Wie Nazis in Ägypten halfen Juden davon zu „überzeugen“, dass sie das Land verlassen

Bataween, Point of No Return, 31. Januar 2023

Nur Tage nach dem Internationalen Holocaust-Gedenktag passt es, sich and die Tatsache zu erinnern, dass tausende Nazis sich in den 1950-er Jahren in Nassers Ägypten wechselten. Laut einem neuen Buch – Nazis on the Nile von Vivyan Kinross – bildeten frühere Wehrmachtssoldaten, Raketenwissenschaftler, Chemie-Ingenieure, Waffenhersteller und Waffenhändler, Veteranen deutscher Spezialeinheiten ägyptische Soldaten darin die Briten in der Suez-Kanalzone und die Israelis im Gazastreifen zu bekämpfen. Die Briten entdeckten deutsche Subversionstaktiken in der ägyptischen Außenpolitik, Propaganda- und Geheimdienst-Operationen und Ägypten wandte Zwangsmaßnahmen an, um seine jüdische Bevölkerung nach der Suez-Krise von 1956 zu überzeugen das Land zu verlassen. Für die Familie von Edna Anzarut Turner stand das Menetekel schon vor der Vertreibung an der Wand. Sie erzählte Point of No Return ihre Geschichte.

Otto Skorzeni 1943

„Ich war bereits in England und meine Mutter begab sich zum schweizerischen Botschafter. Sie wollte mir über deren diplomatische Post etwas Geld schicken.

Sie kannte ihn sehr gut.

Als er sie sah, rang er nach Luft: „Madame Anzarut, was machen Sie noch hier? Das Land ist voller Nazis. Otto Skorzeni ist hier. Wollen Sie als Lampenschirm enden? Gehen Sie, verlassen Sie das Land so bald wie möglich.“

Wie auch immer, sie war nicht in der Lage mir Geld zu schicken.

Sie eilte nach Hause, nahem den britischen Pass meines Vaters und ihren eigenen, brachte sie zum ägyptischen Passamt, wo sie Ausreise- und Einreise-Visa beifügten.

Sie kaufte Flugtickets, packte für jeden einen Koffer, eine Decke. Sie füllte alle Vasen unseres Hauses mit Blumen und brachte die Autos zu verschiedenen abgelegenen Garagen und warf die Schlüssel in den Nil.

Am nächsten Tag warteten sie auf das Taxi.

Es wurde an die Tür gehämmert. Geschrei: „EFTAH, EFTAH!“ (Macht die Tür auf.)

Es war nicht das Taxi, es waren zwei herrische Polizisten mit dem Räumungsbefehl.

Meine Eltern sahen sie einfach an und die Situation war derart unpassend, dass sie beide in unkontrolliertes Gelächter ausbrachen.

Offenbar blickten die Polizisten völlig verdutzt aus der Wäsche. Niemand hatte ihnen jemals so ins Gesicht gelacht.

Meine Eltern sagten ihnen, sie seien zu spät dran. Sie würden das Land verlassen, ohne dass man sie vertreiben müsse.

Sie zeigten ihnen die zwei Koffer und dann brüllte mein Vater sie an: „IMSCHIE, IMSCHIE, BARRA, BARRA … je SCRAM…“, in dem Moment, als der Taxifahrer ankam.

Meine Eltern warfen noch einmal einen letzten Blick auf ihr schönes, elegantes Haus und die mit Blumen gefüllten Vasen … und das war’s dann.

Mein Vater starb sechs Jahre später infolge von stressbedingtem Speiseröhrenkrebs.

Ednas Vater war 52, ihre Mutter 47. Sie hat nie wieder geheiratet.

Zu Heiligabend bricht in Ägypten Gewalt gegen Kirche aus

Raymond Ibrahim, 72. Dezember 2022 (Coptic Solidarity)

Als im Westen Heiligabend gefeiert wurde, randalierten in Ägypten Muslime und griffen am 24. Dezember eine Kirche an.

Das große „Verbrechen“ der Kirche bestand darin, dass sie versucht hatten ihr baufälliges Kirchendach zu reparieren, was die drakonischen, christenfeindlichen Diktate des islamischen Rechts (der Scharia) widerspricht, das in Artikel 2 der ägyptischen Verfassung verankert ist.

Zwei Jahre zuvor begann das Dach der Kirche der heiligen Jungfrau und Anba Samuel in Abis al-Thawra, einem Dorf in den Außenbezirken von Alexandria, zu zerfallen und ins Gebäude zu stürzen. Bei zumindest einer Gelegenheit kollabierten Teile des Dachs nach schwerem Regen und verletzte mehrere Kirchgänger (Bild oben). Nach zwei Jahren der Appelle an die Behörden, um eine Genehmigung zu bekommen „das Dach zu reparieren und das Leben der Gottesdienstbesucher zu retten“, erhielt die Kirche endlich die Genehmigung.

Das ist die einzige Kirche in einer Gegend, die mehrere Dörfer und Weiler abdeckt, die rund christlichen Familien dient. 1979 gebaut, ist sie bereits stark überfüllt (und daher ein „Sicherheitsrisiko“, wie viele Kirchen, die in letzter Zeit in Ägypten „Feuer gefangen“ haben). Daher hatten die Kopten während des Antragsverfahrens auch die Genehmigung zur Erweiterung der Kirche gestellt.

Die Behörden lehnten das ab, gaben nur die Genehmigung zur Reparatur des Daches – und selbst das war der lokalen muslimischen Bevölkerung zu viel; sie randalierte und war Steine auf die Kirche, auf einzelne Kopten und auf die Dacharbeiter. Sie legten auch Feuer und einem christlichen Bauernhaus direkt neben der Kirche.

Der Grund für die muslimische Wut ist, dass die Scharia anordnet, dass nicht nur keine neuen Kirchen auf vom Islam erobertem Gebiet (wie Ägypten) gebaut werden, sondern bereits bestehende Kirchen niemals repariert werden dürfen. Natur und Zeit bereits bestehende Kirchen beseitigen zu lassen wird als eine Art „Toleranz“ betrachtet – eine, in die gleichwohl niemals eingegriffen werden darf, in diesem Fall mit der Ausbesserung des Daches.

Die Mob-Gewalt von Heiligabend reicht aus, damit die Polizei und die Staatssicherheit eingriffen, den Mob zerstreuten und die Ruhe wiederherstellten. Sie ließen auch Bewachung um die Kirche zurück.

Wie üblich, wurde keiner der (muslimischen) Angreifer oder Anstifter festgenommen. Stattdessen wurden alle Arbeiten am Dach unter dem Vorwand der „Beruhigung der Lage“ eingestellt. Aufgrund von Präzedenzfällen fürchten die Kopten allerdings, dass diese „vorläufige“ Einstellung eine dauerhafte sein wird.

Letzten Endes hat sich dieses Szenario in Ägypten unzählige Male abgespielt: Wann immer einer Kirche legalisiert oder repariert wird – oder es nur das Gerücht gibt, sie würde legalisiert oder repariert – toben lokale Muslime und greifen Christen an. Die Behörden reagieren regelmäßig mit dem Appeasement der Randalierer und der Versiegelung der „beleidigenden“ Kirchen unter dem Vorwurf, dass sie in der Region „Sicherheitsrisiken“ darstellen.

Die Zeit wird zeigen, ob das Gesetz einmal mehr vor der muslimischem Mob-Herrschaft einbrechen wird oder ob sich für die Kirche der Jungfrau und Anba Samuel in Ägypten ein Anschein von Gerechtigkeit durchsetzen wird.

Ägyptens institutionalisierte Diskriminierung seiner koptisch-christlichen Bürger

Raymond Ibrahim, 11. Oktober 2022 (Coptic Solidarity)

Der Präsident der Universität Kairo, Mohammad Uthman al-Khoscht, ernannte vor kurzem 31 neue  Direktoren, stellvertretenden Direktore, Manager und Wissenschaftler, die eine Reihe von Abteilungen führen sollen, darunter die für Landwirtschaft, Ingenieurswesen, Krankenpflege, Zahnmedizin, statistische Forschung und Afrika-Studien.

Obwohl die Kopten – Ägyptens uransässigste, christliche Bevölkerung – irgendetwas zwischen 10 und 20 Prozent der Bevölkerung stellen, befindet sich bemerkenswerterweise unter diesen neuen Angestellten der Universität Kairo nicht ein einziger Christ. Alle sind Muslime.

Die Bedeutung dieser Nachricht liegt weniger darin, dass es in Ägypten Diskriminierung von Christen gibt – was inzwischen mehr als offensichtlich sein sollte – sondern dass sie anscheinend jede einzelne Facette der ägyptischen Gesellschaft durchdringt.

So berichtete im Juni die in Washington ansässige Coptic Solidarity (CS), eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich auf die Notlage der Kopten Ägyptens konzentriert:

Derzeit hat Ägypten rund 135 Botschafter auf Posten im Ausland und rund 20 Generalkonsuln (im Verwaltungsrang eines Botschafters).

Im Verlauf der letzten Wochen waren wir bei Coptic Solidarity in der Lage einen Überblick über die Namen von 128 Botschaftern und 16 Generalkonsuln zu bekommen. Die Schlussfolgerungen stimmen mit früheren Erhebungen überein, die wir in den letzten 20 Jahren durchgeführt und in Datenbanken ägyptischer Botschafter und Generalkonsuln festgehalten haben, die von Coptic Solidarity erstellt wurde. Obwohl Kopten die indigenen christlichen Einwohnern Ägyptens zumindest 10 Prozent der ägyptischen Bevölkerung stellen – und daher für mindestens 10 Prozent des diplomatischen Corps 10 Prozent stellen sollten.

  • Für keine wichtige westliche Hauptstadt (Washington, London, Paris, Bonn, Rom, Ottawa usw.) wurden Kopten ins Amt ernannt.
  • Für keine wichtige nichtwestliche Hauptstadt (Tokio, Beijing, Moskau, Delhi usw.) wurden Kopten ins Amt ernannt.
  • Für keine internationale Organisation wurden Kopten ernannt.
  • Für kein arabisches oder muslimisches Land wurden Kopten ernannt.
  • Nirgendwo wurden Kopten als Generalkonsul ernannt.

Genauso wurden am 3. März in einem Versuch Ägyptens, Fortschritte bezüglich Frauen zu demonstrieren, 98 Richterinnen vereidigt, die juristische Positionen in Ägyptens Staatsrat übernehmen. Das wurde als wichtige und nie da gewesene Entwicklung betrachtet; seit seiner Gründung vor 75 Jahren hat nicht eine einzige Frau auf dem Podium des Gerichts des Staatsrats gesessen – und jetzt sind es 98. Und doch ist keine einzige Christi dabei – wieder trotz der Tatsache, dass die Kopten zwischen 10 und 20% der Bevölkerung des Staates stellen, was nahelegt, dass zumindest 10 der 98 wegen angemessener Repräsentation Kopten sei müssten.

Oder betrachten Sie den Präsidentenerlass für neue stellvertretende Staatsanwälte. Von 516 Neueinstellungen sind dürftige fünf – also weniger als 1% – Kopten. Der Erlass wurde von niemand geringerem als Präsident al-Sisi unterschrieben, dessen Lobby-Agentur in Washington DC mit seinen Bemühungen um Sicherstellung von „Leistungsgesellschaft im öffentlichen Dienst“ prahlt.

Solche offene Diskriminierung besteht sogar in weniger „formellen“ Umfeldern. Nehmen wir zum Beispiel Fußball – in Ägypten eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung. Wie Aid to the Church in Need in einem Bericht im Februar 2022 festhielt,

machen Christen rund 15% der Bevölkerung Ägyptens aus und sind so fußballverrückt wie ihre muslimischen Nachbarn, aber es gibt nicht einen einzigen Kopten in der Nationalmannschaft… Es gibt keine offiziellen Statistiken zur Zahl der Kopten in Ägypten, aber Schätzungen variieren zwischen 10 und 20 %… Die Tatsache, dass keine Kopten, egal welcher Denomination, im Fußball auf Spitzenniveau und damit in der Nationalmannschaft vertreten sind, schmerzt.

Oder wie die Präsidentin von Coptic Solidarity, Frau Caroline Doss Esq., feststellte:

Sport soll von allen betrieben werden. Es ist unvorstellbar, dass kein einziger koptischer Athlet ausreichend qualifiziert ist für Ägypten im Sport anzutreten, insbesondere wenn man bedenkt, dass Ägypten das Land mit der vierzehntgrößten Bevölkerung der Welt mit mindestens 15 Millionen Kopten ist. Sie müssen handeln, um dieser religiös motivierten Diskriminierung ein Ende zu setzen.

Derart weit verbreitete Diskriminierung von Kopten beschränkt sich nicht nur auf die ägyptische Politik. Westliche Elemente, darunter solche, die mit der Bekämpfung von Diskriminierung beauftragt sind, neigen dazu das zu ignorieren; zumindest behandeln sie sie nicht auf dieselbe Weise, wie sie es im umgekehrten Fall tun würden – wenn ein christlicher Staat muslimische Minderheiten offen diskriminieren würde.

Bezüglich des letzten Beispiels hat CS verschiedene Briefe und Berichte (zu mehreren wird hier verlinkt) an mehrere zuständige Sportkomitees geschickt, darunter vor allem die FIFA in Zürich, die 1904 gegründet wurde, um internationale Wettbewerbe zu leiten. Es heißt die FIFA nimmt Diskriminierung sehr ernst. Aber wie CS feststellte:

CS berichtete als erstes dem Internationalen Olympischen Komitee und der FIFA im August 2016 erst über weit verbreitete Diskriminierung koptischer Athleten in Ägypten. Keine der beiden Organisationen reagierte, bis europäische Nachrichtenmedien 2018 im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft Geschichten zum Thema veröffentlichten. Ein FIFA-Mitarbeiter kontaktierte schließlich CS mit der Anfrage nach weiteren Informationen – zwanzig Monate nachdem die ursprüngliche Beschwerde verschickt wurde.

CS kam dem nach, aber bis heute hat die FIFA wenig, wenn überhaupt etwas unternommen, , um diese Diskriminierung aufzuheben.

Genauso gehörten der ägyptischen Mannschaft bei den letzen olympischen Sommerspielen in Tokio 141 Athleten an: Einer davon – 0,7 Prozent – war Kopte. Die Beschwerde von CS beim IOC fiel auf taube Ohren.

Vor Kurzem besuchte der IOC-Präsident, was dem Ganzen anscheinend die Krone aufsetzte, Ägypten, wo er die Bewerbung des Landes um die Sommerolympiade lobte. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass er bei den Obrigkeiten jemals das Thema der Diskriminierung aufbrachte.

Kurz gesagt: Während tatsächliche, gewalttätige und mörderische Verfolgung der Christen Ägyptens nicht ungewöhnlich ist, durchzieht ihre institutionalisierte und offen Diskriminierung jeden Aspekt der ägyptischen Gesellschaft.

Führender muslimischer Gelehrter: Bei jihadistischen Eroberungen ging es darum den eroberten Ungläubigen „Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit“ zu bringen.

Raymond Ibrahim, May 10, 2022 (American Thinker, May 6, 2022)

Großimam Ahmed al-Tayed wäscht vor Präsident Sisi und anderen ägyptischen Würdenträgern islamische Geschichte rein

Am 24. April 2022 hielt der Großimam der angesehensten Universität des Islam, der Al-Azhar, eine Ansprache vor den Leitern des Staates; Präsident al-Sis saß in der ersten Reihe. Das fand während der staatlichen Feiern zu Laylat al-Qadr (die „Nacht der Macht“) statt, die laut islamischer Lehre die Nacht ist, in der Allah Mohammed den Koran erstmals offenbarte.

Bedenkt man den Anlass der Rede und den Redner selbst, Großimam Scheik Ahmed al-Tayeb – der wohl „einflussreichste Muslim der Welt“ – dann wurde der Islam bis unter die Decke erhoben. Von besonderem Interesse war allerdings al-Tayebs Wiedergabe der Geschichte. An einer Stelle sagte er:

In nur wenigen Jahren nach dem Tod des Propheten Mohammed (Allah bete über ihm und gebe ihm Frieden) sorgten die islamischen Eroberungen [wörtlich: „Öffnungen“, futuhat] dafür, dass die zwei mächtigsten Imperien, die sich jede Ecke des Nahen Ostens teilten und kontrollierten, kollabierten und ihre Länder im Irak, Syrien, Ägypten und Nordafrika bis heute zu islamischem Land wurden.

Das stimmt natürlich. Die beiden Imperien, die der Scheik meint, sind das oströmische Reich („Byzanz“) und das Sassaniden-Reich Persien. Die meisten der von al-Tayeb angeführten Ländereien – von Syrien und Ägypten im Osten bis zu Marokko und Algerien im Westen – waren christlich und wurden vom oströmischen Reich regiert. Nur der Iran und Teile des Irak befanden sich unter sassanidischer Herrschaft und waren von der Religion her zoroastrisch. Während des siebten Jahrhunderts eroberten Muslime all diese Länder und islamisierten sie.

Wie üblich, wenn es um islamische Wiedergabe geht, werden Fakten schnell mit Fiktion vermischt. Nach der oben erfolgten Äußerung offerierte al-Tayeb dies hier:

Dies [muslimischen] Eroberungen waren keine kolonisatorischen Eroberungen, die sich auf Methoden der Plünderung, Unterdrückung, Kontrolle und die Politik der Vorherrschaft und der Abhängigkeit verließen, [die allesamt] Staaten in Ruinen zurücklassen.

Er fuhr fort die Kolonialisierungs-Eroberungen zu verurteilen, bei denen es um Unterdrückung und Plünderung geht – eine bissige Bemerkung gegen Europas historische Kolonisierung des Nahen Ostens – bevor er weiter machte:

Ja, die islamischen Eroberungen war nicht so – Bestimmen über Völker und sie mit der Arroganz von Gewalt und Waffen zu kontrollieren; stattdessen führten sie zu einer neuen Lawine des Lebens – voller Wissen, Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit – die in den Venen dieser [einst] machtlosen Völker floss.

Es ist schwierig zu betonen, wie absolut surreal solche Behauptungen sind, zumindest für die, die mit der wahren Geschichte des Islam vertraut sind. Die Eroberungen aller vom Großimam angeführten christlichen Landstriche (von Syrien im Osten bis Marokko im Westen) sowie all der christlichen Landstriche späterer islamischer Eroberungen (die von al-Tayeb ignoriert wurden, weil sie am Ende zurückgeholt wurden) – Spanien, die Mittelmeerinseln, der Balkan usw. – waren gekennzeichnet von Blutvergießen, Massakern, Terror, Versklavung, Plünderung und der Unterdrückung der Eroberten und Ausbeutung ihrer Ressourcen in großem Stil. Seite um Seite von Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West dokumentiert das eindeutig auf Grundlage christlicher wie muslimischer Quellen.

Noch absurder ist die Behauptung des Großimams, dass christliche und zoroastrische Völker, die im oströmischen und im Sassaniden-Reich lebten, froh waren vom Schwert des Islam „befreit“ zu werden und dass sie – als sie sahen, dass der Islam eine Religion des „Wissens, der Gerechtigkeit, der Freiheit und der Gleichheit“ war – bereitwillig damit reagierten in Scharen zum Islam zu konvertieren.

Wie durchaus bekannt ist, konnten die angeblich „befreiten“ Leute – jedenfalls soweit sie die anfänglichen Massaker und Versklavungen überlebten – wenn sie es vorzogen Christen, Zoroastrier oder Juden zu bleiben, das nur tun, indem sie Dhimmis wurden, Bürger zweiter Klasse, die regelmäßig Tributzahlungen (jizya) leisten und sich an eine Vielzahl erniedrigender sozialer Einschränkungen halten mussten (wie sie in den „Bedingungen des Omar“ festgehalten sind). Der Wunsch finanziell nicht geschröpft oder als geringwertiger behandelt zu werden- oder sporadisch verfolgt zu werden, wie es viele Dhimmis waren, abhängig davon, ob der nächste Herrscher „radikal“ war oder nicht – ist das, was so viele Nichtmuslime veranlasste im Verlauf der Jahrhunderte zum Islam zu konvertieren.

Das war die einzige Möglichkeit, wie sie „Gerechtigkeit, Freiheit oder Gleichheit“ erfahren konnten – zumindest so eine Art davon.

Besonders haarsträubend ist, dass al-Tayeb die muslimischen Eroberungen als irgendwie tugendhafter als europäische Kolonisation des Nahen Ostens darstellt. Während es in Wirklichkeit so war, dass Jihade in Sklaverei, Entvölkerung und Verwüstung gipfelten – bestimmte Regionen in Nordafrika, Spanien und Anatolien haben sich nie erholt – schafften europäische Kolonisatoren die Sklaverei ab und führten ihre muslimischen Untertanen in die Wohltaten der Modern ein, von wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritten bis zu den radikalen Konzepten von Demokratie und Religionsfreiheit.

Obwohl es schwierig ist eine Analogie aus der westlichen Geschichte zu finden, die den Wahnsinn der Behauptungen al-Tayebs einfängt, überlegen Sie einen Moment lang, was immer der schlimmste Punkt der amerikanischen Geschichte sein könnte – sagen wir: die Sklaverei. Jetzt stellen sie sich eine Staatsfeier vor, an der der US-Präsident teilnimmt, bei der ein führender Christ eine Rede darüber hält, dass die Versklavung der Schwarzen etwas Wunderbares und Uneigennütziges war – und gewiss nicht vergleichbar mit der grausamen Versklavung, die von diesen üblen Nichtchristen praktiziert wurde – und dass es in Wirklichkeit darum ging den versklavten Afrikanern „Wissen, Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit“ zu bringen.

Das ist das Niveau der Absurdität von al-Tayebs Behauptungen.

Aber warum all diese Lügen? Hier kommen wir zum Knackpunkt der Sache. Um sich wegen sich selbst und ihrer Religion gut zu fühlen, müssen Muslime diese unbeschwerte Fiktion erhalten – dass ihre nichtmuslimischen Vorfahren durch den Islam „befreit“ wurden und dass sie nur allzu bereit waren ihn anzunehmen; an diesem Punkt begannen sie „Wissen, Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit“ zu genießen.

Die Alternative, die Wahrheit – dass ihre Vorfahren Christen oder andere Nichtmuslime waren, die erobert und durch sporadische Runden an Verfolgung und systematische Diskriminierung genötigt wurden den Islam anzunehmen – ist nicht ganz so zufriedenstellend, ganz zu schweigen davon, dass es sie zum Nachdenken bringen könnte.

Daher die chronischen Täuschungsmanöver des Großimams der angesehensten Universität der muslimischen Welt – auch bekannt als engster Verbündeter von Papst Franziskus.

Israel versorgt den Gazastreifen mit mehr Strom, als Sie glauben – aber Ägypten hat mehr Treibstoff geliefert

Elder of Ziyon,1. August 2022

Der monatliche UNO-OCHA-Bericht zum Gazastreifen für den Juli ist veröffentlicht worden und sie haben ein paar Grafiken hinzugefügt, die ich bisher nicht gesehen hatte.

Diese zeigt, dass Israel den Gazastreifen mit nicht weniger als zehn gesonderten Strom-Einspeisungen versorgt, von denen drei im Gazastreifen selbst aufgeteilt werden. Israel versorgt den Gazastreifen mit weit mehr Strom als es das Kraftwerk des Gazastreifens macht.

Aber ich war überrascht zu sehen, dass zwar Israel große Pipelines gebaut hat, um Treibstoff in Kerem Schalom sicher weiterzuleiten, die Hamas es aber vorzieht den Großteil ihres Treibstoffs aus Ägypten zu beziehen. Industrie-Treibstoff kommt ausschließlich aus Israel, aber alles andere kommt zum größten Teil aus ägyptischen Quellen.

Ägyptische Treibstoff-Importe:

Israelische Treibstoff-Importe:

Ich vermute, dass ägyptischer Treibstoff billiger ist und die Hamas vielleicht den ägyptischen Treibstoff leichter für eigene Zwecke besteuern und umleiten kann.

Im Mai und Juni nahm israelischer Export von Kochgas weit stärker zu, während ägyptische Exporte einbrachen. Offenbar sind die Kosten ägyptischen Kochgases sprunghaft gestiegen (manche machen die Hamas verantwortlich, die Hamas schreibt die Schuld neuen Vorschriften zu) und es scheint so, als würde israelisches Gas dem gegengegenüber erschwinglicher. Die Gazaner sind sehr wütend auf die Hamas, weil jemand die Rohkosten für Kochgas in Ägypten veröffentlichte und die Kosten im Gazastreifen lagen doppelt so hoch.

Wie üblich ist das, was wir in den Medien sehen, nur ein Bruchteil dessen, was offenen Quellen uns sagen können und die offenen Quellen sind nur ein Bruchteil dessen, was wirklich abgeht. Sogenannte Experten arbeiten mit sehr begrenzten Informationen, dennoch erzählen sie voller Überzeugung jedem anderen ihre Analysen, als würden diese auf allen Informationen gründen – und das tun sie nie.

Ägyptischer Antisemitismus von heute: Gleichsetzung des Latrun-Vorfalls mit dem Holocaust

Elder of Ziyon, 18. Juli 2022

Anfang Juli entlarvten israelische Medien ein furchtbares Geheimnis aus dem Sechstage-Krieg. Yossi Melman twitterte:

Nach 55 Jahren heftiger Zensur kann ich offenlegen, dass mindestens 20 ägyptische Soldaten bei lebendigem Leibe verbrannt und von der IDF in einem Massengrab in Latrun beerdigt wurden, das nicht gekennzeichnet wurde und ohne identifiziert zu werden, was gegen Kriegsrecht verstößt. Das geschah während des Sechstage-Kriegs.

Tage vor dem Krieg unterschrieb Ägyptens Nasser einen Verteidigungspakt mit Jordaniens Hussein. Ägypten stationierte 2 Kommando-Bataillone in der Westbank bei Latrun, das Niemandsland war. Ihr Auftrag bestand darin nach Israel einzudringen und Lod sowie nahe gelegene militärische Flugfelder zu erobern.

Es gab Feuerwechsel mit IDF-Truppen und Mitgliedern des Kibbuz Nachschon. Einige ägyptische Soldaten flohen, einige wurden gefangen genommen und einige kämpften mutig.

An einem bestimmten Punkt schoss die IDF Mörsergranaten und tausende nicht bestellter Dunam wilden Buschlands im trockenen Sommer wurden in Brand gesetzt. Mindestens 20 ägyptische Soldaten starben in dem Buschfeuer, „das Feuer breitete sich in dem heißen und trockenen Busch schnell aus und sie hatten keine Chance zu entkommen“, erzählte Zeen Bloch (heute 90 Jahre alt), der der Militärkommandant des linken Kibbuz Nachschon war.

Am nächsten Tag kamen mit einem Bulldozer ausgerüstete IDF-Soldaten an den Ort, hoben eine Grube aus, schoben die ägyptischen Leichen hinein und bedeckten sie mit Erde. Bloch und einige Nachschon-Mitglieder sahen mit Schrecken zu, wie Soldaten persönliche Habseligkeiten an sich nahmen und das Massengrab unmarkiert ließen.

Saleh Abu Muslim, ein ägyptischer Autor der Nachrichten-Seite Elaosboa, setzt diesen Vorfall mit dem Holocaust gleich, von dem er nicht sicher ist, dass er überhaupt stattfand.

Wenn das Wort Holocaust erwähnt wird, denkt man sofort an den Holocaust an den Juden und anderen durch das von Adolf Hitler im Zweiten Weltkrieg geführte Nazi-Deutschland und seine Verbündeten. Wegen des Völkermords und dem brutalen Holocaust, dem die Juden von 1935 bis 1945 unterzogen wurden, ob das nun echt war oder Erfindung, sind Verbrechen der Schande gegen die Menschheit. Viele Wissenschaftler, Historiker und andere glauben, dass der Holocaust ein Trick oder eine Lüge ist, die von den Zionisten ausgenutzt wird, um ihre Interessen zu erreichen und die westlichen Länder zu erpressen, die für diese Verbrechen verantwortlich sind und das ist der Grund, dass diejenigen, die die Wahrheit des Holocaust der Juden und ihrer Sympathisanten bestreiten, als Antisemiten gelten…

Die Juden der Welt heulen und jammern wegen der brennenden Verbrechen, denen sie von Nazi-Deutschland und seinen Verbündeten unterworfen wurden und fordern sogar die Verfolgung all derer, die den Holocaust bestreiten und sein Auftreten abstreiten und sie fordern, dass Deutschland hohe finanzielle Entschädigung an die Juden zahlt, die vernichtet wurden. Dennoch haben wir hier israelische Besatzungssoldaten und sie betrieben dasselbe brutale Verbrechen an den Gefangenen und belagerten ägyptische Soldaten in den Kriegen von 1956, 1967 und 1973. … Nach 55 Jahren Verdunkelung ist die israelische Obrigkeit jetzt zu uns gekommen, um uns zu offenbaren, dass die israelischen Besatzungskräfte 1967 mehr als 80 Soldaten verbrannten und töteten. Die ägyptischen Sondereinsatzkräfte, die im Krieg von Juni 1967 im Bereich von Latrun zwischen Jaffa und Jerusalem stationiert waren, als diese Streitkräfte in einem Sondereinsatz zur Unterstützung der jordanischen Armee in diesem Bereich waren. Folgende israelischen Regierungen, die uns dieses furchtbare Verbrechen offenbarten, nachdem die israelischen Streitkräfte Phosphor-Granaten mitten in einen öden Wüstenbereich voller Unkraut und trockener Bäume schossen, um sie zu verbrennen…

Lassen Sie uns einiges klarstellen: Das Verbrennen der Soldaten war ein Unfall. Das waren keine Phosphor-Granaten, sondern laut Melman reguläre Artillerie.

Die ägyptischen Soldaten waren gemäß der Genfer Konventionen zulässige militärische Ziele. Sie waren keine unschuldigen Zivilisten und sie waren keine Kriegsgefangenen. Sie waren aktive Kombattanten.

Die IDF handelte absolut falsch damit die zu beerdigen und ihre Habseligkeiten zu plündern, keine Frage. Diese Soldaten hätten bestraft werden sollen. Und der Vorfall hätte nicht so lange geheim gehalten werden sollen.

Aber das mit dem Holocaust gleichsetzen?

Die Ägypter haben jedes Recht wegen des Vorfalls wütend zu sein und Antworten zu verlangen. Aber ihn als Ausrede zu benutzen das systematische Massengemetzel und den Völkermord an Juden zu benutzen ist obszön.

Und noch obszöner ist, dass der Herausgeber der Zeitung das Gefühl hatte, dass der Autor einen berechtigten Standpunkt vertritt. Und dass, wann immer ein obszöner Artikel auf Arabisch veröffentlicht wird, es keine sichtbare Gegenreaktion durch andere Araber gibt.

Den Sechstage-Krieg verstehen

Das klassische Beispiel der legalen Anwendung von Gewalt gemäß dem Völkerrecht

Ari Lieberman, FrontPage Mag, 10. Juni 2022

Der 5. Juni war der 55. Jahrestag des Sechstage-Krieges von 1967. Die Palästinenser bezeichnen den Krieg als die „Naqsa“ oder Rückschlag. Aber egal, wie man ihn nennen will, der Sechstage-Krieg hat in der modernen Militärgeschichte keine Parallele. Er endete damit, dass Israel die kollektive Militärmacht der arabischen Welt besiegt. Die Armeen von Ägypten, Syrien, Jordanien und des Irak kollabierten angesichts einer gut ausgebildeten, hoch motivierten israelischen Armee.

Auf dem Papier hätte Israel verlieren müssen. In jeder Kategorie – Panzer, Artillerie, Luftstreitkräfte, Marinekräfte und Anzahl der Soldaten – war Israel zahlenmäßig stark unterlegen. Aber wie uns der aktuelle Konflikt zwischen der Ukraine und Russland uns erinnert, gibt es im Krieg Immaterielles, das nicht quantifiziert oder anderweitig auf eine Zahl reduziert werden kann.

Mit dem Rücken zum Mittelmeer und der noch lebhaften Erinnerung an den Holocaust kämpfte Israel ums Überleben. Natürlich gab es weitere Faktoren, die zu Israels Sieg beitrugen, so ein überlegener Militärgeheimdienst, überlegene Ausbildung und überlegene Führung, aber der alles überragende Grund war, dass jeder israelische Soldat sich der Folgen einer Niederlage bewusst war. Man muss sich nichts weiter ansehen als die Äußerungen der arabischen Seite, um zu wissen, wie die schrecklichen Folgen aussehen würden.

Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser machte seine Absichten deutlich, als er am 26. Mai erklärte: „Die Schlacht wird eine allgemeine sein und unser grundlegendes Ziel besteht darin Israel zu vernichten.“ Um nicht ausgestochen zu werden erklärte Iraks Präsident Aref am 31. Mai: „Die Existenz Israels ist ein Fehler, der korrigiert werden muss. Dies ist unsere Gelegenheit die Schande auszulöschen, die uns seit 1948 begleitet. Unser Ziel ist klar – Israel von der Landkarte zu wischen.“ Ähnliche Gesinnungen wurden von den Führern Syriens und der PLO geäußert. Angespornt von ihren Führern wurde die arabische Welt von Kairo bis Damaskus, von Khartum bis Bagdad in einen begeisterten Rausch aufgepeitscht. Das Publikum in Ägypten war an seine Fernseher gefesselt, als es Kolonnen aus Panzern und Artillerie sag, die sich an die Front begaben; es erwartete den Endsieg über die verhassten Yahud.

Die Araber glaubten ihre eigene Propaganda und warum auch nicht? Sie hatten die modernste sowjetische Ausrüstung – nagelneue T55-Panzer, ultramoderne MiG-21-Jagdflugzeuge, M-46-Artillerie Kaliber 130mm, die größere Reichweite hatte als alles, was ihr Feind besaß, nagelneue Raketenboote, die mit See-Land-Flugkörpern ausgerüstet waren. Darüber hinaus konnten sie 600.000 Mann unter Waffen aufbringen, die Israelis nur 264.000. Selbst einige westliche „Experten“ begannen Trauerreden auf Israel zu halten, im Glauben, dass die Gründung des modernen Staats Israel eine Anomalie war, deren Schicksal es war von der überlegenen Waffengewalt vernichtet zu werden.

Aber leider kam es ganz anders als erwartet. Am 5. Juni, um genau 7:45 Uhr begann Israel die Operation Focus, eine Reihe verheerender, koordinierter Luftangriffe, die die ägyptische Luftwaffe lahmlegten. In nicht einmal drei Stunden machten Mirage III, Super Mystère und Vautour-Flugzeuge der israelischen Luftwaffe aus dem Großteil der ägyptischen Luftwaffe mit all ihrer gewaltigen Sowjet-Ausrüstung teure Haufen Altmetall. Die IAF wandte ihre Aufmerksamkeit dann Syrien zu, das den Konflikt anzettelte, erwischte den Großteil der syrischen Luftwaffe am Boden und erledigte sie mit schonungsloser Effizienz.

Jordaniens König Hussein begann im Glauben an arabische Propaganda, die in Fantasien wie bei Alice im Wunderland getaucht war, Westjerusalem mit 155mm-Kanon vom Typ Long Tom und rückstoßfreien 106mm-Geschützen zu beschießen. Seine Hunter-Jagdbomber griffen Kfar Saba an. Israel hatte den Kleinen König gewarnt, er solle sich aus dem Konflikt heraushalten, aber Israels Warnungen hatten wenig Einfluss auf Hussein. Das Schicksal des Königs und seines Staates war damit besiegelt. In kurzer Zeit zerstörte die israelische Luftwaffe die jordanische Luftwaffe.

Die arabischen Verluste betrugen 452 Flugzeuge; davon wurde der größte Teil in den frühen Stunden des Krieges zerstört. Mit sichergestellter Luftüberlegenheit rollten israelische Panzerkräfte und mechanisierte Infanterie ins Feindgebiet und eroberte die Halbinsel Sinai und den Gazastreifen von Ägypten, die Golanhöhen von Syrien und vielleicht am wichtigsten: Judäa und Samaria sowie Ostjerusalem von Jordanien.

Technisch begann der Krieg zwar am 5. Juni mit Israels Präventivschlag gegen die ägyptischen Flugfelder, in Wirklichkeit wurde er aber von Nassers leichtfertiger Entscheidung vom 23. Mai in Gang gesetzt, als er die Seeblockade gegen die Straße von Tiran wieder verhängte, einem internationalen Seeweg, den israelische Schifffahrt passierte. Die Schließung der Straße war eine eindeutige Verletzung des Internationalen Seerechts und ein aggressiver Akt, der einer Kriegserklärung gleichkam.

1956 führte Israel zum Teil wegen Ägyptens Schließung der Straße Krieg gegen Ägypten. Um Israel zu verlassen sich aus dem Sinai zurückzuziehen gingen die USA zwei Verpflichtungen ein. Sie garantierten, dass sie im Fall einer weiteren Blockade die Straße öffnen würden und erkannten Israels Recht laut Internationalem Seerecht zur freien Durchfahrt israelischer Schiffe mit eigenen Mitteln zu handeln. Die in den Vietnam-Sumpf verwickelten USA hielten ihre Verpflichtung Israel gegenüber allerdings nicht ein.

Nach Ausschöpfung aller diplomatischer Kanäle handelte Israel militärisch und gerechtfertigt – juristisch, moralisch und ethisch. Arabische politische Propagandisten und einige ihrer westlichen Apologeten haben argumentiert, dass die Araber nicht die Absicht hatten Krieg zu führen, dass die Stationierung ihrer Streitkräfte streng defensiv war und dass sie gültige Ansprüche hatten eine Blockade aufrechtzuerhalten, aber diese Ansichten sind ahistorisch und wurzelten in Lüge. Sie sind geschaffen ein falsches, israelfeindliches Narrativ zu propagieren, eines, das Israel die Rolle als Aggressor und Serienverletzer internationaler Konventionen gibt.

Aber Fakten lügen nicht. Die aggressiven Absichten der arabischen Staaten in den Wochen vor dem Sechstage-Krieg, ihre kriegerische Rhetorik, Bündnisse, Blockaden und Drohungen über militärische Aufstellung bieten reichlich Begründung für den Einsatz von Gewalt. Während des Krieges eroberte Israel sogar ägyptische und jordanische Dokumente höchster Geheimhaltungsstufe, die die arabischen Absichten belegen Israel unter sich aufzuteilen. Bis heute bietet der Sechstage-Krieg das klassische Beispiel für rechtmäßigen Einsatz von Gewalt gemäß der UNO-Charta und akzeptierten Prinzipen des Völkerrechts.