„Menschenrechtsexperte“ der von der EU finanzierten Al-Haq unterstützt und lobt Judenmord

Elder of Ziyon, 30. Januar 2023

Ende 2021, als Israel Al-Haq und mehrere andere palästinensische NOGs für illegal erklärte, kam die Reaktion von „Menschenrechts“-Gruppen sofort und heftig. Amnesty und Human Rights Watch bezeichneten den Schritt als „unverschämten Angriff auf Menschenrechte“ und verwiesen auf ihre Mitglieder las „Verteidiger von Menschenrechten“. Die New York Times nannte sie „Menschenrechtsgruppen“ , genauso AP. Die UNO gab ein Statement von 17 „Experten“ aus, die das „einen Frontalangriff auf die palästinensische Menschenrechtsbewegung und auf Menschenrechte überall“ bezeichneten.

Wie üblich hat Israel recht und die „Experten“ liegen falsch.

Darf ich Ihnen Isam Abdeen vorstellen, einen „Verteidiger der Menschenrechte“? Obwohl unklar ist, ob er noch dort arbeitet, war er der Leiter der Lokalen und Regionalen Interessenvertretung von Al-Haq, als Israel diese als Terrororganisation einstufte und seine Papier befinden sich immer noch auf deren Seite. Stand letzten Sommer wurde er als Rechtsberater für die Al-Haq-Stiftung beschrieben.

Abdeen, der als einer der prominenteren palästinensischen Menschenrechtsaktivisten betrachtet wird, verteidigte den Mord an sieben Juden vor einer Synagoge in Neve Yaakov am Freitagabend.

Seine unmittelbare Reaktion auf seiner Facebook-Seite bestand in der Aussage: „Die Schüsse des Sohns der Hauptstadt im besetzten Jerusalem sind laut Völkerrecht legitim und bedürfen keiner Rechtfertigung.“

Abdeen ging darauf in einem ganzen Artikel näher ein; darin schrieb er: „Was im besetzten Jerusalem geschah, dass ein heiliger junger Mann der  Hauptstadt, alleine, einen Akt des Widerstands auf palästinensischem Land seiner Eltern und Vorfahren (dem besetzten Jerusalem) beging, ist eine legitime Tat laut humanitärem Völkerrecht, Menschenrechts-Recht und Dutzenden von UNO-Resolutionen, die alle in den Topf der ursprünglichen Rechte der Völker bei der Bestimmung ihres Schicksals einfließen; und er ist ein legales Argument gegenüber der Welt.“

Zivilisten zu ermorden ist laut Völkerrecht unter allen Umständen illegal. Die gesamte Vierte Genfer Konvention soll Zivilisten in Kriegszeiten schützen. 2004 wies UNO-Generalsekretär Kofi Annan das Argument der Terroristen und ihrer Anhänger ab: „Es gibt an der Tatsache von Besatzung nichts, das Zivilisten ins Visier zu nehmen und zu töten rechtfertigt.“

Dieser „Verteidiger der Menschenrechte“ von Al-Haq unterstützt direkt den Mord an Juden, befürwortet ihn und lobt das.

Und dieser Befürworter von Judenmord bildet auch noch andere Menschenrechts-Profis aus!

Es kann keine groteskere Perversion der Menschenrechte geben als einen „Menschenrechts-Anwalt“, der andere lehrt, dass Menschen zu ermorden nicht nur erlaubt, sondern auch noch lobenswert ist.

Und das ist das, was Amnesty International und Human Rights Watch und die UNO unterstützen.

Al-Haq wird von der Europäischen Union, Norwegen, Irland, Italien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Deutschland und Spanien finanziell unterstützt. Sie hat meines Wissens nie einen Terroranschlag auf Juden verurteilt. Sie hat Verbindungen zur Terrororganisation PFLP, die Kindersoldaten rekrutiert und sie einer Gehirnwäsche unterzieht – ein weiterer Verstoß gegen die Menschenrechte, die die Gruppe nie verurteilt hat.

Und jetzt preist eines ihrer prominentesten Mitglieder direkt den Mord an unschuldigen Zivilisten.

Die einzige Art, wie das als Menschenrechtsorganisation verstanden werden kann, ist Jude als untermenschlich anzusehen.

Diese Scheinheiligkeit zu entlarven ist das Wichtigste, was zur Bekämpfung von Terror unternommen werden kann. In diesem Sinne haben die Medien bezüglich ihrer grundlegendsten Verantwortung versagt.

Terroristen, Bomben, Feuergefechte und Drohnen: Die heißen Fakten, die die Medien zur Verhaftungsaktion in Jenin ignorieren

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 26. Januar 2023

Das israelische Militär begab sich Mittwochabend in die Terrorhochburg Jenin, um eine Verhaftungsaktion durchzuführen, die darauf abzielte Militante des Islamischen Jihad festzunehmen, die einen unmittelbar bevorstehenden Terroranschlag geplant hatten.

In einer Erklärung sagte die ID, sie sei in das Flüchtlingslager der Stadt in der Westbank eingedrungen und haben Sprengstoff verwendet, um die Militanten aufzustöbern, die sich in einer Wohnung versteckten, die von einer der Terrorzellen der Gruppe genutzt wurde.

Israelische Soldaten gerieten unter schweres Feuer; der lokale Zweig des Islamischen Jihad bestätigte, dass seine Mitglieder in der Gegend Waffen abfeuerten und Bomben zündeten.

Die Palästinenser sollen Berichten zufolge eine IDF-Drohne abgeschossen haben.

Laut lokalen Berichten wurden zwischen 9 und 13 Palästinenser während der Auseinandersetzungen getötet, darunter mindestens fünf Terroristen.

Die Version der Ereignisse, wie sie von der Agentur Agence France Presse (AFP) – eine der größten Nachrichtenagenturen der Welt – hatte hingegen absolut keine Ähnlichkeit mit den feststehenden Tatsachen.

Der im Guardian abgedruckte Text mit der Schlagzeile „Palästinenser sagen, neun bei israelischem Überfall auf Flüchtlingslager in Jenin getötet“, beginnt so:

Bei einem Überfall auf das Flüchtlingslager Jenin in der besetzten Westbank wurden neun Palästinenser getötet, darunter eine alte Frau, haben offizielle Vertreter der Palästinenser gesagt. Sie beschuldigten die Streitkräfte auch des Einsatzes von Tränengas auf der Kinderstation eines Krankenhauses.

Das Gesundheitsministerium sagte, zusätzlich zu den neun Toten seien zahlreiche Personen verletzt worden.

In einer separaten Äußerung sagte der palästinensische Gesundheitsministerin Mai al-Kaila: „Besatzungskräfte stürmten das Regierungskrankenhaus in Jenin und feuerten vorsätzlich Tränengasbehälter in die Kinderstation.“

Sie beschrieb die Lage in dem Flüchtlingslager als „kritisch“ und sagte, israelische Streitkräfte verhinderten, dass Krankenwagen zu den Verletzten durchkamen.

Bilder des palästinensischen Terroristen Izz Edin Salahat, der bei einer israelischen Terrorbekämpfungs-Aktion starb, als die IDF einen Trupp des Islamischen Jihad festnahm.
Die Terroristen planten zahlreiche große Terroranschläge.
Werden die Medien diese Details berichten?

Erstens gibt es absolut keine Beweise, die nahelegen, dass israelische Soldaten eine Kinderstation im Krankenhaus mit Tränengas beschossen, auch nicht, dass die IDF verhinderte, dass Krankenwagen Einzelne erreichten, die während des Schusswechsels verletzt wurden.

Zweitens wird an keiner Stelle in dem gesamten Artikel der Grund für die Anwesenheit der IDF in Jenin erwähnt. Tatsächlich taucht der Name des Islamischen Jihad nicht ein einziges Mal auf, genauso wenig die Tatsache, dass es einen kurz bevorstehenden Terroranschlag gab, der die Aktion überhaupt erst auslöste.

Drittens und noch ungeheuerlicher, werden die Umstände, unter denen es die Toten gab, in dem Artikel nicht ansatzweise angeführt. Diese lauten: Die IDF reagierte auf schweren Beschuss von Militanten, die zudem Sprengstoff zündeten, der für einige der Toten verantwortlich gewesen sein dürfte.

Stattdessen fühlte AFP sich für berechtigt den Sprecher von PA-Präsident Mahmud Abbas zu zitieren, der die haarsträubende Behauptung aufstellte, die Verhaftungsaktion sei Teil eines Musters, wie Israel „vor den Augen der gesamten Welt Massaker“ begehe.

Der Zugriff in Jenin erfolgte einzig aus dem Grund eine Terror-Gräueltat zu verhindern – warum fällt es AFP derart schwer das und andere relevante Fakten zu berichten?

Einzigartig böse: Jenin und der Holocaust-Gedenktag

First One Through, 27. Januar 2023

Im November 2005 beschlossen die Vereinten Nationen den Jahrestag der Befreiung der wenigen überlebenden Juden des Todeslagers Auschwitz in Polen am 27. Januar 1945 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag zu erklären. An diesem Tag sagte UNO-Generalsekretär Kofi Annan, dass der Holocaust etwas „einzigartig böses ist, was nicht einfach der Vergangenheit übergeben und vergessen werden darf“.

Die Realität lautet, dass die Gier auf jüdisches Blut sehr stark Teil der Gegenwart ist.

Im Dezember 2022 veröffentlichte das Palestinian Center for Policy and Survey Research (PCPSR – Palästinensische Zentrum für Politik- und Umfrage-Forschung) seine jüngste Meinungsumfrage. Sie zeigte einen dramatischen Anstieg in der Zahl der Westbank-Araber, die dafür sind israelische Juden zu töten. Die Lücke in der Gier nach jüdischem Blut zwischen Arabern des Gazastreifens und der Westbank war der Geringste seit der zweiten Intifada / dem Zwei-Prozent-Krieg.

Die Ergebnisse der PCPSR-Umfrage waren deprimierend. Sie zeigten palästinensischen Unterstützung für Terrorismus gegen israelische Juden und die Ablehnung einer friedlichen Lösung des arabisch-israelischen Konflikts. Insbesondere zeigten die Araber lebhafte Unterstützung für neue Terrorgruppen, die in Jenin entstehen und eine Reihe tödlicher Anschläge innerhalb Israels begangen hatten.

Am Vorabend des Holocaust-Gedenktages, an dem die Welt vorgibt #NeverAgain zu begreifen, begannen die Israelischen Verteidigungskräfte eine Aktion zur Festnahme mehrerer Terroristen in Jenin, die Terroranschläge begangen hatten und weitere planten. Die IDF eliminierte erfolgreich mehrere Terroristen, als die Araber das Feuer auf die Soldaten eröffneten; sie verließen Jenin ohne eigene Verluste. Laut Berichten arabischer Medien wurden zwei Westbank-Zivilisten getötet.

Rund zwölf Stunden zuvor töteten US-Streitkräfte einen Top-Führer des Islamischen Staats und zehn weitere Kämpfer bei Angriffen in Somalia, ohne amerikanisch Soldaten verlieren. Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, dass die Terroristen „für die Förderung der zunehmenden Präsenz von ISIS in Afrika und für die Finanzierung der Operationen der Gruppe weltweit, einschließlich Afghanistans verantwortlich war“.

Und nur ein paar Stunden vor dem US-Angriff sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres: „Terrorismus bleibt eine globale Geißel – und ein Affront für die Menschheit, auf jeder Ebene. Er hat Auswirkungen auf alle Altersgruppen, Religionen und Nationalitäten.“ Was die amerikanischen und israelischen Angriffe gegen den Terrorismus in der Tat hervorhoben.

Aber es gibt einen wichtigen Unterschied.

Guterres wies darauf hin, dass Terrorismus „eine globale Geißel ist“, die Auswirkungen auf alle Religionen und Nationalitäten hat. Lloyd George erwähnte, dass der Islamische Staat eine Basis „in Afrika aufbaut … weltweit, auch in Afghanistan“.

Aber palästinensische Terrororganisationen sind nur hinter den Juden her und die Mehrheit der palästinensischen Gesellschaft unterstützt sie. Diese Terroristen sind keine radikale Randgruppe, sondern repräsentieren eine Mainstream-Stimmung. Mit diesem Wunsch wurde ein Holocaust-Leugner bei den letzten palästinensischen Wahlen ins Präsidentenamt gewählt und wird bei den nächsten wahrscheinlich einen Terroristen zum Präsidenten wählen.

Viele bestreiten diese Wirklichkeit aktiv. Wir geben vor, dass auf Juden zu zielen „der Vergangenheit übergeben“ wurde und die gelegentlichen Terroranschläge in Israel Teil einer „globalen Geißel“ sind, die „ihre Heimat im luftleeren Raum findet“, wie Guterres meint.

So ist es nicht. Er gründet in einem perversen Antisemitismus.

Während wir der 6 Millionen von den Nazis und ihren Kollaborateuren ermordeten Juden gedenken, lasst uns das „einzigartig Böse“ nicht vergessen, das darin bestand, dass Juden systematisch zur Auslöschung ins Visier genommen wurden. So war es in Europa in den 1940-er Jahren und es bleibt heute so bei palästinensischen Arabern im heiligen Land.

Als die Irgun beschloss, Richter, Jury und Henker zu sein

Kadia Mizrahi und Leon Maschiach wurden hingerichtet, nachdem sie von einem von der Irgun organisiert Standgericht zum Tode verurteilt wurden. Ihre Todesstrafen wegen des Vorwurfs des Hochverrats wurde von einem sich selbst genehmigt habenden, nicht transparenten Gremium verhängt, das keinerlei Aufsicht unterlag. Ein Blick in die Einzelheiten der Fälle offenbart ein gewalttätiges und umstrittenes Vorgehen, bei dem militärische Organisationen sich selbst erlaubten Menschen ohne schlüssige Beweise hinzurichten. Ein Blick zurück auf eine dunklere Seite der Zeit vor der Staatsgründung.

Shir Aharon Bram, the Librarians, 11. Januar 2023

Mitglieder der Irgun patrouillieren an der Grenze von Jaffa, 1948. Foto: Boris Carmi, Sammlung Meitar, the Pritzker Family National Photography Collection, Nationalbibliothek Israels

Am einem Märzmorgen 1947 erwachten die Einwohner des Mandats Palästina – dem Land Israel – zu einer neuen Ankündigung eines „Irgun-Tribunals“, das eine von ihren Mitgliedern ausgeführte Doppel-Exekution verkündete. Es waren wilde Tage, als die jüdische Siedlung die britische Mandatsregierung und deren Versuche jüdische Zuwanderung zu verhindern bekämpfte. Die Untergrund-Organisationen Irgun und Lehi betrachteten die Briten als ihren größten Feind und jeder, der der Kollaboration verdächtigt wurde, selbst wenn es sich um einen Juden handelte, wurde in ihren Augen zu einem potenziellen Feind.

Die an diesem Morgen veröffentlichte Erklärung verkündete die Hinrichtung zweier Juden – Kadia Mizrahi aus Rehovot und Leon Maschiach aus Petah Tikva – wegen des Vorwurfs den Briten Informationen gegeben zu haben. Das waren zwei weitere Namen auf einer langen Liste, aber eine gründliche Untersuchung der Verkündung kann uns eine Mange über das Phänomen als Ganzem sagen.

Irgun-Poster mit der Verkündung der Hinrichtung von Kadia Mizrahi und Leon Maschiach (hebräisch). Dieser Poster ist Teil des Archive Israel Network, zugänglich gemacht über die Zusammenarbeit der Sammlung Etzel, das Ministerium für Jerusalem und Erbe sowie die Nationalbibliothek Israels.

Hinrichtungen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft des Mandats Palästina waren nichts Neues. Der erste politische Mord war der an Jacob Israël de Haan 1924 und Dutzende weitere Juden wurden von verschiedenen Organisationen wegen des Vorwurfs des Hochverrats, der Weitergabe von Informationen und der Kollaboration mit den Arabern oder den Briten zum Tode verurteilt, bevor der Staat Israel 1948 gegründet wurde.

Das Phänomen wird manchmal nur Lehi und Irgun zugeschrieben, wobei die Meinung besteht, dass ihre Hardliner-Positionen sie zum Begehen solch gewalttätiger Handlungen brachte, aber tatsächlich hat auch die Haganah Juden bei mehreren Gelegenheiten aus ähnlichen Gründen ermordet. Der Unterschied bestand darin, dass die Haganah ihre Hinrichtungen „still“ ausführte, während Irgun und Levi sich entschieden die ihren öffentlich bekanntzugeben. Die meiste Zeit der 1940-er Jahre hindurch wurde die Mehrzahl der Hinrichtungen von Juden aufgrund dieser und anderer Vorwürfe tatsächlich von Irgun und Lehi verübt, während die Haganah in diesem Zeitraum versuchte eine Politik der Kooperation mit den Briten beizubehalten, da der Zweite Weltkrieg und der Holocaust im Gange waren.

„Und lasst den Verleumdern/Informanten, den Verrätern ihres Volks, keine Hoffnung“ – ein Irgun-Poster, das auf die Hinrichtungen von Informanten Bezug nahm. Dieser Poster ist Teil des Archive Israel Network, zugänglich gemacht über die Zusammenarbeit der Sammlung Etzel, das Ministerium für Jerusalem und Erbe sowie die Nationalbibliothek Israels.

Die im März 1947 verteilte Verkündung beginnt mit einer Beschreibung der Schuld Kadia Mizrahis: „Eine Hure, die bis in tiefste Innere korrupt ist, eine Verräterin ihres Volks, eine Dienerin des Feindes, einen professionelle Informantin, die jüdische Bürger, selbst ihren eigenen Sohn, an die britische Geheimpolizei verriet.“ Weiter heißt es, wie schlüssig die dem Gericht (dessen Mitglieder bis heute unbekannt sind) vorgelegten Beweise seien und dass sie, nachdem Mizrahi wegen ihres Verhaltens bei früheren Anlässen gewarnt worden war, hingerichtet wurde.

Kadia wurde in Israel als Kind einer jemenitischen Zuwandererfamilie geboren. Ihr Schicksal war früh in ihrem Leben besiegelt, als sie planlos einen Jugendlichen heiratete, mit dem ihre Familie nicht einverstanden war. Die Ehe wurde annulliert, aber von diesem Tag an war sie eine Ausgestoßene. Sie wurde später mit Avraham Schriqi verheiratet (dessen Name zu Mizrahi hebraisiert wurde) und wurde Hausfrau, verdiente aber auch etwas Geld mit Arbeit in den Häusern reicherer Familien in der Gegend. Das Paar hatte fünf Kinder. 1945 machte Kadia das damals Undenkbare, indem sie das Rabbinergericht um Scheidung von ihrem Mann bat. Ihrem Antrag wurde schließlich stattgegeben, dazu erhielt sie ein Grundstück im Bereich Marmurek (Rehovot).

Nach ihrer Scheidung lebte Kadia alleine, nachdem ihr Exmann das Sorgerecht für die Kinder erlangte, um keinen Unterhalt zahlen zu müssen. Sie pflegte einen Lebensstil, der von so ziemlich jedem außer ihr selbst missbilligt wurde. Sie genoss es sich mit hübschen Kleidern zu kleiden, tanzte, besuchte Cafés, und rauchte Zigaretten. Um diese Zeit begann das jüdische Establishment im Mandat Palästina Frauen zur Unterhaltung britischer Soldaten zu rekrutieren und diesen eine gute Zeit zu bieten; damit sollten sie für die zionistische Sache gewonnen werden. Kadia meldete sich dafür an.

Es sollte festgehalten werden, dass die Frauen nicht dazu angeworben wurden sexuelle Beziehungen zu den Soldaten zu unterhalten. Trotzdem waren viele in der jüdischen Gemeinschaft ob dieser Taktik skeptisch. Die nationalen Institutionen warnten die jungen Frauen davor mit den fremden Soldaten zu tanzen, sie zu bewirten und für jüdische Interessen im Land Israel einzutreten; andere fürchteten Assimilation. Zur Bekämpfung dieser „Seuche“ wurde das „Komitee zum Schutz der Ehre jüdischer Töchter“ gegründet. Irgendwann wurde Kadia angeworben, um für den örtlichen Zweig der britischen Polizei zu arbeiten. Sie begann in der Gebäudeunterhalt und -reinigung, stieg dann in die Position einer Übersetzerin für Arabisch-Englisch auf und wurde schließlich zur Polizistin/Aufseherin, die mit örtlichen Frauen arbeitete.

Sie und andere Frauen wurden gelegentlich von Irgun-Agenten überwacht, die sie verdächtigten den Briten Informationen zukommen zu lassen, aber Kadia beachtete diese Taktik nicht. Laut verschiedenen Quellen hielten eines Nachts nach einem Anschlag der Irgun auf den Fliegerhorst Qastina zurückkehrende Kämpfer an ihrem Haus, um sich auszuruhen und die Kleidung zu wechseln, aber Kadia ließ sie nicht herein. Ihre Ablehnung sollte verhängnisvolle Folgen haben.

„Kadia Mitrahi, Polizistin aus  Rehovot, ermordet … ihr wurden Drohbriefe geschickt, sie solle ‚nicht zu schwatzhaft sein und das Informieren bleiben lassen‘“ – in HaBoker  vom 10. März 1947 veröffentlichter Nachrichtenartikel

Als Frau war Kadia damals bereits benachteiligt. Ihr extrovertiertes Verhalten, ihr Umgang mit den Briten, die Tatsache, dass sie geschieden war, allein lebte und sich nicht dafür entschuldigte, mit wem sie Umgang pflegte, machten sie zu einem leichten Ziel. Sie litt unter allerlei Schikanen, u.a. versuchten Einbrüchen maskierte Männer in ihr Haus sowie boshafte Gerüchte, die übe sie verbreitet wurden. Als die Briten im März 1947 das Kriegsrecht verhängten, wurde sie schließlich beschuldigt diesen Informationen zukommen zu lassen und die Namen hebräischer Kämpfer weiterzugeben.

Die Sprache der Verkündung, die ihre Hinrichtung beschreibt, zeigt deutlich die Meinung der Irgun zu dem von ihr gewählten Lebensstil, was andeutet, dass dies zu den Überlegungen gehörte, als die endgültige Entscheidung über ihr Schicksal getroffen wurde. Nachdem sie mehrere Drohungen erhalten hatte, ging Kadia zur britischen Polizei, aber diese lehnte es ab ihr zu helfen. Schließlich brachen eines Nachts bewaffnete und maskierte Mitglieder der Irgun in ihr Haus ein schossen achtmal in ihr Bett. Sie war 42 Jahre alt, als sie starb. Ihre Kinder meißelten in ihren Grabstein: „Ermordet als Folge eines ungerechtfertigten Hasses und falscher Anschuldigungen.“

Der Fall des Leon Maschiach, der etwas um die gleiche Zeit hingerichtet wurde, war leicht andres, obwohl sein Schicksal ähnlich war. Ursprünglich aus Bulgarien, war der 29-jährige Maschiach ein gerade entlassener Soldat und frisch geschieden. Seine Ankläger benutzten dieselbe Sprache wie sie es bei Kadia machten: „ein Verräter seines Volks und ein Informant“.

Das Irgun-Tribunal veröffentlichte, Leon Maschiach habe seine Taten gestanden und sogar eine Erklärung unterschrieben, die seine Schuld bewies: „Ich, der Unterzeichnete, erkläre hiermit aus freiem Willen, das sich Kontakt mit dem Detective Sergeant MacLachlan aus Petach Tikva. Ich gab ihm zwei Ausbildungsorte, einen in einer Synagoge in der Nähe der Kornmühle […] und der andere in einem Kindergarten im Mahane Yehuda […] entwarf einen Plan die Waffenpraktikanten gefangen zu nehmen […].“ Darunter schrieb er seinen Namen, das Datum, sein Geburtsjahr und andere Einzelheiten. Seine Erklärung wurde nicht zusammen mit dem Plakat veröffentlicht und erst viele Jahre später in verschiedenen Archiven gefunden.

Nachdem er seine Schuld gestanden hatte, bat Maschiach darum als „ehrenvolle Lösung“ und zum Schutz des Rufs seines Sohnes Selbstmord zu begehen. Sein Antrag wurde abgelehnt, aber laut der Erklärung des Tribunals sicherte ihm die Irgun zu, dass „die Schande des Verräter-Vaters den Sohn nicht beflecken wird der als loyaler Sohn seines Landes und seiner Heimat aufwachsen wird“. Laut der nach dem Mord veröffentlichten Nachricht wurde seine Leiche mit Augenbinde gefunden, nachdem „Gerüchte verbreitet wurden, er sei an der Weitergabe von Informationen an die Polizei beteiligt gewesen“.

„Ich, der Unterzeichnete, erkläre hiermit aus freiem Willen, das sich Kontakt mit dem Detective Sergeant MacLachlan aus Petach Tikva.“– Leon Maschiachs „Geständnis“. Dieses Schriftstück ist Teil des Archive Israel Network, zugänglich gemacht über die Zusammenarbeit der Sammlung Etzel, das Ministerium für Jerusalem und Erbe sowie die Nationalbibliothek Israels.

Wir kennen die Umstände nicht, unter denen Leon Maschiachs „Geständnis“ entstand oder welche Chance, wenn überhaupt eine, ihm gegeben wurde seine Unschuld zu beweisen. Es ist möglich, dass das Geständnis erzwungen wurde, um die Hinrichtung zu „sanktionieren“., aber es ist auch möglich, dass er tatsächlich ein Informant war und beschloss, da er geschnappt wurde, zu gestehen. Die Sprache des Geständnisses – genau zwei Örtlichkeiten, der Name des Polizisten, zu dem er Kontakt hatte und was er zu tun plante – könnte die Echtheit bezeugen, aber es ist auch möglich, dass die ihm die Erklärung diktiert wurde.

Die Beschreibung der Ereignisse, unter anderem die Wortwahl – „das Gericht wies den Antrag ab“ – schuf die Illusion eines ordentlichen juristischen Vorgangs. Es ist allerdings genauso möglich, dass alles schnell ging und dass der geordnete Ablauf nichts anderes war als ein kurzes Gespräch vor der Hinrichtung. Es ist interessant, dass die „Beweise“ in diesem Fall in der Form eines Geständnisses vorgelegt wurde, während es im Fall Kadia Mizrahi außer „ihrem Lebensstil“ nicht einen einzigen Beweis gab; dieser hatte keine echte Beziehung zu den Taten, die ihr vorgeworfen wurden. Der kurze Artikel über Maschiachs Hinrichtung wurde in der Zeitung HaTsofe veröffentlicht, wo die Schlagzeile sie als „Mord“ bezeichnete, obwohl der Artikel selbst die Tat nicht kritisch sah. Maschiach wurde in Petah Tikva beerdigt. Unterdessen ist die Akte zu Leon Maschiach im Archiv des Jabotinsky-Instituts weiter vertraulich und wird in einem Safe aufbewahrt.

Screenshot der vertraulichen Akte; Archiv des Jabotinsky-Instituts

Das von der Irgun veröffentlichte  Plakat schließt mit einem allgemeinen Absatz, der sowohl eine Warnung als auch eine Drohung ist; mit ihm wird jedem ein ähnliches Schicksal versprochen, der mit den Briten kooperiert oder ihnen Informationen weitergibt. Die von Irgun und Lehi eingesetzten Methoden provozierte weit verbreitete Kritik aus der jüdischen Gemeinschaft, während die Haganah relativ abgeschirmt vom öffentlichen Aufschrei war, weil sie zu den von ihnen begangenen Morden verschwiegener war.

In Jerusalem wurde ein Gremium gegründet, das sich „Du sollst nicht töten-Liga“ nannte und versuchte Gewaltakte zu bekämpfen, die sich gegen Araber wie Juden richteten. In den vielen Flugblättern, die sie überall im Land verteilte, bezeichnete sie die Gewalttäter als „Terroristen“. Nach dem Mord an Kadia Mizrahi verteilte die Liga ein Flugblatt, das ihren Namen anführte und warf die Frage der Legitimität der Standgerichte auf und kritisierte deren Entscheidungen. „Wer ist das Gericht? […] Wie lauten seine Namen, damit wir sie kennen?“ Der Mord an Frauen schockierte die Gemeinschaft besonders. Auf einem weiteren Plakat forderte die Liga auf: „Helft uns, schließt euch uns an und zusammen […] wir werden die Landplage des Terrorismus aus unserer Mitte brennen“. Trotz der öffentlichen Proteste gingen die Morde bis zum Ausbruch des israelischen Unabhängigkeitskriegs weiter.

„… wir werden die Landplage des Terrorismus aus unserer Mitte brennen…“ – Ein Poster der „Du sollst nicht töten“-Liga, Jabotinsky-Institut 1947

Das Hauptproblem mit den Hinrichtungen, abgesehen von der Gewalt und dem Einsatz der Todesstrafe als Lösung, besteht darin, dass bis heute nicht bekannt ist, für welche Handlungen die „Schuldigen“ tatsächlich verantwortlich waren. Abgesehen von der wichtige Frage, ob Kollaborateure es tatsächlich verdienen zu sterben, lässt die Heimlichkeit, mit der die Organisationen ihre „Verfahren“ durchführten, keine Möglichkeit einer kritischen Untersuchung ihres Tuns. Wurde Kadia Mizrahi hingerichtet, weil sie wirklich eine Informantin der Briten war oder lösten falsche Gerüchte und Anschuldigungen zusammen mit ihrem Lebensstil und der Anwesenheit schießwütiger Henker zu ihrem Tod? Gestand Leon Maschiach tatsächlich seine Taten oder war es ein erzwungenes Geständnis oder wurde sein Geständnis aus ihm herausgepresst, um seine Hinrichtung zu rechtfertigen?

Wier werden es nie wissen, weil das „Tribunal der Irgun“ in Form eines Standgerichts durchgeführt wurde. Den Ermordeten wurde kein ordentliches Verfahren mit einem Ankläger und einer ordnungsgemäßen Verteidigung gestattet und diese Frage wird bis heute nicht thematisiert. Mit der Gründung des Staates Israel wurde diese Praxis nur einmal wiederholt: mit der Hinrichtung des Offiziers Meir Tobianski, der, ohne eines Verbrechens schuldig zu sein, durch ein von Veteranen der Haganah veranstaltetes Standgericht ermordet wurde. Dieser Fall wurde gründlich untersucht und wir können nur hoffen, dass der Staat Israel seine Lektion gelernt hat.

Was die Klima-Terroristen bei uns von den Terrormördern der Palästinenser gelernt haben…

… nämlich Ursache und Wirkung umzukehren, um den rechtmäßigen Maßnahmen Unrecht zuzuschreiben:

Emilia Fester twitterte: „Mich beschäftigen krasse Bilder nach meiner parlamentarischen Beobachtung der Großdemo in Lützerath am vergangenen samstag: Bilder von einem riesigen Polizeiaufgebot, in dicke Schutzschichten verpackte Frauen und Männer. Ihnen gegenüber die Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung, ebenfalls tausende, ohne Helm, nur in Regenkleidung und Wanderschuh.“

Hallo, ihr Vollhonks,
wenn ihr nicht illegal dort gewesen wärd, hätte es das Polizeiaufgebot nicht gegeben!
Wenn ihr nicht die Polizei angegriffen hättet, wäre deren Schutzkleidung nicht nötig!

Sollte Israel die palästinensischen Araber boykottieren?

Daled Amos, Elder of Ziyon, 5. Dezember 2022

Am 23. November wurde Tiran Fero, ein 19-jähriger Druse, der in Nordisrael lebte, bei einem Verkehrsunfall nahe Jenin schwer verletzt. Als er ins Krankenhaus gebracht wurde, fanden palästinensische Bewaffnete heraus, dass er israelischer Staatsbürger war, trennten ihn von den lebenserhaltenden Maßnahmen und nahmen den Körper mit – offenbar planten sie die Leiche eines israelischen Bürgers als Druckmittel für Verhandlungen zu benutzen.

Die Bewaffneten unterschätzten die Gemeinschaft der Drusen gewaltig.

Innerhalb von 30 Stunden gaben sie die Leiche an die Familie zurück. Das war zum Teil die Folge von Verhandlungen, an denen sowohl Qatar als auch die IDF beteiligt waren,

Allerdings schreibt Douglas Altabef für JNF:

Es besteht der starke Verdacht, dass das, was die Rückgabe der Leiche Feros letztlich herbeiführte, die Mobilisierung der Gemeinschaft der Drusen und ihre Drohung war in Jenin einzumarschieren. Es kursiert auch eine Geschichte, dass Drusen vier Araber entführt hätten und mit Vergeltungsmaßnahmen an ihnen drohten.

Die Drusen haben uns gerade eine Lehrstunde in Nahost-Verhandlungen erteilt: Stärke spielt eine Rolle. Die Bereitschaft Stärke einzusetzen und die Unfähigkeit des Gegners zu erkennen, wie weit man zu gehen bereit ist, sind entscheidend.

Schöne Gefühle, aber ist Israel tatsächlich in der Lage seine Stärke gegen palästinensische Terroristen einzusetzen?

Lassen wir Israels Stärke in seiner militärischen Überlegenheit beiseite – die Verurteilung der militärischen Stärke Israels durch die Welt, wenn es auf Hamas-Raketen antwortet, tendiert dazu die IDF zu lähmen, sie zu mehr Kreativität zu zwingen, wie wir es beim letzten Ausbruch zwischen Israels Militär und dem Palästinensischen Islamischen Jihad sahen.

Aber Israels Optionen sind nicht auf militärische Optionen beschränkt. Es verteilte gerade tausende neue Arbeitsgenehmigungen an Gazaner, was eine Situation schuf, in der die Hamas es riskierte diesen Arbeitern ihres Lebensunterhalts zu berauben und weitverbreitete Unruhe zu erzeugen. Ein weiterer wirtschaftlicher Faktor ist, dass man erwartet, dass die Exporte aus dem Gazastreifen um mehr als 93% zunehmen.

Die Hamas steht nicht davor zusammenzubrechen, sie ist auch nicht darauf erpicht diesen wirtschaftlichen Fortschritt willkürlich zu gefährden.

Wenn es um die palästinensische Autonomiebehörde geht, hat Israel ebenfalls wirtschaftliche Alternativen. Palestinian Media Watch analysierte gerade Berichte des Zentralen Statistik-Büros der PA. Dabei wurde festgestellt, dass im letzten August mehr als die Hälfte der palästinensischen Importe – summa sumarum US$ 729 Millionen – aus Israel kamen. Darüber hinaus wurden mehr als 90% der Exporte nach Israel verkauft.

Während also die palästinensische Autonomiebehörde sich der BDS-Bewegung anschließt und eine große Sache daraus macht die eigenen Leute darin zu unterstützen, keine israelischen Produkte zu kaufen, bleibt die Tatsache, dass wenn die palästinensischen Araber diese „Drohung“ durchziehen Israel zu boykottieren, das Ergebnis vernachlässigbar wäre –

Würde aber der israelische Markt in gleicher Weise auf den BDS-Aufruf reagieren und aufhören palästinensische Produkte zu kaufen, dann würde die palästinensische Wirtschaft vor beträchtlichen Problemen stehen, weil sie die Fähigkeit verlieren würde 90% ihrer Erzeugnisse zu vermarkten.

Vielleicht sollte Israel eine Seite aus dem antiisraelischen Manuskript nehmen und die Westbank boykottieren? Die Frage lautet, ob Israel in der Lage sein würde den unvermeidlichen Empörungssturm aus dem Westen durchzustehen, der den jüdischen Staat beschuldigt die palästinensischen Araber auf unfaire Weise herauszugreifen.

Aber es gibt noch eine andere Option, die Israel ausprobiert.

Vor zwei Wochen erstach Muhammad Murad Sami Souf zwei Israelis und überfuhr einen dritten. Die israelische Regierung hat sich für eine Taktik entschieden, die das spiegelt, was sie versuchen um die Hamas im Zaum zu halten:

Israel wird die Arbeits- und Einreisegenehmigungen von 500 Palästinensern widerrufen, die mit dem palästinensischen Angreifer verwandt sind, der den Anschlag nahe der Siedlung Ariel am Dienstag verübte.

… Die Entscheidung die Genehmigungen zu widerrufen stimmt mit einem Beschluss des Sicherheitskabinetts vom März überein, der die Festnahme breiterer Personenkreise verlangt, die mit Terrorverdächtigen verwandt sind, um die Abschreckung bei den Palästinensern zu verstärken.

Indem Freunde und Familie zur Verantwortung gezogen werden, hat man eine Variante der Hausabrisse, auf die Israel in der Vergangenheit manchmal zurückgegriffen hat. Wird der Westen Israel kritisieren, wie er es damals machte und behaupten, dass unschuldige palästinensische Araber herausgegriffen werden?

Kritiker sind empört wegen Kollateralschäden. Sie sind wütend, wenn Gazaner zwischen den Fronten gefangen sind, weil die von den Arabern gewählten Hamas-Terroristen Raketen auf israelische Zivilisten schießen.

Dennoch haben diese selbsterklärten Verteidiger der Menschenrechte kein Problem damit, dass israelische Zivilisten – nicht israelische Militärziele – gewollt und direkt angegriffen werden.

Kein Mitgefühl
Kein Aufschrei
Kein einziges Wort

Wenn überhaupt, dann reißen sie sich ein Bein aus, um palästinensische Terror-Anschläge zu verteidigen, zu behaupten, dass diesen Benachteiligten keine andere Möglichkeit zur Verfügung steht – Benachteiligten, die auf indigen jüdischem Land leben, in dem Juden seit mehr als 3.000 Jahren gelebt haben.

Und doch verbiegt sich Israel in dem Versuch Möglichkeiten zu finden, um zu verhindern, dass jüdisches – und arabisches – Leben Schaden davonträgt.

Ist die Seite moralisch überlegen, die die meisten Leute verliert?

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 4. Dezember 2022

Während Israel darum kämpft den tödlichsten Anstieg des palästinensischen Terrorismus seit 2008 einzudämmen, scheinen die Medien auf die dubiose Praxis der Darstellung der Opferzahlen wie bei einer Fußball-Anzeigetafel zu verfallen: als reine Statistik, ohne dazugehörigen Kontext,

Nehmen wir z.B. diese zwei Absätze aus einem Reuters-Artikel vom 1. Dezember über eine Terrorbekämpfungsrazzia in der „Märtyrerhauptstadt“ der Westbank, Jenin:

Das palästinensische Gesundheitsministerium sagte, dieses Jahr seien 210 Palästinenser getötet worden, einschließlich der beiden, die während eines kurzen Konflikts im von der Hamas beherrschten Gazastreifen im August starben. Die Zahl schließt Militante und Zivilisten ein.

Gleichzeitig sind 23 Zivilisten und 8 Personen vom Sicherheitspersonal bei palästinensischen Angriffen in Israel und der Westbank getötet worden, so die Zahlen des israelischen Militärs, die zeigen, dass 136 Palästinenser getötet wurde, was aber nicht die Opfer im Gazastreifen einschließt.

Die Agentur ist nicht damit alleine in der Verwendung dessen, was HonestReporting früher schon Anzeigetafel-Journalismus nannte. Allerdings brachten in den letzten 12 Monaten eine Auswahl von 12 führenden US-Nachrichtenorganen, darunter die New York Times, die Washington Post und CNN, fast 200 Artikel, die versicherten, dass 2022 dabei ist das „für die Palästinenser tödlichste Jahr werden könnte, seit die UNO 2005 anfing solche Daten aufzuzeichnen“.

Doch diese rohen Zahlen verfehlen es zu würdigen, dass die israelischen Todesopfer zum größten Teil unschuldige Zivilisten gewesen sind, während die in den letzten Monaten getöteten Palästinenser aktiv an Gewalttaten beteiligt waren.

Laut der Zählung von HonestReporting auf Grundalge von Informationen offen zugänglicher Quellen wurden 61,6 Prozent der 143 Palästinenser, die dieses Jahr in der Westbank starben, erschossen, als sie israelische Zivilisten oder Sicherheitskräfte mit Schusswaffen, Messern, Sprengstoff, Molotowcocktails, Felsbrocken oder Autos angriffen. Weitere 27,3% starben bei gewalttätigen Krawallen in den umstrittenen Gebieten.

Derweil wurden fast die Hälfte der palästinensischen Todesopfer als Mitglieder der von den USA als Terrororganisationen designierten Hamas, Palästinensischer Islamischer Jihad (PIJ) und  Al-Aqsa-Brigaden zugehörig beansprucht. Rund 18% gehörten der Fatah von PA-Präsident Mahmud Abbas an.

Es ist unerlässlich anzumerken, dass das PA-Gesundheitsministerium, das im Oktober ihren „Lobpreis und Respekt“ wegen Anschlägen zum Ausdruck gab, die von der Terrorgruppe Löwengrube verübt wurden, die bewaffnete Angreifer regelmäßig als „Zivilisten“ bezeichnet und sogar erwischt wurde einen Fatah-Terrorkommandeur als „Arzt“ beschrieb.

Darüber hinaus beinhaltet die von Reuters angeführte PA-Statistik anscheinend den tragischen Tod von Rayan Suleiman und Walid al-Scharif, die an Herzinfarkten starben, die wahrscheinlich nicht zu ihren Zusammenstößen mit israelischen Truppen in Beziehung stehen, genauso wie zwei unfallbedingte Straßenverkehrstote und Fälle, in denen noch ermittelt wird.

Die moralische Überlegenheit gehört nicht unbedingt der Seite, die mehr Menschen verliert – insbesondere, wenn diese Leute dabei getötet werden, wenn sie versuchen unschuldige Zivilisten abzuschlachten. Indem unkritisch die palästinensischen Todeszahlen nachgeplappert werden, stellen die Medien im Grunde die Realität auf den Kopf: Was eindeutig der jüngste palästinensische Angriff auf Israelis ist, wird so hingestellt, dass es wie eine Kampagne der Aggression des jüdischen Staates aussieht.

Mit den bewaffneten Gruppen aus Jenin, die am Wochenende gelobten „den Juhad gegen diesen usurpierenden Besatzer [Israel] bis nach Jerusalem voranzutreiben“, sollten die Medien ein für allemal klarstellen, dass es keine moralische Gleichsetzung zwischen mörderischen Terroristen und ihren Opfern gibt.