Der unausgesprochene Völkermord an Christen in Nigeria

Raymond Ibrahim, 15. November 2022 (The Stream)

Wussten Sie, dass überall im Subsahara-Afrika – in Nigeria, Mosambik, der Zentralafrikanischen Republik, Mali, der Demokratischen Republik Kongo – Muslime seit vielen Jahren Christen terrorisieren und abschlachten.

Es ist auch keinerlei Hoffnung in Sicht: Probleme, die nicht ehrlich angegangen werden können, sind dazu verdammt auf ewig fortzubestehen.

Auftritt der sogenannten „Mainstream-Medien“. Soweit es sie angeht ist die Verfolgung von Christen in Afrika ein Nebenprodukt wirtschaftlicher und territorialer Missstände.

Ein Bericht, der den Titel „Wie Armut und Korruption überall in Afrika antreiben“ trägt, ist zeichenhaft. Nach Anführung eines Vorfalls, bei dem „Jihadisten“, die mit dem Islamischen Jihad verbunden sind, Dutzende niedermetzelten, besteht er darauf, dass solche Terroranschläge, die „überall auf dem afrikanischen Kontinent zunehmen“, eine „Folge von Armut, neuen wie alten heimischen Missständen sind…“

Das ist das Argument der Mainstream-Medien gewesen und sie halten daran fest – egal, dass es Berge an widersprechenden Beweisen gibt.

Nehmen wir den wenig bekannten Völkermord an den Christen in Nigeria. Laut eines Berichts vom August 2021 sind seit dem ernsthaften Beginn der islamischen Unruhen um Juli 2009 mehr als 60.000 Christen entweder bei Überfällen ermordet oder entführt worden; man hat sie nie wiedergesehen. Während desselben Zeitraums wurden annähernd 20.000 Kirchen und christliche Schulen von „Allahu Akbar“ brüllenden Muslimen abgefackelt und zerstört.

Nach Angaben der jüngsten Berichterstattung von World Watch List wurden 79 Prozent aller wegen ihres Glaubens getöteten Christen in Nigeria getötet, insgesamt 4.650.

Wer genau steckt hinter dieser Travestie? Hauptsächlich zwei Gruppen. Erstens ist es Boko Haram, Nigerias führende Terrorgruppe, deren voller Name „Sunnis für [islamische] Verbreitung und Jihad“ bedeutet. Ihre Spitzname „Boko Haram“ bedeutet „westliche Bildung ist eine Sünde“ (nicht „Wir töten, weil wir arm sind“). Ihr erklärtes Ziel ist die Gründung eines reinen Scharia-Staates und die brutale Unterwerfung oder Abschlachtung der Christen Nigerias.

Die andere Gruppe, die in den letzten Jahren sogar noch mehr Christen terrorisiert und abgeschlachtet hat als Boko Haram, sind die muslimischen Fulani-Hirten, die regelmäßig Dörfer von Christen überfallen und diese niedermetzeln. Auch sie handeln aufgrund von Jihad-lehren und Hass auf Christen.

Bedenkt man, dass im Durchschnitt in Nigeria jeden Tag 13 Christen wegen  ihres Glaubens abgeschlachtet werden, dann ist es fast sinnlos jeden einzelnen Vorfall aufzuführen. Die an dieser Tragödie Interessierten können meine Reihe „Muslim Persecution of Christians“ verfolgen, in der ich die wichtigsten Vorfälle der Verfolgung zusammentrage, die jeden Monat rund um die Welt in Erscheinung treten. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass Nigeria dabei dominiert. Hier sind nur ein paar wenige davon, die im September 2022 auftraten:

  • 1. September: Muslimische Fulani-Hirten hackten 6 Christen mit Macheten zu Tode.
  • 11. September: Muslime ermordeten einen Christen, als sie einen Pastor entführten und seine Frau verletzten.
  • 18. September: Muslimische Fulani töteten drei Christen bei einem Überfall auf ein christliches Dorf, „nachdem sie in den letzten drei Wochen mindestens 22 andere in derselben Gegend massakrierten“.
  • 21. September: Weitere Macheten schwingende muslimische Hirten massakrierten 15 Christen bei einem mitternächtlichen Überfall auf zwei christliche Dörfer.
  • 23. September: Muslimische Fulani überfielen vorwiegend christliche Dörfer in derselben Region des Staates Benue. „Diese Angriffe der Hirten haben Dutzende Christen tot und mehrere weitere mit Wunden durch Schüsse und Macheten zurückgelassen“, sagte ein Einwohner.
  • 17. September: Während eines Gebets die ganze Nacht hindurch drangen muslimische Fulani ein und entführten Dutzende Christen. Weniger als eine Woche zuvor wurden 60 andere Christen derselben Konfession in einer anderen Region des Landes entführt.
  • 4. September: Bewaffnete entführten Dutzende Christen aus der Kirche, darunter den Sohn des Pastors.

In Reaktion auf diese und andere Angriffe hieß es in einer aktuellen Äußerung der Southern Kaduna Peoples Union:

Es gibt immer noch keine Atempause für christliche Gemeinschaften … weil Terroristen, Jihadisten, Banditen und bewaffnete Hirten weiter christliche Gemeinden ausplündern und vernichten…

Die Gräueltaten gehen in der Tat nonstop vor sich. Gerade erst laut eines Berichts vom 27. Oktober mit dem Abschlachten von 15 weiteren Christen – zumeist Frauen und Kinder, als sie nachts schliefen. Die muslimischen Fulani schnitten einer Christin auch ziemlich sadistisch die Brüste ab.

Trotz all dem bleibt der amerikanische „Mainstream“ entschieden dabei den Jihad als Nebenprodukt von „Ungleichheit“ und „Armut“ zu beschreiben, um Bill Clinton zu zitieren, als er einst erklärte, was „all diesen Kram antreibt“ (der „Kram“ war ein Verweis auf den Völkermord an den Christen in Nigeria).

In ihrem Streben allem und jedem statt der Realität die Schuld zu geben, ist selbst der Klimawandel ins Mainstream-Arsenal der Gründe aufgenommen worden, die den Jihad gegen Christen antreiben. Nachdem muslimische Fulani rund 50 Christen massakrierten, während sie am Pfingstsonntag (5. Juni 2022) friedlich in ihrer Kirche beteten, gab der Präsident von Irland, Michael Higgins eine Erklärung aus, die genau diese absurde Behauptung erhob.

Aber wie eine nigerianische Nonne, Schwester Monica Chikwe, einmal feststellte: „Es ist hart nigerianischen Christen zu sagen, dies sei kein Religionskonflikt, weil das, was sie sehen, komplett in schwarz gekleidete Fulani-Kämpfer sind, die ‚Allahi Akbar‘ skandieren und ‚Tod den Christen‘ brüllen.“ Oder wie die Christian Association of Nigeria einst fragte: „Wie kann es ein [säkularer oder wirtschaftlicher] Zusammenprall sein, wenn eine Gruppe [Muslime] andauernd angreift, tötet, verstümmelt, vernichtet und die andere Gruppe [Christen] wird ständig getötet, verstümmelt und ihre Gotteshäuser werden zerstört?“

Das vielleicht Allerschlimmste ist die Reaktion der Administration Biden gewesen. 2020 setzte Trump Nigeria auf die Liste der Länder von besonderer Sorge des Außenministeriums – das heißt, Staaten die Verstöße gegen die freie Religionsausübung betreiben oder tolerieren. Unter Biden entfernte das Außenministerium allerdings Nigeria – diesen Staat, in dem alle zwei Stunden Christen getötet werden – von der Liste.

Es muss gar nicht gesagt werden, dass viele Beobachter das Außenminister wegen dieses unerwarteten Schritts hart kritisiert. Sean Nelson, Rechtsberater von Global Religious Freedom für ADF International, hielt fest:

Der Aufschrei, weil das Außenministerium Nigeria den Status eines Landes besonderer Besorgnis aufgrund der Verletzung der freien Religionsausübung genommen hat, ist absolut berechtigt. Es wurden keine Erklärungen dafür gegeben, die diese Entscheidung rechtfertigen könnten. Wenn überhaupt, dann hat sich die Lage in Nigeria im vergangenen Jahr verschlimmert. Tausende Christen sowie auch Muslime, die den Zielen der Terroristen und Milizgruppen widersprechen, werden ins Visier genommen, getötet und entführt und die Regierung ist schlicht nicht bereit diese Gräueltaten zu stoppen… den Status eines Landes besonderer Sorge für Nigeria wirl die zunehmend autoritäre Regierung dort nur ermutigen.

Zufällig und was man ihm positiv anschreiben sollte, fragte Trump einmal geradeheraus den nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari (dem, darauf bestehen viele nigerianische Offizielle, Obama half an die Macht zu bringen): „Warum bringt ihr Christen um?“

Wie auch immer, sieht die aktuelle Lage so aus: Gegen die christliche Bevölkerung Nigerias ist ein Jihad von Völkermord-Ausmaß erklärt worden – und ist seitdem in mehrere weitere Subsahara-Staaten übergeschwappt – während amerikanische Medien und die US-Regierung Nigerias Probleme in rein ökonomischen begriffen darstellen, die der Realität trotzen.

Die Unfähigkeit die einfachen Tatsachen zu akzeptieren; die Unfähigkeit ideologische oder existenzielle Motive zu berücksichtigen, einzig materielle Motive (Geld, Land usw.) zu sehen; die fast instinktive Schlussfolgerung, dass muslimische Gewalt klarer Nachweis für einen legitimen Missstand ist – all das sitzt derart im vorherrschenden Paradigma – von den Mainstream-Medien bis zu Mainstream-Politikern – und alle vergiften die westliche Zivilisation von innen und erodieren ihren Einfluss und die Fähigkeit von außen zu handeln.

Es bedeutet auch, dass für die meisten amerikanischen Medien und Politiker Schwarzes Leben keine Rolle spielt – zumindest nicht, wenn sie Christen sind und ihr Leben von Muslimen beendet wird.

Afrikanische feministische Sklavenhändler vs. weiße männliche Sklavenbefreier

Hollywood macht Filme über schwarze Sklavenhändlerinnen, aber nicht über die toten weißen Männer, die die Sklaverei beendeten.

Daniel Greenfield, FrongPage Mag, 20. September 2022

Angespornt vom Erfolg der Black Panther beschloss Sony aus den „Amazon“Agojie-Kriegern der Dahomey, der Inspiration der fiktiven Kriegerinnen eines Comic-Buchs, einen Film zu machen.

„Woman King“ hatte ein $50 Millionen-Budget, um die echte Wakanda zum Leben zu erwecken. Er stieg bei der Premiere ganz oben bei Box Office ein, als schwarz-nationalistische Geschichte weiblicher Ermächtigung über heldenhafte Sklavenhändler. Während nie ein Film, der die Konföderation feiert, gedreht werden würde, sind afrikanische Sklavenhändler, die hunderttausende Sklaven verkauften und Massenopfer darbrachten, Hollywood-Helden.

Trotz der Tatsache, dass der Film mit der weißen Schauspielerin Maria Bello aus Coyote Ugly, Gina Prince-Bythewood, entstanden war, wurde sichergestellt, dass „People of Color“ bei der Produktion federführend waren. Prince-Bythewood, die von ihrer leiblichen weißen Mutter zur Adoption freigegeben und von einem weißen Paar nahe der Weinberge von Monterey aufgezogen wurde, behauptete, sie habe „wegen ihrer Verbindung zum Material“ geweint, das einen der schlimmsten Sklavenhändler-Stämme in Afrika verherrlicht.

Die absurde Wokeness von Woman King weitete sich sogar so weit aus, dass Prince-Bythewood behauptete sie haben die Vergewaltigungsszene des Films an „Christine Blasey Fords Zeugenaussage bei der Nominierungsanhörung für Brett Kavanaugh zum Richter am obersten Gerichtshof“ angelehnt. Und die Medien schleimen entsprechend.

Aber dann begannen die Proteste in den sozialen Medien.

Die Dahomey und die Kriegerinnen hatten hunderttausende Mitglieder rivalisierender Stämme in die Sklaverei verkauft. Sie hatten auch die grausamen Massenopfer-Rituale an ihren Sklaven beaufsichtigt.

Während schwarz-nationalistische Filme routinemäßig Geschichte ignorieren, traf dieser bei einigen Nachkommen von Sklaven einen Nerv, besonders auf den Bahamas. Die von den Dahomey verkauften Sklaven wurden meistens nach Brasilien verschifft, das für seine Massen an toten schwarzen Arbeitern berüchtigt war. Die von der britischen Marine abgefangenen Sklavenschiffe ließen die Sklaven allerdings gelegentlich auf den Bahamas frei.

Die tatsächliche Geschichte der Dahomey der „Sklavenküste“ hat sabotiert, was als geschmeidige Einführung für The Women King und seine vermischte Geschichte von weiblicher Stärkung und schwarzem Nationalismus gedacht war. Aber während The Women Kings feministische Krieger im wahren Leben Verbrecher waren, die halfen zahllose Schwarze zu versklaven, gab es wahre Helden, die den Sklavenhandel bekämpften.

Leider waren das weiße Männer. Inzwischen lange tot und von linken, revisionistischen Historikern verleumdet.

Black Lives Matter veranstaltete zwar einen eigenen Amoklauf in Großbritannien, aber es war die britische Kriegsmarine, die afrikanische und muslimische Sklavenhändler bekämpfte. In Dahomey and the Dahomeyans beschrieb Frederick Forbes, ein britischer Marineoffizier, der sich aufmachte, um den Monarchen dazu zu bewegen den Sklavenhandel zu beenden, „Wachen an Amazonen“, die in einem Festzug einem Mitglied des Königsharems hinterhergingen und ihr mit Schirmen Schatten gaben. Ein solcher Schirm war „mit 1948 Kieferknochen verziert“.

Wenn reiche Dahomey starben, nahmen sie einige ihrer Frauen und Sklaven als menschliche Opfer mit. Es wurden groß angelegte Massenopfer dargebracht, darunter die brutale und schreckliche Tötung hunderttausender Sklaven zur Ehre der monströsen Monarchen der Dahomey.

Ein im Parlament vorgelegter Bericht von 1860 beschrieb, wie „eine große Grube gegraben wurde, die ausreichend menschliches Blut aufnehmen sollte um ein Kanu schwimmen zu lassen. 2.000 Personen werden bei dieser Gelegenheit geopfert.“ Die Getöteten waren Gefangene aus anderen Stämmen, wo die „jungen Leute dieser Gefangenen in die Sklaverei verkauft wurden und die Alten gemäß des großen Brauchs getötet werden“.

Die New York Times druckte eine Beschreibung ab, laut der „tausende Leuten geopfert wurden (geköpft und hinterher in Stücke geschnitten) und tausende wurden als Sklaven behalten werden“.

Das ist die echte Wakanda.

Es waren die Briten und die Amerikaner, die diesem Albtraum durch Kolonialismus und Imperialismus ein Ende setzten. Schon vor dem Bürgerkrieg hatten die Vereinigten Staaten den Webster-Ashburton-Vertrag (für Daniel Webster) unterschrieben, nach dem die US Navy und die Royal Navy Patrouille fuhren, um Sklavenschiffe abzufangen.

Bemühungen der US Navy Sklavenschiffe abzufangen reichen sogar bis 1820 zurück, als der Kongress den James Monroe Piracy Act verabschiedete. Sklaven zu importieren war bereits 1807 unter der Aministration Jefferson verboten worden, aber der Monroe Act setze den Sklavenhandel mit Piraterie gleich.

Jeder Amerikaner, der „an einer fremden Küste jeglichen Neger oder Mulatten ergreift, der nach den Gesetzen eines der Staaten oder Territorien der Vereinigten Staaten nicht zum Dienst oder Arbeit verpflichtet ist, mit der Absicht diesen Neger oder Mulatten zu einem Sklaven zu machen oder solch einen Neger oder Mulatten auf einem Schiff oder Fahrzeug mit der erwähnten Absicht in Empfang nimmt, so soll dieser Bürger oder diese Person als Pirat verurteilt werden; und bei Verurteilung deshalb soll er vor dem Bezirksgericht der USA in dem Bezirk, in den er verbracht oder gefunden wird, den Tod erleiden.“

Berühmte Navy-Fahrzeuge, darunter die USS Constitution, die USS Constellation und die USS Yorktown jagten Sklavenschiffe, die Sklaven aus Afrika in diese Hemisphäre brachten und brachten sie auf. Die African Squadron der US Navy, die vor der „Sklavenküste“ segelte und bis nach Kuba patrouillierte, schaffte es mehr als hundert Sklavenschiffe aufzubringen.

Aber es war das britische Embargo der Dahomey und Druck auf Brasilien und Portugal, das sich bei der Beendigung des Sklavenhandels als besonders effektiv erwies. All diese toten weißen Männer beendeten den Sklavenhandel über das Wasser. Später kämpften die britischen Imperialisten dafür den Handel mit Sklaven über Land nach Ägypten und in den muslimischen Nahen Osten zu beenden. Sie waren erfolgreich, bis das Ende des Kolonialismus die alten und neuen Arten des Sklavenhandels wiederherstellte, was Frachtladungen an Menschen aus Afrika und Asien in den Nahen Osten brachte, in brutale islamische Tyranneien wie Qatar, wo sie sich zu Tode arbeiten müssen, ganz ähnlich wie vor den grauenhaften Tagen des europäischen Imperialismus.

Das sind Filme, die gemacht werden und Geschichten, die erzählt werden sollten, die von britischen weißen Männern handeln, die schon lange tot sind, die ihr Leben riskierten, um den von der heldenhaften afrikanisch-feministischen Kriegern der Dahomey praktizierten Sklavenhandel zu stoppen. Und diese Filme werden nie gemacht werden, weil sie nicht ins Narrativ passen, das vom 1619-Projekt und Ibram X. Kendi vorgegeben werden, nach dem Sklaverei ein europäisches Verbrechen an Afrika war statt ein islamisches und afrikanisches Stammesverbrechen, das von Europäern beendet wurde.

Insbesondere vom europäischen Imperialismus und Kolonialismus, den Linke so gerne hassen.

Das Ausmaß des afrikanischen Sklavenhandels war massiv. Er umfasste einen Großteil der Geschichte und der bekannten Welt. Es gab schon vor über tausend Jahren schwarze Sklaven in China. Der Nahe Osten ist übersät mit großen Bevölkerungen ehemaliger schwarzer Sklaven und in einigen Fällen aktueller Sklaven. Die amerikanische Rolle beim Sklavenhandel war sowohl im Umfang und Ausmaß relativ kurz. Er ist eine Sünder, aber er war gewiss nicht, wie Obama es formulierte, unsere Ursünde. Er war ein Verbrechen, das in Afrika begann.

Westler hatten die Sklaverei nicht erfunden, aber sie unternahmen mehr als alle anderen um ihr ein Ende zu setzen.

Das ist eine Wahrheit, die nicht erzählt werden darf. Und Hollywood macht lieber Filme, die Sklavenhändler feiern, solange es sich um schwarze Frauen handelt, statt tote weiße Männer, die für das Ende der Sklaverei kämpften.

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Nachtrag vom 14.12.2022: David Klein aus der Schweiz hat zum Film Woman King, Hollywood, schwarzen Sklaven und dem Rassenproblem in den USA einen ausgezeichneten Artikel geschrieben.

Klimawandel – Die neueste Rechtfertigung für Gemetzel an Christen

Raymond Ibrahim, 14. August 2022

Im Bild: Der blutverschmierte Boden der katholischen Kirche St. Franzisskus mik Bundesstaat Ondo in Nigera nach der dortigen Ermordung von 50 Christen am 5. Juni 2022 (Foto: AFP via Getty Images)

Politiker haben eine Möglichkeit gefunden zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Ignoriert das endemische Gemetzel an Christen überall in der muslimischen Welt, während gleichzeitig der Einfluss des Klimawandels mehr als übertrieben wird. Wie? Indem gesagt wird, dass der Klimawandel der wahre Motor ist, der die Verfolgung von Christen ist.

Am Pfingstsonntag, 5. Juni 2022 massakrierten Muslime rund 50 Christen in der St. Franziskus, einer nigerianischen Kirche (s. hier für mehrere weitere Beispiele  muslimischer Massaker an Gottesdienstbesuchern in ihren nigerianischen Kirchen). Zwei Tage später gab der Präsident Irlands, Michael Higgins, eine Erklärung zu dem Vorfall ab.

Darin verbindet er das Kirchenmassaker in Nigeria mit dem „Klimawandel“: Drei der vier Absätze der Erklärung behandeln globale Erwärmung, nirgendwo gibt die Stellungnahme islamische Radikalisierung und Terrorismus in der Region zu, ganz zu schweigen, dass das verurteilt wird – obwohl das exakt das ist, was zum Kirchenmassaker am Pfingstsonntag führte.

Tatsächlich und obwohl das von den sogenannten Mainstream-Medien nicht berichtet wird, werden die Christen von Nigeria laut mehreren NGOs mit einem Völkermord gesäubert werden. Laut eines Berichts vom August 2201 sind seit Beginn der islamischen Unruhen im Juli 2009 ernsthaft begannen, mehr als 60.000 Christen entweder bei jihadistischen Überfällen ermordet oder entführt worden, ohne dass man sie je wieder sah. Im selben Zeitrahmen wurden rund 20.000 Kirchen und christliche Schulen von „Allahu Akbar“ brüllenden Muslimen in Brand gesetzt und zerstört. 2021 ermordeten Muslime mindestens 4.650 nigerianische Christen wegen ihres Glaubens und fast 900 allein in den ersten drei Monaten diesen Jahres.

Statt auch nur im Entferntesten irgendeinen dieser beunruhigenden Trends einzugestehen, „verurteilte“ der irische Präsident Michael Higgins diejenigen, die „versuchen [muslimische] seelsorgerliche Menschen zu Sündenböcken zu machen, die zu den größten Opfern der Folgen des Klimawandels gehören.“ Das ist ein Hinweis auf die Fulani, islamische Hirten, die von jihadistischer Ideologie motiviert sind Christen zu überfallen und abzuschlachten, wie es heute aussieht, tagtäglich. Wie dieser Bericht andeutet, wird in Nigeria alle zwei Stunden ein Christ getötet – die meisten davon durch die Hände der Fulani.

Am 10. Juni antwortete Bischof Jude Ayodeji Arogundade von der christlichen Diözese, in der nigerianische Christen am Pfingstsonntag abgeschlachtet wurden, sowohl auf Higgins Behauptungen, der Klimawandel sei verantwortlich, als auch auf die obszöne Darstellung der Fulani durch den irischen Präsidenten, sie seien nicht weniger Opfer als die von ihnen abgeschlachteten Christen:

Auch wenn ich dem ehrenwerten Mr. Higgins dafür danke sich anderen anzuschließen, die den Angriff verurteilten und ihr Mitgefühl mit den Opfern ausdrückten, sind seine Gründe für eine Verbindung zwischen den Terroropfern und den Folgen des Klimawandels nicht nur irreführend, sondern reiben auch noch Salz in die Wunden all derer, die in Nigeria unter Terrorismus gelitten haben. Die Opfer des Terrorismus sind eine andere Kategorie, die mit nichts vergleichbar sind! Jedem, der die Ereignisse in Nigeria während der letzten Jahre genau verfolgt hat, ist klar, dass die zugrundeliegenden Probleme der Terroranschläge, des Banditentums und nicht nachlassenden Angriffe in Nigeria und der Sahelzone mit dem Klimawandel nichts gemein haben… Es ist völlig unangemessen in unserer aktuellen Situation auf irgendeine Form der Politik des Klimawandels anzuspielen… [Muslimische] Terroristen laufen frei herum, metzeln nieder, massakrieren, verletzen und versetzen verschiedene Teile Nigerias seit mehr als 8 Jahren in Terror, nicht wegen irgendeiner vernünftigen Sache, sondern weil sie böse sind. Punkt.

Genauso lautstark in seiner Verurteilung derer, die versuchen den Fokus von islamischem Terrorismus auf Klimawandel zu verschieben war Lord David Alton aus Liverpool, ein Menschenrechts-Verteidiger. Am 12. Juni schrieb er:

Die Politiker müssen ehrlicher zu dem werden das das Blutbad antreibt… Jedes [während des Anschlags auf die Kirche am Pfingstsonntag] stellt für einzelne Familien ein tragisches Herzleid dar… Es ist auffallend, wie wenig Interesse Mainstream-Medien daran gehabt haben ihre Geschichten ausführlich zu beschreiben. In Nigeria verlorene einzelne Leben sollten nicht weniger Nachrichtewert haben als in jedem anderen Teil der Welt. Und es ist auffallen, wie schnell Politiker und Kommentatoren dasselbe diskreditierte, banale Narrativ von sich geben, die Antriebe für solche Gemetzel seien Klimawandel und fehlende Ressourcen. Sie sagen, die Ursachen seien „kompliziert“ und erwähnen kaum einmal die jihadistische Ideologie, de hinter den endlosen Gräueltaten von ISIS und Boko Haram. Und dann sagen sie, dass jeder [Christen und Muslime] leiden und es eine Art Gleichwertigkeit der Opfer aus unterschiedlichen religiösen Hintergründen gibt. Sie sollten das den Familien derer sagen, deren Lieben tagein, tagaus das Ziel sind und sehen, welche Art von Antwort sie dann erhalten.

Ohne die Worte „Islam“, „Islamismus“ oder „radikaler Islam“ zu schreiben kommt Alton treffsicher, aber diplomatisch zum Schluss, indem er schreibt:

Es ist höchste Zeit, dass die Welt gegenüber der widerwärtigen Wahrheit aufwacht, dass dieselbe bösartige Kraft, die sich durch eine Gemeinschaft nach der anderen gemordet und verstümmelt hat, weiterhin brutal nigerianische Menschen ermordet und in der Lage gewesen ist, das ungestraft zu tun.

Weiter ist interessant festzuhalten, dass der Präsident Irlands, als er einen fast identischen Terroranschlag der Pfingstsonntags-Ermordung von rund 50 nigerianischen Christen – nämlich das Massaker von Christchurch, als ein Australier in Neuseeland 51 Muslime tötete – damals nichts von Klimawandel erzählte. Stattdessen hob er die wahre Ursache hervor (die auf beide Anschläge zutrifft) – die Religion. Nachdem er sagte, die Moschee-Anschläge in Neuseelen hätten „Menschen auf der ganzen Welt entsetzt“ – das Kirchen-Massaker in Nigeria erhielt in seiner Stellungnahme nie eine solches Schlagwort – fuhr Higgins fort:

Es kann keine Rechtfertigung für Gewaltakte und Diskriminierung auf Grundlage von Religion oder Überzeugungen geben. …Freie Religionsausübung ist ein Eckpfeiler jeder funktionierenden Demokratie und diese Rechte müssen allen Bürgern garantiert werden.

Irlands Präsident ist zufällig kaum der erste oder ranghöchste Politiker, der versucht islamischen Terrorismus dem Klimawandel anzuhängen. Im Dezember 2022 sagte UNO-Generalsekretär António Guterres: „Klimawandel“ … ist erschwerender Faktor für Instabilität, Konflikt und Terrorismus.“

Man begegnet dieser Behauptung selbst an den unwahrscheinlichsten Orten. In seinem aktuellen Buch The Politics of Persecution besteht der palästinensische Akademiker Mitri Raheb darauf, dass, was immer Christen im Nahen Osten vielleicht an Verfolgung erleben, nichts mit dem Islam zu tun hat. In seinem Versuch die Verantwortung allem und jedem sonst zuzuschreiben, bot er sogar in seinem Buch einen Abschnitt  zu „Klimawandel, der der christlichen Gemeinschaft seine Opfer abfordert“ an.

Das sind dann die verkommenen Anstrengungen, die manche Politiker, Akademiker und Medien zu unternehmen bereit sind.  Sie beuten schamlos das menschliche Leid von Christen und anderen aus, indem sie die Aufmerksamkeit  von ihrer wahren Ursache ablenken – islamischer Radikalisierung und Terrorismus – und sich ihren jeweiligen Lieblingsprojekten zuwenden, in diesem Fall dem Klimawandel.

Das kleine Land, das machte

Abstimmung mit den „großen Jungs“ in der UNO stellt Eswatini fest auf die Landkarte

Rolene Marks, Lay of the Land, 23. Juni 2022

Schon die Erwähnung der Vereinten Nationen wird garantiert den Blutdruck der meisten Leute hochtreiben – besonders die Erwähnung des Menschenrechtsrats. In dieser Kammer des Absurden halten einige der schlimmsten Menschenrechtsverletzter der Welt, darunter Venezuela, der Iran und Nordkorea Hof und hatten den Vorsitz, zudem sind einige der lächerlichsten Resolutionen gegen Israel verabschiedet worden. Der jüdische Staat hat und bleibt der Fokus einer obszönen Menge an Aufmerksamkeit – enorm zu Lasten anderer Konflikte und Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Letzte Woche legte die „Untersuchungskommission“ des UNHRC – eine Untersuchung, die nach dem 11-tägigen Aufflammen des Konflikts zwischen Israel und der international als Terrororganisation eingestuften Gruppe Hamas, die den Gazastreifen beherrscht – in diesem Zirkus des Lächerlichen ihre Erkenntnisse vor. Natürlich lautete das Urteil, dass Israel für den andauernden Konflikt mit seinen Nachbarn verantwortlich war und ist.

Die Untersuchungskommission schaffte es, kaum Verweise auf die Aufstachelung zu Hass und die von der Hamas begangenen Terrorakte und andere vom Iran gesponserte Terrorgruppen im Gazastreifen wie möglich anzuführen.

Problem Pillay. Die „Untersuchungskommission“ zu dem 11-tägigen Aufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hamas wurde von der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, geleitet, einer überzeugten Anhängerin der BDS-Bewegung, die das Ende des Staates Israel fordert.

Geleitet wurde die Untersuchungskommission von Navy Pillay, einer bekannten Antiisrael-Agitatorin, die in der Vergangenheit die BDS-Bewegung befürwortet hat, die ein Ende des Staates Israel fordert, dem Iran für die Unterschrift unter die israelfeindliche UN-Erklärung applaudierte und sie hat persönliche Beziehungen zu Mitgliedern der PFLP bewiesen, die auf der internationalen Terrorliste steht. Es ist kein Wunder, dass Israel es ablehnte mit einer solchen Untersuchung zu kooperieren.

Warum sich die Mühe machen die Fassade zu durchbrechen? Die Untersuchungskommission wurde aber von Nordkorea begrüßt – und dem palästinensischen Repräsentanten, der forderte, dass die USA aus dem Menschenrechtsrat geworfen werden. Es wäre komisch, wäre es nicht so ernst, weil manche Leute immer noch an die Aufrichtigkeit einer solchen Organisation glauben.

Obsessive israelfeindliche Einseitigkeit. Israels Botschafter bei der UNO Gilad Erdan zerreißt am 29. Oktober 2021 auf dem Podium einen Bericht des Menschenrechtsrats, als er ihn wegen seiner unverhältnismäßigen Verurteilung Israels kritisierte; er sagte, der Bericht gehöre in „die Mülltonne des Antisemitismus“ (Video-Screenshot)

Aber es ereignete sich etwas Außergewöhnliches. Die USA führten, gefolgt am nächsten Tag von Australien, 22 Länder in einer Erklärung an, die den UNHRC unter anderem wegen seiner „unverhältnismäßigen Konzentration auf Israel“ verurteilte, auch weil diese Kommission für die Sache des Friedens kontraproduktiv ist.

Die von den USA geführte und Kontinente überspannende, ungleiche Gruppe an Ländern, zu denen Israel, Österreich, die Niederlande, Bulgarien, Ungarn, Eswatini, Brasilien, Kamerun, Mikronesien, Kanada, Großbritannien, Togo, Kolumbien, Guatemala, Kroatien, Liberia, die Marschallinseln, Nauru, Nordmazedonien und Palau gehörten, prangerten die Untersuchungskommission an.

Ihnen schloss sich am nächsten Tag Australien an, das die „unverhältnismäßige Konzentration auf Israel und die Untersuchungskommission, die der Sache des Friedens nicht dient“ des UNHRC scharf kritisierte. Es gab eine ermutigende Präsenz afrikanischer Länder, die es auch überdrüssig sind Partei ergreifen zu müssen, wenn sie von dem profitieren können, was Israel zu bieten hat und eine konkrete Rolle als Mitglieder der Afrikanischen Union spielen, um eine Lösung des Konflikts zu vermitteln – eine Rolle, die Südafrika, das ebenfalls eine unproduktive Besessenheit mit dem jüdischen Staat hegt, leider verwirkt hat.

Besonders ermutigend war die Anzahl an afrikanische Staaten zu sehen, die mit dem Stillstand der Vergangenheit brachen und sich für Israel einsetzten. Israel hat in Anerkennung der Ähnlichkeiten zwischen unserer Geschichte und Herausforderungen für diese afrikanischen Länder seine Aufmerksamkeit auf zunehmende bilaterale Beziehungen auf dem Kontinent konzentriert. Offensichtlich wird das mit Israels Beobachterstatus bei der Afrikanischen Union (AU) und die stete Zunahme bilateraler Beziehungen.

Dass die afrikanischen Staaten in der UNO zugunsten Israels stimmen, ist von gewaltiger Bedeutung. Es heißt, dass die Jahrzehnte lange Pattsituation des afrikanischen Blocks jetzt gebrochen wurde.

Ein Land sticht besonders heraus. Eswatini (früher als Swasiland bekannt) macht sehr wenige Schlagzeilen, aber letzte Woche setzte der winzige südafrikanische Staat durch seine Abstimmung zugunsten Israels an der Seite der führenden Demokratien der Welt ein deutliches Zeichen – wir sind hier und wir kamen um mitzuspielen. Täuschen sie sich nicht: Die Stimme eines jeden Landes hat, ungeachtet seiner Größe oder seiner vermeintlichen Bedeutung, dasselbe Gewicht.

Ein neuer Tagesanbruch. Das von Südafrika eingeschlossene Königreich Eswatini, früher Swasiland, im südlichen Afrika stimmte zusammen mit den führenden Demokratien der Welt zugunsten Israels und verurteilte den UNHRC u.a. für seine „unverhältnismäßige Konzentration auf Israel“.

Die von Eswatini gesandte Botschaft war klar. Wir stehen auf der Seite Israels. Wir erkennen den Nutzen für unser Land, Beziehungen zu einem Land wie Israel zu haben, das in so vielen Bereichen führend ist. Wir werden uns vom benachbarten Südafrika nicht dazu zwingen lassen gegen Israel zu stimmen. Südafrikas wichtiger außenpolitischer Fokus für 2022 besteht darin Israels Beobachterstatus bei der AU wieder zu annullieren – eine enttäuschende Entscheidung für ein Land, das von so vielen Herausforderungen geplagt ist, bei denen der jüdische Staat helfen könnte.

Eswatini sandte mit dem Traditionsbruch eine starke, schallende Botschaft. Größe spielt keine Rolle – stattdessen ist es das Gebot der Stunde moralische und prinzipientreue Haltung gegenüber einer Institution einzunehmen, die rasant ihr Prestige verliert. Eswatini hat gezeigt, dass das Land an der Seite der führenden Demokratien der Welt stehen kann – und sich behauptet. Eswatini hat gezeigt, dass es, wenn es ihm um das Beste für seine Bürger geht, sich nicht unter Druck setzen lässt. Eswatini ist mit gutem Beispiel vorangegangen.

Der südafrikanische Staat hat sich nicht nur auf der Weltbühne fest etabliert, sondern auch bewiesen, dass er das kleine Land ist, das könnte – und tat.

Die moralische Unanständigkeit der Mainstream-Medien, unserer Kirche und unserer Politiker

Peter Baum, Weekly Blitz, 17. Juni 2022

Vor ganz kurzem gab fanden auf dem afrikanischen Kontinent zwei Gräueltaten statt, die von den Mainstream-Medien nicht berichtet wurden. Diese Publikation hat ständig über solche Ereignisse in Afrika berichtet und wird weiter wichtige Dinge enthüllen, die die Mainstream-Medien ignorieren.

Diejenigen, die mit blanker Verachtung behandelt wurde, haben Angst vor der nächsten Gräueltat. Sie leben in dem Wissen, dass die internationalen Organisationen, die gegründet wurden, um sie zu schützen, ihre Notlage völlig ignoriert haben und sie werden wie menschliche Exkremente behandelt.

Die Mainstream-Medien, die oft der Auslöser sind Missstände aufzeigen, um Aufdeckung und Hilfe für die Hilflosesten in unserer Gesellschaft zu ermöglichen, sind viel zu besessen von anderen, weniger wichtigen Dingen, als die massenhaften Gemetzel an Schwarzafrikanern. Solche Gräueltaten passen weder in ihre aktuelle Agenda noch in die Agenda des Establishments. Wie kann das sein, insbesondere in der Zeit von Black Lives Matter? Indigenes schwarzafrikanisches Leben – oder Tod – ist eindeutig uninteressant, wenn die Mörder Muslime sind.

Am 6. Juni griffen Muslime in Owo, im südwestlichen Nigeria, Kirchenbesucher beim Gebet in einer katholischen Kirche an. Viele wurden getötet, andere lagen im Sterben und sind seitdem gestorben. Unter den Toten waren Säuglinge, Kinder, Mütter und Alte. Sie wurden niedergeschossen und danach zu Tode gehackt. Solche Angriffe sind in Nigeria alltäglich und tausende unschuldiger schwarzer Zivilisten, hauptsächlich christliche Kirchenbesucher, Frauen und Kinder werden für willkürliche Hinrichtungen durch bewaffnete Muslime selektiert. Lassen Sie mich das wiederholen: Die Opfer sind schwarzafrikanische, christliche Zivilisten und die Mörder sind bewaffnete, militante Muslime: schwarze Afrikaner und braune Kaukasier. So sieht die faktische, einfache, rassische und religiöse Demografie aus.

Am 30. Mai wurden im nördlichen Landdorf Solhan in Burkina Faso mehr als 160 schwarzafrikanische Dorfbewohner von Muslimen abgeschlachtet. Die Täter des Gemetzels war wieder eine Mischung aus schwarzen und braun-kaukasischen Muslimen. Ähnlich wie in Nigeria sind solche Angriffe in Burkina Faso alltäglich; dort sind in den letzten fünf Jahrzehnten tausende indigener Schwarzafrikaner von Muslimen abgeschlachtet worden. Die radikalen und religiösen Dynamiken bezüglich der Opfer und Mörder wiederholen die Erfahrungen von Nigeria.

Am 3. Mai wurden mehr als 70 Dorfbewohner im Dorf Kodyel in der Provinz Komamandjani in Burkina Faso abgeschlachtet.

Andere Länder in der Sahelzone wie Mauretanien, Niger und Mali haben zahlreiche ähnliche Gräuel erlebt. Und lassen Sie mich wiederholen, dass die tausenden Opfer hauptsächlich indigene, nichtmuslimische Afrikaner sind und die Täter eine rassische Mischung als Afrikanern und Kaukasiern, vereint unter dem Islam.

Keine dieser drei aktuellen Gräueltaten wurde im Mainstream-Fernsehen oder Radionachrichten in Großbritannien berichtet. Ein Überblick über andere westliche Fernseh- und Radiosender erwies sich als ähnlich einheitlich. Jegliche Berichte wurden in allerlei anderen, auf Afrika konzentrierten Nachrichtenmeldungen auf Internetseiten versteckt, die im Durchschnitt 36 Stunden lang erschienen. Leider ist das die Norm. Die Auslöschung von christlichen und nichtmuslimischen Afrikanern durch Islamisten ist es nicht wert in globalen Nachrichten zu erscheinen. Sehr gelegentlich wird das von Qatar finanzierte Al-Jazira solchen Gräueln etwas Raum geben, was pervers ist, bedenkt man, dass Qatar der Hauptfinanzier des islamischen Terrorismus in der Sahelzone ist.

Nicht ein einziger Parlamentarier stand im Unterhaus auf, auch nicht im Oberhaus, um den Opfern zu kondolieren, gegen die Gewalttaten zu protestieren oder die Täter zu entlarven und zu verurteilen. Unsere Kirchenleiter aller Konfessionen haben geschwiegen, waren aber paradoxerweise extrem lautstark bei einem anderen afrikanischen Land, Ruanda, wohin die britische Regierung illegale Immigranten deportieren könnte. Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury und andere Kirchenführer sind diesbezüglich besonders lautstark gewesen, aber leider schweigen sie zu muslimischen Morden an Schwarzafrikanern. Die britische Kirche hat falsche Prioritäten und ihre Führer erinnern mich an die Kirchenführer während der Nazi-Zeit, wo sie schwiegen, als Juden, Schwule, Roma, Kommunisten und die physisch und geistig Behinderten in die Gaskammern geschickt wurden.

Was die Gemetzel in Nigeria und Burkina Faso angeht, so gingen keine Schwarzen-Gruppen oder andere Menschenrechtsgruppen zum Protest auf der Straße. Unsere Radiosender, unsere Zeitungen und die sozialen Medien haben diese Gräuel, obwohl sie sich ihrer bewusst sind, ignoriert. Man muss den moralischen Anstand all derer infrage stellen, die weiter schweigen, weil Schweigen Zustimmung ist.

Die UNO würde sicher eine Untersuchung durch eines ihrer zahlreichen Gremien oder Räte einrichten, um die fortgesetzten Angriffe auf wehrlose, hilflose afrikanische Zivilisten zu diskutieren, einschließlich der jüngsten davon. Und was ist mit Amnesty International und War On Want – beide zu fanatisch von der Dämonisierung des einzigen jüdischen Staates besessen, der paradoxerweise eine multirassische, freie Gesellschaft ist. Nein, nichts, absolut nichts. Kein Menschenrechtsrat, keine NGO, nichts von der Organisation der Afrikanischen Einheit. Und Black Lives Matter? Null, nichts, „sweet Fanny Adams“, wie wir in Großbritannien sagen. Diese schwarzen Leben waren eindeutig nicht wichtig und sind denen nicht wichtig, die die Mittel haben zu helfen und helfen sollten.

Ironischerweise machte der intellektuell beschränkte Präsident der Republik Irland, ein Herr Higgins, auf unbedeutende Weise Anspielungen auf die beiden jüngsten Ereignisse, machte aber dafür den Klimawandel verantwortlich. Das ist kein Scherz. Irland verdient diesen Clown, angesichts des tiefsitzenden Rassismus in seinem Parlament. Denn diejenigen, die angesichts dieser Äußerung ihre Augenbrauen hochgezogen haben, sollten sich bitte erinnern, dass sein Land mehr öffentliche Denkmäler für Nazi-Kollaborateure hat als die ganze Welt zusammen. Irland war das einzige Land der Welt, das zum Tod von Hitler kondolierte und das einzige Land Europas, das versuchte, Gesetze zur Kriminalisierung derer zu verabschieden, die den einzigen jüdischen Staat der Welt besuchen oder Handel mit ihm treiben. Ich schweife ab, also lassen Sie uns zum eigentlichen Thema zurückkehren.

Vergleichen Sie diese und frühere von Islamisten an schwarzen, nichtmuslimischen Afrikanern verübten Unmenschlichkeiten mit dem aktuellen unglücklichen Tod einer palästinensischen Journalistin oder sogar dem Tod von George Floyd. Die Sättigung der Medienaufmerksamkeit bei diesen zwei Ereignissen war weltweit, viral, überzogen, einseitig, unaufhörlich und wurde von jedem erkennbaren Medienorgan umfangreich kommentiert.

Tatsächlich werden diese beiden Ereignisse noch Wochen und Jahre nach dem Vorfall berichtet. Warum keine Berichte über die Gemetzel in Afrika? Das macht keinen Sinn. Nur für Medienfaschisten macht das Sinn. Für moralisch anständige Menschen macht es keinen Sinn.

Wären die Opfer, sagen wir: Palästinenser oder wären die Täter weiße, rechte Militante, was glauben Sie als Leser, wie die Berichterstattung aussehen würde? Es gäbe eine weltweite Empörung in den Medien. Wie Sie sehen, kümmern die globalen Medien weder die Opfer noch die Mörder, außer diese Gruppen passen in die Agenda, von denen die Mainstream-Medien fanatisch besessen sind. Die Palästinenser werden mit ungerechtfertigter und unverhältnismäßiger Sympathie und der jüdische Staat mit ungerechtfertigtem und unverhältnismäßigem Hass behandelt. Ähnlich werden weiße konservative Christen von den Mainstream-Medien mit ungerechtfertigtem und unverhältnismäßigem Hass identifiziert. Und das ist der Grund, warum die Mainstream-Medien keine Gelegenheit auslassen, wenn die Möglichkeit besteht diese beiden Bevölkerungsgruppen negativ hervorzuheben. Und die Berichterstattung ist obsessiv, gesättigt und ausgedehnt.

Das erklärt nicht das Schweigen der Kirchen und Politiker – besonders schwarzer Politiker und der Vereinten Nationen – zu den Ereignissen in Afrika und sollte auch nicht als Ausrede dafür genutzt werden. Außer natürlich sie ahmen die Mainstream-Medien nach – was sie tun.

Die Publikation Weekly Blitz und ich selbst als Auslandsredakteur dieses mutigen Magazins werden weiter recherchieren und die Unmenschlichkeiten aufdecken, die von Islamisten an Afrikanern verübt werden. Wir werden weiter die totale moralische Unanständigkeit unserer Medien, unserer Parlamentarier, unserer Kirchenmänner und -frauen, unserer vielen Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsorganisationen und unserer Kulturikonen bloßstellen, die einfach deshalb weiter schweigen, weil sie widerliche Heuchler und intellektuell zurückgeblieben sowie voreingenommen sind. Es gibt zweifelsohne eine Agenda innerhalb der von der UNO unterstützten globalen Mainstream-Medien sich unfair auf den einzigen jüdischen Staat der Welt zu konzentrieren. Es gibt eine fanatische Obsession einzig Israel als den Bösen herauszuheben und die Palästinenser als Opfer hinzustellen, was ironisch und pervers ist. Warum? Nun, sowohl die Palästinenser-Satzungen – die palästinensische Nationalcharta von 1968 und die palästinensische Hamas-Charta von 1988 – spiegeln mit ihrer Forderung nach der Auslöschung der Juden die Nazi-Ideologie. Es gibt ein weltweites Schweigen zu diesen hitlerischen Dokumenten, die drei Generationen palästinensischer Kinder indoktriniert haben. Die Welt schweigt und indigene, nichtmuslimische Schwarzafrikaner werden weiter von Islamisten abgeschlachtet.

Und für Leser dieses Artikels ist Schweigen Zustimmung.

In Fotos: das jüdische Afrika

Jono Davids „unendliche jüdische Foto-Reise“ führte ihn dazu, eine vielfältige Sammlung der oft übersehenen jüdischen Gemeinden – neue wie alte – des afrikanischen Kontinents zu dokumentieren.

Jono David, the Librarians, 19. Mai 2021

Gemeindemitglieder von Lemba. Manavhela, Provinz Limpopo, Südafrika © Jono David

Im Juli 1997 begab ich mit auf eine sechswöchige Eisenbahn-Odyssee von Peking in China nach London in England.

Die Reise war die Umsetzung eines lange gehegten Traums. Dessen Versprechungen waren größer als ich mir hätte vorstellen können.

Aufenthalte in der ländlichen Mongolei und am Baikal-See, dem tiefsten und größten Süßwasser-See der Welt in Sibirien, waren keine Enttäuschung. Im weiteren Verlauf hatte ich Stopps in Moskau, St. Petersburg, in jedem der baltischen Staaten und Warschau, bevor ich in Londons Waterloo Station einfuhr, einen Steinwurf entfernt von den schäbigen Ausgrabungen, die ich einst als Zuhause bezeichnete.

Aber bei diesem großen Abenteuer geschah etwas Unerwartetes.

Unerwartete Kursänderung

In Irkutsk hielt ich an, besuchte die Synagoge und wurde von ein paar Leuten vor Ort und einem amerikanischen Besucher willkommen geheißen, der sich dort für ein Forschungsprojekt aufhielt. Die Begegnung setzte unbeabsichtigt einen völlig anderen gedanklichen Ansatz zu der Reise in Gang.

Die Synagoge von Irkutsk in Russland, August 1997. © Jono David

Während ich alles komplett in Anspruch nahm, was die Zugreise selbst zu bieten hatte, wurde ich gleichermaßen auf meine russisch-jüdischen Wurzeln väterlicherseits konzentriert. Als ich in Polen ankam, fragte ich mich, wie mein polnisch-jüdisches Erbe mütterlicherseits aussah, besonders wo die Heimatstadt meiner Urgroßmutter sein könnte. Ich kannte sie – und ihre Latkes – gut. Sie verstarb, als ich 18 war.

Als ich im September wieder in Osaka in Japan Zuhause ankam (wo ich seit 1994 lebe), hatte ich mich bereits entschlossen: Ich würde im Februar/März wieder nach Zentraleuropa reisen, mit dem einzigen Ziel so viele „jüdische Fotos“ wie möglich zu machen.

Meine erste „offizielle“ Jüdische Foto-Reise

Ich flog nach Frankfurt und nahm dann einen Zug nach Prag. Von dort brachte mich die planlose Reise in mehrere Ecken der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarns, Polens und Österreichs.

Das Ganze war völlig unorganisiert. Keine Verabredungen. Keine Termine. Keine Internetnutzung. Und kaum Kenntnisse in Fotografie.

Ich konnte es damals nicht wissen, aber die Reise war meine erste „offizielle“ Jüdische Foto-Reise. Sie löste eine lebenslange Hingabe zur Dokumentation der jüdischen Welt in Fotos aus.

Bei der ersten „offiziellen“ Jüdischen Foto-Reise des Autors In Auschwitz im Februar 1998 aufgenommenes Foto. © Jono David

Im Verlauf der Jahre und viele Reisen eines Lebens später erkannte ich, dass es an der Zeit für etwas Größeres, Besseres und Kühneres war. 2010 richtete sich mein Blick auf das jüdische Afrika. Vorher hatte ich zwar einige Teile des nördlichen Afrika besucht und das südliche Afrika durchquert, aber diese Reisen – wie die mit der Transsibirischen Eisenbahn – waren in erster Linie Tourismus mit ein paar eingesprenkelten jüdischen Fotogelegenheiten. Mit anderen Worten: Es waren keine Foto-Reisen an sich und sie waren gewiss nicht strukturiert.

Ich hatte lediglich eine Bildersammlung zusammengetragen. Aber das jüdische Afrika sollte etwas anderes sein.

Afrikanisch-jüdische Gemeinden entwickeln

Von August 2012 bis April 2016 begab ich mich auf acht einzigartige Foto-Reisen ins jüdische Afrika, die rund 60 Reisewochen in 30 Länder und Gebiete umfassten. Am Ende archivierte ich rund 65.000 Fotos des jüdischen Afrika und ich machte das mit dem Ziel eine grundlegende Frage zu beantworten: Wer sind die Juden Afrika?

Der geistliche Leiter der jüdischen Gemeinde Beth Yeshourun, Serge Etele (lniks) prüft eine neue Mesusa im Haus der Familie Ambomo in Douala (Kamerun). © Jono David
Matze-Bäckerei in Hara Kebira auf Dscherba in Tunesien © Jono David

Ich war besonders an den entstehenden schwarz-jüdischen Gemeinden an Orten wie Uganda, Kenia, Ghana, Madagaskar, Gabun und Kamerun interessiert. Im Verlauf der letzten 20 Jahre hat das Phänomen des religiösen Verzichts und Selbstkonversion zum Judentum – in einigen Fällen wie in Ghana, Kamerun und Gabun – mit der Aufkommen der Internetverbindungen dort zugenommen: Echtzeit-Verbindungen verflechten die schwarz-jüdische Komplexität auf dem gesamten Kontinent.

Kinder der jüdischen Gemeinde Kasuku, Ol Kalou, Nyandarua, Kenia. © Jono David

Bislang werden diese kleinen, aber leidenschaftlichen Gemeinden von offiziellen Instanzen in Israel und der jüdischen Mainstream-Welt weiter weitgehend ignoriert – die 100 Jahre alte Abayudaya-Gemeinschaft in Uganda wird vom konservativen Judentum offiziell anerkannt, aber das ist eine Ausnahme.

Verbindungen außerhalb jüdischer Organisationen und Rabbiner nehmen allerdings zu und offizielle jüdische Anerkennung bleibt ein wichtiges Ziel.

Europäische Wurzeln auf dem gesamten Kontinent

Auf meinen Reisen besaßen diese Gemeinden eine besondere Faszination, aber ich achtete genauso auf die Gemeinden mit europäischen Wurzeln. Ich war nicht nur auf ihre Geschichte neugierig, sondern auf ihre Ausprägung des jüdischen Lebens im Vergleich zu den vertrauten Gepflogenheiten in Europa.

Die Gemeinschaft in Südafrika z.B. begann hauptsächlich unter britischer Herrschaft im 19. Jahrhundert. Es handelte sich bei ihnen um vorwiegend aschkenasische Juden, die von litauischen Juden vor und nach dem Holocaust abstammten. Zwischen 1880 und 1940 war die Gemeinschaft auf rund 40.000 angeschwollen (sie erreicht ein den 1970-er Jahren mit 120.000 ihren Höchststand).

Ketubbah (jüdischer Ehevertrag), Benoni, Südafrika 1922 (aus Sammlung der Nationalbibliothek Israels)

Man könnte sogar sagen, dass ein jüdischer Einfluss in der Region bis ins 15. Jahrhundert und die portugiesische Erkundung mit jüdischen Kartographen zurückreicht, die den Entdeckern Bartolomeu Dias und Vasco da Gama halfen. Aber erst in den 1820-er Jahren hatten Juden eine signifikante Präsenz. 1841 bauten sie ihre erste Synagoge in Kapstadt. In den 1880-ern lockte ein Goldrausch tausende weitere Juden an, hauptsächlich aus Litauen.

Im Verlauf der Jahre hatten Juden aus der gesamten Region Südafrikas einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf die lokale Gesellschaft, Politik, Geschäftswelt und Geschichte gehabt. Fakt ist, dass dasselbe auch von jüdischen Siedlungen von Kenia bis in die nordafrikanischen Nationen gesagt werden kann.

Upscherin in der Northcliff Hebrew Congregation, Northcliff, Johannesburg, Gauten, Südafrika. © Jono David

Jüdische Kolonien im heutigen Simbabwe, Mosambik, Sambia und Namibia gediehen allesamt. Sie bauten ihre Synagogen, Schulen und sozialen Zentren sehr oft in europäischen Architekturstilen – mit einigen bemerkenswerten Ausnahmen in Südafrika mit niederländischem Kap-Design und im Maghreb mit islamischen und maurischen Linien – und beinhalteten allen Schmuck, Traditionen, Bräuche und kulinarischen Geschmäcker ihrer Heimatländer. Ich stellte diese Beschaffenheiten als überzeugende Beweise der Bande fest, die die Juden in der ganzen Welt verbinden.

Die Synagoge der Hebräischen Gemeinde Windhoek, Namibia. © Jono David
Die Synagoge Rabbi Bisal El. Hara Kebira, Dscherba, Tunesien. © Jono David
Die Synagoge der jüdischen Talmud Thora-Schule in Sefrou, Marokko. © Jono David

Trotz ihrer Erfolge in diesen entlegenen Ländern gab es jede Menge Entbehrungen. Frühe Siedler in der Region Südafrika kämpften sich über trockenes und staubiges Land, um neue Siedlungen zu schaffen. Manche suchten Reichtümer durch Diamanten, Robbenjagd, Walfang und Staußenzucht. Andere bekleideten derweil führende politische und juristische Posten. Dennoch war der Antisemitismus nicht völlig in Europa zurückgelassen worden.

Obwohl allen Einwohnern Südafrikas 1870 freie Religionsausübung gewährt wurde, verbot z.B. es ein Gesetz aus dem Jahr 1894 Juden militärische Positionen und verschieden politische Posten zu bekleiden. 1937 zielte der Aliens Act darauf den Zustrom jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland einzudämmen. Juden sahen sich auch dem Widersand pro-deutscher Afrikaner gegenüber. Und sie wateten durch das emotionale wie moralische Minenfeld der Apartheid.

Heute schrumpfen die jüdischen Gemeinden der Region Südafrikas und uralte im Maghreb halten so gerade eben durch (besonders in Marokko und Tunesien); schwarz-jüdische Gruppen nehmen an Zahl, an Orten, an Hingabe zu. Nach Jahrhunderten der Unterjochung durch politische wie religiöse Invasoren haben die Motivationsfaktoren dieses jüdischen Erwachens ihre Wurzeln im Streben nach Wahrheit und Identität: Eine Wahrheit, die in den Grundsätzen des Judentums und der Thora wurzelt, ist eine in Selbstbestimmung gründende Identität.

Der Buchdeckel von The Jews of Africa: Lost Tribes, Found Communities, Emerging Faith

Meine Fotografien bemühen sich diesen komplexen Teppich der jüdisch-afrikanischen Völker zusammenzuweben, die durch historische, kulturelle, linguistische und regionale Unterschiede getrennt und doch vom Glauben an HaSchem vereint sind.

Seit den späten 1990-er Jahren ist der in Großbritannien geborene Fotograf Jono David um den Globus gereist, hat ein umfangreiches Archiv zeitgenössischer Bilder jüdischen Erbes und Erbestätten der Welt zusammengetragen – ein wachsendes Kompendium aus mehr als 120.000 Fotos aus 116 Ländern und Territorien. Sein aktuelles Buch The Jews of Africa: Lost Tribes, Found Communities, Emerging Faiths [Die Juden Afrikas: Verlorene Stämme, gefundene Gemeinden, entstehender Glaube] hat Jahre der Reisen in rund 30 afrikanische Länder und Territorien zur Grundlage. Es beinhaltet 230 Fotografien und 14 Aufsätze von Forschern, Rabbiner und Mitgliedern der jüdisch-afrikanischen Gesellschaft.

Wird das Leben von christlichen Schwarzen jemals wichtig sein? Der ignorierte Völkermord in Nigeria

Raymond Ibrahim, 1. Juli 2021

Überall im Subsahara-Afrika – in Nigeria. Mosambik, der Zentralafrikanischen Republik, Mali, der Demokratischen Republik Kongo – terrorisieren Muslime Christen und metzeln sie nieder, was schon seit vielen Jahren getan wird.

Es gibt auch keinen Ansatz von Hoffnung, denn wenn Probleme nicht korrekt und objektiv angegangen werden können, dann sind sie dazu verdammt auf ewig fortbesteht. Was den westlichen „Mainstream“ angeht, sind alle solche Verfolgung und Terrorismus ein Nebenprodukt wirtschaftlicher Missstände – oder in den Worten des Titels eines Berichts vom 16. April 2021 „Wie Armut und Korruption überall in Afrika Terrorismus schüren“.

Am 24. März schlug eine Gruppe Jihadisten in der Stadt Palma in Mosambik zu, tötete Dutzende und brannte Regierungsgebäude nieder. ISIS reklamierte die Verantwortung für den Angriff für sich – aber es wurden Zweifel dazu gestreut, wer hinter der Belagerung steckte.

Der Rest des Berichts argumentiert, solche Angriffe, die „überall auf dem afrikanischen Kontinent zunehmen“ seien „eine Folge von Armut, neuen und alten inländischen Missständen und Afrikas Ressourcen-‚Fluch‘, der paradoxerweise Menschen verarmen lässt, die auf Land leben, das reich an natürlichen Ressourcen ist“.

So sieht das Argument der Mainstream-Medien aus und sie halten daran fest – unabhängig davon, dass es Berge an widersprechenden Beweisen gibt.

Nehmen wir den wenig bekannten Völkermord an Christen, der schon seit langem in Nigeria im Gang ist. Nicht weniger als 32.000 Christen sind von den Haupt-Jihadisten des Landes“ von 2009 bis zum ersten Quartal 2020 abgeschlachtet worden. Nach Angaben des aktuellsten Berichts wurden allein von Januar bis April diesen Jahres 1.470 Christen zu Tode gehackt. Im Durchschnitt läuft das auf 368 jeden Monat getötete Christen im Verlauf von vier Monaten hinaus. Allein seit 2016 sind 13.000 Kirchen von „Allahu Akbar“ brüllenden Muslimen zerstört worden.

Der volle Name von Boko Haram, der Haupt-Terrorgruppe, die das nördliche Nigeria dominiert, lautet „Sunnis für Verbreitung [des Islam] und Jihad“. Ihr Spitzname „Boko Haram“ bedeutet „westliche Bildung ist eine Sünde“ (nicht „wir töten, weil wir arm sind“). Ihr erklärtes Ziel ist die Gründung eines reinen Scharia-Staats in Nigeria und die brutale Unterwerfung und das Gemetzel an den Christen des Staates. Darüber hinaus handeln die muslimischen Fulani-Hirten, die in den letzten Jahren sogar noch mehr Christen terrorisierten als Boko Haram, gemäß jihadistischen Lehren und Hass auf Christen.

Trotz all dem bleibt der westliche „Mainstream“ der Beschreibung des Jihads in Nigeria – und zunehmend überall im Subsahara-Afrika – als Nebenprodukt von „Ungleichheit“ und „Armut“ festgelegt, um Bill Clinton zu zitieren, der einst erklärte, was „all diesen Kram antreibt“ („Kram“ als Hinweis auf den erwähnten Völkermord an Christen in Nigeria).

Oder mit den Worten von Barack Obamas stellvertretendem Außenminister für Afrika-Angelegenheiten, Johnnie Carson, die er nach dem Bombenanschlag auf eine Kirche äußerte, der am Ostersonntag 2012 fast vierzig christliche Gottesdienstbesucher tötete – eine der zahllosen Kirchen, die vor und seit diesem Osterfest niedergebrannt oder bombardiert wurden: „Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einen Schlüsselpunkt zu betonen und der lautet, dass nicht Religion die extremistische Gewalt in Nigeria antreibt.“

Wie aber die nigerianische Nonne Schwester Monica Chikwe einmal feststellte, ist es „schwer nigerianischen Christen zu sagen, dass dies kein religiöser Konflikt ist, da das, was sie sehen, Fulani-Kämpfer sind, komplett schwarz gekleidet, die ‚Allahu Akbar!‘ skandieren und ‚Tod den Christen‘ brüllen.“

Genauso fragte die Christian Association of Nigeria einmal: „Wie kann es ein [säkularer oder wirtschaftlicher] Konflikt sein, wenn eine Gruppe [die Muslime] ständig angreift, tötet, verstümmelt, zerstört und die andre Gruppe [die Christen] ständig getötet, verstümmelt und ihrer Gotteshäuser zerstört werden?“

So sieht die Lage aktuell aus: Gegen die christliche Bevölkerung in Nigeria ist ein Jihad völkermörderischen Ausmaßes erklärt worden – und ist in mehrere andere Staaten südlich der Sahara hinübergeschwappt – während westliche Medien und Analysten Nigerias Probleme in rein wirtschaftlichen Begriffen darstellen, die der Wahrheit spotten.

Die Unfähigkeit diese einfachen Fakten anzuerkennen; die Unfähigkeit ideologische oder existenzielle Motive zu berücksichtigen und einzig materielle Motive zu sehen (Geld, Land usw.); die fast instinktive Schlussfolgerung, dass muslimische Gewalt eindeutiger Beweis für einen legitimen Missstand ist – all das ist derart in der vorherrschenden Weltanschauung verwurzelt, von den Mainstream-Medien bis zu den Mainstream-Politikern, und all dies vergiftet die westliche Zivilisation von innen heraus, erodieren ihren Einfluss und ihre Handlungsfähigkeit von außen.

Und im Kontext dessen, was in Nigeria und anderen Subsahara-Staaten geschieht, bedeutet es, dass für westliche Medien und Politiker schwarzes Leben mit Sicherheit nicht wichtig ist – jedenfalls nicht, wenn es sich um Christen handelt, deren Leben von Muslimen beendet wird.