Der Fund wertvoller Geschichte unter den Straßen Jerusalems

Sharon A, The Real Jerusalem Streets, 21. August 2019

Ich habe unzählige Male wiederholt, dass man nie weiß, was man auf den Straßen Jerusalems finden wird.

Der Satz, dass man nie weiß, was man unter den Straßen Jerusalems finden wird, bekommt tagtäglich eine völlig neue Bedeutung.

Eine archäologische Grabung am Grab des Propheten Samuel wurde kürzlich gestoppt, als Arbeiter eine Artilleriegranate aus dem Ersten Weltkrieg freilegten.

Der Nationalpark Emek Tzurim befindet sich am oberen Bereich des Kidron-Tals.

Der Park bietet diesen beeindruckenden Blick auf Jerusalem und befindet sich im Bereich des Sifting Project.

Das Sifting Project im Zurim-Tal hat eine Ausstellung der Funde aus der Zeit des Zweiten Tempels, die aus dem Erdreich geborgen wurden, das die Waqf dort ablud.

Im November 1999 karrte die Waqf neutausend Tonnen Boden, gefüllt mit Jahrhunderten darin vergrabener Geschichte, dort ab, um eine Eingang zu einer neuen, unterirdischen Moschee für 10.000 muslimische Gläubige zu bauen.

Ich habe vor vier Jahren über Dr. Gabi Barkai und diese Geschichte geschrieben.

Das verbesserte Sifting Project ist für die Öffentlichkeit zugänglich und bereit für neue Amateur-Archäologen.

Der aktuell durchgesehene Boden stammt aus den Grabungen der der Pilgerstraße und des Abfluss-Kanals nahe der Altstadtmauer.

Jeder Teil der Erde wird sorgfältig gewaschen und durchsucht.

Keine goldene Glocke oder antike Münzen, aber wir finden diese Tonscherbe in unserem Eimer mit Dreck und Steinen.

Unser Führer gab uns eine Vorführung. Die Mitarbeiter sind da um zu helfen und zu beaufsichtigen.

In diesem Ausstellungskasten gab es bunte Teile aus antiken Wandmosaiken.

Dieser Ring eines Kindes könnte vor 2.000 Jahren auf die Straße gefallen und im Abflusskanal gelandet sein. Er wurde erst kürzlich gefunden.

Der winzige Ring wurde sehr gerne fotografiert.

Auch die Metallspitze eines römischen Pfeils befand sich im Boden vor den Mauern Jerusalems.

Wussten Sie, dass die Römer Würfel hatten, die unseren heutigen gleichen?

Eine der wertvollen Münzen aus der Römerzeit, die die Unabhängigkeit Jerusalems proklamiert.

Nachdem die Wertgegenstände gesucht und aussortiert wurden, wird der Dreck abgeschüttet und weggefahren.

Als wir aufbrachen, kamen Familien am Sifting Project an. Alle schienen engagiert und begierig zu sehen, welche wertvollen Gegenstände sie in ihrem Erdeimer finden konnten.

Der Nationalpark Emek Tzur befindet sich am unteren Westhang des Ölbergs und des Skopusbergs.

Er liegt direkt neben den Vierteln Wadi al-Joz, A-Tur und Beit Orot

sowie dem Campus der Brigham Young University Jerusalem Center.

Der Parkplatz des Sifting Project ist die freigeräumte Stelle links im Bild.

In Sichtweite der Altstadt von Jerusalem werden die Überreste von Generationen aufgedeckt.

Es ist eine Schande. Sie ließen die Juden nicht in die Stadt zurückkommen.
Aber heute, 2000 Jahre später, ist Jerusalem für jedermann offen.
Jeder kann nach Jerusalem kommen. Da ist Ihre wunderbare Gruppe Journalisten aus der ganzen Welt. Und das ist die Schönheit Jerusalems. Das ist unser Job hier, das ist unser Ziel: die wunderbare Botschaft der Stadt Jerusalem der gesamten Welt zu bringen. Sie haben also einen großartigen Auftrag und eine großartige Arbeit. Vielen Dank, dass Sie gekommen sind.

Werbeanzeigen

Video: Archäologische Funde in der Davidstadt

Phil Schneider, Israel Unwired, 9. August 2019

Was ist der bester Beweis dafür, dass die Juden das indigene Volk im Land Israel sind? Historiker werden sich oft all die Aufzeichnungen aus der gesamten Geschichte ansehen, die belegen, dass die Menschen Jahrtausende lang in einem bestimmten Gebiet lebten. Natürlich kann man über die Wirksamkeit dieser Aufzeichnungen diskutieren. Aber es gibt einen Aspekt historischer Belege, der mehr Gewicht als fast alle anderen Formen historischer Beweise hat – die Archäologie.

Archäologische Grabungen sprenkeln das gesamte Land Israel. Aber das Kronjuwel aller Archäologische im Land Israel ist alles, was nur einen Steinwurf vom Tempelberg entfernt liegt. Eigentlich eine ganze Stadt – die antike Stadt Jerusalem wird aus der Erde geholt. All die antiken Fußwege und Wasserzisternen für die Altstadt werden jeden Tag entdeckt. Das sind aber nicht nur einfach irgendwelche Straßen. Es sind die Straßen von König David und König Salomo von vor 3.000 Jahren, als das jüdische Volk – Millionen davon – lebte und Jerusalem besuchte, dessen Epizentrum der Tempelberg ist.

Wie können wir wissen, dass diese ausgegrabenen Straßen von König David sind? Wegen der Münzen, Amulette, Scherben und zahllosen Entdeckungen, die auf diese Periode verweisen. Die Skeptiker werden jedem archäologischen Fund gute Fragen zuwerfen. Aber jeder ehrliche Mensch wird die einzige logische Schlussfolgerung ziehen: Es gibt Zufälle, aber zu viele Zufälle können kein Zufall sein.

Die archäologischen Funde der Davidstadt sind top aktuelle historische Beweise der jüdischen Verbindung zum Land Israel.

Die Wahrheit zu Jerusalems Davidstadt – Die Lügen über Silwan

Nachschon Zenton, einer der Direktoren der Straße der Ausgrabungn, halt ein Katapultgeschoss, das offenbar im Kampf während der großen Revolte verwendet wurde (Shai Halawi, Antiquitäten-Behörde)

Nadav Shragai, Jerusalem Center for Public Affairs, Institute for Contemporary Affairs Nr. 624, Juli 2019

  • Die antike Pilgerstraße in der Davidstadt ist eine der sensationellsten archäologischen Entdeckungen, die seit Israels Gründung in Jerusalem gemacht wurden. Auf dieser Straße, die unter der Asche der römischen Zerstörung bemerkenswert gut erhalten geblieben ist, gingen viele tausend Juden in der Zeit des Zweiten Tempels nach einem rituellen Bad im Teich Siloah rund 700 Meter den Hügel auf den Tempelberg hinauf.
  • Die Stelle wurde erstmals von französischen, britischen und amerikanischen Archäologen vor einhundert Jahren ausgegraben, zu einer Zeit, in der der Staat Israel nicht existierte und Jerusalem unter muslimischer Herrschaft stand.
  • Die Davidstadt, die archäologisch untersucht wird, deckt rund 60.700 Quadratmeter Fläche – oder rund 6 Prozent des arabischen Viertels Silwan – ab. Der israelische Oberste Gerichtshof hat Behauptungen zurückgewiesen, die Grabungen würden die Häuser von Einwohnern Silwans gefährden und klargestellt, dass sie unter strenger technischer Aufsicht und in Übereinstimmung mit professionellen Standards durchgeführt werden.
  • Hunderte arabische Einwohner von Silwan sind bei den Grabungen unter den Häusern des Dorfes beschäftigt worden – derart viele, dass die Hamas und die palästinensische Autonomie sie bedrohte und zwang ihre Arbeit zu verlassen.
  • Die Ausgrabungen erfolgen in der Nähe des Tempelbergs und nicht darunter. Das stimmt für alle von Israel durchgeführten Grabungen im Verlauf der Jahre in anderen Teilen der Altstadt und der Umgebung des Tempelbergs. Die Al-Aqsa ist nicht in Gefahr; gefährdet ist die Freiheit wissenschaftlich-archäologischer Forschung in diesem Bereich.
US-Botschafter David Friedman und der Gesandte Jason Greenblatt schwingen einen Vorschlaghammer und nehmen an der Einweihungszeremonie für die Jerusalemer Pilgerstraße teil. (Screenshot)

Aus dem Film über die Pilgerstraße in der Davidstadt, südlich des Tempelbergs.[1]

Am 1. Juli 2019 wurde ein Foto des US-Botschafters in Israel David Friedman und des US-Gesandten Jason Greenblatt, wie sie mit einem Vorschlaghammer auf eine dünne und symbolische Mauer einschlagen, zur Schlagzeile des gesamten Ereignisses.

Das ist eine der sensationellsten archäologischen Entdeckungen, die in Jerusalem seit der Gründung Israels gemacht wurden. Auf dieser Straße, die unter der Asche der römischen Zerstörung bemerkenswert gut erhalten blieb, gingen – gemäß den historischen Beschreibungen viele tausende Juden in der Zeit des zweiten Tempels nach einem rituellen Bad im Teich Siloah rund 700 Meter zum Tempelberg.

Ein Fragment einer Tafel, in die kolorierte Steine eingelassen sind. (Kobi Herati, Davidstadt)

Im Verlauf der letzten fünf Jahre haben israelische Archäologen 350 Meter dieser Straße freigelegt, darunter zahlreiche Artefakte, die die letzte Schlacht in Jerusalem vor rund 2.000 Jahren zwischen den jüdischen Rebellen und den Römern wieder zum Leben erwecken.

Friedman nahm an der Einweihungsfeier nicht nur Teil, um Anerkennung der Souveränität Israels über den Bereich der Davidstadt zum Ausdruck zu bringen, sondern auch um ein großartiges archäologisches Unternehmen der israelischen Antikenbehörde zu bewundern, das voller Entdeckungen und Funde steckt. Obwohl dieses Unternehmen von Israel am 30. Juni eingeweiht wurde, begann es vor mehr als hundert Jahren an einer Stelle, die von nicht israelischen Archäologen ausgegraben wurde, zu einer Zeit, in der der Staat Israel nicht existierte und Jerusalem unter muslimischer Herrschaft stand.

Archäologen der israelischen Antikenbehörde haben unter strenger Überwachung durch Sicherheitsingenieure (in Übereinstimmung mit den striktesten Standards der Welt) nach der Pilgerstraße – fälschlich als Herodianische Straße bekannt – erst seit den 2000-ern gesucht bzw. diese ausgegraben. Aber sie und die Antikebehörde sind nicht die ersten, die nach dieser Straße suchen oder sie ausgruben. Ihnen ging in der Zeit der jordanischen Herrschaft die britische Archäologin Kathleen Kanyon voarus, die die nördlicheren Teile der Pilgerstraße aufdeckte und auch warnte, dass die Davidstadt solle schnell ausgegraben werden, bevor die Jordanier dort eine Straße pflasterten – was in der Tat das ist, was sie schließlich machten. Kenyon ging eine archäologische Forschungsdelegation in der Zeit des britischen Mandats voraus. Und dieser Delegation gingen Ende des 19. Jahrhunderts, unter osmanischer Herrschaft, die Archäologen Jones Bliss und Archibald Dickie voraus.

Die Arbeit an der Straße (Kobi Herati, Davidstadt)

Vor der Diskussion der vielen Entdeckungen aus den neuen Ausgrabungen müssen wir zuerst die Anschuldigungen widerlegen, dass sie die Häuser der Einwohner des arabischen Viertels Silwan gefährden.

Lokale Araber nahmen an den Grabungen teil, bis sie bedroht wurden

Im Verlauf der Jahre nahmen hunderte Einwohner von Silwan an den archäologischen Grabungen der Antikenbehörde teil, die von der NGO „Elad“ (der Name ist ein Akronym für „Zur Davidstadt“) finanziert werden. Mehr als einmal fanden die Grabungen unter den Häusern genau dieser arabischen Arbeiter statt. Sie hätten dort bis heute weiter gearbeitet, wäre ihnen nicht von Abgesandten der Hamas und der PA in Ostjerusalem Gewalt angedroht worden. Diese Drohungen zwangen sie ihre Arbeit aufzugeben.

Politische Gegner der archäologischen Grabungen in der Davidstadt, die seit fast 50 Jahren durchgeführt werden, versuchen alle paar Jahre die Arbeit der Antikenbehörde zu behindern, wobei oft auf juristische Verfahren zurückgegriffen wird. Ein- oder zweimal haben sie es sogar vor den Obersten Gerichtshof geschafft, dessen Richter dafür bekannt sind, dass sie den Behauptungen der Verletzungen der Menschenrechte gegenüber sehr sensibel sind. Die Kläger behaupteten, dass die Grabungen die Einwohner von Silwan gefährden und der Oberste Gerichtshof sah sich ihre Vorwürfe an und wiesen sie ab.

Die ehemalige Richterin am Obersten Gerichtshof Edna Arbel erklärte in Anwort auf eine Eingabe (Oberster Gerichtshof, Akte 9252/080), die gegen die Grabungen am Parkplatz Givati (Teil der Davidstadt) eingereicht wurde, dass „viele der von den Klägern erhobenen Behauptungen leere Worte waren, ohne Grundlage für diese Behauptungen“. Nachdem israelischen Profis ihr eine Reihe Maßnahmen beschrieben, die unternommen wurden, um die Stabilität der Wohnhäuser in dem Bereich sicherzustellen, sagte sie: „Die Kläger legten keinerlei Beweise vor, die eine Verbindung zwischen den Ausgrabungen und den Schäden untermauern, die angeblich an ihren Häusern verursacht wurden.“

Richterin Arbel fuhr fort:

Es scheint keine Meinungsverschiedenheit darüber zu geben, dass der Parkplatz sich innerhalb des Gebiets eines Nationalparks befindet und dass die darin durchgeführten Ausgrabungen bisher einen beeindruckenden archäologischen Schatz hervorgebracht haben, der von großer wissenschaftlicher und historischer Bedeutung ist, die über Israels Grenzen hinausgeht. … Israels reiche hisorische Vergangenheit wird Schicht um Schicht in seinem Boden aufgedeckt. Die historischen Annalen des Landes, der Menschen, die darin gelebt haben, es durchzogen und in die Seiten der Geschichte eingingen. Im Verlauf der Jahre wurden diese Annalen im Land begraben und wurden zu seinen Geheimnissen.

„Israel“, zitierte die Richterin aus einem anderen Urteil, „ist in der Tat ein junges Land, aber seine Wurzeln gehen tief in die menschliche Geschichte und sein Land ist in Länge und Breite mit antiken Überresten einer uralten menschlichen Zivilisation angefüllt, die in dieser Region tausende Jahre lang lebte und gestaltete. Dies gilt umso mehr bezüglich dem als Davidstadt bekannten Schauplatz. Die Reste der Davidstadt erzählen die Geschichte Jerusalems über tausende Jahre hinweg, wie man immr noch aus der hebräischen Bibel (s. z.B. 2. Samuel 4,8, 9,11; 1. Chronik 15,1; und der Ort selbst wird natürlich sogar früher erwähnt, in der Geschichte der Opferung Isaaks) und anderen Quellen erfahren kann.

Die nationale wie internationale Bedeutung der Geheimnisse der Davidstadt ist nicht einzigartig für das jüdische Volk, sondern ist für jeden von Bedeutung, der in die Geschichte dieser Region eintauchen will, die die Wiege der monotheistischen Religionen ist. Die Bedeutung der archäologischen Forschung liegt nicht nur im Verständnis der Vergangenheit des Landes und in der Möglichkeit den Wahrheitsgehalt der uns aus anderen Quellen bekannten Details zu verifiziren, sondern auch in der Tatsache, dass sie [die Forschung] ein Licht auf die Entwicklung der menschlichen Kultur wirft. Als solche geht seine Bedeutung Völker und Grenzen hinaus.

„Es musste klargestellt werden“, vermerkte Arbel, „dass die Grabungsarbeiten auf dem Parkplatz unter der Aufsicht und Begleitung von Profis durchgeführt wurden.“

Siegel, Paläste und eine goldene Glocke

Und in der Tat lieferte der Givati-Parkplatz einige Jahre später einen reichen Schatz aufschlussreicher archäologischer Funde. Der Hauptfund ist ein beeindruckendes Gebäude aus dem Ende der Zeit des zweiten Tempels, das nach Ansicht einiger Archäologen Königin Helena vom Königreich Aidabene in Assyrien vor rund 2.000 Jahren diente. Helena konvertierte zum Judentum und baute in der Davidstadt prachtvolle Paläste. (Die Paläste des Königs von Adiabene werden in den Schriften des Josephus erwähnt und sie wurden im Israel Museum in Jerusalem-Modell vom Ende der Zeit des zweiten Tempels nachgebaut.)

Ebenfalls am Givati-Parkplatz wurden Reste aus der Zeit des ersten Tempels gefunden: eine sechs Meter breite byzantinische Sraße, von der 30 Meter freigelegt wurden; ein Gebäude eines Gutsbesitzers aus der Römerzeit mit einem Hofraum, Garten und einer Mikwe [einem rituellen Bad]; und Rest aus der uralten Muslimzeit. Ein besonders interessanter Fund war ein Stempelsiegel, auf dem in antiker hebräischer Schrift die Worte zu sehen sind: „Für Natanmelech Eved Hamelech“ [Sklave des Königs]. Der Name Natanmelech erscheint in 2. König und die Forscher sagen, der archäologische Fund datiert aus derselben Zeit wie der Bericht in der Bibel –der zweiten Hälfte des siebten Jahrhunderts v.Chr.

Nach Angaben der Forscher ist der Givati-Parkplatz offenbar also der Ort der antiken Festung Acra, die von König Antiocus Ephiphanes 167 v.Chr. in der Zeit der Herrschaft der Seleukiden über das Land gebaut wurde. Die Festung blieb während der Revolte der Makkabäer ein Bollwerk der Seleukiden und ihrer helleniziden Anhänger.

Ein Fragment eines reich verzierten Tisches. (Kobi Herati, Davidstadt)

Ein weiteres Urteil von Arbel behandelte den herodianischen Entwässerungstunnel, der direkt unter dem Verlauf der Pilgerstraße liegt (die auch als „Herodesstraße“ bekannt ist). Der Entwässerungstunnel wurde vor ein paar Jahren durch die Archäologen Ronny Reich und Eli Shukrun entdeckt und heute kann man durch ihn aus der Nähe des Teichs Siloah bis zu den Fundamenten der Westmauer (nahe des Davidson Center) gehen.

In diesem Entwässerungstunnel wurden so aufregende Funde gemacht wie Kochtöpfe und Küchenutensilien mit denen die Rebellen ihre letzten Mahlziten einnahmen, bevor die Römer sie entdeckten und mehr als 2.000 von ihnen töteten (Angaben von Josephus). Ebenfalls im Entwässerungstunnel gefunden wurde ein Schwert, das einem römischen Legionär gehörte, noch in der Lederscheide, sowie ein Bild der Tempel-Menorah, die von einem anonymen Individuum auf die Rückseite einer zerbrochenen Tonscherbe gekratzt wurde, der die echte Mnorah offenbar mit eigenen Augen gesehen hatte.

Zusätzlich wurde ein faszinirendes, einzigartiges Artefakt in dem Entwässerungstunnel gefunden: eine goldene Schelle mit einer Lasche am Rand. Diese Schelle war auf den Saum des Gewandes eines angesehenen Mannes aus Jerusalem genäht gewesen, möglicherweise sogar des Hohepriesters selbst. [Exodus/2. Mose 39,24-26]

Das im Entwässerungstunnel gefundene Goldglöckchen – war es vom Gewand des Hohepriesters? (Davidstadt)

Auf dem Boden des Tunnels wurde die Abdeckung einer Zisterne aus der Zeit des ersten Tempels gefunden. Die Zisterne liegt zur Hälfte unter dem Entwässerungstunnel und zur  Hälfte (dieser Teil ist blockiert und nicht zugänglich) auf dem Tempelberg. Auch hier wurden Küchenutensilien gefunden und jüdische Rebellen gegen die Römer könnten hier auch ihre letzten Augenblicke versteckt in der Zisterne verbracht haben.

Intarsienring aus einem wertvollen Ring (Kobi Herati, Davidstadt)

„Die Verletzung der Eigentumsrechte – soweit sie existieren – ist geringfügig“

Es wurde vor dem Obersten Gerichtshof zum Entwässerungstunnel zudem behauptet (Akte 1308/08), dass die Arbeit darin die Einwohner von Silwan direkt darüber gefährdet. Auch hier erkärte Richterin Arbel in einem weiteren und gesonderten Urteil:

Erstens wurde trotz der Behauptungen der Kläger erklärt, dass die Arbeit unter professioneller Ingnieursaufsicht erledigt wird und Teil eines genehmigten Bauplans ist. Und nicht nur das. Wie aus den Äußerungen der Beklagten deutlich wird, sind die meisten Tätigkeiten, die die Antikenbehörde im Tunnel ausführt, nicht wirklich Ausgrabungsarbeiten, sondern beinhalten Beseitigung von Müll, der sich im Kanal über zweitausend Jahr hinweg angesammelt hat.

Die Richterin erwähnte die Verstärkungsarbieten, die unternommen werden, um Schaden zu verhindern und fügte hinzu:

Man könnte daher sagen, dass die Arbeit mit der Begleitung und Aufsicht durch Profis ausgeführt wird, nicht wie die Kläger behaupten; und es ist klar, dass diese Profis sich nicht nur wegen der Fertigstellung der Arbeit im Entwässerungstunnel Sorgen machen, sondern sich auch ihrer Verpflichtungen bewusst sind sicherzustellen, dass die Arbeit auf eine Weise erledigt wird, die die Kläger, ihre Familien und ihr Eigentum nicht schädigen.

Was das Recht der Kläger auf Eigentum des Grundes unter ihren Häusern angeht, erklärte die Richterin:

In dem Ausmaß, in dem es solche Rechtsverstöße gibt, sind sie geringfügig… Den Verstößen steht ein beträchtliches öffentliches Interesse bei der Ausführung der Arbeit entgegen. Stattdessen ist die Enthüllung der Geheimnisse der Vergangenheit, die hunderte und tausende von Jahren in den Eingeweiden der Vergangenheit lagen, ein zentraler Aspekt archäologischer Forschung. Die Leistungen dieser Forschung sind ein facettenreiches öffentliches Interesse, ob wegen dem, was zum Verstehen der Geschichte des Landes und der Geschichte des jüdischen Volkes beigetragen wird, oder egen der Beiträge, die sie für das Vrständnis historischer Ereignisse, die nicht nur für das jüdische Volk und seine Geschichte wichtig sind.

Der Givati-Parkplatz und der Entwässerungstunnel sind nur zwei Beispiele der Stätten in der Davidstadt, die uns in den letzten Jahren ihre Geheimnisse preisgegeben haben. Es gibt andere wichtige Beispiele: 2005 entdeckte die Archäologin Dr. Eilat Mazar Reste eines großen Steingebäudes, die sie geneigt ist als Palast von König David zu identifizieren.

In den 1970-er und 1980-er Jahren entdeckte der Archäologe Dr. Yigal Shiloh das Bullen-Haus und das Ahiel-Haus innerhalb des Bereichs der Ausgrabungen in der Davidstadt, die Area G genannt wird. Auf den Bullen im Grabungsbereich hatten Namen wie Schiftiyahu Ben Tsafen und Beniyahu Ben Hoschijo überlebt, ebenso die Namn Yirmeyahu Ben Schafan (ein königlicher Schreiber) und Azaryahu Ben Hilkiyahu (ein Priester der Zeit des ersten Tempels). 45 der im Bullen-Haus gefundenen 51 Bullen trugen Inschriften in antiker hebräischer Schrift und beinhalteten den Namen des Eigentümrs des Siegels zusammen mit dem Namen seines Vaters.

https://i1.wp.com/jcpa.org/wp-content/uploads/2019/07/city_of_david_ballistra_opt_res.jpg?resize=640%2C435
Nachschon Zenton, einer der Direktoren der Straßen-Ausgrabung, hält ein Katapult-Geschoss, das offenbar im Kampf während der Großen Revolte verwendet wurde. (Schai Halawi, Antiquitätenbehörde)

Als die 2000-er Jahre anstanden, wurden in der Davidstadt Wehranlagen für eine Quelle und einen kanaanitischen Teich entdeckt. Als großer, in natürlichen Fels geschlagener Teich war er ein Atandbein des Wassersystems, aus dem die Kanaaniter ihr Wasser bezogen. Dieser Teich wurde im 18. Jahrhundert v.Chr. geschlagen, ging aber im achten Jahrhundert v.Chr. komplett außer Betrieb, möglicherweise wegen der Ausgrabung des berühmten Hesekia-Aquädukt.

Die Pilgerstraße

Und jetzt ist die Pilgerstraße entdeckt worden. Nur rund 350 der 700 Mer der Straße sind bisher freigelegt worden. Obwohl die vorherrschende Meinung lautete, dass Herodes die Straße baute, stellte sich heraus, dass sie in der Zeit der römischen Statthalter gebaut wurde, die nach ihm kamen, insbesondere in den Tagen des römischen Statthalters Pontius Pilatus.

Die Archäologen, die die Pilgerstraße im Verlauf von fünf Jahren ausgegraben haben – Dr. Joe Uziel, Ari Levi, Nachschon Zenton und Moran Hajibi – haben eine weitere Mutmaßung zunichte gemacht: Es waren nicht arme Leute, die entlang der Pilgerstraße im Breich der „Unterstadt“ lebten, sondern tatsächlich eine reiche Bevölkerung. Zu den Verwüstungen der Zerstörungen, die entlang der Straße freigelegt wurden, sind Luxusgüter gefunden worden, darunter Steintische mit Intarsienarbeiten, Schmuck verschiedener Art und Parfümflaschen. Zusammen mit diesen gibt es viele andere Funde: Münzen, Kochtöpfe, komplette Stein- und Tonwerkzeuge, seltene Glasgegenstände, ein prächtiges Podium (für öffentlichen Ankündigungen) und Teile von Pfeilen und Katapulten – Zeugen der letzten Schlacht um den „Osthügel“ während der Großen Revolte der Juden gegen die Römer, die mit der Zerstörung des zweiten Tempels endete.

Von Warrn zu Kenyon: Die Archäologen, die die Davidstadt ausgruben

Die vielen Entdeckungen in der Davidstadt während der Zeit der israelischen Herrschaft treffen auf Dutzende Ausgrabungen und Grabende, die in der Davidstadt gegraben haben, die die am meisten archäologisch ausgegrabne und erforschte Stelle in Jerusalem während der Jahre der modernen Forschung ist. Hier ist für die, die von Israel als „politische Ausgrabungen“ betreibend reden, eine Liste der Grabungsleiter in der Davidstadt, die mit ihrer Arbeit zeitlich vor Israel gearbeitet haben:[2]

In der Zeit der osmanischen Herrschaft gruben Charles Warren vom Palestine Exploration Fund ausgiebig in Jerusalem und entdeckte das Wassersystem, das man als Warrens Schacht kennt (1867).

Warrens Expeditionsteam in Jerusalem (1867, Palestine Exploration Fund)
Gemälde von Charles Warren bei der Erkundung unter Robinsons Bogen entlang der Westmauer (Palestine Exploration Fund)

1880 machten zwei Teenagerjungs den deutschen Architekten Conrad Schick auf die Existenz einer antiken Inschrift aufmerksam, die neben dem südlichen Ausgang des Wassertunnels in der Davidstadt eingraviert war. Diese Entdeckung der Shiloah/Siloam-Inschrift gehört zu den wichtigsten dort. [Das Original hängt heute in einem türkischen Museum.]

Die Siloam/Schiloah-Inschrift kennzeichnete die Vollendung des Wasserwerks von Hönig Hesekia von der Gihon-Quelle zum Teich von Siloam im achten Jahrhundert v.Chr.

1881 entdeckte der deutsche Archäologe Hermann Gutte den byzantinischen Teich Siloah als Mauerteile aus unterschiedlichen Zeiträumen. Wie vermerkt entdeckten Bliss und Dickie vor mehr als hundert Jahren Teile der Pilgerstraße. Und Vater Louis-Hugues Vincent trug mehrere seiner einigen Entdeckungen zum Verständnis der Davidstadt bei.

Unter britischer Herrschaft nach dem Ersten Weltkrieg wurde ein internationales Projekt durchgeführt, um den Hügel der Davidstadt unter der Schirmherrschaft der britischen Mandatsregierung zu erforschen. R.A.S. Macalister grub an der Stellel für den britischen Palestine Exploration Fund und R. Weill für die Franzosen. Unter jordanischer Herrschaft wurde, wie vermerkt, nur eine Ausgrabung in der Davidstadt unter der Führung der Archäologin Kathleen Kenyon durchgeführt, die persönlich die Genehmigung dort zu graben von König Hussein erhielt.

Schlussfolgerung

Wenn palästinensische Medien aufschreien, dass Silwan in Gefahr ist, lügen sie zweimal: Einmal, weil die israelischen Ausgrabenden und Behörden sich in der Davidstadt nichts ohne die Genehmigung der Sicherheitsingenieure tun, zudem befolgen sie die striktesten Standards; zweitens weil die Davidstadt, die etwa 60.700 Quadratmeter abdeckt, rund 6 Prozent des Territoriums von Silwan darstellt.

Wenn Palästinenserführer und -kleriker aufschreien, dass die Ausgrabungen in der Davidstadt die Al-Aqsa gefährden, dann lügen sie wissentlich. Die Ausgrabungen erstrecken sich nicht über die Mauer in das Tempelberggelände hinein. Jahre lang hat Israel sichergestellt um den Berg herum zu graben und nicht darunter. Das war bei der Westmauer und entlang der Südmauer des Tempelbergs so und dasselbe gilt bezüglich der Davidstadt. Selbst wenn die Ausgrabungen der Mauer des Berges vom Süden her nahe kommen, gehen sie nie darüber hinaus. Die Besucher, die über die Pilgerstraße oder durch den „herodianischen Entwässerungstunnel“ gehen, steigen zum Davidson Center hinauf, das am Fuß der Mauern des Berges liegt und nicht darin.

Daher erscheint es so, wie im Fall des Tempelberggeländes, dass die Schärfe und die Verleumdung bezüglich der Davidstadt zum Teil der Unfähigkeit der Hetzer entstammen mit der jüdischen Vergangenheit des Ortes klarzukommn, die an das Herz Jerusalems grenzen – den Tempelberg.

Zu der Zeit, in der die Palästinenser die Geschichte Jerusalems umschreiben – sowohl die jüdische als auch die muslimische Geschichte – und versuchen zu beweisen, dass sie vor den Juden in der Stadt waren (trotz dem, was moderne Forscher uns erzählen), ist die Davidstadt für sie ein weiterer Gegenstand ihres großen Gefüges der Leugnung vieler jüdischer Verbindungen zu Jerusalem, seinen Stätten und seinen heilgen Orten.[3]

* * *

Fußnoten:

[1] Video der Pilgerstraße, https://www.youtube.com/watch?v=FL6s9oJ3suI

[2] Entnommen einer Umfrage von Ronny Reich und Eli Shukrun, das 2008 im Zuge der Neunten Konferenz zu Untersuchungen der Davidstadt und des antiken Jerusalem, S. 14-41.

[3] Für mehr zu diesem Thema siehe: Nadav Shragai: Alilat Al-Aksa b’Sakana: Diyukano shel Sheker (Die Verleumdung Al-Aksa ist in Gefahr: Die Geschichte einer Lüge). Jerusalem (Jerusalm Center for Public Affairs/Sifriyat Maariv) 2012, S. 45 – 64.

DNS offenbart: Die Philister, die biblischen Feinde der Israeliten, waren Europäer

Laura Geggel, Live Science, 3. Juli 2019

Die antiken Philister – berühmt für ihr Auftauchen in der hebräischen Bibel, darunter in der Geschichte von David und dem Riesen Goliath – waren keine Einheimischen in dem , was heute das moderne Israel ist. Stattdessen stammte diese mysteriöse Gruppe von seefahrenden Europäern ab, stellt eine neue Studie antiker DNA fest.

Nach der Analyse antiker DNA von 10 Einzelpersonen, die in einer archäologischen Stätte der Philister begraben waren, stellte ein internationales Forscherteam fest, dass die Philister von Menschen in Griechenland, Sardinien oder sogar der Iberischen Halbinsel (dem heutigen Spanien und Portugal) abstammen. Diese Vorfahren zogen während der späten Bronzezeit oder der frühen Eisenzeit über das Mittelmeer, vor rund 3.000 Jahren.

Aber dieses europäische genetische Signal war nur von kurzer Dauer. Sobald die Philister in der südlichen Levante ankamen, die das östliche Mittelmeer umfasst, gingen sie Mischehen mit den Einheimischen ein. „Innerhalb von nicht mehr als zwei Jahrhunderten ist der genetische Fußabdruck, der in der frühen Eisenzeit eingeführt wurde, nicht mehr nachweisbar und scheint in einem lokalen Genpool aufgegangen zu sein“, sagte Choongwon Jeong, einer der Forscher, ein Archäognetiker am Max Planck-Institut für Wissenschaft der Menschheitsgeschichte in Jena in einer Stellungnahme. [Fotos: Zisterne aus biblischer Zeit und in Israel entdeckte Gravuren]

Mysterium Philister

Historiker und Archäologen haben Jahrzehnte damit zugebracht die Herkunft der Philister zu entziffern. Zusätzlich zu ihrer Erwähnung in der hebräischen Bibel (der Geschichte von Samson und der Philisterin Delilah führt die Gruppe ebenfalls an) erscheinen die Philister auch in Texten, die von antiken Ägyptern hinterlassen wurden. Durch Kreuzverweise zwischen diesen hebräischen und ägyptischen Texten schafften es Archäologen die Philister zeitlich und geografisch in einer Region zu verfolgen, zu der die Hafenstadt Aschkelon gehört, die im heutigen Israel liegt.

Ein Kindergrab aus der Levante Foto: Robert Wach/Leon Levy-Expedition nach Aschkelon

Dort enthüllten Ausgrabungen eine dramatische Verschiebung in der Kultur, darunter im Stil der Tonwaren und der Architektur, zwischen der späten Bronzezeit und der frühen Eisenzeit. „Sie begannen Funde aus archäologischen Stätten zu ähneln, die im Bronze-Zeitalter Ägäis waren, also Bronze-Zeitalter griechisch“, sagte Forschungsleiterin Michal Feldman, eine Doktorandin für Archäogenetik am Max Planck-Institute für Menschheitsgeschichte gegenüber Live Science. „Von dort kam die Theorie, dass die Philister-Kultur [in der Levante], die in der Eisenzeit auftauchte, aus Griechenland herwanderte.“

Aber niemand stimmt dieser Theorie zu. Vielleicht kopierten die Einheimischen einfach Tonwaren und Kultur des Auslands oder vielleicht kamen die Migranten aus anderen Teilen Europas, sagte einige Wissenschaftler. Daher wandte sich der an der Forschung beteiligte Daniel Master, Archäologe am Wheaton College in Massachusetts und Co-Leiter der Grabung in Aschkelon an die Genetik, um das Rätsel zu lösen.

Analyse antiker DNA

Die Genetiker sammelten mehr als 100 Proben, hauptsächlich Zähne und Innenohr-Knochen; von beiden weiß man, dass ich ihnen antike DNA gut erhalten wurde. Aber die Forscht bekamen nur von 11 Proben DNA-Ergebnisse von 10 Einzelpersonen, die vor 2.800 bis 3.600 Jahren lebten.

„Der Grund ist, dass das östliche Mittelmeer im Allgemeinen ziemlich problematisch für die Bewahrung von DNA ist“, sagte Feldman. DNA wird im Lauf der Zeit abgebaut und wenn die Umwelt-Bedingungen warm und feucht sind, baut sie schneller ab.“

Aber die DNA der 10 Einzelpersonen reichte aus, um das Rätsel zu lösen. Als die Forscher DNA von Menschen aus der früheren, der Bronzezeit mit der DNA der späteren, der Philister aus der Eisenzeit verglichen, „sahen wir, dass sie eine ererbte Komponente hatten, die die Menschen der Bronzezeit nicht hatten“, sagte Feldman. Diese ererbte Komponente wurde nach Südeuropa zurückverfolgt. Es ist jedoch schwer zu sagen, wo genau in Südeuropa, da Datenbanken mit antiker DNA aus dieser Zeit nur punktuell vorhanden sind, sagte Feldman.

Ausgrabung eines Philister-Friedhofs in Aschkelon im modernen Israel. Foto: Melissa Aja/Leon Levy-Expedition in Aschkelon

Darüber hinaus bedeutet die Verbindung zu Südeuropa „nicht, dass die Philister [selbst]  aus diesen Regionen kamen“, fügte sie an. Aber das südeuropäische Signal ist unbestreitbar, als „können wir sagen, dass die Vorfahren der Philister wahrscheinlich aus Südeuropa kamen und in Aschkelon entweder gegen Ende der späten Bronzezeit oder zu Beginn der Eisenzeit ankamen“. [In Fotos. Tongefäß mit nachdenklicher Figur, entdeckt in Israel]

In dieser Zeit, im 12. Jahrhundert v.Chr., brachen so viele Reiche zusammen, dass die Zeit als „frühe dunkle Zeit“ bekannt ist“, sagte Feldman. Es ist also keine Überraschung, dass die Philister in die Levante migrierten, sagte sie.

Zwei Forscher graben einen Philister-Friedhof in Aschkelon aus. Foto: Melissa Aja/Leon Levy-Expedition in Aschkelon

Die Studie ist „faszinierend“, sagte Éadaoin Harny, ein Doktorand der Abteilung für organismische und Evolutionsbiologie an der Universität Harvard, der nicht an der Forschung beteiligt war.

„Indem die antiken Genome von Einzelpersonen in Gräbern in der Stadt Aschkelon aus unterschiedlichen Perioden im Verlauf der Geschichte in eine Reihenfolge gebracht wurden, finden die Autoren Beweise für einen relativ kurzlebigen Zustrom von Menschen südeuropäischer Herkunft in die Region, die in der frühen Eisenzeit auftauchten“, sagte Harney.

Die genetische Arbeit unterstützt im Gegenzug „frühere archäologische und historische Behauptungen, dass kulturelle Verschiebungen, die in der Region während des Übergangs von der Bronzezeit in die Eisenzeit stattfanden, zumindest zum Teil der Migration geschuldet waren“, sagte sie Live Science in einer E-Mail.

Die Studie wurde heute (3. Juli) online im Journal Science Advances veröffentlicht.

——
Ergänzung:

Arutz-7 berichtet:

Der PA-„Außenminister“ verurteilte einen Tweet von Premierminister Benjamin Netanyahu über die Verbindung des jüdischen Volks zum Land Israel
Netanyahu hatte einer Reihe von Tweets zu Artikeln über eine neue Studie verlinkt, die bestätigte, dass die Philister aus Südeuropa stammen und es keine Verbindung zwischen ihnen und den heutigen palästinensischen Arabern gibt.
„Die Verbindung der Palästinenser zum Land Israel ist nichts verglichen mit den 4.000 Jahren Verbindung des jüdischen Volkes zum Land“, schrieb er.
Es gibt keine Verbindung zwischen den antiken Philistern und den modernen Palästinensern, deren Vorfahren tausende Jahre später von der Arabischen Halbinsel ins Land Israel kamen“, hielt Netanyhau in einem weiteren Tweet fest.

Klar, dass die Palli-Hetzer schäumen, oder? Sie wiederholen ihre üblichen Lügen, für die sie aber wie üblich keinerlei Beweise anführen können:

Das Büro des PA-Außenministeriums vermerkte, dass Netanyahus „fehlleitende“ Bemerkungen ein Versuch seien die „nationale Existenz des palästinensischen Volks in seinem Heimatland Palästina“ zu leugnen und der Versuch Kolonialismus auf dem Boden des Staates „Palästina“ zu etablieren und aus dem politischen Konflikt in einen religiöser und ethnischer Natur zu machen.
„Der Konflikt in Palästina ist einer zwischen einem fremden Siedler, der unser Land eroberte, unser Volk gewaltsam vertrieb und die abscheulichsten Arten der ethnischen Säuberung gegen unser Volk verübt und versucht fremde Siedler an ihrer Stelle unterzubringen“, hieß es in einem Statement des Amts.

Einen religiösen und ethnischen Konflikt haben die Araber schon lange daraus gemacht, das hat der Mufti in den 1920-er Jahren schon getan. Arafat hat sich auf Allah berufen, die ganze Meute ist immer mit dem islamischen Glauben und Lügen zu Jerusalems Bedeutung im Islam aufgestachelt worden. Die angebliche muslimische Heiligkeit Jerusalems wird bis heute immer wieder genutzt um gegen die Juden zu mobilisieren. Von wegen Israel macht einen religiösen Konflikt daraus, die Araber tun das.

Aber was will man von lügenden Hetzern erwarten, die ohnehin immer anderen ein Verhalten und Motive vorwerfen, die ausschließlich sie selbst an den Tag legen?

Araber behaupten weiter, es gebe keine Beweise für jüdische Geschichte in Jerusalem

Elder of Ziyon, 14. Mai 2019

Ein Stein mit Inschrift, entdeckt 1968 von Bejamin Mazar; Inhalt: „lebelt hatkiya – für den Trompetenplatz. Er gehört in die Zeit des zweiten Tempels. (Foto: Israel Museum, Wikimedia Commons)

Eine der absonderlichsten Lügen, die man oft in arabischen Medien findet, ist die Behauptung, s gebe keinen Hinweis auf jüdische Geschichte in Jerusalem und dass die Bande zwischen Juden und Jerusalem allesamt jüngeren Datums und gefälscht sind.

Ich habe viele Artikel gesehen, darunter einen von heute von AlGhad.tv, die als Tatsache angeben, dass israelische Archäologen in Jerusalem nie auch nur einen einzigen Stein gefunden haben, der Zeugnis von einer jüdischen Stadt dort gibt.

Jüdische Archäologen stimmten einhellig überein, dass es keinen jüdischen Einfluss in Jerusalem gibt, obwohl die israelischen Besatzungsbehörden Jahre mit der Suche nach jüdischen Monumenten in der Stadt verbrachten, durch Ausgrabungen in den Außenbezirkn der Stadt, um ihr Jüdischsein zu beweisen … Die Ergebnisse der Ausgrabungen, die seit 1964 bis heute in Jerusalem stattfanden, bestätigten die Fakten, dass alle historischen und archäologischen Stätten Kirchen, Moscheen, Häuser, Schulen, Klöster sind … Keine Spur der Herrschaft von David oder Salomon oder den Königen der Kinder Israels ist innerhalb der Mauern Jerusalems zu finden.

Dieses Thema ist schon eine Weil vorhanden. 2016 schrieb ein Kolumnist  in der offiziellen PA-Zeitung:

All ihre Nachrichten sind ein Verbrechen oder Lügen .. Ich fordere sie täglich heraus, mir ein jüdisches archäologisches Überbleibsel aus Jerusalem zu bringen oder uns einen Felsbrocken vom angeblichen Tempel zu zeigen.

Die Ironie ist: Sie sagen das im Kontext davon, dass Juden Geschichte erfinden.

Selbst Yassir Arafat behauptete in Camp David, dass die jüdischen Tempel nicht in Jerusalem standen, sondern in Nablus.

Selbst die Araber wissen, dass sie lügen. Jede Menge muslimischer Literatur vor 1967 gibt offen die Existenz des jüdischen Tempels in Jerusalem zu.

Es gibt nicht einen einzigen israelischen Archäologen, der bezweifelt, dass die beiden jüdischen Tempel in Jerusalem standen, selbst die, die sagen, dass das Königreich Davids viel kleiner war als die Bibel sagt. Ha’aretz schrieb 2015:

Gab es einst einen großen jüdischen Tempel auf Jerusalems Tempelberg? Ja. Wird das von irgendeinem Wissenschaftler ehrlich infrage gestellt? Nein, sagen Archäologen, die ihr Leben mit dem Studium Jerusalems verbracht haben. „Ich fühle mich dumm, das auch nur kommentieren zu müssen“, sagt Dr. Yuval Baruch, ein führender israelischer Archäologe, der Jerusalem seine ganze Karriere hindurch studierte. „Beweise zu fordern, dass die Tempel auf dem Berg standen, ist wie zu Beweise zu fordern, dass die alten Steinmauern um Jerusalem, die bis heute stehen, ein antiken Steinmauern warn, die Jerusalem umgaben“, fügt er hinzu.

So verdeutlichte Prof. Israel Finkelstein, ein weltbekannter Experte zu Archäologie in Jerusalem, in einer E-Mail an Ha’aretz: „Es gibt keine wissenschaftliche Denkschule, die die Existenz des ersten Tempels bezweifelt.“
Konkrete Funde, die definitiv aus der Zeit der Tempel stammen, gibt es zuhauf, sagt Prof. Gabriel Barkay von der Bar-Ilan Universität, ein Archäologe, der viele Jahre mit Arbeit in Jerusalem und insbesondere im Bereich des Tempelbergs verbrachte.

„Zwei Exemplare von Inschriften, die es Nichtgläubigen verbieten in den Tempel zu gehen, sind auf dem Tempelberg gefunden worden, worüber Josephus schrieb. Diese Inschriften befanden sich auf der Trennmauer, die den zweiten Tempel umgab und Nichtjuden daran hindert das Innere des Tempel-Vorhofs zu betreten“, sagt Barkay und fügte hinzu, dass beide in antikem Griechisch geschrieben waren. Der „Warnstein“, der sich im Archäologischen Museum in Istanbul befindet, warnt Nichtjuden vor den Gefahren den heiligen Tempel zu betreten. Es gab weitere, ähnliche Inschriften in Latein, sagte er.

Ein weiterer Stein mit der Inschrift, „für den Trompetenplatz“, wurde 1968 an der Südwestecke des Tempelbergs gefunden. „Es ist bekannt, dass an den Ecken des Tempelbergs Trompeten geblasen wurden, um die Ankunft des Sabbat und anderer Tage zu verkünden“, erklärt Barkay. Josephus, der antike Historiker kurzlebiger Loyalitäten, erklärt, dass es für einen Tempelpriester üblich war, „mit dem Klang der Trompete nachmittags auf dem Zugang zu stehen und am folgenden Abend am Ende, wie jeden siebten Tag.“ Der Stein befindet sich heute im Israel Museum.

Weitere konkrete Beweise bestätigen Jerusalems Einzigartigkeit in Sachen religiöser Heiligung. „Die antike Stadt Jerusalem zur Zeit des ersten Tempels war eindeutig ein Zentrum ritueller Verehrung“, sagt Baruch, der den Bereich Jerusalem der israelischen Antikenbehörde leitet. „Die rund um den Tempelbergbereich gefundenen hunderte Mikwen [rituelle Reinigungsbäder] und die dort gefundenen, aus Stein gefertigte jüdische Artefakte zeigen, dass Jerusalem mindestens bis zur Zerstörung des Tempels eine ‚ir mikdasch‘ [heilige Stadt] war, wo das, was zählt, das Gotteshaus ist. Athen und Olympia waren auch so.“

Ein relativ neuer Zusatz zu dieser Lüge ist die Vorstellung, dass die antiken Juden nicht nach Israel kamen, sondern in den Jemen, der wahre Land sein soll, das sie eroberten und dass ihr Jerusalem dort sei.

Es braucht keine Psychologie-Experten, um zu begreifen, dass die Araber das Gefühl haben, sie müssten die jüdische Geschichte bestreiten, um jüdische Rechte an Jerusalem zu bestreiten. Die Wahrheit ist nicht wichtig; nur das Narrativ zählt.

Ein Papyrus-Fragment, das ins siebte Jahrhundert v.Chr. zurückgeht, ist die früheste nichtbiblische Quelle, die Jerusalem auf Hebräisch erwähnt. Menahem Kahana/Agence France-Presse – Getty Images

 

Die Davidstadt und das Problem der Teilung Jerusalems

Archäologische Funde widerlegen weiterhin palästinensische Versuche jüdische Geschichte zu leugnen. Aber ohne die jüdische Präsenz vor Ort würden all diese kostbaren Altertümer auf dem Müll landen.

Jonathan S. Tobin, JNS.org, 3. April 2019

Diejenigen, die weiterhin die historischen Fakten zum jüdischen Jerusalem leugnen, erhielten diese Woche weitere schlechte Nachrichten. Archäologen, die im Bereich der Davidstadt in Jerusalem arbeiten, zeigten einige ihrer neuesten Funde, darunter eine Bulle (ein kleines Siegel), die auf das sechste Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und damit vor die Zerstörung des ersten Tempels durch die Babylonier datiert werden kann.

Dieses besondere Stück wurde im letzten Herbst in der Davidstadt gefunden, einem Gebiet direkt außerhalb der heutigen Altstadtmauern Jerusalems, das aber Stätte der biblischen Hauptstadt des Königreichs Judäa war. Das Siegel trägt eine Inschrift, die feststellt, dass es „Natan Melech, Diener des Königs, gehörte“.

Die Bedeutung des kleinen Siegels liegt in der Tatsache, dass sein Eigentümer in 2. Könige als Beamter erwähnt wird, der im Dienst König Josiahs stand, der vor rund 2.600 Jahren lebte und starb. Als solches ist es ein weiterer in der zunehmenden Liste von Belegen, die in Ausgrabungen an der Davidstadt gefunden wurden und die beweisen, dass die in der Bibel geschilderten Geschehnisse des davidischen Königtums in historischen Fakten wurzeln, nicht in religiöser Fiktion.

Das ist aus zwei Gründen wichtig.

Einer ist, dass damit Behauptungen der Palästinenser widerlegt werden, die die jüdische Geschichte und die Verbindungen des jüdischen Volks zum Land bestreiten, insbesondere zu Jerusalem.

Zweitens setzt es die fortgesetzte Kontroverse um die Ausgrabungen in der Davidstadt und das Recht der Juden, in dieses Gebiet zu ziehen, in Kontext.

Wie Bari Weiss in einem ausgewogenen Text in der Sunday New York Times am vergangenen Wochenende vermerkt, sind die Archäologen seitens der palästinensische Autonomiebehörde und örtlichen arabischen Bewohner so unwillkommen wie die Juden, die herkamen, um in diesem Teil der antiken Stadt zu leben.

Während die Bedeutung des dort gefundenen Schatzes nicht zu bestreiten ist, betrachten Israels Kritiker die Grabung als etwas eher Politisches denn Geschichte. Mit der Entwicklung des Orts in einen Geschichtspark ist die City of David Foundation als Siedlergruppe verdammt worden, die mehr die Absicht hat Israels Zugriff auf einen Teil der Stadt zu festigen, der vom Großteil der Welt nicht als Teil Israels anerkannt wird.

Wie die Altstadt und die Westbank, so besetzte Jordanien von 1948 bis 1967 illegal den Bereich der Davidstadt. Die palästinensischen Araber, die in diesem Umfeld lebten, betrachten Juden als fremde Eindringlinge, obwohl fast alles Grundeigentum in dem Bereich vor der Gründung des Staates Israel Juden gehört oder gehörte. Obwohl niemand sie aus ihren Heimen vertreibt, fühlen sie sich zunehmend von einem Zustrom an Juden in das Viertel bedroht, die heute nach Angaben der Times ein Sechstel der Bevölkerung vor Ort ausmachen. Darüber hinaus nehmen sie die Entwicklung des archäologischen Parks bitter übel und betrachten die dort gemachten Entdeckungen als Beleidigung ihrer Überzeugungen, dass Jerusalem und all seine heiligen Stätten ausschließlich den Arabern gehören.

Ihre Märchen über diesen Versuch die physischen Beweise des jüdischen Jerusalems – wie der Tempelberg selbst und die Westmauer – als entweder gefälscht oder islamischer Natur zu behandeln, sind von Palästinenserführern wie Yassir Arafat und seinem Nachfolger Mahmud Abbas, dem Leiter der palästinensischen Autonomiebehörde, bestärkt worden.

Kritiker der City of David Foundation sind gegen diese Aktivitäten, weil sie glauben, dass der Bereich Teil eines zukünftigen Palästinenserstaats sein soll. Sie sagen, dass die Entwicklung der Stätte und die Grabungen Teil eines Versuchs sind, die erneute Teilung Jerusalems zu verhindern, die es der palästinensischen Autonomie ermöglicht ihre Hauptstadt dorthin zu legen.

Viele Israelis glauben immer noch im Prinzip an die Idee einer Zweistaaten-Lösung, wenn auch nicht annähernd so viele wie in der Vergangenheit, denn es fehlt ein glaubwürdiger palästinensischer Friedenspartner. Aber die Anstrengungen die Arbeit in der Davidstadt zu delegitimieren zeigt zwei grundlegende Probleme des Konzepts auf, sobald es auf eine sensible Stelle angewendet wird. Wenn die jüdischen Rechte an einem Ort bestritten werden, an dem König David und seine Nachkommen ihr antikes Königreich regierten, dann können sie überall im Land bestritten werden. Und das zu tun, dem haben die Palästinenser sich verschrieben. Ihre Anstrengungen die Davidstadt oder auch die Westmauer als mit jüdischen Mythen verbunden zu behandeln, statt als den Beginn der jüdischen Zivilisation, ist untrennbar mit ihrer Weigerung verbunden die Legitimität eines jüdischen Staates anzuerkennen, egal, wo dessen Grenzen gezogen werden könnten.

Es kann auch nicht argumentiert werden, dass die Palästinenser bei einer Zweistaaten-Lösung das Vertrauen gegeben werden kann die heiligen Stätten als solche zu schützen.

Erst diese Woche tauchten Beweise auf, dass antike Gräber im Raum Jericho – Territorium, das von der palästinensischen Autonomie regiert wird – von lokalen Arabern geplündert werden. Das ist in den gesamten Gebieten ein gewöhnliches Vorkommnis; das uralte jüdische Erbe der Region wird von Leuten systematisch zerstört, die auf Profit aus sind oder deren Hauptziel darin besteht die in Hülle und Fülle vorhandenen Beweise für die uralten jüdischen Verbindungen zu diesem Land auszulöschen.

Tatsächlich gibt es kein besseres Beispiel für solchen Vandalismus als den Tempelberg selbst, wo die muslimische Waqf, die den Ort verwaltet, archäologische Beweise in massivem Ausmaß verwüstete. Wir kennen das Ausmaß des Schadens aufgrund der Arbeit der Freiwilligen, die den Schutt durchsieben und bei ihrer Arbeit vor Ort viele wichtige archäologische Funde entdeckt haben, die aufzeigen, dass die jüdischen Ursprünge des Berges böswillig als Müll weggeworfen wurden.

Die einzige Möglichkeit das Erbe der Davidstadt zu schützen, besteht darin sicherzustellen, dass sie und der Rest Jerusalems unter der ungeteilten israelischen Obrigkeit verbleiben, mit dem Recht der Juden ungehindert in ihrer uralten Hauptstadt zu leben. Jede andere Lösung ist kein Weg zum Frieden, sondern etwas, das die Geschichtsleugner der PA nur weiter dazu ermutigt ihren Krieg gegen die jüdische Geschichte weiterzuführen.