Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (08.-14.03.2015)

Sonntag, 08.03.2015:

Die PA ehrte mal wieder Terroristen. Zwei Bombenleger aus den 1960-er Jahren wurden von der PA/Fatah als Helden gefeiert.

Eine Hackergruppe (anscheinend PalAraber) hackte die Internetseite des Yescha-Rats und hinterließ antiisraelische Sprüche.

2009 sprach sich Netanyahu in seiner Rede an der Bar Ilan-Universität für die Gründung eines entmilitarisierten Palästinenserstaates aus. Heute erklärte er das für nicht länger relevant, weil jeder Fleck Erde im Nahen Osten, der verlassen wird, von islamischen Extremisten und vom Iran gestützten Terrorgruppen übernommen wird.

Montag, 09.03.2015:

Die Arabische Liga will eine neue Resolution zum „Aufruf zur Beendigung der Besetzung durch Israel“ in die UNO einbringen.

Das Büro von Benjamin Netanyahu bestreitet die Meldung von gestern, dass der Premierminister seien Rede an der Bar Ilan-Universität für „nicht länger relevant“ erklärte. Das sei nicht seine Haltung, sondern die seiner Parteifreundin Hotovely.

Die PA und ihre Terrororganisationen bereiten nach eigenen Angaben Rechtsmittel vor, um Israel als Staat wegen des Gazakriegs im letzten Jahr sowie Offiziere und Knesset-Abgeordnete wegen ihres Wohnorts in Judäa und Samaria zu verklagen. Siedlungen werden als „Kriegsverbrechen“ angegeben, dort zu wohnen ebenfalls.

MK Ahmed Tibi bezeichnete Avigdor Lieberman als „jüdischen ISIS“; Lieberman hatte gesagt, Israel solle „eine Axt nehmen und diejenigen köpfen“, die gegen den Staat sind. (Das sagte Lieberman im Zusammenhang mit Terroristen, für die er die Todesstrafe sehen will.)

Hochrangige IDF-Offiziere sind der Meinung, dass die Hamas festgestellt hat, wie ineffektiv ihre weiter reichenden Raketen waren (sie wurden fast alle abgeschossen), weshalb die Terroristen verstärkt ihre Kurzstreckenraketen herstellen, die mehr Schäden in Israel anrichteten und Zivilisten verletzten und töteten.

Die Hamas sperrt den Hafen von Gaza für drei Tage; damit soll gegen israelische „Verletzungen“ der Einwohner des Gazastreifens protestiert werden.

Die Fatah-Terrorkämpfer trainierten im Gazastreifen am Freitag die Beschießung und Eroberung israelischer Stellungen.

Es gab Berichte, die Hamas habe Israel einen fünfjährigen Waffenstillstand angeboten. Die Terror-Organisation beeilte sich die Meldungen vehement zu dementieren.

Die Hamas veröffentlichte Sonntag ein Video, in dem sie israelischen Zivilisten droht: „Ihr werdet keine Sicherheit haben, nicht mal in euren Träumen.“

Dienstag, 10.03.2014:

Nachdem die Israel Electric Company zweimal den Strom abgestellt hatte, scheint die PA begriffen zu haben: Sie verlangt von den Einwohnern die Bezahlung der Stromrechnungen, damit die IEC bezahlt werden kann.

Mittwoch, 11.03.2014:

Die Fatah feiert (nicht nur) auf Facebook den „Busanschlag“ vom März 1978, bei dem ihre Terroristen 37 wehrlose Israelis (davon 12 Kinder) abschlachteten und mehr als 70 verletzten, als „eine riesige Selbstopfer-Operation in Herzliya, Tel Aviv. 80 Israelis getötet und mehr als 100 verletzt.“

Zum ersten Mal seit Jahren hat Israel die Einfuhr von weißem Portland-Zement in den Gazastreifen erlaubt. Dieser Zement gilt als Dual-Use-Material, das auch militärisch verwendet werden kann und erheblicher Regulierung unterliegt. Zudem ist sicher, dass die Hamas Baumaterial abzweigt, um neue Terrortunnel zu bauen.

Am frühen Morgen wurde der neulich angekündigte Abriss illegal mit EU-Hilfe errichtete Gebäude abzureißen durchgeführt. Arutz-7 hat Videomaterial dazu.

Arutz-7 hat Videomaterial von einem Vorfall auf dem Tempelberg, bei dem australische Besucher von Arabern angebrüllt und herumgestoßen wurden.

Die PalAraber haben Probleme. Die PA hat Probleme – finanzieller Art. Sie weiß kaum, wie sie irgendjemanden bezahlen soll. Nur eine Gruppe, die braucht sich keine Sorgen zu machen, die PA hat gerade beschlossen und verkündet, dass diese Gruppe voll und ganz wie geplant bezahlt wird: die Terroristen in israelischen Gefängnissen.

Eine Bombe tötete im Sinai 3 ägyptische Soldaten. Die Hamas hat Schiss, dass der Übergang Rafah wieder geschlossen wird und behauptete deshalb, Israel sei für die Bombe verantwortlich, denn nur die Israelis würden davon profitieren.

Donnerstag, 12.03.2015:

Die Hamas erzieht zum Hass: Sie ließ Jungs auf einer Veranstaltung am 6. März rappen, wie diese die „Besatzung“ bekämpfen wollen: „Durch die Tunnel werden wir Soldaten gefangen nehmen und die Juden bekämpfen.“ („Die Juden“ – nicht „die Zionisten“…)

Die Feier der Fatah zum „Jubiläum“ des Küstenstraßen-Massakers von 1978 in den sozialen Medien enthält eine nette Aufforderung an die Juden: „Sammelt eure Leichenteile ein und verschwindet.“

Freitag, 13.03.2015:

Mahmud Abbas: „Wir haben keine andere Wahl, als unsere Verbindungen zu Israel zu überprüfen.“ Da ja die bösen Israelis den Terroristen nicht ihren Willen lassen und einfach völlig grundlos Steuereinnahmen zurückhalten.

Arabische Liga: Keine 57-Staaten-Lösung für den Nahost-Konflikt

So titelte Ha’aretz gestern:

DPA, letztes Update: 23.05.2009, 21.54 Uhr

Eine „57-Staaten-Lösung“ für den arabisch-israelischen Konflikt, bei dem die mehrheitlich muslimischen Staaten Israel volle diplomatische Anerkennung im Tausch für Frieden anbieten „ist nicht auf dem Tisch“, sagte der Chef der Arabischen Liga am Samstag.

Am Ende eines Treffens der Außenminister der 57 Mitglieder der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) am Samstag in Damaskus sagte Generalsekretär Amr Mussa gegenüber Reportern, Medienberichte, die darauf hin deuteten, dass die OIC Israel gemeinsam einen Friedenshandel anböte, seien ungenau.

„Das ist nicht auf dem Tisch. Alles Reden darüber ist ungenau“, sagte Mussa. Jordaniens König Abdallah II. sprach am 11. Mai in einem Interview mit der Times of London von einer „57-Staaten-Lösung“.

„Wir bieten an, dass ein Drittel der Welt [den Israelis] mit offenen Armen begegnet“, sagte König Abdallah vor zwei Wochen. „Die Zukunft ist nicht der Jordan oder die Golanhöhen oder der Sinai, die Zukunft ist Marokko am Atlantik bis zu Indonesien am Pazifik.“

„Der jordanische Vorschlag geschah in Übereinstimmung mit dem arabischen Vorschlag“, sagte Mussa am Samstag. „Der Konflikt wäre beendet, wenn Israel sich aus allen besetzten Gebieten zurückzieht und ein unabhängiger Palästinenserstaat gegründet wird.“

Mussa sagte, wenn die Araber und Israel solche eine Einigung erzielen könnten, würden andere vorwiegend muslimische Länder möglicherweise folgen.

„Aber wir sehen keinerlei Fortschritt unter den gegenwärtigen Umständen“, fügte er hinzu. „Obwohl es viel Klarheit bei der Position gibt, von der alle Beteiligten profitieren können.“

Ach nee. Fassen wir mal zusammen: Wenn Israel alle selbstmörderischen Forderungen der Arabischen Liga erfüllt (nicht zu verteidigende Grenzen, Überflutung Israels mit feindlichen „Flüchtlingen“), dann gibt es „offene Arme“ und „die Möglichkeit“, dass andere Staaten auch die Arme öffnen. Wobei immer noch nicht definiert wird, was „alle besetzten Gebiete“ sind. Bekanntlich sind „die besetzten Gebiete“ in der Regel das ganze Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer. Und wie glaubwürdig ist ein Friedensplan, der vorsieht den einen Staat zu gründen und den anderen zugrunde zu richten, indem man ihn mit einer feindseligen Bevölkerung flutet? Und dann der kleine Hinweis, dass die arabischen Handlungen gar nicht sicher folgen – sehr gut! Wer fällt drauf rein? (Ist klar, wer drauf reinfällt…)