Abbas behauptete 2007 die Al-Aqsa-Brigaden aufgelöst zu haben. Sie sind immer noch da und  niemand fragt warum.

Elder of Ziyon, 24. Juli 2022

Früh am heutigen Morgen führte die IDF eine Operation in Nablus durch, Berichten zufolge um einen Führer der Al-Aqsa-Brigaden gefangen zu nehmen; und zwei Terroristen wurden getötet.

Von den Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden wurde eine Erklärung veröffentlicht, dass sie um die beiden trauern.

Die palästinensische Autonomiebehörde veröffentlichte Verurteilungen.

Aber 2008 behauptete Mahmud Abbas, er habe die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden komplett aufgelöst, die sich unter der Schirmherrschaft der von ihm geführten Fatah befindet.

Niemand scheint zu fragen: Warum gibt es die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden 15 Jahre später immer noch?

Das ist nicht wie mit den Kämpfern des Islamischen Jihads in Jenin. Diese sind Verbündete der Fatah-Partei, die die PA beherrscht. Man kann zwar argumentieren, das die palästinensischen Sicherheitsdienste nicht mächtig genug sind Jenin zu sichern (was ein anderes Problem ist), aber können sie nicht einmal die eigenen Verbündeten kontrollieren?

Oder, was wahrscheinlicher erschient, tun die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, was die palästinensische Autonomiebehörde will – eine Terrorgruppe, die genutzt werden kann, wann immer es für die PA und die Fatah gelegen kommt?

Würde die PA ihren Job tun – wie in den unterzeichneten Vereinbarungen festgelegt – müsste die IDF nicht in Area A gehen um Terroristen festzunehmen.

Warum also fragt niemand, warum die PA ihren Job nicht tut? Warum ist niemand im Westen empört, dass die PA die Terroristen unterstützt und betrauert, statt sie zu verhaften?

Hintergrundbericht: Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden

Sean Durns, CAMERA, 7. Mai 2019

Im Schatten des israelisch-palästinensischen Konflikts werden gewisse Behauptungen oft für bare Münze genommen. Die bedeutendste davon ist, die Fatah, die Bewegung, die die palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) und die palästinensische Autonomiebehörde (PA) beherrscht, sei „säkular“ und „moderat“. Doch das ist übertrieben. Als Beweis muss man sich nur die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden (AAMB) ansehen, eine Terrorgruppe, die besonders aktiv bei der Ausführung von Terroranschlägen gegen Israel aus dem Gazastreifen gewesen ist.

Herkunft und Ideologie

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden entstanden während der zweiten Intifada (2000 – 2005) aus der Tanzim-Fraktion. Ein vom Europarat für Außenpolitische Beziehungen erstelltes Profil vermerkte, dass die Brigaden sich aus „einem losen Netzwerk mit der Fatah verbundener militärischer Gruppen“ gebildet hatten, von denen viele „Aktivisten aus dem Flüchtlingslager Balata“ waren. In den Jahren seitdem sind die AAMB der „primäre terroristische Zweig“ der Fatah geworden, wie der  Historiker Ephraim Karsh schrieb (Arafat’s War: The Man and His Battle for Israeli Conquest. Grove University Press, 2003). Die Brigaden wurden oft als „militärischer Arm“ der Fatah beschrieben (The Al-Aqsa Martyrs Brigades, YNet, 29. Mai 2008). Die AAMB sind zudem als die Palästinensische Nationale Befreiungsbewegung, Al-Aqsa-Brigaden und Al-Mudschaheddin Al-Aqsa bezeichnet worden.

Die Gruppe hat ihren Namen von der Al-Aqsa-Moschee übernommen. Wie CAMERA dokumentiert hat, wird die Moschee, die in Jerusalem auf dem steht, was Juden Tempelberg und Muslime Edles Heiligtum nennen, oft als Mittelpunkt zur Aufstachelung antijüdischer Gewalt benutzt (Backgrounder: The Battle over Jerusalem and the Temple Mount, 24. Juli 2017). Die muslimische Tradition besagt, dass der Prophet Mohammed von der Stelle der Al-Aqsa-Moschee in den Himmel aufstieg; Al-Aqsa-ist Arabisch für „entferntester Ort“. Viele antiisraelische Organisationen und Einzelpersonen behaupten oft, dass Nichtmuslime im Allgemeinen und Juden im Besonderen die Moschee zerstören, schänden oder beschädigen wollen – um den Status quo zu kippen. Viele muslimisch-arabische Herrscher, insbesondere palästinensische, haben diese – auch „Al-Aqsa-Verleumdung genannte – Behauptung verwendet, um zu Gewalt und Terrorismus aufzustacheln. Als solcher spiegelt der Name, den die Gruppe gewählt hat, nicht nur eine Behauptung die „Hüter der Al-Aqsa“ zu sein wider, sondern ist ein klarer Beleg einer islamistischen Neigung, die der regelmäßigen Darstellung der Fatah als „säkular“ oder nationalistisch im westlichen Sinne des Begriffs zuwiderläuft.

Die Fatah ist keine islamistische Organisation, aber die Präsenz der AAMB in ihren Reihen illustriert, dass die Fatah weit bereiter ist islamistische Motive und Ideologie einzusetzen, als oft anerkannt wird. Der Rat für Außenbeziehungen, das Slate Magazine und andere haben argumentiert, dass die Ideologie der Brigaden „in palästinensischem Nationalismus, nicht im politischen Islam wurzelt“ und dass ihr  Ziel darin besteht Israel „aus der Westbank und dem Gazastreifen zu treiben“. Aber wie oben ausführlich beschrieben, entstanden die Brigaden in einer Zeit, in der Israel begonnen hatte seine Militärpräsenz im Großteil der Westbank abzubauen und in der es den Palästinensern Eigenstaatlichkeit im Tausch für Frieden anbot. Darüber hinaus erschienen die AAMB in dem Jahr wieder und blieben aktiv, nachdem Israel 2005 einseitig aus dem Gazastreifen abzog.

In der Tat bieten die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, wie der Terroranalytiker Samuel Katz festhält, „Arafat eine Streitmacht islamisch angetriebener Angehöriger, die die abscheulichsten Terroranschläge begeht, ohne jemals offiziell mit dem PA-Präsidenten in Verbindung zu stehen“. (The Ghost Warriors, Penguin Random House, 2016).

2011 gaben die Märtyrerbrigaden – zusammen mit Hamas und anderen islamistischen Gruppen – eine Erklärung aus, in der der Tod von Al-Qaida-Führer Osama bin Laden beklagt wurde. In einem Statement gegenüber Ma’an News, einer halb offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur, sagten die AAMB: „Die islamische Nation war geschockt angesichts der Nachricht, dass bin Laden von den Ungläubigen getötet worden ist.“ Die Gruppe fügte an: „Die Kämpfer in Palästina und rund um die Welt, die ihren Führer verloren haben, gaben ihre Mission nicht auf und werden weiter der Anleitung ihrer Herren folgen.“

„Wir sagen den israelischen und den amerikanischen Besatzern, dass wir Führer haben, die mit ihrem Jihad und ihrer Standhaftigkeit die Geschichte verändert haben. Wir sind breit unser Leben zu opfern, um den Frieden zurückzubringen.“ (Jihad to continue without Bin Laden, 3. Mai 2011)

AAMB-Fraktionen wie die Division Nidal al-Amouodi mit Sitz im Gazastreifen haben zudem islamistische Rhetorik eingesetzt, die sich wenig von der unterscheidet, die vom Islamischen Staat oder der Hamas verwendet wird. Ein Mitglied der al-Amouodi-Division ermahnte zum Beispiel in einem Video vom 31. Dezember 2017, das vom Middle East Research Institute (MEMRI) übersetzt wurde: „Einer unserer jungen Männer oder eine unserer jungen Frauen wird die Flagge Palästinas auf den Mauern Jerusalems hissen.“

AAMB–Akteure sprechen mit der Presse

Beziehung zur Fatah

Das AAMB-Establishment stimmte mit Bemühungen der Fatah überein eine zunehmend harte Linie zu fahren, um der zunehmenden Beliebtheit palästinensisch-islamistischer Terrorgruppen wie Hamas, Palästinensischer Islamischer Jihad und anderen entgegenzutreten, die die Entscheidung der Fatah ablehnten, während des Oslo-Friedensprozesses in den 1990-er Jahren Gespräche mit Israel zu führen.

Wie CAMERA herausstellte, verhandelte Fatahchef Yassir Arafat in übler Absicht; in mehreren aufgezeichneten Reden gab er zu, dass die Verhandlungen eigentlich Betrug waren und dass sein Ziel der Vernichtung der jüdischen Nation Israel unverändert blieb (s. z.B. The Oslo Diaries and Yasser Arafat’s Trunk, 20. September 2018, JNS). Trotzdem sah sich Arafat wegen seiner Bereitschaft mit Israelis zu verhandeln ständiger Kritik seitens anderer Palästinensergruppen ausgesetzt. Arafats Reaktion beinhaltete zum Teil den Beginn der zweiten Intifada im Jahr 2000 sowie die Bewilligung der Gründung der Märtyrerbrigaden.

In der Tat wurden, so zeigte Daniel Byman, ein Professor der Georgetown University, in seinem Buch A High Price: The Triumphs and Failures of Israeli Counterterrorism von 2011 auf, sowohl die AAMB als auch die Volkswiderstandkomitees im Gazastreifen gegründet, nachdem Arafat den Hohen Nationalen und Islamischen Rat für die Nachfolge der Intifada schuf und örtliche Tanzim-Gruppen autorisierte während der Anfangsmonate der zweiten Intifada IDF-Soldaten anzugreifen (s. auch: Backgrounder: Tanzim, CAMERA, 5. September 2017).

Die AAMB setzen sich aus mehreren Gruppen zusammen, von denen viele in unterschiedlichem Maß und Art mit zahlreichen Fatah-Persönlichkeiten in Verbindung stehen. Gemäß dem Rat für Außenbeziehungen, „besteht die AAMB aus lokalen autonomen Einheiten, die zumeist unabhängig voneinander agieren, geeint unter einer gemeinsamen Allianz.“ (Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, 1. November 2005) Viele dieser Fraktionen übernehmen ihre Namen von getöteten Terroristen.

Gemäß dem Europäischen Rat für Außenbeziehungen (ECFR), betrachten AAMB-Mitglieder sich ursprünglich „als Fortsetzung der Fatahgruppen ‚Sturm‘ (al-‘Asifah) und ‚Fatah-Falken‘ (Suqoor Fatah), die in die Sicherheitskräfte der PA integriert wurden.“

Es ist für viele Experten und politische Entscheidungsträger üblich die Verbindungen der Brigaden zur Fatah zu verschleiern. In einem Profil der Terrorgruppe vom 1. Juli 2003 behauptete die BBC: „Die Brigaden sind weder offiziell anerkannt noch offen von Herrn Arafat und der Fatah unterstützt, obwohl die Brigaden dazu tendieren auch zur Fatah zu gehören, der politischen Gruppe des Palästinenserführers.“ Gleichermaßen behauptete ein Hintergrundbericht des Rats für Außenbeziehungen, dass darüber „diskutierte“ wurde, ob die „Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden eine direkte Beziehung zur Führung der Fatah haben“. Mehrere Fatah-Führer haben bei der Verschleierung geholfen, einschließlich Yassir Arafat, der die AAMB als „Schurkenmiliz“ charakterisierte, über die er keine Kontrolle habe.

Es gibt jedoch nicht widerlegbare Beweise, dass die Fatah die Brigaden unterstützt – und dass die Unterstützung insbesondere während der Zeit des damaligen Fatah/PLO/PA-Chefs Yassir Arafat ausgeprägt war.

Bei einer Durchsuchungsaktion in Arafats Hauptquartier in Ostjerusalem, dem Orienthaus, beschlagnahmte die IDF im Jahr 2002 Dokumente, die zeigen, dass AAMB-Mitglieder in Wirklichkeit auf der Gehaltsliste der PA standen. Die Dokumente zeigten z.B., dass Arafat der Gruppe $20.000 gegeben hatte. Eine Recherche der BBC deckte auf, dass die Fatah bis zu $50.000 monatlich direkt an die AAMB schickte.

Zusätzlich haben AAMB-Mitglieder ihre Verbindungen zur Fata zugegeben. Im März 2002 sagte der Führer der Brigaden in Tulkarm gegenüber USA Today: „Die Wahrheit ist, wir sind Fatah … Wir sind der bewaffnete Arm der Organisation. Wir erhalten unsere Anweisungen von der Fatah. Unser Kommandeur ist Yassir Arafat persönlich.“ Bei einer anderen Gelegenheit gestand PA-Minister Abd al-Fattah al-Hamayel ein, dass die Fatah die Brigaden finanziell unterstützte. Arafat seinerseits bezeichnete die Kader der AAMB als seine „Kinder“ (Discover the Networks: Al-Aqsa Martyrs Brigades. David Horowitz Freedom Center).

Auf der Höhe der zweiten Intifada bezeichnete Jibril Rajoub, ein ranghoher Fatah-Vertrter, der heute ein möglicher Nachfolger des aktuellen Fatah-Chefs Mahmud Abbas ist, die AAMB als „das edelste Phänomen in der Geschichte der Fatah, weil sie die Ehre der Bewegung wiederherstellte und die politische und Sicherheitshierarchie der palästinensischen Autonomie stärkte“.

Im einem Briefing für das Washington Institute for Near East Policy, einem Think Tank in Washington DC, stellte der Terrror-Analyst Matthew am 25. März 2002 Levitt fest: „Die Infrastruktur, Gelder, Führung und Mitglieder, die die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden bilden und die Aktivitäten der Gruppe ermöglichen, entstammen allesamt der Fatah.“

Unter Anführung der mehr als 100.000 im Orienthaus gefundenen Dokumente vermerkt Levitt, dass die IDF – in Arafats eigenen Schreibutensilien – Beweise gefunden hat, dass die Fatah die AAMB und andere Terrorgruppen finanzierte. Levitt stellte heraus: „Die Dokumente beinhalteten einen von Arafat unterzeichneten Brief vom 9. Juli 2002, mit dem Kamil Hamid – ein Fatahführer in Bethlehem – ermächtigt wurde Gelder an vierundzwanzig Fatah-Aktivisten auszuzahlen, darunter Atef Abayat, einen Al-Aqsa-Kommandeur in Bethlehem.“ Darüber hinaus „sind die meisten Mitglieder der Führung der Brigaden bezahlte Mitglieder der PA und ihrer Sicherheitskräfte, so wie Nasser Awais, ein Vollzeitbeschäftigter der palästinensischen Nationalen Sicherheitskräfte und ranghoher Al-Aqsa-Kommandeur“.

Yael Shahar, Wissenschaftlerin am International Institute for Counter-Terrorism, studierte ebenfalls einige der im Orienthaus beschlagnahmten Dokumente. In einem Bericht vom 24. März 2002 kam Shahar zu dem Schluss, dass Mitglieder der AAMB „auf der Gehaltsliste der PA stehen, ihre Aktivisten werden aus den Kassen der PA bezahlt und ihre Anschläge werden mit Wissen und Unterstützung von Yassir Arafats innerem Kreis ausgeführt“. Tatsächlich waren viele der gefundenen Dokumente an Brigadegeneral Fuad Schubaki adressiert, der damals als oberster Finanzchef für militärische Operationen diente. Die Brigaden schickten Rechnungen an Schubaki – darunter für Propagandaplakate, mit denen für Selbstmordbomber geworben und diese rekrutiert wurden.

Zusammengefast: Die AAMB boten Arafat zusammen mit den Tanzim und der Force 17 eine plausible Möglichkeit alles abzustreiten. Aber die Gruppe war – zumindest während der Ära Arafat – ein Ableger der Fatah. In seiner Biografie Arafats sagte der verstorbene Terroranalyst Barry Rubin: „Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden waren einfach eine neue Version der Gruppe Schwarzer September aus den 1970-er Jahren.“ Der Schwarze September war eine Gruppe, von der Arafats Fatah zwar behauptete sie sei unabhängig, die aber von der Bewegung kontrolliert wurde.

Viele der im Orienthaus beschlagnahmten Dokumente dienten als Grundlage für Gerichtsverfahren von Terroropfern und ihren Familien gegen die PA (für weitere Informationen s. diesen Bericht vom 15. Januar 2015 des Investigative Project on Terrorism).

In den Jahren seit Arafats Tod im November 2004 sind weitere Beweise für die direkte Unterstützung der AAMB durch die Fatah aufgetaucht. Arafats Nachfolger Mahmud Abbas hat weiterhin Gehälter an inhaftierte Mitglieder der Terrorgruppe gezahlt, ebenso an die, die getötet oder verwundet wurden, als sie Terroranschläge verübten. So zeigte CAMERA in einem Op-Ed im Washington Examiner, dass Abbas US-Forderungen das einzustellen abgelehnt hat. (The Palestinian Authority Has Chosen Terrorism Over U.S. Foreign Aid. 2. März 2019)

Die Entscheidung der PA weiterhin Terroristen zu bezahlen, verletzt die Bedingungen der Oslo-Vereinbarungen sowie die Zusagen der obersten Palästinenserführer, von denen viele schworen die Unterstützung für Terrorismus im Tausch für Auslandshilfe zu beenden.

Geschichte

Ursprünglich nutzten die Brigaden, angefangen ab etwa September 2000, kleine Waffen um Schussanschläge auf IDF-Soldaten und Einwohner jüdischer Gemeinden in der Westbank zu verüben. Die AAMB begannen allerdings bald Selbstmord-Bombenanschläge zu verüben, so wie Hamas und andere Islamistengruppen es zuvor getan hatten. Nach Angaben des Artikels „Ha’Mitabed Ha-250“ von Yediot Aharonots Korrepondent Roni Shaked waren die Tanzim und AAMB der Fatah für 39 der ersten 250 Bombenanschläge der zweiten Intifada verantwortlich. Die Eskalation der AAMB fiel mit ihrer Zusammenarbeit mit Hamas und Palästinensischem Islamischem Jihad (PIJ) bei der Ausführung von Anschlägen während dieser Intifada zusammen.

Im Januar 2002 beanspruchten die AAMB die Verantwortung für den „ersten von einer Frau verübten Selbstmord-Bombenanschlag (Jewish Virtual Library, Profil der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden). Bis zum 23. März 2002 hatten Fatah-Tanzim und AAMB „die Verantwortung für mehr als 300 Terroranschläge übernommen, bei denen israelische Zivilisten getötet wurden“ (The Al-Aqsa- Martyrs Brigades – A political tool with an edge. International Institute for Counter-Terrorism).

Im März 2002 kennzeichnete das US-Außenministerium die AAMB als Terrororganisation (US lists Al-Aqsa-Martyrs Brigades asl terror group. CNN, 21. März 2002). Wie der Terror-Analyst Matthew Levitt festhielt, „brach das Außenministerium mit der Tradition und verkündete die anstehende Einordnung als Auslands-Terrororganisation (FTO) noch bevor der Kongress den Prozess abschloss, der zu seiner offiziellen Listung im Bundesregister führte“ – ein Drängen, das von Sorgen ausgelöst wurde, dass die AAMB den Friedensauftrag des damaligen US-Botschafters Anthony Zinni untergrub (Designating the Al-Aqsa Martyrs‘ Brigades, 25. März 2002, Washington Institute for Near East Policy). Kanada und die Europäische Union (EU) ordneten die Gruppe ähnlich ein.

2004 unterzeichneten die AAMB einen Waffenstilltand mit Israel, nur um die Anschläge wieder aufzunehmen, als die Hamas die Palästinenserwahlen 2006 gewann. (Al-Aqsa Martyrs‘ Brigades, 1. November 2005, Council of Foreign Relations).

Während der zweiten Intifada wurden zahlreiche AAMB-Akteure getötet oder inhaftiert. Als Ergebnis hat sich die Gruppe stärker dezentralisiert; die Operationen und Aktivitäten werden in kleineren, lokalen Zellen ausgeführt. Ursprünglich setzten die AAMB sich aus älteren Terroristen der Fatah und anderen, viel kleineren Gruppen zusammen (Profil: Al-Aqsa Martyrs‘ Brigade, Anti-Defamation League). Wie Ronen Bergman jedoch 2018 in seinem Buch Rise and Kill First über israelische Geheimdienste vermerkte, wurden gegen Ende der Intifada viele dieser Terror-Veteranen eliminiert oder inhaftiert.

Am 26 Juli 2007 verkündete PA-Präsident Mahmud Abbas die Entwaffnung „aller bewaffneten Milizen und irregulären militärischen und paramilitärischen Gruppen“ die es in der PA gab. Abbas hatte eine unbehagliche Beziehung zu den Brigaden, die im März 2005 eine Zusammenkunft von Fatah-Aktivisten in Ramallah störten, indem sie in den Saal stürmten und das Treffen „durch Abfeuern ihrer Gewehr in die Luft“ auflösten (The Last Palestinian: The Rise and Reign of Mahmoud Abbas. Amir Tibon/Grant Rumley, Prometheus Books, 2007). So stellte das Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) fest, dass die Entwaffnungsankündigung vom Juli 2007 auch die Brigaden einschloss. Die JCPA fügt hinzu: „Die Entwaffnung der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden wurde im Rahmen der ‚Flüchtigen-Vereinbarung‘ zwischen Israel und der palästinensischen Autonomie ausgeführt, die nach der bewaffneten Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas im Juni und Juli 2007 Formen annahm. Im Einklang mit dieser Vereinbarung begnadigte Israel fast 200 flüchtige Fatah-Mitglieder im Gegenzug für ihre Unterzeichnung einer Verpflichtung den Weg des Terrors zu verlassen, zuerst in PA-Gefängnissen und hinterher in palästinensischen Städten, während denen ihnen verboten wurde sich auf irgendeine Weise an Waffenhandel oder Terror zu beteiligen.“

Im Austausch sollten die PA-Sicherheitskräfte die begnadigten Männer übernehmen. Der IDF-Oberstleutnants a.D. Jonathan Halevi gibt an: „Jede der PA-Geheimdienstorganisationen übernahm einige der Männer und war dafür verantwortlich zu zertifizieren, dass sie ihre Waffen abgegeben hatten. In der Folge wurden die Männer in PA-Gefängnissen unter recht komfortablen Bedingungen inhaftiert. Nach der Inhaftierung, die drei bis sechs Monate dauerte, erhielten die Männer eine ‚Teilamnestie‘, die es ihnen erlaubte sich außerhalb der Gefängnisse frei zu bewegen, während sie die Nächte weiterhin in den Hauptquartieren der Sicherheitseinheiten verbringen müssen. Wenn sie diese Bedingungen auch erfüllten, erhielten sie drei Monate später eine ‚volle Amnestie‘, die es ihnen erlaubte sich innerhalb der Westbank ohne Überwachung durch die Sicherheitsorganisationen frei zu bewegen.“

AAMB-Terroristen

Obwohl viele AAMB-Mitglieder in die PA-Sicherheitskräfte eingegliedert wurden, „behielten andere ihre Waffen und wurden von der PA ins Visier genommen“, vermerkte der Europäische Rat für Außenbeziehungen. „Andere bildeten Splittergruppen wie die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden – Nidal al-Amouodi-Division und die Volkswiderstandskomitees (PRC) im Gazastreifen“.

Im Juni 2007 besiegte die Hamas die Fatah in einem kurzen, aber blutigen internen Krieg und übernahm die Kontrolle über den Gazastreifen. Danach halfen AAMB-Mitglieder der PA drei Monate hart vorzugehen, um „fünfzehnhundert Hamas-Sympathisanten“ in der Westbank zu verhaften (A High Price).

Die nächsten Jahre lang waren die AAMB weitgehend inaktiv, obwohl im Januar 2008 einige Gruppen im Gazastreifen anfingen aktiv mit Hamas und PIJ bei Raketenangriffen auf israelische Grenzgemeinden zu kooperieren. 2014 tauchte die Organisation dann wieder auf. Während der Operation Fels in der Brandung, die am 8. Juli 2014 begann, als IDF-Kräfte auf unablässiges Raketenfeuer aus dem von der Hamas kontrollieren Gazastreifen reagierten, gaben die Brigaden eine öffentliche Erklärung ab, mit der „offener Krieg gegen den zionistischen Feind auf alle [möglichen] Weisen mit [operationellen] Überraschungen in Übereinstimmung mit allen Gesetzen und internationalen Konventionen“ angehalten wird, „die uns [dem palästinensischen Volk] das Recht auf bewaffneten Kampf geben, um diese Besatzung von allem palästinensischen Land zu entfernen“. Die JCPA vermerkte zudem, dass die Brigaden zu einem „Abnutzungskrieg“ aufriefen, „zu dem viele Überraschungen gehören werden und die eine Balance aus Terror schaffen und zu einer Kampagne im zionistischen Innern [ein Begriff für das Territorium des souveränen Staats Israel] führen werden“.

Am 16. August 2014 veröffentlichten die AAMB eine Liste von Terroranschlägen, die im Juli und August des Jahres begangen wurden. Darin wurden mehr als 30 Anschläge angeführt – alle davon in der Westbank (Judäa und Samaria) und Jerusalem. Die meisten der Anschläge bestanden aus Schüssen auf IDF-Soldaten und -Basen, sowie auf jüdische Gemeinden in der Westbank. Obwohl Oberstleutnant a.D. Halvei 2014 schrieb, dass man „nicht weiß, ob Abbas seine Zustimmung zur Wiedereinrichtung des militärischen Arms der Fatah seine Zustimmung und dessen offizielle Rückkehr zu Terroraktivitäten gegeben hat“, scheint es höchst unwahrscheinlich, dass solch eine Entwicklung ohne die Genehmigung des zunehmend autokratischen Abbas geschehen wäre.

Die Brigaden schafften es während der Kämpfe 2014 auch IDF-Ausrüstung in die Hände zu bekommen, darunter schultergestützte Raketen-Abschussgeräte. (Al-Aqsa Martyr’s Brigades Posts Videos Showing IDF Equipment Seized in Gaza. The Jerusalem Post, 5. August 2014)

Die AAMB waren ein aktiver Teilnehmer der sogenannten Messer-Intifada (2015/16), bei der Palästinenser unter anderem Messer, Schusswaffen, Fahrzeugte und Betonsteine einsetzten um Israelis zu ermorden. Obwohl zahlreiche Kommentatoren in der Washington Post und andernorts versuchten die Intifada als nicht mit der Fatah in Verbindung stehend darzustellen, unterstützte die Bewegung tatsächlich die Gewalt, sowohl rhetorisch als auch finanziell. Wie das Investigative Project on Terrorism dokumentierte im Oktober 2015, beanspruchten die AAMB die Verantwortung für „die Eröffnung des Feuers auf Eitam und Na’ama Henkins Auto – ein israelisches Paar in ihren 30-ern – während diese mit vieren ihrer Kinder auf dem Weg nach Hause waren. Die Kinder – vier Monate bis 9 Jahre alt – waren Zeugen des Mordes an ihren Eltern, wurden aber nicht verletzt.“ Mahmud Al-Aloul vom Zentralkomitee der Fatah pries die Morde, nannte sie eine „Operation“. Fatahchef Mahmud Abbas unterließ es derweil sie zu verurteilen. (Netanyahu demands Palestinian condemnation four couple’s murder. 2. Oktober 2015).

Die AAMB-Akteure beteiligten sich am sogenannten „Rückkehr-Marsch (2018/19), bei dem Palästinenser, viele bewaffnet und unter der Schirmherrschaft der Hamas, versuchten – mit dem ausdrücklichen Ziel Israelis zu ermorden – nach Israel einzudringen. AAMB-Terroristen starteten von der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen Angriffe gegen den jüdischen Staat und mehrere, darunter Kommandeure, wurden bei den Kämpfen getötet. (Al-Aqsa Martyr’s Brigades commander killed in explosion in Gaza. YNet News, 15. Juli 2018)

Spannungen mit der aktuellen Fatah-Führung

Obwohl die Fath, die die PA beherrscht, die AAMB schuf und einige Mitglieder mit Geldern versorgt, gibt es Spannungen zwischen AAMB-Zellen und den Behörden und sind in der Ära Abbas auffällig geworden. Im April 2016 z.B. verhafteten PA-Sicherheitskräfte (PASF) Ahmed Izzat Halawa, einen AABM-Führer in Nablus, der Berichten zufolge in Haft zu Tode geprügelt wurde, was örtlich Proteste auslöste. Früher im selben Monat hatten PA-Sicherheitskräfte mit AAMB-Mitgliedern in der Stadt gekämpft. Nach Angaben der Analytiker Grant Rumley und Amir Tibon „ist Nablus zum Epizentrum der Bewegung gegen Mahmud Abbas geworden“. (The Last Palestinian)

Die AAMB sind ziemlich aktiv bei der Verbreitung von Propaganda an die Medien und andere. Am 8. Dezember 2017 zum Beispiel vermerkte der Guardian, eine britische Zeitung: „Maskierte palästinensische Militante der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden hielten eine Presskonferenz, um die Entscheidung von US-Präsident Trump zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels zu verurteilen.“

Die Führung der AAMB war in den frühen Jahren ihrer Existenz klarer ausgerichtet. Ihr aktueller Leiter ist Hassan Al-Qassas, den Hamas im Januar 2007 zu ermorden versuchte. (Gaza fighting: 5 killed, 10 kidnapped. YNet, 3. Januar 2007) Die frühen Führer der Gruppe waren oft Mitglieder der Tanzim-Fraktion der Fatah; zu ihnen gehörten:

  • Marwan Barghouti (sitzt derzeit wegen Terroraktivitäten fünf aufeinander folgende lebenslängliche Haftstrafen in Israel ab; mehr zu Barghoutis Hintergrund auf CAMERAS Backgrounder zu den Tanzim vom 5. September 2017).
  • Naif Abu-Sharah: örtlicher Kommandeur in Nablus (im Juni 2004 von der IDF getötet).
  • Fadi Kafisha: ehemaliger Chef der Tanzim in Nablus. Kafisha arbeitete bei der „Vorbereitung zahlreicher Sprengstoffgürtel“ und der Einfädelung von Terroranschlägen eng mit der Hisbollah zusammen. IDF-Kräfte töteten ihn am 31. August 2006. Palestinian Media Watch dokumentierte, dass Kafisha von der Fatah weiter gefeiert wird, darunter auch auf der Facebookseite der Bewegung, die ihn einen „Märtyrer“ nennt. (Fatah Facebook glorifies ‘outstanding‘ commander of Fatah military Wing. 31. August 2018)
  • Zakaria Zubeidi: Ein örtlicher Kommandeur in Jenin und ehemaliger palästinensischer Polizist. 2007 wurde Zubeidi Amnestie angeboten, wenn er auf terroristische Aktivitäten verzichtet. Die Amnestie wurde 2011 widerrufen. Im Februar 2019 wurde er wegen „ernster und aktueller Terroraktivitäten“ verhaftet. (Israel arrests infamous Zakaria Zubeidi for serious terrorist activities. JNS, 27.02.2019) Zubeidi war davor PA-Minister für Häftlingsangelegenheiten. Er ist zudem Mitgründer des Freedom Theater, einer NGO, die in Schweden registriert ist und zu deren Ehren- und Vorstandsmitgliedern pro-BDS-Akademiker wie Judith Butler und Noam Chomsky und andere gehören.
  • Zaki al-Sakani: Ein AAMB-Kommandeur, der in Kairo lebt. Die Hamas beschuldigte al-Sakani gerade der Versuche den Gazastreifen zu destabilisieren, indem er ihn und Israel in einen Konflikt zieht. Davor verbrachte al-Sakani Jahre in einem Hamas-Gefängnis, weil er 2007 während der Kämpfe zwischen Fatah und Hamas im Gazastreifen Sprengsätze legte und al-Qassam-Akteure tötete. Die Hamas schickte ihn nach seiner Entlassung ins Exil in Ägypten. (The rift between Hamas and Fatah grows. GroundBrief ACESS, Joe Truzman, 25.04.2019)

Beziehungen zu anderen Terrorgruppen/Finanzierung

Die AAMB haben während ihrer gesamten Existenz mit anderen Terrorgrupen kooperiert, einschließlich der Hamas, der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) und dem Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ). Als Repräsentant der Fatah hat die Gruppe holprige Beziehung zu Konkurrenten wie der Hamas – und mal kooperieren sie mit Terrorgruppen im Gazastreifen, mal bekämpfen sie sie.

Angesichts des eisernen Zugriffs der Hamas auf den Gazastreifen scheint es jedoch wahrscheinlich, dass viele AAMB-Gruppen im Streifen mit Erlaubnis der Hamas agieren. Tatsächlich erkennen einige AAMB-Fraktionen in Gaza, so die Nidal al-‘Amoudiy-Fraktion, die aktuelle Fatah-Führung nicht an und unterstützen stattdessen Mohammed Dahlan, einen Rivalen von Abbas. Am 2. Dezember 2017 kündigte diese AABM-Clique an, dass sie „die Märtyrer Yassir Arafat-Basis, die erste Militärbasis der Fatah-Bewegung im Gazastreifen“ gegründet habe. (Al-Aqsa Martyrs Brigades Establish ‚Yassir Arafat‘ Military Base in Gaza. Middle East Media Research Institute, 8. Februar 2019) Dieselbe Fraktion gibt auch Training und Kooperation bei Terroranschlägen mit den Issedin al-Qassam-Brigaden der Hamas zu.

Nach Angaben des Investigative Project on Terrorism, einem Thinktank in Washington DC, bieten der Iran und sein Hauptstellvertreter, die Hisbollah im Libanon, „vermutlich einige Unterstützung für Al-Aqsa-Elemente, aber das Ausmaß äußerer Einflüsse auf die Al-Aqsa als ganze ist nicht klar.“ Im April 2007 gestand ein Führer einer AAMB-Zelle im Nördlichen Gazastreifen mit Namen Abu Ahmed ein, dass die Brigaden „herzliche Beziehungen“ zur Hisbollah hatten, die der Gruppe „Training und Information“ lieferten. Es fällt auf, dass die Volkswiderstandskomitees (PRC), eine Terrorgruppe im Gazastreifen, zu der viele ehemalige AAMB-Mitglieder gehören und die enge Beziehungen zu den Brigaden hat, beträchtliche Unterstützung aus dem Iran erhalten.

Während ihrer Anfangsjahre hatten die Brigaden „Nebenjobs im Waffenhandel und andere Schmuggel-Monopole zu Geschäften“, gibt Mahmud Muslih an, ein Hamas-Offizieller, der sagte, sie habe „Sicherheitschaos“ geschaffen. (The Last Palestintian)

Mediendarstellung

Die AAMB werden in den Medien regelmäßig falsch dargestellt. Wie oben vermerkt, werden die  Brigaden oft als Teil der Fatah geschildert, die jenseits der Kontrolle Yassir Arafats war – trotz Beweisen des Gegenteils. Marwan Barghouti von den Tanzim der Fatah und ehemaliger Leiter der Brigaden, hat Op-Eds in der New York Times und anderen großen US-Zeitungen veröffentlicht – alle aus seiner Gefängniszelle heraus, in der er mehrere lebenslange Strafen wegen Mord absitzt. Am 17. April 2017 – dem jüdischen Pessach-Fest – veröffentlichte die Times einen Text von Barghouti, der ihn lediglich als „Palästinenserführer und Parlamentarier“ bezeichnete. Sein terroristischer Hintergrund oder seine Überzeugungen wurden nicht erwähnt. New York Times-Redakteur Matt Seaton (heute bei der New York Review of Books) lehnte es ursprünglich ab eine Anmerkung der Redaktion mit mehr Information über Barghouti anzuhängen. Nach dem Kontakt durch CAMERA und anderen überstimmten ihn Seatons Redakteure und fügte eine Notiz an, dass Barghouti „fünf Fällen von Mord und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ für schuldig befunden worden war (New York Times adds background on op-ed contributor Marwan Barghouti. CAMERA, 18. April 2018)


Marwan Barghouti

Für die Washington Post hat Reporterin Ruth Eglash Barghouti als „einen Mann, den Palästinenser mit Nelson Mandela vergleichen“ bezeichnet sowie nur ein „ranghohes Mitglied der in der Westbank herrschenden Partei Fatah“, der „auf viele Weisen [Mahmud] Abas‘ natürlicher Nachfolger“ ist. Die Post brachte auch ein Op-Ed von Daoud Kuttab, einem palästinensischen Journalisten, der Barghoutis Verbrechen wegließ und nannten ihn einen „prominenten Führer der Fatah-Bewegung der PLO“. (s. Washington Post-Commentator Whitewashes Palestinian Terrorism. The Algemeiner, 28. April 2017) Neben anderen Aktionen nutzte Kuttab, der in westlichen Nachrichtemedien weithin veröffentlicht worden ist, am 23. April 2019 Twitter, um den verstorbenen Fatah-Erzterroristen Abu Jiahd wegen „seiner Rolle bei der Unterstützung der gewaltfreien Intifada, Stärkung der Gewerkschaften und Unterstützung der Bildung“ zu verteidigen.

Struktur und Standort

Es ist nicht bekannt, wie viele aktive Akteure die AAMB haben; die dezentrale Struktur der Gruppe und die Inhaftierung und der Tod vieler ihrer ursprünglichen Mitglieder machen eine genaue Zählung schwierig, wenn nicht unmöglich. So vermerkte YNet News am 29. Mai 2008 im Profil: „Die dezentrale Struktur der Gruppe arbeitet zu ihrem Vorteil, macht es schwerer aktive Akteure und Führer durch die Geheimdienste zu verfolgen.“ Nach Angaben einer Schätzung der Analystin Arlene Kusher hatten die AAMB wahrscheinlich „nicht mehr als ein paar hundert Männer, die in Zellen im Geheimen agieren. (Disclosed: Inside the Palestinian Authority and the PLO. Pavilion Press) Dennoch hat diese Zahl in den folgenden eineinhalb Jahrzehnten sicherlich beträchtlich geschwankt.

In ihren Anfangsjahren waren die AAMB „in den Städten Ramallah und Bethlehem in Raum Jerusalem gut vertreten, auch in Nablus und Jenin in Obersamaria. (Samuel Katz: The Ghost Warriors. Penguin Random House 2016) In der Tat stammten mehrere der AAMB-Selbstmord-Bomber während der zweiten Intifada aus Nablus. Im selben Zeitraum erklärte Jamal Hwaid, ein Top-AAMB-Akteur: „Das Lager Jenin ist eine der großartigsten Quellen an Märtyrern für Palästina. Es ist die Hauptstadt der Märtyrer.“ (A High Price) In der Ära Abbas sind die AABM hingegen im Gazastreifen aktiver. Die Gruppe hat zudem einige Mitglieder in Flüchtlingslagern im Libanon.

Abzeichen

Das Emblem der AAMB ist die Al-Aqsa-Moschee mit zwei Palästinenserflaggen darunter. Zwei M16-Sturmgewehre befinden sich über der Moschee. Zwischen den Gewehren befindet sich eine grüne Granate. Eine dem Koran entnommene Inschrift besagt: „Kämpft. Allah wird sie durch eure Hand bestrafen, er wird sie in Erniedrigung ersticken und euch helfen über sie hinauszuwachsen und die Brust des Gläubigen heilen.“ Die Anti-Defamation League (ADL) stellte daher in ihrem Profil der AAMB fest: „Der Koran-Schriftzug und der Name der Gruppe an sich implizieren ein Gefühl religiöser Pflicht und Rechtfertigung für ihre Bereitschaft Gewalttaten zu verüben.“ Akteure der Terrorgruppe tragen oft Stirnbänder in gelb, grün oder schwarz mit dem Emblem. (Al-Aqsa Martyrs Brigagdes. Jihad Intel, Middle East Forum)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (4. – 9.12. 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 04.12.2017:

Den vierten Tag in Folge werden die Übergänge aus Judäa/Samaria und dem Gazastreifen für Fußgängerverkehr geschlossen bleiben; die Beschäftigten protestieren damit gegen ihre Arbeitsbedingungen. Rund 70.000 Araber können so nicht zu ihren Arbeitsplätzen in Israel kommen.

Montag, 04.12.2017:

Auf dem Ölberg bauten Muslime vor 6 Jahren illegal eine Moschee in unmittelbarer Nähe der Gräber von Menachem Begin und Eliezer Ben Yehuda. Bisher wurde deswegen nie etwas unternommen. Jetzt haben die Araber angefangen die Moschee zu erweitern. Auf einmal werden jetzt von der Stadt doch Inspektoren losgeschickt, die die Sache prüfen sollen.

PA-arabische Facebookseiten rufen zur Ermordung des Israelis auf, der beim Schutz der angegriffenen Kinder letzte Woche auf die Terroristen schoss und einen von ihnen tödlich verletzte.

Der Schabak konnte die Festnahme der 2 Terroristen (Einwohner des Negev) verkünden, die letzte Woche bei Arad einen 19-jährigen Soldaten ermordeten. Die Waffe des Soldaten wurde dabei wiedergefunden.

PA und Hamas erklärten gemeinsam den Mittwoch zum „Tag des Zorns“ gegen Israel und die USA; Anlass ist die mögliche Entscheidung des US-Präsidenten zum Status von Jerusalem.

Dienstag, 05.12.2017:

Während der letzten Tage wurden insgesamt 6 Jerusalemer Araber festgenommen, die mit Brandbombenwürfen auf jüdische Fahrzeuge stehen im Zusammenhang stehen.

Die Fatah glorifizierte eine Bombenbauerin als Vorbild; dazu wurde u.a. ein Foto von ihr als Teenagerin veröffentlicht. Außerdem wurde ein Mörder gepriesen und ein Foto seines „kindlichen Gesichts“ veröffentlicht.

Mittwoch, 06.12.2017:

Die Fatah schwört den UNO-Sicherheitsrat wegen Trumps Jerusalem-Entscheidung um Hilfe zu bitten. (Fragt sich, was das soll – der Sicherheitsrat kann dem US-Präsidenten nichts vorschreiben.)

Mahmud Abbas erklärte derweil Jerusalem zu „ewigen Hauptstadt des Staats Palästina“. (Wohlgemerkt: Jerusalem, nicht „Ost-Jerusalem“.) Außerdem postulierte er, Trump habe die Zweistaatenlösung vernichtet. (Wie, wenn er die Anerkennung an die Zweistaatenlösung gekoppelt hat? Zeigt das nicht wieder, dass die PalAraber ganz Jerusalem beanspruchen statt nur „Ostjerusalem“?)

Die Hamas findet, Israels Angriffe in Syrien zeigen „Israels Hilflosigkeit“.

Donnerstag, 07.12.2017:

Angesichts der Ankündigungen seitens der PalAraber verstärkte die IDF ihre Kräfte in Judäa und Samaria.

Ein 45-jähriger Araber aus Taibe wurde wegen Diebstahls von Artefakten an einer archäologischen Grabungsstätte festgenommen.

Hassan Nasrallah empfindet die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels als „2. Balfour-Erklärung“.

Der Israelisch-arabische Hohe Rat sagt, die jüngsten Entwicklungen zeigten eine strategische Allianz zwischen Trump, Netanyahu und „den reaktionären arabischen Regimen“. Deshalb initiiert er „Proteste“ in Nazareth.

Freitag, 08.12.2017:

Zahlen: Bei den von den Arabern provozierten „Zusammenstößen“ wurden fast 100 von ihnen verletzt. Einer soll getötet worden sein.

Die moderaten Terroristen von der Fatah (die „Friedenspartner“!) fordern zu bewaffneten Terroranschlägen in Israel auf.

Mahmud Abbas lässt wissen, dass die pal-arabische Wut nie nachlassen wird. US-Politik zu Jerusalem wird nicht vorankommen. (Was ist da neu? Die Verweigerung ist doch schon längst vorhanden.)

Saeb Erekat tönt, dass es keine Gespräche geben wird, bis die Trump seine Entscheidung widerruft.

Die Hamas lässt wissen, dass die Intifada „gegen die Besatzung weitergeht“.

In Um el-Fahm demonstrierten israelische Araber gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt; sie trugen Schilder „Al-Quds ist die Hauptstadt Palästinas“; ein MK tönte, die USA befänden sich an vorderster Front der Gegner des Friedens.

Ein arabischer Knessetabgeordneter wohnt in einem von ihm illegal gebauten Haus, obwohl ihm in der Nähe ein Grundstück angeboten worden war. Es wird erwartet, dass dieses Haus genauso abgerissen wird wie andere illegal gebaute Häuser.

Samstag, 09.12.2017:

Erst forderte die Hamas die PalAraber zu gewalttätigen „Demonstrationen“ auf, bei denen sie israelische Sicherheitskräfte angreifen sollen – und jetzt sollen die Israelis schuld sein, dass die Situation eskalierte und es Tote Araber gegeben hat.

Rund 600 Araber beteiligten sich über Judäa und Samaria verteilt an den „Protesten“; im Gazastreifen waren es 450, die am Sicherheitszaun randalierten. (Ziemlich wenig, wenn das die Gesamtzahl ist…)
Bereits gestern sollen geschätzte 4.000 Araber in ganz Judäa/Samaria „protestiert“ haben – verdammt wenig für den Lärm, den die Terrororganisationen gemacht haben, was alles passieren sollte.

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden der Fatah haben die Rakete geschossen, die gestern in Sderot einschlug (sagen sie).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (8.-14. Oktober 2017)

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Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 07.10.2017:

Das für die Diplomatie zuständige Büro der PA ließ zum „Tag des palästinensischen Erbes“ wissen, dass dieses „palästinensische Erbe“ stärker sei als die „Besatzung“, die das „Erbe“ auslöschen wolle.

Die Terroristen der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden bestätigten, dass sie ihre Waffen „niemals niederlegen“ werden.

Am Morgen kamen Tausende Juden für den „priesterlichen Segen“ zur Westmauer; darunter befand sich auch der US-Botschafter in Israel. Die palästinensischen Medien geiferten aus diesem Anlass: Der Botschafter habe „mit tausenden Siedlern“ „talmudische Rituale“ an der „Westmauer der Al-Aqsa-Moschee“ ausgführt.

Die Fatah betrauert den Tod des „heldenhaften Märtyrers Nimr Mahmud Ahmed Al-Jamal“. Der Terrorist hatte letzten Monat bei Har Adar 3 Israelis ermordet.

Unter der Woche wurde in Kfar Qassem (einem arabischen Ort in Israel) ein älterer Israeli ermordet; was von der Polizei anfangs als kriminelle Tat eingeschätzt wurde, gilt inzwischen als Terroranschlag; 2 Verdächtige PA-Araber wurden Donnerstag festgenommen.

Dienstag, 10.10.2017:

Facebook-Post der Fatah: Für Allah zu sterben „wird den Staat Palästina schaffen“. Und: „Aus dem Meer des Blutes der Märtyrer werden wir den Staat Palästina gründen.“ Außerdem gab es eine Kollage von Palästinenser-„Führern“, zu denen u.a. Bilder von Dalal Mughrabi und Yassir Arafat gehören.

Die PA behauptet Israel vereitle Trumps Bemühungen die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Mittwoch, 11.10.2017:

Soda Stream hat in Ma’ale Efraim im Jordantal für palästinensische Arbeiter eine vorläufige Produktionsstätte eröffnet. Motto: Wenn die Arbeiter nicht zur Produktion kommen können, kommt die Produktion zu den Arbeiten. Diese Araber können wegen der Morde von Har Adar nicht nach Israel kommen.

Zum zweiten Mal hintereinander feierten 100 Israelis und palästinensische Araber in Efrat in der Sukkah des Vorsitzenden des YESHA-Rats ihre Koexistenz.

Donnerstag, 12.10.2017:

Ein General der IDF warnte die Hamas davor weiterhin mit Lasern zu versuchen an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel israelische Soldaten zu blenden. Diese Provokationen könnten zu einer „Reaktion“ führen.

Die Aussöhnung zwischen Fatah und Hamas macht es nach Meinung von Benjamin Netanyahu schwieriger einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern zu erzielen.

Freitag, 13.10.2017:

Die jordanische Regierung verurteilte Israel dafür, dass es Juden gestattet den Tempelberg zu besuchen. Das sei unverantwortlich sowie eine Provokation für Muslime. Der Minister für Medienangelegenheiten „provoziere auf unverantwortliche Weise; außerdem würden diese Besuche die Al-Aqsa-Moschee schädigen.

Die Knessest-Abgeordnete Hanin Zoabi (arabische Liste) ließ wissen, dass Juden kein Recht auf Selbstbestimmung haben; daher dürfe Israel nicht als jüdischer Staat existieren.

Abbas behauptet, er wolle keinen religiösen Konflikt. Sein Volk widerspricht

Elder of Ziyon, 1. Juli 2016

Mahmud Abbas hat bei zahlreichen Gelegenheiten – vor der UNO, den Medien gegenüber, selbst manchmal seinen eigenen Leuten gegenüber – gesagt, er wolle keinen Religionskrieg und dass israelisches Handeln in Jerusalem droht den Konflikt in einen solchen zu kehren.

Zuletzt sagte er dem EU-Parlament: „Ich versichere Ihnen, dass wir nicht dafür sind aus dem politischen Konflikt in einen Religionskonflikt zu machen, aber der Frieden ist im Interesse aller.“

Jetzt sehen Sie sich dieses Video eines Fatah-Kämpfers der Al-Aqsa-Briganden an, dessen Mutter liebevoll ein Iftra-Essen zum Ramadan für ihn bereitet, während er seine Uniform und Maske anzieht und seine Waffe nimmt.

Die religiösen Themen sind direkt und bewusst gewählt. Die spirituellen Komponenten des Ramadan sind direkt mit Krieg verbunden. (Die Keffiyeh zufälligerweise auch.)

Sogar noch direkter ist dieses Poster, das die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden von ihren betenden Kämpfern auf ihrer Seite stehen hat:

Abbas und Abbas‘ eigene Leute sind diejenigen, die auf Religion basierende Leidenschaften schüren wollen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18.-24.10.2015)

Sonntag, 18.10.2015:

Die Fatah veröffentlichte heute wieder etwas sehr Friedfertiges, das für Koexistenz wirbt (oder auch nicht) – eine Karikatur, die sagt, dass die Juden aus dem Land geworfen werden sollen. Aus dem „ganzen Palästina“. Und es ist nur wieder ein einzelner von vielen Fällen von Fatah-Aktivisten und -Offiziellen, die das von sich geben.

Die PA „kritisierte“ Israel, es würde „palästinensische Zivilisten“ „standrechtlich erschießen“.

Prediger in der Al-Aqsa-Moschee: Die Juden werden den Teufel anbeten und dann von den Muslimen ausgelöscht werden, die dann angenehm leben werden.

Die Hamas ist natürlich wieder voll des Lobes für die hinterhältigen Morde in Beer Sheva, die sie als „heldenhaft“ bezeichnet.

3 Araber aus Jaffa (ein Erwachsener, 2 Minderjährige) wurden festgenommen, weil sie vor 10 Tagen eine Polizeipatrouille mit Molotowcocktails beworfen hatten. Sie haben die Tat gestanden.

2 Araber wurden im Gazastreifen wegen angeblicher Kollaboration mit Israel zum Tode verurteilt.

Liebesgrüße der Hisbollah: Hassan Nasrallah behauptet, „die Terroristen in Syrien und Israel“ hätten ein und dasselbe Ziel – die Vernichtung der Staaten des Nahen Ostens.

Der Brand in einem Busdepot in Ramat Gan scheint durch einen Kurzschluss ausgelöst worden zu sein.

Ein PA-Aktivist lässt eine Mordverleumdung wieder aufleben: Israel würde die Palästinenserkinder töten, um ihre Organe zu ernten.

An der Beerdigung des Terroristen, der als Presse-Mitglied getarnt einen Soldaten ermorden wurde, nahmen Tausende Araber teil.

Montag, 19.10.2015:

Es hat sich herausgestellt, dass der gestern im Busbahnhof von Beer Sheva getötete Eritreer von wütenden Passanten praktisch gelyncht wurde, als er verletzt am Boden lag (er verstarb später), weil die ihn für einen Terroristen hielten. Premierminister Netanyahu warnte, wie auch Präsident Rivlin, davor das Recht in die eigenen Hand zu nehmen; Verteidigungsminister Ya’alon fordert die strafrechtliche Verfolgung der Täter.

Hamas und Fatah arbeiten aktuell Hand in Hand daran den Terror anzustacheln, um aus der aktuellen Terrorwelle einen „Tsunami“ zu machen.
Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden der Fatah haben wie ihr Parteichef Abbas den Mordanschlag in Beer Sheva begrüßt und erklärt, dass Selbstmord-Bombenanschläge in Jerusalem zu ihren Prioritäten gehören. Derweil ruft die Hamas ebenfalls zu solchen Anschlägen in Jerusalem, Judäa und Samaria auf.

Der ehemalige Mufti von Jerusalem, Ikrama Sabri, hat die „Internationalisierung“ Jerusalem „verboten“. In einer Fatwa wandte er sich genauso gegen eine „Internationalisierung“ wie gegen eine „Verjudung“. Beides sei eine Sünde. Internationale Vereinbarungen „zum Schutz der Al-Aqsa“ seien erlaubt, solange sie nicht die UNO einschließen.

Ein Restaurant in der Nähe von Netanya bietet Hummus zum halben Preis, wann immer Juden und Araber gemeinsam an einem Tisch sitzen.

Die Hetzerin kennt keine Grenzen: Hanin Zaobi fordert vom Generalstaatsanwalt, er solle gegen Palästinenser Netanyahu wegen Aufstachelung zur Gewalt ermitteln.

Dienstag, 20.10.2015:

Während der letzten Tage beschossen immer wieder Heckenschützen/Scharfschützen aus dem Gazastreifen IDF-Soldaten in Israel. Heute Nachmittag konnten Scharfschützen der IDF die gesamte Terroristenzelle ausschalten, als diese sich für einen weiteren Anschlag in Position brachte.

An der Universität Tel Aviv protestierten arabische Studenten gegen die „Exekution“ arabischer Terroristen; dabei schwenkten sie PLO-Flaggen. Im Tirtzu organisierte einen Gegenprotest und forderte disziplinarische Maßnahmen.

Die Knesset verabschiedete die Verschärfung der Strafen für Steinewerfer; wer mit Steinwürfen körperlichen Schaden anrichten will, erhält eine Mindeststrafe von 4 Jahren Gefängnis, ihm werden die Rechte auf Sozialleistungen aberkannt und Eltern von Minderjährigen erhalten eine Geldstrafe von 10.000 Schekeln. Die Gefängnisstrafen können bis zu 20 Jahren betragen.

Ein Prediger im Gazastreifen schwor die Juden aus dem Land zu jagen. Die Muslime würden sogar ihre Knochen ausgraben und aus dem Land schaffen. Nicht ein einziger Jude werde übrigbleiben.

Mittwoch, 21.10.2015:

Korrektur: Das forensische Institut stellte fest, dass der Eritreer im Busbahnhof von Beer Sheva nicht vom Mob getötet wurde, der ihn trat weil er ihn für einen Terroristen hielt, sondern von den Kugeln eines der Sicherheitsleute, der ihn für einen Terroristen hielt.
Vier Verdächtigte wurden wegen der Beteiligung an der Mob-Gewalt gegen den Eritreer in Beer Sheva festgenommen.

Die arabischen Händler in Hebron wollten heute streiken – als Protest dagegen, dass die IDF gestern Abend zwei Terroristen tötete, die einen Messerangriff durchführten und dabei einen Soldaten verletzten.

4 Einwohner von „Ost“-Jerusalem wird ihr israelische Einwohnerstatus entzogen, weil sie sich an Steinigungen von Juden beteiligten. Sie verlieren damit sämtliche Rechte auf Sozialleistungen.

Die Hamas veröffentlichte ein Interview mit einem „erfahrenen“ Messerstecher-Terroristen. Der gab den Möchtegern-Terroristen den Rat ihre Messer mit Gift zu präparieren, damit ihre Opfer nicht gerettet werden können.

Die PLO-Regierung in Ramallah erklärte die Terroristen für harmlos und verurteilte „Exekution hilfloser Bürger, von denen behauptet wird, sie hätten versucht Messerangriffe auszuführen“ durch „die israelische Besatzungsarmee und Siedlerbanden“. Merke: Messerstecher, die Menschen töten, sind harmlos und friedliebend; Juden, die sich wehren, sind Kriegsverbrecher.

Fotos zeigen, dass der LKW-Fahrer den jüdischen Autofahrer gestern absichtlich überfuhr. Seine Frau will in ihm übrigens einen Fahrer erkannt haben, der sie und ihren Mann am Tag zuvor schon ins Visier genommen hatte.

Donnerstag, 22.10.2015:

Die IDF sucht die Grenze zum Gazastreifen nach Hamas-Tunneln ab. Dafür haben sie ein neues Gerät.

Der für den Auto-Anschlag bei Beit Omar verantwortliche Terrorist ist ein Hamas-Mitglied aus Hebron gewesen.

Ein israelischer Araber versuchte 2 Tonnen (veterinärmedizinisch unkontrolliertes) Fleisch aus dem PA-Gebiet nach Israel zu schmuggeln.

Hamas-Grande Khaled Meschaal sagte in Südafrika, dass der „Kampf“ der Palästinenser gegen Israel werde nicht enden.

Ein Dekan der Universität Gaza drängt die PalAraber israelische Frauen und Kinder anzugreifen.

Der PA-„Außenminister“ behauptete vor den UNO-Sicherheitsrat, Israel würde die Al-Aqsa-Moschee tagtäglich angreifen und besonders die Kinder der Palästinenser töten.

Die Fatah ermuntert weiter zu Terroranschlägen auf Juden (Palestinian Media Watch dokumentiert).

Freitag, 23.10.2015:

Reaktion von Israelis auf die Terrorwelle: Sie singen und tanzen. Gestern erst auf der Ben Yehuda-Straße (Fußgängerzone im Zentrum von „West“-Jerusalem), dann zogen sie tanzend in die Altstadt.

Die PA behauptet Israel erfinde die Messerattacken und lege den „unschuldigen“ Arabern nach der Tötung Messer in die Hand.

Die ISIS-Terroristen kündigten (auf Hebräisch) in einem Video an die Juden überall in der Welt auszurotten.

Die Stadtverwaltung von Jerusalem hat Warnungen für Synagogenbesucher ausgesprochen. Wer eine Waffe tragen darf, sollte diese mitführen und sich in der Synagoge nahe des Eingangs setzen, um ggf. reagieren zu können. Die Umgebung der Synagoge sollte gut beobachtet werden. Die Gottesdienstbesucher sollten auf dem Weg zur und von der Synagoge sehr aufmerksam sein.

Heckmeck:
Ban Ki-moon fordert direkte Gespräche zwischen Israel und der Fatah. Natürlich brachte er es nicht über sich die Terroristen zu verurteilen, sondern redete von „Extremisten auf beiden Seiten“ und dass beide Seiten Schritte zur Deeskalation tun müssten. Konkret wurde er dann nur zu Israel: Es müsse „maximale Zurückhaltung“ üben, damit kein Frust und Unruhe „ausgebrütet“ werden, was zu Gewalt führt. Abbas bekam nur eine allgemeine Aufforderung die Menschen „auf eine friedliche Lösung“ zu zügeln.
PA-„Außenminister“ al-Maliki hat derweil mal wieder Bedingungen für Gespräche mit Israel gestellt; u.a. forderte er „das Ende von kollektiver Bestrafung“ und den Rückzug aller Truppen aus „besetzten Gebieten“. Aha, die Areas B und C gibt es also nicht mehr…

Samstag, 24.10.2015:

Ein Opfer des Anschlags auf die Synagoge in Har Nof im November erlag seinen Wunden. Der Mann ist damit das sechste Opfer des Anschlags.

Die Verdachtsmomente verdichten sich, dass einige er Anschläge in jüngerer Zeit nicht von „einsamen Wölfen“ verübt bzw. versucht wurden, sondern auf ausdrückliche Anweisungen der Hamas erfolgten.

Die Polizei hat weitere Personen festgenommen, die an der Prügel gegen einen Eritreer beteiligt waren, der in Beer Sheva fälschlich für einen Terroristen gehalten wurde, darunter zwei Soldaten und einen Zivilisten.

Der Palästinensische Islamische Jihad will eine offizielle Intifada erklären und damit die PalAraber vereinen. Eine einheitliche Führung soll aufgebaut werden.

Beduinenführer in Jordanien haben einen Brief an König Abdallah geschrieben; darin fordern sie, dass Israel der Krieg erklärt wird.

Heckmeck:
Abbas belatscherte John Kerry in Amman: Israel müsse unbedingt den Status quo auf dem Tempelberg erhalten und verhindern, dass die jüdischen Extremisten am Betreten den Tempelberg betreten. Eine Reaktion Kerrys ist nicht bekannt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (09.-15.03.2014)

Sonntag, 09.03.2014:

Auf dem aufgebrachten Schmuggelschiff fanden die Israelis 40 Raketen (Typ M-302, Reichweite 160km), 180 Mörsergranaten und rund 400.000 Kugeln Kaliber 7,62mm.

Heckmeck:
Mahmud Abbas stellte wieder klar: keine „Siedlungsblöcke“, kein jüdischer Staat. Und die „Rückkehr“ von mehr als 5 Millionen „Palästinensern“ nach Israel. Frieden! (Friedhofsfrieden durch Vernichtung Israels und seiner Juden.)
Nabil Al-Araby, Generalsekretär der Arabischen Liga, forderte alle arabischen Staaten auf sich der Forderung nach Anerkennung Israels als jüdischem Staat zu widersetzen. Die Forderung sei ein Versuch die diplomatischen Verhandlungen zwischen den beiden Seiten zu untergraben.
Premierminister Netanyahu sagte erstmals selbst, dass er eine Zwangsräumung der „Siedlungen“ in der „Westbank“ ausschließt. Was mit Israelis in Gemeinden geschieht, die jenseits der zu ziehenden Grenzen zwischen Israel und „Palästina“ liegen, müsse abgewartet und verhandelt werden.
Die PA-Zeitung Al-Quds behauptet eine US-Außenamtssprecherin habe gesagt, die israelische Forderung nach Anerkennung als jüdischer Staat sei nicht entscheidend für die Friedensgespräche; die Berichte der Sprecher des Außenministeriums zeigen allerdings keinerlei derartige Äußerung.

Montag, 10.03.2014:

Die Hamas enthüllte in Gaza eine Raketen-Statue und kündigte an in einer nächsten kriegerischen Auseinandersetzung auch den israelischen Norden zu beschießen.

Dienstag, 11.03.2014:

Der Revolutionsrat der Fatah begrüßte (enthusiastisch) die Weigerung von Mahmud Abbas Israel als jüdischen Staat anzuerkennen.

Bei einer Explosion bei Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen wurden mehrere Menschen getötet; der Grund für die Explosion ist unklar, Quellen sagen aber, es handelte sich nicht um einen IDF-Angriff.

Mittwoch, 12.03.2014:

Seit Beginn des Jahres 2014 schossen Terroristen 70 Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel. Seit 2001 waren es mehr als 12.800 Raketen! Im Schnitt ist im Verlauf des letzten Jahrzehnts alle 7 Stunden eine Rakete in Israel eingeschlagen.

Al-Arabiya behauptet, dass heute mindestens 130 Raketen auf Israel geschossen wurden.

Ein Video aus dem Gazastreifen zeigt, dass die heutigen Raketen aus zivilen Gegenden geschossen wurden.

Blödsinn: David Cameron ist in Israel zu Besuch und gab als erstes schonmal von sich, dass die Erzielung eines Friedenshandels mit den Palästinensern für die Welt „aboslut lebensnotwendig“ sei.

Die EU droht wieder: Israel soll die Blockade des Gazastreifens lockern oder „ernste Konsequenzen“ zu spüren bekommen. Israel sei hauptverantwortlich für die humanitäre Lage im Gazastreifen. (Also auch für die von Ägypten zerstörten Schmuggeltunnel, das wird ausdrücklich erwähnt!)

Nach dem massiven Raketenterror von heute sagte Netanyahu, dass es im Gazastreifen „eine Menge Lärm“ geben wird, sollte es keine Ruhe für den Süden Israels geben; die Hamas verspricht „Widerstand“ (also Terror).

Die Hamas ließ der Agence France Presse gegenüber wissen, dass Israel im nächsten Krieg mit fortschrittlichen Raketen „zugedeckt“ würde.

Heckmeck:
John Kerry gibt zu, dass das Misstrauen zwischen Israelis und Palästinensern enorm ist; dennoch ist er zuversichtlich, dass „irgendeine Vereinbarung“ erreicht werden kann.
Mahmud Abbas: Im Fall einer Einigung mit Israel wird es eine Volksabstimmung geben – aber nicht unter den PalArabern vor Ort, sondern weltweit. Außerdem bekräftigte er wieder mal sein Nein zu einem jüdischen Staat.

Donnerstag, 13.03.2014:

Von Mahmud Abbas kommt natürlich, dass Israel die „Situation im Süden eskaliert hat“ – die Terrorraketen ignoriert er geflissentlich. Später – gegenüber David Cameron – „verurteilte“ er dann „alle militärische Eskalation, einschließlich Raketen“.
Von der Hamas kommt natürlich derselbe Müll – „alle Gaza-Fraktionen“ hätten einer Waffenruhe zugestimmt, die „das zionistische Gebilde“ aber verletzt habe. (Der übliche Schwachsinn: Wir schießen, dann sagen wir „Waffenruhe“ – und wenn Israel die nicht einhält, dann ist das die Eskalation.)
Die Terroristen vom Palästinensischen Islamischen Jihad behaupteten auch, Ägypten habe eine Waffenruhe vermittelt, die um 14 Uhr Ortszeit in Kraft treten sollte. Israel bestreitet dies: „Ruhe wird mit Ruhe beantwortet.“ (Nach Beginn der „Waffenruhe“ gab es direkt wieder 2 Raketen…) Zudem geben sie Fotos einer Explosion in New York als Werk ihrer Raketen aus.

Der Palästinensische Islamische Jihad forderte Israel auf „aus unserem Land zu verschwinden“ – womit ganz Israel gemeint ist.

Ein offizieller Vertreter der PA nannte Israelis im offiziellen PA-Fernsehen „ein hochentwickeltes Instrument des Bösen ohne Glauben, ohne Prinzipien“. „Allah wird sie sammeln, damit wir sie töten können.“

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte die Raketenangriffe auf Israel, forderte dieses aber besonders zu „Zurückhaltung“ auf (dann forderte er diese „von beiden Seiten“).

Ein Politik-Professor in Gaza verkündete, dass „beide Seiten Botschaften schicken, dass sie keine unbeschränkte Konfrontation suchen“. Die Hamas wolle lediglich Aufmerksamkeit. Beweis: Die Raketen schlugen größtenteils in offenem Gelände ein und die israelischen Gegenschläge trafen Terrorlager, nachdem diese geräumt wurden.

David Cameron, selbsterklärter Freund Israels: Eine Vereinbarung zwischen Israel und den Palästinensern ist möglich; die humanitäre Lage im Gazastreifen ist eine Katastrophe; israelische Führungspolitiker sollten „unpopuläre Maßnahmen“ treffen.

Die IDF stationierte zwei Batterien Eiserne Kuppel bei Beer Sheva und Aschdod; außerdem wurden Luftwaffen-Reservisten einberufen.

Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden (Fatah, Abbas‘ Truppe!) beansprucht in einer Veröffentlichung 4 der gestrigen Raketen für sich. Dabei bezeichnen sie Zionisten/Juden als „Söhne von Affen und Schweinen“.

Heckmeck:
Mahmud Abbas „wartet immer noch“ auf eine Ausgabe des Kerry-Rahmenplans.
– Die Raketen im Süden werden die „Friedensgespräche“ wohl nicht scheitern lassen.

Freitag, 14.03.2014:

Heckmeck:
Mahmud Abbas lässt wissen, dass er bisher noch keine Anfrage zur Verlängerung der Gespräche mit Israel bekommen hat. Auf einmal behauptet er aber, dass er das nicht ablehnt, sondern eine Anfrage gründlich überdenken würde.
John Kerry findet auf einmal, es sei ein Fehler, dass Israel die Anerkennung als jüdischer Staat durch die Palästinenser verlangt. (Im Januar gab er das noch als Pflichtpunkt an.)

Samstag, 15.03.2014:

Terroristen aus dem Sinai gaben bekannt, dass ein Terrorist starb, der für einen Anschlag auf Israelis mit 8 Toten in Eilat im Jahr 2011 verantwortlich war; er wurde mit seinem Auto in einen Unfall verwickelt wurde, bei dem der von ihm transportierte Sprengstoff explodierte.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).