Der Coronavirus und 7 Gründe, warum es keine „Belagerung des Gazastreifens“ gibt

Honest Reporting, 30. März 2020

Besonders in einer Zeit, in der der Coronavirus ein beträchtliches Verbreitungsrisiko für die palästinensische Bevölkerung des Gazastreifens darstellt, ist die von der Hamas kontrollierte Enklave erneut in den Nachrichten. Und damit liegt ein neuer Fokus auf den Problemen, denen sich Gazas unzureichend ausgestattetes Gesundheitssystem gegenüber sieht. Einige Medien machen dafür offen israelische Einschränkungen für den Gazastreifen verantwortlich, die es gibt, um den Hamas-Terrorismus gegen Israel zu entschärfen. Diese Einschränkungen werden oft als „Blockade“ bezeichnet. Manche gehen sogar noch weiter und reden von einer „Belagerung des Gazastreifens“.

Das Wort „Belagerung“ ist besonders gefühlsbeladen und wird von Israels Gegnern ständig verwendet, manchmal auch von Mainstream-Medien, z.B. dem Economist:

Die „Gaza wird belagert“-Mentalität der Medien

Wortwahl ist wichtig. Irreleitende Begrifflichkeiten ist eine unserer acht Kategorien von Medien-Einseitigkeit. Wir stellen fest, dass Wortwahl nur allzu oft zur Beförderung von Propaganda genutzt wird. Die Medien müssen Vorsicht walten lassen, wenn sie sich bewusst dafür entscheiden bestimmte Begriffe, passende Nomen oder fremde Worte zu übernehmen (oder zu vermeiden).

Die lexikalische Definition einer Belagerung lautet:

Umstellen einer Stadt oder Festung, um deren Bevölkerung durch Aushungern zur Aufgabe zu zwingen.

(englisch, übersetzt:) Die Handlung oder der Prozess einen befestigten Ort auf eine Weise zu umstellen und anzugreifen, dass er gegen Hilfe und Nachschub isoliert wird; Zweck des Tuns ist es den Widerstand der Verteidiger zu schwächen und damit die Einnahme möglich zu machen.

Hier finden Sie sieben Gründe, warum die Lage des Gazastreifens weit von dieser Definition entfernt ist.

  1. Israel will den Gazastreifen nicht besetzen. Israel zog seine Soldaten und seine Zivilbevölkerung mit der Abkoppelung von 2005 aus dem Gazastreifen ab. Wollte Israel den Gazastreifen wieder erobern, müsste es das Territorium belagern, und dann beträchtliche militärische Mittel einsetzen um ihn wieder einzunehmen.
  2. Eine Belagerung ist ein militärischer Akt. Aber wer greift hier eigentlich wen an? Alle israelischen Militäroperationen seit dem Abzug aus dem Gazastreifen waren eine Reaktion auf tausende Raketen, die von palästinensischen Terrororganisationen auf israelische Bevölkerungszentren geschossen wurden.
  3. Fakt ist, dass Israels Blockade eine Verteidigungsmaßnahme ist, mit der seine Bevölkerung vor Terroristen geschützt werden soll, indem diese Terroristen daran gehindert werden nach Israel hineinzukommen, Waffen in den Gazastreifen zu schmuggeln oder Material in die Hände zu bekommen, das zur Herstellung von Waffen genutzt werden kann. Tatsächlich ist der Hauptgrund für die Blockade des Gazastreifens sowohl durch Israel als auch durch Ägypten die Bedrohung durch den Waffenschmuggel der Hamas.
  4. Unter was für einer Art von „Belagerung“ kann der Gazastreifen stehen, wenn der „Belagerte“ seine Bevölkerung aufruft, nicht ins Ausland zu reisen? Das Hamas-Gesundheitsministerium hat im März 2020 tatsächlich angesichts des drohenden Coronavirus die Palästinenser im Gazastreifen gedrängt nicht ins Ausland zu reisen. „Wir rufen alle Bürger auf, den Gazastreifen nicht zu verlassen – außer es ist absolut notwendig – um ihr Wohlerlgehen zu wahren“, sagte das Ministerium in einer Erklärung. Weitere Beweise, dass Reisen von Menschen, wenn auch beschränkt auf diejenigen mit Genehmigungen israelischer Behörden und den paar hundert täglich zugelassenen über den ägyptischen Übergang Rafah, immer noch möglich sind.


Ein Gesundheitsmitarbeiter mit Schutzmaske geht durch eine Quarantänezone, die vom palästinensischen Gesundheitsministerium im Gazastreifen eingerichtet wurde, um Einreisende am Übergang Rafah zu Ägypten als Teil der Bemühungen gegen einen Ausbruch des Coronavirus zu testen – 16. Februar 2020 (Foto: Said Khatib/AFP via Getty Images)

  1. Ist es eine „Belagerung“, wenn Israel eine Verwaltungsorganisation hat, die der Arbeit mit der örtlichen palästinensischen Bevölkerung gewidmet ist? Die Coordination of Goverment Activities in the Territories (COGAT) hat eine Koordinations- und Verbindungsverwaltung (CLA) für den Gazastreifen, die daran arbeitet der örtlichen palästinensischen Bevölkerung bei einer großen Bandbreite von Bereichen zu helfen. Dazu gehören:
  • Import und Export von Waren.
  • Koordinierunbg der Passage von Palästinenser nach Israel und ins Ausland (hauptsächlich aus wirtschaftlichen und medizinischen Gründen)
  • Ermöglichung der Passage internationaler Delegationen und Entwicklungshelfer.
  • Förderung von Projekten unter der Leitung der internationalen Gemeinschaft (z.B. Bau von Schulen, medizinischen Zentren, Gemeindezentren, Wohnungsbau) und Hilfe in den Bereichen Landwirtschaft, Verkehrswesen, Industrie und Handel.
  1. Der effektivste Weg ein Territorium zu belagern bestünde darin die Strom- und Wasserversorgung zu kappen. Stattdessen liefert Israel jedes Jahr mehr als 125 Megawatt Strom in den Gazastreifen, was mehr als die Hälfte der Stromversorgung darstellt. Darüber hinaus liefert Israel jedes Jahr rund 10 Millionen Kubikmeter Wasser.
  2. Die Bevölkerung auszuhungern oder ihr grundlegende humanitäre Güter oder Medikamente vorzuenthalten würde ebenfalls eine effektive Belagerung darstellen. Dennoch hat es keine Blockierung von Grundnahrungsmitteln, Medikamenten und anderen humanitären Gütern in den Gazastreifen gegeben. Seit die Hamas an die Macht kam, passieren fast jeden Tag mit diesen Vorräten beladenen LKW die Grenze mit Israel. Es hat keine Berichte über Hunger oder Gesundheitsepidemien im Gazastreifen gegeben.

Hier ist ein Blick auf die Zahlen zu dem, was 147.540 LKW 2017 über COGAT in den Gazastreifen lieferten:

  • 383.440 Tonnen Baumaterial
  • 744 Tonnen Lebensmittel
  • 111 Tonnen (Koch-)Gas
  • 038 Liter Dieseltreibstoff
  • 696 Liter Benzin
  • 044 Tonnen medizinische Ausrüstung
  • 154 Fahrzeuge

Darüber hinaus sind seit dem Gazakrieg von 2014 mehr als 6,5 Millionen Tonnen Baumaterial in den Gazastreifen gebracht worden, um Häuser, Straßen, öffentliche Einrichtungen und andere Infrastruktur zu bauen.

Die Bewegungsfreiheit von Menschen und Material ist zwar, um Terrorismus zu verhindern, eingeschränkt, doch ist die israelisch-ägyptische Blockade des Gazastreifens letztendlich nicht als „Belagerung“ zu bezeichnen. Das Überleben der Hamas selbst hängt davon ab, das Leid der Gazaner Israel anzuhängen, um so vom eigenen Versagen abzulenken. Leider gibt es nur allzu viele, darunter einige Medien, die dieses Narrativ nur allzu bereit glauben.

Israel hat nicht den Wunsch die Menschen des Gazastreifens leiden zu sehen und tut alles, was ihm möglich ist, die eigenen Sicherheitsbedürfnisse mit den humanitären Anforderungen der Palästinenser auszugleichen. Der Gazastreifen wird nicht „belagert“.

Die große, elende Armut im Gazastreifen, mal wieder

gefunden auf twitter: Ein neues Apartmenthaus mit Ladeneinheiten in Gaza Stadt. Das Gebäude ist mit einem Fitness-Studio ausgestattet, Überwachungskameras, Security rund um die Uhr und privaten Parkplätzen. Das Beste? Es hat nur einen kurzen Fußweg bis zu Strand.

 

„Der Gazastreifen steht kurz vor der Explosion“ – aber nicht wegen irgendetwas, das Israel tut

Elder of Ziyon, 20. Februar 2018

Palestine Today berichtet:

Palästinenserfraktionen kündigten Dienstag einen umfassenden Handelsstreik mit einer viertelstündigen Unterbrechung an, um der wahren Katastrophe im Gazastreifen als Ergebnis der sich verschlimmernden wirtschaftlichen Lage Ausdruck zu geben.

Die Fraktionen sagten während einer Pressekonferenz, dass der Gazastreifen ein Pulverfass kurz vor dem Explodieren sei, wenn nicht das Schweigen gebrochen würde; die palästinensische Autonomiebehörde wurde aufgerufen Verantwortung zu übernehmen, besonders nachdem die Regierung ihre Pflichten im Gazastreifen gemäß der jüngsten Vereinbarung von Kairo übernahm.

Die Fraktionen riefen die internationale Gemeinschaft auf zu handeln und dem belagerten Gazastreifen dringend benötigte Hilfe zu bringen; an Ägypten wurde appelliert den Übergang Rafah zu öffnen und damit die Einreise in den Gazastreifen zu erlauben.

Der Aufruf an die Arabische Liga und die Organisation der Islamischen Zusammenarbeit wurde erneuert, es sollten Schritte zur Rettung des Sektors unternommen werden.

Die Hamas will, dass die PA zahlt, was sie schuldig ist. Die PA sagt, die Hamas übergebe die von ihr eingesammelten Steuereinnahmen nicht.

Und so sieht es dann aus.

Die Polizei im Gazastreifen stoppte mittags 15 Minuten lang den gesamten Verkehr an großen Kreuzungen, um gegen die Lage zu protestieren.

Gelegentlich gibt es mal einen Artikel in westlichen Medien über die wahre Krise im Gazastreifen – die Krise, die einzig die Araber schufen – aber größtenteils wird das alles ignoriert, weil das Denkmuster der „israelischen Belagerung“ zu stark ist, als dass faule Journalisten sich damit quälen es zu widerlegen.

Und letzten Endes wollen kein Journalist und keine NGO Mahmud Abbas kritisieren.

Warum nicht einfach alles durchgelassen werden kann

gefunden auf Facebook:

Wieder einmal hat die Hamas Sprengstoff-Material als Produkte für die Menschen des Gazastreifens getarnt. Aus genau diesem Grund ist Israel gezwungen Waren genau zu untersuchen, die in den Gazastreifen gehen oder herauskommen.

Nach der Untersuchung von Tonnen an Fracht, die angeblich Autoöle für den Gazastreifen sein sollten, entdeckte ein israelisches Labor Feststoffe, Gase, Flüssigkeiten und Pulver für die Massenproduktion von Sprengstoff durch die Hamas.

Wenn der Gazastreifen belagert wird, warum prahlt die Hamas dann mit dem Export von Lebensmitteln?

Elder of Ziyon, 11. März 2016

Das Landwirtschaftsministerium des Gazastreifens hat verkündet, dass es 2015 mehr als 13.000t Obst und Gemüse exportierte und dieses Jahr weitere 3.700t exportiert.

Während 2015 exportierte der Sektor 105t Gemüse nach Europa, 3.700t in arabische Länder, 3.460t nach Israel und 5.750t zu Westbank-Arabern.

Das alles wurde auf einer internen Internetseite von Gaza verkündet.

Gestern wiederholte der Landwirtschaftsminister diese Statistiken gegenüber Reportern, was ungewöhnlich erscheint. Warum haben Zeitungen genau den gegenteiligen Eindruck veröffentlicht, dass man versucht der Welt eine leidende, belagerte Bevölkerung zu vermitteln?

Die Antwort: Diese Pressekonferenz sollte ohnehin dazu dienen auf Israel einzuprügeln.

Sehen Sie: Die Krebsraten im Gazastreifen sind in den letzten Jahren gestiegen. Die Palästinenser machen dafür natürlich Israel verantwortlich (sie geben vor, dass Israel Waffen mit abgereichertem Uran verwendet), eine leicht zu widerlegende Lüge, aber die Medien erwähnen auch unangenehme Fakten wie die Raucherrate und die im Gazastreifen verwendete Menge an Pestiziden.

Das Landwirtschaftsministerium der Hamas will niemanden für die zunehmenden Krebsfälle im Gazastreifen verantwortlich machen, also inszenierte man diesen Pressetermin, um zu sagen, dass der Krebs in Gaza zweifellos die Folge israelischer „experimenteller Waffen“ sei. Ihre Beleg dafür besteht darin, dass ihre landwirtschaftlichen Produkte strikte israelische Lebensmittelkontrollen durchlaufen, bevor ihr Export gestattet wird.

Mohammed Jadallah, Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, sagte: „Wir nahmen Bodenproben mit radioaktivem Material und gaben sie an internationale Organisationen mit der Bitte uns die Testergebnisse zu schicken, aber sie lehnten es ab uns zu helfen und das zeigt das Ausmaß ihrer Absprachen mit der Besatzung.“

Was braucht man noch mehr an Beweisen?

Um nicht bloßgestellt zu werden war das Ministerium gezwungen dem Gedanken der Belagerung zu widersprechen.

Offizielle prahlten auch damit, dass die Hühnerzucht in Gaza so erfolgreich ist, dass man es ablehnt Hühner aus Israel zu importieren. Allerdings: Wenn die Hühnchen des Gazastreifen Korn fressen, das mit Strahlung aus israelischen Waffen verseucht ist, mit der Gaza entsprechend ihrer Behauptung verseucht ist, dann bedeutet dies, dass das Ministerium seine Einwohner wissentlich Krebs aussetzt.

Was für ein Jammer, dass keiner der Reporter, die so eifrig schlucken, was die Hamas ihnen serviert, daran dachte deswegen nachzufragen.

Hamas gibt zu, dass Gaza nicht belagert ist

Elder of Ziyon, 1. Januar 2014

Die Al-Qassam-Brigaden der Hamas tweete:

Komisch; dasselbe Foto habe ich 2011 veröffentlicht.

Die einzige Möglichkeit für Gaza Erdbeeren zu exportieren, ist über Israel. Mit dem Tweet, wie wunderbar es ist, dass Gaza landwirtschaftliche Erzeugnisse exportieren kann, gibt die Hamas zu, dass es keine Belagerung des Gazastreifens gibt.

Am Sonntag gestattete Israel den Export von sieben LKW-Ladungen Erdbeeren und eine mit Cherry-Tomaten über den Übergang Kerem Shalom nach Europa.

Die armen Gazaner leiden unter einer Flut an Konsumgütern (Fotos)

Elder of Ziyon, 19. Mai 2013

Gestern Abend vermerkte ich, dass im Gazastreifen der Preis für Baumaterial abgestürzt ist, hauptsächlich wegen der zunehmenden Importe über Kerem Shalom.

Jetzt erfahren wir, dass auch so ziemlich alles andere im Gazastreifen günstig ist.

Zu den Waren, die im Gazastreifen verbilligt verkauft werden, gehören Schokolade, Nüsse, Bohnen, Fleisch und sowohl Feta als auch bulgarische (!) Käsesorten.

Der Grund scheint zu sein, dass das ägyptische Pfund so viel an Wert verloren hat, dass geschmuggelte Waren billiger geworden sind.

Denken Sie daran, dass es diese Preisnachlässe selbst nach dem ägyptischen Vorgehen gegen die Schmuggeltunnel gibt.

Hier sind aktuelle Fotos – alle aus diesem Jahr – des Saka-Supermarkts in Gaza:

Weitere „Belagerungs“-Nachrichten: Israel gestattete Fabriken im Gazastreifen Möbel über Kerem Shalom nach Ägypten zu exportieren.

Und Ägypten hielt seine Grenze zum Gazastreifen den dritten Tag in Folge geschlossen.