Die Auslöschung des jüdischen und christlichen Erbes des Nahen Ostens

Raymond Ibrahim, 9. Oktober 2019 (Front Page Magazine)

Die muslimische Welt befindet sich mit der Geschichte im Krieg. Das muss sie sein, wenn sie hofft das Narrativ bezüglich dessen zu verändern, wie sie entstand und – weit wichtiger – wie niemand außer Muslimen irgendein Recht auf Land hat, das vom Islam beansprucht wird.

Erst vor Kurzem erklärte der Kulturminister der palästinensischen Autonomiebehörde im offiziellen PA-Fernsehen:

Unser Kampf geht gegen den Staat [Israel], der aus dem Nichts kam, ohne eine Geschichte und ohne Geografie, der unser Land stahl und unserer Existenz ein Ende setzen will… Es gibt in der Geschichte nichts, das diese Anwesenheit beweist. Sie haben nicht einen einzigen Stein gefunden… Israel weiß, dass es keine Verbindung zu dieser Stadt [Jerusalem] habt, dass sie keine Verbindung zu dieser Geschichte haben und dass sie keine Verbindung zur Geografie haben, so wie sie keine Verbindung zur Zukunft haben.

Nur Tage später, Anfang September 2019, gab der Kulturminister ähnliche Behauptungen von sich: „Unser Kampf mit dem Besatzungsgebilde ist ein Kampf um das Narrativ. Wir sind die legalen Erben all dessen, was im Land ist… Das Narrativ des Besatzers ist falsch und all seine Versuche Rechtfertigung für seine Anwesenheit zu finden, sind fehlgeschlagen.“

Abu Sayfs Ansichten sind bei den Palästinensern Standard. So hält ein Bericht vom 15. September 2019 fest: „Eines der zentralen Elemente des palästinensischen Narrativs ist die Negierung der gesamten jüdischen Geschichte im Land Israel im Allgemeinen und in Jerusalem im Besonderen. Trotz zahlreicher Quellen und archäologischer Funde, die das Gegenteil beweisen, wiederholt die palästinensische Autonomiebehörde regelmäßig diese Behauptung, weil es die Grundlage dafür ist, dass die PA Israels Existenzrecht bestreitet.“

Die Ironie ist: Obwohl das Judentum eine Jahrtausende alte Geschichte und Anwesenheit in Jerusalem hat, eroberten, kolonisierten und arabisierten Muslime aus Arabien brutal diese antike Stadt im Jahr 637.

Das ist das „philosophische“ Problem, dem nicht nur die Palästinenser trotzen, sondern ein Großteil der muslimischen Welt: Das meiste Territorium, das der Islam beansprucht, wurde Nichtmuslimen durch gewaltsame Eroberung und Kolonisierung in Besitz genommen.

Wenn von daher Eroberer und ihre Nachkommen Rechte auf Macht gründen – wie der Islam es immer getan hat – sollte es so scheinen, dass sie wenig Rechte in Anspruch nehmen können, wenn ihre Macht einmal nachlässt. Daher die muslimische Tendenz die Geschichte umzuschreiben, insbesondere wenn es um Nichtmuslime geht – sich nicht als Eroberer, sondern als „rechtmäßige“ Anspruchsberechtigte auf dieses oder jenes Land darzustellen.

Während solcher Revisionismus in den erwähnten PA-Zitaten zu Israel erwiesen ist, ist er besonders in den Versuchen des Islam Beweise des Christentums aus den von ihm eroberten Ländern zu löschen allgegenwärtig. Das ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass das Herz der muslimischen Welt – einschließlich ganz Nordafrikas (von Marokko bis Ägypten) und dem Nahen Osten (Syrien, Irak, Türkei usw.) – Jahrhundert vor dem Kommen des Krummsäbels des Islam christlich war.

Dr. Hena al-Kaldani sagte einst auf einer Konferenz in Amman (Jordanien), für die das Jerusalem Center for Political Studies Gastgeber war: „Es gibt eine komplette Streichung arabisch-christlicher Geschichte der vorislamischen Zeit“, „viele historische Fehler“ und „nicht zu rechtfertigende historische Sprünge in unserem Lehrplan in Jordanien“. „Schulbücher für die 10. Klasse lassen jegliche Erwähnung von Christen oder Kirchengeschichte in der Region aus.“ Wo immer die Christenheit erwähnt wird, wuchern Auslassungen und Falschdarstellungen, einschließlich der Schilderung des Christentums als westliche (d.h. „fremde“) Quelle von Kolonisierung, sagte al-Kaldani.

„Im Irak haben wir dieselbe Situation“, sagte Sharara Yousif Zara, ein Politiker im irakischen Bildungsministerium: „Es gibt fast nichts über uns [Christen] in unsren Geschichtsbüchern und was es dort gibt, ist völlig falsch. Es gibt nichts über uns vor dem Islam. Die einzigen erwähnten Christen kommen aus dem Westen. Viele Iraker glauben, wir seien von dort hierhergezogen. Aus dem Westen. Dass wir Gäste in diesem Land sind.“

„Es klingt absurd, aber Muslime wissen mehr oder weniger nichts über Christen, obwohl sie einen großen Teil der Bevölkerung ausmachen und faktisch die Original-Ägypter sind“, sagte Kamal Mougheth, ein pensionierter Lehrer aus Ägypten: „Ägypten war sechs oder sieben Jahrhunderte [vor der muslimischen Invasion um 640] christlich. Das Traurige ist, dass die Geschichtsbücher seit vielen Jahren von Kleopatra zur muslimischen Eroberung Ägyptens springen. Die Ära der Christen ist verloren gegangen. Verschwunden. Ein riesiges schwarzes Loch.“

Das stimmt mit dem überein, was Kopten mir zu ihren Erfahrungen in der Schule erzählt haben: Es gab praktisch keine Erwähnung von Hellenismus, Christenheit oder der koptischen Kirche – eintausend Jahre der vorislamischen Geschichte Ägyptens. Die Geschichte begann mit den Pharaonen, dann springt sie ins siebte Jahrhundert, als arabische Muslime Ägypten für den Islam „öffneten“. (Wo immer Muslime nichtmuslimische Gebiete erobern, bezeichnet islamische Hagiografie das Ereignis euphemistisch als „Öffnung“, fath, nie als „Eroberung“.)

So wie mit ihrem Umgang mit Jerusalem hat die Löschung der Christenheit aus der Geschichte des Nahen Ostens durch die muslimische Welt Generationen lang muslimische Schüler indoktriniert die unter ihnen lebenden christlichen Minderheiten zu verdächtigen und zu hassen; sie werden als konstruierte parasitische Überbleibsel betrachtet, die angeblich von westlichen Kolonialisten zurückgelassen wurden (obwohl die Christenheit, wie gesehen, dem Islam in der Region um rund sechs Jahrhunderte vorausging).

Das erklärt auch eine der bittersten Ironien des Islam: Die Vorfahren der vielen Muslime, die derzeit Christen im gesamten Nahen Osten verfolgen – inklusive dem PA-Gebiet – waren selbst verfolgte Christen, die im Verlauf der Jahrhunderte zum Islam übertraten um ihr eignes Leiden zu beenden. Mit anderen Worten: Muslimische Nachkommen verfolgter Christen schlachten heute ihre christlichen Cousins ab, ohne jede Ahnung zu ihrer eignen gemeinsamen Herkunft.

So sieht die Tragödie aus, die durch das Umschreiben der Geschichte durch den Islam verursacht ist – ein Umschreiben, das notwendig ist, wo immer Muslime versuchen sich als die „rechtmäßigen“ Anspruchsberechtigten für dieses oder jenes Land darzustellen.

Der Jihad gegen christliche Friedhöfe

Ein Hass, der Ungläubige noch nach dem Tod verfolgt.

Raymond Ibrahim, FrontPageMag, 30. August 2019

Obwohl die islamische Verfolgung echter, lebender Christen natürlich beklagenswerter ist, sind islamische Angriffe auf leblose christliche Symbole oft ein stärkerer Hinweis auf den existenziellen Hass auf den Anderen.

Bedenken Sie z.B. das Phänomen der Muslime, die christliche Friedhöfe und ihre Kreuze schänden und zerstören. Der Akt selbst ist zwar weitgehend „symbolisch“ – weil keine lebende Person verletzt wird – spiegelt aber auch einen engagierten, viralen Hass, der über subjektive Umstände hinaus geht. Mit anderen Worten: Während die Verfolgung des einen oder anderen Christlichen von bestimmten Umständen motiviert sein kann – Konflikte, sexuelle Anziehung, Bequemlichkeit, Bereicherung usw. – spiegeln Angriffe auf leblose christliche Symbole einen objektiven, überragenden Hass auf das Christentum und seine Anhänger, einem Hass, der keinen „Grund“ braucht und in seiner Bekundung nichts gewinnt.

Von einem Ende der islamischen Welt zur anderen – in arabischen, afrikanischen und asiatischen Staaten und zunehmend im Westen – wird diese Art von Hass zu einem regelmäßigen Ereignis. Eine kurze Liste folgte; sie ist nach von formellen Terroristen („ISIS“ usw.), informellen Terroristen (muslimische Mobs) und muslimischen Regierungen begangenen Schändungen geordnet.

Libyen: Im März 2012 erschien im Internet ein Video eines muslimischen Mobs, der einen Commonwealth-Friedhof bei Benghazi attackierte, auf dem britische Offiziere des Zweiten Weltkriegs begraben waren. Als die Vandalen Grabsteine mit Kreuzen umtraten, drängte der Mann, der sie aufnahm: „Brecht das Kreuz der Hunde!“, während er und andere „Allahu Akbar!“ riefen. An einem Punkt kichert er, als er einem übereifrigen Schänder sagt, er solle sich „beruhigen“. Als ein weiterer Muslim sich beschwerte, dass er nicht in der Lage ist einen bestimmten Stein umzutreten und sich fragt, ob das sei, weil „dieser Soldat gut zu seinen Eltern gewesen sein muss“, antwortet der, der das Video aufnimmt: „Ach komm, das sind doch alles Hunde, wen kümmert’s?“ Schließlich versammelt sich der Mob um das riesige Opferkreuz, das Ehrenmal des Friedhofs und beginnt auf ihn zu weiteren „Allahu Akbar“-Rufen einzuhämmern.

Dieselbe Szene wiederholte sich am 3. Juni 2015: Von Zeugen als „salafistische“ Muslime beschrieben – das sind Muslime, die in Wort, Tat und Kleidung versuchen ihren Propheten Mohammed und seine Gefährten nachzuahmen – wurden gesehen, wie sie Kreuze und Grabsteine zerstörten und Gräber im alten christlichen Sektor von Tripoli ausgruben.

Irak: Im April 2015 schändeten mit ISIS verbandelte Muslime Mossuls ältesten christlichen Friedhof, der dem Apostel Thomas geweiht ist. ISIS veröffentlichte Bilder seiner Anhänger, die Vorschlaghämmer benutzten, um Grabsteine zu zerstören und die darauf eingravierten Kreuze auslöschten; das war als dokumentarischer Beweis für ihre Kampagne zur „Auslöschung von muschrik-Symbolen“ (heidnische Symbole) gedacht.

Im November 2016 veröffentlichte eine Menschenrechtsgruppe Fotos des christlichen Friedhofs von Qarqoosch, der von ISIS-Anhängern verwüstet wurde. Unter anderem öffneten die Schänder Särge und plünderten die Toten aus; ein Bild zeigt den abgerissenen Schädel einer ehemals in Frieden ruhenden Leiche mit umhergeworfenen Kreuzen am Boden.

Syrien: Der Islamische Staat veröffentlichte am 16. Ai 2016 ein Video, das einen ISIS-Kämpfer zeigt, der christliche Gräber auf dem Friedhof Deir ez-Zor schändete.

Obwohl sogenannte „Mainstream-Medien“ einige dieser genannten Schändungen berichteten – zumeist, weil der Islamische Staat sie verübte und bereits publizierte – berichten sie selten die Tatsache, dass „Alltags“-Muslime diese makabere Praxis ebenfalls betreiben. Ein paar Beispiele folgen:

Indonesien: Im April 2019 gab es „eine Unmenge Schändungen an christlichen Gräbern in der Stadt Yogyakarta, eine Orgie, von der manche vor Ort Lebende glauben, dass es eher ein gezielter Akt er Intoleranz statt wahlloser Vandalismus war“. Ein paar Monate zuvor wurden eine Reihe anderer Kreuze und Grabsteine beschädigt, offenbar mit einem Hammer; Indonesien ist lange als das „moderateste“ muslimische Land der Welt angepriesen worden.

Pakistan: Im Mai 2019 wurden bei Lahore „38 christliche Gräber geschändet… Zusätzlich zur Schändung der Gräber entstellten unbekannte Angreifer zudem mehrere Kreuze, die an den Gräbern angebracht waren.“ Ein lokaler Christ sagte, der Vorfall „zeigt, dass einige religiöse Fanatiker ihre Wurzeln in dem Viertel haben und religiösen Hass in den Denkweisen der jungen Generation säen, was alarmierend ist.“

Algerien: Im September 2018 wurden mehr als 30 christliche Gräber auf dem Kriegsfriedhof La Reunion, einem der wenigen in dem muslimischen Land verbliebenen christlichen Friedhöfe, geschändet: „Die Gräber wurden geplündert und Grabsteine zerschlagen. Ermittler glauben, dass islamistische Motive im Spiel sind. Während die Regierung eine Ermittlung betreibt, kommt die Schändung dieser Gräber zu einer Zeit, in der die algerische Obrigkeit die Kirche zunehmend schikaniert. Im vergangenen Jahr ist eine Reihe von Kirchen von den Behörden geschlossen worden…“

Malaysia: Im Februar 2014 wurde in dem mehrheitlich muslimischen Staat mitten in der Nacht ein christlicher Friedhof geschändet. „Lokale Zeugen sagten, dass einige Grabsteine völlig zerschmettert und einige Kreuze zerbrochen wurden … Zudem wurden Blumentöpfe und andere steinerne Kennzeichen zerbrochen. Es scheint so, als hätten die Täter ein schweres Werkzeug verwendet, um den Schaden anzurichten.“

Senegal: Im Oktober 2012 wurden in dem mehrheitlich muslimischen Land mehr als 160 christliche Gräber geschändet. „Kruzifixe und andere steinerne Objekte wurden von Individuen, die noch nicht identifiziert werden konnten, aus ihren Gräbern auf den christlichen Friedhöfen Heiliger Lazarus von Bethanien und Bel Air geholt.

Den professionellen und nicht professionellen muslimischen Terroristen schließen sich muslimische Regierungen den Reihen derer an, die christliche Friedhöfe schänden:

Iran: Im April 2012 wurde „ein 200 Jahre alter christlicher Friedhof in der Provinz Kerman von den Behörden komplett zerstört“; sie wollten „historische christliche Grabmale zerstören und das christliche Erbe völlig aus dem Erscheinungsbild des Iran beseitigen“.

Ein paar Monate zuvor, im Februar 2012, wurde berichtet, dass der historische Friedhof englischer Christen in Buschir, der auch von der amerikanischen Gemeinde genutzt wurde, völlig verunstaltet und „alle Kreuze auf Gräbern wurden zerbrochen“. Der Bericht weiter: „Lange Zeit ist der Friedhof von den staatlichen Behörden von Buschir absichtlich nicht beachtet worden, weil er die Leichen von englischen Veteranen beherbergte. Diese Missachtung ging so weit, dass 2003 die Tourismusorganisation des Iran eine Steinmauer um den Friedhof baute, um Besucher am Zutritt zu hindern.“

Pakistan: Ein Bericht im August 2016 vermerkte: „Örtliche Christen behaupten, dass ihre Friedhöfe Abnutzung ausgesetzt sind, während die Behörden vor der Lage die Augen verschließen“. Ein paar Monate später, im Oktober 2016, wird berichtet, dass die Obrigkeit zuließ, dass der einzige christliche Friedhof während der letzen dreißig Jahre verfiel und keine Renovierungsmaßnahmen stattfanden, obwohl Christen wiederholt darum bettelten.

Tunesien: Im Mai 2012 wurden, nachdem der russische Botschafter in Tunis das Innenministerium des Staates um „Schutz“ für die orthodoxe Kirche von Tunis bat, sowohl der christliche Friedhof hinter der Kirche als auch die russische Schule mutwillig beschädigt. Die Kreuze des Friedhofs wurden zerstört, die Mauern der Schule und religiöse Fresken wurden mit Fäkalien beschmiert (wie es vor kurzem in Frankreich geschah).

Tatsächlich nimmt, während muslimische Bevölkerungen in westlichen Ländern anwachsen, dasselbe Phänomen, das in muslimischen Ländern vorkommt – nämlich die Schändung christlicher Friedhöfe – auch dort zu.

Bedenken Sie den einen westeuropäischen Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung: Frankreich. Im April 2015 wurden 215 christliche Grabsteine und Kreuze auf dem Friedhof von Saint-Roch de Castres (Tarn) beschädigt und geschändet (Bilder hier). Nach Angaben des Anklägers in dem Fall wurde der Beschuldigte in traditioneller arabischer Kleidung gekleidet gesehen; er „wiederholt immer wieder muslimische Gebete, sabbert und mit ihm kann nicht kommuniziert werden: Sein Zustand wurde als unvereinbar mit vorläufiger Haft erklärt.“ Er wurde unter der Annahme ins Krankenhaus eingewiesen, dass er „mental unausgeglichen“ ist.

Weil es im Westen immer noch Minderheiten gibt, geben Muslime manchmal ihrer Feindseligkeit auf weniger direkte Weise Ausdruck. Nachdem Muslimen in Deutschland ein eigener Bereich auf einem Friedhof zugestanden wurde und nachdem ihnen erlaubt wurde eindeutig islamische Feiern durchzuführen, begannen sie zu fordern, dass christliche Symbole und Kreuze auf dem Friedhof während islamischer Beerdigungen entfernt oder abgedeckt werden.

In jüngerer Zeit unternehmen europäische Staaten Präventivmaßnahmen, um potenzieller muslimischer Wut vorzubeugen. In Italien sind im April 2019 „Kreuze und Gräber auf einem italienischen Friedhof in Pieve di Cento mit schwarzen Tüchern verdeckt worden, um diejenigen nicht vor den Kopf zu stoßen, die aus einer anderen Religion kommen“, ein Verweis auf muslimische Migranten. „Der Friedhof“, fügt der Bericht hinzu, „hat zudem nach Renovierung motorisierte Verdunklungsvorhänge in einer Kapelle, um während Feiern anderer Denominationen römisch-katholische Symbole zu verbergen“, erneut ein Verweis auf Muslime.

Kurz gesagt: Obwohl das westliche Establishment darauf besteht, dass islamischer Terror ein Produkt von allem und jedem ist, nur nicht von islamischer Lehre – Wirtschaft, Politik, Kränkungen usw. – spricht das weit verbreitete Phänomen, dass Muslime aus allen Schichten der Gesellschaft christliche Gräber und ihre Kreuze schänden, von einem intrinsischen Hass, der über alle weltlichen Überlegungen hinausgeht.

Der Jihad gegen das christliche Kreuz

Raymond Ibrahim, 7. Juni 2019

Titel-Foto der 15. Ausgabe der Magazins Dabia des Islamischen Staats, Titel: „Brecht das Kreuz“.

Vor kurzem wurde ein 37 Jahre alter muslimischer Migrant in Rom wegen Mordes verhaftet, nachdem er einem Christen in die Kehle gestochen hatte, weil dieser ein Kruzifix um den Hals trug. „Religiöser Hass“ wird bei dem Verbrechen als „verschärfender Faktor“ angeführt.

Das ist kaum das erste Verbrechen aus „ religiösem Hass“, das in Italien im Kontext des Kreuzes geschah. Unter anderem gab es diese:

  • Ein muslimischer Junge afrikanischer Herkunft drangsalierte in der Schule ein 12-jähriges Mädchen, beleidigte sie und schlug schließlich auf sie ein, weil auch sie ein Kreuz trug.
  • Ein muslimischer Migrant drang in eine alte Kirche in Venedig ein und griff deren großes, 300 Jahre altes Kreuz an, brach dessen Arme ab und schrie dabei: „Alles in dieser Kirche ist falsch!“
  • Nachdem ein Kruzifix in der Nähe einer beliebten Moschee zerstört wurde, sagte der Bürgermeister des Bereichs in Bezug auf den/die Täter: „Bevor wir eine Show des Eins seins mit Muslimen veranstalten, sollten sie anfangen unsere Zivilisation und unsere Kultur zu respektieren.“

Fakt ist, dass islamische Feindseligkeit gegenüber dem Kreuz ein felsenfestes Phänomen ist – eines, das Kontinente und Jahrhunderte überschreitet; eines, das viel von der angeborenen Feindseligkeit des Islam gegenüber der Christenheit anzeigt.

Zum ersten ist das Kreuz nicht nur Ur-Symbol der Christenheit – für alle Konfessionen, einschließlich der meisten Formen des ansonsten Bilder stürmenden Protestantismus – sondern es symbolisiert auch den fundamentalen Dissens zwischen Christen und Muslimen. So erklärt Professor Sidney Griffith: „Das Kreuz und die Ikonen verkündeten öffentlich genau die Punkte des christlichen Glaubens, die der Koran, aus Sicht der Muslime, ausdrücklich bestreitet: dass Christus der Sohn Gottes war und dass er am Kreuz starb.“ Entsprechend „erregte die christliche Gepflogenheit das Kreuz zu verehren … oft die Verachtung der Muslime“, so dass es bei den muslimischen Eroberungen christlicher Länder von Anfang an einen „Feldzug zum Ausradieren öffentlicher Symbole des Christentums gab, besonders des bis dahin allgegenwärtigen Zeichens des Kreuzes“.

Dieser „Feldzug“ ist bis zum muslimischen Propheten Mohammed zurückzuverfolgen. Es wird berichtet, er „hatte eine derartige Abscheu vor der Form des Kreuzes, dass er alles mit dieser Form darauf zerschlug, das in sein Haus gebracht wurde“, schreib ein Historiker (Sword and Scimitar, S. 10). Mohammed behauptete auch, dass Jesus (der muslimische ‘Isa) am Ende der Zeiten selbst Wert darauf legen würde „das Kreuz zu zerschlagen“.

Heutige muslimische Geistliche bestätigen das. Scheik Abdul Azis al-Tarifi, ein saudischer Experte für islamisches Recht wurde nach den Urteilen darüber gefragt ob es jemandem – in diesem Fall Christen – erlaubt ist ein Kreuz zu tragen und davor zu beten; er sagte: „Unter keinen Umständen ist es einem Menschen gestattet das Kreuz zu tragen.“ Genauso wenig „darf es jemandem erlaubt werden zum Kreuz zu beten.“ Warum? „Weil der Prophet – Friede und Segen sei mit ihm – befohlen hat es [das Kreuz] zu zerschlagen.“

Die Geschichte des Islam ist ein Spiegel dieser Gesinnung. Der erwähnte Scheik al-Tarifi erklärte zum Beispiel auch, wenn es zu schwierig ist das Kreuz zu zerschlagen – beispielsweise bei einer großen Betonstatue – dann sollten Muslime zumindest versuchen eine ihrer Arme zu verunstalten, „damit sie nicht länger einem Kreuz ähnelt“. Historische und numismatische Beweise bestätigen, dass das Omajjaden-Kalifat, nachdem es im späten siebten Jahrhundert die byzantinische Staatskasse beschlagnahmte, befahl, dass eine oder beide Arme des Kreuzes auf den Münzen unkenntlich gemacht werden sollten, damit das Bild nicht länger einem Kruzifix ähnelt (Sword and Scimitar, S. 54).

Es gibt Zeugenaussagen im Überfluss aus den frühesten Invasionen in das christliche Syrien und Ägypten, dass Muslime systematisch jedes Kruzifix zerschlugen, das ihnen begegnete. Nach Angaben von Anastasius vom Sinai, der während der arabischen Eroberungen im siebten Jahrhundert lebte, „nahmen sich die Dämonen die Sarazenen [Araber/Muslime] zu ihren Gefährten. Und das mit Recht. Letztere sind vielleicht sogar noch schlimmer als die Dämonen“, denn während „die Dämonen regelmäßig vor den Geheimnissen Christi Angst haben“, worunter er das Kreuz zählt, „trampeln diese Dämonen aus Fleisch alles nieder, das ihnen unter die Füße kommt, verspotten es, setze es in Brand, zerstören es“ (Sword and Scimitar, S. 27).

In der Art, wie vor kurzem ein Kreuz mit Fäkalien an eine französische Kirche gemalt wurde, stellten Muslime 1147 in Portugal „mit großem Hohn diese Symbole des Kreuzes zur Schau. Sie spuckten darauf und wischten damit Stuhl von ihren Hintern.“ Jahrzehnte früher „spuckten Muslime in Jerusalem auf sie [Kruzifixe] und verzichteten nicht darauf vor aller Augen auf sie zu urinieren“. Selbst der angeblich „großherzige“ Sultan Saladin befahl: „Wer immer sah, dass das Äußere einer Kirche weiß ist, soll sie mit schwarzem Dreck überziehen“, und befahl „die Beseitigung eines jeden Kreuzes von der Kuppel einer jeden Kirche in den Provinzen Ägyptens“ (Sword and Scimitar, S. 17, 145, 162).

Damit muslimische Feindlichkeit dem Kreuz gegenüber nicht als abweichend betrachtet wird – begrenzt auf irgendeine obskure Aussage Mohammeds oder „uralte Geschichte“ – folgt eine sehr unvollständige Liste an Beispielen dafür, wie das Kruzifix weiterhin jeden „Alltags-Muslim“ in Wut versetzt:

Ägypten: Eine junge koptische Christin namens Maria wurde zu Tode zerfleischt, als ihr Kreuz sie für Randalierer der Muslimbruderschaft als Christin identifizierte. Gleichermaßen wurde der 17-jähirge Ayman, ein koptischer Schüler, von seinem muslimischen Lehrer und Mitschülern zu Tode gewürgt und geschlagen, weil er den Befehl seines Lehrers das Kreuz abzulegen verweigerte.

Pakistan: Als ein Muslim sah, dass Julie Aftab, eine Christin, ein Kreuz um den Hals trug, griff er sie an, zwang er Batteriesäure ihren Hals und spritzte sie ihr ins Gesicht – ihre Speiseröhre ist jetzt dauerhaft geschädigt, sie ist auf einem Auge blind und sie verlor beide Augenlider sowie die meisten ihrer Zähne.

Türkei: Ein zwölfjähriger Junge in der Türkei, der ein silbernes Kettchen mit Kreuz trug, wurde regelmäßig von muslimischen Klassenkameraden und Lehrern bespuckt und geschlagen.

Malaysia: Ein christlicher Friedhof in dem mehrheitlich muslimischen Land wurde mitten in der Nacht von Unbekannten angegriffen und geschändet. Mehrere Kreuze wurden zerstört, wobei ein „schweres Instrument verwendet wurde, um den Schaden anzurichten“. Unabhängig davon randalierte ein muslimischer Mob gegen eine kleine protestantische Kirche wegen des sichtbaren Kreuzes auf dem Gotteshaus. Es wurde rasch entfernt.

Malediven: Die Behörden mussten eine christliche Lehrerin retten, nachdem muslimische „Eltern drohten sie zu fesseln und von der Insel zu zerren“, weil sie „Christentum predigte“. Ihr Verbrechen bestand darin als Teil des Geographieunterrichts in der Klasse einen Kompass zu tragen – der mit einem  Kreuz verwechselt wurde.

Da die Präsenz des Islam in Europa zunimmt, sollte es nicht überraschen, dass auch Angriffe auf Kreuze zunehmen. Abgesehen von den erwähnten Attacken in Italien fanden die Folgenden in Frankreich und Deutschland statt, wo Anschläge auf Kirchen und Kreuze „heimisch“ geworden sind:

  • Ein Muslim führte kapitale Vandalismusanschläge gegen zwei Kirchen aus; dabei verbog er ein massives Bronzekreuz. (Bilder)
  • Christliche Kreuze und Grabsteine auf einem Friedhof wurden von einem Muslim beschädigt und geschändet (betrachten Sie sein Werk).
  • Ein Muslim kam von sich aus zur Behandlung in ein Krankenhaus und verfiel in eine plötzliche Raserei, weil es „zu viele Kreuze an der Wand“ gab. Er bezeichnete die Krankenschwester als „Hexe“ und „Faschistin“ und wurde physisch aggressiv.
  • Nachdem Muslimen eine eigene Sektion auf einem Friedhof gewährt wurde und nachdem ihnen erlaubt wurde ihre ausgeprägt islamischen Feiern abzuhalten, forderten dieselben Muslime, dass christliche Symbole und Kreuze auf dem Friedhof während islamischer Beerdigungen entfernt oder abgedeckt werden sollen.
  • Ein deutschsprachiger Bericht hält fest, dass allein in den Alpen und in Bayern rund 200 Kirchen angegriffen und viele Kreuze zerschlagen worden sind: „Die Täter sind oft jugendliche Randalierer mit Migrationshintergrund.“

Angesichts des oben Berichteten sollte es nicht überraschen, dass Gruppen wie der Islamische Staat in ihren Verlautbarungen an den Westen feindselige Bezüge auf das Kreuz machen: „Wir werden euer Rom erobern, eure Kreuze zerschlagen und eure Frauen versklaven, durch die Erlaubnis Allahs. … Wir werden Angst in die Herzen der Kreuzesanbeter gießen.“ Der Islamische Staat verbreitete sogar einmal ein Video, das zeigte, wie seine Mitglieder Kreuze in und auf mehreren Kirchen in den Gebieten unter seiner Herrschaft zerschlagen (inzwischen sind sie von YouTube gelöscht worden); er köpfte und erstach einen Mann mit seinem eigenen Kruzifix; und er veröffentlichte Bilder seiner Mitglieder, die christliche Kreuze und Grabsteine auf Friedhöfen unter seiner Zuständigkeit zerstörten.

Gleichermaßen erschien im Internet aus dem Libyen nach dem „Arabischen Frühling“ ein Video eines muslimischen Mobs, der einen Gemeinschaftsfriedhof bei Bengasi angriff. Als die Muslime die Grabsteine mit Kreuzen darauf traten und zerstörten, drängte der Mann, der das Video aufnahm, sie „das Kreuz der Hunde zu zerbrechen!“, während er und andere „Allahu Akbar!“ brüllten. Gegen Ende des Videos versammelt sich der Mob um ein riesiges Opferkreuz, das Ehrenmal des Friedhofs und begannen zu „Allahu Akbar“-Rufen darauf einzuhämmern. Andere christliche Friedhöfe in Libyen haben ähnliches erlitten.

Im Irak kamen Bilder eines christlichen Friedhofs auf, der vom Islamischen Staat verwüstet wurde. Zerschlagene und zerstreute Kreuze tauchen auf. Auf einem Bild brachen Jihadisten einen Sarg auf, schlugen der verhutzelten Leiche den Kopf ab und warfen die sie umgebenden Kreuze zu Boden.

So sehen die Geschichte und der Fortbestand des islamischen Hasses auf das Kreuz aus – auf das Symbol, das den Kern des christlichen Glaubens symbolisiert, nämlich den Tod und die Auferstehung Christi, zwei Ereignisse, die der Islam vehement bestreitet.

Der Jihad gegen das Kreuz begann mit Mohammed, wurde von den frühen Kalifen ausgetragen und geht bis in unsere Tage mit den Jihadisten der Welt weiter, ganz zu schweigen vom gelegentlichen „Alltagsmuslim“.

1814 wurden Juden in Jerusalem von Muslimen, Christen mit Verachtung behandelt

Elder of Ziyon, 5. April 2018

Sie wissen, dass Muslime liebend gerne sagen, sie hätten vor dem Zionismus im heiligen Land mit Christen und Juden harmonisch zusammengelebt?

Nicht wirklich.

Aus „Travels in Egypt, Nubia, Holy Land, Mount Libanon and Cyprus in the year 1814“ [Reisen in Ägypten, Nubien, dem Heiligen Land, dem Berg Libanon und Zypern im Jahr 1814] von Henry Light:

Die Juden haben viele Synagogen, aber sehr kleine und die meisten sind schmutziger als die, die ich in anderen Teilen des Ostens gesehen habe. Obwohl sie unterdrückt und in Jerusalem mit mehr Verachtung behandelt werden als anderswo, strömen sie dort hin. Die Alten wünschen an Abrahams Brust zu schlafen; die Jungen besuchen es in der Hoffnung, dass der Messias kommt; manche sind zufrieden hier zu bleiben, wegen des Handels, den sie betreiben.
Sie zahlen eine hohe Steuer an den türkischen Gouverneur in Jerusalem. Die Summen an den Aga von Jaffa, wenn sie anlanden und an den Leiter von St. Jeremia für eine sichere Reise sorgen bei beiden für ein hohes Einkommen. Das Jüdische Viertel ist wie in allen osteuropäischen Städten vom Rest abgetrennt. Ich fand Männer aus allen Nationen außer England.

Außerdem:

Ich werde den Bericht zur Grabeskirche mit der Beschreibung ihres Äußeren beenden – oder besser gesagt, dem Teil, der frei von anderen Gebäuden ist. Ihre Front ist fast vollständig abgeschlossen, nicht mehr als 60 Fuß der Sicht freigesetzt: ein einzelner Zugang gothischer oder sarazenischer bildet den Eingang, worüber sich ein Fenster befindet; und dazwischen verläuft entlang der Front ein horizontaler Wulst: ein gepflasterter Hof davor, von kleinen Abmessungen, trennt sie von der Straße, Muslimen und Christen heilig gehalten, keinem Juden wird erlaubt nahe der Kirche vorbeizugehen, di auf dem Kalvarienberg stehen soll.

(h/t: American Zionism)

Die Ausradierung des Christentums durch den Islam

Raymond Ibrahim, 14. Mai 2018 (FrontPage Magazine)

Ein gerade veröffentlichter Artikel mit dem Titel „Passages from the Bible discovered behind Qur’an manuscript“ (Entdeckt: Bibelverse hinter Koran-Manuskript) ist eine Erinnerung, dass de Islam Jahrhunderte lang buchstäblich und im übertragenen Sinn das Christentum ausradiert.

Der Bericht erzählt, dass festgestellt wurde, dass ein Koran aus dem achten Jahrhundert über ein christliches Buch geschrieben wurde, möglicherweise die Bibel: „Die französische Wissenschaftlerin Dr. Eléonoie Cellard … stellte fest, dass unter der arabischen Schrift schwach koptische Buchstaben erschienen. Sie kontaktierte [das Auktionshaus] Christie’s und sie schafften es den koptischen Text als aus dem Fünften Buch Mose im Alten Testament zu identifzieren – Teil der Thora und des christlichen Alten Testaments.

Was das bedeutet und wie westliche Forsche es verstehen, sind zwei verschiedene Dinge: „Das ist eine sehr wichtige Entdeckung für die Geschichte des Koran und es frühen Islam“, sagte Cellard. „Wir haben hier ein Zeugnis kultureller Interaktionen zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften.“ Christie’s Spezialist Romain Pingannaud pflichtet ihr bei: „Es zeigt den Konakt zwischen Gemeinschaften in den ersten Jahrhunderten des Islam“

Was euphemistisch als „kulturelle Interaktionen zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften“ und „der Kontakt zwischen Gemeinschaften in den ersten Jahrhunderten des Islalm“ bezeichnet wird, ist eine Verweis auf die kulturelle Beinahevernichtung der koptisch-christlichen Zivilisation durch den Islam in ihrer eigenen Heimat. Der Punkt, wo der Bericht den Fakten am nächsten kommt, ist mit der Aussage:

Christie’s … glaubt, dass die Manuskripte wahrscheinlich in Ägypten erstellt wurden, der Heimat der koptischen Gemeinschaft zur Zeit der Eroberung durch die Araber. Es heißt, dass die Fragmente „die historische Realität von Religionsgemeinschaften im Nahen Osten ausstrahlen und als solche ein unschätzbarer Überlebender aus den frühesten Jahrhunderten des Islam sind“.

Um einen ungenauen flüchtigen Blick auf diese „historische Realität“ zu werfen, muss man sich nur an Johann von Nikiu wenden, einen koptischen Bischof und Augenzeugen der muslimischen Invasion seiner ägyptischen Heimat im siebten Jahrhundert. Er erzählt von einer von den Muslimen an den einheimischen Christen begangene Gräueltat nach der anderen, einfach weil die muslimischen Invasoren „die Diener Christi für Feinde Allahs erachten“. Seine Chronik ist derart gespickt mit Blutvergießen, dass Johann schlicht zu dem Schluss kommt: „Aber lasst uns jetzt nichts weiter sagen, denn es ist unmöglich die Schrecken zu beschreiben, die die Muslime begingen…“

Nachdem die Eroberung erst einmal geschafft war, zwangen die „recht geführten Kalifen“ – Mohammeds Verwandte und Gefährten – die „Milchkamele [Ägyptens christliche Bevölkerung] mehr Milch zu geben“, indem sie ihren gesamten Wohlstand und Ressourcen austrockneten, schreibt ein arabischer Chronist. Apokalyptische Szenen durchziehen zeitgenössische Berichte zu diesen Zeiten umfassender Erpressung, gefolgt von Hungersnot: „Die Toten wurden auf die Straßen und Marktplätze geworfen, wie Fische, die das Wasser auf das Land wirft, denn sie fanden niemanden, der sie begrub; und manche der Leute verschlangen Menschenfleisch“ vor Hunger, schreibt der Chronist Severus Ibn al-Muqaffa (starb 987).

Kurz gesagt und um den Historiker des 19. Jahrhunderts Alfred Butler zu zitieren: „Dass sie [die ägyptischen Christen] verabscheuen die Religion des Islam wird durch jede Seite ihrer Geschichte bewiesen.“

Die islamische Übernahme und das finanzielle Bluten Ägyptens (in meinem Buch Sword and Scimitar dokumentiert) wurde bereits von einem Krieg gegen Ägyptens Erbe begleitet und fast ausgelöscht (wie es mit den ehemals christlichen Ländern von Nordafrika bis Anatolien machten).[1] Im elften Jahrhundert befahl der Fatimiden-Kalif Hakim bi-amr Allah die Zerstörung von 30.0000 Kirchen, darunter die heiligste Kirche der Christenheit, die Grabeskirche in Jerusalem. Saladin, der die Fatimiden stürzte, befahl, dass die Kirchen Ägyptens mit Matsch beschmiert und ihre Kreuze zerbrochen werden. Danach kamen fast drei Jahrhundert unter den Mameluken, die noch unterdrückerischer waren als ihre Vorgänger. Unter ihrer Herrschaft hörte Koptisch auf eine lebende Sprache zu sein, da zu den Bestrafungen dafür es zu sprechen das Abschneiden der eigenen Zunge gehörte.

So sehen die „kulturellen Interaktionen zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften“ aus, die die Forscher so faszinieren.

Die Bibel in koptischer Sprache und die Ersetzung durch den arabischen Koran ist eine Erinnerung an die Zwangsauslöschung aller christlichen Spuren in den Kernländern des Christentums. Je mehr der Islam sich in Ägypten etablierte, desto mehr verschwand langsam die koptische Kultur – von ihrer Sprache bis zu ihren Kirchen oder sie wurde durch eine Reihe Erlasse unsichtbar gemacht (allgemein als die Bedingungen des Omar bekannt).

Selbst auf den bereits zirkulierenden christlichen Münzen, die das Kalifat bewilligte, wruden die Kreuze so unkenntlich gemacht, dass sie Kreuzen nicht mehr ähnelten. Die Ausradierung des Christentums in seinen Stammländern geht bis heute weiter, einschließlich des Kriegs gegen die Kirchen, zudem auf subtilere Arten – so das buchstäbliche Ausradieren des Christentums aus den Geschichtsbüchern.

Dennoch behauptet Christie’s experte Romain Pingannaud, der gerade Fund des Koran aus dem achten Jahrhundert sei „recht außergewöhnlich … Er ist faszinierend, besonders weil er das einzige Beispiel ist, bei dem man einen arabischen Text hat, der über einen nicht arabischen Text geschrieben ist. Und was noch mehr fasziniert, ist, dass er sich über Steleln aus dem Alten Testament befindet.“ Der Bericht führt das näher aus, indem er sagt, dass solche Bücher („Schabtexte“/Palimpseste) „extrem selten sidn … nur eine Hand voll sind bisher registrierten, von denen keiner über einen christlichen Text geschrieben wurde“.

Christliche Bücher aus ihren heiligen Schriften auszulöschen und sie durch den arabischen Koran zu ersetzen, war eigentlich nicht anders zu erwarten. Dario Fernandez-Morera schreibt, dass ein gefeierter muslimischer Kleriker hält fest, „dass die heiligen Bücher der besiegten Christen verbrannt werden müssen, damit sie ‚verschwinden‘ – außer man kann ihren Inhalt komplett löschen, damit man die leeren Seiten verkaufen kann, um Gewinn daraus zu ziehen. Aber wenn man diese gelöschten Seiten nicht verkaufen kann, dann müssen sie verbrannt werden“ (The Myth of the Andalusian Paradise, S. 41).

Glücklicherweise – und wie diese jüngste Entdeckung eines christlichen Textes unter dem arabischen Koran nahelegt – wird früher oder später alles aufgedeckt – einschließlich der Augen westlicher Menschen gegenüber der Vergangenheit und Gegenwart des Islam.

[1] Wie Alfred Butler erklärte: „Die Lasten der Christen wurden proportional schwerer, wie ihre Zahlen abnahmen [das heißt, je mehr Christen zum Islam übertraten, desto mehr nahmen die Lasten für die verbleibenden Wenigen zu]. Das Wunder besteht daher nicht so sehr darin, dass viele Kopten sich der Strömung fügten, die sie mit durchschlagender Macht in den Islam hinüberzog, sondern dass eine so große Vielzahl an Christen sich gegen die den Strom stellten; genauso haben nicht all die Stürme des dreizehnten Jahrhunderts ihren Glauben nicht vom Felsen seines Fundaments bewegt.“

Der Krieg gegen die Ungläubigen

Clifford D. May, 21. Januar 2010

2001 wurden die Buddhas von Bamiyan aus dem sechsten Jahrhundert auf Befehl von Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar gesprengt. Die Vereinigten Staaten und andere westliche Regierungen gaben Protestnoten aus. Afghanistans islamistische Herrscher zuckten nur mit den Achseln.

2010 wird Al-Kifl, das Grab des Propheten Hesekiel in der Nähe von Bagdad geschändet. Auf dem Grab befinden sich hebräische Inschriften und ein Bogen, in dem vor Jahrhunderten eine Torah ausgestellt war. Die Antikenbehörde des Irak löscht unter Druck von Islamisten die hebräischen Worte aus, entfernt hebräische Ornamente und plant auf dem Grab eine Moschee zu bauen.

Bis dato hören wir von fast niemandem Protest. Aber dies ist nicht einfach nur ein weiteres „Wo ist die Empörung?“. Der größere und alarmierendere Trend besteht darin, dass in einer wachsenden Zahl mehrheitlich muslimischer Länder ein Krieg gegen die nicht muslimischen Minderheiten geführt wird. Wo nichtmuslimische Minderheiten „gesäubert“ wurden – wie in Afghanistan und dem Irak – richten sich die Angriffe gegen die Erinnerung an sie. Ethnische Minderheiten werden ebenfalls angegriffen: Der völkermörderische Konflikt gegen die schwarzen Muslime in Darfur ist nur das berühmt-berüchtigste Beispiel.

Verbinden Sie die Punkte: Letzte Woche setzten muslimische Jugendliche in Nigeria eine Kirche in Brand und töteten damit mehr als zwei Dutzend christliche Gottesdienstbesucher. In Ägypten leiden die koptischen Christen unter zunehmender Verfolgung, wozu diesen Monat vor einer Kirche Schüsse aus einem fahrenden Auto gehörten, durch die sieben Personen ermordet wurden.

In Pakistan wurden über Weihnachten christliche Kirchen bombardiert. In der Türkei haben die Behörden christliche Kirchen, Klöster und Schulen geschlossen. Gerade wurden auch in Malaysia Kirchen angegriffen, provoziert von dieser Beschwerde: Christen in den Kirchen nannten Gott „Allah“. Wie können die Ungläubigen es wagen, denselben Namen für den Allmächtigen zu benutzen wie die Muslime!

Ohne Zweifel missbilligen viele Muslime die Verfolgung der Nichtmuslime. Aber in den meisten mehrheitlich muslimischen Ländern riskieren Muslime, die offen gegen die Islamisten opponieren, als Abtrünnige gebrandmarkt zu werden. Und unter der islamistischen Interpretation der Scharia, des islamischen Gesetzes, verdienen Abgefallene den Tod.

Vor nicht allzu langer Zeit waren der Nahe und Mittlere Osten eine facettenreiche Region. Der Libanon hatte Jahrhunderte lang eine christliche Mehrheit, aber das endet um 1990 – das Ergebnis von Jahren Bürgerkrieg zwischen den religiösen und ethnischen Gruppen des Landes. Die christliche Bevölkerung der Türkei hat in den letzten Jahren beträchtlich abgenommen. Die Islamisten haben die Christen aus Bethlehem und anderen Teilen der Westbank getrieben; aus dem Gazastreifen sind seit der Machtübernahme durch die Hamas fast alle Christen geflohen.

Über Jahrtausende gab es im gesamten Nahen Osten jüdische Gemeinden. Die Juden des Iran führen ihre Geschichte 2.700 Jahre zurück, aber etwa acht von zehn iranischen Juden sind seit der islamischen Revolution von 1979 emigriert; nur etwa 40.000 sind übrig.

Die Juden des heutigen Saudi-Arabien wurden ausgerottet, kurz nachdem Mohammed und seine Jünger die neue Religion gründeten und im 7. Jahrhundert begannen ein neues Reich aufzubauen. Aber jüdische Gemeinden überlebten andernorts bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Juden gezwungen waren ihre Häuser im Irak, in Libyen, Ägypten, Syrien, dem Jemen und anderen Ländern zu verlassen. In vielen Fällen wurden sie von Muslimen vertrieben, die durch die Gründung des modernen Staates Israel erbost waren. Aber wie merkwürdig ist es, gegen die Schaffung einer sicheren Heimstatt und Heimat für Juden zu protestieren, indem man die eigenen jüdischen Bürger obdach- und staatenlos macht?

1947 wurde Pakistan auch als sichere Zuflucht gegründet – für indische Muslime. Der Gründervater des Landes, Moahmmed Ali Jinnah, war entschlossen, Pakistan gegenüber Hindus, Sikhs, Christen, Parsen und anderen tolerant sein zu lassen – das waren zur Zeit der Unabhängigkeit volle 20 Prozent der Bevölkerung. Das hat so nicht funktioniert und das Ergebnis ist, dass nichtmuslimische Minderheiten heute nur rund drei Prozent der Bevölkerung Pakistans bilden.

Wenn die Punkte verbunden werden, entsteht ein gar nicht gutes Bild: eine „islamische Welt“, in der Terroristen oft mit Nachsicht betrachtet werden, manchmal mit Respekt und gelegentlich mit Verehrung, während Minderheiten sich zunehmender Intoleranz, Verfolgung und „Säuberungen“ ausgesetzt werden, wobei selbst ihre Geschichte ausgelöscht wird.

Und wir im Westen sind zu höflich, zu „politisch korrekt“ und vielleicht zu feige, um dazu viel zu sagen.