NGOs schüren die Anti-Israel-Maschinerie 2021

Gruppen zu finanzieren, die einseitig Konzepte wie „Staatlichkeit“ und „Apartheid“ neu definieren wollen, werden weder das Schicksal der Palästinenser noch das der Israelis verbessern.

David Schiff, Israel HaYom, 11. März 2021

Gerade mal zwei Monate des Jahres 2021 sind vergangen, aber die antiisraelische Propaganda-Maschine läuft bereits auf Hochtouren.

Erstens behaupten Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die den Anspruch erheben Menschenrechte zu propagieren, eine Verleumdungskampagne mit der Behauptung, dass Israel es mitten in der effizientesten COVID-19-Impfkamagne der Welt versäumt habe seiner Verpflichtung nachzukommen die Palästinenser zu impfen. Die NGOs ignorierten dabei die Tatsachen: Eine solche Verpflichtung gibt es nicht und damals hatte die palästinensische Autonomiebehörde nach eigenen Angaben von Israel keine Impfstoff angefordert.

Dann veröffentlichte Mitte Januar die israelische Gruppe B’Tselem einen Bericht, in dem sie erklärte, Israel betreibe nicht nur in den „besetzten Palästinensergebieten“ ein Apartheid-Regime, sondern „vom Fluss bis zu Meer“. Damit verlieh B’TSelem Israel die Auszeichnung der erste Apartheidstaat zu sein, der in seinem Gründungsdokument Minderheitenrechte verankert hat.

Und früher diesen Monat beschloss der Internationale Strafgerichtshof (ICC)in Den Haag, dass er die Zuständigkeit habe Israel unterstellte Kriegsverbrechen im Gazastreifen und der Westbank zu untersuchen, eine Entscheidung, die von Menschenrechtsorganisationen als „wichtiger Durchbruch“ und „lange überfälliger Schritt hin zu Gerechtigkeit“ bejubelt wurde.

Die gemeinsame Bedrohung innerhalb jeder dieser Begebenheiten lautet, dass sie von direkt oder indirekt durch europäische Regierungen finanzierte NGOs beschleunigt werden, die eine Agenda der Delegitimierung und Dämonisierung des Staates Israel betreiben.

Jede dieser Kampagnen hat dieselben Nutznießer haben, aber sie stecken voller Ungereimtheiten. Die Entscheidung des ICC zum Beispiel führt den Beitritt der Palästinenserregierung im Jahr 2015 nach einer aggressiven NGO-Kampagne als Rechtsgrundlage für seine angenommene Zuständigkeit an. Mehr als ein Jahrzehnt langhaben internationale Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch sowie ihre palästinensischen Gegenstücke wie das Palestinian Center for Human Rights wiederholt das Gericht bearbeitet, eine Ermittlung gegen Israel zu eröffnen; sie traten für die Anerkennung Palästinas als souveräne staatliche Einheit ein, die den Fall vor das Gericht bringen kann.

Vergleichen Sie das mit der Rhetorik genau derselben Organisationen zum Thema der Verteilung der COVID-19-Impfstoffe. In einer Erklärung vom 23. Dezember forderten Amnesty International und andere durch Europäer finanzierte NGOs Israel auf „seinen Verpflichtungen und moralischer Verantwortung Palästinensern im Gazastreifen und der Westbank gegenüber nachzukommen“ und „volle finanzielle Unterstützung [für den Kauf von Impfstoffen] zur Verfügung zu stellen“. Die NGOs vermerkten auch ihre „große Sorge“ bezüglich Berichten, dass die PA vorhatte eigenverantwortlich Impfstoffe aus Russland zu kaufen; dazu erklärten sie: „Israel muss sicherstellen, dass die den Palästinensern in den Besetzten Palästinensergebieten gelieferten Impfstoffe ebenfalls die Genehmigung des israelischen Gesundheitssystems erhalten.“ Mit anderen Worten: Sie argumentieren, dass die PA de facto kein unabhängiger Staat ist und nicht mit der öffentlichen Gesundheit ihrer eigenen Bürger betraut werden kann.

Ähnliche Widersprüche sind im „Apartheid“-Bericht von B’Tselem zu finden, ein weiterer Empfänger von Zuwendungen Europas. Einerseits besteht B’Tselem darauf, dass jede Annexion von Teilen der Westbank durch Israel illegal wäre und andererseits tritt es für ein einheitliches rechtliches Rahmenwerk „zwischen dem Fluss und dem Meer“ ein. B’Tselem ging noch einen ungeheuerlichen Schritt weiter und nutzte sehr belastete Ausdrücke wie Apartheid, Rassismus und sogar „jüdisches Herrenmenschentum“, was eine Ausdrucksform ist, die ihre Wurzeln im weißen Herrenmenschentum hat und von Typen wie David Duke [ehem. Leiter des Ku Klux Klan – heplev] verwendet worden ist.

Ironischerweise wurde der aufhetzende Bericht von B’Tselem in derselben Woche veröffentlicht, in der tausende arabischer Bürger sich anderen Israelis anschlossen, um zu den ersten weltweit zu gehören, die gegen COVID-19 geimpft wurden.

Geld gebende Organisationen, einschließlich Regierungen, die Gruppen bezahlen, die nastreben Konzepte wie „Staatlichkeit“ und „Apartheid“ einseitig neu zu definieren, werden weder das Schicksal der Palästinenser noch das der Israelis verbessern. Diese Taktik hat sich immer und immer wieder als beklagenswert ineffektiv erwiesen. Fakt ist: Diejenigen, die das Meiste aus der Verbreitung von Ungereimtheiten und Desinformation gewinnen, sind diejenigen, die aus der Fortsetzung des Konflikts Profit ziehen – die NGOs selber.

Welche „Apartheid“? Arabischer Israeli verreißt von Medien verbreitete Verleumdung

Yakir Benzion, United With Israel, 18. Januar 2021

Yoseph Haddad ist ein stolzer christlich-arabischer Israeli, normalerweise ein glücklicher Mensch und voller Leben, aber letzte Woche änderte sich seine Stimmung zu Wut, als er aufwachte und feststellen musste, dass er plötzlich ein Bürger zweiter Klasse geworden war.

„Als B’Tselem-Direktor Hagai El-Ad, ein Jude, entschied, dass ich, meine arabische Familie und meine arabischen Freunde alle unter einem Apartheid-Regime leben, sagten er und seine Organisation uns praktisch, dass sie uns als Bürger zweiter Klasse betrachten“, schrieb Haddad am Sonntag in einem Leitartikel in der Zeitung Israel HaYom.

„Letzte Woche wachte ich eines Morgens Zuhause in Nazareth auf und musste erstaunt feststellen, dass ich unter einem rassistischen Apartheid-Regime lebe, dessen einziger Zweck darin besteht‚ die Überlegenheit einer Gruppe Menschen – der Juden – zu propagieren und zu fortbestehen zu lassen. Ich rieb mir die Augen, las den Artikel genauer und beruhigte mich, sobald ich erkannte, dass die Berichte auf einem weiteren Bericht der linken NGO B’Tselem beruhten“, sagte Haddad.

„Das Problem ist, dass dieser Bericht sich in Windeseile rund um die Welt verbreitete und die Propaganda funktioniert. B’Tselem, das sich als Menschenrechts-Organisation präsentiert, ist tatsächlich als Organisation mit klarer politischer Haltung bekannt, die im Widerspruch zu Israels Haltung steht“, sagte Haddad.

„Wie können die es wagen zu sagen, ich, ein arabischer Israeli, der zusammen mit jüdischen Soldaten in den israelischen Verteidigungskräften diente und Manager für hunderter jüdischer Beschäftigter ist, würde unter einem Apartheid-Regime leben?“, fragte er. „Wie kann irgendjemand sagen, unsere Gesellschaft lebe unter einem Apartheid-Regime, wenn sich unter uns Ärzte, Richter und sogar Abgeordnete befinden?“ Er fügte hinzu, dass der Chef der größten Bank in Israel Araber ist, Samer Hadsch-Yehia.

Aus Haddad (35) wurde ein Sozial-Aktivist, nachdem er schwer verwundet wurde, während er 2006 im Libanon-Krieg als IDF-Kampfoffizier diente. Er gründete eine gemeinnützige Organisation namens „Gemeinsam füreinander bürgen“ für Israelis und Araber; diese arbeitet dafür den arabischen Sektor enger an die israelische Gesellschaft heranzubringen und zur Beteiligung junger israelischer Araber im Land zu ermutigen.

„B’Tselem hat bereits den Rekord für Scheinheiligkeit gebrochen, aber Israel mit einem Apartheid-Regime gleichzusetzen … ist nicht nur eine verzerrte Lüge, sondern auch eine Beleidigung all der Südafrikaner, die tatsächlich Apartheid durchlebten. Das ist Geringschätzung für und zynische Ausnutzung des Konzepts“, sagte Haddad.

„Ich stehe nicht hier und behaupte, dass in Israel alles perfekt ist. Einige Dinge müssen in Ordnung gebracht werden und wie. Aber zeigen Sie mir ein Land, wo alles perfekt ist. Ich sehe mich bei unseren Nachbarn um und danke Gott, dass ich im Staat Israel geboren wurde, der einzigen Demokratie im Nahen Osten“, sagte er.

„Es stimmt, die arabische Minderheit in Israel sieht sich Herausforderungen gegenüber, so wie es mit anderen nationalen Minderheiten in anderen Ländern der Fall ist. Doch während Minderheiten aller Art überall im Nahen Osten – schiitische Muslime, sunnitische Muslime, Jesiden, Kurden und natürlich die Christen – verfolgt werden, ist der Staat Israel das einzige Land, das Minderheiten gleiche Rechte und die Möglichkeit ihre Zukunft zu beeinflussen gewährt“, vermerkte er.

„B’Tselem, forciert eure Agenden nicht auf unsere Kosten“, sagte er.

„Zu meiner Freude wird Israel wahrscheinlich das erste Land sein, das aus der Corona-Krise herauskommt und in ein paar Monaten können Leute aus der ganzen Welt in der Lage sein herzukommen und sich selbst anzusehen, wie Apartheit in Israel aussieht. Dann werden sie in der Lage sein zu hören, dass auf dem Markt in Nazareth Hebräisch und Arabisch gesprochen wird; sie werden in Jaffa Moscheen, Kirchen und Synagogen nebeneinander sehen und die Koexistenz des israelischen Mosaiks überall im Land sehen. Und vielleicht, nur vielleicht, wird ihr Besuch hier bei ihnen den Wunsch wecken unter einem Apartheid-Regime zu leben“, witzelte er.

Karikatur: B’Tselem auf Spendensuche

Elder of Ziyon, 13. Januar 2021

Diese Kariaktur ist eine Reaktion auf B’Tselems neue Intiative Israel als „Apartheidstaat“ und hat dazu eine brandneue Internetseite mit Animationen.

Ich kenne B’Tselems volles Budget nicht, die Spenden aus den USA liegen um die $450.000 im Jahr.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (01.-07. April 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 01.04.2018:

„Abschluss-Bilanz“ von Freitag/Samstag:
– 17 Tote, rund 1.400 Verletzte im Gazastreifen
– 13 weitere Verletzte am Samstag

Die Hamas tönt, dass die „Proteste“ vom Wochenende nur der Anfang für die „Rückkehr nach ganz Palästina“ sind. Ismail Haniyeh ergänzt: „Nächstes Mal werden wir nicht wissen, wo die Grenze sein wird.“

Die IDF hat zusätzliche Stacheldrahtzäune am Gazastreifen aufgestellt, um Araber daran zu hindern nach Israel einzudringen.

Ma’an log wieder, israelische Siedler hätten die Al-Aqsa „gestürmt“. Es waren einfache Juden, die respektvoll den Tempelberg besuchten.

Montag, 02.04.2018:

Die IDF informierte die Familie des Terroristen, der letzten Monat Adiel Kolman ermordete, dass sein Haus abgerissen wird.

Einer der am Freitag verletzten Terroristen erlag seinen Verletzungen; damit ist er das 17. Todesopfer der Krawalle am Gaza-Grenzzaun.

Dienstag, 03.04.2018:

Am Gazazaun fanden Soldaten einen Rucksack mit Molotowcocktails, die von Terroristen am Freitag dort zurückgelassen wurden.

Mittwoch, 04.04.2018:

Was ist toll? Laut Fatah sowas hier: „Oh Flagge Palästinas, wie wunderbar und mächtig du bist, wenn du mit dem Blut der Märtyrer getränkt bist!“ Oder: „Wir säen unser Land aus unseren Venen, aus den Arterien und mit dem Blut.“ Alles Begleitet von entsprechenden Bildern.

Heute gaben die Behörden bekannt, dass ein Anschlag des Islamischen Jihad auf ein israelsches Marineschiff verüben wollte, um Soldaten oder ihre Leichen zu entführen. Dieser Anschlag konnte verhindert werden, in dem Zusammenhang wurden am 12. März 10 Araber festgenommen.

Die Hamas verspricht für das Wochenende „Überraschungen“ bei erneuten Protesten am Gaza-Zaun.

B’Tselem fordert die Soldaten auf, sie sollten an der Grenze zum Gazastreifen nicht schießen (und die Befehle dazu verweigern). Auf die Terroristen zu schießen sei illegal.

Donnerstag, 05.04.2018:

Die Hamas versucht mit einer „Preisliste“ Araber zu ermutigen den Terrormarsch auf die Grenze zu veranstalten. Die Familie eines Toten soll $3.000 erhalten, für schwere Verletzungen gibt es $500.

Die Polizei von Jerusalem verhinderte, dass die Fatah einen „Märtyrer-Konferenz“ in Jerusalem veranstaltete. Dabei sollten Mütter von Terroristen, die „Märtyrer“ und verletzte Terroristen geehrt werden.

Die Araber im Gazastreifen haben 10.000 Reifen gesammelt und an die Grenze gekarrt, die am Freitag angezündet und gegen Israel eingesetzt werden sollen. Israel warnt vor der dadurch entstehenden schweren Umweltverschmutzung.

Die Terroristen sagen, dass ein weiterer Verletzter vom letzten Freitag gestorben ist.

Freitag, 06.04.2018:

Stand 19.30 Uhr (nach Angaben der Terroristen): 5 tote Araber, mehr als 900 Verletzte. (Die Jerusalem Post meldete um 16.55 Uhr 240 verletzte Randalierer.)
Die palästinensische Journalistenvereinigung behauptet, es seien 6 arabische Journalisten von Israel angeschossen worden.

Heute erlag erneut ein Terrorist seinen Verletzungen, die er letzte Woche Freitag bei den Krawallen erlitt; er ist das 21. Todesopfer der Angriffe auf Israel.

Die IDF erklärte das Gebiet um den Gazastreifen zum militärischen Sperrgebiet.

Hamassprecher Hazem Qassem erklärte: „Indem die Menschen dabei bleiben, dass diese Märsche friedfertig sind, versetzen wir all der Propaganda einen Schlag, die von der Besatzung über diese Märsche verbreitet werden.“ (Wichtig: „Sie bleiben dabei, dass…“ heißt ja nicht, dass sie tatsächlich friedlich sind!)

Hamas-Chef Yahya Sinwar bestätigte, dass das Ziel der „Proteste“ die Beseitigung des Grenzzauns ist, um nach Israel „zurückzukehren“.

Samstag, 07.04.2018:

Stand Samstagmittag: Mindestens 2 der Toten von gestern sind nachgewiesenermaßen Terroristen (einer von Hamas, einer von Fatah).

Die Terroristen behaupten die Israelis hätten einen Journalisten erschossen. Der IDF-Sprecher reagierte: „Die IDF schießt nicht auf Journalisten.“ Die Umstände des Todes dieses Journalisten werden aber von der IDF untersucht.

Heute erlagen zwei Araber ihren gestern am Gazazaun erlittenen Verletzungen.

Am Sonntag sollten 4 LKW Reifen in den Gazastreifen liefern. Israel hat diese Lieferung untersagt.

B’Tselems jährliche Opferzahlen sind fragwürdig

Tamar Sternthal, CAMERA, 3. Januar 2007

Wie Tod und Steuern ist garantiert, dass B’Tselem am Ende des Jahres die palästinensischen und israelischen Opferzahlen veröffentlicht, genauso die begleitende Presseerklärung. Und unvermeidbar werden Journalisten pflichtbewusst die Feststellungen von B’Tselem berichten, manchmal korrekt, manchmal aber nicht.

Und während die Veröffentlichung der Statistik sicher ist, sind ihre Genauigkeit und die dahinter stehenden Methodologie es definitiv nicht. Allerdings warten wir noch immer darauf, dass einer der Mainstream-Journalisten die Zahlen von B’Tselem hinterfragt.

Viele Journalisten berichten begierig, wie viele der getöteten Palästinenser Zivilisten waren. In gewissem Maße kommt B’Tselem dem nach; in ihrer Presseerklärung vom 28. Dezember verkündeten sie beispielsweise: „Im vergangenen Jahr waren wir Zeugen einer Verschlechterung der Menschenrechtslage in den besetzten Gebieten, besonders bezüglich der zunehmenden Anzahl getöteter Zivilisten und der Zerstörung von Häusern und Infrastruktur im Gazastreifen.“

Wie aber kann B’Tselem eine Feststellung zu Zivilisten treffen, wenn ihre eigenen Listen palästinensischer Opfer keine Zivilisten identifiziert? Stattdessen identifiziert B’Tselem die meisten (wenn auch nicht alle) Opfer wie folgt: „Getötet während der Teilnahme an Feindseligkeiten“ oder „Nahm bei Tötung nicht an Feindseligkeiten teil“. B’Tselem fällt eine bewusste Entscheidung festzuhalten, ob Opfer zu Zeit ihres Todes an Kämpfen beteiligt waren und davon abzusehen sie als Zivilisten oder Nichtzivilisten zu bezeichnen. B’Tselem-Sprecherin Sarit Michaeli bestätigte diese Politik letztes Jahr telefonisch gegenüber CAMERA.

Warum weicht dann die Presseerklärung der Organisation von dieser Politik ab und gibt Erklärungen bezüglich der Zahl getöteter Zivilisten im Gazastreifen ab, wenn B’Tselem palästinensische Zivilisten nicht länger zählt?

Geschichte

Noch bis 2002 führte B’Tselem getrennte Listen von getöteten „palästinensischen Zivilisten“ an. In vielen Fällen war diese Bezeichnung völlig unangemessen. Wie CAMERA 2002 dokumentierte, schloss die lose Definition des Begriffs „Zivilist“ zahllose Palästinenser mit ein, die getötet wurden, während sie gerade dabei waren Israelis anzugreifen, einschließlich der Eröffnung des Feuers auf einer Bat Mitzva-Feier in Hadera, wobei sechs Menschen getötet und 35 verletzt wurden, die Detonation von Bomben, Eindringen in israelische Gemeinden und die Tötung oder Verletzung von deren Einwohnern, sowie Kämpfe mit israelischen Soldaten. B’Tselem hat danach diese Politik eingestellt – vielleicht angesichts der Kritik von CAMERA; aber ist die jetzige Praxis irgendwie glaubwürdiger? CAMERA überprüfte die Details von B’Tselem zu einem großen Teil der im Dezember und November 2006 Getöteten, um das herauszufinden.

Eine Überprüfung dieser zwei Monate ließ zwei Warnlampen aufleuchten:

  1. In vielen Fällen identifiziert B’Tselem Einzelpersonen als zum Zeitpunkt ihres Todes nicht in Feindseligkeiten verwickelt, selbst wenn es gegenteilige Informationen gab.
  2. Unter denen, die als zum Zeitpunkt ihres Todes nicht an Feindseligkeiten beteiligt identifiziert wurden, gehörten Terroristen, die regelmäßig in die Planung und Ausführung gewalttätiger Angriffe verwickelt waren. Diese Personen irgendwie mit Zivilisten zu verbinden – sei es in einer Presseerklärung von B’Tselem oder durch Journalisten – ist falsch.

I) Auf welcher Grundlage entscheidet B’Tselem, ob jemand „an Feindseligkeiten teilnahm“ oder nicht?

In einer Reihe von Fällen bleibt B’Tselem dabei, dass Zivilisten nicht an Feindseligkeiten beteiligt waren, obwohl die Umstände des Todes strittig oder unklar sind. Beispiele:

1) B’Tselem berichtet, dass Mohammed Mahmud Rajab a-Jarjawi (19), der am 23. November in Beit Lahiya getötet wurde, „nicht an Feindseligkeiten teilnahm, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Er wurde auf dem Weg nach Hause getötet, nach Gebeten, die um 5 Uhr morgens endeten.“ Die Internetseite der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an allerdings berichtete an diesem Tag (von BBC Worldwide Monitoring zur Verfügung gestellt):

Unser Gaza-Korrespondent berichtete, dass ein israelisches Aufklärungsflugzeug eine Rakete auf eine Gruppe bewaffneter palästinensischer Widerstandsmänner abschoss, die sich eindringenden israelischen Panzern östlich von Beit Lahiya entgegen stellten. Einer der Männer, Mohammed Jarjawi (19), wurde getötet und viele andere verletzt.

2) B’Tselem berichtet, dass Tha’ir Hassan ‚Abed al-Masir (16), am 18. November in Beit Lahiya, nördlicher Distrikt des Gazastreifens, getötet wurde. Zusatzinformation: Er wurde getötet, als er auf dem Land der Familie arbeitete.

3) B’Tselem berichtet ebenfalls, dass am selben Tag Sa’id Salem Suleiman Hajaj (20), in al-Qaraya al-Badwiya Maslakh, nördlicher Distrikt des Gazastreifens, getötet wurde. Nach dem Bericht „nahm er nicht an Feindseligkeiten teil, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet auf dem Weg zur Arbeit, er wusste nicht, dass sich Soldaten in der Gegend aufhielten“.

Nach Angaben von AFP war er aber ein Mitglied einer palästinensischen Terrorgruppe und könnte bewaffnet gewesen sein:

Said Hahjaj (20), Mitglied der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas wurde in Umm Nasser getötet, an der nördlichen Grenze, sagte die DFLP.

Thaer al-Masry (16) wurde später im selben Dorf in den Kopf geschossen, sagte medizinische Quellen…

Die Armee, die seit Freitag als Teil des Feldzugs zum Stopp der täglichen Raketensalven gegen den jüdischen Staat im nördlichen Gazastreifen operiert, sagte, beide Opfer waren bewaffnet. („Zwei Tote in Gaza, nachdem die UNO auf ein Ende der Gewalt drängt“).

4) Gleichermaßen berichtet B’Tselem, dass Mohammed Salamah Hussein Hamidan, getötet am 16. November im Flüchtlingslager Ein Beit al-Maa im Distrikt Nablus, „nicht an Feindseligkeiten teilnahm, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet während einer Operation der Armee, als er in seinem Haus neben dem Fenster stand.“

Nach Angaben von Agenturberichten zum Vorfall könnte Hamidan, Mitglied der Volksfront für die Befreiung Palästinas, allerdings bewaffnet gewesen sein, als der getötet wurde. AFP berichtet:

Mohammed Hmeidan von der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) wurde am Fenster seiners Hauses im Lager Ein Beit Elma nahe der nördlichen Stadt Jenin zweimal in die Brust getroffen, sagten Quellen.

Palästinensische Sicherheitsquellen und Zeugen sagten gegenüber AFP, der 25-jährige Militante, der auf Israels Fahndungsliste steht, wurde von einem Scharfschützen der Armee getötet.

Ein Sprecher der Armee sagte, Soldaten, die im Flüchtlingslager operierten, waren von Palästinensern unter Feuer genommen worden. „Sie identifizierten einen bewaffneten Mann und eröffneten auf ihn das Feuer“, sagte er.

AP berichtet ebenfalls:

Verwandte sagten Mohammed Ahmedan (25) stand auf der Veranda seines Hauses im Flüchtlingslager al-Ein bei Nablus, von wo aus er die israelischen Militäroperationen beobachtete, als er zweimal getroffen und getötet wurde. Sie sagten Ahmedan war unbewaffnet.

Die Armee sagte aber eine erste Untersuchung des Vorfalls ergab, dass Soldaten einen bewaffneten Mann identifiziert und auf ihn geschossen hatten.

Auf welcher Grundlage akzeptiert B’Tselem die Version eines Familienmitglieds statt der Armee als Fakt?

5) B’Tselem behauptet, dass Wahib Musieh Nayer a-Dik, getötet am 14. Dezember 2006 in Kafr a-Dik

nicht an Feindseligkeiten teilnahm, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet als er den antiken Palast in Kafr a-Dik restaurierte. Soldaten, die an den Ort kamen, behaupteten, dass von dort aus Steine auf sie geworfen wurden. Einer der Soldaten schoss auf ihn, als er die Tür des obersten Stockwerks des Palastes öffnete.

AP berichtet allerdings über den Vorfall wie folgt:

Der Palästinenser-Vertreter sagte, der Mann warf Steine auf zwei Jeeps der Armee, die gegen Donnerstagmittag in das Dorf Kufr al-Dik fuhren, als er von Schüssen der Soldaten getroffen wurde. Er wurde in der Brust verwundet und starb auf dem Weg ins Krankenhaus, sagten sie.

AFP berichtet:

Der Bauarbeiter Wahib Misleh (25) wurde in der Brust und am Arm getroffen, nachdem israelische Soldaten das Feuer auf Steinewerfer im Dorf Kafr Al-Didk eröffneten, sagten sie. Zeugen sagen, er gehört nicht zu denen, die Steine warfen.

Die Armee sagte, Soldaten hätten auf eine Person gefeuert, die vom Dach eines Gebäudes einen Betonblock auf die Truppen werfen wollte.

Es gibt widersprüchliche palästinensischeQuellen dazu, ob a-Dik zum Zeitpunkt seines Todes an die Feindseligkeiten beteiligt war. Die israelische Armee besteht darauf, dass er zum Zeitpunkt seines Todes an der Gewalt beteiligt war. Wie kann B’Tselem dann definitiv erklären, dass er nicht an den Feindseligkeiten beteiligt war?

Interne Widersprüche

6) Bezüglich Mohammed (‚Eid) Amin Mahmud Ramaheh schreibt B’Tselem in den Details:

Der 27-jährige Einwohner des Flüchtlingslagers Ein Beit al-Maa im Distrikt Nablus, getötet am 14.12.2006 im Flüchtlingslager Ein Beit al-Maa im Distrikt Nablus durch Gewehrfeuer. Nahm nicht an Feindseligkeiten teil, als er getötet wurde. Zusatzinformation: Getötet aus kurzer Entfernung, als er von seinem Auto weglief, als eine getarnte Einheit versuchte ihn zu verhaften. Er war bewaffnet.

Nach einer Presseerklärung der IDF:

Die Soldaten errichteten eine Straßensperre, um Ramaha aufzuhalten, aber wenn Ramahas Fahrzeug ankam, umfuhr er die Sperre und kollidierte mit einem anderen Fahrzeug, wodurch eine Reihe Zivilisten verletzt wurde. Als die Soldaten auf Ramahas Fahrzeug zugingen, eröffneten er und einer seiner Männer das Feuer auf sie. Die Soldaten erwiderten das Feuer und töteten die beiden, die mit einer M-16 und einer Handfeuerwaffe bewaffnet waren.

B’Tselem selbst erkennt zwar an, dass Ramaheh „bewaffnet“ war und die IDF berichtet, dass er das Feuer eröffnete, widerspricht doch der Bericht [von B’Tselem] seiner eigenen Beschreibung, indem er Ramaheh als jemanden kategorisiert, der nicht an den Feindseligkeiten beteiligt war, als er getötet wurde.

7) In einem weiteren Beispiel für interne Widersprüche bei einem palästinensischen Opfer, das in die Kategorie des „zum Zeitpunkt seines Todes nicht an Feindseligkeiten beteiligt“ schreibt B’Tselem, das der 14-jährige Jamil Abd al-Karim Jamil al-Jabaji, getötet am 3. Dezember im Flüchtlingslager Askar „nicht an Feindseligkeiten beteiligt warGetötet, als er Steine auf Soldaten warf.“ Geworfene Steine können tödlich sein und solche potenziell tödliche Waffen zu werfen stellt die Teilnahme an Feindseligkeiten dar.

II) Beteiligung an Feindseligkeiten vor dem Tod

Viele Journalisten – und selbst der Schreiber der Presseerklärungen von B’Tselem – lassen die Schlüsselkennzeichen der derzeitigen Politik der Organisation zur Beschreibung vermissen, ob Opfer zum Zeitpunkt ihres Todes an Feindseligkeiten beteiligt waren oder nicht. Bericht wie dieser der BBC vom 29. Dezember gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein Palästinenser, der getötet wird, während er nicht an Kämpfen teilnimmt, ein Zivilist ist. Es gibt jedoch viele Fälle palästinensischer Kämpfer – diejenigen, die regelmäßig Raketen schießen, Bomben vorbereiten, Selbstmordbomber losschicken, Waffen schmuggeln oder israelische Soldaten in Kämpfe verwickeln – die von israelischen Soldaten getötet werden, während sie sich nicht mitten in den feindseligen Aktivitäten befinden. Am 8. November zum Beispiel tötete die IDF ‚Alaa a-Din Jamil Khamaiseh und Salim Yussef Mahmud Sa’id (Abu al_Heija) in al-Yamun im Distrikt Jenin. B’Tselem schreibt, sie „waren nicht an Feindseligkeiten beteiligt, als die getötet wurden“. Bezüglich des Ersten fügt B’Tselem wenigstens hinzu: „Getötet, während er während der versuchten Verhaftung nach Flüchtigen in einem Auto saß.“ Gleichermaßen muss B’Tselem Anerkennung gezollt werden, dass es bezüglich Abu al-Heija anfügt, er sei „von Israel gesucht“. Nach Angaben des Palestinian Center for Human Rights waren beide Mitglieder der Al Aksa-Märtyrerbrigaden – die von Israel, den USA und der EU wegen der Durchführung von Selbstmord-Bombenanschlägen und anderen gewalttätigen Anschlägen auf Israelis als Terrororganisation bezeichnet wird – und sollten daher nicht als Zivilisten eingestuft werden.

In der Tat versäumt es B’Tselem konsequent zu erwähnen, ob ein solches Opfer Mitglied einer Terrororganisation ist oder nicht. Ein solcher Fall ist Mohammed Ramaha (Beispiel 6 von oben), der Kopf der Tanzim im Flüchtlingslager Ein Beit Ilma. Nach Angaben einer Erklärung der israelischen Verteidigungskräfte vom 14. Dezember

war Ramaha an Terroranschlägen und an versuchten Anschlägen im Raum Nablus und an Israels Heimatfront beteiligt. Rahama plante während der jüngsten Feuerpause weiter Selbstmord-Anschläge. Er plante einen Selbstmord-Bombenanschlag in der unmittelbaren Zukunft, der von Terroristen im Gazastreifen geleitet und finanziert wurde. Ein 8 kg schwerer Sprengsatz, der gestern bei Nablus abgefangen wurde, war von Rahama und Mitgliedern seiner personellen Infrastruktur vorbereitet worden und sollte bei einem Selbstmord-Bombenanschlag genutzt werden.

B’Tselem widerspricht also nicht nur der eigenen Darstellung, wenn man erklärt, dass Rahama „zum Zeitpunkt seines Todes nicht an Feindseligkeiten beteiligt“ war, sondern die Organisation vertuschte auch die Tatsache, dass Rahama ein Tanzimführer war, der an einer Vielzahl von Terroranschlägen beteiligt war. Beide Punkte haben offensichtlich Gewicht bei der Frage, ober Rahama als „Zivilist“ betrachtet werden kann oder nicht. Dasselbe kann über die zweifache Verzerrung bezüglich Said Hahjui (Beispiel 3 von oben) gesagt werden.

Schlussfolgerung

Auf B’Tselem kann man sich als vertrauenswürdige Quelle zu Zahlen zu palästinensischen zivilen Opfern nicht verlassen. Genauso wenig können die der Organisation gelieferten Details der Umstände des Todes von palästinensischen Opfern als genau betrachtet werden. Gerald Steinberg, Redakteur von NGO-Monitor, führt an: „Der ‚Heiligenschein’ schützt die NGOs vor derselben Art von Verantwortlichkeit, die sie von anderen verlangen.“ Journalisten sollten davon Notiz nehmen und über die Zahlen von B’Tselem mit gesunder Skepsis berichten, statt B’Tselem zu erlauben jedes neue Jahr mit Falschheiten und Verdrehungen einzuläuten.

Veranschaulichung des Haupthindernisses für Frieden

Elder of Ziyon, 4. Januar 2017

Hier ist eine Landkarte mit jeder jüdischen Gemeinde überall in Judäa und Samaria, die zeigt, wie die „Siedlungen“ über das gesamte Gebiet verbreitet sind und wie schwer es wäre sie zu entfernen.

Es sieht sicherlich so aus, dass es keine Chance für eine Zweistaaten-Lösung gibt, nicht wahr?

Nur dass diese eine Landkarte von 1993 ist, als der Oslo-Prozess gerade begann!

Hier ist eine Karte von 2015, die genau dasselbe zeigt:

Legt man die neue Landkarte über die von 1993, dann sieht man, dass sich in den letzte 20 Jahren physisch nicht viel verändert hat (tatsächlich beinhaltet die Karte von 1993 Gemeinden, die es in der neuen Karte nicht gibt!):

Wenn die Siedlungen 1993 kein „Friedenshindernis“ waren, als der Friedensprozess begann…

Und wenn sie kein „Friedenshindernis“ waren, als Israel den Palästinenser 2000, 2001 und 2008 einen Staat anbot…

Was hat sich verändert?

Bei einer Zweistaaten-Friedenslösung müssen eindeutig einige dieser Gemeinden abgerissen werden. Es wäre damals nötig gewesen und es wäre  heute nötig (außer die Palästinenser entscheiden sich Juden das Recht zu geben in ihrem Staat in ihren Häusern zu bleiben, was sie nicht tun werden, wie sie wiederholt sagten).

Der Mythos der „sich ausdehnenden Siedlungen“ ist die größte Einzellüge des Konflikts; und sie ist die eine, die bis zum Erbrechen von höchsten Vertretern der USA, der Europäer und der UNO wiederholt wird. Das ist der Grund, dass sie immer Bevölkerungszahlen verwenden statt die Größe der Fläche, die von jüdischen Gemeinden belegt ist – weil diese tatsächlichen Zahlen nicht ins Narrativ passen, dass Israel die Chancen auf Frieden zerstört.

Wenn 1993 Frieden möglich war, es er auch heute möglich. War er damals nicht möglich, ist er heute nicht möglich. Es hat sich nichts Grundlegendes verändert – außer dem Anteil an Dämonisierung Israels durch seine angeblichen „Freunde“.

Die Leute, die jüdische Siedlungen für den fehlenden Frieden verantwortlich machen – während sie die zweite Intifada und die „Messer-Intifada“ sowie ständige Aufstachelung zur Ermordung von Juden ebenso ignorieren wie jede PA-Landkarte, die den jüdischen Staat auslöscht – sind Heuchler und Lügner. Und dazu gehören auch Barack Obama, John Kerry und fast jeder westliche Führungspolitiker.

 


 

Wenn Sie Geduld haben, dann finden Sie hier zwei Landkarten von B’Tselem aus dem Jahr 2002 – direkt nachdem Arafat die Clinton-Parameter ablehnte – und eine von 2011. Sehen Sie sich an, wie viel diese jüdischen Gemeinden angeblich gewachsen sind. Grafikdesign-Experten könnten die tatsächlichen Unterschiede in der Größe der jüdischen Gemeinden im Verlauf der Zeit zeigen wollen. (Ich wünschte, ich hätte die Fähigkeiten das zu tun.)

In Wirklichkeit lautet die Antwort: sehr wenig. Die Gemeinden belegten damals etwa 2% des Landes jenseits der Grünen Linie und tun das auch heute noch.

Unsinn aus Israel (1): B’Tselem

Es soll keiner glauben, in Israel würde alles richtig gemacht. Aber neben den alltäglichen Fehlern und Unzulänglichkeiten gibt es auch extremen Unsinn:

B’Tselem und die Opfer-Statistik

Am 25.09.2003 veröffentlichte die israelische „Menschenrechtsorganisation“ B’Tselem in einer Presseerklärung ihre Daten von 3 Jahren „Intifada“.

Wie IMRA feststellt, benutzten B’Tselems Presseerklärungen bisher den Begriff „palästinensische Zivilisten“, um alle palästinensischen Opfer mit Ausnahme der Selbstmord-Bomber zu beschreiben. Diesmal sei das Wort „Zivilisten“ aus der Beschreibung der Palästinenser heraus gelassen worden. Noam Hoffstater, Sprecher von B’Tselem, erklärte IMRA gegenüber heute [25.09.2003], dass B’Tselems Interpretation des Völkerrechts sei, dass alle Palästinenser, einschließich der Mitglieder der illegalen Milizen und der offiziellen bewaffneten Kräfte der Palästinenser technisch „zivilen“ Status hätten, da es keine bewaffneten palästinensischen Kräfte gibt, die nach Völkerrecht eine „Armee“ darstellten.

Ich finde das schon sehr seltsam. Welchen Status haben diese bewaffneten Palästinenser dann? Wenn sie keine Kämpfer im militärischen Sinne sind, dann dürften sie wohl Verbrecher sein, die illegal Waffen besitzen und einsetzen. Aber diesen Status hat B’Tselem den Terroristen noch nie zuweisen wollen! Das ist eine Organisation, die mit Lüge und Selbstbetrug arbeitet!


B’Tselem: Israel ist Schuld

Am Samstag, 24.08.2002 wurde die Palästinenserin Iklas Yassin (35, Mutter von 7 Kindern) wegen angeblicher Kollaboration mit den Israelis von den Al Aksa-Märtyrerbrigaden erschossen. Ihr Sohn wurde Freitag „verhaftet“, gefoltert und erfand eine Geschichte, um mehr Folter zu entgehen (ein Bild des Jungen). Darin beschuldigte er seine Mutter. Daraufhin wurde diese aus ihrem Haus verschleppt, „verhört“ (gefoltert) und ihr „Geständnis“ gefilmt. Dabei wurde sie von einem nicht sichtbarern Mann gefragt, ob ihr Geständnis unter Zwang erfolgte, sie sagte „nein“.
Ein Führer der Al Aksa-Märtyrerbrigaden erklärte gegenüber AP, seine Gruppe sei gezwungen „mit eiserner Hand durchzugreifen“, um Kollaboration mit Israel zu verhindern.
„Ich weiß, dass diese Frau Kinder hatte, aber wir hatten keine Wahl. Wir ließen ihren Sohn leben, damit er die Kinder versorgen kann“, sagte er unter dem Siegel der Anonymität.
Gefragt, warum seine Gruppe Folter benutze, sagte er: „Das ist der einzige Weg, Geständnisse von solchen Leuten zu bekommen, die ihr Volk verraten.“

Angsichts dieser Dinge kann man der israelischen Menschenrechtsgruppe B’Tselem nur zu ihren Aussagen gratulieren: Sie hatten zwar zu sagen, dass der Mord in Tulkarm eine „eindeutige Verletzung der Menschenrechte war, wie jeder Vorfall einer Exekution oder eines Mordes.“ Aber sie fügten gleich hinzu: „Wenn es stimmt, dass sie eine Kollaborateurin war, dann tragen die israelischen Streitkräfte, die sie rekrutierten, eine schwere Verantwortung für das was seitdem geschah; sie haben ihr Leben gefährdet.“

Herzlichen Glückwunsch, B’Tselem, einmal mehr ist vorschnell gegen Israel geschwafelt worden, ohne dass die Zusammenhänge berücksichtigt wurden. Hauptsache, die israelische Armee bekommt eins auf den Deckel! Statt sich intensiver mit den Verbrechen der Terroristen zu beschäftigen (die sind nur eine Randbemerkung wert!), wird ohne Beleg ein nicht existenter Zusammenhang hergestellt, mit dem man diejenigen, die den Kampf gegen diesen Terror führen müssen, belastet und zu Verbrechern stempelt. Wer solche Freunde hat, braucht sich vor seinen Feinden nicht zu fürchten!