Abbas-Berater preist Nazi-Kollaborateur als „Vorbildcharakter” – ehemaliger Mufti von Palästina Haddsch Amin Al-Husseini

Nan Jacques Zilberdik/Itamar Marcus, Palestinian Media Watch, 12. Juli 2019

Der bekannte Nazi-Kollaborateur, der ehemalige Mufti von Palästina Haddsch Amin al-Husseini, wurde von Abbas‘ Berater für religiöse Angelegenheiten und islamische Beziehungen, Mahmud al-Habbasch, offen geehrt.

Im Zweiten Weltkrieg zog Al-Husseini nach Berlin, wo er mit Hitler zusammenarbeitete und die Kriegsanstrengungen der Nazis aktiv unterstützte. Al-Husseini stand auf Jugoslawiens Liste der gesuchten Kriegsverbrecher und war verantwortlich für eine muslimische SS-Division, die tausende Serben und Kroaten ermordete. Als die Nazis anboten einige jüdische Kinder freizulassen, bekämpfte al-Husseini ihre Freilassung und als Resultat davon wurden 5.000 Kinder in die Gaskammern geschickt.

Amin al-Husseini bei einem Treffen mit Hitler (Dezember 1941)

Diese Woche, zum Jahrestag seines Todes, postete Abbas‘ Berater ein Foto Al-Husseinis und pries ihn als „Vorbildcharakter“:

Text des Eintrags: „An diesem Tag, dem 4. Juli 1974, starb der große palästinensische nationale Führer, der [ehemalige] Mufti Palästinas und Leiter des Arabischen Hohen Komitees, Haddsch Amin Al-Husseini – der viele Jahren lang den palästinensischen Kmapf gegen die britische und israelische Besatzung führte. Unsere Führer sind unsere Vorbilder.“
[Facebookseite von Mahmud Al-Habbasch, 4. Juli 2019; Hervorhebung hinzugefügt]

Al-HAbbaschgs Lob ist allerdings kein Einzelfall. Die PA hat mindestens eine Schule nach dem Nazi-Kollaborateur benannt – die Amin Al-Husseini-Grundschule in El-Bireh; der aktuelle PA-Mufti hat seinen Vorgänger mit dem Niederlegen eines Kranzes an seinem Grab geehrte und die Nationalen Sicherheitskräfte der PA haben auf Facebook auf Al-Husseini aufmerksam gemacht.

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Die Nazi-Wurzeln des palästinensischen Nationalismus

Adam Eliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 8. April 2019

Sie sagen: Kommt, wir tilgen sie aus, dass sie kein Volk mehr sind, des Namens Israel werde nicht mehr gedacht. Einmütig haben sie sich beraten, einen Bund gegen dich zu schließen: die Zelte Edoms und die Ismaeliter,… (Psalm 83,5-7, Zürcher Bibel)

Haddsch Amin al-Husseini, besser bekannt als Großmufti von Jerusalem, mit Nazi-SS-Offizeren im November 1943 (Foto: deutsches Bundesarchiv/JNS)

Es ist unbestreitbar, dass sich während des Zweiten Weltkriegs viele Muslime mit Deutschland verbündeten und Hunderttausende von ihnen für die Nazis kämpften. Man könnte argumentieren, dass sei Folge ihrer gemeinsamen Feinde gewesen: dem britischen Empire, der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika.

Obwohl das für viele muslimische Länder, die sich aus pragmatischen und strategischen Gründen auf die Seite Deutschlands stellten, eindeutig stimmt, deutet bezüglich der Palästinenser ein Blick auf die Verbindung zwischen den Wurzeln des palästinensischen Nationalismus und dem Aufstieg der Nazis darauf hin, dass stärker vertretbar ist, dass diese Allianz auf gemeinsamen Philosophien und einem Hass ihrer größten gemeinsamen Nemesis gründete: den Juden.

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu wurde weithin kritisiert, weil er in einer Rede vor dem World Zionist Congress (WZC) 2015 auf den Judenhass verwies, der die Herkunft des palästinensischen Nationalismus mit dem Nationalsozialismus verbindet. Darin schrieb der dem Palästinenserführer Haddsch Amin al-Husseini zu, Hitler überzeugt zu haben alle Juden zu töten.

„Hitler wollte zu dieser Zeit die Juden nicht auslöschen, er wollte die Juden vertreiben“, sagte Netanyahu vor dem WZC. „Und Haddsch Amin al-Husseini ging zu Hitler und sagte: ‚Wenn Sie sie vertreiben, werden sie hierher (nach Palästina) kommen.‘ Nach Angaben von Netanyahu fragte Hitler daraufhin: ‚Was sollte ich mit ihnen machen?‘, und der Mufti antwortete: ‚Verbrennen Sie sie.‘“

Obwohl Netanyahu von den linken Medien für diese Kommentare kritisiert wurde, hat seine Behauptung eine historische Grundlage. Dieter Wislicency, einer von Adolf Eichmanns Stellvertretern, behauptete das bei den Nürnberger Prozessen nach dem Krieg ebenfalls. Dass Wislicenys Behauptung korrekt ist, wird von vielen Historikern angefochten, obwohl bekannt ist, dass al-Husseini Hitler in Deutschland während des Kriegs besuchte und auf der Höhe seines Betriebs Auschwitz besucht haben könnte.

Ebenfalls gut dokumentiert ist, dass al-Husseini von Hitler eine Versprechen einforderte und erhielt, keinen aus Europa fliehenden Juden zu erlauben in Palästina anzukommen, ein Plan, der von der englischen und der amerikanischen Regierung initiiert wurde. Das führte zweifellos dazu, dass viele Juden nicht in der Lage waren zu fliehen und in den Todeslagern der Nazis starben.

Forschungergebnisse haben gezeigt, dass er Holocaust sich beinahe bis ins Heilige Land ausbreitete. 2006 fanden Historiker an der Universität Stuttgart in ihren Studien in Nazi-Archiven heraus, dass eine in Athen stationierte SS-Einheit den Auftrag hatte der Front der Invasionstruppen in Palästina zu folgen und dann rund 500.000 europäische Juden zusammenzutreiben und zu ermorden, die dort Zuflucht gefunden hatten. Das war der Nahost-Teil der Endlösung.

„Der wichtigste Nazi-Kollaborateur und ein absoluter arabischer Antisemit war Haddsch Amin al-Husseini, der Mufti von Jerusalem“, sagten die Forscher und merkten an, dass al-Husseini und Heinrich Himmler, der Nazi-Führer, dem die größte Verantwortung für die Bemühungen zur Auslöschung der Juden zugeschrieben wird, sich hierfür oft trafen.

„Die Niederlage Rommels durch die Alliierten Ende 1942 hatte die Ausdehnung des Holocaust nach Palästina verhindert“, schlossen die Forscher.

Al-Husseinis Hass auf die Juden war so groß, dass er die Palästinenser im britischen Mandat aufhetzte Pogrome zu begehen. Selbst als al-Husseini 1941 in den Irak ins Exil musste, hetzte der zu Gewalt gegen die große jüdische Gemeinschaft dort auf.

Die Bewunderung, die al-Husseini für Hitler hatte, beruhte auf Gegenseitigkeit. Während er den Katholizismus als schwache, verweichlichte Religion verurteilte, pries Hitler den Islam als starke, aggressive, soldatische Religion. Albert Speer, Hitlers Minister für Bewaffnung und Kriegsproduktion, schrieb in seinen Memoiren über seine Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg; darin hielt er Hitlers Denkreisen fest.

„Sehen Sie, es ist unser Unglück, die falsche Religion zu haben“, soll Hitler nach Aussage Speers regelmäßig gesagt haben. „Warum hatten wir nicht die Religion der Japaner, die das Opfer für das Vaterland als höchstes Gut ansehen? Auch die mohammedanische Religion wäre für uns weit passender gewesen als das Christentum. Warum musste es das Christentum mit seiner Sanftmut und Schlaffheit sein?“

Dieses Erbe des Judenhasses wurde weitergegeben, fand seinen Weg in die Ursprünge der palästinensischen Autonomiebehörde. Al-Husseini traf 1946 einen jungen Yassir Arafat, später Führer der palästinensischen Befreiungsorganisation und ersten Präsidenten der PA. Es war an diesem Punkt, dass Arafat sein Schützling wurde, die Angelegenheit übernahm und schließlich die Führung des palästinensischen Nationalismus.

Diese Union zwischen den Idealen der arischen Herrenrasse des Nationalsozialismus und den sehr semitischen Palästinensern erscheint merkwürdig. Rabbi Pinchas Winston, ein produktiver Endzeit-Autor, beschreibt hingegen seine klaren Wurzeln in der Bibel und seine Funktion beim Herbeiführen des Messias.

„Die Araber wurden von den Nazis ausgebildet. Die Nazis wurden besiegt, die Araber aber nicht. Die Araber sind ihre Fortsetzung“, sagte Rabbi Winston gegenüber Breaking Israel News. „Das kann man grafisch in der antiisraelischen Propaganda der Araber sehen, die mit der antisemitischen Propaganda identisch ist. Die Palästinenser waren eine Kreation der arabischen Welt, einfach nur um über Politik und Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen, was ihnen militärisch nicht gelang.“

Winston zitierte die Grundlage für diese Verbindung, man kann sie in Kol Hator finden (Die Stimme der Turteltaube), geschrieben von Rabbi Hillel Rivlin aus Schklow. Das Buch stellt die Lehren zum Prozess des Messias von Rabbi Elijah ben Solomon Zalman dar, dem herausragenden Gelehrten des 18. Jahrhunderts, der als Gaon von Wilna bekannt war.

„Es gibt drei Klipot (Schalen der Unreinheit): Esau, Ismael und Erew Raw (gemischte Vielzahl)“, erklärte Rabbi Winston. „Der Erew Raw arbeitet daran Esau und Ismael zusammenzubringen, um das jüdische Volk zu vernichten.“

Winston erklärte, dass das das jüdische Konzept eines Messias zwei Stufen hat, der mit dem Moschiach (Messias) aus dem Haus Josef beginnt, ein praktischer Prozess, zu dem der Aufbau des Landes Israel und die Sammlung der Exilanten gehört. Der Moschaich aus dem Haus David ist ein Wunderprozess, der in der Vollendung des Dritten Tempels und der Wiederauferstehung der Toten gipfelt.

„Ismael von der Seite der Klipa (Unreinheit) ist der unreine Hamor (Esel), der dem Moschiach ben David auf der Seite der Keduscha (Heiligkeit) entspricht“, erklärte Rabbi Winston. „Der Moschiach ben Josef ist die Heiligkeit, die der Unreinheit des Esau auf der Seite des Schor (Bullen) entspricht. Esau kommt, um den Moschiach ben Josef zu vernichten, so wie Ismael kommt, um den Moschiach ben David zu vernichten. Sie arbeiten Hand in Hand, um den Moschiah ben David vom Moschiach ben Josef zu trennen.“

Der Rabbi erklärte, dass dies im Krieg von Gog und Magog gipfelt, einem Bündnis aus Esau und Ismael. Sie kommen zusammen gegen Israel, obwohl sie immer noch miteinander zerstritten sind.

„Diese Beziehung zwischen Esau und Ismael wird vom Erew Raw unterstützt und aktiviert, der heute aus vielen Linken und Liberalen besteht, sogar aus Juden, die, wie der Erew Raw aus Ägypten kamen und dran arbeiten Israel zu untergraben und die Geula (Erlösung) zu verhindern. Der Zohar sagt, als Moses den Erew Raw aus Ägypten holte, besiegelte er das Schicksal des jüdischen Volks bis zum Moschiach. Moses wird in jeder Generation zurückkommen, nur um den Erew Raw in Ordnung zu bringen.“

Rabbi Winston merkte an, wie diese Beziehung Esau-Ismael ein unerlässliches Element der Verbindung zwischen den Palästinensern und dem Nationalsozialismus ist.

„Der Punkt ist, dass die Verbindung zwischen den Palästinensern und Muslimen zu den Nazis nicht nur eine Zweck-Beziehung war“, sagte Winston. „Esau und Ismael sind untrennbar miteinander verbunden und diese Verbindung hat kabbalistische Wurzeln mit Moschiach-Konsequenzn. Das ist der Grund, dass Esau Machala heiratet, die Tochter Ismaels; um eine böse Allianz gegen die Nachkommen Jakobs zu schmieden.“

Obwohl in rabbinischen Quellen allgemein Übereinstimmung besteht, dass Ismael heute vom Islam und der arabischen Welt repräsentiert wird, ist Esau zu identifizieren heute etwas komplizierter.

„Esau hat drei Komponenten: eine geschäftliche, eine religiöse und eine rüpelhafte“, erklärte Winston. „Russland ist eindeutig der Rüpel Esau, mit dem schwer umzugehen ist, aber das ist immer noch möglich. Rom ist der religiöse Esau. Amerika ist der Geschäftsmann Esau, mit dem man schachern kann.“

Rabbi Winston vermerkte, dass Esau regelmäßig als die Christenheit identifiziert wird, da die Kirche aufzublühen begann, nachdem sie ihr Zentrum in Rom hatte, der Nation, die am engsten mit dem biblischen Esau identifiziert wird. Aber der Rabbi betonte, dass nicht von der gesamten Christenheit prophezeit wird, in der Endzeit eine negative Funktion zu erfüllen.

Winston zitierte einen Abschnitt des Talmud, in dem dem römischen Kaiser Antonius gesagt wurde, dass er es verdiente, dass die zu ihm Welt kam, weil er freundlich zu den Juden und zu Rabbi Jehudah HaNasi war (der die Mischnah zusammenstellte). Der Rabbi versicherte ihm, für seine Taten würde er es verdienen, dass die Welt kommt. Antonius gab der Sorge Ausdruck, dass die letztliche Vernichtung Esaus vorhergesagt wurde. Rabbi Jehudah HaNasi erklärte, dass Esau (d.h. Rom) schließlich wie vorhergesagt vernichtet werden würde, aber nur der Teil von Esau, der die Rolle des Esau als Zerstörer erfüllte.

„Das ist eine Quelle für das Konzept des gerechten Heiden“, erklärte Rabbi Winston. „Das sehen wir heute in den Christen, die Israel unterstützen.“

Mittelisrael: Der letzte Tango in Paris

Amotz Aza-El, Jerusalem Post, 21. Novemer 2015

Wie frühere Palästinenserführer, die verhängnisvollen Bündnisse suchten, stieg Mahmud Abbas genau in dem Moment auf den islamistischen Tiger, als der der Feind der Welt wurde.

Als er zu seiner fünften Hochzeit ankam, hatte der ugandische Diktator Idi Amin Zehntausende seiner Büger ermordet, darunter eine Menge Generale, Politiker und Richter; daneben hatte er mehr als 50.000 Asiaten vertrieben, was dazu führte, dass seine Wirtschaft ruiniert war.

Die Hochzeit – Teil der acht ereignisreichen Jahre eines extravaganten, unberechenbaren und unbarmherzigen Diktators an der Macht – ist lange schon vergessen und wäre bedeutungslos, sieht man davon ab, wen Amin als Trauzeugen gewählt hatte, der freudig zusagte und die dubiose Rolle annahm: Yassir Arafat.

Die Freundschaft mit dem ostafrikanischen Schlächter war eine Glied in einer Kette katastrophaler Entscheidungen zu Verbündeten, die das Versagen der Palästinenser ihre Ziele zu erreichen antrieb.

Heute erreicht das, was in den 1930-er Jahren begann und sich durch den Kalten Krieg hindurch und in seiner Folge fortsetzte, ist dabei einen neue Höhepunkt zu erreichen, da die Palästinenserführung mit der islamistischen Geißel ausgerecht in dem Moment flirtet, als diese der globale Feind Nummer 1 wird.

Die schlechte Wahl der Verbündeten begann, als Haddsch Amin al-Husseini sich auf die Seite Nazideutschlands schlug. Sein Fehler hat Ebenen: die moralische, die öffentliche und die politische. Moralisch stellte Husseini keinen der rassistischen Grundsätze und totalitären Pläne in Frage, für die die Nazis seit den Anfängen ihrer Bewegung berüchtigt waren; in der Öffentlichkeit versagte er darin die Folgen davon zu bedenken, sich auf die Seite einer Sache zu schlagen, die Millionen widerwärtig war, darunter die reichsten und stärksten Länder der Welt; und politisch versagte er die Niederlage seines Verbündeten vorherzusehen.

Die Ergebnisse dieser Entscheidung sind grauenhaft, nicht nur, weil viele im gesamten siegreichen Westen stehen heute der palästinensischen Sache mit ihrer in Schade gebrachten Geschichte nahe stehen und nicht nur, weil diese Allianz zur sowjetischen Entscheidung beitrug Israels Gründung zu befürworten, sondern weil sie die Palästinenser als von Niederlage gekennzeichnet hinterlässt.

Trotzdem wiederholten Husseinis Nachfolger bald, als seien sie erpicht darauf zu demonstrieren, dass sie nichts vergessen und nichts gelernt hatten, seine Fehler, indem sie den Kalten Krieg auf der falschen Seite der Zukunft verbrachten.

Palästinensische Kämpfer trainierten Lagern in Ostdeutschland, palästinensische Diplomaten planten antiisraelische Anträge mit ihren sowjetischen Kollegen und palästinensische Studenten wurden in Moskau von sowjetischen Propagandisten indoktriniert.

Wie die vorherigen Allianzen der Palästinenser entfaltete sich auch diese auf der moralischen, öffentlichen und politischen Ebene; und auch sie endeten in Desaster.

Moralisch: Die Palästinenserführer schwiegen, als ihre Verbündeten Tausend Freiheitskämpfer in Budapest niedermähten, den Prager Frühling erdrückten und Dissidenten der Größenordnung von Andrej Sacharow, Alexander Solschenizyn und Vaclav Havel im Gefängnis schmoren ließen. Öffentlich: Diese palästinensische Entscheidung ließ ihre Führer den Respekt beliebter Berühmtheiten verlieren, die gegen Tyrannei kämpften. Und politisch: Als die Berliner Mauer fiel und der Ostblock verschwand, begriffen die Palästinenser, dass sie mit den Verlierern des Kalten Kriegs im Bett gewesen waren.

Der Kalte Krieg hatte kaum geendet, als das Syndrom sich in der Folge der Eroberung Kuwaits durch den Irak wiederholte.

Angesichts einer Allianz aus 33 Ländern, darunter die NATO, Ägypten, Syrien, Saudi-Arabien und drei Armeen des ehemaligen Ostblocks, versagte Yassir Arafat darin zu begreifen, in welche Richtung die Geschichte steuerte und schlug sich auf die Seite Saddam Husseins.

Einmal mehr entfaltete das strategische Fiasko sich auf drei bekannten Ebenen: moralisch identifizierten sich die Palästinenser mit einem Tyrannen, der unprovoziert ein kleines und wehrloses Land überfiel, bis dahin Tausende der eigenen Bürger vergast hatte. Öffentlich werden die Palästinenser heute von Millionen Arabern als Gegner betrachtet, die die arabische Welt spalten wollen. Und politisch endeten die Palästinenser einmal mehr auf der Seite des Verlierers, eine Position, die sie so grandios isoliert zurückließ, dass es die Oslo-Vereinbarungen brauchte, um ihre internationale Legitimität wiederherzustellen.

Vor diesem Hintergrund wurden die Palästinenser, die die Jahrzehnte hindurch mit deutschem Faschismus, sowjetischem Imperialismus, afrikanischem Totalitarismus und Saddams Chauvinismus flirteten, in diesem Herbst aufgerufen eine Strategie zum Islamismus zu formulieren. Bedenkt man die Ereignisse der letzten Wochen, dann scheint die derzeitige Palästinenserführung darauf aus zu sein in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten.

Das Drama dieser Woche in Paris und das über dem Sinai zum Absturz gebrachte russische Verkehrsflugzeug im letzten Monat haben den Status des Islamismus als gemeinsamer Feind der Welt besiegelt. Keine Idee seit dem Nationalsozialismus ist in dieser Position gewesen.

Dagegen hatte der Kommunismus eine demokratische Version. Es gab legitime und starke kommunistische Parteien in Frankreich und Italien, die der sowjetischen Unterdrückung kritisch gegenüber standen, die Freiheit hoch hielten und ernsthaft Humanismus predigten.

Es gibt dazu kein islamistisches Äquivalent, denn beim Islamismus geht es per Definition darum sich dem Rest der Welt mit Gewalt aufzuzwingen, durch eine Apokalypse, deren Reiter heute offenkundig aufgestellt sind, ausgerüstet sind und begierig sind zu handeln.

Es gab eine Zeit, in der diese Aufgabe vielen Regierungen als bestenfalls exotisch erschien, schlimmstenfalls ein Ärgernis. Das ist vorbei. Das Blutvergießen von letzter Woche und die folgenden Bombenalarme, umgeleiteten Flüge und abgesagten Sportveranstaltungen haben die Zivilisation letztlich überzeugt, dass sie einen Feind hat und dass dieser Feind sich mit nichts weniger zufrieden geben wird als totalem Krieg.

Der Islamismus hat es übertrieben. Das Gefühl der Unsicherheit, der Trauer und des Zorns hat Paris befallen, nachdem sein Markenzeichen des Frohsinns von Gewehrfeuer zerrissen wurde und weit und breit Elitesoldaten Einsätze hatten. Von Paris, London und Washington bis Canberra, Peking und Moskau zeichnen sich nun die Prediger und Anhänger des Islamismus als die unmittelbarste, potenteste und allgegenwärtige Gefahr für den Weltfrieden ab.

Das bedeutet nicht notwendigerweise, dass der Krieg gegen den Islamismus schnell, kostengünstig oder effizient sein wird, auch nicht, dass seine Alliierten sich ihm gleichzeitig oder mit gleicher Truppenstärke anschließen werden.

Wie die Allianz, die den Faschismus besiegte, wird die antiislamistische Allianz vermutlich mehr Blutvergießen erleiden, bevor sie voll versammelt und losgelassen sein wird. Dennoch ist klar, wie der französische Präsident François Hollande sich darauf vorbereitet das Weiße Haus und den Kreml zu besuchen, um antiislamistisches Handeln zu koordinieren, dass die Feindschaft des Islamismus und die Notwendigkeit ihn zu auszumerzen, diese Woche zum Konsens des Rests der Welt und sein dringendstes Anliegen geworden ist.

Durch puren Zufall entfaltete sich das Drama in Frankreich am Morgen, nachdem die Palästinenserführer die religiösen Thematiken abstaubten, mit denen Husseini ihre Sache vor mehr als 80 Jahren schürte.

Historiker werden sich fragen, ob Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Psychose dieses Herbstes um Jerusalems heilige Stätten führte oder sich ihr anschloss. Es wird keine Debatte darüber geben, ob er sich in den Flammen religiösen Kriegs sonnte, an deren Entzündung die lokalen Agitatoren des Islamismus so hart gearbeitet hatten.

Wer die ursprünglichen Agitatoren waren, ist schon immer klar gewesen. Es waren der nördliche Zweig der islamistischen Bewegung und ihr Führer Raed Saleh. Nicht klar war, dass der Ächtung des Nördlichen Zweigs durch die Regierung in dieser Woche von einem verblüfften Westen nicht widersprochen wurde.

Nebst der Ausrufung des Ausnahmezustands durch Frankreich, während es die vom Islamismus zugefügten Wunden leckt, kam die Gewalt dieses Herbstes hier plötzlich als das, was sie ist – ein Nebenkriegsschauplatz in einem viel größeren Krieg, dessen Hauptfronten anderswo liegen und deren wahrer Ursache nicht Israel, sondern die gesamt Welt ist.

Seit Jahren versuchte Abbas oberhalb der islamistschen Schlachtgetümmels zuhalten, selbst nachdem die Islamisten ihm Gaza raubten; selbst nachdem sein islamistischer Erzfeind, die Hamas, aus Damaskus vertreiben wurde, weil sie dem sunnitischen Aufstand dort Rückendeckung gab.

In diesem Herbst jedoch entschied sich der in der Sowjetunion ausgebildete Historiker das Opium der Massen zu rauchen.

Unterstrichen von seiner Äußerung, dass Israelis „die Al-Aqsa mit ihren dreckigen Füßen schänden“, reagierte Abbas auf das islamistische Chaos der letzten Wochen damit, dass er dessen Blutvergießen und die Verbreitung seines Giftes begrüßte. Indem er sich der Lüge anschloss, dass Israel hinter den heiligen Stätten des Islam her sei und indem er Israel verleumdete, es würde die auf Fußgänger einstechenden „hinrichten“, die in Wirklichkeit die Klone der Bewaffneten aus dem Bataclan-Theater sind, stieg Abbas auf den islamistischen Tiger – nur Augenblicke bevor dieser den Rest der Welt angriff.

Abbas begreift es nicht, ebenso wenig die antiisraelischen Araber, die sich jetzt geschlossen hinter die neu Geächteten des Nördlichen Zweigs stellen. Doch indem sie der Führung des Islamismus folgen, hängen sie ihre Sache an etwas, das die Zivilisation jetzt bekämpft.

Für Abbas ist es zu spät. Er ist jetzt dort angekommen, wo Arafat war, als er sich zuverlässiger Handlanger des sowjetischen Imperialismus, Saddam Husseins letzter Frreund und Idi Amins Trauzeuge aufstellte.

Für Abbas‘ mögliche Nachfolger ist es noch nicht zu spät. Wenn sie sich nicht dazu überwinden können sich den Islamisten in ihrer Mitte aus moralischen Gründen entgegenzustellen, sollten sie zumindest das PR-Fiasko und die politische Sackgasse bedenken, in der das islamistische Missgeschick ihrer aktuellen Führer unweigerlich führte.

Wenn Abbas angehende Erben bereit sind sich von den katastrophalen Allianzen der vorherigen Palästinenserführer zu trennen, würden sie ihrem Volk sagen, was die israelische Mehrheit ihrem eigenen Kropf religiöser Fanatiker sagt: Haltet Gott da raus.

Wird der neue „Kulturkrieg“ der Hamas die historischen Verbindungen zum Nationalsozialismus zugeben?

Entscheidend an diesem Text ist der historische Aspekt: Die Rolle von palästinensischen Arabern in Sachen Shoah und Nazi-Kontakten sowie dem extrem antisemitischen Willen die Juden zu vernichten. Anders als Dershowitz sehe ich absolut keine Aussichten, dass die Hamas auch nur ansatzweise ihre Ideologie ändert und irgendetwas akzeptiert, was zu einem Ausgleich mit Israel führen könnte. In dieser Hinsicht kommt mir Dershowitz immer realitätsferner vor.
Ein weiterer Punkt, den Dershowitz nicht berücksichtigt: Während zwar Amin al-Husseini von einem eigenen Staat in Palästina träumte, war ein „palästinensisches“ Volk nicht existent, schon gar nicht im Denken der arabischen Bewohner des Mandatsgebiets.
(Am Ende ein Update mit einem weiteren Hinweis darauf, was an Dershowitz‘ Interpretation der aktuellen Lage nicht stimmt.)

Alan M. Dershowitz, Hudson New York, 25. Juli 2009

Hamas, die auf die Beschießung von Zivilisten spezialisierte Terror-Organisation, hat sich jetzt entschlossen, sagt eine Schlagzeile der New York Times, sich „von Raketen auf einen Kulturkrieg“ zu verlegen, um öffentliche Unterstützung für ihre Sache zu sammeln. Teil dieser PR-Kampagne ist es, die Israelis als die „neuen Nazis“ und die Palästinenser als die „neuen Juden“ darzustellen. Um diese Verwandlung hinzubekommen, muss sie eine Form der Holocaust-Leugnung betreiben, die jeden historischen Beleg weit verbreiteter palästinensischer Komplizenschaft mit den „alten Nazis“ bei der Durchführung des wirklichen Holocaust auslöscht. Es ist zu einem wichtigen des Mantras der Hamas-Helfer geworden, dass weder das palästinensische Volk noch seine Führung im Holocaust irgendeine Rolle spielte. Hören wir Mohammed Ahmadinedschad zu, wie er zu Studenten an der Columbia University spricht:

Wenn [der Holocaust] Wirklichkeit ist, dann müssen wir immer noch die Frage stellen, ob das palästinensische Volk für ihn bezahlen sollte oder nicht. Immerhin fand er ein Europa statt. Das palästinensische Volk spielte dabei keine Rolle. Warum ist es dann so, dass das palästinensische Volk den Preis für ein Ereignis zahlt, mit dem es nicht zu tun hatte? … Das palästinensische Volk hat kein Verbrechen begangen. Sie spielten im Zweiten Weltkrieg keine Rolle. Sie lebten mit den jüdischen Gemeinschaften und den christlichen Gemeinschaften damals in Frieden.

Die Schlussfolgerung, die aus dieser „Tatsache“ folgen soll ist die, dass die Gründung Israels im Gefolge des Nazi-Völkermords am jüdischen Volk für die Palästinenser unfair war. Zentraler Punkt dieser Behauptung ist, dass weder das palästinensische Volk noch seine Führung irgendeine Verantwortung für den Holocaust trug und wenn dem jüdischen Volk irgendwelche Entschädigungen zustanden, dann seitens Deutschlands und nicht seitens der Palästinenser. Die Vertreter dieses Geschichts-Arguments suggerieren, dass der Westen den jüdischen Staat aus Schuld wegen des Holocaust schufen. Es wäre verständlich gewesen, wenn ein Teil Deutschlands (oder Polens, Litauens, Lettlands, Frankreichs, Österreichs oder anderer Kollaborationsstaaten) für eine jüdische Heimstatt vorgesehen worden wären – aber warum Palästina? Palästina war, so diese Behauptung, genauso „Opfer“ wie es die Juden waren.

Ich höre dieses Argument oft an Universitäten überall in den Vereinigten Staaten und noch mehr in Europa.

Die Wahrheit ist, dass die Palästinenserführung, unterstützt von den palästinensischen Massen, eine erhebliche Rolle in Hitlers Holocaust spielten.

Der offizielle Führer der Palästinenser, Hadsch Amin al-Husseini, verbrachte die Kriegsjahre in Berlin bei Hitler, dem er als Berater zur Judenfrage diente. Er wurde zu einer Besichtigung von Auschwitz mitgenommen und gab seiner Unterstützung für den Massenmord an den europäischen Juden Ausdruck. Er versuchte außerdem „die Probleme des jüdischen Elements in Palästina und anderen arabischen Ländern zu lösen“, durch Anwendung „derselben Methode, die in den Staaten der Achse genutzt wird“. Er war nicht zufrieden damit, die jüdischen Einwohner Palästinas – von denen viele Nachkommen sephardischer Juden waren, die seit Hunderten, sogar Tausenden von Jahren dort lebten – als Minderheit in einem muslimischen Staat verbleiben zu lassen. Wie Hitler wollte er „jeden einzelnen Juden“ loswerden. In seinen Memoiren schrieb Husseini: „Unsere fundamentale Bedingung für die Zusammenarbeit mit Deutschland war eine freie Hand jeden einzelnen Juden aus Palästina und der arabischen Welt auszumerzen. Ich bat Hitler um eine ausdrückliche Vereinbarung, die es uns erlaubt das jüdische Problem in einer Art zu lösen, die sich unserem nationalen und rassischen Streben und entsprechend der von Deutschland eingeführten wissenschaftlichen Methoden zur Behandlung seiner Juden ziemen. Die Antwort, die ich bekam war: ‚Die Juden gehören Ihnen.‘“

Der Mufti plante offensichtlich für den Fall eines deutschen Sieges eine Rückkehr nach Palästina und bei Nablus den Bau eines Todeslagers nach dem Modell von Auschwitz. Husseini hetzte seine pro-Nazi-Gefolgschaft mit diesen Worten auf: „Erhebt euch, oh Söhne Arabiens. Kämpft für eure heiligen Rechte. Schlachtet die Juden, wo immer ihr sie findet. Ihr vergossenes Blut erfreut Allah, unserer Geschichte und Religion. Das wird unsere Ehre retten.“

Husseini ermahnte seine Anhänger nicht nur die Juden zu ermorden, er nahm auch eine aktive Rolle im Versuch ein, dieses Ergebnis herbeizuführen. 1944 zum Beispiel sprang eine Hussein unterstellte deutsch-arabische Einheit mit dem Fallschirm über Palästina ab; sie sollte die Brunnen Tel Avivs vergiften.

Husseini half auch einen nazifreundlichen Staatsstreich im Irak zu inspirieren und half Tausende Muslime im Balkan in Militäreinheiten zu organisieren, die man als Handselar-Divisionen kennt und die Gräueltaten gegen jugoslawische Juden, Serben und Zigeuner verübten. Nach einem Treffen mit Hitler hielt er Folgendes in seinem Tagebuch fest:

Der Mufti: „Die Araber waren Deutschlands natürliche Freunde… Sie waren daher mit ganzem Herzen vorbereitet mit Deutschland zu kooperieren und standen bereit an einem Krieg teilzunehmen, nicht nur negativ durch die Beauftragung von Sabotageakten und die Anstiftung von Revolutionen, sondern auch positiv durch die Formierung einer arabischen Legion. In diesem Kampf streben die Araber nach Unabhängigkeit und der Einheit Palästinas, Syriens und des Irak…“

Hitler: Deutschland war fest entschlossen, Schritt für Schritt eine europäische Nation nach der anderen aufzufordern ihr Judenproblem zu lösen und zu gegebener Zeit einen gleichen Appell auch an die nicht europäischen Nationen zu richten. Deutschlands Ziel wäre dann einzig die Vernichtung des jüdischen Elements, das im arabischen Bereich unter dem Schutz der britischen Macht lebt. In dem Moment, in dem deutsche Panzerdivisionen und Luftflotten südlich des Kaukasus erscheinen, könnte das öffentliche Gesuch des Großmufti an die arabische Welt ausgehen.“

Hitler versicherte Husseini, was er nach einem Sieg der Nazis und „der Vernichtung des im arabischen Bereich lebenden jüdischen Elements“ gelten würde. In dieser Stunde würde der Mufti der mit der größten Autorität ausgestattete Sprecher der arabischen Welt sein. Seine Aufgabe bestünde dann darin die arabischen Operationen auszulösen, die er heimlich vorbereitet hatte.

Husseinis beträchtliche Beiträge zum Holocaust waren vielfältig: Erstens bat er Hitler inständig das europäische Judentum auszulöschen und beriet die Nazis, wie sie das tun sollten; zweitens besuchte er Auschwitz und drängte Eichmann und Himmler den Massenmords zu beschleunigen; drittens sorgte er persönlich dafür, dass 4.000 Kinder, die von 500 Erwachsenen begleitet worden, Europa nicht verließen, sondern nach Auschwitz geschickt und vergast wurden; viertens verhinderte weitere zweitausend Juden daran Rumänien und eintausend Ungarn in Richtung Palästina zu verlassen, die dann in die Todeslager geschickt wurden; fünftens organisierte er die Tötung von 12.600 bosnischen Juden durch Muslime, die er für die bosnische Division der Waffen-SS rekrutierte. Er war auch einer der wenigen nicht Deutschen, die in die Ausrottung durch die Nazis eingeweiht wurden, während sie stattfand. In seiner offiziellen Eigenschaft als Führer des palästinensischen Volks und seines offiziellen Repräsentanten schloss er seinen Pakt mit Hitler, verbrachte die Kriegsjahre in Berlin und arbeitete aktiv mit Eichmann, Himmler von Ribbentrop und Hitler selbst zusammen, um die Endlösung durch Auslöschung der Juden Europas „zu beschleunigen“ und Pläne zu entwickeln, die Juden Palästinas auszurotten.

Der Großmufti spielte nicht nur eine bedeutende Rolle bei der Ermordung der europäischen Juden, er strebte danach den Völkermord an den Juden in Israel während des Krieges zu replizieren, der die so genannte Nakba hervorbrachte. Der von den Palästinensern 1947 begonnene Krieg gegen die Juden und der von den arabischen Staaten 1948 gegen den Staat Israel begonnene Krieg waren beides genozidale Kriege. Ihr Ziel war nicht einfach die ethnische Säuberung der Region von den Juden, sondern ihre völlige Vernichtung. Die Führer sagten das und das Handeln ihrer Untergebenen spiegelte dieses völkermörderische Ziel. In ihren Anstrengungen wurden sie von Nazi-Soldaten – ehemaligen SS- und Gestapo-Angehörigen – unterstützt, denen in Ägypten Asyl vor der Strafverfolgung wegen Kriegsverbrechen gewährt wurde und die vom Großmufti rekrutiert wurden, um Hitlers Werk zu vollenden.

Ebenso ist es fair zu sagen, dass Husseinis Sympathie und Unterstützung der Nazis unters einen palästinensischen Anhängern weit verbreitet waren, die ihn selbst nach dem Krieg und der Aufdeckung seiner Rolle bei den Nazi-Gräueln als Helden betrachteten. Das berüchtigte Foto, das Husseinis mit Hitler in Berlin zeigt, wurde in vielen palästinensischen Häusern stolz aufgestellt, sogar noch, nachdem Husseinis Aktivitäten im Holocaust bekannt wurden; unter Palästinensern wurden sie gepriesen.

Husseini wird von vielen immer noch als „der George Washington“ des palästinensischen Volkes betrachtet; und wenn die Palästinenser einen eigenen Staat bekommen sollten, würde er geehrt, wie unser Gründungsvater geehrt wird. Er war ihr Held, trotz – oder eher wegen – seiner aktiven Rolle im Völkermord am jüdischen Volk, den er offen unterstützte und bei dem er mithalf. Husseinis Biograph schreibt: „Große Teil der arabischen Welt teilten Husseinis Sympathie für Nazideutschland während des Zweiten Weltkriegs… Hadsch Amins Popularität unter den palästinensischen Arabern und in den arabischen Staaten nahm während nahm sogar mehr zu als je zuvor in seiner Zeit bei den Nazis.“

1948 wurde Husseini zum Präsidenten des Nationalen Palästinenserrats gewählt, obwohl er ein gesuchter Kriegsverbrecher war, der in Ägypten im Exil lebte. Und Husseini wird heute noch von vielen Palästinensern als Nationalheld verehrt. Yassir Arafat nannte Husseini in einem 2002 durchgeführten und von der palästinensischen Tageszeitung Al-Quds am 2. August 2002 abgedruckten Interview „unseren Helden“, wobei „unser“ das palästinensische Volk heißt. Arafat prahlte auch damit „einer aus seiner Truppe“ gewesen zu sein, obwohl er wusste, dass Husseini „als Verbündeter der Nazis galt“. Heute wollen viele Palästinenser in Ostjerusalem sein Haus in ein Heiligtum verwandeln. (Die Ironie daran ist, dass dieses Haus von einem Juden gekauft wurde, der das umstrittene Bauprojekt in Ostjerusalem durchführen will.)

Es ist daher ein Mythos – ein weiteres Märchen, das von Irans Chef-Märchenerzähler, wie auch von der Hamas und vielen anderen harten Linken verbrochen wird – dass die Palästinenser „keine Rolle“ im Holocaust spielten. Angesichts der aktiven Unterstützung durch die Palästinenserführung und die Massen für die Verliererseite eines völkermörderischen Krieges war es mehr als fair, dass die Vereinten Nationen ihnen einen eigenen Staat auf mehr als der Hälfte des landwirtschafltich nutzbaren Landes des britischen Mandats anboten.

Die Palästinenser lehnten dieses Angebot und mehrere weitere ab, weil sie lieber wollten, dass es keinen jüdischen Staat gibt, als dass sie ihren eigenen Staat haben wollten. Das war Husseinis Haltung. Die Hamas nimmt diese Haltung immer noch ein. Vielleicht wird ihr neuer „Kulturkrieg“ sie am Ende dazu bewegen umzudenken – und die Zweistaatenlösung zu akzeptieren.

Update: Ted Belman kommentiert Dershowitz‘ Artikel so:

Dershowitz leistet einen unschätzbaren Dienst damit, dass er die Details über die Verbindung der Palästinenserführung zu Hitler und dem Holocaust herausstellt. Unglücklicherweise schließt er mit diesen Sätzen:

Die Hamas nimmt diese Haltung immer noch ein. Vielleicht wird ihr neuer „Kulturkrieg“ sie am Ende dazu bewegen umzudenken – und die Zweistaatenlösung zu akzeptieren.

Das ist aus zwei Gründen falsch. Erstens: Warum beschränkt er seinen Kommentar auf die Hamas? Die Fatah-Charta sieht immer noch die Vernichtung Israels vor und die Fatah hat weit mehr Juden getötet als die Hamas. Er kümmert sich nicht um eine Begründung, dass er sich auf die Hamas beschränkt. Zweitens: Eher friert die Hölle ein, als dass die Hamas einen dauerhafte Zweistaaten-Lösung und eine Vereinbarung zum Ende des Konflikts akzeptiert. Dasselbe gilt für die Fatah.