„Antisemitismus light“ im zeitgenössischen Deutschland

Evyatar Friesel, BESA Center Perspective Paper Nr. 1.974, 23. März 2021

Antiisrael-Demonstranten beim Al-Quds-Marsch in Berlin (Foto: Montecruz-Foto via Jewish Policy Center)

Seien wir ehrlich: Israelis interessiert das Problem des Antisemitismus nicht. Das ist ein Fehler, denn antisemitische Ansichten in ihren verschiedenen Fassungen und Verkleidungen beeinflussen weiterhin internationale Einstellungen zum jüdischen Staat. Dass Antisemitismus in Deutschland mit anderem Hass in einen Topf geworfen wird hat zu einer Form von „Antisemitismus light“ geführt, der so tückisch ist wie seine früheren Verkörperungen.

Am 20. Dezember 2020 veröffentlichte die englische Ausgabe von Ha’aretz einen Artikel unter der Schlagzeile „In Deutschland läuft eine Hexenjagd gegen Israelkritiker. Kulturelle Leiter haben die Nase voll.“ Der Text diskutierte die Initiative GG 5.3 Weltoffenheit (nicht die erste ihrer Art), eine Oppositionserklärung von mehr als 30 Direktoren deutscher Kultur- und Forschungsinstitutionen gegen einen Beschluss des Bundestags vom Mai 2019, der die BDS-Bewegung verurteilte. „Der gemeinsame Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und jede Form von gewaltbereitem religiösem Fundamentalismus steht im Zentrum unserer Initiative“, heißt es in der Erklärung. Dieses Ziel wurde, so die Kritiker, von der Haltung des Bundestags getrübt: „Unter Berufung auf diese Resolution werden durch missbräuchliche Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs wichtige Stimmen beiseite gedrängt und kritische Positionen verzerrt dargestellt.“

Was verstehen zeitgenössische Deutsche unter „Antisemitismus“? In den letzten Jahren hat das Thema über Bücher, Artikel und Erklärungen viel Aufmerksamkeit gewonnen. Im deutschen wissenschaftlichen und öffentlichen Denken ist ein Trend entstanden: Judenhass wird mit anderen kulturellen Standpunkten kombiniert, so wie in der oben angeführten Erklärung. Die Idee ist, dass Antisemitismus und Antiislamismus beides Ausdrucksformen von Hass sind und Deutsche genauso gegen Antisemitismus sind wie gegen Hass auf alle Ausländer.

Das Ergebnis ist eine Art „Antisemitismus light“, der weniger ein argumentierter Standpunkt, als vielmehr eine Haltung ist – eine mit sehr viel Einfluss und weit verbreitet. Das läuft auf eine Aufweichung des Themas hinaus und stellt damit ein problematisches Verständnis von Judenfeindlichkeit dar. Der Moment, in dem das Wort „und“ erscheint, wird Antisemitismus in die Ecke gedrängt.

Verschlimmert wird das Problem dadurch, dass oft falsche Verbindungen hergestellt werden. Erstens ist das Thema als Problem von Fremdenfeindlichkeit zu behandeln fehlgeleitet, da moderne Juden keine Fremden in ihren eigenen Ländern sind. Albert Einstein, Liese Meitner, Sigmund Freud, Gustav Mahler, Walter Rathenau und viele weitere waren in ihren Ländern gut integrierte Bürger und Führungspersönlichkeiten westlicher Kultur.

Antisemitismus hat auch nichts mit Antiislamismus zu tun. Sie zu koppeln ist das Ergebnis einer oberflächlichen Vermischung der psychologischen und sozialen Bedeutungen des Wortes „Hass“. Judenfeindlichkeit und Antiislamismus haben nichts gemeinsam, was ihre historischen Wurzeln, kulturellen Inhalt oder aktuelle Bedeutung angeht. In Hinsicht auf Rassismus war Antisemitismus in Nazideutschland ein wichtiger Faktor, füllt aber heute keine Rolle aus. Trotzdem wird Antisemitismus im gegenwärtigen öffentlichen Diskurs selten allein erwähnt. Es ist politisch korrekt geworden Judenhass an irgendeinen anderen kulturellen oder sozialen Faktor des öffentlichen Lebens zu binden.

Weitere Verwirrung beim Erkunden des Antisemitismus kommt aus den Sozialwissenschaften. Über eine unangemessene Anpassung von Ansichten aus der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule des 20. Jahrhunderts wird Antisemitismus als eine antimoderne Position beschrieben. Historische Analyse zeigt allerdings, dass Antisemitismus nie antimodern war – er passte sich immer an die aktuellen kulturellen und politischen Trends der jeweiligen Zeit an, wie er das mit dem neuen Antiisraelismus getan hat. Dann gibt es die Vorstellung, dass Antisemiten nicht in der Lage sind abstrakt zu denken. Im Gegenteil: Judenhasser dachten immer und denken auch weiter in abstrakten Begriffen. Ihre Auffassungen über Juden und das Judentum beruhen nicht und beruhten nie auf der Realität.

Allgemeiner wird Antisemitismus regelmäßig als rechtes ideologisches Phänomen beschrieben, gemildert von der gelegentlichen schockierten Offenbarung: „Der Antisemitismus hat die Mitte der Gesellschaft erreicht!“ In Wirklichkeit ist Judenhass nie aus irgendeiner ideologischen Ecke aufgetaucht und kam „plötzlich“ in höflicher Gesellschaft an. Judenfeindlichkeit war immer in der sozialen Mitte etabliert und bewegte sich dann abhängig von den Umständen in die eine oder anderer ideologische Richtung.

Heutzutage hat das israelfeindliche Muster des Judenhasses viel Unterstützung bei Liberalen und Linken, Leuten, die Toleranz und Verständnis für alles predigen, außer für den jüdischen Staat. Sie unterstützen die BDS-Bewegung oder machen bei ihr mit, was einen Wolf im Schafspelz darstellt: Sie ist ein politisches Unterfangen mit dem Ziel der Vernichtung Israels im Namen von demokratischen und humanitären Werten.

Wie soll man solche ideologische Unordnung erklären, die das Verständnis des Judenhasses verwischt und Anstrengungen gegen Antisemitismus in verschiedene Richtungen lenkt? Ein wichtiger Grund scheint die besondere Art und Weise zu sein, wie mit der historischen Dimension der Judenfeindlichkeit in Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung umgegangen wird. Der wissenschaftlich-historische Ansatz, wie er von Poliakov, Katz, Bauer, Wistrich, Schwarz-Friesel, Nirenberg und vielen anderen gut zum Ausdruck gebracht wird, erklärte Antisemitismus als kulturellen Faktor, der tief in westlicher Kultur wurzelt und eine Jahrtausendgeschichte hinter sich hat. Der chamäleonartige Charakter des Antisemitismus wird betont: Im Lauf der Jahrhunderte veränderte er, wie er sich ausdrückt sowie seine Maximen und passte sich den sich verschiebenden kulturellen Trends und gesellschaftlichen Bedingungen in westlichen Gesellschaften an, blieb aber immer dasselbe: Hass auf Juden und das Judentum.

Jahrhunderte lang waren die wesentlichen judenfeindlichen Argumente religiöse, während sie in modernen Zeiten überwiegend säkular geworden sind. Vom späten 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts dominierte der Rassenansatz. Vom späten 20. Jahrhundert an erfolgte eine Verwandlung: die „Israelisierung“ des Antisemitismus. Der jüdische Staat – der lebendigste Ausdruck heutigen jüdischen Lebens – ist zum Ziel einer neuen Generation von Antisemiten geworden. Diese Verschiebung begann in den 1960-er Jahren und wurde von Jean Améry bereits 1969 beschrieben.

Die Verinnerlichung des historischen Ansatzes im gegenwärtigen akademischen und öffentlichen Verständnis (wenn er tatsächlich auftritt) folgt jedoch einem dubiosen Muster. Ein Grundsatz der historischen Position wird schlicht missachtet: dass Judenhass einzigartig ist. Bei Forschern und Personen der Öffentlichkeit ist eine unausgesprochene Nichtbereitschaft aufgekommen, Judenfeindschaft als Phänomen zu akzeptieren, das in westlichem kulturellem Bewusstsein von allein fortbesteht, gelegentlich verbunden mit grundlegend nicht damit in Zusammenhang stehendem Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antimodernismus oder irgendeinem anderen sozialen oder ideologischen Standpunkt.

Es hat sich ein gedämpfter Widerstand gegen die Anerkennung der Judenfeindlichkeit nicht als Vorurteil, sondern als Doktrin, die tief in der westlichen Kultur eingebettet ist, festgesetzt. So erklärte Jean-Paul Sartre schon 1954: „Was sich der Antisemit wünscht, was er vorbereitet, ist der Tod des Juden.“

Warum die Mehrdeutigkeit zu Antisemitismus? Es scheint im zeitgenössischen westlichen Bewusstsein einen Bruch zwischen dem objektiven und dem subjektiven Verständnis der Judenfeindlichkeit zu geben. In der Situation hilft die Tatsache nicht, dass die verbalen Fähigkeiten gewisser Forscher, die sich mit dem Thema beschäftigen, über ihre kognitive Klarheit hinausgehen – mit anderen Worten: Es ist schwer zu verstehen, was sie tatsächlich meinen. Judenhass scheint ein von der Gesellschaft anerkanntes Phänomen zu sein – aber nur bis zu einem bestimmten Punkt.

Die absurde Präsentation von Juden und Judentum als Gefahr für die Menschheit und die jüngsten Schrecken der Schoah zwang die Menschen zu einer Abrechnung. Wir rutschen hier in den heiklen Bereich des subjektiven öffentlichen Verhaltens, der Vorsicht erfordert: Scheinbar benötigt eine volle Anerkennung von Judenhass als unabhängigem Faktor mit tiefen Wurzeln in der westlichen Kultur (was letztlich bedeutet, dass etwas Gegenwärtiges, bewusst und unbewusst, in der kognitiven und emotionalen Haltung eines jeden Einzelnen) eine Maßnahme der Selbstreflexion und Einsicht, die auf der persönlichen Ebene schwierig und in der weiteren sozialen Umgebung vielleicht unmöglich ist. Offensichtlich können Jahrhunderte an Judenhass nicht von mehreren Jahrzehnten des Insichgehens (soweit das geschehen ist) überwunden werden. Es sieht so aus, als neigen Menschen, einschließlich gelehrter Akademiker, einem weichen Antisemitismus zu – einem, der mit bestehenden sozialen und kulturellen Kategorien wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antimodernität, Antiislamismus usw. vergleichbar und an diese anpassbar ist, sogar negativ. Das Ergebnis ist „Antisemitismus light“.

Die oben erwähnte Initiative GG 5.3 Weltoffenheit, die sich gegen den BDS-Bundestagsbeschluss von 2019 richtet, ist ein Beispiel für den Ansatz des „Antisemitismus light“. In typischer Weise vermischt die Erklärung Antisemitismus mit Rassismus, Extremismus und Fundamentalismus. Das Hauptargument – dass „unter Berufung auf diese Resolution durch missbräuchliche Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs wichtige Stimmen beiseite gedrängt und kritische Positionen verzerrt dargestellt“ werden – ist ein deutlicher Hinweis auf die Verwechslung zweier unterschiedlicher Dinge, Antiisraelismus und Israelkritik. Die beiden durcheinander zu bringen ist ein Ergebnis davon, dass der historische Ansatz zu Judenhass von denen nicht akzeptiert wird, die „Antisemitismus light“ betreiben.

Die historische Position, die Judenfeindlichkeit als ein sich entwickelndes Phänomen erklärt, betrachtet Antiisraelismus als führenden Ausdruck zeitgenössischen Antisemitismus. Das hat nichts mit Kritik an von der israelischen Regierung eingenommenen Standpunkten zu tun. Israelische Politik wird jeden Tag kritisiert, auch in Israel selbst. Aber gegen schon die reine Existenz des jüdischen Staats zu sein oder seine Beseitigung oder „Transformation“ zu fordern ist Judenhass in neuem Gewand.

Was bewegte die Unterzeichner zu der oben beschriebenen Erklärung? Um einen amerikanischen Ausdruck zu verwenden: „Was lässt sie Ticken?“ Hass auf Juden scheint nicht das treibende Element zu sein. Ihr Verständnis von Antisemitismus ist anscheinend so begrenzt, wie das, das sie kritisieren wollen.

„Antisemitismus light“ entwickelt Material für lange Artikel, laute Äußerungen und große Konferenzen sowie gut dotierte Forschungsprogramme. Als Ergebnis davon wird der wahre Judenhass beiseitegeschoben, der nach wie vor sehr lebendig und gefährlich ist. Vor kurzem schrieb ein deutscher Professor, der sich selbst als Humanist beschreibt, der israelischen Botschaft in Berlin: „Israel ist eine Anomalie und sollte um unser aller willen friedlich aufgelöst werden.“

Die erschreckende Seite der Judenfeindlichkeit – ihre immerwährende Dimension, Anpassungsfähigkeit an moderne Gegebenheiten und üble Kraft im Schatten westlicher „Kultur“ – wird mit einer Schicht „korrekter“ Phrasen kaschiert.

Mit klaren Augen betrachtet ist „Antisemitismus light“ eine Ausdrucksform der intellektuellen Verwirrung des Themas, die derzeit bei vielen Deutschen (und Europäern) existiert. Es ist höchste Zeit solche Einstellungen zu überdenken. Antisemitismus ist nach wie vor vorhanden und daran gibt es nichts, was „light“ ist.

Wie man Israel NICHT verteidigt

Elder of Ziyon, 19. März 2021

In einer Reaktion auf die Ereignisse am Middlebury College, über die ich berichtete,[1] schrieb Max Shulman-Litwin, ein Mitglied des Millebury Hillel, ein Op-ed für die College-Zeitung, in dem er erklärte, warum Juden bei den Students for Justice in Palestine unbehaglich ist.

Shulman-Litwin tappt in eine Falle, in die viele Juden geraten, wenn sie über den Nahen Osten reden – seine Argumente sind wischiwaschi und er stimmt zu, dass Israels Kritiker in gewissem Grad recht haben. Dann erwartet er, dass die Leser seinem nuancierten Denkansatz folgen eine gewundene Linie zwischen dem ziehen, von dem sie sagen, dass er es (fälschlich) für wahr hält und wo sie zu weit gehen.

Max’ Einleitung des Artikels zeigt, wie armselig sein gesamtes Op-ed ist:

Die Ortsgruppe Middlebury der Students for Justice in Palestine (SJP) hat eine Internetseite erstellt, die uns hilft das Ausmaß des Leides des palästinensischen Volks in der Gegenwart und in der Vergangenheit zu verstehen. In diesem Op-ed bestreite ich nicht den Verdienst ihrer Argumente für die Rechte des palästinensischen Volks, aber ich lenke die Aufmerksamkeit auf eine schädliche blinde Stelle ihres Aktivismus.

Er verlinkt die SJP-Internetseite, die Israel als Aparteidstaat bezeichnet! Noch bevor er anfängt Israel oder die Juden zu verteidigen, räumt er praktisch das gesamte Argument derer ein, die Israel vernichten wollen!

Max’ gesamter Artikel folgt derselben Apologetik:

Das bedeutet natürlich nicht, dass wir die Regierung des Staates Israel (an dem ich erschreckende Mängel finde) nicht kritisieren … Der Staat Israel sollte eine sichere Zuflucht bieten, in der der Juden frei von ethnischer Säuberung gedeihen können. Ich ringe jedoch damit die Worte zu finden, um meine Klagen wegen der Art und Weise auszudrücken, in der dies ausgeführt wurde; statt ein Land der Emanzipation und Chancengleichheit zu schaffen, bekämpften die, die die Juden beschützen wollten, Feuer mit Feuer, schützten das Wohlergehen der Juden auf Kosten dessen der palästinensischen Araber, die davor in der Region gelebt hatten. Die Rechte dieser nicht geflohenen palästinensischen Araber wurden auf viele Arten beeinträchtigt und diese Menschen haben Jahrzehnte lang unter unterschiedlichen israelischen Regierungen unsägliche Ungleichheit und Misshandlungen erlitten.

Palästinensischer Terrorismus, Verweigerung, Antisemitismus – sie sollen in einem Artikel nicht erwähnt werden, der den jüdischen Standpunkt des Konflikts zeigt. Nur angebliche jüdische Verbrechen.

Meine Güte, danke für deine Objektivität.

Und selbst diese Kritik an SJP wird von der Idee verringert, dass sie bestimmt nicht wirklich die Absicht hatten antisemitisch zu sein, wenn sie Israel judenrein haben wollen:

SJP behauptet, dass der Zionismus nichts weiter ist als eine kolonialistische Ideologie; dabei gehen sie so weit den Vorschlag zu erwägen, dass jüdische Staatsbürger in die Länder Osteuropas zurückkehren, deren Völker ihre jüdischen Bevölkerungen so grauenhaft abschlachteten. Ein Ergebnis dieser Selbstgefälligkeit und fehlenden Überlegung der Folgen ihrer eigenen Forderungen, selbst wenn das nicht ihre Absicht ist, reiht sich SJP schädlich bei denen ein, die hoffen weitere Unterdrückung von Juden zu verursachen.

Seine Verwässerung des SJP-Wunschs Israel zu vernichten ist unglaublich:

Wenn palästinensische Araber das das Land Israel/Palästina vor 1948 bewohnten und alle palästinensischen Araber und ihre Nachkommen in ihre ursprünglichen Heime zurückkehren sollen, wohin sollen die Juden gehen, da der Kreislauf judenfeindlicher Gewalt und Antisemitismus fortbesteht? … SJP versucht gar nicht erst diese Frage anzusprechen; ihre Absicht mag rechtschaffen und anständig sein, aber das Ergebnis der von ihnen propagierten Politik ist tolerant (oder darf ich es wagen zu sagen: ermutigend) gegenüber dem Hass, der das jüdische Volk allgemein heimgesucht hat.

Nein, Max, sie haben keine gerechten und anständigen Absichten. Der gesamte Sinn der „Rückkehr“ besteht nicht darin für Palästinenserrechte einzutreten, sondern Israel zu vernichten. Lesen Sie dises Buch oder sehen Sie sich dieses Interview an, bevor sie beschließen eine Hassgruppe wie SJP zu verteidigen.

Viele der besten Verteidiger Israels – wie Einat Wilf oder die verstorbene Petra Marquardt-Bigman – sind entschieden linksliberal. Viele von ihnen sind gegen Siedlungen. Aber sie wissen, dass diejenigen, die Israel attackieren, ihren Argumenten keine Vorbehalte und Ausreden und Unbehagen hinzufügen – sie greifen volle Pulle an. Wenn Juden und Zionisten nicht entsprechend reagieren, werden die Schaulustigen – in diesem Fall auf dem Campus von Middlesbury – natürlich zu dem Schluss kommen, dass die Antisemiten recht haben, weil die „proisraelische“ Seite der Hälfte ihrer Prämissen zustimmt.

Dieser Artikel schadet mehr, als er nutzt.

Der Campus von Middlebury sollte jemanden finden, der die Dinge wirklich begreift, um eine Antwort zu schreiben, dass SJP eine Hassgruppe ist und dass Israel ein moderner, liberaler, erstaunlicher jüdischer Staat ist, der bereitwillig Frieden anstrebt.

Israel ist nicht nur ein „Schutzort“ für Juden. Es ist die ewige jüdische Heimat. Und wenn Sie das nicht begreifen, dann spielen Sie nicht als Sprecher auf, der Israel und die Juden verteidigen kann.

[1] Drei Studentengruppen und ein Dozent missbrauchten ein Online-Netzwerk der Universität für die Weitergabe von Informationen, die dort nicht hingehörten; eine war die eines jüdischen Studenten auf die Verleumdung Israels; bestraft wurde einzig der Jude.