Die Affenfalle und die arabische Welt

Dry Bones, 21. Mai 2019

Die arabische Welt will den Apfel des Antisemitismus einfach nicht loslassen, also können sie ihre Hand nicht aus der Falle ziehen. Würden sie einfach den Apfel fallen lassen, könnten sie ganz leicht ihre Hand aus der Falle ziehen und frei sein.
Aber offensichtlich können sie, wie der Affe, nicht dazu aufraffen loszulassen.

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Die Nazi-Wurzeln des palästinensischen Nationalismus

Adam Eliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 8. April 2019

Sie sagen: Kommt, wir tilgen sie aus, dass sie kein Volk mehr sind, des Namens Israel werde nicht mehr gedacht. Einmütig haben sie sich beraten, einen Bund gegen dich zu schließen: die Zelte Edoms und die Ismaeliter,… (Psalm 83,5-7, Zürcher Bibel)

Haddsch Amin al-Husseini, besser bekannt als Großmufti von Jerusalem, mit Nazi-SS-Offizeren im November 1943 (Foto: deutsches Bundesarchiv/JNS)

Es ist unbestreitbar, dass sich während des Zweiten Weltkriegs viele Muslime mit Deutschland verbündeten und Hunderttausende von ihnen für die Nazis kämpften. Man könnte argumentieren, dass sei Folge ihrer gemeinsamen Feinde gewesen: dem britischen Empire, der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika.

Obwohl das für viele muslimische Länder, die sich aus pragmatischen und strategischen Gründen auf die Seite Deutschlands stellten, eindeutig stimmt, deutet bezüglich der Palästinenser ein Blick auf die Verbindung zwischen den Wurzeln des palästinensischen Nationalismus und dem Aufstieg der Nazis darauf hin, dass stärker vertretbar ist, dass diese Allianz auf gemeinsamen Philosophien und einem Hass ihrer größten gemeinsamen Nemesis gründete: den Juden.

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu wurde weithin kritisiert, weil er in einer Rede vor dem World Zionist Congress (WZC) 2015 auf den Judenhass verwies, der die Herkunft des palästinensischen Nationalismus mit dem Nationalsozialismus verbindet. Darin schrieb der dem Palästinenserführer Haddsch Amin al-Husseini zu, Hitler überzeugt zu haben alle Juden zu töten.

„Hitler wollte zu dieser Zeit die Juden nicht auslöschen, er wollte die Juden vertreiben“, sagte Netanyahu vor dem WZC. „Und Haddsch Amin al-Husseini ging zu Hitler und sagte: ‚Wenn Sie sie vertreiben, werden sie hierher (nach Palästina) kommen.‘ Nach Angaben von Netanyahu fragte Hitler daraufhin: ‚Was sollte ich mit ihnen machen?‘, und der Mufti antwortete: ‚Verbrennen Sie sie.‘“

Obwohl Netanyahu von den linken Medien für diese Kommentare kritisiert wurde, hat seine Behauptung eine historische Grundlage. Dieter Wislicency, einer von Adolf Eichmanns Stellvertretern, behauptete das bei den Nürnberger Prozessen nach dem Krieg ebenfalls. Dass Wislicenys Behauptung korrekt ist, wird von vielen Historikern angefochten, obwohl bekannt ist, dass al-Husseini Hitler in Deutschland während des Kriegs besuchte und auf der Höhe seines Betriebs Auschwitz besucht haben könnte.

Ebenfalls gut dokumentiert ist, dass al-Husseini von Hitler eine Versprechen einforderte und erhielt, keinen aus Europa fliehenden Juden zu erlauben in Palästina anzukommen, ein Plan, der von der englischen und der amerikanischen Regierung initiiert wurde. Das führte zweifellos dazu, dass viele Juden nicht in der Lage waren zu fliehen und in den Todeslagern der Nazis starben.

Forschungergebnisse haben gezeigt, dass er Holocaust sich beinahe bis ins Heilige Land ausbreitete. 2006 fanden Historiker an der Universität Stuttgart in ihren Studien in Nazi-Archiven heraus, dass eine in Athen stationierte SS-Einheit den Auftrag hatte der Front der Invasionstruppen in Palästina zu folgen und dann rund 500.000 europäische Juden zusammenzutreiben und zu ermorden, die dort Zuflucht gefunden hatten. Das war der Nahost-Teil der Endlösung.

„Der wichtigste Nazi-Kollaborateur und ein absoluter arabischer Antisemit war Haddsch Amin al-Husseini, der Mufti von Jerusalem“, sagten die Forscher und merkten an, dass al-Husseini und Heinrich Himmler, der Nazi-Führer, dem die größte Verantwortung für die Bemühungen zur Auslöschung der Juden zugeschrieben wird, sich hierfür oft trafen.

„Die Niederlage Rommels durch die Alliierten Ende 1942 hatte die Ausdehnung des Holocaust nach Palästina verhindert“, schlossen die Forscher.

Al-Husseinis Hass auf die Juden war so groß, dass er die Palästinenser im britischen Mandat aufhetzte Pogrome zu begehen. Selbst als al-Husseini 1941 in den Irak ins Exil musste, hetzte der zu Gewalt gegen die große jüdische Gemeinschaft dort auf.

Die Bewunderung, die al-Husseini für Hitler hatte, beruhte auf Gegenseitigkeit. Während er den Katholizismus als schwache, verweichlichte Religion verurteilte, pries Hitler den Islam als starke, aggressive, soldatische Religion. Albert Speer, Hitlers Minister für Bewaffnung und Kriegsproduktion, schrieb in seinen Memoiren über seine Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg; darin hielt er Hitlers Denkreisen fest.

„Sehen Sie, es ist unser Unglück, die falsche Religion zu haben“, soll Hitler nach Aussage Speers regelmäßig gesagt haben. „Warum hatten wir nicht die Religion der Japaner, die das Opfer für das Vaterland als höchstes Gut ansehen? Auch die mohammedanische Religion wäre für uns weit passender gewesen als das Christentum. Warum musste es das Christentum mit seiner Sanftmut und Schlaffheit sein?“

Dieses Erbe des Judenhasses wurde weitergegeben, fand seinen Weg in die Ursprünge der palästinensischen Autonomiebehörde. Al-Husseini traf 1946 einen jungen Yassir Arafat, später Führer der palästinensischen Befreiungsorganisation und ersten Präsidenten der PA. Es war an diesem Punkt, dass Arafat sein Schützling wurde, die Angelegenheit übernahm und schließlich die Führung des palästinensischen Nationalismus.

Diese Union zwischen den Idealen der arischen Herrenrasse des Nationalsozialismus und den sehr semitischen Palästinensern erscheint merkwürdig. Rabbi Pinchas Winston, ein produktiver Endzeit-Autor, beschreibt hingegen seine klaren Wurzeln in der Bibel und seine Funktion beim Herbeiführen des Messias.

„Die Araber wurden von den Nazis ausgebildet. Die Nazis wurden besiegt, die Araber aber nicht. Die Araber sind ihre Fortsetzung“, sagte Rabbi Winston gegenüber Breaking Israel News. „Das kann man grafisch in der antiisraelischen Propaganda der Araber sehen, die mit der antisemitischen Propaganda identisch ist. Die Palästinenser waren eine Kreation der arabischen Welt, einfach nur um über Politik und Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen, was ihnen militärisch nicht gelang.“

Winston zitierte die Grundlage für diese Verbindung, man kann sie in Kol Hator finden (Die Stimme der Turteltaube), geschrieben von Rabbi Hillel Rivlin aus Schklow. Das Buch stellt die Lehren zum Prozess des Messias von Rabbi Elijah ben Solomon Zalman dar, dem herausragenden Gelehrten des 18. Jahrhunderts, der als Gaon von Wilna bekannt war.

„Es gibt drei Klipot (Schalen der Unreinheit): Esau, Ismael und Erew Raw (gemischte Vielzahl)“, erklärte Rabbi Winston. „Der Erew Raw arbeitet daran Esau und Ismael zusammenzubringen, um das jüdische Volk zu vernichten.“

Winston erklärte, dass das das jüdische Konzept eines Messias zwei Stufen hat, der mit dem Moschiach (Messias) aus dem Haus Josef beginnt, ein praktischer Prozess, zu dem der Aufbau des Landes Israel und die Sammlung der Exilanten gehört. Der Moschaich aus dem Haus David ist ein Wunderprozess, der in der Vollendung des Dritten Tempels und der Wiederauferstehung der Toten gipfelt.

„Ismael von der Seite der Klipa (Unreinheit) ist der unreine Hamor (Esel), der dem Moschiach ben David auf der Seite der Keduscha (Heiligkeit) entspricht“, erklärte Rabbi Winston. „Der Moschiach ben Josef ist die Heiligkeit, die der Unreinheit des Esau auf der Seite des Schor (Bullen) entspricht. Esau kommt, um den Moschiach ben Josef zu vernichten, so wie Ismael kommt, um den Moschiach ben David zu vernichten. Sie arbeiten Hand in Hand, um den Moschiah ben David vom Moschiach ben Josef zu trennen.“

Der Rabbi erklärte, dass dies im Krieg von Gog und Magog gipfelt, einem Bündnis aus Esau und Ismael. Sie kommen zusammen gegen Israel, obwohl sie immer noch miteinander zerstritten sind.

„Diese Beziehung zwischen Esau und Ismael wird vom Erew Raw unterstützt und aktiviert, der heute aus vielen Linken und Liberalen besteht, sogar aus Juden, die, wie der Erew Raw aus Ägypten kamen und dran arbeiten Israel zu untergraben und die Geula (Erlösung) zu verhindern. Der Zohar sagt, als Moses den Erew Raw aus Ägypten holte, besiegelte er das Schicksal des jüdischen Volks bis zum Moschiach. Moses wird in jeder Generation zurückkommen, nur um den Erew Raw in Ordnung zu bringen.“

Rabbi Winston merkte an, wie diese Beziehung Esau-Ismael ein unerlässliches Element der Verbindung zwischen den Palästinensern und dem Nationalsozialismus ist.

„Der Punkt ist, dass die Verbindung zwischen den Palästinensern und Muslimen zu den Nazis nicht nur eine Zweck-Beziehung war“, sagte Winston. „Esau und Ismael sind untrennbar miteinander verbunden und diese Verbindung hat kabbalistische Wurzeln mit Moschiach-Konsequenzn. Das ist der Grund, dass Esau Machala heiratet, die Tochter Ismaels; um eine böse Allianz gegen die Nachkommen Jakobs zu schmieden.“

Obwohl in rabbinischen Quellen allgemein Übereinstimmung besteht, dass Ismael heute vom Islam und der arabischen Welt repräsentiert wird, ist Esau zu identifizieren heute etwas komplizierter.

„Esau hat drei Komponenten: eine geschäftliche, eine religiöse und eine rüpelhafte“, erklärte Winston. „Russland ist eindeutig der Rüpel Esau, mit dem schwer umzugehen ist, aber das ist immer noch möglich. Rom ist der religiöse Esau. Amerika ist der Geschäftsmann Esau, mit dem man schachern kann.“

Rabbi Winston vermerkte, dass Esau regelmäßig als die Christenheit identifiziert wird, da die Kirche aufzublühen begann, nachdem sie ihr Zentrum in Rom hatte, der Nation, die am engsten mit dem biblischen Esau identifiziert wird. Aber der Rabbi betonte, dass nicht von der gesamten Christenheit prophezeit wird, in der Endzeit eine negative Funktion zu erfüllen.

Winston zitierte einen Abschnitt des Talmud, in dem dem römischen Kaiser Antonius gesagt wurde, dass er es verdiente, dass die zu ihm Welt kam, weil er freundlich zu den Juden und zu Rabbi Jehudah HaNasi war (der die Mischnah zusammenstellte). Der Rabbi versicherte ihm, für seine Taten würde er es verdienen, dass die Welt kommt. Antonius gab der Sorge Ausdruck, dass die letztliche Vernichtung Esaus vorhergesagt wurde. Rabbi Jehudah HaNasi erklärte, dass Esau (d.h. Rom) schließlich wie vorhergesagt vernichtet werden würde, aber nur der Teil von Esau, der die Rolle des Esau als Zerstörer erfüllte.

„Das ist eine Quelle für das Konzept des gerechten Heiden“, erklärte Rabbi Winston. „Das sehen wir heute in den Christen, die Israel unterstützen.“

Palästinensischer Antisemitismus: Oberflächlich, weit verbreitet und nicht ganz verstanden

Auf diese Weise manifestiert sich Antisemitismus in der palästinensischen volkstümlichen Kultur

Seth J. Frantzman, Jerusalem Post, 4. Mai 2018

2014 nahm der palästinensische Professor Mohammed Dajani eine Gruppe Studenten mit auf einen Besuch in Auschwitz. Das hätte ohne weitere Aufmerksamkeit stattfinden sollen. Stattdessen fand sich der Professor inmitten einer Kontroverse an der Al-Quds-Universität wieder, wo er eine zentrale Figur in im Programm der American Studies war. Die Atmosphäre wurde so giftig, dass er die Universität verließ.

Als er von der Reise zu den Stätten des Holocaust sprach sagte er dem Guardian: „Ich fühlte, das gab für uns Palästinenser etwas Wichtiges aus diesem Ereignis zu lernen, zum einen, weil es historisch falsch ist es zu leugnen und auch weil es moralisch falsch ist es zu ignorieren.“ Doch andere Palästinenser betrachteten einen Besuch in Auschwitz als etwas, das das „zionistische“ Narrativ bestätigt und als „Kollaboration“ mit Israel.

Es gibt ein Janus-Gesicht dazu wie Antisemitismus sich in palästinensischen Medien und Politik manifestiert. ER existiert im Mainstream, tritt aber auf individueller Ebene weniger häufig auf. Wenn er an die Oberfläche tritt, dann resultiert er in Kommentaren wie denen, die PA-Präsident Mahmud Abbas von sich gab. Ich weiß das, weil ich Jahre lang an einer palästinensischen Universität lehrte und nie unter Antisemitismus litt, aber antisemitische Sprachbilder hörte ich oft.

Am Montag sagte Abbas dem palästinensischen Nationalrat, die „soziale Rolle“ der Juden hätte zu Antisemitismus in Europa geführt. Seine Worte sind inzwischen im gesamten Westen und in Israel als niederträchtig und inakzeptabel verurteilt worden. Aber sie werfen eine größere Frage auf. Abbas‘ Kommentare tauchten nicht einfach plötzlich auf. Er schrieb 1982 eine Doktorarbeit, die den Zionismus angriff und der Kollaboration mit den Nazis beschuldigte. Abbas verurteilte zudem 2014 in einer Erklärung den Holocaust als eine „Spiegelung des Konzepts ethnischer Diskriminierung und des Rassismus, die die Palästinenser heftig ablehnt und gegen sie vorgibt“.

Als Abbas am Montag seine Rede hielt, verursachte sie wenig Kontroverse innerhalb des Publikums und es gibt breit gestreutes Bestreiten, dass Antisemitismus ein Problem innerhalb der palästinensischen Gesellschaft ist. Eine Studie von 2006 zu „Judeophobie im Kontext: Antisemitismus unter modernen Palästinensern“ stellte zum Beispiel fest, dass „Palästinenser manchmal in ihrer Wahrnehmung des Konflikts [mit Israel] klar zwischen Zionismus (oder Israel) und Juden unterscheiden, es aber auch Fälle gibt, in denen nicht unterschieden wird, die die Verbreitung allgemeiner Feindschaft gegenüber Juden erlaubt“.

Es ist wichtig hier den größeren Zusammenhang zu sehen. In einer globalisierten Welt, die durch das Internet verbunden ist, ist Antisemitismus nicht auf eine einzelne Gesellschaft wie z.B. die Palästinenser beschränkt, er ist Teil eines viel größeren kulturellen Milieus. Mahathir Mohamad, der ehemalige [und gerade neu ins Amt gekommene – heplev] Premierminister von Malaysia, hielt 2003 vor der Organisation der Islamischen Zusammenarbeit eine antijüdische Rede. „1,3 Milliarden Muslime können nicht von ein paar Millionen Juden besiegt werden“ sagte er. Sie haben jetzt die Kontrolle über die mächtigsten Länder gewonnen.“

Niemand im Publikum protestierte. Später verglich Mohamad noch einen seiner Rivalen mit „kleinen Goebbels“. Es gibt eine Mainstreaming des Antisemitismus in Teilen der islamischen und arabischen Welt über die sozialen Medien. Aber das Mainstreaming hat eine bizarre Seite. Es beinhaltet antisemitische Redewendungen, Holocaust-Leugnung und Beschuldigungen an Isarel, ws gehe mit den Palästinensern um wie die Nazis mit den Juden. Wie die zwei zusammenpassen – Holocaust-Leugnung und Israel zu beschuldigen, es sei nazi – ist schizophren.

Gleichermaßen widersprüchlich schient die Präsenz von Hakenkreuz-Graffiti in Palästinensergebieten und dass Mein Kampf auf den Straßen Ramallahs manchmal offen zum Verkauf steht. Doch auf jede Andeutung, dass dies weit verbreiteten antijüdischen Gefühlen gleichkommt, wird mit Überraschung reagiert.

Eine Studie des US-Außenministeriums aus dem Jahr 2016 vermerkt: „Im Gazastreifen und der Westbank gibt es Fälle, in denen Medienorgane, besonders solche, die von der Hamas kontrolliert werden, Material veröffentlichten und ausstrahlten, die Antisemitisches beinhalteten, das manchmal auf Aufstachelung zu Gewalt hinausläuft.“

Der Antisemitismus der Hamas ist integraler Bestandteil des Gründungsdokuments der Organisation. „Die Juden, Brüder von Affen, Prophetenmörder.“

Die Hamas geschuldigt den Zionismus zudem Teil einer internationalen Verschwörung zu sein, die die Freimaurer und Rotarier eint und behauptet, dass Juden hinter Kommunismus und Nationalsozialismus stecken. Her werden Juden einmal mehr nicht zu den Opfern des Nationalsozialismus, sondern beschuldigt auch noch Nazis zu sein.

Doch wie bekundet sich das in der Gesellschaft? Ich lehrte mehrere Jahre lang an einer palästinensischen Universität und spürte nie Antisemitismus.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine antijüdischen Ansichten gibt. Mir wurde z. B. gesagt, Juden hätten massiven Einfluss in Amerika, ihre Bevölkerung ist riesig und irgendwie kontrollieren sie das Land. Das ist der „Grund dafür, dass die USA Israel unterstützen , glauben einige Palästinenser.

Die „Nakba“ ist immer mit dem Holocaust verbunden, als würde es einen Wettbewerb um das  Leiden geben oder irgendeine Art quid pro quo: „Israelis bestreiten die Nakba, also bestreiten wir den Holocaust.“ Sie sagen, nur wenn die beiden Seiten akzeptieren, dass die Schoah und die Nakba dasselbe sind, kann eine Diskussion geführt werden.“

Nach meiner Erfahrung gab es nu rin Elitekreisen eine Tendenz „Juden“ und „Zionisten“ und „Israelis“ zu unterscheiden, als wenn die drei separaten Kategorien seien. Und selbst in elitären und intellektuellen Kreisen gab es nicht viel Verständnis der Unterschiede. Juden sind Zionisten und Israelis. Es gibt auch Generationenunterschiede.

Beispielsweise sagte Palästinenser, mit dem ich über dieses Thema sprach, die globalen Medien, insbesondere islamistische Medien, seien für die Verbreitung von Antisemitismus bei den Palästinensern verantwortlich gewesen. „Diese Niveau an Antisemitismus gab es vor der Bildung der palästinensischen Autonomiebehörde 1993 nicht und er stieg bestimmt nicht mit der Verbreitung des Antisemitismus an [Medien-] Orten wie Al-Jazira [Arabisch] an.“ Das wurde auch zu einem Problem in der Diaspora, sagte er.

Die Kommentare von Abbas werden bereits als noch eine weitere Möglichkeit dargestellt, wie Israel den Westen dahin manipuliert hat den Palästinenserführer zu verurteilen. Es gibt wenig Anerkennung durch die palästinensische Öffentlichkeit oder andere Führer, dass die Besessenheit mit „Juden“ Teil eines antisemitischen Musters ist.

Von den Hakenkreuzen im Gazastreifen zu den Hakenkreuzen in der Westbank gibt es ein Problem. Abbas hielt im Dezember eine ähnlich beleidigene Rede, in der er behauptete: „Im heiligen Koran wird erwähnt, dass sie [die Juden] Wahrheit fabrizieren“; dieser Kommentar bleib ohne Protest und wurde weithin unbeachtet.

So manifestiert sich allgemein der Antisemitismus in der palästinensischen Volkskultur. Ein Wort hier, ein Satz da, ein Kommentar. Aber er meist nicht mehr als Fassade getrennter und beleidigender Kommentare. Er wird nicht als nachhaltig ernst betrachtet. Deshalb habe ich in der Westbank Graffiti gesehen, in denen das Hakenkreuz direkt neben dem kommunistischen Hammer und Sichel erscheinen. Habt ihr nicht erkannt, dass die beiden Symbole sich miteinander im Krieg befinden? Nein.

Der Völkermord-Mechanismus

Itamar Marcus, Jerusalem Post, 25. April 2009

Überlebende der Völkermorde in Ruanda und Darfur sprachen diese Woche in Genf auf der Parallelkonferenz zu Menschenrechten, mit der die Durban II-Veranstaltung der UNO gekontert wurde. Ihrer Beschreibung zuzuhören, wie sie von ihren Mördern systematisch dämonisiert wurden, machte klar, dass Völkermord nicht in einem Vakuum geschieht. Der Hass-Zustand einer Bevölkerung, die bereit und begierig darauf ist Völkermord zu begehen, muss genährt werden. Völkermord muss in positive Worte gekleidet werden, damit er die notwendige breite öffentliche Unterstützung bekommt.

Dem Rahmen aller Völkermorde ist eine sehr besondere Art von Dämonisierung gemein. In Ruanda lehrten die Hutus, dass die Tutsies Kakerlaken und Schlangen seien. Tutsi-Frauen wurden als listige Verführerinnen dargestellt, die Schönheit und sexuelle Macht nutzten, um die Hutus zu erobern. In Bosnien besagte ein fiktiver Nachrichtentext, dass Muslime Tieren im Zoo von Sarajewo mit serbischen Kindern fütter würden. Radio Ruanda strahlte wiederholt eine Warnung aus, dass Hutus kurz davor stehen würden von Tutsis angegriffen zu werden, um die Hutus zu überzeugen, dass sie, um sich zu schützen, zuerst angreifen müssten.

Zu dieser Dämonisierung gehörten zwei spezielle Komponenten. Erstens mussten die Opfer als klare und aktuelle Gefahr wahrgenommen werden, damit die Mörder überzeugt waren in Selbstverteidigung zu handeln. Zweitens wurden die Opfer dämonisiert, damit die Mörder sich selbst überzeugten, das sie keine wirklich menschlichen Wesen vernichteten.

Ein anständiger Mensch wird sich am Mord an Unschuldigen nicht beteiligen, aber ein anständiger Mensch könnte sich am Töten von Untermenschen beteiligen, die seine Existenz gefährden. Völkermord als Selbstverteidigung zu formulieren kann anständige Menschen zu Mördern machen. Der Schutz von Kindern und Familie kann aus einem ruhigen Nachbarn einen leidenschaftlichen Mörder machen, weil Selbstverteidigung immer gerechtfertigt ist.

In Darfur und Ruanda bestand alles Nötige, um eine Gesellschaft normaler Menschen in Mörder zu verwandeln, darin sie zu überzeugen, dass sie in Gefahr waren und dass die Leute, die sie gefährdeten, weniger menschlich waren.

Ein Blick zurück in die jüdische Geschichte macht klar, dass die Methode, die genutzt wurde, um Gewalt gegen Juden zu schüren, immer diese Formulierung der „Selbstverteidigung“ einschloss, an der nur Details geändert wurden.

Wenn also Juden im Mittelalter fälschlich der Brunnenvergiftung beschuldigt wurden, die tausende Tote verursachte, dann schlossen sich selbst anständige Menschen dem Töten an. Sie empfanden sich nicht als Mörder, denn sie verteidigten sich und ihre Familien. Als man glaubte, Juden würden das Blut von Kindern für ihre Passah-Matzen benutzen, dann empfanden es selbst anständige Menschen als in Ordnung, wenn sie Juden massakrierten, denn sie verteidigten ihre Kinder vor fürchterlicher Folter.

Selbst Hitler benutzt dieses Argument der Selbstverteidigung in Mein Kampf: In diesem Fall [angesichts der Bedrohung des deutschen Volkes durch die Juden] war die einzige Rettung der Krieg, Krieg mit allen Waffeen, die der menschliche Geist, Verstand und Willen aufbringen kann… Wenn der Jude… über die Völker dieser Welt siegt, dann wird seine Krone der Trauerkranz der Menschheit sein… Daher glaube ich heute, dass ich entsprechend des Willens des allmächtigen Schöpfers handle: Wenn ich mich gegen den Juden verteidige, dann kämpfe ich für das Werk des Herrn.“*

Auch Hitler verpackte seinen Völkermord als legitime Selbstverteidigung. Die Details mögen in jeder Gesellschaft anders sein, aber die Formulierung ist immer dieselbe.

Wenn man die palästinensische Werbung für Hass heute untersucht, dann ist es besonders auffällig und verstörend, dass diese Komponenten von Genoziden an Juden in der Vergangenheit hervorstechende Elemente der Hass-Werbung der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas gegen Juden und Israelis sind. Zwei Sendungen des Hamas-Fernsehens Anfang des Monats dokumentieren dies klar.

Das Hamas-Fernsehen strahlte einen Sketch aus, in dem Schauspieler einen jüdischen Vater und seinen Sohn in traditioneller Kleidung darstellten, die den Hass gegen Muslime diskutierten, die ihre jüdische Religion fordert. Der Vater belebt sogar den Jahrhunderte alten Ritualmordvorwurf wieder, die Jüden würden das Blut der Muslime trinken: „Shimon, sieh, mein Sohn, ich will dich ein paar Dinge lehren. Du musst die Muslime hassen… wir wollen die Muslime ttöen, wir Juden wollen das Blut der Muslime trinken.“ Er kritisiert seinen Sohn später, dass er sich die Hände vor dem Gebet in Wasser wäscht: „Wir müssen unsere Hände mit dem Blut der Muslime waschen.“ (Al-Aqsa-TV, 3. April) Ironischerweise kam die Beschuldigung der Hamas, die Juden würden muslimisches Blut trinken, in der Woche vor dem Passah-Fest, dem Jahrestag vieler fürchterlicher Ritualmord-Vorwürfe.

Am selben Tag beendete ein religiöser Führer der Hamas seine Predigt mit dem Versprechen, dass letztlich der Völkermord an den Juden stattfinden wird. Um das richtig zu formulieren, begann er mit einer Darstellung der Juden als Feinde der Menschheit. Die Juden sind in sich böse, streben die Weltherrschaft an und sind eine Bedrohung der Muslime und der gesamten Menschheit.

Ziad Abu Alhai formulierte es so: „Hass auf Muslime und den Islam ist in ihren [der Juden] Seelen, sie sind von Natur aus so veranlagt… Israel ist ein Krebs, der die Welt beherrschen will.“ Er schlussfolgerte, dass den Juden die Auslöschung bestimmt ist: „Die Zeit wird kommen, durch Allahs Willen, wenn ihr Besitz zerstört und ihre Kinder ausgelöscht werden und kein Jude oder Zionist auf dem Angesicht dieser Erde verbleiben wird.“ (Al-Aqsa TV, 3. April)

Diese Dämonisierung und Entmenschlichung der Juden ist nicht auf die Hamas beschränkt. Obwohl sie zögert ausdrücklich zum Mord an Juden aufzurufen, während sie Geld vom Westen bekommen will, führt die PA weiterhin ihre unerbittliche Formulierung von Völkermord als Selbstverteidigung und zum Guten der Allgemeinheit fort.

In den PA-Fatah-Medien von heute werden Juden und Israelis durch böswillige Verleumdungen dämonisiert, darunter durch Lügen wie die Behauptung, dass Israel absichtlich AIDS und Drogen verbreite, naziartige medizinische Experimente an Palästinensern durchführe und plane die Al Aksa-Moschee zu zerstören.

Taysir al-Tamimi, der palästinensische religiöse Oberrichter, sagt: „Die AIDS-Frage muss die ihr zustehende Aufmerksamkeit bekommen… da wir Nachbar einer Gesellschaft [Israel] sind, wo diese Seuche weit verbreitet ist und die so handelt, dass [AIDS] in der palästinensischen Gesellschaft übertragen wird. Die Besatzungsbehörden, besonders die in Jerusalem, arbeiten daran Drogen und Drogenabhängigkeit zu verbreiten, ohne Zweifel.“ (PA-Radio, 17. Februar 2008)

Und dies kommt von Dr. Mutawakil Taha, dem Kopf der palästinensischen Schriftstellervereinigung und ehemalige stellvertretende Minister der PA: „Wir haben gesehen, wie sie [die Zionisten] mit Messern in die Bäuche schwangerer Frauen stechen, Kleinkinder abschlachten und kaltblütig Leben fressen. Sie beschossen Kinder und die Schöße von Frauen, damit dieses Volk sich nicht fortpflanzt.“ (PA-TV, 4. März 2008)

Ein Artikel in Al-Ayyam vom Juli 2008 beschuldigt israelische Siedler, sie setzten Ratten in Jerusalems Altstadt frei „um das Leben der [arabischen] Einwohner in eine Hölle auf Erden zu verwandeln, sie zur Flucht zu zwingen…“ (17. Juli 2008). Ein Video auf PA-TV stellte Szenen echter israelischer Panzer fiktiven Szenen eines Kindes gegenüber, auf das geschossen wird, womit die Fiktion geschaffen wurde, dass Israelis absichtlich auf palästinensische Kindern zielen und schießen. (PA-TV, 15. Mail 2008)

So, wie die Tutsis als Kakerlaken und Schlangen beschrieben wurden, haben sowohl die Hamas als auch die PA Juden als verabscheuungswürdige und gefährliche Tiere beschrieben, darunter als Kakerlaken, Spinnen, Skorpione und Alligatoren.

Zwar ist jede Verleumdung ein wenig andres, aber ihr Substanz dieselbe: Die Israelis und die Juden sind gefährlich, sie sind keine Menschen, wir müssen uns gegen sie verteidigen und wir sind klar im Recht, wenn wir das tun.

Es ist tragisch, dass diese Formulierung von Völkermord als notwendige Selbstverteidigung derart erschreckend erfolgreich geworden ist.

Eine Umfrage nach dem Mord an acht Jeschiwa-Schülern im letzten Jahr stellte fest, dass „84 Prozent der Palästinenser die Terror-Anschläge befürworten, bei denen acht junge Schüler in einer Jerusalemer Jeschiwa am 6. März 2008 getötet wurden“ (Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research, New York Times, 19. März 2008). Wie kann eine ganze palästinensische Gesellschaft den Mord an Kindern unterstützen? Eindeutig ist die Bezeichnung von Juden und Israelis als tödliche Gefahr für die Palästinenser ein totaler Erfolg gewesen.

Israel sieht sich jetzt einer Gesellschaft gegenüber, die sehr wahrscheinlich über das Stadium der Formulierung des Völkermords hinaus ist und den Punkt erreicht hat, die Tötung von Israelis, sogar Teenagern, als gerechtfertigt betrachtet. All dies wäre notwendig, damit die Bevölkerung bei dem von ihren Führern so oft in allen Details beschriebenen End-Script mitzieht, das das Mittel dazu wäre.

Das Spiel mit den Schuldzuweisungen geht weiter

Die „Muslimische Straße“ und westliche Intellektuelle teilen die Leidenschaft Israel zum Sündenbock zu machen

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 23. November 2005)

Es kam als kleine Überraschung, dass viele in der arabischen und muslimischen Welt, als eine Bande islamistischer Terroristen sich Anfang des Monats in drei jordanischen Hotels in die Luft jagten, schnell mit Schuldzuweisungen an Israel bei der Hand waren.

Ein Korrespondent der New York Times, der – ohne Zweifel – in der Suche nach der mythischen „arabischen Straße“ auf die Bürgersteige einer jordanischen Stadt geschickt worden war, musste feststellen, dass es nicht gerade wenige Einheimische gab, die Israel als in etwa am Grunde des furchtbaren Verbrechens steckend ansehen, das von Muslimen im Namen ihrer Interpretation des Islam begangen wurde.

Wie die anscheinend unverwüstliche Ente, dass bei den Anschlägen vom 11. September keine Juden starben, weil ihre Brüder die Täter waren, dauerte es nicht lange, dass die Bewohner der „Straße“ einander versicherten, dass es die Juden waren, die Massaker bei einer Hochzeitsfeier und an anderen unschuldigen Arabern verübten.

UNVERÄNDERBARE REGELN DES HASSES

Die unveränderbaren Regeln des Nahen Ostens können nicht durch Fakten, Logik oder auch nur die kleinste Spur von gesundem Menschenverstand verändert werden. Da die Wiederbelebung der jüdischen Souveränität in einem Teil der ansonsten rein arabischen Region ist für Muslime eine furchtbare Erniedrigung, kann dem jüdischen Staat für alles die Schuld zugeschoben werden.

Die Wahrheit ist aber, dass viele im Westen das Toben der „Straße“ nicht weiter beachten. Das ist der Grund dafür, dass mit dem enormen Anwachsen antijüdischer Hetze und Hass-Bildung (besonders in palästinensischen Schulen) immer eine untergeordnete Frage der amerikanischen außenpolitischen Establishments und vieler der anderen Leuchten gewesen ist, die davon Leben ihre Meinung über die Region von sich zu geben.

Diese Woche bekamen wir aber noch einen Hinweis auf eine weitere Ursache für die fehlende Empörung über die Falschmeldungen zu Israel, die im arabischen politischen Dialog so tief verwurzelt sind. Der Clou kam während der Diskussionen über die Verhandlungen über die Öffnung der Grenzübergänge in den Gazastreifen, die diese Woche abgeschlossen wurden.

Im Verlauf der Gespräche strebte Israel an, die Einreise nach Gaza zu begrenzen und zu kontrollieren, während die Palästinenser, kräftig unterstützt von den USA und der Europäischen Union, anstrebten Israels Beteiligung zu minimieren.

Am Ende gab Israel klein bei und trotz einiger symbolischer Gesten, die mehr als alles andere die innenpolitische Unterstützung von Premierminister Ariel Scharon stärken sollten, bekamen die Palästinenser ihren Willen.

Wirklich interessant an den Kommentaren zu den Gesprächen war aber die Art, in der die amerikanischen Mainstream-Publikationen bereit waren Israels Haltung in das denkbar schlechteste Licht zu stellen.

Nach der Außenpolitik-Kolumnistin Trudy Rubin vom Philadelphia Inquirer liegt der Fehler für das Versagen der Wirtschaft des Gazastreifens allein bei Israel. Sie schrieb am 9. November, dass selbst nach Scharons einseitigem Abzug auch des letzten israelischen Soldaten und Siedlers, Gaza ein „riesiges Gefängnis“ sei.

Außer wenn die „Tomaten und Paprika“ von Gaza von der schweren Hand der israelischen Unterdrückung befreit würden und ihnen der ungehinderte Zugang zum Markt erlaubt werde, sei der Frieden zum Untergang verurteilt, behauptete sie. Aber die Frage, wie die Einreise nach Gaza gemanagt werden würde, sei nicht nur eine der Wirtschaft und Logistik; Israels Interesse am Zugang von und aus Gaza entstammt direkt der Tatsache, dass die Gegend ein bewaffnetes Lager ist, das vor terroristischen Waffen und Sprengstoff nur so strotzt.

Obwohl die palästinensischen Forderungen nach einem israelischen Abzug befriedigt worden sind, versuchten Terroristen immer noch über die Grenze einzudringen, um Verwüstung und Blutvergießen in den Teilen des „besetzten Palästina“ zu verursachen, das selbst die Vereinten Nationen als Territorium des Staates Israel anerkennen. Und die wahllos aus Gaza nach Israel abgeschossenen Raketen haben nur eine Pause eingelegt, weil Israel direkt droht, dass es das Gebiet wieder besetzt.

Aber die Vorboten einer neuen Intifada, die der alten so dicht folgt, dass man kaum sagen kann, wo die eine endete und die andere anfängt, beeindruckt Leute wie Rubin oder selbst amerikanische Beamte nicht, die sonst Israel mit Sympathie gegenüber stehen, so Außenministerin Condoleezza Rice und James Wolfensohn, der Nahost-Beauftragte der Regierung.

Sie scheinen sich in den Gesprächen ausschließlich darauf konzentriert zu haben, dass Israel nachgibt, um so die palästinensische Wirtschaft aufzupusten. Das ist – oberflächlich – ein vernünftiges Argument, da die Entwicklung der Gebiete zu Recht als integraler Bestandteil des Friedensprozesses angesehen wird.

Aber was Rice und Wolfensohn in ihrem Gehabe über die dem Zugang nach Gaza hinein und hinaus eingeführten Kontrollen vergaßen, war, dass das einzige wirkliche Hindernis für wirtschaftlichen Fortschritt nicht aus Israel kommt, sondern von den Palästinensern selbst.

ES WIRD WEGGESEHEN

Wenn es keine palästinensischen Terrorangriffe gegen Israel gäbe – und die Terrorgruppen den israelischen Abzug die Waffenruhe nicht nutzen würden um ihre „militärischen Positionen“ zu stärken – dann würde es keine israelischen Forderungen nach strenger Kontrolle der Grenzen geben.

Aber so, wie das State Department bereit ist über die fortgesetzte Benutzung von Moscheen, Zeitungen und des Fernsehsenders der PA zur Hetze gegen Juden und Israel hinwegzusehen, genauso vernichtend ist die Bereitschaft einiger von der Presse, die Wirklichkeit der palästinensischen Absichten und des palästinensischen Verhaltens zu ignorieren.

Rubin war in ihrer Polemik gegen Israels letztlich erfolglosen Versuch, die Benutzung des Grenzübergangs zwischen Ägypten und Gaza für die Einfuhr von Waffen und Terroristen zu stoppen, sogar bereit die jüngste Geschichte ausgerechnet des palästinensischen Tomatenanbaus zu fälschen.

Während sie sich über das entsetzliche Schicksal dieses welkenden Gemüses auslässt – das gezwungen wurde in der Sonne zu warten, während boshafte Israelis es ablehnten den Fluss palästinensischen Verkehrs ungehindert laufen zu lassen – vergaß sie eine ins Auge springende Tatsache außer Acht.

Obwohl sie vermerkte, dass Wolfensohn $500 Millionen seines eigenen Geldes gespendet hatte, um die Gewächshäuser zu kaufen, die von den inzwischen evakuierten Israelis gebaut wurden, vergaß sie zu erwähnen, dass die meisten dieser Einrichtungen, die mit dem Geld des Gesandten und anderer gut gesinnter amerikanischer Juden erworben wurde, einfach kaputt gingen.

Statt von den Arbeitsplätzen und den Produkten zu profitieren, die die von den Israelis gebauten Farmen ihnen geben könnten, haben palästinensische Mobs das meiste davon zerstört.

Im Gegensatz zu Rubin ist die Moral der Geschichte nicht, dass die Israelis dafür sorgen, das palästinensische Tomaten wegen dümmlichen Befürchtungen verrotten, dass ihre Familien abgeschlachtet werden. Die Moral ist, dass die Palästinenser lieber verhungern als Frieden zu schließen. Dieser Reflex Israel die Schuld zu geben ist derart eingepflanzt, dass selbst die vernünftigsten Forderungen zur Sicherheit automatisch als herzlos nieder gemacht werden.

All das bedeutet, dass Kolumnisten und Offizielle, die Israel für diese Situation verantwortlich machen, kein bisschen besser sind als die Idioten auf der „Straße“, die es für die Bomben in Amman verantwortlich machen.

Die Tatsache, dass sie, anders als der arabische Mob, die israelischen Opfer beklagen werden, die unvermeidlich ihrem diplomatischen Arbeiten zugunsten der Palästinenser folgen werden, macht sie nicht weniger schuldig. Die zum Sündenbock gemachten Opfer werden davon nichts als kaltes Mitleid haben.

Die EU erwacht aus dem Koma

Beth Goodtree, JewishIndy, 28. Juli 2004 (nicht mehr online)

Für die unter uns, die die internationale Politik verfolgen, ist die typisch kritische Haltung der EU gegenüber Israel unergründlich gewesen. Warum sollte Europa mit seiner Geschichte der Beteiligung an Taten der Nazis und ihren Völkermord oder Aktionen gegen sie, seinem Kampf gegen sowjetische Unterdrückung und seiner modernen Kehrtwende zu Frieden und Gerechtigkeit sich ständig auf die Seite moderner völkermörderischer Monster stellen? Nach der Diagnose-Stellung zu ihrer Reaktion bei der UNO ist die Antwort einfach: Die EU lag im Koma.

Das Koma der EU betraf nicht nur Israel, sondern auch sie selbst. So, wie eine bewusstlose Person nicht in der Lage ist, sich selbst sauber und von Ungeziefer frei zu halten, so ist die EU sich der Parasiten nicht bewusst gewesen, die ihre Länder plagen. Es vergeht keine Woche, in der man nicht hört, wie die Islamisten straflos in einige europäische Gesellschaften eindringen und deren demographischen und politischen Charakter verändern. Ob es die unabsichtliche Beherbergung der Mörder vom 11.9. in Deutschland war, der Kampf der Franzosen gegen islamistische Schläger, Spaniens feige Kapitulation vor muslimischen Terroristen oder Englands Gastgeberrolle für Hass erfüllte Imame: Europa ist gefährlich infiziert.

Obwohl sie dem fast täglichen Blutbad zusehen, das Araber an unschuldigen israelischen Frauen, Kindern und Familien anrichten, ist die EU, wenn sie nicht schwieg, dann zumindest unkritisch gegenüber den vereinigten Anstrengungen gewesen, am jüdischen Volk Völkermord zu verüben. Bis jetzt. Jetzt hat sich die EU ihr „Erschrecken“ ausgedrückt. In einer verdächtig wenig berichteten Geschichte versuchen die arabischen Länder bei der UNO einen Resolutionsvorschlag abzuwenden, mit dem eine Abstimmung in der Vollversammlung im September den Antisemitismus verurteilen soll.

Nach einem Bericht in Haaretz „trafen sich UN-Botschafter aus arabischen und EU-Ländern und die Araber machten klar, dass sie eine Initiative für die Vollversammlung, den Antisemitismus zu verurteilen, nicht akzeptieren.

Die von den Arabern benutzte schroffe Sprache zur Beschreibung ihrer Haltung und ihre Pläne der Nutzung diplomatischer Mittel um zu verhindern, dass die Resolution zur Abstimmung kommt, schockte die Europäer, sagte eine Quelle bei der UNO.

Nach Angaben von UNO-Quellen kritisierten die arabischen Delegierten ebenfalls ein letzen Monat abgehaltenes UNO-Seminar zu Antisemitismus. Ein hochrangiger westlicher Diplomat sagte, dass unter den Arabern, die mit den Europäern sprachen, PLO-Beobachter Nasser al-Kidwe war und dass er besonders deutlich seine Ablehnung einer Resolution der Vollversammlung zum Antisemitismus geäußert habe.

Der jordanische UN-Botschafter, Prinz Ziad Hussein, argumentierte, die Resolution würde die Tendenz verstärken, jegliche Kritik an Israel antisemitisch zu nennen. Der marokkanische Botschafter Mohammed Banone sagte, dass das Seminar gegen Antisemitismus eine furchtbare Idee war und eine Entscheidung würde die Weltgemeinschaft nur spalten. Der Botschafter der Arabischen Liga, Mahamas Hani, warnte, dass eine UNO-Resolution, die den Antisemitismus verurteilt, negativen Einfluss auf den Nahen Osten haben würde. (http://www.haaretz.com/hasen/spages/456921.html)

Es ist offensichtlich, dass die EU die arabisch/islamistische Lüge gekauft hat, dass der Zionismus vom Judentum zu trennen ist. Man muss sich wundern, was das christliche Europa getan hat, als es in die Kirche ging. Als Christen haben sie als ihre heiligen Schriften die hebräische Bibel und das Neue Testament, normalerweise zu einem großen Buch zusammengebunden. Haben die Europäer ihre heiligen Bücher nie gelesen? Die Rückkehr des jüdischen Volkes in sein angestammtes, heimatliches Heiliges Land ist das wichtigste Ereignis des Judentums. Jerusalem wird mehr als 700-mal in der hebräischen Bibel erwähnt, NULL-mal im Koran.

Abgesehen davon, dass sie offenbar nie ihre Bibel lesen, sind die Europäer alarmierend ignorant gegenüber der Geschichte. Es hat DREI jüdische Staaten in Palästina gegeben; auf demselben Land gab es aber NULL arabische Staaten.

Vielleicht zeigt nichts das EU-Koma besser als ihre Vergesslichkeit bezüglich gegenwärtiger Ereignisse. Die UN-Kommission für Menschenrechte hat 26 Resolutionen verabschiedet, die Israel wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilen – trotz der Tatsache, dass Muslimen völlige Religionsfreiheit, Freiheit in der Gestaltung ihres Lebens und die Freiheit, in Israel gut zu und erfolgreich zu leben. Dieselbe UNO-Menschenrechtskommission hat NULL Resolutionen gegen irgendein arabisches Land verabschiedet. Und das trotz der Tatsache, dass Saudi Arabien es zu einem Kapitalverbrechen gemacht hat, den jüdischen oder christlichen Glauben zu praktizieren und die palästinensische Autonomie die offizielle Politik verfolgt, ihre Gebiete „judenrein“ zu machen.

Also lautet die nächste Frage: Jetzt, wo die EU aufwacht und feststellt, dass die arabischen Länder und vielleicht die meisten oder alle der übrigen islamischen Länder denken, dass der Antisemitismus etwas Gutes ist, was werden sie tun? Bevor die Europäer sich entscheiden, will ich sie an dreierlei erinnern:

Dr. Mahathir, ehemaliger Premierminister von Malaysia und Vorsitzender der OIC (Organization of Islamic Conferences) erklärte letztes Jahr öffentlich auf der OIC-Konferenz von 2003:

„Sie [die Juden] erfanden die Menschenrechte und die Demokratie und verbreiteten sie, damit sie zu verfolgen falsch erscheinen würde, damit sie sich der gleichen Rechte wie andere erfreuen können.“

Und:

„Die Europäer mussten zu Füßen der muslimischen Gelehrten sitzen, um Zugang zu ihrem eigenen wissenschaftlichen Erbe zu finden.“

Und noch eins. Die Muslime haben ein Sprichwort: „Erst die Samstags-Leute, dann die Sonntags-Leute.“ Guten Morgen, Europa – nach den Juden und Israel seid ihr dran!

Wiederbelebung des antisemitischen Giftmotivs durch die Palästinenser

Manfred Gerstenfeld interviewt Raphael Israeli (direkt vom Autor)

Ein klassisches antisemitisches Kernmotiv ist die Überzeugung, dass Juden das Trinkwasser von Nichtjuden vergiften. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas recycelte dieses antisemitische Thema 2016 in einer Plenarsitzung des Europaparlaments. Dort sagte er, ein Rabbiner habe die israelische aufgefordert palästinensisches Trinkwasser zu vergiften.

Das waren palästinensische Fake News. Es gab keinen solcher Rabbiner. Genauso wenig existierte der Rat, dem er angeblich vorstand. Am Ende seiner Rede, die diese extrem antisemitische Verleumdung enthielt, erhielt Abbas viel Applaus und stehende Ovationen einer großen Zahl der Europaparlamentarier. Der damalige Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz – heute sozialdemokratischer Kanzlerkandidat für die anstehenden Wahlen in Deutschland – twitterte, Abbas‘ Rede sei „inspirierend“ gewesen. Ein paar Tage später sagte Abbas, er sei über den Rabbiner falsch informiert gewesen.

Prof. em. Raphael Israeli

Raphael Israeli ist Prof. emeritus für islamische, chinesische und nahöstliche Geschichte an der Hebräischen Universität. Er hat mehr als 50 Bücher geschrieben, darunter „Blood Libel and Its Derivatives: The Scourge of Antisemitism“ (Ritualmordlügen und ihre Ableitungen: Die Geißel des Antisemitismus) und „Poison: Modern Manifestations of a Blood Libel“ (Gift: Moderne Erscheinungsformen einer Ritualmordlüge).

Nach den jüngsten Tempelberg-Krawallen vom Juli 2017 behauptete der stellvertretende Führer der Islamischen Bewegung in Israel, Kamal Al-Khatib, fälschlicherweise, Israel habe in den Tagen, in denen das Gelände für die Gläubigen gesperrt war, gefährliche Chemikalien in den Wänden der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem platziert.

Palestinian Media Watch hat eine lange Liste heutiger palästinensischer Mutationen der uralten Gift-Lüge veröffentlicht. Zu diesen gehört die Verbreitung von AIDS durch Israel – genauer gesagt durch Frauen mit wechselnden Geschlechtspartnern – sowie die Verbreitung von Drogen und halluzinogenen Substanzen. Zu anderen Mutationen der Lügen gehört die Bezahlung von Ärzten, damit diese unter Palästinensern Krankheiten verbreiten. Die Gift-Lüge ist fruchtbarer Boden für die kranke Fantasie ranghoher Palästinenser. Ein Sprecher der PA-Sicherheitskräfte sagte zum Beispiel, Israel sei für die Zunahme der illegalen Drogenlabore in der Westbank verantwortlich.

Diese antisemitischen Anschuldigungen sind regelmäßig im palästinensischen Fernsehen und an anderen Stellen zu finden. Zu denen, die sie geäußert haben, gehören Mahmud Abbas‘ Berater für strategische Angelegenheiten Husam Zomlot, der Hamas-Parlamentarier Marwan Abu Ras, der Vorsitzende des Hohen Juristischen Rats der PA Sami Sarsour, der Gouverneur des Distrikts Qalqilya Rafe Rawijbeh und viele andere.

Diese boshaften Anschuldigungen haben eine lange Geschichte, die bis ins frühe 14. Jahrhundert zurückreicht; es wurde der falsche Vorwurf erhoben, dass Juden in Teilen von Deutschland und Frankreich Brunnen vergiften würden. Das führt zu Massenmorden. Dieses Motiv ist im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder zurückgekehrt.

In Stalins Sowjetunion wurden jüdische Ärzte verhaftet und angeklagt, weil sie angeblich ein Komplott schmiedeten Stalin und die sowjetische Führung zu vergiften. Mehrere wurden hingerichtet, andere in den Gulag ins Exil geschickt, alle mit der Absicht die jüdische Elite zu dezimieren und der Führung den Kopf abzuschlagen.

Einer der entsetzlichsten Vorfälle eines modernen Vergiftungsszenarios ereignete sich 1983 zu Pessach in der Westbank, die damals noch komplett unter israelischer Herrschaft stand. Israelische Medien berichteten, dass in der Mädchen-Mittelschule im Dorf Arrabeh im Distrikt Jenin eine Massenvergiftung auftrat; die Teenagerinnen fielen in Ohnmacht und klagten über schmerzende Kehlen und Atemprobleme. Später hatten sie Kopfschmerzen, waren benommen und hatten Magenschmerzen. Sie gingen nach Hause, aber innerhalb von Stunden klagten weitere Schülerinnen über dieselben Symptome.

Die israelischen Gesundheitsbehörden kamen. Israelische und palästinensische Ärzte kontrollierten die Klassenräume und entdeckten einen Übelkeit erregenden Geruch. Als danach ein israelisches Team Umweltverschmutzungsbekämpfer ankam, wurde keine Spur von Gift gefunden und es blieb kein Geruch zurück. Zuerst – bis der Fall ausführlich untersucht wurde – dachte man, dass die Probleme durch eine defekte Toilette verursacht worden seien. Am nächsten Tag wurden allerdings Dutzende Mädchen auch noch ins Krankenhaus eingeliefert, gefolgt von Hunderten in Städten und Dörfern überall in der Westbank.

In der palästinensischen Bevölkerung stellte sich Panik ein. Die besten Epidemiologen Israels kamen zu dem Schluss, dass „die Vergiftung“ vermutlich ein Fall von Massenhysterie unter Teenager-Mädchen war. Palästinensische und Auslandsjournalisten beschuldigten Israel gleichermaßen, es versuche sein abscheuliches „Verbrechen“ zu verbergen. Sie entdeckten eine gelbe Substanz auf den Fensterbrettern der Schule. Als sie analysiert wurde, stellte sich heraus, dass es einfach Kieferpollen waren, die vom Wind dorthin geweht wurden.

Araber im Allgemeinen, muslimische Länder, gefolgt vom Roten Kreuz, dem Sicherheitsrat und sogar befreundete Staaten begannen Israel heftig zu tadeln. UNO-Sitzungen und internationale Verurteilungen folgten, gestützt durch eine weitere Hysterie der Presseberichte auf der gesamten Welt, die ohne Recherche Israel wegen seiner „Rolle“ in der Affäre anklagten, obwohl niemand vergiftet wurde und niemandem Schaden zugefügt wurde.

Israel rief dann das maßgebende und respektierte Center of Disease Control (CDC) in Atlanta zu Hilfe. Zwei Monate später bestätigten dessen Ergebnisse, was die israelischen Epidemiologen vom ersten Tag an sagten. Es schien dann so zu sein, als sei der gesamte Schwindel die Idee und das Ergebnis von Vorsatz, Planung und Ausführung seitens der Palästinenser gewesen.

Jahrzehnte später müssen wir uns immer noch fragen, warum so viele diese antisemitische Verleumdung Israels so fleißig betrieben. Zu denen, die wenig bis nichts taten, um dagegen aufzustehen und sie abzuweisen, selbst nachdem die Falschmeldung aufgedeckt wurde, gehörten die UNO, ihr Generalsekretär, ihr Sicherheitsrat und die Menschenrechtskommission in Genf sowie das Rote Kreuz.