Die Palästinenser kämpfen immer noch den Krieg von 1947-1949 gegen den jüdischen Staat. Und verlieren wieder.

First One Through, 25. September 2022

Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde verfehlt es immer beim jährlichen Forum der UNO-Vollversammlung zu beeindrucken. Dieses Jahr übertraf er sich auf spektakuläre Weise, indem er vorführte, warum es auf absehbare Zeit keine Chance auf Frieden gibt.

Die 48 Minuten Geschwafel waren von Anfang bis Ende eine Blamage. Es lohnt sich nicht die ausgespuckten Wahnvorstellungen im Detail zu betrachten, aber eine Zusammenfassung ist wichtig, um den mentalen und emotionalen Zustand dieser rastlosen Leute zu betrachten. Kurz gesagt glaubt Abbas, die Welt sei mit ihm 1947 stecken geblieben; hält die Oslo-Vereinbarungen zwischen Israel und der PA für tot; betrachte die Israelis als Terroristen, und verherrlicht offen Terroristen.

Abbas akzeptiert jetzt den UNO-Teilungsplan von 1947

Abbas sagte, Israel habe Palästina seit 75 Jahren kolonisiert, seit seiner Gründung. Er baute auf seinem Begriff für Israel als „schmerzliche historische Siedlung“, soweit es ihn betrifft die letzten 100 Jahre illegal, nicht erst seit 1967.

Er forderte, dass die USA, Großbritannien und Israel sich für die Balfour-Erklärung von 1917 entschuldigen, für das Palästina-Mandat von 1922 und für das gesamte zionistische Unternehmen. Er legte das als „offiziellen Antrag“ für das „schwere Verbrechen“ und forderte Abhilfe und Entschädigung.

Abbas forderte die gesamte UNO zudem auf Resolution 181 durchzusetzen (Minute 25:30). Diese Resolution war der Teilungsplan, der im November 1947 vorgelegt wurde, den die Zionisten akzeptierten, der aber von der gesamte arabischen Welt abgelehnt wurde und sich stattdessen für Krieg zur Vernichtung der Juden entschied. Abbas sagte mit erhobenem Zeigefinger: „Die Resolution 181, die Sie angenommen haben. Resolution 181 ist die Resolution, die wir umgesetzt sehen wollten. Wir wollen, dass Sie Resolution 181 verwirklichen.“

Es übersteigt das Vorstellungsvermögen, wie die Seite, die die Resolution ablehnte – vor 75 Jahren! – einen Krieg anfing, der ein Prozent der jüdischen Bevölkerung tötete – nur ein paar Jahre nach dem europäischen Holocaust! – jetzt irgendwie erklären kann, dass er seine Meinung geändert hat. Hätten die Araber damals gewusst, dass sie den Krieg und weiteres Territorium verlieren, hätten sie den Plan vielleicht akzeptiert.

Sollte Abbas herausbekommen, wie man die tausenden von Arabern in den letzten 75 Jahren ermordeten Juden zurückbringt, dann bin ich sicher, dass Israel zustimmen würde zu den von der UNO 1947 vorgeschlagenen Grenzen zurückzukehren.

Die Oslo-Vereinbarungen sind tot

Abbas machte deutlich, dass er die Oslo-Vereinbarungen von 1993 (und 1995) als tot betrachtet, da er fälschlich glaubt Israel trample auf den Vereinbarungen herum und nur die Palästinenser würden sei einhalten.

Irgendwie ist die mehrjährige Intifada von 2000 bis 2004 in Abbas‘ Gedächtnis nicht angekommen. Die mehreren Kriege der Hamas seit die terroristisch-politische Gruppe die Macht im Gazastreifen übernahm, mit mehr als 20.000 nach Israel gefeuerten Raketen, haben nicht auf den Vereinbarungen herumgetrampelt. Dass Israel der PA die Areas A und B und den Gazastreifen abgab, wurde komplett ignoriert.

Hat Abbas die Vereinbarungen überhaupt gelesen? Nirgendwo heißt es darin, dass Israel keine Häuser für Juden in Area C bauen darf. Sie sagen genau das Gegenteil, dass Israel die alleinige Kontrolle der Region hat, bis es der PA mehr Territorium übergibt.

Eine der Bestimmungen der Verträge lautete, dass die PA keine Anerkennung durch UNO-Gremien anstrebt – was sie trotzdem machte. Abbas sagte, die PA werde jetzt die Zulassen bei noch mehr Organisationen anstreben.

Wenn Abbas wirklich die Beziehung zu Israel beenden will, die mit den Verträgen eingeführt wurden, dann muss er erkennen, dass er Israel einlädt sich alles Land zurückzunehmen, das der PA mit genau diesen Vereinbarungen gegeben wurde.

Abbas verleumde Israelis als rassistische Terroristen

Abbas griff Israel bei Minute 12:26 mit der Aussage an: „Israel erlässt rassistische Gesetze, womit das Apartheid-Regime geweiht wird. Ja, Apartheid und wenn ihnen die Bezeichnung nicht gefällt, es ist die Wahrheit. Sie sind ein Apartheid-Regime.“ Es war schon ein Kommentar, nachdem Abbas gerade (bei Minute 7:43 der Rede) gesagt hatte, „Israel ließ uns im Rahmen seiner hektischen Expansion keinerlei Land, auf dem wir einen unabhängigen Staat gründen können. Wo wird unser Volk in Freiheit und Würde leben? Wo können wir unseren unabhängigen Staat bilden, der mit seinen Nachbarn in Frieden leben wird? Wir wollen in Frieden mit ihnen leben, mit Israel. Die Siedlungen stellen leider 751.000 [Juden] oder 25% der Gesamtbevölkerung. 25 Prozent in der Westbank. Des palästinensischen Landes, das für uns bleibt. Israel tötet unser Leute ungestraft.“

Begreift Abbas nicht, dass 26% der Bevölkerung Israels nicht jüdisch ist? Wenn er glaubt, dass so viele Juden, die möglicherweise in einem neuen Palästinenserstaat leben, verhindert, dass die Araber in Freiheit und Würde leben können, wie kann er vorschlagen, dass Israel Millionen arabischer Flüchtlinge aufnimmt, wenn das Land heute schon nur zu 74% jüdisch ist? Wie kann er Israel beschuldigen ein Apartheid-Regime zu sein, wenn so viele Araber die volle Staatsbürgerschaft haben? Wird Abbas wegen seiner Scheinheiligkeit rot, weil er ein neues Land fordert, das judenrein ist und bestehende Gesetze hat, die den Landverkauf an Juden verbieten?

Um sicherzustellen, dass die gesamte Welt und nicht nur Israel von seinen Vorwürfen angewidert ist, legte Abbas bei seinem abscheulichen Kommentar von vor ein paar Wochen in Berlin nach, als er Israel beschuldigte „50 Holocausts“ an den Palästinensern begangen zu haben. Bei Minute 16:30 seiner Tirade sagte Abbas: „Israel hat seit 1948 bis heute mehr als 50 Massaker begangen.“ Der widerliche Vorwurf sollte eindeutig gleichzeitig seine palästinensisch-arabischen Wähler zufriedenstellen und die zivilisierte Welt abzuwehren.

Abbas verherrlicht Terroristen

Nach der langen und weitschweifenden Tirade, die Israel auf jede denkbare Weise beleidigen sollte, brachte Abbas seine Rede damit zu Ende, dass er Araber verherrlichte, die Israelis töteten und versprach, dass die palästinensische Autonomiebehörde die Familien der Terroristen auf ewig unterstützen wird.

Die letzten sieben Minuten seiner Rede, beginnend bei Minute 41:30, verkündete Abbas, dass kein Gremium des Auslands der PA irgendetwas diktieren kann und sie werden tun, wozu immer sie sich entscheiden. (Dieser Kommentar kommt, nachdem er forderte, die UNO und andere Länder sollten Israel unter Druck setzen.) Er verwendete diese Ansage, um zu sagen, dass er die Märtyrer und Häftlinge unterstützt, die palästinensische Helden sind. Sie werden die volle Unterstützung der PA bekommen, mit dem viel kritisierten „Geld für Mord“-Programm, das die Welt zurecht als Finanzierung von Terror verurteilte.

Abbas zeigte der Welt den Stinkefinger und sagte, es sei ihm egal.

Abbas hob besonders Nasser Abu Hamid mehrfach als „Märtyrer“ und „Helden“ hervor. Hamid wurde 1990 in Israel verurteilt, weil er fünf Menschen getötet hatte, aber er wurde als Teil der Oslo-Verträgt freigelassen. In der Terrorwelle der zweiten Intifada begann Hamid wieder zu töten. Er gestand von 2000 bis 2002 sieben Menschen bei fünf Anschlägen getötet zu haben, darunter der berüchtigte Lynchmord und die Schändung der Leichen der IDF-Unteroffizierr Vadim Nurzhitz und Yossi Avrahami in Ramallah m Oktober 2000.

Abbas nannte diesen Mörder immer wieder einen „Helden“ des palästinensischen Volks.

Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas vor den Vereinten Nationen, 23. September 2022

Mahmud Abbas demonstrierte der Welt seine Uneinsichtigkeit, Scheinheiligkeit, Geistesstörung und folglich warum es keinen Frieden mit Israel gibt. Die arabische Welt ist seiner und seiner Sache müde geworden, distanziert sich von dem Terrorismus, den er und das iranische Regime unterstützen und beginnt die Beziehungen ihrer Länder zu Israel zu vertiefen.

Die 5 besten Momente Israels in der UNO

Chaim Lax, HonestReporting, 22. September 2022

Am Donnerstag sollte der israelische Premierminister Yair Lapid vor den versammelten Repräsentanten der Nationen der Welt auftreten und als Teil des Eröffnungstreffens der 77. Sitzung der UNO-Vollversammlung reden über Themen von entscheidender Wichtigkeit für den Jüdischen Staat reden.

Wenn Lapid ans Podium tritt, wird er sich einer Reihe langer und würdevoller Führungspolitiker und Repräsentanten anschließen, die vor der internationalen Gemeinschaft aufgetreten sind, um für Israel einzutreten sowie seine Bürger und ihr Recht auf Leben in Frieden und Sicherheit zu verteidigen.

Im Verlauf der letzten 75 Jahre sind eine Reihe mit Israel verbundene Momente in der UNO herausgestanden, sowohl wegen ihrer Wichtigkeit und ihres langfristigen Einflusses.

Die folgenden sind die fünf Top-Momente Israels bei den Vereinten Nationen (in chronologischer Reihenfolge):

1. Die Abstimmung zum Teilungsplan der UNO (1947)

Einer der wichtigsten Momente Israels in der UNO ereignete sich tatsächlich vor der Gründung des jüdischen Staates.

Im Februar 1947 kündigte die britische Regierung ihre Absicht an das britische Mandat für Palästina zu beenden, was die Frage der Zukunft des Landes an die UNO übergab.

Als Reaktion richtete die UNO das United Nations Special Committee on Palestine (UNSCOP – UNO-Sonderkomitee für Palästina) ein und beauftragte es damit eine Lösung für die Palästina-Frage zu finden.

Nach einem Treffen mit Repräsentanten der britischen Verwaltung, der jüdischen Gemeinschaft und der arabischen Gemeinschaft (trotz des offiziellen arabischen Boykottes des Komitees), empfahl die Mehrheit der UNSCOP-Mitglieder der UNO, dass das Land in einen jüdischen und einen arabischen Staat geteilt und Jerusalem zu einer internationalen Stadt werden sollte.

Obwohl der Vorschlag die Größe ihres Heimatlandes reduzierte, außerdem ihre heiligste Stadt unter internationale Verwaltung gebracht werden sollte, unterstützte die jüdische Gemeinschaft die Teilung in überwältigender Zahl. Die Mehrheit der arabischen Gemeinschaft lehnte sie ab.

Am 29. November 1947 wurde der Teilungsplan der UNO-Vollversammlung in ihrer Sitzung zur Abstimmung vorgelegt. Im verabschiedet zu werden, benötigte sie eine Zweidrittel-Mehrheit der Stimmen.

Nach zionistische Aktivisten im Vorlauf der Abstimmung unermüdlich Lobbyarbeit leisteten, wurde der Teilungsplan als Resolution 181 mit den Ja-Stimmen von 33 Ländern angenommen; 13 waren dagegen und 10 enthielten sich.

Obwohl der Teilungsplan nie umgesetzt wurde, betrachten ihn viele als das erste Mal, dass die internationale Gemeinschaft die Legitimität eines jüdischen Staates im Heimatland des jüdischen Volks akzeptierte.

2. Abba Ebans „historische“ Rede (1967)

Nach Israels mirakulösem Sieg über Ägypten, Syrien und Jordanien im Sechstage-Krieg hielt die UNO-Vollversammlung einen Dringlichkeitssitzung, um den Konflikt im Nahen Osten zu diskutieren. Angeführt von der Sowjetunion nutze eine Reihe von Ländern diese Sondersitzung dafür Israel wegen seines Verteidigungskriegs zu verurteilen und beschuldigten es sich kriegslüstern und Aggressiv zu verhalten.

Nach einer Rede des sowjetischen Premiers am 19. Juni 1967 trag Israels Botschafter bei der UNO, Abba Eban vor das Plenum, um auf die gegen den jüdischen Staat gerichteten Anschuldigungen zu antworten sowie Israels Handeln während des Krieges zu verteidigen.

Der für seine geschickte Redekunst und scharfen Witz bekannte Eban war bereit wegen der Rede gefeiert worden, die er am zweiten Tag des Krieges vor dem Sicherheitsrat hielt; diese war von einem Beobachter als „eine der größten diplomatischen Reden aller Zeiten“ beschrieben worden.

Am 19. Juni vertrat Eban einmal mehr Israels Fall vor der internationalen Gemeinschaft effektiv, indem er den kriegerischen Geist beschrieb, de Israels Feinde vor dem Krieg gepackt hatte, das Versagen der internationalen Gemeinschaft die Spannungen vor dem Krieg im nahen Osten und Jerusalems Hoffnung auf Ruhe und eine friedliche Zukunft zu reduzieren.

Abba Ebans wortgewandte Darstellung bei der Dringlichkeitssitzung der Vollversammlung war so inspirierend, dass sie später als Audio-Aufzeichnung mit dem Titel Abba Eban: His Memorable, Historic Speech of June 19, 1967 (Abba Eban: Seine denkwürdige historische Rede vom 19. Juni 1967) veröffentlicht wurde.

3. Israel vs. Yassir Arafat bei der Vollversammlung (1974)

Am 13. November 1974 wurde Yassir Arafat, der damalige Vorsitzende der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) eingeladen im Plenum der Vollversammlung zu sprechen, womit er der erste seit 1965 wurde, der kein Repräsentant einer Regierung, der das machte.

Gekleidet mit einer traditionellen Keffiyeh auf dem Kopf und einem Pistolenholster an der Hüfte beinhaltete Arafats 90-minütige Rede Anprangerungen Israels, forderte eine Einstaatenlösung und behauptete, der Zionismus sei eine Art imperialer Kolonialismus.

Arafats Ansprache wurde oft vom Applaus der Repräsentanten des Sowjetblocks, ostasiatischer Staaten und afrikanischer Länder unterbrochen.

Das Vermächtnis dieser Rede ist gewesen, dass die UNO der PLO Nichtstaaten-Beobachterstatus verlieh sowie die Bedeutung, die Arafats Schlusssatz gegeben wurde: „Ich komme zu Ihnen mit einem Olivenzweig in einer Hand und der Waffe eines Freiheitskämpfers in der anderen. Lassen Sie den Olivenzweig nicht aus meiner Hand fallen.“

Für Israel war Arafats Einladung zu den Vereinten Nationen ein Schlag ins Gesicht, weil die PLO damals vom jüdischen Staat als Terrororganisation betrachtete; Grund waren die Anschläge der PLO auf israelische Zivilisten und Infrastruktur, darunter ein versuchter Bombenanschlag auf die nationale Wasserversorgung, grenzübergreifende Überfälle und die Ermordung von 21 Schulkindern ein Jahr zuvor.

In Reaktion auf Arafats Rede trat Israels Botschafter bei der UNO Yosef Tekoah ans Podium und bezeichnete die PLO als „Mörder“ und „Agenten des Todes“.

Gegenüber den Delegationen, die in der Vollversammlung repräsentiert wurden, sprach Tekoah sogar noch offener; er erklärte: „Die Mörder von Sportlern bei den Olympischen Spielen in München, die Schlächter von Kindern in Ma’alot, die Ermordung von Diplomaten in Khartoum gehören nicht in die internationale Gemeinschaft.“

4. Der israelische Botschafter Chaim Herzog zerreißt die UNGA-Resolution 3379 (1975)

Weniger als ein Jahr nach Arafats Rede vor der UNO stimmte die Vollversammlung für Resolution 3379, die den Zionismus mit Rassismus gleichsetzte. Die Resolution, die vom Sowjetblock, den arabischen Staaten und einige afrikanischen Staaten unterstützt wurde, wurde mit 72 Stimmen dafür, 35 dagegen und 32 Enthaltungen verabschiedet.

Während eine Reihe Länder sich gegen die Resolution und ihre antisemitische Prägung aussprachen, wurde eine der überzeugensten Reden von Israels Botschafter bei der UNO – und zukünftigem israelischen Präsidenten – gehalten: Chaim Herzog.

Herzog begann seine Antwort damit, dass er festhielt, dass die Abstimmung zur Delegitimierung des jüdischen Staates auf den Jahrestag der Kristallnacht fiel und  tauchte dann tief in die Geschichte des Judentums, des Zionismus und des Antisemitismus ein.

Herzog wies auch auf die Integration der Araber in die israelische Gesellschaft hin, womit er bewies, dass die Behauptungen Lügen und Unwahrheiten waren.

Der Höhepunkt seiner Rede kam am Ende, als Herzog den versammelten Nationen ankündigte: „Für uns, das jüdische Volk, entbehrt diese Resolution, die auf Hass, Fälschung und Arroganz gründet, jeglicher Moral oder juristischen Wertes. Für uns, das jüdische Volk, ist das nicht mehr als ein Stück Papier und wir werden damit wie mit einem solchen umgehen“ – und dann zerriss er den Text der Resolution in zwei Hälften.

Die Resolution wurde 1991, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, schließlich widerrufen.

Chaim Herzogs glühende Rede im Namen des jüdischen Volks inspiriert und ermutigt weiterhin bis heute Verteidiger Israels und der Menschenrechte. Am 40. Jahrestag der Abstimmung veranstalteten sowohl die Knesset als auch die UNO selbst (!) Feiern, die Herzogs bewegender Worte gedachten.

5. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu verwendet visuelle Hilfen, um vor dem Iran zu warnen (2009 bis 2018)

Als der am längsten dienende Premierminister Israels hatte Benjamin Netanyahu zahlreiche Gelegenheiten gehabt vor der UNO-Vollversammlung als Teil ihrer Eröffnungssitzung zu sprechen.

Ab 2009 nutzte Netanyahu das Podium der UNOGA, um die Welt vor der zunehmenden Bedrohung für Israel und die internationale Gemeinschaft durch den Iran zu warnen.

Ein Markenzeichen der Reden Netanyahus vor der UNO über den Iran bestand darin visuelle Hilfsmittel einzusetzen, um seine Punkte zu unterstreichen.

2009 hielt Netanyahu bei seiner Verurteilung des damaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschads Holocaust-Leugnung vor den versammelten Nationen der Welt Originalkopien der Nazipläne für den Holocaust hoch und fragte rhetorisch: „Ist dieses Protokoll eine Lüge?“ Und: „Sind auch diese Pläne Lügen?“

2012 brachte Netanyahu eine Karikatur-artige Zeichnung einer Bombe mit und malte dann eine rote Linie darauf, die Israels „rote Linie“ für die Entwicklung von Atomwaffen durch die Islamische Republik symbolisierte.

2018 nutzte Netanyahu bei seiner Rede vor der Vollversammlung das Bild einer geheimen iranischen Atomanlage, eine Landkarte von Hisbollah-Standorten in Beirut und als Landkarte der Atomanlagen des Iran, um sein Argument über die Bedrohung durch die Islamische Republik und ihre regionalen Stellvertreter zu verdeutlichen.

Wenn auch ohne visuelle Hilfe, so nutzte Netanyahu bei seiner Rede 2015 dramatische Redekunst vor der Vollversammlung. Nachdem er die internationale Gemeinschaft wegen ihres „ohrenbetäubenden Schweigens“ angesichts der iranische Bedrohung Israels und des jüdischen Volks heftig tadelte, starrte Netanyahu die versammelten Delegierten 45 Sekunden lang schweigend an.

Lasst uns die Lügen in Abbas‘ UNO-Rede auflisten

Elder of Ziyon, 25. September 2022 (3 Teile, hier in einen zusammengetragen)

Wie er es jedes Jahr macht, hielt Mahmud Abbas vor der UNO eine israelfeindliche Rede. Und wie jedem anderen Wort im Protokoll war sie voller Lügen.

Hier sind einige davon, auf Grundlager des offiziellen Redetextes (manchmal improvisiert er etwas außerhalb des Textes, oft gibt er dabei noch mehr Antisemitismus preis…)

Ich spreche zu  Ihnen im Namen von mehr als 14 Millionen palästinensischen Menschen, deren Eltern und Großeltern vor 74 Jahren die Tragödie der „Nakba“ durchlebten und sie leben immer noch unter den Auswirkungen diese „Nakba“, die für die Menschheit eine Schande ist, besonders für die, die dieses abscheuliche Verbrechen ausheckten, planten und  ausführten.

Die „Nakba“ ereignete sich, weil Araber das Konzept eines jüdischen Staates innerhalb keiner Grenzen akzeptierten. Sie beschlossen zu kämpfen. Niemand „plante“ die Araber zu vertreiben. Es war ein Krieg, den die Araber anfingen, kein von den Juden begonnenes „abscheuliches Verbrechen“.

Beachten Sie, dass seine Definition von „Palästinenser“ jeder ist, der 1947/48 in Palästina lebte. Heißt: Jeder, der dort Jahrhunderte vorher lebte und wegging, ist kein Palästinenser. Abbas gibt zu, dass das Konzept des „palästinensischen Volks“ weniger als ein Jahrhundert alt ist.

Mehr als fünf Millionen Palästinenser haben seit 54 Jahren unter der israelischen Militärbesatzung gelitten.

In der Westbank und dem Gazastreifen gab es nach dem Sechstage-Krieg weniger als eine Million Araber.

Es ist klar geworden, meine Damen und Herren, dass Israel, das die Resolutionen internationaler Legitimität abstreitet, beschlossen hat nicht unser Partner im Friedensprozess zu sein. Israel ist derjenige, der die Oslo-Vereinbarungen zerstört hat, die es mit der palästinensischen Befreiungsorganisation unterzeichnete. Es ist derjenige, der mit seiner aktuellen Politik vorsätzlich geplant und beschlossen hat die Zweistaatenlösung zu vernichten, was schlüssig beweist, dass sie nicht an Frieden glauben, aber mit der Politik der Auferlegung einer vollendeten Tatsache roher Gewalt und Aggression verhängt und daher kein israelischer Partner ist, mit dem man redet.

Oslo starb in der zweiten Intifada, inszeniert von den Führern der PLO, die geschworen hatten allen Terror zu stoppen. Israel versuchte es Jahre lang danach weiter mit Frieden und die PLO – zuerst Arafat, dann Abbas – sagten weiter nein. Das ist historischer Revisionismus von Abbas.

Das beendet daher die vertragliche Beziehung zu uns und mat die Beziehung zwischen dem Staat Palästina und Israel zu einer Beziehung zwischen einem Besatzungsstaat und einem besetzten Volk und nichts anderes. Wir werden uns mit Israel nur noch auf dieser Grundlage beschäftigen und wir fordern von der internationalen Gemeinschaft mit ihm ebenfalls auf dieser Grundlage umzugehen. Das  ist Israels Alternative, nicht unsere.

Die palästinensische Autonomiebehörde, die Abbas einseitig zum „Staat Palästina“ erklärte, wurde von den Oslo-Vereinbarungen geschaffen. Wenn er sagt, diese hätten keine juristische Kraft, dann ist er der Präsident von – nichts.

Abbas will die Vorteile von Oslo haben, aber nicht die Verantwortung.

Israel führt eine verzweifelte Kampagne unser Land zu beschlagnahmen und seine kolonialen Siedlungen auszubreiten und unsere Ressourcen zu plündern, als sei dieses Land leer und hätte keine Eigentümer, genauso, wie es das 1948 machte.

Die Palästinenser habe das seit Jahrzehnten von sich gegeben. Trotzdem ist der Anteil des Landes, das Israel für Siedlungen legalisiert hat, praktisch dasselbe, das es vor 25 Jahren war.

Übrigens: 1948 betrug der Anteil des Landes, den Araber privat besaßen, rund 20%. Der Rest gehörte dem herrschenden Land.

(Teil 2: Elder of Ziyon, 25. September 2022)

Darüber hinaus ließ die israelische Regierung die Bildung rassistischer jüdischer Terrororganisationen zu, die Terrorismus gegen unser Volk ausüben und bot ihnen Schutz, während sie die Palästinenser angreifen und zu ihrer Vertreibung aus ihren Heimen auffordern. An der Spitze dieser Terrororganisationen stehen die Hilltop Youth [Hügelkuppen-Jugend], die Preisschild-Gruppen, Lahava und die Tempel-Getreuen und diese Terrororganisationen werden von Mitgliedern der israelischen Knesset geleitet und in diesem Kontext rufen wir die internationale Gemeinschaft auf diese Terrororganisationen auf die Liste des Welt-Terrorismus zu sezten.

Haben diese Gruppen Bomben gegen arabische Busse gelegt oder ihre Mitglieder ermutigt Araber zu töten? Davon weiß ich nichts. Allerdings haben einige von ihnen illegale Dinge getan und sie wurden von der israelischen Polizei verhaftet. Zu behaupten, Israel würde sie unterstützen, ist als eine weitere Lüge.

Abbas versucht zu sagen, dass Israel all dessen schuldig ist, dessen er selbst schuldig ist. Immerhin sind die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden Teil seiner Fatah-Organisation und beansprucht  den Verdienst für Terroranschläge.

Israel hat uns angesichts einer fieberhaften Siedlungsattacke vom Land nichts übrig gelassen, um unseren unabhängigen Staat zu gründen, wo also soll unser Volk in Freiheit und Würde leben? Wo werden wir unsere unabhängigen Staat gründen, um in Frieden mit unseren Nachbarn zu leben?

Die Situation mit dem Land ist praktisch dieselbe wie während des Oslo-Prozesses.

Israel verhängt gefälschte Bildungs-Lehrpläne in unseren Schulen im besetzten Jerusalem, was das Völkerrecht verletzt und stört die Präsidentschafts- und Legislativwahlen in Palästina, indem es palästinensische Bürger Jerusalems daran hindert an ihnen teilzunehmen, wie es bei den bisherigen Wahlen (1996, 2005, 2006) der Fall war und verfügt rassistische Gesetze, womit es ein System von Rassendiskriminierung verewigt, eine Apartheid gegen unser Volk vor der internationalen Gemeinschaft und umgeht Rechenschaft und Strafe, warum also Israel nicht zur Verantwortung ziehen, weil es Völkerrecht verletzt?

Hier ist ein ganzer Batzen an Lügen.

Israel ermutigt arabische Schulen in Jerusalem den israelischen Lehrplan zu verwenden, es erzwingt nichts.

Der Lehrplan ist exakt und die Kritik der Palästinenser daran ist grotesk.

Israel hält Araber in Jerusalem nicht davon ab an Wahlen teilzunehmen; sie brauchen nur ein paar Minuten zu fahren, um zu einem Wahllokal zu kommen – oder sei können in Poststellen abstimmen. Abbas ist derjenige, der Israel als Ausrede benutzt hat keine Wahlen durchzuführen.

Israel hat keine rassistischen Gesetze. Die Listen der israelfeindlichen Gruppen sind nicht diskriminierend.

Israel verewigt kein System der Rassendiskriminierung. Es behandelt arabische und jüdische Bürger gleich und es behandelt Nichtbürger anders als Bürger, so wie jedes andere Land es auch tut.

Israel praktiziert keine Apartheid und das zu behaupten ist schlicht eine antisemitische Verleumdung.

Israel hat die wiederholte Verletzung unseres Landes und die aktuelle Schließung des Sitzes von sechs palästinensischen Menschenrechtsorganisationen, die in palästinensischem Territorium agieren, im Rahmen des palästinensischen und des Völkerrechts, nachdem es sie in der Vergangenheit beschuldigt hatte Terrororganisationen zu sein, während die ganze Welt diese Anschuldigung ablehnte und verurteilt, nachdem bestätigt wurde, dass sie haltlos war.

Die Verbindungen zwischen diesen Gruppen und Terrororganisationen, besonders der PFLP, stehen außer Frage.

(Teil 3: Elder of Ziyon, 25. September 2022)

Seit seiner Gründung hat Israel brutale Verbrechen an unserem Volk begangen, als es während und nach dem Krieg 1948 529 palästinensische Dörfer zerstörte, ihre Einwohner daraus vertrieb und 950.000 Palästinenser, mehr als die Hälfte davon damals Palästinenser, aus ihren Heimen vertrieb, wie die Aufzeichnungen der United Nations Works and Relief Agency (UNRWA) festhalten. Und seit 1948 bis heute mehr als 50 Massaker begingen, die das Leben zehntausender Kinder, Frauen und Alten und unschuldigen Leuten forderten und jeder erinnert sich an das Massaker an den Kindern im Krieg geben den Gazastreifen im letzten Jahr, bei dem 67 Kinder getötet wurden.

Jede einzelne dieser Zahlen ist eine Lüge.

Einige der angeblich in der Datenbank aufgeführten Dörfer hatten 1948 Null Bevölkerung – und Null Gebiet – schafften es aber irgendwie auf magische Weise „Flüchtlings“-Nachkommen zu haben!

Die meisten Historiker (Morris, Khalidi) schätzen weit weniger entvölkerte Dörfer und Gemeinden.

Die meisten palästinensischen Araber wurden 1948 nicht vertrieben, sondern gingen von sich aus, weil sie Angst hatten.

UNRWA behauptet keinen 950.000 Flüchtlinge – sie sagte, es waren 725.000. Und selbst das ist eine Übertreibung.

50 Massaker durch Israel? Nur 15 sind für Wikipedia erwähnenswert, wo jeder alles einstellen kann.

Zehntausende Kinder, Frauen, Alte und unschuldige Palästinenser, die von Israel getötet wurden? Das ist absurd. Können hier Sie selbst nachrechnen.

Selbst die Behauptung von 67 im Gazastreifen 2021 getöteten Kindern ist eine Lüge (die UNO gibt weniger an), aber fast alle wurden getötet, als Israel legitime Kriegsziele beschoss.

Wir akzeptieren nicht, dass wir die einzige Seite bleiben, die sich an die Vereinbarungen hält, die wir 1993 mit Israel unterzeichnet haben, Vereinbarungen, die vor Ort nicht länger existent sind, weil Israel sie ständig verletzt.

Die Palästinenser halten sich nicht einmal an die grundlegendsten Teile des Oslo-Prozesses, angefangen mit den ersten Brief von 1993, den Arafat unterschrieb und in dem er behauptete alle Unterstützung des Terrors zu beenden. Ich habe vor kurzem viele Verstöße der Palästinenser gegen die Oslo-Vereinbarungen aufgeführt. Die palästinensische Liste israelischer Verstöße habe ich nicht gesehen, also kann nicht leicht zeigen, dass das eine wahrscheinliche Lüge ist.

Daher lege ich heute dieser UNO-Organisation, dem Anspruch der internationalen Legitimität in dieser Welt, ein formelles Ersuchen vor die Resolution 181 der Vollversammlung umzusetzen, die 1947 die Grundlage für die Zweistaatenlösung legte, ebenso Resolution 194, die das Rückkehrrecht der Palästina-Flüchtlinge fordert.

Die gesamte arabische Welt lehnte beide Resolutionen einstimmig ab. Israel akzeptierte sie (194 mit  Vorbehalten, welche Flüchtlinge genau zurückkehren konnten). Heute sagt Abbas, er will sie umsetzen, sieben Jahrzehnte später?

Das ist ein Witz.

UNGA 194 forderte kein „Rückkehrrecht“. Sie verwendete diesen Rechte-Sprachgebrauch ausdrücklich nicht. Israel gestattete vielen zurückzukehren und bot vielen weiteren an das zu tun – und das wurde abgelehnt.

Das „Rückkehrrecht“ ist ein Märchen, das dazu dienen soll den jüdischen Staat zu vernichten. Und das ist genau das, was Abbas heute fordert. Ist es nicht seltsam, dass ein angeblicher nationaler Führer fordert, dass sein Volk zu seinem Feind geht, den er als Apartheidstaat betrachtet? Entweder, er weiß, dass die Apartheid-Verleumdung eine Lüge ist, oder ihm ist das Wohlergehen seiner eigenen Leute egal.

Vielleicht muss ich daran erinnern, dass Israels Verpflichtung diese zwei Resolutionen umzusetzen eine Bedingung der Annahme seiner Mitgliedschaft in Ihrer geschätzten internationalen Organisation war.

Das ist nur eine weitere palästinensische Lüge. Es gibt keine Bedingungen stellende Formulierungen in der Resolution, die Israel als UNO-Mitgliedstaat akzeptiert.

Aller Ruhm den rechtschaffenen Märtyrern des palästinensischen Volks, die den Welt der Freiheit und Unabhängigkeit mit ihrem reinen Blut erleuchteten.

Anders als der Rest seiner Rede ist das keine Lüge.

Diese Äußerung und sein folgender Sprachgebrauch, mit dem er Häftlinge ehrte, ist ausdrückliche Unterstützung von Terrorismus und Terroristen.

Und niemand bei der UNO oder in den Medien prangert ihn dafür an.

UNO beschuldigt Angriffe auf den Islam herauszustellen, christenfeindliche Gräueltate zu ignorieren

JM Phelps, American Family Nes, 8. Juni 2022 (Raymond Ibrahim, 23. September 2022)

Dem Islam wird bei den Vereinten Nationen der rote Teppich ausgerollt, während die Christenheit einen Hinterbänkler-Platz zugewiesen bekommt – eine scheinheilige Philosophie, die einen Autor zutiefst beunruhigt, der sich auf den Nahen Osten und die muslimische Religion spezialisiert.

Einer der schlimmsten Terroranschläge auf Muslime fand am 15. März 2019 statt. 51 Menschen wurden niedergemetzelt und 40 verletzt, als Brenton Tarrant zwei Moscheen in Neuseeland betrat und das Feuer eröffnete. Drei Jahre später verabschiedete die UNO-Vollversammlung (UNGA) eine Resolution, um dem Tag Anerkennung zu bringen, indem sie den 15. März 2022 zum „Internationalen Tag zur Bekämpfung der Islamophobie“ proklamierte.

Ein Twitter-Post der Vollversammlung gibt die Ankündigung wieder:

Die UNGA ruft den 15. März zum Internationalen Tag zur Bekämpfung der Islamophobie aus. Die Vollversammlung fordert zur Stärkung der internationalen Bemühungen auf globalen Dialog zur Förderung der Kultur der Toleranz & Frieden zu unterstützen, auf der Grundlage von Menschenrechten und für Diversität von Religion und Glaube.

American Familiy News sprach mit Raymond Ibrahim, der zugibt vom Handeln der Vollversammlung enttäuscht zu sein. Der vielfach publizierte Autor verurteilt den Anschlag scharf, macht aber auch auf die „Scheinheiligkeit“ der UNO aufmerksam.

„Es stellt sich die Frage: Was ist mit der exponentiell schlimmeren Zahl an Vorfällen, bei denen Muslime Christen töten?“, erklärt Ibrahim.

Er weist darauf hin, dass in den vergangenen zehn Jahren fast 1.000 Christen von Muslimen allein in Kirchen getötet wurden. „Und das sagt noch nichts zu all den Christen, die allgemein von muslimischen Terroristen im Namen des Islam getötet wurden“, fügt er hinzu.

Unter Berücksichtigung der Gleichwertigkeit von Moscheen und Kirchen weist Ibrahim darauf hin, dass „für jeden Muslim, der in der Moschee [in Neuseeland] getötet wurde, 20 oder mehr Christen in einer Kirche getötet worden sind“.

Ibrahim wundert sich laut: „Warum redet die UNO nicht darüber? Warum gibt es keinen Tag der ‚Christenphobie“? [Ich kann nur zu dem Schluss kommen], dass sie nicht wollen, dass Leute über das reden, was Christen zustößt. Letztlich besteht ihre Agenda darin die Leute zum Schweigen zu bringen.“

Der wissenschaftliche Mitarbeiter beim Middle East Forum argumentiert, dass die UNO seine Auflistung der Fakten zu den Gräueltaten und ihrer Verbindung zum islam als „islamophobisch“ betrachten würde.

„Es gibt eine entschieden christenfeindliche Haltung in diesen großen Organisatoinen [einschließlich z.B. der UNGA und dem EU-Parlament] … die ziemlich diabolisch ist, nicht rational und vom Bösen getrieben“, argumentiert er. Er führt als Beispiel das Europaparlament an, das vor kurzen dagegen stimmte zu diskutieren, was Christen im Kontext von Nigeria geschieht, als eine junge Frau wegen Blasphemie zu Tode gesteinigt und verbrannt wurde.

„Diese Gruppen behaupten sich um Menschenrechte zu sorgen, um Freiheit und religiöse Toleranz, aber wenn es der am stärksten verfolgten Gruppe zustößt, Christen, dann wollen sie nicht darüber reden“, klagt er. „Würde es ihnen wirklich um Menschenrechte gehen, dann würden sie sich ohne ungeachtet der Religion darum kümmern.“

Im Wesentlichen, sagte er, „verschließen sie vor Angriffen auf die Christenheit die Augen, während sie praktisch diejenigen schützen, die die Christen angreifen.“ Und weil sich das Vielen als politische Agenda manifestiert, kommt er zu dem Schluss, dass es hier auch „ein spirituelle Dimension“ gibt.

(Seit mehr als einem Jahrzehnt hat Ibrahim einen monatlichen Bericht „Muslimische Christenverfolgung“ erstellt, der sich der Aufzeichnung der Übergriffe und Massaker widmet, die Christen überall in der islamischen Welt erleben. Er ist Autor von „Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War Between Islam and the West“.

Lapid hätte es besser wissen müssen: Zwei dicke Fehler in seiner Rede

Sheri Oz, Israel Diaries, 23. September 2022

Abgesehen von zwei Dingen habe ich die Rede von Premierminister Yair Lapid vo der UNO total genossen. Diese zwei Dinge allerdings ließen mich wegen ihrer schieren Dummheit das Gesicht verziehen. Ungeachtet der Teile seiner Rede, die ihn zu einem Stolz machenden Redner für unser Land machen, wird die ganze Welt die fehlerhaften Teile betonen und den Rest vergessen. Das hätte der medienkundige und Unterhaltungszauberer-Premierminister wissen sollen, bevor er seine Reche beendete.

Der erste Fehler, den Lapid in seiner UNO-Rede machte

Leider war Lapids Eröffnungssatz Grund für Bestürzung. Darin zementiert er die Missverständnisse weltweit zu unserem uralten Heimatland. Wie können wir andere Weltführer wegen dieses Fehlers anprangern, wenn unser eigener Premierminister, geschäftsführend oder sonstwas es vom UNO-Podium aus verkündet. Er begann damit:

Im November 1947 trat diese Vollversammlung zusammen und beschloss die Schaffung eines jüdischen Staates.

Der jüdische Staat wurde 1947 nicht „geschaffen“. Er wurde 1947 wieder hergestellt. Jordanien wurde aus dem Nichts geschaffen. Israel wurde wiederhergestellt. Hier ist das, was er hätte sagen sollen: „Im November 1947 trat die Vollversammlung zusammen und beschloss die Neugründung des jüdischen Staates anzuerkennen.“ Beachten Sie den Unterschied in dem was vermittelt wird.

Der wirklich schlechte Teil von Lapids UNO-Rede

Eine Vereinbarung mit den Palästinensern, auf Grundlage von zwei Staaten für zwei Völker, ist das Richtige für Israels Sicherheit, für Israels Wirtschaft und für die Zukunft unserer Kinder.

Trotz all der Hindernisse unterstützt eine große Mehrheit der Israelis die Vision dieser Zweistaatenlösung. Ich bin einer davon.

Erst einmal bezweifle ich, dass eine große Mehrheit der Israelis eine Zweistaatenlösung unterstützt. Ich bezweifle, dass es überhaupt eine Mehrheit gibt. Gäbe es sie, würden Meretz und die Avoda mehr Sitze in der Knesset haben, als es der Fall ist. Oder?

Zweitens gibt es andere mögliche Wege als die Zweistaatenlösung, um den Konflikt zu lösen. Diese hätte er erwähnen sollen. Er hätte etwas in der Art sagen sollen:

„Die große Mehrheit der Israelis unterstützt eine menschliche gerechte Lösung des Konflikts zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und Israel. Diese Lösung ist nicht notwendigerweise die Zweistaatenlösung. Es gibt andere vorgeschlagene Ideen, die ernsthaft in Erwägung gezogen werden müssen und wir laden jeden weltweit ein sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten vertraut zu machen, wenn sie wirklich daran interessiert sind Frieden zu fördern.“

Und tief im Herzen könnte er sich sagen, was viele von uns glauben – statt sich für die antisemitischen Ziele der totalen Vernichtung Israels zu interessieren oder zumindest die Juden auf ihren natürlichen Dhimmi-Status zu kürzen.

Lapid widerholte auch etwas, das jeder für wahr zu halten scheint – dass es zwei lebende Israelis gibt, die von der Hamas im Gazastreifen festgehalten werden. In Wirklichkeit sind es drei: Abera Mengistu, ein Israeli äthiopischer Herkunft, der seit September 2014 in Gaza festgehalten wird, Hischam al-Syed, israelischer Beduine, festgehalten seit April 2015 und Juma Ibrahim Abu Anima, israelischer Beduine, der seit Juli2016 festgehalten wird.

Die Teile von Yair Lapids Rede, die mich stolz machten:

Hier sind ausgewählte Zitate aus seiner Rede, manche gekürzt, damit dieser Artikel nicht zu lang wird:

75 Jahre später [nach 1947] ist Israel eine starke liberale Demokratie. Stolz und blühend. Die Start-up Nation, die Waze und die Eiserne Kuppel erfand, Medikamente für Alzheimer und Parkinson und ein Roboter, der Wirbelsäulenoperationen durchführen kann. Ein Weltführer in Wasser- und Lebensmitteltechnologie, Cyber-Verteidigung und erneuerbaren Energien. Mit 13 Nobelpreisgewinnern für Literatur, Chemie und Frieden.

Wie kam es dazu?

Es geschah, weil wir beschlossen haben kein Opfer zu sein.

Wir entschieden uns unsere Energien in den Aufbau einer Nation zu investieren, in den Aufbau einer glücklichen Gesellschaft, die optimistisch und kreativ ist.

Weiter:

Das Volk des Nahen Ostens, das Volk der gesamten Welt, sollte sich umsehen und sich fragen:

Wem geht es besser?

Denen, die den Weg des Friedens wählten oder denjenigen, die den Weg des Krieges wählten?

Diejenigen, die in ihr Volk und Land investierten oder diejenigen, die sich entschieden in die Zerstörung anderer zu investieren?

Weiter:

Es gibt jedoch zwei große Bedrohungen, die über dem Kopf unseres wunderbaren Lands hängen.

Sie hängen auch über Ihren Köpfen, obwohl Sie versuchen könnten sie zu bestreiten. Die erste ist die atomare Bedrohung. Die Angst, dass Terrorstaaten und Terrororganisationen Atomwaffen in die Hände bekommen. Die zweite Bedrohung ist der Untergang der Wahrheit.

Unsere Demokratien werden langsam von Lügen und Fake News vergiftet. Rücksichtslose Politiker, totalitäre Staaten und radikale Organisationen untergraben unsere Wahrnehmung der Realität.

Letzten Mai wurde das Bild von Malak al-Tanani, einem dreijährigen palästinensischen Mädchen in der ganzen Welt mit der furchtbaren Nachricht veröffentlicht, dass sie mit ihren Eltern bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe getötet wurde.

Es war ein herzzerreißendes Bild, aber Malal Al-Tanani gibt es nicht. Das Foto wurde aus Instagram genommen. Es handelt sich um ein Mädchen aus Russland.

Warum hört ihr Leuten zu, die Milliarden Dollar in die Verzerrung der Wahrheit investiert haben?

Weiter:

Wir werden nicht schweigen, wenn die, die uns Böses wollen, genau diese Bühne benutzen, um Lügen über uns zu verbreiten.

Antisemitismus ist die Bereitschaft das Schlimmste über die Juden zu glauben, keine Frage.

Antisemitismus heißt Israel nach einem anderen Standard zu beurteilen als jedes andere Land.

Dieses Orchester des Hasses wird vom Iran dirigiert.

Ich kann Ihnen tausende weitere Beispiele ähnlicher Fake News zu Israel geben. Die israelfeindliche Bewegung hat diese Lügen seit Jahren verbreitet. In den Medien, an Universitäten und in den sozialen Medien. Die Frage ist nicht, warum sie es tun, sondern warum Sie bereit sind dem zuzuhören.

Weiter:

Es gibt nur einen Mitgliedstaat der UNO, der offen erklärt einen anderen Mitgliedstaat vernichten zu wollen.

Der Iran hat immer wieder erklärt, dass er an der „völligen Vernichtung“ des Staates Israel interessiert ist.

Und dieses Gebäude schweigt.

Wovor haben Sie Angst?

Hat es in der Menschheitsgeschichte jemals eine Zeit gegeben, in der Schweigen Gewalt aufgehalten hat?

Weiter:

Israels wirtschaftliche und militärisch Stärke erlaubt es uns, uns selbst zu schützen, aber es erlaubt uns auch etwas anderes: nach Frieden zu streben…

Weiter:

Sie können uns auffordern gemäß den Werten in der UNO-Charta zu leben, aber Sie können uns nicht auffordern für sie zu sterben.

Und schließlich:

Der Staat Israel ist das einzige Land der Welt, das auf einem Buch gründet. Dem Buch der Bücher. Dem Tanach.

Dieses Buch und die Prinzipien der liberalen Demokratie fordern uns auf unsere Hand in Frieden auszustrecken. Unsere Geschichte verlangt von uns klare Augen und sehr vorsichtig zu sein.

Alles in allem war es eine wunderbare Geschichte, die, wäre sie sorgfältiger formuliert worden, hätte alle Israelis hinter unserem geschäftsführenden Premierminister stehen lassen können.

Spott aus dem gesamten politischen Spektrum für Lapids UNO-Rede

Politiker der Rechten lehnten Gerede von einer Zweistaatenlösung ab, während manche Linke Zweifel äußerten, dass Lapid handeln würde.

Tzvi Joffre, Jerusalem Post, 22. September 2022

Premierminister Yair Lapid spricht bei einer Feier zum Willkommen von US-Präsident Joe Biden in Isreal am Internationalen Flughafen Ben-Gurion in Lod bei Tel Aviv, Israel, 13. Juli 2022
(Foto: AMIR COHEN/REUTERS)

Israelische Politiker aus dem gesamten politischen Spektrum lehnten Premierminister Yair Lapids Rede vor der UNO-Vollversammlung von Donnerstagabend ab; rechte Politiker äußerten Empörung gegenüber seiner Unterstützung der Zweitstaatenlösung und linke Politiker äußerten Zweifel, dass Lapid Wort halten würde.

Shaked: Lapid spricht nur für sich selbst

Kurz bevor Lapid zu reden begann, lehnte Innenministerin Ayalet Shaked lehnte Lapids Kommentare ab und erklärte: „Yair Lapid spricht nur für sich, wenn er einen Palästinenserstaat unterstützt. Das ist nur ein bedeutungsloser Trick zur Wahl. Wir werden der Schaffung eines Palästinenserstaats im Herzen des Landes Israel niemals zustimmen. Ein solcher Staat wäre eine Brutstätte des Extremismus, eine Startrampe für Terror und eine Quelle regionaler Instabilität.

Netanyahu: „Eine Rede voller Schwächen“

In einer vorab aufgezeichneten Botschaft, die veröffentlicht wurde, kurz nachdem Lapid seine Ansprache begann, bezeichnete der ehemalige Premierminister Benjamin Netanyahu die Rede als „eine Rede voller Schwächen, Niederlage und den Kopf hängen zu lassen.“

„Nachdem die von mir geführten rechten Regierung den Palästinenserstaat von der Weltagenda entfernten, nachdem wir vier historische Friedensvereinbarungen mit arabischen Ländern herbeiführten, die das palästinensische Veto umgingen, bringt Lapid die Palästinenser zurück an die Spitze der Weltbühne und versenkt Israel direkt im palästinensischen Loch“, sagte Netanyahu.

Der scheidende Premierminister Naftali Bennett dirigiert seinen Nachfolger Yair Lapid sich auf den Stuhl des Premierministers im Knessetplenum zu setzen. (Foto: OLIVIER FITOUSSI/FLASH90)

„Lapid hat bereits in der Vergangenheit gesagt, dass er bereit ist „90.000 Israelis zu evakuieren, um einen Palästinenserstaat zu gründen“. Jetzt hat er vor ihnen einen Terrorstaat im Herzen des Landes zu geben, einen Staat, der uns alle bedrohen wird“, fügte der ehemalige Premierminister hinzu. „Wir werden nicht zur Oslo-Katastrophe zurückkehren. Lapid gefährdet unsere Zukunft und unsere Existenz sowohl in der Palästinenserfrage als auch beim Thema Iran.“

Golan: „Eine Nebelwand fürs Nichtstun“

Meretz-MK Yair Golan nannte Lapids Äußerungen „eine Nebelwand fürs Nichtstun und Ausflüchte vor Verantwortung“.

„Jeden Tag, an dem wir als Land keine Trennungsinitiative unternehmen, weil irgendjemand irgendetwas tut – isolierte Bauernhöfe, ein illegaler Außenposten, ein Preisschild-Anschlag usw.“, fügte Golan hinzu. „Ein starker Staat muss Entscheidungen treffen. Mutige Führung muss Entscheidungen treffen. Wir werden weder Konfliktmanagement noch Konfliktlösung nicht loswerden.“

Smotrich: „Eine Rückkehr zu den verfluchten Tagen von Oslo“

Der Parteichef der Religiöser Zionismus, Betzalel Smotrich, warnte, Lapids rede sei „eine Rückkehr zu den verfluchten Tagen von Oslo“.

„Das sind hochtrabende und angenehme Worte, die eine schändlicher Kapitulation vor dem Terrorismus und eine Kampagne das Land zu spalten, Gebiete abzugeben und tausende Juden aus ihren Heimen zu vertreiben vertuschen“, sagte Smotrich. „Lapid und Gantz brachten die palästinensische Autonomiebehörde zurück ins Zentrum des Diskurses und auf die internationale Bühne, hauchten den Segeln des palästinensischen Nationalismus Hoffnung ein und die Bürger Israels spüren bereits die Ergebnisse in Form von Terrorwellen und einer gefährlichen Eskalation in Judäa und Samaria.“

MK Aida Touma-Sliman von der Gemeinsamen Liste reagierte mit Sarkasmus auf Lapids Ansprache und twitterte: „Wow Yair, du hast mich überzeugt: Du verdienst einen Oscar!“

Frej: „Lapid sagte das Offensichtliche“

Esawi Frej, der Minister für regionale Kooperation, hieß Lapids Kommentare willkommen und twitterte: „Premierminister Lapid sagte heute von der UNO-Bühne das Offensichtliche, Frieden is das Beste für Israelis und Palästinenser und der Weg das zu erreichen geht über die Zweistaatenlösung. Das ist die Wahrheit, sie zu ignorieren wird es nicht verschwinden lassen.“

Nides: „Eine mutige Rede“

US-Botschafter in Israel Tom Nides hieß die Kommentare ebenfalls willkommen; er twittete: „Mutige Rede von @IsraeliPM @yairlapid in #UNGA zur Unterstützung der Zweistaatenlösung. Friedliche Koexistenz ist der einzige Weg vorwärts. Wie der Präsident hier im Juli anmahnte ‚2 Völker mit tiefen & uralten Wurzeln in diesem Land, Seite an Seite in Frieden & Sicherheit lebend.“

Galon: „Meretz wird an Lapids linker Seite stehen“

Nach der Rede twitterte Meretz-Parteichefin Zehava Galon ein Foto, das eine über WhatsApp an Lapid geschickte Kontaktkarte für PA-Präsident Mahmud Abbas zeigte.

„Eine historische Rede von Premierminister Lapid – endlich steht die Vision von Frieden auf der Agenda. Meretz wird an Lapids linker Seite stehen, um ihn von einer Vision in die Wirklichkeit zu bringen, um dem Kreislauf des Blutvergießens ein Ende zu setzen, um die Kontrolle über Millionen Palästinenser zu beenden und die Jahre des Schmerzes und Trauerfällen auf beiden Seiten zu beenden“, twitterte Galon.

Nachman Shai, Minister für Diaspora-Angelegenheiten, hieß Lapids Rede willkommen: „Lapid hatte bei der UNO eine ausgezeichnete Rede. Er übernahm zurecht die Zweistaaten-Vision, es gibt für den Staat Israel keine Zukunft als demokratischer jüdischer Staat ohne Trennung von dne pohne Trennung von den Palästinensern. Bei den nächsten Wahlen wird die Harvoda-Partei da sein und den Weg Rabins realisieren.“

Michaeli: „Rede war wichtig, strategisch und zionistisch“

Avoda-Leiter Merav Michaeli nannte Lapids Rede „zionistisch, wichtig und strategisch für den Staat“.

Der Leiter des Siedlungsblocks: „Die Nation Israel wird nicht aus Judäa und Samaria verjagt werden.“

Der Leiter des Guch Etzion-Blocks und neue Führer des Rats von Judäa uns Samaria Schlomo Ne’eman hatte harsche Worte für Lapid: „Die Unterstützung, die der vorübergehende Premierminister dem Terrorismus gab, wird uns ruinieren“, schrieb er. „Die Nation Israel wird nicht aus Judäa und Samaria verjagt werden. Wir werden weiter im Land unserer Vorväter bauen.

Das Vorurteil, das niemals stirbt

Bruce Bawer, FrontPage Mag, 13. September 2022

Als erfolgreiche Journalistin, Medienkommentatorin, Dokumentarfilm-Produzentin, ehemaliges Mitglied des italienischen Parlaments und in der italienischen jüdischen Gemeinschaft verehrte Persönlichkeit („Sie ist unsere fiamma – unsere Flamme!“, sagte mir ein italienischer Jude vor Jahren), zog Fiamma Nirenstein vor neun Jahren nach Israel, wo sie derzeit als Senior Fellow am Jerusalem Center for Public Affairs tätig ist. Sie hat auch mehrere Bücher geschrieben, deren jüngstes, Jewish Lives Matter: Diritti Umani E Antisemitismo (Jüdisches Leben zählt: Menschenrechte und Antisemitismus), jetzt ins Englische übersetzt worden ist. Selbst wenn Ihnen nicht gesagt werden muss, dass Antisemitismus böse ist und selbst wenn Sie eine Reihe Arbeiten zum Thema gelesen haben, lägen Sie falsch, wenn sie darauf verzichten: Nirenstein ist eine brillante, unglaublich informierte Studierende des Judenhasses und ihr neues Buch – aus dem Italienischen hervorragend von Amy Rosenthal übersetzt – ist eine elegante, leidenschaftliche und energiegeladene Destillation ihres Wissens und ihrer Weisheit; es bietet mehr als ein paar Einblicke, die zumindest für mich frisch und wertvoll sind.

Zum Beispiel hält Nirenstein versiert fest, dass die Art linker Professoren, die reflexiv Mitgefühl für Leute wie die Maori in Neuseeland, Australiens Aborigines, Kanadas First Nations und die Native Americans in den USA bekunden – die routinemäßig die weißen Einwohner dieser Länder daran erinnern, sie lebten auf gestohlenem Land und die jeden Vortrag einer akademischen Konferenz damit beginnen die fragliche Veranstaltung finde auf Land statt, das einst von den Irokesen oder Aranda oder Tutchone bewohnt war – genau dieselben Leute sind, die Israel am stärksten hassen, obwohl man denken sollte, wenn sie Beständigkeit schätzten, dann würden sie die Rückgabe des alten Königreichs von Israel und Juda 1947 – das in den dazwischen liegenden Jahrhunderten nacheinander von (unter anderem) den Persern, Griechen, Römern, Arabern, Kreuzrittern und Türken erobert wurden – an die Nachkommen der ursprünglichen Einwohner bejubeln. Nirenstein drückt es so aus: Welche Stammesgruppe könnte ein archetypischeres Beispiel eines „eingeborenen Volks, das nach Hause zurückkehrt“ sein als die Juden?

Es gibt weitere Ironie. Zu den führenden Antrieben des Antisemitismus auf dem Planeten gehören Institutionen, die für den ausdrücklichen Zweck gegründet wurden ihn zu bekämpfen. Nirenstein konzentriert sich insbesondere auf die Europäischen Union – die, so stellt sie fest, jahrein, jahraus palästinensische Schulbücher finanziert, die mit Antisemitismus vollgestopft sind – und auf den UNO-Menschenrechtsrat, der „rund die Hälfte seiner Resolutionen für den gesamten Globus der Verurteilung Israels gewidmet hat“ und dessen Untersuchungskommission für die Besetzten Palästinensergebiete gegründet wurde, um Israel zu beobachten, weil es „ein krimineller Staat“ ist, der eine „dauerhafte Gefahr für die Palästinenser“ darstellt. Dann gibt es NGOS wie Amnesty International und Human Rights Watch, deren Berichte durchweg Israels Vergehen übertreiben, während sie palästinensische Gräueltaten in der Versenkung verschwinden lassen. Den vielen andren Menschenrechtsgruppen, die sich nicht nur entschieden Israel für Kritik herauszugreifen, sondern auch über sein Handeln zu lügen, könnte man natürlich ein ganzes Buch schreiben. Der Leiterin des deutschen Anne-Frank-Zentrums z.B. ist berechtigterweise vorgeworfen worden Juden für Antisemitismus verantwortlich zu machen und Oslos Zentrum für Holocaust-Studien und religiöse Minderheiten, 2001 mit Regierungsgeldern als Teil der offiziellen Entschädigung der norwegischen Juden gegründet, denen im Zweiten Weltkrieg Eigentum entzogen wurde, verbreitet heute aktiv antisemitische und pro-islamische Propaganda.

Seit Menschengedenken wurden europäische Juden unterdrückt, tyrannisiert und schießlich in Todeslager geschickt, wo rund sechs Millionen von ihnen krepierten, aus dem einzigen Grund, dass sie von ihren Peinigern als Mitglieder einer minderwertigen Rasse oder einer noch niedrigeren Spezies wahrgenommen wurden. Heute jedoch, wo progressive Ideologie Kaukasier dämonisiert und westliche Zivilisation als von etwas namens „white supremacism“ (weiße Vorherrschaft) verdorben ansieht, sind Juden als weiß oder gar als „superweiß“ umkategorisiert worden und Israel wird als führender weiß-imperialistische Unterdrückung hingestellt – als Pfeil , der gegen das Herz der nichtweißen Welt gerichtet ist, mit Europa und Nordamerika auf Rang zwei und drei dahinter. Gemäß derselben Unlogik sind Palästinenser „mit Schwarzen als unterdrückter Minderheit identifiziert“ worden, so dass Amerikaner, die nichts über die Geschichte der Juden und der Palästinenser wissen, ihren Konflikt aus der völlig anderen Geschichte der Weißen und Schwarzen in den USA heraus erschließen. Es muss gar nicht erst gesagt werden, dass die Vorstellung von Juden als „superweiß“ die Juden erstaunt hätte, die von Hitlers radikalen Gesetzen zu Opfern gemacht wurden und, wie Nirenstein betont, die vielen Juden von heute mit Sicherheit verblüffen würde, die aus Gegenden wie Äthiopien und dem Jemen kommen. Genauso scheinen die Linken, die Juden schmähen und die „Palästinenser“ verehren, nicht zu erkennen, dass die Juden selbst die ursprünglichen Palästinenser waren, weil ihnen der Name vor zwei Jahrtausenden von den Römern gegeben wurde und dass die Bezeichnung „nichts mit den Arabern zu tun hat, die sich heute Palästinenser nennen“.

Alles verändert sich, aber der Antisemitismus bleibt bestehen. Er verändert seine Form, wandelt sich ständig, um zur Zeit zu passen. Nach George Floyds Tod schuf jemand ein Wandbild von Floyd „Keffiyeh tragend vor der Palästinenser-Flagge“ – womit der angebliche systematische Missbrauch der Araber durch Israel mit dem angeblichen systematischen Missbrauch schwarzer Amerikaner durch weiße Polizisten gleichgestellt wird. Die heute weitverbreitete Ansicht, Israel sei ein Apartheidstaat – eine Beleidigung der Schwarzen, die unter tatsächlicher Apartheid in Südafrika litten- wird von der Tatsache widerlegt, dass Muslime in Israel mehr Rechte genießen als in vielen europäischen Ländern (ganz zu schweigen von ihren Rechten im Großteil der islamischen Welt). Und die Behauptung, Israel habe Jahrzehnte lang einen naziartigen Völkermord an den palästinensischen Araber begangen, ist schlicht haarsträubend angesichts der Tatsache, dass „eine palästinensische Bevölkerung von 700.000 im Jahr 1948 auf heute 6 Millionen angewachsen ist“. Nirenstein erinnert uns an die Erklärung von Martin Luther King Jr. im Jahr 1967, dass „Antizionismus inhärent antisemitisch ist und es immer sein wird“.

Außerdem führt sie als Hinweis auf die Tiefe der Absurdität, in die Antisemitismus absinken kann, eine Verurteilung Israels an, die letztes Jahr von niemand anderem als Kim Jong-un ausgegeben wurde, weil „aus dem Gazastreifen ein riesiges menschliches Schlachthaus und Ort der Massakrierung von Menschen gemacht wird“.

Nirenstein macht einen starken Job, indem sie den Unterschied zwischen Israel und seinen arabischen Feinden hervorhebt. Auf der einen Seite befindet sich eine Terrororganisation, die Hamas, die „palästinensische Kinder vorsätzlich in Gefahr bringt“, weil sie sie als menschliche Schutzschilde benutzt; auf der anderen befinden sich die israelischen Verteidigungskräfte, die sich größte Mühe geben diesen Kindern keinen Schaden zuzufügen. Wir reden über einen Konflikt zwischen „Stammes“-Kriegern, die Frauen unterdrücken, Schwule ermorden und Ungläubige hassen und einer technologisch fortschrittlichen Demokratie, die aktiv „die Gleichberechtigung der Geschlechter, Religionen und ethnischen Gruppen“ fördert. Die Palästinenser begehen die brutalsten Verbrechen gegenüber Israel, nur damit „ihre Lieben in israelischen Krankenhäusern behandelt werden“ – sie wissen, dass sich dort ausgezeichnet um sie gekümmert wird. Israel opfert, „wie ein Kind, das geliebt werden will“, seine eigenen Interessen aufgrund eines „Übermaßes an Leidenschaft für Frieden“, obwohl die Palästinenser die vorteilhaftesten Friedensvorschläge abgelehnt haben, weil ihr wahres Ziel nicht Frieden ist, sondern die Vernichtung Israels. Israel gab dem Gazastreifen „produktive Infrastrukturen, darunter die schönen Treibhäuser, in denen Erdbeeren, Kirschtomaten und Nelken gezogen wurden“, aber als die Hamas übernahm, zerstörte sie alles, was die Tatsache unterstreicht, dass diese Leute keine produktive Wirtschaft und eine erfolgreiche Gesellschaft wollen – sie wollen Waffen, Munition und tote Juden. Und trotzdem betrachtet die internationale Linke die Palästinenser durch rosige Brillen. Warum? Weil, so schreibt Nirenstein, „sie heilig sind, ein idealisiertes Volk statt einer Wirklichkeit, eine Art Unwertigkeit Israels und daher der Juden“. Genau.

Es ist ein kurzes Buch – nur etwas mehr als 100 Seiten lang. Aber Thomas Paine’s Common Sense hatte nur 47 Seiten und löste eine Revolution aus. Wie Paines Buch ist Nirensteins ein intensiver, drängender Aufschrei, das Produkt einer erbitterten und furchtlosen Intelligenz, die originelle Einblicke zusammen mit Punkte bringt, die nicht neu sein müssen, aber vielleicht noch nie so gut formuliert wurden. Gibt es noch etwas, das über Antisemitismus gesagt werden muss? Ja, gibt es – und es steht alles in diesem Buch, das man in die Hände aller legen sollte, von denen man weiß, dass sie ignorant die antisemitische Linie der Linken nachplappern. Wenn Nirenstein sie nicht aufklärt, bezweifle ich, dass irgendjemand das jemals schaffen wird.