Israelis akzeptieren blind die Sprache und das Narrativ des Feindes

„Intifada“, „Hudna“, „Jihad“ – eine zunehmende Zahl Israelis übernehmen im Biotop der anderen Seite geschaffene und ausgegorene Begriffe, ohne darauf zu achten, was sie mit sich bringen.

Yitzhak Dahan, Israel HaYom, 6. April 2022

Viele in Israel wünschten ihren Brüdern letzte Woche „Ramadan Karim“, ohne zu verstehen, dass dies nicht eben das Gleiche ist, wie jemand anderem einen frohen Feiertag zu wünschen. Im Allgemeinen übernimmt eine zunehmende Anzahl Israelis Begriffe, die im Biotop der anderen Seite geschaffen und ausgegoren werden, ohne darauf zu achten, was das mit sich bringt.

Das ist kein „natürlicher“ Prozess. Die Menschen hinter diesem Trend sind die Vorbild-Personen, insbesondere Persönlichkeiten aus den Medien und der akademischen Welt, die scheinbar planlos einen Punkt machen: Arabische Israelis gehen nirgendwo hin und jeder würde daher profitieren, sollten wir unseren Nachbarn über die Sprache anerkennen. Theoretisch haben sie recht. Das ist komplett eine Sache der Funktion. In der Praxis jedoch liegen sie falsch.

Bis in die späten 1970-er Jahre gab es in der arabischen Sprache nichts „Palästinensisches“. Doch seitdem haben die prägenden Personen sich Mühe gegeben einen Unterschied zwischen arabischen und palästinensischen Identitäten zu beweisen: Araber in Judäa und Samaria und vielleicht arabische Israelis selbst sind eine eigenständige nationale Einheit aus dem arabischen Kollektiv und als solches verdienen sie diese und jene Rechte.

Dieser Schluss mag Sinn machen, wäre da nicht die Tatsache, dass dieselben prägenden Personen, die diese Unterscheidung machten, sie selektiv anwenden.

Wenn zum Beispiel die beduinischen Bürger, Einheimische des Landes, durch einen Zaun brechen und Gewalt anwenden, verschwinden ihre arabischen und palästinensischen Identitäten plötzlich und sie werden als „Jugendliche“ beschrieben. Das bedeutet, dass es nicht Kultur oder Nationalismus sind, die hinter der Gewalt stecken, sondern das Alter der Kriminellen. Es handelt sich bei ihnen immerhin um launenhafte Jugendliche.

1987 erlebten die israelischen Bürger die Ereignisse der Ersten Intifada, wozu Steinwürfe und Messerstiche gehörten. Vor diesem Hintergrund trafen wir zum ersten Mal in der Geschichte auf Reporter in Israel, die die Begriffe beiseiteschoben, die etwa ein Jahrhundert lang auf dem zionistischen Regalbrett gestanden haben. Statt Krawallen bekamen wir den Begriff, den der Feind verwendete. Intifada. Die Definition dieses Begriffs ist einfach: Aufstand. Die Verwendung des Begriffs „Intifada“ ist nicht unschuldig, sondern bringt stattdessen politischen Folgen mit sich. Da es sich um einen Aufstand handelt, was Loslösung von der Position der Toleranz und Unterordnung unter die Herren bedeutet, jedenfalls nach europäischer Denkart, dann ist dies eine „logische“ Reaktion und vielleicht ist die Gewalt des Feindes verständlich.

Als nächstes: Für viele in Israel ist „Jihad“ ein heiliger Krieg, der als bewaffneter Kampf ausbricht. In Wirklichkeit ist Jihad ein heiliger Krieg innerhalb des Rahmenwerks, in dem eine Vielzahl von Mitteln eingesetzt wird, darunter Wirtschafts- und Kultur-Boykotte. Entscheidungsträger und Politiker in Israel sind sich dieser breiten Definition nicht bewusst und kommen daher zu einer Strategie, die aus ihrem fehlenden Verständnis eine Strategie erwächst.

In Israel nimmt der Begriff „hudna“ Bezug auf einen Waffenstillstand oder vorläufige Einstellung der Kämpfe. Zumindest für die Israelis heißt das Verständnis, dass dieser Begriff die Möglichkeit bietet, dass der vorläufige Waffenstillstand eines Tages zu einem dauerhaften wird. Folglich wird eine bestimmte Verhandlungsstrategie verwendet. Aber auf der anderen Seite hat eine hudna, die in der muslimischen Geschichte und Religion eingemeißelt ist, eine andere Bedeutung: „Wir stimmen euch nicht zu, aber wir werden eine Waffenruhe akzeptieren. Zu gegebener Zeit werden wir aber nicht zögern zuzuschlagen.“

Könnte das einfach ein natürlicher Prozess sein, in dem das Eindringen von Begriffen aus der arabischen Sprache ins Alltagshebräisch natürlich ist und schlicht eine, mit der wir leben können? Nein. Eine Situation, in der wir untätig daneben sitzen, könnte sich als Fehler herausstellen, da manchmal fehlende kulturelle Übersicht über einen Prozess – bestenfalls – für die Gruppe einzigartig sein könnte oder – schlimmstenfalls – die blinde Akzeptanz des Narrativs des Feindes wäre.

Um das zu vermeiden, muss etwas Einfaches getan werden: Wir müssen die Wahrheit lernen, die die Struktur der Bedeutung ist, die die Gruppe einmalig macht. Hierfür müssen wir akademische Konferenzen und Dialog in Knessetausschüssen fördern und zum Lernen der arabischen Sprache ermutigen. Kultur ist in der Sprache verborgen. In der Tat gibt es das Risiko, dass Vorbild-Personen die Initiative boykottieren und als rassistisch etikettieren werden. Das spielt keine Rolle. Da einzige, was zählt, ist, dass wir keine Angst haben.

Manchmal muss man einfach über die Dinge staunen, die bei Übersetzungen falsch rüberkommen

David Lange, Israellycool, 18. Februar 2022

In der israelischen Supermarkt-Kette Oscher sind zum Verkauf ausgestellte Ironman-Puppen gesehen worden. Allerdings mit einer kleinen Verdrehung.

Das Schild lautet übersetzt „Roter Spiderman“ (Spinnenmann).

Oscher Ad ist hauptsächlich auf Kundschaft bei den Charedim („Ultraortodoxe“ wem ein besserer Begriff fehlt), denen wahrscheinlich die Avengers oder Ironman nicht allzu vertraut sind. Aber irgendwie haben sie von Spiderman gehört. Ich bin nicht sicher weshalb, aber vielleicht haben sie ihn irgendwo gesehen.

Hebräische Fehlübersetzung vom Federvieh

David Lange, Israellycool, 26. November 2021

Warum überquerte das israelische Huhn die Straße?

Um etwas Respekt zu bekommen!

Das Wort “כָּבֵד” – das hier geschrieben steht – bedeutet „Leber“. “עוֹף” bedeutet „Huhn/Hühnchen“. Die korrekte Übersetzung lautet als „Hühnerleber“. Aber das Restaurant übersetzte das Wort “כָּבוֹד”, was „Respekt“ bedeutet.

Also hat entweder jemand das Wort, das übersetzt werden sollte, falsch geschrieben oder jemand von PETA war in das Restaurant eingedrungen. Angesichts der anderen Übersetzungen entscheide ich mich Option 1.

Nicht, dass sie Zuhause über eins davon etwas schreiben würden. „Includin chips of vegetables“ (einschließlich Gemüsechips) müssten „dazu Pommes oder Gemüsesalat“ übersetzt werden; „steak meat“ (Steakfleisch) müsste „Beef Steak“ heißen und „Steak bone“ (Steak-Knochen) müsste „T-bone Steak“ übersetzt werden.

Update: Das passiert, wenn man die Hühner nicht respektiert.

Die eine Sache, die die meisten Menschen schrecklich finden, die Israelis aber feiern

Israelis feiern vieles. Abe es gibt etwas, das sie feiern, das andere sich eher weg wünschen: Regen.

Lea Rosenberg, Israel Unwired, 4. November 2021

Israelis feiern Regen in Israel

Regen ist nicht immer angenehm. Aber in Israel ist er in den Herbst- und Wintermonaten besonders nötig und kritisch. An vielen anderen Orten der Welt ist Regen üblich – und wird auch gefürchtet. Menschen regen sich auf; der Regen verdirbt ihnen den Tag. Er ruiniert ihre Pläne. Und in Israel feiern die Israelis den Regen. Man weiß, dass er für die Landwirtschaft und das Land entscheidend ist. Tatsächlich ist er so wichtig, dass Juden sogar besondere Gebete für den Regen sprechen und Gott anflehen dem heiligen Land eine Regenzeit zu geben.

Wie schön ist das? Wir beten um Regen! Wir verlassen uns darauf, dass Gott uns etwas gibt, das so grundlegend und offensichtlich erscheint; so natürlich. Aber die Regentropen werden nur fallen, wenn Gott es anordnet. Wir müssen Ihn um diese Regentage bitten.

Als Menschen aus anderen Ländern nach Israel ziehen, ist das etwas, an das sie sich gewöhnen müssen – den Regen zu feiern. Viele finden ihn lästig und hoffen, er hört auf. Aber in Israel denkt man anders. Die Menschen müssen lernen den Regen nicht nur zu akzeptieren, sondern ihn anzunehmen. Ihn zu lieben. Um ihn zu beten. ER ist wahrlich ein Segen. Ohne ihn kann Israel nicht überleben.

Wenn Sie also das nächste Mal in Israel sind und es regnet in den Herbst- und Wintermonaten, dann beschweren Sie sich nicht, dass er ihnen den Tag verdirbt, sondern danken sie Gott, dass er den Regen schickt! Seien Sie dankbar, dass Er Israel mit dem versorgt, was es braucht.

Der Hundeflüsterin von Efrat

Kay Wilson, Israellycool, 30. August 2021

Ob wir das mögen oder nicht: Israel hat die Angewohnheit uns zu verändern. Es ist ein Ort, an dem „die Träume, die wir wirklich haben, wahr werden“ und es ist ein Ort, an dem wir niemals geträumt hätten, dass wir tun würden, was wir tun. Dafür gibt es vermutlich kein besseres Beispiel als Leora Hyman. Das Leben der in den USA geborene frühere Einzelhändlerin und Visagistin Leora verwandelte sich unerwartet vom Pudern hübscher Gesichter zur Ausbildung großer und knurrender Arbeitshunde. Gelegentlich wurde die religiöse, schlanke, furchtlose 56-jährige gefilmt, wie sie von der schieren Kraft und dem rücksichtslosen Instinkt unserer wilden Lieblingsbestien umgerissen wurde.

Die seit 15 Jahren in Israel lebende Leora und ihr Ehemann Jerry haben drei Kinder, die alle als Kampfsoldaten in Luftwaffe und Armee gedient haben. Als Fitnesstrainer für Leute mit Rückenverletzungen hat Jerry sein eigenes Fitnessstudio und bereitet junge Menschen körperlich auf den Militärdienst vor. Die Familie zog von Boston nach Efrat im biblischen Judäa. Efrat war der Ort, wo sie leben wollten. Es war nicht nur das nach Hause kommen und in der angestammten Heimat zu leben; sie leibten das Schulsystem, die Winter auf den Hügeln und über allem war der blaue Himmel. Leora war zufrieden mit ihrer Arbeit und hätte sich vor ein paar Jahren nicht vorstellen können, was sie heute macht. Es war einfach eines dieser Dinge. Ausgerechnet in Efrat stolperte sie über einen Unterschlupf für wilde und streunende kanaanitische Hunde.

Zwischen der Arbeit und dem Aufziehen der Familie begann sie Freiwilligenarbeit zu jeder ihr möglichen freien Stunde. Es war ein im Himmel geschlossener Bund und es dauerte icht lange, bis Leoras soziale Medien begannen sich mit Welpenvideos zu füllen. Das war ein großartiger Weg zu versuchen den Hunden zu helfen ein Zuhause zu finden. Bald gab es Videos von glücklichen Hunden, die die Gesichter ihrer glücklichen neuen Besitzer ableckten. Damit hörte es aber nicht auf. Sucht ist Sucht. Als nächstes kamen Videos der Hunde, die von der Familie angenommen wurden, die wenigen Glücklichen, die sich ins Herz ihrer Familie kuschelten, in der Lotterie gewannen und dann abgöttisch geliebt wurden und unter dem blauen Himmel von Efrat herumlagen.

Für die Hundeflüsterin von Efrat ist die Arbeit mit Hunden mehr als ein Job. Sie ist eine tägliche Lektion persönlichen Wachsens. Leora glaubt fest, dass ein Hund, damit er gesund ist, auf eine gesunde Weise geliebt werden muss. Gesunde Liebe ist eine Mischung aus Grenzen und Zuneigung. Das eine ohne das andere hemmt ihr Wachstum und stellt Muster und zukünftige Problem dar. Was für Hunde gilt, gilt auch für Menschen. Liebe und Grenzen setzen funktioniert in beide Richtungen. Hunde und ihre Besitzer lehren einander ruhig zu sein. Für Leora und jeden, der einen Hund besitzt, ist die Beziehung eine Verkörperung bedingungsloser Liebe, Vertrauen und das größte Vergnügen, das das Leben zu bieten hat.

Video aus israelischem Zoo zeigt Elefanten, die ein Elefantenkalb während der Raketenangriffe beschützen

In einem Videoclip aus dem Ramat Gan Safari drängt sich eine Gruppe Elefantenkühe um ein Jungtier, als im Hintergrund die Sirenen heulen und Raketenexplosionen zu hören sind.

Stuart Winer/Times of Israel Redaktion, 24. Mai 2021

Vom Bildschirm abfotografiert: Elefanten im Ramat Gan Safari reagieren während eines Raketenangriffs aus dem Gazastreifen, Mai 2021 (Facebook)

Ein vom Ramat Gan Safari veröffentlichtes Video zeigt, wie eine Herde Elefanten wärhend eines Raketenangriffs aus dem Gazastreifen letzte Woche einen Schutzring um ein Kalb bildet.

In dem Freitag veröffentlichten Clip sind im Hintergrund vor einfliegenden Raketen warnende Sirenen zu hören.

Die Elefanten kamen aus dem gesamten Gehege zusammen, um sich um das 14 Monate alte Elefantenkalb Pele herum aufzustellen.

Im weiteren Verlauf des Videos sind Raketen des Verteidigungssystem Eiserne Kuppel zu hören, wie sie in den Himmel zischen, gefolgt von den lauten Explosionen entweder beim Abfangen oder bei möglichen Einschlägen der Gaza-Raketen am Boden.

Während die Elefanten unbeeindruckt zu sein schienen, ist eine verängstigte Frau zu hören, die während des Raketenangriffs wiederholt „Fuck“ sagt.

Gury Kfir, Leiter der Elefantenpflege im Safari, sagte, das Verhalten sei „sehr natürlich für Elefanten in der Wildnis“.

„Wenn sie sich in Gefahr fühlen, konzentrieren sie die Kälber in ihre Mitte, umringen sie und bilden eine Art Schutzwall“, sagte er.

Kfir sagte, dasselbe passiert an Israels Holocaust-Gedenktag und am Gefallenen-Gedenktag, wenn Sirenen heulen, um den Beginn der Gedenkminute zu verkünden.

Auf ähnliche Weise werden Elefanten sich auch um eine Mutter sammeln, während sie gebiert. „um ihre Augen und Schutz zu sein“, sagte er.

Kfir erklräte, dass das Verhalten während der Sirenen vermutlich die Folge davon ist, dass Elefanten besser hören als Menschen und weil sie über ihre Füße seismische Vibrationen besser spüren können.

„Wenn etwas am Boden geschieht, selbst Kilometer weit entfernt, dann merken sie das und übersetzen das Ereignis als mögliche Gefahr“, sagte Kfir.

Die Elefanten waren einer echten Gefahr ausgesetzt. Eine Woche zuvor traf eine Raketen den Safari und verletzte einen Affen.

Schaden nachdem eien Raketen aus dem Gaazstreifen im Ramat Gan Safari einschlug, 15. Mai 2021 (Bildschirm abfotografiert, YNet)

Ein Schopfmakak wurde verletzt gefunden; anfangs glaubte man, dass sei eine nicht damit in Zusammenhang stehende Verletzung, später aber zeigen Röntgenaufnahmen, dass der Primat von Raketenschrapnell getroffen worden war.

Dr. Yigal Hofowitz, Chefveterinär des Tierparks, sagte, der Affe wurde operiert, um die Splitter zu entfernen.

Dieselbe von Terroristem aus dem Gazastreifen gefeuerte Trommelfeuer-Salve tötete einen Mann in seinen 50-ern in seinem Haus in der Nähe.

Ein schwarzer Makak der Safari wurde von Splittern einer Rakete getroffen, die im Tierpark einschlug. Er wird in einem Tierkrankenhaus operiert. (Foto: Chen Zakai)

Am frühen Freitagmorgen begann eine Waffenruhe und brachte 11 Tage Kämpfe zu Ende, währen der palästinensische Terroristen mehr als 4.300 Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel schossen; dieses reagierte mit intensiven Luftangriffen auf terroristische Infrastruktur in der von der Hamas kontrollierten Enklave.

Palästinensische Foodtrucks bieten einen seltenen Lichtblick, während die Westbank vom Virus hart getroffen ist

Da Restaurants wegen der Gesundheits-Einschränkungen zumeist geschlossen sind, haben die Fahrzeuge unternehmerischen Geschäftsleuten ein Möglichkeit gegeben weiterzuarbeiten.

Nasser Nasser, Times of Israel, 28. September 2020

Emad Abdeljawwad verkauft in Ramallah gebratene Hotdogs und Getränke aus einem umgebauten Transporter heraus, 23. Sept. 2020. Da die Restaurants zumeist wegen Gesundheitseinschränkungen geschlossen sind, haben Foodtrucks unternehmerischen palästinensischen Geschäftsleuten ermöglicht einen Weg zu finden weiter zu arbeiten. (AP/Nasser Nasser)

Die Coronavirus-Krise hat die Restaurants in der Westbank hart getroffen. Aber ein Teil des Gastrogewerbes widersetzt sich dem Trend: Foodtrucks.

Weil die meisten Restaurants wegen der gesundheitlichen Einschränkungen geschlossen sind, haben Foodtrucks unternehmerischen Geschäftsleuten einen Weg eröffnet weiter zu arbeiten. Das ist ein seltener Lichtblick in einem Gebiet, wo Arbeitslosigkeit deutlich über 20 Prozent liegt.

Issa Hadsch Yasin, ein Ingenieur-Student, öffnete seinen ersten Foodtruck vor der Coronakrise, um ein Einkommen zu haben, mit dem er seine Universitätsgebühren und Lebensunterhalt bezahlen kann.

Das Geschäft stoppte in den ersten Monaten der Krise, öffnete aber wieder, als die Pandemie sich verschlimmerte. Heute hat sich das Geschäft verdoppelt.

Emad Abedljawwad verkauft in Ramallah Hotdogs und Getränke aus einem umgebauten Transporter heraus; 23. Sept. 2020 (Foto: AP/Nasser Nasser)

„Heute habe ich sechs Angestellte, die in zwei Vans arbeiten und ich bereite einen neuen Van vor, der weitere vier Angestellt haben wird“, sagte Haddsch Yasin. Der Truck parkte am Straßenrand auf einer zentralen Straße in Ramallah, während Arbeiter Hotdogs brieten und Kunden auf ihre Bestellungen warteten.

Moahmmed Schkukani ist ein weiterer Unternehmer, der in Ramallah einen Kaffee-Van betreibt. Er sagt, der Wagen sei sein erstes Unternehmen. Er mag die Flexibilität, die es ihm ermöglicht seinen Laden zu bewegen. „Wenn mir an einem Ort ein politisches oder wirtschaftliches Problem begegnet, kann ich einfach woandershin fahren“, sagte er.

Ein Schweißer baut in Ramallah einen Van zu einen Foodtruck um; 22. Sept. 2020 (Foto: AP/Nasser Nasser)

Die Pandemie kommt zu einer für die palästinensische Wirtschaft schweren Zeit. Sie wuchs nach Angaben der Weltbank 2019 nur um 1% und soll 2020 zwischen 7,6% und 11% schrumpfen. Es wird erwartet, dass die international gestützte palästinensische Autonomiebehörde, die Teile der Westbank regiert, vor einer Finanzierungslücke steht.

Nach dem relativen Erfolg den Virus im Frühjahr in Grenzen zu halten, hat das Gebiet eine ähnliche Kurve genommen wie die Israels mit einem Anstieg der Fälle nach einem Lockdown, der die PA zwang im Juli einen zehntägigen Lockdown anzuordnen. Die PA hat inzwischen mehr als 35.000 Fälle und mehr als 250 Tote in der Westbank berichtet.

Mehr als ein Viertel der Palästinenser lebte vor dem Virus in Armut. Die Weltbank sagt, dass die Zahl in der Westbank wahrscheinlich um 30% gestiegen ist.