Gazaner unterstützen das Töten von jüdischen Zivilisten

First One Through, 12. Februar 2015

Der Internationale Strafgerichtshof beschloss letzte Woche, er habe die Zuständigkeit gegen Israel wegen seines Handelns im Gazastreifen und der Westbank zu verhandeln. Israel bestreitet diese Behauptung, da es kein Mitglied des ICC und die PA kein Staat ist, also nicht die Möglichkeit haben dürfte in einem solchen Forum Ansprüche zu stellen.

Die PA hat den ICC aufgefordert gegen Israel wegen Kriegsverbrechen zu ermitteln, insbesondere wegen Israels Handeln während des Gazakriegs von 2014. Die PA hofft mit ihrem Tun an zahlreichen Fronten zu gewinnen, sowohl gegen Israel, als auch ihre politischen Rivalen im Gazastreifen, die Hamas.

Die Hamas ist von den USA, Israel und mehreren Ländern als Terrororganisation eingestuft worden. Ihre Gründungscharta von 1988 bleibt das antisemitischste herrschende Dokument, das je geschrieben wurde, einschließlich Nazideutschlands in den 1930-er Jahren. Davon unbeeindruckt wählten die Palästinenser die Hamas 2006 mit dieser Charta zur größten Parlamentsfraktion, in der Hoffnung Israel zu vernichten, als der im Jahr 2000 begonnene Zwei-Prozent-Krieg/Zweite Intifada dem Ende zuging.

Der Durst der Menschen im Gazastreifen nach jüdischem Blut hat sich nicht verringert. In der jüngsten palästinensischen Meinungsumfrage, die am 15. Dezember 2020 durchgeführt wurde, antworteten bemerkenswerte 77% der Gazaner, dass sie bewaffnete Angriffe auf israelische Zivilisten innerhalb Israels sehr stark (30,8%) und stark (45,9%) unterstützen. Die Tatsache, dass eine solche Frage überhaupt gestellt werden kann, sollte als Aufstachelung zu Gewalt und ein Verbrechen gegen die Menschheit betrachtet werden. Dass mehr als drei Viertel der Gazaner Juden innerhalb Israels zu töten unterstützt, sollte jede Diskussion über die Natur der herrschenden Hamas und der Menschen, die im Gazastreifen leben erledigen.

Ergebnisse der PCPRS-Umfrage 78 vom Dezember 2020. Die erst Spalte zeigt die Gesamtergebnisse, die zweite zeigt die Ergebnisse aus der Westbank und die letzten Spalte ist der Gazastreifen.

Die Vereinten Nationen und linken Medien sagen fälschlich aus, dass die Gazaner auf Gewalt „zurückgreifen“ und dass Raketenfeuer aus dem Gazastreifen nach Israel „willkürlich“ sei, aber der Wille der palästinensischen Araber ist eindeutig: Ihr Ziel lautet jüdische Zivilisten zu töten. Die angemessene Antwort von Israel – und vom ICC, sollte er der Sache nachgehen – ist auch uneingeschränkt deutlich.

Terrorherrschaft: Die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP)

Akiva van Koningsveld, HonestReporting,19. Januar 2021

Die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) ist eine linksextreme Gruppe und die zweitgrößte Fraktion der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), die als die offizielle „Stimme“ des palästinensischen Volks gilt und deren Vorsitzender PA-Präsident Mahmud Abbas ist. Während der Einfluss der PFLP beim palästinensischen Volk abebbt und zunimmt, erfährt ihr bewaffneter Arm vorwiegend aufgrund der Unterstützung durch den Iran eine rapide Wiederbelebung.

Seit ihrer Gründung hat die PFLP mehrere Anschläge weltweit sowie viele gegen israelische Zivilisten und Soldaten organisiert und ist daher von Israel (1986), von den USA (1997), der Europäischen Union (2002) und Kanada (2013) sowie mehreren weiteren Ländern als Terrororganisation gekennzeichnet worden.

Die Organisation hat Aufrufe zur Entwaffnung im Kontext mit Friedensverhandlungen mit dem jüdischen Staat wiederholt abgelehnt.

Die Geschichte der PFLP

Nach Israels Sieg im Sechstage-Krieg schlossen sich Verschiedene Organisationen zusammen, um die Volksfront zur Befreiung Palästinas zu bilden. Die treibende Kraft hinter dem Schritt war George Habasch, der am 11. Dezember 1967 verkündete, dass seine arabisch-nationalistische Bewegung sich unter mit anderen Kräften unter einem Schirm mit den Helden der Rückkehr, der Palästinensischen Befreiungsfront, der Jugendorganisation für Rache und „mehreren anderen palästinensischen Gruppen im Heimatland“ zusammenschloss.

Ursprünglich erhielt die PFLP Unterstützung aus Ländern wie der Sowjetunion, Syrien und China. Sie hielt zudem enge Verbindungen zu anderen linksextremen Gruppen wie der deutschen Rote Armee Fraktion, den italienischen Brigate Rosse und der französischen Action Directe.

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR suchte die PFLP andere Sponsoren. Heute hat die historisch säkulare Terrororganisation in der Islamischen Republik Iran einen neuen Gönner gefunden.

Bald nach ihrer Gründung spalteten sich mehrere Fraktionen von der PFLP ab.

Zum Beispiel spaltete sich 1968 die PFLP-Generalkommando (PFLP-GC) ab, um sich direkter auf Terrorismus zu konzentrieren. Diese von Ahmed Jibril angeführte Gruppe verübte zahlreiche Anschläge auf israelische Ziele. Die PFLP-GC hat Unterstützung aus Teheran und Damaskus erhalten.

Ein Jahr später bildeten weitere PFLP-Mitglieder, angeführt von Nayef Hawatmeh, die Demokratische Front für die Befreiung Palästinas, die am besten wegen des Ma’alot-Massakers von 1974 bekannt ist, bei dem in Israel 22 Oberschüler und vier Erwachsene ermordet wurden.

Derweil war George Habash bis 2000 Generalsekretär der PFLP. Sein Nachfolger Abu Ali Mustafa wurde kurz nachdem er den Posten übernahm bei einem israelischen Luftangriff getötet. Der militärische Arm der Gruppe, anfangs die Roten Adler genannt, wurde danach nach Mustafa umbenannt. Der aktuelle PFLP-Führer Ahmed Sa’adat sitzt in Israel eine 30-jährige Gefängnisstrafe ab, weil er mehrere Anschläge befahl und leitete.

Ein „Volkskrieg“: Die PFLP-Ideologie

Die PFLP kombiniert säkularen arabischen Nationalismus mit traditioneller linksextremer Revolutionsideologie. Habash betrachtete „den zionistischen Feind“ als neokolonialistisches Projekt westlicher Mächte. Gemäß ihres Programms von 1969 betrachtet die PFLP Terrorismus gegen Israel „zu allererst“ durch die Linse eine Klassenkampfs.

Die Plattform greift daher nicht nur den Zionismus an, sondern verdammt auch die „arabische Bourgeoisie“, weil sie Friedensgespräche mit der Aussicht einen Palästinenserstaat an der Seite eines jüdischen Staates betreibt. Nach Maßgabe der PFLP wirbt jede friedliche Lösung des arabisch-israelischen Konflikts für jüdische Selbstbestimmung, die sie vehement überall zwischen Jordan und Mittelmeer ablehnt.

Um das zu erreichen fordert die Gründungserklärung der PFLP alle Araber auf den bewaffneten Kampf – heißt: Terrorismus – gegen Israel zu betreiben. In den Augen der PFLP widerlegte der Sechstage-Krieg die „bourgeoise Theorie“, Israel könne mit konventioneller Kriegsführung besiegt werden. Stattdessen stellt sich die Organisation einen „Volkskrieg“ mit asymmetrischen Taktiken vor. „Jeder Bürger hat die Möglichkeit der Besatzung mit allen Mitteln Widerstand zu leisten“, hat Habash insistiert.

Die Spezialität der PFLP: Internationaler Terrorismus

Innerhalb weniger Monate nach ihrer Gründung gewann die PLFP durch die Inszenierung von Terroranschlägen und Flugzeugentführungen einen berüchtigten Ruf. Yoram Schweitzer, ein Forscher an Israels Institut für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) legt nahe, dass die PFLP das Wesen des Terrorismus grundlegend verändert; erstens durch Anschläge auf globale Ziele mit der Aussicht weit verbreitet Aufmerksamkeit auf die Sache der Palästinenser zu ziehen und dann durch die Rekrutierung von Ausländern.

„Diese Innovationen ermöglichten es der PFLP und ihrer Ableger einige der dramatischsten Operationen auszuführen, die das 20. Jahrhundert erlebt hat, womit ein Trend gesetzt wurde, der erst Jahrzehnte später durch die Anschläge vom 11. September 2001 gebrochen wurde“, schrieb Schweizer in seinem Aufsatz Innovation in Terrorist Organizations. The Case of PLFP and its Offshoots.[*]

Zu einigen der beachtenswertesten Terroranschläge im ersten Jahr der PFLP gehörten die einzige erfolgreiche Entführung eines israelischen El Al-Flugzeugs, Angriffe am Boden auf europäische Flughäfen sowie Bomben auf israelische und jüdische Geschäfte. Experten ziehen auch eine Verbindung der Gruppe zur Belagerung der OPEC vom Dezember 1975 und der berüchtigten Entführung eines Air France-Flugzeugs 1976.

Auch während der Zeiten Intifada (2000 bis 2005) bereitete der bewaffnete Arm der PFLP dutzende Terrorakte vor, darunter mehrere Selbstmord-Bombenanschläge und die Ermordung von Rehavam Ze’evi, dem damaligen israelischen Tourismusminister. Israelische Offizielle haben Ahmad Sa’adat beschuldigt Ze’evis Ermordung direkt befohlen zu haben.

Nach der zweiten Intifada bestanden die Terror-Aktivitäten der PFLP hauptsächlich aus Raketen- und Mörserfeuer auf israelische Zivilisten, die nahe des Gazastreifens leben. Mit der PFLP verbundene Einheiten sind zudem Berichten zufolge daran beteiligt Sprengsatz-Ballons auf israelische Städte im Umfeld der von der Hamas beherrschten Enklave zu schicken.

2012 wurden dann zwei Terroristen mit Verbindungen zur PFLP wegen der Ermordung von fünf Mitgliedern der Familie Fogel im israelischen Ort Itamar verurteilt. Zwei Jahre später übernahm die Gruppe die Verantwortung für ein Massaker in einer Synagoge in Jerusalem. 2019 beanspruchte die Gruppe den Terroranschlag für sich, bei der die 17-jährige Israelin Rina Schnerb getötet wurde; sie wurde durch einen Sprengsatz getötet, als sie mit ihrer Familie an einer beliebten Quelle nahe Dolev in der Westbank wanderte. Die Bombe verletzte auch Rinas Vater und Bruder.

Nachdem israelische Sicherheitskräfte Mitglieder der verantwortlichen PFLP-Zelle festnahmen, pries die Gruppe die Täter als „Helden“.

Nach dem Mord deckte der Shin Bet (Israels Inlands-Geheimdienst) ein umfangreiches Netzwerk an PFLP-Agenten auf, die planten „bedeutende“ Anschläge zu verüben. Mit der Hilfe des Iran beschafften sich die Terroristen große Mengen an Waffen und Material zum Bombenbau.

„Lange wurde sie als Fossil des Kalten Krieges betrachtet, aber die Organisation ist in den letzten Monaten zu bescheidener Berühmtheit aufgestiegen“, warnte Nahost-Analyst Jonathan Spyer letztes Jahr in einem Artikel.

Die Verbindungen der PFLP zu „Menschenrechts“-Organisationen

In der Gründungserklärung von 1967 forderte George Habash einen „totalen Boykott aller wirtschaftlichen, bürgerlichen und politischen Institutionen des Feindes [Israel] und eine Ablehnung aller Beziehungen“. In der Tat betrachtete Habash die Isolierung Israels durch eine internationale Propagandakampagne als Parallel-Strategie zu Terrorismus, die letztlich zum Untergang des Landes beitragen könnte.

Die PFLP ist daher eng in die antiisraelische Bewegung Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) involviert. PLFP-Funktionäre sind bei verschiedenen BDS propagierenden NGOs als Mitarbeiter angestellt oder Vorstandsmitglieder. In anderen Fällen wurden die NGOs von der PFLP gegründet.

Der Mord an Rina Schnerb hebt die Verbindung zwischen der PFLP und verschiedenen sogenannten Menschenrechts-Organisationen hervor. Zwei Beschäftige der Gewerkschaft der Komitees der Landwirtschaftlichen Arbeiter (UAWC), angeblich eine Organisation, die palästinensische Bauern unterstützt, gaben zu den Anschlag geplant und ausgeführt zu haben.

Obwohl ein von USAID genehmigtes Audit die UAWC bereits als „die Landwirtschaftsorganisation der PFLP“ beschrieben hatte, haben verschiedene europäische Länder die Gruppe weiterhin unterstützt. Die niederländische Regierung, einer der Hauptsponsoren der UAWC, gab 2020 zu, einen Teil der Gehälter der Terroristen bezahlt zu haben, die Schnerb ermordeten. Die Niederlande stoppten daraufhin die Gelder für die UAWC abhängig vom Ergebnis einer Untersuchung.

NGO Monitor hat Berichte veröffentlicht, die viele weitere NGOs mit Verbindungen zur PFLP detailliert beschreiben; die meisten davon werden von europäischen Regierungen unterstützt.

[+] Innovation in Terrororganisationen. Der Fall der PFLP und ihrer Ableger

Warum nehmen die Medien es nur zur Kenntnis, wenn Juden Araber angreifen?

Glauben Sie den Bewusstseins-Ingenieuren nicht, die behaupten, die Dinge würden sich wegen jüdischer Gewalt aufheizen. Das ist eine Lüge. Judäa und Samaria befinden sich wegen hunderter Vorfälle des versuchten Mordes an Juden am Siedepunkt, deren Verbrechen darin besteht, dass sie nach Hause fahren.

Sara Haetzni-Cohen, Israel HaYom, 25. Dezember 2020

Esther Hurgan wurde kaltblütig ermordet, als sie Montag zum Laufen in den Reichan-Wald ging. Spät an diesem dunklen Tag wurde der 16-jährige Ahuvia Sandak tragisch getötet, als Beamte Jugendliche verfolgten, von denen sie glaubten sie hätten Palästinenser mit Steinen beworfen. In ganz Judäa und Samaria gab es Dutzende Vorfälle, bei denen Palästinenser Steine und Molotowcocktails auf Juden warfen, dazu Dutzende Mordversuche.

Insgesamt ist 2020 ein ziemlich ruhiges Jahr gewesen. Und doch erzählen die Daten des ersten Halbjahrs eine andere Geschichte. Die Freiwillgenorganisation Rescuers Without Borders (Retter ohne Grenzen) hat die Berichte zusammengestellt, nach deren Angaben es in den Gebieten 1.033 Vorfälle mit Steinwürfen, 284 mit Molotowcocktails und 24 mit Sprengsätzen gab. Jeder dieser Vorfälle verursacht unglaublichen Schaden an Körper, Grundeigentum und Psyche. Keiner dieser Vorfälle hinterließ keine emotionelle Narbe.

Die Medien berichten allerdings über kaum eine davon und haben sich entschieden diese Vorfälle in der Kategorie „Hund beißt Mann“ abzulegen. Sicherheitskräfte und Polizei betrachten sie als Routine-Vorfälle, die einfach weiter passieren. „Judäa und Samaria heizen sich auf“, warnten sie diese Woche. Und warum war das der Fall? Hier setzt Bewusstseinsbauen ein: „Spannungen in Judäa und Samaria: 15 Vorfälle von Gewalt gegen Palästinenser in den letzten zwei Tagen“ lautete die Schlagzeile bei Kan, einem öffentlich-rechtlichen Sender, nur einen Tag nachdem Hurgan getötet wurde. Bei zahllosen Vorfällen von Seriengewalt in Judäa und Samaria entschieden sich die Sicherheitskräfte und die Medien die Aufmerksamkeit auf jüdische Gewalttaten zu lenken. Die Angriffe auf Palästinenser sind gravierend und müssen gestoppt werden, aber es gibt jede Woche dutzende Angriffe auf Juden, die die Medien nicht berichten.

Es ist so etwas wie ein offenes Geheimnis, dass das, was die Sicherheitskräfte am meisten fürchten, nicht das Werfen von Steinen oder Molotowcocktails auf Juden ist, sondern eine nicht friedfertige Reaktion von Juden. Bei mehr als einer Gelegenheit war ich Zeuge, wie eine effektive Operation nur von Sicherheitskräften ausgeführt wurde, die erst vor Ort ankamen, nachdem Siedlern keine Wahl gelassen wurde als damit zu drohen das Recht in die eigenen Hand zu nehmen.

Fairerweise muss gesagt werden, dass die Angst der Sicherheitskräfte gerechtfertigt ist. Niemand will in den Gebieten Anarchie haben und jeder, der einem Unschuldigen Schaden zufügt, ist widerwärtig. Die Wahrheit darf jedoch nicht unter den Teppich gekehrt werden. Wenn es dutzende Vorfälle jüdischer Gewalttaten für die tausende von Arabern verübten Angriffe gibt, dann macht die Statistik deutlich, dass es nicht auf beiden Seiten Radikale gibt.

Die Juden sind nicht dafür verantwortlich zu machen, dass sich Judäa und Samaria aufheizen. Die Siedler sind extrem ruhig mit dem täglichen Terror umgegangen, ohne aufzuschreien und ohne Rache zu üben. Sie achten mehr darauf sich zu schützen, sind vorsichtiger und verlassen sich voll und ganz auf die Sicherheitskräfte. Wenn etwas passiert, stellen sie eine weitere Anzeige, noch einen Entschädigungsantrag und leben ihr Leben weiter. Sollten sie es wagen in Selbstverteidigung zu reagieren, werden ihre Waffen viele Monat lang beschlagnahmt und oft werden Ermittlungen gegen sie eröffnet, was ihnen alle Verteidigungsmittel nimmt.

Glauben Sie also nicht den Bewusstseinsingenieuren, die behaupten, die Dinge würden sich aufgrund jüdischer Gewalt aufheizen. Das ist eine Lüge. Judäa und Samaria stehen vor dem Siedepunkt, weil es hunderte Vorfälle versuchten Mordes an Juden gibt, deren einziges Verbrechen darin besteht, dass sie nach Hause fahren.

Das „Israel-Problem“ der Medien breitet sich aus. Hier der Grund.

Daniel Pomeranz, HonestReporting, 18. November 2020

2016 schrieb ich meine erste Kritik als Redakteur für HonestReporting. Unter dem Titel „Ist das Ermorden von Israelis einfach ‚menschliche Natur‘?“ wurde darin eine Äußerung des damaligen UNO-Generalsekretärs Ban Ki-moon zerlegt:

Angriffe von Palästinensern auf israelische Zivilisten mit Messern, Autos und Schusswaffen haben weiterhin Leben gekostet… Wie es unterdrückte Völker jedoch im Lauf der Weltgeschichte bewiesen haben, ist es menschliche Natur, auf Besatzung zu reagieren, die oft als mächtige Brutstätte für Hass und Extremismus wirkt. (Hervorhebung hinzugefügt)

Ban ließ dieser Äußerung ein Op-Ed in der New York Times folgen, in der er eine ähnliche Behauptung aufstellte. In meinem Artikel untersuchte ich Besatzungen im Verlauf der Zeit und legte offen, dass es objektiv nicht der menschlichen Natur entspricht so zu reagieren, wie Ban nahelegte und darüber hinaus, dass Ban gegenüber keinem der andern 189 Länder solche Behauptungen aufstellte, die damals in territoriale Dispute involviert waren.

Er schoss einzig gegen Israel.

Auftritt Charlie Hebdo

Am 7. Januar 2015 stürmten islamistische Fundamentalisten die Pariser Büros des Satire-Magazins Charlie Hebdo und eröffneten das Feuer, töteten 12 Personen und verletzten 11 weitere. Der Grund? Weil das Magazin Karikaturen veröffentlicht hatte, die den Propheten Mohammed darstellten. Um das klar zu stellen: Die Klage eines Großteils der muslimischen Welt kam nicht gerade daher, dass Mohammed auf eine bestimmte beleidigende Weise dargestellt wurde, sondern dass sein Bild überhaupt wiedergegeben wurde: Wie jede visuelle Wiedergabe Mohammeds wird das vom islamischen Recht verboten.

Größtenteils zeigte die Welt – wie auch die Medien – einen Ausbruch an Mitgefühl und Unterstützung für Frankreich, was in starkem Gegensatz zu dem steht, was wir oft sehen, wenn Terrorismus sich gegen Israelis richtet.

Protest gegen die Schüsse bei Charlie Hebdo, Strasbourg, Frankreich

Schnellvorlauf zur Gegenwart: Der französische Lehrer Samuel Paty (47) zeigte seinen Schülern die Karikaturen von Charlie Hebdo in einer Stunde zu Koexistenz, Toleranz und freier Meinungsäußerung. Mehrere Tage später, am 16. Oktober 2020, spürte ein muslimischer Fundamentalist, der ursprünglich aus Tschetschenien stammende 18-jährige Abdullakh Anzorov, Paty auf und köpfte ihn auf offener Straße. Das war nur der letzte und grausamste einer langen Reihe solcher Angriffe: Seit 2015 starben in Frankreich 250 Menschen bei Terroranschlägen, die meisten in allen westlichen Ländern.

Aber das Frankreich von 2020 sonnt sich nicht mehr in der Wärme globalen Mitgefühls. Stattdessen titelte die New York Times mit der Schlagzeile: „Französische Polizei erschießt Mann nach tödlichem Messerangriff auf der Straße“. Das ist ein Spracheinsatz, der Leuten wie den Mitarbeitern von HonestReporting, die der internationalen Berichterstattung über die „Messer-Intifada“ gegen Israelis verfolgen, verstörend vertraut ist. Die Schlagzeile der NYT wurde später nachgebessert, um Worte einzuschließen, die etwas weniger grausig sind, aber ein Großteil der Weltmedien machte weiter Paris statt der Angreifer verantwortlich, was sich auf die Theorie stützt, dass Anschläge dieser Sorte eine Art natürliche Reaktion auf Rassismus sei.

Macron äußert sich

Diese Woche äußerte sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron öffentlich, wobei er einiges derselben Frustration und persönlichen Schmerz wiederholte, die wir so oft von Israelis und ihren Unterstützern hören. In einem Artikel der New York Times – Der Präsident gegen die amerikanischen Medien – wurde der französische Präsident so zitiert:

Als Frankreich vor fünf Jahren angegriffen wurde, wurde es von jedem Staat der Welt unterstützt … Wenn ich also in diesem Zusammenhang Zeitungen sehe, die meines Wissens aus Ländern sind, die unsere Werte teilen – Journalisten, die in einem Land schreiben, das der Erbe der Aufklärung und der französischen Revolution ist – wenn ich sehe, wie sie diese Gewalt legitimieren und sagen, dass der Kern des Problems darin besteht, dass Frankreich rassistisch und islamophob ist, dann sage ich, dass die Gründungsprinzipien verloren gegangen sind.

Israel ist auf viele Weisen lange ein „Kanarienvogel in einer Kohlemine“ gewesen; es litt unter neuen Formen von Anschlägen, die sich später in den Rest der freien Welt ausbreiteten: Flugzeugentführungen in den 1970-er Jahren; Selbstmord-Bombenanschläge in den 1980-ern; und die andauernde Nutzung von Autos und Küchenmessern als Waffen. Und jetzt ist die jüngste Form des Anschlags – eine, die Frankreich schockiert hat, aber für Israel alte Kamelle ist – das Bestehen der Medien darauf die Opfer zu beschuldigen.

Warum konnte das passieren? Die neuen Akademiker

Warum in aller Welt sollten westliche Medien westliche Länder dafür verantwortlich machen Opfer von Anschlägen zu sein? Das ist zumindest in Teilen der Popularisierung einer neuen akademischen Philosophie zuzuschreiben, die im Bereich des Journalismus Fuß gefasst hat; sie heißt „postkoloniale Theorie“. Kurz gesagt erklärt diese Theorie, dass alle oder fast alle Aspekte der modernen westlichen Kultur einzig durch die Linse des europäischen Imperialismus des 18. Und 19. Jahrhunderts und die folgende Unterdrückung von jedem verstanden werden können, der, na ja, halt nicht Europäer ist. (Im Sinne dieser Theorie werden die Vereinigten Staaten und Israel typischerweise mit europäischen Imperien zusammengeworfen, obwohl Amerika in der betreffenden Periode noch keine Weltmacht war und Israel gar nicht existierte.)

Das knüpft an die kritische Rassentheorie an, der Vorstellung, dass das Recht und die damit verbundenen Institutionen von Natur aus rassistisch sind und dass Rasse an sich, statt biologisch begründet zu sein, ein soziales Konstrukt ist, das von Weißen benutzt wird, um ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen auf Kosten von jedem, der nicht „weiß“ ist voranzutreiben. (Juden und Israelis werden ungeachtet ihrer Abstammung oder Hautfarbe typischerweise als „weiß“ definiert.“

Schließlich verbindet sich das alles mit einer Theorie namens „Intersektionalität“, die behauptet, dass alle Beziehungen durch die Linse einer „Unterdrücker-Unterdrückte“-Dynamik“ verstanden werden müssen und dass alle „marginalisierten Menschen“ praktisch dieselben sind. Kommt zum Beispiel ein Anhänger von Black Lives Matter (BLM), der „Intersektionalität“ propagiert, zu dem Schluss, dass die Palästinenser „dieselben“ sind wie Afroamerikaner und daher Rassen-Gleichberechtigung in Amerika unterstützt, kann das manchmal Gegnerschaft zu Israel erfordern.

Das ist der Grund, warum z.B. die Bewegung Black Lives Matter in Amerika eine Plattform angenommen hat, zu der eine antiisraelische Komponente gehört. Das spiegelt nicht die Ansicht aller Amerikaner wider, die die Sache unterstützen, aber es ist nach Angaben ihrer Internetseite die offizielle Haltung der Bewegung. Das ist auch der Grund, dass BLM-bezogene Beschlüsse, die im Herbst von den Studentengremien an der Columbia  University und der University of Illinois getroffen wurden, israelfeindliche Sprache beinhaltete.

Die meisten akademischen Theorien haben in der einen oder anderen Form seit mehreren Jahrzehnten existiert, aber in den letzten Jahren sind sie in den Mainstream-Medien zunehmend einflussreicher geworden – sie lieferten Journalisten ein Grundkonstrukt, mit dem sie komplexe Themen ohne die Erfordernis von viel Recherche oder unabhängigem Denken erklärten können. So wird ein Terroranschlag auf Israelis als „menschlich natürlich“ betrachtet und eine religiös motivierte Enthauptung in Frankreich wird als natürliches Ergebnis von Islamophobie erklärt.

Dass Israel und das jüdische Volk nicht mehr alleine einer neuen Art von Anschlag gegenüber stehen, ist wenig tröstlich. Dass diese neue Methode in der internationalen Presse Wurzeln geschlagen hat, macht es umso heimtückischer, denn das unterstützt Gewalt und macht es schwieriger Terrorismus zu bekämpfen.

Bei HonestReporting nehmen wir unsere Verantwortung ernster denn je: nicht nur, um Israel gegen Medieneinseitigkeit zu verteidigen, sondern um Wahrheit und Fairness in der gesamten freien Welt zu verteidigen.

(Bild via Shutterstock)

Geschichte – Heute vor 73 Jahren

Imshin, twitter, 30. November 2020

Am 30. November 1947, nach dem UNO-Beschluss das Land in einen arabischen Staat und einen jüdischen Staat zu teilen, wurde bei Lod ein Bus von Netanya nach Jerusalem von arabischen Terroristen angegriffen. 6 Juden wurden getötet, darunter Schoschana Mizrahi Tehrani (22) und Haya Yisraeli (26).

Mit im Bus war auch Schulem Yaari Wald (45), der seine Frau Devora zu einer Operation nach Jerusalem brachte. Ihr einziger Sohn Haim (12) war im Jahr zuvor verstorben. Sie schafften es aus dem Bus zu entkommen, aber Devora war verletzt. Schulem kümmert sich um sie, als er aus nächster Nähe erschossen wurde.

 

Devora Yaari Wald  (43) erlag eine Woche später ihren Verletzungen.

 

Du kannst nicht Karikaturen als „Blasphemie“ bezeichnen und dann die Verantwortung für die daraus resultierende Gewalt abstreiten

Elder of Ziyon, 29. Oktober 2020

Im Verlauf der letzten Woche haben muslimische Länder lautstark Frankreich und besonders dessen Präsidenten Emmanuel Macron wegen der Verteidigung von Karikaturen verurteilt, die Mohammed verspotten.

Die Organisation der Islamischen Kooperation sage, sie werde „immer die Ausübung von Blasphemie und der Beleidigung von Propheten verurteilen“.

Der pakistanische Premierminister Imran Khan verurteile „blasphemische Karikaturen, die sich den Islam und unseren Propheten (Friede sei mit ihm) richten“.

Die Führer der Türkei, Saudi-Arabiens, Qatars, Jordaniens, des Iran, Tschetscheniens und anderer muslimischer Staaten verurteilten Macrons Verteidigung der Charlie Hebdo-Karikaturen ebenfalls.

Die meisten von ihnen fügten an, dass sie natürlich auch die Enthauptung des Lehrers Samuel Paty, weil er diese Karikaturen zeigte, verurteilen.

Dabei gibt es allerdings ein Problem. Wenn man die Karikaturen als „blasphemisch“ bezeichnet, dann ermutigt man direkt die Ermordung der Blasphemiker, denn die meisten islamischen Gelehrten sagen durch die Jahrhunderte hindurch, dass die Strafe für Blasphemie der Tod ist. Viele Hadithe implizieren, dass derjenige, der jemanden wegen der Beleidigung Mohammeds tötet – ein weniger schwerwiegendes Problem als Blasphemie – nicht bestraft wird und dass gilt natürlich für diejenigen, die Blasphemiker töten.

Im Iran,Saudi-Arabien, Afghanistan und Pakistan ist heutzutage die Strafe für Blasphemie der Tod.

Jetzt wurde ein Mann, der wiederholt „Allahu Abkar“ sagte, festgenommen, weil er in einer Kirche in Nizza drei Menschen tötete; Berichte sagen, dass mindestens eines der Opfer geköpft wurde.

Es gab einen weiteren Anschlag auf die Polizei in Frankreich mit einem anderen Mann, der Allahu Akbar brüllte sowie ein Sicherheitsposten, auf den vor der französischen Botschaft in Saudi-Arabien eingestochen wurde.

Diese Angriffe und Morde sind das Ergebnis direkter Aufstachelung durch muslimische Führer, die die Karikaturen als blasphemisch bezeichnen. Darüber hinaus machen viele dieser nationalen Anführer – statt den Versuch zu unternehmen Muslime zu beruhigen, die zum Angreifen inspiriert sein könnten – vorbeugend Westler verantwortlich, indem sie sie „warnen“, dass jeglicher Terrorismus ihr Fehler sei.

Der tschetschenische Führer Ramzan Kadyrow sagte das Macron ausdrücklich: „Ihr zwingt Leute in den Terrorismus, drängt Leute dorthin, lasst ihnen keine andere Wahl, schafft die Bedingungen für die Zunahme von Extremismus in den Köpfen der jungen Leute“, schrieb Kadyrow auf Instagram.

Muslimische nationale Führer sind verantwortlich für die Morde und weitere Angriffe von heute. Ihre Pro-Forma-Verurteilungen der Enthauptung Patys waren ernst, aber ihre Wut wegen „Blasphemie“ war es nicht. Sie stacheln zu Terrorismus an und beschuldigen die Opfer, indem sie vorgeben, dass Muslime nicht für ihr Tun verantwortlich gemacht werden können.

Die Palästinenser: 100 Jahre Gesetzlosigkeit

Wäre die palästinensische Nationalbewegung nicht Terrorismus und Gewalt verfallen sowie blind für historische Prozesse, hätten sie schon vor Jahrzehnten einen unabhängigen Staat gehabt.

Dan Schueftan, Israel HaYom, 27. Oktober 2020

Die palästinensische Nationalbewegung „feiert“ 100 Jahre Anarchie. Man muss nicht der zionistische Feind sein, um das so hart zu beurteilen. Araber und sogar viele Palästinenser wissen das und vor kurzem haben sie das sogar öffentlich gesagt.

Die Palästinenser sollten nicht für ihre Opposition zum Zionismus verurteilt werden und nicht einmal wegen ihrer Gewalt. Sie betrachten ihren Kampf als postkolonialistische Befreiung, die immer gewalttätige Elemente beinhaltete. Ihre Feinschaft zu Israel ist verständlich: Sie sind geschlagen, unterdrückt worden und ein großer Teil ihres Volkes lebt im Exil.

Die fortgesetzte Gesetzlosigkeit ihrer Nationalbewegung hat mit ihrem beständigen Ausweichen vor der Verantwortung für das Schicksal ihres Volkes zu tun. Die Bewegung ist einem Verhaltensmuster verfallen, das gescheiterte Aggression mit ständigem Gejammer kombiniert. Es ist wichtig diejenigen daran zu erinnern, die darauf bestehen die Palästinenser wegen ihres Elends zu bemitleiden, dass dieses Verhalten das ist, was das Meiste ihres Unglücks über sie brachte. Man kann sie kaum als nationales Kollektiv respektieren.

Ihre Versuche in den 1920-er und 1930-er Jahren das zionistische Vorhaben auszureißen, waren effektiv. Als Juden ist es für uns hart einzugestehen, aber der weit verbreitete palästinensische Terrorismus brachte sie ihrem Ziel näher. Jede Runde der Gewalt bracht sie dem gewünschten Resultat näher – in Form britischer Einschränkungen für Aliyah, bis Großbritannien mit dem Weißbuch von 1939 praktisch seine Unterstützung für das zionistische Vorhaben einstellte.

Aber selbst damals legte die eingewurzelte Gesetzlosigkeit der palästinensischen Nationalbewegung das Fundament für seine Zerstörung zehn Jahre später. Seine Führer rekrutierten das Volk zu weit verbreiteter Gewalt gegen Juden (und Briten), indem sie Anarchie und Terrorismus legitimierten. Mit diesen Tun brachten sie Unheil über die palästinensische Gesellschaft, was mehr als alles andere ihre Massenflucht 1948 und ihren ineffektiven Widerstand in Fällen erklärt, in denen sie vertrieben wurden. In den 100 Jahren, in denen die ein Volk gewesen sind, ist dies ihr Hauptkatastrophe und sie sind diejenigen, die die Umstände dafür schufen.

Selbst am Ende des britischen Mandats war klar, dass die Palästinenser nicht in der Lage sein würden die Juden alleine zu bekämpfen, weil die arabischen Staaten nicht auf ihrer Seite waren und König Abdallah den Kern ihres Landes genauso haben wollte wie Ben-Gurion. Um diese Bedrohung zu handhaben wäre es für sie besser gewesen in den ihnen im Teilungsplan angebotenen Bereichen Unabhängigkeit aufzubauen und den Versuch zu unternehmen Unterstützung von arabischen Militärs zusammenzutrommeln. Aber selbst dann traf ihr destruktives und gesetzloses Verhalten die Entscheidung für sie: Sie klammerten sich an „historische Ungerechtigkeit“ – ein Palästinenserstaat auf den Ruinen Israels – statt an das Ziel, das sie damals vor der Katastrophe gerettet hätte.

Nachdem sie im Exil waren und die erste Inkarnation der Bewegung vernichtet worden war, stellten sie die zweite – die Palästinensische Befreiungsorganisation unter Ahmed Schukeiri und dann Yassir Arafat – auf dieselbe Grundlage: Die Forderung Israel über bewaffneten Widerstand zu eliminieren. Wie 1939 machten die Palästinenser anfänglich ein paar Fortschritte und etablierten sich in der arabischen und der internationalen Arena seit den 1970-er Jahren, hingen aber weiter ihrer „historischen Ungerechtigkeit“ an und bestanden auf der Zerstörung Israels. Neben dem ständigen palästinensischen Terrorismus in Europa und dem Nahen Osten, der Jordanien und dem Libanon Zerstörung brachte, lehnten die Palästinenser eine Reihe israelischer Friedensvorschläge ab, die die Grundlage für einen Staat in der Westbank und dem Gazastreifen hätten bilden können. Sogar der Plan für Autonomie, den Menachem Begin bei Friedensverhandlungen mit Anwar Sadat anbot, hatte das Potenzial sich in einen Palästinenserstaat zu entwickeln.

Ihre größte Chance kam natürlich mit den Oslo-Vereinbarungen, die im Kern eine israelische Illusion war, dass die Palästinenser ihre Gewohnheiten geändert hätten. Es stellte sich schnell heraus, dass die Palästinenser nicht bereit waren den Israelis zu erlauben sich selbst zu täuschen. Alle Elemente ihres Kampfes für „historische Gerechtigkeit“ – ihre Sucht nach Terrorismus, ihr Bestehen auf dem „Rückkehrrecht“ und die Ablehnung des jüdischen Staates – überzeugten irgendwann die meisten der Unterstützer der Vereinbarung in Israel, dass sie in dem historischen Prozess keinen palästinensischen Partner haben. Nach den Angeboten des ehemaligen Premierministers Ehud Olmert von 2008 erklärte PLO-Sprecher Saeb Erekat, dass für die Palästinenser selbst 100% ihrer Forderungen nur ein Anfang wären.

Zuerst verloren die Palästinenser in Ägypten (1979) und dann in der israelischen Öffentlichkeit (2000) und schließlich ihren nationalen Zusammenhang zwischen der Westbank und dem Gazastreifen (2007). Auch die meisten der Araber haben sie zunehmend satt, ebenso einige der Europäer. Ein Jahrhundert Anarchie hat seinen Preis.