Nissans Quotes and Notes Corner: Mit dem Islam im Krieg? (Teil 2)

Nissan Ratzlav-Katz, 28. Januar 2009

Beim Betrachten der Frage, ob der Islam sich mit Israel in einem „Zusammenstoß der Zivilisationen“ befindet oder nicht, ist Sirat Rasoul-Allah, eine von Ibn Ishaq zusammengestellte Mohammed-Biographie (frühes 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung) eine Schlüsselquelle, die ebenfalls als höchst maßgebend für das Verständnis des Islam und seines Gründers behandelt wird.

In diesem Bericht über den Feldzug Mohammeds gegen die Juden findet sich die Geschichte von Safiya:

„Der Apostel besetzt die jüdischen Festungen eine nach der anderen und nahm dabei Gefangene. Unter diesen befanden sich Safiya, die Ehefrau von Kinana, dem Stammesführer der Khaybar, und zwei Kusinen; der Apostel wählte Safiya für sich selbst. Die anderen Gefangenen wurden unter den Muslimen verteilt.“

Was wurde aus Kinana, dem Bräutigam Safiyas?

Kinana, der Mann Safiyas, war der Wächter der Schätze des Stammes und er wurde vor den Apostel gebracht, der ihn frage, wo die Schätze verborgen waren. Aber Kinana lehnte es ab den Ort zu offenbaren. Dann kam ein Jude, der sagte: ‚Ich habe Kinana jeden Morgen um eine bestimmte Ruine herumgehen sehen.‘ Der Apostel fragte Kinana: ‚Bist du bereit zu sterben, wenn wir feststellen, dass du wusstest, wo der Schatz war?‘ Und er antwortete: ‚Ja.‘ Also befahl der Apostel die Ruine umzugraben und ein Teil des Schatzes wurde gefunden. Danach wurde Kinana wieder zum Rest befragt, aber er lehnte es weiter ab etwas zu sagen. Der Apostel händigte ihn al-Zubayr aus und sagte: „Foltere ihn, bis er sagt, was er weiß“, und al-Zubayr entzündete ein Feuer auf seiner Brust, so dass er beinahe sein Leben aushauchte, dann gab der Apostel ihn Mohammed b. Maslama, der ihm den Kopf abschlug.“

Danach überrascht es wenig, wenn Ibn Ishaq uns erzählt:

„Als die Leute von Fadak, einer nahe gelegenen jüdischen Stadt, hörten, was statt fand, schickten sie Emissäre zum Apostel, um ihn zu bitten sie zu verschonen und sie würden ihm all ihren Besitz überlassen. Er stimmte zu.

Dieses nette Arrangement beschreibt Ibn Ishaq, indem er sagt: „Die Leute von Fadak schlossen Frieden [mit Mohammed]…“ In dieser Version von „Frieden“ gehörte das Eigentum der Leute von Fadak „dem Apostel Allahs, weil er es ohne die Hilfe von Kavallerie oder Kamele erobert hatte“.

Ein weiterer „jüdischer Stamm bat, dass der Apostel ihr Blut nicht vergieße, sondern ihnen erlaube so viel von ihrem Eigentum fortzutragen, wie ihre Kamele tragen konnten. Er willigte ein und sie luden so viel von ihrem Besitz auf ihre Kamele, wie sie konnten, sogar ihre Häuser rissen sie ab, damit sie die die Balken fortbringen konnte. Dann gingen sie mit ihren Frauen, Kindern und allen Haushaltsgütern, begleitet von ihren Trommeln, Flöten und Sängern. Den Rest ließen sie für den Apostel Allahs zurück.“

Ibn Ishaqs Bericht über die Diskussion eines jüdischen Stammes, der von Mohammed und seinem Aufgebot belagert wurde, zielt zwar schlicht darauf ab islamische Bekenntnisse zu bestätigen, aber ein oder zwei Sätze klingen wahr. Als Reaktion auf den Vorschlag, dass sie den Islam annehmen, sollen die Juden der Banu Qureish gesagt haben: „Wir werden die Gebote er Torah niemals aufgeben, sie auch nicht mit anderen ersetzen.“ Zweitens: Beim Nachdenken über das Schicksal ihrer Kinder schlug ihr Anführer für den Fall, dass sie es nicht schaffen die Muslime zu besiegen, vor, dass sie diese selbst töten und sagte: „Wenn wir untergehen, dann werden wir untergehen, ohne Waisen zu hinterlassen, die Böses erleiden werden.“

Ihre Diskussion half nicht, denn nach Angaben von Ibn Ishaq war die Entscheidung – getroffen „…nach dem Willen Allahs über den sieben Firmamenten“, wie Mohammed es ausdrückte – der Tod, selbst nachdem sie sich ergaben.

„Der Apostel Allahs nahme die Qureish in Medina gefangen, während auf dem Marktplatz Gräben ausgehoben wurden. Dann sandte er nach den Männern und ließ ihnen die Köpfe abschlagen, so dass sie in die Gräben fielen. Sie wurden in Gruppen gebracht und unter ihnen war Kab, der Stammeschef. An Zahl waren sie sechs- oder siebenhundert, auch wenn einige sagen, es seien acht- oder neunhundert gewesen. Alle wurden hingerichtet. Ein Mann wandte sich zu seinen Leuten und sagte: ‚Es ist egal! Nach Gottes Willen war den Kindern Israels dieses Massaker bestimmt!‘ Dann setzte er sich und sein Kopf wurde abgeschlagen.“

Nur eine jüdische Frau wurde ermordet, anstatt als Sklavin genommen zu werden. Und Mohammeds Frau Aischa berichtete über sie, sie „redete und lachte“ mit „gutem Humor“. Vielleicht war es besser zu sterben, als Sklavin der Muslime zu werden oder vielleicht lachte die Frau, wie Ibn Ishaq schrieb: „Sie war die Frau, die einen Mühlstein von der Festung der Qureish warf und einen Gläubigen tötete.“

Wie auch immer, lag diese heldenhafte jüdische Frau mit dem Islam im Krieg? Oder war vielleicht der Islam mit ihr im Krieg, schon bevor Mohammed und seine Gang an der Festung der Qureish ankam?

Nun ein wenig Theologie aus den Hadithen, Sahih Muslim, Buch 041 Nr. 6985, um das Bild abzurunden:

„Abu Huraira berichtete, dass Allahs Botschafter (möge Friede über ihm sein) sagte: Die letzte Stunde wird nicht kommen, außer die Muslime bekämpfen die Juden und die Muslime töten sie, bis der Jude sich hinter einem Fels oder einem Baum versteckt und der Fels oder der Baum sagen wird: Muslime, oh Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir; komm und töte ihn; aber die drei Gharquad werden nichts sagen, denn es ist der Baum der Juden.“

Für den Fall, dass jemand immer noch versucht all das Vorgelegte als irrelevant für den modernen Kampf Israels mit seinen muslimischen Nachbarn zurückzuweisen, sollten wir herausstellen, dass dieser zuletzt zitierte Hadith als Leitprinzip in der Satzung der Hamas auftaucht.

Also noch einmal: Führt Israel einen Krieg gegen den Islam? Nun, ich weiß nicht, aber sollte lieber vorbereitet sein sich gegen ihn zu verteidigen.

Und zum Abschluss eine weitere islamische Erzählung über eine weitere jüdische Frau asu dem Stamm Safiyas, die in Mohammeds Klauen geriet: Zaynab. Sie versuchte den „Apostel Allahs“ zu vergiften und wurde entdeckt. Gefragt, warum sie das tat, antwortete Zaynab: „Es ist dir nicht verborgen, was mein Volk für dich empfindet.“

 

Nissans Quotes and Notes Corner: Mit dem Islam im Krieg? (Teil 1)

Nissan Ratzlav-Katz, 13. Januar 2016

Ich widme diesen Eintrag der Ecke für Fragen und Anmerkungen den Professoren Aumann und Avineri – vielleicht besonders Prof. Avineri – angesichts ihrer jüngsten Äußerungen auf der Jerusalem-Konferenz zum „Zusammenstoß der Zivilisationen“.

Erstens: Ich kann nicht anders als auf den früheren Eintrag „Stirb oder nimm den Islam an“ zurückzugreifen. Es war eine ziemlich globale Äußerung über die Absichten des ersten islamischen Führers, Mohammed („Mir wurde geboten das Volk zu bekämpfen, bis es bezeugt, dass es keine andere anbetungswürdige Gottheit gibt außer Allah und dass Mohammed der Botschafter Allahs ist…“ und dass das erste islamische Buch, der Koran („Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben…“).

Nun möchte ich mir die akzeptiertesten islamischen Texte für besondere Führung zum Status der Juden und der muslimischen Haltung in der Beziehung zu ihnen zuwenden.

Das Folgende steht im Koran (Sure 9,29): „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben…“

Der maßgebende Kommentar von Ibn Kathir erklärt: „Diese ehrenhaften Verse wurden mit dem Befehl offenbart die Völker des Buches zu bekämpfen, nachdem die Heiden besiegt wurden traten die Menschen in großer Zahl der Religion Allahs bei und auf der Arabischen Halbinsel wurde die Herrschaft der Muslime sichergestellt. Allah befahl Seinem Botschafter im neunten Jahr der Hidschrah die Völker der Schriften, die Juden und Christen zu bekämpfen und er bereitete seine Armee darauf for die Römer zu bekämpfen und rief das Volk zum Jihad, verkündete seine Absicht und sein Ziel…“

Der Koran geht in Sure 9,29 weiter: „bis sie eigenhändig den Tribut entrichten“; was Ibn Kathir kommentiert: „Wenn sie sich nicht entscheiden den Islam anzunehmen.“

Koran, Sure 9,29: „in voller Unterwerfung“ – Ibn Kathir: „In Niederlage und Unterwürfigkeit.“

Koran, Sure 9,29: „und sich unterworfen fühlen.“ – Ibn Kathir: „Geschändet, erniedrigt und herabgesetzt. Daher ist es Muslimen nicht erlaubt andere Dhimmi-Völker zu ehren oder sie über Muslime zu erheben, denn sie sind schauderhaft, schändlich und erniedrigt.“

Die nächste zu untersuchende Quelle ist natürlich, wie jeder, der ein wenig vom Islam weiß, die Hadithe:

Sahi Bukhari, Band 4, Buch 53, Nr. 392:

„Berichtet von Abu Huraira: Während wir in der Moschee waren, kam der Prophet heraus und sagte: ‚Lasst uns zu den Juden gehen.‘ Wir gingen hinaus, bis wir Bait-u-Midras [beit hamidrash – ‚den Studiersaal‘?- NRK] erreichten. Er sagte ihnen: ‚Wenn ihr den Islam annehmt, werdet ich sicher sein. Ihr solltet wissen, dass die Erde Allah und Seinem Apostel gehört und ich will euch aus diesem Land jagen. Wenn als irgendeiner unter euch Besitz hat, ist es ihm erlaubt diesen zu verkaufen; ansonsten solltet ihr wissen, dass die Erde Allah und Seinem Apostel gehört.‘“

Abgesehen von dem interessanten Aspekt der Geschichte, dass Mohammed zum beit hamidrash ging, um dort die Juden aufzusuchen – ungefähr so etwas Ähnliches wie dieser muslimische Terrorist, der vor nicht allzu langer Zeit in Jerusalem acht Schüler in einer Seminar-Bibliothek ermordete – sollten wir etwas von allgemeinerem Interesse beachten: Das die Erde Allah gehört, kann ich verstehen, wenn wir akzeptieren, dass „Allah“ nur ein Wort für „Gott“ ist. Sicher, im Monotheismus gehört letztlich alles Gott.

Aber: „Die Erde gehört Allah UND seinem Apostel?“ Die ganze Erde gehört Allah und Mohammed? Im Islam ist das offenbar so.

Wenn daher Mohammed sagt: „Ich will dich aus diesem Land vertreiben“ – nun, es gehört ihm ja ohnehin. Also nehme ich an, dass es dadurch zu Recht wird. Es erklärt auch die Jizya ziemlich gut. Die Juden (und Christen) habe für das Recht zu zahlen, irgendwo in Allahs und Mohammeds Revier zu bleiben oder sie können sich der Gang anschließen und selbst anfangen ihren Teil des Schutzgeldes einzusammeln.

 

Der Krieg gegen die Ungläubigen

Clifford D. May, 21. Januar 2010

2001 wurden die Buddhas von Bamiyan aus dem sechsten Jahrhundert auf Befehl von Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar gesprengt. Die Vereinigten Staaten und andere westliche Regierungen gaben Protestnoten aus. Afghanistans islamistische Herrscher zuckten nur mit den Achseln.

2010 wird Al-Kifl, das Grab des Propheten Hesekiel in der Nähe von Bagdad geschändet. Auf dem Grab befinden sich hebräische Inschriften und eine Bogen, in dem vor Jahrhunderten eine Torah ausgestellt war. Die Antikenbehörde des Irak löscht unter Druck von Islamisten die hebräischen Worte aus, entfernt hebräische Ornamente und plant auf dem Grab eine Moschee zu bauen.

Bis dato hören wir von fast niemandem Protest. Aber dies ist nicht einfach nur ein weiteres „Wo ist die Empörung?“. Der größere und alarmierendere Trend besteht darin, dass in einer wachsenden Zahl mehrheitlich muslimischer Länder ein Krieg gegen die nicht muslimischen Minderheiten geführt wird. Wo nicht muslimische Minderheiten „gesäubert“ wurden – wie in Afghanistan und dem Irak – richten sich die Angriffe gegen die Erinnerung an sie. Ethnische Minderheiten werden ebenfalls angegriffen: Der völkermörderische Konflikt gegen die schwarzen Muslime in Darfur ist nur das berühmt-berüchtigste Beispiel.

Verbinden Sie die Punkte: Letzte Woche setzten muslimische Jugendliche in Nigeria eine Kirche in Brand und töteten damit mehr als zwei Dutzend christliche Gottesdienstbesucher. In Ägypten leiden die koptischen Christen unter zunehmender Verfolgung, wozu diesen Monat vor einer Kirche Schüsse aus einem fahrenden Auto gehörten, durch die sieben Personen ermordet wurden.

In Pakistan wurden über Weihnachten christliche Kirchen bombardiert. In der Türkei haben die Behörden christliche Kirchen, Klöster und Schulen geschlossen. Gerade wurden auch in Malaysia Kirchen angegriffen, provoziert von dieser Beschwerde: Christen in den Kirchen nannten Gott „Allah“. Wie können die Ungläubigen es wagen, denselben Namen für den Allmächtigen zu benutzen wie die Muslime!

Ohne Zweifel missbilligen viele Muslime die Verfolgung der Nichtmuslime. Aber in den meisten mehrheitlich muslimischen Ländern riskieren Muslime, die offen gegen die Islamisten opponieren, als Abtrünnige gebrandmarkt zu werden. Und unter der islamistischen Interpretation der Scharia, des islamischen Gesetzes, verdienen Abgefallene den Tod.

Vor nicht allzu langer Zeit war der Nahe und Mittlere Osten eine facettenreiche Region. Der Libanon hatte Jahrhunderte lang eine christliche Mehrheit, aber das endet um 1990 – das Ergebnis von Jahren Bürgerkrieg zwischen den religiösen und ethnischen Gruppen des Landes. Die christliche Bevölkerung der Türkei hat in den letzten Jahren beträchtlich abgenommen. Die Islamisten ahben die Christen aus Bethlehem und anderen Teilen der Westbank getrieben; aus dem Gazastreifen sind seit der Machtübernahme durch die Hamas fast alle Christen geflohen.

Über Jahrtausende gab es im gesamten Nahen Osten jüdische Gemeinden. Die Juden des Iran führen ihre Geschichte 2.700 Jahre zurück, aber etwa acht von zehn iranischen Juden sind seit der islamischen Revolution von 1979 emigriert; nur etwa 40.000 sind übrig.

Die Juden des heutigen Saudi-Arabien wurden ausgerottet, kurz nachdem Mohammed und seine Jünger die neue Religion gründeten und im 7. Jahrhundert begannen ein neues Reich aufzubauen. Aber jüdische Gemeinden überlebten andernorts bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Juden gezwungen waren ihre Häuser im Irak, in Libyen, Ägypten, Syrien, dem Jemen und anderen Ländern zu verlassen. In vielen Fällen wurden sie von Muslimen vertrieben, die von der Gründung des modernen Staates Israel erbost waren. Aber wie merkwürdig ist es, gegen die Schaffung einer sicheren Heimstatt und Heimat für Juden zu protestieren, indem man die eigenen jüdischen Bürger obdach- und staatenlos macht?

1947 wurde Pakistan auch als sichere Zuflucht gegründet – für indische Muslime. Der Gründervater des Landes, Moahmmed Ali Jinnah, war entschlossen, Pakistan gegenüber Hindus, Sikhs, Christen, Parsen und anderen tolerant sein zu lassen – das waren volle 20 Prozent der Bevölkerung zur Zeit der Unabhängigkeit. Das hat so nicht funktioniert und das Ergebnis ist, dass nicht muslimische Minderheiten heute nur rund drei Prozent der Bevölkerung Pakistans bilden.

Wenn die Punkte verbunden werden, entsteht ein gar nicht gutes Bild: eine „islamische Welt“, inder Terroristen oft mit Nachsicht betrachtet werden, manchmal mit Respekt und gelegentlich mit Verehrung, während Minderheiten sich zunehmender Intoleranz, Verfolgung und „Säuberungen“ ausgesetzt werden, wobei selbst ihre Geschichte ausgelöscht wird.

Und wir im Westen sind zu höflich, zu „politisch korrekt“ und vielleicht zu feige, um dazu viel zu sagen.

Blinder Glaube

Annika Hernroth-Rothstein, Israel HaYom, 12. September 2016

„Provokativ und unchristlich“: So entschied sich Gunnar Sjoberg, Kommunikationsleiter der schwedischen Kirche, die Medienkampagen #MittKors (Mein Kreuz) vom August zu kommentieren, mit dem Christen angehalten werden in Unterstützung der verfolgten Christen der Welt ein Kreuz zu tragen.

Die Kampagne war eine Reaktion darauf, dass Christen von der Gruppe Islamischer Staat, den Terroristen, die im gesamten Nahen Osten Dorf um Dorf brandschatzen, ermordet oder entführt und versklavt werden; man sollte glauben, dass dieser Kampagne einhellige Unterstützung zuteil würde.

Aber damit läge man falsch.

Der Nahe Osten war der Ort, wo die ersten Kirchen der Welt standen und wo erstmals Klöster gebaut wurden. Heute ist er die Szenerie endlosen Abschlachtens, während der Islamische Staat sich über das Land bewegt wie ein teuflischer Sandsturm. Hunderttausende Christen fliehen zu Fuß, während aus ihren Gebetsstätten Bordelle und Gefängnisse gemacht und tausende Jahre Geschichte zerstört und niedergebrannt werden, so dass man sie nie wieder sehen wird.

Dieses Blutbad ist nicht auf den Nahen Osten beschränkt, sondern ist über die Gewässer gezogen, wie man an der Enthauptung eines französischen katholischen Priesters vor kurzem und der Belästigung von Christen in Flüchtlingslagern überall in Europa sehen kann. Die Verfolgung von Christen durch Muslime ist eine Plage, die keine Grenzen kennt und verdient unsere ungeteilt Aufmerksamkeit und unsere Solidarität, sei es durch Symbole, Worten oder Krieg.

Doch zu all dem sagt Sjoberg: „Das Kreuz Christi könnte damit enden als Waffe gegen einen anderen Glauben benutzt zu werden und nicht als Symbol der Unterstützung für Christen“, womit er sich entschied sich mit der Sache nicht weiter zu beschäftigen. Das ist feige ungerecht, obwohl es mit dem dokumentierten fehlenden moralischen Kompass der schwedischen Kirche auf einer Linie liegt. Schwedens größte Tageszeitung, Aftonbladet, hat eine ähnlich und gleichermaßen anrüchige Reaktion gezeigt, indem sie das Kreuz mit dem Hakenkreuz und die Kampagne #MeinKreuz mit der Nazipropaganda auf eine Stufe stellte, womit sie schamlos den Extremisten in die Hände spielen, die aus Christen die am stärksten verfolgte Gruppe der Welt gemacht haben.

Vor zwei Wochen fand in Stockholm die jährliche Kairos-Palästina-Konferenz statt und einer ihrer Koordinatoren war die bekannte schwedische Priesterin Anna Karin Hammar, die für ihren anhaltenden Kampf gegen Israel bekannt ist. Die Konferenz ist ein gemeinsames Unternehmen der internationalen Christlichen Allianz, den Schwedischen Freunden von Sabeel und dem Palästinensischen Ökumenischen Zentrum. Das ursprüngliche Kairos-Dokument, nach dem Konferenz benannt ist, soll vom südafrikanischen Kairos-Dokument von 1985 gegen Apartheid inspiriert worden sein. Kairos-Palästina erklärt, dass das jüdische Volk Israel als Preis zur Kolonisierung verliehen bekommen hat; Grund war, was als „europäisches Verbrechen an den Juden“ bezeichnet wird. Es erkennt weder die jüdische Geschichte im Land Israel noch irgendwelche Rechte am Land an, die dem Zweiten Weltkrieg vorausgingen. Das offizielle Ziel der Kairos-Palästina-Konferenz von 2016 bestand darin einen „gerechten Frieden“ zwischen Israel und Palästina zu erzielen; am Ende des Beisammenseins von 35 Personen wurde eine Erklärung veröffentlicht, die aus dem Manuskript der palästinensischen Public Relations hätte genommen worden sein können.

Als sie aus der Konferenz kam, sagte Hamamr, der Weg nach vorne bestehe für die schwedische Kirche darin Boykott, De-Investition und Sanktionen gegen Israel zu verfügen, um „Druck von außen“ der Art einzusetzen, wie er in Südafrika eingesetzt wurde, um die Apartheid zu beenden; sie stellt zurecht heraus, dass die schwedische Kirche bereits auf ihrer nationalen Kirchensynode 2012 dafür stimmte. Hammar soll gesagt haben, sie sei von Robert Herbst „sehr inspiriert“ worden, dem Sprecher von Jewish Voice for Pease [jüdische Stimme für Frieden] und einer der Sprecher auf der Kairos-Palästina-Konferenz, sowie von der Tatsache, dass er die „Besatzung“ als jüdisches Problem unserer Zeit und eine Frage großer Dringlichkeit und des Gewissens geschrieben hat.

Die schwedische Kirche findet also, dass ein Kreuz zu tragen „provokativ und unchristlich“ ist – aber ein demokratisches Land anzugreifen und es der Apartheid zu beschuldigen ist im Geist Jesu. Obwohl ich ihren Glauben nicht teile, weiß ich genug, um zu wissen, dass da im Staat der schwedischen Christenheit etwas faul ist.

Dadurch, dass sie eine Haltung gegen die Kampagne in den sozialen Medien einnimmt und offen erklärt, dass sie Angst davor haben Muslime anzugreifen, kehren sie sich von ihren Mitchristen ab, die wegen ihres Glaubens um ihr Leben laufen. Stattdessen entscheiden sie sich ihre Zeit und Energie damit zu verbringen das einzige Land im Nahen Osten zu schikanieren, in dem Christen vor Enthauptungen, Menschenhandel und Versklavung sicher sind.

Ich würde angesichts dieser Absurdität lachen, aber leider ist diese Farce nicht witzig. Die Kirche könnte etwas bewirken. Durch Solidarität in Wort und Tat könnte sie abertausende Leben retten. Doch statt zu ihrem Glauben zu stehen, entscheidet sie sich für Gleichgültigkeit. Die Geschichte wir sie streng dafür beurteilen, dass die Politik predigte statt die Schrift.

Wie der Islam das Christentum aus der Geschichte löschte

Raymond Ibrahim, 24. April 2016 (PJ Media)

Während die Christenheit weiter physisch aus dem Nahen Osten beseitigt wird, ist weniger bekann, dass ihre historische Rolle und Präsenz ebenfalls aus dem Gedächtnis gelöscht wird

Letzten Monat tauchte ein Video auf, das zeigt, wie Mitglieder des Islamischen Staats Hunderte christlicher Schulbücher, viele davon mit großen Kreuzen geschmückt, in ein großes Lagerfeuer warfen. Ein Bericht formulierte es so: ISIS verbrannte christliche Schulbücher im Versuch alle Spuren der Christenheit aus der uralten Region von Mossul zu löschen, wo das Christentum einst Jahrhunderte vor dem Aufstieg des Islam blühte.

Wie üblich ist ISIS ein ultimatives Beispiel für die maßgebende Herangehensweise von ISIS. Das wurde während einer vor kurzem auf einer Konferenz in Amman (Jordanien) bestätigt, die vom Jerusalem Center for Political Studies veranstaltet wurde. Während ihrer Präsentation sagte Dr. Hena al-Kaldani, eine Christin: „Es gibt ein vollständige Löschung der arabisch-christlichen Geschichte der vorislamischen Ära“, „viele historische Fehler“ und „ungerechtfertigte historische Sprünge in unserem jordanischen Lehrplan“. „Schulbücher für das 10. Schuljahr lassen jede Erwähnung von christlicher oder Kirchengeschichte in der Region aus.“ Wo immer das Christentum erwähnt wird, vermehren sich Auslassungen und Fehldarstellungen, einschließlich der Darstellung der Christenheit als westliche (heißt: „fremde“) Quelle der Kolonisierung, sagte Al-Kaldani.

Natürlich haben christliche Minderheiten im gesamten Nahen Osten – nicht nur in Jordanien – lange schon angegeben, dass die in den öffentlichen Schulen gelehrte Geschichte gewohnheitsmäßig das christliche Erbe der Region unterdrückt, während der Islam aufgebauscht wird (wobei auch gelogen wird).

„Es klingt absurd, aber Muslime wissen mehr oder weniger gar nichts über Christen, obwohl sie einen großen Teil der Bevölkerung stellen und sogar die ursprünglichen Ägypter sind“, sagt Kamal Mougheeth, ein pensionierter Lehrer in Ägyten: „Ägypten war sechs oder sieben Jahrhunderte [vor der islamischen Invasion um 640] christlich. Das Traurige ist, dass die Geschichtsbücher viele Jahre lang von Kleopatra zur muslimischen Eroberung Ägyptens sprangen. Das christliche Zeitalter war weg. Verschwunden. Ein enormes schwarzes Loch.“[1]

Das stimmt perfekt mit dem überein, was, wie ich mich erinnere, meine Eltern – Christen aus Ägypten – mir über ihre Erfahrungen in der Schule vor mehr als einem halben Jahrhundert erzählten: Hellenismus, Christentum oder die koptische Kirche – eintausend Jahre vorislamischer Geschichte Ägyptens – wurde praktisch nicht erwähnt. Die Geschichte begann mit den Pharaonen, bevor sie ins siebte Jahrhundert sprang, als die arabischen Muslime Ägypten für den Islam „öffneten“. (Wo immer Muslime nichtmuslimisches Territorium erobern, bezeichnet islamische Heiligengeschichte das als euphemistisch als eine „Öffnung“ (fath), nie als „Eroberung.

Sharana Yousif Zara, ein Politiker mit Einfluss im irakischen Bildungsministerium stimmt dem zu: „Es ist dasselbe bei der Lage im Irak. Es gibt fast nichts über uns [Christen] in unseren Geschichtsbüchern und was es dort gibt, ist völlig falsch. Es steht nichts davon darin, dass wir vor dem Islam hier waren. Die einzigen erwähnten Christen sind aus dem Westen. Viele Iraker glauben, wir seien hierher gezogen. Aus dem Westen. Dass wir in diesem Land Gäste waren.“[2]

Zara dürfte überrascht sein zu erfahren, dass im Westen ähnliche Ignoranz und historischer Revisionismus vorherrschen. Obwohl Christen in der Tat in den meisten arabischen Ländern die meisten indigenen Einwohner sind, werde ich oft gefragt – von gebildeten Menschen – warum Christen „beschlossen“ sich im Nahen Osten unter Muslimen niederzulassen, wenn letztere sie so schlecht behandelten.

Auf jeden Fall hat die pseudohistorische Herangehensweise des Nahen Ostens an das Christentum Generationen lang erfolgreich muslimische Schüler dazu indoktriniert der Christenheit zu misstrauen und sie zu hassen, die regelmäßig als nicht organisches, parasitisches Überbleibsel betrachtet wird, das von westlichen Kolonialisten zurückgelassen wurde (obwohl, wie erwähnt, das Christentum etwa 600 Jahre länger in der Region ist als der Islam).

Das erklärt auch eine der bittersten Ironien des Islam: Eine ganze Menge der heutigen Christen im Nahen Osten werden von Muslimen – einschließlich der Variante ISIS – verfolgt, deren eigene Vorfahren verfolgte Christen waren, die zum Islam konvertierten, um ihr Leiden zu beenden. Mit anderen Worten: Muslimische Nachkommen verfolgter Christen schlachten heute ihre christlichen Cousins ab. Christen werden zum Teil als „fremde Verräter“ angesehen, weil viele Muslime die Herkunft ihrer eigenen Christen nicht kennen.

Infolge solch eingegrabenen Revisionismus sind muslimische „Wissenschaftler“ in der Lage höchst dubiose und unhistorische Thesen zu verbreiten, wie man in Dr. Fadel Solimans Buch Copts: Muslims Before Muhammad[3] aus dem Jahr 2011 sieht. Darin wird behauptet, in der Zeit der muslimischen Eroberung Ägyptens sei die überwiegende Mehrheit der Ägypter nicht, wie Muslime und westliche Geschichte lange gelehrt hat, Christen gewesen, sondern prototypische Muslime oder muwahidin, die von europäischen Christen unterdrückt wurden: Daher ging es bei der islamischen Invasion Ägyptens in Wirklichkeit darum Mitmuslime zu befreien.

Selbstverständlich hat kein Historiker je behauptet, dass Muslime in Ägypten eindrangen, um „Protomuslime“ zu befreien. Stattdessen stellen muslimische Chronisten, die unsere Primärquellen zum Islam schrieben, die „Öffnungen“ offen und erfrischend als das dar, was sie waren – Eroberungen, reichlich versehen mit Massakern, Versklavung und Verdrängung von Christen und der Zerstörung tausender Kirchen.

Letztlich sollte uns der historische Ansatz der muslimischen Welt bezüglich des Christentums bekannt sein. Betreibt nicht der Westen dieselbe Täuschung? In beiden Fällen wird das Christentum dämonisiert und seine Geschichte von seinen alles an sich reißenden Feinden verdrängt: im Westen von jeder Menge „Ismen“ – darunter Linksradikalismus, moralischer Relativismus und Multikulturalismus – und mi Nahen Osten vom Islam.

[1] Zitat aus: Klaus Wvel: The Last Supper: The Plight of Christians in Arab Lands (Das letzte Abendmahl: Die bedrängte Lage der Christen in arabischen Ländern)

[2] ebenda

[3] Kopten: Muslime vor Mohammed

Die letzte Hoffnung für die Christen des Nahen Ostens

Israel Matzav, 25. Juli 2016

Es ist kein Geheimnis, dass es nur ein Land im Nahen Osten gibt, in dem Christen keine gefährdete Art geworden sind und wo ihre Bevölkerung im Verlauf der letzten 100 Jahre gewachsen ist. Sie haben richtig geraten: Es ist Israel und ich haben wieder und wieder darüber geschrieben (suchen Sie im Blog für einige Beispiele mit dem Begriff „Bethlehem“).

In Allein unter Juden schreibt Tuvia Tenenbom über ein Treffen mit einer Christin in Bethlehem, die zugab, dass die Bevölkerung der Stadt seit dem Jahr 2000 um mehr als 90% zurückgegangen ist, weil Christen flohen. Als er sie fragte warum, machte sie – Sie erahnen es – die „Besatzung“ dafür verantwortlich.

Was ist es, das diese Leute nicht begreifen? Luma Simms, eine Christin, die im Irak aufwuchs, versucht es zu erklären.

Das ist nicht nur ein muslimisches Problem. Dieser Antisemitismus sickert bis zu Minderheitengruppen durch, die in islamische beherrschten Ländern leben. Christen im Nahen Osten beweisen ein behindertes Vorurteil, da ihnen die Macht fehlt politisch gegen Israel zu agieren. Wie ich in meiner Nahost-Gemeinschaft im Verlauf der Jahre beobachtete, scheint es ein Phänomen des Stockholm-Syndroms zu geben. Nach so langer Zeit unter islamischer Herrschaft und dem Aufsaugen islamischer Propaganda sind die Christen anfällig dafür ihre „Eroberern“ in den autoritären islamischen Regierungen nachzuplappern. Ich habe noch Hoffnung ,dass eine freie arabisch-christliche Kultur diesen Bann innerhalb einer von Generation brechen könnte. Aber die Hoffnung schwindet – es kann sein, dass die Christenheit im Nahen nicht überlebt.

Das könnte sie in der Tat nicht – zumindest nicht außerhalb von Israel. Simms fährt fort und erklärt, warum Israel die letzte Hoffnung für die Christen des Nahen Ostens ist.

Israel ist die letzte Hoffnung für arabische Christen; so einfach ist das. Amerika führt in der Flüchtlingsfrage nicht, besonders nicht für irakische Christen. Doch ihnen zu helfen, den Christen in der arabischen Welt Gutes zu tun, würde erfordern, dass Israel den Antisemitismus seiner Nachbarn überwindet, selbst den der Christen, die wegen ihrer Vorurteile nicht um Hilfe bitten.

Arabische Christen in Amerika und dem Ausland fühlen sich in der Klemme zwischen muslimischen Interessen auf der einen Seite und israelischen auf der anderen. Sie sind verbittert. Sie sind eine schwache Minderheit, die immer übersehen wird. Arabische christen haben nicht die Macht zu verhandeln oder zu drohen, nicht das Geld um Waffen zu kaufen und kein Land, das sie kultivieren und auf dem sie bauen können. Ihre Verbitterung lässt sie einen wichtigen Verbündeten übersehen: Israel. Während der Völkermord an den Christen des Nahen Ostens weitergeht, ist die einzige Hoffnung für ein arabisch-christliches Überbleibsel – ein Rest, der seinen Glauben, Traditionen und Bräuche behält und weitergibt – die Hilfe durch den Staat Israel. Es ist etwas Menschliches.

Israel veranschaulicht bereits seinen humanen Umgang mit seinen Feinden. Es hat Krankenhäuser und medizinische Versorgungszentren an seinen Grenzen, in denen es unaufdringlich die Verwundeten und Verletzten behandelt, die wegen medizinischer Hilfe zu ihm kommen. Diese Menschen gehen irgendwann wieder in ihre Häuser in Syrien zurück. Patienten schweigen über die medizinische Hilfe, um sich selbst vor Repressalien zu schützen, die sie Zuhause erwarten könnten, weil sie Betreuung in Israel erhielten. Manche der Patienten sind Kombattanten, ein anderes Mal sind es Zivilisten, die ins Kreuzfeuer gerieten; manche kommen kaum noch lebend an, nicht wissen, dass sie in Israel sind; sie erlangten das Bewusstsein wieder, nur um festzustellen, dass sich genau die Leute um sie kümmern, die zu hassen sie gelehrt wurden. Diese Ärzte und Pfleger „sähen die Saat des Friedens“.

Ein weiterer Grund, warum arabische Christen zu helfen gut für Israel sein dürfte: Welch bessere Möglichkeit gibt es Jihad in der Region zu überwinden, als dass Israel eine Allianz mit Christen schmiedet? Die Christen des Nahen Ostens ihrerseits sollten Israel als Verbündeten sehen, seinen demokratischen Staat unterstützen und ein Bündnis aufbauen, um islamische Terroristen zu bekämpfen. Zu lange hat der Islam eine Taktik des „teile und erobere“ gegen die Christen und Juden eingesetzt. Als zum Beispiel in Nazareth lebende arabische Christen sich in die israelische Gesellschaft integrieren und in den Israelischen Verteidigungskräften dienen wollten, wurden von arabisch-muslimischen Gruppen schikaniert, angegriffen und bedroht. Schlimmer war die Beschuldigung durch Muslime und Christen, sie würden Palästina verraten. Jeder, er klar denkt, kann dies als das erkennen, was es ist: Muslime fürchten das Bündnis arabischer Christen mit Israel.

Was wird passieren, wenn Israel nicht handelt? Es ist schwer genaue Zahlen zu finden, aber vielleicht sind zwischen 200.000 und 400.000 irakische übrig geblieben. Im Irak werden sie getötet werden oder beim Fluchtversuch sterben. Einigen könnte, so Gott will, die Auswanderung erlaubt werden. Elliot Abrams gab während eines AEI-Panel zum Sykes-Picot-Abkommen die mutigste Äußerung ab, die ich von wem auch immer in Bezug auf die Situation gehört habe:

Die meisten christlichen Gemeinden sterben, werden nie wiederhergestellt werden … niemand hat das Gefühl gegenüber den christlichen Minderheiten im Irak [er spricht vom Wunsch die Gemeinden zu retten]… wir nehmen nicht einmal christliche Flüchtlinge auf… Ich bin wirklich getroffen von der Feindseligkeit gegenüber dem Gedanken, dass etwas für die christlichen Gemeinden des Nahen Ostens getan werden sollte… wird irgendjemand stärker verfolgt als die irakischen Christen? Hat irgendjemand eine stichhaltigere Angst [vor Verfolgung]? Sie können nicht einmal sicher in UNO-Flüchtlingslager gehen. Und wir unternehmen dazu nichts. [Was das Rätsel der Auflösung der Christenheit in der Gegend] wäre es, als würde man 1940 sagten: „Sicher, mit den 1000 Jahren jüdischer Geschichte in Deutschland und Polen und Ungarn wollen wir sie nicht töten, indem wir diese Leute als Flüchtlinge aufnehmen.“ Sie starben. Die Christen werden sterben oder viele von ihnen werden sterben. Deshalb glaube ich, dass wir nicht das Recht haben zu sagen: „Bleibt hier und erhaltet eure Kirchen“, wenn sie getötet werden.

Israel, steh‘ auf und führe diese Region der Welt. Du bist die Hoffnung für die irakischen Christen. Lasst es uns immer sagen: Im dunklen Zeitalter von ISIS, in dem Trostlosigkeit und Verzweiflung die arabische Welt bedeckte, war Israel ein Haus des Lichts. Wie der Prophet Jona, dem Gott befahl nach Ninive zugehen und den Assyrern Erlösung anzubieten, könnte Israel hingehen und Assyrien erlösen – wieder einmal die Ebenen von Ninive.

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