Die brutalen BDS-Taktiken, die Hunderten Palästinensern Schaden zufügten

Arutz Sheva-Mitarbeiter, Israel National News, 12. Februar 2016

Mehr als acht Jahre lang hat die israelische Firma SodaStream mit den andauernden Attacken durch die BDS-Bewegung zu tun, die wegen ihrer Fabrik in Mishor Admuim östlich von Jerusalem zum Boykott gegen die Firma aufruft. SodaStream war 2014 schließlich gezwungen diese Fabrik in den Negev zu verlegen.

Von der BDS-Boykottbewegung zugefügte starke wirtschaftliche Verluste zwangen die Firma den Schritt zu unternehmen – aber die großen Verlierer in der Geschichte sind Hunderte palästinensisch-arabische Beschäftigte von SodaStream, die ihre Arbeit und ihr Einkommen verloren.

SodaStreams Firmenchef Daniel Birnbaum sprach mit Yedioth Aharonoth zu den harten Umständen, die nicht nur von feindlichen Auslandsquellen, sondern auch aus Israel selbst kamen. „Der Staat Israel hat immer wieder darin versagt diese Sache umzugehen. Ich kämpfte alleine. Meinen Krieg führe ich für 74 Arbeiter, obwohl ich glaube, dass wir 100.000 aufnehmen müssen“, sagte Birnbaum.

Unter Birnbaum begann die Firma erstmals palästinensisch-arabische Arbeiter zu beschäftigen. Unter seiner Leitung wurden von der Firma 2.500 Arbeiter beschäftigt, davon 1.300 in Mishor Adumim, von denen fast 600 palästinensische Araber aus Judäa und Samaria waren.

„Wir sind eine Insel des Friedens“, sagte Birnbaum. „Wir sind der größte Arbeitgeber für Palästinenser in den Gebieten. Die Arbeiter kamen aus Ostjerusalem, Ramallah, Hebron, Jericho und Schechem (Nablus) mit organisierten Transporten zu uns. Sie erhielten dieselben Löhne, dieselben Arbeitsbedingungen und dieselben Zusatzleistungen wie die anderen Arbeiter, einschließlich Krankenversicherung für Arbeiter und ihre Familien. Wir sorgten für fast 6.000 Menschen – die Arbeiter und ihre Familien.“

Unterstützung antiisraelischer Gewalt

Aber dann begann BDS die Firma zu attackieren, auf eine Weise, die Birnbaum als fast zu einfach beschreibt.

Die antiisraelischen Aktivisten kontaktieren ranghohe Manager von Geschäften und zitierten falsche Behauptungen, die in vielen Fällen von Protesten vor den Geschäften begleitet waren. SodaStream-Produkte wurden wiederholt in Geschäften mutwillig beschädigt und auf den Boden geworfen; Einkaufende wurden angeschrien und eingeschüchtert.

„In vielen Fällen werden unsere Produkte beschädigt oder mit Aufklebern grotesker Bilder verunstaltet, die SodaStream Kriegsverbrechen wie ethnischer Säuberung beschuldigen“, berichtete der Vorstandsvorsitzende. „Die gewalttätigen Proteste gegen ein Geschäft in Brighton (England) war besonders ernst. Der Laden wurde über zwei Jahre lang zweimal pro Woche von BDS-Aktivisten angegriffen. Die Polizei führte mehrere Festnahmen durch, aber die Medien berichteten bereit und britische Parlamentsmitglieder, insbesondere die Repräsentantin der Grünen Partei Caroline Lucas, unterstützten die gewalttätigen Angriffe verbal.“

Birnbaum erinnert sich: „Am Ende wurde das Geschäft geschlossen und die Siegesfeiern der Aktivisten nahmen unser Büro in Cambridge ein; dabei benutzten sie Nebelkerzen, wie bei einem Anschlag von Terroristen. Das Ergebnis: Unsere Partner im Einzelhandel, die sich vom Konflikt distanzieren wollten, beendeten ihre Geschäftsbeziehungen zu uns.“

Kein Ende in Sicht

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden von SodaStream war seine Firma nicht in der Lage gegen diese Angriffe vorzugehen; die Ausnahme war ein Fall in Frankreich, bei dem gegen die BDS-Bewegung eine Klage wegen Verleumdung eingereicht wurde. „Das geschah nach Verleumdungen gegen uns, einschließlich einem Bild einer mit Blut bedeckten Limonadenflasche, darüber die Worte ‚Ein Produkt ist es wert eine Familie abzuschlachten‘.“

Er merkte an: „Das Gericht nahm unsere Klage an, entschied zu unseren Gunsten und belegte die Organisation mit einer Geldstrafe. Das war das erste Mal in der Welt, dass die BDS-Organisation verklagt wurde, aber es war auch das einzige Mal, dass wir klagten.“

Heute, da SodaStream nicht länger in Mishor Adumim tätig ist, könnte man erwarten, dass BDS die Firma in Ruhe lässt – aber da liegt man falsch.

„Jetzt behaupten sie, dass wir den Beduinen natürliche Ressourcen stehlen, insbesondere Land und Wasser“, sagt Birnbaum.

„Die Behauptung ist besonders lächerlich, bedenkt man die Tatsache, dass Talal al-Krenawi, der Bürgermeister von Rahat, große Anstrengungen unternahm die israelische Regierung und SodaStream zu überzeugen die neue Fabrik dort zu bauen.

8 Gründe, warum die Israel Apartheid Week lächerlich ist

The Real JStreets, Israellycool, 24. Februar 2016

Die internationalen Hass-Feste der Israel Apartheid Week sind wirklich schwer zu verstehen, wenn man nur das kleinste Bisschen Wissen hat, das winzigste Stückchen Hirn, um damit zu denken. Diese ignoranten Individuen können Israellycool natürlich nicht oft genug lesen.

Meine Liste der echten Fotos und Einträge würde ein Buch füllen, aber meine 8 Selbstläufer zur Widerlegung der Behauptungen sind:

  1. Ein arabischer Richter am obersten Gerichtshof beaufsichtigte die letzten israelischen Wahlen.
  2. Der stellvertretende Minister für Regionale Kooperation, Ayoub Kara, ist auf dem Weg nach Genf, um Israel bei Gesprächen zu repräsentieren; Generaldirektor Haschem Hussein vom Ministerium für Regionale Kooperation wird ihn begleiten.
  3. Die Knesset hat mehr als 10% arabische Abgeordnete und einen muslimischen Gebetsraum.

  1. Präsident Rivlin veranstaltet zusammen mit den israelischen Ministern für Finanzen und soziale Gleichstellung Treffen mit den Leitern der arabischen Regional- und Lokalbehörden im Beit Hanassi.
  2. Islamische Richter, Kadis, verwalten Scharia-Recht in offiziellen israelischen Gerichten innerhalb des israelischen Gerichtssystems. Neulich wurden im Beit Hanassi neue Richter eingeschworen.

  1. Arabische Frauen und Mädchen haben in Israel mehr Freiheit als sonst irgendwo im Nahen Osten. Wo sonst würde eine Hijab tragende junge Frau kichernd in einem Park-Pavillon sitzen, zusammen mit einem Mann ein Picknick essen? Sorry, kein Foto von heute, obwohl es eine niedliche Szene war.
  2. Präsident Rivlin war Gastgeber eines Iftar-Essens, um im Ramadan das Fasten zu brechen.
  3. Verschiedene Religionsführer reihen sich an einem roten Teppich auf, um den Präsidenten von Kenia bei dessen offiziellem Staatsbesuch in Jerusalem (Israel) zu begrüßen.

Die Apartheidlüge ist schlicht lächerlich.

 

BDS ist ein Haufen Sch…

Yoni Leviatan, The Times of Israel blogs, 27. November 2015

Haben Sie von BDS gehört? Israelische Sturköpfe und diejenigen, die dafür sterben würden Israelis zu töten, kennen sich zweifellos gut im Daseinsgrund der Bewegung aus. Das Akronym steht für Boykott, De-Investitionen und Sanktionen und zielt strikt auf Israel, denn es wäre in den Köpfen dieser Leute aberwitzig gegen Länder wie Syrien, den Iran und Nordkorea vorzugehen.

Leider – für die Bewegung – muss sie eine Menge Zeit damit verbringen zu erklären warum BDS das D verdient und nicht als totaler BS* bezeichnet werden sollte. Die jüngste Vorfall zur Herausforderung der Legitimität der BDS entstammt der Entdeckung, dss einige der lautstärksten Anhänger der Bewegung Wix nutzen, um ihre Internetseiten zu basteln. Wix ist eine israelische Firma, was die Studenten für Gerechtigkeit in Palästina an der Universität Denver ihre Hosen füllen lassen, während sie versuchen die Gerechtigkeit ihrer finanziellen Beiträge an die israelische Wirtschaft zu rechtfertigen versuchen. Wir können sicher schließen, dass der Boykotteur des Jahres nicht zu ihren Spitzenauszeichnungen gehören wird.

Es gibt zwei Hauptgründe, warum BDS absoluter BS ist. Der erste hat mit der Unfähigkeit zu tun sinnvolle Boykotte durchzuführen. Während viele in der Welt glauben, dass Israel der oberster Exporteur von Siedlungen ist (was es zugegebenermaßen durchaus sein könnte), sind sich wenige bewusst, dass in Wirklichkeit Israels Export Nummer 1 Technologie ist.

Seit den frühen 1970-er Jahren, als Intel sich im Gelobten Land niederließ, um seinen allgegenwärtigen Mikroprozessor zu entwickeln, sind viele der größten technologischen Fortschritte aus Israel gekommen. So unterschiedliche Dinge wie Handys, die Kamerapille, USB-Sticks, Voicemail, digitaler Druck und Instant Messenger verdanken ihre Existenz israelischem Einfallsreichtum. Was bedeutet, dass es heutzutage unmöglich ist sich in unserer modernen, technologisch unterstützten Welt miteinander zu verbinden, und nicht einen Anflug der Unterstützung der israelischen Wirtschaft zu leisten.

Google, Microsoft, Cisco, Dell, Intel, Amazon, AT&T, ebay, General Electric, IBM, LG, Oracle, Samsung, Xerox, Yahoo und viele andere – die jüngsten sind Appel und Facebook – erledigen viel von ihrer Forschung und Entwicklung in Israel. Selbst Firmen außerhalb des technischen Bereichs wie Nestle arbeiten daran ihre knusprigen Schoko-Leckereien im Land von Milch und Honig zu verbessern.

Ich fordere jeden auf einen ganzen Tag ohne Nutzung eines Produkts dieser Firmen zu verbringen. Für Israelis ist das Schöne daran, dass man durch Nutzung der Technologie dieser Firmen und Produkte die Zahlung der Körperschaftssteuer dieser Firmen an die israelische Regierung mitliefern, aber man stellt auch sicher, dass Israelis Gesellschaftsschichten weiter von den wichtigsten Firmen unserer Zeit beschäftigt werden. Und wir haben nur vom Hi-Tech-Sektor geredet. Bezieht man die landwirtschaftliche, medizinische und Verteidigungsindustrie mit ein, bei denen Israel zu den Top-Innovatoren jedes dieser Felder zählt, ist es praktisch unmöglich die Welt daran zu hindern sie Früchte israelischer Intelligenz zu nutzen (neben Israels köstlichen und saftigen Früchten), was es unmöglich macht zu verhindern, dass die Israelis sie wirtschaftliche Unterstützung der Welt genießen.

Sollte die Unmöglichkeit der Aufgabe nicht ausreichen um Sie von der Vergeblichkeit einer Boykottierung Israels zu überzeugen, sollten wir erst einmal auch die Gründe für den Boykott Israels untersuchen, die sich um die falsche Behauptung der Apartheid drehen, über die die BDS-Unterstützer ständig lügen.

Lassen Sie uns mit der Untersuchung des folgenden Bildes beginnen:

Arabische Mitglieder der aktuellen israelischen Knesset

Die ersten 13 der 14 arabischen Gesichter, die Sie sehen, gehören zur drittgrößten Partei der Knesset, dem Parlament Israels (die letzte schaffte es genau genommen nicht in die Fraktion). Ihre Wahl wurde von einem arabischen Richter am israelischen obersten Gerichtshof bestätigt, der derselbe arabische Richter ist, der die Wahl von Bibi Netanyahu zum Premierminister bestätigte und in seinen eigenen Worten sagte, Israel sei alles, aber kein „Apartheidstaat“.

Wie sich der respektierte Richter am obersten Gerichtshof wohl bewusst ist, verheißen eine arabische politische Partei sowie ein arabisches Mitglied am obersten Gerichtshof nichts Gutes für einen effektiven Apartheidstaat. Und diese Araber in der Knesset? Sie wurden von niemand anderem gewählt als israelisch-arabischen Staatsbürgern. In Israels Apartheid-Sorte sehen wir – nicht unähnlich der Art Boykott der BDS-Bewegung – eine sehr ineffektive Grundlage, die es den Arabern erlaubt nicht nur volle Staatsbürger des israelischen Staates zu sein (abzüglich der obligatorischen Pflicht des Militärdienstes) zu sein, sondern sie können bei Israels Wahlen abstimmen und für auch noch arabische Kandidaten wählen.

Sollte das das Argument israelischer Apartheid noch nicht zweifelsfrei zerstört haben, gestattet Israel es den arabischen Gemeinden auch ihr eigenes Schulsystem und Religionsgerichte einzurichten, was das Recht dieser Minderheit – die 20% der Gesamtbevölkerung stellt – ihre Religion und kulturellen Traditionen innerhalb der Geborgenheit ihrer gesellschaftlichen Infrastruktur weiter sicherstellt. Dennoch sind sie frei die Vorteile von auf jüdischer Grundlage stehenden israelischen Schulen, Krankenhäuser und Sicherheit zu genießen, wann immer sie das wünschen. Ja, sie können sich auch der Sicherheit erfreuen, die das Leben unter einer israelischen Regierung mit sich bringt, da Israels berühmtes Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel nicht zwischen Arabern und Juden unterscheidet, wenn es sie vor einfliegenden Raketen schützt. (Ich wette, die Araber in Syrien würde es nicht stören eine Weile in Israel zu leben.)

Als wäre das nicht genug, ist Arabisch auch eine offizielle Landessprache des Staates Israel. Jedes Straßenschild im Land ist in Hebräisch, Arabisch und Englisch verfasst. Zeigen Sie mir ein anderes Land in der Welt, das seine arabischen Bürger so sehr respektiert, dass es sich die Mühe macht sicherzustellen, dass sie sich niemals auf der Straße verirren.

Die Anti-Israel-Horde muss schon eine bittere Wahrheit schlucken, aber die Tatsache bleibt, dass nirgendwo im Nahen Osten Araber größere politische Freiheit und wirtschaftliche Chancen haben als im jüdischen Staat Israel. Das ist der Grund – egal, wie sehr die arabische Bevölkerung gegen israelischen Regierungspolitik ist – dass 68% von ihnen eher die Hatikva (die israelische Nationalhymne) singen würden als in einem Palästinenserstaat zu leben.

Ob nun wegen ihrer massiv fehlgeschlagenen Bemühungen oder ihrer moralisch versagenden Philosophie, es bleibt die Tatsache, dass die BDS-Bewegung ein gigantischer, heilloser Misserfolg ist.

Oder anders ausgedrückt: BDS ist nichts weiter als ein stinkender Haufen falsch informierter Sch….
* Bullshit = Sch…

Die Juden ermordeten den Palästinenser Jesus

Zvi Mazel, Makor Rishon

Der neue Antisemitismus, der sich in der Dämonisierung des Staates Israel ausdrückt, wird in einem Buch beschrieben, das sich die Entlarvung der Täter, ihrer Vorgehensweisen und ihrer Ziele zum Anliegen gemacht hat. Ist die israelische Regierung bereit diesem Phänomen entgegenzutreten?

Gerstenfeld_war-million-cutsManfred Gerstenfeld: The War of a Million Cuts: The Struggle against the Delegitimization of Israel and the Jews, and the Growth of New Anti-Semitisms. (Jerusalem Center for Public Affairs/RVP Publishers, 501 Seiten)

Dr. Manfred Gerstenfelds neues Buch in englischer Sprache, The War of a Million Cuts, ist in seiner Darstellung des neuen Antisemitismus praktisch so etwas wie eine Enzyklopädie. Nach Gerstenfelds Definition spiegelt der neue Antisemitismus eine Verschiebung des Fokus vom Hass auf das jüdische Individuum zum Hass auf den Staat Israel. Hier nimmt er vielleicht keine Neuerung vor, aber er präsentiert ein weit detailliertes und fundierteres Bild als das, das wir bereits kennen.

Gerstenfeld listet eine nach der andern die Quellen des neuen Hasses auf Israel auf. Es gibt davon viele und sie verkörpern eine Unmenge politischer Parteien, bürgerlicher und sozialer Organisationen, die Vereinten Nationen, Kirchen, viele Medien, Teile der akademischen Welt, Künstler und Einzelpersonen mit öffentlichem Ansehen und – sowohl offensichtlich als auch insbesondere – die arabischen Staaten und muslimische Organisationen. Die Einzigartigkeit dieses Buchs entstammt der Tatsache, dass Gerstenfeld die sich aus diesem globalen Hass ergebende Delegitimierung Israels in all ihren Aspekten und Dimensionen als einen machtvollen Prozess vorstellt. Dieser ist in die europäische Gesellschaft vorgestoßen und dringt weiter in sein, verursacht beim jüdischen Volk und dem Staat Israel nachhaltige Verletzung und Schaden – die „Millionen Schnitte“. Daher der Titel dieses Buchs.

Die Bedeutung dieses Bandes für die jetzige Zeit ist offensichtlich. Das ist auch der Grund, dass mit dem Thema vertraute europäische Persönlichkeiten ihre Unterstützung gegeben haben, indem sie ihre Hochachtung für das Buch auf seinem Einband bekunden. José Maria Aznar, ein ehemaliger spanischer Premierminister, schrieb sogar das Vorwort dazu.

Die Linke und der radikale Islam

Gerstenfeld schreibt, dass der „Holocaust den Antisemitismus in westlichen Gesellschaften nur vorübergehend unterdrückte. Heute ist es in diesen Gesellschaften oft nicht politisch korrekt sich öffentlich als Antisemit zu erklären. In Israel hat man jedoch ein Ersatzziel gefunden, auf das die Antisemiten ihren Hass richten können.“ Es ist wichtig zu betonen, dass Antisemitismus nie aufgehört hat.

Gerstenfeld erwähnt, dass der Antisemitismus kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auftauchte, als einige europäische Länder jüdische Holocaust-Überlebende davon abhielten in ihre Häuser zurückzukehren, die in der Zwischenzeit von anderen bewohnt wurden. Damit wurde ein Lage geschaffen, die an den Bibelvers 1. Könige 21,19 erinnert: „So spricht der HERR: Hast du gemordet und auch noch den Besitz übernommen?“ Das Problem ist nie gelöst worden und es darf bezweifelt werden, dass es je gelöst werden wird. Danach durchlief der Antisemitismus Phasen des Auf und Nieder. Die Zeit nach dem Sechstage-Krieg war von einem Tief beim Antisemitismus gekennzeichnet. Mit den weiteren Entwicklungen im arabisch-israelischen Konflikt wie zum Beispiel dem Zweiten Libanon-Krieg und der erst kurz zurückliegenden Operation Fels in der Brandung, erreichte der Antisemitismus jedoch neue Höhen.

In dieser Zeit, schreibt Gerstenfeld, betrat ein neuer Faktor die europäische Bühne, der für das Thema zentral wurde: die Masseneinwanderung von Muslimen, die in Zusammenarbeit mit der europäischen Linken die Grundlagen für antisemitische arabische Propaganda legte. Die Befürworter und Täter des neuen Antisemitismus sind in ihrem Kampf gegen Israel sehr tatkräftig; sie behaupten, dass ihre Worte und Taten legitime Kritik an der Politik Israels in den Gebieten darstellt und sich „gegen die Besatzung“ richten. Sie rechtfertigen sogar Angriffe auf europäische Juden, die sie als legitimes Ziel betrachten, „weil sie Israel unterstützen, das einen Völkermord am palästinensischen Volk verübt“.

Die bedeutendste und akuteste Bekundung der antiisraelischen Kooperation zwischen Muslimen und europäischen linken Organisationen wurde auf dem NGO-Forum der UNO-Konferenz gegen Rassismus in Durban (Südafrika) im Jahr 2001 stark betont. Eine unheilige Partnerschaft aus revolutionären, frustrierten Linken und Muslimen, die infolge ihrer Kultur gegen Menschenrechte sind, wie sie in der westlichen Welt verstanden werden, führte zur berüchtigten Erklärung von Durban. Diese Erklärung nannte Israel einen rassistischen Staat, der eine Apartheidpolitik betreibt; dazu hieß es in ihr: „Die Palästinenser haben das Recht mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen zu kämpfen“, bis sie ihre Ziele erreichen, wozu die Rückkehr aller Flüchtlinge nach Israel gehört. Mit anderen Worten: Das Ziel ist es den jüdischen Staat zu vernichten und dem jüdischen Volk das Recht auf einen unabhängigen Staat zu verweigern. Gerstenfeld sieht in dieser Erklärung – und zwar zurecht – die Grundlage für die Entwicklung des neuen Antisemitismus, wie er von der Aufstachelung zu globalem Hass auf Israel repräsentiert wird. Das ist die Untermauerung für die Bewegung Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS); sie hat die NGO-Erklärung von Durban als Schlachtruf übernommen.

Dr. Manfred Gerstenfeld, ein Holocaust-Überlebender, ist Wirtschaftswissenschaftler und Antisemitismus-Forscher. Er wurde in Wien geboren. Seine Familie floh in die Niederlande, als der Einfluss der Nazis zunahm. Die Familie ging in den Untergrund und schaffte es die Nazizeit zu überleben. Nach Abschluss seines Studiums begann Gerstenfeld seine Karriere als Wirtschaftsberater, wurde aber später angesichts seiner persönlichen Erfahrungen und seiner zionistischen Aktivitäten in den Niederlanden und andernorts in die Antisemitismusforschung gezogen.

Sein Freund, der verstorbene Professor Daniel Elazar, der das Jerusalem Center for Public Affairs gründete, brachte ihn in das JCPA. Gerstenfeld fand dort reichlich Gelegenheit für seine Antisemitismusforschung, die er tiefgreifend entwickelte. Innerhalb des Rahmens des Zentrums gründete er das Programm für Antisemitismus-Studien und brachte viele Forscher aus dem Ausland zu Vorträgen über seinee verschiedenen Aspekten dorthin. Er machte aus dem JCPA eines der wichtigsten Forschungszentren zum Thema. Bis 2012 diente er auch als Vorsitzender der Stiftung.

Gerstenfeld hat viele Bücher und Hunderte Artikel in einer Vielzahl von Ländern und in mehreren Sprachen veröffentlicht. Seine Schriften konzentrieren sich besonders auf sein Fachgebiet – europäischen Antisemitismus. Die Titel seiner Bücher bringen ihren Inhalt prägnant zum Ausdruck: den Verrat Europas und seiner Eliten an den Juden und am Staat Israel.

Im aktuellen Band legt Gerstenfeld, wie schon erwähnt, die Liste der Kristallisationspunkte des Antisemitismus dar, auch wenn er garantiert, dass diese Liste längst nicht vollständig ist. Um die unbegreifliche und beträchtliche Vielzahl und das Ausmaß dessen, wie der Hass zum Ausdruck kommt, zu illustrieren, zitiert er die Täter der schlimmsten antisemitischen Verunglimpfungen der letzten Jahre an, wie sie vom Simon Wiesenthal Center veröffentlicht wurden. 2012 gehörten dazu die Muslimbruderschaft, die iranische Regierung, der brasilianische Karikaturist Latuff, die antisemitischen Fußballfans in Europa, die Partei Svoboda in der Ukraine, die Partei Goldene Morgenröte in Griechenland, die Partei Jobbik in Ungarn, Trond Ali Linstad (ein zum Islam konvertierten Norweger), der deutsche Journalist Jakob Augstein und Louis Farrakhan, der Führer des Nation of Islam in den Vereinigten Staaten. 2013 standen auf dieser Liste der oberste Revolutionsführer des Iran, Ali Khamenei, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, Richard Falk (der Autor des UNO-Berichts zu Palästina), die BDS-Bewegung und so weiter.

Die regelmäßigen und vielfältigen, von Muslimen und linken Organisationen initiierten Aktivitäten haben sowohl in der politischen Arena als auf der Straße Hass auf Israel entfacht. Das ist hauptsächlich in europäischen Ländern aufgetreten, ist aber auch auf anderen Kontinenten zu sehen. Er kommt öfter in endlosen Attacken zum Ausdruck, mit denen Israels Name durch Vergleiche mit Nazideutschland zusammen mit Anschuldigungen verunglimpft werden soll, Israel töte absichtlich palästinensische Kinder und begehe sogar einen Völkermord an den Palästinensern.

All dies wird begleitet von gewalttätigen Aktionen gegen Juden und Aufrufen das jüdische Volk auszurotten. Der Wahlspruch „Tod den Juden“ ist auf Demonstrationen in europäischen Ländern zu einer akzeptierten Parole geworden. Es gibt Bemühungen den historischen Status des Judentums als Quelle des Christentums in Zweifel zu ziehen, indem darauf bestanden wird, dass Jesus ein Palästinenser war. Das erfolgt mit Hilfe antisemitischer Gruppen. Es ist unmöglich all die fingierten Anschuldigungen aufzuführen, die Israel zugeschrieben werden. Wir sprechen von einer gut geölten Propagandamaschine, die unablässig arbeitet und die Medien sowie die sozialen Netzwerke nutzt, um die Botschaft und ihre Auswirkungen zu verstärken. Das offensichtliche Ziel besteht darin Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren, es zu isolieren und zu untergraben und zusätzlich den Juden Angst zu machen, die als seine Unterstützer wahrgenommen werden.

Ein derart breit angelegter Angriff durch eine so große Gruppe an Gremien über viele Jahre hinweg, betont Gerstenfeld, zielt darauf ab der Welt im Allgemeinen und dem „aufgeklärten Europa“ im Besonderen das Gefühl einzuprägen, dass Israel und die Juden das Böse verkörpern und dass die Vernichtung Israels und der Juden ein wünschenswertes und akzeptables Ziel ist.

Schwerer Schaden

Gerstenfeld beschreibt ausführlich die Aktivitäten in den meisten Ländern der Europäischen Union, wo der neue Antisemitismus sich entwickelt hat. Er zeigt, wie der neue Antisemitismus in der Psyche der Öffentlichkeit Wurzeln geschlagen hat und wie Bürger Europas dazu gekommen sind Israel als Staat zu betrachten, der den Weltfrieden gefährdet, auf einer Stufe mit dem Iran und Nordkorea.

Dabei bringen 40% der Bürger der Europäischen Union bis zu einem gewissen Grad antisemitische Gefühle zum Ausdruck. Eines der Ergebnisse des neuen Antisemitismus ist natürlich die merkliche Flucht von Juden aus Europa, insbesondere aus Frankreich, Heimat der größten jüdischen Gemeinschaft in Europa – in der Diaspora die zweitgrößte nach der in den USA.

Dem Phänomen gegenüber, sagt Gerstenfeld, verschließt Westeuropa die Augen, womit es seine jüdischen Bürger praktisch im Stich lässt. Die Medien und die akademische Gemeinschaft kollaborieren entweder damit oder ignorieren, was geschieht; damit sind sie zu Partnern der muslimischen Propagandakampagne geworden. Darüber hinaus werden die Lügen über Israels Politik und die falschen Vorwürfe des Völkermords an den Palästinensern von der Europäischen Union als wahr akzeptiert; diese setzt Israel politisch und wirtschaftlich unter Druck und fügt dem Land damit großen Schaden zu.

Gerstenfeld erklärt zu Beginn des Buches, dass er sich nicht auf die Vorstellung eines theoretischen akademischen Dokuments über Antisemitismus beschränken, sondern die Täter, ihre Vorgehensweise und ihre Ziele auf systematische Weise darlegen will. Sein Ziel ist es die israelische Regierung dazu zu bewegen mit aller Dringlichkeit eine aktive Politik gegen dieses Phänomen zu planen, da der neue Antisemitismus den Staat Israel in Gefahr bringt und dem jüdischen Volk erheblichen Schaden zufügt.

Gerstenfeld betont, dass aufeinander folgende israelische Regierungen das Problem ignoriert haben. Inzwischen, sagt er, ist das Phänomen weit stärker geworden. Es ist unerlässlich die geeigneten Personen so schnell wie möglich zu organisieren, eine Infrastruktur aufzubauen, die über Mobilisation von Geheimdienstinformationen, Menschen und Budgets rasch handeln kann. Es gibt in Israel viele, die behaupten, die Antisemitismus-Frage sei übertrieben und dass Israel werde wenig Schaden zufügt. Sie argumentieren, wenn die Juden durch Antisemitismus geschädigt würden, dann sollten sie nach Israel ziehen. Gerstenfelds Buch weist diesen Unsinn zurück und hebt die unmittelbar bevorstehende Gefahr des neuen Antisemitismus mit äußerster Klarheit hervor. Israels Regierung sollte ihn mitnichten ignorieren. Dieses Buch ist wichtig und sollte in alle europäischen Sprachen übersetzt werden. Im gegenwärtigen Klima darf jedoch bezweifelt werden, dass sein Aufruf gehört werden wird.

Zvi Mazel ist ehemaliger Botschafter Israels in Ägypten, Rumänien und Schweden. Heute ist er leitender Analyst am Jerusaelem Center for Public Affairs.