Feindliche Atmosphäre gegenüber Christen in Bethlehem „unverkennbar“

Eliana Rudee, Breaking Israel News, 24. Dezember 2018

Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast. (1. Mose 2,18, Einheitsübersetzung)

Betende Christen in der Geburtskirche in Bethlehem (Foto: Miriam Alster/Flash90)

Jedes Jahr, wenn Weihnachten in Bethlehem bevor steht, nehmen immer weniger christliche Einwohner daran teil – nicht weil der Baum auf Bethlehems Manger-Platz kleine wäre als im Jahr davor oder weil weniger Geld für die Festivitäten ausgegeben würde – tatsächlich ganz im Gegenteil. Während die Stadtverwaltung von Bethlehem in sagenhafte Konzerte investiert, in Choräle, Prozessionen, einen Mitternachtsmesse, Tourismus und Säulen in der Geburtskirche restaurierte, bleibt die Tatsache bestehen, dass die christliche Bevölkerung in der Stadt, von der Christen glauben, dass Jesus dort geboren wurde, immer weiter abnimmt.

Anton Salman, der Bürgermeister Bethlehems, sagte, die Erklärung liege in Israels „Einkerkerung des Geburtsorts Jesu“, wobei amerikanische Evangelikale die „israelische Politik feiern, die den Geburtsort Jesu stranguliert“.

Nach Angaben von NBC News sind 12 Prozent der Bevölkerung Bethlehems Christen – ein hoher Anteil, verglichen mit den größeren palästinensischen Gebieten, wo er heute bei weniger als zwei Prozent liegt – in den 1950-er Jahren waren es 80 Prozent. Salman behauptet, was Christen in Bethlehem halten werde, ist, „wenn menschliche Würde respektiert wird und gleiche Rechte garantiert werden, erst wenn die israelische Besatzung vorbei ist und Palästinenser in der Lage sein werden im eigenen Land ihr volles Potenzial zu entwickeln.

Allerdings ignoriert Salman eine zentrale Spannung, die zu dem Grund beiträgt, dass Christen die Stadt verlassen. Die wahre Strangulation der Christen im Nahen Osten ist das kulturelle und religiöse Ersticken, das sie in mehrheitlich muslimischen Städten wie Bethlehem erleben.

Salman versäumt es zu erwähnen, dass es im weiteren Nahen Osten eine starke Atmosphäre der Feindseligkeit gegenüber Christen gibt, wobei Bethlehem keine Ausnahme ist. Nach Angaben von Dexter Van Zile, christlicher Medienanalyst für das Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America (CAMERA), sind im Nahen Osten insgesamt Christen die „kostengünstigen, kostenfreien Ziele völkermörderischer Gewalt und Feindlichkeit“.

Van  Zile gibt an, dass mit der Aufmerksamkeit der Christen weltweit „die palästinensische Autonomiebehörde weiß, dass sie es sich einfach nicht leisten kann, dass Christen im Raum Bethlehem (oder der gesamten Westbank) so schikaniert werden, wie im übrigen Nahen Osten“. Aber trotzdem berichtet der CAMERA-Analyst, dass er Schikane von Christen durch muslimische Extremisten auf dem Manger-Platz nahe der Geburtskirche sieht; sie händigen Flugblätter aus. „Stellen Sie sich einmal vor, was passieren würde, wenn Christen versuchten würden offen Muslime zu bekehren“, merkte Van Zile an, der die Atmosphäre der Feindseligkeit gegenüber Christen in Bethlehem als „unverkennbar“ bezeichnete.

Er erzählte gegenüber Breaking Israel News, wie er sich in ein Restaurant in Bethlehem mit Sicht auf die Geburtskirche setzte. „Ein Lautsprecher einer Moschee in der Nähe begann eine laute und einschüchternde Botschaft zu plärren. Ich zog vor Schmerzen eine Grimasse wegen der Lautstärke der vom Muezzin kommenden Botschaft. Der Restaurantinhaber sah meine Grimasse und sagte: ‚Oh, das ist im Lauf der Jahre schlimmer geworden.‘ Er fuhr damit fort mir zu erzählen, dass er feindliche, antichristliche Botschaften aus dem Lautsprecher gehört hatte. Stellen Sie sich vor in einem Umfeld leben zu müssen, in dem christenfeindliche Botschaften Teil der städtischen Atmosphäre sind. So war das in Bethlehem, wo Jesus geboren wurde!“

Besonders an Weihnachten, berichtete Van Zile, werden die Christen in Bethlehem „von der palästinensischen Autonomie dazu eingesetzt, jedes Weihnachten Israel so darzustellen, es verhalte sich wie Rom im Neuen Testament“. Das wahre Problem ist aber muslimisches Herrenmenschentum, nicht jüdische Souveränität, fügte er hinzu.

Selbst mit Geschichten wie der von Van Zile, schreibt der arabische Journalist Khaled Abu Toameh in einem Bericht im Gatestone Institute, „reden die Leiter der christlichen Gemeinde in Bethlehem selten in der Öffentlichkeit über die Spannungen mit ihren muslimischen Nachbarn; sie ziehen es stattdessen vor ihre Kritik gegen Israel zu richten. Indem sie den Problemen der Christen gegenüber ein Auge verschließen, erweisen sie ihrer eigenen Gemeinschaft einen Bärendienst.“

Obwohl Jerusalem nur knapp 10 Kilometer nördlich von Bethlehem lieglt, kann die christliche Bevölkerung in Israel ihren Glauben frei leben – die Stadtverwaltung von Jerusalem verschenkt sogar Weihnachtsbäume an christliche Einwohner.

Israel ist für sie wahrscheinlich der einzige Ruheort in einer antichristlichen Region. So paradox es klingt: Der jüdische Staat ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem die einheimischen Christen seit 1948 an Zahl zugenommen haben. „1949 legten etwa 34.000 arabische Christen in Israel, heute gibt es mehr als 130.000. Christen haben als Anteil der Gesamtbevölkerung Israels abgenommen, aber in absoluten Zahlen hat die arabisch-christliche Bevölkerung in Israel um fast 300 Prozent zugenommen“, berichtete Van Zile.

„Antiisraelische Polemiker und sogar ein paar christliche Vereine, die Geschichten über jüdische Niederträchtigkeit als Technik zum Spenden sammeln nutzen, werden den Rückgang der Christen als Prozentsatz der Gesamtbevölkerung Israels darstellen (der eine Folge der Zunahme der jüdischen und der muslimischen Bevölkerung in Israel ist, die beide schneller wachsen). Aber Tatsache ist, dass kein anderes Land in der Region einen Zunahme in absoluten Zahlen erlebt hat, wie wir sie in Israel sehen. Und zur großen Beschämung der christlichen Antisemiten, die Israel als ihren Prügelknaben verwenden, hat diese Zunahme im jüdischen Staat stattgefunden. Das ist schlicht kein weiterer Grund Israel zu segnen und zu ehren“, berichtet Van Zile.

„Christen in der Westbank sollten dankbar sein, dass Israel mit seinem Umgang mit den Christen im Nahen Osten den Goldstandard setzt, aber allzu viele christliche Organisationen revanchieren sich, indem sie Israel Vorwürfe machen“, sagte er.

Van Zile beklagte darüber hinaus die Tatsache, dass viele nicht evangelikale Christen härtere Worte für Benjamin Netanyahu haben als für die Hamas. „Aus der Perspektive eines Friedensschaffers macht das absolut keinen Sinn. Vom Standpunkt des Evangeliums aus ist es wahnsinnig“, fuhr er fort. „Glücklicherweise beginnt eine zunehmende Zahl von Christen in Israel gegenüber dem aufzuwachen, was im Rest der Region vor sich geht und registrieren sich für den Miltärdienst.“

Im Kontext der israelischen Militärpräsenz ist israelische Soldaten, egal, ob sie Christen, Juden oder Drusen sind, in der Westbank zu haben, macht, verfocht Van Zile, „das Leben für Christen in der Region sicherer“. Er erklärte: „1945, bevor Jordanien die Kontrolle über die Westbank übernahm und Ägypten die über den Gazastreifen, gab es in diesem Bereich fast 60.000 Christen. 1967 gab es 42.000. Das ist ein beträchtlicher Rückgang. 2007 gab es in diesen Bereichen 52.000 Christen.“

Zoomt man heraus auf den größeren Nahen Osten, dann wird klar, warum eine Mehrheit der Christen Bethlehem verlassen. Im Gazastreifen, sagt Van Zile, ist das christliche Leben schon scheintot. „Es gibt weniger als 1.300 Christen im Strip und sie sind fortgesetzter Unterdrückung durch die Hamas und andere Extremisten ausgesetzt. Im Verlauf der Jahre haben Berichte über Zwangskonversionen und mindestens in einem Fall von Morden durch die Hamas erlebt.“

Van Zile legte dar, dass Christen, die mit Hilfe von Auslassungen über die Sünden der Hamas lügen, den christlichen Glauben diskreditieren. „Das ist ein sehr hoher Preis, der zu zahlen ist“, sagte er. Selbst mit Christen Bethlehem, die den Vorteil haben nahe an der Geburtskirche zu sein, glaubt Van Zile, dass es „höchste Zeit“ ist die Christen aus dem Gazastreifen zu evakuieren und sie an einen sichereren Ort umzuziehen, „damit wir nicht länger vorgeben müssen, die Hamas sei etwas anderes als eine völkermörderische Terrororganisation, die Christen, Juden und Muslime sowohl in Israel als auch im Gazastreifen terrorisieren.“

Vielleicht ist es höchste Zeit sie aus dem Nahen Osten als ganzem zu evakuieren – außerhalb der Palästinensergebiete,, kündigte Van Ziel an: „Mehr als eine Million Christen sind im vergangenen Jahrzehnt aus ihren Heimen im Irak und Syrien vertrieben worden und sie sind eine belagerte und auch in Ägypten eine schikanierte Minderheit, wo koptische Christen regelmäßig massakriert und ihre Kirchen abgebrannt werden. Islamische heilige Schriften und Praktiken setzen Christen als legitime Ziele für Gewalt fest, wenn die Dinge mehrheitlich muslimischen Ländern den Bach runter gehen.“

Die abnehmende christliche Präsenz is Teil eines tragischen Trend im Nahen Osten, der weniger mit Israels „Strangulationspolitik“ und mehr mit dem Aufstieg des Islamischen Staats (ISIS) zu tun hat. ISIS hat zu einem bereits zunehmenden Massenexodus begetragen, in manchen Fällen zu Völkermord an der christlichen Bevölkerung in Ländern wie Syrien, Saudi-Arabien, dem Irak, Libyen, dem Iran, der Türkei und Ägypten.

Samir Qumsieh, ein wichtiger christlicher Leiter in Bethlehem, Intendant des Fernsehsenders Al-Mahd TV und Forscher zu christlichen Angelegenheiten im Heiligen Land und dem Nahen Osten, erkennt, dass man, um die christlichen Gemeinden im Nahen Osten zu retten, die Eskalation des Extremismus und des radikalen Islam in der Welt als das anprangern muss, was sie ist. Nachdem er Fotos eines durch ISIS ermordeten Babys bei einem aktuellen tödlichen Anschlag auf eine Kirche in Kairo sah, riefe er aus: „Was für eine Art von Religion akzeptiert es, dass ein Baby in zwei Teile gerissen wird?“

Qumsieh erklärt, dass die Palästinensergebiete „nicht weit von der Ausweitung des radikalen Islam entfernt“ sind, physisch wie auch ideologisch. Qumsieh „vertraut der Hamas nicht, weil sie radikal ist“. Während es 2006 noch 5.000 christliche Gazaner gab, gibt es jetzt nur noch 1.000; zusätzlich werden oft Kirchen abgerissen.

Qumsieh macht zudem einen Brain Drain (Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte), rückläufige christliche Geburtenraten und Emigration für die abnehmende christliche Präsenz im Nahen Osten verantwortlich, in dem er keine Zukunft für Christen sieht. „Die Zukunft ist schwarz“, erklärt er.“Der Teufel selbst beherrscht diese radikalen Muslime, die alles Christliche zerstören […] das gegenwärtige [radikal-islamische] Regie sollte komplett vernichtet werden.“

Van Zile stimmt zu, dass die Zukunft der Christen in Bethlehem düster aussieht; er erklärt: „Für den Abgang der jungen Christen verantwortlich muss die palästinensische Autonomiebehörde verantwortlich gemacht werden, der in und um Bethlehem stattzufinden scheint. Sie haben die Verpflichtung Christen zu schützen, aber sie schützen sie nur in dem Maß, wie sie eingesetzt werden können um Israel zu dämonisieren.“

Um Christen in Bethlehem zu halten, legt Van Zile dar, dass die Palästinenser die Art und Weise revolutionieren müssen, wie sie sich selbst sehen. „Wenn sie sich weiterhin die Behinderung der jüdischen Souveränität und des jüdisches Wohlergehen als nationales Ziel setzen wollen, dann werden alle Palästinenser, einschließlich der Christen, weiterhin leiden. Sobald sie sich entscheiden für ihr eigenes Wohlergehen zu kämpfen, statt nur zu versuchen jüdische Freiheit und Wohlergehen zu untergraben, wir das Leben für alle im Heiligen Land besser werden.“

Vielleicht hat Salman recht damit, dass mehr Respekt vor menschlicher Würde und gleichen Rechten nötig ist, um die christlichen Bevölkerung von Bethlehem und den Palästinensergebieten zu stabilisieren – aber nur, wenn die Palästinenser Israels Vorbild im Umgang mit der christlichen Minderheit folgen.

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Israel früher und heute (58): Bethlehem

gefunden auf Facebook – der nördliche Ortseingang von Bethlehem 1968 und 2012; heute ist es tagsüber gefährlich, dort liegen Reste von Molotowcocktails und verbrannten Reifen.

Oh Bethlehem, kleine Stadt Bethlehem

The Real Jerusalem Streets, Israellycool, 21. Dezember 2017

Das israelische Tourismusministerium macht sich beeit die Zehntausende Besucher willkommen zu heißen, deren Ankunft zur Weihnachtssaison erwartet werden.

Tourismusminister Yarvi Levin: „Israel lädt die Gläubigen aller Religionen ein in Freiheit und Sicherheit alle heiligen Stätten in Israel zu besuchen, dort zu beten und Gottesdienst zu feiern. Ich bin stolz diese Gelegenheit nutzen zu können und anzukündigen, dass wir dieses Jahr alle Rekorde an Einreise-Tourismus gebrochen haben und das Jahr 2017 mit dem Rekord von 3,5 Millionen Touristen abzuschließen, eine halbe Million mehr als der vorherige Rekord.“

Bethlehem befindet sich üblicherweise zu dieser Zeit im Jahr in den Nachrichten.

Von 15 Uhr am 24. Dezember bis 3 Uhr am (1.) Weihnachtstag  wird das Tourismus-Ministerium kostenlose Shuttle-Transporte anbieten, die helfen Pilger zwischen Jerusalem und Bethlehem zu transportieren; die Busse werden alle 30 Minuten zur vollen und halben Stunde fahren.

Bei einem Besuch im Dezember letzten Jahres traf unsere Gruppe auf die Schwester, die das christliche Waisenhaus in Bethlehem leitet. Sie sprach sehr sorgfältig. Jedes Wort wohlüberleg, um nichts zu sagen, das von den Medien falsch berichtet werden könnte. Sie beschwor uns sehr achtsam darin zu sein, was wir berichten.

Die Bemühungen der Nonnen diesen aufgegebenen Kindern einen warmen Ort zum leben zu geben, unter sehr schwierigen Umständen, waren beeindruckend. Die liebevolle Pflege war offensichtlich.

ich frage mich jedoch, wo dieser kleine Busche in der Zukunft sein wird. Ich frage mich, wo er heute ist. Ich fragte mich auch, wie viele Schekel in den Bau der Bank of Palestine in Bethlehem gesteckt wurden.

Für einen „Staat“ ohne Währung ist es wirklich eindrucksvoll. Erinnerte mich an ein gewisses Museum, das nichts auszustellen hat.

Ich habe in der letzten Woche eine Menge über Bethlehem nachgedacht. Mich gefragt, wo der internationale Aufruhr blieb, nachdem Trump redete und die Weihnachtsfeiern runtergefahren wurden?

Schließlich stand etwas in der Jerusalem Post: „Palästinensische Miesepeter stehlen Weihnachten.“

Mehr als miesepetrig bleibt mir angesichts der finanziellen Bedrängnis der Menschen in Bethlehem, die die größte Tourismuszeit des Jahres verlieren, dieses Foto aus dem letzten Jahr ständig im Sinn.

Nach einem faszinierenden Besuch in Bethlehem kam dieser Verkäufer auf uns am Busparkplatz zu. Ich liebte es, wie er seine Möglichkeiten nutzte, eine Krippe in der rechten und eine Menorah in der linken Hand.

Die Geschäfte waren letztes schlecht. Sie müssen dieses Jahr bisher noch schlechter sein – bei den Aufrufen zu Protesten vor Weihnachten in Bethlehem, wobei Jerusalem als neueste Ausrede genutzt wird.

Also poste ich für 2017 ein Foto des offiziellen Weihnachtsbaums von Bethlehem aus dem Jahr 2016.

Wie viele Christen werden dieses Jahr da sein, während Israel wieder kostenlose Fahren bietet.

Wie viele werden sich um den traurigen Zustand der kleinen Stadt Bethlehem sorgen, in dem Symbole und Zeichen von Weihnachten zusammen mit seinen christlichen Einwohnern verschwinden?

Ethnische Säuberung auf palästinensische Art

Joseph Farah, The Jewish Press, 7. Januar 2004

Man sah die Bilder Weihnachten im Fernsehen – israelische Soldaten, die durch Jerusalem patrouillierten. Man hörte, wie die Juden für die Unruhe in der Stadt Davids, dem Geburtsort von Jesus, verantwortlich gemacht wurden.

Diese Kolumne beschäftigt sich mit dem, was man in diesen, zu einer Art alljährlichem journalistischen Ritual gewordenen Berichten nicht sah oder hörte.

Die christliche Bevölkerung der Palästinensischen Autonomie, die einmal 20 Prozent der Region stellte, ist auf unter zweieinhalb Prozent gefallen.

Es leben weniger als 50.000 christliche Araber innerhalb der PA. 1948 war Bethlehem zu 80 Prozent christlich. Heute ist es zu 80 Prozent muslimisch. Wo gehen sie hin?

Sind Sie auf einen Schock gefasst?

Viele von ihnen ziehen das Leben in Israel dem unter der Herrschaft Arafats und seiner Freunde in der Hamas und dem Islamischen Jihad vor. Tatsächlich wäre das Leben so ziemlich überall besser und wer die Möglichkeit dazu hat, der geht weg.

Diese massive Ausstellung ethnischer Säuberungen und Bevölkerungsbewegung ist von der Palästinensischen Autonomiebehörde total verschleiert und von den internationalen Medien vertuscht worden. Schlimmer noch: sie wurde Israel angelastet. Aber Christen, die aus dem Heiligen Land fliehen, wissen, warum sie fort gehen. Man muss sie nur fragen. Es begann vor langer Zeit. Ich weiß es, denn meine Großeltern flohen in die Sicherheit, den Schutz und die Freiheit Amerikas.

Christen im Nahen Osten wissen sehr gut, wer ihr Feind ist. Sie wissen, warum sie unterdrückt werden. Sie wissen, wer sie angreift. Sie wissen, wer sie besetzt. Und es ist nicht Israel.

Hier sind die Fakten. Rund 2 Millionen Christen sind in den letzten 20 Jahren aus dem Nahen Osten geflohen. Manche Schätzungen liegen deutlich höher. Seit Arafat die Verwaltung der Palästinenser-Gebiete von Israel übernahm, ist die christliche Bevölkerung von 15 auf 2 Prozent gefallen. Sie werden fort getrieben. Sie werden ermordet. Sie werden vergewaltigt. Sie werden systematisch verfolgt. Sie werden belästigt. Sie werden eingeschüchtert.

So ist jetzt das Leben für Christen in Bethlehem und andere ehemals christliche Städte in der West Bank. Stellen Sie sich nur einmal vor, wie es sein wird, wenn Palästina ein richtiger Staat wird. Wenn diese Leute vor der israelischen Besatzung fliehen würden, warum gingen sie dann weg, nachdem die Israelis weg gingen? Das macht keinen Sinn. Israel hat den Exodus der Christen aus dem Nahen Osten nur auf eine Weise unterstützt: dadurch, dass es sich aus den Gebieten von Judäa, Samaria, Gaza, dem Südlibanon und anderen zurückzog. Als Israel diese Gebiete verwaltete, lebten christliche Araber in Schutz und Sicherheit.

Die Wahrheit ist, dass die christliche Bevölkerung Israels sich seit 1948 mehr als vervierfacht hat. Warum? Weil Israel Religionsfreiheit garantiert – währen die Palästinensische Autonomiebehörde eine offizielle Religion bietet, den Islam.

Was in der PA passiert ist: die schützende Hand Israels ist weggenommen worden und Arafat und der PA ist mehr und mehr Autonomie gegeben worden, ihr eigenes Land zu beherrschen.

Frage: Was ist schlimmer, als wegen seines Glaubens drangsaliert, belästigt, eingeschüchtert und verfolgt zu werden?

Antwort: Wegen seines Glaubens drangsaliert, belästigt, eingeschüchtert und verfolgt zu werden – und zusehen zu müssen, wie diejenigen, die diese Verbrechen begehen, andere dafür verantwortlich machen.

Es ist Zeit, dass die ganze Welt den Mini-Holocaust erkennt, der an den Christen des Nahen Ostens verübt wird. Es ist Zeit, die dieser Gräuel Schuldigen zu bestrafen – besonders die, die die Verantwortung für die Palästinensische Autonomiebehörde haben. Sie dürfen nicht mit einem eigenen Staat belohnt werden.

PA-Apartheid gegen Christen in Bethelehem

Kirchenschändung, Schikane und Gewalt lassen Christen aus Bethlehem wegziehen, seit die PA die Stadt übernahm

Itamar Tzur, Israel National News, 21. Dezember 2016

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Yishai Karov

Gemäß christlicher Überzeugung war Bethlehem die Stadt, in der Jesus am Weihnachtstag geboren wurde, was dieses Wochenende, dem 25. Dezember gefeiert wird. Bethlehem ist allerdings nicht länger die christliche Stadt, die sei die letzten 1.500 Jahre gewesen ist.

PA-Beamten behaupten, dass Christen Anfang der 1990-er Jahre, vor der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen, fast zwei Drittel der Bevölkerung Bethlehems stellten. Heute wird geschätzt, dass Christen nur noch 20% der Bevölkerung der Stadt ausmachen. Der Niedergang ist weitgehend von negativer Migration verursacht worden, seit die PA 1995 die volle Zuständigkeit über Bethlehem übernahm.

Der palästinensisch-arabische Nationalsmus lässt keinen Raum für eine christliche Minderheit. Christen in Bethlehem haben das Gefühl, dass sie in ein kulturelles und religiöses Ghetto eingesperrt sind.

Der linke Journalist Gideon Levy beschrieb den aktuellen Zustand Bethlehems. „Es gibt in Bethlehem keine Freude. Die Geschäfte sind leer und die Atmosphäre ist düster. Nur der Kirchhof zieht Touristen an, die für einen Augenblick kommen und dann sofort wieder gehen. Das Luxushotel ist während der zeit leer, die die geschäftigste Zeit des Jahres sein müsste.“ Levy schrieb in Ha’aretz.

Ich selbst erinnere mich an andere Tage, Tage, als Bethlehem mit Touristen aus aller Welt überfüll war. Die hohe Belegrate der Hotels in der Stadt beeinflusste andere Hotels in der Umgebung, so in Jerusalem und Ramallah. Die Märkte waren voll von allen Arten guter Dinge. Und arabische Kinder machten gute Geschäfte mit dem Verkauf von Olivenzweigen an die Massen der Touristen. Die Geburtskirche war in diesen Tagen die zentrale Attraktion und man musste in langen Schlangen für einen kurzen Moment anstehen und um ein Bild mit dem silbernen Stern zu machen, der Christen die Stelle andeutet, an der Jesus geboren wurde.

„Es ist nicht leicht in Bethlehem Christ zu sein. Sittenpatrouillen agieren in der Stadt neben , mit der Hamas verbundenen Gruppen und sie fordern von Christen sich züchtig zu kleiden. Sie sind nicht gerade friedfertig. Isolierte Fälle von Mischehen zwischen Christen und Muslimen führen zu schweren Krisen und Gewalt von der muslimischen Seite. Christen sind zwischen Hammer und Amboss gefangen. Sie müssen der palästinensisch-arabischen Sache die Treue erklären – aus denselben Gründen, aus denen die Drusen auf dem Golan gezwungen sind den Führern Syriens die Treue zu schwören.“

Mutige Versuche von Christen im Verlauf der Jahre vom Staat Israel annektiert zu werden sind wiederholt abgelehnt worden. Der Konflikt zwischen der PA und Israel hat die christliche Gemeinschaft besonders hart getroffen. Während der zweiten Intifada waren christliche Einwohner und Institutionen wiederholter Schikane durch bewaffnete arabische Kräfte ausgesetzt.

Christliche Unterdrückung der Christen erreichte während der Operation Schutzschild einen Tiefpunkt, als arabische Terroristen sich in der Geburtskirche verschanzten, zusammen mit 250 christlichen Geistlichen und Gottesdienstbesuchern. Der Staat Israel versuchte christliche Opfer zu vermeiden und der Kirche Schaden zuzufügen, so endete das Geschehen mit Verhandlungen zwischen den beiden Seiten. Als die Kämpfe endeten wurde der Schaden für die Statte deutlich: Brandschaden am Kirchenkomplex, die Plünderung religiöser Gegenstände und die Benutzung von Seiten aus christlichen Bibeln als Toilettenpapier.

Die Schändung der Geburtskirche erhielt keine Verurteilungen durch die UNO oder die UNESCO.

Christen sehen sich derselben Lage überall in den von PA und Hamas kontrollierten Gebieten ausgesetzt. Christliche Emigration aus Judäa, Samaria und dem Gazastreifen hinaus nimmt zu, während der „Palästinenserstaat“ wächst und Formen annimmt. Fakt ist: Der Nahe Osten ist nicht anders. Der einzige Ort im Nahen Osten, an dem die christliche Minderheit zahlenmäßig zunimmt, ist der Staat Israel.

Pfarrer Gabriel Naddaf bestätigt dies und erklärte dieses Jahr, ohne den Staat Israel würden die Christen hier zu einer verfolgten Minderheit, genauso wie im Rest des Nahen Ostens: In Ägypten zum Beispiel werden die koptischen Christen verfolgt und ein Bombenanschlag auf eine Kirche, der erst gerade stattfand, forderte in Kairo das Leben Dutzender Menschen. Zehntausende Christen wandern aus. Den Irak hat zum Beispiel 60% der Christen das Land verlassen. Im Libanon, wo iranische Geldmittel zum Kauf christlichen Landes überwiesen werden, führen die Schiiten ihre Eroberung der im Rückzug befindlichen christlichen Bevölkerung aus.

Die Schlussfolgerung ist offensichtlich. Nur unter israelischer Kontrolle oder in bestimmten Fällen internationaler religiöser christlicher Komplexe können Christen ihren einzigartigen Charakter im Nahen Osten erhalten. Es ist klar, dass Christen, auch wenn sie das nicht offen erklären, sich wie viele Muslime in Judäa und Samaria, nach israelischer „Besatzung“ sehnen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (02.-08. Oktober 2016)

Sonntag, 02.10.2016:

Nach der Beerdigung von Shimon Peres machte Mahmud Abbas am Samstag da weiter, wo er vorher nicht aufgehört hatte: Er hielt in Bethlehem eine glühende Rede, in der er seiner Hoffnung Ausdruck gab, dass 2017 der Palästinenserstaat mit Jerusalem als Hauptstadt gegründet werde, egal, was Israel tut. „Palästina“ wird weiter das Ziel verfolgen volles UNO-Mitglied zu werden. Einer seiner Sprecher sagte, dass Peres an der Beerdigung teilnahm, schicke den Israelis eine mächtige Botschaft – dass es einen Friedenspartner gibt. (Was er ja ständig auf Arabisch „beweist“, nicht wahr?)
Ein Mitglied des Zentralkomitees er Fatah äußerte sich kritisch; Tawfik Tirawi war gegen Abbas‘ Teilnahme, weil dieser ein Zionist war, der von Kopf bis Fuß mit dem Blut der Palästinenser und dem anderer Araber getränkt war.

Umfrage: Zwei Drittel der Israelis glauben, dass ein Friedenschluss nicht machbar ist.

Fans des israelisch-arabischen Fußballclubs Maccabi Ahi Nazareth F.C. buhten während einer Schweigeminute für Shimon Peres.

Gegen sechs Einwohner von „Ost“-Jerusalem wurden jetzt Anklage erhoben, weil sie versuchten eine ISIS-Zelle aufzubauen.

Bilanzen: Das Al-Quds-Zentrum veröffentlichte in seinen Statistiken, dass die meisten (48%) der Terroranschläge aus den Bereichen Hebron (Platz 1) und Jerusalem (Platz 2) kamen.

Montag, 03.10.2016:

Wäre ja auch ein Wunder, wenn es anders wäre: Hanan Aschrawi schimpft, Peres habe zwar viel von Frieden geredet, aber nichts dazu unternommen, sondern half die „Besatzung“ zu perpetuieren.

Donnerstag, 06.10.2016:

Die Sicherheitskräfte gaben bekannt, dass sie letzte Woche eine siebenköpfige Terrorzelle in Bethlehem, die für mehrere versuchte Anschläge auf das Rahelgrab verantwortlich ist.

Letzten Monat wurde eine sechsköpfige Terrorzelle der Hisbollah verhaftet, die im Norden Israel operierte.

Polizei und Sicherheitsdienste schlossen 3 Institutionen der (verbotenen) Islamischen Bewegung; alle ihre Bankkonten wurden eingefroren.

Freitag, 07.10.2016

Die PA lässt wieder wissen, dass Israel die USA beherrscht, die wiederum die Welt beherrschen.

Ultimatum der (anderen) Islamistengruppen im Gazastreifen an die Hamas: Entweder ihr lasst unsere Leute frei, die ihr festgenommen habt oder wir schießen Raketen auf Israel.

Der Fraktionsvorsitzende der „Arabischen Union“ besuchte den Erzterroristen Marwan Barghouti im Gefängnis.

Samstag, 08.10.2016:

Das hat auch was: Palästinenser befinden, dass Israel an der Eskalation der Lage schuld ist, weil es auf Angriffe reagiert.