Der deutsche „Antisemitismus-Beauftragte“, der BDS, Judenhass und den Iran freigibt

Rabbi Cooper vom Simon Wiesenthal Center sagte über Blume, dass „der Job eines Antisemitismus-Beauftragten darin besteht diesen zu bekämpfen, nicht ihn zu verbieten“. Op-Ed

Benjamin Weinthal, Israel National News, 30. September 2021

BDS in Europa (Foto: Flash 90 – Hadas Porush)

Baden-Württemberg ist in eine Reihe von Antisemitismus-Skandalen verwickelt. Der mit der Bekämpfung von Antisemitismus Beauftragte des Landes, Michael Blume, hat es versäumt etwas gegen die Finanzierung der Kampagne Boykott, De-Investitionen und Sanktionen zu unternehmen, die sich gegen den jüdischen Staat richtet; und er hat es abgelehnt die Stadt Freiburg zu drängen ihre Partnerschaft mit dem völkermörderischen, antisemitischen Regime des Iran zu beenden.

Wenn es Baden-Württemberg und Freiburg ernst damit ist Antisemitismus zu bekämpfen, dann sollte das Bundesland Blume auf der Stelle feuern, das Bankkonto des für BDS eintretenden Palästina-Komitee Stuttgart schließen und Freiburgs Städtepartnerschaft mit dem iranischen Regime in Isfahan beenden.

Eine der mächtigsten BDS-Organisationen, das Palästina-Komitee Stuttgart, hat ihren Sitz in der Landeshauptstadt Stuttgart und betreibt ein Konto bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), einer Staatsbank. Das Komitee veranstaltete eine internationale Konferenz, die ein Who’s Who der BDS-Kampagne mit mehr als 300 Teilnehmern zusammenbrachte.

Blumes Behauptung, mit der er suggeriert, dass Banken Konten von BDS-Gruppen nicht schließen können, ist nachweislich falsch. Die folgenden deutschen Banken haben Konten von BDS-Gruppen wegen der Unterstützung von Terrorismus oder Antisemitismus oder beidem geschlossen: Deutsche Bank, Commerzbank, Deutsche Postbank, DAB Bank München und die Bank für Sozialwirtschaft.

Gemäß deutschem Recht ist Hetze gegen Juden illegal. 2019 verabschiedete der Bundestag einen Beschluss, der BDS als antisemitisch definierte. Es lohnt sich festzuhalten, dass die Bank für Sozialwirtschaft das Konto der extremistischen Pro-BDS-Organisation Jüdische Stimme für einen Gerechten Frieden im Nahen Osten nach der Inkraftsetzung des Anti-BDS-Beschlusses kündigte.

Die investigative Serie dieses Autors führte zur Schließung von mehr als 20 BDS-Konten in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Österreich, den USA, Irland und Großbritannien; Grund sind die Verletzungen von Antidiskriminierungs-Gesetzten gegen Israel, Aufstachelung gegen Juden und Verbindungen zum Terrorismus.

Der Stadt Stuttgart und der Landesregierung zusammen gehört fast die Hälfte der Landesbank Baden-Württemberg. Leider haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen und Innenminister Thomas Strobl von der CDU keine Lust gezeigt der Toleranz Landes für BDS und Blumes antisemitische und israelfeindliche Aktivitäten in den sozialen Medien und in seinen Artikeln ein Ende zu setzen.

Blume behauptete in einem verschwurbelten Blog-Artikel, dass „ich als gelernter Finanzassistent weiß, dass Banken im Sparkassenverbund einen Grundversorgungsauftrag erfüllen und Kontenschließungen also engen, rechtlichen Vorgaben unterliegen.“. Sein Mangel an Wissen über Gesetze gegen Terrorfinanzierung und die zahlreichen Schließungen von BDS-Bankkonten in Deutschland, Österreich und dem übrigen Europa ist schockierend.

Blumes Weigerung die LBBW zu drängen das BDS-Konto zu schließen ist eine Absage an öffentliche Aufrufe des Zentralrats der Juden in Deutschland an die Finanzinstitutionen, die Boykott-Gruppen stärken, an die israelische Regierung, insbesondere ihr Botschafter bei der UNO und den USA Gilad Erdan, an den Leiter der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Uwe Becker und den Beauftragten für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus des Bundes Felix Klein.

Becker erklärte als stellvertretender Bürgermeister von Frankfurt, das sie Stadt keine Geschäfte mit Banken tätigen wird, die BDS-Organisationen Konten bieten.

Blume hat eine unappetitliche Bilanz, im Kampf gegen zeitgenössischen Antisemitismus auf der falschen Seite der Geschichte zu stehen.

2019 verglich er in einem weitschweifigen Blogeintrag mit dem Titel „Eichmann, Breivik, Spencer und der Terrorangriff von Christchurch – Der Ethnonationalismus als Verbindung aus Antisemitismus und Rassismus“ die prominente deutsch-jüdische BDS-Aktivistin Malca Goldstein-Wolf mit dem Organisator des Holocaust Adolf Eichmann.

In Reaktion darauf sagte der Top-Nazijäger des Simon Wiesenthal Center Dr. Efraim Zuroff aus Jerusalem, Blume solle „erst seinen Rücktritt anbieten und sich dann bei Frau Goldstein-Wolf entschuldigen“.

Nach erneuter israelfeindlicher Aktivität seitens Blumes im Juli in den sozialen Medien sagte Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center: „Der Job eines Antisemitismus-Beauftragten besteht darin diesen zu bekämpfen, nicht ihn zu verbreiten.“ Blume widersprach zum Beispiel beim Austausch mit einem Twitter-Account nicht, als dort die israelische Flagge in einer Karikatur als „schlimmste von allen“ verteufelt wurde. Darüber hinaus likte Blume Posts eines Twitter-Accounts, der Judenhass schürt und retweetete dortige Einträge.

Derweil setzte Blume seine israelfeindlichen Tiraden auf seinem privaten Twitter-Account fort.

Diesen Monat deckten Antisemitismus-Beobachter in sozialen Medien auf, dass Blume Unterstützung für die deutsche israelfeindliche Journalistin Nemi El-Hassan äußerte, die an einer dem iranischen Regime freundlich gesinnten Al-Quds-Demonstration teilnahm, auf der Teilnehmer zur „Vergasung von Juden“ aufriefen. Die jährliche Kundgebung fordert die Vernichtung des jüdischen Staats.

Und nach Angaben der größten Zeitung Deutschlands, BILD, „likte“ El-Hassan im Sommer diesen Jahres antisemitische Inhalte in sozialen Medien, die Terrorismus gegen Israel verherrlichen.

El-Hassan strebt die Beschäftigung als Moderatorin beim WDR-Fernsehen an und Blume erklärte seine Unterstützung für sie. Er argumentierte, dass „Menschen Antisemitismus überwinden können“ und drängte darauf, dass ihr als Moderatorin „eine Chance gegeben“ wird. Nach Beschwerden seitens des Zentralrats der Juden und anderer, entschied sich der WDR El-Hassan nicht als Moderatorin vor der Kamera zu arbeiten, sie aber als Autorin zu beschäftigen.

Dieser Reporter schickte Presseanfragen an Blume zu seiner Unterstützung für El-Hassan; dieser erklärte über Twitter, dass er auf seinem privaten Twitter-Account eine vorübergehende Pause machen würde.

Leider ist Blume ein israelfeindlicher und judenfeindlicher Dauernutzer der sozialen Medien. 2019 „likte“ er einen Facebook-Post, der Zionisten mit Nazis gleichsetze – nach der Definition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz, die von der deutschen Regierung übernommen wurde, ein klarer Ausdruck von zeitgenössischem Antisemitismus.

Blumes Untätigkeit bezüglich der Städtepartnerschaft des iranischen Regimes mit Freiburg ist beunruhigend. 2020 forderte die politische Partei JUPI im Freiburger Stadtrat ein Ende der Partnerschaft, weil das Regime des Iran „Holocaust-Leugnung und die Verfolgung von Homosexuellen betreibt, was nicht die Grundlage einer Freundschaft sein kann“.

JUPI-Stadtratsmitglied Segio Pax sagte, es „kann keinen Dialog“ mit dem Iran geben, weil dieser „das Existenzrecht Israels nicht anerkennt“.

Freiburgs Partnerschaft mit Isfahan dient einzig dem Zweck den tödlichen Antisemitismus, globalen Terrorismus und Holocaust-Leugnung der Islamischen Republik in den Mainstream zu bringen.

Die US-Regierung sowohl unter demokratischen als auch unter republikanischen Administrationen hat das Regime des Iran als den größten Staatssponsor für Terrorismus erkannt. Jonathan Greenblatt als CEO der Anti-Defamation League sagte vor dem Kongress aus, dass die Islamische Republik der führende internationale Staatssponsor von Antisemitismus und Holocaust-Leugnung ist.

Die vom iranischen Regime kontrollierte Metropolises News Agency (früher als Isfahan Municipality News Agency bekannt) berichtete im Mai darüber, wie Isfahan den Al-Quds-Tag 2021 feierte. Maschregh News, eine der Sicherheits- und Geheimdienst-Organisationen des Iran nahe stehende Internetseite, betonte bei der Diskussion des Al-Quds-Tag-Demonstration in Isfahan im Mai „die Notwendigkeit der Befreiung des besetzten Jerusalem“.

Kurz gesagt: die Beseitigung Israels.

Blume behauptete bezüglich der Städtepartnerschaft, dass er nicht eingreifen oder gar seine Meinung zu Entscheidung der Stadtoberen äußern könne. Das ist schlicht falsch. Bedenken Sie, dass der Antisemitismus-Beauftragte des Bundeslandes Hamburg, Stefan Hessel, vor kurzem die Stadtregierung aufforderte das von der Islamischen Republik Iran kontrollierte Islamische Zentrum Hamburg zu schließen. Das Zentrum schürt Antisemitismus und propagiert radikale und terroristische Ideologien.

Blume nutzte eine erfundene Ausrede, um die Konfrontation mit der tödlichen antisemitischen Ideologie Teherans in Baden-Württemberg aus dem Weg zu gehen.

Antisemitismus ist in der Kultur und der Machtstruktur Baden-Württembergs tief eingegraben. Das Bundesland wählte 1966 den früheren Nazi-Marinerichter Hans Filbinger zum Ministerpräsidenten; dieser wurde wiedergewählt und behielt den Posten bis 1978 und genoss als Vaterfigur enorme Beliebtheit. Filbinger verteidigte seine Arbeit in der Nazizeit samt dem Verhängen der Hinrichtung von Deserteuren später mit den Worten: „Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein.“

– Blume lehnte es ab meine Presseanfrage zu beantworten, ob er in seiner Rede in Lörrach im September, als dort „Demokratie“ gefeiert wurde, die baden-württembergische Stadt kritisierte. Bestenfalls scheint Blume Lörrachs Nazi-Geschichte und dass sie den ehemaligen Nazi-Bürgermeister Reinhard Boss noch 2016 ehrte ignoriert zu haben.

– Lörrachs Sprecherin Susanne Baldus-Spingler und Bürgermeister Jörg Lutz lehnten es ab auf meine Presseanfragen zu antworten, warum die Stadt ihre Nazi-Vergangenheit während ihrer Feiern zum „Tag der Demokratie“ ignoriert.

– Blume und Baldus-Spingler lehnten es ab diesem Reporter eine Kopie seiner Rede zur Verfügung zu stellen.

Chaim Noll, ein deutsch-israelischer Schriftsteller kritisierte Blume wegen „latentem Antisemitismus“ und schrieb in einem beißenden Artikel auf der beliebten Internetseite Die Achse des Guten über Blumes schwergradige Inkompetenz und Antisemitismus. Mit dem Vorwurf des „latenten Antisemitismus“ sind Blumes Angriffe auf deutsche Juden, die israelischen Medien und Israelis in den sozialen Medien und in seinen bizarren Blogeinträgen zum Teil erklärbar.

Wenn Baden-Württembergs Politiker und Führungskräfte weiter Business-as-usual betreiben, dann wird das Antisemitismus-Problem des Landes nur zunehmen.

Vom Fluss bis zum Meer – das palästinensische Narrativ

Luke Hilton, The Israel Guys, 8. Oktober 2021

Geht man in ein arabisches Dorf in Judäa und Samaria, dann weiß man nie, was einen erwartet. Wird jemand, mit dem du sprichts, keine Probleme mit Juden oder Israel-Anhängern haben oder werden sie dir gegenüber Feindschaft gegen Israel und jeden, der sich auf seine Seite stellt, zeigen?

Zum Beispiel ging ich vor kurzem in einen Musikladen in einem lokalen arabischen Dorf in Samaria. Da wir offensichtlich nicht wirklich in unsere Umgebung passten, fragte uns der Eigentümer, was wir in „Palästina“ machen. Nicht sicher, ob ich korrekt gehört hatten, fragten wir: „Wollten Sie uns fragen, was wir hier in Israel tun?“ Er sagte: „Nein, Palästina, das ist Palästina.“ Mein Schwager, der dabei war, fragte ihn, ob er nur die „Westbank“ als Palästina betrachtet oder ob er etwas mehr meint. Er antwortete, dass alles vom Fluss bis zum Meer Palästina sei, nicht nur die „Westbank“ (die fälschlich so genannt wird).

Das Narrativ, das dieser Araber uns erzählte, ist von großer Bedeutung, wenn es darum geht den israelisch-palästinensischen Konflikt zu begreifen.

Wenn ein unter der palästinensischen Autonomiebehörde lebender Araber sagt, er wolle Freiheit oder er wolle, dass die israelische Besatzung endet, bezieht er sich nicht auf die Gründung eines Palästinenserstaats, der in Frieden neben einem jüdischen Staat bestehen würde. Er ist von klein auf dazu gehirngewaschen worden die Lüge zu glauben, dass die arabischen Palästinenser nur in Freiheit leben können, sobald jeder Jude in Israel ins Meer getrieben worden ist.

Aus diesem Grund ist es für eine westliche Macht unmöglich in den Nahen Osten zu kommen und zu versuchen zwischen Israel und den Palästinensern einen Fantasie-Frieden zu schaffen. Jeder Friedensplan, der jemals vorgelegt wurde, beginnt mit der Idee, dass zwei Volksgruppen, die in ihren Idealen und Überzeugungen Welten auseinander liegen, einfach an den Tisch kommen können, territoriale Zugeständnisse machen und dann glücklich mit ihrem voraussichtlichen Stück Grundbesitz davonziehen. Diese westliche Mentalität wird einfach nicht funktionieren.

In den vergangenen Monaten hat es zahlreiche Weltführer gegeben, die erklärt haben, dass die Vorstellung eines Palästinenserstaats nicht realisierbar ist. Während Präsident Joe Biden immer noch an die Zweistaatenlösung glaubt, sagte er vor kurzem in einer Rede vor den Vereinten Nationen, dass wir noch einen langen Weg zu diesem Ziel vor uns haben. Anders als frühere Präsidenten hat seine Administration noch keinen Hinweis darauf gegeben, dass sie an einem Friedensvertrag für dieses turbulente Stück Land im Nahen Osten arbeitet. Man scheint eine Zweistaatenlösung aufgegeben zu haben (jedenfalls vorläufig).

Dankenswerterweise scheint der israelische Premierminister Naftali Bennett fest gegen die Vorstellung eines Palästinenserstaates zu stehen. In dieser Sache sagte er vor kurzem: „Es wäre ein furchtbarer Fehler … Ich werde das nicht machen.“ Obwohl viele ihre Zweifel bezüglich Bennetts politischen Veränderungen seit Regierungsbildung haben, können wir ihn zumindest auf sein Wort festnageln, wenn es um die Idee eines Palästinenserstaats geht.

Warum sollte ein Palästinenserstaat schädlich für Israel wie auch die Araber sein, die in Judäa und Samaria leben? Wir berichteten über dieses Thema in einem munteren Video, das wir gestern auf The Israel Guys YouTube-Kanal posteten, das hier anzusehen ich empfehle.

Hassen alle Palästinenser Israel und wollen die Juden ins Meer getrieben sehen? Die Antwort lautet nein, aber leider sind diese in der Minderheit.

Nach Veröffentlichung des Videos, trauten wir uns nach Nablus (dem biblischem Sichem; sehen Sie sich das Video hier an), sprach uns ein in Nablus lebender palästinensischer Araber an. Er identifiziert sich als pro-israelisch – eine mutige Haltung – und eine, die von sehr wenigen anderen in diesen Kreisen geteilt wird. Er und die wenigen anderen wie er haben den Mut gehabt, hinter die Propaganda und die Gehirnwäsche zu sehen, die die palästinensische Autonomiebehörde ständig auskotzt und die Realität des Lebens in Israels Kernland erkennen.

Als wir in Nablus waren, stellten wir noch etwas anderes Interessantes fest. Viele Menschen hatten eine Antwort, wenn die Kamera ausgeschaltet ist und eine andere, wenn die Kamera an war. Viele waren auch wegen der Kamera an sich skeptisch. Einige unserer besten Gespräche mit arabischen Palästinensern hatten wir leider ohne Kameras. Mehr und mehr Araber erkennen, dass ihre eigene Regierung, die palästinensische Autonomiebehörde, das eigentliche Problem ist, wenn es um ihren Lebensunterhalt und ihre Wirtschaft geht.

Die palästinensischen Araber werden von klein auf gelehrt Israel zu hassen. Sie werden gelehrt, dass sie unterdrückt sind. Die Araber, die dieses Narrativ ablehnen und Israel in positivem Licht sehen, lehnen den Druck der internationalen Gemeinschaft ab, mit dem die Palästinenser als das unterdrückte Opfer betrachtet werden. Die erste Veränderung, die die palästinensischen Araber vornehmen müssen, ist jedoch aufzuhören sich selbst als Opfer zu betrachten. Sie müssen aufhören die Lüge zu glauben, dass Israel der Unterdrücker ist.

Die Verantwortung ist eine dreifache. Erstens sollten die palästinensischen Araber aufwachen, aufhören sich als das Opfer und Israel als den Unterdrücker zu sehen und ihre korrupte Regierung aussortieren. Zweitens muss die internationale Gemeinschaft aufhören die Lüge und Einseitigkeit zu propagieren, die sie seit so vielen Jahren über Israel und die Palästinenser verbreitet. Drittens haben mutige Einzelne eine Verantwortung aufzuhören die Lügen zu glauben, den Lärm abzustellen und nach der Wahrheit zu suchen.

Das ist der Grund dafür, dass es uns hier bei The Israel Guys gibt. An den Fronten Israels stehend waren wir es müde den internationalen Medien zuzusehen, wie sie die Leute überfahren und sie tagtäglich beeinflussen.

Unser Auftrag ist es, die Fake News-Nachrichten zu zerpflücken und die Wahrheit und authentische Geschichten zu Israel zu erzählen.

Was ist mit Ihnen? Sind Sie bereit die Wahrheit herauszufinden?

Medien löschen jüdische Verbindung zu neu entdecktem Weingut in Israel

Gideon Ben-Zvi, HonestReporting, 12. Oktober 2021

Israelische Medien berichteten diese Woche von der Entdeckung eines riesigen, 1.500 Jahre alten Weinpresse-Komplexes in Yavne, der rund 2 Millionen Liter Wein im Jahr herstellen konnte. Die größte Winzerei aus der byzantinischen Ära wurde von Archäologen der Israelischen Antikenbehörde ausgegraben.

Die tiefe jüdische Verbindung zum antiken Yavne spielte eine große Rolle in der lokalen Berichterstattung der Geschichte:

In der Mischna [der jüdischen mündlichen Tradition] heißt es, dass die jüdische Führung nach der Zerstörung Jerusalems [im Jahr 70 n.Chr.] nach Yavne zog und dass die Weisen von Yavne ein einem Weinberg lebten und die Thora studierten. Die Ausgrabungen zeigten eine Fortsetzung der Existenz der Weinindustrie an dieser Stelle über viele Jahrhunderte, sagten die Archäologen.

Tatsächlich verlegte Rabban Yochanan ben Zakkai den Sanhedrin, das oberste Gericht und das gesetzgebende Gremium für alle mit der Halacha  für alles, was mit der Halacha (dem jüdischen Recht) zu tun hat, nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer nach Yavne.

Aber während israelische Nachrichtenorganisationen diesen notwendigen Kontext brachten, verwässerten ihn die prominenten Agenturen Associated Press (AP), Agence France-Presse (AFP) und Reuters zusammen mit der BBC und der Times (GB) oder löschten die Verbindung zwischen dem Ort dieser historischen Entdeckung und der Verbindung des jüdischen Volks zu Israel komplett.

Keine Juden hier: APs und Reuters‘ krasse Auslassung

Der Text von Associated Press, geschrieben von Tsafrir Abayow, enthält die Worte „Jude“, „jüdische“ oder „Judentum“ nicht. Und die Begriffe „Israel“ und „israelisch“ werden einzig in Bezug auf das moderne Land erwähnt, in dem die Winzerei ausgegraben wurde. Der Bericht von Reuters, geschrieben von Ari Rabinovitch (überarbeitet von Jeffrey Heller und Ed Osmond) folgt im Grunde derselben redaktionellen Linie, auch wenn die Schlagzeile des Artikels das Heilige Land erwähnt.

AFPs uralte „jüdische Siedlung“

Der Text der AFP geht einen Schritt weiter; er nutzt den zeitgenössischen, politisch aufgeladenen Begriff „Siedlung“, um eine antike jüdische Gemeinde zu beschreiben: „Die Anlage in Yavne, südlich von Tel Aviv, war in biblischen Zeiten eine jüdische Siedlung und eine Schlüsselstadt nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr.“

Die Berichterstattung von AFP wirft die Frage auf: Schüssel für wen?

BBC täuscht 400 Millionen Menschen, die Times (GB) erwähnt den Islam, nicht das Judentum

Dann gibt es die BBC. Der jede Woche von mehr als 400 Millionen Menschen gesehene Sender bietet eine interessante Geografiestunde: „Das Endprodukt war als Gaza- und Aschkelon-Wein bekannt, nach den Häfen, über die er nach Europa, Nordafrika und Kleinasien exportiert wurde.“ Aber Yavne, das als bedeutendster Ort in der nachbiblischen jüdischen Geschichte nach Jerusalem gilt, ist nur ein Anhängsel.

Der Text der BBC verweist nur einmal auf Yavne, als „südlich von Tel Aviv“ gelegen.

Die Times (GB) schafft es die BBC zu übertreffen: Der von Anshel Pfeffer eingereichte Bericht vermerkt die islamische Verbindung zu der Gegend, nicht aber die jüdische: „… Im byzantinischen Osten kam ein großer Teil des Weins aus diesem Küstenstreifen, bevor die Produktion im siebten Jahrhundert mit der muslimischen Eroberung aufhörte.“

Die Washington Post kriegt es hin

Einer der 1.300 Kunden der AP ist die Washington Post (WaPo), die eine eigene Autorin damit beauftragte die Geschichte zu berichten.

In einem Artikel mit dem Titel In Israel wurde ein 1.500 Jahre alter Weinbetrieb gefunden. Experten sagen, es handelt sich um die größte bekannte Winzerei aus dieser Zeit vermeidet die Autorin Jaclyn Peiser die oben erwähnten Tricks: „Yavne ist dafür bekannt vor 2.000 Jahren ein Zufluchtsort für jüdische Führer gewesen zu sein, als die Römer Jerusalem zerstörten. Sie bildeten einen neuen Ort für Studien – nach Angaben der Archäologen in einem Weinberg.“

Hut ab vor der Washington Post, dass sie in diesem Fall die Ausnahme ist.

Das Auslassen jeglicher Hinweise auf die Verbindung des jüdischen Volks zu Yavne entspricht in der Tat der offensichtlich übergeordneten Politik vieler Nachrichten-Organe „unbequeme“ Fakten – historisch oder modern – einfach zu ignorieren, die die uralten Verbindungen des jüdischen Volks zu Israel bestätigen.

Das Fiasko der Demokraten zur Eisernen Kuppel und was es (für Israel) bedeutet

Jüdische Verteidiger sollten auf die Achillesverse ihrer Feinde schießen – ihren Narzissmus und ihren Glauben an ihre eigene, unantastbare Tugend.

Melanie Phillips, Israel HaYom, 24. September 2021

Nach Angaben des Mehrheitsführers im Repräsentantenhaus, Steny Hoyer, war, als die Demokraten aus ihrem umkämpften Ausgabengesetz $1 Milliarde Dringlichkeitsgelder für Israels Verteidigungssystem Eiserne Kuppel strichen, das lediglich eine „Formsache“, die umgekehrt werden kann.

Welch eine Formsache! Die unheilvolle Wirklichkeit hinter dieser Entwicklung ist die, dass die Demokratische Partei über die Unterstützung Israels zersplittert.

Das System Eiserne Kuppel hat tausende Raketen und Flugkörper davon abgehalten israelische Zivilisten abzuschlachten und ihre Städte in Schutt und Asche zu legen. Diese Gelder abzuziehen würde bedeuten, dass diese Partei das nicht länger verhindern will.

Vorhersehbarer Aufruhr trat ein, nicht zuletzt bei proisraelischen Demokraten. Zwei Tage später verabschiedete das Repräsentantenhaus ein gesondertes Gesetz, das den Geldern für die Eiserne Kuppel gewidmet ist. Die proisraelische demokratische Abgeordnete Kathy Manning gelobte, dass die Partei „unsere eiserne Unterstützung für unseren Verbündeten Israel bekräftigt“.

Aber trotz der Verabschiedung des zweiten Gesetzes gibt es diese eiserne Unterstützung nicht mehr.

Das Fiasko wurde von Druck seitens des Ausschusses der „Progressiven“ der Partei ausgelöst, deren Mitglieder Israel hassen und es beseitigt sehen wollen. Berichten zufolge sagten sie der Parteiführung, sie würden nicht für das Haushaltsgesetz stimmen, sollte dieses die Finanzierung für die Eiserne Kuppel beinhalten.

Da die Republikaner weiter stur dabei blieben gegen das Gesamtgesetz zu stimmen, knickten Hoyer und Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi ein – ein Moment moralischen Bankrotts, den späteres Handeln nicht auslöschen kann.

Die Bedeutung dieser Episode liegt nicht bei der Eisernen Kuppel. Sie liegt stattdessen in dem, was sie uns über den Weg erzählt, den die Demokratische Partei eingeschlagen hat. Denn sie demonstriert, wie stark der Einfluss dieses linksextremen Ausschusses ist. Die Tatsache, dass die Gelder für Israel herausgenommen wurden (wenn auch nur zeitweilig) war ein Gewinn für die Linksextremen, die den „gemäßigten“ Flügel in den Hintergrund drängte.

Das zeigt: Wenn es um das Thema Israel geht, kann die „moderate“ Führung das Geschehen nicht kontrollieren, wenn sie eine so hauchdünne Mehrheit hat. Als Ergebnis dieses Sieges – auch wenn er rein symbolisch ist – wird die Linksextreme jetzt Rückenwind haben und das droht auf ganzer Linie mit weiteren solchen Kämpfen um Israel.

Fakt ist, dass linksextreme Demokraten in der Partei die Oberhand gewannen, sobald sie gewählt wurden. Und das ist so, weil die Führung vor ihnen ständig eingeknickt ist.

Sie hat schmählich der „Squad“ aus progressiven weiblichen Abgeordneten nie Gegendruck gemacht, trotz deren abstoßenden Äußerungen – nicht nur zu Israel, sondern auch über Juden – die von ihr unter dem lächerlichen Feigenblatt der Sorge um „die Rechte der Palästinenser“ gemacht wurden.

Und natürlich hat die Eiserne Kuppel nichts mit „Palästinenserrechten“ zu tun, sondern ist einzig ein Mittel israelische Bürger gegen Angriffe zu verteidigen.

Dass die Demokraten einknickten, war verachtenswert; aber auf beiden Seiten des Atlantiks versinkt „progressive“ Politik um Israel und das jüdische Volk immer tiefer in der moralischen Kloake.

Weit über den linksextremen Ausschuss hinaus erodiert bei den Demokraten die Unterstützung für Israel. Es mag sich um eine kleine Fraktion im Repräsentantenhaus handeln, aber sie repräsentiert eine breitere Wählerschaft, die zu groß ist, als dass die Parteiführung sie ignorieren kann.

In Großbritannien verdrängte die Labour Party die Linksextreme unter ihrem früheren Parteichef Jeremy Corbyn, insbesondere wegen des Themas Antisemitismus. Trotzdem wurden nur die ungeheuerlichsten judenfeindlichen Täter aus der Partei geworfen und einige von ihnen wurden sogar wieder aufgenommen.

Der Grund dafür ist, dass es schlicht zu viele gibt, die für einige oder sogar alle ihrer Einstellungen Verständnis haben; und das ist wiederum so, weil eine alarmierende Zahl Linker, sowohl in Britannien als auch in Amerika, viele dieser diabolischen Unwahrheiten über Israel unterschreiben, die einmal mehr die Büchse der Pandora des schamlosen Antisemitismus geöffnet haben.

Die, die nach israelischem Blut bellen, bestreiten, dass Israel auf diese Weise herauszuheben, um es zu dämonisieren, praktisch dieselbe Art gestörter Behandlung ist, die Juden unendliche Zeiten hindurch zuteil wurde.

Stattdessen nicken mehr und mehr Linke – tragischerweise auch viele Juden – jetzt die bösartigen und offenkundig aberwitzigen Vorwürfe gegen Israel ab: Apartheid, ethnische Säuberungen und Kriegsverbrechen.

Wenn Israelis in den umstrittenen Gebieten der „Westbank“ ermordet werden, ist das Schwiegen der von Menschenrechten besessenen, „antirassistischen“ Linken ohrenbetäubend. Diese Morde werden schlicht ignoriert, weil diese jüdischen Opfer für Anhänger der „Palästinenserrechte“ einfach aus dem Drehbuch der Menschheit herausgeschrieben worden sind.

Selbst für „moderate“ Israel-Unterstützer der Linken, gibt es gute Israelis und schlechte Israelis, gute Juden und schlechte Juden. Die Schlechten werden als schlecht erachtet, weil sie ihre Feinde bekämpfen, die Guten werden als gut erachtet, weil sie vor ihnen einknicken.

Das Ergebnis ist eine gewaltige Zunahme von Angriffen auf Juden, wobei Studenten auf dem Campus zunehmend ihre jüdische Identität verbergen.

Was sollten also Israel und seine Unterstützer in Reaktion darauf tun?

Israels neuer Botschafter in den Vereinigten Staaten, Brigadegeneral Michael Herzog, hat mit Recht gesagt: „Wir befinden uns mitten in einem Bewusstseinskrieg und der Staat Israel muss neue, starke und umfassende Mittel entwickeln, um mit dieser Herausforderung umzugehen.“

Tatsächlich hat Israel nie adäquat auf diese große Krise westlichen Denkens reagiert. Zum Teil ist das die Folge von Israels unglaublicher und vorherrschender Inkompetenz.

Das ist aber auch wegen Israels tiefsitzender Überzeugung so, Israels Sache in Britannien und Europa, wo Judenhass seit Jahrhunderten tief eingewurzelt ist, zu vertreten sei eine hoffnungslose Aufgabe – während (mit Ausnahme des ehemaligen Premierministers Benjamin Netanyahu, der verstand, dass Israel sich direkt an die amerikanische Öffentlichkeit wenden muss) die Unterstützung der Amerikaner als selbstverständlich angesehen werden kann.

Jetzt muss es genau diese Annahme dringend überdenken. Ausgerechnet in diesem äußerst kritischen Augenblick hat Israel sich eine schwächliche Regierungskoalition aufgehalst, die zu glauben scheint, dass man mit einem Plastiklöffel bewaffnet zu einer Schießerei gehen kann.

Sein Außenminister Yair Lapid ist ein derart oberflächlicher Politiker, dass er glaubt, am Antisemitismus gebe es nichts Besonderes. Für ihn ist das nur eine weitere Form des „Hasses von Außenstehenden“ – eine, die er tatsächlich einmal lachhaft nicht nur den Nazis, sondern auch Sklavenhändlern, „Muslimen, die andere Muslime töten“ und denjenigen, die LGBTQ-Leute ermorden zuschrieb.

Entsprechend glaubt er, der Weg mit Israel-Bashern umzugehen bestehe darin mit ihnen „einen Dialog zu führen“. Das ist ein Außenminister Israels, der sagt, der Weg die terroristischen Kriegsverbrechen der Hamas zu stoppen sei es Geld in den Gazastreifen zu pumpen (das, wie er nicht zu erkennen scheint, die Hamas requirieren wird, um ihre Angriffe auf Israel zu verstärken, ganz zu schweigen von denen auf das eigene Volk im Gazastreifen, das sich unter ihrer Tyrannenknute befindet“.

Die Chancen, dass Lapid jemals begreift, was nötig ist um mit dem breiteren „Bewusstseinskrieg“ umzugehen, sind daher gleich Null.

Vor allem aber ist es nötig, dass sowohl Israel als auch seine Unterstützer aufhören defensiv zu agieren und stattdessen in die Offensive gehen. Man muss das Muster ändern.

Die Feinde des jüdischen Volks haben die Geschichte und Sprache gekapert, um Israel fälschlich als kolonialen Aggressor darzustellen. Jüdische Verteidiger müssen die Wahrheiten der Geschichte und den Sprachgebrauch wieder herstellen, indem Israel im westlichen Denken mit Rechtmäßigkeit, Gerechtigkeit und Menschenrechten assoziiert wird, sowie dass Juden im gesamten infrage stehenden Land Einheimische sind.

Verteidiger der Juden sollten auch auf die Achillesferse ihrer Feinde zielen – ihren Narzissmus und die Überzeugung an die eigene, unantastbare Tugend. Diese westlichen Feinde können schnell geschwächt werden, indem man sie auf ihrem eigenen Gebiet angreift; indem man sie z.B. als Werber für arabischen Kolonialismus entlarvt, die den palästinensischen nazihaften Judenhass gutheißen, die ethnische Säuberung der Juden aus den umstrittenen Gebieten befürworten – und am vernichtendsten für alle solchen Leute, dass sie dumm und leichtgläubig sind.

Mit anderen Worten: Es ist an der Zeit, dass die jüdische Welt ihren Kampfgeist findet und die Samthandschuhe auszieht. Dafür gibt es leider kaum Anzeichen. Denn du kannst den Juden aus dem Ghetto holen; aber wie so erschreckend in Israel wie in der Diaspora demonstriert wird, kann man das Ghetto nicht immer aus dem Juden holen.

Israel versucht die Lasten der Palästinenser im Gazastreifen und der Westbank zu mindern, erhält im Gegenzug nur Hohn

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 8. September 2021 (FrontPage mag, 14. September 2021)

Ende August und Anfang September unternahm Israel alles ihm Mögliche das Leben der Palästinenser sowohl im Gazastreifen als auch in den von der PA geführten Gebieten in der Westbank zu erleichtern. Erst erweiterte es die FIschereizone des Gazastreifens auf 15 Seemeilen – mehr als je zuvor seit 2007.

Dann kündigte Israel an, dass viele Waren und Baumaterial aus Israel über den Übergang Kerem Schalom in den Gazastreifen geliefert werden dürfen. Besonders bemerkenswert war Israels Entscheidung „Dual-Use“-Waren wie Zement zuzulassen, die für zivile Zwecke verwendet werden können, um den Wiederaufbau des Gazastreifens nach den 11 Tagen Krieg zuzulassen, aber auch verwendet werden können um Raketenabschussrampen und Artilleriestellungen zu befestigen und, noch besorgniserregender, verwendet werden können um das umfangreiche Tunnelsystem wieder aufzubauen – von dem im Mai rund 100 Kilometer durch Luftangriffe der israelischen Luftwaffe zerstört worden waren – das die Hamas in die Lage versetzt Kämpfer und Waffen im Untergrund der „Metro“ von Israel unentdeckt zu bewegen.

Zusätzlich hat Israel versprochen den Gazastreifen mit zusätzlichen 5 Millionen Kubikmetern Wasser zu versorgen.

Israel hat außerdem zugestimmt 5.000 weitere Arbeiter aus dem Gazastreifen in den jüdischen Staat zu lassen, um zu helfen die Arbeitslosigkeit im Streifen zu lindern.

Schließlich hat Israel mit Qatar zusammengearbeitet, um die direkte Verteilung von $10 Millionen an die 100.000 ärmsten Familien im Gazastreifen zu ermöglichen, die jeden Monat zu schicken Qatar, zum Teil auf Drängen Israels, sich bereiterklärt hat.

Man könnte gedacht haben, dass all diese Zugeständnisse dazu geführt haben, dass die Hamas sich beruhigt. Aber weit gefehlt. Stattdessen hat die Hamas auf all das damit reagiert Brandballons nach Israel zu fliegen, wo sie einmal mehr Ackerland und Wälder in Brand gesetzt haben. Die Hamas hat zudem Raketen nach Israel geschickt. Sie hat die „Großer Marsch der Rückkehr“-Märsche – besser gesagt: gewalttätige Krawalle – wieder aufgenommen, die sie 2018 und 2019 betrieb. Jetzt marschieren jeden Abend wieder tausende Palästinenser auf Israels Sicherheitszaun, wo sie Felsbrocken und Sprengsätze, besonders Molotowcocktails, auf israelische Soldaten werfen, die den Zaun gegen mögliche Durchbrüche der Palästinenser verteidigen. Die Israelis setzen nicht tödliche Mittel ein, um die Randalierer im Zaum zu halten – Tränengas, Gummigeschosse und Blendgranaten – so gut sie können und verwenden scharfe Munition nur, wenn dem Zaun ein unmittelbarer Durchbruch droht und die Soldaten als in ernster Gefahr eingeschätzt werden. Während eines dieser jüngsten Krawalle wurde einem israelischen Soldaten in den Kopf geschossen und er starb daran.

Nachdem die Hamas die einseitigen Zugeständnisse eingesackt hatte, reagierte sie, indem sie mit „weiterer Eskalation“ drohte – mehr nach Israel geschossene Raketen, mehr nach Israel losgeschickte Brandballons, mehr Krawalle am Zaun. Die Hamas hätte einen anderen Weg einschlagen und auf diese Zugeständnisse antworten können, indem sie ihre fortgesetzte Bereitschaft verkündet den Waffenstillstand einzuhalten. Sie interpretiert Zugeständnisse als Zeichen der Schwäche, das ausgenutzt werden muss; je mehr die Israelis geben, desto mehr verlangt die Hamas. Sie fordert jetzt „mehr Zugeständnisse“ von Israel; vermutlich hat sie eine noch größere Lockerung der Einschränkungen für Importe von „Dual-Use“-Artikeln in den Gazastreifen im Sinn, weitere Arbeitsgenehmigungen für Palästinenser aus dem Gazastreifen und die Zulassung der Lieferung weiterer bisher verbotener Güter in den Gazastreifen.

Aber was ist mit der „moderaten“ palästinensischen Autonomiebehörde? Ihr Verhalten ähnelt dem der Hamas. Wie die Hamas sackt sie alles ein, was Israel an Zugeständnissen bietet, ohne jegliche gefühlte Notwendigkeit Gleiches zu tun. Aber sie droht nicht mit Gewalt wie die Hamas, stattdessen hat sie einen diplomatischen Ansturm auf den jüdischen Staat betrieben. Während des Treffens von Gantz und Abbas in Ramallah Ende August versprach Verteidigungsminister Benny Gantz der PA $155 Millionen zu leihen, Geld, das sie verzweifelt braucht. Er stimmte auch zu16.000 weitere Arbeiter aus der Westbank nach Israel kommen zu lassen.

Die Antwort der PA war Undankbarkeit. Zuerst drängte PA-Premierminister Mohammed Schtayyeh bei einem Treffen mit einer Besucherdelegation amerikanischer Kongressmitglieder in Ramallah die Administration Biden sich zu beeilen und das „Konsulat bei den Palästinensern“ in Jerusalem wieder zu eröffnen, das die Administration Trump geschlossen hatte. Die Amerikaner haben gesagt, dass sie bis November abwarten werden, nachdem die israelische Regierung einen Haushalt beschlossen hat das Konsulat wieder zu eröffnen, weil sie nichts tun will, das die im Werden begriffene Koalition „destabilisieren“ und die Regierung stürzen könnte, was eine Rückkehr Netanyahus an die Macht möglich machen könnte. Schtayyeh sorgt sich, dass Israel in den kommenden Monaten in der Lage sein wird seine Anhänger in Washington zu sammeln, um die Administration Biden zu überzeugen ihr Versprechen der Wiederöffnung des Konsulats nicht durchzuziehen. Schtayyeh will, dass das eine abgemachte Sache ist und das schnell.

Zweitens besteht Mahmud Abbas, während er den $155 Millionen-Kredit von Israel einsteckt, weiter darauf die „Geld-für-Mord“-Politik fortzusetzen, die Terrorakte aus der Vergangenheit belohnt und zu zukünftige anstachelt. Und als Zeichen, dass er in seiner Feindschaft gegenüber dem jüdischen Staat unversöhnlich bleibt, erneuerte Abbas seinen Aufruf an den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) seine Ermittlungen gegen Israel wegen „Verbrechen“ zu beschleunigen, die es angeblich an den Palästinensern verübte, darunter das Verbrechen Siedlungen auf genau dem Land zu bauen, das dem zukünftigen jüdischen Staat vom Mandat für Palästina zugeteilt wurde, das „dichte Besiedlung des Landes durch Juden“ forderte (Artikel 6). Abbas will, das Israel unverzüglich im ICC auf die Anklagebank gesetzt und für diese nichtexistenten „Verbrechen“ verurteilt wird, die es an den palästinensischen Araber begangen haben soll. Und wenn der ICC erst einmal zu einem Urteil gekommen ist, könnte Verteidigungsminister Benny Gantz zu den israelischen Führungspersönlichkeiten gehören, die dann möglichen Sanktionen unterworfen werden – derselbe Benny Gantz, der mit Hilfsangeboten an die PA von Mahmud Abbas mit einem großen Kredit und 16.000 zusätzlichen Arbeitsgenehmigungen so entgegenkommend war, als sie sich vor kurzem in Ramallah trafen.

Drittens drängte Abbas bei einem Treffen mit General El-Sissi und Jordaniens König Abdallah in Kario, dass sie eine gemeinsame Erklärung übernehmen sollten. Und zwar, dass jegliche Verhandlungen der PA mit Israel nicht unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten stattfinden sollten, die als Israel zu wohlwollend gegenüber erachtet werden, sondern unter der des Quartetts – die UNO, die Europäische Union, Russland und die USA. Zwei der Mitglieder dieses Quartetts – die UNO und Russland – sind entschieden israelfeindlich und pro-palästinensisch, während eine drittes, die Europäische Union, sich tendenziell gegen Israel stellt und darauf besteht, dass die jüdischen Siedlungen in der Westbank „illegal“ sind und Israel wegen seines Verhaltens in den vier Kriegen mit der Hamas schilt, in denen trotz Israels größten Bemühungen einige Zivilisten getötet und verletzt wurden. Im Quartett können nur die USA als jemand gezählt werden, der ein Mindestmaß an Fairness gegenüber dem jüdischen Staat an den Tag legt. Abbas‘ Bestehen auf Ersetzung der USA durch das Quartett ist mehr als nur ein wenig Beweismaterial seines Wunsches nach einem abgekarteten Spiel zu seinen Gunsten und seine Böswilligkeit gegenüber dem jüdischen Staat.

Sowohl die Hamas als auch die PA haben auf ihre jeweilige Weise auf israelische Zugeständnisse reagiert – den großen Kredit, die Arbeitsgenehmigungen für Palästinenser sowohl im Gazastreifen als in der Westbank, den erweiterten Fischereibereich und eine verlängerte Liste von Importe in den Gazastreifen – mit Undank und Hohn. Die Moral der Geschichte – das haben Sie oft genug gehört – ist schlicht und einfach diese: Wenn es um Israels Zugeständnisse an die Palästinenser geht, bleibt keine gute Tat ungestraft.

BDS-Bewegung gegen Israel: Koexistenz schaden, Frieden verhindern

Jerry Glazer, HonestReporting, 2. August 2021

Die Antwort-E-Mail kam vom Eigentümer des „Escape Room“-Lizenzgebers. Sein Unternehmen in Texas lief gut und er war begeistert von der Aussicht mir zu helfen ein ähnliches Projekt in Israel zu eröffnen. Das war Ende 2014 und der Escape Room-Trend war noch nicht ansatzweise an seinem Höhepunkt angekommen. Vielleicht gab es in Israel in der frühen Phase der Entwicklung zwei weitere Räume; nur drei Jahre später waren es 300 bis 400 Räume.

Ich hatte kurz zuvor aufgehört als Controller für eine Immobilien-Investment-Firma zu arbeiten. Nach siebeneinhalb Jahren in der Buchprüfung von KPMG in New York, gefolgt von siebeneinhalb Jahren als Leiter der Finanzabteilung eines renommierten orthopädischen Krankenhauses hatte ich beschlossen mit meiner Familie nach Israel zu ziehen, wo ich einen weiteren Posten als Controller erhielt, den ich knapp ein Jahrzehnt lang inne hatte. Unter anderem aus vorherrschenden Marktumständen schloss das Büro und ich befand mich an einem Scheideweg.

Wie Billy Joel einst sang: „all grown up and no place to go … Pressure!“ (ganz erwachsen und keinen Ort, wo ich hin kann … Druck!)

Ich beschloss mit zweien meiner Kinder Urlaub in Dallas (Texas) zu machen. Als eingefleischter Footballfan der Cowboys fand ich es einen guten Zeitpunkt dafür einen Punkt auf meiner Wunschliste abzuhaken und mir das Stadion anzusehen, in dem das NFL-Team spielt.

Weil ich die Stadt aber ansonsten nicht kannte, suchte ich im Internet nach weiteren Dingen, die man unternehmen kann. Ich bemerkte auf der Stelle Escape Room, etwas, von dem ich bis dahin nie gehört hatte, das meine Familie und ich zusammen genießen könnten. Da 12 Personen nötig waren, verschlug es dann Einzelne aus sehr unterschiedlichen Hintergründen und Kulturen als Teilnehmer der Aktivität.

Wir hatten alle Spaß.

Nach der Rückkehr nach Israel befand ich mich vor der beängstigenden Aufgabe eine neue Arbeit zu finden, obwohl ich nicht von der Idee loskam Unternehmer zu werden und von Grund auf mein eigenes Escape Room aufzubauen. Aber ein eigenes Unternehmen zu besitzen und zu betreiben war etwas, das ich nie gemacht hatte. Als Sohn zweier Lehrer und mit meinen Kenntnissen in Finanzen und Verwaltung war allein der Gedanke nervenraubend.

Wie sollte ich das machen?

Es erschien zwar eine großartige Gelegenheit der Welle einer Idee mit anscheinend immensem Potenzial vorauszugehen, aber da ich mir meiner Stärken und Schwächen bewusst war, wusste ich, dass es schwierig sein würde das allein zu machen.

Angesichts meiner Möglichkeiten erkannte ich, dass er beste Weg das anzustellen darin bestehen würde mit jemandem zu arbeiten, der mich durch den Prozess leiten konnte. Daher kontaktiere ich den Eigentümer des Escape Room in Texas, um ihn zu informieren, dass ich daran interessiert war ein Projekt in Israel anzuführen und hoffte, er könnte mir helfen es in Gang zu bringen. Ich wurde sofort gebeten ihn anzurufen und wir sprachen mehr als eine Stunde lang miteinander. Danach versprach er alles in seiner Macht stehende zu tun um meine Initiative zu unterstützen und sagte, er würde dafür sorgen, dass die Managerin seines Escape Room („Martha“) sich mit mir in Verbindung setzt.

Ich wartete geduldig eine Woche oder zwei und hörte nichts. Ich hakte kurz darauf nach und erhielt schließlich eine E-Mail von Martha. Sie sagte mir, dass ihr Chef sie angewiesen hatte sich mit mir in Verbindung zu setzen und fragte dann nach, welchen Markt ich mit dem Escape Room in Israel bedienen wollte. Weil die Aktivität über alle Rassen und Religionen hinausgeht, erklärte ich, dass ich als Markt unterschiedliche Familien und Arbeitsgruppen im Auge hatte, die Jungen und die Alten sowie vielleicht sogar die Israelischen Verteidigungskräfte.

Ich hörte nie wieder von ihr.

Nach einer weiteren Weile wandte ich mich an den Besitzer, der – etwas überraschend – ebenfalls nicht sofort antwortete. Als er sich endlich meldete, war seine Antwort auf den Punkt genau, auch wenn er höflich war. Martha hatte ihm klargemacht, dass sie, da ich den Escape Room möglicherweise auch gegenüber israelischen Soldaten vermarkten könnte, seine Firma verlassen würde, würde er auf der Zusammenarbeit bestehen. Er behauptete, er könne sich das nicht leisten und würde mir daher nicht helfen.

Derweil verhinderte diese Geschichte, dass ich mit Vorsprung in den Escape Room-Markt in Israel kam, der dort wuchs. Zu diesem Zeitpunkt gab es mehr als 10 Einrichtungen, die entweder schon in Betrieb oder in der Entwicklung waren.

Und dank Martha, einer Anhängerin der Boykottbewegung gegen Israel, die ihre Priorität darin sieht den jüdischen Staat herauszugreifen und zu dämonisieren, war ein Businessplan, der mir hätte helfen können für Kooperation und Koexistenz zwischen Menschen zu werben, schwieriger umzusetzen.

Diese Erfahrung wurde mir erneut bewusst gemacht, als Ben & Jerry’s ankündigten, sie würden ihre Eiskrem nicht länger in dem verkaufen, was die Firma als die „Besetzten Palästinensergebiete“ bezeichnet, vermutlich die Westbank. Mit anderen Worten: Verfechter der BDS-Bewegung greifen weiter allein den einzigen jüdischen Staat an, obwohl es weltweit mehr als 120 weitere territoriale Dispute gibt.

Diese Form der Wirtschaftskriegsführung, die oft in Gefühle von Menschenrechten gekleidet und im Namen der „sozialen Gerechtigkeit“ geführt wird, hat in Wirklichkeit das Gegenteil ihres beabsichtigten Effekts zur Folge: Es dient nämlich der Verewigung des simplifizierenden und falschen „Woke“-Narrativs, dass Israel ein „Unterdrücker“ ist und die Palästinenser die „Opfer“ sind, um die Wahrscheinlichkeit von Aussöhnung und Frieden zu verringern.

So wie mein Escape Room (der schließlich gebaut wurde) nicht nur Gelegenheit für Arbeit und Partnerschaft bot, sondern auch eine Chance, dass Juden, Christen und Muslime sich miteinander beschäftigen, so ist es auch mit Ben and Jerry’s. Ihr Produkt bringt auf seine eigene Weise Menschen zusammen.

Aber das haben offenbar diejenigen nicht bemerkt, die als selbsternannte Hohepriester der sozialen Gerechtigkeit verkleidet umherlaufen. Sie merken es nicht, wenn sie offensichtliches zweierlei Maß anwenden, verbreiten und verteidigen, sobald es um Israel geht; und das stellt gemäß der weithin akzeptierten Arbeitsdefinition der IHRA Antisemitismus dar.

Tatsächlich haben diese Leute wenig, wenn überhaupt etwas zur weit schlimmeren Menschenrechtslage in Ländern des Nahen Ostens wie Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, dem Irak und Syrien zu sagen.

Als ich Anfang 2015 meinen Escape Room eröffnete, lief dieser zweieinhalb Jahre lang ohne dass es irgendeinen Vorfall von Voreingenommenheit, Rassismus oder anderen „-ismen“ gab. Entsprechend war das Einzige, was Martha erfolgreich tat, zu demonstrieren, dass die wahren Ziele der BDS-Bewegung darin bestehen Israels Existenzrecht zu bestreiten, selbst wenn das das Risiko birgt die Aussichten auf Frieden zu torpedieren.

Die Scheinheiligkeit ist offenkundig: Die Leute, die von BDS am stärksten beeinträchtigt sind, sind die, denen ihre Befürworter vorgeben helfen zu wollen. Ein typisches Beispiel: Allein den Palästinensern wird jetzt vorenthalten Ben and Jerry’s-Eiskrem zu essen, während die Israelis, wenn sie das wollen, weiterhin einen Becher Chocolate Fudge Brownie genießen können.

Die UNO zum Status von Jerusalem

First One Through, 2. Juni 2021

UNO-Generalsekretär António Guterres sprach am 20. Mai 2021 vor der Vollversammlung, als die jüngste Schlacht zwischen Hamas und Israel zu Ende ging. Er sprach mehrfach vom Status Jerusalems:

  • „Ich bin auch tief besorgt von der Fortsetzung der gewalttätigen Zusammenstöße zwischen den israelischen Sicherheitskräften und den Palästinensern überall in der besetzten Westbank einschließlich Ostjerusalems, wo mehrere palästinensische Familien von Zwangsräumung bedroht sind.
  • „Ich dränge Israel die Abrisse und Zwangsräumungen in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ostjerusalems in Übereinstimmung mit seinen Verpflichtungen unter dem humanitären Völkerrecht und den Menschenrechten einzustellen. Alle Siedlungsaktivitäten, einschließlich Zwangsräumungen und Abrissen, sind gemäß dem Völkerrecht illegal.“
  • Jerusalem ist eine heilige Stadt für drei Weltreligionen. Ich unterstreiche, dass der Status quo an den heiligen Stätten aufrecht erhalten und respektiert werden muss.“
  • „Wir müssen auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen hinarbeiten, die den Status Jerusalems und andere Endstatusfragen angehen, die Besatzung beenden und die Verwirklichung einer Zweistaatenlösung auf Grundlage der Linien von 1967, UNO-Resolutionen, Völkerrecht und einvernehmlichen Vereinbarungen gestatten, mit Jerusalem als Hauptstadt sowohl Israels als auch Palästinas.“

Beachten Sie, wie der UNO-Generalsekretär zwischen „Ostjerusalem“ und „Jerusalem“ wechselt. Er verwies auf die Stadt als tatsächlichen Ort, wenn das in Verbindung mit der „besetzten Westbank“ steht, räumt aber ansonsten ein, dass es ich um eine Gesamtstadt handelt.

Wenn es um Ostjerusalem ging, erklärte er, dass Araber Rechte haben dort zu leben, während Juden diese nicht haben. Aus jedem Haus, in dem ein Jude lebt, wurde eine „Siedlung“ gemacht, selbst wenn es ein Gebäude ist, das ihm gehört und wo seine Vorfahren lebten.

In Bezug auf den „Status quo an den heiligen Stätten“, zu dem derzeit ein Verbot jüdischen Gebets an ihrem heiligsten Ort, dem jüdischen Tempelberg, gehört, will Guterres, dass dieses Verbot in Kraft bleibt. Er scheint auch zu wollen, dass die arabischen Hausbesetzer in Ostjerusalems Viertel Scheik Jarrah, die es ablehnen den jüdischen Eigentümern Miete zu zahlen, dort verbleiben können sollen. Hingegen scheint er sehen zu wollen, dass alle in „Ostjerusalem“ lebenden Juden aus der Stadt vertrieben werden, weil für sie dort zu leben „gemäß dem Völkerrecht illegal“ sein soll.

Das Viertel Scheik Jarrah, wie es von der propalästinensischen Gruppe Peace Now dargestellt wird. Häuser, in denen Juden leben, werden als „Siedlungen“ betrachtet, während andre Häuser keine besondere Markierungen erhalten.

Guterres rief auch die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den Parteien auf, fordert gleichzeitig aber auch den Ausgang, den die Palästinenser am liebsten dabei haben wollen: dass die Verhandlungsposition mit den „Linien von 1967“ beginnen und dass Jerusalem die „Hauptstadt sowohl von Israel als auch Palästina“ sein wird – Positionen, die von Israel nicht befürwortet werden.

Die verschiedenen Positionen zeigen Widersprüchlichkeiten in der Anwendung, es sei denn, man strebt nach Ergebnissen, die von den Arabern bevorzugt werden.

Wenn die UNO Angelegenheiten des „Status quo“ wie das Verbot jüdischen Gebets auf dem Tempelberg und den Schutz des Aufenthalts palästinensischer Hausbesetzter begünstigt, dann erkennt sie implizit alle bereits in Ostjerusalem lebenden Juden an und sollte sie nicht länger als „Siedler“ bezeichnen. Wenn die UNO Koexistenz von Juden und Arabern anstrebt, sollte sie vollständige Gleichberechtigung für Juden auf dem Tempelberg und freies Zusammenleben von Arabern und Juden in ganz Jerusalem unterstützen. Wenn die UNO schließlich möchte, dass die beiden Seiten einen Frieden aushandeln, sollte sie den Parteien erlauben das zu tun, ohne den Ausgang einer bestimmten Frage vorwegzunehmen.

Aber die UNO unterstützt nicht wirklich den Status quo, Koexistenz oder einen zwischen Israelis und Palästinensern ausgehandelten Frieden. Die UNO befürwortet einzig die Palästinenser, die von ihr adoptierten Mündel, was es der Organisation unmöglich macht eine konstruktive Rolle zwischen den Parteien zu spielen. Das unterstreicht auch wie wichtig es ist, dass die USA offen weiter hinter Israel stehen.