Sie werden nicht glauben, wie viele Siedlungen von Israel seit 1990 genehmigt wurden

Elder of Ziyon, 2. Januar 2014

Hier finden Sie eine BBC-Comedy-Sendung, die das parodiert, was die Welt einstimmig als Israels unerbittliche Expansion der Siedlungen ansieht:

Der Grund, dass Menschen glauben, dies sei lustig, besteht darin, dass es auf dem zu gründen scheint, was universal als Wahrheit akzeptiert wird: dass Israel weiter mehr und mehr Siedlungen baut. Seit Jahrzehnten haben wir gehört, dass diese Siedlungen eine Zweistaatenlösung gefährden, weil sie mehr und mehr Land greifen und irgendwann wird kein Land mehr übrig sein, auf dem die Palästinenser leben können.

Wie sieht die Wahrheit aus?

Nun, fragen wir doch Peace Now. In ihrem Bericht vom 19. April 2012 steht:

Nach Angaben des Berichts erklärte Premierminister Netanyahu diese Woche, das die Regierung in der anstehenden Kabinettsitzung am Sonntag, 22. April die Gründung von drei Siedlungen (Bruchin, Sansana und Rechalim) genehmigen wird. Diese Entscheidung muss getroffen werden, um die illegalen Außenposten zu legalisieren. … Wenn sie nächsten Sonntag genehmigt werden, wird das das erste Mal seit der Regierung Shamir im Jahr 1990 sein, dass die israelische Regierung eine Entscheidung über die Gründung neuer Siedlungen trifft.

Sie lesen richtig. In 23 Jahren hat Israel genau drei neue Siedlungen genehmigt.

Seit damals wurden keine neuen Siedlungen genehmigt. Peace Now hat einen Bericht zu Siedlungsaktivitäten seit Bibis Wiederwahl und es wird nicht eine einzige Siedlung erwähnt.

Sicher: Innerhalb bestehender Siedlungsgrenzen sind viele neue Gebäude hinzugekommen. Die überwiegende Mehrheit dieser Gebäude nimmt überhaupt kein zusätzliches Land in Anspruch. Und die überwiegende Mehrheit des Gebäudebaus finden in Gegenden statt, die Israel bei einem möglichen Friedensabkommen weiterhin kontrollieren wird. (Manchmal, nach Angaben von Peace Now ein paar Mal im Jahr, werden neue Viertel genehmigt, die auch bestehende Siedlungen auf Staatsland erweitern, niemals auf Land in arabischem Privatbesitz und immer in Area C, wo überhaupt nur rund 2% der palästinensischen Araber leben.)

Es stimmt, dass auch Dutzende illegale Außenposten aufgebaut worden sind – gegen israelisches Recht. (Was per Definition nicht bedeutet, dass ihr Bestehen gegen internationales Recht verstößt, egal, wie die Genfer Konventionen interpretiert werden.)

Natürlich hat die Regierung Netanyahu kein Geheimnis daraus gemacht, dass sie vor hat andere ältere Siedlungen zu legalisieren. Aber: Sie hat es auch nach fast fünf Jahren im Amt nicht gemacht.

2002 behauptete B’Tselem, 1,7% der Westbank werde von Siedlungen eingenommen, dazu kommen Straßen zu diesen Orten. Peace Now setzte den Umfang von Siedlungsland damals auf 1,36% fest. Saeb Erekat sagte allerdings, ein von der EU finanzierte Überblick des Landes zeige, dass 2011 israelische Siedlungen nur 1,1% des Landes einnahmen! (Er argumentiert sogar damit, weil sie so wenig Raum einnehmen, sollte die Gründung „Palästinas“ auf Grundlage der „Linien von 1967“ stattfinden.)

Das ist kaum die massive Ausdehnung von Land, wie sie von den Medien, Politikern und heute in Comedy-Sendungen dargestellt wird. In realen Begriffen: Israels Siedlungspolitik hat seit vor Oslo sehr wenig dazu beigetragen eine Zweistaatenlösung zu gefährden.

Neben Promi-Skandalen ist Israels Siedlungspolitik wohl das am meisten übertriebene Thema in der Geschichte der Nachrichtenmedien.

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Nach Amud Anan: Ein weiteres Beispiel dafür, wie die BBC Hamas rechtfertigt

Elder of Ziyon, 25. November 2012

Am ersten Tag der Operation Wolkensäule tweetete Paul Danahar von der BBC:

Dass die IDF das Haus von Mahmud al-Zahar von der #Hamas beschießt, ist eine ernste Eskalation, bedeutet Operation gegen politischen Flügel, nicht nur das militärische #Gaza

Danahar nutzt hier die diskreditierte Logik des Goldstone-Berichts, der mächtig versuchte die Hamas von den Al-Qassam-Brigaden zu unterscheiden, wobei nicht zugegeben wurde, dass mindestens drei Viertel der Hamas-Polizisten auch Al-Qassam-Polizisten waren.

Obwohl die BBC selbst nur sieben Minuten später zugab, dass dies nicht wahr war, ist es absurd zu behaupten, dass die Hamas einen „politischen Arm“ hat. Es gibt in Wirklichkeit keine Unterscheidung zwischen Mahmud Zahar und den Al-Qassam-Brigaden.

Und damit es für alle überprüfbar ist, muss man nur diese Fotos ansehen, die in den seinen letzten zwei Tagen von Mahmud Zahar selbst gemacht wurden:

Politische Führer ziehen keine militärische Tarnkleidung an und laufen mit Maschinenpistolen rum.

In der Rede, die Zahar auf dieser Kundgebung der Qassam-Brigaden hielt, betonte er, dass die Hamas „sich diese Raketen zunutze machen wird, damit sie der palästinensischen Sache dienen und das Land befreien“ – was bedeutet: Israel militärisch vernichten werden. Er sagte auch, dass die palästinensischen Leute geduldige und standhafte Mudschaheddin – Jihadisten – sind.

Für mich sieht er nach Militär aus und klingt auch so!

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (11.-17.11.2012)

Sonntag, 11.11.2012:

Ägypten will einen „Waffenstillstand“ vermittelt haben. Danach sollen die Terroristen sagen, sie würden das Feuer einstellen, wenn Israel die Luftschläge im Gazastreifen einstellt.

Der überaus „friedfertige“ Scheik Rahed Saleh (islamistischer Hetzer aus Israel) auf einer Konferenz in Tunesien: Die „Aggression der israelischen Besatzung geht dem Ende zu“, was „zur Verkürzung des Lebens [Israels] führen“ wird.

Ach nee? Die PA-Medien, -Moscheen und -Schulen sagen aber etwas ganz anderes: Mahmud Abbas behauptet, mit dem Antrag bei der UNO solle Israel nicht delegitimiert werden.

Montag, 12.11.2012:

Der Rote Davidstern berichtet, dass bei den mehr als 100 Raketenangriffen auf Israel 47 Personen verletzt wurden.

Die Schweinepriester von der Hamas haben ein „Militär-Kommuniqué“ ausgegeben: „Als Antwort auf israelisches Massaker … schossen Palästinenserfraktionen auf israelische Militärziele rund um Gaza.“ NICHT EIN EINZIGES DER RAKETENZIELE WAR MILITÄRISCH!

Der ägyptische Botschafter in Ramallah forderte Israel auf die Angriffe auf den Gazastreifen einzustellen. (Was ist mit den Terroristen?) Baroness Ashton brachte natürlich auch nichts raus, das ansatzweise als Kritik an den Terroristen gewertet werden könnte – die üblichen Aufrufe „an beide Seiten“ müssen reichen.

Der ägyptische „Botschafter“ in Ramallah ließ wissen, dass der vermittelte „Waffenstillstand“ offiziell ja gar nicht bestand, also konnte er auch nicht gebrochen werden.

Eine Delegation israelischer Araber stattete der Umgebung des Gazastreifens einen Solidaritätsbesuch ab, um zu zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der israelischen Araber auf der Seite der beschossenen Einwohner steht.

Die Hamas zieht einen Waffenstillstand mit Israel gar nicht erst in Betracht.
Aber die Terroristen machen Israel für die Eskalation verantwortlich. Klar, die haben ja auch zuerst zurückgeschossen.

Dienstag, 13.11.2012:

Liebesgrüße von Nasrallah, der sich nicht aus seinem Versteck traut: Die fehlende Antwort Israels auf die Terroristen-Drohne im Oktober zeigt die Stärke der libanesischen „Miliz“. Die Zionisten würden abgeschreckt und sich nicht trauen gegen sie vorzugehen. Ansonsten kritisierte er die Arabische Liga, weil die nichts gegen Israels „tägliche Massaker an den Palästinensern im Gazastreifen“ tue.

Eine ägyptische Delegation ist zu Besuch im Gazastreifen. Ismail Haniyeh nutzte die Gelegenheit, um Ägypten aufzufordern, „den Kampf um Jerusalem“ aufzunehmen.

Mittwoch, 14.11.2012:

Die Terroristen kloppen sich, wer am Samstag den IDF-Jeep beschossen hat. Die PRC veröffentlichten ein Video und reklamierten den feigen Mordversuch für sich. Die PFLP widerspricht und bezeichnet das Video als Fälschung, die ihr den „Ruhm“ stehlen will.

Natürlich: Die ägyptische Muslimbruderschaft verurteilt die „zionistischen Besatzer“, weil sie sich gegen den Terror aus dem Gazastreifen verteidigen. (Und das war vor dem Abschuss von Terrorfürst Ahmed Jabari). Israel ist für die Eskalation verantwortlich, wer auch sonst – die Terroristen nie!
Die Jihadisten sehen das natürlich auch nicht anders: Nachdem sie mehr als 100 Raketen auf Israel schossen, heißt es jetzt, Israel (!) habe den Krieg erklärt (und damit den Frieden gebrochen).

Hamas-Terrorfürst Abdallah Barghouti wurde in Israel zu 67 lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt. Er findet das weiterhin völlig in Ordnung und heldenhaft, dass er für 67 tote Zivilisten gesorgt hat.

Mahmud Abbas kriegt Saures aus Israel: Wenn er das mit dem UNO-Antrag tatsächlich macht, sollte er sich nicht wundern, wenn die Oslo-Vereinbarungen annulliert und er gestürzt wird.

In Jericho soll eine arabisch-israelische NGO-Konferenz stattfinden. Eine Araber-Organisation hetzt dagegen und fordert Boykott. Unter den Teilnehmern seien solche, die weder das „Rückkehrrecht“ anerkennen noch das Ende des „israelischen Apartheid-Regimes“ befürworten, was „den Zielen des nationalen Kampfes der Palästinenser entgegen steht“.

Shimon Peres, der Falke? Er forderte jetzt bei einem Besuch in Sderot, dass die Überweisungen an nach Gaza eingestellt werden.

Ägyptens Präsident hat wegen des Vorgehens gegen die Terroristen den israelischen Botschafter einbestellt und den ägyptischen Botschafter aus Israel abgezogen. Daraufhin verließ der israelische Botschafter samt Personal Ägypten.

Die IDF hat ein Luftbild von Zeitoun veröffentlicht, in dem die Abschussorte für Fajr-Raketen gekennzeichnet sind; außerdem ein Video, wie Terroristen diese Raketen abladen und verstecken

Der oberste Terrorchef im Gazastreifen jammert und fleht die arabischen „Bruder“-Staaten auf Israels Angriff auf den Terrorstreifen zu beenden. Er nannte das militärische Vorgehen Israels einen „barbarischen Feldzug“. So ist das halt mit den terroristischen Aggressoren: Sie fangen an zu jammern, wenn sie Gegenwind bekommen, weil die bösen Juden sich ja nicht wehren dürfen.

Die Araber haben es nicht eilig: Die Arabische Liga will sich am Samstag zum Thema Gaza-Krieg treffen.

Donnerstag, 15.11.2012:

Die Luftwaffe warf über dem Gazastreifen Flugblätter ab, in denen die Einwohner aufgefordert wurden sich von Terroristen und ihren Waffen fernzuhalten.

Bei der Untersuchung von Raketen-Überresten wurde festgestellt, dass einige der Grad-Raketen mit Phosphor geladen waren. (Wo bleibt der Aufschrei der „Menschenrechtler“?)

Der Erez-Übergang wird für Journalisten offen gehalten.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte in der eine Dringlichkeitssitzung (auf Antrag von Ägypten). Wieder ein typischer Fall von „Israel hat sich zuerst gewehrt, jetzt muss etwas unternommen werden.“

Herr Ban erwartet von Israel „gemäßigt“ vorzugehen, um keine „neue Spirale des Blutvergießens zu provozieren, die zusätzliche zivile Opfer verursachen und gefährliche Überlaufeffekte in der Region verursachen würde“. Wann sagt er so etwas einmal der Hamas?????

Herr Ban sprach mit Ägyptens Präsident Morsi und brachte starke Unterstützung für dessen Regierung aus, die versuche die Ruhe in der Region wieder herzustellen. Zwei Probleme: Warum ließ Ban aus, dass Raketen auch von Ägypten aus nach Israel geschossen wurden? Warum lobt er einen Typen, der einseitig Partei gegen Israel ergreift und hetzt, er versuche die Ruhe wieder herzustellen – damit bekommt er keine Ruhe, sondern ermutigt die Terroristen und stößt Israel vor den Kopf.

Die Muslimbruderschaft hat in Ägypten für Freitag zu einem „Tag des Zorns“ aufgerufen – wegen der Angriffe der Israelis, die der Terroristen sind ja in Ordnung.
Die USA wurden von Ägypten aufgefordert, „Israels Operation im Gazastreifen“ zu beenden. Die Lage könnte außer Kontrolle eskalieren. Dass die Raketen aufhören sollen, forderte Morsi nicht.

Die Sitzung des UNO-Sicherheitsrats endete ohne Ergebnis. Der UNSC-Präsident sagte, es habe keinen Versuch gegeben eine Entscheidung zu erzielen. Die Araber nannten die Sitzung „sinnlos“.

Den Gefallen sollte man ihm tun: Khaled Meschaal tönte, man könne ihn ruhig auch töten, „aber wir werden es trotzdem nach Jerusalem schaffen. Israel und alle dunklen Mächte der Welt werden es nicht schaffen das palästinensische Volk zu eliminieren.“ Da hat er was falsch verstanden, der Lügenbolzen. Israel will nur die eliminiert sehen, die den Terror verüben und es gibt genügend Araber zwischen Mittelmeer und Jordan, die das nicht tun.

Die Fünfte Kolonne: An der Universität Haifa standen arabisch-israelische Studenten eine Minute still, um den gestern getöteten Terrorfürsten der Hamas zu ehren. (Elder of Ziyon hat Bilder von der üblen Veranstaltung.) Eine andere Gruppe Studenten hielten dagegen: Sie sangen die Hatikva und hatten ein passendes Transparent:

Die Hamas behauptet, dass am Freitag der ägyptische Premierminister den Gazastreifen besuchen wird.

Herr Putin wieder, beim Telefonat mit Netanyahu: Die Israelis und die Palästinenser müssten weitere Eskalation vermeiden.

Noch ein Hinweis für Frau Nahles, Herrn Gabriel und all die anderen Vollpfosten, die glauben eine Statusänderung der PA bei der UNO eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche fördert: Abbas Zaki, Mitglied des Fatah-Zentralkomitees, ließ wissen: a) In dem Moment, wo die Vollversammlung die Aufwertung beschließt, sind die Olso-Verträge ungültig. b) Der erste Schritt nach der Aufwertung wird sein Israel vor dem Internationalen Kriminalgerichtshof zu verklagen. Wie soll das Frieden bringen?

Das israelische Außenministerium kritisierte die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte ohne sie beim Namen zu nennen): Frau Pillay betäubendes Schweigen angesichts des Raketenhagels auf Israel kümmert sich einen Dreck um die Menschenrechte der Israelis. Jegliche Zusammenarbeit mit dem Menschenrechtsrat in jeder Form und bezüglich jeder Person von dort wird eingestellt; „sollte jemand anrufen, werden wir einfach nicht abnehmen“, hieß es.

Solidarität mit Israel:
Kanada
USA (wobei die Frage im Raum steht, welchen Preis Israel dafür zu zahlen hat)
na ja, fast solidarisch: GB-Außenminister Hague (eher als Israelfeind bekannt) stellte fest, dass die Hamas hauptverantwortlich die die aktuelle Krise ist.
Ausgerechnet die BILD ist als anscheinend einziges Blatt in Deutschland, das nicht nur Wahlkampf hinter den israelischen Aktionen gegen die Terroristen sehen will.

Hetze – Araber und andere:
Der Golf-Kooperationsrat (die arabischen Anliegerstaaten des Persischen/Arabischen Golfs) verurteilten „die jüngsten israelischen brutalen Angriffe auf Gaza“.
Ausgerechnet: Assad verurteilt „barbarische israelische Verbrechen am ‚palästinensischen Volk‘ in Gaza“.
Malaysia stellt sich heftig auf die Seite der Terroristen.
– Auch klar: Der Großmufti der Al-Azhar in Kairo verurteilt das „zionistische Gebilde“ dafür, dass es sich verteidigt.
Der Iran verurteilt Israels Angriff auf den Gazastreifen.
Die Türkei, Ägypten, Jordanien und Russland im Chor: Israel darf sich nicht wehren.

Hetze – unsere Medien:
– tagessschau.de: Die Hamas antwortet auf die Luftangriffe. Vorher war nichts.
– Wer RTLs Nachtjournal gesehen hat, muss glauben, Israel habe aus heiterem Himmel und ohne jeden Grund den Gazastreifen angegriffen. Von den Hunderten von Raketen der letzten Zeit, von den über 100 der letzten Tage erfuhr man – NICHTS!
Lila beschreibt, wie die Leser verarscht werden: Das Bild des Starts einer israelischen Rakete, die einfliegende Raketen abfangen soll, wird so beschrieben, dass der Leser glauben muss, es handle sich um einen Raketenangriff auf arabische Zivilisten!
– unser Lokalradio (10 Uhr-Nachrichten): Die UNO forderte beide Seiten zur Zurückhaltung auf. „Danach sieht es aber nicht aus, im Gegenteil: Israel denkt darüber nach Bodentruppen in den Gazastreifen zu schicken.“ Natürlich, der weiterhin fortgesetzte Terror sieht nicht nach dem „Gegenteil“ aus.
– Israel tötet Militärchef der Hamas und löst damit Eskalation im Nahen Osten aus. (ORF)
Großbritannien: Israel ist schuld. Und 120 Raketen auf Zivilisten in drei Tagen sind keine (!) Eskalation.
– unser Lokalradio (11 Uhr): Die Spirale der Gewalt dreht sich wieder im Nahen Osten. Nach dem Mord an… (die Raketen der letzten Tage haben nicht dran gedreht!)
ORF („Völkischer Beobachter-TV“): „Israel tötet Militärchef der Hamas und löst damit Eskalation im Nahen Osten aus“
– Huch, um 11.30 Uhr bringt unser Lokalradio, dass die israelischen Luftangriffe erst nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen kamen!
– Auch bei der taz schießen die Terroristen zurück, nicht die Israelis. (Aber da konnte man nun beim besten Willen wirklich nichts anderes erwarten.)
– unser Lokalradio (Nachrichten 13 Uhr): Auslöser der derzeitigen Welle der Gewalt war der gezielte Mord am palästinensisch…
– Britische und französische Zeitungen haben Schlagzeilen mit den getöteten Israelis – der SPIEGEL konzentriert sich natürlich nur darauf, dass Israel „die Palästinenser bombardiert“.
SkyNews macht aus der reinen Verteidigungswaffe „Iron Dome“ eine Offensivwaffe der Israelis!
Sidney Gennies, Tagesspiegel: „Dieser Krieg ist Teil des israelischen Wahlkampfs“. Klar, hat nichts mit dem Terror zu tun.
– Die 22 Uhr-Nachrichten bei n-tv machen mit dem Angriff auf Tel Aviv auf – und dann wird davon geschwätzt, dass Israel den Gazastreifen angreift, die Bilder zeigen aber, wie Terror-Raketen von dort verschossen werden!

Freitag, 16.11.2012:

Unser Lokalradio (Nachrichten 10 Uhr): „Waffenruhe im Gazastreifen angeblich schon gebrochen.“ „Angeblich“? Dann im „Bericht“: Anscheinend ist die Pause nicht zustande gekommen, im Gazastreifen werden Explosionen berichtet. Ah, AUS dem Gazastreifen heraus kam nichts, nicht wahr? Und Israel hatte die Feuerpause ja auch überhaupt nicht davon abhängig gemacht, dass die Terroristen mit dem Schießen aufhören! (Meldung der IDF: In den letzten 2 Stunden wurden mehr als 50 Raketen auf Israel geschossen.)
Nachrichten um 11:30 Uhr im Lokalradio: „Trotz Waffenstillstand geht die Bombardierung des Gazastreifens weiter.“
Lokalradio-Nachrichten 13:00 Uhr: „Selbst während des Besuchs des ägyptischen Premierministers Kandil flog die Luftwaffe Angriffe auf Gaza.“ Und die Terroristen haben zurückgeschossen. Also ist wieder Israel der Schuldige.

ZDF, 15 Uhr: Beide Seiten hatten angekündigt, dass sie während des Besuchs (von Kandil) eine Waffenruhe einhalten würden – und sie gebrochen. Natürlich: beide. Das nennt man dann wohl verlogene Äquidistanz.

Besuch im Gazastreifen – der ägyptische Premierminister stärkt den Terroristen den Rücken: „Ägypten … steht Schulter an Schulter mit dem palästinensischen Volk.“ Was für eine Lüge. Stünden sie Schulter an Schulter mit dem „palästinensischen Volk“, dann würden sie ihnen helfen auf die Beine zu kommen. Aber die Revolutions-Muslimbrüder stehen nur Schulter an Schulter mit den terroristischen Mordbanden.
Der Premier versprach „diese Aggression zu stoppen“ – ich hätte da einen Tipp, wie das ganz einfach geht: Er sollte dafür sorgen, dass die Hamas das Feuer einstellt, dann ist wieder Ruhe.
Auch Präsident Morsi schwört, Kairo werde Gaza nicht allein lassen. Israelische Experten haben da ihre Zweifel; sie reden von Lippenbekenntnissen, nachdem sie den Premier quasseln hörten.

David Cameron (GB) telefonierte mit Netanyahu und drängte ihn, die zivilen Verluste bei den Arabern so gering wie möglich zu halten. JA, WAS TUT ISRAEL DENN SONST? Und warum telefoniert er nicht mit demselben Thema mit Haniyeh?

Das Arschloch Gaga-Hugo Chavez: Israels „Aggression“ ist „barbarisch“ und erfolge nur wegen des UNO-Antrags der PA. Klar, dass das Charakterschwein sich auf die Seite von Völkermördern stellt. Und auch klar, dass Israel die Hamas für den Schwachinn der Fatah büßen lassen will. Völlig logisch.

Die Terror-Mullahs fordern von den USA und Europa, dass sie die „barbarischen Angriffe“ Israels auf die armen, antisemitischen Mordbanden im Gazastreifen beenden.

Auch Baroness Ashton ist wieder besorgt. Wegen der Gewalt auf beiden Seiten. Sie drängt Israel darauf zu achten, dass seine Reaktion auf die Hamas „verhältnismäßig“ ist.

Wenn Zivilisten in der Nähe waren, brach die Luftwaffe ihre Angriffe ab.

Natürlich muss auch Erwahn loslegen: Israel geht gegen die Araber vor, weil in zwei Monaten Knesset-Wahlen sind, befindet der türkische Premier.

Obama und Erdogan telefonierten. Sie sind sich einig: Die eskalierende Gewalt gefährdet die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten und die Gewaltspirale gefährdet dies Aussichten auf einen dauerhaften Frieden in der Region. Klar. Also bitte: Sagt den Terroristen, sie sollen aufhören, dann hört Israel auch auf. Ist doch immer so.

Ein Hamas-Verantwortlicher macht den Arabern weis, die Hamas würde aus diesem Krieg gestärkt hervor gehen.

Die Hacker von Anonymous eskalieren den Cyber-Krieg gegen Israel. Sie versprachen mehr als 40 Internetseiten der Regierung und des Militärs vom Netz zu holen.

Das Heimatfront-Kommando rechnet mit 7 Wochen Krieg.

Samstag, 17.11.2012:

Die Hamas verweigert 22 Ausländern die Ausreise aus dem Gazastreifen, u.a. 9 italienischen Journalisten, 6 Japanern, einem Kanadier, einem Südkoreaner, einem Franzosen; zusätzlich lassen sie 2 Mitgliedern des Türkischen Roten Halbmonds die Ausreise. Menschenrechte? Wo sind die Menschenrechtler?

Ägyptische Sicherheitskräfte fingen Schmuggler mit 35 libyschen Raketen ab, die in den Gazastreifen geliefert werden sollten.

Anscheinend kommen die Proteste gegen Israel in Ägypten nicht wirklich in Gang; die Teilnahme an den Demonstrationen war für die Muslimbruderschaft enttäuschend gering.

Die BBC ergreift Partei – natürlich die der Terroristen: Sie fordert twitter auf, die IDF nicht mehr twittern zu lassen! (Heißt das, dass die PR-Anstrengungen der IDF erfolgreich sind?)

Desmond Tutu muss mal wieder die Israelis mit den Terroristen gleichsetzen: „Einmal mehr greifen die Fanatiker auf beiden Seiten einander an und geben vor mit der Genehmigung Gottes zu handeln.“ Ich wüsste nicht, wann Netanyahu, seiner Regierung oder die IDF sich auf Gott berufen hätte. Aber das passt in Tutus Hetzerhin nicht hinein.

Russland und Jordanien bezeichneten die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen als „unverhältnismäßig“. Wer wundert sich?

Ein hochrangiger Terrorfürst des Palästinensischen Islamischen Jihad bezeichnet die Androhung einer Bodenoffensive als „psychologische Kriegsführung“: „Die IDF versucht die Kämpfe zu beenden, um die Schäden an der Heimatfront zu minimieren.“ Klar doch.

Die Terror-Mullahs fordern die Welt auf, gegen Israel „zurückzuschlagen“. Hm. Zurück?

Auch nicht anders zu erwarten: Die arabischen Außenminister machen Israel allein verantwortlich für die Feindseligkeiten im/am Gazastreifen. Sie fordern außerdem internationalen Schutz für die Palästinenser. (Da sollten sie mal dafür sorgen, dass es keine menschlichen Schutzschilde gibt. Das wäre der beste Schutz.)

Erdowahn: Israel stürzt die ganze Region in eine Blutbad. Hm, die Juden sind also auch dran schuld, dass die Türkei die Kurden bombardiert?
Dann warf er noch ein, Israel führe einen Tanz um seine drei Toten auf. Mit anderen Worten: Die sollen sich nicht so haben, 3 Tote sind nichts.

Tzipi Livni gibt mal wieder den Falken. Gegen die Hamas müsse heftig vorgegangen werden.

Die Arabische Liga fordert, Israels Führungspolitiker wegen Kriegsverbrechen anzuklagen. Alle Vereinbarungen mit Israel müssen aufgekündigt werden.

Regierung Merkel (im Gespräch mit Netanyahu): Es muss möglichst schnell ein Waffenstillstand erreicht werden.

n-tv, Nachrichten 21 Uhr: „Auge um Auge, Zahn um Zahn. Scheinbar unaufhaltsam steuern Israel und die Hamas auf einen Krieg zu.“ Die haben auch immer noch nicht begriffen, was das heißt, denn sie nutzen das, um die „Spirale der Gewalt“ zu definieren; auch nicht, dass der Krieg längst läuft, angefangen von den Terroristen. „Seit Beginn er Operation Wolkensäule feuerten die Militanten mehr als 700 Raketen nach Israel. Die Antwort ist härter.“ Wir lernen: Israel rächt sich unverhältnismäßig. Danke, ihr Drecksäcke!

MK Taleb es-Sana hetzt: „Die Achse des Bösen Netanyahu-Barak-Lieberman ist blutrünstig. Sie genießen es, wenn Palästinenser zerfetzt werden, im Wissen, dass das ihren Status vor den Wahlen verbessert.“

Morsi behauptet es würde ein Waffenstillstand unterzeichnet werden. Israel bestreitet das.

Die Hamas sagt, sie habe „Selbstmord-Einheiten“ bereit stehen, die sich den israelischen Bodentruppen entgegenstellen werden.

Die IDF hat ein Video des Angriffs auf das Haus eines Hamas-Kommandeurs ins Internet gestellt. Es zeigt, dass das Haus auch Munitionslager war.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Die BBC: Umfassende Antipathie gegen Israel

Manfred Gerstenfeld interviewt Trevor Asserson (direkt vom Autor)

Trevor Asserson
Trevor Asserson

Von 2001 bis 2006 hat Trevor Asserson, ein führender britischer Rechtsanwalt, sechs gut dokumentierte Studien durchgeführt, die ausführlich die systematische Einseitigkeit der BBC gegenüber Israel beschreiben. Sie sind auf www.bbcwatch.com zu finden. Seine Methodologie kann auch genutzt werden, um andere Medien zu analysieren. Er erklärt: Die Nahost-Berichterstattung der BBC ist von einer offensichtlichen, umfassenden Antipathie gegenüber Israel infiziert. Diese verzerrte mediale Berichterstattung schafft eine Atmosphäre, in der Antisemitismus aufblühen kann. Ich hatte das Gefühl, die BBC müsste analysiert werden, weil ihr beträchtlicher Einfluss auf die öffentliche Meinung mit einer einzigartigen Verpflichtung zur Produktion von „unparteiischen“ Nachrichten kombiniert wird.

Asserson führt eine israelische Anwaltskanzlei. Bevor er nach Israel kam, war er Seniorpartner für internationale Prozesse im Londoner Büro einer der größten Anwaltsfirmen der Welt.

Asserson fährt fort: Das Monopol der BBC entstammt einem rechtverbindlichen Vertrag mit der britischen Regierung. Laut dieser Charta hat sie fünfzehn juristische Verpflichtungen zu erfüllen; zu diesen gehören unter anderem: Fairness, Respektierung der Wahrheit, gebührende Genauigkeit, Verbundenheit zu fundamentalen demokratischen Prinzipien, keine eigene Meinung zu aktuellen Angelegenheiten oder öffentlicher Politik zu senden, sicherzustellen, dass gegenteilige Meinungen nicht falsch dargestellt werden und dem Publikum keinen Eindruck von den persönlichen Meinungen von Reportern zu geben.

In meiner Analyse stellte ich fest, dass die BBC mehrere dieser Richtlinien verletzt, manchmal sogar die meisten. Ihre Berichterstattung bezüglich Israel ist verzerrt durch Auslassungen, Einfügungen, Weitergabe unvollständiger Fakten, dadurch, wer interviewt wird und durch die gelieferten – oder fehlenden – Hintergrundinformationen. Ich stellte weiterhin fest, dass es bei der BBC ein grundsätzliches Problem mit dem Beschwerdesystem gibt. Die einzige Möglichkeit all dies faktisch darzustellen, war die Durchführung einer sachgerechten forensischen Analyse. Ich bereitete meine Berichte dann auf die Weise vor, in der ein Richter die Darstellung der Beweise vor einem Gericht erwarten würde.

In der Studie „The BBC: The War on Iraq – An Analysis“ (Die BBC: Der Krieg gegen den Irak – eine Analyse), die im Juni 2003 erschien, analysierten Asserson und Lee Kern die Berichterstattung der BBC vom 3. bis 18. April 2003, als der Krieg ein paar Tage alt war, bis zu dem Zeitpunkt, nachdem der Krieg praktisch beendet war. Beim Vergleich des Umgangs der BBC mit den Koalitionsstreitkräften im Irak mit ihrer Berichterstattung über Operationen der israelischen Armee stellten die Autoren fest, dass es gut möglich ist, dass die Parteilichkeit der Berichterstattung der BBC ihre Berichterstattung aller politisch sensiblen Fragen ansteckt.

Im Irak werden die westlichen Koalitionstruppen mit warmen und strahlenden Begriffen beschrieben, wobei Mitgefühl sowohl für sie als Individuen wie für ihr missliche militärische Lage geweckt werden. Im Gegenteil dazu werden israelische Soldaten als gesichtslose, unbarmherzige und brutale Killer geschildert, wobei wenig oder kein Verständnis für deren  Handeln gezeigt wird.

In seinem vierten Bericht in BBC Watch analysierte Asserson 2004 alle Dokumentationen zum Thema Naher Osten, die von Ende 2000 bis Juni 2004 auf BBC 1 und 2 gezeigt wurden. Er stellte fest, dass die BBC etwas betreibt, das zu einem Äquivalent einer Kampagne zur Verleumdung Israels gleich kommt; sie sendete alle zwei bis drei Monte eine israelkritische Dokumentation… 88% der Dokumentationen zum israelisch-palästinensischen Konflikt zeichnen entweder einen negativen Eindruck von Israel oder (in zwei Fällen) ein positives Bild der Palästinenser.

Asserson fügt hinzu: Was ich in meine Berichte nicht einschloss, aber vielleicht hätte tun sollen, ist die eindrucksvolle Bilanz, die Israel beim Schutz der Menschenrechte hat. Diese Beweise werden von der BBC komplett ignoriert. Dazu kann man viele Beispiele anführen. Zum Beispiel die Zahl der Fälle, bei denen individuelle Menschenrechte durch den Prozess des order nisi bis zum israelischen Obersten Gerichtshof getragen werden und die Art, wie es Einzelpersonen schützt. Jede Demokratie wäre stolz darauf, eine solche Rechtsgeschichte des Schutzes der individuellen Rechte zu haben. Wenn man sich den politischen Zusammenhang der täglichen Gewalt gegen die Zivilbevölkerung ansieht, in dem diese Entscheidungen getroffen werden, ist das sogar noch bemerkenswerter.

Ich denke nicht, dass es je ein demokratisches Land gegeben hat, das auch nur anfangen kann sich mit den Entscheidungen zu vergleichen, die der israelische Oberste Gerichtshof getroffen hat, schon gar nicht unter dem Druck, dem er ausgesetzt ist. Das ist ein völlig positives Feld zu Israel, das von der BBC und vielen anderen total ignoriert wird.

Zu den auf der palästinensischen Seite ignorierten Angelegenheiten gehören wichtige Themen wie die palästinensische Bildung, die die Menschen zum Hassen ausbildet. Ein weiteres Gebiet ist das Ziel mehrerer Palästinenserbewegungen Israel zu beseitigen. Ihnen geht es nicht um die Gebiete. Was der Islamische Jihad und die Hamas sagen, ist, dass ihr Ziel darin besteht den gesamten Staat Israel zu vernichten. Fakt ist, dass sie Juden töten wollen, wo immer die sich befinden.

Asserson schließt: Auf Grundlage meiner Interviews mit aktuellen BBC-Journalisten und denen, die sie vor kurzem verließen, wird Israel als Staat von vielen in der Organisation gehasst. Das Heimtückische daran ist, dass die BBC sich des Siegels des Fair Play und der Vernunft erfreut, weil sie eine von der britischen Regierung „genehmigte“ Institution ist. Dieser Deckmantel der Fairness erlaubt es ihr in ihrem Sendebetrieb auf fast betrügerische Weise eine Bandbreite einseitiger politischer Haltungen einzunehmen.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Vorsitzender des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs.

Es wird darauf herumgeritten: Das antiisraelische Denken geht weiter

Meryl Yourish, 08.04.2011

In den heutigen Updates zu Israels Angriffen auf Hamas-Terroristen, die gestern 45 Flugkörper nach Israel schossen, erfahren wir, dass Israel die Hamas jetzt während eines Waffenstillstands angreift. Das hier kommt von AFP, einer europaweit genutzten Nachrichtenagentur:

Israel tötet zwei Militante der Hamas Stunden nach Beginn eines Waffenstillstands

Zwei Militante der Hamas wurden am Freitag bei einem neuen Luftangriff auf den Gazastreifen getötet, nur Stunden, nachdem die Bewegung einen Waffenstillstand ausrief, der einem Tag der Konfrontationen mit Israel.

Wir erfahren ebenfalls, dass Israel „unmittelbar“ nach dem Angriff auf einen Bus reagierte, bei dem [nur] zwei Personen verletzt wurden; im Gazastreifen wurden viele getötet und verwundet. Das ist das Spiel mit dem Begriff „unverhältnismäßig“. (Auch das Spiel mit „Runde der Gewalt“, aber das ist praktisch schon normal.)

Die jüngste Gewalt wurde Donnerstagnachmittag ausgelöst, als Militante der Hamas eine Panzerabwehr-Rakete auf einen israelischen Schulbus schossen und einen Teenager schwer und den Fahrer leicht verletzten.

Israel antwortete unmittelbar mit dem Beginn von mehr als einem Dutzend Angriffen auf Ziele in der gesamten Enklave, bei denen bis zum Abend vier Personen getötet und mehr als 30 verletzt wurden, was die Hamas-Führer im Gazastreifen veranlasste eilig einen neuen Waffenstillstand zu verkünden.

[…] Der Angriff auf den Bus löste eine Kette israelischer Angriffe im gesamten Territorium aus, bei denen zunächst vier Personen getötet und 37 verletzt wurden; Sanitäter zogen am frühen Freitag eine fünfte Leiche aus dem Schutt in der südlichen Stadt Rafah.

Was wir nicht erfahren: Unmittelbar nach dem Treffer im Bus feuerte die Hamas 44 weitere Flugkörper, darunter einen Grad-Angriff auf Ashkelon. Jedenfalls nicht, bevor wir all das oben Erwähnte gelesen haben – der Zählung der Toten und Verletzten und der Zahl der Angriff Israel auf den Gazastreifen. Dann entdecken wir diese Tatsache:

Neben der Panzerabwehrrakete schossen Militante etwa 50 Mörser auf Israel, von denen einer ein Haus traf, sagte eine Militärsprecherin.

Die BBC ist noch schlimmer. Sie nutzen das Feigenblatt „militärischer Arm“ um vorzugeben, dass die Hamas zwei Zweige hat, die nichts miteinander zu tun haben. Der Artikel der BBC erwähnt das Bombardement der Hams von gestern nicht, außer dem Mörser, der den Bus traf. Das lässt es so aussehen, als reagiere Israel nur darauf, nicht auf rund 50 Raketen und Mörser – wie auch die Hunderte im März abgefeuerten.

Mindestens sechs Palästinenser wurden bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen getötet, darunter zwei Frauen, sagen Ärzte.

Die israelischen Angriffe erfolgten nur Stunden nachdem die islamistische Gruppe Hamas sagte, sie haben einen Deal mit den militanten Gruppen im Gazastreifen vermittelt, dass sie das Feuer auf Israel einstellen.

Donnerstag trafen Mitglieder ihres militärischen Arms einen israelischen Schulbus mit einer Panzerabwehr-Granate, wobei zwei Personen verletzt wurden.

Der Bericht der BBC erwähnt „neue Gewalt“, gibt aber klar Israel die Verantwortung und wäscht die Angriffe der Palästinenser rein:

Israelisches Artilleriefeuer und Luftangriffe waren den größten Teil des Tages über im gesamten Gazastreifen zu hören, sagt unser Korrespondent; mindestens sechs Raketen wurden nach Israel abgefeuert und trafen eine Gegend nördlich des Gazastreifens, gibt die israelische Polizei an.

Es ist nicht klar, ob die neue Gewalt ein Ende des Waffenstillstands signalisiert oder ob das Raketenfeuer von palästinensischen Splittergruppen durchgeführt wurde, die sich dem Waffenstillstand nicht angeschlossen hatten.

CNN hat einen weitgehend fairen Bericht. Er hat eine treffende Überschrift, erwähnt die 15 heute nach Israel geschossenen Mörsergranaten und erscheint absolut in Ordnung. Außer der Tatsache, man es auch dort unterlässt zu erwähnen, dass die israelischen Vergeltung nicht nur wegen der Mörsers erfolgte, mit dem der Bus getroffen wurde. Kein Wort von dem Sperrfeuer, das sofort danach erfolgte, um die Ersthelfer warten zu lassen, als sie den Jungen ins Krankenhaus brachten.

Was fehlt all diesen Artikeln? Jede überzeugende Analyse dessen, warum Israel die Hamas als Reaktion auf den gestrigen Angriff durch Bomben in die Hosen scheißen lässt. Hier ist der Grund, warum Israel mit aller Macht hinter den Terroristen her ist:

Premierminister Benjamin Netanyahu, der sich zu einem offiziellen Besuch in Prag aufhält, kommentierte die eskalierenden Spannungen im südlichen Israel; er sagte: „Der Angriff auf den Bus der Kinder hat eine rote Linie überschritten. Die IDF reagierte über Nacht unmittelbar und wird weiterhin entschlossen handeln. Der Himmel möge denen helfen, die versuchen Kinder zu verletzen und zu ermorden“, fügte er an.

Mehr dazu später.

Raten Sie mal, wer die Spannungen zwischen den USA und Israel „genießt“

HonestReporting, 13. Mai 2010

Wer hat eine „ungewöhnliche und erfreuliche neue Erfahrung“ beim Zank zwischen den USA und Israel?

Frage – Wer sagte das Folgende:

Es ist eine ungewöhnliche und erfreuliche neue Erfahrung, zusehen zu können, wie die Israelis mit ihrem wichtigsten Verbündeten streiten. Die Tatsache, dass es in dem Disput um jüdische Siedlungen ging, ist für die Palästinenser sogar noch besser gewesen.

1. Khaled Meschaal (Hamas-Führer)
2. Hassan Nasrallah (Hisbollah-Chef)
3. Jeremy Bown (BBC-Nahost-Redakteur)
4. Mahmud Ahmadinedschad (iranischer Präsident)
5. George Galloway (extremistischer ehemaliger britischer Politiker)

Die Antwort mag Sie überraschen (oder auch nicht). Die Person, die aus den Spannungen zwischen den USA und Israel solche Befriedigung zieht, ist niemand anderer als Jeremy Bowen. Nachdem jedoch unsere Kollegen bei Just Journalism das auch sahen, änderte die BBC den Text wie folgt:

Es war einen ungewöhnliche und erfreuliche neue Erfahrung für die Palästinenser, zusehen zu können, wie Israel sich mit seinem wichtigsten Verbündeten streitet. Die Tatsache, dass es in dem Disput um jüdische Siedlungen geht, ist für sie sogar noch besser gewesen.

Just Journalism schreibt:

Jeremy Bowen antwortete auf unsere Bericht per E-Mail; er sagt, dass es eine „Panne in [seinem] Überarbeitungs-Prozess“ gab und dass er, als er die Abkühlung in den Beziehungen der USA und Israel „erfreulich“ nannte, diese Sicht den Palästinensern zuschreiben wollte. Der Artikel auf der BBC-Internetseite wurde nachträglich geändert, aber ein Bekanntgabe des Fehlers wurde nicht vorgenommen.

In der Tat zeigt die Internetseite der BBC, wenn ein Online-Artikel modifiziert, korrigiert oder ergänzt wird, einen Zeitstempel. In diesem Fall zeigt der kränkende Artikel immer noch Sonntag, 9. Mai als den letzten Zeitpunkt, an dem die Seite auf den neuesten Stand gebracht wurde, trotz der Tatsache, dass wir von Bowen selbst wissen, dass ein Faux Pas Tage später entfernt wurde.

Vielleicht ist es keine Überraschung, dass die BBC versucht ihre Spuren zu verwischen und Bown einer „Panne“ die Schuld zuschreibt. Ist es dieselbe „Panne“, die die BBC veranlasste in den ersten drei Monaten dieses Jahres 51 Artikel zu veröffentlichen, die Israel in ein schlechtes Licht setzen, während sie im selben Zeitraum nur zwei brachten, die die Palästinenser schlecht aussehen ließen? Wir nennen das keine „Panne“ – wir nennen das Voreingenommenheit.

Immerhin sollte die Ernennung Bowens zum Nahost-Redakteur eine Lösung für die problematische Berichterstattung der BBC sein. Stattdessen ist Bowen, wie wir wiederholt erklärten, selbst ein großer Teil des Problems geworden und sicherlich keine Lösung.

Als Thema der zahlreichen Kritiken, die von HonestReporting im Verlauf der Jahre übte, hat sogar die BBC selbst Bowen der Ungenauigkeit zu Israel für schuldig befunden. Da wir mit einer Frage begonnen haben, schließen wir mit dieser:

Warum entfernt die BBC Jeremy Bowen immer noch nicht von seinem Posten als Nahost-Redakteur?

Qualitätsmedien-Berichterstattung

Gestern am späten Abend fuhr ein Einwohner von „Ost“-Jerusalem nahe des Jaffa-Tores mit seinem BMW in eine Gruppe Menschen Juden. Er wurde von einem Soldaten und einem Polizisten erschossen. Unsere Qualitätsmedien verlautbaren, der Fahrer sei in eine Gruppe Soldaten gefahren. Der Vorfall wurde gerne auch so formuliert, dass man hätte meinen können, es habe sich um einen Unfall gehandelt. „Auto fährt in Menschenmenge – Fahrer erschossen“, titelte der SPIEGEL (sorry, wenn ich hier in einen Blog verlinke, aber die Medienqualität zeichnet sich auch gerne einmal dadurch aus, dass sich Inhalte verändern – da nehme ich lieber die, die festhalten, was so „nett“ dahingeschrubbert wurde).

Also Autos fahren – von selbst? Keiner, der sie lenkt? Jedenfalls kein Araber, nicht wahr? Fahrer erschossen – bevor die Menschenmenge getroffen wurde oder danach? Ein „Zwischenfall“; dann ist es doch der Fahrer, der das Auto bewegt; und „bewaffnete Passanten“ erschießen ihn. Ja, das ist der Wilde Israel-Westen. Schön zurückhaltend, was die Tat an sich angeht. Eine meldenswerte Nachricht wäre gewesen, wenn es sich nicht um Terror handelt. Aber den will man in Hamburg auf keinen Fall nahe legen (anders als bei israelischen echten oder vermeintlichen Tätern).

Aber die BBC ist kräftig bemüht das noch zu toppen (mit weiteren Gründen, dass lieber zum Blogger verlinke – der BBC-Beitrag ist inzwischen gelöscht):

Jerusalem Car “Attack” Hurts 15 (Jerusalemer Auto-“Angriff” verletzt 15)

Am Abend gab es einen weiteren Auto-Anschlag durch einen arabischen Fahrer auf Fußgänger in Jerusalem. 15 von ihnen wurden verwundet, die meisten nicht ernsthaft. Der angreifenden Fahrer wurde erschossen, wie es in diesen Fällen Gewohnheit ist.

„Attack“ – vielleicht war’s ja gar kein Anschlag? Ach ja: Es ist pure Gewohnheit, dass Araber von Israelis erschossen werden, die machen das einfach so – Zielscheiben-Schüsse sozusagen.

Die BBC ersetzte den ersten Beitrag:

Soldaten in Jerusalemer Anschlag verletzt

Das geht gut los. Die Verletzten sind nicht nur Soldaten. (Die schwersten Verletzungen hat anscheinend eine Zivilistin erlitten.)

Etwa ein Dutzend Soldaten wurden bei einem scheinbaren Anschlag in Zentral-Jerusalem verwurden, sagt die israelische Polizei.

Ein Dutzend? Information vom Morgen nach der Tat? Da gibt es weit genauere Informationen – oder die BBC will die zivilen Opfer unterschlagen. Selbst die deutschen Zwangsgebühren-Sender geben an, dass der (so nicht genannte) Terrorist (angeblich nur) in „eine Gruppe Soldaten“ fuhr – beziffern aber wenigstens die (jeweils bekannte) Zahl der Opfer korrekt.
Der Anschlag ist ein „scheinbarer“? Keinerlei Absicht? Es gibt für die BBC offenbar keinerlei Hemmungen die Zahl der Opfer und ihre Verletzungen herunterzuspielen: Die israelische Botschaft berichtet in ihrem Newsletter (23.09. 16.24 Uhr), dass sich immer noch 13 Personen im Krankenhaus befinden.

Sie (die von der Polizei) sagen, der Mann habe sein Auto an einer belebten Kreuzung in eine Gruppe gesteuert, bevor er erschossen wurde. Die Polizei sagt, der Fahrer sei ein Palästinenser und beschrieb den Vorfall als „Terror-Anschlag“.

Den Unterton kennen wir: Israelische Angaben erfolgen im Konjunktiv, so lange es geht, darf man das nicht glauben, sondern muss es in Frage stellen. Besonders, wenn Juden „Terror-Anschlag“ sagen, muss das noch zusätzlich mit Anführungszeichen versehen werden. Ach ja, der Hinweis auf eine Art Rechtfertigung der Tat darf auch nicht fehlen (so es denn eine solche war):

Die Kreuzung befindet sich in der Nähe zwischen dem jüdischen und dem arabischen Bereich Jerusalems.

Perfekt: Da kann es nur zu berechtigten Widerstandsaktionen gegen die Besatzer kommen, will uns die BBC damit sagen.

Ein schwarzer BMW erklomm den Gehweg und traf eine Gruppe israelischer Soldaten, die ihre Uniformen trugen.

Das ist richtig gut: Der BMW erklomm – er wurde nicht vom Fahrer gesteuert (das „erzählen“ – im nächsten Absatz – die Augenzeugen; die sind ja nicht glaubwürdig, weil parteiisch, weil Juden). Wie auch immer, die Soldaten trugen Uniform, da ist es wohl selbstverständlich und richtig, dass sie getroffen werden. Und was das „Erklimmen“ angeht: Wer die Bordsteine in großen Teilen der Stadt kennt, weiß, was das heißt – einfach versehentlich fährt da keiner hoch.

Zusatzinformationen der BBC am Ende des Artikels geben noch Auskunft über mögliche Gründe für die Tat (so es denn eine war) – oder weshalb ist das dazugeschrieben worden:

Bei zwei früheren Anlässen haben palästinensische Bauarbeiter aus Ostjerusalem Bagger in entgegenkommenden Verkehr gefahren und drei Israelis getötet sowie einige andere verwundet.
Der Anschlag kam nur Stunden, nachdem Israels Außenministerin Tzipi Livni eine Einladung des Präsidenten annahm eine neue Regierung zu bilden.

Welcher Zusammenhang mit dem Auftrag zur Bildung einer neuen Regierung zu tun haben soll, weißt der Deibel. Aber die „früheren Anlässe“ angeht, so haben da nicht einfach Bauarbeiter Batter in „entgegenkommenden Verkehr“ gesteuert, sondern gezielt Privatfahrzeuge verfolgt, platt gefahren und Busse angegriffen.

Die BBC tut alles, um zu verharmlosen und falsche Spuren zu legen. Mit Halbwahrheiten und Auslassungen, durch den Gebrauch des Konjunktivs und manchmal über pure Unwahrheiten. Brauchbare Informationen über den Attentäter gibt es bei ihr nicht.

In der Jerusalem Post wurde die Berichterstattung – anders als bei der BBC – aufgefrischt: dass Ma’an den Täter als Hamas-Mitglied geoutet hat; dass er aus demselben Viertel stammt, aus dem der Yeshiwa-Mörder vom März kam [einer der Baggerfahrer vom Sommer ebenfalls]; dass er bisher in Sachen Terroraktivität nicht auffällig wurde; dass er seine Tat unternahm, nachdem eine Cousine seinen Heiratsantrag abgelehnt hatte. (Sollte er wirklich nur aus Frust gehandelt haben? Erstaunlich, was manche Leute für Motive haben…)

Die BBC – und andere führende westliche Qualitätsmedien – unternehmen alles, um die Leser/Hörer/Zuschauer hinters Licht zu führen. q.e.d.