Deutschem Antisemitismus-Beauftragten wird „Judenhass“ vorgeworfen

Michael Blume, Baden-Württembergs Beauftragter für die Bekämpfung von Antisemitismus, beschuldigte den „Vater der Israelischen Verteidigungskräfte“ ein „Mörder“ zu sein.

Benjamin Weinthal, The Jewish Chroincle, 22. September 2022

Michael Blume

Ein deutscher Beamter, der ernannt wurde, um gegen Antisemitismus vorzugehen, wird selbst des „Judenhasses“ beschuldigt, nachdem er den „Vater der Israelischen Verteidigungskräfte“ beschuldigte ein „Mörder“ zu sein.

Michael Blume, der mit der Beauftragte für die Bekämpfung von Antisemitismus in Baden-Württemberg, bezeichnete Generalmajor Orde Wingate ein „Kriegsverbrecher“ und „britischen Mörder“.

Der Zionist Wingate wird in Israel verehrt, wo man ihn als Vater der IDF betrachtet. Straßen und Plätze sind nach ihm benannt, außerdem das nationale Zentrum für körperliche Bildung und Sport, das Wingate Institute.

Held: Generalmajor Orde Wingate, der „Vater der IDF“, wurde von Blume als „Kriegsverbrecher“ tituliert.

Nach Blumes Kommentaren, die zuerst auf seinem Twitter-Account auftauchten, haben etliche führende Militär-, Diplomatie- und Geheimdienstexperten in Großbritannien, den USA und Israel die Regierung Baden-Württembergs gedrängt ihn zu entlassen.

Der britische Oberst a.D. Richard Kemp, der die Truppen in Afghanistan kommandierte, sagte:

„Wingate war ein hochdekorierter britischer Offizier, der im Zweiten Weltkrieg im Kampf für sein Land getötet wurde und in den 1930-er Jahren mutig Juden in Palästina gegen mörderische arabische Banden verteidigte.

Er war ein engagierter Zionist, in Israel als Held und Freund verehrt.

Das reicht, damit die zu Hass aufstacheln, die Israel und den Zionismus ablehnen. Von allen Ländern der Welt hat ausgerechnet Deutschland eine Verantwortung Judenhass an allen Ecken zu bekämpfen und dass einer ihrer öffentlichen Beamten – ob er nun ein Antisemitismus-Beauftragter ist oder nicht – diese Abartigkeit unterstützt, ist eine Sache nationaler Schande. Herr Blume beschämt Deutschland und sollte zurücktreten oder entlassen werden.“

Brigadegeneral Amir Avivi, Gründer und CEO des Israel Defense and Security Forum (IDSF) sagte:

„Der erstorbene Orde Wingate war ein Wegbereiter und revolutionärer Militärkommandeur, dessen wagemutige Angriffe und Taktiken immer noch an Militärschulen in aller Welt studiert werden.

Wingate kämpfte auf mindestens drei Kontinenten tapfer gegen Unterdrücker und wird im israelischen Gedächtnis auf ewig als Held verehrt werden.“

Und der ehemalige israelische Botschafter in den USA, Michael Oren, selbst ein ehemaliger Fallschirmjäger, der 1982 im Ersten Libanon-Krieg kämpfte, sagte, Blume „sollte zurücktreten“, weil er den britischen General verunglimpfte.

Richard Grenell, ehemaliger geschäftsführender Direktor der nationalen Nachrichtendienste der Administration Trump, forderte Blume ebenfalls auf zu kündigen. „Blume schürt Antisemitismus statt die Menschen zu einen. Er sollte entweder zurücktreten oder gezwungen werden zu kündigen.“

Grenell diente als Botschafter in Deutschland und gehört dem Holocaust Memorial Council in Washington an.

Das Simon Wiesenthal Center stuft Blumes Äußerungen als siebtschlimmsten Ausbruch von Antisemitismus des Jahres 2021 ein. 2019 likte er einen Facebook-Post, der Israelis mit Nazis gleichsetzte, was dafür sorgte, dass der Top-Nazijäger des Wiesenthal Center, Efraim Zuroff, ihn drängte abzutreten.

Der stellvertretende Dekan des Wiesenthal Center, Rabbi Abraham Cooper, sagte: „Leute, die Zionisten und Zionismus hassen, wollen die Geschichte unseres Volks verleumden und dämonisieren. Kann irgendjemand immer noch Blumes Antisemitismus infrage stellen? Die deutschen Behörden können bestimmt jemand finden, der Antisemitismus-Beauftragter ist und bereit ist Judenhass zu bekämpfen, statt dazu beizutragen.“

Und Dan Pollak, Direktor für Regierungsbeziehungen der Zionist Organization of America, sagte:

„Diese Zitate von Michael Blume sind inakzeptabel und zusammen mit seinen anderen antisemitischen Taten erfordern sie eindeutig, dass das Bundesland Baden-Württemberg ihn von seinem Posten als Antisemitismus-Beauftragter entfernt.

Die ZOA setzt sich gegen Judenhass aller Art ein, aber es ist besonders inakzeptabel, wenn er von einem Regierungsbeamten kommt, dessen Job es ist Antisemitismus zu bekämpfen.“

Pollak, ein früherer U-Boot-Offizier der US Navy, fügte an: „Wie so viele Antizionisten kann Michael Blume seine eigentliche Agenda des Judenhasses nicht verbergen. Er sollte zurücktreten oder sofort entlassen werden.“

Israels erster Premierminister, der verstorbene David Ben-Gurion glaubte, Wingate hätte der erste Generalstabschef der IDF werden können, wäre er nicht im Zweiten Weltkrieg getötet worden und Sir Winston Churchill sagte über ihn: „Ich hatte ihn als einen genialen Mann erkannt und ich hoffte, er könnte ein Mann des Schicksals werden.“

Und der verstorbene IDF-Generalstabschef und Verteidigungsminister Mosche Dayan sagte über Wingate: „Er lehrte uns alles, was wir wissen.“

Wingate, ein Offizier, der von den Traditionen des christlichen Zionismus durchdrungen war, diente von 1936 bi s1939 im Mandat Palästina. Er schuf und kommandierte die Nachtsondereinsatzgruppen – bewaffnete Gruppen britischer und Haganah-Freiwilliger – um arabische Saboteure und Terroristen zu bekämpfen. Er ist auf dem US-Militärfriedhof in Arlington (Virginia) beerdigt.

Deutscher Beamter zum Rücktritt aufgefordert

Der britische General Orde Wingate „verteidigte in den 1930-er Jahren mutig Juden in Palästina gegen mörderische arabische Banden. Er war ein engagierter Zionist, der in Israel als Held und Freund verehrt wird“, sagte Oberst (a.D.) Richard Kemp.

Der Orde Wingate-Platz in Jerusalem. Die Villa Salameh (das belgische Konsulat) befindet sich links. (Foto: Yoninah, via Wikimedia Commons.

JNS.org, 26. August 2022

Ein deutscher Beamter wird gedrängt zurückzutreten oder sofort entlassen zu werden, weil er Beschuldigungen gegen einen hochdekorierten britischen Helden des Zweiten Weltkriegs und Ikone in Israel erhoben hat, beichtete Fox News.

Michael Blume, Antisemitismus-Beauftragter des Bundeslandes Baden-Württemberg, hat den toten britischen General Orde Wingate als „Kriegsverbrecher“ und „britischen Mörder“ bezeichnet.

Wingate setzte sichab 1937 für die Notwendigkeit der Schaffung eines jüdischen Staates ein sowie dafür, den Naziführer Adolf Hitler davon abzuhalten Europas jüdische Bevölkerung auszulöschen. In Israel sind Straßen und Plätze nach ihm benannt, dazu das Orde Wingate Institute for Physical Education and Sports (Orde Wingate-Institut für körperliche Bildung und Sport). Er wurde bei Kämpfen im Zweiten Weltkrieg getötet und ist auf dem Arlington National Cemetery in Virginia beerdigt.

Oberstleutnant Richard Hecht, Sprecher der Israelischen Verteidigungskräfte, sagte gegenüber Fox News: „Wingates Geis und revolutionäres Denken war eine Inspiration für die Gründerväter der IDF und wird bis heute tief bewundert.“

Letztes Jahr setzte das Simon Wiesenthal Center Blume auf seine Liste der „weltweiten Top Ten der antisemitischen Vorfälle“.

Der britische Armee-General Orde Wingate. (Foto: U.S. Military Photo via Wikimedia Commons)

Sandra Hagee Parker, Vorsitzende des  Christians United for Israel (CUFI) Action Fund, sagte gegenüber Fox News nach Blumes Äußerungen: „Dass ihm erlaubt wird in seinem aktuellen Amt zu bleiben ist angesichts der Geschichte judenfeindlicher Bigotterie eine Peinlichkeit für das deutsche Volk und führt den Kampf gegen Antisemitismus ad absurdum. Herr Blume ist schlicht ein Antisemit, der sofort entlassen werden sollte.“

Oberst a.D. Nelson Mellitz, National Commander der Jüdischen Kriegsveteranen der USA, sagte, Blume solle zurücktreten oder die offiziellen Vertreter Baden-Württembergs sollen „ihn auf der Stelle aus seinem Amt entfernen“. Mellitz fügte hinzu: „Als hoch dekorierter Offizier der britischen Armee während der 1930-er Jahre und im Zweiten Weltkrieg wird Wingate für seinen Dienst von Israelis, Amerikanern und den Briten verehrt.“

Der Historiker und ehemalige israelische Botschafter in den USA Michael Oren, ein Militärhistoriker und Experte zu Wingate, forderte Blume ebenfalls zum Rücktritt auf, genauso Oberst a.D. Richard Kemp, der die britischen Truppen in Afghanistan befehligte.

Wingate hat „die Juden in Palästina in den 1930-er Jahren mutig gegen mörderische Araberbanden verteidigt. Er war ein engagierter Zionist, in Israel als Held und Freund verehrt“, sagte Kemp gegenüber Fox News.

„Ausgerechnet Deutschland hat von allen Ländern der Welt eine Verantwortung Judenhass auf Schritt und Tritt zu bekämpfen“, sagte er. „Und dass einer seiner öffentlichen Beamten – ob nun Antisemitismus-Beauftragter oder nicht – diese Abartigkeit unterstützt ist eine Ursache nationaler Schande. Herr Blume beschämt Deutschland und sollte zurücktreten oder entlassen werden.“

Offizielle Reaktion einer Veteranengruppe auf Michael Blume – kommentiert

Die Stellungnahme einer US-Veteranenorganisation zur Behauptung des Antisemitismus-Beauftragten von Baden-Württemberg Michael Blume, der britische Offizier Orde Wingate sei ein Mörder und Kriegsverbrecher:

Die Jewish Veterans oft he U.S.A. (JWV – Jüdische Veteranen der USA) feiern die außergewöhnliche militärische Bilanz von Generalmajor Orde Wingate. Als britischer Armeeoffizier mit Auszeichnungen während der 1930-er Jahre und dem Zweiten Weltkrieg wird Wingates Dienst von Israelis, Amerikanern und den Briten für die Bildung militärischer Spezialeinheiten verehrt“, sagte der JWV-Nationalkommandant Oberst a.D. Nelson Mellitz. Mellitz erklärte: „Die JWV widersprechen vehement der Charakterisierung Wingates durch den deutschen Antisemitismus-Beauftragten Michael Blume als Kriegsverbrecher und britischem Mörder und drängen Blume zurückzutreten oder Baden-Württemberg ihn sofort aus seinem Amt zu entfernen.“

Mellitz diente 23 Jahre in der US Air Force und setzt eine mehr als 80-jährige Familientradition des Dienstes in der JWV fort, bevor er vor kurzem zum Nationalkommandanten gewählt wurde. „Wingates Vermächtnis wird in nach ihm benannten Straßen und Plätzen erhalten, ebenso trägt Israels Nationalem Zentrum für körperliche Bildung und Sport seinen Namen. In den USA wird Wingate dadurch geehrte, dass er auf dem geheiligten Boden des Arlington National Cemetary in Virginia beerdigt ist. Diese nachhaltigen Ehrungen sind geeignete Denkmäler“, sagte Mellitz.

Belege für Blumes Hass-Posts:

Erklärender Hinweis: Der Beauftragte von Baden-Württemberg scheint immer mehr seinen Job so zu verstehen, dass er Antisemiten, die von sich selbst behaupten keine solchen zu sein, zu unterstützen und ihren Antisemitismus zu verbreiten. Dazu ist ihm, weil er ihm gegenüber kritische Stimmen nicht erträgt und sie auf Teufel komm raus verunglimpfen will, offenbar kein Mittel der Geschichtsklitterung und Hasspropaganda zu blöde. Oder er ist sich zu fein, um die Behauptungen zu hinterfragen und zu recherchieren, die diese Hassprediger machen, sondern gibt das ungeprüft einfach weiter, so wie hier:

So bezeichnet er das Simon Wiesenthal Center in den USA immer wieder als Fälschung und redet von einem „wahren Wiesenthal-Institut in Wien“; weiß er nicht, dass Simon Wiesenthal aufgrund des österreichischen Antisemitismus und Drohungen sein Zentrum von Österreich in die USA verlegt oder will er es nicht wissen? Oder weiß er es, äußert sich aber wissentlich so boshaft, um seine Kritiker zu verleumden? (Das SWC hat Deutschland mit ausdrücklicher Erwähnung seiner Person 2021 auf die Liste der 10 schlimmsten antisemitischen Vorfälle, Personen und Institutionen gesetzt!)

In diesem Zusammenhang hat er behauptet Orde Wingate sei ein Mörder und Kriegsverbrecher; weil eines seiner Haupt-Hassziele und wahrscheinlich schärfster (aber wohl aktivster) Kritiker, der amerikanisch-israelische Journalist Benjamin Weinthal, in sozialen Medien ein Bild von Orde Wingate als Profilbild nutzt.

Was diesen angeht, ist er sich auch nicht zu schade Unwahrheiten zu verbreiten. Gebetsmühlenartig behauptet er, Weinthal habe ihn und seine Familie bedroht. Das ist schlicht boshaft, Weinthal hat immer nur Fragen gestellt, die nichts mit Drohungen zu tun hatten; oder seinen Rücktritt sowie seine Entlassung gefordert, seit klar ist, dass Blume als unbelehrbarer Täter sich nicht ändern wird. Aber gut, wer das Bild eines verdienten, berühmten und hoch angesehenen britischen Offiziers mit vielen Auszeichnungen als Drohung darstellt, von dem ist wohl nichts anderes zu erwarten als dumm-boshafte Verdrehungen der Wirklichkeit.

Blumes Hasstiraden werden von Israelhassern und Antisemiten natürlich begeistert aufgenommen und weiterverbreitet. Umgekehrt werden deren Ergüsse von Blume immer und immer wieder positiv markiert („gelikt“) und weitergeleitet (z.B. „retweeted“). Beispiele gibt es zuhauf auf Weinthals twitter-Account @BenWeinthal, der sie als Beleg für seine Aussagen über Blume sammelt und dokumentiert.

Er kann das auch auf Englisch…

Blumes Hasstiraden werden von Israelhassern und Antisemiten natürlich begeistert aufgenommen und weiterverbreitet. Umgekehrt werden deren Ergüsse von Blume immer und immer wieder positiv markiert („gelikt“) und weitergeleitet (z.B. „retweeted“). Beispiele gibt es zuhauf auf Weinthals twitter-Account @BenWeinthal, der sie als Beleg für seine Aussagen über Blume sammelt und dokumentiert. [Ergänzung: Dieser Account wurde am 21.08.22 von Twitter komplett gesperrt, ein englischsprachiger Hetzer prahlt damit, das veranlasst zu haben.]

Ein Antisemitismus-Beauftragter, der Antisemiten fördert, der antisemitische Einträge in sozialen Medien likt und teilt, der Leute verunglimpft und Rufmord an ihnen betreibt, die gegen Antisemitismus kämpfen (u.a. auch die jüdische Aktivistin Malca Goldstein-Wolf), hat entweder nicht begriffen, was seine Aufgabe sein sollte oder eine falsche Jobbeschreibung bekommen. Das Unglaubliche ist, dass (leider nicht nur) die Landesregierung Baden-Württemberg ihn stützt und in Schutz nimmt, den von ihm verbreiteten Hass trägt.

Leider passt solches Verhalten seitens der Politik auch noch ins Gesamtbild – siehe documenta in Kassel, siehe Pressekonferenz mit Kanzler Scholz und dem PA-Oberantisemiten Abbas im Kanzleramt. Gehandelt wird immer erst dann, wenn es gar nicht mehr anders geht – und dann viel zu schwach und völlig unzureichend. Aber warum geht es bei Blume nicht? Schützt ihn, dass er „Antisemitismus-Beauftragter“ ist? Reicht es tatsächlich, dass er diesen Posten ausfüllt, um zu behaupten, sein Handeln sei in Ordnung oder zumindest tragbar? Oder spiegelt er eine Haltung, die die eigentliche ist und die jetzt unter allen Umständen durchgezogen werden muss? Nämlich die Heuchelei, die in Deutschland (und nicht nur da) das Bild bestimmt? So wie ein Bundespräsident, der in Israel eine begeistert aufgenommene Rede gehalten hat, die aber mit seinen sonstigen Einstellungen und Taten in Sachen Nahost schlicht nicht ein Einklang zu bringen ist?

In den sozialen Medien verbreitet Michael Blume (meist) den Antisemitismus anderer und unterstützt antisemitische Aussagen. Und je mehr ihm das nachgewiesen wird, desto boshafter schlägt er um sich, prügelt mit übelsten Verleumdungen auf die ein, die ihn darauf aufmerksam machten und machen, die von ihm Veränderung verlangten und inzwischen seinen Rücktritt bzw. von der Landesregierung seine Absetzung fordern.

Jeder Tag, den dieser Mann länger im Amt bleibt, ist ein Beleg dafür, dass Deutschland nicht gegen Antisemitismus vorgeht; dass unser Land sich in Wahrheit gegen Israel stellt, auf die Seite derer, die den jüdischen Staat beseitigt sehen wollen. Das aber mit Worten wie „Nie wieder“ (was so eine völlig andere Bedeutung erhält) oder der „Staatsräson“ vom „Existenzrecht Israels“ und gar Israels „Recht auf Sicherheit“ garniert wird, die dann als „Beweis“ dienen nicht das zu sein, was dieses Land tatsächlich ist: Nicht der Gute, sondern der Unterstützter des Bösen.

Israelischer General verreißt deutschen „Antisemitismus“-Beauftragten wegen der Verleumdung eines israelischen Helden

Top-Militär- und Geheimdienstexperten aus Israel, USA, Großbritannien drängen Michael Blume zurückzutreten, nachdem er den israelischen Helden Orde Wingate als Kriegsverbrecher bezeichnete.

Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 1. August 2022

1943 war Brigadier Orde Wingate in Indien, nachdem er von Tätigkeiten mit seiner Chindits-Einheit im japanisch besetzten Burma zurückkehrte (Foto: PICRYL)

Top-Experten aus Militär und Geheimdiensten in Israel, den USA und Großbritannien drängten die Regierung des Bundeslandes Baden-Württemberg den vermeintlichen Antisemitismus-Beauftragten Beamten Michael Blume zu ersetzen, weil er den israelischen Nationalhelden Orde Wingate, der weithin als Vater der Israelischen Verteidigungskräfte gilt, als „Kriegsverbrecher“ bezeichnete.

Brigadegeneral (a.D.) Amir Avivi, Gründer und CEO des Israel Defense and Security Forum (IDSF), sagte gegenüber der Jerusalem Post: „Der selige Orde Wingate war ein Wegbereiter und revolutionärer Militärkommandeur, dessen wagemutigen Angriffe und Taktiken an Militärschulen weltweit immer noch studiert werden. Wingate kämpfte auf mindestens drei Kontinenten tapfer gegen Unterdrücker und wird auf ewig in der israelischen Erinnerung verankert bleiben.“

Avivi, ehemaliger Kommandeur der Gaza-Division der IDF, fügte hinzu: „Wingate zu beschuldigen Kriegsverbrechen begangen zu haben, ist ein moralisch verwerflicher Versuch die Geschichte umzuschreiben und das außergewöhnliche Vermächtnis eines britischen Offiziers zu beschmutzen. Dieser Versuch ist strikt abzulehnen. Die IDSF wird weiterhin genau die Art Militärstrategie befürworten, die Wingate verkörperte: Initiative, Kreativität und ein fester Glaube an die Gerechtigkeit unserer Sache.“

Michael Oren, ehemaliger israelischer Botschafter in den USA, sagte gegenüber der Post, weil er den britischen General verunglimpfte, „sollte Blume zurücktreten“.

Michael Blume (Foto: Wikimedia Commons)

Wingate, ein von den Traditionen des christlichen Zionismus durchdrungener Offizier, diente von 1936 bis 1939 im Mandat Palästina. Er schuf und befehligte die Nächtlichen Sondereinheiten, bewaffnete Gruppen britischer und Haganah-Freiwilliger, die die arabischen Saboteure und Terroristen bekämpften.

Oren, der im ersten Libanonkrieg 1982 als Fallschirmjäger diente, ist ein angesehener Militärhistoriker und ehemaliger stellvertretender Minister im Büro des Premierministers.

Blumes Äußerung, Wingate sei ein „Kriegsverbercher“ und ein „britischer Mörder“ erschien erstmals auf seinem privaten Twitter-Account. Dann äußerte Blume das in einem Aufsatz auf einer zweifelhaften Internetseite, die mutmaßlich Antisemitismus und Verschwörungstheorien propagiert.

Der verstorbene IDF-Generalstabschef und israelische Verteidigungsminister Mosche Dayan sagte über Wingate: „Er lehrte uns alles, was wir wissen.“

Wingate ist auf dem US-Militärfriedhof im Arlington County in Virginia beerdigt.

Richard Grenell, der ehemalige geschäftsführende Direktor der Nationalen Geheimdienste der USA unter der Administration Trump, sagte gegenüber er Post: „Blume schürt Antisemitismus und eint die Leute nicht. Er sollt entweder zurücktreten oder zum Rücktritt gezwungen werden.“ Grenell diente als Botschafter in Deutschland und gehört dem Holocaust Memorial Council in Washington DC an.

Bei Israelis, amerikanischen jüdischen Organisationen und Anhängern Israels hat es im August weit verbreitete Empörung wegen Blumes israelfeindlichen Kommentaren gegeben, weil er eigentlich den modernen Antisemitismus – den Hass gegen den jüdischen Staat – bekämpfen soll.

Oberst (a.D.) Richard Kemp, der die britischen Truppen in Afghanistan befehligte, sagte der Post: „Es ist offensichtlich, warum Blume, der der Idee anhängt, dass Zionisten mit Nazis vergleichbar sind, den britischen General Orde Wingate angegriffen und diffamiert hat, als er ihn als Kriegsverbrecher und Mörder bezeichnete. Wingate, ein hoch dekorierter britischer Offizier, der im Zweiten Weltkrieg beim Kampf für sein Land getötet wurde, verteidigte in den 1930-er Jahren Juden in Palästina mutig gegen mörderische Araber-Banden. Er war ein engagierter Zionist, wird in Israel als Held und Freund verehrt. Das reicht aus, um den Hass derer anzustacheln, die gegen Israel und den Zionismus sind.“

Simon Wiesenthal Center

Das Simon Wiesenthal Center stufte Blumes Aktivitäten 2021 als siebtschlimmsten Ausbruch von Antisemitismus ein; Grund waren unter anderem seine vernichtenden Attacken auf Israel und Juden in den sozialen Medien. 2019 likte Blume einen Facebook-Eintrag, der Israelis mit Nazis gleichsetzte. Im selben Jahr drängte der Top-Nazijäger des Wiesenthal Center, Efraim Zuroff, Blume zum Rücktritt.

„Es ist unglaublich, dass ein deutscher Antisemitismus-Beauftragter in den Top Ten der Antisemitismus-Liste des Wiesenthal Centers erscheint, dass er mit dem Iran und der Hamas verkehrt, die sich beide der gewalttätigen Vernichtung des jüdischen Staates verschrieben haben. Von allen Ländern der Welt hat gerade Deutschland die Verantwortung Judenhass auf Schritt und Tritt zu bekämpfen und dass einer seiner Beamten – ob Antisemitismus-Beauftragter oder nicht – diese Abartigkeit unterstützt, ist ein Grund nationaler Schande. Herr Blume beschämt Deutschland und sollte zurücktreten oder entlassen werden“, fügte Kemp hinzu.

Der britische Oberst hat mehrfach beim UNO-Menschenrechtsrat für Israel ausgesagt, darunter 2009, als er sagte: „Aufgrund meiner Kenntnisse und Erfahrung kann ich sagen: Während der Operation Gegossenes Blei unternahmen die Israelischen Verteidigungskräfte mehr, um die Rechte von Zivilisten in Kampfzonen zu schützen als jede andere Armee in der Kriegsgeschichte.“

Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Dekan des Simon Wiesenthal Centers, sagte der Post: „Zionisten- und Zionismus-Hasser streben an die Geschichte unseres Volks zu verleumden und zu dämonisieren. Kann irgendjemand Blumes Antisemitismus bezweifeln? Sicher kann die deutsche Obrigkeit jemanden für den Posten des Antisemitismus-Beauftragten finden, der bereit ist Judenhass zu bekämpfen statt zu ihm beizutragen.“

Dan Pollak Direktor für Regierungsbeziehungen der Zionist Organization of America, sagte gegenüber JNS: „Diese Zitate des Michael Blume sind inakzeptabel und erfordern zusammen mit seinen anderen antisemitischen Handlungen eindeutig, dass das Land Baden-Württtemberg ihn von seinem Posten als Antisemitismus-Beauftragter entfernt. Die ZOA steht gegen Judenhass aller Arten, aber es ist besonders inakzeptabel, wenn es um einen Regierungsbeamten geht, dessen Job es ist Antisemitismus zu bekämpfen.“

Pollak, ehemaliger U-Boot-Offizier der US Navy, sagte: „Die Erinnerung an Orde Wingate ist eine Inspiration sowohl für Christen als auch für Juden, die den Weg gegangen sind, den er als wichtigster in dieser Zeit im Yischuw dienender britischer Offizier bereitete. General Wingate zu verleumden, um ein zeitgenössisches politisches Ziel zu erreichen, ist besonders widerwärtig. Wie so viele ‚Antizionisten‘ kann Michael Blume seine faktische Judenhass-Agenda nicht verbergen. Er sollte sofort zurücktreten oder entlassen werden.“

Melissa Braunstein, die für den Washington Examiner schreibt, fragte auf Twitter: „Warum gibt es einen Beauftragten gegen Antisemitismus, der Antisemitismus unterstützt?“

Wingate wird in Israel geliebt; dort sind Straßen und Plätze, das Nationale Zentrum für Körperliche Bildung und Sport, das Wingate Institute, nach ihm benannt.

Israels erster Premierminister David Ben-Gurion glaubte, Wingate hätte der erste Generalstabschef der IDF werden können, wäre er nicht im Zweiten Weltkrieg getötet worden.

Der britische Premierminister Winston Churchill sagte über Wingate: „Ich hatte ihn als einen genialen Mann erkannt und ich hoffte, er würde ein Mann des Schicksals werden.“

Nach Blume und der Kritik an Blume durch das Wiesenthal Center und Oren gefragt, sagte Natan Sharansky, der international berühmte Kämpfer für Freiheit und Demokratie und ein führender Experte für modernen Antisemitismus, er habe keine Zeit den Fall Blume zu evaluieren, weil er auf dem Weg zu einem Vortrag an der Oxford University ist, aber er „schätzt und respektiert die Meinung des Wiesenthal Centers und Michael Orens“. Sharansky ist ein ehemaliger Leiter des Jewish Agency und ehemaliger Politiker in Israel.

Die Post schickte Presse-Anfragen an Michael Blume, den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmer, Israels Botschaft und die deutsch-jüdische Gemeinschaft.

Deutsche Stadt verstößt mit dem Wiedereinstellen von Informationen einer BDS propagierenden Gruppe gegen Regierungsbeschlüsse

Offizielle Vertreter der Stadt wollen dem israelfeindlichen Palästina-Komitee Stuttgart weiter eine öffentliche Plattform bieten

Benjamin Weinthal, JNS.org, 9.August 2022

Demonstranten in Berlin halten eine Palästinenserflagge und die Initialen der israelfeindlichen BDS-Bewegung während des Besuchs des damaligen israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu in Deutschland im August 2019 (Foto: Israel HaYom)

Die Stadt Stuttgart hat es abgelehnt gegen ein Gerichtsurteil in Berufung zu gehen, das die Ämter anweist die Kontaktinformationen der mächtigsten BDS-Gruppe des Landes wieder auf die Internetseite der Stadt zu stellen.

BDS ist die Abkürzung für die Kampagne Boykott, De-Investitionen und Sanktionen, die sich gegen Israel richtet.

Frank Nopper, der CDU-Bürgermeister von Stuttgart, trotzt den Appellen deutscher Juden, die ihn auf Grundlage eines JNS-Berichts und zusammen mit dem Simon Wiesenthal Center drängten gegen das Urteil in Berufung zu gehen, das die Stadt anweist dem Palästina-Komitee Stuttgart weiterhin eine öffentliche Plattform zu geben.

Susanne Kaufmann, eine Sprecherin Noppers, schrieb JNS per E-Mail: „Wir bedauern das Urteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichts sehr. Trotzdem haben wir aus rein juristischen Gründen beschlossen nicht in Berufung zu gehen. Auf Grundlage der aktuellen Rechtsprechung, wie sie andernorts stattgefunden hat, schätzen wir die Chancen auf Erfolg einer Berufung sehr niedrig ein. Aus diesem Grund haben wir die Adresse des Palästina-Komitees wieder auf die städtische Internetseite gestellt.“

Kaufmann fügte hinzu: „Wir betrachten es nicht als Lösung auf der städtischen Internetseite alle externen Adressen zu löschen. Dann müssten wir viele Kulturinstitutionen und alle Sportvereine von der Homepage löschen.“

Nathan Gelbart, ein bekannter deutsch-jüdischer Rechtsanwalt und Antisemitismus-Experte, schickte JNS ein Gerichtsurteil zum Versuch eine Nazi-Demonstration zu verbieten und merkte an: „Das zeigt einfach, dass Städte, z.B. Heilbronn, das wie Stuttgart in Baden-Württemberg liegt, gegen Urteile der ersten Instanz des Verwaltungsgerichts in Berufung gehen, wenn es um Nazis geht; warum dann nicht gegen BDS-Nazis?“

Noppers Entscheidung die Informationen wieder einzustellen verstößt gegen Anti-BDS-Beschlüsse des Landes Baden-Württemberg, in dem Stuttgart liegt, sowie gegen eine nicht bindende Rechtsverordnung des Bundestages.

Michael Blume, CDU-Mitglied und vom Land Baden-Württemberg mit der Bekämpfung von BDS [weil mit der Bekämpfung von Antisemitismus] beauftragt, lehnte es ab JNS-Anfragen dazu zu beantworten. Das Simon Wiesenthal Center hat Blume letztes Jahr wegen seiner judenfeindlichen und israelfeindlichen Aktivitäten als antisemitisch eingestuft; dazu gehört sein Versagen Staatsgelder für BDS-Aktivitäten zu drosseln.

Wilfried Kretschmanns Regierungskoalition aus den regionalen Grünen und der CDU behauptet, es gebe im Land „keinen Platz für Antisemitismus“.

Kretschmann lehnte es ab das pro-BDS-Gerichtsurteil zu kommentieren.

Deutschland muss sein Verbot von Hisbollah-Terroraktivitäten umsetzen

Kanzler Olaf Scholz sollte die Verhaftung aller Mitglieder der Terrorbewegung anordnen und alle ihre Moscheen und Vereine in der BUndesrepubik schließen.

Benjamin Weinthal, JNS.org, 7. Februar 2022

Mit großem Tamtam kündigte Berlin im April 2020 an, es habe alle Aktivitäten der libanesischen Terrorbewegung Hisbollah auf dem Territorium der Bundesrepublik verboten. Das Verbot bleibt allerdings folgenlos, weil Deutschland und seine 16 Bundesländer es weitgehend ablehnen es durchzusetzen.

Nach Angaben eines Geheimdienst-Berichts des niedersächsischen Verfassungsschutzes aus dem Jahr 2021 stieg die Zahl der Hisbollah-Anhänger und –Mitglieder in Deutschland von 1.050 im Jahr 2019 auf 1.250 im Jahr 2020. Trotz des Verbots hat Deutschland sie nicht festgenommen. Beachten Sie, dass lediglich drei Hisbollah-Aktive es schafften 2012 in Bulgarien einen Reisebush zu sprengen, was die Ermordung von fünf Israelis und ihrem bulgarisch-muslimischen Busfahrer zur Folge hatte.

Die Hisbollah bleibt in Europa eine tödliche Bedrohung für Juden und Israelis.

Richard Grenell, der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, der weitgehend dafür verantwortlich war Berlin anzutreiben ihr Hisbollah-Verbot zu erlassen, twitterte im Juni 2021: „Es ist gut, dass die Deutschen letztes Jahr den Schritt unternahmen die Hisbollah trotz der Tatenlosigkeit der EU zu verbieten. Die deutsche Regierung hat jetzt mehr rechtliche Mittel die Hisbollah auszuschalten und ihre Anhänger zu verhaften.“

Die drängende Frage lautet: Wird Deutschland samt seinen Bundesländern das neue Rechtsmittel und Terrorbekämpfungsmittel nutzen, um gegen die Hisbollah-Aktivitäten vorzugehen?

Nehmen wir das beunruhigende Beispiel des südwestlichen Bundeslandes Baden-Württemberg, wo die Hisbollah Ammoniumnitrat lagerte und derzeit 75 aktive Handelnde hat, so der jüngste Verfassungsschutz-Bericht des Landes.

Hisbollah-Terroristen haben Ammoniumnitrat verwendet, um in Argentinien, Großbritannien, Bulgarien, Zypern und Frankreich Bombenanschläge zu verüben und derselbe Sprengstoff zerstörte den Hafen von Beirut im August 2020, wobei 218 Menschen getötet sowie mehr als 7.000 verletzt und geschätzte 300.000 Menschen obdachlos gemacht wurden; außerdem gab es mehr als $15 Milliarden an Schäden.

Im September 2020 kontaktierte mich Timur Lutfullin, ein parlamentarischer Berater des FDP in der baden-württembergischen Landesregierung und stellte fest, dass er zusammen mit zwei Politikern „sie Initiative bezüglich der Hisbollah-Aktivitäten in Baden-Württemberg vorbereitete“.

Die Initiative kam in Form eines Fragebogens, der Antworten seitens der Landesregierung dazu haben wollte, wie die Hisbollah in der Lage sein konnte, in Baden-Württemberg Sprengmaterial zu lagern und was das Land unternimmt, um die Terrororganisation zu bekämpfen.

Lutfullin fügte hinzu: „Wir würden das Sache gerne in der Öffentlichkeit weiter verfolgen und den Druck auf unsere Regierung erhöhen.“

Das Gefühl der Dringlichkeit wegen der Hisbollah-Aktivitäten in Baden-Württemberg hat sich intensiviert, weit aufgedeckt wurde, dass Michael Blume, der mit der Bekämpfung des Antisemitismus Beauftragte des Landes, über Likes und Retweets eines Twitter-Accounts eines Axel Mylius förderte, der Berichten zufolge ein deutscher Antisemit ist, der in Berlin eine radikal-islamistische Initiative startete. Mylius ist ein ehemaliger „großer Freund“ und wahrscheinlich immer noch ein Unterstützer) der finanziellen Hauptsponsors  und Verbündeten der Hisbollah – der Islamischen Republik Iran.

Dokumente zeigen, wie Mylius unter dem Namen „Ombar Mylius“ bei einer Gedenkveranstaltung in der Botschaft Teherans in Berlin die antisemitische Islamische Revolution von 1979 feierte. Mylius wird vom Thinktank Mena-Watch in Wien als antisemitisch bezeichnet.

Mylius‘ Twitter-Account hat Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Gilad Erdan, den israelischen Finanzminister Avigdor Lieberman und den ehemaligen Premierminister Benjammin Netanyahu mit Faschisten gleichgesetzt, klare Beispiele zeitgenössischen Antisemitismus. Blume widersprach den Vergleichen nicht, als Presseanfragen geschickt wurden; er schwieg auch zu den Gefahren, die die Terrororganisation Hisbollah in Baden-Württemberg darstellt.

All das hilft zu erklären, warum die prominente jüdische Menschenrechtsorganisation Simon Wiesenthal Center Blume auf ihre Liste der „Top 10“ der schlimmsten Ausbrüche von Antisemitismus weltweit des Jahres 2021 setzte.

Blume, schrieb das SWC, „hat seit 2019 fortgesetzte Aktivitäten in den sozialen Medien, wo er einem Facebook-Posting einen Like gab, mit dem der Zionismus mit den Nazis gleichgesetzt wurde. Er hat seitdem weiter judenfeindliche, israelfeindliche und verschwörerische Twitter-Accounts „geliket“.

Daniel S. Mariaschin, Generaldirektor von B’nai Brith International, sagte über Blume: „Es ist erschütternd, dass ein öffentlicher Bediensteter, dem die Bekämpfung von Antisemitismus anvertraut ist, Facebook-Vergleichen  „Likes“ gibt, die den Zionismus mit dem Nationalsozialismus gleichsetzen, ganz zu schweigen davon, dass er sich nicht gegen eine Bank zu Wort meldet, die unter ihren Kunden eine Organisation hat, die sich der Delegitimation Israels verschrieben hat und kein Ende der Beziehungen zwischen Freiburg und einem iranischen Regime fordert, das Völkermord-Aufrufe zur Vernichtung Israels ausgibt.“

Die Stadt Freiburg in Baden-Württemberg hilft sowohl den Iran – laut US-Regierung der schlimmste Staatssponsor von Terrorismus und Antisemitismus –  und Irans Stellvertreter Hisbollah massenkompatibel zu machen.

Mariaschin fügte an: „Das scheint ein weiteres Beispiel der Bequemlichkeit zu sein ungestraft gegen Israel zu schießen. Beim zeitgenössischen Antisemitismus geht es sehr stark um die Kampagne den jüdischen Staat zu dämonisieren. Diese Realität zu begreifen sollte unbedingt eine Voraussetzung dafür sein einen Posten zu bekleiden, der diejenigen anprangern soll, die diese Art eklatanter Diffamierung betreiben.“

Michael Wolffsohn, ein hervorragender deutsch-jüdischer Historiker und Kommentator des modernen Antisemitismus, sagte der schweizerischen Zeitung NZZ, dass Blume die Sache der Antisemiten fördert. „Deshalb mein vereinfachtes Fazit: Blume ist ein ‹nützlicher Idiot› der Antisemiten“, sagte Wolffsohn.

Blume sollte von seinem Posten entlassen werden, weil der weiterhin die Bedrohung durch die Hisbollah in seinem Bundesland ignoriert. Genauso beunruhigende sind Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl und Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die Blumes Attacken auf Juden und Israel freigeben und es ablehnen gegen die Hisbollah durchzugreifen.

Hans-Ulrich Rülke, ein FDP-Mitglied des baden-württembergischen Landtags, sagte: „Strobl muss endlich handeln und mit der Hisbollah verbundene Organisationen daran hindern Hassprediger nach Baden-Württemberg einzuladen und Geld für terroristische Zwecke zu sammeln.“

Die Aktivitäten der Hisbollah beschränken sich nicht auf Baden-Württemberg. Die Mitglieder der Organisation und ihr Netzwerk finden sich kreuz und quer durch das mitteleuropäische Land. In Niedersachsen gibt es 180 Hisbollah-Mitglieder und Anhänger, 20 mehr als 2019.

Wenn es Deutschland wirklich ernst ist mit dem Verbot der Hisbollah-Aktivitäten, sollte Kanzler Olaf Scholz die Verhaftung aller Mitglieder der Terrorbewegung anordnen und ihre Moscheen und Vereine in der Bundesrepublik schließen.

Der deutsche „Antisemitismus“-Beauftragte, der BDS, Judenhass und den Iran ermöglicht

Rabbi Cooper vom Wiesenthal Center sagte über Blume: „Der Job eines Antisemitismus-Beauftragten besteht darin diesen zu bekämpfen und nicht in zu verbreiten.

Benjamin Weinthal, Israel National News, 30. September 2021

BDS in Europa (Foto: Flash 90: Hadas Porush)

Baden-Württemberg ist in eine Reihe von Antisemitismus-Skandalen verwickelt: Der mit der Bekämpfung des Antisemitismus Beauftragte des Bundeslandes, Michael Blume, hat es versäumt etwas gegen die Finanzierung der Kampagne Boykott, De-Investition, Sanktionen zu unternehmen, die sich gegen den jüdischen Staat richtete; er hat es auch abgelehnt die Stadt Freiburg zu mahnen ihre Partnerschaft mit dem völkermörderischen, antisemitischen iranischen Regime zu beenden.

Wenn es Baden-Württemberg und Freiburg mit der Bekämpfung des Antisemitismus ernst wäre, sollte das Land Blume auf der Stelle entlassen, das Bankkonto des BDS unterstützenden Palästina-Komitee Stuttgart schließen und Freiburgs Städtepartnerschaft mit Irans Regime in Isfahan aufkündigen. Freiburg ist die einzige Stadt in Deutschland, die eine Partnerschaft mit dem iranischen Regime hat.

Eine der einflussreichsten BDS-Organisationen, das Palästina-Komitee Stuttgart, hat seinen Sitz in der Landeshauptstadt und ein Konto bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die sich in Staatsbesitz befindet. Das Komitee veranstaltete eine internationale Konferenz mit mehr als 300 Teilnehmern, die ein Who’s Who der BDS-Kampagne zusammenbrachte.

Blumes Behauptung, die nahe legt, dass Banken keine Konten von BDS-Gruppen schließen können, ist nachweislich falsch. Die folgenden deutschen Banken haben Konten von BDS-Gruppen, die Terrorismus oder Antisemitismus oder beides unterstützen, geschlossen: Deutsche Bank, Commerzbank, Deutsche Postbank, DAB Bank München und die Bank für Sozialwirtschaft.

Nach deutschem Recht ist Hetze gegen Juden verboten. Der Bundestag verabschiedete 2019 einen Beschluss, der BDS als antisemitisch definiert. Es lohnt sich festzustellen, dass die Bank für Sozialwirtschaft das Konto der extremistischen pro-BDS-Gruppe Jewish Voice for a Just Peace in the Middle East nach der Durchsetzung des Anti-BDS-Beschlusses kündigte.

Die investigative Reihe dieses Autors führte zur Schließung von mehr als 20 BDS-Konten in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Österreich, den USA, Irland und Großbritannien infolge von Verletzungen von Antidiskriminations-Gesetzen gegen Israel, Aufstachelung gegen Juden und Terrorverbindungen.

Der Stadt Stuttgart und der Landesregierung zusammen gehört fast die Hälfte der Landesbank Baden-Württemberg. Leider haben Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen und Innenminister Thomas Strobl von der CDU kein Verlangen gezeigt die Toleranz des Landes für BDS und Blumes Antisemitismus sowie israelfeindliche Aktivitäten in sozialen Medien sowie in seinen Artikeln zu beenden.

Blume behauptete in einem gewundenen Blog-Artikel: „Als gelernter Finanzassistent weiß ich, dass Banken im Sparkassenverband eine Grundversorgungspflicht haben und dass Kontenschließungen daher strengen rechtlichen Anforderungen unterliegen.“ Sein fehlendes Wissen bezüglich Gesetzen gegen Terrorfinanzierung und der Vielzahl an BDS-Bankkonten in Deutschland, Österreich und ganz Europa ist schockierend.

Blumes Weigerung die LBBW zur Kündigung des BDS-Kontos zu drängen kommt in Ablehnung öffentlicher Appelle des Zentralrats der Juden in Deutschland, der israelischen Regierung, insbesondere ihres Botschafters bei der UNO und den USA Gilda Erdan, dem Leiter der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Uwe Becker und des Bundesbeauftragten für jüdisches Leben in Deutschland und die Bekämpfung von Antisemitismus Felix Klein an Boykottgruppen befähigende Finanzinstitutionen.

Becker erklärte als stellvertretender Bürgermeister von Frankfurt am Main, dass die Stadt keine Geschäfte mit Banken machen wird, die BDS-Organisationen Konten zur Verfügung stellen.

Blume hat eine unappetitliche Bilanz sich im Kampf gegen zeitgenössischen Antisemitismus auf die falsche Seite der Geschichte zu stellen.

In einem weitschweifigen Blogeintrag mit der Überschrift „Eichmann, Breivik, Spencer und der Terrorangriff von Christchurch – Der Ethnonationalismus als Verbindung aus Antisemitismus und Rassismus“ verglich Blume die bekannte deutsch-jüdische Anti-BDS-Aktivistin Malca Goldstein-Wolf mit dem Organisator des Holocaust Adolf Eichmann.

In Reaktion darauf sagte Dr. Eraim Zuroff, der oberste Nazijäger des Simon Wiesenthal Centers aus Jerusalem, Blume solle „erst seinen Rücktritt einreichen und sich dann bei Frau Goldstein-Wolf entschuldigen“.

Nach erneuter israelfeindlicher Aktivität Blumes in den sozialen Medien im Juli diesen Jahres sagte Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center, dass „der Job eines Antisemitismus-Beauftragten darin besteht diesen zu bekämpfen und nicht ihn zu verbreiten“. Blume widersprach während seiner Austausche mit einem Twitter-Account zum Beispiel nicht einmal, als dieser die israelische Flagge in einer Karikatur als „schlimmste von allen“ bezeichnete. Darüber hinaus likte Blume und retwitterte Posts von Twitter-Accounts, die Judenhass schüren.

In der Zwischenzeit machte Blume auf seinem privaten Twitter-Account mit seinen israelfeindlichen Tiraden weiter.

Diesen Monat [September – heplev] deckten Antisemitismus-Beobachter in den sozialen Medien auf, dass Blume Unterstützung für die deutsche, israelfeindliche Journalistin Nemi El-Hassan äußerte, die an der pro-iranischen Quds-Tag-Demonstration teilnahm, bei der Teilnehmer die „Vergasung von Juden“ forderten. Die jährliche Kundgebung drängt auf die Vernichtung des jüdischen Staates.

Nach Angaben von BILD, der größten Zeitung Deutschlands, „likte El-Hassen im Sommer antisemitische Inhalte in den sozialen Medien“, die den Terrorismus gegen Israel verherrlichten.

El-Hassan will Moderatorin beim WDR-Fernsehen werden und Blume erklärte seine Unterstützung für sie. Blume argumentierte, dass „Menschen Antisemitismus überwinden können“ und drängte darauf, dass ihr als Moderatorin „eine Chance gegeben“ wird. Nach Beschwerden des Zentralrats der Juden und anderer beschloss der WDR El-Hassan nicht vor der Kamera als Moderatorin arbeiten zu lassen, sondern sie stattdessen als Autorin zu beschäftigen.

Dieser Reporter schickte Presseanfragen an Blume wegen seiner Unterstützung für El-Hassan und er erklärte über Twitter, er würde eine vorläufige Pause auf seinem privaten Twitter-Account machen.

Leider ist Blume ein israelfeindlicher und judenfeindlicher Seriennutzer der sozialen Medien. 2019 „likte“ er einen Facebook-Post, der Zionisten mit Nazis gleichsetzte – nach Angaben der Definition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz, die von der deutschen Regierung übernommen wurde, ein klarer Ausdruck zeitgenössischen Antisemitismus.

Blumes Untätigkeit bezüglich der Städtepartnerschaft Freiburgs mit dem iranischen Regime ist beunruhigend. 2020 forderte die politische Partei JUPI im Freiburger Stadtrat das Ende der Partnerschaft, weil Irans Regime „Holocaust-Leugnung und die Verfolgung von Homosexuell betreibt, was nicht die Grundlage für eine Freundschaft sein kann“.

JUPI-Stadtratsmitglied Sergio Pax sagte, es „kann keinen Dialog“ mit dem Iran geben, weil er „Israels Existenzrecht nicht anerkennt“.

Freiburgs Städtepartnerschaft mit Isfahan dient keinem anderen Zweck als den tödlichen Antisemitismus der Islamischen Republik, globalen Terrorismus und Holocaust-Leugnung zu dienen.

Die US-Regierung unter Regierungen der Demokraten wie der Republikaner hat das Regime des Iran als schlimmsten Staatssponsor des Terrorismus erkannt. Jonathan Greenblatt, Generaldirektor der Anti-Defamation League, sagte vor dem Kongress aus, dass die Islamische Republik der führende internationale Staatssponsor für Antisemitismus und Holocaust-Leugnung ist.

Die vom Regime des Iran kontrollierte Metropolises News Agency (früher die Nachrichtenagentur der Stadt Isfahan) berichtete im Mai von Isfahans Feiern zum Al-Quds-Tag 2021. Mashregh News, eine den Sicherheits- und Geheimdiensten des Iran nahestehende Internetseite, betonte bei der Erörterung der Kundgebung zum Al-Quds-Tag in Isfahan „die Notwendigkeit das besetzte Jerusalem zu befreien“.

Oder kurz gesagt: die Abschaffung Israels.

Blume behauptete in Sachen der Städtepartnerschaft, er könne bezüglich der Entscheidung einer Stadtregierung nicht intervenieren, noch nicht einmal seine Meinung dazu äußern. Das ist offensichtlich falsch. Bedenken Sie, dass der Antisemitismusbeauftragte von Hamburg, Stefan Hensel, kürzlich die Stadt aufforderte das von der Islamischen Republik Iran kontrollierte Islamische Zentrum in Hamburg zu schließen. Das Zentrum schürt Antisemitismus und bewirbt radikale sowie terroristische Ideologien.

Blume fingierte eine Ausrede, um zu vermeiden der tödlichen antisemitischen Ideologie Teherans in Baden-Württemberg entgegentreten zu müssen.

Antisemitismus ist in der Kultur und Machtpolitik Badem-Württembergs tief eingegraben. Erst wählte das Land 1966 den ehemaligen Nazi-Marinerichter Hans Filbinger zum Ministerpräsidenten, der auch wieder gewählt wurde und den Posten bis 1978 behielt; er erfreute sich enormer Beliebtheit als Patriarchengestalt. Filbinger verteidigte später seine Arbeit in der Nazi-Zeit, als er Hinrichtungen gegen Deserteure verhängte, so: „Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein.“

– Ob er in seiner Rede zur „Demokratie“ in Lörrach im September Kritik an der baden-württembergischen Stadt geübt habe, wollte Blume auf meine Presseanfrage nicht sagen. Bestenfalls scheint Blume Lörrachs Nazi-Geschichte und seine Ehrung seines ehemaligen Nazi-Bürgermeisters Reinhard Boos noch bis 2016 ignoriert zu haben.

– Susanne Baldus-Spingler, eine Sprecherin Lörrachs, und Jörg Lutz, der Bürgermeister, lehnten es auf meine Presseanfrage über das Ignorieren der Nazi-Vergangenheit während der städtischen Feiern des „Tags der Demokratie“ zu antworten.

– Blume und Baldus-Spingler lehnten es ab, diesem Reporter eine Kopie seiner Rede zu geben.

Chaim Noll, ein deutsch-israelischer Schriftsteller, prangerte Blume wegen „latenten Antisemitismus“ an; er schrieb auf der populären Internetseite Die Achse des Guten einen schneidenden Artikel über Blumes schlimme Inkompetenz und Antisemitismus.

Wenn die Politiker und Führungspersönlichkeiten Baden-Württembergs mit ihrem business as usual weitermachen, dann wird das Antisemitismus-Problem des Bundeslandes nur weiter zunehmen.