Gebete und andere „Nettigkeiten“ in arabischen Medien

Die hier wieder gegebenen Äußerungen wurden in offiziellen, von der jeweiligen Regierung kontrollierten arabischen Medien getätigt. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass sie den Ansichten der jeweiligen Regierungen zumindest nicht grundsätzlich widersprechen!
(Die Informationen kommen über E-mail von IMRA, stammen aber vom FBIS, einem US-Regierungsdienst.)

Am 19. Juli 2002 wurden von arabischen Fernsehsendern – wie allgemein üblich – verschiedene Freitagsgebete aus den größeren Moscheen der jeweiligen Länder gesendet. Man könnte angesichts der Texte der Gebete versucht sein von einer „konzertierten Aktion“ der arabischen Sender und Moscheen zu sprechen, da viele den gleichen Ton anschlugen:

Sanaa Republic of Yemen Television (offizieller Fernsehsender der Republik Jemen)
19. Juli 2002 um 8.50 Uhr GMT live aus der Großen Moschee in Sanaa
Es spricht Scheik Akram Ahmad Abd-al-Razzaq al-Ruqayhi

Der Imam schließt mit einem Gebet an Allah, die palästinensischen Mujaheddin zu unterstützen, ihre Herzen zu stärken und sie standhaft zu machen. Er betet: „Oh Allah, bekämpfe die Feinde der Religion. Oh Alla, bekämpfe die Juden und ihre Unterstützer und Christen und ihre Unterstützer. Erschüttere das Land unter ihren Füßen. Pflanze Furcht in ihren Herzen ein und lass das Blut in ihren Venen gefrieren. Oh Alla, zerstreue sie, lass das Schicksal sich gegen sie wenden und weiter Druck auf sie ausüben.“ Der Imam betet für die Einheit der Muslime und den Erfolg des jemenitischen Präsidenten in seiner Arbeit zum Wohl des Volkes und des Landes.

Riyadh Kingdom of Saudi Arabia TV1 am 19. Juli 2002 um 9.34 Uhr GMT
live aus der Heiligen Moschee in Mekka, die Predigt hielt Scheik Abd-al-Rahman al-Sudays

Der Imam schließt mit einem Gebet an Allah zur Unterstützung des Islam und der Muslime, dass er Unglauben und Ungläubige demütigt, die Feinde der Religion zerstört und dieses wie auch andere muslimische Länder sicher und stabil macht. Er betet für den Erfolg des Königs und seines Kronprinzen in ihrer Arbeit für das Wohl des Landes und des Volkes. Er betet: „Oh Allah, unterstütze unsere unsere Brüder, die Mujaheddin, zu seinem Segen überall. Oh Allah, gib ihnen Siegt in Palästina, Kaschmir und Tschetschenien. Oh Allah, bekämpfe die jüdischen Aggressoren und alle aggressiven Ungläubigen. Oh Allah, bekämpfe sie, denn sie befinden sich unter deiner Macht.“

Gaza Palestine Satellite Channel Television (offizieller Fernsehsender der PA),
2. Programm (offizieller Radiosender der PA)

live aus der Scheik Ijlin-Moschee in Gaza; es spricht Scheik Ahmed Abl-al-Raziq

Scheik Abd-al-Raziq predigt; er drängt die Beter, Allahs Befehlen zu folgen und zu vermeiden, was er verbietet. Er warnt, dass, wer immer Allahs Befehlen nicht gehorcht, Aufruhr und Folter erleiden würden. Er drängt die Muslime ihre täglichen Gebete durchzuführen und zeigt auf die, die jetzt gerade am Strand sind und nicht an den Freitagsgebeten teilnehmen.
„Das ist der Grund“, sagt der Imam, „dass Allah uns mit Aufruhr und einem Feind plagt, der uns nicht fürchtet, der unsere Städte durchkämmt, unsere Kinder tötet und unsere Helden ins Gefängnis steckt.“ Dies wäre nicht passiert, fügt er hinzu, „hätten wir Allahs Befehle ausgeführt, besonders den Jihad; und hätten Muslime Allahs Befehle des Jihad ausgeführt und nicht dem lehren Gerede über Frieden zugehört. Was ist Frieden, wenn die Al Aksa-Moschee entheiligt wird [Anmerkung Monica McMillan: Wie kann sie entheiligt werden, wenn weder Juden noch Christen auf den Tempelberg kommen dürfen? Dann müssen es Muslime sein, die die Moschee entweihen!] and Ausgangsverbote auf muslimischen Gebieten verhängt werden? Die Muslime müssen Allahs Befehle ausführen.“

Damascus Syria Arab Republic Radio (offizielles Radio der syrischen Regierung)
um 10.05 Uhr GMT, live aus der Anas Ibn Malik-Moschee in Damakus
es spricht Scheik Dr. Ziyad al-Din al-Ayyubi

Der Imam führt an, dass die Araber heute zerstreut und uneins sind, weil sie ihrem Feind nachgegeben und ihm geglaubt haben.
Im zweiten Teil der Predigt betet er für den Erfolg des Präsidenten in seiner Arbeit für das Wohlergehen des Volkes und des Landes. Er betet auch: „Oh Allah, hilf unserem Volk in Palästina und dem Golan. Oh Allah, lösche die Zionisten aus und lass sie sich selbst zerstören.“

Der Satellitenkanal 1 des Kairoer ägyptischen Regierungsfernsehens übertrug am 26. Juli 2002 um 10.05 Uhr GMT auf Arabisch die Freitagspredigt aus der Al-Sayyidah Nafisah-Moschee in Kairo. Die Predigt wurde von Al-Shahat al-Azazi vom Ministerium für religiöse Stiftungen gehalten:

„Wir vergaßen Allah, also vergaß er uns, sorgte dafür, dass wir uns selbst vergaßen und dass ein Feind aus dem Ausland die Kontrolle über uns gewann, sich ein geliebtes Stück islamischen Landes nahm und unsere Brüder folterte. Sie [die Juden] sind von Allah dazu bestimmt bis zum jüngsten Tag erniedrigt zu werden. Obwohl sie das am meisten erniedrigte und minderwertigste Volk sind, haben sie die Kontrolle über uns gehabt, denn wir und sie sind gleich geworden in unserem Ungehorsam. Allah hat uns einander gegenüber stehen lassen. Wenn wir wollen, dass Gott uns unsere Ehre zurück gibt, dann sollten wir zu unserem Gott zurückkehren… O unser Gott, Herr des großen Thrones, befreie die Al Aksa-Moschee aus den Händen der Eindringlinge. Schlage den Unglauben zurück und die Ungläubigen. Schlage den Atheismus und seine Unterstützer. O Herr, lass uns sie besiegen.“
EIN OFFIZIELLER REGIERUNGSBEAMTER gibt das von sich. In Ägypten, das einen Friedensvertrag mit Israel hat, wird der Antisemitismus von offizieller Seite geschürt!

Das offizielle Fernsehen Iraks am 26.07.2002, 9.25 Uhr GMT
Live-Übertragung aus der Abd-al-Qadir al-Jaylani-Moschee in Bagdad, Scheik Abd-al-Razzaq al-Sa’di betet am Ende der Predigt:

 Oh Allah, unterstütze den Islam und die Muslime, erhöhe das Wort der Gerechtigkeit und des Islam und gib den Gläubigen den Sieg über die Ungläubigen… Oh Allah, hilf deinen Mujaheddin-Dienern im Irak, Palästina, Afghanistan und überall sonst im Land Allahs. Oh Allah, gib ihnen einen deutlichen Sieg. Oh Allah, stärke sie und gib ihnen Sie über ihren Feind. Oh Allah, vernichte die Juden und Amerikaner, denn sie sind in deiner Macht. Oh Allah, hänge ihre Flaggen auf Halbmast und erschüttere den Boden unter der Macht und brich ihre Pläne.“

Saudisches Regierungsfernsehen TV1 um 9.36 Uhr GMT
aus der Heiligen Moschee in Mekka spricht Scheik Osama bin-Abdallah Khayyat:

„… Oh Allah, stärke den Islam und die Muslime. Oh Allah, schütze die Religion; zerstöre die Feinde des Islam, die Tyrannen und die Korrupten; schließe die Reihen der Muslime und gib ihren Führern Weisheit… Oh Allah, erstrecke deine Unterstützung auf die Mujaheddin überall. Oh Allah, hilf ihnen, den Sieg in Palästina, Kaschmir und Tschetschenien zu erringen. Oh Allah, vernichte die tyrannischen Juden und ihre Unterstützer, denn sie sind in deiner Macht.“

Offizielles jordanisches Fernsehen des Haschemitischen Königreichs um 9.43 Uhr GMT,
live aus der King Abdallah-Moschee in Amman spricht Scheik Mohammed al-Ghul:

„… Oh Allah, stärke den Islam und die Muslime und erniedrige den Unglauben und die Ungläubigen… Oh Allah, vernichte die Juden und die Aggressoren. Oh Allah, erschüttere den Boden unter ihnen und zeige ihnen einen schwarzen Tag. Oh Allah, gib den Mujaheddin überall Sieg.“

Sanaa Republic Yemen Television (offizielles Regierungsfernsehen) um 9.15 Uhr GMT
aus der Großen Moschee in Sanaa, die Scheik Akram Ahmed Abd-al-Razzaq al-Ruqayhi hielt. Er betete:

„Oh Allah, gibt dem Islam und den Muslimen Sieg, unterstütze die Unterstützer des Islam und erniedrige diejenigen, die die Muslime enttäuschen. Oh Allah, gibt den Mujaheddin überall Sieg. Oh Allah, stärke sie… Oh Allah, vernichte die Juden und ihre Helfer. Oh Allah, vernicthe die Christen und ihre Helfer, denn sie sind in deiner Macht. Oh Allah, erschüttere den Boden unter ihnen, verankere Furcht in ihren Herzen und lass das Blut in ihren Venen gefrieren.“

Am 2. August ging es weiter so zu wie die Freitage vorher – ich kürze von jetzt an ab:

Saudi Arabia TV2, 9.35 Uhr GMT, live aus der Heiligen Moschee in Medina,
Scheik Salah Bin-Mohammed al-Budayr: „…Oh Alla, hilf unseren unterdrückten Brüdern in Palästina gegen die usurpierenden Juden. Oh Allah, die Juden haben tyrannisiert, korrumpiert und angegriffen. O Allah, erschüttere das Land unter ihren Füßen, pflanze Furcht in ihre Herzen und mache sie zur Beute der Muslime und zum Lehrstück für andere. O Allah, schlage sie und die, die sie unterstützen und ihnen helfen…“

Sanaa Republic of Yemen Television, 9.20 Uhr GMT, live aus der Großen Moschee in Sanaa:
Scheik Akram Abd-al-Razzaq al-Ruqayhi: „…O Alla, hilf unseren Brüdern, den Mujaheddin in Palästina. O Allah, gib ihnen Sieg über ihre Feinde. O Allah, stärke ihre Herzen… O Allah, schlage die Juden und ihrer Helfer und die Christen und ihre Helfer und Lakaien…“

Baghdad Republic of Iraq Television, 9.25 Uhr live aus der Abd-al-Qadir al-Jaylani-Moschee in Bagdad:
Scheik Bakr Abd-al-Razzaq al-Samarrai: „…O Allah, hilf uns gegen die schäbigen Juden und die Amerikaner, Briten und wer immer sie unterstützt. O Allah, sie verschwören sich gegen uns…“

Doha Qatar Television Service, 8.42 Uhr GMT, live aus der Omar bin-al-Khattab-Moschee in Doha:
Scheik Anwar al-Badawi: „…O Allah, schlage die Besatzer-Juden, denn sie liegen in deiner Macht. O Allah, sie töteten unsere Kinder, schlage sie. O Allah, sie rissen unsere Häuser nieder, unsere Moscheen, sie verletzten unsere Heiligtümer, räche dich an ihnen. O Allah, erschüttere das Land unter ihren Füßen, lass ihre Verschwörungen sich gegen sie selbst richten, teile sie, mache ihr Eigentum zur Beute des Islam und der Muslime. O Allah, zähle sie, jeden Einzelnen, töte sie und lass niemanden von ihnen aus. O Allah, hilf unseren Brüdern in Palästina, Kaschmir, Tschetschenien, Sudan und allen anderen muslimischen Ländern…“

Auch am 9. August konnte es nicht ohne abgehen:

Riyadh Kingdom of Saudi Arabia TV1, 09.35 Uhr GMT, live aus der Heiligen Moschee in Mekka:
Scheik Usamah Abdallah Khayyat: „…Oh Allah, gibt den Mujaheddin Sieg zum Segen deiner Religion und erhöhe dein Wort überall. Oh Allah, hilf den Mujaheddin zum Sieg in Palästina, Kaschmir und Tschetschenien. O Allah, zerstöre die tyrannischen Juden, denn sie sind in deiner Macht…“

Sanaa Republic of Yemen Television, 09.17 Uhr GMT, live aus der Großen Moschee in Sanaa:
Scheik Akram Abd-al-Razzaq al-Ruqayhi: „…O Allah, gibt den Mujaheddin-Brüdern und ihren Helfern in Palästina und anderswo. O Allah, stärke sie und gib ihnen Mut… O Allah zerstöre die Juden und ihre Unterstützer. O Allah, zerstöre die Christten und ihre Unterstützer und Anhänger, erschüttere den Boden unter ihren Füßen, erfülle ihre Herzen mit Furcht und lass das Blut in ihren Adern gefrieren…“

Doha Qatar Television Service, 08.49 Uhr GMT, live aus Omar Bin-al-Khattab-Moschee:
Scheik Anwar al-Badawi: „…Die Feinde haben uns keine andere Wahl gelassen. Wie könnten sie Märtyrer-Operationen zu verbieten suchen? Bedauerlicherweise beschreiben einige muslimisch-arabische Politiker diese Märtyrer als Terroristen… O Allah, zerstöre die usurpierenden Juden und die scheußlichen Christen. O Allah, zerstöre die Juden. O Allah, gieße deine Wut über ihnen aus. O Allah, zerstöre sie. O Allah, hilf unseren palästinensischen Brüdern, gib ihnen Mut und hab Gnade mit ihnen und ihren Märtyrern, Kindern und Frauen…“

Es scheint klar, dass auch am 16. August nicht viel anderes zu erwarten war:

Sanaa Republic of Yemen Television um 9.15 Uhr GMT aus der Großen Moschee in Saana:
Scheik Akram Abd-al-Razzaq al-Ruqayhi schließt mit einem Gebet, Allah möge die Mujaheddin-Brüder unterstützen und die „Ungläubigen und Atheisten“ demütigen. Er fährt fort: „… O Allah, hilf unseren Brüdern, den Mujaheddin in Palästina und anderswo… O Allah, gib ihnen Sieg über ihre Feinde. O Allah, schlage die Juden und ihre Helfe, die Christen und ihre Unterstützer. O Allah, schlage auch ihre Lackaien und Agenten. Erschüttere das Land unter ihren Füßen, pflanze Furcht in ihre Herzen und lass das Blut in ihren Adern gefrieren…“

Baghdad Republic of Iraq Television um 9.28 Uhr GMT live aus der Scheik Hussein al-Majid Abd-al-Ghafur-Moschee in Tikrit.
Scheik Dr. Abd-al-Latif Humayyim predigt über die Ergebenheit gegenüber den Eltern. Er zitiert Verse aus dem Koran und den prophetischen Traditionen zur Ergebenheit gegenüber den Eltern und zieht Analogien zur Ergebenheit dem Heimatland gegenüber und dem „Jihad zur Ehre Allahs“ (mit ausdrücklichem Hinweis auf die „Amerikaner und Zionisten“).
„… Alle Iraker befinden sich im Schützengraben hinter Saddam und verteidigen die Ehre ihres Landes… [heplev: Sie befinden sich vielleicht als Kanonenfutter im Schützengraben, aber Saddam weit dahinter im Bunker, niemals vor ihnen!] Der Irak ist das Graviationszentrum der ganzen Welt. Ohne den Irak würde die Erde ihre Balance verlieren. Gib mir eine Heimat wie den Irak und besiege alle anderen Regionen. Gib mir eine Festung wie Bagdad und besiege alle anderen Hauptstädte. Gib mir ein Schwert wie das des Imam Ali und besiege alle anderen Schwerter. Gib mir eine Flagge wie die Mohammes: ‚Es gibt keinen Gott außer Allah. Allah ist groß.‘ und besiege alle anderen Flaggen. Gib mir Gerechtigkeit wie die des Kalifen Omar und besiege alles andere. Gib mir einen Führer wie Saddam und besiege alle anderen Führer…“

Doha Qatar Television Service um 8.44 Uhr GMT live aus der Omar Bin-al-Khattab-Moschee in Doha
Scheik Dr. Anwar al-Badawi schließt mit einem Gebet zu Allah, dass er dem Islam und den Muslimen helfe und die Juden und ihre Helfer schlage. „…O Allah, befreie die Al Aksa-Moschee von den schmutzigen und den Enkeln der Affen und Schweine. O Allah, sei mit uns. O Allah, sei mit unseren Brüdern in Palästina.“

Sollte man wirklich erwarten, dass es am 23. August anders aussah?

Sanaa Republic of Yemen Television um 09.13 Uhr GMT live aus der Großen Moschee in Sanaa:
Scheik Akram Abd-al-Razzaq al-Ruqayhi: „…O Allah, hilf denen, die den Islam unterstützen und enttäusche die, die die Muslime enttäuschn. Habe Gnade mit uns und reformiere Mohammeds Nation. O Allah, hilf unseren Brüdern, den Mujaheddin in Palästina und andernorts, erziele Sieg. O Allah, gibt ihnen einen deutlichen, sofortigen Sieg über ihre Feinde. O Allah, vernichte die Juden und ihre Helfer und die Christen und ihre Helfer und Anhänger. O Allah, zerstöre den Boden unter ihren Füßen, pflanze Furcht in ihre Herzen und lass das Blut in ihren Venen gefrieren…“

Baghdad Republic of Iraq Television, 09.25 Uhr GMT, live aus der Abu-Hanivah al-Nu’man-Moschee in Bagdad
Scheik Abd-al-Razzaq Abd-al-Rahman al-Sa’di: „… O Allah, hilf deinen Diener, die Mujaheddin in Palästina, O Allah, hilf ihnen, den Sieg über die usurpatorischen Zionisten, den Juden zu gewinnen. O Allah, hab Gnade mit den Märtyrern. O Allah, vernichte die Juden und Amerikaner, denn sie sind in deiner Macht. O Allah, gib ihnen einen schwarzen Tag…“

Doha Qatar Television Service um 08.47 Uhr GMT live aus der Omar Bin-al-Khattab Mosque in Doha
Scheik Anwar al-Badawi: „…die vorgeschlagene Reform der PA will Kader einsetzen, die den Widerstand beschränken oder sogar töten sollen. Wir bedauern die Tatsache, dass einige islamische Länder zugestimmt haben, diese Kader auszubilden um Israels Sicherheit zu schützen, den Widerstand zu kontrollieren, …“
Zum Abschluss betet der Imam: „O Allah, hilf uns und schütze uns vor unseren Feinden. O Allah, schütze uns vor dem Bösen, das von unseren Brüdern, Freunden und Feinden kommt. O Allah, schütze und rette uns vor den Verschwörungen der Freunde, Brüder und Feinde… O Allah, vernichte die Juden und ihre Helfer. O Allah, wende deine Macht gegen sie…“

 

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Propaganda aus dem arabischen Raum (3/3)

Syrien: „Hizbollah ist keine Terror-Organisation“ – (IMRA, 27.04.2003)

Bouthana Shaaban, Sprecherin des syrischen Außenministeriums, sagte heute gegenüber Fox News, dass Hizbollah „nie irgendwann auf Zivilisten in Israel gezielt“ habe und sie sei „keine Terror-Organisation“. Jonathan Peled, Sprecher des israelischen Außenministeriums sagte allerdings gegenüber Eli Stutz von Arutz-7, dass Shaaban in ihrer Darstellung der Fakten nicht ganz genau sei:
„Hizbollah ist eine Terror-Organisation und hat israelische Zivilisten angegriffen – in Israel wie im Ausland. 1992 sprengte sie die israelische Botschaft in Buenos Aires, wobei 29 Menschen umkamen. Sie haben Raketen über die Grenze auf israelische Orte geschossen und sind aktiv in palästinensischen Terror-Organisationen verwickelt, indem sie sie in der Ausführung von Anschlägen unterstützen. Syrien unterstützt die Hizbollah nicht nur, sie schützt sie auch noch aktiv.“

Vor gerade einmal 14 Monaten, am 12. März 2002, drangen zwei Hizbollah-Terroristen nach Nordisrael ein und schossen beim Kibbutz Metzubah auf vorbei fahrende Autos – und ermordeten fünf israelische Zivilisten und einen Soldaten.

Die arabischen Darstellungen der Vorgänge in und um Israel ist – sei es durch Regierungserklärungen oder aus der arabischen Presse – insofern sehr interessant, als diese nie unabhängig sind und offizielle Meinungen repräsentieren. So gesehen gibt es Grund, sich anzusehen, was dort zu sagen ist und wie der Nahost-Konflikt dargestellt wird.

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aus: arabicnews.com, 6.1.2003

Zwei palästinensische Operationen in Tel Aviv töten 23 Israelis, verwunden 80

Zwei Palästinenser führten gestern zwei Operationen in der Nähe einer Bushaltestelle im Zentrum von Tel Aviv aus, durch die 23 israelische Siedler getötet und 80 weitere verwundet wurden, von denen sich sieben in kritischem Zustand befinden.

Das israelische Radio sagte, dass zwei gewaltige Explosionen an zwei Kreuzungen statt fanden, nur 200 Meter voneinander entfernt, und in schweren Schäden resultierten, während das israelische Fernsehen sagte, dass nur eine Minute zwischen den beiden Explosionen lag…

Es ist schon sehr interessant, dass eine arabische Mediengesellschaft so falsche Angaben macht:
1. es wurden keine 23 Israelis getötet, sondern Israelis und nicht-Israelis (legale und illegale Gastarbeiter)
2. Menschen aus Tel Aviv sind also „Siedler“. Was sagt uns das bezüglich arabischer Ansichten zu möglichen Friedensaussichten mit Israel? Es kann uns nur eines sagen: Die Israelis müssen aus allen „besetzten Gebieten“ raus; Tel Aviv ist besetztes Gebiet; also muss Israel verschwinden. Wie viel Möglichkeiten einer friedlichen Einigung, außer des Verschwindens Israels, kann es unter solchen Umständen geben? Vor allem, da die Juden ja nicht freiwillig ins Meer gehen werden?

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aus Al-Akhbar (Ägypten), 22. November 2002: (Quelle: MEMRI)

Hintergrund: Am 21.11.02 sprengte ein palästinensischer Selbstmord-Bomber in Kiryat Menachem in (West-!) Jerusalem einen Bus der Linie 20 in die Luft. 11 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Die Toten waren eine 48-jährige Frau mit ihrem 16-jährigen Sohn, zwei 13-jährige Schulkinder, eine 56-jährige Frau, drei weitere Frauen im Alter von 20, 32 und 46 Jahren und eine rumänische Touristin. Die Verletzten waren zum großen Teil Schulkinder und eine 22-jährige Schwangere mit ihren drei Kindern, die bereits zum zweiten Mal ein solches Attentat überlebte.

Schlagzeige: Die Operation in Jerusalem: Die einzige Antwort auf den israelischen Terrorismus
Aus dem Text: Diese Operation, bei der elf israelische Terroristen getötet und Dutzende verletzt wurden, hat eine Reihe von Gründen, deren erster der ist, dass diese Operation eine Konsequenz des mutigen Zuschlagens ist, vorbereitet von palästinensischen Märtyrer … in Hebron … wegen des Zustands von Wahnsinns, der die regierende israelische Bande übermannt hat, geführt von Ariel Sharon, der nur das Ziel hat, weiteres palästinensisches Blut zu vergießen, besonders das Blut von Kindern, Frauen, Alten und den mutigen Menschen des Widerstands. (Im Weiteren schreibt der Autor davon, die Aktion habe im „besetzten Jerusalem“ statt gefunden!)

Wer solche Tatsachenverzerrung von sich gibt, der kann keine Stimme sein, die etwas zum Frieden beizutragen hat. Das ist die Stimme der Hetze, Verleumdung, des Terrors und der Menschenverachtung. Gerade hat ein Terrorist genau solche Leute ermordet, auf die angeblich die Regierung Sharon zielt. Diese Ermordeten werden als Terroristen bezeichnet. Das ist die Wahrheit so vollkommen auf den Kopf gestellt, dass die Worte fehlen, dafür die richtige Bezeichnung zu finden – außer, man bedient sich dessen, was die Amerikaner „four-letter-words“ nennen.

Andere Zeitungen gehen in ihrer Verherrlichung des Mordes ähnlich weit. So schreibt Al-Gumhuriyya (22.11.02):
„Diese heroische, mutige Operation … die höchst ehrenhafte Mission“ und
„Es sind die Juden, die hinter allem Unheil stecken“ (daran Schuld sind)

Michael Widlanski von TheMediaLine berichtete in einem Gespräch mit IMRA, dass das palästinensische Radio „Voice of Palestine“ in seinen Nachrichten auch erst davon sprach, Kiryat Menachem liege im „besetzten Jerusalem“. Diese Bezeichnung wurde später fallen gelassen und durch „die Kolonie Kiryat Menachem“ ersetzt. Was ist das jetzt? Ausdruck der wahren Ziele (= Vernichtung Israels, weil ja alle Gebiete zwischen Jordan und Mittelmeer besetzt sind und von Juden gereinigt werden müssen)? Oder „nur“ bewusste Fehl-Information um Stimmung zu machen?

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aus Jordan Times, 26. August 2002:

In einem Artikel über die Sorgen, die Israels „Transfer-Politik“ betreffen, schreibt ein jordanischer Journalist (er ist besorgt, dass Jordanien Palästinenser aufnehmen muss, während Israel sie nach Gaza (!) abschiebt!):

1948 öffnete Jordanien seine Grenzen fliehenden Palästinensern als Ouvertüre dazu eine Union mit der Westbank zu schmieden, aber das Königreich schloss sich gegenüber den besetzten Gebieten Palästinas ab, nachdem Israel gegründet wurde.

Das ist interessant:
Sollte der Autor die „Westbank“ meinen, dann lügt er, denn Jordanien annektierte diese.
So meint er also das Staatsgebiet Israels, wenn er von „besetzten Gebieten Palästinas“ schreibt. Soweit zum Verständnis besetzter Gebiete und dem was „befreit“ werden muss.

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aus Al Ahram, Ausgabe vom 22.-28.082002:

„Israel ist eine Fälschung der großen westlichen, imperialistischen Mächte, ursprünglich Großbritanniens und danach der USA. Es ist kein Werk des Zionismus, der nur Insturment der verschiedenen imperialistischen Systeme war, die den Nahen Osten wegen seiner geopolitischen Lage kontrollieren wollten…“

Na Klasse, warum regt ihr Araber dann so sehr über die Zionisten auf?
Übrigens: Jordanien ist das Paradebeispiel für die Werke der imperialistischen Mächte – es wurde ausschließlich aus dem Willen Großbritanniens heraus geschaffen, das einem eifersüchtigen Haschemiten-Prinzen einen Gefallen tat – unter Biegung der Regeln und ohne Zustimmung des Völkerbundes! Wie wäre es, wenn ihr da genauso böse reagieren würdet?
Allerdings solltet ihr Araber euch auch vor Augen halten, damit ihr die Geschichte nicht wieder einmal falsch darstellt: Alle imperialistischen Zentren in England und den USA waren GEGEN die Gründung von Israel. Die entschiedene Opposition in den USA kam aus dem Außenministerium, dem Verteidigungsministerium, von den großen Ölgesellschaften und den internationalen Banken (ein Wunder, dass die USA für den Teilungsplan stimmten). Die Engländer enthielten sich der Stimme. Sie trugen nicht zur Staatsgründung bei, sondern taten alles in ihrer Macht stehende, damit die Araber den Juden überlegen waren, als es dann zur Staatsgründung und dem arabischen Vernichtungskrieg kam.

…Es war das ethische Recht der Araber, das Prinzip der Teilung abzulehnen… ob die Ablehnung der Teilung die taktisch effizienteste Wahl war, ist diskutabel. Natürlich half es den fremden Siedlern ihren aggressiven, expansionistischen Krieg als „defenisive“ Maßnahme darzustellen.
Dass die Araber „die Juden ins Meer treiben“ und „die Juden vernichten“ wollten und dass die Armeen von sieben Staaten losmarschierten, war also nicht der Grund, dass es den Krieg gab, sondern jüdische Aggression!

Die imperialistischen USA sicherten wiederholt den „Schutz Israels“. Der Krieg von 1967 wurde 1965 in Washington geplant. Sein Ziel war die Zerstörung der Versuchs Nassers zu einer unabhängigen Entwicklung.
Genau: Die USA haben Ägypten dazu veranlasst, die Straße von Tiran zu sperren, die UNO (fast alles US-Truppen) aus dem Sinai auszuweisen und das massiv sowjetisch aufgerüstete ägyptische, syrische sowie das jordanische Militär an den 1949-er Waffenstillstandslinien auffahren zu lassen. Die USA haben die Hetz- und Vernichtungsparolen Nassers und der Syrer gesteuert, damit Israel sich bedroht fühlte, obwohl es gar nicht bedroht wurde.

… Diese Politik [heplev: der „ethnischen Säuberungen“] begann früh, mit den Massakern von Deir Yassin (1948), Tantura und anderen, gefolgt bei der Massenausweisung von hunderttausenden von Palästinensern, denen Israel das im internationalen Recht geheiligte Rückkehrrecht verweigert… Es gibt keine Impfung, die verhindert, dass die Opfer im Gegenzug zu Schlächtern werden. Von Deir Yassin bis Jenin gibt es fortgesetzte Massaker.
Ja, bitte weiter mit den Geschichtsfälschungen und den Lügen: Deir Yassin u.a. waren Kampfzonen, in denen die arabischen Armeen mehr Tote verursachten als die Israelis. Das als Massaker zu bezeichnen, entlarvt die arabische Verdrehung von Tatsachen: Die Masskrierenden waren dann wohl eher die Araber.
„Massenausweisung“? Rund 95% der arabischen „Flüchtlinge“ haben einen bewaffneten Israeli nicht einmal gesehen! Sie folgten den Anweisungen, dem Drängen und dem Drohen der arabischen Kriegstreiber, die ihnen sagten: Unsere Bomben können nicht unterscheiden zwischen Juden und Arabern; in ein paar Tagen könnt ihr zurück in eure Häuser; wer nicht geht, ist ein Verräter an der arabischen Sache und wird entsprechend behandelt. Wer hat hier ausgewiesen?
O ja, das Massaker von Jenin! Wie viele Lügen sollen uns eigentlich noch aufgetischt werden? Ach so, die Leser sind ja Araber, die glauben das leider alles. Und damit hat wieder einmal Israel für den Hass gesorgt, hat es doch die Unverschämtheit, zu existieren. Die Hass-Propaganda ist Israels Schuld!

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Jordan Times, 24.07.2002
Hassan Abu Nimah, ehemaliger jordanischer UN-Botschafter in einem Artikel über die UNO:

„… Resolution 181, die die Teilung Palästinas und die Errichtung zweier Staaten (einer arabisch, einer jüdisch) vorsah, endete mit der Schaffung nur eines jüdischen Staates, der nicht nur die 56,47% von Palästina besetzte, die der Teilungsplan vorsah, sondern den Anteil durch militärische Eroberung und Terrorismus gegen die örtlichen Palästinenser auf 78% ausdehnte, darunter den größten Teil Jerusalems, das nach Resolution 181 eine besondere, internationalisierte Zone sein sollte…“

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Araber lehnten unisono die Teilung (Rest!-)Palästinas (westlich des Jordans) ab. Sie begannen einen Krieg zur Vernichtung der Juden. Sie waren unter keinen Umständen bereit, einen jüdischen Staat zuzulassen, geschweige denn eine Teilung „Palästinas“. Sie waren noch nicht einmal bereit, einen arabisch-„palästinensischen“ Staat zu gründen, sondern Ägypten und Transjordanien annektierten Samaria, Judäa und den Gazastreifen. Israel konnte nur überleben, weil es den Verteidigungskrieg gewann. Es konnte keine territorialen Zugeständnisse machen, weil 1.) kein Staat auf dem dafür vorgesehenen Gebiet gegründet wurde und 2.) kein arabischer Staat auch nur den Hauch einer Möglichkeit für eine Friedensregelung erkennen ließ (sondern ganz im Gegenteil!).

Und jetzt geht dieser „Diplomat“ hin und macht die UNO dafür verantwortlich, dass die Zweistaaten-Lösung nicht umgesetzt wurde! Gibt es wirklich etwas Lächerlicheres als diese arabischen Lügen?
Ich wette, es gibt wieder einige Ahnungslose hier bei uns, die dieser Geschichtsverfälschung auch noch folgen werden und sie öffentlich vertreten!

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Jordan Times am 07.07.2002 zum Anschlag auf den El Al-Schalter in Los Angeles:

Zur Klärung: Am 4.7.02 ging ein Ägypter, Hesham Muhammad Ali Hadayet, der seit 1992 in den USA lebte, auf den El Al-Schalter am Los Angeles International Airport zu und schoss um sich. Er tötete zwei Menschen und verletzte mehrere andere, bevor ein El Al-Sicherheitsmann ihn erschoss. Das FBI will nicht von einem Terroranschlag wissen, Israel spricht von Terror. Es gibt Hinweise darauf, dass der Mann islamistischem Gedankengut mehr als nahe stand (Aussagen seiner Nachbarn und ehemaligen Arbeitskollegen). Die arabische Presse sieht das anders. In der Jordan Times stand:

„Ägyptische Sicherheitskreise bestätigten…, dass der Vorfall aufgrund finanzieller Probleme mit El Al stattfand“, sagte sein Cousin Emad Al Omda gegenüber AFP.
Omda sagte, dass die israelische Fluglinie mit der Zahlung für zwei Limousinen im Rückstand war, die sie von Hadayets Firma gemietet hatte.
Klasse – das ist Grund genug um Menschen umzubringen? In was für einer Kultur leben diese Leute?

„Wir sind sicher, dass er keine Verbindung zu extremistischen Organisationen hatte. Er ist ein gottesfürchtiger Muslim, aber er ist keinesfalls ein Extremist. Beleg dafür ist, dass er mit der israelischen Firma El Al zu arbeiten bereit war“, sagte Omada.
Für Israelis zu arbeiten scheint für Araber nie ein Problem gewesen zu sein. Und wir haben eine Menge „extremistischen Verhaltens“ dort beobachten können. Eine ganze Reihe von Morden an Israelis waren nur möglich, weil diese ihren palästinensischen Arbeitskräften vertrauten!

In der Zwischenzeit drückte der ägyptische Außenminister Ahmad Mahr Bestürzung über das aus, was er die „übertrieben Aufmerksamkeit“ nannte, die dem Schusswechsel gegeben wird.
„Solche Vorfälle gibt es in den USA und dem Rest der Welt regelmäßig“, sagte er Reportern. „Wir müssen das Ende der Untersuchungen abwarten, bis wir einen Kommentar geben.“
Als wenn das nicht schon Kommentar genug gewesen wäre! Aber einer, der die ganze Vorurteils-Lawine des Ägypters gegenüber den USA verdeutlicht!

„Wir sind in Kontakt mit dem Außenministerium um seine Leiche heim zu holen. Aber wir wollen, dass zuerst die Wahrheit klar gestellt wird, denn wir sind sicher, dass er kein Mörder sein kann“, sagte Omada.
Mal abgesehen davon, dass Familienmitglieder grundsätzlich etwas Probleme haben, solchen Tatsachen ins Gesicht zu sehen: Der ganze Tenor des Artikels nimmt Partei für den Mörder und will ihn von Schuld möglichst befreien. Was ist das für eine Sichtweise? Was ist das für ein Verständnis von Menschlichkeit, wenn ein Mörder nicht mehr Mörder genannt werden soll; wenn leichte finanzielle Auseinandersetzungen als Rechtfertigung für Mord herhalten dürfen?
Ich habe ein Befürchtung: dass das repräsentativ für arabische Wertevorstellungen und arabisches Verhalten ist!

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Al-Ahram (ägyptische Wochenzeitung) in der Woche vom 18.-24. April 2002:

Amerikanischer und israelische Druck auf Arafat hat zu einer Stellungnahme der Palästinensischen Autonomiebehörde geführt, in der Selbstmordangriffe auf Zivilisten in Israel verurteilt werden. Das ist ein großer Rückschlag.

Wenn das die Meinung der Zeitung ist, dann ist sie FÜR Terrorismus. Dann kann man – da die Zeitung unter Kontrolle der Regierung steht – auch davon ausgehen, dass die ägyptische Regierung den Terrorismus gegen Israel unterstützt. Es wird für das Recht auf Terror durch die PLO plädiert. Aber wehe, die Israelis wehren sich! Wer verliert hier eigentlich das Maß?

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Syrische Nachrichtenagentur: 14 Siedler getötet

  1. März – SANA – Fortgesetzter israelischer Blitzkrieg und Aggressionen

    Früher am Tag wurden Dutzende Palästinenser von israelischen Besatzungstruppen getötet und verwundet, hunderte gefangen genommen und 14 israelische Siedler – mindestens – getötet und weitere 25 bei einem Selbstmordangriff in Jaffa verwundet.

Abgesehen davon, dass der Anschlag in Haifa stattfand und nicht in Jaffa: Laut der syrischen Nachrichtenagentur SANA sind also auch diejenigen Israelis Siedler (= jüdische Verbrecher, die widerrechtlich auf arabischem Land siedeln), die innerhalb der Grenzen von 1967 leben – so viel dazu, wie ernst der saudische „Friedensplan“ zu nehmen ist, den die Arabische Liga gerade erst beschlossen hat!

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Aus einer Erklärung der Präsidenten Mubarak und Assad vom 20.03.2002 (SANA):

… Die Präsidenten Assad und Mubarak riefen Israel auf, all seine unterdrückerischen Praktiken zu stoppen, einschließlich der Terrorisierung der Palästinenser und das ihnen auferlegte Verbot, der Besatzung zu widerstehen…
Mit anderen Worten: Der Ägypter und der Syrer verlangen von Israel, sich dem Terror zu ergeben und sich auf keinen Fall dagegen zu wehren!

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Jordan Times, 10.03.2002: „Jordanien verurteilt die israelische Eskalation“

„Amman – Die Regierung verurteilte Freitag scharf die israelische militärische Eskalation, durch die mehr als Palästinenser umkamen…“
„…diese Politik der Ermordung und Zerstörung gegen wehrlose palästinensische Zivilisten, der Wiederbesetzung palästinensischer Städte und Lager wird keinen Frieden und Sicherheit bringen.“…
Die Jordan Times wie auch die jordanische Regierung verschweigen geflissentlich, dass die toten Palästinenser fast ausschließlich bewaffnete Kämpfer waren – nach der Genfer Konvention damit ausdrücklich keine Zivilisten mehr! (Der ganz normale Menschenverstand sagt doch auch schon, dass einer, der mit Waffen gegen Soldaten vorgeht, dabei vermutlich auch umkommen kann.)
Die Lüge, Israel schlachte wehrlose Zivilisten ab, wird im arabischen Raum bewusst gepflegt – aber sollte der Westen auch darauf herein fallen?

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Ibrahim Nafie, Chef der ägyptischen Wochenzeitschrift Al-Ahram und der Lieblings-Journalist von Hosni Mubarak, in der Ausgabe vom 27.12.01:

„…von Arafat zu verlangen, dass er die Intifada stoppt, widerspricht bestehenden Prinzipien des internationalen Rechts.“
Da frage ich mich, wo im internationalen Recht steht, dass Mord und Totschlag, „Kampfhandlungen“, Terror, usw. fortgeführt werden müssen, wenn die Möglichkeit einer Einigung durch Verhandlungen gegeben ist – wozu in allen anderen Konflikten von den internationalen Gremien aufgerufen und entsprechend Druck ausgeübt wird!

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Syrische Nachrichtenagentur SANA (23.12.2001) zum Besuch des chinesischen Außenministers:

„Der chinesische Minister besuchte die befreite Stadt Quneitra, wo er über die Zerstörung der Stadt vor dem israelischen Rückzug im Befreiungskrieg von 1973 informiert wurde.“
Die Lügen in diesem kleinen Abschnitt:
1.) Die Stadt wurde nicht befreit, sie wurde von den Israelis freiwillig im Rahmen einer UN-Regelung geräumt.
2.) Die Stadt wurde nicht von Israel vor dem Abzug zerstört, sie wurde durch die Kämpfe zwischen der israelischen und der syrischen Armee (beim Vorgehen Israels gegen die den syrischen Angriffskrieg) zerstört. Die Syrer habe sie seit 1973 wieder – warum haben sie sie nicht aufgebaut, sondern weiter verfallen lassen? (Rhetorische Frage!)
3.) Der Krieg von 1973 war kein Befreiungskrieg, sondern ein Aggressionskrieg der Ägypter und Syrer, die keinen Frieden schließen wollten. Syrien hätte den Golan nach 1967 im Zuge einer Friedensregelung zurück bekommen können.

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Jordan Times, 5.12.2001

„Israel tötet tausende von Kindern, Frauen und jungen Männern, ermordet Palästinenser und zerstört die Infrastruktur der Autonomiebehörde“, sagte Al-Watan aus Saudi Arabien.
Dazu sollte wohl noch gesagt werden, dass nach den massiven Selbstmord-Attentaten in Jerusalem und Haifa, gerade mal zwei Palästinenser durch die folgenden israelischen Luftangriffe (auf die sich Al-Watan bezieht) getötet wurden!

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Al Ahram – ägyptische Wochenzeitschrift, 6.12.2001

Der israelische Premierminister hat kein Programm zur Erzielung einer politischen Lösung. Er hat ein militärisches Programm, den Gebrauch von übermäßiger Gewalt um die Intifada zu unterdrücken und seine Bedingungen dem palästinensischen Volk aufzuzwingen. Sharons größte Sorge ist, dass die sieben Tage Ruhe, die er verlangt, tatsächlich stattfinden könnten.
Warum geht Arafat dann nicht hin und tut genau das, was angeblich Sharons größtes Problem ist? Damit würde er ihn ja mit seinen eigenen Mitteln schlagen! Aber diese Lösung ist Arafat zu einfach und zu wenig kriegerisch!

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Al-‚Usbu‘ Al-Adabi (Wochenmagazin der Syrischen Schrifsteller-Vereinigung), 1. Januar 2000:
(Der Name „Israel“ wird nicht einmal erwähnt, weil man die Existenz auch des letzten Quadratzentimeters eines jüdischen Staates für illegal hält und zerstören will.)

„Sogar der ägyptische Boden ist nicht sicher vor dem satanischen Krieg, der vom Zionismus geführt wird. Zehntausende Tonnen Samen wurden durch landwirtschaftliche Abkommen mit dem zionistischen Gebilde geschickt. Diese Samen zerstörten den ägyptischen Boden, indem sie einen Teil von ihm unfruchtbar machten.“
Kann man dazu noch etwas sagen? So hysterisch und fanatisch, derart hasserfüllt kann nur sein, wer nichts anderes will als eins: Hassen bis zum Tod! Keine Chance für Verstand! Und vor allem: Keine Chance auf Frieden!

Propaganda aus dem arabischen Raum (2/3)

ARAB News (Saudi Arabien), 12. Juli 2003:

Ein „Zugeständnis“, das keins ist

Dr. Mohammed T. Al-Raschid – Ein Special für die Arab News

Übermittelt von IMRA, 13.07.2003

Auszüge aus dem Artikel Kommentar des Übersetzers
Barbara Streisand schrie es auf dem Höhepunkt ihrer stimmlichen Möglichkeiten vor zwei Jahrzehnten heraus: „Genug ist genug.“ Vielleicht sollten die Iraelis auf ihre koschere Stimme hören, wenn es ihnen mit dem Frieden wirklich ernst ist. Die Menschheit in Gefängnisse zu treiben, ohne Rechte, nur, weil sie nicht Israelis sind, ist falsch.

[IMRA: „Menschheit“ mit Mord an den Händen.]

Geht gut los: die Frau heißt ÑBarbraì, nicht Barbara ñ aber solche Sachen begreift ein solcher arabischer Schreiber wohl nicht ñ wenn es ihn denn überhaupt kümmert. Es wird ja ohnehin nur benutzt, um Israel zu verleumden: 
– Israel verhaftet niemanden, nur weil er kein Israeli ist! Es verhaftet die, die Mörder sind oder Mord planen und verursachen! 
– „Die Menschheit“? Dieser Mann ist so hochmütig, dass er ein paar Palästinenser mit der Menschheit gleich setzt! Gleichzeitig schürt er Antisemitismus, indem er behauptet, die Israelis (Juden) würfen die Menschheit unrechtmäßig ins Gefängnis.
Das wird auch in einigen Teilen der arabischen Welt gemacht und wir „räumen ein“, dass wir in nichts demokratisch sind. Aber dass Israel behauptet demokratisch zu sein und dabei so zu handeln, wie es das tut, ist eine Beleidigung der menschlichen Intelligenz. Dass die Amerikaner die israelische Behauptung akzeptieren, ist ein weiterer Nagel im Sarg der amerikanischen Ehrlichkeit. Er „räumt ein“ – welche ein Zugeständnis! Die wird aber auch wieder nur dazu genutzt, Israel zu verleumden: Wir geben es ja wenigstens zu, aber die nicht! (Mit Tatsachen hat das ohnehin nichts zu tun.) 
Das erinnert mich stark an zunehmende Tendenzen unter meinen Schülern: Wenn denn überhaupt etwas zugegeben wird, dann nur dazu zu sagen: „Aber der andere hat…“
Mahmud Abbas, dem palästinensischen Premierminister, ist es mit dem Frieden ernst. Er schaffte das Unmögliche: Eine Waffenruhe der Extremisten, die immer noch hält. Wenn er sich dummen israelischen Attitüden des „wir sind besser als ihr“ gegenüber sieht, dann kann man sich gleich vom Frieden verabschieden. Israel ist ein verwöhntes Kind, aber es kennt die Macht seiner Eltern und ihre Autorität. Daher ist es notwendig, dass die Amerikaner auf solche Behauptungen nicht herein fallen und auf das Bedeutende und Substantielle drängen, wenn es ihnen mit dem Frieden wirklich ernst ist. „Eine Waffenruhe, die hält“? Man muss wohl wirklich erst die Anschläge und die versuchten Anschläge auflisten, die seit der Erklärung dieser „Waffenruhe“ stattfanden!

Wenn Abbas es mit dem Frieden ernst meinen würde, dann würde er dafür sorgen, dass die Terroristen ihre Morde möglichst nicht mehr begehen können. Statt dessen bietet er ihnen an die Welt zu belügen, um einen taktischen Schritt zur Verbesserung der eigenen Position zu tun, nach der man dann um so besser und effektiver zuschlagen kann (PLO-Strategie, ausdrücklich im „Drei-Stufen-Plan“ festgelegt!)

Die Hochnäsigkeit, die er den Israelis unterstellt, kenne ich nur aus den Freitags-„Predigten“, Medien und Schulbüchern der Araber!

„dass die Amerikaner … darauf drängen“ – so kann man es natürlich auch ausdrücken, dass Israel selbst von den USA immer wieder einmal erpresst wird!

Geistig gesund und ehrlich wäre es, alle diese illegal von den Israelis fest gehaltenen als Gegenmaßnahme zu Abbas‘ Erfolg, eine Waffenruhe zu schaffen, freizulassen. Es könnte oberflächlich gemacht werden. Den „Erfolg“ kann sich Abbas in die Haare schmieren, er ist Augenwischerei. Es gibt bereits die Belege, dass Hamas die „Waffenruhe“ dafür nutzt, ihre Bewaffnung zu verbessern. „Geistig gesund“ wäre es, auf die Scheinheiligkeit von Abbas nicht hereinzufallen und ehrlich wäre es, wenn die Araber endlich zugeben würden, dass sie ihren Hass nie zügelten und sie an der Reihe sind, endlich Taten auf dem Weg zum Frieden zu unternehmen!
Die Israelis wissen und die Palästinenser erkennen an, dass Israel sie jederzeit kurzfristig wieder greifen kann. Ach ja? Und wie sieht das aus: Da werden die israelischen Soldaten, die die Terroristen verhaften wollen, beschossen, es gibt Tote und es heißt dann wieder, die Israelis ermorden palästinensische Frauen und Kinder. Außerdem frage ich mich, wie man kurzfristig 4000 Terroristen verhaften soll, die sich dieser Verhaftung entziehen wollen und sich verstecken.

Warum stellt Israel sich so an? Warum kann Israel nicht verstehen, dass die Araber auf eine echte Friedenhandlung warten, damit sie die armseligen Waffen, die sie haben, fallen lassen können?

Es wäre wohl an der Zeit, dass die Araber einige echte Friedenshandlungen veranstalten, statt immer nur „fromm“ zu reden und in Wirklichkeit das Gegenteil dessen zu tun, was sie vorgeben.

Welche „armseligen“ Waffen? Raketen? Kalschnikows? Anti-Panzer-Flugkörper? Alles „armselig“? Außerdem zeigen die Selbstmord-Bomber (und die Palästinenser und Araber bejubeln das ja immer!), dass die „Armseligkeit“ der Waffen der Palästinenser alles andere als weniger mörderisch ist als die Waffen der Israelis.

… So viel Begin in den 1940-er Jahren Araber wie Briten terrorisierte und tötete, schaffte er es doch, mit Sadat einen Frieden zu unterzeichnen und den Friedensnobelpreis zu gewinnen. Sharon, der Mörder von Sabra und Shatila,

[IMRA: Alle in Sabra und Shatila ausgeführten Tötungen wurden durch libanesische Christen begangen. Sharon war in keiner Weise an der Planung oder Ausführung beteiligt. Eine Untersuchung befand ihn verantwortlich dafür, dass er nicht voraus ahnte und so verhinderte, was passierte.]

Ach, auf einmal wird Begin hoch gehoben? Wie war das noch damals, als Begin diesen Frieden schloss? Ach ja, Ägypten wurde aus der Arabischen Liga geworfen und isoliert. Es ist nur wieder drin, weil der „Friede“ mit Israel ein kalter geworden ist, weil in Ägypten nicht weniger bösartig gegen Israel gehetzt wird als anderswo in der arabischen Welt!
hat dieselbe Chance. Wird der Mann über sein vielschichtiges Hass-Geplärre hinaus wachsen und etwas Gutes für die Menschheit tun? Aber der Pate all dessen trägt die endgültige Verantwortung. Amerika, so sehr es auch hasst, dies zu hören, ist die verantwortliche Einheit für das Verhalten aller. Ich frage mich, was dieses Hass-Gelaber sein soll. Es wird – wie üblich – in keinster Weise belegt (außer gelegentlich durch ihm zugeschrieben Äußerungen, die er nicht getätigt hat), ihm immer nur unterstellt.

Dass man den Antiamerikanismus schürt, weil die USA den Arabern nicht willfährig alles zugestehen, was diese gerne hätten, ist wohl selbstverständlich…

Lasst die Gefangenen frei. Lasst keinen Zweifel bezüglich eurer Absichten. Legt die Zweifel zu Gunsten des Gegners ab. Steigt herab von eurem Sockel der semitischen Exklusivität. Lobt den Tag für das, was er bringt. Wartet dann auf den Ausgang. Das gilt für jedermann in dieser Gegend, denn sie teilen sich die versteckten Anteile ihrer ethnischen Herkunft und können die größten Tage ihrer Geschichte nicht teilen. Zweifel zu Gunsten eines Gegners ablegen, der bisher nie etwas anderes gemacht hat, als die Situation zu nutzen, um um so heftiger gegen Israel vorgehen zu können? Übersetzt heißt das: Lasst die Gefangenen frei, damit wir 4.000 weitere Kämpfer haben, die Israelis umbringen oder diese Morde planen können. Die semitische Exklusivität der Juden besteht darin, dass sie schamlos ermordet werden dürfen, denn sie sind laut unserer Lesart des Islam der Abschaum der Menschheit und müssen vom Angesicht der Erde entfernt werden (vgl. die „Predigten“ der Imame, gerade auch in Saudi Arabien)!

„Wartet auf den Ausgang“ – das haben die Israelis immer wieder gemacht, auch und gerade während des Oslo-Prozesses. Sie kennen es zur Genüge. Und was kam nun wirklich JEDES MAL (!) dabei heraus: Die PLO-Führung jubelt darüber, dass Israel das Trojanische Pferd herein gelassen hat und sie das nutzen konnte! Das soll sich also wiederholen, wie es in der Vergangenheit immer gewesen ist. Gratuliere, der Westen wird wieder drauf rein fallen!

Propaganda aus dem arabischen Raum (1/3)

MEMRI Special Dispatch Nr. 649, 23.01.2004:

Libanesisches Parlamentsmitglied: „Der Tod auch eines einzelnen Juden, ob Soldat oder Zivilist, ist eine große Leistung“

Walid Jumblatt, Vorsitzender der (drusischen) Sozialistischen Fortschrittspartei und Abgeordneter im libanesischen Parlament, lobte den Selbstmord-Anschlag vom 14. Januar 2004 durch eine palästinensische Frau im Gazastreifen. Es folgen Auszüge aus seiner Stellungnahme (aus: Al-Nahar, Libanon, 19.01.2004):

Gestern opferte sich die palästinensische Mutter Reem Al-Riyaschi; damit folgte sie den Reihen mutiger Jihad-Krieger und brach die grässliche und Besorgnis erregende arabische Stille, die Hilflosigkeit und den Rückzug, der dem Versagen und Auseinanderbrechen voraus geht. Sie bot Hoffnung in einem Meer aus Selbstzufriedenheit, Unentschlossenheit und Angst. Es ist jetzt eine neue Intifada. Es ist die Intifada der revolutionären palästinensischen Frau und des Landes, das der „Judaisierung“ [Palästinas] entgegen tritt, der jüdischen Wirklichkeit und den arabischen Regimen. War das eine Verzweiflungstat?

Nein und wieder nein. Es ist eine Glaubenstat und der richtige Weg, denn der Tod auch nur eines Juden, ob nun Soldat oder Zivilist, ist eine großartige Leistung in Zeiten des Rückschritts, der Unterwürfigkeit und Demütigung, als Weg zur Untergrabung des Plan, ganz Palästina zu „judifizieren“.

Ich sage „Jude“ und ich entschuldige mich bei den libanesischen Intellektuellen, jedenfalls bei einigen von ihnen, die die Genfer Initiative begrüßten, ihr applaudierten und sie als historische Lösung für den Nahost-Konflikt ansahen. Sie spielen Wortspiele [und unterscheiden] zwischen Juden und Israelis, zwischen Rechten und Linken und zwischen Tauben und Falken. Einige von ihnen haben vergessen – oder behaupten sie hätten vergessen – dass Israel im Grunde das Ergebnis der zionistischen Linken war, die mit Weizmann, Ben-Gurion und Peres bis hin zu Yossi Beilin begann. Haben sie vergessen, dass die Arbeitspartei 1967 in den Krieg zog und seitdem begann Juden in der Westbank anzusiedeln? Selbst die heutige Trennmauer ist eine Idee der Arbeitspartei aus der Zeit Baraks… Und dann gibt es die, die aus Rabin einen Helden machen, wegen eines obskuren Versprechens, mit dem wir immer noch prahlen [betreffs Israels Bereitschaft sich von den Golan-Höhen zurückzuziehen]. War nicht er derjenige, der [die Praxis des] Knochen brechen palästinensischer Gefangener einführte…?

Reem Al-Riyaschi ist die neueste Straßensperre. Was verlangen sie und andere [Frauen]? Ein paar Waffen, Sprengstoff oder Panzerfäste [und die Möglichkeit] mögliche Schlupflöcher in Jordanien, Rafah, den Libanon, Syrien und anderswo nutzen zu können, um den „Judaisierungs-Plan“ zu verhindern oder zumindest aufzuschieben, während die [Waffen-] Depots der arabischen Armeen bis zum Rand voll sind…“

Kolumnistin der Regierungszeitung Al-Ahram an Hitler: „Hättest du es bloß getan, Bruder“

MEMRI, Special Dispatch Nr. 375, 2. Mai 2002

Die folgenden Auszüge eines Artikels von Fatma Abdallah Mahmoud trug den Titel: „Verflucht in alle Ewigkeit“ und erschien kürzlich in der regierungseigenen Zeitung Al-Akhbar:

Sie sind im Himmel und auf Erden verflucht. Sie sind verflucht von dem Tag an, als die menschliche Rasse geschaffen wurde und von dem Tag an, als ihre Mütter sie gebaren. Sie sind auch deshalb verflucht, weil sie die Propheten ermordeten. Sie ermordeten den Propheten Johannes den Täufer und servierten seinen Kopf auf einem goldenen Tablett der Sängerin und Tänzerin Salome. Allah verfluchte sie auch mit tausend Flüchen, als sie seinen Worten der Wahrheit widersprachen und sich ihnen entgegen stellten, täuschten den Propheten Moses und verehrten das goldene Kalb, das sie mit eigener Hand schufen!

Diese Verfluchten sind eine Katastrophe für die menschliche Rasse. Sie sind der Virus der Generation, bis zum Jüngsten Tag zu einem Leben in Erniedrigung und Erbärmlichkeit verdammt. Sie sind auch verflucht, weil sie wiederholt versuchten, dem Propheten Mohammed zu ermorden. Sie warfen einen Stein nach ihm, verfehlten ihn aber. Ein anderes Mal versuchten sie Gift in sein Essen zu mischen, aber die Vorsehung rettete ihn vor ihrem Verrat und ihren Verbrechen. Allah verfluchte sie, als sie die kriminellen Massaker an den friedvollen Palästinensern in Sabra und Schatila verübten.

Sie sind verflucht, sie, ihre Väter und ihre Vorväter… bis zum Tag des Gerichts, denn sie stürmten mit ihren verunreinigten, ekligen Füßen in die Al Aksa-Moschee und verletzten ihre Heiligkeit.

Schließlich sind sie grundsätzlich verflucht, weil sie eine Plage der Generation und das Bakterium aller Zeiten sind. Ihre Geschichte war und wird immer von Verrat, Falschheit und Lüge befleckt sein. Das beweisen geschichtliche Dokumente.

Daher sind die Juden verflucht – die Juden unserer Zeit, diejenigen, die ihnen voran gingen und diejenigen, die nach ihnen kommen werden, wenn es überhaupt nach ihnen Juden geben wird.

In Bezug auf den Betrug des Holocaust… Viele französische Studien haben bewiesen, dass er nichts als eine Erfindung ist, eine Lüge und ein Betrug! Das heißt, er ist eine gestellte Szene, ein sorgfältig ausgearbeiteter Komplott, der verschiedene gefälschte Fotos ohne jeden Zusammenhang zur Wahrheit benutzt. Ja, es ist ein Film, nicht mehr und nicht weniger. Hitler selbst, den sie den Nazismus anklagen, ist in meinen Augen nicht mehr als eine anspruchsloser „Schüler“ in der Welt des Mordes und des Blutvergießens. Bezüglich der Anklage, sie in der Hölle seines falschen Holocaust gebraten zu haben, ist er völlig unschuldig!!

Die ganze Sache ist – wie viele französische und britische Wissenschaftler und Forscher bewiesen haben – nichts als eine riesiges israelisches Komplott, mit dem die europäischen Länder im Allgemeinen und die deutsche Regierung im Besonderen ausgeplündert werden sollen. Aber ich, persönlich und im Licht dieser eingebildeten Geschichte, beschwere mich bei Hitler und sage ihm aus tiefstem Herzen: „Hättest du es bloß getan, Bruder, wäre es nur wirklich passiert, so dass die Welt erleichtert aufseufzen könnte, ohne ihren [der Juden] Boshaftigkeit und Sünde.“

Seit ihrer Geburt haben die Juden Hass und Feindschaft gegen den Islam und die Muslime aufgestaut. Sie haben Muslimen immer Fallen gestellt, Verschwörungen und Verbrechen gegen sie geplant und sich auf die Seite ihrer Feinde und Besatzer geschlagen…

Sie haben immer versucht, alles Aufrichtige und Schöne zu verdrehen und entstellen!! Im Grunde sind die ein Muster der moralischen Hässlichkeit, Verfälschung und Herabwürdigung. Wenn nur Allah sie weiter und weiter verfluchen würde, bis zum Ende aller Generationen. Amen.

Al-Akhbar (Ägypten), 29. April 2002

Ein syrischer Leser schreibt an Al-Hayat: Arabische Medien verstehen nicht – Israelische „Kriegsdienstverweigerer“ beweisen Israels Stärke – nicht seine Schwäche

MEMRI, 27. Februar 2002

Die Londoner arabischsprachige Tageszeitung Al-Hayat [1] veröffentlichte kürzlich einen Leserbrief eines syrischen Lesers, Ismail Dabaj, der die arabischen Medien wegen ihres Unverständnisses des Phänomens der „Kriegsdienstverweigerer“ in Israel kritisiert. Folgend Auszüge aus dem Artikel:

Dem arabischen Umgang mit den israelischen Sachverhalten fehlt oft wirkliche Kenntnis.

Vielleicht das beste Beispiel dafür war eine Diskussion in einer gut bekannten Talkshow auf einem arabischen Satellitenkanal [2] zum Phänomen der „Kriegsdienstverweigerer“, die es ablehnten in der israelischen Armee zu dienen. Einer der Gäste, der als Israel-„Experte“ beschrieben wurde, … bestätigte, dass Ideologie über Kenntnis triumphiert… Nur wenige Minuten nach dem Beginn des Programms erklärte er: Die zionistische Gesellschaft bricht auseinander und leidet an innerem Zerfall… In dem zionistischen Gebilde oder seinem Militär gibt es keine Demokratie… All diese [zusammen mit anderen] Faktoren wie der Zunahme von Drogen(missbrauch) in Israel und der Diebstahl und Verkauf von Waffen im israelischen Militär (usw.). Seine letztliche Schlussfolgerung war, dass das israelische Militär vor dem Auseinanderfallen steht.

Die Wahrheit ist, dass jede dieser iendeutigen Schlussfolgerungen ist ungenau.

Der Begriff „zionistische Gesellschaft“ … beschreibt die Wirklichkeit nicht korrekt. Der Zionismus ist eine politische Bewegung, die den Staat Israel gründete. Er trifft nicht auf eine Gesellschaft zu… Nicht jeder in Israel ist ein Zionist.

Oft enthüllt Rethorik die kulturellen Merkmale des Sprechers stärker als die, von denen er spricht:

Die israelische Gesellschaft spricht offen und öffentlich über ihre Unstimmigkeiten und Widersprüche und erlaubt ihnen, auf die eine oder andere Weise institutionalisiert zu werden. Die Behauptung, dass die Uneinigkeiten in der israelischen Gesellschaft und die Gegensätze unter den Gruppen, die sie repräsentieren, Zerfall und Zersetzung widerspiegeln, legt eine politische Kultur offen, die Unterschiede und Pluralismus versteckt oder ablehnt und daher jedes Phänomen dieser Art als Zerfall und Zersetzung ansieht.

Wir hoffen in unseren Träumen auf den Zerfall der israelischen Gesellschaft… Aber die Wirklichkeit zeigt das Gegenteil. Ich versuche nicht, den Feind gut aussehen zu lassen, aber gleichzeitig protestiere ich gegen die Herstellung von Illusionen über diesen Feind.

Wir befinden uns in einer ideologischen Denkschule, die sich darauf spezialisiert, die „Verfehlungen“ der israelischen Gesellschaft aufzuhäufen und sie in übertriebener Weise darzustellen, um zu sagen, dass diese Gesellschaft dem Fall entgegen geht – und zwar schnell.

Vielleicht gibt es in unserer Vorstellung die Vermutung, dass diese Gesellschaft oder dieses Land, das uns eine Niederlage nach der anderen zugefügt hat, eine utopische, perfekte ist, der jegliche Mängel fehlen, die es in jeder menschlichen Gesellschaft gibt. Wenn uns also irgend etwas, das dieser Illusion Flecken zufügt, in die Hände fällt, eilen wir, das öffentlich zu machen und zu erklären, dass dies Anfang des Endes (Israels) ist. Ist irgendein Land, zu irgend einer Zeit in der Geschichte, jemals aus diesen Gründen zusammen gebrochen?

Niemand kann verleugnen, dass Israel interne Widersprüche aufweist, aber wir müssen diese Widersprüche gründlich untersuchen. Wir sollten sehen, wie das politische Establishment in diesem Land diese Widersprüche akzeptiert und mit ihnen innerhalb der vorhandenen Einheit umgeht.

Was am meisten beunruhigt ist, dass diese Sendung [auf Al-Jazira] und dieser Gast betonten, es gebe in Israel keine Demokratie. Hätten sie sich auf die bekannte Tatsache bezogen, dass diese Demokratie die Palästinenser nicht einschließt (Anmerkung heplev: Die Palästinenser sollten erst einmal untereinander Demokratie einführen; welche Veranlassung hat Israel, die Palästinenser in ihre Demokratie einzubeziehen? Sie sehen sich selbst als nicht diesem Staat zu gehörig an und wollen mit Israel nichts zu tun haben.), gäbe es keinen Streit mit ihnen. Aber die Diskussion konzentrierte sich auf die völlige Abwesenheit von Demokratie im israelischen Leben.

Wenn dies der Fall sein sollte, wie kann man die Regierungswechsel, die Institutionen der zivilen Gesellschaft und die [Aktivitäten der] Lobbygruppen in der israelischen Gesellschaft aufgerechnet werden? Wie kann man [die israelische] Presse und andere Medien und das Recht auf Meinungsfreiheit und Kritik erklären? Wie sieht es mit der Existenz der unabhängigen [israelischen] Justizsystems [für interne jüdische Angelegenheiten] und [anderer] Aufsichtsgremien aus? Was macht Demokratie aus, wenn nicht all diese Dinge?

Ist es unsere Aufgabe, die Verfehlungen der israelischen Demokratie zu kritisieren? Wenn es nur so wäre. Wenn Israel nur kein demokratisches politisches System hätte…! Wenn das so wäre, würden wir das gesamte [zionistische] Unternehmen eliminieren; oder es wäre wenigstens nicht so widerstandsfähig und so weit entwickelt, wie es heute ist und es wäre für uns einfacher, ihm zu begegnen und es zu eliminieren.

Wir müssen zugeben, dass die Existenz des internen israelischen [demokratischen] Systems Israel seine Macht gab… Das hat Israel zu dem Staat gemacht, der er ist. Unser strategisches Ziel solle es sein, diese Demokratie zu schwächen – nicht ihre Unzulänglichkeiten zu benoten.

… Wenn die israelische Armee tatsächlich unter psychologischer Zersetzung leidet und wenn die [israelische] Gesellschaft unter Zerfall und Zersetzung leidet und das gesamte Land am Rande des Zusammenbruchs ist, worauf warten wir dann noch? Warum greifen wir nicht an?“

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Fußnoten:
[1] Al-Hayat (London), 22. Februar 2002.
[2] „Gegensätzliche Richtungen“ im Al-Jazira-Fernsehen (Qatar) mit dem Moderator Faisal Al-Qassem, 12. Februar 2002.
[3] Majed Abu Diyak, vorgestellt als „Experte für israelische Angelegenheiten“.

 

Saudische Tageszeitung: Juden benutzen das Blut von Teenagern für ‚Purim‘-Gebäck

MEMRI, 13. März 2002

In einem Artikel in der saudi-arabischen, regierungseigenen Tageszeitung Al-Riyadh, schrieb der Kolumnist Dr. Umayma Ahmad Al-Jalahma von der King Faisal-Universität in Al-Dammam über „Das jüdische Fest Purim“. Hier Auszüge aus dem Artikel:

Eine besondere Zutat für jüdische Feiertag ist menschliches Blut von Nichtjuden

Ich wählte als Thema das jüdische Purimfest aus, weil es mit dem Monat März verbunden ist. Dieses Fest bietet einige gefährliche Bräuche, die Sie ohne Zweifel erschrecken werden und ich entschuldige mich, sollte ein Leser dadurch zu Schaden kommen.

Während dieses Festes muss der Jude besonderes Gebäck zubereiten, dessen Füllung nicht nur teuer und selten ist – sie kann nicht auf all den lokalen und internationalen Märkten gefunden werden.

Unglücklicherweise kann diese Füllung nicht ausgelassen oder mit einer Alternative ersetzt werden, die demselben Zweck dient. Für dieses Fest müssen die Juden menschliches Blut haben, damit ihre Geistlichen das Feiertagsgebäck zubereiten können. Mit anderen Worten: Dieser Brauch kann nur ausgeführt werden, wenn menschliches Blut vergossen wird!

Bevor ich in die Details gehe, möchte ich klar stellen, dass die Vergießung von menschlichem Blut durch die Juden für ihre Feste historisch und rechtlich durch die Geschichte hindurch eine wohl bekannte Tatsache ist. Das war einer der Hauptgründe für die Verfolgung und das Exil, die mehrfach ihr Los in Europa und Asien waren.

Dieses Fest [Purim] beginnt am 13. März mit Fasten, wie die Jüdin Esther, die zu fasten gelobte. Das Fest geht am 14. März weiter; während dieses Feiertages tragen die Juden karnevalsartige Masken und Kostüme und frönen übermäßig dem Alkohol, der Prostitution und dem Ehebruch. Dieser Feiertag ist unter den muslimischen Historikern als „Feiertag der Masken“ bekannt geworden.

Wie die Juden ihren jungen Opfern das Blut entnehmen

Wer war Esther und warum haben die Juden sie zur Heiligen erhoben und benehmen sich wie sie? Das werde ich, so Allah will, in meinem Artikel am nächsten Dienstag[1] klären. Heute möchte ich Ihnen gerne erzählen, wie das menschliche Blut vergossen wird, damit es für das Feiertagsgebäck benutzt werden kann. Das Blut wird auf verschiedene Weise vergossen. Wie?

Für dieses Fest muss das Opfer ein reifer Heranwachsender sein, der natürlich kein Jude ist – also ein Christ oder Muslim. Ihm wird sein Blut abgenommen und zu Granulat getrocknet. Der Geistliche knetet dieses Granulat in den Teig des Gebäcks; es kann auch für das nächste Fest aufgehoben werden. Im Gegensatz dazu muss für die Passah-Schlachtung, über die ich auch vorhabe zu schreiben, das Blut von christlichen oder muslimischen Kindern im Alter unter 10 Jahren benutzt werden und der Geistliche muss das Blut vor oder nach der Trocknung [in den Teig] mischen.

Die Taten der jüdischen Vampire bereitet ihnen Vergnügen

Lassen Sie uns untersuchen, wie das Blut der Opfer vergossen wird. Dafür wird eine mit Nadeln versehen Rolle verwendet, etwas von der Größe eines menschlichen Körpers; die Nadeln sind extrem scharf und auf allen Seiten eingesetzt. Diese Nadeln stechen von dem Moment an in den Körper des Opfers, in dem er in die Rolle gelegt wird.
Diese Nadeln erledigen die Arbeit; das Blut des Opfers tropft sehr langsam aus ihm heraus. So leidet das Opfer furchtbare Qualen – Qualen, die den jüdischen Vampiren große Freude bereiten, während sie gewissenhaft jedes Detail der Entblutung mit Vergnügen und einer Liebe kontrollieren, die nur schwer zu verstehen sind.

Nach diesem barbarischen Vorgang nehmen die Juden das gewonnene Blut in der Flasche, die in den Boden [der mit Nadeln gespickten Rolle] eingesetzt ist und der jüdische Geistliche macht seine Mitgläubigen vollkommen glücklich, wenn er ihnen bei dem Fest das Gebäck serviert, in das das menschliche Blut gemischt ist.

Es gibt noch einen anderen Weg, das Blut zu vergießen. Das Opfer kann geschlachtet werden wie ein Schaf und sein Blut wird in einem Behälter gesammelt. Oder die Venen des Opfers können an mehreren Stellen aufgeschlitzt werden, so dass das Blut aus dem Körper des Opfers läuft.

Dieses Blut wird sehr sorgfältig – wie ich bereits erwähnt habe – vom „Rabbi“ gesammelt, dem jüdischen Geistlichen, dem Koch, der auf die Zubereitung dieses besonderen Gebäcks spezialisiert ist.

Die menschliche Rasse weigert sich, dieses jüdische Gebäck auch nur anzusehen, geschweige denn es zuzubereiten oder zu konsumieren! [2]

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Fußnoten:
[1] Im zweiten Teil des Artikels (am 12. März) erzählt der Kolumnist die Geschichte des Buches Esther und schließt: „Seit damals, verlangt das Alte Testament, das jüdische heilige Buch, von den Juden, dass sie dieses Fest verherrlichen und ihre Freude zu zeigen. Diese Freude kann nur mit der Konsumierung des Gebäcks mit dem eingemischten menschlichen Blut vollständig sein.“
[2] Al-Riyadh (Saudi Arabien), 10. März 2002.

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Nachtrag von MEMRI (18.3.02):
In Folge der Veröffentlichung der „Purim-Blut“-Verleumdung in der saudischen Tageszeitung Al-Riyadh hat MEMRI einige Anfragen erhalten, dass die Artikel nicht auf Al-Riyadhs Internetseite zu finden waren. Die URLs verbinden direkt auf die Artikel:
– Purim-Blut-Verleumdung Teil 1: http://writers.alriyadh.com.sa/kpage.asp?art=5230&ka=200
– Purim-Blut-Verleumdung Teil 2: http://writers.alriyadh.com.sa/kpage.asp?art=5258&ka=200
Für den Fall, dass Al-Riyadh die Artikel von ihrer Internetseite entfernt, kann MEMRI eine Fotokopie an Interessierte verschicken.

Zusätzlich berichteten einige Leser, dass in ihren Kontakten mit der saudischen Botschaft zu diesem Artikel, dass die saudische Botschaft (in den USA) das Erscheinen des Artikels nicht verleugnet, aber behauptet, Al-Riyadh sei keine Regierungszeitung, sondern eine „ganz normale, kleine, private Tageszeitung“.

Dem muss entgegnet werden:
– Der Chefredakteur, Turki Al-Sudairi, ist ein Mitglied des Al-Sudairi-Clans der königlichen Familie.
– Al-Riyadh ist eine führende Zeitung in Saudi Arabien, nicht irgendein unbedeutendes Blättchen.
– Die Internetseite des saudischen Königs Fahd enthält eine englischsprachige Sektion (www.kingfahdbinabdulaziz.com/main/g310.htm) mit dem TItel „Die Rolle des Informationsministeriums“, in der es heißt: „Das Informationsministerium ist verantwortlich für alle Informationsdienste, einschließlich Radio, Fernsehen und Schriftmedien.“ Der „Schriftmedien“-Link führt zu seiner Liste ausgewählter saudische Zeitungen, einschließlich Al-Riyadh. (heplev: Damit ist die saudische Staatsführung über das Ministerium DIREKT verantwortlich für den Abdruck des Purim-Schunds.)

In der Fortsetzung der Thematik berichtet die ICEJ am 21.03.2002:

Der Herausgeber der regierungs-kontrollierten saudischen Zeitung gabe ein Quasi-Entschuldigung für einen letzte Woche veröffentlichten Artikel, der behauptete, dass Juden das Blut von christlichen und muslimischen Kindern benutzen um besonderes Purim-Gebäck herzustellen.

Al-Riyadhs Chefredakteur Turki Al-Sudairi sagte, dass der von Umayma Ahmed al-Jalahma von der King Faisal-Universität geschriebene Artikel „für den Druck noch nicht geeignet war“.

„Ich habe den Artikel geprüft und fand ihn nicht reif für die Veröffentlichung, denn er basierte nicht auf wissenschaftlichen oder historischen Fakten. Die Implikationen dieser Information entging Frau al-Jalaham genauso wie das Verständnis, dass Juden in der übrigen Welt die eine Sache sind, während zur zionistischen Bewegung gehörende Juden eine ganz andere Sache sind, völlig verschieden, denn diese will die Palästinenser auslöschen.“

Israels stellvertrender Außenminister Michael Melchior sagte, dass sogar die Entschuldigung dazu benutzt wird Israel anzugreifen. „Die Lügen und Aufhetzung in den arabischen Medien untergraben Versuche der Normalisation und schaffen ein antisemitisches Bild, das eine weitere Generation daran hindert, im Nahen Osten in Koexistenz zu leben“, sagte er.