Was ist für die UNO „empörend“?

First One Through, 16. September 2016

UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon ist nie ein großer Fan Israels gewesen. Er hat seine zehn Jahr im Amt wiederholt dazu genutzt Israel zu verurteilen und die palästinensische Autonomiebehörde zu rechtfertigen. Im Juni 2016 entschied er sich dafür im Gazastreifen nahe dem Bereich zu stehen, wo jihadistische Militante auf israelische zivile Bereiche schossen und erklärte: „Ich stehe auf der Seite der Menschen des Gazastreifens, um zu sagen, dass die Vereinten Nationen immer auf eurer Seite stehen werden.“

Während er auf die Zielgerade seiner schauderhaften Amtszeit einbog, fand Ban Ki-moon eine besondere Bemerkung eines führenden Politikers der Welt jenseits des Fassungsvermögens.

Es war nicht der Führer des Iran, der seine Absicht erklärte Israel von der Landkarte zu wischen.

Es war nicht der Führer Russlands, der in die Krim einmarschierte.

Es war nicht der Führer Nordkoreas, der Atomwaffen testet.

Es war nicht der Führer Syriens, der einen Bürgerkrieg führt, der bisher fast eine halbe Million Leben kostete.

Ban Ki-moon ignorierte diese Taten oder Kommentare nicht. Er verurteilte sie. Aber er schien auch zu glauben, dass sie eine gewisse Logik hatten. Sie waren schlecht, aber verständlich.

Es gibt allerdings einen Führungspolitiker der Welt, der etwas erklärte, was jenseits des Fassungsvermögens war. Etwas „Empörendes“.

Es überrascht nicht, dass Ban Ki-moon sich auf den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu konzentrierte, der unhöflicherweise auf eine schlichte Tatsache hinwies: dass der amtierende Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, darauf bestanden hat, dass ein neuer Staat Palästina im jüdisch-biblischen Heimatland frei von Juden sein muss.

„Ich bin beunruhigt von einer aktuellen Äußerung des israelischen Premierminister, der diejenigen, die gegen Siedlungserweiterungen sind, als Unterstützer von ethnischer Säuberung beschrieb. Das ist inakzeptabel und empörend.“ – Bank Ki-moon, 15. September 2016

Es kann nicht bestritten werden, dass Abbas seine Absichten klar geäußert hat. Es stimmt ebenfalls, dass Ban Ki-moon die antisemitische Forderung unterstützt. Aber vom israelischen Führungspolitiker deswegen herausgefordert zu werden – der dieselbe Sprache benutzt, die Abbas für Israel verwendet – konnte der UNO-Generalsekretär dann nicht noch akzeptieren.

Die UNO genehmigt den Begriff „ethnische Säuberung“ im israelisch-arabischen Konflikt nur, wenn Araber ihn für Israel verwenden.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, September 2016

Aber kann man die UNO das vorwerfen? Jahrhunderte lang hat sich die Welt wohl damit gefühlt Juden zu diktieren, wo sie zu leben haben, ob in Ghettos, in Sondersiedlungen oder über Zwangsvertreibungen. Nicht die Araber. Nicht die Sikhs, Nicht die Schwarzen. Nur die Juden.

Und damit, dass der Leiter der Vereinten Nationen dem jüdischen Regierungschef zuhören muss, wie der seine adoptierten Mündel angreift, war er einfach nicht mehr in der Lage umzugehen.

Ban Ki-moon erklärte bereits, dass er auf der Seite von Gaza steht. Er hat seine Begeisterung darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Terrorgruppe Hamas an den palästinensischen Wahlen teilnimmt. (Er erklärte zudem, dass er geschockt war zu erfahren, dass die Hamas Juden töten will, obwohl das in ihrer Charta klar aufgeschrieben ist und ihre Führer ihre Absichten tagtäglich in den Medien erklären.)

Und all das passt ins Weltbild der UNO.

Die UNO erwartet von Israel, dass es sich schlecht verhält und verurteilt es mehr als den Iran, China und Russland zusammen. Aber Netanyahus Stellungnahme trieb den Generalsekretär über Abneigung hinaus zur Empörung.

Was für die UNO „empörend“ ist: dass der jüdische Staat erklärt, dass er genug davon das einzige Volk auf dem Planeten zu sein, dem verboten wird auf bestimmtem Land zu leben, ganz zu schweigen von seiner historischen Heimat, die das Völkerrecht ihm ausdrücklich gab. Empörung, dass Juden nicht damit zufrieden sind auf einem Bruchteil ihres Heimatlandes zu leben, ohne Rechte an ihrem heiligsten Ort. Empörend, dass Juden die Frechheit haben die Wahrheit zu sagen.

Wo ist Ihre Empörung?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (26.06.-02.07.2016)

Sonntag, 26.06.2016:

An der Machpela (Patriarchengrab) in Hebron wurde die gestohlene Mezuza ersetzt (Fotos).

Montag, 27.06.2016:

Abbas-Berater und Mitglied des Zentralrats der Fatah Sultan Abu El-Einein: „Wo immer du einen Juden findest, schneide ihm den Kopf ab!“ (Merke: Jude, nicht „Zionist“.) Der Mann hatte 2014 schon verkündet, einen Rabbiner zu töten, während er betet, sei Allahs Wille.

Die Araber randalieren und versuchen zu morden – aber Jordanien verurteilt natürlich Israel und macht den Judenstaat für die „Unruhen“ verantwortlich (mit denen der massive Einsatz von Sicherheitskräften mit Gummigeschossen gemeint sind, nicht die Mordversuche durch die Araber.)

Heckmeck:
Ban Ki-moon bekam an der Universität Tel Aviv einen Ehrenpreis. Dort drängte er „beide Seiten“ (Israel und die Palästinenser) „dringend konkrete Schritte“ zu unternehmen, um ihren Jahrzehnte alten Konflikt zu beenden. [Dann sollte er endlich mal Druck auf die Terroristen ausüben!] Er unterstrich seine Kritik an „beiden Seiten“ aber wieder einmal nur mit Vorwürfen an Israel: Die Besatzung untergrabe den Frieden. Und dann wieder der Aufruf, die Führer dürften „den Extremisten auf beiden Seiten“ nicht gestatten den Konflikt zu schüren. Hm… die Extremisten sitzen auf der einen Seite – bei den Arabern – an der Macht, wie man tagtäglich in den Dokumentationen von MEMRI und PMW sehen kann. Darauf geht der UN-Mensch nicht ein!

Dienstag, 28.06.2016:

Die PA feiert den Beitritt zur internationalen Pfadfinder-Bewegung mit einer Landkarte von „Palästina“ – auf der ganz Israel nicht existiert.
Und in einem Quiz werden Kinder wieder gelehrt, dass „Palästina“ 27.000 Quadratkilometer groß ist – die „Westbank“ und der Gazastreifen haben 6.220 m2.
Aber warum auch nicht, reicht doch „Palästina“ vom Fluss Jordan bis zum Mittelmeer…

Überall in Judäa und Samaria ist das Wasser knapp, in den Siedlungen genauso wie bei den Arabern. Die PA macht Israel dafür verantwortlich. Israel macht die marode Leitungs-Infrastruktur der PA-Araber dafür verantwortlich.

Ein ranghoher PA-Offizieller und Mitglied des Fatah-Zentralkomitees gab zu wissen, wenn er einen Israeli sieht, würde er ihm die Kehle durchschneiden. Er sei gegen jegliche Gespräche, Diskussionen, Treffen und jegliche Normalisierung mit Israel.

Im arabischen Dorf Beit Fajjar im Gush Etzion wurden 3 unabhängig voneinander agierende Terrorzellen mit insgesamt 19 Mitgliedern entdeckt und festgesetzt. Sie hatten bereits mehrere Terroranschläge verübt.

Mittwoch, 29.06.2016:

MK Hanin Zoabi, die bekannte arabische Hasspredigerin, bezeichnete heute israelische Soldaten, die 2010 am Einsatz auf der Mavi Marmara beteiligt waren, als Mörder. Auf die berechtigte wütende Kritik von Abgeordneten forderte sie diese auf, sie hätten gemordet, sie sollten „die Klappe halten“. Jetzt kommen wieder heftige Forderungen sie aus der Knesset zu entfernen.

Donnerstag, 30.06.2016:

Die IDF bereitet die komplette Abriegelung von Bani Na’im vor, dem Ort, aus dem der Terrorist vom Morgen kommt.

Die Gemeinsame Arabische Liste steht hinter Hanin Zoabi und ihren verleumderischen Lügen über die IDF. Die Angriffe auf die Hetzerin seien „faschistisch“.

Das „Nahost-Quarett“ fordert von Israel dringende Schritte den Bau in den Siedlungen zu stoppen. Diese Praxis sei einer der „negativen Trends“, die rasch umgekehrt werden müssten, um den Friedensprozess am Leben zu erhalten. Die Gewalt, Aufstachelung und fehlende Kontrolle seitens der PA „untergraben die Hoffnung auf Frieden“.

Eine Teenagerin auf Mitzpe Ramon wurde am Abend festgenommen; sie hatte auf ihrer privaten Facebook-Seite zu Rache für den Mord in Kiryat Arba aufgefordert.

Auf der King George Street in Jerusalem protestierten etwa 100 Menschen gegen die Sicherheitslage.

Freitag, 01.07.2016:

Ein klares Beispiel des Unterschieds von Statistik und aktueller Realität: Die IDF meldete einen deutlichen Rückgang der terroristischen Gewalttaten seit Jahresbeginn 2016 – während gleichzeitig aktuell wieder eine hohe Anzahl an Morden und Mordversuchten durch Terroristen im Gang ist.

Einer der Terroristen, die zwei Wanderinnen – die Reiseführerin Kay Wilson und ihre Freundin Christine Luken – überfielen und bestialisch abstachen, (Kay überlebte das wie durch ein Wunder), wurde vom PA-Fernsehen in einem Interview mit seiner Mutter geehrt und als „heldenhafter Gefangener“ bezeichnet. (Ich frage mich, was heldenhaft daran sein soll zwei unbewaffnete Frauen zu überfallen, zu fesseln und mit Macheten mehr oder weniger zu zerstückeln!)

Mahmud Zahar von der Hamas forderte die Araber/Muslime auf alle Juden aus Israel zu vertreiben.

Hamas fordert nach dem heutigen Tod zweier Araber Rache. Gleichzeitig fordert sie finanzielle und militärische Unterstützung von islamischen und arabischen Staaten. Sie betrachtet sich als von diesen im Stich gelassen.

Ein Treffen im Büro des stellvertretenden Verteidigungsministers ergab, dass die Wasserkrise in Samaria vor allem durch systematischen Wasserdiebstahl seitens der Araber (1,56 Milliarden Liter im Jahr), aber auch durch Pflichtverletzungen der israelischen Wasserbehörden zustande gekommen ist.

Premierminister Netanyahu will versuchen zu verhindern, dass Israel der PA hilft ihren Terroristen in israelischen Gefängnissen Gehälter zahlt. Deshalb sollen jetzt diese Gehälter von den Steuer-Überweisungen an die PA abgezogen werden.

Die IDF bereitet den Abriss des Hauses des Terroristen vor, der gestern das 13-jährige schlafende Mädchen ermordete.

Yehuda Glick wird in einem animierten Video mit Mord gedroht. Er habe „keinen Platz in Palästina“, lassen die Araber wissen.

Heckmeck:
– Das „Nahost-Quartett“ hatte einen Bericht zu möglichen Friedensgesprächen ausgegeben, in dem sie Israel aufforderten den Bau in den Siedlungen einzustellen. Benjamin Netanyahu lehnte die Aussage des Berichts ab, dass die Siedlungen ein Friedenshindernis darstellen; das Märchen solle nicht weiter perpetuiert werden. Saeb Erekat war derweil von dem Bericht enttäuscht, weil darin auch die PalAraber kritisiert wurden. Als von einer fremden Macht besetztes Volk trügen die Palästinenser keine gemeinsame Verantwortung mit Israel.

Samstag, 02.07.2016:

Premierminister Netanyahu und Verteidigungsminister Leiberman kündigten Freitag an, dass Baugenehmigungen für 42 Wohneinheiten in Kiryat Arba erteilt wurden – in dem Stadtteil, in dem die 13-jährige Hallel ermordet wurde. Die Ausschreibung war schon vor einem Jahr erfolgt, aber dann aus politischen Gründen eingefroren worden. Darüber hinaus wurden alle Arbeitsgenehmigungen für Araber aus dem Dorf zurückgezogen, in dem der Terrorist wohnte (das sind insgesamt 2.800!).

Außerdem beschloss die Regierung, dass ein besonderer Friedhof für Terroristen an, die beim Mord oder Mordversuch getötet wurden. Die nötigen Gelder dafür werden von den Steuereinnahmen abgezogen, die Israel an die PA überweist. Die Leichen der Terroristen sollen nicht mehr an ihre Familien übergeben werden.

Die UNO kann nicht einen einzigen Terroranschlag gegen Israel finden

Elder of Ziyon, 4. März 2016

Hier haben wir einen Screenshot der „UNO-Reaktion auf Terrorakte-Internetseite“:

Die Seite listet 37 anerkannte und von der UNO seit November 2015 verurteilte Terroranschläge auf. Diese Anschläge fanden in 19 verschiedenen Ländern statt [nach ihrer englischen Schreibweise sortiert]:

  • Afghanistan
  • Burkina Faso
  • Kamerun
  • Tschad
  • Ägypten
  • Frankreich
  • Indonesien
  • Irak
  • Libanon
  • Libyen
  • Mali
  • Nigeria
  • Pakistan
  • Saudi-Arabien
  • Somalia
  • Syrien
  • Tunesien
  • Türkei

Aber ein Land, das in diesem Zeitraum eine Terrorwelle erlebt hat, wird nicht erwähnt.

Man kann der Botschaft, die die UNO damit gibt, kaum entgehen. Für diese Organisation sind Stecherangriffe, Bombenangriffe, Messerstiche und Rammen mit Autos sowie Schüsse auf unschuldige Israelis kein Terrorismus. Und wenn das kein Terrorismus ist, dann muss es eine Form des Freiheitskampfes sein.

Ban Ki-moon implizierte in der New York Times irgendwie, dass Anschläge auf Israelis Terror ist, aber wie die Liste zeigt, hat er nicht ein einziges Mal eine Erklärung der UNO abgegeben, die sie verurteilt.

Arnold Roth hat viel mehr dazu.

Das eigentlich Irre an Ban Ki-moons Rede

Elder of Ziyon, 27. Januar 2016

Ja, es ist empörend, dass Ban Ki-moon Terroranschläge praktisch zum natürlichen Ergebnis von „Besatzung“ erklärte und Netanyahu hatte recht ihn deswegen scharf zu kritisieren.

Das war aber nicht der seltsamste Teil seiner Rede.

Der Titel von Ban Ki-moons Vortrag war „Anmerkungen des Generalsekretärs zur Lage im Nahen Osten vor dem Sicherheitsrat“.

In der Rede gab es nach Angaben der offiziellen UNO-Aufzeichnungen 52 Absätze.

Von diesen 52 handelten 3 vom Libanon. Zwei erwähnten Syrien – einer zu Flüchtlingen und einer über den Golan.

Der gesamte Rest der Rede handelte von Israel und den Palästinensern.

Der Generalsekretär der UNO gibt einen Überblick zum Nahen Osten, ohne syrische Gräueltaten zu erwähnen, ohne die Instabilität im Irak zu erwähnen, er erwähnte nicht einmal ISIS.

Nichts zum Iran. Nichts zu Saudi-Arabien, das im Jemen mehr Zivilisten tötet als Israel es im Gazastreifen machte. Nichts zu Ägypten oder Libyen. Nicht ein Wort zu den Kurden.

Im Gegenteil: Ban Ki-moon implizierte, wenn nur Israel ein paar weitere Zugeständnisse machen würde, dann würde der Rest der Region dazu inspiriert Frieden zu schließen. „Während der Großraum des Nahen Ostens weiter von einer unerbittlichen Welle extremistischen Terrors gehalten wird, haben Israelis und Palästinenser eine Gelegenheit in einer Region Hoffnung wiederherzustellen, die von Intoleranz und Grausamkeit zerrissen ist.“

Das Wort „Besessenheit“ wird den unbeirrbaren Israel-Fetisch bei der UNO nicht ansatzweise gerecht.

Aber ja: Wir müssen auch wegen des Generalsekretärs Rechtfertigung von Terror wütend sein.

(Ban Ki-moon: „Wie unterdrückte Völker durch alle Zeitalter hindurch demonstriert haben, liegt es in der menschlichen Natur auf Besatzung zu reagieren, die oft als potenter Brutkasten für Hass und Extremismus dienst.“
Dalai Lama: „Es es ein Wunder, dass ich keine Raketen geschossen, Busse gesprengt und wahllos auf Menschen eingestochen habe.“

Ban Ki-moon zurechtgewiesen

Hillel Neuer von UN Watch hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon einen kurzen Brief geschrieben, weil der einen unsäglichen Satz von sich gab, den man so nicht stehen lassen kann:

Hillel-Neuer-to-Ban-Ki-moon-2016-01-26

Sehr geehrter Herr Generalsekretär,

heute sprachen Sie von palästinensischen Anschlägen auf Israelis und sagten: „Es liegt in der menschlichen Natur auf Besatzung zu reagieren.“

Nein. Es lag für die Palästinenser nicht in der menschlichen Natur, dass sie allein in der letzten Woche Dafna Meir, Mutter von sechs Kindern, vor ihrem Haus erstachen; dass sie Michal Froman, eine schwangere Frau, niederstachen; oder dass sie Shlomit Krigman, eine 23 Jahre alte Universitätsabsolventin, niederstachen, die gerade ihren Verletzungen erlag.

Es ist an der Zeit, dass Sie aufhören Rechtfertigungen zu finden und die Palästinenser für ihr Tun haftbar machen – diejenigen, die morden und die Fatah-, Hamas- und weiteren Führe, die sie aufstacheln.

Hochachtungsvoll

Hillel C. Neuer
UN Watch

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Was Ban Ki-moon hier betreibt ist Steigbügelhalterschaft für Terrororganisationen, wie sie diese Karikatur bei StandWithUs verdeutlicht:

Ban_Hamas-Jihad