Das heutige Pallywood (Ausgabe gefälschte Bildunterschrift)

Elder of Ziyon, 4. September 2020

 

Dieser Tweet wurde tausende Male retweetet und “geliket”.

„Schaut euch diese Brutalität der israelischen Besatzung an.“

Natürlich ist das gelogen.

Ich fand das Originalfoto und es ist eines von Manar Schweiki, einem 16-jährigen Mädchen, das in ihrer Schultasche ein Messer versteckte, um Israelis abzustechen. Sie wurde in einer Verständigung im Strafverfahren zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt und letzten Dezember entlassen.

Die Leute glauben automatisch Bildunterschriften, die von Anti-Israel-Propagandisten erfunden werden. Schülern sollte wirklich ab dem ersten Schuljahr kritisches Denken gelehrt werden, denn sehr wenige Menschen scheinen diese Fähigkeit zu besitzen.

Sbarro-Massaker: Wenn Medien eine Terroristin zur Heldin stilisieren

HonestReporting, 19. August 2020

Am 9. August 2001 verübte Ahlam Tamimi zusammen mit einem weiteren Hamas-Akteur den Selbstmord-Bombenanschlag auf die Sbarro-Pizzeria in Jerusalem, einen der tödlichsten Anschläge der zweiten palästinensischen Intifada.

Ahlams Nichte Ahed Tamimi, gewann ebenfalls traurige Berühmtheit, wenn nicht Lob für ihre gewalttätigen Attacken auf israelische Soldatne. Dennoch hat ein Großteil der Mainstream-Medien die Tamimis als „Aktivisten“ beschrieben.

Präsident Donald Trump hat heftigen Druck auf den jordanischen König Abdallah II. ausgeübt, er solle Ahlam – die derzeit im haschemitischen Königreich residiert, nachdem sie von Israel bei einem Gefangenenaustausch mit der Hamas freigelassen wurde – an die USA ausliefern, da eines ihrer Opfer amerikanischer Staatsbürger war.

Amman hat die Anfrage bisher abgelehnt.

Es ist Zeit, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird.

Westler, die die Verherrlichung palästinensischer Mörder wissentlich ignorieren

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Israels Gegenpropaganda-Aktivitäten sind seit Jahrzehnten durch große Inkompetenz gekennzeichnet. Soweit es diese Aktivitäten gibt, ist ein Element, das keine markante Aufmerksamkeit erhält, die Tatsache, dass die palästinensische Gesellschaft von einer Kultur der Verherrlichung von Tod und Mord durchdrungen ist. Das gilt nicht nur für die Hamas, die ihren Wunsch Juden zu ermorden auf das gründen, was sie als göttlichen Wunsch Allahs bezeichnen. Genauso trifft es auf die palästinensische Autonomiebehörde zu, die terroristische Mörder belohnt. Wenn Terroristen bei kriminellem Tun sterben, geht ihre monatliche finanzielle Belohnung an ihre Familien. Und nicht nur die Palästinenserführung verherrlicht den Tod. Es gibt auch viele Einzelne, die das tun, darunter einige Mütter derer, die bei Terroraktionen gestorben sind.

Wie könnten Israel und seine Freunde diese Kultur der Verherrlichung des Todes entlarven? Ein erstes Ziel hätte die christliche Welt sein müssen. Ein Teil des Todesethos hat eine theologische Grundlage. Viele muslimische Mörder auch an anderen Orten in der Welt brüllen „Allahu Akbar“ (Allah ist größer), bevor sie ihr Verbrechen begehen. Christen können nicht von ihren biblischen Texte abkehren, in denen in den zehn Geboten steht: „Du sollst nicht töten.“

Eine wichtige prominente antiisraelische christliche Organisation ist der Ökumenische Rat der Kirchen (Weltkirchenrat).[1] Er besteht hauptsächlich aus protestantischen und orthodoxen christlichen Denominationen. Dem ÖRK sollten regelmäßig neue theologische Beispiele für das Zitieren Gottes als Befürworter von Mord durch palästinensische Möchtegern-Terroristen regelmäßig vorgelegt werden. Dieses Handeln sollte durch die israelischen Regierung oder interessierte Organisationen und alle betroffenen Einzelpersonen erfolgen.

Ein weiteres Ziel für solche Erhellung sind die Kirchen, die Israel boykottieren und die wissentlich vor den palästinensischen Morden und Verbrechen die Augen verschließen. Eine davon ist die amerikanische presbyterianische Kirche. Bei ihrer Synode am 25. Juni 2018 wurde eine Resolution zur Gewalt zwischen Gaza-Palästinensern und israelischen Streitkräften an der Grenze des Küstenstreifens verabschiedet. Ursprünglich bezog sie sich auch auf die Hamas. Dennoch wurden aus ihr alle Verweise auf diese völkermörderische Terrororganisation vor dem Beschluss herausgenommen.[2][3] Das ist ein klarer Fall von christlichen Leitern, die wissentlich ihre Augen vor strukturellem Mord verschließen.

Man könnte den presbyterianischen Synodalen immer wieder empfehlen jeden Tag vor dem Frühstück die zehn Gebote zu lesen. Man könnte sie auch fragen, wann sie sich zuletzt gegen die – teilweise theologische begründete – Verherrlichung des Todes durch Muslime positioniert haben. Das wäre erst der Anfang ihrer Verlegenheiten. Kirchen sollten auch regelmäßig mit neuen Beispielen palästinensischer Verherrlichung des Todes im Namen Allahs auf dem Laufenden gehalten werden.

Kopien dieser Informationen sollten zudem an Prediger und Leiter lokaler presbyterianischer Kirchen geschickt werden. Für diejenigen, die die BDS-Kampagne gegen Israel unterstützen, wäre es eine gute Lehre für ihr Fehlverhalten. Für diejenigen, die gegen BDS sind, wäre es eine Stärkung ihres Kampfes dafür, die Entscheidung ihrer Kirche rückgängig zu machen. Vor ein paar Wochen sprachen sich 1.080 scheinheilige europäische Parlamentarier gegen die Annexion von Land durch Israel in der Westbank und für eine Zweistaatenlösung aus.[iv] Wohl nie zuvor hat eine solche Anzahl europäischer Parlamentarier eine Resolution gegen wirkliches Übel unterschrieben.

Es gab auch hier einen theologischen Aspekt. Anglikanische Bischöfe, Mitglieder im britischen Oberhaus, unterzeichneten den Brief. Das waren der Bischof von Southwark, Rt. Rev. Christopher Chessun und die Bischöfe von Coventry, Portsmouth, Salisbury und Worcester zusammen mit dem früheren Leiter der anglikanischen Kirche, Rowan Williams.[5] Man sollte sie fragen, wann sie sich zum letzten Mal – wenn überhaupt – gegen die Verherrlichung des Todes durch Palästinenser ausgesprochen haben, insbesondere die auf Grundlage von Allahs Befehl. Sie sollten auch regelmäßig über neue Beispiele für die Verherrlichung des Todes informiert werden. Warum sollten sie es unterstützen, dass den Palästinensern ein Staat gegeben wird, da offensichtlich ist, dass die Verherrlichung des Todes, die frontal gegen ihre eigenen religiösen Lehren verstößt, mit dessen Gründung nicht verschwinden wird? Tief in kulturelle Elemente eingebettete Elemente ändern sich nicht auf die Schnelle.

Auch die EU kann für die Offenlegung ihrer Passivität zum palästinensischen Todesethos als ein Hauptziel gelten. Sie hat selten ausdrücklich die Verherrlichung von Tod und Mord durch Palästinenser erwähnt. Eine der unmoralischsten Äußerungen kann vom EU-Vizepräsidenten Josep Borrell, dem Hohen Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Dieser sozialistische ehemalige spanischer Minister wurde nach dem Aufruf des Iran nach Israels Vernichtung gefragt. Er antwortete: „Der Iran will Israel auslöschen? Das ist nicht neu. Damit muss man leben.“[6] Die europäische Haltung der Unterstützung einer „Zweistaatenlösung“ ist sogar eine indirekte Unterstützung palästinensischer Verherrlichung der Todeskultur.

Die UNO ist ein weiteres leichtes Ziel für das Entlarven von Heuchelei. Das gilt für die ganze Organisation. Es sollte festgehalten werden, dass der UNO-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, Nikolay Mladenov, ein Büro in Jerusalem hat. Da er in Israel lebt, kennt er die Details der Verherrlichung von Tod und Mord durch die Palästinenser ganz genau. Er sollte ständig gefragt werden, warum er nichts gegen die palästinensische Werbung für Mord sagt. Die UNO veröffentlichte die Universale Erklärung der Menschenrechte. In dieser heißt es, dass jeder für sein Tun verantwortlich ist. Das gilt auch für Mladenov und er versagt mächtig, wenn er die Palästinenser nicht ständig entlarvt.

All dies wirft einmal mehr die Frage der Mitschuld auf. Diese gilt besonders für die amerikanischen Presbyterianer, die für eine Resolution stimmten, aus der die Hamas-Verbrechen entfernt wurden. Sie verschließen wissentlich die Augen vor dem Handeln einer völkermörderischen Terrorbewegung.

Man kann der grundlegenden Frage nicht ausweichen: Wer sich in den palästinensisch-israelischen Konflikt einbringt und über die massive Kultur der Verherrlichung von Tod und Mord in der palästinensischen Gesellschaft schweigt, ist der dann an dem Bösen mit Schuld?

Diese Frage kam vor kurzem in einem weiter fortgeschrittenen Fall auf. Der niederländische Außenminister Stef Blok (VVD) und die Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit Sigrid Kaag (D66) haben das niederländische Parlament informiert, dass die niederländische Regierung der NGO, die zwei palästinensische Terroristen beschäftigte, die des Mordes an der 17-jährigen Israelin Rina Schnerb im August 2019 verdächtig sind, Entwicklungshilfe gezahlt hat. 2017 erhielten beide Personen einen Ausweis der niederländischen diplomatischen Vertretung in Ramallah. Mit diesem Dokument konnten sie sich als „Mitarbeiter“ einer Partnerorganisation der niederländischen Vertretung ausweisen. Die palästinensischen Terroristen arbeiteten bis 2019 für die palästinensische NGO Union of Agriculture Work Committees (UAWC)[7]. Kaags Ministerium hat der Organisation 20 Millionen Euro gezahlt. Selbst nachdem sie von NGO Monitor und UN Lawyers for Israel (UKLFI) gewarnt worden war, subventionierte sie die Organisation bis 2020 weiter.[8]

Das führte zu einer Reaktion eines Parlamentariers der niederländischen rechten Partei Forum für Demokratie, der twitterte, dass Kaag für diesen Mord mitverantwortlich war. Er entschuldigte sich dann. Man kann solche Vorwürfe nicht bestätigend erheben, sondern nur über Fragen.

Es gibt viele andere Organisationen mit ähnlichen Ansätzen in ihrer Einstellung gegenüber dem palästinensischen Todesethos. Dazu gehört die führende masochistische jüdische Organisation in den USA: J-Street. Hat man dort jemals die Frage palästinensischer Verherrlichung des Todes angesprochen? Sie können mit Beispielen davon bombardiert werden, während man ihr Schweigen aufzeigt. Da sie so stark in den palästinensisch-israelischen Konflikt involviert sind, können sie für sich keine Unschuld in Anspruch nehmen und die Frage ist berechtigt, ob ihr Schweigen sie zu Mittätern macht.

Dieser Artikel führt, verglichen mit der viel größeren Zahl aufgetretener und anhaltender Fälle nur eine kleine Zahl von Beispielen an. Was hier aufgeschrieben ist, zeigt die riesige Inkompetenz aufeinander folgender israelischer Regierungen und Premierminister, dieses Argument nicht öffentlich entwickelt haben.

[1] www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/11053

[2] https://ngo-monitor.org/data/images/File/NGOM_IPMN_June_2014%20(1)_NEW.pdf

[3] www.jpost.com/diaspora/presbyterian-church-usa-passes-resolutions-critical-of-israel-560826

[4] www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/282693

[5] https://southwark.anglican.org/news/press-releases/2020/joint-letter-by-1080-european-parliamentarians-against-israeli-annexation-of-west-bank

[6] www.israelhayom.com/2019/07/04/eu-appoints-outspoken-israel-critic-foreign-policy-chief/

[7] Verband der landwirtschaftlichen Arbeitsausschüsse

[8] https://tpo.nl/2020/07/20/twee-palestijnse-terreurverdachten-betaald-van-nederlands-belastinggeld-droegen-pas-van-nederlandse-vertegenwoordiging/

Die palästinensische Kultur der Verherrlichung des Todes

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die palästinensische Gesellschaft ist durchdrungen von einer Kultur der Verherrlichung des Todes. Ein Schlüsselelement ist die Vorstellung, dass für die Vernichtung Israels zu sterben nicht nur edel ist, sondern der Wunsch Allahs. Diese Kultur der Todesverherrlichung zeigt sich auf zahlreiche Weisen. Eine davon ist in der Original-Charta der Hamas zu finden. Dort heißt es in einem Absatz, dass die Hamas sich darauf freut Allahs Versprechen auszuführen, wie lange auch immer das dauern mag. „Der Prophet, Gebet und Friede sei mit ihm, sagte: ‚Die Zeit wird nicht kommen, bis die Muslime die Juden bekämpfen (und töten) werden; bis die Juden sich hinter Felsen und Bäumen verstecken, die rufen werden: Oh Muslim! Da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn!‘“[1]

Die von der Fatah kontrollierte palästinensische Autonomiebehörde (PA) drückt ihre Wertschätzung des Tötens von Israelis über die Zahlung von Renten an Mörder aus. Wenn sie als Ergebnis ihres Terroranschlags sterben, erhalten die Familien die Zahlungen. Auch die PA verklärt die Mörder, indem Einrichtungen und Straßen nach ihnen benannt werden.[2] Eine Terroristin, an die auf diese Weise erinnert wird, ist Dalal Mughrabi, die 1978 am Küstenstraßen-Massaker beteiligt war, bei dem 38 Israelis, darunter 13 Kinder getötet wurden.[3]

Ein falsches Argument lautet, dass diese Kultur der Verherrlichung des Todes aufgrund der schwierigen Umstände für die Palästinenser charakteristisch ist. Dennoch gibt es im Islam allgemein eine führende Strömung, die den Tod verherrlicht. 2018 waren die vier tödlichsten Terrororganisationen der Welt für 58% aller Terror-Todesopfer weltweit verantwortlich. Allesamt sind muslimische Bewegungen: die Taliban, der Islamische Staat, der Khorasan-Verband des Islamischen Staates und Boko Haram.[4]

Die Unterstützung für islamischen Terrorismus – alles andere als marginal – ist an einer Vielzahl von Orten in der muslimischen Welt zu finden.[5] Selbst in einem angeblich moderaten Land wie Jordanien gibt es Anerkennung und bedeutsame Unterstützung für solche Mörder. Am 18. November 2014 ermordeten zwei muslimische Terroristen aus Ostjerusalem vier Menschen in einer Jerusalemer Synagoge und einen heldenhaften israelisch-drusischen Polizisten. Die Terroristen wurden getötet. Am nächsten Tag hielten jordanische Parlamentarier eine Schweigeminute für die Mörder und lasen laut Koranverse – „um ihre reinen Seelen und die Seelen all der Märtyrer in den arabischen und muslimischen Nationen zu verherrlichen.“ Der jordanische Premierminister Abdallah Ensour, schickte den Familien der Terroristen ein Kondolenzschreiben, in dem es hieß: „Ich bitte Gott sie mit Gnade zu umhüllen und euch mit Geduld, Trost und Erholung von eurer Trauer zu gewähren…“[6]

Wichtig ist zu begreifen, dass dieser Todeskult nicht nur etwas ist, das die herrschende Obrigkeit inne hat. Er wird auch von Einzelpersonen unterstützt. Verschiedene palästinensische Mütter haben Freude daran zum Ausdruck gebracht, dass ihre Söhne dabei starben, als sie einen Juden töteten oder das zu tun versuchten. 2019 pries die Mutter eines palästinensischen Terroristen, der während seines Anschlags getötet wurde, wie ihr Sohn das Messer schwang als er den Polizisten angriff. Sie erklärte, dass er Schlachter war. Dann sang sie: „Mohammed Ali war ein mutiger Mann, oh Messer-Spezialkämpfer… Ihr seid der Stolz des Islam…“[7]

Diese Täter, die bei diesen Terroranschlägen sterben, werden als Märtyrer betrachtet. Itamar Marcus und Nan Jacques Zilberdik von Palestinian Media Watch erwähnen, dass die offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida vom 2. Oktober 2018 herausstellt, dass gemäß Islamischem Glauben ein Märtyrer im Paradies 72 dunkeläugige Jungfrauen heiratet. Sie erklären, dass dieser theologische Aspekt des Todeskultes nicht ignoriert werden sollte.[8] Während der zweiten Intifada berichtete die PA, dass Kinder das Schahid (Märtyrer)-Spiel spielten und darüber stritten, wer den besten Teil bekommt und als Märtyrer stirbt:[9] „Ein siebenjähriges Mädchen sagte zu ihren Freundinnen: ‚Lasst uns das Schahid-Spiel spielen!‘ Die Kinder… streiten darüber, wer den Schahid spielt. Fa’iz, sechs Jahre alt, sagte: ‚Du warst gestern der Schahid, heute bin ich dran! Ich bin jünger als du. Ich werde derjenige sein, der stirbt!“[10]

Die israelisch-amerikanische Psychiaterin Daphne Burdman sagt, dass sowohl die PA als auch die Hamas Kinder dazu anleitet ihre Beteiligung an Terroraktionen, bei denen sie ihr Leben riskieren, positiv zu sehen. Sie fuhr fort: „Diese Massenindoktrination von Kindern basiert auf einer sorgfältig geplanten Kampagne, die sich auf kulturelle Überzeugungen und tief sitzende psychologische Mechanismen stützt. Die Hetze verwendet eine multimodale Methodik, predigt palästinensischen Nationalismus, Märtyrologie und betont unter der Hamas weltweite Hegemonie der Scharia. Die Kampagne nutzt die Medien, Schulen und die Straße sowie religiöse Persönlichkeiten.“

Burdman fügt hinzu: „Die Indoktrination in den Palästinensergebieten ist weitaus umfassender als Schulbücher und Fernsehquellen; sie umfasst allgemeine gesellschaftliche Elemente wie Zeitungen, Eltern, Lehrer, Unterrichtsmethoden mit Ermutigung und Lob für Wohlverhalten sowie heftige Missbilligung für weniger engagierte Schüler.“ Sie schließt: „Selbst wenn die Gewalt zwischen den Palästinensern und den Israelis endet, wird sich der Geisteszustand der palästinensischen Kinder nicht von selbst ändern. Sind sie erst einmal gelehrt worden, dass Selbstmordanschläge die Türen des Paradieses für sie selbst und ihre Familie öffnen, ist zur Entgiftung viel mehr nötig.“ Burdman sagt, dass es aus professioneller Erfahrung fraglich ist, ob eine Behebung der Märtyrertum-Indoktrination überhaupt erfolgreich sein kann und wenn, dann wird das ein langwieriger und komplexer Prozess sein.[11]

Aus dem Obigen kann eine Reihe Schlussfolgerungen gezogen werden. Eine lautet, dass die Schaffung eines Palästinenserstaats die Glorifizierung des Todesethos nicht beseitigen wird. Eine so tiefgreifend durchdrungene Kultur wird sich nicht schnell ändern. Geht man einen Schritt weiter, so kann man zu dem Schluss kommen, dass diejenigen, die für eine Zweistaatenlösung werben – ganz zu schweigen von einer Einstaaten-Lösung – eine Idee bewerben, die denjenigen nutzt, die von der Kultur der Verherrlichung des Todes erfüllt sind.

Das ist eine schwere Anschuldigung gegenüber der israelischen Linken, wie auch gegenüber der Europäischen Union und anderen, die die Zweistaatenlösung propagieren. Die Europäische Union gibt Geld an Teile der Führer der Verherrlichung der Kultur des Todes – die palästinensische Autonomiebehörde.

Als er Präsident der Vereinigten Staaten war, hat Barack Obama im Nahen Osten eine Vielzahl übler Handlungen unternommen. Eine davon war der extreme Druck auf den israelischen Premierminister Netanyahu, er solle eine Zweistaatenlösung unterstützen. Glücklicherweise hat letzterer sich seitdem aus dieser Position zurückgezogen.

Man könnte fragen, ob diejenigen, die die Zweistaatenlösung propagieren, zu einem gewissen Ausmaß mit den Interessen der Praktizierenden der Todesverherrlichung konform gehen. Das ist bei denen sogar noch stärker der Fall, die einerseits Israel kritisieren, andererseits aber vor der palästinensischen Todeskultur die Augen verschließen.

Die israelische Regierung sollte in der laufenden internationalen Debatte über den palästinensisch-israelischen Konflikt häufig Informationen über die palästinensische Verherrlichung der Todeskultur weitergeben. Weitere Ideen dazu sollten in einem eigenen Artikel erläutert werden.

[1] Raphael Israeli: Fundamentalist Islam and Israel. Lanham, MD (JCPA, University Press of America) 1994, S. 132-159.

[2] PMW

[3] www.cjnews.com/news/canada/ottawa-briefed-on-palestinian-authoritys-glorification-of-terrorism

[4] www.forbes.com/sites/dominicdudley/2019/11/20/most-lethal-terrorist-groups/#7d7c0bf5641a

[5] https://www.pewresearch.org/global/2006/05/23/where-terrorism-finds-support-in-the-muslim-world/

[6] www.timesofisrael.com/jordanian-mps-hold-moment-of-silence-for-two-palestinian-terrorists/; www.jpost.com/middle-east/jordanian-parliament-observes-moment-of-silence-for-terrorists-of-synagogue-attack-382433

[7] www.memri.org/reports/mother-palestinian-knife-attacker-praise-son-he-was-butcher-knew-how-slaughter

[8] https://palwatch.org/page/14803

[9] Official PA daily, Al-Hayat Al-Jadida, Dec. 26, 2001

[10] ebenda

[11] www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/10769; https://jcpa.org/article/hatred-of-the-jews-as-a-psychological-phenomenon-in-palestinian-society/

Starke Zunahme der Mitglieder palästinensischer Terrorgruppen und Anhänger in Deutschland

Die Unterstützung für die PFLP hat zugenommen; sie wurde 1967 gegründet und ist angetrieben von einer marxistisch-leninistischen Doktrin verbunden mit radikal-arabischem Nationalismus.

Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 15. Juli 2020

Palestinensische Mitglieder der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLPP nehmen an einer Militärparade im Gazastreifen teil (Foto: REUTERS)

Die Zahl der Mitglieder und Anhänger der von den USA und der EU offiziell als Terrororganisation eingestuften Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) hat in Deutschland dramatisch zugenommen, kann die Jerusalem Post berichten.

Entsprechend eines Überblicks des neu veröffentlichten Berichts des deutschen Verfassungsschutzes stieg die Zahl der Mitglieder der PFLP von 100 im Jahr 2018 auf 120 im Jahr 2019. Der Geheimdienstbericht wurde Freitag veröffentlicht und deckt den Zeitraum 2019 ab.

Der Bericht stellte fest, dass es in Deutschland 120 Mitglieder/Anhänger gibt. Eine genaue Aufschlüsselung der Mitglieder und Anhänger wurde nicht gezeigt. Es ist unklar, was die Ursache für die Zunahme der PFLP-Mitgliedschaften und -Anhänger ist. Das Dokument lieferte dafür keine Erklärung.

Die Post hat PFLP-Aktivitäten beim jährlichen Al-Quds-Marsch in Berlin beobachtet, der zur Vernichtung des jüdischen Staates aufruft. Der Gründer der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Ruhollah Khomeini, schuf die weltweite al-Quds-Kundgebung.

Im Mai schrieb Jonathan Spyer, Direktor des Middle East Center for Reporting and Analysis, in der Post: „Diese zunehmende Verbindung PFLP–Iran ist keine neue Offenbarung. Über sie ist in den vergangenen Jahren durchaus berichtet worden.“

Die PFLP wurde 1967 gegründet und ist angetrieben von einer marxistisch-leninistischen Doktrin, verbunden mit radikalem arabischem Nationalismus.

Die deutschen Geheimdienstvertreter schrieben, die „PFLP lehnt Israels Existenz ab“ und „propagiert einen bewaffneten Kampf“ gegen Israel. Nach Angaben des Berichts kooperiert die PFLP mit anderen jihadistischen politischen Bewegungen des Auslands wie Hamas und Hisbollah.

In dem Bericht hieß es weiter, dass die PFLP Terroranschläge verübt hat, die Opfer forderten. „Auch hierbei offenbart die PFLP ihren von ihr selbst nach außen hin geleugneten antisemitischen Charakter, indem sie ihre Anschlage gezielt gegen jüdische Israelis richtet“, schrieben die Geheimdienst-Vertreter.

Die PFLP ist in Deutschland nicht als Terrorgruppe aktiv, vermerkte der Bericht. Aus ihm geht jedoch nicht hervor, ob die PFLP-Mitglieder und -Anhänger Deutschland als Finanz-Pipeline nutzen, um Geld an die PFLP und andere Terroreinheiten im Nahen Osten zu schicken.

„Die hier aktiven Anhänger verbreiten insbesondere israelfeindliche Propaganda und versuchen, politische Unterstützung zu generieren. Die PFLP unterhält auch Kontakte zum deutschen Linksextremismus, vor allem zur ‚Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands‘ (MLPD) sowie zum ‚antiimperialistischen‘ Spektrum.“, schrieben die Autoren.

2014 ermordeten zwei PFLP-Mitglieder in einer Jerusalemer Synagoge vier Rabbiner und einen Polizisten.

Während die EU und die USA die PFLP als Terrororganisation eingestuft haben, lehnt es Deutschland ab sie zu verbieten. Die Post berichtete erstmals im April, dass die deutsche Regierung ein vierjähriges Reiseverbot gegen Khaled Barakat, ein ranghohes Mitglied der PFLP, verhängt hat; er soll Terrorismus und die Bewegung Boykott,De-Investitionen und Sanktionen gegen den jüdischen Staat unterstützen.

Barakat hat zudem der libanesischen Terrororganisation Hisbollah materielle Hilfe geleistet. PFLP-Mitglieder und -Anhänger sind in der deutschen BDS-Kampagne gegen Israel höchst aktiv.

Begann die arabische Gewalt mit der „Besatzung“?

Dov Lipman, HonestReporting, 20. August 2019

Eine Gruppe bewaffneter Araber bei Haifa, 1937

Arabische Gewalt wird regelmäßig mit der „Naqba“ von 1948 und der „Besatzung“ von 1967 gerechtfertigt.

Immerhin, darauf bestehen sie, zwangen Juden Araber aus ihren Heimen und Dörfern, also haben die Araber ein Recht um die Rückkehr in ihr angestammtes Eigentum zu kämpfen.

Aber wenn dies das ist, wogegen die Palästinenser wirklich kämpfen, wie sollen wir die arabische Gewalt gegen Juden verstehen, bevor die Kriege von 1948 und 1967 stattfanden?

Wie sieht ihre Erklärung für die arabische Gewalt gegen Juden in den 1920-er Jahren aus?

Ja, in den 1920-er Jahren!

Der Mufti stachelt zu arabischer Gewalt auf

1919 begann Haddsch Amin al-Husseini, Führer eines der prominentesten arabischen Clans in Jerusalem, „Fedayyin“ (wörtlich: „einer, der sich selbst opfert“) zu organisieren – kleine Gruppen Terroristen, die bereit waren beim Töten von Juden zu sterben. Das erklärte Ziel war die Juden zur Flucht aus Palästina zu zwingen. Sie griffen im Januar zuerst Tel Hai an, ein jüdisches Wohnviertel im Norden, nahe der syrischen Grenze und dann erneut am 1. März. Diese Terroristen töteten acht Juden und verletzten 200.

Im März und April wurden mehr als ein Dutzend jüdische landwirtschaftliche Siedlungen im Galiläa von arabischen Terroristen angegriffen, darunter Kfar Tabor, Degania, Rosh Pina, Ayelet Haschahar, Mischmar HaYarden, Kfar Giladi und Metula. An Pessah in diesem Jahr hetzte der Mufti die Massen so auf, dass sie die jüdische Bevölkerung der Altstadt von Jerusalem angriffen; dabei töteten sie fünf Juden und verletzten mehr als 100.

Husseini begann 1921 größere Angriffe zu organisieren und der britische Hochkommissar für Palästina; in der Hoffnung, dass er ihn beeinflussen könnte die arabische Gewalt einzustellen, ernannte Herbert Samuel Husseini zum Mufti von Jerusalem. Die beiden trafen sich sogar am 11. April 1921 und Husseini versprach, er werde „die Eifrigen zur Ruhe bringen“.

Adolf Hitler empfing Großmufti Haddsch Amin al-Husseini 1941.

Doch nur drei Wochen später, am 1. Mai 1921, stachelte der Mufti die Araber auf sich zu bewaffnen und Juden in Jaffa anzugreifen. Terroristen kamen mit Messern, Pistolen und Gewehren bewaffnet in die Straßen von Jaffa und begannen Juden zu verprügeln und zu ermorden, während sie jüdische Geschäfte und Häuser plünderten; sie töteten 27 Juden und verletzten 150.

Die Anschläge breiteten sich auf die jüdischen Gemeinschaften in Petach Tikva, Rehovot, Hadera und Haifa aus.

Das Jahr 1924 führte zu einer neuen Welle arabischer Gewalt. Der Mufti verbreitete Gerüchte, die Juden würden planen die Kontrolle über die islamischen heiligen Stätten zu übernehmen. Das führte dazu, dass die Araber jüdischen Grundbesitz plünderten, die sie stark beschädigten und Juden überall in Palästina angriffen. Die sporadischen Angriffe wurden viel stärker organisiert und der Terror richtete sich gegen jüdische Gemeinschaften bei Jerusalem, Hebron, Safed und Kfar Darom. Insgesamt wurden 135 Juden getötet und mehr als 300 verletzt.

Die arabische Gewalt eskaliert

Die Araber lernten, dass diese Terroranschläge ein effektives Mittel waren. Dem war so, weil die britische Obrigkeit auf die Anschläge mit Appeasement der Araber reagierte – indem sie die Zahl der Juden einschränkte, denen erlaubt wurde nach Palästina zu immigrieren und indem sie Juden aus den angegriffenen Bereichen wegschafften, insbesondere aus Hebron, wo Juden seit Jahrhunderten gelebt hatten.

Der Mufti fand im September 1928 eine Basis die arabischen Massen weiter aufzustacheln. Eine kleine Gruppe Juden beschloss am Yom Kippur an der Westmauer zu beten und bauten eine kleine Abtrennung, um Männer und Frauen zu teilen, wie es während jüdischen Gebeten üblich ist. Die Briten waren gegen diesen Schritt und bauten die Abtrennung ab. Der Mufti deutete auf die jüdische „Baumaßnahme“ an der Westmauer als Zeichen, dass sie versuchen würden die Kontrolle der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg direkt an der Westmauer an sich zu reißen. Er rief zum „Jihad“ – heiligem Krieg – auf, was zu Steinwürfen führte und dazu, dass Juden verprügelt wurden, die versuchten an der Westmauer zu beten.

Die arabische Gewalt verbreitete sich über die Westmauer hinaus und am 23. August 1929, griffen mehr 1.000 arabische Terroristen Juden überall in Jerusalem an; sie töteten 47 mit dem Schlachtruf „Verteidigt die heiligen Orte!“

Das Massaker von Hebron

Die Angriffe weiteten sich auf andere Städte aus. Der schlimmste fand in Hebron statt, wo Araber mit Äxten, Messern und Metallstangen in das Rabbiner-Seminar einbrachen, alle Schüler ermordeten und das Gebäude zerstörten. Der mörderische Mob massakrierte dann die Juden der Stadt, in der Juden und Araber seit Jahren Seite an Seite in Frieden lebten. Rabbi Yaakov Slonim, der Rabbiner der Stadt, rief die Juden auf in seinem Haus Sicherheit zu suchen. Weil der Rabbi gute Beziehungen zur örtlichen arabischen Geistlichkeit hatte, nahm er an, dass ihnen nichts zustoßen würde.

Rabbi Slonim irrte sich tragisch.

Die Araber stürmten sein Haus und töteten ihn, seine Familie und alle, die dort Zuflucht gesucht hatten. Insgesamt wurden in Hebron 67 Juden abgeschlachtet. Die jüdische Gemeinde, die dort seit Jahrhunderten existierte, wurde vernichtet.

Ein paar Tage nach dem Hebron-Massaker erlitten die Juden von Safed, wo Juden ebenfalls Jahrhunderte lang lebten, ein ähnliches Pogrom. Örtlichen Arabern schlossen sich solche aus Nachbardörfern an; sie ermordeten 18 Juden, verletzten 40 und brannten 200 Häuser nieder.

Insgesamt wurden bei Angriffen in anderen Städten innerhalb weniger Tage 133 Juden getötet und 339 verletzt.

Die Beerdigung eines der Juden, die beim Massaker in Hebron 1929 getötet wurden.

Die Terroranschläge gingen weiter und nahmen 1936 zu; die Araber töteten von April bis Juli mehr als 40 Juden, daneben brannten sie tausende Morgen jüdischer Felder und Ernten nieder. Die Gewalt ging weiter, führte am 2. Oktober 1938 zu einem Massaker in Tiberias, bei der Araber 21 Juden erschossen und verbrannten, darunter 10 Kinder im Alter von unter 12 Jahren.

Die New York Times beschrieb das vorsätzliche Massaker von Tiberias:

Seit den Krawallen von 1929, als Araber in den Städten Hebron und Safed über jüdische Männer, die meisten davon Rabbiner-Studenten, sowie Frauen und Kinder herfielen, hat es in Palästina solches Abschlachten gegeben, wie den Angriff von letzter Nacht. … Der Angriff war offenbar gut organisiert, da die arabische Bande, bevor sie über Tiberias herfiel, alle Telefonleitungen kappten. Sie kamen in zwei Gruppen aus unterschiedlichen Richtungen auf ein bestimmtes Signal hin; auf einen Pfiff aus den die Stadt umgebenden Hügeln hin begann gleichzeitig in allen Vierteln das Feuer… Die Banditen machten sich auf den Weg zum Haus von Joschua Ben Arieh, wo sie Joschua, seine Frau und einen Sohn erstachen und verbrannten und erschossen dann seinen kleinen Sohn im Babyalter. Im selben Haus wurden drei Kinder von Schlomo Leimer im Alter von 8, 10 und 12 Jahren erstochen und verbrannt. Im Weiteren brachen die Araber ins Haus von Schimon Mizrahi ein, wo sie seine Frau und fünf Kinder im Alter von 1 bis 12 Jahren töteten; dann setzten sie das Haus in Brand.

Warum die arabische Gewalt?

In den 1920-er und 1930-er Jahren hatten keine Araber die Notwendigkeit empfunden aus ihren Häusern zu fliehen. Es gab damals keinen jüdischen Staat und die Juden hatten keine Armee, um palästinensisches Land zu „besetzen“.

Warum also griffen die Araber in diesen Jahren an und massakrierten Juden?

Ist es möglich, dass die „Naqba“ und die „Besatzung“ Vorwände sind, einfach um arabische Gewalt zu rechtfertigen?

Ist es möglich, dass die Araber es einfach ablehnten, dass irgendein Jude im heiligen Land lebt?

Bilder via Wikimedia Commons

Das Märchen vom psychisch kranken Jihadisten

Französischer Psychiater vernichtet die Wahnsinn-Rechtfertigung

Stephen Brown, FrontPageMag, 21. Mail 2019

Heutzutage wird nur allzu oft nach einem islamischen Terroranschlag der Täter praktisch sofort für psychisch krank erklärt. Oft wird das erklärt, bevor irgendeine psychische Untersuchung des Jihadisten vorgenommen oder andere Beweise offeriert werden. Diese Schlussfolgerung wird dann der Welt als Fakt und außerhalb jeglicher Diskussion präsentiert.

Zum Beispiel wurde der Jihadist/Mörder, der in Frankreich Sarah Halimi, eine 65-jährige jüdische Ärztin, 2017 bei einem antisemitischen Anschlag aus einem Fenster warf, nachdem er sie verprügelte, von den Behörden sofort „in eine psychiatrische Einrichtung, ohne dass er eine Gefängniszelle gesehen hatte“.

In Frankreich sind psychiatrische Einrichtungen für Jihadisten aufgebaut worden, die von den Kämpfen für den Islamischen Staat in Syrien zurückkehren. Den Franzosen wird zu verstehen gegeben, dass ihr Anschluss an und Kampf für eine solche völkermörderische Organisation schlicht eine psychische Abweichung sei, die medizinisch behandelt werden muss. (Wer ist hier irre?)

Und er französische Innenminister Gerard Collomb wollte „die psychiatrischen Krankenhäuser mobilisieren, um die radikalisierten Individuen zu identifizieren … um all diejenigen Profile zu finden, die morgen dazu übergehen könnten einen Anschlag zu verüben.“

Der französische Psychiater Yann Andretuan, Leiter des psychologischen Dienstes der französischen Marine, der mehr als ein Jahrzehnt in verschiedenen französischen Krankenhäusern gearbeitet hat, bestreitet diese psychiatrische Interpretation islamischer Terroranschläge; er betrachtet sie als falsch.

„Ich bin Psychiater und ich glaube nicht, dass Terrorismus Wahnsinn im psychopathologischen Sinne des Begriffs ist“, schreibt Andretuan in einem Artikel in Le Figaro,  einer französischen Zeitung.

Zuerst verficht Andretuan, dass Psychiatrie und Psychologie „nichts sagen, um diesen Wahn zu erklären und zu heilen“; er deutet an, dass es keine medizinischen Wurzeln gibt und eine medizinische Heilung daher unmöglich ist.

Andretuan fährt dann mit seiner eigenen Erfahrung als Psychiater fort. In seinen 12 Jahren Praxis in verschiedenen französischen Krankenhäusern erklärt er, er musste erst einmal einen Patienten physisch ruhig gestellt und wurde, ebenfalls erst einmal, von einem Demenzpatienten angegriffe, der über neunzig Jahre alt war.

„Geschlossenen Abteilungen können laut sein, es ist aber selten gewalttätig“, erklärt der erfahrene Psychiater.

Der französische Arzt führt dann eine Studie aus den 1990-ern an, die zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit „von einer Einzelperson angegriffen zu werden, die einen Psychiater konsultierte, zehnmal geringer ist als durch jemanden, bei dem das nicht der Fall ist“.

Manche haben argumentiert, dass die psychische Erkrankung der Jihadisten infolge der Tatsache offensichtlich ist, dass sie, manchmal leicht, für eine so mörderische Sache wie islamischem Terrorismus rekrutiert werden.

„Manche Individuen werden einen Grund finden, der ihnen in ihrem Delirium einen Sinn gibt … aber wie viele?“, fragt er. „Man muss keine Epidemie in geschlossenen Psychiatrien befürchten.“

Andretuan führt dann als Beispiel für die Schwierigkeit und Untauglichkeit des Anwerbens von Geisteskranken Kommandoeinheiten an, die die Engländer im Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben.

„Die Engländer glaubten, dass sie Soziopaten wegen deren fehlenden Hemmungen zu Töten anwerben könnten“, erklärte er. „Das war ein Fehlschlag. Also suchten sie nach Männern, gebildet und oft Produkt der englischen guten Gesellschaft, die keinerlei psychische Probleme aufwiesen…“

Außerdem, sagte Andretuan, haben Armeen instabile Rekruten immer ausgemustert, weil sie sie für zu schwierig unter Kontrolle zu halten betrachteten.

Indem sie die Terroristen als Verrückte bezeichnen, sagt Andretuan, suchen Politiker wie Collomb nicht nach einer Erklärung für die Terrorakte der Terroristen, sondern sie suchen nach „Konsequenzen dieser Schlussfolgerungen“, im Glauben sie könnten geheilt werden wie die Mitglieder einer Sekte.

„Alles in allem: Wenn man ein Opfer einer Sekte überzeugen kann diese zu verlassen, dann ist das mit einem Terroristen genauso möglich“, schreibt Andretuan über diese falsche Vorstellung. „Man kann Terrorkandidaten daher mit psychologischen Techniken ‚entradikalisieren‘, auf eine gewisse Art und Weise den Prozess der Konditionierung umkehren und sie damit in gute Bürger aus ihnen machen.“

Mit anderen Worten: „Die Wissenschaft darf nicht nur erklären … sie muss auch handeln“, was, wie Andretuan behauptet, „die Funktion von Ingenieuren ist“.

Andretuan glaubt, dass Frankreich mit seinem Missbrauch der Psychiatrie so langsam die ehemalige Sowjetunion übernimmt. Die Sowjetunion sperrte diese Störern der Gesellschaft, die Dissidenten, in psychiatrische Krankenhäuser, während Frankreich dasselbe mit Unruhstiftern n seiner Gesellschaft, den Jihadisten, macht. Und wie die Sowjets mit ihren Dissidenten scheinen die französischen Behörden die Gründe der Jihadisten für deren mörderisches Verhalten mit ähnlicher Gleichgültigkeit zu behandeln, wie ein Ärgernis, das irgendwann verschwinden wird, „wie Mücken im Sommer“, obwohl die Jihadisten, anders als die sowjetischen Dissidenten, „ohne Ansehen der Person töten.“

Andretuan stellt mit der Psychiatrisierung der Jihadisten „einen Trend“ seitens der französischen Regierung fest, nämlich ihr Verhalten zu „naturalisieren“, in ihnen „eine biologische oder wissenschaftliche Wahrheit“ zu finden. In unserer Zeit, erklärt er, gibt diese Naturalisierung eine Art „Legitimität“.

„Durch die Naturalisierung des Problems des Terrorismus“, erklärt Andretuan jedoch, „entleert man dessen politische Dimension. Man kann sich ja nicht mit Verrückten im Krieg befinden.“

Und sehr wichtig: Mit der Räumung der politischen Dimension müssen die französischen Politiker, in Angst vor ihrer großen muslimischen Minderheit, die Wurzeln der Terroranschläge nicht untersuchen, die im Islam selbst zu finden sind.

Der französische Autor Gilles William Goldnadel glaubt, dass diese „gedankenlose und unverantwortliche Verpflichtung“ islamische Terroristen als geistesgestört zu betrachten „an sich ein soziale5, politische5 und psychologischer Wahn“ ist. Goldnadel glaubt zurecht, dass islamische Terroristen nicht in psychiatrische Betreuung gehören, sondern ins Gefängnis.

Der französische Pychiatrieprofessor Raphael Gaillard glaubt auch, dass „die große Mehrzahl der Terroristen keine Verbindung zu Psychiatrie haben“, während der französische Terrorismusexperte Romain Caillet dabei bleibt, dass die „Mehrheit der Psychiater und Terrorismusexperten „nichts tun, um die Radikalisierung psychiatrisch zu erklären“.

Die Weigerung der französischen Regierung auf die Worte ihrer Terrorismus- und Psychiatrie-Experten zu hören, führt jedoch zu verstörenden Schlüssen. Mit der „Räumung der politischen Dimension“ und dem Versuch die Terroranschläge psychiatrisch zu erklären, konstatiert Caillet, wird „das Stellen beunruhigender Fragen vermieden“. So, wie bereits erwähnt, die islamischen Wurzeln der Anschläge.

Als genauso wichtig betrachtet Goldnadel in der Psychiatrisierung islamischer Terroranschläge den Versuch der Regierung die Terroristen von aller persönlichen Verantwortung für ihr Tun freizusprechen. Immerhin: Wenn man keinen Krieg gegen Verrückte führt, wie Adretuan behauptet, dann macht man Verrückte auch nicht für ihr Tun verantwortlich.

Aber Goldnadel sieht etwas Gefährlicheres, sogar Perverses in der Psychiatrie-Verteidigung islamischer Terroristen.

„Ich bestätige… dass diese Tendenz zur psychiatrischen Ausrede auch eine Unentschlossenheit sich selbst physisch und mit tödlichen Waffen zu verteidigen versteckt und stattdessen Entradikalisierung vorziehen….“

Andretuan gibt aber zurecht an: „Widerstand zu leisten heißt weiterzuleben.“ Und das französische Volk sollte sich nicht erlauben „von der Angst erschüttert zu werden, die die Terroristen erzeugen wollen.“

Es ist aber diese Weigerung die Jihadisten zu bekämpfen, sie mit psychiatrischen Glacéhandschuhen anzufassen und dem französischen Volk die Sicherheit zu verweigern, die es verdient und für die zu sorgen es ihre Pflicht ist, die das größte Verbrechen der französischen Politiker darstellt. Der französische Autor Shmuel Trigano fasst das treffend so zusammen: „Sie opfern die Opfer, um die Schlacht nicht an die Henker abgeben zu müssen.“

Andretuan stellt allerdings richtigerweise heraus: „Es ist nicht nötig eine Suche nach den Hauptursachen des Wahnsinns durchzuführen… um zu bestätigen, dass es Monster gibt und dass es notwendig ist sie zu bekämpfen.“