Die Muslime, die versuchten jüdische Geschichte zu vernichten, beweisen ungewollt die Existenz des ersten Tempels

Elder of Ziyon, 7. Januar 2022

Darstellung 1: Tonsiegel mit der Inschrift „…lyhw Sohn des mr“: a) Vorderseite; b) Ränder; c) Rückseite (fotografiert von Zachi Dvira; gezeichnet von Razia Richman)

Die Jerusalem Post berichtet:

Die Forschung zu mehreren Artefakten, die 2.600 Jahre weit zurückgehen und im Bereich des Tempelbergs oder seiner unmittelbaren Umgebung entdeckt wurden, haben Licht darauf geworfen, wo sich einst beide Tempel und die Schätze des Königreichs Juda befanden, haben zwei israelische Archäologen angedeutet.

Zachi Dvira und Dr. Gabriel Barkay analysierten dutzende Tonsiegel, die im Verlauf der Jahrzehnte durch das Sieben von Erde aus dem heiligen Bereich – in der archäologische Grabungen nicht erlaubt sind – sowie bei Grabungen am Ophel-Park vor der Südmauer der Altstadt gefunden wurden.

Tonsiegel wurden in der Antike verwendet um Dokumente oder Behälter zu signieren; damit stellte man sicher, dass sie ihre Empfänger verschlossen und unberührt erreichen. Die Siegel konnten Symbole oder Inschriften tragen.

„Forscher berücksichtigen normalerweise die Rückseite von Siegeln nicht, aber wenn man das macht, kann man viel lernen, besonders über die Art der Objekte, an denen sie angebracht waren“, sagt Dvira.

Bei der Analyse der Siegel  erkannten die Forscher, dass eine beträchtliche Anzahl der Artefakte Abdrücke gewebter Stoffe auf ihrer Rückseite trugen. Dies deutet wahrscheinlich an, dass sie verwendet wurden um mit wertvollen Metallen gefüllte kleine Säcke zu versiegeln.

Eine Menge Beweise, die für diese Forschungsarbeit gesammelt wurden, kamen vom Tempelberg-Siebungsprojekt, das Tonnen an Schutt durchgeht, die die Waqf in den 1990-ern bei ihren illegalen Aushebungen unter dem Tempelberg wegkippte.

Seit das Tempelberg-Siebungsprojekt den Schutt durchgeht, hat es zahlreiche Funde aus der Zeit des ersten Tempels gefunden, darunter besagte Siegel. Es gab an dieser Stelle eindeutig ein wichtiges Gebäude und andere, die es in der Eisenzeit umgaben. Die Beweise wären weit unvollständiger, gäbe es nicht die Muslime, die versuchten jüdische Geschichte zu vernichten.

Soweit ich weiß hat es vor dem Siebungsprojekt und ein paar anderen Projekten auf oder nahe des Bergs praktisch keine Funde aus der Zeit des ersten Tempels gegeben.

Stellen Sie sich vor, was hätte gefunden werden können, hätte Israel nicht zugelassen, dass die Waqf die unterirdische Marwani-Moschee baut.

Die heimliche Ausgrabung in Jerusalem

Ein britisher Aristokrat, der die Bundeslade suchte, startete die eigenartigste archäologische Grabung der Geschichte – und löste im Nahen Osten eine Krise aus.

Andrew Lawler, Smithsonian Mag, 25. Oktober 2021

Ein neues Buch des Journalisten Andrew Lawler zeichnet die Chronik einer unerlaubten Grabung in der Heiligen Stadt von 1909-1911 nach. Abgebildet hier: eine Replika der Bundeslade vor einer Jerusalem-Karte des 20. Jahrhunderts (Foto-Illustration: Meilan Solly – public domaine, Ben Schumin via Wikimedia Commons unter CC BY-SA 2.5)

In den Annalen der Archäologie gehört es zu den bizarrsten Grabungsteams. Angeführt von einem gutaussehenden britischen Aristokraten, gehörten zu ihren Mitgliedern ein Schweizer Hellseher, ein finnnischer Poet, ein englischer Cricket-Meister und ein beschnurrbarter Schwede, der einen Dampfer auf dem Kongo steuerte. Keiner hatte eine Ausbildung für das Fachgebiet.

Genauso ungewöhnlich war das Objekt ihrer Suche. Diese kunterbunte Ansammlung kam 1909 in Jerusalem an, als die heilige Stadt noch unter der Zuständigkeit des osmanischen Reichs stand und aus Istanbul regiert wurde. Sie suchten nichts Geringeres als die berühmte Bundeslade, zusammen mit von König Salomo vor 3.000 Jahren gesammelten Schätzen, die der Legende zufolge später versteckt wurden.

Lange bevor Jäger des verlorenen Schatzes Kassenhit war, begann diese Truppe merkwürdiger Entdecker eine geheime Grabung, die sich in einen internationalen Skandal aufblähte, der den Nahen Osten erschütterte und bis heute Folgen hat.

Alles begann, als ein undurchsichtiger skandinavischer Gelehrter behauptete, er habe einen geheimen Bibelcode enträtselt, der punktgenau die Stelle des vergrabenen heiligen Schatzes zeigt. Die überlebenden Notizen von Valter Juvelius sind eine Masse gekritzelter Zahlen, undurchsichtiger Sätze und Verweise auf die heilige Schrift, so dass unklar ist, welchen Geheimcode entschlüsselt zu haben er behauptete. Aber er war überzeugt, dass die heiligen Objekte in einem Tunnel in Jerusalem ruhten. Juvelius reiste auf der vergeblichen Suche nach einem Mäzen durch Europa, bis er sich eine Vorstellung bei Captain Montagu Brownlow Parker sicherte, dem 30-jährigen Bruder eines englischen Earls.

Parker, Veteran des Burenkriegs und nichtsnutziger Londoner Salonlöwe, war fasziniert. Er stimmte zu als Expeditionsleiter zu fungieren und richtete ein Konsortium ein, das 60.000 Anteile von je 1 Pfund für das Projekt verkaufen sollte. Sein Status, Charme und flottes Aussehen erwiesen sich für ein ganzes Spektrum an Investoren, vom Fleischverpacker J. Ogden Armour aus Chicago bis zur Duchess of Marlborough als unwiderstehlich. Sie berappten bis zum Gegenwert von heute $2,4 Millionen, um die Ausgaben zu decken.

Parkers überzeugendes Argument lautete, dass diese läppische Summe nicht nur das berühmteste heilige Artefakt der Welt wiederbeschaffen würde, sondern auch ein gewaltiges Vermögen. Er schätzte, die Lade würde zusammen mit den vielen Gold- und Silberplatten und Kesseln sowie anderen kostbaren, in dem Bibeltext erwähnten Objekten auf dem Markt $200 Millionen abwerfen – heute rund $5,7 Milliarden. Die Suche nach der Bundeslade war nicht einfach eine spirituelle; sie würde auch eine immens profitable sein.

Valter Juvelius (links) und ein nicht identifiziertes Mitglied von Parkers Mission (Foto: Public domain via Wikimedia Commons)

Es gibt eine Andeutung, dass Parkers Interesse an dem Schatz weder frommer noch habgieriger, sondern letztlich romantischer Natur war. Eine amerikanische Zeitung behauptete später, er habe zugestimmen das Proejkt zu leiten, um die Hand einer reichen Geschiedenen zu gewinnen. „Nun, bring die Bundeslade mit zurück und ich werden noch einmal mit dir sprechen“, soll sie gesagt haben.


Die Bundeslade wird im Buch Exodus (2. Mose) als rechteckige Holztruhe beschrieben, aus Akazienholz gefertigt, mit Blattgold überzogen und mit den Statuen zweier Cherubim auf ihrem goldenen Deckel. Die heilige Schrift gibt an, dass sie gebaut wurde, um die beiden Tafeln mit den Zehn Geboten zu enthalten, die die Israeliten bald nach dem Auszug aus Ägypten erhielten. „Dort will ich mit dir zusammenkommen und mit dir reden von dem Sühnedeckel herab, zwischen den beiden Cherubim, die auf der Lade des Zeugnisses sind, über alles, was ich dir für die Kinder Israels befehlen will“, sagte Gott zu Mose, als er detaillierte Anweisungen zur Gestaltung der tragbaren Truhe ab, die mit zwei hölzernen Stäben getragen werden konnte.

Solche Heiligtümer waren im antiken Nahen Osten alltäglich. Eine Holztruhe ähnlicher Größe wurde in König Tuts Grab gefunden, wähend man andere in Ägypten fand, die mit Statuen von Götzen bedeckt und als Sarkophag verwerdet wurden. Einge waren zeremonielle Boote, die von Priestern auf Stangen getragen wurden. Die Cherubim in der Bibel stammten wahrscheinlich aus babylonischer Tradition.

Benjamin West: Josua durchschreitet den Jordan mit der Bundeslade, 1800 (Foto: Public domain via Wikimedia Commons)

Was die Lade vom ihren nahöstlichen Cousins unterschied war der biblische Anspruch, dass sie als machtvolle spirituelle Waffe diente, imstande den Jordan zu teilen, die Mauern Jerichos zu Fall zu bringen und allgemein jeden Feind der Israeliten zu vernichten. Von König David hießt es, er habe sie nach Jerusalem gebracht; er tanzte verzückt vor dem heiligen Objekt, als es in die Stadt einzog. Schließlich bekam sie in der Stadt auf dem Tempelberg in Salomos Tempel ihren Standort, in dem Raum, der als das Allerheiligste bekannt wurde – das zentrale Heiligtum, zu dem nur der Hohepriester Zugang hatte und auch das nur einmal im Jahr. Ihre  Anwesenheit hatte der Bergstadt eine neue und mächtige religiöse Stärke gegeben, aber sie wird in der Bibel nie wieder erwähnt.

Im Jahr 586 v.Chr. griff die babylonische Armee Jerusalem an und „trug alles aus dem Tempel Gottes nach Babylon, Großes und Kleines und die Schätze des Tempels des Herrn und die Schätze des Königs und seiner Amtsträger“, berichtet das Buch Chroniken in der Bibel. Es ist unklar, ob die Bundeslade selbst zu diesen Dingen gehörte; die Invasoren waren auf jeden Fall die dritte in der Bibel erwähnte Armee, die das Heiligtum geplündert hatte. Ob sie nun weggenommen, versteckt oder zerstört wurde, das Schicksal der Lade hat zahllose Legenden, hunderte Bücher und einen Blockbuster-Film von Steven Spielberg hervorgebracht.

Zu den möglichen Stellen, an denen die verlorene Lade sich befinden könnte, gehören eine äthiopische Kirche, ein irisches Moor, ein Keller im Vatikan, ein ägyptischer Tempel, ein Berggipfel in Jordanien und eine Höhle am Toten Meer. Einige jüdische Traditionen beharren darauf, dass Priester die Lade und andere Schätze unter dem Tempelberg oder in der Nähe versteckten, wo sie angeblich sogar nach der Zerstörung des letzten jüdischen Heiligtums durch die Römer im Jahr 70 n.Chr. verblieben.


Neunzehn Jahrhunderte später erheben sich der goldene Felsendom und die weitläufige Al-Aqsa-Moschee über den Parks und Brunnen der drittheiligesten Stätte des Islam. Ausgrabungen auf dem, was Muslime das Edle Heiligtum nennen, waren vom Sultan in Istanbul streng verboten; er war der Wärter der heiligsten Orte des Islam. Juvelius hingegen glaubte, dass „seine Wiedergabe des hebräischen Textes anzeigte, dass die Bundeslade gefunden werden könnte, wenn man sich den Hügel über unterirdische Gänge hinaufarbeitete“, wie ein Mitglied der Expedition später schrieb.

Der Felsendom, fotografiert 1910 (Bild: Public domain via Wikimedia Commons)

Diese Gänge liegen unter einem felsigen Bergkamm, der sich südlich des Berges erstreckt; Archäologen hatten vor kurzem festgestellt, dass es sich bei dem Ort um die antike, von König David um 1.000 v.Chr. eroberte Stadt handelte. Außerhalb der Mauern der Altstadt gelegen, war dieser Ausläufer größtenteils Weideland und befand sich in sicherer Distanz zum Edlen Heiligtum. Es war nur eine Frage durch den Bergkamm zu kommen, um den Tunnel zu finden, der bergauf zu Salomos Schatz führte.

Parker reiste von London nach Istanbul und sicherte sich für 500 britische Pfund – heute rund $80.000 – eine Grabungsgenehmigung, zusammen mit einem geheimen Handel die Hälfte der Ausbeute mit osmanischen Beamten zu teilen. Im Sommer 1909 kam der Hauptteil des Teams in der Hafenstadt Jaffa in Palästina an, wenn auch die Ausschiffung vom Ausbruch der Beulenpest verzögert wurde. Einmal in Jerusalem angekommen, mietete die Gruppe eine luxuriöse Villa, die mit Perserteppichen und Wasserpfeifen mit langen Schläuchen ausgestattet war; ein Raum war für die wertvollen Funde reserviert, von denen sie sicher waren, dass sie sie bald einsammeln würden.

„Sie waren mit Sicherheit die merkwürdigsten Archäologen, die Jerusalem besuchten“, merkte Bertha Spafford Vester an, eine amerikanische Missionarin, die in der Stadt aufwuchs. „Wir hörten von fröhlichen Partys, die die Engländer gaben, einmal mit dem türkischen Pascha als Gast, und dass sie Orangen für Schießübungen benutzten.“

Vesters Vergnügen wandte sich in Wut, als sie erfuhr, dass das Team die Absicht hatte auf dem historischen Hang südlich des Edlen Heiligtums zu graben. Sie war entsetzt von „ihrem völligen Mangel an achäologischen Kenntnissen“. Das war keine Übertreibung; eines der Expeditionsmitglieder beharrte darauf, dass die Lade auf dem Berg Ararat zu finden sein müsse, wobei er offenbar Noahs Arche mit dem Lade Köng Davids durch einander brachte.[*] Unter dem Druck lokaler Ausländer stimmte Parker zu einem französischen Mönch Zugang zu gewähren, der auch Archäologe war, um ihre Funde aufzuzeichnen – obwohl das Objekt ihrer Suche strikt vertraulich gehalten wurde.

Montagu Brownlow Parker (Foto: Public domain via Wikimedia Commons)

Die Grabung selbst war nur schwer geheim zu halten, weil sie die bis dahin größte in der Geschichte Jerusalems war. Fast 200 Arbeiter buddelten in eineinhalb Meter Tiefe Gänge unter dem Bergkamm; die Luft dafür wurde von mechanischen Pumpen geliefert. „Wir lebten fast die gesamte Zeit, in der es Tageslicht gab, im Untergrund“, berichtete der französische Mönch später. „Die Arbeit ging nach Einbruch der Dunkelheit ohne Unterbrechung weiter, bei Fackellicht und zum Klang von Liedern, die die Arbeiter sangen.“ Sie trafen auf zahrleiche antike Gänge – „dunkle, geheimnisvolle Tunnel, die sich endlos ins Innere des Felsens erstreckten“. Aber der Mönch sagte, dass die einzigen Artefakte, die sie fanden, „einige alte jüdische flache Lampen aus Ton waren, einige rote Keramikscherben und ein paar metallene Schleuderkugeln“.

Es gab keine Spur von Gold oder Silber, geschweige denn der Bundeslade. Bald wurde das Wetter bitter kalt und feucht; irgendwann streikten die Arbeiter. In diesem Herbst packten Parker und sein Team alles ein und reisten bis zum nächsten Sommer ab. Als sie zurückkehrten, kam der Chefingenieur des revolutionären Londoner U-Bahn-Systems mit, das als „The Tube“ bekannt war. Inzwischen war Juvelius an Malaria erkrankt und hatte bezüglich der Suche keine Illusionen mehr. Er segelte nach Hause, als osmansiche Beamte, die die Grabung überwachten, wegen der Verzögerungen ungeduldig wurden. Das reduzierte Team arbeite ohne mehr Glück zu haben den nächsten Winter durch.

Im Frühjahr 1911, nur wenige Monate vor dem Auslaufen der Genehmigung, schmiedete Parker einen vermessenen und gefährlichen Plan. Er bestach den muslimischen Scheik, der die Verantwortung für das Edle Heiligtum hatte und ließ ihn die Wachen zu einem islamischen Fest schicken, das vor der Stadt stattfand. Zum ersten Mal seit den Kreuzzügen war der verehrte Ort fremden Eindringlingen gegenüber schutzlos. Neun aufeinander folgende Nächte schaufelten Parker und senie Männer an verschiedenen Stellen auf dem Plateau herum, aber vergeblich.

Von Parker und seinem Grabungsteam geborgeneTonwaren. (Foto: Public domain via Wikimedia Commons)

Schließlich, weil die Zeit ablief, bevor das Fest endete, traf Parker eine noch überstürztere Entscheidung. In der zehnten Nacht betraten er und ein kleines Team die flache Höhle unter dem Felsendom – Westlern als Omar-Moschee bekannt – ganz nahe an genau der Stelle, wo Mohammed in den Himmel aufgefahren sein soll. Der Aristokrat war überzeugt, dass dies der offenkundige Ruheplatz der Bundeslade sei, weil das Gerücht umging, dies sei die Stelle von Salomos lange verloren gegangenem Allerheiligsten. Es war auch eine Stelle, die an Heiligkeit für die Muslime nur von Mekka und Medina übertroffen wird.

Die Einzelheiten der Geschehnisse der Nacht vom 12. April 1911 sind veschwommen. Entweder stolperte ein schlafloser Einwohner über die Arbeiter, als diese an dem Felsen herumhackten, oder ein Wörter, der nicht eingeweiht war, hörte die Geräusche und schlug Alarm. Unbestritten ist, dass die muslimischen Einwohner Jerusalems schnell die Straßen füllten, erbost von der Nachricht, dass ihre heilige Stätte von Christen angegriffen wurde. Aus Angst um ihr Lebne flohen Parker und seine Freunde, sprangen schnell in den Zug nach Jaffa. Cool tranken sie Tee in der Hafenstadt, bevor sie osmanischen Einreisebeamten anboten auf ihrer Yacht ein Fest ausrichteten. Parker und seine Kollegen rudderten zu dem Boot, um es für ihre Gäste vorzubereiten – und fuhren dann unverzüglich damit fort.

Weltweit kursierten Gerüchte, die Fremden hätten sich mit dem Stab des Moses, den Gesetzestafeln und einer beliebigen Anzahl möglicher weiterer Reliquien davongemacht. „Mit dem Schatz, der Salomo gehörte, verschwunden“, lautete die Schlagzeile in der New York Times vom 4. Mai über dem Untertitel: „Englische Gruppe veschwindet auf Yacht nachdem sie unter der Omar-Moschee grub.“ Drei Tage später veröffentlichte dieselbe Zeitung einen langen Artikel mit dem Titel „Haben Engländer die Bundeslade gefunden?“ Die Times berichtete: „Man glaubt, dass die Entdecker Salomos Krone, sein Schwert und seinen Ring sowie ein antikes Manuskript der Bibel fanden.“

Derweil gingen rund 2.000 Demonstranten auf die Straßen der Stadt und forderten Gerechtigkeit. „Es gab einen schrecklichen Aufruhr und es waren zwei Battalionne in Jerusalem stationierter türkischer Infanterie nötig, um diesen niederzuschlagen“, schrieb ein Expeditionsmitglied. Der Scheik des Edlen Heiligtums und der Statthatler der Stadt wurden verhaftet, aber das trug wenig dazu bei die öffentliche Wut zu däampfen. „Muslime in Rage“ bei einer „aktuellen Sensation aus Jerusalem“ lautete eine Schlagzeile des Evening Star aus Washington.

Nachrichtenberichte in der europäischen Presse behaupteten sogar, Parkers Debakel könne zum Sturz der Regierung in Istanbul führen. Am 8. Mai trat das osmanische Parlament zu einer Sondersitzung zusammen. Arabische Abgeordnete legten Beweise vor, dass der Pascha von Jerusalem und der örtliche Militärbefehlshaber von Parker bestochen worden waren. „Die Regierung vertuscht alles“, schloss ein aufgebrachter Vertreter aus der Schwarzmeer-Region. Ein Minister der Regierung erntete Gejohle, als er insistierte, ihr Anteil an Parkers Schatz hätte ausgereicht, um die gesamten Staatsschulden zu begleichen. Am Ende wurden alle ranghohen Beamten von Fehlverhalten freigesprochen, wenn auch der Statthalter Jerusalems seinen Job verlor.

Eine amerikanische Zeitung warnte, die Schatzsuche christlicher Abenteurer „könnte einen heiligen Krieg in der Region provoziert haben“. Das war nicht übertrieben: Die Ereignisse in der Heiligen Stadt wurden von islamischen Führern in der ganzen Welt verurteilt, auch aus dem britischen Indien. Eine Kommissino indischer Muslime ermittelte in dem Vorfall und kam schließlich zu dem Schluss, dass nichts geraubt worden war. Die Beamten in London atmeten erleichtert auf.


Parker kehrte nach nach Großbritannien zurück ohne die Folgen seines Tuns begriffen zu haben. Auch das britische Außenministerium scheint den skrupellosen Aristokraten nicht an die Kandare genommen zu haben. Erstaunlicherweise reiste er im September desselben Jahres zu einem erneuten Versuch den angeblichen Schatz zu finden los. Auf den Rat osmanischer Freunde hin nicht wieder vor Jaffa zu ankern, fuhr er kühn nach Istanbul. Es war aber Krieg zwischen dem Reich und Italien ausgebrochen und kein Schmiergeld der Welt konnte ihm eine neue Genehmigung verschaffen; der Krieg hatte Vorrang vor dem Graben nach Gold. Parker kehrte nie nach Jerusalem zurück und der Vorfall von 1911, wenn man sich überhaupt an ihn erinnert, wurde im Westen als unbedeutende komische Oper abgetan.

Expeditionsführer Montagu Brownlow Parker (Foto: Public domain via Wikimedia Commons)

Diese unmögliche Expedition tat aber mehr als andere zu dazu anzuregen nach der Bundeslade zu suchen. Sie pflanzte in aller Stille bei den palästinensischen Muslimen intenisves Misstrauen gegenüber Archäologie, während das die Grundlage für den palästinensischen Nationalismus legte. Nach Angaben des Historikers Louis Fishman vom Brooklyn College demonstrierte der Vorfall den lokalen Arabern, dass den Osmanen nicht vertraut werden konnte das Elde Heiligtum zu schützen; die Palästinenser mussten seine Heiligkeit schon selbst sichern. Der Felsendom und das heilige Plateau kamen bald als zentrales Symbol zunehmenden palästinensischen Nationalismus auf. Das brachte Jerusalems Muslime auf direkten Kollisionskurs mit der steigenden Welle jüdischer Immigranten, die sich an der nahegelegenen Klagemauer zum Gebet drängten.

Die Briten besetzten dann Jerusalem und verwalteten nach dem Ersten Weltkrieg Palästina, während Parker in der britischen Armee in Frankreich diente und dann aus dem Rampenlicht trat. Beim Tod seines Bruders wurde er 1951 der Fünfte Earl of Morley und residierte in einer eleganten georgianischen Villa bei Plymouth. Soweit bekannt, sprach oder schrieb er nie wieder über sein Missgeschick in Jerusalem. Überflüssig zu erwähnen: Er gewann nie die Hand der Dame der feinen Gesellschaft und starb 1962 als Junggeselle.

Adaptiert aus: Under Jerusalem: The Buried History of the World’s Most Contested City von Andrew Lawler, das von Doubleday am 2. November 2021 veröffentlicht wurde.


[*] das englische Wort für Bundeslade ist „Ark of the Covenant“; Noahs Arche ist „Noah’s Ark“.

Medien löschen jüdische Verbindung zu neu entdecktem Weingut in Israel

Gideon Ben-Zvi, HonestReporting, 12. Oktober 2021

Israelische Medien berichteten diese Woche von der Entdeckung eines riesigen, 1.500 Jahre alten Weinpresse-Komplexes in Yavne, der rund 2 Millionen Liter Wein im Jahr herstellen konnte. Die größte Winzerei aus der byzantinischen Ära wurde von Archäologen der Israelischen Antikenbehörde ausgegraben.

Die tiefe jüdische Verbindung zum antiken Yavne spielte eine große Rolle in der lokalen Berichterstattung der Geschichte:

In der Mischna [der jüdischen mündlichen Tradition] heißt es, dass die jüdische Führung nach der Zerstörung Jerusalems [im Jahr 70 n.Chr.] nach Yavne zog und dass die Weisen von Yavne ein einem Weinberg lebten und die Thora studierten. Die Ausgrabungen zeigten eine Fortsetzung der Existenz der Weinindustrie an dieser Stelle über viele Jahrhunderte, sagten die Archäologen.

Tatsächlich verlegte Rabban Yochanan ben Zakkai den Sanhedrin, das oberste Gericht und das gesetzgebende Gremium für alle mit der Halacha  für alles, was mit der Halacha (dem jüdischen Recht) zu tun hat, nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer nach Yavne.

Aber während israelische Nachrichtenorganisationen diesen notwendigen Kontext brachten, verwässerten ihn die prominenten Agenturen Associated Press (AP), Agence France-Presse (AFP) und Reuters zusammen mit der BBC und der Times (GB) oder löschten die Verbindung zwischen dem Ort dieser historischen Entdeckung und der Verbindung des jüdischen Volks zu Israel komplett.

Keine Juden hier: APs und Reuters‘ krasse Auslassung

Der Text von Associated Press, geschrieben von Tsafrir Abayow, enthält die Worte „Jude“, „jüdische“ oder „Judentum“ nicht. Und die Begriffe „Israel“ und „israelisch“ werden einzig in Bezug auf das moderne Land erwähnt, in dem die Winzerei ausgegraben wurde. Der Bericht von Reuters, geschrieben von Ari Rabinovitch (überarbeitet von Jeffrey Heller und Ed Osmond) folgt im Grunde derselben redaktionellen Linie, auch wenn die Schlagzeile des Artikels das Heilige Land erwähnt.

AFPs uralte „jüdische Siedlung“

Der Text der AFP geht einen Schritt weiter; er nutzt den zeitgenössischen, politisch aufgeladenen Begriff „Siedlung“, um eine antike jüdische Gemeinde zu beschreiben: „Die Anlage in Yavne, südlich von Tel Aviv, war in biblischen Zeiten eine jüdische Siedlung und eine Schlüsselstadt nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr.“

Die Berichterstattung von AFP wirft die Frage auf: Schüssel für wen?

BBC täuscht 400 Millionen Menschen, die Times (GB) erwähnt den Islam, nicht das Judentum

Dann gibt es die BBC. Der jede Woche von mehr als 400 Millionen Menschen gesehene Sender bietet eine interessante Geografiestunde: „Das Endprodukt war als Gaza- und Aschkelon-Wein bekannt, nach den Häfen, über die er nach Europa, Nordafrika und Kleinasien exportiert wurde.“ Aber Yavne, das als bedeutendster Ort in der nachbiblischen jüdischen Geschichte nach Jerusalem gilt, ist nur ein Anhängsel.

Der Text der BBC verweist nur einmal auf Yavne, als „südlich von Tel Aviv“ gelegen.

Die Times (GB) schafft es die BBC zu übertreffen: Der von Anshel Pfeffer eingereichte Bericht vermerkt die islamische Verbindung zu der Gegend, nicht aber die jüdische: „… Im byzantinischen Osten kam ein großer Teil des Weins aus diesem Küstenstreifen, bevor die Produktion im siebten Jahrhundert mit der muslimischen Eroberung aufhörte.“

Die Washington Post kriegt es hin

Einer der 1.300 Kunden der AP ist die Washington Post (WaPo), die eine eigene Autorin damit beauftragte die Geschichte zu berichten.

In einem Artikel mit dem Titel In Israel wurde ein 1.500 Jahre alter Weinbetrieb gefunden. Experten sagen, es handelt sich um die größte bekannte Winzerei aus dieser Zeit vermeidet die Autorin Jaclyn Peiser die oben erwähnten Tricks: „Yavne ist dafür bekannt vor 2.000 Jahren ein Zufluchtsort für jüdische Führer gewesen zu sein, als die Römer Jerusalem zerstörten. Sie bildeten einen neuen Ort für Studien – nach Angaben der Archäologen in einem Weinberg.“

Hut ab vor der Washington Post, dass sie in diesem Fall die Ausnahme ist.

Das Auslassen jeglicher Hinweise auf die Verbindung des jüdischen Volks zu Yavne entspricht in der Tat der offensichtlich übergeordneten Politik vieler Nachrichten-Organe „unbequeme“ Fakten – historisch oder modern – einfach zu ignorieren, die die uralten Verbindungen des jüdischen Volks zu Israel bestätigen.

Der palästinensische Angriff auf jüdische Geschichte und jüdisches Erbe

Michael Freund, Jerusalem Post, 23. September 2021

Wenn irgendjemand immer noch Zweifel bezüglich der Entschlossenheit der PA hat alle Spüren von Israels uraltem jüdischem Erbe auszulöschen, dann sollte ein wichtiger neuer Bericht alle derartigen Ungewissheiten beseitigen.

Das 65 Seiten starke Dokument mit dem Titel „National Heritage Survey“, veröffentlicht von den Organisationen Shilo Forum und dem Schomrim al HaNetzach („Das Ewige bewahren“), untersuchte eine Auswahl von 365 der wichtigsten nationalen und kulturellen jüdischen archäologischen und historischen Stätten in Judäa und Samaria.

Die Befunde sind nichts weniger als schockierend; sie machen wütend und erfordern sofortige Aufmerksamkeit seitens der Regierung Israels.

Einfach gesagt, werden hunderte in Ehren gehaltene jüdische Stätten im Land Israel, die 2.000 Jahre Besetzung durch Römer, Byzantiner, Araber, Kreuzritter, Mamelukken und Osmanen überlebten, direkt unter unseren Nasen von den Palästinensern systematisch zerstört.

Der Bericht, der nicht die breite Aufmerksamkeit erhalten hat, die er in der israelischen und internationalen Presse verdient, stellte fest, dass 289 Stätten, das sind satte 80% der begutachteten, beschädigt oder zerstört worden sind.

Dazu gehören Stätten, die in biblische Zeiten zurückreichen ebenso wie solche aus der Zeit des zweiten Tempels, der herodianischen und hasmonäischen Periode.

Beachten Sie die folgenden Beispiele:

Außerhalb von Jericho, in einem Gebiet unter israelischer Kontrolle, liegt das zweitgrößte jüdische Gräberfeld in ganz Israel. Es geht bis in die Zeit des zweiten Tempels zurück und breitet sich über einen riesigen Bereich neben einem Hasmonäer-Palast aus, enthält einen gewaltigen Komplex an Grabhöhlen, die zwei Jahrhunderte lang genutzt und wo geschätzte 100.000 Juden beerdigt wurden.

Jahre lang haben Räuber und andere Gangster die Gräberstätte beschädigt und zerstört, die Gräber unserer Vorfahren geschändet und ihre Knochen überall verstreut.

Und ja, wie die Nachrichten auf Kanal 12 am 9. September berichteten, geht der Vandalismus an der Stätte weiter, wobei die israelischen Behörden wenig bis nichts unternehmen es zu stoppen.

Eine weitere wichtige Stätte, die von den Palästinensern angegriffen wird, ist Tel Aroma in Samaria, wo ein spektakulärer Hasmonäer-Palast stand, einer von acht, die von der Dynastie errichtet wurden, um Israels östliche Grenze zu verteidigen.

Unter Ausnutzung des Coronavirus-Lockdowns im vergangenen Jahr übernahm die palästinensische Autonomiebehörde die Kontrolle über Tel Aroma und brachte schweres Baugerät dorthin, um eine Straße über Teile der Ruinen anzulegen, womit sie unermesslichen Schaden anrichtete. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen hatten sie dann die Frechheit eine formelle Feier zu veranstalten und den Palast, der von den Nachkommen der Makkabäer gebaut wurde, zu einer „Stätte palästinensischen Erbes“ zu erklären.

Tatsächlich scheint es so, dass die führende Hand hinter einem Großteil der mutwilligen Zerstörung  jüdischer historischer und religiöser Stätten niemand anderes als das Regime von Mahmud Abbas in Ramallah steckt.

„Nicht nur bewahrt und schützt die palästinensische Autonomiebehörde Erbestätten nicht, sondern sie ist verantwortlich für rund 90% der Anschläge auf sie“, heißt es in dem Bericht.

Das ist nicht weniger als eine abgestimmte Kampagne der PA, unseres angeblichen „Friedenspartners“, um konkrete Beweise der jüdischen Verbindung zum Land Israel systematisch zu zerstören.

Es handelt sich um einen Angriff auf die Geschichte und die Wahrheit; und der muss gestoppt werden.

Das in dem Bericht beschriebene Phänomen ist nur die Spitze des Eisbergs. Immerhin untersuchte die Umfrage eine repräsentative Probe von nur 365 von mehr als 10.000 jüdischen historischen und archäologischen Stätten, die bisher in ganz Judäa und Samaria gefunden worden sind; sie reichen von antiken Synagogen über jüdische Friedhöfe bis zu von den Königen Israels gebauten Palästen.

Wer weiß, welche weiteren Schätze geraubt, geplündert und durchwühlt worden sind?

Leider haben israelische Regierungen darin versagt der Beendigung der palästinensischen Kampagne Zeit zu widmen, Ressourcen auszugeben oder gar eine diplomatische Offensive zu führen.

Und so werden die historischen Stätten, die als konkrete Zeugen unserer uralten Bande  zu diesem Land dienen, gar nicht langsam, aber sehr sicher methodisch und akribisch ausgelöscht.

Schon viel zu lange hat Israel den Palästinensern ein Gefühl der Straffreiheit eingeimpft, wenn es um die Verwüstung oder Schändung jüdischer historischer und heiliger Stätten geht und das muss sich ändern.

Seit der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen 1993 und der Einrichtung der palästinensischen  Autonomiebehörde haben die Palästinenser unser Erbe massenhaft misshandelt; das geht vom Graben auf dem Tempelberg in Jerusalem bis zum Attackieren und Verbrennen des Josefgrabs in Schechem (Nablus).

Allen sollte klar sein, dass die Palästinenser unter keinerlei denkbaren Umständen mit der Wahrung oder Verwaltung jüdischer historischer Stätten betraut werden können.

Der Staat Israel muss die Verantwortung für das nationale und historische Erbe des jüdischen Volks in Judäa und Samaria annehmen und geltend machen.

Es gibt eine Grenze dessen, was eine Nation erwartbar tolerieren kann, wenn ihre Geschichte wiederholt angegriffen wird. Und unsere Geduld hätte diese Grenze vor langer Zeit überschritten haben sollen.

Ein solcher Schritt würde den Palästinensern eine deutliche und unmissverständliche Botschaft senden, dass sie für ihr Handeln einen Preis zu zahlen haben. Und wir schulden es uns selbst und zukünftigen Generationen die Altertümer unserer ruhmreichen Vergangenheit zu bewahren und zu schützen.

Mit jeden Tag, der vergeht, geht die Misshandlung des Erbes Israels und von allem, was uns lieb und wert ist, durch die Palästinenser weiter. Das kann darf nicht weiter toleriert werden.

Muslimische Archäologen verwirrt von Überresten eines mysteriösen antiken Tempels unter der Al-Aqsa-Moschee

The MidEast Beast, 7. August 2021

Jerusalem – Unter dem Tempelberg arbeitende Archäologen haben eine Entdeckung gemeldet, die möglicherweise schneller die Geschichte umschreiben könnte als ein Schulbuch in Texas. Das Team muslimischer Archäologen begann die Arbeit um den Haram esch-Scharif (Tempelberg) vor einige Monaten und es scheint so, als hätten sie einen absolut einmaligen Fund gemacht.

„Es scheint so, dass das Edle Heiligtum über einem viel älteren Bauwerk errichtet wurde“, verkündete Teamleiter Dr. Yousef Muhamad. „Wir waren aber nicht in der Lage die Ursprünge der Ruinen festzustellen. Wir haben überall nach Antworten zu den antiken Erbauern gesucht. Haben Leute in der Moschee gefragt, die den Koran durchsahen und sahen im History Channel nach antiken Aliens.
Auf Grundlage dieser Recherchen lautet derzeit unsere beste Vermutung derzeit, dass der antike Tempel eine Moschee war, die von einer Art proto-muslimischer Gruppe gebaut wurde … oder von Außerirdischen, die die Erde vor mehreren Millionen Jahre gebaut wurde“, sagte Dr. Muhamad. „Wir sind zu diesem Schluss gekommen, nachdem wir die Tatsache einbezogen haben, dass zwischen der Zeit der Kanaaniter und der muslimischen Eroberung der Region niemand dort gelebt hatte.“

Das Team plant seine Expedition in der Hoffnung fortzusetzen, die Geheimnisse dessen zu entschlüsseln, was sie einfach „Die Verlorene Moschee, die Allah aus irgendeinem Grund unter der Al-Aqsa versteckt hat“ genannt haben. Dr. Muhamad informierte The MidEast Beast, den antiken Tempel zu verstehen sei von höchster Bedeutung, denn: „Das wird mit Sicherheit Einblick in den Aufstieg des Islam in der Region liefern und könnte uns sogar erlauben die Wurzeln des Islam selbst zu verstehen. Wir wollen wissen, wer den Tempel baute. Was geschah mit ihm? Und warum sind diese Leute nicht mehr da? Zweifelsohne wird, was immer wir finden, sicherlich die Sache eines historischen muslimischen Monopols in der Region stärken.“

Israelische archäologische Schätze sind im Einklang mit der hebräischen Bibel

Rachel O’Donoghue, HonestReporting, 27. Juli 2021

Nichts hilft uns besser das Leben von Menschen zu verstehen, die in Israel gelebt haben, als die archäologischen Artefakte, die dort ausgegraben werden. Das Studium der Archäologie hat große Bedeutung, weil es hilft uns alle darüber zu informieren, woher wir kommen. Das Feld erhält weitere Bedeutung im Kontext umstrittenen Landes – die im Heiligen Land offengelegten Artefakte und Funde stellen entscheidende Beweise für den Lebensstil von Juden dar, die vor vielen Jahrhunderten hier lebten.

In diesem geheiligten Land sind Zivilisationen aufgestiegen und gefallen und ihre Geschichte ist in den Relikten erhalten geblieben, die sie hinterließen. Einige Schätze jedoch, die unter der Erde Israels gefunden wurden, sind möglicherweise bedeutender als andere. Insbesondere diejenigen, die die Geschichtlichkeit der hebräischen Bibel bekräftigen.

Hier sind einige der wichtigsten archäologischen Funde in Israel.

Der Siegesstein über Haus von David – 1993

Diese auch als Stele vom Tel Dan bekannte Steinplatte wurde 1993 im Norden Israels gefunden und liefert den Beweis für Israels berühmtesten Herrscher. Die in sie gemeißelte aramäische Inschrift liefert den ersten Beleg der Dynastie von König David außerhalb biblischer Quellen.

Sie ist auf das achte oder neunte Jahrhundert v.Chr. datiert worden und scheint den Sieg König Hazaels von Aram-Damaskus in Syrien über König Joram und König Ahasja aus dem Haus David wiederzugeben. Dieser Bericht unterscheidet sich von dem des Buchs der Könige, wo steht, dass Jehu Joram und Ahasja tötete, bevor er den israelischen Thron übernahm. Die bruchstückhafte Inschrift lautet:

Und schnitt […] mein Vater ging hinaus [gegen ihn, als] er in […] kämpfte […] Und mein Vater legte sich nieder, er ging zu seinen [Vorfahren]. Und der König Israels betrat zuvor das Land meines Vaters. [Und] Hadad machte mich zum König. Und Hadad ging vor mir [und] ich verließ die sieben […] meines Königreichs und ich erschlug [sieb]zig Könige, die tausende Streitwagen und tausend Reiter [auch: Pferde] rüsteten. [Ich tötete Jo]ram, den Sohn von König [Ahab] von Israel und [ich] tötete [Ahasja], Son von [Joram Kö]nig ds Hauses David. Und ich macht [ihre Städte zu Ruinen und verwandelte] ihr Land in [Verwüstung …] andere [… und Jehu herr]schte über Is[rael] … und ich] belagerte es …

Die Stele vom Tel Dan liefert unanfechtbaren Beleg für die Herrschaft Davids und ist damit vielleicht das wichtigste Relikt biblischer Bedeutung, das jemals im jüdischen Staat gefunden wurde.

Das „Haus Davids“, eingraviert in einen Siegesstein (Foto: Israelische Antikenbehörde)

König Salomons Mauer – 2010

Eine dreimonatige Ausgrabung in Israels Hauptstadt Jerusalem vor gerade einmal einem Jahrzehnt brachte einen Teil einer Mauer ans Licht, von der vermutet wird, dass sie aus dem 10. Jahrhundert v.Chr. stammt. Die einflussreiche Archäologin Dr. Eilat Mazar von der Hebräischen Universität in Jerusalem leitete die Grabung an einer Stellenahe des Tempelbergs, die als Ophel bekannt ist. Die Mauer – eindrucksvolle 70 Meter lang und sechs Meter hoch – scheint den Bericht aus dem Buch der Könige zu bestätigen, dass König Salomon in Jerusalem eine gewaltige Verteidigungsbarriere baute (1. Könige 3,1).

„Wir haben nicht viele Könige im zehnten Jahrhundert, die solch ein Bauwerk errichtet haben könnten, praktisch nur David und Salomo“, sagte Dr. Mozar 2010. „Dies ist das erste Mal, dass ein aus dieser Zeit gefundenes Bauwerk mit den schriftlichen Beschreibungen von Salomons Bautätigkeit in Jerusalem übereinstimmt.“ Andere an der Stelle gefundene Relikte schienen ihre Aussage zu bestätigen. Dazu gehörten Frauenfiguren, die Fruchtbarkeit symbolisieren, sowie Griffe von Krügen, auf die die Botschaft „für den König“ eingeritzt sind und Siegel, die hebräische Namen tragen.

Hiskias Tunnel – 1867

Charles Warren entdeckte Hiskias Tunnel 1867, nachdem er geschickt wurde, um Ausgrabungen nahe des Tempelbergs durchzuführen. Der Tunnel, der um das achte Jahrhundert v.Chr. gebaut wurde, bildete einen Teil eines Systems, das Wasser aus der Gihon-Quelle nach innerhalb der Stadtmauern brachte. Seine Entdeckung bestätigt auch den biblischen Bericht, dass Hiskia die Stadt auf eine Belagerung durch die Assyrer vorbereitete, nachdem der König von Juda den assyrischen König Sanherib beleidigt hatte. Eine im Tunnel gefundene Inschrift bestätigt, dass dieses Meisterstück der Ingenieurskunst durch zwei Teams möglich gemacht wurde, die Hacken verwendeten, um sich aus entgegengesetzter Richtung durch Felsen und Schotter zu arbeiten, bis sie sich schließlich in der Mitte trafen.

Amulette von Ketef Hinnom – 1979

Ausgrabungsarbeiten an einem Grab in Ketef Hinnom südwestlich von Jerusalems Altstadt, das ins siebte Jahrhundert v.Chr. datiert wird, legten etwas Bemerkenswertes offen: Zwei winzige Silberrollen, die ursprünglich als Amulette getragen wurden. Es dauerte drei Jahre, bis die Rollen sorgfältig entrollt wurden und während der größte Teil des Textes darin wegen des starken Zerfalls nicht zu entziffern war, erkannten Experten schnell ihre Bedeutung.

Sie sind der früheste aufgeschriebene Abschnitt der hebräischen Bibel, gehen selbst den berühmten Schriftrollen vom Toten Meer um etwa 400 Jahre voraus. Teil der Inschrift ist eine Version von 4. Mose 6,24-26: „Der Herr segne dich und behüte dich! Der Herr sei dir freundlich gesinnt und sei dir gnädig! Der Herr sei dir wohlgesonnen und gebe dir Frieden!“

Die Amulette von Ketef Hinnom sind der älteste bekannte Text aus der hebräischen Bibel (Foto: Israelische Antikenbehörde)

Jerusalems Stadtmauer – 2021

Erst diesen Monat [Juli 2021 – heplev] haben Archäologen, die am Nationalpark Davidstadt arbeiten, eine aufregende Ankündigung gemacht, die die biblische Beschreibung des von König Nebukadnezar 586 v.Chr. geführten babylonischen Einmarschs in Jerusalem und dem folgenden Exil des jüdischen Volks bestätigen. Die Entdeckung einer antiken Mauer, die fünf Meter breit ist, bestätigt Berichte der Bibel, dass Jerusalem mit einem gewaltigen Bauwerk befestigt war.

Die Ausgrabungen koordinierte Dr. Filip Vukosavovic vom Ancient Jerusalem Research Center an der Seite von Dr. Joe Uziel und Ortal Chalaf für die israelische Antikenbehörde. „Als wir den ersten Teil der Mauer aufdeckten, ein Bereich von etwa einem Meter mal einem Meter, begriff ich sofort, was wir gefunden hatten“, sagte Dr. Vukosavovic. „Ich weinte beinahe.“

Prachtvolles Gebäude aus der Zeit des zweiten Tempels verstimmt Israelkritiker

Elder of Ziyon, 8. Juli 2021

Die Israelische Antiquitätenbehörde (IAA) stellte ein riesiges, eindrucksvolles Gebäude vor, das ein Ort für wichtige Jerusalem-Pilger gewesen zu sein scheint, die dort vor 2.000 Jahren dinierten und sich mit Vertretern der Stadt trafen.

„Das ist ohne Zweifel eines der prachtvollsten öffentlichen Gebäude aus der Zeit des zweiten Tempels, die man jemals außerhalb der Mauern des Tempelbergs in Jerusalem freilegte“, sagte Grabungsleiterin Dr. Schlomit Weksler-Bdolach ein einer Presseerklärung der IAA am Donnerstag.

Das circa 20 n.Chr. gebaute Bauwerk aus der Römerzeit stand abseits einer zum Tempelberg führenden Hauptstraße und wurde als Triclinium oder Speiseraum für bedeutende Mitglieder der Gesellschaft auf ihrem Weg zum Gottesdienst im Tempel genutzt, heißt es in der IAA-Veröffentlichung. Ursprünglich mit einem kunstvollen Brunnen und dekorativen korinthischen Kapitellen gebaut, wurde das eindrucksvolle Gebäude in seinen 50 Jahren Gebrauch vor der Zerstörung des zweiten Tempels im Jahr 70 einer Reihe struktureller Veränderungen unterzogen, sagte Weksler-Bdolach der Times of Israel.

Das massive Bauwerk wird bald als Teil der Westmauer-Tempeltour für die Öffentlichkeit geöffnet werden, die umgestaltet wurde, um unterschiedliche Wege und Erfahrungen zu schaffen, die auf mehreren neuen Routen durch tausende Jahre Geschichte führen, heute über die moderne Verwendung von Teilen der Tunnel als Gebets- und Veranstaltungssäle.

Was Archäologen wissen: Während der 50 Jahre Nutzung, sagte Weksler-Bdolahc, war das große öffentliche Gebäude in drei verschiedene Bereiche geteilt, der Brunnen wurde außer Betrieb genommen und was ein rituelles Bad oder Mikwe zu sein scheint, wurde kurz vor der Zerstörung Jerusalems hinzugefügt.

Trotz des deutlichen römischen Einflusses in die Architektur des Bauwerks war Jerusalem damals immer noch eine kulturell jüdische Stadt, sagte Weksler-Bdolach. Die Verzierungen, die in den Zwischenräumen entdeckt wurden – eine gemeißelte Mauerbrüstung mit Wandpfeilern (flache, tragende Säulen) – hatten keine behauenen Bilder, die von der Thora verboten sind.

Sie sagte, der Saal sei wahrscheinlich von Vertretern der Stadt neben dem Tempel genutzt, um ihre Gäste zu beeindrucken.

„Besucher des Ortes können sich jetzt die Opulenz des Ortes vorstellen: die beiden Seitenräume dienten als kunstreiche Empfangsräume und zwischen ihnen befand sich ein prachtvoller Brunnen mit Wasser, das sich aus Bleirohren ergoss, die in der Mitte der korinthischen Kapitelle eingearbeitet waren, die aus der Wand herausragten“, sagte Weksler-Bdolach in der Presseerklärung.

Die Fotos sind eindrucksvoll.

Und das dort befindliche rituelle Bad beweist, dass dies ein jüdisches Gebäude war.

Aber einer ist überhaupt nicht beeindruckt.

Daniel Seidemann, ein Israelkritiker, der sich auf Jerusalemer Geschichte spezialisiert hat, tut das mit einem Zitat des ehemaligen stellvertretenden Jerusalemer Bürgermeisters Meron Benvenisti ab, der den jüdischen Staat durch einen binationalen Staat ersetzen wollte:

„Ungeplant und mit Kosten an Menschenleben und vielen Millionen Schekeln, wurde ein gewaltiges Netzwerk an Tunneln geschaffen, die einen Besuch des unterirdischen Jerusalem erlauben, das sich von dem, was als Davidstadt bekannt wurde bis zu den nördlichen Wällen der Altstadt erstreckt. Diese Stadt im Untergrund webt ein fingiertes Narrativ – eigentlich ein Disneyland – das so gestaltet ist, dass es tausende Jahre nichtjüdischer Geschichte auslöscht und eine angebliche direkte Verbindung zwischen der Zeit des Zweiten Tempels und heute schafft. Auf diese Weise werden Abwassergräben und modrige Keller in heilige Orte verwandelt, wobei diejenigen, die durch sie hindurchlaufen, nicht der unangenehmen Wahrheit begegnen, die eine Altstadt und einen Tempelberg offenbart, die vor Palästinensern wimmeln und in der der „Stadtplatz“ [wie er in Naomi Shemers Kultlied ‚Jerusalem aus Gold‘] wieder frei von Arabern ist.“

Meron Benvenisti, The Tream oft he White Sabra [hebräisch], Jerusalem, 2005, S. 253 (Übersetzung durch den Autor – D.S.)

Was immer im Jahr 2005 die Verdienste von Benvenistis Kritik an diesen Grabungen waren, die schiere Menge an Funden, die seitdem von angesehenen Archäologen entdeckt wurden, beweist die jüdische Geschichte der Stadt viele Male. Insbesondere dieser Fund kann nicht als „modriger Keller“ beiseite gewischt werden.

Zudem ist es eindeutig falsch zu sagen, dass die israelische Antiquitätenbehörde versucht nichtjüdische Geschichte auszulöschen. Die Zahl der islamischen Orte, die von der IAA und dem Staat Israel in Jerusalem erhalten werden, beweist das.

Jeder neue Fund, der die Verbindung zwischen den heutigen Juden und unseren Vorfahren stärkt, muss von den heutigen Israelhassern mit Zähnen und Klauen bekämpft werden. Seidemann ist kein Dummkopf und er kennt die Geschichte Jerusalems ziemlich gut, aber seine Antipathie gegen die Regierung Israels löst solchen Unsinn aus.

Am Ende ist kaum möglich sonderlich Unterschiede zwischen Leuten wie ihm, die eine solch wichtige Stätte jüdischer Geschichte abqualifizieren, und den Antisemiten zu finden, die jüdische Geschichte insgesamt leugnen.