Europa hat den Terror Jahre lang vernachlässigt

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Amerikas Behörden erwarten weitere Terroranschläge in Europa. Das Außenministerium hat US-Bürger auf potenzielle Risiken für Reisen auf dem gesamten Kontinent aufmerksam gemacht; es schreibt: „Terrorgruppen planen weiter zeitnah Anschläge in ganz Europa. Ziele sind Sportveranstaltungen, Touristenziele, Restaurants und Verkehrsmittel. Diese Reisewarnung läuft am 20. Juni 2016 aus.“[1]

Viele europäische Länder nehmen jedoch die Risiken willkürlicher Terror-Massenanschläge weiterhin nicht ernst. Diese Art des Terrorismus feierte bei den Anschlägen von Paris im November 2015 und in Brüssel im März 2016 wieder Urständ. Nach den Morden von Brüssel kam eine Menge Informationen zum Versagen der belgischen Geheimdienste ans Licht, dazu die Versäumnisse seiner Sicherheits-Infrastruktur. Die kraftlose Struktur und unzureichende Ausrüstung der belgischen Exekutivorgane trug beträchtlich zu Belgiens Versagen in diesem Fall bei. Nach den Anschlägen von Paris bestehende Terror-Datenbanken wurden in Bezug auf lokale Terroristen nicht auf den neuesten Stand gebracht.[2]

Europas Antiterror-Apparat benötigt immer noch wichtige Verbesserungen. Viele im politischen System schienen zu glauben, dass bessere Geheimdienste und mehr angemessen ausgebildete Polizeikräfte den Terrorismus weithin lösen können. Es stimmt in der Tat, dass einige europäische Länder in diese Bereichen schwere Mängel aufweisen. In den Niederlanden zum Beispiel sind die Sondereinsatzkräfte der Polizei, die das Land vor Terrorismus und schweren Verbrechen schützen sollen, unterbesetzt und liegen in einem Konflikt mit dem Top-Management der niederländischen Polizei.[3]

Im Verlauf der letzten fünfzig Jahre richteten sich Terroranschläge in Europa hauptsächlich gegen spezifische Ziele. Anschläge waren zum Beispiel gegen Israel oder mit Israel in Beziehung stehende Ziele gerichtet. Diese „gezielte“ Form des Terrorismus trat auch bei der Ermordung von Prominenten durch die deutsche Baader-Meinhof-Bande, die italienischen Roten Brigaden und die französische Action Directe auf. Gezielter Terrorismus wurde auch von den muslimischen Mördern an den Mitarbeitern des Magazins Charlie Hebdo in Paris und Juden in Toulouse, Paris, Brüssel und Kopenhagen betrieben.

Besonders der gezielte Terrorismus von Europäern war es, der während der letzten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts die Reaktionen der europäischen Regierungen weckte. Überlebende Mitglieder der Baader-Meinhof-Bande, der Roten Brigaden und von Action Directe wurden größtenteils verhaftet. Der Superterrorist Carlos „der Schakal“ verbüßt in Frankreich eine lebenslange Freiheitsstrafe. Anders Breivik, der 2011 ein Treffen der Jugendbewegung AUF der Arbeitspartei auf der Insel Utøya in Norwegen angriff und 69 Menschen ermordete, wurde zu den in Norwegen maximal möglichen 21 Jahren Haft verurteilt. Breivik tötete zudem acht Zufallsopfer mit einer Bombe, die er in Oslo in einem Lieferwagen deponierte, bevor er auf die Insel fuhr.[4]

Solche Taten waren alles andere als offensichtlich, was die palästinensischen Terrororganisationen betrifft, die in Europa in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts Israelis angriffen. Mehrere europäische Regierungen strebten Vereinbarungen mit Terrorgruppen an, die dafür versprechen sollten keine Ziele in ihren Ländern anzugreifen. Diese Vereinbarungen bedeuteten, dass man palästinensische Mörder frei ließ und Terroristen operationelle Freiheit in Teilen Europas erlaubt wurde. Es ist Ironie des Schicksals, dass der italienische Premierminister Aldo Moro, der eine solche Vereinbarung seines Landes mit der PLO genehmigt hatte, später von den Roten Brigaden entführt und ermordet wurde.[5]

Einige der willkürlichen Terroranschläge in Europa brachten viele Opfer, aber sie wurden von sehr unterschiedlichen Tätern verübt. Die Bombenanschläge beim Massaker im Bahnhof von Bologna 1980 wurden vermutlich von Neofaschisten begangen Sie töteten 85 Menschen und verletzten 200.[6] Der Bombenanschlag von Omagh in Nordirland durch die Irisch-Republikanische Armee von 1998 tötete 31 und verletzte 220 Menschen.[7] Die Explosion eines Pan Am-Flugzeugs über Lockerbie 1988 wurde von Libyens damaligem Herrscher Muammar Gaddafi befohlen und forderte das Leben von 243 Passagieren und Besatzung, dazu weitere 11 am Boden.[8]

Der erste willkürliche Massenmord in Westeuropa durch Muslime fand im September 2004 im Bahnhof Atocha in Madrid statt. 191 Menschen wurden getötet und mehr als 1.800 verletzt.[9] Dem folgten im Juni 2005 die Bombenanschläge auf die U-Bahn und einen Bus in London mit mehr als 50 Toten und hunderten Verletzten.[10]

Da bis zu den Massakern in Paris im November 2015 keine weiteren willkürlichen Anschläge folgten, unternahmen die europäischen Regierungen wenig und vermieden besonders den nächsten, unmittelbaren Schritt – systematisches Profiling. Ein Blick auf das Bild der drei Terroristen am Flughafen von Brüssel deutet an, dass, wenn professionelle Profiling-Spezialisten vor dem Flughafen postiert worden, die Mörder hätten gestoppt und ihr Gepäck gründlich durchsucht werden können. Es gibt aber in Europa aufgrund seiner ethnischen Aspekte einen starken Widerstrand gegen Profiling, auch wenn nicht alle Profile derer, die besonders überprüft werden müssen, ethnisch bestimmt werden können.

Sollten willkürliche Terroranschläge in Europa regelmäßiger werden, wie die amerikanischen Behörden vermuten, dann werden beträchtlich mehr persönliche Daten zusammengestellt, in Datenbanken abgelegt und mit Behörden in anderen Ländern geteilt werden müssen. Darüber hinaus wird man eine Reihe derzeitiger demokratischer Recht schrittweise zu einem gewissen Grad einschränken müssen. Einer davon ist die Privatsphäre, weil mehr Überwachung von Kommunikation erforderlich würde. Auch wenn vorhersagbar ist, dass Bürger solchen Einschränkungen demokratischer Rechte Widerstand entgegensetzen werden, macht auch die zunehmende Bedrohung mit Cyberterror solche Maßnahmen notwendig. Allerdings ist ein solcher Polizeistaat, obwohl mancher bereits solche Sorgen äußert, angesichts der aktuell kritisierten Ineffizienz der Polizei in westlichen Ländern noch Lichtjahre entfernt.

Viele Europäer finden es schwer zuzugeben, dass die Lage besser gewesen wäre, hätten die europäischen Regierungen nicht vor Jahrzehnten versucht Abkommen mit den palästinensischen Terrororganisationen zu verhandeln. Sie verstießen durch das Eingehen solcher Abkommen nicht nur gegen die Gesetze ihres eigenen Landes, sondern sie lernten auch nichts aus dem „Erfolg“ des palästinensischen Terrorismus. Dasselbe gilt für die willkürlichen Bombenanschläge in Madrid und London, aus denen die Europäer offensichtlich erneut wenig lernten.

Israel ist das Ziel von weit mehr Terroranschlägen gewesen als jedes der Länder Europas, aber kein Anschlag hatte auch nur annähernd die Anzahl der Toten in Madrid, London und Paris. Es gibt keine Garantie, dass dies in der Zukunft auch nicht passieren wird. Israel zeigt jedoch, dass willkürliche Terroranschläge effektiv eingeschränkt werden können: mit Wachsamkeit, bestens ausgebildeten Terrorbekämpfungseinheiten und einer demokratischen Gesellschaft mit der kulturellen Fähigkeit und ausreichendem Gespür dafür, bei klarer und gegenwärtiger Gefahr gewisse Einschränkungen demokratischer Freiheiten zu akzeptieren.

Solches Vorbereitet sein wird in Europa erst als Folge weiterer Anschläge zustande kommen. Dieser Zeitraum könnte abgekürzt und Leben gerettet werden, wenn die Europäer anfingen das Nachdenken über das Aufkommen der aktuellen israelischen Realität in ihren eigenen Ländern zu begreifen. Wie oben angedeutet muss sich bislang, um die durch Israels Erfahrung gelernten Lektionen umzusetzen, Europas Kultur im Umgang mit Terrorismus auf grundlegende Weise ändern.

[1] https://travel.state.gov/content/passports/en/alertswarnings/europe-travel-alert.html

[2] http://www.theatlantic.com/international/archive/2016/03/belgium-terror-attack-intelligence/475464/

[3] http://www.telegraaf.nl/binnenland/25515613/__Terreurpolitie_kraakt__.html

[4] http://www.dailymail.co.uk/news/article-2238952/The-moment-Anders-Breivik-planted-bomb-Never-seen-CCTV-footage-shows-mass-murderer-parking-van-killed-Oslo.html

[5] http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/127247

[6] http://www.independent.co.uk/news/world/the-terror-trail-that-wont-grow-cold-dark-forces-bombed-bologna-station-in-1980-killing-85-at-a-1509705.html

[7] http://www.theguardian.com/uk-news/2016/mar/01/omagh-northern-ireland-bombing-case-against-remaining-suspect-collapses

[8] http://www.pbs.org/wgbh/frontline/article/u-s-and-scotland-eye-two-new-suspects-in-lockerbie-bombing/

[9] http://www.bbc.com/news/world-europe-26526704

[10] http://www.ibtimes.co.uk/lockerbie-london-bombings-nine-worst-terrorist-attacks-europe-since-1970-1551605

Israel und Brüssel: Die bei Bombenanschlägen „nur Verwundeten“

Prof. Louis René Beres, Israel National News, 26. März 2016

Damals, 2009, wurde der inzwischen berüchtigte Goldstone-Bericht vom UNO-Menschenrechtrat veröffentlicht. Er warf einen unbestreitbar einseitigen Blick auf Israels Operation Gegossenes Blei im Gazastreifen, weil er in seiner unausgewogenen Bewertung entschied allen vorhergehenden antisemitischen Terrorismus zu ignorieren. Von Richter Goldstone am vielleicht auffallendsten missachtet wurde dies: Israels bewusst beschränkte Militäroperation repräsentierte eine unverzichtbare Selbstverteidigungsaktion, die auch von langjährigem, kodifiziertem, und gewohntem internationalen Recht gedeckt ist.

Im Wesentlichen war von Goldestone vor sieben Jahren nicht berichtet worden, dass Gegossenes Blei von Israel nur widerstrebend begonnen wurde und auch nur, um sich gegen nicht enden wollenden und potenziell immer weiter eskalierenden palästinensischen Terrorismus zu wehren.

Seltsamerweise ist selbst heute noch, sogar nach Brüssel, die juristisch nicht unterstützbare Vorstellung der Terror-Bombenanschläge als zulässiger „Widerstand“ zu weit gehend akzeptiert, besonders im islamischen Nahen Osten. Gewöhnlich wird diese Taktik in solch krude unterstützenden Kreisen weiterhin als „heldenhaft“ gefeiert. Alle solchen Ansichten ignorieren nicht nur die offensichtlichen Rechtsverletzungen, insbesondere Verletzungen das grundlegende oder „endgültige“ Prinzip der Diskriminierung oder Unterscheidung (um sorgfältig Schaden für Nichtkombattanten zu vermeiden), sondern auch die authentischen medizinischen und humanitären Konsequenzen dessen, die diese Terroristen so wohlgelaunt entfesseln.

Für Brüssel, für Europa allgemein und ebenso für Amerika bleibt Israel sowohl eine Warnung als auch ein Mikrokosmos. Israel hat seit dem Beginn der Oslo-Friedensvereinbarungen 1993 buchstäblich zahllose Terroranschläge erlitten. Ob von der Hamas, dem Islamischen Jihad oder den Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden – all diese Anschläge haben vorsätzlich eine große Anzahl ungeschützter Zivilisten getötet und verstümmelt, zumeist Frauen und Kinder. Manchmal haben Opferzählungen nach den Anschlägen diese verstümmelten Opfer als „nur verletzt“ bezeichnet, aber das ist eine auffallend schwerwiegende Untertreibung dessen, was die Opfer erleiden.

Diese Untertreibung ist wohl bereits von den überlebenden Opfern der ISIS-Anschläge in Brüssel bereits verstanden worden.

Was bedeutet es, bei einem islamischen „Märtyrer“-Anschlag nur verletzt worden zu sein? Die Antwort ist für die Opfer eines ISIS-Terroranschlags genau dieselbe wie für die Opfer palästinensischer Terrorgruppen. Für die Opfer sind natürlich alle Unterschiede in Ideologie oder Ziel zwischen den Tätern völlig irrelevant.

Das bedeutet unter anderem, dass wir beim systematischen Blick zurück auf israelische Terroropfer mehr darüber lernen können, was den aktuellen Terroropfern in Brüssel geschah und ebenso, was immer man andernorts an den Schnittstellen der Zukunft der Europäer und Amerikaner noch erwarten kann.

Manchmal kann der schmerzhafte menschliche Einfluss auf terroristische Bombenanschläge auf Röntgenaufnahmen zumindest teilweise klar gemacht werden. Zu lange schon haben die Röntgenbilder der Opfer von Terror-Bombenanschlägen in Israel in den Körpern der Opfer – buchstäblich von Kopf bis Fuß – hunderte Metallsplitter gezeigt, die in ihrer Größe von Millimetern bis zu ganzen Nägeln reichen. Hier ist Material, das ursprünglich von zivilisierten menschlichen Wesen für geeignete konstruktive Zwecke geschaffen wurde, von islamischen Terroristen in die grausamste Form von Projektilen verwandelt worden.

In Brüssel gehörten wie in Israel Nägel, Schrauben, Muttern und Metallkugeln in den Plan der Angreifer, um die tödlichen Auswirkungen zu maximieren und außerdem unnötiges Leiden zuzufügen. Diese Objekte werden manchmal noch in Rattengift oder andere verfügbare Gifte getaucht; sie werden wohlüberlegt in Haut, Fleisch und Knochen getrieben und haben das ballistische Äquivalent der Kraft von Gewehrkugeln.

Es geht weiter: Gewöhnlich fliegen die Nägel mit dem Kopf voran, womit sie sich den Radiologen in den Körpern der Opfer in einer seltsam surrealen, aber doch geordneten Anordnung präsentieren. Viele graben sich „nur“ so weit ein, wie lang sie sind. Andere wühlen sich  viel tiefer ein und deponieren sich spürbar unter Haut, wo die untersuchenden Ärzte sie sogar ertasten und ihre fremdartige Anwesenheit fühlen können.

Andere müssen in stundenlangem, akribischen chirurgischem Sondieren entfernt werden. Weitere dringen weit tiefer in den Körper ein, durchbohren und zerreißen wahllos lebenswichtige Organe. In Israel haben Computer-Tomografien der Köpfe dieser Opfer allgemein Blut, Luft, Metall und Knochenfragmente gezeigt, die normales Hirngewebe verdrängen.

Belgische Ärzte können bei den Anschlägen von Brüssel plausibel dieselben Verletzungsmuster erwarten.

Der „glückliche“ Patient, der irgendwie die explosive „Beleidigung“ überlebt hat, wird oft Folge-Operationen benötigen, mit denen die stark beschädigten Organe repariert werden. Andere dürften, wie wir in Brüssel bereits gesehen haben (was „typischen“ Anschlägen in Tel Aviv und Jerusalem folgte) Brüche, Verbrennungen, Amputationen, Gefäßverletzungen, Lähmungen, Blindheid oder Hirnschäden behalten. Heutzutage wird eine kollabierende Lunge oder ein perforierter Dickdarm – eine Beleidigung, die normalerweise als enorme Verletzung angesehen würde – vom Arzt als Segen betrachtet.

Immerhin sind die Opfer hier, ob in Brüssel, Tel Aviv oder Jerusalem, nur verwundet.

Auch wenn einige Opfer von Terrorbomben sich wohl nie physisch erholen und zu einem mehr oder weniger „normalen“ Leben zurückkehren können, werden viele weitere ihr gesamtes Leben mit ständiger Rehabilitation verbringen müssen. Einige werden natürlich dauerhaft behindert sein. Alle werden unter ernsten psychologischen Auswirkungen leiden, die komplexe und teure Behandlung benötigen. Beträchtliche posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen und Angstzustände werden nicht nur die direkten Opfer eines solchen Anschlags beeinträchtigen, sondern auch große Bereiche der Bevölkerung im Umfeld.

Es gibt mehr. Der physische Schmerz, den vielen nur verwundete Opfer von terroristischen Bombenanschlägen erleben, könnte durch die kollaterale Zerstörung menschlicher Sprache erweitert werden. Diese linguistische Entwertung, die nicht durch präzise radiographische Bilder eingefangen werden kann, kann noch einen tief sitzenden Rückfall in bestimmte vorsprachliche menschliche Laute hervorbringen. Was Richter Goldstone in seiner offenkundig ungleichen Bewertung von Israels Operation Gegossenes Blei zu hören verfehlte und was der Rest von uns bei diesen neu zu Opfern gewordenen Unschuldigen in Brüssel vielleicht immer noch nicht zuzugeben gelingt, ist das einzigartig bedauernswerte Stöhnen, das statistischen Maßen immer entgehen.

Am Ende sind es unvermeidlich diese offenkundig unwissenschaftlichen Töne, grässlichen Schreie und Flüstertöne, die jeglichem erlerntem Sprechen komplett vorausgehen – und allen islamischen Terroropfer-Bevölkerungen geläufige Klänge sind – die die tiefsten Bedeutungen von „nur verwundet“ am besten erklären können.

96 Jahre arabischer Terror gegen Juden und die Lektionen immer noch nicht gelernt

This Ongoing War, 5. April 2016

Hebron 1929: Ein jüdischer Überlebender des arabischen Massakers trauert. Selbst heute noch versuchen einige den Terror zu leugnen und bringen in auf absurde Weise mit der „Besatzung“ in Zusammenhang. [Wikipedia]
Ein Großteil der feindseligen Kommentare, die auf Israel in seinem Konflikt mit den Arabern einschlagen, kommt von Leuten mit äußerst schwachem Verständnis von Geschichte. Das ist für diejenigen von uns ein Problem, die für Dialog offen sind, denn ein unglaublicher Anteil der Israelhasser sind oft do dumm wie Bohnenstroh, wenn es darum geht, wie wir dahin kamen, wo wir heute stehen.

Moshe Arens, ein Veteran der politischen Szene Israels und heute gut über 90 Jahre alt, wuchs in den USA auf; er hatte in der gestrigen Ausgabe von Ha’aretz einen Aufsatz mit dem Titel „Das sich verändernde Gesicht des palästinensischen Terrors“ veröffentlicht. Im Rückblick auf seine Jahrzehnte außergewöhnlich gut informierter Insider-Erfahrung (Verteidigungsminister in drei Regierungen, eine Amtszeit als Außenminister, Professor für Flugtechnik und in den 1980-er Jahren Israels Botschafter in Washington) verweist er darauf, wie die Dinge in der Anfangszeit einmal waren:

Von den Anschlägen arabischer Mobs, die im jüdischen Viertel Jerusalems 1920 Beile und Messer schwangen, bis zu jüngsten Versuchen arabischer junger Leute einzelne Juden niederzustechen haben wir 96 Jahre Terroranschläge erlebt, die von palästinensischen Arabern gegen die Anwesenheit von Juden im Land Israel geführt werden.

Den Krawallen von 1920 folgten ein Jahr später Anschläge auf Juden in Jaffa; sie gipfelten in den Anschlägen arabischer Mobs auf Juden in Jerusalem, Hebron und Safed im Jahr 1929. Die Reaktion der britischen Polizeikräfte war unangemessen und die jüdische Gemeinschaft war noch nicht so organisiert, dass sie diesen Gewaltausbrüchen begegnen konnte. Sie sorgten für beträchtlichen Verlust an Leben, hatten aber nicht den Erfolg das zionistische Vorhaben aufzuhalten.

Die wichtige arabische Anstrengung den Verlauf der Ereignisse im Land Israel umzukehren war der arabische Aufstand von 1936 bis 1939, bei dem Banden bewaffneter Araber jüdische und britische Ziele angriffen. Er wurde von den britischen Streitkräften unter Einsatz drastischer Maßnahmen unterdrückt. Tausende Araber wurden getötet und mehr als 100 gehenkt.

Die jüdische Gemeinschaft war von einer Debatte aufgezehrt, wie man auf diese Welle der Gewalt reagieren sollte. Die von der Jewish Agency und ihrem militärischen Arm, der Haganah, offiziell übernommene Linie lautete Zurückhaltung zu üben und nicht auf gleiche Art zurückzuschlagen, trotz des Verlustes an Leben.

Die gegenteilige Linie wurde vom bewaffneten Zweig der Revisionisten-Bewegung gefahren; die Irgun Tzvai Leumi (geführt von David Raziel) glaubte, dass arabischer Terror gegen Juden mit Terroranschlägen gegen Araber beantwortet werden sollte. Genau genommen nahmen Mitglieder der Haganah an von Orde Wingate Nachteinsatz-Einheiten teil, die kollektive Bestrafung an arabischen Dörfern betrieben. Die Arabische Revolte wurde unterdrückt, hatte aber trotzdem den Erfolg eine Änderung der britischen Politik in Palästina zu bringen. Das fand ihr Resultat im Weißbuch vom Mai 1939, das die jüdische Einwanderung nach Palästina begrenzte und das Entkommen vieler Juden aus Europa nach Palästina verhinderte.

Es lohnt die Feststellung, dass aller von ihm bisher erwähnte Terror von Arabern gegen Juden stattfand, als die Gesamtzahl „illegaler“, „besetzender“ „Siedlungen“ exakt bei null lag. Diese fadenscheinige Rechtfertigung für Jihad – um die es bei der arabischen Bösartigkeit bestimmt ging – kam viel später.

Prof. Arens fährt fort:

Seit der Gründung des Staates Israel haben wir „spektakuläre“ Akte palästinensischen Terrors erlebt, so die Entführung von Verkehrsflugzeugen und die Ermordung 11 israelischer Athleten bei den Olympischen Spielen von München 1972. Von den israelischen Sicherheitsdiensten getroffene Maßnahmen haben schon lange effektiv weitere Taten verhindert. Die erste Intifada dauerte mehr als drei Jahre. Eine große Zahl Palästinenser in Judäa und Samaria und dem Gazastreifen beteiligten sich an Demonstrationen, Streiks und Steinwürfen auf vorbeifahrende Fahrzeuge. Es war eine Situation, die ich erbte, als ich 1990 von Yitzhak Rabin das Verteidigungsministerium übernahm. Ein massierter Versuch der israelischen Streitkräfte und der Sicherheitsdienste, der sich gegen die Angriffe mit Steinen auf Autos richtete, brachte die Intifada innerhalb eines Jahres zu ihrem Ende. Während der zweiten Intifada, die sich über die Jahre 2000 bis 2005 erstreckte, waren Selbstmordbomber die von den Terroristen gewählte Waffe. Mehr als 1.000 Israelis verloren ihr Leben, was dazu führte, dass die IDF-Truppen 2002 während der Operation Verteidigungsschild in Städte der Westbank eindrangen… [„The Changing Face of Palestinian Terror”. Moshe Arens, Ha’aretz, 4 April 2016]

Das arabische Massaker an Juden Hebron 1929, einer Gemeinde, deren jüdische Bevölkerung dort seit Jahrhunderten lebte, ist größtenteils vergessen und wird ignoriert. Neunundsechzig Juden, darunter 46 Jeschiwa-Schüler und -Lehrer, wurden an einem einzigen Tag arabischer Krawalle und Grausamkeit, dem 24. August 1929, ermordet, direkt vor den Augen der britischen Mandatspolizei. Dutzende weitere wurden schwer verletzt und verstümmelt; jüdische Häuser wurden gebrandschatzt, zahlreiche Synagogen geplündert und zerstört.

Die Randalierer und Mörder wurden von Gerüchten aufgestachelt, Juden würden planen die Kontrolle über den Tempelberg in Jerusalem zu übernehmen. (Klingt das bekannt?) Das war vor mehr als achtzig Jahren, aber Fortschritte seitens der Araber stellen sich nachweislich langsam ein. Alte Muster der Niedertracht und des Rassenhasses sind nicht leicht zu ändern.

Saleh erklärte islamischen Gottesdienstbesuchern die Rolle von Erbrochenem, Juden und Unrat, 25. März 2016

Eine seiner aktuellen Früchte israelischer Araber wird durch Raed Saleh illustriert, der vor zehn Tagen von einer islamistischen Kanzel in Jatt herab sprach, einer Stadt in Nordisrael mit arabischer Mehrheit und Null Juden; er versprach seiner Gemeinde,

dass „die israelische Besatzung“ verschwinden wird wir die römischen und persischen Imperien und die britische und französische Kolonialisation… Das Land wird die israelische Besatzung „auskotzen“, „ganz wie das Meer seinen Unrat ausspuckt“. [Video und (engl.) Transkript]

Wir könnten diesen Blog leicht mit weitergeführten Hässlichkeiten dieser Art von islamistischen Predigern und ihren säkularen Gegenstücken füllen, aber was wäre damit erreicht?

In Aufnahme der bisher von Israels Juden seit 96 Jahren gesammelten Erfahrungen stellt Prof. Arens fest, dass es beträchtliche Unterschiede zwischen den Terroranschlägen gibt, die wir heute gegen jüdische Präsenz in Israel und der früheren sehen:

Die aktuelle Welle des palästinensischen Terrors unterscheidet sich von allen anderen. Terroranschläge werden von Individuen oder Paaren verübt, die auf der Straße Messer, Schusswaffen oder Autos zum Rammen von Fußgängern einsetzen. Das sorgt für eine Eins-zu-eins-Begegnung, bei der das Opfer, ein Zivilist oder ein Soldat – wenn er wachsam und noch besser: bewaffnet ist – regelmäßig die Bedrohung aufhalten kann. Im Moment scheint das nachzulassen, aber die Terrorwelle hat nur der Sache der Palästinenser geschadet – wie es bei beiden Intifadas der Fall war… [Arens]

Er fährt damit fort, dass er einige der ethischen Fragen anspricht, die aufkommen, wenn Terror auf die Parkplätze und Supermärkte einer geschäftigen, florierenden Gesellschaft gebracht wird. Diese sind natürlich nicht einfach – zumindest nicht für unsere Seite. Für die Seite mit den Messern und den Beilen und den zu Waffen gemachten Kindern könnten sie kaum einfacher sein. Angetrieben von einem Spektrum aus Leidenschaft gehört Respekt für ethische Prinzipien sicherlich nicht dazu.

Beachten Sie, dass sie beim Besuch der Homepage von Ha’aretz mehrere der Kommentare, mutmaßlich aus einigen dieser oben von uns erwähnten strunzdummen „Aktivisten“, qualifizieren Arens‘ Feststellungen mit dem üblichen Unsinns-Argument ab:

…eure Geschichte in der Gegend von den 1920-er Jahren an bis heute und keine einzige Erwähnung der Besatzung. – Liz

Leider ist das ein echtes Zitat.

Wir sagen, dass kein Feigenblatt, nicht einmal eines, das wo weithin vom Stapel gelassen wird wie „nie die Besatzung vergessen“, kann die moralische Blöße der Kritiker adäquat verbergen, für die der Gedanke einer nationalen Dimension des jüdischen Volkstums buchstäblich unerträglich ist. Oder die widerwärtige, rassistische Bigotterie religiöser Führer wie Saleh, für den die jüdischen Nachbarn um ihn herum „Dreck“ sind, der „ausgekotzt“ werden muss.

Der Terror und die Demokratien Europas früher und heute

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Europa wird nach den tödlichen Anschlägen von Brüssel einmal mehr von muslimischem Terrorismus in Geiselhaft genommen. Politiker und Personen der Öffentlichkeit haben die üblichen nebulösen Kommentare abgegeben. Um einen herauszupicken: Der schwedische Premierminister Stefan Löfven sagte: „Das ist ein Anschlag auf unser demokratisches Europa. Wir werden niemals akzeptieren, dass Terroristen unsere offenen Gesellschaften angreifen.“[1]

Israelis bringen die Anschläge in Europa eine Zeit vor mehreren Jahrzehnten ins Erinnerung, als Israel und diejenigen, die auf irgendeine Weise mit ihm in Verbindung standen, von weltweitem palästinensischem Terrorismus heimgesucht wurden. Mehrere europäische Demokratien versuchten damals zu einer Übereinkunft mit den Terrororganisationen zu kommen: Sie würden die Mörder von Israelis – oder auch der eigenen Staatsbürger – strafrechtlich nicht verfolgen. Im Gegenzug sollten ihre Länder nicht angegriffen werden.

Ein Geheimabkommen zwischen der schweizerischen Regierung und den Terroristen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) vor 45 Jahren wurde vor kurzem in einem Buch des Schweizer Journalisten Marcel Gyr aufgedeckt.[2] Die Schweiz war das Opfer dreier palästinensischer Terroranschläge geworden. 1969 schoss am Flughafen Zürich ein palästinensischer Terrorist auf ein Flugzeug der El Al und tötete dessen israelischen Pilot. Die Schweiz verhaftete die Terroristen. 1970 explodierte bei Zürich eine Bombe an Bord eines Swissair-Flugs nach Tel Aviv; alle 47 Passagiere und die Besatzung wurden getötet. Später im selben Jahr wurde ein Swissair-Flug nach New York entführt. Er wurde zusammen mit zwei weiteren Flugzeugen – einem britischen und einem amerikanischen – auf ein Flugfeld in Jordanien umgeleitet, wo alle drei Flugzeuge zerstört wurden.[3]

Aus Gyrs Buch erfahren wir, dass der damalige Schweizer Außenminister Pierre Graber, der 2003 verstarb, kurz nach der Entführung 1970 ein Geheimabkommen mit der PLO traf. Vermittler dafür war Jean Ziegler, ein berüchtigter antiisraelischer Aufwiegler und selbsterklärter Menschenrechtsaktivist. Er war damals Parlamentarier in der Schweiz und ist heute immer noch als Mitglied des Beraterkomitees für den UNO-Menschenrechtsrat tätig. Ziegler hat vor kurzem seine Rolle bei dieser Strafvereitelung eingestanden und sich bei den Familienmitgliedern der Opfer entschuldigt.[4]

Als Folge der Vereinbarung wurden die Mörder des israelischen Piloten freigelassen und die Ermittlungen zu dem Anschlag auf den Swissair-Flug wurden gestoppt. Das ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Demokratie bewusst dem Verrat an der Gerechtigkeit für die eigenen Staatsbürger zustimmt. Im März zeigte Gyr auf, dass Europas internationaler Top-Terrorist Carlos, der heute lebenslänglich in Frankreich einsitzt, seinem Rechtsanwalt sagte, er habe sich immer sehr sicher gefühlt, wenn er in der Schweiz war.[5]

Die Schweizer waren anderen europäischen Ländern voraus, die Vereinbarungen mit palästinensischen Terroristen erzielten oder das versuchten. Die deutsche Regierung war die nächste, die eine solche Übereinkunft anstrebte. Bei den Olympischen Spielen in München wurden 1972 elf israelische Athleten und ein deutscher Polizist von der Organisation Schwarzer September ermordet. Es brauchte vierzig Jahre, bis bekannt wurde, dass Walter Nowak, ein Deutscher Regierungsvertreter, ein paar Monate nach den Morden versuchte ein Übereinkommen mit dem Schwarzen September zu erreichen.

Nowak war damals deutscher Botschafter im Libanon. Er traf sich mit Abu Youssef, einem Gründer des Schwarzen September, zu einem zweistündigen Gespräch. Nowak bot Abu Youssef und seiner Terrororganisation die Möglichkeit „einer neuen Vertrauensbasis“ bei der deutschen Regierung an. Darüber hinaus wurde ein mögliches Geheimtreffen in Kairo diskutiert, das zwischen Abu Youssef und dem damaligen deutschen Außenminister Walter Scheel stattfinden sollte. Dieses ehemalige NSDAP-Mitglied erfand sich nach dem Zweiten Weltkrieg als Leiter der FDP neu und wurde 1974 Präsident der Bundesrepublik.

Eine Woche nach diesem Treffen tötete Israel Abu Youssef zusammen mit weiteren palästinensischen Terroristen, die für die Morde von München verantwortlich waren. Nowak wurde zitiert, die toten Palästinenser gerhörten zu den „rationalsten und verantwortlichsten“ Mitgliedern der PLO. Er schrieb in einem Brief an die deutschen Machthaber, dass die Israelis Abu Youssef und die anderen getötet haben könnten, um den Friedensprozess im Nahen Osten zu verhindern. Der Artikel, der 2012 dies sowie weiteres Katzbuckeln der deutschen Regierung gegenüber den Palästinensern nach den Morden von München in DER SPIEGEL beschrieb, ist eine vernichtende Anklage des damaligen sozialdemokratischen Bundeskanzlers Willy Brand und seiner Regierung.[6]

Die Franzosen und Italiener hatten ebenfalls ihren Anteil an den Händeln mit den palästinensischen Terroristen. Abu Daoud, der Führer der Münchener Morde durch die Palästinenser, wurde im Januar 1977 von Frankreich verhaftet. Deutschland und Israel forderten seine Auslieferung. Die französischen Behörden lehnten ab und führten Gründe an, die weithin undurchsichtig waren.[7] Sie gestatteten Abu Daoud nach Algerien auszureisen.

1985 entführte die Terrororganisation Palästinensische Befreiungsfront das italienische Kreuzfahrtschiff Achille Lauro. Die Palästinenser töteten den an den Rollstuhl gefesselten jüdischen Amerikaner Leon Klinghoffer und das Schiff fuhr nach Ägyptern. Obwohl die Ägypter den Entführern freies Geleit nach Tunesien gaben, zwang ein amerikanisches Militärflugzeug das ägyptische Flugzeug zur Landung auf italienischem Boden.

Die Italiener verhafteten die palästinensischen Entführer, aber ihr Anführer Abu Abbas ging straffrei aus. Sie behaupteten, dass die in Washington gegen ihn angehäuften Beweise nicht ausreichten und er im Besitz eines irakischen Diplomatenpasses war, was ihm Immunität verlieh. Innerhalb von zwei Tagen war Abu Abbas aus Italien entkommen, entging der Gefangennahme, bis er von amerikanischen Streitkräften 2003 im Irak verhaftet wurde.[8] Die anderen Entführer wurden vom italienischen Justizsystem zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Francesco Cossiga, von 1985 bis 1992 Italiens Premierminister, gab zu, dass sein Vorgänger Aldo Moro, ebenfalls Christdemokrat, einen „geheimen Nichtangriffspakt zwischen dem italienischen Staat und palästinensischen Widerstandsorganisationen, einschließlich Terrorgruppen“ abschloss. Der Pakt erlaubte den palästinensischen Terrorgruppen – mit Ausnahme der von Abu Nidal – Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes im Austausch für Immunität vor Anschlägen in Italien.[9]

Wir wissen heute, dass Terroristen entgegenzukommen europäischen Staaten langfristig nicht half. Im Gegenteil, es hat sie davon abgehalten rigorose Politik zu definieren, wem sie nicht gestatten wollen ins Land zu kommen. Dazu kommen inadäquate Geheimdienstinformationen und schwache Überwachungstechniken.[10] Man muss sich nur kurz die Bilder der Mordverdächtigen am Brüsseler Flughafen ansehen. Jeder minimal in Profiling Ausgebildete hätte sich auf sie konzentriert, noch bevor sie den Flughafen betraten und sie für weitere Sicherheitsüberprüfungen vorgemerkt.

Es wird wahrscheinlich viele weitere Jahre dauern, bis die Führer Europas unter Kosten weiterer Todesopfer auch nur anfangen akzeptieren, dass der erste einfache Schritt zur Reduzierung von Terroranschlägen über das Profiling von Verdächtigen führt und dass dies weit davon entfernt ist aus Demokratien Polizeistaaten zu machen. Weiteres Vermeiden von Profiling wird nur zusätzliche Terroranschläge auf europäische Demokratien fördern. Es wird auch zu weiteren nichtssagenden Beileidsbekundungen für die Toten und Verstümmelten seitens europäischer Politiker gegenüber den Opfern und ihren Familien führen, die hätten verhindert werden können.

[1] http://www.government.se/statements/2016/03/statement-by-prime-minister-stefan-lofven-on-the-terrorist-attacks-in-brussels/

[2] Marcel Gyr: Schweizer Terrorjahre. Das geheime Abkommen mit der PLO. Zúrich (NZZ) 2016)

[3] http://www.bbc.com/news/world-europe-35384354

[4] http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/jean-ziegler-entschuldigt-sich-wegen-plodeal/story/11639007

[5] http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/carlos-fuehlte-sich-von-bern-protegiert-1.18707612

[6] http://www.spiegel.de/international/world/germany-maintained-contacts-with-palestinians-after-munich-massacre-a-852322-2.html

[7] Noemi Gal-Or: International Cooperation to Suppress Terrorism. Routledge, 2015); http://www.washingtonpost.com/archive/politics/1977/01/15/us-reportedly-alerted-france-on-abu-daoud/23591e3d-b350-4d98-b820-9cca0897a128/.

[8] Palestinian Terrorist Abu Abbas Arrested. Fox News, 16. April 2003.

[9] Nissan Ratzlav-Katz: Fmr. Italian Pres.: We Signed Pact With Terrorists. Israel National News, 18. August 2008.

[10] www.telegraaf.nl/reportage/25466459/___Politici_keken_weg___.html; http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/belgium/12202477/Belgium-needs-its-own-Special-Branch-or-else-it-is-fighting-terrorists-blind.html