Foto: Wiedervereint

gefunden auf twitter – ein ikonisches Foto von David Rubinger und die drei Soldaten fast 50 Jahre später an derselben Stelle vor der Kotel:

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Die Wahrheit über das „Mughrabi-Viertel“, das Israel 1967 einebnete

Elder of Ziyon, 14. Juli 2017

Die JCPA hat einen guten Artikel über den Slum, den Israel nach dem Sechstage-Krieg schleifte, um einen Platz für Betende zu schaffen.

Luftaufnahme des Jerusalemer Mughrabi-Viertels, aufgenommen von der Graf Zeppelin 1931. Die gelbe Linie (hinzugefügt) zeigt den Gebetsbereich der Westmauer. Beachten Sie das Labyrinth, durch das jüdische Betende lauen mussten, um in die kleine Gasse an der Westmauer zu kommen. (Zeppelinmuseum Friedrichshafen)

Von Reuters und den New Yorker am 6. Und 9. Juni 2017 veröffentlichte Artikel beschrieben den Abriss des Mughrabi- oder marokkanischen Viertels von Jerusalem und die Zwangsräumung der zirka 650 arabischen Einwohner, die am 10. Juni 1967 stattfand, drei Tage nach der Wiedervereinigung Jerusalems.

Diese Artikel machen Israel für den Untergang des Mughrabi-Viertels verantwortlich, obwohl es in Wirklichkeit Beweise gibt, dass vor dem Krieg von 1967 und bevor Israel die Kontrolle über Ostjerusalem übernahm, waren die Tage des Viertels gezählt. Zusammen mit dem angrenzenden jüdischen Viertel, das von den Jordaniern abgerissen worden war, waren beide Viertel nicht mehr als auf Schutt errichtete, verfallende Slums. Nach Angaben des damaligen israelischen Botschafters bei der UNO, Yosef Tekoah, war das Mughrabi-Viertel heruntergekommen, litt unter Verhältnissen, die „keine moderne, zivilisierte Regierung oder Stadtverwaltung toleriert hätte.“ Reuters selbst beschreibt es als „baufällig“.

Juden im jüdischen Viertel schauen angestrengt nach der Westmauer, von der sie durch das „bauällige“ Mughrabi-Viertel getrennt sind, ca. 1929 (Library of Congress)

In der Zeit von 1948 bis 1967 war jüdischer Zugang zu dem Heiligtum komplett verboten; aber die Lage vor 1948 war für jüdische Betende kaum erträglich. Nachdem sie durch ein Labyrinth potenziell gefährlicher, engen Gassen navigierten, fanden sich Juden, die an der Westmauer beten wollten, in einem beengten Bereich von etwa 120 Quadratmetern wieder. (Im Gegensatz dazu nimmt der Al-Aqsa-Komplex auf dem Tempelberg etwa 144.000 Quadratmeter ein.) Besucher in der Zeit vor 1948 trafen auf zerbrochene Steine, Jauche, Tierel (und den Unrat, den sie zurückließen) und auf die Einwohner des Mughrabi-Viertels, die „dazu tendierten jüdische Betende zu belästigen“.

Unmittelbar nach dem Krieg von 1967 sah Jerusalems Bürgermeister Teddy Kollek, das der Bereich nahe der Westmauer keine Zehntausende Besucher aufnehmen konnte, die für den 13. Juni 1967 erwartete wurden, den Feiertag Schawuot. Kollek und die Offiziere der ID gaben den Befehl den Bereich abzureißen. Der „erste Job bestand darin eine Toilette abzureißen, die an die Westmauer gebaut war“, hieß es bei Ha’aretz. „Man kommt an einen Ort wie diesen und erlebt den Gestank an der Mauer“, berichtete ein Arbeiter. „Davon waren wir überrascht.“

Aus rechtlicher Sicht war der Abriss des Mughrabi-Viertel und die Umsiedlung seiner Einwohner gerechtfertigt und nach jedem akzeptablen Standard zur Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit sowie der Schaffung eines sicheren, hygienischen Wegs der Beter zur heiligsten Stätte des Judentums und ausreichendem öffentlichen Raum dort zu beten notwendig.

„50 Jahre Besatzung palästinensischen Territoriums?“

Elder of Ziyon, 29. Mai 2017

Dieser von William Booth von der Washington Post geschriebene Artikel ist nur einer von vielen, die diese Woche in Varianten desselben Themas veröffentlicht wurde:

Die israelische Besatzung palästinensischen Territoriums der Westbank und des Gazastreifens begann im Juni vor 50 Jahren.

Wann wurden Judäa und Samaria als „Palästinensergebiete“ bekannt?

Bestimmt nicht 1967. Nachrichtenartikel verweisen auf die Westbank regelmäßig (fälschlich) als „israelisch besetztes jordanisches Gebiet“, mindestens noch das Jahr 1968 hindurch.

Die New York Times fuhr bis in die 1970-er Jahre hinein fort Judäa und Samaria als „besetztes Jordanien“ zu bezeichnen:

Und hier im Jahr 1976:

TEL AVIV, 2. August – Israelische Streitkräfte verhinderten einen Versuch von mehr als 50 jüdischen Militanten bei Jericho in besetztem jordanischen Territorium heute eine nicht genehmigte Siedlung zu errichten.

Langsam verwandelte sich Judäa und Samaria von JORDANIEN einfach in die „Westbank“, ein neues politisches Gebilde, das zuvor nie existierte, wie in diesem Artikel von 1977 – der immer noch „Westbank von Jordanien“ erklären musste, weil der Begriff „Westbank“ damals noch immer nicht allgegenwärt genug war, als dass man ihn verstand.

1948 geht vor 1967

Während der ersten Intifada war der Jahrestag zum 6-Tage-Krieg im Juni von großer Bedeutung. Heute ist das anders. Was hat sich geändert?

Danny Rubinstein, Ha’aretz, 6. Juni 2004

Am gestrigen 5. Juni war der 37. Jahrestag des Ausbruchs des 6-Tage-Krieges. Im palästinensischen Sprachgebrauch wird dies „Nakhsa“ genannt, was in Sturz oder Niederlage zu übersetzen ist; anders ist es mit der „Nakba“ von 1948, was so viel wie Katastrophe, Holocaust, Schandtat bedeutet.

Die Palästinenser betrachteten die Nakba immer als größere Tragödie als die Nakhsa, aber ihr Kampf legte mehr Betonung auf Israels Besatzung der Gebiete und weniger auf die Deportation der Flüchtlinge. Was ist in den letzten Jahren des blutigen Konflikts geschehen, dass die Niederlage von 1967 vergessen ist, während die Erinnerung an die Katastrophe von 1948 stärker wird?

In den ersten Jahren nach dem Krieg von 1967 feierten die Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen den Jahrestag des Krieges mit Paraden und Demonstrationen und Dutzenden Versammlungen und Feierlichkeiten. Während der ersten Intifada (1987-1991) z.B. gab es Streiks und Störungen von Schulunterricht und Arbeit, wie auch gewalttätige Vorfälle, die in den Gebieten aufflammten. Im Gegensatz dazu hielt die palästinensische Öffentlichkeit in diesem Jahr nur eine Hand voll Veranstaltungen ab, bei denen diese sechs Tage im Juni 1967 erwähnt wurden, als die Westbank und der Gazastreifen (sowie der Sinai und der Golan) erobert wurden. Die palästinensische Presse widmete dem Thema in ihren Wochenendausgaben ebenfalls nur geringe Aufmerksamkeit: Eine Zeitung brachte die Memoiren von Abu Anton Seniora aus Jerusalem, der den Tag des Ausbruchs der Kämpfe aus seiner Sicht als Beschäftigter des UN-Hauptquartiers im Armon Hanatziv in der Hauptstadt beschrieb. Abgesehen davon gab es ein paar Artikel und Ankündigungen durch verschiedene Organisationen – und das war’s dann schon. Es gibt keinen Vergleich zu dem, was an diesem Tag in der Vergangenheit gewöhnlich statt fand.

Wir können den Wandel im Licht der von Yassir Arafat ausgeführten Strategie in den Jahren des Friedensprozesses betrachten. In seinen Hunderten, vielleicht Tausenden öffentlicher Auftritte seit den Oslo-Vereinbarungen stellte Arafat sicher, dass er den Wahlspruch nutzte, der das palästinensische Volk aufrief zum Kampf „bis der unabhängige Staat mit Jerusalem als seiner Hauptstadt gegründet ist“. Er wiederholte diesen Aufruf bis zum Überdruss, gemeinsam mit der Forderung der Umsetzung von UN-Sicherheitsrats-Resolution 242, die die Palästinenser und viele andere so interpretieren, dass sie eine Rückkehr zu den Grenzen von 1967 bedeutet.

Gemeinsam mit der Betonung, die Arafat und seine Leute in jenen Jahren auf die Notwendigkeit eines israelischen Rückzugs auf die Grenzen von 1967 legten, fiel die Tatsache besonders auf, dass sie eine Beschäftigung mit dem Flüchtlingsproblem vermieden, das von der Nakba von 1948 geschaffen wurde. In Übereinstimmung mit dem palästinensischen Sprachgebrauch beschäftigten sie sich mit „dem Fall 1967“ und entschieden sich „den Fall 1948“ geschlossen zu halten.

All das änderte sich in den letzten zwei bis drei Jahren. Der Untergang des Friedensprozesses drängte den Fall Nakhsa beiseite und eröffnete den Fall Nakba neu. Das kann auch vor dem Hintergrund einer Schwächung des zentralen Konzepts des Friedensprozesses betrachtet werden – „zwei Staaten für zwei Völker“. Wenn die fraglichen Staaten ein jüdischer Staat und ein arabischer Staat sind, dann ist die logische Schlussfolgerung, dass die Palästinenser die Verwirklichung des Rückkehrrechts opfern müssen.

Zahlen der UNO beziffern die Anzahl der Flüchtlinge heute auf rund 4 Millionen; und selbst, wenn keinem großen Teil von ihnen die Rückkehr nach Israel selbst erlaubt wird, würde das bedeuten, dass Israel aufhören würde ein jüdischer Staat zu sein. Israelische Kommentatoren haben regelmäßig angemerkt, dass die Umsetzung des Rückkehrrechts das Konzept von drei Staaten für ein Volk – das palästinensische – verwirklichen würde. Die drei Staaten sind Jordanien, die Westbank mit dem Gazastreifen und der Staat Israel – von denen alle eine palästinensische Mehrheit haben würden.

Der Mann, der mutigerweise seine Bereitschaft erklärte, das Rückkehrrecht zu opfern, ist Sari Nusseibeh in seinem gemeinsamen Programm mit dem ehemaligen Shin Bet-Direktor Ami Ayalon. Yossi Beilins und Yassir Abed Rabbos „Genfer Initiative“ beinhaltet ebenfalls eine palästinensisch Bereitschaft zur Aufgabe des Rückkehrrechts, obwohl dies dort weit vager formuliert ist. [heplev: Alle palästinensischen Vertreter der Genfer Initiative betonten, dass das Rückkehrrecht NICHT aufgegeben wurde!]

Dennoch reden Arafat und palästinensische Sprecher dieser Tage oft über die Rückkehr – mehr, als sie das je seit der Konferenz von Madrid 1991 getan haben, die am Beginn des Friedensprozesses stand. Es ist kein Zufall, dass der Nakba-Tag, der auf den 15. Mai fällt, dieses Jahr von den Palästinensern auf weitaus breitere Weise gefeiert wurde, als in den voran gegangenen Jahren. So brachte die palästinensisch Zeitung „Al-Ayyam“ eine Sonderteil mit dem Titel „Das Rückkehrrecht“, der Artikel einiger der besten palästinensisch Schreiber in den Gebieten, Israel und der palästinensischen Diaspora enthielt. Einige von ihnen kritisierten Arafat direkt dafür, dass er nicht Nusseibeh und Abed Rabbo nicht schalt, dass sie das Rückkehrrecht aufgaben. Andere schrieben über die jetzige Intifada als Fortsetzung der Nakba von 1948, weil Israel weiterhin die Flüchtlinge angriff. Sie führten die Zerstörung des Flüchtlingslagers in Jenin an (bei der Operation „Schutzschild“ im April 2002), beschrieben detailliert die schweren Schäden, die den Lagern Khan Yunis und Balata zugefügt wurden und den jüngsten Abriss Dutzender Häuser in den Flüchtlingslagern in Rafah.

Der größte Anteil der palästinensischen Wut in den letzten Wochen war gegen US-Präsident George Bush gerichtet, der in seiner Pressekonferenz mit Ariel Scharon am 14. April im Wesentlichen den palästinensischen Flüchtlingen das Rückkehrrecht verweigerte. Einwohner von Jenin erzählten einem Reporter von „Al-Ayyam“, dass der als Abu Raschid bekannte Khaled Mansour, 70-jähriger Flüchtling aus Haifa, sich Zuhause auf sein Fernsehgerät stürzte und es zerschlagen wollte, als er Bush reden hörte.

Ein palästinensischer Journalist aus Ostjerusalem, der letzte Woche gefragt wurde, was sein Blatt für den Jahrestag des 6-Tage-Krieges vorbereitet, antwortete: „Fast nichts. Für uns Palästinenser ist der Krieg von 1967 zu einem großen Teil einer, der mit Jordanien, Ägypten und Syrien zu tun hat, nicht unser Krieg. Die Nakba und die Intifada dagegen gehören ganz und gar uns.“

Als internationale Garantien komplett versagten

David Makovsky, Jerusalem Post, 4. Mai 2017

Ein ägyptischer Arbeiter montiert Poster von Gamal Abdel Nasser, dessen Schließung der Straße von Tiran den Sechstage-Krieg herbeiführte. (Foto: Reuters)

Die Unentschlossenheit der internationalen Gemeinschaft und vage Garantien im Vorfeld des Kriegs von 1967 erteilten den Israelis eine wichtige, warnende Lektion: Wenn es hart auf hart kommt, dann müssen sie selbst in der Lage sein sich zu verteidigen.

Da wir uns dem 50. Jahrestag des Kriegs von 1967 nähern, sollten wir eine aus dem Vorlauf zum Krieg bleibenden Lektionen nicht vergessen sollten. Diese lautet, dass Vereinbarungen durch ihre eigenen Vorzüge stehen müssen und nicht auf abstrakten internationalen Garantien für die Zukunft gründen können. Diese Idee wurde im Mai 1967 in das Bewusstsein Israels eingebrannt. Diese schmerzliche Lektion verstärkte den zionistischen Ethos der Autarkie. Menachem Begin sollte später den bekannten Satz sagen: „Es gibt keine Garantie, dass man eine Garantie garantieren kann.“

Am 22. Mai 1967 schloss Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser die Straße von Tiran – für Israel ein lebensgefährlicher Schlag, da es von Ölimporten aus dem Iran abhängig war. Israel glaubte, es habe 1957 von der der internationalen Gemeinschaft eine Garantie erhalten, dass sie die von Nasser geschlossene Straße wieder öffnen werde, wie sie das 1956 getan hatte.

Nach der Suezkrise (Sinai-Krieg) von 1956 machte Premierminister David Ben-Gurion prinzipiell zu von der Halbinsel abzuziehen, verlangte aber mehrere Garantien, bevor Israel den Schritt machen konnte: Zu den Sicherheiten, die er anstrebte, gehörte, dass die Straße von Tiran nicht wieder blockiert wird und dass israelische Schiffe Zugang zum Golf von Aqaba und den israelischen Hafen Eilat haben würden. Er strebte zu dem die Garantie an, dass die UNO-Eingreiftruppe (UN Emergency Force, UNEF) im Sinai nicht nur allein auf Forderung der Ägypter zurückgezogen werden kann.

Präsident Dwight Eisenhower hatte das Gefühl, dass Israel die Pflicht hatte die UNO-Resolution einzuhalten und abzuziehen und konnte nicht mit Bedingungen für einen Abzug aufwarten. Gleichzeitig gestand er ein, dass es legitime Bedenken hatte. Um im März 1957 die Quadratur des Kreises zu schaffen, bot er Israel einen Text an, der im US-Außenministerium als aide-memoire bekannt war; darin hieß es: „Kein Staat hat das Recht die freie und gutartigen Passage in den Golf und durch die Straße, die den Zugang zu ihm gewährt, mit Gewalt zu verhindern“ und dass „die Vereinigten Staaten im Interesse von Schiffen im US-Register bereit ist, das Recht der freien und gutartigen Passage geltend zu machen und sich anderen anzuschließen, um die allgemeine Anerkennung dieses Rechts sicherzustellen“, wobei explizit erklärt wurde, dass die Blockade der Straße nicht hinnehmbar ist. Er implizierte, erklärte aber nicht, dass die USA bereit wären militärische Mittel einzusetzen, um seinen Worte Rückendeckung zu geben.

In einem dem aide-memoire folgenden Brief an Ben-Gurion schrieb Eisenhower, Israel „wird keinen Grund haben seine Entscheidung zum Abzug zu bereuen“. Ben-Gurion übermittelte Eisenhower, er „betrachte die freie Schifffahrt durch die Straße von Trian und in den Golf von Aqaba als mehr oder weniger sichergestellt“.

In der Folge von Nassers Schritt in der Straße schickte Premierminister Levi Eschkol Außenminister Abba Eban auf eine stürmische Reise nach Paris, London und Washington, um zu sehen, ob die internationale Gemeinschaft die Straße wieder öffnen und Krieg abwenden würde. Eban sah sich allerdings einem veränderten politischen Kontext als dem von zehn Jahren zuvor gegenüber. Charles de Gaulles Frankreich vertrug sich inzwischen mit der arabischen Welt nach dem französischen Abzug aus Algerien und war nicht länger der Paria, der es in den 1950-er Jahren war. De Gaulle räumte Eban gegenüber ein, dass die Verpflichtung die Straße von Tiran offen zu halten, eingegangen worden war. Michael Oren schreibt dazu in seinen Six Days of War, dass de Gaulle danach erklärte: „Das war 1957“, und hinzufügte: „Heute haben wir 1967.“ Präsdient Lyndon Johnson war mit Vietnam beschäftigt und seine Berater mussten zu Eisenhowers Ruhestand-Wohnsitz in Gettysburg in Pennsylvania eilen, um herauszufinden, was versprochen worden war.

Johnsons Generalstabschef General Earle Wheeler mochte die britische Idee einer „Regatta“ oder einer Gruppe Schiffe aus verschiedenen Ländern nicht, die durch die Straße fahren sollten, um Nasser zu zwingen sie zu öffnen. Gefragt, war gemacht werde für den Fall, dass Ägypten auf die USA schießt, falls deren Streitkräfte sich die Durchfahrt durch die Straße erzwingen, erklärte Wheeler: „Das bedeutet Krieg.“ Die Idee mit der Regatta verlief im Sande.

Der Gedanke, dass internationale Garantien nicht wasserdicht sind, sollte jedoch nicht mit dem Gedanken verwechselt werden, dass Israel sich nur auf Gewalt verlassen sollte. Der Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel von 1979 sowie der Friedensvertrag zwischen Jordanien und Israel von 1994 haben in den letzten zwei Jahrzehnten enormen regionalen und bilateralen Erschütterungen standgehalten.

Kritiker verhöhnten beide Verträge als lediglich einen kalten Frieden. Diese Vereinbarungen haben sich für Israel jedoch enorm bezahlt gemacht.

In der Zeit nach dem Krieg von 1973, schätzen offizielle Zahlen der USA, dass Israel die Hälfte seines Bruttosozialprodukts für Militärausgaben ausgab. Auf Grundlage dieses Anteils würde das bedeuten, dass Israel haute fast $150 Milliarden im Jahr ausgeben würde. Tatsächlich betragen Israels Militärausgaben nach Angaben des International Institute for Strategic Studies in London weniger als $19 Milliarden. (Von diesem Betrag kommen $3,1 Milliarden aus den USA, weitere $500 Millionen unterstützen Israels Verteidigung gegen Raketen.) Der Unterschied der beiden Beträge ist offensichtlich enorm – eine Friedensdividende von mehr als $130 Milliarden in jedem einzelnen Jahr. Diese Gelder gehen stattdessen in Straßen, Schulen, Kliniken und eine Vielzahl weiterer Programme, die zu die Lebensqualität der Israelis in die Höhe schießen ließ.

Frieden hat also bedeutet, dass bilaterale Militär-Sicherheits-Beziehungen zwischen Israel und Ägypten sowie Israel und Jordanien sich infolge gemeinsamer Bedrohung durch ISIS, Hamas und anderer Jihadisten auf einem Höchststand befinden. Die Quintessenz lautet, dass ordentlich aufgebaute Vereinbarungen für Israels Sicherheit enorm wichtig gewesen sind und den Test de Zeiten überstanden haben. Vereinbarungen, die den Interessen beider Seiten dienen, funktionieren.

Diese unterscheide sich fundamental von allgemeinen Versprechen internationalen Eingreifens Dritter für zukünftige Krisen, in denen es keine vertragliche Bündnisse gibt. Es gab viele Faktoren, die zum Krieg im Juni 1967 beitrugen; einer davon war, dass internationale Garantien von einem Jahrzehnt zuvor vergänglich waren. Als der politische Kontext sich für die außen stehenden Seiten änderte, verflüchtigten sie die Garantien.

Fairerweise muss gesagt werden, dass internationale Garantien und Sicherheitsvereinbarungen nicht dasselbe sind. Sollte die Lektion von 1967 von der NATO oder den USA geführte Sicherheitsarrangements im Jordantal im Fall eines israelisch-palästinensischen Durchbruchs ausschließen? Das Thema ist einstweilen aus einer Reihe von Gründen extrem theoretisch geworden, darunter die enormem Lücken in Fragen zwischen Israel und den Palästinenser sowie der Gesamtstabilität des Nahen Ostens in der Zeit nach dem Arabischen Frühling. Natürlich sind unzählige Faktoren zu berücksichtigen und ein aide-memoire von Eisenhower für ein theoretisches Zukunftsszenario würde sich entscheidend von detaillierten, konkreten, nachhaltigen Sicherheitsvorkehrungen unterschieden, die Israel in die Lage versetzen würde sich erfolgreich zu verteidigen, wenn diese Arrangements zusammenbrechen.

Die Unschlüssigkeit im Vorfeld des Kriegs von 1967 lehrt uns immer noch eine wichtige Lektion der Vorsicht, die veranschaulicht, wo internationale Garantien komplett versagten. Wenn es hart auf hart kommt, muss Israel in der Lage sein sich selbst zu verteidigen.

Erinnerung an die Bedrohung vom Mai 1967

Michael Freund, Jerusalem Post, 18. Mai 2017

Während die Nation sich darauf vorbereitet den 50. Jahrestag der Wiedervereinigung von Jerusalem und die Befreiung von Judäa, Samaria und dem Golan zu feiern, liegt es vielleicht in der Natur der Sache, dass wir uns vorrangig auf den wunderartigen Ausgangs des Sechstage-Kriegs im Juni 1967 zu konzentrieren. Nach 1.900 Jahren des Sehnens war das jüdische Volk endlich mit dem herzen unseres angestammten Heimatlandes wiedervereint, als göttliche Fügung Israel einen schallenden Sieg über unsere Gegner schenkte.

Zum ersten Mal seit die römischen Legionen unter Titus Jerusalem in Brand setzten, standen heilige Orte wie der Tempelberg, Schiloh und Hebron wieder unter voller jüdischer Souveränität und Kontrolle.

Es war ein Sieg für die Ewigkeit, ein Wendepunkt in der Geschichte, der das jüdische Schicksal neu formte, als die Träume unserer Vorfahren in Wirklichkeit verwandelt wurden; Juden konnten wieder in den Hügeln von Judäa, den Weinbergen von Samaria und den mit Steinen gepflasterten Gassen Jerusalems leben und spielen, beten und arbeiten.

Doch inmitten der Festlichkeiten ist es nicht weniger wichtig sich der Ereignisse des Mai 1967 zu erinnern, als die Drohung der Vernichtung über der Nation lastete, weil unsere Nachbarn schworen dem jungen jüdischen Staat den Gnadenstoß zu versetzen.

Inbesondere heute, wo die Palästinenser und ihre Anhänger haben Erfolg damit gehabt die historische Wahrheit mit Hirngespinsten und Unwahrheiten zu vergiften, wird ein kurzer Blick zurück auf das, was sich vor dem Krieg abspielte dazu dienen das falsche Narrativ zu untergraben, das von unseren Feinden bemüht wird.

Erst einmal behalten Sie bitte im Hinterkopf, dass es im Mai 1967 keine israelische „Besatzung“ gab, keine jüdischen „Siedlungen“ und keine „Verjudung“ von Jerusalem. Trotzdem gab es jede Menge arabischer Anfeindungen, der Äther war angefüllt mit schaurigen Drohungen die Juden ins Meer zu treiben.

Am 8. Mai 1967 erklärte Syriens Informationsminister Mahmud Zuabi offen, dass sein Land bald „ernstere Schlachten führen wird, bis Palästina befreit und die zionistische Präsenz beendet ist“.

Acht Tages später, am 16. Mai, fiel Radio Kairo ein und verkündete: „Die Existenz Israels hat schon zu lange Bestand… Wir heißen die Schlacht willkommen, auf die wir so lange gewartet haben. Die Stunde des Höhepunkts ist gekommen. Die Schlacht ist gekommen, mit der wir Israel vernichten werden.“

Für den Fall, dass jemand ihre Botschaft nicht begriffen haben sollte, war das Radio in Kairo am nächsten Tag noch unverblümter: „Ganz Ägypten ist vorbereitet, um in totalen Krieg zu tauchen, der Israel ein Ende bereiten wird.“

Unter diesen Drohungen unternahm der ägyptische Diktator Gamal Abdel Nasser konkrete Schritte zur Vorbereitung für Völkermord am jüdischen Staat; er verdoppelte die ägyptischen Truppen im Sinai und stationierte hunderte Panzer nahe der südlichen Grenze Israels. Nasser orderte dann, dass die 3.400 Mann starke United Nations Emergency Force sofort abgezogen wird, die seit einem Jahrzehnt im Gazastreifen und dem Sinai stationiert war, um Konflikt zu verhindern.

Weniger als eine Woche darauf, am 22. Mai machte die UNO genau das; die Truppen verließen feige ihre Posten, womit sie die Bühne für eine ägyptische Invasion bereiteten.

Ägyptens Radiosender „Stimme der Araber“ strahlte hämisches Feiern des Abzugs der UNO aus und verkündete: „Es gibt kein Leben, keinen Frieden und keine Hoffnung für die Banden des Zionismus im besetzten Land zu bleiben. Von heute an gibt es keine internationale Notfalltruppe mehr, um Israel zu beschützen… Die einzige Methode, die wir gegen Israel anwenden werden, ist ein totaler Krieg, der die Vernichtung der zionistischen Existenz zur Folge haben wird.“

Mit dem Abgang der UNO machte Nasser mit der Schließung der Straße von Tiran für israelische Schiffe weiter, eine Handlung, die zehn Jahre zuvor, 1957, US-Präsident Dwight D. Eisenhower gesagt hatte, sie würde als Kriegshandlung betrachtet werden.

Am 25. Mai verlegten Syrien, Jordanien, der Irak und Saudi-Arabien Truppen an Israels Grenzen, womit sie den jüdischen Staat wie Aasgeier, die sich darauf vorbereiten sich auf ihre Beute zu stürzen.

Sechs Tage später nahm der irakische Präsident Abdel-Rahman Aref kein Blatt vor den Mund, als er erklärte, warum sein Land Soldaten in das Gebiet schickte; er behauptete: „Die Existenz Israels ist ein Fehler, der korrigiert werden muss. Das ist unsere Gelegenheit die Schmach auszulöschen, die uns seit 1948 begleitet. Unser Ziel ist klar – Israel von der Landkarte zu wischen.“

Derweil machte sich auch die 1964 gegründete PLO für den Krieg bereit. Auf die Frage in einem Interview, was mit Israels Juden im Fall eines Krieges geschehen würde, erklärte PLO-Gründer Ahmed Schukairy am 1. Juni schlagfertig: „Diejenigen, die überleben, werden in Palästina bleiben. Ich schätze, dass keiner von ihnen überleben wird.“

Vier Tage später brach der Krieg aus und der Rest ist Geschichte.

Oder etwa nicht?

Trotz der Umstände, die eindeutig demonstrieren, dass Israel im Sechstage-Krieg in einen Verteidigungskrieg um seine Existenz verwickelt war, stellt ein Großteil der internationalen Gemeinschaft heute die Übernahme von Territorium 1967 fälschlich als aggressive Handlung oder „Besatzung“ dar.

Schlimmer noch: Sie spielen das palästinensische Märchen mit, dass es beim arabisch-israelischen Konflikt nur um Jerusalem, Judäa und Samaria geht, obwohl es in Wirklichkeit, wie die Ereignisse von 1967 zeigen, die zugrunde liegende Ursache in der Weigerung der Araber eine dauerhafte jüdische Präsenz in der Region zu akzeptieren besteht.

Während wir uns also der Erinnerung an Israels wunderbaren Sieg vor fünf Jahrzehnten erfreuen, wollen wir unsere Anstrengungen verstärken die Welt an die einfache Wahrheit zu erinnern, die viele von uns nicht sehen wollen. Der Auftakt zum Krieg von 1967 ist ein entscheidender Teil der Geschichte, einer, der den ihm folgenden Ereignissen dringend notwendige Klarheit und Kontext schafft.

Einfach gesagt: Der jüdische Staat schuldet niemandem eine Entschuldigung dafür, dass er seine Feinde niederstarrte und das Territorium einnahm, das genau diese Feinde als Plattform nutzten, von der aus sie uns vernichten wollten.

Israels Präsenz in Jerusalem, Judäa und Samaria ist historisch gerechtfertigt, moralisch recht, biblisch bevollmächtigt und militärisch notwendig, um unser Überleben sicherzustellen. Und wir werden bis ans Ende der Zeiten in diesen Gebieten bleiben, ob das der Welt gefällt oder nicht.

Wer muss abziehen?

Yisrael Medad, My Right Word, 11. März, 2017

Resolution 242 des UNO-Sicherheitsrat weist Bedenkliches auf.

Sie erwähnt kein „palästinensisches Volk“.

Sie erwähnt nur „Staaten“.

Sie sagt nicht, dass Israel aus „allen Gebieten…“ abziehen muss und definiert den Erwerb von „allen/jedem Territorium“ nicht als unzulässig.

Und noch eins:

Die Forderung nach „Abzug“ ist auf „bewaffnete Kräfte“, also die IDF beschränkt.
Bis November waren bereits mehrere zivile Gemeinden gegründet worden.
Ist es möglich, dass jüdischen Zivilisten bleiben können?