Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.05.2015)

Sonntag, 17.05.2015:

Umfrage: 92% der israelischen Juden sagt, dass Jerusalem die ewige Hauptstadt Israels ist.

Nach Angaben der PA ist diese dabei die Anklage gegen Israel vor dem ICC fertigzustellen und will sie nächsten Monat vorlegen.

Montag, 18.05.2015:

Friedenswille der PA: „Vom Fluss bis zum Meer gehört alles uns.“ Schreibt die Fatah auf der Hauptseite ihrer Internetseite.

Der Zoll verhinderte an einem Übergang in den Gazastreifen, dass 40 Taucheranzüge in den Gazastreifen geschmuggelt werden konnten; mit diesen hätten Hamas-Terroristen weitere Anschläge übers Meer ausführen können.

Arbeitsunfall: Ein Hamas-Terrorist starb, als der Tunnel einstürzte, den er im nördlichen Gazastreifen nach Israel baute.

Dienstag, 19.05.2015:

Es gibt Presseberichte, dass Israel und die Hamas in Europa geheime Gespräche führen. Die PA-Terroristen sind deswegen besorgt. Die Hamas sagt nichts dazu. Israel dementiert.

Und wenn Frau Mogherini sich noch so sehr auf den Kopf stellt und mit dem Schwanz wedelt – es wieder klare Worte aus Ramallah: Es wird keine Verhandlungen mit Israel geben (weil ja angeblich Netanyahu nicht an Frieden interessiert ist.)

Benjamin Netanyahu hat zwar Silvan Shalom als Beauftragten für Gespräche mit der PA ernannt, behält sich aber das letzte Wort und die Verantwortung für die Verhandlungen vor.

Die nächste Lügen-Anleihe: Die PA behauptet Israel führe an „palästinensischen“ Häftlingen heimlich medizinische Experimente durch. Die Juden sind halt doch Nazi – und Mengele ist ein toller Vorwurf…

Mittwoch, 20.05.2015:

Heckmeck:
– Der UNO-Sondergesandte Nikolai Mladenow forderte Israel auf die Bautätigkeit in Judäa und Samaria einzustellen sowie weitere Schritte zu unternehmen, um die Verhandlungen mit der PA wieder aufzunehmen. Der UNO-Generalsekretär werde sich mit der neuen Regierung in Verbindung setzen, um realistische Optionen für die Rückkehr zu sinnvollen Verhandlungen hin zu einer Zweistaatenlösung zu erkunden. (Israel soll also ins Blaue hinein Vorleistungen erbringen, während Abbas sich nicht einmal bemühen muss, sondern wieder alles auf einem Silbertablett serviert bekommen soll.)
– Premierminister Netanyahu hat in einem Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Mogherini betont, dass er die Zweistaatenlösung unterstützt. (Was ihm natürlich von den Friedenshetzern nicht geglaubt wird.)

Sinai:
– Die Ägypter haben die Pufferzone am Gazastreifen in einigen Bereichen auf 3km Tiefe vergrößert.

Donnerstag, 22.05.2015:

Friedensbeweise – PA-Fernsehmoderator: „Israel ist ein Krebsgeschwür. Juden sind Wucherer. Sie kontrollieren die Medien, die Presse, die Ressourcen,…“

Mal hüh, mal hott, was die Termine angeht: Jetzt sagen sie von der PA, sie würden dem ICC am 25. Juni 2 Klagen gegen Israel vorlegen.

Der gestern getötete Autoterrorist wurde von seiner Familie heute eingewickelt in eine Hamas-Flagge beerdigt.

Entgegen allen Wünschen von Sepp Blatter (der wünscht, statt Tacheles zu reden und auf den Tisch zu hauen) ist der Palästinensische Fußballverband nicht bereit die Beziehungen zum israelischen Gegenüber irgendwie wieder in Ordnung zu bringen. „Es wird keine Kompromisse geben“, heißt es seitens der Araber.

Freitag, 22.05.2015:

Saeb Erekat: Die neue israelische Regierung ist „rassistisch“ – tönt ein Antisemit…

Noch ein Antisemit: Izzat al-Rischak vom Hamas-Politbüro giftete über eine Entscheidung der israelischen Regierung, Büros nach Jerusalem zu verlegen. Die Verlegung „in das besetzte Jerusalem“ widerspräche internationalen Entscheidungen. Jerusalem werde am Ende palästinensisch sein – und „frei von Juden“.

Mahmud Abbas in Jordanien: Die Palästinenser wollen gerechten Frieden, aber Israel verhindere das mit physischer Gewalt und „Sieldungsbau“. Es sei an der Zeit für einen Zeitplan zur Beendigung der Besatzung. (Von Verhandlungen hält der Typ halt nichts.) Natürlich steht nur Israel einem Friedenshandel im Weg, weil es seine militärische Besatzung perpetuiert und Siedlungen ausweitet.

Samstag, 23.05.2015:

Die Hisbollah hat libanesischen Medien ihr riesiges Tunnelnetzwerk für den (nächsten) Krieg gegen Israel gezeigt. Der Tunnelbau wird rund um die Uhr fortgesetzt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25.04.2015)

Sonntag, 19.04.2015:

Aus Anlass des Holocaust-Gedenktags hatte die offizielle PA-Zeitung auch ein paar Nettigkeiten parat: Es gab zwischen ein und zwei Millionen jüdische Opfer; das Ziel der zionistischen Bewegung während des Holocaust waren: 1) finanzielle und politische Erpressung der europäischen Staaten, 2) die Juden drangsalieren, damit sie in den ethnisch säubernden Staat Israel einwandern, 3) das Leid der Juden zu vergrößern, um das Mitgefühl der Welt auszuschlachten.

Die UNO hat keine Belege dafür, dass in den Gazastreifen geliefertes Baumaterial für andere als zivile Zwecke verwendet wird. (Na ja, die kriegen ja auch nicht mit, dass die Terroristen Raketen und andere Waffen in UN-Einrichtungen lagern…)

Montag, 20.04.2015:

Während der letzten 12 Monate wurden 31 Israelis bei Terroranschlägen getötet. (In den 12 Monaten davon nur 2.)

Ein Soldat wurde verhaftet, nachdem er den Tempelberg verließ; beim Verlassen des Plateaus soll er seinen Kopf leicht geneigt haben, wie viele es aus Respekt beim Verlassen z.B. einer Synagoge tun.

Dienstag, 21.04.2015:

Sinai: Ägypten meldet, dass seit März 69 Tunnel zerstört wurden.

Die PA und ihr Chef Mahmud Abbas aalen sich zum israelischen Gefallenen-Gedenktag in Terror-Verherrlichung; Abbas persönlich ehrte im Verlauf des letzten Monats „erste“ Terroristen (daruter der 1. „Märtyrer“, der 1. Gefangene, die 1. Gefangene).

Der im letzten Sommer von drei Juden ermordete arabische Jugendliche wurde auf die Gedenktafel für die Terroropfer auf dem Herzl-Berg in Jerusalem gesetzt. Seine Familie forderte allerdings, dass er wieder entfernt wird; sie betrachten sich nicht als Israelis.

Der Araber, der neulich mit seinem Auto an einer Bushaltestelle mehrere Menschen rammte (einer starb noch am selben Tag, die andere ist immer noch in kritischem Zustand), gab zu, dass er „Juden töten“ wollte.

Mittwoch, 22.04.2015:

Premierminister Netanyahu mahnt die PalAraber: Hört auf Terror zu verherrlichen, das wird euch keinen Frieden bringen.

Eine christliche Schule in den Palästinensergebieten schickte einige ihrer Schüler auf einen Schulausflug nach Yad Vashem. Dafür erntet sie jetzt heftige Kritik; das PA-„Bildungsministerium“ verlangte von der Schulleitung sogar eine Rechtfertigung für den Ausflug.

Sport-/Fußball-Jihad: FIFA-Chef Blatter reist demnächst los, um israelische und palarabische Führungspersönlichkeiten zu treffen, damit eine Abstimmung über den PA-Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA zu vermeiden. Jibril Rajoub „hofft“ darauf, dass Blatter die Israelis überzeugen kann alle Restriktionen gegen palästinensische Athleten aufzuheben und den palästinensischen Verband als Gleichen zu behandeln. Er werde nichts weniger akzeptieren, sonst werde der Antrag nicht aufgegeben. (Sch…. drauf, dass Israel nur Terroristen und stark Terrorverdächtigen Beschränkungen auferlegt. Die Juden dürfen keine Gründe haben…)

Freitag, 24.04.2015:

Die Hamas hat signalisiert, dass nicht sie für den Raketenangriff von Donnerstag verantwortlich ist und daran arbeitet die Verantwortlichen ausfindig zu machen; von israelischen Sicherheitskreisen wird trotzdem die Hamas als verantwortlich betrachtet.

Ein Hamas-Abgeordneter offenbarte, wie viel die PA inhaftierten Terroristen zahlt. Die Summe, die den Familien von „Märtyrern“, bei ihren Aktionen verletzten Terroristen und inhaftierten Terroristen gezahlt wird, beläuft sich auf monatlich 150 bis 160 Millionen US-Dollar.

Der ehemalige Kommandeur des Abschnitts Süd sagte, dass die Hamas definitiv einen weiteren Krieg gegen Israel vorbereitet. Da die Hamas die Bevölkerung im Gazastreifen vernachlässigt, baut sich Druck auf, der einen weiteren Krieg praktisch zwingend zur Folge haben wird.

Neue Satellitenbilder zeigen, dass die Hisbollah im Libanon eine Start-/Landebahn gebaut hat, die offenbar für (vom Iran gelieferte) Drohnen gedacht ist.

Samstag, 25.04.2015:

Zu den Angriffen der Luftwaffe in Syrien gibt es weiter unklare Berichte. Es soll zwei Angriffe gegeben haben, der zweite am Freitag; dieser soll Hisbollah-LKWs mit Raketen beschossen haben. Der erste Angriff soll am Mittwoch stattgefunden und einen Toten gefordert haben.

Der Sprecher der jüdischen Gemeinschaft in Hebron sagt, dass der Angriff an der Patriarchenhöhle durch die Aufhetzung durch anarchistische, antisemitische Organisationen provoziert wurde. Kurz vor dem Angriff wurde eine Gruppe israelischer Wanderer von einer Gruppe Anarchisten angegriffen. Solche Aktionen gäbe es ständig.

Jüdische Friedhöfe in Ägypten werden jetzt zum Müllabladen genutzt

Elder of Ziyon, 17. März 2015

Vetogate aus Ägypten hat eine Artikelserie über den erbärmlichen Zustand der jüdischen Friedhöfe im Land.

Die Leiterin der fast nicht mehr existierenden jüdischen Gemeinschaft, Magda Haroun, sagte, sie habe einen Friedhof besucht und sah Jungs, die auf die Grabsteine urinierten.

Vetogate besuchte der Friedhof in Alexandria (Bild oben) und berichtete,, er werde als Müllhlade benutzt und übermäßig von Straßenhändlern missbraucht. Grabsteine und Mausoleen sind aufgebrochen, zerschlagen oder anderweitig in schlimm verfallen.

Die Zeitung schreibt von einem Friedhof, der die nach dem Ölberg zweitälteste jüdische Begräbnisstätte der Welt ist. Dort liegen berühmte Rabbiner wie Saadia Gaon.

Die Zeitung interviewte auch eine Reihe islamischer Kleriker, die alle sagten, der Respekt für die Toten habe im Islam hohe Priorität und es gebe keine Rechtfertigung diese Friedhöfe schlecht zu behandeln.

Die Zeitung fährt mit dem Aufruf zur Wiederherstellung dieser Friedhöfe fort – und die Wiederaufnahme des Tourismus zu ihrem Besuch.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21.03.2015)

Sonntag, 15.03.2015:

Der PA-Religionsminister behauptete (mal wieder) die Patriarchenhöhle in Hebron sein eine „rein islamische heilige Stätte“ und beklagte lautstark ihre „Verjudung“; Juden hätten dort nichts verloren.

Nachdem die PA letzte Woche schon die Terroristen Dalal Mughrabi gefeiert hatte, wurde ihr jetzt noch ein Denkmal gesetzt – in Form eines Monuments, das so aussieht, wie die PA erzählt, dass ihr Land „Palästina“ aussieht: ohne Israel.

Montag, 16.03.2015:

Hamas sagte Samstag, dass sie Terrororte überall in Gaza wiederaufbaut und tönt, dass sie „keine Angst“ hat den nächsten Krieg mit Israel anzufangen.

Ein israelischer Soldat wurde unter dem Verdacht festgenommen, dass er gedroht hat bei einer linken Regierung der „nächste Ygal Amir“ zu werden. (Yigal Amir ist der Mörder von Yitzhak Rabin.)

Dienstag, 17.03.2015:

Die PA warnte vor Anschlägen am Wahltag und ging intensiv gegen Verdächtige vor. Die Israelis wurden von den Fatahstisten aufgerufen für die Arabische Liste und damit für „eine Revolution zu stimmen“.

Qatar hat ein „Nationales Komitee für den Wiederaufbau des Gazastreifens“. Dieser gibt zu, dass der Mechanismus zum Wiederaufbau durch die Lieferung von Zement direkt an die Gazaner fehlgeschlagen ist. 90% der Betreffenden haben ihren Zement auf dem Schwarzmarkt verkauft, ohne den Aufbau ihrer Häuser anzufangen.“ Und obwohl betont wird, dass man nicht direkt mit Israel verhandelt, um die Hilfe nach Gaza zu bringen, lobte er Israel, das er als ernsthaft für den Wiederaufbau wirkend wahrnimmt.

Mittwoch, 18.03.2015:

Die Stadt Rafah hat 1.200 Häuser weniger. Die Ägypter haben sie abgerissen, um eine Pufferzone gegen die Terroristen im Gazastreifen zu schaffen. (Wo ist der Aufschrei, wo die ISM?)

Die Reaktionen der Terroristen auf die Wahl ließen natürlich nicht lange auf sich warten.
Hamas: Das ist das Ende der Friedensgespräche (die diese Terroristen ja ohnehin bekämpften). Außerdem gäbe es bei den israelischen Parteien den Konsens den „Palästinensern“ ihre Rechte zu verweigern.
PLO: Israel wählte „Besatzung, Siedlungen“
Ein Sprecher von Mahmud Abbas: Die PA interessiert nicht, wer in Israel Premierminister ist. Man fordert halt (die bekannten Maximalforderungen).
Andere offizielle PA-Vertreter gingen mit den israelischen Wählern hart ins Gericht: Diese hätten den Weg des Rassismus, der Besatzung und des Siedlungsbaus gewählt, statt den der Verhandlungen und der Partnerschaft.
Saeb Erekat: Netanyahus Sieg zeigt den Erfolg von Rassismus und Apartheid.
Äypten: Wir erwarten, dass die (neue israelische) Regierung daran arbeitet den Friedensprozess wieder in Gang zu bringen.
Die UNO äußerte die Erwartung, dass „Israel den Nahost-Friedensprozess fortsetzt“. Ban Ki-moon rief die Regierung auf ein endgültiges Friedensabkommen zu verhandeln, das „einen lebensfähigen Palästinenserstaat“ schafft. (Wie üblich ist es Israels Aufgabe dafür zu sorgen, nicht die der „Palästinenser“!) Bans Sprecher sagte, zu den Bedingungen eines verhandelten Friedens gehöre der Stopp des „Baus von illegalen Siedlungen“. Das sei nach Auffassung des UNO-Generalsekretärs der beste und einzige Weg, dass Israel ein demokratischer Staat bleibt.
Die demokratische US-Abgeordnete Nancy Pelosi sagte, sie „respektiere das Ergebnis der Wahl in Israel“ und erwartet, „eine fortgesetzte lebhafte Diskussion über den Friedensprozess“.
John Kerry gratulierte Netanyahu zur Wiederwahl. Obama ließ wissen, er werde das „in den nächsten Tagen“ tun.
Die Premierminister von Großbritannien, Indien und Kanada gratulierten Netanyahu anscheinend ohne irgendetwas anzuhängen.
– Die EU in Person von Frau Mogherini gratulierte Netanyahu zum Wahlsieg und besteht auf dem Wiederbeginn der Friedensverhandlungen.
– Frankreich konzentriert sich auch auf „die Hoffnung nach erneuerten Friedensgesprächen“.

Donnerstag, 19.03.2015:

Die übliche Chose geht wieder los: Die PA lässt wissen, dass sie nur auf Grundlage einer Zweistaatenlösung verhandeln wird. Es wird also wieder ein Ergebnis als Vorbedingung gesetzt und vorab schon der schwarze Peter nach Israel geschoben, ohne dass überhaupt so etwas wie Verhandlungen angefangen werden.
Ganz nebenbei werden Verhandlungen mit Israel gleich ausgeschlossen: Mit Netanyahu sei eine Zweistaaten-Lösung nicht möglich, ließ Mahmud Abbas wissen. Daran ist natürlich ausschließlich Israel schuld…

Zwei Monate nach dem Vorfall äußert der UNO-Sicherheitsrat jetzt Sorge über die Entwicklung an der Grenzen zwischen Libanon und Israel: Nach dem Angriff auf einen israelischen Panzer (bei dem ein Offizier und ein Soldat getötet wurden) entwickle sich die Gefahr eines Konflikts, hieß es, wozu auch das „Vorhandensein nicht genehmigter Waffen“ und die „vermutliche Anwesenheit von Terroristen“ im südlichen Libanon beiträgt.

Freitag, 20.03.2015:

Vertreter der Gesundheitsbehörden Israels und der PA trafen sich, um den jüngsten Ausbruch der Schweinegrippe in der Region zu diskutieren. Es gab einen Informationsaustausch und es wurde über prophylaktische Maßnahmen gesprochen.

Samstag, 21.03.2015:

Die PA verurteilt Netanyahu in einem Treffen nach der Wahl als „rassistisch“ und gelobt den jüdischen Staat stärker zu bekämpfen. Israel soll für die Ergebnisse seiner Wahl „bestraft“ werden.

Die Hamas gelobt: Krieg in Judäa und Samaria, Eroberung Jerusalems im Versuch „Palästina“ zu befreien.

Hitlers Schergen in Arabien

Guy Walters, 7. Dezember 2014

Der in Damaskus bestätigte Tod des Nazis Alois Brunner offenbart eine ungemütliche Wahrheit: Ägypten und Syrien haben lange Verbindungen zu Nazideutschland und boten flüchtigen Kriegsverbrechen lange Zuflucht.

Wenn die meisten von uns an das führende Rückzugsziel für reuelose Nazis denken, wendet unser Kopf sofort an Südamerika. Wir denken an Josef Mengele, der sich auf einer einsamen Estancia in Paraguay verbarg; oder an Adolf Eichmann, der sich in einem zweitklassigen Vorort von Buenos Aires versteckte.

Diese Wahrnehmung wurde von einer Menge spektakulärer Bücher verstärkt, die Anfang der 1970-er Jahre veröffentlicht wurden und von denen viele eine sehr zweifelhafte These unterstützten, ehemalige Nazis würden den Kontinent als Ausgangsbasis für ein „Viertes Reich“ nutzen, das – ja – die ganze Welt erobern würde.

Die gipfelte in Ira Levins Thriller The Boys from Brazil aus dem Jahr 1976, in dem teuflische Nazis einen teuflischen Komplott ausbrüten mehrere geklonte Hitler auf die Welt loszulassen. Aus dem Buch wurde 1978 ein Film gemacht und niemand geringeres als Gregory Peck und Laurence Olivier spielten darin mit.

Aber wie die gerade erfolgte Todesnachricht des ehemaligen SS-Offiziers und Eichman-Handlangers Alois Brunner offenbart, gingen die Jungs nicht nur nach Brasilien. Denn Brunner fand, wie so viele andere Nazis, im Nahen Osten eine gleichermaßen gastfreundliche Adresse, die auch noch weit weniger jott-we-deh war als ein Chalet in Patagonien, egal wie gemütlich dieses sein mochte.

Ein nicht datiertes Bild des in Österreich geborenen Kriegsverbrechers Alois Brunner. (AFP/Getty)

 

Brunner, der geschätzt 130.000 Juden in den Tod schickte, schuf sich in Damaskus in Syrien ein Zuhause, wo die Bedingungen ihm sehr gefielen. Obwohl in den letzten Tagen mit einigem Stuss über seine Aktivitäten nach dem Krieg hausieren gegangen wurde – von dem einiges wahr sein könnte – gibt keinen Zweifel, das er mit dem Regime Assad unter einer Decke steckte doer zumindest dessen Schutz genoss.

Brunner war aber nicht der einzige Täter des Holocaust, der in den Straßen der syrischen Hauptstadt herumlungert. Hinsichtlich der grauenhaften Zahlen hatte Franz Stangl, ehemaliger Kommandant des Vernichtungslagers Treblinka, rund 800.000 Morde auf dem, was von seinem Gewissen übrig war; er kam mit Hilfe eines römisch-katholischen Bischofs im September 1948 in Damaskus an.

Brunner soll verschiedentlich als Geheimagent, Waffenhändler und Sicherheitsberater gearbeitet haben, während Stangl untergeordnetere Positionen in Textilfabriken annahm. Das Leben war etwas genügsam, aber machbar. Zu Stangls Unglück fand ein örtlicher Polizeichef Geschmack an dessen 14-jährigen Tochter und wollte sie seinem Harem hinzufügen. Stangl zögerte nicht, packte seine Sachen und brachte seine Familie nach – Sie werden es erraten – Brasilien.

Stangl scheint einer der wenigen Nazis gewesen zu sein, die die Atmosphäre in Syrien nicht ansprechend fand. Die Meisten, wie Generalmajor Otto-Ernst Remer, war auf der arabischen Straße erfolgreich. Remer war, offen gesagt, ein echter Arbeiter und entschied sich – nachdem er Anfang der 1950-er Jahre in Westdeutschland die schnell verbotene Sozialistische Reichspartei gegründet hatte – dass die Arbeit als Waffenhändler mit Typen wie Brunner lohnender war.

Anders als Brunner war Remer ein Wanderer und verbrachte viel Zeit in diesem anderen Nest der Nachkriegs-Nazis – Kairo. Womöglich war die ägyptische Hauptstadt noch anziehender als Damaskus und hatte unmittelbar nach dem Krieg den Gastgeber für Nazis gespielt, als König Faruk seine Arme vielen ehemaligen SS- und Gestapo-Beamten öffnete.

Diese Gastfreundschaft ging auch weiter, nachdem Faruk von der Bewegung der Freien Offiziere 1952 abgesetzt wurde, da Nasser deutsche wissenschaftliche und geheimdienstliche Fachkenntisse als wesentliche Komponente seines Regimes betrachtete. Niemand geringeres als Joachim Deumling, der ehemalige Gestapochef in Düsseldorf, wurde damit beauftragt Nassers Geheimdienst zu gründen.

Tatsächlich liest sich die Liste einer Stammgäste Kairos in den 1950-er und 1960-er Jahre wie ein Who’s Who Nazideutschlands, in der Otto Skorzeny, der Retter Mussolinis ebenso vorkommt wie Stuka-Pilot Hans-Ulrich Rudel, der Führer berüchtigten SS-Strafeinheit Oskar Dirlewanger und der besonders widerliche und gewalttätige, antisemitische Handlanger Goebbels‘, Johannes von Leers.

Die Beziehung zwischen diesen früheren Nazis und den Ägyptern und Syrern war so erfolgreich, weil sie ein genuin wechselseitiger Deal war. Die Araber boten den Nazis eine Zuflucht sowie einen Markt für all ihre ruchlosen Waffengeschäfte und Schwarzmarkt-Währung. Die Nazis waren derweil in der Lage technisches und militärisches Fachwissen zu bieten, ebenso das Knowhow für die Einrichtung von Unterdrückungsinstrumenten.

Unter dem Rückenkratzen lag jedoch eine tief liegende und dunkle Unterstützung der Beziehung zwischen dem Halbmond und dem Hakenkreuz. Das war natürlich der Hass auf die Juden und insbesondere der Wunsch die Auslöschung Israels zu erleben.

Der geteilte Auslöschungswunsch wurde während des Krieges geboren, als 1941 der Großmufti von Jerusalem, Hadsch Amin al-Husseini, das luxuriöse Hotel Adlon in Berlin zu seinem Zuhause machte und Hitler mit seinem Judenhass beeindruckte. Der Mufti beeinflusste die Nazi heftig, sie sollten die Briten aus dem Nahen Osten verjagen und er war behilflich Rekruten für eine weitgehend muslimische SS-Einheit zu rekrutieren, die die 13. Waffen-Gebirgsdivision der SS Handschar hieß.

Zusätzlich hatte der deutsche Geheimdienst während des gesamten Krieges in Nordafrika eng it den Ägyptern zusammengearbeitet und vom Mufti wird angenommen, dass er ein Schlüssel-Mittler zwischen König Faruk und Hitler selbst war. Wenn noch weitere Beweise gebraucht würden, die die Wurzeln des Verhältnisses zwischen den Nazis und den Arabern gewünscht waren, dann lohnt es sich die Tatsache zu betrachten, dass sowohl Nasser als auch sein Nachfolger, Anwar Sadat, in der Kriegszeit Agenten der Deutschen waren.

Im gesamten Verlauf der späten 1960-er und 1970-er Jahre schafften es viele Altnazis unauffällig in das zurückzusickern, was sie als Vaterland ansahen. Andere jedoch, wie der frühere SS-„Arzt“ in Mauthausen, Aribert Heim – und auch Alois Brunner – sollten ihre Tage im Nahen Osten beenden, wo sie einsame Tode in unbedeutenden, staubigen Gassen von Kairo und Damaskus starben.

Man kann solche einsame Tode kaum betrauern, doch letztendlich fanden diese Nazis, die in den Nahen Osten entkamen, dauerhafte Zuflucht. Daran zu erinnern mag aufwieglerisch sein, wenn der Westen mit seiner Beziehung zu diesem Teil des Planeten kämpft, aber es nicht trotzdem die unbehagliche Wahrheit.

Mauer-Bauer (05)

gefunden bei Israel Matzav:

Mauerbau-Egypt-Rafah

Der ägyptische Präsident al-Sisi hat die Nase voll von der Hamas und ihren Gewalttaten: An der Grenze zum Gazastreifen soll eine Wand entstehen, damit die Terroristen nicht mehr raus können. Welche Medien berichten darüber?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (02.-08.11.2014)

Sonntag, 02.11.2014:

Mahmud Abbas‘ offizielle Tageszeitung hetzt pal-arabische Kinder und Erwachsene auf gegen Israel Gewalt anzuwenden. PMW hat die Karikaturen dazu dokumentiert.

Die Arabische Liga warnte Israel vor „unbeschreiblichen Konsequenzen“; es habe eine rote Linie erreicht, die internationale Gemeinschaft soll Druck ausüben, damit die (israelischen) „Zuwiderhandlungen“ aufhören. (Worin die genau bestehen wollen, wurde nicht angeführt, aber von „Besatzung“ schwadroniert.)

Och süß: Die Hamas schimpft, Israel verletze mit der Schließung der Grenzübergänge in den Gazastreifen internationales Recht. Das Terroristen Raketen nach Israel schießen halten sie natürlich für völlig das Recht einhaltend.
Und gleich hinterher: Sollte Israel die Blockade nicht aufheben, erklärt sich die Hamas für nicht verpflichtet den Waffenstillstand einzuhalten.

Heckmeck:
– Mahmud Abbas soll der PLO einen US-Friedensvorschlag vorlegen. Es wird erwartet, dass die Organisation diesen ablehnt.

Montag, 03.11.2014:

Die PA forderte Israel auf einen weiteren Übergang in den Gazastreifen zu eröffnen, weil Kerem Shalom nur 450 LKW pro Tag abfertigen kann. (Diese Zahl wurde bisher nie erreicht – weil die Araber es nicht wollten.) Das sei viel zu wenig, um den Gazastreifen wieder aufzubauen.

Mahmud Abbas warnte einmal mehr Juden vor Besuchen auf dem Tempelberg. Die „Einbrüche von Siedlern und jüdischen Extremisten“ in die Al-Aqsa-Moschee (wie bitte????) seien eine Verletzung muslimischer Gefühle.

Der dänische Außenminister zu Besuch in Israel: Israelische Bautätigkeit in Jerusalem „verhindert Verhandlungen“. Blödsinn!

Dienstag, 04.11.2014:

Ein Vertreter von Mahmud Abbas pries in einem Kondolenzschreiben an die Familie des toten Automörders von letzter Woche den Täter als „Lichtstrahl“.

PA-Premier Hamdallah droht Israel wegen der „Verjudung Jerusalems“ und verspricht „Widerstand gegen die Besatzung“.

Hassan Nasrallah tönte, die Raketen der Hisbollah könnten jede Stelle in Israel treffen.

Mittwoch, 05.11.2014:

EU-Chefaußenpolitikern Federica Mogherini erklärte unmittelbar vor ihrem Israel-Besuch israelische Baupläne einmal mehr zum Friedenshindernis; das stelle Israels Friedenswille in Frage. (Komisch, arabischer Terror tut das nicht…)

Von der Hamas wurde der Terroranschlag an der Straßenbahn natürlich wieder bejubelt und der Mörder gepriesen.
Zwei arabische Jugendliche machten erfreut (ob des Anschlags) „Selfies“ am Ort des Terroranschlags, noch während Rettungsdienste Verletzte versorgen.

Donnerstag, 06.11.2014:

Die PLO fordert von Journalisten, sie sollten nicht mehr den Begriff „Tempelberg“ verwenden, sondern „Al-Aqsa-Moscheegelände“ oder „Haram al-Scharif“ (Edles Heiligtum) sagen/schreiben – ein unverfrorener Versuch jüdische Geschichte auszumerzen.

Die PA macht ausschließlich Israel für die Unruhe in Jerusalem verantwortlich und wirft ihm „Provokation und Hetze“ vor. (Ein Fall von purer Projektion.)

Die neue EU-Außenpolitikchefin verurteilte den Auto-Terroranschlag an der Straßenbahnhaltestelle von gestern; das sei ein „schmerzhafter Beweis der Notwendigkeit ernsthafte Bemühungen für einen tragfähigen Frieden“.

Moderater Friedenspartner: Die PA ruft mittels Karikaturen zu weiteren Auto-Terroranschlägen auf.

Premierminister Netanyahu rief König Abdallah von Jordanien an, um diesem zu versichern, dass Juden weiterhin verboten bleibt auf dem Tempelberg zu beten.
Jordanien hatte seinen Botschafter aus Jerusalem abgerufen, weil die Vorgänge auf dem Tempelberg (der Außenminister sagte „an der Al-Aqsa-Moschee“) „jenseits aller Grenzen“ seien – womit natürlich nur Israels Vorgehen gegen den Terror gemeint ist, nicht der arabische Terror gegen Juden.
Der Chef der Muslimbrüder in Jordanien sagt, der Abzug des Botschafters sei nicht genug; der Friedensvertrag mit Israel müssen aufgekündigt werden.

Ägypten droht Israel wegen der „Zusammenstöße“ auf dem Tempelberg mit „regionaler Verschlechterungen“.

Die Fünfte Kolonne: MK Ahmed Tibi war neulich in Großbritannien, um für die Anerkennung von „Palästina“ zu werben. Jetzt agitierte er in Belgien gegen das „rassistisch-extremistische Israel“.
Zudem bezeichnete Tibi Russisch sprechende Knessetabgeordnete als „Besoffene“.

Nach dem zweiten Angriff auf Juden in Jerusalem mit einem Auto haben terroristische Internetseiten eine „Auto-Intifada“ ausgerufen.

Freitag, 07.11.2014:

Großbritannien und Deutschland verurteilten die Terroranschläge in Jerusalem von Mittwoch. Natürlich wurden auch wieder „beide Seiten“ zu „Zurückhaltung“ gedrängt. „Jeder Israeli und Palästinenser hat das Recht in Frieden und Sicherheit zu leben“, daher müssten alle mit Einfluss zusammenarbeiten, um die Ruhe wieder herzustellen. (Das sollten sie Abbas et. Al. mal klar machen, statt hohle Worte von sich zu geben.)

Die neue EU-Außenbeauftragte warnte: Die Monate andauernden Unruhen (die terroristischen arabischen Anschläge in Jerusalem) könnten vermieden werden, wenn es Fortschritte in den Friedensgesprächen gäbe. Mit anderen Worten: Israel soll mal wieder Zugeständnisse machen, statt dass die PalAraber Farbe bekennen und für Frieden arbeiten.

Die Aufforderung der Gaza-Terrortruppen zu einem „Tag des Zorns“ kamen zeitlich gut abgestimmt mit Mahmud Abbas‘ „Warnung“, wenn es keine Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts gibt, würde das verstärkter Gewalt in der Region führen.

Eine Umfrage ergab, dass die Hälfte der Araber in den Gebieten und „Ost“-Jerusalem der Meinung sind, dass die derzeitigen Krawalle und Spannungen zu einem Krieg mit Israel führen. (Nur 28% glauben das nicht, der Rest weiß es nicht.)

Die Hamas gab die Gründung einer „Volksarmee zur Befreiung Palästinas“ im Gazastreifen bekannt. Sie sei „bereit für die nächste Konfrontation mit Israel“.

Samstag, 08.11.2014:

Ägyptische Sicherheitsberichte eben an, dass die Hamas jährlich $140 Millionen für den Tunnelbau ausgibt. Den Bau führen bis zu 120.000 Gaza-Araber aus, darunter viele Kinder.

Heckmeck:
Frau Mogherini im Gazastreifen: Ein Palästinenserstaat ist dringend nötig, wir können uns keinen weiteren Krieg leisten. Das sieht die Hamas aber anders.