Sie wissen doch, dass „jeder“ wusste, die Anerkennung Jerusalems würde die Beziehungen zur muslimischen Welt zerstören?

Elder of Ziyon, 13. Dezember 2018

Die USA eröffneten am 13. Mai offiziell ihre Botschaft in Jerusalem.

Indonesien verurteilte den Schritt, aber selbst während Protestierende zum Boykott der USA aufriefen

Auf einer Kundgebung von rund 80.000 Menschen am Sonntag forderte der Ulema-Rat, das Organ der muslimischen Geistlichen, einen Boykott von Produkten aus den USA und Israsel, wenn Trump seine Tat nicht aufhebt.
Vizepräsident Jusuf Kalla sagte Reportern, Indonesien versuche über die Vereinten Nationen Druck auf Washington auszuüben und es sei nicht einmal praktikabel aufzuhören amerikanische Produkte zu verwenden.
„Seiten Sie nicht emotional… wagen wir es iPhones zu boykottieren, Google nicht mehr zu nutzen? Könne Sie ohne die leben?“, fragte er.
„Sich können heute nicht ohne sie leben. Wenn Sie heute aus dem  Haus gehen, stecken Sie (ein iPhone) in die Tasche“, sagte er.
Kalla sagte, selbst wenn Menschen aufhörten amerikanische Filme anzusehen, würden andere amerikanische Waren wie spezielles Öl-Gerät für das Öl fördernde Indonesien, Südostasiens größte Wirtschaft, lebenswichtig.

In der Tat: Am Tag nach dem Umzug der Botschaft führte Indonesien Gespräche mit den USA, um den Handel zwischen den beiden Länder zu bewerben.

In den letzten Monaten drohte Indonesien den Handel mit Australien einzustellen, wenn es Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkennt.

In Australiens Presse erschienen Weltuntergangs-Artikel über den Verlust eines geplanten $11 Milliarden Handelsabkommens, der Australien schaden würde.

Scott Morrison sagt, sich er Anerkennung Jerusalems durch die USA anzuschließen wird helfen eine Zweistaatenlösung zu erreichen (Foto: Alex Alinghausen)

Am Dienstag zwang Australien Indonesien Farbe zu bekennen:

Die Regierung Morrison ist vorsichtig optimistisch: Ihre Entscheidung bezüglich Australiens Botschaft in Israel wird die Unterschrift unter das Freihandelsabkommen mit Indonesien nicht gefährden.
Es heißt, das Kabinett stimmte am Dienstag überein, dass Australien Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, aber es werde keinen sofortigen Umzug der Botschaft von ihrem aktuellen Standort in Tel Aviv geben.
Quellen sagte, dass mit dem Erreichen der endgültigen Entscheidung die Wahrscheinlichkeit, dass Indonesien vom Freihandelsabkommen zurücktritt, in Betracht gezogen wurde und unterm Strich geglaubt wurde, der Deal werde durch die Entscheidung nicht gefährdet.

Muslimische Länder sind groß darin Drohungen auszusprechen, aber am Ende kümmert sich jeder um seine eigenen Interessen. Indonesien will den Handel mit Australien nicht verlieren und wird wütenden Lärm machen, aber wie üblich mit dem Geschäft weiter machen.

Genauso wie mit den USA.

Antisemitismus und Aliyah

Isi Leibler, The Jerusalem Post, 8. März 2017

Politische Korrektheit scheint uns dazu zu verdonnern mit dem Skandieren des Mantras weiterzumachen, dass es uns verboten ist Antisemitismus als Ursache für Umzüge nach Israel zu nennen und darauf zu bestehen, dass heute die einzige Motivation für Aliyah darin besteht, einem engagierten Juden die Möglichkeit zu geben ein wahrhaft jüdisches Leben in seiner Heimat zu führen.

Ohne dem zu widersprechen ist es höchste Zeit, dass die Diaspora-Juden in vielen Teilen der Welt ihre Weigerung ablegen und sich der Realität stellen. Sie müssen anerkennen, dass alle Indikatoren voraussagen, dass ihre Lage sich nur verschlechtern wird und dass in einigen Ländern ein Aufruf zu Aliyah angesichts des zunehmenden Antisemitismus berechtigt ist.

Die fieberhafte Zunahme des Antisemitismus ist ein weltweites Phänomen. Während aber Judenhass in den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien von dem weit entfernt ist, was in Europa und Südafrika geschieht, gibt es selbst dort ein Hexengebräu aus muslimischem, linkem und Neonazi-Hass, der Einfluss nimmt.

In den Vereinigten Staaten kommt die Hauptbedrohung neben Bombendrohungen und Friedhofsschändungen aus kombinierten linksextremen und muslimischen Antisemiten, in erster Linie an Universitäten, wo jüdische Studenten zunehmend eingeschüchtert werden.

Die linksliberalen Juden, die darin versagten auf Barack Obamas bösartigen, antiisraelischen diplomatischen Angriffe zu reagieren und das Gift an den Uni herunterspielten, propagieren jetzt eine voreingenommene politische Agenda, mit der sie Präsident Donald Trump für die jünsten Drohungen und Schändungen verantwortlich machen. Sie unterstützen sogar Anti-Trump-Bewegungen, die von Antisemiten und ehemaligen islamischen Terroristen geführt werden. Mit der Werbung für diese niederträchtige Kampagne schaffen sie Verbitterung bei bisher pro-israelischen christlichen Elementen.

Trotz dieser Spannungen ist die Vorhersage einer Aliyah-Welle aus den USA in Reaktion auf Antisemitismus unsinnig. Grundsätzlich sind die Amerikaner das am wenigsten antisemitische Volk der Welt. Die stärker assimilierten jüdischen Linken lassen Israel im Stich und die Chancen, dass sie weiter jüdisch bleiben, stehen nicht gut. Die Hauptaliyah aus den USA, wie aus Kanada und Ausrlaien, wird weiterhin in kleinen Anzahlen orthodoxer und engagierter Juden sein, die ihre langfristige Zukunft als Juden in Israel sehen.

Aber in Europa ist alles ganz anders. Hier nimmt der Antisemitismus direkt Einfluss auf Juden, die bereits dem Status der Parias unterworfen worden sind und deren Lebensqualität im Alltag sich mit Sicherheit verschlechtern wird.

Das soll nicht nahelegen, dass Juden in Europa vor der unmittelbar bevorstehenden Auslöschung stehen, wie es am Vorabend des Holocaust der Fall war. Die Existenz eines jüdischen Staates, der bereit ist für jeden Juden einen sicheren Hafen zu stellen, bietet eine Versicherung, dass eine solche Situation niemals wieder eintreten wird.

Aber die Qualität jüdischen Lebens in Europa heute rechtfertigt einen Aufruf zur Massenemigration.

Welche Art von Leben ist es für einen Juden, wenn er Angst haben muss in der Öffentlichkeit mit einer Kippa oder einem anderen äußeren Zeichen seines Judentums gesehen zu werden, das ihn zum Ziel für Gewalt oder einen Magnet für wildgewordene Terroristen macht?

Oder wenn Schulen, Synagogen und jeder andere Ort, an dem Juden sich treffen, militärische Schutzmaßnahmen brauchen oder jüdische Gemeinde dazu verpflichtet werden für ihre eigenen Sicherheitsdienstleistungen aufzukommen? Wer hätte vor nur zehn Jahre von einer solchen Situation geträumt?

Wer hätte sich vorstellen können, dass die besten Universitäten im Vereinten Königreich und Europa in Plattformen für antiisraelische und antisemitische Aktivitäten verwandelt werden und die regelmäßig jüdische Studenten einschüchtern, ihnen die freie Meinungsäußerung verweigern und pro-israelische Redner daran hindern eine gleiche Chance zu haben ihren Fall zu präsentieren?

Folglich versuchen viele jüdische Studenten ihr Jüdisch sein zu verbergen und einige übernehmen führende Rollen als schicke antizionistische Aktivisten, um sozial akzeptiert zu werden. Es ist eine Albtraum-Situation, an die die meisten Juden sich einfach als unausweichlich negativen Aspekt ihres Lebens angepasst haben.

Gewalttätiger islamischer Terrorismus, einschließlich der einheimischen Variante, ist heute für die Europäer eine tägliche Bedrohung. Der Zustrom an „Flüchtlingen“, von denen viele tief im Antisemitismus stecken, hat dieses Problem nur verschärft und wo immer möglich zielen barbarische islamische Terroristen in erster Linie auf Juden.

Während die meisten Regierungen Lippenbekenntnisse für den Kampf gegen den Antisemitismus abgeben, nimmt der „Volks“-Hass auf Juden zu und Israel wird – trotz klarer Beweise des Gegenteils – beschuldigt, die Quelle des islamischen Extremismus zu sein.

In den Medien und auf der politischen Bühne grassiert Antisemitismus, aber selbst die geringste Kritik an islamischem Extremismus führt zu Islamophobie-Vorwürfen und Anklagen des „Rassismus“, was eine Beeinträchtigung der freien Meinungsäußerung spiegelt, wenn es darum geht islamisch-extremistische Aktivitäten zu entlarven.

Die Lage ist in jedem Land ein wenig anders. Osteuropäische Länder sind weniger feindselig als ihre westlichen Gegenüber. Frankreich ist am extremsten. In Großbritannien ist die Lage, rotz einer positiven Regierung, an der Basis katastrophal und man kann angesichts des tief sitzenden Hasses auf Israel und Juden, wie er durch Demonstrationen und Reaktionen in den sozialen Medien und beliebten Zeitungen dokumentiert sind, nur schockiert sein.

Dazu kommt Jeremy Corbyn, der Parteichef der Opposition, der nur als linkes Pendant des verstorbenen britischen Faschistenführers Oswald Mosley beschreiben werden kann. Zu seinen Freunden und Verbündeten gehören islamische Terroristenhelfer und unverblümte Antisemiten.

Seine Wahlaussichten sind heute trübe. Aber wenn man die Liberaldemokraten beiseite lässt, hat Britannien ein Zweiparteien-System. Sollte die gegenwärtige Regierung einer Finanzkrise begegnen, deuten Präzedenzfälle an, dass die Wähler schlicht gegen den Amtsinhaber stimmen würden. Sollte der Labour Party mit ihrer derzeitigen Führung unter solchen Umständen die Zügel der Macht übergeben werden, wäre das katastrophal und das Königreich würde die erste Land mit einer gewählten, wahrhaft antijüdischen Regierung in Westeuropa seit dem Zweiten Weltkrieg werden.

Der Einfluss der massiven arabischen Migration auf die Lebensqualität hat enormes Ressentiment in ganz Europa geschaffen. Zusammen mit Trumps unerwartetem Wahlsieg in den USA sind viele antiarabischen, populistischen Parteien sehr mächtig geworden. Einige davon, wenn sie kleine Randparteien sind, beherbergten antisemitische Elemente, obwohl die Antisemiten in den meisten Fällen in Frankreich und Österreich aus den Parteien ausgeschlossen wurden, die breitere Akzeptanz suchten.

In Frankreich finden sich viele Juden in einer Zwickmühle, das sie vor Wahlen und der wenig beneidenswerte Aufgabe des Abstimmens stehen, ob nun für instinktiv israelfeindliche Mitte-Links-Gruppen, populistische Parteien, die früher schon antisemitische Bestandteile hatten oder sich enthalten.

Die Lage ist für ultraorthodoxe Juden, die in ghettoartigen Gesellschaften leben, nicht so akut. Aber wegen ihrer markanten Kleidung sehen sie sich auf der Straße zunehmender Feindschaft gegenüber.

Diejenigen, die sich nicht länger um ihr Jüdisch sein kümmern, versuchen sich unauffällig zu verhalten und versuchen ihre jüdische Identität abzulegen. In den meisten Fällen werden ihre Kinder sich nicht länger als Juden betrachten.

Es sind die verbliebenen engagierten Juden, die sich einer verfahrenen Situation gegenüber sehen. Viele von ihnen leben unter Mitjuden und sind Antisemitismus selten direkt ausgesetzt. Sie leben in Verweigerung und tun die Feindseligkeit und die Diskriminierung, die ihre Kinder erdulden, philosophisch ab.

Juden sollten nicht bereit sein unter solchen Umständen zu leben. Es gibt in keiner Gesellschaft eine Garantie, dass Kinder die Traditionen ihrer Eltern beibehalten werden. Aber im heutigen Europa ist es fast unmöglich irgendwie Zuversicht zu haben jüdische Enkel zu erziehen, die ihr Erbe bewahren und stolz darauf sind. Für viele ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie ihre jüdische Identität aufgeben.

Es ist an der Zeit sich klar zu äußern. Die Umstände für Juden werden sich in Europa fast mit Gewissheit verschlimmern, selbst in Ländern wie Großbritannien. Juden, die ihr Erbe schätzen und sich wünschen, dass ihre Kinder und Enkel stolze und engagierte Juden bleiben, sollten alles unternehmen um wegzugehen.

Zu emigrieren ist keine leichte Herausforderung. Lässt man unvermeidliche soziale Verlagerung außen vor, können wohlhabende Familien sofort einpacken und wegziehen und in vielen Fällen weiter komfortabel leben.

Doch selbst wenn man die Tatsache zugesteht, dass Israel heute über eine der erfolgreichsten Wirtschaften der Welt verfügt, werden viele Familien im mittleren Alter es schwierig finden sinnvolle Arbeit zu finden. Die meisten werden bleiben.

Sie sollten wenigstens ihre Kinder ermutigen sich in Israel niederzulassen. Diese werden den Vorteil haben eine enorme Vielfalt an Karrieremöglichkeiten vorzufinden und in einem Umfeld zu leben, das es ihnen ermöglicht stolze Juden zu sein, die am Wachstum ihres Heimatlandes beteiligt zu sein.

Antisemitismus und Antiisraelismus in Australien

Manfred Gerstenfeld interviewt Jeremy Jones (direkt vom Autor)

Die beste Schätzung der Zahl in Australien lebender Juden liegt bei 120.000. Es gibt viele weitere mit einem oder mehr jüdischen Großelternteilen. Rund 50.000 Juden leben in Melbourne, 45.000 in Sydney und jeweils zwischen 7.000 und 10.000 in Perth und in Brisbane und der Goldküste. Es gibt kleinere Gemeinden in anderen Landeshauptstädten und regional wichtigen Städten.

Jeremy Jones AM ist Direktor des International and Community Affairs des Australia/Israel & Jewish Affairs Council sowie Ehrenmitglied auf Lebenszeit und ehemaliger Präsident des Executive Council of Australian Jewry.

JeremyJones
Jeremy Jones

Es sollte betont werden, dass stereotype Bilder von Juden keine prominente Stellung haben. Im Allgemeinen werden Juden nicht als anders als Australier anderer Religionen oder Kulturen angesehen. Antisemitische Vorfälle haben aber Einfluss auf das persönliche oder gemeinschaftliche Sicherheitsgefühl. Das verdient, dass damit ernsthaft umgegangen wird. Es gibt jedoch wenig Belege, die die Ansicht unterstützen, dass Australien für Juden unsicher ist.

Antisemitismus hat in Australien verschiedene Ausdrucksformen und entstammt unterschiedlichen Quellen. Bei einigen rechten, rassistischen Gruppen gehört Antisemitismus zu ihren Vorurteilen. Mehrere politische Gruppen nutzen Antisemitismus zynisch, um ihre Agenden voranzubringen. Verschiedene Einzelpersonen glauben, dass ihre Religion Antisemitismus rechtfertigt oder gar gebietet und eine Vielzahl Fanatiker propagieren antijüdische Stereotype.

Einige kleine, aber auffallende Gruppen werben für Holocaust-Leugnung. Eine davon ist das Adelaide Institute, das inzwischen hauptsächlich im Internet vertreten ist. Eine weitere ist die rassistische Australian Leage of Rights. Es gibt auch eine kleine Zahl christlicher oder quasi-christlicher Pfarrer, die Ersetzungstheologie oder andere antijüdische Botschaften predigen. Unter muslimischen Gebetsleitern, die behaupten, dass das Judentum existenziell gegen den Islam opponiert, ist der berüchtigste der ehemalige Mufti von Australien, Scheik Tajeddine al-Hailaly.

Fälle von Gewalt gibt es ebenfalls zu wenige, um daraus umfassende Schlüsse zu ihrer Motivation zu ziehen. Jedes Jahr erhalten jüdische Organisationen eine Hand voll Berichte zu physischen Angriffen auf Juden. Auf zur Synagoge gehende Juden sind Gegenstände geworfen worden, hauptsächlich von jungen Männern. Es hat eine Reihe Vorfälle gegeben, die sich gegen Gebäude richteten, so in Synagogen gelegte Feuer, durch Fenster oder Türen jüdischer Institutionen geworfene Steine und anderer geringfügiger Vandalismus. Im Internet gibt es viele antisemitische Kommentare, sporadisch auch andernorts.

Antiisraelismus ist bei rechtsradikalen Neonazis präsent, in den kleinen linksextremen politischen Parteien, beträchtlichen Bereichen der Grünen Partei, eingegraben in Teilen der (sozialdemokratischen) Australian Labor Party und einer relativ kleinen „arabistischen“ Gruppe innerhalb der regierenden Koalition aus Liberaler und Nationaler Partei. Er ist allerdings in der Linksaußen stehenden akademischen Welt und einigen euorpaorientierten Mittelinks-Kommentatoren der Medien weit verbreitet.

Man findet ihn auch in Kirchengruppen, die von der Propaganda des Ökumenischen Rats der Kirchen (Weltkirchenrat) beeinflusst werden und einigen religiös mit den Kirchen des Nahen Ostens Verbundenen sowie bei politischen arabischen und muslimischen Gruppen. Zu den Erscheinungsformen gehören wiederkehrende verdrehte und verzerrte Berichte in den Mainstream-Medien, gelegentliche Reden im Parlament und Veranstaltungen, auf denen Redner Israel diffamieren. Wenn Antiisraelismus in Sprache verpackt ist, die negatives Verhalten von Israels dem Judentum allgemein zuschreibt, wird das als Antisemitismus betrachtet. Werden Juden oder Israel als symbolische Darstellung des Judentums mit Nazis verglichen, wird das in Analysen als antijüdische Rhetorik begriffen.

In den meisten großen Städten gibt es Gruppen, die aktiv für den Boykott Israels und von Israelis eintreten. Kundgebungen und Demonstrationen gegen Israel finden in Zeiten von Spannungen im Nahen Osten oder an Tagen statt, die für antiisraelische Gruppen von Bedeutung sind. Es gibt regelmäßige, organisierte Lobbyarbeit bei Politikern, Touren antiisraelischer Redner und organisierte Besuche des Nahen Ostens, die angelegt sind antiisraelische Anschauungen zu verstärken.

Die Auswirkungen dieser Aktivitäten erscheinen gering. Demonstrationen vor Max Brenner Chocolate-Cafés, einem beliebten Ort für antiisraelische Kundgebungen, haben keinen negativen Einfluss auf das Geschäft. Proteste gegen auftretende israelische Unterhaltungskünstler haben anscheinend den Besuch ihrer Veranstaltungen nicht beeinflusst und antiisraelische Aktivitäten von Akademikern sind Sprungbrett für wichtigere proisraelische Reaktionen gewesen, so für formelle Abkommen zwischen australischen und israelischen akademischen Institutionen.

Die muslimische Gemeinschaft zählt rund 500.000 Personen, die aus vielen Ländern stammen. Türken, Indonesier und Libanesen sind die zahlenstärksten Gruppen. Es gibt viele unterschiedliche Arten muslimischer Bräuche und Menschen mit enorm unterschiedlichem Stand an Bildung, Erfolg und Integration in den verschiedenen Gemeinschaften. Einige muslimische Gruppen sowie Einzelpersonen unterstützen Antiisraelismus. Es gibt überzeugte Hardcore-Unterstützer antijüdischer und Antiisrael-Gruppen, darunter Hisb-ut-Tahrir, Hamas und Hisbollah. Gelegentlich sind in islamischen Buchläden antijüdische Bücher verfügbar und antijüdische Redner sind auf Vortragsreisen zu Gast gewesen.

Allerdings opponieren mehrere prominente muslimische Persönlichkeiten aktiv gegen Antisemitismus und bemühen sich um ausgewogene Information zu Israel. Ein wichtiger Aspekt besteht darin, dass die [gegenüber den Juden] viel größere zahlenmäßige Stärke der muslimischen Gemeinschaft von antiisraelischen Politikern für die Behauptung benutzt wird, die politischen Parteien und Australien sollten antiisraelische Politik einführen.

Es hat beständige parteiübergreifende Verurteilungen von Antisemitismus und einseitig antiisraelischen Aktivitäten wie Boykotten gegeben. Israels Unabhängigkeitstag wird vom Staat und nationalen politischen Führungspersönlichkeiten gewürdigt. Philosemitismus ist in Australien wahrscheinlich bedeutender als Antisemitismus, sowohl in der Geschichte als auch gegenwärtig. Die jüdische Gemeinschaft bekämpft Antisemitismus und Antiisraelismus auf viele Weisen aktiv.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (02.-09.12.2012)

Sonntag, 02.12.2012:

Als Reaktion auf die Aufwertung der PA bei der UNO wird Israel 450 Millionen Schekel an Steuereinnahmen nicht auszahlen, die es eingesammelt hat. „Die Provokation ist eine palästinensische, das Bemühen die Gründung eines Palästinenserstaats voranzutreiben, ohne Israel anzuerkennen und ohne angemessen Sicherheitsarrangements.“ Die Summe soll diesen Monat nicht überwiesen, sondern dazu verwendet werden Schulden der PA zu bezahlen.

Das Kabinett erhielt einen Bericht zur Hetze der PA. Die Hauptbotschaft der PA ist, dass ganz Israel „Palästina“ ist und den Arabern gehört; die zweite wichtige Botschaft ist, dass Israel eines Tages „Palästina“ wird; die dritte, dass Juden und besonders die in Siedlungen eine Bedrohung sind und Terror gegen sie legitim ist.

Mahmud Abbas: „Die Leistung bei der UNO ist unseren Märtyrern und heldenhaften Gefangenen gewidmet.“ Also Terroristen, die feige Zivilisten morden/mordeten. „Jerusalem ist die Hauptstadt Palästinas.“ Nicht „Ost-Jerusalem“, nein „Jerusalem“ – als Ganzes! „Der nächste wichtige Schritt ist das Erreichen der innerpalästinensischen Aussöhnung.“ Mit den Terroristen der Hamas, des PIJ usw. Alles wieder auf einen Nennen bringen: Judenmord ohne Ende.

Die PA lässt zum Welt-Aids-Tag wissen: Über „politische Erpressung“ durch Israel werden Araber, die in Israel arbeiten AIDS ausgesetzt. Was „politische Erpressung“ sein soll, wurde nicht gesagt.

Montag, 03.12.2012:

Heckmeck:
– Nach Frankreich und Großbritannien bestellte auch Schweden den israelischen Botschafter ein, um sich über die 3000 Baugenehmigungen auszulassen.
Die Russen schimpfen ebenfalls.
Deutschland drängt auf Rücknahme der Baugenehmigungen.
Auch Spanien bestellte den israelischen Botschafter ein.
Saeb Erekat ist beglückt angesichts der massiven Kritik.
Das US-Außenministerium schimpft auch.

Dienstag, 04.12.2012:

Nabil Shaath droht Israel vor den Internationalen Kriminalgerichtshof zu zerren. „Viele Länder“ hätten die Palästinenser gedrängt das zu tun.

Die Hamas feierte „25 Jahre Widerstand“. Dazu ließ sie eine Torte anfertigen, die natürlich oben drauf „Palästina“ zeigte – das „ganze Palästina“, ohne Israel, dafür aber mit einer Rakete großer Reichweite, von der sie prahlen, dass sie sie selbst herstellen. Dabei prahlten sie, dass europäische Länder die Bereitschaft zeigen die Hamas von der Terrorliste zu nehmen, sollte sie zu indirekten Verhandlungen mit Israel bereit sein.

Heckmeck:
Australien hat auch den israelischen Botschafter einbestellt, um über die Baugenehmigungen zu schimpfen.
– Der israelische Botschafter in Brasilia wurde einbestellt, damit die Regierung über die Baugenehmigungen schimpfen kann.
Die Terroristen schimpfen, die Zweistaaten-Lösung wäre vom Tisch, wenn die Siedlungen ausgebaut werden. Hm, ist sie das nicht schon lange – seit die PLO 1974 ihren Stufenplan beschloss und konsequent danach handelte? Seit „Oslo“ als Sprungbrett für mehr benutzt wurde? Seit Abbas jegliche Verhandlungen verweigert? Und spätestens, seit auch Oslo mit dem UNO-Antrag der PA endgültig gekippt worden ist? Von den „Palästinensern“ gekippt wurde!

Mittwoch, 05.12.2012:

Wie angekündigt: Der angebliche „Staat“ „Palästina“ legt direkt los – Abbas hat einen Brief an den UNO-Generalsekretär geschickt: Israel ist ein Schurkenstaat, gegen den muss wegen seiner „Kriegsverbrechen“ ermittelt werden und die Terroristen (nennt er natürlich nicht so) müssen Vorrang vor allem anderen haben (Syrien, Sudan, …)

Ein PLO-Führer im Libanon: Die UNO-Abstimmung ist ein Schritt für die Araber, um den Negev, Jerusalem, Haifa, Jaffa, Akko, Nazareth und Safed wiederzugewinnen – sprich: Israel auszuradieren.

Die Hamas spielt den Gastgeber für Laila Kader, eine berüchtigte Terroristin, die um 1970 an mehreren Flugzeugentführungen beteiligt war und seitdem immer gerne zum Judenmord aufgerufen hatte.

Heckmeck:
Jetzt hat auch die EU den israelischen Botschafter zu „Kritik“ einbestellt.
Und Italien zog nach.

Donnerstag, 06.12.2012:

Bei den „Siegesfeiern“ zum erfolgreichen UNO-Antrag gab Abbas in Ramallah die nächste Parole aus: „Eines Tages wird ein junger Palästinenser die palästinensische Flagge über Jerusalem hissen, der ewigen Hauptstadt des palästinensischen Staates.“ Nicht „Ost-Jerusalem“ oder sonst irgendeine Einschränkung – „Jerusalem“, ganz Jerusalem.

Scheik Hafez Salameh aus Ägypten ist zu Besuch in Gaza. Haniyeh: „Wir werden keinen Zentimeter von Palästina aufgeben.“ Und Palästina wird durch „Widerstand“ und Standhaftigkeit befreit werden. Der Scheik: Die nächste Schlacht wird um Jerusalem und alle 1948 besetzten Gebiete geführt werden. Er verurteilte alle, die eine Zweistaatenlösung befürworten.

„Der Geruch von Stolz und Würde“ heißt M75 – nach der weitreichendsten Rakete, die die Terroristen aus dem Gazastreifen verschossen haben. Stolz und Würde – stinken nach Judenmord.

Heckmeck:
Südafrika hat auch noch den israelischen Botschafter einbestellt um zu schimpfen.

Freitag, 07.12.2012:

Kahled Meschaal ist im Gazastreifen. Die friedfertige Botschaft: „Heute Gaza. Morgen Ramallah. Und dann Jerusalem.“ (Hm, war nicht mal was? „Heute gehört und Deutschland…“?)

Samstag, 08.12.2012:

Khaled Meschaal im Gazastreifen  verspricht die Vernichtung Israels: „Palästina gehört uns, vom Fluss bis zum Meer und vom Süden bis zum Norden. Es wird keine Zugeständnisse geben, nicht einen einzigen Zentimeter des Landes.“

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Muslime in Australien planen Antijihadisten zu verleumden

Dhimmi Watch, 29. August 2007

“Islamophobie” ist ein hoch gespielter Begriff. „Islamophobie“ würde es überhaupt nicht geben, gäbe es nicht überall auf der Welt Muslime, die Gewalttaten begehen und sie mit Hinweisen auf islamische Lehre rechtfertigen. Das ist die Ursache der „Islamophobie“, zu 100 Prozent. Wenn die Muslime die „Islamophobie“ beseitigen wollen, dann sollten sie daran arbeiten die Gewalt zu beenden und die Elemente der islamischen Lehren reformieren, die dazu aufhetzen. Statt dessen ziehen sie es vor, wie wir hier sehen, mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Muslimische Preise in Anmarsch“, von Mark Dunn in der Herald Sun:

Eine Moschee in Victoria plant Preisverleihungen an Australier, von denen sie glauben, sie seien islamophob – Politiker, Gemeindeleiter oder Medienorgane, die als Muslimen gegenüber feindlich kategorisieren.

Die in Brunswick beheimatete Abhlus Sunnah wal Jamaah Association hat enthüllt, was sie ihren jährlichen „Islamophobie-Preis für die schlimmsten Islamophoben in Australien“ nennt.

Wahrscheinlich weit oben auf der Liste der Nominierten der Gruppe steht Pauline Hanson, gegen die von der Moschee und anderen Muslimen geschossen wurde, weil sie vor kurzem ein „Moratorium dagegen, dass weitere Muslimen nach Australien kommen“ forderte.

Moschee-Leiter Scheik Mohammed Omran, der eine fundamentalistische Minderheitsform des Islam lehrt, ist bereits früher wegen seiner Ansichten zum internationalen Jihad in Frage gestellt worden, aber er hat Terrorismus in Australien verurteilt.

Der australische Preis folgt einer ähnlichen Initiative in Großbritannien, wo die Islamic Human Rights Commission Politikern ihre Jährlichen Islamophobie-Preise aufdrückt, darunter dem australischen Premierminister John Howard, dann dem britischen PM Tony Blair und US-Präsident George W. Bush.

Schade, wirklich schade, dass man bei denen nicht Politically Incorrect, Ralph Giordano oder Hans-Peter Raddatz nominieren kann. Aber vielleicht kommen unsere ZdM’ler, der „Koordinationsrat“ oder ähnliche Typen auf die Idee, die Idee zu kopieren. Dann können wir massenhaft Bewerbungen einreichen!