Ein Versprechen ist ein Versprechen

gefunden auf Facebook:

Dein Gott liebt sein Volk Israel und will es für immer erhalten.
(2. Chroniken 9,8 – Gute Nachricht Bibel)

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Auge um Auge – Zahn um Zahn

Ulrich Sahm (übernommen aus einem Forum)

Die Beschäftigung mit Israels „Reaktion“ auf Terroranschläge wäre nichts Absonderliches, wenn sie nicht mit biblischen Versen, einer angeblichen „jüdischen Mentalität“ und Vorurteilen begründet würde. Jeder zweite deutsche Kommentar zu Israel enthält die (falsche) Behauptung, dass Israels Regierung gemäß dem Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ handle.

In Deutschland birgt die Verwendung vorbelasteter Begriffe aus der Tradition des Antisemitismus die Gefahr, unbeabsichtigte Emotionen zu erwecken. Eine mit biblischen Versen begründete Kritik an der Politik des jüdischen Staates liefert jenen rechtsradikalen Unverbesserlichen den „Beweis“ dafür, dass das „Weltjudentum“ und der Staat Israel gemäß Methoden handeln, die schon das antisemitische Machwerk „Die Protokolle der Weisen Zions“ vorgezeichnet hat.

Peinliche Nebenwirkungen

Kritik an Israels „Politik der Vergeltung“ kann auch ohne unterschwellig antisemitisch belastete Bibelverse mit allgemein gebräuchlichen Begriffen dargestellt werden. Das würde, ohne fragwürdige Nebenwirkungen, den beabsichtigten Zweck besser erfüllen.

Jedes Land und jeder Politiker reagieren ständig auf Ereignisse. Der eine handelt gemäß seiner „Politik“, andere richten sich nach ihrer „Ideologie“. Meistens werden die Reaktionen auf Grund der jeweiligen Interessen abgewogen. Nur im Falle Israels scheint der Ministerpräsident seinen Ministern aus der Bibel vorzulesen, um zu verkünden, was Israel nach Raketenangriffen des Irak oder nach Bombenanschlägen zu tun habe.

Vatikan ohne Bibelverse

Selbst bei Kommentaren zur Politik des Vatikans werden Bibelverse längst nicht so oft als „Erklärung“ verwendet wie im Falle Israels. Gewisse Vorurteile stecken offensichtlich so tief, dass manche „Nahostexperten“ lächerliche Fehler machen. Sie scheinen fest davon überzeugt zu sein, dass „der Jude“ und der jüdische Staat „anders“ funktionieren als der normale deutsche Christenmensch.

So fragte ein „Nahostexperte“, was denn das jüdische Religionsgesetz bei „Rache“ vorschreibe, wie und wann Rache verübt werden müsse. „Müssen die Juden warten, bis die Todesopfer begraben sind?“

Während die Amerikaner „Sanktionen“ erwägen oder mit einer „militärischen Intervention“ drohen, werden Israels Reaktionen nicht als politische oder militärische „Antwort“ beschrieben, den parteipolitischen oder staatlichen Interessen entsprechend, sondern als die von einem jüdischen Rachegott gelenkte Politik mit archaisch biblischer Motivation.

Satan als Rächer

Die geläufigen, bei Begräbnissen von ermordeten Kleinkindern gesagten Sprüche in Israel zeugen davon, dass die jüdische Religion Gott die Rache überlässt, dem Menschen aber verbietet. „Der Herr möge ihr Blut rächen“ heißt es da, oder: „Die Rache für den Mord an einem kleinen Kind hat selbst der Satan noch nicht geschaffen.“

Der große jüdische Ethiker und Rabbiner Samson Raphael Hirsch widmet in seinem Buch „Versuche über Jissroels Pflichten in der Zerstreuung“ nur ein winziges Kapitel dem Thema Rache. „Du darfst nicht rächen!“ zitiert er im Untertitel aus dem 3. Buch Moses 19,18 und führt dann aus, was im zweiten Teil des gleichen Verses steht: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Auch im „Kitzur Schulchan Aruch“, einem Kompendium aller 613 jüdischen Religionsgesetze, wird ebenfalls jener Vers aus dem 3. Buch Moses zitiert. Wer dennoch Rache „an seinem Feind“ verüben will, dem wird geraten, gute Taten zu tun und ein noch besserer Mensch zu werden. „So kannst Du indirekt Rache an Deinen Feinden üben, weil die sich schämen werden, wenn sie von Deinen guten Taten hören. Sie werden trauern, wenn sie von Deinem guten Ruf erfahren…“ (1.Buch 30, 8)

Keine Blutrache ohne Schutzburgen

Der biblische Begriff der „Blutrache“ gilt nur für Mord an einem Verwandten ersten Grades. Eine biblische Voraussetzung für die Blutrache war die Existenz von so genannten Zufluchtstädten, in denen der Delinquent Schutz finden konnte. Seitdem es diese Schutzburgen nicht mehr gibt, ist im Judentum die Blutrache verboten. Das Prinzip der Blutrache ist also vor über 2000 Jahren abgeschafft worden.

Der Spruch „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ steht im 3. Buch Moses 24,20. Da geht es um Fragen der Entschädigung und des Strafmaßes für Verbrecher. Ein erschlagenes Tier sollte im vollen Wert ersetzt werden. Wer einen Menschen erschlägt, der sollte getötet werden, also „Todesstrafe“ bei Mord. Da unterscheidet sich die Bibel von vielen zivilisierten Ländern bis heute nicht.

„Auge um Auge, Zahn um Zahn“ besagt lediglich, dass für ein ausgeschlagenes Auge eine gleichwertige, angemessene Strafe verhängt werden sollte. An anderer Stelle heißt es, dass ein Knecht freigelassen werden sollte, wenn ihm ein Auge oder ein Zahn ausgeschlagen wurden. Das ist gar das Gegenteil von „Rache“. Denn für den Herrn bedeutet die Freilassung seines Sklaven eine Geldstrafe, für den Sklaven bedeutet Freilassung eine große Belohnung.

Auge um Auge – Deutsches Rechtsprinzip

Im modernen deutschen Strafgesetzbuch gibt es sehr ähnliche Gesetze. Nur wird da ein Geldbetrag als Schadensersatz und eine Gefängnisstrafe als Sühne für das begangene Gewaltverbrechen festgelegt. Andere Zeiten, andere Sitten. So hat also das moderne deutsche Strafgesetzbuch schlicht das biblische Prinzip „Auge um Auge“ übernommen. Es ist deshalb verwunderlich, wenn im deutschen Sprachgebrauch ausgerechnet dieser Vers als Umschreibung für eine grausame und unangemessene militärische Vergeltung und eine „typisch israelische Verhaltensweise“ verwendet wird.

Die Auffassung, dass „Auge um Auge“ ein jüdisches Grundprinzip der Rache sei, geht auf den klassischen christlichen „Antisemitismus“ zurück: auf das Bemühen des Christentums, sich vom Judentum abzugrenzen. Jesus hat laut Matthäus 5,38 diesen Vers aus dem Alten Testament zitiert, um polemisch dazu seine neue Lehre zu verkünden: „die zweite Backe hinhalten“. In moderne Sprache übertragen fordert Jesus Straffreiheit für Verbrecher. Dieses „Prinzip“ ist bislang in keinem christlichen Staat beherzigt worden, genauso wenig wie der andere Vorschlag Jesu: die Feinde zu lieben. Kein christlicher Staat hat in den vergangenen 2000 Jahren die Bereitschaft gezeigt, sich selbst zu Gunsten des Feindes aufzugeben oder gar im Krieg zu kapitulieren, nur um dieser Lehre Jesu zu genügen.

Friedensbewegt

Die deutsche Friedensbewegung beruft sich noch am ehesten auf die Bergpredigt Jesu. Die Friedensbewegung ist aber (leider) nur in einem Land denkbar, wo ein konventioneller militärischer Angriff (fast) undenkbar ist und wo die Nachbarländer keine direkte Bedrohung darstellen. Dennoch gibt es selbst in der Bundesrepublik keinen verantwortungsbewussten Politiker, der sich für eine einseitige Abschaffung der Bundeswehr, des BND oder der Polizei aussprechen würde, nur weil Jesus geraten hat, „den Feind zu lieben“.

Jesus Christus habe Nächstenliebe gelehrt, während die Juden „stur“ an ihrem „Rächergott“ festhielten. So hat es Martin Luther in seinen antisemitischen Spätschriften behauptet, nachdem er verärgert war, dass die Juden ihm nicht in Massen folgten. In Deutschland hatten diese Schriften bis ins zwanzigste Jahrhundert einen nachhaltigen Einfluss. Luthers Sprachkünste hatten einen großen Einfluss auf die Gedankenwelt der Deutschen, schlicht über die Bedeutung der Worte und Begriffe der deutschen Sprache. Das hat Millionen Juden das Leben gekostet.

Irrlehre der Kirche

Die Kirche hat von Anfang an versucht, das Christentum als eine Religion der Nächstenliebe darzustellen. Sie habe die jüdische „Religion der Rache“ überwunden. Um das zu „beweisen“ wurde immer wieder der Vers „Auge um Auge“ herangezogen, obgleich der mit Rache nichts zu tun hat. Die Kirche hat die jüdische Religion Jahrhunderte lang verunglimpft und die christliche verherrlicht, indem sie den Eindruck erweckte, als habe Jesus den Vers „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ erfunden. Beide Anschauungen gingen Hand in Hand und haben sich zu einem negativen Vorurteil gegenüber den Juden verfestigt.

Ein evangelischer Theologe aus Berlin, auf diese Verse angesprochen, sagte: „Die falschen Interpretationen wurden doch schon vor 20 Jahren von der evangelischen Theologie klar als falsch herausgestellt…“ Er bestätigte, dass es fast 2000 Jahre lange gültige Lehre der Kirche war. Ebenso gestand er, dass neue theologische Lehrsätze nur sehr langsam, wenn überhaupt, den christlichen Laien erreichen.

Kohls zweite Backe

Wenn nun von Israel verübte Vergeltungsschläge mit dem missverstandenen und umgedrehten biblischen Vers „Auge um Auge“ verurteilt werden, entsteht zudem der Eindruck, als sei Israel eine Theokratie. Das ist falsch. Israel ist eine recht normale westliche Demokratie. Zu schließen, dass die staatlichen Interessen Israels aus der Bibel herausgelesen werden, gilt nicht einmal für „fromme“ Parteien. In Deutschland würde man vermutlich laut lachen, wenn jemand den christdemokratischen Bundeskanzler Kohl fragte, welche „andere Backe“ die Bundesrepublik Deutschland der RAF hinhalten wolle, nachdem Schleyer, Herrhausen oder Schäuble einem Attentat zum Opfer gefallen sind.

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Gut ergänzt wird diese Stellungnahme durch Angaben von Pastor i.R. Klaus-Peter Lehmann, der aus dem Materialdienst des Ev. Arbeitskreises Kirche und Israel in Hessen und Nassau zitiert.

Wem gehört das Land?

Was sagt die Bibel zum Land zwischen Jordan und Mittelmeer?

Wenn ich von einer biblischen Sicht spreche, dann gehört m.E. alles Land, egal wo, Gott, dem Schöpfer, dem Allmächtigen, Allwissenden. Er allein hat das Sagen. Und er allein kann bestimmen, wem was gehört.

Um die Frage der Überschrift deutlicher zu machen, sollte es vielleicht besser heißen: Wem hat Gott das Land zur Verwaltung gegeben? Diese Frage gilt besonders für den Landstrich, der entweder als Israel oder als Palästina bezeichnet wird. Er liegt vorwiegend zwischen dem Fluss Jordan und dem Mittelmeer. Es ist umstritten und umkämpft. Die Juden beanspruchen es zum Teil für sich, einige beanspruchen es komplett für sich. Die sogenannten Palästinenser beanspruchen es ebenfalls für sich und haben dabei die Unterstützung der arabisch-islamischen Welt. Welcher Meinung sollten wir folgen?

In 1. Mose 12,3 gibt Gott Abram ein Versprechen:

„Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“

Dieses Versprechen – galt es Abram allein? Oder galt es genauso für seine Nachfahren? Ich denke, der Zusatz „in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden“ sagt alles: Es gilt auch für die nachfolgenden Generationen. Warum? Es könnten nicht „alle Geschlechter auf Erden“ gesegnet werden, wenn es nicht so wäre. Seine Nachkommen mussten diesen Segen weiter tragen.

Jetzt können wir uns fragen: Welche Nachkommen waren das? Abram, später Abraham, hatte viele direkte Nachkommen. Zwei kennen wir besonders gut: Ismael, der aus Kleinglauben gezeugte Sohn, und Isaak, der verheißene Sohn. Eigentlich wissen wir, wer der Nachkomme ist, dem die Verheißung weiter gilt: Isaak. Aber warum nicht Ismael, wie es die Araber behaupten?

Nun, Ismael wurde mit seiner Mutter in die Wüste geschickt. Ihm war verheißen auch ein zahlreiches Volk zu werden. Aber ihm galt nicht die Verheißung Gottes. Gott hatte Abram/Abraham Versprechen gegeben, die für die Nachkommen der Verheißungslinie galten, nicht für die anderen. So ging Ismael leer aus, wie auch seine jüngeren Geschwister, die nach dem Tod Sarahs und Abrahams erneuter Heirat geboren wurden.

Es gibt ein Versprechen Gottes, das für heute besonders wichtig ist. Es betrifft die Frage, wem das Land „gehört“, das heute so umstritten ist. Die Geschichte beginnt mit der Trennung von Abraham und Lot. Sie steht in 1. Mose 13. Dort wählt Lot das fruchtbare Land in der Jordansenke. Abraham bekam den vermeintlich sozusagen „popeligen Rest“ auf den Bergen. Aber Gott sagte Abraham, er solle auf einen Berg gehen und sagte ihm dann: „Hebe deine Augen auf und sieh von der Stätte aus, wo du wohnst, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen. Denn all das Land, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen geben für alle Zeit und will deine Nachkommen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zählen, der wird auch deine Nachkommen zählen.“ (1. Mose 13, 14-16).

In Kapitel 15 geht Gott noch weiter. Er kündigt Abram nicht nur an, dass er viele Nachkommen haben wird, sondern auch, dass diese in Ägypten in der Skalverei sein und wieder nach Kanaan zurück geführt werden, das ihnen gehören soll.

Damit ist eigentlich sehr klar, wem das Land gehört. Sehen wir uns aber noch einmal näher an, wer diese Nachkommen sind, die Kanaan erobern werden.

Ismael war Abrams Sohn von der Magd Hagar. 14 Jahre später wurde Isaak geboren. Noch vor seiner Geburt schloss Gott mit (jetzt) Abraham einen ewigen Bund. Und Gott sagte Abraham klipp und klar, dass die Verheißung NICHT Ismael und seinen Nachkommen gilt. Der Bund gilt nur für Isaak – 1. Mose 17,19: Da sprach Gott: „Nein, Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen, und mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten und mit seinem Geschlecht nach ihm.“ Das ist deutlich. Und um das Deutliche noch klarer zu machen, musste Hagar mit Ismael in die Wüste ziehen. Er blieb dort und wurde zu einem Wüstenbewohner (1. Mose 21,20). Auch das macht klar, dass Ismael NICHT der Erbe des Landes war, das Abraham versprochen wurde. Er blieb nicht dort, sondern er zog weg. Er kam auch nicht wieder, sondern er blieb in der Wüste.

Die übrigen Nachkommen Abrahams, die er nach Sarahs Tod zeugte, schickte er ebenfalls alle weg. Sie gingen in die Wüste, denn sie waren auch nicht diejenigen, denen die Verheißung galt. Sie galt nur für Isaak (1. Mose 17,19).

Isaak nun hatte zwei Söhne, die Zwillinge Esau und Jakob. Damit gab es ein Problem: Wer war derjenige, dem die Verheißung Gottes für Abraham und Isaak galt?
Normalerweise hätte Esau als Erstgeborener der sein müssen, der alles erbt und der die Linie fort führte. Dummerweise hatte er sein Erstgeburtsrecht dem listigen Jakob verhökert. Für Gott ist es nicht ausschlaggebend, wer menschlich gesehen welche Rechte beanspruchen kann. Aber in diesem Fall war es auch so, dass Esau das Recht des Erstgeborenen gering achtete. Er machte lieber sein eigenes Ding. Auch Jakob war nicht ohne, sondern ein Betrüger. Er trickste Esau aus, nutzte seine Schwächen aus, um zu bekommen, was er haben wollte. Er nutzte die Behinderung seines Vaters Isaak, um von ihm den Segen des Erstgeborenen zu erhalten. Seine Mutter unterstützte ihn dabei. Als er auf Geheiß seines Vaters nach Mesopotamien ging, um sich dort eine Frau zu suchen, setzte er dort seine Hütchenspieler-Tricks fort. Erst während seiner Rückwanderung nach Kanaan wurde ihm klar, wer Gott ist und was er diesem Gott schuldete. Auf dem Weg nach Mesopotamien allerdings bekam er eine erste Ahnung davon, was ihm versprochen war, denn Gott erschien ihm im Traum und bestätigte ihm die seinem Vater und Großvater gegebenen Versprechen (1. Mose 28,12-15), darunter natürlich auch das Land!

Esau hingegen lehnte sich weiter auf. 1. Mose 28,9 zeigt ganz deutlich, wie er das tat. Denn nachdem er sah, dass Jakob seinen Eltern gehorchte und dass Isaak es nicht gerne sah, dass seine Söhne die „Töchter Kanaans“ zur Frau nahmen, „da ging er hin zu Ismael und nahm zu den [kanaanitischen] Frauen, die er bereits hatte, Mahalat, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajots, zur Frau“ – also seine Kusine aus der Wüste. Damit „disqualifizierte“ er sich weiter. Die Verheißungen waren auf Jakob über gegangen, Esau galten sie nicht. Das sah er später ein, als er sich mit Jakob versöhnte. Und dann „zog er von seinem Bruder Jakob weg in ein anderes Land“ (1. Mose 36, 6). Das Land gehörte Jakob und seinen Nachfahren.

Diese Nachfahren sind die 12 Söhne Jakobs und ihre Nachkommen. Sie zogen, wie Abram bereits prophezeit wurde, nach Ägypten, gerieten dort in die Sklaverei und wurden von Gott durch Mose wieder zurück gebracht.

Seitdem hat es nie eine andere Nation gegeben, die das Land zwischen Jordan und Mittelmeer mit Gottes Segen in Besitz nahm. Es gab für kurze Zeit den Kreuzfahrerstaat, der aber schnell unter ging – er war von Europa abhängig und konnte nie Selbstständigkeit entwickeln. Die Araber hatten das Gebiet erobert, aber dort keinen Staat eingerichtet. Seit dem Ende des jüdischen Staates und der jüdischen Provinz des Römischen Reiches war dieses Land immer nur ein Teil einer Provinz, ein rückständiges Fleckchen Dreck. Unter den Römern, unter den Byzantinern, unter den Arabern. Auch der Kurde Saladin hielt Israel für unbedeutendes Fleckchen Erde, so wie auch die Ottomanen. Erst mit der Rückkehr der Juden ab etwa 1880 änderte sich das wieder.

Aber auch diese Rückkehr ist in der Bibel angekündigt. Sie ist von Gott vorher gesagt. Die Schriftstellen dazu sind Legion; sie hier aufzuführen, wäre nicht mehr sinnvoll. Aber sie sind im Internet gesammelt, z.B. bei Shofar.de und Jerusalem-Shalom.de. Dass Juden heute in Israel ihren eigenen Staat haben, ist in der Bibel angekündigt, von Gott versprochen und menschlich eigentlich nicht begreifbar. Sie sind wieder in IHREM Land angekommen und tragen selbst die Verantwortung dafür – auch und gerade vor Gott.

Was ist so wichtig an Jerusalem?

Tzemach News Service, 2002 (per E-Mail)

Am 9. Av 586 v.Chr. zerstörte Nebukadnezar, der König von Babylon, die Stadt Jerusalem und den ersten Tempel. Vor 35 Jahren, am 28. Iyar 1967, im Sechstagekrieg, gewann Israel die Kontrolle über das biblische Ostjerusalem wieder, einschließlich des Tempelbergs. Israel hatte zum ersten Mal nach mehr als 2000 Jahren die vollständige Kontrolle über die gesamte Stadt. Innerhalb weniger Tage gab Verteidigungsminister Moshe Dayan die Kontrolle über den Tempelberg zurück an die Muslime, während Israel die Souveränität über ihn behielt. Dreizehn Jahre später verabschiedete Israel das „Grundsatzgesetz Jerusalem“, in dem es erklärte: „Jerusalem, vollständig und vereinigt, ist die Hauptstadt Israels.“

Wenn das oben Angeführte in irgendeinem anderen Staat geschehen wäre, hätte es nicht viel Aufmerksamkeit im Rest der Welt angesammelt. Aber es geschah nicht in irgendeinem anderen Staat. Es geschah in Israel. Deshalb ist die gesamte Welt in Aufruhr.

Am 29. November 1947 – sechs Monate vor der Ausrufung des Staates Israel – verabschiedete die UNO die Resolution 181 (II). Einer der Hauptpunkte dieser Resolution war die Einrichtung Jerusalems als ein „corpus separatum“ (eine „separate vertragliche Körperschaft“). Das bedeutete im Grundsatz, dass die UNO die Stadt Jerusalem vom Rest der Welt abtrennte und eine separate Verwaltung für sie schaffte. Das ist nie vorher in der Geschichte getan worden. 1950 verabschiedete die UNO das „Statut für die Stadt Jerusalem“, in dem die Regularien für die Verwaltung Jerusalems durch die UNO festgesetzt wurden. Sie würde eine „internationale Stadt“ sein; sie würde keine Verbindung zu einem Staat oder einer Regierung haben und von ihr kontrolliert werden außer durch die UNO.

Warum sollte die Welt um eine alte Stadt wie Jerusalem so besorgt sein? Sie liegt etwa 50km von der Küste entfernt. Sie hat keine natürlichen Ressourcen. Sie ist zum größten Teil auf den Ruinen früherer Bauwerke gebaut. Was macht sie so wichtig, dass die UNO sie von allen anderen Städten oder Staaten der gesamten Welt absetzen würde?

Interessant ist der Aspekte, dass Jerusalem für andere Staaten nie wichtig gewesen ist, außer wenn sie wichtig für Israel war. Als Israel begann im späten 19. Jahrhundert in großer Zahl in das Land zurückzukehren, begannen die Nationen sich zu regen. Nur etwas mehr als 50 Jahre später verabschiedete die UNO sein „Statut für Jerusalem“.

Die Bedeutung Jerusalems liegt in seinem spirituellen Aspekt, nicht in seiner physischen Gestalt. Es ist eine Stadt, die für den Heiligen Israels lebt und auf Ihn antwortet. Gott erklärt Hesekiel, wie Er Gnade mit Jerusalem hatte, wie er es segnete und einen Bund mit ihm schloss (Hes. 16,6-14). Jeremia beklagt das Elend und das Leid, nachdem Gott es richtete (Klagelieder 1,1-22). Trotzdem erklärte Gott, dass Er Jerusalem nicht vergessen wird; Er wird einen ewigen Bund mit ihm schließen (Hes. 16,60-63). Jerusalem ist nach Gottes Wort das Zentrum der Erde (Hes. 5,5). Seine ganze Existenz belegt ständig, dass es einen Gott gibt und dass Er jedermann richten und für seine Taten verantwortlich machen wird.

Gott hat erklärt, dass Jerusalem der Ort ist, von dem aus Er regieren wird: „Zu jener Zeit wird man Jerusalem nennen ‚Des HERRN Thron‘“ (Jer. 3,17). Es ist Jerusalem, zu dem Jesus in der Herrlichkeit des Vaters zurückkehren wird (Apg. 1,11; s. auch Hes. 43,1-4). Der Herr sagt, dass Er „von Liebeseifer für Jerusalem und Zion entbrannt“ ist (Sach. 1,14). Viele der Propheten sprachen von der Rückkehr des Herrn nach Jerusalem. Der Herr erklärte durch Sacharja: „Ich will mich wieder Jerusalem zuwenden mit Barmherzigkeit, und mein Haus soll darin wieder aufgebaut werden, spricht der HERR Zebaoth“ (Sach. 1,16a; s. auch Sach. 2,12 und 8,3). Vor mehr als 4000 Jahren verstand Abraham die Bedeutung der Stadt, als er erklärte, dass der Berg Moriah, im Zentrum Jerusalems, der Ort sein würde, wo man den Herrn sieht (1. Mose 22,14).

Aber Gott verkündete auch, dass Jerusalem ein Problem für die Nationen der Welt sein werde: „Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle Völker ringsumher, und auch Juda wird’s gelten, wenn Jerusalem belagert wird. Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen; denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem versammeln.“ (Sach. 12,2-3) Der Herr gab auch die Warnung seines Gerichts gegen die, die gegen Jerusalem ziehen: „Und zu der Zeit werde ich darauf bedacht sein, alle Heiden zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind“ (Sach. 12,9); „Und dies wird die Plage sein, mit der der HERR alle Völker schlagen wird, die gegen Jerusalem in den Kampf gezogen sind: ihr Fleisch wird verwesen, während sie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre Augen werden in ihren Höhlen verwesen und ihre Zungen im Mund.“ (Sach. 14,12)

Jerusalem ist dem Heiligen Israels wichtig. Es ist der Ort, den Er gewählt hat um inmitten seiner Schöpfung zu verweilen. Es ist auch der Ort, an dem er die Nationen richten wird.

Klingt dieses Szenario bekannt? Es sollte. Es geschieht in unserer Zeit. Buchstäblich alle Nationen der Welt versammeln sich gegen Israel. Die Linie ist im Sand gezogen. Es ist das Volk Gottes, das gegen alle Nationen der Welt steht. Auf welcher Seite wirst du sein? Dies ist nicht die Zeit, sich auf dem Zaun aufzuhalten. Jetzt ist die Zeit, Stellung zu beziehen. Bete für den Frieden Jerusalems, denn durch seinen Frieden wird der Frieden in die Welt kommen. Zieh in die Schlacht; zieh die volle Rüstung Gottes an. Bezieh Stellung und sieh das Heil des Herrn.

Gewalt in der Bibel vs. Gewalt im Koran

Michael Lumish, Israel Thrives, 7. Januar 2018

Während der Westen allmählich gegenüber dem Aufstieg des politischen Islam und der Zuwanderungskrise in Europa erwacht, wird manchmal auf die Frage der Gewalt im Koran gegenüber der Gewalt in der Bibel verwiesen.

Der Grund dafür liegt in der Verwirrung um die Quellen der jihadistischen Aggression gegen den Westen. Ist das so wegen des westlichen Imperialismus oder infolge wesentlicher islamischer theologischer Quellen?

Oder eine Kombination aus beidem?

Wenn Jihadisten Menschen in die Luft jagen oder bei lebendigem Leibe verbrannt werden, handeln sie koranisch oder aus rechtschaffener Empörung gegenüber den imperialen Vordringen des habgierigen Westens?

Unabhängig von der Antwort auf diese spezielle Frage möchte ich gerne vorschlagen, dass biblische Gewalt allgemein beschreibend ist, während die Gewalt im Koran allgemein normativ bindend.

Wenn Sie „violence in the quran vs violence in bible“ (Gewalt im Koran vs Gewalt in der Bibel) googeln, erhalten Sie eine ganze Reihe Diskussionen über die Frage, welche Buch das gewalttätigste ist, die hebräische Bibel, das Neue Testament oder der Koran?

Das allererste Ergebnis auf meinem Bildschirm stammt von einem soziologisch-statistischen Text von Samual Osborne im Independent mit dem Titel „Violence more common‘ in Bible than Quran, text analysis reveals“ (Textanalyse zeigt: Gewalt ist in der Bibel üblicher als im Koran).

Osborne schreibt:

Eine Analyse dazu, ob der Koran gewalttätiger ist als die Bibel, stellte fest, dass Töten und Zerstörung in den christlichen Texten häufiger vorkommt als in den islamischen.

Um zu untersuchen, ob der Koran wirklich gewalttätiger ist als seine jüdisch-christlichen Gegenüber, ließ der Softwareingenieur Tom Anderson den Text der heiligen Bücher durch ein Computerprogamm laufen, um herauszufinden, wer mehr Gewalt beinhaltet.

In einem Blogeintrag erklärt Anderson: „Das Projekt war von der laufenden Diskussion inspiriert, ob im Vergleich mit anderen großen Religionen mit islamischem Fundamentalismus zusammenhängender Terrorismus etwas Inhärentes und ausgeprägt Gewalttätiges im Islam gibt oder nicht.“

Anderson schließt seine Analyse mit der Feststellung:

Beim Vergleich der drei religiösen Texte zu den acht wichtigsten Emotionen stellen wir fest, dass das Alte Testament das „wütendste“ ist (einschließlich der meisten Erwähnungen von „Abscheu“; es enthält auch die geringste Anzahl an „Freude“.

Wenn die Frage der Gewalt in der Bibel gegenüber der im Koran aufgeworfen wird, wird das fast immer getan, um den Islam von jeglicher Schuld an den Ergebnissen seiner eigenen theokratisch-ideologischen Neigungen zu befreien. Daher lassen Statistiker wie Anderson die Texte der Bibel, des Neuen Testaments und des Koran durch Computerprogramme laufen, die Gewaltverweise innerhalb dieser Texte tabellarisch darstellen.

Die Ergebnisse demonstrieren, dass die Bibel mehr Gewaltakte darstellt als es der Koran tut.

Das überrascht angesichts der Länge und des Alters der Bibel kaum, allerdings geht das komplett an dem vorbei, worum es geht.

Während die Bibel, das Neue Testament und der Koran voller Gewalt sind, tendieren Gewalt in der Bibel und dem Neuen Testament dazu beschreibend zu sein, während Gewalt im Koran dazu tendiert Gewalt vorzuschreiben.

Die Bedeutung dieser Unterscheidung ist der Schlüssel für die Art der unterschiedlichen Quellen.

Wir lesen zum Beispiel in 2. Könige 2,23-25 zu Elisa, dem Nachfolger Elias:

23 Von dort ging er nach Bet-El. Während er den Weg hinaufstieg, kamen junge Burschen aus der Stadt und verspotteten ihn: Sie riefen ihm zu: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf!
24 Er wandte sich um, sah sie an und verfluchte sie im Namen des Herrn. Da kamen zwei Bärinnen aus dem Wald und zerrissen zweiundvierzig junge Leute.
25 Von dort ging er zum Berg Karmel und kehrte dann nach Samaria zurück.

Das ist aber mal ein Bild.

Nach Angaben der Bibel schickte Gott ein Paar Bärinnen aus dem Wald um zweiundvierzig Kinder zu ermorden oder anderweitig zu verletzen, weil sie es wagten einen Propheten Judas zu verspotten.

Im Koran lesen wir in Sure 5,33, der Sure Al-Ma’idah, jedoch dies:

Der Lohn derer, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und Unordnung im Lande zu erregen trachten, wäre der, dass sie getötet oder gekreuzigt werden sollten oder dass ihnen Hände und Füße an den gegenüberliegenden Seiten abgeschlagen werden sollten für den Ungehorsam oder dass sie aus dem Lande vertrieben würden. Das würde eine Schmach für sie sein in dieser Welt; und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe;

Obwohl das Abschlagen von Händen und Füßen an den gegenüberliegenden Seiten des Körpers ein mächtig interessanter und widerlicher Ansatz des islamischen Rechtswesens ist, ist das nur ein Beispiel der vielen, vielen gewalttätigen Beschreibungen in diesen Büchern.

Man aus einem einzelnen Beispiel kann keine endgültigen Schlüsse zur Natur der Text ziehen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass meine provisorische Schlussfolgerung zum Unterschied des Beschreibenden/Vorschreibenden zwischen Bibel und Koran Bestand haben würde.

Als Minimum steht es für einen gerechtfertigten Erklärungspunt in Sachen Forschung.

Die erste Frage, die man also stellen sollte, ist nicht die nach der Quantität der Gewalt in der Bibel oder dem Neuen Testament gegenüber dem Koran, sondern die Absicht und die Natur dieser Gewalt.

Soweit ich es sagen kann, so voreingenommen, wie ich bin, fordert der Koran die Unterwerfung oder Ermordung der Ungläubigen.

Die Bibel der Juden tut es nicht.

„Wissenschaftliche“ Behauptung: Christliche Bibel ist „blutrünstiger“ als Koran

Raymond Ibrahim, 14. Februar 2016

Eine neue, auf Daten basierende Studie, die von Yahoo News, der Huffington Post und in vielen weiteren Medien veröffentlicht wurde, erweckt den Anschein bewiesen zu haben, dass die Bibel, einschließlich des Neuen Testaments, gewalttätiger sei als der Koran.

Tom McKay schreibt in seinem Artikel über die Studie, dass 58% der Amerikaner eine schlechte Meinung über den Islam hätten dank einer geschönten Liste bestehend aus Falschinformationen über den heiligen Text, den Koran. Er fährt fort:

„Aber ein kürzlich durchgeführtes Projekt des Datenanalysten und Marktforschers Tom Anderson stellt eine Fehlvorstellung auf den Kopf: dass der Koran blutrünstiger sei als die christliche Bibel … Das Projekt stellte fest, dass von den drei Büchern [Altes Testament, neues Testament, Koran] das Alte Testament am gewalttätigsten ist; etwa 5,3% des Textes verweisen auf Zerstörung und Töten – der Koran fährt bei 2,1% ein, das Neue Testament liegt mit 2,8% etwas höher …. Laut Anderson stellt dieser Befund die beliebte Meinung der Menschen im Westen infrage, dass Muslime einem besonders gewalttätigen Glauben anhängen. In Wirklichkeit scheint der Inhalt des Alten Testaments in der Tat der von diesen drei Büchern der gewalttätigste zu sein.“

Diese Studie beweist also was Islam-Apologeten schon lange behaupten: dass die Bibel mehr Gewalt und Blutvergießen enthält als der Koran. Dennoch muss die Intelligenz und/oder Aufrichtigkeit eines jeden – einschließlich angeblicher Wissenschaftler und „Denker“ – der diese Tatsache als Beweis zitiert, dass der Koran nicht zu mehr Gewalt aufruft als die Bibel, aufs äußerste bezweifelt werden.

Zunächst einmal ignoriert dieses Argument grundsätzlich den Kontext aller drei Schriften. Gewalt in der Bibel – sei es im Alten oder im Neuen Testament – mit Gewalt im Koran zu vergleichen vermengt Geschichte mit Doktrin. Die Mehrheit der Gewalt in der Bibel wird als geschichtliches Ereignis verzeichnet, eine Beschreibung von Ereignissen. Im Gegensatz dazu ist die überwältigende Mehrheit der Gewalt im Koran doktrinär bedeutsam. Mit anderen Worten, die Bibel ist genauso fähig ihre Leser zu Gewalt anzustacheln wie ein Geschichtslehrbuch. Demgegenüber benutzt der Koran offene Sprache, um die Gläubigen zu Gewalttaten gegen Nichtmuslime aufzurufen (s. Raymond Ibrahim: Are Judaism and Christianity as Violent as Islam als umfassendste und dokumentierte Abhandlung gegen diese ermüdende Rechtfertigung).

Diese Studie enttäuscht auch darin berücksichtigen, wer hinter dieser Gewalt steckt. Sie scheint nur die Anzahl der Stellen zu zählen in denen das Wort „töten“ erscheint. Deswegen stehen Beschreibungen des Neuen Testaments über die Verfolgung und Tötung von Christen – einschließlich Jesus – angeblich als Aufruf zur Gewalt auf der gleichen Stufe wie Allahs Gebote für Muslime „die Ungläubigen zu schlachten wo immer man sie findet – greift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf“ (Sure 9,5). Diese Studie macht keinen Unterschied zwischen dem Märtyrertum von Stefan und Allahs Worten: „Ich werde Terror in die Herzen der Ungläubigen werfen. Trefft sie oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab“ (Sure 8,12).

Auch die Behauptung hinter dieser Studie – „58% der Amerikaner haben eine unvorteilhafte Meinung vom Islam, offenbar wegen „Fehlinformationen über den heiligen des Text des Islams, den Koran“ – ist ein Strohhalm-Argument. „Islamophobie“ gründet weniger auf dem, was die Amerikaner über den Koran denken, als vielmehr auf der von Muslimen im Namen des Islams täglich begangen Gewalt, dem Terror und den Grausamkeiten, die sie sehen und hören. (Ironischerweise besteht der einzige Grund, sich auf ein solches Strohhalm-Argument zu berufen, darin, dass das Argument selbst unangreifbar ist, selbst wenn es am wahren Sachverhalt vorbei geht. Wie wir hier jedoch sehen, ist sogar das Strohhalm-Argument selbst – dass die Bibel mehr Potenzial zur Aufstachelung zu Gewalt hat als der Koran – voller Löcher).

Das sagt nichts zu der Tatsache, dass islamische Lehre sich kaum auf den Koran beschränkt. Viele Bände kanonischer (sahih) Hadithe (Worte und Taten Mohammeds) prägen gleichermaßen das Handeln von Muslimen. Ein muslimischer Kleriker formulierte es so: „Vieles im Islam bleibt ohne die Hadithe ein rein abstraktes Konzept. Ohne die Beschreibungen, die man in den Hadithen findet, wüssten wir nicht wie man betet, fastet, Zakah bezahlt oder pilgert….“. Und wie der Zufall so spielt, gibt es in den Hadithen zahlenmäßig weit mehr Aufrufe zu Gewalt gegen Ungläubige als im Koran.

Schließlich scheint diese Studie nicht in Betracht zu ziehen, dass die Bibel ungefähr zehnmal länger ist als der Koran. Setzt man das ins Verhältnis, dann enthält der Koran mehr als dreimal so viel Gewalt als in der Bibel zu finden ist.

Aufgrund ihrer vielen Mängel gibt selbst Anderson zu, dass seine „Analyse oberflächlich ist und die Ergebnisse alles andere als schlüssig sind“. Warum stellen also etliche Medien die Schlussfolgerung einer Studie heraus, die bereitwillig zugibt, dass sie gar nicht beweist, was ihre Anhänger behaupten?

Weil die politisch korrekte Schlussfolgerung – dass der Islam nicht schlimmer sein kann als Judentum und Christenheit – alles ist, was hier zählt, scheiß auf klaffende Löcher in der Methodik.