Die Regierung von Tennessee über BDS

gefunden auf Facebook:

BDS-vehicle-for-antisemitism_TennesseeBDS ist eins der  Hauptmittel zur Verbreitung von Antisemitismus…
Sie ist inhärent antithetisch und fügt den Sachen von Frieden, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Demokratie und Menschenrechten für alle Völker im Nahen Osten schweren Schaden zu.”
von der Staatsregierung von Tennessee verabschiedete Resolution

Wie der akademische Boykott effektiver bekämpft werden kann

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Wie kann der akademische Boykott Israels effektiver bekämpft werden? Diese Frage wird zunehmend relevant, da die antiisraelischen Kräfte – ob nun an Universitäten oder in Berufsfachverbänden – auf antiisraelisches Handeln drängen.

Die antiisraelischen Boykott-Kampagnen bei Akademikern begannen im April 2002 mit einem offenen Brief von Wissenschaftlern verschiedener Länder im Guardian. Er forderte ein Moratorium aller kultureller Verbindungen zwischen Israel und europäischen und nationalen Ebenen.1

In den letzten Jahren hat es den größten Zuwachs an antiisraelischen Boykott-Aktivitäten in den Vereinigten Staaten gegeben. Man muss allerdings zwischen Boykotten unterscheiden, die von Studentenorganisationen ausgehen und solchen, die aus akademischen Lehrkörpern kommen. Studenten werden den Campus nach ein paar Jahren verlassen, aber die Akademiker bleiben und ihre Boykott-Entscheidungen sind daher gefährlicher.

Der Boykott ist bislang nur ein weiteres Derivat der erfolgreichen arabischen Propaganda den palästinensisch-israelischen Konflikt ins Zentrum der internationalen Debatte zu drücken. Diese Debatte lenkt die Aufmerksamkeit von der riesigen und ständig zunehmenden, mörderischen Kriminalität in großen Teilen der arabischen Welt ab.

Arabische Akademiker dürften beim antiisraelischen Boykott an einigen Universitäten eine Rolle spielen, es ist jedoch die Linke – einschließlich einiger Juden und Israelis – die ihr die Hauptkraft verschaffen. Es gibt aber noch andere Gründe. Das wurde von Curtis Marez, dem ehemaligen Präsidenten der American Studies Association (ASA) erklärt, der den antiisraelischen Boykott unterstützt. Von ihm wird berichtet er habe gesagt, dass viele weitere Länder, einschließlich einiger des Nahen Ostens, eine Menschenrechtsbilanz haben, die der Israels vergleichbar oder schlimmer sind. Marez fügte hinzu: „Man muss irgendwo anfangen.“ Er erwähnte, dass palästinensische Bürgergruppen seine Organisation gebeten hatten Israel zu boykottieren, es aber keine ähnlichen Anfragen von Gruppen in anderen Ländern gegeben habe.2

Bisher hat die Boykott-Schlacht entlang klassischer Linien stattgefunden. Die antiisraelischen Boykotteure greifen an und später wehren sich einige proisraelischen Professoren dagegen. Abhängig von der Situation vor Ort und der oft von jüdischen Graswurzel-Vereinigungen gegebenen Unterstützung gewinnt eine der beiden Seiten. Die Mehrheit der Wissenschaftler nimmt oft nicht an der Abstimmung teil. So war das auch bei der Boykott-Abstimmung der ASA.3

Einer der komplexesten Kämpfe fand 2009 statt; er betraf einen Boykott-Vorschlag einer Reihe Professoren der NTNU-Universität in Trondheim (Norwegen) an deren Vorstand. Viele wichtige jüdische Organisationen, darunter das American Jewish Committee, die Anti-Defamation League und das Simon Wiesenthal Center waren daran beteiligt. Eine Schlüsselrolle spielten die Scholars for Peace in the Middle East, die tausende Wissenschaftler mobilisierten, darunter eine Reihe Nobelpreis-Gewinner, die erklärten, dass sie ebenfalls boykottiert werden sollten, boykottiert man die israelische akademische Welt. Die norwegische jüdische Gemeinschaft, die israelische Botschaft und der amerikanische Botschafter intervenierten ebenfalls. Schließlich erkannte die norwegische Regierung, dass das zu einem großen internationalen Problem wurde und sagte der Staatsuniversität, sie solle keine Außenpolitik betreiben. Letztlich stimmte der gesamte NTNU-Vorstand gegen den Boykott.4

Es gibt allerdings einen weniger konventionellen, möglicherweise erfolgreichen Weg den akademischen Boykott zu bekämpfen, der noch nicht ausprobiert wurde. Die Inspiration für eine solche Methode entstammt Ereignissen, die innerhalb mehrere europäischer Länder aufgetreten sind; sie ist weit davon entfernt theoretisch zu sein.

2011 wurde der beliebte deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zum Rücktritt gezwungen. Eine Gruppe „Plagiatsjäger“ im Internet hatte seine Doktorarbeit überprüft und festgestellt, dass sie einen beträchtlichen Anteil Plagiat geistigen Eigentums enthielt. Sein Doktortitel wurde ebenfalls aberkannt.5 Und 2013 musste Annette Schavan, die deutsche Ministerin für Bildung und Forschung, ebenfalls zurücktreten, nachdem ihr der Doktortitel wegen Plagiat geistigen Eigentums aberkannt wurde.6

Das sind die bekanntesten Fälle, aber die deutsche Wiki-Seite Guttenplag führt eine Liste vieler weiterer dubioser Wissenschaftler an deutschen Universitäten an, die im Verlauf der Jahre entlarvt wurden.7 In Polen gibt es ebenfalls eine solche Seite, die Plagiarismus überprüft.8

Zu verschiedenen Gelegenheiten haben mehrere niederländische Professoren ihre Positionen wegen Fälschung von Daten oder nachlässiger Arbeit aufgegeben. Der bekannteste davon ist Diederik Stapel, ein ehemaliger Professor für soziale Psychologie. Eine Untersuchung stellte fest, dass 55 seiner Abhandlungen betrügerisches Material beinhalteten.9

Man muss seine Untersuchungen nicht auf Plagiarismus oder Betrug beschränken. Eine Reihe Wissenschaftler sind auch bei ihren Fußnoten nachlässig und zitieren aus fehlerhaften oder minderwertigen Quellen. Wenn ein Wissenschaftler viele Fußnoten als Verweise anführt, nimmt das Risiko zu, dass er eine beträchtliche Anzahl an Fehlern darin hat.

Hat man erst einmal eine Liste von Dozenten, die den Boykott Israels unterstützen, kann man unter ihnen Ziele für Recherche aussuchen. Wenn man seine Ziele intelligent auswählt, ist es wahrscheinlich, dass man ein paar findet, die plagiieren, bei der Veröffentlichung falsche Quellen nutzen oder Wissenschaftler sind, die betrügen. Diese Lehrenden würden dann innerhalb ihrer Universitäten und unter ihren Berufskollegen bloßgestellt. Man muss nur ein paar wenige solcher Fälle finden, um die Drohung der Boykotte enorm zu verringern.

Ganz wie die allgemeine Bevölkerung sind die meisten Akademiker Feiglinge. Viele derer, die derzeit kein Risiko eingehen, dürften es sich zweimal überlegen, bevor sie sich einem Boykott anschließen, wenn das bedeutet, dass ihre Karriere wegen einer detaillierten Untersuchung ihrer Arbeit gefährdet ist.

Es gäbe nichts Falsches daran, wenn die israelische Regierung einen Teil solcher Untersuchungen finanziert. Die Boykotteure sind feindselige Elemente und können sogar als Israels Feinde bezeichnet werden.

Es gibt auch einen weiteren Vorteil solcher Aktivitäten. Von der Bloßstellung nachlässiger und betrügerischer Akademiker profiziert die akademische Welt als Ganzes.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen sollten.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

 

1 Protest against Call for European Boycott of Academic and Cultural Ties with Israel. Ursprüngliche Presseerklärung, The Guardian, 6. April 2002.
2 Lazar Berman: Top US academic association decries Israel Boycott. The Times of Israel, 22. Dezember 2013.
3 Yarden Skop: U.S. academic group votes to boycott Israel. Ha’aretz, 16. Dezember 2013.
4 Ricki Hollander: Norwegian University Votes Down Anti-Israel Boycott.CAMERA, 12. November 2009.
5 Manuel Bewarder: Neuer Plagiatsvorwurf gegen Ex-Minister Guttenberg. Die Welt, 3. November 2011.
6 Schavan tritt zurück. Frankfurter Rundschau, 9. Februar 2013.
7 Liste der Plagiatoren und Plagiats-Verdächtigen, Guttenberg Wiki.
8 Jarosław Adamowski: Poland gets serious on plagiarism. Chemistry World, 1. Oktober 2013.
9 Yudhijit Bhattacharjee: The Mind of a Con Man. The New York Times Magazine. 26. April 2013.

Kind auf BDS-Demo: „Hinterhältiger, kleiner zionistischer Plan zur Beherrschung der Welt“

Elder of Ziyon, 8. November 2014

Von einer BDS-Demonstration in London am 5. November:

Wenn man Kindern beibringt, dass Juden Zionisten einen hinterhältigen Plan zur Beherrschung der Welt haben, dich nicht beunruhigt, dann könntest du vielleicht ein Antisemit sein.

Anmerkungen heplev – Aus dem Text und dem, was das Kind von sich gab:
– Lehren BDS-ler ihre Kinder Liebe zu den Palästinensern oder Judenhass?
– Dieses Kind glaubt offensichtlich (wer würde das in diesem Alter nicht?), was ihm da eingetrichtert wird: „Zionisten“ wollen die Welt beherrschen, ganz hinterhältig. Sie (die Demonstranten) sind hier, um das zu stoppen und das ist kein Witz, keine Comedy-Show im Fernsehen.
Wo hat sie das her? Auf solche Sachen kommt ein Kind in dem Alter nicht von alleine.
– „Was sie euch in der Schule erzählen, was sie euch im Fernsehen erzählen, ist nicht wahr. Was wir euch sagen, ist wahr. Wir geben […] und Maschinen an Israel seit 2006. Könnt ihr das glauben? 8 Jahre beliefern wir Israel. Israel ist ein illegitimer Staat. Israel ist ein zionistischer Staat. Israel ist ein illegaler Staat… Palästina existiert. Palästina ist ein Staat. Palästina steigt auf, Israel wird fallen.“ Und dann jubeln die Astlöcher drumherum.
– Dieses Kind hat eine Gehirnwäsche bekommen, um zu hassen. Es hat von seinen Eltern gelernt, dass „zionistisch“ die schlimmste mögliche Beleidigung ist.

Fazit: Die BDS-ler scheren sich einen Teufel um die Palästinenser. Sie wollen nur, dass die Welt die Juden hasst. Denn sie suchen nicht den Ausgleich, sie suchen keine Lösung – außer der, dass Israel vernichtet wird.

Wie Deutschland Judenhass finanziert

Vijeta Uniyal, FrontPageMag, 23. September 2014 (ursprünglich auf TheCommentator.com)

Eine Woche nachdem Kanzlerin Angela Merkel bei einer bahnbrechenden Demonstration in Berlin die Festlegung ihrer Regierung auf die Bekämpfung des Antisemitismus bestätigte, muss vor Orte noch eine Menge getan werden, um die steigende Welle des Antisemitismus zu stoppen.

Zuhause haben die Gesetzeshüter nicht nur Apathie und Untätigkeit gezeigt, so im Fall des muslimischen Imam in Berlin, der zur Auslöschung der Juden aufforderte oder gegen Demonstranten in vielen deutschen Städten, die antisemitische Parolen brüllen. Die Polizei scheint manchmal zu überschlagen und gestattet Demonstrationen Polizei-Megafone und -Fahrzeuge zu nutzen, um ihren Hass zu verbreiten – so vor kurzem in Frankfurt und Hagen.

International bleibt der deutsche Steuerzahler ein führender Sponsor von NGOs und Gruppen, die Israel und das jüdische Volk ins Visier nehmen. Nach konservativen Schätzungen der Watchdog-Gruppe NGO Monitor zahlte die deutsche Regierung von 2010 bis 2014 mehr als €4 Millionen an Organisation in Israel und die Palästinensergebiete, die aktiv Kampagnen zur Dämonisierung und Delegitimierung des Staates Israel führen.

Allein zwei politische deutsche Stiftungen – die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Heinrich-Böll-Stiftung – könnten mehr als €2 Millionen Steuereinnahmen jährlich an solche Gruppen fließen lassen. Nach Angaben von NGO Monitor haben beide politischen Stiftungen fehlende Transparenz zu ihren Zuweisungspraktiken gezeigt, was es kompliziert macht die tatsächliche Geldmenge zu schätzen, die an diese Gruppen geht. Die wahren Zahlen dürften noch höher liegen.

Es überrascht nicht, dass beide Stiftungen zufälligerweise eine lange Geschichte der Unterstützung antiisraelische Kampagnen in Deutschland haben. Heute führt Kerstin Müller, eine Grünen-Politikerin, die in der antiisraelischen Boykott-Bewegung aktiv war und sich für die Kennzeichnung in die EU eingeführter israelischer Waren einsetzte, leitet jetzt das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist mit der Linksaußen-Partei „Die Linke“ verbunden, Nachfolgerin der ostdeutschen kommunistischen Partei (SED). Die Luxemburg-Stiftung organisiert regelmäßig Veranstaltungen für antiisraelische Aktivisten und veröffentlicht Literatur, die für gegen Israel gerichtete Taktiken der Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) wirbt.

Die Gesamtzahlen aus Europa und anderen westlichen Ländern sind genauso gigantisch. Von 2011 bis 2014 gaben europäische Regierungen mehr als €25 Millionen an israelische und palästinensische NGOs, die an den Kampagnen zur Delegitimierung und zu antiisraelischen Boykotten beteiligt sind. Weltweit werden NGOs, die aus Europa, Nordamerika und weiteren heraus agieren und antiisraelischen Kampagnen betreiben, jährlich rund €100 Millionen zur Verfügung gestellt.

Viele NGOs, die Geld aus Deutschland erhalten, sind an Lawfare-Kampagnen gegen Israel beteiligt. Unter Nutzung dieser sogenannten Lawfare-Strategie streben diese Aktivisten an juristische Vorschriften im Ausland dazu auszunutzen die israelische Regierung und Beamte mit Zivilklagen und Ermittlungen einzuschüchtern. Der Hauptzweck dieser Übung ist es zu belästigen, mobben und Gerichte als Plattformen für Aktivismus zu benutzen, weniger ein juristisches Ergebnis zu erzielen.

Es ist allerdings mehr als Besorgnis erregend, wenn deutsche Gelder an Gruppen gehen, die unverhohlen antisemitisch sind. Deutsche Gelder, die im Namen von „Entwicklungsprojekten“ zugewiesen werden, enden bei Gruppen, die in ihren Kampagnen regelmäßig antisemitische Themen und Bilder nutzen.

Dieser Finanzstrom aus Deutschland und anderen europäischen Ländern ist Teil einer anhaltenden Kampagne auf Israel Druck auszuüben, es zu zwingen einseitige Kompromisse zu machen. Es ist eine Diplomatie, die von dem kindlichen Glauben getrieben wird, die Konflikte im Nahen Osten würden aufhören zu bestehen, wenn nur Israel bereit sein könnte sich auf eine Größe einzuschrumpfen, die die arabischen Staaten ihm zuzugestehen bereit sind – und das zu einem vorgegebenen Zeitpunkt.

Das geopolitische „Armumdrehen“ und die Dämoniserung Israels haben ihren Preis. Statt das Bildungsniveau zu verbessern oder die Fähigkeiten und Fertigkeiten palästinensischer Jugendlicher zu entwickeln, schüren diese Gruppen weiter die uralten Feindseligkeiten. Und statt beeindruckbaren palästinensischen Jugendlichen zu helfen über die Defizite ihrer eigenen Gesellschaft kritisch zu denken und nach echter Veränderung zu streben, bieten diese Gruppen ihnen leichte Sündenböcke in der Form Israels und des jüdischen Volks.

Wenn heute deutsche Politiker mit dem Problem des steigenden Antisemitismus ringen, wäre das ein guter Anlass für sie von Spenderorganisationen Rechenschaft zu verlangen und einen genaueren Blick auf die Netzwerke zu werfen, die diesen Hass finanzieren.

Die jüngsten antisemitischen Krawalle in Deutschland sein ein eindeutiger Vorbote dessen, was noch kommt. Wenn Migration aus den arabischen Ländern im derzeitigen Tempo weitergeht, könnte ein großes Maß dieses Hasses zurück nach Deutschland importiert werden – und auch das ist ein Thema, das wir nicht ignorieren dürfen.