Lektionen aus der fehlgeschlagenen „Gaza-Initiative“ von 1949

Col. (Res.) Dr. Raphael G. Bouchnik-Chen, BESA Center Perspecitves Paper Nr. 1.134, 7. April 7 2019

Palästinensische Flüchtlinge 1948 (Foto via Wikimedia)

Zusammenfassung: Vor siebzig Jahren, als die arabisch-israelischen Friedensgespräche in einer Sackgasse steckten, wurde eine bahnbrechende und kreative diplomatische Initiative erörtert, um mit dem Schicksal des Gazastreifens und seinen palästinensisch-arabischen Flüchtlingen klarzukommen. Diese US-Initiative war ein ernsthafter Versuch eine Regelung zwischen Ägypten und Israel zustande zu bringen, während etwas zur Lösung des palästinensischen Flüchtlingsproblems beigetragen wurde. Obwohl sie als Fehlschlag endete, bot sie wertvolle Lektionen.

Es wird weithin erwartet, dass eines der Hauptthemen, die von Donald Trumps anstehendem „Deal des Jahrhunderts“ angesprochen werden, die Teilung von PA in der Westbank und Hamas im Gazastreifen ist. Auch während der Formulierung der Oslo-Vereinbarungen wurden Versuche unternommen einen Weg zu finden, wie der mögliche Palästinenserstaat mit einer terrestrisch-physischen Verbindung umgesetzt werden kann, um die Passage vom Gazastreifen in die Westbank zu ermöglichen. Der israelische Außenminister Shimon Peres war zentral an diesen Bemühungen beteiligt.

Diese Idee wird jedoch von der Hamas nicht begrüßt; sie hatte sich auf reichlich mehr eingeschossen. Die gewalttätigen und provokativen wöchentlichen Krawalle entlang der israelischen Grenze zum Streifen, organisiert von der Hamas, werden unter der Parole „Marsch der Rückkehr“ veranstaltet, dem palästinensischen Standard-Euphemismus für die demografische Unterwanderung Israels. Obwohl sie als Terrororganisation eingestuft ist, gewinnt die Gruppe diese PR-Kampagne gegen Israel. Internationale Sympathie für die Hamas nimmt korrespondierend mit dem Anstieg der Opferzahlen an der Grenze zu.

Die Hamas hat ihre Kriegslust gegen Israel durch systematische, gut geplante Terroroffensiven eskaliert, die jede Menge Brandsatz-Ballons verwendeten, womit sie das Risiko einer weiteren Runde der Feindseligkeiten vergrößerte. Ägypten handelt als indirekter Vermittler zwischen Israel und der Hamas, um weiteres Absinken in einen ausgewachsenen Konflikt zu vermeiden.

Angesichts dieser Umstände ist es nützlich über eine bahnbrechende diplomatische Initiative zum Schicksal des Gazastreifens und seiner Flüchtlinge nachzudenken, die vor 70 Jahren während der von der UNO geleiteten arabisch-israelischen Friedensgespräche in Lausanne lanciert wurde. Die Initiative bietet Lektionen, die heute noch von Bedeutung sind.

Die Grundidee war ein Vorschlag den Gazastreifen und seine arabische Bevölkerung in Israel einzugliedern. Das war die Vision von David Ben-Gurion, der den Gazastreifen als letztlich autonom werdenden Staat wie Luxemburg betrachtete.

Die Logik hinter dieser Initiative gründete auf zwei Faktoren: 1) Ägypten wollte den Gazastreifen nicht annektieren, den es während des Kriegs von 1948 besetzt hatte; es hatte keinerlei Wunsch dessen palästinensisch-arabischen Flüchtlinge als volle ägyptische Staatsbürger zu absorbieren; 2) Israel sorgte sich um eine potenzielle militärische Bedrohung infolge Ägyptens fortgesetzter Besetzung des Streifens in enger Nähe zu israelischen Bevölkerungszentren.

In ihrem Buch Unprotected Palestinians in Egypt since 1948 (Schutzlose Palästinenser in Ägypten seit 1948) aus dem Jahr 2009 hebt Dr. Oroub el-Abed Ägyptens doppelte Sicht auf die Palästinenser hervor:

Mit Beginn der Unterzeichnung der Waffenstillstandsvereinbarung im Februar 1949 hatte Ägypten zwei „unterschiedliche“ palästinensische Bevölkerungen unter seiner Kontrolle: Die geringe Bevölkerung, die es geschafft hatte in Ägypten zu bleiben und die Bevölkerung des von Ägypten verwalteten Gazastreifens, die massiv durch einen Zustrom von mehr als 200.000 Flüchtlingen aus anderen Bereichen Palästinas massiv zunahm. Die Voraussetzung sie getrennt zu halten bestand darin, beträchtlichen Einfluss auf die ägyptische Politik gegenüber beiden Gemeinschaften zu haben.

Unter Hinweis auf den ägyptischen Widerwillen die Flüchtling im Gazastreifen anzunehmen, vermerkt El-Abed:

Es hat nie die Frage gegeben den Palästinensern die ägyptische Staatsbürgerschaft zu gewähren, also stand es nie zur Debatte, dass Ägypten den Gazastreifen annektiert, wie Jordanien es mit der Westbank getan hatte.

Die Gaza-Initiative wurde von Jacob Tovy (2003) in einem akademischen Artikel und später von Shlomo Nakdimon in Ha’aretz (Juli 2014) diskutiert, aber das Thema hat in Israel, in der arabischen Welt oder bei den Palästinensern nie viel Aufmerksamkeit bekommen.

Die umfassendste Übersicht zu der Initiative wurde von Neil Caplan in seiner Buchserie Futiel Diplomacy (Vergebliche Diplomatie; 1977) erstellt. Caplan betrachtet den Plan aus der amerikanischen, der israelischen und der ägyptischen Perspektive. Er hatte Zugang zu einer Menge offizieller Protokolle und diplomatischer Depeschen und seine Herangehensweise war objektiv und ausgewogen.

Die Schlüsselfigur hinter der Gaza-Initiative war Mark Erthridge, der US-Repräsentant bei der PCC (Palestine-Conciliation Commission = Palästina-Schlichtungskommission), der bei den Gesprächen in Lausanne den internationalen Schirm lieferte. Die offizielle israelische Position lautete: „Sollte die Annektierung des Gazastreifens durch den Staat mit all seinen Einwohnern vorgeschlagen werden, wird unsere Antwort positiv sein.“ Israel machte der PCC am 20. Mai 1949 einen konkreten Vorschlag, der sich darauf konzentrierte den Gazastreifen zu übernehmen und damit „einen beträchtlichen Beitrag für eine Lösung des Flüchtlingsproblems“ zu leisten.

Am 4. Juni informierte das Außenministerium der US-Delegation in Lausanne, dass die amerikanische Regierung die Eingliederung des Gazastreifens nach Israel als Teil einer territorialen Regelung mit Ägypten zustimmen würde, vorausgesetzt das könne durch Verhandlungen mit und dem vollen Einverständnis der ägyptischen Regierung erreicht werden und unter der Voraussetzung, dass Ägypten territorialen Ausgleich gemäß der Formel des Präsidenten (dem „Jessup-Prinzip“) erhielt, sollte Ägypten dies wünschen.

Die Schlüsselidee der USA war die Verhandlungen über das Schicksal der Flüchtlinge mit territorialen Fragen zu verknüpfen. Während die Israelis sich auf territoriale Fragen konzentrierten, gab die arabische Delegation dem Flüchtlingsproblem Priorität. Die Gaza-Initiative war ein konkreter Versuch eine Kombinationslösung zu finden.

Der amerikanische Chargé d’Affaires in Kairo, Jefferson Patterson, dachte, dass „Ägypten im Verlauf zukünftigen Feilschens bereit sein könnte, den Gazastreifen abzugeben“, zusammen mit der „Flüchtlingslast“. Die offene Frage war der Ausgleichsparameter – d.h. das quid pro quo. Obwohl das für die Israelis und Amerikaner eine Tauschformel war – den Streifen für einen Teil des Negev – wurde deutlich gemacht, dass die Ägypter heftig gegen den Plan waren.

Ein US-Versuch sich mit den Briten zusammenzutun, um auf Ägypten Druck auszuüben, schlug fehl. Kairo bestand darauf als Ausgleich ein großes Territorium zu erhalten, eine Verbindung vom Gazastreifen über Beer Sheva zum Toten Meer zu schaffen. Das hätte zur Folge gehabt den gesamten Negev abzugeben – mit anderen Worten: mehr die Hälfte seines Gesamtterritoriums, einschließlich der Stadt Eilat.

Trotz dieses Konflikts vertrat US-Außenminister Dean Acheson weiter die Ansicht, dass der Gaza-Vorschlag eine „Grundlage für Diskussionen zwischen Ägypten und Israel“ war, die „wahrscheinlich den Weg für eine endgültig Regelung zwischen Israel und Ägypten“ führt und damit „einen entscheidenden Schritt zu einer Gesamtlösung für Palästina darstellt“. Ein US-Diplomat verwendete stärkere Begriffe und erklärte, dass „der Gazastreifen-Vorschlag vielleicht der Schlüssel war, mit dem das Gesamtproblem gelöst werden könnte“.

Die Amerikaner glaubten, dass Ägyptens harte Reaktion auf den Gaza-Vorschlag, wie sie von Außenminister Ahmed Muhammad Khaschaba zum Ausdruck gebracht wurde, in Wirklichkeit Verhandlungstaktik war. Grund dafür war Khaschabas Erklärung, Ägypten „würde es nicht ablehnen ernsthaft über jeden Plan nachzudenken, der als humanitäre Maßnahme geschaffen und empfänglich dafür sei einer Gegend oder Situation Stabilität zu bringen sei“. Ägypten, das fürchtete, die Flüchtlinge im Gazastreifen würden von Israel in der Wüste Negev kaltgestellt, gab Sorge bezüglich deren Sicherheit und Wohlergehen Ausdruck.

Um die Ägypter von der Kooperation zu überzeugen, wies Acheson auf die ungewisse Zukunft der Finanzierung der Flüchtlingshilfe hin, von der die meiste von amerikanischen Wohlfahrtsorganisationen kam. Die Idee war der Hinweis darauf, dass die wirtschaftliche Last der Handhabung des Wohlergehens der Flüchtlinge im Gazastreifen einzig Ägyptens Problem sein würde, ungeachtet dessen eigener Überbevölkerung und Armut.

Sobald die Amerikaner einmal die Rolle des Vermittlers übernahmen und von der Gaza-Initiative schwärmten, wurden die Israelis vorsichtiger und begannen als diplomatische Taktik zu zögern. Abba Eban, der israelische Botschafter bei der UNO, betonte die Notwendigkeit „jegliches Anzeichen von Eifer für Gaza“ zu vermeiden. Er hatte das Gefühl, Israel sollte überlegen „territorialer Anpassung“ an der Grenze Sinai-Israel zuzustimmen – vorausgesetzt, dass das nicht Eilat einschließt, das unter keinen Umständen aufgegeben werden sollte.

Der israelische Delegationsleiter in Lausanne, Walter Eytan, hatte keine Illusionen zum Preis, der von Israel verlangt werden würde. Er beschrieb das Dilemma, dem sich Israel auf diese Weise stellte: „Wenn Israel die guten Aufgaben der Amerikaner ablehnt, dann sind wir diejenigen, die keinen Frieden wollen. Wenn wir ja sagen, verlieren wir Eilat.“

Die tiefgreifenden israelisch-amerikanischen Meinungsverschiedenheiten über die Notwendigkeit territorialer Kompensation gegenüber Ägypten mit einer Betonung auf die Gegend von Aqaba, um eine Landbrücke zwischen Ägypten und Jordanien zu schaffen, signalisierte das Abklingen der Gaza-Initiative. Das Außenministerium hatte von Anfang an deutlich erklärt, dass territoriale Kompensation für Ägypten und vielleicht auch für Jordanien, erforderlich sein würde. Israel ließ seine absolute Gegnerschaft zu jeder derartigen territorialen Kompensation wissen.

Mosche Scharett, der israelische Außenminister, kritisierte indirekt Washingtons Enthusiasmus für die Gaza-Initiative. In einer Rede vor der Knesset (15. Juni 1949) fragte er: „Warum überhaupt sollten die arabischen Staaten Anrecht auf territoriale Kompensation haben?“ Mit Hinweis auf die amerikanische (und britische) Rolle bei der Förderung des Gaza-Plans, erklärte er: „Wer immer, bewusst oder unbewusst, die arabischen Staaten ermutigt zu glauben, dass sie vielleicht Erfolg damit haben könnten, von Israel territoriale Zugeständnisse zu erpressen und mit Hilfe politischen Drucks zu bekommen, was sie durch einen Aggressionskrieg nicht erreichten, wird der Sache des Friedens im Nahen Osten nicht dienen.“ Scharett fügte an: „Ein besonderes Wort der Warnung muss gegen alle erneuerten Versuche ausgesprochen werden, dem Staat Israel den südlichen Teil des Negev zu rauben.“

Parallel dazu kritisierte ein hochrangiger ägyptischer Diplomat energisch den israelischen Wunsch weiteres Gebiet in Besitz zu nehmen und drückte Überraschung aus, dass die US-Regierung eine solche Maßnahme als konstruktiven Vorschlag betrachten könnte. Für Kairo war die Gaza-Initiative nichts anderes als ein israelisches Komplott, um „einen direkten Tausch Territorium gegen Flüchtlinge“ zu ermöglichen.

Ende 1949 wurde die Gaza-Initiative von den U SA und den regionalen Akteuren praktisch aufgegeben. Sie bleibt jedoch der erste und einzige Versuch sich ernsthaft mit dem Problem der palästinensisch-arabischen Flüchtlinge beschäftigen. Die israelische Bereitschaft mehr als 100.000 Flüchtlinge als Teil einer bilateralen Abmachung mit Ägypten „wieder anzusiedeln“, wurde nie erneuert. Der offizielle Standpunkt Israels zum Flüchtlingsproblem bleibt fest: Den Flüchtlingen muss das Rückkehrrecht in das souveräne Territorium Israels verweigert werden.

Obwohl die Gaza-Initiative nur eine kurze und unproduktive Episode in der Geschichte der israelisch-ägyptischen Beziehungen ist, kann sie amerikanische diplomatische Bemühungen zum Finden einer Lösung für das palästinensische Flüchtlingsproblem immer noch profitabel informieren. Unter anderen Aspekten sollte die Aufmerksamkeit auf diese Elemente gerichtet werden:

  • Die selektive Verwendung finanzieller Hilfen für die Palästinenser als Hebel zum Erreichen diplomatischer Ziele. Präsident Trumps Entscheidung die US-Hilfe für die PA zu kappen und den jährlichen Beitrag der USA zur UNRWA zu reduzieren, sind Mittel die Palästinenser in Bezug auf den aufkommenden „Deal des Jahrhunderts“ unter Druck zu setzen.
  • Die Annahme, dass Israel zu einer amerikanischen diplomatischen Initiative nicht „nein“ sagen wird. Diese Haltung wurde von Walter Eytan gegenüber dem Gaza-Vorschlag durchaus beschrieben. Er formulierte es so: „Ich glaube nicht, dass die Amerikaner eine Vermittlung vorgeschlagen hätten, noch dass sie die Ägypter dazu hätten bringen können sie zu akzeptieren, wenn nicht von Anfang an klar gewesen wäre, dass wir gezwungen werden sollten diese territorialen Zugeständnisse zu machen.“
  • Die Amerikaner erwarteten, dass bilaterale Verhandlungen über den Rahmen der Arabischen Liga als Kollektiv hinaus möglich waren. Das ist der Grund, dass Washington voll damit beschäftigt war für die Gaza-Initiative zu werben. Es sagte voraus, dass der Vorschlag zu einer „Diskussionsgrundlage für Ägypten und Israel“ würde, die, so glaubte man, „wahrscheinlich den Weg für eine endgültige israelisch-ägyptische Vereinbarung ebnet“.

Man fragt sich, wie die demografische Gleichung in Israel heute aussehen würde, hätte der Staat 1949 mehr als 150.000 palästinensische Araber in sein winziges souveränes Territorium aufgenommen. Andererseits: Wäre die Gaza-Initiative erfolgreich gewesen, hätten die folgenden israelisch-ägyptischen Kriege vermieden werden können.

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Nein, Israel wurde nicht von der UNO geschaffen

Elder of Ziyon, 5. Februar 2019

Arab News hat eine typische antiisraelische Tirade von Chris Boyle gebracht, dem Direktor des in London ansässigen Council for Arab-British Understanding. Er schreibt: „Israel was ein Kinder der UNO, geboren aus einer Resolution der Vollversammlung. Und wie es mit vielen Kindern ist, ist es eindeutig undankbare geblieben.“

Nein, die UNO-Resolution, die Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat teilte, ist nicht das, wodurch Israel geschaffen wurde.

Die Resolutionen der UNO-Vollversammlung haben kein rechtliches Gewicht, außer alle Seiten stimmen ihnen zu; in diesem Fall wird ihm durch ihre Zustimmung rechtlicher Status gegeben. Als die Araber die Resolution ablehnten, verlor sie jegliche rechtliche Kraft, die sie potenziell hätte haben können.

Die UNO schuf das moderne Israel nicht. Zionistische Juden schufen es, indem sie sie Institutionen eines Staates aufbauten, während sie den Versuchen der arabischen Welt sie auszurotten Widerstand leisteten.

Ich habe gesehen, dass auch Zionisten dieses Argument anführten.

Israel wurde nicht durch ein Stück Papier geschaffen. Es wurde durch Schweiß und Blut von Juden geschaffen, die zweitausend Jahre lang von der Rückkehr nach Zion geträumt und dafür gebetet haben – und die Welt akzeptierte den Staat trotz des Widerstands der arabischen Welt.

Kenne deine Geschichte: Die fliehenden Araber (TIME Magazine, 3. Mai 1948)

Aussie Dave, Israellycool, 26. Mai 2016

In meinem letzten Geschichtseintrag warf ich einen Blick au feinen Artikel der New York Times von 1966, der unter anderem erwähnte, dass palästinensisch-arabische Flüchtlinge (anders als die Behauptungen der Hasser, sie seien vertrieben worden) geflohen waren. Er erwähnte zudem die jüdischen Angaben, dass sie aufgrund der Befehle ihrer arabischen Führer flohen.

Der Artikel verblüfft, nicht nur  mit seiner Beschreibung der jüdischen Eroberung von Haifa, sondern wegen dem, was er über die Flüchtlinge sagt. Schwarz auf weiß steht dort: Die Araber flohen „zum Teil aus Angst, zum Teil auf Befehl ihrer arabischen Führer“. Eine Bestätigung der Darstellung der Juden, zumindest was die Araber von Haifa angeht. Beachten Sie auch die Beschreibung  einer jüdischen Armee, die zum ersten Mal seit 1.800 Jahren Pessah im Feld feiert.

Anmerkung: Ich kann keinen Link zum ganzen Artikel bieten, weil der nur für Abonnenten zugänglich ist. Aber ich habe einen Screenshot eingestellt:


Die gelb unterlegten Passagen:
Von den 60.000 dort lebenden Arabern waren viele schon vor Beginn des Angriffs in Sicherheit geflohen. Als die panische Evakuierung während des jüdischen Angriffs begann, versammelten die verbliebenen mehrere Tausend die wenigen Habseligkeiten, die sie tragen konnten. Angetrieben vom Mörserbeschuss hämmerten mehr als tausend Männer, Frauen und Kinder an Tor Nr. 3 des von den Briten kontrollierten Hafengebiets, um dort in Sicherheit zu kommen. Wachen der Royal Marines ließen sie schließlich auf das Hafengebiet.

Was nahmen diese einfachen, verwirrten Menschen im Augenblick der Panik mit? Einen kleine türkischen Teppich…

Die Massenevakuierung, ausgelöst zum Teil von Angst, zum Teil auf Befehl der arabischen Führer, hinterließ das arabische Viertel von Haifa als Geisterstadt. Hinter den arabischen Anordnungen steckte mehr als Stolz und Trotz. Mit dem Abzug der arabischen Arbeiter hofften ihre Führe Haifa zu lähmen. Jüdische Führer sagten sehnsüchtig: „Sie werden in ein paar Tagen wieder hier sein. Einige kommen jetzt schon.“

Zum ersten Mal seitdem die Römer vor 1.800 Jahren Jerusalem einebneten, aß eine jüdische Armee Pessah-Matzen und bittere Kräuter an Lagerfeuern im Feld. Der Leiter der Jewish Agency, David Ben-Gurion, sagte: „Wir stehen am Vorabend des jüdischen Staates … ermutigt von den Siegen unserer Armee … Wir haben gerade begonnen uns mit dem Schwert zu gürten.“

Deir Yassin: Es gab kein Massaker

Eliezer Tauber, Israel Blogger, 28. Mai 2018

Ein Gründungsmythos des palästinensischen Narrativs war eine Fälschung, die tausende Araber aus in Panik und Flucht trieb

Auf diesem !Foto des UNRWA-Archivs von 1948 stehen palästinensische Flüchtlinge vor ihrem Zelt in Khan Junis im Gazastreifen (Foto: AP/UNRWA-Fotoarchiv)

Deir Jassin ist einer der Gründungsmythen des palästinensischen Narrativs, nach dem Israelis 1948 254 Menschen ermordeten, Vergewaltigungen und weitere geschlechterorientierte Gräueltaten an einem friedlichen palästinensischen Dorf begingen. Die letzten fünf Jahre über habe ich eingehende Recherche zu der Angelegenheit durchgeführt, lernte das Dorf kennen, die dort lebten und wo, wie ihre Namen lauteten und vor allem die genauen Umstände des Todes jedes einzelnen Getöteten. Die Ergebnisse waren erstaunlich, aber klar. Es gab in Deir kein Massaker. Keine Vergewaltigungen. Jede Menge haltlose palästinensische Propaganda.

Am 9. April 1948 griffen die verbundenen Kräfte der jüdischen Untergrundorganisationen Etzel und Lehi Deir Jassin an, ein arabisches Dorf westlich von Jerusalem. Das war vier Monate nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen Juden und Arabern in Palästina und rund einen Monat vor der Beendigung des britischen Mandats sowie der Gründung des Staates Israel. Die Art des Angriffs wurde zu einem der kontroversesten Themen in der Geschichte des arabisch-israelischen Konflikts und diente den Palästinensern als Beweis für Israels Unmenschlichkeit. Fast sieben Jahrzehnte lang beschrieb antiisraelisch-einseitige Literatur ihn als gewolltes und vorsätzliches Massaker an wehrlosen arabischen Dorfbewohnern, begleitet von Vergewaltigungen und weiteren Gräueltaten.

Was geschah in Deir Jassin wirklich? Im Gegensatz zu dem, was man erwarten könnte, stellte ich fest, dass die Zeugenaussagen der jüdischen Angreifer einerseits und der arabischen Überlebenden andererseits überraschend ähnlich waren, manchmal fast identisch. Meine Methodik war es daher, die Zeugenaussagen beider beteiligter Seiten, der Juden wie der Araber, in einer Geschichte zu kombinieren. Ich stützte mich auf eine gewaltige Anzahl an Zeugenaussagen und Aufzeichnungen aus 21 Archiven (darunter solche der Israelis, der Palästinenser, der Briten, Amerikaner, der UNO und des Roten Kreuzes), von denen viele noch nicht der Öffentlichkeit freigegeben sind, dazu hunderte anderer Quellen. Ich habe im Grunde zwei Ergebnisse: In Deir Jassin fand kein Massaker statt, aber andererseits trieben von der Palästinenserführung verbreitete falsche Gerüchte über Massaker, Vergewaltigungen und andere Gräueltaten die palästinensische Bevölkerung dazu ihre Häuser zu verlassen und wegzulaufen, wodurch sie ein wichtiger Anreiz für die Schaffung des palästinensischen Flüchtlingsproblems wurden.

Kein Massaker

Deir Jassin war nicht das friedfertige Dorf, wie später viele behaupteten, sondern en befestigtes Dorf mit zig bewaffneten Kombattanten. Seine Beziehungen zu den benachbarten jüdischen Vierteln waren Jahrzehnte lang gestört und die Juden glauben, dass es die einzige Straße von Jerusalem nach Tel Aviv gefährdet, wodurch es einen Teil der arabischen Belagerung des jüdischen Jerusalem darstellte. Auch wenn sie es später aus politischen Gründen bestritt, genehmigte daher die 1948 wichtigste jüdische Miliz, die Haganah, den Angriff und nahm später mit ihrer Angriffsstreitkraft, dem Palmach, daran teil.

Eine heftige Schlacht von 10 Stunden, in Anwesenheit von Zivilbevölkerung, endete mit einem Sieg für Etzel und Lehi. Ein Massaker fand nicht statt. Als die Schlacht endete, hörte das Töten auf. „Ich glaube, dass die meisten der Getöteten zu den Kämpfern und den Frauen und Kindern gehörten, die den Kämpfern halfen“, sollte einer der arabischen Überlebenden aussagen. Darüber hinaus erhielten die arabischen Dorfbewohner im Vorhinein eine Warnung, sie sollten das Dorf evakuieren; dem folgten 700 von ihnen. Die Angreifer nahmen weitere 200 Dorfbewohner gefangen und ließen sie im arabischen Jerusalem wohlbehalten frei. Nur 101 Araber wurden getötet, ein Viertel von ihnen aktive Kombattanten und die meisten restlichen unter Kampfbedingungen. Die jüdischen Angreifer erlitten ebenfalls Verluste.

Die Schaffung des palästinensischen Flüchtlingsproblems

Aus Überlegungen der psychologischen Kriegsführung berichtete Etzel von 200 getöteten Arabern, das Doppelte der tatsächlichen Anzahl; sie wurde von der Palästinenserführung in Jerusalem begeistert übernommen, die sie auf 254 erhöhte und Vergewaltigungen und geschlechtsorientierte Gräueltaten hinzufügte. Hussein Khalidi, 1948 die oberste arabische Autorität in Jerusalem, war der Meinung: „Wir müssen daraus das meiste herausholen.“ So berichtete sein Assistent Hazm Nusseibeh 1998 in einem Interview, dass Khalidi sagte: „Wir sollten dem die allergrößtmögliche Propaganda geben, denn die arabischen Länder sind anscheinend nicht daran interessiert uns zu helfen und wir stehen vor einer Katastrophe … Also sind wir gezwungen ein Bild zu geben – nicht von dem, was tatsächlich geschieht, sondern wir mussten übertreiben.“ Kahlidis Verfälschung der Fakten verfehlt es die Katastrophe zu verhindern. Stattdessen half sie eine zu schaffen.

„Dr. Khalidi war derjenige, der die Katastrophe verursachte“, urteilte einer der arabischen Überlebenden. „Statt zu unseren Gunsten zu arbeiten, arbeitete die Propaganda zugunsten der Juden. Ganze Dörfer und Städte flohen aufgrund dessen, was sie über Deir Jassin gehört hatten.“ Die Palästinenserführung hatte vor die Sache auszunutzen, um Druck auf die arabischen Staaten auszuüben, damit die ihre Armeen nach Palästina schickten, um die Juden zu bekämpfen. Der Plan ging nach hinten los. Gemäß der Regel, dass die Ehre der Frauen an erster Stelle steht, vor dem Land, begannen die Palästinenser in dem Moment, als sie von Vergewaltigungen hören, sich vom Acker zu machen.

Israelis und Palästinenser glauben bezüglich der Schaffung des palästinensischen Flüchtlingsproblems an zwei Mythen. Die Israelis behaupten, dass die Palästinenser den Aufrufen ihrer Führer folgten ihre Häuser vorübergehend zu verlassen und dann mit den siegreichen arabischen Armeen zurückzukehren, aber das ist nicht das, was de Palästinenser anspornte wegzugehen. Die Palästinenser behaupten, dass die Israelis sie 1948 vertrieben, aber das ist nicht das, was sie zum Weggang trieb. Die wahre Geschichte des palästinensischen Exodus von 1948 war eine Flucht, die hauptsächlich durch Panik wegen eines Massakers motiviert war, das niemals stattfand.

Horrorpropaganda

Die Horrorpropaganda über die Angelegenheit ging von 1948 bis in die Gegenwart weiter. Das Folgende ist nur eine der typischen Geschichten, wiederholt angerführt, zuletzt vom im Exil lebenden ägyptisch-muslimischen Prediger Yussuf al-Qaradawi: „Als Höhepunkt der Grausamkeit gaben jüdische Terroristen Wetten auf das Geschlecht der ungeborenen Babys werdender Mütter ab. Die elenden Frauen wurden grausam lebend ausgeweidet, ihre Gebärmuttern herausgezogen und nach Beweisen durchsucht, um den Gewinner festzustellen.“

Aber Palästinenser und muslimische Prediger sind nicht die Einzigen, die das Narrativ vom Massaker propagieren; auch Westler tun das. „Deir Yassin Remembered“ (Erinnerung an Deir Jassin) ist eine in den Vereinigten Staaten gegründete Organisation, die daran interessiert ist ein Denkmal zur Erinnerung an den Fall an einem Ort zu schaffen, der das Holocaust-Gedenkzentrum Yad Vashem in Jerusalem überblickt, offenbar um eine Analogie zwischen den beiden zu ziehen. Die Gleichstellung wiederholt sich in ihren Schriften, die argumentieren, dass das Massaker als „unwahr, übertrieben oder umstritten“ zu beschreiben Holocaust-Revisionismus gleichkommt. Meine Forschungsarbeit zur Sache beseitigt jegliche ernsthafte Infragestellung, ob es in Deir Jassin ein Massaker gab oder nicht. Es gab keins.

Vielleicht hätte Truman Israel nicht anerkennen sollen

First One Through, 16. Mai 2018

Am 14. Mai 2018 verlegten die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem. Der 14. Mai wurde gewählt, damit er mit dem 70. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Israels zusammenfällt. So wie Präsident Harry Truman sich entschied, dass die USA das erste Land sein sollten, das 1948 den jüdischen Staat offiziell anerkannte, entschied sich Präsident Donald Trump, dass die USA die ersten sein sollten, die heute Israels Hauptstadt anerkennen.

Einige Proteste – insbesondere von Muslimen, Araber und Linksextremen – sind laut und wütend gewesen. Diese Gruppe (ja, sie verschmelzen in eine einzige Masse) argumentiert, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen ohne eine vergleichbare Erklärung für die Palästinenser zu haben, sei unfair. Sie vermerken, Trumps Handeln werde die arabische Welt wütend machen und Gewalt provozieren, zu Toten auf beiden Seiten des Konflikts führen. Darüber hinaus tue ein solcher Schritt nichts für Fortschritte in Richtung Frieden und sei daher ein furchtbarer Fehler.

Ich werde nicht argumentieren, dass sie kein Recht auf ihre Meinung haben. Ich werde stattdessen ihre Argumente so erwägen, als hätten wir das Jahr 1948.

Titelseite der New York Times vom 15. Mai 2018

Bedenken Sie:

  • Zionisten riefen 1948 einen unabhängigen Staat aus, obwohl die örtliche arabische Bevölkerung das nicht machte. Was ist falsch daran, wenn die USA den jüdischen Staat anerkennen, obwohl es keinen entsprechenden lokalen arabischen Staat gab?
  • Die arabische Welt war erbost über die Erklärung der Juden und die amerikanische Reaktion. Die Armee von fünf arabischen Staate (Libanon, Syrien, Irak, Jordanien und Ägypten) marschierten in Israel ein; dieser Krieg sollte tausende Leben fordern.
  • In die Region ist kein Frieden eingezogen. Heute, mehr als 70 Jahre später, sind die Israelis in der Lage gewesen mit nur zwei arabischen Staaten – Ägypten und Jordanien – ein Friedensabkommen zu schließen.

Die Argumente von 1948 und 2018 bleiben dem Anschein nach dieselben. Die US-Anerkennung war und ist unausgewogen, schürt Gewalt und schädigt die Friedensbemühungen. Man könnte daher zu dem Schluss kommen, dass Truman so falsch lag wie Trump und für viele im arabisch/muslimisch/Alt-Left-Lager (nennen wir sie kurz „AMAL“, was auf Arabisch „Hoffnung“ heißt) sehr wahr ist. (Anmerkung: Im Hebräischen, das von rechts nach links gelesen wird, würde man diese Leute „LAMA“ nennen, was „warum?“ bedeutet.)

Aber das zu tun würde bedeuten Ursache und Wirkung zu verdrehen, tatsächliche Geschichte mit „meine Wahrheit“-Philosophie und Gleichheit mit Fairness.

Die AMAL-Legionen glauben, dass Israel ein fremdes Implantat auf arabischem Land ist. Sei erkannten das Recht der Juden in der Region zu leben und über Souveränität zu verfügen 1922 nicht an (das Völkerrecht ermutigte die Juden dazu mit dem Mandat Palästina), 1948 nicht (bei Israels Unabhängigkeitserklärung) und erkennen es auch heute nicht an (als di US-Botschaft nach Jerusalem umzog). Sie wollen Jerusalem heute als Hauptstadt, so wie sie 1948 Haifa als integralen Bestandteil des arabischen Palästina haben wollten. Sie haben seit 100 Jahren mit allen Mitteln gegen dieses Geschehen gekämpft.

Für AMAL ist das Akzeptieren eines Fremden, der dein Haus und Land stiehlt eine Verneinung des eigenen Narrativs und der eigenen Würde und es kann keinen Frieden ohne Würde geben.

Die Alt-Left hat sich der antizionistischen AMAL-Armee in größeren Zahlen angeschlossen, als sie die Vorstellung der „meine Wahrheit“ im Allgemeinen begrüßt und vorangetrieben haben. Während die „Progressiven“ gelegentlich durch den ekelhaften Antisemitismus abgestoßen sind, der von den palästinensischen Arabern ausgekotzt wird, auch durch die arabische Ablehnung tausender Jahre jüdischer Geschichte im heiligen Land und die zentrale Rolle des Landes Israel im Judentum, hat die Alt-Left dennoch den Underdog adoptiert. Sie haben den Konflikt in eine Sache zwicshen Israel und den staatenlosen Palästinensern umdefiniert, statt des 100 Jahre alten israelisch-arabischen Konflikts. Die Alt-Left sieht ein wirtschaftlich wie militärisch mächtiges Israel auf der einen Seite gegen ein staatenloses, verarmtes Volk auf der anderen. Sie sehen daher das völlige Fehlen an Gleichheit der Akteure, während sie den Umfang unter die mehr als 20 arabischen und mehr als 50 muslimischen Staaten verengen, die die Bevölkerung der Juden in Israel auf ein Verhältnis von 100 zu 1 zwergenhaft aussehen lassen und machen daraus ein Szenario, in dem Israel der Goliath ist.

Mit dieser Denkweise verficht die AMAL-Armee, dass Trump Öl ist Feuer einer unfairen Dynamik schüttete, genauso wie Truman 1948 den Diebstahl arabischen Landes absegnete. Dieses Handeln führt dazu, dass die Seiten sich weiter von ihrem angenommenen einzigen Weg zum Frieden entfernen, zu dem ein binationales Israel und ein rein arabisches Palästina gehören.

Das prozionistische Lager betrachtet die Welt sehr anders. Es feiert Trumps Anerkennung Israels als Teil der Erneuerung des jüdischen Volks in seiner Heimat. Sie wissen: Wäre der jüdische Staat ein Jahrzehnt früher, in den frühen 1930-er Jahren, wiedergegründet worden, dann wären zehntausende Juden vor dem Holocaust gerettet worden. Und sie bewundern die blühende, stabile Demokratie, zu der Israel geworden ist – inmitten eines boshaften und gewalttätigen arabischen Nahen Ostens. Anerkennung und Partnerschaft haben sowohl den USA als auch Israel genutzt.

Aber die Soldaten von AMAL verweigern jegliche Anerkennung der Wirklichkeit Israels, ob nun Jerusalem als seiner Hauptstadt, das Zeigen seiner Flagge in Judo-Turnieren, der Forschung seiner Professoren oder des Guten, das das Land zu bieten hat. Dreißig Länder in AMAL erkennen den Staat Israel immer noch nicht an. Ihr Glaube, dass die Vereinigten Staaten von Truman bis Trump weiterhin falsch liegen, ist tief verwurzelt.

Die Linien in dem Konflikt gehen immer tiefer. Denken Sie nicht einfach darüber nach, ob die Anerkennung der Hauptstadt Israels durch die Vereinigten Staaten richtig oder falsch war, denn das wird wahrscheinlich dadurch getrübt, wie Sie persönlich Donald Trump wahrnehmen. Fragen Sie sich, ob Sie glauben, dass Präsident Truman recht hatte Israel vor 70 Jahren anzuerkennen, dann werden Sie erkennen, ob Sie Teil der AMAL-Horde sind oder stolz an der Seite Israels stehen.

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Lesen Sie hierzu auch: Jetzt ist nicht die richtige Zeit

UNO-Bericht von 1949 zeigt: Die Araber wollten Jerusalem nicht – sie wollten es nur den Juden wegnehmen

Elder of Ziyon, 17. Januar 2018

Die zerstörte Synagoge Tiferet Yisrael

Aus dem Bericht der United Nations Conciliation Commission for Palestine vom April 1949:

15. Seit der Vorlage des ersten Berichts der Kommission der Vollversammlung beim Generalsekretär hat das Sonderkomitee zu Jerusalem weiter aktiv gearbeitet. Insbesondere hat es Repräsentanten der zentralen und lokalen arabischen und jüdischen Obrigkeiten befragt. Auf Grundlage der neuen Anweisungen, die ihr von der Kommission gegeben wurden, bemüht sich das Komitee in Übereinstimmung mit den Bedingungen von Paragraph 8 der Resolution vom 11. Dezember 1948, Vorschläge zu formulieren, die für beide Seiten gleichermaßen akzeptabel sein werden. Die Kommission ist sich bewusst, dass die Akzeptanz beider Seiten in der Aufgabenstellung, die sie von der Vollversammlung zum Thema des internationalen Systems für Jerusalem erhielt, nicht erwähnt wird. Trotzdem hat die Kommission das Gefühl, dass solche Akzeptanz die Schaffung und die Funktion einer solchen Ordnung beträchtlich erleichtern würde. Mit dieser Anbindung freut sich die Kommission berichten zu können, dass während ihrer Gespräche mit den arabischen Delegationen in Beirut Letztere sich selbst allgemein bereit zeigten das Prinzip einer solchen internationalen Ordnung für das Gebiet Jerusalem zu akzeptieren, vorausgesetzt die Vereinten Nationen befänden sich in einer Position die notwendigen Garantien bezüglich der Stabilität und Dauerhaftigkeit einer solchen Ordnung zu garantieren. Andererseits haben die Regierungen der arabischen Staaten sich das Recht vorbehalten ihre endgültige Meinung zu äußern, nachdem sie sich mit dem Text des Vorschlags vertraut gemacht haben, den die Kommission der Vollversammlung vorlegen wird.
16. Die oben erwähnten religiösen Vertreter betonten gegenüber der Kommission zudem während der Treffen in Beirut die Bedeutung, die sie der Anwendung dieser Paragrafen der Resolution beimessen, die Jerusalem und die heiligen Orte betreffen. Einige von ihnen gaben einem weiteren Wunsch Ausdruck, dass die internationale Ordnung sich auch auf Nazareth ausgedehnt wird.

Die heutigen Araber bestehen darauf, dass Jerusalem als Ganzes arabisch und es undenkbar ist, dass es irgendeine nicht arabische Kontrolle der Stadt gibt. Aber 1949, als Transjordanien die Hälfte von Jerusalem und Israel die andere Hälfte kontrollierte, mochten die arabischen Länder die Vorstellung, dass Jerusalem von einem internationalen System kontrolliert wird.

Und sie wollten dieses System auch auf Nazareth ausweiten, das innerhalb Israels liegt.

Was hat sich zwischen damals und heute geändert? Das ist offensichtlich: Nichts. Damals wie heute war den Arabern egal, wer Jerusalem verwalten würde, solange die es kontrollierenden Leute keine Juden waren. Sie wollen, wie auch immer, die Menge an Land verringern, das Juden kontrollierten – daher die absurde Idee nicht nur Nazareth in das corpus separatum einzubinden, sondern auch den Korridor, der gebraucht worden wäre, um von dort nach Jerusalem zu reisen – womit Israel fast in zwei Hälften getrennt worden wäre.

Es gibt keine reiche arabische Geschichte in Jerusalem. Es war nie eine arabische Hauptstadt. Die Stadt war ein furchtbarer Ort, um dort unter muslimischer Herrschaft zu leben.

Die einzige Zeit, in der Muslime Interesse zeigten, war dann, wenn entweder Christen (während der Kreuzzüge) oder Juden (heute) die Stadt kontrollierten. Andernfalls wurde die Stadt beinahe ignoriert, nur gelegentlich zogen Pilger durch.

Die palästinensisch-arabische Besessenheit mit Jerusalem, alles mit Fotos des Felsendoms zuzupflastern, ist ein neues Phänomen. Jerusalem wird in der ursprünglichen, 1964 geschriebenen PLO-Charta nicht einmal erwähnt!

Trumps Rede betraf den palästinensischen Anspruch auf Jerusalem nicht einmal ansatzweise. Was sie machte, war Israels Anspruch auf einen Teil von Jerusalem zu stärken. Die Vorstellung, dass Juden irgendwelche Rechte an irgendeinem Teil Jerusalems haben könnten, ist das, was hinter Mahmud Abbas‘ Wutausbruch von heute steckt – und man kann sie bis in die Zeit zurückverfolgen, in der die arabischen Staaten die israelische Kontrolle der „Neustadt“ Jerusalems 1949 betrachteten.

Das wahre Interesse der „palästinensischen Araber“ besteht darin den Juden Jerusalem wegzunehmen, genauso wie es die Araber 1949 wollten.

Und beide Male unter zynischer Nutzung internationaler Instrumente zum Erreichen dieses Ziels.

Die Resolution 194 (4): Der Teil der Resolution 194, den die Araber ignorieren

Elder of Ziyon, 23. Oktober 2011

Palästinensische Araber und ihre Unterstützer hören nie auf die Resolution 194 der UNO-Vollversammlung als Beweis anzuführen, dass es für palästinensisch-arabische Flüchtlinge von 1948 und ihre Nachkommen ein juristisches „Rückkehrrecht“ gibt. Es gibt jede Menge Argumente, die beweisen, dass das falsch ist – nicht zuletzt, dass Resolutionen der Vollversammlung rechtlich nicht bindend sind wie auch die einschränkende Natur des Textes.

Doch erstaunlicherweise fordert genau derselbe Paragraph der Resolution 194 die Wiederansiedlung von arabischen Flüchtlingen in arabischen Staaten!

Der Teil der 194, der immer zitiert wird, ist dieser:

beschließt, dass den Flüchtlingen, die in ihre Heime zurückzukehren wünschen und in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben, dies zum frühestmöglichen Zeitpunkt erlaubt wird und dass Ausgleichszahlungen für das Eigentum derer gezahlt werden sollte, die nicht in zurückkehren und für Verlust oder Schaden von Eigentum, das unter den Regeln des internationalen Rechts oder der Gleichbehandlung, von den verantwortlichen Regierungen wieder gut gemacht werden sollten;

Aber der zweite Satz desselben Paragraphen sagt dies:

weist die Schlichtungskommission an, die Rückführung, Wiederansiedlung und wirtschaftliche und soziale Rehabilitation der Flüchtlinge und Entschädigungszahlungen zu erleichtern und engen Kontakt mit dem Direktor des UN-Flüchtlingswerks für palästinensische Flüchtlinge und durch ihn mit den entsprechenden Organen und Einrichtungen der Vereinten Nationen zu halten;

Die Schlichtungskommission interpretierte diesen Satz definitiv so, das er Wiederansiedlung in arabischen Ländern bedeutet.

Während der Konferenz in Paris 1951 (UN-Dokument A/1985) betonte die Kommission, dass den „Rückkehr“-Teil der Resolution 194 isoliert in Anspruch zu nehmen nicht das ist, was mit der Resolution beabsichtigt war:

In der Erklärung des Vorsitzenden wurde vermerkt, dass die Erfahrung gezeigt hatte, dass die Konzentration auf den einen oder anderen isoliert betrachteten Paragraphen der Resolution außerhalb des Zusammenhangs der Förderung des Friedens in Palästina nicht geholfen hat. Alle Elemente waren notwendig, aber sie sind nur nützlich, wenn sie entsprechend eines Gesamtplans miteinander verbunden sind. Zum Beispiel wies die Resolution die Kommission an die Repatriierung, Wiederansiedlung und Wiedereingliederung von Flüchtlingen zu erleichtern und diese Anweisung hatte die Kommission nicht vergessen, als sie die Vorschläge für die Konferenz entwarf.

Und was war mit „Wiederansiedlung“ gemeint?

Die von der Kommission vorgeschlagene Lösung des Flüchtlingsproblems fasste die Repatriierung nach und Integration einiger der Flüchtlinge in Israel ins Auge sowie die Wiederansiedlung der anderen in arabischen Ländern.

Behalten Sie im Hinterkopf, dass Israel damals anbot einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen, in voller Übereinstimmung mit der Resolution, aber auch im Zusammenhang mit den anderen Teilen der Resolution, die notwendig waren, um einen vollen Frieden zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn sicherzustellen.

Obwohl es also stimmt, dass die Resolution 194 heute keine Bedeutung mehr hat, müssen diejenigen, die darauf bestehen, dass sie immer noch die Grundlage für das „Rückkehrrecht“ ist, erklären, warum arabische Staaten ihre andere Anforderung ignoriert haben, dass palästinensisch-arabische Flüchtlinge, die wünschen in arabischen Ländern zu leben, erlaubt werden sollte sich dort anzusiedeln.

Ihr Versagen das zu tun ist nur ein weiteres Beispiel arabischer Heuchelei.