Der „immerwährende Krieg“ gegen den Westen

Clifford D. May, The Washington Times, 9. August 2022

Vor kaum weniger als einem Jahr stellte Präsident Biden die Frage: „Welches Interesse haben wir zu diesem Zeitpunkt in Afghanistan, wo Al-Qaida weg ist?“

Vor gerade mal einer Woche lieferte er die Antwort. Auf seinen Befehl hin zielten zwei Raketen einer Hellfire-Drohne auf Aymanal-Zawahiri, den 71-jährigen Emir von al-Qaida, der auf dem Balkon eines gut ausgestatteten Hauses in einem exklusiven Viertel seinen Morgentee von Kabul trank.

Al-Zawahiri war sozusagen aus der Kälte hereingekommen. Er hatte sich seit 2011 in entlegenen Gebieten versteckt, nachdem das Seal Team Six Osama bin Laden, den Gründer und ersten Führer der al-Qaida tötete. Trotz der Isolation erreichte er Ziele: Al-Qaida kontrolliert mehr Territorium als jemals zuvor, mit Ablegern im Indo-Pazifik, dem Nahen Osten und Afrika.

Nach dem chaotischen Abzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan und der folgenden Übernahme durch die Taliban im letzten Jahr war er offenkundig zu der Überzeugung gelangt, er könne in die Hauptstadt zurückkehren, um gemütlich und sicher zu arbeiten. Das war ein fataler Fehler.

Das Haus, in dem Al-Zawahiri wohnte, gehört Sirajuddin Haqqani, einem von zwei stellvertretenden Taliban-Emiren. Im Februar 2020 räumte ihm die New York Times Raum für ein Op-Ed ein (übrigens ohne dass das den Zorn der Mitarbeiter der Zeitung erregte, wie es der Fall war, als Senator Tom Cotton dasselbe Privileg eingeräumt wurde); darin behauptete er: „Berichte über Auslandsgruppen in Afghanistan sind politisch motivierte Übertreibungen kriegslüsterner Spieler auf allen Seiten des Krieges.“

Taliban-Unterhändler versprachen später, nicht mit Al-Qaida oder anderen Gruppen zu kooperieren, „die die Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten bedrohen“. Präsident Trump und Präsident Biden glaubten ihnen offenbar. Auch das war ein fataler Fehler.

Terrorführer zu eliminieren ist nützlich. Aber diejenigen, die das führen, was sie als 1.400 Jahre alten Jihad gegen Ungläubige, Häretiker und vom Glauben Abgefallene betrachten, neigen dazu hartnäckig zu sein. Der Ausdruck „immerwährender Krieg“ entmutigt sie nicht. Er inspiriert sie.

Die Herrscher Chinas und Russlands führen auch eine Art Krieg gegen den Westen. Neo-Isolationisten – sie bevorzugen es „Verzögerer“ genannt zu werden – werden argumentieren, dass man nicht mit allen diesen Bedrohungen gleichzeitig fertig werden kann. Aber um im Dschungel zu überleben, muss man sich nicht nur gegen Löwen verteidigen. Auch Krokodile können dich fressen.

Die Israelis kommen mit dieser Realität klar. Die Herrscher des Iran drohen ihnen mit Völkermord, genauso die Hisbollah, Teherans Stellvertreter im Libanon. Gegen diese und andere Feinde kämpfen Israelis sowohl Kriege als auch „Kriege zwischen den Kriegen“.

Sie haben andere Herangehensweisen ausprobiert. 2005 zogen sie aus dem Gazastreifen ab, den sie im Verteidigungskrieg von 1967 von Ägypten erobert hatten. Sie hofften, dass die Palästinenser das Gebiet in ein Dubai am Mittelmeer verwandeln würden. Stattdessen führte die Hamas einen „Bürgerkrieg“ gegen die palästinensische Autonomiebehörde (PA) und übernahmen 2007 entschlossen die Macht.

Die Hamas lädt PA-Präsident Mahmud Abbas nicht zum Besuch ein. Aber sie toleriert einen weiteren Rivalen: den Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ), der komplett von den Herrschern des Iran finanziert, bewaffnet und geführt wird. (Auch wenn die Hamas ebenfalls Waffen und Geld von Teheran erhält, bleibt ihr etwas mehr Unabhängigkeit.)

Nach elftägigen Kampfhandlungen mit der Hamas im Mai letzten Jahres haben die Israelis versucht den Gazanern das Leben leichter zu machen. Das hat bedeutet bei Bemühungen zu helfen die Infrastruktur wieder aufzubauen und verlässliche Stromversorgung zu bieten. Bis zu 14.000 Gazanern ist erlaubt worden nach Israel zu gehen, um zu höheren Löhnen zu arbeiten, als sie sie zuhause erhalten könnten. Die strategisch denkenden Hamas-Führer sind nicht unkooperativ gewesen.

Der PIJ hingegen kann nicht einmal eine zeitweilige Entspannung aushalten. Israelische Geheimdienste erfuhren, dass die Gruppe nicht nur einen Terroranschlag aus dem Gazastreifen vorbereitete, sondern auch aus der nordwestlichen Westbank, wo PIJ-Kämpfer allmählich die Sicherheitskräfte der PA verdrängten und sich Zusammenstöße mit den Israelischen Verteidigungskräften (IDF) liefert, die auf eine Welle von Terroranschlägen reagiert haben, die seit März das Leben von 19 Israelis gefordert hat. Mit dem Wissen über die Absichten des PIJ beschlossen die Israelis, dass es notwendig war zu tun, was ihnen möglich war, um die Fähigkeiten der Gruppe zu vermindern.

Am Montag verhaftete die IDF den PIJ-Führer in der Westbank, Bassem al-Saadi. Am Freitag führte die IDF einen Präzisions-Luftangriff im Gazastreifen aus, mit dem der PIJ-Kommandeur der nördlichen Gaza-Division Taysir al-Jabari getötet wurde. Am Samstag tötete die IDF den Kommandeur der südlichen Gaza-Division Khaled Mansour und mehrere andere ranghohe PIJ-Vertreter.

Der PIJ schoss mehr als eintausend Raketen auf israelische Städte und Orte. Viele flogen zu kurz und töteten Palästinenser, darunter vier Kinder in Jabalya im südlichen Gazastreifen, so Vertreter Israels. Andere Raketen wurden vom Abwehrsystem Eiserne Kuppel zerstört. Am Montag wurde, wobei Ägypten als Vermittler agierte, ein Waffenstillstand verkündet.

PIJ-Führer Ziyad al-Nakhaleh verbrachte das Wochenende in Teheran und traf sich mit Ibrahim Raisi, dem Präsidenten der Islamischen Republik. Was planen sie als nächstes? Was Sie vermuten ist nicht schlechter als das, was ich vermute, wenn auch vielleicht nicht so gut wie das, wie die Vermutungen des Mossad.

Die Israelis haben heute mehr Frieden mit ihren Nachbarn als jemals zuvor. Obwohl sie immer bereit für „Friedensgespräche“ sind, begreifen sie die reaganeske Doktrin, dass Frieden durch Stärke erreicht wird. Und Stärke muss demonstriert werden – wiederholt und konsequent.

Al-Qaida und der PIJ sind hart getroffen worden. Aber weder die eine noch die andere Organisation werden in naher Zukunft „weg“ sein.

Die Al-Qaida wird bald einen neuen Emir haben. Der Spitzenkandidat scheint Saif al-Adel zu sein, ein 62-jähriger ehemaliger Oberst der ägyptischen Spezialkräfte und langjähriger Al-Qaida-Führer, der als Gast des Regimes im Iran gelebt hat.

Was den PIJ angeht, denke ich, die Herrscher des Iran werden ihren Stellvertreter besser wieder aufbauen. Das wird teuer sein, aber die Administration Biden hat diesen Herrschern hunderte Milliarden Dollar angeboten, mit denen sie alle Terror-/Jihad-Organisationen unterstützen können, die sie wollen. Alles, was im Gegenzug von ihnen verlangt wurde, ist ein Versprechen bei ihrem Atomwaffen-Entwicklungsprogramm langsam zu machen. Einem solchen Versprechen zu glauben, wäre ein fataler Fehler.

ISIS-Mitglied unsicher, ob er seine Al-Qaida-Freundin zu den Feiertagen mit nach Hause bringen kann

The MidEast Beast, 18. Dezember 2021

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Wie zu jeder Feiertagssaison, die gerade bevorstehen, können sie eine Zeit intensiver Freude sein, Zeit mit der Familie und Freunden verbringen. Aber sie kann auch eine Zeit der Furcht. Bei vielen Paare in einer frischen Beziehung muss man fragen, ob die Feiertage die richtige Zeit sind, um diese bedeutende Familie des anderen kennenzulernen. Diese Zwickmühle sieht für Terrororganisationen nicht anders aus. Diese Feiertagssaison löst beim ISIS-Mitglied Badhu Mohammed eine Menge Stress aus.

„Sie ist total auf dem Trip: ‚Wann werde ich deine Familie und Freunde kennenlernen?‘ Das belastet unsere Beziehung enorm. Wie bin ehrlich nicht sicher, wie ich erklären soll, dass sie von Al-Qaida ist. Ach, die sind so frühe 2000-er. Das könnte meiner Familie echt intensive Schande bringen“, erklärte al-Badhu Mohammed.

Seine Freundin Amina fragte: „Bin ich ihm peinlich? Ich fange an mich zu wundern. Wenn ich das Thema aufbringe seine Familie an den Feiertagen zu treffen, wechselt er das Thema. Bin ich nicht unterwürfig genug? Ich kann mich ändern.“

Al-Badhu hatte auch Stress, weil er Amina einen Hijab von Victoria’s Secret oder eine Geschenkkarte bei Best Buy gegeben hatte. Er war auch zwiegespalten, wie er die Karte unterschreiben sollte. Beste Wünsche, Frohe Feiertage, von Allah gesegnet?

„Sie hat bereits Pläne für den Jahreswechsel und meine Brüder hänseln mich wegen ihr und machen spöttische Kuss-Geräusche. Muss ich ihre kichernden Schwestern treffen? Das geht alles einfach viel zu schnell.“

US-Abzug aus Afghanistan macht globalen Terrorismus stark

Im gesamten Nahen Osten hat die Erfahrung bewiesen, dass Rückzüge nur die Motivation von Jihadisten-Gruppen stärkt.

Dore Gold, Israel HaYom, 30. August 201

In einer atemberaubenden Äußerung letzten Freitag, mit der er seine Rückzugsentscheidung verteidigte, behauptete Präsident Joe Biden, dass Al-Qaida aus Afghanistan „weg“ sei. Das offenkundige Problem mit dieser Behauptung lautet, dass Biden die Unterstützung des amerikanischen Sichereitsestablishments fehlt, um das zu sagen. Eine Stunde nachdem Biden sprach, erklärte John Kirby, Pressesekretär des Verteidigungsministeriums: „Wir wissen, dass Al-Qaida in Afghanistan präsent ist.“

Ein Bericht des Verteidigungsministeriums an den Kongress vom 17. August erklärt deutlich: „Die Taliban hielten ihre Beziehung zu Al-Qadia aufrecht, boten der Terrorgruppe in Afghanistan eine sichere Zuflucht.“ Ungefähr zur selben Zeit entließen die Taliban 5.000 Häftlinge vom Fliegerhorst Bagram, zu denen aktive Mitglieder von Al-Qaida und dem Islamischen Staat gehörten.

Es gab auch in der westlichen Allianz keinen Konsens zu diesem Thema. Der britische Premierminister Boris Johnson warnte, dass westliche Staaten sich vereinen müssen, um zu verhindern, dass Afghanistan einmal mehr ein Zufluchtsort für internationale Terror-Organisationen wird. Es gab auch regelmäßig Berichte aus dem UNO-Sicherheitsrat, die sich diese Frage ansahen. Im zwölften Bericht ihres Beobachterteams wurde festgehalten, dass „ein beträchtlicher Teil der Führung von Al-Qaida in der Grenzregion von Afghanistan und Pakistan wohnhaft ist“.

Die Präsenz von Al-Qaida wurde nicht nur an der Grenze bestätigt. Der Bericht fährt fort: „Große Zahlen Al-Qaida-Kämpfer und andere extremistische Elemente aus dem Ausland, die sich den Taliban anschlossen, befinden sich in Afghanistan.“ Er macht auch deutlich, dass das keine randständigen Elemente von Al-Qaida sind, sondern der „Kern ihrer Führung“.

Großbritanniens Verteidigungsminister Ben Wallace bestätigte ebenfalls, dass Al-Qaida „vermutlich zurückkommen wird“. Er verweist auf einen UNO-Bericht, der erklärt, Al-Qaida sei in15 afghanischen Provinzen präsent ist. Er ist sich zudem der Tatsache bewusst, dass viele im Westen Afghanistan als „failed state“ betrachten und hält fest, dass Failed States dazu neigen Hauptsitz für Terrororganisationen zu werden.

Der Direktor des britischen Inlands-Geheimdienstes MI5 warnte im Juli, dass Al-Qaida anstreben wird seine Trainingseinrichtungen in Afghanistan wieder einzurichten, sobald sich die Gelegenheit ergibt. Verbündete des deutschen Kanzlerin Angela Merkel im Bundestag verurteilten Bidens Entscheidung sich so schnell aus Afghanistan abzuziehen.

Was bewog also den Drang der USA den militärischen Abzug zu beschleunigen? Viele in Washington verwiesen auf die Vereinbarung zwischen den Taliban und der Administration Trump vom Februar 2020 zum Abzug aller Auslandskräfte aus Afghanistan.

Die Vereinbarung machte allerdings den Abzug von der Umsetzung ihrer Verpflichtungen seitens der Taliban abhängig, Al-Qaida nicht zu erlauben afghanisches Territorium gegen amerikanische Streitkräfte zu benutzen. Teil 2 der Vereinbarung beinhaltet die Verpflichtung der Taliban „jede Gruppe oder Einzelperson, darunter Al-Qaida, daran zu hindern afghanischen Boden zu nutzen, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten oder ihrer Verbündeten zu bedrohen.“

Es gab zudem eine darunterliegende Annahme, die im Westen üblich war. Abzug, so wurde gehofft, würde die Feindseligkeit der Taliban und ihrer Verbündeten reduzieren. Das war aber eine Fehlinterpretation dessen, was die Jihadistengruppe motivierte. Al-Qaida wurde formell gegründet, nachdem die Sowjetunion sich aus Afghanistan zurückzog und sie sich bestätigt fühlten. Abzug stärkt im gesamten Nahen Osten die Motivation dieser Gruppen. Tatsächlich erklärte ein im Juni 2021 dem Sicherheitsrat vorgelegter Bericht der UNO deutlich, dass „trotz Erwartungen verringerter Gewalt 2020 (das Jahr der Vereinbarung der Taliban zum Rückzug) als das gewalttätigste jemals von der UNO in Afghanistan aufgezeichnete war…“

Die israelische Erfahrung war identisch: Als die IDF sich einseitig aus dem Gazastreifen in Übereinstimmung mit dem Abkoppelungsplan der israelischen Regierung zurückzog, gewann die Hamas die Palästinenserwahlen und nahm den Gazastreifen von der Fatah in Besitz. Raketenangriffe auf Israel nach dem Gaza-Abzug nahmen um 500% zu. Um die Kräfte der Jihadisten zu besiegen war es notwendig den Abzug mit einem Handeln zu begleiten, das keinen Zweifel daran lässt, dass das, was ihnen geschah für sie eine Niederlage war. Aber es scheint nicht so, als hätte Präsident Biden eine solche Strategie verfolgt, was den Westen mit einer mächtigter gemachten Al-Qaida zurücklässt, die in den kommenden Jahren bekämpft werden muss.

Muslimisches Durchhaltevermögen vs. westliche Kurzsichtigkeit: Die wahre Lektion aus Afghanistan

Raymond Ibrahim, 17. August 2021

Osama bin Laden, Mullah Muhammad und Aymon al-Zawahiri

In einem Interview aus dem Jahr 2005 wurde al-Qaidas Ayman al-Zawahiri zum Status von Osama bin Laden, dem damaligen Führer von al-Qaida, und Mullah Omar, dem damaligen Führer der Taliban gefragt – der beiden Männer, die am stärksten in die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf die USA verwickelt waren (bin Laden für die Planung, Omar dafür die logistische Hilfe und Zuflucht zur Verfügung stellte).

Es waren vier Jahre vergangen, seit die USA in Afghanistan einmarschiert waren, die Taliban stürzten und Jihadisten aller Couleur in die Flucht geschlagen hatten; und es gab eine ganze Weile nicht einen einzigen Pieps, weder vom Führer der al-Qaida noch vom Führer der Taliban.

Al-Zawahiris Antwort, die ich für mein Buch The Al-Qaida Reader (2007) übersetzte, ist mir immer im Gedächtnis geblieben. Er sagte:

Jihad auf dem Weg Allahs ist größer als jeder Einzelne oder jede Organisation. Es ist ein Kampf zwischen Wahrheit und Lüge, bis Allah, der Allmächtige die Erde und die auf ihr leben übernimmt. Mullah Muhammad Omar und Scheik Osama bin Laden – möge Allah sie vor allem Übel schützen – sind lediglich zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen der Wahrheit [Islam] und Lüge [Nichtislam] die Zeit überschreitet. (S. 182, Hervorhebung hinzugefügt)

Beachten Sie die Anwendbarkeit – wenn nicht gar prophetische Natur – dieser Antwort im Licht der aktuellen Entwicklungen: Vor zwanzig Jahren marschierten die USA – die einzige Supermacht der Welt – in Afghanistan ein, einem der schwächsten und ärmsten Länder; sie arbeiteten ihre Feinde schnell ab und schlugen ihre Zelte auf, betrieben Nation-Building und importierten „Demokratie“; und schließlich eliminierten sie ihre Erzfeinde, Osama bin Laden und Mullah Omar.

Für viele sorglose westliche Beobachter war es ein uneingeschränkter und durchschlagender US-Sieg.

Und doch … und doch haben die USA zwei Jahrzehnte, Milliarden US-Dollar und tausende amerikanischer Soldatenleben später nichts, was sie vorweisen können, sondern Afghanistan wird eine viel größere Bedrohung werden als je zuvor (nicht zuletzt, weil die Taliban – eine „radikalmuslimische“ Gruppe, die gerade das „islamische Emirat“ Afghanistan ausgerufen hat – amerikanische Waffen und Ausrüstung im Wert von Milliarden eroberten).

Was ging schief? Vielleicht kann der folgende Gegensatz – der eher Diktum – helfen: Während Muslime eine langfristige, geduldige Sicht auf die Geschichte haben, haben Westler eine sehr kurze, kurzsichtige Sichtweise; Muslime behalten ihre Gepflogenheiten bei und warten in Momenten der Niederlage auf den richtigen Augenblick („Wir mögen am Boden liegen – solange wir nicht tot sind, sind wir immer noch im Spiel“), Westler hingegen erkennen dem Vorübergehenden zu viel Bedeutung zu – besonderen Errungenschaften oder Markern in Zeit und Raum.

Ein konkretes Beispiel: Die wilde Euphorie, die die Medien nach dem Tod von Osama bin Laden 2011 im Sturm eroberte. Damals erklärte CNNs Sicherheitsanalyst Peter Bergen: „Bin Laden zu töten ist das Ende des Kriegs gegen den Terror. Wir können das jetzt sozusagen ankündigen.“ Bergen bestand darauf, dass die „ikonische Natur von bin Ladens Persönlichkeit“ nicht ersetzt werden kann und riet weiter: „Es ist an der Zeit weiterzugehen.“

Ein weiterer CNN-Analyst, Fareed Zakaria, versicherte uns: „Das ist ein gewaltiger, verheerender Schlag für al-Qaida, die bereits vom Arabischen Frühling verkrüppelt ist. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass dies im wahrsten Sinne des Wortes das Ende von Al-Qaida ist.“

Und doch … und doch ist ein ganzes Jahrzehnt nach bin Ladens Tod nicht nur sein ursprünglicher Rückzugsort, ein von den Taliban beherrschtes Afghanistan, wieder aktiv, sondern auch al-Qaida.

Warum? Zitieren wir wieder Ayman al-Zawahiri, den Führer der Terrororganisation: „Mullah Muhammad Omar und Scheik Osama bin Laden … sind nur zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen Wahrheit [Islam] und Lüge [Nichtislam] die Zeit überschreitet.

Tötet diesen oder jenen Jihadisten; erobert dieses oder jenes muslimische Land; unterstützt diese oder jene Regierung und importiert diese oder jeden westliche Ideologie oder Art zu regieren – solange der Islam gesund und munter ist, wird auch die „Reise des Jihad“ weiter gehen, selbst wenn er ein unmerklicher Puls unter der Oberfläche ist, der sich nur dann  offenbart, wenn die richtige Zeit gekommen ist.

Darauf können Sie immer wetten.

Al-Qaida verklagt die Antifa wegen Copyright-Verletzung

The Mideast Beast, 16. Oktober 2020

Bild aus National Review: Gangs of Berkeley (http://bit.ly/2vz6bjh)

Al-Qaida sagt, die radikal linke Gruppe habe sowohl ihr Aussehen als auch die politischen Ansitzen ohne Genehmigung nachgeahmt; deshalb wurde angekündigt eine Klage gegen die amerikanische Organisation „Antifa“ einzureichen.

„Hört zu, wir machen das ganze ‚schwarz anziehen, Gesicht verhüllten und rumrennen, dass wir Amerika hassen‘ schon seit 20 Jahren“, sagte Al-Qaida-Führer Ayman al-Zawahiri gegenüber dem Mideast Beast. „Dann kommen aus dem Nichts diese Antifa-Deppen mit genau denselben Abläufen und tun so, als hätten sie das erfunden.“

Zawahiri fügte an: „Hört zu, ich glaube, es ist großartig, dass sie unseren Umhang nehmen und unschuldige Journalisten und Zivilisten angreifen, weil die an freie Meinungsäußerung glauben. Aber sie sollten uns Lizenzgebühren zahlen!“

Zur Zeit der Drucklegung sah sich die Antifa Berichten zufolge mit weiteren Klagen vor Gericht konfrontiert, da die Taliban die Gruppe beschuldigte ihre Idee der Zerstörung antiker Statuen gestohlen zu haben.

Al-Qaida verklagt Antifa wegen Copyright-Verstoß

The Mideast Beast, 28. August 2017

Al-Qaida sagt, dass sie sowohl ihr Aussehen als auch die politischen Ansichten ohne Genehmigung nachgeahmt hat, weshalb sie ankündigte die amerikanische „Antifa“-Organisation verklagt zu ahben.

„Hören Sie, wir machen hier das ganze ‚kleide dich schwarz, bedecke dein Gesicht und laufe brüllend herum, dass du Amerika hasst‘-Ding seit zwanzig Jahren“, sagte Ayman al-Zawahiri, der Führer von Al-Qaida gegenüber dem Mideast Beast. „Dann kommen aus dem Nichts diese Antifa-Deppen mit genau demselben Programm daher und agieren als hätten sie das erfunden.“

Zawahiri fügte hinzu: „Hören Sie, ich finde, dass es großartig ist, dass sie unseren Überwurf übernehmen und unschuldige Amerikaner angreifen, weil die an freie Meinungsäußerung glauben. Aber sie sollten uns Lizenzgebühren zahlen!“

Bei Drucklegung sah sich die Antifa Berichten zufolge weiteren Gerichtsverfahren gegenüber, da die Taliban die Gruppe beschuldigt ihre Idee der Zerstörung alter Statuen gestohlen zu haben.

Al-Qaida: „Es wird Zeit, dass Amerika die Frauen zum Schweigen bringt“

The MidEast Beast, 10. Februar 2017

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„Wir könnten nicht glücklicher sein zu sehen, dass die Vereinigten Staaten endlich die Dinge so sehen wie wir“, kommentierte ein Al-Qaida-Führer, als er herausfand, dass Senatorin Elizabeth Warren während einer Debatte um die Nominierung des Generalstaatsanwalts zum Schweigen gebracht wurde. „Frauen sollte nie das Recht haben ihre Meinung zu äußern und es wird Zeit, dass Amerika deswegen etwas unternimmt.“

„Viel zu lange hat Amerika Frauen Rechte gegeben, die sie nicht haben sollten. Es ist erfrischend, dass Präsident Trump und die Republikaner jetzt das Ruder übernehmen und Frauen in die Schranken weisen.“

Gemäß dem Al-Qaida-Führer können sie nachvollziehen, dass es dauern wird die Frauenrechte in einem Land komplett zurückzuschrauben, das so weit vom Kurs abgekommen ist, aber sie haben Trump und seiner Administration ihre volle Unterstützung angeboten. „Wir werden tun, was immer nötig sein wird, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um den Frauen ihre Rechte zu nehmen, von denen sie glauben, sie würden sie verdienen und sicherzustellen, dass sie, wie ein Hund, zu gehorchen und still zu sein haben.“

Wir baten Pressesprecher Sean Spicer um einen Kommentar und er sagte: „Der Präsident tut alles in seiner Macht Frieden mit den Nahen Osten zu schaffen und Amerika sicher zu machen. Das beweist, dass sein Plan funktioniert und er freut sich darauf eng mit Al-Qaida zusammenzuarbeiten, von denen er behauptet, sie würden von den Lügenmedien ständig ungerechtfertigt kritisiert.“