Salah besprach die Sache sehr detailliert: „Stimmt es, dass die amerikanische Regierung fünf Israelis mit europäischen Staatsbürgerschaften unter dem Verdacht verhaftete in den Vorfall verwickelt zu sein[?] Sie arbeiteten mit gefälschten Visa für einen Juden in einer Umzugsfirma und wurden während der Vernehmungen gefoltert, damit sie Einzelheiten zum Vorfall preis gaben.“[30]

Auch die regierungseigene saudische Zeitung Ukkaz sprach den Fall in einem Kommentar an und schrieb: „Sechs Israelis wurden in den USA unter dem Verdacht der Beteiligung in New York und Washington verhaftet um später frei gelassen zu werden. Dies bestätigt unseren starken Verdacht über die Verwicklung von Israels Mossad in das üble Verbrechen.“[31]

Die oppositionelle ägyptische Wochenzeitschrift Al-Usbu veröffentlichte die Nachrichten als Erstmeldung, bauschte sie etwas auf und gab ihr den bezeichnenden Titel: „Die wahren Täter der Anschläge vom 11. September verhaftet – Zionisten mit Karten des WTC, des Pentagon und des Weißen Hauses mit großen Mengen Anthrax“. Der Artikel berichtete, dass „amerikanische Sicherheitskräfte in das Haus von sieben Israelis aus Florida stürmte, sie verhaftete und in ihrem Besitz große Mengen von Anthrax-Mikroben und rund 15 Karten des WTC, acht Karten des Pentagon und 6 Karten des Weißen Hauses fanden. Einige der Karten dienten für Flugzeug-Flugpläne und Zielorte, während andere Windgeschwindigkeiten und Temperaturen zeigten.

Zwei Tage nach der Verhaftung der sieben Israelis verhafteten die amerikanischen Behörden in Alaska vier weitere Israelis und fanden in ihrem Besitz vergrößerte Fotos des Atomreaktors in Florida und der Ölpipeline in Alaska. Sie wurden aufgrund eines Haftbefehls des amerikanischen Ministers für innere Sicherheit [sic – heplev: gibt es gar nicht!], der sich mit der Offenlegung der genauen Verbindung mit den in Florida verhafteten Israelis zurück hielt.

Sobald die Verhaftungen der Israelis den Sicherheitsapparaten bekannt wurden, erhielten die Untersuchungsbehörden Anweisung zu größter Geheimhaltung. Die nationale Sicherheitsberaterin forderte, dass die Anklagen nicht veröffentlicht wurden, „sogar dann, wenn bewiesen würde, dass Israel für das Geschehen verantwortlich war.“[32]

C) Die israelischen Führer wussten im Vorhinein von den Anschlägen

Der syrische Botschafter in Teheran, Turky Muhammad Saqr, sah die unerwartete Verschiebung des Besuchs von Premierminister Ariel Sharon in den USA als „zusätzlichen Beweis, der die Zionisten mit dieser Tragödie verbindet“.

Der Fernsehsender Al-Manar sprach die Sache an: „Verdächtigungen, dass Israel [in die Anschläge vom 11. September] verwickelt war, stiegen, als die israelische Zeitung Yedioth Aharonoth berichtete, dass der General Security Service Premierminister Ariel Sharon davon abhielt, nach New York zu reisen, besonders an die Ostküste der Stadt, um an einer Israel-Unterstützungskonferenz teilzunehmen, die von zionistischen Organisationen abgehalten wurde.“[34]

Der syrische Kolumnist Mutaz Al-Khatib gab in Al-Hayat ein weiteres Beispiel: „Baraks Anwesenheit nur Minuten nach der Explosion im Chefbüro der BBC, einem Treffen, das im Voraus vereinbart wurde, um 30 Minuten lang über die Gefahren des Terrorismus zu sprechen und die 4churkenstaaten‘, besonders die Araber, zu züchtigen“, sei nach seinen Worten weiterer Beleg für Israels Verstrickung.[35]

D) Nur die Juden/Israel hatten die Fähigkeiten solche Anschläge auszuführen

Scheich Gameia, der sagte, dass Juden „die einzigen sind, die solche Taten zu planen in der Lage sind“, erklärte seine Äußerungen: „Erst einmal wurde heraus gefunden, dass der Autopilot einige Minuten vor dem Flug ausgeschaltet wurde und der Autopilot kann nur ausgeschaltet werden, wenn man den Kontrollturm unter Kontrolle hat.[36] Zweitens wurde heraus gefunden, dass die Black Boxen keinerlei Information enthielten; die Informationen in diesen Boxen kann man nicht löschen, wenn man das nicht vorher im Flugzeug plant. Drittens hat Amerika die mächtigsten Geheimdienst-Apparate, das FBI und die CIA. Wie konnten [die Verbrecher] es schaffen, Amerika ohne deren Wissen zu infiltrieren? Viertens kontrollieren Juden die Entscheidungsträger an den Flughäfen und den empfindlichen Zentren des Weißen Hauses und des Pentagons. Fünftens hat Amerika bis heute keine Belege dafür vorgelegt, die Osama bin Laden und Al-Qaida belasten. Wenn wir diese Dinge berücksichtigen und den Vorfall genau betrachten, werden wir sehen, dass nur die Juden in der Lage sind, einen solchen Vorfall zu planen, denn er war mit großer Genauigkeit geplant, zu der Osama bin Laden oder eine andere islamische Organisation oder ein Geheimdienst nicht in der Lage sind.“[37]

Orkhan Muhammad Ali schrieb in Saut Al-Haqq Wa-Al Hurriyya, dass die Flugzeuge nicht entführt wurden – statt dessen seien sie durch Fernsteuerung geführt worden, wobei ein System benutzt wurde, das von einer Firma in jüdischem Besitz entwickelt wurde: „Flugzeuge können mit einem modernen System fern gesteuert werden, das GPLS genannt wird [sic; offenbar bezog er sich auf das Global Positioning System – GPS]. Die USA investierten etwa 3,2 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung dieses Systems. Außerdem arbeitete das Verteidigungsministerium mit einer Firmengruppe namens Raytheon zusammen, das sich auf die Entwicklung von Luftverteidigungs-Raketen und Luftverkehrs-Kontrollsystemen spezialisiert. Das Luftverkehrs-Kontrollsystem kann ferngesteuert durch Satellit aktiviert werden. In dem Moment, in dem ein Flugzeug, egal, ob zivil oder militärisch, in die Reichweite des Systems kommt, kann der Bediener die Signale und Zeichen des Flugsystems des Flugzeugs dekodieren, es vollständig kontrollieren und es in jedes Ziel dirigieren, das er sich wünscht. Außerdem können alle Kommunikationsgeräte ausgeschaltet werden. Nach der Entwicklung des Geschehens in New York und Washington und in Folge der Belege, dass die Flugzeuge nicht entführt wurden, wurden sie fern gesteuert und gezwungen in die Ziele zu fliegen, die von den Planern [in das System] gefüttert wurden. Daher wird das FBI den Präsidenten dieser Unternehmensgruppe untersuchen, dessen Name Daniel Burnham ist, sowie den Chef-Ingenieur, der für das GPLS-System verantwortlich ist, dessen Name Bruce Solomon belegt, dass er Jude ist.“[38]

Die iranische Zeitung Kayhan sprach auch die Frage an und erklärte: „Die Zionisten sind diejenigen, die die Explosionen vom 11. September verursachten; vielleicht führten sie diese Operationen durch Fernsteuerung der Flugzeuge aus.“[39]

Al-Dustours Kolumnist Hilmi Al-Asmar hat eine ähnliche Ansicht und schreibt, dass „Israel der einzige war, der in den amerikanischen Sicherheitsapparat einbrechen konnte. Da seine Vergangenheit von Operationen und Verbrechen angefüllt ist, die alles andere als moralisch sind, ist es bereit, die monströsesten Verbrechen der Menschheitsgeschichte zu begehen, auch wenn die Opfer Juden sein würden.“[40]

Einige Schreiber zogen die operationellen Fähigkeiten des Mossad als Beweis für Israels Verwicklung in die Anschläge heran. Dr. Zahran von der Suezkanal-Universität schrieb in Al-Ahram: „Das Ausmaß und die Art der Anschläge belegen, dass die Planung und Ausführung von einem Geheimdienst-Apparat ausgeführt worden sein muss, der dem CIA nahe steht. Kein Geheimdienst der Welt steht der CIA so nahe wie der israelische Mossad.“[41]

Ein Ukaz-Kommentar las sich so: „Es ist unmöglich, sich die Durchführung einer Operation von solchem Ausmaß und solcher Präzision vorzustellen, ohne dass die Planer und die sonst darin Verwickelten direkte Verbindungen mit den USA haben, mit voller Kontrolle aller Details und wichtigen Punkte des WTC-Gebäudes und des Pentagons. Wenn wir diese Sache genau untersuchen, können wir bei der Suche nach den möglichen Tätern nicht weiter kommen als bis zu israelischen Mossad-Agenten.“[42]

Kolumnist Galal Al-Sayyed stellte in der regierungseigenen ägyptischen Zeitung Al-Akhbar: „Warum könnte es nicht der Mossad sein, der heimlich dieses Verbrechen plante ohne sich selbst bloß zu stellen? [Später] kroch die Idee dann raus zu bin Laden und seinen Helfern über Kollaborateure [im Mossad]. Ich würde nicht übertreiben, wenn ich sagte, dass vielleicht der Mossad von bin Laden trainierte Männer ausschickte, die Operation auszuführen, ohne dass er entdeckt würde. Luftfahrt-Experten haben heraus gestellt, dass es für Amateure mit nur wenigen Flugstunden oder -monaten Training unmöglich ist solche Flugzeuge zu fliegen und zu tun, was getan wurde.“[43]

V. Die Vorstrafen der Juden als „Beweise“: Wiederbelebung unrühmlicher antisemitischer Mythen

Mit der Identifizierung der schuldigen Parteien – d.h. der Juden – und der Präsentation der „Beweise“ unterstützten die arabischen Medien ihre Behauptungen weiter mit der Zitierung der Liste der kriminellen Handlungen der Juden – d.h. mit wohl bekannten antisemitischen Mythen, die seit langem das Muster jüdischer Verbrechen bestätigt haben.

A) Israels Geschichte ist angefüllt von Terror-Anschlägen

Al-Akhbars Chefredakteur Galal Duweidar schrieb: „Wir müssen vor Versuchen derer warnen, die die amerikanische Regierung gegen mehrere Strömungen aufhetzen zu wollen suchen, die als islamische und arabisch angesehen werden. Die amerikanische Regierung zu erinnern, was aus der Bombe in Oklahoma wurde, sollte genügen. Damals beschuldigten die israelischen und jüdischen Propaganda-Maschinen arabische Elemente. Später wurde aber entdeckt, dass der Täter Amerikaner war. Indem sie diese Vorwürfe verwenden, wollen sie den Verdacht ablenken, dass Mossad-Elemente und ihre Mitarbeiter ein solches Verbrechen ausführten, um die Beziehungen zwischen Muslimen/Arabern und Amerika zu ruinieren. Es hat Vorfälle wie diese gegeben; sie deckten Schandflecke wie die Lavon-Affäre auf, die die Beteiligung dieses israelischen Geheimdienst-Apparats an dem Bombenanschlag auf das American Cultural Center in Kairo in den 50-er Jahren aufdeckte, damit die Ägypter dafür verantwortlich gemacht würden.“[44]

Muhammad Abd Al-Fattah Muhsin schrieb in Al-Ahram: „Israel und die hinter ihm stehende jüdische Lobby haben es geschafft, die amerikanische Gesellschaft in den Start einer Hass-Kampagne gegen die Araber und Muslime zu ziehen, nachdem sie ihnen die Verantwortung für den Terrorismus anhängten. Sie haben die Araber und Muslime als die Hintermänner der tragischen Ereignisse des ’schwarzen Dienstag‘ dargestellt. Wenn wir aber durch die Seiten der Geschichte blättern, finden wir offensichtliche Hinweise, die darauf hin deuten, dass das Original des Terrorismus das Zeichen ‚Made in Israel‘ trägt.“[45]

Dr. Hayat Al-Huweiek Atiya sagte, der Mossad sei in viele Anschläge verwickelt gewesen, einschließlich eines in Paris. Dieser, sagte sie, legt nahe, dass der Mossad auch in die Anschläge vom 11. September verwickelt war. In Al-Dustour schrieb sie: „Die Untersuchung des Bombenanschlags auf die Pariser Synagoge zeigte, dass der Mossad hinter dieser Tat steckte und dass der Agent, der eine der extrem rechten Organisationen infiltrierte, der war, der die Verantwortung übernahm. Trotzdem hatte das keine politischen Folgen gehabt. Es gibt dutzende von Beispielen, einschließlich Bomben in Bagdad, die jüdische Massen-Emigration verursachte. (heplev: Also haben die arabischen Staaten die Juden 1948 nicht vertrieben?) Es stimmt, dass dies untergeordnete Beispiele sind und sie nicht mit dem verglichen werden können, was gestern passierte; aber das ist keine Frage des Ausmaßes. Wegen des Ausmaßes des Desasters sollte angenommen werden, dass eine Reihe von Elementen es verursacht haben. Wir müssen volle Bemühungen in Diplomatie und Medien unternehmen, nicht nur unsere Hände zu waschen und unsere Verwicklung in die Sache abzustreiten, sondern auch in Richtung eines Gegenangriffs, um uns aus der schwachen Position derer, die in die Defensive gedrängt sind, in eine stärkere und aggressivere Position zu bringen.“[46]

B) Die habgierigen Juden verübten die Anschläge, um Profit zu machen

Dr. Zahran von der Suezkanal-Universität schrieb in Al-Ahram: „Es gab viele Gerüchte und es war offen bekannt, dass die Juden, die enorme Aktienpakete in Fluggesellschaften und Versicherungsfirmen hatten, etwa 10 Tage vor den Anschlägen in Amerika ihre Anteile zu Höchstpreisen in Europa verkauften. Nachdem der Aktienmarkt am 17. September wieder zu funktionieren begann, wetteiferten die Juden unter einander, diese Aktien zum tiefstmöglichen Preis zu kaufen oder warteten, bis die Aktien ihren Minimalwert erreichten und kauften sie dann, mit gewaltigen Gewinnen. Es gibt keinen Zweifel, dass dies ihre Verwicklung in das Verbrechen bloß stellen kann. Dies verlangt nach verdeckten Ermittlungen durch US-Regierungs-Behörden mit großem Abstand zu den offiziellen Ermittlungsbehörden.“[47]

C) Die Juden wollen die Welt übernehmen und die „Protokolle der Weisen von Zion“ beweisen das

Der Politik- und Wirtschaftsexpertin Dr. Amira Al-Sanwani fasst „Die Protokolle“ für Al-Akhbar zusammen: „’Die Protokolle der Weisen von Zion‘, auf dem Ersten Zionistischen Kongress 1897 in Basel in der Schweiz veröffentlicht, erwuchsen aus den Tiefen der Dunkelheit. Sie wurden 1905 auf Französisch gedruckt. 1921 wurde die Veröffentlichung dieser Protokolle vollständig verboten, außer der arabischen Version. Wir alle verstehen, warum Israel diese Protokolle verbirgt, wenn wir die Aufrufe zur Zerstörung und Unmoral [die darin vorkommen] betrachten – darunter der Aufruf, die Welt zu zerstören und ‚eine jüdische Weltregierung, die dieses Land regiert‘ zu schaffen – d.h. die Welt zu regieren.“

Um ihre Behauptungen zu untermauern, verweist Dr. Al-Sanwani auf einen anderen Artikel – einen, der in einem Buch erscheint, das 1935 von den Deutschen unter dem Titel „Ein Handbuch zur Judenfrage“ veröffentlicht wurde. Sie schrieb: „1789 warnte der frühere US-Präsident Benjamin Franklin [sic – HE: Geschichte: ungenügend!] vor der Zunahme jüdischer Immigranten und sagte: �Die Vereinigten Staaten stehen vor dem Gefahrenpotential der Juden, wo immer sie sein mögen. Sie ruinieren die moralischen Standards; sie verbreiten Betrug im Handel und Trauer im Land. Wenn die Welt ihnen Palästina gibt – werden sie Blutsauger sein. Sie müssen sich unter anderen [Völkern] befinden, um auf ihnen herum trampeln zu können. Werden sie nicht durch die Verfassung aus den USA ausgewiesen, werden sie spätestens nach 100 Jahren die USA in Anzahlen unterwandern, die es ihnen erlauben wird zu regieren und zu zerstören. Sie werden sich von uns abgrenzen, auch wenn sie viele Generationen lang unter uns leben. Der Leopard kann seine Flecken nicht verändern. Ich warne euch, wenn ihr die Juden nicht vollständig aus Amerika ausweist, werden sie unsere Institutionen in Gefahr bringen.'[48] Sie selbst [die Amerikaner] bezeugten dies.“

Dr. Al-Sanwani beendete ihren Artikel mit der Schluss-Behauptung über die Täter der Terror-Anschläge vom „Schwarzen Dienstag“: „Wir unterstützen keine Zuweisung von Verantwortung ohne eindeutige Beweise. Es ist nur eine Möglichkeit, die die USA in Betracht ziehen müssen, um zu bestimmen, welche Körperschaft oder welches Land dieses terroristische Verbrechen gegen sie ausführte, bevor Beschuldigungen gegen die Araber oder Muslime oder bin Laden ohne eindeutige Beweise erhoben werden.“[49]

Ein Leitartikel in A-Manar bezieht sich auch heftig auf die „Protokolle“: „Die Zio-Amerikaner waren wütend und tief getroffen, als ihr Kandidat Al Gore und seine zionistisch-amerikanischen Kollegen [d.h. Joseph Lieberman] die letzten Präsidentschaftswahlen verloren. Sie mühten sich ab, die Judaisierung des Weißen Hauses politisch und offiziell zu beginnen, indem sie einen jüdischen Vizepräsidenten ins Weiße Haus brachten, als ersten Schritt zu dem Tag, da ein Jude der Rasse des Hauses Davids am Kopf einer Amerikanischen Jüdischen Republik stehen würde und so die Prophetie erfüllt würde, dass am Ende der Tage ein König aus dem Samen des Hauses Davids die Welt beherrschen würde und so Israel totale Sicherheit garantiert wäre und der Zionismus Amerikas materielle und spirituelle Kraft vollständig kontrolliert. Diese Enttäuschung entfachte den Zorn und den Hass der zio-amerikanischen Juden; sie drückten das in allen Bereichen und mit allen Mitteln aus. Sie beschlossen, dass die Regierung in den USA zurück zur Clinton-Ära gebracht werden sollte, während der die meisten Minister Juden waren [sic]. [Sie werden das] mit einem Sieg der zionistisch kontrollierten Partei bei den nächsten Präsidentschafts-Wahlen tun – was nur möglich gemacht werden wird, indem die republikanische Regierung von Präsident George Bush Jr. gestürzt wird [sic] und ein Kandidat der zio-amerikanischen Juden angeboten wird, der das Weiße Haus politisch und offiziell judaisiert – obwohl das Weiße Haus lange judaisiert ist, denn die meisten Beamten dort sind zionistische Amerikaner.“[50]

Der saudische Prinz Mamdouh bin Abd Al-Aziz, Präsident des Saudischen Zentrums für Strategische Studien, schrieb in der Londoner Zeitung Al-Hayat, dass die „Protokolle“ auf einer Anzahl „anderer, echter Dokumente“ gründen: „Jeder, der die ‚Protokolle der Weisen von Zion‘, ‚Figuren auf dem Schachbrett‘ oder das Buch ‚Die Welt ist ein Bauer in der Hand Israels‘ nur überfliegt und die derzeitigen Ereignisse verfolgt, wird davon überzeugt, dass die Juden hinter dem jetzigen, ‚Terrorisierten‘ Klima stecken. Diese drei Bücher stimmen darin überein, dass es eine zionistische Verschwörung gibt, deren Ziel es ist, alles so weit wie möglich im Interesse des Weltjudentums zu kanalisieren, besonders aber die, die ‚Allahs erwähltes Volk‘ genannt werden.

Die Objektivität verlangt, dass wir fragen, ob die Katastrophen, die das Herz der arabischen und islamischen Welt so lange Zeit getroffen haben, reiner Zufall waren oder das Ergebnis einer Verschwörung. Ich habe keinerlei Zweifel, dass viele arabisch-islamische Länder und Organisationen, religiös oder pan-arabisch, die in gutem Glauben handelten, von den Juden unterwandert waren.“[51]

D) Die jüdische Verwicklung in die Ereignisse am 11. September wurde nie berichtet, weil die Juden die amerikanischen Medien kontrollieren

Dies war eine weitere Behauptung von Ägyptens Scheich Gameia (heplev: Amerikanische Quellen haben dargestellt, dass Gameia hier lügt – es hat nie Übergriffe auf sein Haus oder andere Bedrohungen gegeben):
„Als eine Gruppe von Leuten mein Haus [in Amerika] angriff, ging ich hinaus und fragte, warum sie das täten. Sie sagten, weil wir Muslime seien und in Verbindung mit dem Terrorismus stünden. Ich erklärte ihnen, dass, was sie taten, unzivilisiert war und ein zweifaches Verbrechen; ihr lasst die Verbrecher laufen und greift die Unschuldigen an. Das passt nicht zu einem modernen Staat und einem modernen Volk und widerspricht menschlichen Werten. Während meiner Unterhaltung mit dieser Gruppe wurde mir klar, dass sie sehr genau wussten, dass die Juden hinter diesen widerwärtigen Taten standen, während wir, die Araber, unschuldig waren und dass jemand unter ihnen selbst Korruption im Land verbreitete. Obwohl die Amerikaner den Verdacht hegen, dass die Zionisten hinter der Tat stecken, hat keiner den Mut, darüber in der Öffentlichkeit zu sprechen. Als ich sie fragte, ob sie den Mut hätten, darüber offen zu sprechen, sagten sie: ‚Wir können nicht.‘ Ich fragte, warum und sie sagten: ‚Du weißt sehr genau, dass die Zionisten alles kontrollieren und dass sie auch den politischen Entscheidungsfindungs-Prozess im Griff kontrollieren, die großen Medien-Organisationen und die Finanz- und Wirtschaftsinstitutionen. Jeder, der es wagt ein Wort zu sagen, wird als Antisemit angesehen.‘

In den Nachrichten in den USA wurde gesagt, dass 4.000 Juden am Tag des Vorfalls nicht zur Arbeit im WTC kamen und dass die Polizei eine Gruppe Juden verhaftete, die zu der Zeit in den Straßen den Vorfall bejubelten. Die Juden, die die Meiden kontrollieren, vertuschten es, damit das amerikanische Volk es nicht wissen würde. Wir sahen, wie diese Zionisten, nur eine Stunde nach dem Ereignis, in der BBC, dem größten Medien-Kanal, ausstrahlen, dass die Araber und besonders die Palästinenser wegen der amerikanischen Toten feierten und jubelten. Dazu sendeten sie ein Video von 1991, das während der irakischen Invasion Kuwaits aufgenommen wurde. Aber Allah machte ihnen einen Strich durch die Rechnung, als eine Professorin einer brasilianischen Universität erklärte, dass das Video gefälscht war, denn sie habe eine Kopie des Originals.“[52; heplev: Die Frau musst inzwischen zugeben, dass sie Blödsinn erzählte, weil einer ihrer Studenten zugab, dass er diese Falschmeldung erfunden hatte!]

Dr. Zahran von der Suezkanal-Universität versuchte zu erklären, warum die USA die Juden auch angesichts umfassender ‚Вeweise‘ nicht verdächtigten, in die Anschläge verwickelt zu sein. Er behauptet, dass es eine Verschwörung zum Schweigen in dieser Sache gab. ‚Die Informationen, die ich mir helfen könnten, meine Bewertung, dass die Juden und der Mossad für die Anschläge vom 11. September auf die USA verantwortlich sind, zu belegen, sind gewollt vage. Warum werden nicht die Namen aller Passagiere in den vier Flugzeugen offen gelegt und die Namen all derer, die den Flug nicht antraten und unter denen Juden waren? Wenn sie die wirklichen Daten offen legten, würde das helfen, deutliche Antworten zu bekommen. Aber offensichtlich werden diese Daten ein großes Geheimnis bleiben, um Beschuldigungen Israels, seines Geheimdienstes und der Juden Amerikas zu verhindern.'[53]

VI. Die Verfestigung des neuen antisemitischen Mythos

Nach all den oben erwähnten Artikeln, Interviews und Querverweisen, wurde ein umfassender Artikel von Ahmad Abu Zayid mit dem Titel ‚Die Juden stecken hinter den Explosionen in Amerika‘ in Al-Ahram veröffentlicht. Darin unterbreitet er 14 ‚Вeweisstücke‘ zur Unterstützung der Theorie, dass Israel und der Mossad an dem Anschlägen am 11. September beteiligt waren und präsentiert die meisten der oben erwähnten Behauptungen.

Nach den Explosionen in den USA am Morgen des 11. September, begann das amerikanische Szenario wahr zu werden, dessen Akte die vorformulierten Beschuldigungen der arabischen und islamischen Kreise abzugeben einschloss, wobei diese Vorwände benutzt wurden, um bestimmte Länder anzugreifen und einen Krieg in Afghanistan zu beginnen und in diesem verarmten und gequälten Volk über 1.000 Bürger zu töten. Seitdem wurde mir und jedem, der die Ereignisse verfolgt und durch die Art und Weise, wie Amerika die Krise handhabt, enthüllt, dass das Problem der amerikanischen Behörden nicht ist zu wissen, wer die wahren Täter sind, sondern die amerikanische Regierung strebt an, das Ereignis so zu entwickeln, dass vorgefertigte Pläne zum Einmarsch in neue Gegenden mit jetzt direkter amerikanischer Militärpräsenz umgesetzt werden können und Osama bin Laden als Vorwand benutzt werden kann, um Solidarität von der Weltmeinung zu gewinnen.

Unmittelbar nach den [September-] Vorfällen begannen die amerikanischen Behörden vorgefertigte Beschuldigungen gegen bestimmte Leute und Elemente [d.h. Araber und Muslime] zu äußern. Die amerikanischen Ermittlungs-Apparate widmeten ihre Bemühungen der Bestätigung dieser Vorwürfe ohne eine Serie von Beweisstücken zu bemerken, die belegen, dass die Araber und Muslime diese Explosionen nicht verbrachen und dass die Explosionen von verdeckten Elementen verbrochen wurden, die daran gewöhnt sind heimlich zu arbeiten, gewalttätig und blutig und dann die Verantwortung jemand anderem anzuhängen – wodurch wichtige strategische Ziele erreicht werden. [Es scheint so] als ob die amerikanische Regierung nur auf ein Ereignis dieser Art gewartet hatte, um gegen die islamischen Länder loszuschlagen und ihnen den Krieg zu erklären, ohne die wirklichen Täter dieser Explosionen zu suchen – ein nie da gewesener Vorgang in der amerikanischen Geschichte.

Die Frage, die sich uns jetzt stellt, lautet: Was sind die Interessen der Verbergung der [Identität der] wahren Täter, während die amerikanische öffentliche Meinung und die Ermittlungsbehörden auf Osama bin Laden und die Araber gelenkt werden, obwohl es eine starke Wahrscheinlichkeit gibt, dass sie diese riesigen Anschläge nicht ausführten?

Die Fakten belegen, dass die Fähigkeit, diesen Anschlag auszuführen, wie er ausgeführt wurde, liegt allein in den Händen eines einzigen Elements in Amerika – das ist die zionistische Lobby, die es geschafft hat, alle amerikanischen Gesellschaftsgruppen zu unterwandern. Die Wahrscheinlichkeit, dass die zionistische Lobby und hinter ihr der Mossad beteiligt waren, ist groß. Wir sagen das nicht im luftleeren Raum. Es gibt eine lange Liste an Beweismaterial, die das untermauert:

1. [Israels] General Security Service warnte den israelischen Premierminister Ariel Sharon Anfang September, während des ganzen Monats nicht in die USA zu reisen, wie die israelische Zeitung Yedioth Aharonoth heraus fand, die berichtete, dass Sharon geplant hatte nach New York zu gehen um an einer Solidaritäts-Konferenz für Israel teilzunehmen, die von amerikanisch-jüdischen Organisationen organisiert wurde.

2. Etwa 4.000 Juden, die im WTC beschäftigt waren, kamen an diesem Morgen nicht zur Arbeit. Es ist nicht möglich, dass eine solch große Anzahl [von Menschen] zufällig nicht auf der Arbeit war. Dies ist eine Tatsache, die [sogar] die zionistischen Gruppen in Amerika nicht abstreiten und beweist, dass die Juden wussten, was passieren würde.

3. Zwei Tage vor den Anschlägen verkauften die Juden ihre Aktienanteile an der New Yorker Börse. Die Verkäufer [an der Börse] waren überrascht von der Hast [der Juden], mit der sie ihre Anteile an amerikanischen Firmen verkauften.

4. Zwanzig Juden kamen von außerhalb der USA, betraten das WTC am Morgen des Ereignisses und verließen es vor den Anschlägen. Zusätzlich wurde kein Jude bei dem Vorfall verletzt.

5. [Bundesermittler] verhafteten eine Gruppe von Juden, die einige Zeit vor dem Vorfall eine Videokamera auf dem Dach einer der israelischen Firmen gegenüber dem WTC aufbauten, um den Moment der Explosionen zu filmen. Das beweist, dass die zionistischen Element wussten, was passieren würde. Die israelische Zeitung Ha誕retz bemerkte, dass die Bundesermittler fünf Zionisten unter dem Verdacht der Beteiligung an den Explosionen verhaftet hatten, die für eine Umzugsfirma arbeiteten, die von einem Zionisten im nahen New Jersey arbeiteten. Die Polizei verhörte sie drei Tage land, was nur vier Stunden nach dem Vorfall passierte, als sie die Explosionen filmten und vor Freude tanzten. Die Zeitung fügte an, dass einer der Verdächtigen 14 Stunden lang ununterbrochen verhört wurde, weil man ihn verdächtigte zum Mossad zu gehören, nachdem klar wurde, dass er außer seiner israelischen auch eine europäische Staatsbürgerschaft hatte – was nur Mossad-Agenten erlaubt ist.

6. [Die Behauptung, dass] der Mossad die Explosionen in dem Land, das Israel am freundschaftlichsten gesinnt ist, herbei geführt hat, gründet auf seiner Beteiligung an ähnlichen Operationen in der Vergangenheit, wie der Beschießung des amerikanischen Schiffs USS Liberty 1967. Weiterhin hat keine Organisation oder Land mit guten wirtschaftlichen und technischen Fähigkeiten die amerikanische Gesellschaft und ihre Institutionen so tief unterwandert wie das zionistische Gebilde und sein Arm, der Mossad. Bewiesen wird das durch einen Bericht, der in der britischen Zeitung ‚The Guardian‘ erschien und besagte, dass überhaupt keine Araber an Bord der zwei Flugzeuge waren, die das WTC trafen.

7. Die kanadische Zeitung ‚Jewsembrojo‘ [sic] berichtete, dass eine CIA-Quelle gesagt hatte, er hätte Informationen, die praktisch bewiesen, dass der israelische Mossad in die Anschläge verwickelt war. Der Informant, der es ablehnte seinen Namen zu nennen, weil er fürchtete, die kanadische Zeitung zu gefährden, fügte hinzu, dass die Möglichkeiten existierten und dass der CIA-Apparat eine israelische Bedrohung entdeckt hatte, dass Gebäude in den USA getroffen würden, um die Weltöffentlichkeit gegen die Araber aufzubringen.

8. Dieser Anschlag verlangt große militärische Präzision. Diese Aktivität wurde von einer militärischen oder globalen Geheimdienst-Einheit ausgeführt, nicht von einer Gruppe Terroristen, die nichts von dem haben, was den großen Ländern zur Verfügung steht.

9. Diese Anschläge verschoben die öffentliche Meinung der Welt gegen die Araber und Muslime und zugunsten Israels, besonders nach dem Aufstieg der Stimmen, die Israel wegen seines Rassismus auf der Konferenz von Durban verurteilten, die elf Monaten palästinensischer Intifada folgte.

10. Israel und der Weltzionismus sind die einzigen, die Gewinn aus diesen Vorfällen ziehen.

11. Die Juden arbeiten daran Uneinigkeit und Streit zwischen Amerika und den Arabern zu sähen, nachdem Israel kürzlich eine gewisse Identifizierung der Amerikaner mit dem palästinensischen Volk fühlte.

12. Es gibt viele Vorgänge in der Vergangenheit, in denen die Zionisten und die Juden organisierte terroristische Aktivitäten ausführten. Die Operation, die statt fand, war eine, die nur ein gut trainierter Gemeindienst-Apparat wie der Mossad ausgeführt haben konnte.

13. Einzig und allein Israel konnte diese Explosionen herbei geführt haben. Die Anschläge selbst belegen, dass sie von Elementen geplant waren, die höchst vertraut mit den amerikanischen Apparaten waren. Der Mossad ist der einzige, der die amerikanischen Sicherheit durchbrochen haben könnte. Nur die Zionisten haben das Vertrauen der Amerikaner, das es ihnen ermöglichte, eine derartige Operation auszuführen, ohne dass sich die Vorwürfe gegen sie richten.

14. Israel wollte die Aufmerksamkeit der offiziellen und besonders der öffentlichen, internationalen Drucks auf die zionistische Regierung wegen der Massaker und des Vernichtungskriegs, den es gegen das palästinensische Volk führt, ablenken.

Angesichts dieser sicheren Tatsachen können wir feststellen, dass die israelischen Sicherheitsapparate lange vorher von den Selbstmord-Anschlägen in den USA wussten und dass diese Apparate, besonders der Mossad, auf die eine oder andere Art an der Organisation und Durchführung der großen terroristischen Operation beteiligt war. Dafür gibt es einen einfachen Grund – dass Israel zuvorderst und als einziges von diesem Verbrechen profitiert.

Die gesamte Welt muss wissen, wer die [wirklichen] Terroristen sind, die daran arbeiten, die ganze Welt zu korrumpieren, Streit unter den Völkern zu schüren und Krieg und Konflikte zu entzünden, die Frauen, Kinder und Alte tötet. Amerika muss den wahren Täter der jüngsten Explosionen suchen – nicht seine Augen verschließen angesichts dessen, was die zionistischen Juden tun – und nicht auf seiner Feindseligkeit gegen die Araber und Muslime bestehen.[54]

Der ägyptische Scheich Muhammad Gameia, einer der lauteren Verfechter der Verschwörungs-Theorie, ging noch weiter und deutete die Strafe an, die die Juden für ihre Taten erhalten würden – Vernichtung, wie Hitler sie versuchte:

Иch sagte den amerikanischen Beamten, dass das amerikanischen Volk in dieser kritischen Lage den wahren Feind nicht kennen kann, der es ins Herz traf, wenn es nicht aus seinem Schlummer aufwacht und aufhört, die Araber und Muslime verantwortlich zu machen. Unmittelbar nach dem Vorfall wachten 30 der Amerikaner auf und stellten fest, dass sie Opfer der Täuschung durch die Juden waren, die ihnen die Araber und die Muslime als eine Nation von Barbaren und Blutvergießern präsentierten. Es wurde dem amerikanischen Volk klar, dass verborgene Hände in ihrem Land herumfuhrwerkten. Ich hörte von vielen Amerikanern, die mich im Islamischen Zentrum besuchten, dass sie von den Juden verführt wurden und deshalb gekommen waren, um ihre Unterstützung der Araber und Muslime auszudrücken. Sie sagten ganz offen: Wir wurden getäuscht!! Wenn diese [Täuschung] dem amerikanischen Volk bekannt würde, würden sie den Juden das antun, was Hitler ihnen an tat![55]

Fußnoten:

[1] Saut Al-Haqq Wa-Al-Hurriyya (Israel), 19. Oktober 2001.
[2] Al-Ayyam (Palästinensische Autonomiebehörde), 2. Oktober 2001
[3] Al-Ayyam (Palästinensische Autonomiebehörde), 13. September 2001
[4] Al-Sharq Al-Awsat (London), 14. September 2001.
[5] Tischrin (Syrien), 13. September 2001.
[6] Al-Sharq Al-Awsat (London), 14. September 2001.
[7] Al-Manar (Palästinensische Autonomiebehörde). Die iranische Zeitung Gamhouri Islami erklärte am 15. September 2001, dass die Täter der Anschläge Amerikaner waren: ‚Jeder weiß, dass palästinensische Elemente, bin Laden und ihresgleichen nicht die Möglichkeiten haben, eine Reihe von gleichzeitigen Flugzeugentführungen im Herzen Amerikas, unter dem wachsamen Auge der amerikanischen Geheimdienst- und Sicherheitsorganisationen und die empfindlichsten finanziellen, politischen, Geheimdienst und Sicherheitszentren in diesem Land durchzuführen. Außerdem gibt es in Amerika selbst mehr als genug motivierte Elemente mit dem ausdrücklichen Ziel, das imperialistische Gebilde anzugreifen.‘
[8] Al-Dustour (Jordanien), 13. September 2001.
[9] The Jerusalem Post (Israel), 19. Oktober 2001.
[10] Al-Istiqlal (Palästinensische Autonomiebehörde), 12. Oktober 2001.
[11] Al-Ayyam, (Palästinensische Autonomiebehörde), 16. September 2001.
[12] Interview vom 4. Oktober 2001, http://www.lailatalqadr.com/stories/p5041001.shtml
[13] Al-Dustour (Jordanien), 13. September 2001.
[14] ebenda
[15] ebenda
[16] Al-Rai (Jordanien), 13. September 2001.
[17] Al-Sharq Al-Awsat (London), 30 September 2001.
[18] Tehran Times (Iran), 15. September 2001.
[19] IRNA (Iran), 24. Oktober 2001.
[20] Kayhan (Iran), 2. Oktober 2001.
[21] Saut Al-Haqq Wa-Al Hurriyya (Israel), 5. Oktober 2001.
[22] Al-Hayat (London), 9. September 2001.
[23] Al-Ahram (Ägypten), 7. Oktober 2001.
[24] http://www.lailatalqadr.com/stories/p5041001.shtml
[25] Al-Manar (Palästinensische Autonomiebehörde), 24. September 2001. In einem anderen Artikel mit der Überschrift Zwei Ereignisse und ein einzelnes Beweisstück‘ berichtete die Wochenzeitschrift: Еs ist bekannt, dass die Mossad-Station in den USA in New York ein luxuriöses Büro unter dem Namen einer Computerfirma betrieb. Die Angestellten verließen es mitsamt den Möbeln 10 Tage vor den Anschlägen. Die israelische Rafael Security Industries hatte auch ein Büro im selben Turm und seine Angestellten verließen den Turm vor dem Vorfall (Al-Manar, Palästinensische Autonomiebehörde, 22. Oktober 2001).
[26] Al-Manar TV (Libanon), 17. September 2001, http://www.paknews.com
[27] Al-Dustour (Jordanien), 24. September 2001. Es sollte angemerkt werden, dass, obwohl die meisten Versionen 4.000 Juden erwähnen, die an diesem Tag nicht auf der Arbeit erschienen, andere Zahlen nennen. In einem Interview mit der saudi-arabischen Zeitung Al-Watan sagte Scheich Muhammad Hussein Fadhlallah, dass 5.000 Juden nicht zur Arbeit gekommen wären (Al-Watan, Saudi Arabien, 29. Oktober 2001), während der jordanische Kolumnist Ahmad Al-Maslah schrieb, dass „1.400 Juden an diesem Tag nicht auf der Arbeit waren, was zusätzlicher Beweis für die Belastung der Juden ist.“ (Al-Sabil, Jordanien, 4. Oktober 2001).
[28] Ein Verweis auf einen Vorfall, der in den israelischen Medien berichtet wurde: Ein Anzahl von Israelis wurde verhaftet, als sie einander vor dem Hintergrund der brennenden Gebäude fotografierten und lachten. Sie wurden etwa zwei Monate später entlassen, da heraus gefunden wurde, dass sie keinerlei Verbindung zu den Anschlägen hatten. (heplev: IMRA berichtete ausführlich darüber, dass die Aufenthaltsgenehmigung dieser Israelis abgelaufen war und dies als Vorwand der US-Behörden für Verdächtigungen diente; die jungen Männer wurden nach ihrer Entlassung sofort nach Israel geflogen. Neben diesen 5 Israelis gab es auch noch jede Menge anderer Verdächtiger, die verhaftet und fest gehalten wurden, darunter sehr viele Araber.)
[29] http://www.lailatalqadr.com/stories/p5041001.shtml
[30] Saut Al-Haqq Wa-Al-Hurriyya (Israel), 19. Oktober 2001.
[31] Wie von Al-Quds (Palästinensische Autonomiebehörde) zitiert am 4. November 2001 und vom Daily Star (Libanon), 4. November 2001.
[32] Al-Usua (Ägypten), 5. November 2001.
[33] IRNA (Iran), 24. Oktober 2001.
[34] Al-Manar TV (Libanon), 17. September 2001, http://www.paknews.com
[35] Al-Hayat (London), 30. September 2001.
[36] Dies erinnert an eine andere Stellungnahme, die dem EgyptAir-Crash von 1999 folgte. Amin Hamad, ein Mitglieder der regierenden Partei des ägyptischen Abgeordnetenhauses sagte, dass seiner Meinung nach „der Mossad in den amerikanischen Kontrollturm eingedrungen sein und das Flugzeug von seiner Route abgelenkt habe, so dass es [von einer Rakete] getroffen würde“ (Al-Ahram, Ägypten, 23. November 1999).
[37] http://www.lailatalqadr.com/stories/p5041001.shtml
[38] Saut Al-Haqq Wa Al-Hurriyya (Israel), 14. Dezember 2001.
[39] Kayhan (Iran), 2. Oktober 2001.
[40] Al-Dustour (Jordanien), 29 September 2001.
[41] Al-Ahram (Ägypten), 7. Oktober 2001.
[42] Al-Ayyam (Palästinensischen Autonomiebehörde), 4. November 2001.
[43] Al-Akhbar (Ägypten), 29. Oktober 2001.
[44] Al-Ahram (Ägypten), 12. September 2001.
[45] Al-Ahram (Ägypten), 11. Dezember 2001.
[46] Al-Dustour (Jordanien), 13. September 2001.
[47] Al-Ahram (Ägypten), 7. Oktober 2001.
[48] Charles Krauthammer verwies in seiner Kolumne vom 6. März 1998 in der Washington Post mit dem Titel „Arafats Kinder“ auch auf diesen Artikel.
[49] Al-Akhbar (Ägypten), 26. Oktober 2001.
[50] Al-Manar (Palästinensischen Autonomiebehörde), 17. September 2001. Zusätzlich schrieb der Hamas-Aktivist Yussef Al-Azm im jordanischen Hamas-Sprachrohr Al-Sabil über das Verlangen der Juden die Welt zu beherrschen: „Die Juden in Europa gedachten die USA dazu zu bewegen, die absolute Kontrolle des [amerikanischen] Kapitals, der Banken, Aktienmärkte, Meiden und politischen Entscheidungsträger beider Häuser des Kongresses zu übernehmen und so geschah es. Die Juden unterwanderten die amerikanischen Armee, besonders die Luftwaffe und übten Druck auf die Piloten aus, die Flugzeuge zu nehmen, wohl wissend, dass die Religion in den Pässen derer, die dem amerikanischen Militär beitreten, nicht vermerkt wird. Daher wurden die Flugzeuge von den Juden gesteuert, wie es auch die Presse, Radio Fernsehen und Gelder in den Banken und im Aktienmarkt sind. So übernahmen sie die Kontrolle über die politische Entscheidungsfindung. Warum ignoriert Bush diese Fakten? Es sind die Juden, Bush! Und tu nicht so, als wüsstest du nicht, wer hinter den jüngsten Ereignissen in den USA steckt und ermüde nicht die Ermittlungs-Kommissionen gemeinsam mit dir.“ (Al-Sabil, Jordanien, 4. Oktober 2001).
[51] Al-Hayat (London), 24. September 2001.
[52] ebenda
[53] Al-Ahram (Ägypten), 7. Oktober 2001. Die ägyptischen Medien haben die Theorie der „Verschwörung des Schweigens“ benutzt, um den 1999-er Crash des ägyptischen Flugzeugs zu erklären. Der Kopf des Ägyptischen Instituts für Arabische Forschung und Studien, Dr. Ahmed Yussef, erklärte z.B., dass in Ägypten weit verbreitete Meinung war, dass es einen Plan gab, die Wahrheit über das Desaster zu verheimlichen, um den Ruf von Boeing zu erhalten oder Israel zu schützen, Amerikas strategischen Verbündeten, da „Viele Ägypter angesichts der Anwesenheit ägyptischer Militärs in dem abgestürzten Flugzeug glauben, dass der israelische Geheimdienst eine Rolle im Geschehen spielte.“ (Al-Quds, Palästinensische Autonomiebehörde, 30. November 2001).
[54] Al-Wafd, 27. Oktober 2001; Al-Ahram, 29. Oktober 2001.
[55] http://www.lailatalqadr.com/stories/p5041001.shtml

Die Araber haben Israel nie akzeptiert

Daniel Pipes, Wall Street Journal, 3. Dezember 2001

Im Juni diesen Jahres übertrug das palästinensische Fernsehen einen Gottesdienst aus einer Moschee in Gaza, in der der Imam, Ibrahim Madi, folgende Erklärung abgab: „Wenn es Gott gefällt, dann wird dieser Unrechtsstaat Israel ausradiert, der Unrechtsstaat USA wird ausradiert, der Unrechtsstaat Großbritannien wird ausradiert.“

Am Wochenende fühlte ich mich an diese liebenswürdige Predigt des Scheichs erinnert, als palästinensische Selbstmord-Bomber beinahe zeitgleich Anschläge auf israelische Zivilisten in Jerusalem, Haifa und Gaza begingen, bei denen sie 26 Menschen töteten und fast 200 verwundeten. Wenn es einer Erinnerung bedurfte, dass der Krieg gegen den Terrorismus über den 11. September und die Kämpfe in Afghanistan hinaus geht , dann sorgten die Palästinenser für eine kräftige Gedächtnisstütze. Noch während US- und britische Truppen auf die Gräueltat am World Trade Center antworten, indem sie auf Kandahar marschieren, der letzten Stadt unter der Herrschaft des militanten Islam in Afghanistan, begannen israelische Streitkräfte mit der Vorbereitung einer Antwort auf die Gräueltat in Jerusalem mit einem „direkten Angriff“ gegen die Autonomiebehörde.

Die Situationen der Amerikaner und Israelis erscheinen manchem sehr unterschiedlich zu sein, aber Scheich Madis Bemerkungen zeigten, dass dem nicht so ist. In beiden Fällen zielen die (Streit-)Kräfte des militanten Islam auf ein westliches Land und wollen es zerstören. Osama bin Laden erklärte schon vor Jahren allen Christen und Juden den Heiligen Krieg, während sein Freund Mullah Omar, der Taliban-Diktator, Mitte November genauere Einzelheiten unterbreitete: „Die derzeitige Situation in Afghanistan hängt mit der größeren Sache zusammen – das ist die Zerstörung Amerikas. Mit Gottes Hilfe wird das in kurzer Zeit passieren – behaltet diese Prophezeiung im Gedächtnis. Was wirklich zählt, ist die Vernichtung Amerikas und mit Gottes Hilfe wird es fallen.“

„Krebsgeschwür“

Genauso rufen militant-isamische Führer mit einer fast betäubenden Routine zur Zerstörung Israels auf. Der mächtigste von ihnen, Irans oberster Führer Ayatollah Khamenei, rief vor gar nicht langer Zeit dazu auf, „dieses Krebsgeschwür von einem Staat aus der Region zu entfernen“.

Sicher gibt es Unterschiede. Die Schlacht gegen die USA ist neuer, weniger weit fortgeschritten und weniger durch nicht-militante islamische Elemente unterstützt. Ironischerweise hat aber die US-Regierung einen „Krieg gegen den Terrorismus“ erklärt, während ihre israelischen Gegenüber immer noch (mit US-Ermunterung) versucht, eine Verhandlungslösung mit ihren Feinden zu finden. Außer diesen Unterschieden ist der Trieb, die USA und Israel zu zerstören, im Grunde der gleiche.

Die jüngsten Anschläge auf Israel dienen uns auch zur Erinnerung an etwas anderes: dass der Versuch, den jüdischen Staat zu zerstören, geführt wird, seit dieser 1948 gegründet wurde. Seit über einem halben Jahrhundert habt die Mehrheit der Araber darauf bestanden, in Israel nicht mehr zu sehen als ein vorübergehendes Ärgernis, von dem sie erwarten, dass es beseitigt werden kann – im günstigsten Fall mit der Erlaubnis an die Israelis, in „Palästina“ als unterworfenes Volk zu leben, im schlimmsten Fall sie zu massakrieren.

Dieser zerstörerische Trieb hat seit 1948 ab- und zugenommen. Als ein scheinbar schwaches Israel erstmals zu existieren begann, war er sehr hoch. Dann ließen 45 Jahre ständiger Niederlagen gegen ein starkes und entschlossenes Israel die Araber bis 1993 schwindlig werden und sich teilweise für die Möglichkeit seiner Akzeptierung öffnen. Statt aber diesen Vorteil zu nutzen und die volle Akzeptanz zu erreichen, machten die Israelis den historischen Fehler, nachzulassen und ihren beiden Hauptfeinden, den Syrern und Palästinensern einen vorteilhaften Handeln anzubieten.

Diese Angebote waren totale Rohrkrepierer: statt als weitsichtige Konzessionen angesehen zu werden, die darauf zielten, den Konflikt zu beenden, interpretierten die Araber sie als Zeichen israelischer Zersetzung. Das Ergebnis war ein Aufstand in Gewalt und erneuerte arabische Hoffnung auf die Zerstörung Israels durch die Macht der Waffen. Zum ersten Mal seit den 60-er Jahren riefen Politiker, Staatsdiener, religiöse Führer, Journalisten und Intellektuelle routinemäßig zur Vernichtung Israels auf.

Offensichtlich fügt diese Mauer der Ablehnung Israel Schaden zu, denn sie verweigert ihm, als normale Nation zu leben, unterwirft seine Bevölkerung mörderischen Angriffen und zwingt es, harte Maßnahmen gegen seine Nachbarn zu ergreifen. Aber Israel wächst trotz dieser Anschläge, weist einen hohen Lebensstandard auf, eine demokratische gestaltete Politik und eine Leben sprühende Kultur. In Wirklichkeit schaden die Araber sich selbst. Der zerstörerische Drang verhindert, dass talentierte und ehrbare Völker ihr Potenzial ausspielen. Die Araber konzentrieren sich darauf Israel zu schaden, statt ihren Lebensstandard zu verbessern, die Politik für alle zu öffnen und die (korrekte) Anwendung der Gesetze zu sichern. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Araber sind weltweit führend im Anteil an Diktaturen, „Schurkenstaaten“, gewalttätigen Konflikten und bei den Ausgaben für das Militär.

Eine Lösung kann leicht angeboten, aber viel schwieriger durchgesetzt werden: Die Araber müssen sich mit der Existenz Israels abfinden. Nur das wird den Jahrhunderte alten Konflikt beenden, Israel erlauben zu Normalität zu finden und die Araber auf den Weg in die Moderne zu bringen.

Diese Interpretation des arabisch-israelischen Konflikts , der den Arabern die Verpflichtungen auferlegt, unterschiedet sich stark von der üblichen. Sogar Israelis, ganz zu schweigen von Arabern und allen anderen, neigen dazu zu denken, dass die arabische Anerkennung Israels bereits erfolgte und es jetzt an Israel liegt, seinen Teil mit einer Reihe von Konzessionen (Abgabe der Golan-Höhen, Jerusalems usw.) beizutragen.

Wut entfachende Reden

Wenn es 1991 möglich war an eine arabische Akzeptanz Israels zu glauben, dann beweisen die heutige flammende Rhetorik und die Schläge der palästinensischen Gewalt, dass es sich dabei um eine Fata Morgana handelte. Israel hat die nicht gerade beneidenswerte Aufgabe seine Feinde zu überzeugen, dass ihre Vernichtungsträume fehl schlagen werden; in Aktionen umgesetzt, bedeutet das, dass es Entschluss und Härte zeigen muss. Wie könnte es anders sein? So tödliche Absichten, wie man sie in den arabisch sprechenden Ländern weit verbreitet finde, können nur mit Strenge abgewendet werden. Das wird nicht angenehm sein; Israel wird sich Verurteilung von außen und innenpolitische Unzufriedenheit einhandeln, aber es hat keine Wahl.

Den Konflikt auf diese neue Weise zu verstehen, hat tief greifende Konsequenzen für den Westen. Es bedeutet, dass Europa und die USA, die immer eifrig bemüht waren, den arabisch-israelischen Konflikt zu lösen, am meisten dadurch helfen können, dass sie weniger kluge Pläne anbieten und größere Anstrengungen unternehmen, seine grundlegenden Wahrheiten zu verstehen. Das bedeutet, dass man die grundlegende Tatsache der fortgesetzten Ablehnung Israels durch die Araber mit all ihren zerstörerischen Folgen begreift. Es bedeutet, dass man die missliche Lage Israels sieht, toleriert, dass es hart sein muss und auf die Araber Druck ausübt, dass sie einen drastischen Kurswechsel vornehmen.

Für viele Regierungen, auch für die amerikanische, erfordert dieser Ansatz eine Umkehr von der derzeitigen Politik (die Druck auf Israel ausübt). Eine solche Veränderung ist nicht leicht erreichbar, aber sie ist beinahe eine Vorbedingung für jeden, der wirklich ernsthaft den arabisch-israelischen Konflikt beenden will.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (9. – 15. Juli 2017)

Sonntag, 09.07.2017:

Der COGAT-Chef berichtete auf seiner arabischsprachigen Facebook-Seite, dass die Gaza Elektric Company in den letzten 18 Tagen 7 Millionen Liter Diesel kaufte. 35% davon wurden von der Hamas beschlagnahmt und im privaten Sektor verkauft. Den Gewinn von 1,37 Schekeln pro Liter hat die Terrorgruppe eingesackt.

Montag, 10.07.2017:

Die PA hat eine Liste veröffentlicht – Personen, von denen sie behaupten, dass sie „Mord und Verbrechen an Palästinensern verübt haben und finanzielle Hilfe und juristische Unterstützung durch die israelische Regierung erhalten“.

Mittwoch, 12.07.2017:

Das Verteidigungsministerium hat ein Projekt abgeschlossen, mit dem 40 Schulen, Kindergärten und öffentliche Gebäude am Gazastreifen stärker gegen Raketenbeschuss geschützt werden sollen. Weitere 28 sollen folgen.

Donnerstag, 13.07.2017:

Trumps Nahost-Gesandter Jason Greenblatt eine Vereinbarung vermittelt, durch die die PA für das Projekt des Kanals vom Roten zum Toten Meer motiviert wird: Die PA wird Wasser und Strom zu günstigeren Preisen geliefert bekommen. (Allerdings, berichtet The Jewish Press, ist das Projekt und die Vergünstigungen für die Palästinenser daraus schon seit 2015 in der Planung!)

Die Frauen in Grün für das Israels von Morgen rufen für Freitag zu Protesten gegen die Sicherheitslage im Gush Etzion auf.

Einwohner des Jerusalemer Viertels Pisgat Ze’ev beklagen praktisch tägliche, heftige Störungen der Nachtruhe durch Araber, die Feuerwerk und Schusswaffen abfeuern.

Freitag, 14.07.2017:

Am 10. Juli verübte Mohammed Jibrin einen Terroranschlag mit einem Auto und wurde von Soldaten erschossen. Der Terrorist, der laut PA-Medienberichten „grundlos“ erschossen wurde, erhielt jetzt ein „militärisches Begräbnis“.

Die Palästinensergruppen (einschließlich der Fatah) verurteilten den Tod der Terroristen und die Schließung des Tempelbergs (und der Altstadt). Die Hamas bezeichnet den Anschlag wie nicht anders zu erwarten als „natürliche Reaktion auf israelischen Terrorismus“.
Die PA-Nachrichtenagentur log, die Terroristen seien auf einem Motorrad von außerhalb der Altstadt gekommen. Es gibt Videobeweise, dass das falsch ist – womit die Muslime nicht weiter den Eindruck erwecken können, die Waqf könne nichts mit dem Terror zu tun haben (hat sie, weil sie die Lagerung von Waffen und Munition in den Moscheen gestattet).

Jordanien forderte von Israel, dass der Tempelberg sofort wieder für Muslime geöffnet wird. Israel reagierte empört: Jordanien heize die Lage weiter an. (YNet bezeichnet das als „Jordanien in Gesprächen mit Israel zur Freigabe des Tempelbergs“.)

Auf Facebook wurde das Selfie der Mörder vom Löwentor zum Hit. In weniger als einer Stunde gab es mehr als 1.200 positive Kommentare.

Samstag, 15.07.2017:

Nachtrag zum Verhalten der PA nach dem Terroranschlag am Löwentor: Mahmud Abbas bezeichnete die Schließung des Tempelbergs (um zu kontrollieren, ob es weitere Terroristen und Waffen gibt) als genauso schlimm wie die Terrormorde selbst.

Die Polizei ermittelt, ob die Mörder vom Tempelberg Hilfe von einem Waqf-Mitarbeiter hatten. Es scheint Hinweise darauf zu geben.

Der Tempelberg soll nach Angaben der Regierung ab Sonntag wieder geöffnet sein.

Die Hamas tobt: Die Schließung des Tempelbergs sei eine „nie da gewesene Aggression“ (warum war dann die von 2000 keine?) und fordert die PalAraber zu weiteren Angriffen auf israelische Polizisten auf.

Die Polizei hat 3 Waqf-Mitarbeiter festgenommen, die im Verdacht stehen vom Anschlag gewusst und den Terroristen von gestern geholfen zu haben.

Minister Ayub Kara (Likud) forderte, dass die Familien der Terroristen vom Tempelberg in den Gazastreifen ausgeschafft werden.

Die Logik der Region

Micah Halpern, 23. März 2004 (direkt vom Autor)

Manchmal ist die „Logik der Region“ – die politisch korrekte Umschreibung, die ich erfunden habe, um „arabische politische Mentalität“ zu sagen – derart absurd und ungeheuerlich, so weit entfernt von westlichem Verständnis, dass ich, wäre es nicht so tragisch, laut auflachen würde.

Hier haben wir ein perfektes Beispiel: Am Wochenende wurde ein zwanzigjähriger Mann aus einem fahrenden Auto heraus angeschossen und ermordet, während er abends in einem Viertel von Jerusalem joggte. Er wurde in den Kopf und den Bauch getroffen; beim Eintreffen im Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus wurde sein Tod festgestellt.

Die Al Aksa-Brigaden der Fatah sagten, sie hätten den Anschlag ausgeführt. In einem Zug, der nur als Logik der Region erklärt werden kann, entschuldigten sie sich dann.

Warum entschuldigten sie sich? Weil statt eines „Siedlers“, den sie töten wollten, George Khourie ihr Opfer war, ein christlicher Araber und Sohn eines prominenten palästinensischen Menschenrechts-Anwalts. Nicht nur die Fatah entschuldigte sich; auch Yassir Arafats Büro rief die Familie an und entschuldigte sich – zweimal. Und Arafat selbst rief an und sagte, sie würden die Leute finden, die das getan hatten.

Wenn ein Israeli getötet wird oder auch nur ein Tourist in Israel, dann ist das nach der Logik der Region ein legitimer Terrorakt. Das ist normal und wird erwartet. Und während auch früher schon Araber bei palästinensischen Terroranschlägen getötet wurden, war das zusammen mit Israelis in Bussen oder Einkaufszentren oder am Straßenrand, nie als einziges Opfer. Wenn also ein Araber, ob Christ oder Muslim, als Ziel endet, dann – das wissen wir jetzt – ändern sich die Spielregeln.

Das Verrückte, das Absurde der Lage geht weiter. Nach der Entschuldigung und der Übernahme der Verantwortung für den Tod erklärten die Aksa-Brigaden ihren Fehler damit, dass George „aussah wie ein Siedler“, als mache das das Ganze zu einem ehrlichen und ehrenwerten Fehler. Sie riefen auch nicht nur Georges Eltern an, um ihr Bedauern auszudrücken, sondern sie klebten Plakate und druckten Flugblätter mit ihrer Botschaft.

Und auf diesen Plakaten und Flugblättern erklärten sie, dass George Khourie ein Schahid ist, ein Märtyrer; er ist jemand, der für die Sache starb.

Entschuldigung, aber ist er nicht von Terroristen ermordet worden? Und er wird Schahid? Er wurde ermordet. Wie soll das alles Sinn machen?

So machen die Terroristen Sinn daraus: Sie erklären, dass es eine Verwechslung war. Sie erklären, das sei außerhalb ihrer Verantwortung. Sie erklären, dass sie diesen Fehler wegen den Israelis machten. Sie erklären, dass die Israelis der Grund für den Mord an George sind. Das erklärt, warum George Khourie ein Schahid ist.

So absurd das ist, diese Logik ist nicht so verdreht, wie sie klingt, wenn sie in den Kontext anderen palästinensischen Denkens gestellt wird. In den Augen von Yassir Arafat – und damit aller Palästinenser – ist es z.B. so, dass jemand, der bei einem Verkehrsunfall in Israel oder im Gebiet der Palästinensischen Autonomie umkommt, als Schahid betrachtet wird. Ein Verkehrsunfall. Und jeder, der in einem Feuergefecht zwischen den verschiedenen palästinensischen Fraktionen getötet wird, wird ebenfalls in den Status des Schahiden erhoben. Also war Arafat vermutlich aufrichtig von Stolz erfüllt, als er den trauernden Vater Elias Khourie anrief, um sein Bedauern auszudrücken und den seinem Sohn frisch verliehenen Sonderstatus zu erklären.

Als Westler können wir nie wirklich das Konzept des Schahiden verstehen. In der christlichen und jüdischen Tradition ist ein Märtyrer jemand, der wegen seines Glaubens getötet wird. Nach unserem Denken ist ein Märtyrer jemand, der passiv durch die Hände eines unterdrückerischen Regimes stirbt, das ihm die Erlaubnis verweigert die eigene Glaubensform zu leben.

Für uns kann ein Märtyrer kein Terrorist sein. Ein Märtyrer ist nicht jemand, der unschuldige Menschen tötet und damit Ehre und die Erfüllung seiner religiösen Überzeugungen durch massive Tötungen erhält. Wir nennen so jemanden nicht Märtyrer, sonder Massenmörder.

Ironischerweise könnte in diesem besonderen Fall George Khourie tatsächlich ein Märtyrer sein, einer der wenigen, wirklichen Märtyrer für die palästinensische Sache. Er starb, weil er für einen Juden gehalten wurde, mehr noch, einen jüdischen Siedler. In seinem Leben widmete er sich der Koexistenz. Er machte seinen Schulabschluss an der International Anglican School in Jerusalem, an der Christen und Juden gemeinsam lernen. Er war Teilnehmer bei unzähligen gespielten UN-Sitzungen. Zur Zeit seines Todes war er Student an der Hebräischen Universität, an der Juden und Araber gemeinsam studieren. Er lebte mit seinen Eltern in Beit Hannina, einer Stadt hart an der Grenze zwischen Jerusalem und Ramallah. Er wurde getötet, als er im jüdischen Viertel French Hill joggte, das an das Hadassah-Krankenhaus und die Hebräische Universität grenzt. Der Bürgermeister von Jerusalem nahm an seiner Beerdigung Seite an Seite mit arabischen Würdenträgern und Freunden teil.

Das ist nicht das erste Mal, dass die Familie Khourie vom Terror erfasst wurde. 1975 explodierte im Herzen von Jerusalem, auf dem Zionsplatz, ein mit Sprengstoff voll gestopfter Kühlschrank. Georges Großvater Daoud war einer der zwölf Menschen, Araber und Juden, die bei diesem Anschlag getötet wurden.

Daoud wurde bei seinem Tod nicht Märtyrer genannt. Und doch wird sich seiner noch dreißig Jahre später erinnert und er wird betrauert. Das macht Sinn, das ist logisch. Unglücklicherweise ist heute die Logik in dieser Region der Welt nur zu oft schlichtweg unlogisch.

„Wir verurteilen diese Tat“

Micah Halpern, IsraelInsider, 27. Februar 2004

Augenblicke nach der jüngsten der brutalen Bus-Bombe gegen Israelis, die bisher 8 unschuldige Leben forderte und mehr als 60 Menschen verletzte, veröffentlichte der palästinensische Premierminister eine Stellungnahme.

In drei knappen Sätzen folgt das, was Ahmed Qurei, besser bekannt als Abu Ala, sagte:

Satz Nr. 1:
„Wir verurteilen diesen Akt, der von Palästinensern ausgeführt wurde und unschuldigen Zivilisten Schaden zufügte.“

Satz Nr. 2:
„Dieser Angriff fügte den palästinensischen Interessen allgemeinen Schaden zu und war durch den Zeitpunkt, vor den Diskussionen am Internationalen Gerichtshof in den Haag, besonders schädlich.“

Satz Nr. 3:
„Wir fordern die Regierung Israels auf, sofort Schritte zu unternehmen um einen Waffenstillstand zu erzielen und die Gewalt zu beenden.“

Die Stellungnahme war nicht für die interne palästinensische Verbreitung oder die in der arabischen Welt bestimmt. Es handelte sich um eine formale Stellungnahme, die der Auslands- und israelischen Presse geschickt wurde. Sie wurde aus diplomatischen Gründen herausgegeben, damit die USA und Europa sehen konnten, dass die palästinensische Führung offiziell den Terroranschlag verurteilt hatte.

Aber machte sie das wirklich?

Seitdem er ernannt wurde, habe ich die Erklärungen verfolgt und die Botschaft ausgewertet, die Premierminister Qurei aussandte. Was ich noch herausfinden muss: warum er wegen seiner absurden öffentlichen Stellungnahmen bisher von der internationalen Gemeinschaft noch nicht zur Rede gestellt, geschweige denn getadelt worden ist.

Lassen Sie uns die offizielle palästinensische Reaktion auf einen Terrorakt analysieren, der von einem palästinensischen Selbstmord-Bomber in Israel verübt wurde.

Beim ersten Lesen klingt der erste Satz, als ob er wirklich eine totale Ablehnung des Anschlags auf den Bus sei. Die Worte „verurteilen“ und „unschuldig“ werden gebraucht, selbst wenn „Bus“ und „Selbstmord“ nicht vorkommen. Aber es fehlen weitere sehr wichtige Worte; Worte, die aus der Stellungnahme eine mit mehr Bedeutung gemacht hätten; Worte wie: Terror, Horror, Mord, getötet; Worte, die im Zusammenhang mit dem „Akt“ angemessen gewesen wären, der immerhin eine Bombe war, die 8 Menschen nicht nur „schädigte“, sondern umbrachte.

Der zweite Satz enthüllt das Motiv der Stellungnahme. Die PA drückt nicht ihre Ablehnung der Ermordung Unschuldiger aus, weil diese an sich falsch ist, sondern sie „verurteilt diesen Akt“ nur, weil er den palästinensischen Interessen schadet. Ihren Interessen, macht die Stellungnahme klar, wurde auf zweierlei Art „Schaden“ zugefügt: im Allgemeinen und im Besonderen. Das Timing war schlecht. Insbesondere, sagt der Premierminister tatsächlich, war der Vorabend der Anhörungen in den Haag ein schlechter Zeitpunkt um Israelis zu ermorden. Der Schluss, die klare Folge dieses Teils der Stellungnahme ist verwerflich. Gibt es einen besseren Zeitpunkt dafür, Unschuldige zu ermorden? Offensichtlich, wenn man der palästinensische Premierminister ist: Ja, den gibt es. Man beachte auch den Gebrauch des Wortes „diesen“ – diesen Akt, nicht „jeden“ Akt – als Zeichen der wirklichen Gefühle und Einstellung.

Und dann gibt es die dritte Stellungnahme: „Wir fordern die Regierung Israels auf…“ Diese Stellungnahme fordert tatsächlich von Israel Schritte zu unternehmen, die die Gewalt beenden und einen Waffenstillstand erzielen. Glaubt er schlicht, der Rest der Welt lässt sich so einfach an der Nase herum führen? (HE: Er glaubt es nicht nur, er hat – zumindest in Deutschland – auch Erfolg damit: Unsere Medien melden immer nur die Verurteilung, nicht das, was dahinter steckt!)

Israel tut alles in seiner Macht um Terroristen daran zuhindern in seinen Städten Unschuldige zu ermorden – Israelis, Araber, Arbeiter aus dem Ausland und Touristen. Es ist dabei bemerkenswert erfolgreich, aber trotzdem kommen Terroristen durch und machen aus Israels Straßen Kriegsgebiet.

Die Ironie ist, dass die PA, d.h. Abu Ala, d.h. Arafat, wirklich glauben, dass diese Stellungnahme ein Kompromiss ist und dass sie die Erwartungen der westlichen Welt erfüllen, indem sie „den Akt“ verurteilen oder zumindest die Worte von sich geben.

Bis heute hat die Palästinensische Autonomiebehörde niemals öffentlich die Ablehnung eines Anschlags zum Ausdruck gebracht, weil dieser falsch war.

Selbst unabhängige palästinensische Intellektuelle sind in ihrem Aufruf zur sofortigen Einstellung des Mordes von Individuen zurückhaltend gewesen. Im Sommer 2002 unterschrieben 100 palästinensische Intellektuelle eine in palästinensischen Zeitungen gedruckte Anzeige, die zum Stopp des Terrors aufrief. Warum? Weil, so schrieben sie, er nicht zur Erreichung unserer Ziele beiträgt. So etwas bezeichnet man als intellektuelle Unehrlichkeit!

So etwas bezeichnet man als politische Doppelzüngigkeit und Heuchelei! Die Augen der Welt müssen offen sein, ebenfalls ihre Ohren – und dann werden wir, vielleicht, ihre kollektive Stimme hören.