Der heutige Antisemitismus arabischer Medien

Elder of Ziyon, 28. August 2022

Weil es sonst keiner macht…

Amad (palästinensisch): Die Volkskampffront beschuldigt Israel die Organe von Palästinensern zu stehlen, die bei Terroranschlägen getötet wurden.

Ad Dustour (Jordanien): „Palästina ist ein arabisches Palästina vom Meer bis zum Fluss und es gibt darin keinen Ort für die Juden und sie müssen dahin zurückkehren, woher ihre Väter und Großväter in einer schwarzen Nacht kamen, um an unseren Küsten zu landen um die Vegetation zu essen.“

Freedom and Justice Gate (Ägypten): Fragt, warum die VAE mit der Erlaubnis eine Synagoge auf ihrem Gebiet zu bauen „die Feinde des Islam akzeptieren“.

Alsaa (Jordanien): Die Holocaust-Industrie macht weiter: diesmal gegen den argentinischen Präsidenten.

Al-Ahram (Ägypten): Die Anerkennung der amerikanischen zionistischen Bewegung durch die UNO als beratende NGO ist die „Weißung“ des Zionismus und zeigt Unterstützung der UNO für „systematische rassistische Politik, die von Israel gegen das palästinensische Volk praktiziert.“

Sama News (palästinensisch): Eine Meinungsumfrage unter palästinensischen Akademikern zeigt, das 94,9% die Haltung von Abbas unterstützen sich nicht für das Massaker von München zu entschuldigen; nur 0,02% waren dagegen. 85,9% stimmten zu, dass Israel „Holocausts“ an den Palästinensern verübt, während 7,1% gegen die Verwendung dieses Begriffs waren.

Nach dem Fehlschlag bei der Aufstachelung zu Gewalt zur Verhinderung israelischer Feiern kehrt die PA zu offenem Antisemitismus und dem Umschreiben der Geschichte zurück

Maurice Hirsch, Palestinian Media Watch, 12. Juni 2022

Wie Palestinian Media Watch enthüllte, versuchte die PA im Vorfeld zu den israelischen Feiern am 29. Mai, um 55 Jahre seit der Wiedervereinigung Jerusalems und seiner Befreiung von jordanischer Besatzung (1948-1967) zu begehen, verzweifelt breitflächig zu Gewalt anzustacheln. Weil sie dieses Ziel verfehlten, unternahm die PA dann ihr Äußerstes ein alternatives Narrativ zu schaffen.

Teil des alternativen Narrativs beruhte fest auf offen antisemitischem Hassreden, mit denen die mehr als 70.000 Israelis, die an dem Marsch teilnahmen, als „minderwertige … Siedler“, „Affen“ und „Dummköpfen“ bezeichnet wurden:

Tausende Israelis und besonders die minderwertigen von ihnen – die Siedler – nahmen an dem israelischen Flaggenmarsch [zum Jerusalem-Tag] teil. Aber der allgemeine Eindruck, den alle bekamen, ist, dass dieser Marsch auf allen Ebenen töricht und misslungen war …
Niemand reagierte auf die Lügen, an die die Siedler sich klammern und Jerusalem blieb in heiliges Gewand gehüllt, das trotz des wilden Verhaltens der Affen und ihrem Herumgehüpfe nicht beschädigt wurde…
Du bist keine Waise, Palästina, weil das Volk … das die Steine-Rebellion begann … nicht wie diese Narren ist, die sich auf den Flaggenmarsch begaben und die nicht wissen, welches Schicksal auf sie wartet.“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-jadida, 1. Juni 2022]

Laut dem PA-Narrativ „liefen Siedlerherden Amok um den Bluttanzmarsch auszuführen“ und Jerusalems „Luft zu verschmutzen“, bevor sie die Stadt verließen „wie in Panik geratene Mäuse, die vor den Beschützern der Stadt fliehen“:

„Der letzte Sonntag [29. Mai 2022] war einer der gepriesenen Tage Jerusalems, ein Tag der Freiheit, des Friedens und der Umsetzung nationaler Souveränität. Das trotz der Tatsache, dass der gesamte israelische Kolonialistenstaat und seine Führung – mit seinen politischen, militärischen und Sicherheitstruppen sowie Siedlerherden – Amok lief, um den Bluttanzmarsch (d.h. den Flaggenmarsch zum Jerusalem-Tag) zu veranstalten, der mit den Flaggen des falschen Narrativs und dfer illegalen Präsenz des israelischen ethnischen Säuberungsstaats überzogen ist…“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, 31. Mai 2022]

„Während tausende Siedler die Luft der heiligen Stadt [Jerusalem] mit Flaggen der Besatzung ‚verpesteten‘ (bezieht sich auf den Flaggenmarsch zum Jerusalem-Tag – Redaktion), schmückte eine kleine Drohne den Himmel über der Stadt mit einer Palästinenserflagge, bis sie von der Besatzungspolizei heruntergeholt wurde…“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, 31. Mai 2022]

„Die Zionisten schwenkten Flaggen ihrer Niederlage mit der Kraft des Schießpulvers und der Armee, aber sie verließen die besetzte Stadt und sein heiliges Becken wie Mäuse in Panik vor den Hütern der Stadt…“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, 31. Mai 2022]

Schändlicherweise ist die Verwendung antisemitischer Terminologie zur Beschreibung von Juden durch die PA nichts Neues. PMW hat zig Vorfälle dokumentiert, bei denen die PA antisemitische Terminologie und Sprachbilder verwendet hat, darunter wiederholt Verweise auf Juden als „Schweine und Affen“.

Der zweite Teil des Narrativs folgte der beständigen PA-Botschaft, dass nicht nur Jerusalem, sondern ganz Israel „besetzt“ ist.

Wenn wir schon von Jerusalem sprechen: PA-Premierminister Mohammed Schtayyeh bezeichnete das Ereignis als „Siedler-Marsch“ und fügte hinzu:

„Jerusalem ist all die Jahre die Hauptstadt des Staates Palästina gewesen und wird es für immer bleiben. Ihr Gesicht, Herz und Zunge sind arabisch und die Versuche ihre Eigenschaften zu ändern und ihr eine eingebildete Souveränität aufzuzwingen, werden vor den Fakten der Religion, Geschichte und Heiligkeit keinen Bestand haben, da sie die erste Richtung des muslimischen Gebets beinhaltet, die Stelle, an die der Prophet [Mohammed] reiste, die Stätte seines Aufstiegs in den Himmel und der Grabeskirche.
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, 30. Mai 2022]

Schtayyeh hat offensichtlich vergessen, dass es nie einen unabhängigen „Staat Palästina“ gab und dass sein eingebildeter Staat nie Souveränität über Jerusalem oder sonst einen Ort hatte. Er hat auch eindeutig aus seinem Gedächtnis gelöscht, dass Juden in Jerusalem seit mehr als 150 Jahren die Mehrheit der Bevölkerung stellen. Fakt ist: Die 1922 durchgeführte britische Volkszählung für Palästina, stellte fest, dass von Jerusalems 62.578 Einwohnern 33,971 Juden waren, 14.699 waren Christen und nur 13.413 waren Muslime („Mohammedaner“). Mit anderen Worten: 1922 waren Juden in Jerusalem nicht nur eine einfache Mehrheit, sondern die absolute Mehrheit, stellten mehr als alle anderen zusammen.

Die Schlagzeile, die die PA für den Kommentar von Muwaffaq Matar, einem Mitglied des Revolutionsrats der Fatah und regelmäßigem Kolumnisten der offiziellen PA-Tageszeitung, deutete ebenfalls die Denkweise der PA an: „Der Flaggenmarsch der ‚israelischen ISIS-Mitglieder‘ – ein getarnter Segen.“

In dem Kommentar selbst versuchte Matar das Schwenken der israelischen Flagge mit dem Schwenken der „Palästinenserflaggen“  durch die Palästinenser zu vergleichen und gegenüberzustellen und argumentierte, dass die „palästinensische Flagge“, die über „dem historischen und natürlichen Land Palästina“ weht, dem israelischen Souveränitätsansprüchen über „Ostjerusalem im Besonderen und Palästina im Allgemeinen“ widerspricht. Entscheidend ist, dass Matar hinzufügt, Palästina decke ganz Israel ab, erstrecke sich von Galiläa im Norden Israels bis in den Negev im Süden Israels und von Jericho im Osten bis Jaffa im Westen:

„Die Köpfe des [israelischen] Besatzungssystems begreifen durchaus, dass die palästinensische Flagge irgendwo über den historischen und natürlichen Land Palästina wehen zu lassen gegen ihre Realität opponiert, die mit der Gewalt der Besatzung, organisierten Staatsterror und unbegrenzte kolonialistische Unterstützung kolonialistischer Staaten geschaffen wurde, die ihren Staat gründete und Interesse daran haben , dass sie weiter ihre Dienste als Akteure bieten. Sie begreifen, dass die palästinensische Flagge ihren Ansprüchen auf Souveränität über Ostjerusalem im Besonderen und Palästina im Allgemeinen widerspricht – von Galiläa bis zum Negev (d.h. Regionen in Israel), von Jericho bis an die Strände Jaffas (d.h. einer israelischen Stadt).“
[Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat al-Jadida, 31. Mai 2022]

Es folgen längere Auszüge der oben angeführten Äußerungen:

„Tausende Israelis und besonders die minderwertigen unter ihnen – die Siedler – nahmen an dem israelischen Flaggenmarsch [zum Jerusalem-Tag] teil. Aber der allgemeine Eindruck eines jeden lautet, dass dieser Marsch auf allen Ebenen töricht und erfolglos war…
Niemand reagierte auf die Lügen, an denen die Siedler sich klammerten und Jerusalem blieb in heiliges Gewand gekleidet, das nicht beschädigt wurde, trotz des wilden Verhaltens der Affen und ihrem Herumgehüpfe…
Du bist keine Waise, Palästina, da das Volk … das die Steine-Rebellion initiierte … nicht wie diese Dummköpfe ist, die sich auf den Flaggenmarsch begaben und die nicht wissen, welches Schicksal sie erwartet.“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, 1. Juni 2022[

Schlagzeile: „Jerusalem, Schießpulver und der Blut-Tanz“
„Letzten Sonntag [29. Mai 2022] war einer der gepriesenen Tage Jerusalems, ein Tag der Freiheit, des Friedens und der Umsetzung nationaler Souveränität. Und das trotz der Tatsache, dass der gesamte israelische Kolonialistenstaat und seine Führung – mit seinen politischen, militärischen und Sicherheitsgruppen sowie Siedlerherden – Amok lief, um den Bluttanz-Marsch [sprich: Flaggenmarsch zum Jerusalem-Tag] auszuführen, der mit der Flagge des falschen Narrativs und der illegalen Präsenz des israelischen ethnischen Säuberungsstaates bedeckt ist.
Obwohl der zionistische Staat die ewig palästinensische Hauptstadt mit tausenden seiner Soldaten und Mitgliedern seiner Armee und Sicherheitskräfte wieder besetzte, wie e seit ihrer Besatzung vor 55 Jahren nicht geschehen ist … war er in seiner Nacktheit komplett entlarvt, wie er in all seinen Kriegsverbrechen entlarvt wird. Er bewies allen kolonialistischen Zionisten und der gesamten Welt und besonders den USA, dass das Land nicht ihm gehört und dass er keine Kontrolle über das [palästinensisch] Volk hat, dem die ewige Geschichte, Identität und Anwesenheit dort seit Beginn der Schöpfung und seit dem ersten arabisch-kanaanitischen Menschen gehört (sic, die Kanaaniter waren keine Araber und die Palästinenser haben keine Geschichte vor der Moderne). Der Grund ist, dass Schießpulver und Soldaten des Todes die besetzte Stadt wie panische Mäuse verließen, die vor den Hütern der Stadt und ihres heiligen Beckens fliehen…
Die Zionisten schwenkten Flaggen ihrer Niederlage mit Hilfe der Gewalt des Schießpulvers und der Armee, aber sie verließen die besetzte Stadt wie panische Mäuse, die vor den Hütern der Stadt und seines heiligen Beckens fliehen…
Sie rannte vor den Kindern Palästinas und seiner gerühmte Frauen weg und vor den Alten des Landes von Ribat [heißt: Religionskrieg um Land, das als islamische behauptet wird] und seinen jungen Leuten, denn sie begreifen, dass sie unfähig sind sie zu betreten, außer unter den Speeren und dem Schutz der zionistischen Soldaten Spartas.“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, 31. Mai 2022]

Schlagzeige: „Jerusalem steht neben seiner Souveränität“
„Während tausende Siedler die Luft der heiligen Stadt [Jerusalem] mit Flaggen der Besatzung (bezieht sich auf den Flaggenmarsch am Jerusalem-Tag – Redaktion] ‚verpesteten‘, schmückte eine kleine Drohne den Himmel über der Stadt mit einer Palästinenserflagge, bis sie von der Besatzungspolizei heruntergeholt wurde…
Der Volksaufstand (das ist der von den Palästinensern verwendete Begriff, der auch auf den Einsatz von Gewalt und Terror verweist) in Jerusalem und ganz Palästina soll das Recht auf Souveränität an der Al-Aqsa-Moschee und das Recht auf Souveränität in der besetzten palästinensischen Hauptstadt verteidigen, die niemals jemand anderem als den ursprünglichen Eigentümern des Rechts gehören wird.“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, 31. Mai 2022]

Die Begriffe „friedlicher Aufstand/Widerstand“ und „Volksaufstand/-widerstand“ werden von PA-Führern manchmal verwendet um friedlichen Protest zu bezeichnen und manchmal um tödliche Terroranschläge und Terrorwellen zu bezeichnen. Zum Beispiel definierte Mahmud Abbas den mörderischen Terror in der Welle von 2015/16 (die „Messer-Intifada“) als „friedlich“; dabei wurden durch Stiche, Schüsse und Auto-Rammangriffe 40 Menschen getötet (36 Israelis, 1 Palästinenser, 2 Amerikaner und 1 Eritreer) und hunderte verwundet. Abbas saget: „Wir wollen friedlichen Volksaufstand und das ist das, was wir hier haben.“ Zu dem Zeitpunkt, als Abbas das sagte, waren bereits 14 Israelis ermordet worden.
http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=16437

Schlagzeile: „Schtayyeh: Jerusalem ist unsere ewige Hauptstadt und es ist eine besetzte Stadt, die Arroganz der Macht wird keine Souveränität über sie gewähren.“
„PA-Premierminister Mohammed Schtayyeh verurteilte den Marsch [Flaggenmarsch zum Jerusalem-Tag] der Siedler und ihre Angriffe auf die Einwohner des besetzten Jerusalem. Er warnte vor den gefährlichen Folgen dieses Marsches…
Schtayyeh pries den Mut der männlichen und weiblichen [arabischen] Einwohner Jerusalems, die Ribat ausführen (d.h. religiösen Konflikt um Land, von dem behauptet wird, es sei islamisch) zu ihrer Verteidigung der Stätte, an die der Prophet [Mohammed bei seiner Nachreise] reiste. Er sagte: ‚Jerusalem ist die Jahre hindurch die Hauptstadt des Staates Palästina gewesen und sie wird es auf ewig bleiben. Ihr Gesicht, ihr Herz und ihre Zunge sind Arabisch und die Versuche seine Eigenschaften zu ändern und ihr eine erfundene Souveränität aufzuzwingen werden gegen die Fakten der Religion, der Geschichte und der Heiligkeit nicht von Dauer sein, weil sie die erste muslimische Gebetsrichtung beinhaltet, den Ort, an den der Prophet [Mohammed] reiste, den Ort, an dem er in den Himmel auffuhr und die Grabeskirche.“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, 30. Mai 2022]

Auszug aus einer Kolumne von Muwaffaq Matar, Mitglied des Revolutionsrats der Rafah und regelmäßiger Kolumnist der offiziellen PA-Zeitung:

Schlagzeile: „Der Flaggenmarsch der ‚israelischen ISIS-Mitglieder‘ – ein getarnter Segen!“
„Die Köpfe des [israelischen] Besatzungssystems begreift sehr wohl, dass die palästinensische Flagge irgendwo im historischen und natürlichen Land Palästina zu hissen gegen ihre Realität opponiert, die über Gewalt der Besatzung, organisierten Staatsterror und unbegrenzte kolonialistische Unterstützung von Kolonialistenstaaten geschaffen wurde, die [ihren Staat] gründete und daran interessiert sind, dass sie weiter ihre Dienste als Agenten anbieten. Sie begreifen, dass die Palästinenserflagge ihren Behauptungen über Souveränität über Ostjerusalem im Besonderen und Palästina im Allgemeinen widerspricht – von Galiläa im Norden bis zum Negev (heißt: Regionen in Israel), von Jericho bis zu den Stränden von Jaffa (das ist eine israelische Stadt).
Die Siedler marschierten in Ostjerusalem und dem Edlen Heiligtum Jerusalem (d.h. den Tempelberg) ein und sie betraten sie unter dem Schutz der Besatzungsarmee. Sie schwenkten ihre Flagge und vollführten talmudische (d.h. jüdische) Rituale und danach sammelten sie sich am Damaskustor und marschierten in die Gassen der Altstadt von Jerusalem. All diese Dinge sind eine Tragödie, aber siehaben einen Nutzen; ihre törichten Führer wie [der israelische Premierminister] Naftali Bennett, [der israelische Knessetabgeordnete] Itamar Ben Gvir und [der ehemalige Premierminister] Benjamin Netanyahu schenkten einer wichtigen Sache keine Aufmerksamkeit und das ist, dass sie mit dieser Masse an Siedlern, von denen die meisten offen bewaffnet sind …  und durch die Ankunft von bewaffneten Militärdivisionen, als befänden sie sich auf dem Schlachtfeld, ihr eigenes Gerede vom Verhängen der Souveränität über Jerusalem widerlegen und das Versagen ihres zionistischen Projekts offenbaren.“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida, 31. Mai 2022]

Arabischer Antisemitismus kommt einfach immer weiter und wird immer schlimmer

Elder of Ziyon, 26. April 2022

Ich habe lange Zeit dieses Level an krassem Antisemitismus arabischer Offizieller und Medien nicht erlebt.

Jordaniens Zeitung Al-Sabil bringt ein Op-ed (auch auf anderen Nachrichtenseiten veröffentlicht) darüber, wie man in Jerusalem die Ruhe bewahrt.

Die Ruhe wird nur unter zwei Bedingungen zurückkehren: dass kein Palästinenser davon abgehalten wird jederzeit von wo auch immer in Palästina kommend die Al-Aqsa zu betreten; und keinem Juden zu erlauben sie jemals zu betreten.

Er zitierte eine Erklärung eines jordanischen Ministeriums, dass „die Besatzung aufrief die Lage in der Al-Aqsa-Moschee so wiederherzustellen, wie sie vor dem Jahr 2000 war und das Mughrabi-Tor zu schließen, durch das Siedler ihre täglichen Einfälle in die gesegnete Al-Aqsa-Moschee ausführen.“

Unterdessen lehnte der Scheik der Al-Azhar in Ägypten den Vorschlag rundheraus ab, er möchte sich mit Rabbinern treffen.

Die ägyptische Zeitung Al-Majd brachte diese Schlagzeile: „Die Zahl der Juden in der Welt beträgt 15 Millionen üble Menschen: Nur 7 Millionen von ihnen besetzen Palästina und 6 Millionen besetzen die „zionistischen“ Vereinigten Staaten“.

Die Zahl der Juden in Deutschland beträgt 15 Millionen üble Menschen: Nur 7 davon besetzen Palästina und 6 besetzen die „zionistischen“ USA

Rai al-Youm hat einen Artikel, der besagt, dass ein Ungenannter (sie) seit der Zeit Josuas bis heute Spionage und Massenmord an Zivilisten betrieben haben.

Ma’an beschuldigt die Juden kurz angebunden Jesus ermordet zu haben.

Es gibt eine berühmte jiddische Geschichte über einen armen Mann, der sich beim Rabbi beschwert, sein Haus sei zu klein und der Rabbi bittet ihn es eine Zeit lang mit Nutzvieh zu füllen. Nachdem die Tiere wieder entfernt wurden, ist der Mann froh, dass er so viel mehr Platz hat. Dieser Artikel hingegen verdreht ihn in eine Erzählung darüber, wie Juden ihre Feinde psychologisch manipulieren, ohne etwas Konkretes zu unternehmen ihnen zu helfen.

Und dann gibt es diesen Artikel in Al-Omah, der angelblich gegen Normalisierung mit Israel ist, aber zu den Beispielen einer solchen Normalisierung in den VAE gehört, dass ihre Hotels ihren Gästen koscheres Essen anbieten, Pläne für ein jüdisches Viertel haben und Pessah-Grüße senden. Obendrein fügt er hinzu: „Die Al-Aqsa-Moschee muss von der Entweihung, dem Terror und der Arroganz der Juden befreit werden.“

Es gibt noch mehr! Mohamed Mokhtar Gomaa ist der ägyptische Minister für religiöse Stiftungen (waqf). Er wurde in den sozialen Medien angegriffen, weil das Waqf-Ministerium dieses Jahr wegen COVID nächtliche Gebete in Moscheen verbot. Die Menschen waren aufgebracht und bezeichneten ihn mit der schlimmstmöglichen Beleidigung: Sie behaupteten, er sei Jude. (Eine Person, die ihn zu verteidigen versuchte, überlegte einen seiner Angreifer als den Sohn einer jüdischen Mutter zu bezeichnen, beschloss dann aber, dass dies eine zu brutale Beleidigung sei.)

Und all das nur in den letzten 24 Stunden!

Arabische Medien und Offizielle gaben früher zumindest vor antizionistisch zu sein. Sie haben offenbar bemerkt, dass unverhohlener Antisemitismus von der Welt nicht bemerkt wird oder dass es niemanden kümmert, also sind sie in die alten Zeiten zurückgekehrt, bevor MEMRI und andere, die sie beschämten, zumindest so zu tun als würden sie ihren Judenhass verbergen.

Araber bewunderten Nazi-Deutschland – nicht trotz, sondern wegen des Völkermords

Elder of  Ziyon, 28. April 2022

Hier sind ein paar Zeitungsausschnitte dazu, wie die arabische Welt die Nazis nach ihrer Niederlage unterstützte.

Die Daily Times-News aus Burlington (North Carolina) vom Donnerstag, 28. August 1958:

Arabische Studenten in Deutschland bewundern Hitler
Bonn – Westdeutschlands wichtigste jüdische Zeitung hat von einem Gespräch zwischen einer Reihe junger Westdeutscher und einem Paar syrischer Jurastudenten aus Damaskus über Adolf Hitler berichtet, das in einer westdeutschen Jugendherberge gehört wrude.
Die jungen Syrer – zwei von vielen arabischen Studenten, die dieses Jahr an westdeutschen Universitäten eingeschrieben sind – sollen laut eines Berichts der „Allgemeinen Wochenzeitung der Juden“ aus Düsseldorf Hitler üppig mit Lob überschüttet haben.
Sie bezeichneten ihn als „wahrhaft ausgezeichneten Mann“. Sie sagten, er war ungeheuer mutiger Führer, der auf eigene Faust mit Europa kämpfte. Sie sagte, der einzige Grund, dass er derzeit in Verruf stehe, sei, dass er den Krieg verloren habe.
Die jungen deutschen Studenten widersprachen auf die für viele, aber nicht alle im Land, charakteristische Weise den Syrern energisch. Sie sagten, Hitler war ein „Verrückter“. Sie sagten, seine Hauptleistung sei die Zerstörung Deutschlands und ganz Europa kurz und klein zu schlagen gewesen. Sie verurteilten Hitler derart beharrlich, dass die Syrer ihnen am Ende vorwarfen keine „echten Deutschen“ zu sein.
Deutschland ist eines der Länder, die junge Araber sich am liebsten aussuchen, um im Ausland zu studieren.

Das Edmonton Journal, Alberta (Kanada) vom 22. Februar 1960:

Vorteile des Nationalsozialismus
Ironischerweise ist für Deutsche das Vermächtnis der Nazizeit im Nahen Osten von Vorteil. Viele Araber bewundern den Nazi-Antisemitismus.
„Heil Hitler“ ist im Nahen Osten eine übliche Begrüßung für deutsche Geschäftsleute und diese haben gelernt, das als Höflichkeitsformel zu akzeptieren. Es trifft sogar zu, dass viele Firmen diskret Veteranen von Rommels Afrikakorps bevorzugen, wenn sie Vertriebler für den Nahen Osten einstellen.
Rommle und das Afrikakorps werden von den Arabern immer noch vergöttert, weil sie die Briten bekämpften. Laut ihrer auf dem Kopf gestellter Logik scheinen viele Araber das Gefühl zu haben, Rommel habe ihren Kampf gegen die Briten geführt.
Schließlich gibt es noch die Horden nicht unverbesserlicher Hitleranhänger, die im Nahen Osten untergetaucht sind, als das Dritte Reich zusammenbrach. Heute sind viele davon in Positionen mit Wohlstand im Nahen Osten aufgestiegen und in der Lage westdeutschen Firmen bei der Gewinnung von Aufträgen und anderen wirtschaftlichen Gefälligkeiten eine große Hilfe zu sein.

Die englischsprachige jordanische Tageszeitung Jerusalem Times veröffentlichte am 24. April 1961 diesen „offenen Brief an Eichmann“:

Sehr geehrter Eichmann,

Ich spreche zu Ihnen ich Ihrer Glaszelle, um ein Wort des Mitgefühls für Ihre derzeitige Zwangslage auszusprechen. Deutsches Genie hat Sputniks und Raketen und alle möglichen Dinge erfunden, denen es versagt geblieben ist die Katastrophe zu verhindern, die über Sie hereingebrochen ist.

Was für ein Pech, Eichmann, dass Sie diesen Schweinen gestattet haben Sie zu verhaften und ihr Schauspiel aufzuführen. Aber sorgen Sie sich nicht, Eichmann, das wird ihnen am Ende auf den Kopf fallen.

Hören Sie, Eichmann, Ihnen wird vorgeworfen sechs Millionen dieser Brut ausgestreut [sic] zu haben. Ob das stimmt oder nicht, ist für unsere Diskussion der Sache kein Thema, aber was wir sagen möchten, ist dies: Wenn Sie es tatsächlich geschafft haben sechs Millionen von ihnen zu liquidieren und wenn die verbleibenden sechs Millionen entscheiden dafür waren den Arabern so viel Verwüstung und Leid zuzufügen und sie aus ihren Häusern zu werfen, dann fragen wir uns, wie das Ergebnis aussehen würde, wenn die sechs Millionen ausgestreuten [sic] erlaubt worden wäre zu überleben. Wahrscheinlich wäre ein ähnliches Schauspiel in einem anderen Teil der arabischen Länder aufgeführt worden. Mit der Liquidierung von sechs Millionen haben Sie das Ausmaß der Katastrophe minimiert und der Menschheit einen wahren Segen zuteilwerden lassen. Sie, lieber Eichmann, können sich die Gefühle der Million oder so arabischen Flüchtlinge in diesem Drama vorstellen…

Das Ziel dieses Prozesses besteht schlicht darin mehr Touristen in den besetzten Teil zu locken und ihn für Spendensammlung und für die Häutung des Rests der Menschheit auszunutzen.

Aber seien Sie mutig, Eichmann, finden Sie Trost in der Tatsache, dass dieser Prozess eines Tages in der Liquidierung der verbleibenden sechs Millionen gipfeln wird, um Ihr Blut zu rächen und die Art, in der sie von genau denselben Leuten entführt und vor Gericht gebracht wurden, die eine Million gefoltert und aus ihren Häusern vertreiben wurden.

Genauso aus derselben Quelle:

In der libanesischen Zeitung al-Anwar vom 9. Juni 1960 gab es eine Karikatur, die Ben-Gurion und Eichmann zeigte, wie sie einander anbrüllen. Der Text unter der Zeichnung lautet:

Ben-Gurion: „Sie verdienen die Todesstrafe für den Mord an sechs Millionen Juden.“
Eichmann: „Es gibt viele, die argumentieren, dass ich die Todesstrafe verdiene, weil ich den Job nicht zu Ende gebracht habe.“

Kuwaits Regierung erklärt die Muslime beleidigende Existenz von Juden wo auch immer zum Verstoß gegen das Völkerrecht

Elder of Ziyon, 6. Mai 2022

Am Donnerstag sagte die Regierung von Kuwait, dass Juden die einzigen Leute auf der Erde sind, deren Existenz das Völkerrecht verletzt – wenn sie still den Tempelberg betreten.

Das kuwaitische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten gab die heftige Verurteilung des Staates Kuwait und Verurteilung Ausdruck, dass die israelischen Besatzungsbehörden Extremisten erlaubt die Al-Aqsa-Moschee unter dem Schutz der Besatzungsstreitkräfte zu stürmen.

Das Ministerium warnte heute, Donnerstag, in einer Erklärung vor den Konsequenzen der Fortsetzung solch ernster Verstöße, die eine offenkundige Verletzung der Regeln des Völkerrechts und der Genfer Konventionen darstellen und den Geist der Gewalt und der Spannungen und eine Bedrohung des internationalen Friedens und Sicherheit anfachen.

Das Ministerium rief den Sicherheitsrat auf, seine Verantwortung wahrzunehmen diese Gewalttaten einzudämmen.

Diese Erklärung ist nichts weniger als eine Rechtfertigung für die ethnische Säuberung eines gesamten Volkes. Denn wenn Juden an ihrem heiligsten Ort nicht existieren können, weil das die engstirnigen Muslime vor den Kopf stößt, können sie an keinem Ort existieren, an dem sie engstirnige Muslime vor den Kopf stoßen – was ganz Israel und möglicherweise den gesamten Nahe Osten einschließt. Die Hams hat bekanntermaßen erklärt, ohne dass jemand dagegen argumentiert, dass ganz Palästina heiliges islamisches Waqf-Land ist – in Israel existierende Juden sind so beleidigend wie Juden, die auf dem Tempelberg existieren.

Juden müssen wissen, wo ihr Platz ist.

Juden verletzen, durch ihre Existenz, das Völkerrecht.

Juden schüren, durch ihre Existenz, Gewalt.

Juden sind, durch ihre Existenz, eine Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit.

Was ungesagt bleibt ist, dass Juden, durch ihre Existenz, antisemitische Muslime vor den Kopf stoßen und diese daher irgendwie dazu zwingen gewalttätig zu agieren. Antisemitische Muslime benutzen die Existenz von Juden als Ausrede um Juden zu ermorden.

Diese Erklärung wurde vor den Morden gestern in Elad veröffentlicht, aber die Morde sind ein direktes Ergebnis dieser Art von offiziell genehmigtem Antisemitismus und Hetze, die in großen Teilen der arabischen Welt immer noch vorherrschen.

Laut den Antisemiten ist das Töten von Juden kein Bruch des Völkerrechts. Mord ist eine natürliche Konsequenz der Anstößigkeit der Existenz von Juden und dass sie ihr Leben in ihrer historischen Heimat leben.

Diese Erklärung rechtfertigt nicht nur ethnische Säuberung. Sie rechtfertigt Völkermord.

Solch völlig beleidigende Äußerungen seitens eines souveränen Staates lösten nicht einmal die winzigsten Proteste der Nationen der Welt aus, weder bei der „Menschenrechts“-Gemeinschaft, noch bei den Leuten, die behaupten gegen alle Formen des Rassismus und Hasses zu sein.

Es ist sehr leicht, das abzutun. Kuwait ist nicht wichtig, das Lärmen der Kuwaitis ist es nicht wert sich darüber aufzuregen, sie spielen mit ihren Bürgern, sie meinen das nicht wirklich – es gibt keinen Mangel an Rechtfertigungen für Hass. Es sollte aber nicht abgetan werden. Es ist Teil der Normalisierung des Antisemitismus auf der internationalen Bühne. Es ist Teil der Neuschreibung des Völkerrechts eigens um jüdische Rechte einzuschränken – ein Prozess, der schon vor Jahrzehnten begann.

Das bedeutet, dass Judenhasser diejenigen sind, die entscheiden, wo und wann Juden existieren dürfen und sie können auch entscheiden, wann und wo Juden vernichtet werden müssen.

Arabischsprachige Medien tun nicht einmal mehr so als seien sie nicht antisemitisch

Elder of Ziyon, 25. April 2022

Vor ein paar Jahren waren die arabischsprachigen Medien ein wenige vorsichtiger darin offensichtlichen Antisemitismus zu vermeiden ausdrücklichen Hass auf Juden hinter der Gegnerschaft zu „Besatzung“ zu verbergen.

Aber zwischen den Abraham-Vereinbarungen und der wettstreitenden Hetze wegen des Tempelbergs ist dieser Vorwand weggefallen. Sie verbergen ihren Hass auf Juden nicht länger dahinter sie als „Zionisten“ oder „Besatzer“ zu bezeichnen.

Ein paar Beispiele aus den letzten Tagen:

Ahmed Salama schreibt in der jordanischen Ammon News: „Die Juden könnten glauben, dass eine Vereinbarung hier, ein Tanz mit einem Araber da und das Beleuchten einer Stätte mit dem Davidstern bedeutet, dass das Judentum sich hervorgetan hat und die Nation Mohammeds geschändet wurde…. Unsere Cousins, die Söhne Jakobs, machen sich selbst zu schaffen, indem sie die Palästinenser demütigen und in die Heiligkeiten seines Heiligtums einbrechen. Diese Arroganz, mit der die Juden all diese Arroganz an den Tag legen und diese Obszönität hat nur eine einzige Erklärung: dass die Juden keine Nation und kein Staat sein können…“

Fayez el-Fayez schreibt in Al-Rai, dass die Juden immer gelogen haben, seit die Söhne Jakobs ihren Vater wegen des Schicksals Josefs belogen. Er sagt dann weiter: „Die Juden zögern nicht Frauen und Kinder zu töten.“

Amin Mahmoud schreibt in Rai al-Youm: „Die Zionisten haben es fortgesetzt mehr von ihren historischen Behauptungen zu veröffentlichen, besonders von denen, die mit Mythologie in Verbindung stehen, die durch keinerlei wissenschaftliche Belege anerkannt wird, so wie ihre Behauptung – zum Beispiel – dass es eine ‚jüdische Nation‘ gibt, die über die Zeitalter bestanden hat und dass Juden eine gemeinsame historische Vergangenheit haben … Aber eine simple Reflexion zu diesen Äußerungen, besonders des Spruchs von der ‚jüdischen Nation‘, der den Anspruch erhebt, dass diese Nation ‚zweitausend Jahre lang auf Zion gewartet und geblickt hat, um dorthin zurückzukehren‘, zeigt uns, dass dieser Spruch nur in die größten Fälschungen der Aufzeichnungen der Menschheitsgeschichte gezählt werden kann.“

Auf derselben Seite betreibt Abdel Hamid Fajr Sallum auch Tempelleugnung: „Es muss betont werden, dass die Al-Aqsa nicht auf dem (angeblichen) Tempel Salomos gebaut wurde und alle Dokumente und historischen Beweise widerlegen diese Dialektik der Juden.“

Yasar Khasawneh zitiert in Rum Online zustimmend den jordanischen Premierminister mit den Worten: „Wir sind auf der Seite des palästinensischen Widerstands gegen die Juden, die die Al-Aqsa-Moschee schänden.“

Ein Dringlichkeitstreffen der Liga Arabischer Staaten in Amman rief Israel auf die Juden davon abzuhalten in der Al-Aqsa-Moschee zu beten und warnte, dass dies „eine krasse Verletzung der Gefühle der Muslime.“

Der offene Antisemitismus ist in die arabischen Medien zurückgekehrt.

UNO-Zeugenaussage zu Antisemitismus in der arabischen Welt, 1947

Elder of Ziyon, 25. April 2021

Treffen des UNSCOP-Komitees in Jerusalems CVJM

Hier ist die Zeugenaussage von Eliahu Eliachar, dem Gründer der World Sephardi Foundation und Mitgründer sowie Vizepräsident der World Sephardi Federation, als er vor dem UNO-Sonderkomitee für Palästina (UNSCOP) sprach, das am 15. Juli 1947 im CVJM in Jerusalem tagte.

Es handelt sich um eine gute Zusammenfassung der Lage der Juden in arabischen Ländern zur damaligen Zeit.

Eliachar war bemerkenswerterweise ein Peacenik, der in den 1970-er Jahren Dialog mit Palästinensern und einen Palästinenserstaat in der Westbank haben wollte. Er war zudem stellvertretender Bürgermeister Jerusalems.

Das Treffen fand privat statt, wie Eliachar erklärt, um die Juden in den arabischen Ländern nicht noch mehr zu gefährden.

Herr Vorsitzender, ehrenwerte Mitglieder des Komitees:

Wir danken ihnen dafür, dass Sie uns diese Anhörung vor der Kamera gestatten. Nicht, dass wir irgendetwas zu sagen haben, von dem wir nicht wollten, dass jeder es weiß, sondern aus Angst, dass dies die Lage unserer Brüder in den arabischen Ländern gefährdet, wie ich weiter erklären werde.

Die sepharischen und die orientalischen Juden sind ein integraler Bestandteil des jüdischen Volks. Die Unterschiede sind durch unterschiedliche Umwelten, Gewohnheiten und die Verwendung leicht unterschiedlicher Gebetbücher und Rituale geschaffen.

„Sephardisch“ bedeutet von Juden aus Spanien und Portugal abzustammen, wohingegen aschkenasisch eine Abstammung von Juden aus Deutschland und Zentraleuropa heißt. Die Demonination sephardisch beinhaltet, dass alle Juden dasselbe Gebetbuch verwenden und dieselben Rituale ausüben; daher gehören alle Juden des Orients und der Länder des Nahen Ostens dazu.

In Palästina veschwinden durch das rivalisierende Hebräisch diese Unterschiede allmählich und es wächst eine Nation mit einer Religion und denselben Idealen und Sehnsüchten.

Wie Ihnen heute bereits gesagt worden ist, meine Herren, wohnen Juden ununterbrochen seit der Zerstreuung durch die Römer in Palästina. Die älteste Gemeinde ist die der orientalischen Juden, die Palästina bzw. die Länder des Nahen Ostens nie verließen und ihnen folgten die spanischen Juden, die nach der Vertreibung aus Spanien 1492 zurückkehrten. Unsere Gemeinschaft, die heute hier vorzustellen wir die Ehre haben, war organisiert und hat seit 1276 ohne Unterbrechung existiert. Wir stellen in Jerusalem mehr als 50.000 Juden der orientalischen Gemeinschaft. Unsere Zahl geht über 160.000 hinaus, beträgt wahrscheinlich mehr als ein Viertel des gesamten jüdischen Jischuw. Jerusalem hat immer eine jüdische Mehrheit gehabt. Wir möchten diesen Punkt betonen. Vor der Besetzung des Nahen Ostens durch die Briten und die Alliierten stand die gesamte Gegend unter türkischer Regierung und Herrschaft. Es scheint so, dass Ihnen dieser Punkt nicht verdeutlicht worden ist. Wir möchten auf diesem Punkt beharren; dass dies ein Territorium war, zusammen mit all den anderen Nahost-Ländern, die heute arabische Länder genannt werden, unabhängige arabische Staaten, die hunderte Jahre lang unter türkischer Herrschaft standen und es gab vor der Besatzung des Nahen Ostens durch die Briten und ihre Verbündetn irgendwann ab 1916 und danach keine sogenannten unabhängigen Staaten. Juden und Araber waren gleichermaßen der eisernen Faust der Türken unterworfen. Niemand hatte irgendeinen Vorteil gegenüber dem anderen, außer den Vorteilen, die das muslimische Recht Muslimen gegenüber Ungläubigen gewährte. Juden türkischer Nationalität durften sich frei zu bewegen, sich frei überall niederlassen, wo sie wollten, Land kaufen, wo immer es ihnen gefiel. Zuwanderung von außerhalb des türkischen Reiches war reguliert, aber die illegale Zuwanderung florierte. Der einzige Unterschied zur Gegenwart bestand darin, dass kein Immigrant vertrieben wurde, sobald er Palästina betreten hatte und keine britische Flotte oder türkische Flotte sie in britische Konzentrationslager auf Zypern brachte, mit allem sich daraus ergebenden Elend und Leid.

Die arabisch-jüdischen Beziehungen war im sozialen und wirtschaftlichen Bereich gut. Sie betrieben miteinander freien Handel, sie trafen sich gesellschaftlich und die Oberklasse der Araber besuchte jüdische Schulen. Ich habe selbst mit vielen der heutigen arabsichen Führer in Palästina und im Ausland gelernt und viele gehören immer noch zu meinen besten Freunden. Wir waren während des Ersten Weltkriegs Waffenkameraden und bessere Freunde sind schwer zu finden.

Die Türken duldeten keinerlei Unordnung. Meine Herren, erlauben Sie mir diesen Punkt mit aller Macht zu betonen. In diesem Land herrschte Jahrhunderte lang keine Unordnung. Welche Ursache hatte das? Wir überlassen es Ihnen darüber nachzudenken. Ein besonderes System gewährte gewissen Christen, Juden und sogar Moslems Schutz aus dem Ausland. Ohne diese beiden Schutzmaßnahmen werden die arabischen Massen, die allgemein eher friedlichen Charatkers sind, infolge ihrer Militanz und Fanatismus sehr leicht zu Blutvergießen aufgestachelt.

Vor der Besetzung Palästinas gab es keinen oder zumindest nur schlummernden arabsichen Nationalismus. Die Balfour-Erklärung wurde von den Arabern Palästinas stillschweigend akzeptiert. Nur Intriganten von außerhalb riefen Gegnerschaft hervor. Das Wort von Köng Hussein und das seines Sohnes, des Emirs Faisal, wurde von der arabsichen Welt und den Arabern Palästinas damals als Gesetz und letztes Wort des Gesetzes akzeptiert. Aber allmählich wurde von der extra für diesen Zweck in Palästina gegründeten Christlich-Muslimischen Vereinigung Opposition organisiert. Die Massen der Araber wurden aus religiösen Gründen aufgeblasen, was die furchbaren Massaker in Jaffa, Hebron, Jerusalem, Safed, Mosca und so weiter zur Folge hatte. Diese Massaker wurden von Arabern an einstigen Freunden, Nachbarn, Partnern begangen. Die Gemeinschaft von Hebron, der ältesten jüdischen Siedlung in Palästina, wurde zerstört und abtransportiert. Das ist bis heute so geblieben. Eine Stadt, eine ganze jüdischen Gemeinschaft in Jerusalem, die seit mehr als acht- oder neunhundert Jahren ununterbrochen bestand, ist unter britischer Herrschaft ausgelöscht worden. [Das bezieht sich uaf die jüdsiche Gemeinschaft in Silwan/Kfar HaSchiloach – EoZ.] Eine solche Vernichtung hätte den Juden unter den Türken nicht passieren können, insbesondere da die Regierung sich bewusst war, dass die arabsichen Massen von ihren Führern dazu aufgestachelt und ermutigt worden wären zu glauben, dass die Regireung diese Taten unterstützt. „Al Dole Maana“ war in diesen Tagen die Parole.

Viele Araber verurteiten diese Morde. Viele haben ihre freundschaftlichen Beziehungen zu den Juden fortgesetzt, aber die Tatsache bleibt, dass Juden sich nicht länger frei in arabischen Städten und Dörfern bewegen können, selbst wenn sie zu orientalischen Gemeinschaften und den ältesten Einwohnern gehörden.

Bei der Stärke unserer Erfahrung aus den vergangenen Generationen und den gegenwärtigen Ereignissen können wir uns nicht vorstellen von einem arabischen Staat abhängig zu sein. Unser nacktes Überleben wird in Gefahr sein und das Schicksal der Gemeinschaft von Hebron könnte auch das unsere sein.

Ohne auf die Ursachen einzugehen, die diese Einstellungsänderung herbeigeführt haben, können wir nur beklagen, dass die heutige arabische Führung bezüglich ihrer Absichten die extremistischste und unverblümteste ist. Kein Jude darf vom guten Willen des Muftis oder dem seiner Stellvertreter abhängig sein. Unter Verwendung seiner religiösen Position und Prestiges hat er zu Masskaern an den Juden aufgerufen, seit er nach Deutschland floh.

Darf ich Ihnen ein paar Worte aus Herrn Crums Buch zu diesem Thema zitieren:

„1941 floh der Mufti nach Deutschland. Er machte sich dort sofort an die Arbeit, um mit all seinem Einfluss gegen die Ghettoisierung der Juden und für eine Endlösung zu agitieren: Auslöschung. Das Ergebnis war die dritte Phase der Nazi-Politik, die geplante Vernichtung der jüdischen Rasse… Stattdessen, sagte er, sollten sie an einen Ort geschickt werden, an dem sie ‚unter strenger Kontrolle stünden, zum Beispiel nach Polen‘. Der Protest des Muftis war erfolgreich. Nach dem Juli 1943 verließ kein Kindertransport mehr Bulgarien.

Ein paar Wochen später schickte er einen ähnlichen Brief an den Außenminister Rumäniens, der achthundert jüdische Kinder betraf. Diesmal schlug er wieder Polen vor, zeigte auf, dass sie unter dem stehen würden, was er ‚aktive Aufsicht‘ nannte, ein Euphemismus für die Gaskammern…

Dieser ‚gemeinsame Feind‘ war natürlich Großbritannien. Er fuhr fort: ‚Aber vor allem haben sie definitiv das jüdische Problem gelöst.‘“

Wir verkünden daher vor den gorßen Nationen der Welt, dass kein Jude in Palästina, der bei klarem Verstand ist, jemals akzeptiert noch weiter als Teil einer Minderheit in Palästina zu leben.

Die Araber Palästinas sind nicht demokratisch organisiert. Ihre aktullen Fürher sind nie gewählt worden. Selbsternannt haben sie jede Opposition mit Schusswaffen und Dolchen zerstört und machen das auch weiter. Jüngste Morde sind ein Hinweis auf das, was das Schicksal der arabischen Opposition sein kann, wenn die Behörden dem kein Ende setzen.

Ich möchte sehr gerne aus einem kleinen Buch zitieren, das ich hier habe, veröffentlicht von einem der Oppositionsführer, der in Bagdad ermordet wurde, Fakhri Naschaschibi. Es mag etwas dauern, aber ich möchte nicht, dass Sie dem entkommen dies zu hören, damit sie unsere Position erkennen. Ich habe das Heft hier und ich werde es dem Komitee vorlegen. In dem Memorandum, das Fakhri Naschaschibi dem Hochkommissar vorlegte, erklärt er, dass der Mufti die Araber Palästinas nicht repräsentiert und seine Vernichtungsideologie repräsentiert 75 Prozent der Araber mit Sonderinteressen in Palästnia und diejenigen, die ihn und seine Ansichten unterstützen, übersteigt die Hälfte der Araber Palästinas. Um alle Opposition innerhalb der arabischen Gemeinschaft zu eliminieren, vernichtete Haddsch Amin sie. In der Zeit von 1937 bis 1938 wurden hundert Araberführer und Familienoberhäupter unter seiner Federführung ermordet. Diejenigen, die überlebten, flohen aus dem Land. Die Zahl der Familienoberhäupter, Stammeschefs und Führer, die vernichtet wurden oder das Land verließen, erreichte 150.“ Er nennt hier die Besten, die Blume der Jugend der Araber Palästinas, die getötet wurden. Ich werde nur ein paar Namen verlesen: Hassan Sidki Dajani, Mitglieder der Familie R’sheyid, Farid El-Hamdallah, Abdel Salam e-Barkawi, Haddsch Khalil Taha, Haddsch El-Huneidi, Haddsch Ali El-Karzoun, Nasr Ed-Din, stellvertretender Bürgermeister von Hebron. Das ist das, was seiner Aussage nach eine demokratische Zumutung der Ansichten des heutigen Führers der Araber war.

Das gibt Ihnen zusammen mit den Äußerungen von Crum eine korrekte Sicht auf unsere Gründe für die Ablehnung eines Minderheitenregimes in Palästina.

Wir haben den jüdischen Fall noch nicht als Ganzes berührt. Dies ist Ihnen von der Jewish Agency vorgelegt worden, zu der wir voll und ganz gehören. Wir fassten unsere Haltung in Palästna vor der britischen Besetzung zusammen:

Rund eine Million Juden leben in den verschiedenen arabsichen Ländern. Ihre Position ist eine, die Ihre ganze Aufmerksamkeit erfordert. Ihr Fall ist durch die Gewalt der Ereignisse und die Taten ihrer Herrscher mit dem Palästina-Problem verbunden worden.

Obwohl wir die Tatsache beklagen, dass Sie die Lager für Heimatvertriebene [DP-Lager] in Europa noch nicht besucht haben, was Sie stärker zu unserem Problem aufgeklärt hätte als jeder Bericht und jede Rede – zu viele Reden sind vor Ihnen gehalten worden, zu viele Berichte sind Ihnen vorgelegt worden – nichts absolut nichtgs wird Sie von der unmittelbar bevorstehenden Gefahr überzeugen, wenn Sie nicht, wie ich, auch nur einen armseligen Tag im letzten Jahr gesehen haben, einen flüchtigen Blick auf das, was in den DP-Lagern in Europa abläuft. Um nach Palästina zu kommen, das Palästina-Problem zu diskutieren, es über Bücher, über Berichte und Reden anzugehen, wird Sie nur ermüdet haben, wird Sie vielleicht so ermüdet haben, dass Sie nicht in der Lage sind, den eigentlichen Kern ds Problems zu verdauen. Der wahre Kern des Problems, meine Herren, steckt in den DP-Lagern. Ich habe einen kurzen Blick dort hineingeworfen. Und, meine Herren, Mitglieder der größten Nationen, die die gesamte vereinte Welt repräsentieren, Sie können nicht darüber reden, Sie können das Palästina-Problem nicht verstehen, solange Sie ihm nicht ein paar weitere Tage Ihrer Zeit widmen – all den Müll, der in Palästina abgeht, Sie Worten und mehr Worten auszusetzen, die verschwunden sind und Sie werden das Problem sehen, wie es ist. Was ist Palästina? Was ist Zionismus? Was bedeutet das? Abertausende sehen auf Sie, um ihr Leben zu beruhigen, ein Urteil abgeben, das Problem vom tatsächlichen Blickwinkel aus angehen. Meine Herren, verlassen Sie sich nicht auf irgendwelche Reden. Verlassen Sie sich nicht darauf Berichte zu lesen. Sie können die Zeit nicht gehabt haben die hunderte Seiten zu lesen, die ihnen vorgelegt wurden. Wir können nicht glauben, dass Sie sie alle verarbeitet haben. Sie können das ganze Problem in 24 Stunden, in einem einzigen Tag verdauen, indem sie irgendein Konzentrationslager in Europa besuchen. Ich habe die unangnehme Position erlebt dort zu sein. Ich habe selbst nie leiden müssen. Ich wurde als freier Mann in Palästina geboren. Sechshundert Jahre lang hat meine Familie dort gelebt. Die ganze Zeit über erkannten wir eines: dass das jüdische Problem, selbst wie ein Jude es betrachten kann – ob er nun in Washington, London, Argentinien, Palästina oder irgendwo anders lebt – sich komplett von dem unterscheidet, was sie selber in einem Tag in den DP-Lagern sehen werden.

Es gibt noch etwas, das Sie sehen müssen, um zu erkennen, ob Sie das Problem würdigen wollen, dem Sie sich gegenüber sehen und das eine Lösung fordert. Das sind die Ghettos der arabischen Staaten, dieser unabhängigen, souveränen, demokratischen Mitglieder der Vereinten Nationen. Die Ghettos in diesen arabischen Staaten, im Jemen, im Irak, in Damaskus – wenn Sie eines davon besuchen, werden all Ihre Berichte, all Ihre Reden, all Ihre Beweise, ob dieser oder jeder Prophet an diesem oder jenem Tag geboren wurde, all das wird weg sein und Sie werden sich dem Problem der Menschheit im Rohzustand stellen, und eine Lösung verlangen.

Über Sie sind wir verpflichtet Alarm zu geben und an das menschliche Bewusstsein der Welt zu appellieren Bilanz zu ziehen, bevor es zu spät ist. Was unter dem Nazi-Regime im Westen geschah, könnte unter der Herrschaft gewisser Regierungen, Mitgliedern der Organisation der Vereinten Nationen, geschehen. Viel hunderttausende Juden blicken zu Ihnen auf, ehrenwerte Herren, damit eine Wiederholung der Massaker wie in Bagdad unter Raschid Ali verhindert wird, als hunderte getötet wurden; oder in Tripolitanien unter der britischen Besatzungsflagge, wo 120 Männer, Frauen und Kinder brutal abgeschlachtet wurden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Arabische Liga und die arabische Regierung die Juden in ihrem Machtbereich als Geiseln für das Palästinaproblem betrachten. Sie haben das offen erklärt. Wenn Sie irgendwelche Beweise brauchen, haben wir diese dabei. Wir wollen nicht zu viel von ihrer Zeit in Anspruch nehmen, aber wenn Sie irgendwelche Beweise zu diesen Äußerungen der Arabische Liga haben wollen, die von einer ganzen Reihe ihrer Regierungen getätigt wurden, von Dr. Jamali, dem Außenminister des Irak, dann sind wir bereit sie zu liefern. Judenhass und Judenhetze nehmen in fast allen arabischen Ländern tagtäglich zu. Was einst in Bagdad, Tripolitanien, Urfa, an der syrisch-türkischen Grenze passierte, wo eine ganze Familie über Nacht massakriert wurde, in Ägypten, was am 2. November 1945 geschah, dem Jahrestag der Balfour-Erklärung, kann mit zunehmender Gewalt wieder passieren.

Sogenannte demokratische Länder, Mitglieder der Vereinten Nationen, die mit Ihnen zusammensitzen, geben sich der Rassendiskriminierung hin, die die Samen der Unruhen, Misshandlung und schließlich Massaker in sich tragen.

Allmählich und methodisch werden die Juden im Irak, in Syrien, im Libanon, in Ägypten einer Sonderbehandlung unterzogen, die administrativ durchgesetzt wird, aber juristisch nicht nachvollziehbar ist.

Drohungen gegen Einzelne sind ein tägliches Vorkommnis.

Juden wird in ihrem Wirtschaftsleben eine Zwangsjacke enger gezogen. Man ist gegen jüdisch-hebräische Kultur. Es wird versucht jede Verbindung zum jüdischen Palästina zu verhindern. Allen Juden, die aus irgendeinem Grund Palästina besuchen wollen, werdenHindernisse und Schwierigkeiten in den Weg gestellt. Pässe werden als „ungültig für Palästina“ gestempelt. Alle  irakischen Juden werden als Gefangene gehalten und viele verlassen den Irak nur selten oder nur gegen große Geldsummen Kaution. Juden aller Nationalitäten – amerikanische, britische oder welche auch immer – können den Irak nicht einmal auf der Durchreise betreten und Juden jeglicher Mitgliedstaaten der Arabischen Liga erhalten keine Transit-Visa, außer unter riesigem Druck. Vor kurzem ist jeglicher Transit von Waren in den Irak über Palästina offiziell verboten worden, um den Boykott palästinensischer Juden zu verschärfen.

Rassischer Wirtschaftsboykott, von der Atlantik-Charta angeblich verboten, wird von allen arabischen Staaten gegneüber dem jüdischen Palästina offen erklärt und durchgesetzt. Diesbezügliche Abkündigungen sind an bestimmten Zollstellen ausgestellt. Es ist eine fortbestehende Ursache für Staunen, dass dies bis heute von der Mandatsmacht weiter toleriert wird, die angeblich unsere Interessen schützen soll, genauso von den Vereinten Nationen, die die Vier Freiheiten anerkannt haben.

Juden, die versuchen Syrien nach Palästina zu verlassen, werden schwer bestraft und sollte irgendjemand erfolgreich entkommen, werden seine zurückgelassenen Verwandten verfolgt und ins Gefängnis gesteckt. Dass diese judenfeindlichen Kampagnen ein alarmierendes Ausmaß erreicht haben, wird durch die aktuellen Sendungen von Premier Nokraschy in Ägypten und Dr. Recep Peker, den Premierminister der Türkei belegt, die ihre Völker zu Mäßigung aufrufen. Wir haben auf den Irak, Syrien und Ägypten hingewiesen. Die Umstände im Jemen, Afghanistan, Tripolitanien und an anderen Stellen sind unvergleichlich schlimmer. In Afghanistan gibt es Terror.

Herr Vorsitzender, an diesem Punkt möchte ich einen besonderen Appell an die Mitglieder des Komitees richten. In Indien leben mehr als 280 Flüchtlinge aus Afganistan. Sie sind um ihr Leben weggelaufen haben nur ihre Haut gerettet. Ihnen wird nicht erlaubt länger als sechs Monate am Stück in Indien zu bleiben. Dank allen möglichen Interventionen hat Indien ihnen weitere sechs Monate zugestanden. Diese sechs Monate sind fast um. Dürfen wir an den indischen Repräsentanten in diesem kleinen Fall von 280 Juden, menschlichen Wesen – wenn Sie sie kitzeln, lachen sie, wenn Sie sie stechen, weinen sie – appellieren, die dort in Indien sitzen und auf eine Entscheidung warten, wohin sie gehen werden. In Indien können sie nicht bleiben; nach Afghanistan werden sie nicht zurückkehren, weil sie bei einer Rückkehr nach Afghanisaten ermordet werden. Nach Palästina dürfen sie nicht kommen. Wir wissen nicht, wohin wir unsere Brüder aus Afghanistan schicken sollen. Darf ich an Sie, Sir Abdur Rahman, appellieren, dass ihre Regierung Nachsicht zeigt sie dort zu lassen und sie nicht zu zwingen in ihr Gebiet zurückzugehen und sich zerhacken zu lasen, in ihrem Herkunftsland, in dem ihr Leben in Gefahr ist, bis zu einer Zeit, in der wir eine Möglichkeit bekommen eine Zuflucht für sie finden, am einzigen Ort der Welt und dem einzigen Land der Welt, das bereit ist, soweit es seine Glaubensgeschwister betrifft, sie aufzunehmen.

Über den Jemen werde ich nicht sprechen. Das ist etwas aus dem Mittelalter. Ich rate den Mitgliedern dieses Komitees nur das Buch des arabisch-christlichen Autors Amin el-Rihani zu beachten. Wenn Sie nur ein paar Seiten dieses Buches lesen, dann glaube ich nicht, dass irgendjemand, der glaubt als Mensch geboren worden zu sein, es im 20. Jahrhundert ertragen und tolerieren kann, dass ein Mensch durch Menschen so behandelt wird.

Die Zustände in Marokko, Algerien und Tunesien verschlechtern sich, weil die franzosenfeindlichen Gefühle hochkochen und wie üblich die Juden die ersten sind, die darunter leiden. In vielen Ländern, wie Ägypten, ist Fremdenfeindlichkeit die Grundlage all dieser Ereignisse und Stimmungen, aber die Juden – die üblichen Sündenböcke – ohne Macht, die sie stützt, werden den Preis dafür bezahlen.

Religiöser Fanatismus zusammen mit nationalem Chauvinismus und Massenignoranz sind mit Gefahren überfrachtet, insbesondere da eine judenfeindliche Kampagne überall unter vorgetäuschtem Antizionismus in Brand gehalten wird.

Wenn die jüdischen Gemeinden in all den angeführten Ländern nicht vortreten und Ihnen gegenüber ihre eigenen Äußerungen abgeben können, wenn diese Gemeinschaften all unsere Belege verurteilen, dann bauen wir auf unsere Beurteilung um zu erkennen, dass sie nicht anders handeln können. Es reicht aus, Crums Äußerung über Beweise zu lesen, die von Juden in Damaskus vor dem Anglo American Committee abgegeben wurden. Ihnen wurden 25 Minuten gewährt. Sie sprachen 45 Sekunden lang. Das reichte aus.

Wir sind aufgrund unserer direkten Verbindung und Verwandtschaft sowie unserer relativen Sicherheit berechtigt für sie zu sprechen. Darüber hinaus sollte die Anwesenheit seiner Eminenz, des Oberrabbiners – die anerkanntermaßen höchste Autorität des sephardischen Judentums weltweit, wie sein Titel ERSTER IN ZION anzeigt – ausreichen, um unsere ernsten Vorahnungen zu bezeugen. Unsere Zahl in Palästina nimmt allmählich und regelmäßig durch Zuwanderung aus diesen Ländern zu, allen Widrigkeiten, Hindernissen, Gefahren und Risiken für die Immigranten selbst und ihren zurückgelassenen Verwandten und Freunde zum Trotz. Es reicht aus festzuhalten, dass die Gemeinde von Damaskus, die vor dem Ersten Weltkrieg mehr als 20.000 betrug, heute nicht mehr als 2.000 Seelen zählt; die meisten haben Palästina erreicht.

Eine weitere Illustration ist das ‚illegale Schiff‘ unter so vielen illegalen Schiffen, benannt nach unserem großen Zionisten von vor 700 Jahren aus Spanien, dem berühmten, anerkannten Schriftsteller-Poeten und Philosophen der arabischen wie auch der jüdischen Welt: Yehuda Halavi. Das Schiff brachte 350 Passigiere aus Nordafrika, aus Tripolitanien und Tunesien. Es gab noch keine Verfolgungen in Nordafrika, aber wenn 350 Seelen, 350 Männer das Risiko eingehen und das Land verlassen, wenn sie wissen, dass sie von der stärksten Flotte Europas abgefangen werden und in Konzentrationslager in Zypern geschickt werden, wenn sie wissen, dass sie in Zypern nicht wissen werden, wie lange sie dort bleiben müssen, dann können Sie in keinem Land 350 Männer welcher Religion auch immer finden, die bereit sind es zu verlassen und ein solch schreckliches Abenteuer auf sich zu nehmen, wenn sie fürchten, dass ihr Leib und Leben in Gefahr sind. Das ist keine Propaganda. Sie müssen sie sehen, um zu erkennen, dass es keine von der Jewish Agency oder sonst jemandem bezahlte Propaganda ist. Wenn Menschen es wagen auf einem nicht seetüchtigen, überfüllten Schiff zu reisen und in Zypern zu enden, dann weil sei Angst haben, dass das, was in Tripolitanien passierte, morgen ihnen passiert. Und sie sind bereit überall hinzugehen, nackt, alles hinter sich zu lassen, vorausgesettz ihre Brüder sympathisieren hier, wo sie als Menschen leben können, einfach als Menschen unter der Sonne.

Da sie in orientalischen Ländern geboren wurden, ihre Bräuche und Sprachen, ihren Lebensmodus und ihre Ethik kennen, sind die Sephardim aufgerufen eine größere Rolle bei der Gründung von Harmonie und Frieden überall in den östlichen Ländern zu spielen, vorausgesetzt die Organisation der Vereinten Nationen ist stark genug all ihren Mitgliedern aufzuerlegen die Grundsätze echter und wahrer Demokratie, die Grundstäze der Atlantik-Charta und die Praxis der Vier Freiheiten durchzusetzen.

Die meisten arabsichen Länder, mit Ausnahme Ägyptens, sind unterbevölkert. Kein arabisches Land befindet sich in einer Position, die ihnen von den Siegern des Ersten Weltkriegs so großzügig zugeteilten, umfagnreichen Bereiche gut zu nutzen.

Es ist höchste Zeit, dass das dem Judentum im Westen zugefügte Unrecht einigermaßen durch die Unterstützung wieder gut gemacht wird, die nötig ist um einen Zufluchtsort in ihrer nationalen und historische Wiege zu schaffen. Und das umso mehr, bevor den Juden des Ostens von den arabischen Herrschern weiteres und irreparables Unrecht zugefügt wird.

Aus diesen und vielen weiteren Gründen, die Ihnen von den offiziellen Sprechern des jüdischen Volks gegeben wurden, ist es unerlässlich, dass die Tore Palästinas aufgeworfen werden, um nicht nur diejenigen zu empfangen, die den Krematorien Hitlers entkamen, sondern auch für die, die sich in bestimmten Ländern des Nahen Ostens in unmittelbarer Gefahr für ihr Leben befinden. Die Immigration orientalischer Juden nach Palästina wird die Zahl der Juden im Nahen Osten nicht ändern. Glaubt man Fadil Jamali, dem aktuellen Außenminister des Irak, dann wird er jede zufriedenstellende Lösung in Palästina an den Juden in den arabischen Ländlern rächen. Wir werden Ihnen Beweise dafür vorlegen, wenn das gewünscht wird.

Unsere aktuelle Position in Palästina ist menschenunwürdig. Aus freien Bürgern wurden wir – ich spreche von der jüdischen Bevölkerung in diesem Land – vom Weißbuch von 1939 zu Bürgern zweiter Klasse gemacht und dies gegen alle Vorschriften des Mandats und entgegen unserem eigenen Status unter türkischem Recht. Es gibt Sperrzonen, die von der Mandatsmacht eingerichtet wurden; diese standen uns vor der britischen Besetzung offen. Eine solche ist Transjordanien, es gibt weitere Zonen in Palästina selbst, deren Einzelheiten Ihnen von unseren offiziellen Sprechern gegeben wurden.

Wir protestieren gegen solche Diskriminierung. Wir protestieren gegen Diskriminierung bei Steuern. Wir sind nicht reich. Jemand in diesem Komitee sagte, wir seien reich. Wir sind nicht reich. Das ist ein Irrtum. Darf ich es wagen Sie einzuladen etwas von unserem Viertel ein paar hundert Meter von Kadimah zu besuchen, wo Sie derzeit gastieren: Darf ich Sie einladen diese Viertel zu besuchen, um Ihnen eine Vorstellung von unseren Straßenkindern zu geben, unseren Slums, unseren überfüllten Familien, die den Mythos unserer Reichtümer rundweg bestreiten.

Fasst man das Bild zusammen, so sieht man jetzt mit ernster Sorge, dass mit der stillschweigende Zustimmung der Regierungen, die das verhindern könnten, Männer wie der Mufti in Kairo, Yunis el-Bahri in Transjordanien, Raschid Ali in Bagdad, Anton Saade im Libanon, Kawakaji in Syrien, Drause in Damaskus helfen die Zukunft zu gestalten. Überrascht es Sie, dass wir besorgt sind?

Wir appellieren daher an Sie um eine faire Lösung im Sinne dessen, was unsere offiziellen Sprecher gesagt haben.

Als indigene  Bevölkreung Palästinas fordern wir die Wiederherstellung unserer Rechte, die Abschaffung des Weißbuchs von 1939 und allem, für das es steht, sowie die Öffnung der Tore für alle Juden, die eine Heimat brauchen, ob sie nun aus dem Osten oder aus dem Westen kommen. Dieser Keim der Rastlosigkeit derer, die man nirgendwo haben will – der überall Unerwünschten – und der Verzweiflung frisst uns mit Haut und Haaren auf.

Palästina eine dauerhafte jüdische Minderheit aufzubürden, bedeutet dem Ganzen die Krone aufzusetzen. Da wir wissen, was uns unter arabsicher Herrschaft erwartet, können wir Ihnen nicht sagen, dass wir insgesamt mit Samsons Verzweiflung konfrontiert werden.

Die mutige Gründung einer Zuflucht für das seit Gründung der Menschheit am stärksten verfolgte Volk könnte diesem Land, dem Nahen Osten und der Welt in Zusammenarbeit mit all unseren semitischen und arabischen Brüdern Frieden bringen.

Ehrenwerte Mitglieder dieses Komitees, Repräsentanten der großen Nationen, Abermillionen warten auf Ihre Entscheidung; lassen Sie uns um der Menschheit willen nicht an der Menschheit verzweifeln.

Herr Eliachar unterscheidet nicht zwischen sephardischen und aschkenasischen Juden – und verweist auf sie alle, wenn er Juden als „die indigene Bvölkerung Palästinas“ bezeichnet.