Facebook pro Terroristen

Brian of London, Israellycool, 18. August 2016

Während Facebok Zahava und auch mich bannte wollen wir einen Blick darauf werfen, wer auf Mark Zuckerbergs Sozialemedien-Seite weiter frei agiert.

Dann gibt es dies hier:

Diese Liste konzentriert sich auf die Terroristen, die direkt mit der Ermordung von 16 Israelis in der Sbarro-Pizzeria in Verbindung stehen. 16 wurden ermordet (16 Tote plus einer Person in permanentem vegetativen Zustand), von denen 8 Kinder waren. Jede Menge weitere wurden verletzt. Die reuelose (gar fröhliche) Frau, die den Anschlag plante und auszuführen half, ist auf Facebook willkommen, damit sie tagein, tagaus Hass und Hetze verbreiten kann. Zahava und ich sind blockiert.

Ich wünschte ich könnte hoffen Mark Zuckerberg würde eines Tages diesen Eintrag sehen und wissen, was in seiner Schöpfung Facebook abgeht.

Terror durch Einzeltäter (2) – Einzelgänger-Terrorismus in Israel

Im Verlauf dieses Jahres haben vermehrt „Einzeltäter“ [heute würde man sie „einsame Wölfe“ nennen – heplev 2016] ohne erkennbare Verbindung zu einer der Terrororganisationen Terroranschläge in Jerusalem verübt. Der erste war die Ermordung von Schülern einer Jeschiwa in Jerusalem; dem folgten im Juli zwei Anschläge mit Hilfe von Baumaschinen; und am Löwentor (auch Stephanstor) wurden zwei Polizisten auf Patrouille beschossen (einer davon erlag inzwischen seinen Verletzungen).
Dass diese vermeintlichen Einzeltaten miteinander verbunden sind und auch ein gewolltes Konzept dahinter steht, zeigt Joel Fishman in seinen zwei Artikeln für
Makor Rishon auf.

Einzelgänger-Terrorismus in Israel – die Verbindungen herstellen

Joel Fishman, Makor Rishon, 25. Juli 2008 (direkt vom Autor)

Am Dienstagnachmittag, 22. Juli, machte Jerusalem erneut die Erfahrung eines Terroraktes, als ein Bürger aus Ostjerusalem sich einen Bagger aneignete, um ihn als Waffe gegen unschuldige Zivilisten zu benutzen. Die Medien reagierten anfänglich damit, dass sie den Anschlag eine Nachahmungstat nannten, die nach dem Vorbild des Anschlags vom 2. Juli an der Jaffa Road im Zentrum Jerusalems verübt wurde, als ein anderer Ostjerusalemer Fahrer absichtlich einen Radlader in Fahrzeuge, unter anderem einen Linienbus, rammte und drei Menschen ermordete und Dutzende verletzte. Die Polizei bezeichnete diesen und den vorigen Baggeranschlag als Tag eines Terroristen, der auf eigene Faust handelte. In einem kurzen Artikel mit dem Titel „Der Mythos des einsamen Terroristen“ in der Makor Rishon vom 4. Juli habe ich dargelegt, dass es unmöglich ist zu wissen, ob der Terrorist auf eigene Initiative handelte und dass man Terrorakte nicht von der Umwelt des Täters trennen kann, nämlich der Langzeit-Beeinflussung durch Aufhetzung zu Hass und Gewalt. Wenn wir den Mord an acht Schülern der Jerusalemer Merkaz Ha-Raf-Jeschiwa vom 6. März einbeziehen, der nach Angaben der Polizei auch von einem einsamen Terroristen begangen wurde, sowie die Schüsse auf zwei Polizisten auf Patrouille am Löwentor am 11. Juli, dann ist klar, dass wir uns einer Serie von individuellen Terrorakten gegenüber sehen und nicht willkürlichen Ereignissen.

Bedeutet das, dass wir nun einer neuen Art des Terrors ausgesetzt sind, die offenbar ohne einen Führer oder eine Organisation stattfindet? Vielleicht ja. Jüngst in den USA veröffentlichten Berichte haben das Problem des „Einzelgänger-Terrorismus“, „Einzelgänger-Extremismus“ oder „führungslosen Widerstands“ untersucht. Nach Angaben von Wikipedia „identifiziert sich der ‚Einzelgänger’-Terrorist ideologisch oder philosophisch mit einer extremistischen Gruppe, kommuniziert aber nicht mit der Gruppe, mit der er/sie sich identifiziert. Während die ‚Einzelgänger’-Taten dadurch motiviert sind die Ziele der Gruppe voranzubringen, sind die Taktik und die Methoden vollständig durch den ‚Einzelgänger’ ausgedacht und geleitet, ohne jeglichen Befehl oder Leitung von außen. In vielen Fällen … hat der ‚Einzelgänger’ niemals persönlichen Kontakt mit einer größeren Gruppe gehabt. Deswegen stellt der Einzelgänger-Terrorismus ein besonders Problem für Terrorbekämpfungs-Beamte dar, da es – verglichen mit konventionellem Terrorismus – beträchtlich schwieriger ist Informationen hierzu zu sammeln.“

Nach Angaben der Anti-Defamation League formulierte Alex Curtis, ein White Supremacist aus San Diego, diese Methode, die vorher bereits ohne angemessene Bezeichnung existiert haben könnte. Curtis vertrat die Abtrennung rassistischen Untergrund-Organisationen, um dem Kriminalsystem auszuweichen. Ein Artikel auf der Internetseite der ADL, der im Juli 2002 erschien, stellt fest, dass Curtis „sich eine zweiteilige Hass-Bewegung vorstellte, innerhalb derer ‚kontroverse und subversive’ Propaganda weithin verbreitet und damit zu einem revolutionären Untergrund führen würde. Dieser Untergrund würde aus ‚Einzeltätern’ bestehen – rassistischen Kriegern, die alleine oder in kleinen Gruppen agieren, die über ‚tägliche anonyme Taten’ die Regierung oder andere Ziele angreifen. Curtis betrachtete sich selbst als Propagandisten, der die Saat einer rassistischen Revolution sät…“

Darüber hinaus vertritt der frühere FBI-Informant Mike German in der Washington Post (Juni 2005), dass Timothy McVeigh, der den Bombenanschlag von Oklahoma City ausführte (19. April 1995), ein klassisches Beispiel für den „Einzelgänger“ ist. Bei seinem Terroranschlag wurden 168 Menschen getötet und hunderte verletzt. German gibt an: „Der ‚Einzeltäter-Terrorismus’ ist kein Phänomen; er ist eine Technik, eine List, die das Strafrechtssystem untergraben soll. McVeigh handelte als einsamer Terrorist und wurde trainiert, es so zu machen… Aber sein Akt des Einzel-Extremismus war Teil einer laufenden Komplotts, der bis heute weiter zu Gewalttaten inspiriert… Es ist ein Problem der Herstellung der Verbindungen…“

Gleichermaßen veröffentlichte Eyad Kishawi, ein palästinensischer Aktivist aus San Francisco, im Januar 2006 ein Handbuch, das einen Boykott Israel forderte und eine neue Strategie der politischen Kriegsführung vorschlug. Kishawi empfahl, das die Anstrengungen der antiisraelischen Aktivisten dezentralisiert werden sollten, um dem Zugriff der amerikanischen Strafverfolgungsbehörden und „israelischen außergerichtlichen und illegalen Aktivitäten“ auszuweichen. Bemerkenswerterweise betont er die Notwendigkeit individueller Initiativen. Es ist kein großer Schritt dieses Prinzip – wie es für den politischen Aktivismus angewendet wird – in eine Taktik der terroristischen Kriegsführung zu umzuformen. Tatsächlich ist Kishawis Ansatz im wesentlichen derselbe wie der „Einzeltäter“-Terrorismus des Rassisten Alex Curtis.

Wenn wir die jüngsten Terror-Beispiele in Jerusalem im Licht des Prinzips des „Einzeltäter“-Terrorismus betrachten, ist es möglich zu würdigen, wie offensichtlich isolierte Ereignisse verbunden sein könnten, selbst ohne eine Organisation oder einen Führer. Tatsächlich gibt es eine kulturelle Verbindung zwischen der fortgesetzten Hetze und spezifischen Terrorakten. Daher ist es notwendig das kulturelle Umfeld zu beseitigen, das Einzelpersonen dazu aufstachelt Hass-Verbrechen zu begehen. Zu positiven Maßnahmen würde gehören, dass die Polizei dauerhaft dagegen vorgeht, dass das Bildungssystem neu aufgebaut wird, die Schulbücher umgeschrieben werden und Predigten in Moscheen der Zensur unterliegen. Darüber hinaus muss es hohe Strafen für diejenigen geben, die zu Gewalt aufhetzen, wie auch für die, die Terrorakte begehen.

Diejenigen, denen der Schutz der israelischen Zivilisten übertragen wurde, müssen neue Mittel finden – und die alten einfallsreich anwenden – um die Kettenglieder zu brechen, die die religiöse und die politische Hetze mit denen verbinden, die entsprechend den Prinzipien des „Einzeltäter-Terrorismus“ handeln. Zusätzlich muss der Staat Israel darauf bestehen seine Souveränität in der Hauptstadt wie im ganzen Land auszuüben. Andernfalls wird er sich einer Situation gegenüber sehen, die der ähnlich ist, die in Frankreich und anderen europäischen Ländern anzutreffen ist, wo es „der Republik verloren gegangene Gebiete“, Distrikte und Stadtviertel gibt, die die örtlichen Einwohner den Strafverfolgungsbehörden unzugänglich gemacht haben. Schließlich muss Israel überall innerhalb seiner Grenzen energisch das Gesetz des Landes durchsetzen, wenn es seine Bürger schützen und seinen Fortbestand sicher stellen will.

Terror durch Einzeltäter (1) – Der Mythos des einsamen Terroristen

Im Verlauf dieses Jahres haben vermehrt „Einzeltäter“ [heute würde man sie „einsame Wölfe“ nennen – heplev 2016] ohne erkennbare Verbindung zu einer der Terrororganisationen Terroranschläge in Jerusalem verübt. Der erste war die Ermordung von Schülern einer Jeschiwa in Jerusalem; dem folgten im Juli zwei Anschläge mit Hilfe von Baumaschinen; und am Löwentor (auch Stephanstor) wurden zwei Polizisten auf Patrouille beschossen (einer davon erlag inzwischen seinen Verletzungen).
Dass diese vermeintlichen Einzeltaten miteinander verbunden sind und auch ein gewolltes Konzept dahinter steht, zeigt Joel Fishman in seinen zwei Artikeln für
Makor Rishon auf.

Der Mythos des einsamen Terroristen

Joel Fishman, Makor Rishon, 4. Juli 2008 (direkt vom Autor)

Nachdem ein Araber aus Ostjerusalem am Mittwoch einen Radlader als Waffe zur Ermordung unschuldiger Zivilisten auf der Jaffa Road benutzen, verkündete die Polizei der Presse, dass der Terrorist auf eigene Faust handelte. Eine solche Äußerung hat eine gewisse Endgültigkeit, die dazu tendiert jegliche weitere Diskussion abzuwürgen. Das schließt mit ein, dass das Verbrechen das war, was die Franzosen un acte gratuit nennen, etwas, das „ohne Logik, Motivation und/oder Hetze“ getan wird. Wenn man bedenkt, dass der Terrorist aus Jabel Mukaber in Ostjerusalem, der am 11. März 2008 acht Schüler der Merkaz HaRav-Jeschiwa ermordete, ebenfalls auf eigene Faust handelte (nach Angaben der Polizei), dann wird klar, dass wir es mit einer Vielzahl an Einzel-Terrortaten zu tun haben. Wir haben hier ein Problem, das nicht als etwas abgetan werden kann, das jenseits unseres Verstandes liegt – wie ein Erdbeben oder ein Tsunami.

Die Frage, die man stellen sollte, ist die: Welche Art von Umwelt könnte diese Einzelpersonen dazu aufgehetzt oder motiviert haben Morde zu begehen? Eine kürzlich erfolgte Studie hat gezeigt, dass Terrorismus weder das Resultat von Armut noch einer unglücklichen Kindheit ist. Einer der ersten, die dem Problem des einsamen Terroristen ihre Aufmerksamkeit gewidmet haben, war Rabbi Avraham Cooper vom Wiesenthal Center in Los Angeles. Cooper stellte den Prototyp fest, nicht bei einer Tat des persönlichen Jihad, sondern bei dem Versuch der 26-jährigen Maxime Bruneri am Tag der Bastille 2002 Präsident Jacques Chirac in der Nähe des Triumphbogens zu ermorden. Die Polizei wusste von Bruneris Zugehörigkeit zur rechtsradikalen Szene, aber „offizielle Vertreter betonten immer, dass sie unabhängig von jeglichen politischen Gruppen handelte“.

Angewandt auf den palästinensischen Krieg gegen Israel, hat Eyad Kishaw, ein in San Francisco lebender Aktivist, im Januar 2006 eine Abhandlung veröffentlicht, die sich mit der Strategie der politischen Kriegsführung beschäftigt. Er schrieb, dass es besser sei, wenn die Anstrengungen der antiisraelischen Aktivisten dezentralisiert werden. Wichtig sei jedoch, dass sie dieselbe übereinstimmende Botschaft vermitteln. Kishawi betonte die Notwendigkeit der Dezentralisierung und individuellen Initiative als Mittel, um dem Zugriff der amerikanischen Strafverfolgungsbehörden und „Israels außergerichtlichen und illegalen Aktivitäten“ auszuweichen. Es ist kein großer Schritt, dieses Prinzip an terroristische Kriegsführung anzupassen.

Diese Überarbeitung der Methode stellt eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar. Der Staat muss diese Art der Hetze durch die Einführung harter Strafen für diejenigen kontern, die zu Gewalt aufhetzen, wie auch für die, die sich zum Handeln bewegen lassen. Es ist notwendig die Umwelt zu neutralisieren, die Individuen zur Durchführung von Hass-Verbrechen aufhetzt. Die wirklichen Dimensionen des Problems sind sogar noch größer als die Polizei zuzugeben bereit ist, denn sie schließt die verdecken Terrortaten aus, nämlich die der arabischen Fahrer, die ihre Autos und Lastwagen als tödliche Waffen benutzen. Einen Frontalzusammenstoß mit Mordabsicht als Verkehrsunfall zu bezeichnen, ist eine Fehlbezeichnung. Tatsächlich ist es nötig solche Terrorakte bei ihrem richtigen Namen zu nennen. Wenn die Polizei von einem „einsamen Terroristen“ spricht, sollte ein solches Schlagwort uns veranlassen harte Fragen zu stellen, statt und in selbstgefällige Passivität einlullen zu lassen.

Foto des Tages: „in offenem Gelände“

gefunden auf Facebook:

Wenn die IDF berichtet, dass eine aus dem Gazastreifen geschossene palästinensische Rakete „in offenem Gelände“ einschlug, dann denken Sie wohl an so etwas wie „mitten in einem Feld“ oder „in Sanddünen“ – kein Problem also. Bitte begreifen Sie, das auch das hier als „offenes Gelände“ klassifiziert wird:

Rakete-offenes-Gebiet_sderot

Die Knochen unserer Toten

Der Wert menschlichen Lebens ist die Krux des Nahost-Konflikts

Jonathan Tobin, Jewish World Review, 9. Februar 2004

Wenn es um Massenmord geht, dann scheint jedermann ein Pop-Psychologe zu werden. Jeder will wissen, warum einige Leute danach streben Killer zu werden, selbst wenn es sie das Leben kostet – wie es bei den Palästinensern der Fall ist.

Seit Jahren plappern die Quasselstrippen im Fernsehen und die, die für Mainstream-Organe über die Lage schreiben, immer dasselbe nach. Die Palästinenser sind von einem Gefühl der Armut und Hoffnungslosigkeit motiviert, das ihr Leben unerträglich gemacht hat. Was sonst kann man von einem verzweifelten Volk erwarten, als dass es sich unter Israelis in die Luft jagt?

Aber nach dreieinhalb Jahren palästinensischen Abnutzungskriegs gegen Israel zieht dieses Argument nicht mehr. Die Mehrzahl derer, die solche Verbrechen verübt haben, waren weder enteignet noch arm. Sie kommen eher aus den gebildeten Klassen – mit reichlich Gründen leben zu wollen. Die palästinensische Frau, die letzten Monat eine Verletzung vortäuschte, kam aus einer wohlhabenden Familie und hatte zwei Kinder, die jünger als 3 Jahre alt waren. Und die Gräueltat in einem Jerusalemer Bus letzte Woche wurde ausgerechnet von einem Mitglied der palästinensischen Polizei verübt.

Es tut nicht gut, über die Mitgefühls-Rhetorik oder die Art induktiver Argumentation, wie sie von Kommissaren in amerikanischen Fernseh-Serien wie „Law & Order“ benutzt wird, vorzugeben wir verstünden solche Leute. Statt dessen müssen wir anfangen, die Gesellschaft zu verstehen, die sie ausgebrütet hat.

Aber so etwas auch nur vorzuschlagen macht uns zum Ziel von Kritik, wir würden ein Volk verallgemeinern, statt über Einzelpersonen zu diskutieren. Uns wird gesagt, dass nur Rassisten so etwas vorzuschlagen wagten.

Wenn es aber um palästinensische Terroristen geht, bringt uns die Konzentration auf das Individuum statt die Gruppe nicht weiter. Diese Terroristen agieren in Übereinstimmung mit Werten, die in ihrer Kultur Beifall finden, und als Teil eines Krieges, die eine bestimmte Gesellschaft gegen Israel führt. Die Selbstmord-Bomber und andere Terroristen, die israelische Männer, Frauen und Kinder kaltblütig zu töten, tun das, wovon ihre staatlichen Schulen und religiösen Institutionen ihnen gesagt haben, dass es eine ehrenhafte, sogar heilige Tat sei.

Also müssen wir uns, wenn auch zögernd, fragen, welche Art von Gesellschaft denken würde, dass es eine gute Sache ist grauenhafte Morde zu begehen. Werden Juden nicht als Menschen angesehen? Sind Palästinenser wirklich Barbaren, die – wie der Historiker Benny Morris vor Kurzem andeutete – weggeschlossen gehören?

Den Feind entmenschlichen

In der Vergangenheit waren nicht einmal diejenigen, die in aufgeklärten Demokratien lebten, wegen Generalisierungen über ihre Feinde besorgt. Sehen Sie sich irgendeinen Hollywood-Film an, der während des Zweiten Weltkriegs gedreht wurde, und sie werden vergeblich nach einer menschenfreundlichen Darstellung eines deutschen oder japanischen Soldaten suchen.

Wir können verächtlich über den kruden Chauvinismus der damaligen Zeit lachen, aber was sonst sollten Amerikaner von Leuten denken, die unsagbare Gräuel in Polen, China und andernorts verübt hatten? Die Wahrheit ist, dass die Drehbuch-Autoren und die Zuschauer dieser Filme tatsächlich nicht einmal einen Bruchteil des Schreckens kannten, der von den Nazis und ihren Kollaborateuren beim Holocaust oder im Fernen Osten durch die Diener des japanischen Kaiserreichs begangen wurden.

Die Amerikaner nahmen damals an, dass die Japaner und die Nazis dem menschlichen Leben nicht den gleichen Wert zumaßen wie sie es taten. Aber bis zur Zeit des Vietnamkriegs waren die Amerikaner zu fortschrittlich, um solche Argumente zu glauben.

Gleiches gilt für die meisten Israelis, wenn es um die Darstellung ihrer arabischen Feinde geht. Fast vom Beginn der modernen zionistischen Bewegung an hat die hebräische Volksbewegung ihr Bestes getan, um die Araber respektvoll darzustellen. Die meisten in Israel produzierten Filme und Theaterstücke haben sich alle Mühe gegeben die Palästinenser menschlich abzubilden und den Schmerz wegen des Konflikts und der Verluste auf beiden Seiten aufzuzeigen.

Die Vorstellung des Opfers für die Nation ist Teil des zionistischen Wissensguts. Aber selbst ein Werk wie das klassische Gedicht „Der Silberteller“ von Nathan Altermann, in dem die toten Helden des Unabhängigkeitskriegs Israels die Nation daran erinnern, dass der jüdische Staat mit ihrem Leben erkauft wurde, preist nicht den Tod oder entmenschlicht den Feind; es erinnert uns an den schrecklichen Preis, den selbst ein gerechter Krieg fordert.

Selbst heute, in einer Zeit, in der jüdisches Blut so einfach vergossen wird, ist stupider Hass gegenüber den Arabern in der israelischen Gesellschaft immer noch ein marginaler Faktor.

Nicht so bei den Arabern. Man muss nur die Übersetzungen aus der arabischen Presse und dem Fernsehen zu lesen, die vom Middle East Media Research Institute (www.MEMRI.org) veröffentlicht werden, um zu verstehen, dass die Delegitimierung Israels und der Juden integraler Bestandteil der arabischen Mainstream-Kultur ist.

Mancher wird Israel dafür verantwortlich machen und behaupten, dass seine Weigerung den palästinensischen Forderungen nachzukommen und sein Beharren darauf den Terror zu bekämpfen den arabischen Hass schafft. Aber diese Behauptung ist ein Schlag ins Gesicht der Tatsache, dass der jetzige Krieg einer ist, für den sich die Palästinenser entschieden, als sie einen Staat hätten bekommen können. Das Ziel der palästinensischen Nationalbewegung – Israels Vernichtung – bleibt unverändert bestehen.

Mehr als eine philosophische Frage

Und doch sahen wir mitten in diesem verzweifelten Krieg letzte Woche die Bereitschaft Israels hunderte von terroristischen Gefangenen gegen einen gefangenen Israeli und die Leichen von drei getöteten Soldaten einzutauschen. Über Israel wird berichtet, dass es bereit war sogar noch mehr Terroristen freizulassen, wenn nur Hisbollah oder irgendeine andere arabische Gruppe den lange gesuchten Gefangenen Israeli Ron Arad übergeben würden – oder zumindest seine leblosen Knochen. Berichte der letzten Zeit in der israelischen Presse enthüllten, dass DNA-Tests bewiesen, dass ein kürzlich von der Hisbollah erhaltenes Knochenfragment (Vorauszahlung für einen zukünftigen Handel?) nicht Arad gehörte.

Warum sind die Israelis so sehr bereit, derart viel für ein einziges Leben einzutauschen, wenn die Palästinenser bereit sind, die ihren so unnütz zu verschwenden? Ich habe den Verdacht, dass es nicht so sehr eine Frage der Abwertung des Lebens ist, als der größere Wert, den sie dem von ihnen angestrebten ultimativen Sieg zumessen.

Das ist mehr als eine philosophische Frage, denn wenn wir glauben, dass Israels Feinde unseren Schrecken über den Konflikt teilen, dann werden wir immer versuchen, sie mit Zugeständnissen zu beschwichtigen. Wenn ihre Ziele sich aber von denen der Juden unterscheiden, dann könnte ein Wechsel der langfristigen Strategie geboten sein.

Wir mögen nicht verstehen, warum Araber Mord ehren und Juden nicht, aber zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte sind wir gezwungen, diese Frage wenigstens zu stellen. Wenn statt eines Disputs über Territorium etwas Dunkleres innerhalb der palästinensisch Gesellschaft diesen Krieg antreibt, dann ist jede Debatte über einen Friedensprozess letztlich rein akademischer Natur. Und das ist eine Möglichkeit, die sehr wenige von uns zuzugeben bereit sind.

Ferienlager im Gazastreifen

John Hinderaker, The PowerLine blog, 13. August 2016

In der zivilisierten Welt bedeuten Ferienlager Wandern, Schwimmen, Lagerfeuer; vielleicht lernt man Knoten zu binden. Aber im Gazastreifen, wo die Hamas herrscht, bedeuten Ferienlager, dass man lernt wie man Juden ermordet. MEMRI hat Bilder der Lageraktivitäten, die unter der Aufsicht der Izzedin al-Qassam-Brigaden der Hamas stattfinden.

Wir lernten im Pfadfinderlager Messer zu benutzen, aber das war nie Teil der Ausbildung:

Man liest oft, dass Araber Anschläge mit Macheten verüben. Das hier ist das, wovon dabei die Rede ist:

Feuerwaffen sind natürlich ein wichtiger Teil der Ausbildung der Kinder, aber es ist nicht gerade ein NRA-Kurs für sicheren Umgang mit Feuerwaffen:

Beim Training in Ferienlagern im Gazastreifen geht es nicht nur um Waffen und Terrortechniken (Nutzung von Tunneln ist ein anderer Kurs); es ist auch ideologisch:

Nach Angaben eines offiziellen Vertreters der Izzedin al-Qassam-Brigaden besteht das Ziel der Lager darin „die Glut des Jihad in der Generation der Befreiung anzufachen, islamische Werte einzuprägen und die Siegesarmee auf die Befreiung Palästinas vorzubereiten“.

Würde bitte jemand der Hamas sagen, dass der Islam nichts mit Terrorismus zu tun hat? Irgendwie schienen die das Memo nie zu bekommen.

Was ist Terror?

Aus Motti Morells PR Ambassadors Letter #35:

Definitionen des Terrorismus

1. In der Sprache der UN-Resolutionen (1999):

1.verurteilt strengstens alle Handlungen, Methoden und Praktiken des Terrorismus als kriminell und nicht zu rechtfertigen, wo immer und durch wen immer sie begangen werden;
2. wiederholt, dass kriminelle Handlungen, die darauf abzielen oder in der Absicht begangen werden, einen Zustand des Terrors in der Öffentlichkeit, bei einer Personengruppe oder einer bestimmten Person hervorzurufen, und sie mit politischen, philosophischen, ideologischen, rassischen, ethnischen, religiösen oder anderen Gründen zu rechtfertigen. (Resolution 51/210 der Vollversammlung zur Ausmerzung des internationalen Terrorismus)
2. Kurze, rechtliche Definition, vorgeschlagen von A. P. Schmid gegenüber dem Kriminalzweig der UNO (1992):

Ein Akt des Terrorismus = Entsprechung eines Kriegsverbrechens in Friedenszeiten

3. Definition im akademischen Konsenz:

Terrorismus ist eine Angst einflößende Methode widerholter gewalttätiger Handlungen, die (mehr oder weniger) heimlich durch ein Individuum, eine Gruppe oder staatlich Handelnde aus in ihrem Charakter liegenden, kriminellen oder politischen Gründen begangen werden und wobei – im Gegensatz zu einer Tötung – die direkten Opfer der Gewalt nicht die das Hauptziel sind. Die direkten menschlichen Opfer der Gewalt werden im Allgemeinen zufällig gewählt (Gelegenheitsziele) oder selektiv aus einer Zielmenge (repräsentative oder symbolische Ziele) und dienen der Erzeugung einer Botschaft. Kommunikationsprozesse aufgrund von Drohungen und Gewalt zwischen Terroristen (Organisation), (gefährdeten) Opfern und den Hauptzielen werden benutzt, um das Hauptziel (Publikum) zu manipulieren und in das Ziel des Terrors, ein Ziel der Forderungen oder ein Ziel der Aufmerksamkeit zu wandeln, was davon abhängt, ob hauptsächlich Einschüchterung, Zwang oder Propaganda verfolgt werden. (Schmid, 1988)

Anmerkung heplev:
Wer unter diesen Gesichtspunkten behauptet, Israel oder seine Armee übe Terror gegenüber den Palästinensern aus, der hat nichts begriffen, will nicht wissen, was Terror ist oder arbeitet mit böswilligen Unterstellungen. Weder richten sich die Maßnahmen Israels gegen die palästinensische Bevölkerung allgemein, noch werden Gelegenheitsziele ohne Unterscheidung zwischen Verbrechern/Terroristen und Unschuldigen gesucht. Israel schlägt gezielt zu, sucht die Ziele aufgrund intensiver Informationssammlung aus und geht gezielt gegen diese konkreten Ziele vor, von denen es weiß, dass sie Terror ausüben oder leiten. Es versucht unschuldige Personen nach Möglichkeit nicht zu treffen – auch unter Gefährdung der eigenen Soldaten und Sicherheitskräfte.