Foto der Woche – solche Araber gibt es viel zu wenige

The Jewish Press, 22. Juli 2016

Haled Abu Mokh, ein israelisch-muslimischer Araber, wurde letzte Woche von anderen Arabern angegriffen, weil er ein Profilbild mit Israels Flagge auf Facebook postete. Haled, der in einem Hotel in Jerusalem arbeitet, wurde von einem arabischen Kollegen erwischt, wie er auf seiner Facebookseite surfte und der andere begann ihn zu verfluchen und zu bedrohen. Am Ende der Schichte folgte ihm dieser Araber auf der Straße und warf ihm einen Stein an den Kopf. Haled fiel zu Boden und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er mit mehreren Stichen genäht wurde…

Haled wurde in Israels Fernsehsender Kanal 20 eingeladen, wo er der Moderatorin Rinat Spivak erzählte, dass er diese Reaktionen gewohnt ist.

„Diese Reaktionen sind normal, wo immer es solche extremistischen Araber gibt, aber die werden mich nicht brechen.“

„Warum sollte ich Angst haben?“, antwortete er auf die nächste Frage der Moderatorin. „Wir sollten keine Angst vor ihnen haben, sie sollten Angst vor mir haben. Ich gehe den richtigen Weg. Ich wurde hier geboren, ich öffnete meine Augen hier und sah die Flagg des Landes. Es gab keine Palästinenserflagge, wo ich geboren wurde. Der Davidstern, das bin ich, das ist, wie meine Mutter mich aufzog.“

Haled machte außerdem klar: „Niemand wird mich zum Schweigen bringen! Das stärkt nur meine Entschlossenheit dieses wunderbare Land zu lieben und ich bin nicht allein. Es gibt weitere Araber in diesem Land, die nicht bereit sind in Angst zu leben. Es ist traurig, dass es so viele Leute gibt, die nicht begreifen, was Demokratie ist; sie leben eine gewalttätige und barbarische Realität. Welche Art Zukunft werden sie haben?“

 

Palästinensischer Terrorismus und muslimische Heuchelei: ein offener Brief einer muslimischen Frau

Nadiya al-Noor, The Times of Israel, 1. Juli 2016

Während Millionen Kinder am Morgen des 30. Juni 2016 aus dem Bett steigen und wegen der Sommerferien aufgeregt waren, machte ein Kind das nicht. Ein junges israelisches Mädchen, die 13-jährige Hallel Yaffe Ariel wurde in ihrem eigenen Bett von einem 17 Jahre alten palästinensischen Terroristen brutal ermordet. Er brach in ihr Haus ein und erstach sie. Ein weiteres Leben durch sinnlose Gewalt verloren. Eine weitere arme Seele wurde dieser Welt zu früh genommen. Aber wenige Muslime in dieser Welt werden ihren Tod betrauern, weil Hallel israelische Jüdin war.

Ich bin eine Muslima und ich weiß, dass, wenn es um palästinensischen Terrorismus geht, nur allzu viele Muslime Heuchler sind. Ich habe den beiläufigen, destruktiven Antisemitismus selbst erlebt, der die muslimische Gemeinschaft heimsucht. Ich habe ihn aus den Mündern unserer religiösen Führer gehört, von Politikern und sogar von unseren ansonsten friedfertigen, liberalen muslimischen Aktivisten. Ich bin entsetzte Zeugin davon gewesen, wie Menschen gewesen, die ich einst respektierte, palästinensischen Terrorismus verzweifelt versuchten zu rechtfertigen. Warum? Warum verdammen wir alle anderen Arten von Terrorismus, stellen aber Verrenkungen an, um Gewalt gegen israelische Juden zu rechtfertigen?

Wir schreiben den „Zionismus“ die Schuld dafür zu. Wir machen eine „Besatzung“ dafür verantwortlich. Wir geben „Apartheid“ die Schuld. Wir nehmen begierig die langweiligen, antisemitischen Lügen auf, mit der Al-Jazira uns füttert: „Die Israelis stoppen die Versorgung mit Wasser!“ „Israelis werden die Al-Aqsa-Moschee zerstören!“ Wir sind nicht einmal bereit zuzugeben, dass Israel ein Staat ist. Wir nennen ihn „Palästina“. Wir lehnen es ab Gewalt gegen Israelis „Terrorismus“ zu nennen und wir brüllen heuchlerisch: „Widerstand ist kein Verbrechen!“

Lassen sie mich Ihnen etwas sagen. Schwangere Frauen in den Bauch zu stechen ist kein „Widerstand“. Auf Menschen in einem Café zu schießen ist kein „Widerstand“. Sein Auto in Fußgänger zu steuern ist kein „Widerstand“. In einem Bus eine Bombe zu zünden ist kein „Widerstand“. In das Haus einer Frau einzubrechen und sie vor ihren Kindern zu ermorden ist kein „Widerstand“. Und ein kleines Mädchen an dem einzigen Ort zu erstechen, an dem sie sicher sein sollte, ist gewiss kein „Widerstand“. Terrorismus ist kein Widerstand. Terrorismus ist ein nicht zu rechtfertigendes Verbrechen.

Muslime überall auf der Welt verdammen ständig von ISIS und die meisten Terror im Namen des Islam. Ich kenne Muslime, die Aktivisten für interreligiösen Dialog sind, für Frieden eintreten, Ärzte sind, Aktivisten für Schwulenreche und mehr sind. Wir hassen ISIS und Terrorismus leidenschaftlich. Wir würden gegen jede Verfolgung von Christen, Atheisten, Hindus, Schiiten, Amadiyyas und jeden anderen aufstehen, der verfolgt wird. Wir weinen dem Himmel etwas vor, wenn ein Palästinenser getötet wird, aber wenn es um palästinensischen Terrorismus gegen Juden geht, sehen wir entweder weg oder wir verdrehen die Geschichte, um die Terroristen zu den Opfern zu machen. Das ist inakzeptabel.

Der britische Premierminister David Cameron sagte: „Wer sagt ‚Gewalt in London ist nicht gerechtfertigt, aber Selbstmordbomben in Israel sind etwas anderes‘, dann sind auch Sie Teil des Problems.“ Er hat absolut recht. Terror ist Terror, auch wenn er sich gegen Israelis richtet. Versuchen Sie gar nicht erst den Terror, der in Israel so stattfindet, zu rechtfertigen oder Entschuldigungen zu suchen. Es werden unschuldige Menschen getötet. Ihr Leben ist genauso wichtig wie das derer, die in Paris, Brüssel, Nigeria, der Türkei, Pakistan, Jordanien, Indonesien, dem Jemen, dem Libanon, dem Irak oder Syrien getötet werden. Ihr Tod ist nicht verdienter.

Natürlich müssen wir Vorfälle verurteilen, in denen von der israelischen Regierung oder jeder anderen Regierung oder Obrigkeit Ungerechtigkeiten begangen werden. Natürlich müssen wir das Recht der Palästinenser auf Leben bekräftigen, aber kein Leben ist mehr wert als ein anderes. Ein verlorenes israelisches Leben ist dem eines Palästinensers gleich. Tragödie ist kein Wettkampf. Wir müssen beide betrauern und den Verlust an Leben kämpfen. Wir müssen allen begangenen Terrorismus verdammen. Wir müssen uns nicht bei dem Versuch verrenken ihn zu rechtfertigen. Wir dürfen keine unschuldigen Menschen dafür verantwortlich machen, dass sie abgeschlachtet werden oder das Handeln der Terroristen rechtfertigen, die sie abschlachten. Wenn wir Terrorakte rechtfertigen, ist das ein Hinweis darauf, dass wir nicht wirklich an Frieden glauben.

Wenn man für Terroristen Ausreden findet, unterstützt man Terrorismus. Punkt. Bis wir uns nicht gegen Terrorismus in all seinen Formen stellen, gegen Terroristen jeden Hintergrunds, sind wir Muslime Heuchler. Allah liebt keine Heuchler.

Die Welt hat am Donnerstag ein wunderschönes kleines Mädchen verloren. Wir dürfen Hallels Tod nicht ignorieren lassen. Wir müssen Antisemitismus in all seinen Formen bekämpfen und dazu gehört auch der Kampf gegen palästinensischen Terrorismus. Das war eine furchtbare Tragödie und wir müssen daran arbeiten zu verhindern, dass sie dem Kind eines anderen widerfährt. Mit den Worten meines Freundes Afshine Emrani, eines iranischen Amerikaners: „Lieber Gott. Hilf uns. Wir kein Kaddisch für ein Mädchen sagen, das Bat Mitzva feiert.“

Eine israelische Beerdigung

Am Freitag wurde Rabbi Miki Mark bei Otniel von arabischen Terroristen erschossen. Seine Frau kämpft im Krankenhaus ums Überleben. Zwei seiner Kinder wurden verletzt.

Der Rabbi wurde heute (Sonntag) beerdigt. Zu der Beerdigung kamen 7.000 Menschen. Paula R. Stern schreibt dazu auf Facebook:

Wenn du Israel begreifen willst – sieh dir die Beerdigung von Rav Miki Mark an. Seine Kinder stehen dort, trösten einander.
Es gibt keine Schusswaffen, mit denen in die Luft geschossen wird.[1]
Ein schluchzendes Kind erzählt seinem Vater: „Danke dafür, dass du böse auf mich warst, wenn ich etwas Falsches getan habe. Schau, Abba,[2] schau her, welch starke Kinder du erzogen hast.“ Sie nennt jedes mit Namen. „Schau sie dir an, Abba. Wir danken dir für alles, was du uns gabst, für alles, was du für uns getan hast. Danke dafür, dass du mir Kraft gegeben hast. Bitte, Abba, bitte bete für Ima[3], dass es ihr besser geht. Bitte öffne die Himmelstore und bete für uns. Wir brauchen dich und wir vermissen dich so sehr.“

[1] Das ist auf den Beerdigungen der Terroristen „Normalität“.

[2] hebr. „Papa“

[3] hebr.: „Mama“