Das kleine Land, das machte

Abstimmung mit den „großen Jungs“ in der UNO stellt Eswatini fest auf die Landkarte

Rolene Marks, Lay of the Land, 23. Juni 2022

Schon die Erwähnung der Vereinten Nationen wird garantiert den Blutdruck der meisten Leute hochtreiben – besonders die Erwähnung des Menschenrechtsrats. In dieser Kammer des Absurden halten einige der schlimmsten Menschenrechtsverletzter der Welt, darunter Venezuela, der Iran und Nordkorea Hof und hatten den Vorsitz, zudem sind einige der lächerlichsten Resolutionen gegen Israel verabschiedet worden. Der jüdische Staat hat und bleibt der Fokus einer obszönen Menge an Aufmerksamkeit – enorm zu Lasten anderer Konflikte und Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Letzte Woche legte die „Untersuchungskommission“ des UNHRC – eine Untersuchung, die nach dem 11-tägigen Aufflammen des Konflikts zwischen Israel und der international als Terrororganisation eingestuften Gruppe Hamas, die den Gazastreifen beherrscht – in diesem Zirkus des Lächerlichen ihre Erkenntnisse vor. Natürlich lautete das Urteil, dass Israel für den andauernden Konflikt mit seinen Nachbarn verantwortlich war und ist.

Die Untersuchungskommission schaffte es, kaum Verweise auf die Aufstachelung zu Hass und die von der Hamas begangenen Terrorakte und andere vom Iran gesponserte Terrorgruppen im Gazastreifen wie möglich anzuführen.

Problem Pillay. Die „Untersuchungskommission“ zu dem 11-tägigen Aufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hamas wurde von der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, geleitet, einer überzeugten Anhängerin der BDS-Bewegung, die das Ende des Staates Israel fordert.

Geleitet wurde die Untersuchungskommission von Navy Pillay, einer bekannten Antiisrael-Agitatorin, die in der Vergangenheit die BDS-Bewegung befürwortet hat, die ein Ende des Staates Israel fordert, dem Iran für die Unterschrift unter die israelfeindliche UN-Erklärung applaudierte und sie hat persönliche Beziehungen zu Mitgliedern der PFLP bewiesen, die auf der internationalen Terrorliste steht. Es ist kein Wunder, dass Israel es ablehnte mit einer solchen Untersuchung zu kooperieren.

Warum sich die Mühe machen die Fassade zu durchbrechen? Die Untersuchungskommission wurde aber von Nordkorea begrüßt – und dem palästinensischen Repräsentanten, der forderte, dass die USA aus dem Menschenrechtsrat geworfen werden. Es wäre komisch, wäre es nicht so ernst, weil manche Leute immer noch an die Aufrichtigkeit einer solchen Organisation glauben.

Obsessive israelfeindliche Einseitigkeit. Israels Botschafter bei der UNO Gilad Erdan zerreißt am 29. Oktober 2021 auf dem Podium einen Bericht des Menschenrechtsrats, als er ihn wegen seiner unverhältnismäßigen Verurteilung Israels kritisierte; er sagte, der Bericht gehöre in „die Mülltonne des Antisemitismus“ (Video-Screenshot)

Aber es ereignete sich etwas Außergewöhnliches. Die USA führten, gefolgt am nächsten Tag von Australien, 22 Länder in einer Erklärung an, die den UNHRC unter anderem wegen seiner „unverhältnismäßigen Konzentration auf Israel“ verurteilte, auch weil diese Kommission für die Sache des Friedens kontraproduktiv ist.

Die von den USA geführte und Kontinente überspannende, ungleiche Gruppe an Ländern, zu denen Israel, Österreich, die Niederlande, Bulgarien, Ungarn, Eswatini, Brasilien, Kamerun, Mikronesien, Kanada, Großbritannien, Togo, Kolumbien, Guatemala, Kroatien, Liberia, die Marschallinseln, Nauru, Nordmazedonien und Palau gehörten, prangerten die Untersuchungskommission an.

Ihnen schloss sich am nächsten Tag Australien an, das die „unverhältnismäßige Konzentration auf Israel und die Untersuchungskommission, die der Sache des Friedens nicht dient“ des UNHRC scharf kritisierte. Es gab eine ermutigende Präsenz afrikanischer Länder, die es auch überdrüssig sind Partei ergreifen zu müssen, wenn sie von dem profitieren können, was Israel zu bieten hat und eine konkrete Rolle als Mitglieder der Afrikanischen Union spielen, um eine Lösung des Konflikts zu vermitteln – eine Rolle, die Südafrika, das ebenfalls eine unproduktive Besessenheit mit dem jüdischen Staat hegt, leider verwirkt hat.

Besonders ermutigend war die Anzahl an afrikanische Staaten zu sehen, die mit dem Stillstand der Vergangenheit brachen und sich für Israel einsetzten. Israel hat in Anerkennung der Ähnlichkeiten zwischen unserer Geschichte und Herausforderungen für diese afrikanischen Länder seine Aufmerksamkeit auf zunehmende bilaterale Beziehungen auf dem Kontinent konzentriert. Offensichtlich wird das mit Israels Beobachterstatus bei der Afrikanischen Union (AU) und die stete Zunahme bilateraler Beziehungen.

Dass die afrikanischen Staaten in der UNO zugunsten Israels stimmen, ist von gewaltiger Bedeutung. Es heißt, dass die Jahrzehnte lange Pattsituation des afrikanischen Blocks jetzt gebrochen wurde.

Ein Land sticht besonders heraus. Eswatini (früher als Swasiland bekannt) macht sehr wenige Schlagzeilen, aber letzte Woche setzte der winzige südafrikanische Staat durch seine Abstimmung zugunsten Israels an der Seite der führenden Demokratien der Welt ein deutliches Zeichen – wir sind hier und wir kamen um mitzuspielen. Täuschen sie sich nicht: Die Stimme eines jeden Landes hat, ungeachtet seiner Größe oder seiner vermeintlichen Bedeutung, dasselbe Gewicht.

Ein neuer Tagesanbruch. Das von Südafrika eingeschlossene Königreich Eswatini, früher Swasiland, im südlichen Afrika stimmte zusammen mit den führenden Demokratien der Welt zugunsten Israels und verurteilte den UNHRC u.a. für seine „unverhältnismäßige Konzentration auf Israel“.

Die von Eswatini gesandte Botschaft war klar. Wir stehen auf der Seite Israels. Wir erkennen den Nutzen für unser Land, Beziehungen zu einem Land wie Israel zu haben, das in so vielen Bereichen führend ist. Wir werden uns vom benachbarten Südafrika nicht dazu zwingen lassen gegen Israel zu stimmen. Südafrikas wichtiger außenpolitischer Fokus für 2022 besteht darin Israels Beobachterstatus bei der AU wieder zu annullieren – eine enttäuschende Entscheidung für ein Land, das von so vielen Herausforderungen geplagt ist, bei denen der jüdische Staat helfen könnte.

Eswatini sandte mit dem Traditionsbruch eine starke, schallende Botschaft. Größe spielt keine Rolle – stattdessen ist es das Gebot der Stunde moralische und prinzipientreue Haltung gegenüber einer Institution einzunehmen, die rasant ihr Prestige verliert. Eswatini hat gezeigt, dass das Land an der Seite der führenden Demokratien der Welt stehen kann – und sich behauptet. Eswatini hat gezeigt, dass es, wenn es ihm um das Beste für seine Bürger geht, sich nicht unter Druck setzen lässt. Eswatini ist mit gutem Beispiel vorangegangen.

Der südafrikanische Staat hat sich nicht nur auf der Weltbühne fest etabliert, sondern auch bewiesen, dass er das kleine Land ist, das könnte – und tat.

Die moralische Unanständigkeit der Mainstream-Medien, unserer Kirche und unserer Politiker

Peter Baum, Weekly Blitz, 17. Juni 2022

Vor ganz kurzem gab fanden auf dem afrikanischen Kontinent zwei Gräueltaten statt, die von den Mainstream-Medien nicht berichtet wurden. Diese Publikation hat ständig über solche Ereignisse in Afrika berichtet und wird weiter wichtige Dinge enthüllen, die die Mainstream-Medien ignorieren.

Diejenigen, die mit blanker Verachtung behandelt wurde, haben Angst vor der nächsten Gräueltat. Sie leben in dem Wissen, dass die internationalen Organisationen, die gegründet wurden, um sie zu schützen, ihre Notlage völlig ignoriert haben und sie werden wie menschliche Exkremente behandelt.

Die Mainstream-Medien, die oft der Auslöser sind Missstände aufzeigen, um Aufdeckung und Hilfe für die Hilflosesten in unserer Gesellschaft zu ermöglichen, sind viel zu besessen von anderen, weniger wichtigen Dingen, als die massenhaften Gemetzel an Schwarzafrikanern. Solche Gräueltaten passen weder in ihre aktuelle Agenda noch in die Agenda des Establishments. Wie kann das sein, insbesondere in der Zeit von Black Lives Matter? Indigenes schwarzafrikanisches Leben – oder Tod – ist eindeutig uninteressant, wenn die Mörder Muslime sind.

Am 6. Juni griffen Muslime in Owo, im südwestlichen Nigeria, Kirchenbesucher beim Gebet in einer katholischen Kirche an. Viele wurden getötet, andere lagen im Sterben und sind seitdem gestorben. Unter den Toten waren Säuglinge, Kinder, Mütter und Alte. Sie wurden niedergeschossen und danach zu Tode gehackt. Solche Angriffe sind in Nigeria alltäglich und tausende unschuldiger schwarzer Zivilisten, hauptsächlich christliche Kirchenbesucher, Frauen und Kinder werden für willkürliche Hinrichtungen durch bewaffnete Muslime selektiert. Lassen Sie mich das wiederholen: Die Opfer sind schwarzafrikanische, christliche Zivilisten und die Mörder sind bewaffnete, militante Muslime: schwarze Afrikaner und braune Kaukasier. So sieht die faktische, einfache, rassische und religiöse Demografie aus.

Am 30. Mai wurden im nördlichen Landdorf Solhan in Burkina Faso mehr als 160 schwarzafrikanische Dorfbewohner von Muslimen abgeschlachtet. Die Täter des Gemetzels war wieder eine Mischung aus schwarzen und braun-kaukasischen Muslimen. Ähnlich wie in Nigeria sind solche Angriffe in Burkina Faso alltäglich; dort sind in den letzten fünf Jahrzehnten tausende indigener Schwarzafrikaner von Muslimen abgeschlachtet worden. Die radikalen und religiösen Dynamiken bezüglich der Opfer und Mörder wiederholen die Erfahrungen von Nigeria.

Am 3. Mai wurden mehr als 70 Dorfbewohner im Dorf Kodyel in der Provinz Komamandjani in Burkina Faso abgeschlachtet.

Andere Länder in der Sahelzone wie Mauretanien, Niger und Mali haben zahlreiche ähnliche Gräuel erlebt. Und lassen Sie mich wiederholen, dass die tausenden Opfer hauptsächlich indigene, nichtmuslimische Afrikaner sind und die Täter eine rassische Mischung als Afrikanern und Kaukasiern, vereint unter dem Islam.

Keine dieser drei aktuellen Gräueltaten wurde im Mainstream-Fernsehen oder Radionachrichten in Großbritannien berichtet. Ein Überblick über andere westliche Fernseh- und Radiosender erwies sich als ähnlich einheitlich. Jegliche Berichte wurden in allerlei anderen, auf Afrika konzentrierten Nachrichtenmeldungen auf Internetseiten versteckt, die im Durchschnitt 36 Stunden lang erschienen. Leider ist das die Norm. Die Auslöschung von christlichen und nichtmuslimischen Afrikanern durch Islamisten ist es nicht wert in globalen Nachrichten zu erscheinen. Sehr gelegentlich wird das von Qatar finanzierte Al-Jazira solchen Gräueln etwas Raum geben, was pervers ist, bedenkt man, dass Qatar der Hauptfinanzier des islamischen Terrorismus in der Sahelzone ist.

Nicht ein einziger Parlamentarier stand im Unterhaus auf, auch nicht im Oberhaus, um den Opfern zu kondolieren, gegen die Gewalttaten zu protestieren oder die Täter zu entlarven und zu verurteilen. Unsere Kirchenleiter aller Konfessionen haben geschwiegen, waren aber paradoxerweise extrem lautstark bei einem anderen afrikanischen Land, Ruanda, wohin die britische Regierung illegale Immigranten deportieren könnte. Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury und andere Kirchenführer sind diesbezüglich besonders lautstark gewesen, aber leider schweigen sie zu muslimischen Morden an Schwarzafrikanern. Die britische Kirche hat falsche Prioritäten und ihre Führer erinnern mich an die Kirchenführer während der Nazi-Zeit, wo sie schwiegen, als Juden, Schwule, Roma, Kommunisten und die physisch und geistig Behinderten in die Gaskammern geschickt wurden.

Was die Gemetzel in Nigeria und Burkina Faso angeht, so gingen keine Schwarzen-Gruppen oder andere Menschenrechtsgruppen zum Protest auf der Straße. Unsere Radiosender, unsere Zeitungen und die sozialen Medien haben diese Gräuel, obwohl sie sich ihrer bewusst sind, ignoriert. Man muss den moralischen Anstand all derer infrage stellen, die weiter schweigen, weil Schweigen Zustimmung ist.

Die UNO würde sicher eine Untersuchung durch eines ihrer zahlreichen Gremien oder Räte einrichten, um die fortgesetzten Angriffe auf wehrlose, hilflose afrikanische Zivilisten zu diskutieren, einschließlich der jüngsten davon. Und was ist mit Amnesty International und War On Want – beide zu fanatisch von der Dämonisierung des einzigen jüdischen Staates besessen, der paradoxerweise eine multirassische, freie Gesellschaft ist. Nein, nichts, absolut nichts. Kein Menschenrechtsrat, keine NGO, nichts von der Organisation der Afrikanischen Einheit. Und Black Lives Matter? Null, nichts, „sweet Fanny Adams“, wie wir in Großbritannien sagen. Diese schwarzen Leben waren eindeutig nicht wichtig und sind denen nicht wichtig, die die Mittel haben zu helfen und helfen sollten.

Ironischerweise machte der intellektuell beschränkte Präsident der Republik Irland, ein Herr Higgins, auf unbedeutende Weise Anspielungen auf die beiden jüngsten Ereignisse, machte aber dafür den Klimawandel verantwortlich. Das ist kein Scherz. Irland verdient diesen Clown, angesichts des tiefsitzenden Rassismus in seinem Parlament. Denn diejenigen, die angesichts dieser Äußerung ihre Augenbrauen hochgezogen haben, sollten sich bitte erinnern, dass sein Land mehr öffentliche Denkmäler für Nazi-Kollaborateure hat als die ganze Welt zusammen. Irland war das einzige Land der Welt, das zum Tod von Hitler kondolierte und das einzige Land Europas, das versuchte, Gesetze zur Kriminalisierung derer zu verabschieden, die den einzigen jüdischen Staat der Welt besuchen oder Handel mit ihm treiben. Ich schweife ab, also lassen Sie uns zum eigentlichen Thema zurückkehren.

Vergleichen Sie diese und frühere von Islamisten an schwarzen, nichtmuslimischen Afrikanern verübten Unmenschlichkeiten mit dem aktuellen unglücklichen Tod einer palästinensischen Journalistin oder sogar dem Tod von George Floyd. Die Sättigung der Medienaufmerksamkeit bei diesen zwei Ereignissen war weltweit, viral, überzogen, einseitig, unaufhörlich und wurde von jedem erkennbaren Medienorgan umfangreich kommentiert.

Tatsächlich werden diese beiden Ereignisse noch Wochen und Jahre nach dem Vorfall berichtet. Warum keine Berichte über die Gemetzel in Afrika? Das macht keinen Sinn. Nur für Medienfaschisten macht das Sinn. Für moralisch anständige Menschen macht es keinen Sinn.

Wären die Opfer, sagen wir: Palästinenser oder wären die Täter weiße, rechte Militante, was glauben Sie als Leser, wie die Berichterstattung aussehen würde? Es gäbe eine weltweite Empörung in den Medien. Wie Sie sehen, kümmern die globalen Medien weder die Opfer noch die Mörder, außer diese Gruppen passen in die Agenda, von denen die Mainstream-Medien fanatisch besessen sind. Die Palästinenser werden mit ungerechtfertigter und unverhältnismäßiger Sympathie und der jüdische Staat mit ungerechtfertigtem und unverhältnismäßigem Hass behandelt. Ähnlich werden weiße konservative Christen von den Mainstream-Medien mit ungerechtfertigtem und unverhältnismäßigem Hass identifiziert. Und das ist der Grund, warum die Mainstream-Medien keine Gelegenheit auslassen, wenn die Möglichkeit besteht diese beiden Bevölkerungsgruppen negativ hervorzuheben. Und die Berichterstattung ist obsessiv, gesättigt und ausgedehnt.

Das erklärt nicht das Schweigen der Kirchen und Politiker – besonders schwarzer Politiker und der Vereinten Nationen – zu den Ereignissen in Afrika und sollte auch nicht als Ausrede dafür genutzt werden. Außer natürlich sie ahmen die Mainstream-Medien nach – was sie tun.

Die Publikation Weekly Blitz und ich selbst als Auslandsredakteur dieses mutigen Magazins werden weiter recherchieren und die Unmenschlichkeiten aufdecken, die von Islamisten an Afrikanern verübt werden. Wir werden weiter die totale moralische Unanständigkeit unserer Medien, unserer Parlamentarier, unserer Kirchenmänner und -frauen, unserer vielen Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsorganisationen und unserer Kulturikonen bloßstellen, die einfach deshalb weiter schweigen, weil sie widerliche Heuchler und intellektuell zurückgeblieben sowie voreingenommen sind. Es gibt zweifelsohne eine Agenda innerhalb der von der UNO unterstützten globalen Mainstream-Medien sich unfair auf den einzigen jüdischen Staat der Welt zu konzentrieren. Es gibt eine fanatische Obsession einzig Israel als den Bösen herauszuheben und die Palästinenser als Opfer hinzustellen, was ironisch und pervers ist. Warum? Nun, sowohl die Palästinenser-Satzungen – die palästinensische Nationalcharta von 1968 und die palästinensische Hamas-Charta von 1988 – spiegeln mit ihrer Forderung nach der Auslöschung der Juden die Nazi-Ideologie. Es gibt ein weltweites Schweigen zu diesen hitlerischen Dokumenten, die drei Generationen palästinensischer Kinder indoktriniert haben. Die Welt schweigt und indigene, nichtmuslimische Schwarzafrikaner werden weiter von Islamisten abgeschlachtet.

Und für Leser dieses Artikels ist Schweigen Zustimmung.

In Fotos: das jüdische Afrika

Jono Davids „unendliche jüdische Foto-Reise“ führte ihn dazu, eine vielfältige Sammlung der oft übersehenen jüdischen Gemeinden – neue wie alte – des afrikanischen Kontinents zu dokumentieren.

Jono David, the Librarians, 19. Mai 2021

Gemeindemitglieder von Lemba. Manavhela, Provinz Limpopo, Südafrika © Jono David

Im Juli 1997 begab ich mit auf eine sechswöchige Eisenbahn-Odyssee von Peking in China nach London in England.

Die Reise war die Umsetzung eines lange gehegten Traums. Dessen Versprechungen waren größer als ich mir hätte vorstellen können.

Aufenthalte in der ländlichen Mongolei und am Baikal-See, dem tiefsten und größten Süßwasser-See der Welt in Sibirien, waren keine Enttäuschung. Im weiteren Verlauf hatte ich Stopps in Moskau, St. Petersburg, in jedem der baltischen Staaten und Warschau, bevor ich in Londons Waterloo Station einfuhr, einen Steinwurf entfernt von den schäbigen Ausgrabungen, die ich einst als Zuhause bezeichnete.

Aber bei diesem großen Abenteuer geschah etwas Unerwartetes.

Unerwartete Kursänderung

In Irkutsk hielt ich an, besuchte die Synagoge und wurde von ein paar Leuten vor Ort und einem amerikanischen Besucher willkommen geheißen, der sich dort für ein Forschungsprojekt aufhielt. Die Begegnung setzte unbeabsichtigt einen völlig anderen gedanklichen Ansatz zu der Reise in Gang.

Die Synagoge von Irkutsk in Russland, August 1997. © Jono David

Während ich alles komplett in Anspruch nahm, was die Zugreise selbst zu bieten hatte, wurde ich gleichermaßen auf meine russisch-jüdischen Wurzeln väterlicherseits konzentriert. Als ich in Polen ankam, fragte ich mich, wie mein polnisch-jüdisches Erbe mütterlicherseits aussah, besonders wo die Heimatstadt meiner Urgroßmutter sein könnte. Ich kannte sie – und ihre Latkes – gut. Sie verstarb, als ich 18 war.

Als ich im September wieder in Osaka in Japan Zuhause ankam (wo ich seit 1994 lebe), hatte ich mich bereits entschlossen: Ich würde im Februar/März wieder nach Zentraleuropa reisen, mit dem einzigen Ziel so viele „jüdische Fotos“ wie möglich zu machen.

Meine erste „offizielle“ Jüdische Foto-Reise

Ich flog nach Frankfurt und nahm dann einen Zug nach Prag. Von dort brachte mich die planlose Reise in mehrere Ecken der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarns, Polens und Österreichs.

Das Ganze war völlig unorganisiert. Keine Verabredungen. Keine Termine. Keine Internetnutzung. Und kaum Kenntnisse in Fotografie.

Ich konnte es damals nicht wissen, aber die Reise war meine erste „offizielle“ Jüdische Foto-Reise. Sie löste eine lebenslange Hingabe zur Dokumentation der jüdischen Welt in Fotos aus.

Bei der ersten „offiziellen“ Jüdischen Foto-Reise des Autors In Auschwitz im Februar 1998 aufgenommenes Foto. © Jono David

Im Verlauf der Jahre und viele Reisen eines Lebens später erkannte ich, dass es an der Zeit für etwas Größeres, Besseres und Kühneres war. 2010 richtete sich mein Blick auf das jüdische Afrika. Vorher hatte ich zwar einige Teile des nördlichen Afrika besucht und das südliche Afrika durchquert, aber diese Reisen – wie die mit der Transsibirischen Eisenbahn – waren in erster Linie Tourismus mit ein paar eingesprenkelten jüdischen Fotogelegenheiten. Mit anderen Worten: Es waren keine Foto-Reisen an sich und sie waren gewiss nicht strukturiert.

Ich hatte lediglich eine Bildersammlung zusammengetragen. Aber das jüdische Afrika sollte etwas anderes sein.

Afrikanisch-jüdische Gemeinden entwickeln

Von August 2012 bis April 2016 begab ich mich auf acht einzigartige Foto-Reisen ins jüdische Afrika, die rund 60 Reisewochen in 30 Länder und Gebiete umfassten. Am Ende archivierte ich rund 65.000 Fotos des jüdischen Afrika und ich machte das mit dem Ziel eine grundlegende Frage zu beantworten: Wer sind die Juden Afrika?

Der geistliche Leiter der jüdischen Gemeinde Beth Yeshourun, Serge Etele (lniks) prüft eine neue Mesusa im Haus der Familie Ambomo in Douala (Kamerun). © Jono David
Matze-Bäckerei in Hara Kebira auf Dscherba in Tunesien © Jono David

Ich war besonders an den entstehenden schwarz-jüdischen Gemeinden an Orten wie Uganda, Kenia, Ghana, Madagaskar, Gabun und Kamerun interessiert. Im Verlauf der letzten 20 Jahre hat das Phänomen des religiösen Verzichts und Selbstkonversion zum Judentum – in einigen Fällen wie in Ghana, Kamerun und Gabun – mit der Aufkommen der Internetverbindungen dort zugenommen: Echtzeit-Verbindungen verflechten die schwarz-jüdische Komplexität auf dem gesamten Kontinent.

Kinder der jüdischen Gemeinde Kasuku, Ol Kalou, Nyandarua, Kenia. © Jono David

Bislang werden diese kleinen, aber leidenschaftlichen Gemeinden von offiziellen Instanzen in Israel und der jüdischen Mainstream-Welt weiter weitgehend ignoriert – die 100 Jahre alte Abayudaya-Gemeinschaft in Uganda wird vom konservativen Judentum offiziell anerkannt, aber das ist eine Ausnahme.

Verbindungen außerhalb jüdischer Organisationen und Rabbiner nehmen allerdings zu und offizielle jüdische Anerkennung bleibt ein wichtiges Ziel.

Europäische Wurzeln auf dem gesamten Kontinent

Auf meinen Reisen besaßen diese Gemeinden eine besondere Faszination, aber ich achtete genauso auf die Gemeinden mit europäischen Wurzeln. Ich war nicht nur auf ihre Geschichte neugierig, sondern auf ihre Ausprägung des jüdischen Lebens im Vergleich zu den vertrauten Gepflogenheiten in Europa.

Die Gemeinschaft in Südafrika z.B. begann hauptsächlich unter britischer Herrschaft im 19. Jahrhundert. Es handelte sich bei ihnen um vorwiegend aschkenasische Juden, die von litauischen Juden vor und nach dem Holocaust abstammten. Zwischen 1880 und 1940 war die Gemeinschaft auf rund 40.000 angeschwollen (sie erreicht ein den 1970-er Jahren mit 120.000 ihren Höchststand).

Ketubbah (jüdischer Ehevertrag), Benoni, Südafrika 1922 (aus Sammlung der Nationalbibliothek Israels)

Man könnte sogar sagen, dass ein jüdischer Einfluss in der Region bis ins 15. Jahrhundert und die portugiesische Erkundung mit jüdischen Kartographen zurückreicht, die den Entdeckern Bartolomeu Dias und Vasco da Gama halfen. Aber erst in den 1820-er Jahren hatten Juden eine signifikante Präsenz. 1841 bauten sie ihre erste Synagoge in Kapstadt. In den 1880-ern lockte ein Goldrausch tausende weitere Juden an, hauptsächlich aus Litauen.

Im Verlauf der Jahre hatten Juden aus der gesamten Region Südafrikas einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf die lokale Gesellschaft, Politik, Geschäftswelt und Geschichte gehabt. Fakt ist, dass dasselbe auch von jüdischen Siedlungen von Kenia bis in die nordafrikanischen Nationen gesagt werden kann.

Upscherin in der Northcliff Hebrew Congregation, Northcliff, Johannesburg, Gauten, Südafrika. © Jono David

Jüdische Kolonien im heutigen Simbabwe, Mosambik, Sambia und Namibia gediehen allesamt. Sie bauten ihre Synagogen, Schulen und sozialen Zentren sehr oft in europäischen Architekturstilen – mit einigen bemerkenswerten Ausnahmen in Südafrika mit niederländischem Kap-Design und im Maghreb mit islamischen und maurischen Linien – und beinhalteten allen Schmuck, Traditionen, Bräuche und kulinarischen Geschmäcker ihrer Heimatländer. Ich stellte diese Beschaffenheiten als überzeugende Beweise der Bande fest, die die Juden in der ganzen Welt verbinden.

Die Synagoge der Hebräischen Gemeinde Windhoek, Namibia. © Jono David
Die Synagoge Rabbi Bisal El. Hara Kebira, Dscherba, Tunesien. © Jono David
Die Synagoge der jüdischen Talmud Thora-Schule in Sefrou, Marokko. © Jono David

Trotz ihrer Erfolge in diesen entlegenen Ländern gab es jede Menge Entbehrungen. Frühe Siedler in der Region Südafrika kämpften sich über trockenes und staubiges Land, um neue Siedlungen zu schaffen. Manche suchten Reichtümer durch Diamanten, Robbenjagd, Walfang und Staußenzucht. Andere bekleideten derweil führende politische und juristische Posten. Dennoch war der Antisemitismus nicht völlig in Europa zurückgelassen worden.

Obwohl allen Einwohnern Südafrikas 1870 freie Religionsausübung gewährt wurde, verbot z.B. es ein Gesetz aus dem Jahr 1894 Juden militärische Positionen und verschieden politische Posten zu bekleiden. 1937 zielte der Aliens Act darauf den Zustrom jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland einzudämmen. Juden sahen sich auch dem Widersand pro-deutscher Afrikaner gegenüber. Und sie wateten durch das emotionale wie moralische Minenfeld der Apartheid.

Heute schrumpfen die jüdischen Gemeinden der Region Südafrikas und uralte im Maghreb halten so gerade eben durch (besonders in Marokko und Tunesien); schwarz-jüdische Gruppen nehmen an Zahl, an Orten, an Hingabe zu. Nach Jahrhunderten der Unterjochung durch politische wie religiöse Invasoren haben die Motivationsfaktoren dieses jüdischen Erwachens ihre Wurzeln im Streben nach Wahrheit und Identität: Eine Wahrheit, die in den Grundsätzen des Judentums und der Thora wurzelt, ist eine in Selbstbestimmung gründende Identität.

Der Buchdeckel von The Jews of Africa: Lost Tribes, Found Communities, Emerging Faith

Meine Fotografien bemühen sich diesen komplexen Teppich der jüdisch-afrikanischen Völker zusammenzuweben, die durch historische, kulturelle, linguistische und regionale Unterschiede getrennt und doch vom Glauben an HaSchem vereint sind.

Seit den späten 1990-er Jahren ist der in Großbritannien geborene Fotograf Jono David um den Globus gereist, hat ein umfangreiches Archiv zeitgenössischer Bilder jüdischen Erbes und Erbestätten der Welt zusammengetragen – ein wachsendes Kompendium aus mehr als 120.000 Fotos aus 116 Ländern und Territorien. Sein aktuelles Buch The Jews of Africa: Lost Tribes, Found Communities, Emerging Faiths [Die Juden Afrikas: Verlorene Stämme, gefundene Gemeinden, entstehender Glaube] hat Jahre der Reisen in rund 30 afrikanische Länder und Territorien zur Grundlage. Es beinhaltet 230 Fotografien und 14 Aufsätze von Forschern, Rabbiner und Mitgliedern der jüdisch-afrikanischen Gesellschaft.

Wird das Leben von christlichen Schwarzen jemals wichtig sein? Der ignorierte Völkermord in Nigeria

Raymond Ibrahim, 1. Juli 2021

Überall im Subsahara-Afrika – in Nigeria. Mosambik, der Zentralafrikanischen Republik, Mali, der Demokratischen Republik Kongo – terrorisieren Muslime Christen und metzeln sie nieder, was schon seit vielen Jahren getan wird.

Es gibt auch keinen Ansatz von Hoffnung, denn wenn Probleme nicht korrekt und objektiv angegangen werden können, dann sind sie dazu verdammt auf ewig fortbesteht. Was den westlichen „Mainstream“ angeht, sind alle solche Verfolgung und Terrorismus ein Nebenprodukt wirtschaftlicher Missstände – oder in den Worten des Titels eines Berichts vom 16. April 2021 „Wie Armut und Korruption überall in Afrika Terrorismus schüren“.

Am 24. März schlug eine Gruppe Jihadisten in der Stadt Palma in Mosambik zu, tötete Dutzende und brannte Regierungsgebäude nieder. ISIS reklamierte die Verantwortung für den Angriff für sich – aber es wurden Zweifel dazu gestreut, wer hinter der Belagerung steckte.

Der Rest des Berichts argumentiert, solche Angriffe, die „überall auf dem afrikanischen Kontinent zunehmen“ seien „eine Folge von Armut, neuen und alten inländischen Missständen und Afrikas Ressourcen-‚Fluch‘, der paradoxerweise Menschen verarmen lässt, die auf Land leben, das reich an natürlichen Ressourcen ist“.

So sieht das Argument der Mainstream-Medien aus und sie halten daran fest – unabhängig davon, dass es Berge an widersprechenden Beweisen gibt.

Nehmen wir den wenig bekannten Völkermord an Christen, der schon seit langem in Nigeria im Gang ist. Nicht weniger als 32.000 Christen sind von den Haupt-Jihadisten des Landes“ von 2009 bis zum ersten Quartal 2020 abgeschlachtet worden. Nach Angaben des aktuellsten Berichts wurden allein von Januar bis April diesen Jahres 1.470 Christen zu Tode gehackt. Im Durchschnitt läuft das auf 368 jeden Monat getötete Christen im Verlauf von vier Monaten hinaus. Allein seit 2016 sind 13.000 Kirchen von „Allahu Akbar“ brüllenden Muslimen zerstört worden.

Der volle Name von Boko Haram, der Haupt-Terrorgruppe, die das nördliche Nigeria dominiert, lautet „Sunnis für Verbreitung [des Islam] und Jihad“. Ihr Spitzname „Boko Haram“ bedeutet „westliche Bildung ist eine Sünde“ (nicht „wir töten, weil wir arm sind“). Ihr erklärtes Ziel ist die Gründung eines reinen Scharia-Staats in Nigeria und die brutale Unterwerfung und das Gemetzel an den Christen des Staates. Darüber hinaus handeln die muslimischen Fulani-Hirten, die in den letzten Jahren sogar noch mehr Christen terrorisierten als Boko Haram, gemäß jihadistischen Lehren und Hass auf Christen.

Trotz all dem bleibt der westliche „Mainstream“ der Beschreibung des Jihads in Nigeria – und zunehmend überall im Subsahara-Afrika – als Nebenprodukt von „Ungleichheit“ und „Armut“ festgelegt, um Bill Clinton zu zitieren, der einst erklärte, was „all diesen Kram antreibt“ („Kram“ als Hinweis auf den erwähnten Völkermord an Christen in Nigeria).

Oder mit den Worten von Barack Obamas stellvertretendem Außenminister für Afrika-Angelegenheiten, Johnnie Carson, die er nach dem Bombenanschlag auf eine Kirche äußerte, der am Ostersonntag 2012 fast vierzig christliche Gottesdienstbesucher tötete – eine der zahllosen Kirchen, die vor und seit diesem Osterfest niedergebrannt oder bombardiert wurden: „Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einen Schlüsselpunkt zu betonen und der lautet, dass nicht Religion die extremistische Gewalt in Nigeria antreibt.“

Wie aber die nigerianische Nonne Schwester Monica Chikwe einmal feststellte, ist es „schwer nigerianischen Christen zu sagen, dass dies kein religiöser Konflikt ist, da das, was sie sehen, Fulani-Kämpfer sind, komplett schwarz gekleidet, die ‚Allahu Akbar!‘ skandieren und ‚Tod den Christen‘ brüllen.“

Genauso fragte die Christian Association of Nigeria einmal: „Wie kann es ein [säkularer oder wirtschaftlicher] Konflikt sein, wenn eine Gruppe [die Muslime] ständig angreift, tötet, verstümmelt, zerstört und die andre Gruppe [die Christen] ständig getötet, verstümmelt und ihrer Gotteshäuser zerstört werden?“

So sieht die Lage aktuell aus: Gegen die christliche Bevölkerung in Nigeria ist ein Jihad völkermörderischen Ausmaßes erklärt worden – und ist in mehrere andere Staaten südlich der Sahara hinübergeschwappt – während westliche Medien und Analysten Nigerias Probleme in rein wirtschaftlichen Begriffen darstellen, die der Wahrheit spotten.

Die Unfähigkeit diese einfachen Fakten anzuerkennen; die Unfähigkeit ideologische oder existenzielle Motive zu berücksichtigen und einzig materielle Motive zu sehen (Geld, Land usw.); die fast instinktive Schlussfolgerung, dass muslimische Gewalt eindeutiger Beweis für einen legitimen Missstand ist – all das ist derart in der vorherrschenden Weltanschauung verwurzelt, von den Mainstream-Medien bis zu den Mainstream-Politikern, und all dies vergiftet die westliche Zivilisation von innen heraus, erodieren ihren Einfluss und ihre Handlungsfähigkeit von außen.

Und im Kontext dessen, was in Nigeria und anderen Subsahara-Staaten geschieht, bedeutet es, dass für westliche Medien und Politiker schwarzes Leben mit Sicherheit nicht wichtig ist – jedenfalls nicht, wenn es sich um Christen handelt, deren Leben von Muslimen beendet wird.

Israelisches Kuh-„Washing“ wie nie

David Lange, Israellycool, 16. Juli 2021

Alt und ruiniert: Hast keine Kuh!

Das neue Heiß: Hast eine Kuh!

Zwanzig gefährdete Haushalte im Bezirk Gisagara haben jeder von der israelischen Botschaft in Ruanda eine Kuh erhalten.

Die Botschaft übergab die Rinder am Donnerstag, 24. Juni im Namen der israelischen Entwicklungsagentur MASHAV.

Botschafter Ron Adam, der israelische Gesandte in Ruanda, der die Kühe den Empfängern übergab, sagte, die Unterstützung erfolge im Zusammenhang der bilateralen Beziehungen zwischen Ruanda und Israel.

„Israel und Ruanda sind Geschwister-Länder, die sich dank bestehender Kooperationen in verschiedenen Aspekten guter Beziehungen erfreuen. Die heutige Unterstützung erfolgt, um diese gute Beziehung zu festigen“, sagte er bei dem Termin im Sektor Muscha in Gisagara.

„Eine Kuh ist ein Zeichen des Wohlstands und den wünschen wir dem Volk von Ruanda“, fügte er hinzu.

Der Schritt erfolgt in Übereinstimmung mit dem Girinka-Programm der ruandischen Regierung für eine Kuh pro Familie, über das im Lauf der Jahre hunderttausende Haushalte Kühe erhalten haben.

Das 2006 initiierte Programm soll die Probleme von Armut und Unterernährung bekämpfen und dazu die sozialen Beziehungen zwischen Haushalten festigen.

Das Konzept sieht so aus, dass arme Familien eine Färse erhalten, sie aufzieht und wenn sie Junge zur Welt bringt wir das erste weibliche Kalb einer anderen armen Familie gegeben und der Prozess wird fortgesetzt.

Das ist das zweite Mal, dass der Staat Israel Girinka unterstützt; 22 Haushalten im Distrikt Nyamasheke wurden schon Kühe gespendet.

Laut Jerome Rutaburingoga, dem Bürgermeister von Gisagara, kommt die Spende indes zur rechten Zeit und wird das Wohlergehen der Empfänger verbessern.

„Wir sind der israelischen Botschaft in Ruanda für diese Unterstützung dankbar. 90 Prozent der Bevölkerung von Gisagara sind Bauern und Kühe sind in der Entwicklung des Sektors unerlässlich“, sagte er.

Jetzt wartet darauf, dass die Hasser „Kuh-Washing“ schreien – als wäre das etwas Schlechtes (haben Sie diese Tiere mal gerochen?!)

Etwas humanitäre Arbeit Israels durch die Augen einer Frau aus Kenia

David Lange, Israellycool, 7. Februar 2021

Eine Kenianerin hat in den sozialen Medien für Wellen gesorgt; sie sprach über Kompetenzen der Landwirtschaft in der Wüste, die sie in Israel erlernte und die sie jetzt, zurück in Kenia, gut einsetzen kann.

Rachel Ngina hat die Nutzer sozialer Medien mit ihren landwirtschaftlichen Fähigkeiten im Landkreis Turkana bezaubert.

Hätte jemand vor sechs Jahren angedeutet, dass sie ausgezeichnet Landwirtschaft betreiben würde, hätte sie sich darüber ausgeschüttet vor Lachen.

2017 wurde Ngina für ein Studentenprogramm des Arava International Centre for Agricultural Training (AICAT) in Israel angenommen, das für Studenten der Landwirtschaft eingerichtet ist.

Elf Monat lang studierte sie, wie man Feldfrüchte wie Zwiebeln, Kürbisse, Pomelos, Wassermelonen und einige andere unter trockenen Bedingungen anbaut.

Ngina kam im Juni 2019 aus Israel zurück nach Hause. Sie ruhte sich zwei Wochen aus, dann machte sie sich auf nach Turkana.

„In Turkana schloss ich mich einer israelischen NGO an, die mit AICAT verbunden ist und den Menschen in Turkana helfen will die unsichere Lebensmittellage zu überwinden“, sagt sie.

Ngina ist 25 Jahre alt. Von Statur ist sie klein und schlank, aber im Kopf ist sie gut ausgestattet. Sie arbeitet als Freiwillige bei der NGO Furrows in the Desert. Zu ihrer Arbeit gehört die Ausbildung von Einwohnern Turkanas, wie sie beim Anbau von Feldfrüchten trotz des harten Klimas ausgezeichnete Leistungen bringen können.

„Ich wuchs mit dem Bild von Hunger in Turkana auf. Wenn Sie Turkana erwähnen, dann ist das erste, was mir durch den Kopf geht, dass die Leute sterben, weil sie keinen Zugang zu Lebensmitteln haben. Israel lehrte mich, dass Anbau nicht vom Klima abhängt. Ganz Israel ist eine Wüste – mit durchschnittlichen Tagestemperaturen, die fast 50°C erreichen. Alles, was in Israel wächst, wird fachmännisch gewässert und gepflegt. Das Land hat genügend Lebensmittel.

Verglichen mit Israel ist Turkana ein viel besserer Ort für Landwirtschaft, bedenkt man, dass Israel teilweise Mutterboden importiert, um Landwirtschaft zu betreiben. Als ich beschloss nach Turkana zu gehen, hatte ich das starke Gefühl, dass die örtlichen Einwohner von dem profitieren würden, was ich beim AICAT über Landwirtschaft gelernt hatte“, sagt sie.

Furrows in the Desert, sagt Ngina, bietet den Menschen in Turkana kostenlose Ausbildung zu Feldfrucht-Anbau. Jeder Praktikant bekommt bei Beendigung des Kurses einen kompletten Satz Bewässerungsausrüstung. „Der Satz besteht aus einer Pumpe, Sicherheitsausrüstung, Schläuchen zur Tröpfchenbewässerung und einem Speichertank“, sagt sie.

Tröpfchenbewässerung, sagt sie, liefert die exakte Wassermenge, die die Feldfrüchte benötigen. Das Wasser wird zudem direkt an die Pflanze gebracht und so Verschwendung enorm reduziert.

Lesen Sie den ganzen Artikel (s. unten: Absolventin kommt mit großen Ideen für das trockene Turkana aus Israel zurück).

Der Staat hat zudem einen interessanten Text über Racheals Arbeit mit dem Titel Women of passion: I visited Israel and got a passion to save the Turkana through farming veröffentlicht.

Die Hasser werden eine problematische Zeit haben die Menschen zu überzeugen, dass diese irgendwie „Agrikultur-Washing“ oder „humanitarian washing“ ist, bedenkt man, dass dies alles von Racheal kommt!

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Absolventin kommt mit großen Ideen für das trockene Turkana aus Israel zurück

Gardy Chacha, FarmKenya, 6. Februar 2021

Rachel Ngina hat im Kreis Turkana die User der sozialen Medien mit ihren landwirtschaftlichen Kenntnissen begeistert.

Ngina wuchs in Kayole auf – das vom Betondschungel der Stadt Nairobi umgeben ist. Landwirtschaft war ihr so fremd wie Kayole es jemandem vom Lande sein würde.

Nach der Highschool wollte sie an der Universität Handel studieren. „Ich begann dort als normale Studentin. Ich hatte 39 Punkte. Aber um Handel studieren zu können, brauchte ich 40“, sagt sie.

Landwirtschaftskurse waren hingegen machbar. Statt komplett auf eine Universitätsausbildung zu verzichten, entschloss sie sich an der Egerton University Gartenbau zu studieren.

Gartenbau klang lebhaft und weniger bauernhofintensiv. Nur musste sie in den ersten Wochen feststellen, dass zum Lehrplan gehörte, dass sie tatsächliche landwirtschaftliche Tätigkeiten wie Pflügen, Unkraut jäten, beschneiden usw. ausüben muss.

„Ich wollet diese Art von Arbeit nicht machen. Ich hatte mich nie damit gesehen. Ich wusste sofort, dass ich das nicht überleben würde“, sagt sie.

Sie wechselte die Seiten und ging zur Agrarwirtschaft über. „Ich sagte mir, dass ich mit Geschäft in der Landwirtschaft klarkommen würde, aber nicht mit der eigentliche Landwirtschaft“, sagt sie.

2017 wurde Ngina für ein Studienprogramm für Studenten der Landwirtschaft am Arava International Centre for Agricultural Training (AICAT) in Israel angenommen. „Ich verschob mein letztes Semester an der Universität auf 2018 und nahm an dem Programm teil.“

Elf Monat lang studierte sie, wie man Feldfrüchte wie Zwiebeln, Kürbisse, Pomelos, Wassermelonen und einige andere unter trockenen Bedingungen anbaut.

Was interessierte sie an dem Programm? Das weiß sie selbst nicht.

Sie erfüllte jedoch ihre Verpflichtungen als Studentin: Teilnahme am Unterricht und sogar die Erledigung von Landarbeit. Dafür erhielt sie ein Diplom in allgemeiner Landwirtschaft.

Ngina kam im Juni 2019 aus Israel nach Hause zurück. Sie machte zwei Wochen Pause und machte sich dann auf nach Turkana. „In Turkana schloss ich mich einer israelischen NGO mit Verbindungen zu AICAT an, die den Menschen von Turkana helfen will Lebensmittelunsicherheit zu überweinden“, sagt sie.

Es ist mehr als ein Jahr vergangen, seit Ngina nach Turkana ging. Sie liebt jede Einzelheit ihrer Arbeit. Ironischerweise gehört zu ihrer Arbeit ein großer Teil echter bäuerlicher Arbeit: Bodenbearbeitung mit einer hacke, Rinnen mit einem Panga ziehen, harten Boden mit gegabelten Jembe aufbrechen und so weiter. „Heute liebe ich es“, sagt sie, ohne genau u wissen, warum sie es früher hasste.

Ngina ist 25 Jahre alt. Von Statur ist sie klein und schlank, aber im Kopf ist sie gut ausgestattet. Sie arbeitet als Freiwilige bei Furrows in the Desert – der NGO.

Ihre Arbeit beinhaltet die Ausbildung der Einwohner von Turkana, wie sie Feldfrüchte trotz des harten Klimas hervorragend anbauen können. „Ich wuchs mit dem Bild des Hungers in Turkana auf. Wenn Sie Turkana erwähnen, dann sind sterbende Menschen das erste, was mir vor Augen steht, weil sie keinen Zugang zu Lebensmitteln haben. Israel lehrte mich, dass Anbau nicht vom Klima abhängt. Ganz Israel ist eine Wüste – mit Temperaturen, die tagsüber fast 50°C erreichen. Im Vergleich zu Israel ist Turkana ein viel besserer Ort für Feldanbau, bedenkt man, dass in Israel mancherorts Mutterboten importiert wird, um darauf Landwirtschaft zu betreiben. Als ich beschloss nach Turkana zu gehen, hatte ich das starke Gefühl, dass die Leute vor Ort von dem profitieren würden, was ich bei AICAT über Feldanbau gelernt hatte“, sagt sie.

Landwirtschaft in Trockengebieten, sagt sie, ist nicht nur möglich: Es wird in vielen Teilen der Welt auch gemacht.

Ein Teil ihrer Arbeit in Turkana besteht darin den Menschen zu erklären, wie sie das hinbekommen. Also sagt sie, wie es gemacht wird.

Sie brauchen Wasser

Trockene und halbtrockene Bereiche (ASAL – Arid and Semi-Arid Areas) in Kenia leiden unter Wasserknappheit. Feldfrüchte-Anbau ist ohne Wasser unmöglich. In ASAL-Bereichen können Wasserquellen Ströme und Flüsse sein. Aber diese sind oft saisonal. Brunnen haben sich manchmal als nützlich erwiesen, aber sie können nur in Grenzen Wasser liefern.

Die beste Lösung für Wasser, sagte Ngina, wäre ein Tiefen-Bohrloch: hunderte Meter unter der Oberfläche.Tiefen- Bohrlöcher produzieren das ganze Jahr über jede Menge Wasser.

In Turkana hat Furrows in the Desert sich mit Missionaren des heiligen Paulus zusammengetan, die nach Angaben von Ngina gelernte Bauern ansiedeln und Tiefen-Bohrlöcher für sie graben. „Ein Bohrloch zu graben ist teuer: Eine Durchschnittsperson könnte sich das nicht leisten. Da kommen Organisationen wie die Missionare des Heiligen Paulus ins Spiel“, sagt Ngina.

Besorgen Sie sich ein Tröpfchen-Bewässerungssystem

Furrows in the Desert, sagt Ngina, sorgt für kostenlose Ausbildung zu Feldfrüchte-Produktion durch die Menschen von Turkana. Jeder Praktikant bekommt bei Beendigung des Kurses einen kompletten Bewässerungssatz. „Die Sätze bestehen aus einer Pumpe, Sicherheitsausrüstung, Schläuche für Tröpfchenbewässerung und einem Speichertank“, sagt sie.

Tröfpchenbewässerung, sagt sie, liefert die exakte Wassermenge, die die Feldfrüchte benötigen. Das Wasser wird zudem direkt an die Pflanze gebracht und so Verschwendung enorm reduziert.

Rachel Ngina ist eine 25-jährige Agrarwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Freiwillige in Turkana, um Einheimischen Feldanbau in Trockenzonen beizubringen, was mit Bewässerung anfängt.

Sei aktiv und pack mit an. Sei nicht träge.

Sie möchten von einer Farm in ASAL-Bereichen gute Ernte einfahren? Dann sollten Sie bereit sein dafür zu arbeiten.

Trockengebietslandwirtschaft, sagt Ngina, erfordert, dass der Bauer Einsatz zeigt. „Du musst selbst dort sein; du kannst nicht jemand anderen bezahlen, damit er deine Arbeit erledigt“, sagt sie. Die für Trockengebiet-Landwirtschaft nötigen Management und Arbeit sind sowohl wichtig als auch zeitintensiv. Man kann es sich nicht leisten bequem zu sein.

Bequemlichkeit – was Ngina treffend als Landwirtschaft vom Sofa aus bezeichnet – wird natürlich zu Scheitern führen. Bei AICAT, sagt sie, nehmen Studenten einen Tag am Unterricht teil. Die restlichen Lerntage fanden auf der Farm statt. „Wir alle mussten ums um halb sechs morgens auf der Farm melden“, sagt sie. „Wir arbeiteten fast 10 Stunden auf der Farm. Von jedem, einschließlich unserer Vorgesetzten, wurde erwartet, dass sie auf der Farm arbeiten.“

Weil sie die israelische Bauernethik erlebte, ist Ngina überzeugt, dass der Grund dafür, dass viele Bauern in Kenia scheitern, der ist, dass sie dafür nicht schwitzen wollen.

Bittet um professionelle Hilfe

Nach Angaben von Ngina sind Profis – wie Agrarwissenschaftler – bei Trockengebietslandwirtschaft besonders wichtig. „Als Agrarwissenschaftlerin verstehe ich, dass auch die kleinsten Wetter-Veränderungen die gesamte Ernte kosten könnten. Für Trockengebietslandwirtschaft ist es wichtig Agronomen hinzuzuziehen, wenn Situationen entstehen, in denen sie nicht wissen, was tun ist“, sagt sie.

Agronomen beraten zu passenden Abstand, Gesundheitszustand und Fruchtbarkeit des Bodens, Wasserbedarf, Bewässerung, Seuchenkontrolle und vielen anderen Aspekten der Landwirtschaft. In Turkana ist eine der Lektionen, die Ngina ihre Schüler lehrt, biologische Schädlingsbekämpfung. Turkana ist ein ressourcenarmes Umfeld, in dem solche Fähigkeiten sich als nützlich erweisen.

Die richtigen Feldfrüchte anbauen

In Trockengebieten wird nicht jede Feldfrucht wachsen, selbst wenn sie mit Wasser versorgt wird, sagt Ngina. Es ist wichtig, dass ein Bauer angemessen beraten wird, welche Pflanzen angebaut werden sollten – Rat, der bei Bezirksregierungen vorhanden ist.

„Selbst beim Kauf von Saatgut bitten sIe um Samen die für das Klima und den Boden gedacht sind, in der du deine Feldfrüchte pflanzt“, erklärt sie.

Wenn es nicht unmöglich ist, rät Ngina, wäre es gut Bodentests durchzuführen, um die Bodengesundheit und Fruchtbarkeit festzustellen, was dann darüber Auskunft geben würde, welche Pflanzen in dem Bereich angebaut werden können.

Wie Israels Mossad einen gefakten Taucher-Ferienort nutzte, um einen verlorenen Stamm äthiopischer Juden zu retten

Der Film Red Sea Diving von Chris Evans erzählt wie Israels Mossad in einer Zeit der Hungersnot einen vorgetäuschten Taucher-Ferienort nutzte, um äthiopische Juden zu retten.

Itay Hod, TheWrap, 9. Mai 2018

Junge äthiopische Juden auf dem Weg nach Israel, nachdem sie vom Mossad gerettet wrurden. Foto: Gad Shimron

Anfang der 1980-er Jahre nutzten israelische Mossad-Agenten einen vorgetäuschten Taucher-Ferienort im Sudan, um tausende jüdische Flüchtling aus Afrika herauszuschmuggeln. Mehr als drei Jahrzehnte später wird die gewagte Mission von Hollywood behandelt.

Die Mission, als „Operation Brüder“ bezeichnet, wurde von einem kleinen Team aus Undercover-Agenten ersonnen, die zur Tarnung einen aufgegebenen Touristenort im Sudan mieteten – und dann für echte Touristen öffneten. Von dort aus evakuierten die Agenten einen verlorenen Stamm äthiopischer Juden unter den Augen der sudanesischen Behörden.

Die äthiopischen Juden wurden von ihrer Regierung verfolgt; es war ihnen verboten ihre Religion auszuüben und sie durften kann keine Orte reisen, an denen sie sie frei ausüben konnten, heißt es bei der BBC. In den Wochen um Oberstleutnant Mengistu Haile Mariams Machtübernahme in Äthiopien 1977 wurden rund 2.500 Juden getötet und 7.000 wurden obdachlos.

Die äthiopischen Juden begannen vor Bürgerkrieg und Hungersnot zu fliehen und viele gingen in den nahe gelegenen Sudan. Rund 12.000 gingen zu Fuß aus der fernab gelegenen Region Gondar los, geplagt von Hunger, Durst und Attacken durch Banditen und wilde Tiere.

Die israelische Regierung schickte den Mossad, um die äthiopischen Juden herauszuholen und nach Israel zu bringen; das erfolgte in einer Reihe von Missionen, zu denen die „Operation Moses“ und die „Operation Salomon“ gehörten.

„Das ist eine der Geschichten, die man kaum glauben kann“, sagte Gad Shimron, einer der Mossad-Agenten, die den Ferienort betrieben, gegenüber TheWrap. „Es war die einzige Zeit, in der Europäer Afrikaner nicht aus dem Kontinent geholt hatten, um sie zu versklaven, sondern um sie zu befreien.“

Die wahre Geschichte von „Operation Brüder“, eine der weniger bekannten Mossad-Missionen, ist heute Thema eines neuen Films namens „Red Sea Diving Resort“ (Taucher-Ferienort am Roten Meer). Das Drama, geschrieben von „Homeland“-Mitschöpfer Gideon Raff, der auch Regie führte, soll später dieses Jahr Premiere haben; die Hauptrolle spielen Chris Evans, Haly Bennett, Alessandro Nivola, Michael K. Williams und Ben Kingsley.

Die Operation fand während Äthiopiens schlimmster Hungersnöte aller Zeiten statt, bei der nach Angaben von Human Rights Watch von 1983 bis 1985 geschätzte 400.000 Menschen starben. Als Bilder verhungernde Kinder den Westen erreichten, versuchten viele zu helfen. „We are the World“, geschrieben von Michael Jackson und Lionel Richie, gesungen von mehr als 40 amerikanischen Popstars, wurde die erfolgreichste Wohltätigkeits-Single aller Zeiten und brachte mehr als $63 Millionen ein.

Nach Angaben von Shimron, der über seine Erfahrungen im Sudan 1997 sein Buch „Mossad Exodus“ veröffentlichte, ging Israel aber noch weiter. „Manche sangen Lieder wie ‚We are the World‘, sagte er. „Aber Israel war das einzige Land, das tatsächlich etwas unternahm.“

Israelische Kommandotruppen trainieren für “Operation Brüder” im Sudan. Foto: Gad Shimron.

Der Bürgerkrieg in Äthiopien hat viele Juden veranlasst in den benachbarten Sudan zu fliehen“, sagte Shimron. „Das Problem damit war, dass der Sudan ein Feindland [Israels] war, also unternahm der Mossad die Mission, um sie herauszuholen.“

Um das zu tun, warteten Shimron und sein Team einen mutigen Plan: Sie mieteten das Arous Holiday Village, einen winzigen Ferien-Strandort, der in den frühen 1970-er Jahren von italienischen Unternehmern gebaut worden war. Damit tarnten sie ihre Mission. Das Dorf war verlassen, nachdem die sudanesische Regierung es versäumte für die grundlegenden Infrastruktur-Annehmlichkeiten wie Zugangsstraßen, Wasser und Strom  zu sorgen, so Shimron.

„Zur Tarnung gründeten wir eine Briefkastenfirma in der Schweiz, mieteten das Dorf für etwa $300.000 und begannen dann Gruppen von 100 bis 150 Personen zum Strand herauszuholen“, sagte Shimron. Dort trafen die Flüchtlinge auf israelische Navy Seals, die sie auf ein Schiff nach Israel brachten.

Gad Shimron im Arous Holiday Village. Foto: Gad Shimron

Die Operation war so getarnt, dass weder die lokalen Bediensteten, die in dem Ort arbeiteten, noch die Gäste, die dort wohnte, sich des wahren Zwecks des Dorfes bewusst waren. Nach Angaben von Shimron blieben die Flüchtlinge nie im Ort, der nur als Fassade benutzt wurde. Der Ferienort erwies sich als überraschend erfolgreich; aus dem Ausland kamen Taucher und andere Touristen. Rettungsoperationen fanden außerhalb des Ort mitten in der Nacht statt.

Einmal wurden vier Mitglieder von Shimrons Team, darunter der Kommandeur der Operation, von einer Gruppe aus 20 bewaffneten sudanesischen Soldaten umzingelt. Die Soldaten hielten sie auf einem Strand an, als sie gerade dabei waren eine Gruppe Flüchtlinge auf ein Boot zu verladen, das sie zu einem größeren Fahrzeug bringen sollte, das in internationalen Gewässern auf sie wartete.

„Eine Sekunde lang dachte ich, es sei alles zu Ende“, sagte Shimron, der der Gruppe folgte. Er sagte, er sah, wie einer seiner Agenten-Kollegen seine Hände herunternahm und mit den sudanesischen Soldaten stritt.

„Er schrie sie an, weil sie auf arme, wehrlose Touristen schossen, die gutes Geld für einen nächtlichen Tauchgang ausgegeben hätten“, sagte Shimron. „Die Sudanesen, die nie irgendwelche Touristen gesehen hatten, ganz zu schweigen etwas übers Tauchen wussten, waren so durcheinander, dass sie einknickten.“

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Gad Shimron im Arous Holiday Village. Foto: Gad Shimron

Um auf Nummer sicher zu gehen, hörten Shimron und sein Team auf Menschen per Boot zu evakuieren, sondern nutzten nur noch Hercules-Frachtflugzeugte, um die Flüchtlinge fortzubringen.

„Sie müssen verstehen, wie es für einige dieser äthiopischen Flüchtling war, die nie in ihrem Leben zuvor ein Flugzeug gesehen hatten“, sagte Shimron. „Für sie war es wie mit Jona und dem Wal.“

Insgesamt wurden bei der „Operation Brüder“ 6.000 äthiopische Juden gerettet.“ Doch die Operation war weitgehend unbemerkt abgelaufen, da sie von einer anderen, dramatischen Rettung überschattet wurde, der „Operation Moses“ von 1984, mit der mehr als 8.000 äthiopische Juden innerhalb von weniger als drei Monaten später im Jahr nach Israel geflogen wurden.

Das ungeheure Ausmaß der Rettung wurde ihm erst bewusst, sagt er, als er das Aufnahmezentrum in Israel besucht, in dem die Flüchtlinge untergebracht worden waren.

„Da war ein kleines Kind, vielleicht sieben oder acht Jahre alt; es kam auf mich zu, zog an meinem Ärmel und sagte: ‚Onkel, ich erinnere mich an dich, von dem roten Laster.“

„Ich gebe zu, dass ich nicht zu den sentimentalen Leuten gehöre“, sagte Shimron. „Aber ich könnte ein paar Tränen vergossen haben.“