Der Krieg der PA gegen die Balfour-Erklärung

Ruthie Blum, Israel HaYom, 28. Oktober 2016

Ermutigt und ermächtigt von der jüngsten UNESCO-Resolution, die jüdische Verbindungen zum Tempelberg und der Westmauer bestreitet, prahlt die palästinensische Autonomiebehörde mit Plänen während des nächsten Jahres weltweit eine Reihe globaler Veranstaltungen zu betreiben, um die Gründung des Staates Israel anzuprangern.

Der Sinn der von der Nachrichtenagentur Qudsnet als „massiv“ beschrieben Kampagne besteht darin „die internationale Gemeinschaft und besonders Großbritannien mit ihrer historischen Verantwortung zu konfrontieren und sie aufzufordern dieses große Verbrechen zu büßen und das Thema der dem palästinensischen Volk zugefügten historischen Ungerechtigkeit aufzubringen“.

Das fragliche „schwere Verbrechen“ ist die Balfour-Erklärung vom 2. November 1917, die der britische Außenminister Arthur Balfour dem jüdischen Gemeindeleiter Walter Rothschild schickte, geschickt an die Zionist Federation of Great Britain and Ireland. Darin hieß es:

Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.

Obwohl es den Begriff „Palästinenser“ – oder ein Volk, das sich „Palästinenser“ nennt – noch lange nicht gab, ist das Verfälschen von Geschichte fester Bestandteil ihrer Bejühungen Israel auf jede mögliche Weise zu delegitimieren. Die Abstimmung in der UNESCO ist nur ein winziges Beispiel für diese Gepflogenheit, die mit Hilfe westlicher Linker an Boden gewinnt.

Ein weiteres ist die unaufhörliche Kakophonie, die israelischen Siedlungen stellten ein „Hindernis für den Frieden“ dar.

Ironischerweise dient die Tatsache, dass alle Fraktionen der PA keinen Hehl daraus machen, dass sie den jüdischen Staat als Katastrophe betrachten, die eine jährliche Trauer verdient – und ebenso das Abschlachten unschuldiger Juden – nicht dazu Verfechter einer Zweistaatenlösung von ihrer Behauptung abzubringen, dass neue Wohnungen in der Westbank unnötig provozieren.

Im Gegenteil: Obwohl Abbas klar sagte, dass in einen von der PA kontrollierten Gebiet Juden unter keinen Umständen willkommen wären, war es Premierminister Benjamin Netanyahu, der von überall gnadenlos gescholten wurde, als er die Aufmerksamkeit auf diesen eklatanten Antisemitismus lenkte – und besonders vom Weißen Haus und dem US-Außenministerium.

Saeb Erekat, der Chef-„Friedens“-Unterhändler der Palästinenser, nutzte die Gelegenheit, wie er es immer tut und nutzte die US-Kritik an Israel als Beweis dafür, dass der jüdische Staat in Sünde geboren wurde und lebt.

In einem Kommentar in der Washington Post vom Dienstag machte Erekat genau dies im Zusammenhang mit der Balfour-Erklärung, die er den „symbolischen Anfang der Leugnung unserer Rechte“ nannte. Die Geißelung der Welt, weil sie keine signifikanten Schritte zur Beendigung des Zerrbilds der Existenz Israels rotzte er die üblichen Lügen darüber hin, wie der jüdische Staat entstand.

„Das palästinensische Volk wurde 1948 mit Gewalt seiner Häuser enteignet und aus seinem Heimatland vertrieben, erlitt 1967 die Besetzung, nur um in den historischen Kompromiss gezwungen zu werden die Grenzen von 1967 als die Grenzen des Staates Palästina anzuerkennen“, schrieb er, wobei er bequemerweise die wahre Geschichte des Unabhängigkeitskriegs Israels und des Sechstage-Kriegs 19 Jahre später ausließ – den Angriff der umgebenden arabischen Armeen auf ein winziges, junges Land, das einen Großteil seiner Zeit damit verbringt mit denen eine Absprache zu finden, die auf seine Auslöschung erpicht sind.

Erekats Text steht in Übereinstimmung zu Abbas‘ Ankündigung im Juli, dass die PA wegen der Balfour-Erklärung eine Klage gegen Großbritannien einreichen wird. Das wurde vom palästinensischen Außenminister Riyad al-Maliki auf dem Gipfel der Arabischen Liga in Mauretanien übermittelt, an dem Abbas nicht teilnehmen konnte, weil sein Bruder verstorben war.

Ungeachtet der Tatsache, dass Omar Abbas in einem Krankenhaus in Tel Aviv wegen Krebs behandelt worden war – so wie Familienmitglieder anderer Bosse von Fatah und Hamas auch – legte der Palästinenserführe mit seinem Prozess gegen Großbritannien wegen eines 100 Jahre alten Dokuments los, „nachdem hunderttausende Juden aus Europa und anderen Orten in Palästina ankamen, auf Kosten unseres Volkes“.

Mit einem derart krassen Eingeständnis seiner tatsächlichen Haltung zur jüdischen Eigenstaatlichkeit – so weit zu gehen, dass er einen Krieg gegen die Balfour-Erklärung führt – sollte die palästinensische Autonomiebehörde mit der Verachtung und dem Hohn behandelt werden, die sie verdient.

Tweets, Kontext und Geschichte

Daniel Gordis, 30. Dezember 2014

Immer wieder mal ist etwas Einfaches wie ein Tweet Ursache für die Erinnerung daran, dass – im Leben allgmein, aber besonders in dieser Region – Kontext und Geschichte wichtig sind.

Der fragliche Tweet dieser Woche kam von Gershon Baskin, dem Gründer des Israel/Palestine Center vor Research and Information und selbsterklärtem Befreier von Gilad Shalit. Der Tweet war einfach: „Wenn die Welt die Anerkennung des Staats Palästina befürwortet, befürwortet sie auch Israel auf 78% des Landes zwischen Fluss und Meer.“

Nun, da fühle ich mich doch gleich viel besser.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, als Stockholm, Paris, Dublin und andere „Palästina“ (in Anführungszeichen, weil es Palästina nicht gibt) anerkannten, war das zu einem gewissen Grad ein feindlicher Akt gegenüber Israel. Immerhin erkennten die Führer von „Palästina“ Israel als jüdischen Staat nicht an und beharren darauf, dass sie es nie tun werden. Sie bestehen auf dem Rückkehrrecht der Flüchtlinge, was Israel als jüdischen Staat vernichten würde und sagen zumindest öffentlich, dass sie sich in dieser Sache niemals bewegen werden.

Also ja, ich gebe es zu: Wenn europäische Hauptstädte einen Staat anerkennen, der sowohl nicht existiert als auch anstrebt Israel als jüdischen Staat zu vernichten, dann bin ich besorgt.

Doch jetzt, wird mir gesagt, soll ich mich besser fühlen. Denn diese Länder – sowie die, die ihnen wahrscheinlich noch folgen werden – versuchen überhaupt nicht Israel Schaden zuzufügen. In Wirklichkeit ist eine solche Anerkennung Palästinas „Unterstützung Israels“ auf 78 Prozent des Landes zwischen Fluss und Meer.

Abgesehen davon, dass der Tweet Palästinas Haltung zu Israel ignoriert, ist es auch wert erwähnt zu werden, was für ein kleiner Teil dessen diese 78% sind, was dem jüdischen Volk ursprünglich versprochen wurde. Wir mögen deswegen nichts unternehmen können, aber wir sollten scharfsichtig sein, welches Spiel die internationale Gemeinschaft schon seit langem spielte und weiterhin spielt.

Die Balfour-Erklärung von 1917 besagte: Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.

Es können viele Fragen zu Balfour gestellt werden. Ist eine „nationale Heimstatt“ ein Staat? Wie kann die jüdische Heimat aufgebaut werden, ohne irgendwie die „bestehenden nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina“ zu beeinflussen? Und vieles mehr. Aber für unsere Vorhaben ist eine Frage absolut vorherrschend: Was ist dieses Palästina, wo die jüdische Heimstatt aufgebaut werden soll und wie sehen seine Grenzen aus? Das sagt Balfour nicht.

Später fügten britische Dokumente Klarheit hinzu. Die Palestine Royal Commission von 1937 (allgemein als Peel-Kommission bekannt) erklärte klar: „Als Feld, in dem die jüdische nationale Heimstatt gegründet werden sollte, wurde zur Zeit der Balfour-Erklärung das ganze historische Palästina verstanden.“

Das „Ganze“ schloss natürlich Transjordanien ein, das man heute als Jordanien kennt. Das hielt die Peel-Kommission nicht davon ab die Größe eines vorgeschlagenen jüdischen Staates noch weiter zu reduzieren. Damit wurde das Land, das das britische Empire dem jüdischen Volk versprach 1922 erstmals geteilt, als 75% des „historischen Palästina“ abgeschlagen und zur Schaffung eines Landes namens Jordanien genutzt wurde.

Peel schlug dann etwas noch Kleineres vor.

Dann wurden, als 1947 die UNO über eine (zweite) Teilung abstimmte, weitere Teile aus einem zukünftigen jüdischen Staat ausgeschlossen; das Sonderkomitee der UNO zu Palästina hatte entschieden noch einen zweiten arabischen Staat auf den Land zu gründen, den die Balfour-Erklärung für die Juden vorgesehen hatte. (zum Beispiel hatte die Peel-Kommission vorgeschlagen Westgaliläa den Arabern zu geben.) Die Karte, über die die UNO-Vollversammlung am 29. November 1947 abstimmte, war eine, die den Juden weniger als ein Achtel dessen gab, wie ihnen mit Balfour nur 30 Jahre früher versprochen worden war.

Dem jüdischen Staat Land wegzunehmen ist eine langjährige Tradition.

Der einzige Grund, dass Israel niemals dazu gezwungen war tatsächlich innerhalb der nicht zu verteidigenden und unbewohnbaren Grenzen von 1947 zu leben, besteht darin, dass die Araber Israel nach der Abstimmung in der UNO angriffen; und dann noch lärmender, nachdem Israel am 14. Mai 1948 seine Unabhängigkeit erklärte. In dem von den Arabern losgetretenen Krieg war Israel in der Lage – mit Waffengewalt – Land zu erobern, das die UNO ihm nicht versprochen hatte. Die 1949 erreichten Linien, die sogenannte Grüne Linie, sind keine in irgendeinem Friedensvertrag vereinbarten Grenzen. Sie sind Waffenstillstandslinien: Sie sind einfach da, wo die zwei erschöpften Seiten sich entschieden die Dinge ruhen zu lassen, als die Kämpfe abklangen.

Israel eroberte dann im Juni 1967 weiteres Land, in einem weiteren Krieg, den es nicht wollte. Es übernahm die Westbank von Jordanien, nachdem es König Hussein anbettelte nicht in die Kämpfe einzutreten – eine Warnung, die der König dummerweise ignorierte. Die internationale Gemeinschaft hat entschieden, dass das von Israel 1967 eroberte Territorium zurückgegeben werden muss.

Wird sie das eines Tages auch von Land sagen, das Israel zwischen der Abstimmung in der UNO im November 1947 und dem Ende des Unabhängigkeitskriegs im März 1949 eroberte? Vielleicht nicht, aber wer weiß? Das Schachbrett namens Naher Osten unterscheidet sich stark von dem vor nur gerade mal einem Jahrzehnt. Israels Aktien in der internationalen Gemeinschaft stehen schlechter als seit langer Zeit, vielleicht schlechter als je zuvor. Die Kälte in den Beziehungen zwischen den USA und Israel (von beiden Seiten bestritten, aber offensichtlich sehr real) schächte Israel weiter. Amerikanische Juden sind zunehmend wegen eines Israel frustriert, das ihrer Meinung nach zu wenig Annäherungsversuche den Palästinenser gegenüber macht. Der Iran kommt Atomwaffen immer näher und Israel könnte die USA durchaus benötigen (wahrscheinlich mit einem ganz anderen Präsidenten), um ihn aufzuhalten.

Ungeachtet aller Beteuerungen einiger Israelis könnte Israel sich auf dem Rückzug vom Jordan zu etwas finden, das der Grünen Linie nahe kommt. Einige Israelis werden jubeln, andere werden trauern. Der Rückzug könnte Frieden bringen; wahrscheinlicher ist, dass er das am Ende nicht tut.

Doch was immer auch geschieht, wir sollten zumindest verstehen, was geschieht. Ja, Israel würde mit kolossalen 78% des Landes zwischen Fluss und Meer zurückbleiben. Aber das ist nur ein Bruchteil dessen, was dem jüdischen Volk ursprünglich versprochen wurde und wenn die internationale Gemeinschaft weiterhin darauf besteht, dass Israel Territorium aufgibt, das es kämpfend gewonnen hat, könnte uns am Ende weit mehr fehlen.

Täuschen wir uns nicht. Die europäischen Regierungen, die Palästina anerkannten, erkennen nichts zu Israel an. Sie warten lediglich darauf, ihren nächsten Zug auf dem Schachbrett tun zu können.

Obamas Scheinheiligkeit

Dr. Haim Shine, Israel HaYom, 22. Mai 2015

US-Präsident Barack Obamas Kommentare in seinem kürzlich gegebenen Interview mit dem Magazin The Atlantic ließen mich die Frage stellen, ob er sich entschieden hätte der Zionistischen Union oder der Gemeinsamen Arabischen Liste beizutreten.

Er kann sich nur schwer mit der Tatsache abfinden, dass Israels Bürger – in einer freien und demokratischen Wahl – die Rechte wählte. Die USA unternahmen sowohl direkte als auch indirekte diplomatische Anstrengungen, um Premierminister Benjamin Netanyahu aus dem Amt zu hebeln – und diese Anstrengungen schlugen fehl. Sehr zum Missfallen der Amerikaner ist Israel nicht Panama, der Irak oder Afghanistan. Das jüdische Volk weiß entgegen aller Wahrscheinlichkeit, wie seine Interessen aussehen und ist nicht vom Rat von Auslandsagenten oder Landesverrätern beeinflusst. Nach Tausenden Jahren im Exil sind wir nach Hause zurückgekehrt, um als freie Nation in unserem eigenen Staat zu leben und nicht den Interesen der USA im Nahen Osten zu dienen – Interessen, die ein völliges Fehlen von Verstehen der Realität in unserer Region zur Schau stellt. Der Westen trifft den Osten und scheitert am Lesen und im mündlichen Examen bezüglich Verstehens der Verhältnisse.

Obamas Sorge um palästinensische Kinder und Erwachsene, die durch Sicherheitskontrollen aufgehalten werden, ist rührend. Amerikanische humanitäre Bedenken machen Überstunden, wenn es um Israel geht. Hunderttausende Araber werden tagtäglich in Syrien, dem Irak und dem Jemen abgeschlachtet worden und werden weiter abgeschlachtet und doch bleibt die amerikanische humanitäre Sorge für sie im Tiefkühlfach. Israel hat seit Jahren die starke Hand des zweierlei Maßes zu spüren bekommen.

Obama wie seine Fans bei der israelischen Linken verzerrt und recycelt weiter unaufhörlich Netanyahus Kommentar vom Wahltag zur hohen Zahl der arabischen Wähler, die zur Wahl gingen. Das Minimum, das eine defensive Demokratie unternehmen kann, ist die Öffentlichkeit aufzurufen, für die Zukunft ihres Landes zu stimmen. Würde Obama jüdische Werte tatsächlich begreifen, wäre er sich der Tatsache bewusst, dass das Recht auf Leben ein höchster jüdischer Wert ist, der noch weiter geht als christliches Mitgefühl. Ich war davon berührt, dass Obama in dem Interview sagte, er würde weitere zwanzig Jahre da sein, um die Last des Ausgangs des Atomdeals mit dem Iran zu tragen.

Wir werden diejenigen sein, die diese Last tragen, während er sich entschuldigt. Die jüdische Geschichte ist voll von Entschuldigungen diverser Nationen in der ganzen Welt für ihre Gleichgültigkeit unserem Schicksal und dem Vergießen unseres Blutes gegenüber. Leider kennzeichnet Obama das palästinensische Leid mit Begriffen des Elends der Afroamerikaner. Diese Gleichsetzung ist haltlos. Afroamerikaner bedrohen nicht das Leben anderer amerikanischer Bürger. Die Hamas und ihre Akteure drohen und morden. Statt Israel zu predigen, täte Obama besser daran PA-Präsident Mahmud Abbas und Hamas-Führer zu überzeugen Israel anzuerkennen und den Terror zu stoppen – dann bestände keine Notwendigkeit für Checkpoints und wir könnten mit wahrem Frieden vorankommen.

Sie hadern immer noch mit Balfour

Dore Gold, Israel Hayom, 25. Oktober 2013

Letztes Jahr, zum 95. Jahrestag der Balfour-Erklärung, schrieb der ehemalige palästinensische Premierminister Nabil Shaath einen Artikel im Daily Telegraph, mit dem er Großbritannien wegen der Ausfertigung der berühmten Erklärung zur Unterstützung der Gründung von Eretz Yisrael als nationaler Heimstatt für das jüdische Volk angriff. Shaath nannte die Balfour-Erklärung, ausgegeben vom britischen Außenminister Arthur James Balfour am 2. November 1917, den Anfang des „britischen Imperialismus“ in Palästina.

Im Kern dessen, was er Britanniens „Sünden in Palästina“ nannte, befand sich das Versprechen dieses Territoriums an das jüdische Volk, das – in den Worten Shaaths – „nicht einmal hier lebte“. Für ihn gab es in Palästina keine anzuerkennende jüdische Geschichte, sondern nur „koloniale Verschwörungen“ gegen die dort lebenden Araber. Der Aufstieg der jüdischen nationalen Heimstatt war, kurz gesagt, das Produkt externer Manipulationen durch äußere Mächte wie Großbritannien und nicht das Ergebnis eines authentischen Sehnens der Juden selbst. Da uns der Jahrestag der Erklärung bevor steht, ist es wichtig zu verstehen, wie Balfours Handeln immer noch Palästinenserführer verwirrt, die bereit sind seine Bedeutung zu verfälschen.

Was Shaat und andere Palästinensersprecher an der Balfour-Erklärung so anstößig finden war: Sie stellte den ersten Schritt in einer langen Anstrengung dar, dass die internationale Gemeinschaft die historischen Rechte des jüdischen Volks auf seine Heimat anerkannte. Für diese Anerkennung war ein harter diplomatischer Kampf der Leiter der zionistischen Bewegung während des Ersten Weltkriegs und in den auf ihn folgenden Jahren nötig.

Großbritannien war nicht der einzige beteiligte Staat. Am 4. Juni 1917 z.B. erhielten sie einen Brief des französischen Außenministers Jules Cambon; dieser schrieb: „… Es wäre Tat der Gerechtigkeit und der Wiedergutmachung, mit dem Schutz der alliierten Mächte bei der Wiedergeburt der jüdischen Nationalität in diesem Land zu helfen, aus dem das Volk Israel vor so vielen Jahrhunderten vertrieben wurde.“

Es stellte sich heraus, dass es weit schwieriger war im damaligen britischen Kabinett solche starke Formulierungen zu gewinnen. Was die Balfour-Erklärung wurde, durchlief während des Sommers und Herbstes 1917 eine Reihe von Entwürfen. Die ursprüngliche Formulierung der Erklärung, die vom britischen Außenministerium und Premierminister Lloyd George am 19. September 1917 gebilligt wurde, erklärte ausdrücklich das Prinzip, dass „Palästina als nationale Heimstatt des jüdischen Volkes wiederhergestellt werden sollte“.

Der Gebrauch des Begriffs „wiederherstellen“ bedeutete, dass das Land einst ihre Heimat war und ihnen jetzt wieder gegeben werden sollte. Es bedeutete, dass die Juden historische Rechte hatten. Aus diesem Grund war dieser Sprachgebrauch von der zionistischen Führung unter Chaim Weizmann und Nahum Sokolow angestrebt worden, die wollten, dass darauf hingewiesen wrid, dass das jüdischen Volk eine historische Verbindung zu seinem Land hatte. Dieser ursprünglichen Formulierung hatte auch Präsident Woodrow Wilson zugestimmt, dem der Text vorab vorgelegt worden war.

Es war kein wirklich abwegiges Ziel die formelle Anerkennung jüdischer historischer Rechte anzustreben. Ein wenig mehr als zwei Jahrzehnte zuvor erhielt Reverend William Blackstone, ein protestantischer Geistlicher aus Chicago mit guten Beziehungen, breite Rückendeckung für eine Petition für eine jüdische Heimat, die vom vorsitzenden Richter des Obersten Gerichtshofs, dem Präsidenten des Repräsentantenhauses, Universitätspräsidenten und den Herausgebern der New York Times und der Washington Post unterschrieben war. Top-Industrielle wie John D. Rockefeller und J.P Morgan gaben ebenfalls ihre Unterstützung. Kurz gesagt: Die Vorstellung, dass das jüdische Volk sein Land wieder gründete, war in den Eliten des amerikanischen Establishments akzeptabel geworden.

Blackstones Petition beschrieb die Verbindung des jüdischen Volks zu Eretz Israel besonders als „ein unveräußerliches Eigentum, von dem sie gewaltsam vertrieben wurden“. Mit anderen Worten: Das jüdische Volk hatte seinen Anspruch auf sein Land nicht freiwillig aufgegeben. In der Tat gab es keine Rechtshandlung, mit der sie das Eigentumsrecht an die Römer oder ihre Nachfolger abtraten; Fakt ist: Seit der Bar-Kochba-Revolte im Jahr 135 unserer Zeitrechnung bis zur muslimischen Eroberung gab es jüdische Widerstandsbewegungen, die versuchten Jerusalem zurückzugewinnen; danach folgte ein ständiger Strom jüdischer Immigranten.

Blackstone mag all das nicht gewusst haben, aber er berührte kurz die Vorstellung, dass es historische Rechte des jüdischen Volks gab, die er damals anerkannte, als er nach Unterzeichnern für seine Petition suchte. Die Petition wurde Präsident Benjamin Harrison 1891 vorgelegt und 1917 in anderer Form Präsident Wilson; das Ziel war, dessen Haltung zur Balfour-Erklärung zu beeinflussen.

Trotz der steigenden Popularität der Idee im Westen gab es Briten, die dagegen waren irgendeine Verpflichtung für eine jüdische nationale Heimstatt einzugehen. Diese Gruppe wollte die Sprache dessen, was die Balfour-Erklärung werden sollte, verwässern. Ironischerweise führte Edwin Montagu, Außenminister für Indien und das einzige jüdische Mitglied des britischen Kabinetts, den internen Kampf gegen das, was Balfour machte.

Montagu fürchtete, jüdische Rechte in Eretz Israel anzuerkennen würde zu einer Ablehnung jüdischer Rechte in Großbritannien oder sonst irgendwo in der Diaspora zu leben. Er war ideologisch der jüdischen Assimilation verpflichtet. Unter seinem Einfluss wurde jede Bezugnahme zur „Wiederherstellung“ ihrer Heimat fallen gelassen. Er verkündete damals: „Ich behaupte, dass es keine jüdische Nation gibt.“ Er bestand darüber hinaus auf: „Ich streite ab, dass Palästina heute eine Verbindung zu den Juden hat.“ Montagu konnte die Balfour-Erklärung nicht aufhalten, also versuchte er ihren Inhalt zu schwächen. Es überrascht nicht, dass Shaath Montgau zum  Helden einer Analyse macht.

Auf jeden Fall war die Balfour-Erklärung vom Grundsatz her eine Erklärung britischer Politik; sie begründete keine juristischen Rechte. Das geschah erst 1920 mit dem Treffen der alliierten Siegermächte in San Remo (Italien), auf der sie die Balfour-Erklärung in einer internationalen Vereinbarung übernahmen. Dann bestätigten die Mitglieder des Völkerbundes das Dokument für das Mandat Palästina.

Das Mandatsdokument stellte wichtige Elemente wieder her, die als Folge der Debatte im englischen Kabinett aus der Balfour-Eklärung herausgenommen wurden, den es erklärte: „… Anerkennung wird hiermit der historischen Verbindung des jüdischen Volks mit Palästina und den Gründen für die Wiederherstellung ihrer nationalen Heimstatt in diesem Land gegeben.“ Die britische Regierung gab 1922 ein Weißbuch aus, das diesen Punkt weiter klar stellte: Es besagte, dass die jüdische nationale Heimstatt „formell als auf der uralten historischen Verbindung beruhend anerkannt werden sollte“.

Nabil Shaath wollte seine britischen Leser letztes Jahr Glauben machen, der Prozess, der mit der Balfour-Erklärung 1917 begann und mit dem britischen Mandat 1922 endete, schuf den jüdischen Anspruch auf eine Heimat. Für ihn war die jüdische Heimat vollständig von den britischen imperialen Interessen erfunden und hatte keine historischen Wurzeln. Kurz gesagt: Es war ein illegitimer Anspruch.

Das ist aber eine Verzerrung dessen, was geschah, denn beteiligt war die Anerkennung durch die Briten, dass es ein vorher existierendes Recht gab. Darüber hinaus wurde diese britische Anerkennung von der internationalen Gemeinschaft 1922, durch den Völkerbund, vollständig anerkannt. Schließlich muss hinzugefügt werden, dass diese Rechte nicht ausgesetzt wurden, als der Völkerbund aufgelöst wurde, sondern an die Vereinten Nationen übergeben wurden, die den Völkerbund ersetzten.

Zusammengefasst: Shaat weigert sich den steten Aufbau der jüdischen nationalen Heimstatt über Jahrhunderte hinweg anzuerkennen; die ottomanische Volkszählung zeigte im 16. Jahrhundert eine jüdische Mehrheit in Safed. Berichte europäischer Konsulate aus dem 19. Jahrhundert zeigen, dass dieJuden in den 1860-er Jahren ihre Mehrheit in Jerusalem wiederherstellten – Jahrzehnte bevor die britischen Armeen den Nahen Osten eroberten. Die Balfour-Erklärung spiegelte einen historischen Trend, der bereits im Gang war, aber er startete nicht die jüdische Rückkehr nach Eretz Israel. Diese Rückkehr war das Ergebnis des nationalen Willens eines Volkes, das anzuerkennen Shaat und seine Kollegen sich immer noch weigern, womit sie den Konflikt mit Israel bis heute fortbestehen lassen.

Gastbeitrag: Die Ursachen bekämpfen, nicht die Symptome!

Meine Leserin Zahal hatte das Anliegen, diese Gedanken verbreitet zu sehen, allerdings wäre es im Kommentarbereich nicht gut aufgehoben. Daher stelle ich das hier ein und gebe es auch an andere weiter:

Wir haben wohl alle vernommen, wie es weitergehen soll; wir haben vernommen, wie der “ mächtigste Mann der Welt” die Zukunft gestalten will und zwar zu Lasten Israels und zu Gunsten der muslimischen Welt. Dazu brauchte er nicht zu betonen, dass er im Herzen ein Muslim ist. Ich hatte eine Diskussion in einem anderen Forum diesbezüglich, in dem sich der Weltenherrscher mit dem folgenden Absatz verriet:

Zu viele Tränen sind geflossen. Zu viel Blut wurde vergossen. Wir alle haben die Verantwortung, auf den Tag hinzuarbeiten, an dem die Mütter von israelischen und palästinensischen Kindern diese ohne Angst aufwachsen sehen, an dem das heilige Land der drei großen Glaubensrichtungen der Ort des Friedens ist, den Gott für ihn vorgesehen hat, an dem Jerusalem die sichere und ständige Heimat von Juden, Christen und Muslimen ist und ein Ort, an dem alle Kinder Abrahams friedlich zusammenkommen können wie in der Geschichte der Al-Isra, als Moses, Jesus und Mohammed – möge der Friede mit ihnen sein -gemeinsam beteten.

Möge der Friede mit Ihnen sein, sagt man zu Toten. Also ist er kein Christ und glaubt nicht nu rnicht daran, dass Jesus nicht tot ist, sondern auch irgendwann einmal auferstehen wird; er teilt die Ansicht der Muslime, die in Jesus einen toten Propheten sehen – eine klare Ansage, die sonst niemand versteht, wenn man sich nicht genügend mit der Deutungshoheit auseinandersetzt (keine Dogmen sondern Kernaussage der christlichen Religion). Aber darum geht es letztendlich nicht, es geht darum, dass Obama die Siedlungspolitik unterbinden will; und nicht nur er, sondern auch alle ignoranten europäischen Politiker, die genau darin das Hindernis zu einem Frieden sehen, damit aber einen der größten Fehler und Fehleinschätzungen der Weltgeschichte betreiben.

Ich habe mich in letzter Zeit darum bemüht, Verträge zu analysieren, die seit Balfour bestehen; die Forderung Obamas ist völkerrechtswidrig und übersieht ALLE Verträge bzw. setzt sie außer Kraft, die seit 1922 bestehen und nie annulliert oder ersetzt worden sind.

Ich würde gerne unseren Herrn Steinmeier (ein Befürworter des judenfreien Samaria und Judäa) ein wenig in Geschichte und Vertragsrecht aufklären. Wir müssen, denke ich, hier und jetzt an unsere Eliten herantreten, aktiv werden… also:

Sehr geehrter Herr Steinmeier,

ich lese immer wieder, dass Sie sich, um den „Frieden“ in Nahost zu fördern, für eine Räumung der jüdischen Siedlungen in Samaria und Judäa (von Ihnen und der Presse immer gerne mit dem unhistorischen Begriff „Westbank“ bezeichnet) aussprechen. Ich denke, Sie und alle, die diese Vorgehensweise befürworten, machen einen großen historischen Fehler. Ich begründe gerne, warum das so ist: Nicht die Besatzung ist die Ursache, sie ist die Konsequenz aus der Geschichte. Sie sollten die Ursache bekämpfen und nicht die Symptome.

1.) Selbst wenn es ganz Israel nicht mehr geben würde, würde es dort keinen Frieden geben, zu groß sind die Machtansprüche der einzelnen Familienclans und ideologisch verblendeten Fanatiker. Schauen sie sich doch bitte gegenwärtig die Anrainerstaaten an, Ägypten (Verfolgung und Unterdrückung Andersdenkender und – glaubender), um nur einen zu nennen; Syrien, Libanon, Jordanien, überall gibt es gleiche Probleme.

2.) Sie sollten die Geschichte nicht außer Acht lassen, angefangen mit der Balfour-Erklärung, mit der den Juden eine Heimstatt versprochen wurde, wobei schon kurz darauf circa 75% des versprochenen Landes einem neuen arabischen Staat zugesprochen wurde, den es vorher niemals in der Geschichte gab – Transjordanien, heute Jordanien. So verblieben ca. 25% für die Juden und sie gaben sich damit zufrieden.

3.) Die Einwanderung der Juden (und Juden gab es zu jeder Zeit in diesem Landstrich, 1882 etwa 24.000) fand lange vor der Staatsgründung statt. Bis 1948 war der Begriff „Palästinenser“ eine abwertende Bezeichnung für Juden im Heiligen Land. 1964 erfanden die arabischen Staaten das Volk der Palästinenser, als sie die PLO gründeten; bis dahin wäre kein Araber auf die Idee gekommen sich als Palästinenser zu bezeichnen. Arafat hat den Mythos einer „palästinensischen Urbevölkerung“ ins Leben gerufen; in seiner Rede vor den Vereinten Nationen im November 1974 behauptete Jassir Arafat: „Die jüdische Invasion begann 1881 … Palästina war zu dieser Zeit ein grünendes und blühendes Land, in der Mehrheit bewohnt von einem arabischen Volk, das dabei war, sich sein Leben aufzubauen und auf dynamische Weise seine einheimische Kultur zu bereichern.“ Historiker, Schriftsteller und Pilger beschreiben ein anderes Palästina. Wenn Sie sich Reisebeschreibungen (z. B. Mark Twain) aus den Jahren 1850 bis 1930 genau anschauen, werden Sie feststellen, dass es diese „arabische Urbevölkerung“ in diesem Umfang einfach nicht gab, ganz abgesehen davon, dass von einem blühenden und grünenden Land nun überhaupt nicht die Rede sein konnte.

Die Einwanderung arabischer Menschen erfolgte zeitgleich mit der jüdischen Urbarmachung der Region; die meisten Araber kamen als Wanderarbeiter aus Syrien, Ägypten und den umliegenden arabischen Staaten, weil sie sich ein besseres Auskommen unter den Juden erwarteten. Hierzu: Viele Palästinenser sind Nachkommen der ägyptischen, sudanesischen, syrischen und libanesischen Wanderarbeiter, die sich zwischen 1830 und 1945 innerhalb der augenblicklichen Grenzen Israels ansiedelten. Die Ausgabe der Encyclopedia Britannica von 1911 berichtet, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Zusammensetzung der Bevölkerung Palästinas außerordentlich heterogen war: Es wurden nicht weniger als 50 Sprachen gesprochen. Ja, gerade zu dieser Zeit wanderte die Mehrheit der palästinensischen Araber ins Land ein, kurz nachdem die Juden angekommen waren /Pr/_S.152.

4.) Es war nie die Rede von einem dritten arabischen Staat (den es ja nach Räumung der jüdischen Siedlungen geben würde, also judenfrei nach Jordanien, Gaza jetzt auch Samaria und Judäa). Ganz klar wurde ausgesprochen: Das jüdische Recht auf Palästina wurde 1922 durch den Völkerbund bestätigt, als die 52 Mitgliedstaaten für das Palästina-Mandat stimmten, welches die Verwaltung des Gebietes Großbritannien übertrug mit der ausdrücklichen Bestimmung „eine jüdische Heimstatt“ zu schaffen. Die Mandats-Erklärung hat international rechtlich bindenden Status. Sie bestätigt das historische Recht des jüdischen Volkes auf das Land (Präambel). Sie verleiht NUR den Juden politische Rechte zur Gründung eines nationalen Staates (Präambel; Art. 2). Nichtjüdischen Einwohnern werden Zivil- und Religionsrechte garantiert, es werden ihnen aber nicht die GLEICHEN politischen Rechte verliehen (Präambel; Art. 2). Trotzdem sitzen heute arabische Israelis in der Knesset und agieren zunehmend judenfeindlich.

Die Erklärung bestimmt ferner, dass die jüdische Niederlassung im ganzen Lande von der Mandatsmacht (GB) gefördert werden soll; sie soll intensiv und auf allem Land, auch auf staatlichem Boden erfolgen, außer auf dem für öffentliche Zwecke benötigten (Artikel 6).
Staatlicher Boden war der größte Teil Palästinas. Dabei handelte es sich um Gebiete, die niemandem privat gehörten (und automatisch von der Administration übernommen wurden, als die türkische Herrschaft aufhörte, weil die Türken von den Briten im 1. Weltkrieg besiegt wurden).

Aber lassen wir das, gehen wir chronologisch weiter. Nachdem nun einmal ein Staat für die „Urbevölkerung“ geschaffen wurde und in den nachfolgenden Jahren eine gerade aus deutscher Verantwortung entstandene jüdische Einwanderung nach Palästina (übrigens auch wieder ein Kunstwort, um die Heimat der Juden zu verungimpflichen) nicht aufzuhalten war, erklärte David Ben Gurion 1948 den unabhängigen Staat Israel, in dem auch den arabischen Minderheiten die gleichen Rechte zugestanden wurden, wie den Juden. An die darauffolgende Reaktion der Anrainerstaaten (übrigens auch künstliche Gebilde wie Jordanien, Libanon etc.) müssten auch Sie sich noch erinnern können: Der Staat Israel wurde 1948 nach dem Völkerrecht gegründet. Israels arabische Nachbarn akzeptierten dies nicht und begannen einen Angriffskrieg, der den jüdischen Staat auslöschen sollte. Im Zuge dieses Krieges besetzen Jordanien und Ägypten widerrechtlich Samaria, Judäa, einen Teil Jerusalems und den Gazastreifen und verwalteten ihn bis 1967. Vor 1967 gab es NIEMALS auch nur einen Ansatz von irgendeiner arabischen Seite, die auf einen eigenen Staat zwischen Jordan und Mittelmeer bestanden hätte, die arabischen Bewohner dieses Landstriches sahen sich auch nicht als ein Volk, sondern immer als Teil der arabischen Anrainerstaaten, dazu gibt es Aussagen wie die Folgende:

Ein hochrangiges Mitglied der Terrorgruppe Hamas (übrigens dringendst die Charta lesen), die jegliches Recht der Juden am Land verneint, hat öffentlich zugegeben, dass die Idee einer historischen „palästinensischen Nation“ eine reine Fantasievorstellung ist, ein Propagandainstrument derer, die sich gegen Israels Wiedergeburt auflehnen. In einem Interview mit der Zeitschrift „The Economist” sprach Hamas-Außenminister Mahmud Al-Zahar – drittwichtigster Anführer der Hamas – von dem Tag, an dem die moslemische Welt sich zu einer Art islamischer Konföderation oder islamischem Imperium vereinigen wird.

Al-Zahar erklärte, dass ein solcher Zusammenschluss kein Problem für palästinensische Araber bedeuten würde, die so energisch für ihre Unabhängigkeit gekämpft haben, da sie noch „nie in der Geschichte ein unabhängiger Staat waren. Wir waren Teil eines arabischen Staates und eines islamischen Staates.“ Obwohl ein solches Eingeständnis den Ansprüchen der nationalistischen Araber auf das Gebiet westlich des Jordan jede Grundlage entzieht, sind sogar viele Israelis und westliche Friedensvermittler der Meinung, dass Israel nicht auf unbestimmte Zeit über eine große und feindselige arabische Bevölkerung herrschen kann. Die Schaffung eines weiteren arabischen Staates (und somit einer weiteren Verkleinerung eines jüdischen Staates) scheint die am ehesten realisierbare Lösung des Problems zu sein.

Dennoch gründet die Realisierbarkeit einer solchen Lösung auf der Annahme, dass ein solches „Palästina“ eine freie, offene und demokratische Nation im westlichen Sinne des Wortes sein würde, ohne eine Gefahr für Israel darzustellen. Die Palästinenser neigen jedoch offenbar immer mehr der islamisch-religiösen Richtung zu. Al-Zahar zählt zu denen, die davon träumen, dass irgendwann einmal ein panmuslimischer Staat entsteht.

Nun gut, nach dem Sechstagekrieg 1967 holten sich die Juden eigentlich nur das zurück, was Ihnen vorher genommen wurde, also von einer Besatzung kann da wohl rechtlich keine Rede sein. Leider beginnt von diesem Tag an die mediale Geschichtsverfälschung und Israel wurde als „Besatzungsmacht“ über diese Landstriche weltweit in den Medien verurteilt. Demzufolge tun über 40 Jahre Gehirnwäsche ihre Wirkung, zumal sich die Wenigsten um den Begriff Ursache und Wirkung bemühen.

5.) Die JÜDISCHEN „SIEDLUNGEN“ SIND LEGAL: In den verbliebenen 25% Palästinas, einschließlich Gaza (heute judenfrei), dem „Westjordanland“ (bestehen Sie und andere auf judenfrei) und einem Teil der Golanhöhen (will Syrien zurück, ohne Frieden seinerseits, also auch wieder judenfrei), sind die jüdischen Siedlungsrechte nie begrenzt, enthoben, annulliert, überholt oder ersetzt worden. Die jüdischen Rechte für „dichte Besiedlung“ treffen rechtlich (erst recht) für das verbliebene Palästina westlich des Jordanflusses zu.

Es mag für Sie und andere eine Überraschung sein, aber Juden können völkerrechtlich in Gaza, Hebron, Bethlehem, Nablus, Ramallah und sonstwo in Palästina leben – genauso wie in Haifa, Tel Aviv und Jerusalem. Die Mandats-Erklärung von 1922 für Palästina trifft auch  für Gaza (welch Hohn), Judäa und Samaria („Westjordanland“), wie für Israel innerhalb der sogenannten „grünen Linie“ zu.

Sie und andere mögen sich fragen, ob die Mandats-Erklärung noch heute Gültigkeit hat, da der Völkerbund nicht mehr existiert. Außerdem hat Großbritannien das Mandat aufgegeben, nachdem es seine Mission nicht erfüllt hat. Nun, ebenso wenig, wie ein Testament mit dem Tode des Erblassers oder Testamentsvollstreckers ungültig wird, so auch nicht die Mandats-Erklärung. Als Ironie des Schicksals hat Israel als verantwortliche Nachfolger-Administration in Palästina (und damit Nachfolger Großbritanniens) sogar die Pflicht, die Mandatsaufgaben zu erfüllen, einschließlich der Besiedlung des Landes.

Die Vereinten Nationen (UNO) haben als Nachfolger des Völkerbundes die Gültigkeit aller Mandatsobligationen bestätigt, indem sie diese in ihre eigene Charta (Satzung) übernahmen, speziell mit Artikel 80 („Palästina-Klausel“ genannt). Die Jüdischen Siedlungsrechte sind deshalb sowohl vom Völkerbund als auch von der UNO garantiert, zweifellos zum Verdruss der Befürworter eines zweiten Palästinastaates, zudem ja heute die vorwiegende politische Meinung tangiert.

UNO-RESOLUTION 181: Obwohl dem Teilungsplan der UNO von 1947 in der Geschichte Israels ein hoher Platz eingeräumt wurde, ist es tatsächlich die Mandats-Erklärung, die den jüdischen Staat und die Siedlungsrechte legal rechtfertigt. Weil der Teilungsplan erwähnt wurde, wollen wir nun die arabischen Forderungen betrachten.

Da die arabischen Palästinenser nie einen selbstständigen Rechtsstaat mit territorialen Rechten hatten, können sie nicht behaupten, dass Israel illegal ihr Land okkupiert. Im Gegenteil stehen die jüdischen Rechte fest.

Die arabischen Palästinenser berufen sich heute mit ihrer Forderung nach einem (weiteren) palästinensischen Staat auf den Partitions-Plan, auch UNO-Resolution 181 genannt. Der Plan war ein Vorschlag zur Gründung eines jüdischen Staates und eines zweiten arabischen Palästinastaates auf den verbliebenen 25% des Landes. (Jordanien ist, wie gesagt, der erste palästinensische Staat und auf 75% von Palästina aufgebaut.) Dies ist eine weitere jener Ironien, da die ganze Arabische Liga, einschließlich der „palästinensisch-arabischen“ Führung, genau diesen Plan 1947 ablehnten und Krieg gegen Israel führten, um so den Disput militärisch zu erledigen.

Der Teilungsplan hat heute keine Rechtskraft. Die Resolution wurde nie rechtsgültiger Gegenstand internationaler Gesetzgebung. Obwohl die UNO-Vollversammlung ihn angenommen hatte, wurde er nicht vom UN-Sicherheitsrat ratifiziert, da der arabische Angriff gegen Israel die Resolution irrelevant machte. Israel hatte die Resolution akzeptiert. Die Araber lehnten sie ab und beschlossen einen Angriffskrieg. Die Resolution war davon abhängig, von beiden Seiten akzeptiert zu werden; sie war deshalb seitdem nicht mehr vor der Versammlung. Nur Resolutionen des Sicherheitsrats sind rechtlich verpflichtend. Resolutionen der Vollversammlung sind zunächst Vorschläge, Empfehlungen, geben aber keine rechtliche Grundlage.

Trotz der absurden Situation zahlreicher, von verschiedenen UNO-Gremien ausgehender Resolutionen, einschließlich der Resolution 1397 des Sicherheitsrats (März 2002), die im Widerspruch zur UNO-Verfassung palästinensische Eigenstaatlichkeit unterstützt, gibt es kein Recht, das den palästinensischen Arabern irgend einen Teil von Palästina in erkennbaren Grenzen gewährt. Die Resolution 1397 bestätigt nur eine „Vorstellung“ von Eigenstaatlichkeit für die palästinensischen Araber, etabliert jedoch kein gesetzliches Recht dafür. Zudem bleibt das Recht der Juden, sich überall in Palästina niederzulassen, weiterhin gültig.

Auf Grund der rechtlichen Situation stellte die damalige US-Botschafterin bei der UNO, Madeleine Albright, (obwohl sie die Konzessionen Israels an die Palästinenser unterstützte) fest: „Wir akzeptieren einfach nicht die Beschreibung der Territorien, die Israel 1967 einnahm, als besetztes palästinensisches Gebiet“.

Zahlreiche Experten auf dem Gebiet des Völkerrechts, wie Douglas Feith, Eugene Rostow und Stephen Schwebel, argumentierten überzeugend, dass Israel ein rechtsgültiges Besitzrecht für Gaza und das „Westjordanland“ – das Gebiet heißt Judäa und Samaria – hat.
Die UNO, die EU, internationale Gerichte und auch deutsche Politiker mögen das bestehende Recht garantieren oder sie mögen es ignorieren. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Israel nie eine widerrechtliche Besatzungsmacht war oder heute ist. Folgerichtig ist es ein historischer Fehler, wenn jetzt erneut einstmals jüdische Gebiete judenfrei gestaltet werden sollen und somit der Auslöschung Israels und dem jüdischen Volk indirekt Vorschub geleistet wird, denn eines ist klar: Innerhalb der Grenzen Israels leben rund 20% arabische Israelis. Sollten Samaria und Judäa judenrein gestaltet werden – und genau das sind die Pläne der „Palästinenser“ – dann müsste man Platz für ca. 250.000 Menschen schaffen und somit wäre es erforderlich, diese „arabischen Israelis“ in die danach judenfreien Gebiete zu integrieren. Was man schon früher (nach 1948) als Bevölkerungsaustausch hätte tun können – auch und gerade mit den „palästinensischen Flüchtlingen“ gegenüber den fast 800.000 jüdischen Flüchtlingen, die Israel aufgenommen hat und deren Hab und Gut in den jeweiligen Ländern verblieben sind.

Machen Sie sich bitte über die Folgen Gedanken bezüglich der Fehler, die Politiker auf Kosten eines seit ewigen Zeiten verfolgtem Volk (Deutschland brauche ich wohl nicht explizit anzusprechen) immer wieder begangen haben und auch weiterhin begehen. Es wird keinen Frieden geben, denn Sie sagen: Frieden, Frieden, aber es gibt ihn nicht. Vielleicht sollten sie wirklich die Bibel nehmen, lesen und sie als Geschichtsbuch betrachten – ohne Religion. Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn Sie sich ein wenig mehr mit Geschichte und Verträgen beschäftigen würden. Denn dann würden Sie EINES erkennen: SIE IRREN, so wie der neue Präsident der USA irrt.

Sie müssen die Ursachen angehen, nicht die Symtome!

(crossposted auf der Gegenstimme)

‚Land ohne Volk für ein Volk ohne Land‘

ElderofZiyon, 30. November 2007

Einer der frühesten Wahlsprüche des Zionismus, der sich in der Vorstellung der Befürworter eines jüdischen Staates festsetzte, war: „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land.“ Geprägt von Israel Zangwill,* beschwor er eine unwirtliche, leere Wüste, in der die fleißigen Juden einen modernen Staat aufbauen konnten.

Die auf Israel eindreschen benutzen dieses Zitat sehr gerne als Beweis für frühzionistische Verlogenheit, die die 400.000 Araber ignorierte, die am Beginn des modernen Zionismus in Palästina lebten. Zu einem gewissen Grad haben sie recht – gewiss gab es solche Leute – aber der Slogan war genauer, als sie behaupten.

Erstens gab es zwar Menschen dort, aber sie waren nicht „ein Volk“ – die damaligen Araber identifizierten sich mit dem arabischen Volk als Ganzem oder oft als Teil von Südsyrien – aber palästinensisch-arabischer Nationalismus kam erst auf, nachdem der Satz geprägt worden war und zu einem nicht allzu kleinen Teil als direkte Reaktion auf den Zionismus selbst.

Zweitens kann man kaum behaupten, dass das Land etwas anderes als dünn besiedelt war, wenn man bedenkt, dass heute rund zehn Millionen Menschen es schaffen in dasselbe Gebiet zu passen. Mit anderen Worten: Die Behauptung, dass der vorstaatliche Zionismus die bestehende arabische Bevölkerung verdrängte, ist schlicht eine Lüge, da das Ziel des Zionismus war dort zu bauen und Landwirtschaft zu betreiben, wo niemand lebte.

Und drittens ist es offensichtlich, dass die Juden ein Volk ohne Land waren, außer für die Eiferer, die den Juden verwehren überhaupt ein Volk zu sein.

Bei all der Empörung, die der Wahlspruch in arabischen Kreisen auslöst, weil er unmoralisch und aufhetzend ist, wurde er doch gestern vom Delegierten der Arabischen Liga bei den Vereinten Nationen benutzt, um ihm eine pal-arabischen Drehung zu geben:

Yahyah A. Mahmassani, ständiger Beobachter für die Liga der arabischen Staaten , verlas eine Botschaft des Generalsekretärs der Liga, Amre Moussa, in der er die äußerst wichtige Rolle des Komitees betonte. Der Internationale Tag der Solidarität [mit dem palästinensischen Volk] fiel mit dem neunzigsten Jahrestag der Balfour-Erklärugn zusammen, die den Weg für die expansionistische zionistische Politik ebnete, die dadurch ein Land ohne Volk und Volk ohne ein Land schuf – die Quelle des Konflikts, der bis zum heutigen Tag andauert.

Die Bigotterie und Heuchelei der arabischen Staaten ist hier wunderhübsch zur Schau gestellt:

  • Er geht über Millionen Juden hinweg, die heute in Israel leben und bezeichnet sie praktisch als nicht existent, unsichtbar, in einem „Land ohne Volk“ lebend. Gleichermaßen leugnet er die Tatsache, dass die Juden ein Volk sind.
  • Er datiert die Anfänge des palästinensisch-arabischen Flüchtlingsproblems auf 1917, nicht 1948; damit zeigt er die Meinung der Arabischen Liga, dass die bloße Existenz des jüdischen nationalen Strebens das Problem ist, nicht die Gründung des Staates und auch nicht die Flucht der ursprünglichen Flüchtlinge.
  • Er definiert die „Quelle“ des Konflikts auf 1917 und ignoriert, dass die arabische Gewalt gegen die Juden auf die Zeit vor Balfour zurückgeht und praktisch alle Angriffe danach Jahrzehnte lang nur in eine Richtung gingen. Mit anderen Worten: Nach seiner Ansicht war die Existenz der Juden in Palästina inhärent provokativ bis dahin, dass die armen Araber, die ohne freien Willen zu existieren scheinen, keine andere Wahl hatten als anzufangen die Juden zu massakrieren.

Und unabsichtlich:

  • Er gibt unterbewusst zu, dass es vor 1917 kein palästinensisch-arabisches Volk gab.

In diesem Fall des Versuchs von Arabern den Zionisten gegenüber Spieß umzudrehen, indem sie deren Sprache benutzen, beweist das nur ihre eigene Heuchelei und Bigotterie.

 

* Anmerkung heplev: Dieser Wahlspruch wurde zwar aufgebracht, aber er wurde nie in dieser Form übernommen. Schon Herzl bestand darauf, dass die indigene Bevölkerung Rechte hat und das wurde von der zionistischen Bewegung immer so gesehen.