Wo ist die Apartheid?

Apartheid ist ein Begriff aus Südafrika. Dort wurden Schwarze und Farbige als minderwertig betrachtet und durften z.B. bestimmte Bereiche gar nicht erst betreten. Mal sehen, wie das in „ganz Palästina“ zwischen Jordan und Mittelmeer ist:

Ramallah – Betreten ist israelischen Bürgern verboten!

Area A – Betreten für israelische Bürger verboten

Area A – Betreten für jüdische Bürger verboten

Wenn die Juden/Israelis diejenigen sind, die diskriminieren, warum werden dann Juden ausgesperrt?

Wenn die Juden/Israelis diejenigen sind, die diskriminieren, müsste dann hier nicht irgendwo stehen, dass „Palästinensern“ der Zutritt verboten ist?

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Die Apartheid in Jerusalem beenden

First One Through, 10. Juni 2018

Vertreibung. Ausgrenzung. Diskriminierung.

Das sind furchtbare Taten, besonders gegen Zivilisten, die nur in ihrer heiligsten Stadt leben und beten wollen.

Aber sie sind in einer der großartigsten Städte der Welt Realität – Jerusalem.

Als der Völkerbund (Vorläufer der Vereinten Nationen) 1922 im Heiligen Land einen Ort für Juden und Araber schaffen wollten, machte er klar, dass alle Seiten ihren Bräuchen entsprechend frei leben und Gottesdienst feiern sollten, wie es in Artikel 15 festgelegt wurde:

Das Mandat soll dafür sorgen, dass es vollständige Gewissensfreiheit und die freie Ausübung aller Formen von Gottesdiensten gibt, nur der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Moral unterliegend, für alle sichergestellt. Keine Diskriminierung welcher Art auch immer, darf zwischen den Einwohnern Palästinas aufgrund von Rasse, Religion oder Sprache stattfinden. Keine Person darf aus Palästina nur aufgrund seiner religiösen Überzeugungen ausgegrenzt werden.

Die Vereinten Nationen versuchten sicherzustellen, dass es freien Zugang und Gebet geben wird, als es 1947 die Sache der Palästinenser aufnahm. Die UNO planten die Städte Jerusalem und Bethlehem unter ein „corpus separatum“ zu stellen, einem internationalen heiligen Becken, das weder Teile eines jüdischen noch eines arabischen Staates sein würde. Während die jüdischen Zionisten den Plan akzeptierten, lehnten die Araber ihn ab und zogen in den Krieg, um Israel zu vernichten, sobald es sich im Mai 1948 zu einem unabhängigen Staat erklärte. Bis zum ende des Krieges 1949 beanspruchte Jordanien ganz Bethlehem und die östliche Hälfte Jerusalems, einschließlich der heiligsten Stätten des Judentums für sich, während Israel die westliche Hälfte Jerusalems einnahm.

Das UNO-Corpus Separatum Großjerusalem und Groß-Bethlehems

Die Israelis gaben allen 160.000 Nichtjuden in Israel die Staatsbürgerschaft, aber die Jordanier führten eine ethnische Säuberung von allen Juden westlich des Jordan und ganz Ostjerusalems durch.

Im April 1950 annektierten die Jordanier die Altstadt Jerusalems, Bethlehem und das gesamte Westufer des Jordan in einem Schritt, der von fast der gesamten Welt nicht anerkannt wurde. Die Araber stellten Stacheldraht und Blockaden auf und verhinderten, dass irgendein Jude die Altstadt Jerusalems betrat oder besuchte, einschließlich der heiligen Stätten – der Kotel (Westmauer) und dem jüdischen Tempelberg.

1954 setzten die Jordanier ihr diskriminierendes Progamm fort und gewährten den Menschen der Westbank und Ostjerusalems die Staatsbürgerschaft, ausdrücklich DENEN DIE KEINE JUDEN WAREN:

Diese arabische Politik der Vertreibung, Ausgrenzung und Diskriminierung sollte bis zum 10. Juni 1967 in Kraft bleiben.

So wie die Jordanier Israel 1948 angriffen, sollte es 1967 wieder sein. Und genauso wie Israel bei seinem Unabhängigkeits-Verteidigungskampf 1948/49 mehr Land einnahm, sollte es mehr von dem Land erobern, das ihm durch das Völkerrecht 1922 zugewiesen wurde.

Am Ende des Sechstagekrieges wurden die arabischen Erlasse zur Vertreibung und Ausgrenzung aufgehoben und Juden zogen erneut in ihre heiligste Stadt ein, erbauten die zerstörten Synagogen wieder und nahmen die Gebete an der Kotel wieder auf.

Der Schandfleck der Diskriminierung besteht in Jerusalem allerdings immer noch, da die Regierung Israels die Verwaltungskontrolle über den jüdischen Tempelberg 1967 an die jordanische Waqf übergab; es war der Versuch einen Frieden zu schmieden. Bis heute verbietet die Waqf Juden weiter das Gebet am heiligsten Ort des Judentums.

Am 10. Juni 1967 begann zwar der Prozess des Abbaus der Apartheid in Jerusalem, aber es liegt immer noch ein langer Weg vor uns.

Die Kotel in der Altstadt von Jerusalem (Foto: First One Through)

 

Es gab eine Zeit…

da war der Nahe Osten voller Juden:

Algerien hatte 140.000 Juden.
Algerien, wo sind deine Juden?
Ägypten hatte einmal 75.000 Juden.
Ägypten, wo sind deine Juden?
Syrien, ihr hattet zehntausende JUden.
Wo sind eure Juden?
Irak, ihr hattet mehr als 135.000 Juden.
Wo sind eure Juden?
Wo ist die WAHRE Apartheid?

Palästinensische Apartheid gegen „palästinensische Flüchtlinge“

Elder of Ziyon, 24. Januar 2018

Es scheint so, dass Palästinenser, die immer noch als „Flüchtlinge“ etikettiert werden, Opfer von Apartheid sind – durch das eigene Volk.

Alle Dokumente, die ich sehe, ob sie bei kommunalen und nationalen Wahlen der PA abstimmen dürfen, sind widersprüchlich. Aber keines sagt, dass sie volles Stimmrecht haben

Passia schreibt 2003:

Die Lager in den Palästinensergebieten sind zu Symbolen territorialer Illegitimität geworden; der Grund dafür sind zwei Prozesse, einer von oben und einer von unten. Von oben sind die Lager im Oslo-Prozess unsichtbar. Das neue Kontrollsystem durch Israel teil die Palästinensergebiete in die Areas A, B und C, während die PNA das Land in Flüchtlings- und Nichtflüchtlingsbereiche teilt. Sie schließt die Flüchtlingslager von jeglicher urbanen oder Infrastruktur-Projekten aus. Von Unten sind die Lager heterotopische Orte im Foucault’schen Sinne, abgetrennt von den sozialen und urbanen Gefüge ihrer Viertel. In gewissem Ausmaß ist diese Trennung allmählich erfolgt und ist von den Kommunalwahlen beschleunigt worden, bei denen die Bewohner der Flüchtlingslager vom Wählen ausgeschlossen wurden.

Badil sagt 2005:

Flüchtlinge außerhalb der Lage sind von Abstimmungen zum nationalen Legislativrat und Kommunalwahlen ausgeschlossen, allerdings nehmen Flüchtlinge in Lagern nur an nationalen Wahlen teil.

Es scheint so, dass einige der Gründe, dass „Flüchtlinge“ nicht wählen können, daran liegt, dass ihre „selbsternannten) Lagerleiter nicht wollen, dass ihre Leute abstimmen und behaupten, sie träfen diese Entscheidung für deren Wohl.:

Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat al-Jadida, 29. Juni 2004
„Der Oberste Nationale Rat für den Schutz des Rückkehrrechts verkündete gestern, dass er gegen die Beteiligung der Flüchtlingslager an den Kommunalwahlen ist, die in den Palästinensergebieten stattfinden sollen. Das Komitee rechtfertigt seine Ablehnung als Schutz des einzigartigen Status der Flüchtlingslager im Gazastreifen und der Westbank, angesichts dessen, dass sie Bezeugung des Verbrechens sind, das der Bestzungsstaat an unserer Nation vor 56 Jahren beging. Der Rat warnte vor den Gefahren der Integration der Flüchtlingslager in die städtischen Wohneinheiten.“

Forced Migration sagt ebenfalls, das war eine Entscheidung der Lagerleitung:

In den späten 1990-er Jahren, als die PNA begann über Kommunalwahlen nachzudenken, entschieden palästinensische Flüchtlinge, dass die in Lagern Lebenden nicht daran teilnehmen würden, um den Eindruck zu vermeiden, dass die Lager sich nicht von den Städten und Dörfern der Westbank und des Gazastreifens unterscheiden, d.h. dass die Flüchtlinge angesiedelt seien und keine dauerhafte Lösung mehr benötigen.

Der jüngste Artikel, den ich fand, ist von Ma’an aus dem letzten Jahr:

Bei der UNRWA – der UNO-Organisation, die die rund fünf Millionen palästinensischen Flüchtlinge versorgt – registrierte Flüchtlinge, die in über die Westbank verteilten Flüchtlingslagern leben, sind ebenfalls von den Wahlen ausgeschlossen. Nach Angaben der Palästinenserrechtegruppe Badil ist außerhalb der Lager lebenden palästinensischen Flüchtlingen erlaubt bei nationalen Wahlen zum Legislativrat und bei Kommunalwahlen abzustimmen, während diejenigen, die in den Lagern leben, nur gestattet ist bei nationalen Wahlen abzustimmen.

Zweierlei ist klar: Palästinensische „Flüchtlinge“ haben kein volles Wahlrecht – und die hunderte westlicher Reporter und Think-Tanks, die so schnell vor jeder potenziellen Aushöhlung der israelischen Demokratie zeigen Null Interesse an der Tatsache, dass Palästinenser ihre sogenannten „Flüchtlinge“ mit Geringschätzung behandeln.

Das bezeichnet niemand als „Apartheid“.

Das ist es aber.

Und schlimmer noch: Die sogenannten „Flüchtlinge“ werden in diesem Status gehalten, als Kanonenfutter gegen Israel.

Hat Israel Apartheid in Südafrika unterstützt?

Judean Peoples Front, 7. Dezember 2017

Die wahre Geschichte der Beziehunge
zwischen Israel und Südafrika:

1961: Israel stimmt in der UNO gegen Apartheid
1962: Der Mossad bildet Nelson Mandela in Äthiopien aus.
1964: Golda Meir fordert beim Verfahren in Rivonia Milde für Nelson Mandela
1986: Israel nimmt Führer des ANC und AZPO
zu einem Führungs- und Entwicklungsprogramm in Beit Berl auf.