Geschichte: Christen retten die westliche Zivilisation vor dem Islam – was Hitler bedauerte

Raymond Ibrahim, 10. Oktober 2022

Am 10. Oktober 732 rettete eine der entscheidendsten Schlachten der Geschichte Europa davor islamisch zu werden. Interessanterweise bedauerte niemand anderes als Adolf Hitler diese Entwicklung. Warum – und warum seine Bewertung falsch war – wird unten diskutiert.

Exakt hundert Jahre nach dem Tod Mohammeds, des Propheten des Islam, im Jahr 632 – ein Jahrhundert, das die Eroberung tausender Quadratkilometer ehemals christlicher Länder erlebte, darin Syrien, Ägypten, Nordafrika und Spanien – fand der Krummsäbel des Islam sich 732 im Herzen Europas wieder und stand der militärischen Hauptmacht des Kontinents gegenüber, den Franken.

Nachdem die muslimischen Horden, die Berichten zufolge 80.000 Männer zählten, den Großteil des südwestlichen Frankreich verwüstet hatten, zahllose Opfer abschlachteten und versklavten, trafen sie am 10. Oktober irgendwo zwischen Poitiers und Tours auf 30.000 Franken-Infanteristen unter der Führung von Karl Martell. Ein anonymer mittelalterlicher arabischer Chronist beschreibt die Schlacht wie folgt:

Nahe dem Fluss Owar [Loire] wurden die zwei großen Mengen der beiden Sprachen [Arabisch und Latein] und der zwei Bekenntnisse [Islam und Christentum] in Schlachtordnung gegeneinander aufgestellt. Die Herzen des Abd al-Rahman, seiner Hauptleute und seiner Männer waren mit Grimm und Stolz gefüllt und sie waren die ersten, die den Kampf begannen. Die muslimischen Reiter stürzten sich erbittert und gehäuft vorwärts gegen die Bataillon der Franken, die mannhaft Widerstand leisteten und viele fielen auf beiden Seiten, bis die Sonne unterging.

Die muslimische Attacke, die komplett aus wilden, Frontalangriffen bestand, erwies sich als ineffektiv, denn „die Männer des Nordens standen bewegungslos wie eine Mauer, sie waren wie ein Gürtel aus Eis zusammengefroren und ließen sich nicht auflösen, während sie die Araber mit dem Schwert erschlugen. Die Austrasier [Ostfranken], gewaltig an Gliedmaßen und mit eiserner Hand, fällten mutig im dichtesten Kampfgewühl“, schrieb ein Chronist. Die Franken weigerten sich ihre Reihen aufzubrechen und nachfolgenden Reitern durch die Lücken zu galoppieren, worauf die arabische Kavallerie sich verließ. Stattdessen schlossen sie ihre Reihen noch enger und „zogen ein Band um ihren Anführer [Karl], die Leute der Austrasier führten alles vor sie. Ihre nimmermüden Hände trieben ihre Schwerter auf die Brüste [der Feinde] nieder.“

Einmal umzingelten Allahs Krieger Karl, aber „er kämpfte so heftig wie ein hunger Wolf über den Hirschen herfällt. Durch die Gnade Unseres Herrn, richtete er ein großes Gemetzel unter den Feinden des christlichen Glaubens an“, schreibt Denis der Chronist. „Damals war das der erste Mal, dass er ‚Martel‘ genannt wurden, als eiserner Hammer aus Stahl und jedem anderen Metall, weil er all seine Feinde im Kampf zerschmetterte und erschlug.“

Als die Nacht sich über das Feld des Gemetzels senkte, trennten sich die beiden angeschlagenen Armee und zogen sich in ihre Lager zurück. Bei Tagesanbruch bereiteten die Franken sich auf die Wiederaufnahme der Schlacht vor, nur um festzustellen, dass die Muslime im Schutze der Dunkelheit alle geflohen waren. Ihr Herr, Abdul, war in den Kämpfen des Vortages getötet worden und die Berber – von seiner Knute befreit und nachdem sie den fränkischen Mut schmeckten – zogen offenbar das Leben und etwas Beute dem Märtyrertum vor. Sie alle flohen zurück nach Süden, dabei immer noch plündernd, brandschatzend und alles versklavend und mehr. Weil er sich bewusst war, dass seinen Stärke in der „Eiswand“ lag, verfolgte Karl sie nicht.

Das Nachspiel „war, wie in allen Kavallerie-Schlachten, ein blutiges Chaos, übersät mit tausenden verwundeten oder sterbenden Pferden, aufgegebener Beute und toten sowie verwundeten Arabern. Wenige der Verwundeten wurden gefangen genommen – in Anbetracht ihrer vorherigen Geschichte der Morde und Plünderungen.“ Die älteste Quelle gibt astronomische Zahlen erschlagener Muslime bei nur einem Bruchteil erschlagener Franken an. Wie immer die wahren Zahlen aussehen, in dieser Schlacht fiel eine beträchtlich geringere Zahl der Franken als der Muslime. Selbst arabische Chronisten verweisen auf das Gefecht als das „Pflaster der Märtyrer“, was nahelegt, dass die Erde mit muslimischen Leichen übersät war.

„Die freudige Nachricht wurde bald in der katholischen Welt verbreitet“ und die überlebenden Chroniken des Tages – einschließlich der des erwähnten und anonymen Arabers – stellen diesen Sieg in monumentalen, wenn nicht gar apokalyptischen Worten dar.

Tatsächlich ist Tours von all den vielen Schlachten zwischen dem Islam und der Christenheit, angefangen mit den zeitgenössischen Chroniken bis in die Moderne, eine der, wenn nicht die im Westen am meisten gefeierte. Denn obwohl das Mittelmeer verloren war und obwohl Überfälle auf die europäischen Küsten ein dauerhafter Bestandteil wurden, wurde der Islam auf die Iberische Halbinsel begrenzt, so dass Westeuropa sich organisch entwickeln konnte.

Aus diesem Grund betrachteten führende westliche Historiker wie Godefroid Kurth (gest. 1916) Tours immer als „eines der größten Ereignisse in der Weltgeschichte, da es von diesem Ergebnis abhängig war, ob die christliche Zivilisation weitergeführt werden konnte oder der Islam überall in Europa triumphieren würde“.

Genau dieser Ausgang ist auch der Grund, dass der Führer Nazideutschlands, Adolf Hitler, Berichten zufolge einmal klagte:

Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt, so hätten wir den Mohammedanismus übernommen, die Lehre der Belohnung des Heldentums [und den siebten  Himmel allein den mutigen Kriegern öffnet]. Die germanischen Rassen hätten die Welt damit erobert. Nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden

Mit anderen Worten: Der Führer – der darüber hinaus das Christentum beschuldigte „Sanftmut und Schlaffheit“ zu fördern – glaubte, was viele im Westen weiterhi glauben, insbesondere diejenigen, derer Weltbild von Hollywood gefärbt ist: dass das Christentum historisch nur schwache und kraftlose Männer ausbrütete, besonders wenn man es mit „robusteren“ Völkern vergleicht, in diesem Fall den Muslimen.

Was diese populäre Ansicht zu beantworten versäumt, ist die einfache Beobachtung: Wenn die mittelalterlichen Crhisten schwach und kraftlose waren, besonders im Vergleich zu Muslimen, warum besiegten sie ihre jidadistischen Feinde nicht nur im Nahkampf, sondern stellte auch sicher, dass die westliche Zivilisation aufblühte, wie es zur Genüge im Buch Defenders of the West: The Christian Heroes Who Stood Against Islam dargelegt ist?

(Historische Zitate in diesem Artikel sind aus dem Buch des Autors Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West entnommen.)

Die größte Angst der Linken: der Kirchen-Militante

Raymond Ibrahim, 8.September 2022 (The Stream)

Eines der Dinge, die die Linke fürchtet, und zwar so sehr, dass sie vorsichtig genug ist, um selten darauf anzuspielen, damit die eigene Schwäche nicht aufgedeckt wird, ist, dass westliche Menschen eines Tages ihr christliches Erbe zurückfordern könnten – ihr wahres christliches Erbe, nicht die Variante des „Fußabtreter-Christentums“, die von subversiven linken Elementen angefertigt, genährt und herbeigelogen wurde, von den Wölfen im Schaftspelz, die danach streben das jüdisch-christliche Ethos des Westens zu untergraben.

Bedenken Sie den antichristlichen Haudrauf-Text gegen den Rosenkranz, der vor kurzem im The Atlantic erschien. Viele haben ihn zurecht als armselige Verleumdung von Katholiken verurteilt. Dennoch berührt die darin enthaltene, wenn auch übertriebene Angst eine gewisse Wahrheit: Obwohl die Linke und all ihre verkommenen Elemente kaum befürchten müssen, dass Christen einen physischen „heiligen Krieg“ gegen sie führen, müssen sie die Auferstehung der „Kirchenmilitanten“ fürchten, die als „die christliche Kirche auf Erden“, die als „einen ständigen Krieg gegen ihre Feinde, die Mächte des Bösen, führend“ definiert wird.

Das wird deutlich klar, wenn The Atlantic sich über Seiten in den sozialen Medien beschwert, „die mit Bildern von Rosenkränzen getränktsind, die über Schusswaffen drapiert werden, Krieger im Gebet zeigen, Deus Vult (‚Gott will es‘)-Kreuzzügler-Mems zeigen und Männer ermahnen aufzustehen und Kirchen-Militante zu werden“.

Die Linken fürchten solche Bilder besonders, weil sie etwas von Haus aus Verlockendes heraufbeschwören. Zum Beispiel trugen die acht in meinem Buch Defenders oft he West: The Christian Heroes Who Stood Against Islam (Verteidiger des Westens: Die christlichen Helden, die sich dem Islam entgegenstellten) porträtieren Männer nicht nur den Rosenkranz in den Krieg, sondern die meisten von ihnen opferten ihr Leben – obwohl sie Kaiser, Könige und Adlige waren, die viel hatten, wofür sie lebten – in der Verteidigung des Glaubens.

Dazu gehörten Gottfried von Bouillon, ein reicher Herzog, der seine vielen Besitztümer in Europa aufgab, um das Kreuz zu nehmen und im Ersten Kreuzzug für die Sache des Christentums zu kämpfen; El Cid, der fast alleine die jihadistische Infiltration Spaniens aufhielt und sogar die Wende gegen sie einleitete; Richard Löwenherz, ein König, der bei seinem Versuch das Heilige Land zu befreien beinahe alles verlor – und vor Gott in der Art von Hiob klagte; der kastilische Monarch Ferdinand II., der die Reconquista anführte und Spanien von der islamischen Tyrannei befreite; Ludwig IX, der französische König und tragische Held, der sich nie beschwerte, alles für die Sache Christi opferte, was ihm lieb und wert war; Johannes Hunyadi, Ungarns Held, der sowohl die Jihadisten als auch ihre elitären westlichen Kollaborateure bekämpfte; Skanderbeg, der albanische Braveheart, der ein Leben in Reichtum und Ehre aufgab, um an der Seite seiner Landsleute im Namen der Freiheit zu kämpfen und zu sterben; und sogar Wlad, der Pfähler – Hollywoods Blut saugender „Graf Dracaula“ – der sein Königreich gegen islamische Invasionen verteidigte, einschließlich der Bekämpfung von Feuer mit Feuer (sprich: Pfählung mit Pfählung).

Das ansteckend-inspirierende Bild, das von diesen Männern aufgerufen wird, die mutig und unmissverständlich alles opferten, um ihren Glauben zu verteidigen, ist genau das, von dem die Linke nicht will, dass es die heutigen Christen, welcher Konfession auch immer, sie als Teil ihres Erbes sich wieder ins Bewusstsein holen, etwas, das ihnen in Krisenzeiten zur Verfügung steht, um dem nachzueifern.

Zufällig muss man nicht Katholik sein – ich bin keiner – um sich von den genannten Männern und ihrer selbstopfernden Hingabe inspirieren zu lassen: Viele orthodoxe und protestantische Christen opferten ebenfalls viel, um ihren Glauben zu verteidigen.

Auf jeden Fall erkennt man von hier aus, warum alle Bereiche der Linken – vom öffentlichen Schulsystem bis nach Hollywood – seit Jahrzehnten alles in ihrer Macht stehende unternommen haben, um 1) Männer zu entmannen und 2) „gutes“ und „wahres“ Christentum als nichts mehr als eine willkommene Fußmatte hinzustellen (die Antithese des Kirchen-Militanten).

So haben die Mächtigen die Verweiblichung vergöttert und die Homosexuellen gerühmt; sie haben Schwerter schwingende Frauen als die wahre und einzige Verkörperung von Mut, Heldentum und Selbstopfer dargestellt; sie haben Maskulinität – ohne die die Zivilisation untergeht – als „toxisch“ dämonisiert; und was am hinterhältigsten ist: sie haben jeden Christen, der etwas anderes tun möchte als „die andere Wange hinzuhalten“ als scheinheilig, feige, habgierig, eigennützig, unterdrückerisch usw. hingestellt.

Man kann immer damit weiter machen, wie die Linke alles unternommen hat, um subtil und zunehmend nicht so subtil Männer geschlechtslos zu machen, aber etwas sollte klar sein: Der allerwichtigste Feind von wem auch immer oder allem – in diesem Fall der Linken – sind Männer. Als solches ist Männer zu lehren keine Männer zu sein einer der strategischsten Wege gewesen Männer zu besiegen. Kein Wunder, dass die LGB-was-auch-immer-Agenda dazu gedient hat in die Geister von Kindern einzudringen und sie zu indoktrinieren – ob nun über Schulen und Büchereien oder Fernsehsendungen und Bücher für Kinder. Während diese Agenda an mehreren Fronten undeutlich ist, besteht eines ihrer Hauptziele darin Jungs ihre latente Männlichkeit zu nehmen, wenn sie noch jung und biegsam sind – sie sozusagen im „Keim“ zu ersticken, damit sie als Erwachsene gefügig werden.

Bevor wir zum Ende kommen und für’s Protokoll: Ich bin nicht hier, um irgendwelche physische Militanz zu verherrlichen oder dazu aufzurufen. Immerhin und anders als die angeführten Verteidiger des Westens, die keine andere Wahl hatten als zu kämpfen, müssen die Christen von heute die Waffen nicht physisch aufnehmen.

Würden die Männer von heute vielmehr ihre Männlichkeit zurückfordern und anfangen sich wie Männer zu benehmen –und am wichtigsten: an eine Sache zu glauben, die größer ist als sie – dann würden sich all die irrsinnigen Missstände, die die westliche Gesellschaft plagen, wie Dampf auflösen.

Die Krone der „Riesen“-Königin von Tonga und der Davidstern

Wie wurde ein glänzender Davidstern zum Kernstück der königlichen Krone und Staatssymbol eines pazifischen Inselstaates? Was hat das Königreich Scheba mit Beschneidung zu tun? Folgen Sie uns auf eine Reise rund um den Globus, während wir dem sechseckigen Stern zu den überraschendsten Orten folgen…

Amit Naor, the Librarians, 3. Mai 2022

Königin Sālote Tupou III. mit ihrer Krone, die von einem Davidstern geschmückt ist. (Quelle: Wikimedia, Koloration: MyHeritage)

Tonga, ein kleines Insel-Königreich im Südwesten des Pazifischen Ozeans machte Anfang 2022 Schlagzeilen, als ein Unterwasser-Vulkan nahe an seinen Küsten einen Tsunami auslöste. Dem folgte weniger als zwei Wochen später ein starkes Erdbeben. Wie es manchmal geschieht, wenn etwas, das an einem weit entfernten Ort passiert, plötzlich in den Nachrichten auftaucht, war unsere Neugier geweckt und wir wollten mehr erfahren.

Die Stadt Nejafu in Tonga (Quelle: Wikimedia)

Was wissen wir über Tonga? Nun, nicht viel. Wir wissen, dass es ein Inselstaat im Südpazifik ist; dass der Flaggenträger bei den Eröffnungsfeiern der Olympischen Spiele dazu tendiert einen Strohrock zu tragen; und dass der Disney-Film Moana in etwa in dieser Region spielt. Die Tonga-Inseln – davon gibt es etwa 150 – werden manchmal als die „Freundlichen Inseln“ genannt, ein Name, der ihnen von Captain James Cook gegeben wurde, der ihn ausgesucht haben soll, weil er auf den Inseln mit Freundlichkeit empfangen wurde, nachdem er mit seinem Schiff dort während eines großen lokalen Festes anlandete.

Die Einwohner gehören zu den polynesischen Völkern, die sich über die Inseln des riesigen Pazifischen Ozeans von Fidschi bis Hawaii erstecken. Zugegebenermaßen ist die an Halbgöttern und Volkssagen zu Dingen wie der Schaffung der Kokosnuss reiche polynesische Kultur weit von der jüdischen und israelischen Kultur entfernt. Was der Grund ist, dass ich sehr überrascht war, als ich kurz nach Beginn meiner Suche nach Informationen zu diesem weit entfernten Königreich auf ein sehr vertrautes Symbol stieß.

Ein Krönungsfoto der verehrten Tonga-Königin Sālote Tupou III., die 1918 den Thron bestieg, zeigt sie mit einem weißen Umhang mit einer Schleifenschärpe über der Brust und einem Hermelin-besetzten Gewand in bester europäischer Tradition. Um den Hals liegt eine aufwändige Kette mit einem Anhänger in der Form eines Kreuzes. Das überraschendste Detail von allen ist jedoch ihre Krone, die im Zentrum einen sechszackigen Davidstern trägt, ein uraltes Symbol, das normalerweise nicht mit den Pazifikinseln in Zusammenhang gebracht wird.

Die 47-jährige Herrschaft von Königin Sālote Tupou III. (sie starb 1965) ist die längste aller Monarchen Tongas. Man könnte sie als ihre „Queen Elizabeth“ bezeichnen. Aber anders als Queen Elizabeth II. von England war Sālote für ihre Körpergröße berühmt – sie war 1,91 groß – und wurde von den Weltmedien die „Riesenkönigin“ genannt.

„Die Zeitungen von New York berichten von der größten Königin der Welt, obwohl ‚ihr Land eines der kleinsten der Welt ist‘“.  – die hebräischen Presse berichtet über die Berichterstattung der New Yorker Presse über Tonga und seine Königin, Davar, 27. März 1932.

Ihr Ruhm reichte bis nach Israel, als sie 1953 bei der Krönungsfeier von Queen Elizabeth II. in London Reportern erzählte, dass ihre Großmutter bei der Krönung von Queen Victoria anwesend war. Tongas Königin gewann die Massen bei der Krönung, als sie es bei heftigem Regen ablehnte das Dach ihrer Kutsche zu schließen und der Menschenmenge an den Straßen trotz des Regengusses zulächelte und zuwinkte.

Wir können diesen Abschnitt nicht beenden ohne diese kleine Anekdote hinzuzufügen: Während ihres Besuchs fragten Journalisten, wie sie zu ihrem perfekten englischen Akzent kam, worauf Königin Sālote lächelnd antwortete: „Was ist daran so überraschend? In meinen Venen fließt englisches Blut, denn mein Großvater hatte damals zwei englische Missionare verschlungen, die auf unsere Insel kamen, um den christlichen Glauben zu verbreiten.“

Königin Sālote Tupou III. trägt ihre Krone, die mit dem Davidstern geschmückt ist (Quelle: Wikimedia)

Zurück zu Königin Sālotes Krönungsfoto: Wie fand sich dieses mutmaßlich jüdische Symbol in Polynesien wieder, insbesondere in einem Land, das seit dem 19. Jahrhundert als streng christlich bekannt ist? Bei meiner Suche das herauszufinden erkannte ich, dass der sechseckige Stern auch mehrfach auf Tongas Staatswappen auftaucht! In der Mitte befindet sich ein weißer Davidstern, in den ein rotes Kreuz eingebettet ist, während oben links drei kleinere Davidsterne erscheinen. Manche sagen, die Gruppe Sterne symbolisiert die drei Hauptinselgruppen, die das Königreich bilden. Andere sagen, sie stehen für die drei königlichen Dynastien, die die aktuelle Monarchie bilden. Dasselbe Design erscheint auch auf Tongas Königsflagge. Darüber hinaus ist der Davidstern gelegentlich auf offiziellen Briefmarken und Münzend es Königreichs aufgetaucht.

Tongas Nationalwappen (Quelle: Wikimedia)

Ich wollte wissen, warum Tongas Volk dieses spezielle Symbol verwendet, aber es stellte sich heraus, dass es in Israel nicht viele Historiker gibt, die Experten für die Geschichte und Kultur der Pazifikinseln sind. Ich versuchte einen anderen Weg und schickte meine Frage an den israelischen Botschafter in Neuseeland, der auch für Israels Beziehungen zu Tonga zuständig ist und gerade die Inseln besuchte; doch selbst, als er seine Gastgeber fragte, konnte er keine präzise Antwort bekommen.

Tatsächlich erscheint der sechseckige Stern in vielen Kulturen und hat nicht notwendigerweise etwas mit dem jüdischen Davidstern zu tun. Das Symbol wird oft als zwei übereinanderliegende Dreiecke dargestellt, wie in der israelischen Flagge, und er ist in östlichen Kulturen seit Jahrtausenden bekannt; von den Juden wurde er erst zu einem relativ späten Zeitpunkt übernommen. Der Historiker Dr. Ian C. Campbell, der die Geschichte Tongas erforschte, sagte mir, dass die Pastorin Shirley Waldemar Baker, eine christliche Missionarin, die Ende des 19. Jahrhunderts rund dreißig Jahre im Königreich Tonga lebte, das oben genannte Wappen entwarf. Andere Quellen behaupten, ein lokaler Prinz habe es geschaffen. Auf jeden Fall sind die Symbole eindeutig westlich und entstanden vermutlich unter dem Einfluss externer Faktoren, höchstwahrscheinlich durch christliche Missionare.

Die Freie Kirche Tongas in der Hauptstadt Nuku’alofa. Ein Davidstern schmückt das zentrale Rosenfenster (Quelle: Wikimedia)

Es scheint so, dass die Geschichte nicht mit dem Wappen endet. Das Rosenfenster der Freien Kirche von Tonga in Nuku’alofa, der Hauptstadt des Staates, weist ebenfalls einen großen Davidstern auf und der höchste Gipfel in Tonga wird „Berg Zion“ genannt. Es stellt sich heraus, dass dieselben Missionare wahrscheinlich weitere Geschichten eingeführt haben, die das Volk von Tonga mit den antiken Völkern des Nahen Ostens verbinden, als Möglichkeit eine emotionale Verbindung der Insulaner zu den Geschichten der Bibel zu fördern.

Ein englischer Priester namens James Egan Molton, im frühen 20. Jahrhundert Leiter der Methodistischen Kirche in Tonga, schrieb einen Artikel, in dem er behauptete, dass die Menschen von Tonga vom Persischen Golf stammten. Nach Angaben der Historikerin Dr. Paula Latu, einer Eingeborenen von Tonga, schrieb Molton einen weiteren Text, der die interessante Behauptung beinhaltete, der König von Scheba und seine Untertanen hätten sich in Tonga, Hawaii, Neuseeland, Tahiti und Samoa niedergelassen. Das Königreich Scheba soll sich am Golf von Aden, im Jemen oder in Äthiopien befunden haben. Die Missionare, die „mit der Bibel in der Hand“ auf die Tonga-Inseln kamen, stützten ihre Behauptung von der Verbindung zwischen Tonga und dem Königreich Scheba allerdings vermutlich auf Psalm 72, Vers 10, in dem es heißt: „Die Könige von Tarschisch und den fernsten Inseln bringen ihm Geschenke. Die Könige von Scheba und Saba bringen Tribut.“ Die Fantasien der christlichen Missionare wurden vermutlich von der Erwähnung der Inseln im Zusammenhang mit den Königen von Scheba und Saba geweckt.

Der lokale Theologe Dr. Ma’afu Palu ging auf diesen Punkt näher ein. Er behauptete, in dem Vers aus den Psalmen ging es um Geschenke, die die Könige dem Messias geben werden. „Das sind Qualitäten, die die Tonganer überall charakterisieren. Sie sind bekannt für ihre Großzügigkeit“, sagte er von den Menschen, die – wie wir uns erinnern – die „Freundlichen Inseln“ bevölkern. „Laut dieser Theorie gab der Sohn der Königin von Scheba den Thron auf und er segelte vom Mittelmeer los, kam schließlich in Tonga“, sagt er.

Ein Porträt der biblischen Königin von Scheba. Aus der Sammlung Joseph and Margit Hoffman Judaica Postcard, Nationalbibliothek Israels.

Laut Palu fanden die Missionare weitere Gemeinsamkeiten zwischen den Geschichten der Bibel und der Wirklichkeit, der sie in Tonga begegneten. „Kapitel 22 des ersten Buchs der Könige erzählt von Heidenführern, deren Verehrung der unseren hier in Tonga vor der Verbreitung des Christentums im 19. Jahrhundert ähnelte. Darüber hinaus war in Tonga seit uralten Zeiten die Beschneidung üblich. Die Überzeugung lautete, dass derselbe Prinz von Scheba, der – vermeintlich – die Besiedlung von Tonga begann, diese Bräuche herbrachte.“ Zum geläufigen Brauch der Beschneidung fügt Palu hinzu, dass die Leichen der Könige von Tonga als heilig betrachtet wurden, also waren sie die einzigen Männer im Königreich, die nicht beschnitten wurden.

Diese Geschichten und der Davidstern stammen alle eindeutig von den christlichen Missionaren, die versuchten die Einheimischen zu bekehren, indem sie sie mit den Geschichten der Bibel verbanden. Der Inselstaat übernahm sie begeistert zusammen mit einer Verbundenheit zu den antiken Hebräern, dem Davidstern und dem Namen Zion. Trotzdem haben Tonga und Polynesien neben ihrer mysteriösen Verbindung zu biblischen Symbolen, auch ihre eigene Faszination für uralte lokale Traditionen mit einem breiten Pantheon an Göttern und Mythen.

Und was ist mit Königin Sālotes schöner Krone? Wir haben immer noch viele Fragen, zu denen wir keine Antworten finden konnten. Wir waren nicht in der Lage irgendeine Erwähnung der Krone zu finden, die auf dem Krönungsfoto erschien oder wann oder wo es gemacht wurde. Wir waren nicht in der Lage herauszufinden, ob andere Könige sie davor oder seitdem benutzten oder wo sie sich heute befindet. Vielleicht können unsere Leser Licht auf weitere Themen werfen, die den Nahen Osten mit den Völkern des Pazifiks verbinden.

Ein Drachen aus dem Land Israel?

Geschichten über Drachen führen uns in der Regel zu dunklen Höhlen in Europa, aber eine klassische Drachensage könnte ihre uralten Wurzeln genau hier, im Land Israel, haben.

Amit Naor, the Librarians, 21. Juli 2021

Illustration des Musaeum hermticum reformatum et amplificatum, 1749, Sammlung Edelstein, Nationalbiliothek Israels

Wussten Sie, dass mindestens ein Drache mit dem alten Land Israel in Verbindung gebracht werden kann? In er Regel ruft die Erwähnung von Drachen Szenen von Rittern in Rüstungen und emporragenden Burgen hervor; kurz gesagt: europäische Volkssagen, die in europäischen Landschaften spielen. Die Sagen beinhalten meist eine Jungfrau in Not, einen Drachen, der die örtliche Bevölkerung bedroht und einen mutigen Ritter, der zu Hilfe kommt, den Drachen erschlägt und die Jungfrau sowie den Ort und seine dankbaren Einwohner rettet. Gelegentlich wird der Ritter nebenher auch mit einem großen Schatz belohnt. Während es in der Folklore der Welt viele solcher Geschichten gibt, wird eine der berühmtesten in der christlichen Mythologie und westlichen Kultur mit dem Land Israel in Verbindung gebracht. Genauer gesagt mit der Stadt Lod (Lydda).

Es gibt viele Versionen der Geschichte des heiligen Georg und des Drachen, einer klassischen Drachensage, von denen sich einige sogar widersprechen. Es beginnt mit einem Mann namens Geórgios (Georg), geboren in eine christliche Familie griechischer Abstammung. Sein Vater war aus der Region Kappadokien in der heutigen Türkei und seine Mutter war in Lod im Land Israel geboren, damals die römische Provinz Syria Palaestina. Georgs Vater starb, als sein Sohn noch ein Teenager war; und so kehrten der Jugendliche und seine Mutter nach Lod zurück, wo er aufwuchs, bis er in die römische Armee eintrat. Der heilige Georg fand sein Ende, wie viele christliche Heilige, als er von den Römern geköpft wurde, die ihn wegen seines christlichen Glaubens verfolgten.

Die Legende des heiligen Georg und des Drachen tauchte erst viel später erstmals auf, im 11. Jahrhundert. Verschiedene Versionen der Geschichte platzieren den Kampf mit dem Drachen in Libyen oder in der Türkei. Aber es macht uns nichts aus, die Version zu glauben, die die Ereignisse in Lod ansiedeln, das traditionell die letzte Ruhestätte des heiligen Georg ist. Nach Angaben der Sage forderte ein die Region terrorisierender Drache Geschenke und Opfergaben der örtlichen Bevölkerung als Besänftigung. Nach Darstellung einiger Berichte lebte der Drache in einem See oder Sumpf und hatte die Macht die Wasserquellen zu vergiften. Sein Hunger war unstillbar und jeden Tag lieferten ihm die Dorfbewohner zwei Schafe. Als ihr Vorrat an Nutztieren erschöpft war, gingen sie zu Menschenopfern über. Das ging so, bis eines Tages die geliebte örtliche Prinzessin als nächstes Opfer des Drachen ausgewählt wurde. Obwohl ihr Vater, der König, all seine Reichtümer und Gold anbot, war verständlicherweise niemand bereit ihren Platz einzunehmen.

Hier kommt unser Held Georg ins Spiel, der zufällig auf seinem weißen Pferd vorbeikam; er war mit seiner zuverlässigen Lanze bewaffnet, die er „Ascalon“ getauft hatte, nach der Stadt, die man heute im modernen Israel als Aschkelon kennt. Die todgeweihte Prinzessin versuchte ihn zur Flucht zu überreden, aber Georg gelobte an ihrer Seite zu bleiben. Als der Drache erschien, stach er ihn mit der Lanze und verletzte die große Bestie tödlich. Georg bat die Prinzessin um ihre Schärpe, die er dann um den Hals des Drachen wickelte. Der Drache war gezähmt, so bald die Schärpe seine Schuppen berührte. Die Prinzessin und der furchtlose Ritter paradierten ihn dann durch die Straßen der Stadt.

Ein Drache, der sich in den Schwanz beißt; aus Musaeum hermeticum reformatum et amplificatum, 1749; Sammlung Edelstein, Nationalbibliothek Israels
Feuer atmender Drache aus Elementa Chemiae, von Johannis Conradi Barchusen, Sammlung Edelstein, Nationalbibliothek Israels

An diesem Punkt der Geschichte stellen die verschiedenen Versionen Georgs Charakter in etwas unterschiedlichem Licht dar. Nach Angaben einer Version stimmte er unter der Bedingung zu den Drachen zu töten, dass die Einwohner der Stadt sich zum Christentum bekehren, was sie auch taten. Eine andere erzählt, dass er den Drachen tötete und dann das Geld, das er vom König erhielt, an die Armen verteilte. Die fassungslosen Bauern bekehrten sich zum Christentum. Auf jeden Fall machte die Wundergeschichte ihn, neben Georgs militärischer Karriere, zu einer sehr beliebten Figur im Christentum sowie einen Schutzheiligen der Soldaten, Bogenschützen und Kavallerie, außerdem zu einem Musterexemplar des Mythos des christlichen Ritters.

Er ist auch der Schutzheilige Englands (dessen Flagge das „Kreuz des heiligen Georg“ trägt), Georgiens, Äthiopiens, Litauens, Griechenlands, der palästinensischen Autonomiebehörde, der spanischen Provinzen Katalonien und Aragon, der Städte Moskau und Istanbul sowie vieler weiterer Orte. Die Stadt Lod gedenkt natürlich ebenfalls seines Namens. Gemäß der Tradition wurde Georgs abgeschlagener Kopf der Stadt gebracht, wo er in der Kirche St. Georg der Drachentöter beerdigt wurde. Jedes Jahr am 16. November (nach dem gregorianischen Kalender) wird in der Stadt Lod ein Fest veranstaltet um der Weiterabe und Beerdigung seines Kopfes dort zu gedenken.

Detail aus einer runden Weltkarte, 1543. Drachen streifen and er Küste Libyens umher. Libyen war eine der möglichen Schauplätze der Geschichte des heiligen Georg und des Drachen. Aus La mer des hystoires, kartografische Sammlung Eran Laor, Nationalbibliothek Israels
Ein Meerdrache schwimmt vor der Küste des Landes Israel. Die auf 1536 datierte Landkarte, karthografische Sammlung Eran Laor, Naitonalbibliothek Israel

Und sollten Sie bei Ihrem nächsten Besuch von Lod keine Drachen finden, verzweifeln Sie nicht! Sie können in der Nationalbibliothek Israels in Jerusalem einige sehen. Wir haben ein paar unterschiedliche Exemplare aus dem Bestand der Bibliothek in diesen Artikel eingebunden: Drachen, die auf antiken Landkarten erscheinen, Drachen in alten wissenschaftlichen Texten, ein illustriertes Manuskript und sogar einen dreiköpfigen Drachen aus einem Buch alchemistischer Geheimnisse. Und das ist nur eine kleine Auswahl der vielen Drachen, die sich hier in den Stapeln und Regalen verstecken. Stöbern Sie im Katalog der Nationalbibliothek um mehr herauszufinden!

Illustration „Die drei Kopfe des Drachen“, die drei Metalle symbolisieren, die, wenn sie verschmelzen, nach Angaben einer alchemistischen Theorie den Stein des Philosophen schaffen. Aus: „The Crowning of Nature“, einem englischen Manuskript aus dem 17. Jahrhundert von Johann Conrad Barchusen; Sammlung Edelstein, Nationalbibliothek Israels

Wer ist der palästinensische Jesus?

Palestinian Media Watch, 24. Dezember 2020

Nach Angaben der palästinensischen Autonomiebehörde war Jesus

  • „der erste Palästinenser“
  • „der erste palästinensische Märtyrer”
  • „der erste palästinensische fida’i (sich selbst opfernde Kämpfer)“
  • „ein palästinensischer Bote“
  • „ein Palästinenser par excellence“
  • „der Urgroßvater des palästinensischen Volks“
  • Ein Prophet des Islam (nicht der Christenheit)

Und entsprechend:

  • Weihnachten ist ein palästinensischer Nationalfeiertag

Die palästinensische Autonomiebehörde versucht verzweifelt eine palästinensische  Identität zu schaffen, die auf einer uralten palästinensischen Geschichte aufbaut, obwohl keine existierte. PMW hat gezeigt, dass die PA regelmäßig fälschlich den Anspruch erhebt, sie sei eine 5.000 Jahre alte Nation; regelmäßig behauptet sie, dass die Geschichte eines anderen Volkes ihre eigene sei. Eines der auffälligsten Beispiele dafür ist die gefälschte Verbindung der PA zu einer der bedeutendsten Gestalten aller Zeiten, die Behauptung Jesus, ein Juden aus der Nation Judäa, sei in Wirklichkeit ein Palästinenser.

Diese PA-Märchengeschichte ist eine oft wiederholte Botschaft, die sogar von den Führern der PA hinausposaunt wird. Saeb Erekat sagte, Jesus sei „der erste Palästinenser“ gewesen. Mahmud Abbas sprach von „Jesus … einem palästinensischen Boten“ und sagte, Weihnachten sei ein palästinensischer Feiertag. Yassir Arafat sagte: „Jesus war der erste palästinensische Märtyrer.“ Die offizielle PA-Zeitung schrieb erst letzte Woche: „Jesus… war der erste palästinensische fida’i (sich selbst opfernde Kämpfer)“ und ein PA-Diplomat behauptete sogar, dass die Palästinenser die Nachkommen Jesu seien: „Jesus … war Urgroßvater des palästinensischen Volks.“ Und heute Morgen sandte PA-Regierungssprecher Ibrahim Melhem im PA-Fernsehen Segensgrüße an die Christen zum „Feiertag der Geburt des palästinensischen Propheten Jesus, dem Sohn der Maria“.

Die höchsten religiösen PA-Führer haben dieses Märchen ebenfalls übernommen; auf Grundlage islamischer Behauptungen fügen sie hinzu, dass Jesus nicht das Christentum, sondern den Islam predigte.

Sobald aus Jesus ein Palästinenser gemacht wurde, hat die PA genauso aus Maria eine Palästinenserin gemacht, die als Nationalheilige der palästinensischen Sache präsentiert wird. Schließlich wird mit Jesus ein markantes palästinensisches Weihnachten zu einem palästinensischen Nationalfeiertag.

Wie mit aller PA-Änderung sind historische Dokumentationen und Beweise irrelevant. Die PA ignoriert z.B. die Tatsache, dass das „Palästina” als Name für das Land Israel/Judäa erst rund 100 Jahre nach dem Tod Jesu entstand, als das römische Reich als Strafe für die jüdische Nation nach ihrer Rebellion den Namen von Judäa in Palästina änderte. Es war der Versuch Roms die Verbindung des jüdischen Volks zu seinem Land zu durchtrennen, der natürlich fehlschlug.

Wer ist also der palästinensische Jesus? Im Folgenden gibt es einige Beispiele, in der offiziellen PA-/Fatah-Presse aufgetaucht sind:

Jesus der Palästinenser:

Vor allem erklärte die PA Jesus selbst zum Palästinenser.

PA-Bildungsminister Sabri Saidam:

Der Text des Facebook-Eintrags lautet: „Für den authentischen Palästinenser Jesus und für die Mitglieder des [palästinensischen] Volks – frohe Feiertage.“
[Facebook-Seite des PA-Bildungsministers Sabri Saidam, 25. Dezember 2017]

Der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas.

„Folgend der volle Text der Weihnachtsbotschaft des Präsidenten:
„In Bethlehem wurde vor mehr als 2.000 Jahren Jesus Christus geboren; ein palästinensischer Bote, der zum Leitbild für Millionen weltweit geworden ist.“
[WAFA, offizielle PA-Nachrichtenagentur, 23. Dezember 2013]

Der PA-Regierungssprecher Ibrahim Melhem:

„Erlaubt mir den christlichen Gemeinden Segenswünsche zu senden, die den gregorianischen Kalender für diesen Feiertag verwenden. Der Feiertag der Geburt des palästinensischen Propheten Jesus, den Sohn der Maria.“
[offizielles PA-Fernsehen, 24. Dezember 2020]

Der Sprecher der PA-Sicherheitskräfte Adnan al-Damiri:

„Angelegentlich des Jahrestags der Liebe und des Friedens, dem Geburtstag des Palästinensers Jesus, übermitteln wir Palästina, seinen Einwohnern und denen, die es lieben, Neujahrswünsche.“
[Facebook-Seite des offiziellen Sprechers der PA-Sicherheitskräfte Adnan al-Damiri, 25. Dezember 2014]

Der palästinensische Historiker Khalil Shoka im PA-Fernsehen:

„Die christliche Religion begann hier [Bethlehem]… Die gesamte Welt konzentriert sich wegen ihrer historischen und traditionellen Rolle auf diese Stadt… weil in finaler Analyse „Jesus ein Palästinenser ist.
[der palästinensische Historiker Khalil Shoka im PA-TF (Fatah), 16. Dezember 2012]

Jesus der erste Palästinenser

Er war nicht nur Palästinenser, sondern er war auch der erste Palästinenser und der Großvater des palästinensischen Vaters und ein Palästinenser „par excellence“:

Mitglied des Zentralkomitees der Fatah Tawfiq Tirawi:

„Wir wünschen unserem geeinten palästinensischen Volk ein neues Weihnachten, das Freiheit ankündigt, wie es Jesus machte, der erste Palästinenser, Friede sei mit ihm.“
[Facebook-Seite des Mitglied des Zentralkomitees Tawfiq Tirawi, 24. Dezember 2014]

Der PA-Diplomat Dr. Jabra Shomali:

„Es gibt keinen Zweifel, dass der Jesus Christus, den du [Präsident Donald Trump] als Gott anbetest, der Urgroßvater des palästinensischen Volks ist… Wenn du [Trump] nicht wieder im Fach Geschichte durchfallen willst, dann lies das Matthäus-Evangelium, Kapitel 15,28, wo Matthäus über eine kanaanitische Frau zur Zeit Jesu Christi sagte: „Oh Frau, dein Glaube ist groß!“ Diese Frau war eine Urgroßmutter des palästinensischen Volks.“
[Geschrieben vom PA-Diplomaten Dr. Jabra Shomali, gepostet auf der offiziellen Fatah-Facebook-Seite, 3. Februar 2020]

Scheik Mohammed Hussein, PA-Mufti:

„Die palästinensische Nation wurzelt in diesem Land seit den Kanaanitern und den Jebusitern. Die arabische Präsenz – christlich wie islamisch – in diesem Land ist ununterbrochen. Jesus ist ein Palästinenser par excellence.“
[Scheik Mohammed Hussein, Mufti von Jerusalem und den Palästinensergebieten, PA-TV (Fatah), 30. November 2012]

Scheik Mohamme Hussein, PA-Mufti:

„Jesus wurde in diesem Land geboren. Er lebte in diesem Land. Es ist bekannt, dass er in Bethlehem geboren wurde… Er lebte auch in Nazareth, zog nach Jerusalem. Als war er ein Palästinenser par excellence.”
[Scheik Mohammed Hussein, Mufti von Jerusalem und den Palästinensergebieten, PA-TV (Fatah), 21. April 2009]

Jesus, der palästinensische Märtyrer und sich selbst opfernde Kämpfer

Was also machte, nach Angaben der palästinensischen Obrigkeit, dieser Palästinenser par excellence, Großvater des palästinensischen Volks? Er war ein palästinensischer islamischer Märtyrer und sich selbst opfernder Kämpfer. Obwohl er von keiner anderen PA-Quelle angeführt wird, wäre Jesus gemäß der fundamentalen und wiederholten PA-Ideologie als islamischer Märtyrer im Paradies von 72 dunkeläugigen Jungfrauen begrüßt worden:

Editorial in der offiziellen PA-Tageszeitung:

„Jesus, Friede sei mit ihm, war ein Bote Allahs und er war der erste palästinensisch fida’i (sich selbst opfernder Kämpfer), der von den Anhängern der jüdischen Religion gekreuzigt wurde, aber es erschien ihnen nur so [als hätten sie ihn getötet].“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 20. Dezember 2020]

Mitglied des Fatah-Zentralkomitees Tawfiq Tirawi:

„Dies ist das gesegnete Weihnachten, der Geburtstag unseres Herrn Jesus, des Messias, dem ersten Palästinenser und dem ersten Schahid.“
[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 17. Dezember 2014]

Autor: „Der Schahid (Märtyrer) Präsident Yassir Arafat pflegte zu sagen: ‚Jesus war der erste palästinensische Schahid (Märtyrer).‘ Ich hörte ihn diesen Satz viele Male sagen.“
PA-TV-Moderator: „Er [Jesus] war ein Palästinenser; niemand bestreitet das.“
Autor: „Er [Jesus] war der erste palästinensische Schahid [Märtyrer]. Er (Arafat) schrieb auch dieses Märtyrertum Palästina zu.
[Wortwechsel in der religiösen Sendung Dies ist unsere Religion, gesendet im PA-TV (Fatah), 3. Dezember 2010]

Jesus von der (palästinensischen) Heiligen Dreifaltigkeit

In einem Versuch die Gestalt ihres eigenen Palästinenserführers zu heben, erklärt die PA jetzt die neue heilige Dreifaltigkeit – Jesus, Arafat, Abbas:

Editorial in der offiziellen PA-Zeitung:

„Jesus ist ein Palästinenser; der sich selbst opfernde Yassir Arafat ist ein Palästinenser; Mahmud Abbas, der Bote des Friedens auf Erden, ist ein Palästinenser. Wie groß ist diese Nation der heiligen Dreifaltigkeit!“
[Editorial in der offiziellen PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 30. November 2012]

Jesus, der islamische Prophet

Obwohl die PA-Obrigkeit anerkennt, dass Jesus von Christen verehrt wird, hält man ihn für einen islamischen Propheten, der seinen Anhängern den Islam predigte:

Scheik Mohammed Hussein, PA-Mufti:

„Wir reden von einer fortgesetzten Kette [der Propheten des Islam], von Adam bis zu Mohammed. Es ist eine Kette, die fortgesetzt wird, die den Aufruf für den Monotheismus und die Mission des Islam repräsentiert … Die Propheten waren alle von derselben Religion [Islam]… Wir respektieren Jesus, wir glauben an ihn [wie einen muslimischen Propheten], so wie wir an den Propheten Mohammed glauben.“
[Scheik Mohammed Hussein, Mufti von Jerusalem und den Palästinenser-Gebieten, PA-TF (Fatah), 21. April 2009

Maria, Mutter Jesu und Schutzeilige der Sache der Palästinenser

Nachdem Jesus zum ersten Palästinenser erklärt wurde, ist auch seine Mutter, Maria, als wichtige Persönlichkeit anerkannt worden: die Schutzheilige der Sache der Palästinenser. Maria war daher auch Palästinenserin.

Offizielle Fatah-Facebook-Seite:

„Die Jungfrau Maria, Tochter des palästinensischen Galiläa, ist die Schutzheilige der Unterdrückten und nicht der Unterdrücker…“
[geschrieben im PA-Diplomaten Dr. JAbra Shomali und gepostet auf der offiziellen Fatah-Facebook-Seite, 3. Februar 2020]

Fatahs Kommunikations- und Bildungsbehörde:

„Wenn wir auf die Heiligkeit unseres Landes stolz sind, dnan sind wir auf uns selbst stolz, dass die erste und wichtigste heilige Frau der Nationen und Völker aus dem heiligen Land kommt: Die Jungfrau Maria – die Frau der Liebe und des Friedens – gehört der Nation Palästinas an, dessen Wurzeln in den Tiefen der Geschichte gründen. Unsere Bewegung stellt ihren Stolz auf alle weiblichen Märtyrer, Gefängnissen, palästinensischen Kämpfer fest, die zum Opfervorbild geworden sind und zu einer Schule, die die Bedeutung des Gebens und Opferns lehrt.“
[Stellungnahme der Kommunikations- und Bildungsbehörde der Fatah zu Ehren des internationalen Frauentags, gepostet auf der Internetseite der Fatah, 8. März 2010]

Weihnachten als palästinensischer Nationalfeiertag

Jesu Position als erster palästinensischer und islamischer Prophet und Märtyrer wirft ein neues Licht auf Weihnachten – als dem Nationalfeiertag des palästinensischen Volks, der Kinder Jesu:

Offizielle PA-Zeitung:

„Das gesamte palästinensische Volk feiert Weihnachten, weil wir stolz darauf sind, dass Jesus Palästinenser ist.“
[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 24. Dezember 2019]

Mahmud Abbas, Vorsitzender der palästinensischen Autonomiebehörde:

„Weihnachten ist ein nationaler religiöser Feiertag und nicht nur ein religiöser. Für uns alle Palästinenser ist das unser Feiertag. Daher feiern wir es alle. Die Palästinenserführung geht in die Kirche, um bei der [Weihnachts-] Messe anwesend sein… Wir sind dazu verpflichte, weil es – wie ich Ihnen sagte – für unsere [christlichen] Leuten ein religiöser Feiertag ist und ihr seid unser Volk und es ist [auch] für uns alle ein nationaler Feiertag.“
PA-Führer Mahmud Abbas in den offiziellen PA-Fernsehnachrichten, 28. Dezember 2019]

Mahmud Abbas, Vorsitzender der palästinensischen Autonomiebehörde:

Weihnachten ist ein palästinensischer Feiertag … Es gibt eine besondere Bedeutung der Weihnachtsfeiern in Palästina, da es eindeutig ein nationaler Feiertag geworden ist, an dem unser ganzes Volk teilnimmt, angefangen vom Präsident Palästinas [Mahmud Abbas] bis  hinunter zum letzten Kind.“
[Abbas, zitiert auf der offiziellen Facebook-Seite der Fatah, 20. Dezember 2019]

Mahmdu Al-Habbash, Berater von Mahmud Abbas für den Islam:

Weihnachten ist auch ein palästinensischer Feiertag, weil Jesus, Friede sei mit ihm, war Palästinenser. Er wurde in Palästina gebore; lebte und wurde [als Prophet] nach Palästina geschickt. Daher hat Weihnachten einen besonderen palästinensischen Geschmack.“
[Mahmud Al-Habbash, oberster Scharia-Richter, zitiert von der offiziellen PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 22. Dezember 2014 und Ma’an, 21. Dezember 2014)

Muslime predigen „christliche Passivität“, um Christen zu entwaffnen

Raymond Ibrahim, 4. Dezember 2020

Eine der in Vergangenheit und Gegenwart am wenigsten bekannte – und bis in die Moderne weitgehend vergeblichste – von Muslimen verwendete Taktik, um Christen zu entwaffnen, hat darin bestanden darauf zu bestehen, dass das Christentum allgemein gegen Krieg und Gewalt ist.

Diesbezüglich ist die aktuellste Muslima, die sich in die Hülle des christlichen Theologen kleidet, niemand anderes als die in Somalia geborene Abgeordnete Ilhan Omar aus Minnesota (Demokratin). Um den 18. November, nachdem Senator Marco Rubio (Republikaner aus Florida) den Senatskandidaten Raphael Warnock aus Georgia kritisierte, weil der behauptete Christen könnten nicht sowohl Gott als auch im Militär dienen, zitierte die Muslima Omar die Bibel (soll heißen: sie zitierte sie falsch). In einem Tweet mit einem Verlegenheits-Emoji, als wolle sie suggerieren, dass das, was Rubio sagte, derart verlegen machend sei – tatsächlich war das Emoji angemessen, allerdings wegen ihrer Rechtschreibfehler – postete sie:

Mathäus [sic] 6,24:
Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem dMammon. [sic] Die Lügen und Verleumdungen der Republikanischen Partei haben keine Grenzen, aber das ist eine Blamage und schändlich.

Omar ist nicht die erste Muslima, die versucht christliche Theologie zum Nachteil der Christen und zu ihrem eigenen Schaden zu manipulieren. Vor fast einem Jahrtausend, vor der Belagerung Antiochias durch die Kreuzritter im Jahr 1098, wurden muslimische Emissäre zu Verhandlungen geschickt. Sie erzählten den Europäern, ihre Herren seien „erstaunt, dass ihr die Grabstätte eures Herrn als Bewaffnete sucht, ihr Volk [Muslime] in lange gehaltenem Land vernichtet – sie fürwahr mit dem Schwert abschlachtet, etwas, das Pilger nie tun würden.“

Natürlich sagten diese Diplomaten nichts darüber, was „ihr Volk“ christlichen Untertanen und Pilgern angetan hatte – heißt: sie zu erpressen, zu foltern, zu vergewaltigen und zu töten – was überhaupt erst die Kreuzzüge veranlasste.

Gleichermaßen würde Omar, die aus einer radikal-islamischen Nation (Somalia) stammt – die als drittschlimmster Christenverfolger der Welt gilt – lieber Christen „beschämen“ als sie mit Gewalt Widerstand leisten zu lassen, besonders der Gewalt durch Muslime.

Mit anderen Worten: Sie ist, wie so viele andere, eine Vertreterin des Fußabtreter-Christentums – einer passiven, nicht wertenden Form des Christentums, das es für tugendhaft hält sich vor dem Feind in den Staub zu werfen. Muslime und andere Elemente verfolgen weltweit Unschuldige? Zeigt Liebe und Toleranz, haltet die andere Wange hin, sprecht ein Gebet und fühlt euch wegen eurer eigenen Verbrechen – oder sogar die Verbrechen eurer Vorfahren – für schuldig, ist eine der dominierenden Verrenkungen dieser Sorte.

Fußabtreter-Christentum war während Barack Hussein Obamas Präsidentschaft regelmäßig zu sehen: „An Ostern denke ich über die Tatsache nach, dass ich als Christ lieben soll“, sagte er 2015 – drei Tage, nachdem ein islamischer Terroranschlag auf Christen in Kenia 147 Menschen tötete, was ein paar amerikanische Christengruppen dazu brachte Wut zu äußern. „Und ich muss sagen, dass ich mir manchmal, wenn ich von Christen weniger als liebevolle Äußerungen höre, Sorgen mache.“

Genauso führte Obama während des Nationalen Gebetsfrühstücks am 5. Februar 2015 Grundsätze des Fußabtreter-Christentums an, damit Christen sich dafür schämen, den Gräueltaten des Islamischen Staates gegenüber zu kritisch zu sein: „Damit wir nicht auf unser hohes Ross steigen und glauben, das [islamische Enthauptungen, Sexsklaverei, Kreuzigungen, rösten und beerdigen von Menschen bei lebendigem Leib] sei woanders einzigartig“, mahnte der amerikanische Präsident, „erinnern Sie sich daran, dass Menschen während der Kreuzzüge und der Inquisition im Namen Christi furchtbare Taten begingen.“

Was die Kreuzritter angeht: Wie reagierten diese, als muslimische Diplomaten sich schockiert zeigten, dass sie – christliche Pilger – mit dem Schwert gekommen waren? Mit mehr Wissen über die christliche Theorie eines gerechtfertigten Krieges als Omar, Obama und Ihresgleichen wollen, dass wir akzeptieren. Nach Angaben des Berichts von Robert dem Mönch, antworteten die Kreuzritter „einstimmig“:

Niemand mit etwas Verstand hätte überrascht sein dürfen, dass wir als bewaffnete Männer zum Grab unseres Herrn kommen und euch Leute von diesem Gebiet entfernen. Jeder von unseren Leuten, der mit Stab und Schriftstück hierher kam [d.h. unbewaffnete Pilger], wurde mit widerlichem Verhalten empfangen, erlitt die Schmach schlechter Behandlung und wurde in extremen Fällen getötet.

Das war noch untertrieben. Dreißig Jahre zuvor und nur als eines von zahllosen Beispielen schrieb ein Pilger über das, was Muslime einer „adligen Äbtissin mit ansprechendem Körperbau und religiösem Anblick“ antaten, die sich einer deutschen Pilgerreise nach Jerusalem angeschlossen hatte: „Die Heiden nahmen sie gefangen und vor aller Augen vergewaltigten diese schamlosen Männer sie, bis sie ihren letzten Atemzug tat, um alle Christen zu entehren. Die Feinde Christi vollführten solche Misshandlungen und andere wie diese an Christen.“

Vor den Mauern Antiochias, wo das Wort „Christen“ erstmals geprägt wurde, setzten die Kreuzritter ihre Antwort damit fort, dass sie feststellten, das Land „gehörte ursprünglich unserem Volk [Christen] und ihr Leute [Muslime] habt sie angegriffen und es ihnen niederträchtig weggenommen, was bedeutet, dass es nicht euch gehören kann, egal wie lange ihr es hattet.“ Entsprechend „wird durch fränkische Schwerter Vergeltung an euren Hälsen geübt werden“.

Dem modernen Leser wird ein solcher Denkansatz extrem erscheinen, auf jeden Fall „mittelalterlich“. Aber den Anhängern des Fußabtreter-Christentums wird nichts außer totaler Kapitulation genügen. So schalt die ehemalige Nonne, die sich heute für den Islam einsetzt, Karen Armstrong: „Während des 12. Jahrhunderts fochten Christen brutale heilige Kriege gegen Muslime, obwohl Jesus seinen Anhängern geboten hatte ihre Feinde zu lieben, nicht sie auszulöschen.“ Kein Wort davon, dass es Muslime waren, die diese „brutalen heiligen Kriege“ initiiert hatten und diejenigen, die zuerst anfingen Christen „auszulöschen“.

Kurz gesagt: Das Christentum bietet ausreichend Raum für gerechten Krieg – auch wenn diejenigen, die danach streben das zu untergraben, anders argumentieren.