Grundsatzäußerungen von Palästinenserführern

Die Palästinenserführer werden bei uns in der Regel nur mit Dingen zitiert, die man mit ausreichend bösem Willen als friedfertig, friedensbereit, Ausgleich suchend oder Koexistenz mit Israel anstrebend interpretieren kann. Solche Äußerungen geben sie auf Englisch ab. Dem eigenen Volk, arabischen Medien und Politikern gegen über reden sie auf Arabsich anders und machen keinen Hehl aus ihren Absichten. Hier eine kleine Sammlung von grundsätzliche Aussagen, die mir begegnet sind. Die meisten sind Middle East Media Research Institute (MEMRI) und bei Palestinian Media Watch (PMW) dokumentiert – Ergänzungen (mit Quellenangabe) willkommen:

Was Intifada bedeutet, erklärte der Kleriker Muhammed Salah “Abu Rajab” am 9. Oktober 2015 in der Al-Abrar Moschee in Rafah: “Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!” (Quelle: tapfer im nirgendwo)

Die Al-Aksa-Moschee gehört uns, und die Juden haben kein Recht, sie mit ihren dreckigen Füssen zu schänden. Wir segnen jeden Tropfen Blut, der für Jerusalem vergossen worden ist, denn es ist echtes, reines Blut, das für Allah vergossen wurde. Jeder Märtyrer wird ins Paradies kommen, und jeder Verwundete wird von Allah belohnt werden.
Mahmud Abbas, Mitte September 2015

Nach den Ereignissen des September [11. September 2001] in New York verwandte [Ariel] Sharon den Begriff „Terror auch für die Angriffe, auf unseren nationalen Kampf. Ich warnte damals davor und forderte Mäßigung, bis der Aufruhr von New York sich gelegt hat…
Jetzt, nach den Anschlägen von Paris, müssen wir uns ebenfalls zurückhalten, damit wir nicht für die Verbrechen des IS und seiner Konsorten mitverurteilt werden. Denn die Welt befindet sich gerade im Koma und wird wohl nicht so bald daraus erwachen. Wir müssen unsere Lektion lernen und warten.
Hafez Barghouti, Al-Hajat al-Jadida, 24. November 2015

Die internationale Gemeinschaft ist nicht damit einverstanden, wenn in Tel Aviv ein Bus in die Luft gesprengt wird. Aber sie fragt nicht danach, was mit einem Siedler oder Soldaten in den besetzten Gebieten zur falschen Zeit und am falschen Ort passiert. Niemand fragt danach! Deshalb kämpfen wir so, dass die Welt und die internationale Gemeinschaft auf unserer Seite bleiben.
Jibril Rajoub, 17. Oktober 2015

Das sind einzelne Operationen, allerdings bestehen sie aus Mut und Fassung… Das sind individuelle Taten des Mutes und ich bin stolz auf sie. Ich gratuliere jedem, der sie ausführte. Ich sage ihnen: Wir sind stolz auf euch… den Kämpfer, den Häftling oder den Märtyrer, sie sind für das gesamte palästinensische Volk eine Bereicherung.
Jibril Rajoub, 17. Oktober 2015 über die Messeranschläge und Mord/Mordversuche an Juden in Jerusalem, Judäa und Samaria.

Die Al-Aksa-Moschee gehört uns, und die Juden haben kein Recht, sie mit ihren dreckigen Füssen zu schänden. Wir segnen jeden Tropfen Blut, der für Jerusalem vergossen worden ist, denn es ist echtes, reines Blut, das für Allah vergossen wurde. Jeder Märtyrer wird ins Paradies kommen, und jeder Verwundete wird von Allah belohnt werden.
Mahmud Abbas, 16. September 2015

Jede gemeinsame sportliche Aktivität mit dem zionistischen Feind zum Zwecke der Normalisierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Jibril Rajoub, Anfang September 2014

Yassir Arafat – in den 1990-er Jahren, als der „Friedensprozess“ noch so richtig „gut“ lief:

Die PLO wird sich jetzt darauf konzentreiren Israel psychologisch in zwei Lager zu spalten… Wir haben vor den Staat Israel zu eliminieren und einen Palästinenserstaat zu gründen. Wir werden den Juden das Leben durch psychologische Kriegsführung und eine Bevölkerungsexplosion unerträglich machen. Juden werden nicht unter Arabern leben wollen. Ich habe keine Verwendung für Juden. Sie sind und bleiben Juden. Wir brauchen jetzt alle Hilfe, die wir von euch in unserem Kampf für ein geeintes Palästina unter arabischer Herrschaft bekommen können.
Rede vor arabischen Diplomaten in Stockholm, dokumentiert von der Jerusalem Post, 23. Februar 1996

Wir werden uns nicht beugen noch scheitern, bis das Blut auch des allerletzten Juden vom jüngsten Kind bis zum ältesten Alten vergossen ist, um unser Land zu erlösen.
Rede „Der bevorstehende völlig Zusammenbruch Israels“ Grandhotel Stockholm, 30. Januar 1996.