24 Stunden in palästinensischen/jordanischen Medien:  haufenweise Beispiele für Antisemitismus und Holocaust-Umkehrung

Elder of Ziyon, 21. August 2022

Ich komme der schieren Menge antisemitischen Hasses nicht mithalten, die von Palästinensern (in palästinensischen und jordanischen Medien) im Verlauf der letzten Tage in Reaktion auf die deutsche Kritik an Mahmud Abbas‘ Holocaust-Verharmlosung veröffentlicht wurde. Hier sind einige aus den letzten 24 Stunden.

Al Mal News sagt, die Nakba sei schlimmer als der Holocaust, da der Holocaust nur ein paar Jahre dauerte, aber die Nakba immer noch läuft. Der Titel des Artikels lautet: „Nazi-Rassismus und Zionismus sind zwei Seiten derselben Münze.“

Raschid Hassan schafft es in Ad Dustour auf wenig Platz eine Menge antisemitische Meme beizusteuern:

Die Juden haben Deutschland erpresst, indem sie es zwangen hunderte Millionen Dollar an Wiedergutmachung für den sogenannten „Holocaust“ zu zahlen..!! Ihr Verbündeter war Hitler, der sie nach Palästina deportierte, um sich des jüdischen Problems zu entledigen… die Juden legten sich mit Europa an und zogen es in Weltkriege hinein…

Andererseits muss auf eine sehr wichtige Sache hingewiesen werden, nämlich dass die Mehrheit der Juden, die aus Europa nach Palästina immigrierten, 96% … keine Semiten sind, besonders diejenigen , die aus Polen, Lettland, Australien, Deutschland und Russland auswanderten… Die Führer der Feinde kennen diese Tatsache, aber sie ignorieren sie und fälschen und erfinden  weiter, wie früher..!!

Die Geschichte hat uns gelehrt, dass die Juden dem Verrat verpflichtet sind, sie respektieren keine Vereinbarung oder Vertrag und die Erfahrung des Boten, Friede sei mit ihm, mit ihnen… der beste Beweis… sie intrigierten gegen ihn… sie planten ihn zu töten… und sein Testament an die Kalifen lauteten: Vertreibt sie aus der Arabischen Halbinsel.

Bei Al-Watan Voice sehen wir das hier von Dr. Samir El-Dada:

Aber es ist nicht außergewöhnlich für die Zionisten, dass sie aus der Tragödie von Juden und sogar von Nichtjuden im Zweiten Weltkrieg auf die schlimmste Weise Nutzen ziehen und alle Länder der Welt erpressen, besonders Europa, besonders Deutschland und diese Länder ihrer Kontrolle und ihrem Einfluss unterwerfen und astronomische Abgaben (sie bezeichnen sie als Wiedergutmachung) auferlegen, die eine Billion Dollar übersteigen… und keines dieser Länder würde es wagen zu murren und müsste unter der Drohung mit dem Schwert des Antisemitismus etwas zahlen und diese Herangehensweise ist immer noch die Gans, die den Zionisten goldene Eier legt und womit sie die Welt beherrschen.

Auf der palästinensischen Site Raya sagte Akran Atallah, dass Deutschland das palästinensische Volk tyrannisiert, die „dem schlimmsten Prozess der Vertreibung und Deportation in der modernen Zeit unterworfen worden ist“.

Akbar El Youm sagt, dass das Leiden der Palästinenser mit dem Holocaust gleichzusetzen ist und fragt: „Solle das palästinensische Volk auf die Gasöfen warten, bis Deutschland und die Welt glauben, dass der israelische Holocaust gestoppt werden muss?!“

In einem netten Beispiel psychologischer Projektion schreibt Nihad Abu Gosch in Wattan.net, dass Juden die Opferrolle mit niemandem teilen können.

Israel wird daher nicht von der Leugnung des Holocaust provoziert, sondern dass infrage gestellt wird, dass Juden die einzigen oder die Hauptopfer des Holocaust sind und dann infrage gestellt wird, dass der jetzige Staat Israel der legale, politische und moralische Erbe der Opfer des Holocaust ist, obwohl dieser Staat auf Kosten der palästinensischen Tragödie gegründet wurde und bis heute weiter macht. Die Unterdrückung des palästinensischen Volks, die Besetzung seines Landes und die Beschlagnahe seiner nationalen Rechte und dann einen Finger in die blutende Wunde zu legen, was heißt, dass die Opfer des Holocaust zu Folterern anderer Opfer wurden.

Er endet damit, dass er sagt, Israel benutze den Holocaust aus Ausrede dafür jüdische Überlegenheit zu nutzen, um die Palästinenser praktisch als Arbeitssklaven zu halten.

Dieser Artikel von Ammon News nutzt den Vorfall in Deutschland um an einer Stelle zu sagen, dass „Dalal al-Mughrabi für uns als Bild und Ausdruck wichtiger ist als Johanna von Orleans unddann wirst du als ‚Terrorist‘ bezeichnet.“

Ein weiterer Artikel von Ammon News sagt: „Der Holocaust war, wie er war und die Folgen für die Juden waren  und die Folgen für die Palästinenser, was das ist, was die Welt anerkennen muss, damit die Gleichung des Holocaust zwischen dem Vorfall und dem Ergebnis und zwischen dem Phänomen und seinen Folgen  ausgeglichen ist.“ Was bedeutet, dass die Palästinenser gleichwertige Opfer wie die Juden aus Nazideutschland waren.

Der Artikel fährt damit fort, dass die Deutschen sich bei den Palästinensern entschuldigen sollten, weil sie indirekt die Nakba verursacht haben.

Die große jüdische Rinderfett-Verschwörung

Elder of Ziyon, 21. Juni 2022

Khaleej News hat einen typischen Artikel gebracht, der die angeblichen gesundheitlichen Vorteile von Rindfleischfett diskutiert.

– ein Abführmittel
– eine Haut-Feuchtigkeitscreme
– hilft Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson zu verhindern
– hat jede Menge wichtige Vitamine
– beinhaltet eine Menge Mineralien, die Knochen- und Gelenkprobleme behandeln können
– schützt gegen Osteoporose
– reduziert die Menge an Neutralfetten im Blut
– gilt als starkes Sexualstimulans
– hat Magnesium, ist gut gegen Diabetes
– ist gut für Schwangere und ungeborene Kinder
– hilft gutes Cholesterin zu erhöhen

Aber dann wendet sich der Artikel einer Verschwörungstheorie über Juden zu.

Sehen Sie, Juden belogen die Welt und sagten, Rinderfett sei schädlich. Sie sagten, es erhöhe Cholesterin und die Chance eines Herzinfarkts.

Das ist der größte Trick, den die Juden in der Vergangenheit gebracht haben.

Warum haben sie das gemacht? Denn es scheint so, dass die Juden arglosen Nichtjuden gehärtete Fette wie Margarine verkaufen wollen.

Das wiederum hilft den Juden mit fettarmen Lebensmitteln zu verdienen und Trainingsgeräten und Diätnahrung Geld zu verdienen.

Die Hauptopfer dieses jüdischen Projekts sind … Araber, bei denen eine hohe Wahrscheinlichkeit für Fettleibigkeit und Diabetes bestehet.

In arabischen Medien ist immer noch jede Menge Judenhass zu finden.

Arabischer Antisemitismus kommt einfach immer weiter und wird immer schlimmer

Elder of Ziyon, 26. April 2022

Ich habe lange Zeit dieses Level an krassem Antisemitismus arabischer Offizieller und Medien nicht erlebt.

Jordaniens Zeitung Al-Sabil bringt ein Op-ed (auch auf anderen Nachrichtenseiten veröffentlicht) darüber, wie man in Jerusalem die Ruhe bewahrt.

Die Ruhe wird nur unter zwei Bedingungen zurückkehren: dass kein Palästinenser davon abgehalten wird jederzeit von wo auch immer in Palästina kommend die Al-Aqsa zu betreten; und keinem Juden zu erlauben sie jemals zu betreten.

Er zitierte eine Erklärung eines jordanischen Ministeriums, dass „die Besatzung aufrief die Lage in der Al-Aqsa-Moschee so wiederherzustellen, wie sie vor dem Jahr 2000 war und das Mughrabi-Tor zu schließen, durch das Siedler ihre täglichen Einfälle in die gesegnete Al-Aqsa-Moschee ausführen.“

Unterdessen lehnte der Scheik der Al-Azhar in Ägypten den Vorschlag rundheraus ab, er möchte sich mit Rabbinern treffen.

Die ägyptische Zeitung Al-Majd brachte diese Schlagzeile: „Die Zahl der Juden in der Welt beträgt 15 Millionen üble Menschen: Nur 7 Millionen von ihnen besetzen Palästina und 6 Millionen besetzen die „zionistischen“ Vereinigten Staaten“.

Die Zahl der Juden in Deutschland beträgt 15 Millionen üble Menschen: Nur 7 davon besetzen Palästina und 6 besetzen die „zionistischen“ USA

Rai al-Youm hat einen Artikel, der besagt, dass ein Ungenannter (sie) seit der Zeit Josuas bis heute Spionage und Massenmord an Zivilisten betrieben haben.

Ma’an beschuldigt die Juden kurz angebunden Jesus ermordet zu haben.

Es gibt eine berühmte jiddische Geschichte über einen armen Mann, der sich beim Rabbi beschwert, sein Haus sei zu klein und der Rabbi bittet ihn es eine Zeit lang mit Nutzvieh zu füllen. Nachdem die Tiere wieder entfernt wurden, ist der Mann froh, dass er so viel mehr Platz hat. Dieser Artikel hingegen verdreht ihn in eine Erzählung darüber, wie Juden ihre Feinde psychologisch manipulieren, ohne etwas Konkretes zu unternehmen ihnen zu helfen.

Und dann gibt es diesen Artikel in Al-Omah, der angelblich gegen Normalisierung mit Israel ist, aber zu den Beispielen einer solchen Normalisierung in den VAE gehört, dass ihre Hotels ihren Gästen koscheres Essen anbieten, Pläne für ein jüdisches Viertel haben und Pessah-Grüße senden. Obendrein fügt er hinzu: „Die Al-Aqsa-Moschee muss von der Entweihung, dem Terror und der Arroganz der Juden befreit werden.“

Es gibt noch mehr! Mohamed Mokhtar Gomaa ist der ägyptische Minister für religiöse Stiftungen (waqf). Er wurde in den sozialen Medien angegriffen, weil das Waqf-Ministerium dieses Jahr wegen COVID nächtliche Gebete in Moscheen verbot. Die Menschen waren aufgebracht und bezeichneten ihn mit der schlimmstmöglichen Beleidigung: Sie behaupteten, er sei Jude. (Eine Person, die ihn zu verteidigen versuchte, überlegte einen seiner Angreifer als den Sohn einer jüdischen Mutter zu bezeichnen, beschloss dann aber, dass dies eine zu brutale Beleidigung sei.)

Und all das nur in den letzten 24 Stunden!

Arabische Medien und Offizielle gaben früher zumindest vor antizionistisch zu sein. Sie haben offenbar bemerkt, dass unverhohlener Antisemitismus von der Welt nicht bemerkt wird oder dass es niemanden kümmert, also sind sie in die alten Zeiten zurückgekehrt, bevor MEMRI und andere, die sie beschämten, zumindest so zu tun als würden sie ihren Judenhass verbergen.

Arabischsprachige Medien tun nicht einmal mehr so als seien sie nicht antisemitisch

Elder of Ziyon, 25. April 2022

Vor ein paar Jahren waren die arabischsprachigen Medien ein wenige vorsichtiger darin offensichtlichen Antisemitismus zu vermeiden ausdrücklichen Hass auf Juden hinter der Gegnerschaft zu „Besatzung“ zu verbergen.

Aber zwischen den Abraham-Vereinbarungen und der wettstreitenden Hetze wegen des Tempelbergs ist dieser Vorwand weggefallen. Sie verbergen ihren Hass auf Juden nicht länger dahinter sie als „Zionisten“ oder „Besatzer“ zu bezeichnen.

Ein paar Beispiele aus den letzten Tagen:

Ahmed Salama schreibt in der jordanischen Ammon News: „Die Juden könnten glauben, dass eine Vereinbarung hier, ein Tanz mit einem Araber da und das Beleuchten einer Stätte mit dem Davidstern bedeutet, dass das Judentum sich hervorgetan hat und die Nation Mohammeds geschändet wurde…. Unsere Cousins, die Söhne Jakobs, machen sich selbst zu schaffen, indem sie die Palästinenser demütigen und in die Heiligkeiten seines Heiligtums einbrechen. Diese Arroganz, mit der die Juden all diese Arroganz an den Tag legen und diese Obszönität hat nur eine einzige Erklärung: dass die Juden keine Nation und kein Staat sein können…“

Fayez el-Fayez schreibt in Al-Rai, dass die Juden immer gelogen haben, seit die Söhne Jakobs ihren Vater wegen des Schicksals Josefs belogen. Er sagt dann weiter: „Die Juden zögern nicht Frauen und Kinder zu töten.“

Amin Mahmoud schreibt in Rai al-Youm: „Die Zionisten haben es fortgesetzt mehr von ihren historischen Behauptungen zu veröffentlichen, besonders von denen, die mit Mythologie in Verbindung stehen, die durch keinerlei wissenschaftliche Belege anerkannt wird, so wie ihre Behauptung – zum Beispiel – dass es eine ‚jüdische Nation‘ gibt, die über die Zeitalter bestanden hat und dass Juden eine gemeinsame historische Vergangenheit haben … Aber eine simple Reflexion zu diesen Äußerungen, besonders des Spruchs von der ‚jüdischen Nation‘, der den Anspruch erhebt, dass diese Nation ‚zweitausend Jahre lang auf Zion gewartet und geblickt hat, um dorthin zurückzukehren‘, zeigt uns, dass dieser Spruch nur in die größten Fälschungen der Aufzeichnungen der Menschheitsgeschichte gezählt werden kann.“

Auf derselben Seite betreibt Abdel Hamid Fajr Sallum auch Tempelleugnung: „Es muss betont werden, dass die Al-Aqsa nicht auf dem (angeblichen) Tempel Salomos gebaut wurde und alle Dokumente und historischen Beweise widerlegen diese Dialektik der Juden.“

Yasar Khasawneh zitiert in Rum Online zustimmend den jordanischen Premierminister mit den Worten: „Wir sind auf der Seite des palästinensischen Widerstands gegen die Juden, die die Al-Aqsa-Moschee schänden.“

Ein Dringlichkeitstreffen der Liga Arabischer Staaten in Amman rief Israel auf die Juden davon abzuhalten in der Al-Aqsa-Moschee zu beten und warnte, dass dies „eine krasse Verletzung der Gefühle der Muslime.“

Der offene Antisemitismus ist in die arabischen Medien zurückgekehrt.

Kafir: Die hasserfüllten Ansichten des Islam zu „Ungläubigen“ oder allen Nichtmuslimen

Raymond Ibrahim, 20. April 2022

Die beliebte ägyptische Tageszeitung und Internetseite al-Masry al-Youm („Ägypten heute“) veröffentlichte vor kurzem eine Fatwa mit dem Titel „Wie lautet die Entscheidung zum Verkauf von Essen an Ungläubige während der Tagesstunden im Ramadan?“ Die Fatwa kam zu dem Schluss, dass es, nein, Muslimen nicht erlaubt ist Essen zu verkaufen, selbst wenn der Käufer und Konsument Nichtmuslim ist.

Wie ich hier diskutierte, ist die Tageszeitung, die diese Fatwa veröffentlichte, al-Masry al-Youm, lange von ihrer Leserschaft als progressive und Reform-Zeitung angesehen worden – eine, die deshalb floriert, weil sie islamistische Intoleranz offenlegt und bekämpft; die Leserschaft, zu der viele koptische Christen gehören, reagierte mit Aufruhr. Stunden später löschte die Online-Version der Zeitung die Fatwa, suspendierte ihren Redakteur und veröffentlichte eine Entschuldigung.

Am aufschlussreichsten an der gesamten Episode – besonders für Nichtmuslime, die mit den Details des Islam nicht vertraut sind – war der Fokus der Entschuldigung. Niemand regte sich über die Schlussfolgerungen der Fatwa auf und die Zeitung entschuldigte sich nicht dafür (viele ägyptischen Christen wissen bereits aus „Rücksicht“ darauf zu verzichten während des Ramadan Essen in der Öffentlichkeit zu handhaben. Vielmehr lautete der Streitpunkt, dass die Fatwa das Wort kafir verwendete – und, schlimmer, von der Zeitung veröffentlicht wurde – (das üblicherweise im Englischen als „Ungläubige“ übersetzt wird) um auf alle Nichtmuslime zu verweisen.

Die Zeitung erklärte in ihrer Entschuldigung: „Diese Fatwa verwendete den Begriff kafir für diejenigen, die einer anderen Religion angehören. Das ist ein Begriff, den Al-Masry al-Youm nie verwendet und komplett ablehnt, da dieses Wort sich auf einen negativen Rahmen stützt, der lange vielen Menschen in der ägyptischen Gesellschaft zugesetzt hat.“

Es braucht etwas Kontext, um die Bedeutung all dessen zu würdigen. Im Koran lautet das arabische Wort für diejenigen, die seine Botschaft und seinem Boten (Mohammed) nicht glauben – das heißt, alle Nichtmuslime – kafir sind (im Singular; kuffar oder kafara im Plural). Entsprechend bezeichnen sie die gesamte Geschichte hindurch und in ihren Schriften, wann immer Muslime Nichtmuslime erwähnen, sie als kuffar. Das bleibt in der Tatsache offensichtlich, dass viele ältere englische Übersetzungen des Koran die Worte kafir/kuffar als Nichtmuslim(e) oder Ungläubige wiedergeben.

Das Problem lautet, und wenige Verteidiger des Islam sind bereit das offen zuzugeben, dass das Wort kafir rappelvoll von entschieden negativen Assoziationen ist. Für muslimische Ohren bedeutet es „Feinde“, „Übeltäter“ und jedes widerliche menschliche Attribut.

Kurz gesagt: Die heiligen Schriften des Islam präsentieren den kuffar – das heißt alle Nichtmuslime – in den negativst möglichen Begriffen.

Damit bezeichnet der Koran kuffar als inhärent „schuldig“ und „ungerecht“ (Sure 10,17; 45,31; 68,35); in ihre Herzen muss Terror gegossen werden (Sure 3,151); sie sind die „abscheulichsten Bestien“ (Sure 8,55; 98,6), vergleichbar mit „Vieh“ und „ohne jede Erkenntnis“ (Sure 47,12; 8,65); sie sind geborenen „Feinde“ der Muslime (Sure 4,101), „abgelehnt“ und von Allah „verflucht“ (Sure 2,89; 3,32; 33,64), der sich darüber hinaus zu ihrem unerbittlichen „Feind“ erklärt (Sure 2,98).

Wiederum ist dies die Art, wie der Koran Nichtmuslime beschreibt, selbst wenn sie sich nie gegen ihn geäußert oder dem Islam geschadet haben.

Es überrascht daher nicht, dass die Scharia für die kuffar Feindschaft anordnet – unaufhörlichen  Jihad mit allem dazugehörigen Tod, und Zerstörung, die das immer zur Folge hatte, wenn Mohammeds Anhänger stark sind; Täuschung und Schmeichelgerede, wenn sie schwach sind und Zeit für einen günstigeren Moment schinden müssen.

Damit müssen Muslime laut Sure 9,5 diejenigen Nichtmuslime töten, die die politische Autorität des Islam ablehnen, „wo immer ihr sie findet – ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen auf in jedem Hinterhalt!“

Was ist mit ahl al-kitab, dem sogenannten „Volk des Buches“, einer Redewendung, die der Koran auf Juden und Christen anwendet? Sind sie kuffar oder nicht? Obwohl die Verteidiger des Islam regelmäßig für Letzteres argumentieren, ist ahl al-kitab letztlich eine Unterkategorie von kafir.

Natürlich sind die für sie geltenden Regeln weniger streng: Statt direkt versklavt oder getötet zu werden, ist es Christen und Juden bei Zahlung eines Tributs (jizya) erlaubt am Leben zu bleiben, aber nur als Bürger zweiter Klasse (die sich laut Sure 9,29 unterworfen und erniedrigt fühlen müssen). Abgesehen davon wird jeder Jude oder Christ, der es ablehnt Geldtribut zu zahlen und/oder es ablehnt sich der Behandlung als Bürger zweiter Klasse zu unterwerfen, auf der Stelle wieder auf den Status des kuffar zurückgestuft – was bedeutet, dass auch er wieder zum existenziellen Feind wird, gegen den Krieg geführt, der versklavt oder getötet wird (s. Conditions of Omar).

Ab hier beginnt man den Skandal zu begreifen, den die beliebte und angeblich „progressive“ Zeitung al-Masry al-Youm mit der Veröffentlichung der Fatwa schuf, die Nichtmuslime – von diesen gibt es in Ägypten mindestens 10 Millionen, bekannt als koptische Christen, viele haben die Zeitung abonniert – als kuffar bezeichnete.

(Mehr zu diesem Thema, auch in Bezug auf Ägypten, erfahren Sie in meinem Gedankenaustausch mit Scheik Ali Gomaa im Jahr 2011, als der noch Großmufti von Ägypten war.)

Jordanische Internetseite warnt davor, dass Juden ihr kulturelles Erbe in arabischen Ländern dokumentieren

Elder of Ziyon, 23. Februar 2022

Dem Westen gegenüber lieben Araber es zu sagen, dass Juden unter ihrer wohlwollenden Herrschaft willkommen seien und gut behandelt würden.

Auf Arabisch sieht das etwas anders aus.

Eine Organisation namens Diarna mit Sitz in Boston beschreibt sich selbst so:

Diarna (דיארנא ديارنا – „Unsere Heime“ auf Jüdisch-Arabisch): Das Geo-Museum nordafrikanischen und nahöstlichen jüdischen Lebens arbeitet daran die physischen Überbleibsel jüdischer Geschichte aus der gesamten Region zu bewahren. Wir befinden uns in einem Rennen gegen die Zeit, um Ortsdaten einzufangen und ortsgebundene mündliche Geschichten aufzuzeichnen, bevor selbst die Erinnerungen dieser Gemeinschaften verloren gehen. Diarna ist Pionier der Synthese digitaler Kartierungstechnologie, traditioneller Wissenschaft und Feldforschung sowie einem Fundus an Multimedia-Dokumentationen. All das verbindet sich, um eine virtuelle Präsenz zu schaffen und ungehinderten Zugang zu jüdischen historischen Stätten zu garantieren, damit diese nicht vergessen und ausgelöscht werden.

Die jordanische Nachrichtenseite Al-Ghad warnt vor den Gefahren, dass Juden ihr Erbe in der muslimischen Welt katalogisieren und kartieren wollen – genau das Erbe, von dem Araber behaupten so stolz darauf zu sein.

Das vierzehnte Jahr in Folge arbeitet das Projekt „Diarna“ leise an der Durchdringung der nahöstlichen und arabischen Gesellschaften mit jüdischer Präsenz, besonders zur Legitimierung des israelischen Gebildes und seiner Tätigkeit:

Das Projekt behauptet die Existenz jüdischer Erbestätten in arabischen Ländern und dem Iran und fordert deren Restaurierung.

Das jüdische Projekt mit Sitz in Boston offenbart einen gigantischen Dienst, der die Legitimierung der Besatzung des palästinensischen Landes durch Israel bietet und gewährt dieser Besatzung mehr historisches und kulturelles Eindringen in arabische Gesellschaften, während es die von arabischen Staaten unterzeichneten Normalisierungsabkommen stärkt.

Die Gründer des Expansionsprojekts behaupten, sie zielen offenbar auf die Bewahrung jüdischen Erbes in arabischen Ländern ab, aber surft man zwischen den Zeilen der offiziellen Seite des Projekts im Internet, dann basiert es auf einem dreiteiligen Plan, der sich nahe an Inbesitznahme und Besetzung unter dem Vorwand der Eigentümerschaft befindet.

Sobald die Wiederherstellungsbemühungen fortgeschrittene Stufen erreichen, arbeitet Diarna hart an der Forderung der Restauration und Eigentümerschaft dieser Seiten als Teil jüdisches Erbe einzufordern und schließlich wagt es Entschädigung für die Juden zu fordern, die in diesen Ländern lebten und zu behaupten, dass sie „jüdisches Eigentum und Erbe sind“.

Diarna ist ein unpolitisches Projekt.

Das Projekt sagt nichts von „Forderungen“ oder „Entschädigung“. Das kommt alles aus der fiebrigen Einbildung des Antisemiten bei Al-Ghad, die jedes Mal eine Bedrohung sehen, wenn sie einen Juden erblicken.

Jeder, der gegen die Katalogisierung und Dokumentation jüdischer Erbestätten in muslimischen Ländern ist, ist schlichtweg ein Judenhasser.

Ein arabischer Autor redet von Mitgefühl mit israelischen Juden. Ich kann mich nicht erinnern, das schon gesehen zu haben.

Elder of Ziyon, 8. Februar 2022

Hier ist ein Artikel, der absolut unscheinbar ist – es war aber eine Botschaft, die in arabischsprachigen Medien sehr selten geschrieben steht.

Elaph gilt als liberale arabische Zeitung und wird in London herausgegeben. Heute schrieb Fadel Al-Mansafa, dass Israel Zugeständnisse für Frieden macht – und die Palästinenser auch.

Seine konkreten Ideen sind nicht so wichtig wie die Möglichkeit, dass Araber seine Botschaft lesen, die auf Englisch und Hebräisch alltäglich ist, in arabischen Medien aber unglaublich selten:

Sollen hunderte Palästinenser sterben und verhungern, nur für die Vorstellung, dass die Hamas lebt, die keinen Platz für Juden in Palästina sieht? Sollen hunderttausende Israelis in Angst vor Raketenangriffen aus dem Gazastreifen leben?

Wo ist die Menschlichkeit in all dem, was abgeht? And wie lange werden wir mit denselben Methoden weitermachen, die immer zum selben Ergebnis führen? Bis zum Ende der Welt?

Frieden und Koexistenz sind die Lösung und die einzige Option zur Lösung der Nahost-Frage. Andernfalls wird es weder den Israelis noch den Palästinensern gelingen die Logik der Macht, Gewalt und Rassismus durchzusetzen. Obwohl ich weiter redete, mag das für manche lächerlich sein, aber das ist der Wahrheit am nächsten.

Im Augenblick wird die Gründung des Staates Palästina nicht ohne gravierende israelische Zugeständnisse kommen. Andererseits werden israelische Zugeständnisse nicht ohne ausdrückliche Anerkennung des Rechts der Juden kommen neben den Palästinensern zu leben. Ohne das Recht auszuschließen oder zu verweigern auf heiligem Land zu sein.

Der Teil sticht heraus und ich kann mich ehrlich nicht erinnern, das in jemals in arabischen Medien gesehen zu haben: Es ist ein Element von Mitgefühl. Ich habe nie gesehen, dass ein arabischer Autor überhaupt versucht sich die Dinge aus der Perspektive der Israelis anzusehen. Empathie erfordert, dass man die andere Seite als Menschen betrachtet. Ich habe Artikel gesehen, die Palästinenser beleidigen, aber ich kann mich an keinen erinnern, der irgendein Mitgefühl für israelische Juden aus welcher Perspektive auch immer zum Ausdruck bringt.