ISIS oder Islam: Was züchtet Terrorismus?

Raymond Ibrahim, 10. April 2016 (auch: PJ Media)

Eine Lüge verschleiert die Wahrheit. Und hässliche, aber verborgene Wahrheiten haben nie eine Chance eingestanden, thematisiert und letztlich verbessert zu werden

Wegen dieser Binsenwahrheit hat eine der größten Lügen unserer Zeit – dass im Namen des Islam begangene Gewalt nichts mit dem Islam zu tun hat – einen an sich schwachen Islam zur Geißel der modernen Welt gemacht, ohne dass es ein Zeichen der Linderung am Horizont gibt.

Eine der jüngsten Bekundungen dieser Lüge gab es in Pakistan. Am Ostersonntag, dem 27. März, fand in der Nähe des Kinderspielplatzes eines öffentlichen Parks ein Selbstmord-Bombenanschlag statt; dort hatten sich Christen zusammengefunden, um die Wiederauferstehung ihres Herrn zu feiern. Mindestens 74 Menschen – zumeist christliche Frauen und Kinder, wurden getötet und fast 400 verletzt. „Überall auf den Wänden unseres Hauses klebte menschliches Fleisch“, erinnerte sich ein Zeuge.

Wer – oder was – war für diesen Anschlag verantwortlich? „Wir beanspruchen die Verantwortung für den Anschlag auf Christen, die Ostern feierten“, sagte Jamaatul Ahraar, eine Splittergruppe der Taliban. In einer Presseerklärung sagte die Gruppe sie habe sich „bewusst die christliche Gemeinschaft zum Ziel genommen“ und fügte hinzu: „Wir haben auf diese Gelegenheit gewartet.“

Die Taliban und ihre Ableger sind nicht allein. Klicken Sie hier, hier, hier, hier und hier für weitere Beispiele ähnlich tödlicher Anschläge weiterer islamischer Gruppen und Einzelpersonen überall auf der Welt auf Christen, die Weihnachten oder Ostern feiern. Auch sie hatten „auf diese Gelegenheit gewartet“. Selbst „die Terrorzelle, die in Brüssel zuschlug [letzten Monat mit 34 Getöteten] plante die Besucher von Ostergottesdiensten überall in Europa, darunter in Großbritannien zu massakrieren, glauben Geheimdienstchefs“.

Die Zusammenhänge herzustellen und zu begreifen, was all die islamischen Terrorgruppen verbindet, ist für die sogenannten Mainstream-Medien immer noch ein großes No-Go. Das Problem, wird uns erzählt, sind die „Taliban“, die „nichts mit dem Islam zu tun haben“. Stattdessen ist es ein begrenztes, vorübergehendes, ortsgebundenes Problem: Besiegt sie und das Problem verschwindet.

Derweil werden rund 8000 Kilometer westlich des Taliban-Territoriums, in Nigeria, Christen ebenfalls angegriffen. Dor sind nach Angaben eines neuen Berichts seit dem Jahr 2000 rund 12.000 Christen wegen ihres Glaubens abgeschlachtet und 13.000 Kirchen zerstört worden. Erst letzten Monat wurden mehr als 500 Christen abgeschlachtet.

Nahc Angaben des offiziellen Narratives ist etwas namens „Boko Haram“ dafür verantwortlich. Das ist eine weitere Gruppe, die sich ausschließlich in Übereinstimmung mit dem Islam definiert; eine weitere Gruppe, die regelmäßig während Weihnachten und Ostern Bomben auf Kirchen wirft. Und eine weitere Gruppe, so wird uns erzählt, die „nichts mit dem Islam zu tun hat“, sondern ein begrenztes, vorübergehendes, ortsgebundenes Problem ist: Besiegt sie und das Problem verschwindet.

Rund 8000 Kilometer westlich von Nigeria, in den USA, wurde Amerikanern erzählt, dass etwas namens „Al-Qaida“ am 9/11 ihre Landsleute angriff und 3000 von ihnen tötete; diese begrenzte Gruppe zu besiegen würde den Terror beenden. Ihr Führer, Osama bin Laden, wurde getötet und lauthals der Sieg verkündet – nur dass eine noch grausamere Erscheinungsform namens „Islamischer Staat“ (auch der „hat nichts mit dem Islam zu tun“) auf der Bühne erschien und weiter gegangen ist, als Al-Qaida es sich jemals erträumt hätte, in großen Teilen dank der Obama-Administration.

Es wird schlimmer. Das Problem besteht nicht nur darin, dass die Medien und die Entscheidungsträger es oft ablehnen die Zusammenhänge herzustellen und darauf bestehen jede der erwähnten Gruppen als grundverschiedene, begrenzte Gruppe mit anderer Motivation zu behandeln – keine von ihnen hat etwas mit dem Islam zu tun. Das Problem ist, das normale Muslime, die nicht „Taliban“, „Boko Haram“, „Al-Qaida“, „ISIS“ genannt werden, ohne Ende und regelmäßiger ähnliche Taten begehen, obwohl das in den MSM nie erwähnt wird.

Damit sind es, obwohl die „Taliban“ hinter dem jüngsten Ostermassaker stecken, die Alltagsmuslime, die in Pakistan  Christen diskriminieren, verfolgen, versklaven, vergewaltigen und manchmal ermorden (klicken Sie hier für einen typischen Monat); es waren Alltagsmuslime, die ein junges christliches Paar wegen nicht belegter Gerüchte bei lebendigem Leib verbrannten, sie hätten Mohammed beleidigt.

Diejenigen, die letzten Monat in Nigeria 500 Christen abschlachteten, warn nicht „Boko Haram“, sondern nicht ihnen angeschlossene (aber muslimische) Hirten. Ebenso „ist die nördliche muslimische politische und religiöse Elite die Hauptakteure der gezielte gegen die christliche Minderheit gerichteten Gewalt“.

Obwohl ISIS die Anschläge von Brüssel für sich reklamiert, sind es Alltagsmuslime, die christliche Kirchen verbieten, abbrennen, dort Bomben legen und an sie urinieren und die, wie in Pakistan und anderen mehrheitlich muslimischen Staaten, nichtmuslimische europäische Frauen zur Vergewaltigung aussuchen, weil sie untermenschliche „Ungläubige“ sind.

Das ist das wahre Problem. Die Medien mögen die Terrorgruppen als Verantwortliche für besonders spektakuläre Anschläge benennen – gefolgt von den üblichen Ermahnungen, dass sie „nichts mit dem Islam zu tun haben“ – wagen es nur wenige zuzugeben, dass Muslime allgemein ähnliche Gewalttaten und Intoleranz gegen Nichtmuslime begehen. Nach Angaben einer aktuellen Studie sind Muslime – aller Rassen, Nationalitäten, Sprachen und sozio-politischen wie wirtschaftlichen Verhältnissen – für die Verfolgung von Christen in 41 der 50 Staaten verantwortlich, in denen es am schlimmsten ist Christ zu sein.

Diese Statistik stimmt mit der aktuellen Pew-Umfrage überein, die feststellte, dass allein in 11 Ländern mindestens 63 Millionen und bis zu 287 Millionen Muslime ISIS unterstützen. Gleichermaßen unterstützten 81% der Befragten einer aktuellen Umfrage von Al-Jazira den Islamischen Staat.

Zusammengefasst ist, was „extremistische“, „terroristische“ und „militante“ Gruppen (die „nichts mit dem Islam zu tun haben“) tun, die Spitze des Eisbergs dessen, was Muslime überall auf der Welt tun. (Siehe „Muslim Persecution of Christians“, Berichte, die ich seit Juli 2011 jeden Monat zusammenstelle und die die pausenlose Diskriminierung, Verfolgung und das Blutbäder bezeugen, die von „Alltags“-Muslimen an Christen verübt werden. Jeder Monatsbericht beinhaltet Dutzende Gräueltaten, von denen jede, wären sie von Christen an Muslimen verübt worden, flächendeckende Berichterstattung rund um die Uhr erhalten hätte.)

Die Medien decken nicht nur den Islam, indem sie vorgeben, die von islamischen Gruppen gegen Nichtmuslime verübten spektakulären Anschläge „haben nichts mit dem Islam zu tun“. Sie decken den Islam, indem sie nicht über die alltägliche Verfolgung berichten, die Nichtmuslime durch die Hand von Alltagsmuslimen erfahren – muslimischen Einzelpersonen, muslimischen Mobs, muslimischer Polizei und muslimischen Regierungen (einschließlich Amerikas engsten „Freunden und Verbündeten“) – nicht nur von muslimischen „Terroristen“.

Wegen dieser fest verwurzelten Lügen muss die Welt weiter und islamischem Terror leiden. Diese Lügen haben nicht nur erlaubt, dass zahllose Unschuldige in der muslimischen Welt in Vergessenheit verfolgt werden, sie haben auch gestattet, dass dieselbe Verfolgung in Amerika und Europa Einzug hält, zuletzt durch Masseneinwanderung.

Die Tatsache bleibt: Eine üble Wahrheit muss zuerst eingestanden werden, bevor sie behoben werden kann. Es mag hart sein sich eine üble Wahrheit einzugestehen – dass der Islam, nicht der „radikale Islam“ Hass und Gewalt gegen Nichtmuslime begünstigt – aber alles, das weniger ist, wird nur weiter die Lüge nähren, das heißt: den Jihad gegen Unschuldige weiter zu nähren.

Nennt es einen Völkermord an Christen

Clifford May, The Washington Times, 17. März 2016

In der jemenitischen Hafenstadt Aden griffen Anfang des Monats Islamisten ein katholisches Heim für mittellose alte Menschen an. Die Militanten, von denen man glaubt, dass sie Soldaten des Islamischen Staats sind, schossen auf den Wachmann; dann betraten die Einrichtung, wo sie die alten Menschen und ihre Pflegekräfte niederschossen, darunter vier Nonnen. Mindestens 16 Personen wurden ermordet.

Solche Gräueltaten werden nicht länger als große Nachrichtenereignisse betrachtet. Die meisten Diplomaten betrachten sie – oder tun sie ab – als „gewalttätigen Extremismus“, eine Formulierung, die ohne Erklärung beschreibt. An amerikanischen Universitäten sind „Aktivisten“ zutiefst besorgt wegen „Warnungen vor Auslösern“ und „Mikroaggressionen“. Massaker an Christen in muslimischen Ländern scheinen sie im Gegensatz dazu überhaupt nicht zu beunruhigen.

Aber Ehrlichkeit ist wichtig – oder sollte es sein. Und Genauigkeit ist eine Voraussetzung für solide Gestaltung von Politik. Das Christentum wurde im Nahen Osten geboren. Die Christen haben – nicht ohne Schwierigkeiten – seit mehr als eintausend Jahren unter muslimischen Imperien, Kalifaten und Diktatoren im Nahen Osten überlebt. Heute werden sie von selbsterklärten Jihadisten im Nahen Osten ausgerottet. Das ist Völkermord.

Kongressabgeordnete haben Präsident Obama aufgerufen diese Begriff nicht später als am 17. März zu verwenden – ein Stichtag, von dem Sprecher der Administration heute sagen, er könne nicht eingehalten werden, weil eine juristische Überprüfung noch nicht beendet wurde. Die juristische Definition von Völkermord: „Taten, die mit der Absicht eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als Ganzes oder zum Teil zu vernichten.“

Das Haus erhöhte den Druck ein wenig, als es am Montag mit 393 zu 0 Stimmen eine Resolution verabschiedete, die den „Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit“ verurteilte, die sich gegen Christen, Jesiden, Kurden und andere religiöse und ethnische Minderheiten richten. „ISIS ist des Völkermords schuldig und es ist an der Zeit, dass wir die Wahrheit zu ihren Gräueltaten beim Namen nennen“, sagte der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Repräsentantenhauses, Ed Royce. „Ich hoffe die Administration und die Welt werden dasselbe tun, bevor es zu spät ist.“

Eine zweite, am Montag verabschiedete Resolution des Hauses fordert ein internationales Tribunal das Regime Baschar Assad in Syrien zur Verantwortung zu ziehen, das Mandant sowohl des Iran als auch Russlands und für zahlreiche und entsetzliche Kriegsverbrechen verantwortlich ist.

Es sollte nicht unbemerkt bleiben, dass die „Säuberung“ uralter christliche Gemeinschaften au sder muslimischen Welt einem historischen Augenblick der Vertreibung selbst der noch älteren jüdischen Gemeinschaften aus denselben Ländern folgt. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust wurden Juden im gesamten Nahen Osten intensivierter Verfolgung unterworfen.

Mancher wir argumentieren, dass diese eine Reaktion auf Israels Unabhängigkeitserklärung war. Aber wäre das beste Argument gegen eine Wiedergeburt des jüdischen Staates nicht gewesen zu demonstrieren, dass er nicht gebraucht wurde – dass mehrheitlich muslimische Länder niemals Völkermord unterstützen würden, wie es so viele Europäer gemacht hatten? Dass Toleranz sich auch auf Juden und andere Minderheiten erstreckt?

Fast eine Million Juden floh bald aus dem Irak, Ägypten, Libyen, Jemen und anderen Ecken der Region. Bald darauf stellten diese jüdischen Flüchtlinge und ihre Nachkommen mehr als die Hälfte der Bevölkerung Israels – des einzigen Staats im Nahen Osten, der heute Minderheitenrechte garantiert; des einzigen Staats im Nahen Osten, der heute eine wachsende christliche Bevölkerung hat.

Trotzdem (oder vielleicht zum Teil deshalb) hoffen Israels Nachbarn immer noch es zu vernichten. Letzte Woche startete der Iran testweise zwei ballistische Raketen. Auf der gesamten Länge der einen stand auf Hebräisch und Persisch geschrieben: „Israel muss vom Angesicht der Erde gewischt werden.“

Man muss es den Jihadisten lassen: Sie sind offen zu dem, was sie glauben und was sie vorhaben. Osama bin Laden sprach regelmäßig von der Verpflichtung „jüdische und christliche Kreuzuzügler“ zu bekämpfen.

Den Jihad als Verteidigung zu rechtfertigen ist eine clevere – wenn auch kaum originelle – Taktik. 1996 schrieb bin Laden in seiner ersten Al-Qaida-Fatwa, mit der er den Vereinigten Staaten den Krieg erklärte, vom „erbitterten jüdisch-christlichen Feldzug gegen die muslimische Welt“; er drängte die Muslime „den aggressiven Feind zurückzuschlagen, der die Religion und die Welt korrumpiert. Nichts verdient, nach dem Glauben, höhere Priorität, wie die religiösen Gelehrten es erklärt haben.“

Nein, Amerika, Israel und Europa befinden sich nicht mit dem Islam im Krieg. Aber ja, es gibt diejenigen innerhalb der islamischen Welt, die entschlossen sind Christen, Juden, Jesiden, Hindus, Buddhisten und andere zu töten – „die größeren Kuffar“ nannte bin Laden sie, ein verhöhnender Begriff für die, die den Islam nicht als die einzig wahre Religion annehmen.

Soldaten könnten mit mehr Leidenschaft kämpfen, wenn sie ihre Feinde hassen oder sie zumindest als weniger denn menschlich betrachten. Aber Ayatollah Ruhollah Khomeini, der die Islamische Revolution des Iran von 1979 anführte und Irans aktuelle Herrscher inspirierte, war nicht allein damit das Abschlachten von Nichtmuslimen als Akt der Freundlichkeit zu betrachten. „Wenn man einem Ungläubigen erlaubt in seiner Rolle als Verführer der Erde weiterzumachen, wird das Leiden des Ungläubigen nur noch immer schlimmer werden“, sagte er 1984. „Wenn man den Ungläubigen tötet und das ihn vom Begehen seiner Untaten abhält, wird sein Tod für ihn ein Segen sein.“

Daher dürften die Mörder der alten Männern und Frauen, Krankenpflegern und Nonnen in Aden – einer Stadt, die nach Eden benannt wurde – ihre Opfer nicht verachtet oder sie für solche Missstände wir die Kreuzzüge, die Niederlage des Osmanischen Reichs und den Zusammenbruch des Kalifats oder die Invasion des Irak verantwortlich gemacht haben. Sie werden gedacht haben, dass sie ihnen – und der Welt – einen Gefallen tun.

Das Journalisten, Diplomaten, Akademiker und politische Entscheidungsträger diese Realität anerkennen – DAS wären Nachrichten. Dass Herr Obama anerkennt, wie der Kongress ihn drängt, dass Christen in muslimischen Ländern heute Völkermord erleben, wäre ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung.

Muslime fordern den Löwenanteil christlicher Opfer

Raymond Ibrahim, 7. März 2016 (auch: FrontPage Magazine)

Open Doors, eine Organisation, die für verfolgte Christen eintritt, hat vor kurzem ihre neueste „World Watch List“ veröffentlicht – einen Bericht, der ein Schlaglicht auf die 50 Staaten, in denen es am schlimmsten ist Christ zu sein. Er stellte fest, dass 2015 für verfolgte Christen das „schlimmste“ Jahr der modernen Geschichte ist.

Wer beansprucht den Löwenanteil dieser nie da gewesenen Verfolgung? Muslime – aller Rassen, Nationalitäten, Sprachen und soziopolitischer Verhältnisse: Muslime, die aus Amerikas engsten Verbündeten kommen (Saudi-Arabien steht auf Platz 14) und seiner Gegner (Iran ist Nr. 9); Muslime aus „Islamischen Republiken“ (Afghanistan auf Platz 4) und aus „moderaten Staaten (Malaysia auf Platz 30 und Indonesien auf Platz 43); Muslime aus von Amerika geretteten Staaten (Kuwait auf Platz 41) und Muslime aus Staaten, die „Gründe zu Unmut“ gegenüber den USA haben (füllen Sie selbst aus: ___________________).

Der Bericht stellt fest, dass „islamischer Extremismus“ die Hauptquelle der Verfolgung in 41 der Top-50-Länder ist – das heißt 82 Prozent der Christenverfolgung weltweit wird von Muslimen betrieben. Was die zehn schlimmsten Christen verfolgenden Länder angeht, so sind neun davon mehrheitlich muslimisch – das heißt, 90 Prozent der Staaten, in denen Christen „extreme Verfolgung“ erleben, sind muslimisch.

Bedenkt man, dass in der World Watch-Liste 2016 Nordkorea – ein nicht islamisches Land – an erster Stelle der weltweit steht, warum dann auf der religiösen Identität der Muslime herumreiten? Gewiss suggeriert das, dass Christenverfolgung nicht für die islamische Welt intrinsisch ist, sondern eher ein Produkt repressiver Regime und anderer sozioökonomischer Faktoren – wie das Beispiel Nordkorea nahe legt und wie es viele Politiker und andere Schwätzer verfechten?

Hier kommen wir zu einigen kritisch wichtigen und selten eingestandenen Unterscheidungen. Während Christen in Nordkorea in der Tat unter extremer Verfolgung leiden, fällt das in den Bereich des Zeitweiligen und Anormalen. Etwas so Einfaches wie der Sturz des Regimes von Kim Jong-un könnte schnell zu einem Stopp der Verfolgung führen – genauso wie der Fall der kommunistischen Sowjetunion das Ende der religiösen Verfolgung brachte.. Die Leuchtkraft des Christentums in Südkorea weit darauf hin, was für das nördliche Gegenüber erwartet werden kann – und was also dort solche Angst schafft.

In der islamischen Welt würde ein ähnliches Szenario aber das Leiden der Christen kein bisschen erleichtern. Eher im Gegenteil: Wo Diktatoren (oft dank US-Unterstützung) stürzen – Saddam im Irak, Gaddafi in Libyen und die andauernden Versuche gegen Assad in Syrien – nimmt die Christenverfolgung dramatisch zu. Heute ist der Irak für Christen der zweitschlimmste Staat der Welt, Syrien liegt an fünfter Stelle und Libyen an zehnter. Vor einem Jahrzehnt, unter den „bösartigen“ Diktatoren, lag der Irak auf Platz 32, Syrien auf 47 und Libyen auf 22.

Der Unterschied zwischen muslimischer und nichtmuslimischer (d.h. kommunistischer) Verfolgung von Christen liegt darin, dass Letztere oft in einem bestimmten Regime wurzeln. Umgekehrt ist Christenverfolgung durch Muslime beständig, existenziell und übersteigt bei weitem dieses oder jenes Regime oder Herrscher. Sie ist fester Bestandteil der Geschichte, Doktrin und soziopolitischen Aufbaus des Islam – daher seine Hartnäckigkeit; daher seine Allgegenwart.

Darüber hinaus ist atheistischer Kommunismus ein relativ neues Phänomen – etwa ein Jahrhundert alt – und im Verlauf der Jahre schwand seine Herrschaft (wenn auch nicht die Varianten seiner Ideologie) enorm, so dass heute nur noch eine handvoll Staaten kommunistisch ist.

Andererseits ist die muslimische Christenverfolgung so alt wie der Islam. Sie ist eine gut dokumentierte, wenn auch unterdrückte Geschichte.

Um die Unterschiede zwischen zeitweiliger und existenzieller Verfolgung besser begreifen zu können, betrachte man Russland. Unter dem Kommunismus wurden seine Christen verfolgt; aber heute, nach dem Fall der UdSSR, holt Russland sich sein christlich-orthodoxes Erbe zurück.

Nordkorea – wo Kim Jong-un als Gott verehrt und das Volk vor der Wirklichkeit abgeschirmt wird – scheint zu erleben, was Russland unter der Sowjetunion erlebte. Aber wenn die einst mächtige UdSSR nicht durchhalten konnte, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Mauern des winzigen Nordkorea bröckelt, mit der sich daraus ergebenden Religionsfreiheit, die ehemals kommunistische Staaten erlebt haben. (Bezeichnenderweise sind die einzigen Länder, die Teil der Sowjetunion waren und weiter Christen verfolgen, muslimische wie Usbekistan auf Rang 15 und Turkmenistan auf Rang 19.)

Die Zeit ist allerdings nicht auf der Seite der Christen, die unter Muslimen leben; ganz im Gegenteil.

Kurz gesagt: Muslimische Christenverfolgung existiert heute in 41 Staaten als Teil eines Kontinuums – oder einer „Tradition“ – die vor fast 14 Jahrhunderten begann. Wie ich in Crucified Again: Exposing Islam’s New War on Christians dokumentiere, sind genau dieselben, heute in der gesamten muslimischen Welt weit verbreiteten Muster der Christenverfolgung oft identisch mit denen aus vergangenen Jahrhunderten.

Eine letzte Überlegung: Nordkorea, der eine nichtmuslimische Staat, der es in die Top 10 der Lieste der schlimmsten Verfolger schafft, wird von einem weithin als unausgeglichenen Größenwahnsinnigen betrachteten regiert; Im Gegensatz dazu werden die übrigen neun Staaten nicht von irgendwelchen „Personenkult-Persönlichkeiten“ beherrscht und unterschiedlich regiert: Dazu gehören parlamentarische Demokratien (Irak), parlamentarische Republiken (Pakistan und Somalia), Einparteien- oder Präsidialrepubliken (Eritrea, Sudan und Syrien), islamische Republiken (Afghanistan und Iran) sowie im Übergang befindliche bzw. umstrittene Regierungen (Libyen). Betrachtet man die übrigen muslimischen Staaten, die die Liste der Top-50-Verfolger ausmachen, dann wuchern sogar noch mehr Regierungsformen, zum Beispiel Monarchien (Saudi-Arabien auf Platz 14).

Der gemeinsame Nenner ist: Es sind alles islamische Staaten.

Damit werden lange nachdem Nordkoreas psychotischer Kim Jong-un der Vergangenheit angehören wird, Dutzende Millionen Christen und andere „Ungläubige“ weiterhin extreme Verfolgung erleiden, bis das, was im siebten Jahrhundert begann, verwirklicht sein wird und die gesamte islamische Welt „frei von Ungläubigen“ wird.

Sich dieser unbehaglichen und lieber ungesagt gelassenen Tatsache zu stellen ist der erste echte Schritt zum Lindern der Leiden der überwiegenden Mehrheit der Christen in aller Welt.

Leider ist es aber offensichtlich, dass zwar mancher bereit ist darauf hinzuweisen, dass Christen in der gesamten muslimischen Welt verfolgt werden – warum das der Fall ist, warum 82% der Verfolgung in der Welt von Muslimen aus einer Vielzahl von Hintergründen und Verhältnissen betrieben wird – das, was nur wenige ansprechen wollen. Denn das zu tun würde einige lange geltende und in Ehren gehaltene Prämissen des modernen Westens – deren wichtigster die Doppeldoktrin des religiösen Relativismus und des Multikulturalismus ist – kollabieren lassen.

Weltkarte: Gewaltsame Christenverfolgung durch Muslime

Die christliche Hilfsorganisation he Voice of the Martyrs Canada (VMO) hat eine neue „Gebets-Landkarte“ veröffentlicht, die weltweit die Länder hervorhebt, in denen Christen gewaltsamer Verfolgung durch islamische Extremisten ausgesetzt sind.

Die Organisation sagt, dass der Hauptzweck der Karte darin besteht „Menschen zu ermutigen für verfolgte Christen zu beten“. Ein kurzer Überblick über die Karte dient dazu viel über den Zustand der Christenverfolgung in der gesamten Welt zu erfahren, besonders durch den radikalen Islam.

Eine Landkarte zum Ausdrucken findet sich hier.

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Eingeschränkt: Die braunen Felder kennzeichnen Länder, in denen die Politik oder die Praxis der Regierung verhindern, dass Christen Bibeln oder christliche Literatur erhalten können. Ebenfalls dazu gehören Länder, in denen von der Regierung genehmigte Umstände oder antichristliche Gesetze dazu führen, dass die Glaubenden schikaniert, ins Gefängnis gesteckt, getötet oder ihrer Grundbedürfnisse beraubt werden.

Feindselig: Die grauen Felder kennzeichnen Länder, in denen Regierungen freie Religionsausübung in ihren Gesetzen oder der Verfassung verkünden, sich aber nicht darum kümmern, wenn Christen wegen ihrer Identität (Glauben) oder als Zeugen Opfer von Gewalt werden.

Unter Beobachtung: Die gelblichen Felder bezeichnen Länder, die beobachtet werden, weil es einen verstärkten Trend zu Verfolgung von Christen gibt, wo die Regelmäßigkeit oder Schwere der Verfolgung aber noch nicht die Kriterien für „feindselig“ erfüllen.

 

 

Informationen: Israel National News, 5. Februar 2016

 

Warum lassen wir die Christen im Stich?

David Suissa, 22. November 2015 (Jewish Journal)

In all dem selbstgerechten Gerede, das wir zu muslimischen Flüchtlingen aus Syrien gehört haben, wer redet da über die Christen? Im Verlauf der letzten Jahre ist keine Religionsgruppe im gesamten Nahen Osten stärker verfolgt worden als die Christen. Und doch gibt es kaum einen Pieps.

Ja, der jüdische Weg ist kein entweder – oder. Wir sollen inklusiv sein. Warum, bei all den schönen, herzlichen Empfindungen, die so viele amerikanische Juden für muslimische Flüchtlinge zum Ausdruck bringen, schließen wir die unterdrückten Christen nicht in unsere Herzen?

Aus irgendeinem Grund scheint die Vorstellung von „leidenden Muslimen“ beim linken Herzen mehr Resonanz zu finden als „leidende Christen“. Vielleicht werden Muslime als „exotischer“ oder „missverstandener“ verstanden; vielleicht ist es die Tatsache, dass viele Linke die fundamentalistischen Christen in Amerika mit ihren Einstellungen gegen Abtreibung und Homosexualität verachten.

Was immer es ist, die armen Christen scheinen keine Chance zu haben. Eine Pew-Studie von 2012 stellte fest: „Christen sind weiterhin die am stärksten unterdrückte Religionsgruppe der Welt.“

Selbst die zwei prominentesten Christen der Welt – Präsident Barack Obama und Papst Franz – haben kaum ein Wort über das Leid der christlichen Flüchtlinge in Syrien verloren.

Das derzeitige Flüchtlingssystem begünstigt auf überwältigende Weise muslimische Flüchtlinge. Obwohl Christen mehr als 10 Prozent der syrischen Bevölkerung stellen, gibt es unter den bisher in den USA aufgenommenen 2.184 syrischen Flüchtlingen nur 53 Christen, während 2.098 Muslime sind.

Diese geringe Zahl ist tragisch, denn in muslimischen Ländern lebende Christen befinden sich in einer besonderen Notlage. „ISIS Und andere extremistische Bewegungen quer durch die Region“, schrieb Eliza Griswold letzten Juli in der New York Times, „versklaven, töten und entwurzeln Christen, ohne dass Hilfe in Sicht wäre.“

Der Schriftsteller und Arabien-Experte Raymond Ibrahim fügt hinzu: „Durch die Hand des Islamischen Staats, der angeblich die Migrantenkrise herbeiführte, sind Christen wiederholt gezwungen worden Christus abzuschwören oder zu sterben; sie sind versklavt und vergewaltigt worden; Und sie von ihren Kirchen wurden mehr als 400 geschändet und zerstört.“

Diese furchtbare Situation, schreibt Ibrahim, war nicht immer so: „Christen und andere religiösen Minderheiten flohen nicht aus Bashar Assads Syrien, Saddam Husseins Irak oder Muammar Gaddafis Libyen. Ihre systematische Verfolgung begann erst nachdem die USA in diesem Ländern im Namen der ‚Demokratie‘ intervenierten, aber nur den Erfolg hatten, die jihadistischen Terroristen loszulassen, die die Diktatoren lange unterdrückt hielten.“

Böse durch noch Bösere ersetzen – das scheint die Natur des Biestes im Dschungel des Nahen Ostens zu sein.

Wenn wir glauben wir an das Konzept der Selektierung – sich zuerst um die dringendsten Fälle zu kümmern – sollte der Westen sich jedenfalls ernsthaft die Not der Christen im Nahen Osten klar machen, die kein „christliches Land“ in der Gegend haben, in das sie flüchten können.

Es gibt viele arabische/muslimische Länder, die muslimische Flüchtlinge aufnehmen könnten, das aber ablehnen. Die Washington Times berichtete kürzlich, dass Saudi-Arabien mehr als 100.000 leere, klimatisierte Zelte hat, die bis zu 3 Millionen Flüchtlinge beherbergen könnten, dass es aber seine Türen für die Mitmuslime in Not verschlossen hat. Ich schätz, ölreiche arabische Länder kalkulieren, dass der „mitfühlende Westen“ sie bewältigen kann.

Die Ironie ist, dass genau die Verfolgung der Christen es schwieriger macht sie zu retten. Wie Patrick Goodenough auf CNSNews.com berichtet, verlässt sich die US-Regierung im Flüchltings-Zulassungsverfahren auf die Vereinten Nationen – und da syrische Christen oft Angst haben sich bei der UNO zu registrieren, werden sie und andere Nichtmuslime außen vorgelassen.

Das bedeutet, dass Flüchtlinge, die Rettung am nötigsten haben, am schwierigsten zu erreichen sind. Aber ist das nicht die wahre Bedeutung von Mitgefühl – die Extrameile zu gehen, für die, die es am nötigsten brauchen? Selbst wenn wir die Sorge um muslimische Terroristen, die möglicherweise die Flüchtlinge infiltrieren, beiseite lassen und uns nur die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse ansehen: Sind wir es den Christen nicht schuldig, dass wir ihrer Not mehr Aufmerksamkeit widmen?

Wenn das mächtigste Land der Erde die Extrameile zur Rettung christlicher Flüchtlinge nicht gehen kann, wer wird es tun?

Wenn das mächtigste Land der Erde nicht für die am meisten Unterdrückten einstehen kann, wer wird es tun?

Wer wird für die am meisten verfolgte Religionsgruppe der Welt eintreten?

Wer wird den Hashtag #IamChristian (Ich bin Christ) starten?

Der Umgang mit Kirchenschändung in Israel und in den (deutschen) Medien

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 18. Juni 2015 (direkt vom Autor)

In der Nacht zum Donnerstag haben Unbekannte einen Brand in der berühmten Brotvermehrungskirche in Tabgha am See Genezareth gelegt und hebräische Graffiti hinterlassen: „Götzendiener werden ausgerottet“. Ein 75 Jahre alter Priester und eine 19-jährige Volontärin erlitten leichte Rauchverletzungen. Fünf Teams der Feuerwehr von Tiberias waren schnell zur Stelle und konnten den Brand unter Kontrolle bringen, ehe er auf das Kirchengebäude übergegriffen war. Der Empfangsraum, ein Andenken-Laden und ein Büro der deutschen Benediktiner war durch die Flammen zerstört worden.

Am Donnerstag beherrschte der Überfall die Nachrichten in den israelischen Medien.

Innerhalb von Stunden hatte die Polizei eine Gruppe von 16 Talmudschülern aus dem Zentrum Israels verhört und wieder freigelassen, weil sich kein Zusammenhang zu der Tat herstellen ließ. Der Polizeiminister wies die Polizei an, der Aufklärung dieser Kirchenschändung höchste Priorität einzuräumen. Premierminister Benjamin Netanjahu verurteilte die Schändung mit scharfen Worten und wies seinen Geheimdienstchef Josef Pardo an, mit dem Inlandsgeheimdienst Schin Beth die Täter ausfindig zu machen. Politiker aller Fraktionen, der Regierungskoalition wie der Opposition verurteilten die Tat und beklagten den schweren Schaden für Israels ansehen.

Im Rundfunk und Fernsehen kamen der Prior der Kirche in Tabgha und der hebräische sprechende stellvertretende Vize-Patriarch David Neumann zu Wort. Sie riefen die Christen auf, gerade jetzt das Heilige Land zu besuchen. Es bestehe keine Gefahr. Beide riefen die Religionsführer der drei monotheistischen Religionen auf, Toleranz, Respekt und gegenseitiges Verständnis vor allem jungen Menschen zu predigen. Einfache Israelis seien aus Tiberias gekommen, um vor der Kirche zu weinen.

Tabgha zieht Pilger an und gilt neben Kapernaum als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte im Norden Israels.

Der deutsche Botschafter Andreas Michaelis fuhr sofort nach Tabgha, um dort seine Abscheu zu äußern. Seine Worte wurden in allen israelischen Medien zitiert. Zuvor hatte die deutsche Botschaft in Tel Aviv eine Verurteilung veröffentlicht: “Es muss sichergestellt werden, dass diese Einrichtungen in Israel, ebenso in Deutschland und Europa, geschützt sind und bleiben.” Da Diplomaten bekanntlich ihre Worte gut auswählen, klingt es, als wäre der Schutz “dieser Einrichtungen” in anderen Ländern weniger bedeutsam.

Dieser Ansicht scheinen sich auch die deutschen Medien angeschlossen zu haben. Dem Anschlag im israelischen Tabgha, mutmaßlich durch jüdische Extremisten, haben sie große Schlagzeilen gewidmet. Sie sind sogar über die Täter besser informiert, als die israelische Polizei. Die Täter seien „Siedler“, obgleich es Extremisten mit Hass auf Christen und andere Nicht-Juden durchaus auch in Israel gibt und nicht nur unter den „Siedlern“ in den besetzten Gebieten.

In deutschen Medienberichten fällt auf, dass der Anschlag in Israel eine überproportionale Beachtung findet. In der gleichen Woche gab es jedoch auch Anschläge auf christliche Kirchen in anderen Ländern, mit ungleich schlimmeren Folgen. Die Identität der mutmaßlichen Täter scheint in Deutschland größere Bedeutung zu haben, als die Folgen des Anschlags, zumal es in Israel keine Toten und nur Sachschaden gegeben hat.

In Lahore in Pakistan sprengte ein Selbstmordattentäter in einer gefüllten Kirche eine Bombe und tötete 17 Menschen. Er verletzte 80, während vor der Kirche ein Kumpan mit dem Maschinengewehr schoss. In der Schlagzeilen wurde erwähnt, dass zwei Helfer der Terroristen zu Tode gelyncht worden seien.
In Charleston in den USA erschoss ein Weißer 9 Menschen in der schwarzen Emanuel AME Church.
Ein Report beschuldigte Syriens Assad-Regierung, 40 Attacken auf Kirchen durchgeführt zu haben, darunter auf das Mar Elias Kloster, dessen Prior entführt worden sei. In Homs sei die römisch-katholische “Lady of Peace” Kirche sechsmal mit Mörsern und Raketen angegriffen worden. Eine Mine in der Kirche habe einen Mann getötet. Am Donnerstag seien nach Angaben der Nachrichtenagentur Aina ein assyrischer Priester und ein Dekan aus dem Mar Ilyan al-Sharqi Kloster entführt worden, darunter der Prior des Klosters, Fr. Jacques Murad. Von den 2013 in der Gegend von Aleppo entführten assyrischen und griechischen Bischöfen fehlt bis heute jede Spur. Ebenso seien der syrisch-orthodoxe und der griechisch orthodoxe Erzbischof, Paul Yazigi und Yohanna Ibrahim, während “humanitärer Hilfe” aus dem Dorf Dael von “terroristischen Gruppen” entführt worden.

Die nigerianische Terror-Gruppe Boko Haram habe zwei Dörfer im benachbarten Niger angegriffen, darunter Kirchen, und 40 Menschen getötet. Insgesamt habe Boko Haram 13.000 Menschen getötet und 1,5 Millionen in die Flucht getrieben.

Während deutschsprachige Medien und sogar der Vatikan weitgehend schweigen, findet man in englischsprachigen Medien noch unzählige weitere Attacken auf Christen und ihre Gotteshäuser. In der zentralafrikanischen Republik seien bei Attacken schwerbewaffneter muslimischer Fulami Hirten 8 Kirchen, Missionszentren und eine unbekannte Zahl christlicher Heime in der Provinz Nana Grebizi niedergebrannt worden. In Ägypten wurden zahlreiche koptische Kirchen verbrannt und angegriffen, was zu einem Exodus einer der ältesten christlichen Gemeinschaften geführt hat. Im Irak haben Islamisten von IS nicht nur chaldäische Kirchen aus dem 10. Jahrhundert, sondern auch Heiligtümer aus den letzten 3000 Jahren zerstört. Die meisten Christen im Irak flohen, wenn sie vorher nicht ermordet worden sind.

In den deutschen Medien macht sich niemand die Mühe, die Massaker, Vertreibungen und Zerstörungen christlicher Kulturgüter einzeln zu verfolgen. Diese Liste lässt sich noch beliebig ausweiten auf Kenia, Libanon, Libyen, wo 21 koptische Christen von dem IS am Strand geköpft worden sind, Uganda, und andere Länder.