BDS kriegt endlich einige Gazaner dazu israelische Waren zu boykottieren. Die Geschäfte scheinen nicht zu kooperieren.

Elder of Ziyon, 18. Juni 2020

Es dauerte deutlich länger als ein Jahrzehnt, aber ein paar Gazaner haben beschlossen israelische Waren zu boykottieren.

Eine Gruppe Frauen und Jugendliche, die mit der sozialistischen Palästinensischen Demokratischen Jugendunion und dem Frauen-Aktionskomitee verbunden sind, veranstalteten eine Presskonferenz, in der sie ihre Absicht verkündeten israelische Waren zu boykottieren. Dann gingen sie in einige Geschäfte und versuchten die Inhaber zu überzeugen alle israelischen Waren abzugeben.

In einem Supermarkt platzierten sie Boykott-Schilder auf israelische Lebensmitteln.

Derweil finden Sie hier einige der israelischen Waren, die die Taj Mall in Gaza-Stadt diese Woche bewarb, darunter genau dieselbe Tnuva-Milch, die sich auf dem Byokott-Poster findet:

Es wird interessant sein zu sehen, ob dies irgendwie in Gang kommt. Ich bezweifle es.

BDS-Bewegung macht deutlich: Sie will, dass Israel vernichtet wird

David Lange, Israellycool, 31. Mai 2020

Wie sehr will die BDS-Bewegung, dass Israel vernichtet wird?

So sehr, dass sie nicht nur wollen, dass palästinensische Flüchtlinge zurück nach Israel fluten, sondern sie haben die Zahl der Flüchtlinge – gegenüber der Zahl der UNRWA – um 74% aufgeblasen!

Israels Apartheidregime verweigert 8,7 Millionen palästinensischen Flüchtlingen ihr von der UNO festgelegtes Recht. Palästinensische Flüchtlinge sind, wie andere heimatvertriebenen Völker, einem höheren Risiko durch COVID-19 ausgesetzt. Israel muss zur Verantwortung gezogen werden, weil es die Rechte der palästinensischen Flüchtlinge verletzt. (Palästinensische Flüchtlinge, die unter schrecklichen Umständen leben und denen nicht erlaubt wird in ihr Land und ihre Häuser zurückzukehren, haben wenig Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung. Das trifft auf mehr als 170.000 Palästinenser zu, die in Lagern im Libanon leben.)

Nach Angaben der UNRWA gibt es derzeit rund 5 Millionen palästinensische Flüchtlinge. Wie ich früher schon gepostet habe, ist selbst das eine grotesk aufgeblasene Zahl, die auf der losesten Definition von „Flüchtling“ gründet, die je zu finden war; sie schließt Personen ein, deren normaler Wohnort in der Zeit vom 1. Juni 1946 bis 15. Mai 1948 Palästina war (selbst wenn sie gerade erst dort angekommen waren), sowie den Nachkommen palästinensischer männlicher Flüchtlinge, einschließlich adoptierter Kinder.

Wie sie auf 8,7 Millionen kommen, ist mir ein Rätsel. Vielleicht sind das so viele, wie sie glauben, dass es braucht, um die in Israel lebenden Juden zu überwältigen und zu ermorden.

Fürs Protokoll: Gemäß einer maßgeblicheren Definition für Flüchtlinge sollte die Zahl um 700.000 liegen, die Zahl der palästinensischen Araber, die während des Unabhängigkeitskriegs von 1948 flohen oder vertrieben wurden. Diese Zahl liegt immer noch unter den etwa 850.000 Juden, die aus arabischen und muslimischen Ländern nach der Gründung des Staats Israel flohen oder von vertrieben wurden.

Die Araber im Gazastreifen boykottieren ganz sicher keine israelischen Produkte

Elder of Ziyon, 1. Mail 2020

Hier sind ein paar Teile, die im Supermarkt Taj Mall in Gaza Stadt im Ramadan verkauft werden:

Das sind nicht gerade lebensnotwenige Produkte wie Mehl und Öl. Sie haben andere marken ähnlicher Waren. Sie entscheiden sich, trotzdem israelische Produkte zu verkaufen – weil es in Gaza einen Bedarf dafür gibt.

Außerdem sind sie koscher.

Israelhasser erwischt, wie sie BDS-Aktivitäten fälschen

David Lange, Israellycool, 24. März 2020

Ein Hasser twitterte heute dies:

Ich bin ein überzeugter BDS-Anhänger. Ich ging hin und klebte diese Sticker auf allen Sabre-Hummus. Eine Frau ging vorbei und sah sie. Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen, lol.

Dieselbe Person, die so „mutig“ ist, dass sie ihren Hass online nur anonym verbreiten kann, will uns glauben machen, sie habe in dieser schwierigen Zeit irh haus verlassen und Zeit im Supermarkt damit verbracht alle Sabre-Humms-Artikel zu kennzeichnen.

Nö, ist nie passiert.

Ein anderes BDS-Loch namens Mohammad Hamad teilte vor vier Jahren dasselbe Foto, wie ich damals postete:

Also plagte sich dieser „überzeugte BDS-Anhänger“ sich nicht damit in den Laden zu gehen, um Sabre-Hummus-Artikel zu etikettieren. Er klaute einfach ein altes Foto aus dem Internet.

Und wenn Sie das nicht überzeugt, dass sie einfältiges Exkrement sind, dann sollte das hier Abhilfe schaffen.

Wahrlich ein sehr „überzeugter BDS-Anhänger“.

Was will BDS? Israel vernichten.

Auf Twitter einen weiteren Beleg gesehen:

Omar, Tlaib und Israels nicht existente Agentur zur Bekämpfung von Propaganda

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die besondere Frage zu dem, was rund um den abgelehnten Besuch der US-demokratischen, antiisraelischen Kongressabgeordneten Omar Ilhan und Rashida Tlaib falsch lief, ist eine nebensächliche in einer viel größeren Sache. Die öffentliche Aufmerksamkeit rund um diesen Nichtbesuch kann nicht als eine zufällige Panne bezeichnet werden.[1] Sie ist Teil einer breiteren strukturellen Infrastruktur im Wirken der Regierung Israels.

Kein anderes demokratisches Land wird so regelmäßig attackiert wie Israel. Dazu gehören widerliche verbale Aggressionen durch demokratische Regierungen und Mainstream-Politiker dieser Länder. Angegriffene Staaten schaffen Verteidigungsorganisationen. Gegen feindliche Armeen hat Israel die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) aufgestellt. Es investierte mächtig in alle dazu gehörigen Aspekte. Die IDF ist heute eine der besten Armeen der Welt. Gleiches gilt für Israels drei Geheimdienste, die internationale Sicherheitsorganisation Mossad, den Inlandsgeheimdienst Schabak und den Militärgeheimdienst Aman. Cyberangriffe auf Israel brachten die Regierung dazu in ein teures Cyber-Verteidigungsprogramm zu investieren. Das macht das Land wahrscheinlich zu einem Weltführer in diesem Bereich.

Die extremen Propagandaangriffe auf Israel erfolgen seit Jahrzehnten. Trotzdem ist Israels Verteidigung dagegen weiter amateurhaft. In der Verteidigung gegen solche Aggressionen lautet die einzige erfolgreiche Regel: „Du hast mich geschlagen. Ich schlage härter zurück.“

Wirft man einen Blick auf die vergangenen Jahrzehnte, sind viele Fälle zu sehen, bei denen Israel es versäumte mit verbalen Angriffen angemessen umzugehen. Nur ein paar Beispiele: Die BDS-Kampagne begann als Ergebnis der NGO-Konferenz gegen Rassismus in Durban (Südafrika) im Jahr 2001. Das war ein antiisraelisches Hassfest.

Die akademischen Boykott-Kampagnen gegen Israel begannen 2002 ohne eine geordnete Reaktion Israels. Ohne jedes Risiko für sich selbst haben Auslands-Akademiker keine Angst gehabt ihre Namen unter offene Briefe und Petitionen zum Boykott israelischer Akademiker zu setzen oder Investitionen aus israelischen Firmen abzuziehen. Sie nehmen an einem kostenlosen antisemitischen Festessen teil.

Dabei sind Akademiker leichte Ziele für Gegenangriffe. Die Karrieren und der Ruf einiger dieser Leute können ohne große Mühe geschädigt werden. Hätte es eine israelische Gegenpropaganda-Organisation gegeben, hätte diese zum Beispiel akademische Boykotteure identifiziert, die Teile ihrer Arbeit abgeschrieben oder falsche Fußnoten in ihren Artikeln haben. Die Publikationen von ein paar wenigen Akademikern zu verifizieren ist weder schwierig noch teuer.

Die Idee ist nicht originell. 2011 wurde dem deutschen Verteidigungsminister Karl-Theodor von Guttenberg sein Doktortitel aberkannt, weil er für seine Dissertation abgeschrieben hatte. Er musste von seinem Amt zurücktreten.[2] 2013 wurde die Dissertation der deutschen Bildungsministerin Annette Schavan wegen Plagiatur für ungültig erklärt. Sie trat von ihrem Amt zurück.[3] Derzeit wird die Dissertation von Familienministerin Franziska Giffey auf Plagiate hin untersucht.[4]

Ein paar akademisch unzulängliche pro-BDS-Akademiker stark zu schädigen und ihre wichtigen professionellen Defizite zu veröffentlichen könnte einen multiplikativen Effekt haben. Wie in fast allen sozialen Bereichen sind die meisten, wenn auch nicht alle, feige. Wenn BDS zu unterstützen riskant wird, werden hauptsächlich die fanatischen antisemitischen Akademiker übrig bleiben. Ihre Anzahl ist vermutlich nicht sehr hoch.

Ein weiteres Beispiel eines Versagens der israelischen Public Relations berührt die Provokation durch die Gaza-Flottille von 2010. Zu deren führenden Organisatoren gehörte die türkische IHH, eine Gruppe, die dafür bekannt ist, dass sie Terror-Verbindungen hat. Das größte Schiff der Flottille war die türkische Mavi Marmara. Sie transportierte keine humanitäre Hilfe für den Gazastreifen, sondern nur Menschen. Mehrere der Teilnehmer auf dem Schiff waren darauf vorbereitet Waffengewalt anzuwenden. Sie griffen die israelischen Soldaten an, die das Schiff enterten. Bei dem sich daraus ergebenden Kampf wurde eine Reihe dieser Angreifer getötet. Wahrscheinlich unter dem Druck von US-Präsident Barack Obama zahlte Israel Entschädigungen an deren Familienmitglieder.

Von Vertretern verschiedener Länder und internationaler Gruppierungen wurden hastig negative Meinungen zum Ausdruck gebracht.[5] Eine Anti-Propaganda-Agentur hätte keine Probleme gehabt einigen davon eine Lektion zu erteilen und einen Teil der Fehlinterpretationen geradezurücken.

Diese früheren Fällen sind allerdings unbedeutend im Vergleich mit den Ergebnissen einer Studie, die 2011 von der Universität Bielefeld veröffentlicht wurde. Der Bericht zeigte, dass große Teile der Bevölkerung in sieben EU-Ländern der Aussage zustimmen, Israel führe einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser. Die niedrigsten Anteile der Zustimmung gab es in Italien und den Niederlanden mit rund 38%, der höchste war mit 63% in Polen.

Diese Studie und ihre potenziell gefährlichen Folgen wurden in Israel selten zur Kenntnis genommen. Dennoch demonstrierte sie, was die antiisraelische Propaganda erreicht hatte. Von der israelischen Regierung wurde absolut nichts unternommen, um das massive antiisraelische Schüren von Hass in europäischen Ländern bloßzustellen, das zu diesen Meinungen führte.

Eine Antipropaganda-Agentur würde Israels Feinde auf dem Feld der Propaganda systematisch studieren, analysieren und beobachten. Sie würde Vorgehensweisen gegen diese vorschlagen, die von der Regierung genehmigt werden müssten. Ein führender amerikanisch-jüdischer Leiter sagte mir, dass er Premierminister Benjamin Netanyahu wiederholt die Gründung einer solchen Agentur vorgeschlagen hat. (Eine detailliertere Beschreibung, wie eine solche Agentur funktionieren könnte, erfordert einen weiteren Artikel.)

Hätte es eine solche Antipropaganda-Agentur gegeben, hätte sie Vorbereitungen begonnen, sobald Omar und Tlaib ihre Besuchspläne verkündeten. Sie hätte Expertenmeinungen eingeholt, die mit Autorität geltend gemacht hätten, dass Staaten das souveräne Recht haben zu entscheiden, wer ihren Boden betritt. Zweitens hätte sie eine Sammlung der antiisraelischen Äußerungen von Omar und Tlaib vorbereitet.[6] Drittens hätte sie eine Liste von Menschen aufgestellt, denen eine Reihe demokratischer Staaten die Einreise verweigerten.[7] Zu Beispiel lehnten die USA es während des Kalten Krieges pauschal ab Kommunisten und ihre Sympathisanten einreisen zu lassen.

Die israelische Regierung hätte dann ihre durchdachte Entscheidung öffentlich machen können. Das Hin und Her wäre vermieden worden. Es ist fraglich, ob Präsident Trump es für nötig erachtet hätte die Sache zu kommentieren, wenn Israel auf diese Weise vorbereitet gewesen wäre.

Inzwischen ist das nächste erhebliche PR-Problem aufgetaucht. Der Sender HBO strahlt – in Zusammenarbeit mit dem israelischen Sender Keshet – eine Serie mit dem Titel „Unsere Jungs“ aus. Sie konzentriert sich auf den Ausnahmefall der Entführung und Ermordung eines palästinensischen Teenagers durch drei jüdische Terroristen im Sommer 2014. Das geschah nach der Entführung und Ermordung dreier israelischer Jugendlicher durch Hamas-Terroristen.

Die Entscheidung sich auf die Ermordung eines palästinensischen Jugendlichen durch drei marginalisierte Israelis zu konzentrieren, die niemanden außer sich selbst repräsentierten und die öffentlich aus allen Teilen der israelischen Gesellschaft verurteilt wurden, statt auf die Ermordung der israelischen Teenager durch eine ausgewachsene Terrororganisation, die im Gazastreifen herrscht, ist eine extrem einseitige Auswahl. Mit anderen Worten: Die Serie hat eine extreme Ausnahme in eine angebliche Regel verwandelt, während sie über ein langjähriges, mörderisches soziales Muster hinwegsieht. Es gibt viele weitere Fälle von israelischen Jugendlichen, die von palästinensischen Terroristen getötet wurden. Eltern palästinensischer Terroristen sind oft stolz auf die mörderischen Verbrechen ihrer Kinder.

Israels Reaktion auf die Serie ist bisher amateurhaft gewesen.

Dennoch hat kein Oppositionspolitiker in der Knesset das Thema des Versagens der Regierung eine Antipropaganda-Agentur einzurichten aufgebracht. Genauso wenig ist das im aktuellen Wahlkampf aufgekommen. Das radikale Versagen sich systematisch gegen die massive Hasspropaganda zu wehren, mit der Israel angegriffen wird, ist für das israelische Volk höchst demoralisierend und hat ernste negative Folgen für das Land.

[1] https://edition.cnn.com/2019/08/15/politics/aipac-ilhan-omar-rashida-tlaib-israel/index.html

[2] www.theguardian.com/world/2011/mar/01/german-defence-minister-resigns-plagiarism

[3] theguardian.com/world/2013/feb/09/german-education-minister-quits-phd-plagiarism

[4] www.dw.com/en/german-family-affairs-minister-accused-of-plagiarism/a-48597056

[5] http://jcpa.org/article/the-gaza-flotilla-facts-and-official-reactions/

[6] www.commentarymagazine.com/anti-semitism/the-case-against-ilhan-omar-and-rashida-tlaib/

[7] S. z.B.: https://besacenter.org/perspectives-papers/barring-foreign-nationals/

BDS droht damit Haifas Big Mac-Skulptur zu erlegen

„Ich habe mich der BDS-Bewegung angeschlossen, die das einfache Prinzip unterstützt, dass den Palästinensern dieselben Rechte zustehen wie dem Rest der Menschheit.“

Sheri Oz, The Jerusalem Post, 13. Januar 2019

Die Skulptur eines gekreuzigten Ronald McDonald, die am Freitag gewalttätige Protesten in Haifa auslöste, sollte überhaupt nie im Haifa Museum of Art ausgestellt werden, sagte ihr Künstler Jani Leinonen.

Der finnische Künstler sagte der Jerusalem Post am Sonntag, dass die Nachricht von Protesten seitens der christlichen Gemeinschaft in Haifa „für mich eine beunruhigende Überraschung kam, insbesondere weil meine Arbeit sich gegen meinen Wunsch in der Ausstellung befindet“.

„Ich schloss mich der Bewegung Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS) an, die das einfache Prinzip vertritt, dass den Palästinensern dieselben Rechte zustehen wie dem Rest dem Menschheit“, sagte Leinonen. „Israel nutzt offen die Kultur als Propagandamittel, um sein Besatzungsregime, Kolonialisierung durch Si edler und Apartheid über das palästinensische Volk zu übertünchen. Daher wünsche ich nicht Teil dieser Ausstellung zu sein und forderte das Museum auf mein Kunstwerk aus der Ausstellung zu nehmen.“

Leinonen erhielt nach eigenen Angaben eine Antwort von Shamir, die ihn glauben ließ, sein Werk sei entfernt worden. Dann las er Samstagmorgen von den gewalttätigen Demonstrationen.

„Ich schickte sofort eine weitere Aufforderung an den Kurator, dass das Werk aus der Ausstellung entfernt werden soll, wie es von vorneherein hätte geschehen sollen“, sagte Leinonen. „Ich habe vom Museum noch keine Antwort erhalten. Ich bestehe darauf, dass meine Arbeit sofort aus der Ausstellung genommen wird.“

Eine Sprecherin des Haifa Museum of Art sagte jedoch, dass die McJesus-Skulptur (unter diesem Namen ist sie bekannt) von einer Galerie in Finnland für eine bestimmte Zeit ausgeliehen wurde. Die Skulptur hat sich seit August 2018 in dem Museum befunden und seitdem „hat das Museum von der Galerie nie eine Aufforderung bekommen sie zu entfernen.“

Die Sprecherin war sich nicht sicher, ob Shamir eine solche Aufforderung direkt vom Künstler erhalten hat.

„Die Regelmäßigkeit solcher Ereignisse in Verbindung mit BDS-Aktivisten, die versuchen Kunstausstellungen in Israel zu verhindern, hat in den letzten Jahren oft zugenommen und das Museum muss viele Fälle dieser Art handhaben“, sagte die Sprecherin. „Das Haifa Museum of Art arbeitet mit Hingabe gegen Versuche wie diese, damit Israelis, die Kunst schätzen, weiterhin Zugang zu ihr haben.“

Am Freitag wurde berichtet, dass Proteste gegen die Skulptur ausbrachen, weil die arabisch-christliche Gemeinschaft das Gefühl hatte, die Skulptur sei respektlos gegenüber der Religion.

Ein arabisch-christlicher Demonstrant sagte gegenüber Walla! News, die Regierung reagiere nicht angemessen auf die Beschwerden der arabisch-christlichen Gemeinde, Grund dafür sei ihr Minderheitsstatus in Israel.

„Wenn sie ein Skulptur von Hitler mit einer Thora-Rolle aufstellten, würden sie sofort reagieren“, sagte er.

Die Proteste wurden gewalttätige und das Polizeipräsidium von Haifa schickte Beamte seiner Sondereinheit hin, um das Museum zu bewachen.

Ein paar Hundert Protestierende versuchten während der Demonstration mit Gewalt ins Haifa Museum of Art einzudringen, hieß es seitens der Polizei von Haifa. Drei Beamte wurden leicht verletzt, als sie mit Steinen beworfen wurden.

Nissim Tal, Generaldirektor des Museums, sagte gegenüber der Jerusalem Post, am Eröffnungsabend im August waren mehr als 1.000 Menschen anwesend und es gab nicht ausreichen Platz für alle. Seitdem sind mehr als 30.000 Besucher gekommen, um die neun Ausstellungsstücke zu sehen, die eine umfassende Ausstellung über die Kommerzialisierung der modernen Gesellschaft zeigt.

Nach den Protesten stimmte Tal zu am Eingang ein Schild aufzustellen, das die Besucher warnt, manche könnten den Inhalt beleidigend finden.

Eine Quelle in der Stadtverwaltung von Haifa sagte, sie glaube, die Proteste seien von einem „rechten Extremisten in Protest gegen die Wahl von Einat Kalisch-Rotem ausgelöst worden, die Yona Yahaf im Bürgermeisteramt von Haifa ablöst“.

Sie sagte, da das Museum ein wichtiges Element des kulturellen Lebens in Haifa sei, „ist es ein weiches Ziel, leichte Beute für die, die gegen Kalisch-Rotem sind“.

Die Äußerungen der Quelle aus der Stadtverwaltung konnten nicht bestätigt werden.

(Das Thema ist noch nicht abgeschlossen.)

Kommentare:

(1) Es spricht Bände, dass ein BDS-Anhänger sich gegen die Ausstellung seines Werks in Haifa wendet. Er agiert damit nicht zugunsten der PalAraber, boykottiert nicht die Siedlungen, sondern Israel als Ganzes. Es beweist sich damit einmal mehr, dass die Behauptung von BDS-Vertretern nur  „gegen die Besatzung“ zu sein/zu agieren eine gelogene Nebelwand ist.

(2) Es ist auch nicht verwunderlich, dass es sich bei dem religionsfeindlichen „Künstler“ um jemanden handelt, der die BDS-Antisemiten unterstützt. Leute, die den christlichen Glauben verunglimpfen, haben oft auch keinerlei Respekt vor Fakten in Sachen Nahost-Konflikt/Israel oder stellen sie gewollt auf den Kopf.

(3) Abgesehen von der Gewalttätigkeit der Demonstranten: Ich würde mich ihrem Protest anschließen, wäre ich vor Ort. Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass der christliche Glaube weiter mit „Kunstwerken“ diffamiert und herabgewürdigt wird, wenn das nicht mit allen Religionen gemacht wird. Insbesondere Kritik an einer bestimmten Religion mit grüner Flagge wird von Künstlern überhaupt nicht geübt, weil sie vor der von deren Vertretern angedrohten und ausgeübten Gewalt kuschen. Wer so „mutig“ ist, Christen aufs Blut zu reizen und zu beleidigen, weil er weiß, dass diese sich nicht mit Gewalt wehren, ist ein Feigling und ein Heuchler, wenn er das nicht mit anderen Religionen auch tut. (Allerdings muss man sich schon fragen, ob Proteste etwas bringen, wenn sie im Vergleich mit „Protesten“ gegen islamkritische Werke bzw. Äußerungen/Schriften so völlig wirkungslos bleiben. Müssen Christen tatsächlich erst gewalttätig werden, wenn es um ihre Sensibilitäten geht, damit darauf Rücksicht genommen wird?)

(4) Die Behauptung, die Regierung müsse einschreiten und tue nichts, finde ich hingegen unangebracht, weil die Regierung nicht in die Ausstellungspolitik des Museums einzugreifen hat. Der Protest hat sich gegen das Museum und seine Betreiber zu richten, die Ausstellungsinhalte haben nichts mit dem Minderheitsstatus der (arabischen) Christen zu tun.