Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.04.2015)

Sonntag, 19.04.2015:

Aus Anlass des Holocaust-Gedenktags hatte die offizielle PA-Zeitung auch ein paar Nettigkeiten parat: Es gab zwischen ein und zwei Millionen jüdische Opfer; das Ziel der zionistischen Bewegung während des Holocaust waren: 1) finanzielle und politische Erpressung der europäischen Staaten, 2) die Juden drangsalieren, damit sie in den ethnisch säubernden Staat Israel einwandern, 3) das Leid der Juden zu vergrößern, um das Mitgefühl der Welt auszuschlachten.

Die UNO hat keine Belege dafür, dass in den Gazastreifen geliefertes Baumaterial für andere als zivile Zwecke verwendet wird. (Na ja, die kriegen ja auch nicht mit, dass die Terroristen Raketen und andere Waffen in UN-Einrichtungen lagern…)

Montag, 20.04.2015:

Während der letzten 12 Monate wurden 31 Israelis bei Terroranschlägen getötet. (In den 12 Monaten davon nur 2.)

Ein Soldat wurde verhaftet, nachdem er den Tempelberg verließ; beim Verlassen des Plateaus soll er seinen Kopf leicht geneigt haben, wie viele es aus Respekt beim Verlassen z.B. einer Synagoge tun.

Dienstag, 21.04.2015:

Sinai: Ägypten meldet, dass seit März 69 Tunnel zerstört wurden.

Die PA und ihr Chef Mahmud Abbas aalen sich zum israelischen Gefallenen-Gedenktag in Terror-Verherrlichung; Abbas persönlich ehrte im Verlauf des letzten Monats „erste“ Terroristen (daruter der 1. „Märtyrer“, der 1. Gefangene, die 1. Gefangene).

Der im letzten Sommer von drei Juden ermordete arabische Jugendliche wurde auf die Gedenktafel für die Terroropfer auf dem Herzl-Berg in Jerusalem gesetzt. Seine Familie forderte allerdings, dass er wieder entfernt wird; sie betrachten sich nicht als Israelis.

Der Araber, der neulich mit seinem Auto an einer Bushaltestelle mehrere Menschen rammte (einer starb noch am selben Tag, die andere ist immer noch in kritischem Zustand), gab zu, dass er „Juden töten“ wollte.

Mittwoch, 22.04.2015:

Premierminister Netanyahu mahnt die PalAraber: Hört auf Terror zu verherrlichen, das wird euch keinen Frieden bringen.

Eine christliche Schule in den Palästinensergebieten schickte einige ihrer Schüler auf einen Schulausflug nach Yad Vashem. Dafür erntet sie jetzt heftige Kritik; das PA-„Bildungsministerium“ verlangte von der Schulleitung sogar eine Rechtfertigung für den Ausflug.

Sport-/Fußball-Jihad: FIFA-Chef Blatter reist demnächst los, um israelische und palarabische Führungspersönlichkeiten zu treffen, damit eine Abstimmung über den PA-Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA zu vermeiden. Jibril Rajoub „hofft“ darauf, dass Blatter die Israelis überzeugen kann alle Restriktionen gegen palästinensische Athleten aufzuheben und den palästinensischen Verband als Gleichen zu behandeln. Er werde nichts weniger akzeptieren, sonst werde der Antrag nicht aufgegeben. (Sch…. drauf, dass Israel nur Terroristen und stark Terrorverdächtigen Beschränkungen auferlegt. Die Juden dürfen keine Gründe haben…)

Freitag, 24.04.2015:

Die Hamas hat signalisiert, dass nicht sie für den Raketenangriff von Donnerstag verantwortlich ist und daran arbeitet die Verantwortlichen ausfindig zu machen; von israelischen Sicherheitskreisen wird trotzdem die Hamas als verantwortlich betrachtet.

Ein Hamas-Abgeordneter offenbarte, wie viel die PA inhaftierten Terroristen zahlt. Die Summe, die den Familien von „Märtyrern“, bei ihren Aktionen verletzten Terroristen und inhaftierten Terroristen gezahlt wird, beläuft sich auf monatlich 150 bis 160 Millionen US-Dollar.

Der ehemalige Kommandeur des Abschnitts Süd sagte, dass die Hamas definitiv einen weiteren Krieg gegen Israel vorbereitet. Da die Hamas die Bevölkerung im Gazastreifen vernachlässigt, baut sich Druck auf, der einen weiteren Krieg praktisch zwingend zur Folge haben wird.

Neue Satellitenbilder zeigen, dass die Hisbollah im Libanon eine Start-/Landebahn gebaut hat, die offenbar für (vom Iran gelieferte) Drohnen gedacht ist.

Terrorbilanzen israelischer Premierminister

Nissan Ratzlav-Katz, Facebook, 7. März 2015

Ich bin kein Likud-Wähler. Aber zu sagen Benjamin Netanyahu sei eine Bedrohung für die Sicherheit der Israelis ist eine Unwahrheit, die von Zahlen hinterfragt werden muss. Diese Tabelle zeigt die Zahl der Terrortoten nach Jahren während der Amtszeiten der israelischen Premierminister seit der Unterzeichnung der Olso-Vereinbarungen.

Fällt Ihnen etwas auf (Hinweis: Sehen sie sich an, was mit den immer Zahlen passiert, wenn Netanyahu an der Macht ist…)?

Terrorote-EntwicklungPM(Quelle)

Die Folgen der Morde von Paris – französische Juden und Israel

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die Folgen der Morde von Paris für die französische Gesellschaft werden zu mehreren politischen und sozialen Entwicklungen führen. Die meisten davon werden nur allmählich sichtbar werden. Viele werden für die französischen Juden und/oder Israel von Bedeutung sein. Eine dieser Entwicklungen betrifft eine aktuelle Erklärung von Premierminister Manuel Valls im Parlament, dass Frankreich sich im Krieg mit dem Terrorismus befindet. Er fügte hinzu: „Frankreich befindet sich im Krieg mit dem Jihadismus und dem radikalen Islamismus. Frankreich befindet sich nicht mit dem Islam oder den Muslimen im Krieg.“ In seiner Rede wandte sich Valls auch an die französische muslimische Gemeinschaft und versicherte ihr den Schutz der Regierung.1

Doch eine solch klare Trennung zwischen radikalem Islamismus und dem Islam ist weit schwieriger herzustellen als es Valls‘ Worte vermitteln dürften. In mehreren französischen Schulen erachten muslimische Schüler, die selbst keine Jihadisten sind, die Morde der Karikaturisten als nicht verurteilenswert und einige glauben, dass solche Morde sogar zu loben sind.2

Derweil hat das Lager der Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel Frankreich mit weiteren Anschlägen gedroht.3 Die Lage könnte sich weiter verschlechtern, wenn Frankreich erfolgreich Verbündete für einen Militäreinsatz in Libyen mobilisieren kann, das zu einem wichtigen Drehkreuz für Jihadisten geworden ist.4

Die französische Regierung hat angekündigt, dass sie verschiedene Maßnahmen treffen wird, um den Terrorismus im Inland besser in den Griff zu bekommen. Eine Reihe Terror-Apologeten hat bereits Gefängnisstrafen erhalten, andere werden vor Gericht gebracht.5 Außerhalb von Frankreich rufen die Jihadisten allerdings weiter die französischen Muslime dazu auf, Anschläge gegen das Land auszuführen.

Was nicht besonders betont worden ist: Der Kampf gegen muslimischen Terrorismus wird eine Zunahme der Telefon- und Internetüberwachung erfordern. In einem Land, das Freiheit zu seinen höchsten Prioritäten zählt, wird die französische Regierung dieses Thema nicht hervorheben. Fakt ist, dass solches Abhören oft missbraucht wird. Charlie Hebdo verkörpert einen Aspekt der französischen Freiheit – das Recht zu provozieren und zu beleidigen. Ein Recht hochzuhalten und gleichzeitig ein anderes – das Recht auf persönliche Privatsphäre – einzuschränken ist eine der Realitäten unserer Zeit. Die Amerikaner haben mit ihrer gängigen Überwachung von Kommunikation an vielen Orten – einschließlich der der Führungskräfte ihrer Verbündeten – die Führung dabei übernommen.6

Der in Spanien geborene und mit einer Jüdin verheiratete Valls warf noch eine weitere Frage auf. Zu einer anderen Gelegenheit sagte er, ein Frankreich ohne die Juden würde bedeuten, dass die Republik versagt habe.7 Er hat nicht klargestellt, was er mit diesem Kommentar meint. Man könnte dies als Valls‘ Art der Reaktion auf die vielen Diskussionen zur Auswanderung französischer Juden nach Israel betrachten, die zum Teil vom israelischen Premierminister Benjamin Netanyhau angeregt ist. Valls erklärte auch: „Wenn die Juden Frankreichs angegriffen werden, wird Frankreich angegriffen, das Gewissen der Menschheit wird angegriffen. Lasst uns das nie vergessen.“8

Was Israel angeht, ist die französische Doppelzüngigkeit jedoch immer offenkundig. In der Tat haben französische Führungskräfte auf höchster Regierungsebene und besonders Valls ihr Bestes gegeben, um der jüdischen Gemeinschaft die richtigen Worte zu sagen. Auf niedrigeren Ebenen der französischen Regierung werden allerdings andere Gesinnungen zum Ausdruck gebracht. In der Stadt Aubervilliers wurde dem palästinensischen Terroristen Marwan Barghouti die Ehrenbürgerschaft verliehen.9 In Valenton wurden sowohl eine Straße als auch ein Platz nach ihm benannt.10 Indem sie Barghouti ehren, machen sich diese Städte zu indirekten Unterstützern des palästinensischen Terrorismus.

Auch über einen anderen Typ Doppelzüngigkeit sickerte etwas durch: Hollande wäre es lieber gewesen, Netanyahu hätte nicht an dem riesigen Solidaritätsmarsch in Paris teilgenommen.11 Und das, obwohl der Zweck des Marsches zum Teil darin bestand die Morde an Juden als das zu verurteilen, was sie waren. Und als Netanyahu seine Absicht äußerte doch daran teilzunehmen, lud Hollande Mahmud Abbas, den Verherrlicher vieler palästinensischer Terrormörder israelischer Zivilisten zum Mitmarschieren ein.12

Um die jüngsten Morde hat sich eine zusammenhanglose Diskussion bezüglich der Auswanderung von Juden aus Frankreich entwickelt. Die Annahme, dass innerhalb weniger Jahre die Mehrheit der halben Million Juden Frankreich Richtung Israel verlassen wird, ist komplett unrealistisch. Es gibt viele Gründe, aus denen ein solcher Massenexodus nicht stattfinden wird. Einer ist, dass viele französische Juden sich als ausschließlich französische Staatsbürger betrachten, die wenig Verbundenheit zu Israel oder sogar zum jüdischen Volk haben. Würde die Lage in Frankreich untragbar werden, würden sie wahrscheinlich überlegen in andere Länder als Israel abzuwandern. Es gibt bereits beträchtliche Zahlen französischer jüdischer Einwanderer in London, Montreal, Miami und New York.13

Selbst für die Juden, die gerne weggehen würden, gibt es zahlreiche Einschränkungen. Viele französische Juden sprechen nur Französisch und tun sich nicht unbedingt leicht damit eine neue Sprache zu erlernen. Ist man ein Franzose mittleren Alters aus dem Beamtentum, welche Arbeitsstelle könnte man in Israel überhaupt bekommen? Über solche Überlegungen hinaus gibt es auch familiäre Zwänge. So bedeutsam die Aliyah auch sein würde, Frankreich ist nicht die Sowjetunion. Es gibt in Frankreich ein Komfortlevel, das die französischen Juden vermissen würden. Diejenigen französischen Juden, die nach Israel einwandern, werden vermutlich aus den aktiveren Teilen der jüdischen Gemeinschaft kommen und das wird diese Gemeinschaft überproportional weiter schwächen.14

Die Israelis dürften sich fragen, ob die Franzosen jetzt erkennen werden, dass Frankreichs wie Israels Kampf gegen den muslimischen Terrorismus – weit gefasst – ein und derselbe sind. Das ist es, was Netanyahu immer wiederholt, aber ohne die substanzielle und organisierte Unterstützung durch eine – derzeit nicht existente – israelische Antipropaganda-Struktur wird diese Idee nicht in Fahrt kommen.15 Das ist selbst dann so, wenn jetzt ein paar weitere einzelne Franzosen der Gleichartigkeit des Kampfs gegen den Terrorismus zustimmen sollten.

Das Fehlen einer solchen Anerkennung ist jedoch nicht nur eine Frage der Ignoranz. Es gibt wichtigen politischen Widerstand in der französischen und europäischen Politik diese Wahrheit zuzugeben. Eine Ähnlichkeit einzugestehen würde bedeuten, dass ihr sorgfältig aufgebautes politisches Kartenhaus mit seinen vielen Lügen und Täuschungen zusammenbrechen würde. Zuzustimmen, dass Israels Kampf gegen den palästinensischen Terrorismus und der Kampf des Westens gegen den muslimische Terrorismus ein und dasselbe sind, würde bedeuten, dass europäische Politiker eingestehen müssten, dass der palästinensisch-israelische Konflikt weit davon entfernt ist das zentrale Problem der Welt zu sein, dass israelischer Siedlungsbau nicht die singuläre Handlung im Nahen Osten ist, die regelmäßig verurteilt werden sollte und dass palästinensische Gewalt nicht nur wirtschaftlich bestimmt ist, sondern eine riesige religiös-ideologische Komponente hat.

Es würde auch bedeuten zugeben zu müssen, dass die Palästinenser nicht die Opfer Israels sind, sondern dass sie eine von vielen arabischen Gesellschaften sind, die – zum Teil – von Verbrechen durchdrungen sind und die wenig Respekt für menschliches Leben besitzen. Das würde weiterhin die Erwähnung der Tatsache einschließen, dass die größte Palästinenserpartei, die Hamas, ein islamo-nazistisches Wesen habt. Es würde auch die Notwendigkeit bedeuten, dass Europa die Praxis der Beurteilung Israels mit zweierlei Maß aufgeben müsste. Man könnte dem viele weitere Elemente des falschen europäischen Konstrukts über den palästinensisch-israelischen Konflikt hinzufügen.

 

1 Manuel Valls: Oui, la France est en guerre contre le terrorisme. Le Monde, 13. Januar 2015.
2 Dans les collèges et lycées, le soutien à ‘Charlie Hebdo’ loin de faire l’unanimité. Le Monde, 4. Januar 2015.
3 Attentats de Paris: Al-Qaïda au Yémen menace la France de nouvelles attaques. L’Express, 10. Januar 2015.
4 Jean-Yves Le Drian, Sur Le Pied de Guerre en Libye. Paris Match, 10. Januar 2015.
5 Plus de 70 procédures ouvertes pour apologie et menaces d’actions terroristes. Le Monde, 13. Januar 2015.
6 James Ball: NSA monitored calls of 35 world leaders after US official handed over contacts. The Guardian, 25. Oktober 2013.
7 Jeffrey Goldberg: French Prime Minister: If Jews Flee, the Republic Will Be a Failure. The Atlantic, 10. Januar 2015.
8 www.gouvernement.fr/partage/3118-seance-speciale-d-hommage-aux-victimes-des-attentats-allocution-de-manuel-valls-premier-ministre
9 Marwan Barghouti nommé Citoyen d’honneur de la ville d’Aubervilliers. l’Humanité, 22. Dezember 2014.
10 Valenton Inauguration d’une rue Marwan-Barghouti, une première dans le monde. l’Humanité, 18. September 2014.
11 Hollande asked Netanyahu not to attend unity march. JTA, 12. Januar 2015.
12 Itamar Marcus/Nan Jacques Zilberdik: Abbas Hypocrisy: Participated in the Anti-Terror march in France, while PA glorifies terrorists who kill Israelis. Palestinian Media Watch, 11. Januar 2015.
13 Uriel Heilman: For embattled French Jews, mixed feelings about call to move to Israel. JTA, 12. Januar 2015.
14 Cnaan Lipshiz: After attack, spike in emigration could deplete France’s Jewish community. JTA, 13. Januar 2015.
15 Herb Keinon: Netanyahu at site of Paris attack: I expect world leaders to fight terrorism alongside Israel. The Jerusalem Post, 12. Januar 2015.

Nachwirkungen der Morde von Paris: Symptome der französischen Krankheit

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Nach der jüngsten Mordserie in Paris sagte der französische Präsident François Hollande: „Diese Fanatiker haben mit der muslimischen Religion nichts zu tun.“1 Hollandes Worte beschönigen das Problem statt es zu klären; das war nur eines der vielen Ereignisse in der Folge der Morde von Paris, die weiterer Aufmerksamkeit würdig sind.

Unter den Anführern der Welt ist Hollande nicht allein damit die muslimische Identität von Kriminellen zu übertünchen. In einer Rede über die Bewegung Islamischer Saat sagte Präsident Barack Obama, diese sie „nicht islamisch“ und fügte hinzu: „Keine Religion billigt das Töten von Unschuldigen.“2 Diese Ansicht zu der extremen Muslimbewegung wurde vom britischen Premierminister David Cameron geteilt, der erklärte: „Sie prahlen mit ihrer Brutalität. Sie behaupten dies im Namen des Islam zu tun. Das ist Unsinn. Der Islam ist eine Religion des Friedens. Sie sind keine Muslime, sie sind Monster.“3

Die Tatsache, dass die Mörder von Paris sehr muslimisch waren, wurde noch klarer gemacht, als eine Vielzahl muslimischer religiöser Führer und Organisationen im Nahen Osten sich mit ihnen identififzierten.4 Man muss noch nicht einmal so weit weg gehen. Viele muslimische Schüler in Frankreich lehnten es ab an einer Gedenkminute teilzunehmen, die an Schulen aus Respekt den Opfern gegenüber abgehalten wurde.5

Die mörderischen Ereignisse in Paris und die folgenden Reaktionen sind noch zu frisch, als dass sie eine vollwertige Bewertung gestatten. Doch es gibt bereits eine Reihe von Aspekten, auf die schon hingewiesen werden können, auch wenn sie weiterer Recherche wert sind.

Erstens gab es zwischen dem beiden Mordserien ausgesprochene Unterschiede bezüglich der Motive. Die Journalisten von Charlie Hebdo wurden wegen dem getötet, was sie schrieben und zeichneten; die Juden im Supermarkt wurden wegen dem getötet, was sie waren – Juden.

Es liegt eine große Symbolik darin, dass die vier jüdischen Opfer in Israel beerdigt worden sind, obwohl sie Franzosen waren. Frankreich hat sie hintergangen. Der Verrat begann bereits vor langer Zeit. Frankreich gewährte Millionen Einwanderern aus einer Juden gegenüber feindseligen Kultur die Einreise. Algerien, Tunesien und Marokko gehören zu den zehn antisemitischsten Ländern der Welt. Diese Ergebnisse entstammen einer Studie der ADL von 2014 über klassischem Antisemitismus in der Welt.6

Die Lage in Frankreich wäre radikal anders gewesen, gäbe es 500.000 Muslime im Land statt der derzeitigen 5 Millionen. Die Zahl der Jihadisten hätte dann in Hunderten gezählt werden können statt in Tausenden, wie es jetzt der Fall ist. Die Politik der wahllosen Einwanderung großer antisemitischer Bevölkerungen könnte als unbewusste Form von Staats-Antisemitismus betrachtet werden. Um alles noch schlimmer zu machen, hat sich nur ein Teil dieser Leute in die allgemeine französische Bevölkerung integriert und Tausende von ihnen sind radikalisiert worden.

Im Verlauf der letzten Tage gab es weitere Akte, die symbolische Bedeutung hatten. Es ist verständlich, dass die französischen Behörden am Freitagnachmittag jüdische Geschäftsinhaber aufforderten ihre Geschäfte zu schließen, denn es war nicht klar, ob weitere muslimische Mörder frei herumliefen. Die Schließung der Großen Synagoge von Paris durch die Behörden am Freitagabend gab es zuletzt während der deutschen Besatzung. Viele nahmen die Symbolik davon zur Kenntnis.7

Der einzige vage ähnliche Fall einer wegen Drohungen am Sabbat geschlossenen Synagoge ist ein abgesagter Gottesdienst 2010 in der kleinen konservativen Synagoge von Weesp, einer Stadt in den Niederlanden. In diesem Fall wurde die Entscheidung von den Gemeindeleitern getroffen, nachdem sie eine Drohung erhielten.8 2006 verlegte in einem Fall die jüdische Gemeinde in Malmö den Gottesdienst von der Synagoge an einen geheimen Ort.9

Der Einheitsmarsch von Paris, seine positive Botschaft und die Zahl der Teilnehmer waren beeindruckend. Doch dadurch, dass eine Reihe Diktatoren eingeladen wurden, die aktiv Pressefreiheit unterdrücken, wurde er befleckt. Reporter ohne Grenzen erwähnt die Teilnahme von Führungspolitikern aus Ägypten, Russland, der Türkei, Algerien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das sind alles Länder, in denen die Pressefreiheit – neben einer Reihe weiterer Freiheiten und Menschenrechte – unterdrückt wird.10

Die von Hollande an den PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas geschickte Einladung war eine direkte Beleidigung der Israelis und des jüdischen Volkes. Abbas hat massiv die Ermordung von Zivilisten, Israelis, Juden und anderen verherrlicht. Abbas hätte von den Franzosen gar nicht erst eingeladen werden dürfen und natürlich hätte er nicht in die erste Reihe gehört.11 Das war ein Symptom der wiederkehrenden Doppelzüngigkeit Frankreichs.

Es ist gesagt worden, dass Netanyahu die Franzosen verletzte, indem er alle französischen Juden aufrief nach Israel zu immigrieren. Dass er sich an Juden wandte, die französische Staatsbürger sind und die Form, in der er es ursprünglich machte, war taktlos; der Aufruf zur Aliya hätte anders formuliert werden müssen.12

Netanyahu hätte den französischen Führungspolitikern gegenüber auch anmerken können, dass Israel eine Periode durchgemacht hat, in der jedes Restaurant verpflichtet worden ist eine bewaffnete Wache zu haben. In der derzeitigen französischen Realität werden jetzt jüdische Schulen von Polizisten oder Soldaten bewacht, damit Kinder den Unterricht besuchen können. Es wäre keine Übertreibung solche Maßnahmen zu treffen, um auch jüdische Restaurants und wichtige Geschäfte in Frankreich zu schützen.

Als die Geiselnahme in dem koscheren Supermarkt öffentlich wurde, kam der französische Innenminister – ein Sozialist – an den Ort des Verbrechens.13 Dieser Minister sagte während der Operation Fels in der Brandung im letzten Sommer, er hätte an den Pro-Gaza-Demonstrationen teilgenommen, wäre er nicht Mitglied in der Regierung.14 Mit anderen Worten, Cazeneuve hätte die islamo-nazistische Hamas-Bewegung unterstützt.

Und schließlich hat Frankreich gerade erst die jordanische UNO-Resolution zur Gründung eines Palästinenserstaats befürwortet. Frankreichs UNO-Botschafter François Delattre behauptete, dass es eine „dringende Notwendigkeit zum Handeln“ gab. Er fügte hinzu: „Unsere Bemühungen dürfen hier nicht aufhören. Es liegt in unserer Verantwortung es wieder zu versuchen, bevor es zu spät ist.“15

Weit ehrlicher wäre gewesen, hätte Delattre zugegeben, dass Frankreich in erster Linie für die Resolution gestimmt hatte, um die Muslime zu belohnen, die bei den letzten Präsidentschaftswahlen massiv für Hollande gestimmt hatten. Was „eine dringende Notwendigkeit zum Handeln“ angeht, müssen die Franzosen dringend Zuhause gegen die extreme Gewalt vorgehen, die von kriminellen Elementen seiner muslimischen Bevölkerung verübt wird. Diese Notwendigkeit scheint weit drängender zu sein als ihre Einmischung im Nahen Osten, indem sie den palästinensisch-israelischen Konflikt noch weiter durcheinander bringen.

 

1 12-French forces kill newspaper attack suspects, hostages die in second siege. Reuters, 10. Januar 2015.
2 Statement by the President on ISIL.Weißes Haus, 10. September 2014.
3 https://www.youtube.com/watch?v=IFmCkJ92DRw
4 Algerian Terrorists Linked To ISIS, Al Qaeda, Charlie Hebdo Massacre Was Forewarned By Algeria. Inquistr, 11. Januar 2015.
5 Mattea Battaglia/Benoit Floc’h: A Saint-Denis, collégiens et lycéens ne sont pas tous “Charlie”. Le Monde Campus, 11. Januar 2015.
6 ADL Global 100: A Survey of Attitudes toward Jews in Over 100 Countries around the World. Anti-Defamation League, 2014.
7 Michael Wilner: Landmark Paris synagogue closes on Shabbat for first time since World War II. The Jerusalem Post, 9. Januar 2015.
8 Karel Berkhout: Synagoge schrapt viering sabbat na dreiging. NRC Handelsblad, 9. Juni 2010.
9 Mikael Tossavainen: Arab and Muslim Anti-Semitism in Sweden. In: Manfred Gerstenfeld: Behind the Humanitarian Mask – The Nordic Countries, Israel and the Jews. Jerusalem (Jerusalem Center for Public Affairs) 2008, S. 97.
10 Mark Tran: Presence at Paris rally of leaders with poor free press records is condemned. The Guardian, 11. Januar 2015.
11 Itamar Marcus/Nan Jacqeus Zilberdik: Abbas Hypocrisy: Participated in the Anti-Terror march in France, while PA glorifies terrorists who kill Israelis. Palestinian Media Watch, 11. Januar 2015.
12 Piotr Smolar: Le nombre exceptionnel de départs vers Israël traduit une lame de fond. Le Monde, 11. Januar 2015.
13 Marion Souzeau: Epicerie casher de la porte de Vincennes: les otages ‘vraisemblablement’ tués avant l’assaut. Le Parisien, 13. Januar 2015.
14 Rassemblement pro-Gaza: Cazeneuve aurait manifesté s’il n’était pas ministre. Le Point, 15. August 2014
15. AFP: Palestinian Resolution Fails at UN Security Council. Mail Online, 31 Dezember 2014.

Auf ins Getümmel: Es ist der Islam, Dussel! – Islam ist für Terror, was Regen für Überflutungen ist

Martin Sherman, Jerusalem Post, 8. Januar 2015 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Ein Sechstel aller Menschen weltweit ist muslimisch… der Versuch, irgendeine verallgemeinernde Aussage über diese große Gemeinschaft – 1,5 Milliarden Menschen – zu treffen, wird danebengehen… Die große Mehrheit dieser Populationen haben nichts mit dem zu tun, was weltweit an Gewalt und Terror geschieht… Ich glaube nicht, dass es etwas Wesentliches gibt, das diese große und historisch wichtige Religion mit all dem Terrorismus verbindet.

Sami Abu Shehadeh, Generalsekretär von Balad, Tel Aviv-Jaffa

Mit diesen Worten beendete Sami Abu Shehadeh von der antizionistisch-arabischen Balad-Partei letzten Monat in den Nachrichtenstudios des Senders i24 eine Debatte mit mir zum Thema „Die wachsende antimuslimische Stimmung im Westen“.

Die Geschehnisse diesen Mittwoch in Paris, wo 12 Menschen brutal niedergeschossen wurden, verlieh dem Thema eindeutig eine neuerliche und drängende Relevanz.

Islam verhält sich zum Terror, wie Regen zu Überschwemmungen

Natürlich steckt in Abu Shehadehs Behauptung, die meisten Muslime wären nicht aktiv im Terrorismus involviert, viel Wahrheit. Faktisch ist diese Behauptung korrekt, aber im Wesentlichen ist sie bedeutungslos.

Für jeden mit einem Funken intellektueller Integrität, der halbwegs über die Ereignisse in der Welt informiert ist, sollte die Antwort auf die Frage, ob Islam und Gewalt und Terrorismus in ursächlicher Verbindung stehen oder nicht, unmissverständlich klar sein. Ob der Islam mit Terrorismus in Verbindung steht, klingt ein wenig wie die Frage, ob Regen mit Überschwemmungen in Verbindung steht. Natürlich tut er das! Und dies kann sogar unwiderlegbar aus Abu Shehadehs Versuch, den Islam zu entlasten, abgeleitet werden.

Wenn ein Sechstel der Welt Muslime sind, dann bedeutet dass, dass fünf Sechstel keine Muslime sind. Richtig? Gäbe es also keine übermäßige Affinität des Islam zu Gewalt und Terrorismus, sollten muslimische Terrorakte ein Sechstel zählen und nichtmuslimische fünf Sechstel – d. h. falls der Islam keinen größeren Hang zum Terrorismus hätte als andere, sollte man erwarten, dass es fünf Mal (!) mehr nichtmuslimische Terrorhandlungen gäbe als muslimische.

Das ist eindeutig nicht der Fall. Terroranschläge von Islamanhängern überwiegen denjenigen von Nichtmuslimen in beträchtlicher Weise.

Daher scheint es, dass es – in grober Verletzung der Gepflogenheiten der politischen Korrektheit – kaum eine Wahl gibt, als den Schluss zu ziehen, den viele Westler instinktiv erkannt haben: Es gibt eine unverhältnismäßige ursächliche Verbindung zwischen Islam auf der einen Seite und Handlungen ideologisch-politisch motivierter Gewalt gegen zivile Populationen, also Terrorismus, auf der anderen Seite.

Die biblische Schrift an der Wand?

Ich will nicht gefühllos wirken, aber das Blutbad in Paris geschah kaum unerwartet. In vielerlei Hinsicht war die Schrift an der Wand seit Jahren zu sehen.

Letzten Endes ereignete sich das Blutbad im Verlauf einer Reihe von Vorfällen mordlüsterner, islamisch motivierter Gewalt im ganzen Land.

Mitte März 2012 wurden mehrere dienstfrei habende Soldaten in Montauban und Toulouse von einem in Frankreich geborenen Moslem algerischer Herkunft niedergeschossen.

Einige Tage später schlachtete er bei einem Angriff auf eine jüdische Tagesschule in Toulouse einen Rabbi und drei Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren ab.

Und erst vor kurzem, gerade vor Weihnachten, wurde Frankreich von einer Flut von Terroranschlägen im Stil „Einsamer Wolf“ in Dijon, Nantes und Tours erschüttert, was den British Independent dazu brachte, die Vorfälle unter der unheilverkündenden Schlagzeile „Frankreich an Weihnachten nach dritter Straßenattacke innert drei Tagen von Angst ergriffen“ (23. Dezember 2014). Sowohl in Dijon als auch in Tours wird berichtet, dass der Angreifer „Allahu akbar“ geschrien hat, was jeden Verdacht zerstreut, die Angriffe könnten von buddhistischen Extremisten ausgeführt worden sein.

Muslimische Gewalt hat in Frankreich jahrelang vor sich hin gebrodelt und ist regelmäßig rund um Weihnachten und Neujahr übergekocht, als viele hundert Autos in Gebieten mit muslimischer Mehrheit niedergebrannt wurden, um den Start des Gregorianischen Jahres einzuläuten.

Für gewöhnlich vermeiden die Berichte der Mainstreammedien gewissenhaft die Erwähnung jedweder Verbindung zwischen dieser massiven kriminellen Brandstiftung und der ethnischen Herkunft der Schuldigen.

Katalog der Gemetzel

Das Gemetzel in Paris findet seinen Platz in der langen Liste von Metzeleien im Namen des Islam.

Hier ein (eindeutig unvollständiger) Katalog der Gemetzel und der blutrünstigen Vorfälle während der letzten zwei Jahrzehnte auf dem ganzen Planeten, die die Welt mit ihrer Brutalität schockiert haben.

  • New York – katastrophale Vernichtung des World Trade Centers
  • Washington – versuchte Zerstörung des Pentagons
  • London – koordinierter Angriff auf das öffentliche Transportsystem; das Zerhacken eines dienstfrei habenden Soldaten in der Öffentlichkeit am hellichten Tag
  • Madrid – Bombenattentat auf dichtgepackte Pendlerzüge mitten im Berufsverkehr
  • Nairobi – Beschlagnahme des Westgate-Einkaufszentrums und Mord an einer Vielzahl Unschuldiger
  • Burgas, Bulgarien – Bombenattentat auf einen Touristenbus
  • Mumbai – Mordanschlag auf das Tadsch-Mahal-Hotel, auf das Chabad-Haus und andere Stätten
  • Boston – Bombenattentat auf das alljährliche Marathon der Stadt
  • Bali – Bombenattentat auf dicht bevölkerte Touristenorte
  • Buenos Aires – tödliche Angriffe auf jüdische Einrichtungen und die israelische Botschaft
  • Ottawa – Angriff auf das kanadische Parlament
  • Sydney – Beschlagnahme eines Innenstadtcafés und Mord an zwei Kunden
  • In-Amenas, Algerien – Beschlagnahme einer Gas-Einrichtung und Mord an Dutzenden Zivilisten
  • Chibock, Nigeria – Entführung von fast 300 Schulmädchen, den Berichten zufolge zu dem Zweck, dass sie als Sexsklavinnen dienen

Diese blutrünstige Liste ist keineswegs vollständig, und zahlreiche weitere Vorfälle sollten addiert werden. Natürlich sind darin nicht die vielen versuchten Angriffe zu finden, die von Sicherheitsleuten in verschiedenen Ländern vereitelt wurden und noch weit schlimmere Grausamkeiten von Islamanhängern verhindert haben.

Die Schrecken interner muslimischer Streitigkeiten

Egal wie sehr man es versucht: Es ist in der modernen Welt unmöglich, eine andere Glaubensrichtung mit solcher Gewalt und solchem Terror in Verbindung zu bringen – in Ausmaß, Wirkung, Häufigkeit und weltumspannender Allgegenwart der Vorfälle.

Aber so haarsträubend muslimische Gewalt gegen Nichtmuslime sein mag, so verblasst sie bis zur Bedeutungslosigkeit anbetrachts der Gewalt unter Muslimen selbst.

Es wäre unmöglich, eine umfassende Liste der internen muslimischen Gräueltaten anzufertigen, die sich über einen Großteil des Globus zog – und noch immer zieht –, von den Küsten des Atlantik bis zu den Inseln des asiatisch-pazifischen Raums. Eine brutal abgekürzte Zusammenfassung wird genügen müssen.

Selbst bevor die unaussprechliche Barbarei von al-Nusra und dem Islamischen Staat einen Großteil der Levante zu überziehen begann, gab es endlose unbarmherzige Massaker an Muslimen durch Muslime.

Beispielsweise führten wechselseitig zerstörerische Spannungen zwischen rivalisierenden islamistischen Gruppierungen im fast zehnjährigen algerischen Bürgerkrieg zu massiven Brudermorden – mit Todeszahlen, die Schätzungen zufolge 150.000 erreichten. Unvorstellbare Brutalität löschte ganze Ortschaften aus, und die Leichen der Opfer waren völlig entstellt.

In ähnlicher Weise führten regelmäßige Bombenanschläge auf Märkte und Moscheen in Ländern wie dem Irak, Afghanistan und Pakistan zu einem massiven Verlust an muslimischem Leben durch die Hand kriegerischer Brüder – aber den Mainstreammedien ist das kaum eine Fußnote wert. Der interne muslimische Konflikt erscheint so intensiv und kompliziert, dass selbst ein halbwegs gut informierter Laie es fast unmöglich finden würde, da noch zu überblicken, wer wen tötet und warum…

Als Gradmesser des Ausmaßes der Massaker berichtete die pakistanische Website „Dawn“ in einem Beitrag mit dem Titel „Islam im Krieg – mit sich selbst“, dass Angehörige der al-Qaida und anderer extremer Islamistengruppierungen „willkürliche Gewaltakte gegen Zivilisten ausgeführt haben… was zu über 48.000 Toten führte…“

Die Mehrheit der Muslime…

Die tiefgreifende Gewalt in der muslimischen Welt führt unausweichlich zur Frage des generellen Charakters des Islam und der Art von Verhaltensmuster, die er zu generieren scheint.

Sie führt auch zur heiklen Frage der Handlungen der Minderheit im Vergleich mit der Nichthandlung der Mehrheit.

Zwar hat Abu Shehadeh mit seiner Behauptung vielleicht recht, nur eine Minderheit der Muslime betätige sich in verabscheuungswürdigen terroristischen Akten, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie diese Handlungen ohne die Unterstützung – oder zumindest die stillschweigende Akzeptanz – weit größerer Bevölkerungsschichten fortführen könnten.

Selbst wenn die Mehrheit das Verhalten einer verbrecherischen Minderheit nicht aktiv gutheißt, gibt es fast keine Beweise für wirksame Missbilligung, von aktiver Opposition ganz zu schweigen. (In dieser Hinsicht kann man nur hoffen, dass die außerordentlich mutige Rede des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi mit der Forderung nach einer „religiösen Revolution“ sich als Vorbote einiger radikaler Veränderungen in der Entwicklungsrichtung, die der Islam gegenwärtig eingeschlagen hat, erweisen wird.) Also gibt es entgegen Abu Shehadehs Argumentation, es sei schwierig, akkurate Verallgemeinerungen für 1,6 Milliarden Menschen zu formulieren, verschiedene lehrreiche Gradmesser, die ein beängstigendes Bild über die Ansichten eines Großteils der muslimischen Welt zeichnen.

Das angesehene Pew Research Center hat zahlreiche in die Tiefe gehende Umfragen in der muslimischen Welt durchgeführt. Die Resultate zeigen, dass solide – zuweilen sogar überwältigende – Mehrheiten in vielen Ländern (und signifikante Minderheiten in anderen) harsche körperliche Strafen (Auspeitschen / Amputieren) für Raub und Diebstahl begrüßen; Tod durch Steinigung bei Ehebruch; Tod für den Abfall vom Glauben.

Bei einem derartigen Hang zu Gewalt als weithin akzeptierte kulturelle Norm ist die Annahme nicht unplausibel, dass breite Segmente der muslimischen Bevölkerung den Einsatz von Gewalt und Terrorismus nicht für inkompatibel mit ihren Kernansichten halten.

Der Versuch einer Apologetik: Die Lüge des „Kolonialismus“

Es gab zahlreiche Versuche, einen Großteil der Herrschaft der Gewalt in der muslimischen Welt und bei ihrem Konflikt mit dem Westen wegzuerklären.

Der wohl bekannteste Apologet ist niemand anders als Präsident Barack Obama. 2009 bot er bei seiner „Outreach-Ansprache“ in Kairo die folgende Erklärung für den beklagenswerten Zustand der Verhältnisse zwischen Westen und Islam, der laut ihm „Jahrhunderten der Koexistenz und Kooperation“ folgte. (Wirklich?) Obama sagte, „seit kurzem wurden die Spannungen von Kolonialisten genährt, die vielen Muslimen ihre Rechte und Gelegenheiten vorenthielten.“

Das trifft natürlich in keinster Weise zu.

Zwar ist es wahr, dass der Großteil des Nahen Ostens jahrhundertelang unter imperialer Herrschaft stand, aber das war meist muslimischer Imperialismus – d. h. das Osmanische Reich.

Mit Ausnahme Nordafrikas bestand der westliche Kolonialismus im fraglichen Gebiet nur für eine kurze Zeit nach dem 1. Weltkrieg und endete kurz nach dem 2. Weltkrieg. Dies scheint kaum ausreichend, um die starrsinnige islamische Feindseligkeit zu erklären, der wir uns heute gegenübersehen.

Wenn es also Beschwerden über die Vorenthaltung muslimischer Rechte und Gelegenheiten durch Kolonialisten gibt, sollten diese dann nicht an die muslimischen Imperialisten gerichtet werden? Seltsamerweise waren die Schmelztiegel des heute extremsten antiwestlichen Islam kaum von Kolonisation betroffen – nämlich die Arabische Halbinsel und der Iran.

Keiner von beiden hat irgendeine imperiale – einschließlich westliche – Herrschaft irgendeiner Konsequenz erlitten, aber Erstere brachten die aus der Sunna abgeleitete Version des islamischen Radikalismus hervor, Letztere die aus der Shia abgeleitete Version. Diese Tatsache verträgt sich nicht mit der Diagnose, welche die anhaltenden Spannungen zwischen Muslimen und dem Westen dem Kolonialismus zuschreibt.

Kein Aufruf zum „Töten für Krishna“?

Zudem darf man fragen, warum das Unrecht des Kolonialismus nicht z. B. die hinduistische Mehrheit in Indien beeinflusst hat, wo das Volk unter dem Joch des britischen Imperialismus „Rechte und Gelegenheiten“ verwehrt bekam, in derselben Weise wie die Muslime Pakistans.

Trotzdem hört man aus irgendeinem Grund keinerlei Aufrufe zum „Töten für Krishna“ oder „Ganesh ist groß“ von verbitterten hinduistischen Terroristen, die sich in vollen Bussen, auf bevölkerten Märkten, in Cafés und Moscheen in die Luft sprengen, so wie wir das aus der ganzen muslimischen Welt kennen einschließlich des benachbarten Pakistan.

Und wir sehen auch keine gekränkten Shiva-Anhänger, die sich zu einem globalen heiligen Krieg aufmachen, um alle unter dem Glauben des Hinduismus zu versammeln.

Warum konnte Indien seine koloniale Vergangenheit ad acta legen und zu einer lebhaften Wirtschaftsmacht aufsteigen? Warum ist es nicht länger an die Vergangenheit gekettet und versinkt nicht im Sumpf massenmörderischer Frustration? Da die bei weitem größte Opferzahl muslimischer Gewalt andere Muslime sind, scheinen die angeblich von ausländischen Besatzern vor sieben Jahrzehnten verwehrten „Rechte und Gelegenheiten“ eine schwache Ausflucht für das gegenwärtige Verhaltensmuster zu sein.

Die Moderne als Missetäter?

Einige haben versucht zu erklären, der Beginn der Moderne und der Globalisierung habe einen Eindruck der Bedrohung islamischer Werte geschaffen, was zu den Spannungen mit dem Westen geführt habe.

Entsprechend sagte Obama in Kairo: „Die großen Veränderungen durch die Moderne und die Globalisierung brachte viele Muslime dazu, den Westen als islamischen Traditionen gegenüber feindlich zu betrachten.“

Auch das ist schwer zu akzeptieren.

Der Islam ist schließlich die jüngste der großen Religionen und wurde Jahrhunderte – in einigen Fällen sogar Jahrtausende – nach Hinduismus, Buddhismus, Judentum und Christentum begründet. Warum sollte die neueste Religion die Entwicklungen der Moderne als Bedrohung seiner Traditionen empfinden, in einer Art und Weise, die die Traditionen viel älterer Glaubensrichtungen offenbar nicht bedroht? Würde das nicht zu denselben Spannungen mit dem Westen führen, die wir im Fall des muslimischen Glauben vorfinden? Könnte es vielleicht sein, dass der Islam fundamental inkompatibel nicht nur mit der Moderne ist, sondern mit allem, das nicht islamisch ist, und das können viele nicht sehen oder – schlimmer noch – sie verweigern sich dieser Erkenntnis?

Ein Weckruf

Europa im allgemeinen und Frankreich im speziellen sind am Scheitelpunkt einer grimmigen, möglicherweise grausamen Zukunft.

Europäische Führer täten gut daran, den Weckruf von jemandem mit intimen Kenntnissen des Islam wahrzunehmen – die in Somalia geborene ehemalige niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali, die durch Drohungen von Muslimen, die ihre Islamkritik nicht hinnehmen wollten, zur Flucht in die USA gezwungen wurde. Sie warnte: „Islam ist keine Religion des Friedens. Islam ist eine politische Eroberungstheorie, die in jeder erdenklichen Weise die Herrschaft anstrebt. Jede Gefälligkeit gegenüber muslimischen Forderungen führt zu einer Art Euphorie und der Überzeugung, Allah befände sich auf ihrer Seite. Sie sehen jeden Akt der Besänftigung als Einladung, neuerliche Forderungen aufzustellen.“ (21. März 2009)

Europa wäre gut beraten, diese düstere Mahnung zu beherzigen und seine Politik entsprechend zu gestalten, denn wenn Europa dies nicht tut, sind die Konsequenzen grausam.

Martin Sherman (www.martinsherman.org) ist Gründer und geschäftsführender Direktor des Israel Institute for Strategic Studies www.strategicisrael.org

Ein Marsch von einer Million Muslimen

Anhänger des Islam sollten einen weltweiten Tag öffentlicher Aktionen organisieren, um die Gewalt im Namen ihrer Religion zu verurteilen

Rabbi Shmuley Boteach, New York Observer, 8. Januar 2051

Wenn es um internationalen Terrorismus geht, sind einige Fakten nicht unbestreitbar.

So die Tatsache, dass die überwältigende Mehrheit der Terroristen Muslime sind, die im Namen des Islam töten. Oder dass diese islamistischen Terroristen eine endlose Liste an Beschwerden haben, mit denen sie ihre Morde rechtfertigen. Israel hat Checkpoints, Frankreich hat Karikaturisten. Holland hat Dokumentarfilmer. Amerika hat den Islam gedemütigt. Großbritannien hat den Islam nicht respektiert. Bali hat Frauen in Bikinis usw.

Oder die Tatsache, dass keine dieser Beschwerden – wie von einer Karikatur vor den Kopf gestoßen zu sein – Mord rechtfertigen kann. Oder dass wir im Westen uns allgemein beim militanten Islam äußerst unbehaglich fühlen, weil wir es hassen zu verallgemeinern. Wir möchten den Islam zurecht nicht als inhärent gewalttätige Religion bezeichnen. Ich habe wiederholt gegen diesen Glauben argumentiert und aus der Geschichte Belege vorgelegt. Wir wollen die normalen, alltäglichen, gottesfürchtigen Muslime nicht mit einem gewalttätigen Pinsel teeren, die einfach nur ihren Glauben in Frieden befolgen wollen.

Und doch hat die das Maß der im Namen des Islam verübten Gewalt gigantische Proportionen erreicht. Es ist überwältigend. Es ist so untragbar. Und doch ist es derart alltäglich, dass wir uns langsam daran gewöhnen. Wir denken uns nichts, wenn wir lesen, dass in Pakistan 145 unschuldige Kinder von islamischen Terroristen ermordet werden. Wir blättern um, wenn wir lesen, dass 50 Menschen in Bagdad in Stücke gesprengt werden.

Doch die Gräuel in Paris wecken uns auf, weil uns das daran erinnert, dass der islamische Terrorismus eine Bedrohung der westlichen Zivilisation selbst ist.

Was sollen wir in Sachen weltweiter Ausbruch von Gewalt im Namen des Islam tun? Es scheint so, dass, wann immer das geschieht, wir genauso interessiert daran sind zu betonen, dass wir nicht den gewöhnlichen Muslim dafür verantwortlich machen, wenn wir islamische Gewalt verurteilen. Aber warum sollte das der Fall sein? Wer in Amerika machte amerikanische Muslime für den 9/11 verantwortlich? Ich kann mich nicht an eine einzige glaubwürdige Seele erinnern. Ich habe kein Gefühl außer Wärme und Nähe zu den Muslimen, denen ich im tagtäglichen Leben begegne. Es gibt diejenigen, die sehen, dass ich Jude bin und die nicht freundlich sind. Doch diese sind eher die seltene Ausnahme als die Regel.

Wir haben jedes Recht zu erwarten, dass Muslime jeder Sorte und Glaubensrichtung Gewalt im Namen des Islam verurteilt, Imame ablehnt, die Gewalt begünstigen und jede einzelne aller islamischen Stimmen vertreiben, die Blutvergießen im Namen des Islam fordern.

Die Zeit ist gekommen für einen koordinierten Weltmarsch – von Muslimen – gegen islamische Gewalt. Wenn im letzten Sommer 30.000 Muslime auf den Straßen von Paris und London marschieren konnten, um Israel zu verurteilen, dann können sie bestimmt auch marschieren, um Gewalt im Namen des Islam zu verurteilen.

Stellen Sie sich die Auswirkung von einer Million Muslimen vor, die in New York, London, Paris und Jerusalem marschieren, um alle Gewalt im Namen des Islam zu verurteilen. Stellen Sie sich vor, welche Aussage es denen gegenüber abgeben würde, die den Islam hijacken und gewalttätig machen wollen.

Eine Million Muslime gegen Gewalt würde die stärkstmögliche Erklärung seitens der schweigenden muslimischen Mehrheit, dass sie nicht mehr schweigen will. Sie werden keinen Monstern gestatten von ihrem Glauben Besitz zu ergreifen.

Als ich vor einem Monat an der Universität Oxford eine Diskussion über Israel führte, verurteilte eine intelligente pakistanische Studentin Israel und die Vereinigten Staaten mit harten Worten. Sie sprach davon, dass Amerika wegen seiner Drohnenangriffe schlimmer sei als ISIS. Sie sprach davon, dass Israel die gesamte Unruhe im Nahen Osten schüre. Ich sagte ihr:

Stellen Sie sich vor, die ganzen sechs Millionen Juden Israels entschieden sich nach Miami zu ziehen, das Experiment Israel aufzugeben. Es ist zu schwierig im Nahen Osten. Niemand drückt für uns mal ein Auge zu. Wir gehen nach Florida.

Was würde passieren? Würde plötzlich allgemeine Bildung für islamische Frauen im gesamten Nahen Osten ausbrechen? Oder würde eine neue Welle der Unterdrückung diese Frauen, die – wie sie – jagen und sie in den Kopf schießen, wie der diesjährigen Friedensnobelpreisträgerin, die erst 17 Jahre alt ist.

Würde Israel aufgelöst, würde Genitalvestümmelung von Frauen im Nahen Osten plötzlich aufhören? Würden arabische Diktatoren und Potentaten plötzlich ihre Liebe zu Demokratie und Wahlen erklären?

Würde Israel verschwinden, was Gott verhüten möge, würden Ehrenmorde an Frauen, die sich verlieben, plötzlich aufhören? Würden arabische Journalisten, die eingesperrt sind, weil sie die Wahrheit sagen, plötzlich frei sein? Würden Protestierende in Qatar und Gaza plötzlich zu Helden werden, statt dass man sie erschießt? Würde Frauen in Saudi-Arabien plötzlich erlaubt werden Auto zu fahren?

Kurz gesagt: Würde Israel verschwinden, was würde sich möglicherweise für den Durchschnittsaraber oder die Durchschnittsaraberin verbessern? Die kurze Antwort ist: nicht viel. Und warum? Weil das Problem nicht Israel ist, sondern der fundamentale Islam.

Vielmehr würde ohne Israel alles schlimmer werden. Es wäre ein eindeutiger Beweis, dass Demokratie im Nahen Osten unmöglich ist und sich noch mehr Tyrannei ausbreitet.

Und jetzt lernen die Menschen in Paris tragischerweise, was die Menschen von Tel Aviv, New York, London und Jerusalem vor ihnen schon gelernt haben. Der extremistische Islam ist ein Todeskult. Eine Religion des puren Hasses. Sie hassen westliche Freiheiten. Sie hassen westliche Wahlmöglichkeiten. Sie hassen es, wie westliche Frauen sich kleiden. Sie hassen, dass Homosexuelle im Westen offen leben können. Sie hassen freie Wahlen. Sie haben für die humanen Lebensumstände nur heillosen Hass übrig und das Einzige, was sie respektieren, ist Zwang durch die Hand des Schwertes. Sie glauben nicht an Liebe, sondern an Angst. Sie glauben, dass jeder von uns nur die dunkelsten aller möglichen Engel in sich stecken hat. Wir sind keine Geschöpfe des Lichts, sondern Geschöpfe der Schlechtigkeit. Und wir können nur mit einer Kalaschnikow in Schach gehalten werden. Oder mit einer Explosion, der die Gliedmaßen der Toten auseinander reißen und in den Herzen der Lebenden Angst säen.

Was mich bei dem Anschlag in Paris am stärksten anwidert waren die Worte der Mörder, als sie in ihrem schwarzen Fluchtauto flohen: „Wir rächten die Ehre unseres Propheten Mohammed. Allah ist größer!“

Wirklich? Die Ehre gerächt? Ihr habt seine Ehre zerstört. Ihr habt seinen Namen besudelt und Menschen rund um die Welt dazu gebracht zu fragen, ob ein Moralsystem hinterließ oder einen Aufruf zum Krieg.

As Jude wurde ich dazu erzogen immer zu fragen, ob mein Handeln als Mann, der eine Yarmulke trägt, ein Segen oder eine Schändung des Namens Gottes ist.

Wenn eine Million Muslime gegen alle Gewalt im Namen des Islam marschieren, würde das aus dem Islam wieder die große Weltreligion machen, die er gewesen ist und wieder werden kann. Eine Religion, die die Einheit aller Kinder Gottes nachweist. Eine Religion, die die Einheit der Familie der Menschen herstellt. Eine Religion, die für Liebe wirbt. Und eine Religion, die Hass verurteilt.

Rabbi Shmuley Betach, den Newsweek und die Washington Post „den berühmtesten Rabbiner in Amerika“ nennen, ist der Gründer von This World: The Values Network, der führenden Organisation zur Verteidigung Israels in den Medien. Er ist Autor von Judaism for Everyone und 29 weiteren Büchern. Sie können ihm auf Twitter folgen: @RabbiShmuley

(Anmerkung: Ich finde Rabbi Shmuleys Worte hier begrüßenswert, habe aber Bedenken, was seine allgemein positiven Aussagen über „den Islam“ angeht. Mohammeds Erbe ist m.E. tatsächlich ein Aufruf zum Krieg.)