Die Fantasiewelt der UNO

Michael Curtis, American Thinker, 5. Mai 2022

Die UNO ist, wie Wolodymyr Selenskj am 5. April 2022 dem UNO-Sicherheitsrat sagte, zu einem Schauplatz von „Plaudereien“ geworden, nicht einem von Taten, um die Aggression Russlands zu stoppen, eines Landes, das „das Recht zum Veto in ein Recht zum Sterben verwandelt hat“. Man kann die Frage aufwerfen, ob sie zu einem Negativfaktor bei der Suche nach internationaler Gerechtigkeit und Frieden geworden ist. Die Parteilichkeit der UNO hat sich in der Vergangenheit in unverhältnismäßigem Verhalten gezeigt. Die UNO-Vollversammlung veranstaltete eine Schweigeminute zu Ehren des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-il. Sie lehnte es ab Vaclav Havel zu ehren, den Freiheitskämpfer, der 2011 einen Tag nach Kim starb. Die UNO ist bekannter für ihre fehlende Effektivität bei der Verhinderung von Konflikten und dafür Schauplatz zum Ausdruck von Antisemitismus und Appeasement zu sein, als für die Verteidigung internationaler Gerechtigkeit.

Die UNO-Vollversammlung [UNGA] hat Russland zweimal mit nicht bindenden Resolutionen wegen der Aggression in der Ukraine verurteilt und Russlands Mitgliedschaft im UNO-Menschenrechtsrat ist ausgesetzt worden. Aber es ist bedeutsam, dass nur 93 Mitglieder der UNGA für die Verurteilung Russlands stimmten. Die Realität sieht so aus, dass eine Mehrheit der Mitglieder der UNO nicht für die Verurteilung stimmte.

Generalsekretär Antonio Guterres aus Portugal ist offensichtlich wohlmeinend und von dem horrenden Szenario und Bildern toter Zivilisten auf den Straßen von Butscha, das er am 28. April 2022 besuchte, emotional verstört. Er bezeichnete die russische Aggression als „im 21. Jahrhundert absurd. Der Krieg ist übel. Es gibt im 21. Jahrhundert keine Möglichkeit, dass ein Krieg akzeptabel ist.“

Guterres unterstützte Aufrufe des Internationalen Strafgerichtshofs und „appellierte an die Russische Föderation… mit dem IStGH zu kooperieren“. Ähnlich erklärte Michelle Bachelet, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, sie sei von den Bildern aus Butscha entsetzt, kommentierte aber lediglich, dass die „Berichte aus der Ukraine ernste und verstörende Fragen zu möglichen Kriegsverbrechen sowie schweren Brüchen des humanitären Völkerrechts sowie schwere Verletzungen der internationalen Menschenrechtsnormen aufwerfen“.

Der Ankläger beim IStGH, Karim Khan, der im Februar 2021 gekürt wurde, sagte am 27. März 2022 vor der UNO in New York, dass er weder Russland noch die Ukraine bevorzugen würde. Auf der Suche nach der Wahrheit „steht das Gesetz über uns und wenn die Gesetze nicht über uns stehen, dann befindet sich unter uns nichts als der Abgrund“. In einer Erklärung, die eher von Groucho Marx hätte kommen können, sagte Ankläger Khan, es gebe „plausible Gründe“ zu glauben, dass in der Ukraine Verbrechen begangen wurden und die Konzentration liege auf „mutmaßlichen“ Verbrechen, die in der Ukraine begangen wurden. Die UNO ist ineffektiv und hilflos, missachtete die Mahnung Selenskis am 6. April 2022 beim UNO-Sicherheitsrat: „Sie müssen sofort handeln.“

Im Gegensatz dazu erklärte die britische Außenministerin Liz Truss in einer Rede vom 27. April 2022, dass der Krieg in der Ukraine „unser Krieg ist, er ist jedermanns Krieg, weil ein Sieg der Ukraine für uns alle strategisch zwingend ist. Wir werden weiter und schneller daran arbeiten Russland aus der gesamten Ukraine hinauszudrängen.“

Die russische Antwort auf Truss lautete, dass Großbritannien sich aus Europa fernhalten und „seinen Porridge essen und aufhören sollte Russland Fish and Chips zu stehlen“. Noch verkommener ist das Kommuniqué von Außenminister Sergej Lawrow, dass Selenski ein Nazi sei, obwohl er Jude ist und dass Hitler jüdisches Blut hatte. Noch herausfordernder ist die russische Ankündigung, dass strategische Stabilität erst nach Beendigung der „Sonderaktion“ in der Ukraine möglich ist.

Die freie Welt hat hingegen erkannt, dass die „Sonderaktion“ gegen die Ukraine Teil des Kampfs zwischen dem Westen und Russland ist. Der Kampf ist aus einer Vielzahl von Gründen unsicherer. Erstens gibt es im Westen und sogar global Abhängigkeit von russischer Energie. Die EU hat Russland mehr als 35 Milliarden Euro gezahlt, seit die „Sonderaktion“ begann. Deutschland ist immer noch nicht bereit russisches Gas zu verbieten, könnte aber russisches Öl verbieten. Ungarn unter Viktor Orbán, der sich gegen Wirtschaftssanktionen gegen Russland aussprach, wird russisches Öl und Gas nicht auf den Index setzen.

Zweitens besteht für die UNO das Problem die wahre Beziehung zwischen Russland und China zu verstehen. Beim Treffen von Putin und Xi Jinping am 4. Februar 2022 erklärte diese Achse der Autokratie, die beiden Länder wären von „zunehmend enger Partnerschaft“ aneinander gebunden. Die Länder riefen die NATO auf, ihre „ideologisierten Ansätze des Kalten Krieges“ aufzugeben und dass alle die Souveränität, Sicherheit und Interessen anderer Länder respektieren. Obwohl die Ukraine in keiner gemeinsamen Erklärung erwähnt wurde, versprachen die Länder der Einmischung von äußeren Kräften in die internen Angelegenheiten souveräner Staaten entgegenzutreten.

Länder haben es aus verschiedenen Gründen abgelehnt Russland zu verurteilen. Indien erhält den größten Teil seiner Waffen aus Russland und könnte Russland nach Konflikten mit China als Schutzmacht gegen Vormärsche Chinas im Himalaya benötigen. Mehrheitlich muslimische Länder haben den Westen, besonders die USA, wegen Scheinheiligkeit und zweierlei Maß kritisiert, weil sie 2003 in den Irak einmarschierten, den Bürgerkrieg im Jemen verlängerten und die königliche saudische Luftwaffe bewaffnet zu haben, die Luftangriffe im Jemen durchführt. Afrikanische Länder haben von Lieferungen russischer Waffen profitiert, was sie nicht als Form von Neokolonialismus verstehen.

Im Nahen Osten hat Syrien Russland unterstützt, das weitgehend für das Überleben von Präsident Baschar al-Assad verantwortlich ist. Überraschenderweise haben Saudi-Arabien und die VAE, obwohl vermeintlich Freunde des Westens, sich nicht gegen die russische Aggression gestellt und sind in ihrer Kritik relativ milde. Der Herrscher der VAE, Kronprinz Mohammed bin Zayed, ist mit Putin befreundet..

Die russische Aggression bot der UNO eine Gelegenheit weltweiten Konsens zu generieren. Aber das ist ineffektiv gewesen. Stattdessen hat die Aggression Argumente zur Reform wiederbelebt, sogar für die Abschaffung der UNO, angefangen mit der Beseitigung der Vetomacht, die ein Werkzeug russischer Diplomatie und der Mitgliedschaft im Sicherheitsrat gewesen ist.

Selenski sagte der UNO, sie sei ein vollkommender Versager. Wenn sie nicht für das Ende der russischen Aggression sorgen könne, sollte sie sich auflösen. Das würde die Clowns in der UNO aufhören lassen zu lachen.

Was der Westen unbedingt finanzieren will

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Jerusalem hat auf twitter ein Video geteilt, das zeigt, was Kinder in den von der UNRWA betriebenen Schulen über Juden und Israel denken, weil sie dort eine Gehirnwäsche erhalten. DAS HAT NICHTS MIT DEM AUFTRAG DER UNO/UNRWA ZU TUN.

Wir müssen Krieg führen, um zu beweisen, dass wir stärker sind als die Juden.
Die Leute Palästina und sie sind bereit für Palästina zu sterben. Ich will gegen sie [die Juden] kämpfen und sie im Krieg besiegen.
In der Schule bringen sie uns bei, dass die Al-Aqsa und ganz Palästina uns gehören.
Die Juden lügen und sagen, dass ihr Tempel sich unter der Al-Aqsa befindet. Der war nie dort.
Ich hasse die Juden.
Ja, sie lehren uns, dass die Zionisten unser Feind sind und wir sie bekämpfen müssen.
Sie lehren uns, dass die Juden Terroristen sind.
In der Schule lehren sie uns von den Juden. Sie lehren uns, dass das schlimme Leute sind. Sie töteten unsere jungen Leute.
Sie lehren uns in der Schule, dass die Juden launenhaft, schlechte Leute sind.
Ich bin bereit auf einen Juden einzustechen und sie [mit einem Auto] zu überfahren.
Ich will kämpfen. Ich will ein Auto in sie [die Juden] rammen.
Wir müssen sie ständig abstechen, sie überfahren und auf sie [die Juden] schießen.
Juden niederzustechen und zu überfahren bringt dem palästinensischen Volk Würde. Ich werde sie überfahren und mit Messern stechen.
In diesem Moment bin ich bereit ein Selbstmordbomber zu sein.
Mit Allahs Hilfe werde ich für ISIS kämpfen, den Islamischen Staat.

Ich kann diese Kinder und Jugendlichen und das, was sie von sich geben, nur mit der Gehirnwäsche vergleichen, die Kinder und Jugendliche in der Hitlerjugend erhalten haben.

Aber die „Progressiven“ behaupten, die Israelis seien die Nazis!

Im Westen gibt es jede Menge Länder, die das fraglos über ihre UNRWA-Spenden weitergehen lassen wollen.

„Islamophobie“ ist so alt wie der Islam selbst

Raymond Ibrahim, 31. März 2022

Die Vereinten Nationen benannten gerade den 15. März – auch eher unheilvoll als Iden des März bekannt – zum „Internationalen Tag der Bekämpfung der Islamophobie“. Damit haben sie die Idee akzeptiert und wollen sie mit einer Vollmacht versehen, dass jegliche Angst (wörtlich: Phobie), die Nichtmuslime vor dem Islam haben, unbegründet und irrational ist und daher „bekämpft“ werden muss.

In der Wirklichkeit ist Abscheu vor dem Islam nicht neu oder etwas, das „einfach passiert“; genauso wenig ist er ein Nebenprodukt zeitlicher Umstände (sagen wir, Feindseligkeit gegenüber Muslimen wegen der Terroranschläge vom 9/11 usw.). Stattdessen ist er etwas, das alle rationalen Nichtmuslime schon seit Gründung des Islam im siebten Jahrhundert gefühlt haben

Leute im Westen zum Beispiel, darunter viele ihrer Berühmtheiten, haben den Islam immer als eine feindliche und gewalttätige Macht dargestellt – oft mit Begriffen, die die heutigen „Islamophoben“ erröten lassen würde. Und der Grund dafür war nicht, dass Europäer „den anderen umdichten“ wollten, um „ihre imperialen Bestrebungen zu bestätigen“ (so die unausgeschlafenen Terminologie eines Edward Said, die den Umgang der westlich-muslimischen Interaktionen durch die akademische Welt lange beherrscht hat). Es war eher so, weil der Islam den „Ungläubigen“, den Nichtmuslim, immer auf dieselbe Weise behandelte, wie der Islamische Staat mit dem Ungläubigen umgeht: grausam.

Laut muslimischer Geschichte lud Mohammed im Jahr 628 n.Chr. den römischen (oder „byzantinischen“) Kaiser Heraclius – den symbolischen Kopf „des Westens“, damals als „Christentum“ bekannt – ein, sich dem Islam zu unterwerfen; als der Kaiser ablehnte, wurde ein aggressiver Jihad gegen die westliche Welt entfesselt. Weniger als 100 Jahre später hatte der Islam mehr als zwei Drittel der Christenheit erobert und stieß bei Überfällen tief nach Frankreich vor. Während diesen weitreichenden Eroberungen in heutigen Schulbüchern, wenn überhaupt, oft ein bereinigender Satz zugeteilt wird, machten die Chronisten damals deutlich, dass dies verheerende Ereignisse waren, die einen traumatischen Einfluss hatten und oft keine geringe Rolle bei der Herausbildung von Europa spielten, heißt: den nicht eroberten Teil und letzte Bastion der Christenheit.

Es war aber nicht nur, was sie persönlich durch die Hand der Muslime erlebten, das diese uralte „Phobie“ gegenüber dem Islam entwickelte. Schon im achten Jahrhundert wurden die heiligen Schriften und Geschichte des Islam – der Koran, die Hadithe, Sira- und Maghazi-Literatur – den christlichen Gemeinschaften verfügbar, die in direkter Nachbarschaft oder sogar unter der Obrigkeit des Kalifats lebten. Einzig auf Grundlage dieser Primärquellen des Islam kamen Christen zu dem Schluss, dass Mohammed ein (möglicherweise von Dämonen besessener) falscher Prophet war, der sehr offensichtlich ein Glaubensbekenntnis ausgebrütet hatte, um die übelsten Verdorbenheiten der Menschen zu rechtfertigen – um Macht, Plünderungen, Grausamkeit und Fleischeslust willen (für umfangreiche Dokumentation s. Sword and Scimitar, insbesondere Kapitel 2).

Diese Ansicht herrschte überall in Europa weit über ein Jahrtausend vor; und sie wurde von der Tatsache ergänzt, dass Muslime immer noch, mehr als ein Jahrtausend nachdem Mohammed in christliche Gebiete einfiel, sie plünderte und ihre Frauen und Kinder verschleppte. Der erste Zusammenstoß der USA mit dem Islam – ihr allererster Krieg als Nation, kurz nach der Unabhängigkeit – kam wegen muslimischer Überfälle auf amerikanische Schiffe, um im Namen Allahs Beute und Sklaven zu machen.

Es folgt eine winzige Auswahl von dem, wie Europäer die Jahrhunderte hindurch über den Islam dachten:

Theophanes, wichtiger oströmischer („byzantinischer“) Chronist (gest. 818):

Er [Mohammed] lehrte diejenigen, die ihm ihr Ohr gaben, dass der, der den Feind erschlägt – oder von einem Feind erschlagen wird – ins Paradies eingeht [s. Sure 9,111]. Und er sagte, das Paradies sei sinnlich und wollüstig – Orgien mit Essen, Trinken und Frauen. Es gebe auch einen Strom aus Wein – und die Frauen seien von einer anderen Art [Huris] und die Dauer des Sex sei enorm verlängert und sein Vergnügen würde lange anhaltend [Sure 56,7-40; 78,31; 55,70-77]. Und aller mögliche weitere Unsinn.

Thomas von Aquin, einer der einflussreichsten Philosophen und Scholastiker (gest. 1274):

Er [Mohammed] verführte die Menschen mit Versprechungen geschlechtlichen Genusses, zu dem das Fleisch uns drängt .. und der gab sinnlichen Genüssen die Zügel frei. In all dem wurde ihm, nicht unerwartet, von fleischlichen Männern gehorcht. Als Beweise für die Wahrheit seiner Doktrin … sagte Mohammed, er sei in der Macht seiner Waffen gesandt – die Zeichen sind, an denen es nicht einmal Räubern und Tyrannen mangelt [d.h. seine „Beweise“, dass Gott auf seiner Seite stand, besteht darin, dass er in der Lage war andere zu erobern und zu plündern]… Mohammed zwang andere mit der Waffengewalt seine Anhänger zu werden.

Marco Polo, weltberühmter Reisender (gest. 1324):

Gemäß ihrer [der Muslime] Doktrin ist, was immer von Andersgläubigen gestohlen oder geplündert wird, in der richtigen Art und Weise genommen und der Diebstahl ist kein Verbrechen; indes werden diejenigen, die Tod oder Verwundung durch die Hand von Christen erleiden, als Märtyrer betrachtet. Wenn es ihnen daher nicht durch die sie regierenden [mongolischen] Machthaber verboten oder sie zurückgehalten würden, würden sie viele Freveltaten verüben. Diese Prinzipien sind allen Sarazenen gemein.

Als der mongolische Khan später die verkommene Kriminalität des Achmath (oder Ahmed) entdeckter, eines seiner muslimischen Statthalter, schreibt Polo über den Kahn: Seine

Aufmerksamkeit [ging] zu den Doktrinen der Sekte der Sarazenen [d.h. des Islam], die jedes Verbrechen, fürwahr sogar selbst Mord, rechtfertigen, wird er an einem, der nicht ihrer Religion angehört, begangen. Und als er sah, dass diese Doktrin den verfluchten Achmath und seine Söhne dazu gebracht hatte so zu handeln, wie sie es ohne jedes Schuldgefühl taten, wurde der Kahn dazu gebracht den größten Ekel und Abscheu deswegen zu hegen. Also ziterte er die Sarazenen herbei und verbot ihnen viele Dinge, an denen ihre Religion Gefallen fand.

Alexis de Tocquiville, französischer politischer Denker und Philosoph, am meisten bekannt für Demokratie in Amerika (gest. 1859):

Ich habe den Koran sehr viel studiert. Ich verließ diese Studien mit der Überzeugung, dass es in der Welt im Großen und Ganzen wenige Religionen gegeben hat, die für die Menschen so tödlich sind, wie die Mohammeds. Soweit ich es sehen kann, handelt es sich um die Hauptursache der Dekadenz, die heute in der muslimischen Welt so sichtbar ist und obwohl weniger absurd als die Polytheisten von früher, sind ihre gesellschaftlichen und politischen Neigungen meiner Meinung nach mehr zu fürchten und ich betrachte sie daher als Form der Dekadenz statt als Form von Fortschritt gegenüber dem Heidentum.

Theodore („Teddy“) Roosevelt, 26. Präsident der USA und fähiger Student der Geschichte (gest. 1919):

Die Christenheit wurde in Europa einzig deshalb gerettet, weil die Völker Europas kämpften. Wenn die Völker Europas im 7. und 8. Jahrhundert und weiter bis ins 17. Jahrhundert hinein keine militärische Gleichwertigkeit mit und eine allmählich zunehmende Überlegenheit über die Mohammedaner hätten vorweisen können, die nach Europa einmarschierten, wäre Europa heute mohammedanisch und die christliche Religion wäre ausgerottet worden. Wo immer die Mohammedaner die vollständige Herrschaft hatten, wo immer Christen nicht in der Lage gewesen sind ihnen mit dem Schwert Widerstand zu leisten, ist das Christentum letztlich verschwunden.

Winston Churchill, ein Führer der alliierten Kriegsanstrengungen gegen Hitler während des Zweiten Weltkriegs (gest.1965):

Wie furchtbar sind die Flüche, die der Mohammedanismus [Islam] seien Verehrern auferlegt! Neben der fanatischen Raserei, die bei einem Mann so gefährlich ist wie Tollwut bei einem Hund, gibt es diese furchtbare, fatalistische Apathie. Die Auswirkungen sind in vielen Ländern offensichtlich. Es gibt unbedachte Angewohnheiten, schlampige Agrarsysteme, schwerfällige Handelsmethoden und Eigentumsunsicherheit, wo immer die Anhänger des Propheten herrschen oder leben. Eine herabgesetzte Sinnlichkeit entzieht diesem Leben seinen Anstand und seine Verfeinerung, dann seiner Würde und Heiligkeit. Die Tatsache, dass im mohammedanischen Recht jede Frau einem Mann als absolutes Eigentum gehören muss, entweder als Kind, als Ehefrau oder als Konkubine, muss die endgültige Ausrottung der Sklaverei aufschieben, bis der Glaube des Islam aufgehört hat bei den Menschen eine große Macht zu sein.

Damit es nicht so scheint, als seien diese und andere  historische Vorwürfe gegenüber dem Islam lediglich Nebenprodukte christlicher/westlicher Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz gegenüber „dem anderen“, sollte festgehalten werden, dass viele der westlichen Kritiker des Islam regelmäßig andere nicht westlichen Zivilisationen sowie denen, die heute „moderate Muslime“ genannt werden, lobten, die einen „Hass auf Betrug oder auf das Wegnehmen der Güter anderer Menschen“ besitzen. Und trotz dieser Kritik an der „Sekte der Sarazenen“, d.h. dem Islam, erwähnte er einen muslimischen Führer als „mit Gerechtigkeit“ regierend und einen weiteren, der „sich als sehr guter Herr zeigte und dafür sorgte von jedermann geliebt zu werden“.

Churchill fasste die Sache wie folgt zusammen: „Individuelle Moslems mögen großartige Qualitäten zeigen – aber der Einfluss der Religion paralysiert die soziale Entwicklung derer, die ihr folgen. Es gibt in der Welt keine rückschrittlichere Kraft.“

Die UNO kann sagen, was immer sie will; sie kann behaupten, der Islam sei anders als jede andere große Religion oder aus sonst irgendeinem merkwürdigen Grund immer und fortwährend „missverstanden“. Aber die Angst und die Abneigung gegenüber dem Islam ist bei Nichtmuslimen fast 1.400 Jahre lang der Hauptstandpunkt gewesen – von dem Tag an, als Mohammed begann Nichtmuslime („Ungläubige“) im Namen seines Gottes zu überfallen, auszuplündern, zu massakrieren und zu versklaven. Und weil seine Anhänger, die Muslime, weiterhin „Ungläubige“ überfallen, plündern, massakrieren und versklaven besteht diese Angst und Ablehnung des Islam – was „Islamophobie“ genannt wird – bis heute.

Statt dieses Thema offen anzusprechen und zu verbessern, strebt die UNO, wie alle anderen Mächte, die davon profitieren die Geschichte, wenn nicht gar die Realität selbst, umzuschreiben, nur danach die Wahrheit zu unterdrücken und zum Schweigen zu bringen – einschließlich der Dämonisierung des Opfers, des sogenannten „Islamophoben“.

Islamisches Privileg

First One Through, 24. März 2022

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres sprach am 22. März 2022 vor der Organisation der Islamischen Kooperation (OIC). Er häufte Lob auf eine Organisation, die exakt die Werte und Taten verhöhnt, die er wertschätzt.

Guterres begann mit:

„Die Vereinten Nationen und die OIC genießen eine enge, Jahrzehnte bestehende Beziehung; diese wurzelt in Vertrauen und dem geteilten Glauben an die Werte multilateraler Kooperation, Dialog und Solidarität gründet. Überall in Asien, dem Nahen Osten, Afrika und darüber hinaus haben unsere zwei Organisationen zusammengearbeitet, um eine Kultur des Friedens, der Toleranz und Verständnis zu fördern.

In den vergangenen Jahren haben wir unsere Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen gegenseitiger Anliegen – einschließlich der Schlichtung, Terrorbekämpfung, der Verhinderung von Extremismus, Bekämpfung von antimuslimischem Hass und der Förderung religiöser Toleranz vertieft. Heute ist die Notwendigkeit sich zu verbünden, gemeinsame Strategien zu entwickeln und unsere vergleichbaren Vorteile zu ziehen, dringender als je zuvor.“

Die UNO und die OIC schienen fast an der Hüfte verwachsen zu sein. Die Nutzung der Schlagwörter „eng“, „in Vertrauen wurzelnder Beziehung“, „gemeinsamer Glauben“, „Solidarität“, „zusammengearbeitet“, „Vertiefung unserer Zusammenarbeit“, „gegenseitige Anliegen“ und „gemeinsame Strategien“ in nur zwei Absätzen erscheinen wie eine peinliche Überbeanspruchung eines Synonymwörterbuchs.

In politischen Kreisen nennt man das vor einer mächtigen Gruppe „das Knie beugen“.

Die Liste der Themen, die als ein Fokus geteilter Zusammenarbeit mit islamischen Ländern hervorgehoben werden, ist lachhaft:

  • Terrorbekämpfung und Verhinderung von gewalttätigem Extremismus. Die schlimmsten Terrorgruppen der Welt sind heute allesamt islamisch, darunter ISIS, Al-Qaida, Boko Haram, Hamas, die Taliban, Hisbollah, Al-Schabaab, Laschkar, Haggani und al-Nusra, um nur ein paar zu nennen.
  • Werben für religiöse Toleranz. Islamische Staaten sind die schlimmsten, was die Förderung von Frieden zwischen Religionen angeht. Die Religion zu wechseln ist en grundlegendes Menschenrecht, aber Abfall vom Glauben ist in Afghanistan Brunei, Mauretanien, Qatar, Saudi-Arabien, dem Sudan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Jemen illegal. Erlasse hierzu hat es in Marokko und Pakistan gegeben. Islamische Länder sind die bei weitem antisemitischsten der Welt. Palästinensische Araber – von denen 93% antisemitisch sind – wählten mehrheitlich die Terrorgruppe Hamas ins Parlament, im vollen Bewusstsein, dass die Gruppe die antisemitischste je geschriebene Charta hat.

Und Guterres ignoriert nicht nur diese Fakten, wäscht sie nicht nur rein, spricht sie nicht nur frei – sondern fördert die islamischen Staaten als Verteidiger gegen Verbrechen, die in Wirklichkeit sie begehen! Kein Wunder, dass die Köpfe der Vereinten Nationen für die Idee werben, dass die Hamas ein legitimer Teil der palästinensischen Autonomiebehörde sein sollte.

Generalsekretär Antonio Guterres spricht während des High Level Segment der 37. Sitzung des Menschenrechtsrats am 26. Februar 2018.

Dieses Phänomen gab es auch bei Guterres‘ Vorgänger Ban Ki-Moon. Er stand im türkischen Istanbul beim Humanitären Weltgipfel 2016 und überschüttete den türkischen Führer Recep Erdoğan mit Lob, trotz der Tatsache, dass dieser mehr Journalisten ins Gefängnis steckte als jeder andere Staat der Welt. Ban machte Ahmed Al-Meraikhi aus Qatar zu seinem „Menschenrechts-Gesandten“, trotz der vielen Menschenrechtsverletzungen dort.

Warum gehen die Köpfe der UNO vor der islamischen Welt auf die Knie, radieren deren Menschenrechtsverletzungen aus?

Könnte es sein, dass es auf der Welt zwischen 1,6 und 1,8 Milliarden Muslime gibt? Dass es 57 islamische Staaten gibt? Wegen der Tatsache, dass ein gewaltiger Anteil der Welt islamisch ist, müssen die Vereinten Nationen sich den Launen dieser Autokraten und Diktatoren beugen, die auf den Gründungsprinzipien der UNO herumtrampeln.

Darüber hinaus braucht die UNO immer Geld und die islamischen Scheichtümer kontrollieren eine enorme Menge der Energievorräte und Reichtümer der Welt.

Also hört die Welt auf islamische Forderungen und fügt sich ihnen, unabhängig davon ob sie unmoralisch oder sachlich falsch sind. Sie stimmt zu, dass Juden nicht erlaubt werden sollte an ihren heiligsten Stätten zu beten oder in bestimmten Teilen ihres heiligen Landes zu leben, weil radikale Islamisten das fordern. Sie plappert den Unsinn nach, Israel sei ein „Apartheid“-Staat, scheinbar ohne eine Vorstellung davon zu haben, was das Wort bedeutet. Sie ignoriert tausende Jahre jüdischer Geschichte im Land Israel und bezeichnet israelische Juden als „Kolonialisten“. Und am wichtigsten: Sie will der Islamischen Republik Iran, dem führenden Staatssponsor von Terrorismus, der zur Vernichtung Israels aufruft, erlauben einen legalen Weg zu Atomwaffen zu bekommen.

Ihr nicht verdienter Reichtum und ihre gewaltige Größe verleihen der islamischen Welt Macht, der der Kopf der UNO sich unterwerfen muss. Er beugt sich pflichtgemäß ihrem Anspruchsstatus und scheißt auf Anstand und Menschenrechte. Ihm schließt sich der Führer der freien Welt an, der Präsident der USA, der es einem islamischen Terroristenstaat ermöglichen wird Atomwaffen zu bekommen.

Das ist das islamische Privileg in der Welt von heute.

Die weit überwiegende Mehrheit der Sonder-Dringlichkeitssitzungen der UNO-Vollversammlung erfolgten, um auf Israel einzudreschen

Elder of Ziyon, 3. März 2022

Die UNO-Vollversammlung (UNGA) tagte in einer Sonder-Dringlichkeitssitzung, um sich mit der Ukraine-Krise zu beschäftigen; die Sitzung begann am 28. Februar.

Die Medien und die UNO sagen, diese Sitzungen seien äußerst selten und dass dies erst die elfte UNGA-Sonder-Dringlichkeitssitzung seit der Gründung der UNO vor 76 Jahren ist.

Das ist aber irreführend.

Von den ersten Sonder-Dringlichkeitssitzungen wurden fünf einberufen, um auf Israel einzuprügeln: die 2., 5., 7., 9. und 10.

Aber zwei davon sind ziemlich anomal.

Die 7. Sonder-Dringlichkeitssitzung wurde vom 22. bis 29. Juli 1980 einberufen. Aber da endete sie nicht. Anders als bei vorherigen Sondersitzungen gab es vier zusätzliche Treffen, die zwei Jahre später begannen, 1982. Als das erste Treffen 1980 vertagt wurde, sagten die Schirmherren des israelfeindlichen Prügelfestes, es handele sich um eine „vorübergehende“ Vertagung mit der Absicht in der Lage zu sein wieder einberufen zu werden, wann immer sie Israel erneut ohne den bürokratischen Ärger der Abstimmung eine neue Sonder-Dringlichkeitssitzung zusammentreten zu lassen Israel angreifen wollen.

Als die 7. Sonder-Dringlichkeitssitzung 1982 „wieder zusammentrat“, stellte Jeane Kirkpatrick, die US-Botschafterin bei der UNO, fest, dass die normalen Regeln der UNO komplett umgangen wurden und gab in einer großen Rede unverblümt den Grund an, der die Scheinheiligkeit der UNO offenlegte:

Wer von uns glaubt ernsthaft, dass die Übung, die wir jetzt betreiben – diese „wiederaufgenommene“ Noftall-Sondersitzung – uns dem Ziel [Frieden] näher bringen wird?

Wer von uns glaubt, dass noch eine weitere Runde bitterer Anprangerungen Israels der Ursache von Frieden dient?

Wer von uns – frage ich mich – glaubt, dass Frieden überhaupt das Ziel dieser Versammlung ist?

… Weder diese Sondersitzung noch der Resolutionsentwurf, der heute in den Korridoren kursiert, entspricht den Zielen der UNO-Charter. … Diese Sondersitzung ist eine weitere Veranstaltung in einem laufenden Prozess, dessen Ziele darin bestehen einem Mitgliedstaat – Israel – das Recht auf Selbstverteidigung zu verweigern, darauf seine Grenzen zu sichern, zu überleben.

Diese Sondersitzung und der sie begleitende Resolutionsentwurf sind ein weiteres, deutliches Beispiel einer Strategie, deren Ziele und Strategie klar sind: ein Gremium der UNO dazu zu nutzen „offizielle“ Forderungen zu erheben, die mit Israels Sicherheit und Überleben unvereinbar sind, um so in der Lage zu sein, mit dieser Nichteinhaltung dieser unmöglichen Forderungen Israel als internationalen Rechtsbrecher zu „beweisen“, der der Mitgliedschaft in der internationalen Gemeinschaft friedliebender Staaten nicht würdig ist.

Genau das ist die Blaupause der Antisemiten der UNO. Und der Beweis findet sich in der zehnten „Notfall-Sondersitzung“, wieder gegen Israel, die seit 1997 nicht weniger als sechszehnmal zusammengetreten ist, zuletzt 2018!

Das bedeutet, dass die UNO nicht elf, sondern dreißig Treffen im Rahmen von Sonder-Dringlichkeitssitzungen einberufen hatte und von diesen dreißig waren 24 den Angriffen auf Israel gewidmet.

Das sind 80%.

Während die UNO sich jetzt zu ihrer elften Sonder-Dringlichkeitssitzung tritt, haben zwei der bisherigen nie geendet. Sowohl die siebte als auch die zehnte, gegen Israel gerichtet, sind nur „vorübergehend vertagt“.

Verurteilungen Russlands durch die UNO werden so gut wie bedeutungslos, wenn diese einfachen Tatsachen zeigen, dass die UNO schon vor langer Zeit unterwandert und bewiesen worden ist, dass sie an Frieden nicht wirklich interessiert ist.

Was Putins Aggression für Israel bedeutet

Wer wird den jüdischen Staat beschützen?

Ronn Torossian, FrontPage Mag, 2. März 2022

Einfach so ist die Welt zu einem anderen Ort geworden. Vor uns liegen beängstigende Zeiten. Als 47-jähriger kann ich mich nicht an eine Zeit ernsteren Konflikts in meinem Leben erinnern. Wie viele andere weltweit bete ich für die Ukraine, sorge mich um das, was Russlands Tun für den Staat Israel heißt.

Premierminister Naftali Bennett vermied es die russische Invasion in die Ukraine zu verurteilen – oder Russland auch nur beim Namen zu nennen – als er sagte: „Die Weltordnung, wie wir sie kannten, verändert sich. Die Welt ist weit weniger stabil und auch unsere Region verändert sich jeden Tag.“

Und während die Welt sich verändert hat, kämpft die Ukraine alleine. Kein Amerika und keine NATO werden zu ihrer Rettung kommen. Vor diesem Hintergrund erkennen sicher viele, dass Israel geschaffen wurde, damit Juden in Sachen Sicherheit nie wieder von jemand anderem abhängig sein würden.

Es passt auch sich daran zu erinnern, dass viele weltweit für die Spannungen zwischen Israel und den USA die „Personalfrage“ Premierminister Netanyahu verantwortlich machten. Dennoch bleibt mit einer andren Regierung der Iran weiter ein großes Problem für Israel.

Und allein Israel darf über Israels Sicherheit bestimmen.

Vor diesen Hintergrund passt es an einige Zitate zu erinnern, die im Verlauf der Jahre unterschiedliche Regierungsvertreter getätigt haben.

So sagte Menachem Begin vor vielen Jahren:

Unser Existenzrecht – haben Sie je so etwas gehört? Würde es irgendeinem Briten oder Franzosen, Belgier oder Niederländer, Ungarn oder Bulgaren, Russen oder Amerikaner überhaupt in den Sinn kommen für sein Volk die Anerkennung eines Existenzrechts zu beantragen?

Unser Existenzrecht wurde von Gott unseren Vätern gegenüber im ersten Morgengrauen der menschlichen Zivilisation vor viertausend Jahren gewährt. Daher hat das jüdische Volk ein historisches, ewiges und unveräußerliches Existenzrecht in diesem Land, Eretz Yisrael, dem Land unserer Vorväter. Wir brauchen niemandes Anerkennung für die Ausübung dieses unveräußerlichen Rechts. Und für dieses unveräußerliche Recht, das mit jüdischem Blut über Generationen geheiligt worden ist, haben einen beispiellosen Preis in den Annalen der Nationen gezahlt.

Unser jüdischer Staat braucht keine amerikanische Bestätigung unseres Existenzrechts. Unsere hebräische Bibel begründete das Recht vor Jahrtausenden. Niemals im Verlauf der Jahrhunderte haben wir dieses Recht je aufgegeben oder verwirkt. Daher, mein Herr, sind alleine wir, das jüdische Volk – niemand sonst – für das Existenzrecht unseres Landes verantwortlich.

Heute haben Israels Führer sicherlich schlaflose Nächte sich an diese Verantwortung zu erinnern.

Und was ist mit den israelfeindlichen Vereinten Nationen? Premierministerin Golda Meir sagte einmal:

Ich sehe mich bei der UNO um und ich denke bei mir, wir haben dort keine Familie. Israel ist hier völlig allein, weniger als beliebt und natürlich missverstanden. Warum ist das so? Warum? Warum?

Wer kehrt sich heute um die Verurteilungen durch die UNO? Russland bestimmt nicht.

Mehr ist nicht zu sagen. Bewaffnung zählt. Waffen zählen. Sicherheit und Selbstbestimmung zählen.

Heute müssen sich Israels Führer wohl an die Worte von Ze’ev Jabotinsky erinnern:

Wir wurden nicht geschaffen, um unseren Feinden Moral und gute Manieren beizubringen. Lasst sie dies von selbst lernen. Wir wollen gegen jeden zurückschlagen, der uns schadet. Wer immer keinen Schlag mit einem Schlag zurückzahlt, ist auch nicht in der Lage eine gute Tat entsprechend zu vergelten. Ein lateinisches Sprichwort sagt: „Von zwei Übeln wähle das geringere.“ Wenn wir in deiner Lage sind, in der – ohne eigenen Fehler – physische Gewalt vorherrscht, dann kann nur eine Frage gestellt werden: Was ist schlimmer? Weiter zuzusehen, wie Juden getötet werden und die Überzeugung wachsen zu lassen, dass unser Leben billig ist und dass die ganze Welt glaubt, wir hätten kein Rückgrat? … die schwärzeste aller Eigenschaften ist die Tradition des billigen jüdischen Blutes, für dessen Vergießen es kein Verbot gibt und für das man nichts zahlen muss.

Ein neues Gebot muss in unsere Herzen einziehen: dass selbst, wenn es nur einen Juden gibt, das Wort ‚Zhid‘ nicht ohne Reaktion zu hören sein darf. Weise Menschen werden kommen und versuchen uns das auszureden – Aber es ist nicht unseres, jeden einzelnen Vorfall für uns zu gewinnen. Unser Ziel – zu uns die Überzeugung zu schaffen, dass eine Verleumdung unserer nationalen Gefühle nicht länger das ist, was sie einst war, eine kleine, kostenlose Ablenkung – wird stattdessen mit absoluter Gewissheit und mathematischer Präzision in einer scharfen und unangenehmen Konfrontation bestehen.

Lasst uns für die Ukraine beten, für die Juden der Ukraine, den Westen und den Staat Israel.

Gott sei Dank kennt der Staat Israel seine Verantwortung.

UNO-Zeugenaussage zu Antisemitismus in der arabischen Welt, 1947

Elder of Ziyon, 25. April 2021

Treffen des UNSCOP-Komitees in Jerusalems CVJM

Hier ist die Zeugenaussage von Eliahu Eliachar, dem Gründer der World Sephardi Foundation und Mitgründer sowie Vizepräsident der World Sephardi Federation, als er vor dem UNO-Sonderkomitee für Palästina (UNSCOP) sprach, das am 15. Juli 1947 im CVJM in Jerusalem tagte.

Es handelt sich um eine gute Zusammenfassung der Lage der Juden in arabischen Ländern zur damaligen Zeit.

Eliachar war bemerkenswerterweise ein Peacenik, der in den 1970-er Jahren Dialog mit Palästinensern und einen Palästinenserstaat in der Westbank haben wollte. Er war zudem stellvertretender Bürgermeister Jerusalems.

Das Treffen fand privat statt, wie Eliachar erklärt, um die Juden in den arabischen Ländern nicht noch mehr zu gefährden.

Herr Vorsitzender, ehrenwerte Mitglieder des Komitees:

Wir danken ihnen dafür, dass Sie uns diese Anhörung vor der Kamera gestatten. Nicht, dass wir irgendetwas zu sagen haben, von dem wir nicht wollten, dass jeder es weiß, sondern aus Angst, dass dies die Lage unserer Brüder in den arabischen Ländern gefährdet, wie ich weiter erklären werde.

Die sepharischen und die orientalischen Juden sind ein integraler Bestandteil des jüdischen Volks. Die Unterschiede sind durch unterschiedliche Umwelten, Gewohnheiten und die Verwendung leicht unterschiedlicher Gebetbücher und Rituale geschaffen.

„Sephardisch“ bedeutet von Juden aus Spanien und Portugal abzustammen, wohingegen aschkenasisch eine Abstammung von Juden aus Deutschland und Zentraleuropa heißt. Die Demonination sephardisch beinhaltet, dass alle Juden dasselbe Gebetbuch verwenden und dieselben Rituale ausüben; daher gehören alle Juden des Orients und der Länder des Nahen Ostens dazu.

In Palästina veschwinden durch das rivalisierende Hebräisch diese Unterschiede allmählich und es wächst eine Nation mit einer Religion und denselben Idealen und Sehnsüchten.

Wie Ihnen heute bereits gesagt worden ist, meine Herren, wohnen Juden ununterbrochen seit der Zerstreuung durch die Römer in Palästina. Die älteste Gemeinde ist die der orientalischen Juden, die Palästina bzw. die Länder des Nahen Ostens nie verließen und ihnen folgten die spanischen Juden, die nach der Vertreibung aus Spanien 1492 zurückkehrten. Unsere Gemeinschaft, die heute hier vorzustellen wir die Ehre haben, war organisiert und hat seit 1276 ohne Unterbrechung existiert. Wir stellen in Jerusalem mehr als 50.000 Juden der orientalischen Gemeinschaft. Unsere Zahl geht über 160.000 hinaus, beträgt wahrscheinlich mehr als ein Viertel des gesamten jüdischen Jischuw. Jerusalem hat immer eine jüdische Mehrheit gehabt. Wir möchten diesen Punkt betonen. Vor der Besetzung des Nahen Ostens durch die Briten und die Alliierten stand die gesamte Gegend unter türkischer Regierung und Herrschaft. Es scheint so, dass Ihnen dieser Punkt nicht verdeutlicht worden ist. Wir möchten auf diesem Punkt beharren; dass dies ein Territorium war, zusammen mit all den anderen Nahost-Ländern, die heute arabische Länder genannt werden, unabhängige arabische Staaten, die hunderte Jahre lang unter türkischer Herrschaft standen und es gab vor der Besatzung des Nahen Ostens durch die Briten und ihre Verbündetn irgendwann ab 1916 und danach keine sogenannten unabhängigen Staaten. Juden und Araber waren gleichermaßen der eisernen Faust der Türken unterworfen. Niemand hatte irgendeinen Vorteil gegenüber dem anderen, außer den Vorteilen, die das muslimische Recht Muslimen gegenüber Ungläubigen gewährte. Juden türkischer Nationalität durften sich frei zu bewegen, sich frei überall niederlassen, wo sie wollten, Land kaufen, wo immer es ihnen gefiel. Zuwanderung von außerhalb des türkischen Reiches war reguliert, aber die illegale Zuwanderung florierte. Der einzige Unterschied zur Gegenwart bestand darin, dass kein Immigrant vertrieben wurde, sobald er Palästina betreten hatte und keine britische Flotte oder türkische Flotte sie in britische Konzentrationslager auf Zypern brachte, mit allem sich daraus ergebenden Elend und Leid.

Die arabisch-jüdischen Beziehungen war im sozialen und wirtschaftlichen Bereich gut. Sie betrieben miteinander freien Handel, sie trafen sich gesellschaftlich und die Oberklasse der Araber besuchte jüdische Schulen. Ich habe selbst mit vielen der heutigen arabsichen Führer in Palästina und im Ausland gelernt und viele gehören immer noch zu meinen besten Freunden. Wir waren während des Ersten Weltkriegs Waffenkameraden und bessere Freunde sind schwer zu finden.

Die Türken duldeten keinerlei Unordnung. Meine Herren, erlauben Sie mir diesen Punkt mit aller Macht zu betonen. In diesem Land herrschte Jahrhunderte lang keine Unordnung. Welche Ursache hatte das? Wir überlassen es Ihnen darüber nachzudenken. Ein besonderes System gewährte gewissen Christen, Juden und sogar Moslems Schutz aus dem Ausland. Ohne diese beiden Schutzmaßnahmen werden die arabischen Massen, die allgemein eher friedlichen Charatkers sind, infolge ihrer Militanz und Fanatismus sehr leicht zu Blutvergießen aufgestachelt.

Vor der Besetzung Palästinas gab es keinen oder zumindest nur schlummernden arabsichen Nationalismus. Die Balfour-Erklärung wurde von den Arabern Palästinas stillschweigend akzeptiert. Nur Intriganten von außerhalb riefen Gegnerschaft hervor. Das Wort von Köng Hussein und das seines Sohnes, des Emirs Faisal, wurde von der arabsichen Welt und den Arabern Palästinas damals als Gesetz und letztes Wort des Gesetzes akzeptiert. Aber allmählich wurde von der extra für diesen Zweck in Palästina gegründeten Christlich-Muslimischen Vereinigung Opposition organisiert. Die Massen der Araber wurden aus religiösen Gründen aufgeblasen, was die furchbaren Massaker in Jaffa, Hebron, Jerusalem, Safed, Mosca und so weiter zur Folge hatte. Diese Massaker wurden von Arabern an einstigen Freunden, Nachbarn, Partnern begangen. Die Gemeinschaft von Hebron, der ältesten jüdischen Siedlung in Palästina, wurde zerstört und abtransportiert. Das ist bis heute so geblieben. Eine Stadt, eine ganze jüdischen Gemeinschaft in Jerusalem, die seit mehr als acht- oder neunhundert Jahren ununterbrochen bestand, ist unter britischer Herrschaft ausgelöscht worden. [Das bezieht sich uaf die jüdsiche Gemeinschaft in Silwan/Kfar HaSchiloach – EoZ.] Eine solche Vernichtung hätte den Juden unter den Türken nicht passieren können, insbesondere da die Regierung sich bewusst war, dass die arabsichen Massen von ihren Führern dazu aufgestachelt und ermutigt worden wären zu glauben, dass die Regireung diese Taten unterstützt. „Al Dole Maana“ war in diesen Tagen die Parole.

Viele Araber verurteiten diese Morde. Viele haben ihre freundschaftlichen Beziehungen zu den Juden fortgesetzt, aber die Tatsache bleibt, dass Juden sich nicht länger frei in arabischen Städten und Dörfern bewegen können, selbst wenn sie zu orientalischen Gemeinschaften und den ältesten Einwohnern gehörden.

Bei der Stärke unserer Erfahrung aus den vergangenen Generationen und den gegenwärtigen Ereignissen können wir uns nicht vorstellen von einem arabischen Staat abhängig zu sein. Unser nacktes Überleben wird in Gefahr sein und das Schicksal der Gemeinschaft von Hebron könnte auch das unsere sein.

Ohne auf die Ursachen einzugehen, die diese Einstellungsänderung herbeigeführt haben, können wir nur beklagen, dass die heutige arabische Führung bezüglich ihrer Absichten die extremistischste und unverblümteste ist. Kein Jude darf vom guten Willen des Muftis oder dem seiner Stellvertreter abhängig sein. Unter Verwendung seiner religiösen Position und Prestiges hat er zu Masskaern an den Juden aufgerufen, seit er nach Deutschland floh.

Darf ich Ihnen ein paar Worte aus Herrn Crums Buch zu diesem Thema zitieren:

„1941 floh der Mufti nach Deutschland. Er machte sich dort sofort an die Arbeit, um mit all seinem Einfluss gegen die Ghettoisierung der Juden und für eine Endlösung zu agitieren: Auslöschung. Das Ergebnis war die dritte Phase der Nazi-Politik, die geplante Vernichtung der jüdischen Rasse… Stattdessen, sagte er, sollten sie an einen Ort geschickt werden, an dem sie ‚unter strenger Kontrolle stünden, zum Beispiel nach Polen‘. Der Protest des Muftis war erfolgreich. Nach dem Juli 1943 verließ kein Kindertransport mehr Bulgarien.

Ein paar Wochen später schickte er einen ähnlichen Brief an den Außenminister Rumäniens, der achthundert jüdische Kinder betraf. Diesmal schlug er wieder Polen vor, zeigte auf, dass sie unter dem stehen würden, was er ‚aktive Aufsicht‘ nannte, ein Euphemismus für die Gaskammern…

Dieser ‚gemeinsame Feind‘ war natürlich Großbritannien. Er fuhr fort: ‚Aber vor allem haben sie definitiv das jüdische Problem gelöst.‘“

Wir verkünden daher vor den gorßen Nationen der Welt, dass kein Jude in Palästina, der bei klarem Verstand ist, jemals akzeptiert noch weiter als Teil einer Minderheit in Palästina zu leben.

Die Araber Palästinas sind nicht demokratisch organisiert. Ihre aktullen Fürher sind nie gewählt worden. Selbsternannt haben sie jede Opposition mit Schusswaffen und Dolchen zerstört und machen das auch weiter. Jüngste Morde sind ein Hinweis auf das, was das Schicksal der arabischen Opposition sein kann, wenn die Behörden dem kein Ende setzen.

Ich möchte sehr gerne aus einem kleinen Buch zitieren, das ich hier habe, veröffentlicht von einem der Oppositionsführer, der in Bagdad ermordet wurde, Fakhri Naschaschibi. Es mag etwas dauern, aber ich möchte nicht, dass Sie dem entkommen dies zu hören, damit sie unsere Position erkennen. Ich habe das Heft hier und ich werde es dem Komitee vorlegen. In dem Memorandum, das Fakhri Naschaschibi dem Hochkommissar vorlegte, erklärt er, dass der Mufti die Araber Palästinas nicht repräsentiert und seine Vernichtungsideologie repräsentiert 75 Prozent der Araber mit Sonderinteressen in Palästnia und diejenigen, die ihn und seine Ansichten unterstützen, übersteigt die Hälfte der Araber Palästinas. Um alle Opposition innerhalb der arabischen Gemeinschaft zu eliminieren, vernichtete Haddsch Amin sie. In der Zeit von 1937 bis 1938 wurden hundert Araberführer und Familienoberhäupter unter seiner Federführung ermordet. Diejenigen, die überlebten, flohen aus dem Land. Die Zahl der Familienoberhäupter, Stammeschefs und Führer, die vernichtet wurden oder das Land verließen, erreichte 150.“ Er nennt hier die Besten, die Blume der Jugend der Araber Palästinas, die getötet wurden. Ich werde nur ein paar Namen verlesen: Hassan Sidki Dajani, Mitglieder der Familie R’sheyid, Farid El-Hamdallah, Abdel Salam e-Barkawi, Haddsch Khalil Taha, Haddsch El-Huneidi, Haddsch Ali El-Karzoun, Nasr Ed-Din, stellvertretender Bürgermeister von Hebron. Das ist das, was seiner Aussage nach eine demokratische Zumutung der Ansichten des heutigen Führers der Araber war.

Das gibt Ihnen zusammen mit den Äußerungen von Crum eine korrekte Sicht auf unsere Gründe für die Ablehnung eines Minderheitenregimes in Palästina.

Wir haben den jüdischen Fall noch nicht als Ganzes berührt. Dies ist Ihnen von der Jewish Agency vorgelegt worden, zu der wir voll und ganz gehören. Wir fassten unsere Haltung in Palästna vor der britischen Besetzung zusammen:

Rund eine Million Juden leben in den verschiedenen arabsichen Ländern. Ihre Position ist eine, die Ihre ganze Aufmerksamkeit erfordert. Ihr Fall ist durch die Gewalt der Ereignisse und die Taten ihrer Herrscher mit dem Palästina-Problem verbunden worden.

Obwohl wir die Tatsache beklagen, dass Sie die Lager für Heimatvertriebene [DP-Lager] in Europa noch nicht besucht haben, was Sie stärker zu unserem Problem aufgeklärt hätte als jeder Bericht und jede Rede – zu viele Reden sind vor Ihnen gehalten worden, zu viele Berichte sind Ihnen vorgelegt worden – nichts absolut nichtgs wird Sie von der unmittelbar bevorstehenden Gefahr überzeugen, wenn Sie nicht, wie ich, auch nur einen armseligen Tag im letzten Jahr gesehen haben, einen flüchtigen Blick auf das, was in den DP-Lagern in Europa abläuft. Um nach Palästina zu kommen, das Palästina-Problem zu diskutieren, es über Bücher, über Berichte und Reden anzugehen, wird Sie nur ermüdet haben, wird Sie vielleicht so ermüdet haben, dass Sie nicht in der Lage sind, den eigentlichen Kern ds Problems zu verdauen. Der wahre Kern des Problems, meine Herren, steckt in den DP-Lagern. Ich habe einen kurzen Blick dort hineingeworfen. Und, meine Herren, Mitglieder der größten Nationen, die die gesamte vereinte Welt repräsentieren, Sie können nicht darüber reden, Sie können das Palästina-Problem nicht verstehen, solange Sie ihm nicht ein paar weitere Tage Ihrer Zeit widmen – all den Müll, der in Palästina abgeht, Sie Worten und mehr Worten auszusetzen, die verschwunden sind und Sie werden das Problem sehen, wie es ist. Was ist Palästina? Was ist Zionismus? Was bedeutet das? Abertausende sehen auf Sie, um ihr Leben zu beruhigen, ein Urteil abgeben, das Problem vom tatsächlichen Blickwinkel aus angehen. Meine Herren, verlassen Sie sich nicht auf irgendwelche Reden. Verlassen Sie sich nicht darauf Berichte zu lesen. Sie können die Zeit nicht gehabt haben die hunderte Seiten zu lesen, die ihnen vorgelegt wurden. Wir können nicht glauben, dass Sie sie alle verarbeitet haben. Sie können das ganze Problem in 24 Stunden, in einem einzigen Tag verdauen, indem sie irgendein Konzentrationslager in Europa besuchen. Ich habe die unangnehme Position erlebt dort zu sein. Ich habe selbst nie leiden müssen. Ich wurde als freier Mann in Palästina geboren. Sechshundert Jahre lang hat meine Familie dort gelebt. Die ganze Zeit über erkannten wir eines: dass das jüdische Problem, selbst wie ein Jude es betrachten kann – ob er nun in Washington, London, Argentinien, Palästina oder irgendwo anders lebt – sich komplett von dem unterscheidet, was sie selber in einem Tag in den DP-Lagern sehen werden.

Es gibt noch etwas, das Sie sehen müssen, um zu erkennen, ob Sie das Problem würdigen wollen, dem Sie sich gegenüber sehen und das eine Lösung fordert. Das sind die Ghettos der arabischen Staaten, dieser unabhängigen, souveränen, demokratischen Mitglieder der Vereinten Nationen. Die Ghettos in diesen arabischen Staaten, im Jemen, im Irak, in Damaskus – wenn Sie eines davon besuchen, werden all Ihre Berichte, all Ihre Reden, all Ihre Beweise, ob dieser oder jeder Prophet an diesem oder jenem Tag geboren wurde, all das wird weg sein und Sie werden sich dem Problem der Menschheit im Rohzustand stellen, und eine Lösung verlangen.

Über Sie sind wir verpflichtet Alarm zu geben und an das menschliche Bewusstsein der Welt zu appellieren Bilanz zu ziehen, bevor es zu spät ist. Was unter dem Nazi-Regime im Westen geschah, könnte unter der Herrschaft gewisser Regierungen, Mitgliedern der Organisation der Vereinten Nationen, geschehen. Viel hunderttausende Juden blicken zu Ihnen auf, ehrenwerte Herren, damit eine Wiederholung der Massaker wie in Bagdad unter Raschid Ali verhindert wird, als hunderte getötet wurden; oder in Tripolitanien unter der britischen Besatzungsflagge, wo 120 Männer, Frauen und Kinder brutal abgeschlachtet wurden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Arabische Liga und die arabische Regierung die Juden in ihrem Machtbereich als Geiseln für das Palästinaproblem betrachten. Sie haben das offen erklärt. Wenn Sie irgendwelche Beweise brauchen, haben wir diese dabei. Wir wollen nicht zu viel von ihrer Zeit in Anspruch nehmen, aber wenn Sie irgendwelche Beweise zu diesen Äußerungen der Arabische Liga haben wollen, die von einer ganzen Reihe ihrer Regierungen getätigt wurden, von Dr. Jamali, dem Außenminister des Irak, dann sind wir bereit sie zu liefern. Judenhass und Judenhetze nehmen in fast allen arabischen Ländern tagtäglich zu. Was einst in Bagdad, Tripolitanien, Urfa, an der syrisch-türkischen Grenze passierte, wo eine ganze Familie über Nacht massakriert wurde, in Ägypten, was am 2. November 1945 geschah, dem Jahrestag der Balfour-Erklärung, kann mit zunehmender Gewalt wieder passieren.

Sogenannte demokratische Länder, Mitglieder der Vereinten Nationen, die mit Ihnen zusammensitzen, geben sich der Rassendiskriminierung hin, die die Samen der Unruhen, Misshandlung und schließlich Massaker in sich tragen.

Allmählich und methodisch werden die Juden im Irak, in Syrien, im Libanon, in Ägypten einer Sonderbehandlung unterzogen, die administrativ durchgesetzt wird, aber juristisch nicht nachvollziehbar ist.

Drohungen gegen Einzelne sind ein tägliches Vorkommnis.

Juden wird in ihrem Wirtschaftsleben eine Zwangsjacke enger gezogen. Man ist gegen jüdisch-hebräische Kultur. Es wird versucht jede Verbindung zum jüdischen Palästina zu verhindern. Allen Juden, die aus irgendeinem Grund Palästina besuchen wollen, werdenHindernisse und Schwierigkeiten in den Weg gestellt. Pässe werden als „ungültig für Palästina“ gestempelt. Alle  irakischen Juden werden als Gefangene gehalten und viele verlassen den Irak nur selten oder nur gegen große Geldsummen Kaution. Juden aller Nationalitäten – amerikanische, britische oder welche auch immer – können den Irak nicht einmal auf der Durchreise betreten und Juden jeglicher Mitgliedstaaten der Arabischen Liga erhalten keine Transit-Visa, außer unter riesigem Druck. Vor kurzem ist jeglicher Transit von Waren in den Irak über Palästina offiziell verboten worden, um den Boykott palästinensischer Juden zu verschärfen.

Rassischer Wirtschaftsboykott, von der Atlantik-Charta angeblich verboten, wird von allen arabischen Staaten gegneüber dem jüdischen Palästina offen erklärt und durchgesetzt. Diesbezügliche Abkündigungen sind an bestimmten Zollstellen ausgestellt. Es ist eine fortbestehende Ursache für Staunen, dass dies bis heute von der Mandatsmacht weiter toleriert wird, die angeblich unsere Interessen schützen soll, genauso von den Vereinten Nationen, die die Vier Freiheiten anerkannt haben.

Juden, die versuchen Syrien nach Palästina zu verlassen, werden schwer bestraft und sollte irgendjemand erfolgreich entkommen, werden seine zurückgelassenen Verwandten verfolgt und ins Gefängnis gesteckt. Dass diese judenfeindlichen Kampagnen ein alarmierendes Ausmaß erreicht haben, wird durch die aktuellen Sendungen von Premier Nokraschy in Ägypten und Dr. Recep Peker, den Premierminister der Türkei belegt, die ihre Völker zu Mäßigung aufrufen. Wir haben auf den Irak, Syrien und Ägypten hingewiesen. Die Umstände im Jemen, Afghanistan, Tripolitanien und an anderen Stellen sind unvergleichlich schlimmer. In Afghanistan gibt es Terror.

Herr Vorsitzender, an diesem Punkt möchte ich einen besonderen Appell an die Mitglieder des Komitees richten. In Indien leben mehr als 280 Flüchtlinge aus Afganistan. Sie sind um ihr Leben weggelaufen haben nur ihre Haut gerettet. Ihnen wird nicht erlaubt länger als sechs Monate am Stück in Indien zu bleiben. Dank allen möglichen Interventionen hat Indien ihnen weitere sechs Monate zugestanden. Diese sechs Monate sind fast um. Dürfen wir an den indischen Repräsentanten in diesem kleinen Fall von 280 Juden, menschlichen Wesen – wenn Sie sie kitzeln, lachen sie, wenn Sie sie stechen, weinen sie – appellieren, die dort in Indien sitzen und auf eine Entscheidung warten, wohin sie gehen werden. In Indien können sie nicht bleiben; nach Afghanistan werden sie nicht zurückkehren, weil sie bei einer Rückkehr nach Afghanisaten ermordet werden. Nach Palästina dürfen sie nicht kommen. Wir wissen nicht, wohin wir unsere Brüder aus Afghanistan schicken sollen. Darf ich an Sie, Sir Abdur Rahman, appellieren, dass ihre Regierung Nachsicht zeigt sie dort zu lassen und sie nicht zu zwingen in ihr Gebiet zurückzugehen und sich zerhacken zu lasen, in ihrem Herkunftsland, in dem ihr Leben in Gefahr ist, bis zu einer Zeit, in der wir eine Möglichkeit bekommen eine Zuflucht für sie finden, am einzigen Ort der Welt und dem einzigen Land der Welt, das bereit ist, soweit es seine Glaubensgeschwister betrifft, sie aufzunehmen.

Über den Jemen werde ich nicht sprechen. Das ist etwas aus dem Mittelalter. Ich rate den Mitgliedern dieses Komitees nur das Buch des arabisch-christlichen Autors Amin el-Rihani zu beachten. Wenn Sie nur ein paar Seiten dieses Buches lesen, dann glaube ich nicht, dass irgendjemand, der glaubt als Mensch geboren worden zu sein, es im 20. Jahrhundert ertragen und tolerieren kann, dass ein Mensch durch Menschen so behandelt wird.

Die Zustände in Marokko, Algerien und Tunesien verschlechtern sich, weil die franzosenfeindlichen Gefühle hochkochen und wie üblich die Juden die ersten sind, die darunter leiden. In vielen Ländern, wie Ägypten, ist Fremdenfeindlichkeit die Grundlage all dieser Ereignisse und Stimmungen, aber die Juden – die üblichen Sündenböcke – ohne Macht, die sie stützt, werden den Preis dafür bezahlen.

Religiöser Fanatismus zusammen mit nationalem Chauvinismus und Massenignoranz sind mit Gefahren überfrachtet, insbesondere da eine judenfeindliche Kampagne überall unter vorgetäuschtem Antizionismus in Brand gehalten wird.

Wenn die jüdischen Gemeinden in all den angeführten Ländern nicht vortreten und Ihnen gegenüber ihre eigenen Äußerungen abgeben können, wenn diese Gemeinschaften all unsere Belege verurteilen, dann bauen wir auf unsere Beurteilung um zu erkennen, dass sie nicht anders handeln können. Es reicht aus, Crums Äußerung über Beweise zu lesen, die von Juden in Damaskus vor dem Anglo American Committee abgegeben wurden. Ihnen wurden 25 Minuten gewährt. Sie sprachen 45 Sekunden lang. Das reichte aus.

Wir sind aufgrund unserer direkten Verbindung und Verwandtschaft sowie unserer relativen Sicherheit berechtigt für sie zu sprechen. Darüber hinaus sollte die Anwesenheit seiner Eminenz, des Oberrabbiners – die anerkanntermaßen höchste Autorität des sephardischen Judentums weltweit, wie sein Titel ERSTER IN ZION anzeigt – ausreichen, um unsere ernsten Vorahnungen zu bezeugen. Unsere Zahl in Palästina nimmt allmählich und regelmäßig durch Zuwanderung aus diesen Ländern zu, allen Widrigkeiten, Hindernissen, Gefahren und Risiken für die Immigranten selbst und ihren zurückgelassenen Verwandten und Freunde zum Trotz. Es reicht aus festzuhalten, dass die Gemeinde von Damaskus, die vor dem Ersten Weltkrieg mehr als 20.000 betrug, heute nicht mehr als 2.000 Seelen zählt; die meisten haben Palästina erreicht.

Eine weitere Illustration ist das ‚illegale Schiff‘ unter so vielen illegalen Schiffen, benannt nach unserem großen Zionisten von vor 700 Jahren aus Spanien, dem berühmten, anerkannten Schriftsteller-Poeten und Philosophen der arabischen wie auch der jüdischen Welt: Yehuda Halavi. Das Schiff brachte 350 Passigiere aus Nordafrika, aus Tripolitanien und Tunesien. Es gab noch keine Verfolgungen in Nordafrika, aber wenn 350 Seelen, 350 Männer das Risiko eingehen und das Land verlassen, wenn sie wissen, dass sie von der stärksten Flotte Europas abgefangen werden und in Konzentrationslager in Zypern geschickt werden, wenn sie wissen, dass sie in Zypern nicht wissen werden, wie lange sie dort bleiben müssen, dann können Sie in keinem Land 350 Männer welcher Religion auch immer finden, die bereit sind es zu verlassen und ein solch schreckliches Abenteuer auf sich zu nehmen, wenn sie fürchten, dass ihr Leib und Leben in Gefahr sind. Das ist keine Propaganda. Sie müssen sie sehen, um zu erkennen, dass es keine von der Jewish Agency oder sonst jemandem bezahlte Propaganda ist. Wenn Menschen es wagen auf einem nicht seetüchtigen, überfüllten Schiff zu reisen und in Zypern zu enden, dann weil sei Angst haben, dass das, was in Tripolitanien passierte, morgen ihnen passiert. Und sie sind bereit überall hinzugehen, nackt, alles hinter sich zu lassen, vorausgesettz ihre Brüder sympathisieren hier, wo sie als Menschen leben können, einfach als Menschen unter der Sonne.

Da sie in orientalischen Ländern geboren wurden, ihre Bräuche und Sprachen, ihren Lebensmodus und ihre Ethik kennen, sind die Sephardim aufgerufen eine größere Rolle bei der Gründung von Harmonie und Frieden überall in den östlichen Ländern zu spielen, vorausgesetzt die Organisation der Vereinten Nationen ist stark genug all ihren Mitgliedern aufzuerlegen die Grundsätze echter und wahrer Demokratie, die Grundstäze der Atlantik-Charta und die Praxis der Vier Freiheiten durchzusetzen.

Die meisten arabsichen Länder, mit Ausnahme Ägyptens, sind unterbevölkert. Kein arabisches Land befindet sich in einer Position, die ihnen von den Siegern des Ersten Weltkriegs so großzügig zugeteilten, umfagnreichen Bereiche gut zu nutzen.

Es ist höchste Zeit, dass das dem Judentum im Westen zugefügte Unrecht einigermaßen durch die Unterstützung wieder gut gemacht wird, die nötig ist um einen Zufluchtsort in ihrer nationalen und historische Wiege zu schaffen. Und das umso mehr, bevor den Juden des Ostens von den arabischen Herrschern weiteres und irreparables Unrecht zugefügt wird.

Aus diesen und vielen weiteren Gründen, die Ihnen von den offiziellen Sprechern des jüdischen Volks gegeben wurden, ist es unerlässlich, dass die Tore Palästinas aufgeworfen werden, um nicht nur diejenigen zu empfangen, die den Krematorien Hitlers entkamen, sondern auch für die, die sich in bestimmten Ländern des Nahen Ostens in unmittelbarer Gefahr für ihr Leben befinden. Die Immigration orientalischer Juden nach Palästina wird die Zahl der Juden im Nahen Osten nicht ändern. Glaubt man Fadil Jamali, dem aktuellen Außenminister des Irak, dann wird er jede zufriedenstellende Lösung in Palästina an den Juden in den arabischen Ländlern rächen. Wir werden Ihnen Beweise dafür vorlegen, wenn das gewünscht wird.

Unsere aktuelle Position in Palästina ist menschenunwürdig. Aus freien Bürgern wurden wir – ich spreche von der jüdischen Bevölkerung in diesem Land – vom Weißbuch von 1939 zu Bürgern zweiter Klasse gemacht und dies gegen alle Vorschriften des Mandats und entgegen unserem eigenen Status unter türkischem Recht. Es gibt Sperrzonen, die von der Mandatsmacht eingerichtet wurden; diese standen uns vor der britischen Besetzung offen. Eine solche ist Transjordanien, es gibt weitere Zonen in Palästina selbst, deren Einzelheiten Ihnen von unseren offiziellen Sprechern gegeben wurden.

Wir protestieren gegen solche Diskriminierung. Wir protestieren gegen Diskriminierung bei Steuern. Wir sind nicht reich. Jemand in diesem Komitee sagte, wir seien reich. Wir sind nicht reich. Das ist ein Irrtum. Darf ich es wagen Sie einzuladen etwas von unserem Viertel ein paar hundert Meter von Kadimah zu besuchen, wo Sie derzeit gastieren: Darf ich Sie einladen diese Viertel zu besuchen, um Ihnen eine Vorstellung von unseren Straßenkindern zu geben, unseren Slums, unseren überfüllten Familien, die den Mythos unserer Reichtümer rundweg bestreiten.

Fasst man das Bild zusammen, so sieht man jetzt mit ernster Sorge, dass mit der stillschweigende Zustimmung der Regierungen, die das verhindern könnten, Männer wie der Mufti in Kairo, Yunis el-Bahri in Transjordanien, Raschid Ali in Bagdad, Anton Saade im Libanon, Kawakaji in Syrien, Drause in Damaskus helfen die Zukunft zu gestalten. Überrascht es Sie, dass wir besorgt sind?

Wir appellieren daher an Sie um eine faire Lösung im Sinne dessen, was unsere offiziellen Sprecher gesagt haben.

Als indigene  Bevölkreung Palästinas fordern wir die Wiederherstellung unserer Rechte, die Abschaffung des Weißbuchs von 1939 und allem, für das es steht, sowie die Öffnung der Tore für alle Juden, die eine Heimat brauchen, ob sie nun aus dem Osten oder aus dem Westen kommen. Dieser Keim der Rastlosigkeit derer, die man nirgendwo haben will – der überall Unerwünschten – und der Verzweiflung frisst uns mit Haut und Haaren auf.

Palästina eine dauerhafte jüdische Minderheit aufzubürden, bedeutet dem Ganzen die Krone aufzusetzen. Da wir wissen, was uns unter arabsicher Herrschaft erwartet, können wir Ihnen nicht sagen, dass wir insgesamt mit Samsons Verzweiflung konfrontiert werden.

Die mutige Gründung einer Zuflucht für das seit Gründung der Menschheit am stärksten verfolgte Volk könnte diesem Land, dem Nahen Osten und der Welt in Zusammenarbeit mit all unseren semitischen und arabischen Brüdern Frieden bringen.

Ehrenwerte Mitglieder dieses Komitees, Repräsentanten der großen Nationen, Abermillionen warten auf Ihre Entscheidung; lassen Sie uns um der Menschheit willen nicht an der Menschheit verzweifeln.

Herr Eliachar unterscheidet nicht zwischen sephardischen und aschkenasischen Juden – und verweist auf sie alle, wenn er Juden als „die indigene Bvölkerung Palästinas“ bezeichnet.