Etwas humanitäre Arbeit Israels durch die Augen einer Frau aus Kenia

David Lange, Israellycool, 7. Februar 2021

Eine Kenianerin hat in den sozialen Medien für Wellen gesorgt; sie sprach über Kompetenzen der Landwirtschaft in der Wüste, die sie in Israel erlernte und die sie jetzt, zurück in Kenia, gut einsetzen kann.

Rachel Ngina hat die Nutzer sozialer Medien mit ihren landwirtschaftlichen Fähigkeiten im Landkreis Turkana bezaubert.

Hätte jemand vor sechs Jahren angedeutet, dass sie ausgezeichnet Landwirtschaft betreiben würde, hätte sie sich darüber ausgeschüttet vor Lachen.

2017 wurde Ngina für ein Studentenprogramm des Arava International Centre for Agricultural Training (AICAT) in Israel angenommen, das für Studenten der Landwirtschaft eingerichtet ist.

Elf Monat lang studierte sie, wie man Feldfrüchte wie Zwiebeln, Kürbisse, Pomelos, Wassermelonen und einige andere unter trockenen Bedingungen anbaut.

Ngina kam im Juni 2019 aus Israel zurück nach Hause. Sie ruhte sich zwei Wochen aus, dann machte sie sich auf nach Turkana.

„In Turkana schloss ich mich einer israelischen NGO an, die mit AICAT verbunden ist und den Menschen in Turkana helfen will die unsichere Lebensmittellage zu überwinden“, sagt sie.

Ngina ist 25 Jahre alt. Von Statur ist sie klein und schlank, aber im Kopf ist sie gut ausgestattet. Sie arbeitet als Freiwillige bei der NGO Furrows in the Desert. Zu ihrer Arbeit gehört die Ausbildung von Einwohnern Turkanas, wie sie beim Anbau von Feldfrüchten trotz des harten Klimas ausgezeichnete Leistungen bringen können.

„Ich wuchs mit dem Bild von Hunger in Turkana auf. Wenn Sie Turkana erwähnen, dann ist das erste, was mir durch den Kopf geht, dass die Leute sterben, weil sie keinen Zugang zu Lebensmitteln haben. Israel lehrte mich, dass Anbau nicht vom Klima abhängt. Ganz Israel ist eine Wüste – mit durchschnittlichen Tagestemperaturen, die fast 50°C erreichen. Alles, was in Israel wächst, wird fachmännisch gewässert und gepflegt. Das Land hat genügend Lebensmittel.

Verglichen mit Israel ist Turkana ein viel besserer Ort für Landwirtschaft, bedenkt man, dass Israel teilweise Mutterboden importiert, um Landwirtschaft zu betreiben. Als ich beschloss nach Turkana zu gehen, hatte ich das starke Gefühl, dass die örtlichen Einwohner von dem profitieren würden, was ich beim AICAT über Landwirtschaft gelernt hatte“, sagt sie.

Furrows in the Desert, sagt Ngina, bietet den Menschen in Turkana kostenlose Ausbildung zu Feldfrucht-Anbau. Jeder Praktikant bekommt bei Beendigung des Kurses einen kompletten Satz Bewässerungsausrüstung. „Der Satz besteht aus einer Pumpe, Sicherheitsausrüstung, Schläuchen zur Tröpfchenbewässerung und einem Speichertank“, sagt sie.

Tröpfchenbewässerung, sagt sie, liefert die exakte Wassermenge, die die Feldfrüchte benötigen. Das Wasser wird zudem direkt an die Pflanze gebracht und so Verschwendung enorm reduziert.

Lesen Sie den ganzen Artikel (s. unten: Absolventin kommt mit großen Ideen für das trockene Turkana aus Israel zurück).

Der Staat hat zudem einen interessanten Text über Racheals Arbeit mit dem Titel Women of passion: I visited Israel and got a passion to save the Turkana through farming veröffentlicht.

Die Hasser werden eine problematische Zeit haben die Menschen zu überzeugen, dass diese irgendwie „Agrikultur-Washing“ oder „humanitarian washing“ ist, bedenkt man, dass dies alles von Racheal kommt!

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Absolventin kommt mit großen Ideen für das trockene Turkana aus Israel zurück

Gardy Chacha, FarmKenya, 6. Februar 2021

Rachel Ngina hat im Kreis Turkana die User der sozialen Medien mit ihren landwirtschaftlichen Kenntnissen begeistert.

Ngina wuchs in Kayole auf – das vom Betondschungel der Stadt Nairobi umgeben ist. Landwirtschaft war ihr so fremd wie Kayole es jemandem vom Lande sein würde.

Nach der Highschool wollte sie an der Universität Handel studieren. „Ich begann dort als normale Studentin. Ich hatte 39 Punkte. Aber um Handel studieren zu können, brauchte ich 40“, sagt sie.

Landwirtschaftskurse waren hingegen machbar. Statt komplett auf eine Universitätsausbildung zu verzichten, entschloss sie sich an der Egerton University Gartenbau zu studieren.

Gartenbau klang lebhaft und weniger bauernhofintensiv. Nur musste sie in den ersten Wochen feststellen, dass zum Lehrplan gehörte, dass sie tatsächliche landwirtschaftliche Tätigkeiten wie Pflügen, Unkraut jäten, beschneiden usw. ausüben muss.

„Ich wollet diese Art von Arbeit nicht machen. Ich hatte mich nie damit gesehen. Ich wusste sofort, dass ich das nicht überleben würde“, sagt sie.

Sie wechselte die Seiten und ging zur Agrarwirtschaft über. „Ich sagte mir, dass ich mit Geschäft in der Landwirtschaft klarkommen würde, aber nicht mit der eigentliche Landwirtschaft“, sagt sie.

2017 wurde Ngina für ein Studienprogramm für Studenten der Landwirtschaft am Arava International Centre for Agricultural Training (AICAT) in Israel angenommen. „Ich verschob mein letztes Semester an der Universität auf 2018 und nahm an dem Programm teil.“

Elf Monat lang studierte sie, wie man Feldfrüchte wie Zwiebeln, Kürbisse, Pomelos, Wassermelonen und einige andere unter trockenen Bedingungen anbaut.

Was interessierte sie an dem Programm? Das weiß sie selbst nicht.

Sie erfüllte jedoch ihre Verpflichtungen als Studentin: Teilnahme am Unterricht und sogar die Erledigung von Landarbeit. Dafür erhielt sie ein Diplom in allgemeiner Landwirtschaft.

Ngina kam im Juni 2019 aus Israel nach Hause zurück. Sie machte zwei Wochen Pause und machte sich dann auf nach Turkana. „In Turkana schloss ich mich einer israelischen NGO mit Verbindungen zu AICAT an, die den Menschen von Turkana helfen will Lebensmittelunsicherheit zu überweinden“, sagt sie.

Es ist mehr als ein Jahr vergangen, seit Ngina nach Turkana ging. Sie liebt jede Einzelheit ihrer Arbeit. Ironischerweise gehört zu ihrer Arbeit ein großer Teil echter bäuerlicher Arbeit: Bodenbearbeitung mit einer hacke, Rinnen mit einem Panga ziehen, harten Boden mit gegabelten Jembe aufbrechen und so weiter. „Heute liebe ich es“, sagt sie, ohne genau u wissen, warum sie es früher hasste.

Ngina ist 25 Jahre alt. Von Statur ist sie klein und schlank, aber im Kopf ist sie gut ausgestattet. Sie arbeitet als Freiwilige bei Furrows in the Desert – der NGO.

Ihre Arbeit beinhaltet die Ausbildung der Einwohner von Turkana, wie sie Feldfrüchte trotz des harten Klimas hervorragend anbauen können. „Ich wuchs mit dem Bild des Hungers in Turkana auf. Wenn Sie Turkana erwähnen, dann sind sterbende Menschen das erste, was mir vor Augen steht, weil sie keinen Zugang zu Lebensmitteln haben. Israel lehrte mich, dass Anbau nicht vom Klima abhängt. Ganz Israel ist eine Wüste – mit Temperaturen, die tagsüber fast 50°C erreichen. Im Vergleich zu Israel ist Turkana ein viel besserer Ort für Feldanbau, bedenkt man, dass in Israel mancherorts Mutterboten importiert wird, um darauf Landwirtschaft zu betreiben. Als ich beschloss nach Turkana zu gehen, hatte ich das starke Gefühl, dass die Leute vor Ort von dem profitieren würden, was ich bei AICAT über Feldanbau gelernt hatte“, sagt sie.

Landwirtschaft in Trockengebieten, sagt sie, ist nicht nur möglich: Es wird in vielen Teilen der Welt auch gemacht.

Ein Teil ihrer Arbeit in Turkana besteht darin den Menschen zu erklären, wie sie das hinbekommen. Also sagt sie, wie es gemacht wird.

Sie brauchen Wasser

Trockene und halbtrockene Bereiche (ASAL – Arid and Semi-Arid Areas) in Kenia leiden unter Wasserknappheit. Feldfrüchte-Anbau ist ohne Wasser unmöglich. In ASAL-Bereichen können Wasserquellen Ströme und Flüsse sein. Aber diese sind oft saisonal. Brunnen haben sich manchmal als nützlich erwiesen, aber sie können nur in Grenzen Wasser liefern.

Die beste Lösung für Wasser, sagte Ngina, wäre ein Tiefen-Bohrloch: hunderte Meter unter der Oberfläche.Tiefen- Bohrlöcher produzieren das ganze Jahr über jede Menge Wasser.

In Turkana hat Furrows in the Desert sich mit Missionaren des heiligen Paulus zusammengetan, die nach Angaben von Ngina gelernte Bauern ansiedeln und Tiefen-Bohrlöcher für sie graben. „Ein Bohrloch zu graben ist teuer: Eine Durchschnittsperson könnte sich das nicht leisten. Da kommen Organisationen wie die Missionare des Heiligen Paulus ins Spiel“, sagt Ngina.

Besorgen Sie sich ein Tröpfchen-Bewässerungssystem

Furrows in the Desert, sagt Ngina, sorgt für kostenlose Ausbildung zu Feldfrüchte-Produktion durch die Menschen von Turkana. Jeder Praktikant bekommt bei Beendigung des Kurses einen kompletten Bewässerungssatz. „Die Sätze bestehen aus einer Pumpe, Sicherheitsausrüstung, Schläuche für Tröpfchenbewässerung und einem Speichertank“, sagt sie.

Tröfpchenbewässerung, sagt sie, liefert die exakte Wassermenge, die die Feldfrüchte benötigen. Das Wasser wird zudem direkt an die Pflanze gebracht und so Verschwendung enorm reduziert.

Rachel Ngina ist eine 25-jährige Agrarwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Freiwillige in Turkana, um Einheimischen Feldanbau in Trockenzonen beizubringen, was mit Bewässerung anfängt.

Sei aktiv und pack mit an. Sei nicht träge.

Sie möchten von einer Farm in ASAL-Bereichen gute Ernte einfahren? Dann sollten Sie bereit sein dafür zu arbeiten.

Trockengebietslandwirtschaft, sagt Ngina, erfordert, dass der Bauer Einsatz zeigt. „Du musst selbst dort sein; du kannst nicht jemand anderen bezahlen, damit er deine Arbeit erledigt“, sagt sie. Die für Trockengebiet-Landwirtschaft nötigen Management und Arbeit sind sowohl wichtig als auch zeitintensiv. Man kann es sich nicht leisten bequem zu sein.

Bequemlichkeit – was Ngina treffend als Landwirtschaft vom Sofa aus bezeichnet – wird natürlich zu Scheitern führen. Bei AICAT, sagt sie, nehmen Studenten einen Tag am Unterricht teil. Die restlichen Lerntage fanden auf der Farm statt. „Wir alle mussten ums um halb sechs morgens auf der Farm melden“, sagt sie. „Wir arbeiteten fast 10 Stunden auf der Farm. Von jedem, einschließlich unserer Vorgesetzten, wurde erwartet, dass sie auf der Farm arbeiten.“

Weil sie die israelische Bauernethik erlebte, ist Ngina überzeugt, dass der Grund dafür, dass viele Bauern in Kenia scheitern, der ist, dass sie dafür nicht schwitzen wollen.

Bittet um professionelle Hilfe

Nach Angaben von Ngina sind Profis – wie Agrarwissenschaftler – bei Trockengebietslandwirtschaft besonders wichtig. „Als Agrarwissenschaftlerin verstehe ich, dass auch die kleinsten Wetter-Veränderungen die gesamte Ernte kosten könnten. Für Trockengebietslandwirtschaft ist es wichtig Agronomen hinzuzuziehen, wenn Situationen entstehen, in denen sie nicht wissen, was tun ist“, sagt sie.

Agronomen beraten zu passenden Abstand, Gesundheitszustand und Fruchtbarkeit des Bodens, Wasserbedarf, Bewässerung, Seuchenkontrolle und vielen anderen Aspekten der Landwirtschaft. In Turkana ist eine der Lektionen, die Ngina ihre Schüler lehrt, biologische Schädlingsbekämpfung. Turkana ist ein ressourcenarmes Umfeld, in dem solche Fähigkeiten sich als nützlich erweisen.

Die richtigen Feldfrüchte anbauen

In Trockengebieten wird nicht jede Feldfrucht wachsen, selbst wenn sie mit Wasser versorgt wird, sagt Ngina. Es ist wichtig, dass ein Bauer angemessen beraten wird, welche Pflanzen angebaut werden sollten – Rat, der bei Bezirksregierungen vorhanden ist.

„Selbst beim Kauf von Saatgut bitten sIe um Samen die für das Klima und den Boden gedacht sind, in der du deine Feldfrüchte pflanzt“, erklärt sie.

Wenn es nicht unmöglich ist, rät Ngina, wäre es gut Bodentests durchzuführen, um die Bodengesundheit und Fruchtbarkeit festzustellen, was dann darüber Auskunft geben würde, welche Pflanzen in dem Bereich angebaut werden können.

Wie Israels Mossad einen gefakten Taucher-Ferienort nutzte, um einen verlorenen Stamm äthiopischer Juden zu retten

Der Film Red Sea Diving von Chris Evans erzählt wie Israels Mossad in einer Zeit der Hungersnot einen vorgetäuschten Taucher-Ferienort nutzte, um äthiopische Juden zu retten.

Itay Hod, TheWrap, 9. Mai 2018

Junge äthiopische Juden auf dem Weg nach Israel, nachdem sie vom Mossad gerettet wrurden. Foto: Gad Shimron

Anfang der 1980-er Jahre nutzten israelische Mossad-Agenten einen vorgetäuschten Taucher-Ferienort im Sudan, um tausende jüdische Flüchtling aus Afrika herauszuschmuggeln. Mehr als drei Jahrzehnte später wird die gewagte Mission von Hollywood behandelt.

Die Mission, als „Operation Brüder“ bezeichnet, wurde von einem kleinen Team aus Undercover-Agenten ersonnen, die zur Tarnung einen aufgegebenen Touristenort im Sudan mieteten – und dann für echte Touristen öffneten. Von dort aus evakuierten die Agenten einen verlorenen Stamm äthiopischer Juden unter den Augen der sudanesischen Behörden.

Die äthiopischen Juden wurden von ihrer Regierung verfolgt; es war ihnen verboten ihre Religion auszuüben und sie durften kann keine Orte reisen, an denen sie sie frei ausüben konnten, heißt es bei der BBC. In den Wochen um Oberstleutnant Mengistu Haile Mariams Machtübernahme in Äthiopien 1977 wurden rund 2.500 Juden getötet und 7.000 wurden obdachlos.

Die äthiopischen Juden begannen vor Bürgerkrieg und Hungersnot zu fliehen und viele gingen in den nahe gelegenen Sudan. Rund 12.000 gingen zu Fuß aus der fernab gelegenen Region Gondar los, geplagt von Hunger, Durst und Attacken durch Banditen und wilde Tiere.

Die israelische Regierung schickte den Mossad, um die äthiopischen Juden herauszuholen und nach Israel zu bringen; das erfolgte in einer Reihe von Missionen, zu denen die „Operation Moses“ und die „Operation Salomon“ gehörten.

„Das ist eine der Geschichten, die man kaum glauben kann“, sagte Gad Shimron, einer der Mossad-Agenten, die den Ferienort betrieben, gegenüber TheWrap. „Es war die einzige Zeit, in der Europäer Afrikaner nicht aus dem Kontinent geholt hatten, um sie zu versklaven, sondern um sie zu befreien.“

Die wahre Geschichte von „Operation Brüder“, eine der weniger bekannten Mossad-Missionen, ist heute Thema eines neuen Films namens „Red Sea Diving Resort“ (Taucher-Ferienort am Roten Meer). Das Drama, geschrieben von „Homeland“-Mitschöpfer Gideon Raff, der auch Regie führte, soll später dieses Jahr Premiere haben; die Hauptrolle spielen Chris Evans, Haly Bennett, Alessandro Nivola, Michael K. Williams und Ben Kingsley.

Die Operation fand während Äthiopiens schlimmster Hungersnöte aller Zeiten statt, bei der nach Angaben von Human Rights Watch von 1983 bis 1985 geschätzte 400.000 Menschen starben. Als Bilder verhungernde Kinder den Westen erreichten, versuchten viele zu helfen. „We are the World“, geschrieben von Michael Jackson und Lionel Richie, gesungen von mehr als 40 amerikanischen Popstars, wurde die erfolgreichste Wohltätigkeits-Single aller Zeiten und brachte mehr als $63 Millionen ein.

Nach Angaben von Shimron, der über seine Erfahrungen im Sudan 1997 sein Buch „Mossad Exodus“ veröffentlichte, ging Israel aber noch weiter. „Manche sangen Lieder wie ‚We are the World‘, sagte er. „Aber Israel war das einzige Land, das tatsächlich etwas unternahm.“

Israelische Kommandotruppen trainieren für “Operation Brüder” im Sudan. Foto: Gad Shimron.

Der Bürgerkrieg in Äthiopien hat viele Juden veranlasst in den benachbarten Sudan zu fliehen“, sagte Shimron. „Das Problem damit war, dass der Sudan ein Feindland [Israels] war, also unternahm der Mossad die Mission, um sie herauszuholen.“

Um das zu tun, warteten Shimron und sein Team einen mutigen Plan: Sie mieteten das Arous Holiday Village, einen winzigen Ferien-Strandort, der in den frühen 1970-er Jahren von italienischen Unternehmern gebaut worden war. Damit tarnten sie ihre Mission. Das Dorf war verlassen, nachdem die sudanesische Regierung es versäumte für die grundlegenden Infrastruktur-Annehmlichkeiten wie Zugangsstraßen, Wasser und Strom  zu sorgen, so Shimron.

„Zur Tarnung gründeten wir eine Briefkastenfirma in der Schweiz, mieteten das Dorf für etwa $300.000 und begannen dann Gruppen von 100 bis 150 Personen zum Strand herauszuholen“, sagte Shimron. Dort trafen die Flüchtlinge auf israelische Navy Seals, die sie auf ein Schiff nach Israel brachten.

Gad Shimron im Arous Holiday Village. Foto: Gad Shimron

Die Operation war so getarnt, dass weder die lokalen Bediensteten, die in dem Ort arbeiteten, noch die Gäste, die dort wohnte, sich des wahren Zwecks des Dorfes bewusst waren. Nach Angaben von Shimron blieben die Flüchtlinge nie im Ort, der nur als Fassade benutzt wurde. Der Ferienort erwies sich als überraschend erfolgreich; aus dem Ausland kamen Taucher und andere Touristen. Rettungsoperationen fanden außerhalb des Ort mitten in der Nacht statt.

Einmal wurden vier Mitglieder von Shimrons Team, darunter der Kommandeur der Operation, von einer Gruppe aus 20 bewaffneten sudanesischen Soldaten umzingelt. Die Soldaten hielten sie auf einem Strand an, als sie gerade dabei waren eine Gruppe Flüchtlinge auf ein Boot zu verladen, das sie zu einem größeren Fahrzeug bringen sollte, das in internationalen Gewässern auf sie wartete.

„Eine Sekunde lang dachte ich, es sei alles zu Ende“, sagte Shimron, der der Gruppe folgte. Er sagte, er sah, wie einer seiner Agenten-Kollegen seine Hände herunternahm und mit den sudanesischen Soldaten stritt.

„Er schrie sie an, weil sie auf arme, wehrlose Touristen schossen, die gutes Geld für einen nächtlichen Tauchgang ausgegeben hätten“, sagte Shimron. „Die Sudanesen, die nie irgendwelche Touristen gesehen hatten, ganz zu schweigen etwas übers Tauchen wussten, waren so durcheinander, dass sie einknickten.“

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Gad Shimron im Arous Holiday Village. Foto: Gad Shimron

Um auf Nummer sicher zu gehen, hörten Shimron und sein Team auf Menschen per Boot zu evakuieren, sondern nutzten nur noch Hercules-Frachtflugzeugte, um die Flüchtlinge fortzubringen.

„Sie müssen verstehen, wie es für einige dieser äthiopischen Flüchtling war, die nie in ihrem Leben zuvor ein Flugzeug gesehen hatten“, sagte Shimron. „Für sie war es wie mit Jona und dem Wal.“

Insgesamt wurden bei der „Operation Brüder“ 6.000 äthiopische Juden gerettet.“ Doch die Operation war weitgehend unbemerkt abgelaufen, da sie von einer anderen, dramatischen Rettung überschattet wurde, der „Operation Moses“ von 1984, mit der mehr als 8.000 äthiopische Juden innerhalb von weniger als drei Monaten später im Jahr nach Israel geflogen wurden.

Das ungeheure Ausmaß der Rettung wurde ihm erst bewusst, sagt er, als er das Aufnahmezentrum in Israel besucht, in dem die Flüchtlinge untergebracht worden waren.

„Da war ein kleines Kind, vielleicht sieben oder acht Jahre alt; es kam auf mich zu, zog an meinem Ärmel und sagte: ‚Onkel, ich erinnere mich an dich, von dem roten Laster.“

„Ich gebe zu, dass ich nicht zu den sentimentalen Leuten gehöre“, sagte Shimron. „Aber ich könnte ein paar Tränen vergossen haben.“

Israel lässt rund um die Welt Wüsten erblühen

Judith Bergman, MiDA, 1. Februar 2018

Genauso wie das Land Israel mit der Rückkehr des jüdischen Volks aufblühte, hilft der Staat Israel heute anderen Staaten zu gedeihen. Was genau hat SJW getan, um der Welt zu helfen?

Israelisches Bildungsprogramm zu Tröpfchenbewässerung in Südafrika (Foto: israelisches Außenministerium)

Der jüdische Feiertrag Tu Bischwat, der heute gefeiert wird, markiert die Wiederbelebung der Natur. In Israel wird Tu Bischwat als Tag des ökologischen Bewusstseins gefeiert und zur Feier werden Bäume gepflanzt. Mehr als eine Million Israelis beteiligen sich zu Tu Bischwat jedes Jahr an Baumpflanz-Aktivitäten. Damit entwickelte sich in den frühen Tagen der zionistischen Bewegung ein Brauch, um die Wiedergewinnung des Landes und die Wiederaufforstungsbemühungen im Land Israel populär zu machen.

Im Verlauf der letzten 100 Jahre hat Israel gewaltiges Wissen und Fachkenntnisse in Landwirtschaft, Aufforstung und Hydrologie gewonnen, entwickelt als Folge von Notwendigkeit. Das moderne Israel gibt in aller Stille seine Kenntnisse, einschließlich der Tröpfchenbewässerung, Wasseraufbereitung – wie Entsalzung und Recycling von Abwasser – in Afrika, Asien und sogar Kalifornien weiter. Genauso wie das Land Israel mit der Rückkehr des jüdischen Volks aufblühte, hilft der Staat Israel heute anderen Staaten zu gedeihen.

Während sogenannte Krieger für soziale Gerechtigkeit gegen Israel toben, lautet die Frage, die niemand stellt: Was haben diese ewig Protestierenden jemals für die Umwelt und die wahrlich Armen dieser Welt getan? Die Antwort lautet: sehr wenig. Soziale Gerechtigkeit ist eine Übung in vergeblichem moralischem Narzissmus, deren Konzentration darin liegt Krieger der sozialen Gerechtigkeit sich wegen sich selbst gut fühlen zu lassen.

Israel seinerseits hat anderen Staaten seit Jahrzehnten geholfen aufzublühen, obwohl der wiedergeborene, moderne Staat Israel immer noch sehr arm war. Israels offizielles internationales Kooperationsprogramm Maschaw wurde Ende 1957 gegründet. Sein Ziel war es mit dem Rest der Welt das Know-how und Technologien zu entwickeln, die die Grundlage für Israels eigene rasche Entwicklung boten. Israel ein Labor für Entwicklungslösungen gewesen und ist es praktisch heute noch.

Israel kultivierte von Anfang an eine enge Beziehung zu Afrika, als die neu entkolonisierten afrikanischen Staaten entstanden. Mit der einschlägigen Expertise, die es während seiner eigenen Entwicklung als junges Land mit ähnlichen Herausforderungen als Erfahrung hatte, schickte Israel tausende israelischer Experten für Landwirtschaft, Hydrologie, regionaler Planung, öffentlicher Gesundheitsversorgung, Ingenieurswesen, Gemeindedienste, Medizin und jeder Menge anderer Bereiche in ganz Afrika zwischen 1958 und 1973. Tausende Afrikaner wurden während dieser Zeit in Israel ausgebildet (so viel zu israelischer „Apartheid“). Anders als Europäer, die für sich in abgetrennten Gelände lebten, lebten die Israelis unter den Afrikanern, denen zu helfen sie auf den afrikanischen Kontinent gekommen waren (wieder: so viel also zu israelischer „Apartheid“).

Die ehemalige Premierministerin Golda Meir schrieb 1975 in ihren Memoiren „Mein Leben“, dass, wie Afrika, „wir die Fremdherrschaft abschüttelten; wie sie mussten wir lernen das Land wiederzugewinnen, wie man auf den Feldern mehr erntet. … Wir konnten Afrika nicht mehr Geld oder Waffen anbieten, aber andererseits hatten wir nicht den Makel der kolonialen Ausbeuter, weil alles, was wir von Afrika wollten, war Freundschaft. Lassen Sie mich sofort die Zyniker vorwegnehmen. Gingen wir nach Afrika, weil wir Stimmen in der UNO bekommen wollten? Ja, natürlich war das eins unserer Motive – und ein perfekt ehrenwertes – das ich niemals vor mir oder vor den Afrikanern verschwiegen. Doch es war weit davon entfernt unser wichtigstes Motiv zu sein. … Der Hauptgrund für unser afrikanisches ‚Abenteuer‘ war, dass wir etwas hatten, das wir an Staaten weitergeben wollten, die noch jünger und unerfahrener waren als wir selbst.“

Die Stimmen in der UNO kamen nicht zustande, trotz Israels starkem Engagement auf dem afrikanischen Kontinent. Afrika stimmt in internationalen Foren wie der UNO gewohnheitsmäßig als Block gegen Israel, doch wie Golda schrieb: „Wir machten in Afrika das, was wir machten, nicht, wie alles einfach eine Politik aufgeklärten Eigeninteresse … sondern weil es eine Fortsetzung unserer wertvollsten Traditionen und ein Ausdruck unserer tiefsten historischen Instinkte ist.“

Israel erneuerte und vertiefte seine Beziehungen zu vielen afrikanischen Ländern seit Premierminister Netanyahu 2016 das Afrika südlich der Sahara zum ersten Mal besuchte, seit der damalige Premierminister Yitzhak Shamir es 1987 machte.

Israels weltweite Fachkompetenz in Hydrologie hat nicht es nicht nur für Länder auf dem afrikanischen Kontinent zu dem Experten gemacht, bei dem man nachfragt. Israel hilft auch Orten wie Kalifornien mit ihren Wasserproblemen und israelische Firmen helfen dem Bundesstaat mit Problem wie Wasserspeicherung, Wassermanagement, Wasseraufbereitung, Wasserrecycling und Wasserleck-Erkennungslösungen.

Derweil ist Kapstadt in Südafrika gerade dabei die erste Stadt der Welt zu werden, der bald das Wasser ausgeht. Trotzdem ist Israels Angebot an Kapstadt, bei der heraufziehenden Katastrophe zu helfen, von den Behörden in Kapstadt nicht angenommen worden. Sei ziehen es anscheinend vor, dass ihren Bürgern das Wasser ausgeht, als israelische Hilfe anzunehmen.

Israel wurde aus einem bestimmten Grund zum Weltführer in Hydrologie und Landwirtschaft. Erst nachdem das jüdische Volk aus dem ihm auferlegten Exil in das inzwischen ausgedörrte Land zurückkam, das während der Jahrhunderte fremder Besatzung durch das Osmanische Reich verödet war, weil die Osmanen es komplett vernachlässigten (abgesehen von der Besteuerung der verbliebenen jüdischen Bürger, so dass diese kaum noch existieren konnten), begann das Land Israel allmählich wieder zu erblühen.

Die Juden brachten das Land buchstäblich wieder zum Leben, bepflanzten es neu und forsteten es wieder auf – so wie es nur ein Volk tun kann, das das Land liebt, zum Land gehört, so wie das Land zu ihnen gehört.

Operation Salomon

Heute vor 25 Jahren begann „Operation Salomon“ („Kassa Kebede“), mit der Israel äthiopische Juden nach Israel, nach Hause brachte. Die äthiopischen Juden sind ein Rätsel. Sie haben ihre eigene Geschichte, wie sie entstanden. Ob das so stimmt, wissen wir nicht. Aber sie hielten sich lange für die einzigen überlebenden Juden der Welt.

In Äthiopien lebten sie lange frei, wurden aber zunehmend verfolgt. Sie träumten davon nach Jerusalem zurückzukehren. Von November 1984 bis Januar 1985 konnten ca. 8.000 von ihnen mit einer Luftbrücke (aus dem Sudan) nach Israel gebracht werden. Dann wurde die Aktion publik und die arabischen Staaten sorgten dafür, dass dieser Weg geschlossen wurde.

Erst im Mai 1991 gab es wieder die Möglichkeit die „Beta Yisrael“ heimzuholen. Bis dahin hatten sich Tausende von ihnen in und um die israelische Botschaft in Addis Abeba „niedergelassen“. Die Regierung Israels stellte 24 C-130 Hercules und zehn zivile Flugzeuge zur Verfügung, die in 35 Stunden und 25 Minuten mit 41 Flügen gut 14.000 äthiopische Juden aus dem im Bürgerkrieg umkämpfen Addis Abeba ausflogen. 1.500 mussten dort zurückgelassen werden.

Von November 2011 bis August 2013 wurden weitere 5.000 äthiopische Juden nach Israel gebracht.

Operation Salomon begann am Freitag, 23. Mai 1991 und endete am Sonntag, 25. Mai 1991. Ulrich Sahm schrieb im Israel Report 2/2008 darüber als eine der „Nie veröffentlichten Geschichten“. Im Internet gibt es Dokumentationen, so auch diese beiden (englischsprachigen).