In London wurde gebombt. Beschützt die Muslime!

Julia Gorin, Jewish World Review, 29. Juli 2005

Verzweiflung hat einmal mehr Muslime dazu gebracht Selbstmord-Bombenanschläge zu verüben, diesmal in London. Die immer noch von den Anschlägen verwirrten Briten protestieren: „Wir sind doch gar keine Juden!“ Sie müssen aus ihren Kokons herauskommen und anfangen, die entscheidende Frage zu stellen: Warum passiert das? Um den Terror zu stoppen, muss man die Wurzeln des Terrorismus entfernen. Dazu ist es vielleicht an der Zeit, dass England sich aus dem besetzten Londonistan zurückzieht. Nur dann wird diese Spirale der Gewalt enden. Da die Arbeitslosenrate unter britischen Muslimen 10 Prozent über dem nationalen Durchschnitt liegt, würden vielleicht eine De-Investitions-Kampagne sowie ein akademischer Boykott Englands helfen England herauszufinden, was falsch gelaufen ist. Jedenfalls muss unsere Bevorzugung dieser Kolonialmacht zum Nachteil der Muslime enden.

„Umfragen unter britischen Muslimen zeigen eine beträchtliches Gefühl der Wut“, berichtet die „New York Times“. „Acht von zehn glauben, dass der Krieg gegen den Terror ein Krieg gegen den Islam ist, während eine letztes Jahr durchgeführte Umfrage… überraschende 13 Prozent feststellte, die sagten, dass weitere Anschläge auf die USA gerechtfertigt seien.“ Das ist Besorgnis erregend, wenn man bedenkt, dass Muslime in Europa und Amerika immer mehr Gewicht bei Wahlen bekommen, da ihre Zahl wächst. Wir können wohl erwarten, dass man bald einen neuen Auto-Aufkleber des Genres „Ich bin eine Frau und wähle“ oder „Ich bin in Rente und wähle“ sieht: „Ich bin Muslim und bombe“.

Innerhalb eines Tages nach den Anschlägen auf britische Zivilisten am 7.7., die natürlich eine Welle der Sorge um muslimisches Wohlergehen zur Folge hatten, begannen Schlagzeilen einzulaufen wie „Muslimische Führer fürchten Racheanschläge durch die extreme Rechte“ („Und Therapie seitens der Linken“). Andere Schlagzeilen haben die Briten wegen ihres Stoizismus angesichts des Terrors bejubelt. Der „Guardian“ berichtete, dass die Pubs in London voll seien – eine Antwort, die in scharfem Gegensatz zur amerikanischen „Hysterie“ wegen solcher Massaker steht. Wiederum ist es nun nicht so, als hätten die Islamo-Faschisten die Briten auf dem Fußballfeld besiegt.

Experten haben gesagt, dass der in London benutzte Sprengstoff wahrscheinlich aus dem muslimischen Bosnien kam – was einen weiteres erlöstes Aufatmen der Welt auslöste, dass wir diesen serbischen Kerl los geworden sind. Reuters berichtet inzwischen, dass Muslime europäische Länder verlassen, um sich im Irak in die Luft zu jagen, womit sie bestätigen, dass in Europa zu leben so ätzend ist, dass die Leute lieber im Irak sterben als in Europa zu leben.

Die „Times“ gab den Toten Namen und Gesichter in einem Artikel mit dem Titel „Lost in Bombings, Diverse and Promising Lives“ („Durch die Bomben verloren gegangenes verschiedenartiges und viel versprechendes Leben“ – in dieser Reihenfolge) und betrauerte Namen wie Shahara Islam, Anthony Fatayi-Williams und Ganze Gonoral, die die „Verschiedenheit ihrer Herkunft die keine Unterschiede machende Natur der Bomben, die London trafen“ widerspiegele. (Wie Oprah das ihren Zuschauern erklären wird![1]) Den Artikel begleiteten groß herausgestellte Fotos zweier Opfer – ein Afrikaner und ein Muslim. Mit anderen Worten: Ihr habt die falschen Leute umgebracht! Wären die Bomber doch nur sorgfältiger gewesen und hätten nur weiße Zivilisten getötet, dann wäre die Welt besser in der Lage, ihre Ansichten zu verstehen. (Ein ähnliches Rätselraten kam 2002 auf, als ein Äthiopier bei einem Selbstmord-Bombenanschlag gegen Israelis verkrüppelt wurde. Die Journalisten waren hin und her gerissen, konnten sich nicht entscheiden, ob der nun als Jude oder Schwarzer zählte.) Das ist alles sehr verwirrend für eine Gesellschaft, die die Unterschiedlichkeit feiert (außer, wenn es einen praktischen Nutzen gibt, wie ethnisches Profiling um weiteren Terror zu verhindern).

In einem Interview mit Freunden des 22-jährigen Londoner Bombers Shehzad Tanweer sagten die jungen Leute, dass sie seine Wut verstünden und „dasselbe Gefühl des anders seins teilen, dasselbe Gefühl der Belagerung, dasselbe Gefühl, dass ihre Gemeinschaft und Muslime allgemein aus ihrer Sicht hilflos gegenüber den Launen größerer Mächte seien“. Immerhin, von der Rettung Kuwaits über die Befreiung des Irak zu den amerikanischen Soldaten, die wir den Somalis opferten, zum Jihad, den wir für die Muslime im Kosovo und Bosnien kämpften, dazu im Schlepptau, welcher Erzählweise westliche Journalisten zugestimmt haben über den israelisch-palästinensischen Konflikt zu berichten, um Zugang zur Perspektive der Terroristen zu behalten, dann ist es einfach, die muslimische Wut zu verstehen: Wir alle wissen, wie das ist – diesen störenden, kriecherischen Freund zu haben, der immer alles für dich tut, dir immer vergibt, egal, wie sehr du ihn misshandelst oder provozierst. Also wirklich, der Westen ist wie Ned Flanders aus den Simpsons; kein Wunder, dass die Muslime uns an den Hals gehen wollen!

Nachdem ein brasilianischer Elektriker, der ein unter Beobachtung stehendes Gebäude in London verließ, letzte Woche erschossen wurde, als der die Anweisung der Polizei nicht befolgte stehen zu bleiben, sind die britischen Muslime jetzt wegen der „Shoot-to-kill“-Politik in Sorge, die möglicherweise Muslime töten könnte, bevor sie die Chance haben 52 Briten mit sich zu nehmen.

Bei der Verhaftungswelle in Großbritannien wäre das Land gut beraten Zurückhaltung zu zeigen – und sich kein Beispiel an den USA zu nehmen, die den guten Willen nach dem 11.9. verplemperten. Denn jeder mach die Opfer: Als die Juden verheizt wurden, waren sie sympathisch; als sie versuchten sicherzustellen, dass das nicht wieder passieren wird, fand die Welt das abscheulich. Als Amerika am 11.9. getroffen wurde, mochten sie uns! Sie mochten uns! Sie mochten uns wirklich! Als wir etwas deswegen unternahmen, hörte die Welt auf uns zu mögen. (Es ist beinahe überraschend, dass unsere Linke sich nicht mit al-Qaida absprach um diesen guten Willen uns gegenüber zu erhalten.)

England sollte also die Erfahrung der USA beachten: Bevor wir die Chance auf eine Antwort hatten, wurde die muslimische Welt sauer auf uns, dass wir auch nur darüber nachdachten, wie wir antworten würden. Hass-Demos gegen Amerika entbrannten rund um die Welt – Proteste im Vorgriff auf das, worüber wir nur nachdachten, dass wir es vielleicht tun werden. Rache wurde bereits für den Gegenschlag angekündigt, über den wir noch nicht einmal entschieden hatten, weshalb sich viele Sorgen machten, dass die Rache schon kommen würde, bevor wir überhaupt den ersten Angriff beantworteten. Was uns zwei Gründe zum Gegenschlag gegeben hätte. Können Sie sich vorstellen, wie wütend das die muslimische Welt gemacht hätte? Können sich die Proteste dagegen vorstellen, dass wir zwei Gründe hätten, um gegen sie zurückzuschlagen? Mann, hätten wir dafür Prügel bekommen! Daher sollte Tony Blair darüber nachdenken, dass es eindeutig auch die Möglichkeit gibt, dass es vielleicht im Vorgriff darauf war, wie er auf einen Terroranschlag beantworten könnte, was diesen überhaupt erst anstiftete. Lasst uns beten, dass die Briten keinerlei drastische Maßnahmen ergreifen, wie den Polizeistreifen endlich zu erlauben Waffen zu tragen.

England muss daran denken, dass es noch kein muslimisches Land ist und ihm daher Aggression nicht die Sympathien der Welt einbringt. (Obwohl die Muslime besser nicht zu sehr loslegen sollten, sonst muss Hollywood mehr Filme über die drohende Gefahr von Neonazis, christlichen Kreuzrittern und den Mossad herausbringen.)

In derselben Woche, in der die Anschläge in London statt fanden, gab es zwei Selbstmord-Bombenanschläge in Israel, bei denen sechs Menschen getötet und 90 verletzt wurden. Durch sein Vorgehen gegen die Hamas als Antwort auf die Bomben, beendete Israel den fünfmonatigen Waffenstillstand – so die Washington Post, der San Francisco Chronicle und die Asociated Press. Der Islamische Jihad, der den ersten der beiden Anschläge ausführte, stimmte dem zu und gab eine Stellungnahme aus, dass er der Waffenruhe weiterhin verpflichtet bleibe. (Offensichtlich bedeutet „Waffenruhe“ auf Arabisch, dass nur DU die Waffen ruhen lässt.)

Letzte Woche erschütterten Explosionen den Ferienort Scharm el-Scheik in Ägypten, wo viele Menschen aus dem Westen, einschließlich vieler Briten, Urlaub machten. Die Frage, die die Ermittler dort am meisten verwirrte: Warum machen Westler im Nahen Osten Urlaub? Ist das nicht so, als mache ein Jude im Zweiten Weltkrieg Ferien in Hamburg? („Die Deutschen sind doch nicht ALLE so.“) Liebe Mit-Westler, der Berg muss nicht zu Mohammed kommen, Mohammed ist bereits beim Berg. Wenn du den Nahen Osten erleben willst, musst du nicht mal einen Vorgarten verlassen.

Näher an Zuhause verurteilten drei US-muslimische Gruppen die Anschläge in London; sie plapperten nach, was der palästinensische Premierminister Mahmud Abbas schon immer zu Selbstmord-Bombenanschlägen zu sagen hatte: „Das ist nicht gut für unser Image!“

Wenigstens sind in letzter Zeit die Gerüchte über eine israelische Beteiligung an den Anschlägen vom 11.9. abgeklungen, außer in einem öffentlichen Forum letzten Monat im Nationalen Hauptquartier der Demokratischen Partei, wo vom Abgeordneten John Conyers aus Michigan angeführte Demokraten Literatur verteilten, in der behauptet wird, das sei ein Komplott des Mossad gewesen. Der Parteivorsitzende der Demokraten, Howard Dean, rüffelte seine Kollegen; er sagte: „Das Democratic National Committee ist absolut nicht dieser Meinung und verurteilt die Vorwürfe… Solche Stellungnahmen sind nichts als schändliches, antisemitisches Gerede.“ Damit war der Punkt erreicht, an dem die Demokraten schließlich überein kamen, dass Dean zu sehr den Kontakt zum Rest der Partei verloren habe und gehen müsse.

Inzwischen gehen die Forderungen weiter die Anlage in Guantanamo Bay abzubauen, wobei wenig berücksichtigt wird, welche Gefahren das für die Umwelt schaffen würde – was wird mit all den Radikalen, die dann durch die Gegend geistern. (Die fortgesetzte Sorge für die Gefangenen unterstreicht den taktischen Fehler von Terri Schiavo: Wäre sie eine Gefangene in Gitmo oder Abu Ghraib gewesen, wäre nie erlaubt worden, dass sie zu Tode hungern muss.) Die Gulag-Vergleiche haben allerdings nachgelassen, was angesichts der dort statt findenden Misshandlungen und des Missbrauchs unglücklich ist – Menschen, die wochenlang nach ihrer Ankunft keinen Zugang zu Duschen haben und dann mit Steinen, Urin und Fäkalien beworfen werden, dazu wird ihnen ins Gesicht gespuckt und ins Ohr gebissen – und sie sind die ganze Zeit nicht in der Lage etwas dagegen zu tun. Und so geht es nur den dort stationierten US-Soldaten.

Schließlich beginnen wir angesichts zunehmend aufkommender Details, die al-Qaida und den Irak mit dem Bombenanschlag von Oklahoma City von 1995 in Verbindung bringen, zu verstehen, warum die Behörden nie den zweiten Verantwortlichen zu fassen bekamen: Sie suchten nach John Doe, während sie nach Mohammed Doe hätten suchen sollen.

Die gute Nachricht für die halbfreie Welt ist, dass die al-Qaida-Rekrutierungszentren derart viele Bewerber für Märtyrer-Operationen bekommen haben, dass eine Menge Freiwilliger abgelehnt werden musste. Also das nenne ich Entziehung der Bürgerrechte! Wenn die al-Qaida diesen Seelen ihre letzte Lebenszuflucht verweigert, sollte sie nicht überrascht sein, wenn diese verbitterten Abgelehnten den einzigen ihnen möglichen Weg gehen: Bomben umzuschnallen und die al-Qaida-Büros angreifen.

[1] Anmerkung des Übersetzers: Oprah Winfrey geriet in den USA kürzlich mehrfach in die Schlagzeilen, weil sie in ihrer Sendung und dem zugehörigen Magazin Selbstmord-Attentäter des Nahen Ostens als Freiheitskämpfer feierte und Terroristen unterstützende Leute zu Wort kommen ließ und hofierte, die Opfer aber verunglimpfte.

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Die palästinensische Art der Kriegsführung: Der Rückkehrmarsch im Gazastreifen

Prof. Hillel Frisch, BESA Center Pespectives Paper Nr. 782, 27. März 2018

Gazastreifen, US CIA Bild via Wikimedia

Zusammenfassung: Alle palästinensischen Gebilde und Organisationen – von der PLO und der PA bis zu den Fraktionen von Hamas, Islamischem Jihad und den Salafistengruppen – haben lange danach gestrebt israelische Juden zu töten oder zu verstümmeln und ihr Eigentum zu beschädigen oder zu zerstören. Der Rückkehrmarsch im Gazastreifen, die jüngste palästinensische Innovation, ist ähnlich dazu gedacht zu Blutvergießen zu führen. Hoffentlich wird Israel in der Lage sein die Veranstaltung zunichte zu machen und israelisches sowie Leben zu retten.

Seit die Fatah am 1. Januar 1965 ihren ersten Sabotageakt gegen eine Pipeline der nationalen Wasserleitung verübte, hat die neu aufgekommene palästinensische Nationalbewegung einen ständigen Krieg gegen Israel geführt.

Auf dem grundlegendsten Level haben die Palästinenser und andere seit Jahrzehnten ständig darauf gedrängt – und zwar alle palästinensischen Gebilde und Organisationen, von der PLO und der PA bis zu allen Fraktionen wie der Hamas, dem Islamischen Jihad und den Salafistenorganisationen – israelische Juden zu töten oder zu verstümmeln und ihr Eigentum zu beschädigten oder es zu zerstören.

Diese verschiedenen Organisationen sind nur bezüglich der Taktiken unterschiedlicher Meinung, wie diese Ziele zu erreichen sind.

Mahmud Abbas, der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde (oder Palästinenserstaat, wie er in ihren Logos und ihrer Korrespondenz auftaucht) wird von der Notwendigkeit eingeschränkt diese Ziele durch „Volkskampf“ zu erreichen – mit anderen Worten: mit Stöcken, Steinen und Brandbomben, aber ohne Feuerwaffen, Selbstmord-Bombenanschläge und Flugkörper.

Die anderen Organisationen haben keine solche Beschränkungen, auch nicht die Fatah, die Organisation, die Abbas zusätzlich zur PLO und der PA leitet. Ihre einzigen Einschränkungen sind ihre Ressourcen. In der Westbank sind diese dank des israelischen Geheimdienstes ISA, vorbeugenden Festnahmen und Sicherheitskooperation mit der PA, die das Interesse an der Vernichtung der Hamas, einem gemeinsamen Feind, teilt, sehr gering.

Als Experten in der Inszenierung von Gewalt wissen diese Palästinensereinheiten und -Organisationen, dass die „routinemäßige“ Inszenierung von Gewalt durch „bewaffneten“ und „Volks“-Kampf nicht ausreicht – nicht nur für das Erreichen bedeutsame politische Ziele wie einen israelischen Abzug, sondern auch dafür im Kampf zur Delegitimierung des jüdischen Staates das Scheinwerferlicht der internationalen Medien hochzuhalten.

Um es geradeheraus zu sagen: Die Tötung von zwei Vätern großer Familien und die starke Verstümmelung zweier Israelis – die Ernte palästinensischer Gewalt im Januar und Februar 2018 – machte jenseits der israelischen und palästinensischen Medien keine Schlagzeilen. Dieses Einflusslevel kann die Machtbalance der beiden Seiten nicht verändern.

So schmerzhaft diese Anschläge waren: Weniger Israelis, ob rechts, in der Mitte oder links, werden von ihnen beeinflusst werden ihre Meinungen zur Palästinenserfrage oder zu denen an der Macht zu ändern.

Die Palästinenser ihrerseits sind sich schmerzhaft bewusst, dass seit dem sogenannten Arabischen Frühling, seinen blutigen Folgen und der Vervielfältigung der iranisch-saudischen und schiitisch-sunnitischen Stellvertreterkriege, die Schwelle des Tötens und Verstümmelns, die sie erreichen müssen, um das Scheinwerferlicht Rampenlicht zu gewinnen und behalten, jetzt beträchtlich höher hängt.

Palästinenserorganisationen wetteifern mit den Russen und Syrern in ihren wahllosen Bombenangriffen auf Ghouta, dem Bereich, der die östlichen Vororte von Damaskus bildet, sowie in einem abnehmenden Maß mit der Gewalt im Irak, dem Jemen und Libyen.

Das ist der Grund, dass Zehn-, wenn nicht Hunderttausende Mitglieder dieser Organisation ständig versuchen neue Wege zu finden, um Gewaltwellen zu beginnen, die, wenn sie regelmäßig genug kommen, den israelischen Willen ein demokratischer Staat in einer Region zu bleiben untergraben, in der Staaten wie der Libanon am Rande des Krieges stehen oder wie Syrien tief im Krieg stecken.

Die jüngste Innovation ist die Idee einer massiven Prozession von 100.000 Gazanern mit dem Ziel den israelischen Sicherheitszaun um den Gazastreifen zu stürmen, um die Rückkehr der Gaza-Flüchtlinge in ihre ursprünglichen Häuser anzukündigen. Unnötig zu erwähnen, dass die Protestierenden kaum die ursprünglichen Flüchtlinge sind, die mindestens 69 Jahre alt sein müssten – die Zeit, die seit der Gründung Israels 1948 vergangen ist.

Das unmittelbare Ziel der angehenden Zaunstürmer ist weniger Israelis zu töten (obwohl: wenn das erreicht werden kann, um so besser), sondern selbst getötet zu werden. Sie haben die Hoffnung, dass Israel auf Gewalt zurückgreifen wird, um die Grenze zu halten (wie das jeder souveräne Staat tun würde) und damit die Bilder und Beerdigungen zu schaffen, die Israel delegitimieren.

Das langfristige Ziel der Veranstaltung besteht tatsächlich darin Israelis zu töten und zu verstümmeln und ihr Eigentum zu beschädigen. Die Hamas und andere Gruppen hoffen, sie wird zu massiven Wellen gewalttätiger Proteste und selbst initiierter Selbstmord-Terroranschläge in der Westbank und durch Israels arabische Bürger führen. Idealerweise – aus der Perspektive der Palästinenserorganisationen – wird das eine umfassende Intifada ergeben.

Selbst zu den günstigsten Zeiten kann man nicht vorhersagen, was geschehen wird. Die Frage, warum und wie rebelliert werden soll, werden von den Mächten des Status quo, Rebellen und Terroristen und natürlich vielen Akademikern intensiv studiert. Nach hundert Jahren des Studiums sind die Auslöser anhaltender Gewaltwellen weitgehend ein Mysterium. Sie passen nicht in die gepflegten Schemata, die die exakten Wissenschaften kennzeichnen.

Israel will den Status quo beibehalten, bei dem Menschen friedlich ihrem Leben nachgehen. Die palästinensischen Terrororganisationen wollen die Status quo ändern. Der Gazastreifen soll nach elf Jahren Herrschaft der Hamas ein weiteres Ghouta werden, ein weiteres blutiges Bagdad oder gar ein weiterer ausgewachsener, gescheiterter Palästinenserstaat.

Dieses Projekt ist mit verschiedenen Problemen belastet, weil die Palästinenser gespalten sind, noch mehr nach dem versuchten Mord am palästinensischen Premierminister Rami Hamdallah im Gazastreifen. Sie sind derart gespalten, dass die Hauptakteure – die PA und Fatah einerseits und die Hamas und der Islamische Jihad andererseits – sich nicht auf das Datum einigen können, an dem die Stürmung des Zauns stattfinden sollte.

Fatah-Anhänger wollen sie am 14. Mai veranstalten, dem Datum von 1948, an dem Ben-Gurion den Staat Israel ausrief und fünf arabische Staaten in ihn einfielen. Die Palästinenser haben das Datum für das Gedenken an die Nakba – den Fehlschlag der Palästinenser bei der Vernichtung des Staates Israel – und das Leid der Flüchtlinge bestimmt, obwohl der Abgang der palästinensischen Flüchtlinge wenig mit diesem speziellen Datum nichts zu tun hatte. Die Hamas will das Ereignis am 30. März veranstalten, an dem viele israelische Araber den Tag des Bodens begehen.

Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass an beiden Daten Märsche stattfinden werden und Israel und die Palästinenser bereiten sie gewissenhaft darauf vor. Die israelische Armee wird alles in ihrer Macht stehende tun, um die Protestierenden auf Weisen auszubremsen, die Blutvergießen vermeiden. Die Palästinenserorganisationen, von der PLO und der PA an abwärts, wollen, dass Blut vergossen wird.

Hoffentlich werden die israelischen Vorhaben obsiegen.

Was wollen die Terroristen?

Daniel Pipes, The New York Sun, 26. Juli 2005

Was wollen islamistische Terroristen? Die Antwort sollte offensichtlich sein, ist es aber nicht.

Vor einer Generation machten Terroristen ihre Wünsche sehr deutlich klar. Bei der Entführung von drei Flugzeugen im September 1970 z.B. verlangte die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) erfolgreich die Freilassung arabischer Terroristen, die in Großbritannien, der Schweiz und Westdeutschland inhaftiert waren. Beim Angriff auf das B’nai B’rith-Hauptquartier und zwei weitere Gebäude in Washington 1977 verlangte eine Gruppe von Hanafi-Muslimen die Absetzung des Spielfilms „Mohammed, Botschafter Gottes“, 750 US-Dollar (als Erstattung einer Strafe), die Übergabe der fünf Männer, die die Familie des Hanafi-Führers massakriert hatten und dazu den Mörder von Malcolm X.

Solche „nicht verhandelbare Forderungen“ führten zu Herz zerreißenden Geiseldramen und den zugehörigen politischen Dilemmas. „Wir werden niemals mit Terroristen verhandeln“, erklärten die Politiker. „Gebt ihnen Hawaii, aber holt meinen Mann zurück“, bettelten die Frauen der Geiseln.

Diese Tage sind so weit entfernt und ihre Wortwahl so vergessen, dass selbst Präsident Bush jetzt von „nicht verhandelbaren Forderungen“ spricht (in seinem Fall bezüglich der Menschenwürde), wobei er die tödliche Herkunft dieses Ausdrucks vergisst.

Heutzutage werden die meisten antiwestlichen Terroranschläge begangen, ohne dass Forderungen gestellt werden. Bomben explodieren, Flugzeuge werden entführt und in Gebäude geflogen, Hotels stürzen ein. Die Toten werden gezählt. Kriminalbeamte verfolgen die Identität der Täter zurück. Fragwürdige Internetseiten stellen post-hoc nicht bestätigte Ansprüche.

Aber die Gründe für die Gewalt werden nicht erklärt. Analysten, auch ich, befinden sich in der Situation, dass sie über die Motive spekulieren müssen. Diese können persönlichen Groll betreffen, der auf Armut, Vorurteilen oder kultureller Entfremdung basiert. Alternativ können sie auf internationale Politik antworten: ein „Madrid“ durchzuziehen und so Regierungen dazu zu bringen ihre Truppen aus dem Irak abzuziehen; Amerikaner zu überzeugen Saudi Arabien zu verlassen; amerikanische Unterstützung für Israel zu beenden; New Delhi unter Druck zu setzen, dass es die Kontrolle über den Kaschmir aufgibt.

Jedes dieser Motive könnte zur Gewalt beigetragen haben; wie der Londoner „Daily Telegraph“ es formuliert: Die Probleme im Irak und Afghanistan fügten jeweils „ein neues Steinchen auf den Berg von Klagen, die die militanten Fanatiker aufgebaut haben“. Und doch ist keines entscheidend dafür, das eigene Leben um der Tötung anderer Willen aufzugeben.

In fast allen Fällen haben die Jihad-Terroristen ein auf der Hand liegendes, selbstverständliches Ziel: eine Welt zu schaffen, die von Muslimen, dem Islam und dem islamischen Gesetz, der Scharia, dominiert wird. Oder, um noch einmal den „Daily Telegraph“ zu zitieren: Ihr „wahres Projekt ist die Ausdehnung des islamischen Territoriums über den gesamten Globus und die Gründung eines weltweiten ‚Kalifats‘, das auf dem Gesetz der Scharia gründet.“

Die Terroristen verkünden offen dieses Ziel. Die Islamisten, die 1981 Anwar el-Sadat ermordeten, dekorierten ihre Angeklagten-Käfige mit Bannern, die verkündeten: „Das Kalifat oder den Tod.“ Eine Biographie von Abdullah Azzam, einem der einflussreichsten islamistischen Denker der jüngsten Vergangenheit und jemand, der Osma bin Laden beeinflusste, erklärt, dass sein Leben „sich um ein einziges Ziel drehte, nämlich die Errichtung der Herrschaft Allahs auf der Erde“ und der Wiederherstellung des Kalifats.

Bin Laden selbst sprach davon, er wolle sicher stellen, dass „das gottesfürchtige Kalifat in Afghanistan beginnen wird“. Sein erster Stellvertreter, Ayman al-Zawahiri, träumte ebenfalls von der Wiederherstellung des Kalifats, denn dann, so schrieb er, „würde die Geschichte eine neue Wendung nehmen, so Gott will, in die entgegengesetzte Richtung, gegen das Reich der USA und der jüdischen Weltregierung.“ Ein weiterer Al-Qaida-Führer, Fazlur Rehman Khalil, veröffentlicht ein Magazin, das erklärt: „Durch die Segnungen des Jihad hat der Countdown für Amerika begonnen. Es wird bald seine Niederlage eingestehen.“ Dem wird die Schaffung des Kalifats folgen.

Oder, wie Mohammed Bouyeri auf dem Zettel schrieb, den er an der Leiche des holländischen Filmemachers Theo van Gogh anbrachte, den er gerade ermordet hatte: „Der Islam wird durch das Blut der Märtyrer siegreich sein, die sein Licht in jeder dunklen Ecke dieser Erde verbreiten.“

Interessanterweise war van Goghs Mörder frustriert wegen der ihm fälschlich unterstellten Motive. In seiner Gerichtsverhandlung bestand er darauf, dass „ich tat, was ich tat, ausschließlich aus meinem Glauben heraus. Ich will, dass Sie wissen, dass ich aus Überzeugung handelte und dass ich ihm sein Leben nicht nahm, weil er Holländer war oder weil ich Marokkaner war oder mich beleidigt fühlte.“

Obwohl die Terroristen ihre Jihad-Motive laut und deutlich verkünden, verschließen Westler und Mulisme gleichermaßen oft davor die Augen. Islamische Organisationen, so stellte der kanadische Autor Irshad Manji fest, geben vor, dass der „Islam ein unschuldiger Zuschauer des heutigen Terrorismus ist“.

Was die Terroristen wollen, ist völlig klar. Es ist monumentale Verleugnung nötig, das nicht anzuerkennen, aber wir Westler haben uns dieser Herausforderung gestellt.

Terrorhelfer nutzen den Koran aus

Daniel Pipes, The New York Sun, 14. Dezember 2004

Terrorbekämpfungs-Anstrengungen erhielten starken Auftrieb, als ein amerikanisches Distriktgericht drei muslimische Organisationen und eine Einzelperson, die hauptsächlich in der Region Chicago beheimatet waren, für schuldig befand Hamas zu finanzieren und sie zu erstaunlichen 156 Millionen US-Dollar Strafe verurteilte.

Die vier wurden für verantwortlich befunden, bei der Ermordung des amerikanischen Teenagers David Boim am 13. Mai 1996 eine Rolle gespielt zu haben; er wurde von Hamas-Mitgliedern erschossen, als er bei Jerusalem auf einen Bus wartete. Dieser Fall an sich ist wichtig, da er ein Stück Gerechtigkeit und Erleichterung für die Familie Boim bietet. Darüber hinaus hilft er auf vierfache Weise bei der Bekämpfung des Terrorismus.

Erstens bestätigt und operationalisiert es ein US-Gesetz von 1992, das jegliches Schicken von Geld an Terrororganisationen verbietet, nicht nur Geld, das ausdrücklich für Gewalt verwendet werden soll. Selbst Gelder, die für medizinische Versorgung oder Bildung benutzt werden, so die korrekte Logik, fördert letztlich Gewalt.

Arlander Keys, der Richter in diesem Fall, legte fest, dass „die Boims nur zeigen müssen, dass die Beklagten an einer Vereinbarung beteiligt war einen gesetzeswidrigen Akt zu begehen und dass der Anschlag, bei dem David Boim getötet wurde, eine einigermaßen vorhersehbare Folge des Komplotts war.“ Dieses Urteil stellt andere Zivilklagen, insbesondere die, die das saudische Königshaus mit dem 11. September in Verbindung bringt, auf festeren Boden.

Zweitens ist dies die erste Entscheidung einer Jury, die Amerikaner bestraft, die Terrorismus im Ausland unterstützen und macht sie für Schadenersatz haftbar.

Drittens, so erklärt Boims Anwalt Stephen J. Landes, zeigt es, dass „das amerikanische Gerichtssystem vorbereitet ist, das islamistische Terror-Netzwerk bankrott zu machen“, so wie es das bereits mit dem Ku-Klux-Klan und der Aryan Nations getan hat, zwei extremistischen und gewalttätigen Organisationen – indem es „unbezahlbar hohe Urteile gegen sie zustande brachte“.

Und schließlich bestätigt der Fall ein Muster der Schuld sogar unter den am unschuldigsten erscheinenden islamischen Institutionen. Zwei der drei haftbar gemachten Gruppen haben bekannte Verbindungen zu der islamistischen palästinensisch Gruppe Hamas; die Holy Land Foundation dient als Spendensammler mit der Islamic Association for Palestine als politische Fassade. Aber das Quranic Literacy Institute erschien völlig ohne Verbindung zur Hamas. Es ist eine religiöse Gruppe in einem Vorort von Chicago, die sich seit 1991 der frommen Arbeit der Übersetzung islamischer heiliger Texte aus dem Arabischen widmet und sie dann in Englisch veröffentlicht.

Aber der äußere Anschein kann täuschen. Im Juni 1998 warfen Bundesbehörden dem QLI vor neun Jahre lang ein Komplott unterstützt zu haben, „zu dem internationale terroristische Aktivitäten und Rekrutierung und Training im Inland zur Unterstützung solcher Aktivitäten gehören“ und beschlagnahmten 1 Million Dollar Bargeld und Vermögenswerte.

Das FBI fand heraus, dass in Saudi Arabien arbeitender Finanzmakler mit Verbindungen zu Osama bin Laden, Yassin Kadi, dem QLI 1991 die Summe von 820.000 Dollar lieh, die dieses dann durch eine Reihe von Grundstücksgeschäften wusch. Durch, wie die Chicago Tribune es nannte, „außergewöhnlich komplexe“ Geschäfte säuberte es fast 1,4 Millionen Dollar; die Untersuchungsbeamten haben den Verdacht, dass das QLI 1993 mit diesem Geld den Wiederaufbau der Hamas finanzieren wollte.

Die Komplizenschaft des QLI am Terrorismus hat große Bedeutung, denn es ist keine Schurkentruppe, aber ein treuer Anhänger der von den Saudis gestützten „wahhabitischen Lobby“ in den Amerika. Ahmad Zaki Hammad, Gründungspräsident des QLI, ist ein Islam-Gelehrter, der mit hohen Abschlüssen an Kairos prestigeträchtiger Al-Azhar-Universität und der University of Chicago prahlt. Er war Präsident der größten Organisation der Lobby, der Islamic Society of North America (ISNA) und Mitglied des Vorstands des North American Islamic Trust, dem Mechanismus für die Übernahme von Moscheen und anderem islamischem Grundbesitz.

Als die Vermögenswerte des QLI 1998 beschlagnahmt wurden, eilten führende Organisationen der wahhabitischen Lobby – die ISNA, der Islamic Circle of North America, das Council on American-Islamic Relations, die Muslim Students‘ Association – zu ihrer Verteidigung herbei und erklärten sich als „über diese nie da gewesene Handlungsweise gegen Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft schockiert“. Fast tausend Helfer demonstrierten zu Gunsten des QLI und skandierten „Allahu akbar“.

Und doch wissen wir, dass diese harmlos erscheinende Organisation eine Schlüsselrolle dabei spielte Geld an die Hamas zu schleusen.

Muslimische Institutionen sind nur zu oft nicht das, was sie zu sein scheinen. Die „Progressive Muslim Union“ ist in Wirklichkeit reaktionär. Moscheen beherbergen Kriminelle. Honig-Händler und Islamische Hilfsorganisationen finanzieren den Terror. Ein dem Mainstream zugerechneter muslimischer Leiter bekennt sich der Beteiligung an einem Mordkomplott für schuldig.

Die Lektion ist klar: Wahhabistische Organisationen wie das QLI kann nicht einfach geglaubt werden, sondern man muss sie genauestens auf extremistische, kriminelle und terroristische Verbindungen hin überprüfen. Ausgedehnte Nachforschungen, einschließlich verdeckter Operationen, sind notwendig, um der möglicherweise schäbigen Wirklichkeit hinter dem scheinbar anständigen Äußeren auf die Schliche zu kommen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18. – 24. Februar 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 18.02.2018:

Der Shin Bet, die IDF und die Polizei zerschlugen zwei Terrorzellen im Gush Etzion sowie aus der Umgebung von Bethlehem und nahmen ihre Mitglieder fest. Eine hatte einen Sprengstoff-Mordanschlag auf Verteidigungsminister Liberman geplant; die Bombe wurde bei der Festnahme beschlagnahmt. Die meisten der Festgenommenen waren schon wegen Terrorismus in israelischer Haft.

Nach ersten Ermittlungen glaubt die IDF heute, dass gestern am Gaza-Zaun nicht eine sondern zwei Bomben gezündet wurden.

Die Hisbollah drohte in neuen Pamphleten und Videos mit Angriffen auf israelische Bohrinseln.

Montag, 19.02.2018:

Eine Familie im Gazastreifen hat Drillinge bekommen. Sie heißen „Jerusalem“, „Hauptstadt“ und „Palästina“. Die große Schwester der drei heißt „Dalal Mughrabi“ nach der Terroristin, die den Tod von 37 Israelis (darunter 12 Kindern) verursachte.

Ein israelisches Gesetz (in Arbeit), das erlaubt Einnahme für die PA zurückzuhalten, das diese für die „Terroristengehälter“ einsetzt, wird von Abbas et. al. als „Piraterie“ und „Diebstahl von Geld“ bezeichnet. PA-Medien verkündeten, dass die „Regierung“ (PA) bestätigt, diese Entscheidung sei gemäß dem Völkerrecht ungültig.

COGAT-Leiter Generalmajor Mordechai warnte die Hamas, sie solle aufhören gewalttätige Grenzstörungen zu betreiben. Andernfalls werde die IDF härtere Maßnahmen dagegen ergreifen. Er forderte die Gazaner auf vor den Häusern der Hamas-Führer zu demonstrieren.

Dienstag, 20.02.2018:

Die IDF räumte die Siedlung Eviatar in Samaria in Samaria. Die Gemeinde war 2016 in Gedenken an Terroropfer gegründet worden. Bei der Räumung wurden 3 Jugendliche festgenommen.

Minister Liberman und Oppositionspolitiker kritisierten Mahmud Abbas wegen dessen Rede vor der UNO-Vollversammlung. Er sei ein Lügner, Geschichtsfälscher und rede mit gespaltener Zunge. (Alleine schon Abbas‘ Behauptung die Palästinenser würden eine Kultur des Friedens pflegen und Gewalt ablehnen zeigt, dass sie recht haben.)
Danny Danon gab Abbas ebenfalls Zunder: „Sie sind kein Teil der Lösung – Sie sind das Problem.“

Premier Netanyahu reagierte in seiner Rede ebenfalls auf Abbas; dieser habe nichts Neues gesagt; Abbas laufe weiter vor dem Frieden davon und entlohne Terroristen und ihre Familien $347 Millionen.

Der UNO-Gesandte für den Nahen Osten lässt – einmal mehr – wissen, dass das Fenster für einen Friedensschluss nur noch kurz offen sei. (Das kommt von Seiten der UNO schon seit Jahren.)

Der Knessetausschuss für Judäa und Samaria erhielt Daten: Jährlich werden von Arabern in Judäa und Samaria 6 Millionen Kubikmeter Wasser gestohlen.

Mittwoch, 21.02.2018:

Die Fatah ehrte den Terroristen, der Rabbi Schevach ermordete; er sei „ein Märtyrer, der auf den Schultern des Himmels saß und lächelte“.

Freitag, 23.02.2018:

Es sieht so aus, als wäre der PA-Araber gestern an Gasinhalation gestorben; die IDF schoss Tränengas in Richtung einer randalierende Menschenmenge, die sich in der Nähe der Stelle befand, wo der Araber festgehalten wurde. Eine Autopsie soll feststellen, woran er tatsächlich starb.

Samstag, 24.02.2018:

Der neue Wachturm am Damaskustor ist fertig:

Gegen wen kämpfen wir? Eine kurze Geschichte des militanten Islam

Jonathan Schanzer, Middle East Forum, Frühjahr 2002

Es ist ein „Krieg gegen den Terror“, sagt Präsident George W. Bush. Manchmal wird uns sogar gesagt, es sei ein Krieg gegen „das Böse“. Aber ungeachtet der Namengebung unternimmt die Bush-Administration große Anstrengungen zu betonen, dass dies auf keinen Fall ein Krieg gegen den Islam ist. Ist er das nicht?

Die kurze Antwort ist: Nein. Wir bekämpfen nicht den Islam, denn so etwas wie den einen Islam gibt es nicht. Ein einziger Islam kann nicht aus den vielen Abzweigungen, Seitenlinien und Sekten heraus geholt werden, die die 1,3 Millionen Muslime dieser Welt ideologisch, religiös und politisch aufspalten wie die anderen beiden monotheistischen Glauben, das Christentum und das Judentum.

Trotzdem waren alle 19 Flugzeugentführer des 11. September Muslime. Jeder einzelne auf der FBI-Liste der 22 meist gesuchten Terroristen ist Muslim. Fast alle Gruppen und Individuen, die in Präsident Bushs Anordnung zur Blockierung terroristischer Finanzquellen aufgelistet werden, sind auch muslimisch. Wie kann das also kein Krieg gegen den Islam sein?

Korrektur: gegen den militanten Islam

Der „Krieg gegen den Terror“ sollte eigentlich „Krieg gegen den militanten Islam“ genannt werden. Die Terroristen des 11. September, Osama bin Laden, Al Qaida und die Taliban halten alle an einer Ideologie fest, die wir als militanten Islam kennen gelernt haben – ein Minderheitszweig des Glaubens, der bitteren Hasse gegen westliche Ideen aussondert, zu denen auch Kapitalismus, Individualismus und Konsumgeist gehören. Er lehnt den Westen ab und das, je mehr er zu bieten hat (bis auf die Ausnahme von Waffen, Medikamenten und anderen brauchbaren Technologien) und sucht stattdessen die Einsetzung einer strikten Interpretation des Koran (des heiligen Buchs des Islam) und der Scharia (dem islamischen Gesetz). Amerika, wie radikale Muslime es sehen, ist das Haupthindernis beim Aufbau einer islamischen Weltordnung.

Entsprechend richtet der militante Islam sein Gift gegen Amerika und den Westen. Der oberste Führer der Taliban, Mullah Muhammad Omar, sagte nach dem 11. September, dass „der Plan (Amerika zu zerstören) voran geht und, wenn Allah es will, durchgeführt wird; es sei aber eine riesige Aufgabe, die über den Willen und das Verständnis menschlicher Wesen hinaus ginge. Wenn Allahs Hilfe mit uns ist, dann wird das innerhalb kurzer Zeit passieren.“

Scheik Ikarama Sabri, ein palästinensischer Mufti (islamische religiöse Autorität) sagte in einer Radio-Predigt, die 1997 ausgestrahlt wurde: „Oh Allah, zerstöre Amerika, seine Agenten und seine Verbündeten! Wirf sie in ihre eigenen Fallen und mache das Weiße Haus schwarz!“

„Das amerikanische Regime ist der Feind der (iranischen) islamischen Regierung und unserer Revolution“, sagte Irans religiöser Führer Ali Khamenei 1988. „Es ist der Feind eurer Revolution, eures Islam und eures Widerstands gegen amerikanisches Muskelspiel.“

Also sichern radikale Muslime ihre Worte mit Taten ab. Sie haben eine Geschichte der Gewalt gegen amerikanische, westliche und sogar muslimische Interessen. Aber die Bewegung kam nicht spontan auf. Sie hat 14 Jahrhunderte gebraucht sich zu entwickeln.

Von Eroberern zu Eroberten

Die Geschichte beginnt mit der Geburt des Islam im Jahr 610, als der Prophet Mohammed seine göttliche Mission empfing und Allahs Anweisungen für eine neue Religion akzeptierte, die den Glauben an einen einzigen Gott befahl. Die nächsten 22 Jahre diente Mohammed als Vermittler der Botschaft Allahs und sein muslimisches Reich wuchs so weit, dass es fast die gesamte arabische Halbinsel umfasste. Nach dem Tod des Propheten dehnte sich das muslimische Reich bis ins 17. Jahrhundert weiter aus, als die Muslime fraglos die größte Militärmacht der Welt waren; sie hatten ausgedehnte Gebiete erobert und Millionen im Nahen Osten und Südeuropa konvertiert. Der Islam hatte auch unvergleichliche Fortschritte in Architektur, Kunst, Gesetzgebung, Mathematik und den Wissenschaften gemacht.

Mit der Ausnahme der Kämpfe gegen die christlichen Kreuzfahrer hatten die meisten Muslime wenig mit dem Westen zu schaffen. Tatsächlich betrachtete die ottomanische Türkei, die dominante islamische Macht des 16. Jahrhunderts, den Westen mit dem, was der Islam-Experte Bernard Lewis in seinem Buch „Der Islam und der Westen“ eine „amüsierte Geringschätzung“ wegen ihrer unterlegenen Kultur und Religion nennt.

Im 17. Jahrhundert aber, als der Westen militärische Überlegenheit erreichte, schreibt Lewis, dass der Ton sich zu „alarmierter Abneigung“ verschob. 1967 hatten die Russen den Türken ihre erste schwere Niederlage beigebracht, was auf einen neuen und schwierigen Weg des Islam in die Zukunft deutete. Anstatt zu erobern, wurden die Muslime erobert.

Das Reich trennte sich bald auf. 1798 führte Napoleon Bonaparte seine Expedition nach Ägypten. 1830 übernahmen die Franzosen Algerien. Neun Jahre später verleibten die Engländer sich Aden (im heutigen Jemen) ein. 1881 besetzten die Franzosen Tunesien und 1882 festigten die Engländer ihren Zugriff auf Ägypten. 1911 eroberten die Russen Teile Persiens. Im gleichen Jahr verkündete Italien die Annexion von Tripolis, was später zur Schaffung des modernen Staates Libyen führte. 1912 dehnten die Franzosen ihren Einfluss auf Marokko aus. Am Ende des Ersten Weltkriegs hatte das ottomanische Reich den Nahen Osten verloren, als Frankreich und England das muslimische Reich als Kriegsbeute aufteilten. Die muslimische Welt konnte wenig mehr tun als hilflos zuzusehen.

Aber das schmerzlichste westliche Eindringen in die islamische Welt war unzweifelhaft die Einrichtung des Staates Israel im Jahr 1948. Zur Verwirrung der muslimischen Welt verlor die vereinigte Front der arabischen Armeen einen bitteren Krieg gegen das neu geformte Land von nur 600.000 Juden.

Während der Westen keine längerfristigen imperialistischen Vorstellungen zum Nahen Osten mehr haben mag, ist sein Einfluss allgegenwärtig. Das schließt Fortschritte in praktischen und physischen Wissenschaften ein, moderne Waffen und militärische Reformen, Massenkommunikation, Gesetz und politische Reform und ganz zu schweigen von seinem Anteil an McDonalds goldenen Bögen. Westliche Konzeptionen und Institutionen, wenn sie in die muslimische Welt versetzt werden, wirken oft destabilisierend. Sie bedrohen den Status quo und sind oftmals zu radikal anders, um in eine tief verwurzelte, traditionelle und gemeinhin statische muslimische Kultur hineinzupassen. Kurz gesagt: Die islamische Welt dürfte für einige dieser Veränderungen nicht bereit gewesen sein.

Der Aufstieg der Radikalen

Während viele Muslime sich an die schnellschrittigen Veränderungen anpassten, die in der westlichen Industrialisierung und Modernisierung üblich waren, einige Muslime lehnten sie ab. Statt dessen schufen sie eine rigide Ideologie, die in den traditionellen Werten und Gesetzen des Koran eingebettet war. Das ist das Phänomen, das heute als islamischer Fundamentalismus oder Islamismus bekannt ist.

Islamismus wurde im Lauf der Zeit als Kampf zur Rückkehr zu den ruhmreichen Tagen, als der Islam vorherrschend regierte, angesehen. Er repräsentiert eine Sehnsucht nach dem „puren“ Islam, wie er vom Propheten praktiziert wurde. Den amerikanischen Amish People nicht unähnlich, lehnt die Bewegung vieles ab, das innovativ ist. Islamisten aber führen die Ablehnung der Moderne einen Schritt weiter. Sie sehen diejenigen, die diese Innovationen einführten (den Westen), als ihren Feind an.

Der westliche Einfluss war aber unaufhaltbar. Konsequenterweise, schreibt der Experte für islamischen Fundamentalismus, Emmanuel Sivan, in seinem Buch „Radikaler Islam“ entwickelte sich unter religiösen Muslimen ein Gefühl von „Untergang und Schwermut“. Einige sahen nach Lewis diese Welt als „das Gefängnis der Gläubigen und das Paradies der Ungläubigen“ an. Für sie erklärte dies, warum islamische Werte dem Säkularismus des Westens unterliegen. Andere argumentieren, dass Allah den Muslimen böse war, weil sie vom richtigen Weg abwichen und sie deshalb wegen ihres Ungehorsams bestrafte.

Im Laufe der Zeit bekam die islamische Vision eine feste Form. Nicht nur der Einfluss des Westens wurde abgelehnt, auch die Legitimität der eigenen Regierungen in der arabischen Welt, die man als dem Westen untertan ansah. Auf diese Weise wurde der Sturz dieser Regime ein wichtiger Teil dem islamistischen Programm.

Das Entstehen einer Bewegung

Der größte Schub für dieses Programm kam 1928 mit der Gründung der Ikhwan al-Muslimun oder Moslembruderschaft in Ägypten. Diese Organisation wurde der Grundstein für die meisten der islamistischen Bewegungen, die für islamische Glaubensgrundsätze und Werte eintreten, wie sie vom gewöhnlichen Ägypter ausgedrückt werden. Die von Hassan al-Banna (1906-1949) gegründete Organisation lehnte westliche Herrschaft und Englands säkularen Einfluss in Ägypten ab. Ohne religiöse Regierung, glaubte al-Banna, würde die muslimische Welt eine „Gesellschaft kultureller Bastarde und spiritueller Halbblute“ werden.

„Politik ist Teil der Religion“, schrieb er. „Caesar und was Caesar gebührt ist für Gott, den Allmächtigen allein. Der Islam befahl die Einheit des Lebens; dem Islam die christliche Trennung von Kirche und Staat aufzudrücken, bedeutet ihm lebenswichtige Bedeutung und seine pure Existenz zu verweigern.“

Ägyptens Moslembruderschaft entwickelte schnell bewaffnete Zellen, die die Regierung und ihre Unterstützer angriffen. Dass die Bewegung verboten wurde, überrascht daher nicht. Das hielt die Gruppe aber nicht davon ab ihre Aktivitäten fortzusetzen. In einem Versuch, die Bewegung zu unterdrücken, wurde al-Banna 1949 in Kairo hingerichtet.

Al-Bannas Tod behinderte aber das Wachstum der Bewegung nicht. Die Moslembruderschaft fand in den 50-er und 60-er Jahren weitere Inspiration bei Sayyid Qutb (1906-1966), einem radikalen Ausleger, der koranische Rechtfertigungen für Angriffe auf säkulare arabische Spitzenpolitiker lieferte, die sich selbst Gläubige nannten, ihre Regierungen aber nicht entsprechend der Scharia oder den islamischen Gesetzen führten. In seinem berühmten Buch „Meilensteine“ propagierte er den Jihad oder heiligen Krieg als Mittel, die Fesseln der repressiven säkularen Regime abzuschütteln.

„Diese Bewegung … macht sich materielle Macht zunutze und beruft sich auf den Jihad um die Ordnung der Jahili (Ignoranten) und ihrer unterstützenden Beamtenschaft zu beseitigen, denn sie stören und verhindern die Bemühungen den Glauben und die Ideen der Menschheit als Ganzes zu reformieren und zwingt sie mittels seiner Reichtümer und abweichlerischen Methoden ihnen zu gehorchen und lässt sie sich vor den menschlichen Herren beugen statt vor dem allmächtigen Gott… Der genaue Zweck dieser Bewegung ist die Freisetzung der Menschen von dem Joch der menschlichen Versklavung und sie dazu zu bewegen, dem einen und einzigen Gott zu dienen.“

Qutb wurde vom ägyptischen Regime 1966 wegen der Propagierung islamischen Radikalismus und politischer Gewalt hingerichtet. Trotzdem überlebte die Bewegung. In der Tat hat sich die Moslembruderschaft seitdem global ausgebreitet. Die Organisation hat heute hunderte Zweige in über 70 Ländern weltweit.

Der militante Islam gewann nach den vernichtenden arabischen Verlusten der Araber im Sechs-Tage-Krieg vom Juni 1967 an Schwung. Aber die Muslime erlitten noch weitere Niederlage durch die Juden, ein Volk, das Muslime als religiös minderwertig ansehen. Schlimmer war die Tatsache, dass Jerusalem, die drittheiligste Stätte des Islam, erobert worden war. Auf der Suche nach Antworten wandten sich nahöstliche Muslime zunehmend ihren islamischen Wurzeln zu.

1969 übernahm Oberst Muammar Gaddafi Libyen die Macht durch einen Militärputsch. Gaddafi, merkt der Historiker Raphael Israeli an, begann bald „den Trend zu einer Vorherrschaft des Islam in der Gestaltung der Innenpolitischen und internationalen Politik der islamischen Staaten“ zu betonen. Mit dem riesigen Ölreichtum hinter sich finanzierte Gaddafi verschiedene Terroroperationen gegen das, was er als den imperialistischen Westen ansah. Gaddafi bleibt bis heute einer der größten Geldgeber des Terrors des militanten Islam.

Schließlich, ein Jahrzehnt später, passierte, was viele Historiker „das Erdbeben“ nennen. 1979 wurde der Iran die erste moderne islamische Republik, als Ayatollah Khomeini das säkulare Regime des Schah stürzte und eine neue Ordnung errichtete, in der die Scharia das Gesetz wurde. Plötzlich war der Islamismus nicht länger eine Ideologie der Bewegungen. Er hatte einen Staat angeregt.

Ein 23-jähriger Krieg

Amerikas erste Einführung in den militanten Islam kam kurz nachdem Khomeinis Islamische Republik 1979 gegründet wurde, als islamische Extremisten die US-Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran besetzten. 444 Tage lang hielten die Militanten 52 Amerikaner als Geiseln. Nach einem misslungenen Rettungsversuch mit Hubschraubern stimmte Amerika der Abgabe von 8 Milliarden US-Dollar iranischer Werte zu, um die Geiseln frei zu bekommen. Die Geiseln wurden heraus gegeben und Amerika atmete erleichtert durch. Die meisten Menschen hatten das Gefühl, der Albtraum sei vorbei. In Wirklichkeit war das nur der Anfang.

Wir lernten bald, dass der Iran den radikalen Islam erfolgreich in andere Teile der islamischen Welt „exportierte“. Das einfachste Ziel von allen war der Libanon, ein kleiner, vom Krieg zerrissener Staat, der durch Jahre interner Konflikte ausgeblutet war.

Als amerikanische Soldaten zu einer Friedensmission im Libanon ankamen, schlug der militante Islam wieder zu. 1983 gab es zwei tödliche Anschläge auf Amerikaner. Der erste war eine Bombe an der amerikanischen Botschaft in Beirut. Sechs Monate später fand ein Selbstmordanschlag auf die Kaserne der US Marines am 23. Oktober mit 241 Toten.

Der Selbstmordanschlag war Amerikas erste Begegnung mit dieser Art Terror. Mit der Zeit erfuhr man, dass der Anschlag durch die von Iran gestützte Guerilla-Bewegung namens Hisbollah (Partei Gottes) gebilligt wurde. Der geistliche Führer der Gruppe, Mohammed Hussein Fadlallah, behauptete in einer hitzigen Rede, dass „die unterdrückten Nationen nicht die Technologie und zerstörerischen Waffen Amerikas und Europas haben. Sie müssen daher mit ihren eigenen, besonderen Methoden arbeiten.“ Diese besonderen Methoden waren offensichtlich zu viel für Amerika. Die US-Streitkräfte verließen den Libanon einige Monate später.

Von einem zwiespältigen Amerika ermutigt, folgte schnell weitere islamistische Gewaltakte. Zuerst wurde die amerikanische Botschaft in Beirut am 20. September 1984 erneut bombardiert. Dann folterten und ermordeten entführten islamische Terroristen im Dezember 1984 in einem in Teheran entführten Flugzeug zwei Amerikaner. Das passierte neben der Entführung von mehr als einem Dutzend Amerikaner in Beirut zwischen März 1984 und Januar 1985. Schließlich entführten im Juni 1985 islamische Militante noch ein weiteres Flugzeug mit mehr als 100 Amerikanern an Bord und töteten einen davon.

Der militante Islam tauchte am 21. Dezember 1988 wieder auf, als Pan Am Flug 103 über Lockerbie in Schottland explodierte, wobei alle 259 Menschen an Bord, wie auch 11 Einwohner am Boden ums Leben kamen, die vom Flugzeugrumpf auf dem Boden getroffen wurden. Der Flug war auf dem Weg von Frankfurt über London nach New York.

Die Bewegung fand 1989 weiteren Antrieb aus dem Aufruhr über Salman Rushdie und sein umstrittenes Buch „Die satanischen Verse“. Bei der Betrachtung des folgenden Absatzes sollte es nicht überraschen, dass das Buch weltweit Muslime vor den Kopf stieß:

„Unter den Palmen der Oase Gibreel erschien der Prophet und sprudelte Regeln, Regeln, Regeln hervor, bis die Gläubigen kaum noch die Aussicht auf mehr Offenbarungen ertragen konnten, sagte Salman, Regeln über jedes verdammte Einzelheit: Wenn ein Mann furzt, dann lass ihn sein Gesicht in den Wind richten; eine Regel darüber, welche Hand zum Reinigen des Gesäßes benutzt werden soll. Es war, als sollte kein einziger Aspekt der menschlichen Existenz ungeregelt, frei bleiben sollte. Die Offenbarung, die Rezitation sagte den Gläubigen, wie viel sie essen sollten, wie tief sie schlafen sollten und welche Sexstellungen göttliche Erlaubnis erhalten hatten, so dass sie erfuhren, dass Sodomie und die Missionarsstellung durch die Erzengel abgesegnet waren, während die verbotenen Positionen all jene einschlossen, in der die Frau sich oben befand.“

Statt lediglich zu erklären, dass das Buch anstößig war oder es aus den muslimischen Buchläden zu verbannen, verurteilte Ayatollah Ruhollah Khomeini Rushdie wegen Blasphemie zum Tode:

„Im Namen Gottes, des Allmächtigen. Wir gehören zu Gott und zu ihm werden wir zurückkehren. I möchte alle unerschrockenen Muslime in der Welt davon informieren, dass der Autor des Buches Satanische Verse …und die Verleger, die seinen Inhalt kannten, zum Tode verurteilt sind. Ich rufe alle eifrigen Muslime auf, sie schnell hinzurichten, wo immer sie sie finden, damit niemand es wagt die islamischen Heiligkeiten zu verunglimpfen. Wer immer dabei getötet wird, wird als Märtyrer gelten, so Gott will. Zusätzlich sollte jeder, der Zugang zu dem Autor des Buches hat und nicht die Kraft besitzt ihn hinzurichten, ihn den Menschen zeigen, damit er für seine Taten bestraft werden kann. Möge Gottes Segen mit euch sein. Ruhollah Musavi al-Khomeini“

Khomeinis Fatwa – oder Urteil – löste eine beispiellose Welle internationaler islamistischer Gewalt aus. Im folgenden Jahr wurden Buchhändler erstochen, Zeitungen mit Brandsätzen beworfen und Demonstrationen endeten regelmäßig in Blutbädern.

Der Kampf kommt nach Hause

Im Laufe der Zeit flaute die Rushdie-Affäre ab, aber der Krieg ging weiter. Am 23. Februar 1993 explodierte eine große Bombe im New Yorker World Trade Center, tötete sechs und verwundete 1.000. Geführt von Scheik Omar Abdel Rahman, dem „Blinden Scheik von New York“, wurde das Komplott der al-Gama’a al-Islamiyya zugeschrieben, einer radikalen ägyptischen Gruppe, von der gedacht wurde, dass sie sich auf dieses Land beschränkte. Die amerikanische Regierung machte hervorragende Arbeit und brachte die Schuldigen hinter Gitter, überließ aber die wirkliche und schmutzige Antiterrorarbeit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, der die Schlacht gegen die aufständische Gruppe bis heute führt.

Aber vielleicht erschreckender als der erste Anschlag auf das World Trade Center selbst war die Erkenntnis, dass die Schuldigen seit Jahren in Amerika gelebt haben. Noch schlimmer, ihr Vorhaben sind lagen vor den Anschlägen deutlich gemacht worden. Früher im selben Jahr beschuldigte Rahman Amerika als den ersten Feind des Islam. „Wir müssen Terroristen sein“, sagte er, „und wir müssen die Feinde des Islam terrorisieren und sie das Fürchten lehren und sie beunruhigen die Erde unter ihren Füßen erschüttern.“ Als der Fall vor Gericht gebracht wurde, erfuhr man, dass die Bomber gehofft hatten das World Trade Center einstürzen zu lassen – ein Ziel, zu dessen Erreichung weitere acht Jahre gebraucht wurde.

Am 3. Oktober 1993 erlitt Amerika eine weitere Niederlage gegen den militanten Islam, diesmal in Somalia. Wie im neuen Film „Blackhawk Down“ dargestellt, wurden zwei Blackhawk-Hubschrauber der amerikanischen Armee in einer verpfuschten Aktion zur Gefangennahme eines radikal-muslimischen Warlords abgeschossen, ein dritter musste notlanden. Das Ergebnis war, dass 18 Amerikaner starben und 78 verletzt wurden.

1995 nahm ein Selbstmord-Autofahrer ein militärisches Trainingslager in Riyadh (Saudi Arabien) ins Visier und tötete fünf amerikanische Ausbilder. Ein Jahr später explodierte eine Lastwagen-Bombe, die einen Häuserkomplex zerstörte, der von amerikanischem Luftwaffenpersonal in Dahran in Saudi Arabien. Bei diesem Anschlag wurden 19 Amerikaner getötet und 240 verletzt. Die USA antworteten mit Sanktionen gegen das islamistische Regime im Sudan, wo ein Terrorist namens Osama bin Laden als Gast lebte.

Inzwischen machte 1995 eine vorher unbekannte Gruppe, die Taliban genannt wurden, Schlagzeilen, als sie mehr als die Hälfte Afghanistans nach Jahren blutiger, interner Konflikte eroberte. Während brutale Gewalt alltäglich wurden und Menschenrechte praktisch nicht existent waren, begann die Gruppe berüchtigt zu werden, als sie dem flüchtigen bin Laden 1997 Asyl gewährte. Im sicheren Hafen Afghanistan begann bin Ladens Al Qaida-Organisation mit zunehmender Wirkung zu agieren.

Al Qaida formiert sich

Trotz der ganzen medialen Aufregung ist Al Qaida (wörtlich: „Die Basis“) nur ein Dachverband, der die Operationen der islamischen Militanten weltweit fördert und leitet. Al Qaida ist eine Art Internet für Terroristen, durch das Informationen, Mittel und Menschen miteinander verbunden und durch ein Verteilzentrum geschleust werden. Mit anderen Worten: Osama bin Laden kann unmittelbar oder mittelbar für die Anschläge am 11. September, auf die USS Cole und die beiden Botschaften in Ostafrika verantwortlich sein. Wie auch immer, bin Ladens Organisation kann seit ihrer Entstehung 1988 mit der Planung dieser Operationen, wie auch anderer Komplotte in der ganzen Welt in Verbindung gebracht werden.

Al Qaidas Wurzeln liegen im von der CIA finanzierten afghanischen Krieg gegen die Sowjets (1980-1989). Während dieser Zeit kamen mit Hilfe der US-Waffen und -Finanzen radikale Muslime aus aller Welt nach Afghanistan um die sowjetische Besatzung zu bekämpfen. Darunter befand sich bin Landen, Sohn eines saudischen Millionärs. Allen Berichten zufolge gewann er die Herzen seiner Mit-Mujaheddin (Jihad-Kämpfer), indem er nicht nur heldenhaft kämpfte, sondern auch eine Rekrutierungsbüro für den afghanischen Jihad finanzierte.

Genauer gesagt: bin Laden und ein palästinensischer Militanter namens Abdallah Azzam eröffneten „Maktab al-Khidamat“ – das Streitkräfte-Büro. Berichten zufolge zahlte bin Laden, um die neuen Rekruten nach Afghanistan zu bringen und baute Trainingscamps für sie. Weiterhin importierte „der Prinz“, wie er gerufen wird, Experten, die die neuen Mujaheddin in Guerilla-Taktik und Terrorkrieg ausbildeten. Im Laufe der Jahre trainierten Tausende in diesen Camps.

Als 1988 der Krieg dem Ende zu ging, begann bin Laden ein offizielles Netzwerk aus diesen muslimischen Extremisten zu schmieden. Er nannte dieses Netzwerk Al Qaida. Obwohl diese Jihad-Kämpfer in ihre Heimatländer in der ganzen Welt zurückkehrten hat bin Laden seit jetzt vierzehn Jahren dieses Netzwerk mit Hilfe des Internets, Mobiltelefonen, Faxgeräten und anderen Hightech-Mitteln am Leben erhalten,.

Die Ziele der Al Qaida sind dreigeteilt. Erstens will die Organisation die, wie sie es sieht, korrupten und ketzerischen Regierungen der heutigen muslimischen Staaten stürzen, besonders in bin Ladens Heimatland Saudi Arabien. Bin Laden betrachtet das saudische Regime als amerikanische Lakaien, besonders seit die königliche Familie den US-Soldaten erlaubt hat, nach dem Golfkrieg von 1991 im Land zu bleiben. Entsprechend sieht Al Qaida die USA als den Hauptfeind des Islam and und will ihn zerstören.

Schließlich versucht Al Qaida, die Bemühungen der Jihad-Gruppen in der ganzen Welt zu unterstützen. Das schließt Algerien, Tschetschenien, Eritrea und Somalia mit ein, beschränkt sich aber nicht auf diese allein. Afghanistan und der Sudan, zwei Regime, die strikte islamistische Gesetze übernahmen, wurden auch stark von Al Qaida beeinflusst.

Bin Laden taucht auf

Zuerst wurde bin Ladens Name nur lose mit verschiedenen Terrorakten in Verbindung gebracht. Nach dem US-Außenministerium war sein Netzwerk in die Anschläge auf ein Hotel im Jemen im Dezember 1992 verwickelt, bei dem mehrere Touristen verwundet wurden, der aber wahrscheinlich auf amerikanische Soldaten zielte. Sein Name kam auch in Verbindung mit dem ersten Bombenanschlag auf das World Trade Center und die Anschläge 1993 gegen amerikanische Soldaten in Somalia. Von bin Ladens Netzwerk wurde zusätzlich gesagt, dass es den Terroristen half, die 1995 versuchten, den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak zu ermorden und auch denen, die für die Anschläge auf amerikanisches Ausbildungspersonal in Riyadh im November 1995. Er wurde auch in Verbindung mit dem Bombenanschlag gebracht, der rund 30 Menschen in Dahran in Saudi Arabien im Juni 1996 tötete.

Aber erst am 23. Februar 1998 begannen wird das wahre Gesicht von Osama bin Laden und seines terroristischen Netzwerks zu sehen, als die Organisation gegründet wurde, die er „Die islamische Weltfront für den Kampf gegen die Juden und Kreuzzügler“ nannte.

In einer Erklärung der Islamischen Weltfront rief die Gruppe die „muslimische Ulema, Führer, Jugend und Völker“ auf, die „Amerikaner und ihre Verbündeten Zivilisten und Militärs zu töten. Dies stimmt mit den Worten des allmächtigen Gottes überein.“

Mit der Schaffung des Dachverbandes wurde offensichtlich, dass Al Qaida eine größere Reichweite hatte als bis dahin angenommen. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehörten Führer der radikalen ägyptischen Gruppen „al-Gama’a al-Islamiyya“ und „al-Jihad“, wie auch die pakistanische „Jamiat-ul-Ulema-e-Pakistani“ und die Jihad-Bewegung in Bangladesch.

Trotz all dieser Verbindungen und dem frisch entdeckten Terrornetzwerk konnte US-Bundesanwältin Mary Jo White Al Qaida nur indirekt mit der Ausbildung der Stammeskrieger in Verbindung bringen, die US-Soldaten in Somalia angriffen. Das änderte sich im August 1998, als der Al Qaida-Agent Sadiq Odeh in Pakistan verhaftet wurde. Beim Verhör durch das FBI lieferte Odeh Details über bin Ladens internationales Netzwerk, wie auch über seine Rolle in den Bombenanschlägen auf die Botschaften. Seitdem haben andere Verdächtigte gleich wichtige Informationen geliefert.

Im Juni 1999 wurde bin Laden auf die FBI-Liste der meistgesuchten Personen gesetzt. Einen Monat später belegte US-Präsident Bill Clinton die Taliban mit Sanktionen, weil sie ihn beherbergten. Trotz dieses Drucks fuhr bin Laden fort, Al Qaida mit zunehmender Effektivität aus den Höhlen Afghanistans zu leiten. Der US-Geheimdienst gelangte sogar in den Besitz einer Ausgabe des sechsbändigen Terrorismus-Handbuchs, das von bin Laden benutzt wurde um seine Rekruten für Al Qaida auszubilden.

Der US-Geheimdienst verhinderte seitdem viele Al Qaida-Komplotte, einschließlich eines auf die Milleniums-Feiern im Dezember 1999. Konnten unzählige Anschläge noch verhindert werden, beweisen die Anschläge auf die USS Cole und die auf das Pentagon und das World Trade Center vom 11. September, dass Al Qaida-Komplotte gegen amerikanische Interessen dem Radar immer noch entgehen können.

Mit der Zerschlagung des Taliban-Regimes und Osama bin Laden auf der Flucht musste sich Al Qaida neu strukturieren. Wenn bin Laden gefangen wird, wird Al Qaida einen weiteren schweren Schlag erleiden. Da sie aber nur ein Förder-Netzwerk für den militanten Islam ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Al Qaida lange überlebensfähig bleibt, mit größter Wahrscheinlichkeit gesichert. So ist die Aussicht auf einen langen und sich hin ziehenden Krieg gegen den militanten Islam so gut wie garantiert.

Eine kleine Perspektive

Angesichts dessen, dass der militante Islam Amerika 22 Jahre lang peinigt und dass bin Laden Amerika seit 14 Jahren terrorisiert, hätten die Anschläge vom 11. September nicht überraschen dürfen. Ein Trend wurde festgestellt. So war die größte Schock dieser Tragödie vielleicht die totale Überraschung der Nation. Psychologisch war Amerika auf diese Angriffe völlig unvorbereitet. Warum?

Der frühere CIA-Direktor James Woolsey hat eine Erklärung. In einem Referat vor dem Middle East Forum in New York am 7. März 2001 verglich er die 80-er und die 90-er Jahre in Amerika mit einem anderen Zeitabschnitt der US-Geschichte, den wilden 20-ern. In den 20-er Jahren war Amerika nach dem Nachklingen seines jüngsten Sieges im Ersten Weltkrieg euphorisch. Ein Gefühl der Unbesiegbarkeit fegte durch Amerika, das die Nation dazu verleitete, den Aufstieg Hitlers in Deutschland völlig zu übersehen. Als Europa dem Krieg entgegen sank, stand Amerika untätig und in einem Stadium der Verleugnung auf der anderen Seite des Atlantik. Schließlich war Amerika durch einen Überraschungsangriff auf Pearl Harbor geschockt, wütend und drängte widerwillig in den Krieg.

Das heutige Amerika ist nicht viel anders. Dank des exponentialen wirtschaftlichen Wachstums, eines beispiellosen Technologie-Booms und seines Status als einziger Supermacht der Welt wuchs Amerika in den 80-ern und 90-ern sprunghaft an und wurde verständlicherweise einigermaßen selbstgefällig. Unsere Regierung weigerte sich die ganze Zeit, dem neuen Feind ins Gesicht zu sehen. Der militante Islam hatte schon drei Länder des Nahen Ostens erobert: den Iran, den Sudan und Afghanistan. Die ganze Zeit kämpften mehr als ein Dutzend anderer Regime um die nackte Existenz gegen militante islamische Bewegungen, die Tag für Tag stärker wurden. Es war ein furchtbarer Tag wie der 11. September nötig, damit die Amerikaner begriffen, dass das Problem nicht länger ignoriert werden konnte.

Tatsächlich steckt unsere ständige Abneigung, auf frühere Anschläge zu antworten, hinter den Geschehnissen des 11. September. Bedenken Sie bin Ladens eigene Worte: „Wir haben im vergangenen Jahrzehnt die Niedergang der amerikanischen Regierung und die Schwäche des amerikanischen Soldaten gesehen. Er ist bereit, kalte Kriege zu führen, aber unvorbereitet heiße Kriege zu führen… Wir sind auf alle Fälle vorbereitet, wir vertrauen auf Gott.“

Was bin Laden damals, 1998, sagte: Amerika schreckte ihn nicht ab. Drei Jahre später fühlte er sich genug ermutigt, um Amerika anzugreifen, denn wir hatten bis dahin fast jede Auseinandersetzung gescheut. Amerika mochte zwar die stärkste Militärmacht der Welt haben, aber es hatte eine Geschichte der Kraftlosigkeit gegenüber dem militanten Islam. Ohne US-Vergeltungsmaßnahmen, ohne Abschreckung fand der militante Islam das Zutrauen, wieder zuzuschlagen.

Amerika schlägt zurück

Mit Beginn der Operation Enduring Freedom kämpft Amerika jetzt darum, diese Abschreckung wieder aufzubauen. Amerika nahm die Taliban in Afghanistan praktisch auseinander und wägt sorgfältig seine Optionen für das nächste Ziel ab. Das nächste Ziel ist allerdings nicht so einfach auszusuchen.

Zum einen ist das Ziel nicht einfach auszumachen. Von Marokko in Nordwestafrika bis Malaysia in Südostasien wächst der militante Islam heimlich weiter. Anhänger des militanten Islam machen nach Daniel Pipes, einem Experten hierzu, etwa 15-20 Prozent der muslimischen Welt aus Das bedeutet, dass mehr als 150 Millionen Menschen Teil des Problems sind. Was alles schlimmer macht: Sie verstecken sich unter den Moderaten. Sie tragen keine Uniform und weisen sich selten als Militante aus.

Zum Glück können wir einige ihrer Einflusszentren feststellen. Amerika hat dem entsprechend den Druck auf Länder wie Saudi Arabien und den Jemen erhöht, wo radikale Muslime seit Jahrzehnten frei agieren konnten. Um in der Grund der aufgewachten (und verärgerten) USA zu verbleiben, haben diese Staaten – wie auch andere – an der Koordination mit dem amerikanischen Geheimdienst gearbeitet, sind gegen Militante vorgegangen und amerikanischen Operationen vorgebeugt. Man könnte dies auch Operation Enduring Freedom, „Phase 1.5“ nennen. Nur die Zeit wird zeigen, ob diese Länder selbst effektiv gegen den Terror kämpfen können.

Ausblick

Amerika steht harten Entscheidungen gegenüber. In diesem neuen und lange überfälligen Krieg gegen die Kräfte des Terrors ist der vor ihm liegende Weg erschreckend. Der militante Islam hat Stützpunkte in Algerien, Ägypten, Somalia, Syrien, Saudi Arabien, dem Sudan, den Palästinensergebieten, dem Libanon, Jordanien, Jemen, Malaysia, den Philippinen, Indonesien, Nigeria und Pakistan, um nur einige wenige Länder zu nennen. Die Herausforderung wird nun sein, Wege zu finden, die Radikalen-Infrastruktur zu zerstören und die Militanten zu verhaften oder zu töten, während gleichzeitig der Einfluss der moderaten Muslime befördert wird. Wie das erreicht werden soll, ist unklar.

Zu ihren Gunsten muss gesagt werden, dass die Bush-Administration bisher alle richtigen Schritte unternommen hat. Im Moment scheint der radikale Islam sich auf dem Rückzug zu befinden. Aber die Schlacht ist noch nicht gewonnen. Die Wurzeln des militanten Islam liegen tief und es könnte Jahre dauern, sie auszumerzen. Entsprechend muss dieses Land [HE: die USA] sich auf zukünftige Konfrontationen vorbereiten. Noch wichtiger: Die Amerikaner müssen verstehen, dass dies kein Krieg gegen den Terrorismus (allgemein) ist. Terrorismus ist in Wirklichkeit nur eine Taktik. Der Kampf richtete sich gegen eine radikale, utopische Ideologie und diejenigen, die Gewalt in ihrem Namen ausführen.