Palästinensische Araber behauptetn sie hätten in Bethlehem schon vor Jesu Tod Weihnachten gefeiert

David Lange, Israellycool, 29. Dezember 2020

Es ist kaum zu glauben, dass die antiisraelische Propagandaseite Quds News Network glaubt, alle ihre Leser hätten auch nur ein Mindestmaß an Intelligenz. Wie anders erklärt man, was sie gestern auf ihrer Facebookseite posteten?

Genießen Sei diese Bilder von Weihnachtsfeiern in der biblischen Stadt Bethlehem in Palästina aus dem Bethlehem des frühen 20. Jahrhunderts. Obwohl diese Fotos die frühesten verfügbaren sind, sind Bethlehemer Weihnachtstraditionen hunderte oder sogar tausende Jahre alt.

Angesichts der Tatsache, dass Jesus vor weniger als 2.000 Jahren starb und die ersten Aufzeichnungen über Weihnachtsfeiern in Rom vom 25.Dezember 336 stammen, ist das, was sie behaupten, mathematisch unmöglich.

Es überrascht aber nicht, kommt es doch von einer Seite, die auch behauptet, dass ihre Geschichte Millionen Jahre alt ist.

Lektionen aus der palästinensischen Herrschaft über Bethlehem

Dov Lipman, HonestReporting, 28. Januar 2020

Das Minarett einer muslimischen Moschee spiegelt sich an Bethlehems Krippenplatz wird während einer Heiligeabend-Prozession vor der Geburtskirche in einem goldenen Kruzifix. (Foto: David Silverman/GettyImages)

Was ist so besonders an Bethlehem?

Für Juden stammt die Heiligkeit der Stadt aus ihrer Beschreibung als Begräbnisort von Rahel, Jakobs geliebter Frau (1. Mose 35,19). Später dreht sich die Geschichte von Ruth weitgehend um Bethlehem als Heimatort in der Kindheit von König David und Ort, an dem er zum König gesalbt wurde (1. Samuel 16,1-13). Jüdische Tradition lehrt, dass der Messias aus Bethlehem kommen wird (Micha 5, 2-5).

Christliche Tradition lehrt, dass Bethlehem der Geburtsort Jesu war (Math. 2,1-12; Lukas 2,4-20 und Joh. 7,42). Die Geburtskirche wurde von Konstantin dem Großen im 4. Jahrhundert n.Chr. über einer Höhle gebaut, die für den Ort gehalten wird, an dem Jesus geboren wurde.

Bethlehem heute und damals

Leider ist diese Stadt auch eine Stadt des Streits geworden.

Der Teilungsplan der Vereinten Nationen von 1947 schlug vor, dass Bethlehem, nur 9 km südwestlich von Jerusalem gelegen, als Teil der internationalen Zone Jerusalem unter UNO-Kontrolle gestellt wird. Während des Unabhängigkeitskriegs von 1948, der ausbrach, nachdem die arabischen Länder den Teilungsplan ablehnten, übernahm die Arabische Legion die Kontrolle über Bethlehem. Während dieser 19 Jahre nahm die christliche Bevölkerung um tausende ab.

Israel übernahm im Juni 1967 während des Sechstage-Kriegs die Kontrolle über die Stadt. Die christlichen Einwohner baten Israel die Stadt zu annektieren und sie offiziell zum Teil Israels zu machen, aber Israel lehnte die Idee ab; es bestand auf der Möglichkeit sie im Kontext einer Friedensvereinbarung in arabische Hände zurückzugeben.

Von 1967 bis 1995 blühte Bethlehem auf. Christen kamen zu Millionen auf Pilgerreisen zur Geburtskirche und jüdische Beter strömten zum verehrten Rahelgrab. Verkäufer, Restaurants und Hotels vor Ort erlebten großen Erfolg, weil Menschen aus allen Religionen sich frei fühlten die Straßen der Stadt zu besuchen und entlang zu gehen.

Aber dann führten israelische Verhandlungen mit der Palästinenserführung zum Oslo II-Abkommen, bei dem Israel zustimmte die zivile und Sicherheitskontrolle von sechs Städten – Jericho, Tulkarm, Nablus, Qalqilya und Bethlehem – abzugeben.

Bethlehems langjähriger christlicher Bürgermeister Elias Frej bettelte den israelischen Premierminister Yitzhak Rabin an, die Stadt mit ihrer mehrheitlich christlichen Bevölkerung nicht an die palästinensische Autonomiebehörde abzugeben. Er fürchtete, was muslimische Herrschaft mit den dort lebenden Christen tun würde. Aber Israel übergab Bethlehem, im Versuch einen Durchbruch in seiner Beziehung zu den Palästinensern zu erzielen, am 21. Dezember 1995 in palästinensische Herrschaft.

Das Rahelgrab

Das führte zu einer Periode furchtbarer Unruhe in und um die heilige Stadt. Palästinensische Heckenschützen begannen auf jüdische Besucher des Rahelgrabs zu schießen und töteten sogar IDF-Soldaten, die die Beter schützten. Manchmal musste die heilige Stätte, die mit Betonmauern und Dächern befestigt ist, wegen der Drohungen palästinensischer Terroristen geschlossen werden. Zu anderen Zeiten konnten die Besucher nur in gepanzerten Fahrzeugen zu der heiligen Stätte reisen.

Abgesehen von den Angriffen auf das Rahelgrab wurde Bethlehem zur Heimatbasis von Terrorzellen und Ausgangspunkt für Terroranschläge auf israelische Bürger. Seine Nähe zu Jerusalem machte die Hauptstadt verletzbar. Ein paar Beispiele:

  • Dezember 2001: Der palästinensische Terrorist Daoud Ali Ahmed Saad wurde von der Basis des Islamischen Jihad in Bethlehem geschickt, um sich im Herzen des Zentrums Jerusalems zu sprengen. Er machte das, wobei er fünf Zivilisten schwer verletzte.
  • Februar 2002: Der palästinensische Terrorist Yassir Said Moussa Uda wurde von einer Terrorgruppe der Fatah/Tanzim in Bethlehem geschickt, sich an einer Straßensperre an einer Schnellstraße außerhalb von Jerusalem zu sprengen. Er tötete einen israelischen Polizisten und verletzte zwei Zivilisten schwer.
  • März 2002: von einer Fatah/Tanzim-Terrorzelle in Bethlehem geschickt, sprengte sich Abdullah Nabatiti an einer großen Jerusalemer Kreuzung, wobei er 25 Menschen schwer verletzte.
  • März 2002: Der palästinensische Terrorist Ayat Mohammed Latfi al-Akhras aus dem Distrikt Bethlehem sprengte sich in einem großen Jerusalemer Supermarkt; er tötete zwei Zivilisten und verletzte 22.
  • März 2002: Fatah-Agenten in Bethlehem bereiteten eine Bombe in einem Rucksack vor und schickten einen 16-jährigen Jungen nach Jerusalem. Der Junge sprengte sich neben einer Krankenstation und verletzte sechs Zivilisten.

So wurde Bethlehem zur Basis für palästinensische Anschläge auf Israelis in Jerusalem. Die zunehmende Zahl der Oper zwang die Israelischen Verteidigungskräfte wiederholt in die Stadt einzudringen,  um die Terroristen zu suchen und zu verhaften. Die israelischen Streitkräfte arbeiteten auch daran die Terrorinfrastruktur in der Stadt abzubauen. Nicht nur wurden zahlreiche Selbstmord-Bombenanschläge vereitelt, die Sicherheitskräfte entdeckten zudem Mörser und Infrastruktur für die Produktion von Raketen.

Bethlehems Geburtskirche

Israel hatte auch keine andere Wahl als die Sicherheitsbarriere zu bauen, die Bethlehem umgibt und das Gefühl einer Stadt unter Belagerung gibt. Die Maßnahmen reduzierten die Zahl der erfolgreichen Terroranschläge stark, aber mit einer in Bethlehem verankerten Hamas-Terrorzelle gehen die Versuche weiter.

Christen und ihre heiligen Stätten litten furchtbar unter den Kämpfen, besonders die Geburtskirche während einer Monate dauernden Belagerung. Am 2. April 2002, während der IDF-Operation Defensive Shield, wollten israelische Truppen eine Reihe palästinensischer Flüchtlinge in der Stadt verhaften. Fünfzig flüchteten in das Kirchengelände, wo sie 200 Mönche als Geiseln nahmen. Nach 38 Tagen endete die Belagerung friedlich; die palästinensischen Flüchtlinge stimmten zu ins Exil zu gehen, einige in den Gazastreifen und andere nach Europa. Israelische Sicherheitskräfte fanden 40 Sprengsätze auf dem Kirchengelände, von denen eine Reihe mit versteckten Auslösern ausgestattet war.

Bethlehems abnehmende Christen

Abgesehen von den vom Sicherheitskonflikt geschaffenen Herausforderungen sehen Christen, wie radikale Muslime Christen im gesamten Nahen Osten verfolgen und sehen, dass das bei ihnen geschieht, seit der palästinensischen Autonomiebehörde die Kontrolle über die Stadt gegeben wurde. Zu Beispielen dafür, dass palästinensische Muslime ihre christlichen Nachbarn einschüchtern, gehört:

  • Landraub mit Gewalt oder mit gefälschten Dokumenten, mit wenig bis keiner Zuflucht im PA-Justizsystem.
  • Muslimische Männer belästigen christliche Frauen verbal und sexuell.
  • Christliche Geschäfte werden gezwungen Schutzgeld zu zahlen.
  • Es gibt Diskriminierung von Christen bei der Arbeitsplatzsuche.
  • In Kirchen wird eingebrochen, sie werden geplündert und verwüstet.
  • Muslime, die zum christlichen Glauben bekehren, sehen sich Ausgrenzung, Angriffen, sogar Mord ausgesetzt.
  • Entführung und Zwangskonversion von Christen.

All das hat zu einem beträchtlichen Rückgang der christlichen Bevölkerung in Bethlehem geführt.

Bethlehems Hirtenfeld

Während Christen früher die Mehrheit der Einwohner Bethlehems stellten, machen sie heute, nach 25 Jahren palästinensischer Kontrolle über die Stadt, nur noch 20% seiner Bevölkerung aus. (Einen ähnlichen Vorgang gab es im Gazastreifen, wo 2005, als Israel sich zurückzog,  5.000 Christen lebten. Aber nach 14 Jahren Hamas-Herrschaft sind nur noch 1.000 Christen verblieben und oft sind Kirchen abgerissen worden.)

Die Lage im heute von Palästinensern kontrollierten Bethlehem steht in starkem Kontrast zum israelisch kontrollierten Jerusalem, das nur 9 km weiter nördlich liegt. In Jerusalem kann die christliche Bevölkerung ihren Glauben frei und sicher leben. Die Stadtverwaltung von Jerusalem stellt christlichen Einwohnern sogar kostenlos Weihnachtsbäume zur Verfügung.

Fakt ist, dass Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem die einheimische christliche Bevölkerung seit 1948 zugenommen hat. Ende 2019 zählte Israels christliche Bevölkerung 177.000, hatte nach Angaben des zentralen Statistik-Büros um 1,5 Prozent zugenommen.

Die Lektion ist eindeutig. Christen blühen in israelisch kontrollierten Gebieten mit totaler Religionsfreiheit auf und leiden, wenn Israel die Kontrolle an die radikalen Palästinenserkräfte übergibt.

Feindliche Atmosphäre gegenüber Christen in Bethlehem „unverkennbar“

Eliana Rudee, Breaking Israel News, 24. Dezember 2018

Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast. (1. Mose 2,18, Einheitsübersetzung)

Betende Christen in der Geburtskirche in Bethlehem (Foto: Miriam Alster/Flash90)

Jedes Jahr, wenn Weihnachten in Bethlehem bevor steht, nehmen immer weniger christliche Einwohner daran teil – nicht weil der Baum auf Bethlehems Manger-Platz kleine wäre als im Jahr davor oder weil weniger Geld für die Festivitäten ausgegeben würde – tatsächlich ganz im Gegenteil. Während die Stadtverwaltung von Bethlehem in sagenhafte Konzerte investiert, in Choräle, Prozessionen, einen Mitternachtsmesse, Tourismus und Säulen in der Geburtskirche restaurierte, bleibt die Tatsache bestehen, dass die christliche Bevölkerung in der Stadt, von der Christen glauben, dass Jesus dort geboren wurde, immer weiter abnimmt.

Anton Salman, der Bürgermeister Bethlehems, sagte, die Erklärung liege in Israels „Einkerkerung des Geburtsorts Jesu“, wobei amerikanische Evangelikale die „israelische Politik feiern, die den Geburtsort Jesu stranguliert“.

Nach Angaben von NBC News sind 12 Prozent der Bevölkerung Bethlehems Christen – ein hoher Anteil, verglichen mit den größeren palästinensischen Gebieten, wo er heute bei weniger als zwei Prozent liegt – in den 1950-er Jahren waren es 80 Prozent. Salman behauptet, was Christen in Bethlehem halten werde, ist, „wenn menschliche Würde respektiert wird und gleiche Rechte garantiert werden, erst wenn die israelische Besatzung vorbei ist und Palästinenser in der Lage sein werden im eigenen Land ihr volles Potenzial zu entwickeln.

Allerdings ignoriert Salman eine zentrale Spannung, die zu dem Grund beiträgt, dass Christen die Stadt verlassen. Die wahre Strangulation der Christen im Nahen Osten ist das kulturelle und religiöse Ersticken, das sie in mehrheitlich muslimischen Städten wie Bethlehem erleben.

Salman versäumt es zu erwähnen, dass es im weiteren Nahen Osten eine starke Atmosphäre der Feindseligkeit gegenüber Christen gibt, wobei Bethlehem keine Ausnahme ist. Nach Angaben von Dexter Van Zile, christlicher Medienanalyst für das Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America (CAMERA), sind im Nahen Osten insgesamt Christen die „kostengünstigen, kostenfreien Ziele völkermörderischer Gewalt und Feindlichkeit“.

Van  Zile gibt an, dass mit der Aufmerksamkeit der Christen weltweit „die palästinensische Autonomiebehörde weiß, dass sie es sich einfach nicht leisten kann, dass Christen im Raum Bethlehem (oder der gesamten Westbank) so schikaniert werden, wie im übrigen Nahen Osten“. Aber trotzdem berichtet der CAMERA-Analyst, dass er Schikane von Christen durch muslimische Extremisten auf dem Manger-Platz nahe der Geburtskirche sieht; sie händigen Flugblätter aus. „Stellen Sie sich einmal vor, was passieren würde, wenn Christen versuchten würden offen Muslime zu bekehren“, merkte Van Zile an, der die Atmosphäre der Feindseligkeit gegenüber Christen in Bethlehem als „unverkennbar“ bezeichnete.

Er erzählte gegenüber Breaking Israel News, wie er sich in ein Restaurant in Bethlehem mit Sicht auf die Geburtskirche setzte. „Ein Lautsprecher einer Moschee in der Nähe begann eine laute und einschüchternde Botschaft zu plärren. Ich zog vor Schmerzen eine Grimasse wegen der Lautstärke der vom Muezzin kommenden Botschaft. Der Restaurantinhaber sah meine Grimasse und sagte: ‚Oh, das ist im Lauf der Jahre schlimmer geworden.‘ Er fuhr damit fort mir zu erzählen, dass er feindliche, antichristliche Botschaften aus dem Lautsprecher gehört hatte. Stellen Sie sich vor in einem Umfeld leben zu müssen, in dem christenfeindliche Botschaften Teil der städtischen Atmosphäre sind. So war das in Bethlehem, wo Jesus geboren wurde!“

Besonders an Weihnachten, berichtete Van Zile, werden die Christen in Bethlehem „von der palästinensischen Autonomie dazu eingesetzt, jedes Weihnachten Israel so darzustellen, es verhalte sich wie Rom im Neuen Testament“. Das wahre Problem ist aber muslimisches Herrenmenschentum, nicht jüdische Souveränität, fügte er hinzu.

Selbst mit Geschichten wie der von Van Zile, schreibt der arabische Journalist Khaled Abu Toameh in einem Bericht im Gatestone Institute, „reden die Leiter der christlichen Gemeinde in Bethlehem selten in der Öffentlichkeit über die Spannungen mit ihren muslimischen Nachbarn; sie ziehen es stattdessen vor ihre Kritik gegen Israel zu richten. Indem sie den Problemen der Christen gegenüber ein Auge verschließen, erweisen sie ihrer eigenen Gemeinschaft einen Bärendienst.“

Obwohl Jerusalem nur knapp 10 Kilometer nördlich von Bethlehem lieglt, kann die christliche Bevölkerung in Israel ihren Glauben frei leben – die Stadtverwaltung von Jerusalem verschenkt sogar Weihnachtsbäume an christliche Einwohner.

Israel ist für sie wahrscheinlich der einzige Ruheort in einer antichristlichen Region. So paradox es klingt: Der jüdische Staat ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem die einheimischen Christen seit 1948 an Zahl zugenommen haben. „1949 legten etwa 34.000 arabische Christen in Israel, heute gibt es mehr als 130.000. Christen haben als Anteil der Gesamtbevölkerung Israels abgenommen, aber in absoluten Zahlen hat die arabisch-christliche Bevölkerung in Israel um fast 300 Prozent zugenommen“, berichtete Van Zile.

„Antiisraelische Polemiker und sogar ein paar christliche Vereine, die Geschichten über jüdische Niederträchtigkeit als Technik zum Spenden sammeln nutzen, werden den Rückgang der Christen als Prozentsatz der Gesamtbevölkerung Israels darstellen (der eine Folge der Zunahme der jüdischen und der muslimischen Bevölkerung in Israel ist, die beide schneller wachsen). Aber Tatsache ist, dass kein anderes Land in der Region einen Zunahme in absoluten Zahlen erlebt hat, wie wir sie in Israel sehen. Und zur großen Beschämung der christlichen Antisemiten, die Israel als ihren Prügelknaben verwenden, hat diese Zunahme im jüdischen Staat stattgefunden. Das ist schlicht kein weiterer Grund Israel zu segnen und zu ehren“, berichtet Van Zile.

„Christen in der Westbank sollten dankbar sein, dass Israel mit seinem Umgang mit den Christen im Nahen Osten den Goldstandard setzt, aber allzu viele christliche Organisationen revanchieren sich, indem sie Israel Vorwürfe machen“, sagte er.

Van Zile beklagte darüber hinaus die Tatsache, dass viele nicht evangelikale Christen härtere Worte für Benjamin Netanyahu haben als für die Hamas. „Aus der Perspektive eines Friedensschaffers macht das absolut keinen Sinn. Vom Standpunkt des Evangeliums aus ist es wahnsinnig“, fuhr er fort. „Glücklicherweise beginnt eine zunehmende Zahl von Christen in Israel gegenüber dem aufzuwachen, was im Rest der Region vor sich geht und registrieren sich für den Miltärdienst.“

Im Kontext der israelischen Militärpräsenz ist israelische Soldaten, egal, ob sie Christen, Juden oder Drusen sind, in der Westbank zu haben, macht, verfocht Van Zile, „das Leben für Christen in der Region sicherer“. Er erklärte: „1945, bevor Jordanien die Kontrolle über die Westbank übernahm und Ägypten die über den Gazastreifen, gab es in diesem Bereich fast 60.000 Christen. 1967 gab es 42.000. Das ist ein beträchtlicher Rückgang. 2007 gab es in diesen Bereichen 52.000 Christen.“

Zoomt man heraus auf den größeren Nahen Osten, dann wird klar, warum eine Mehrheit der Christen Bethlehem verlassen. Im Gazastreifen, sagt Van Zile, ist das christliche Leben schon scheintot. „Es gibt weniger als 1.300 Christen im Strip und sie sind fortgesetzter Unterdrückung durch die Hamas und andere Extremisten ausgesetzt. Im Verlauf der Jahre haben Berichte über Zwangskonversionen und mindestens in einem Fall von Morden durch die Hamas erlebt.“

Van Zile legte dar, dass Christen, die mit Hilfe von Auslassungen über die Sünden der Hamas lügen, den christlichen Glauben diskreditieren. „Das ist ein sehr hoher Preis, der zu zahlen ist“, sagte er. Selbst mit Christen Bethlehem, die den Vorteil haben nahe an der Geburtskirche zu sein, glaubt Van Zile, dass es „höchste Zeit“ ist die Christen aus dem Gazastreifen zu evakuieren und sie an einen sichereren Ort umzuziehen, „damit wir nicht länger vorgeben müssen, die Hamas sei etwas anderes als eine völkermörderische Terrororganisation, die Christen, Juden und Muslime sowohl in Israel als auch im Gazastreifen terrorisieren.“

Vielleicht ist es höchste Zeit sie aus dem Nahen Osten als ganzem zu evakuieren – außerhalb der Palästinensergebiete,, kündigte Van Ziel an: „Mehr als eine Million Christen sind im vergangenen Jahrzehnt aus ihren Heimen im Irak und Syrien vertrieben worden und sie sind eine belagerte und auch in Ägypten eine schikanierte Minderheit, wo koptische Christen regelmäßig massakriert und ihre Kirchen abgebrannt werden. Islamische heilige Schriften und Praktiken setzen Christen als legitime Ziele für Gewalt fest, wenn die Dinge mehrheitlich muslimischen Ländern den Bach runter gehen.“

Die abnehmende christliche Präsenz is Teil eines tragischen Trend im Nahen Osten, der weniger mit Israels „Strangulationspolitik“ und mehr mit dem Aufstieg des Islamischen Staats (ISIS) zu tun hat. ISIS hat zu einem bereits zunehmenden Massenexodus begetragen, in manchen Fällen zu Völkermord an der christlichen Bevölkerung in Ländern wie Syrien, Saudi-Arabien, dem Irak, Libyen, dem Iran, der Türkei und Ägypten.

Samir Qumsieh, ein wichtiger christlicher Leiter in Bethlehem, Intendant des Fernsehsenders Al-Mahd TV und Forscher zu christlichen Angelegenheiten im Heiligen Land und dem Nahen Osten, erkennt, dass man, um die christlichen Gemeinden im Nahen Osten zu retten, die Eskalation des Extremismus und des radikalen Islam in der Welt als das anprangern muss, was sie ist. Nachdem er Fotos eines durch ISIS ermordeten Babys bei einem aktuellen tödlichen Anschlag auf eine Kirche in Kairo sah, riefe er aus: „Was für eine Art von Religion akzeptiert es, dass ein Baby in zwei Teile gerissen wird?“

Qumsieh erklärt, dass die Palästinensergebiete „nicht weit von der Ausweitung des radikalen Islam entfernt“ sind, physisch wie auch ideologisch. Qumsieh „vertraut der Hamas nicht, weil sie radikal ist“. Während es 2006 noch 5.000 christliche Gazaner gab, gibt es jetzt nur noch 1.000; zusätzlich werden oft Kirchen abgerissen.

Qumsieh macht zudem einen Brain Drain (Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte), rückläufige christliche Geburtenraten und Emigration für die abnehmende christliche Präsenz im Nahen Osten verantwortlich, in dem er keine Zukunft für Christen sieht. „Die Zukunft ist schwarz“, erklärt er.“Der Teufel selbst beherrscht diese radikalen Muslime, die alles Christliche zerstören […] das gegenwärtige [radikal-islamische] Regie sollte komplett vernichtet werden.“

Van Zile stimmt zu, dass die Zukunft der Christen in Bethlehem düster aussieht; er erklärt: „Für den Abgang der jungen Christen verantwortlich muss die palästinensische Autonomiebehörde verantwortlich gemacht werden, der in und um Bethlehem stattzufinden scheint. Sie haben die Verpflichtung Christen zu schützen, aber sie schützen sie nur in dem Maß, wie sie eingesetzt werden können um Israel zu dämonisieren.“

Um Christen in Bethlehem zu halten, legt Van Zile dar, dass die Palästinenser die Art und Weise revolutionieren müssen, wie sie sich selbst sehen. „Wenn sie sich weiterhin die Behinderung der jüdischen Souveränität und des jüdisches Wohlergehen als nationales Ziel setzen wollen, dann werden alle Palästinenser, einschließlich der Christen, weiterhin leiden. Sobald sie sich entscheiden für ihr eigenes Wohlergehen zu kämpfen, statt nur zu versuchen jüdische Freiheit und Wohlergehen zu untergraben, wir das Leben für alle im Heiligen Land besser werden.“

Vielleicht hat Salman recht damit, dass mehr Respekt vor menschlicher Würde und gleichen Rechten nötig ist, um die christlichen Bevölkerung von Bethlehem und den Palästinensergebieten zu stabilisieren – aber nur, wenn die Palästinenser Israels Vorbild im Umgang mit der christlichen Minderheit folgen.

Oh Bethlehem, kleine Stadt Bethlehem

The Real Jerusalem Streets, Israellycool, 21. Dezember 2017

Das israelische Tourismusministerium macht sich beeit die Zehntausende Besucher willkommen zu heißen, deren Ankunft zur Weihnachtssaison erwartet werden.

Tourismusminister Yarvi Levin: „Israel lädt die Gläubigen aller Religionen ein in Freiheit und Sicherheit alle heiligen Stätten in Israel zu besuchen, dort zu beten und Gottesdienst zu feiern. Ich bin stolz diese Gelegenheit nutzen zu können und anzukündigen, dass wir dieses Jahr alle Rekorde an Einreise-Tourismus gebrochen haben und das Jahr 2017 mit dem Rekord von 3,5 Millionen Touristen abzuschließen, eine halbe Million mehr als der vorherige Rekord.“

Bethlehem befindet sich üblicherweise zu dieser Zeit im Jahr in den Nachrichten.

Von 15 Uhr am 24. Dezember bis 3 Uhr am (1.) Weihnachtstag  wird das Tourismus-Ministerium kostenlose Shuttle-Transporte anbieten, die helfen Pilger zwischen Jerusalem und Bethlehem zu transportieren; die Busse werden alle 30 Minuten zur vollen und halben Stunde fahren.

Bei einem Besuch im Dezember letzten Jahres traf unsere Gruppe auf die Schwester, die das christliche Waisenhaus in Bethlehem leitet. Sie sprach sehr sorgfältig. Jedes Wort wohlüberleg, um nichts zu sagen, das von den Medien falsch berichtet werden könnte. Sie beschwor uns sehr achtsam darin zu sein, was wir berichten.

Die Bemühungen der Nonnen diesen aufgegebenen Kindern einen warmen Ort zum leben zu geben, unter sehr schwierigen Umständen, waren beeindruckend. Die liebevolle Pflege war offensichtlich.

ich frage mich jedoch, wo dieser kleine Busche in der Zukunft sein wird. Ich frage mich, wo er heute ist. Ich fragte mich auch, wie viele Schekel in den Bau der Bank of Palestine in Bethlehem gesteckt wurden.

Für einen „Staat“ ohne Währung ist es wirklich eindrucksvoll. Erinnerte mich an ein gewisses Museum, das nichts auszustellen hat.

Ich habe in der letzten Woche eine Menge über Bethlehem nachgedacht. Mich gefragt, wo der internationale Aufruhr blieb, nachdem Trump redete und die Weihnachtsfeiern runtergefahren wurden?

Schließlich stand etwas in der Jerusalem Post: „Palästinensische Miesepeter stehlen Weihnachten.“

Mehr als miesepetrig bleibt mir angesichts der finanziellen Bedrängnis der Menschen in Bethlehem, die die größte Tourismuszeit des Jahres verlieren, dieses Foto aus dem letzten Jahr ständig im Sinn.

Nach einem faszinierenden Besuch in Bethlehem kam dieser Verkäufer auf uns am Busparkplatz zu. Ich liebte es, wie er seine Möglichkeiten nutzte, eine Krippe in der rechten und eine Menorah in der linken Hand.

Die Geschäfte waren letztes schlecht. Sie müssen dieses Jahr bisher noch schlechter sein – bei den Aufrufen zu Protesten vor Weihnachten in Bethlehem, wobei Jerusalem als neueste Ausrede genutzt wird.

Also poste ich für 2017 ein Foto des offiziellen Weihnachtsbaums von Bethlehem aus dem Jahr 2016.

Wie viele Christen werden dieses Jahr da sein, während Israel wieder kostenlose Fahren bietet.

Wie viele werden sich um den traurigen Zustand der kleinen Stadt Bethlehem sorgen, in dem Symbole und Zeichen von Weihnachten zusammen mit seinen christlichen Einwohnern verschwinden?

Ethnische Säuberung auf palästinensische Art

Joseph Farah, The Jewish Press, 7. Januar 2004

Man sah die Bilder Weihnachten im Fernsehen – israelische Soldaten, die durch Jerusalem patrouillierten. Man hörte, wie die Juden für die Unruhe in der Stadt Davids, dem Geburtsort von Jesus, verantwortlich gemacht wurden.

Diese Kolumne beschäftigt sich mit dem, was man in diesen, zu einer Art alljährlichem journalistischen Ritual gewordenen Berichten nicht sah oder hörte.

Die christliche Bevölkerung der Palästinensischen Autonomie, die einmal 20 Prozent der Region stellte, ist auf unter zweieinhalb Prozent gefallen.

Es leben weniger als 50.000 christliche Araber innerhalb der PA. 1948 war Bethlehem zu 80 Prozent christlich. Heute ist es zu 80 Prozent muslimisch. Wo gehen sie hin?

Sind Sie auf einen Schock gefasst?

Viele von ihnen ziehen das Leben in Israel dem unter der Herrschaft Arafats und seiner Freunde in der Hamas und dem Islamischen Jihad vor. Tatsächlich wäre das Leben so ziemlich überall besser und wer die Möglichkeit dazu hat, der geht weg.

Diese massive Ausstellung ethnischer Säuberungen und Bevölkerungsbewegung ist von der Palästinensischen Autonomiebehörde total verschleiert und von den internationalen Medien vertuscht worden. Schlimmer noch: sie wurde Israel angelastet. Aber Christen, die aus dem Heiligen Land fliehen, wissen, warum sie fort gehen. Man muss sie nur fragen. Es begann vor langer Zeit. Ich weiß es, denn meine Großeltern flohen in die Sicherheit, den Schutz und die Freiheit Amerikas.

Christen im Nahen Osten wissen sehr gut, wer ihr Feind ist. Sie wissen, warum sie unterdrückt werden. Sie wissen, wer sie angreift. Sie wissen, wer sie besetzt. Und es ist nicht Israel.

Hier sind die Fakten. Rund 2 Millionen Christen sind in den letzten 20 Jahren aus dem Nahen Osten geflohen. Manche Schätzungen liegen deutlich höher. Seit Arafat die Verwaltung der Palästinenser-Gebiete von Israel übernahm, ist die christliche Bevölkerung von 15 auf 2 Prozent gefallen. Sie werden fort getrieben. Sie werden ermordet. Sie werden vergewaltigt. Sie werden systematisch verfolgt. Sie werden belästigt. Sie werden eingeschüchtert.

So ist jetzt das Leben für Christen in Bethlehem und andere ehemals christliche Städte in der West Bank. Stellen Sie sich nur einmal vor, wie es sein wird, wenn Palästina ein richtiger Staat wird. Wenn diese Leute vor der israelischen Besatzung fliehen würden, warum gingen sie dann weg, nachdem die Israelis weg gingen? Das macht keinen Sinn. Israel hat den Exodus der Christen aus dem Nahen Osten nur auf eine Weise unterstützt: dadurch, dass es sich aus den Gebieten von Judäa, Samaria, Gaza, dem Südlibanon und anderen zurückzog. Als Israel diese Gebiete verwaltete, lebten christliche Araber in Schutz und Sicherheit.

Die Wahrheit ist, dass die christliche Bevölkerung Israels sich seit 1948 mehr als vervierfacht hat. Warum? Weil Israel Religionsfreiheit garantiert – währen die Palästinensische Autonomiebehörde eine offizielle Religion bietet, den Islam.

Was in der PA passiert ist: die schützende Hand Israels ist weggenommen worden und Arafat und der PA ist mehr und mehr Autonomie gegeben worden, ihr eigenes Land zu beherrschen.

Frage: Was ist schlimmer, als wegen seines Glaubens drangsaliert, belästigt, eingeschüchtert und verfolgt zu werden?

Antwort: Wegen seines Glaubens drangsaliert, belästigt, eingeschüchtert und verfolgt zu werden – und zusehen zu müssen, wie diejenigen, die diese Verbrechen begehen, andere dafür verantwortlich machen.

Es ist Zeit, dass die ganze Welt den Mini-Holocaust erkennt, der an den Christen des Nahen Ostens verübt wird. Es ist Zeit, die dieser Gräuel Schuldigen zu bestrafen – besonders die, die die Verantwortung für die Palästinensische Autonomiebehörde haben. Sie dürfen nicht mit einem eigenen Staat belohnt werden.