Der neueste völkermörderische Angriff der Türkei auf Christen und andere Minderheiten

Raymond Ibrahim, 5. Januar 2023 (The Stream)

Viele im Westen haben von den schweren Gräueltaten gehört, die die Jihadisten desIslamischen Staats im Irak und Syrien (ISIS) an den religiösen Minderheiten im Fruchtbaren Halbmond beging, besonders an Christen und Jesiden. Mehrere westliche Regierungen stuften diese Gräueltaten – zu denen Massaker, Kreuzigungen, Folter und Sexsklaverei gehörten – später als Völkermord ein.

Heute sind sich jedoch nur wenige bewusst, dass dieselben völkermörderischen Gräuel gegen genau dieselben religiösen Minderheiten weitergehen, die am meisten unter ISIS in Nordsyrien litten – diesmal durch niemand anderen als eine weitere muslimische Kraft mit Kalifen-Anspruch: die Türkei unter der Führung von Recep Tayyip Erdoğan.

Vom 20. bis 25. November 2022 führte die Türkei 2.500 Angriffe – Luftwaffe, Mörser, Drohnen, Artillerie usw. – mehrere Meilen tief hinter Syriens nördliche Grenze durch. Das von der Autonomen Verwaltung von Nord- und Ostsyrien (AANES) beherrschte Gebiet ist zufällig auch das, in der die meisten der früher verfolgten religiösen Minderheiten der Christen, Jesiden und Kurden leben.

Während der Operation Krallenschwert genannten Operation tötete die Türkei 48 Menschen, verletzte Dutzende und zerstörte oder beschädigte 2.300 zivile Häuser und Gebäude, darunter ein Kinderkrankenhaus, ein Gesundheitszentrum, ein Kraftwerk, unentbehrliche Öl- und Gasverarbeitungsbetriebe, entscheidende Getreidetürme und eine Großbäckerei.

Save the Persecuted Christians hielt fest: „Die Türkei scheint sich darauf zu konzentrieren der Zivilbevölkerung Lebensmittel, Wärme und Wasser entziehen zu wollen, während der Winter einsetzt. Sie warf sogar Bomben auf Zeltlager, in denen Überlebende früherer Invasionen untergebracht sind“, außerdem half sie ISIS-Terroristen aus dem Gefängnis zu entkommen.

Tödliche türkische Angriffe sind weitergegangen, die Genocide Watch veranlasste am 7. Dezember 2022 einen Genocide Emergency Alert (Völkermord-Notfallwarnung) auszugeben:

Diese militärischen Angriffe des Regimes von Recep Tayyip Erdoğan sind Teil einer breiteren türkischen Politik der Vernichtung der kurdischen und assyrischen [christlichen] Völker im nördlichen Syrien und dem Irak. Die Türkei hat Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit begangen, darunter Bombenangriffe, Artilleriebeschuss, Folter und außergerichtliche Tötungen. Die Angriffe sind Teil der türkischen Völkermord-Politik gegenüber den Kurden, Christen und Jesiden.

Anders als die von ISIS in derselben Region begangenen Gräuel erhielten diese jetzt von der Türkei begangenen allerdings null Aufmerksamkeit der westlichen „Mainstream-Medien“ – nicht zuletzt, weil die Türkei NATO-Mitglied ist und daher anscheinend vor Kritik abgeschirmt wird.

Zum Glück schweigen andere nicht. In einem aktuellen Webinar mit dem Titel „Ist das Völkermord? Die Türkei beschießt Syriens Christen, Jesiden und Kurden“ diskutierte ein Expertenforum von Save the Persecuted Christians und lieferte Beweise für das, was sie alle als das „völkermörderische“ Handeln der Türkei gegen Christen, Jesiden und Kurden und andere ethnisch-religiösen Minderheiten in Nordsyrien bezeichneten und boten Beweise, außerdem wie die USA und die internationale Gemeinschaft darauf reagieren sollte.

Der Moderator des Webinars, Frank Gaffney, Leiter des Center for Security Policy, begann damit, dass er diese Entwicklungen Erdoğan zuschrieb, „der sich für den neuen Kalifen hält“ und „der sich der Wiedererrichtung des osmanischen Kalifats sowie der Durchsetzung der Scharia, der obersten Doktrin des Islam“ verschrieben hat, die „für Christen besonders unterdrückerisch“ ist.

Die meisten, wenn nicht sogar alle Podiumsteilnehmer stimmten verschiedenen Punkten zu und betonten sie, darunter:

Die erklärte Absicht der Türkei für ihre Aggression in Nordsyrien – heißt eine „Sicherheitszone“ entlang seiner Südgrenze zu Syrien zu schaffen – ist ein Vorwand und eine Ausrede für ihre wahre Motivation: „die religiösen und ethnischen Minderheiten zu beseitigen“, sagte Charmaine Hedding, Präsidentin des Shai Fund. Zu Erdoğans Bodentruppen, fügte sie hinzu, gehören ehemalige Jihadisten von ISIS, Al-Qaida und Tahrir al-Schams, die „massive Menschenrechtsverletzungen begehen und eine Agenda zur Schaffung eines Kalifats haben; sie werden religiöse Minderheiten in dieser Gegend ausrotten“.

Was die Türkei in Nordsyrien tut, ist laut der Rechtsdefinition der internationalen Gemeinschaft für diesen Begriff nicht nur ein Völkermord, sondern die Fortsetzung einer alten Politik. Der Diskussionsteilnehmer Gregory Stanton (Präsident von Genocide Watch) machte geradeheraus geltend: „Die  Türkei ist eine völkermörderische Gesellschaft… Die Türkei hat in der Geschichte so viele Völkermorde betrieben“, anscheinend mit einer Feindseligkeit besonders gegenüber einer Gruppe: „Sie [die Türkei] ist seit vielen Jahrhunderten christenfeindlich gewesen und hat versucht so viele Christen wie möglich abzuschlachten.“

Hedding stimmte zu: „Dieser Völkermord ist ein Muster, das wir sehen und es ist gewiss nichts Neues… Was wir erleben werden, ist das Ende der Christenheit und einiger Jesiden in dieser Gegend, wenn wir der Türkei erlauben damit davonzukommen. Es wird eine humanitäre Krise geben.“ Hedding fügte an: „Für die, die sagen ‚mit uns nicht!‘ oder ‚Nie wieder!‘- hier ist es, es passiert erneut.“

Vergangenheit und Gegenwart: Türkische Vertreibungen und Todesmärsche von Christen und anderen Minderheiten.

Die derzeitigen Opfer der Türkei – besonders Christen und Jesiden – sind tragischerweise die Nachkomment der früheren Opfer der Türkei, die sie auf den Todesmärschen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ebenfalls „völkermordete“. Lauren Homer, Präsidentin des Law and Liberty Trust erklärte, dass Nordsyrien genau der Bereich ist, wo die Osmanen vor mehr als einem Jahrhundert zahllose Christen abschlachteten. Die, gegen die sie sich jetzt richtet, sind ihre Nachkommen. Genauso verfolgt die Türkei das Ziel „zu beenden, was sie angefangen hat“, sagte Hedding und „Hunderttausende Menschen zu vertreiben, um die Demografie in Nordsyrien neu zu gestalten und zweitausend Jahre Geschichte auszulöschen.“

Was die Türkei Christen und anderen Minderheiten in Nordsyrien antut, ist Teil eines viel größeren Plan alle Nachkommen der ehemaligen christlichen Untertanen des osmanischen Reichs zu säubern, einschließlich derer Armeniens und Griechenlands, die beide unter den Türken Völkermorde erlebten und die jetzt erneut von der Türkei „als Teil ihrer Völkermord-Politik“ ins Ziel genommen werden, um Stanton zu zitieren. „Sobald erklärt wurde, dass ISIS besiegt war“, betonte Homer, „begann die Türkei genau die Leute anzugreifen, die ISIS bekämpften und besiegten“, heißt: die Kurden und andere religiöse Minderheiten, die die AANES bildeten.

Das jüngste militärische Handeln der Türkei in Afrin wurde auch als sinnbildlich für die Völkermord-Kampagne dieses Staates hervorgehoben. Dort flohen hunderttausende Christen und Jesiden, selbst als die Türken „sie [Christen und Jesiden] wie von Tür zu Tür gehend die Tiere hetzten“, sagte Hedding.

Es gab eine „jihadistische Fatwa gegen diese Völker“, sagte  Homer, der damit bestätigte: „Die Türkei hat dieselben Ziele wie ISIS, die darin bestehen aus all diesen Bereichen radikalisiert islamistische Staaten zu machen.“ Am Ende zerstörten sie 18 von 19 jesidische Tempel; Afrins jesidische Bevölkerung ist inzwischen seit 2014 um 90 Prozent geschrumpft. Was Christen angeht, so sind sie alle, rund tausend Familien, vor diesem jüngsten jihadistischen Vorstoß geflohen.

Kino Gabriel, ein (assyrischer) Christ und Leiter des Syrischen Militärrats, bot ein einzigartige Perspektive „von vor Ort“. Er betonte, dass der Krieg gegen die Christen in Syrien im Lauf der Jahre viele Formen angenommen hat und in der modernen Zeit bis zur Umsetzung der Arabisierung durch die Al-Assad-Dynastie zurückreicht, in der die Christen von 25 Prozent der syrischen Bevölkerung 1950 auf 12 Prozent 2010 zurückging, eine Zahl, die nach ISIS und jetzt mit der Türkei nur noch weiter abnahm, die, daran erinnerte er die Zuschauer, „ein großer Anhänger der Muslimbruderschaft und sogar dieser radikalsten Lager ist“.

Die Podiumsteilnehmer stimmten alle überein, dass die beste Möglichkeit voranzukommen darin besteht, dass die USA, die „alle alle Karten in der Hand  haben“, die Türkei als NATO-Partner zur Unterlassung aufruft. Während die Türkei ihre NATO-Mitgliedschaft ausnutzen kann und das auch tut, um mit Mord davonzukommen, erklärte Stanton, dass die USA deren Mitgliedschaft leicht aussetzen könnten, was wahrscheinlich ausreichen würde, damit die Türkei beschließt, dass ihr neuer Völkermord das nicht wert ist.

Nadine Maenza, die Präsidentin des International Religious Freedom Secretariat, betonte ihrerseits wiederholt, dass US-Unterstützung für AANES unerlässlich ist, da sie das einzige geeignete und demokratische Bollwerk zum Schutz der religiösen Minderheiten unter ihrer Zuständigkeit sind.

Israel: Schutzort für Christen; Bevölkerungswachstum und Religionsfreiheit

Christen stellen knapp unter 2% der israelischen Bevölkerung

Benjamin Weinthal, Fox News, 18. Januar 2023

Jerusalem – Während das Leid der Christen in der Region drastisch zugenommen hat, nahm die Bevölkerung der israelischen Christen 2021 um 2 Prozent zu, so ein Bericht, der von Israels Zentralem Amt für Statistik (CBS – Central Bureau of Statistics) im Dezember.

Die Veröffentlichung der neuen Daten fiel mit Weihnachten zusammen und zeigte, dass etwa 185.000 Christen in Israel leben und 1,9 Prozent der Bevölkerung des Landes ausmachen.

„In Israel ist die Zahl der Christen stabil, weil es dort Religionsfreiheit gibt“, sagte Pastorin Petra Heldt, eine führende christliche Wissenschaftlerin, die seit 40 Jahren in Israel lebt, gegenüber Fox News Digital. „Für mehrheitlich muslimische Länder in der Region gilt das nicht.“

Eine Taufe in Qasr al-Yahud am Jordan in Israel. Laut biblischer Tradition ist das die Stelle, an der Jesus getauft wurde. (Foto: Shalev Shalom ZTPS)

Christliche Gemeinschaften im gesamten Nahen Osten sind geschrumpft oder sogar verschwunden. Vor dem amerikanischen Einmarsch in den Irak 2003 lebten im Land 1,5 Millionen Christen. Die uralte christliche Gemeinschaft ist inzwischen auf geschätzte 200.000 bis 300.000 in einer Gesamtbevölkerung von mehr als 40 Millionen geschrumpft.

Fox News Digital berichtete vor kurzem von einem britischen Regierungsbericht, in dem es heißt: In der Islamischen Republik Iran „reicht es aus nur Christ zu sein, um verhaftet zu werden“.

Das Regime des Iran hat einen Feldzug zur Verfolgung evangelischer Christen und Katholiken geführt.

Heldt betonte, dass es in Israel „absolute Glaubensfreiheit“ gibt und sich das von Ländern wie der Türkei unterscheidet, wo Christen „verfolgt werden und eine schwere Zeit haben. Dasselbe gilt für den Irak“, erklärte sie.

Eine im Jordantal in Israel organisierte Taufe (Foto: Shalev Shalom/TPS)

Das Bild ist in Israel nicht völlig rosig, aber Beobachter behaupten, das verblasst im Vergleich zu den Nachbarländern. Im Januar verwüsteten zwei Teenager-Verdächtige einen christlichen Friedhof in Jerusalem. Der Anschlag wurde vom israelischen Außenministerium verurteilt, das ihn eine „unmoralische Tat“ und „einen Affront für die Religion“ nannte.

Jerusalems anglikanischer Erzbischof Hosam Naoum bezeichnete das als ein „eindeutiges Hassverbrechen“. Das britische Konsulate sagte, es sei nur der jüngste einer ganzen Reihe von Angriffen auf die christliche Gemeinschaft in der heiligen Stadt Jerusalem.

Heldt sagte, die israelische Regierung betreibe die Strafverfolgung für die Schändung der Grabsteine. „In mehrheitlich muslimischen Ländern wäre das [Strafverfolgung] nicht der Fall“, fügte sie hinzu.

Die israelische Polizei kündigte Montag an, dass Anklagen gegen zwei Teenager wegen der mutwilligen Zerstörung von 28 Grabsteinen auf dem protestantischen Friedhof des Bergs Zion erhoben wird.

Heldt sagte, dass es den „Mord an und die Verfolgung von Christen in Nigeria und Ägypten in Israel nie gegeben hat“. Radikale Islamisten haben angestrebt die sich abmühende koptisch-christliche Gemeinde in Ägypten und die nigerianischen >Christen in den muslimisch dominierten nördlichen Regionen Nigerias auszulöschen.

Pastor Saleem Shalash von der Kirche Heim des Königs Jesus in Nazareth wiederholte das, was Pastorin Heldt über die Bedeutung der Religionsfreiheit in Israel sagte. „Als arabischer Pastor würde ich es vorziehen in Israel zu leben“, sagte Shalash. „Die Freiheit, die wir in Israel haben, haben wir in den besten arabischen Ländern nicht.“

Pastor Saleem Shalash von der Kirche Heim des Königs Jesus in Nazareth in Israel (Foto: Pastor Saleem Shalash)

„Wir können unseren Glauben ohne Verfolgung ausüben. Und wenn es Verfolgung gibt, können wir die Polizei rufen und sie wird uns beschützen.“

Pastor Shalash dient einer Gemeinde von 100 in Nazareth, von dem man glaubt, dass Jesus als Kind dort Zuhause war. Nazareth hat die größte arabisch-christliche Bevölkerung (21.000), Haifa folgt mit 16.700. Jerusalem folgt mit 12.900 arabischen Christen an dritter Stelle.

In Antwort auf einen Bericht, dass die christliche Bevölkerung in Israel zunahm, sagte Shalash: „Das ist eine gute Nachricht.“

Die Herausforderung, der sich die christliche Gemeinschaft in Israel gegenüber sieht, merkte er an, ist eine im Vergleich mit den anderen Religionsgemeinschaften niedrigere Geburtenrate. „Sie [die Christen] haben keine großen Familien“, sagte Shalash. „Normalerweise haben Christen zwei oder drei Kinder.“

Hareidische (ultraorthodoxe) Juden in Israel haben eine Geburtenrate von 6,64 Kindern pro Frau, so Zahlen der israelischen Regierung. Säkulare jüdisch-israelische Frauen haben ein Geburtenrate von 1,96 Kinder.

Pastor Shalash sagte, eine der großen Herausforderungen, der Israels christliche Gemeinschaft gegenüber sieht, ist eine niedrige Geburtenrate. (Foto: Pastor Saleem Shalash)

Es gibt zwar bei einigen Juden und Muslimen in Israel radikal-religiöse Strömungen, sagte Shalash, aber „man kann zusammenleben. Man kann Juden, Christen, Muslime und Drusen finden, die in Harmonie ohne Verfolgung leben und ihren Glauben leben.“

Open Doors ist eine internationale NGO, die sich der Rettung verfolgter Christen widmet; sie veröffentlichte Dienstag einen Bericht, in dem eine Reihe Länder aus dem Nahen Osten und Nordafrikas aufgeführt werden, die zu den Top Ten der Staaten gehören, „in denen Christen sich der schwersten Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt sehen“, so der Bericht.

Der Iran wurde auf Platz 8 eingestuft, der Jemen auf Platz 3. Das kommunistische Nordkorea wurde als schlimmster Verfolger benannt und Somalia auf Platz 2 geführt.

Die Palästinensergebiete steht in der Open Doors-Untersuchung von 76 Ländern, in denen Christen verfolgt werden. Die Palästinensergebiete wurden auf Platz 57 geführt. Israel ist nicht auf der Liste.

Lisa Pearce, Interim-CEO von Open Doors US, sagte in einer Erklärung gegenüber Fox News Digital: „Die anhaltende politische und sozio-ökonomische Krise macht vielen Menschen im Gazastreifen und der Westbank zu schaffen. Für viele arabisch-christliche Familien gibt es große Belastungen und viele beschlossen wegzugehen, wenn sie die Chance haben. Wie Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden und ohne sonderliche Aussichten auf Arbeit haben  viele christliche Eltern das Gefühl, sie haben kaum eine andere Wahl, wenn ihre Kinder eine Zukunft haben sollen.“

Die Abnahme der Zahl der Christen in den palästinensisch kontrollierten Gebieten in Teilen der Westbank und im Gazastreifen ist im Lauf der Jahre regelmäßig dokumentiert worden.

Im Oktober twitterte Edy Cohen, ein israelischer Experte für arabische Angelegenheiten, Videoaufnahmen eines Angriffs von Palästinensern auf eine Kirche im östlichen Bethlehem in der Westbank.

Touristen besuchen die Geburtskirche in Bethlehem, 16. Nov. 2021 (Foto: AP Foto/Nasser Nasser)

Khaled Abu Toameh, der Reporter der Jerusalem Post für Palästinenser-Angelegenheiten, berichtete über die Verhaftung des evangelischen Pastors Johnny Shahwan durch die palästinensische Autonomiebehörde (PA) im März, weil der für Normalisierung mit dem „zionistischen Gebilde“ (Israel. Die PA inhaftierte Shahwan 40 Tage lang, weil er sich mit einer Reihe von Abgeordneten der Knesset (Israels Parlament) traf und sie schloss seine Pfarre, Beit Al-Liqa in Bei Jala.

Fox News Digital schickte Presseanfragen an die palästinensische Autonomiebehörde, hatte aber bis zum Druck keine Antwort bekommen.

Israels lebendige christlich-religiöse Geschichte hat amerikanisch-christliche Studenten für Besuche attraktiv gemacht. Am 9. Januar feierte Passages, ein Programm, das christliche College-Studenten nach Israel bringt, seinen 10.000. Teilnehmer. „Wir befinden uns in einem einzigartigen Augenblick in der Geschichte, in dem Juden und Christen zum ersten Mal zusammenkommen können und positive und wirkungsvolle Erfahrungen schaffen können“, sagte Rivka Kidron, Mitgründerin von Passages.

„Jetzt  können Juden und Christen mehr denn je um unsere gemeinsamen Werte zusammenkommen und für das einstehen, was in dieser Welt richtig ist. Leider nimmt der Antisemitismus zu und ich denken, wir brauchen einander und ich denke, wir brauchen einander mehr als je zuvor. Ich fühle mich sehr gesegnet in diesem Moment hier zu sein und hier zu leben und ich teile das mit Ihnen.“

Passages ist ein Programm, das christliche College-Studenten nach Israel bring (Foto: Mattanah DeWitt)

Passages sagte, es „bietet christlichen College-Studenten mit Führungspotenzial einen frischen und innovativen Ansatz das Heilige Land zu erfahren.“

Passages sagt, es habe 450 Teilnehmer aus Schulen wie dem Hillsdale College, der Florida State University und der Oklahoma Baptist University.

„Die Teilnehmer begegnen den Wurzeln ihres biblischen Glaubens aus erster Hand und stehen dem modernen Wunder Israel direkt gegenüber, bekommen Möglichkeiten bei ihrer Reise mit zusätzlichem Führungstraining Erfahrungen zu sammeln, mit dem Ziel ihren christlichen Glauben zu stärken und Freundschaftsbrücken zur jüdischen Gemeinschaft zu bauen“, vermerkt Passages in einer Pressemitteilung.

Muslime verprügeln alten Christen und besprühen ihn mit Pfefferspray, werfen Steine auf koptische Kirche in Jaffa

Raymond Ibrahim, 19. Januar 2023 (Coptic Solidarity)

Auch wenn es in westlichen Sprachen nicht ausreichend berichtet wird, ist ein weiterer Vorfall der Feindlichkeit gegen Christen und ihre Kirchen im Heiligen Land aufgetreten.

An Heiligabend, 24. Dezember 2022 griff eine Gruppe palästinensischer „Jugendlicher“ eine koptische Kirche in Jaffa an. Nachdem Steine und leere Glasflaschen auf die Kirche des Heiligen Antonius, sie stürmten sie und verprügelten ihren Priester Vater Michael Mansour brutal.

Während sie laut fluchend die Christenheit verfluchten und ihn persönlich beleidigten, besprühten sie den alten Geistlichen mit Pfefferspray.

Dieselben palästinensischen „Jugendlichen“ fuhren dann damit fort, eine lateinische Kirche in derselben Gegend zu verfluchen und Steine darauf zu werfen.

Bei der Diskussion dieses Vorfalls in einen späteren Interview sagte Vater Michael, der seiner koptischen Gemeinde in Jaffa rund vier Jahrzehnte lang diente, er habe sich „benommen und kurzatmig gefühlt“, nachdem er mit Pfefferspray besprüht wurde und dann zusammengebrochen, erholte sich aber glücklicherweise. Er betete dafür, dass Frieden und Ruhe wieder hergestellt wird und bat Gott, er möge seine Gnade über seine Angreifer ausgießen.

Während des Angriffs wurde aus der Kirche und dem angrenzenden Haus von Vater Michael nichts gestohlen, was nahelegt, dass es sich um ein Hassverbrechen handelt.

In einer Erklärung sagte Vater Konstantin Nassar, der Leiter der orthodoxen Gemeinschaft von Jaffa: „ Wir verurteilen diese barbarische und tribalistische Tat und rufen die verantwortlichen Behörden die Täter so bald wie möglich zu verhaften und vor Gericht zu stellen, womit sie ein Exempel statuieren würden.“

Ein „Exempel“ ist gewiss nötig. Obwohl die wenigen arabischsprachigen Quellen, die diesen Vorfall berichten, ihn als anormale Tat darstellen, ist das nicht repräsentativ für die muslimisch-christlichen Beziehungen im Heiligen Land; die Verfolgung der Christen und ihrer heiligen Orte in der Region hat in der Tat zugenommen (wie in diesem Artikel dokumentiert ist).

Zum Zeitpunkt, als diese geschrieben wurde, hat kein englischsprachiges Medium über diesen Vorfall berichtet.

Zu Heiligabend bricht in Ägypten Gewalt gegen Kirche aus

Raymond Ibrahim, 72. Dezember 2022 (Coptic Solidarity)

Als im Westen Heiligabend gefeiert wurde, randalierten in Ägypten Muslime und griffen am 24. Dezember eine Kirche an.

Das große „Verbrechen“ der Kirche bestand darin, dass sie versucht hatten ihr baufälliges Kirchendach zu reparieren, was die drakonischen, christenfeindlichen Diktate des islamischen Rechts (der Scharia) widerspricht, das in Artikel 2 der ägyptischen Verfassung verankert ist.

Zwei Jahre zuvor begann das Dach der Kirche der heiligen Jungfrau und Anba Samuel in Abis al-Thawra, einem Dorf in den Außenbezirken von Alexandria, zu zerfallen und ins Gebäude zu stürzen. Bei zumindest einer Gelegenheit kollabierten Teile des Dachs nach schwerem Regen und verletzte mehrere Kirchgänger (Bild oben). Nach zwei Jahren der Appelle an die Behörden, um eine Genehmigung zu bekommen „das Dach zu reparieren und das Leben der Gottesdienstbesucher zu retten“, erhielt die Kirche endlich die Genehmigung.

Das ist die einzige Kirche in einer Gegend, die mehrere Dörfer und Weiler abdeckt, die rund christlichen Familien dient. 1979 gebaut, ist sie bereits stark überfüllt (und daher ein „Sicherheitsrisiko“, wie viele Kirchen, die in letzter Zeit in Ägypten „Feuer gefangen“ haben). Daher hatten die Kopten während des Antragsverfahrens auch die Genehmigung zur Erweiterung der Kirche gestellt.

Die Behörden lehnten das ab, gaben nur die Genehmigung zur Reparatur des Daches – und selbst das war der lokalen muslimischen Bevölkerung zu viel; sie randalierte und war Steine auf die Kirche, auf einzelne Kopten und auf die Dacharbeiter. Sie legten auch Feuer und einem christlichen Bauernhaus direkt neben der Kirche.

Der Grund für die muslimische Wut ist, dass die Scharia anordnet, dass nicht nur keine neuen Kirchen auf vom Islam erobertem Gebiet (wie Ägypten) gebaut werden, sondern bereits bestehende Kirchen niemals repariert werden dürfen. Natur und Zeit bereits bestehende Kirchen beseitigen zu lassen wird als eine Art „Toleranz“ betrachtet – eine, in die gleichwohl niemals eingegriffen werden darf, in diesem Fall mit der Ausbesserung des Daches.

Die Mob-Gewalt von Heiligabend reicht aus, damit die Polizei und die Staatssicherheit eingriffen, den Mob zerstreuten und die Ruhe wiederherstellten. Sie ließen auch Bewachung um die Kirche zurück.

Wie üblich, wurde keiner der (muslimischen) Angreifer oder Anstifter festgenommen. Stattdessen wurden alle Arbeiten am Dach unter dem Vorwand der „Beruhigung der Lage“ eingestellt. Aufgrund von Präzedenzfällen fürchten die Kopten allerdings, dass diese „vorläufige“ Einstellung eine dauerhafte sein wird.

Letzten Endes hat sich dieses Szenario in Ägypten unzählige Male abgespielt: Wann immer einer Kirche legalisiert oder repariert wird – oder es nur das Gerücht gibt, sie würde legalisiert oder repariert – toben lokale Muslime und greifen Christen an. Die Behörden reagieren regelmäßig mit dem Appeasement der Randalierer und der Versiegelung der „beleidigenden“ Kirchen unter dem Vorwurf, dass sie in der Region „Sicherheitsrisiken“ darstellen.

Die Zeit wird zeigen, ob das Gesetz einmal mehr vor der muslimischem Mob-Herrschaft einbrechen wird oder ob sich für die Kirche der Jungfrau und Anba Samuel in Ägypten ein Anschein von Gerechtigkeit durchsetzen wird.

Ist Armenien die erste christliche Nation, die Gefahr läuft zu verschwinden?

Nicole Jansezian, Blog von Raymond Ibrahim, 9. Dezember 2022 (übernommen aus: AllArabNews)

Armenien beging vor kurzem (21. September) seinen 31. Unabhängigkeitstag, mit dem sei seine Freiheit nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 feiert.

Aber dieser Tage sind viele Armenier stärker mit ihrer Existenz beschäftigt als mit ihrer Unabhängigkeit.

[…]

Ein verkleinertes Armenien erlag 1920 gewaltigen territorialen Gewinnen der Türkei und in jüngerer Zeit nach einem kurzen, aber verheerenden Krieg gegen Aserbaidschan.

Armenien ist Heimat für knapp 3 Millionen Einwohner, die in einer feindlichen Umgebung im Südkaukasus leben. Das vorwiegend christliche Land grenzt an Georgien im Norden und an seinen anderen Grenzen liegen muslimische Staaten, darunter seine Erzfeinde Türkei und Aserbaidschan sowie sein ironischer Verbündeter, der Iran.

Es handelt sich um eine komplexe Region, in der der Iran und Russland Verbündete Armeniens sind – doch beide haben ihre eigenen, komplizierten Beziehungen zur Türkei.

Eine der heutigen großen Sorgen Armeniens, sagte Dschernzian, ist, dass Aserbaidschan in Armeniens Region Syunik einmarschiert – eine Streifen Land, der Aserbaidschan von seiner autonomen Republik Nakhchivan trennt. Das zu tun könnte Armenien geografisch vom Iran abschneiden.

Aber das ist offenbar nicht das einzige gefährdete Gebiet. 2018 sagte Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew, die armenische Hauptstadt „Eriwan ist unser historisches Land und wir, die Aserbaidschanis, sollten auf dieses Land zurückkehren“.

„Das ist unser politisches und strategisches Ziel und wir sollten es sukzessive erreichen“, fügte er in einer Rede hinzu, in der er auch die Region Zangezur im südlichen Armenien sowie die Region um den Sevan-See beanspruchte.

Territorialer Streit oder Jihad?

Ist der anhaltende Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan ein historischer Territorial-Streit oder, wie manche Vertreter von Christen sagen, ein religiöser?

„Oberflächlich und wie von den Medien weithin berichtet, ist das nur ein weiterer Territorial-Streit, diesmal zwischen dem (christlichen) Armenien und dem (muslimischen) Aserbaidschan. Unter der Oberfläche lauert hingegen diese alte muslimisch-christliche Spaltung, versinnbildlicht durch jihadistischen Hass gegen „Ungläubige“, schreibt Raymond Ibrahim, ein Autor, der regelmäßig über die Verfolgung von Christen durch Muslime berichtet.

Ibrahim, der den Konflikt verfolgt hat, argumentiert, dass die Beweise für aserischen Soldaten vorgeworfenen Gräueltaten, die größtenteils nicht in die Nachrichten kommen, auf den Islam hindeuten. Nehmen wir z.B. die Vergewaltigung und Verstümmelung einer armenischen Soldatin letzte Woche – die anscheinend nur in armenischen Medien berichtet worden ist und von All Arab News nicht unabhängig bestätigt werden konnte.

„Die in unseren Kampfstellungen begangenen Gräueltaten an unseren Soldaten, einschließlich Soldatinnen“, sagte Armee-Generalstabschef Edward Asryan in einem Briefing für Diplomaten. „Ich kann keine Worte finden, die beschreiben, wie sie eine Soldatin zerstückelten, ihr die Beine, Finger abschnitten und sie nackt auszogen. Das ist beispiellose Grausamkeit.“

Ibrahim schreibt, dass das „Abtrennen der Finger dieser Frau ein verdächtiges Zeichen dafür ist, dass hinter der Verstümmelung jihadistische Motive stecken.

Die Verbindung der Armenier zum modernen und uralten Israel

Die Armenier als Volksgruppe gehen bis ins 7. Jahrhundert v.Chr. zurück. 301 n.Chr. erklärte König Tiridates III. das Christentum zur Nationalreligion und so ist es die Jahrhunderte hindurch geblieben. Diese Entscheidung löste Pilgerreisen nach Jerusalem aus, um zu die Orte zu sehen, an denen Jesus gekreuzigt, begraben und auferstanden war. Und das ist das, was zum heutigen Armenischen Viertel in Jerusalems Altstadt führte.

Das Bibelmuseum in Washington DC plant eine Ausstellung, die sich auf Armeniens einzigartige Verbindung zum Christentum und der Bibel konzentriert, die als „Atem Gottes“ ins Armenische übersetzt wurde.

„2023 wird das Bibelmuseum eine bahnbrechende Ausstellung eröffnen, die sich auf die Bedeutung der Armenischen Kirche und das armenische Volk für die Geschichte der Bibel konzentriert. Die Bible, oder auf Armenisch ‚Der Atem Gottes‘; ist in der Kultur Armeniens tief eingebettet. In dieser Ausstellung werden die Gäste die Geschichte der Bibel in Armenien erkunden und sehen, dass sie uralt, außergewöhnlich und stabil ist“, sagt das Museum auf seiner Internetseite.

Für Dschernazian – den Engel von Überlebenden des Völkermords – und andere Armenier in Jerusalem bleibt eine tiefe Verbindung zu ihrer Heimat bestehen.

„Das Armenische Viertel in Jerusalem ist wie ein kleines Armenien“, fährt er fort. „Wir alle sorgen uns um seine Zukunft und die Fortsetzung der armenischen Präsenz hier und wie auch in Armenien. Beide Orte ergänzen einander, beide Orte sind Heimat für alle Armenier und so sehr wie uns unser Heim hier am Herzen liegt, so ist es auch mit unserem Heimatland Armenien.“

Der unausgesprochene Völkermord an Christen in Nigeria

Raymond Ibrahim, 15. November 2022 (The Stream)

Wussten Sie, dass überall im Subsahara-Afrika – in Nigeria, Mosambik, der Zentralafrikanischen Republik, Mali, der Demokratischen Republik Kongo – Muslime seit vielen Jahren Christen terrorisieren und abschlachten.

Es ist auch keinerlei Hoffnung in Sicht: Probleme, die nicht ehrlich angegangen werden können, sind dazu verdammt auf ewig fortzubestehen.

Auftritt der sogenannten „Mainstream-Medien“. Soweit es sie angeht ist die Verfolgung von Christen in Afrika ein Nebenprodukt wirtschaftlicher und territorialer Missstände.

Ein Bericht, der den Titel „Wie Armut und Korruption überall in Afrika antreiben“ trägt, ist zeichenhaft. Nach Anführung eines Vorfalls, bei dem „Jihadisten“, die mit dem Islamischen Jihad verbunden sind, Dutzende niedermetzelten, besteht er darauf, dass solche Terroranschläge, die „überall auf dem afrikanischen Kontinent zunehmen“, eine „Folge von Armut, neuen wie alten heimischen Missständen sind…“

Das ist das Argument der Mainstream-Medien gewesen und sie halten daran fest – egal, dass es Berge an widersprechenden Beweisen gibt.

Nehmen wir den wenig bekannten Völkermord an den Christen in Nigeria. Laut eines Berichts vom August 2021 sind seit dem ernsthaften Beginn der islamischen Unruhen um Juli 2009 mehr als 60.000 Christen entweder bei Überfällen ermordet oder entführt worden; man hat sie nie wiedergesehen. Während desselben Zeitraums wurden annähernd 20.000 Kirchen und christliche Schulen von „Allahu Akbar“ brüllenden Muslimen abgefackelt und zerstört.

Nach Angaben der jüngsten Berichterstattung von World Watch List wurden 79 Prozent aller wegen ihres Glaubens getöteten Christen in Nigeria getötet, insgesamt 4.650.

Wer genau steckt hinter dieser Travestie? Hauptsächlich zwei Gruppen. Erstens ist es Boko Haram, Nigerias führende Terrorgruppe, deren voller Name „Sunnis für [islamische] Verbreitung und Jihad“ bedeutet. Ihre Spitzname „Boko Haram“ bedeutet „westliche Bildung ist eine Sünde“ (nicht „Wir töten, weil wir arm sind“). Ihr erklärtes Ziel ist die Gründung eines reinen Scharia-Staates und die brutale Unterwerfung oder Abschlachtung der Christen Nigerias.

Die andere Gruppe, die in den letzten Jahren sogar noch mehr Christen terrorisiert und abgeschlachtet hat als Boko Haram, sind die muslimischen Fulani-Hirten, die regelmäßig Dörfer von Christen überfallen und diese niedermetzeln. Auch sie handeln aufgrund von Jihad-lehren und Hass auf Christen.

Bedenkt man, dass im Durchschnitt in Nigeria jeden Tag 13 Christen wegen  ihres Glaubens abgeschlachtet werden, dann ist es fast sinnlos jeden einzelnen Vorfall aufzuführen. Die an dieser Tragödie Interessierten können meine Reihe „Muslim Persecution of Christians“ verfolgen, in der ich die wichtigsten Vorfälle der Verfolgung zusammentrage, die jeden Monat rund um die Welt in Erscheinung treten. Es muss nicht extra erwähnt werden, dass Nigeria dabei dominiert. Hier sind nur ein paar wenige davon, die im September 2022 auftraten:

  • 1. September: Muslimische Fulani-Hirten hackten 6 Christen mit Macheten zu Tode.
  • 11. September: Muslime ermordeten einen Christen, als sie einen Pastor entführten und seine Frau verletzten.
  • 18. September: Muslimische Fulani töteten drei Christen bei einem Überfall auf ein christliches Dorf, „nachdem sie in den letzten drei Wochen mindestens 22 andere in derselben Gegend massakrierten“.
  • 21. September: Weitere Macheten schwingende muslimische Hirten massakrierten 15 Christen bei einem mitternächtlichen Überfall auf zwei christliche Dörfer.
  • 23. September: Muslimische Fulani überfielen vorwiegend christliche Dörfer in derselben Region des Staates Benue. „Diese Angriffe der Hirten haben Dutzende Christen tot und mehrere weitere mit Wunden durch Schüsse und Macheten zurückgelassen“, sagte ein Einwohner.
  • 17. September: Während eines Gebets die ganze Nacht hindurch drangen muslimische Fulani ein und entführten Dutzende Christen. Weniger als eine Woche zuvor wurden 60 andere Christen derselben Konfession in einer anderen Region des Landes entführt.
  • 4. September: Bewaffnete entführten Dutzende Christen aus der Kirche, darunter den Sohn des Pastors.

In Reaktion auf diese und andere Angriffe hieß es in einer aktuellen Äußerung der Southern Kaduna Peoples Union:

Es gibt immer noch keine Atempause für christliche Gemeinschaften … weil Terroristen, Jihadisten, Banditen und bewaffnete Hirten weiter christliche Gemeinden ausplündern und vernichten…

Die Gräueltaten gehen in der Tat nonstop vor sich. Gerade erst laut eines Berichts vom 27. Oktober mit dem Abschlachten von 15 weiteren Christen – zumeist Frauen und Kinder, als sie nachts schliefen. Die muslimischen Fulani schnitten einer Christin auch ziemlich sadistisch die Brüste ab.

Trotz all dem bleibt der amerikanische „Mainstream“ entschieden dabei den Jihad als Nebenprodukt von „Ungleichheit“ und „Armut“ zu beschreiben, um Bill Clinton zu zitieren, als er einst erklärte, was „all diesen Kram antreibt“ (der „Kram“ war ein Verweis auf den Völkermord an den Christen in Nigeria).

In ihrem Streben allem und jedem statt der Realität die Schuld zu geben, ist selbst der Klimawandel ins Mainstream-Arsenal der Gründe aufgenommen worden, die den Jihad gegen Christen antreiben. Nachdem muslimische Fulani rund 50 Christen massakrierten, während sie am Pfingstsonntag (5. Juni 2022) friedlich in ihrer Kirche beteten, gab der Präsident von Irland, Michael Higgins eine Erklärung aus, die genau diese absurde Behauptung erhob.

Aber wie eine nigerianische Nonne, Schwester Monica Chikwe, einmal feststellte: „Es ist hart nigerianischen Christen zu sagen, dies sei kein Religionskonflikt, weil das, was sie sehen, komplett in schwarz gekleidete Fulani-Kämpfer sind, die ‚Allahi Akbar‘ skandieren und ‚Tod den Christen‘ brüllen.“ Oder wie die Christian Association of Nigeria einst fragte: „Wie kann es ein [säkularer oder wirtschaftlicher] Zusammenprall sein, wenn eine Gruppe [Muslime] andauernd angreift, tötet, verstümmelt, vernichtet und die andere Gruppe [Christen] wird ständig getötet, verstümmelt und ihre Gotteshäuser werden zerstört?“

Das vielleicht Allerschlimmste ist die Reaktion der Administration Biden gewesen. 2020 setzte Trump Nigeria auf die Liste der Länder von besonderer Sorge des Außenministeriums – das heißt, Staaten die Verstöße gegen die freie Religionsausübung betreiben oder tolerieren. Unter Biden entfernte das Außenministerium allerdings Nigeria – diesen Staat, in dem alle zwei Stunden Christen getötet werden – von der Liste.

Es muss gar nicht gesagt werden, dass viele Beobachter das Außenminister wegen dieses unerwarteten Schritts hart kritisiert. Sean Nelson, Rechtsberater von Global Religious Freedom für ADF International, hielt fest:

Der Aufschrei, weil das Außenministerium Nigeria den Status eines Landes besonderer Besorgnis aufgrund der Verletzung der freien Religionsausübung genommen hat, ist absolut berechtigt. Es wurden keine Erklärungen dafür gegeben, die diese Entscheidung rechtfertigen könnten. Wenn überhaupt, dann hat sich die Lage in Nigeria im vergangenen Jahr verschlimmert. Tausende Christen sowie auch Muslime, die den Zielen der Terroristen und Milizgruppen widersprechen, werden ins Visier genommen, getötet und entführt und die Regierung ist schlicht nicht bereit diese Gräueltaten zu stoppen… den Status eines Landes besonderer Sorge für Nigeria wirl die zunehmend autoritäre Regierung dort nur ermutigen.

Zufällig und was man ihm positiv anschreiben sollte, fragte Trump einmal geradeheraus den nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari (dem, darauf bestehen viele nigerianische Offizielle, Obama half an die Macht zu bringen): „Warum bringt ihr Christen um?“

Wie auch immer, sieht die aktuelle Lage so aus: Gegen die christliche Bevölkerung Nigerias ist ein Jihad von Völkermord-Ausmaß erklärt worden – und ist seitdem in mehrere weitere Subsahara-Staaten übergeschwappt – während amerikanische Medien und die US-Regierung Nigerias Probleme in rein ökonomischen begriffen darstellen, die der Realität trotzen.

Die Unfähigkeit die einfachen Tatsachen zu akzeptieren; die Unfähigkeit ideologische oder existenzielle Motive zu berücksichtigen, einzig materielle Motive (Geld, Land usw.) zu sehen; die fast instinktive Schlussfolgerung, dass muslimische Gewalt klarer Nachweis für einen legitimen Missstand ist – all das sitzt derart im vorherrschenden Paradigma – von den Mainstream-Medien bis zu Mainstream-Politikern – und alle vergiften die westliche Zivilisation von innen und erodieren ihren Einfluss und die Fähigkeit von außen zu handeln.

Es bedeutet auch, dass für die meisten amerikanischen Medien und Politiker Schwarzes Leben keine Rolle spielt – zumindest nicht, wenn sie Christen sind und ihr Leben von Muslimen beendet wird.

Verweigern muslimische „Beamte“ verfolgten Christen Zuflucht in Europa?

Raymond Ibrahim, 12. Oktober 2022 (The Stream)

Berlin

Dasselbe Deutschland, das 2015 mehr als eine Million muslimischer Migranten und 2021 zehntausend nicht überprüfte Afghanen aufnahm – alles Leute, die per Definition keine religiöse Verfolgung in ihren Heimatländern zu erwarten hatten, weil sie selbst Muslime sind – hat es abgelehnt einem Muslim-Konvertiten zu Christentum Asyl zu gewähren, obwohl einer seiner Verwandten wegen desselben „Verbrechens“ des Abfalls vom Glauben in seiner Heimat Iran gefoltert und ermordet wurde.

Der zum Schutz seiner Identität mit dem Pseudonym „Hassan“ bedachte 44-jährige beantragte 2018 in Deutschland Asyl. Die Behörden lehnten sein Glaubenszeugnis damit ab, dass niemand zum christlichen Glauben konvertieren würde, nachdem er gesehen und erfahren hat, was im Iran mit Konvertiten geschieht. Damit verwiesen sie auf Hassans Schwager, der Hassan nach eigener Aussage zum Christentum brachte und der später verhaftet und im Gefängnis wegen Beteiligung an einer Hauskirche getötet wurde. Die deutschen Behörden schlossen, es sei „nicht besonders wahrscheinlich“, dass Hassan nach einem solchen Ereignis Christ wurde – und es bestimmt nicht bliebe – da der Mord einen „Abschreckungseffekt“ auf jeden anderen möglichen Konvertiten, nämlich Hassan, haben würde.

Nachdem Deutschland ihm die Türen zuschlug, brachte Hassen seinen Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte; auch dieser lehnte seine Berufung vor kurzem ab. Der vom Islam Abgefallene soll jetzt zurück in die Islamische Republik Iran abgeschoben werden, eine Tat, die einem Todesurteil gleichkommt oder ihn zumindest Verfolgung und Inhaftierung preisgibt.

Bevor die deutschen Behörden seinen Asylantrag ablehnten, hatte Hassan dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge folgendes Zeugnis gegeben:

Der Bruder meiner Frau war dadurch, dass er Christ wurde, zu jemand anderem geworden.  Wir wollten sehen, ob wir dieses Gefühl bekommen, wenn wir Christen werden… Ich hatte im Iran viele Probleme gehabt… ich hatte viele Fragen [zur Religion], aber mir wurde nicht erlaubt sie zu stellen. Als ich Fragen stellte, wurde ich in der Schule geschlagen. Das brachte mich dazu wissen zu wollen, welchem Gott ich mich gegenüber sah. Eines Tages sagte mein Schwager mir und meiner Frau, dass er gute Nachrichten habe. Es gibt einen Schatz, es gibt einen lebendigen Gott, Jesus Christus, wir sein Seine Kinder und nicht Seine Sklaven… Er sagte, dass es eine Erlösung gibt.

Wie erwähnt, sollte sein Schwager wegen seiner Hauskirchen-Aktivitäten inhaftiert und schließlich im Gefängnis wegen seines Glaubens ermordet werden.

Die Islamische Republik Iran, das sollte festgehalten werden, ist eine bei der Christenverfolgung übelsten Nationen – besonders bei muslimischen Konvertiten. So erklärte eine Menschenrechtsgruppe bereits 2017:

Eine große Zahl Iraner hat zu Christus gefunden und das ist etwas, wegen dem die Obrigkeit eindeutig sehr unglücklich ist. Also gibt es regelmäßige Verhaftungen und Inhaftierungen. Es hat in letzter Zeit eine Menge Anklagen gegeben, was ein noch härteres Vorgehen nahelegt – in einigen Fällen Strafen von 10 bis 15 Jahren gegen Christen. Und in der Regel werden die Behörden nahelegen, dass dies das Ergebnis der Untergrabung des Staates ist oder der Versuch gegen den Staat zu kollaborieren und dafür werden noch politischere Anklagen als zum Beispiel Gesetze zum Abfall vom Glauben oder Blasphemie verwendet.

Trotz dieses unterdrückerischen Klimas und statt von der Ermordung seines Schwagers davon „abgebracht“ worden zu sein, nahmen Hassan, seine Frau und seine Kinder alle Christus an. Es dauerte nicht lange, bis die argwöhnischen iranischen Sicherheitskräfte ihr Haus stürmten, ihre Bücher, Computer, Pässe und die Bibel plünderten. Hassan und seine Familie reagierten mit der Flucht aus dem Iran, irgendwann erreichten sie Deutschland.

„In Deutschland verkündete ich das Evangelium, ich organisierte Gebetskreise hier in der Unterkunft“, sagte er. „Ich möchte ein gutes Beispiel sein, andere für den Glauben an Jesus Christus gewinnen. Mein größtes Ziel ist es, dass meine Kinder Freiheit in Christus finden und gut sind.“

Hier kommen wir zu der entscheidend wichtigen, obwohl übersehenen Frage: Wie kam es überhaupt dazu, dass die deutschen Behörden Hassans Zeugnis – dass er Christ wurde, obwohl er die grässlichen Folgen kannte – nicht verstanden? Die einfache Antwort lautet, dass deutsche Behörden als Atheisten/Materialisten schlicht nicht glauben konnten, dass irgendjemand sein Leben riskieren würde, nur um Christ zu sein.

So stellte Lidia Rieder von der ADF, die Hassan hilft, fest:

Es gibt nationale  und internationale Richtlinien für Asylanträge auf religiöser Grundlage… Leider wird diese Anleitung von deutschen Entscheidungsträgern sehr selektiv angewandt. Sie verstehen nicht dass unter Verfolgung an seinem Glauben festzuhalten für andere sehr ansprechend sein kann, wie wir an der Geschichte des Christentums sehen können.

Es könnte jedoch auch einen anderen Grund geben, dass „diese Anleitung von den deutschen Entscheidungsträgern sehr selektiv angewandt“ wird: Diese Entscheidungsträger könnten selbst Muslime sein, die sich und den Islam an diesen Christus liebenden Apostaten rächen.

Zuerst einmal wissen wir bereits, dass genau dieses Szenario sich früher schon abgespielt hat. Im Dezember 2019 berichtete CBN News:

Christliche syrische Flüchtlinge … sind von muslimischen UNO-Beamten in Jordanien für Hilfe der United Nations Refugee Agency, der UNHCR, gesperrt worden. Einer der Flüchtlinge, Hasan, ein syrischer Konvertit zum Christentum, sagte uns in einem Telefonat, muslimische Vertreter des UNO-Lagers „wissen, dass wir Muslime waren und Christen wurden und sie verfolgten und verspotteten uns. Sie ließen uns nicht ins Büro. Sie ignorierten unseren Antrag.“ Hasan und seine Familie verstecken sich jetzt, haben Angst, dass sie von der jordanischen Polizei verhaftet oder sogar getötet werden. Zum Christentum zu konvertieren ist in Jordanien ein schweres Verbrechen.

Genauso ist es laut Timothy, einem weiteren Muslim-Konvertiten zum Christentum so: „Die ganzen offiziellen UNO-Vertreter [anscheinend in Jordanien] sind zu 99 Prozent Muslime und sie behandeln uns als Feinde.“

Als er das Thema ansprach, sagte Paul Diamond, ein britischer Menschenrechts-Anwalt, einmal:

Wir haben diese absurde Situation, in der das Programm eingerichtet wurde, damit syrischen Flüchtlingen und den Menschen, die es am dringendsten benötigen, geholfen wird; Christen, die „gevölkermordet“ worden sind, können nicht einmal in die UNO-Lager kommen, um Lebensmittel zu bekommen. Wenn du kommst und sagst. Ich bin Christ oder Konvertit, dann werden die muslimischen UNO-Wächter dich nicht hereinlassen und dich auslachen und verspotten und sogar bedrohen…, sagen: „Du hättest nicht konvertieren sollen. Du bist ein Idiot, dass du konvertiert hast“, etwas in dieser Art.

Bemerkenswert ist hier, dass diese (muslimischen) Obrigkeiten, die Christen Zuflucht verweigern, sie verspotten und sarkastisch werden – was durchaus das sein könnte, was die deutschen Behörden, die Hassan zurückwiesen, machten, als sie ihm Asyl verweigerten, indem sie praktisch sagen, dass kein vernünftiger Mensch angesichts der Folgen jemals Christ werden würde.

Es gibt tatsächlich viele weitere Beispiele „westlicher Entscheidungsträger“, die Sarkasmus und Spott in ihren Entscheidungen benutzen, um verfolgten Konvertiten Asyl zu verweigern. Bedenken Sie nur das britische Innenministerium, das sein Immigrationsprogramm betreibt. Es verspottete eine iranische Asylsuchende im Ablehnungsbescheid, in dem es schrieb: „Sie bestätigten in Ihrer Asylbefragungsaufzeichnung, dass Jesus Ihr Retter ist, behaupteten aber dann, dass er nicht in der Lage sein würde sie vor dem iranischen Regime zu retten. Daher wird erwägt, dass Sie von Ihrem Glauben nicht überzeugt sind und Ihr Glaube an Jesus halbherzig ist.“

In der Diskussion ihrer Erfahrungen erklärte die abgelehnte Frau zuerst ihre Notlage: „Wenn in meinem Land jemand zum Christentum konvertiert, ist die Strafe der Tod oder Hinrichtung.“ Bezüglich des Asylprozesses sagte sie, wann immer sie auf die Fragen des Mitarbeiters des Innenministeriums antwortete, „kicherte er oder spottete irgendwie, als er mit mir sprach… Er fragte mich, warum Jesus einem nicht gegen das iranische Regime oder iranische Behörden hilft.“

Genauso wurde einem Iraner in seinem Ablehnungsbescheid durch das Innenministerium gesagt, mehrere Bibelpassagen würden seiner Behauptung „widersprechen“, er sei zum Christentum konvertiert, nachdem er entdeckte, es sei ein „friedlicher“ Glaube. Der Brief ging so weit Bibelverse anzuführen – aus Exodus, Leviticus, Matthäus und der Offenbarung – um zu argumentieren, dass die Bibel gewalttätig ist, bevor geschlossen wurde: „Diese Beispiele stimmen nicht mit Ihrer Behauptung überein, dass Sie zum Christentum konvertierten, nachdem Sie entdeckten, dass es eine ‚friedliche‘ Religion ist, anders als der Islam, der Gewalt, Wut und Rache beinhaltet.“

Kurz gesagt scheint es so, als ob manche Muslime im Westen Macht und Autorität gewonnen haben zu tun, was sie in der muslimischen Welt gewonnen haben – sie diskriminieren Christen und vom Glauben Abgefallene nicht nur, sondern schicken sie auch in den Tod.