Das Spiel mit den Schuldzuweisungen geht weiter

Die „Muslimische Straße“ und westliche Intellektuelle teilen die Leidenschaft Israel zum Sündenbock zu machen

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 23. November 2005)

Es kam als kleine Überraschung, dass viele in der arabischen und muslimischen Welt, als eine Bande islamistischer Terroristen sich Anfang des Monats in drei jordanischen Hotels in die Luft jagten, schnell mit Schuldzuweisungen an Israel bei der Hand waren.

Ein Korrespondent der New York Times, der – ohne Zweifel – in der Suche nach der mythischen „arabischen Straße“ auf die Bürgersteige einer jordanischen Stadt geschickt worden war, musste feststellen, dass es nicht gerade wenige Einheimische gab, die Israel als in etwa am Grunde des furchtbaren Verbrechens steckend ansehen, das von Muslimen im Namen ihrer Interpretation des Islam begangen wurde.

Wie die anscheinend unverwüstliche Ente, dass bei den Anschlägen vom 11. September keine Juden starben, weil ihre Brüder die Täter waren, dauerte es nicht lange, dass die Bewohner der „Straße“ einander versicherten, dass es die Juden waren, die Massaker bei einer Hochzeitsfeier und an anderen unschuldigen Arabern verübten.

UNVERÄNDERBARE REGELN DES HASSES

Die unveränderbaren Regeln des Nahen Ostens können nicht durch Fakten, Logik oder auch nur die kleinste Spur von gesundem Menschenverstand verändert werden. Da die Wiederbelebung der jüdischen Souveränität in einem Teil der ansonsten rein arabischen Region ist für Muslime eine furchtbare Erniedrigung, kann dem jüdischen Staat für alles die Schuld zugeschoben werden.

Die Wahrheit ist aber, dass viele im Westen das Toben der „Straße“ nicht weiter beachten. Das ist der Grund dafür, dass mit dem enormen Anwachsen antijüdischer Hetze und Hass-Bildung (besonders in palästinensischen Schulen) immer eine untergeordnete Frage der amerikanischen außenpolitischen Establishments und vieler der anderen Leuchten gewesen ist, die davon Leben ihre Meinung über die Region von sich zu geben.

Diese Woche bekamen wir aber noch einen Hinweis auf eine weitere Ursache für die fehlende Empörung über die Falschmeldungen zu Israel, die im arabischen politischen Dialog so tief verwurzelt sind. Der Clou kam während der Diskussionen über die Verhandlungen über die Öffnung der Grenzübergänge in den Gazastreifen, die diese Woche abgeschlossen wurden.

Im Verlauf der Gespräche strebte Israel an, die Einreise nach Gaza zu begrenzen und zu kontrollieren, während die Palästinenser, kräftig unterstützt von den USA und der Europäischen Union, anstrebten Israels Beteiligung zu minimieren.

Am Ende gab Israel klein bei und trotz einiger symbolischer Gesten, die mehr als alles andere die innenpolitische Unterstützung von Premierminister Ariel Scharon stärken sollten, bekamen die Palästinenser ihren Willen.

Wirklich interessant an den Kommentaren zu den Gesprächen war aber die Art, in der die amerikanischen Mainstream-Publikationen bereit waren Israels Haltung in das denkbar schlechteste Licht zu stellen.

Nach der Außenpolitik-Kolumnistin Trudy Rubin vom Philadelphia Inquirer liegt der Fehler für das Versagen der Wirtschaft des Gazastreifens allein bei Israel. Sie schrieb am 9. November, dass selbst nach Scharons einseitigem Abzug auch des letzten israelischen Soldaten und Siedlers, Gaza ein „riesiges Gefängnis“ sei.

Außer wenn die „Tomaten und Paprika“ von Gaza von der schweren Hand der israelischen Unterdrückung befreit würden und ihnen der ungehinderte Zugang zum Markt erlaubt werde, sei der Frieden zum Untergang verurteilt, behauptete sie. Aber die Frage, wie die Einreise nach Gaza gemanagt werden würde, sei nicht nur eine der Wirtschaft und Logistik; Israels Interesse am Zugang von und aus Gaza entstammt direkt der Tatsache, dass die Gegend ein bewaffnetes Lager ist, das vor terroristischen Waffen und Sprengstoff nur so strotzt.

Obwohl die palästinensischen Forderungen nach einem israelischen Abzug befriedigt worden sind, versuchten Terroristen immer noch über die Grenze einzudringen, um Verwüstung und Blutvergießen in den Teilen des „besetzten Palästina“ zu verursachen, das selbst die Vereinten Nationen als Territorium des Staates Israel anerkennen. Und die wahllos aus Gaza nach Israel abgeschossenen Raketen haben nur eine Pause eingelegt, weil Israel direkt droht, dass es das Gebiet wieder besetzt.

Aber die Vorboten einer neuen Intifada, die der alten so dicht folgt, dass man kaum sagen kann, wo die eine endete und die andere anfängt, beeindruckt Leute wie Rubin oder selbst amerikanische Beamte nicht, die sonst Israel mit Sympathie gegenüber stehen, so Außenministerin Condoleezza Rice und James Wolfensohn, der Nahost-Beauftragte der Regierung.

Sie scheinen sich in den Gesprächen ausschließlich darauf konzentriert zu haben, dass Israel nachgibt, um so die palästinensische Wirtschaft aufzupusten. Das ist – oberflächlich – ein vernünftiges Argument, da die Entwicklung der Gebiete zu Recht als integraler Bestandteil des Friedensprozesses angesehen wird.

Aber was Rice und Wolfensohn in ihrem Gehabe über die dem Zugang nach Gaza hinein und hinaus eingeführten Kontrollen vergaßen, war, dass das einzige wirkliche Hindernis für wirtschaftlichen Fortschritt nicht aus Israel kommt, sondern von den Palästinensern selbst.

ES WIRD WEGGESEHEN

Wenn es keine palästinensischen Terrorangriffe gegen Israel gäbe – und die Terrorgruppen den israelischen Abzug die Waffenruhe nicht nutzen würden um ihre „militärischen Positionen“ zu stärken – dann würde es keine israelischen Forderungen nach strenger Kontrolle der Grenzen geben.

Aber so, wie das State Department bereit ist über die fortgesetzte Benutzung von Moscheen, Zeitungen und des Fernsehsenders der PA zur Hetze gegen Juden und Israel hinwegzusehen, genauso vernichtend ist die Bereitschaft einiger von der Presse, die Wirklichkeit der palästinensischen Absichten und des palästinensischen Verhaltens zu ignorieren.

Rubin war in ihrer Polemik gegen Israels letztlich erfolglosen Versuch, die Benutzung des Grenzübergangs zwischen Ägypten und Gaza für die Einfuhr von Waffen und Terroristen zu stoppen, sogar bereit die jüngste Geschichte ausgerechnet des palästinensischen Tomatenanbaus zu fälschen.

Während sie sich über das entsetzliche Schicksal dieses welkenden Gemüses auslässt – das gezwungen wurde in der Sonne zu warten, während boshafte Israelis es ablehnten den Fluss palästinensischen Verkehrs ungehindert laufen zu lassen – vergaß sie eine ins Auge springende Tatsache außer Acht.

Obwohl sie vermerkte, dass Wolfensohn $500 Millionen seines eigenen Geldes gespendet hatte, um die Gewächshäuser zu kaufen, die von den inzwischen evakuierten Israelis gebaut wurden, vergaß sie zu erwähnen, dass die meisten dieser Einrichtungen, die mit dem Geld des Gesandten und anderer gut gesinnter amerikanischer Juden erworben wurde, einfach kaputt gingen.

Statt von den Arbeitsplätzen und den Produkten zu profitieren, die die von den Israelis gebauten Farmen ihnen geben könnten, haben palästinensische Mobs das meiste davon zerstört.

Im Gegensatz zu Rubin ist die Moral der Geschichte nicht, dass die Israelis dafür sorgen, das palästinensische Tomaten wegen dümmlichen Befürchtungen verrotten, dass ihre Familien abgeschlachtet werden. Die Moral ist, dass die Palästinenser lieber verhungern als Frieden zu schließen. Dieser Reflex Israel die Schuld zu geben ist derart eingepflanzt, dass selbst die vernünftigsten Forderungen zur Sicherheit automatisch als herzlos nieder gemacht werden.

All das bedeutet, dass Kolumnisten und Offizielle, die Israel für diese Situation verantwortlich machen, kein bisschen besser sind als die Idioten auf der „Straße“, die es für die Bomben in Amman verantwortlich machen.

Die Tatsache, dass sie, anders als der arabische Mob, die israelischen Opfer beklagen werden, die unvermeidlich ihrem diplomatischen Arbeiten zugunsten der Palästinenser folgen werden, macht sie nicht weniger schuldig. Die zum Sündenbock gemachten Opfer werden davon nichts als kaltes Mitleid haben.

Advertisements

Ermüdende Kriegsargumente

Jonah Goldberg, National Review Online, 1. Oktober 2002

Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das gelesen habe oder wer es sagte, aber eine alte Geschichte kommt mir immer wieder in den Sinn. Ein ehemaliger Linker, der konservativ wurde, trifft einen nicht reformierten Linken auf einer Party. Der Linke fängt an allen möglichen Unsinn über kapitalistische Raubritter oder amerikanischen Imperialismus usw. von sich zu geben. Der Konservative antwortet: „Deine Argumente sind so alt, dass ich die Antwort darauf vergessen habe.“

Die Debatte über den Irak ist voll von solcher Art von Argumenten. Man kann kein Radio hören oder eine Fernseh-Diskussion zum Thema sehen, ohne dass jemand mit etwas kommt, von dem man weiß, dass es dumm ist, aber man weiß nicht mehr warum. Deshalb dachte ich, es wäre gut eine Liste anzulegen. Sie ist nicht vollständig, aber ein Anfang.

Wir halfen Saddam in den 80-ern/Wir ignorierten, dass er die Kurden vergaste

Die einfache Antwort zu allen Argumenten dieser Art ist: „Na und?“ Auch wenn es falsch war Saddam (oder den Taliban usw.) zu helfen, heißt das, dass wir konsequenterweise an dieser falschen Politik fest halten? Nach dieser Meinung hätten wir den Holocaust missachten sollen, weil wir die Ereignisse missachteten, die zum Holocaust führten. Das ist ein Nebenprodukt einer Kultur, die Heuchelei als größeres Verbrechen ansieht als wirkliche Verbrechen. Wir haben in der Vergangenheit einer Menge schlechter Leute geholfen, aus Gründen, die bei in aller Fairness, Fall für Fall einzeln betrachtet werden müssen. Al Qaida mag z.B. eine schlechte Folge unserer Unterstützung der Mudschaheddin in den 80-er Jahren sein – aber das heißt nicht, dass es falsch war, die Mudschaheddin zu unterstützen. Immerhin war der Kalte Krieg in vollem Gang. Und selbst, wenn wir falsch lagen, entschuldigt das die Tat von Al Qaida am 9/11? Amerika die Schuld zu geben mag sich gut anfühlen, aber es gibt den Bösen keine Absolution für ihre Taten, genauso wenig, wie die Sklaverei nicht rechtfertigt, dass ein Schwarzer einen Supermarkt-Kassierer umbringt.

Sogar, wenn unstrittig sein sollte, dass wir uns früher falsch verhielten, heißt das denn, dass wir jetzt das Richtige sein lassen sollen? Die Antikriegs-Typen werfen mit diesem Schwachsinn um sich, als ob die enthaltene Heuchelei den Streit entscheiden würde, wenn sich darin doch nur Heuchelei ausdrückt.

Die „arabische Straße“ wird wütend auf uns sein

Vielleicht weiß Victor David Hanson die Antwort, aber bei meinem Leben, ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal war, dass die USA bereit waren, sich von einem unbewaffneten Mob missvergnügten Analphabeten eine halbe Welt entfernt die amerikanische Außenpolitik diktieren ließen. Na ja, als ich „das letzte Mal“ schrieb, führte das etwas in die falsche Richtung, weil wir schon seit Jahrzehnten über die „arabische Straße“ jammern und die arabische Straße bis heute absolut nichts gemacht hat. Es gab 1979 im Iran einen Volksaufstand, aber von der Persischen Straße hören wir heute nicht viel, außer, dass sie inzwischen „U. S. A., U. S. A.“ skandieren.

Nach dem 11. September machten sich kluge Leute in der arabischen Welt – ohne die vielen Menschen auf den arabischen Straßen zu zählen, die mit Frohlocken des Todes so vieler Amerikaner gedachten – sorgenvoll Gedanken über die amerikanische Straße. Wissen Sie, warum? Weil, anders als die Bewohner der arabischen Straße, die Amerikaner wählen können. Amerikanische Politiker kümmern sich tatsächlich darum, was ihre Bürger denken. Und das amerikanische Volk hat, über seine Politiker, Zugang zu diesem verflixten „Waffenlager der Demokratie“. Währenddessen kümmern sich die arabischen Führer einen Dreck darum, was ihre Bürger denken; und selbst wenn sie es täten, dann gäbe es nicht viel, was sie deswegen unternehmen würden.

Es wird die Lage zwischen Israel und Palästina schwieriger machen

Nicht wirklich. Aber lassen Sie uns erst einmal anmerken, dass das ein Argument dazu ist, was in Israels Interesse liegt, nicht in unserem. Wenn Sie tatsächlich glauben, dass die pro-israelischen Kriegstreiber Blutvergießen herbeiführen, um Israels Interessen zu dienen, dann können Sie anders herum sagen, wir sollten keinen Krieg führen, weil der nicht in Israels Interesse liege.

Egal: Wenn Sie wegen des „Geistes von Oslo“ nostalgisch werden, dann sollten Sie sich wenigstens daran erinnern, dass dieser Geist von Amerikas Sieg im Golfkrieg herbei gezaubert wurde. Die USA zwangen beide Seiten an den Verhandlungstisch. Hätte Arafat sich nicht dafür entschieden, die Autonomie (mit der Ermutigung durch den Iran, den Irak und Syrien) als Garrison für seinen Krieg gegen Israel zu beherrschen, dann ist es durchaus möglich, das der letzte Golfkrieg einen dauerhaften Frieden zwischen beiden Seiten gebracht hätte. Fragen Sie auch hier Victor Hanson, aber Sie werden entdecken, dass Kriege oft am schnellsten Frieden bringen. Was uns zum nächsten Punkt bringt…

Der israelisch-palästinensische Konflikt muss zuerst gelöst werden

Es ist der hochuniverselle Konsens der „aufgeklärten“ Europäer, Araber und meisten amerikanischen Kreise, dass die höchste Wichtigkeit im Nahen Osten eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts ist. Jeder, von Kofi Annan bis Bill Clinton und der gesamten Arabischen Liga hat gesagt, dass an eine Invasion des Irak noch nicht einmal gedacht werden sollte, bis eine Lösung des Palästinenser-Problems erreicht ist. Einige glaubt ohne Zweifel wirklich ernsthaft daran. Aber andere, z.B. Saddam Hussein, unterschreiben das nur, weil, wenn eine endgültige Regelung des israelisch-palästinensischen Konflikts zwangsläufige Vorbedingung für eine Invasion des Irak ist, Saddam sicher stellen kann, dass der Irak nie angegriffen wird.

Sagen wir, ich würde Ihnen verkünden, dass Sie Ihren lukrativen Posten nur so lange behalten, wie die Hatfields und die McCoys ihre Fehde fortsetzten, aber wenn diese Fehde beendet ist, würden Sie Ihren Job verlieren, ins Gefängnis gesteckt oder hingerichtet. Denken Sie nicht, dass sie ein paar Tüten mit Hundekacke vor die Tür der McCoys legen würden, die eine gefälschte Nachricht der Hatfields beinhalten? Würden Sie nicht vielleicht den Hatfields immer wieder einflüstern, dass die McCoys Abführmittel in ihre Lebensmittelvorräte spritzen? Mit anderen Worten: Würden Sie nicht ein intensives Interesse daran haben, die Fehde zwischen den Hatfields und McCoys so lange wie möglich am Leben zu erhalten?

Saddam hat den Mord-Bonus für Selbstmordbomber aus genau diesen Gründen erhöht. Andere Staaten des Nahen Ostens finanzieren die Hisbollah und Hamas aus ähnlichen Gründen, wie zahllose Experten bemerkten. Der israelisch-palästinensische Konflikt ist für die arabischen Führer ein Mittel, die Aufmerksamkeit von ihren eigenen Regierungen abzulenken. Der Irak schürt die Unruhe in Israel, um die USA davon abzuhalten die eigene Regierung zu stürzen. Aber der Iran und sogar Ägypten schüren die Unruhen mit Israel, um ihre eigenen „Straßen“ von einem Sturz der Regierung abzuhalten.

Wir haben ohne Genehmigung durch die UNO keine Recht dazu

Man ist versucht das eigentliche Verständnis von „souverän“ oder eines „souveränen Staates“ zu erklären. Da aber diejenigen, die dieses Argument benutzen, bereits der Idee, dass Amerika irgendein Recht hat auf eigenständiges Handeln hat, tief verfeindet gegenüber stehen, lassen wir das außen vor. Lassen Sie uns statt dessen zum moralischen Kern der Sache vordringen. Die Menschen, die glauben, wir müssten über die UNO gehen, scheinen zu glauben, dass die UNO eine objektiv neutrale oder moralische Institution ist. In ihren Augen ist die Zustimmung der UNO das gleiche, als erhalte man die Zustimmung eines Richters oder Priesters. Oder sie denken, die UNO sei der Ort, wo die Staaten der Welt ihre geringfügigen Eigeninteressen ablegen und tun, was immer im besten Interesse der Menschheit ist.

Damit gibt es nur ein Problem: Keine der Nationen in den Vereinten Nationen – besonders der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats – handeln mit solch reinen Absichten. Frankreich ist nicht gegen die Invasion des Iraks, weil es den Frieden so sehr liebt. Es stellt sich hauptsächlich deshalb gegen eine amerikanische Invasion, weil Frankreich seit Jahren mit dem Irak Handel treibt, trotz der Sanktionen. Frankreich hat Milliarden Dollars in Öl-Verträge gesteckt, die es nicht verlieren will. Das ist der Grund, dass Frankreich nach vielen Berichten bekannt gemacht hat, dass es vermutlich der US-Invasion zustimmen wird, wenn seine Verträge gültig bleiben.

Denken Sie an Russland. Russland hat hauptsächlich wegen Öl kalte Füße – und weil es die 8 Milliarden Dollar sichern will, die ihm der Irak bereits schuldet. Aber Russland will auch, dass die USA seinen militärischen Machtmissbrauch in Tschetschenien und Georgien gegenüber die Augen verschließt. Und nebenbei, eine Vorbedingung für Chinas Stimme ist Amerikas still schweigende Zustimmung zur chinesischen Unterdrückung der separatistischen muslimischen Uiguren. Warum nun soll eine amerikanische Invasion des Irak mit UN-Zustimmung irgendwie moralisch höher stehend sein, wenn diese Zustimmung nur durch amerikanische Unterstützung für Blutvergießen an anderer Stelle erkauft werden kann? Der Sicherheitsrat zahlt nicht mit der Währung von Uneigennützigkeit und Wohltätigkeit, sondern in Blut und Öl. Die Redakteure der „National Review“ drückten das in der letzten Ausgabe so aus: „Wir werden es den Angsthasen überlassen herauszufinden, warum amerikanische Linke es als ein Kennzeichen der Moral der Außenpolitik ansehen, wenn diese Politik mit russischer und französischer Strategie zusammen fällt, zu denen diese aus gröbsten Beweggründen gelangt sind. Ganz allgemein: Die „internationale Meinung“ zum Knackpunkt für Recht und Unrecht zu machen, ist ein Fehler, da so viel davon von Angst, Selbstinteresse und Habgier getrieben ist.“ Und wenn wir schon von Habgier sprechen…

Kein Blut für Öl/Nicht aus Habgier

Als ich während des Golfkriegs im College war, macht sich die Wut daran fest. Mit der Zeit ist es nicht besser geworden. Das Grundargument sieht in etwa so aus: Bush und Cheney sind Männer der Öl-Industrie. Sie wollen das Öl des Irak in ihre gierigen Hände bekommen. Also ist das ein Krieg um Öl. Ich denke, man könnte das kultivierter ausdrücken, aber warum sollte man sich die Mühe machen, einem Schwein ein Kleid anzuziehen?

Peter Beinhart von „The New Republic“ schreibt in seiner jüngsten – und exzellenten – Kolumne, dass Krieg nicht das beste Mittel ist, an das Öl des Irak zu kommen. Wenn alles, was wir wollen, ist, ein größeres Stück vom irakischen Öl-Kuchen zu bekommen, müssten wir es lediglich, wörtlich, sagen. Dick Cheney könnte schon morgen mit Saddam bei türkischem Kaffee und ein paar gefolterten Dienern verhandeln. Saddam hat verkündet, dass er absolut bereit wäre, eine Menge mehr Öl an die USA zu verkaufen und dass natürlich ein paar neue Verträge abgeschlossen würden, wenn die USA die Sanktionen fallen lassen würden und den „Blödsinn mit dem Regimewechsel“ vergessen würden.

Den Krieg zu führen, nur um Iraks Ölproduktion von so etwa 3 Millionen Barrel pro Tag auf in etwa 6 Millionen Barrel zu erhöhen, birgt massive politische wie finanzielle Risiken. Ein Krieg mit dem Irak könnte dessen Ölfelder ruinieren. Er könnte die Instabilität in der Region oder einen Bürgerkrieg im Irak entfachen. Er könnte die Republikaner die Präsidentschaft kosten, wenn er schief geht. Kurz gesagt: Ginge es um Öl, würde jeder gute Geschäftsmann einfach sagen: „Lasst uns einfach die Sanktionen aufheben.“ Und wenn Bush lediglich an das Öl wollte, warum, so Beinhart, machen die USA den Franzosen und den Russen Zusicherungen, dass diese ihre bestehenden Verträge behalten können, wenn sie einer Invasion zustimmen?

Und wenn Bush und Cheney tatsächlich die Interessen der Öl-Industrie vertreten, dann müsste einmal jemand erklären, warum das American Petroleum Institute vor den Anschlägen vom 11.9. für die Aufhebung der Sanktionen eintrat. Man könnte auch fragen, warum die Ölpreise hoch gehen, wenn ein Krieg wahrscheinlicher wird und sinken, wenn die Chancen für Frieden steigen.

Meiner Meinung nach ist die überzeugendste Antwort auf das Blut-für-Öl-Argument eine sehr einfache. Die Menschen, die es von sich geben, sind Trottel. Also, ich meine nicht diejenigen, die sagen, dass die USA aus geopolitischer Notwendigkeit die Ölmärkte stabilisieren müssen oder diejenigen, die (zu Recht) sagen, wir müssten die Macht und den Einfluss der Saudis verringern. Ich meine Leute, die im Stil von Cynthia McKinney argumentieren, dass Bush und Cheney und Rumsfeld durch den Krieg reich werden wollen. Das ist das Argument der Carlyle-Gruppe, das man im Pacifica Radio und in den süßen Fiebersümpfen des Internets hören kann. Das simple Problem an dieser These ist, dass es ein grundlegendes Missverständnis über reiche Leute offenbart.

Reiche Leute, die noch reicher werden wollen, bewerben sich nicht um die Ämter von Präsident und Vizepräsident. Sie übernehmen nicht den Posten eines Verteidigungsministers oder Finanzministers. Und, zur Information, sie wollen nicht Senatoren werden – wie John Edwards und Jon Corzine. Solche Leute mögen selbstsüchtige Motive haben, aber Habgier oder dreckige Gewinnsucht gehören nicht dazu. Sie mögen die Macht lieben, sie mögen etwas Gutes tun wollen, sie mögen ihren Namen in den Geschichtsbüchern sehen wollen, sie mögen sogar nur einfach ihren Grundschullehrern etwas beweisen wollen, die ihnen sagten, sie würden nie etwas erreichen. Aber sie tun es nicht, um den großen Schlag am Aktienmarkt zu tun. Jeden Tag höre ich Leute, die ganz ehrlich glauben, Bush & Co. würden die Invasion des Irak wollen um mehr Geld zu verdienen. Diese Leute sind entweder dumm oder sie sind in einer Zone des Zwielichts gefangen, in der Cartoons von Thomas Nast die Realität zu sein scheinen.

Und das ist das Problem mit den meisten bekloppten Theorien zu Krieg: Sie offenbaren eine tiefgehende Naivität dazu, wie eine Regierung funktioniert. Wenn Bush das für Öl oder Geld machen würde oder wegen „Vergeltung“ gegen den Mann, der versuchte seinen Vater zu töten, dann könnte er das nie sagen. Er könnte das dem inneren Kreis nicht sagen, ganz zu schweigen von seinen führenden einigen hundert Leuten darunter, die die Politik machen. Das würde an die Öffentlichkeit kommen. Die Gegner würden es durchsickern lassen. Männer mit Ambitionen würden Warnungen verbreiten und zu Helden werden. Anständige Männer würden auch öffentlich warnen.

Mit anderen Worten: Bush müsste alle seine Motive vor den Leuten geheim halten, die davon überzeugen muss, seine Politik mitzumachen. Da aber die meisten dieser anti-Bush, Antikriegs-Typen auch davon überzeugt sind, dass der Oberkommandierende ein Idiot ist, ist es schwer vorstellbar, wie sie glauben können, er sei schlau genug, einen solchen Schwindel durchzuziehen.

Niederländer sollten aufhören auf Israel einprügeln und sich den eigenen Problemen stellen – denen der Vergangenheit wie denen der Zukunft

Abraham Cooper und Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor) [1]

Ein gerade veröffentlichter Bericht verdeutlicht die Bedrohungen Europas und der Welt durch ausländische ISIS-Kämpfer für ihre Heimatländer im Zuge des Zusammenbruchs des sogenannten Kalifats im Irak und Syrien.[2] Die europäischen jüdischen Gemeinden und ihre Institutionen, die bereits infolge bisheriger Terroranschläge verunsichert sind – an einigen davon waren zurückgekehrte Jihadisten beteiligt – haben jetzt eine neue potenzielle Gewalt, wegen derer sie sich Sorgen machen müssen.

Man sollte glauben, dass westeuropäische Staaten all ihre Aufmerksamkeit auf die Bedrohung durch muslimische Terroristen und das schwer fassbare Ziel konzentrieren würden der großen Zahl an Migranten und Flüchtlingen aus Afrika und dem Nahen Osten – zum Teil extreme Antisemiten – die Werte der Demokratie und der Toleranz einzuimpfen.

Falsch gedacht. Wie viele andere westeuropäische Länder sind die Niederländer fixiert auf den palästinensisch-israelischen Konflikt. Diese Besessenheit trat bei der neuen Regierung, die zu formen nach der Parlamentswahl von 2017 mehr als 200 Tage dauerte, einmal mehr ins Blickfeld.

Die neue Regierung wird aus vier Parteien bestehen: der größten Partei des Landes VVD (Liberale), geführt von Premierminister Mark Rutte, der zum dritten Mal die Regierung leiten wird; die Koalitionspartner sind die CDA (Christdemokraten), D66 (Linksliberale) und die viel kleinere, protestantische Christliche Union. Die neue Regierung stützt sich auf nur 76 der 150 Parlamentarier.

Die Regierungsvereinbarung umfasst zwar siebzig Seiten,[3] die Außenpolitik nimmt davon aber nur eine Seite ein.[4] EU-Schlüsselthemen wie der Brexit und Katalonien fehlen ganz. Ein nuklearisiertes Nordkorea wird nicht erwähnt, genauso wenig die Probleme mit dem Atomabkommen mit dem Iran. Allerdings reiste bereits eine parlamentarische Delegation nach Teheran, was diese extreme muslimische Diktatur legitimiert, die offen die Vernichtung Israels anstrebt.[5] Es gibt nichts zur niederländischen Militärbeteiligung in Afghanistan oder ihrer Präsenz in Mali.[6] In Mali führte der durch Fahrlässigkeit verursachte Tod niederländische Soldaten zum Rücktritt des niederländischen Verteidigungsministers.[7]

Was war das einzige Thema außerhalb Europas, das für die neue Regierung der Niederlande so wichtig war, dass es alle anderen in den Schatten stellte? Der palästinensisch-israelische Konflikt war der neuen Regierungsvereinbarung 60 Worte wert. Dazu heißt es: „Im Nahen Osten tragen die Niederlande zu Frieden und Sicherheit bei. Die Niederlande nutzen die guten Beziehungen zu Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde für den Erhaltung und Verwirklichung der Zweistaatenlösung: einen unabhängigen, demokratischen und existenzfähigen Palästinenserstaat neben einem sicheren und international anerkannten Israel. Die Niederlande arbeiten zudem an der Verbesserung der Beziehungen zwischen Israelis und den Palästinensern.“

In Wirklichkeit sind die Niederlande ein Land von verschwindend geringer Bedeutung für den gesamten Nahen Osten. Ihre Behauptung, dass sie eine wichtige und ausgewogene Rolle im palästinensisch-israelischen Konflikt spielen, spiegelt sowohl Absurdität als auch Arroganz wider. Die Niederlande haben in vielen Dingen gegen israelische Interessen agiert. Es leistet Zahlungen an die palästinensische Autonomiebehörde, wohlwissend, dass diese Mörder ermutigt und unterstützt.[8] Die niederländische Regierung bezuschusst auch Unterstützer der antisemitischen BDS-Kampagne.[9]

Der bisherige Außenminister Bert Koenders gehört der Arbeitspartei an, die gegen Israel hetzt.[10] Er befürwortete entschieden die Kennzeichnung von Produkten aus der umstrittenen Westbank und dem „besetzten“ Golan durch die Europäische Union. Koenders forderte jedoch nie ähnliche Maßnahmen gegen andere Länder, in denen die rechtliche Lage viel klarer ist, zum Beispiel dem von der Türkei besetzten Nordzypern.[11] Das ist eine typische antiisraelische Mutation des klassischen antisemitischen zweierlei Maß.[12]

2013 veröffentlichte das Beratungsgremium der niederländischen Regierung (AIV) eine 47 Seiten lange Stellungnahme zum Nahost-Friedensprozess.[13 Wim Kortenoeven, früherer Abgeordneter der Freiheitspartei, beschrieb diese als „nichts außer einer boshaften Anklage des jüdischen Staates; Ignorierung der islamischen Wurzel des Konflikts; auslassen entscheidender historischer Daten; Verweigerung oder Auslassung der legalen Rechte des jüdischen Volks in Palästina; und Manipulation von Fakten, Zahlen und UNO-Resolutionen.“

„Sie schweigt zu Israels furchtbaren Dilemmas, Zwickmühlen und territorialen Einschränkungen und ignoriert sogar so wesentliche Punkte wie die islamische Bedrohung und palästinensische Hetze gegen Israel und den Frieden. In ihrem Schluss fordert die AIV das Verhängen von Sanktionen gegen Israel und die Etablierung von Beziehungen (der Niederlande und der EU) zur Hamas, einer Organisation, die zum Völkermord an allen Juden aufruft.[14] Proteste des Simon Wiesenthal Centers, mit denen die Auflösung dieses aufstachelnden Beratergremiums gefordert wurde, stießen auf taube Ohren.[15]

Die vier niederländischen Regierungsparteien hätten in ihre Vereinbarung eine Verpflichtung zur Untersuchung aufnehmen sollen, wie es kam, dass im Jahr 2011 38% der Bevölkerung der Niederlande bei einer Meinungsumfrage der falschen und extrem antisemitischen Aussage zustimmten, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt.[16] Zwar propagieren nur wenige solche Behauptungen direkt, aber sie sind das Resultat einer allgemein vorhandenen Atmosphäre der Aufhetzung durch antiisraelische Parteien in den Niederlanden. Eine davon ist die Koalitionspartei D66.[17] Der Hass auf Israel kommt zudem aus Medien, sozialen Medien und von von der Regierung finanziell unterstützten, Pseudo-Menschenrechtsgruppen.

Es wird Zeit, dass man aufhört auf Israel einzuschlagen. Es ist mehr als überfällig, dass die niederländischen Behörden anfangen zu den oben angeführten aktuellen Themen und ihren unbeantworteten historischen Kontroversen bei sich selbst nachforschen. Die Niederlande und das einzige westeuropäische Land, das niemals das abscheuliche Fehlverhalten ihrer Regierung der Kriegszeit – im Exil in London – gegenüber ihrer jüdischen Bevölkerung eingestanden hat.[18] Statt sich in die angeblichen Missetaten Israels hineinzusteigern, würde die niederländische Regierung ihrem Volk besser dienen, wenn sie endlich Vorwürfe massiver niederländischer Kriegsverbrechen in Indonesien 1948 und 1949 untersuchen.[19]

[1] Veröffentlicht in der Huffington Post vom 24. Oktober 2017

[2] http://thesoufancenter.org/wp-content/uploads/2017/10/Beyond-the-Caliphate-Foreign-Fighters-and-the-Threat-of-Returnees-TSC-Report-October-2017.pdf; www.janes.com/images/assets/032/69032/Islamic_State_returnees_pose_threat_to_Europe.pdf

[3] http://www.kabinetsformatie2017.nl/documenten/publicaties/2017/10/10/regeerakkoord-vertrouwen-in-de-toekomst

[4] Ebenda, S. 47.

[5] http://www.dagelijksestandaard.nl/2017/10/terwijl-kamerleden-door-iran-reizen-belooft-teheran-krachtiger-dan-ooit-oorlog-tegen-israel-te-voeren/

[6] http://www.defensie.nl/actueel/nieuws/2017/09/11/missies-in-mali-irak-en-afghanistan-verlengd

[7] http://www.reuters.com/article/us-netherlands-mali/dutch-defense-minister-resigns-over-peacekeepers-deaths-in-mali-idUSKCN1C82GW

[8] http://www.cidi.nl/kabinet-is-in-principe-niet-tegen-betalingen-aan-palestijnse-gevangenen/

[9] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/19105

[10] http://www.pvda.nl/wp-content/uploads/bestanden/6591-afsluitende-speech-diederik-samsom-v28feb.pdf

[11] www.rijksoverheid.nl/documenten/kamerstukken/2016/06/20/beantwoording-kamervragen-over-de-etikettering-van-israelische-producten

[12] S. die Antisemitismus-Definition der IHRA.

[13] http://aiv-advies.nl/692/publicaties/adviezen/tussen-woord-en-daad-perspectieven-op-duurzame-vrede-in-het-midden-oosten

[14] http://blogs.timesofisrael.com/in-the-breach-dutch-foreign-policy-on-israel/

[15] http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/173502

[16] library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf

[17] http://politiek.tpo.nl/2016/04/18/d66-motie-israel/

[18] http://www.wsj.com/articles/its-time-for-the-netherlands-to-apologize-1438196083

[19] Rémy Limpach, De brandende kampongs van Generaal Spoor, (Amsterdam: Boom, 2016)

Von Berkeley nach Jenin

Gerald M. Steinberg, The Jerusalem Post, 7. Juni 2002

Die Kampagne Israel zu dämonisieren, die mit den Märchen vom Jenin-Massaker und der Konferenz von Durban ihre Höhepunkte fanden, erschien nicht plötzlich und ohne Vorwarnung nach dem Zusammenbruch des Oslo-Prozesses vor zwei Jahren. Ihr Ursprung kann stattdessen in den glorreichen 60-er Jahren gefunden werden, der Zeit der Bürgerrechtsbewegungen, der freien Rede, von Flower Power, Protesten gegen den Vietnam-Krieg und der Märsche für Gerechtigkeit, Gleichheit und nationaler Befreiung für alle außer den Juden.

In scharfem Gegensatz zu den sich selbst dienenden Mythen von Frieden und Liebe sind die Exzesse der politischen Bewegungen der 60-er die direkten Nachkommen der Wahlsprüche und Mythen, die heute für die palästinensische Mordkampagne werben. Die massenhafte Ignoranz, die Perversion der Geschichte und der irrationale Hass auf Israel, der sich auf den Universitäts-Campussen entwickelte, wurden zum Samen der globalen Kampagne zur Delegitimierung Israels.

Anders als die meisten Wechsel in der Geschichte, die nicht auf ein einzelnes Ereignis zurückzuführen sind, hatte die Dämonisierung Israels einen klaren Anfang, der dem israelischen Sieg im Juni 1967 folgte. Vor dem Beginn der Kämpfe, in den Wochen der Krise und Spannung, hatte Israel die Sympathie der Welt (natürlich mit Ausnahme der arabischen Welt). Der belagerte jüdische Staat kämpfte um sein Überleben. Dass Nasser die UN-Friedenstruppen aus dem Sinai hinaus warf, die schrille Rhetorik mit dem Versprechen „die Juden ins Meer zu treiben“, wie auch die militärischen Beistandspakte und die Stationierung von Truppen entlang Israels Grenzen wurde alles breit und genau berichtet. Damals gab es keine „Besatzung“ als Entschuldigung für arabischen und palästinensischen Hass und Barbarei und es gab keine israelischen „Siedlungen“, die man verurteilen konnte. Als die Kämpfe begannen, stellte fast niemand Israels Recht auf Selbstverteidigung in Frage.

Von dem Moment aber, als das jüdische Volk und Israel aufhörten die Opfer zu sein und ihre Fähigkeit zeigten, sich selbst und ihr Heimatland verteidigen zu können, verschob sich die Sympathie plötzlich zu Feindseligkeit. Auf Universitäts-Campussen wurde der Gebrauch jeglicher militärischer Gewalt, sogar in Selbstverteidigung und Vorbeugung, automatisch als „aggressiv“ und unmoralisch verurteilt; und Israels Sieg in einem Überlebenskrieg wurde in einem Atemzug mit Amerikas Krieg in Vietnam verurteilt.

Eine vereinfachende und unmoralische Gleichung setzte sich fest, in der israelische Panzer und Flugzeuge an sich bereits unmoralisch wurden, während Sprengstoff, Autobomben und andere Arten brutalen Terrors als „Widerstand“ gerechtfertigt waren.

Zusätzlich erhoben aus dem Britischen Kolonialbüro importierte orientalische Väterlichkeit und Romantisierung die Araber und besonders die Palästinenser ohne Rücksicht auf Zusammenhänge und Details in einen Opferstatus.

Obwohl „Redefreiheit“ als Zentrum des politischen Aktivismus in den 60-ern zum Heiligtum gemacht wurde, was in Berkeley begann, war das doch auch ein Mythos. Unter der Fahne der Redefreiheit wurden die Grenzen in der Diskussion verschiedener besonderer Fragen und Personen angegriffen und nieder gerissen – außer, es ging um Israel. Nach dem Sechs-Tage-Krieg war jegliches Eintreten für Israel in Berkeley und den Universitäten, die ihm eng geschlossen folgten, verboten und jeder, der nicht die politisch korrekte Ideologie der Elite teilte, war körperlichen Angriffen ausgesetzt.

In der orwellschen Verdrehung der Sprache und Moral, die zur Regel geworden sind, werden Israelis (mit Ausnahme der rechtfertigenden Linken) bedroht und von der Darstellung ihrer Ansichten abgehalten.

Was Israel und andere ideologische Fragen angeht, sind Intoleranz und political correctness das Erbe der 60-er und der Generation der Revolutionäre. Als Ergebnis übernahmen viele Studenten, die nach 1967 den arabisch-israelischen Konflikt studierten, die einfach gestrickten Rahmen der Dämonisierung der Israelis und der Opferschaft der Palästinenser.

Einige der Studenten wurden Journalisten, die die Ereignisse aus dem Nahen Osten durch die Brille berichten, die mit „Israels Aggression von 1967“ beginnt. Andere, besonders in Europa, brüteten ihre eigenen Nachahmungen der 60-er-Bewegungen aus (während sie die Amerikaner weiter verfluchten), und verwandelten sich in pompöse Diplomaten, die automatisierte Verurteilungen Israels verlautbaren und in Scharen strömen um Yassir Arafat ihren Respekt zu erweisen.

Die zügellose intellektuelle Faulheit und moralische Gleichsetzung, die zwischen den Angriffen der Terroristen (in der Nachrichtensprache „Aktivisten“ oder „Militante“) und der Selbstverteidigung hergestellt wird, geht weit über den israelisch-arabischen Rahmen hinaus. Die geistlosen Uni-Proteste gegen die von den USA geführten Aktionen in Afghanistan in Folge der Al Qaida-Terroranschläge vom 11. September und die humanitäre Kampagne zum Schutz von Saddam Hussein und seinen Massenvernichtungswaffen sind Anzeichen desselben Trends.

Terrorismus wird im Namen der kulturellen Falschauffassung und Verantwortung für fiktive „Wurzeln“ entschuldigt, die zur Rechtfertigung von Massenmord genutzt werden.

In den letzten Monaten ist aber durch eine von massivem kognitivem Missklang verursachte Anspannung aufgetaucht. Ein paar mutige Intellektuelle haben es doch tatsächlich gewagt, vom sozial akzeptablen Weg abzuweichen und mit den Fingern auf das fundamentale intellektuelle und das moralische Versagen an den Universitäten in der ganzen Welt zu zeigen. Professor Michael Walzer von der Princeton University fragt: „Könnte es eine anständige Linke geben?“ („Dissent“, Sommer 2002) und schlägt vor, dass „nagender Groll, nach innen gewachsene Wut und Selbsthass“ die grundlegenden Quellen dieses Phänomens sind. Oriana Fallaci, eine italienische Journalistin und früheres Mitglied der Euro-Elite, hat einen machtvollen Artikel gegen die grassierende europäische Dämonisierung Israels und den davon frei gelegten Antisemitismus veröffentlicht. Diese und andere Beiträge bezeichnen den wichtigen Anfang des Gegenangriffs. Das heimtückische Erbe der politischen Korrektheit, Gleichförmigkeit und Einschüchterung, die die Universitäten in den 60-ern hervor brachten, wird aber lange Zeit benötigen um korrigiert zu werden. Die Intellektuellen, die mit dem Eindreschen auf Israel fortfahren und für die Palästinenser und Al Qaida streiten, unterstützen derzeit Massenmord.

Was hat Obama vor?

Der amerikanische Präsident Obama zielt darauf Israel zu delegitimieren, bis es einlenkt

Moshe Dann,YNetNews, 5. Dezember 2010

Warum sollte Präsident Obama Amerikas Prestige, Geld und Einfluss für eine dreimonatige Einschränkung jüdischer Bautätigkeit in von Israel 1967 eroberten Gebieten aufs Spiel setzen? Eine weitere Verhandlungsrunde ist zum Scheitern verurteilt, da die palästinensischen Führer es bereits abgelehnt haben die Gespräche wieder aufzunehmen, wenn nicht der Baustopp auch auf Ostjerusalem ausgedehnt wird. Warum puscht Obama diesen Schneeball, wo er doch weiß, dass es unwahrscheinlich ist, eine Vereinbarung mit Substanz in so kurzer Zeit, wenn überhaupt zu erzielen?

Den israelischen Forderungen nach einer schriftlichen Verpflichtung, keine weiteren Baustopps zu verlangen, eine Staffel Kampfflugzeug zu liefern und palästinensische Vorlagen hin zu Eigenstaatlichkeit in der UNO ein Jahr lang zu blockieren, könnte Obama als Vorwand dienen einen palästinensischen Antrag im Sicherheitsrat mit einem Veto zu belegen. Aber das scheint die Zugeständnisse an Israel kaum wert zu sein. Und was passiert, wenn das Jahr um ist?

Amerikanische „Anreize“ (Bestechung) zu akzeptieren, ist für Israel erniedrigend – damit wird Politik und Geld dem Prinzip vorgezogen. Premier Netanyahu versprach, dass der erste Baustopp „nur eine einmalige Sache“ sei. Und israelische Bedingungen zu akzeptieren ist für Amerika herabsetzend. Beide Seiten sind moralisch kompromittiert; doch Israel wird als korrupt und hinterhältig dargestellt, als Friedensschluss vermeidend, während es gleichzeitig Belohnungen erpresst – ein typisch antijüdisches Stereotyp.

Elliott Abrams und Michael Singh stellen weise fest: „Die beunruhigenden Präzedenzfälle, die von diesem Paket gesetzt werden, werden eher dazu dienen die Aussichten für einen Durchbruch bei den Friedensverhandlungen zu trüben als sie zu verbessern… Der am meisten Besorgnis erregende Aspekt des Obama-Pakets ist die Verbindung, die es zwischen israelischen Zugeständnissen bei den Siedlungen (und offenbar auch bei der Geschwindigkeit der Bautätigkeit in Jerusalem) und anderen nicht zusammenhängenden politischen Fragen etabliert… Mit diesem neuesten Schritt versuchen die Vereinigten Staaten eine Politik zu retten, die es nicht wert ist gerettet zu werden.“

Was aber, wenn Obamas Ziel nichts mit irgendeinem „Friedensprozess“, Vereinbarungen oder Zugeständnissen zu tun hat? Was, wenn er und seine Administration wie ein Zauberer von ihrer versteckten Agenda ablenken: der Delegitimierung Israels?

Im April deutet Obama an, die Sicherheit im Irak und Afghanistan kämpfender amerikanischer Soldaten und Amerikas „unabdingbaren Sicherheitsinteressen“ stünden mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt in Verbindung; er macht Israel für den Stillstand verantwortlich.

Israel sitzt in der Falle

Obamas Strategie Israel durch erzwungene Zugeständnisse zu schwächen und zu isolieren, wird durch seine Konzentration auf die israelischen Siedlungen als „illegal“ und „inakzeptabel“, seine extremen Proteste gegen allen und jeden jüdischen Hausbau in Judäa und Samaria, sogar in Jerusalem, und seine direkte Forderung an Israel sein Atompotenzial offenzulegen und dem Atomwaffen-Sperrvertrag beizutreten offenbar. Einen weiteren dreimonatigen „Baustopp“ zu fordern, passt in das Muster der Verleumdung Israels.

Nachdem das Moratorium ausläuft – und angenommen, es ändert sich nichts – wird wieder Israel dafür verantwortlich gemacht und diffamiert, dass es keine „Zugeständnisse für den Frieden“ gemacht hat, „palästinensisches Land stiehlt“ und „die Palästinenser unterdrückt“. Obama kann behaupten, er habe sein Bestes gegeben; die Palästinenser werden ihren Persilschein bekommen; und Israel wird weiter ausgegrenzt und verurteilt werden. Israel sitzt in der Falle.

Wenn Israel den amerikanischen Bedingungen zustimmt und die Bestechung annimmt, verliert es seine Integrität und den Vorteil, den es jetzt hat – einseitig die jüdische Bautätigkeit ohne irgendein positives Ergebnis mehr als ein Jahr eingefroren zu haben. Wenn Israel nicht zustimmt, wird es als unweise und undankbar erscheinen, was seine Position weiter untergräbt. Obama kann wieder Israel für die Verhinderung des Friedens verantwortlich machen, für amerikanisches Nichtstun gegenüber dem Iran und für sein Versagen in Afghanistan.

Angesichts israelischer und palästinensischer Forderungen und Realitäten weiß Obama, dass mit einem dreimonatigen Deal nichts erreicht werden wird; der Ergebnis wird allerdings Israel als Paria-Staat kennzeichnen. Für den Prozess der Delegitimierung, der sich in der gesamten Welt ausgebreitet hat, ist das nur folgerichtig.

Das erklärt, warum die USA der Verurteilung Israels in der UNO und in Europa, Obamas „der muslimischen Welt ausgestreckten Hand“ und seiner Feindschaft gegenüber Israel nicht widersprachen.

Obamas Feindschaft gegenüber Israel ist angefüllt von den Vorurteilen und Verdrehungen seines geistigen Mentors Jeremiah Wright und seiner antiisraelischen Freunde wie Rashid Khalidi; wie bei vielen europäischen Politikern wird sie von Israels Widerstand gegen seine Forderungen verschärft. Aber Israel dafür zu bestrafen, dass es nicht mit ihm übereinstimmt, hat reale Folgen, die Israels Überleben bedrohen.

Israels Feinde – nicht in der Lage es militärisch zu besiegen – verurteilen es als unmoralisch, illegal, einen Gesetzlosen unter den Staaten, der Apartheid schuldig, Kriegsverbrecher, antimenschlich, sogar naziartig.

Obamas radikaler Wechsel der amerikanischen Außenpolitik gegenüber Israel, seine Überreaktion auf Wohnungsbau für Juden in Ostjerusalem, seine vorsätzlichen Brüskierungen und beleidigende Haltung dienen der Dämonisierung Israels und schädigen seinem Ansehen in der Welt.

Diese Agenda ignoriert eine einfache Tatsache: Wäre dies ein territorialer Disput, dann wäre er innerhalb der vergangenen 63 Jahre gelöst worden. Ein zweiter/dritter arabisch-palästinensischer Staat wird den Konflikt nicht beenden, sondern ihn auf unbestimmte Zeit am Leben erhalten; und über den Iran mit der Hilfe der Hamas und der Hisbollah Israels Überleben und die Stabilität der gesamten Region bedrohen.

Israel die Schuld dafür zuzuschreiben, dass es einer solchen Staatsgründung Widerstand leistet, schafft eine Atmosphäre des Hasses und der Verachtung. Diese Delegitimisierung scheint genau das zu sein, was Obamas Administration erreichen will.

Dummdreister Powell, Widersprüche des Außenministeriums

Am 6. März 2002 sagte US-Außenminister Colin Powell vor einem Parlamentsausschuss an die Israelis gerichet:
„Wenn ihr den Palästinensern den Krieg erklärt und glaubt, ihr könntet das Problem lösen, indem ihr heraus findet, wie viele Palästinenser getötet werden können, dann weiß ich nicht, dass uns das irgendwie weiter bringt.“

IMRAs Kommentar dazu:

Colin Powell sollte es besser wissen

US-Außenminister Colin Powell war 35 Jahre lang Berufssoldat; in dieser Zeit hatte er unzählige Kommando- und Generalstabs-Positionen inne und stieg zum 4-Sterne-General auf. Seine letzte Stelle war vom 1. Oktober 1989 bis zum 30. September 1993 die des 12. Generalstabschefs, der höchsten militärischen Position im Verteidigungsministerium (der USA). In dieser Zeit führte er durch 28 Krisen, darunter der Operation Desert Storm im Golfkrieg von 1991.

Colin Powell weiß, was eine Armee tun kann, wenn sie will – wie viele hunderte, tausende, sogar zehntausende eine Armee töten kann, wenn sie sich auf dem Schlachtfeld einer überwältigender Überlegenheit erfreuen kann.

Aber gestern (am 6.3.02) behauptete Herr Powell bei einer Anhörung im Kongress, dass Israel versuche das Problem dadurch lösen zu wollen, dass es „heraus findet, wie viele Palästinenser getötet werden können“.

Schämen Sie sich, Herr Powell.

Sie kennen die Opferzahlen. Sie wissen, dass diese Opferzahlen nicht durch eine Aktion entstanden sind, die heraus finden will, „wie viele Palästinenser getötet werden können“.

Schämen Sie sich.

Durch die Benutzung dieser Sprache stellen Sie sich mit der gleichen Widerwärtigkeit dar wie die Propagandisten, die behaupten, Israel sei nicht besser als Nazideutschland.

Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als den gegenwärtigen für Herrn Powell, eine „Klärung“ vorzunehmen.

Ich empfinde Mr. Powells Erklärung als widerwärtig. Er weiß, dass Israel dem pausenlosen palästinensischen Terror ausgesetzt ist und sich wehren muss. Er verlangt von Israel, was er selbst als Generalstabschef für die USA niemals akzeptiert hätte und was der Powell-Doktrin diametral entgegen steht: Statt dem Verbrecher und Feind mit allen Mitteln zu begegnen um ihn zu besiegen (Powell-Doktrin!), fordert er von ihnen, sich still und ohne zu klagen dem Terror zu beugen. Statt die Selbstverteidigungsaktionen Israels als notwendig und gerechtfertigt anzuerkennen (weit mehr noch als die der USA wegen der Anschläge vom 11.9.), behauptet er, die Israelis würden aus Lust und Schießwütigkeit, ohne Notwendigkeit Palästinenser über den Haufen schießen. Er muss es wirklich besser wissen – Arafat tut nichts (hat Powell selbst zugegeben und angemahnt), der Terror nimmt zu und Israel muss handeln. Statt wirkungsvoll Druck auf Arafat auszuüben, ohrfeigt er Israel. Er macht den Täter zum Opfer und die Opfer zu Tätern. Das nenne ich verlogen und verleumderisch!

——————————-

Pressemitteilung der Zionist Organization of America
6. März 2002

ZOA: Das Außenministerium sagt, die Veröffentlichung der Namen von palästinensisch-arabischen Mördern von Amerikanern würde sie „glorifizieren“ – trotzdem veröffentlich das Außenministerium die Namen von Terroristen, die keine palästinensischen Araber sind

New York – Das State Department versucht seine unglaubliche neue Politik zu rechtfertigen, die Namen arabisch-palästinensischer Mörder von Amerikanern öffentlichen zu machen; es behauptet, dass diese Veröffentlichung diese Terroristen „verherrlichen“ würde – obwohl das State Department selbst fort fährt, die Namen und Fotos vieler anderer terroristischer Mörder von Amerikanern auf der ganzen Welt zu veröffentlichen.

Auf Nachfrage der Jerusalem Post (vom 6.3.02) zur neuen Politik der Nichtveröffentlichung der palästinensisch-arabischen Mörder von Amerikanern antwortete Außenministeriums-Sprecher Gregg Sullivan: „Es gibt Sorgen über die Verherrlichung dieser Leute… In genau diesem Fall entschieden wir uns, sie nicht zu verherrlichen.“

Morton A. Klein, nationaler Präsident der Zionist Organization of America (ZOA) – die als erste diese neue Politik des State Departments enthüllte – sagte: „Das ist die neueste Aktion einer ganzen Serie des State Departments, die uns auf die Frage konzentriert, warum das Ministerium nicht alles ihm mögliche tut um palästinensisch-arabische Mörder von Amerikanern zu fangen. Es erschein doch sehr eigentümlich, dass das State Department in jedem anderen Fall bereit ist, die Terroristen zu ‚verherrlichen‘, indem es ihre Namen und Fotos veröffentlicht, aus demselben Grund aber dann, wenn es zu den palästinensisch-arabischen Terroristen kommt, seine Politik auf einmal ändert. Erwartet das State Department wirklich von der amerikanischen Öffentlichkeit, dass sie glaubt, die Veröffentlichung von Fotos der Terroristen der Fatah und Hamas, die Amerikaner töten, würde sie ‚verherrlichen‘, während auf irgendeine Weise die Veröffentlichung der Fotos von Terroristen von Al-Kaida, Hizbollah, dem ägyptischen Islamischen Jihad und Libyens durch das State Department selbst diese nicht verherrlicht?“

Beispiel für Terroristen, die derzeit auf der Website des State Departments (www.RewardsForJustice.net) veröffentlicht sind:

  • Fotos und Namen von 19 flüchtigen Al-Kaida-Terroristen
  • Fotos und Namen von 2 flüchtigen Hizbollah-Terroristen
  • Foto und Name eines Terroristen, der zum ägyptischen Islamischen Jihad wie auch zu Al-Kaida gehört
  • Foto eines Terroristen, der in die TWA-Flugzeugentführung von 1985 verwickelt ist, wenn auch sein Name und die Organisation, der er angehört, nicht bekannt sind
  • Fotos und Namen von 5 Terroristen, die vor Jahren verhaftet wurden. Im Fall eines darunter befindlichen Libyers bietet die Website des Außenministeriums zwei Fotos aus unterschiedlichen Zeiträumen
  • Fotos und Namen dreier verdächtiger jugoslawischer Kriegsverbrecher

ZOA-Präsident Klein fügt hinzu: „Diese unglaubliche Doppelmoral ist Teil der Appeasement-Politik des State Departments, sich selbst zu überschlagen, um Yassir Arafat nicht in Verlegenheit zu bringen. Das State Department weiß, dass die öffentliche Erwähnung der Namen der Verdächtigen in diesem Fall bedeuten würde, die Aufmerksamkeit auf zwei alte Vertraute Arafats zu lenken; auf drei Beamte aus Arafats Autonomiebehörde; auf drei Mitglieder von Arafats ‚Präsidentengarde‘ Force 17; und auf fünf Mitglieder von Arafats Sicherheitskräften. Stellen Sie sich vor, die Fahndungsliste der meist gesuchten Verbrecher des FBI führte nur die Namen der Opfer auf, aber nicht die Namen und Fotos der Verdächtigen – es würde ihr Verhaftung praktisch unmöglich machen.“

Der Vierte Stand

A Time To Speak, 15. Januar 2002 (nicht online)

Im Frankreich des Ancien Régime war die Bevölkerung in drei Stände geteilt: Adel, Klerus und Gemeine. Im 19. Jahrhundert war der Historiker Thomas Babington Macauley der erste, der die, die Nachrichten berichteten, den „Vierten Stand“ nannte. Seit Lord Macauley Zeiten ist die Macht der Presse weit gestiegen und mit der Macht der Radio- und Fernseh-Sendungen verstärkt worden.

„Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lüge so gern?“ (Psalm 4,3)

Die Website HonestReporting.com verlieh einen Preis für unehrenhafte Berichterstattung für da Jahr 2001; gegen harte Konkurrenz ging der Preis an die BBC (British Broadcasting Corporation):

Im Mai 2001 fingierte die BBC einen Filmausschnitt in dem Versuch, israelische Brutalität zu zeigen. Als Israelis eine palästinensische Basis in Gaza angriffen, gab es keine Bilder von Opfern – da Israel leere Gebäude angriff. Die BBC-Redakteure bauten einen Filmausschnitt israelischer Opfer eines palästinensischen Terrorangriffs, die an einem israelischen Krankenhaus ankamen, ein, um zu unterstellen, dass diese Opfer eines israelischen Angriffs waren. Die Nachrichtensprecherin in London, selbst ehemalige BBC-Israel-Korrespondentin, beendete ihren Text mit „Dies sind Bilder aus Gaza“.

Unter den Geschlagenen: Chris Hedges für seinen Artikel „Gaza Tagebuch: Szenen des palästinensischen Aufstands“, in: Harper’s, Oktober 2001. Hedges erinnert sich: „Ich habe nie zuvor gesehen, wie Soldaten Kinder wie Mäuse in die Falle locken und sie als Sport ermordeten.“ Er führt keine Belege für den Vorwurf an. Er gibt zu, dass er die behaupteten Tötungen nicht sah und schließt daraus, dass sie außer Sicht hinter Sanddünen statt fanden. Er gibt zu, dass er keine Schüsse hörte und schließt daraus (fälschlicherweise), dass israelische Soldaten Schalldämpfer auf ihre Waffen montierten.

————————–

„Es gibt viel Positives über den modernen Journalismus zu sagen. Indem er uns die Meinung der Ungebildeten weiter gibt, bleiben wir in Kontakt mit der Ignoranz der Gemeinschaft.“ – Oscar Wilde

Sender, Reporter und Redakteure, die ihre eigene Abneigung gegen Israel an ihre Zuschauer und Leser weiter geben wollen, haben verschiedene Techniken, die bevorzugten Eindrücke unterschiedlich von der Realität zu schaffen. Diese Techniken benötigen kein Fachwissen oder Verständnis der Fakten, des Hintergrunds oder der Sache selbst.

1. Stelle die Araber als die schwächere Seite dar, die deshalb Sympathie verdienen, ohne Rücksicht auf ihre Haltung.Dazu darf man nur die Araber westlich des Jordans zählen, um die Realität der 5 Millionen Juden im Fadenkreuz der gesamten, ausgedehnten und bevölkerungsreichen arabischen Welt und dem Großteil der nicht arabischen muslimischen Welt zu verschleiern.

Auszug aus „Zwischenspiele“ von Jay Nordlinger (NationalReviewOnline, 15. Januar 2002:

Vor ein paar Tagen sah ich etwas, das mit mächtig amüsierte. Es gab da einen AP-Artikel – im Internet – über die israelische Übernahme dieses palästinensischen/iranischen Schiffs, damit mit 50 Tonnen Material beladen war, mit dem Israelis getötet werden sollten. Den Artikel begleitete ein Foto mit … nun, ich lasse es den Text zum Bild sagen: „Der Palästinenser Harun Al-Rabaa, rechts, und sein Sohn Ander backen Brot in einem behelfsmäßigen Ofen in ihrem Haus, in dem es wegen der Sperrung des Dorfes Salem bei Nablus in der Westbank kein Gas zum Kochen gibt.“

Oh, diese verdammten Israelis. Das ist der große Sieg, den die Palästinenser auf dem Propaganda-Schlachtfeld errungen haben. Einer meiner Freunde sagte kürzlich Folgendes: …“Kennst du die erstaunlichste Veränderung, die im letzten Vierteljahrhundert stattgefunden hat? In Propaganda-Sprache: die Umkehrung der David-und-Goliath-Situation im Nahen Osten. Es war einmal so, dass jeder erkannte, wer der wirkliche David war – Israel: Es ist eine winzige Nation, ein winziger Streifen, gegen den 22 arabische Staaten aufgeführt wurden, eine ganze Welt, die sich schwor, diesen winzigen Staat zu zerstören, der nach dem europäischen Holocaust um sein Leben kämpfte. Und dann machten die arabischen Propagandisten mit haufenweise Hilfe des Westens daraus die palästinensischen armen Teufel gegen die israelischen Scheusale – sie kehrten die Gleichung um. Und seitdem schnattern sie ständig -dass nicht einer der 22 arabischen Staaten jemals den palästinensischen armen Teufeln irgendeine reelle Hilfe anbieten wird.“

2. Benutze eine zurückhaltende Sprache, z.B.:

a) Die BBC scheut den Begriff „Terrorist“ für PLO-Personal, das israelische Restaurants in die Luft jagt oder israelische Kinder an Bushaltestellen zusammen schießt. Statt dessen sind sie „Aktivisten“ oder „Militante“. Im Gegensatz dazu sind Mitglieder der IRA, die Gewaltakte begehen, Terroristen.

b) Die internationale Nachrichtenagentur Reuters vermeidet „Terrorist“ überhaupt, sogar für die Massenmörder am World Trade Center. Der Direktor erklärt: „Wie wir alle wissen, ist des einen Terrorist für einen anderen ein Freiheitskämpfer“. Es gab eine Abweichung von dieser nicht-bewerten-Doktrin, als Reuters kürzlich berichtete:

„(Außenministeriums-Sprecher) Boucher sagte, die Vereinigten Staaten, die Israel rund 2 Milliarden US-Dollar im Jahr an Waffen liefern, um Palästinenser zu töten, protestiert gegen eine 100-Millionen-Dollar-Ladung an die Palästinenser, weil dies zur Eskalation der Gewalt beitragen würde.“

c) Vorfälle werden im Passiv berichtet: „eine Schießerei brach aus“ oder „Gewalt brach aus“ oder „es gab eine Explosion“. Dies kann die Tatsache verbergen, dass PLO-Terroristen die Schießerei begannen oder die Gewalt oder die Bombe zündeten.

d) Eine Zeit der „Ruhe“ oder „Stille“ bedeutet, dass israelische Sicherheitskräfte Terroristen abfing, bevor sie ihre Aufträge ausführen konnten. „Relative“ Ruhe oder Stille heißt, nur ein oder zwei Juden wurden an diesem Tag ermordet.

Akzeptiere in jedem strittigen Fall, wie z.B. Geschichte, Territorium, Besatzung, Aggression, Unterdrückung, Menschenrechte usw. die arabische Sichtweise ohne weiter zu fragen. [zu einigen dieser Themen s. ATTS Nr. I-2, I-6, I-8, I-9] Übernimm sie und wiederhole sie, als wären sie die einzig möglichen Sichtweisen.Zum Beispiel:

a) Gebiete, die die Oslo-Verträge unter bedingte PLO-Verwaltung stellten, werden „palästinensische Gebiete“ genannt, was sie nie waren.

b) Jüdische Gemeinden in Judäa und Samaria außerhalb der „Grünen Linie“ (das ist die Waffenstillstandslinie von 1949) sind „Siedlungen“ und die Bewohner „Siedler“. Araber, gleichgültig, vor wie kurzer Zeit sie in der Region ankamen, sind immer Eingeborene. Einige Reporter und Sender sagen automatisch „illegale Siedlungen“. Hoch qualifizierte Autoritäten des internationalen Rechts haben dargestellt, dass sie nicht illegal sind, aber diese Medienleute kleben an ihrem selbst gefällten juristischen Urteil zur Sache.

c) Die Bedingungen der Oslo-Vereinbarungen, die Yassir Arafat mit sein Reich ausstatteten, bewilligten ihm den Titel „Vorsitzender“; aber in Widerspruch zu diesen Vereinbarungen beförderte er sich selbst zum „Präsidenten“. Daher ist er für CNN unter anderem immer „Präsident“.

4. Wenn ein Jude, der in einer „Siedlung“ lebt oder sie nur besucht, von einem arabischen Terroristen ermordet wird, sollte das Opfer als „Siedler“ bezeichnet werden.Das macht es zu einem verständlichen oder sogar gerechtfertigten Mord. Gelegentlich, wenn ein Mord innerhalb der Grünen Linie statt findet, identifiziert ein Reporter, der nicht unbedingt allzu gut Karten lesen kann, den Ort als „Siedlung“.

Shalhevet Pass wurde in der uralten jüdischen Gemeinde des biblischen Hebron. Als sie zehn Monate alt war, zielte ein arabischer Scharfschütze sehr genau auf sie und tötete sie, indem er ihr eine Kugel in ihren Kopf schoss. Deborah Sontag, damals Korrespondent der New York Times vor Ort, beschwerte sich, dass die Schlagzeilen der israelischen Zeitungen „die Tötung eines israelischen Babys und nicht eines Siedlerbabys meldeten“.

5. Kooperiere mit oder begünstige sogar die Inszenierungen von Vorfällen, die mit der besonderen Zielsetzung statt finden, dass über sie berichtet werden soll.Bei einem spontanen Ausbruch arabischer Wut wurde ein PLO-Fatah-Führer erwischt, als er vor einer Kamera der israelischen Armee sagte: „Fangt noch nicht mit dem Steine werfen an. Ich habe gerade gehört, dass das CNN-Team bei Ramallah noch im Verkehr fest steckt.“

6. Geh mit jedem, der für Israel spricht, hart oder sogar gehässig um. Sei milde oder sogar kriecherisch gegenüber jedem, der für die PLO spricht.Die Medienbeobachtungs-Organisation CAMERA hat gezählt, dass es mehr als doppelt so wahrscheinlich ist, dass Interviewer bei CNN eine Aussage eines Israelis in Frage stellen oder angreifen, als eine Aussage eines Arabers.

7. Bei einem Fernsehbericht aus Israel, wähle den besten Hintergrund.Richte dich und die Kamera in Jerusalem so aus, dass der vergoldete Felsendom auf dem Tempelberg zu sehen ist. Dies wird die Zuschauer in aller Welt daran erinnern, dass du in einer muslimischen Stadt bist. Die BBC filmt ihre Jerusalem-Korrespondenten in einem Studio vor einem Gemälde des Doms als Hintergrund.
Die Berichte der Korrespondenten vor Ort sind an den Nachrichtensprecher im Studio des eigenen Senders auf einem anderen Kontinent gerichtet. Wenn der Bericht von einem schockierenden terroristischen Blutbad und Verstümmelungen handelt, könnte der Nachrichtensprecher ernsthaft fragen: „Wie wird das den Friedensprozess beeinflussen?“

8. Achte auf deine Sprache.Viele Ortsnamen sind auf das biblische Hebräisch zurück zu führen und sind weltweit unter diesen Namen bekannt. Es ist vernünftig, dass englischsprachige Medien die englische Version (dieser Namen) benutzen. Von Zeit zu Zeit werden die bekannten englischen Namen durch alternative arabische ergänzt, während die hebräischen nie benutzt werden. Dies schafft den Eindruck, dass beide, englische wie arabische, es Wert sind, erwähnt zu werden, aber das Hebräische – die Sprache des antiken wie modernen Landes – unbedeutend ist.

a) Der biblische Tempelberg (Hebräisch: Har Ha-Bayit), heiligste aller alten jüdischen historischen und heiligen Stätten, wird als „Haram al-Sharif“ (Arabisch für „edles Heiligtum“) dargestellt, mit der Erinnerung daran, dass es sich um „den drittheiligsten Ort des Islam“ handelt.

b) Im Januar 2001 versammelten sich sage und schreibe 400.000 Juden in Jerusalem (auf Hebräisch: Yeruschalayim), um ihrer Hauptstadt Treue zu schwören [vgl. Ausgabe I-1). CNN musste den Hauptpunkt der Versammlung am Jaffator (Hebräisch: Scha’ar Yafo) mit der obskuren arabischen Bezeichnung „Bab al-Khalil“ bezeichnen.

c) Da Jerusalemer Wohnviertel Gilo (Hebräisch: Gilo) kommt regelmäßig unter Gewehr- und Mörser-Beschuss aus der nahe gelegenen Stadt Beit Jala, die unter PLO-Herrschaft steht. Ein Fernsehreporter erklärte: „Gilo ist die hebräische Aussprache von Jala“ – eine Bemerkung, die in Widerspruch oder Missachtung der Tatsache steht, dass Gilo schon ein Wohnviertel Jerusalems zur Zeit König Davids (Hebräisch: Da’avid HaMelekh) war (2. Samuel 15 und 23).

9. Finde beschönigende Umstände für Terroristen, z.B.:
a) Ein arabischer Busfahrer aus Gaza rammte sein Fahrzeug absichtlich in eine Gruppe von Menschen, die an einer Bushaltestelle bei Tel Aviv warteten; dadurch ermordete er sieben und verletzte weitere. Der Fahrer selbst erklärte, dass er dies in voller Absicht tat um zu töten. Aber Suzanne Goldenberg vom britischen The Guardian, lehnte sein Geständnis ab und bestand darauf, dass er „kein Terrorist“ sei, sondern lediglich einen Unfall verursachte, weil er Medikamente nahm, die ihn benommen machten.

b) Zwei Israelis bogen versehentlich falsch in das PLO-beherrschte Ramallah ab, wo sie vom Mob zu Tode geprügelt wurden. Einer der Verbrecher posierte im Fenster und stellte stolz ihr auf ihm verspritztes Blut zur Schau. Lee Hockstadter, damals Korrespondent der Washington Post vor Ort, achtete genau darauf zu erklären, dass dieser Mörder in der Kindheit kränkelte und stotterte und ihn das zurückhaltend machte.

c) Als ein Selbstmord-Bomber außerhalb einer Einkaufshalle Tod und Verwundung für eine Reihe von Passanten brachte, berichteten Peter Jennings und die Mannschaft von ABC, dass der Mörder ein „junger palästinensischer Zimmermann war, … der von seiner Familie als ein 21-jähriges Mitglied der militant-islamischen Hamas war, einer von vielen Palästinensern, die von den letzten acht Monaten der Gewalt radikalisiert worden ist.“

Verbessere keinen Fehler, wenn die falsche Version zu mehr zu gebrauchen ist als die richtige:
Über Vorfälle, für die Israel die Verantwortung zugeschoben werden kann, wird weltweit berichtet. Stellt sich diese Zuschiebung als falsch heraus, sind Richtigstellungen und Widerrufe selten. Beispiele:

a) Der Tod des 12-jährigen Mohammed al-Dur während eines PLO-Angriffs auf einen israelischen Wachposten war ein internationales Schlachtfest, so lange gesagt werden konnte, dass er durch israelisches Feuer getötet wurde. Als technische Studien zeigten, dass er nur von PLO-Feuer getötet worden sein konnte, wurde die Story nicht richtig gestellt.

b) Als Mary Robinson, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, eine Tour durch die Gefahrenzone unternahm, wurde Israel beschuldigt, auf ihr Auto geschossen zu haben. Als in Europa durchgeführte ballistische Tests nachwiesen, dass die Schüsse aus PLO-Waffen stammten, wurde die Story nicht richtig gestellt.

————————–

Ein Leser wird manchmal nur die Schlagzeile oder eine Bildunterschrift lesen und den Bericht überspringen, besonders, wenn das Thema diesen Leser nicht sonderlich interessiert. Daher kann eine falsche Schlagzeile oder Bildunterschrift, die faktisch falsch ist, erstens einen falschen Eindruck vermitteln und zum zweiten von einem sorgfältiges Durchlesen der Story abhält. AP (Associated Press), internationale Quelle vieler Zeitungsberichte und Bilder, ist besonders gut bekannt für die Kunst der falschen Zeichen:

1. Bildunterschrift: „Israelischer Polizist schlägt Palästinenser“
Bild: Ein amerikanisch-jüdischer Student in Jerusalem, von einer Bande Araber angegriffen und zusammen geschlagen, wird von einem israelischen Polizisten gerettet (vgl. Ausgabe I-3).

 

2. Schlagzeile: „Jüdisches Kleinkind stirbt im Westjordanland“
Artikel: Shalhevet Pass, 10 Monate alt – also noch nicht zum Kleinkind heran gewachsen – „starb“ davon, dass ein arabischer Scharfschütze ihr gezielt in den Kopf schoss.

 

3. Schlagzeile: „Explosion tötet Bomber in Tel Aviv“
Artikel: Er kam um, als er die Explosion am Eingang zu einer Diskothek auslöste, wobei er 21 junge Menschen ermordete und viele weitere schwer verwundete.

 

4. Schlagzeile: „Israelische Soldaten töten zwei Palästinenser“
Artikel: Die „Palästinenser“ waren Hamas-Terroristen, die dabei waren eine Bombe neben einer Straße zu platzieren. Die wurden in einem Feuergefecht mit den israelischen Soldaten getötet, die sie dabei entdeckten. Wenn AP über irgendein anderes Land berichtet, wird ein solches Detail nicht weg gelassen.

————————–

PLO-Terroristen aus dem Gazastreifen drangen nach Israel ein und griffen einen israelischen Wachposten an. Sie töteten vier Soldaten. Diese Soldaten waren israelisch-arabische Beduinen, die in den Streitkräften der Nation dienten. Also machte der Jerusalem-Korrespondent von British Sky News die haltlose Andeutung, dass Israel vielleicht nicht ernsthaft darauf reagierte, weil die Soldaten keine Juden waren.

Die Männer wurden von Terroristen aus Rafiach, am südlichen Ende des Gazastreifens, getötet. Israel zerstörte prompt Gebäude, die unbewohnt waren und nur als Terroristennester und Endpunkte für Tunnel zum Waffenschmuggel unter der nahe gelegenen ägyptischen Grenze genutzt wurden.

Die PLO erhöhte die Zahl der eingeebneten Gebäude und erhob das falsche Klagegeschrei, dass der Verlust dieser (wie gesagt: unbewohnten) Gebäude 700 Flüchtlinge obdachlos im Winterwetter zurück ließ. Das Internationale Rote Kreuz stürzte pflichtbewusst mit Zelten herbei und die Nachrichtenmedien strahlten pflichtbewusst den abgelagerten Film „Trauernde in den Ruinen“ aus.

————————–

„Mein Freund, du erklärst, dass du die Juden nicht hasst, dass du nur Antizionist bist. Und ich sage dir, lass die Wahrheit von den höchsten Bergspitzen erklingen, lass ihr Echo durch die Taler von Gottes grüner Erde hallen: Wenn man den Zionismus kritisiert, dann meint man die Juden – das ist Gottes Wahrheit… Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt der Fleck auf der Seele der Menschheit. Darin stimmen wir vollständig überein. Also wisse auch dies: Antizionismus an sich ist antisemitisch und wird es immer bleiben.“
Martin Luther King, Jr. in: The Saturday Review, August 1967

Die antiisraelische Besessenheit der Nachrichtenmedien in Großbritannien und Europa ist ausführlich beschrieben in „New Prejudices for Old – The Euro Press and the Intifada“ (Neue Vorurteile gegen alte – die europäische Presse und die Intifada) von Tom Gross, 1. November 2001. Teile aus diesem Bericht über die britischen Medien werden in den folgenden Auszügen und Zusammenfassungen wieder gegeben:

Über den Redakteur des Guardian, einer höchst einflussreichen Zeitung unter britischen Intellektuellen:

Letzten Mai begleitete ich den Herausgeber von Londons Zeitung The Guardian, Alan Rusbridger und den Redakteur Ian Katz in Westjerusalem und ins palästinensische kontrollierte Bethlehem. Es war Rusbridgers erste Reise nach Israel. Seine Zeitung wurde von Kritikern der Berichterstattung über Israel als eine der unfairsten heraus gestellt.

Wir fuhren mit dem Auto über die Grenze nach Bethlehem… Zwei israelische Soldaten, ungefähr 18 Jahre alt, standen auf der israelischen Seite der Grenze Wache. Als wir unsere Presseausweise sahen und fragten, ob wir hinüber dürften, sagte einer von ihnen auf Englisch: „Aber natürlich, wenn Sie Journalisten sind, müssen sie kommen.“ Dann fügte er mit einem trockenen Grinsen hinzu: „Schließlich sind Sie die Leibwächter der Demokratie.“ Rusbridger pinnte die Bemerkung des Soldaten in seinen Notizbuch.

[…] Rusbridger und Katz sahen, dass die israelischen Soldaten den Palästinensern gegenüber liebenswürdig und höflich waren. Sie sahen, dass Palästinensern erlaubt wurde, in Autos oder zu Fuß die Grenze innerhalb von Sekunden zu überschreiten. Und sie sahen den Gegensatz: wie die gleichen Soldaten religiöse Juden, die am nahe gelegenen Grab Rahels zu beten wünschten, den Zugang nach Bethlehem verweigerten.

Bei unserer Fahrt über eine von Bethlehems Hauptstraßen passierten wir Autos, die Palästinensern gehörten und von ähnlichem Standard waren wie die, die wir gerade von Israelis gesteuert in Jerusalem gesehen hatten. Rusbridger und Katz hatte auch die Chance zu beobachten, dass die örtlichen arabischen Geschäfte gut gefüllt waren. Und als wir Bethlehem verließen und zurück nach Israel fuhren, konnten sie sehen, dass Palästinensern schneller Wechsel über die Grenze erlaubt wurde – ungefähr in der gleichen Zeit, die ein Israeli braucht um eine Einkaufshalle in Tel Aviv oder ein Kino zu betreten, werden ihre Taschen nach Sprengstoff durchsucht. Die religiösen Juden, die wir vorher schon gesehen hatten, waren immer noch auf der anderen Straßenseite dabei mit den Soldaten zu verhandeln, um nach Bethlehem hinein zu kommen.

Zwei Wochen später schrieb Rusbridger über seine Reise in einer Titelgeschichte des Spectator in London. Rusbridger begann seinen Spectator-Artikel wie folgt: ‚Als die Apartheid in den letzten Zügen lag, besuchte ich Südafrika… Vor einigen Wochen machte ich meine erste Reise in ein anderes Land, über das viel geschrieben wird: Israel. Wie bei meiner früheren Reise fand ich viel Schockierendes, aber diesmal war ich wirklich überrascht. Nicht hatte mich darauf vorbereitet, derart viele Echos der schlimmsten Tage Südafrikas im modernen Israel zu finden.‘ … Er schrieb von den ‚endlosen, demütigenden Schlagen, die darauf warteten, durch israelische Kontrollpunkte durch gelassen zu werden.‘ Er erwähnte nichts von unseren sehr anderen Erfahrungen…

Rusbridger fuhr im Guardian fort:

Wir sind gezwungen, einige unbequeme Wahrheiten darüber zu sagen, wie der Traum einer Zufluchtsstätte für das jüdische Volk in genau dem Land, in dem ihre spirituelle, religiöse und politische Identität geformt wurde, derart vergiftet worden ist. Die Einrichtung dieser Zufluchtsstätte ist mit einem sehr hohen Preis in Menschenrechten und Menschenleben erkauft worden. Es muss einleuchten, dass die internationale Gemeinschaft diese Kosten nicht endlos mit tragen kann. [Frage von ATTS: Wer verspritzte das Gift und sorgte für die Kosten?]

Die Nahost-Korrespondentin des Guardian, Suzanne Goldenberg:

Ihr Bericht von Samstag, 3. Juni 2000, trug den Titel: „Palästinenser unter Druck – Polizei setzt Strand-Apartheid durch: Mit dem sich abzeichnenden Frieden will Israel Gebiete nur für Juden einrichten.“
Der Artikel begann mit den Worten: „In diesen schwülen Frühsommertagen ist der lange, mit Palmen gesäumte Strand von Tel Aviv ein natürliches Zufluchtsgebiet. Wenn man aber Palästinenser ist, kann ein Tag am Strand eine Nacht im Gefängnis zur Folge haben. Während sich israelischen Juden gestern am Strand räkelten, war die in Massen eingesetzte Polizei eifrig darauf bedacht, die Strand-Apartheid durchzusetzen… eine Aktion um rein jüdische Strände zu schaffen. Palästinenser wurden in der Nähe des Dolphinariums verhaftet, noch bevor sie den Sand betreten konnten.“

Als jemand, der in Tel Aviv lebt und meistens auch an den Strand geht, habe ich niemals etwas derartiges gesehen. Juden und Araber mischen sich völlig ungehindert am Strand und machten das genauso, als dieser Artikel im Juni 2000 geschrieben wurde. Das kann jeder Einwohner Tel Avivs bestätigen. Das gilt auch für die Gegend um das Dolphinarium, wo eine tödliche palästinensische Selbstmordbombe an einer Stranddisco für Teenager explodierte – genau ein Jahr, nachdem Goldenberg ihren Artikel schrieb.

[Im vergangenen Jahr (2001) zeichnete der London Press Club Goldenberg mit einem Preis aus – für „mutigen und objektiven Journalismus“. Auf einer anderen Preisverleihung wurde über Goldenberg in der Laudatio gesagt: „Diese Journalistin wurde einer Verleumdungskampagne ausgesetzt.“]

Unter anderem zitiert Gross ein Gedicht im Sunday Observer, das „die zionistische SS der gezielten Erschießung palästinensischer Kinder beschuldigt“ sowie einen Artikel in einer obskuren Kleinstadt-Zeitung mit wenig außenpolitischen Meldungen, der „Juden in Springerstiefeln“ überschrieben war. Im Januar 2001 entwickelte sich der Guardian mit einem Kommentar weiter, der den Titel trug: „Israel hat schlichtweg kein Recht zu existieren.“

Gross macht außerdem diese Beobachtungen:

Es wäre ein Leichtes, ohne Ende mit ähnlichen Beispielen aus ganz Europa fortzufahren. In den generellen Judenhass – und zwanghaften Versuchen, Parallelen mit dem Holocaust zu ziehen – mischt sich ein besonderer, auf dem Christentum basierender Antisemitismus. Obwohl die überwältigende Mehrheit der Palästinenser Muslime sind, benutzen viele Karikaturen, Schlagzeilen und Berichte christliche Bilder. Sätze sie „die Via Dolorosa der Palästinenser“ und „das Kreuz, das die Palästinenser zu tragen haben“ sind in Ländern wie Frankreich und Italien an der Tagesordnung.
… Hillary Anderson, BBC-Chefkorrespondentin in Jerusalem, begann kürzlich einen Bericht über den Tod palästinensischer Kinder wie folgt: „Tief im Boden von Bethlehem sind die Überreste einer so abscheulichen Gräueltat, die in der Geschichte so weit zurück liegt: die Abschlachtung der Unschuldigen durch König Herodes…“ (Die Kamera zeigte währenddessen einen Haufen Schädel.) Dann ging sie auf den Tod der palästinensischen Kinder über, beschwor Herodes‘ Massaker an den Unschuldigen, um den Zuschauer daran zu erinnern, dass die Juden, die versucht hatten, das Baby Christus zu töten, jetzt voll damit beschäftigt sind, einmal mehr unschuldige Kinder zu ermorden.

Nach einem Überblick über noch schlimmere Beispiele vom europäischen Kontinent, wertet Gross die Zusammenhänge und Konsequenzen aus:

Ist diese Verfälschung letztendlich von Bedeutung? Nach meinem Verständnis, ja und nicht nur, weil die Wahrheit immer wichtig ist. Zum einen ist es klar, dass ungenaue Berichterstattung die internationalen diplomatischen Bemühungen beeinflusst. Ein verdrehtes Bild der Ereignisse hilft, entsprechend verdrehte Politik zu schaffen, besonders in Europa.

Zusätzlich können jüdische Organisationen in Europa und darüber hinaus bestätigen, dass es eine deutliche Verbindung zwischen aufhetzender Berichterstattung über Israel und physischen Angriffen auf Juden und jüdische Einrichtungen in den Ländern gibt, wo diese Berichte veröffentlicht oder gesendet werden. Die Korrespondenten mögen das nicht bemerken, aber ihre unfaire Berichterstattung spielt in die Hände des bereits existierenden Antisemitismus… Der systematische Aufbau eines falschen Israel-Bildes als Aggressor und vorsätzlichen Mörders von Babys und Kindern hilft dabei, Stück für Stück Israels Legitimität zu zerstören. Wie können gewöhnliche Menschen, wo auch immer, nicht dazu kommen, ein solches Land zu hassen? …

————————–

Auf einer Abendgesellschaft im Haus des Zeitungsverlegers Lord Black beschrieb ein diplomatischer Gast Israel als „ein kleines Sch…land“ und verlangte: „Warum sollten wir wegen dieser Leute den Dritten Weltkrieg riskieren?“ [Kein sonderlich scharfsinniger Diplomat, wenn er glaubt, dass ein in der Welt allein stehendes, winziges Land den Dritten Weltkrieg auslösen kann.] Lady Black ist die Kolumnistin Barbara Amiel; sie schrieb einen Artikel über den schicken Antisemitismus und zitierte die Bemerkungen, ohne den Diplomaten oder sein Land zu nennen. Der Guardian identifizierte ihn schnell als Daniel Bernard, den französischen Botschafter. Lady Black wurde vernichtend kritisiert, weil sie eine Bemerkung zitierte, die nur für seine Freunde gedacht war.

Deborah Orr, Kolumnistin des Independent, der Schwesterzeitung des Guardian, schrieb am 21. Dezember: „Ich bin es satt, eine Antisemitin genannt zu werden.“ Sie mochte Monsieur Bernards Ausdrucksweise so sehr, dass sie sie mehrmals wiederholte und damit uneingeschränkte Zustimmung ausdrückte. Dann erklärte sie: „Antisemitismus ist eine Abneigung gegen alle Juden überall; Antizionismus ist nur die Abneigung der Existenz Israels und Opposition gegen die, die es unterstützen. Das mag eher eine akademische denn eine praktische Unterscheidung sein und keine Verbindung zu der honorablen Meinung haben, dass nach meiner Erfahrung Israel tatsächlich besch… und klein ist.“

————————–

Im Dezember präsentierte Newsweek „Eine Geschichte zweier Feinde“, einen parallel gedruckten Vergleich von Arafat und Sharon. (Anmerkungen von ATTS in Klammern)

YASSIR ARAFAT:
1929: Geboren in Ägypten, Mit 16 beginnt er Waffen nach Palästina zu schmuggeln, die gegen die Briten und Juden eingesetzt werden sollen.
1948: Verlässt kurzfristig die Schule um in Gaza während des arabisch-israelischen Konflikt zu kämpfen.
1956-58: Erhält seinen Abschluss als Bauingenieur. Lässt sich in Kuwait nieder. Gründet mit Freunden die Fatah. [Kein Hinweis auf Fatah als Terror-Organisation!]
1964: Verlässt Kuwait um Revolutionär zu werden. Fatah tritt der PLO bei, einer neuen Schirmorganisation, die für die Befreiung Palästinas gebildet wird [was in der Charta als die Zerstörung Israels definiert wird].
1969: zum PLO-Vorsitzenden ernannt.
1974: Spricht vor der UN-Vollversammlung – das erste Mal, dass jemand, der nicht Staatschef ist, eingeladen wird. [und das erste Mal, dass ein Redner ein Pistolenholster auf dem Podium trägt].
1993: Hält geheime Friedensgespräche mit Yitzak Rabin in Oslo ab.
1996 – 2000: Führt die Gespräche mit Israel fort, schlägt aber den Clinton-Barak-Friedensplan aus [und fängt einen Krieg an].

 

ARIEL SHARON:
1928: Geboren in Palästina.
1948-49: Führt eine Infanterie-Gruppe in Israels Unabhängigkeitskrieg.
1956-67: Kämpft im Sinai-Krieg und später im Sechstage-Krieg; wird für seine militärischen Fähigkeiten und Rücksichtslosigkeit ausgezeichnet. [Keine derartige Herabsetzung für den Erzterroristen Arafat]
1972-73: Scheidet aus der Armee aus, um in die Politik zu gehen. Hilft bei der Gründung des Likud.
1981-82: Von Menachem Begin zum Verteidigungsminister ernannt. Führt Israels Invasion des Libanon, bei der 2000 palästinensische Flüchtlinge getötet werden. [Die palästinensischen Flüchtlinge wurden von libanesischen arabischen Christen getötet. Eine Untersuchungskommission und die Geschworenen in einem New Yorker Verleumdungsprozess gegen das „Time Magazine“ befanden beide, dass Israel nicht daran beteiligt war und Sharon im Voraus nichts davon wusste.]
1990: Beschleunigt den Bau von Siedlungen in palästinensischem Gebiet als Minister für Bauwesen. [So etwas wie „palästinensisches Gebiet“ gibt es nichts.]
1998: Hält als Außenminister Friedensgespräche mit Arafat.
2000: Besucht die Al Aksa-Moschee und löst damit die zweite palästinensische Intifada (Aufstand) aus. [Sharon besuchte den Tempelberg. Er kam der Al Aksa-Moschee nie nahe. Sogar die PLO gibt zu, dass sie die Gewalt im Vorhinein geplant hatte und Sharons Besuch auf dem Tempelberg nur als Vorwand zu ihrem Beginn benutzte.]
2001: Zum Premierminister gewählt.

————————–

Wenn Berichte nicht von einer Zeitung oder Sender in Privatbesitz kommen, sondern von einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft, dann wird sie von den Steuerzahlern subventioniert. Zu was das führen kann, berichtet CAMERA über „National Public Radio – allzeit nur Verfälschung“ (12. August 2001):

National Public Radio-Reporter mögen nicht fair oder ausgewogen sein, wenn es um Berichterstattung aus den Nahen Osten geht; sie mögen keine Muster für Genauigkeit sein oder Beispiele für journalistische Ethik, aber eins man von ihnen nicht behaupten: dass sie unbeständig sind. Wenn es darum geht, tagein, tagaus eine pro-palästinensische Linie zu verfolgen, kommt ihnen in den USA niemand gleich.
Am Morgen des 27. Juli gab es z.B. zwei Nahost-Berichte, über die NPR zu berichten hatte:

1) Palästinensische Heckenschützen töteten einen 17-jährigen israelischen Jungen namens Ronen Landau durch Schüsse, als er mit seinem Vater und Bruder nach Hause fuhr. Kurz vor dem Anschlag hatten die gleichen Heckenschützen auf israelische Kinder auf einem Spielplatz geschossen.

2) Die Beerdigung von Saleh Darwazeh, einen hochrangigen Hamas-Techniker, der von israelischen Soldaten getötet wurde. Darwazeh hatte eine Reihe von tödlichen Anschlägen auf Israelis organisiert.

Welche Geschichte hob NPR hervor, welche Person vermenschlichte das öffentlich-rechtliche Radio mit Details und Namen und Interviews? In einem 1141 Worte langen Artikel widmete NPR genau 26 Wörter dem Mord an dem israelischen Jungen vor den Augen seines Vaters und Bruders, kümmerte sich aber nicht einmal um seinen Namen: „Israelische Panzer beschossen gestern Morgen palästinensische Sicherheitsposten in der Westbank, nachdem palästinensische Schützen einen israelischen Teenager am Eingang zu einer jüdischen Siedlung töteten.“ Der Rest des Artikels – insgesamt 1115 Worte – wurden Saleh Darwazeh gewidmet, der als „Aktivist“ seiner Sache beschrieben wurde…

Die NPR-Reporterin [Linda Gradstein] beschreibt dann sehr hilfreich für den Zuhörer die israelische „Belagerung“ von Nablus: „Eine Fahrt zwischen Jerusalem und Nablus dauerte immer etwas über eine Stunde, aber wird nur jüdischen Siedlern erlaubt, die Hauptstraße zu befahren. Palästinenser müssen einen großen Umweg über eine gewunden Straße durch das Jordantal nehmen, fast die dreifache Distanz. Sie müssen auch eine Reihe israelischer Straßensperren passieren, oft an jeder stundenlang warten. Israelischer Soldaten haben auch mehr als ein Dutzende Dörfer bei Nablus abgeriegelt.“

Gradstein liegt natürlich falsch – es sind nicht nur „jüdische Siedler“, die auf der Hauptstraße reisen können, sondern jeder mit einem israelischen Nummernschild, also auch die israelischen Araber. Und während die Palästinenser einen unangenehmen Umweg in Kauf nehmen müssen, müssen viele Israelis auch weite Umwege fahren, da sie versuchen, tödliche palästinensische Hinterhalte zu umgehen. So wie den palästinensischen Hinterhalt, der Ronen Landau tötete, zu dem NPR kaum etwas sagte.

Im Gegensatz dazu interviewte Gradstein in ihrem Bericht über den Selbstmordanschlag auf die Sbarro-Pizzeria in Jerusalem am 9. August, bei dem 15 Israelis (darunter 7 Kinder) getötet wurden, zuerst Israelis, um dann Yassir Abed Rabbo, dem palästinensischen Informationsminister, das letzte Wort zu überlassen. Rabbo machte nicht die Hamas, die den Bomber schickte, für den Anschlag verantwortlich, auch nicht Arafat, der es ablehnte, die Bomben-Bauer zu verhaften und sogar mit ihnen zusammen arbeitet – sondern Israels Premierminister:

NPRs von Steuern gestützte Verfälschungen sind ein Affront gegen den Journalismus und eine Beleidigung für die Steuerzahler, die gezwungen sind, es zu finanzieren. Bis NPR eine genaue und faire Berichterstattung beginnt, hat es ohne Zweifel keine Subventionierung oder Spendengeschenke verdient – genauso wenig die lokalen Radiosender, die seinen Schund senden.

————————–

In den letzten Wochen wurde etwas Druck auf Arafat ausgeübt, damit er einige der krassesten Terroristen der Hamas und des Islamischen Jihad verhaftet. Sogar einige europäische Regierungen haben das empfohlen – wenn auch vielleicht nur, um Arafats Ansehen aufzupolieren.

Es wird berichtet, dass die PLO ihren Leuten, einschließlich Arafats privater Tanzim Miliz, eine Gratifikation von $3.000 pro Person angeboten hat, damit einen Monat in einer Gefängniszelle sitzen und vorgeben Hamas- oder Jihad-Gefangene zu sein. Das solle zur Ausstellung für Personen der Medien und den Diplomatenzirkus der Europäischen Union dienen.