The War of a Million Cuts – Kapitel 7: Medien als Förderer des Hasses

In den Nachkriegsjahrzehnten haben die westlichen Medien neben der Exekutive, der Legislative und der Judikative in der heutigen Demokratie die Rolle einer vierten Kraft übernommen. Die Zunahme der Meinungs-, Presse- und Wissenschaftsfreiheit hat jedoch zu einer Realität geführt, in der in den Medien auch viele Informationsmanipulatoren freie Bahn haben.

Viele Medien spielen eine wichtige Rolle im Propagandakrieg, insbesondere gegen Israel und – in geringerem Maße – gegen die Juden. Sie sind sowohl Täter als auch Übertragungswege für Hass. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Um nur eines zu nennen: In den westeuropäischen Ländern ist die Zahl der rechten und linken Wähler ungefähr gleich. Dennoch gibt es viele Hinweise darauf, dass in mehreren Ländern bei Journalisten linke Meinungen vorherrschen und überproportional viele von ihnen extreme Linke sind.[1]

Die Medien können sich aussuchen, was sie veröffentlichen; sie können Nachrichten manipulieren und andere unerbittlich kritisieren. Es gibt jedoch nur begrenzte Möglichkeiten, sie zu widerlegen. Ihre Mitarbeiter unterliegen hauptsächlich den Selbstregulierungsregeln des jeweiligen Mediums. Verschiedene europäische Mainstream-Medien haben überwiegend antiisraelische Positionen eingenommen. Andere geben Journalisten und Kolumnenschreibern Raum, damit diese Israel verteufeln können. Da es viel einfacher ist, ein Volk zu dämonisieren als gegen Dämonisierung zu kämpfen, entsteht ein strukturelles Ungleichgewicht. Medien leisten höchstwahrscheinlich einen wesentlichen Beitrag zur Verteufelung Israels.

Es ist unmöglich, hier einen vollständigen Überblick darüber zu geben, wie antiisraelische Medienvorurteile in verschiedenen westlichen Ländern funktionieren. In vielen dieser Länder existiert eine große Anzahl von Medien. Eine adäquate Analyse würde ein Buch erfordern, das sich viel ausführlicher mit der Dekonstruktion der spezifischen Methoden der medialen Dämonisierung in den Zielländern beschäftigt. Falsifikation von Fakten und falsche Argumente gibt es viele. Die verschiedenen Kategorien der Doppelmoral gegenüber Israel und seinen Feinden, über die wir bereits gesprochen haben, wurden ungezählte Male angewendet.


Deutschland

Die Situation in Deutschland ist angesichts seiner noch immer teilweise unverarbeiteten Vergangenheit von besonderer Bedeutung. Daniel Killy, ein leitender deutscher Journalist, sagt: „Im Allgemeinen verbirgt sich der zeitgenössische Antisemitismus in den Medien wie in der Gesellschaft hinter Kritik am Staat Israel. Eine Studie über diese Verzerrung wurde 2002 vom Berliner Büro des American Jewish Committee durchgeführt.“

Diese Studie hatte Folgendes zum Ergebnis:

Insbesondere die Analyse der Berichterstattung über Israel und die Israelis zeigt, dass sie extrem negativ dargestellt werden, besonders in Bezug auf das ungleiche Machtgleichgewicht zwischen der als rücksichtslos bezeichneten israelischen Armee und den Palästinensern, die als verzweifelte Unterlegene (z.B. Panzer vs. Steinewerfer) dargestellt werden. Auch die Palästinenser werden kritisch betrachtet, erhalten aber klar Rolle des Opfers zugewiesen.[2]

Killy merkt an:

Im Jahr 2006 erschien die Analyse „Media Tenor International“ zur Berichterstattung von ARD und ZDF über die Ereignisse im Nahen Osten. Sie erstreckte sich auf den Zeitraum vom 21. Juli bis zum 3. August 2006 während des Zweiten Libanonkriegs.

Die wichtigsten Schlussfolgerungen waren, dass eine antiisraelische Perspektive vorherrschte. Erstens wurde die israelische Armee vor allem im Zusammenhang mit gewalttätigen Angriffen gezeigt, während Hisbollah-Kämpfer kaum auftauchten. Zweitens waren die dargestellten Opfer meist Libanesen; Bilder von israelischen Opfern waren selten. Zudem wurde Israel in der Regel als Täter dargestellt.

Die Haltung zweier der führenden deutschen Tageszeitungen, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung, ähnelt der der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Es gibt keine explizit anti-israelische Redaktionspolitik, aber diese Zeitungen stellen sichere Häfen für anti-israelische Autoren dar. Alle bösartigen Angriffe verstecken sich hinter einer Mauer des „Pluralismus“. Wenn man dies aufdeckt, wird einem automatisch vorgeworfen, die „Pressefreiheit“ anzugreifen. So wird es schwierig sich zu wehren, da man keiner Zeitung öffentlich vorwerfen kann, offen antizionistisch oder antisemitisch zu sein.[3]

Hildegard Müller, eine ehemalige ranghohe CDU-Parlamentarierin, stellte fest, dass das problematische Bild Israels in Europa zum Teil auf Medienverzerrungen zurückzuführen ist. Sie stellte fest, dass viele Medien die Nachrichten, die sie drucken oder senden, nicht nachprüfen, und fügte hinzu:

Viele Zeitungen haben für bestimmte Themen keine Redakteure mehr. Sie beziehen ihre Nachrichten von Presseagenturen wie der Agence France-Presse [AFP]. Am nächsten Tag findet man die gleichen Nachrichten in Dutzenden von Zeitungen. Kein Journalist in einem dieser Medien hat die Wahrheit dieser Informationen überprüft. Nach und nach entsteht ein Gesamtbild: Eine kleine Truppe Palästinenser kämpft gegen die israelische Hightech-Armee. Dies erzeugt das verzerrte Bild von David gegen Goliath.[4]


Die verzerrte Berichterstattung bei Operation Fels in der Brandung

Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee in Berlin, sagte während der Operation Fels in der Brandung 2014, dass Folgendes in den deutschen Medien viel zu selten erwähnt werde:

Die Gewalt begann nicht mit israelischen Militäraktionen, sondern mit dem jahrelangen Raketenbeschuss gegen israelische Zivilisten … Ohne diese wichtige Tatsache zu erwähnen, findet oft eine Verzerrung von Ursache und Wirkung statt. So wird dem Leser, Zuhörer oder Betrachter suggeriert, dass Israel und die Hamas gleichermaßen zur Eskalation des Konflikts beigetragen haben.[5]

Anatol Stefanowitsch, Professor für Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin, untersuchte in einer Studie 170 Schlagzeilen aus deutschen Medien während sechs Tagen dieser Operation. Er kam zu dem Schluss, dass es eine systematische Asymmetrie in der Darstellung der Akteure gab; diese war gegenüber Israel negativ.

Er kam auch zu dem Schluss: „Als Akteur im Konflikt wird Israel viel öfter erwähnt als sein Gegner.“ Stefanowitsch bemerkte weiter, dass die Worte Israel oder Israeli sehr häufig zusammen mit „militärischen Einrichtungen“ auftauchten. Wenn das Wort Palästinenser erwähnt wurde, war es mit einer viel größeren Vielfalt von Themen verbunden.[6]

Die verzerrte Berichterstattung aus Israel setzte sich auch nach der Operation Fels in der Brandung fort. Dennoch ist es selten, dass Artikel ausländischer Journalisten irgendwo im Detail auf sachliche Ungenauigkeiten analysiert werden. Eine solche Analyse wurde bei einer dreitausend Worte umfassenden Reportage von Newsweek vom 4. Dezember mit dem Titel „The Young Woman at the Forefront of Jerusalem’s New Holy Year“ durchgeführt. Seth Frantzman, Kolumnist bei der Jerusalem Post, widmete der Darstellung der vielen Fehler in dem Artikel mehr als 1.400 Worte. Er stellte fest, dass der Newsweek-Artikel „voller Fehler, Verzerrungen, gefühlloser Diskussionen über Jerusalem und einer ablehnenden Haltung gegenüber der Genauigkeit“ war.[7]


Frankreich

Der französische Soziologe Shmuel Trigano sagte, dass anfangs des letzten Jahrzehnts die Haltungen der französischen Eliten zu Nahost fast einheitlich gewesen seien. Er fragte sich, wie in einer Demokratie alle wesentlichen gesellschaftlichen Strömungen ähnliche Vorstellungen verbreiten konnten: „Es war beängstigend, einen Fernseher einzuschalten oder eine Zeitung zu lesen und denselben ideologischen Diskurs der Desinformation über Israel zu erleben.“

Er schloss:

Die Mehrheit der Zuschauer hat keine anderen Informationsquellen und kann nicht zwischen Wahrheit, Manipulation und Lüge unterscheiden. Die Mehrheit sieht handverlesene Bilder und hört ausgesuchte Israelis, die meist sehr kritisch gegenüber ihrer eigenen Regierung sind. Wer eine davon abweichende Ansicht über Israel hat, gilt als Außenseiter und Unruhestifter. Lange Zeit galten Menschen wie ich, die behaupteten, dass es in Frankreich Antisemitismus gebe, als Problem, weil wir von der öffentlichen Meinung abgewichen sind. Es war psychologisch schwierig, damit zu leben.

Was sagt eine solche Realität über die französische Gesellschaft aus? Ich glaube nicht an eine Verschwörung. Es gibt keinen Kommandanten oder keine Organisation hinter den vielen Angriffen auf Israel. Doch diese Angriffe erzeugen das Gefühl einer nahezu totalitären Gesellschaft gegenüber Israel und den Juden.

Langsam begann Trigano zu erkennen, dass die extreme Macht der Medien eine große Gefahr für die westliche Demokratie darstellt.

Ihre Haltung gegenüber Israel und den Juden in den letzten Jahren hat gezeigt, dass sie Analyse, Debatte und Kritik pervertieren können. Wir verlassen uns auf eine Gruppe von Journalisten mit übereinstimmenden politischen Ansichten. Sie lesen untereinander ihre Meinungen und übernehmen sie, ohne jemandem Rechenschaft abzulegen. Freiheit und Demokratie können jedoch nicht koexistieren, wenn Wahrheit und Fakten verschleiert werden.[8]

2002 analysierte der französische Journalist Clément Weill-Raynal mehrere Fälle der Berichterstattung von AFP. Der erste betraf Vorfälle auf dem Tempelberg am 28. September 2000, dem Beginn des zweiten palästinensischen Aufstands. Der zweite war der bereits erwähnte Tod des palästinensischen Jungen Muhammad al-Dura, den die AFP von israelischen Soldaten abgegebenen Schüssen zuschrieb, während viele Beobachter glauben, dass es wahrscheinlich palästinensisches Feuer war. Die Debatte darüber, wie die französischen Medien mit der al-Dura-Affäre umgegangen sind, dauert seit vielen Jahren an.[9]

Im Januar 2005 schrieben L’Express-Chefredakteur Denis Jeambar und ein weiterer französischer Journalist, Daniel Leconte, dass sie alle Aufnahmen von al-Dura gesehen hätten, die der Kameramann gemacht hatte, einschließlich der halben Stunde, die nicht im Fernsehsender France-2 gezeigt worden war. Sie kamen zu dem Schluss, dass auf dem Videoband viele inszenierte Ereignisse zu sehen waren, bei denen die Palästinenser z.B. vorgaben verwundet zu sein und zu Krankenwagen gebracht wurden.[10]

Ein weiterer von Clément Weill-Raynal untersuchter Fall betraf das Schweigen der AFP über der Erklärung des palästinensischen Kommunikationsministers Imad Faloudji vom 2. März 2001, wonach der palästinensische Aufstand oder die zweite Intifada seit mehr als einem Jahr geplant war und nicht durch den Besuch von Ariel Sharon auf dem Tempelberg ausgelöst wurde.[11]

Ein großer Fortschritt bei der Aufdeckung der antiisraelischen Haltung der französischen Medien war die Dokumentation „Décryptage“. Die Regisseure Jacques Tarnero und Philippe Bensoussan analysierten die Berichterstattung der AFP über den israelisch-palästinensischen Konflikt anhand von Interviews und Szenen aus den Medien. Sie sagten, ihre Dokumentation ermöglichte es den Zuschauern, sich ihre eigene Meinung über die antiisraelische Ausrichtung der Presseagentur zu bilden.[12]


Die New York Times

In den Vereinigten Staaten wurde der New York Times oft vorgeworfen, sie lege antiisraelische Voreingenommenheit an den Tag. Dies wurde sehr ausführlich dokumentiert. Andrea Levin, Geschäftsführerin der Medienbeobachtungsorganisation CAMERA, sagt:

Besondere Sorgen bereitet die New York Times, die nach wie vor einflussreicherTrendsetter für andere Medienorgane ist, die oft die Auswahl und Färbung der New-York-Times-Artikel übernehmen. Wie in der Vergangenheit ist die Zeitung auch heute noch anfällig dafür, Israel wegen der Probleme der Palästinenser und des mangelnden Friedens stark in die Pflicht zu nehmen. Die Rolle der Palästinenser bei der Verschärfung von Konflikten wird heruntergespielt. Darüber hinaus hat die New York Times über die Zunahme des globalen Antisemitismus weitgehend geschwiegen und fast nichts getan, um die einseitige Feindseligkeit gegenüber Israel bloßzustellen. Von den Nachrichtenseiten über die Meinungsseiten bis hin zu den Kulturseiten hat die New York Times eine unbestreitbar antiisraelische Haltung.[13]

CAMERA hat eine Studie über die Einseitigkeiten der Times gegenüber Israel vom 1. Juli bis 31. Dezember 2011 veröffentlicht. Die Studie stellte fest, dass bei der Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt „die israelischen Ansichten heruntergespielt werden, während die palästinensischen Perspektiven, insbesondere die Kritik an Israel, verstärkt und sogar gefördert werden. Der Nettoeffekt ist eine übergreifende Botschaft, die in das Gefüge der Berichterstattung, der israelischen Schuld und Verantwortung für den Konflikt verwoben ist.“ Von den 275 untersuchten Passagen, die in diesem Zeitraum Israel betrafen, waren 187 Israel gegenüber kritisch und nur 88 gegenüber Palästinensern.[14]

Die erfahrenen CAMERA-Analysten Ricki Hollander und Gilead Ini fassten ihre Ergebnisse wie folgt zusammen:

Die New York Times ist des Lobbyjournalismus schuldig. Sowohl die redaktionellen Seiten als auch die Nachrichtenberichterstattung neigen stark zu einer anti-israelischen Perspektive. Dies verstößt ganz ungeniert gegen die Journalistenrichtlinien in dem von der New York Times herausgegebenen Handbuch Ethical Journalism. Dort steht, man solle „die Nachrichten so unparteiisch wie möglich behandeln“ und „unseren Lesern die vollständige, ungeschminkte Wahrheit so gut wir können vermitteln“.[15]

Als die Times im Jahr 2011 Premierminister Netanyahu bat, eine Stellungnahme für die Zeitung zu schreiben, antwortete sein Chefberater Ron Dermer mit einer Erläuterung, weshalb der Premierminister das Angebot ablehne. Dermer schrieb: „Was Angelegenheiten, die Israel betreffen, angeht, hat die Kommentarseite dieses Leitmediums die Ermahnung des verstorbenen Senators Moynihan nicht beachtet, dass zwar jeder das Recht auf seine eigene Meinung hat, aber niemand das Recht auf seine eigenen Fakten hat.“

Dermer merkte an, dass die Times die Geschichtsfälschung von Mahmoud Abbas über die Tatsache, dass die Araber den UN-Teilungsplan von 1947 abgelehnt hatten, einfach abgedruckt hatte, ohne dazu Stellung zu nehmen. Dermer vermerkte, dass das Zitat „ein Ereignis, das noch nicht übermäßig lange zurückliegt, effektiv auf den Kopf stellt, denn die Palästinenser haben den von den Juden akzeptierten UN-Teilungsplan abgelehnt und sich dann fünf arabischen Staaten angeschlossen, um gemeinsam Krieg gegen den jungen jüdischen Staat zu führen. Diese Tatsache hätte es nicht einmal über die oberflächlichste aller Faktenkontrollen hinaus schaffen sollen.“

Dermer fügte hinzu:

Die Meinungen einiger Ihrer Stammkolumnisten über Israel sind durchaus bekannt. Sie verzerren konsequent die Positionen unserer Regierung und ignorieren die Schritte, die sie unternommen hat, um den Frieden zu fördern. Sie diffamieren ungeniert unser Land, indem sie behaupten, dass die von Premierminister Netanyahu und praktisch jedem israelischen Beamten verurteilten Randerscheinungen irgendwie die Regierungspolitik oder die israelische Gesellschaft als Ganzes widerspiegeln. Schlimmer noch, ein Kolumnist verstieg sich sogar zu der Aussage, dass der kräftige Applaus für Premierminister Netanyahu während seiner diesjährigen Rede vor dem Kongress „von der israelischen Lobby gekauft und bezahlt“ wurde, anstatt Ausdruck der breiten Unterstützung Israels durch das amerikanische Volk zu sein.16[16]

CNN

Die CNN-Serie „God’s Warriors“ aus dem Jahr 2007 ist ein typisches Beispiel für bedeutende Verzerrungen durch die Medien. Alex Safian, stellvertretender Direktor von CAMERA, sagt, die Serie müsse neu bewertet werden, und zwar angesichts der Tatsache, dass

sich religiös motivierte Gewalt, fast ausschließlich im Namen des Islam, seit der Erstausstrahlung der Serie stark intensiviert hat. Die Ziele der Täter sind Juden, andere Muslime und zunehmend Christen aus dem Nahen Osten. Man braucht nur das massive Blutvergießen in Syrien zu betrachten, um zu wissen, wie ungenau [Christiane] Amanpours Kristallkugel war.

Wie der Titel der Serie andeutet, ging es angeblich um die zunehmende Rolle des religiösen Fundamentalismus innerhalb der drei großen Weltreligionen. Amanpours wahres Ziel scheint es jedoch gewesen zu sein, die Rolle des jüdischen Fundamentalismus und das Auftreten von jüdischem Terror stark zu übertreiben, christliche Gläubige als rückständig und reaktionär zu verunglimpfen und den muslimischen Fundamentalismus als meist friedlich zu bezeichnen, der nur gewalttätig wird, wenn er provoziert wird.

Bei CAMERA haben wir diese Serie als „eine der am stärksten verzerrten Sendungen identifiziert, die in den letzten Jahren im amerikanischen Mainstream-Fernsehen erschienen sind“.

Die Serie stützte sich auf abwertende Bezeichnungen, Plattitüden, Augenzeugenberichte und eine handverlesene Reihe von Gästen – klassische Propaganda-Elemente. Damit war sie das Gegenteil von Journalismus, Amanpours angeblichem Beruf.

Safian fügte hinzu:

Amanpour wurde wegen ihrer vielen Verzerrungen heftig kritisiert, auch von anderen Journalisten, Dan Abrams von MSNBC sagte in einem Segment seiner Sendung mit dem Titel „CNN’s Holy War?“: „CNN hätte die Serie so nennen sollen, was sie war, nämlich eine Verteidigung des islamischen Fundamentalismus und die schlimmste Form von moralischem Relativismus.“ Er fügte hinzu: „Christiane Amanpour vermied Objektivität wie der Teufel das Weihwasser.“[17]

Associated Press

Im Jahr 2001 was Associated Press einer der Preisträger des Dishonest Reporting Award (Preis für verlogene Berichterstattung) von HonestReporting. Hier ein Beispiel weshalb: Als ein palästinensischer Scharfschütze ein zehn Monate altes jüdisches Baby in Hebron ermordete, gaben die AP-Schlagzeilenautoren ihrer Meldung den Überschrift: „Jüdisches Kleinkind stirbt im Westjordanland.“ In dem Artikel erwähnten sie nicht, wer den Mord begangen hatte und so konnte der Leser den Eindruck gewinnen, dass das Baby an natürlichen Ursachen oder durch einenUnfall gestorben war. HonestReporting nannte mehrere weitere Beispiele.[18]

Später im gleichen Jahr analysierte der amerikanische Journalist Jeff Helmreich in einem ausführlichen Artikel, wie Associated Press über Yassir Arafats Al-Nakba-Rede im Mai 2001 berichtet hatte. Helmreich schrieb über die Rede:

Als die Rede die Zeitungen erreichte, waren ganze Sätze und Klauseln entfernt worden; erklärende Worte waren hinzugefügt worden; feurige Angriffe wie z. B. eine Verunglimpfung der Vereinigten Staaten wurden entfernt; Aussagen wurden verdichtet, aufgebessert oder anderweitig verändert. Kurz gesagt, APs angebliche „Auszüge“ aus Arafats Rede wurden bestenfalls bearbeitet, schlimmstenfalls gefälscht. Darüber hinaus dienten diese „Auszüge“ dazu, die Botschaft aus Arafats Mund zu verzerren (und deutlich abzumildern).[19]

Im August 2014 schrieb der ehemalige AP-Journalist Matti Friedman über seine Erfahrungen mit dieser Presseagentur:

Israelische Aktionen werden analysiert und kritisiert und über jeden Fehler in der israelischen Gesellschaft wird auf aggressive Weise berichtet. Einmal entschied ich mich in einem Zeitraum von sieben Wochen, vom 8. November bis 16. Dezember 2011, die Berichte aus unserem Büro über die verschiedenen moralischen Mängel der israelischen Gesellschaft zu zählen – Gesetzesvorschläge, die die Medien unterdrücken sollten; der zunehmende Einfluss orthodoxer Juden; nicht autorisierte Siedlungsaußenposten; Geschlechtertrennung und so weiter. Ich zählte 27 verschiedene Artikel, etwa ein Bericht alle zwei Tage. Meiner sehr zurückhaltenden Schätzung nach war diese Zahl höher als die signifikant kritischen Berichte über die palästinensische Regierung und Gesellschaft, einschließlich der totalitären Islamisten der Hamas, die unser Büro in den letzten drei Jahren (!) veröffentlicht hatte.

Friedman stützte seinen Bericht auch mit anderen quantitativen Beispielen, indem er die relativ geringen Todeszahlen des israelisch-palästinensischen Konflikts mit viel größeren, aber selten berichteten Konflikten wie dem mexikanischen Drogenkrieg und dem Massaker im Kongo verglich.[20]

Steven Gutkin, der ehemalige Jerusalemer Büroleiter von Associated Press, reagierte auf Friedmans Artikel. Sonderbarerweise veröffentlichte er seine Reaktion auf der indischen Lokalwebsite Goa Streets, seinem neuen Arbeitsplatz nach dem Ausscheiden bei AP. Ein Großteil seines Artikels war ein Ad-hominem-Angriff auf Friedman. Er verteidigte seine Handlungen und die des Büros aus seiner eigenen Perspektive, mit wenig quantitativer Antwort. Gutkin verteidigte seine Berichterstattung mit der Behauptung damit, Israel ein könne besserer Ort werden.[21] Dies ist die Art von absurdem Argument, das auf jede Gesellschaft angewendet werden kann, seit das Paradies verloren gegangen ist. Man sieht jedoch nicht, dass AP ähnliche Ressourcen investiert, um etwas Derartiges auch anderen Ländern angedeihen zu lassen. Friedman antwortete: „Daher sollen wir ihm also glauben, wenn er sagt, dass mein Aufsatz ‚Quatsch‘ ist, auch wenn er sich nicht die Mühe macht, irgendetwas davon tatsächlich zu widerlegen… Ich stelle die AP-Berichterstattung öffentlich in Frage. Wer in Frage stellen will, was ich geschrieben habe, muss konkrete Informationen über die Berichterstattung liefern, so wie ich es ebenfalls getan habe.“[22]

Später schrieb Friedman einen Artikel in „The Atlantic“ mit dem Titel „What the Media Gets Wrong About Israel“ (Was die Medien bei Israel nicht begreifen). Darin legte er noch weitere Details offen, wie AP absichtlich Berichte verfasst, die Israel in ein negatives Licht rücken und sich gleichzeitig entschied, verwerfliches palästinensisches Verhalten einfach zu verschweigen.[23]

Im Oktober 2014 rammte ein Terrorist aus Ost-Jerusalem sein Auto in eine Menschenmenge, tötete zwei Menschen, darunter ein Kind, und verletzte mehrere weitere. Der Terrorist wurde von der Polizei erschossen. AP berichtete über diesen Vorfall in einem Artikel mit der Überschrift „Israeli Police Shoot Man in East Jerusalem“ (Israelische Polizeri erschießt in Ostjerusalem einen Mann). Der Artikel begann mit den Worten: „Laut der israelischen Polizei hat sie einen Mann erschossen, dessen Auto bei einem mutmaßlichen vorsätzlichen Angriff in eine überfüllte Straßenbahnhaltestelle in Ost-Jerusalem gefahren ist.“ Erst nach öffentlichem Aufschrei wurde der Artikel überarbeitet, um wiederzugeben, was wirklich passiert war. Eine Analyse dieses Falles durch den Journalisten Ariel Cahana beschreibt auch, wie andere große Medien diesen Vorfall verzerrt und ihn als Verkehrsunfall und nicht als vorsätzlichen Terroranschlag auf Zivilisten hingestellt haben.[24]

Verzerrte Berichterstattung wird zugegeben

Nur selten geben Journalisten zu, dass sie oder ihre Kollegen strukturell verzerrt berichtet haben. 1989 zitierte Thomas Friedman von der New York Times führt in seinem Buch „From Beirut to Jerusalem“ ein wichtiges Beispiel für eine solche Berichterstattung an: „Es wäre schwer, in Berichten von Auslandskorrespondenten, die vor 1982 in Beirut stationiert waren, einen Hinweis auf die bekannte Korruption in der PLO-Führung, den Missbrauch von Geldern und die Art und Weise zu finden, wie die Organisation nicht nur zu einem Unternehmer voller bürokratischer Mitläufer, sondern auch ein Sammelbecken für Guerillakämpfer geworden war.“[25] Friedman sprach in allgemeinen Worten, ohne sich selbst zu beschuldigen.

Man kann sich nur wundern, dass ein Journalist, der seitdem in vielen Ländern in Nahost gelebt hat, sich Worten über die Menschenrechtssituation und die massive Welle des Hasses aus diesen Ländern zu enthalten.

Ein bekannter Fall von jemandem, der sich indirekt selbst angeklagt hat, war Riccardo Cristiano, Palästinensergebiete-Korrespondent des italienischen Staatssenders Rai. Am 12. Oktober 2000 wurden zwei israelische Reservesoldaten von Palästinensern in Ramallah gelyncht. Der italienische Sender Mediaset filmte die Morde und schmuggelte die Bilder hinaus. Das Material enthielt unter anderem ein Bild von einem der Mörder, der mit „triumphierend erhobenen, blutbefleckten Händen an einem Fenster stand, um der Menge darunter zu signalisieren, dass die Soldaten ermordet worden waren“. Da nicht bekannt war, welcher italienische Sender die Bilder gemacht hatte, schrieb Cristiano einen Brief, der am 16. Oktober in der palästinensischen Tageszeitung Al-Hayat al-Jadida veröffentlicht wurde, dass Mediaset sie aufgenommen hatte. Infolgedessen musste der Sender seine Korrespondenten aus dem Gebiet nach Italien zurückholen, damit es zu keinen palästinensischen Racheakten kommen konnte.

Cristiano deutete auch an, dass er die Bilder nie veröffentlicht hätte, wenn es seine eigenen gewesen wären. In seinem offenen Brief sprach er „Glückwünsche und Segen“ an seine lieben Freunde in Palästina aus.[26]

Im Juli 2014 musste der öffentlich-rechtliche niederländische Nachrichtensender NOS zugeben, dass er die Plakate mit israelischen Flaggen und einem Hakenkreuz absichtlich aus seinem Bericht über eine anti-israelische Demonstration in Den Haag, an der vor allem Muslime teilnahmen, gelöscht hatte.[27]

Die bereits erwähnten Offenlegungen des ehemaligen AP-Journalisten Matti Friedman haben gezeigt, wie wertvoll Informationen eines ehemaligen Reporters über voreingenommene Berichterstattung sein können. Ein weiteres Beispiel ist der niederländische Journalist Hans Moll, der für die Tageszeitung NRC Handelsblad arbeitete. Nach seiner Pensionierung veröffentlichte er ein Buch über antiisraelische Verzerrung.[28] Es wäre ratsam für Israel, systematisch nach Journalisten zu suchen, die bereit sind, die Verzerrung ihrer ehemaligen Arbeitgeber offenzulegen.

Mangel an Transparenz

Die strukturelle Voreingenommenheit einiger Journalisten wird durch Informationen aus der arabischen Welt beeinflusst. Eine Bestätigung hierfür wurde von dem niederländischen Nahost-Korrespondenten Joris Luyendijk gegeben. Über den arabisch-israelischen Konflikt schrieb er:

Die arabischen Länder sind oft Diktaturen, die nur aufgrund mangelnder Transparenz existieren. Alles basiert auf Schein. Beide Parteien, vor allem aber die Araber, lügen den ganzen Tag. Man muss ihre Aussagen dort wirklich vor Ort überprüfen. Außerdem liegen keine zuverlässigen Zahlen vor: Die Behörden lügen in sämtlichen Bereichen aggressiv. Alle Zahlen werden an das politisch Wünschenswerte angepasst.[29]

In den Niederlanden gilt Luyendijk als großer Nahost-Experte. Er schrieb einen Bestseller, mit dem er zur Verzerrung gegen Israel beitrug.[30] Darin beschreibt Luyendijk verschiedene Nachrichtenmanipulationen von Journalisten, darunter auch seine eigenen. Er schreibt viel über die winzigen sogenannten palästinensischen Friedensbewegungen, schweigt aber über die vielen völkermörderischen und aufstachelnden Aufrufe der Palästinenserführer.

In seinem Buch erklärt Luyendijk den Kern seiner Arbeit als Nahost-Korrespondent. Seine Redakteure zu Hause schickten ihm Artikel der internationalen Presseagenturen, er schrieb sie um und sie wurden dann unter seinem Namen veröffentlicht. Diese Artikel wurden durch eigene Arbeiten ergänzt. Luyendijk erzählt auch, dass er zu Beginn des Ersten Irakkriegs von einem niederländischen Radiosender gefragt wurde, wie die arabische Bevölkerung auf die amerikanischen Bombardierungen reagieren würde. Er antwortete, dass es sich aus Gesprächen ergeben habe, dass sie noch wütender auf die Vereinigten Staaten sein würden.

Luyendijk gibt zu, dass seine einzige „Quelle“ der Kellner war, der ihm sein Frühstück im Hotel i jordanischen Amman gebracht hatte.[31]

Während Operation Fels in der Brandung bestand eine der Techniken vieler Medien darin belastende Informationen über Araber und ihre Anhänger zu verschweigen.

Dänemark

In Dänemark hat die liberale Tageszeitung Politiken in puncto antiisraelische Voreingenommenheit eine Vorreiterrolle eingenommen. Der Historiker Arthur Arnheim schreibt:

Ende 2002 erreichte der gewaltige Feldzug einer Reihe dänischer Medien und Politiker gegen Israel und Juden ihren Höhepunkt. Viele empfanden es als besonders schmerzhaft, dass die Zeitung Politiken an der Verleumdung teilnahm, denn seit Jahrzehnten galt Politiken als einer der führenden Verfechter liberaler Ideen und toleranter Ansichten zu öffentlichen Angelegenheiten. Nun schien es, dass die Zeitung ihre Haltung geändert hatte, was Israel und die Juden betraf. Eine ganzseitige kostenpflichtige Anzeige mit mehr als 700 Unterschriften von Juden und Nichtjuden wurde als scharfer Protest unter der Überschrift „Nu er det nok“ („Jetzt reicht es“) in der Zeitung veröffentlicht. Einige Zitate daraus werden erklären, was diese Reaktion ausgelöst hat:

Politiken hat im Laufe der Zeit dazu beigetragen die Stimmung und Einstellung gegenüber Israel und den Juden zu verschlimmern. Dies zeigt sich in Editorials, Artikeln und Leserbriefen. Durch die Gleichsetzung der israelischen Besatzung mit dem Holocaust und den Gräueltaten der Nazis während des Krieges wird Israel dämonisiert und die Palästinenser zu einem Symbol des Leidens erhoben.“

„Artikel in der Zeitung haben betont, dass öffentliche und kollektive Drohungen gegen dänische Juden verzeihlich sind, solange sich nicht alle Juden von Israels Politik distanzieren. . . Wir sind dagegen, dass die einzige Demokratie im Nahen Osten zum Objekt des Hasses gemacht und als ein böses Reich und die Wurzel allen Übels im Nahen Osten und in der Welt bezeichnet wird.“

Politiken mischt politische Einstellungen mit der Vorstellung von Juden als Minderheit. Diese Tatsache stellt eine Entgleisung der Debatte dar und eröffnet die Möglichkeit, Juden auszusondern und sie in einer Weise anzugreifen, die in Europa seit den nationalsozialistischen und kommunistischen Feldzügen gegen die Juden nicht mehr zu sehen war… sie öffnet Tore und gewährt den Judenhassern freie Bahn.“[32]

Die Antwort von Politiken erschien am selben Tag in einem Leitartikel. Wenn die 700 Unterzeichner des Protestes eine verständnisvolle oder vielleicht sogar reuige Antwort der Redakteure erwartet hatten, wurden sie enttäuscht. Nichts dergleichen wurde in der Antwort zum Ausdruck gebracht.[33]

Politiken gehörte 2012 zu den europäischen Zeitungen, die das anti-israelische Hassgedicht von Günther Grass veröffentlicht haben.[34]

Proisraelische Medienbeobachtung

Vor zwanzig Jahren prophezeite David Bar-Illan, damals Redakteur der Jerusalem Post, zu Recht, dass trotz Israels massiver Zugeständnisse an die PLO in den Osloer Abkommen die starke anti-israelische Verzerrung der großen Print- und elektronischen Medien anhalten würde.[35] Die große Zahl von Journalisten im Nahen Osten hat zu einer häufigen Manipulation der Nachrichten über Israel beigetragen. Dies wiederum hat zur Einrichtung von pro-israelischen Medienbeobachtern geführt.[36] Bar-Illan war einer der Pioniere dieses neuen Ansatzes.[37]

Vor zwanzig Jahren hatte er behauptet, dass die BBC der „bei weitem schlimmste Täter ist, wenn es um Israel geht“. Ein Beispiel für die Bosheit der BBC war ein Kaffeehaus, das im arabischen Ost-Jerusalem aufgrund von baulichen Problemen zusammenbrach. Juden und Araber halfen gemeinsam Leben gerettet, was die PLO-Aktivisten verblüffte. Die BBC verlor kein Wort über diese Zusammenarbeit; sie berichtete nur, dass Araber gelitten hätten und wiederholten dabei die Verleumdung, eine Bombe sei im Kaffeehaus platziert worden. Bar-Illan fügte hinzu, dass es Hunderte von Beispielen für die Boshaftigkeit der BBC im politischen Bereich gebe.[38]

Mehr zur BBC

Seitdem haben Analysten und Medienbeobachter systematischere Methoden entwickelt, um die Arbeit verzerrender Medien auseinanderzunehmen. Viele Jahre später erstellte der Rechtsanwalt Trevor Asserson einige detaillierte Analysen darüber, wie die BBC in Bezug auf Israel vorgeht. Er schrieb: „Ihre Nachrichten über Israel sind verzerrt durch Unterlassung, durch Einfügungen, durch nur teilweise Angabe von Fakten, dadurch wer interviewt wird und durch die bereitgestellten Hintergrundinformationen oder deren Fehlen. Ebenso fand ich heraus, dass ein systemisches Problem mit dem Beschwerdesystem der BBC besteht.“

Eines von Assersons vielen Beispielen: „Im Irak werden die westlichen Koalitionstruppen warmherzig und voller Leidenschaft beschrieben, wobei sowohl für sie als Individuen als auch für ihre militärische Lage Sympathie geweckt wird. Im Gegensatz dazu werden israelische Truppen als gesichtslose, rücksichtslose und brutale Killer dargestellt, wobei wenig oder gar kein Verständnis für ihr Handeln gezeigt wird.“ Er kam zu dem Schluss, dass „die Parteinahme in der Berichterstattung der BBC höchstwahrscheinlich ihre Reportagen über sämtliche politisch sensiblen Themen infiziert“.[39]

Mit diesem und anderen Beispielen zeigte Asserson, dass die BBC häufig ihre rechtlichen Verpflichtungen aus ihrer Monopolsatzung der britischen Regierung überschritten hat. Zu seinen Ergebnissen gehörte, dass 88 Prozent der Dokumentationen über einen bestimmten Zeitraum des israelisch-palästinensischen Konflikts einen negativen Eindruck von Israel und ein positives Bild von Palästinensern vermittelten.

Zvi Shtauber, von 2001 bis 2004 Israels Botschafter in London, sagte:

Die BBC ist ein Problem. Im Laufe der Jahre führte ich eine Vielzahl von Gesprächen mit der BBC. Jeder Zuschauer, der sich über einen längeren Zeitraum die BBC-Informationen über Israel ansieht, erhält ein verzerrtes Bild. Dies resultiert nicht aus einer einzigen Sendung hier oder da, sondern es leitet sich aus der Methodik der BBC ab. Bei der Berichterstattung über Israel zeigte sie meist im Hintergrund die Moschee auf dem Tempelberg, was den Betrachtern den Eindruck vermittelte, Jerusalem sei überwiegend muslimisch. Als Sharon zum Premierminister gewählt wurde, fiel mir auf, dass die BBC von ihm als dem „militärischen starken Mann“ sprach. Zuerst dachte ich, dieser Ausdruck wäre ein einmaliger Ausrutscher. Aber sie benutzten diese Bezeichnung über Monate hinweg. Ich kontaktierte sie und fragte, ob sie Pakistans Präsidenten Musharraf einen „militärischen starken Mann“ nennen würden, da er durch einen Militärputsch an die Macht gekommen war. Das machten sie nicht. Ich fragte dann, für wen sie sonst noch diese Terminologie verwendeten und sie konnten niemanden nennen.[40]

Es gibt noch viele weitere Beweise für die antiisraelische Ausrichtung der BBC, zum Beispiel als Arafat vor seinem Tod nach Paris geflogen wurde. Barbara Plett, Korrespondentin von BBC Radio 4, sagte: „Als der Hubschrauber mit dem gebrechlichen alten Mann über sein zerstörtes Anwesen aufstieg, fing ich an zu weinen… ohne Vorwarnung. In ruhigeren Momenten seither habe ich mich gefragt, warum mein plötzlicher Gefühlsausbruch?“[41]

Die Medienbeobachtungsorganisation HonestReporting hielt unter dem Titel „Weeping for Yasser“ fest: „Pletts Offenbarung einer emotionalen Bindung zu Jassir Arafat ist eine klare Bestätigung ihrer parteiischen Haltung im Konflikt… Was sagt es über die BBC, dass dort Nachrichtenreporter beschäftigt werden, die emotional oder ideologisch einer Seite des Konflikts verbunden sind?“[42]

Im Jahr 2003 brach die israelische Regierung die Beziehungen zur BBC für mehrere Monate ab. In einer seltenen Stellungnahme aus Jerusalem schrieb Minister Natan Sharansky 2004 an die BBC, dass ihre Reporterin Orla Guerin nicht nur einen neuen Standard für voreingenommenen Journalismus gesetzt habe, sondern ihre Berichterstattung „auch Bedenken aufwirft, dass diese durch Antisemitismus gefärbt sei“. Sharansky verwies auf den Fall eines palästinensischen Jugendlichen, der als menschliche Bombe explodieren sollte. Während sich andere große Medien bei der Berichterstattung über diesen Fall auf die Nutzung von Kindern durch palästinensische Terrorgruppen konzentrierten, war Guerins Hauptpunkt, dass die Israelis den internationalen Medien ein Kind präsentiert hatten. Sharansky wies auch darauf hin, dass er sich an keinen einzigen Bericht erinnerte, in dem die BBC feststellte, „wie und mit welchen Mitteln die palästinensischen Behörden Ereignisse für die Medien inszenieren oder die Medien auf Geschichten lenken, die palästinensischen Lobbyzielen dienen.“[43]

Journalist oder Propagandist?

Der Niederländer Conny Mus, der 2010 verstarb, war einige Jahre lang Vorsitzender der Foreign Press Association in Israel. Zuweilen zeigte er geradezu extreme antiisraelische Einseitigkeit.

Ein Beispiel: Ende April 2007 interviewte der langjährige Journalist den Hamas-Chef Ismail Haniyeh für den Fernsehsender RTL. Haniyeh war damals Premierminister der kurzlebigen palästinensischen Hamas-Fatah-Regierung, die einige Wochen später inmitten von wechselseitig betriebenen Ermordungen in Gaza zusammenbrechen sollte. In seiner Sendung bemerkte Mus stolz, dass Haniyeh zwar von arabischen Journalisten unter die Lupe genommen worden, er aber der erste Westler wäre, dem diese Gelegenheit gegeben worden sei. Er betonte auch die Tatsache, dass er Haniyeh fragen konnte, was er wollte. Mus unterließ es jedoch, die wichtigste Frage zu stellen, die gestellt werden musste.

Was wäre logischer gewesen, als einige Zeilen aus der Charta der Hamas-Bewegung, einem Ableger der Muslimbruderschaft, zu zitieren? Zum Beispiel Artikel 7:

Die Hamas freut sich, Allahs Versprechen zu erfüllen, gleich wie viel Zeit dafür nötig ist. Der Prophet, Gebet und Friede seien mit ihm, sagte: „Die Zeit wird nicht kommen, bis die Muslime die Juden bekämpfen (und sie töten); bis sich die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, die weinen werden: ‚O Muslim! Hinter mir versteckt sich ein Jude, komm und töte ihn!‘“[44]

Und wenn dies zu lang für eine Frage gewesen wäre, hätte er sich auch kürzer fassen können: „Was ist mit dem Töten aller Juden, wie es die Hamas-Charta fordert?“ Das wäre eine entscheidende Frage gewesen, denn Haniyeh erklärte, dass zwei Drittel der Palästinenser die Hamas unterstützt haben. Mus kam zu dem Schluss, dass Haniyehs Erklärungen zu Israel vage waren, ein offensichtliches Ergebnis seines Versagens davon nach der völkermörderischen Charta der Partei zu fragen. Er sagte auch, er hätte Haniyeh gerne auf seiner geplanten Reise in die Niederlande begleitet, die jedoch nicht stattfand, weil die niederländische Regierung ihm kein Einreisevisum erteilte.[45]

Mus‘ Interview mit Haniyeh ist ein Paradigma der Medienverzerrung und des unethischen Journalismus, zumal er seit über fünfzehn Jahren als Nahostkorrespondent tätig war. Mus‘ Ansatz zum Journalismus dient auch als Veranschaulichung, wohin Verzerrungen führen können. Auf der Grundlage dieses Interviews behauptete die Palästinensische Plattform für Menschenrechte in den Niederlanden wenige Tage später, dass Haniyeh den Niederlanden und den Niederländern seinen Respekt erwiesen und auch kein Wort über die Zerstörung Israels gesagt habe. Sie vermieden es zu erwähnen, dass er sich zu diesem Thema nicht äußern musste, weil der Interviewer darauf verzichtet hatte, die Frage explizit zu stellen.[46]

Auch in späteren Jahren hatte Haniyeh kein Problem damit zur Vernichtung der Juden aufzurufen. PMW berichtete, dass Hamas-Fernsehen im Sommer 2014 Aussagen von Haniyeh ausstrahlte wie z. B.: „Wir lieben den Tod wie unsere Feinde das Leben! Wir lieben das Märtyrertum, die Art und Weise, wie die Führer [der Hamas] starben.“ Das Hamas-Fernsehen hat zudem eine Predigt gesendet, in der die Hamas-Ideologie bekräftigt wird, die behauptet, dass es nach dem Islam muslimisches Schicksal ist, die Juden zu vernichten. PMW zitiert viele ähnliche Aussagen, die den Mord an Israelis und Juden fordern.[47]

Karikaturisten

Obwohl Karikaturisten hauptsächlich in den Medien veröffentlichen, müssen sie als eigenständige Kategorie analysiert werden. Der Grund hierfür ist, dass sich ihre Methode sehr von der von Sendern und Schriftstellern unterscheidet. Karikaturen vermitteln eine Botschaft viel schneller und direkter. Wie bereits gezeigt, ist eine der besten Methoden, um zu veranschaulichen, wie der Antiisraelismus die gleichen Kern- und Submotive wie der religiöse und rassistische Antisemitismus verwendet, die Analyse zeitgenössischer anti-israelischer Karikaturen.

Diejenigen, die Karikaturen für Massenmedien zeichnen, müssen auf weit verbreitete und leicht erkennbare Stereotype in ihrer Gesellschaft zurückgreifen. Gleichzeitig stärken sie diese Stereotype weiter. Da das Massenpublikum unkompliziert ist, stützt sich der Karikaturist auf einige wenige wiederkehrende Subthemen, um Israel, Israelis und Juden als absolutes Übel darzustellen. Diese werden dann auf vielfältige Weise verpackt. Die Analyse solcher Karikaturen ermöglicht es, diese grundlegenden Themen systematisch zu identifizieren. Dies wiederum ermöglicht es, auf die gleichen antisemitischen Motive hinzuweisen, die an anderer Stelle in der Gesellschaft auftreten. Arieh Stav hat eine wichtige Analyse antisemitischer Motive in arabischen Karikaturen durchgeführt. Er sagt, er habe sich hauptsächlich darauf konzentriert, „wie sich Israel und der Friedensprozess im Spiegel der arabischen Karikaturen gespiegelt haben, die ein direkter, authentischer und höchst einflussreicher Ausdruck der Ansichten in der arabischen Welt ist, wo fast die Hälfte der Bevölkerung Analphabeten sind.“[48]

Viel Tausende arabische antisemitische Karikaturen wurden veröffentlicht. Die Analyse antisemitischer Karikaturen, insbesondere in der arabischen Welt, aber auch anderswo, wurde vom belgischen Politikwissenschaftler Kotek weiterentwickelt. Er weist darauf hin, dass neben den klassischen Submotiven des Antisemitismus regelmäßig neue zu finden sind – auch in arabischen Karikaturen. Dazu gehört, dass Araber Frieden wollen und Israel nicht. Ein weiteres betrifft das Verständnis für Selbstmordattentäter.[49]

Im Holocaust-Karikaturenwettbewerb der iranischen Zeitung Hamshahri 2006 zeigten die eingereichten Karikaturen die meisten der altbekannten Vorurteile.[50] Aus 1.100 Eingaben aus über sechzig Ländern wurden über zweihundert Karikaturen für eine Ausstellung ausgewählt. Mehrere stellen Israel so dar, als sei es an die Stelle der Nazis getreten. Die Palästinenser werden oft als Opfer einer naziartigen oder gar noch schlimmeren Behandlung durch die Israelis gezeigt.

Andere Karikaturen vermitteln die Botschaft, dass Israel den Holocaust ausschlachtet, entweder als Waffe gegen die Palästinenser oder als Werkzeug, um Sympathie in der Welt zu gewinnen. Weitere deuten darauf hin, dass der Holocaust ein Schwindel oder eine grobe Überzeichnung ist. Wieder andere nutzen die klassischen antisemitischen Motive wie das angebliche „extreme Böse der Juden“, den Tod, Verschwörungstheorien über die Weltherrschaft, die Ritualmordlegende, Kindesmord, Zoomorphismus und so weiter. Einige enthalten mehr als nur ein antisemitisches Motiv.[51]

Die Karikaturenkollektion von Hamshahri zeigt einmal mehr, wie sich Antisemitismus und Anti-Israelismus überschneiden. Karikaturisten vermischen in ihren Werken angebliche israelische und jüdische Merkmale. Karikaturisten aus muslimischen Ländern stellen Juden oft als ultraorthodox dar, mit schwarzen Hüten und Schläfenlocken. Diejenigen aus anderen Ländern zeichnen häufig israelische Soldaten.[52]

Medien und die Millionen Schnitte

Fernsehen und Printmedien haben wesentlich zur Aufstachelung gegen Israel beigetragen. Viele Medien tun dies „tröpfchenweise“. Die immer wiederkehrende Manipulation von Fernsehnachrichten schenkt negativen Elementen über Israel relativ große Aufmerksamkeit, während ein wesentlich geringerer Anteil der weitaus häufigeren und weitaus gewalttätigeren negativen Nachrichten über arabische und muslimische Länder gezeigt wird. Die Medienkategorie der Israelhass-Täter bietet eines der besten Beispiele dafür, wie die Delegitimierung-Methode der Millionen Schnitte funktioniert.

Shtauber fasst seine Erfahrungen mit britischen Medien während seiner Zeit als israelischer Botschafter in Großbritannien wie folgt zusammen: „In den Medien gibt es keine Grenze für die Idiotie, mit der man konfrontiert wird. Viele junge Journalisten hören nicht zu. Die von ihnen erstellten Berichte sind oft unprofessionell.“[53]

In dieser kulturellen Atmosphäre beginnen die Journalisten selbst dem von ihren Kollegen aufgebauten falschen Image zu glauben. Shtauber sagt:

Kurz nach meiner Ankunft in London kam der Vorstand einer Journalistenvereinigung zu mir. Einer der fünf Besucher, ein sehr bedeutender Journalist, fragte mich: „Wir wollen Ihre Zusicherung, Herr Botschafter, dass es nicht die offizielle Politik der israelischen Regierung ist, Journalisten zu erschießen.“ Ich sah ihn an und wusste kaum, was ich sagen sollte.

Eine Vielzahl von Experten hat Werkzeuge zur Analyse der Medienvorurteile gegen Israel entwickelt. Es liegt nun an der israelischen Regierung, dafür zu sorgen, dass solche Untersuchungen in großem Umfang durchgeführt werden und die Mittel dafür bereitstehen.

 

Fußnoten:

[1] Manfred Gerstenfeld/Ben Green: Watching the Pro-Israeli Media Watchers. Jewish Political Studies Review 16, 3-4 (Herbst 2004): S. 33-58.

[2] The Mideast Coverage of the Second Intifada in the German Print Media, with Particular Attention to the Image of Israel. Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung.

[3] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Daniel Killy. The Tyranny of Political Correctness. Israel National News, 30. Juli 2013.

[4] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Hildegard Müller. Israel and Europe: The Positive and the Negative. In: Israel and Europe: An ExpandingAbyss? Jerusalem: Jerusalem Center for Public Affairs/Adenauer-Stiftung, 2005, S. 40.

[5] Eva Maria Kogel: Demonstranten in Berlin greifen israelisches Paar an. Die Welt, 20. Juli 2014.

[6] Ulrich Clauß. Großteil der Medien berichtet voreingenommen. Die Welt, 22. August 2014. Mehr hierzu bei: Anatol Stefanowitsch: Schlagzeilen mit Schlagseite. Jüdische Allgemeine, 17. Juli 2014.

[7] Seth J. Frantzman: Terra Incognita: Journalists vs Jerusalem. The Jerusalem Post, 9. Dezember 2014.

[8] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Shmuel Trigano: French Anti-Semitism: A Barometer for Gauging Society’s Perverseness. Post-Holocaust and Anti-Semitism, 26, 1. November 2004.

[9] Clément Weill-Raynal: L’Agence France Presse: le récit contre les faits. Observatoire du monde juif, 2. März 2002.

[10] Denis Jeambar/Daniel Leconte: Guet-apens dans la guerre des images. Le Figaro, 25. Januar 2005.

[11] Weill-Raynal: L’Agence France Presse.

[12] Décryptage. Regie: Jacques Tarnero und Philippe Bensoussan, 2002.

[13] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Andrea Levin. Fighting Distorted Media Coverage of Israel. Israel National News, 12. Mai 2012. Deutsch: https://heplev.wordpress.com/2012/04/23/camera-bekampfung-der-verzerrten-medienberichterstattung-zu-israel/

[14] Indicting Israel: New York Times Coverage of the Palestinian-Israeli Conflict. CAMERA, 15. Oktober 2013.

[15] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Ricky Hollander und Gilead Ini. The Anti-Israel Bias of the New York Times. Israel National News, 18. Juli 2014. Deutsch: https://heplev.wordpress.com/2014/05/26/die-antiisraelische-einseitigkeit-der-new-york-times/

[16] PM adviser’s letter to ‘New York Times’. The Jerusalem Post, 16. Dezember 2011.

[17] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Alex Safian. A Classic Media Distortion. Israel National News, 10. Mai 2014.

[18] Dishonest Reporting ‘Award’ for 2001. HonestReporting, 7. Januar 2002.

[19] Jeff Helmreich: Journalistic License: Professional Standards in the Print Media’s Coverage of Israel. Jerusalem Center for Public Affairs, 15. August 2001.

[20] Matti Friedman: An Insider’s Guide to the Most Important Story on Earth. Tablet, 26. August 2014.

[21] Steven Gutkin: My Life As An AP Bureau Chief In Israel. Goa Streets, 25. September 2014.

[22] Matti Friedman: Ongoing Controversy Around ‘The Most Important Story on Earth. Tablet, 16. September 2014.

[23] Matti Friedman: What the Media Gets Wrong About Israel. The Atlantic, 30. November 2014.

[24] Ariel Cahana: How the Murder of a Jewish Baby is Reported Worldwide. Israel National News, 24. Oktober 2014.

[25] Thomas Friedman: From Beirut to Jerusalem. New York (Anchor Books Doubleday) 1990, S. 72-73.

[26] Rory Carroll/Ian Black. TV Row over Mob Footage ‘Betrayal’. The Guardian, 20. Oktober 2000.

[27] Servaas van der Laan: NOS geft toe: censuur hakenkruizen bij anti-Israëlprotest. Elsevier, 15. Juli 2014.

[28] Hans Moll: Hoe de nuance verdween uit een kwaliteitskrant. Amsterdam (Bert Bakker) 2011).

[29] Renske Prevo/Judith van de Hulsbeek: Vertaler van een onoplosbaar conflict: Joris Luyendijk. De Journalist, 10. April 2002.

[30] Joris Luyendijk: Het zijn net mensen—beelden uit het Midden-Oosten. Amsterdam (Podium) 2006).

[31] ebenda, S. 27-28.

[32] Politiken, 14. Dezember 2002.

[33] Arthur Arnheim: Anti-Semitism after the Holocaust—Also in Denmark. Jewish Political Studies Review 15, 3-4 (Herbst 2003), S.151-159.

[34] Dokumentation: Læs Günter Grass’ digt. Politiken, 7. April 2012.

[35] Manfred Gerstenfeld: Interview mit David Bar-Illan. The Loaded Dice of the Foreign Media Are There to Stay. In: Israel’s New Future: Interviews. Jerusalem (Jerusalem Center for Public Affairs, Rubin Mass) 1994, S. 109-119.

[36] Gerstenfeld/Green: Watching the Pro-Israeli Media Watchers. S. 33-55.

[37] Siehe zum Beispiel David Bar-Illan: Eye on the Media. Jerusalem (Gefen) 1993.

[38] Gerstenfeld: Interview mit Bar-Ilan.

[39] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Trevor Asserson. The BBC: Widespread Antipathy Toward Israel. In: Demonizing Israel and the Jews. New York (RVP Press) 2013, S. 91-93.

[40] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Zvi Shtauber. British Attitudes toward Israel and the Jews. In: Israel and Europe: An Expanding Abyss? Jerusalem (Jerusalem Center for Public Affairs/ Adenauer Foundation) 2005, S. 183-192.

[41] Jason Deans: BBC’s Arafat Report Sparks Protest. The Guardian, 5. November 2004.

[42] ebenda

[43] Brief von Natan Sharansky an Jonathan Baker, Auslandsnachrichten-Chef, BBC, 30. März 2004.

[44] Raphael Israeli: Fundamentalist Islam and Israel. Lanham (MD: JCPA, University Press of America) 1994, S. 132-159.

[45] Conny Mus: Interview mit Ismail Haniyeh. RTL TV, 20. April 2007.

[46] Manfred Gerstenfeld: Als de Media Moordenaars Goedpraten. Opinio, 20. – 26. Juli 2007

[47] palwatch.org

[48] Arieh Stav:Peace, the Arabian Caricature: A Study in Antisemitic Imagery. Tel Aviv (Gefen) 1999, S. 18.

[49] Manfred Gerstenfeld: Interview mit Joël Kotek. Major Anti-Semitic Motifs in Arab Cartoons. Post-Holocaust and Anti-Semitism, 21, 1. Juni 2004.

[50] Simon Freeman und Agenturen: Iranian Paper Launches Holocaust Cartoon Competition. Times Online, 6. Februar 2006.

[51] Manfred Gerstenfeld: Ahmadinejad, Iran, and Holocaust Manipulation: Methods, Aims, and Reactions. Jerusalem Viewpoints, 551, 1. Februar 2007.

[52] ebenda

[53] Gerstenfeld: Interview mit Shtauber.