Das Problem ist nicht der Islamische Staat, sondern islamischer Hass

Raymond Ibrahim, 10. Mai 2017 (FrontPage Magazine)

Eine Lüge verbirgt die Wahrheit. Und hässliche, aber verborgene Wahrheiten haben nie eine Chance eingestanden, angegangen und gebessert zu werden. Wegen dieser einfachen Binsenwahrheit hat eine der größten Lügen unserer Zeit – dass im Namen des Islam begangene Gewalt nichts mit dem Islam zu tun hat – einen eigentlich schwachen Islam zur Geißel der modernen Welt gemacht, ohne das es ein Zeichen der Erleichterung am Horizont gibt.

Daher ist es nützlich die von den Lügnern in Regierung, Medien und akademischer Welt verwendeten Hauptstrategie zu entlarven: 1) die arttypischen, aber chronischen täglichen Berichte über muslimische Gewalt gegen Nichtmuslime rund um den Globus werden ignoriert; 2) nur spektakuläre muslimische Gewalt werden angesprochen, die dann, weil sie fast immer von professionellen Jihadistengruppen begangen werden, als begrenzte, zeitweilige, örtliche Probleme dargestellt werden können: Besiegt diese bestimmte „Terrorgruppe“ und das Problem verschwindet.

Als Beispiel brachten Sie bitte die islamischen Angriffe auf christliche Kirchen. Letzten Monat, als zwei ägyptische Kirchen mit Bomben angegriffen wurden, was zu 51 Toten Gläubigen führte, stellte jedermann rasch heraus, dass etwas namens „ISIS“ – das natürlich „nichts mit dem Islam zu tun hat“ – dafür verantwortlich war.

Ostersonntag 2016 wurden fast 5.000km von Ägypten entfernt in Pakistan rund 70 Christen bei einem Bombenanschlag getötet, der sich ausdrücklich gegen Osterfeiern richtete. Damals wurde uns erzählt, dass etwas namens „Taliban“ – hat ebenfalls nichts mit dem Islam zu tun – dafür verantwortlich war.

Derweil werden rund 5.000km westlich von Ägypten, in Nigeria, Christen ebenfalls angegriffen. Dort sind 11.500 Cristen getötet und 13.000 Kirchen zerstört worden. Nach Angaben der offiziellen Darstellung ist etwas namens „Boko Haram“ dafür verantwortlich. Das ist eine weitere Gruppe, die gewohnheitsmäßig an Weihnachten und Ostern Kirchen bombardiert; eine weitere Gruppe, von der uns erzählt wird, das sie „nichts mit dem Islam zu tun hat“, sondern ein begrenztes, zeitweiliges und örtliches Problem ist: Besiegt sie und das Problem verschwindet.

Das Problem besteht nicht nur darin, dass die Lügner in den Medien, der Regierung und der akademischen Welt es ablehnen die Zusammenhänge herzustellen und darauf bestehen jede der erwähnten Gruppen als eigene, eingeschränkte Gruppe mit unterschiedlichen „politischer“ oder „territorialer“ Motivation zu behandeln – wovon nichts mit dem Islam zu tun hat. Das größere Problem ist: Gewöhnliche Muslime, die nicht „ISIS“, „Taliban“, „Boko Haram“ oder „Al-Qaida“ genannt werden, begehen ähnliche Taten – und das regelmäßiger – obwohl dies von den Großen Medien selten erwähnt wird, damit die Leute nicht anfangen die Zusammenhänge herzustellen.

Folglich sind, obwohl ISIS den Bombenanschlag vor Ostern auf eine Kirche für sich beanspruchte, sind es gewöhnliche ägyptische Imame, „die der Öffentlichkeit über Lautsprecher Hass und Gewalt gegen Christen predigen“; es sind gewöhnliche Muslime, die „alle zwei oder drei Tage“ Christen verfolgen; gewöhnliche Muslime, die Muslime randalieren und töten, wann immer ein Gerücht aufkommt, dass eine Kirche gebaut werden soll oder dass ein junge Kopte Mohammed „lästerte“ oder dass ein Christ mit einer muslimischen Frau ausgeht. Kurz gesagt: Es sind gewöhnliche Muslime – nicht ISIS – die dafür sorgen, dass Ägypten der schlimmste Staat des 21. Jahrhunderts ist, um dort als Christ zu leben.

Gleichermaßen sind es, auch wenn die Taliban die Osterbomben von 2016 für sich reklamieren, gewöhnliche Muslime, die in Pakistan Christen fast täglich diskriminieren, verfolgen, versklaven, vergewaltigen und ermorden, was diesen Staat zum viertschlimmsten der Welt macht, um dort als Christ zu leben. Und obwohl Boko Haram immer für die spektakuläreren Anschläge auf Christen und ihre Kirchen verantwortlich gemacht wird, sind es gewöhnliche Muslime, einschließlich muslimischer Fulani-Hirten, die Nigeria zum zwölftschlimmsten Staat macht, um dort als Christ zu leben.

Das ist das wahre Problem. Während die Medien die Terrorgruppen als Verantwortliche für besonders spektakuläre Anschläge nennen mögen, werden wenige zugeben, dass Muslime allgemein überall in der Welt ähnliche Gewalttaten und Intoleranz gegen Nichtmuslime betreiben. In der Tat sind Muslime – aller Rassen, Nationalitäten, Sprachen und soziopolitischen und wirtschaftlichen Hintergründe, kaum nur „Terrorgruppen“ – verantwortlich für die Verfolgung von Christen in der 50 schlimmsten Staaten der Welt dafür Christ zu sein. Entsprechend ist, was „extremistische“, „terroristische“ und „militante“ Gruppen tun, nur die auffällige Spitze des Eisbergs dessen, was Muslime überall auf der Welt tun. (S. die Berichte „Muslim Persecution of Christians[1], die ich seit Juli 2011 jeden Monat zusammenstelle und die die pausenlose Diskriminierung, Verfolgung und Blutbad bezeugen. Jeder monatliche Bericht enthält Dutzende Gräueltaten, von denen die meisten rund um die Uhr berichtet würden, würden sie von Christen an Muslimen verübt.)

Es ist es wert wiederholt zu werden: Die Medien decken den Islam nicht nur, indem sie vorgeben, die von islamischen Gruppen gegen Nichtmuslime verübten spektakulären Anschläge seien begrenzt, lokal und überaus unbedeutend, „haben nichts mit dem Islam zu tun“. Sie decken den Islam, indem sie nicht über die tagtägliche Verfolgung von nicht muslimischen Erfahrungen durch die Hände gewöhnlicher Muslime – muslimischer Einzelpersonen, muslimischer Mobs, muslimischer Polizei und muslimischer Regierungen (einschließlich Amerikas engster „Freunde und Verbündeter“) – und kaum nur muslimische „Terroristen“. Sie wagen es nicht die Zusammenhänge herzustellen und ein ganzheitliches Bild anzubieten, das dies nicht nur diese oder jene Gruppe anklagt, sondern den Islam allgemein.

Entsprechend muss die Welt weiterhin unter islamischer Aggression leiden. Diese Lügen haben nict nur erlaubt, dass in der muslimischen Welt zahllose Unschuldige in Vergessenheit verfolgt wurden, sondern sie haben erlaubt, dass dieselbe Verfolgung in Amerika und Europa Einzug hält, in jüngster Zeit über Massenimmigration.

Die Tatsache bleibt: Eine hässliche Wahrheit muss erst einmal eingeräumt werden, bevor sie behoben werden kann. Es mag schwer sein eine hässliche Wahrheit zuzugeben – dass der Islam, nicht der „radikale Islam“ Hass auf und Gewalt gegen Nichtmuslime fördert – aber alles darunter wird einfach nur weiter die Lüge nähren, hießt: weiterhin Jihad und Terror nähren.

Kurz gesagt: Das Problem besteht weniger im „Islamischen Staat“; es besteht im islamischen Hass. Ersterer ist nur eine der vielen zweitweise vorhandenen und historischen Erscheinungsformen des Letzteren, der als integraler Teil des Islam Zeit und Raum überschreitet.

[1] Verfolung von Christen durch Muslime

Warum Islamisten und Faschisten Christen verfolgen

Raymond Ibrahim, 28. April 2017 (FrontPage Magazine)

Seine Studie des Center for Studies on New Religions (Zentrum zum Studium neuer Religionen) in Europa bestätigte gerade, dass „Christen weiterhin die am stärksten verfolgten Gläubigen der Welt sind; im letzten Jahr [2016] wurden mehr als 90.000 Anhänger Jesu getötet.“ Das ergibt rechnerisch einen Toten alle sechs Minuten. Die Studie stellte zudem fest, dass 600 Millionen Christen weltweit wegen der Ausübung ihrer Religion verfolgt wurden.

Welche Gruppe neigt am stärksten dazu weltweit Christen zu verfolgen? Die Antwort darauf wurde durch eine weitere aktuelle Studie klar; sie stellte fest, dass von den zehn Staaten weltweit, in denen Christen die schlimmste Verfolgung erleiden, neun islamisch sind, auch wenn das schlimmste – Nordkorea – das nicht ist.

Was ist an Christen, das aus einigen Leuten, mehrheitlich Muslimen, das Schlimmste zutage fördert? Drei Hauptgründe fallen einem da ein, obwohl es mehr gibt:

  • Das Christentum ist die zahlenmäßig größte Religion der Welt. Es gibt praktisch überall rund um den Globus Christen, auch in einem Großteil der muslimischen Welt. Darüber hinaus sind Muslime, weil eine ganze Menge des vom Islam im Verlauf der Jahrhunderte eroberten Territoriums ursprünglich christlich war – darunter der gesamte Nahe Osten, die Türkei und Nordafrika – immer noch mit Resten des Christentums konfrontiert. Allein in Ägypten, das vor der islamischen Invasion das Zentrum des frühen Christentums war, verbleiben mindestens 10 Millionen Christen. Kurz gesagt: Allein wegen ihrer schieren Anzahl ist es wahrscheinlich, dass Christen in der muslimischen Welt mehr unter dem Islam leiden als andere „Ungläubige“.
  • Die Christenheit ist der „Verkündigung des Evangeliums“ (wörtlich: die gute Botschaft) Keine andere große Religion – weder Buddhismus noch Hinduismus oder Judentum – hat diesen missionarischen Standpunkt. Diese Religionen tendieren zu decken sich mit bestimmten Ethnien und bestimmten einheimischen Örtlichkeiten. Die einzige andere Religion, die hat, was als missionarisches Element beschrieben werden kann, ist der Islam selbst. Weil das Christentum die einzige Religion ist, die Muslime aktiv mit den Wahrheiten ihrer eigenen Botschaft in Frage stellt, ist es auch die Religion, der am stärksten vorgeworfen wird zu missionieren, was unter dem islamischen Gesetz verboten ist. Und mit dem öffentlichen Aussprechen von Lehre, die der Mohammeds wiederspricht – einschließlich der Kernbotschaft des Christentums – kollidieren die Christen auch mit den Blasphemie-Gesetzen des Islam. Daher gehen Muslime, die zu anderen Religionen übertreten – und dafür bestraft werden, manchmal mit dem Tod – zum Christentum.
  • Das Christentum ist die für Märtyrertum exemplarische Religion. Von Anfang an – beginnend mit Jesus und gefolgt von seinen Jüngern und zahllosen anderen der frühen Kirche – sind viele Christen bereit gewesen lieber den Tod hinzunehmen, als aufzuhören das Evangelium zu verbreiten – oder, schlimmer dem Glauben abzuschwören; das war in der Antike durch die Hand des heidnischen Römischen Imperiums offensichtlich und im Mittelalter (und der Moderne) durch die Hand der Muslime und anderer Verfolger. Praktisch keine andere Religion ermutigt ihre Anhänger dazu lieber den Tod zu begrüßen als dem Glauben zu entsagen. So sagt Christus: „Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen“ (Matth. 10,33; s. auch Lukas 14,33), lehrt der Islam Muslime Mohammed zu verheimlichen und sogar in der Öffentlichkeit zu verleugnen, statt zu sterben. Zudem genehmigen andere Religionen und Sekten Verstellung, um das Leben ihrer Anhänger zu erhalten. Ein Missionar des 19. Jahrhunderts beobachtete, dass im Iran der „Bahaismus Gefallen an Taqiyya [Verbergen des Glaubens] als Pflicht findet, das Christentum jedoch öffentliche Bekundung fordert; und damit ist es in Persien weit leichter ein Bahai zu werden als ein Christ.“[1]

Natürlich zielen die unterdrückerischen Gesetze des Islam auf Mitglieder aller Religionen. Viele freimütige muslimische Abgefallenen im Westen, die niemals zum Christentum konvertierten, müssen ihre Hinrichtung fürchten, sollten sie je ihren ehemaligen Glaubensbrüdern in die  Hände fallen. Sie befinden sich aber heute hier, gesund und munter im Westen und warnen uns, genau deshalb, weil sie die spirituellen Wahrheiten des Islam nicht in Frage stellten, als sie in seinem Schatten lebten – und warum hätten sie das tun sollen? Wenn das Leben auf das Jetzt beschränkt ist, wie es in der säkularen Weltanschauung der Fall ist, warum es riskieren, besonders wenn keinen Staub aufzuwirbelt, wie es viele „moderate Muslime“ tun, es einem retten wird?

Seit seinen Anfängen ist es in der Tat der Hang des Christentums es abzulehnen sich zu fügen, das Faschisten und Herrenmenschen aller Couleur – vom antiken Römischen Imperium (von dem das Wort faschistisch abgeleitet ist) bis zum Nordkorea von heute – dazu gebracht hat Christen zu verfolgen. Letztere haben eine lange Geschichte der Ablehnung zu schweigen und die Art von Lippenbekenntnissen abzulegen, die alle anderen bereits sind zu geben, um klarzukommen.

Genauso, wie Jesus Pilatus ärgerte, indem er es ablehnte einige Worte auszusprechen, die sein Leben retten würden – „Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht, dich zu kreuzigen?“, fragte der fassungslose Prokurator (Joh. 19,10) – seine Jünger und zahllose andere Christen der Antike trotzten dem Römischen Imperium, was mehrere Imperatoren dazu veranlasste das anzustoßen, was, zumindest bis jetzt, für die schlimmste Verfolgen von Christen in der Geschichte gehalten wird; und heute trauern zahllose Christen der Moderne und werden folglich – von Nordkorea bis in jede Ecke der muslimischen Welt – aus genau denselben Gründen von ihren totalitären Herren bestraft.

[1] Samuel M. Zwemer: The Law of Apostasy in Islam: Answering the Question Why There are so Few Moslem Converts, and Giving Examples of Their Moral Courage and Martyrdom. London (Marshall Brothers) 1916, S. 25.

Islamische Projektion: Warum Muslime Ungläubige hassen

Raymond Ibrahim, 29. März 2017 (FrontPage Magazine)

Eine wenig bekannte Tatsache: Wenn Muslime religiöse Minderheiten in ihrer Mitte verfolgen, dann rechtfertigen sie das oft, indem sie die übelsten Aspeke des Islam auf “Ungläubige” projizieren. Ein sehr bekanntes Phänomen, „Projektion“, wird definiert als „Übertragung der eigenen Ideen, Gefühle oder Einstellungen auf andere Personen“.[1] Ein akademischer Artikel erklärt: „Projektion erlaubt des dem Mörder seinen (inakzeptablen) Wunsch zu töten (foltern, vergewaltigen, stehlen, dominieren usw.) auf eine (bestimmte) Zielgruppe oder Person zu projizieren. Das dämonisiert das Ziel, wodurch es noch akzeptabler wird es zu töten.

Entsprechend würde jeder, der das neueste von ISIS zu Gewalt gegen Ägyptens Kopten aufrufende Video ansieht, glauben, dass die christliche Minderheit die muslimische Mehrheit unterdrückt – daher die Notwendigkeit des „heldenhaften“ ISIS „zurückzuschlagen“. Gleichermaßen schlachtete ISIS 2016 21 ägyptische Christen an den Stränden Libyens ab und erstellte ein Video davon, der sein Tun als „Vergeltung“ an der koptischen Kirche darstellte, die ISIS bizarrerweise beschuldigt muslimische Frauen zum Übertritt zum Christentum zu zwingen – alles Dinge, die Muslime regelmäßig Christen in Ägypten antun. (Offenbar war das Töten von fast 60 Christen in einer Kirche in Bagdad ein paar zuvor – was die Jihadisten dann ebenfalls als Vergeltung gegen die Zwangskonvertierung muslimischer Frauen darstellten – nicht genug.)

Wenn ein muslimischer Geistlicher sagte, „Wann immer sie [die USA] in ein muslimisches Land einmarschieren, dann schlagen sie an einem Sonntag zu. Immer“, dann projizierte er, was der von muslimischen Angriffen auf Ungläubige kennt. Sehen Sie sich fast jeden Bericht muslimischer Mob-Anschläge gegen Christen und ihre Kirchen an, besonders in Ägypten; sie finden fast immer an Freitagen statt – und das ganz natürlich: Denn das ist der ein Tag in der Woche, an dem Muslime sich in Moscheen zum Gebet versammeln, nur um ohne Ausnahme Predigten zu hören, die sie gegen Ungläubige aufbringen.

Das beste Beispiel ist aber vielleicht Ayat Oraby – die Muslima mit dem lächelnden Gesicht und dem pinkfarben Hijab, eine Aktivistin mit vielen muslimischen Anhängern in den sozialen Medien. In einem von ihr vor ein paar Monaten (um dieselbe Zeit, in der ein Kenner sagte, ägyptische Christen würden „alle zwei oder drei Tage“ Anschläge erleiden), erstellten Video versuchte diese muslimische Frau so viel Feindseligkeit wie möglich gegen die Kopten zu schüren; und sie machte das, indem sie sie beschuldigte Muslimen anzutun, was Muslime immer ihnen antun. Nachdem sie die koptische Kirche einen „Haufen Gangster“ und „eine totale Mafia“ nannte, die „hinter den Kulissen [Ägypten] regieren“, beschuldigte sie sie „Waffen in Kirchen zu horten“ und „danach zu streben einen koptischen Kleinstaat zu schaffen“, als Bemühung weiter „einen Krieg gegen den Islam“ zu führen.

Derweil ist zurück in der wirklichen Welt – die aus rund 200 Staaten besteht – Ägypten auf Platz 21 der für Christen schlimmsten Länder, in denen sie leben; sie erfahren dort nach Angaben von Open Doors, einer internationalen Menschenrechtsorganisation, „sehr starke Verfolgung“. Die Entführung christlicher Frauen und Kinder und ihre Zwangskonvertierung zum Islam ist üblich; ganze christliche Dörfer und Kirchen werden regelmäßig aufgrund des Gerüchts in Brand gesetzt, dass ein Christ irgendwo in den sozialen Medien Mohammed gelästert hat oder das ein Christ mit einer Muslima ausgeht.

Doch viele Muslime, so diese Ayat Oraby, die sich selbst immer als Opfer sehen, sind gegenüber solchen Fakten blind; ihre Vorstellungen der Realität sind vom Islam geprägt. Und der Islam fordert zur ständigen Feindschaft gegenüber dem „anderen“ – dem Nichtmuslim, dem Ungläubigen – auf, der von den Muslimen unterlaufen und unterworfen werden muss. Diese Art des Denkens geht direkt auf den Anfang zurück: die islamischen Eroberungen des 7. Jahrhunderts – diesen wundervoll „uneigennützigen Auftakt“ – werden ständig als nicht offensive Kriege, sondern als defensiv dargestellt. Muslime haben angeblich Arabien verlassen, ihren Weg durch den Nahen Osten, Ägypten, Nordafrika, Spanien und bis nach Frankreich hinein erobert und geplündert, um den Ungläubigen zuvorzukommen, die sich offenbar darauf vorbereiteten sich nach Arabien aufzumachen, um den aufkommenden Islam abzumurksen. Auf diese Weise wird die Disziplin der Geschichte in islamischen Schulen auf der ganzen Welt ständig verhöhnt.

Lassen Sie uns zu Ayat Oraby zurückkehren und ihre „projektiven“ Behauptungen betrachten. Sie beschuldigt Ägyptens Christen das Geschehen „hinter den Kulissen“ zu kontrollieren. Diese Behauptung ist ebenso ironisch wie alt. 2010 beschwerte sich der prominente ägyptische Geistliche Khlaid al-Jundi, in Ägypten hätten „Muslime weniger Rechte als Christen und nicht einmal das Recht Gottesdienste zu feiern wie die Christen“. In Wirklichkeit und wie durchaus bekannt ist, sehen sich christliche Kirchen immensen Einschränkungen ausgesetzt. Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Es gibt in Ägypten 114.000 Moscheen, aber nur 2.000 Kirchen; das sind 57 Moscheen pro Kirche, obwohl die Christen mindestens 10 Prozent der Bevölkerung stellen.

Ist es darüber hinaus in einem Land, in dem der Islam uneingeschränkt herrscht – in dem die Scharia (die die Unterdrückung von Nichtmuslimen vorschreibt, wie in Sure 9,29) Teil der Verfassung ist; wo Kopten über Jahrhunderte dazu konditioniert wurden damit zufrieden zu sein, dass man sie in Ruhe lässt – vernünftig zu glauben, dass dieselben, geknechteten „Ungläubigen“, die zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen, eine gewaltsame Machtübernahme Ägyptens planen?

Was Orabys Behauptung angeht ,dass Ägyptens Christen „in Kirchen Waffen horten“ und „danach streben eine koptischen Ministaat zu schaffen“, um weiter „Krieg gegen den Islam zu führen“, so ist dies eine weiterer ermüdender Vorwurf. Mohammed Salim al-Awwa, der ehemalige Generalsekretär der Internationalen Union muslimischer Gelehrter, erschien einst auf Al-Jazira und beschuldigte die Kopten in einer wilden Tirade „Waffen und Munition in ihren Kirchen und Klöstern zu horten“ – und sie sollten auch noch aus Israel, „dem Kern der koptischen Sache“ importiert sein und „sich darauf vorbereiten Krieg gegen die Muslime zu führen“. Er warten, wenn nichts unternommen würde, dann „wird das Land brennen“, stachelte Muslime an „der Macht der [koptischen] Kirche entgegenzuwirken“.

In Wirklichkeit sind alles, was brennt, koptische Kirchen, die von muslimischen Mobs und Terroristen angezündet werden – wie nach dem Sturz von Mohammed Morsi von der Muslimbruderschaft fast 70 Kirchen angegriffen und viele zerstört wurden. Darüber hinaus sind es Muslime, die Waffen schmuggeln und horten, auch in Moscheen, um ihre separatistischen Jihade zur Abspaltung von der Macht von „Ungläubigen“ zu schüren (z.B. wurden bei Trennungsversuchen von Russland in Tschetschenien oder in Mindanao von den Philippinen, während der Vergeltung der Muslimbruderschaft gegen die Regierung Sisi, regelmäßig gewaltige Waffenlager in Moscheen gefunden).

Der koptische Aktivist Mounir Bishai formulierte es einmal so: „Plötzlich sind wir [die Kopten] von Beschwerden zu Selbstverteidigung übergegangen, von der Forderung unserer Rechte zum Versuch die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass wir anderen nicht ihre Rechte vorenthalten … heute werden wir beschuldigt Waffen anzusammeln … Wie können aus uns Verfolgten plötzlich Verfolgende werden, aus der schwachen Seite die starke und tyrannische, aus der angegriffenen die berüchtigten Angreifer und aus der armen die reichen Ausbeuter? Wie konnten diese Lügen sich so weit verbreiten, ohne dass wir irgendwie vorankommen oder unsere Situation sich auch nur ein klein wenig verbessert hat?“

Selbst im Bereich der Theologie neigen Muslime dazu islamische Vorstellungen von Jihad und „Märtyrertum“, dem Kampf bis zum Tod für den Islam, auf christliche Theologie zu projizieren. Zum Beispiel erklärte einmal die Al-Azhar Scholars Front, die aus Absolventen der Al-Azhar besteht, mitten in den Beschuldigungen, die Kopten würden Waffen horten, um Krieg gegen Muslime zu führen: „Das Christentum … beschreibt ständig seine offene und verdeckte Politik all seine Rivalen zu eliminieren oder [die Anhänger anderer Religionen] zu erniedrigen und ihnen jeden Grund zum Leben nehmen, damit sie gezwungen sind zum Christentum zu konvertieren.“

In Wirklichkeit ist das genau das, was der Islam tut: Über Jihad „all seine Rivalen zu eliminieen“ oder durch die Institution des Dhimmitums die Anhänger anderer Religionen „zu erniedrigen und ihnen jeden Grund zu leben zu nehmen, damit sie gezwungen sind zum Islam zu konvertieren“. Das ist sowohl historisch als auch dogmatisch nachweisbar.

Gleichermaßen wurde auch die Erklärung von Bischof Bishoy, dass Ägyptens Christen infolge ihrer zunehmenden Verfolgung den Punkt des Märtyrertums erreichen, weidlich als eine Erklärung des „Krieg bis zum Tod“ „islamisiert“, auch von Al-Awwa, der während seiner erwähnten Tirade auf Al-Jazira behauptete: „Vater Bishoy erklärte, sei würden den Punkt des Märtyrertums erreichen, was nur Krieg bedeuten kann. Er sagte: ‚Wenn man über unsere Kirchen redet, werden wir den Punkt des Märtyrertums erreichen.‘ Das bedeutet Krieg!“

Natürlich ist die Vorstellung, dass jemand ein Märtyrer ist, der Jihad – „heiligen Krieg“ – betreibt und dabei stirbt, ein Wesenszug des Islam (z.B. Sure 9,111). Selbst das verlässliche Hans Wehr Arabic-English Dictionary übersetzt Schahid („Märtyrer“) als „jemand, der in der Schlacht mit Ungläubigen getötet wird“. Andererseits hat christliches Märtyrertum immer bedeutet verfolgt und getötet zu werden, weil man dem Christenum nicht abschwört – und das ist genau die Definition, die seit Jahrhunderte auf Ägyptens Christen angewandt worden ist, die Definition, die Bischof Bishoy eindeutig meinte (s. diesen Artikel, um mehr über die wichtigen Unterschiede zwischen christlichen und muslimischen Vorstellungen zum Märtyrertum zu erfahren).

Rekapitulieren wir:

  • Christliche Mädchen werden regelmäßig von Muslimen entführt, missbraucht, gehirngewaschen und zum Übertritt gezwungen – und jetzt werden Christen beschuldigt genau dasselbe zu tun;
  • Muslime schmuggeln und horten regelmäßig Waffen, auch in ihren Moscheen – und jetzt werden Christen beschuldigt genau dasselbe zu tun.
  • Muslime versuchen ständig Ungläubigen-Staaten entweder wegzubrechen oder zu erobern – und jetzt werden Ägyptens Christen beschuldigt genau dasselbe zu tun.
  • Muslime streben entsprechend der Doktrin des Jihad und des Dhimmitums ständig den Ungläubigen zu eliminieren oder zu unterwerfen – und jetzt werden Christen dargestellt, als würden sie genau dasselbe tun.
  • Islamische Gewalt taucht regelmäßig an Freitagen auf und jetzt werden Christen (oder lediglich Westler) beschuldigt sonntags den Islam ins Ziel zu nehmen.
  • Islamisches Märtyrertum bedeutet andere und sich selbst zu töten, während man Jihad zur Stärkung des Islam zu führen – und jetzt wird christliches Märtyrertum, das immer bedeutete lieber den Tod zu akzeptieren als dem Glauben zu entsagen, als genau dasselbe definiert.

Dieser ausführliche Exkurs in islamische Projektionen auf das Christentum nutzt Ägypten als Beispiel und dient einem weiteren Zweck: Er legt nahe, wenn zivilisatorische Projektion trotz der Realität die muslimische Welt derart durchdringt, könnte das dann auch der Grund sein, warum die Menschen im Westen – von denen die meisten entweder erklären Christen zu sein oder zumindest von der christlichen Ethik und Gebräuchen beeinflusst sind – die Realitäten des Islam nicht akzeptieren können: Weil auch sie die Ideale ihres religiösen Erbes– eines, das Liebe, Toleranz und Vergebung den Feinden gegenüber predigt – auf Muslime und den Islam projizieren?

[1] Duden: Übertragung von Gefühlen u.Ä. auf andere

Lauschen…

DryBones, 27. Februar 2017

Reuters berichtet:

Ägyptens Christen fliehen aus dem Sinai vor den Mordzügen des Islamischen Staats

Christliche Familien und Studenten fliehen seit Freitag zuhauf aus Ägyptens Provinz Nordsinai, nachdem der Islamische Staat in nur drei Wochen sieben Mitglieder ihrer Gemeinschaft töteten. Ein Reporter von Reuters sah 25 Familine mit ihrem Besitz in der evangelischen Kirche von Ismailia am Suezkanal; Kirchenvertreter sagen, dass von 160 Familien im Nordsinai 100 flohen. Mehr als 200 in der Provinzhauptstadt el-Arisch Studierende sind ebenfalls geflohen.

„Kindermörder Israel“ – wie geht Israel mit seinen Feinden um? (1/2)

Es ist en vogue Israel willkürlichen Massenmord vorzuwerfen, weil es militärisch gegen die vorgeht, die es vernichten wollen – und das nicht nur verbal in die Welt setzen, sondern durch Taten untermauern. So ist auch gerade jetzt im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Hisbollah im Libanon wieder viel davon zu hören, dass Israel unverhältnismäßig reagiere, zu viele Zivilisten töte und keine Rücksicht auf die libanesische Bevölkerung nehme.

Jedem, der auch nur ein ganz klein wenig vergleicht, wie sich andere Armeen verhalten, vor allem aber, wie sich die verhalten, die Israel zu bekämpfen gezwungen ist, weiß, was für ein Unsinn diese Vorwürfe an Israel sind. Allen anderen – die leider die überwiegende Mehrheit in unserem Lande zu stellen scheinen – möchte ich hier zwei Beispiele dafür aufzeigen, wie sich Israel positiv von dem deutlich unterscheidet, was ihm vorgeworfen wird.

————–

Rede Brigitte Gabriels an der Duke University (14.10.2004, Link existiert nicht mehr)

Ich bin stolz und geehrt, heute hier als Libanesin zu stehen, die sich für Israel ausspricht, der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Als jemand, die in einem arabischen Land aufgezogen wurde, möchte ich Ihnen einen kleinen Blick in das Herz der arabischen Welt geben.

Ich wurde im Libanon groß gezogen, wo ich gelehrt wurde, dass die Juden böse sind, Israel der Teufel und die einzigen Zeit, dass wir Frieden im Nahen Osten haben werden, die sein wird, wenn wir alle Juden töten und sie ins Meer treiben.

Als die Muslime und Palästinenser den Christen 1975 den Jihad erklärten, begannen Stadt für Stadt die Christen zu massakrieren. Für mich bedeutete das, dass ich ab dem Alter von 10 Jahren ein Leben im Bunker unter der Erde führte bis ich 17 war, ohne Strom, Gras aß um zu überleben und unter Heckenschützen-Kugeln zu einer Quelle kroch, um Wasser zu holen.

Es war Israel, das kam und den Christen im Libanon half. Meine Mutter wurde von einem muslimischen Geschoss verwundet und zur Behandlung in ein israelisches Krankenhaus gebracht. Als wir die Notaufnahme betraten, war ich von dem, was ich sah, schockiert. Dort waren hunderte verwundete Menschen – Muslime, Palästinenser, libanesische Christen und israelische Soldaten lagen auf dem Flur. Die Ärzte behandelten jeden entsprechend seiner Verwundung. Sie behandelten meine Mutter vor dem israelischen Soldaten, der neben ihr lag. Sie achteten nicht auf die Religion, sie achteten nicht auf politische Zugehörigkeit. Sie sahen Menschen in Not und sie halfen.

Zum ersten Mal in meinem Leben erfuhr ich eine menschliche Qualität, von der ich weiß, dass meine Kultur sie ihren Feinden nicht gezeigt haben würde. Ich erlebte die Werte der Israelis, die in der Lage waren ihre Feinde in schwierigsten Zeiten zu lieben. Ich verbrachte 22 Tage in diesem Krankenhaus. Diese Tage veränderten mein Leben und die Art, wie ich Informationen glaube; die Art, wie ich dem Radio oder Fernsehen zuhöre. Ich erkannte, dass mir von meiner Regierung eine Lüge über die Juden und Israel verkauft worden war, die von der Realtiät weit entfernt war. Ich wusste, dass es eine Tatsache war, dass ich, wäre ich eine Jüdin, die in einem arabischen Krankenhaus stünde, gelyncht und niedergeworfen würde, während Freudenschreie des „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) durch das Krankenhaus und die umliegenden Straßen klingen würden.

Ich freundete mich mit den Familien der verwundeten israelischen Soldaten an, besonders mit Rina, deren einziges Kind an den Augen verletzt worden war. Eines Tages war ich bei ihr und eine Band der israelischen Armee kam, um nationale Lieder zu spielen und die verwundeten Soldaten aufzumuntern. Als sie um sein Bett standen und ein Lied über Jerusalem spielten, begannen Rina und ich zu weinen. Ich fühlte mich fehl am Platz und wollte den Raum verlassen; die Mutter hielt meine Hand und zog mich zurück, ohne mich auch nur anzusehen. Sie hielt mich fest, weinte und sagte: „Das ist nicht dein Fehler.“ Wir standen dort, weinten, hielten uns an den Händen. Was für ein Unterschied zwischen ihr – einer Mutter, die vor ihrem verstümmelten 19-jährigen, einzigen Sohn stand und noch in der Lage war, mich, den Feind, zu lieben – und einer muslimischen Mutter, die ihren Sohn losschickt, damit er sich in Stücke zu sprengen, nur um ein paar Juden oder Christen zu töten.

Der Unterschied zwischen der arabischen Welt und Israel ist ein Unterschied in Werten und Charakter. Es ist Zivilisation gegen Barbarei. Es ist Demokratie gegen Diktatur. Es ist Gut gegen Böse.

Es gab einmal einen besonderen Platz in den tiefsten Tiefen der Hölle für diejenigen, die absichtlich ein Kind ermorden. Heute wird die absichtliche Ermordung israelischer Kinder als palästinensischer „bewaffneter Kampf“ legitimiert. Wenn jedoch ein solches Verhalten erst einmal gegen Israel legitimiert ist, ist es überall auf der Welt legitim und wird von nichts mehr als dem subjektiven Glauben von Menschen im Zaum gehalten, die sich in Dynamit und Nägel wickeln, um Kinder im Namen Gottes zu töten.

Weil die Palästinenser ermutigt wurden zu glauben, dass die Ermordung unschuldiger israelischer Zivilisten eine legitime Taktik zum Vorantreiben ihrer Sache ist, leidet die Welt heute unter der Plage des Terrors, von Nairobi bis New York, von Moskau bis Madrid, von Bali bis Beslan.

Sie machen für die Selbstmordanschläge die „Verzweiflung der Besatzung“ verantwortlich. Lassen Sie mich Ihnen die Wahrheit sagen. Der erste größere Terror-Bombenanschlag von Arabern gegen den jüdischen Staat fand statt schon 10 Wochen, bevor Israel unabhängig wurde. Am Sonntagmorgen, 22. Februar 1948, in Vorausahnung der Unabhängigkeit Israels, wurde von arabischen Terroristen eine dreifache LKW-Bombe auf der Ben Yahuda-Straße des damaligen jüdischen Teils Jerusalems gezündet. 54 Menschen wurden getötet und hunderte verletzt.

Daher ist offensichtlich, dass arabischer Terrorismus nicht durch „Verzweiflung“ oder „Besatzung“ verursacht wird, sondern durch den SCHLICHTEN GEDANKEN der Existenz eines jüdischen Staates.

So oft haben in der Geschichte der letzten hundert Jahre Bürger daneben gestanden und nichts getan und damit dem Bösen erlaubt sich durchzusetzen. So, wie Amerika gegen den Kommunismus aufstand und ihn besiegte, ist es jetzt an der Zeit gegen den Terror religiöser Bigotterie und Intoleranz aufzustehen. Es ist für jedermann an der Zeit aufzustehen und den Staat Israel zu unterstützen und zu verteidigen, der an vorderster Front im Krieg gegen den Terror steht.

Ich danke Ihnen.


 

PA-Apartheid gegen Christen in Bethelehem

Kirchenschändung, Schikane und Gewalt lassen Christen aus Bethlehem wegziehen, seit die PA die Stadt übernahm

Itamar Tzur, Israel National News, 21. Dezember 2016

744520
Yishai Karov

Gemäß christlicher Überzeugung war Bethlehem die Stadt, in der Jesus am Weihnachtstag geboren wurde, was dieses Wochenende, dem 25. Dezember gefeiert wird. Bethlehem ist allerdings nicht länger die christliche Stadt, die sei die letzten 1.500 Jahre gewesen ist.

PA-Beamten behaupten, dass Christen Anfang der 1990-er Jahre, vor der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen, fast zwei Drittel der Bevölkerung Bethlehems stellten. Heute wird geschätzt, dass Christen nur noch 20% der Bevölkerung der Stadt ausmachen. Der Niedergang ist weitgehend von negativer Migration verursacht worden, seit die PA 1995 die volle Zuständigkeit über Bethlehem übernahm.

Der palästinensisch-arabische Nationalsmus lässt keinen Raum für eine christliche Minderheit. Christen in Bethlehem haben das Gefühl, dass sie in ein kulturelles und religiöses Ghetto eingesperrt sind.

Der linke Journalist Gideon Levy beschrieb den aktuellen Zustand Bethlehems. „Es gibt in Bethlehem keine Freude. Die Geschäfte sind leer und die Atmosphäre ist düster. Nur der Kirchhof zieht Touristen an, die für einen Augenblick kommen und dann sofort wieder gehen. Das Luxushotel ist während der zeit leer, die die geschäftigste Zeit des Jahres sein müsste.“ Levy schrieb in Ha’aretz.

Ich selbst erinnere mich an andere Tage, Tage, als Bethlehem mit Touristen aus aller Welt überfüll war. Die hohe Belegrate der Hotels in der Stadt beeinflusste andere Hotels in der Umgebung, so in Jerusalem und Ramallah. Die Märkte waren voll von allen Arten guter Dinge. Und arabische Kinder machten gute Geschäfte mit dem Verkauf von Olivenzweigen an die Massen der Touristen. Die Geburtskirche war in diesen Tagen die zentrale Attraktion und man musste in langen Schlangen für einen kurzen Moment anstehen und um ein Bild mit dem silbernen Stern zu machen, der Christen die Stelle andeutet, an der Jesus geboren wurde.

„Es ist nicht leicht in Bethlehem Christ zu sein. Sittenpatrouillen agieren in der Stadt neben , mit der Hamas verbundenen Gruppen und sie fordern von Christen sich züchtig zu kleiden. Sie sind nicht gerade friedfertig. Isolierte Fälle von Mischehen zwischen Christen und Muslimen führen zu schweren Krisen und Gewalt von der muslimischen Seite. Christen sind zwischen Hammer und Amboss gefangen. Sie müssen der palästinensisch-arabischen Sache die Treue erklären – aus denselben Gründen, aus denen die Drusen auf dem Golan gezwungen sind den Führern Syriens die Treue zu schwören.“

Mutige Versuche von Christen im Verlauf der Jahre vom Staat Israel annektiert zu werden sind wiederholt abgelehnt worden. Der Konflikt zwischen der PA und Israel hat die christliche Gemeinschaft besonders hart getroffen. Während der zweiten Intifada waren christliche Einwohner und Institutionen wiederholter Schikane durch bewaffnete arabische Kräfte ausgesetzt.

Christliche Unterdrückung der Christen erreichte während der Operation Schutzschild einen Tiefpunkt, als arabische Terroristen sich in der Geburtskirche verschanzten, zusammen mit 250 christlichen Geistlichen und Gottesdienstbesuchern. Der Staat Israel versuchte christliche Opfer zu vermeiden und der Kirche Schaden zuzufügen, so endete das Geschehen mit Verhandlungen zwischen den beiden Seiten. Als die Kämpfe endeten wurde der Schaden für die Statte deutlich: Brandschaden am Kirchenkomplex, die Plünderung religiöser Gegenstände und die Benutzung von Seiten aus christlichen Bibeln als Toilettenpapier.

Die Schändung der Geburtskirche erhielt keine Verurteilungen durch die UNO oder die UNESCO.

Christen sehen sich derselben Lage überall in den von PA und Hamas kontrollierten Gebieten ausgesetzt. Christliche Emigration aus Judäa, Samaria und dem Gazastreifen hinaus nimmt zu, während der „Palästinenserstaat“ wächst und Formen annimmt. Fakt ist: Der Nahe Osten ist nicht anders. Der einzige Ort im Nahen Osten, an dem die christliche Minderheit zahlenmäßig zunimmt, ist der Staat Israel.

Pfarrer Gabriel Naddaf bestätigt dies und erklärte dieses Jahr, ohne den Staat Israel würden die Christen hier zu einer verfolgten Minderheit, genauso wie im Rest des Nahen Ostens: In Ägypten zum Beispiel werden die koptischen Christen verfolgt und ein Bombenanschlag auf eine Kirche, der erst gerade stattfand, forderte in Kairo das Leben Dutzender Menschen. Zehntausende Christen wandern aus. Den Irak hat zum Beispiel 60% der Christen das Land verlassen. Im Libanon, wo iranische Geldmittel zum Kauf christlichen Landes überwiesen werden, führen die Schiiten ihre Eroberung der im Rückzug befindlichen christlichen Bevölkerung aus.

Die Schlussfolgerung ist offensichtlich. Nur unter israelischer Kontrolle oder in bestimmten Fällen internationaler religiöser christlicher Komplexe können Christen ihren einzigartigen Charakter im Nahen Osten erhalten. Es ist klar, dass Christen, auch wenn sie das nicht offen erklären, sich wie viele Muslime in Judäa und Samaria, nach israelischer „Besatzung“ sehnen.

Nissans Quotes and Notes Corner: Mit dem Islam im Krieg? (Teil 2)

Nissan Ratzlav-Katz, 28. Januar 2009

Beim Betrachten der Frage, ob der Islam sich mit Israel in einem „Zusammenstoß der Zivilisationen“ befindet oder nicht, ist Sirat Rasoul-Allah, eine von Ibn Ishaq zusammengestellte Mohammed-Biographie (frühes 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung) eine Schlüsselquelle, die ebenfalls als höchst maßgebend für das Verständnis des Islam und seines Gründers behandelt wird.

In diesem Bericht über den Feldzug Mohammeds gegen die Juden findet sich die Geschichte von Safiya:

„Der Apostel besetzt die jüdischen Festungen eine nach der anderen und nahm dabei Gefangene. Unter diesen befanden sich Safiya, die Ehefrau von Kinana, dem Stammesführer der Khaybar, und zwei Kusinen; der Apostel wählte Safiya für sich selbst. Die anderen Gefangenen wurden unter den Muslimen verteilt.“

Was wurde aus Kinana, dem Bräutigam Safiyas?

Kinana, der Mann Safiyas, war der Wächter der Schätze des Stammes und er wurde vor den Apostel gebracht, der ihn frage, wo die Schätze verborgen waren. Aber Kinana lehnte es ab den Ort zu offenbaren. Dann kam ein Jude, der sagte: ‚Ich habe Kinana jeden Morgen um eine bestimmte Ruine herumgehen sehen.‘ Der Apostel fragte Kinana: ‚Bist du bereit zu sterben, wenn wir feststellen, dass du wusstest, wo der Schatz war?‘ Und er antwortete: ‚Ja.‘ Also befahl der Apostel die Ruine umzugraben und ein Teil des Schatzes wurde gefunden. Danach wurde Kinana wieder zum Rest befragt, aber er lehnte es weiter ab etwas zu sagen. Der Apostel händigte ihn al-Zubayr aus und sagte: „Foltere ihn, bis er sagt, was er weiß“, und al-Zubayr entzündete ein Feuer auf seiner Brust, so dass er beinahe sein Leben aushauchte, dann gab der Apostel ihn Mohammed b. Maslama, der ihm den Kopf abschlug.“

Danach überrascht es wenig, wenn Ibn Ishaq uns erzählt:

„Als die Leute von Fadak, einer nahe gelegenen jüdischen Stadt, hörten, was statt fand, schickten sie Emissäre zum Apostel, um ihn zu bitten sie zu verschonen und sie würden ihm all ihren Besitz überlassen. Er stimmte zu.

Dieses nette Arrangement beschreibt Ibn Ishaq, indem er sagt: „Die Leute von Fadak schlossen Frieden [mit Mohammed]…“ In dieser Version von „Frieden“ gehörte das Eigentum der Leute von Fadak „dem Apostel Allahs, weil er es ohne die Hilfe von Kavallerie oder Kamele erobert hatte“.

Ein weiterer „jüdischer Stamm bat, dass der Apostel ihr Blut nicht vergieße, sondern ihnen erlaube so viel von ihrem Eigentum fortzutragen, wie ihre Kamele tragen konnten. Er willigte ein und sie luden so viel von ihrem Besitz auf ihre Kamele, wie sie konnten, sogar ihre Häuser rissen sie ab, damit sie die die Balken fortbringen konnte. Dann gingen sie mit ihren Frauen, Kindern und allen Haushaltsgütern, begleitet von ihren Trommeln, Flöten und Sängern. Den Rest ließen sie für den Apostel Allahs zurück.“

Ibn Ishaqs Bericht über die Diskussion eines jüdischen Stammes, der von Mohammed und seinem Aufgebot belagert wurde, zielt zwar schlicht darauf ab islamische Bekenntnisse zu bestätigen, aber ein oder zwei Sätze klingen wahr. Als Reaktion auf den Vorschlag, dass sie den Islam annehmen, sollen die Juden der Banu Qureish gesagt haben: „Wir werden die Gebote er Torah niemals aufgeben, sie auch nicht mit anderen ersetzen.“ Zweitens: Beim Nachdenken über das Schicksal ihrer Kinder schlug ihr Anführer für den Fall, dass sie es nicht schaffen die Muslime zu besiegen, vor, dass sie diese selbst töten und sagte: „Wenn wir untergehen, dann werden wir untergehen, ohne Waisen zu hinterlassen, die Böses erleiden werden.“

Ihre Diskussion half nicht, denn nach Angaben von Ibn Ishaq war die Entscheidung – getroffen „…nach dem Willen Allahs über den sieben Firmamenten“, wie Mohammed es ausdrückte – der Tod, selbst nachdem sie sich ergaben.

„Der Apostel Allahs nahme die Qureish in Medina gefangen, während auf dem Marktplatz Gräben ausgehoben wurden. Dann sandte er nach den Männern und ließ ihnen die Köpfe abschlagen, so dass sie in die Gräben fielen. Sie wurden in Gruppen gebracht und unter ihnen war Kab, der Stammeschef. An Zahl waren sie sechs- oder siebenhundert, auch wenn einige sagen, es seien acht- oder neunhundert gewesen. Alle wurden hingerichtet. Ein Mann wandte sich zu seinen Leuten und sagte: ‚Es ist egal! Nach Gottes Willen war den Kindern Israels dieses Massaker bestimmt!‘ Dann setzte er sich und sein Kopf wurde abgeschlagen.“

Nur eine jüdische Frau wurde ermordet, anstatt als Sklavin genommen zu werden. Und Mohammeds Frau Aischa berichtete über sie, sie „redete und lachte“ mit „gutem Humor“. Vielleicht war es besser zu sterben, als Sklavin der Muslime zu werden oder vielleicht lachte die Frau, wie Ibn Ishaq schrieb: „Sie war die Frau, die einen Mühlstein von der Festung der Qureish warf und einen Gläubigen tötete.“

Wie auch immer, lag diese heldenhafte jüdische Frau mit dem Islam im Krieg? Oder war vielleicht der Islam mit ihr im Krieg, schon bevor Mohammed und seine Gang an der Festung der Qureish ankam?

Nun ein wenig Theologie aus den Hadithen, Sahih Muslim, Buch 041 Nr. 6985, um das Bild abzurunden:

„Abu Huraira berichtete, dass Allahs Botschafter (möge Friede über ihm sein) sagte: Die letzte Stunde wird nicht kommen, außer die Muslime bekämpfen die Juden und die Muslime töten sie, bis der Jude sich hinter einem Fels oder einem Baum versteckt und der Fels oder der Baum sagen wird: Muslime, oh Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir; komm und töte ihn; aber die drei Gharquad werden nichts sagen, denn es ist der Baum der Juden.“

Für den Fall, dass jemand immer noch versucht all das Vorgelegte als irrelevant für den modernen Kampf Israels mit seinen muslimischen Nachbarn zurückzuweisen, sollten wir herausstellen, dass dieser zuletzt zitierte Hadith als Leitprinzip in der Satzung der Hamas auftaucht.

Also noch einmal: Führt Israel einen Krieg gegen den Islam? Nun, ich weiß nicht, aber sollte lieber vorbereitet sein sich gegen ihn zu verteidigen.

Und zum Abschluss eine weitere islamische Erzählung über eine weitere jüdische Frau asu dem Stamm Safiyas, die in Mohammeds Klauen geriet: Zaynab. Sie versuchte den „Apostel Allahs“ zu vergiften und wurde entdeckt. Gefragt, warum sie das tat, antwortete Zaynab: „Es ist dir nicht verborgen, was mein Volk für dich empfindet.“