Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (05.-11.04.2015)

Sonntag, 05.04.2015:

Die zurückgehaltenen Steuereinnahmen will Israel fast vollständig zurückgeben; sie ziehen lediglich einen geringen Teil ab, mit dem erste Schulden der PA für Strom und Wasser bezahlt werden sollen. Mahmud Abbas gefällt das nicht. Er will alles Geld. Deshalb lehnt er die Annahme der Zahlungen Israels ab und will deswegen den ICC bemühen.

Montag, 06.04.2015:

Importeure im Gazastreifen geben an, dass Israel die Einfuhr von Bauholz einschränkt.

Dienstag, 07.04.2015:

Der PA-Uno-Botschafter forderte den Sicherheitsrat auf eine Resolution zur Festsetzung eines Termins für die Ausrufung eines Palästinenserstaats festzulegen. Das sei eine der effektivsten Möglichkeiten den Extremismus in der Region zu bekämpfen.

Die PA versucht die Verfahren gegen Israel beim ICC in Den Haag zu beschleunigen.

Die Arabische Liga will einen detaillierten Zeitplan „für ein Ende der israelischen Besatzung“ vorlegen. Dazu bildet sie ein Sonderkomitee, das eine entsprechende Resolution für den UNO-Sicherheitsrat formulieren soll. (Merke: nur für den israelischen Abzug, nicht für einen Friedensschluss!)

Mittwoch, 08.04.2015:

MK Miri Regev nahm den Anschlag auf die Soldaten bei Shilo zum Anlass darauf aufmerksam zu machen, dass Mahmud Abbas einerseits behauptet, er wollen um Frieden verhandeln, andererseits die Araber aufhetzt und das Feuer schürt; er müsse beweisen, dass seine Absichten für Verhandlungen und Frieden echt sind.

Donnerstag, 09.04.2015:

Die Orte rund um Jerusalem waren bisher unter vollständiger Kontrolle Israels. Das ändert sich jetzt; die PA hat in Absprache mit Israel begonnen dort bewaffnete Polizisten patrouillieren zu lassen.

Einmal mehr belohnt die PA Terror: Die Mutter von 4 terroristischen Mördern wurde als Vorbild für palästinensische Frauen geehrt. Ihre Söhne sitzen für zusammen 18-mal lebenslänglich wegen Mord und Beteiligung an Terroranschlägen in israelischen Gefängnissen.

Die Al-Qassam-Brigaden der Hamas lassen wissen: Der Messerangriff von gestern war eine „natürliche Reaktion auf israelischen Extremismus“.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (11.-17.01.2015)

Sonntag, 11.01.2015:

PalAraber in Samaria behaupten Juden hätten 50 Olivenbäume abgeholzt.

Montag, 12.01.2015:

Ein PA-Gericht hat geurteilt, dass die Olso-Verträge nicht länger gelten. (Heißt das, dass Israel ab sofort von seinen Verpflichtungen aus den Verträgen entbunden ist?)

Nur einen Tag, nachdem der Vorsitzende an einer Demonstration gegen Terror in Paris teilnahm, ließ seine Fatah (wieder einmal) Dalal Mughrabi hoch leben – die Terroristin, die mit ihrer Aktion 1978 dafür sorgte, dass 37 Juden (davon 12 Kinder) starben.

Dienstag, 13.01.2015:

Die Propagandaabteilung der Hamas hat ein Video produziert, das die Ermordung eines Jeschiwa-Schülers darstellt.

Heckmeck:
Mahmud Abbas in der Türkei: Wir werden dem UNO-Sicherheitsrat schon bald eine weitere Resolution zur Eigenstaatlichkeit vorlegen.

Mittwoch, 14.01.2015:

Ein Hamas-Offizieller warnte, der Gazastreifen werde zur Brutstätte von Terrorismus, wenn der Wiederaufbau nicht zügig in Gang käme. Als wenn er das nicht längst wäre – von der Hamas getrieben!

Donnerstag, 15.01.2015:

Fatah feiert wieder einen (toten) Terroristen und stellt ihn der Bevölkerung als leuchtendes Vorbild vor: Der 15. Januar 2015 ist der 13. Jahrestag des Todes von Raed Karmi, der an zahlreichen Terroranschlägen aktiv beteiligt war und junge Araber zu Terroristen ausbildete.

Außerdem stellte die Fatah Netanyahu mal wieder als Nazi in einer SS-Uniform dar. (Ist doch interessant, dass sie einerseits Hitler und seine Schergen immer wieder ehrend erwähnen, andererseits Juden als böse Nazis darstellen.)

Hassan Nasrallah will wieder mal Syrien „rächen“. Wegen wiederholter Angriffe Israels auf den Nachbarstatt (der sich weiterhin mit Israel im Krieg befindet) droht er mit Raketenangriffen der Hisbollah.

Heckmeck:
Abbas „großzügig“: Werden die Gespräche zwischen PA und Israel wieder aufgenommen, wird er keine Klagen in Den Haag einreichen, sagt er.
Das „Quartett“ will sich Ende Januar treffen, um die Lage im Nahen Osten, sprich den Weg zu einem Frieden zwischen Israel und den „Palästinensern“ zu besprechen.

Freitag, 16.01.2015:

Heckmeck:
– Die Außenminister der Arabischen Liga beschlossen eine Neuvorlage des Resolutionsentwurfs zur Anerkennung von „Palästina“ durch den UNO-Sicherheitsrat zu unterstützen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (21.-27.12.2014)

Sonntag, 21.12.2014:

Mahmud Abbas behauptete zuerst, er würde nicht gegen Israel aufhetzen, sondern es diplomatisch bekämpfen. Fast im gleichen Atemzug droht er mit Terror und der Aufkündigung der Sicherheitskooperation mit Israel.

Montag, 22.12.2014:

Friedensbotschaft von der Fatah: In ihrem Fernsehen verkündete ein Offizieller, dass Haifa, Jaffa, Akko und Nazareth „palästinensische“ Städte sind; dazu wurde dann wieder ein Lied gespielt: „Jaffa, Akko, Haifa und Nazareth gehören uns.“

Dienstag, 23.12.2014:

Einwohner des Südens Israels beobachteten Grabungen in der Nähe des Grenzzauns. Dabei waren immer wieder Flaggen von Terrorgruppen auf den angehäuften Dreckhügeln zu sehen.

Die Arabische Liga behauptet Israel habe $17 Milliarden für die „Judaisierung“ Jerusalems bereitgestellt und dagegen müsse jetzt vorgegangen werden. (Der israelische staatlich Jahreshaushalt beläuft sich auf $70 Milliarden, das der Stadt Jerusalem weniger als eine halbe Milliarde…)

Heckmeck:
Abbas droht: Sollte das mit der Resolution beim UNO-Sicherheitsrat fehlschlagen (Abzug Israels bis 2017), dann kappt die PA alle Verbindungen mit Israel.

Mittwoch, 24.12.2014:

Die Hamas ist gegen die Resolution der PA beim UNO-Sicherheitsrat. Dieser entspreche nicht dem Konsens des palästinensischen Volkes.

Umfragen zeigen, dass sowohl die PalAraber als auch die Israelis immer weniger an eine Zweistaatenlösung glauben. Insgesamt wird sie aber von mehr Israelis als PalArabern unterstützt. 47% der Israelis und 36% der PalAraber glauben, dass die Verhandlungen nicht wieder aufgenommen werden.

Die Fatah empfiehlt der Hamas den Konflikt mit Israel nicht wieder anzuheizen. Das würde Netanyahu stärken.

Heckmeck:
– Die PA hat ihren Antrag beim UNO-Sicherheitsrat ergänzt. Eine der acht Änderungen betont, dass die zukünftige Hauptstadt eines Palästinenserstaats Ostjerusalem sein wird.

Donnerstag, 25.12.2014:

Friedensvertragspartner: Ein jordanischer Parlamentarier urteilt, Gas von Israel zu kaufen ist wie ein Handel mit dem Satan.

Die israelische Polizei bestreitet, gestern einen fünfjährigen Jungen verletzt zu haben, als sie einen Mob zerstreute.

Die israelische Zivilverwaltung will das Grab des Propheten Samuel nördlich von Jerusalem in Judäa renovieren. Die PalAaber toben, das sei „rassistische Verfolgung“. (Anders als bei anderen jüdischen heiligen Stätten streiten die Terroristen nicht ab, dass es sich bei der Stätte um das Grab Samuels handelt; sie behaupten aber, Samuel sei ein muslimischer Prophet gewesen (obwohl er im Koran nicht erwähnt wird). Es ist ihnen auch egal, dass sie von der Renovierung ebenfalls profitieren würden (da die zum Gebäude gehörende Moschee besser zugänglich würde).

Heckmeck:
Saeb Erekat sagt, dass noch vor Jahresende der UNO-Sicherheitsrat über die Anerkennung eines „Staats Palästina“ abstimmen wird.
Russland wird den Antrag der PA beim Sicherheitsrat unterstützen.

Freitag, 26.12.2014:

Heckmeck:
Saeb Erekat sagte, die Resolution der PA werde entweder heute oder Montag in den Sicherheitsrat eingebracht.

Samstag, 27.12.2014:

An der jordanischen Grenze erlitt ein pal-arabisches Baby einen Herzinfarkt. Die Familie befand sich mit dem herzkranken Kind auf dem Weg zur Behandlung in Jordanien. Die IDF flog es mit einem Hubschrauber in eine Klinik in Jerusalem.

Die Propagandaabteilung der Hamas ging auf die Überholspur und veröffentlichte einen neuen Film, der die Terroristen als moderne islamische Kampftruppe mit fortschrittlichen Waffen im Training für eine große Bandbreite an Szenarien darstellt, die Jerusalem im Visier hat.

Mahmud Abbas prahlte: „Wir sind stark. Die Welt steht an unserer Seite.“ (Anders könnte er weder „stark“ sein noch überleben.)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07.-13.12.2014)

Sonntag, 07.11.2014:

Es gibt Berichte aus Syrien, dass Israel Ziele bei Damaskus mit Flugzeugen angriff. Das Regime giftet, damit würden die Terroristen unterstützt. Israel nahm dazu keine Stellung.

Montag, 08.11.2014:

Tawfik Tirawi von der Fatah befindet, dass die Zweistaatenlösung tot ist und die Palästinenserführung „neue Lösungen“ anstreben muss. Israel wolle den Konflikt in einen religiösen drehen und ignoriere 67 Jahre UNO-Entscheidungen Auflagen, dass Israel sich zurückziehen und die palästinensischen Flüchtlinge zurücklassen solle. Drei Lügen in einem Satz. Nicht schlecht, aber auch nicht außergewöhnlich für einen arabischen Terroristen.

Eine panarabische Zeitung bestätigt, dass der gestrige israelische Angriff in Syrien S-300 Luftwehrraketen galt, die an die Hisbollah gehen sollten.

Vor zwei Wochen „predigte“ ein Imam in der Al-Aqsa-Moschee blanken Hass gegen Juden. Neben üblen Beschimpfungen und Verleumdungen kündigte er an: „Wir werden euch Juden abschlachten.“

Dienstag, 09.11.2014:

Gegen die hetzende Abgeordnete Hanin Zoabi ist eine Anklage erhoben worden; Anlass ist ein Vorfall, bei dem sie mit Polizei aneinander geriet und anscheinend einen arabischen Mob aufhetzte die Polizei anzugreifen.

Die PA drängt laut Saeb Erekat auf eine UNO-Resolution für einen israelischen Abzug aus Judäa und Samaria. Diese soll vom Sicherheitsrat bis Weihnachten kommen.

Mittwoch, 10.12.2014:

Umfrage bei den PalArabern: Der weit überwiegende Anteil der Araber in den PA-Gebieten (80%) befürwortet die aktuelle Terrorwelle gegen Israel. 86% glauben, dass die Al-Aqsa-Moschee in großer Gefahr ist. Mehr als die Hälfte befürworten eine neue „Intifada“.

Mahmud Abbas nahm den Tod von Ziad Abu Ein zum Anlass die Sicherheitskooperation mit Israel aufzukündigen.
Was Wunder: Der PA-„Außenminister“ schwört wegen des Todes von Ziad Abu Ein Rache.

Jordanien verurteilte den „kriminellen Tod des Palästinenserministers“. Die internationale Gemeinschaft müsse eingreifen.
Die Arabische Liga (in Person ihres Generalsekretärs Nabil Elaraby) geiferte ebenfalls etwas von einem „abscheulichen Verbrechen“, das von der „rassistischen israelischen Regierung begangen“ wurde.
Die EU schließt sich den Forderungen nach einer „sofortigen Untersuchung“ des Todes an und gab etwas von „übertriebener Gewalt“ von sich.
Und die UNO darf natürlich auch nicht fehlen. (Bei allen steht übrigens mehr oder weniger schon fest, dass hier gemordet wurde.)

Donnerstag, 11.12.2014:

Der tote PA-„Minister“ wurde obduziert. Von den Terroristen der PA kommt natürlich, dass er von Israel ermordet wurde. Von israelischer Seite heißt es, die Autopsie habe ergeben er sei an einem Herzinfarkt gestorben. Das bestätigt auch der offizielle Bericht der Autopsie.

Herr Ban wieder: Er forderte eine „rasche und transparente Untersuchung der Umstände des plötzlichen Todes“ von Abu Ein und dass „beide Seiten Zurückhaltung üben“.
Der britische Außenminister plapperte Ähnliches.

Freitag, 12.12.2014:

Auf die israelische Botschaft in Athen wurde von einem vorbeifahrenden Motorrad aus geschossen.

Die PA hat die Gespräche über die Beendigung der Sicherheitskooperation mit Israel verschoben.

Samstag, 13.12.2014:

Immer mehr junge Araber aus dem Gazastreifen fliehen von dort, ziehen das Risiko eines „komfortablen“ Aufenthalts in einem israelischen Gefängnis dem Leben unter der Hamas vor – aber auch dem Risiko am Grenzzaun beschossen und verletzt oder gar getötet zu werden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-30.11.2014)

Sonntag, 23.11.2014:

Abbas‘ Leute reden Klartext: Die Verurteilung des Terroranschlags in der Synagoge in Jerusalem war taktischer Natur, Abbas hat das nur aus diplomatischen Gründen gemacht. Hurra, der Frieden steht vor der Tür…

Angesichts der Anschläge auf die Straßenbahn in Jerusalem will das Verkehrsministerium eine Sondereinheit reaktivieren, die bereits von 2000 bis 2005 den öffentlichen Nahverkehr schützte. 10.000 Busfahrer werden ein besonderes Sicherheits- und Selbstverteidigungstraining durchlaufen.

Montag, 24.11.2014:

Umfrage bei israelischen Arabern: 77% wollen lieber unter israelischer Herrschaft leben als unter der der PA; 68% sind gegen Terror.

Yehuda Glick wurde heute nach fast vier Wochen aus dem Krankenhaus entlassen.

Die Hamas behauptet Israel lasse keine Exporte von Gemüse und Obst mehr zu. Deshalb wollen sie Importe von Obst aus Israel verbieten.

Mahmud Abbas droht mal wieder die PA aufzulösen.

Dienstag, 25.11.2014:

Die PA hetzt weiter aktiv: Ihr Fernsehen schickt Grüße an Randalierer und Molotowcocktail-Werfer; die Fatah fordert auf „mit Fleischerbeilen und Messern, mit Granaten von Haus zu Haus zu gehen“ und die offizielle Tageszeitung der PA ehrt die Mörder der Rabbiner von letzter Woche.
Mal ganz davon abgesehen, dass ihr Fernsehen die Mörder von letzter Woche als Opfer der Israelis darstellt und behauptet die Mordanschläge mit Autos seien Unfälle gewesen.

Ein Prediger der Al-Aqsa-Moschee: Möge Allah die USA und ihre Verbündeten auslöschen… Wir wollen ein Kalifat, das Jerusalem von den Juden befreit, den widerlichsten aller Kreaturen.“

Die Hamas droht wegen des „jüdischer Staat-Gesetzes“ mit heiligem Krieg. Dass Israel per Gesetz zum Staat für die Juden erklärt werden soll – was es de facto ist und was ausdrücklich beinhaltet, dass kein Nichtjude benachteiligt werden darf – bezeichnen die Antisemiten von der grünen Fahne als „rassistisch“.

Mittwoch, 26.11.2014:

Der Palästinensische Islamische Jihad droht wieder mit der Beendigung des Waffenstillstands am Gazastreifen, sollte Israel seine angeblichen illegalen Verletzungen der Waffenruhe und die angebliche Behinderung des Wiederaufbaus des Gazastreifens fortsetzen. Gleichzeitig prahlte er, die „militärischen Fähigkeiten“ der Terrorgruppe seien heute schon besser als vor dem letzten Krieg.

Heckmeck:
– Die EU in Person von Frau Mogherini drängt Israel und die PA zur Wiederaufnahme direkter Friedensgespräche. „Das Gefühl der Dringlichkeit wird stärker“, behauptete die Dame. Die EU sei bereit dabei eine Rolle zu spielen.

Donnerstag, 27.11.2014:
Ein hochrangiger Terrorführer des Palästinensischen Islamischen Jihad erklärte, dass der Terror aus dem Gazastreifen problematisch ist, weil den Waffenstillstand mit Israel gibt. Man ziehe deshalb Judäa und Samaria als Ausgangspunkt für weiter Angriffe auf Israel vor.

Freitag, 28.11.2014:

Die Hamas ließ – mal wieder – wissen, dass es so etwas wie israelische Zivilisten nicht gibt. Egal, auf welcher Seite der Grünen Linie sie leben.

Heute war für die Muslime der Zugang zum Tempelberg nicht beschränkt. Die Folge: massenhaft demonstrativ geschwenkte Hamas-Flaggen.

Heckmeck:
Der französische Außenminister Laurent Fabius erklärte während der Debatte im Parlament zur Abstimmung, ob der „Staat Palästina“ anerkannt werden soll oder nicht, jetzt sei die letzte Chance für Frieden in Nahost durch Verhandlungen. Und Frankreich will Gastgeber der entsprechenden Konferenz sein. (Die Abstimmung steht für Dienstag an.) Das Ergebnis hat er auch schon parat: In 2 Jahren soll es einen Palästinenserstaat geben.

Samstag, 29.11.2014:

Mahmud Abbas Friedenspartner vor der Arabischen Liga: Israel baut einen Apartheidstaat auf, die Palästinenser werden nicht länger auf die Eigenstaatlichkeit warten und sie werden Israel nie als jüdischen Staat anerkennen.

Und er droht weiter: Die Sicherheitskoordination mit Israel wird eingestellt, wenn die Friedensgespräche nicht wieder aufgenommen werden.

Jordaniens König Abdallah II. soll gedroht haben die Botschaft in Israel zu schließen und den Botschaft „endgültig“ abzuziehen, wenn die „israelischen Aggressionen gegen die Al-Aqsa-Moschee weitergingen. Dass Netanyahu die Beibehaltung des Status quo versprach, wertet man offensichtlich als jordanischen Erfolg.

Heckmeck:
Die Arabische Liga drängt auf drängt auf eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats zu einem Palästinenserstaat. Es soll ein Zeitplan festgelegt werden. Die Resolution soll von Jordanien vorgelegt werden, das gerade im Sicherheitsrat sitzt. Gleichzeitig lehnt die Liga es vehement ab Israel als jüdischen Staat anzuerkennen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (02.-08.11.2014)

Sonntag, 02.11.2014:

Mahmud Abbas‘ offizielle Tageszeitung hetzt pal-arabische Kinder und Erwachsene auf gegen Israel Gewalt anzuwenden. PMW hat die Karikaturen dazu dokumentiert.

Die Arabische Liga warnte Israel vor „unbeschreiblichen Konsequenzen“; es habe eine rote Linie erreicht, die internationale Gemeinschaft soll Druck ausüben, damit die (israelischen) „Zuwiderhandlungen“ aufhören. (Worin die genau bestehen wollen, wurde nicht angeführt, aber von „Besatzung“ schwadroniert.)

Och süß: Die Hamas schimpft, Israel verletze mit der Schließung der Grenzübergänge in den Gazastreifen internationales Recht. Das Terroristen Raketen nach Israel schießen halten sie natürlich für völlig das Recht einhaltend.
Und gleich hinterher: Sollte Israel die Blockade nicht aufheben, erklärt sich die Hamas für nicht verpflichtet den Waffenstillstand einzuhalten.

Heckmeck:
– Mahmud Abbas soll der PLO einen US-Friedensvorschlag vorlegen. Es wird erwartet, dass die Organisation diesen ablehnt.

Montag, 03.11.2014:

Die PA forderte Israel auf einen weiteren Übergang in den Gazastreifen zu eröffnen, weil Kerem Shalom nur 450 LKW pro Tag abfertigen kann. (Diese Zahl wurde bisher nie erreicht – weil die Araber es nicht wollten.) Das sei viel zu wenig, um den Gazastreifen wieder aufzubauen.

Mahmud Abbas warnte einmal mehr Juden vor Besuchen auf dem Tempelberg. Die „Einbrüche von Siedlern und jüdischen Extremisten“ in die Al-Aqsa-Moschee (wie bitte????) seien eine Verletzung muslimischer Gefühle.

Der dänische Außenminister zu Besuch in Israel: Israelische Bautätigkeit in Jerusalem „verhindert Verhandlungen“. Blödsinn!

Dienstag, 04.11.2014:

Ein Vertreter von Mahmud Abbas pries in einem Kondolenzschreiben an die Familie des toten Automörders von letzter Woche den Täter als „Lichtstrahl“.

PA-Premier Hamdallah droht Israel wegen der „Verjudung Jerusalems“ und verspricht „Widerstand gegen die Besatzung“.

Hassan Nasrallah tönte, die Raketen der Hisbollah könnten jede Stelle in Israel treffen.

Mittwoch, 05.11.2014:

EU-Chefaußenpolitikern Federica Mogherini erklärte unmittelbar vor ihrem Israel-Besuch israelische Baupläne einmal mehr zum Friedenshindernis; das stelle Israels Friedenswille in Frage. (Komisch, arabischer Terror tut das nicht…)

Von der Hamas wurde der Terroranschlag an der Straßenbahn natürlich wieder bejubelt und der Mörder gepriesen.
Zwei arabische Jugendliche machten erfreut (ob des Anschlags) „Selfies“ am Ort des Terroranschlags, noch während Rettungsdienste Verletzte versorgen.

Donnerstag, 06.11.2014:

Die PLO fordert von Journalisten, sie sollten nicht mehr den Begriff „Tempelberg“ verwenden, sondern „Al-Aqsa-Moscheegelände“ oder „Haram al-Scharif“ (Edles Heiligtum) sagen/schreiben – ein unverfrorener Versuch jüdische Geschichte auszumerzen.

Die PA macht ausschließlich Israel für die Unruhe in Jerusalem verantwortlich und wirft ihm „Provokation und Hetze“ vor. (Ein Fall von purer Projektion.)

Die neue EU-Außenpolitikchefin verurteilte den Auto-Terroranschlag an der Straßenbahnhaltestelle von gestern; das sei ein „schmerzhafter Beweis der Notwendigkeit ernsthafte Bemühungen für einen tragfähigen Frieden“.

Moderater Friedenspartner: Die PA ruft mittels Karikaturen zu weiteren Auto-Terroranschlägen auf.

Premierminister Netanyahu rief König Abdallah von Jordanien an, um diesem zu versichern, dass Juden weiterhin verboten bleibt auf dem Tempelberg zu beten.
Jordanien hatte seinen Botschafter aus Jerusalem abgerufen, weil die Vorgänge auf dem Tempelberg (der Außenminister sagte „an der Al-Aqsa-Moschee“) „jenseits aller Grenzen“ seien – womit natürlich nur Israels Vorgehen gegen den Terror gemeint ist, nicht der arabische Terror gegen Juden.
Der Chef der Muslimbrüder in Jordanien sagt, der Abzug des Botschafters sei nicht genug; der Friedensvertrag mit Israel müssen aufgekündigt werden.

Ägypten droht Israel wegen der „Zusammenstöße“ auf dem Tempelberg mit „regionaler Verschlechterungen“.

Die Fünfte Kolonne: MK Ahmed Tibi war neulich in Großbritannien, um für die Anerkennung von „Palästina“ zu werben. Jetzt agitierte er in Belgien gegen das „rassistisch-extremistische Israel“.
Zudem bezeichnete Tibi Russisch sprechende Knessetabgeordnete als „Besoffene“.

Nach dem zweiten Angriff auf Juden in Jerusalem mit einem Auto haben terroristische Internetseiten eine „Auto-Intifada“ ausgerufen.

Freitag, 07.11.2014:

Großbritannien und Deutschland verurteilten die Terroranschläge in Jerusalem von Mittwoch. Natürlich wurden auch wieder „beide Seiten“ zu „Zurückhaltung“ gedrängt. „Jeder Israeli und Palästinenser hat das Recht in Frieden und Sicherheit zu leben“, daher müssten alle mit Einfluss zusammenarbeiten, um die Ruhe wieder herzustellen. (Das sollten sie Abbas et. Al. mal klar machen, statt hohle Worte von sich zu geben.)

Die neue EU-Außenbeauftragte warnte: Die Monate andauernden Unruhen (die terroristischen arabischen Anschläge in Jerusalem) könnten vermieden werden, wenn es Fortschritte in den Friedensgesprächen gäbe. Mit anderen Worten: Israel soll mal wieder Zugeständnisse machen, statt dass die PalAraber Farbe bekennen und für Frieden arbeiten.

Die Aufforderung der Gaza-Terrortruppen zu einem „Tag des Zorns“ kamen zeitlich gut abgestimmt mit Mahmud Abbas‘ „Warnung“, wenn es keine Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts gibt, würde das verstärkter Gewalt in der Region führen.

Eine Umfrage ergab, dass die Hälfte der Araber in den Gebieten und „Ost“-Jerusalem der Meinung sind, dass die derzeitigen Krawalle und Spannungen zu einem Krieg mit Israel führen. (Nur 28% glauben das nicht, der Rest weiß es nicht.)

Die Hamas gab die Gründung einer „Volksarmee zur Befreiung Palästinas“ im Gazastreifen bekannt. Sie sei „bereit für die nächste Konfrontation mit Israel“.

Samstag, 08.11.2014:

Ägyptische Sicherheitsberichte eben an, dass die Hamas jährlich $140 Millionen für den Tunnelbau ausgibt. Den Bau führen bis zu 120.000 Gaza-Araber aus, darunter viele Kinder.

Heckmeck:
Frau Mogherini im Gazastreifen: Ein Palästinenserstaat ist dringend nötig, wir können uns keinen weiteren Krieg leisten. Das sieht die Hamas aber anders.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07.-13.09.2014)

Sonntag, 07.09.2014:

Letzte Woche beteten wieder viele Juden unter Schutz der IDF eine Nacht im Josefsgrab in Schechem/Nablus. Die PA ließ ihre Medien verkünden, dass „Siedler“ die Stätte „stürmten“ und „Zusammenstöße“ mit Palästinensern auslösten. Letztere wurden dann – natürlich völlig ohne Grund – mit Tränengas und anderen Mitteln beschossen.

Mahmud Abbas in Kairo: Er kann der Hamas nicht trauen. Die Zahl der toten Hamas-Leute im Gazakrieg betrug 850 (ohne die Toten weiterer Terrorgruppen; bestätigt israelische Zahlen!)

Arabischer Steinwurf-Terror gegen die Jerusalemer Straßenbahn hat dafür gesorgt, dass von den 23 Zügen nur 16 einsatzbereit sind.

Nach Angaben eines israelischen Diplomaten hat die Hamas begonnen neue Terrortunnel zu graben. Auch die Herstellung von Raketen und der Schmuggel aus Ägypten wurden wieder aufgenommen. Sicherheitskreise streiten den Bau von Terrortunneln ab.

Waffenstillstands- und Friedensprozess-Heckmeck:
– Die Arabische Liga ließ wissen, dass Mahmud Abbas offen für neue Verhandlungen mit Israel sei.
– Eigentlich geheime Dokumente des israelischen Außenministeriums legen Pläne für einen Vorschlag offen, dass eine internationale Truppe den Wiederauf und die Entmilitarisierung des Gazastreifens überwachen soll.

Montag, 08.09.2014:

Was ist ein Freundschaftsspiel zwischen palästinensischen und israelischen Kindern? Laut PA-Sportfunktionären „ein Verbrechen gegen die Menschheit“, „eine von kranken Seelen ersonnene Tat“, „ein Verbrechen und ein unpatriotischer und unmoralischer Akt“. Wie Friedenspartner das halt so sehen müssen…

Waffenstillstands- und Friedensprozess-Heckmeck:
– Die Hamas lehnt internationale Truppen im Gazastreifen vehement ab.
Mahmud Abbas streitet auf einmal ab, dass die Ägypter angeboten haben die „Flüchtlinge“ des Gazastreifens in einem extra dafür angebotenen Gebiet auf dem Sinai anzusiedeln.

Dienstag, 09.09.2014:

Der Schabak berichtet, dass die Zahl der Terroranschläge in Jerusalem in den letzten Monaten „exponentiell gestiegen sind“: 3 im März sowie im April, 7 im Mai; im Juni waren es 22, im Juli und August (zusammen?) 152.

Es gibt Gerüchte, dass die Hamas angekündigt habe sie wolle am 25. September die Raketenangriffe auf Israel wieder aufnehmen. Die Hamas bestreitet das.

Mittwoch, 10.09.2014:

Die IDF leitet Untersuchungen wegen zweier Vorfälle während des letzten Gaza-Kriegs ein. Am 16. Juli kamen vier Kinder ums Leben und am 24. Juli eine UNRWA-Schule getroffen.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Die Hamas besteht darauf, dass bis zum 25. September die Gespräche in Kairo wieder aufgenommen werden müssen. Die Ägypten müssten aber immer noch einen Termin nennen.

Donnerstag, 11.09.2014:

Der letzte im Gaza-Krieg verletzte Israeli ist außer Lebensgefahr. Er war nur wenige Minuten vor Eintritt des Waffenstillstands durch eine Rakete verletzt und konnte jetzt von der Intensivstation des Barzilai-Krankenhauses auf eine normale Station verlegt werden.

Der nationale Planungs- und Bauausschuss legte einen Plan auf Eis, einen Nationalpark auf den Hängen des Skopusbergs in Jerusalem zu schaffen. Örtliche Araber legten Beschwerde ein, weil der Nationalpark die Erweiterung ihrer Viertel „ersticken“ würde.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der Hamas-Grande Mussa Abu Marzuk sagte, seine Bewegung werde eventuell doch direkt mit Israel verhandeln; der islamische Glaube verbiete solche Kontakte nicht. Grund für diese Kehrtwende ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung des Gazastreifens das verlangt, sagte er.

Freitag, 12.09.2014:

Antwort auf den Raketenterror: An 1.000 Einschlagsorten von Terrorraketen sollen in den dadurch hinterlassenen „Löchern“ bis Rosh HaShanah 100.000 Obstbäume gepflanzt werden.

Mahmud Abbas verkündet, dass eine Wirtschaftsvereinbarung zwischen Israel und der PA erzielt wurde; dieses gestattet unbegrenzte Ein- und Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen aus und in die Gebiete.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Und schon ist die schöne Illusion wieder vorbei: Die Hamas hat noch gestern die Ankündigung ihres einen Narrenführers, man könne evtl. direkt mit Israel verhandeln, zurückgewiesen. Das würde nicht einmal überlegt.

Samstag, 13.09.2014:

War wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Fünfte Kolonne das nachplappert: Ein hochrangiger israelisch-arabischer Führer behauptet jetzt auch, die USA und Israel hätten den Islamischen Staat geschaffen, in der arabischen Welt Uneinigkeit zu säen.

Haniyeh bekräftigt noch einmal: Die Hamas wird ihre Waffen „niemals aufgeben“. Der Wiederaufbau des Gazastreifens wird nicht zu Ungunsten der „militärischen Fähigkeiten“ der Terrorgruppe erfolgen.

Ein Imam im Gazastreifen predigte. Der Mann war im Zuge des Shalit-Deals freigelassen worden. In seiner Predigt hantierte er mit einem Sturmgewehr. Seine Botschaft: „Waffen werden uns helfen einen islamischen Staat aufzubauen.“

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).