Der Steiger Award (2017)

Der „Steiger Award“ ist eine Erfindung des Medienunternehmers Sascha Hellen, der die Preisträger selbst auswählt. Die Kriterien für diese Auswahl sind nicht bekannt. Die Vergabe des Preises soll der „kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Förderung der Rhein-Ruhr-Region dienen“ (Zitat aus der Selbstdarstellung). Was die Preisträger mit dieser Förderung zu tun haben, erschließt sich allerdings häufig auch nicht (z.B. beim Astronauten Buzz Aldrin für sein Lebenswerk.)

Vergeben seit 2005 haben ihn illustre Persönlichkeiten in den Bereichen Charity, Toleranz, Musik, Medien, Umwelt, Film, Kunst, Sport, Europa, Nachwuchs, Entertainment, Lebenswerk, Ruhrgebiet, Musik International, politischer Mut sowie „Sonderpreise“ erhalten, wobei nur Film und Musik jedes Jahr bedacht wurden.

Schlagzeilen machte der Steiger Award erstmals so richtig im Jahr 2012, als Recep Tayyip Erdoğan den Preis für 50 Jahre deutsch-türkische Freundschaft bekommen sollte. Sch… drauf, dass damals schon sehr deutlich war, um was für einen Menschen es ich bei dem damaligen Premierminister der Türkei handelte. Es hagelte Kritik, vor allem durch Menschen, die den Minderheiten in der Türkei angehören. Erdoğan kam nicht zur Preisverleihung, weil er wegen eines Hubschrauberunglücks mit 14 toten Türken in Afghanistan absagte. In der Liste der Preisträger wird er in der Kategorie „Europa“ geführt.

Was hat Erdoğan je FÜR Europa getan? Er hetzt und wütet und hat seitdem jedes Jahr immer mehr bewiesen, dass diese Preisverleihung nun wirklich Schwachsinn war. Aber das ist 5 Jahre her.

Heute wird in Dortmund wieder einem Mann der Sonderpreis verliehen. Dem „Präsidenten“ der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, der auf der Seite des Steiger Award als „palästinensischer Präsident“ aufgeführt wird und „mit einem Sonderpreis Hoffnung auf Frieden“ geehrt werden wird.

Das ist spannend. Bei anderen Preisträgern – z.B. Dirk Roßmann (Unternehmer und Philantrop), Dr. Barbara Hendricks (Bundesumweltminiserin), Otto Waalkes – werden Gründe angeführt, etwas, das diese Personen geleistet haben. Bei Abbas sind keine Leistungen zu finden, nur ein paar biografische Daten (gut, eine Dissertation an einer Moskauer Universität könnte man als Leistung betrachten). Aber was soll man Leistungen anführen, wenn „Hoffnung auf Frieden“ prämiert wird? Dafür muss man nichts geleistet haben, das könnte ja noch kommen. Und wenn’s nicht klapp – tja, dann sind die Juden schuld, nicht der Friedensbengel selbst, auf den man so hofft.

Was gibt es eigentlich, das Abbas geleistet hat, was die „Hoffnung auf Frieden“ begründen könnte? Dass Abbas als Fatah-Finanzchef das Geld für den Anschlag von München 1972 besorgte/zur Verfügung stellte? Dass er in seiner in Moskau gefertigten Doktorarbeit den Holocaust zwar nicht leugnete, aber bis ins Geht-nicht-mehr relativierte? Dass er seit Jahren jegliche Gespräche mit Israel verweigert? Dass er in seinem Herrschaftsbereich Terroristen hochleben, als vergötterte Vorbilder verehren lässt? Dass er den Kindern beibringen lässt, dass Judenmord ein hohes Gut ist, „Märtyrertum“ heilig und erstrebenswert?

Oh, er redet immer wieder ganz toll von Frieden und Gerechtigkeit. Aber selbst dabei offenbart er, wie er wirklich tickt. Im Europaparlament outete er sich letztes Jahr erneut als der Antisemit, der er ist (Rabbiner befehlen die Vergiftung palästinensischer Brunnen) – und ein gewisser Martin Schulz jubelte auf Twitter von einer „inspirierenden Ansprache“, die Abgeordneten gaben stehende Ovationen.

Vor ein paar Tagen erst ließ Abbas wissen, dass die „israelische Besatzung“ die Ursache aller Katastrophen der Welt sei.

Allein diese beiden Begebenheiten hätten Herrn Hellen darauf aufmerksam machen müssen, was für ein Typ diese Friedenshoffnung ist und ihm die Preisverleihung aufkündigen müssen. Aber was verlangen wir da schon? Dass die Realität wahrgenommen wird? Dass mal, wenn man schon ignoriert, was er auf Englisch sagt, nachgehakt wird, was der Mann auf Arabisch seinen Leuten gegenüber öffentlich von sich gibt und von seinen Speichelleckern geben lässt?

Es passt. Gebt dem Schreibtischtäter, Hetzer, Antisemiten und Friedensverweigerer den Friedenshoffnungspreis. Ihr offenbart euch als die Vollidioten, die ihr seid. Die Ignoranten, die die Welt verbessern wollen und sie in die Katastrophe führen. Die Hetzer, die anderen Hetze vorwerfen und tatsächliche Hetzer und Verleumder hofieren.

Mahmud Abbas ist das Gegenteil dessen, für das er heute ausgezeichnet wird: Er ist die Garantie dafür, dass es keinen Frieden geben wird. Herzlichen Glückwunsch!

Die niederländischen Parlamentswahlen, Israel und die Juden

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Geert Wilders‘ populistische Freiheitspartei (PVV) spielt bei den bevorstehenden niederländischen Parlamentswahlen am 15. März eine zentrale Rolle. Dafür gibt es mehrere Gründe. Deutschlands offene Grenzen, das Brexit-Referendum und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten haben dem Populismus eine Menge Aufmerksamkeit gebracht und ihn mancherorts stimuliert. Wilders‘ Verurteilung durch ein niederländisches Gericht[1], nachdem er zusammen mit seinen Anhängern rief, er wolle weniger Marokkaner, könnte der PVV weitere Wähler gebracht haben. In verschiedenen, allerdings unzuverlässigen Meinungsumfragen liegt die PVV bereits seit vielen Monaten beständig an der Spitze. Sie könnte eventuell die Zahl ihrer Parlamentssitze auf 30 der insgesamt 150 verdoppeln.

Das Wahlprogramm der Partei macht eine Koalition mit anderen Parteien schwierig bis unmöglich. Die niederländischen Parteien veröffentlichen in der Regel ein detailliertes Wahlprogramm, das sie dem Zentralen Planungsbüro vorlegen, damit dieses berechnet, ob das vorgeschlagene Handeln sich in geeignete Haushaltsentwürfe umsetzen lassen.[2] Wilders betrachtet diese Vorgehensweise als Unsinn. Er hat angekündigt, dass das PVV-Wahlprogramm nicht mehr als eine einzige Seite lang sein würde, die bereits veröffentlicht wurde.[3]

2016 setzte ein Mitglied des Senats aus der Liberalen Partei VVD – ohne signifikante Untermauerung – die PVV auf eine Stufe mit der niederländischen Nazikollaborationspartei NSB und verglich Wilders mit Hitler.[4] Wilders seinerseits sagt, dass der Islam möglicherweise gefährlicher ist als der Nationalsozialismus.[5]

Wilders‘ neueste Position lautet, dass der Koran „toleriert“ werden sollte. Er sagt, dieser sei voller Gewalt. Früher hatte Wilders angeregt das heilige Buch des Islam zu verbieten, da es mehr antisemitischen Hass beinhalte als Hitlers Mein Kampf. Der Vergleich mit Mein Kampf ist in der Vergangenheit bereits von dem verstorbenen PVV-Europaparlamentarier Hans Jansen, einem Arabisten, geäußert worden.[6]

Wilders bleibt dabei, er sei für die Schließung aller Moscheen und islamischen Schulen. Er merkte an: „Die Welt wäre schockiert, wenn es in den Niederlanden Nazi-Tempel gäbe. Der Islam gehört nicht in unser Land.“[7] Darüber hinaus will die PVV, dass die Niederlande die Europäische Union verlässt, für die das Land einen Nettobeitrag von mehreren Milliarden Euro leistet.[8]

Gemäß der PVV sollte die Militärpolizei die niederländischen Grenzen bewachen und Drohnen sollten über dem Land fliegen.[9] Andere Punkte des Programms der PVV sind: null Akzeptanz von Asylsuchenden, Abschaffung aller Entwicklungshilfe sowie die Beendigung der finanziellen Unterstützung für Griechenland.[10]

Die Niederlande sind ein traditionelles „Polderland“. Seine wichtigsten Städte liegen auf trockengelegtem Land unterhalb des Meeresspiegels. Das hat zu einer nationalen „Poldermentalität“ geführt, in der der historische Feind das Meer ist. Sobald ein Damm bricht, müssen alle Bürger zusammenarbeiten, um das Wasser draußen zu halten. Weigern sich einige, könnten alle ertrinken. Diese Poldermentalität findet ihren Weg in viele Sprichwörter. Eines lautet: „Wir müssen alle durch eine Tür.“ Das bedeutet unter anderem, dass man achtgeben muss niemanden zu stark zu beleidigen. Das schuf viele Nachkriegsjahrzehnte lang eine relativ milde Diskussionsatmosphäre.

All das hat sich durch die Immigration von einer Million Menschen aus muslimischen Ländern geändert, die hauptsächlich aus der Türkei und Marokko kommen. Sie und ihre Nachkommen stellen sechs Prozent der Bevölkerung und viele haben eine völlig andere Mentalität als die Niederländer. Eine Studie des sozial-kulturellen Planungsbüros stellte fest, dass vierzig Prozent derer, die zu den türkischen und marokkanischen Gemeinschaften gehören, nicht das Gefühl haben in den Niederlanden Zuhause zu sein. Viele Jugendliche sehen im Islam eine Alternative zur niederländischen Identität.[11]

Wegen des starken Zustroms an Muslimen hat eine gewisse Islamisierung stattgefunden. Was genau Islamisierung bedeutet, ist jedoch nie richtig definiert worden. Das Entstehen der PVV ist eine Reaktion auf weitgehend fehlgeschlagenen „Multikulturalismus“. Die Partei erklärt, dass sie die Niederlande „entislamisieren“ will.[12] Dennoch wäre es falsch die PVV als rechte Partei zu bezeichnen, da sie in sozialen Fragen eher links steht.

Die Hürde ins Parlament zu kommen ist sehr niedrig. Man braucht nur etwa 0,7% der Stimmen, um dort einen Sitz zu gewinnen. Derzeit bilden die Liberalen unter Premierminister Mark Rutte und die Arbeitspartei gemeinsam das Kabinett. Beide werden voraussichtlich schwere Verluste hinnehmen müssen. Die Arbeitspartei könnte durchaus mehr als zwei Drittel ihrer 38 Sitze verlieren. Da keine der Parteien eine Koalition mit der PVV eingehen will, könnte ein Vielparteien-Koalitionskabinett wie in Israel entstehen. Es würde vermutlich beträchtliche innere Wiedersprüche haben.

Die linken Parteien – die Sozialisten (SP), die Grüne Linke, die Partei für die Tiere und die Arbeitspartei, sowie die linksliberale D66 – sind allesamt antiisraelisch und unterstützen sogar Sanktionen, wenn Israel in Friedensverhandlungen mit den Palästinensern die von ihnen gesetzten Kriterien nicht erfüllt. Diese Leute schauen einfachheitshalber weg, wenn die größte palästinensische Partei, die Hamas, für den Völkermord an Juden wirbt. Ihr Antiisraelismus wird zudem von dem Wunsch angespornt muslimische Wähler zu gewinnen, ohne „mit irgendetwas Substanziellem dafür zu zahlen“.

Die hauptsächlichen antiisraelischen Hetzer im Parlament sind zwei ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Äußere Angelegenheiten: Sjoerd Sjoerdsma von der D66 und Michiel Servaes von der Arbeitspartei,[13] der regelmäßig anführt, dass seine Mutter Jüdin ist. Bei den Wahlen wird eine kleine antiisraelische Partei, die hauptsächlich aus Türken und Marokkanern besteht, wahrscheinlich einen oder zwei Sitze gewinnen.

Die Immigration aus muslimischen Ländern ist sowohl für Israel als auch die Juden enorm negativ gewesen. Ein Grund dafür ist ihre Massivität. Ein weiterer die fehlende Selektivität. Eine weltweite Studie der Anti-Defamation League stellte fest, dass 80 Prozent der Marokkaner[14] und 69 Prozent der Türken[15] wichtige klassisch antisemitische Vorurteile hegen. Antisemitische Vorfälle kommen in unverhältnismäßigem Anteil aus der muslimischen Gemeinschaft, ebenso die extremsten, darunter ein Plan – der zum Glück verhindert wurde – eine Bombe an einer Synagoge in Amsterdam zu legen.[16]

Es gab weitere indirekte Folgen der muslimischen Immigration, darunter dass eine Kombination aus Defiziten beim muslimischen rituellen Schlachten, zusammen mit antiislamischen Empfindungen zu einer starken Bewegung „gegen rituelles Schlachten ohne Betäubung“ geführt haben, zu der auch die PVV gehört. In dieser Frage ist die Partei – die pro-israel ist – der jüdischen Gemeinschaft diametral entgegengesetzt, die von einem Gesetz gegen rituelles Schlachten ebenfalls betroffen wäre. Aus Sicht muslimischer Bräuche steht auch die männliche Beschneidung von Zeit zu Zeit in der öffentlichen Kritik, was undenkbar wäre, wenn sie nur von der kleinen jüdischen Gemeinschaft praktiziert würde.

Zu guter Letzt haben einige der Kandidaten für das Parlament jüdische Vorfahren. Einer von ihnen ist der neue Parteichef der Arbeitspartei, der stellvertretender Premierminister Lodewijk Asscher, der väterlicherseits aus einer bekannten jüdischen Familie stammt. Er hat Äußerungen wie diese gemacht: „Ich will nicht in einem Land leben, in dem nur mit gewaffneten Wachen vor der Tür an die Kristallnacht erinnert werden kann.“[17] Und: „[Antisemitische] Beleidigungen machen mich jüdischer“.[18] Dennoch kann Asscher die antiisraelische Politik und Hetze seiner Partei nicht ändern, auch wenn er das wollte. Der einzige Kandidat, der sich mit der jüdischen Gemeinschaft identifiziert und darin aktiv ist, ist Gidi Markuszower, derzeit Mitglied des Senats. Er steht auf der Liste der PVV auf Platz 4 und wird daher mit Sicherheit ins Parlament einziehen.

[1] http://www.nu.nl/geert-wilders/4362579/geen-straf-wilders-in-zaak-minder-marokkanen-wel-schuldig-verklaard.html

[2] fd.nl/economie-politiek/1187905/cpb-doorrekening-partijen-laten-het-geld-weer-rollen

[3] http://www.geertwilders.nl/index.php/94-english/2007-preliminary-election-program-pvv-2017-2021

[4] http://www.elsevier.nl/nederland/achtergrond/2016/09/pvv-is-gevaarlijker-dan-nsb-wilders-heerst-als-fuhrer-354181

[5] http://www.telegraaf.nl/binnenland/27604304/___Islam_erger_dan_Nazisme___.html

[6] http://www.rd.nl/vandaag/binnenland/arabist-jansen-koran-sadistisch-over-ongelovigen-1.247251

[7] http://www.telegraaf.nl/binnenland/27604304/___Islam_erger_dan_Nazisme___.html

[8] http://www.elsevier.nl/economie/achtergrond/2016/08/nederland-tussen-landen-die-in-2015-meeste-betaalden-aan-eu-337637/

[9] http://www.nrc.nl/nieuws/2017/02/12/wilders-nuanceert-koranverbod-a1545637

[10] http://www.volkskrant.nl/politiek/wilders-klop-niet-bij-ons-aan-voor-steun-aan-griekenland~a2433908/

[11] http://www.elsevier.nl/nederland/achtergrond/2017/02/voor-allochtonen-is-islam-alternatief-voor-identificatie-met-nederland-452086/

[12] http://www.geertwilders.nl/index.php/94-english/2007-preliminary-election-program-pvv-2017-2021

[13] http://www.niw.nl/ik-ben-niet-naief787/

[14] http://global100.adl.org/#country/morocco/2014

[15] http://global100.adl.org/#country/turkey/2014

[16] http://www.joods.nl/2016/11/synagoge-amsterdam-doelwit-jihadisten/

[17] http://www.parool.nl/amsterdam/lodewijk-asscher-er-was-en-er-is-antisemitisme-in-ons-land~a3786388/

[18] http://www.niw.nl/interview-lodewijk-asscher-227/

Rest in Pieces

(Ein Gedanke zu Tisha B’Av)

Daniel Gordis, Jerusalem Post, 16. Juli 2010

Vorbei ist die Zeit, als die Welt verstand – und wenn auch nur für einen Moment – dass wir, nicht weniger als jeder andere, einen Ort verdienen, an dem wir sein dürfen.

Khaled ist seit einem Jahrzehnt unser Mann für alle Fälle, wenn etwas kaputt geht. Als er neulich da war, traf ich ihn in unserem Wohnzimmer an, als er eine Pause von seiner Arbeit machte. Er sah sich eine Reihe Fotografien an der Wand an; eine davon hieß „Rest in Pieces“.

„Was ist das?“, fragte er.

„Das ist ein jüdischer Friedhof in Argentinien“, sagte ich ihm. „Sehen Sie die hebräischen Buchstaben auf den Grabsteinen?“

„Aber warum sind die Grabsteine zerbrochen?“

„Leute haben sie zerschlagen“, erklärte ich.

„Aber warum macht jemand das?“

„Weil sie Juden hassen, vermute ich“, sagte ich ihm.

„Warum?“ Und einen Augenblick später: „Aber diese Juden sind tot. Sie hassen auch tote Juden?“ Jetzt war das ganze surreal geworden. Fragte mich da ein israelischer Araber wirklich, warum irgendjemand Juden hassen könnte? Khaled machte keine Scherze. Er schien völlig perplex und studierte weiter die Fotografie.

Ich wusste wirklich nicht, wo ich anfangen sollte. Ich erzählte ihm, dass an einigen Orten in Europa die Menschen immer noch jüdische Friedhöfe zerstören. Er war erstaunt. Einen Moment lang überlegte ich, ob ich ihm erzählen sollte, was die Jordanier 1948 bis 1967 mit den jüdischen Friedhöfen gemacht hatten; aus welchem Grund auch immer entschied ich mich, es nicht zu tun. Vielleicht wollte ich auch einfach nur einige Augenblicke lang den hoffnungsvollen Moment genießen, in dem ein Araber nicht verstehen konnte, warum jemand die Juden hasst. Es war die Art Augenblick, der einem etwas Hoffnung gibt, wenn auch nur für ein schwaches Aufflackern.

Aber ein solches Aufflackern verlöscht wieder, besonders in dieser Region. A paar Tage später waren meine Frau und ich in Tel Aviv; es gab ein herausragendes Programm zum Thema „Das Rückkehrrecht**: gerecht oder diskriminierend?“, das das von Prof. Ruth Gavison gegründete Metzilah-Zentrum sponserte; Ruth Gavison ist eine der angesehendsten Juristinnen des Landes und eine sehr tiefgründige zionistische Denkerin. Der erste Redner des Abends war Dr. Raif Zreik von der Universität Tel Aviv, den ich nie zuvor gehört hatte.

Zreik, das war auf der Stelle offensichtlich, ist ein Intellektueller, der nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Ausgebildet an der Hebräischen Universität, Columbia und Harvard ist er außergewöhnlich redegewandt, spricht ein wohlklingendes Hebräisch und übt keine Zurückhaltung. Er verschwendete auch keine Zeit.

Zreik begann mit der Erklärung, warum er weiß, er könne unsere Meinung nicht ändern. Der Unterschied zwischen einem Intellektuellen und einem Ideologen, sagte er, besteht darin, dass der Intellektuelle sich selbst überraschen kann. Intellektuelle sind offen und rational genug, um gelegentlich festzustellen, dass sie Positionen übernehmen, die sich von dem unterscheiden, was sie ursprünglich dachten. Ein Ideologe kann das niemals tun, sagte er.

Wir Einwanderer jedoch, behauptete Zreik, haben „nicht den Luxus Intellektuelle zu sein… Ihr seid alle engstirnige Intellektuelle, nicht weil ihr nicht klug seid, sondern weil eure Körper euch nicht ehrlich sein lassen. Wärt ihr das, müsstet ihr vielleicht zugeben, dass ihr kein Recht habt hier zu sein.“

Von da aus ging Zreik zu etwas über, das er die Makro-Sicht der zionistischen Geschichte nannte. Die Palästinenser waren in Palästina, sagte er, und die Juden in Europa. Die Juden in Europa gerieten in gewaltige Schwierigkeiten, doch dann gab es eine falsche Kombination aus dem Ort des Problems (Europa) und dem Ort der Lösung (Palästina).

Alles Folgende, darauf bestand er, ist das Ergebnis dieser ursprünglichen falschen Kombination.

Erstaunlich war, was Zreik alles nicht erwähnte: dass auch die Juden eine Verbindung zu diesem Ort haben und von dort ins Exil getrieben wurden; dass vor der Gründung Israels die Juden nirgendwo hin konnten; dass die Welt das begriff und letztlich – mit der Balfour-Erklärung, der Peel-Kommission und dem Teilungsplan – kollektiv entschied, dass die Juden einen Staat haben sollten und dass dieser hier sein sollte; dass es ironischerweise der Erfolg des Zionismus war, der den palästinensischen Nationalismus auslöste. Nein, nichts davon passt in seine Theorie, also blieb es unerwähnt. Zreik, so brillant er auch eindeutig ist, war zu genau dem Ideologen geworden, den er gerade definiert hatte.

Letztlich war Zreik eine intellektuelle Variante von Helen Thomas.*** „Sag ihnen, sie sollten verdammt noch mal aus Palästina verschwinden“ – Thomas’ Worte, aber auch Zreiks Haltung. Und da die Welt sich fast überall einmal wieder gegen die Juden wendet, ist die Aussage „macht verdammt noch mal, dass ihr aus Palästina raus kommt“ das Gleiche wie zu sagen: „Rest in Pieces.“ Zreik mag das nicht beabsichtigt haben, aber seine Theorie muss unweigerlich dahin führen.

WIE BEKOMMEN wir mehr Khaleds, fragte ich mich. Anständige Leute, die verständlicherweise mit ihrem Schicksal als israelische Araber nicht immer glücklich sind, aber Leute, die einfach gemeinsam mit uns leben und nicht die Uhr an einen Ort zurückdrehen wollen, an den sie niemals gehen kann.

Ich stellte fest, dass ich Khaleds Verwirrung angesichts des Hasses vermisste. Natürlich benutzen die meisten Leute nicht das Wort „Hass“. Sie nutzen Formulierungen wie, dass Palästina nur den Palästinensern gehört oder davon, dass das Rückkehr-Gesetz unmoralisch ist. Oder von der Nichttolerierbarkeit des Embargos. Aber letzten Endes reduzieren sich ihre Positionen auf diese: Ihr – anders als alle anderen – braucht keine Heimat und verdient sie nicht. Geht. Und Rest in Pieces.

Was uns zu dieser Woche bringt. Es gibt Juden, die sich fragen, ob der 9. Av immer noch Sinn macht. Schließlich schlachtet uns niemand. Israel geht es hervorragend. Und Jerusalem ist wieder aufgebaut. Warum all die Trauer? Für mich sprechen Momente wie ein Abend mit Dr. Zreik, so sprachgewandt und brillant er auch ist, dafür, dass wir diese Trauerzeit halten. Es geht nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um die Zukunft, darum, was immer noch passieren kann und was bereits angefangen haben könnte. „Der HERR entbot gegen Jakob seine Nachbarn als seine Feinde“, heißt es In Klagelieder 1,17. „Jerusalem wurde unter ihnen zum Abscheu.“

Von den Khaleds dieser Welt gibt es zu wenige und sie sind zu weit verstreut. Heute sind wir größtenteils von einer Welt umgeben, die unser einmal mehr müde geworden ist. Sie ist ihrer Schuld müde und ist des Staates müde, den sie wieder geschaffen hatte, als dieses Gefühl der Verantwortung sich auf seinem Höhepunkt befand. Vorbei ist die Zeit, als die Welt begriff, wenn auch nur für einen Augenblick, dass wir nicht weniger als alle anderen einen Ort verdienen, an dem wir sein können. Wir hatten das, eine kurze Zeit lang, aber das ist vorbei.

Was, wie ich annehme, der Grund dafür ist, dass wir die Lesung der Klagelieder immer noch nicht mit dem letzten Vers beenden, sondern mit der Wiederholung des vorletzten Satzes: „Bring uns zurück, HERR, zu dir… Erneuere unsere Tage, dass sie werden wie früher!“

(Foto: Zion Ozeri, http://www.zionozeri.com)

* Rest in Peace (Ruhe in Frieden) ist eine typische Grabinschrift und Segenswunsch für Verstorbene im englischsprachigen Raum; mancher wird die Abkürzung R.I.P,. schon gesehen haben. Der Titel ist ein Wortspiel darauf und bedeutet: Ruhe in Stücken.
** Gemeint ist das Recht jedes Juden der Welt nach Israel einzuwandern.
*** Helen Thomas ist die altgediente amerikanische Journalistin, die einem Rabbiner ins Mikrophon sagte, die Juden sollten gefälligst raus aus Palästina und dahin zurück, woher sie gekommen sind und deshalb ihren Platz im Presseraum des Weißen Hauses verlor.

Europäische Sozialisten – Hassprediger gegen Israel

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Jahrzehnte lang haben viele europäische sozialdemokratische Mainstream-Parteien die Verbreitung von extrem antiisraelischem Hass betrieben. Das israelische Außenamt ist, beginnend vor etwas mehr als einem Jahr, endlich nicht mehr bereit die schwedische Außenministerin Margot Wallström zu empfangen.[1] Diese Sozialdemokratin hat eine Untersuchung dessen gefordert, was sie bei ihren Attacken Israels „außergerichtliche Tötung“ von Terroristen nannte. Das Simon Wiesenthal Center setzte sie 2016 auf die Liste der Hauptbefürworter antisemitischer und antiisraelischer Vorfälle, weil sie keinerlei Interesse an Ermittlungen zum palästinensischen Terrorismus gezeigt hatte.[2]

Diese extrem antiisraelische Hetze europäischer führender Sozialdemokraten geht viele Jahre zurück. Drei von ihnen haben Israels Tun mit dem der Nazis auf eine Stufe gestellt – der schwedische Premierminister Olof Palme,[3] der französische Präsident François Mitterand,[4] und der griechische Premierminister Andreas Papandreou.[5]

2004 nannte der ehemalige französische Premierminister Michel Rocard bei einem Vortrag in Alexandria die Balfour-Erklärung einen „historischen Fehler“.[6] Benoît Hamon, der sozialistische Kandidat für die anstehenden französischen Präsidentschaftswahlen, hat die Anerkennung des nicht existenten Staats Palästina im französischen Parlament initiiert. Er hat das damit gerechtfertigt, dass dies ein guter Weg sei, französisch-muslimische Wähler für die sozialistische Partei zurückzugewinnen, die ihr während der Präsidentschaft Hollandes verloren gingen.[7]

In der britischen Labor Party hat es einen Ausbrach von Antisemitismus und antiisraelischem Hass gegeben, seit Jeremy Corbyn 2015 ihr Parteichef wurde. Der Innenausschuss des Unterhauses war diesem Anstieg des Antisemitismus bei Labour höchst kritisch gegenüber und sagte, Corbyn habe nicht genug getan, um ihn zu bekämpfen.[8]

Während Israels Operation „Fels in der Brandung“ 2014 schrieb John Prescott, ein ehemaliger britischer stellvertretender Premierminister der Labour Party, eine Kolumne, in der er Israel verdammte. Seine Worte: „Vergleichen Sie das mit dem Blutzoll im Gazastreifen. Von den mehr als tausend Toten waren mehr als 80 Prozent Zivilisten, zumeist Frauen und Kinder. Aber wer kann schon sagen, ob einige der übrigen 20 Prozent nicht auch unschuldig waren? Israel brandmarkt sie als Terroristen, aber es handelt als Richter, Jury und Henker in dem Konzentrationslager, das der Gazastreifen ist.“ Er fügte an: „Was dem jüdischen Volk durch die Nazis geschah, ist entsetzlich. Aber man sollte glauben, diese Gräueltaten würden den Israelis ein einzigartiges Gefühl für Perspektive und Empathie mit den Opfern eines Ghettos geben.“[9]

Nach den nächsten norwegischen Wahlen im September diesen Jahres könnte Jonas Gahr Støre, der Parteichef der Arbeitspartei, Premierminister von Norwegen werden. Zwei norwegische Hamas-Anhänger, Mads Gilbert und Erik Fosse, schrieben ein Buch, in dem sie eine moderne Version des Ritualmordvorwurfs entwickelten; sie behaupteten, während des israelischen Feldzugs ging Israel in den Gazastreifen um Frauen und Kinder zu töten. Støre schrieb einen Kommentar für die Rückseite dieses Buchs, in dem er die Autoren für ihre Arbeit während ihres Aufenthalts im Gazastreifen lobte.[10]

Viele Jahre lang war der Sozialist Erkki Tuomioja Außenminister von Finnland. Am Beginn dieses seJahrhunderts verglich er Israels Verteidigungsmaßnahmen mit der Verfolgung der europäischen Juden durch die Nazis.[11] 2002 verwies der parlamentarische Sprecher der griechischen Sozialisten, Apostolos Kaklamanis auf den israelischen „Völkermord“ an den Palästinensern, woraufhin Regierungssprecher Christos Protopapas sagte, er habe die Gefühle des Parlaments und des griechischen Volks zum Ausdruck gebracht.[12]

2001 wurde der israelische Tourismusminister Rehavam Ze’evi von palästinensischen Terroristen ermordet. Der dänische Außenminister Mogens Lykketoft, der später Parteichef der dänischen Sozialistischen Partei werden sollte, sagte im Fernsehen, es gäbe keinen Unterschied zwischen diesem Mord und dass Israel auf Zivilisten schießt.[13]

Die niederländische Arbeitspartei hatte 2016 den Erfolg, dass im Parlament einen Antrag verabschiedet wurde, mit dem Sanktionen gegen Israel verhängt werden, wenn es keine ernsthaften Friedensverhandlungen mit den Palästinensern beginnt. Der niederländische Außenminister Bert Koenders behauptet seine Regierung sei gegen BDS. In Wahrheit subventioniert die niederländische Regierung NGOs, die BDS unterstützen.[14] Die belgische sozialistische Europaabgeordnete Veronique de Keyser hat gesagt, dass sie Israels Botschafter „erwürgen“ würde, wenn er käme um über Israels Sicherheit zu sprechen.[15] Nach „Fels in der Brandung“ griff Willy Claes, der sozialistische ehemalige Generalsekretär der NATO, Israel an. Er sagte: „Israel muss erkennen, dass der enorme historische Kredit, den das Judentum nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut hat, jetzt aufgebraucht ist.“[16]

2002 sagte Franco Cavalin, damals Fraktionsvorsitzender der schweizerischen Sozialdemokraten, dass Israel „sehr gezielt ein gesamtes Volk massakriert“ und „die systematische Auslöschung der Palästinenser“ betreibt.[17]

Einige der extremsten antiisraelischen Sozialdemokraten sind Juden. Der Haupthetzer gegen Israel in der niederländischen Arbeitspartei ist der Abgeordnete Michiel Servaes. Der verstorbene österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky von den Sozialdemokraten sagte über die Juden: „Wenn sie ein Volk sind, so ist es ein mieses Volk.“[18] Dieser Selbsthasser war ein Pionier der Verleumdung Israels als „semifaschistischer“ und „Apartheidstaat“. Er nannte Israel zudem „undemokratisch“ und „militaristisch“.[19]

Das oben Beschriebene ist nur eine kleine Auswahl des Schürens von antisemitischem Hass, der in elf westeuropäischen sozialdemokratischen Parteien auftritt. In mehreren Ländern ist dieser Trend der Attacken auf Israel ein Mittel der Sozialisten um muslimische Wähler zu gewinnen, ohne ihnen etwas Konkretes zu bieten. Darüber hinaus geben die Sozialisten auf der Seite des Underdogs zu sein, zu dem viele von ihnen auch die Terroristen zählen. Diese Haltung kann nur über extreme intellektuelle Unredlichkeit beibehalten werden: durch wissentliches Verschließen der Augen vor der Aufstachelung zum Völkermord an Juden durch die größte Palästinenserpartei, die Hamas, sowie die Glorifizierung von Gewalt durch die andere bedeutende Partei, die Fatah.

[1] http://www.haaretz.com/israel-news/.premium-1.758613

[2] http://www.wiesenthal.com/atf/cf/%7B54d385e6-f1b9-4e9f-8e94-890c3e6dd277%7D/TT_2016REPORT.PDF

[3] Per Ahlmark. Palme’s Legacy 15 Years On. Project Syndicate, Februar 2001.

[4] http://www.nytimes.com/1982/08/11/world/begin-hints-that-mitterrand-remark-paved-way-for-terrorists-attack.html

[5] Moses Altsech (Daniel Perdurant, pseud.): Anti-Semitism in Contemporary Greek Society. Analysis of Current Trends in Anti-Semitism, 7. Jerusalem (Hebrew University) 1995, S. 10.

[6] http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/64343

[7] http://www.lemondejuif.info/2016/05/lantisioniste-benoit-hamon-attaque-israel-valls-cede-face-a-gouvernement-israelien-conservateur/

[8] http://www.publications.parliament.uk/pa/cm201617/cmselect/cmhaff/136/136.pdf

[9] John Prescott: Israel’s bombardment of Gaza is a war crime – and it must end. The Mirror, 26. Juli 2014.

[10] http://sicsa.huji.ac.il/pdf/ACTA37.pdf

[11] Efraim Karsh: European Misreading of the Israeli-Palestinian Conflict: Finnish Foreign Minister Tuomioja – A Case Study. Jerusalem Issue Brief, 27; 12. Juli 2005.

[12] Antisemitism Worldwide, 2002-3. Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Anti-Semitism and Racism, Tel Aviv University, 2004.

[13] Herb Keinon: Danish FM: Ze’evi Murder Same as Targeted Killings. Jerusalem Post, 19. Oktober 2001.

[14] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/19105

[15] http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/122304

[16] Walter Pauli: Israël moet beseffen dat reusachtige historische WOII-krediet stilaan is uitgeput. Knack, 6. August 2014.

[17] Israel-Kritik oder Antisemitismus? Neue Zürcher Zeitung, 26. April 2002.

[18] Robert S. Wistrich: From Ambivalence to Betrayal: The Left, the Jews, and Israel. Lincoln (University of Nebraska Press) 2012, S. 496.

[19] ebenda

EU: Die Rechte verurteilt BDS, die Linke spendet an BDS

Trotz Anti-BDS-Regungen gibt die EU weiter Millionen Euro an Pro-BDS-Organisationen

Mordechai Sones, Israel National News, 31. Januar 2017

(Foto: Regavim)

Organisationen, die EU-Gelder erhalten, um Ziele wie Frieden, Zusammenarbeit und Menschenrechte zu fördern, nutzten de Großzügigkeit aus, um die antiisraelische Boykott-Kampagne (BDS) zu juristischen Krieg zu führen, die Israels Legitimität als jüdischer Staat zu existieren bestreiten, heißt es in einer Studie, die vom Forschungsinstitut NGO Monitor durchgeführt wurde.

Trotz offizieller EU-Äußerungen, die die Gegnerschaft zu BDS bestätigen, untersuchte NGO Monitor einer Reihe von Finanzierungsmechanismen der EU, die sich gegen Israel, Judäa, Samaria und den Gazastreifen richten und stellte fest, dass 29 der 100 EU-Zuschüsse im Gesamtwert von 16,7 Millionen Euro (von 67,1 Millionen) Projekten zugeteilt wurden, an denen Pro-BDS-Organisationen beteiligt sind.

42 der 180 untersuchten Zuschussempfänger unterstützen auf verschiedene Weise BDS, darunter die Beteiligung an Veranstaltungen und Aktivitäten, die Unterzeichnung von Petitionen und Initiaiven und/oder Mitgliedschaft in formellen BDS-Systemen. Nur Organisationen, die ausdrücklich BDS unterstützen, sind im Bericht von NGO-Monitor enthalten.

Einige Organisationen nutzen in ihren Veröffentlichungen und auf ihren Internetseiten das EU-Logo, womit sie des Prestiges der EU bemächtigen, um auf sich den Anschein von Legitimität zu projizieren. Das erlaubt ihnen die EU mit ihrer politischen Agenda zu assoziieren, wozu BDS und die Ablehnung von Normalisierung mit Israel gehören.

Wie EU-Hilfsmechanismen komplex sind – es gibt dort keine Koordination zwischen Organisationen – ist es unmöglich die genauen Summen zu kennen, die an sie überwiesen werden. In vielen Fällen beträgt die Hälfte der Finanzierung des Gesamtbudgets der Organisation, manchmal erreicht sie sogar 75%.

Zusätzlich untersuchte NGO Monitor nur ein paar lokale Finanzierungsprogramme. Internationale Gelder, humanitäre Gelder oder die anderen Bereichen zugewiesenen Gelder sind in dem Bericht nicht enthalten. Es daher wahrscheinlich, dass die von der EU an BDS unterstützende Organisationen überwiesene Gesamtsumme noch deutlich höher ist als angedeutet.

Ein Blick zurück auf die erste katastrophale „Zweistaatenlösung“

Victor Sharpe, The American Thinker, 12. Januar 2017

Die erste Zweistaatenlösung schuf vor 97 Jahren das neue arabische Gebilde namens Transjordanien, das sich über 89.000 Quadratkilometer oder fast vier Fünftel des ehemaligen Mandats Palästina erstreckte. Sofort wurde Juden verboten in diesem neuen arabischen Gebiet zu leben und daher ist es historisch korrekt zu sagen, dass Jordanien Palästina ist.

Kurz vor 12 in seiner armseligen Amtszeit im Weißen Haus stach Barack Hussein Obama sein Messer tief in das Herz des umkämpften jüdischen Staates.

Mit der von Präsident Obama und Außenminister Kerry dirigierten, erschreckend antiisraelischen Verabschiedung der Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats wurde die Schuld für den israelisch-palästinensischen Konflikt fälschlich an das leichte Ziel weitergegeben: Israel und die sogenannten „Siedlungen“.

Vor dem Sechstagekrieg von 1967 gab es keine „Siedlungen“; damals überlebte der jüdische Staat einen weiteren arabischen Völkermord-Krieg und befreite den umkämpften Staat von den 16 bis 24 km frei lassenden Waffenstillstandslinien von 1947, die Israels damaliger Außenminister Abba Eban die Auschwitz-Linien nannte.

Der Konflikt mit der arabischen und muslimischen Welt oder den sogenannten Palästinensern begann nicht 1967. Um seine Ursprünge in vollem Umfang zu verstehen, müssen wir bis in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts zurückgehen.

1920 wurde Großbritannien vom Völkerbund die Verantwortung für die Beaufsichtigung des Palästina-Mandats gegeben, das den ausdrücklichen Auftrag hatte in diesem Territorium eine nationale jüdische Heimstatt wiederaufzubauen.

Der Völkerbund schuf eine Reihe Artikel im Einklang mit der ursprünglichen Absicht der Balfour-Erklärung vom 29. November 1917. In letzter Minute wurde allerdings vom britischen Kolonialbüro ein neuer Artikel eingeführt: der Artikel 25.

Es wurde offenkundig, dass Aufnahme dieses Artikels Großbritannien direkt ermöglichte 1921/22 das gesamte riesige Territorium östlich des Jordan abzuschneiden und es den arabischen Haschemiten zu geben. Das Gebiet, das Transjordanien und von Emir Abdallah geführt werden sollte.

Britische Offizielle behaupteten, dass das Geschenk des Mandats Palästina östlich des Jordan Dank an die Haschemiten für ihren Beitrag war die Türken zu besiegen. T.S. Lawrens beschreib allerdings die Rolle Haschemiten spöttisch als „die Nebenvorstellung einer Nebenvorstellung“.

Ironischerweise erhielten die Briten beim Sieg über das osmanisch-türkische Reich, das das geografische Palästina 400 Jahre lang beherrscht hatte, von der jüdischen Nili-Untergrund weit mehr Hilfe.

Das war die erste Teilung Palästinas, die erste Zweisaatenlösung; sie schuf vor 97 Jahren das neue arabische Gebilde namens Transjordanien, das sich über 89.000 Quadratkilometer oder fast vier Fünftel des ehemaligen Mandats Palästina erstreckte. Sofort wurde Juden verboten in diesem neuen arabischen Gebiet zu leben und daher ist es historisch korrekt zu sagen, dass Jordanien Palästina ist.

1923 spalteten die britischen und französischen Kolonialmächte dann noch den nördlichen Teil des Mandats Palästina ab. Großbritannien rannte die Golanhöhen (mit ihren antiken biblisch-jüdischen Wurzeln) ab und übergab es dem französisch besetzten Syrien.

Die von dem britischen Außenminister Lord Balfour abgegebene Balfour-Erklärung sah nie vor, dss der Jordan die östliche Grenze des wiederhergestellten jüdischen Heimatlandes sein würde.

Schon am 19. September 1919 wetterte die Londoner Times in einem Editorial: „Der Jordan wrid nicht als Ostgrenze Palästinas funktionieren. … Palästina muss eine gute militärische Grenze östlich des Jordan haben… Unsere Pflicht als Mandatsmacht besteht darin das jüdische Palästina nicht zu einem kämpfenden Staat zu machen, sondern zu einem, der in der Lage ist ein kraftvolles und unabhängiges Leben zu führen.“

Während es den Rest des Mandats Palästina bis 1947 verwaltete, schränkte Großbritannien jüdische Immigration und Landkauf massiv ein, während es bei der massiven, illegalen arabischen Zuwanderung aus den benachbarten, stagnierenden arabischen Gebieten in das Territorium wegsah.

Großbritanniens jämmerliche Bilanz des Appeasement der Araber auf Kosten des jüdischen Schicksals auf dem verbleibenden winzigen Territorium gipfelte im berüchtigten Weißbuch von 1939, das die jüdische Zuwanderung auf nur 75.000 Seelen für die nächsten fünf Jahre begrenzte. Diese drakonische Politik, wie sie unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kam, war der Todesstoß für Millionen Juden, die versuchten vor der Auslöschung durch Nazideutschland zu fliehen.

Großbritanniens Missmanagement des Mandats führte schließlich zum UNO-Teilungsplan von 1947. Die Jewish Agency akzeptierte diese zusätzliche Zerstückelung dessen, was ihnen von der versprochenen jüdischen nationalen Heimstatt im Mandat Palästina übriggeblieben war.

Sie tat dies, um dem überlebenden jüdischen Rest des Holocaust und für Hunderttausende jüdischer Flüchtlinge, die überall in der arabischen Welt aus ihren Heimen vertrieben wurden, einen Zufluchtsort zu bieten. Im Gegensatz dazu lehnten die arabischen Regime den Teilungsplan ab. Damals wie heute gingen sie gegen die Existenz eines unabhängigen jüdischen Staates vor.

Israel wurde 1948 offiziell als souveräner Staat wiedergeboren und seine 600.000 Juden kämpften darum den massiven arabischen Angriff zu überleben, der den jüdischen Staat ausmerzen sollte.

1948 schloss sich Transjordanien, heute umbenannt in das Königreich Jordanien, den anderen arabischen Staaten beim Einmarsch in den jüdischen Staat an, vertrieb die jüdischen Einwohner aus Ostjerusalem und der Altstadt, annektierte das biblische und angestammte jüdische Kernland Judäa und Samaria und benannte es in Westbank um. Nur Großbritannien und Pakistan erkannten die illegale Annexion an.

Neunzehn Jahre später erklärten die arabischen Staaten wieder ihre bevorstehende Absicht Israel zu vernichten. Im Sechstagekrieg vom Juni 1967 befreite Israel in einem entscheidenden Krieg jüdische und christliche heilige Stätten in Jerusalem, Judäa und Samaria von Jordanien.

Israel bot törichterweise in der Hoffnung auf vollen und dauerhaften Frieden an, dem Haschemiten-Regime in Jordanien das gerade befreite Judäa und Samaria abzugeben. Doch die Arabische Liga, die sich im August 1967 in Khartum traf, verkündete die berüchtigten Drei Nein: Nein zu Frieden mit Israel, Nein zu Verhandlungen mit Israel, Nein zur Anerkennung Israels.

In diesem verbleibenden schmalen, 64km breiten Streifen Territorium für den jüdischen Staat (wenn man Judäa und Samaria einschließt) fordert die Welt nun die Gründung eines arglistigen arabischen Staates, der Palästina genannt werden soll – einen Staat, den es in der gesamten aufgezeichneten Geschichte niemals gegeben hat.

Hier haben wir also die nächste sogenannte Zweistaatenlösung, die das zerstückelt, was von Israel übrig ist und Hunderttausende jüdische Einwohner aus ihren Häusern, Dörfern und Bauernhöfen vertreiben wird – was eine feindliche Welt herabsetzend als „Siedlungen“ bezeichnet. Warum? Weil Juden, genau wie in Jordanien, nicht erlaubt werden wird auf muslimisch-arabischem Gebiet zu leben, während Araber frei bleiben in Israel zu leben.

Die schneidende Tragödie ist, dass die nächste Zweistaatenlösung für das jüdische Volk nur Vorbote einer weiteren Endlösung – der Euphemismus des deutschen Nazi-Regimes für den Holocaust – sein dürfte.

Tatsache ist, dass dies kein Disput um Grenzen ist. Es handelt sich um einen Religionskrieg und die Araber werden, solange die überwältigende Mehrheit muslimisch bleibt, niemals die Existenz eines nichtmuslimischen Staates auf Territorium akzeptieren, das sie im Namen Allahs erobert haben.

Vor fast siebenundneunzig Jahren wurde die ursprüngliche Zweistaatenlösung in Schande verordnet. Die aus dem Amt scheidende Obama-Administration und das gegenwärtige Außenministerium, könnten sich, so wie sie von ihrer Antiisraelfeindschaft verzehrt sind, gewiss nicht weniger um solche historische Richtigkeit scheren.

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eine Grafik dazu:

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Eine atemberaubende Theologie des Terrors beim Weltkirchenrat

This Ongoing War, 2. Januar 2017

Pfarrer Olav Fyske Tveit vom ÖRK (Bildquelle)

Wir haben mindestens ein gutes Dutzend Einträge dem gewidmet, was der Ökumenische Rat der Kirchen gesagt und getan hat (klicken Sie hier) und offen gesagt ist es schwer irgendetwas Positives über ihn zu sagen. Hier ist das jüngste Beispiel und der Grund dafür.

Gestern gab das Sekretariat des ÖRK, der seinen Sitz in Genf hat, den Medien gegenüber eine Stellungnahme zum Neujahrs-Massaker im Istanbuler Club Reina aus. Die Verantwortung für diese brutalen und grausamen Morde wurde heute von einer islamistischen Terrorgruppe [„The Latest: Islamic State claims Instanbul night club attack“, Associated Press, heute].

Hier die Erklärung des Rats:

ÖRK verurteilt Terroranschlag in Istanbul auf unschuldige Neujahr Feiernde | 1. Januar 2017 | Der Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), PFr. Dr. Olav Fykse Tveit, verurteilt den jüngsten Terroranschlag auf Menschen in Istanbul, die das neue Jahr feierten. Mindestens 39 Menschen wurden getötet und Dutzende weitere wurden verletzt, als ein einzelner Bewaffneter einen gedrängt vollen Nachtclub in Istanbul angriff… „Unschuldige Menschen leiden immer wieder. Das ist eine böse Tat. Dieser Anschlag schockiert besonders, erstens, weil es eine klare Absicht gegeben zu haben scheint gewollt Menschen zu treffen, die einfach den Neujahrstag genießen wollten“, sagte Tveit… „Angesichts dieser Brutalität, muss die Familie der Menschheit, alle Menschen voller Glauben und gutem Willen zusammenstehen, um sich wieder dem Respekt und der Fürsorge für einander, gegenseitigem Schutz und der Verhinderung solcher Gewalt zu verpflichten.“ Der ÖRK bietet den Trauernden und Verletzten sein tiefstes Beileid. Tveit sagte: „Gott, in deiner Gnade sei bei den Opfern und ihren Familien und denen die sie begleiten und ihnen helfen.“ (Online hier)

Die meisten verantwortungsbewussten Menschen werden zustimmen, dass es richtig ist, wenn eine höchst einflussreiche Religionsgruppe den Allmächtigen anruft sich auf die Seite der Opfer zu stellen. Es wäre unvorstellbar, dass Pfarrer Tveit die gegenteilige Sicht eingenommen und zu Mitgefühl für die mörderischen Barbaren von ISIS aufgerufen hätte.

Aber Moment.

Wir möchten aufzeigen, wie anders derselbe Herr Tveit sich in Bezug auf eine andere Ansammlung von Barbaren äußert, die, anders als die Täter des Barbarismus von Istanbul vor zwei Tagen, gefasst und in den meisten Fällen wegen Terrorvorwürfen vor Gericht gestellt und verurteilt wurden. In Bezug auf diese Barbaren drängte Herr Tveit die christlichen Gläubigen sehr öffentlich von seinem Büro aus, sie sollten für sie beten und ihnen auf praktische Weise zu helfen und keinen Gedanken auf die Dinge zu verschwenden, die diese Häftlinge getan haben, um weggesperrt zu werden.

Die Szene vor den Nachtclub Reina in Istanbul (Bildquelle)

Dieser widerliche Appell nach Mitgefühl für tatsächliche und verhinderte Mörder erweckte unsere Aufmerksamkeit im April 2014 [hier], das der ÖRK seine Gläubigen zur Solidarität mit dem aufrief, was er unaufrichtig so nantnte:

„rund 5000 palästinensische Männer, Frauen und Kinder, die in israelischen Gefängnissen schmachten“.

Zu ihren Gunsten sollten gläubige Mitglieder

„für alle Häftlinge beten, sie besuchen und sich um ihre Bedürfnisse kümmern, egal weshalb sie in Haft sind. In Israel und Palästina haben Häftlinge eine größere Bedeutung als in der Vergangenheit bekommen.“

Lassen Sie diese Worte einmal in ihrem Kopf herumgehen. „Egal, weshalb sie in Haft sind.“ Das lässt uns fragen, welche Art von boshafter falscher Theologie dieser Mann und seine Kohorten ausüben. Natürlich betrachten er und sie sich nicht als eine Art satanischer Kult, sondern vielmehr als

die breiteste und inklusivste der vielen organisierten Ausdrucksformen der modernen ökumenischen Bewegung, eine Bewegung, deren Ziel die Einheit der Christen sit. Der ÖRK bringt Kirchen, Konfessionen und kirchliche Gemeinschaften in mehr als 110 Ländern und Gebieten der gesamten Welt zusammen; er repräsentiert 500 Millionen Christen und darunter den Großteil der orthodoxen Kirchen, viele anglikanische, baptistische, lutherische, methodistische und reformierte Kirchen sowie viele unierte und unabhängige Kirchen. Zwar ist die Mehrheit der Gründerkirchen des ÖRK europäische und amerikanische Kirchen waren, kommen die meisten Mitgliedskirchen heute aus Afrika, Asien, der Karibik, Lateinamerika, dem Nahen Osten und dem Pazifik: Es gibt heut 348 Mitgliedskirchen. Für diese ist der ÖRK ein einzigartiger Ort: einer, in dem sie gemeinsam reflektieren, sprechen, handeln, beten und arbeiten können, einander herausfordern und unterstützen können, miteinander teilen und diskutieren können… [aus der Internetseite des ÖRK von heute]

Es spielt für Olav Fykse Tveit, den Vorsitzenden des ÖRK, einen gebildeten und kultivierten Mann auf einer Mission und ein norwegischer lutherischer Geistlicher, keine Rolle, dass viele der Häftlinge verurteilte Mörder sind, die zugaben unschuldige Menschen getötet zu haben. Zumeist unschuldige jüdische Menschen, sollten Sie sich bereits wundern.

Eine wie große Rolle spielte es, dass die meisten davon Terroristen sind, die keine Reue zeigen? Oder dass die palästinensisch-arabische Gesellschaft von ihrem Präsidenten Mahmud Abbas bis nach ganz unten sie alles als Helden umarmt, wie wir es diesem Blog Dutzende Male im Verlauf des letzten Jahrzehnts gezeigt haben? Die Antwort: kein Bisschen. (Zu den anderen Kommentaren, die wir damals abgaben, siehe: „Christliche Solidarität mit reuelosen Mörder: Wo bleibt die Empörung?“)

Also spielen wir mal „Was wäre, wenn“.

Wie hätte die Reaktion gestern in Istanbul ausgesehen – oder in Paris oder Brüssel oder Sydney – hätte der Leiter des Weltkirchenrats dazu aufgefordert

  • die Freiheit der Mörder von Istanbul wiederherzustellen
  • die Gerechtigkeit der Sache der Bewaffneten zu respektieren
  • die Würde der Schützen von Istanbul – die mit ihren leistungsstarken Waffen aus kürzester Entfernung auf die Feiernden im Nachtclub schossen – die Solidarität der gläubigen Christen gewinnen zu lassen.

Trauernde bereit die Beerdigung eines der Opfer des Massakers von Istanbul vor [Bildquelle]
Freiheit, Gerechtigkeit, Würde, Solidarität. Herr Tveit forderte seine Herde vor zwei Jahren auf alles davon über den Himmel zu Gunsten und Zuspruch für palästinensisch-arabische Häftlinge hinter israelischen Gittern anzusreben. (Volle Offenlegung: Mehrere der Verurteilten sind zufälligerweise die Mörder unserer 15-jährigen Tochter Malki. Also fehlt uns hier wohl eine gewisse wissenschaftliche Objektivität.)

Hätte er es gewagt seiner Kanzel in Genf eine solche Bitte zugunsten der Schützen und die Verschwörer von Istanbul vorzubringen? Die Antwort ist offensichtlich. Was er machte, kann er – und nur deshalb – tun, weil die Opfer des palästinensisch-arabischen Terrors die sind, die sie sind.

Mit der Zeit wird klarer, dass diese wichtige christliche Gruppe eine Theologie des Terrors und der Opferrolle entwickelt hat und propagiert, die schonungslos kritische Überprüfung verdient, unseres Wissens nach aber bisher nicht erhält.

Warum versuchen wir nicht den Standpunkt des Ökumenischen Rats der Kirchen zu bekommen? Das haben wir in der Tat versucht. Wie hier vermerkt kam die einzige substanzielle Reaktion, die wir selbst jemals bekamen (und wir haben uns sehr bemüht und das wiederholt) kam in Form einer persönlichen Note des damaligen Kommunikationsdirektors des ÖRK im Auftrag von Herrn Tveit, einem Mark Beach, der diesen Posten nicht länger inne hat. In einer E-Mail aus Genf an uns, datiert vom 5. Juni 2014, in der unsere Fragen und harten kritischen Kommentare angesprochen wurden, die ihm sein Chef weitergegeben hatte. Wir schrieben als Eltern eines wunderbaren 15-jährigen Kindes, das von den Strolchen ermordet wurde, für deren Würde zu beten die Christen des ÖRK aufgefordert wurden.

Anscheinend nicht allzu bewegt informierte und Herr Beach hilfreich:

„Ja, ich glaube, wir haben nichts weiter zu sagen.“

Und tatsächlich haben wie nie wieder etwas von ihm gehört. Der Hintergrund dazu ist hier [Angst und Abscheu beim Weltkirchenrat].

Wir sind verwirrt von der Vorstellung, dass religiös und moralisch gesonnene Christen das sehen können und trotzdem nicht danach rufen, dass die ÖRK-Führung die Treppe ihres außerordentlich gut ausgerüsteten schweizerischen Hauptsitzes hinunter, von ihren Kanzeln und auf die Straße geworfen wird.