Saudische Tageszeitung: Juden benutzen das Blut von Teenagern für ‚Purim‘-Gebäck

MEMRI, 13. März 2002

In einem Artikel in der saudi-arabischen, regierungseigenen Tageszeitung Al-Riyadh, schrieb der Kolumnist Dr. Umayma Ahmad Al-Jalahma von der King Faisal-Universität in Al-Dammam über „Das jüdische Fest Purim“. Hier Auszüge aus dem Artikel:

Eine besondere Zutat für jüdische Feiertag ist menschliches Blut von Nichtjuden

Ich wählte als Thema das jüdische Purimfest aus, weil es mit dem Monat März verbunden ist. Dieses Fest bietet einige gefährliche Bräuche, die Sie ohne Zweifel erschrecken werden und ich entschuldige mich, sollte ein Leser dadurch zu Schaden kommen.

Während dieses Festes muss der Jude besonderes Gebäck zubereiten, dessen Füllung nicht nur teuer und selten ist – sie kann nicht auf all den lokalen und internationalen Märkten gefunden werden.

Unglücklicherweise kann diese Füllung nicht ausgelassen oder mit einer Alternative ersetzt werden, die demselben Zweck dient. Für dieses Fest müssen die Juden menschliches Blut haben, damit ihre Geistlichen das Feiertagsgebäck zubereiten können. Mit anderen Worten: Dieser Brauch kann nur ausgeführt werden, wenn menschliches Blut vergossen wird!

Bevor ich in die Details gehe, möchte ich klar stellen, dass die Vergießung von menschlichem Blut durch die Juden für ihre Feste historisch und rechtlich durch die Geschichte hindurch eine wohl bekannte Tatsache ist. Das war einer der Hauptgründe für die Verfolgung und das Exil, die mehrfach ihr Los in Europa und Asien waren.

Dieses Fest [Purim] beginnt am 13. März mit Fasten, wie die Jüdin Esther, die zu fasten gelobte. Das Fest geht am 14. März weiter; während dieses Feiertages tragen die Juden karnevalsartige Masken und Kostüme und frönen übermäßig dem Alkohol, der Prostitution und dem Ehebruch. Dieser Feiertag ist unter den muslimischen Historikern als „Feiertag der Masken“ bekannt geworden.

Wie die Juden ihren jungen Opfern das Blut entnehmen

Wer war Esther und warum haben die Juden sie zur Heiligen erhoben und benehmen sich wie sie? Das werde ich, so Allah will, in meinem Artikel am nächsten Dienstag[1] klären. Heute möchte ich Ihnen gerne erzählen, wie das menschliche Blut vergossen wird, damit es für das Feiertagsgebäck benutzt werden kann. Das Blut wird auf verschiedene Weise vergossen. Wie?

Für dieses Fest muss das Opfer ein reifer Heranwachsender sein, der natürlich kein Jude ist – also ein Christ oder Muslim. Ihm wird sein Blut abgenommen und zu Granulat getrocknet. Der Geistliche knetet dieses Granulat in den Teig des Gebäcks; es kann auch für das nächste Fest aufgehoben werden. Im Gegensatz dazu muss für die Passah-Schlachtung, über die ich auch vorhabe zu schreiben, das Blut von christlichen oder muslimischen Kindern im Alter unter 10 Jahren benutzt werden und der Geistliche muss das Blut vor oder nach der Trocknung [in den Teig] mischen.

Die Taten der jüdischen Vampire bereitet ihnen Vergnügen

Lassen Sie uns untersuchen, wie das Blut der Opfer vergossen wird. Dafür wird eine mit Nadeln versehen Rolle verwendet, etwas von der Größe eines menschlichen Körpers; die Nadeln sind extrem scharf und auf allen Seiten eingesetzt. Diese Nadeln stechen von dem Moment an in den Körper des Opfers, in dem er in die Rolle gelegt wird.
Diese Nadeln erledigen die Arbeit; das Blut des Opfers tropft sehr langsam aus ihm heraus. So leidet das Opfer furchtbare Qualen – Qualen, die den jüdischen Vampiren große Freude bereiten, während sie gewissenhaft jedes Detail der Entblutung mit Vergnügen und einer Liebe kontrollieren, die nur schwer zu verstehen sind.

Nach diesem barbarischen Vorgang nehmen die Juden das gewonnene Blut in der Flasche, die in den Boden [der mit Nadeln gespickten Rolle] eingesetzt ist und der jüdische Geistliche macht seine Mitgläubigen vollkommen glücklich, wenn er ihnen bei dem Fest das Gebäck serviert, in das das menschliche Blut gemischt ist.

Es gibt noch einen anderen Weg, das Blut zu vergießen. Das Opfer kann geschlachtet werden wie ein Schaf und sein Blut wird in einem Behälter gesammelt. Oder die Venen des Opfers können an mehreren Stellen aufgeschlitzt werden, so dass das Blut aus dem Körper des Opfers läuft.

Dieses Blut wird sehr sorgfältig – wie ich bereits erwähnt habe – vom „Rabbi“ gesammelt, dem jüdischen Geistlichen, dem Koch, der auf die Zubereitung dieses besonderen Gebäcks spezialisiert ist.

Die menschliche Rasse weigert sich, dieses jüdische Gebäck auch nur anzusehen, geschweige denn es zuzubereiten oder zu konsumieren! [2]

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Fußnoten:
[1] Im zweiten Teil des Artikels (am 12. März) erzählt der Kolumnist die Geschichte des Buches Esther und schließt: „Seit damals, verlangt das Alte Testament, das jüdische heilige Buch, von den Juden, dass sie dieses Fest verherrlichen und ihre Freude zu zeigen. Diese Freude kann nur mit der Konsumierung des Gebäcks mit dem eingemischten menschlichen Blut vollständig sein.“
[2] Al-Riyadh (Saudi Arabien), 10. März 2002.

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Nachtrag von MEMRI (18.3.02):
In Folge der Veröffentlichung der „Purim-Blut“-Verleumdung in der saudischen Tageszeitung Al-Riyadh hat MEMRI einige Anfragen erhalten, dass die Artikel nicht auf Al-Riyadhs Internetseite zu finden waren. Die URLs verbinden direkt auf die Artikel:
– Purim-Blut-Verleumdung Teil 1: http://writers.alriyadh.com.sa/kpage.asp?art=5230&ka=200
– Purim-Blut-Verleumdung Teil 2: http://writers.alriyadh.com.sa/kpage.asp?art=5258&ka=200
Für den Fall, dass Al-Riyadh die Artikel von ihrer Internetseite entfernt, kann MEMRI eine Fotokopie an Interessierte verschicken.

Zusätzlich berichteten einige Leser, dass in ihren Kontakten mit der saudischen Botschaft zu diesem Artikel, dass die saudische Botschaft (in den USA) das Erscheinen des Artikels nicht verleugnet, aber behauptet, Al-Riyadh sei keine Regierungszeitung, sondern eine „ganz normale, kleine, private Tageszeitung“.

Dem muss entgegnet werden:
– Der Chefredakteur, Turki Al-Sudairi, ist ein Mitglied des Al-Sudairi-Clans der königlichen Familie.
– Al-Riyadh ist eine führende Zeitung in Saudi Arabien, nicht irgendein unbedeutendes Blättchen.
– Die Internetseite des saudischen Königs Fahd enthält eine englischsprachige Sektion (www.kingfahdbinabdulaziz.com/main/g310.htm) mit dem TItel „Die Rolle des Informationsministeriums“, in der es heißt: „Das Informationsministerium ist verantwortlich für alle Informationsdienste, einschließlich Radio, Fernsehen und Schriftmedien.“ Der „Schriftmedien“-Link führt zu seiner Liste ausgewählter saudische Zeitungen, einschließlich Al-Riyadh. (heplev: Damit ist die saudische Staatsführung über das Ministerium DIREKT verantwortlich für den Abdruck des Purim-Schunds.)

In der Fortsetzung der Thematik berichtet die ICEJ am 21.03.2002:

Der Herausgeber der regierungs-kontrollierten saudischen Zeitung gabe ein Quasi-Entschuldigung für einen letzte Woche veröffentlichten Artikel, der behauptete, dass Juden das Blut von christlichen und muslimischen Kindern benutzen um besonderes Purim-Gebäck herzustellen.

Al-Riyadhs Chefredakteur Turki Al-Sudairi sagte, dass der von Umayma Ahmed al-Jalahma von der King Faisal-Universität geschriebene Artikel „für den Druck noch nicht geeignet war“.

„Ich habe den Artikel geprüft und fand ihn nicht reif für die Veröffentlichung, denn er basierte nicht auf wissenschaftlichen oder historischen Fakten. Die Implikationen dieser Information entging Frau al-Jalaham genauso wie das Verständnis, dass Juden in der übrigen Welt die eine Sache sind, während zur zionistischen Bewegung gehörende Juden eine ganz andere Sache sind, völlig verschieden, denn diese will die Palästinenser auslöschen.“

Israels stellvertrender Außenminister Michael Melchior sagte, dass sogar die Entschuldigung dazu benutzt wird Israel anzugreifen. „Die Lügen und Aufhetzung in den arabischen Medien untergraben Versuche der Normalisation und schaffen ein antisemitisches Bild, das eine weitere Generation daran hindert, im Nahen Osten in Koexistenz zu leben“, sagte er.

Verleugnung – ein Problem des muslimischen Selbstverständnisses

Daniel Pipes/Jonathan Schanzer, New York Post, 14. Januar 2002

Sie könnten versucht sein zu glauben, Sie wüssten, was am 3. Januar passierte, als israelische Marine-Spezialkräfte die Karine-A übernahmen, ein Frachtschiff mit 50 Tonnen zu schmuggelnder Katjuscha-Raketen, Antipanzer-Flugkörpern, Mörsern, Minen, Sprengstoff und Scharfschützen-Gewehren an Bord.

Sie könnten versucht sein zu glauben, der Kapitän des Schiffs bekannte im Fernsehen, dass er von der palästinensischen Autonomiebehörde beschäftigt wird und mit militärischem Befehl handelt, dass er an die iranischen Küste abkommandiert war, um die Waffen auf sein Schiff zu laden. Sie könnten versucht sein zu glauben, dass er die Gewässer vor Gaza ansteuerte, um diese Waffen in wasserdichten Behältern abzuladen, damit sie von kleinen palästinensischen Schiffen aufgesammelt werden können.

Wenn Sie das glaubten, dann wären Sie in guter Gesellschaft. Als „eindeutig“ bezeichnete der Generalstabschef die Belege dafür, dass dies eine Schmuggel-Aktion der PA war. Condoleezza Rice, US-Sicherheitsberaterin, sagte, ihre Regierung „habe den ernsthaften Verdacht“, dass der PA-Vorsitzende Yassir Arafat selbst von dem Transport wusste. Und Arafat, der persönliche Schuld leugnete, gab zu, dass seine Offiziere in den Plan verwickelt waren.

Aber die Medien des Nahen Ostens wissen es besser. „Die Geschichte des Waffenschiffes ist nichts als ein amtliches Märchen Israels ist“, verkündet der Chefredakteur der ägyptischen Regierungszeitung Al-Akhbar.

Saudische Medien stimmen überein, dass der Vorfall eine Ente war, wobei Arab News sie „eine sorgfältig gestellte Falle“ nannte und Ar-Riyadh behauptete, dass es „notwendig war, die Geschichte des Schiffs zu fabrizieren“, um andere arabische und muslimische Länder hineinzuziehen, als Geldgeber des Terrorismus. Qatars Ash-Sharq interpretierte sie als einen israelischen „Vorwand für weitere Unterdrückung und Terrorismus gegen die Palästinenser“ und eine Geschichte, die „kein geistig gesunder Mensch glauben kann.“

Mit anderen Worten: Die Medien des Nahen Ostens stürzen sich in eine unverblümte, platte und eklatante Verleugnung der Realität.

Das passt in ein gut etabliertes und wichtiges Muster. Das Amateur-Video, das Osama bin Laden zeigte, wie er grinsend die Vernichtung am World Trade Center beschrieb, hielten viele Muslime für eine Schwindel. „Ich glaube, diese Aufnahme ist gefälscht… Ich glaube nicht, dass dieses Video authentisch ist“, verkündete Muhammad Salih, eine religiöse Gestalt.

Der Kopf der jordanischen Islamischen Aktions-Front, Abd al-Latif Arabiyat, stimmt zu: „Glauben die Amerikaner wirklich, dass die Welt so dumm ist zu glauben, dass dieses Band Beweismaterial ist?“

Hani Sabai vom ägyptischen Islamischen Jihad beschuldigte das Pentagon, seine Technik zu benutzen um bin Ladens Lachen zu simulieren. „Es ist eine Fälschung“, sagte er Al-Jazira. „Die Amerikaner stellten das her.“

Muhammad Rizieq von der radikalen Indonesischen Verteidigungsfront nannte das Video „US-Propaganda, um ihre Kriegsverbrechen in Afghanistan zu verschleiern“.

Natürlich lehnte die muslimische Welt immer Verantwortung für die Anschläge vom 11. September ab: General Hameed Gul, früherer Leiter des pakistanischen Geheimdienstes, hielt US-Agenten für „die offensichtlich Schuldigen… Das war ganz klar ein Job von Insidern.“

Der Vater vom Mohammed Atta, dem vermeintlichen Anführer der Anschläge vom 11.9., lehnte es rundheraus ab, die Mittäterschaft seines Sohnes anzuerkennen und nannte die Beweise „eine Farce, eine Fälschung, eine Fabrikation.“

Solch halsstarriges Leugnen ist nicht neu. Erst letztes Jahr erklärte der irakische Verteidigungsminister, Generalleutnant Sultan Hashim Ahmed, dass die USA, weil sie ihre Ziele im Kuwait-Krieg 1991 nicht erreicht hatten, „den Krieg verloren“, eine Meinung, die von vielen in der Region geteilt wird.

Ähnlich beanspruchte die ägyptische Regierung den Sieg über Israel im Oktober-Krieg von 1973 – und baute sogar ein Museum, das dieser Fantasie gewidmet ist. Ein ägyptischer Diplomat bekennt: „Ich wusste nicht, dass wir den Krieg verloren, bis ich 26 war.“ Wie seine Erfahrung vermuten lässt, sind diese Lügen so oft wiederholt worden, dass sie von sehr vielen geglaubt werden.

Dieses Muster der Vermeidung unangenehmer Fakten bietet einen Einblick in die Probleme der muslimischen Gesellschaft. Eine Niederlage in Sieg umzudeuten, Beweise als Fälschungen und Terrorismus als einen „Insider-Job“ schafft eine alternative und feindlichere Welt.

Aber diese Ablehnung vermeidet Probleme statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Z.B. bedeutet nicht anzuerkennen, wer die Gräueltaten vom 9.11. beging, viele Ursachen zu ignorieren, vom radikalisierten Lehrplan zum Gebrauch der islamischen „Wohlfahrtsorganisationen“ zur Geldwäsche.

Teil des US-Kriegs gegen Terrorismus muss daher sein, mit muslimischen Regierungen zu arbeiten und sie dazu zu zwingen, der Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen. Das wird nicht leicht sein, aber so lange sie bei der Verleugnung bleiben, ist die Bühne für neue Katastrophen vorbereitet.

Die Rolle der Arabischen Medien: eine geschichtliche Perspektive

MEMRI, 27. Dezember 2001

Die arabischsprachige Londoner Tageszeitung Al-Hayat veröffentlichte eine ganze Seite von Leserbriefen. Zoheir Abdallah, ein Leser aus den USA, schrieb folgendes:

In den letzten 60 Jahren durchliefen die arabischen Medien drei Phasen. Die erste Phase wurde durch ‚Hayy Al-Arab‘ gekennzeichnet, ein Programm, das von Yunis Al-Bahri aus Berlins arabischem Radiosender in Nazideutschland gesendet wurde. Yunis Al-Bahri sollte die arabischen Emotionen gegen den Westen und Großbritannien anstacheln und Hitler, Nazideutschland und die Achsenmächte verherrlichen. Die Nazis hatten die Araber am Ende der Skala der menschlichen Rassen angesiedelt; wären sie im Zweiten Weltkrieg erfolgreich gewesen, ging es den Arabern heute schlechter als es der Fall ist.

Trotzdem drängte sich das arabische Publikum um das Radio um Yunis Al-Bahri zu hören und seinen Hetzkommentaren Beifall zu spenden.

Die zweite Phase wird durch „Saut Al-Arab“ repräsentiert [Radiosender „Die Stimme der Araber“] aus Kairo in Person von Ahmad Said. Ich kann mich gut daran erinnern. Jeden Abend versammelten wir uns um das Radio um diesen Sender zu hören. Meine Erinnerung führt mich zurück zu einigen der Kommentare und Flüche, die gegen die moderateren [arabischen] Könige und Präsidenten und den Westen gerichtet waren. Ich erkenne (heute) das Ausmaß der Demagogie, die von einer gesamten Generation von Arabern aufgesaugt wurde, die einer Gehirnwäsche unterzogen worden sind [und daher] sich unlogisch und emotional verhalten – was beim Sturz der moderaten Regierungen z.B. im Irak und in Libyen und ihrer Ersetzung durch Tyrannen und faschistische Parteien half, unter deren Last sich Teile der arabischen Welt immer noch bücken müssen.

„Saut Al-Arab“ ging mit der Niederlage von 1967 unter. Nach dieser Niederlage erkannte die arabische Öffentlichkeit zu spät, dass diese Hetze die Araber in einen Krieg gedrückt hatte, für den die Nation nicht vorbereitet war. Die Wunden dieser Niederlage sind immer noch nicht verheilt. Daher ist uns klar geworden, dass die Saut Al-Arab-Generation die Lehre der Generation von „Hayy Al-Arab“ nicht gelernt hat. Das einzig Gute, das aus der Niederlage von 1967 entstand, war das Verschwinden von Saut Al-Arab und seiner Demagogie.

Die dritte Phase ist die moderne Phase der arabischen Medien. Wir können dies das „Taysir ‚Alooni(1) von Kabul-Phänomen“ oder das „Al-Jazira-Phänomen“ nennen. Der Al-Jazira-Korrespondent wurde bald – richtigerweise – der Sprecher der Taliban genannt. Er übertrug uns die Bilder der zivilen Opfer der Luftangriffe, aber nicht die Bilder der militärischen Rückschläge für die Taliban. Er zeigte uns nichts – und erwähnte auch nichts – von den Massakern der Taliban an Zivilisten. Er behauptete, dass die Öffentlichkeit sich hinter die Taliban stellte. Wir sahen auf Al-Jazira nicht, wie die Menschen sich auf den Straßen von Mazar Al-Sharif und Kabul freuten, als der Alptraum der Taliban beendet war. Trotzdem hat dieser Sender es geschafft, die dritte Generation der arabischen Menschen zu gewinnen. Mit dem Beginn des Zerfalls der Taliban begann Al-Jaziras Stern zu sinken, genau wie vorher die von „Saut Al-Arab“ und „Hayy Al-Arab“.

So wird deutlich, dass die dritte Generation nichts aus den Fehlern der vorigen Generationen gelernt hat. Mit dem Beginn des Ramadan-Monats begannen einige arabische Satelliten-Sender Serien auszustrahlen, die den Hass in einer Atmosphäre vertieften, die schon davon durchtränkt ist. Ein Beispiel dieser Serien ist eine über die Kreuzzugs-Kriege, die vor fast 1000 Jahr statt fanden, von denen wir aber immer noch reden, als seien sie erst gestern gewesen. Andere Serien zeigen die [vor-islamischen] Kriege von Dakhis und Ghabraa [mythische Kriege vor der Zeit des Islam].

Viele Nationen haben einander bekämpft und einige davon fanden in der heutigen Zeit statt. Trotzdem haben diese Nationen sich ausgesöhnt und die bestmöglichen Beziehungen aufgebaut. Die Medien waren immer Vorreiter des Aufbaus dieser Beziehungen. So machten es die Deutschen und die Franzosen, die Japaner und die Russen und viele andere Völker in der zivilisierten Welt. Im Gegensatz dazu lecken wir uns immer noch die Wunden der Vergangenheit und fächeln Hass in unsere Seelen. Unsere Print- und Rundfunk-/Fernseh-Medien spielen in dieser Beziehung die Vorreiter. Das hilft dabei, eine Gruppe junger Leute auszubilden, deren Hass für andere sie dazu führt Selbstmord zu begehen, um so Menschen zu töten, von denen sie nichts wissen, nur weil sie einem anderen Volk angehören und etwas anderes glauben.

Gibt es ein Licht am Ende dieses Medientunnels?(2)

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Fußnoten:
(1) Taysir ‚Alooni war Al-Jaziras Korrespondent in Kabul vor und während des Kriegs in Afghanistan; er wurde aus Kabul evakuiert, als das Taliban-Regime fiel.
(2) Al-Hayat, London, 21. Dezember 2001.

Die Kultur des Hasses

MEMRI-Sonderbericht Nr. 328 – Arabischer Antisemitismus, 8. Januar 2002

Die saudische Regierungszeitung zur „Kultur des Hasses“:
Im Folgenden bringen wir Auszüge aus einem Artikel von Abdallah Al-Ka’id in der saudischen Tageszeitung „Al-Riyadh‘ mit dem Titel „Die Kultur des Hasses“ (Al-Riyadh, Saudi Arabien, 22. November 2001):

Wenn eine bestimmte Kultur durch negative Merkmale wie Aggressivität, Piraterie, Rassismus oder einen anderen abstoßenden Begriff charakterisiert wird, muss sie von anderen Gesellschaften gehasst werden, außer von denen, die dieselben Merkmale teilen. Das ist eine natürliche Reaktion…

Wenn andererseits sich in einer Gesellschaft der Hass gegen eine andere Gesellschaft oder Nationen [d.h. der westliche „Hass“ gegen die Nation des Islam] wegen deren Glauben oder ihrer Lebensform einpflanzt oder weil sie nicht mit bestimmten Traditionen oder Bräuchen klar kommt – dann kann das nicht akzeptiert werden!!!

Zum Beispiel kann man über den Hass der meisten Nationen der Welt gegen das „zionistische Gebilde“ erstaunt sein – wegen seiner Geschichte, die nicht voll ist von menschlichen Errungenschaften, sondern von barbarischen Massakern, Betrug und teuflischem Geist. Wegen dem, was sie durch die Besatzung des arabischen Staates Palästina durch sie [die Juden] zu leiden haben, der Katastrophen, der Grausamkeit und der Ungerechtigkeit, die allen bekannt sind, ist der Hass besonders unter den Arabern im Steigen begriffen.

Hass gegen den zionistischen Feind wird mit der Muttermilch aufgesaugt

Aus diesem Grund saugen arabische Säuglinge – bevor sie das Alter der Selbsterniedrigung und Unterwerfung erreichen – den Hass gegen den zionistischen Feind mit der Muttermilch auf; dieser Hass kann nicht ausgemerzt werden, trotz allen Geredes über falsche Friedensabkommen.

Wie warm auch immer die Küsse, wie kräftig das Händedrücken auch sein werden, ihre Herzen sind voll Hass, ihre Seelen voller Wut und ihre Augen blicken mit Ekel auf die Flagge des zionistischen Gebildes im Herzen [einiger] arabischer Hauptstädte.

Ehrenmänner wollen die Flagge in Stücke reißen, sie auf dem Boden verschmutzen. Sie wollen diese Fremden hinaus werfen, die in unser Land kamen, so dass unsere palästinensischen Brüder in ihrem Land in Frieden und Sicherheit leben können wie andere Völker auch. Haben sie nicht das Recht dazu?

Unser Hass in unseren Seelen verwurzelt

Ich predige den Hass nicht oder lobe ihn als eine Methode des menschlichen Verhaltens. Aber das gehasste Individuum oder die gehasste Gesellschaft muss sich selbst hinterfragen, um zu verstehen, warum es so ist, denn keine Gesellschaft oder Person kann ohne Grund so gehasst werden…

Ich möchte ein gutes Beispiel dafür anführen, wie der Hass gegen das zionistische Gebilde in den Seelen der Araber Wurzeln schlägt… Ich nahm an einer internationalen Konferenz über Verkehrsunfälle im Militär teil, die in Paris statt fand. Bei mir war ein Kollege, einer der enthusiastischen, jungen Offiziere, dessen Laune umschlug, als er erfuhr, dass ein Mann, der bei einem Randgespräch zwischen den Treffen neben uns gestanden hatte, ein Transport-Offizier des verabscheuten zionistischen Gebildes war.
Mein Kollege schäumte vor Wut und schwor, dass er nicht neben diesem Kriminellen stehen würde, mit ihm sprechen würde oder den Saal beträte, in dem er saß… Er beruhigte sich nicht, bevor ich ihm schwor, dass ich nicht gewusst hatte, welche Staatsbürgerschaft dieser Mann inne hatte, denn er war in der Gesellschaft von Offizieren aus aller Welt – und dass ich selbst nicht in der Lage war, neben jemandem zu stehen, von dessen Händen das Blut unschuldiger Araber tropfte.

Dies sind unserer Feinde und unser Hass gegen sie ist in unseren Seelen verwurzelt; das einzige, das ihn beseitigen kann, ist ihr Abzug aus unserem Land und die Reinigung unserer heiligen Stätten von der Schändung durch sie!!!

Ich denke, dieser Text spricht für sich. Wenn den Israelis auf arabischer Seite schon bei den „moderaten“ Staaten eine solche Haltung entgegen schlägt, was kann man dann erst von den „Extremisten“ erwarten?
Dass diese Meinung nicht die eines Einzelnen ist, kann man daran erkennen, dass sie in der Zeitung der saudischen Regierung veröffentlicht wurde. Dort wird wohl kaum etwas abgedruckt, was der Haltung der saudischen Herrscher (offen) widerspricht.

Der Autor macht jede Hoffnung zunichte, dass sich am arabischen Hass etwas ändern könnte. Er erklärt fest und unwiderruflich, dass alles andere als der Hass auf Israel unglaubwürdig ist, Täuschung. Wenn das so ist, dann spielen alle Verhandlungen der Israelis mit den Palästinensern oder jedem anderen arabischen „Gebilde“ (seien es Staaten, Organisationen oder andere Gruppierungen) keine Rolle – denn sie werden keinerlei Wirkung haben; sie werden nur ein Ziel haben: Die Schritte zur Vernichtung Israels weiter voran zu treiben und die Ausgangsposition für den nächsten Schritt zu verbessern.

Fotos: 38 Juden und 300.000 Muslime

Elder of Ziyon, 22. Juni 2017

In den letzten 24 Stunden besuchten nach Angaben arabischer Medien 38 Juden den Tempelberg.

Das ist natürlich entsetzlich. Wie können Juden es wagen friedlich ihren heiligsten Ort besuchen? Das ist eindeutig eine Verletzung der Rechte der Muslime.

Nach Angaben derselben besuchten nach Angaben derselben islamischen Waqf, die eifersüchtig jeden Juden zählt, rund 300.000 Muslime denselben Ort.

Trotzdem beschweren sich die Muslime über Einschränkungen ihrer freien Religionsausübung.

Zeit zuzuhören

A TIME TO SPEAK, Jahrgang II, Nr. 24, Dezember 2002- Heschvan/Kislev 5763 (nicht mehr online)

Spezial: „Zehn schlechte Gründe für einen palästinensischen Staat“, das ursprünglich Teil der Ausgabe 10 (vom Oktober 2001) war, wurde ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht. Es ist nun auf der Internetseite als separater Eintrag unter dem Titel „Zwölf schlechte Argumente für einen palästinensischen Staat“ zu finden.

“Sie spotten und planen Böses. Aus ihrer Höhe planen sie Falsches zu tun.“
Psalm 73,8

„Manchmal ist es die vordringlichste Aufgabe des Intelligenten, das Offensichtliche zu sagen.“
George Orwell

Es gibt derzeit einen populären Expertenspruch: „Der Nil ist gar kein Fluss in Ägypten“. (Ein Wortspiel: „Denial ain’t just a river in Egypt“, wobei „denial“ auch für „the Nile“ steht, während es eigentlich „Verleugnung“ bedeutet). Dieser kann gut auf all jene angewendet werden, die den Frieden im Nahen Osten dadurch erreichen wollen, dass sie Abgesandte losschicken, Shuttle-Diplomatie betreiben, Pläne entwerfen, Zeitpläne aufstellen, über Resolutionen debattieren, Konferenzen abhalten, Gastfreundschaft an Terroristen verschwenden oder als Solisten, Chor oder Claqueur in einem schlechten Quartett auftreten.

„Leugnung“ ist die Selbsttäuschung oder der Vorwand, dass Frieden dadurch erreicht werden kann, dass man Israel zwingt den arabischen Forderungen nach Territorium, Grenzen, Siedlungen, Rückzügen, Flüchtlingen und allem anderen, das ihnen einfällt, nachzugeben.

Für diejenigen, die bereit sind zuzuhören, machen die Araber selbst so deutlich wie möglich, dass

1) das „Problem“ darin besteht, dass Israel überhaupt existiert,

2) die einzige Lösung die ist, dass Israel zu existieren aufhört, alles Land den Arabern gehören sollte und alle Juden abgeschlachtet, ausgewiesen oder unterjocht werden.

Sie verbreiten diese Botschaft selbst, aber die bekannten Nachrichten-Medien sind nicht geneigt sie weiter zu verbreiten. Diejenigen, die bereit sind zu hören, können jedoch die Botschaft finden. Sie ist so klar und unzweideutig, dass die, die sie ignorieren,

1) sich nicht darum bemühen die grundlegendsten Tatsachen zu erfahren oder

2) nicht begreifen, dass ihre Ideen für Israel tödlich sind oder

3) sich der Wirklichkeit verweigern, um diese Erkenntnis zu vermeiden oder

4) beabsichtigen, dass ihre Konzepte Israel vernichten.

Die Europäische Union und die UNO geben durch ihre eigenen Berichte Zeugnis davon, dass für sie wohl die Erklärung Nr. 3 gilt, da sie durch unbarmherzige Schmähungen, Verleumdungen und Verunglimpfungen Israel als lebensunwürdig darstellen.
* * * * *

„Frieden für uns bedeutet die Vernichtung Israels, nichts anderes.“
Yassir Arafat

„Wir kämpfen nicht, damit ihr uns etwas anbietet. Wir kämpfen, damit ihr ausgelöscht werdet.“
Hassan Massawi, Hisbollah

„Wir werden mit den Schädeln der Söhne Zions [d.h. der Juden] eine Brücke in den Himmel bauen.“
Hamas-Internetseite, Dezember 2002

„Nehmt einigen Leuten den Hass weg und ihr habt Leute ohne Glauben.“
Eric Hofer

Der Journalist Ehud Ya’ari denkt über die Bedeutung der Judeophobie in der populären Unterhaltungsindustrie nach, zu lesen in „The Jerusalem Report“ vom 16. Dezember 2002:

„Reiter ohne Pferd“, der von 14 arabischen Fernsehstationen ausgestrahlte ägyptische Fernseh-Hit, ist nicht die einzige antisemitische Produktion, die jeden Abend während des Ramadan diesen Jahres über die Bildschirme galoppiert… Antisemitismus ist das letzte Wort in der arabischen Unterhaltungsindustrie geworden.

Al-Manar, die aus dem Libanon sendende Fernsehstation der Hisbollah, lässt Dr. Ghazi Hussein reden, der im Studio sitzt und kenntnisreich die typischen Charakteristika der Juden definiert, darunter „Lüge, Verrat und Habgier“… Die Werbung für das Programm schließt Videoclips ein, die versprechen, dass „Israel ausradiert wird“ – mit den entsprechenden Bildern zur Illustration.

Das syrische Fernsehen bringt eine eigen-produzierte dramatische Serie, „Der Zusammenbruch der Legenden“. Ihre zentrale Aussage ist, dass es keine archäologischen Belege gibt, die die Geschichten des Alten Testaments bestätigen; dass die uns heilige Torah nichts als eine Fälschung ist, die von den Rabbinern erstellt wurde; dass sie keine Verbindung zu den Zehn Geboten habe, sondern eine Verfälschung der Geschichte ist, die den Juden einen Anspruch auf das Land Israel verschaffen soll.

… Das palästinensische Fernsehen sendet eine Dokumentationsreihe mit einem einzigen Ziel: den „Mythos“ zu widerlegen, dass je ein jüdischer Tempel in Jerusalem stand und jeden historischen Verweis auf diese Behauptung als einen Akt der Täuschung darzustellen. Die Botschaft lautet, die Juden hätten in der Heiligen Stadt nichts zu suchen.

In der ägyptischen Serie… sehen die Juden aus, als seien sie gerade dem „Stürmer“ entsprungen und benehmen sich wie des Teufels Advokat, intrigieren, sähen Korruption und drücken generell alles aus, was es zur Menschheit an Ekligem gibt.

Die unvermeidliche Folge ist, dass eine bedeutende Anzahl, wenn auch längst nicht alle Mitglieder der jüngeren Generation der arabischen Künstler… freiwillig ihre Dienste angeboten haben, um diese Botschaft zu schärfen und stilistisch zu bearbeiten…: dass es keine Möglichkeit gibt mit den Juden Frieden zu schließen – nicht wegen irgendeiner politischen Auseinandersetzung oder eines Zusammenstoßes über Territorium, sondern weil diese Nation a priori nicht zur menschlichen Rasse gezählt werden kann. [Hervorhebung hinzugefügt] Die jüdische Religion ist eine große, fortgesetzte Lüge und die jüdische Geschichte ist die Frucht einer beständigen Verdrehung der Vergangenheit. Weiterhin bilden die Juden für den Rest der Welt auch in der Zukunft eine Bedrohung.

Seit einiger Zeit frage ich mich mit einigen Kollegen, die ihr Ohr tagtäglich den Stimmen widmen, die von der anderen Seite kommen: Wohin führt diese Kampagne? Immerhin geht es hier nicht um den Rückzug aus den Gebieten oder darum, den palästinensischen Flüchtlingen ein „Rückkehrrecht“ einzuräumen. Es ist vielmehr eine weit gehende, gefährliche Begründung, die die Rechtfertigung einer Massenexilierung der Juden aus Israel liefert – „ethnische Säuberung“ in heutigem Sprachgebrauch; und darüber hinaus gehend baut man eine Rechtfertigung für Völkermord auf!
* * * * *
Juden, die in muslimischen Gesellschaften lebten, wurden von Anfang an dem untergeordneten Status des „Dhimmi“ unterworfen, verbunden mit raffinierter Unterdrückung und Erniedrigung. Dazu gehörten u.a.

– der Zwang, eine ungeheure Kopfsteuer zu zahlen
– die Verweigerung von juristischen und Bürgerrechten
– der Zwang, eine besonderes Kennzeichen zu tragen
– der Zwang, ein „Teufelszeichen“ an ihren Türen zu haben
– der Zwang, die härtesten Arbeiten zu tun
– sie konnten jederzeit entführt und versklavt werden
– das Verbot in einem zweistöckigen Haus zu wohnen, damit sie sich nicht „über“ Moslems auf der Straße befinden konnten
– das Verbot Schuhe zu tragen
– das Verbot auf Pferden zu reiten
– das Verbot im Regen zu gehen, der ihre Verschmutzung auf einen Muslim spritzen könnte

Heute erlebt die arabische Welt, wie die verabscheuten und verachteten Juden einen Staat in ihrer Mitte schaffen, der – trotz all seiner Fehler und Unzulänglichkeiten – frei, lebhaft und blühend ist. Die arabische Welt hat alles versucht, diesen Staat zu zerstören: Kriege, Terrorismus, Blockaden, Boykotte, Propaganda – und trotz der Überlegenheit an Menschen, Ressourcen und Geld ist es ihnen nicht gelungen.

Ein solch althergebrachter und gepflegter Hass, verschlimmert durch diesen Frust, kann durch keine Konzession oder Belohnung gelindert werden, die Israel am Leben lässt.

Sich etwas anderes einzubilden, ist Verleugnung. Etwas anderes zu behaupten, ist Betrug.

Einige der Wurzeln des arabischen Hasses gegen die Juden und Israel werden in Auszügen aus „Arab Muslim Antisemitism“ (Arabisch-muslimischer Antisemitismus) von Andrew G. Bostom im FrontPage Magazine.com vom 25. November 2002 aufgezeigt:

Für die Freunde der Wahrheit ist es eine Pflicht, sich an die vorausgegangene Geschichte zu erinnern, als arabische Sprecher und PLO-Apologeten versuchten den Terrorismus gegen Juden in Israel „in Zusammenhang“ zu bringen und „die israelische Besatzung von 1967“ dafür verantwortlich zu machen. Diese Gewalt begann nicht 1967, noch nicht einmal infolge der Gründung Israels 1948; sie war nie durch geographische Grenzen beschränkt; und ihre Quelle ist nicht politischer Natur.

Wie eine vom PA-Fernsehen gesendete Freitagspredigt aus dem letzten Jahr erklärte: „Gesegnet seien die, die eine Kugel in den Kopf eines Juden schießen… den Feinden Allahs, der im Koran verfluchten Nation, die der Koran als Affen und Schweine bezeichnet…“

Es gab auch eine Zukunftsbotschaft in den Worten des von der PA ernannten Geistlichen: „Allah möge machen, dass die Muslime über die Juden herrschen. Wir werden sie in Hadera in die Luft jagen, wir werden sie in Tel Aviv und in Netanya in die Luft jagen… Wir werden Jerusalem als Eroberer betreten und Jaffa als Eroberer und Haifa als Eroberer und Aschkelon als Eroberer…“ In Bezugnahme auf ein Hadith (eine mündliche muslimische Tradition, die Mohammed und seinen Jüngern zugeschrieben wird) sagt der Prediger, dass die Natur selbst den Muslimen bei ihrer Verfolgung der Juden zu Hilfe kommen wird: „…bis die Juden sich hinter Bäumen und Steinen verstecken werden und der Baum oder Stein wird sagen: ‚Muslim! Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir.’“ [HE: Dem Satz folgt dann in anderen „Predigten“ immer noch: „Komm und töte ihn!“]

[Dr. Bostom erklärt, wie der Mann, den die Briten als geistliches Oberhaupt der palästinensischen Muslime ernannten, fast eine halbe Million Juden auf einen Schlag tötete:]

Hadsch Amin al-Husseini wurde vom britischen Hochkommissariat im Mai 1921 zum Mufti von Jerusalem ernannt… Während der Hezte, die zu der arabischen Revolte von 1929 in Palästina führte, rief er zur Bekämpfung und Abschlachtung „der Juden“ auf – nicht nur der Zionisten. Tatsächlich waren die meisten jüdischen Opfer des arabischen Aufstands von 1929 Juden aus den Jahrhunderte alten „Dhimmi“-Gemeinden (z.B. in Hebron)…

Mit dem Aufstieg des Nazi-Regimes in den 1930-ern intensivierten der Mufti und seine Clique ihre antsemitischen Aktivitäten, um sich Unterstützung von Hitlerdeutschland, bosnischen Muslimen und allgemein der arabischen Welt für den „Jihad“ zur Auslöschung der Juden Palästinas zu sichern…

Er verbrachte den Rest des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und Italien. Aus dieser Zufluchtsstätte sorgte er für aktive Unterstützung der Deutschen, indem er bosnische Muslime und zusätzlich muslimische Minderheiten aus dem Kaukasus für besondere SS-Einheiten rekrutierte. Er wies sie an: „Tötet die Juden, wo immer ihr sie findet. Das gefällt Allah und der Religion.“

Sein gnadenloses Einreden auf deutsche, rumänische und ungarische Regierungsbeamte verursachte die Rücknahme von schätzungsweise 480.000 Ausreisegenehmigungen, die Juden bereits gewährt worden waren… Das Ergebnis davon war, dass diese Unglücklichen in die polnischen Konzentrationslager deportiert wurden. Ein 1947 der UN-Vollversammlung vorgelegtes Dokument beinhaltet den Brief des Muftis an den ungarischen Außenminister vom 28. Juni 1943 mit der Forderung der Deportation der ungarischen Juden nach Polen; er enthält diese heftige, aussagekräftige Randnotiz: „Als Konsequenz dieser Forderung wurden 400.000 Juden anschließend getötet.“…

Der angesehene Journalist und Schriftsteller David Pryce-Jones hellt den herausragenden Status des Antisemitismus im bitteren Vermächtnis des Muftis auf: „Sein Hass auf die Juden war instinktiv, stammesbedingt; er wünschte sie niederzumähen, ihnen ins Gesicht zu sagen: ‚Nichts als das Schwert wird die Zukunft dieses Landes entscheiden.’ Dass sich das unter Elend und Ruin bewahrheitete, ist Hadsch Amins Denkmal für die Nachwelt.“

Pryce-Jones Einblicke unterstreichen den immensen Einfluss der persönlichen Überzeugungen des Mufti und der Hass erfüllten Botschaften auf die Entwicklung der arabischen und palästinensischen Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Es ist unbestreitbar, dass der bösartige Antisemitismus des Mufti die arabische Politik gegenüber Israel weiter beeinflusst. Es ist nicht überraschend, dass Yassir Arafat, seit er 16 alt war, für den Mufti arbeitete und terroristische Aktionen durchführte. Arafat betrachtet den Mufti immer noch als seinen wichtigsten spirituellen und polistischen Mentor.“
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Wir hofften, es sollte Friede werden, aber es kommt nichts Gutes; wir hofften, wir sollten heil werden, aber siehe, es ist Schrecken da
Jeremia 8,15

„Dieser ungerechte Staat Israel wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat USA wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat Großbritannien wird ausradiert werden.“
offizielle Predigt in einer PLO-Moschee

In einem Interview mit dem PLO-Fernsehen erzählt die Mutter zweier Terror-Bomber der jüngsten Vergangenheit von ihrer Pilgerreise nach Mekka und ihren dortigen Gebeten. Ihre Gefühle werden so oft von anderen Eltern wiederholt, dass sie nicht als selten oder als Verirrung betrachtet werden können. Der Bericht stammt von Palestinian Media Watch, 12. Dezember 2002:

[Mein zweiter Sohn] wurde Shahid [Selbstmord-Bomber], als er 20 Jahre alt war. Bevor ich meine Pilgerreise [nach Mekka] machte, legte er seine Hände auf meinen Kopf und sagte: „Sei ruhig, Mutter, sei ruhig, das ist mein Wunsch. Bete für mich, dass ich ein Shahid sein werde [für Allah sterbe].“ Als ich die Runde in Mekka und Medina ging, schwor ich Allah, dass ich für ihn betete … und sagte: „Preis sei Allah, meine Kinder wollen Märtyrer sein und das ist ein besserer Tod als wir ihn haben werden, wenn wir sterben. Ihr Tod ist für Allah, Tod für unser Land, Tod für unser Jerusalem.

Ich haben einen Wunsch für alle israelischen Mütter, für alle Israelis: Sie sollen sich nicht erholen können, sie sollen nicht friedlich schlafen können, sie sollen immer Albträume haben, Tag und Nacht, wohin immer sie gehen und was immer sie tun… nicht nur wegen Bomben und Anschlägen, sondern Albträume Tag und Nacht. Sie sollen davon träumen, wie das palästinensische Volk sie tötet und sie in die Luft jagt. Sie sollen nicht entspannen und nicht schlafen können. Nicht sie und nicht ihre Söhne, nicht ihre Kinder, auch nicht die israelische Armee. Die sollen nicht in der Lage sein mit dem Bus zu reisen, keinen Panzer fahren, nicht einmal mit dem Fahrrad fahren können. Wo immer sie sich hin wenden, die Israelis sollten [jemanden] sehen und sagen: „Vielleicht ist das ein Palästinenser.“ …

Kein Israeli, wer auch immer, sollte in Ruhe leben können. Selbst in ihrem Schlaf werden sie Albträume haben. Wir werden sie Tag und Nacht in die Luft jagen, wo immer sie hin gehen. Und ich als die Mutter zweier Märtyrer, wenn ich Israelis sehe, dann werde ich mich unter ihnen in die Luft sprengen.“

Der Kommentar des Interviewers: „Natürlich sind wir immer sehr stolz auf alle unsere Märtyrer.“

Hassa Nasrallah, Hisbollah-Chef, am 15. November 2002 (von MEMRI übersetzt):

Wir betrachten Amerika als einen Feind der islamischen Nation, haben aber bisher noch keine direkten militärische Aktionen durchgeführt.

Die Nation hat den Gebrauch von Selbstmordanschlägen aufgenommen, ohne den Akt des Selbstmords ist der Kampf bedeutungslos. Die amerikanische Regierung und die Experten in Amerika und Israel wie auch die Generale waren nicht in der Lage, das Konzept des Selbstmords und die Waffen der Selbstmordangriffe zu eliminieren.

… Wir müssen dafür arbeiten, das Konzept des Todes für die Verwirklichung von Allahs Weg wie auch den Akt des Selbstmords in der [islamischen] Nation zu verbreiten um unser Land zu beschützen.“

Aus einer offiziellen Predigt in einer PLO-Moschee, die vom PLO-Fernsehen gesendet wurde. Der Bericht stammt von PMW (Palestinian Media Watch) vom 11. Dezember 2002:

Preis sei Allah, der [die Juden] verflucht hat, die Brüder von Affen und Schweinen, mit einem Strom von Flüchen, der weiter gehen wird, bis die Toten auferstehen. Er hat uns vor ihrer Bösartigkeit und ihrer Arroganz gewarnt… Die Juden sind Juden und uns ist es verboten ihre Charakterzüge auch nur einen Augenblick zu vergessen…

O [muslimische] Diener Allahs! … Wir sind die Gläubigen der Wahrheit und im wahren Glauben. Allah liebt die, die für ihn kämpfen. Allah sagt zu den Juden und den Götzenverehrern: „Euer Gott hat erklärt, dass er bis zur Wiederauferstehung mit Sicherheit gegen sie [die Juden] alle [Araber und Muslime] schicken wird, die sie mit furchtbare Qualen betrüben werden.

… Mohammed warnte uns strengstens vor ihnen. Er sagte, nachdem er sie aus Arabien vertrieben hatte, … dass [Muslime] die mit der Wahrheit sind und die Juden nur Falschheit haben.“
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Seit Beginn des „Olso-Friedensprozesses“ haben PLO-Führer zugegeben, dass dieser ein Trick ist, geschaffen um Israel für den letzten, Tod bringenden Schlag zu schwächen [vgl. Ausgabe 4]. Die PLO hat nie ihre Charta geändert, die immer noch als Grund ihrer Existenz die Zerstörung Israels definiert. Nun wollen einige Meinungsmacher im PLO-Land den Vorwand fallen lassen, dass die PLO eine Koexistenz mit Israel anstrebt. Auszüge aus dem Bericht von Khaled Abu Toameh aus der „Jerusalem Post“ vom 15. Dezember 2002:

Rund 70 prominente palästinensische Personen haben eine Petition unterzeichnet, die die Autonomiebehörde aufruft, die Oslo-Vereinbarungen zu aufzuheben.

Dies ist das erste Mal, dass eine so große Gruppe weithin respektierter und einflussreicher Palästinenser eine solche öffentlichte Forderung nach Abschaffung der Oslo-Vereinbarungen und zur „Option des Widerstands“ gegen Israel veröffentlicht hat.

Zu den Unterzeichnern der Petition gehören Mitglieder des Palästinensischen Legislativrats und des palästinensischen Nationalrats, wie auch Universitäts-Lehrer, Akademiker, Juristen, frühere Bürgermeister, Ärzte, politische Aktivisten, Arbeiter, Mitglieder der Studentenverbindungen und Geschäftsleute.

„… Wir rufen die arabischen Staaten und ihre Führungen auf, vornehmlich die Autonomiebehörde, die Oslo-Vereinbarungen zurückzuweisen“, heißt es in der Petition… Wir rufen auch zur Zurückweisung separater und bilateraler Vereinbarungen auf, die uns gegen unseren Willen zur Befreiung und [gegen] die arabische Solidarität aufgedrängt werden.“

Die Petition beschwört die PA den Schaden zu reparieren, der aus den Oslo-Vereinbarungen entstanden ist und „den nationalen Willen zum Widerstand zu vereinigen“.
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Der saudische Innenminister, Prinz Nayef Ibn Abd Al-Aziz, behauptet, dass „die Zionisten“ hinter dem Terrorismus des 11. September stecken. Aus einem Interview mit einer kuwaitischen Zeitung, wie MEMRI am 3. Dezember 2002 berichtete:

Prinzi Nayef betonte, dass die Beziehungen zwischen der saudischen und der US-Regierung stark sind, trotz der zionistisch kontrollierten Medien, die die Vorfälle des 11. September manipulierten und die öffentliche Meinung in den USA gegen die Araber und den Islam richtete. Prinz Nayef sagte: „Wir setzen große Fragezeichen und fragen, wer die Ereignisse des 11. September beging und wer vo ihnen profitierte. Wer profitierte von dem Geschehen am 11.9.? Ich denke, sie [die Zioinisten] stecken hinter diesen Ereignissen.“…
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Die IDF (Israel Defense Forces – israelische Verteidigungskräfte) zahlt Entschädigungen an palästinensische Araber, denen sie – auch unabsichtlich – Schaden zugefügt hat. Wie diese Praxis ausgenutzt werden kann, wird in einem Bericht vom 10. Dezember 2002 aufgezeigt:

Verschiedene Palästinenser bezeugten, dass sie gefälschte Ansprüche gegen die IDF eingereicht haben, wegen Verletzungen, die sie nach eigenen Angaben erhielten. Sie wollten so Entschädigungen von Israel erhalten. Sie sagen auch, dass viele andere Palästinenser in der Vergangenheit solche falschen Ansprüche gestellt haben.

… Ein Verdächtiger sagte gegenüber Sicherheitsquellen vor einigen Monaten aus, dass er behauptete, von Steinen verwundet worden zu sein, die von palästinensischen Kindern auf IDF-Soldaten geworfen wurden. „Also ich dort stand, wurde ich am Kopf von einem Stein getroffen, der von einem der Kinder nicht weit genug geworfen wurde.“ Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort sagte ihm ein Arzt, dass er ein Beschwerdeformular erhalten würde, das die IDF verantwortlich machen würde und das es ihm ermöglichte Schadensersatzansprüche vom Staat Israel zu verlangen.

Der Verdächtige sagte, dass Dr. Zahar, der ihn wegen seiner Verletzungen behandelte, ihn überzeugte eine falsche Beschwerde einzureichen; er sagte ihm, dass so etwas schon häufig gemacht worden war.

Ein weiterer palästinensischer Verdächtiger fiel am 26. Oktober 2002 die Treppe in seinem Haus hinunter und brach sich ein Bein. Nach der Aussage des Verdächtigen überzeugte ihn sein Nachbar eine falsche Beschwerde einzureichen, in der er behauptete, die Verletzung sei das Resultat von Schlägen, die ihm IDF-Soldaten zufügten. Dies, so sagte ihm sein Nachbar, würde bedeuten, dass er Entschädigung beanspruchen könnte.

… Der Verdächtige tat, was sein Nachbar vorschlug. Er erhielt ein medizinisches Formular, das er von IDF-Soldaten geschlagen worden sein, reichte Beschwerde ein und erhielt $200. Er fügte hinzu, dass er viele andere Palästinenser kannte, die ähnlich gefälschte Ansprüche erhoben. Er betonte, dass das Ziel war, von Israel so viel Geld wie möglich durch Entschädigungen zu bekommen.

„Ich hörte, dass es viele Leute gab, die ähnlich falsche Ansprüche angemeldet hatten. Es gibt Leute, die Zuhause verletzt wurden und bei Ankunft im Krankenhaus behaupteten, dass Soldaten sie geschlagen hätten. Israelische Soldaten verletzten sie nicht. Sie wurden in Unfällen wie einem schlimmen Sturz verletzt, wie in meinem Fall. Das Ziel ist, Entschädigungszahlungen von Israel zu erhalten.“

[Kommentar: Diese Opfer sind in den neuen Zählungen der Medien der durch die Juden verwundeten Araber enthalten.]
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Es ist Brauch, am muslimischen Feiertag Eid al Fitr den Kindern Geschenke zu geben. Dieses Jahr war ein beliebtes Geschenk zu dieser Gelegenheit eine Osama bin Laden-Puppe.

 

Liberaler Kolumnist ruft Hamas zur Beendigung des Terrorismus auf

MEMRI-Sonderbericht Nr. 401, 21. Juli 2002

Der tunesische Liberale Al-Afif al-Akhdhar, der in Paris lebt und für die arabischsprachige Londoner Tageszeitung Al-Hayat schreibt, veröffentlichte einen offenen Brief an Hamas, in dem er alle Organisationen aufruft die Selbstmordanschläge zu beenden. Es folgen Auszüge aus dem Artikel:
(heplev: Die Einschätzung Israels durch den Autor kann ich nun überhaupt nicht teilen. Ich werfe ihm auch vor, dass er Terror nicht aus moralischen Gründen ablehnt, sondern nur, weil „seine Zeit“ vorbei sei! Aber die Vorwürfe an die Hamas finde ich sehr interessant. )

Ihr dient Israel

… Eure Selbstmordaktionen und eure arroganten Erklärungen bezüglich der Notwendigkeit der Elimination des Staates Israel, das ein Mitglied der UNO ist, gibt der israelischen Propaganda einen Trumpf, der es ihr ermöglicht den Propagandakrieg mit der Behauptung zu gewinnen, dass die Palästinenser keinen Staat neben Israel wollen, sondern einen Staat auf den Ruinen des Staates Israel. Diese Erklärung [dass Israel ausgelöscht werden muss] ist im internationalen Konsens nicht akzeptabel und passt nicht zu einem vernünftigen Politiker, denn sie führt zur diplomatischen und medialen Isolation und setzt das Volk den Tragödien aus…

Was ist das Ziel dieser Selbstmordanschläge und kann dieses Ziel in absehbarer Zukunft erreicht werden?

Die von nationalen Befreiungsbewegungen [in aller Welt] seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts benutzte bewaffnete Gewalt, z.B. in Algerien und Vietnam, hatte nie gezielt Zivilisten angegriffen. Ihr erklärtes Ziel war, den Feind zu zwingen sich an den Verhandlungstisch zu setzen und eine Einigung zu erzielen. Im Gegensatz dazu seid ihr von der Hamas von diesem politisch-militärischen Weg abgewichen und greift israelische Zivilisten an und erklärt dazu, dass Verhandlungen mit Israel ein Verbrechen seien. Ihr habt es sogar abgelehnt, an den Wahlen von 1994 teilzunehmen, weil die Palästinensische Nationale Autonomiebehörde, die sie organisierte, aus Verhandlungen mit Israel entstanden war…

Irrational nihilistisches Verhalten

Dieses irrational nihilistische Verhalten hat einen Namen: nihilistische Worst-case-Politik. Sie ist die schlimmste, denn sie geht unweise Risiken ein. Sie folgt der Logik des biblischen Samson: „Lass mich mit den Philistern sterben.“ Sie ist nihilistisch, weil sie im Endeffekt alle Werte und Normen negiert, die die internationale Gemeinschaft untermauern. Euch sind die zerstörerischen Ergebnisse der Selbstmordoperationen egal, wie auch die zunehmende Unterdrückung eures Volkes und die Ausdehnung des Krieges in arabische Länder der Region, wodurch in diesen Anarchie gespäht und sie unregierbar gemacht werden.

In dieser Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Schmerz, in der ihr Blut [das der Palästinenser] so gering geschätzt wird, in der ihr Leben verachtet wird und in der ihre Zukunft auf dem Altar der naiven Illusion der „Befreiung Palästinas bis zum letzten Grashalm“ enteignet wird, drückt sich eine halluzinatorische Paranoia aus, die Mord und Selbstmord als Ziele an sich betrachtet. Es drückt sich eine Art Identität aus, die von denen geliebt wird, die nach Macht und Blut hungern, die religiöse Werte genauso verachten wie die Werte dieser Welt.

Diese Worst-case-Haltung ist die Quelle aller politischen Blindheit. Sie ist es, die dafür gesorgt hat, dass ihr euch in den eigenen Fuß geschossen habt und menschliche Bomben gegen die Zukunft eures Volkes explodieren lässt. Sie ist es, die dazu geführt hat, dass eure politischen Möglichkeiten sich allem annähern, das dem Feind eures Landes nutzt. Beleg dafür ist das Timing eurer Selbstmord-Anschläge und eurer schändlichen Kooperation mit Sharon im Widerstand gegen alles, was den Frieden voran bringt.

Ihr habt in den letzten Jahrzehnten alle Chancen verpasst

1996 habt ihr eure Selbstmordanschläge zeitlich so abgepasst, dass sie mit den israelischen Wahlen zusammen fielen, damit ihr Netanyahu helfen konntet den Friedensprozess abzubrechen und Peres zu stürzen, dessen Plan es war in die Geschichte als der Verfasser des arabisch-israelischen Friedens einzugehen. 1997 sagte der verstorbene syrische Präsident: „Wäre Peres gewählt worden, gäbe es bereits Frieden zwischen uns und Israel.“

Rabins Ermordung durch einen jüdischen Terroristen und der Sturz seines Verbündeten Peres durch euch beendeten jede Friedensdynamik. Das kranke palästinensische Volk und seine Führer bezahlen immer noch für diesen Fehler. Hamas und die Likud-Führung teilen als gemeinsamen Nenner die resolute Opposition gegen alles, was in Richtung Frieden geht und verhindern die Gründung eines palästinensischen Staates, den der Likud als den Anfang des Endes Israels betrachtet und ihr als Garantie für Israels Existenz! Als Sharon in der Knesset gegen den ägyptisch-israelischen Frieden stimmte, stimmtet ihr durch die Moslem-Bruderschaft in den Straßen von Kairo dagegen… Sharon stimmte gegen die Madrider Friedenskonferenz; so auch ihr auf eure besondere Weise. Er stimmte gegen die Oslo-Vereinbarungen; so auch ihr, indem ihr sie als Gotteslästerung bezeichnetet. Der Held von Sabra und Shatila stimmte gegen den israelisch-jordanischen Frieden; so auch ihr.

Was sorgt dafür, dass eure Haltung der der Feinde eures Volkes und eures Staates sich so annähert? Könnte es Kollaboration sein? Gott bewahre! Es gibt einen anderen Grund, der das Ergebnis nicht minder schwer wiegend macht. Es ist eure Unfähigkeit euch von der Religion hin zur Politik zu bewegen.

(Der Journalist) Huda Al-Husseini schrieb: „In einem Telefongespräch sagte mir ein britischer Experte für islamistische Bewegungen, dass es das Ziel der Hamas sei den Staat Israel zu eliminieren…“ Dieser Experte sagte: „Als ich mich mit Hamas-Führern traf, war ich von der Entdeckung überrascht, dass die meisten ihrer Mitlieder sagen, die Gründung eines islamischen Staates würde etwa um 2022-23 kommen… Da muss ein Datumsfehler vorliegen, denn 1999 besagte ein religiöses Urteil von Ahmed Yassin, dem spirituellen Führers der Hamas, dass das Datum der Gründung des islamistischen Staates in Palästina, auf den Ruinen Israels und in Übereinstimmung mit den Prophezeiungen der Tora, 2027 stattfinden würde – 40 Jahre nach Ausbruch der ersten Intifada.“

Wenn ihr euch nicht ändert, werde ihr mehr verlieren

Ich frage die Intelligenten unter euch: „Erlauben euch eure Religion und euer moralisches Bewusstsein die palästinensischen Jugendlichen, deren Leben ihr mit solchem Unsinn riskiert, einer Gehirnwäsche zu unterziehen?“ Wie könnt ihr eurer Strategie erlauben, dass sie auf einer halluzinösen Interpretation der jüdischen Theologie gründet? Ist es nicht diese theologische Interpretation der Sache des palästinensischen Volkes, die seine Tragödien schuf? [Wegen eben solcher Theologie] kollaborierte Hadsch Amin Al-Husseini mit Hitler und lehnte die Einigung ab, die ihm 1937 von der Peel-Kommission zur Teilung Palästinas angeboten wurde und bei der 20% an die Juden und 80% an Palästina gehen sollten. Dann wiederholte er seinen Fehler, als er den Teilungsplan ablehnte, der diesmal 55% für die Juden und den Rest für Palästina vorsah… Ihr habt den Clinton-Plan abgelehnt, der eurem Volk 96-97% der Westbank gegeben hätte. Dazu habt ihr religiöse Entscheidungen angeführt, dass ihr das ablehntet, weil es eine amerikanisch-jüdische Verschwörung gegen das palästinensische Volk war…

Ich verlange nicht, dass ihr strategische Pläne entwickelt, obwohl eure politischen Aktivitäten ohne Strategie nicht möglich sind. Alles, was ich von euch verlange, ist, dass ihr ein bisschen Realismus behaltet, der euch helfen wird, die Trennung zwischen euren Wünschen und der regionalen und internationalen Realität zu verstehen. Wenn ihr diesen euren Ansatz nicht aufgebt, werdet ihr ihm weiter bis zum bitteren Ende folgen – in der Rolle der sturen Verweigerer, die in ihren Illusionen über sich selbst und die Welt falsch liegen.

Ohne Veränderung werdet ihr die Botschaft des 11. September nicht begreifen – dass die Ära der Selbstmordoperationen vorbei ist und jede Gewalt an sich international unakzeptabel ist und Terror darstellt, egal, welche Gründe dahinter stehen. Gewalt wird keinerlei politische Belohnung finden. Der vorbeugende Krieg, d.h. die Offensive als beste Form der Verteidigung, ist die strategische Regel im Krieg gegen Terror. Es ist kein Zufall, dass die EU-Staaten kürzlich die PFLP und die Al Aksa-Märtyrerbrigaden auf die Liste der Terror-Organisationen setzten – die Liste, auf der ihr und der Islamische Jihad als erste verzeichnet ward.

Al-Hayat (London), 14. Juli 2002