Gläubige Christen sollten endlich aufwachen und Arafats Endziel erkennen

Jonathan Tobin, Jewish World Review, 7. Januar 2002

Eines der Paradoxe des Nahen Ostens ist, dass einer der ersten wichtigen palästinensisch-arabischen Nationalisten ein Christ war.

Das Buch „Das arabische Erwachen“ von George Antonius war eine der frühesten intellektuellen Ausdrücke des palästinensisch-arabischen Unwillens gegenüber dem Zionismus. Aber Antonius war bei Weitem nicht allein als christlicher Araber, der seine Zukunft eher bei den Ansprüchen der muslimischen Mehrheit der arabischen Welt sah als bei denen des christlichen Westens. Einige mögen diese Ansichten als Schutzmechanismus angenommen haben, aber andere wie Antonius waren entschlossen, bessere Araber als jeder Muslim sein zu wollen.

Andere Christen im Libanon und sogar in Syrien übernahmen einen verbissenen arabischen Nationalismus. Die Gründer der Ba’ath-Partei – eine säkulare arabische Ideologie, deren Anhänger zurzeit Syrien und den Irak in einer Terrorherrschaft halten – waren Christen. Und auch viele der führenden Stimmen der palästinensisch-arabischen Politik und Gewalt sind Christen wie der Terrorchef George Habash und die (PA-)Sprecherin Hanan Ashrawi.

Nur in diesem Zusammenhang der Verbindung säkularer Christen und muslimisch dominierter, nationalistischer Bewegungen kann man verstehen, warum die jährlichen christlichen Festivitäten in Bethlehem in ein Symbol palästinensischer Identität verwandelt werden konnten.

Daher ist die Skepsis über die Notwendigkeit für einen muslimischen Terroristen wie Yassir Arafat von der Autonomiebehörde, die Mitternachtsmesse in Bethlehem besuchen, nicht ganz angebracht. Arafat und sein Propaganda-Leute in der palästinensischen Presse haben ständig Christliche Symbole vereinnahmt, wenn auch nur, um die Juden um so gründlicher um das Erbe ihres Landes bringen und christliche Sympathien im Ausland wecken zu können. In dieser verdrehten Mythologie sind die Juden europäische „Kolonialisten“ in Israel, dessen Ureinwohner die Ahnen der Juden der biblischen Zeiten sind.

Diese boshafte Art des Revisionismus ist durch Generationen von hauptsächlich protestantischen Christen ermuntert worden, Missionaren in dieser Region, die Institutionen wie die Amerikanischen Universitäten in Kairo und Beirut gründeten, die Zentren des Arabismus und der Feindschaft gegenüber dem Zionismus sind.

Zeitgleich haben die Palästinenser den christlichen Heiland als den ersten Palästinenser und die Palästinenser als moderne Verkörperung des gekreuzigten Messias dargestellt, ein weiterer, noch bedrohlicherer Trend ist in der Region eingetreten: die massenhafte Dezimierung und Entvölkerung der christlich-arabischen Gemeinschaften in arabischem Land.

Der Untergang der christlichen Araber

Im Libanon war der Untergang der christlichen Maroniten, die früher die Platzhirsche waren, vielleicht unvermeidbar. Nie willens, sich ganz mit dem jüdischen Staat zu verbünden, rührten die Maroniten keinen Finger zur Unterstützung von Israels fehlgeleiteter Intervention von 1982 (außer um ihre Rechnung mit den Palästinensern zu begleichen und Israel die Verantwortung zuschieben zu lassen) und hatten sich mit Unbehagen auf ihren Platz unter syrischer Herrschaft begeben. Auch nach der Wiederbelebung Beiruts nach dem Ende des langen libanesischen Bürgerkriegs schrumpft der christliche Libanon.

Sogar noch dramatischer ist der Zusammenbruch der christlich-arabischen Gesellschaft unter der Herrschaft Arafats, nachdem Israel große Teile von Judäa und Samaria an die Autonomiebehörde übergab.

Die muslimisch dominierte PA hat den Christen das Leben unangenehm gemacht. Und der Aufstieg von Hamas und Islamischer Jihad – islamischer Fundamentalisten, die gleichzeitig Rivalen und Verbündete der PA und ihrer terroristischen Kräfte sind – hat Zweifel am dauerhaften Überleben der palästinensischen Christen geweckt.

Gegenden, in denen christliche Araber bis vor Kurzem in der Mehrheit waren, wie in Bethlehem und den es umgebenden Dörfern, sind heute mehrheitlich muslimisch. Tausende emigrieren weiter nach Lateinamerika und in die Vereinigten Staaten, wo viele als lautstarke Sprecher gegen Israeldienen.

Christen haben am stärksten unter der mafiösen Herrschaft von Arafats Kleptokratie gelitten. Das ruft starke Erinnerungen daran wach, was im Südlibanon vorging, bevor Israel die PLO 1982 aus dieser Region vertrieb. Wie im Libanon ist Gewalt gegen Christen, besonders christliche Frauen, tritt beständig auf und wird offensichtlich von den palästinensischen Führern nicht missbilligt, die es ablehnen, die Tanzim- und Fatah-„Aktivisten“, die gewalttätiger Verbrechen beschuldigt worden sind, in ihre Schranken zu weisen.

Es mag sein, dass dies eher zur Lebenspraxis an einem Ort gehört, der weniger von Recht und Gesetz hält als von religiöser Diskriminierung, aber das ist in solchen Gesellschaften immer das Schicksal religiöser Minderheiten. Dhimmi, die klassische Studie des Lebens religiöser Minderheiten unter muslimischer Herrschaft von 1985 durch die Historikerin Bat Ye’or, betonte dieses Paradox. Obwohl der palästinensische Nationalismus grundsätzlich säkular ist, bietet das Leben den Christen unter seiner Herrschaft denselben Status wie unter dem klassischen Islam: ein Leben als minderwertige, wenn auch beschützte, Minderheit. In ihrem neuesten Buch, „Islam und Dhimmi: Wo Zivilisationen zusammen stoßen“, fügt Ye’or neue Einsichten in dieses Konzept hinzu und wie die Verwestlichung der islamischen Welt zum Gefühl der Frustration der Muslime beigetragen hat, die von der Anwesenheit eines Staates mit jüdischer Mehrheit im Nahen Osten erbost sind.

Angesichts ihres gemeinsamen Status als Minderheiten in einer überwältigend muslimisch dominierten Region, könnte man erwarten, dass die christlichen Araber einige Gemeinsamkeiten mit den Juden und Israel finden. Aber die traditionelle Antipathie der östlichen Christenheit gegenüber dem Judentum, in Kombination mit der vergeblichen Hoffnung auf Assimilation in die arabische Welt, haben diese Möglichkeit ausgeschlossen.

All dies hat uns zu dem seltsamen Punkt geführt, an dem christliche Araber gleichzeitig aus den Palästinenser-Gebieten verdrängt werden und trotzdem als einige der grausamsten Feinde Israels dienen.

Amerikanische Christen und Israel

Gleich kurios sind die genauso unterschiedlichen Gefühle der amerikanischen Christen gegenüber den Fragen des Nahen Ostens.

Die meisten amerikanischen Christen sind einfach desinteressiert am Schicksal ihrer Glaubensgenossen in der arabischen Welt. Während Gefahren, denen Juden im Ausland ausgesetzt sind, eine Quelle politischen Aktivismus, Menschenliebe und aufrichtige Besorgnis um amerikanische Juden geworden sind, ist die Lage von Christen in Israel und den arabischen Ländern nicht gerade etwas, das die über 90 Prozent der Amerikaner, die sich den christlichen Konfessionen zurechnen, besonders aufregt.

Gleichzeitig – und obwohl Arafat hofft und Israel fürchtet, dass dieser christliche Symbolismus bei Amerikanern Widerhall findet – ist es sehr zweifelhaft, dass irgendjemand in den USA sich sonderlich dafür interessiert. Trotz der amerikanisch-jüdischen Paranoia zu Antisemitismus sind jetzt gläubige Christen der Rückhalt der amerikanischen Unterstützung für Israel.

Die jüngsten Stellungnahmen des Papstes und die Furcht des Vatikans um die Sicherheit der arabischen Christen haben zu einer Politik geführt, die Israel aus der Fassung bringt. Aber die Ablehnung antisemitischer Lehren durch die katholische Kirche steht im Gegensatz zu einigen der weniger aufgeklärten Reden, die in christlichen Gemeinschaften des Ostens aufgetaucht ist. Und während liberale protestantische Denominationen Sympathien für den arabischen Nationalismus hegen und dem Zionismus feindlich gesinnt sind, ist es mit konservativeren, evangelikalen christlichen Protestanten genau umgekehrt, von denen viele Israels größte Fans sind.

Ironischerweise stehen amerikanische Christen wie auch israelische Juden verwirrt neben der fortgesetzten Zerstörung des christlichen Palästina. Anstatt die Nähe Israels und die Möglichkeiten der Hilfe aus den Vereinigten Staaten als Druckmittel zur Lockerung der muslimischen Unterdrückung zu nutzen, scheinen arabische Christen nicht in der Lage zu sein, zu ihrer eigenen Verteidigung zu sprechen, besonders, wenn es Israel einen Vorteil bringen könnte.

Die Christen „Palästinas“ sind dazu bestimmt, dass ihr Lebensstil durch genau die Sache zunichte gemacht wird, für deren Vorankommen sie so viel getan haben.

Das ist die Ironie der religiösen Kriege, die diese unglückliche Gemeinschaft blind gemacht haben für ihre wichtigsten eigenen Interessen.

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Ergänzung (e-mail-Nachricht über IMRA vom 26.12.2001)

PALESTINIAN MEDIA WATCH
59 King George Ave., Jerusalem, Israel

Christliches Leiden unter der palästinensischen Autonomiebehörde

Als Service für unsere Abonnenten haben wir einen Artikel übersetzt, der gestern in der hebräischen Tageszeitung Ma’ariv erschien und die Furcht und Unterdrückung beschreibt, unter der Christen in der Autonomie leben und die dazu führt, dass viele von ihnen Bethlehem verlassen.
Es folgen Auszüge aus dem von Hanan Shlein geschriebenen Artikel (vom 24.12.2001):

Machen Sie keinen Fehler – Arafats Bestehen darauf, dass er „notfalls zu Fuß“ zur Mitternachtsmesse in Bethlehem gehen würde, falls Israel ihm nicht erlaubt nach Ramallah aufzubrechen, spricht nicht unbedingt für eine große Liebe zwischen Moslems und Christen in den von der PA kontrollierten Gebieten. In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall. Die Christen leiden schon stark darunter, dass sie in PA-Gebiet leben, was aus dem deutlich wurde, was während der Feuerwechsel zwischen Palästinensern in der christlichen Stadt Beit Jala und IDF-Soldaten im Jerusalemer Stadtteil Gilo durchsickerte. Auf der Höhe der Kämpfe wurden die Christen von Beit Jala besonders schmerzlich umarmt: Tanzim-Aktivisten – natürlich Muslime – suchten sich ihre Feuerstellungen so nahe wie möglich an religiösen christlichen Einrichtungen. Die Christen verstanden die List sofort: eine kleine Abweichung des israelischen Vergeltungsfeuers auf Beit Jala würde genügen um die christlichen Institutionen oder Häuser zu beschädigen. In einem solchen Fall würde Israel schwerwiegende Reaktionen der Christen in aller Welt erhalten und es gäbe einen doppelten Gewinn: Gilo wie auch die Beziehungen Israels mit dem internationalen Christentum wären schwer angeschlagen.

Ein Einwohner Beit Jalas erinnert sich traurig: „Wir wurden von den Muslimen in Bethlehem ständig gedemütigt. Wir Christen machten einmal 50% der Bevölkerung der Stadt aus. Heute sind wir vielleicht 20%. Jeder, der es sich leisten konnte, ging fort.“

Aus Angst um ihre Sicherheit sind christliche Sprecher nicht glücklich, mit Namen genannt zu werden, wenn sie sich über die Behandlung durch die Muslime beschweren. Vertraulich erzählen sie von den Belästigungen und den Terror-Taktiken, hauptsächlich von Schlägertrupps, die plünderten und Christen, wie auch ihr Eigentum ausraubten – unter dem Schutz der palästinensischen Sicherheitskräfte.

Die Beziehungen zwischen Muslimen und Christen verschlechterten sich nach dem Abzug der israelischen Armee aus Bethlehem. Damals kamen PA-Sicherheitskräfte, alles Muslime, herein und die Empfindungen und Frustrationen auf Seiten der Muslime wurden in Aktionen umgesetzt. In Israel kamen Beschwerden von Christen über die Beschädigungen von Kirchen und das Zerschlagen von Kreuzen an, die ohne echte Vorbeuge-Maßnahmen durch die lokale Polizei stattfanden. Zusätzlich begann die (körperliche) Belästigung von Christen, die ihren Höhepunkt erreichte, als Muslime christliche junge Mädchen aus Beit Sahur sexuell belästigten… [heplev: andere Quellen sprechen sogar von sexuellen Nötigungen bis Vergewaltigungen.]

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Ethnische Säuberung auf palästinensische Art

Joseph Farah, The Jewish Press, 7. Januar 2004

Man sah die Bilder Weihnachten im Fernsehen – israelische Soldaten, die durch Jerusalem patrouillierten. Man hörte, wie die Juden für die Unruhe in der Stadt Davids, dem Geburtsort von Jesus, verantwortlich gemacht wurden.

Diese Kolumne beschäftigt sich mit dem, was man in diesen, zu einer Art alljährlichem journalistischen Ritual gewordenen Berichten nicht sah oder hörte.

Die christliche Bevölkerung der Palästinensischen Autonomie, die einmal 20 Prozent der Region stellte, ist auf unter zweieinhalb Prozent gefallen.

Es leben weniger als 50.000 christliche Araber innerhalb der PA. 1948 war Bethlehem zu 80 Prozent christlich. Heute ist es zu 80 Prozent muslimisch. Wo gehen sie hin?

Sind Sie auf einen Schock gefasst?

Viele von ihnen ziehen das Leben in Israel dem unter der Herrschaft Arafats und seiner Freunde in der Hamas und dem Islamischen Jihad vor. Tatsächlich wäre das Leben so ziemlich überall besser und wer die Möglichkeit dazu hat, der geht weg.

Diese massive Ausstellung ethnischer Säuberungen und Bevölkerungsbewegung ist von der Palästinensischen Autonomiebehörde total verschleiert und von den internationalen Medien vertuscht worden. Schlimmer noch: sie wurde Israel angelastet. Aber Christen, die aus dem Heiligen Land fliehen, wissen, warum sie fort gehen. Man muss sie nur fragen. Es begann vor langer Zeit. Ich weiß es, denn meine Großeltern flohen in die Sicherheit, den Schutz und die Freiheit Amerikas.

Christen im Nahen Osten wissen sehr gut, wer ihr Feind ist. Sie wissen, warum sie unterdrückt werden. Sie wissen, wer sie angreift. Sie wissen, wer sie besetzt. Und es ist nicht Israel.

Hier sind die Fakten. Rund 2 Millionen Christen sind in den letzten 20 Jahren aus dem Nahen Osten geflohen. Manche Schätzungen liegen deutlich höher. Seit Arafat die Verwaltung der Palästinenser-Gebiete von Israel übernahm, ist die christliche Bevölkerung von 15 auf 2 Prozent gefallen. Sie werden fort getrieben. Sie werden ermordet. Sie werden vergewaltigt. Sie werden systematisch verfolgt. Sie werden belästigt. Sie werden eingeschüchtert.

So ist jetzt das Leben für Christen in Bethlehem und andere ehemals christliche Städte in der West Bank. Stellen Sie sich nur einmal vor, wie es sein wird, wenn Palästina ein richtiger Staat wird. Wenn diese Leute vor der israelischen Besatzung fliehen würden, warum gingen sie dann weg, nachdem die Israelis weg gingen? Das macht keinen Sinn. Israel hat den Exodus der Christen aus dem Nahen Osten nur auf eine Weise unterstützt: dadurch, dass es sich aus den Gebieten von Judäa, Samaria, Gaza, dem Südlibanon und anderen zurückzog. Als Israel diese Gebiete verwaltete, lebten christliche Araber in Schutz und Sicherheit.

Die Wahrheit ist, dass die christliche Bevölkerung Israels sich seit 1948 mehr als vervierfacht hat. Warum? Weil Israel Religionsfreiheit garantiert – währen die Palästinensische Autonomiebehörde eine offizielle Religion bietet, den Islam.

Was in der PA passiert ist: die schützende Hand Israels ist weggenommen worden und Arafat und der PA ist mehr und mehr Autonomie gegeben worden, ihr eigenes Land zu beherrschen.

Frage: Was ist schlimmer, als wegen seines Glaubens drangsaliert, belästigt, eingeschüchtert und verfolgt zu werden?

Antwort: Wegen seines Glaubens drangsaliert, belästigt, eingeschüchtert und verfolgt zu werden – und zusehen zu müssen, wie diejenigen, die diese Verbrechen begehen, andere dafür verantwortlich machen.

Es ist Zeit, dass die ganze Welt den Mini-Holocaust erkennt, der an den Christen des Nahen Ostens verübt wird. Es ist Zeit, die dieser Gräuel Schuldigen zu bestrafen – besonders die, die die Verantwortung für die Palästinensische Autonomiebehörde haben. Sie dürfen nicht mit einem eigenen Staat belohnt werden.

Israelisch-arabische Christen gehen in Haifa zu einem ungewöhnlichen Protest auf die Straße

TLV1, 5. August 2014

Vorbemerkung Robert Spencer:
Das ist eine überaus positive Entwicklung. Obwohl Juden und Christen unter islamischem Recht dasselbe Schicksal teilen – Unterwerfung als Dhimmis und Verweigerung von Grundrechten – haben die unglückliche Geschichte des christlichen Antisemitismus und die beinahe universale Realität des islamischen Jihad unter zahllosen weiteren Faktoren die Formierung jeglicher groß angelegter Bemühungen zur Zusammenarbeit verhindert. Die arabische nationalistische Bewegung, die heute fast im Sterben liegt, aber vor nur wenigen Jahren die dominierende Ideologie des Nahen Ostens war, vereinnahmte auch die Arabisch sprechenden Christen beim Nachplappern der islamisch-herrenmenschlichen Agenda über eine „gemeinsame arabische Identität“. Freiheit Liebende mögen hoffen, dass die üble Idee, der Aggressor und die Unterdrückten hätten gemeinsame Interessen, für immer der Mülltonne der Geschichte übergeben wird und dass Demonstrationen wie diese der Anfang von viel mehr jüdisch-christlicher Zusammenarbeit zur Verteidigung der Freiheit sein werden.

Eine Gruppe israelisch-arabischer Christen marschierte gestern Abend in Haifa gegen die Verfolgung von christlichen Arabern in der Welt, gegen radikal-islamistische islamische Organisationen wie der Hamas und zugunsten der Militäroperation Israels. Lissy Kaufmann von TFV1 war dort.

Eine Gruppe Araber versammelte sich Sonntagabend auf dem UNESCO-Platz in Haifa und schwenkte israelische Flaggen. Moment – Araber? Nun, die Sprache, die zumeist zu hören war, war in der Tat Arabisch. Doch wenn man fragte, wer sie waren, sagten die Protestierenden etwas völlig anderes:

Ich bin kein Araber, denn ich bin Christ und ich glaube nicht, dass man gleichzeitig Araber und Christ sein kann. Araber sind meiner Meinung nach Muslime. Sie sorgten dafür, dass wir vergaßen, wer wir waren, unsere Identität vergaßen. Ich bin Israeli, ich bin Christ und das ist alles.

Ich bin Israeli, ich bin Christ und ich bin Israeli, also unterstütze ich Israel. Ich lebe hier in Israel und dies ist mein Land.

Ja, ja, ich bin Christ und Israeli und stolz darauf. Nein, überhaupt nicht, du beleidigst mich gerade, denn ich betrachte mich als … Ich spüre, dass ich in zwei Monaten zur Armee gehen werde. Und ich bin die Sorte Mensch, die alles für den eigenen Staat tut – das ist alles.

Die Menschen, die auf dem UNESCO-Platz in Haifa zusammenkamen, sind christliche Israelis. Sie schwenkten nicht nur israelische Flaggen, sondern auch die gelb-weiße Flagge des Vatikan. Sie haben sich von der arabischen Bevölkerung und deren Protesten gegen den Krieg in den letzten Wochen distanziert. Diese rund 100 Menschen protestierten gegen die Verfolgung von Christen im Nahen Osten, so in Syrien und im Irak. Einige von ihnen hielten Transparente, die fragten, warum die UNO und der Westen die Augen davor verschließen.

Der Protest richtete sich auch gegen die Hamas. Shadi Khalloul kann erklären warum. Er ist der Sprecher des Forum für die Rekrutierung von Christen, das versucht mehr Christen davon zu überzeugen in der IDF zu dienen. Er war auch einer der Organisatoren des Protests.

Du kannst nicht nur für Christen im Irak und Syrien protestieren und ignorieren, was dir hier, in unserem Land geschieht. Du kannst sehen, wo wir im Krieg waren. Würden wir das ignorieren, die getöteten Soldaten, die getöteten Zivilisten, die vom selben Terror umgebracht wurden, dann würden wir nicht den gerechten Weg gehen, dass wir daran glauben, dass Terror derselbe Terror ist, der dieselben Menschen tötet, dass die Hamas dieselbe Ideologie hat wie al-Qaida, wie Hisbollah und sie akzeptieren niemanden, der anders ist als sie.

Die religiöse Unterstützung kam von Vater Gabriel Nadav, einem Priester aus Nazareth, der auch zusammen mit der Menge betete. Vater Nadav kann nicht mehr ohne Leibwächter aus dem Haus gehen. Viele Menschen, einschließlich solcher aus seiner Heimatstadt Nazareth, opponieren vehement gegen seine Meinung, Christen seien keine Araber, dass sie der jüdischen Religion näher stehen und dass es gut für sie ist in der IDF zu dienen.

Eine der jungen Christinnen, der bald in die Armee gehen wird, ist die 17-jährige Jennifer, die mit der israelischen Flagge vorbeifahrenden Autos zuwinkt und „Hamas weg“ ruft. Ein großes christliches Kreuz hängt an ihrer Halskette. Von allen Ländern des Nahen Ostens kann sie nur in Israel leben wie sie es will, nur hier wird ihr freie Religionsausübung garantiert und das ist ein Grund dankbar zu sein, sagt sie:

Es ist sehr wichtig, denn wir sind hier Christen, wir sind hier sicher. Ich sterbe hier nicht, sie töten mich nicht und das Dank Israel.

Es waren auch jüdische Israelis bei dem christlichen Prozess anwesend. Shadi Khalloul rief den jungen Leuten des Likud, die seinen Überzeugungen am nächsten zu stehen scheinen, zu, sie sollten sich ihm und seinen Leuten anschließen. Der 27-jährige Gal, ein Student aus Haifa, ist einer der Juden, die teilnahmen. Er glaubt, dass Israel sich demselben Problem des islamischen Fundamentalismus gegenüber sieht wie der Irak.

Wir kamen hierher, um Solidarität mit den Christen zu zeigen, die gegen das ethnische Schlachten im Irak demonstrieren, das von der Organisation ISIS begangen wird. Wir glauben, das ist dort dasselbe wie hier.

Juden und Christen, die gemeinsam für den Staat Israel und zugunsten des andauernden Krieges demonstrieren, das fühlt sich wie eine Revolution an. Viele Christen, sagt Shadi, denken so. Doch sie haben Angst sich gegen die arabisch-muslimische Bevölkerung zu äußern. Shadi weiß, dass seine Gruppe immer noch eine Minderheit ist und dass viele aus der arabischen Gemeinschaft seine Arbeit nicht schätzen. Das ist einer der Gründe, dass er eine Waffe trägt. Er sagt, dass er sie trägt seit er vor 16 Jahren aus der Armee ausschied, weil viele Menschen seine Entscheidung nicht mochten freiwillig in der IDF zu dienen. Doch die christliche Gemeinschaft wird nicht nur von Muslimen angegriffen, sondern auch von Juden. Vor ein paar Monaten wurde Shadis Dorf Gush Haav von radikalen, rechtsgerichteten Juden angegriffen, die auch das Haus seiner Familie besprühten. Doch selbst das lässt ihn seine Meinung nicht ändern:

Sie repräsentieren nicht die gesamte jüdische Bevölkerung, die meisten unterstützen uns und die Regierung repräsentiert die Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung für die Christen in Israel und erlässt viele Gesetze zum Schutz der Bevölkerung, um ihnen mehr Rechte und Freiheiten im Staat zu geben.

Lissy Kaufmann für TLV1.

Christus am Checkpoint-Konferenz: Werbung für Delegitimisierung, nicht für Versöhnung

Dan Calic, The American Thinker, 15. März 2014

Vom 10. bis 14. März wurde die dritte „Christ at the Checkpoint“-Konferenz in Bethelehm begangen. 2010 initiiert, ist dies eine Zusammenkunft Hunderter christlicher Leiter aus aller Welt. Viel wurde über die Konferenz diskutiert, was ihre Ausgewogenheit oder sollten wir sagen: deren Fehlen angeht. In der Tat legt schon der Name der Konferenz nahe, dass Jesus, würde er heute leben, Verhören durch israelische Sicherheitskräfte unterzogen würde. Er legt auch nahe, dass Jesus kein Jude, sondern „Palästinenser“ sei. Während sein Status für viele zur Debatte steht, gibt es keinerlei Beweise, die nahe legen, er sei „palästinensisch“. Das ist Teil eines fortgesetzten Versuchs der Organisatoren die Geschichte umzuschreiben.

Ungeachtet hochtrabender Worte wie „Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung“, die zum Teil für die Beschreibung ihrer Ziele benutzt werde, ignoriert die Konferenz Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen Terrorismus und konzentriert sich einzig auf das „leidende palästinensische Volk“.

Eine weitere Bemühung die Geschichte umzuschreiben ist ihre Förderung der „palästinensischen Kirche“ und der „uralten Nation des palästinensischen Volks“. Theologen müssen nur einen Blick in die Bibel werfen, der zu folgen sie behaupten, um zu wissen, dass es keine solche „Kirche“ oder „uralte Nation“ gibt. Die „Palästinenser“ sind Araber, die Yassir Arafat 1967 als solche umbenannte, um ein einzigartiges ethnisches und kulturelles Erbe zu erfinden.

Das Manifest der Konferenz beinhaltet mehrere Punkte, die einer genaueren Untersuchung bedürfen. Zum Beispiel:

5. „Jeder Exklusivanspruch auf das Land der Bibel im Namen Gottes stimmt nicht mit der Lehre der Schrift überein.“ Mit anderen Worten: Es ist inakzeptabel die Bibel für die Bestätigung zu nutzen, wem das Land gegeben wurde. Was nehmen Christen als Grundlage ihrer Lehre? Die Bibel. Doch diese Konferenz sagt, sie kann nicht genutzt werden, wenn sie die Rechtmäßigkeit des Besitzes des Landes bestätigt. Warum? Man muss zu dem Schluss kommen, dass sie wissen, dass die Bibel bestätigt, das Gott das Land den Juden gab. Damit wird die Bibel zu einer unbequemen Wahrheit. Mit einem Wort: Das ist heuchlerisch.

9. „Für palästinensische Christen ist die ‚Besatzung‘ das Kernproblem des Konflikts.“ Diese Äußerung ignoriert die „Kern“-Frage, die aus Zweierlei besteht: Die Weigerung der arabischen Welt Israels Existenzrecht anzuerkennen und die Notwendigkeit, dass Israel sich vor Terror und den Versuchen es zu vernichten schützt. In der Tat wurden so viele Terroranschläge gegen unschuldige israelische Zivilisten lanciert, dass eine Mauer errichtet werden musste, um sich gegen die ständigen Anschläge zu schützen. Seit 1948 sind mehr als 3.900 Zivilisten von arabischen Terroristen getötet worden. Doch statt diese Realität anzuerkennen, ziehen es die Organisatoren der Konferenz vor die Mauer als [Rassen]- „Trennung“ oder „Apartheidmauer“ zu bezeichnen, ein offensichtlicher Versuch Israel als eifernd und rassistisch zu brandmarken. Eine ehrliche Äußerung würde auf Israels Bedarf an Sicherheit verweisen.

12. „Christen müssen den globalen Zusammenhang des Aufstiegs des extremistischen Islam verstehen.“ Mit anderen Worten: Die christlichen Organisatoren und Teilnehmer sollten einfühlsam dafür sein, warum der fundamentale Islam angeschwollen ist? Das Ziel des fundamentalen Islam ist die Vernichtung der Juden und der Christen. Warum sollte eine Konferenz von „Christen“ Empathie für ein solches Ziel vorschlagen?

Teil des Grundes ist, dass den meisten Menschen, besonders außerhalb der Region, nicht bewusst ist, dass viele der arabischen palästinensischen Christen arabische Muslime als ihre „Brüder“ im Kampf um „bewaffneten Widerstand“ gegen Israel betrachten. Das legt nahe, dass ihre materiellen Ziele wichtiger sind als ihr Glaube, der einer fundamentalen christlichen Lehre widerspricht.

In der Tat ist einer der Organisatoren und Redner der Konferenz, Sami Awad, Gründer des Holy Land Trust, damit zitiert worden, dass er sagte, nicht gewalttätige Demonstrationen seien „kein Ersatz für den bewaffneten Kampf“. Außerdem ignorieren sie bequemerweise die Tatsache, dass Schikanen durch arabische Muslime die Hauptursache des enormen Bevölkerungsrückgangs der arabischen Christen in Bethlehem, Nazareth usw. ist. Sie sollen Sie Glauben machen, dass es Israels Fehler ist, während die bekannte Tatsache so aussieht, dass Muslime im gesamten Nahen Osten und darüber hinaus Christen verfolgen.

Ein weiterer Versuch die Geschichte umzuschreiben, fand auf der Konferenz von 2012 statt. Nur, dass in diesem Fall das Opfer der Neuschreibung der Geschichte die Bibel war. Jack Sara, Präsident des Bethlehem Bible College und Gastgeber der Konferenz, änderte Hesekiel 37 ab. Dabei handelt es sich um eine gut bekannte Stelle der jüdischen Bibel, die sich auf das Haus Israel bezieht. Hier ist das, was Sara sagte (S. 43):

Die Hand des Herrn legte sich auf mich und der Herr brachte mich im Geist hinaus und versetzte mich mitten in die [Westbank – Bethlehem, Jenin und Salvit und Nablus und Ramallah.]**
Sie war voll von Gebeinen… Er fragte mich: Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden? [Kann das palästinensische Volk leben?]**
Da sagte er zu mir: Sprich als Prophet über diese Gebeine und sag zu ihnen: Ihr ausgetrockneten Gebeine, hört das Wort des Herrn!…

(** Die Worte in den eckigen Klammer wurden von Sara hinzugefügt und stehen nicht in der Bibel.)

Ein Blick auf die Redner der Konferenz ist ebenfalls verräterisch. Die Organisatoren sagten, alle Gesichtspunkte seien eingeschlossen. Doch die Liste der 34 vorgesehenen Redner und ihre Aufzeichnungen bestätigen die eklatante Unausgewogenheit der Konferenz. 32 der Redner sind als Kritiker Israels und Anhänger der Ersetzungstheologie bekannt. Wenn die Organisatoren Ausgewogenheit der Meinungen behaupten wollen, müssen sie auch glauben der Mond sei aus Käse gemacht.

Auch ein vor kurzem veröffentlichter NGO-Bericht bestätigt, dass die Regierungen der USA, Großbritanniens und der Niederland der Konferenz und Sami Awads Holy Land Trust Geldmittel gespendet haben. Dass die US-Regierung antiisraelischen theologischen Bemühungen Gelder spendet, wird den Konflikt nur weiter anheizen statt ihn zu lösen.

Wenn die Organisatoren der Konferenz wirklich Verständnis fördern wollen, könne sie damit beginnen, dass sie ihr einen etwas weniger hetzerischen Namen geben, aufhören ihre Bibel zu verbieten, wenn die ihnen ungelegen kommt und bezüglich Israels Bedürfnis nach Sicherheit ehrlich sind. Vielleicht gibt es dann eine Chance für echte „Frieden, Gerechtigkeit und Aussöhnung“.

Arabische Christen: Israel ist der einzige Staat, für den es sich zu kämpfen lohnt

Ryan Jones, Balfour Post, 3. Juli 2013

Arabisch-christliche Einwohner von Nazareth, die stolz in der israelischen Armee dienen und ihre Kinder ermutigen das auch zu tun, werden zunehmend angegriffen und Israel beginnt davon Notiz zu nehmen und ihnen zu Hilfe zu kommen.

Seit inzwischen einigen Jahren ist eine Gruppe Christen aus Nazareth, die Offiziere in der israelischen Armee sind, aktiv junge örtliche Araber rekrutiert, um ihrem Beispiel zu folgen und dem jüdischen Staat zu dienen.

Er selbst ist zwar kein Offizier, aber eine der wichtigsten Persönlichkeiten in dieser Bewegung ist der griechisch-orthodoxe Priester Gabriel Nadaf. Letzten Monat drohte der griechisch-orthodoxe Patriarch in Jerusalem aufgrund von Forderungen muslimisch-arabischer Knesset-Miglieder, Nadaf zu feuern. Die israelische Justizministerin Tzipi Livni und Innenminister Gideon Sa’ar riefen sofort den Priester an, um ihre Unterstützung zu übermitteln und ihre Hilfe anzubieten.

Am Mittwoch kündigte Israels Büro des Generalstaatsanwalts, es habe eine Ermittlung zu den Aktivitäten der muslimischen Knessetabgeordneten eröffnet, die auf Nadafs Entlassung drängten. „Es ist inakzeptabel, dass arabische Abgeordnete glauben, sie könnten trojanische Pferde in der Knesset sein und Hetzbriefe gegen einen christlichen Priester verschicken, der junge Christen ermutigt Soldaten in der IDF zu werden“, sagte Likud-MK Miri Regev während einer Anhörung des innenpolitischen Ausschusses der Knesset zu der Sache.

Viele arabische Politiker begehren vehement gegen die Mitwirkung von Arabern am israelischen nationalen Dienst; sie haben Angst, das werde die Existenz des jüdischen Staates legitimieren (der ihnen ihre Gehälter zahlt).

Derweil werden die pro-israelischen arabischen Christen von Nazareth zunehmend mutiger in ihrer Haltung und wagten letzten Monat sogar eine öffentliche Versammlung abzuhalten, um auf die Leistungen ihres neuen Forums anzustoßen, dessen Ziel es ist mehr junge Araber zu überzeugen in die Armee zu gehen, wie Israels Zeitung Ma’ariv berichtet.

„Wir entschieden uns die Konferenz abzuhalten, um zu demonstrieren, dass uns nichts abhalten wird“, sagte Sprecher Moran Khaloul der Zeitung. „Wir leben nicht in Syrien, wo Christen nicht reden dürfen … oder im Irak, wo Kirchen bombardiert werden. Wir leben in einem jüdischen Staat, der demokratisch und frei ist. Als israelische Christen betrachten wir uns als Teil dieses Staates und nicht als Teil derer, die gegen ihn sind.“

Khaloul sagte, bisher waren viele in der Gemeinschaft zu verängstigt, um sich zu äußern; doch das sollte sich ändern. Viele bezeichnen sich jetzt sogar offen als „israelische Christen“. Ali, ein Organisator des Forums, merkte an, dass die örtlichen Araber sehen, was im gesamten Nahen Osten geschieht und erkennen, dass Israel der einzige Ort in der Region ist, an dem Christen sich sicher und dazu gehörig fühlen können. „Das ist der Grund, warum mehr und mehr von uns erkennen, dass es hier kein anderes Land gibt, für das es sich zu kämpfen lohnt“, fügte er hinzu.

Manche gehen in ihrer Argumentation in die Armee des jüdischen Staates einzutreten noch tiefer. Henry Zahav, ein Zwölftklässler, der in die IDF gehen möchte, gab heute Morgen Antwort, als er von Ma’ariv gefragt wurde, warum er diese Entscheidung traf: „Letztlich sind wir aus religiöser Sicht eins. Jesus war Jude, seine Mutter war eine Jüdin und seine 12 Jünger waren Juden.“

Bethlehems letzte Christen?

Op-ed: Welt, Kirchen schweigen angesichts islamischer Verfolgung palästinensischer Christen

Giulio Meotti, YNet, 28. April 2012

Der Nachrichtensprecher-Veteran Bob Simon von CBS News berichtete gerade von den palästinensischen Christen; er klagte Israels „Besatzung“ als verantwortlich für ihr dramatisches Verschwinden an. Die Story von 60 Minutes verursachte Israel enormen PR-Schaden.

Doch von den westlichen Medien weitgehend ignoriert findet in den Palästinensergebieten eine systematische muslimische Kampagne der Verfolgung der Christen statt. Es ist ein Feldzug zur religiösen und ethnischen Säuberung, der von Weltkirchen totgeschwiegen wird.

Christen sind lange die Vorreiter des arabischen Nationalismus gewesen. Der prominenteste palästinensische Intellektuelle war ein Christ, Edward Said. Der Propagandabegriff „Nakba“ stammt aus der Feder eines Christen, Constantin Zureiq. Der Terrorist George Habasch war ein Christ, ebenso Yassir Arafats Ehefrau. Azmi Bishara, der arabische Knesset-Abgeordnete, der Geheiminformationen an die Hisbollah durchsickern ließ, kommt aus einer christlichen Mittelstandsfamilie in Nazareth.

Seit der ersten Intifada schufen palästinensische Christen eine muslimisch-christliche Einheit, um Israel als den Aggressor, Kolonisator und Eindringling darzustellen. Sie glaubten, dass die islamisch-christliche Front gegen den Zionismus helfen würde, ihre Position in der arabischen Welt zu sichern. In der Tat sind arabische Christen und besonders ihr judeophobischer Klerus Teil der Avantgarde im Kampf zur Vernichtung Israels gewesen. Es handelte sich um eine politische Operation, die auch dazu diente, die von der PLO und den islamischen Gruppen an Christen verübten Verbrechen zu verdecken: Zwangsehen, Übertritte zum Islam, Prügel, Landraub, Brandanschläge, Wirtschaftsboykott, Folter, Entführungen, sexuelle Belästigung und Erpressung.

Das jüngste Opfer ist die Baptistische Kirche in Bethlehem, die von der PA gerade für illegitim erklärt wurde, weil die Versöhnungsbotschaft der US-Kirche der von Hass erfüllten Propaganda komplett widerspricht, die die palästinensische Gesellschaft durchzieht. Arabische Christen werden verpflichtet dauernd Kompromisse zu machen, Angst davor zu haben das eigene Leiden zu erwähnen, weil sie Furcht haben die muslimischen Autoritäten zu erzürnen. Bald darauf wurde das Thema sogar im Westen zum Tabu.

Als Ayaan Hirsi Ali die Newsweek-Coverstory zur Verfolgung von Christen unter dem Islam schrieb, erwähnte sie die Palästinensergebiete nicht, wo der Anteil der Christen von 15% der Bevölkerung im Jahr 1950 auf heute gerade einmal 2% fiel. Da die PA es ablehnt genaue Zahlen zu liefern, ist das wahre Ausmaß der christlichen Auswanderung nicht bekannt.

Brandanschläge auf christliche Geschäfte

Wie der CBS-Bericht zeigt, sind palästinensische Christen heute gezwungen ihre Stimme gegen die „israelische Besatzung“ zu erheben, weil ihr Schweigen, wenn sie das nicht tun, von den Muslimen als pro-israelisch empfunden wird. Christliche Leiter erwähnen die Tatsache nicht, dass sie am meisten durch die mafiaartige Herrschaft der Kleptokratie Yassir Arafats gelitten haben, dass Parolen wie „Der Islam wird siegen“ und „Zuerst die Samstags-Leute, dann die Sonntags-Leute“ auf ihre Kirchen gemalt und dass PLO-Flaggen über Kreuzen drapiert wurden.

Nach dem Krieg von 1948 litten die christlichen Gemeinden in der Westbank am stärksten, nicht unter „Israels Besatzung“, sondern weil muslimische Flüchtlinge von der arabischen Führung zynisch mitten unter ihnen angesiedelt wurden. Ramallah war vor dem Krieg zu 90% christlich, Bethlehem zu 80%. Bis 1967 war mehr als die Hälfte der Einwohner Bethlehems muslimisch, Ramallah ist heute ein große muslimische Stadt.

Über einen Prozess der „Libanisierung“ veränderte Arafat Bethlehems Demografie, indem er Tausende Muslime aus Flüchtlingslagern dorthin brachte. Arafat verwandelte die Stadt dann in eine sichere Zuflucht für Selbstmordbomber und wandelte das griechisch-orthodoxe Kloster direkt neben der Geburtskirche in seine persönliche Residenz um. Christliche Friedhöfe und Abteien wurden geschändet und Christen wurden die menschlichen Schutzschilde der PLO.

Im ersten Jahr der zweiten Intifada, als Arafats Terroristen christliche Städte mit Gewehrfeuer und Mörsern heimsuchten, verließen 1.640 Christen Bethlehem, weitere 880 verließen Ramallah.

2007, ein Jahr nach der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen, wurde der Inhaber des einzigen christlichen Buchladens im Gazastreifen ermordet. Auf christliche Geschäfte und Schulen wurden Brandanschläge verübt. Ahmad El-Achwal ist nur einer der vielen Palästinenser, die zum christlichen Glauben übertraten und von islamischen Militanten getötet wurden.

Frappierendes Schweigen

Das Schweigen des Vatikan und des Ökumenischen Rats der Kirchen [„Weltkirchenrat“] ist frappierend gewesen. Nur ein paar wenige christliche Leiter waren mutig genug, das, was vor Ort geschieht, zu verurteilen. Mit harten und unerwarteten Worten sagte 2005 der Hüter des Heiligen Landes, Pierbattista Pizzaballa, einer italienischen Zeitung gegenüber: „Fast jeden Tag – ich wiederhole: fast jeden Tag – werden unsere Gemeinden von islamischen Extremisten drangsaliert.“

Als palästinensische Christen sich an ihre Organisationen wandten und beschwerten, dass Terroristen christliche Häuser benutzten um auf Gilo zu schießen, stellte die internationale christliche Solidarität sich der Herausforderung nicht.

Vor ein paar Tagen drängte der Kopf der Römisch-katholischen Kirche in England, Erzbischof Vincent Nichols, den britischen Außenminister William Hague, die „tragische Situation“ zu thematisieren, der sich die Palästinenser gegenüber sehen – nicht wegen der islamistischen Drohungen, sondern weil Araber von der israelischen Barriere in Beit Jala „vertrieben“ würden – trotz der Tatsache, dass durch den Bau der Sicherheitssperre von Israel kein Land annektiert wurde, keine Häuser abgerissen wurden und  niemand sein Haus verlassen musste.

Fakt ist: Die von der westliche Presse und den Kirchen ignorierte große Wahrheit ist, dass Israels Barriere half die Ruhe und Sicherheit nicht nur in Israel wiederherzustellen, sondern ebenfalls in Bethlehem. Die Geburtskirche, die palästinensische Terroristen 2002 entweihten, um der israelischen Armee zu entkommen, ist jetzt wieder mit Touristen aus aller Welt gefüllt.

Die katholische wie die orthodoxen Kirchen forderten die israelischen Behörden auch regelmäßig auf den Verlauf des Zauns zu ändern. Sie wollten schlicht nicht unter der palästinensischen Autokratie leben. Daher wurde z.B. die Schule der Rosenkranz-Schwestern in Bachyat El-Barid nördlich von Jerusalem auf mehrfaches Ersuchen der Mutter Oberin des Ordens in die israelische Seite des Zauns einbezogen.

Heute leben die palästinensischen Christen mit dem Risiko desselben Schicksals ihrer Brüder im Libanon. Jeder erinnert sich an die Gräueltaten der Phalangisten in Sabra und Shatila. Aber nur sehr wenige wissen, dass die erste ethnisch gesäuberte Gemeinde des Bürgerkriegs eine christliche Stadt war. Im November 1978 kamen palästinensische Kräfte nach Damour und sprengten Häuser und Kirchen, massakrierten ganze Familien. Sie exhumierten die Toten der christlichen Friedhöfe und verstreuten die Skelette im Schutt. Rund 500 Christen starben an diesem Tag. Wird Bethlehem ein zweites Damour werden?

Deine Feinde kennen und Bücherverbrennungen

This Ongoing War, 18. Februar 2008

Es liegt etwas tief Widerhallendes, sogar Symbolisches in der Tatsache, dass letzten Freitag von uns aus mal gerade über die Grenze eine Bibliothek zerstört wurde.

Zwölf Bewaffnete griffen dort an, nur ein weiterer Angriff in einer langen Reihe auf christliche Personen und Institutionen; diesmal auf die CVJM-Bibliothek in Gaza Stadt. Der immer verlässliche palästinensisch-arabische Journalist Khaled Abu Toameh schreibt, dass die Bibliothek völlig zerstört wurde – „als Antwort auf die letzte Woche vorgenommene Wiederveröffentlichung der Karikaturen, die den Propheten Mohammed ‚verpotteten’, in dänischen Zeitungen“. Alle 8.000 Bücher wurden vernichtet. Ein Bericht der BBC besagt, dass die Bewaffneten die Wächter fragten, warum sie für „Ungläubige“ arbeiten.

Wenn Sie es nicht bemerkt haben sollten: Für frühere Anschläge auf christliche Personen und Institutionen und Morde an prominenten Christen im Verlauf der letzten zwei Jahre haben bisher mehrere jihadistische Gruppen im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen die Verantwortung übernommen. Die BBC zitiert sie mit der Aussage, „sie würden ihre Anschläge weiterführen, bis alle 3.000 Christen den Gazastreifen verlassen haben“. Ziemlich klar.

Das sind ziemlich alarmierende Dinge. Nicht die Bomben – wir erwarten von den Jihadisten nichts anderes als ihren Barbarismus. Dafür alarmiert das überwältigende Schweigen der Führer der christlichen Welt.

Es ist nicht so, als wäre die Schrift nicht an der Wand: Der Manager von Gazas einzigem christlichen Buchladen wurde vor vier Monaten in Gaza Mitte entführt und erstochen und erschossen. Der CVJM-Weltbund hat den Bombenanschlag in Gaza verurteilt. Und darin erschöpft sich die Liste der offiziellen christliche Liste der erbosten Stimmen.

Stan Goodenough von der christlichen Nachrichtenagentur JNewswire hier aus Jerusalem beschrieb den Prozess als muslimische ethnische Säuberung und drückt sich ziemlich beißend aus: „Für die Muslime von Gaza wäre es die Beseitigung jeglicher aktiver christlicher Präsenz die Sahnehaube, nachdem sie erfolgreich Israel dazu zwangen 2005 jeden einzelnen Juden aus dem Gazastreifen zu entfernen.“

Der redselige Erzbischof von Canterbury, dem öffentliche Äußerungen zur Rolle des Islam nicht fremd sind, ist absolut stumm geblieben. Das steht in auffälligem Gegensatz zu seinen jüngsten Äußerungen großen Verständnisses muslimischer Werte, zitiert in der Times, dass, da „gewisse Formen der Scharia in unserer Gesellschaft und unter unserem Gesetz bereits anerkannt werden… es nicht so ist, als würden wir ein völlig fremdes und konkurrierendes System einbringen“. So, wie der Vergleich der Muslime in Großbritannien mit den Guten Samaritern, das Lob des muslimischen rituellen Gebets fünfmal am Tag, die Bewertung, dass Terroristen „ernste moralische Ziele haben können“ und die Argumentation, dass die Terroristen vom 11. September nicht bösartig genannt werden sollten. (Kaum erträglich, aber es steht alles hier.)

Christian Aid verurteilte den Bombenanschlag von Gaza, nicht wahr? Nichts da, sie sind voll damit beschäftigt für alles Israel verantwortlich zu machen. Fakt ist, dass fast jede große oder progressive protestantische Kirche in den USA die israelische Politik der letzten paar Jahre in der Westbank und dem Gazastreifen verurteilte (wie diese nachdenkliche Studie von Dexter Van Zile bei CAMERA herausstellt)… während sie in rätselhaftes Schweigen ausbrechen, was die Rolle der Araber und der Muslime bei der Fortführung dieses fortgesetzten Krieges gegen Israel und die Juden angeht.

Aber von hier aus, nahe am Geschehen, gibt es nicht viel Raum für Verwirrung. Es gibt einen höhnischen Ausdruck, den die Jihadisten benutzen: „Abel es-sabbat jibel-ahad“Nach Samstag kommt Sonntag. Das ist aus dem Kontext ziemlich einfach zu verstehen (die Juden halten den Sabbath am Samstag). Die Ergebnisse sind für die, die sich hinzusehen bemühen, offenkundig. Arafat zog 1988 die Grenzen von Bethlehem neu, wobei er seine Ortsgrenzen so änderte, dass jetzt muslimische Dörfer dazu gehören und die einst 80-prozentige christliche Bevölkerung zu einer Minderheit machte. Als Ergebnis ist heute nicht mehr als 20% der Bevölkerung Bethlehems christlich; und nach Angaben der Jerusalem Post bilden die palästinensischen Christen heute weniger als 1,5% der Westbank und des Gazastreifens – vor einem halben Jahrhundert waren es noch mindestens 15%. Erzbischof Williams weiß das … aber er versteht es anders. Vor zwei Weihnachten besuchte er Bethlehem und schrieb über die sinkenden Zahlen der Christen dort. Aber er wusste, wieso und zögerte nicht, seine Kenntnisse mitzuteilen: „die tragischen Zustände, die durch den ‚Sicherheitszaun’ geschaffen werden, der die schrumpfende Stadt fast erwürgt“. Die Terroranschläge, die Israel dazu brachten Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, und das Leben unserer Tochter nahmen, wurden noch nicht einmal am Rande erwähnt.

Keine gute Zeit den Zustand religiöser Führung zu bewundern. 1821 schrieb Heinrich Heine: „Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ Können wir mutige religiöse Führung erwarten, wenn so etwas passiert?