Die wahre Lektion aus 9/11 ist keine Geschichte über Islamophobie

Die Entschuldigung der ADL, weil ihr ehemaliger Direktor gegen eine Moschee am Ground Zero war, ist eine weiterer Art den Jahrestag zu verwenden, um das Narrativ über den Anschlag zu ändern.

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 12. September 2021

Einer der seltsamsten Aspekte Amerikas nach dem 9/11 ist der Drang so vieler das Narrativ zum Anschlag von vor 20 Jahren zu ändern. Daran werden wir erinnert durch der bizarren Entscheidung der Anti-Defamation League des Anschlags auf Amerika zu gedenken, indem der Beschluss der Organisation überdacht wird gegen den Bau eines islamischen Zentrums im Schatten der eingestürzten Twin Towers des World Trade Centers zu sein.

Unmittelbar nach dem Terroranschlag war klar, was passiert war. Al-Qaida, eine von Osama bin Laden geführte radikal-islamische Terrororganisation, trug ihren Kampf gegen den Westen in die USA und töteten fast 3.000 Amerikaner. Ob es Ihnen gefällt oder nicht, eine Variante des Islam, die auf beträchtliche Unterstützung und Sympathie extremistischer Gläubiger zählen konnte, zwang den Westen zu erkennen, dass er, ob es uns gefällt oder nicht, sich in einem Krieg gegen diese Kräfte befand.

Präsident George W. Bush und der Rest der Regierung sowie die amerikanischen Medien und die Unterhaltungsindustrie unternahmen alles um herauszustellen, dass der Konflikt nur mit den Radikalen bestand, die Amerika angegriffen hatten, nicht mit allen Muslimen. Aber fast sofort wurde damit begonnen ein Gegen-Narrativ zum 9/11 vorzutragen. Nach dieser Lesart ging es in der wahren Geschichte nicht um diejenigen, die die Gräueltaten begingen, ihre Ideologie und die Art, wie sie mit anderen gefährlichen Gruppen verbunden waren, die moderate arabische Regierungen stürzen und die Krieg gegen die Existenz des Staates Israel führen wollten. Stattdessen war für einige das Wichtigste am 9/11, er würde einen Anstieg der Islamophobie verursachen.

Obwohl es wenig oder gar keine Beweise dafür gab, wurde das Märchen, es habe eine Gegenreaktíon gegen Muslime in Amerika gegeben, von einem Großteil der Mainstream-Medien und anderen, die behaupten für Bürgerrechte einzutreten, akzeptiert. Zu den Führern dieser Bemühung gehörte das Council of American-Islamic Relations (CAIR), eine Gruppe, die ihre Ursprünge darin hatte als Fassade in den USA Spendengelder für Hamas-Terroristen zu sammeln.

In diesem Zusammenhang wurde 2010 ein Versuch unternommen in Lower Manhatten an der Stelle eines der Gebäude, das von Trümmern des einstürzenden World Trade Centers getroffen wurde, eine Moschee zu bauen. Aus der Sicht elf Jahre später war der Versuch mehr eine PR-Nummer einer Muslimgruppe als ein realistisches Projekt. Aber er provozierte damals eine massive Auseinandersetzung.

Es bestritten zwar nur wenige Extremisten das Recht jeder religiösen Gruppe ein Gotteshaus oder ein Gemeindezentrum da zu bauen, wo sie will, aber die Idee genau diese Stelle – buchstäblich in den Spuren des Anschlags – in eine große islamische Einrichtung umzuwandeln, erboste Familien der Opfer und die öffentliche Meinung in einer Stadt, die immer noch von den Gräueln des 11. September traumatisiert waren. Abe Foxman, damals der Direktor der Anti-Defamation League, lehnte den Bau der Ground Zero-Moschee in einem mutigen Schritt ab; völlig zurecht bezeichnete er den Plan als unsensible Geste, die mehr tun würde religiösen Konflikt zu schüren als die Stadt zu heilen, wie seine Befürworter unaufrichtig behaupteten.

Linke Meinung stützte das Projekt und diejenigen, die Foxman zustimmten, dass der Plan unangemessener Natur war, wurden als islamophob verunglimpft, während das Märchen einer muslimfeindlichen Gegenreaktion wiederbelebt und als Tatsache statt als Fiktion behandelt wurde. Trotzdem scheiterte der Plan in der Umsetzung und bisher war er nur eine polarisierende Fußnote in der Geschichte des 9/11.

Aber am Vorabend des 20. Jahrestags der Anschläge war die nie entstandene Moschee am Ground Zero wieder in den Nachrichten.

Der Grund ist ein von Jonathan Greenblatt, Foxmans Nachfolger bei der ADL, geschriebenes Op-Ed. Er führt die Verpflichtung der Juden an, vor Yom Kippur ihre Sünden wieder gut zu machen und deshalb entschuldigt sich Greenblatt dafür, dass seine Organisation sich gegen die Ground Zero-Moschee stellte, was seiner Behauptung nach fehlgeleitet war und half Fanatismus zu schüren. Der frühere Mitarbeiter der Administrationen Clinton und Obama recycelt nicht nur das Märchen von der muslimfeindlichen Gegenreaktion, sondern auch die arglistige Behauptung, das Verbot der Immigration aus fünf mehrheitlich muslimischen Staaten, die Terrorbrutstätten waren, sei ein von der Administration Trump eingeführtes „Muslimverbot“.

Er behauptet, dass er helfen wollte Unterstützung für afghanische Flüchtlinge aufzubauen; damit ist klar, dass der wichtigste Aspekt jeden Gedenkens an den 11. September nicht darin besteht an den Anschlag in Amerika zu erinnern, wer ihn verübte und warum oder gar die Familien der Opfer zu trösten. Aus seiner Sicht – und der vieler anderer Linker – besteht der wichtigste Aspekt der Anschläge in angeblichem Rassismus und religiösem Eifer, für den die Anschläge als Ausrede dienen.

Greenblatts Islamophobie-Polemik passt in die Argumente zu kritischer Rassentheorie und Geschichte wie dem „1619 Projekt“ der New York Times, die versuchen die Amerikaner glauben zu machen, ihre Nation sei hoffnungslos rassistisch. Aufgrund der Art, wie er versucht den Jahrestag des 9/11 sich um mythische Islamophobie und nicht um islamistischen Terror drehen zu lassen, ist das aber besonders beleidigend.

Obwohl Greenblatt behauptet FBI-Statistiken würden seine Behauptungen muslimfeindlicher Gegenreaktionen stützen, beweist ein Blick in die Daten der letzten 20 Jahre genau das Gegenteil. Die Zahl der Angriffe auf Muslime ist niedrig geblieben, auch wenn vorübergehend Spitzen auftraten. Den ganzen Zeitraum über zeigen die Zahlen, dass die überwiegende Mehrzahl religiös begründeter Angriffe sich gegen Juden richtete, nicht gegen Muslime.

Während Greenblatt das Lieblings-Steckenpferd der Linken reitet, wird der Jahrestag andernorts für andere Zwecke benutzt.

In Afghanistan und anderen Orten, an denen Islamisten herrschen, wird der 11. September kein Tag der Trauer und der Gelegenheit zum Reden über Islamophobie sein. Es ist kein Zufall, dass die Taliban – die Islamistengruppe, die die Terrorgräuel der Al-Qaida beherbergte – ihre neue Regierung an diesem Tag einführen werden. Sie glauben bewiesen zu haben, dass diejenigen, die die USA früher oder später angreifen werden, mit genügend Geduld eine Demokratie überdauern werden, der der Wille fehlt sich ihnen in einem lange hingezogenen Kampf zu widersetzen.

Wie Michael Pregent, ein strategischer Analyst und Kriegsveteran beim Hudson Institute sagte: Afghanistan wird jetzt wieder als Basis für islamistische Radikale eröffnen. Zwar haben vier aufeinander folgende Administrationen beider politischer Parteien zu dieser Katastrophe beigetragen, aber die untaugliche Entscheidung der Administration Biden ihrem afghanischen Verbündeten den Stecker zu ziehen und das Land praktisch diesem Feind zu überlassen, wird helfen andere für verschiedene islamistisch-radikale Terrororganisationen zu rekrutieren. Sie wird zudem den Iran ermutigen – ein Schurkenregime, das Biden auch unbedingt beschwichtigen will – an seinem Ziel des Erwerbs von Atomwaffen festzuhalten.

Das wird amerikanische Verbündete wie Israel weniger sicher machen und die Chancen eines regionalen Kriegs erhöhen. Es wird auch – im Gegensatz zum Glauben vieler Amerikaner sowohl der Rechten wie der Linken, die denken, der Konflikt im Nahen Osten könne ignoriert werden, soweit Amerikaner nicht länger dort stationiert sind – es absolut möglich machen, dass zukünftige Angriffe näher an Zuhause stattfinden statt in Kabul.

Diese grausamen Fakten sollten an diesem traurigen Jahrestag an oberster Stelle stehen. Stattdessen versuchen Greenblatt und andere Linke das Thema zur Islamophobie zu wechseln. Im Rückblick ging es bei der Kontroverse um die Ground Zero-Moschee um die Art, wie radikale Gruppen wie CAIR mit Hilfe der linken Medien versuchten das Narrativ zum 9/11 zu verändern, um die Amerikaner von einer mächtigen Bedrohung abzulenken, während sie sie in selbstzerstörerischem und verlogenem Gespräch über Vorurteile versinken zu lassen. Trotzdem: Wer hätte vor 10 Jahren geglaubt, dass die ADL, die Gruppe, die mit der Verteidigung der Juden gegen die Ideen und die Leute hinter dem 9/11 beauftragt ist, diesem schändlichen Versuch ihren beträchtlichen Einfluss zur Verfügung stellen würde?

Warum machen drusische Dorfbewohner im Libanon den Job der UNO?

Emanuel Miller, HonestReporting, 9. August 2021

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Libanon-Krieg (2006) hat die Hisbollah die Verantwortung für auf Israel geschossene Raketen übernommen. Am Freitag wurden 19 Raketen von vom Iran unterstützten Terrororganisationen geschossen.

Die Zahl hatte problemlos höher sein können.

Als drusische Bürger eines Dorfes im südlichen Libanon Hisbollah-Kämpfer ausmachten, umzingelten sie die Terroristen und vertrieben sie, wobei sie sie wütend beschuldigten aus einem zivilen Bereich heraus geschossen zu haben.

Der Libanon, der seit Jahren unter einer Wirtschaftskrise aufgrund von Korruption und iranischer Einmischung leidet, steht am Rande des Zusammenbruchs. Weit verbreitete Stromknappheit ist alltäglich und die Währung hat im Lauf des letzten Jahres beträchtlich an Wert verloren.

Das Letzte, was der Libanon braucht, ist ein Krieg mit Israel, aber die Hisbollah hat ein Arsenal von tausenden Raketen und hat gezeigt, dass er Israel angreifen kann.

UNIFIL, die UNO-Friedensschützer-Truppe in der Region, muss ihren Job tun und die Hisbollah davon abhalten den völligen Zusammenbruch des Landes herbeizuführen.

Weitere Informationen zu den Vereinten Nationen und warum ihnen nicht getraut werden kann den Frieden zu erhalten, finden Sie in den folgenden Quellen (auf Englisch):

Gaza Jihadisten der Barq-Einheit starten Brandballons Richtung Süd-Israel: „Erwartet die Flammen und das Feuer“

MEMRI, Palestine Special Dispatch Nr. 9396, 15. Juni 2021

Am 15. Juni 2021 schickte die „Jihadi Barq [Blitz] -Einheit“ Brandballons ins südliche Israel. Nach Angaben des palästinensischen Medienorgans Paltoday.ps wurden bis 14 Uhr Ortszeit von diesen Brandballons ab dem Morgen 21 Brände ausgelöst.[1]

In einer an diesem Morgen veröffentlichten Presseerklärung, noch vor dem Jerusalemer Flaggenmarsch, forderte die Jihad Barq-Einheit ihre Mitglieder auf gegen Israel vorzugehen.

Im Folgenden die Presseerklärung und Fotos von Mitgliedern der Einheit, die die Ballons vorbereiten und starten.

Presseerklärung: „Erwartet die Flammen und das Feuer“

Eine Presseerklärung, veröffentlicht von der „Jihadi Barq-Einheit“:

Denen, die kämpfen, weil uns Unrecht angetan wurde, ist Erlaubnis gegeben. Allah hat die Macht ihnen Sieg zu geben:[2]

Zu einer Zeit, in der die Besatzung glaubt, dass wir der gesegneten Al-Aqsa-Moschee die Unterstützung versagen, war es für uns nötig in dem Bereich das Wort zu ergreifen. Entsprechend kündigen wir in der „Jihadi Barq-Einheit“ offiziell die Mobilisierung unserer Reihen in allen Bereichen des Gazastreifens an und sagen den Besatzungssiedlern: „Erwartet die Flammen und das Feuer.“[3]

Fotos der Ballon-Vorbereitungen und -Starts

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

The paper states „Jihadi Barq Unit, Al-Aqsa is a red line“ (Quelle: Paltoday.ps)

The paper states „Jihadi Barq Unit, Al-Aqsa is a red line“ (Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

Auf dem Blatt steht „Jihadi Barq-Einheit, Al-Aqsa ist eine rote Linie“ (Quelle: Paltoday.ps)

Auf dem Blatt steht „Jihadi Barq-Einheit, Al-Aqsa ist eine rote Linie“ (Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

Auf dem Blatt steht „Jihadi Barq-Einheit, Al-Aqsa ist eine rote Linie“ (Quelle: Paltoday.ps)

Auf dem Blatt steht „Jihadi Barq-Einheit, Al-Aqsa ist eine rote Linie“ (Quelle: Paltoday.ps)

Auf dem Blatt steht „Jihadi Barq-Einheit, Al-Aqsa ist eine rote Linie“ (Quelle: Paltoday.ps)”

The paper states „Jihadi Barq Unit, Al-Aqsa is a red line“ (Quelle: Paltoday.ps)

Auf dem Blatt steht „Jihadi Barq-Einheit, Al-Aqsa ist eine rote Linie“ (Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

Auf dem Blatt steht „Jihadi Barq-Einheit, Al-Aqsa ist eine rote Linie“ (Quelle: Paltoday.ps)

(Quelle: Paltoday.ps)

 

 

[1] PalToday.ps, 15. Juni 2021

[2] Sure 22,39

[3] PalToday.ps, 15. Juni 2021

Memo für Joe Biden

Anlässlich des aktuellen Raketenterrors:

Die neue US-Regierung hat die Finanzierung der UNRWA und der Terroristen wieder aufgenommen. So wie die Europäer sie nie eingestellt haben. Das Memo für Biden gilt also auch für die Heuchler in unseren Regierungen:

Hey Joe, das Geld, das du in den Gazastreifen geschickt hast, ist in Israel gelandet. Du ernährst keine Familien, du nährst den Terror.

Auf Facebook hat ein Bekannter eine deutsche Version verteilt, die universal nutzbar ist, weil im Poster niemand direkt als Geldgeber genannt wird:

Medien verpassen die eigentliche Story bei den palästinensischen Krawallen auf dem Tempelberg

Emanuel Miller, HonestReporting, 9. Mai 2021

Am Freitag skandierten tausende Moscheebesucher gewalttätige Parolen, während sie auf dem Tempelberg randalierten, dem heiligsten Ort des Judentums, auch Standort der Al-Aqsa-Moschee, dem drittheiligsten Ort des Islam. Mehr als 200 Palästinenser und 17 israelische Polizisten wurden bei den daraus resultierenden Zusammenstößen verletzt.

Aber das war nicht das, wie die Medien die Geschichte berichteten.

Wenn man irgendeinen Bericht der New York Times, der BBC, des Guardian, der Washington Post oder der Associated Press liest, dann könnte einem vergeben werden zu glauben, dass palästinensische Moscheebesucher von unbarmherzigen israelischen Sicherheitskräften misshandelt wurden.

Eine solche Darstellung ist nicht nur eine Verzerrung der Fakten, sondern trübt auch das Gesamtbild.

In den Berichten ausgelassen: palästinensische Kampfrufe

„Ya Qassam, Ya Habib/Bombardiert, bombardiert Tel Aviv.“                     

Das waren die Worte von den Lippen nicht hunderter, sondern tausender Palästinenser, die sich auf dem Tempelberg versammelt hatten, um den letzten Freitag des Monats Ramadan zu begehen.

Das waren nicht die einzigen Gewaltworte: Der bekannte alte Kehrreim „Mit unserer Seele, mit unserem Blut werden wir dich erlösen, Al-Aqsa“ wurde ebenfalls wiederholt skandiert.

Das vielleicht ungeheuerlichste Beispiel kam in einem Beitrag von NPR, in dem Parolen erwähnt wurden – aber nur die einer kleinen Gruppe jüdischer Extremisten während der letzten Wochen (Minute 2:40 im Audio-Clip). Die auf Arabisch von tausenden muslimischer Moscheebesucher während der Zusammenstöße am Freitagabend gesungenen Parolen wurden hingegen nicht als erwähnenswert betrachtet.

Während dies von den Medien fast nicht berichtet wurde, sollte Reuters als eines der wenigen gelobt Nachrichtenorgane gelobt werden, das die Aufstachelung zu Gewalt erwähnte.

Derweil beschrieb die selbsternannte „Friedens“-Organisation IfNotNow das Hassreden als „inspirierenden … palästinensischen Widerstand“.

Grob vereinfachendes Framing des „Konflikts im Scheik Jarrah um Land“

In den letzten Tagen hat eine juristische Debatte über das Schicksal von ein paar Immobilien im Viertel Schimon HaTzadik/Scheik Jarrah in Ostjerusalem international Schlagzeilen gemacht. Es ist zwar klar, dass dieser Fall von Randalierern in Jerusalem als Sammelruf benutzt wird, aber Medienberichte haben das Narrativ so weit übersimplifiziert, dass die palästinensische Intoleranz praktisch ignoriert wird.

Ein von der BBC nach den Krawallen am Freitagabend veröffentlichter Artikel dient als perfektes Beispiel. Er begann mit der Dokumentation der Zahlen der Verletzten und führte die von jeder Seite eingesetzten Waffen an, womit der Eindruck vom „mutigen“ palästinensischen Underdog entstand, der brutalen israelischen Sicherheitskräften die Stirn bot:

Mindestens 163 Palästinenser und sechs israelische Polizisten sind bei Zusammenstößen in Jerusalem veröffentlicht worden, sagen palästinensische Sanitäter und die israelische Polizei. Die meisten wurden an der Al-Aqsa-Moschee verletzt, wo israelische Polizei mit Gummigeschossen und Blendgranaten schoss, während die Palästinenser Steine und Flaschen warfen.

Der nächste Absatz gestaltet das Thema vor dem Hintergrund eines anderen:

Wegen der möglichen Zwangsräumung von Palästinensern von Land, das jüdische Siedler beanspruchen, haben Spannungen zugenommen.

Heruntergespielt: palästinensische Gewalt

Eine weitere anscheinend unangenehme, von den Medien ignorierte Tatsache ist, dass palästinensische Randalierer große Felsbrocken auf den Tempelberg brachten und in der Al-Aqsa-Moschee versteckten. Videos der Zusammenstöße zeigen auch Palästinenser, die Feuerwerkskörper als Waffen verwenden, was die israelische Grenzpolizei zwang Schilde einzusetzen, um sich zu schützen. Es scheint auch so, dass Laser eingesetzt wurden, um die Beamten abzulenken und zu verwirren. (Das im Original hier gezeigte Video konnte ich leider nicht einbinden.)

Diese von der israelischen Polizei zur Verfügung gestellten Videobilder sind von unschätzbarem Wert, weil sie den Zuschauern hilft sachgemäß zu verstehen, was im von der Washington Post verwendeten Leitbild eingefangen wurde. Die Bildbeschreibung der Post lautete: „Palästinenser reagieren, als israelische Polizei während Zusammenstößen auf dem Gelände, das die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalems Altstadt beherbergt, Blendgranaten verschießt.“

Das Bild zeigt hingegen sehr deutlich Feuerwerkskörper, die in der Luft explodieren, am wahrscheinlichsten die von den Palästinensern eingesetzten – mit der Aussicht israelische Sicherheitskräfte zu verletzen – die eine Reaktion auslösten.

Und während Blendgranaten von den Sicherheitskräften tatsächlich manchmal zur Zerstreuung der Menge eingesetzt wurden, sieht es in Wirklichkeit so aus, wenn sie explodieren.

Es scheint daher klar zu sein, dass die Bildbeschreibung der Post falsch ist.

Nicht berichtet: der palästinensische Machtkampf

Vielleicht zum ersten Mal überhaupt wurden am Wochenende auf dem Tempelberg Hamas-Flaggen gehisst. Die Terrororganisation, die den Gazastreifen beherrscht, hat sich Israels Vernichtung verschrieben und zeigt in Jerusalem Wirkung.

Die Flaggen sollten für sich selbst sprechen, schließlich repräsentieren sie eine völkermörderische Gruppe. Aber es gibt einen weiteren Blickwinkel zu diesem Vorfall.

Wie weithin erwartet, sagte PA-Präsident Mahmud Abbas vor kurzem die Parlamentswahlen ab, die ursprünglich für den 22. Mai angesetzt waren. Seitdem haben die Spannungen zwischen Abbas‘ Fatah, die praktisch die Westbank per Erlass regiert, und der Hamas zugenommen. Als Reaktion hat die Hamas die Hetze gegen den jüdischen Staat gesteigert, was viele Analysten als Versuch interpretierten ihr öffentliches Profil durch Demonstration ihrer nationalistischen Aufrichtigkeit zu verbessern.

Leider wird den Lesern regelmäßig detaillierte, nuancierte Berichterstattung zum eineinhalb Jahrzehnte dauernden innerpalästinensischen Konflikt vorenthalten. Das hat fundamentale Fehlwahrnehmungen zur Beziehung zwischen Israel und den Palästinensern wie auch zwischen den Palästinensern selbst zur Folge. In diesem Fall ist die Folge klar: Die Leser bleiben darüber fehlinformiert, was wirklich die jüngste Eskalation der Gewalt in Jerusalem verantwortlich ist.

(Bilder: Getty Images, Emmanuel Dunand)

Die natürliche Reaktion auf ihr juristisches Recht durchsetzende Juden in Jerusalem besteht darin … Wälder im Süden Israels in Brand zu setzen?

Elder of Ziyon, 9. Mai 2021

Palestine Today berichtet, dass die Jihadistische Blitz-Einheit im Gazastreifen am Samstag mehrere Bündel Brandsatzballons Richtung Israel schickte, „als Protest gegen die Verstöße der israelischen Besatzung gegen die Rechte der Palästinenser in Jerusalem und den heiligen Stätten sowie dem Viertel Scheik Jarrah“.

Hunderte Ballons wurden in Richtung israelischer Städte geschickt, die aus dem Gazastreifen als „besetzt“ bezeichnet werdne.

Sie lösten fünfzehn Feuer in Wäldern und Feldern im Negev aus. Alle wurden gelöscht.

Und was genau hat jetzt der Negev mit Scheik Jarrah zu tun?

Nichts, außer … Juden.