Eine leicht zu widerlegende Lüge der UNO

Elder of Ziyon, 20. Juni 2015

Der UNO-Menschenrechtsrat gab am Freitag (19.06.2015) eine Presseerklärung aus. So fing sie an:

Genf (19. Juni 2015) – Der UNO-Sonderberichterstatter zu Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzen palästinensischen Gebieten, Makarim Wibisono, drückte heute große Sorge zur Menschenrechtslage der Palästinenser aus, die unter der 48-jährigen israelischen Besatzung leben.

„Berichte zeigen, dass die Besatzungspolitik das Leben der Palästinenser einschränkt und die Palästinenser dazu antreibt ihre Land und ihre Häuser zu verlassen, besonders in der Area C der Westbank und Ostjerusalems“, sagte der Experte nach seiner zweiten Mission in die Region.

Sehen wir uns an, wie effektiv diese angebliche Politik ist.

Hier ist eine Graphik der Bevölkerung Jerusalems – arabisch und jüdisch – im Verlauf der letzten etwa 90 Jahre:

Bevölkerung Jerusalems nach Bevölkerungsgruppen (1922 – 2011)

Es hat nicht nur niemals so viele in Jerusalem lebende Araber gegeben wie heute, sondern das Verhältnis der Araber zu den Juden ist seit 1967 stetig angestiegen, von 26% auf 36%.

Was ist mit Area C? Genaue Zahlen sind kaum zu erhalten, aber wir wollen sehen, wie Amira Hass letztes Jahr in Ha’aretz darüber berichtete:

Rund 300.000 Palästinenser leben in Area C, dem Teil der Westbank, der unter voller israelischer Kontrolle steht, heißt es nach neuen Daten, die Dienstag von einem UNO-Gremium veröffentlicht wurden. Diese Zahl liegt beträchtlich höher als die 150.000 bis 180.000 Palästinenser, die nach einer Schätzung der israelischen NGO Bimkom (Planer für Planungsrechte) in der Gegen leben sollen.

Wieder einmal lügt der UNHRC.

Warum es niemanden kümmert, dass die UNO so mühelos lügt, ist eine völlig andere Frage.

10 Wege für die Vorurteile der Welt gegen Israel

David Harris, The Algemeiner, 16 Juni 2015 (übersetzt von Cora)

Wenn man sieht, wie Israel international mit einem völlig anderem Maßstab gemessen wird als jedes andere Land, dann sträuben sich einem die Haare. Natürlich muss Israel geprüft werden, so wie jedes andere Land auch. Aber es verdient eine faire Behandlung – nicht mehr, nicht weniger.

Erstens: Israel ist der einzige UNO-Mitgliedsstaat, dessen pures Existenzrecht ständig infrage gestellt wird.

Abgesehen von der Tatsache, dass Israel die uralte Verbindung mit dem jüdischen Volk verkörpert, welche immer wieder in dem meistgelesenen Buch der Welt, der Bibel, dargestellt ist, es aufgrund einer Abstimmung der UNO im Jahre 1947 gegründet wurde und seit 1949 Mitglied der Weltorganisation ist, gibt es einen unablässigen Chor von Staaten, Institutionen und Individuen, die Israel die politische Legitimität absprechen.

Niemand würde es wagen, das Existenzrecht jener Länder infrage zu stellen, deren Legitimität weitaus fraglicher ist, als die Israels, einschließlich derer, die durch brutale Gewalt, Besatzung oder ferne Kartenmacher entstanden sind. Warum wird nur Jagd auf Israel gemacht? Könnte es etwas damit zu tun haben, dass es das einzige Land mit einer jüdischen Mehrheit in der Welt ist?

Zweitens: Israel ist der einzige UNO-Mitgliedsstaat, dem von einem anderen UNNO-Mitgliedsstaat mit der Vernichtung gedroht wird.

Denken Sie mal darüber nach. Die Herrscher Iran rufen ständig mit den vom ihenn finanzierten Stellvertreter im Libanon und Gaza dazu auf, Israel von der Karte zu wischen. Gibt es irgendein anderes Land, das einer derartigen genozidalen Gefahr ausgeliefert ist?

Drittens: Israel ist die einzige Nation, deren Hauptstadt, Jerusalem, von den anderen Staaten nicht anerkannt wird.

Macht euch diese Absurdität bewusst! Ausländische Diplomaten leben in Tel Aviv, tun aber so, als würden sie ihre Geschäfte von Jerusalem aus führen. Obwohl kein westlicher Staat Israels Präsenz in der westlichen Hälfte der Stadt, dort wo das Büro des Premierministers, die Knesset (Parlament) und das Außenministerium ist, in Frage stellt, gibt es dort keine einzige Botschaft.

Schauen Sie sich die Liste der Hauptstädte an, einschließlich der Geburtsorte in einem Pass, sieht man etwas Erstaunliches: Paris – Frankreich; Tokyo – Japan; Pretoria – Südafrika; Lima – Peru; Jerusalem – ohne Land, verwaist, wenn man so will.

Viertens: Die UNO hat zwei Organisationen, die sich um Flüchtlinge kümmern.

Eine, das „Hohe Kommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge“ (UNHCR) ist für alle Flüchtlinge der Welt zuständig, außer einer Gruppe.

Die andere, die „Agentur der Vereinten Nationen für Hilfe und Arbeit für Palästina“ (UNRWA) ist nur für die Palästinenser da. Aber die Unterschiede gehen weit über die Strukturen und die Bürokratie der beiden hinaus. Tatsächlich haben sie zwei völlig unterschiedliche Aufgabenstellungen.

Das UNHCR versucht die Flüchtlinge wieder anzusiedeln, die UNRWA eben nicht.

Als 1951 der damalige Direktor der UNRWA, John Blanford, versuchte, die etwas über 250.000 Flüchtlinge in den umliegenden arabischen Ländern anzusiedeln, kam ihm aus diesen Ländern ein derartiger Zorn und eine derartige Verweigerung entgegen, dass er abreiste. Die Nachricht wurde verstanden. Kein UNO-Vertreter hat seitdem wieder eine Aufnahme verlangt.

Überdies unterscheiden sich die Definitionen von Flüchtlingen durch die UNRWA und das UNHCR erheblich. Während das UNHCR nur auf diejenigen gerichtet ist, die aktuell aus ihrer Heimat fliehen müssen, beinhaltet die Definition der UNRWA „die Nachkommen jener Personen, die 1948 Flüchtlinge wurden“ ohne jegliche Einschränkung.

Fünftens: Israel ist das einzige Land, das alle Kriege um sein Überleben und die Selbstverteidigung gewonnen hat, nur um sich besiegten Gegnern gegenüber zu sehen, die darauf bestehen, die Bedingungen für einen Frieden zu diktieren.

Während sie das tun, finden sie ironischerweise Unterstützung von vielen Ländern, die selber im Krieg siegreich, Grenzverschiebungen verlangten und bekamen.

Sechstens: Israel ist das einzige Land, das ein separater und ständiger Tagesordnungspunkt, # 7, beim Genfer UNO-Menschenrechtsrat ist.

Kein anderer Mitgliedsstaat, einschließlich ständiger Menschenrechtsverletzer wie Nord-Korea, Syrien, Iran und Sudan, ist ein eigener Tagesordnungspunkt. Nur die einzige Demokratie im Nahen Osten wird derart offensichtlich voreingenommen behandelt. Das geht ganz einfach: Die bösen Jungs bauen eine Wagenburg um sich gegenseitig zu schützen und um sich gleichzeitig gegen Israel zusammenzurotten, indem sie eine Mehrheit gegen dieses Land aufbauen.

Siebtens: Israel ist das einzige Land, welches in diesem Jahr namentlich bei der alljährlichen Versammlung der UNO-Gesundheitsbehörde für die „Verletzung“ von Gesundheitsrechten verurteilt wurde.

Diese Unterstellung geschah trotz der Tatsache, dass Israel syrische Verwundete, die durch den Bürgerkrieg in ihrem Land verletzt wurden, mit erstklassig medizinisch versorgt, ebenso die Palästinenser aus dem von der Hamas beherrschten Gazastreifen, es die höchste Lebenserwartung für all seine Bürger, ob jüdisch oder nicht, erreicht hat und unter den ersten ist, die medizinische Hilfe bei humanitären Krisen leistet, egal wo immer sie passieren, von Haiti bis Nepal und tagtäglich die medizinischen Grenzen für alle erweitert. Das ist etwas, das nicht von vielen anderen Nationen gesagt werden kann.

Achtens: Israel ist das einzige Land, das tagtäglich von UNO-Gremien angegriffen wird, die einzig und allein dazu gegründet wurden und dafür unterstützt werden die Sache der Palästinenser zu unterstützten und Israel anzugreifen: Das Komitee zur Durchsetzung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes; das außerordentliche Komitee zur Untersuchung israelischer Handlungen, die die Menschenrechte des palästinensischen Volkes betreffen; und die Abteilung für die palästinensischen Rechte im politischen Ausschuss der Vereinten Nationen.

Neuntens: Israel ist das einzige Land, das jährlich zur Zielscheibe von über 20 Resolutionen der UNO-Vollversammlung wird, zusätzlich zu den unzähligen Maßnahmen, wie denen des UN Menschenrechtsrates.

Es ist wirklich erstaunlich, dass Israel jedes Jahr auf der Empfängerseite von weitaus mehr Anstrengungen steht, als alle 192 Mitgliedsstaaten der UNO zusammen. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dies auch nur im entferntesten gerechtfertigt ist; aber es ist die Realität, weil es in allen UNO-Gremien – außer dem Sicherheitsrat, in dem alle fünf ständigen Mitglieder ein Vetorecht haben – bei den Abstimmungen eine einfache Mehrheit genügt.

Wenn 2/3 der Staaten der Welt der Bewegung der Blockfreien angehören und wenn diese ein Land wie den Iran zu ihrem Anführer wählen, mit Venezuela als Stellvertreter, dann sagt das eigentlich schon alles.

Und zehntens ist Israel das einzige Land, auf das die BDS Bewegung (Boykott, De-Investition und Sanktionen) zielt.

Hat irgendjemand eine signifikante Aktivität auf dem Campus gesehen, die sich gegen die wirklichen Menschenrechtsverletzer, einschließlich jener in Israels Nachbarschaft, richtet? Gegen jene mit Leidenschaft angeht, die köpfen, Christen gewaltsam zu Konversion zwingen oder verjagen, die mit Chemikalien gefüllt Fassbomben auf Zivilisten werfen, den Palästinensern jegliche Rechte verweigern und die Todesstrafe anwenden – auch bei Minderjährigen?

Hat irgendeine Studentengruppe versucht, Studenten davon abzuhalten, in irgendein Land zu reisen, außer nach Israel, wie es der Fall mit dem „Ehrenwort“ war, das an der UCLA (University of California, Los Angeles) kursierte?

Hat hat irgendjemand von links außen Gruppierungen in Europa organisierte Flottillen oder Flytillen gesehen, die keine Anti-Israel Verbindung hatte?

Die Türkei, nur als ein Beispiel, hat vor 41 Jahren dreist und gegen jedes Recht 1/3 des Inselstaates Zypern besetzt, 40.000 Soldaten dort stationiert, unzählige Siedler aus Anatolien dorthin gebracht und es ist kein Pieps gegen Ankara von jenen zu hören, sie behaupten, sie handelten im Namen des „Rechts“ und gegen eine „Besatzung“.

Nimmt man diese politischen Realitäten, ist die Lösung auch nur eines dieser unerhörten doppelten Standards und offensichtlichen Heucheleien eine immense Herausforderung. Dabei ist diese Liste entsetzlicherweise nicht einmal vollständig.

Eine alte Anzeige verkündete, dass man nicht Jude sein muss um Levys jüdisches Roggenbrot zu mögen. Und man muss ganz sicher kein Pro-Israel Aktivist sein, um wegen dieser grotesk ungerechten Behandlung Israels besorgt zu sein. Alles was nötig ist, ist die Fähigkeit zu einer moralischen Empörung darüber, dass solche Dinge heute geschehen.

Gedankenverlorenes Territorium: Die nächste UNO-Ermittlung gegen Israel spart Zeit – man schreibt einfach aus Der Stürmer ab

„Um dasselbe Ergebnis zu erzielen, hätten wir lediglich die bestehende Nazi – äh – Literatur nehmen und sie auf den Kontext des Gazastreifens anpassen müssen.“

Preoccupied Territory, 26. Juni 2015

Everett Historical / Shutterstock.com

Genf, 24. Juni – Das Rechercheteam, das einen Bericht seiner Ermittlungen zum israelischen palästinensisch Kampfverhalten während des Kriegs im und um den Gazastreifen vom letzten Sommer veröffentlicht hat, sagte inzwischen, dass sie die Arbeit zwar befriedigend und wichtig fanden, aber das nächste Mal, wenn sie einen solchen Bericht erstellen sollen, beträchtlich Zeit, Mühe und Geld einsparen werden, indem sie einfach alte Ausgaben des Nazi-Boulevardblatts Der Stürmer neu drucken.

Die Zeitung, die – außer wenn bei kriegsbedingter Papierknappheit die Produktion unterbrochen wurde – von 1923 bis 1945 mehr oder weniger regelmäßig veröffentlicht wurde, half der Nazi-Partei ihren Zugriff auf die Gefühlslage der Arbeiterklasse zu zementieren, indem sie die krudesten antisemitischen Ausdrucksformen des mittelalterlichen Europa wiederbelebte und kultivierte. Mit Hunderten zur Verfügung stehenden Ausgaben wird der einfach unvermeidbare Bericht über irgendeine aufkommende Wiederaufnahme der Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hamas sich als weit einfacher zu erstellen erweisen, sagt Schabas-Davis Kommissionsleiterin Mary McGowan Davis.

„Da die Kämpfe alle paar Jahre wieder ausbrechen, werden die mit dem Finden von Beweisen israelischer Kriegsverbrechen beauftragten Menschenrechts-Ermittlergruppen ihre Arbeit erledigt bekommen“, sagte Davis. „Tausende Palästinenser zu befragen, Stapel an von der Hamas produzierten Opferstatistiken zu ordnen, die genau richtigen gefühlsbetonten Auszüge in einen Bericht einarbeiten, israelische Bemühungen zur Minimierung ziviler Opfer auszublenden – all das braucht eine Menge Zeit und Energie. Es fühlt sich zwar lohnenswert an die Legitimität jüdischer Selbstverteidigung zu untergraben, aber unser Team erkannte erst hinterher, dass wir das Rad neu erfanden.“

Davis verwies auf verschiedene archivierte Ausgaben des Naziblattes als Illustration. „Alles ist da: umfassende Verleumdung, ignorieren von Zusammenhang, Missbrauch jüdischer Quellen, Akzeptanz absonderlicher, unbestätigter Histörchen als Fakten und die schlichte Wiederholung der Großen Lüge, alles im Dienst der Rechtfertigung von Attacken auf Juden und der Förderung einer Atmosphäre, die jedes jüdische Existenzrecht bezweifelt, ganz zu schweigen von ihrer Selbstverteidigung. Wir verbrachten Monat um Monat damit unausgewogene Befragungen durchzuführen, verschiedene Quellen selektiv zu befragen und unkritisch Propaganda aufzuzeichnen, um sie später nachzuplappern. Um dasselbe Ergebnis zu erzielen, hätten wir lediglich die bestehende Nazi – äh – Literatur nehmen und sie auf den Kontext des Gazastreifens anpassen müssen. Das hätte die Hälfte der Zeit gebraucht.“

„Mancher denken von der UNO als großer Jobmaschine“ sagte der ehemalige Kommissionsvorsitzende William Schabas. „Aber das ist nicht wirklich der Fall. Das pass auf ausgewählte Agenturen der Organisation wie der UNRWA. Aber im Allgemeinen ist es wichtig bei unserer Arbeit Etat-Empfindlichkeiten anzuwenden und den antisemitischen Inhalt des Stürmers zu recyceln statt Julius Streichers nimmermüde Bemühungen gegen das internationale Judentum, würde viel dazu beitragen den Betrieb des Menschenrechtsrats optimieren.“

Schabas vermerkte außerdem einige Bedenken zur Verwendung des Nazimaterials, erwartet aber keine unlösbaren Schwierigkeiten. „Streicher wurde in Nürnberg für seine Rolle beim Nähren der Atmosphäre, in der die Endlösung möglich wurde, wegen Verbrechen gegen die Menschheit verurteilt, also hatte einige unserer Kollegen Vorbehalte gegen diese Idee zum Ausdruck gebracht“, erklärte er. „Aber das internationale Recht hat sich verändert und es gibt keine ernsthafte Besorgnis, dass dies auf uns zurückfallen und uns verfolgen würde.“

UNRWA-Lüge: Gaza auf Platz 3 der Zahl der 2014 getöteten Kinder

Elder of Ziyon, 19. Juni 2015

UNRWA twitterte eine Lüge:

UNRWA_EoZ_lie_2015-06-19
Die Palästinensergebiete haben nach Afghanistan und dem Irak die dritthöchste Zahl der Welt bei getöteten Kindern

Woher hatten sie das?

Offenbar nutzten sie den aktuellen UNO-Bericht zu „Kindern in bewaffneten Konflikten“.

Nur gibt es ein Problem: Der UNO-Bericht beinhaltet Zahlen nur da, wo sie verifiziert wurden; hat man keine Vorstellung, macht man sich dort nicht einmal die Mühe eine Schätzung anzugeben.

So sagt die UNO z.B. über Syrien:

197 Willkürliche Angriffe auf die von Zivilbevölkerung bewohnten Gebiete gingen weiter, und verursachten weitverbreitet Tod und Verstümmelung. Die Vereinten Nationen verifizierten die Tötung von 368 Kindern (184 Jungen, 66 Mädchen, bei 118 ist das Geschlecht unbekannt) durch syrische Regierungstruppen (221), ISIL/ANF (44), zur FSA gehörenden Gruppen (24), internationale Luftangriffe (4) und unbekannte Parteien (75). … Man schätzt, dass die tatsächliche Zahl weit höher liegt.

Das ist eine Untertreibung. Die Syrien Observatory of Human Rights zählte 3.501 getötete Kinder in Syrien – das Siebenfache derer, die 2014 im Gazastreifen starben. Viele davon waren zweifellos palästinensischer Herkunft.

Die UNRWA schert sich nicht um sie.

Was ist mit anderen Konflikten? Associated Press zählte 5.000 von Dezember 2013 bis September 2014 in der Zentralafrikanischen Republik getötete Zivilisten. Es gibt keine Zweifel, dass mehr als 10% davon Kinder waren, da die meisten bei verschiedenen Massakern an gesamten Dörfbevölkerungen getötet wurden. Doch die UNO hat keine bestätigten Zahlen, also berichtet man dort nur die 146 dokumentierten Fälle, ein Bruchteil der tatsächlichen Todesfälle. So schrieb AP:

Sowohl Leben als auch Tod werden in der zentralafrikanischen Republik, einem Land mit ca. 4,6 Millionen, das sich lange am Rande der Anarchie bewegte, oft nicht aufgezeichnet. Niemand weiß, wie viele Menschen bei der ethnischen Gewalt aufgerieben wurden und selbst die Zahl von AP ist mit Sicherheit ein geringer Teil des Gesamtzolls.

AP zählt Leichen und sammelt Zahlen von Dutzenden Überlebenden, Priestern, Imamen, Menschenrechtsgruppen und örtlichen Rotkreuz-Mitarbeitern, darunter solche in einem riesigen, abgelegenen Streifen des Westens, der ein Drittel des Landes ausmacht. Viele Tote wurden nicht offiziell gezählt, weil die Region weiter gefährlich ist und wegen sturzflugartigen Regengüssen kaum erreicht werden kann. Andere wurden von überforderten Entwicklungshelfern ausgelassen, aber in Moscheen und bei privaten christlichen Beerdigungen gezählt.

Die UNO verzeichnet zivile Tote nicht selbst, anders als z.B. im Irak oder in Afghanistan.

Die Aufständischen von Boko Haram töteten 2014 mehr als 11.000 Zivilisten, aber es gibt keine besondere Zählung der Kinder; die UNO schätzt nicht, wie viele davon unter 18 Jahren alt sind.

Im Südsudan, wo 50.000 bis 100.000 getötet worden sind, zählt auch niemand:

Die International Crisis Group (ICG), eine Think Tank für Konflikte, schätzt, dass bereits mindestens 50.000 Menschen starben, gesteht aber ein, dass tatsächlichen Zahlen sich sogar auf das Doppelte belaufen könnten. Sie sagt außerdem, dass das Versagen die Toten zu zählen ein Skandal ist – sowohl eine Schmach für die Opfer als auch etwas, das das Leiden des Landes vom internationalen Radar gehalten hat.

Es ist schockierend, dass im Jahr 2014 in einem Land mit einer der größten UNO-Friedenserhaltungsmission in der Welt Zehntausende Menschen getötet werden können und niemand überhaupt auch nur anfängt die Zahl der Todesopfer zu bestätigen beginnt“, sagte ICG-Rechercheurin Casie Copeland der AFP. „Es kann doch mehr getan werden, um zu verstehen, ob die Zahlen näher an 50.000 oder an 100.000 liegen?“

Andere Konflikte hatten eine deutlich höhere Zahl an Toten als der Gazastreifen und wahrscheinlich eine höhere Rate an toten Kindern, darunter die Ukraine, Libyen und Darfur, möglicherweise auch Pakistan.

Und ja: Dieser Tweet einer UNO-Organisation ist eine glatte Lüge.

Das zeigt auch, dass die UNO, indem sie es vermeidet auch nur eine Schätzung der tatsächlichen Zahl der 2014 getöteten Kinder anzusetzen, zum Problem beiträgt, denn sie macht das Leben von Kindern in Gebieten der schlimmsten Konflikte billig, in die zu gehen es für Beobachter zu gefährlich ist.