Nennt es Evanglikalenphobie

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 13. Juli 2019

Linke Juden beschweren sich weiter über die CUFI, aber in einer Zeit zunehmenden Antisemitismus verdienen diese Freunde Dank, nicht in Vorurteil wurzelnde Verachtung.

Es spielt nicht wirklich eine Rolle, wie sehr eine Gruppe wie die Christians United for Israel versucht mit Juden und der organisierten jüdischen Welt in Kontakt zu treten. Trotz ihrer stärksten Bemühungen zu zeigen, dass ihre Unterstützung für den jüdischen Staat echt ist und obwohl ihre Opposition gegen Antisemitismus echt ist, werden sie amerikanische Juden niemals in Massen davon überzeugen, dass sie wirklich nicht der Feind sind.

Warum? Die Antwort gründet weniger in Skepsis oder durch Fakten begründete Angst sondern in Vorurteilen.

Das ist ein trauriger Zustand, es hat aber die CUFI, die diese Woche ihre Jahreskonferenz in Washington abhielt, nicht abgeschreckt weiter für sie einzutreten. Der allerwichtigste Punkt, der hierzu angeführt werden muss, sind nicht so sehr die veralteten und diskreditierten Argumente, mit denen manche Linke evangelikale Unterstützung für Israel zu etwas herunterspielen oder verdrehen wollen, das Juden fürchten müssen. Er lautet, dass in einer Zeit von zunehmendem Antisemitismus, zunehmender Unterstützung für die BDS-Bewegung und zunehmender jüdischer Entfremdung von Israel Gruppen wie CUFI nicht nur gute Verbündete sind, sie sind absolut notwendig geworden.

Jahrzehnte lang haben viele Linke argumentiert, dass Unterstützung Israels durch konservative Christen im Wesentlichen wertlos oder eine Kehrseite, kontraproduktiv und sogar gefährlich ist.

Dieses Argument behauptet, dass Evangelikale, die Israel lieben, sich gar nicht um den Staat oder sein Volk sorgen, sondern nur den guten Kampf führen, weil sie glauben, dass ihre Bemühungen zu einem Endzeit-Szenario führen, das in einem vernichtenden Krieg endet, dem die Rückkehr Jesu und die Massenbekehrung der Juden folgen.

Dass wenige Christen und fast niemand, der tatsächlich aktiv für Israel ist, für diese Art von eschatologischem Narrativ eintritt, bedeutet Juden nichts, die es einfach ablehnen zu glauben, dass konservative Christen aufrichtige Freunde sind. Es ist auch wert zu wiederholen, dass nicht klar ist, warum Juden aller Denominationen und poltischen Meinungen, die nicht glauben, dass Jesus wiederkommt, sich Sorgen über das machen sollten, was geschieht, sollte er zurückkehren.

Man sollte meinen, dass nach so vielen Jahren, in denen christliche Gruppen wie CUFI ihre treue Unterstützung für den jüdischen Staat und Opposition zu Antisemitismus demonstriert haben, diese falschen Behauptungen verscheucht sein würden. Aber obwohl jüdische Mainstream-Gruppen, einschließlich vieler, die in ihrer Politik liberal sind, begriffen haben, dass Evangelikale unser Vertrauen sowie unsere Dankbarkeit verdienen, wird diese Art von Ansichten in der jüdischen Gemeinschaft und in linken Journalen weiter geäußert, sowohl hier in den USA als auch in Israel.

Im Kern dieses Misstrauens befindet sich  etwas, das wenige Juden gerne eingestehen: religiöses Vorurteil.

Tatsache ist, dass die meisten in der weitgehend urbanen und liberalen [= linken -heplev] jüdischen Gemeinschaft eigentlich keinerlei Evangelikale kennen. Aber sie haben auf Grundlage der Zustände des Europas des 19. Jahrhunderts an der Vorstellung festgehalten, dass, je religiöser ein Christ ist, es desto wahrscheinlicher ist, dass er die Juden hassen wird. Wenn das in den USA jemals so war, dann ist es eindeutig nicht länger der Fall. In der Tat sind es die weniger leidenschaftlich religiösen, liberalen, großen protestantischen Kirchen, die heutzutage eher antisemitische Ideen speien oder offen gegen die Existenz eines jüdischen Staates opponieren. Trotzdem tendieren an der Ost- und Westküste aufeinander kauernde Juden dazu, von konservativen Christen im Überflug-Land [zwischen den Küsten – hepev] als ignorante Heumäher zu denken, die alle nicht sonderlich geheimlich gehaltene Wünsche nach Judenmord hegen, obwohl es für diese Überzeugung keine Faktenbasis gibt.

Es stimmt ebenfalls, dass das anti-evangelikale Argument sich in den letzten Jahren etwas verändert hat. Es basiert inzwischen nicht mehr ausschließlich auf dem, was ich Evangelikalenphobie nenne, da es dieses in der Politik des 21. Jahrhunderts sowohl in der amerikanischen als auch der israelischen Variante gibt.

Jüdisches Misstrauen gegenüber Evangelikalen im Jahr 2019 hat viel mehr mit Unterschieden zwischen den beiden Gemeinschaften bei Themen zu tun, die nichts mit Israel zu tun haben – Abtreibung, Schwulenehe oder die persönliche Meinung zu Donald Trump. In einer Zeit verstärkter Parteinahme verachten viele Juden einfach konservative Christen, weil sie Pro-Trump-Republikaner sind, so wie sie es mit jedem anderen tun, der in Amerika in Republikaner-Land wohnt.

So, wie die meisten anderen Amerikaner unfähig zu sein scheinen sich über ihre parteiischen Instinkte zu erheben, so betrachten auch liberale Juden Konservative aller Couleur als Mitglieder eines feindlichen fremden Stammes, statt als potenzielle Verbündete oder gar Freunde und Nachbarn. Die Vorstellung, dass man sich bei einigen Themen einigen kann uneins zu sein, während man bei denen zusammenkommt, wo es Gemeinsamkeiten gibt, ist der Kern aller jüdischen gemeinschaftlichen Beziehungen. Aber das geht inmitten der politischen Kriege verloren, die jede andere Anstrengung übertönt die Parteienkluft zu überbrücken.

Was die beiden Gemeinschaften ebenfalls auseinander treibt, sind Meinungen zu Israel. Die CUFI und andere Evangelikale unterstützen Israel, egal, wer die Regierung stellt. Sie haben eine besondere Affinität zum nationalen Lager im jüdischen Staat. Aber ihre Bereitschaft Premierminister Benjamin Netanyahu und seine Regierung zu unterstützen, zusammen mit Verständnis der Tatsache, dass das wahre Hindernis für Frieden im Nahen Osten die palästinensische Unnachgiebigkeit ist, geht liberalen Juden gegen den Strich. Diejenigen in der jüdischen Linken, die wollen, dass die amerikanische Regierung „Israel vor sich selbst rettet“ und es unter Druck setzt Zugeständnisse zu machen, die von der Mehrheit der Israelis nicht gewollt werden, mögen die christliche Rechte nicht, weil die als Hindernis für diese Hoffnungen angesehen wird.

Das ist der Grund, warum es kaum überrascht, dass zu den lautesten Gegnern der CUFI antizionistische Gruppen wie die Jüdische Stimme für Frieden und IfNotNow gehören, die beide anstreben alle pro-israelische Interessenvertretung, jüdische wie christliche, zu torpedieren. Die von ihnen vorgebrachte Vorstellung, dass Israel „bessere Verbündete“ verdient als Evangelikale, ist arglistig, denn was sie wirklich wollen, ist, dass Israel überhaupt keine Verbündeten hat – oder Rechte und Sicherheit.

Aber in einer Zeit zunehmenden Antisemitismus und antisemitischer BDS-Aktivitäten – und in der viele linke Juden gemeinsame Sache mit Israels Feinden machen, sowie anstreben pro-israelische Verteidigung zu sabotieren – ist die CUFI wichtiger als je zuvor.

Es spielt keine Rolle, was Sie von evangelikalen religiösen Überzeugungen oder ihrer Politik halten. Wenn Ihnen Israel wichtig ist, dann verdienen sie unsere Dankbarkeit. Punkt.

Sixty Minutes liegt falsch

William Sutter, Mai 2003

 [Dieser Text wurde von William Sutter als Brief verschiedenen Freunden zugesandt. Ich habe ihn über eine Mailing-Liste erhalten und bekam von The Friends of Israel Gospel Ministry Inc., Bellmawr, NJ die Erlaubnis, ihn zu übersetzen und auf meine Seite zu stellen.]

Gibt’s sonst noch was Neues? Wir können es immer und immer wieder sagen. Aber egal, wie oft wir es tun, immer wird jemand anderes sagen: „Evangelikale Christen lieben das jüdische Volk nicht wirklich. Sie lieben uns als Figuren in ihrer Geschichte.“

So sagte es Gershom Gorenberg kürzlich in einem Beitrag in „60 Minutes“, der als „Christen, die Israel unterstützen“ gesendet wurde – in der CBS-Version. Unsere Version als Evangelikale, die Israel unterstützen, ist aber deutlich anders.

Also sagen wir es einmal mehr und tun es gerne. Im Gegensatz zu den klaren Implikationen des Berichts von „60 Minutes“ ist unsere Unterstützung Israels bedingungslos und nicht an andere Motive gebunden.

Wir unterstützen Israel nicht, weil wir glauben, dass dies zum ultimativen Triumph des Christentums führen wird. Diese Erklärung ist falsch, praktisch wie theologisch. Die Bibel sagt nicht: „In jenen Tagen werden zehn JUDEN sich an einen Christen hängen und sagen: ‚Wir wollen mit dir gehen; denn wir haben gehört, dass Gott mit dir ist.’“ Sie sagt: „In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.“ (Sacharja 8,23 – Scofield-Übersetzung)

Für uns als christliche Zionisten wurzelt unsere Unterstützung Israels in den Versprechen, die Gott dem jüdischen Volk durch Abraham gab und dann durch die jüdischen Propheten wiederholte. Diese Versprechen sind immerwährend und unwiderruflich. Darüber hinaus sind sie Grundlage unserer evangelikalen Theologie und wesentlich für die wörtliche, grammatische und historische Interpretation aller (biblischen) Schrift.

Wir glauben auch nicht, dass wir durch die Unterstützung Israels irgendwie die Rückkehr Christi herbei führen können. Die Bibel lehrt, dass Er kommen wird, wenn Er kommen wird und wir bis dahin ein Gott gefälliges Leben führen sollen.

Wir glauben aber, dass Gott, wenn Er sagt, dass Er etwas tun wird, Er das immer zu Ende bringt. In einem Versprechen, das er Abraham gab, dann Isaak und Jakob, sagte Gott: „Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen.“ (1. Mose 12,3) Wie könnten wird dann von Gott erwarten, dass er Amerika segnet, wenn wir Israel und das jüdische Volk im Stich lassen? Wenn Gott uns unter diesen Umständen weiter segnen würde, wäre Er ein Lügner. Ich denke, nicht einmal CBS würde es wagen Gott einen Lügner zu nennen.

Ich nehme großen Anstoß an dem Schluss, dass die wachsende Freundschaft zwischen evangelikalen Christen und der jüdischen Gemeinschaft andeutet, dass wir uns gegen Muslime „zusammenrotten“. Überall in der Welt foltern Muslime Christen und schlachten sie in unglaublicher Anzahl ab. Der radikale Islam schürt Antisemitismus in der ganzen Welt, auch an amerikanischen Universitäten; und sie beten in ihren Moscheen für die Vernichtung der „Ungläubigen“. Sie haben Israel, Amerika, dem Christentum und dem Judentum den Jihad (Heiligen Krieg) erklärt und kommen ihren Drohungen nach. Wer rottet sich hier gegen wen zusammen?

Letztlich ist die große Frage der zukünftigen Ereignisse der Endzeit nichts als die Geschichte der jüdischen Nation: Gottes großartige Bewahrung Seines Volkes angesichts derer, die zu seiner Vernichtung entschlossen sind. Wir glauben, dass der Messias auf wunderbare Weise eingreifen wird, um es zu erlösen und zu erhalten; und es wird im Gegenzug die gesamte Welt in Seinen Lobpreis führen (Sacharja 8,20-23).

Unsere Gegenerschaft zu Antisemitismus und unsere Liebe zu den Kindern Israels entstammen aus unserer Liebe zur Bibel – Gottes Wort. Hier sagt Gott Seinem alten Volk: „Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.“ (Jeremia 31,3) Und das sollte jedem genügen.

Hunderttausende Gründe die christliche Unterstützung der Opfer der Brände wertzuschätzen

Wir haben hunderttausende Gründe wertzuschätzen, was christliche Zionisten allein während der letzten Woche für Israel getan haben.

Tuly Weisz, The Jerusalem Post, 7. Dezember 2016

EIne der furchtbaren Tragödien des Waldbrandes 2010 auf dem Karmel bestand darin, dass das Innenministerium vor der Krise eine Reihe wichtiger Feuerwehrfahrzeuge ablehnte, weil sie Spenden evangelikalen Christen waren. Als Ergebnis der fehlenden Vorbereitung des Landes starben 44 Menschen und mehr als 5.000 Hektar wertvollen Landes verbrannten in der schlimmsten Naturkatastrophe der Geschichte Israels. Statt unseren christlichen Freunden zu danken, trug das völlige Fehlen von Harakat Hatov – Dankbarkeit – vielleicht zum unnötigen Verlust von Leben bei.

Nicht abgeschreckt sprangen christliche Zionisten einmal mehr mit einer Welle der Liebe und Unterstützung als Reaktion auf die jüngste Welle der Waldbrände und Brandstiftungen ein, die Israel letzte Woche verheerten.

Als das Ausmaß der Tragödie am letzten Sonntag klar wurde, schickte ich sofort eine Hilfsanfrage an die vorwiegend evangelikalen christlichen Leser von Israel365, den thematisch biblischen E-Mail-Newsletter, den ich während der vergangenen fünf Jahre täglich versandt habe. Innerhalb von Tagen spendeten mehr als 500 Leser mehr als $50.000 um israelischen Familien zu helfen.

Die Spenden kamen aus Ländern mit starken evangelikalen Gemeinschaften wie den USA, Kanada und China, dazu viele Überraschungen wie Spenden aus der Türkei, Indien und Pakistan.

Was mehr berührt als Spenden (durchschnittlich $97 pro Spender) waren die zahlreichen Mitteilungen, die ich von Christen erhielt, die zu arm sind um finanziell etwas beizutragen, die mir aber versicherten, dass sie für reichlich Regen im Heiligen Land beteten.

Anfang der Woch1e sprach ich mit Becky Brimmer, der Geschäftsführerin von Bridges for Peace, einer christlichen Organisation in Jerusalem, über die Gemeinschaft von Neve Tzuf. Zu diesem Zeitpunkt suchte man 25 Waschmaschinen für die obdachlosen Familien in ihren provisorischen Unterkünften und ohne zu zögern stimmte Brimmer zu die benötigte Hilfe zu beschaffen.

Ihr einzige Sorge bestand darin, dass es den jüdischen Familien von Neve Tzuf unangenehm sein könnte ihr christliches Geschenk anzunehmen, daher stellte sie sicher ihnen zu sagen: „Wir verbinden damit keine Absichten. Wir missionieren nicht. Wir haben großen Respekt vor der jüdischen Gemeinschaft und das Gefühl, dass alles, das unserem Glauben kostbar ist, aus dem Judentum kommt.“

Der bekannteste Leiter christlich-zionistischen Spendensammelns ist Rabbi Yechiel Eckstein.

Es war seine International Fellowship of Christians and Jews, die 2010 die Feuerwehr-LKW anbot, die MK Eli Yihsai (Shas) ablehnte, weil er sich weigerte mit Eckstein auf einem Foto zu sein. Trotzdem, sagte mir die IFCJ, hat Rabbi Eckstein, in Reaktion auf die aktuellen Brände, „mehr als eine Viertelmillion Dollar bereitgestellt, um zu helfen den Schaden zu reparieren, der von riesigen Buschbränden verursacht wurde, die Ende letzter Woche durch das nördliche Israel fegten“.

Viele weitere pro-israelische christliche Dienste wie das Center for Jewish Christian Understanding and Cooperation, die Christian Friends of Israeli Communities und die International Christian Embassy Jerusalem sind ebenfalls mit Gebeten und Spenden überflutet worden, um Hundeten Israelischer Familien zu helfen, die ihre Häuser und persönliche Habe durch die verheerende Brände verloren.

Trotz dieser Ausgießung an Liebe und Unterstützung für Israel bleiben viele Juden argwöhnisch, was die „wahre“ Motivation proisraelischer Christen betrifft. Immerhin haben christliche Autoritäten Jahrhunderte lang Ersetzungstheologie gepredigt, was tragischerweise zu Zwangskonversionen und brutalem Antisemitismus führte.

Viele Juden leben weiter in der Vergangenheit und glauben, dass der einzige Grund, dass Christen Israel unterstützen, der ist, dass es ihnen die Möglichkeit eben wird uns zu bekehren oder zu töten.

Ironischerweise kommt tief sitzende Befürchtungen gegenüber Christen aus zwei entgegengesetzten Lagern innerhalb der jüdischen Gemeinschaft. Skepsis herrscht am stärksten bei linksliberalen Juden vor, die mit Christen grundsätzlich in jeder politischen und sozialen Frage in Widerspruch stehen und daher kein Interesse daran haben das Zerwürfnis zu reparieren. Andererseits sind auch die ultraorthodoxen Juden, die sich von Natur aus am langsamsten an Veränderungen anpassen, misstrauisch gegenüber dem, was sie als böse Motive hinter christlichen Zionisten empfinden. Dieser Zynismus steckt hinter Yishais verhängnisvoller Entscheidung 2010 die Feuerwehrfahrzeuge der IFCJ abzulehnen.

Dankenswerterweise hat Israel in den letzten Jahren wertvolle Lektionen aus dem Carmelwald-Feuer gelernt. Das Land hat seine Feuerbekämpfungskapazitäten verbessert, so dass, obwohl hunderte separater Brände gleichzeitig im ganzen Land tobten, nicht ein einziger Israeli sein Leben verlor.

Hoffentlich können wir auch eine weitere Lektion lernen: dass es an der Zeit ist, dass wir alle unseren christlichen Freunden Danke sagen. Wir haben hunderttausende Gründe wertzuschätzen, was christliche Zionisten allein in der letzten Woche für Israel getan haben.

(Rabbi Tzuly Weisz ist Direktor von www.Israel365.com, einem Newsletter, der täglich 150.000 Menschen mit Israel verbindet; er dient als Herausgeber von www.BreakingIsraelNews.com. Außerdem ist er der Editor von wwwTheIsraelBible.com, der einzigen Bibel, die die Bedeutung des Landes und des Volkes Israel hervorhebt. Er lebt mit Frau und Familie in Ramat Beit Schemesch.)

Oberrabbiner besudeln Christliche Botschaft

Isi Leibler, Israel HaYom, 22. September 2015

ICEJ-Marsch

Es ist bedauerlich, dass am Vorabend des Yom Kippur unsere Oberrabbiner einmal mehr Beleidigendes gesagt haben; diesmal besudelten sie einen der passioniertesten Verbündete und leidenschaftlichsten Unterstützer Israels.

Der aschkenasische Oberrabbiner David Lau und sein sephardisches Gegenüber, Rabbi Yitzhak Yosef, haben eine außergewöhnliche Verurteilung der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem (ICEJ) publiziert, mit der sie sie Missionsaktivitäten beschuldigen und Juden auffordern ihre 36. jährliche Sukkot-Versammlung in Jerusalem zu boykottieren. Die pro-israelische ICEJ wurde 1980 gegründet und ist eine Erweiterung des evangelikalen Zweigs der Christenheit.

Im Verlauf des letzten halben Jahrhunderts sind wir Zeugen einer exponentiellen Intensivierung der Verbundenheit der evangelikalen Bewegung zum jüdischen Volk und Israel geworden. Das fiel mit der dramatischen Erosion der Unterstützung für Israel aus der Linken und liberalen Quellen zusammen.

Unnötig zu erwähnen, dass Evangelikale weit davon entfernt sind eine monolithische Gruppe zu sein; zu ihnen gehört eine kleine Minderheit von Leuten, deren oberstes Interesse an Juden darin besteht sie zu bekehren. Juden können keinerlei Beziehung zu solchen Gruppen gutheißen. Es gibt auch Randgruppen-Elemente, deren Philosemitismus von Jahrtausend-Dispensationalismus motiviert sind – einem Glauben, dass das Ende der Tage und das zweite Kommen des Messias nur stattfinden kann, wenn Juden in das Land Israel zurückgekehrt sind.

Die Mehrheit der Evangelikalen sind jedoch gottesfürchtige Christen, die eine bedingungslose Liebe für die Juden als Gottes erwähltem Volk teilen, für unser Wohlergehen beten und Israel leidenschaftlich unterstützen. Sie betrachten das Judentum als Grundlage des Christentums und lehnen die protestantische Ersetzungstheologie ab, nach der das Neue Testament die historische Rolle der Juden als Gottes erwähltem Volk ablöst. Sie gründen ihren Glauben auf biblische Verse wie 1. Mose 12,3: „Ich will segnen, die dich segnen, und averfluchen, die dich verfluchen; und bin dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“

Die meisten glauben, dass Gott immer Israel als jüdische Heimat vorsah und betrachten Unterstützung Israels als Möglichkeit Gott zu ehren. Diese Gefühle entwickelten die christlichen Zionisten des frühen 19. Jahrhunderts und motivierten anschließend Menschen wie Lord Balfour und Orde Wingate – der half die Hagana zu schaffen – sowie viele andere. Statt Bekehrungseifer sind diese Gefühle die Hauptfaktoren, mittels derer Evangelikale sich zu leidenschaftlichen christlichen Zionisten entwickelten.

Die Christliche Botschaft hat ungefähr 50 engagierte Repräsentanten in Israel, die mit Zweigen in mehr als 80 Ländern eng zusammenarbeiten. Sie hat eine beeindruckende Bilanz wichtiger wohltätiger Beiträge zu jüdischen, hauptsächlich israelischen Belangen. Die meisten Gelder für diese Projekte stammen aus Spenden christlicher Kirchgänger zwischen 50 und 100 Dollar, die die Unterstützung des jüdischen Volks als gerechte Sache betrachten.

Die ICEJ sponserte die Aliyah von mehr als 120.000 Juden nach Israel und bot Startkapital für die Gründung von Nefesh B’Nefesh. Sie trägt zur Integration von Einwanderern bei, ebenso zu zahlreichen sozialen Wohlfahrtsprogrammen in Israel, darunter ein Heim für bedürftige Holocaust-Überlebende in Haifa, Unterstützung von ehemaligen Einwohnern des Gush Katif [im Gazastreifen] und die Finanzierung von Schutzbunkern in der Grenzregion zum Gazastreifen.

Im öffentlichen Raum wirbt sie für die Unterstützung Israels bei Parlamenten rund um die Welt; sie schuf ein christliches Gegenstück zum American Israel Public Affairs Committee zur Unterstützung Israels und gegen Antisemitismus. Leidenschaftliche evangelikale Unterstützung trug beträchtlich zum Anstieg der Beliebtheit Israels in den Vereinigten Staaten und dem guten Ansehen bei, dessen sich Israel sich derzeit im Kongress erfreut. In mancher Hinsicht ist der politische Einfluss der Evangelikalen so wichtig gewesen wie der der pro-israelischen Lobby.

Die Christliche Botschaft arbeitet eng mit dem Außenministerium, dem Tourismus-Ministerium, der Jewish Agency und Yad Vashem zusammen. Die Feiern zum Laubhüttenfest im letzten Jahr,d ie direkt nach dem Gaza-Krieg stattfanden, zogen die seit Jahren größte Zahl an Teilnehmern (mehr als 5000) an. Der Ausdruck der Solidarität mit Israel wird dieses Jahr wieder die „Anerkennung der Hand Gottes in Israels moderner Wiederherstellung und die Notwendigkeit mit dem zu arbeiten, was Gott tut und es zu segnen“ feiern.

In großem Gegensatz zur traditionellen, antisemitischen Kirchendoktrin und der aktuellen antiisraelischen Feindseligkeit, die von den meisten protestantischen Kirchen bekundet wird, lieben die Christliche Botschaft und ihre Unterstützer Zion aufrichtig. Evangelikale Unterstützung ist nie von einem quid pro quo abhängig gemacht worden.

Trotzdem erklärte das Oberrabbinat schändlich, dass das Ziel der ICEJ sei „alle Einwohner der Welt zum Christentum“ zu bekehren und insbesondere „die Religion der Juden von der Religion Israels wegzubringen und sie unter die Flügel des Christentums zu bringen“. Sie drängten die Juden keinerlei Kontakt mit ihnen zu haben und erklärten, dass die Teilnahme von Juden durch von der Torah verboten wird.

Es gibt kleine Gruppen orthodoxer Juden, die überzeugt bleiben, dass alle Christen Antisemitismus sind und ihre freundlichen Gesten nur eine List sind, um uns zu bekehren. Extremistische Randelemente wie die fremdenfeindliche Organisation Lehava stellen widerlichen Fanatismus und giftigen Hass zur Schau; eine Hand voll sind krankhaft und schuld an verachtenswerten Taten des Vandalismus gegen Kirchen.

Doch die Mehrheit der anti-evangelikalen Agitatoren sind naive und fehlgeleitet Zeloten wie Yad L’achim, die die Christliche Botschaft missionarischer Aktivitäten beschuldigen. Sie hatten offenbar Erfolg damit die Oberrabbiner zu überzeugen, diese Verurteilung ohne adäquate Überprüfung der Fakten auszugeben.

Im Verlauf der Jahre habe ich eng mit der ICEJ zusammengearbeitet. Sie sind echte Freunde des jüdischen Volks und gerechte Nichtjuden. Ich nahm an ihrer Nacht für israelische Gäste zum Laubhüttenfest teil und war als Kommentator zu vielen ihrer Sendungen eingeladen, die sich an Christen in aller Welt wenden. Ich begegnete nicht ein einziges Mal auch nur der geringsten Andeutung missionarischer Absicht und ich bewundere ihre Integrität und eingeborenen Anstand.

Ich habe niemals theologischen Dialog mit ihnen betrieben und sehe keinen Wert darin unsere religiösen Unterschiede zu diskutieren. Ich erkenne die gemeinsamen Wurzeln unseres jüdisch-christlichen Erbes an, das uns verpflichtet moralischen Relativismus abzulehnen und zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

Seit Jahrzehnten verpflichtet die Christliche Botschaft in ihrer karitativen Arbeit überall in Israel jede israelische Einzelperson oder Institution, die Hilfe von ihr erhalten, eine Erklärung zu unterschreiben, die bestätigt, dass es keinen Missionsversuch ihrerseits gegeben hat.

Das eine Woche dauernde Laubhüttenfest ist im Wesentlichen eine christliche Zusammenkunft ds auf diejenigen beschränkt ist, die seit mindestens sechs Monaten regelmäßig Gottesdienste besuchen.

Sie veranstalten außerdem jedes Jahre eine Parade in Jerusalem, bei der Tausende ihrer Anhänger von allen Enden der Welt ihre Unterstützung und Solidarität mit Israel erklären.

Eine Nacht, die als Nacht für israelische Gäste bezeichnet wird, ist für die israelische Öffentlichkeit offen. Das Programm ist außergewöhnlich sensibel, um sicherzustellen, dass es keinen missionarischen Inhalt gibt; man konzentriert sich darauf die Solidarität mit dem jüdischen Volk zum Ausdruck zu bringen.

Die Zusammenkunft im letzten Jahr zollte den Soldaten und Überlebenden von Terroranschlägen Anerkennung, außerdem wurden 300 jüdische, christliche und drusische IDF-Fallschirmjäger geehrt, die im Gazastreifen Dienst taten; Präsident Ruby Rivlin und Premierminister Benjamin Netanyahu sprachen dort. Dieses Jahr wird Knesset-Präsident Yuli Edelstein ihr Hauptredner sein.

Es ist erbärmlich, dass das Oberrabbinat es verfehlte die falschen Vorwürfe gegen die Christliche Botschaft zu überprüfen und die zu verleumden, die Israels größte Freunde in der Welt repräsentieren. Ihr rüpelhaftes Tun beschämt das jüdische Volk; sie sollten sich entschuldigen und ihre ehrenrührigen Anschuldigungen zurücknehmen.

Derweil habe ich großes Vertrauen, dass die Israelis unsere christlichen Freunde weiter willkommen heißen und Wertschätzung für ihre Unterstützung zum Ausdruck bringen. Sukkot wird traditionell als das Fest anerkannt, bei dem Nichtjuden nach Jerusalem eingeladen werden und wir sollten zufrieden sein, dass in diesen schweren Zeiten Christen aus aller Welt sich hier versammeln werden, um ihre Solidarität zu zeigen.

Wir sollten fürwahr die Gefühle wiedergeben, die von Oberrabbiner Shlomo Goren bekundet wurden, der 1981 das Sukkot-Treffen der Christlichen Botschaft so segnete: „Bruchim habaim b’shem Adonai“ – „Mögt ihr alle, die ihr hierhergekommen seid, im Namen Gottes gesegnet sein.“

Die stete Zunahme des afrikanischen Zionismus

Rolene Marks, The Algemeiner, 17. April 2014

Auf dem afrikanischen Kontinent geschieht etwas ziemlich Bemerkenswertes: eine breite Welle der Liebe und Unterstützung afrikanischer Christen für den Staat Israel, geschmiedet in biblischer Verbundenheit und beiderseitiger Liebe für das Land.

Es ist eine Beziehung, die politisches Ungemach erduldet überlebt hat. Und in einer Zeit, in der Israel sich zunehmend isoliert fühlt, ist sie sehr willkommen. Stimmen, die nach Boykott, De-Investition und Sanktionen gegen den jüdischen Staat werden überall in der Welt lauter, doch die Band, die uns an Afrika binden, werden stärker.

Es scheint fast natürlich, dass afrikanische Länder danach streben Brücken zu Israel zu bauen. Viele Länder haben historische und politische Zeitschienen, die die des jüdischen Staates spiegeln. Sie teilen dieselben tragischen Vergangenheiten, standen mehrere Kriege durch und kämpften gegen Auslandskräfte, die ihre historischen Heimatländer beherrschten, um ihre Unabhängigkeit.

Im Verlauf der Jahre hat Israel still das Geschäft des Tikkun Olam angepackt – zum wirtschaftlichen Wachstum und Wohlergehen der Allgemeinheit auf allen Kontinenten beizutragen. Es ist kein Geheimnis, dass, wenn es um bahnbrechende Technologien geht, Israel weltweit zu den Führenden gehört. Von Wasserreinigung und Tröpfchen-Bewässerung über Leben rettendes medizinisches Gerät und High-Tech-Knowhow, das afrikanische Länder befähigt wirtschaftlich in der Familie der sich entwickelnden Staaten mitzuspielen, vermittelt und trägt Israel dringend benötigte Fertigkeiten und Fähigkeiten bei. Als der Vater des modernen Zionismus, Theodor Herzl, sich einen jüdischen Staat ausmalte, ist das vielleicht das gewesen, das ihm durch den Kopf ging.

Landwirtschaftliche Kooperation

An der südlichen Spitze des Kontinents, in Südafrika, gibt es zwar abkühlende Beziehungen zwischen Pretoria und Jerusalem, aber es werden Beziehungen aufgebaut. Südafrika und Israel teilen eine ähnliche Geschichte – beide demokratisch und siegreich aus einer schmerzhaften Vergangenheit entstanden. Beide stehen vor ähnlichen Herausforderungen in Landwirtschaft und beim Wasser. Wassermangel und das Management von Erträgen und bäuerliche Produktionsmengen sind Bereiche, zu denen Israel viele erfolgreiche Projekte in Ruanda, Kenia, Äthiopien und Südafrika eingeführt hat.

Israel hilft Bauern in ländlichen Gebieten ihre Potenzial umzusetzen und man kann die Erfolge in diesem YouTube-Video (in Sotho und Englisch) ansehen.

Die unschätzbare Hilfe, die Israel diesen ländlichen Bauern gegeben hat, besteht nicht nur in technischem Knowhow, sondern auch in Marketing und Geschäftsfertigkeiten, die diesen Gemeinschaften in der Zukunft den Unterhalt zu erhalten helfen.

Südafrikanische Freunde Israels

Diese Beziehungen sind nicht nur auf landwirtschaftlicher oder geschäftlicher Kooperation aufgebaut. Die 2010 gegründeten „South African Friends of Israel“ (SAF) werden als Bewegung beschrieben, die „religionsübergreifenden Dialog zwischen der südafrikanischen jüdischen Gemeinschaft und der breiteren Gemeinschaft in dem Streben nach Sicherstellung einer ausgewogenen Sicht und einem besseren Verständnis Israels durch alle Südafrikaner wirbt“.

Südafrika hat große strategische Bedeutung – das Land ist nicht nur das wirtschaftliche Machtzentrum Afrikas, sondern hat auch Macht- und Entscheidungsfindungs-Positionen in verschiedenen internationalen Gremien, so u.a. in der Blockfreien-Bewegung und der Afrikanischen Union.

Südafrika ist außerdem das Land, in der die Apartheid sowohl konzipiert als auch besiegt wurde. Das ist von extremer Bedeutung wegen der widerlichen Beschuldigung Israel sei ein Apartheidstaat und müsse genauso behandelt werden wie Südafrika. In Organisationen der bürgerlichen Gesellschaft, an Universitäten und mit dem einwöchigen Hassgest namens Apartheid-Week, das jeden März rund um die Welt stattfindet, gewinnt diese Lüge Israel sei ein Apartheidstaat an Boden.

Mitglieder und Unterstützer der SAFI spielen eine unverzichtbare Rolle bei der Verbreitung der Wahrheit und dem Aufräumgen mit den Lügen. Fakt ist, das sie zu den lautstärksten und gewichtigsten Unterstützern Israels gehören und dadurch, dass sie selbst Apartheid erlebt haben, zu den führendsten Autoritäten gehören.

Mitglieder der SAFI und ihre Unterstützer kamen in hellen Scharen, um mit Israel und zu seiner Unterstützung zu marschieren. Vor kurzem wurde in Johannesburg ein Tag des Eintretens veranstaltet, an dem viele teilnahmen, darunter die African Christian Democratic Party, Africa for Israel und andere.

Sie können sich unter diesem Link anhören, wie südafrikanische Christen sich für Israel aussprechen und die Apartheid-Analogie auseinandernehmen.

Bäume für Afrika

Südafrika ist nicht das einzige Land, in dem Beziehungen aufgebaut werden. Die Elfenbeinküste liegt an der Westküste Afrikas und genießt starke bilaterale Beziehungen zum jüdischen Staat. Der ehemalige Präsident Felix Houphouet-Boigny war einer der ersten Führungspolitiker eines südafrikanischen Landes, der Verbindungen zum jungen jüdischen Staat herstellte und dann die Beziehungen nach einem Boykott der Oraganisation of African Unity (OAU) in Solidarität mit ihren arabischen Mitgliedern 1986 wiederherstellte.

Es sind nicht nur Regierung und Industrie, die in Afrika investieren. Der Jüdische Nationalfonds (JNF/KKL), eine der führendsten gemeinnützigen Organisationen Israels, ist für die Pflanzung von mehr als 240 Millionen Bäumen im Land seit seinem Bestehen verantwortlich gewesen, was den JNF zu einem Weltführer bei der Aufforstung macht. Zusätzlich hat der JNF dringend benötigter Dämme und Reservoire und mehr als 1.000 Parks gebaut.

Der JNF ist perfekt positioniert, um Gemeinden in Afrika zu helfen, die sich den Umwelt- und Wasser-Herausforderungen gegenüber sehen, die auch Israel hat; der JNF ist auch an einer Vielzahl von Projekten auf dem Kontinent beteiligt.

Im November 2013 besuchten Repräsentanten des JNF-KKL Belgien den westafrikanischen Staat und wurden von Mengen an Unterstützern begrüßt, die israelische Flaggen schwenkten und ihre Solidarität mit dem jüdischen Staat zeigten. „Es war sehr inspirierend die Menge Menschen zu sehen, die kamen, um ihre Liebe für den Staat Israel zu zeigen, sie so leidenschaftlich singen zu hören und ihre Wertschätzung zu fühlen“, sagte der belgische JNF/KKL-Gesandte Oliver Rafowicz. „Die Unterstützer verstehen und unterstützen den Zionismus und das war in ihrem Einsatz für den JNF und Israel offenkundig.“

Jacob Benzino, der Präsident des JNF/KKL Belgien war ebenfalls anwesend und gab während der Veranstaltung einen Segen auf Hebräisch.

Die Elfenbeinküste ist Beleg dafür, dass in einem der Orte der Welt, von dem man es am wenigsten erwartet, es große Unterstützung Israels gibt.

Africa for Israel

Africa for Israel bemüht sich Christen überall auf dem Kontinent zu einen, „um einen kontinentalen Verband zu bieten, durch den sich jede proisraelische Kirche, Predigtamt, Gesellschaft oder Einzelperson in Afrika mit einer Stimme zur Unterstützung Israels auf Grundlage unseres gemeinsamen jüdisch-christlichen Fundaments einen, sprechen und handeln kann“.

Africa for Israel hat in Nigeria und im muslimisch geführten Tansania Erfolg damit gehabt Unterstützung für den jüdischen Staat in Gang zu bringen. „Viele afrikanische Führungspolitiker erkennen, dass über Politik hinauszugehen und nach Möglichkeiten zu suchen die Lage der Menschen in ihren Ländern zu verbessern weit produktiver ist. Israel fordert nichts, ist aber bereit Technologie zu teilen und afrikanische Bürger in die Lage zu befähigen, so dass wir unverzichtbares Fachwissen nicht verlieren“, sagt Luba Mayekiso, Gründer von Africa for Israel und Pro-Israel-Lobbyist.

„Politiker hören auf Zahlen und viele Christen haben das Gefühl, dass ihr Schweigen zu Israel fehlinterpretiert wird. Wir haben Beziehungen in Nigeria, dem Kongo, Uganda, Burundi, Kenia und Tansania aufgebaut, die sehr bereitwillig sind mit uns zusammenzustehen und unsere Hilfe angefordert haben, sie mit dem richtigen modernen Narrativ zu Israel zuversorgen.“

Africa for Israels Luba Mayekiso erklärt in diesem Video, warum Afrika sich an Israels Seite stellen wird.

Das Aufkommen des panafrikanischen Zionismus ist extrem ermutigend. Der Kontinent ist fruchtbarer Boden für den Bau und die Investition in Beziehungen. Gemeinsame Ideologie und die Verbreitung von Fähigkeiten und Fertigkeiten leistet für diesen stolzen Kontinent weit mehr als traditionelle Politik. Theodor Herzl wäre stolz.

Arabische Christen: Israel ist der einzige Staat, für den es sich zu kämpfen lohnt

Ryan Jones, Balfour Post, 3. Juli 2013

Arabisch-christliche Einwohner von Nazareth, die stolz in der israelischen Armee dienen und ihre Kinder ermutigen das auch zu tun, werden zunehmend angegriffen und Israel beginnt davon Notiz zu nehmen und ihnen zu Hilfe zu kommen.

Seit inzwischen einigen Jahren ist eine Gruppe Christen aus Nazareth, die Offiziere in der israelischen Armee sind, aktiv junge örtliche Araber rekrutiert, um ihrem Beispiel zu folgen und dem jüdischen Staat zu dienen.

Er selbst ist zwar kein Offizier, aber eine der wichtigsten Persönlichkeiten in dieser Bewegung ist der griechisch-orthodoxe Priester Gabriel Nadaf. Letzten Monat drohte der griechisch-orthodoxe Patriarch in Jerusalem aufgrund von Forderungen muslimisch-arabischer Knesset-Miglieder, Nadaf zu feuern. Die israelische Justizministerin Tzipi Livni und Innenminister Gideon Sa’ar riefen sofort den Priester an, um ihre Unterstützung zu übermitteln und ihre Hilfe anzubieten.

Am Mittwoch kündigte Israels Büro des Generalstaatsanwalts, es habe eine Ermittlung zu den Aktivitäten der muslimischen Knessetabgeordneten eröffnet, die auf Nadafs Entlassung drängten. „Es ist inakzeptabel, dass arabische Abgeordnete glauben, sie könnten trojanische Pferde in der Knesset sein und Hetzbriefe gegen einen christlichen Priester verschicken, der junge Christen ermutigt Soldaten in der IDF zu werden“, sagte Likud-MK Miri Regev während einer Anhörung des innenpolitischen Ausschusses der Knesset zu der Sache.

Viele arabische Politiker begehren vehement gegen die Mitwirkung von Arabern am israelischen nationalen Dienst; sie haben Angst, das werde die Existenz des jüdischen Staates legitimieren (der ihnen ihre Gehälter zahlt).

Derweil werden die pro-israelischen arabischen Christen von Nazareth zunehmend mutiger in ihrer Haltung und wagten letzten Monat sogar eine öffentliche Versammlung abzuhalten, um auf die Leistungen ihres neuen Forums anzustoßen, dessen Ziel es ist mehr junge Araber zu überzeugen in die Armee zu gehen, wie Israels Zeitung Ma’ariv berichtet.

„Wir entschieden uns die Konferenz abzuhalten, um zu demonstrieren, dass uns nichts abhalten wird“, sagte Sprecher Moran Khaloul der Zeitung. „Wir leben nicht in Syrien, wo Christen nicht reden dürfen … oder im Irak, wo Kirchen bombardiert werden. Wir leben in einem jüdischen Staat, der demokratisch und frei ist. Als israelische Christen betrachten wir uns als Teil dieses Staates und nicht als Teil derer, die gegen ihn sind.“

Khaloul sagte, bisher waren viele in der Gemeinschaft zu verängstigt, um sich zu äußern; doch das sollte sich ändern. Viele bezeichnen sich jetzt sogar offen als „israelische Christen“. Ali, ein Organisator des Forums, merkte an, dass die örtlichen Araber sehen, was im gesamten Nahen Osten geschieht und erkennen, dass Israel der einzige Ort in der Region ist, an dem Christen sich sicher und dazu gehörig fühlen können. „Das ist der Grund, warum mehr und mehr von uns erkennen, dass es hier kein anderes Land gibt, für das es sich zu kämpfen lohnt“, fügte er hinzu.

Manche gehen in ihrer Argumentation in die Armee des jüdischen Staates einzutreten noch tiefer. Henry Zahav, ein Zwölftklässler, der in die IDF gehen möchte, gab heute Morgen Antwort, als er von Ma’ariv gefragt wurde, warum er diese Entscheidung traf: „Letztlich sind wir aus religiöser Sicht eins. Jesus war Jude, seine Mutter war eine Jüdin und seine 12 Jünger waren Juden.“

Obamas Team und Israel

Yaakov Kirschen, DryBones blog, 15. Dezember 2008

Wir leben in einem Zeitalter des großen Religionskriegs.

Der islamistische Feind versucht den Planeten zu überwältigen und zu unterwerfen. Sein Ziel ist es alle anderen Religionen und Glaubenssysteme auszulöschen. Dieser Angriff auf die kulturelle Vielfalt und Gedankenfreiheit ist zu einer Zeit gekommen, in der der Westen verletzbar ist. Die meisten Menschen im Westen scheinen ihre religiösen Überzeugungen verloren zu haben und können nicht wirklich akzeptieren, dass sie sich einem Feind gegenüber sehen, der wirklich glaubt, dass er die Befehle eines omnipotenten, übernatürlichen Wesens ausführen.

Diese Westler sind, blind für die Wahrheit, überzeugt, dass es eine „andere“ Motivation hinter den Selbstmord-Bombenanschlägen geben muss, für die Krawalle, die Terroranschläge und den Hass! Motive, die durch wirtschaftliche Verbesserung, Bekämpfung der Armut, die Abtretung von Land oder ein anderes „rationales“ Zugeständnis zufrieden gestellt werden könnten. Es ist befremdlich, dass sogar die Regierung Israels es ablehnt die Karte „Religion“ einzubringen und zu verkünden, dass die Juden das auserwählte Volk sind, das in seinem gelobten Land lebt, aus dem Exil zurückgekehrt, wie es sowohl in der Bibel als auch im Koran prophezeit wurde.

Die Ausnahme sind natürlich die Millionen evangelikaler christlicher Zionisten, eine Gemeinschaft, der die Mehrheit der Juden zu misstrauen gelehrt wurde. Wenn Sie einer dieser Juden sind, dann sehen Sie doch bitte einmal bei CUFI (Christians United for Israel) nach.

Anmerkung heplev: Da Kirschen für sein israelisches und US-Publikum schreibt und zeichnet, verlinkt er natürlich US-Christen. In Deutschland gehören unter einer ganzen Reihe anderer die Christlichen Freunde Israels (CFrI) und die Internationale Christliche Botschaft in Jerusalem (deutsche Sektion) zu den Unterstützern des jüdischen Staates.